Der Orden der Drachenritter, das 
			Fantasy-Rollenspiel Legends of Aylann!
 
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Die Reichstädte Dragonias


Dragonia besitzt vier Reichsstäde, die Zentren der Besiedlung und des Handels darstellen und die Perlen des Landes sind. Alle Städte sind durch ein mehr oder weniger gut ausgebautes Netz von Reichsstraßen miteinander verbunden.


Die größte und wichtigste Stadt ist sicherlich die Hauptstadt Drachenauge, dicht gefolgt von der Garnisonsstadt Nuru. Nighton ist ein Zentrum des Handwerks und der Schmiedekunst. Die geheimnisvollste Stadt des Reiches aber ist das tief in den Elfenwäldern verborgene Sha’Nurdra.

Drachenauge
Nighton
Nuru
Sha’Nurdra

nach oben Drachenauge


Drachenauge, die Hauptstadt des dragonischen Reiches und Städtebundes, zieht sich vom Drachenberg aus nach Norden bis zur Meeresküste. Etwas östlich liegt die Mündung des Großen Flusses, der hier seinen Weg ins Landesinnere beginnt. Die Stadt ist von Wiesen, Feldern und Gehöften und kleineren Weilern umgeben. Die Stadt selbst ist von einer 10 Meter hohen Wehrmauer aus sehr hellem, fast weißen Gestein umgeben, die auch die Hafeneinfahrt schützt. In regelmäßigen Abständen erheben sich Wachtürme, von denen Fahnen mit den Wappen der wichtigsten Familien des Reiches wehen. Die stärksten Türme schützen die beiden Tore der Stadt, die sich im Westen, im Zwergenviertel Umraschkor, und Osten, in Larindar, befinden. Hier wehen die Fahnen der Städte des dragonischen Bundes, Nurus und Drachenauges Fahnen am Westtor und Sha’Nurdras und Nightons Fahnen am Osttor. Das Erscheinungsbild der Stadt ist hell, in der Sonne fast leuchtend, da alle Befestigungsanlagen und auch viele der prächtigeren Häuser aus dem gleichen hellen Material bestehen wie die Stadtmauern. Die Drachenburg, die sich über der Stadt erhebt, ist schon von weitem zu sehen, ebenso das dragonische Banner, das von ihrem höchsten Turm weht.

Ynis Eldea
Ynis Eldea ist der älteste Teil der Stadt und liegt auf dem Drachenberg, wo König Dragon I. die alte Stadt Ynis Eldea gründete. Das alte Ynis Eldea wurde vom Schwarzdrachen Kyarasath weitgehend zerstört, nur die Drachenburg blieb unbeschädigt. Als König Aramon I. die Stadt unter dem neuen Namen Drachenauge wieder aufbaute, bestimmte er die altehrwürdige Drachenburg zu seinem Herrschaftssitz. Außerdem wird hier das legendäre Drachenauge aufbewahrt, jenes mächtige Artefakt, das die Stadt im Gefahrenfall schützen soll und das sich zuletzt im Krieg gegen Than als letzte Rettung erwies. Heute ist Ynis Eldea von der restlichen Stadt durch eine Mauer abgetrennt, so dass hier im Notfall ein zweiter Verteidigungsring besteht. In diesem geschützten Bereich erhebt sich heute außerdem, im Südosten und umgeben von einem großen Park, der Herrensitz Sir Altarions von Eldersheim. Im Nordosten, zur Stadt hin gewandt, liegt die Kaserne, die das stehende Heer Dragonias beherbergt.

Eldanor
Eldanor liegt wie ein Ring um Ynis Eldea und zieht sich den Hang des Drachenberges hinunter. Es ist von der Unterstadt, wie der Teil, der nicht auf dem Drachenberg liegt, auch genannt wird, durch eine hohe, immergrüne Hecke abgetrennt. Hier leben in Villen aus weißem oder grüngebändertem Marmor, die von sorgsam gepflegten Parkanlagen umgeben sind, die Höflinge und einige Adelige. Außerdem liegen, auch in wunderschönen Parkanlagen, die Kathedrale, die Akademie und das Badehaus in diesem Stadtteil. Die Straßen sind breit und gepflegt, und überhaupt macht Eldanor einen überaus sauberen, hellen und ordentlichen Eindruck. Der Lärm des Marktplatzes oder gar des Hafens dringt hier nicht herauf.

Larindar
Larindar, das Viertel der Kaufleute und Händler, liegt im Herzen der Stadt. Hier befindet sich der große Markt und auch Dragonias Bank, außerdem sind hier die besseren Gasthöfe, wie der Weiße Drache, zu finden, und ein Spielcasino. Auch hier sind die Straßen noch recht breit, die Häuser, meist aus rotem Klinkerstein oder schön verziertem und beschnitztem Fachwerk, sind häufig von liebevoll gepflegten Gärten umgeben. Überhaupt strahlt Larindar eine Atmosphäre behaglicher Gastlichkeit aus. Die Einwohner sind freundlich und aufgeschlossen. Man hat es zu einem gewissen Wohlstand gebracht und genießt diesen auch. Abends trifft man sich mit Freunden auf ein Bier oder einen Met, und wenn eine fahrende Schauspieltruppe ihre Künste auf dem Marktplatz zeigt, wird dies gerne zum Anlass genommen, ein kleines Fest daraus zu machen.

Shiya’taî
Am Ostrand der Stadt, wie Eldanor von einer Hecke umgeben und sowohl an Eldanor, als auch an Larindar grenzend, liegt ein Viertel, das eher einer riesigen Parkanlage als einer Wohngegend gleicht. Auf saftigen, grünen Wiesen erheben sich prächtige Laubbäume, dazwischen liegen wie zufällig hingestreut zierliche Häuser, rund oder quadratisch im Grundriss und aus hellem Stein. Viele dieser Bauten sind von Säulengängen umgeben, die äußerst filigran sind; teilweise wurde der Stein so kunstvoll bearbeitet, dass er fast durchsichtig ist. So scheint es, als wären die Häuser von Spitzenschleiern halb verborgen. Hier haben sich Hochelfen angesiedelt, aber auch einige wenige Wald- und Lichtelfen leben in Shiya’taî. In der Mitte dieses ungewöhnlichen Ortes erhebt sich, von ebensolchen filigranen Steinspitzen umgeben, das große Theater Drachenauges. Hier treten die besten Schauspieler und Opernsänger auf, aber auch Konzerte werden gegeben. Viele der Künstler sind elfischen Blutes.

Sahlhausen
In Sahlhausen reihen sich kleine Fachwerkhäuser dicht gedrängt aneinander. In den engen Straßen herrscht geschäftiges Treiben, und die allermeisten Häuser beherbergen kleine Geschäfte und Werkstätten in den Erdgeschossen. Hier leben vor allem Handwerker, die es mit ihrem Gewerbe zu bescheidenem Wohlstand gebracht haben. Die Arbeit ist zwar anstrengend, aber dennoch bleibt etwas Zeit, um abends mit den Nachbarn ein Schwätzchen zu halten. Der Stolz auf das Erreichte zeigt sich auch darin, dass die Häuser sehr gepflegt und liebevoll verziert sind. Blumenkästen zaubern Farbtupfer auf die schwarzweißen Fassaden, die Eingangstüren sind mit aufgemalten Blumenranken verziert oder mit Segenssprüchen versehen.

Umraschkor
Das Zwergenviertel Umraschkor, das im Westen der Stadt liegt, ist das genaue Gegenteil zu Shiya’taî. Es scheint, als wären die Zwerge bestrebt gewesen, hier ihre unterirdischen Höhlen nachzubauen. Die Straßen sind eng, die einzelnen Häuser, die sehr groß sind und ganze Großfamilien beherbergen, von hohen Mauern umgeben. Auch der Stadtteil selbst ist durch eine Mauer vom Rest Drachenauges abgetrennt. Auf andere wirkt Umraschkor deshalb unnahbar und verschlossen. Es ist auch wirklich nicht allzu leicht, mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen, da sie nach Zwergenart schnell etwas schroff wirken.

Krakingen
Der ärmste Teil Drachenauges ist vor allem durch den Hafen geprägt. Das ewige Kreischen der Möwen und die rauhen Lieder der Seeleute erfüllen die Luft, der Geruch nach Teer und Fisch zieht durch die engen Gassen. In kleinen Holzhäusern an der Mauer zu Umraschkor leben Hafenarbeiter mit ihren Familien, unter ihnen nicht wenige Orks, in windschiefen Hütten, die wahllos gebaut zu sein scheinen, wo grade Platz war, hausen alte Seeleute, die ihr Elend im Grog ertränken, Waisenkinder, die der Krieg zurückgelassen hat und allerlei lichtscheues Gesindel. Herrenlose Hunde streunen durch die Gassen und aus den Tavernen und Spelunken, die den Hafen säumen, ist nicht selten der Lärm handfester Schlägereien zu hören. Wer sich hier nachts hintraut, weiß sich zu verteidigen oder gehört selbst zu den Gestalten der Nacht.


nach oben Nighton


Lange Zeit war Drachenauge, das damals noch seinen alten Namen Ynis Eldea trug, die einzige Ansiedlung in Dragonia. Erst nach und nach begann man, auch das Landesinnere zu erforschen. Eine dieser Expeditionen, die Drachenauge im Jahre 65 verliess, führte den großen Fluss entlang in Richtung der weithin sichtbaren Gebirgskette. Direkt am Fuße der Berge fand die Gruppe mutiger Menschen eine weite fruchtbare Ebene, einzig überragt von einem einzelnen Berg. Aufgrund seines seltsamen schwarzen Gesteins wurde er schnell als Schwarzenfels bekannt.

Einige der Leute zogen weiter, doch ein paar beschlossen, in diesen fruchtbaren Ebenen zu bleiben und so begann die Besiedlung der großen Ebene. Doch schon bald machten die neuen Bewohner die Erfahrung, dass es auch hier wilde Tiere gab, die hin und wieder in einer großen Meute die Ernte gefährdeten. So erbauten sie auf dem Berg einen einfachen Wachturm, um ihre Ernte rechtzeitig sichern zu können. Außerdem bauten sie sich am Fuße des Berges, geschützt vor den starken Winden, die manchmal die weiten der Ebene heimsuchten, ihre Häuser. Nach und nach kamen mehr Leute in diese, noch namenlose Ansiedlung und man begann, die Häuser mit einer Holzpalisade zu schützen. Über die Jahre wurden die Bauern wohlhabender und das Dorf wuchs. Ein besonders vom Glück gesegneter Gutsherr begann, sich auf Schwarzenfels eine kleine Burg zu errichten und schwang sich so zum Herrscher des Fürstentums der Ebene auf. Lange Zeit bildete diese Ansiedlung den Kern eines kleinen, aber sehr beliebten Landes, dessen Bürger dem Fürsten treu dienten. Es war das Jahre 1352, als Ynis Eldea von dem gewaltigen Drachen Kyarasath vernichtet wurde. Viele tapfere Recken starben bei dem Versuch, die Stadt zu verteidigen. Nur ein Mann wagte es hernach, noch einmal gegen den Drachen zu reiten. Es war ein junger und tapferer Recke namens Aramon. Ihm gelang, was keinem zuvor möglich war: er tötete Kyarasath und gründete an der Stelle seines Todes die Stadt Drachenauge.

In den folgenden Jahren gelang es ihm, ganz Dragonia zu einen und so ging auch das kleine Fürstentum zu Ende und die Stadt, die sich um den Schwarzenfels herum gebildet hatte, ging als Nighton in das Reich Aramons ein. 1367 Jahre zählte man nun in Dragonia seit der Landung der ersten Siedler, als man in der Gegend um Nighton öfter einen Ritter in schwarzer Rüstung umherreiten sah. Viele fürchteten ihn zu Beginn, doch nach und nach wurde er ein gern gesehener Gast in Dragonia. Es war Sir Altarion von Eldersheim, ein Mitglied des Ordens der schwarzen Ritter, der auf der Suche nach Abenteuern nach Dragonia gekommen war. Im Laufe der nächsten Jahre wurde er ein fester Bestandteil des Lebens hier und es war im Frühjahr des Jahres 1371, als Sir Altarion zum ersten Statthalter Nightons ernannt wurde und mit seinem Gefolge die Burg Schwarzenfels übernahm.

Nighton war seit jeher eine Stadt der Schmiede und Handwerker, vor allem da der Große Fluss, der bis kurz vor Nighton noch schiffbar ist, einen leichten Abtransport der Ware garantiert. Die enge Freundschaft zu den Zwergen zeigt sich hier besonders. Wenn man sich der Stadt Nighton auf dem Hauptwege nähert, kommt man zuerst an einigen Höfen vorbei, deren landwirtschaftliche Produkte das Leben in Nighton sichern. Bald danach gelangt man an die alte, jedoch immer noch solide wirkende Stadtmauer. Das Tor scheint vor nicht allzu langer Zeit erst erneuert worden zu sein und zwei Wachen in Rüstungen, auf deren Brust das Wappen von Nighton prangt, stehen davor und kontrollieren die eintreffenden Leute. Der große Wachturm der Stadt ist ständig von aufmerksamen Bogenschützen besetzt, die in die Ferne spähen, um drohendes Unheil schon von Weitem erkennen zu können.

Die Stadt selber ist noch im Wachstum begriffen und überall sieht man neue Läden oder Wirtshäuser öffnen, jedoch liegt über allem immer noch ein Hauch ländlicher Leichtigkeit. Im Herzen der Stadt steht die Residenz des Statthalters. Am Eingang der relativ kleinen Wohnburg stehen ebenfalls Wachen mit dem Wappen von Nighton. Direkt in der Nähe befindet sich auch die Kaserne der Stadt, in der das Volk regelmäßig trainiert, um die Verteidigungsbereitschaft der Stadt zu garantieren. In der Nähe des Marktplatzes ist die Arena zu finden, welche als Austragungsort diverser Duelle und ab und an auch eines kleinen Turniers benutzt wird.

Das Innere der Burg Schwarzenfels ist schlicht gehalten, ist Sir Christian di Asturien, Sir Altarions Nachfolger zwar von Adel, jedoch will er so immer daran erinnert werden, dass es nicht nur rosige Zeiten gibt. Nur der Hauptsaal der Burg ist etwas prunkvoller gestaltet. Dort beherrschen verziertes Holz und farbige Teppiche das Bild und in den zwei gewaltigen Kaminen prasselt unablässig ein wärmendes Feuer. Der Bergfried und die einfachen und doch sehr starken Mauern der Burg machen deutlich, dass der Sinn dieser Burg auch nicht das Zurschaustellen von Reichtum ist, als vielmehr die Sicherung des Friedens.


nach oben Nuru


Nuru liegt im Südwesten von Dragonia, direkt im Dreikönigreichseck von Dragonia, Aramon und dem Zwergenland. Seitdem die Gefahr aus dem Reich Taros immer deutlicher geworden ist, wurde Nuru unter dem wachsamen Auge ihres Stadthalters Krizz Zweihandschwinger zum Bollwerk des Drachenlandes gegen die Horden der Halbinsel erhoben. Ein mächtiges Mauergebilde umschließt die ehemalige Orksiedlung, die nun zur Garnison herangereift ist. Noch immer zeugen die zahlreichen Orks, die hier ihre Dinge verrichten wie sonst in keiner anderen Stadt Dragonias, von ihrem Erbe.

Doch die Schatten Taros’ reichen weit und die finsteren Herrscher spucken ihr Gift bis hinter die Tore Nurus. Immer wieder haben die Soldaten der Löwenpranke mit Spionageübergriffen und politischen Intrigen zu kämpfen, wo sie doch ursprünglichst für den Kampf auf offenem Gelände ausgebildet wurden, der als einziges noch Ehre und Tapferkeit zu kennen scheint. Auch herrschen hier an der Grenze Dragonias rauhe Sitten und Gebräuche; viele ehrlose und vogelfreie Wesen treiben sich innerhalb der Mauern Nurus herum, wobei ihnen die Grenznähe sehr behagt.

Nuru besteht in Grundzügen aus 4 Stadtteilen und den umliegenden Gegenden:

Das Nordviertel oder auch Geschäftsviertel
Hier wohnen die Reichen Bürger Nurus, hier findet man auch die meisten Geschäfte. Reisende und Händler werden sich vornehmlich hier oder im Handelsviertel aufhalten und tunlichst die andere Hälfte der Stadt meiden. Hoch thront die Festung Löwenstein über Nuru und wirft ihre Schatten bis weit über die Stadtmauern hinaus. Schon von weitem erkennt man ihre zwei hohen Türme die unterschiedlicher nicht sein könnten. An ihrem Fuße befindet sich eine kleine Hütte, die Hütte des Steuereintreibers Lord Geitz. Etwas weiter die Hauptstraße hinunter gelangt man an den zahlreichen Geschäften bis zur Scola Pacis. Ab hier beginnt das Handelsviertel.

Das Ostviertel oder auch Handelsviertel
Das Ostviertel ist wohl das belebteste der vier Stadtteile. Täglich sieht man hier neue Gestalten umherwandeln, die einen zwielichtig, die anderen freundlich und vertrauenserweckend. Der Marktplatz mit seinen zahlreichen Ständen bildet den Kern des Ostviertels. Von hier aus gelangt man auch direkt zum Haupttor Nurus, an dessen Wegesrand, direkt am Marktplatz gelegen, auch die große Kaserne der Löwenpranke ruht. Zur Mitte der Stadt hin befindet sich der Schrein des Zirkels der Dunkelmagier. Diese Gesellen sind nicht gut auf Fremde zu sprechen, doch ist sich jeder Bürger Nurus einig, dass keine Gefahr von ihnen ausgeht. Was sie genau treiben, ist jedoch unbekannt. Folgt man der Hauptstraße weiter nach Süden, so gelangt man ins Armenviertel.

Das Südviertel oder auch Armenviertel
Dies ist wohl das größte Viertel Nurus. Hier treibt sich der Abschaum der Stadt herum und kehrt in den dunklen Gassen ein. Der einzige, der wirklich über alles Bescheid weiß, ist wohl der einäugige Barth, der Wirt der Gaststätte. Hier wird man sich so einige Informationen besorgen können. Auch Brom Brummbart, der das älteste Gewerbe der Welt anführt, ist nicht gerade mit Unwissenheit beschenkt. Sein 'Geschäft' findet man direkt im Schatten der Stadtarena, die ihre besten Tage jedoch zu Zeiten der Orkherrschaft gesehen haben muss. Heutzutage gibt es nur noch sehr wenige Zweikämpfe, die das vom drohenden Krieg gebeutelte Volk erfreuen.

Das Westviertel oder auch Arbeiterviertel
Der kleinste Stadtteil ist wahrlich das Arbeiterviertel. Nur wenige Hütten und Schuppen sind hier, meist provisorisch erbaut. Auch verirrt sich kaum jemand hierher, er müßte ja durch das Südviertel spazieren, um einen Blick hierauf zu erhaschen und zu sehen gibt es ja sowieso nichts. Schmucklos leben hier somit die Familien der arbeitenden Gesellschaft Nurus, unbemerkt von allen anderen. Trotzdem findet man hier das Wachhaus der Stadtwache, die obgleich des Statthalterwechsels immer noch fest in orkischer Hand ist. Und dies wollen die Orks sich auch nicht nehmen lassen. Treu verrichten sie ihre Dienste und unbestechlich sind ihre verklärten Herzen. Gefürchtet ihre Durchsetzungskraft und hochgelobt ihre Gründlichkeit.

Vor den Toren Nurus
Etwas außerhalb Nurus, Richtung Norden im Wald, befindet sich die alte Jagdhütte der Familie Bogarom, die bereits seit Jahrhunderten in diesen rauhen Landen lebt. Erst wegen des drohenden Krieges hat sich die Familie der Stadt etwas geöffnet. Auch findet man rings um Nuru kleinere, vereinzelte Bauernhöfe, die sich die neuergrünten Flächen zu Nutze machen. Doch vor kurzem wurde die Stadt durch eine weitere Bereicherung bekannt. Seit die zwergengeführte Erzmine und der Steinbruch im Südwesten an den Hängen des Drachengebirges eröffnet haben, erfährt die Stadt einen massiven Zuwachs, denn jeder weiß mittlerweile, dass in Nuru viel Arbeit zu vergeben ist. Einige Heldenlieder und Ammenmärchen berichten sogar davon, dass hier im nahen Drachengebirge der sagenumwobene Hort des uralten Feuerdrachen Sirnartak Krarkgorol zu finden sein soll, doch bislang kehrte keiner, der sich auf die Suche machte, wieder nach Nuru zurück.


nach oben Sha’Nurdra


Ganz im Osten des Reiches Dragonia, tief inmitten der Elfenwälder, liegt Sha’Nurdra, die Stadt der aufgehenden Sonne. Die Stadt liegt auf einem Hügel, der etwas aus den umgebenden Bäumen herausragt. Zwei Straßen führen aus ihr heraus: nach Norden zur Küste und von dort nach Drachenauge und nach Süden auf Nighton zu. Als Befestigung dient ihr eine mächtige Hecke aus Stechpalmenbäumen, die die Stadt wie ein immergrüner Wall umgibt, und an der Außenseite der Hecke ein tiefer Graben. In der Mitte der Stadt ragt der mächtige Aiyeona hoch auf, gleichzeitig Baum und Burg den Elfen.

Uralt ist der Aiyeona, der deswegen auch Ewiger Baum geheißen wird, und in seiner Art ist er einzigartig. Noch weit vor Gründung der Stadt und bevor die ersten menschlichen Siedler den Boden des heutigen Dragonia betraten, wurde er in der Nähe der Sirannonquellen von den Lichtelfen gepflanzt und großgezogen und anschließend mit längst vergessenen Zauberliedern zu der Wohn- und Versammlungsburg gestaltet, als die er auch heute noch über die Stadt wacht. Zunächst war der Aiyeona nur als Versammlungsplatz für die Elfensippen gedacht, die in der Umgebung wohnten, aber schon bald begannen Elfen, die sich auf ein Handwerk besonders verstanden, hier ihre Werkstätten zu errichten und in den umliegenden Bäumen ihre Wohnstätten zu bauen. Über lange Zeit wuchs und gedieh so eine einzigartige Siedlung, halb Park, halb Stadt, in der Waldelfen und Lichtelfen in Frieden zusammen lebten. Während der dunklen Jahre, als Orks und Schwarzdrachen vermehrt die Lande plagten und verheerten, beschlossen die Ältesten, ihre Stadt, die mittlerweile als Sha`Nurdra bekannt worden war, durch Hecke, Graben und uralten Zauberschild zu schützen. In dieser Zeit entschloss man sich auch, dem jungen, aber starken Menschenreich Dragonia beizutreten, dass mit stolzen Ritterheeren der dunklen Flut Wirksameres entgegenzusetzen hatte als die Jagdpfeile der Elfen.

Auch als die Bedrohung zunächst überwunden war, verblieb Sha`Nurdra im Reich, das nicht nur Schutz, sondern auch Handelsmöglichkeiten bot. Dies sollte sich als großes Glück erweisen, denn nach langer Zeit der Ruhe, in der die Lichtelfen sich immer mehr aus der Welt zurückzogen und das Geheimnis um den magischen Schutzschild in Vergessenheit geriet, wären die Elfen ohne den Beistand der Drachenritter den Angriffen des schwarzen Than, eines finsteren Magiers im Bunde mit Taros ziemlich hilflos ausgeliefert gewesen. So aber konnte das Unheil abgewendet werden. Nach diesen Ereignissen beschloss Dragonias König Aramon, die Bindung der Stadt an das Reich weiter zu stärken und sie damit wirksamer schützen zu können. Daher setzte er einen Stadtrat ein, um für die Stadt zu sorgen. Seitdem blüht die Stadt auf und ist dank der neuen Kaserne auch besser auf einen Angriff vorbereitet als je zuvor. Heute wohnen nicht nur Elfen hier, auch menschliche und sogar zwergische Händler und Handwerksleute ließen sich hier nieder, so dass eine in Dragonia einzigartige Lebensgemeinschaft entstand. Und obwohl gerade Zwergen und Elfen eine alte Feindschaft nachgesagt wird, leben alle in Frieden miteinander. Sha`Nurdra ist von annähernd rundem Grundriss und von einer starken Stechpalmenhecke und einem Graben umgeben. Die Stadttore werden von hohen Buchen flankiert. Hecke und Buchen können wie die Stadtmauern und Türme der Menschen von Bogenschützen bemannt werden, wenn es erforderlich ist; an den Toren sind ebenfalls Bogenschützen stationiert. Die Straße, die von Norden nach Süden, von Tor zu Tor, durch die Stadt verläuft, teilt diese annähernd in der Mitte. Im Westen an der umgebenden Hecke liegt der Garten der Stille, in dem der Sirannon entspringt, gegenüber, im Osten, erhebt sich seit Neuestem der Tempel des Paladin.

Der elfische Einfluss auf die Baukunst macht sich überall bemerkbar. So gleicht die Stadt eher einem riesigen Park, in dem verstreut efeubewachsene Häuser aus hellem Holz stehen. Viele Hütten wurden sogar in den Bäumen errichtet. Dabei dienen die Gebäude zur ebenen Erde meist als Werkstätten, wärend die Wohnungen der Elfen in den Baumkronen liegen. Besonders charakteristisch sind die bogenförmigen Fenster, die viel Licht in die Bauten lassen. So ist auch das Leben in der Stadt von der elfischen Kultur geprägt. Wenn die Bewohner ihrem Tagwerk nachgehen, wird dabei fast überall gesungen und musiziert, so dass die Stadt ständig von den geheimnisvollen Klängen der Elfenmusik erfüllt ist.

In der Mitte der Stadt erhebt sich die vielleicht ungewöhnlichste Burg von Dragonia, der Aiyeona (was übersetzt etwa "Der ewige Baum" heißt).Der Aiyeona ist ein mächtiger, uralter Baum, ähnlich einer Buche, um deren grausilberne Rinde sich eine zierliche Treppe nach oben windet. Zwei Plattformen umgeben den Stamm, der wie eine riesige Säule in den Himmel strebt und dessen lebendiges Holz in der oberen Hälfte den Burgturm bildet. Auf der unteren Plattform steht die große, lichtdurchflutete Ratshalle von Sha´Nurdra. Die Innenwände sind mit kunstvoll gemalten Blumenranken bemalt, so dass fast der Eindruck entsteht, man befinde sich in einer Laube aus Kletterpflanzen. Hier werden die Sitzungen des Stadtrates abgehalten und auch Feste werden hier gefeiert. Auf der oberen, kleineren Plattform steht die Windharfe, ein uraltes Elfenartefakt. Wenn es ertönt, füllen sich die Herzen der Menschen und Elfen mit Leichtigkeit und Frohsinn. Im Turm selbst befinden sich die Privatgemächer der Ratsmitglieder, während am Fuße des Baumes einige Wirtschaftsgebäude und Gästehütten stehen.