Spiel | Homepage | Reise | Gebet | Regeln | Einloggen | Registrieren

Willkommen, Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren.

  Der Orden der Drachenritter
  Legends of Aylann
  Abenteuer in Legends of Aylann

  Abenteuer
  Das Geheimnis des Wolfsfelsens
<< zurück weiter >>
Seiten: 1 ... 8 9 [10] | Nach unten
   Autor  Thema: Das Geheimnis des Wolfsfelsens (Gelesen 1613 mal)
Runshak

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #135 am: Dienstag 18 April 2017, 20:26 »

Runde 18


Den Kampf konnte man nicht wirklich als solchen bezeichnen. Nach wenigen Augenblicken lag auch schon der letzte Lykaner reglos im eigenen Blut. Nun konnte die Gruppe ohne weiteren Widerstand in die Höhle vordringen.

Die Höhle selbst war zu Runshaks Verwunderung recht simpel angelegt. Kein Vergleich zum Untergrund von Nuru oder den Gräberhöhen. Auch schien das Licht dort unten ihnen den Weg zu zeigen. Entsprechend gestaltete sich die Suche nach der Kammer mit dem Herzen recht ereignislos. Nur war da dieses Heulen, das einem einen kalten Schauer über den Rücken jagte. Andererseits war sich der Ork nicht sicher, ob er Stille im Zwielicht dieses Tunnels nicht als unangenehmer empfinden würde. Das Laute Heulen lenkte ihn wenigstens etwas von der seltsamen Anwesenheit ab, die er spürte.

Schließlich erreichte die Gruppe eine größere Grotte. Darin befand sich das überlebensgroße Bildnis eines Lykaners. Die Statue stand aufgerichtet, als würde ihr von oben herab etwas gereicht werden. Darüber schwebte ein Gegenstand. Wie Darius feststellte, handelte es sich dabei um das Herz. Der Drache schlug vor, eine Räuberleiter auf der Statue zu bilden, um das Artefakt zu erreichen. So konnten wenigstens alle Beteiligten die Luft anhalten, während sie sich das Herz holten. „Gut, so machen wir es.“ antwortete Runshak „Für den Notfall hab ich auch noch reichlich Gegengift dabei.“


Runde 19


Darius und Runshak hatten die Statue erklommen und nun balancierte der Ork auf dem Kopf des auf den Hinterbeinen stehenden Drachen. Es wirkte fast wie eine groteske Version eines gewissen Märchens über Stadtmusikanten. Allerdings hatte die Grünhaut gerade andere Sorgen. Vielleicht war es der Schweiß, der ihm in die Augen lief. Vielleicht waren es auch zu wenig Atemzüge und zu viel an giftigen Dämpfen um ihn herum. Ganz gleich, wie sehr er sich auch streckte, so gelang es Runshak nicht, das Organ zu fassen zu kriegen. Allmählich wurde dem Krieger schwindelig.

Plötzlich hörte der Ork wie aus der ferne. Eine Stimme, die ihm nur allzu bekannt vor kam. Als nächstes flogen Darius und er durch die Luft und gegen die Höhlenwand, wo sie durch all das fremde Blut auf ihren Körpern zwei große Flecken hinterließen.

Runshak: - 15 HP

„Nicht möglich, was...“
  Der orkische Krieger konnte zunächst keinen klaren Gedanken fassen, so überwältigt war er davon, Baal gegenüberzustehen. Nicht mal der Schmerz vom Aufprall drang richtig zu ihm durch. Er raffte sich so gut es ging auf, trat vor den dunklen und kniete nieder. „Es ist lange her, Gebieter. Was verschafft uns diese unerwartete Ehre?“

Was als nächstes geschah, konnte der Ork nicht begreifen. Zuerst spürte er, dass irgendein Zauber auf ihn gewirkt wurde.

+ 15 HP durch Christians Heilzauber

Dann bebte die Erde, Darius griff die Statue und Asarra Baal selbst an. Selten zuvor war Runshak so ratlos, was er denn jetzt tun sollte.
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Secundus M. Hora

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #136 am: Donnerstag 20 April 2017, 10:21 »

Runde 20


Phelan fand ein dichtes Gebüsch, unter dem er sich verstecken konnte und dennoch zumindest eine Seite der Wagensiedlung im Auge hatte. Das Sterben der Rudelmitglieder hatte aufgehört und hinterließ bei den Lykanern eine dumpfe innere Leere, an die sie im Moment besser nicht rührten. Es gab zwar in sowohl in Phelans als auch in Serafinas Rudel noch einzelne Überlebende, doch diese waren ebenso verletzt und schockiert wie die beiden und hatten sich so weit zurückgezogen, dass es unmöglich war zu sagen um wen es sich dabei handelte. Das einzige, was zumindest Serafina wusste, war das Endris noch lebte. Sein Schmerz beherrschte den zerfetzten Rest des Bandes, das die übriggebliebenen Rudelmitglieder noch vereinte.

Dennoch war die junge Lykana pflichtbewusst genug, um Gilsana nach der Geschichte zu fragen, die der Ursprung der Knochendolche der Eohfîr war.

Wir haben nicht viel Zeit Kind, denn diese Verbindung kostet mich Kraft und ich bin erschöpft. Also werde ich mich kurz fassen. Es ist ewige Zeiten her, als die Eohfîr ihre Kreise noch nicht in Aramon zogen. Das Land, in dem sie mit ihren Pferden lebten, war schön und fruchtbar, überall gab es Obstbäume für die Menschen und grünes saftiges Gras für die Tiere. Die Jäger fanden reichlich Wild und Fische, und die Eohfîr lebten in glücklichem Wohlstand. Sie zogen nicht umher, so wie wir es heute tun, sondern blieben immer an einem Ort, ebenso wie ihre geliebten Pferde. Doch das faule Dasein brachte Unglück über sie, denn die Götter sind denen nicht gewogen, die nur in den Tag hinein leben. Also entschieden sie, das Dolo, die Göttin der Schmerzen, die Eohfîr strafen sollte. Sie verwandelte viele Eohfîr in Wölfe, die ihre eigenen Pferde rissen, was die Eohfîr tief traf, denn unsere Pferde sind unser Leben und unser Stolz. Wenn die Sonne morgens aufging wurden sie wieder zu Menschen und begriffen, was sie angerichtet hatten. Verzweifelt verließen sie unser Volk, um die anderen zu schützen, doch des Nachts kamen sie zurück und wüteten wie von Sinnen. So wurde beschlossen, jeden Tag mit den Pferden ein gutes Stück zu wandern, damit die Wölfe sie in der Nacht nicht finden konnten. Doch das gefiel Dolo nicht, denn so konnte ihre Strafe nicht weiter vollzogen werden. Und so machte sie das Land unfruchtbar und die Erde wurde schwarz und brach auf und blutete, und ihr Blut bildete glühend heiße Seen, aus denen kein Pferd trinken kann. So zogen die Eohfîr weiter fort und verließen das Land und ihre Brüder und Schwestern, die zu Wölfen geworden waren. Die Wölfe aber wurden zornig auf Dolo, sie fanden die zweite Strafe zu hart. Ihr Anführer, Akehto, machte sich einen Dolch aus dem Knochen eines riesigen Draco, und als die Gelegenheit kam griffen sie Dolo gemeinsam an. Man sagt Dolo tötete sie alle, bis auf den einen, der den Dolch trug, und dieser rammte ihr den Dolch bis in das Herz. Und ihr böser Zauber verschwand und er wurde wieder der Mensch, der er vorher war. Nur das Land, das war auf immer zerstört und verloren. Deshalb verbrennen wir unsere Toten mit einem Knochendolch, damit sie sich im Totenreich gegen Dolo zur Wehr setzen können. Und bis heute ist es so, das mein Volk immer weiter ziehen muss, denn unsere Heimat haben wir für alle Zeiten verloren.

Mit einem leisen Stöhnen ließ Gilsana Serafina los. Die alte Frau schwankte und schien sehr erschöpft zu sein. Ihr Sohn griff nach ihrem Arm, stützte sie, und redete leise auf sie ein. Vier andere Männer hatten inzwischen den aufgebahrten Toten hochgehoben und trugen ihn zu den andern auf den Hügel. Gilsana lud Serafina mit einer Handbewegung dazu ein ihr zu folgen. Die Sippe ging bis auf wenige Wachen gemeinsam den Hügel hinauf um die Toten zu verbrennen und zu trauern. Als sie die fehlenden Dolche bemerkten gab es einige Aufregung, und Serafina wurden misstrauische Blicke zugeworfen. Doch die Greisin und ihr Sohn schienen die junge Lykana in Schutz zu nehmen, immerhin hatte sie die letzten Stunden mit ihnen  gemeinsam verbracht. Letztendlich wurde ein braunhaariger Bursche losgeschickt und tauchte kurze Zeit später mit neuen Dolchen auf, die als Beigaben mit verbrannten, als die Fackeln sich zu den aufgeschichteten Ästen senkten und die Flammen in der Nacht hoch aufloderten.

~ ~ ~


Phelan hatte beobachtet, wie die Bewohner der Wagensiedlung zu dem Hügel hinauf gingen. Jetzt lagen die Wagen beinahe ungeschützt vor ihm. Er fühlte sich inzwischen deutlich besser, zumindest was seine Wunden anging, und als sich einige Meter von ihm entfernt etwas regte und raschelte, rührte sich instinktiv sein Jagdtrieb. Sein Magen knurrte vernehmlich, was den Nager dazu brachte den Kopf hoch zu heben und aufmerksam zu lauschen. Und noch etwas stieg ihm in die Nase: Der Geruch eines Lykantrophen, der eindeutig nicht Serafina zuzuordnen war.

~ ~ ~


Die Geschehnisse in der Grotte ließen sich später nur noch ungefähr in eine Reihenfolge bringen, denn viele von ihnen passierten beinahe gleichzeitig. Mühsam rappelten sich die Gefährten von dem Aufprall auf die Felswände wieder auf, sie hatten alle heftige Prellungen davon getragen. Während Runshak direkt auf Côr zuging, um vor ihm nieder zu knien, kämpfte Irator einen harten Kampf gegen sich selbst und dem Wunsch dem dunklen Gott zu dienen um mehr Macht zu erlangen. Das überirdisch schöne Gesicht des Gottes zeigte ein selbstzufriedenes Lächeln, als er auf den Ork zu seinen Füßen hinab blickte.

Wenigstens einer begegnet mir mit der gebotenen Hochachtung. Ich bin hier um meine geliebte Tochter willkommen zu heißen.

Christian hingegen begegnete Côr mit weitaus weniger Unterwürfigkeit. Im Gegenteil, er forderte ihn mit seinen Worten sogar noch eher heraus, indem er die anderen Sänger ins Spiel brachte. Verächtlich verzog sich der schön geformte Mund als der Hohentürmler die Wunden seiner Kameraden heilte.

Das wird ein lustiges Spiel. Ich verletze sie und Du flickst sie mühsam wieder zusammen. Wie lange hälst Du das durch, Menschlein? Wie lange werde ich Spaß daran haben, ihnen Schmerzen zufügen zu können?

Sein grausames Lachen erklang in der Grotte, doch Christian ließ sich davon nicht beirren. Er rief weiter die Götter an, um den anderen Mut zu machen, und einen Wimpernschlag später erstrahlte ein Ring aus gleißend hellem Licht um die Wolfsstatue. Côrs Antwort bestand nur aus einem einzigen Wort, das trotzdem eine Gänsehaut über den Rücken jagen konnte.

Bûrzum!*

Dunkle Schatten krochen von den Wänden auf die Statue zu, die alles Licht in der Umgebung zu verschlingen schienen. Noch leuchtete Christians Sonnenring, doch er wurde zusehends blasser und das Gesicht des Dunklen nahm einen lauernden Ausdruck an. Fast erinnerte er an ein wildes Raubtier, das seiner Beute auflauerte, er taxierte den Heiler wie eine Katze, die noch ein wenig mit der Maus spielen möchte, bevor sie sie frisst. Doch in diesem Moment kam eine Ablenkung von ganz anderer Seite. Asarra mischte sich ein, grinste Côr frech ins Gesicht und griff ihn mit ihrer Peitsche an. Nahezu ungläubig über diese Dreistigkeit wandte sich der Dunkle der Amazone zu.

Du wagst es mich zu verspotten?

Er fing mit der Rechten den Riemen der Waffe auf und zog ruckartig daran, so dass Asarra in seine Reichweite kam. Seine Linke holte aus und fuhr auf die Kämpferin nieder, doch in letzter Sekunde zuckte sie zur Seite und streifte sie zum Glück nur. Den Grund dafür erblickte die Amazone einen Augenblick später: ein Wurfstern steckte tief in seiner Hand. Tarlyn, der Blut aus einer Platzwunde am Kopf über die linke Wange lief, war der Soldatin zu Hilfe geeilt. Jetzt nickte sie Asarra zu und zog einen weiteren Stern aus ihrem Gürtel, während Côr eher aus Wut aufbrüllte.

Lästige Insekten!

Viel mehr mochten die zwei Frauen für ihn wirklich nicht sein, aber sie waren Ablenkung genug um den anderen etwas Zeit zu verschaffen. Christian wirkte einen Erdbebenzauber und der Höhlenboden begann unter ihren Füßen zu zittern. Darius hatte sich endlich wieder unter Kontrolle und rappelte sich auf, um sich Côrs Macht zu widersetzen. Der Eisdrache nutzte die Gunst der Stunde, brüllte, das es in den Ohren weh tat, und warf sich auf den steinernen Wolf. Und der Plan ging auf. Ein Knirschen verriet es Darius bereits bevor es tatsächlich geschah: das riesige Steinmonument wankte und stürzte mit einem donnernden Knall zu Boden. Das Blut tropfte nun auf den Drachen herab, und seine silbrigen Schuppen verfärbten sich rot. Langsam bildete sich ein silbrig grüner Schwaden, der in dünnen Fäden von seinem Rücken aus aufstieg und sich mit der grünen Wolke über ihm vereinigte.

Côr fuhr herum, das seine lange Robe ihm schwungvoll um die Beine wehte. Mit einem Blick erfasste er die Situation und brüllte erneut zornig auf.

Das werdet ihr mir büßen.

zischte er, bevor er auf den Boden stampfte und Christians Zauber damit noch verstärkte. Einzelne Gesteinsbrocken fielen bereits von der Höhlendecke herab und es war nur eine Frage der Zeit, bis das Gebilde ganz in sich zusammen stürzte.


*Dunkelheit!
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Serafina

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #137 am: Donnerstag 20 April 2017, 12:53 »

Ihre Muskeln zitterten, der Magen war ein Klumpen Schmerz. Das hatte nichts mit Gilsana zu tun, sondern mit dem Sterben des Rudels. Inzwischen hatte das grausame Zerren aufgehört, doch der Krampf wollte nicht von Serafina weichen. Mit rasendem Herzen verfolgte sie die Geschichte, bloß um festzustellen, dass die Zeit vergeudet war. Was sie hörte war dieselbe Geschichte mit neuen Namen. Pandea war Dolo, Akelah hieß Akehto. Und das ehemalige Land der Steppenkrieger, das musste wohl Taros sein. Einzig die Entstehung der Werwölfe, dass sie aus den Eohfîr hervorgegangen waren, hörte Serafina das erste Mal. Doch es brachte sie nicht weiter. Wenn die Soldaten Nurus es nicht schafften, das Herz unter dem Wolfsfelsen zu finden und zu vernichten, würde es keine Möglichkeit geben Pandea nach ihrer Erweckung zu töten.

Gern hätte Serafina der Greisin erzählt, dass Dolo ident war mit Pandea, doch die alte Frau war erschöpft. Und was half es, wenn die Eohfîr die Wahrheit kannten. Sie konnten nicht helfen. Alles war umsonst gewesen. Frustriert und mit wackeligen Knien folgte die junge Lykana dem Leichenzug. Dies war einzig der Höflichkeit geschuldet. In ihren Herzen aber trauerte Serafina um andere. Als die Flammen hoch in den Nachthimmel schlugen und niemand mehr auf sie achtete, wandte die Lykantrophin sich ab und machte sich auf die Suche nach Phelan.

Sie witterte den Gildenmeister, und noch jemand anderen. Der Geruch war weniger intensiv, doch auf seltsame Weise vertraut. Ein Lykantroph, das war sicher. Geduckt huschte sie durchs Gras, um zu Griesgram aufzuschließen. Der Alpha war allein, doch schien er den Artgenossen ebenfalls bemerkt zu haben.

"Meister Phelan", brummte Serafina so leise wie möglich. "Habt Ihr das Sterben auch gespürt? Was ist auf dem Wolfsfelsen geschehen? Die Eohfîr wissen nichts, was uns hilft. Ihre Knochendolche sind Nachbildungen. Was wir brauchen ist ein Dolch aus Drachenkno... bei Latala, Drachenknochen! Es handelt sich um keinen bestimmten Dolch, sondern es braucht nur das richtige Material zu sein."

Ein Rascheln erinnerte Serafina an den anderen Lykaner. "Ich nehme einen vertrauten Geruch wahr. Wer ist mit uns hier draußen geblieben? Gehört er zu Eurem Rudel? Wir sollten nachsehen, vielleicht braucht er Hilfe."

Während sie auf Phelans Reaktion wartete, beschloss die Dragoleutnant, ihrem Hauptmann gedanklich von ihrem neuen Wissen bezüglich des Knochendolchs zu berichten. Vielleicht wusste der Eisdrache, was zu tun war. Möglicherweise wusste Darius, wo Drachenknochen zu finden waren. Ob es so etwas wie Drachenfriedhöfe gab?

« Letzte Änderung: Samstag 22 April 2017, 16:43 von Silvana » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Phelan

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #138 am: Sonntag 23 April 2017, 14:40 »

Phelan kam nicht sehr weit mit seiner Planung, denn die jüngsten Ereignisse hatten tiefe Wunden hinterlassen. Wunden die er nicht lecken oder mit einem Heiltrank behandeln konnte. Eine dumpf pochende Leere in seinem Inneren, die ihn vollkommen zu verschlingen drohte. Zu einem energielosen Häufchen Elend zusammengerollt lag er zwischen den dichten Büschen herum und beobachtete mit müden halb geschlossenen Augen den Rand der Wagensiedlung.

Eine Weile lang überlegte er, ob das Gift nicht eher Erlösung gewesen wäre, wenn es ihn von dieser dunklen Stunde bewahrt hätte, dann schob er den Gedanken mit einer Willensanstrengung, die ihm gewaltig vorkam, beiseite. Er hatte Myriel versprochen auf sich aufzupassen und das bedeutete, dass er sich nicht selbst aufgeben durfte. Mit zusammengebissenen Zähnen versuchte er den wenigen verbliebenen Überlebenden seines Rudels, deren Schmerz er schwach am Rande seines Bewusstseins spürte, etwas Kraft zu senden, obwohl er seine Stellung als Leitwolf verloren hatte.

Als er ein leises Rascheln vernahm, spürte der Lykantroph deutlich wie hungrig er war. Ein sicheres Zeichen, dass es ihm zumindest körperlich besser ging. Dennoch kämpfte er den Impuls, dem durch sein Magenknurren aufgescheuchten Nager nachzujagen, nieder. Er befand sich zu nahe an dem Dorf der Reiter, um es sich leisten zu können so unvorsichtig zu sein.

Und neben der Gefahr durch die Einheimischen lag noch etwas in der Luft. Ein Geruch, von dem er sich noch nicht sicher war ob er ihn kannte oder nicht, als Serafina sich neben ihn schob. Ein kurzes leises Winseln in dem unfassbares Leid mitschwang, war seine Antwort auf ihre erste Frage. Als sie ihm eröffnete, dass die Dolche nichts weiter als wertlose Replikate waren, verzogen sich seine Lefzen zu einem sardonischen Grinsen. Bitterer Spott, der wohl hauptsächlich seiner eigenen Dummheit galt, wie sich zeigte als er die gestohlenen Knochenmesser unter seinem Mantel aufblitzen ließ.

Doch was die Lykana dann anmerkte, ließ ihn hellhörig werden. Am Material sollte es nicht scheitern. Es würde vielleicht seine Zeit dauern, bis alle Vorbereitungen getroffen waren, doch er erinnerte sich deutlich daran, wie Myriel einst ein komplettes Drachenskelett vor seinen Augen beschworen hatte.

„Nicht mein Rudel, aber wir sollten wirklich nachsehen, wer sich hier herumtreibt“, hauchte er als Antwort auf die Fragen zu dem Geruch, der auch ihn selbst schon beunruhigt hatte. „Man kann in dunklen Stunden nicht genug Freunde haben und jeder weitere Feind wäre einer zu viel… Was die Dolche betrifft weiß ich vielleicht wo Hilfe zu finden ist.“ Für die letzten Worte hatte er seine Stimme noch weiter gesenkt. Schließlich hatte Serafina gute Ohren und der Wolf, der vielleicht nicht alles mitanhören sollte, gewiss ebenfalls.

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren pirschte Phelan auf leisen Pfoten auf den unbekannten Lykantrophen zu. Dabei peilte er nicht genau den Punkt an, an dem dieser sich seinem Geruch nach vermutlich befand, sondern hielt sich etwas links davon. Serafina war inzwischen wohl erfahren genug um zu erkennen was er vorhatte und sich entsprechend zu verhalten.
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Serafina

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #139 am: Sonntag 23 April 2017, 22:09 »

Nicht sein Rudel. Was konnte das bedeuten? Welcher Lykaner trieb sich hier draußen herum, wenn nicht einer von denen, die beim Angriff dabei gewesen waren? Eine Hoffnung keimte in Serafina auf. Vielleicht war es einer der Welpen, der ihnen unerlaubterweise gefolgt war. Oder alle drei. Aber dann hätte sie den Geruch erkennen müssen.

Sie hoffte inständig, dass Phelan tatsächlich jemanden kannte, der sich mit Drachenknochen auskannte. Nun aber galt es ein anderes Problem zu lösen. Dass der Alpha sich links herum ins hohe Gras schlug, bedeutete für Serafina, dass sie sich rechts hielt. Zu zweit jemanden einzukreisen war in der Regel eine wenig erfolgreiche Vorgehensweise. In ihrer Funktion als Lanzenführerin der Nachtjäger hätte sie den Köder gespielt und den direkten Weg eingeschlagen, um die Aufmerksamkeit des unbekannten Lykaner auf sich zu lenken. Doch sie wollte Phelan nicht vorgreifen. Hier war er der Alpha. Wenn er sie nach ihrer Meinung gefragt hätte, wäre das anders gewesen.
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Darius

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #140 am: Montag 24 April 2017, 14:00 »

Er kollidierte schmerzhaft mit der Statue, da er sein ganzes Gewicht gegen den Stein geworfen hatte. Zu seiner Überraschung kam nicht die verärgerte Faust eines Gottes dazwischen, noch hielt ihn ein Zauber auf. Die Statue kam durch ihn ins Schwanken, brach von ihrem Sockel und zerbrach auf dem Boden. Christians Worte drangen am Rande an sein Bewusstsein, genauso wie Côrs erschütternder Zorn. So nahe an dem Dunklen konnte er kaum klar denken, geschweige denn überlegt handeln. Dafür spürte er umso intensiver, was geschah, als das dunkle Opferblut von dem Herzen Pandeas nun auf ihn hinab floss und die Schuppen auf seinen Rücken blutrot färbten. Das Blut, von seinem Rücken zu seiner Schnauze und dem was er davon in sein Maul bekommen hatte, brannte fürchterlich und er brüllte schmerzerfüllt auf, da es sich anfühlte als stände er in Flammen.

Schmerzerfüllt wand er sich auf dem Boden und verteilte doch nur mehr Blut auf seinen Schuppen, die sich schon ganz dunkel färbten. Instinktiv wandte er sich zu der Quelle seiner Pein, auch wenn sein Kopf dadurch einen frischen Schwall von Blut abbekam. Es musste verschwinden. Das Herz musste verschwinden. Der Schmerz und Hass fraßen sich in sein Herz und mit einem weiteren Brüllen stieß er sich vom Boden ab und schlug mit seinen Schwingen. Es war ihm egal, ob die Höhle dafür zu wenig Raum bot. Er wollte, nein brauchte dem Auftrieb um höher zu kommen. Gepeinigt schnappte er nach dem Herzen und schlug seine Zähne hinein, begierig es zu zerreißen.

Was immer auch Serafina in diesem Moment auf ihre Nachricht erwartete, so empfing sie nur ein Schwall an chaotischen Gedanken, bevor der Kontakt abbrach.

-8 LP (32/40)
« Letzte Änderung: Montag 24 April 2017, 14:18 von Darius » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Asarra

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #141 am: Montag 24 April 2017, 17:06 »

Es war unendlich töricht und doch hätte sie sich immer wieder dafür entschieden. Wer griff schon mit einfachen Waffen - mochten sie noch so exotisch aussehen - einen Gott an? Noch dazu denjenigen, der nebst den Dunkelelfen und Werwölfen auch noch die Schwarzdrachen erschaffen hatte? Offensichtlich eine geistig nicht ganz gesunde Amazone.

Asarra war Kriegerin, aus ganzem Herzen. Als solche wusste sie, dass sie gegen diesen Gegner niemals bestehen könnte. Sie mochte selbst nicht zu den Sängern beten, dennoch wusste sie, dass sie existierten. Zu ihrem Bedauern spürte sie in diesem Moment auch ganz deutlich, wie real der dunkle Sänger vor ihr war.

Ihre mit Haifischzähnen bestückte Peitsche wurde mit grobem Griff gepackt. Noch ehe sie ihre Finger vom Griff lösen konnte, hatte sie der Dunkle bereits zu sich herangezogen. Sogar die magieunbegabte Schwarzhaarige konnte die Dunkelheit seiner Aura in dieser Nähe kaum aushalten. Er holte aus, und die Amazone erwartete schon, wie eine Kerze ausgepustet zu werden. Doch der erwartete Schlag blieb aus, stattdessen streifte sie die Hand Cors nur.

Dieser Streifschlag allein reichte jedoch schon, ihr kurzzeitig schwarz vor Augen werden zu lassen. Asarras Kopf wurde herumgerissen, so dass sie ihre Wirbelsäule knirschen hören konnte. Das war aber nicht das einzige Knirschen...

Der Eisdrache hatte die Statue erfolgreich umgeworfen, und der Magier liess die Erde beben. Allerdings schien auch der dunkle Sänger seinen Nutzen daraus ziehen zu wollen. Jedenfalls stampfte dieser wütend auf, und kurz darauf begannen grosse Steinbrocken aus der Decke zu brechen.

"Verdammter Dreckssänger." murrte die Kriegerin, als sie sich mühsam erhob. Sie warf Tarlyn einen dankbaren Blick zu. "Habt Dank, und jetzt raus hier." Viel konnten sie in der Höhle nicht mehr erreichen. Und nachdem sie einen Angriff auf Cor überlebt hatte, mochte sie nicht wirklich von einem Stück Stein erschlagen werden.

Asarra stützte sich an die Höhlenwand, bis der Schwindel verflog. "Christian, Runshak. Wir sollten raus hier" rief sie ihren Gefährten zu, während der Eisdrache augenscheinlich dazu übergegangen war, das Herz fressen zu wollen. Na, wohl bekommts.
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Christian

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #142 am: Montag 24 April 2017, 21:43 »

Wie erhofft stürzte die Lycantrophen-Statue um und zerbarst auf dem Boden. Doch nur kurz währte die Freude darüber, denn Côr war verständlicherweise nicht erfreut darüber und stampfte deshalb auf den Boden auf, was das Beben verstärkte und Steinbrocken von der Decke stürzen ließ. Asarra rief zum Rückzug auf, was sich auch der Hohentürmler nicht zweimal sagen ließ. Allerdings stürzte sich Darius trotz der Enge mit den Flügeln schlagend auf das Herz der Pandea, wovon Christian soweit abgelenkt wurde, dass er einem Stein nich mehr ausweichen konnte. Nur gut, dass er seinen verstärkten Magierhut trug, weswegen die Beule nicht groß werden würde. Aber ein bisschen benommen wirkte er dann doch, als er Richtung Ausgang eilte.

Darius, komm schon...

Doch irgendwie bezweifelte der Retter des Drachenauges, dass der Eisdrache auf ihn hören würde. Hoffentlich schaffte der junge Drache es dennoch, rechtzeitig hinaus zu gelangen, bevor die ganze Höhle einstürzte...

-4 LP durch Stein von Decke -> 53/57 LP
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Secundus M. Hora

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #143 am: Dienstag 25 April 2017, 23:24 »

Runde 21


Serafina und Phelan schlichen sich an den noch unbekannten Lykantrophen heran. Sie mochten dabei so leise sein wie sie konnten, und kein Ästchen knackte unter ihren Pfoten, aber ein Lykaner war ein Lykaner, und die Fremde hatte die beiden ebenso gerochen wie ihr Geruch Phelan und Serafina nicht entgangen war. Trotzdem schien sie nicht auf einen Angriff bedacht zu sein, denn als sie den grauen Körper zwischen den Blättern hindurch erspähen konnten, sahen sie das er sich dicht an den Boden presste. Auf den zweiten Blick erkannte Serafina auch um wen es sich handelte, und warum ihr der Geruch so bekannt vorgekommen war: Es war die alte Lykanerin, die auf dem Wolfsfelsen die Geschichte über Pandea zum Besten gegeben hatte. Nun lag sie winselnd auf dem Boden und drückte den Kopf unterwürfig auf die Erde. Sie gab ein Bild des Jammers ab, was bei den Ereignissen wohl auch kein Wunder war.

Als Serafina und Phelan sich zu erkennen gaben, schien sich eine gewisse Erleichterung bei der Alten breit zu machen, trotzdem schien ihr Verstand deutlich gelitten zu haben. Nur mit sehr viel Mühe fanden Phelan und Serafina heraus, dass sie und einige andere heilkundige alte Wölfinnen nach der Rückkehr der ersten Verletzten ausgeschickt worden waren um Kräuter für die Wunden der Verletzten zu suchen. Sie hatte sich angeboten nach Sumpf-Blutauge zu suchen und war deshalb weiter vom Felsen entfernt gewesen als das Massaker passierte. Seither irrte sie wohl ziemlich kopflos durch die Gegend und brabbelte immer wieder etwas davon, dass sie ihre Aufgabe nicht gut erfüllt hatten und Côr sie dafür bestrafte.

Keine Vergebung, keine Vergebung für uns. Getötet, er hat sie alle getötet...

Das Leid und das Winseln der Wölfin ließen sich wohl nur zu gut nachvollziehen.

Aber es kann ihn niemand gefunden haben, den Dolch, nein, nein. Tief unten, im brennenden See der Tränen liegt er, nahe der Dämonenpforte. Kein lebendes Wesen kann ihn dort erreichen, das Feuer des Sees würde es verbrennen und die Dämonen würden es verschlingen. Warum, warum nur hat er es getan? Weißt Du es? Oder Du?

Gequält blickten die alten Augen von Serafina zu Phelan.

Ihr kennt die Sage des Knochendolches, ja? Aus magischem Knochen geschmiedet, in brennendem Wasser gehärtet, durch heiliges Blut geläutert, von einem ganzen Volk gesegnet wird der Dolch Euch die Erlösung bringen.

Sie lachte auf, und selbst für heilerische Laien war zu erkennen, das die Lykanerin dabei war, den Verstand zu verlieren.

Keine Erlösung für uns, damals nicht und heute nicht. Ein verfluchtes Volk sind wir, schaut, selbst die Kaninchen laufen vor uns davon. Nein, Erlösung werden wir wohl nur im Tod finden.

Sie kicherte erneut auf, dann brach etwas in ihrem Blick und man konnte sehen, das es um ihren Geisteszustand geschehen war.

~ ~ ~


Noch jemand anderes kämpfte verzweifelt um seine geistige Gesundheit. Darius wand sich wie ein Aal unter dem Blutstrahl, der seine Schuppen traf. Es brannte wie Feuer, es wütete durch seine Adern bis er nur noch einen Gedanken hatte: Das Herz musste vernichtet werden. Verzweifelt sprang er in die Luft, breitete die Schwingen aus und schlug damit um an Höhe zu gewinnen. Die empfindlichen Membranen schrappten über Felskanten, doch das schien den Eisdrachen nicht zu interessieren und er kämpfte sich mühsam weiter in die Höhe bis er das Herz durch einen roten Schleier von Blut vor sich sehen konnte. Er schnappte danach und bekam es tatsächlich zwischen seinen Zähnen zu fassen. Es war größer, als er es erwartet hatte, und es pulsierte warm in seinem Maul. Das Blut rann wie Säure über seine Zunge, doch Darius versuchte dennoch zuzubeißen und es zwischen seinen Zähnen zu zermalmen. Doch dazu sollte er nicht kommen, denn er spürte plötzlich eine stählerne Hand, die nach seinem Kiefer griff und ihn unnachgiebig auseinander drückte. Côrs Gestalt war zu einer Riesengestalt gewachsen, die kaum noch Platz in der Grotte fand, und packte nun mit der zweiten Hand den Hals des Eisdrachen. 

Spuck es aus!

Keine Bitte, kein Flehen, nur ein klarer grimmiger Befehl. Und so sehr Darius auch versuchen mochte sich dagegen zu wehren, mit den Flügeln schlug oder mit den Klauen um sich kratzte, er hatte keine Chance aus dem Griff des Dunklen zu entkommen. Vielleicht wäre es anders ausgegangen, wenn die Aufmerksamkeit des Gottes abgelenkt worden wäre, und er hätte es geschafft das Herz zu verschlingen, aber vielleicht wäre das auch das Ende des Eisdrachen gewesen, weil es ihm die Eingeweide zerfressen hätte.

Doch seine Kameraden hatten sich dazu entschlossen ihren Verstand zu benutzen und versuchten aus der Höhle zu fliehen. Tarlyn folgte Asarra, Christian und Runshak auf dem Fuße, nachdem sie einen letzten Blick zurück auf Darius geworfen hatte. „Ein wahrer Todgeweihte“ schoss es ihr durch den Kopf, als sie einem fallenden Steinbrocken auswich und hinter den anderen her hetzte. Sie hatten vielleicht fünfzehn oder zwanzig Schritte in dem Gang getan, der nach draußen führte, als das passierte, was Asarra befürchtet hatte: der Gang vor ihnen stürzte ein. Sie saßen in der Falle, gefangen mit einem rachsüchtigen Gott, der es genießen würde sie einen nach dem anderen zu Tode zu quälen.

Und dann stand eine Frau mit langen rötlichen Haaren vor ihnen, an der Stelle, an der der Gang in die Höhle mündete. Ihre Haut schimmerte trotz des seltsamen Lichtes der Grotte golden, und mit ihrem Anblick verschwand die Furcht aus den Herzen der Abenteurer. Kementari lächelte Christian zu, der ein Stoßgebet zu ihr geschickt hatte, dann drehte sie sich zu Côr um, der noch immer Darius Hals umschlungen hielt. Das Herz hatte er ihm bereits aus dem Maul gewunden, als eine Welle klaren Wassers über den Eisdrachen floss. Es spülte das Blut von seinen Schuppen, drang ebenso in sein Maul ein und hinterließ eine wunderbare, schmerzfreie Kühle. Côr ließ den Drachen los, als hätte er sich soeben die Finger an ihm verbrannt.

Schwester – welch eine Freude Dich zu sehen. Bist Du gekommen, um mir ebenfalls ein Blutopfer zu bringen?

Glaubst Du wirklich ich würde zusehen, wie sie erneut ganze Länder verwüstet nur weil es ihrer Laune entspricht?

Ich glaube Dir wird nichts anderes übrig bleiben – Tante.

Eine schmale Hand mit langen, fast krallenartigen Fingernägeln hatte sich auf Côrs Schulter gelegt. Die schlanke Frau, die neben ihm stand, war in ein prunkvolles, hochgeschlossenes Gewand gehüllt, das aus schwarzen, weißen und goldenen Stoffen gefertigt war. Der lange Zopf, der ihr bis zu den Kniekehlen reichte, war ebenso pechschwarz wie ihre Lippen, was im krassen Kontrast zu ihrer hellen Haut stand. Den Kopf zierte ein goldenes Geflecht, das kunstvoll mit ihren Haaren verbunden war. Doch das außergewöhnlichste an ihr waren wohl die gelben Augen, die man eindeutig eher einem Raubtier zuordnen würde als einer Frau.
Was meinst Du Vater – wäre das Blut meiner Tante nicht ein gelungener Willkommenstrunk?

Die schmeichelnde Stimme von Pandea, die solch grausame Worte wie eine sanfte Liebeserklärung aussprach, waren das letzte, das die Gefährten hörten, bevor ihre Umgebung plötzlich vor ihren Augen verschwamm.

~ ~ ~


Asarra, Christian, Runshak und Darius fanden sich wenige Wimpernschläge später auf einer saftigen grünen Wiese wieder. Der Wolfsfelsen lag in weiter Entfernung, wenigstens eine Stunde zu Fuß von ihrem Standpunkt aus entfernt. Kementari stand vor ihnen und in ihren Zügen lag großes Bedauern und sie seufzte leise.

Ich bin zu spät gekommen. Côr ist stark geworden, und es gibt zu viele Orte, an denen wir seinen Taten Einhalt gebieten müssen. Ihr könnt Euch nicht mehr darauf verlassen, dass wir Euch zur Hilfe eilen können. Ihr habt tapfer gekämpft, und für Euren Mut will ich Euch meinen Segen geben. Möge er Euch helfen und Euch schützen.

Sie hob die Hände und erneut bekamen die Abenteurer durch ihre Gegenwart ein angenehmes Gefühl des Wohlbefindens. Kementari lächelte ihnen noch einmal zu, dann war sie verschwunden.

~ ~ ~


Oben auf dem Wolfsfelsen standen Pandea und Côr dem kümmerlichen Rest der wilden Jagd gegenüber. Pandea streichelte Shir Khan, dem blutrünstigstem und gefährlichstem der Wölfe den Kopf, als ob er ihr persönliches Schoßhündchen wäre.

Wir haben uns viel zu lange nicht gesehen mein Lieber. Und etwas zum spielen habt ihr auch für mich vorbereitet, wie schön.

Das zuckersüße Lächeln, das sie Endris zu warf, verhieß nichts gutes. Als wäre es das leichteste von der Welt nahm Pandea die Eisenkette, mit der Endris gebunden war, und zog sie aus dem Felsboden, während Côr ein Portal neben ihnen erschuf.

Komm mein Kleiner. Du brauchst keine Angst zu haben. In kurzer Zeit wirst Du Pandea lieben – so wie es alle Lykantrophen tun. Lasst uns nach Hause gehen.

Und so schritten Gott und Halbgöttin mit den letzten Lykanern der wilden Jagd durch das Portal, das sich hinter ihnen schloss.

« Letzte Änderung: Mittwoch 26 April 2017, 06:32 von Myriel » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Serafina

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #144 am: Freitag 28 April 2017, 13:37 »

Die Hoffnung der jungen Lykana zerstob wie Asche bei einem Windstoß. Es waren nicht die Welpen. Es war die Alte aus dem fremden Rudel. Die Augen der Grauhaarigen huschten gehetzt umher. Ihre Muskeln zitterten und sie wagte kaum den Kopf zu heben. Erst nach eindringlicher Befragung, was denn passiert sei, purzelten Worte aus ihrem Maul. Wirr, zusammenhangslos, als wäre sie der Sprache kaum mächtig. Ganz anders als noch am Nachmittag, als sie die Geschichte über Pandea erzählt hatte.

Erschüttert sah Serafina auf die alte Lykantrophin hinab. Hilflos blickte sie zu Phelan, doch es gab nichts was sie tun konnten. Der Verstand der Alten hatte unter den Geschehnissen unvorstellbar gelitten.

Traurig schüttelte Serafina den Kopf. "Ich weiß nicht, warum er es getan hat. Die zu töten, die ihn verehren, ihm dienen und vertrauen, die seine Kinder sind, nein, ich verstehe solch einen Gott nicht." Die Stimme der jungen Lykana zitterte. Aber weniger vor Angst oder Trauer, sondern vor Wut auf diesen dunklen Schlächter. Wie anders war Latala, die sanfte Göttin der Mondscheibe.

"Die Kaninchen laufen vor jedem davon", erwiderte Serafina trotzig. "Sie werden mit der Feigheit geboren. Wir sind nicht verflucht, ihr wart nur so dumm seinem Ruf zu folgen anstatt euch von ihm loszusagen."

Die Alte konnte ihre Worte ohnehin nicht mehr begreifen. Serafina hätte die Lykantrophin gern zu den Freien gebracht, bis sie wieder bei Kräften war. Doch sollte sich die Werwölfin tatsächlich erholen, würde sie zu einer uneinschätzbaren Gefahr werden. Ein Mitglied der Wilden Jagd durfte niemals von den Freien erfahren, solange es sich nicht von Côr losgesagt hatte.

Serafina straffte sich und richtete sich auf die Hinterpranken auf. Ihr Blick schweifte weit über die Grasebene hinweg. Beim Wolfsfelsen schien Ruhe eingekehrt. Ob Tarlyns Trupp das Herz vernichten konnte? Ehe sie Kontakt zu ihrem Hauptmann aufnehmen wollte, wandte sich die Lykana ihrem Gildenmeister zu. Er wusste nichts von ihrem Auftrag.

"Meister Phelan, jetzt, wo die Rudel zerrissen sind, will ich Euch ehrlich eingestehen, dass mein Herz nicht für die Wilde Jagd schlägt. Einen Gott wie Côr könnte ich niemals verehren. Latala ist es, der ich meine Sorgen anvertraue. Und jene, die sich ebenfalls losgesagt haben, sind meine Familie. Ich war hier, weil ich Endris und die Welpen... weil ihnen mein Herz gehört..."

Serafina schluckte hart. Ihre Barthaare zitterten. Tränen rollten aus ihren Augen. "... ich habe sie alle verloren. Die Rudelmagie ist tot in mir. Ich bin frei zu gehen, wohin ich gehöre. Was sollen wir mit der Alten machen? Wenn wir sie hier lassen, wird sie sterben. Wobei ich mich frage, ob es nicht das Beste für sie wäre. Ihr Verstand ist gebrochen, genau wie ihr Herz."
« Letzte Änderung: Freitag 28 April 2017, 13:37 von Silvana » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Phelan

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #145 am: Freitag 28 April 2017, 18:33 »

Die Wölfin, die sie vorfanden, war keine Bedrohung. Durch den Tod ihres Rudels tief getroffen war sie nur mehr ein Häufchen Elend. Ihres Rudels? Jetzt erst wurde Phelan stutzig. Denn obwohl ihn Serafina schon zuvor nach dem Sterben gefragt hatte und jetzt erneut ihre Fassungslosigkeit zum Ausdruck brachte, war ihm in seinem Schmerz nicht gleich klar gewesen, was das bedeutete. Côr hatte nicht, wie er angenommen hatte, nur sein Rudel für ihr – für Phelans – Versagen bestraft. Mindestens drei Rudel hatten ihr Blut für das Ritual vergießen müssen. Wie viel davon hatte der dunkle Gott benötigt und hätten die Menschen der umliegenden Dörfer überhaupt genug des roten Lebenssaftes liefern können?

Eine erneute Welle des Zorns schwappte in dem schwarzen Lykantrophen hoch und nur mit größter Mühe gelang es ihm sich zu beherrschen. Zugleich glomm bei der Geschichte, die sie der alten Wölfin entlockten, ein kleiner Funke Hoffnung auf. Konnte es sein, dass auch die Heilerin seines Rudels weit genug vom Massaker entfernt gewesen war? Und wenn es so war: Hatte ihr Geist den Schmerz unversehrter überstanden, als der ihres winselnden Gegenübers?

„Baal ist kein Gott der Vergebung kennt“, bemerkte Phelan dumpf. Eisiger Zorn lag in seiner Stimme und er versuchte sich die Worte der Alten ins Gedächtnis zu brennen: … im brennenden See der Tränen… nahe der Dämonenpforte… Aus magischem Knochen geschmiedet, in brennendem Wasser gehärtet, durch heiliges Blut geläutert, von einem ganzen Volk gesegnet…

Wertvolles Wissen für jemanden, der Rachegelüste gegen einen Gott hegte – keine Frage. Es wäre ein schwieriges Unterfangen, würde Geduld und lange Planung erfordern. Und selbst dann wären die Chancen äußerst gering. Doch der schwarze Lykan hatte schon einmal Ausdauer und Einfallsreichtum bewiesen, als er nach Vergeltung gedürstet hatte. Er würde gut abwägen müssen. Und womöglich war Pandea auch kein so großes Übel, wie sie befürchteten. Die Zunkunft würde es zeigen.

Serafinas Geständnis riss Phelan schließlich aus seinen düsteren Gedanken. Im Moment war seine Wut gegen die übermächtigen Feinde jedoch zu überwältigend, um welche gegen die junge Wölfin aufzubringen. Stattdessen klang er ernst, kraftlos und niedergeschlagen: „Der Wilden Jagd kann man nicht mit halbem Herzen folgen ohne daran Schaden zu nehmen. Und Dir ist hoffentlich klar, dass Dich selbst Endris, dem Dein Herz gehört, für diesen Verrat getötet hätte. Aber es steht wohl jedem zu seine eigenen Fehler zu machen. Ich konnte Dich jedenfalls nicht abhalten.“

Auch ihm fiel es beim Anblick ihrer Tränen schwer seine Trauer für sich zu behalten. „Und verwechsle die Stille der Rudelmagie nicht mit Freiheit. Die Dunkelheit lässt einen so leicht nicht los und Endis Wölfe waren nur Teil von etwas größerem. Was die Alte betrifft gebe ich Dir Recht. Der Tod mag für sie das gnädigste Schicksal sein. Aber kein langsamer Tod allein mit ihrem Kummer. Du solltest lieber schon vorangehen, ich komme gleich nach…“
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Serafina

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #146 am: Freitag 28 April 2017, 19:23 »

Hätte Phelan geahnt, dass Serafinas Geständnis nur ein winziger Teil der Wahrheit war, hätte er sie vermutlich in Stücke gerissen. Die Rudelmagie, Endris, die Wilde Jagd, all das war Teil des viel größeren Plans, Shir Khan aufzuhalten. Phelan ahnte nichts von Tarlyn, Runshak, Darius, Asarra und Christian, die eben jetzt versuchten Pandea zu vernichten, ehe sie wiedergeboren wurde. Serafina war mehr als nur eine Verräterin an der Rudelmagie, sie war eine Spionin in den Reihen des Feindes.

"Endris wird nie mehr erfahren, dass ich seinen Gott nicht zu verehren vermag. Endris ist tot." Davon war sie nur halb überzeugt, denn sie hatte nicht deutlich gespürt, dass sein Licht verloschen war.

"Mein einziger Fehler war blind gewesen zu sein gegenüber der unvorstellbaren Grausamkeit des dunklen Gottes. Ihr habt Recht, Ihr konntet mich nicht abhalten mich geirrt zu haben. Ihr habt mir meine falschen Entscheidungen an jenem Tag selbst überlassen, an dem wir uns das erste Mal trafen."

Es lag keine Bitternis mehr in Serafinas Worten. Sie wandte sich ab. "Tut, was nötig ist. Möge Latala die Seele der Alten ins Licht des Mondes betten."

Ohne sich noch einmal umzusehen, trabte die Lykana los. Sie wählte eine Richtung, die verhindern sollte, dass sie dem Trupp aus Nuru über den Weg liefen. Phelan durfte niemals erfahren, dass Serafina die Schwarzklaue zum Wolfsfelsen geführt hatte. In Gedanken rief sie nach Darius.

"Hauptmann! Seid Ihr noch am Leben? Ist alles gut gegangen? Côr war am Wolfsfelsen und hat die Wilde Jagd vernichtet. Zumindest die meisten von ihnen. Konntet Ihr das Herz zerstören? Ich werde Phelan von hier wegführen, abseits der Sümpfe. Er darf nie erfahren, dass Ihr hier wart. Er weiß nur, dass ich zu den Freien gehöre. Und ich bin nicht sicher, ob er mich nicht eines Tages verraten wird. Von unserem Plan aber ahnt er nichts. So soll es bleiben."
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Myriel

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #147 am: Samstag 29 April 2017, 01:02 »

Auf dunklen Schwingen kreiste ein einsamer Vogel um den Wolfsfelsen. Der rot schimmernde Mond verblasste bereits am Himmel, als er auf dem noch feuchten Gestein landete und zu einer schmalen menschlichen Gestalt heranwuchs. Mit steinernem Gesichtsausdruck betrachtete Myriel die Überreste des Massakers, das hier wenige Stunden zuvor stattgefunden hatte. Nichts verriet ihre Gefühle, als sie die Hände hob und den kalten Stein mit einer wahren Feuersbrunst überzog, in die sie all ihre Kraft legte. Kein Tier sollte sich an den Überresten der blutleeren Körper gütlich tun, die hier lagen, auch wenn wohl niemand mit Gewissheit sagen konnte, um wen es sich handelte. Eine Weile loderten die Flammen hell und heiß, während der Geruch nach verkohltem Fleisch und Fell in der Luft lag. Als sie schließlich in sich zusammen fielen war die Schwarzmagierin erschöpft. Sie entkorkte eine Phiole, die sie mit langsamen Zügen leer trank. Wie waren seine Worte gewesen?

"Ihr alle werdet den Tod finden, denn ich habe eine Göttin an meiner Seite. Also überlege gut und wähle weise."

Es gab nichts mehr zu wählen, wie die toten Lykantrophen bewiesen. Mit ausdruckslosem Gesicht holte die Druidin einen Beutel hervor, der mit purpurfarbenem Pulver gefüllt war und streute eine handvoll in die wenigen verbliebenen Flammen. Binnen weniger Wimpernschläge entstand ein Portal, das direkt in dunklen Turm führte und Myriel trat hindurch.
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Darius

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #148 am: Montag 01 Mai 2017, 13:39 »

Mit - von seiner eigenen Panik - verstärkten Kraft schlug er seine Fänge in das Herz von Pandea. Oder er versuchte es zumindest. Eine schier unüberwindliche Macht hinderte ihn daran sein Maul zu schließen und das Herz zu zerreißen. Zuerst verstand er gar nicht, was genau vorging, sondern versuchte es weiter. Doch die Stimme, der Befehl... es war unmissverständlich und für einen Augenblick konnte er klar denken, trotz der Schmerzen. Es reichte gerade um seine eigene Lage erfassen zu können. Côr selbst hatte ihn gepackt und hielt sein Maul offen. Die andere Hand, die ihn im Nacken gepackt hatte fühlte sich an wie ein Kragen aus Stahl. Vor lauter Schmerz und Furcht rollt er wild mit den Augen, schlug und kratzte um sich, so sinnlos dies auch erscheinen mochte. Côr hatte ihn! Ihm blieb keine Zeit sich zu wundern, wohin der Rest seiner Gefährten verschwunden war. Doch er ließ nicht locker. Er wagte es schlichtweg nicht.

War dies sein Ende? Würde Côr ihn hier und jetzt töten um Pandeas Herz zu retten? Sein eigenes Leben rauschte bereits vor seinem inneren Auge vorbei, auch wenn er sich noch gegen den Griff des dunklen Sängers stemmte. Von einem Moment auf den Nächsten jedoch  - gerade einmal getrennt durch ein Blinzeln - erfasste ihn eine wunderbare Kühle, die wie ein Balsam sich auf die brennenden Stellen legte. Was geschah hier? Völlig verwirrt fiel er zu Boden, wo er betäubt liegen blieb und nach Atem rang, als sich der Griff von Baal sofort löste.

Mühsam drehte er seinen Kopf zu den Stimmen, deren Sprecher er nicht ganz ausmachen konnte durch seinen verschleierten Blick. Eine Gestalt, so groß wie Côr stand ebenfalls in der Höhle. Doch sie fühlte sich völlig anders an... Aus reiner Notwendigkeit verschloss er seinen Geist und brach jeden Kontakt ab, auch jenen, welcher die Gruppe untereinander verband. Sein Geist war geschunden genug.

Blinzelnd versuchte er seinen Blick zu klären. Verblüfft entdeckte er eine dritte Gestalt, die hinter Côr hervortrat. Zeit um festzustellen wer sie war blieb jedoch nicht, bevor die ganze Umgebung wieder vor seinen erschöpften Augen verschwamm.

Die nächsten Minuten waren etwas schummrig in seiner Erinnerung. Er war sich relativ sicher, dass es bei jenem Wesen, welches zu ihnen sprach und sie gerettet hatte um Kementari selbst handeln musste. Zumindest meinte er sie von Bildern und Zeichnungen wiedererkennen zu können. Ihre Botschaft selbst ließ ein schlechtes Gefühl bei ihm zurück, auch wenn nocheinmal die angenehme Kühle zurückkehrte. Wort- und Gedankenlos sah er zu, wie sie wieder verschwand. Sie hatten versagt. Nichteinmal das Eingreifen eines Sternensängers war genug gewesen um Pandeas Rückkehr zu verhindern.

Geschockt saß Darius auf der saftigen Wiese und wusste nicht, was er jetzt tun sollte. Ihre Mühen waren umsonst gewesen. Die Verteidigung der Aramonier konnte das Ritual nicht aufhalten... Irator schüttelte sich, übernahm die Kontrolle und richtete sich auf. Momentan war Darius zu nichts zu gebrauchen, bis er sich von der Begegnung mit Côr etwas erholt hatte.

"Lasst uns nach Nuru zurückkehren. Hier können wir nichts mehr ausrichten", sandte er schlicht an die Anwesenden, ohne das Geschehene weiter zu kommentieren. Dazu war er weder in der Stimmung, noch wirklich in der Lage. Tastend sandte er seine Gedanken aus, um Aponi'kasa zu finden und es dauerte eine Weile bis er sie auch fand. "Wir haben versagt. Pandea ist frei. Die Wilde Jagd ist nicht mehr. Kehrt sobald wie möglich nach Nuru zurück." Mehr sandte er auch nicht an Sie. Stattdessen untersuchte er seine eigenen Schuppen und versuchte zu erkennen, ob das brennende Blut bleibende Schäden hinterlassen hatte. Spuren konnte er jedoch keine entdecken, zumindest nicht auf seinem Rücken und auch nicht an seinen Flanken. Gut. Probeweise schlug er einmal mit seinen Flügeln um zu sehen ob er dort Schmerzen hatte. Einige Schrammen und Striemen, welche Wochen brauchen würden, um ganz zu heilen. Immerhin nichts schlimmeres. Es sah so aus als ob er bereit sei wieder nach Dragonia zurückzukehren.
« Letzte Änderung: Montag 01 Mai 2017, 16:47 von Darius » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Seiten: 1 ... 8 9 [10] | Nach oben
  Der Orden der Drachenritter
  Legends of Aylann
  Abenteuer in Legends of Aylann

  Abenteuer
  Das Geheimnis des Wolfsfelsens
<< zurück weiter >>

Der Orden der Drachenritter | Powered by TIBBS 1.33 PE (Personal Edition) (Origin: YaBB SE)
Hosted by www.drachenritterorden.de - All Rights Reserved.
Take a look at our imprint and data protection policy for further details and credits.

Die Administration distanziert sich ausdrücklich von den hier geäußerten Meinungen. Die Textbeiträge geben nicht die Meinung der Administration wieder. Kontakt: webmaster@drachenritterorden.de