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   Autor  Thema: Ankou (Gelesen 1776 mal)
Phelan

Ankou
« am: Mittwoch 08 April 2015, 11:02 »

Ankou
I



~< Magierzirkel zu Nuru >~


Es war eine schwarze Nacht, in der eine schwarze Kutsche den schwarzen Turm erreichte. Dichte Wolken verhüllten den Himmel und schluckten das spärliche Sternenlicht. Mit einer etwas kantigen Bewegung schwang sich der Vermummte vom Kutschbock und klopfte mit fester Hand an das Portal.

„Ich wünsche die Erzmagierin zu sprechen“, teilte er mit rauer Stimme mit nachdem man ihm trotz der nachtschlafenden Zeit geöffnet hatte und alles an seiner Haltung verriet, dass er sich nicht würde abwimmeln lassen ohne seinen Auftrag erfüllt zu haben.

„Ich bin im Auftrag Baldurs hier. Er bittet um Eure Hilfe.“, erklärte er als er der Herrin gegenüberstand mit einer leichten Verbeugung und streifte den Handschuh, der wie alles an ihm schwarz war, von seiner linken Hand.

Es kam kein Siegelring oder sonstiges Zeichen, das geholfen hätte die Magierin von seinem Anliegen zu überzeugen, zum Vorschein, sondern nur blanke knöcherne Finger eines wandelnden Toten. „Mein Meister ist bereit, Euch angemessen für Euren Gefallen zu entlohnen. Seine Macht mag schwinden, aber er bietet euch Wissen. Wissen das wertvoll für Euch sein dürfte.“


~< Kaserne von Drachenauge >~


Ankmir von Salis wirkte eher müde als wütend wären er den neuesten Bericht über die Vorfälle am Friedhof zerknüllte und fallen ließ. Es war der dritte Tag und es war das dritte Mal, dass er Wachmänner losgeschickt hatte um nachzusehen. Und das alles um erneut zu Lesen zu bekommen wie viele Gräber frisch durchwühlt waren. Tatsachen, die ihm jeder Waisenknabe hätte herausfinden können, aber keine Ergebnisse.

Mit einem unzufriedenen Brummen erhob sich der Hauptmann von seinem Schreibtisch und trat ans Fenster. Es musste in dieser verfluchten Kaserne doch jemanden geben, der zu mehr fähig war. Sein Blick fiel auf die dunkelhaarige Amazone, die sich mit der Peitsche übte. Ihre kleine Einheit hatte für ein paar Tage dienstfrei und Kalun hatte die Gelegenheit seines Wissens nach genutzt, um Salis einen Besuch abzustatten. Wie die Hochelfe die Zeit nutzte, konnte er nicht sagen, aber im Prinzip sollte ein jeder Dragoniter seiner Kaserne dieser Aufgabe auch alleine gewachsen sein.

„Warum nicht…“, murmelte er und verließ seine Schreibstube in Richtung Kasernenhof. Es tat gut sich zwischendurch zu bewegen und am liebsten hätte er sich eine Trainingseinheit gegönnt. Stattdessen beschränkte er sich pflichtbewusst darauf zu sagen was nötig war. „Dragoniter Asarra, ich weiß Ihr habt frei, aber könnt Ihr für mich ein paar Erkundigungen einziehen? Ihr habt vermutlich schon von den Frevlern, die auf dem Friedhof ihr Unwesen treiben, gehört. Ich will wissen was da los ist und habe von den Bestandsaufnahmen über die Gräber, die mich bisher erreicht haben, die Schnauze gestrichen voll.“


~< Marktplatz von Drachenauge >~


Auf dem Marktplatz herrschte laute Betriebsamkeit. Die wärmenden Strahlen der Frühlingssonne hatten viele Leute auf die Straße gelockt und diese nutzen die Gelegenheit um sich die Auslagen der zahlreichen Händler anzusehen. So manches Geschäft wurde abgeschlossen, doch plötzlich störte ein spitzer Schrei das heitere Treiben.

„Was bei allen Dämonen in den Niederhöllen soll das?“, fragte die Schnittblumenverkäuferin Feona, die ihren Stand am Rand des Platzes hatte, mit Tränen in ihren blauen Augen. „Ich habe doch gesagt, dass ich etwas aus mir machen werde“, antwortete Malek, einer ihrer hartnäckigeren Verehrer, stolz. „Sieh nur, ich bin jetzt Zauberer.“ Zum Beweis für seine Aussage deutete er auf das wandelnde Gerippe, das bis vor kurzem noch von einem Leintuch verhüllt gewesen war. „Es kann sogar tanzen. Nun tanz schon.“ Doch der Knochenmann tanzte nicht. Im Prinzip tat er gar nichts außer herumzustehen und wer etwas genauer hinsah merkte recht schnell, dass etwas an seinen Proportionen nicht stimmte. War das eine Bein zu kurz oder das andere zu lang? Das war schwer zu sagen, weil nichts wirklich zusammenpasste.

~@~


Am entgegengesetzten Ende des Marktplatzes stand eine kleine Gruppe ganz in schwarz gekleideter Männer im tiefen Schatten einer schmalen Gasse. „Wo steckt denn Malek schon wieder?“, fragte derjenige, bei dem es sich - anhand der viel hochwertigeren Kleidung gemessen - um den Anführer zu handeln schien, sichtlich unzufrieden. „Die Bruderschaft steht noch immer vor solchen Hausforderungen und er…“ Hano unterbrach sich, da nicht die Zeit war sich groß um diesen unzuverlässigen Schwachkopf zu kümmern. „Der sieht gut aus! Bringt ihm mir, während ich mich um den Schönling kümmere.“

Schon hielten seine drei Gefährten auf Daranus, der sich an einem der Stände umsah, zu, um ihm mit freundlichen Worten und der unterschwelligen Andeutung, dass sie in der Mehrheit waren, zu überzeugen, dass es eine gute Idee wäre sie zu begleiten: „Entschuldigt bitte, wir drei bräuchten dringend Hilfe in einer wichtigen Angelegenheit und haben das Gefühl, dass Ihr ein Mann mit den erforderlichen Talenten seid. Wenn Ihr also so gut wärt uns zu begleiten, denn dies ist keine Sache, die wir in der Öffentlichkeit besprechen wollen.“

Unterdessen hatte sich auch der Kopf der Bruderschaft auf den Platz hinausgewagt und Naveen aus dem gleichen Beweggrund heraus angesprochen: „Verzeihung, ich habe mich gefragt ob Sie mir eventuell behilflich sein könnten. Ich würde Ihnen mein Problem gerne in etwas ruhigerem Rahmen schildern.“

Ehe Hano sich davon überzeugt hatte, dass seine Worte den Elfen überzeugt hatten, erregte ein weiterer Marktbesucher sein Interesse. Ein weiterer Helfer würde ihrer Sache gewiss nicht schaden und so beeilte er sich dem Herrn von Muesig den Weg zu versperren. „Verzeiht, mein Herr. Wären vielleicht auch Sie bereit mir bei meinem Problem zu helfen? Wenn Sie sich vielleicht nur schnell an einem etwas ruhigeren Ort anhören würden, worum es mir geht.“


~< Friedhof von Drachenauge >~


Selbst am helllichten Tag lag eine bedrückende Stimmung über den Gräbern im Schatten der Stadtmauer. Manch einer munkelte, dies würde an einem Totengeist liegen, der über diesen Ort wachte und so versuchte die Lebenden fernzuhalten und die Ruhe der Verstorbenen zu wahren. Manche behaupteten es wäre gar Gevatter Tod persönlich, der hier Wache hielt.

Wenn es solch ein Wesen gab, hatte es in letzter Zeit versagt. Immer wieder waren Gräber durchwühlt worden und Torne, die einzige sterbliche Person, die sich im Augenblick hier aufhielt, schien auch nichts von der düsteren Stimmung mitzubekommen. Gelangweilt auf seine Schaufel gestützt, stand der Totengräber da und wartete. Er hätte das Loch neben sich gerne zugeschüttet, aber bestimmt würde bald jemand von der Stadtwache kommen, alles ganz genau sehen und wissen wollen, und am Ende doch nichts tun. Es war ja nicht so, als ob er sonst nichts zu tun hätte, dachte der sehnige Mann. Zumal die kaum knietiefe Grube nicht die einzige Entdeckung war, die er an diesem Morgen gemacht hatte…
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Serafina

Re:Ankou
« Antwort #1 am: Mittwoch 08 April 2015, 20:18 »

Es war purer Zufall, als Serafina vor dem Tor des Friedhofs auf Asarra traf. Die Lykana hockte vor dem offenen Tor und schnüffelte. Eine eigenarige Düsternis lag über diesem Ort, die weder mit einbrechender Dämmerung oder den Grabstätten zu tun hatte. Der Friedhof in Nuru roch gänzlich anders. Etliche Schritte entfernt standen Einwohner der Stadt und tuschelten. Dem Blumenkranz nach zu urteilen hatten sie wohl vor gehabt, einen Verstorbenen zu beglücken, doch sie wagten sich nicht näher heran. Worte wie Totengeist und Grabschänder hingen in der Luft.

"Ah, Gildenschwester, sei mir herzlich gegrüßt? Du bist die Einzige, die sich näher als zwei Schritt an den Friedhof heran traut. Spürst du es auch? Als ob ein Kissen alle Empfindungen und Geräusche dämpft. Und der Totengräber steht nur da und starrt vor sich hin. Als wäre er versteinert. Na gut, manchmal schwankt er ein wenig. Ob er mit den Ohren wackeln kann? Es soll ja Menschen geben, die wie Tiere mit den Lauschern wackeln können. Das ist schon lustig, dass Menschenohren so unbeweglich sind. Hast du es schon mal versucht?"

Serafina richtete sich auf die Hinterpranken auf und folgte Asarra. "Kann ich dir bei irgendetwas behilflich sein? Zwar war ich auf dem Weg nach Hause, aber ein wenig Zeit kann ich abzweigen. Suchst du was?"
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Herr von Muesig

Re:Ankou
« Antwort #2 am: Donnerstag 09 April 2015, 11:07 »

Es waren nicht die wärmenden Strahlen der Frühlingsonne, die ihn auf den Marktplatz gelockt hatte. Vielmehr hatte der Junge von Salis gemeint, wenn Du Deine Träume verwirklichen willst, musst Du raus und unter die Leut. „Von nüscht kommt nüscht“ hatte er blümerant gemeint. Vor so viel denkerischer Weitsicht hatte Herr von Muesig kapituliert.

Und jetzt war er ‚unter den Leut‘, aber so viel Leut bereiteten ihm Kopfaua, zumal die meisten ziemlich vulgäre Spezies waren. Vulgär in Kommunikation, Ausdruck, Mode und Waschtag war auch nicht alle Tage.

Und dann stand er da ganz plötzlich vor Muesig, nicht unelegant in Kleidung und Auftritt, eigentlich fragte er recht höflich und Herr von Muesig war nicht mit dem falschen Fuß aufgestanden, aber man stellte sich ihm nicht einfach so in den Weg. Das mochte er noch nie. „Lümmel, Bürschchen, wer hat es Euch gestattet, mir Euch in versperrender Absicht in den Weg zu stellen und Rederecht wurde – soweit ich mich erinnere – auch nicht erteilt. Was spricht er also in einer fürwitzigen Diktion? Und nun macht den Weg wieder frei, sonst lehre ich Euch Sitte und Anstand mit meinem....“ doch etwas ließ ihn dann doch stutzig werden: „Probleme? Helfen?“ und leiser schon etwas konspiratorisch: „Vielleicht gerne, aber was springt dabei für den edlen Adel heraus? Eine Hand reinigt die andere, wenn Ihr versteht…“ vielleicht war das ja genau die Gelegenheit für seinen Traum auf den er seit Zeiten gewartet hatte.
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Naveen

Re:Ankou
« Antwort #3 am: Donnerstag 09 April 2015, 14:37 »

Der Tag hatte bescheiden angefangen. Die Reise nach Drachenauge war bei weitem nicht so unspektakulär gelaufen, wie Naveen es sich vorgestellt hatte. Und den Abstecher in Drachenauges Apotheke hatte er eigentlich auch nicht eingeplant gehabt.

So war er nun auch viel später auf dem Marktplatz angelangt, als er es eigentlich anvisiert gehabt hatte. Mit Sicherheit waren die besten Stoffe jetzt schon weg.
Andererseits hatte die Eigenerkenntnis, dass Naveen in Nuru wohl kaum Kleidung für Könige nähen würde, viel von seinem inneren Zorn genommen. Also stand er nun gelassen bei einem Händler, der einige gefärbte Jutestoffen (die qualitativ aber gerade mal dazu dienen mochten Kartoffeln beieinander zu halten) veräußern wollte und dabei laut stark auf sich aufmerksam machte.

"Wenn ihr mir für den gleichen Preis zu den Ballen auch noch 10 Bänder gebt, kommen wir vielleicht ins Geschäft." Der Elf grinste. Niemals würde der Händler darauf eingehen, aber das musste er auch nicht. Die Stoffe wollte Naveen gar nicht haben. Manchmal war es wichtiger zu zeigen, dass man bereit für einen Handel war, als zu handeln.

Doch kam der brünette Elf nicht mehr dazu herauszufinden, wie der Händler überhaupt auf sein Angebot reagieren würde. Ein Mann, dunkel, aber fein gekleidet, schob sich in Naveens Sichtfeld und bat den Elfen ihm zu folgen. Ein wenig verdattert sah Naveen ihn an, nickte dann jedoch nur stumm und folgte dem Mann der Bruderschaft.
Nuru hatte ihm schon seltsame Zufälle beschert, wer wußte, was Drachenauge parat hielt?

Noch ein weiterer Mann wurde "eingesammelt", ebenfalls gut, aber eigenwillig gekleidet und begann gleich eine Diskussion mit dem Kerl aus der Bruderschaft. Und darauf hatte der Schneider tatsächlich recht wenig Lust.
"Haltet ein - bevor hier über Lohn, Preis und Ehre gefeilscht wird - ich habe nicht den ganzen Tag Zeit. Wer seid ihr und was wollt ihr von uns?"
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Myriel

Re:Ankou
« Antwort #4 am: Donnerstag 09 April 2015, 14:51 »

Es war mitten in der Nacht, als ein später Gast zu Myriel geführt wurde. Es war nicht ungewöhnlich, das Besucher um diese Zeit auftauchten, gab es doch einige, die lieber nicht mit dem Schwarzmagierzirkel in Verbindung gebracht werden wollten, und andere, die es vermieden im hellen Sonnenlicht durch die Straßen Nurus zu laufen.

Die vermummte Gestalt, die zu ihr gebracht wurde, kannte die Druidin nicht. Hinter ihr hing ein Kupferkessel über einem stark entfachtem Feuer, dessen Inhalt zähflüssig aussah und gemächlich vor sich hin kochte. Hin und wieder zerplatzte eine der aufsteigenden Blasen und ein giftgrünes Wölkchen stieg empor.

Der Fremde brachte sein Anliegen vor, was die Schwarzmagierin nicht im Geringsten zu beeindrucken schien. Ohne auf ihn einzugehen nahm sie etwas aus einer Schale, dass wie ein Mäuseschwanz aussah, und warf es in den Kessel. Erst als die knöcherne Hand zum Vorschein kam, schenkte Myriel ihrem Gast mehr Aufmerksamkeit. Ihr Blick wanderte von der Hand langsam hoch bis zum Kopf. Ein wandelnder Toter, der sprechen konnte und sogar in der Lage war so etwas wie Manieren zu zeigen. Interessant. Für gewöhnlich gaben per Nekromantie erweckte Tote kaum mehr als tumbe Handlanger ab, die nur dazu in der Lage waren einfachen Befehlen zu gehorchen.

Baldur sagt Ihr? Sollte ich den Namen kennen? Was ist das für Hilfe, die er benötigt?

Allein das die Druidin nachfragte, machte wohl deutlich, dass sie durchaus bereit war der Bitte nach zu kommen – wenn ihr die Entlohnung dafür angemessen erschien.     
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Daranus

Re:Ankou
« Antwort #5 am: Donnerstag 09 April 2015, 16:37 »

Es war ein schöner Tag als Daranus in Drachenauge ankam. Er mied die große Stadt so oft es ging, seit damals seine Eltern hier getötet wurden. Doch von ab und an ließ es sich einfach nicht vermeiden, denn in Drachenauge auf dem Markt konnte man so manche Dinge finden, die man sonst nirgends auf zu treiben vermochte.

So kam es das Daranus sich schon früh auf den Weg nach Drachenauge machte, um auch wirklich eine Chance auf die Waren mit der besten Qualität zu haben. Dieser Entschluss machte sich schon früh bezahlt. Denn so wie der Zufall es wollte, konnte der alte Druide auf dem Weg nach Drachenauge noch einem Becker helfen seine Waren zu sichern und bekam dafür doch glatt zwei Leib Brot geschenkt. Aus diesem Grund war Daranus besonders gut gelaunt, als er an diesem Morgen die Stadttore erreichte.

Daranus kam nach Drachenauge um nach ein wenig Saatgut für seinen  heimischen Garten Ausschau zu halten. Die Auswahl war wie immer überwältigend. Es gab Saatgut aus dem gesamten Reich und darüberhinaus. Viele der Händler boten verheißungsvolle Pflanzen an, die angeblich übermenschliche Kräfte verleihen sollten oder gar Unsterblichkeit. Doch der alte Druide schenkte ihnen nur wenig Beachtung, wusste er doch, dass diese Leute nur auf ein schnelles Geschäft mit den geistig schwachen aus waren.
Allerdings dauerte es nicht lange bis Daranus einen Stand gefunden hatte, an dem er sich für einige Zeit niederlies. Dieser bot junge Pflanzen und das entsprechende Saatgut für diese. Gerade als sich der alte Druide nach einer sehr außergewöhnlich aussehenden Pflanze erkundigen wollte, wurde er von drei ihm unbekannten Männern angesprochen.

„Entschuldigt bitte, wir drei bräuchten dringend Hilfe in einer wichtigen Angelegenheit und haben das Gefühl, dass Ihr ein Mann mit den erforderlichen Talenten seid. Wenn Ihr also so gut wärt uns zu begleiten, denn dies ist keine Sache, die wir in der Öffentlichkeit besprechen wollen.“

Daranus war sich nicht sicher was er von der Sache halten sollte. Warum gerade er ? Hier waren viele Menschen, die ihnen bestimmt hätten besser helfen konnten. Es beschlich ihn das Gefühl das dies kein Zufall war. Für einen Moment überlegte er was er tun sollte Angreifen? Weg laufen? Oder doch mit gehen? Er beschloss kein Fass auf zu machen und den Männern vorerst zu Folgen aber zu erst hatte er noch ein paar Fragen.

„ Ihr braucht also meine Hilfe? Wie könnt ihr sicher sein das ich euch Helfen kann, ich kenne keinen von euch und ich bin mir sicher ihr mich genauso wenig? Wer seit ihr? 
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Firtorkas

Re:Ankou
« Antwort #6 am: Donnerstag 09 April 2015, 19:18 »

Eigentlich wollte Firtorkas heute den Marktplatz von Drachenauge unsicher machen, aber dort war es ihm dann doch zu voll und er wollte auch keine Armbrustbolzen von übereifrigen Stadtwachen zwischen seinen Schuppen stecken haben. Somit hatte er zuerst dem Hafen einen Besuch abgestattet, denn auch wenn er den großen Gewässern noch immer skeptisch gegenüber stand, wollte er sich nicht mehr davor fürchten. Er konnte sogar einige Edelsteine für seinen Hort dort erwerben.

So kreiste er wieder über der Stadt, wobei ihm ein Ort auffiel, auf dem sich so gut wie niemand aufhielt. Lediglich ein Naka Duskeal befand sich direkt darauf, während andere davor standen. Der Platz war mit vielen Steinen in einer scheinbaren Ordnung versehen, so landete er an einer halbwegs unbesteinten Stelle nahe des Eingangs dieses Platzes, auch wenn ihn dabei etwas fröstelte, was ihm schon seltsam vorkam. Dafür konnte er von hier aus jetzt auch Serafina und Asarra erkennen, die wohl kurz davor standen, den Platz zu betreten. Mit einem gedanklichen Schmunzeln wandte er sich zuerst an Serafina.


Seid gegrüßt, verehrte Serafina. Ich nehme an, Ihr wisst, was es mit den Steinen hier auf diesem Platz auf sich hat? Es hat mich nur gewundert, warum er sonst recht leer ist. Vielleicht leigt dies ja an diesem seltsamen Gefühl, das mich seit meiner Landung hier beschleicht, als ob eine mächtige Präsenz in der Nähe wäre.

Er wusste nicht, ob auch Naka Duskeal dieses Gefühl kannten oder es anders wahrnahmen, aber irgendeinen Grund musste es ja für die Abwesenheit der Naka Duskeal und auch den meisten Tieren geben.
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Serafina

Re:Ankou
« Antwort #7 am: Donnerstag 09 April 2015, 21:00 »

Ein Schatten fiel über sie beide. Das Rauschen der Schwingen hatte Serafina erst nicht bemerkt, sondern der kalten Brise zugeschrieben, welche die drückende Stimmung auch nicht gerade erwärmte. Der Geruch, welchen die landende Gestalt verströmte, kam ihr durchaus bekannt vor.

"Ah, ehrenwerter Herr Feuerdrache" , antwortete sie in Gedanken. "Ich grüße Euch ebenfalls. Die Steine? Das sind Bezeichnungen für die einzelnen Gräber, damit die Menschen wissen, an welcher Stelle ihr Verwandter begraben ist. Dort seht Ihr den Totengräber stehen, der wohl gerade jemand beerdigen soll. Wenn ich das Loch im Boden richtig deute. Seltsam, so lieblos, ohne Totenfeier."

"Das ist doch kein Armenfriedhof, oder?", wandte sich die Lykana mit einem hellen Bellen an Asarra. "Gar keine Verwandten bei dem anstehenden Begräbnis, oder sind das die dort draußen, die sich nicht näher wagen? Der ehrenwerte Firtorkas spürt eine mächtige Präsenz. Das trifft es recht gut. Als ob einer der Frostriesen seinen Daumen auf den Boden presst."

Bei dem Gedanken richteten sich ihre Nackenhaare auf, auch wenn sie die Gefahr weder benennen noch direkt wahrnehmen konnte.
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Herr von Muesig

Re:Ankou
« Antwort #8 am: Freitag 10 April 2015, 14:47 »

Hey, hey, hey“ ehe sein Gesprächspartner noch reagieren konnte, mischte sich so ein, ja, Elf dazwischen, wie unschwer zu erkennen war. Herr von Muesig war empört. „Werter Herr, Eure Zeit geht mir, ja genau dort, Ihr wisst schon wo, vorbei. Ohne Moos nix los, nie gehört? Er…“ er bohrte seinen Zeigefinger fast in die Brust des anderen Mannes „…will etwas von mir. Ich, Herr von Muesig, der vor Euch steht, ist geneigt dieses Etwas zu gewähren, aber umsonst gewähre ich gar nichts. Was müsst Ihr Euch da einmischen, Wicht, der Ihr seid?“ kein Mann von adeligem Stand, Freundlichkeit brauchte es da keine. Während er nun schon auf 2 Antworten wartete, maß er den Elf von Kopf bis Fuß. Nein, ein ganz und gar gewöhnlicher Elf, also nicht ebenbürtig.
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Asarra

Re:Ankou
« Antwort #9 am: Freitag 10 April 2015, 20:59 »

Asarras Kettenpeitsche wickelte sich mit einem hellen Klirren um die Strohpuppe und zerfledderte das ohnehin schon ziemlich wacklig aussehende Trainingsgerät gehörig. Sie würde einem der neuen Burschen auftragen, das Stroh zu ersetzen. Eigentlich könnte das auch der Materialmeister machen, aber sie hatte festgestellt, dass Aufgaben schneller erfüllt wurden, seid sie Dragoniter war.

Sie sah den Hauptmann näher kommen und wickelte daher ihre Peitsche auf, dann salutierte sie gefliessentlich. Die Amazone hörte sich seine Bitte an und nickte dann. "Kein Problem, ich werde mich darum kümmern."
Ihre beiden Mitarbeiter verbrachten die freien Tage ausserhalb der Kaserne, daher musste sie sich wohl oder übel alleine darum kümmern. Das machte der Schwarzhaarigen aber nichts aus, eher im Gegenteil. Sie genoss es wieder einmal ohne den plappernden Jungen und die ruhige Elfe unterwegs zu sein.

Als erstes vielen ihr die vielen Leute auf. Neugierige Tratschtanten drängten sich an den Strassenseiten, doch so wirklich nahe an den Friedhof heran - oder geschweige denn tatsächlich hinein - getraute sich dann doch niemand. Asarra sah sich gerade vor dem Tor um, da sprach sie jemand mit vertrauter Stimme an.
"Serafina!" Ein breites, herzliches Lächeln erschien auf dem Gesicht der Schwarzhaarigen, "Schön dich zu sehen. Ja, ich spüre es auch. Eine seltsame Stimmung liegt über diesem Ort. Eine noch seltsamere als sonst schon meine ich. Tote in der Erde zu vergraben und Steine drüber zu legen..." Der letzte Satz verlor sich im Rauschen der Schwingen. Im ersten Moment dachte die Amazone an Darius, doch es war der Feuerdrache Firtorkas, der sich den beiden Gildenschwestern näherte.

Die Schwarzhaarige schüttelte den Kopf. "Nein, ich glaube nicht dass das ein Begräbnis ist. Wir" sie klopfte auf das Emblem der Stadtwache, "untersuchen gerade eine Reihe seltsamer Vorkomnisse."
Für einen Moment lang überlegte sie, ob ihr Hauptmann wohl einverstanden wäre, wenn sie den beiden von ihren Problemen erzählte. Doch Asarra beschloss, dass es ihr egal war. Die beiden hatten schon mehr als einmal ihren Wert an ihrer Seite bewiesen.

"Seit ein paar Tagen werden hier über Nacht Gräber geöffnet. Mehr weiss ich allerdings auch nicht. Lasst uns den Totengräber fragen." Sie warf Serafina einen verschwörerischen Blick zu. "Übrigens, ich kann tatsächlich mit den Ohren wackeln."

Asarra durchquerte die steinernen Reihen mit langen Schritten. Der Totengräber schien tatsächlich ganz leicht zu schwanken.
"Zum Grusse, Totengräber. Ich bin Dragoniter Asarra von der Stadtwache. Ich habe gehört Ihr habt hier ein Problem?" Sie linste in das offene Erdloch. "War da mal was drin?"
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Firtorkas

Re:Ankou
« Antwort #10 am: Freitag 10 April 2015, 21:26 »

Laut der Lykantrophin vergruben die Menschen ihre Toten offenbar oder besser ließen diese von dem Totengräber vergraben. Vielleicht, damit keine wilden Tiere diese fressen konnten. Schon seltsame Sitten, die die Menschen hatten. Asarra kläre sie dann darüber auf, dass sie hier war, weil einige dieser Gräber wohl geöffnet worden waren, was bestimmt gegen irgendwelche Gesetze der Naka Duskeal verstieß. Dazu wollte sie den Totengräber befragen, da dieser sicher mehr wissen würde, wenn er hier jeden Tag die Toten vergrub. So trottete Firtorkas den beiden weiblichen Naka Duskeal hinterher, denn vielleicht gab es ja eine Belohnung für die Wiederherstellung der Totenruhe. Dabei richtete er wieder ein paar Gedanken an Serafina.

Habt vielen Dank für die Informationen über die Bestattungsgewohnheiten der Menschen. Macht Ihr dies auch so oder habt Ihr andere Vorgehensweisen?

Immerhin hatte er auch schon gehört, dass manche ihre Toten verbrannten, was ihm nur gelegen kam. Auch wenn er sein Feuer eher für andere Dinge benutzte, als damit potentielle Nahrung vollkommen zu verbrennen.
« Letzte Änderung: Freitag 10 April 2015, 21:34 von Christian » Gespeichert
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Sheherazade

Re:Ankou
« Antwort #11 am: Freitag 10 April 2015, 21:29 »

Die Geschehnisse in Naha lagen nun ein paar Wochen zurück. Es war nicht so einfach, die überstandenen Schrecken abzuschütteln, aber Sheherazades unglückliche Liebesaffaire mit einem gewissen aramonischen Königssohn hatte ein Ende gefunden – nach zwei Jahren Berg- und Talfahrt zwischen Hoffen und Verzweiflung hatte sie nun Gewissheit, dass es endgültig aus war. Er lebte, aber würde nie wieder der Ihre sein. Nach diesen furchtbaren zwei Jahren war dieses Wissen eine Erleichterung. Es war nicht das Ende, das sie sich gewünscht hätte, natürlich nicht. Aber es war ein Ende, und sie konnte nun mit diesem Kapitel abschließen und ein neues Leben beginnen. Ihr erster Schritt war – schweren Herzens – die Gärtnerei ganz in Sams und Roses fähige Hände zu legen und aus Nighton wegzuziehen. Irgendwo auf dem Lande, am liebsten in der Nähe des Meeres, würde sie schon einen kleinen Bauernhof oder dergleichen finden, wo sie mit Antonio leben konnte. Überhaupt, Antonio... er schien in ihren Plänen, Gedanken und Gefühlen einen immer größeren Raum einzunehmen. Und sie ließ es zu. Und stellte gelinde überrascht fest, dass sie auch kein schlechtes Gewissen mehr dabei hatte.

Die Suche nach einem solchem kleinen Hof oder Haus hatte sie nach Drachenauge geführt, wo man vielleicht etwas über eine günstige Gelegenheit wusste. Dies, und ein paar Besorgungen, die sie auf dem Markt dort machen wollte – in Drachenauge bekam man ja bekanntlich fast alles. Antonio hatte im Opernhaus zu tun, und so gönnte sie sich einen Bummel über den Marktplatz. Der Winter schien endlich auf dem Rückzug zu sein, und sie genoss die frische Brise, die vom Meer heran wehte, und auch die schon warmen Sonnenstrahlen. Sie schaute mal hier, mal da einen Stand genauer an und war grade in den Anblick eines wirklich schönen Schultertuchs versunken – sollte sie es vielleicht kaufen? - als ein Schrei sie aus ihren Gedanken riss. Sheherazade wirbelte herum. Ein paar Stände weiter, ein Blumenstand – die junge Frau, die dort ihre duftende Wahre feilbot, hatte wohl so geschrien. Die Sharisad vergaß das Tuch und rannte hinüber. Und traute ihren Augen nicht! Mitten am helllichten Tag auf dem Marktplatz... ohne groß nachzudenken, hatte sie schon die ersten Schritte zu dem Tanz ausgeführt, der Feuer rief. “Rak'Shal!“, zischte sie. Magie der gefürchteten Teufelsanbeter, war ihr erster Gedanke. Schon raste ihr Feuergeist auf das Skelett zu, das da herumstand, und griff es an. Allerdings wartete die Tänzerin gar nicht ab, um den Effekt zu beobachten, sondern versuchte sofort den nächsten Zauber, der das Skelett zusätzlich noch schwächen sollte. Antonios Lied... das der Vamopir zur Abwehr von Untoten und Dämonen entwickelt hatte. Aber es schlug fehl. Sheherazade fluchte leise. Trotzdem rief sie der jungen Frau zu, sie möge keine Angst haben – eine Aufforderung, der sie selbst nur unvollkommen nachkam – und am besten die Stadtwache verständigen. Ein lebendes Skelett, das dazu noch aussah wie zusammengepuzzelt – und dann war da noch der Mann, der daneben stand. Hatte er es beschworen? Er sah nicht so aus, aber stand sie einem mächtigen Schwarzmagier gegenüber? Oder nur einem, der herumstümperte wie dieser Nichtsnutz, dem sie es verdankte, dass sie überhaupt damals in Dragonia gelandet war.

Auf ihn konzentrierte sie sich jedenfalls nun. “Du rührst dich nicht, bis die Wache kommt, Sheîjtan!“, herrschte sie ihn an. “Oder der nächste Feuerdjinn gilt dir!“ Wenn er allerdings ein mächtiger Schwarzmagier war... würde ihn das kaum beeindrucken.

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AW 20 auf das Skelett
« Letzte Änderung: Samstag 11 April 2015, 11:24 von Varnayrah Elentári » Gespeichert
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Hibernus

Re:Ankou
« Antwort #12 am: Montag 13 April 2015, 16:07 »

Feuer. Sein Aufenthalt in Dragonia, seine Reisen und seine Erlebnisse schienen ihn ständig mit diesem Element zu konfrontieren. Eigentlich war es ein angenehmer Tag, genau richtig um jagen zu gehen, mit den Aufwinden über dem Land zu schweben oder in einem kühlen See zu schwimmen. Doch statt sich einer dieser angenehmen Aktivitäten zu widmen, war er wieder einmal mit dem ungeliebten Element konfrontiert worden, als er eine Gruppe von Waldelfen aus einem Waldbrand rettete. Zum wiederholten Male. Entweder es handelte sich um dieselbe Gruppe oder Waldelfen hatten genauso viel Glück im Umgang mit Feuer, wie er selbst. Dabei wollte er doch nur Drachenauge einen Besuch abstatten, sehen was die Märkte zu bieten hatten und sich im Theater des Elfenviertels erkundigen, welche neuen Stücke dort gespielt wurden. Es half alles nichts. Er konnte die Elfen nicht dem Feuer überlassen, weshalb er sich einiges an Ruß von seinem Mantel hatte klopfen müssen, als er in seiner Elfenform das Tor der Stadt durchschritten hatte.

Der Marktplatz war so geschäftig, wie er ihn in Erinnerung hatte. Eine große Menge an Naka Duskeal drängten sich an den Ständen, feilschten, schwatzten, schrien, drohten, lachten, kurz es ging wie üblich zu, ein normaler Tag in der Hauptstadt des Landes. Zumindest auf den ersten Blick. Gerade war er dabei sich einige Schmuckstücke anzusehen, da vernahm er ganz in der Nähe eine laute, empörte Stimme. Es waren nicht alle Worte zu verstehen, doch dieser Akzent, die Stimme selbst, waren ihm bekannt. Sheherazade? Ein mulmiges Gefühl überfiel ihn, als ein Zauber gewoben wurde, wie er ihn nur aus Naha kannte und auch nur von einem ganz bestimmten Violinisten. War Antonio auch hier?

Ein Zauber zur Verteidigung gegen Übernatürliche Wesen war eindeutig ein Grund zur Beunruhigung, da er mit einem solchen Wesen nicht am hellichsten Tage auf Drachenauges Marktplatz rechnete. Er schob sich durch die Menge zu der Stelle, wo er die Quelle des Zaubers vermutete. Ein seltsames Bild bot sich ihm. Die Beni Tahuri stand drohend vor einem Mann, dahinter eine Frau die offen weinte und... ein Skelett. Das Skelett eines Zweibeiners. Die Knochen passten nicht zusammen, es stand nur in der Gegend herum... das letzte Mal hatte er bei Nuru die Wirkung eines nekromantischen Zaubers beobachten können. Dieser wirkte dagegen ziemlich dilettantisch.

Er schob sich an den letzten Gaffern vorbei und stellte sich zu der Tänzerin. "Ihr solltet aufpassen, wo ihr solche Magie wirkt." Um den Untoten selber machte er sich weniger Gedanken, da dieser eher so aussah, als würde er jeden Moment auseinander fallen. Nein, er fragte sich eher warum ein Nekromant seine Kunst gerade hier auszuüben versuchte. "Seid gegrüßt Sheherazade. Darf ich fragen was hier vor sich geht?"  Seine Worte waren ruhig und freundlich, sein Blick dagegen kühl und scharf.

-1 Mana für Verwandlung, +4 CHA während Verwandlung
« Letzte Änderung: Montag 13 April 2015, 16:34 von Darius » Gespeichert
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Sheherazade

Re:Ankou
« Antwort #13 am: Montag 13 April 2015, 18:26 »

Sheherazade war ziemlich erleichtert, als Darius plötzlich neben ihr auftauchte. Sie wusste ja immer noch nicht, wie gefährlich dieser Nekromant vor ihr war, und Teufelsanbetern traute sie grundsätzlich alles zu. Da war Unterstützung wirklich willkommen. Ihre Haltung wurde ein wenig entspannter, aber den Kerl da vor ihr ließ sie dennoch nicht aus den Augen. "Es'selam alejkum, Effendi.", erwiderte sie den Gruß des verwandelten Eisdrachen. "Es ist mir eine Freude, Euch wiederzusehen. Leider kann ich euch auch nicht viel mehr sagen, als Eure eigenen Augen Euch schon verraten haben." Sie warf nun doch einen kurzen Blick zu der jungen Frau hinüber, um zu sehen, wie es ihr ging. Nicht, dass sie noch in einen Schock verfiel. "Ich war wegen einiger Besorgungen auf dem Markt, hörte einen Schrei... und dann sah ich diesen Rak'Shal, der mit seinem Dämonenwerk eine junge Frau bedrohte. Also beschwor ich einen Feuerdjinn, um den lebenden Toten zu bekämpfen und... ich wünschte wirklich, Antonio wäre hier, ihm wäre sein Lied sicher gelungen..."

Jetzt betrachtete sie das Skelett doch genauer. Ob es dem Feuergeist gelang, sein unheiliges Leben zu verbrennen? Es war alles ziemlich schnell passiert. "Man sollte wohl die Wache verständigen.", fügte sie noch hinzu. "Aber ich konnte ja nicht einfach weg und die junge Frau mit diesem hier allein lassen." Sie hatte ziemlich schnell gesprochen, während sie sich innerlich schon auf den nächsten Zauber vorbereitete. Und dann sah sie endlich auch Darius in seiner Elfengestalt genauer an und schnappte unwillkürlich nach Luft. Sein Auge! Sie schaffte es grade noch, einen Ausruf zu unterdrücken. Vor dem Rak'Shal würde sie dazu nichts sagen, keine Fragen stellen. Aber er musste wohl so Einiges erlebt haben, seit sie sich zum letzten Mal gesehen hatten.
« Letzte Änderung: Montag 13 April 2015, 18:30 von Varnayrah Elentári » Gespeichert
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Hibernus

Re:Ankou
« Antwort #14 am: Montag 13 April 2015, 19:30 »

Darius nickte einmal knapp zu Sheherazades Erklärung. Ein Mann der diese Frau mit dem Skelett bedroht hatte, bevor sie eingegriffen hatte. Ganz wollte er dies nicht glauben, bevor er die Aussagen der beiden gehört hatte. Immerhin war er ein Teil der Stadtwache, zwar nicht hier in Drachenauge, aber er wusste wie er mit solchen Fällen umzugehen hatte. In diesem Fall war es jedoch nicht seine Angelegenheit. Die Wache vor Ort würde sich hiermit beschäftigen müssen. Ihn interessierte mehr, woher der Mann die Knochen für sein nekormantisches Konstrukt hatte. Besonders beeindruckend oder finster wirkte er auch nicht... seiner Erfahrung nach wahren starke Magier leicht auszumachen durch ihre Aura. Dieser Mensch wirkte jedoch recht unbeeindruckend.

"Du hast Recht, die Wache sollte sich mit diesem Fall beschäftigen. Vielleicht wäre es auch nicht falsch die Priester in der Kathedrale ebenfalls zu verständigen. Die Schändung der Toten ist in Dragonia geächtet.", sprach er, immer noch recht freundlich, doch auch etwas arrogant, wie man es wohl von einem Elfen erwarten konnte, der von Menschen umgeben war.

Er bemerkte ihren kurzen Schock durchaus, doch reagierte er äußerlich nicht darauf, sondern suchte nach der nächsten Wache, während er aufpasste, dass der Mann sich nicht einfach davonmachte. Was schwer war, da er ihm einen Fluchtweg abschnitt und Sheherazade ihn ebenfalls blockierte. "Habt keine Angst, Sheherazade. Ich werde es euch später erklären. Lasst uns zuerst diese Situation lösen."
« Letzte Änderung: Montag 13 April 2015, 19:53 von Darius » Gespeichert
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