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  Sala dwe'Lyr
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   Autor  Thema: Sala dwe'Lyr (Gelesen 1545 mal)
Asarra

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #135 am: Freitag 14 Oktober 2016, 16:40 »

Ihre grossen, schwieligen Hände hielten das Samenkorn sicher umschlossen, während die rauhe Oberfläche des Schlotes über die dünne Haut des Anzugs kratzte. Dachte sie jedenfalls. Doch da entschlüpfte es ihr plötzlich, fand einen Weg aus dem schützenden Gefängnis ihrer langen Finger und versank im Staub. Asarra stockte der Atem - doch es passierte nichts. Weitere Herzschläge vergingen, in denen die Amazone nicht einmal blinzelte. Das durfte doch einfach nicht wahr sein! 'Verdammt nochmal Paladin, verarschen kann ich mich selber' murrte die grosse Schwarzhaarige in Gedanken. Gerade wollte sie sich von ihrem Pony aus auf die Suche nach dem seltsamen Samenkorn machen, da erschien plötzlich ein kleines, leuchtendes Ding am Boden. Ein Stängel schob sich aus dem grauen Untergrund, wuchs rasend schnell in die Höhe und bildete über ihrem Kopf eine hell leuchtende Krone.

Sah ja hübsch aus, etwas Licht konnte auch nicht schaden. Aber wo blieb das Wunder? Um sie herum tobte noch immer das Chaos. Ein Schrei durchschnitt das Wirrwarr an anderen Klängen, das sich aus verzerrtem Gesang, rumpelndem Gestein und den seltsamen Kampfgeräuschen zusammensetzte. Der Wal hatte sich zu befreien vermocht, und schwamm nun Richtung Stadt davon. Plötzlich berührte sie etwas am Arm. Die Amazone zuckte zusammen, doch es war nur eines dieser seltsamen Leuchtgräser, diese standen nun nämlich recht zahlreich um die Schlote. Langsam konnte man sogar auch ohne die Leuchtsteine ein bisschen mehr von seiner Umgebung erkennen. Trotzdem erwischte der erste Angriff der kleinen Kraken sie unvorbereitet, die Saugnäpfe hafteten gut an ihrem Anzug und irgendetwas frass sich rasend schnell bis auf ihre Haut.

Sie verbiss sich einen Schrei, packte den Speer an ihrem Sattel und stach damit wütend auf den kleinen Kraken ein, während ein zweiter sich von der Seite näherte und sie ebenfalls mit seinen Tentakeln drangsalierte.
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Nocturne

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #136 am: Samstag 15 Oktober 2016, 21:07 »

Runde 18


Christian und Asarra blieben allein in der Dunkelheit unter dem Meer zurück – ohne Sirlaya, ohne Silvana, ohne einer der Hälften des Tentakelmonstrums. Nun, allein waren sie natürlich nicht wirklich, denn noch waren da nicht wenige kleiner Kraken und Christians Gegner, und da waren die Meerelfen, die endlich eintrafen und sich in den Kampf stürzten. Und auch besonders dunkel war es nicht mehr, denn die merkwürdigen, riesigen Grashalme breiteten sich schnell um die Schlote aus, schon hatten die ersten Halme den Rand erreicht, und erleuchteten den Tiefseegraben. Nach und nach schälten sich weitere Details des Meeresbodens aus der Finsternis, schon ließ sich ganz schwach die gegenüberliegende Wand des Grabens erahnen, in dem sie sich befanden.

Christian schien es gelungen zu sein, sein Monstrum zu besiegen: es war wohl noch nicht tot, zumindest bewegte es sich in krampfartigen Zuckungen, doch sank es hilflos zu Boden – mitten hinein in den wachsenden Wald goldenen Grases. Lautlos sank es schließlich hinein, und dann geschah etwas gänzlich Unerwartetes: Das Gras rund um die Kreatur schoss in die Höhe, flammte geradezu wütend ob des Eindringens der finsteren Kreatur auf, und der Kadaver löste sich einfach auf, nichts blieb von ihm übrig! Die goldenen Halme aber wuchsen mit doppelter Geschwindigkeit weiter, überwucherten bald den Krater des ersten Schlundes, und tatsächlich verringerte sich der Strom der finsteren Schwaden aus diesem Krater mehr und mehr. Das Licht überwucherte es einfach und breitete sich nun auch über die weiteren Schlote aus.

Asarra war unterdessen in einiger Bedrängnis, aber das Eintreffen der Meerelfen kam zum rechten Zeitpunkt: mit deren Hilfe dauerte es nicht lange, bis die kleinen Kraken besiegt waren, und das rassante Wachstum des goldenen Grases – oder was es auch war – verhinderte schon bald, dass sich überhaupt neue bilden konnten.

Und dies alles geschah wohl keine Sekunde zu früh, denn Asarra und Christian spürten beide, wie die Brust ihnen langsam aber sicher eng wurde.

~@~


Silvana war Sirlaya und dem halben Kraken nach oben gefolgt und konnte so beobachten, wie der Waldelf durch die Kuppel brach, sich verwandelte und dort von Naveen und Fjalladis aufgelesen wurde. Vor ihr klaffte nun ein großes Loch in der Kuppel, während der zerstörte Kraken nach unten sank – auf die Finsternis zu, aus der nun jedoch langsam ein goldenes Leuchten aufschimmerte. Ihr Pferdchen weigerte sich allerdings, durch dieses Loch zu schwimmen – schon am Strand damals (wie lange war das jetzt her? Nur Stunden?) - hatte das Pferd  Llywelyns an der Luft ja offensichtlich nicht atmen können.

Um die Kuppel schien es deutlich nicht zum Besten zu stehen. Überall waren nun Meerelfen damit beschäftigt, die Risse mit Leuchtsteinen zu stopfen, doch sie kamen damit kaum hinterher, und von außen war ganz gut zu sehen, dass nun schon mehrere Kuppeln komplett eingebrochen waren.

~@~


Ancalagon strich Varnayrah die silbrigen Haare aus dem Gesicht, hob sie hoch und drückte sie an sich. Als Syrena eintrat, flößte er ihr grade etwas aus einem Fläschchen ein, woraufhin die Windsängerin wieder zu sich kam. “Naja, sie hat sich ein wenig... verausgabt, könnte man sagen.“, knurrte der Schattentänzer auf Syrenas Frage. “Es geht schon, sie bräuchte nur jetzt ein wenig Ruhe...“

„... und die haben wir nicht.“
, schloss Varnayrah den Satz ab, zappelte sich aus Ancalagons Armen frei und landete auf den Füßen und im Wasser. Besonders kräftig wirkte sie allerdings immer noch nicht, trotz des Heiltrankes.  Ihre Bewegungen wirkten auch weniger geschmeidig, als sonst, als sie zu Svarog hinüberging und die Pflanzen in Augenschein nahm. Inzwischen war von Cranneg der Vorschlag gekommen, die Pflanzen in einem der Gärten einzupflanzen, was dem Zwerg einen leicht überraschten Blick des Schattentänzers einbrachte. Varnayrah hingegen schien es zu weilig zu haben, um daran irgendwas merkwürdig zu finden. “Ich komme mit. Vielleicht kann ich mich da nützlich machen... meine Verbindung mit Sirlaya ist abgebochen, er muss sich verwandelt haben....“ Sie runzelte leicht die Stirn. “Ich hoffe, er ist irgendwo in Sicherheit. Wenn Christian bei ihm ist... „ Damit lief sie hinaus, Cranneg und Svarog hinterher. Auch Ancalagon folgte, auch er beherrschte ja den Rankenzauber und konnte möglicherweise helfen. Und Syrena war schon halb den Weg hinauf auf die Kuppel zum Sonnenstein.

Cranneg, Svbarog, Varnayrah und Ancalagon hatten Glück und fanden einen Garten, dessen Kuppel noch mehr oder weniger intakt war und der noch nichtmal unter Wasser lag – zumindest nicht komplett – weil der Erdboden da leicht anstieg zu einem kleinen Hügel. Er war auch noch relativ nah an der Legendenhalle und damit am Sonnenstein. “Du erlaubst“, wandte sich Varnayrah an den Lykaner und nahm ihm dann, ohne eine Antwort abzuwarten, eine der Pflänzchen ab, um dem Zwerg und ihm selbst zu zeigen, wie man die jungen Sprösslinge in den Erdboden setzte. Sie bat dann die beiden, mit den restlichen Pflanzen ebenso zu verfahren, während sie selbst und Ancalagon sich  bemühten, mit ihrer Zauberkraft die Pflanzen schneller wachsen zu lassen, ihnen Lebenskraft zu spenden, damit sie möglichst schnell blühten und Blütenstaub produzierten – dennoch ging es etwas zäh vor sich, bis einige der Meerelfen, die Fjalladis rekrutiert hatte, mit ihren Leuchtsteinen vorbei kamen. Tatsächlich half das Licht, und zusammen mit den Zaubern der Landelfen breiteten sich die Pflanzen weiter und weiter in dem Garten aus und begannen, zarte Blüten auszubilden.

~@~


Fjalladis gelang es irgendwie, Naveen und den regungslosen Sirlaya beide auf das Dacjh der Legendenhalle zu fliegen, wo sie selbst aber völlig entkräftet ankam. Kaum hatte sie den Elfen vorsichtig niedergelegt, kam Syrena die Stufen hoch und sah, was hier vor sich ging. Dass Sirlaya noch lebte, hatte Naveen feststellen können – allerdings war er dem Tode nahe. So kam der Heilzauber der Wirtin grade rechtzeitig. Während die junge Frau ihre Kraft fließen ließ, konnte sie beobachten, wie die Atemzüge des silberhaarigen Elfen kräftiger wurden, und schlißelich schlug er die Augen auf. Verwirrt blickte er um sich, er schien jemanden erwartet zu haben, der – oder die – jetzt nicht hier war, dann stellte er eine Frage – auf Isdira – “Wo ist die Windsängerin?“, doch dann richtete er sich halb auf und sah sich um – die springenden Kuppeln, das eindringende Wasser, der kränkelnde Sonnenstein, aber auch das goldene Leuchten, das aus der Tiefe wie ein Sonnenaufgang schimmerte,. Noch schwach, aber stetig deutlicher werdend. Da huschte ein schwaches Lächeln über die ausgemergelten Züge des Hochelfen. “Die Quelle schließt sich., flüsterte er, und wandte sich dann an die drei, die bei ihm waren. “Wir müssen den Sonnenstein retten – blüht die Korallenblume noch? Habt ihr die Bilder in der Legendenhalle gesehen? Mein Volk scheint so viel vergessen zu haben...“ Er seufzte und kam mühsam auf die Beine, weil er immer noch schwach war und schon so lange als Wal durch die Meere gepflügt war, dass der Elfenkörper ihm noch fremd war. “Der Sonnenstein...“, murmelte er und strich sanft über dessen befleckte Oberfläche. So kalt, so düster... ist Paladin an der Oberfläche noch bekannt? Wir müssen ihn um sein Licht bitten, damit er den Stein wieder entzündet – eine kleine Perle, leuchtend wie flüssiges Bernstein, gebracht von seinem Boten, ließ das Wunder damals entstehen, vielleicht, wenn die Sänger noch immer über die Welt wachen...“ Dann verdüsterte sein Blick sich wieder. “Oder ist der Kampf verloren? Gehört die Oberfläche Côr? Aber das darf, kann nicht sein...“
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Syrena

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #137 am: Dienstag 18 Oktober 2016, 12:52 »

Es war nicht mit Worten auszudrücken welche Erleichterung Syrena verspürte, als sie merkte, das die Atemzüge Sirlayas tiefer und kräftiger wurden. Als er die Augen aufschlug und etwas sagte, verstand die junge Frau allerdings kein Wort. Fragend wandte sich Syrenas Blick zu Naveen und Fjalladis.

Was hat er gesagt? Hat er noch starke Schmerzen?

Doch wenn es so war, so schien ihr Patient sie zu unterdrücken,  denn er richtete sich recht bald auf und ging auf wackeligen Beinen zum Sonnenstein. Mit zwei raschen Schritten war Syrena bei ihm und griff nach seinem Arm um ihn zu stützen.

Ihr seid verletzt und erschöpft, ihr solltet Euch etwas ausruhen. Bleibt einen Moment ruhig stehen, ich will sehen ob ich Eure Wunden noch besser schließen kann.

Damit konzentrierte sie sich erneut auf ihre heilende Magie, um Sirlaya einen Teil seiner Schmerzen zu nehmen. Erst danach, als sie sich sicher war das er nicht einfach wieder zusammen brechen würde, fragte sie besorgt bei Naveen und Fjalladis nach was überhaupt geschehen war.

Wisst Ihr wie es um die Kuppeln bestellt ist? Unten steht schon fast alles unter Wasser. Wir haben versucht Blumen wachsen zu lassen deren Blütenstaub die Tierchen ernährt, die die Kuppeln bilden, aber ich glaube es wird zu lange dauern bis sie groß genug gewachsen sind.
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Silvana

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #138 am: Donnerstag 20 Oktober 2016, 19:27 »

Natürlich, das Pferdchen war ein Wassertier. Silvana wurde erst nach der wiederholten Weigerung ihres Reittieres klar, dass sie allein durch das Loch in die Kuppel schwimmen musste. Gedanklich bedankte sich die Kriegerin bei dem Wasserpferd, strich ihm sanft über den Kopf und ließ sich von seinem Rücken sinken. Ein paar kräftige Schwimmbewegungen mit den Beinen und Silvana schoss durch die klaffende Öffnung in die Unterwasserhalle. Die nun eher eine in-dem-Wasser-Halle war. Den Dreizack immer noch fest mit der Rechten gepackt, tastete Silvana nach festem Boden und richtete sich auf. Sie sollte sich beeilen, ehe die Kuppel voll lief.

Gerade sah sie einen Greif den verwandelten Wal zusammen mit dem Elfen vom Strand davon fliegen. War Sirlaya am Leben? Hatte sie ihn gerade noch retten können oder war alles vergebens gewesen? Ein wenig ärgerte sich Silvana so im Unklaren gelassen zu werden.

Unweit bemerkte sie Meerelfen, die verzweifelt versuchten die unzähligen Risse mit leuchtenden Steinen zu stopfen. Schon von außen hatte Silvana bemerkt, dass einige Kuppeln zusammengebrochen waren. Lange würde dieses filigrane Gebilde, das die Elfen "Unterwasserstadt" nannten, nicht mehr halten. Warum wollten sie überhaupt hier bleiben? Warum versuchten sie nicht an die Oberfläche zu gelangen? Wenn sie doch diese Atemkügelchen besaßen, und die Anzüge, und Seepferde nicht zu vergessen. Diese Spitzohren würde sie wohl nie verstehen.

Die Amazone kämpfte sich durch die einströmenden Wassermassen zu Cranneg, Svarog und dem Elfenpaar durch. Obwohl sie ganz deutlich die Magie spüren konnte, die hier gewirkt wurde, verstand sie dennoch nicht was das alles sollte. Mit dem Zeigefinger tippte sie dem Zwerg auf die Schulter.

"Verzeiht, werter Cranneg, ich will ja nicht drängeln, aber sollten wir nicht lieber versuchen an die Oberfläche zu gelangen als hier unten einen Garten anzulegen? Der Wal ist gerettet und dennoch stürzt hier alles zusammen. Wozu hier bleiben, wenn es an der Oberfläche doch viel sicherer ist?"
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Christian

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #139 am: Donnerstag 20 Oktober 2016, 19:49 »

Christian sah der gen Meeresboden sinkenden Krakenhälfte nach. Sie fiel direkt in die wachsenden Leuchthalme hinein, was diese umso stärker aufleuchten ließ, während vom Krakenwesen selbst nicht übrig blieb. Anscheinend ernährten sich diese Halme also sogar von dieser Dunkelheit, somit war auch der erste Schlot schon so gut wie dicht, bevor der Magier nun doch das bereits erwartete Ziehen in der Brust spürte. Lange würde das Atmen unter Wasser mit der Blütenknospe nicht mehr anhalten. So deutete er Asarra an, mit ihm den Rückweg zur Unterwasserstadt der Meereselfen anzutreten, während die eingetroffenen Meereselfen dafür sorgen würden, dass wirklich kein Kraken mehr übrig bleiben würde. Hoffentich verstand das Seepferd, auf dem er selbst saß, seinen Wunsch, so schnell wie möglich zurück zur Unterwasserstadt zu gelangen.

Schon noch von außerhalb der Stadt war sichtbar, dass ein Großteil der Stadt bereits vom eindringenden Wasser überflutet worden war. Ob überhaupt noch etwas von ihr zu retten war? Aber zuerst mussten sie ins Innere der Stadt gelangen, weswegen er einen Ort zum Betreten der Stadt suchte, der sich möglichst nah am Sonnenstein befand, denn dort sah er noch die größten Chancen, etwas zu bewirken. Hoffentlich war auch Sirlaya noch am Leben, allerdings hatte er bisher keinen Wal gesehen...
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Cranneg Koglarn

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #140 am: Freitag 21 Oktober 2016, 12:04 »

"Es erschien mir logisch." , meinte der Zwerg nur mit einem Schulterzucken auf ihren kleinen Ausbruch. Pflanzen gehörten in einer solchen Gegend in Gärten, oder nicht? Doch schon war sie die Treppe hinauf verschwunden, um sich anderen Arkanen Dingen zu widmen und ließ ihn mit zwei Elfen und einem Lykantrophen zurück, was er mit einem leisen Grummeln in seinen Bart quittierte.

Die Harfe spielende Elfe entschied sich ihnen zu helfen - was auch immer sie vorher auch versucht haben mochte - und er begegnete dem überraschten Blick ihres Beschützers nüchtern. Er kannte sich bestimmt nicht mit Pflanzen aus, aber er konnte eins und eins zusammen zählen und war keinesfalls mit Blindheit geschlagen, da er durchaus die Kuppelgärten bemerkt hatte.

Da er keine große Ahnung hatte, was genau zu tun war, hielt er sich an die Anweisungen derer, die einen Plan zu haben schienen und verließ die Legendenhalle - wobei er sich später gewiss neue Stiefel und einen Satz Kleidung würde besorgen müssen, nachdem das Salzwasser alles ruiniert hatte - und watete zu der kleineren Kuppel in der Nähe, welche auf einem sanften Hügel lag. Dort folgte er der Anleitung der Elfe und begann einige der Pflanzen einzusetzen. Zu seiner Überraschung unterschied sich Gartenarbeit, nicht so sehr von seiner üblichen Tätigkeit, nachdem er gesehen hatte, was zu tun war. Ein Loch bis zu einer bestimmten Tiefe graben, die Pflanze einzusetzen und es zuschütten. Ganz einfach. Mit der Hilfe einiger der hiesigen Elfen und deren Lichtsteinen, gelang es auch sie sogleich zum Blühen zu bringen...

Cranneg wurde durch ein Tippen auf seiner Schulter aus seiner Beobachtung gerissen und wandte sich zu Silvana um, die nun einen seltsamen Schuppenanzug trug. Fast erleichtert begrüßte er die ersten vernünftigen Worte, die er hier unten tatsächlich verstand.

"Ein guter Vorschlag. Doch diese Pflanzen sind vorerst die beste Lösung für unser Problem. Angeblich soll der Blütenstaub helfen die Kuppel zu reparieren, die aus irgendwelchen Wesen besteht..."  Der Zwerg sah sie hilflos an, da er mit Magie nichts anfangen konnte und bedeutete ihr sich zu ihm herunterzubeugen, damit er ihr zuflüstern konnte und sah noch kurz zu den anderen, um zu sehen ob sie mit den Pflanzen beschäftigt waren. "Ich kann mit diesem Irrsinn hier nicht viel anfangen. Diese Elfen haben von der Hälfte ihrer eigenen Stadt keine Ahnung. Ich weiß nur was ich in dieser 'Legendenhalle' gesehen habe. Wenn dies nicht hilft, dann sollten wir gehen, aber solange sollte dieses Problem an der Wurzel bekämpft werden, bevor es größer wird."
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Fjalladis Radran

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #141 am: Freitag 21 Oktober 2016, 14:17 »

Leichtfüßige Schritte von der Treppe her ließen Fjalladis aufschauen. Sie nickte schwach auf Syrenas Fragen hin. „Ihr kommt genau im rechten Augenblick...“

Sie rutschte steif ein wenig beiseite, um der Heilerin und Naveen bei ihren Bemühungen um Sirlaya nicht im Wege zu sein und lehnte sich noch immer schwer atmend an die Brüstung der Terrasse.

„Er muss die Wand als Wal durchbrochen und sich dann zurückverwandelt haben. Kein gutes Zeichen...“

Syrenas Heilkünste holten den Magier jedoch erstaunlich rasch wieder zurück ins Leben und die Priesterin bemühte sich, wenigstens ansatzweise so etwas wie Haltung anzunehmen.

„Sie ist ganz in der Nähe“, erwiderte sie dem Hochelfen auf Isdira, in der Annahme, dass Varnayrah sich noch im unteren Teil der Halle befände. Dann blickte sie zu Syrena. „Er sucht die Windsängerin. Varnayrah ist doch noch unten...?“

Dass die Quelle des Bösen sich zu schließen begann war in jedem Falle eine gute Nachricht.

„Er will wissen, ob die Korallenblume noch blüht?“, leitete sie Sirlayas nächste Frage weiter und als der Elf zum Sonnenstein hinübertrat, erhob sich auch die Priesterin schwerfällig und folgte ihm.

„Paladin ist keineswegs vergessen und auch er entsinnt sich noch dieses Ortes hier. Nehmt dies von seiner Dienerin.“ Mit einer respektvollen Verbeugung bot sie Sirlaya die Phiole mit der leuchtenden Bernsteinperle an. „Möge dieser Ort in neuem Licht erstrahlen und mögen seine Geheimnisse niemals mehr vergessen werden.“

Dann wandte sie sich wieder an Syrena und Bedauern lag in ihrem Blick „Das Wasser scheint bereits mehrere Teile dieser Stadt zerstört zu haben. Es ist ein Glück, dass ihre Bewohner nicht ertrinken können und ich bete zu Paladin, dass auch die anderen wohlauf sind. Der Wiederaufbau wird viel Zeit kosten, doch wenn die dunkle Quelle tatsächlich versiegelt ist, besteht zumindest Hoffnung – und das nicht zuletzt dank Euch und Eurer großartigen Heilkünste.“ Sie verneigte sich zum Zeichen ihrer Anerkennung leicht vor der jungen Frau und nickte dann auch Naveen zu. „Und natürlich auch dank Euch. Wer weiß, was geschehen wäre, wenn Ihr nicht zur Stelle gewesen wäret und so beherzt eingegriffen hättet...“
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Silvana

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #142 am: Freitag 21 Oktober 2016, 17:13 »

"Blütenstaub. Aha." Die Amazone rümpfte die Nase. Hätte Cranneg behauptet, Seidenstoff wäre geeignet Scharten in einer Schwertklinge zu reparieren, hätte sie ihm das viel eher geglaubt. Auf seine geflüsterten Worte entrang sich ihr ein tiefer Seufzer der Resignation.

"Spitzohren. Habt Ihr geglaubt diese Spezies Zweibeiner verstehen zu können? Es gibt keine Bedrohung von Côr an der Oberfläche. Zumindest nicht direkt. Bis auf ein paar unbedeutende Angriffe auf Nuru. Nicht der Rede wert. Wozu also ein Problem bekämpfen, das keines sein müsste. Ich sage, packen wir diese Elfen an den spitzen Ohren und schaffen sie nach oben, ehe wir hier bei diesen sinnlosen Rettungsversuchen ersaufen wie die Ratten."

Sie hatte ebenso geflüstert wie der Zwerg und beäugte aus den Augenwinkeln die Versuche Varnayrahs, Pflanzen zu schnellem Wachstum zu bewegen, mit deutlichem Misstrauen.

"Magie ist nicht zu trauen, glaubt mir", brummte sie missgelaunt dem Zwerg ins Ohr. "Eine ordentliche Waffe in der Hand, so sollten Probleme gelöst werden. Ein Leben unter Wasser, was für ein elfischer Irrsinn."
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Cranneg Koglarn

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #143 am: Freitag 21 Oktober 2016, 18:08 »

Cranneg konnte ihr nur aus ganzem Herzen zustimmen, aber er hatte zu lange unter seinem Meister gelernt, um sich einen solchen Lapsus an Höflichkeit offen leisten zu wollen. Magie war nicht etwas, mit dem er bisher groß in Berührung gekommen war und er misstraute ihr, da er nicht verstand wie sie funktionierte, ganz im Gegensatz zu verlässlichem Handwerk.

"Ich bin ganz eurer Meinung, aber ebenso wenig will ich ins Wasser hinaus. Hätte ich gewusst, was dieser Hochzeit folgt, wäre ich noch am selben Abend abgereist."

Doch dafür was es längst zu spät. "Doch jetzt einfach zu gehen.." , er schüttelte sein Haupt und zeigte damit die berühmte Sturrheit seines Volkes. "Eher zerschmettert der Stein, als sich zu beugen."  Das war es was sein Großvater immer gesagt hatte und damit war eigentlich auch alles gesagt. So ungern er hier war, so würde er sich nicht einfach ins Bockshorn jagen lassen. 
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Naveen

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #144 am: Samstag 22 Oktober 2016, 00:30 »

Naveen nickte nur knapp, hob Sirlaya so vorsichtig wie eben möglich an und platzierte sich und den bewusstlosen Elfen auf Fjalladis Rücken.
Während des kurzen Fluges hielt Naveen Sirlaya fest umschlugen und löste den Griff erst, als sie auf der Legendenhalle landeten. Vorsichtig ließ er den Elfen vom Rücken des Greifen gleiten, ging selbst auf die Knie und versuchte Sirlayas Kopf möglichst sanft auf seinen Oberschenkeln zu betten.

Er strich Sirlaya die Haare aus dem Gesicht, als Syrena zu ihnen trat.

"Ja, er lebt noch.." Sprach er, während die junge Frau ihn untersuchte. Diesmal hatte Naveen ausnahmsweise keine Augen für Syrena. Die Situation war zu kritisch, mit dem Leben Sirlayas stand zuviel auf dem Spiel.
Und so merkte Naveen nur am Rande, wie Syrena einen Heilzauber wirkte. Aber er spürte sofort, wie Sirlayas Zustand sich besserte. Erst atmete er tiefer ein und aus, dann flatterten seine Augenlider und zu guter Letzt schaffte es der verwandelte Wal tatsächlich sich wieder aufzusetzen.

Syrena und Fjalladis gaben Sirlaya Antwort auf seine Fragen und auch Naveen erfuhr so einiges, was er zuvor noch nicht gewusst hatte. Die Pflanzen sollten die Kuppel retten? Musik, Licht und Blumen waren die Grundlage dieser Unterwasserstadt? Ein Lächeln glitt über Naveens Lippen. Zu solch einer Magie konnten nur Elfen imstande sein.
Fjalladis Dank nahm er nur mit einem Schulterzucken zur Kenntnis. Was hatte er auch mehr getan, als zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein? Syrenas Heilkräften war es zu verdanken, dass der Elf nun mit ihnen am Sonnenstein stand und die bernsteinfarbene Perle von Fjalladis erhielt. Alle Anerkennung gebührte ihr.

"Sirlaya.. die Perle.. der Sonnenstein.. wie können wir euch helfen um das Wunder erneut erwirken?"

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Asarra

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #145 am: Samstag 22 Oktober 2016, 08:05 »

Die Hilfe - in Form einer Schar dieser seltsamen Unterwasserelfen auf ihren Flossenpferdchen - kam wirklich keinen Moment zu früh. Die Amazone traf den kleinen Kraken zwar, doch war sie mit dem Speer nicht geübt. Natürlich hatte sie als Kind in der Schwesternschaft auch diese Waffe geführt, doch das war lange her und besonders geschickt war sie schon an Land nicht damit gewesen.

Am Rande ihres Gesichtsfeldes wurde die Dunkelheit plötzlich durchdrungen. Die Krakenhälfte, gegen die sich Christian erfolgreich behauptet hatte, wurde von den goldenen Gräsern geradezu aufgezehrt. Dabei leuchtete das Licht noch stärker, und sie schienen auch viel schneller zu wachsen.

Auch ihre beiden Gegner, niedergemacht von den eintreffenden Elfen, vergingen im sanften Licht der Goldgräser. Die hohen Stängel bedeckten bereits weite Teile des Meeresbodens, langsam schälte sich die Kontur einer steilen Klippe aus dem Dunkel. Sie mussten sich in einer Art Schlucht unter dem Meer befinden. Wie seltsam. Vielleicht sollte sie Darius davon erzählen, nur zu gut erinnerte sie sich an die Neugierde des Drachen auf alles und jeden.

Langsam wich die Spannung des Kampfes aus ihren Gliedern. Erst da bemerkte sie die beiden Löcher in ihrem Anzug. Die darunterliegende Haut war blasig und stark gerötet. Die Amazone ignorierte das anhaltende Brennen und atmete tief durch. Doch das fiel ihr plötzlich schwer! Verdammt, wo war nur die zweite Knospe? Sie musste zur Stadt zurück.

Glücklicherweise gab ihr Christian eben in diesem Moment per Handzeichen zu verstehen, dass er dasselbe plante. Die Amazone bedeutete dem Elfentrupp, ihr ebenfalls zu folgen.

Tatsächlich erreichten sie die Stadt zügig, und dennoch gerade rechtzeitig. Denn die Brust wurde ihr inzwischen mit jedem mühsamen Atemzug enger. Der Anblick war allerdings ein ernüchternder. Überall klafften Löcher, manche Kuppeln schienen bereits ganz geflutet. Der Magier machte sich auf zur Legendenhalle und diesem seltsamen Stein. Dort war die magieunbegabte Amazone keine Hilfe. Daher versuchte sie von aussen einen Punkt zu erspähen, von wo man erst einmal die restliche Stadt abdichten und vor dem Wasser schützen könnte. Den Rest konnten die Elfen dann vorzu wieder aufbauen. Oder so. Sie winkte dem Trupp, ihr zu folgen.

« Letzte Änderung: Dienstag 25 Oktober 2016, 21:21 von Asarra » Gespeichert
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Nocturne

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #146 am: Mittwoch 26 Oktober 2016, 19:28 »

Runde 19


Syrenas  Heilzauber schienen Sirlaya wirklich gut zu tun, denn er wirkte nach dem Zweiten nun schon kräftiger. Sachte lächelte er der Heilerin zu, wenn er sie natürlich auch nicht verstand. Dann hörte er sich aufmerksam an, was Fjalladis berichtete und bemerkte nur: “Dann ist keine Zeit zu verlieren. Wie ich sehe, ist hier eine Priesterin des Paladin.... das ist gut. Unterstützt mich mit Euren Gebeten, bitte.“ Er nahm die leuchtende Bernsteinperle entgegen und legte sie oben auf den Sonnenstein. Dann lächelte er auch Naveen rasch zu. “Ihr habt schon sehr geholfen, denn noch steht die Stadt, ich bin lebendig und ich rieche schon schwach den Duft der Korallenblumen. Zu welchem der Sänger seid Ihr verbunden? Dann solltet auch Ihr einfach um Hilfe bitten.“ Dann wandte er sich dem Sonnenstein zu – grade als Christian über der Kuppel mit dem Sonnenstein ankam. Wie schon vorher schien der Anzug zu bewirken, dass man einfach durch die Kuppel hindurch gleiten konnte, nur dass diese sich nun einen Hauch wärmer anfühlte, und wo Christians Haut unbedeckt war, kribbelte es ein wenig – nicht unangenehm, aber deutlich.

Sirlaya aber stimmte einen Gesang an, und diejenigen, die Isdira verstanden, hörten, dass er  darin die Sonne und das Licht und die Wärme pries, die Dunkelheit und Kälte verjagten und Leben schenkten.  Und unter dem Gesang begann die Bernsteinperle zu schmelzen, und das goldene Licht glitt am Sonnenstein hinunter und breitete sich über dessen Oberfläche aus und bedeckte nach und nach die dunklen Flecken, die nach Christians und Syrenas Heilversuchen noch übrig geblieben waren. Und das Licht sickerte in den Sonnenstein hinein, und er erstrahlte hell, so dass es schmerzte, hineinzusehen. Und dann wurde es warm – zunächst angenehm, dann in der unmittelbaren Nähe ungemütlich. Sirlaya aber lachte leise. “Nun, wir sollten hier heruntersteigen.“, sagte er und ging auf die Treppe zu.

In der Stadt aber bewirkten Licht und Wärme, dass die verbliebenen Kuppeln wie Kristalle erstrahlten und das Licht brachen und zurückwarfen, bis die ganze Stadt wie ein Diamant in der Tiefe des Meeres erstrahlte. Asarra konnte diesen Anblick von außen bewundern, als sie mit den Meerelfen im Gefolge um die Stadt herumschwamm, um nach einer Stelle zu suchen, die ihr Eingreifen am meisten erforderte.  Die Meerelfen hinter ihr brachen bei dem Anblick in Jubel aus.

Die Bewohner der Stadt schienen im wahrsten Sinne des Wortes aufzutauen und wirkten nach und nach weniger schlafwandlerisch; ihre Versuche, die Kuppel mit ihren Leuchtsteinen zu reparieren, wurden zielgerichteter, und im Garten ging die Arbeit an den neuen Pflanzen gleich viel schneller. Einige von ihnen schienen sogar ähnliche Zauber zu beherrschen wie Ancalagon und Varnayrah und ließen die Sprösslinge mit ihren Liedern schneller wachsen und erblühen. Wärme und Licht ergossen sich über die kleinen Pflänzchen und taten ihr Übriges, dass sie gedeihen konnten. Es geschah – nach all den Bemühungen von Svarog, Silvana, Cranneg und den Anderen – ganz plötzlich: der ganze Garten war von roten Blüten bedeckt, deren frischer Duft leicht durch die Luft wehte.

Irgendwann richtete Varnayrah sich auf – der die Erschöpfung deutlich ins Gesicht geschrieben stand – und lachte. Dann tanzte sie und sang dazu, ein schnelles Lied, eine Melodie wie eine frische Briese im Frühling, und rief: “Spürt ihr den Wind?“, und tatsächlich, erst sachte, dann immer stärker, wehte ein Lufthauch durch den Garten, wurde zur kräftigen Böe und fegte durch die ganze Stadt. Eine Wolke aus rotem Blütenstaub trug sie mit sich, und überall legte dieser Staub sich auf die Wände der Kuppel. Und  die kleinen Wesen, die die Kuppel bildeten, erwachten unter der Wärme und dem Licht des Sonnensteins zu neuem Leben und stürzten sich hungrig auf die endlich wieder bereit stehende Nahrung. Sie begannen zu wachsen, dass es regelrecht knisterte... Risse schlossen sich zusehends, und selbst die Ränder größerer Löcher begannen, aufeinander zuzuwachsen. Unterstützung durch Lichtkugeln käme bei den größeren Löchern sicher recht, und so gab es auch für Asarra und die ihr folgenden Meerelfen noch genug zu tun: Das riesige Loch über Sirlayas Turm klaffte immer noch und musste dringend verschlossen werden, sollte der Turm nicht verloren gehen. Aber im Licht des neu erstrahlten Sonnensteins schien das nur eine Frage der Zeit zu sein.

Die schon eingestürzten Kuppeln aber schienen verloren. Die würde man ganz neu wieder errichten müssen. Aber der größte Teil der Stadt schien gerettet.
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Syrena

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #147 am: Montag 31 Oktober 2016, 18:05 »

Fjalladis lobte Syrenas Heilkünste und der jungen Wirtin schoss sofort die Röte in die Wangen, auch wenn sie sich insgeheim über die Anerkennung freute.

Nein, nein, wenn hier jemand über großartige Heilkünste verfügt, dann ist das Christian di Asturien. Gegen ihn bin ich nur ein ganz kleines Licht. Er ist mein Mentor müsst Ihr wissen.

wehrte sie das Lob bescheiden ab. Sirlaya schien es durch ihren zweiten Zauber deutlich besser zu gehen, so dass sie den Elfen losließ um ihm mehr Bewegungsfreiheit zu geben, und zwei Schritte beiseite trat. Neugierig beobachtete sie, wie Fjalladis ihm eine glänzende Perle überreichte und diese dazu benutzt wurde um dem Sonnenstein neue Kraft zu spenden.

Syrena verstand nicht, was genau da vor sich ging, da sie die Sprache der Elfen nicht kannte, aber das der Sonnenstein wärmer und heller wurde, das bemerkte sie durchaus. Da Fjalladis damit beschäftigt schien ein Gebet oder ähnliches zu sprechen, zupfte sie vorsichtig Naveen am Ärmel und flüsterte ihm zu:

Meister Nebeltau, sagt, was war das für eine Perle, die den Stein erhellt hat? Was tun die beiden da? Es ist ein wahres Wunder, was wir gerade mit ansehen, oder nicht?

Die rehbraunen Augen der jungen Frau waren vor Staunen weit aufgerissen und sie vergaß für den Moment sogar, dass das Unterkleid, das sie trug, ziemlich durchnässt war. Erst als Sirlaya ihnen deutete hinunter zu gehen, und die Wärme des Sonnensteins so stark wurde, das sie kaum noch auszuhalten war, kam wieder Bewegung in die Heilerin. Sie ging ebenfalls die Treppe hinunter und trat unten mit den Anderen aus der Tür des Gebäudes hinaus.

Verehrte Fjalladis, wenn hier jemandem Dank gebührt, dann wohl Euch. Eure Perle hat den Sonnenstein stärker erstrahlen lassen, als es unsere Zauber jemals vermocht hätten. Das war – das ist – einfach fantastisch. Wenn Suffix das nur hätte sehen können...

Und mit dem Gedanken an den Barden schien Syrena plötzlich traurig zu werden. Selbst wenn die Unterwasserstadt gerettet war, würden sie jemals wieder heil an die Oberfläche kommen? Sie setzte sich auf einen großen Stein, und beobachtete wie die Kuppeln sich langsam wieder verschlossen. 
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Christian

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #148 am: Dienstag 01 November 2016, 09:47 »

Direkt an der Kuppel mit dem Sonnenstein glitt er mit Hilfe des Anzugs durch diese hindurch, allerdings wirkte sie deutlich wärmer und kribbelte gar an  nun unbedeckten Stellen. Er kam gerade rechtzeitig, als sich ein Elf, bei dem es sich allem Anschein nach um den wieder zurückverwandelten Sirlaya handelte, zusammen mit Fjalladis um den Sonnenstein kümmerte. Na mit Paladins Hilfe sollte das doch klappen, immerhin war dieser Sänger ja für das Licht zuständig. Auch wenn der Magier kein Wort verstand, spürte er doch, dass die Gebete halfen, um den Sonnenstein zu stärken.

Schließlich schienen sie fertig zu sein, so nahm der ehemalige Statthalter von Nighton gerade einen seiner Manatränke zu sich, als Sirlaya etwas belustigt äußerte, dass sie die Treppe hinuntergehen sollten, wahrscheinlich würde die Wärme hier gleich unangenehm werden. So folgte Christian dem Elfen zunächst und blickte sich dabei genauer um. Über dem Turm des Elfen befand sich ein riesiges Loch und da der Retter des Drachenauges sich unsicher war, ob die Kraft des erstarkenden Sonnensteins rechtzeitig dort ankommen würde, machte er sich dann doch etwas eiliger auf den Weg zu dem Gebäude.

Mit einer kurzen Flugeinlage war es auch kaum schwierig, auf die Dachplattform zu gelangen, aber das Wasser stand auch hier bis zur Brüstung, doch der Anzug würde schon dabei helfen, es halbwegs zu überstehen. Der Magier des Hohenturms konzentrierte sich kurz, bevor er zuerst eine Barriere reinen Lichtes um sich erschuf, um die Regeneration der Kuppel bis zum Ende zu unterstützen, bevor er nach einer weiteren kurzen Konzentrationsphase noch einen Sonnenball auf die zuwachsende Kuppel war, um dem Prozess einen weiteren Schub zu verpassen. Hoffentlich freute sich der Meerelf darüber, seinen Turm nach einer Trocknungszeit wieder betreten zu können, auch wenn das Inventar wohl kaum mehr zu retten wäre...



-1 großer Manatrank -> 61/61 MP
-54 MP für kurzzeitige Verwandlung in Seemöwe, 1 Sonnenlicht-Barriere und 1 Sonnenblitz mit je 121 WP -> 7/61 MP
« Letzte Änderung: Samstag 05 November 2016, 03:23 von Christian » Gespeichert
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Cranneg Koglarn

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #149 am: Mittwoch 02 November 2016, 11:01 »

Cranneg konnte wenig mit Magie anfangen, wie die meisten anderen Zwerge, doch auch er konnte sein Staunen nicht unterdrücken, als ein helles Strahlen über der Legendenhalle begann die ganze Stadt in Licht und Wärme zu tauchen. Die Blumen blühten auf, ließen ihre Pollen fliegen und der Kristall um sie herum erwachten zum Leben, erfüllt von unzähligen Wesen, die sich an den Pollen labten.

Doch in Jubelrufe konnte er noch nicht ausbrechen. Es wartete immer noch viel Arbeit und irgendjemand musste diesen Elfen, deren Köpfe in den Wolken steckten obwohl sie Unterwasser lebten, zeigen welche Stellen zuerst geflickt werden sollten. Davon hatte er immerhin etwas Ahnung.

"Heute werden wir wohl nicht ertrinken." , meinte er trocken zu Silvana. "Kommt, helfen wir noch ein wenig, dann kommen wir umso schneller wieder an die Oberfläche. Das einzige Wasser, das ich in den nächsten Wochen sehen will sollte sich besser in Bierkrügen befinden."

Entschlossen packte er den Leuchtstein und machte sich auf die Suche nach Orten, an denen er mehr tun konnte als rumzustehen und zu gaffen. Dafür wurde er sicher nicht von Silvana bezahlt, der ja die Schmiede in Nighton gehörte. Besser einen guten Eindruck machen, denn als Geselle konnte er sich nicht viele Schnitzer erlauben.

Da er mit der Sprache der Elfen nicht zurecht kam, winkt er einfach einigen der Meereselfen, hielt den Leuchtstein hoch und deutete auf die größten Löcher in der Kuppel. Ein Gedanke ließ ihn dann noch einmal zu den anderen in den Garten zurückkehren und er stellte sich neben die Elfe, welche ihnen mit den Pflanzen geholfen hatte und sah hoch zu dem Spektakel.

"Hm, die Durchbrüche zu schließen wird helfen. Doch das Salzwasser muss ebenfalls aus der Stadt entfernt werden, wenn neue Gärten entstehen sollen. Erinnern wir die Bewohner besser daran, bevor sie vor lauter jubeln noch vergessen, dass es die Gefahr noch nicht vorbei ist."

Das mochte sich nicht freundlich anhören, doch lieber war ihm grimmige Gesichter als tote.
« Letzte Änderung: Mittwoch 02 November 2016, 11:08 von Darius » Gespeichert
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