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   Autor  Thema: Krieg oder Frieden (Teil 1) (Gelesen 1903 mal)
Horus

Krieg oder Frieden
« am: Sonntag 06 März 2016, 18:37 »

Krieg oder Frieden



Runde 1



Ostlande Hornung 1385:

Es war eine unscheinbare Hütte. Konnte man diesen morschen Holzverschlag noch Hütte nennen? Es hatte Fenster, eine Tür und alles schien nicht schief zu hängen. Vielleicht sollte man auch nur denken, dass es eine verkommene Hütte war, die dort auf einem unbekannten Hügel - umgeben von einer Weide - stand. Verlassen, obwohl die Gräser der Weide gerade wieder ein helles frisches Grün erhielten und ihre  ersten Frühlingsblumen sich durch die Erde zwängten.

Denn die Hütte war stabiler und innen typisch ausgestattet mit einem Ofen, einem Tisch und Bänken, die auch als Nachtlager gedacht waren. Zudem ein Nebenraum mit einem Bett. Von außen gelang man zu einem Plumpsklo. Der Tisch stand nicht an seiner üblichen Stelle und gab eine geöffnete Luke zu einem Keller frei.

~~ ~~ ~~


Nervösen Schrittes lief der schmächtige, dunkel gekleidete Mann scheinbar ziellos durch den dunklen Kellerraum. In Abständen lief er zu der Tür und horchte. Aber seine Schritte waren nicht zu hören, nur ein leichter Schimmer, der ihn umgab war in der Dunkelheit auszumachen. Der Raum war mit einem kleinen Tisch zwei Stühlen und einem großen Schrank ausgestattet. Der Lehmboden schien an einigen Stellen von Blutspuren gezeichnet.

Plötzlich waren knarrende Treppenstufen zu vernehmen und die Tür zu dem Raum wurde aufgerissen. Ein großer muskulöser Mann, voll bewaffnet und mit grimmigem Blick, trat in das Zimmer und knallte die Tür hinter sich zu. Der schmächtige Mann hatte schon als die Tür geöffnet wurde Dolche in der Hand, zum Abwurf bereit, beruhigte sich dann aber, als er sein Gegenüber erkannte. Während er die Dolche wieder lautlos verschwinden ließ, zischte er den Krieger an:
“Du kommst spät. Weißt du nicht, wie anstrengend es für mich ist hier zu aufzutauchen? Und dann noch die Gefahr entdeckt zu werden…“
“Mach hier nicht die Welle,“ unterbrach ihn der Krieger in typischer Rüstung der ostländischen Soldaten. “Erstens bist du mir unterstellt und zweitens ist dies meine Hütte. Hier geht nichts raus, was hier nicht raus soll und rein kommt erst recht nicht jeder. Hast du Neuigkeiten?“

Dem unscheinbaren Mann war nicht anzusehen, wie er auf sein Gegenüber und das Gesagte reagierte. Er war ziemlich zurückhaltend. Und manchmal schien es auch so, als wäre er unscheinbar.
“Nicht viel neues. Nuru ist immer noch in der Hand der Orks. Und alle schauen nur auf die Garnisonsstadt. Wir hätten somit keinen besseren Zeitpunkt. Fast. Denn ein paar Dinge sind beunruhigend. Ein komischer Barde schickte Gefährten durchs Land um Dinge einzusammeln. So wie ich mitbekommen habe, soll es um seine Erinnerung gegangen sein, aber das kann gelogen sein. Ich bin einer Gruppe gefolgt. Und sie waren bei ihr. Bei dem Grab. Ich hätte es nicht gefunden, wenn sie mich nicht hergeführt hätten. Aber das Grab war leer.
“Und was bedeutet das: Leer?, “ störte ihn der stämmige Kerl wieder einmal mit nun sehr aufmerksamen Blick.
“Sie wissen es nicht und ich auch nicht.“

Die geballte Faust des kräftigen Mannes landete auf dem Tisch, so dass das Holz verdächtig ächzte.
“Du weißt sonst immer alles. Deine Fehler häufen sich, seit du in Dragonia bist. Unser Plan läuft nicht, wenn wir nicht sicher sein können, dass uns niemand entlarvt.“

Dem kleinen Späher schien dies etwas unangenehm zu sein. Und erstmals erkannte man Besorgnis in seinem Gesichtsausdruck und in seiner Stimme:
“Da ist noch was – ich glaube ich wurde verfolgt – von einem Wolf.“

Mehrere Flüche entwichen dem Krieger und ein Stuhl, der eben noch vor dem Tisch stand, flog in Richtung des Kleinwüchsigen und zerbarst auf dem Boden. Nur den Spion erwischte der Stuhl nicht, sondern ging offenbar durch diesen hindurch.
“Sei froh, dass du weit weg bist, sonst wäre dein Leben verwirkt. Jetzt will ich keine Fehler mehr. Such dir dort Leute und schaffe die Rahmenbedingungen, die wir brauchen um einen Krieg zwischen Dragonia und den Ostlanden zu entfachen. Soll heißen: Alles und jeden verschwinden lassen, der uns im Wege steht. - Unterschätze sie nicht. Und passe auf die Wölfe auf.“

Damit war das Gespräch beendet. Als der Soldat den Keller verließ, war der Späher schon längst in Luft aufgelöst.





Aylann, Nähe Nuru, 6. Tag im Lenzmond 1385 – Mittagszeit

Der erste Schnee hatte Nuru eine dünne Puderzuckerdecke beschert und ein eiskalter Wind fegte über die Ebene rund um Nuru.
In den Wäldern und Gebirgen war Stille eingezogen, da die meisten Tiere den Winter Richtung Süden verlassen hatten, oder noch ihrem Winterschlaf nachgingen. Ein paar Rehe und Füchse streiften umher, aber ansonsten war es fast zu ruhig.

Irgendwo in den Wäldern um Nuru, dort wo vor kurzem noch die wilde Jagd ihr Unwesen getrieben hatte, stand eine alte noch schneebedeckte Holzhütte, aus deren Kaminschlot weiße, schmale Rauchfäden ihren Weg in den Himmel zogen. Die Hüttentür öffnete sich und eine alte Greisin trat an die frische Luft mit einem Korb unter dem Arm und lief über einen matschig abgetretenen Weg zu den Holzscheiten an der wetterfesten Seite des Hauses. Sie griff mit ihren dürren Händen nach einem Stück Holz, drehte sich dann aber um und blickte konzentriert in den dichten Wald hinein. Ihre Augen waren milchig, wirkten blind und doch schien sie etwas zu sehen, was andere nicht wahrgenommen hätten. Und dann war ein Vogel zu hören, der sein Lied aufnahm. Die Greisin packte den Holzkorb und verschwand so schnell sie ihre alten Beine trugen wieder zur Hütte. Ihre Lippen waren zu schmalen Strichen zusammengekniffen.

Während sie Hütte betrat und die Tür hinter sich schloss hörte man noch zwei andere Stimmen, die bei ihrem Eintreten verstummten.
“Hier ist eindeutig zu viel los. Wenn Ihr soweit seid sollten wir aufbrechen?“

“Wohin aufbrechen?“ hörte man eine Frau aus einem der angrenzenden Räume skeptisch fragen.
“Ich gehe hier nicht weg, solange ich nicht Bescheid weiß. Hier stimmt doch gar nichts mehr.“
Stille beherrschte kurzzeitig die Stube und die alten Greisinnen schauten sich nur an.

Die Frau in dem Nebenraum jedoch hörte man leise weinen.
Nach einer Stunde, in der die drei Greisinnen eine stärkende Suppe gekocht hatten und sich der Meditation hingegeben hatten, hörten sie die Frau im Nebenraum. Diese große Frau trat an einem Stock gestützt hinaus. Ihr eingefallenes Gesicht war aschfahl und der Körper mehr als hager.
“Was die andere Sache angeht. Ich denke, dass es derzeit nicht gut ist, was da aus den Ostlanden hierher weht. Ich kann noch nicht helfen. Wir brauchen Hilfe. Kümmert euch drum.“
Damit sank die Frau in einen Stuhl und ließ sich eine Schale mit Suppe reichen.




Ados - 5. Tag im Lenzmond 1385 - Mittagszeit

Natürlich wirkte der Brief, der den vermeintlichen Bauern unter der Tür durch geschoben wurde schon etwas seltsam, aber einfach außer Acht lassen würde man ihn auch nicht können.
“Das Blatt scheint sich gewendet zu haben,“ sprach Ralf hoffnungsvoll. “Wir haben solange auf diesen Moment gewartet und so eine Schlägerei im Wirtshaus bringt uns dem Ziel, die Rebellen zu finden, ein Stück näher.“
Es wurde etwas herum diskutiert und die Lösung schien nicht so einfach.

Insbesondere Naveen hatte die Aufmerksamkeit auf sich gezogen und auch wenn er es nicht wissen wollte, hatte alle Recht, als sie ihn dazu verdonnerten den Rückzug anzutreten um Verstärkung zu holen.

Ralf schien es auf den Punkt zu bringen:
“Also, nochmal für Blöde,“ wobei er seine Begleitungen anschaute, mit denen er die letzten Wochen brüderlich zusammen hausen musste. “Während ich mit einem meiner „Brüder“ zu dem Treffpunkt gehe, werden Ihr anderen beiden uns verfolgen und nicht aus dem Augen verlieren. Und Naveen kümmert sich darum, dass schnellstmöglich Verstärkung kommt. Geht direkt zu Rasul oder diesem Gunter.“

~~ ~~ ~~


In Drachenauge, ungefähr zu der Zeit als Naveen dort hätte eintreffen müssen, traf hätte man eventuell Gunter gesehen, wie er in eine dunkle Sackgasse verschwand. Dort, halb von Müllsäcken verdeckt, stand er und schien sich mit jemanden mit nervös hoher Stimme zu unterhalten.

“Anun scheint verloren gegangen zu sein. Dieser Drache Firtorkas hat die Gruppe angegriffen und deren Anführer gefangen genommen und da sind die anderen Freiwilligen geflohen. Er ist mit den Gefangenen schon auf dem Weg nach Drachenauge um sie abzuliefern. Ich werde dafür sorgen, dass sie nichts mehr verraten können.
Und in Salis haben die Wölfe ein paar Männer festgesetzt. Da muss der Meister eventuell eingreifen.
In Ados läuft…“

Der Gesprächspartner schien ihn unterbrochen zu haben, aber es war nicht zu verstehen, was der andere sagte. Gunter schaute sich um, lief dann eiligst aus der Sackgasse hinaus um dann, ohne sich genauer umzuschauen zum Palast aufzumachen.




Salis Wald - 5. Tag im Lenzmond 1385 - Mittagszeit

Während die drei Lycaner noch darüber diskutierten, ob sie die Gefangenen töten oder doch leben lassen sollte, konnten sie nicht mitbekommen, wie ein grüner Schimmer in genau denjenigen eintauchte, der noch eben ein großes Mundwerk hatte.
Als die Lycantrophin Myriel ihn nun anknurrte, glühten die Augen kurz grünlich auf und eine nun andere befremdliche Stimme, rau und dunkel sprach zu ihr:
“Myriel von Alandyos, ich kenne Euch wohl und schätze Eure Künste. Wenn ihr also bereit seid in einer Welt voll Chaos zu leben, in dem Krieg herrscht und die Mächtigen sich zerfleischen, bis nur noch die übrig bleiben, die dies alles intrigiert haben, dann schließt Euch uns an. Begebt Euch an den südlichen Rand der Hügel von Relat nördlich des alten Waldes. Dort werdet ihr eine besonders geformte Steinformation finden. Dies ist der Eingang. Was mit Euren Begleitern werden soll, könnt Ihr entscheiden. Die drei hier könnt ihr töten, oder in den Ranken sterben lassen. Wie Ihr es schon gesagt habt: Sie sind unnütz.“

Darius und Lykhe jedoch hätten das grüne Schimmern nie vernehmen können und auch hörten sie nicht die fremde Stimme. Sondern sie hörten den mit Ranken gefesselten Mann, wie er schon immer geklungen hatte, nur leicht nervöser ob der Drohungen, die er vernommen hatte.
“Hey, was ist mit Euch Lycanern eigentlich los. Seit die wilde Jagd sich zerstreut hat, habt ihr wohl keinen Anführer mehr, oder? Eigentlich sollten wir doch zusammen halten. Ihr wollt doch wohl keinen halben Elfen als König, oder? Sollte nicht jemand viel Mächtigerer auf dem Thron sitzen? Lasst uns frei und folgt uns in das Lager. Es ist nicht so weit weg.“


Salis - in der Nähe der Lycaner - 5. Tag im Lenzmond 1385 - Mittagszeit

Diese Geräusche wurden lauter, je weiter Max und seine zwei hochrangingen Begleiter vorankamen. Schwerter waren zu hören und man konnte Lichtblitze, wie von Magie, erkennen.
Als Hauptmann Runshak und Dragoniter Asarra vorstürmten, blieb Max bewusst immer weiter zurück. Im Grunde war er ein ängstlicher Wachmann und war froh darüber gewesen, dass bisher nicht mehr passiert war.
So wollte er jetzt auch einem Kampf aus dem Weg gehen.

Die Amazone und der Ork jedoch bemerkten das Zurückbleiben des Wachmanns nicht und liefen gerade durch mehrere Äste, die von einem Gebüsch in dem Weg hinein hingen, als ein extrem helles Licht vor ihnen auftauchte. Sie konnte nicht mehr stoppen und mussten gezwungener Maßen durch diese Lichtquelle hindurch.

Sie spürten weder Hitze noch Kälte. Nur geblendet waren sie ob dieses Lichtes.
Als sich ihre Augen ein wenig erholt hatten, hatten sie keinen Waldboden mehr unter sich. Auch schien es eine komplett andere Umgebung zu sein, als noch kurz zuvor.
Der Wind ging frisch, als wenn sie sich auf einer Anhöhe befinden würden.




Nuru – Gutshof am Nachhügel - 6. Tag im Lenzmond 1385 - Mittagszeit

Magnati befand sich gerade in seinem Raum, indem er sich in seienr Drachengestalt aufhalten konnte. Da seine Angestellten nicht in der Nähe waren, genoss er es sich und seine Flügel ausbreiten zu können.

Es fühlte sich so wohl, dass ihm zeitweise die Augen zufielen und er in einem träumerischen Schlaf hinüber glitt.
In einem Traum begegnete er einem alten Freund, Akulatraxas, der ihn ernst anblickte und zur Aufmerksamkeit ermahnte.
Magnati, hier wird nicht geschlafen, wenn Gefahr droht. Seid Côr hier nicht mehr Einfluss nimmt, trauen sich andere Ungemach über Dragonia und eventuell ganz Aylann zu bringen.
Jemand braucht deine Hilfe. Es ist unwichtig, wer es ist, aber ich unterstütze es. Flieg zu den Gräberhöhen. Dort wirst du und hoffentlich eintreffende Unterstützung weitere Hinweise finden. Wichtig: Treffpunkt ist der morgige Tag zur Mittagsstunde. Und sei mutig. Es wird all eure Kraft brauchen.


Magnati wachte verstört auf, weil der Traum so realistisch wirkte. Und doch waren die Augen des ihm so bekannten Drachen weiß-milchig und nicht so wie es dem Schattendrachen in Erinnerung gewesen war. Eventuell war es doch nur ein Traum gewesen.




Nighton – Orden der Weisen - 6. Tag im Lenzmond 1385 – Mittagszeit

Die Bibliothek des Ordens faszinierte Fjalladis immer wieder aufs Neue. Die Priesterin saß jetzt schon seit den frühen Morgenstunden in einem Erker des Raumes und las sich durch einen dicken Schinken, mit dem Namen „Magische Wesen in den Tiefen der Erde“.
Sie verspürte plötzlich Appetit und wollte sich doch aufmachen um etwas zu essen.
Als sie an den ordentlich sortierten Bücherregalen vorbei kam, glühte es oberhalb ihres Kopfes plötzlich auf. Ein schneller Blick genügte um zu erkennen, dass ihr gleich etwas Leuchtendes auf den Kopf fallen würde, daher konnte die weißhaarige Frau gerade noch ausweichen.
So plötzlich, wie das ungewöhnliche geschehen war, war es auch schon wieder vorbei und vor den Füßen der Erzmagierin lag ein kleines Buch, mit alten Ledereinband.

Fjalladis, würde, wenn sie das Buch aufhob nichts von Wärme spüren und eingebrannt folgende Titel auf dem Einband finden:
„Ostlande vom Anbeginn, über Bunde mit Dragonia bis hin zum großen Krieg“
Die ersten Seiten umfassten viel Mythologie und endeten im Jahr 1387.

Unter dem heutigen Datum, 6. Tag im Lenzmond, stand mit einer schönen Handschrift geschrieben:
Um den Krieg verhindern zu können, müsste sich eine Priesterin und Erzmagierin des großen Ordens aufmachen zu den Gräberhöhen um dort einen Freund zu treffen. Aber sie muss dort sein zur Mittagsstunde des 7. Tages, sonst würde er alleine aufbrechen müssen.
Also beeilt Euch Fjalladis


Und dann war dies alles vorbei und Fjalladis hielt ein vergilbtes Bucht in der Hand, das keine Ähnlichkeit mit dem vorher hatte. Auch ging es nicht um die Ostlande, sondern um „Wunder, Erscheinungen und Magie – Wahrheit oder Traum?“
« Letzte Änderung: Montag 07 März 2016, 19:34 von Chiamara » Gespeichert
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Magnati

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #1 am: Donnerstag 10 März 2016, 22:39 »

Magnati ging es gut.
Seit vor einigen Wochen der Anfang der Rinderherde gemacht war, hatten sich die Wogen etwas geglättet.
Heute hatte er seinen beiden Angestelten frei gegeben und war selbst vor Ort. Zum Teil nur, weil er noch keine ZEit gehabt hatte einen drittern Angestelten z suchen, der Vertrauenswürdig, bzw. dumm genug war, aber zu einem anderen Teil, weil es ihm auch hier gefiel.
Mehr als er gedacht hätte. Zwar hielt er sich auch immer noch regelmäßig auf der Insel de Drachenbundes auf, aber er hatte sich schon gefragt, ob er nicht einen Teil seines Hortes hierher verfrachten sollte... freilich nicht allzu ernst. Er würde nicht den Kern seines Reviers in solch eine Nachbarschaft bringen, in der er sich nicht einmal frei bewegen konnte.

Aber davon waren seine Gedanken heute nicht erfüllt.
Er war sich nicht bewusst, wann seine Gedanken von einem dösen ins träumen gelangt waren. Er träumte normalerweise nicht.
Aber diesmal erschien ihm jemand und agierte auf eine Weise, wie sie seinen bewussten Gedanken nicht entsprungen sein konnte.
Akulatraxas. Der ihn wie früher maßregelte, ihm aber diesmal einen Auftrag gab.

Ich bin immerhin vor Ort und lasse die Ideen und Ideale des Bundes nicht im Stich.

Doch da zerfiel bereits das Bild und Magnati erwachte. Und das verstörende war, er konnte sich an alles erinnern...
Magnati hob seinen Kopf im Zwielicht seines "Zimmers" und spürte in die Umgebung, aber alle Tiere waren anwesend und es ging ihnen gut. Ansonsten war keine Seele zu spüren.

Ein Teil von ihm wollte es als Traum abtun, aber der weitaus gewichtigere erinnerte ihn, dass die letzten beiden Gelegenheiten in denen er geträumt hatte, diese auch bedeutungsschwangere Vorboten gewesen waren.

Er würde seinen Fehler nicht wiederholen und diese Zeichen ignorieren.
Und er würde ihnen nicht Blindlings folgen, diesmal würde er sich vorbereiten. Es war früher Nachmittag... heute konnte also nicht gemeint sein.

Er verwandelte sich, begab sich nach Nuru und ging einkaufen.  Er hörte sich ein wenig auf dem Marktplatz um, um Gerüchte aufzuschnappen und suchte in der Weihehalle nach Ammit um ihr zu sagen, dass er doch schon am nächsten Morgen abreisen würde.
Wieder auf dem Hof zurück wachte er auf der Weide und sann die Nacht über seinen Traum nach...

Die Gräberhöhen... ein unwirtlicher Ort. Alt Gräber überall, viele Schlupfwinkel, Banditenbanden... was sollte dort geschehen?
Welche Bedrohung kontne gemeint sein und vor allem, wer war es der Hilfe benötigte?
Und wenn der Traum eine Vision war, wovon Magnati erst einmal ausging, wer hatte sie ihm dann gesandt? Akulatraxas? Magnati glaubte das nicht, allein schon weil er für den Drachen, den er am Anfang so bewundert hatte, inzwischen bei weitem nicht mehr alles zutraute. Aber wer dann...
Er wollte sich nicht zu einfach manipulieren lassen...

~~~

Am nächsten morgen überprüfte er ein letztes mal die Grenzen des Hofgeländes, das auch ja keine Lycaner sich auf sein Land gewagt hatten, lies die Tiere auf die Weide und flog los.

Er flog gemächlich und nach zwei einhalb Stunden begannen unter ihm die Gräberhöhen. Er wusste nicht nach was er Ausschau hielt, wer oder eher was Hilfe benötigte. So flog er ins Zentrum dieser Hügel zum höchsten unter Ihnen und zog seine Kreise, aufmerksam die Umgebung begutachtend. Sollte er vielleicht nach Darius suchern? Er hatte hier irgendwo seinen Hort. Magnati war noch nicht da gewesen... aber der Schattendrache entschied sich zunächst dagegen.




+ 1 kl. Heiltrank.
+ 3 gr. Manatränke
+ 1 gr. Heiltrank

- 250 GM (Preise aus Nuru: Zum schwarzen Drachen)
- 1 kl. Heiltrank

+ 10 LP
- 1 gr. Mantrank
+ volles Mana
« Letzte Änderung: Freitag 11 März 2016, 13:57 von Magnati » Gespeichert
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Fjalladis Radran

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #2 am: Freitag 11 März 2016, 10:54 »

Während sich Fjalladis durch den zurecht nicht auf der Liste der größten Literaturklassiker zu findenden Wälzer über unterirdisch lebende Magiewesen quälte, begann sie nach und nach an der Glaubwürdigkeit des Autors zu zweifeln. Phantasievolle Zeichnungen und abstruse Berichte wechselten einander ab, und obwohl die Elfe einen nicht unwesentlichen Teil für übertrieben bis erfunden hielt, zwang sie sich weiterzulesen. Selbst die kuriosesten Geschichten hatten schließlich häufig auch einen wahren Kern und es schienen durchaus auch einige interessante, wirklichkeitsnahe Informationen dabei zu sein.

Als sie sich später auf die Suche nach einem Mittagsmahl begab, geschah es, dass sie beinahe von einem leuchtenden Buch getroffen wurde. Irritiert blickte sie sich um, konnte jedoch in der Bibliothek keine weitere Person ausmachen, und da keine dunkle Aura von dem Buch auszugehen schien, griff sie vorsichtig nach dem mysteriösen Objekt. Der große Krieg... Welcher wohl damit gemeint war? Fjalladis blätterte flüchtig durch die ersten Seiten, entdeckte jedoch vorerst nur die Geschichten und Mythen, die gemeinhin bekannt waren, bis irgendwann plötzlich von einem Krieg die Rede war, der so gewisslich in keinem Geschichtsbuch zu finden war. Allein der Blick auf die erstaunlich genauen Daten ließ recht schnell erkennen, dass es sich um eine Art Zukunftsvorhersage handeln musste – was an sich nichts Ungewöhnliches war, da schließlich immer mal wieder Leute unter dem Einfluss seltsamer Pflanzen oder dergleichen meinten, in die Zukunft sehen zu können. Ungewöhnlich war lediglich, dass das Buch geleuchtet hatte und von allein aus dem Regal gefallen war.

Mit kritischem Blick blätterte die Priesterin noch einmal zurück, wobei ihr plötzlich eine Seite mit dem Datum des aktuellen Tages ins Auge fiel. Sie erstarrte, als sie ihren Namen las, und hob dann den Blick, um zu schauen, ob tatsächlich niemand anwesend war, der ihr einen schlechten Streich spielte. Als sie zurück auf das Buch schaute, hatte dieses sich verändert und obwohl der Titel nicht schlecht zu dem soeben Erlebten passte, so hatte er doch inhaltlich nicht viel mit dem soeben Gelesenen gemein. Ein schlechter Scherz, das musste es sein. Wer würde schon auf solchem Wege eine wichtige Botschaft senden?

Entschlossen, das Ganze zu ignorieren, verließ Fjalladis das Ordenshaus und machte sich vorerst daran, ihren priesterlichen Aufgaben nachzukommen. Viel gab es an jenem Tag jedoch nicht zu tun und unwillkürlich kehrten ihre Gedanken beharrlich immer wieder zu der seltsamen Nachricht zurück. Nachts träumte sie wirr von dem Buch und lag lange Zeit hellwach in der nächtlichen Dunkelheit, bis sie schließlich eine Entscheidung fällte.

Noch vor dem Morgengrauen hatte sie die Druidinnen Salina und Dana aus den Betten geholt und besondere Vorsicht eingeschärft. Absolut kein Außenstehender war in das Gebäude einzulassen, bis wieder ein Erzmagier anwesend war, und alle ungewöhnlichen Vorfälle waren sicherheitshalber zu notieren.

Anschließend stattete Fjalladis der Apotheke einen kurzen Besuch ab. Landolin war beschäftigt genug, um sie nicht wegen etwas, das wie ein schlechter Scherz anmutete, zu begleiten, doch vorsichtshalber nutzte sie die Gelegenheit, um ihre Vorräte an seiner Ware aufzufüllen. Zudem bat sie ihn, gelegentlich in der Kirche nach dem Rechten zu sehen, obschon es dort nicht wirklich etwas zu stehlen gab, weswegen man sie von dort hätte weglocken wollen können.

Wenig später schon befand sie sich in der Luft und ließ Nighton mit schnellen Flügelschlägen hinter sich. Kalter Wind zerrte an ihrem Gefieder und die Befürchtung, auf einen miesen Streich hereingefallen zu sein, nahm ihr so ziemlich jede Freude an dem Flug. Zumal dieser sie Richtung Nuru und zu den Gräberhöhen führte. Auf einer Landkarte im Ordenshaus hatte sie sich angeschaut, wo letztere zu finden waren, doch da sie sich zunächst zu weit südlich gehalten hatte, war es tatsächlich schon fast Mittag, als sie sich schließlich den Hügeln näherte. Zu ihrer nicht geringen Überraschung sah sie dort schon von Weitem eine bekannte Gestalt ihre Runden ziehen und ihr Flügelschlag verlangsamte sich.

Meister Magnati, rief sie ihn über ihre Gedanken an, als sie sich sicher war, dass sie es mit keiner Täuschung zu tun hatte. Den Göttern zum Gruße. Was führte Euch hierher? Was geht hier vor sich?

+ 6 kl. Heiltränke
+ 5 gr. Heiltränke
+ 5 Regenerationstränke
+ 9 gr. Manatränke
+ 3 Gegengifte
+ 3 Wiederbelebungstränke

- 5 Mana für Morphologiezauber
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Myriel

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #3 am: Freitag 11 März 2016, 20:39 »

Die Augen des Anführer blitzten seltsam grün auf, bevor er mit einer völlig andere Stimme als zuvor sprach. Die Augen der Lykantrophin verengten sich zu schmalen Schlitzen. Wer immer diesen Mann dazu benutzte, um ihr eine Botschaft zu übermitteln, beherrschte starke Magie. Und er wusste wer sie war, was man von diesen drei Holzköpfen, die sie gefesselt hatte, nicht behaupten konnte.
Schweigend hörte sie sich an, was er zu sagen hatte. Danach stand ihr Entschluss fest. Die Ranken um die Hälse der Männer zogen sich enger und enger zusammen.

Ihr hättet Euch eher überlegen sollen, mit wem Ihr Euch verbünden wollt. Ihr habt Eure Chance vertan. Hier sind mächtigere Kräfte am Werk als Ihr Euch vorstellen könnt.

Die Schwarzmagierin drehte den Rebellen den Rücken zu und wandte sich an ihre beiden Begleiter.

Habt Ihr die Stimme nicht gehört? Ich bin mir noch nicht sicher was hier gespielt wird – aber ich weiß jetzt, wo wir es herausfinden können. Kommt mit, ich erzähle Euch den Rest auf dem Weg. Wir haben keine Zeit zu verlieren.

Dann lief sie los und schlug dabei die Richtung ein, in der die Hügel von Relat lagen. Auf dem Weg erzählte sie Lykhe und Darius von der ungewöhnlichen Stimme die zu ihr gesprochen hatte.

Er kannte meinen Namen. Er hat die Morphologie durchschaut, und dazu gehört einiges. Wer immer es auch war, er ist deutlich gefährlicher als ein großer Krieger, der ein paar Wachen niedermetzelt. Und er sprach nicht davon nur den König zu töten, er sprach von einem Krieg, der das ganze Land überzieht. Ich will wissen um wen es sich handelt. Wir sollen zu den südlichen Rändern der Hügel von Relat gehen, und dort nach einer Steinformation suchen, die den Eingang markiert – den Eingang zu was auch immer.

Myriel war sich selbst nicht sicher, was sie von der ganzen Sache halten sollte. Aber soviel stand fest: sie wollte denjenigen kennen lernen, der dieses hübsche magische Kunststück vollbracht hatte. Und dann würde sie entscheiden, ob er Freund oder Feind war.
« Letzte Änderung: Freitag 11 März 2016, 20:41 von Myriel » Gespeichert
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Dyrksen

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #4 am: Freitag 11 März 2016, 23:31 »

Lykhe war mal wieder völlig verwirrt. Hatten sie nicht eben noch mit allen Mitteln versucht, diese Typen davon zu überzeugen, dass sie eine Lycanertruppe waren, die es ebenfalls auf den König abgesehen hatte? Und gerade als sich so richtig ins Zeug legten, um wie richtig böse Wölfe dazustehen, da drehte sich Myriel plötzlich um und stapfte wirklich davon. Er hatte das für einen weiteren Trick gehalten.
Aber die mürrsiche Magierin ließ die Männer einfach in ihren Wurzelranken weiterzappeln und lief davon.

"Tja", sagte Lykhe. "Dann gehen wir mal, wie es aussieht." Er winkte den Rebellen noch einmal unbeholfen zu. "Wiedersehen!" Und rannte der Wölfin Myriel hinterher.

"Warte doch mal! Was denn für eine Stimme? Wovon redest du?"

Und nachdem Myriel das mit dem Krieg, der das ganze Land überzieht, erklärt hatte, nickte er verständnisvoll. "Ach so, dann gehen wir jetzt zu dieser Steinformation, um den Krieg zu verhindern? Na, klingt doch vielversprechend."

Doch nach einer Weile fiel ihm auf: "Hey, warte mal, woher weißt du, dass es kein Trick ist, damit wir uns von diesen Rebellen fernhalten? Sollten wir nicht vielleicht erst herausfinden, wo das Lager der Rebellen ist? Und dann können wir ja immer noch die Steine suchen, die den Krieg verhindern. Klingt doch logisch oder? - Äh, Magierin Myriel? Habt ihr mir überhaupt zugehört?"
Doch sie schien erst einmal ihren eigenen Gedanken nachzugehen. Vielleicht unterhielt sie sich im Geiste aber auch mit Darius. Da die beiden aber nicht weiter auf Lykhe achteten, rannte er ihnen einfach hinterher.

Sie waren noch eine ganze Weile weitergelaufen und hatten den Wald längst hinter sich gelassen. Nachdem sie eine ganze Zeit über die hügelige Landschaft durchquert hatten, waren sie fast schon wieder am Rand des nächsten Waldes angelangt. Lykhe hatte diesen Wald schon einmal durchquert. Dort war er Aponi'Kasa begegnet. Lykhe erinnerte sich kaum noch daran, wo sie jetzt gerade eigentlich hin wollten, da entdeckte er hinter einem Hügel eine seltsam Steinsäule. Sie war irgendwie eckig.

"Na das ist ja mal ein hässlicher Stein", sagte er mehr zu sich selbst als zu den anderen. Aber Myriel blieb sofort stehen. Sie hatten die Steinformation erreicht.
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Amarok

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #5 am: Samstag 12 März 2016, 08:51 »

Die 'Verhandlungen' mit den Rebellen verliefen nicht schlecht, da sowohl Lykhe als auch Myriel ihren Teil spielten um den Druck auf die Rekrutierer zu erhöhen. SIe waren sogar erfolgreich genug, dass ihre Gefangenen das erhoffte Angebot machten sie in das Rebellenlager zu bringen. Es war jedoch zugleich der Punkt, an dem Alles auseinander fiel, denn Myriel verlor urplötzlich das Interesse an den Rebellen und redete von seltsamen Stimmen die sie gehört haben sollte. Amarok sah ihr noch einen Moment verwirrt hinterher, zuckte dann jedoch bestätigend mit den Ohren.

Zugleich verlor er unvermittelt jeglichen gedanklichen Kontakt zu Runshak und Asarra, was nur passieren konnte, wenn die Beiden tot oder außer Reichweite sein sollten. Er hoffte, dass es sich um letzteres Handeln würde.

Die Menschen ließ er einfach stehen und hetzte hinter Myriel her. Stimmen zu hören, welche andere nicht wahrnahmen gehörte für ihn immerhin zur Normalität.

"Ein Krieg und ein Magier, der wesentlich mächtiger als dieser Krieger sein könnte? Diese Spur klingt vielversprechend, wenn sie sich als wahr herausstellen sollte, denn ich habe mich bereits gewundert, wer wohl hinter dieser kleinen Rebellion stecken mag. Wenn es nur der Auftakt zu einem größeren Krieg sein sollte, dann müssen wir dem nachgehen."

So waren zumindest seine Gedanken zu dem Thema.

"Myriel, der Kontakt zu Runshak und Asarra ist eben unvermittelt abgerissen. Sie müssen sich aus irgendeinem Grund außerhalb meiner Reichweite befinden, da sie keine Nachricht über einen Angriff gesandt haben."
 

So ungern er zugab nicht zu wissen was vor sich ging oder eine Schwäche einzugestehen, so war es doch wichtig ein solches Ereignis zumindest mitzuteilen. Während er sich also Gedanken um die Beiden machte, flog die Gegend geradezu unter seinen Pfoten dahin, bis sie an einer neuen Reihe von Hügeln ankamen und seine Ohren eine Bemerkung von Lykhe aufschnappten.

"Ein hässlicher Stein?"  , fragte er laut und stellte sich auf seine Hinterbeine um in die Richtung zu blicken, in die der echte Lykantroph seine Aufmerksamkeit gewendet hatte. Tatsächlich stand dort ein Steingebilde im Schein der Morgendämmerung. "Dies könnte die gesuchte Stelle sein. Kommt, lasst uns einmal sehen, was wir dort vorfinden."

Damit tat er schon die ersten Schritte auf den Stein zu, den Lykhe entdeckt hatte, im Vertrauen darauf, dass Myriel und Lykhe ihm schon folgen würden.
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Asarra

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #6 am: Samstag 12 März 2016, 14:25 »

Die Amazone hatte ihre Kettenpeitsche fest in der Linken als sie im Laufschritt durch das Gebüsch stürmte. Sie spürte wie die kleinen Äste an ihrem Wappenrock zupften und brachen, sobald sie an der Lederrüstung hängen blieben. Ein leiser Schauer an ihrer Rechten liess sie vermuten, das Vinkona, die kleine grüne Schlange die sie von der Orkgeistschamanin bekommen hatte, unter ihre Kleidung verzog. Gut so, dort war die Kleine geschützt. Die Geräusche wurden lauter, hie und da blitze es hell auf. Drecksmagie

Plötzlich umfing sie gleissendes Licht. Asarra taumelte, fing sich wieder und blieb verwirrt stehen. Die Kettenglieder ihrer Peitsche fielen klirrend zu Boden. Die grosse Schwarzhaarige blinzelte, einmal, zweimal. Doch es half nichts. Noch immer sah sie nur blendende Weisse.
Verwirrt schloss sie die Augen und atmete tief durch. Ruhig bleiben, besonnen handeln. Sie musste sich selbst an diese Soldatenweisheit erinnern. Im Moment konnte sie nicht auf ihre Sehkraft zurückgreifen, also musste etwas anderes her.
Mit noch immer geschlossenen Augen konzentrierte sie sich auf ihre anderen Sinne. Als erstes fiel ihr das Brausen des Windes auf, spürte wie die Brise über ihr Gesicht strich und an ihren Locken zupfte. Doch da war mehr. Das Zwitschern von Vögeln, einige wenige Insekten. Es war kühler hier, aber noch nicht unangenehm kalt. Die Luft roch frisch, keine Spuren von Rauch oder anderen Gerüchen, die auf nahe Zivilisation hindeuteten.

Ein Geräusch in der Nähe liess sie herumfahren. Irgendetwas hatte sich da bewegt. "Hallo? Hauptmann?" Schliesslich musste der grünhäutige Ork neben ihr gewesen sein, als... was auch immer da passiert war.
Mit einem Blinzeln öffnete sie erneut die Augen und stellte erfreut fest, das sie bereits mehr erkennen konnte. Wenn auch nicht viel. Um sie herum war es grün. In Blickrichtung erkannte sie weitere Grüntöne, alles ziemlich verschwommen. Das Bild erinnerte an ein aufgewühltes Meer, doch es schien statisch zu sein und hören konnte sie die Wellen auch nicht. Seltsam.

Da weder sie noch der Ork viel sehen konnten, wartete die Amazone erst einmal ab. Es schien ihnen hier keine unmittelbare Gefahr zu drohen, also verzichtete sie lieber darauf sich bei einer unnötigen Unternehmung den Knöchel zu stauchen.
Es verstrichen einige Minuten, in denen ihre Sicht immer schärfer wurde. Bald konnte sie ausmachen, dass sie auf einem von vielen grasbedeckten Hügel standen die den Rand eines kleineren Höhenzuges zu sein schienen. Anschliessend daran präsentierte sich eine Ebene, und weit in der Ferne vermochte sie ein Waldgebiet zu erkennen. Sie drehte sich in alle Richtungen, und bald erspähte sie noch etwas.

"Seht mal da Hauptmann", sie streckte den Arm aus und zeigte auf das seltsame steinerne Gebilde, "was ist das denn für ein Ding?"
« Letzte Änderung: Samstag 12 März 2016, 14:27 von Asarra » Gespeichert
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Runshak

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #7 am: Sonntag 13 März 2016, 02:11 »

Die Kampfgeräusche wurden lauter. Außerdem antwortete Darius nicht und der Grünschnabel, den man ihnen als Verstärkung mitgeschickt hatte, ließ sich immer weiter zurückfallen. Genervt umfasste Runshak den Griff seines Schwerts und stürmte durch das Gestrüpp in Richtung der Kampfgeräusche. Auch Asarra nahm ihre Waffe in die Hand und lief los. Scheinbar befand sich hinter all den Büschen eine Lichtung, da es zunehmend heller wurde. Mit jedem Schritt schien das Licht an Intensität zu gewinnen. „Das ist doch nicht normal...“ dachte sich der Ork. Plötzlich wurde das Licht unerträglich hell und nahm dem Soldaten die Sicht. Zudem verschwanden mit einem Mal das Knacken brechender Zweige und das Gefühl festen Boden unter den Füßen zu haben. „Bei den Niederhöllen... ich hab doch nicht etwa einen Abgrund übersehen? Oder hat mich irgendetwas schweres getroffen?“

Einen Augenblick später konnte die Grünhaut wieder Boden unter den Füßen spüren. Allerdings war er noch immer geblendet. Und noch etwas stimmte nicht. Er konnte die Kampfgeräusche nicht mehr hören. Stattdessen umgab ihn Rauschen. Irgendetwas stimmte hier absolut nicht. Das musste ein Hinterhalt oder so etwas sein. Der orkische Krieger zog sein Schwert und hielt sich bereit. Auch wenn er nichts sehen konnte, würde ihn das nicht davon abhalten, seinen Gegner zu Hackfleisch zu verarbeiten. Allmählich konnte er zwischen dem Weiß und den tanzenden Lichtern etwas ausmachen, das wie Wellen aussah. Zudem konnte er Asarra neben sich ausmachen. Hatte man sie etwa an die Küste verfrachtet?

Noch etwas später konnte wenigstens Asarra wieder normal sehen und begann sich zu orientieren. In der Zwischenzeit konnte auch Runshak wieder sehen. Die beiden befanden sich jedenfalls nicht mehr im Wald sondern auf einem Hügel am Rande einer weiten Ebene – und soweit die Grünhaut die Tageszeit einschätzen konnte, war auf einmal wieder Vormittag. Plötzlich rief ihn die Amazone, da sie ein eigenartiges steinernes Gebilde entdeckt hatte. „Hm... gute Frage...“ antwortete der Ork „Ich glaube, das ist...“
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Horus

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #8 am: Sonntag 13 März 2016, 20:23 »

Runde 2



Ostlande Lenzmond 1385 – Die alte Hütte in der Nähe von Elvandôr:

….
“Einen Monat hattest Du Zeit. Erstatte Bericht.“ Es war wieder der Krieger, der in seiner schwarzen Rüstung und den Waffen in dem Kellerraum zugegen war und den grün .schimmernden und schwer auszumachenden Mann anblickte.
”Ich habe getan, was Du befehligt hast. Ich habe Verbündete in den Reihen der ihren gefunden. Ob wir Ihnen trauen können, müssen wir sehen. Die großen Legenden Dragonias sind offenbar zu sicher ob des Friedens. Sie waren unvorsichtig“ Ein Lächeln stahl sich auf den Zügen des Magiers.

“Wir sollten die Rebellen fallen lassen und uns der nächsten Stufe widmen. Diese Idioten haben ehe zu viel Aufsehen erregt. Ich habe schon alles vorbereitet. Ich brauche nur ein paar Leute, die uns blind vertrauen und auf die wir verzichten können.“ Dieser letzte Satz hörte sich kalt und endgültig an.

“Sind unterwegs. Sie werden in rund fünf Tagen von Bord gehen können. Und ich habe noch eine Überraschung für Dich, Mardus. Isua wird sich auch beteiligen. Wenn auch nicht gewollt.“ Sein fieses Lachen hallte durch den Raum.
“Also stelle Dich auf unschuldige Bürger aus Isua ein. Drelfisch wird sie alle begleiten.“

Das Grün der Projektion des Magiers Mardus flackerte unstetig und schien schwächer zu werden.
“Ich muss mich erholen. Diese dragonischen Helden haben alles von mir abverlangt. Aber fünf Tage – ich werde da sein. Mit einer kurzen Verbeugung war sein Abbild dann auch schon wieder verschwunden.






Südlicher Rand der Hügel von Relat, 6. Tag Lenzmond 1385 – kurz nach Mitternacht

Obwohl der fünfeckige Stein so gar nicht imposant schien, harrten die drei Lycantrophen kruz davor inne, als wenn sie eine besondere Erscheinung erwarteten. Aber es geschah nichts.
Daher hatten sie Zeit sich das Gebilde genauer anzuschauen.

Myriel, Lykhe und würden in diesem hässlichen Stein ein Pentagramm erahnen.
Im fahlen Licht des Mondes wirkte der Stein weißlich. Er maß von der südlichsten Spitze bis zum nördlichsten Ende ungefähr 5 Schritt und war nur ein Schritt hoch. Spuren oder Gerüche waren mit dem geschulten Auge des Lycan Lykhe nicht auszumachen. Eine große Menge Magie schien hier jedoch vor einiger Zeit hier zum Einsatz gekommen zu sein. Manareste waren immer noch von Myriel zu vernehmen.

Zudem konnte man auch gut erkennen, dass die Oberfläche des Steines regelrecht glatt poliert war, einladend wie ein Tisch, der seine Gäste zu sich rief. Jedoch befanden sich an jeder der fünf Ecken Unebenheiten. Bei genauerer Betrachtung würde man eine besondere Veränderung in diesen Ecken wahrnehmen können. Denn manche Unebenheiten formten sich zu einer Hand oder einer Tatze und sogar zu einer Kralle, je nachdem, wer von ihnen etwas näher an eine der Ecken heran trat.

Waren jedoch zwei nebeneinander kam nur eines der Abdrücke zum Vorschein.
Es war offensichtlich, was der Stein beziehungsweise der Magier, der sich das ausgedacht hatte, von den Dreien wollte. Für manchen war die Anziehung größer als für andere. Insbesondere Myriel schien sich dem Drang widersetzen zu können.






Südlicher Rand der Hügel von Relat, 6. Tag Lenzmond 1385 – Mittagszeit

Asarra und Runshak waren direkt in dieses gleißende Portal getreten. Jedoch hatte der Magie zu viel Mana eingesetzt und ihnen nicht nur kurzzeitige Blindheit, sondern auch eine Zeitlücke eingebrockt.

Runshak hatte zu Recht festgestellt, dass es wieder fast Mittagszeit war. Aber ihm konnte sich nicht eröffnen, ob sie in der Zeit ein paar Minuten zurück oder eben fast 24 Stunden in der Zeit voraus gereist waren.

Assara hatte auch dieses Pentagramm erblickt, das noch zwölf Stunden zuvor – oder auch erst 12 Stunden danach - von ihren anderen Gefährten entdeckt wurden. Von der Hügelspitze wirkte es winzig, aber das dieses Ding nicht dorthin gehörte, war beiden klar.

Vor ihnen schlängelte sich ein leicht abfallender Weg den Hügel hinunter, der am Sockel des Hügels fast genau vor der Steinformation endete.
Auf dem Weg waren keine Spuren von anderen Reisenden zu erkennen. Jedoch um den Stein herum waren Pfotenabdrücke, die Asarra entziffern konnte als Lykantrophenspuren.

Und auch bei ihnen schien der Stein nach den Gefährten zu rufen und die Unebenheiten zeigten Vertiefungen von Handabdrücken menschlicher und orkischer Form.
Sie würden dahin gehen und eine Hand auflegen müssen, so wie es sie in Versuchung führte.






Aylann, Nähe Nuru, 7. Tag im Lenzmond 1385 – Holzhütte in Nuru

Erst gestern sah es alles ganz schlecht aus. Die Informationen waren mehr als beunruhigend, Lösungen offenbarten sich gerade nicht.
Die schrumpeligen alten Damen saßen wie immer in ihren Schaukelstühlen. Obwohl, es waren nicht alle da. Eine der Frauen, die mit den blind-milchigen Augen war nicht unter ihnen.
Die Tür öffnete sich und die so viel jüngere Frau betrat den Raum humpelnd auf ihrem Gehstock gestützt. Ihr Gesicht wirkte nicht mehr so eingefallen obwohl die Erholung nicht natürlich wirkte.

“Bereit zum Aufbruch?“ gackerte die eine der Alten in leicht angespannter Stimmlage.
“Mmmh,“ nickte die Frau und hinkte ohne weitere Worte wieder in ihren Nebenraum.

Die andere Alte erhob sich und rief ihr hinterher:
“Trude ist bei den Gräberhöhen. Henriette sucht nochmals nach unserm Herrn. Und ich breche jetzt auf um diese ostländische Ratte zu finden. Schafft Ihr es allein?

Nochmal nur ein kurzes: “Mmmh,“ und dann kam doch noch ein: “Viel Glück.“

Das bekam die Alte, die soeben gesprochen hatte, noch soeben mit, bevor sie als grau-weiße Wölfin aus der Hütte lief.






Gräberhöhen, 7. Tag im Lenzmond 1385 – Mittagszeit

Während Fjalladis Magnati begrüßte, oder eben auch weil sie dort oben im Himmel ihre Runden drehten, bemerkten sie die alte Greisin erst gar nicht.

Daher musste sich das Weib - das sich unten auf einer größeren Ebene befand, wo auch der Schattendrache Platz finden würde - Aufmerksamkeit schaffen. Sie legte zwei Finger in den Mund auf ihre Lippen und jagte einen lauten Pfiff in die Luft.
Sie war nicht gerade übermäßig mit Magie gesegnet. Träume hervorrufen konnte sie, aber beide schliefen nicht. Und ihnen jetzt im Wachzustand Bilder in ihren Kopf zu senden könnte für alle höchst gefährlich werden.

Also wartete sie, dass die beiden sie entdeckten und sich zu ihr auf die Ebene begaben.
Lange hatte die Alte überlegt, was sie Preis geben konnte. Wenn sie erführen, dass sie vor Kurzem noch Côr’s Helfer unterstützt hatten, würde sie keine Hilfe erwarten können. Aber sie machte es für diese Frau, weil die es wollte. Und auf welcher Seite die stand, das hatte sie nie richtig heraus bekommen. Aber ihr Herr hatte sie geliebt. Und sie liebte ihn immer noch.

“Ich bin zu alt für einen solchen Unsinn,“ sagte sie gerade zu sich selbst, als die Priesterin und der Drache sie endlich entdeckt hatten und sich zu ihr begeben hatten.

“Ihr habt der Ruf gehört und seid ihm gefolgt. Ich danke Euch. Leider seid ihr nur sehr wenige. Denn offenbar sind die, die Unheil verbreiten, uns ein paar Schritte voraus. Wir haben weder den Hauptmann Nurus noch Euren Drachenfreund Darius angetroffen.
Ich möchte es kurz machen: Wir haben jemanden in unserer Obhut, dessen Herz an den Ostlanden und an Dragonia liegt. Und sie hat, als sie eigentlich was anderes gesucht hatte, erfahren, dass beides in Gefahr ist.
Dragonia fühlt sich sicher und schaut nicht zu ihren Nachbarn. Jetzt wo Nuru Drow-frei ist und ein Kind ein König, glauben viele dies für sich ausnutzen zu können.
Ein Krieg könnte entstehen, der keinem etwas bringt. Aber wir brauchen Hilfe. Unser Pflegekind ist geschwächt und ich bin nicht überall gern gesehen.“


Die milchigen Augen betrachteten die skeptischen Gesichtszüge und die Drachenmimik der möglichen Unterstützer.
“Misstrauen ist hier sicher angebracht. Traut niemandem und keiner Geschichte. Ich kann nur folgendes sagen:
Das Ungemach kommt aus den Ostlanden. Manche dort wollen einen Krieg und schaffen aber hier in Dragonia Unruhe. Was genau sie bezwecken das weiß ich nicht. Sie haben eine Rebellengruppe erschaffen, aus eigentlich guten Bürgern des Landes. Und jetzt sind einige Eurer Gefährten verschwunden. Sie waren in Drachenauge, bei Ados und Salis gesehen. Aber seit einem Tag sind sie verschwunden.
Meisterin Fjalladis, wir haben Euch, als Priesterin und Hüterin des Lichts ein Buch überlassen, das Euch helfen kann. Ich hoffe, dass Ihr es noch habt. Es ist alt und die Magie schwindet, aber manchmal zeigt es die Zukunft oder eben die Vergangenheit der letzten Tage. Aber nur demjenigen, der offenen Herzens ist und Licht in sich hat und keinen Schatten. Vielleicht kann es Euch helfen bei der Suche nach der Wahrheit. Ich bin müde. Aber noch habt ihr Zeit für ein paar Fragen, bevor Ihr aufbrechen müsst – und ich auch.“




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Dyrksen

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #9 am: Dienstag 15 März 2016, 21:37 »

Dieser Stein war schon recht seltsam. Es hatte fast den Anschein, als gehörte er gar nicht hier her. Er war weder verwittert, noch gab es irgendwelchen Spuren der Benutzung. Aber für irgend etwas musste dieses Ding doch gedacht sein. Und irgend jemand musste dieses Ding hier hergebracht haben. Aber es gab nicht einmal Fußspuren um diesen Stein herum.

Das war schon recht seltsam. Aber Lykhe war vermutlich weit weniger überrascht, als Darius oder Myriel. Denn er war es schließlich gewohnt, irgendwelche Dinge nicht zu kennen oder etwas nicht zu begreifen. Was Lykhe allerdings in dem Moment, wo sie diesen Stein näher in Augenschein nahmen doch ein bisschen beunruhigte, war allein die Tatsache, dass sowohl der Dragoleutnant Darius als auch die Magierin Myriel ebenfalls keinen Schimmer hatten, was es wohl mit diesem Stein auf sich hatte. Aber wie schon gesagt, beunruhigte ihn das nur ein ganz klein wenig. Hey, die Leute konnten ja auch nicht alles wissen.

Und dann bemerkten sie, dass sich an den Ecken etwas tat, sobald man sich ihnen näherte. Lykhe erkannte ganz eindeutig die Form einer Lycantrophenpfote. Und blitzschnell kam ihm eine richtig, richtig gute Idee. Noch eher die anderen darauf reagieren konnten, streckte er seine Pranke aus und sagte: "Ah ja, das ist doch...
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Myriel

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #10 am: Donnerstag 17 März 2016, 20:41 »

Der Kontakt zu Runshak und Asarra ist abgerissen Darius? Das ist äußerst merkwürdig. Das bedeutet das sie entweder bewusstlos oder außerhalb Eurer Reichweite sind, oder?

Auf ihrem Weg zu den Hügeln von Relat liefen sie auch an der Stelle vorbei, an der die beiden Soldaten sich zuletzt aufgehalten hatten, doch konnten sie keinerlei Hinweise auf ihr Verbleiben ausfindig machen. Es war, als hätten sie sich plötzlich in Luft aufgelöst, so dass sie die Suche nach kurzer Zeit aufgaben und weiter liefen.

Es war Lykhe, der schließlich die gesuchte Steinformation ausfindig machte. Langsam liefen sie darauf zu und blieben einen Augenblick davor stehen, als ob sie darauf warteten, das irgendetwas passierte. Doch es tat sich nichts, bis sie näher an die Steinecken heran traten. Dann formten sich Hände, Pfoten oder Krallen in den Ecken, je nachdem, wer von ihnen der Spitze am nächsten stand.

Fasst den Stein nicht an, ich kann spüren, dass hier mächtige Magie gewirkt wurde. Das riecht verdächtig nach einer Falle.

Myriels Warnung kam zumindest für Lykhe zu spät, denn der Lykantroph hatte bereits eine Pfote auf eine Ecke der Steinplatte gesetzt. Die Schwarzmagierin verschwand mit einem Kopfschütteln in dunstigen Nebelschwaden und nahm ihre menschliche Gestalt wieder an. Sie sah keinen Grund mehr weiter in Wolfsgestalt herum zu laufen, und in ihrer gewohnten Gestalt fühlte sie sich einfach wohler. Als sie sich zurück verwandelt hatte, hob sie einige Steine auf und warf sie auf die Steinplatte, um zu sehen was damit geschah. Noch während sie das tat, veränderte sich Irators Stimme plötzlich. Er wirkte irgendwie - abwesend.

Nein, ich höre kein Flüstern, das müsst ihr Euch einbilden. Wenn der Erschaffer dieses Steins ein Dämon wäre, könnte ich ihn beschwören, aber daran glaube ich nicht. Ich denke das ist das Werk eines Magiers. Was meint Ihr? Wenn was sein muss? Irator? Nicht...

Doch der Drache schien sie nicht zu hören, oder er ignorierte sie einfach, denn noch bevor Myriel reagieren konnte, hatte er seine Pranke auf den fünfeckigen Stein gelegt und verschwand ebenfalls. Die Schwarzmagierin stieß einen unschönen Fluch aus. Dann stellte sie sich an das untere Ende des Pentagramms und erhob ihre Stimme:

Ihr habt darum gebeten, dass ich diesen Ort aufsuche, bitte, hier bin ich. Gebt Euch zu erkennen, und sagt mir, was Euer Begehr ist, und was mit meinen Begleitern geschehen ist.
« Letzte Änderung: Samstag 19 März 2016, 09:19 von Myriel » Gespeichert
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Darius

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #11 am: Donnerstag 17 März 2016, 21:52 »

Als er den Steinen näher kam bemerkte er, wie sich auf den felsigen Oberflächen Formen abzeichneten. Interessiert trat er näher an sie heran um sie zu untersuchen, nachdem sich zuvor nichts weiter getan hatte und tatsächlich veränderten sich die Reliefs auf den Felsen. Bei ihm selbst formten sich Klauenspuren, bei Lykhe waren es hingegen Pfortenabdrücke und für Myriel bildete sich ein typisch menschlicher Handabdruck im Felsen. Wie sonderbar. Auf welche Weise auch immer diese faszinierenden Steine verzaubert waren, so konnten sie die wahre Form des Wesens spüren, welche sich ihnen näherte... oder lag es vielmehr daran, was sie selbst als ihre wahre Gestalt empfanden?

Schon wollte er seine Theorie laut äußern, da presste Lykhe seine Pfote gegen einen der Felsen... und verschwand. Myriels Warnung klang laut in seinen Ohren und seine eigene Pfote, die sich unbemerkt nach einem der Steine ausgestreckt hatte, zuckte zurück. Mühsam trat Amarok einen Schritt zurück.

"Lykhe! Diese Steine sind von sehr starker Magie durchdrungen. Es wirkt wie... wie... hört ihr auch dieses Flüstern...?"

Die Präsenz von Darius schien in den Hintergrund zu treten, als Irator wieder einen Schritt näher an die Steine tat, die Lykangestalt abgestreift wie ein altes Hemd und zögerlich streckte der Drache eine Klaue zu den Steinen hin.

"Woher... wenn es sein muss... Myriel... die Steine...", kamen die Gedanken der Dunklen Seelenhälfte, als würde er nur zu sich selbst sprechen, obwohl Myriel immer noch jeden Gedanken von ihm empfing. Nocheinmal blickte er zu ihr zurück, doch das dunkle Auge schien die Druidin kaum wahrzunehmen, dann legte auch er seine Pranke gegen den Abdruck im Fels.
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Magnati

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #12 am: Dienstag 22 März 2016, 19:01 »

Magnati spürte Gedanken in seiner Nähe die gehört werden wollten, Fjalladis. Fjalladis?!
Was tat sie hier? Magnati entdeckte nun zielsicher den kleinen Falken in den sich die Hochelfe schon früher verwandelt hatte. Magnati überprüfte noch einmal ihre Aura nur um wirklich sicher zu gehen... ja, sie war es.

Seine Gedanken erhalten ruhig in ihrem Geist
Seid ebenso gegrüßt, Fjalladis.
Nennt es eine Vorahnung... vielleicht auch eine Kontaktaufnahme, ich bin mir noch nicht sicher. Und das ihr ebenso hier seit erweckt mein misstrauen nur weiter... warum seit ihr hier? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr hier einen Gläubigen habt, der nicht eher nach Nuru zur Kirche ziehen würde.


Kurz darauf war ein Pfiff zu hören:
Magnati wandte seinen Kopf nach unten, dort war eine kleine Gestalt zu sehen unweit des Hügels, den Fjalladis und er und Fjalladis umkreisten.
Magnati schnaubte.
Es missfällt mir zwar einer pfeifenden Naka-Duskeal zu folgen, aber... in diesem Fall scheint sie der Grund für dies alles hier zu sein.
Magnati setzte einen Singflug an und setzte vor der alten Dame auf. Ihre Worte ließen erkennen, dass sie etwas damit zu tun hatte, warum sie beide heute hier aufgetaucht waren, sie kannte Darius, den sie auch hier gehofft hatte zu sehen...

Was haltet ihr davon...?, sandte Magnati an Fjalladis, ohne die Frau teilhaben zu lassen.

Das Misstrauen musste spürbar gewesen sein, denn sogleich fuhr die alte Frau fort.
"Misstrauen ist hier sicher angebracht. Traut niemandem und keiner Geschichte. Ich kann nur folgendes sagen:
Das Ungemach kommt aus den Ostlanden. Manche dort wollen einen Krieg und schaffen aber hier in Dragonia Unruhe. Was genau sie bezwecken das weiß ich nicht. Sie haben eine Rebellengruppe erschaffen, aus eigentlich guten Bürgern des Landes. Und jetzt sind einige Eurer Gefährten verschwunden. Sie waren in Drachenauge, bei Ados und Salis gesehen. Aber seit einem Tag sind sie verschwunden.
Meisterin Fjalladis, wir haben Euch, als Priesterin und Hüterin des Lichts ein Buch überlassen, das Euch helfen kann. Ich hoffe, dass Ihr es noch habt. Es ist alt und die Magie schwindet, aber manchmal zeigt es die Zukunft oder eben die Vergangenheit der letzten Tage. Aber nur demjenigen, der offenen Herzens ist und Licht in sich hat und keinen Schatten. Vielleicht kann es Euch helfen bei der Suche nach der Wahrheit. Ich bin müde. Aber noch habt ihr Zeit für ein paar Fragen, bevor Ihr aufbrechen müsst – und ich auch.“


Etwas grollte tief hinten in der Kehle des dunklen Drachen, als seine Gedanken die anwesenden erreichten:
Seid nicht so dumm zu denken eure Weisung würde mich auch nur im entferntesten binden, Naka-Duskeal. Auch nicht die Gruppe, die anscheinend hinter euch steht... also, wer seid ihr und wer sind sie? Und wie habt ihr mich kontaktiert? Wer sind Ados und Salis und woher wisst ihr von dem verschwinden von Darius?

Und vor allem anderen: Wer ist euer Schützling, auf dessen Wort wir vertrauen sollen...?
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Fjalladis Radran

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #13 am: Mittwoch 23 März 2016, 23:06 »

Magnatis Begründung für seine Anwesenheit an jenem Ort schien im ersten Moment gar nicht so sehr verschieden von dem, was die Priesterin zu den Gräberhöhen geführt hatte. Wer auch immer hier seine Scherze trieb, tat dies offenkundig ausufernder als gedacht.

Ein verzaubertes Buch prophezeite mir einen Krieg und dass ich, wenn ich zu seiner Verhinderung beitragen wollte, an diesem Ort hier erscheinen müsse. Es stand geschrieben, ich werde hier auf einen Freund treffen, mehr jedoch nicht...

Obwohl sie im Flug weiterhin die Landschaft argwöhnisch beäugte, blieb an dieser Stelle offen, ob sie sich anmaßte, den besagten Freund mit Magnati gefunden haben zu wollen, oder ob sie noch auf jemanden anderen wartete.

Ich hielt es anfangs für einen schlechten Scherz...

Dann ertönte plötzlich ein Pfiff von einer nicht allzu weit entfernten Ebene zwischen den Hügeln und sofort ruckte der Kopf des weißen Gerfalken in die Richtung des alten Weibes, das offenbar ihrer beider Aufmerksamkeit zu erheischen suchte.

Es gibt hoffentlich eine gute Erklärung für all den Unfug..., gab sie Magnati zur Antwort und setzte dann in einigem Abstand, sodass die von Magnatis mächtigen Schwingen erzeugten Luftwirbel sie nicht trudeln ließen, zur Landung an. Sie ließ sich in einigermaßen sicher scheinender Entfernung von der Fremden auf einem Stein nieder und dachte vorerst nicht daran, ihre halbwegs fluchttaugliche Gestalt aufzugeben.

Das Ganze gefällt mir überhaupt nicht... Ihr kennt sie genauso wenig wie ich, nehme ich an, oder?

Magnati schien von der Situation ähnlich wenig begeistert zu sein und die Elfe meinte, einen gewissen unterschwellig brodelnden Unmut bei ihm wahrzunehmen.
Was die Alte zu sagen hatte, klang reichlich oberflächlich, vage, unvollständig, und ließ mehr neue Fragen entstehen als sie wirklich beantwortete. Als sie am Ende ihrer Rede zu dem Teil mit der Hüterin des Lichts kam, lief ein leichtes Zittern durch das Gefieder des Falken und Magnati mochte den flüchtigen Nachhall eines bitteren Lachens wahrnehmen können. Wenn der Rest des Plans, den diese Gruppierung sich zur Verhinderung des von ihr vorhergesagten Krieges erdacht hatte, ähnlich ausgereift war wie der Teil, sich unter all den Anhängern Paladins griffsicher gerade jene Getreue auszusuchen, deren Handeln weit mehr auf Erziehung und Pflichtbewusstsein fußte denn auf von Herzen kommender Nächstenliebe, und die vor allem nach längeren Zusammenkünften mit ihresgleichen noch immer nicht zu unterschätzende und durchaus mit als Zeichen eines schattendurchzogenen Herzens deutbare Schwierigkeiten damit hatte, andere Völker als gleichgestellt anzusehen – dann hatte Fjalladis ihre Zweifel daran, dass dieser Plan in seiner Gesamtheit allzu prächtig funktionieren würde.
Andererseits hatte sie ja bereits etwas in dem seltsamen Buch lesen können. Vielleicht genügte also auch schon ein gesunder Hass auf Baal und seine Kreaturen, wie sie ihn möglicherweise in Ansätzen in jenem Moment nach der Lektüre des Buches über die im Dunklen lebenden Geschöpfe der Unterwelt empfunden haben mochte.

Magnati sprach ihr aus der Seele, als er sich an die Fremde wandte, und wie erwartet konnte man sich ziemlich darauf verlassen, dass er die richtigen Fragen stellte. Dass Darius verschwunden war, war ihr allerdings neu.

Darius ist...?

Der Gedanken brach abrupt ab, als die Alte zu einer Antwort ansetzte, doch die Frage blieb weiterhin unformuliert bestehen.
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Naveen

Re:Krieg oder Frieden
« Antwort #14 am: Freitag 25 März 2016, 11:18 »

"Noch mal für Blöde..." äffte Naveen Ralf nach - sinnvollerweise nicht, während er sich noch auf dem Hof befand. Wie ihm geheißen hatte er den Rückweg nach Drachenauge angetreten und führte Selbstgespräche.

Er war nicht mit dieser Entscheidung einverstanden gewesen. Er hatte sich auf dieses Abenteuer nicht eingelassen um den Botenjungen zu spielen. Und dieses kleine Intermezzo in der Gastwirtschaft hatte sie seiner Meinung nach nur näher an die Rebellen gebracht. Aber nein, Ralf sah das Ganze irgendwie anders und ließ den Elfen laufen.
"Naveen kümmert sich um Verstärkung.. blablabla... viele Muskeln wenig Grips, diese Menschen." Sprach er weiter zu sich, als er das Stadttor von Drachenauge durchschritt.

Ob es irgendjemand stören würde, wenn er erst ins Wirtshaus einkehren würde und dann zum Palast ginge? Die staubige Straße hatte ihn durstig gemacht und er war sich sicher, dass er kein Wort raus bringen würde, bevor er seine Stimme nicht kräftig geölt hatte.. naja.. zumindest versuchte er sich das einzureden.
Glücklicherweise lagen die Taverne seiner Wahl und der Palast in die gleiche Himmelsrichtung und so konnte Naveen noch einige Schritte weiter sein inneres Streitgespräch führen. Loyalität, Königstreue, Kameradschaft - oder Durst stillen? "Durst stillen" schien gerade wieder einen Punkt zu bekommen, als der Elf einen Schemen aus einer der Hintergassen schlüpfen sah. Offenbar hatte dieser Mann den gleichen Weg wie er - Palast oder Schenke.. und hätte er nicht so auffällig unauffällig sein wollen, wäre er dem Schneider vielleicht gar nicht erst aufgefallen.

So behielt Naveen den Kerl aber für ein paar Schritte im Auge und staunte nicht schlecht, als der Mann sein Profil zeigte.
"Hee, halt, Gunter, oder? Ihr seid es doch? Der Schüler Rasuls?" Ein paar schnelle Schritte und Naveen war bei dem Mann, der sich erschrocken um sah.

"Wir.. wir brauchen.. puh.." Naveen atmete tief ein und versuchte dann einen ruhigeren Ton anzuschlagen. "Wir brauchen Verstärkung in Ados.. Ralf.. die Rebellen.. wir sind ganz nah dran.." Flüsterte er den Mann zu, während seine Augen in Richtung des Palastes wanderten. "Vielleicht solltet ihr mich schnell zu Rasul bringen..."
Noch keinen kühlen Schluck für seine Kehle, aber einen Angehörigen des Palastes auf der Straße zu treffen, war einfach eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen durfte...
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