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  Sala dwe'Lyr
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   Autor  Thema: Sala dwe'Lyr (Gelesen 1544 mal)
Christian

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #15 am: Dienstag 03 Mai 2016, 21:49 »

Endlich würde er erfahren, ob Antonio und Sheherazade Nachkommen bekommen könnten und wenn ja, ob es so wie sonst auch vonstatten ging oder doch etwas nachgeholfen werdne musste. Doch gerade als das Fischotterweibchen ihm es freundlich mitteilen wollte, verstummte es und wirkte eher verstört. Von welchen Kindern sprach sie da? Und was war mit dem Lied des Meeres? Doch sie war bereits fort und mit ihr verblasste auch die Traumwelt...

Der Traum von dem Fischotterweibchen ließ dem Hohentürmler keine Ruhe, weswegen er recht früh aufstand und sich nach draußen begab in der Hoffnung, dort den Traum nochmal durchgehen zu können, während Neome und Yolmena noch etwas schlafen sollten. Allerdings war es draußen auch nicht angenehmer, dafür war noch mehr los. Offensichtlich hatte der Sturm ein Schiff erwischt. Außerdem war wohl jemand angetrieben worden. Na wenn das nichts mit dem Lied des Meeres zu tun haben würde, was dann? So gesellte er sich schleunigst zu den anderen bekannten Gefährten. Syrena wandte sich als Neuling in der Hohenturmgilde sogleich an ihn.


Die Sprache klingt recht elfisch, somit dürften Varnayrah oder Fjalladis ihn vielleicht verstehen. Und ja, wir helfen jedem, so gut wir können, so lange derjenige sich nicht zu sehr dagegen sträubt oder das Leben selbst bedroht.

Wen er mit dem letzten Ausschluss meinte, sollte zumindest Varnayrah nur zu geläufig sein. Während die meisten zu der Sandbank hinüberschwammen, stand Fjalladis etwas unschlüssig herum.

Werte Fjalladis, ich sehe, dass Ihr ebenfalls helfen möchtet. Darf ich Euch trockenen Fußes hinüber geleiten?
Mit seinem freundlichen Lächeln sah er die hochelfische Priesterin an, die mit seinem Vorschlag einverstanden zu sein schien. So nahm er ihre Hand in die seine, bevor er sie nach einer nur sekundenlangen Konzentrationsphase mit sich auf die Sandbank teleportierte.

Ich hoffe es war für Euch nicht zu unangenehm. Könnt Ihr den Verletzten verstehen? Falls er wieder zu sich kommt, sind ein paar beruhigende Worte in seiner eigenen Sprache sicher hilfreich.

Syrena wirkte derweil vor sich hin murmelnd den für ihn nur zu bekannten verbesserten Heilzauber. Sie schien bereits recht gut darin zu sein, auch wenn man ihr die mangelnde Erfahrung noch anmerkte. Also wohl ein Naturtalent.

Keine Sorge, aller Anfang ist schwer. Aber du hast bereits viel gelernt, darauf lässt sich gut aufbauen.

Während er seine Gildenschwester lobte, sah er sich die übrigen Verletzungen des elfenähnlichen Wesens an. Aber es schien nichts zu sein, mit dem er nicht fertig werden würde. So konzentrierte er sich auch hier kurz, bevor er selbst den so beliebten Zauber auf den Verletzten wirkte. Hoffentlich reichte dies auch aus, um ihn wieder ins Bewusstsein zurückzubringen, damit Fjalladis oder Varnayrah sich mit ihm unterhalten konnten, denn irgendwas schien hier nicht zu stimmen, da brauchte er kaum mehr den Traum von letzter Nacht.

Na mal schauen, ob wir von ihm erfahren können, welche Kinder Kementarîs in Gefahr sind. Vielleicht gar alle Meeresbewohner, wenn ich mir die Stürme da draußen so ansehe.

Wer da wohl wieder seine Finger mit im Spiel hatte? Denn so mancher überwunden zu scheinende Feind war in der Vergangenheit nur stärker zurückgekehrt. Ob es auch hier so war oder gab es neue Übel zu bekämpfen?
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Asarra

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #16 am: Freitag 06 Mai 2016, 09:26 »

Asarra hatte - wie immer - tief und fest geschlafen und erwachte einigermassen ausgeruht am nächsten Tag. Die Schwarzhaarige stand auf, streckte sich ausgiebig und flocht dann das offene Haar wieder zu einem Zopf, bevor sie auf den Hof des Anwesens trat. Das Wetter war seltsam, irgendwie stellte der Sturm die feinen Härchen in ihrem Nacken auf, ohne das sie sagen konnte was ihr daran so abnormal erschien. Sie beschloss, zuerst einmal kurz nach Kwill zu sehen. Der braune Hengst kaute zufrieden auf seinem Heu herum, wenn auch sein Ohrenspiel anzeigte, wie wachsam er war.

Kurz darauf munkelten die Anwesenden von einer Anomalie am Strand. Die Amazone hatte einige Zeit damit verbracht, stirnrunzelnd die vielen Wasserhosen zu beobachten. Den Grund für die allgemeine Aufregung konnte sie allerdings nicht erkennen, dafür waren sie zu weit weg.

Sie schritt als eine der Ersten mit zum Strand hinunter, und bald konnte sie auch die beiden seltsamen Gestalten auf der Sandbank erkennen. Sie war gerade dabei sich ihrer Stiefel zu entledigen, als eine vertraute Stimme hinter ihr erklang. Mit einem strahlenden Lächeln drehte sich Asarra zu ihrer Amazonenschwester herum.
"Die Mutter segne Euch, die Freude ist ganz meinerseits. Da draussen scheint unter dem ganzen Strandgut auch etwas erheblich lebendigeres angespült worden zu sein" sie deutete auf die nahe Sandbank. Dann zog sie auch noch den zweiten Stiefel aus, liess die kleine grüne Schlange hineingleiten und watete hinter Silvana ins kühle Meer. Gänsehaut zog sich beinahe augenblicklich über ihre Arme, doch sie biss die Zähne zusammen und ging einfach weiter, bis ihr das Wasser über die Hüften reichte. Dann holte sie tief Luft und tauchte ab.

Die Strömung tat den grössten Teil der Arbeit und trug sie zügig voran. Wenig später durchstiess ihr Kopf prustend die Wasseroberfläche und ihre Füsse hatten wieder sandigen Grund unter sich. Asarra blinzelte das salzige Wasser aus den Augen und war sich doch immer noch nicht sicher, ob das Gesehene nicht vielleicht doch ein Trugbild war. Ein verletzter Meereself und ein... Pony mit Flossen?
Sie schloss sich Silvana an, nachdem weit kundigere Gefährten sich des Elfens annahmen, und half ihr, das Pony zurück ins Meer zu tragen. Mit einem Grinsen nahm sie den Flachmann entgegen und nahm ebenfalls einen grossen Schluck bevor sie den kleinen Rest auskippte und den Flachmann mit Meerwasser füllte. "Schmeckt gut. Allerdings sollte ich wohl nicht gleich wieder weitermachen, wo ich erst vor wenigen Stunden aufgehört habe."
Mit einem unterdrückten Ächzen wuchtete sie zumindest den Kopf des seltsamen Tieres in die Höhe und schüttete dabei Wasser darüber. Ein Pferd mit Kiemen und Flossen? Vielleicht träumte sie ja doch noch.
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Cranneg Koglarn

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #17 am: Freitag 06 Mai 2016, 11:19 »

Das Brautpaar hatte sich über die Spieluhr sehr gefreut, er hatte seine Bezahlung von Syrena erhalten und hatte sich dann etwas an der Feier beteiligt. Zwerge waren in dieser Gegend wohl wirklich selten, aber die Menschen bildeten eine ganz nette Gesellschaft. Essen und Trinken waren reichlich vorhanden gewesen und es wurde seltsame Musik gespielt, die so ganz anders als die seiner Heimat klang. So lohnte sich dieser Ausflug doch noch.

Am nächsten Morgen war er nicht mehr ganz so frisch, auch wenn er sich beim Trinken zurückgehalten hatte. Etwas Wasser im Gesicht, ein kleines Frühstück und frische Luft brachten ihn aber bald wieder auf die Beine und er hatte auch noch Zeit um seinen Bart neu zu flechten.

Schließlich erreichten auch ihn die Gerüchte, dass etwas Seltsames während des Sturmes, der letzte Nacht woohl gewütet hatte, an den Strand in der Nähe gespült worden war. Da er im Prinzip hier nichts mehr verloren hatte, beschloß er spontan mit den anderen Schaulustigen zu gehen um sich das Treibgut anzusehen und staunte nicht schlecht, als er sah was genau da angeschwemmt worden war. Ein Wesen, halb Pferd, halb Fisch und... eine Art Elf, wenn man den spitzen Ohren nach ging.

Andere warfen sich in die Wellen und schwammen hinüber um Hilfe zu leisten. Cranneg selbst konnte weder schwimmen, noch kannte er sich in den Heilkünsten aus und ins Wasser wollte er erst recht nicht. So beobachtete er vorerst nur das Schauspiel mit verschränkten Armen.
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Nocturne

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #18 am: Freitag 06 Mai 2016, 21:28 »

Runde 3


Alsd die Schar der Neugierigen am Strand angekommen war, hatte Varnayrah sich schon halb ihrer Kleidung entledigt. Als Silvana sie ansprach, reagierte sie ein wenig abwesend. Das Geschöpf dort im Sand – was mochte das sein? Sie nickte nur leicht. “Ja, auf jeden Fall, Silvana – in der Tat ein Zufall, dass wir uns hier treffen...“ Falls es ein Zufall war. Es schienen sich immer wieder dieselben Gefährten zu versammeln, wenn Gefahr in der Luft lag oder etwas Seltsames zu untersuchen war. Wenn da nicht die Sänger ihre Finger im Spiel hatten...
Inzwischen war auch Gelrial, der Elf von den Windklippen, zu ihr getreten und berichtete ihr, was ihm Sorge bereitete – ein rascher, melodischer Wortschwall auf Isdira, dem die Windsängerin in der gleichen Sprache antwortete. Der Elf nickte darauf nur und trat zurück. Varnayrah aber watete sie nackt in die Wellen hinaus – schaudernd, da das Wasser wirklich nicht warm war – und schwamm dann zügig die paar Schritte zur Sandbank hinaus. Anacalagon warf einen Blick den Strand hinauf und hinunter, doch da war nichts Bedrohliches zu entdecken, also zog auch der Schattentänzer sich aus. Allerdings band er mit einem Lederriemen ein schlankes Messer um seinen Unterschenkel, ehe er seiner Liebsten folgte. Tan'le, der Luchs, lief aufgeregt im Sand auf und ab, ins Wasser wollte er aber ganz offensichtlich nicht. Dann entdeckte er Shanja und näherte sich der Wölfin vorsichtig, um alte Bekanntschaften zu erneuern.

Eine ganze Reihe Drachenritter taten es den beiden Elfen gleich und trotzten dem kalten Wasser. Silvana und Asarra kümmerten sich sogleich um das seltsame Wasserpferd. Über die schiere Kraft der beiden Amazonen konnte man nur staunen: mit vereinten Kräften trugen sie das Tier, das nun nicht viel kleiner war als ein Pony, zurück ins Meer, obwohl es, seinem geschwächten Zustand zum Trotz, sich gegen die unbekannten Hände wehrte, den Kopf herumwarf und um sich trat. Erst als es wirklich vom salzigen Nass umgeben war, beruhigte es sich etwas, und auch das Wasser, das Asarra ihm über den Kopf schüttete, schien ihm gut zu tun. Seine Bewegungen wurden kräftiger, und unter Wasser öffneten sich die Kiemenspalten und zeigten das rote Gewebe darunter. Das merkwürdige Tier glitt nun rasch in tieferes Wasser, bis nur noch sein Kopf herausschaute, verharrte dann aber und schwamm unruhig vor der Sandbank hin und her, angetrieben von kräftigen Schlägen seiner merkwürdigen, langen Schwanzflosse.
Eines war den Amazonen während ihrer Bemühungen noch aufgefallen: winzige, schillernde Schuppen bedeckten den Leib des Tieres – und sein Gebiss bestand aus dreieckigen, scharfen Zähnen wie bei einem Hai.

Christian hatte unterdessen den etwas trockeneren Weg gewählt und sich zusammen mit Fjalladis zur Sandbank hinüber teleportiert, und auch Syrena kniete schon neben dem verletzten Meereselfen, oder was auch immer der Mann dort war. Varnayrah kniete ebenfalls bei ihm, schien aber im Moment zufrieden damit zu sein, ihn den Händen der fähigen Hohenturm-Heiler zu überlassen. Sie rührte sich überhaupt nicht, sondern beobachtete nur sein Gesicht und schien auf etwas zu lauschen – mittlerweile lag er mit geschlossenen Augen da und atmete nur noch flach. Ancalagon stand unterdessen zwischen der nun ziemlich vollen Sandbank und dem merkwürdigen Meerpferd im Wasser und spähte über das Meer hinaus. Im Wind, unbekleidet und nass, musste er eigentlich frieren, aber wenn das so war, ließ er es sich nicht anmerken.

Syrenas Heilzauber bewirkte, dass der Atem des Meerelfen kräftiger wurde. Seine Nasenflügel und auch seine Kiemenspalten öffneten sich, die Wunde blutete weniger heftig, und Christian schaffte es dann mit seiner Erfahrung, die Wunde ganz zu schließen. Die Wirkung auf den Meerelfen war allerdings überraschend. Eben noch schien er im Sterben gelegen zu haben, nun sprang er mit, nun, elfischer Gewandtheit und Schnelligkeit auf, den Dreizack, der bei im gelegen hatte, in der Hand, und trat einen Schritt ins Wasser hinaus. Den Dreizack hatte er drohend auf die anwesenden Menschen gerichtet, und auch Fjalladis, Varnayrah und Ancalagon beäugte er etwas misstrauisch. Als er sprach, klang seine Stimme harsch, die Worte zwar elfisch, aber die Aussprache langgezogen und verzerrt, als wäre er es nicht gewohnt, über Wasser zu sprechen, als müsse der Schall  normalerweise durchs Wasser tragen: “Yinva, ehi'a! Dâ'i dao telor'e, tweldan'ra Zer'taubra zerza'feygra? 'E dâ'i dha bhara'fey'e?“

Varnayrah stand auf, und plötzlich war Ancalagon da und schob sich vor die zierliche Windsängerin. Die hob beschwichtigend die Hände, warf aber einen raschen Blick zu Fjalladis hinüber. “Fey'ama, silee feô'corla...“, setzte sie ruhig zu einer Antwort an.

~>@<~


Cranneg und Naveen waren allein am Strand zurück geblieben – nun, abgesehen von einigen Tieren, die auch noch da waren. Von hier aus konnte man zwar in etwa beobachten, was auf der Sandbank geschah, aber über das rauschen der Wellen und den pfeifenden Wind war es schwierig, etwas zu verstehen. Einzelne Wortfetzen wehten gelegentlich  hinüber.
Die Luft wurde – trotz den Windes, so seltsam das war - immer drückender, während sie dort warteten, ja, der Wind selbst war unangenehm warm und klebrig, und draußen auf dem Meer kamen die Wasserhosen nicht zur Ruhe, sondern tanzten über die schaumgekrönten Wellen, und hin und wieder vereinigten sich zwei zu riesigen, blitzflackernden Wasserwirbeln. Der Wind blies vom Meer dem Zwergen und dem Elfen ins Gesicht: die wirbelnden Wassermassen kamen näher...

Ein wenig Zeit blieb aber noch, also beschloss Naveen, sich das Treibgut näher anzusehen. Zwischen Holz aller Art – Äste, Zweige, ein ganzer, abgebrochener Stamm eines fremdartigen Baumes – fanden sich Schiffsplanken und eben dieses Einhorn, einst Gallionsfigur eines stolzen Schiffes. Aber man konnte, wenn man sich das von etwas näher betrachtete, schnell erkennen, dass diese Planken und auch das Einhorn von keinem Schiff stammten, das vor kurzem noch die Meere befahren hatte. Über und über waren sie von Algen bewachsen, Muscheln verkrusteten das Holz, und alle Farbe, die das Einhorn einmal geziert haben mochte, war längst abgeblättert. Trotzdem wirkte die Figur, so verwittert sie nun auch war, ungemein lebendig, als könnte es jederzeit aus dem Kielstück, an dem es noch befestigt war, herausspringen und über den Sand davon galoppieren. Und auf einer der Planken waren noch Reste von eingeschnitzten Schriftzeichen zu erkennen – zu verwittert, um sie zu lesen, aber eindeutig nicht menschlichen Ursprungs.
Und noch etwas fand der Elfenschneider zwischen dem ganzen Treibholz: Waffen – zwei Dreizacke, einen davon mit abgebrochenem Stiel, und – ein wenig verstreut – fünf Dolche, wobei bei dreien davon allerdings die Klinge abgebrochen war. Und diese Waffen schienen aus merkwürdigen Materialien zu bestehen, jedenfalls nicht aus Metall; die Dreizacke aus... Korallen? Und die Dolche aus Muschelschalen? Und selbst die, die nicht zerbrochen waren, wiesen frische Kratzer und Scharten auf.

Cranneg stand ein wenig lustlos am Strand herum und beobachtete das Geschehen auf der Sandbank. Wasser war nicht sein Element, Elfen möglicherweise auch nicht... über die Gischt, die mittlerweile, vom Wind getrieben, durch die Luft sprühte, war es nicht so einfach zu erkennen, was da vor sich ging. War dieser komische Meermann da aufgesprungen und bedrohte sie anderen? Seine Stimme klang jedenfalls erregt, auch wenn man da ja kein Wort verstehen konnte...
Da fühlte der Zwerg sich plötzlich am Bein gepackt. Etwas schleimiges aber ungemein kräftiges hatte sich um seinen Knöchel geschlungen und zog ihn auf das Wasser zu. Ein mindestens armlanger Tentakel war es, schwarz, aber mit lumineszenten Flecken wie einem fiesen Ausschlag überzogen, die im Gewitterlicht leicht pulsierten. Der Tentakel gehörte zu einem größeren Tier mit noch mehr Tentakeln, das aber in der schäumenden Gischt nur schwer zu erkennen war.

~>@<~


Das Meerpferd, das immer noch vor der Sandbank hin- und herschwamm, öffnete das zahnbewehrte Maul und stieß einen langgezogenen Ruf aus,hielt in seinen Bewegungen inne und wandte sich zum offenen Meer hin. Dort war wie als Vorbote der heranziehenden Wasserhosen das Meer schwarz, tintenschwarz, und die windgepeitschten Wellen schienen zu brodeln und zu kochen. Die schwarze Front näherte sich rasch, gegen die auslaufende Flut, und rasch war zu erkennen, dass da unzählige Leiber unter der Wasseroberfläche schwammen, schwarz, schlangengleich, und manchmal leuchtete in dieser Masse etwas auf...

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Übersetzung aus dem Isdira (bitte nur lesen, wenn euer Char das auch kann):
Spoiler
Zurück, weg von mir! Wer sind die Rundohren, eine neue (zerstörerische) Magie des Unheilvollen? Und wer seid ihr, Luftatmer-Elfen?

- Freund,Elf, habe keine Angst...
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Fjalladis Radran

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #19 am: Samstag 07 Mai 2016, 22:17 »

„Meister Christian...“, setzte Fjalladis zu einer Antwort an und blickte kurz zwischen ihm und der seltsamen Kreatur hin und her. „Bei einem so herausragenden Heiler in der Nähe wird er hoffentlich keines Priesters bedürfen“, meinte sie dann mit einem leichten Lächeln, legte jedoch trotzdem ihre Hand in die seine. Kurz spürte sie, wie seine Magie sie durchströmte, doch da er natürlich ein Meister seines Faches war, verlief der Zauber überraschend wenig unangenehm. Sie nickte dem Magier dankend zu und war froh, nicht wie andere Leute mehr oder minder entblößt und vollkommen durchnässt zu sein.

„Er spricht Isdira – das von anderen hier wesentlich besser beherrscht wird als von mir“, erwiderte sie ihm leise und deutete mit einer knappen Kopfbewegung zu Varnayrah und Ancalagon. „Bisher konnte ich leider noch nichts verstehen.“

Sie beobachtete das nun fast regungslos daliegende Geschöpf aufmerksam und verfolgte, wie Syrena und Christian sich darum kümmerten. Die Arbeit von Heilern faszinierte sie stets aufs Neue – im Gegensatz zum Patienten, der sich nach seiner Genesung mehr als undankbar zeigte.

„Er will wissen, wer wir sind“, erklärte Fjalladis knapp mit gesenkter Stimme, als sie die fragenden Blicke einiger Begleiter in Richtung der Elfen sah.
Varnayrah versuchte es mit einigen beruhigenden Worten und Fjalladis nickte bestätigend.

Ebenfalls in der Sprache Isdira, die sie zwar relativ fließend, doch mit gewissem, ans Quenya gemahnenden Akzent sprach, fügte sie hinzu, dass sie sich an der Nordküste Dragonias befänden, das zum Kontinent Aylann gehöre. Dass er selbst wohl von einem Sturm an diesen Ort verschlagen worden sei. Ob er sich an irgendetwas erinnern könne? Was er mit der „Magie des Unheilvollen“ meine?

Obwohl in ihrem Tonfall etwas Drängendes lag, so war er doch auch respektvoll und geprägt von ihrer beruflichen Erfahrung im Umgang mit verstörten Seelen. Nur am Rande nahm die Priesterin wahr, wie die Amazonen das sonderbare Pferd zurück ins Wasser wuchteten und dass hinter ihrem Rücken am Strand noch irgendetwas anderes vor sich ging. Umso genauer sah sie die sich nähernden schwarzen Fluten – doch ihr nächster Schritt würde von der Antwort der Meereskreatur abhängig sein.
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Christian

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #20 am: Sonntag 08 Mai 2016, 08:38 »

Mit der heftigen Reaktion dieses Meerelfen hatte er dann doch nicht gerechnet, so hatte er seine Hand schon fast instinktiv an den Griff seines Schwertes gelegt, als sich die Waldelfen verbal um ihn kümmerten und Fjalladis grob übersetzte, was dem Retter des Drachenauges dann doch einen Kommentar entlockte.

Wir sind die, die ihn von seinen schweren Wunden befreit haben.

Nach einem kurzen - aber dennoch nicht minder enttäuscht klingendem - Seufzen wandte er sich dann direkt an das neueste Mitglied seiner Gilde.

Das gehört leider auch dazu, dass sich unsere Patienten nicht immer dankbar zeigen. Doch da müssen wir drüber stehen, denn wir wissen ja, was wir geleistet haben. Also vielen Dank Syrena, für deine vorzügliche Arbeit.

Vielleicht ließ sich dieser Meerelf ja von den anderen Elfen doch noch beruhigen. Der ehemalige Statthalter von Nighton musste wirklich mal Isdira lernen, denn er konnte sich nicht immer darauf verlassen, dass jemand dabei war, der die Elfensprache beherrschte. Gerade wenn man in einer Elfenstadt im Elfenwald lebte, war dies ganz nützlich, da auch die verständlicheren Waldbewohner meist nur die Elfensprache beherrschten, wenn sie sich überhaupt einem Menschen soweit näherten.

Fast wäre ihm bei diesen Gedanken die fast schon als Flut zu bezeichnende schwarze Masse entgangen, die sich entgegen der Meeresflut bewegte. Und am Strand selbst schien bereits eines dieser schwarzen Tentakelwesen nach einem Zwerg zu greifen. Doch darum kümmerte sich schon die derzeitige Statthalterin von Nighton, so zwinkerte er Asarra an, bevor er sie auf Isuanisch ansprach.


Dieses Riesenseepferd sah wirklich schwer aus, gut gemacht, werte Asarra. Ob das wohl das Reittier dieses Meerelfen ist? Und vielleicht ist es ja dankbarer als sein vermuteter Reiter. Nur diese seltsamen sich uns nähernden schwarzen Kreaturen beunruhigen mich etwas aufgrund ihrer Anzahl. Vielleicht sollten wir Drachenauge benachrichtigen, Ihr habt in der Stadtwache dort doch einen hohen Rang inne, oder?

Erst jetzt bemerkte er etwas verlegen, dass er nicht - wie eigentlich beabsichtigt - nur den ersten Satz in der Sprache des Dschungels ausgesprochen hatte, weswegen er Syrena und Fjalladis mit einem entschuldigenden Lächeln ansah

Oh, entschuldigt...ich hatte nur laut darüber nachgedacht, ob wir die Stadtwache der Hauptstadt über diese schwarze Tentakelwesenflut informieren sollten.

Falls ja, blieb die Frage, ob Asarra alleine dorthin eilen sollte, während sie versuchen würden, mehr über diese Kreaturen in Erfahrung zu bringen.
« Letzte Änderung: Sonntag 08 Mai 2016, 13:24 von Christian » Gespeichert
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Svarog

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #21 am: Montag 09 Mai 2016, 13:06 »

Von der erhören Position aus betrachtet Svarog die Szenerie wie buntes Gemisch von verschiedenen Rassen diesem Wasserding zu Hilfe eilen und denkt sich dabei:

'Nicht meine Sache niemand ist in Gefahr und meine Schicht wurde mit dem Sonnenaufgang beendet.'

Nur reine Neugier hält ihn und er beobachtet das Geschehnis, geniest den Wind und ist erfreut, dass es noch nicht Regnet


Als unerwartet etwas aus dem Wasser den Zwerg am Bein packt beginnen seine Wolfs Instinkte zu greifen. Er stösst ein lautes heulen aus. Begibt sich schnellst möglich auf allen 4 Pfoten an den Strand. Macht eine Verbindung in Kopf was die beiden Wasserwesen miteinander zu tun haben:

'Offenbar wurde das kleine Wesen von diesem Tentakelviech aus dem Wasser vertrieben.'

Am Strand angekommen bleibe Svarog auf seinen 4 Pfoten, fährt die Krallen aus für einen besseren halt und Beweglichkeit. Ihm ist bewusst wenn das Tentakelviech ihn erwischt stehe es schlecht um ihn. Darauf achtend vom Wasser und den Tentakeln genügen Abstand zu halten fixiert er das Tentakelviech. Durch seine Vorsicht können ihn nur die enden der Tentakeln erreichen welchen er aber ausweichen können sollte. Vielteich bietet sich gar die Gelegenheit den Tenntakeln gar einen Krallen hieb versetzten. Durch seinen ständigen Bewegungen versucht er eine schwierige Beute abzugeben.
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Naveen

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #22 am: Montag 09 Mai 2016, 16:18 »

Sanft fuhren die Fingerkuppen des Elfenschneiders über das alte Holz. Dieses Einhorn musste einst wunderschön gewesen sein. Ein wahres Meisterwerk seiner Kunst. Und das obwohl das Holz ebenfalls Zeuge davon war, dass dieses Stück schon vor langer Zeit seinen Weg unter die Meeresoberfläche gefunden haben durfte. Verwittert, grün, brüchig.

Die Fingerspitzen blieben an den fremden Schriftzeichen hängen. Naveen beugte sich herab, kniff die Augenlider etwas zusammen und besah sich die Glyphen. Keine Sprache, die er kannte. Vielleicht etwas sehr sehr altes, von sehr sehr weit weg.. doch wie kam es hier her?
Der Elf öffnete sein Hemd noch ein Stück und zog es locker aus dem Hosensaum. Wann war es hier so warm geworden? So unglaublich drückend? Und das obwohl es derart stürmte?

Kurz hob er den Blick. Auf der Sandbank waren die Amazonen dabei, das Pferdewesen ins Wasser zu bugsieren. Der Rest schien sich um das andere Wesen zu kümmern. Verstehen konnte Naveen nichts. Viel zu laut war das Tosen der Wellen.
Er widmete sich wieder dem Treibgut und fand.. Waffen! Keine "normalen" Waffen aus Stahl oder Eisen. Aber dennoch wirkten sie scharf und spitz. Naveen besah sich zunächst die Dolche genau, wählte die zwei, bei denen die Klinge unversehrt war und befestigte sie sich am Hosenbund. Dann griff seine Hand zum intakten Dreizack. Ob man den zerbrochen reparieren konnte? Eine solche Waffe aus dem Korallenskelett konnte bei Liebhabern durchaus einen nennenswerten Preis erzielen.

Weiterspinnen konnte Nebeltau diese Überlegung jedoch nicht. Aus dem Augenwinkel und mehr einem Zufall geschuldet, hatte er mitbekommen, dass der Zwerg, der ebenfalls am Ufer geblieben war, von einem riesigen, dunklen Etwas gegriffen wurde. Eine Art Tentakel hatte sich um sein Bein geschlungen und drohte den Zwerg mit sich zu ziehen.

"Hey!!!! Zwerg!!!!" Versuchte Naveen sich durch das Tosen der Gischt bemerkbar zu machen. "Nehmt das hier!!" schrie er und schleuderte Cranneg einen der eben gefundenen Dolche entgegen. Zeitgleich hielt er den Dreizack wie einen Speer vor sich und lief auf den Zwergen und seinen Angreifer zu.

Wasser lief in Naveens Schuhe, als er einen Fuß ins Meer setzte - und mit aller Wucht den Dreizack in den übergroßen Fangarm stieß.
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Syrena

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #23 am: Montag 09 Mai 2016, 20:19 »

Christian lobte ihre Heilkünste, was Syrena sehr freute. Trotzdem war ihr bewusst, dass die Stärke ihrer Zauber noch sehr gering war. Aber immerhin war es ihr geglückt mit Hilfe ihrer Magie die Blutungen zu vermindern und den Zustand des Meerwesens zu stabilisieren. Wäre Christian nicht da gewesen, um die Wunden ganz zu verschließen, hätte sie zur Not auf Verbände zurückgreifen können, und ihr Patient hätte höchstwahrscheinlich trotzdem überlebt. Damit, so fand sie, konnte sie eigentlich recht zufrieden sein, auch wenn sie sich äußerst erschöpft fühlte.
Sie sah ihrem Mentor dabei zu, wie er einen eigenen Heilzauber wirkte, hielt dabei die Hand des Verletzten und redete in einem beruhigenden Tonfall auf ihn ein, auch wenn sie davon ausging, dass er kein Wort davon verstand. Doch als dieser die Augen aufschlug reagierte er ganz anders, als die junge Frau es erwartet hätte. Der Meerelf riss ihr die Hand weg, sprang auf und richtete drohend seinen Dreizack auf sie. Ungläubig riss Syrena die Augen auf. Das konnte doch nicht wahr sein, sie hatten ihm doch nur geholfen...

Ängstlich machte sie ein, zwei Schritte zurück und stellte sich vorsichtshalber hinter Christian. Die Elfe, die er mit zur Sandbank teleportiert hatte, übersetzte freundlicherweise die Worte des Wesens. Syrena nickte ihr dankbar zu.

Christian hat Recht, wir sind seine Lebensretter. Mit diesen Verletzungen wäre er bald gestorben, sie waren tief.

Dann war die junge Frau still. Der Wind fegte um ihr nasses Kleid und sie schlang die Arme um den Körper um sich zu wärmen. Da alle in irgendeiner fremden Sprache redeten die sie nicht verstand, blieb ihr nichts anderes übrig als einfach abzuwarten was als nächstes geschah. Bis Christian irgendetwas von einer schwarzen Tentakelwesenflut sagte. Sie schaute vorsichtig an seiner Schulter vorbei aufs Meer hinaus und schlug erschrocken die Hände vor den Mund.

Ach Du liebe Güte. Was bei allen guten Göttern ist das denn?
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Silvana

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #24 am: Dienstag 10 Mai 2016, 20:32 »

Gemeinsam mit Asarra schaffte die Wallonenkriegerin das Wasserpferd zurück ins Meer. Es wehrte sich heftig, trotzdem es dem Tod näher schien als dem Leben, doch Silvanas gestählte Arme hielten es fest umklammert, so dass es sich nicht befreien und zu Boden purzeln konnte. Die Befeuchtung der Kiemen ließ das Tier neue Kraft tanken, so dass es sich mit wenigen Flossenschlägen zurück in die Tiefe schubsen konnte.

"Beeindruckte Zahnreihe. Unter Umständen hätte es uns leicht den Arm durchbeißen können."

Doch es schwamm nicht davon, als schien es auf etwas zu warten. Silvana schob eine Augenbraue die Stirn hinauf und warf Asarra einen fragenden Blick zu. Die nasse Leinenbluse klebte an ihrem Körper und ließ sie frösteln. Da plötzlich sprang der Wasserelf auf und bedrohte sie allesamt mit seinem Dreizack. Eine verständliche Reaktion, doch die Amazone hasste es, spitze Waffen auf sich gerichtet zu sehen.

"Sagt diesem Hampelmann...", meinte sie mit schneidender Stimme an die elfischen Gefährten gerietet, wobei sie den Wasserelfen keinen Augenblick aus den Augen ließ. "...er möge auf der Stelle seine Waffe senken, sonst breche ich ihm seinen verkümmerten Arm. Ich bin es Leid, bedroht zu werden, wenn ich gekommen bin um zu helfen. Sein Pferdchen scheint da um einiges dankbarer zu sein."

Als hätte es gehört, dass von ihm gesprochen wurde, stieß das Meerpferd einen Ruf aus. Es klang klagend und zugleich warnend in Silvanas Ohren. Und wurde von einem weiteren Schrei begleitet. Der allerdings vom Strand her zu ihnen herüber gellte. Die schwarze Masse, die den Windhosen folgte, nahm Silvana nur am Rande wahr. Viel deutlicher stand der Kriegerin die Szene vor Augen, das sich am anderen Ufer abspielte. Ein monströser Tentakel hatte einen kleinen Kerl am Bein geschnappt und zerrte in unerbittlich Richtung Wasser. Ein Elf schleuderte dem Zwerg eine Waffe zu, Shanja tobte und grollte, doch sie wagte sich nicht näher an den Tentakel heran. Genau wie der Lykantroph, der neben der Wölfin und Tan'le, dem Luchs von Varnayrah, hin und her tänzelte.

Da gab es nichts zu überlegen. Silvana tat einen langgestreckten, kraftvollen Satz nach vorne, tauchte in das tosende, kalte Wasser und betete zur Göttin Sereme Nuriade, dass der magische Ring, der sie unter Wasser atmen ließ, nicht ausgerechnet jetzt versagte. Während die Kriegerin am Meerpferdchen vorbei auf das Monstrum zu tauchte, riss sie die Dolche aus den Scheiden. Es war das erste Mal, dass sie unter Wasser kämpfte, und jede Bewegung kam ihr unendlich langsam vor. Es war unmöglich, Schwung zu holen und kraftvoll zuzustechen. Ihr Angriff konnte schlicht mit all der Stärke, die sie in ihren Armen hatte, erfolgen. Alles vor ihr war aufgeblähte Schwärze, bis auf die leuchtend hellen Flecken. Es war ein Angriff ins Blinde, den sie wusste weder, wo bei dem Monstrum oben oder unten, vorne oder hinten war. Doch der Zwerg würde ertrinken, wenn sie es nicht schaffte, das Vieh in seinem Schmerz dazu zu bringen, von ihrem Opfer abzulassen.

AW1 92
AW2 95




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Asarra

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #25 am: Mittwoch 11 Mai 2016, 10:48 »

Mit vereinten Kräften schafften die beiden Amazonen das seltsame Flossenpony zurück ins Wasser. Wobei sich Asarra eingestehen musste das ihre Amazonenschwester den erheblich grösseren Teil an Körperkraft beisteuerte als sie selbst. Zumindest vermochte sie den Kopf einigermassen ruhig zu halten, was automatisch dazu führte das auch der Rest des Ponys sein Gezappel im Rahmen hielt.

Sehr beeindruckend waren allerdings die Zähne im Maul des Tieres. Und die Geräusche, die es von sich gab. Hatte die Amazone gerade noch fasziniert das Pony angestarrt, wusste sie jetzt nicht mehr wohin sie gucken sollte, so viel geschah auf einmal. Hinter ihr, zwischen Strand und Sandbank, tauchte plötzlich ein grosses Tentakelwesen auf, welches den Zwerg unter Wasser ziehen wollte. Augenblicklich später eilte Silvana ihm zu Hilfe und Asarra beschloss zum wohl hundertsten Male endlich den Umgang mit dem Dolch zu lernen.

Unmittelbar neben ihr wechselten die anwesenden Mitfeiernden einige Worte mit dem seltsamen Meeresbewohner. Asarra erkannte die Sprache der Elfen, verstand sie allerdings nicht.
Ihr Blick wurde stattdessen vom offenen Meer angezogen. Die Wellen schienen zu brodeln, das Wasser hatte die Farbe von Pech. Die Amazone fasste sich an die Stirn und fragte sich nicht zum ersten Mal, ob sie nicht doch einen wirren Katertraum hatte.

Dieser Umstand änderte sich mitnichten, als der Magier ihr plötzlich zuzwinkerte und in der Sprache ihrer Heimat ansprach. Mit grossen Augen starrte sie Christian regelrecht an, dann grinste sie breit und antwortere ebenfalls auf isuanisch: "Ihr erstaunt mich immer wieder, Meister Christian. Ihr habt Recht, die Hauptstadt muss gewarnt werden, nicht zuletzt weil auch sie in Gefahr sein könnte. Allerdings bin jch mir nicht sicher, ob wir mit blankem Stahl viel gegen dieses... Was auch immer ausrichten können." Sie deutete auf das aufgewühlte Meer hinaus. In der gemeinen Sprache fragte sie alle Anwesenden. "weiss zufällig jemand ob Sheherazade Brieftauben hat? Die wäre vermutlich schneller als ein Reiter."
« Letzte Änderung: Mittwoch 11 Mai 2016, 21:09 von Asarra » Gespeichert
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Cranneg Koglarn

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #26 am: Mittwoch 11 Mai 2016, 13:28 »

Etwas ratlos beobachtete er eine Weile, wie sich die anderen Hochzeitsgäste um die seltsamen Wesen kümmerten, die auf die Sandbank gespült worden waren und warf immer mal wieder einen Blick aufs Meer hinaus. Dort drüben schien es Ärger zu geben, doch so ganz konnte er es durch die spitzende Gischt nicht erkennen, denn das Meer wurde immer unruhiger... so etwas hatte er noch nie gesehen. Das Wasser türmte sich hoch und ein unangenehm drückender Wind blies ihn ins Gesicht.

Schon überlegte er sich, ob es nicht besser war zu gehen, da er nichts tun konnte um zu helfen und auch niemanden hier kannte, da wurde er unversehens gepackt und gezogen, sodass er hilfos mit den Armen rudernd mit dem Rücken auf den Strand aufschlug und zum Wasser gezerrt wurde. "Was zum...!" , konnte er gerade noch von sich geben, bevor der Aufprall die Luft aus seinen Lungen trieb.

Kalte Furcht und Zorn machten sich in ihm breit, als er mit Grauen sah, was ihn da in die Tiefen zog. Ein schleimiger Tentakel, der sich um sein Bein gewickelt hatte und wahrscheinlich zu einem noch größeren Biest gehörte! Verzweifelt krallte er sich in den Sand, doch es half nichts, da er immer zum Meer gezerrt wurde und er fluchte laut auf Khuzdul.

Der Ruf des einen Elfen, der mit an den Strand gekommen war, ließ ihn aufhorchen und er bekam den Dolch durch einen glücklichen Zufalle gerade so zu fassen, bevor dieser nutzlos irgendwo verschwand oder ihn selbst erwischte. Kurz entschlossen stach er auf den Tentakel ein. "Diesen Zwerg bekommst du nicht, du Mistvieh!"

AW 10 
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Nocturne

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #27 am: Donnerstag 12 Mai 2016, 20:38 »


Runde 4



Die Reaktion des Meerelfen stieß weitgehend auf Unverständnis bei den Gefährten. Schließlich hatten sie ihm grade das Leben gerettet, da konnte man ja wenigstens erwarten, nicht direkt bedroht zu werden. Der Dreizack sah auch ganz schön gefährlich aus, wenngleich man den Elfen selbst kaum als mehr als eine halbe Portion bezeichnen konnte. Silvanas Tonfall machte unmissverständlich klar, was sie von solchem benehmen hielt, selbst, wenn man das Dragonische nicht verstand. Varnayrah ignorierte die aufgebrachte Wallonin und ihre Drohungen allerdings vollständig. Stattdessen redete sie ruhig und in leicht singendem Tonfall leise auf den seltsamen Elfen ein und ergänzte Fjalladis' Erklärungen mit Erläuterungen über Menschen und dass sie keineswegs Böses im Sinne hätten. Es war wohl mehr der Tonfall der beiden Elfen als die Worte selbst, die das Meerwesen schließlich ein wenig beruhigten. Seine Haltung entspannte sich etwas, und die Spitzen des Dreizacks senkten sich gen Boden. Allerdings hielt er immer noch Abstand zu den Menschen und beäugte besonders Silvana vorsichtig und misstrauisch (als die Amazone allerdings ins Wasser tauchte und auf den Strand zu schwamm, entspannte er sich noch ein wenig mehr), während er sich daran machte, Fjalladis' Fragen zu beantworten. Er sprach stockend und wandte sich immer wieder um, wie um sich zu vergewissern, ob irgendwo nicht doch Gefahr lauerte.

“She'ra dao baha'gra.“ Er deutete auf seine frisch verheilte Wunde.  “Tharaha eon gra thar û'dhao'e... mandra zerza 'e Sala dwe'Lyr da a'sel'ra.“ Die Frage nach der Magie des Unheilvollen verstand er nicht so recht, oder vielmehr, er schien nicht zu begreifen, warum Fjalladis überhaupt danach fragen musste. Varnayrah, die zugehört und für die Gefährten leise übersetzt hatte, griff an dieser Stelle ein. “Der Unheilvolle – nun, das ist der eine große Feind aller Elfenvölker. Côr. Aber warum er Menschen als seine Magie bezeichnet, weiß ich nicht. Es klingt fast so, als hätte er noch nie Menschen gesehen. Was man nicht kennt, kann durchaus bedrohlich sein... und Côr Magie hat ja so manche finstere Kreatur erschaffen. Wir konnten ihn aber davon überzeugen, dass zumindest die Menschen hier nicht gefährlich sind.“

Ancalagon hatte sich unterdessen sichtlich entspannt, nachdem keine unmittelbare Gefahr von dem Meerelfen auszugehen schien und stand nun wieder eher am Rand der Sandbank. Angestrengt spähte er über das Meer hinaus; was er sah, gefiel ihm überhaupt nicht. Das Meerpferd, das klagend gerufen hatte, wich nun immer weiter zurück, so dass es fast schon wieder auf dem Trockenen strandete.  Der Meerelf selbst blickte immer wieder unruhig zum Meer hinaus und sprach nun sehr hastig weiter: “Nurd'dhao aya sama, dhâ ka'ai...“ Doch da schrie das Pferd wieder, und der Meerelf brach mitten in dem ab, was er hatte sagen wollen. Gleichzeitig stieß Ancalagon einen Warnruf aus.
Die schwarze Masse aus sich schlängelnden Leibern, die in der Vorhut der Wirbelstürme heranraste, hatte sich noch beschleunigt. Das Meer schäumte und kräuselte sich in einer Bugwelle vor den heranrasenden Kreaturen, und nun konnte man schon erkennen, dass es sich um etwa schrittlange, tintig schwarzblaue, schlangenleibige Fische handelte. Sie waren mit leuchtenden Flecken übersät und hatten riesige, mit nadelspitzen Zähnen besetzte Mäuler, und tatsächlich zuckten kleine Blitze zwischen den Wesen hin und her. “Û dhao'e!“, wisperte der Meerelf und griff seinen Dreizack wieder fester, diesmal jedoch eindeutig nicht gegen die Gefährten gerichtet.

~>@<~


Am Strand war die Lage für den Zwergen ziemlich ungemütlich: der Tentakel schaffte es fast mühelos, ihn von den Beinen zu reißen und zog ihn unweigerlich auf die Wellen zu. Zunächst war das Wasser ja nicht so tief, aber das würde sich schnell ändern. Naveen und Svarog kamen ihm rasch zur Hilfe, doch der Lykantroph hatte wohl zuviel Angst, selbst von den Tentakeln gepackt zu werden, und so fielen seine Hiebe reichlich halbherzig aus. An der schleimigen Haut des Krakenwesens rutschten seine Pfoten nur ab, ohne mehr als oberflächliche Kratzer zu hinterlassen.
Cranneg bekam von Naveen einen der Dolche zugeworfen, fing ihn irgendwie auf und schaffte es, die Muschelklinge in den Fangarm hineinzurammen. Die Haut fühlte sich extrem zäh und ledrig an,  und tief konnte er  nicht eindringen, eigentlich schaffte er es lediglich, dem Tentakel einen sehr flachen Schnitt beizubringen.  Trotzdem zuckte der Tentakel, Krämpfe schienen unter der schleimigen Haut entlang zu laufen, und rund um den Stich färbte sich die Haut in eine bleichen Grün. Trotzdem ließ die Kreatur, was immer es war, Cranneg nicht ganz los.
In dem Moment war auch Naveen selbst heran und rammte den Dreizack, den er am Strand aufgelesen hatte, ebenfalls in den Tentakel. Er schien allerdings nicht richtig getroffen zu haben, denn die Spitzen glitten auf der Haut einfach ab und bohrten sich wirkungslos in den Sand.

Es sah wirklich nicht gut aus für den Zwerg, und wahrscheinlich wäre die Sache übel ausgegangen, wenn in diesem Moment nicht Silvana angekommen wäre. Obwohl sie den Kampf unter Wasser nicht gewohnt war, reichte schon ihre schiere Körperkraft aus, um der Kreatur tiefe Wunden zu schlagen. Doch auch sie spürte, wie zäh die Haut des Kraken war und wie schwer zu durchdringen.
Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. Cranneg spürte, wie er freikam, und aus den Wunden strömte dunkles Blut ins Wasser. Drei oder vier Tentakel peitschten wild durch die Luft, noch einmal soviele wühlten das Wasser auf, und mit einem mal fand sich Silvana in einer Wolke tintiger Schwärze wieder, in der absolut nichts zu erkennen war. Und es sah nicht danach aus, als wolle der Kraken das Weite suchen. Vielleicht konnte er es auch nicht: vielleicht hatte er sich in zu flaches Wasser vorgewagt.
Die umher peitschenden Tentakel schleuderten Sand und Kiesel und Schaum durch die Luft.

~>@<~


Die ersten dieser schlangenleibigen Fische hatten die Sandbank fast erreicht. Das Meerpferd fauchte und wich noch ein Stück zurück, doch dann knurrte es laut und schnappte mit einer ruckartigen Bewegung seines Halses zu. Einen zerbissenen Aal schleuderte es von sich, aber was war schon einer. Der Meerelf zischte leise und begann, zu dem Pferdchen hinauszuwaten. Die Wasserwirbel kamen näher....

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Übersetzung: Spoiler

1) Das war kein Sturm. Ein großer Kampf wütete gegen die Wesen der Dunkelheit... der Zauber stirbt, und das Land unter den Wellen ist nicht mehr sicher.
2) Danke für die Heilung. Es tut mir leid...
« Letzte Änderung: Donnerstag 12 Mai 2016, 20:40 von Varnayrah Elentári » Gespeichert
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Christian

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #28 am: Dienstag 17 Mai 2016, 20:42 »

Ob Sheherazade auf ihrem Hof auch Brieftauben hielt, wusste der Magier nicht, da diese sich kaum für Yolmena zum Spielen geeignet hätten. Dafür schien dieser Meerelf wieder zur Besinnung zu kommen. Allerdings näherte sich diese schwarze Flut immer weiter, so würde sie gleich bei ihnen eintreffen. Ob diese Wirbel etwas mit deren Erscheinen zu tun hatte? Kurzentschlossen zückte der Magier des Hohenturms seinen Gildenstab, bevor er daraus eine gewaltige Kugel reinsten Lichtes auf den Wirbel sandte, der sich ihnen am nächsten befand.

Na mal schauen, ob das etwas bringt.

Doch da er bezweifelte, dass dies allein bereits ausreichte - wenn es überhaupt etwas brachte - leerte er eine seiner Manaphiolen, bevor er diese seltsamen Fische mit vielen kleineren Lichtkugeln geradezu bombardierte. Wenn sie überhaupt noch instinktgesteuert waren, müssten sie bei dieser Gegenwehr eigentlich fliehen, aber allein die Tatsache, dass sie Richtung Land schwammen, sagte ihm, dass hier eher eine andere Macht dahintersteckte. Mit einem Seufzen ob des scheinbar unausweichlichen Fischsterbens entlud er deshalb die nächste Salve Lichtkugeln gegen den schwarzen Aalschwarm.

Möge das Licht euch zur ewigen Ruhe in Kementaris Reich führen.

Mit einem leichten Seitenblick zu Fjalladis äußerte er diese Worte, denn eigentlich war sie ja hier die Priesterin. Wobei sie wohl eher alle guten Götter verehrte, was er nur gegenüber Kementari tat, da sie ihn damals davor bewahrt hatte, eins mit dem Weltenbaum zu werden, was für ihn soviel zählte, als hätte sie ihm das Leben gerettet. Somit sah er es als seine Aufgabe an, die fehlgeleiteten Geschöpfe zu ihr zu bringen, wo sie hoffentlich vom dunklen Einfluss reingewaschen werden konnten. Wenn das so weiterginge, würde er wohl noch zu einem Priester der Lebensgöttin werden. Ein bisschen Schmunzeln musste er bei diesem Gedanken dann doch, denn wenn man bedachte, was er vor den Ereignissen in Dragonia von den sogenannten Göttern gehalten hatte, konnte man das schon als Kehrtwende bezeichnen.


-25 MP für Sonnenlicht mit 123 WP auf Wirbel -> 20/61 MP
-1 großer Manatrank(+xx) -> 61/61 MP
-48 MP für zwei Sonnenlichtsalven -> 13 /61 MP

Angriff auf 8 Aale mit je AW 30
« Letzte Änderung: Mittwoch 18 Mai 2016, 19:25 von Christian » Gespeichert
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Silvana

Re:Sala dwe'Lyr
« Antwort #29 am: Mittwoch 18 Mai 2016, 18:24 »

Was sich draußen auf dem Strand und in Ufernähe abspielte, konnte Silvana nicht erkennen. Sie sah nicht einmal mehr die Hand vor Augen. Pure Schwärze hüllte die Kriegerin ein und sie ahnte, dass sie es mit einem Kraken zu tun hatte. Groß genug war das Vieh ja. Obwohl es bisher immer geheißen hatte, Beschreibung derart riesiger Tintenfische wäre bloß Seemannsgarn.

Sie spürte, wie neben ihr etwas durchs Wasser peitschte und die See aufwühlte. Silvana wurde herum gewirbelt und versuchte sich zu orientieren. Wo war oben, wo unten? Wenigstens brauchte sie sich um die Atemluft keine Sorgen zu machen. Das Ziel für einen weiteren Angriff auszumachen war allerdings schwierig. Da traf etwas ihren Rumpf, schien sie mit Riesenkraft zu packen und von sich zu schleudern. Ihr Kopf durchbrach die Wasseroberfläche, dann flog sie durch die Luft und konnte unter ihr das Geschehen ausmachen. Tentakel peitschten den Strand, der Wolf wie auch der Zwerg kämpften zwischen mehreren wild um sich schlagenden Krakenarmen darum, nicht unter Wasser gedrückt zu werden. Dann drehte sich ihr Körper in der Luft herum und verlor den Strand aus dem Blick. Hart schlug sie kurz darauf im Wasser auf und tauchte unter. Trotzdem der magische Ring sie schützte, schnappte die Statthalterin instinktiv nach Luft.

Sie bekam Wasser in den Rachen, hustete und keuchte unter Wasser und prallte gegen den harten Leib des Meeresriesen. Zumindest wusste sie jetzt, dass sie sich direkt neben ihm befand, außer Reichweite der Tentakel. Mit dem Beinen stieß sie sich von dem Kraken ab, rollte sich herum und stieß erneut die Dolche nach vorn, die sie - welch ein Wunder - immer noch krampfhaft mit ihren Fäusten umklammert hielt.

AW1 = 71
AW2 = 72

-5 LP
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