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  Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
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   Autor  Thema: Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung (Suffix' Gedächtnis Wiederherstellung) (Gelesen 3473 mal)
Christian

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #285 am: Donnerstag 14 April 2016, 01:00 »

Auch der Magier des Hohenturms war es nicht gewohnt, barfuß herumzulaufen, zumindest nicht außerhalb seiner vier Wände. Aber er hielt dennoch weiterhin tapfer durch, bis Suffix um Hlfe bezüglich Myriel bat. Christian selbst konnte da auch nur den anderen Vorschlägen zustimmen, da er ja nicht so viel mit der Druidin zu tun hatte verglichen mit anderen in der Runde. Doch dann eilten die Lykantrophen davon, wo9hl um Myriel zu holen. Allerdings machte er sich dann doch etwas Sorgen um Serafina, denn auch wenn er selbst ihre Art erfrischen fand, dürften manche davon genervt sein.

Blieb noch die Frage, ob sie auch zu sechst den Kessel tragen durften, denn er traute sich durchaus zu, das Gewicht von zwei Griffen übernehmen zu können, zumindest bis zum Turm dieses nuruischen Magierzirkels.
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Serafina

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #286 am: Donnerstag 14 April 2016, 19:14 »

Im ersten Moment war Serafina tierisch stolz, dass Herrin Myriel sie lobte und ihren Hinterkopf tätschelte. Sie hechelte glücklich und ihre Rute wischten den Waldboden sauber. Was daher kam, dass sie die Schwarzmagierin für ihre Stärke und Selbstsicherheit maßlos bewunderte.

Erst ein Blick auf Phelan, dessen Miene zwar undeutbar war, die Körperhaltung jedoch leichte Missbilligung ausdrückte, durchzuckte sie der Gedanke an den Hütehund von Grünflur. Arko konnte perfekt "Sitz" machen und ließ sich nur zu gern den Kopf kraulen. Du liebe Güte, sie benahm sie wie ein Hund und nicht wie Lykantroph! Das war jetzt wirklich oberpeinlich. Weniger wegen Herrin Myriel, sondern vor Griesgram. Hastig sprang Serafina auf die Hinterpranken und richtete sich zu voller Größe auf.

"Ihr habt Recht, Meister Phelan. Wenn alles sicher ist, werde ich unsere Gefährten aufsuchen und zum Magierturm vorausschicken."

Bloß weg, ehe jemand auf die Idee kam, ihr ein Holzstöckchen zu werfen.
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Sheherazade

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #287 am: Donnerstag 14 April 2016, 19:24 »

Sheherazade bekam längst nicht alle Fragen beantwortet, aber alle anderen schienen rätselhafterweise Bescheid zu wissen, was von ihnen erwartet wurde. Da konnte sie nur mit den Schultern zucken, sich am Kessel einreihen und wirklich hoffen, dass nicht der ganze Weg nach Nuru barfuß zurückgelegt werden musste. Das wäre eine Reise von mehreren Tagen und so gut wie unmöglich... und auftreten konnte sie danach wohl länger nicht.

Es kam dann aber nicht so schlimm wie befürchtet. Ziemlich schnell waren sie auf einer Wiese angelangt – da war wohl wieder Magie im Spiel – auf der diese Senfdotterblumen wuchsen, die Jekatarina erwähnt hatte. Serafina zeigte sie ihr, und Sheherazade pflückte eine Handvoll und warf die gelben Blüten in den Kessel. Suffix fragte derweil, wie man Myriel wohl am besten davon überzeugen konnte, den Trank zu brauen, aber obwohl sie in der gleichen Gilde waren, kannte Sheherazade die Magierin nicht wirklich gut. Und das konnten wohl auch nur die wenigsten von sich behaupten. “Zur Not könnte ich sie als Gildenschwester bitten.“, meinte sie zweifelnd, “Aber nur, wenn sonst nichts wirkt, und ich weiß auch nicht, ob das zählen würde...“

Schließlich setzten sich Serafina und Phelan ab, um Myriel über ihr Kommen zu unterrichten. Das war wahrscheinlich eine ziemlich weise Vorsichtsmaßnahme, wenn man das Temperament der Erzmagierin bedachte. Phelan war ja dabei, aber hoffentlich platzte Serafina nicht mit etwas heraus, das Myriel ärgern konnte. Die liebenswerte Wolfsfrau war manchmal ein bisschen sehr spontan in ihren Äußerungen. Unterdessen konnten sie nur warten, wobei es da sicher unangenehmere Orte gab als die Wiese.

Darius kam aber mit dem Vorschlag, man möge schonmal nach Nuru vorausgehen. Die Sharisad war eher dafür, wirklich zu warten, aber da sich alle anderen auf den Weg machten, packte sie ebenfalls wieder ihren Kesselhenkel und kam eben mit. Auf dem Pflaster der Stadt wurde es nochmal unangenehm. Sheherazade verzog das Gesicht. “Ich werde tagelang nicht in meine Tanzschuhe hineinkommen....“, jammerte sie leise, biss aber die Zähne zusammen und hielt durch. Vielleicht kannte Christian da ja eine gute Heilsalbe. Und das Gute war: wenn Myriel überredet werden konnte, war die ganze Sache bald vorbei, und Suffix hatte seine Gedächtnis endlich wieder. Und danach würde die Tänzerin sich hüten, sich sofort wieder auf ein Abenteuer einzulassen.
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Naveen

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #288 am: Freitag 15 April 2016, 10:05 »

Naveen war froh - niemand sprach in darauf an, dass er seine Schuhe anbehielt. Und scheinbar war dies die einzig richtige Wahl gewesen. Die den Topf tragenden und über das Pflaster tanzenden Gestalten sahen allesamt nicht besonders glücklich aus.
Geradezu dankbar wurden die Gesichtsausdrücke, als sie die Wiese erreichten und Blümchen gepflückt wurden.

Phelan und Serafina verabschiedeten sich darauf hin um Myriel vorzuwarnen - und Suffix machte sich Sorgen, wie er die Magierin überzeugen konnte.
Der Schneider konnte ihm keinen guten Ratschlag mit auf den Weg geben. Er kannte die Frau so gut wie gar nicht. Er wusste nur, dass sie offenbar sehr mächtig und Phelans Gefährtin war. Und alleine aus letzterem Grund ging er auch davon aus, dass sie Suffix helfen würde. Wenn der Lykan es für richtig erhielt, warum sollte seine Gefährtin die Heilung des Gedächtnislosen verweigern?
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Suffix

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #289 am: Freitag 15 April 2016, 12:20 »

Runde 31

Die fürwitzige Serafina machte einen vernünftigen Vorschlag, dass sie nämlich nicht alle zusammen bei der Waldhütte aufkreuzen sollten. Sie wollte Myriel vorher informieren. Nun, dass sie mit ihrem Geplapper die Magierin völlig ‚überrannte‘, geschenkt, man kennt das schon. Schließlich konnte sie ihre Botschaft doch noch an die Frau bringen: Es wurde von ihr gewünscht, dass sie den Trank für Suffix zubereitet. Zum Glück war Phelan hinterhergeeilt und konnte einiges zurechtrücken.

Die 3 machten sich sodann zum Weg zum Schwarzmagierturm, wo bereits die Topfträger und Suffix angekommen waren.

Darius war der erste der Ratschläge gab, die darin gipfelten, dass man die Magierin als das behandeln sollte was sie war: eine intelligente Frau, die keine Zeit für weitschweifige Erklärungen hatte.
Phelan wusste, dass Suffix bei der Erweckung von Myriel zugegen war und er wusste auch noch von einem argen Schmähgedicht, das er gegen die Orks gerichtet hatte. Er ließ das aber über Darius an ihn richten.

Landolin schlug vor, das Interesse der Magierin zu wecken, was es alleine mit den eher ungewöhnlichen Zutaten schon gelingen könnte.

Naveen machte das mit dem ‚barfuß‘ nicht mit und sah sich in dieser Renitenz bestätigt. Zur Frage wie man die Schwarzmagierin überzeugen konnte, sah sich außerstande etwas beizutragen, war aber überzeugt, dass sie als G’spusi von Phelan sich wohl kaum verweigern können würde.

Sheherazade verwies auf ihre Beziehung zu Myriel, aber da es eindeutig so gewesen war, dass Suffix die Bitte an Myriel richten musste, half das nicht weiter. Ansonsten jammerte die Tänzerin über ihre wunden Füße.

Dass Magnati sich nicht mit guten Ratschlägen beteiligte, lag vielleicht auch daran, dass das Verhältnis zu Myriel nicht als ganz unbelastet galt. Oder dass er vielleicht keinen rat parat hatte. Man weiß es nicht.

Suffix war hin- und hergerissen. Sehr viel Brauchbares fand er nicht in den Empfehlungen der Abenteurer.

Beim Magierzirkel wandte sich der Barde an die verbliebenen Drachenritter.

Suffix räusperte sich bevor er in feierlicher Redeweise darbrachte: „Weit haben wir, habt Ihr es gebracht. Mit nichts als ein paar Papierfetzen, die jetzt am Grunde dieses Topfes liegen, haben wir angefangen und nun quillt er buchstäblich über. Ich brauche nicht einzeln aufzählen, was wir da alles reingepfercht haben. Am Ende ging es sogar an die eigene Haut. Das alles habt Ihr mit Blut, Schweiß und Tränen zusammengetragen. Vieles von dem hätten andere Charaktere niemals besorgen können, wenn sie es denn überhaupt je versucht hätten. Ihr “ und er sah jeden, den er sehenden Blickes erfassen konnte, ins Gesicht „und ich sage das nicht nur so dahin, ward einzig- und großartig. Noch Generationen…nein, ich will nicht übertreiben, aber in den Analen wird es vermerkt sein und jeder, der möchte, kann sich darüber informieren, was Tapferkeit und Heldenmut und Ausdauer und Liebe bewegen können .“ Die Liebe ward an seine daheim gebliebene Freundin Syrena gerichtet, die nicht unerheblich zum Gelingen dieses abstrusen Planes beigetragen hatte. „Ihr seid die Strecke mit mir bis zum finalen Ende gegangen, am Ende sogar ohne Schuhe, was ich äußerst bemerkenswert finde. Das letzte Stück muss ich jetzt ganz alleine gehen. Ich habe Eure Ratschläge und werde mich daran halten und dann kann ich gar nicht fehlgehen.
Keine Scheffel voller Gold, keine Lorbeerkränze, keine erbeuteten Waffen oder Rüstungen, nicht einmal Spielzeug oder Tand. Wenn ich Euch jetzt bitte, mich allein zu lassen und Ihr in Eure Heimstätten, zu Euren Liebsten, zu Euren täglichen Geschäften zurückkehrt, habt ihr nichts als meinen aufrichtigen Dank und einen warmen Händedruck und die Versicherung, wenn Ihr dereinst Hilfe benötigt, ich da sein werde, geschehe was wolle. Das mag verdammt wenig sein, ist es auch, aber wenn, und damit komme ich auch schon mal zum Ende meiner Dankesrede, die Erinnerung wiederkehrt und ich wieder im Besitz meine vollen Schaffenskraft bin, werde ich eine Wohltätigkeits-Veranstaltung durchführen, deren einziger Zweck eine gerechte Besoldung Eurer aufopferungsvollen Dienste sein soll. Ich weiß, wo ich Euch finde, ich werde jeden Einzelnen von Euch aufsuchen und belohnen, so wie Ihr es verdient habt. Bis dahin: Habt überreichlichen Dank !“ Suffix war in diesem Moment nahe daran sentimental zu werden. Er ließ offen, was geschähe, wenn es nichts würde mit dem Trank. 

Suffix schüttelte jedem die Hand und machte sich dann daran den Magierzirkel zu betreten.

Die Drachenritter waren entlassen, sie hatten ihre Aufgabe mit Bravour erfüllt.
« Letzte Änderung: Freitag 15 April 2016, 12:34 von Suffix » Gespeichert
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Myriel

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #290 am: Freitag 15 April 2016, 13:01 »

Serafina jagte ihnen plötzlich voraus und Myriel blickte ihr einen Augenblick lang leicht irritiert hinterher.

Was hat sie denn auf einmal?

fragte sie Phelan, da sie nicht mitbekommen hatte, was sich durch Körperhaltung und Blicke zwischen den beiden Lykantrophen abgespielt hatte. Schulterzuckend ging sie weiter neben ihrem Gefährten her. Es sollte ihr Recht sein, vielleicht hatte Serafina nur nicht das fünfte Rad am Wagen sein wollen.

Es dauerte eine Weile, bis sie am Schwarzmagierzirkel ankamen, denn Myriel hatte es nicht besonders eilig. Was immer dafür gesorgt hatte, das Suffix seine Erinnerungen verlor, es würde ihn sicher nicht umbringen wenn er sie erst einige Stunden später zurück erhielt. Als sie das Gebäude schließlich erreichten, grüßte die Schwarzmagierin die ihr bekannten Gesichter, die sich noch davor aufhielten, und betrat dann den Zirkel, um sich zu Suffix führen zu lassen. Man hatte den Barden samt Kessel in eines der Laboratorien gebracht, vermutlich damit sie alles nötige zur Hand hatte, um einen Trank zu brauen. Ein Adept war bei ihm geblieben um darauf zu achten, das er nicht irgendwelche Flüssigkeiten miteinander mischte, die nicht zusammen gehörten. Als die Schwarzmagierin den Raum betrat, begrüßte sie Suffix gewohnt sachlich und kühl.

Seid gegrüßt Suffix. Ich habe gehört Ihr benötigt meine Hilfe, um eine Erinnerungstrank herzustellen?

kam sie direkt auf den Kern der Sache zu sprechen.
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Suffix

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #291 am: Freitag 15 April 2016, 13:38 »

Als Myriel schließlich eintraf, ihn ziemlich herablassend grüßte und direkt zur Sache kam, versuchte er erst gar nicht seine Überraschung zu verbergen. Konnte sich aber insofern sehr schnell einen Reim darauf machen, dass ja Serafina und/oder Phelan schon Informationsarbeit geleistet hatten.
Seid von mir auch gegrüßt. Ja, es stimmt, ein Medium [Jekatarina, das aber sagt Suffix nicht] hat es mir mitgeteilt, dass ich meine verlorenes Gedächtnis wieder bekomme, wenn ich …“ er deutete vielsagend auf den Kessel „…einige Zutaten besorge und damit zu Euch komme, weil – ich will das gar nicht taktisch ausverhandeln versuchen - ausschließlich Ihr in der Lage seid, diesen Trank herzustellen. So ist es !“ Er griff beherzt in den Topf, aber als er zufällig den Holzpantoffel zu fassen kriegte, zuckte seine Hand schnell zurück, das wäre zu komisch oder unpassend gewesen.
Allerdings dachte ich, wie mir allgemein versichert worden ist, dass es schwierig sein könnte, Euch dazu zu bewegen. Wir sind weder von gleichem Blute, haben nicht denselben Stamm, noch kann ich Euch Gold, Silber, Edelsteine in nennenswerter Menge anbieten .“ Er beobachtet sie genau, aber entweder konnte sie sich gut beherrschen oder es entging ihm eine Regung.
Für die Rohstoffe, Abfüllflaschen komme ich natürlich auf “ beeilte er sich zu sagen, es sollte ja nicht auch noch ein Verlustgeschäft werden.
« Letzte Änderung: Freitag 15 April 2016, 13:43 von Suffix » Gespeichert
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Christian

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #292 am: Freitag 15 April 2016, 19:33 »

Doch bis sie beim Magierturm ankamen, tat sich nicht viel. Dort bedankte sich Suffix dann ziemlich ausführlich bei ihnen, bevor er sie ihren Geschäften überließ und den Magierturm betrat. Na toll, sollte er jetzt wirklich einfach so, ohne ein Ergebnis abzuwarten, zu Neome zurückkehren? Sie wäre dann sicher sehr enttäuscht, wenn er sie auf später vertrösten müsste, bis der Barde sich bei ihnen melden würde. Zumindest wartete er halb vor sich hin dösend - Kundige würden es meditierend nennen - vor dem Magierturm, bis Myriel eingetroffen war, um ihr freundlich zuzunicken, auch wenn er bezweifelte, dass dies helfen würde, sie davon zu überzeugen, den Trank aus reiner Nächstenliebe zu brauen. Denn angeblich konnte das ja nur Myriel, wer auch immer dieser Wahrsagerin das mitgeteilt haben mochte.

Da er nicht wirklich wusste, was er anschließend tun sollte, stattete er eben dem Markt einen Besuch ab, vielleicht gab es dort ja irgendwas Interessantes zu entdecken. Und dann würde er später einfach nochmal vorbeischauen, ob es Neuigkeiten von Suffix gab. Er würde solange in Nuru bleiben - zur Not in einem der nicht ganz so heruntergekommenen Gasthäuser -, bis er Gewissheit hatte, ob der Trank geholfen hatte, damit er Neome bei seiner Rückkehr darüber informieren konnte.



+10 MP durch Spezialfertigkeit -> 54/61 MP
« Letzte Änderung: Freitag 15 April 2016, 19:37 von Christian » Gespeichert
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Myriel

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #293 am: Freitag 15 April 2016, 21:23 »

Myriel verzog keine Miene während Suffix redete. Sie nahm lediglich eine große Schöpfkelle und rührte damit mehrmals durch den Kesselinhalt, um bei dem ein oder anderen Teil, das zum Vorschein kam, fragend die Augenbrauen in die Höhe zu ziehen.

Ihr habt Recht mit dem was Ihr sagt, wir sind weder verwandt noch verschwägert und Gold habe ich selbst mehr als genug. Den Gefallen, den ich Euch schuldete, habt Ihr bereits eingelöst, und eigentlich wäre es mir mehr als Recht wenn Ihr Euch an einige Dinge, die Ihr über mich wisst, nicht wieder erinnert. Warum also sollte ich Euch helfen Suffix?

Sie schritt durch den Raum auf den Barden zu, blieb vor ihm stehen und musterte ihn eindringlich.

Auch wenn Ihr selbst Euch vielleicht nicht daran erinnert, aber Eure Weggefährten haben Euch gewiss gesagt, dass ich keine Wohltäterin bin. Was bekomme ich von Euch als Gegenleistung für meine Mühe? Was ist der Preis, den Ihr für Euer Gedächtnis bereit seid zu zahlen, nachdem viele Andere etwas dafür geopfert haben, wie ich sehe.
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Suffix

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #294 am: Montag 18 April 2016, 10:27 »

Zu der fragenden Augenbraue bemerkte Suffix: „Es sollen auch angeblich ungewöhnliche Erinnerungen eines ungewöhnlichen Barden sein ….“

Ja, auf den letzten Metern schien der ganzen Erinnerungssache die Luft auszugehen. Die Enttäuschung konnte und wollte Suffix gar nicht verbergen. Myriel wollte eine Gegenleistung. Und er sollte es vorschlagen. Er erinnerte sich an Darius Worte, die er ihm als Ratschlag mitgegeben hatte: Gebt ihr etwas im Gegenzug, sei es ein Gefallen oder eine interessante Erzählung. Führt sie nicht in die Irre und stellte euch niemals dumm. Das mag sie noch weniger. Kommt schnell zum Punkt eures Anliegens.
Jetzt hatte er den Salat, er musste sich gar nicht dumm stellen, er war es auf der ganzen Linie. Und in die Irre hatte sie ihn geführt.

Halblaut in sich selbst versunken begann er zu überlegen: „Hmmm, es ist unübersehbar, sie ist eine attraktive Frau. Trotzdem oder gerade deswegen: Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das von mir will. Auch weil ich das für ganz und gar ausgeschlossen halte. Ich habe mich 2 mal einer anderen versprochen und dieses Versprechen werde ich niemals brechen, nicht 1 mal. Wenn sie das verlangt…Oder, soll ich jemanden besiegen, braucht sie ein seltenes Kraut, eine Frucht, Wett-Trinken... “ Er verstummte. Um es dann sicher und laut auszusprechen: „Nein, das ist es bestimmt alles nicht. Entschuldigt, aber ich sinniere. Aber was ist es denn ?“ Er stand wie festgewurzelt da, so als ob er Angst davor hätte sich zu bewegen und sich damit die Lösung des Rätsels verflüchtigen könnte. Er zermarterte sich den Kopf und schüttelte ihn schließlich in Resignation: „Bei meinem unschuldigen Blut…mir kommt nichts in den Sinn, was es sein könnte, was ich Euch anbieten könnte. Meine Erinnerungen werden wohl für immer im Dunkeln bleiben und vielleicht ist das dann mehreren Leuten recht .“ Er wollte nicht jammern, obwohl ihm schwer danach war. Das Ziel vor Augen und dann doch nichts, das ist schwer begreifbar. „Vielleicht könnt Ihr mir einen winzigen Hinweis geben, damit ich weiß, ob ich das was Ihr eventuell brauchen könnt, überhaupt anbieten kann .“ Sie hatte recht, alle hatten sie Gefahren auf sich genommen, die jedem einzelnen zum Verhängnis werden hätte können. Sogar Syrena war in Todesgefahr geschwebt. Es war einzig und alleine er gewesen, der sich immer sicher in der Gaststube aufgehalten hatte. War das der Preis, den es zu bezahlen galt. Und dann wurde er schlagartig blass: „Ihr wollt aber nicht mein Leben ?“
« Letzte Änderung: Montag 18 April 2016, 11:42 von Suffix » Gespeichert
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Naveen

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #295 am: Montag 18 April 2016, 14:47 »

Ihr ward einzig- und großartig. Noch Generationen... blablabla... Analen.. blablabla... Der Barde hielt eine Dankesrede. Eine ausufernde, ausschweifende Dankesrede. Ab und an nickte der ein oder andere, warf Suffix einen mitleidigen Blick zu oder schaute stolz in die Runde. Sie waren tatsächlich am Ende angelangt. Jetzt würde dieser Mann endlich sein Gedächtnis zurückbekommen.

Wenn denn alles gut ging.

Doch ob alles gut ging.. das würden sie nicht sofort erfahren.
Naveens Kinnlade senkte sich nach unten, als der Barde das Gildengebäude betrat. Suchend sah sich der Elf um. Meinte Suffix das ernst? Was hielten seine Weggefährten davon? Sie sollten des Weges ziehen und irgendwann informiert werden?
Der brünette Elf schnaufte. Unbefriedigend. Er hatte dies alles nicht auf sich genommen um nun nach Hause zu gehen.
Er wollte wenigstens wissen, ob diese ganzen Strapazen nicht umsonst gewesen waren.
Er war auf einem Drachen geflogen, hatte eine Klippe bezwungen und in ein leeres Grab gestarrt, er hatte den Zeichenstift gezwungen (wer hatte danach das Buch noch gleich an sich genommen?), hatte seine Schneiderei Fremden zur Durchsuchung überlassen, war in die Wüste gegangen und in einem Schneefeld einer Wildsau entkommen. Die Abenteuer rund um die Erinnerung des Barden würden wohl für lange Zeit die seltsamsten sein, an denen Naveen teilgehabt hatte.

Und so beschloss er, dass er nicht nach Hause gehen würde.
Stattdessen suchte er sich ein Plätzchen vor der Gilde, ließ sich im Schneidersitz nieder und wartete, wartete, wartete... Und Elfen konnten lange warten...
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Secundus M. Hora

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #296 am: Dienstag 19 April 2016, 16:00 »

Die Laune des Statthalters war auch schon besser gewesen. Dieses verfluchte Magieverbot hatte ihm außer Ärger wenig eingebracht. Ein positives Gemüt hätte an dieser Stelle vielleicht angemerkt, dass das ‚Gespenst‘ seither nicht mehr innerhalb der Mauern Drachenauges zugeschlagen hatte, doch ihm war gerade nicht besonders positiv zumute. Das mochte vielleicht daran liegen, dass sich der Dieb in den letzten Tagen auf die nahen Sommersitze und Landgüter konzentriert hatte – den Familiensitz in Salis und das Schlösschen der von Pumpernickels eingeschlossen.

„Schluss mit dem Unsinn“, brummte Reimar und schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. Keiner der Anwesenden hielt es für klug darauf hinzuweisen, dass er mit dem ‚Unsinn‘ selbst angefangen hatte. „Selbst die Baroness muss wohl einsehen, dass ich meinen Teil zur Auflösung dieses Falles beigetragen habe.“ Auch wenn seine Bemühungen vollkommen fruchtlos geblieben waren. „Ab heute darf wieder gezaubert werden wie zuvor.“

Dieser Vorschlag war vernünftig genug, um zustimmendes Gemurmel zu ernten. Wie die Frau von Pumpernickel auf diese Nachricht reagieren würde, musste sich allerdings noch zeigen. Im Moment hatte sie wohl sehr daran zu knappern, dass es das ‚Gespenst‘ nicht einmal für nötig befunden hatte ihrem Ankleidezimmer im Landschloss einen Besuch abzustatten. Doch das war außerhalb des Stadtgebiets von Drachenauge geschehen und damit nicht das Problem von irgendjemanden, der sich hier im Raum befand.
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Myriel

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #297 am: Mittwoch 20 April 2016, 21:05 »

Wenn Myriel etwas von den Dingen ansprach, die Suffix vor sich hin aufzählte, dann ließ sie es sich nicht anmerken. Erst als er blass wurde, sagte die Schwarzmagierin wieder etwas.

Euer Leben?

Myriel lachte kurz und kalt.

Nein Suffix, wenn ich Euer Leben nähme, was hättet Ihr dann noch von Euren Erinnerungen? Der Preis sollte immer dem angemessen sein, was man dafür bekommt.

Sie schritt zu einem der Regale um eine leere Phiole herunter zu nehmen. Sie war klein – deutlich kleiner als die, in denen man Heil- oder Manatränke aufbewahrte. Dann kam sie zum Barden zurück und zog einen Dolch aus dem Gürtel. Einen Moment lang sah sie Suffix nur an, dann drehte sie den Dolch so, das der Griff in seine Richtung zeigte und hielt ihm die Waffe hin.

Blut kann Zauber und Magie verstärken – unschuldiges Blut ist für einige Rituale unabdingbar und daher wertvoll. Füllt etwas davon in das Fläschchen. Einige Tropfen werde ich für den Trank brauchen, denn etwas von Euch muss die Erinnerungen wecken, der Rest soll der Preis sein, den ich verlange. Seid ihr einverstanden?
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Landolin

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #298 am: Mittwoch 20 April 2016, 22:12 »

“Was mich aufgehalten hat? Das wüsste ich auch zu gerne. Auf jeden Fall war es eine grässliche Bestie, die Feuer speien konnte und keinem Wesen, das ich kenne, auch nur mehr als halb ähnlich sah. Die ganze Gegend war zu Asche verbrannt und zu allem Überfluss war dieses Vieh auch noch gegen Pfeile und gewöhnliche Angriffszauber immun… Glaubt mir, nicht nur ihr habt euch Sorgen gemacht…“, begann der Heiler auf Darius‘ Nachfrage  zu berichten. Schließlich hatten sie bis zur Grenzgarnison mehr als genug Zeit für eine ausführliche Erzählung – oder auch mehrere, wenn seinen Mitstreitern Ähnliches widerfahren war.

Der Weg nach Nuru fand schließlich vor dem Magierzirkel sein Ende. Ab jetzt würde die zusammengewürfelte Truppe Suffix wohl nicht mehr helfen können – und Landolin hielt seine Pflicht auch längst für erledigt.
“Übertreibt es nicht, Suffix“, meinte der Apotheker lapidar und erwiderte den Händedruck. “Ich nage nicht am Hungertuch und das Sammeln der Zutaten war durchaus interessant.“
Für jeden,  der einen Trank aus derartigem Zeug trinken würden, würde sich so einiges ändern, davon war Landolin überzeugt. Dass es sich dabei um ein wiedergefundenes Gedächtnis handeln würde, war nicht einmal auszuschließen. Sollte das allerdings der Fall sein, würde der Barde sicherlich weit weniger Lust verspüren, dem Hohentürmler seinen Dank auszusprechen, als in diesem Moment…

Da es so oder so nichts mehr für den Apotheker in Nuru zu tun gab und er sein Geschäft lange genug unbeaufsichtigt gelassen hatte, trat er daher die Heimreise an. Vom Ausgang der ganzen Geschichte würde er sicherlich bald hören. Dass er ein Pfand für den achtgriffigen Kessel hinterlegt hatte, fiel ihm erst viel zu spät ein, als er schon auf halber Strecke nach Nigthon war…
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Suffix

Re:Die Jagd nach dem Trank der Erinnerung
« Antwort #299 am: Freitag 22 April 2016, 12:15 »

Da hatte sie natürlich recht, das war unbedacht von ihm gewesen. Zum Glück war Myriel in dieser Hinsicht nicht überempfindlich und machte sich nur auf ihre spezielle Art darüber lustig. Kam aber ganz schnell wieder zur Sache. Es stimmt schon auch, Umstandsmeierin war sie keine.
Nicht übertrieben schnell, aber zielgerichtet trat sie zu einem Regal und drehte sich mit einer – man nennt es wohl – Phiole wieder zu ihm. Nach den letzten Worten empfand er auch keine unmittelbare Gefahr um Leib und Leben, als Myriel nach ihrem Dolche langte. Auch die Pause, die entstand brachte ihn nicht in Bedrängnis. Und tatsächlich trachtete sie nicht nach seinem Leben. Sie drehte die Waffe, sodass der ungefährliche Griff in seine Richtung wies.
Er lauschte stumm ihren Worten. Und er verstand. Daran hatte er gar nicht gedacht, nicht mal Jekatarina. Ja, von ihm musste doch auch etwas drin sein. Und was sonst außer Blut kam in Frage. Kein gewöhnliches Blut, unschuldiges Blut. Er war noch unschuldig. Den Preis, er konnte ihn akzeptieren. Er dachte kurz daran, dass der Trank auch misslingen könnte, aber verdrängte den Gedanken sofort wieder erfolgreich. Wer nicht wagt hat schon verloren, sagte er sich.
Anstatt einer Antwort fasste er nach dem Dolch, führte ihn über den Innenballen der linken Hand. Legte den Dolch weg, hielt die versehrte Hand schräg und unter ihr mit der anderen Hand hielt er das Fläschlein. Schnell füllte es sich mit der roten Flüssigkeit, Tropfen für Tropfen, bevor es überlief, holte er schnell ein Tuch aus der Tasche und verband den Schnitt. Zwar färbte sich dieses schnell, aber es wurde kein Blut mehr vergeudet und kurz danch war die Blutung auch gestillt.

Noch immer ohne den Mund aufzumachen, reicht er der Magierin die gefüllt Phiole. Irgendwie dachte Suffix, das Magier einfach keine Quasselstrippen sind und er auch deshalb sehr sparsam mit den Worten umging. Erst als er schon am Gehen war bemerkte er: „Ich habe gar kein andere Wahl als mich eurer Kunst und Magie anzuvertrauen. Aber alles was ich gehört habe, sagt mir, dass die Wahl keine schlechte ist .“ Er verbeugte sich angemessen. „Ich brauche 10 abfüllte Flaschen “ er sagte nicht warum und wozu gerade 10, entnahm mit der unverbunden Hand ein Stück Papier aus einer Tasche und legte ihn neben den Dolch, der noch - nebenbei erwähnt - nicht gesäubert war. Darauf stand in Grossbuchstaben: LIEFERUNG NACH DRACHENAUGE, GASTHAUS ZU HÄNDEN BARDE SUFFIX. Er vergaß zu erwähnen, dass sie vielleicht wegen der strengen Komponenten einen Geschmacksneutralisierer wie Minze oder dergleichen reinmachen sollte. Aber das war vielleicht besser so. Einer Magierin vom Schlage Myriels schreibt man nicht zu viel vor. Nein, man schreibt ihr noch besser gar nichts vor. Damit verließ er zuerst den Magierturm, wo er draußen Naveen erkannte, sich aber noch nicht und vor allem nicht jetzt äußern wollte, nickte ihm nur freundlich zu und verließ kurze Zeit später Nuru in Richtung Drachenauge.
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