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   Autor  Thema: Die Rückkehr (Gelesen 1234 mal)
Hibernus

Re:Die Rückkehr
« Antwort #15 am: Donnerstag 10 Dezember 2015, 06:00 »

Es gab kaum Zeit für eine Antwort seitens der Anwesenden, bevor ein weiterer Abenteurer im Burghof eintraf und Hibernus diesen die gleichen Grüße und dasselbe Angebot wie den Anderen entbot.

"Naveen seid ebenso gegrüßt. Ihr werdet euch wohl noch ein wenig gedulden müssen, bis..."  doch seine Begrüßung wurde von dem Eintreffenden Schüler des Königlichen Beraters unterbrochen und der blaße Elf wandte sich diesem zu.

"Dann führt uns rasch zu eurem Herrn, Gunter, wenn die Situation wirklich so prekär ist, wie sein Brief uns glauben machen möchte."  Die Worte waren bestimmt, aber nicht schneidend. Überhaupt hier auf dem Hof warten zu müssen verschwendete bereits Zeit, da sie keine Ahnung hatten was sie erwartete, so dass auch keine Pläne von ihnen gefasst werden konnten.

Seine Gedanken tasteten nacheinander zu Naveen, Lykhe und Zorg. "Naveen, ich möchte auch euch anbieten euren Geist mit dem der anderen zu verbinden, damit wir uns beraten können, ohne dass der Berater uns hören kann. Natürlich will ich mit euch reden, Lykhe, zumindest wenn auch ihr einen Brief erhalten habt. Kommt mit uns, es ist Zeit zum Berater zu gehen."  Ein Seitenblick in die Richtung des Lykan und eine dezent auffordernde Geste ihnen zu folgen, dann folgte er zusammen mit den anderen Gunter.

"Es ist natürlich eure Entscheidung Zorg..."

Der Drache intensivierte seinen Kontakt zu all denen, die sein Angebot annahmen. Es ließ sich schlecht beschreiben, was genau geschah, aber rein metaphorisch nahm Darius jeden der Gesprächsfäden und führten sie zusammen, sodass sie ihre eigenen Gedanken untereinander wahrnehmen konnten. Innerhalb dieser Gruppe konnten sie dank seinen Fähigkeiten nun die Gedankensprache anwenden, solange er es aufrecht erhalten konnte.

Nunja, bis auf den Kontakt mit Myriel. Seine Worte erzürnten sie sichtlich, dabei war es ihr überlassen, was sie sandte oder empfing. Zu dieser Erklärung kam er jedenfalls nicht mehr. Sie unterbrach die gedankliche Verbindung und schirmten sich sogar vor ihm ab. Das dies für einen Drachen durchaus schmerzhaft sein konnte schien sie auch nicht zu begreifen, denn es war nicht so als ob sie nicht mit ihm reden wollte und einfach eine Tür zuschlug. Eher wies sie ihn komplett ab und zerschnitt das gedankliche Band... Er beschloss sie besser vorerst in Ruhe zu lassen. 

----

Hibernus war sich nicht sicher, wie er in der ersten Reihe gelandet war oder ob keiner der anderen Lust hatte dem Berater direkt gegenüber zu stehen. Jedenfalls betrat er als erster das große Büro, erwiderte den Gruß von Rasul Abdanal und hörte ihm aufmerksam zu, was er zu sagen hatte.

Taliesin wäre beinahe von einem Unbekannten ermordet worden? Es war schwer zu glauben, da der junge König doch von mehr bewacht und beschützt wurde als Soldaten. Seine Seelepartnerin Seraphina hätte dies nie zugelassen... außer der Angreifer war stärker als sie... Solche und ähnliche Vermutungen gingen ihm durch den Kopf. Zumindest wussten sie nun etwas mehr über die Situation in der sie sich fanden, auch wenn für seinen Geschmack zu wenig Einzelheiten vorlagen.  Doch er ließ den Berater ausreden und ließ sich Zeit für seine eigenen Fragen.

Zu seiner Überraschung war es Zorg, der zuerst das Wort ergriff und sogleich auch mit der Planung begann. Ein wenig voreilig, aber er wusste die Initiative des Orks zu schätzen. "Von Anun aus wird es mir nicht möglich sein euch zu kontaktieren. Die Entfernung ist einfach zu groß." , gab er kurz mit einem Blick auf die Karte seinen Senf dazu.

"Könntet ihr uns beschreiben, wie der Mann aussah? War etwas ungewöhnlich an ihm, außer seinem Kampfgeschick?"

Es war schwierig jemanden zu finden, von dem er nichts wusste. Wahrscheinlich sogar unmöglich.

-3 Mana für Gedankenverbindungen
« Letzte Änderung: Montag 07 März 2016, 18:40 von Darius » Gespeichert
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Dyrksen

Re:Die Rückkehr
« Antwort #16 am: Donnerstag 10 Dezember 2015, 10:25 »

Jetzt war der Punkt gekommen, vor dem sich Lykhe schon die ganze Zeit fürchtete. Zuerst hatte es der Elfenprinz angesprochen: "...wenn auch ihr einen Brief erhalten habt... " Genau genommen hatte ja nicht er den Brief erhalten. Eigentlich sollte Azauron hier sein. Und dieser Rasul hat es dann auch noch direkt ausgesprochen. So ungefähr: "Keine Ahnung was dieser Wolf hier zu suchen hat, um den kümmern wir uns später." Das war sowas von peinlich. Lykhe hatte augenblicklich zu hecheln angefangen. Oder war es nur unerträglich heiß in dem Raum? Überall brannten Kerzen und dann noch die vielen Personen. Und dazu noch ein Drache. Der allein nahm ja schon die Hälfte des ganzen Raumes ein. Andererseits konnte man sich neben so einem Kollos prima verstecken. Lykhe hatte immer darauf geachtet, direkt neben dem Drachen zu gehen, zwischen seinen Hinterbeinen und dem langen Schwanz. Aber so, dass er den Drachen nicht aus Versehen berührte. Auf diese Weise kam niemand auf die Idee, den kleinen Wolfsmann anzusprechen. Und dann in dem Raum stellte sich Lykhe so hin, dass er halb von dem Drachen verdeckt war. Aber so, dass er selber noch sehen konnte, was dort vorne am Tisch des Beraters vorging. Leider hatte ihn Rasul trotzdem bemerkt.

Als der Berater den Grund für ihre Zusammenkunft genannt hatte und die Anwesenden einzeln begrüßte, glich Lykhe gleich mal seine persönliche Spitznamenliste mit den echten Namen ab.
Als erstes begrüßte der Berater aber nicht den Elfenprinzen (Was war los mit diesen Menschen?) sondern den anderen Elfen, der so komisch gekleidet war. Er schien ansonsten nicht sehr auffällig zu sein. Außer vielleicht, dass ihm seine Kleidung auffallend gut passte, so als wäre sie ihm auf den Leib geschneidert worden. Deshalb gab Lykhe ihm den Spitznamen Lord Leibchen. In Wahrheit hieß er wohl aber Naveen.
Dann kam Kommandant Runshark, das war der Muskelprotz.
Die Adelige hieß Magierin Myriel. Auch das schien ein Grund zu sein, dieser schlecht gelaunten Dame besser nicht auf die Füße zu treten. Zum Glück schien sie aber mit ihren Gedanken ganz wo anders zu sein.
Der Elfenprinz hieß Dragoleutnant Darius. Aber hatte Aponi'Kasa nicht von einem Eisdrachen namens Darius erzählt? Vielleicht war das ja sein Schwager? Oder so.
Die Pferdefrau hieß auch irgendwas mit Drago. Dragoniter Asarra hatte er sie genannt. Ob die wohl auch Drachen reiten konnte?
Apropos Drache, dessen Name war Firtorkas, was man schwerlich ausprechen konnte ohne sich die Zunge zu brechen. Sein Spitzname war einfach nur der Drache.
Und zum Schluss kam noch Koch Zorg der Schwabbelork.
Doch plötzlich stutzte Lykhe. Hatte Rasul ihn gerade "lieber Unbekannter" genannt? War das etwa sein Spitzname: Lykhe, der liebe Lykaner? Was für eine Gemeinheit! Lykhe ärgerte sich ein bisschen. Er hatte auf etwas Furchteinflößenderes gehofft.

Doch da trat schon der Schwabbelork vor, kramte in den Landkarten auf dem Tisch und breitete seinen Plan aus. Vielleicht war ja Koch nur sein Name und Zorg bedeutete soviel wie "der Typ, der blitzschnell die Strategien parat hat"?
Alle lauschten ihm andächtig und einige nickten zustimmend mit den Köpfen. Der Elfenprinz stellte noch ein paar Fragen und Lykhe war froh, dass sich keiner mehr darum zu kümmern schien, ob er überhaupt hier sein durfte. Deshalb würde er jetzt um keinen Preis das Wort ergreifen. Aber eines ging ihm nicht aus dem Kopf. Azauron hatte gesagt, dass dieser Rasul ein sehr schlauer Mensch war. Wenn er Leute von außerhalb des Palastes mit hinein zog, so hatte das meist den Grund, dass niemand wissen sollte, wem ihre Loyalität galt. Lykhe hatte das mit dem Intrigenspiel der Mächtigen als einfacher Lykantroph nie so richtig verstanden. Aber eines hatte er sich gemerkt. Um zu wissen, was der Gegner vor hatte, musste man sein Vertrauen gewinnen. Und das ging nur mit Leuten, die der Gegner noch nicht kennt. Es war also nicht ihre Aufgabe, die Arbeit der Königstruppen weiter zu machen. Sondern sie mussten von einer anderen Seite an die Sache herangehen. Sie mussten sich mit dem Feind anfreunden. Scheinbar natürlich nur. Aber wie sollte er das dem Muskelprotz oder dem Drachen klar machen, ohne respektlos zu erscheinen?

Da viel ihm was ein. Er starrte mit weit aufgerissenen Augen und vorgestellten Ohren auf den Elfenprinzen und dachte:

Lykhe an Dragoleutnant Darius!
Lykhe an Dragoleutnant Darius!
Ich habe einen Vorschlag.
Lasst mich in eines der Dörfer gehen.
Und mich den Königsmördern anschließen.
Ihr bleibt hier und haltet Verbindung über die Gedankensprache.
Wenn ich den Sammelpunkt und den Anführer erreicht habe, schickt ihr den Drachen da hin.
Um sie fertig zu machen.


Es hatte tatsächlich einen Vorteil, der völlig unbekannte, abgeranzte Wolfsmensch zu sein, den keiner für voll nimmt. (So zumindest hatte Azauron es mal ausgedrückt.) Niemand würde glauben, dass augerechnet er für den König arbeitete.
« Letzte Änderung: Montag 14 Dezember 2015, 19:10 von Dyrksen » Gespeichert
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Myriel

Re:Die Rückkehr
« Antwort #17 am: Freitag 11 Dezember 2015, 21:13 »

Myriel sah Darius mit einem Gesichtsausdruck an, als ob er sie soeben aufgefordert hätte einen Teller voller Regenwürmer zu verspeisen. Die Gedanken, mit denen sie dem Eisdrachen antwortete, waren äußerst kühl und distanziert.

Ihr beliebt zu scherzen, Darius. Ihr zieht nicht ernsthaft in Betracht, mich mit diesen...

ihr fiel kein passender Ausdruck ein, der auf alle Anwesenden zugetroffen hätte

...Wesen gedanklich zu verbinden? Habt Ihr so wenig von mir gelernt?

Was dachte der Drache sich bloß dabei? Zwei der Anwesenden hatte sie überhaupt noch nie gesehen, und mit dem Rest hatte sie, wenn man von dem Eisdrachen selbst und vielleicht Runshak einmal absah, nur wenige Worte gewechselt. Was hatten die in ihren Gedanken zu suchen? Wohl weniger, als eine Schneeflocke im Hochsommer zu suchen hatte. Schlimmstenfalls würden sie während eines Kampfes noch einen Gedanken hören, der sie in den königlichen Kerker bringen konnte, wenn sie beispielsweise ein Skelett zum untoten Leben beschwor. Die Schwarzmagierin zog eine Barriere um ihren Geist und brach den Kontakt zu Darius ab. Natürlich hätte dieser ihren Schutz einfach durchdringen können, wenn er es darauf anlegte ihr Gedanken zu senden, schließlich waren seine mentalen Kräfte deutlich stärker als ihre eigenen, aber ihm würde sicherlich klar sein, dass das keine gute Idee war.

Ein Schüler Rasuls kam in den Hof und forderte sie auf ihm zu folgen. Der Blick, mit dem Myriel ihn bedachte, war aufgrund ihrer Laune alles andere als freundlich, was ihn zumindest dazu brachte sie eiligst zu Rasul zu bringen. Es ging kreuz und quer durch die Drachenburg, bis sie endlich in einem Arbeitszimmer ankamen, das fast zu klein für alle Anwesenden schien. Still hörte Myriel sich an, was Rasul zu berichten hatte. Als er von dem Kämpfer erzählte, der es offensichtlich auf den Tod des Königs abgesehen hatte, zog die Druidin eine Augenbraue in die Höhe. Dieser Auftrag schien interessanter zu werden, als sie zu Anfang geglaubt hatte. Einen Mann, der so viele Leibwachen in Schach hielt, und gleichzeitig nach dem Leben des Halbelfen trachtete, musste sie unbedingt kennen lernen, denn es war nicht unwahrscheinlich, dass sie einige Gemeinsamkeiten hatten. Vielleicht verfolgte man sogar das ein oder andere gemeinsame Ziel...

Als Rasul seinen Monolog beendete, war es nur einen Moment lang still im Raum. Dann drängte sich tatsächlich der Koch nach vorne und schlug einen Plan vor – noch besser, er fing an Leute einzuteilen, die in die verschiedenen Dörfer reisen sollten. Myriels Lippen verzogen sich zu einem spöttischen Lächeln. Da standen ein Hauptmann und zwei Dragoniter mit im Raum, und ausgerechnet der Koch legte die Taktik fest? Kein Wunder, dass es so leicht gewesen war Nuru einzunehmen, wenn das dragonische Militär auf diese Art und Weise funktionierte. Nun, sollten sie machen, was sie wollten.

Die zierliche Schwarzmagierin schob ihre Kapuze zurück. Lange schwarze Haare wallten darunter hervor, die im krassen Gegensatz zu ihrer blassen Hautfarbe standen. Langsam machte sie ein paar Schritte, um zu dem Tisch zu gelangen, auf dem die Landkarte lag. Dann holte sie ein paar Knochenwürfel auf einem Beutel, legte die linke Hand nacheinander auf die drei Dörfer und ließ die Würfel dreimal über den Tisch rollen.

Lixo-cacetius alioterus en Anun?Lixo-cacetius alioterus eni Salis?Lixo-cacetius alioterus en Ados? *

flüsterte sie leise ihre Fragen dazu. Das Ergebnis war eindeutig, obwohl sich auch die Würfel hin und wieder irren konnten. Die schmalen Finger der Schwarzmagierin schlossen sich um die Knochen und sie sah Rasul aus ihren blutroten Augen an.

Ich gehe nach Salis.

Es war eine Feststellung, keine Frage. Und es interessierte sie reichlich wenig, ob ihr Auftraggeber damit einverstanden war, oder nicht. Die Würfel verschwanden wieder in ihrem Lederbeutel, als sie umwandte und den Platz am Tisch frei machte.


altkeltisch*Verbirgt sich der starke Fremde in Anun? Verbirgt sich der starke Fremde in Salis? Verbirgt sich der starke Fremde in Ados?
« Letzte Änderung: Freitag 11 Dezember 2015, 23:51 von Myriel » Gespeichert
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Firtorkas

Re:Die Rückkehr
« Antwort #18 am: Freitag 11 Dezember 2015, 22:09 »

Darius war offensichtlich nicht alleine, sondern die Naka Duskeal namens Asarra war ebenfalls anwesend. Doch mit der Zerit trafen weitere offensichtliche Gefährten ein, unter ihnen die ihm bereits bekannten Myriel, die er eines Tages in seinem eigenen Element übertrumpfen wollte, und Runshak, der Hauptmann der Stadtwache von Nuru. Ein anderer Ork begleitete diesen, vielleicht sollte dieser auf den Hauptmann aufpassen. Der Elf kam dem Feuerdrachen noch unbekannt vor oder er hatte ihn nur kur einmal gesehen. Und ein Lycantroph befand sich in einigen Schritt Entfernung, doch noch war unklar, ob dieser ebenfalls wegen diesem Auftrag da war.

Gerade hatte Firtorkas die ihm bekannten Anwesenden kurz gedanklich begrüßt, als Darius vorschlug, sie alle über seine Gedanken zu verbinden. Der Feuerdrache bestätigte dem Eisdrachen kurz, dass er damit einverstanden war, da er selbst immer noch nur eine Verbindung gleichzeitig aufrechterhalten konnte. Allerdings schienen einige lieber Abstand davon zu nehmen, was ihn bei der Naka Duskeal-Magierin kaum verwunderte. Kurz darauf traf dann auch Gunter, ein Schüler dieses königlichen Beraters, bei ihnen ein, um die Gruppe zu diesem zu bringen. Firtorkas befand es etwas beengend in den Gemäuern, aber offensichtlich hatte hier jemand an Drachen gedacht, die nur ungern ihre Gestalt wechselten, so kam auch er im  Zimmer von Rasul an. Dieser Lycantroph wollte sich anscheinend hinter Firtorkas verstecken. Was wohl auch einen grund hatte, denn der Wolfsartige war dem Berater anscheinend unbekannt.

Der Ork, der mit Runshak gekommen war, machte sich bereits an erste Planungen, was aber teils nicht so gut aufgenommen wurde. Sie sollten sich auf drei Dörfer in der Nähe aufteilen, da dort wohl ein Feind des Königs junge Naka Duskeal dazu überredete, gegen den König vorzugehen. Zwar war dem Feuerdrachen selbst herzlich egal, wer auf dem Thron der Naka Duskeal saß, solange dieser den Feuerdrachen in Ruhe ließ, aber der derzeitige König schien den Drachen grundsätzlich wohlgesonnen zu sein. Hatte er nicht gar eine Drachengefährtin? Aber was wollte eine Drachin mit einem Naka Duskeal schon anfangen? So hatte Firtorkas entsprechendes Gerede der Naka Duskeal immer als Hingespinste dieser abgetan. Einige gedanken richtete der Feuerdrache an seinen eisigen Artverwandten.


Werter Darius, was haltet Ihr von dem Vorschlag des Orkes? Ich bin nur froh, dass Relat bisher wohl verschont geblieben ist, sonst hätte ich mich dort umgesehen aufgrund der Nähe zu meinem Hort. Allerdings erscheinen mir zwei Drachen für ein Dorf fast schon zu Aufsehen erregend für eine solche Aufgabe. Da sollte lieber einer der Naka Duskeal noch mitkommen, um sich unauffälliger umzuhören.

Firtorkas überließ es Darius, ob dieser seine Einwürfe den anderen mitteilte, Hauptsache sie handelten bald, damit dieser Feind nicht noch mehr Anhänger um sich scharrte, sonst bräuchte er viele Manatränke, was er aufgrund deren Kosten vermeiden wollte, auch wenn die Belohnung für diesen Auftrag diese bestimmt übersteigen würde.
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Hibernus

Re:Die Rückkehr
« Antwort #19 am: Freitag 11 Dezember 2015, 22:13 »

Myriel verhielt sich still und von den Anderen hörte er auch nicht sogleich etwas, sodass Vorschläge aus einer anderen Richtung kommen mussten. In diesem Fall war es Lykhe, der wie ein aufgeregter Welpe seine gedankliche Aufmerksamkeit zu erregen suchte.

"Ihr wollt euch freiwillig dafür melden die Reihen dieses Feindes zu unterwandern?"  An sich war es keine schlechte Idee. Sie mochten auf diese Weise wirklich schneller herausfinden, wo sich Agenten dieses Kriegers aufhielten. Allerdings wusste er so gut wie nichts über den Lykantrophen und ob er sich wohl für solch eine Mission eignen würde. Während er weiterhin so tat, als studiere er die Karte, teilte er Lykhe seine Entscheidung mit.

"Der Vorschlag an sich ist vielversprechend. Ich nehme an, dass ihr in dieser Gegend nicht sehr bekannt seid? Als Lykantroph wäre es wohl ein Leichtes sich als Feind des Königs auszugeben. Versucht es. Ich werde jedoch selbst eines der Dörfer aufsuchen um zu sehen, was sich dort finden lässt. Innerhalb dieser Stadt hätte ich uns alle verbinden können, aber die Entfernungen zwischen diesen Siedlungen sind zu groß dafür, deshalb werden einzelne Berichte eurerseits reichen müssen."

Damit wäre der Lykan wohl glücklich und er konnte sehen, wohin sich die anderen verteilen wollten. Wobei da noch eine Sache war. "Firtorkas ist hier übrigens nicht der Einzige Drache, aber es würde eng werden, wenn wir beide in unserer natürlichen Form anwesend wären." Leicht musste er dabei schmunzeln. Lykhe erinnerte ihn sehr an Serafina.

In diesem Moment gab auch Firtorkas einige Gedanken zur Situation und Hibernus konnte ihm nur zustimmen. Zwei von ihnen waren für eines dieser Dörfer garantiert zu aufsehenerregend. Doch wohin sollten sie beide Gehen? Es mochte für Lykhe schwierig werden einen der Rekrutierer zu finden, wenn ein Drache über dem Dorf seine Kreise zog. Schon aus diesem Grund wäre Firtorkas im selben Dorf unpraktisch. Wenn er die Gedanken der anderen dazu kannte, wäre es bestimmt einfacher...

"Eine weise Entscheidung Firtorkas. Wir werden nicht gemeinsam in eines dieser Naka Duskeal Nester gehen können, vor allem da Lykhe vorgeschlagen hat sich von den Vertretern dieses Kriegers rekrutieren zu lassen und so mehr über ihn herauszufinden. Ich weiß nicht ob es klug wäre, wenn einer von uns beiden währenddessen im selben Dorf ist, da es sie eventuell vertreiben könnte. Lasst uns daher die Anderen Dörfer aufsuchen."

Natürlich leitete er die Gedanken des Feuerdrachen an restlichen Freiwilligen weiter, ebenso wie Lykhes Plan sich beim Feind einzuschleichen. Wozu war er sonst dazu fähig, wenn er seine Macht nicht nutzte, damit sie sich alle ungestört beraten konnten. Die Gedankenverbindung untereinander war vielleicht auf keine große Gegenliebe gestoßen, aber seinen Gedanken konnte keiner der Anwesenden widerstehen und Antworten erwartete er nicht unbedingt. Zumindest nicht auf dieselbe Weise.
« Letzte Änderung: Freitag 11 Dezember 2015, 22:27 von Darius » Gespeichert
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Dyrksen

Re:Die Rückkehr
« Antwort #20 am: Samstag 12 Dezember 2015, 23:08 »

Das Schweigen in dem Raum war für Lykhe fast unerträglich. Am liebsten hätte er geschrien: "Was ist denn bloß los mit euch? Kann nicht wenigsten einer mal das Maul aufmachen? Schlaft mal nicht ein hier, ihr Superhelden!" Aber zum Glück behielt er diesen Gedanken ganz für sich allein. Denn als er genauer hinschaute, bemerkte er, wie Blicke gewechselt wurden. Die Anwesenden schienen sich seit Jahren zu kennen und brauchte gar nicht laut miteinander zu reden. Und als er seine eigenen Gedanken etwas zur Ruhe bekommen hatte, hörte Lyke in seinem Kopf die leisen Stimmen der anderen ebenfalls. Zumindest einige der Stimmen. Aber die Adelige zum Beispiel konnte er nicht hören. Sie schaute nur kopfschüttelnd auf den Elfenprinzen und schien ihn für irgend etwas zu tadeln. Und dann ging sie einfach ohne viel Federlesen nach vorne und machte ihren Hokus Pokus mit den Knochen.

Also, wer mit der zusammen nach Salis gehen muss, tut mir jetzt schon leid,  dachte Lykhe und lächelte sein gefletschtes Lykanerlächeln. Aber diesen Gedanken behielt er ebenfalls für sich. - Hoffte er.

Die Stimme des Drachen Firtorkas hörte er dagegen sehr deutlich, auch wenn er nicht ganz mitbekam, was ein Naka Duskeal sein sollte. Aber nachdem immer öfter die Rede von zwei verschiedenen Drachen war, und Darius ihn auch noch darauf hinwies, wurde ihm allmählig klar, dass der Elfenprinz gar kein Schwager von Darius, sondern viel eher der Drache Darius höchst persönlich war. Serafina hätte ihm wirklich sagen sollen, dass sich Darius gern als Elfe verkleidete. Wo hatte er nur die Flügel und den Schwanz gelassen?

"Lykhe an Dragoleutnant Darius!
Seid ihr der berühmte Eisdrache Darius, von dem mir Serafina so viel erzählt hat?
Obwohl, soviel war das gar nicht.
Eigentlich ziemlich wenig.
Na egal.
Ich wollte nur mitteilen, dass ich hier in dieser Gegend äußerst unbekannt bin.
Eigentlich bin ich in allen Gegenden unbekannt.
Aber ich werde euch nicht enttäuschen.
Wenn ihr oder Drache Firtokras im Dorf über mich hinweg fliegt, könnte ich euch sicherlich heimlich berichten, was ich rausbekommen habe."
« Letzte Änderung: Sonntag 13 Dezember 2015, 23:13 von Dyrksen » Gespeichert
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Naveen

Re:Die Rückkehr
« Antwort #21 am: Sonntag 13 Dezember 2015, 00:07 »

Noch vor dem Schloss spürte Naveen Darius nach seinen Gedanken tasten. Ein Gefühl, an das sich der Elf noch immer nicht gewöhnen konnte, auch wenn er in der Vergangenheit bereits ein halbes Dutzend Mal damit in Berührung gekommen war.
Darius.. habt Dank für euer Angebot. Es mag nützlich sein und doch.. ich wäre vorerst lieber in meinem Kopf und mit meinen Gedanken alleine.  Vorsichtig und sanft lehnte Naveen ab. Er wollte weder den Drachen noch sonst einen seiner Mitabenteurer verärgern. Nicht, bevor er überhaupt wusste um was es ging. 

Wie alle anderen folgte der brünette Elf dann dem Schüler Rasuls durch das Schloss.

Rasul begrüßte sie persönlich, einen jeden mit Namen. Und das erstaunte Naveen. Das nach ihm geschickt worden war, war eine Sache. Das man ihn wirklich kannte, eine andere. Und was sollte er schon für eine Fähigkeit haben, die irgendwem nutzte? Nun, er konnte gerade Schnitte fertigen. Und Haare in Netze einhäkeln. Aber das schien ihm selbst nicht unbedingt Fähigkeiten, die man bei einem solchen Abenteuer nutzen konnte.

Andererseits war er eben kein Soldat, kein auffälliger Mann. Vielleicht war das Rasuls Ansinnen - unerkannt nach dem mysteriösen Mann forschen, der nach des Königs Leben getrachtet hatte.


Die Diskussionen begannen. Zorg, den Naveen schon von seinem Ausflug ins Spinnenhaus kannte, machte einige Vorschläge, die dem Elfen nicht missfielen. Nach Ados zu reisen konnte er sich durchaus vorstellen. Andächtig nickte er zustimmend.

Von dem anschließenden Gedankengeplänkel bekam Naveen nichts mit - sein Blick war zudem auf die schwarzhaarige Fremde gerichtet. Sie führte irgendeine Art Ritual aus. Würfel? Knochen? Runen? Irgendetwas ließ sie über den Tisch gleiten und teilte anschließend ihre gewählte Stadt mit. Eine Hexe? Oder eine sehr düstere Druidin.... Naveen war fasziniert. Er hatte schon seit mehr als einem Menschenleben keine Schwarzmagier mehr agieren sehen und herauszufinden was genau diese Frau konnte, bereitete ihm eine wohlige Gänsehaut.

Dennoch Zorgs Plan stand und niemand widersprach. So trat Naveen neben den Ork und nickte abermals.
"Das hört sich doch schon ganz vernünftig an. Ich komme mit nach Ados."

Vielleicht bekam er ein anderes Mal die Möglichkeit das Wirken der geheimnisvollen Frau mitzuerleben.

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Hibernus

Re:Die Rückkehr
« Antwort #22 am: Sonntag 13 Dezember 2015, 22:40 »

Lykhe erregte seine Aufmerksamkeit mit seinen Gedanken, da der Wolf doch einiges über ihn zu wissen schien. Tatsächlich drehte er sich auch ganz zu diesem um, schenkte ihm nicht nur einen beiläufigen Blick, sondern seinen Fokus, seine Augen schienen jede Kleingikeit an dem Lykan mit äußester Genauigkeit studieren zu wollen, bevor er antwortete. Sein Rücken war nun dem Tisch zugewandt, an dem Myriel gerade ihre Würfel geworfen und verkündet hatte, sie wolle nach Salis gehen, die Haltung entspannt, eigentlich nur leicht an den Tisch gelehnt, an dem er sich mit einer Hand abstützte. Sie würde sogleich von Irator seinen Teil dazu hören, denn Darius konnte sich so gar nicht in die Gedankenwelt der Schwarzmagierin begeben. Für den Lykan sollte es jedoch ausreichen.

"Ihr kennt Serafina und sie hat euch einiges über mich erzählt? Nun, ich werde mich trotzdem nocheinmal vorstellen. Meine Name ist Darius und ja, ich bin ein Drache. Ihr erweist uns allen einen wertvollen Dienst , wenn ihr diese Aufgabe übernehmen würdet. Nicht alle von den Anwesenden sind dazu geeignet. Nach einer Weile eilt einem ein gewisser Ruf voraus, selbst wenn man es nicht möchte. Ich werde selbst nach Salis gehen und mich dort umsehen. So werden eure Berichte leichter auch zu Anderen gelangen und Hilfe ist nie weit entfernt."

Er wollte jetzt nicht sagen, dass Lykhe unerfahren wirkte, denn der Lykantroph schien sich sehr wohl in seinem Pelz zu fühlen. Trotzdem mochte er ihn nicht ohne Unterstützung gehen lassen.

Unterdessen war Irator dabei, der Druidin einige Missverständnisse zu erklären, die sie hinsichtlich der Gedankenverbindungen zu haben schien.

"Myriel, habt ihr so wenig Vertrauen in meine Fähigkeiten? Selbst wenn ihr zu den Anderen Kontakt haltet, so bin noch immer ich es, der die Verbindung aufrecht erhält. Ich kann so viele separate Verbindungen schaffen, wie es mir beliebt, weit mehr als diese kleine Anzahl an Naka Duskeal jemals nötig hätte. Ich werde euch jedenfalls nicht alleine nach Salis gehen lassen, denn ich werde ebenfalls dorthin aufbrechen." Seine Gedanken erzitterten beinahe vor Vorfreude auf das Kommende. Es würde wieder um vieles gehen, der mögliche Einsatz war hoch mit dem Überleben des jungen Königs und den Dingen, welche man von diesen Feinden Dragonias erfahren mochte.
« Letzte Änderung: Montag 14 Dezember 2015, 00:00 von Darius » Gespeichert
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Myriel

Re:Die Rückkehr
« Antwort #23 am: Sonntag 13 Dezember 2015, 23:56 »

Myriels Kopf drehte sich instinktiv zu Darius, als Irator mit ihr sprach, und sah vor den Hinterkopf des Eiselfen, da dieser sich zu dem Lykantrophen umgewandt hatte. Im ersten Augenblick funkelten ihre Augen zornig auf, weil er es wagte ihren Schutz einfach zu durchdringen – doch als Irator ihr erklärte wie viele Verbindungen er aufbauen konnte,  musste sie sich eingestehen, dass sie voreilig gehandelt hatte.

Dann begleitet mich, wenn es Euch beliebt – aber verschont mich mit den Gedanken der Anderen. Der Lykantroph will sich in die gegnerischen Truppen einschleichen sagt ihr? Dann werden wir ihn mitnehmen.

Nun sah die Schwarzmagierin Lykhe abschätzend an. Die Idee war gar nicht schlecht. Langsam schritt sie auf den Lykantrophen zu und blieb vor ihm stehen. Er überragte sie um ein gutes Stück, und war wesentlich breiter als die schmale Druidin. Trotzdem sah sie ihm ohne Furcht in die Augen und sagte mit kühler Stimme:

Ihr werdet mich nach Salis begleiten.

Keine Erklärung, wieso, weshalb oder warum. Keine Frage, keine Bitte. Eher eine Feststellung, die  keinen Widerspruch duldete.
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Dyrksen

Re:Die Rückkehr
« Antwort #24 am: Montag 14 Dezember 2015, 12:45 »

Lykhe zuckte zusammen.

- Mist.
« Letzte Änderung: Montag 14 Dezember 2015, 16:31 von Dyrksen » Gespeichert
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Asarra

Re:Die Rückkehr
« Antwort #25 am: Dienstag 15 Dezember 2015, 09:57 »

Die Amazone nickte und nestelte ihr Exemplar des Briefes aus der Paradeuniform. Jetzt trafen in kurzer Folge viele bekannte Gesichter und auch einige Unbekannte auf, die alle ebenfalls eine Einladung erhalten hatten. Da war der Feuerdrache, diese Myriel, die Asarra noch immer unheimlich war, auch wenn sie das nie zugeben würde. Auch Runshak, Hauptmann der Nuruer Kaserne trat auf den Hof, zusammen mit einem weiteren Ork, der sich zu ihrem erstaunen als Koch vorstellte.

Offensichtlich wusste keiner so genau, wieso sie hierher berufen worden waren. Bevor sie sich in allzu wilden Spekulationen verlieren konnten, kam jedoch bereits der Schüler dieses misteriösen Beraters und holte sie ab. Im beinahe zu kleinen Büro des besagten Beraters erhielten sie dann auch endlich einige Informationen über ihren Auftrag.

Beinahe hätte die Amazone gelacht, als sich ausgerechnet der Koch in den Vordergrund drängte. Dabei waren zwei seiner Vorgesetzten, einer darunter Hauptmann der Wache, anwesend, von ihr selbst und den restlichen erfahreneren Mitstreiter einmal abgesehen. So beliess sie es bei einem Schmunzeln und war überhaupt nicht überrascht, als die Magierin ihre eigenen Pläne bekannt gab.

"Mich sollte man in den Dörfer als Königstreue kennen - ich könnte Euch mit meinem Trupp hinterherjagen, um eurer Tarnung einen handfesteren Hintergrund zu geben." Steuerte die Amazone ihren Teil zu der gedanklichen Besprechung bei.
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Runshak

Re:Die Rückkehr
« Antwort #26 am: Dienstag 15 Dezember 2015, 21:00 »

Den anderen ging es wie Runshak und Zorg. Sie wussten ebenfalls nicht, weshalb man sie in die Drachenburg gerufen hatte. Im Verlauf der Unterhaltung bot Darius an, eine gedankliche Verbindung zwischen den Abenteurern aufzubauen, damit sie sich telepathisch verständigen konnten. Da dies Lauschen durch Außenstehende ausschloss, nahm Runshak dankend an. Die Leute in dieser Burg zählten schließlich noch nicht lange zu Nurus Verbündeten. Vermutlich gab es hier noch mehr als genug Leute, denen man nicht vertrauen sollte. Mit einem kurzen „Gerne!“ gab der Hauptmann sein Einverständnis.

Es dauerte nicht lange, bis endlich jemand die Gruppe willkommen hieß. Dieser jemand war der Lakai ihres eigentlichen Auftraggebers und führte die Gruppe umgehend zu dessen Arbeitszimmer. Dort stellte sich ihnen ein gewisser... Kerl mit langem Namen vor und nannte sich erster Berater des Königs. Runshak hatte nie von ihm gehört. Besonders wichtig konnte er nicht sein. Ansonsten hätte es während Nurus Unabhängigkeit bestimmt ein Kopfgeld für ihn gegeben. Immerhin erklärte er ihnen nun, worum es bei dem Auftrag ging. Ein enorm starker Kämpfer hatte scheinbar versucht, den königlichen Bastard zu meucheln und konnte selbst von einem halben Dutzend Leibwächter nicht überwältigt werden. Wieso hatte der Marquis nicht daran gedacht. Statt jahrelang diese nutzlose Belagerung über sich ergehen zu lassen, hätten sie einfach hier reinspazieren und den Bengel erschlagen können. Jedoch brachte es nichts, über vergossenen Met zu jammern.

Ihr Auftraggeber hatte schließlich seinen Vortrag beendet und hatte lediglich eine Frage offen gelassen. Was bei den Niederhöllen wollte er mit dem Koch der Kaserne? So ein guter Kämpfer war er nicht. Vielleicht hatte er ja ein paar Kochrezepte, die man zu den Kampfkünsten rechnen konnte - aber ihn deswegen mit der mächtigsten Magierin und einem der besten Schwertkämpfer Dragonias in einem Atemzug zu nennen? Da stimmte doch etwas nicht.

Noch ehe Runshak seinen Gedanken zu Ende bringen konnte, meldete sich Zorg zu Wort und schlug einen Plan vor. Was dachte er sich eigentlich dabei? Hatte Tarlynn ihm denn nichts von Dingen wie der Befehlskette und Benimmregeln für Kasernenpersonal erzählt? Zugegeben, schlecht war sein Plan nicht. Aber darum ging es hier nicht. Da die übrigen Leute sich schon mit dem Vorschlag arrangierten, entschloss sich Runshak dazu, mitzuspielen. Nach der Mission würde er dem Koch wohl die Grundlagen beibringen müssen.

„Gut, dann werde ich Euch zusammen mit Asarra verfolgen und die Leute erledigen, die sich uns in den Weg stellen. “
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Daranus

Re:Die Rückkehr
« Antwort #27 am: Dienstag 15 Dezember 2015, 22:15 »

                                                                                      Runde 3

Olaf kehrte gerade von einem Rundgang der äußeren Parameter seines Versteckes zurück. Er tat dies in regelmäßigen Abständen. Das hatte zwei sehr wichtige Gründe. Erstens konnte er sich so selbst davon überzeugen das alles genau nach seinen Wünschen durchgeführt wurde. Zweitens stärkte es die Moral der Neuankömmlinge. Alleine die Anwesenheit seiner Person war schon ein gewaltiger Schub für sie, aber ihn tatsächlich sehen zu dürfen half um einiges mehr. Zu mindestens war das der Eindruck den der Krieger hatte. Immer wieder während seines Rundganges flüsterte ihm die Stimme zu, wie begeistert sie von all dem war und wie sehr sie den Tag des Todes der Königsfamilie erwartete.
Gerade als er wieder in den großen Saal auf seinen Platz zurück kehren wollte, kam einer der Kommandanten auf ihn zu und signalisierte, dass er mit ihm zu sprechen hatte.
Der Mann der auf Olaf zu kam war in etwa 190cm groß und damit beinahe mit Olaf auf Augenhöhe.Allerdings ganz anders als er, war dieser Mann eher dünn und drahtig. Seine Unterarme waren kaum dicker als der Stab den er mit sich führte.
Unterwürfig deutete er eine Verbeugung an bevor er mit dem Gespräch begann.
„Mein Lord. Ich bringe Neuigkeiten.Es gibt dort ein paar Dinge die ihre Aufmerksamkeit verlangen. Ich bitte euch mich anzuhören.“ Seine Stimme war fest und bestimmt, auch wenn man ihm ansehen konnte das er sich in dieser Situation eher unwohl fühlte.
„Sprecht Roger“ Sprach Olaf mit tiefer beinahe markerschütternder Stimme.
Mein Lord beinahe täglich kommen neue Rekruten für ihr Unterfangen an. Einige darunter sogar recht talentiert sogar was die Nutzung von Magie angeht.
Doch haben wir ein Problem.“ Roger stockte für eine Sekunde bevor er weiter sprach. Zwar können wir noch einige Rekruten aufnehmen, allerdings sind unsere Vorräte nicht ausreichend für so viele Kämpfer.Wenn wir so weiter wachsen, reichen die Vorräte keinen Monat mehr.“
Olaf schaute seinen Kommandanten für einen Moment mit kalten Augen an, bis langsam ein beunruhigendes Lächeln in seinem Gesicht erschien.
„Nun gut wenn das so ist, wird es wohl Zeit für einen ersten Test. Hört mir gut zu ich will das ihr einen Trupp von fünf Leuten Zusammenstellt inklusive eines Kommandanten. Am kommenden Morgen werdet ihr aufbrechen und uns so viele Vorräte besorgen wie ihr könnt. Und vergesst nicht, niemand darf euch unter keinen Umständen folgen.“
Roger wusste genau was dies zu bedeuten hatte. Ohne weitere Worte zu verlieren machte sich der Kommandant daran die Anweisungen seines Herren aus zuführen. Roger musste nicht lange überlegen wen er von den Rekruten mitnehmen würde. Auch mit der Frage welchen Kommandanten er mit auf diese Mission schicken sollte hielt er sich nicht lange auf. Schließlich gab es nur einen dem er wirklich zutraute diese Aufgabe mit der aller höchsten Präzession zu erledigen und das war er selbst.

                                                                                                    ~@~

Rasul hatte mit vielem gerechnet was nach dieser Gesprächspause alles passieren würde. Schließlich hatte er sich ausgiebig über seine Abenteuer informieren lassen. Doch das ausgerechnet der Koch Zorg sich als erstes mit einem Plan melden würde, hatte auch er nicht kommen gesehen. Schon gar nicht wenn Kommandant Runshark im selben Raum mit ihm war. Doch das war nicht das einzige was dem Berater aufgefallen war, sonder auch die Ruhe die von einigen der Anwesenden ausging. Rasul kannte so einige Fähigkeiten der Drachen und ihn würde es nicht wundern wenn eine dieser hier im Einsatz war.Was ihn jedoch wunderte war das seine Abenteurer wohl etwas zu verheimlichen hatten vor ihm.Allerdings konnte er sie wohl kaum darauf ansprechen, aus diesem Grund lies er vorerst davon ab dieses Thema an zu schneiden. Deshalb beschloss der erste Berater des Königs die Fragen des Kochs zu beantworten.Doch bevor er dazu kommen konnte, setzte sich die Magierin Myriel in Bewegung und schien eine Art Würfelritual durch zu führen. Als das Ergebnis für sie feststand, drehte sie sich zum unbekannten Lycan und befahl ihm mehr oder weniger ihr zu folgen. Dann meldete sich Naveen dazu,der anders als Myriel die nach Salis gehen würde,vorhatte Zorg nach Ados zu folgen.
Nun endlich schien wieder mehr Ruhe in den Raum einzukehren. Diesen Moment nutze Rasul um endlich die Frage des Orks zu beantworten.
„Meine geehrten Abenteurer. Ich bitte um ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Denn was ich euch nun anvertraue ist sehr wichtig, wenn es um das Kontaktieren der Wachmänner in den verschieden Orten geht. In Salis sind drei Männer stationiert. Diese sind recht einfach zu finden. Sie haben in einem Raum über der örtlichen Gaststätte ein offizielles Wachbüro eröffnet und sind auch in Uniform Vorort. Der Vorsteher und auch Leiter der gesamten Operation ist Kommandant Justus Tratum. Er ist einfach zu erkennen. Er ist etwa 175cm und trägt lange rote Haare mit einem ebenso roten Vollbart.
In Ados sind ebenfalls drei Wachmänner, sie befinden sich in einem  verlassenen Bauernhof am Rande der Stadt. Sie sind dort eingezogen als drei Brüder, die diesen Hof geerbt haben.Ihre Mission besteht darin sich unter das Volk zu mischen und soviel über die Rekrutierenden heraus zu finden wie Möglich. Ihr Befehlshaber vor Ort ist Leutnant Ralf Gemünd. Er ist am besten beschrieben als ein 180cm großer Mann der keine Haare auf dem Kopf und im Gesicht trägt. Zum Schluss sind da noch die vier Wachmänner in Anun. Auch sie sind nicht in offiziellen Wachrüstungen. Ihre primäre Aufgabe besteht darin die außen Gebiete ab zu suchen und das Versteck der Verschwörer ausfindig zu machen. Sie sind alle in dem Gasthaus „Zum Schwarzen Korn“  in verschiedenen Zimmern Untergebracht und Posieren dort als unabhängige Wanderer.  Ihr Vorgesetzter ist Leutnant Lutz Kraft.  Der Leutnant ist ein 170cm großer bulliger Mann. Sehr gut zu erkennen an seinem Militärhaarschnitt und einer Narbe an der Linken Wange.
Was das Kontaktieren dieser Wachen betrifft muss ich Euch um äußerste Vorsicht bitten. Wenn ihr einen der Vorgesetzten antrefft Zeigen sie ihm einen dieser Ringe.“ Rasul öffnete langsam die Schublade in der Mitte seines Schreibtisches und legte drei oben auf ihn.“ Diese werden euch Zweifelsfrei als Königstreue und Freunde von mir ausweisen. Wenn ihr die Wachen in den Dörfern selbst kontaktiert habt, werden sie euch alle weiteren wichtigen Informationen geben.Was den Mann angeht der hier eingedrungen ist, kann ich ihnen nicht mehr sagen als das er über zwei Meter groß ist und eine enorme Statur aufweist. Zu dem trägt er mittellanges gewelltes schwarzes Haar.Was sein Alter betrifft schätzen wir ihn zwischen 30 und 40 Jahren ein.Nun aber meine Freunde solltet ihr wirklich keine Zeit mehr vergeuden und schnellst möglich aufbrechen.“
Nach dem Rasul seinen letzten Satz gesprochen hatte, machte sich Gunter, der das gesamte Ereignis mit großem Interesse verfolgt hatte , dazu bereit die Abenteurer wieder aus dem Schloss zu begleiten sobald diese dazu bereit waren.
« Letzte Änderung: Dienstag 15 Dezember 2015, 22:45 von Daranus » Gespeichert
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Naveen

Re:Die Rückkehr
« Antwort #28 am: Mittwoch 16 Dezember 2015, 16:39 »

Der elfische Schneider hörte sich die Masse an Personenbeschreibungen an, merkte sich jedoch nur eine.
Ralf, Gutshof, keine Haare.

Dann schritt er auf Rasul zu und griff sich einen Ring. Ringe konnte man immer gebrauchen. Egal ob man tatsächlich königstreu oder nicht war. Mit einem Zucken im Mundwinkel ließ er ihn in seine Tasche verschwinden und ging dann zurück zu Zorg.

"Warst du schon mal in Ados?" flüsterte er dem Koch zu. Bei dem Auftreten, dass der Orkkoch gehabt hatte, hatte der Elf das Gefühl bekommen, Zorg würde Ados kennen. Da er selbst bisher in keine der Städte gewesen war (oder sich zumindest nicht daran erinnern konnte), würde es für ihn selbst keinen Unterschied machen, wo er hinging. Hauptsache er fand den Weg.
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Dyrksen

Re:Die Rückkehr
« Antwort #29 am: Mittwoch 16 Dezember 2015, 19:12 »

Für Lykhe war die Aufgabe klar. Natürlich hatte er ein bisschen die Geweih-Karte. (Bei der Jagd auf große Hirsche musste einer den Bullen immer vorne ablenken, damit die anderen ihn von der Seite her packen konnten. Das war gefährlich, aber nicht sehr rumreich. Trotzdem musste es gemacht werden.)
In seiner Vorstellung rannte er vor der Pferdefrau her in dieses Dorf Salis und versteckte sich dort erst einmal in irgend einem Stall. Wenn die Pferdefrau dann weg wäre, würde er hervor kommen und die Leute fragen, wo man sich vor den Königstruppen verbergen könnte. Und der Drache Darius würde irgendwo in der Nähe sein, entweder mit oder ohne Flügel und in seinem Kopf würde er mit ihm reden. Was die Adelige als Magierin beizusteuern hatte, war ihm nicht ganz klar. Vielleicht könnte sie die Leute verzaubern, die ihm nicht helfen wollten? Er wusste nicht, was sie alles für Zaubertricks beherrschte.
Auch wusste er nicht recht, was dieser Muskelprotz aus Nuru noch Nützliches tun wollte. Sicherlich würde er in der Taverne rumsitzen. Aber gerade da hätte Lykhe als Erstes nachgefragt, wenn er die Verschwörer finden wollte.

Lykhe passte gar nicht mehr so richtig auf, wer sich nun einen Ring vom Tisch nahm. Ihm würde man so ein wichtigen Gegenstand ganz gewiss nicht überlassen. Also machte er sich bereit, der Magierin zu folgen.
Als dann aber Lord Leibchen der Erste zu sein schien, der aufbrechen wollte, hatte Lykhe das Gefühl, dass sie alle sich nun auf die Jagd begeben würden. Gemeinsam brachen sie auf, um die Verschwörer zu finden und zur Stecke zu bringen. Jeder hatte seine Aufgabe, genau wie im Rudel.
Lykhe blickte dem Elfen ruhig in die Augen und nickte ihm zu. "Erfolgreiche Jagd, Naveen. Gebt auf euch acht," knurrte er. Und so verabschiedete er sich auch von den anderen. Dann ging er hinaus und wartete auf die Adelige und auf Darius. - Oh, der brauchte dringend einen neuen Spitznamen. Wo er doch jetzt wusste, dass er kein Elfenprinz war... Wie wäre es mit der Drachenelf? - Ja, das könnte hinkommen.
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