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  Das Geheimnis des Wolfsfelsens
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   Autor  Thema: Das Geheimnis des Wolfsfelsens (Gelesen 1610 mal)
Secundus M. Hora

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #15 am: Montag 14 November 2016, 22:13 »

Runde 3


Endris drehte beim Laufen und Kopf nach hinten und ließ den Blick über die Lykantrophen schweifen, die ihnen folgten. Nach den Erfahrungen der letzten Tage hätte er erwartet das es Rangeleien zwischen den beiden Rudeln geben würde – doch Phelan hatte mit seiner Beobachtung völlig recht. Die Wölfe liefen einmütig nebeneinander her, teilweise sogar bunt gemischt, ohne sich auch nur an zu knurren. Stattdessen wirkte es fast so, als ob sie zu einem großen Rudel zusammen gewachsen waren – und das innerhalb so kurzer Zeit. Die Macht Shir Khans über die wilde Jagd schien also nach wie vor ungebrochen zu sein. Seinen Gedanken nachhängend lief Endris schweigend weiter.

Weiter hinten im Rudel war es hingegen nicht so ruhig. Lyressa ließ ein gefährliches Wolfsgrinsen sehen, als Serafina sie nach Shir Khan fragte.

Wie Shir Khan ist? Er ist riesig groß, sein Fell ist schwarz wie die Nacht und seine Augen sind rot wie zwei glühende Kohlen. Es gibt keinen anderen Lykaner der so stark ist wie er und niemand würde es je wagen ihn heraus zu fordern. Deine Kasernenfreunde tun gut daran vor ihm zu zittern, denn er liebt Menschenfleisch, und wenn er sie in die Pfoten bekäme, würde er sie einfach auffressen.

Die Beschreibung, die sich fast wie eine Schreckensgeschichte für Kinder anhörte um sie davon abzuhalten Dummheiten zu machen, schien Lyressa durchaus ernst zu meinen. Und hatte Serafina nicht den gleichen leicht abwesenden Ausdruck wie jetzt Lyressa in den Augen, wenn sie von Endris sprach? Die Fuchsrote schien jedenfalls mächtig beeindruckt von dem Alpha der wilden Jagd zu sein, soviel stand fest.

Dann fing Serafina an von Naha zu erzählen, und schon bald lief eine kleine Gruppe Lykaner in der Nähe der beiden Wölfinnen mit, um ja nichts davon zu verpassen. So verging die Zeit wie im Flug. Den ersten Halt gab es erst, als sie den Malyefluss erreichten. Endris hatte eine Stelle gewählt, an der der Fluss zwar ein ganzes Stück breiter war, aber dafür auch langsamer floss. Das würde es leichter machen hindurch zu schwimmen. Der weiße Alpha wandte sich an Phelan.

Würdest Du mir die Ehre erweisen und mit einem der Welpen hinüber schwimmen? Sie sind zwar gewachsen und sehr kräftig, aber ich weiß nicht ob sie den ganzen Weg allein schaffen. Die anderen zwei werden die stärksten Rüden aus meinem Rudel begleiten. Und ich kümmere mich um Serafina.

Er nickte Phelan noch einmal zu und machte sich auf die Suche nach der Lykana. Als er sie gefunden hatte, befahl er relativ kurz angebunden:

Komm mit Serafina.

Er führte die junge Wölfin ein Stück weiter flussaufwärts, bis an eine Stelle an der einige Büsche und Weiden standen und die direkte Sicht auf das Rudel verdeckt war. Erst dort blieb er stehen, und drehte sich zu ihr um.

Ich dachte es wäre Dir lieber wenn ich Dir helfe anstatt Dir Phelan zu schicken. Wir werden uns in Menschen verwandeln, denn dann kann ich Dir besser helfen. Du bist zu groß um im Genick gepackt und hinüber geschleift zu werden. Ich werde den Arm unter Dein Kinn legen, damit Dein Kopf über Wasser bleibt, und Du legst Dich quasi ins Wasser als ob Du auf dem Rücken liegen würdest. Am besten ist es, wenn Du einfach ganz still hälst und nicht herum zappelst. Den Rest mache ich.In Ordnung?

~ ~ ~


Christian, in Gestalt eines Fischadlers, flog hoch über den Wäldern entlang und hielt Ausschau nach den Lykanern, die sie verfolgten. Doch es war schwierig etwas zwischen den dicht an dicht wachsenden Bäumen auszumachen und Fischadler waren bei Nacht nicht gerade die scharfsichtigsten Vögel. So fand er das Rudel erst wieder, als es am Flussufer auftauchte. Der Malye stellte für die Wölfe kein unüberwindliches Hindernis dar – schon warfen sich die ersten von ihnen ins Wasser und machten sich auf den Weg ans andere Ufer – aber aufhalten würde er sie schon eine Weile. Und da die Verfolger ihnen recht schnell gefolgt waren, war es wohl nur eine Frage der Zeit bis sie auf das Rudel treffen würden, wenn er es nicht rechtzeitig schaffte sie zu warnen und sie tatsächlich noch auf der richtigen Spur waren.

Darius, Asarra, Tarlyn und Runshak hatten sich bereits längs wieder in Bewegung gesetzt. Man hatte sich dagegen entschieden eine Fackel zu entzünden und stattdessen den Weg gewählt, der am direktesten zum Malye führte. Der Pfad war schmal, doch keiner der vier hatte größere Schwierigkeiten damit ihm zu folgen. Der Boden war nicht nass, die Wurzeln, die ihn durchzogen nicht glitschig, und so kamen sie gut voran. Hin und wieder schreckten sie ein kleineres Tier auf, da sie sich nicht so lautlos durch den Wald bewegten wie die Elfen, doch ansonsten blieben sie unbehelligt.

Irgendwann waren sie soweit vorgedrungen, dass sie das Rauschen des Flusses hören konnten. Ganz in der Nähe knackte plötzlich ein Zweig und Tarlyn zuckte zusammen, bevor sie die Hand hob, damit die anderen stehen blieben. Dann legte sie einen Finger vor die Lippen und lauschte. Wieder brach ein Ast, rechts von ihnen, nicht weit entfernt im Unterholz. Tarlyns Hand wanderte zum Griff ihres Schwertes. Hatte die wilde Jagd sie entdeckt? Waren das Wölfe, die man ihnen entgegen schickte um ihnen den Garaus zu machen?

Nur wenige Herzschläge später tauchte tatsächlich ein Lykaner vor ihnen auf. Etwas ausgemergelt sah er aus, als ob er über  längere Zeit nur wenig gefressen hätte. Doch jetzt war das Fell um seine Schnauze herum dunkler gefärbt als der Rest und der leichte Geruch von Blut lag in der Luft. Als er die Gefährten entdeckte, fing er sofort an zu knurren. Sein Nackenfell sträubte sich, er bleckte die Zähne und sah nicht so aus, als ob er vorhatte die Flucht zu ergreifen. Einen Augenblick später wurde auch klar, warum das so war, denn sein Knurren hatte zwei andere Wölfe hervor gelockt, die ebenfalls sofort die Zähne fletschten.
« Letzte Änderung: Montag 28 November 2016, 21:25 von Myriel » Gespeichert
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Phelan

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #16 am: Mittwoch 16 November 2016, 22:49 »

Phelan nickte lediglich und ließ sich von Endris zeigen welchem Welpen er auf die andere Seite des Flusses helfen sollte. Er hätte darauf hinweisen können, dass es vermutlich in beiden Rudeln bessere Schwimmer gab als ihn, aber das lag nicht in der Natur eines Alphas. Zumal die Bitte ein Zeichen dafür war, dass der weiße Wolf seine Stärke anerkannte.

Nachdem er seinem Rudel knappe Anweisungen gegeben hatte, wagte er sich in den Fluss. Die Mühe seine Lederrüstung auszuziehen machte er sich gar nicht erst. Sie und der Rucksack würden ihn behindern egal wie er es anstellte. Da halfen nur Stärke und Sturheit, um dieses Problem zu überwinden. Zwei Männchen waren unterdessen dabei der alten Wölfin zu helfen während ein paar weitere noch am Ufer verweilten, um für Rückendeckung zu sorgen.

Zufrieden mit diesen Vorkehrungen wagte sich nun auch Phelan ins Wasser. Der Jungwolf konnte es ohnehin kaum erwarten. „Schwimm langsam und teil Dir Deine Kräfte gut ein“, ermahnte ihn der Alpha. Ein Wort auf taube Ohren.

Bis zur Mitte des Flusses ging trotzdem alles gut. Doch dann verließen den Kleinen die Kräfte. Dem schwarzen Wolf blieb nichts andres übrig als ihn mit der Schnauze am Nackenfell zu packen und zu versuchen ihn über Wasser zu halten. Das war leichter gesagt, als getan, denn der Welpe strampelte in seiner Todesangst wild um sich. Immer wieder warf Phelan seinen Kopf in den Nacken um seinem Schützling zu ermöglichen kurz nach Luft zu schnappen und immer wieder schluckte er dabei selbst Wasser.

Er hatte schon fast den Glauben daran verloren, dass sie es beide unbeschadet schaffen würden, als das Junge ein wenig ruhiger wurde. Offenbar hatte es begriffen, dass es nicht in unmittelbarer Gefahr zu ertrinken schwebte. Oder es hatte keine Kraft mehr.

Ein wenig später bekam der schwarze Wolf dann endlich schlammigen Boden unter die Pfoten und schleppte sich erschöpft an andere Ufer. Unter dem wachsamen Blick der beiden Rudel bemühte er sich allerdings fast augenblicklich darum wieder eine straffere Haltung anzunehmen und so wenig Flusswasser wie möglich auszuhusten.
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Serafina

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #17 am: Freitag 18 November 2016, 19:12 »

Unter den wachen Augen von Lyressa und den anderen Lykanern weitere Hinweise für die Verfolger zu setzen war alles andere als einfach. Um die anderen Wölfe loszuwerden kürzte Serafina die Geschichte von Naha drastisch ab und zeigte den Seeorden herum, der ihr in Aramon Tür und Tor öffnen konnte. Derart abgelenkt beachtete niemand die Dragoleutnant beim Knicken der Zweige. In der Eile waren die Markierungen ausgesprochen derb gesetzt. Jeder halb-intelligente Lykan aus dem Rudel würde erkennen, das dies kein normaler Flurschaden war. Zum Glück lief die kleine Gruppe hinten außen, so dass sich nur selten jemand in Serafinas Rücken befand.

Die Lykana hatte inzwischen viel über die Rudelstruktur gelernt. Neben dem Alpha gab es vordere Kundschafter und die vorderen Wächter. Im Mittelfeld des Rudels lief ein niedriger gestelltes Zentralleittier, das mit seinem ruhigen, umsichtigen Charakter dämpfend auf die jungen Wilden wirkte und auf die Alten und Schwachen Acht gab. Auch dieses Zentraltier war umgeben von Spähern und Wächtern. Die vordere Nachhut bildeten weitere Wächter. Einer davon war Serafina. Auch wenn sie ein rangniedriges Rudelmitglied darstellte, durfte sie aufgrund ihrer Nachtjägererfahrung diese Position einnehmen. Rechts von ihr lief der hintere Leitwolf, der die Positionen überwachte. Herma gehörte zu den hinteren Kundschaftern, die nach allen Seiten sicherten. Er war einer von jenen, von denen Serafina am ehesten die Gefahr der Enttarnung drohte. Kundschafter würden die Markierungen als solche erkennen. Die hintere Nachhut blieb in der Regel ein ganzes Stück weit hinter dem Rudel. Doch von ihnen war weit und breit nichts zu sehen.

Viel schneller als erwartet erreichten die beiden Rudel den Fluss. Serafina schauderte. Lieber hätte sie hundert Ausreden gebraucht, um nicht ins Wasser zu müssen. Sie hatte nicht erwartet, dass das gegenüberliegende Ufer des Flusses soooo weit entfernt war. In ihrer Vorstellung existierten bloß etwas breitere Bäche. Sie würde jämmerlich ertrinken!

Wäre Endris nicht auf sie zugekommen, sie wäre in der Überlegung versunken wie sie die Flucht ergreifen könne. Beim Anblick des weißen Alphas nickte Serafina ergeben und folgte ihm.

"Auf den Rücken legen und nicht zappeln."  Das klang einfach. Zustimmend zuckte die Lykana mit den Ohren. Ihr Hab und Gut würde sie sich auf den Bauch legen müssen, was bedeutete, dass sie sich so steif wie möglich aufs Wasser legen musste. Endris bestätigte, dass diese Körperhaltung ohnehin die Beste wäre. Nun gut, das war bestimmt zu schaffen. Endris war ja bei ihr. Endris, und nicht Phelan. Griesgram hätte sie garantiert absaufen lassen, schon allein deshalb um sie endlich loszuwerden.

Im Gestaltwandel hatte Serafina inzwischen einige Übung. Tapfer rang sie sich als das Mädchen Maida ein Lächeln ab, obwohl sie innerlich schlotterte wie Espenlaub. Ein wenig wackelig watete sie ins Wasser. Ihre Habseligkeiten hielt Maida hoch in Händen, damit diese trocken blieben.

"Also los." Sie keuchte ein wenig. Ihre Stimme war mehr ein Krächzen denn blanke Verführung. "Ich werde steif sein wie ein Brett. Ich werde nicht atmen. Dann kann ich auch kein Wasser schlucken."

Nun, das mit dem Nicht-Atmen klappte weniger gut, aber sich mit Endris Hilfe flach aufs Wasser zu legen war recht einfach. Als allerdings die Wasseroberfläche bis zu ihren Wangen stieg, fing Maidas Herzschlag an zu rasen.

"Ich versinke", keuchte das Mädchen entsetzt, da ergriff Endris sie auch schon mit der Hand unterm Kinn. Unter anderen Umständen hätte sie alles gegeben, von ihm so berührt zu werden. Seine weiche Haut auf ihrem Gesicht zu fühlen. Ihm so nahe zu sein wie jetzt gerade. Doch alles, woran Serafina Maida jetzt denken konnte, konzentrierte sich darauf, den Mund geschlossen zu halten und die aufkeimende Panik niederzuringen.


-1 Mana
11+4= 15 Charisma
« Letzte Änderung: Freitag 18 November 2016, 19:14 von Silvana » Gespeichert
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Amarok

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #18 am: Sonntag 20 November 2016, 09:50 »

"Es gibt die ein oder andere Stelle, die sie nutzen könnten, aber um diese Jahreszeit mit vielleicht mehr als einem ganzen Rudel? Da fallen mir nur zwei Stellen ein und eine davon ist zu weit oberhalb des Flusslaufes von hier, die andere... hmmm... ja, die andere dürfte nicht allzu weit von hier sein. Der Malye macht dort einen kleinen Schlenker und ist etwas langsamer an der Stelle und auch nicht zu breit. Dort werden sie wohl eine Überquerung versuchen." , überlegte er halblaut als Antwort auf Runshaks Frage, damit seine Stimme nicht zu weit trug, während sie weiter dem Wildpfad durch die Dunkelheit folgten.

Doch zu ihrem Glück wurden die Spuren bald sichtbar. Amarok hielt kurz an, schnupperte an einigen abgebrochenen Ästen, schnaubte und wandte sich an die Gruppe. "Serafina ist hier vorbeigekommen. Diese Äste sind jedenfalls absichtich abgebrochen worden und nicht unabsichtlich wie bei der Flucht eines wilden Tieres..."

Tarlyn ließ ihn verstummen, als sie die Hand hob und er lauschte selbst angestrengt mit aufgestellten Ohren. Tatächlich war neben dem leisen Rauschen des Flusses auch das Knacken von Ästen zu hören. Nur kam es von keinem aus ihrer Gruppe. Seine Nackenhaare richteten sich auf, Momente bevor ein abgemagerter Wolf aus dem Unterholz hervorkam. Er war nicht alleine... Die folgende Konfrontation war sehr kurz. Ein Fischadler stürzte aus dem Himmel, zwei der Wölfe erlagen dem Zauber von Christian und wurden starr, noch bevor sich Amarok mit einem tiefen Knurren auf den ersten Wolf stürzte.

AW 41, knurren, auf den Gegner springen, niedrringen und Versuch ihn unten zu halten bis er aufgibt
« Letzte Änderung: Sonntag 20 November 2016, 22:47 von Darius » Gespeichert
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Christian

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #19 am: Sonntag 20 November 2016, 18:10 »

Christian wählte in seiner Fischadler-Gestalt den kürzesten Weg zum Malye und zog dann dort seine Kreise, um nach Lycantrophen Ausschau zu halten, was aufgrund der Dunkelheit aber auch in dieser Gestalt nicht leicht war. Nach einiger Zeit sah er dann auch seine Gefährten, die eine bestimmte Stelle des Malye ansteuerten, weswegen sich der Magier besonders dort darauf konzentrierte, eine mögliche Nachhut der Wolfsrudel zu entdecken.

Seine Gefährten wurden von den drei Lycanern bereits entdeckt, noch bevor der Fischadler zum Sturzflug ansetzte, so änderte er sein Vorhaben, die Gruppe zu warnen - welche ohnehin bereits angehalten hatte - und landete stattdessen hinter den Lycanern, um seine natürliche Gestalt wieder anzunehmen. Gleich danach konzentrierte sich der Magier auf seinen harmlosesten Angriffszauber, wenn man diesen so bezeichnen wollte.

Einer der Lycantrophen war dafür besonders empfänglich dafür und würde wohl keinen Mucks mehr machen, solange ihn niemand aktiv daraus mit einem Gegenzauber befreite. Ein weiterer rührte sich ebenfalls nicht weiter, auch wenn das in einigen Minuten sicher wieder der Fall sein würde, aber bis dahin hatte man diesen bestimmt verschnürt. Nur der offensichtliche Anführer dieser drei Lycantrophen war einfach zu zäh, um von dem Zauber erfasst zu werden, da musste der Statthalter wohl besonders fokussieren, hatte aber bereits zu viel seines Manas für die anderen beiden aufgewendet und müsste dieses daher erst wieder auffüllen. Allerdings blieb dazu keine Zeit mehr, denn Darius in seiner Lycantrophenform ging bereits zum Angriff über und versuchte wohl nach Lycantrophenart, den fremden Lycaner zur Aufgabe zu zwingen. Der Hohentürmler beobachtete diesen Kampf ruhig und würde erst wieder eingreifen, wenn es sich zum Nachteil von Darius entwickeln würde.


Möchte jemand die beiden anderen hier einpacken?


-36 MP für Katalepsie auf zwei Lycantrophen und ein Fehlschlag auf den dritten -> 14/61 MP
Ein Lycantroph für diese und zwei weitere Runden gestoppt, ein weiterer Lycantroph gestoppt bis zur Heilung
« Letzte Änderung: Sonntag 20 November 2016, 18:13 von Christian » Gespeichert
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Asarra

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #20 am: Sonntag 20 November 2016, 20:45 »

Tatsächlich verzichtete man auf Fackeln, was die Amazone zwar überraschte, sie aber der Befehlshaberin hoch anrechnete. Sie hörte auf den Rat ihrer Truppmitglieder, das war gut zu wissen.
Sie gingen weiter, zuerst simpel dem Pfad folgend der am direktesten zum Fluss führte, dann begannen sie tatsächlich hie und da die Zeichen Serafinas zu entdecken. Immer wieder fand die Amazone abgebrochene Äste. Immer zu zweit, und nahe beeinander.
"Wenn man sie einmal gesehen hat, fallen sie einem plötzlich überall auf" sagte die Amazone leise, während sie auf zwei weitere abgeknickte Zweige am Rande des Pfades deutete.

Plötzlich hob Tarlyn die Hand, und da hörte es auch die Amazone. Zweige knackten, zu laut für die kleinen Tierchen die sie bisher einige Male aufgescheucht hatten. Kurz darauf betrat ein Wolf den Pfad vor ihnen, und nur Momente nach seinem warnenden Knurren tauchten zwei weitere Lykaner auf.

Die Amazone hatte gerade ihre Haizahnpeitsche gepackt, da verwandelte sich ein Adler mitten im Sturzflug in den Magier Christian und zweien Wölfen blieb das Knurren im Halse stecken. Der Dritte wurde kurz darauf von Darius überwältigt.
"Hat man ja gar nichts zu tun hier" murmelte sie dem Ork mit einem Grinsen zu.
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Runshak

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #21 am: Montag 21 November 2016, 00:37 »

Man entschloss sich dazu den kürzesten Pfad in Richtung Malye einzuschlagen. Glücklicherweise fanden sich auf diesem Weg keine erwähnenswerten Hindernisse. Dadurch kam die Gruppe auch ohne Fackeln zügig voran. Darius  beantwortete derweil Runshaks Frage nach einer Stelle, an der man den Fluss ohne größere Probleme überqueren konnte. Scheinbar machte der Fluss ganz in der Nähe eine Biegung und floss entsprechend langsamer. Inzwischen hatten Darius und Asarra auch Spuren von Serafina gefunden. Sie mussten also auf dem Richtigen Weg sein.

Kurz darauf konnte man schließlich das Rauschen des Flusses hören und nur Augenblicke später bedeutete Tarlyn der Gruppe stehenzubleiben und still zu sein. Man hörte leises Knacken und der Geruch von frischem Blut lag in der Luft. Hier war etwas. Die Soldaten zogen ihre Waffen und bereiteten sich auf einen Kampf vor. Plötzlich tauchten drei Lykaner vor ihnen aus der Finsternis auf. Allerdings überwältigten Christian und Darius die Werwesen derart schnell, dass Runshak nichts unternehmen musste.

„Zum Glück.“ antwortete die Grünhaut auf Asarras Bemerkung „Der Rest des Rudels kann nicht weit sein – und wenn wir nicht vorsichtig sind haben wir hier gleich mehr zu tun als uns lieb ist.“
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Secundus M. Hora

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #22 am: Montag 21 November 2016, 20:36 »

Runde 4


Keine Angst, ich passe auf das Du nicht ertrinkst. Schön stillhalten und ganz ruhig weiter atmen. Am besten durch die Nase.

Das Wasser war kalt, was man ohne Fell noch deutlicher spürte. Trotzdem schaffte Serafina es halbwegs ruhig im Wasser zu liegen, was es Endris leichter machte sie wie ein Rettungsschwimmer auf die andere Seite zu bringen. Nach einer gefühlten Ewigkeit sagte der Alpha:

Geschafft. Hier müsstest Du wieder stehen können.

Erst als er sicher war das Serafina stand löste sich sein Arm von ihr und er ging die letzten Schritte bis zum Ufer. Normalerweise hätte er es vorgezogen ein paar Feuer zu machen um dafür zu sorgen das alle möglichst schnell wieder trocken wurden, doch bei der Unruhe und Ungeduld die im Rudel herrschte war das ein Ding der Unmöglichkeit.

Verwandel Dich zurück Serafina und lauf, damit Du wieder warm wirst.

Da sie sich kaum bewegt hatte, musste sie noch ausgekühlter sein als er selbst. Sekunden später stand wieder der weiße Wolf vor ihr und schüttelte sich ordentlich das Wasser aus dem triefnassen Fell. Ein Kopfnicken deutete der jungen Lykana ihn zurück zum Rudel zu begleiten.

Auch Phelan hatte das andere Ufer erreicht, auch wenn er mindestens einen halben Liter Wasser mehr in seinem Bauch hatte. Dennoch stand der Wolfsmann mit erhobenem Kopf da und ließ sich die Anstrengung nicht anmerken. Endris nickte ihm zu während sie darauf warteten, dass auch die letzten Nachzügler an Land wateten.

Drei von den Wölfen, die vor kurzem erst zu uns gestoßen sind, fehlen. Farador, Gerina und Restar. Hat sie jemand gesehen?

Endris lief unruhig auf und ab. Die Lykaner froren und sie mussten weiter. Doch sein Band zu den Neuen war noch nicht sonderlich gefestigt. Er hoch die Schnauze gen Himmel und heulte, um sie zu rufen. Keine Antwort. Der weiße Wolf schnaubte unwillig. Wie konnten sie es wagen ihm nicht zu antworten?

Wir müssen weiter. Bleibt zusammen und achtet aufeinander. Wir kommen bald in die Sümpfe und ich will nicht das jemand unbemerkt versinkt. 

Damit brach das Rudel erneut auf, diesmal für eine Weile in deutlich schnellerem Tempo, um sich wieder aufzuwärmen.

~ ~ ~


Der Angriff der drei Lykaner auf die Verfolgergruppe war schneller vorbei, als er begonnen hatte. Viel zu spät bemerkten sie, dass sich der Fischadler, der seltsamerweise hinter ihnen gelandet war, gar kein richtiger Fischadler war. So schaffte es Christian spielend zwei von ihnen mit einem Katalepsiezauber zu belegen. Sie erstarrten mitten in der Bewegung und rührten sich nicht mehr von der Stelle. Lediglich der dritte Lykaner, der so etwas wie ihr Anführer zu sein schien, ging knurrend weiter auf die Reisegefährten los. Doch der wuchtige Angriff von Darius brachte ihn recht schnell zu Fall. Normalerweise hätte er jetzt, als unterlegener Wolf, seine Kehle präsentieren müssen, doch der Wolfsmensch dachte gar nicht daran. Wütend zappelte er herum und versuchte sich zu befreien, immer wieder schnappte das gefährliche Gebiss nach Darius Schnauze oder Pfoten. An Aufgeben schien er keinen Deut zu denken. Daran änderte auch Darius dunkles Knurren und seine körperliche Überlegenheit nichts.

Tarlyn, die sich wie Runshak und Asarra aus dem kurzen Kampf heraus gehalten hatte, betrachtete den ungleichen Kampf mit einem nachdenklichen Gesichtsausdruck.

Man könnte meinen er hat die Tollwut. Wir sollten Hauptmann Darius helfen ihn zur Raison zu bringen.

raunte sie Runshak und Asarra zu. Dann sah sie zu den beiden erstarrten Wölfen hinüber.

Was machen wir mit Ihnen? Wie lange bleiben sie so – reglos?

Nur wenige Augenblicke später ertönte ein lautes Wolfsheulen von der anderen Flussseite. Tarlyn, die gerade dabei war ein Seil von ihrem Rucksack zu lösen, schaute auf, konnte jedoch nicht viel in der Dunkelheit erkennen. Christian jedoch, der näher an den beiden lebenden Statuen stand, sah wie sich ihre Nasen leicht kräuselten bei dem verzweifelten Versuch ihrem Alpha zu antworten. Doch dank seiner Magie entwich nicht ein Ton ihrer Kehle. Der dritte Lykantroph, der noch immer mit Darius kämpfte, riss selbst am Boden liegend das Maul auf um zu einer Antwort anzusetzen. 
« Letzte Änderung: Montag 21 November 2016, 20:36 von Myriel » Gespeichert
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Serafina

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #23 am: Mittwoch 23 November 2016, 19:51 »

Kalt. Kalt. Kalt. Die Zähne Serafina Maidas klapperten aufeinander. Wolken zogen hoch am Himmel an ihr vorbei. Da war ein Schäfchen, das Gesicht eines Fuchses, eine gehörnte Gestalt... Wann ist es endlich vorbei? Kalt. Kalt. Da die erlösenden Worte. Das Ufer war erreicht. Maida ließ die Körperspannung erschlaffen. Die Beine sanken auf kiesigen Boden. Triefend, Rucksack und Umhang über die Wasseroberfläche gehalten, stakste sie ans Ufer. Maida zitterte heftig. Laufen, oh ja, was für ein verlockender Gedanke.

Das Mädchen wickelte sich in den Umhang und ließ die Nässe von dem Stoff aufsaugen. Hernach erlaubte sie ihrem Körper sich zurück zu verwandeln. Im Gegensatz zu früheren Verwandlungen war der Schmerz der reißenden Sehnen und Knochen erträglich. Vielleicht lag es an der Kälte. Maida fühlte kaum die Haut unter den Fingern, die sich nun zu Klauen dehnten und mit Fell überzogen. Rasch in den Ledergurt geschlüpft, der die Beuteln mit ihren Habseligkeiten hielt und zudem Schutz bot, hetzte sie hinter Endris her.

Die beiden Rudel waren fast vollständig versammelt. Auf ein paar Nachzügler musste noch gewartet werden, dann wurde rasch durchgezählt. Die Nachhut fehlte. Es durchzuckte Serafina siedend heiß. Die NACHHUT fehlte! Was, wenn die drei Lykaner auf die Verfolger getroffen waren und in wenigen Augenblicken Meldung gaben? Das Herz der Lykana tat einen erschrockenen Satz. Oh nein, dann ist alles verloren. Oder könnte ich mich herausreden, indem ich mutmaße, die Soldaten suchten nach mir? Würde das irgendein Lykaner glauben? Würde Endris meinen Worten glauben?

Kein Heulen als Antwort. Die Nachhut blieb stumm. Serafina atmete innerlich auf und trabte unbeteiligt, als ginge sie all dies nichts an, neben Lyressa wie schon zuvor in der vorderen Nachhut. Die ja jetzt die hintere Nachhut war. Herma war ihnen vom Zentralleittier der mittleren Rudels zugeteilt worden und sicherte die Seiten.

„Wo sind die drei Neuen wohl abgeblieben, was meint ihr?“, fragte sie scheinbar desinteressiert. „Vielleicht haben sie ja keine Lust mehr beim Rudel zu bleiben, weil sie deswegen Dragonia verlassen müssen. Hat sie jemand näher gekannt? Wir sind jetzt die Letzten.“

In den Schwanenmarschen würde es schwierig werden gut sichtbare Spuren zu hinterlassen. Der Schlamm schloss sich rasch über den Pfotenabdrücken. Außerdem, mit Herma als Kundschafter, der sich mehr für Serafina als für die Umgebung interessierte, erst recht. Die Dragoleutnant gab ihr bestes. Du bist Anführerin einer Lanze von Nachtjägern, hämmerte es in ihrem Hinterkopf. Du kannst das, du kannst das! Sie werden deine Markierungen finden. Sie MÜSSEN sie einfach finden!
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Phelan

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #24 am: Donnerstag 24 November 2016, 23:09 »

Obwohl Phelan sich kaum zu mehr in der Lage fühlte, als Haltung zu bewahren, musste er Endris zustimmen: Es war besser bald aufzubrechen und sich nach dem kalten Bad warmzulaufen. Nur war das gemeinsame Rudel noch nicht komplett versammelt und das bereitete auch dem schwarzen Wolf Sorgen. Der Fluss war keine einfache Hürde gewesen, doch hätten sie Zweifel gehabt es aus eigener Kraft zu schaffen, hätten wohl auch relativ neue Mitglieder der Gruppe etwas gesagt. Schließlich war Zusammenhalt eine der großen Stärken eines Rudels.

Doch wenn sie abgesoffen wären, hätte Endris das ohnehin spüren müssen. „Waren sie auch so erpicht darauf den Alten zu treffen, oder haben sie am Ende kalte Füße bekommen?“, überlegte der Krieger laut. Wie dem auch war, sie konnten es sich kaum leisten noch länger zu warten. Vor allem die Welpen zitterten wie Espenlaub.

„Vielleicht sollte ich bei der Nachhut bleiben.“ Sie wollten schließlich nicht noch mehr Wölfe verlieren. Und sollten sich die Nachzügler doch noch bemerkbar machen, konnte es nicht schaden wenn jemand da war, der auf eventuelle Probleme reagieren konnte. Mit einem leisen Bellen rief Phelan zwei große Rüden an seine Seite. Gemeinsam waren sie ohne Zweifel stark genug um für die Nachhut eine Bereicherung zu sein.

Dennoch wartete der schwarze Alpha geduldig Endris Meinung zu seinem Vorschlag ab. Für jemanden in seiner Position gehörte es sich nicht, seine Ungeduld zu zeigen. Innerlich fieberte er der nächsten Etappe jedoch schon entgegen. Zum einen, weil er fror wie ein Schneider und zum anderen, weil er den Sümpfen durchaus etwas abgewinnen konnte. Große Sorgen, dass ich das schwierige Gelände Probleme bereiten könnte, machte er sich jedenfalls nicht.
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Christian

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #25 am: Sonntag 27 November 2016, 21:43 »

Christian beobachtete den eher an eine Rauferei erinnernden Kampf zwischen dem verwandelten Darius und dem Lycantrophen. Obwohl klar war, dass Letzterer nicht gegen den EIsdrachen gewinnen würde, gab er nicht auf. Da das dann selbst dem Magier des Hohenturms langsam zu lange dauerte, überlegte er schon, ob er den Lycaner nicht doch ruhigstellen sollte, als das Wolfsgeheul von der anderen Seite des Flusses ertönte. Dabei warf der ehemalige Statthalter von Nighton einen Blick auf die beiden erstarrten Wolfswesen, die selbst jetzt noch eine leichte Reaktion auf das Heulen zeigten, weshalb Christian sich doch beeilte zumindest einen kurz wirkenden Zauber auf den sich noch bewegenden fremden Lycantrophen zu legen. Aber dessen kaum vorhersehbaren Bewegungen machten es selbst dem erfahrenen Hohentürmler schwer, ihn richtig zu erfassen, weswegen dieser gerade sein Maul öffnete - wohl um dem Wolfsgeheul zu antworten - als der Zauber dann doch saß und den am Boden befindlichen Lycantrophen erstarren ließ.

Puh, der war eine harte Nuss. Wir sollten sie jetzt schnell fesseln und vom Heulen abhalten. Bei dem einen hier wird die Starre anhalten, bis er vom einem Heilzauber daraus befreit wurde, während die anderen beiden sich bereits bald wieder bewegen können. Zumindest diese sollten wir somit sehr gut verschnüren und möglichst auch knebeln. Hier noch ein Netz und ein Seil, das sollte genügen.

Bei dem letzten Satz warf er dem nächsten Soldaten die beiden zum Fesseln recht nützlichen Utensilien zu, bevor er nach einem Manatrank schauen wollte, denn seine magische Energie war durch diese kurze aber intensive Machtdemonstration doch stark beansprucht worden.


-10 MP für 3 Katalepsie(Normal)-Fehlschläge und einen Erfolg -> 4/61 MP
-1 Netz
-1 Seil
« Letzte Änderung: Dienstag 28 November 2017, 18:06 von Christian » Gespeichert
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Amarok

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #26 am: Montag 28 November 2016, 00:09 »

Er schnappte nach dem Lykantrophen unter sich und grollte tief, schnappte wieder und zeigte seine scharfen Zähne, bereit sich in den weichen Hals des Wolfes zu bohren. Doch dieser schnappte zurück, selbst als er mit dem Rüclen auf dem Boden lag, grollte, sabberte und rollte wild mit den Augen. Das entfernte Wolfheulen ließ beide aufhorchen. Ein Ruf von jenseits des Flusses? Das Rudel musste schon soweit gekommen sein, sonst wäre es bestimmt lauter und nicht so drängend.

Eine Sekunde blieb ihm für die Entscheidung. Seine beiden Seiten stritten sich um die Lösung des Problems, seine Zähne begannen sich um den Hals des Lykantrophen unter ihm zu schließen, als dessen Brust sich hob und die Kehle entblößt wurde, zweifellos um auf den Ruf zu antworten. Darius gewann. DIe Zähne waren nur ganz leicht um die Kehle seines Gegners geschlossen, bereit die Luftzufuhr abzudrücken, doch der Körper unter ihm war still. Kein Schnappen, kein Strampeln, kein Heulen. Unsicher über diese plötzliche Unterwürfigkeit blickte er zu Christian hinüber und begriff dann. Katalepsie. Der Wolf war gelähmt. Vorsichtig zog er seine Zähne wieder zurück, schloss sein Maul und erhob sich von seinem vorerst besiegten Feind. Ein Gefühl der Enttäuschung, ob des kurzen Kampfes und der Abneigung gegenüber Christian wegen dessen Einmischung, wurde unterdrückt von der Erleichterung welche er verspürte. In diesem Moment würde niemand wegen ihm sterben müssen.

Sicher in dem Wissen keiner direkten Bedrohung mehr ausgesetzt zu sein tat er ein paar Schritte fort von dem liegenden Wolf, behielt jedoch ihn und die anderen Beiden, deren Glieder und Barthaare bereits zuckten, im Blick. Das Fesseln überließ er Anderen. Sicher konnte Asarra dies übernehmen. Ein letztes Knurren zu den Lykantrophen, dann wandte er sich dem Fluss zu, der nicht weit entfernt liegen konnte. Der Geruch juckte bereits in seiner Schnauze, die Nachtluft, obwohl sie seinen Pelz nicht zu beeindrucken vermochte, war doch etwas feuchter geworden und seine Ohren meinten ein Glucksen und leichtes Rauschen ausmachen zu können, neben dezent raschelnden Blättern und den Geräuschen der Naka Duskeal.

"Es ist nicht mehr weit." , sandte er seine Gedanken direkt an die Anwesenden, ausgenommen der Wölfe, da er unnötigen Lärm vermeiden wollte. "Benötigt jemand Hilfe den Mayel zu überqueren? Ich kann euch geschwind hinüber tragen, den mir macht das Wasser nichts aus, welches zu dieser Zeit noch kälter als sonst sein dürfte."
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Runshak

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #27 am: Montag 28 November 2016, 00:21 »

Darius hatte doch mehr Schwierigkeiten, den Flohzirkus zu überwältigen. Allerdings wirke Christian seinen Lähmungszauber bevor Darius Gegner um Hilfe rufen konnte. Nun war auch der letzte der Lykaner durch diese Magie fürs erste kampfunfähig geworden. Der Magier schlug vor, die drei zu knebeln und zu fesseln und stellte ein Netz und Seile bereit. „Wir sollten sie lieber so fesseln, dass sie sich selbstständig wieder befreien können.“ fügte Runshak hinzu „Ich hab kein Problem damit, sie weiter atmen zu lassen, aber wenn wir uns schon die Zeit nehmen, sie zu verschnüren, sollten wir es so machen, dass sie hier draußen nicht an Hunger und Durst krepieren. Hilfe wird wohl keine kommen. Und wir werden erst in ein paar Tagen zurückkehren – wenn wir sie denn überhaupt wiederfinden. Ansonsten könnten wir uns Zeit und Material sparen und ihnen gleich die Kehlen durchschneiden.“

Als die drei Wolfsmenschen so verarztet waren, dass es sie noch einige Stunden beschäftigen würde nachdem die Katalepsie nachgelassen hatte, begab sich die Gruppe ans Ufer des Flusses. Leider war keine Furt zu sehen. Die Horde Lykaner war anscheinend ernsthaft durch den Fluss geschwommen. Wäre Runshak allein gewesen, wäre die Mission für ihn an dieser Stelle zu Ende gewesen. Mit seiner Ausrüstung konnte er unmöglich schwimmen. Und der Fluss war zu breit und zu tief um mit einem Atemzug über den Grund ans andere Ufer laufen zu können. „Darius“ wandte er sich an den Dragoleutnant „Ihr könnt schwimmen, oder? Meint Ihr, dass Ihr mich ans andere Ufer tragen könnt?“
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Asarra

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #28 am: Montag 28 November 2016, 14:18 »

Das laute Wolfsgeheul liess ihr die Haare zu Berge stehen. War da nicht ein verräterischer Unterton, eine Melodie die zu sehr auf einen vernunftbegabten Verstand schliessen liess? Oder bildete sie sich das nur ein?
Auf jeden Fall brauchte sie nicht die Reaktion der Lykaner zu sehen, um zu wissen, dass da nur ein Alpha des Rudels gerufen haben konnte. Dennoch erfüllte sie den Anblick der erstarrten Wolfsmenschen, deren Schnauzen zuckten, mit gehörigem Unwohlsein. Diese Art von Magie gefiel ihr fast noch weniger als wenn Christian mit Sonnenlicht und Feuer um sich warf.

Asarra fing Netz und Seil auf. Zusammen mit Runshak verschnürte sie die Wölfe ordentlich. Wie bei einem Kalb knotete sie die vier Gliedmassen zusammen, in der Hoffnung dass diese Art und Weise auch nach einer Verwandlung noch straff genug sitzen würde. Dann knebelten sie die drei Wölfe ebenfalls. Vermutlich wären sie eine Weile damit beschäftigt, diese durchzubeissen. Bis dahin - so hoffte die schwarzhaarige Kriegerin - würden sie bereits ausser Hörweite sein.

Wenig später erreichten sie das Flussufer. Während Christian sich erneut verwandelte und Darius sich als Fähre anerbot, ging die Amazone einfach über den Fluss weiter. Die Wasseroberfläche unter ihren Füssen gab nur geringfügig nach, ihre Schuhe blieben trocken. Schon erstaunlich, diese Stiefel.
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Amarok

Re:Das Geheimnis des Wolfsfelsens
« Antwort #29 am: Montag 28 November 2016, 19:06 »

Seine Ohren zuckten, als Runshak sich an ihn mit der Bitte wandte ihn über den Fluss zu bringen und er richtete seinen Blick auf den Ork, während seine aufgestellten Ohren sich hierhin und dorthin neigten um zu lauschen. "Natürlich Runshak. Es sollte kein Problem sein euch überzusetzen. Asarra, würdet ihr euch darum kümmern sie ordentlich zu fesseln? Wie steht es mit euch Tarlyn? Mir macht der Mayel, der um diese Jahreszeit angenehm kühl sein dürfte, wenig aus. Soll ich euch ebenfalls hinüberbringen?"

Er sah zu wie die Lykantrophen von der Amazone gefesselt wurden. Ob sie überlebten lang an ihnen selbst, auch wenn es Irator juckte auf Nummer sicher zu gehen, um später keine Unliebsamen Überraschungen erleben zu müssen. Darius erinnerte ihn einfach daran, dass sie selbst ebenso eine potentielle Gefahr darstellten, was für eisiges, wenn auch bedrücktes, Schweigen seitens der dunkleren Seite seines Geistes sorgte.

Jedenfalls hatten sie sich lange genug hiermit aufgehalten und er wandte sich ab um den anderen voraus zum Fluß zu gehen. Die Feuchtigkeit in der Luft und der Geruch von Wasser wurden stärker und die Sehnsucht wieder mit seinem Element vereint zu sein, wurde so stark, dass er seine Verwandlung, und sich selbst, nach vorne fallen ließ um auf allen Vieren weiterzugehen. Kurz breitete er seine Flügel aus, soweit er dies zwischen den Bäumen vermochte und schlug zweimal mit ihnen, um das Blut wieder zum Fließen zu bringen. Die Verwandlungen waren nützlich, aber sie fühlten sich jedesmal an, als würde er in ein zu enges Kleidungsstück schlüpfen.

Seine Klauen tauchte er in das kühle Wasser des Flusses, welches wohltuend über sie hinwegfloss, dann legte er sich hin, damit Runshak und wer auch immer sonst noch der Hilfe bedurfte, aufsteigen konnte, dann schob er sich wie ein Krokodil, mit welchem Asarra ihn einmal verglichen hatte, in den Fluss. Das Wasser empfing ihn wie einen alten Freund und er fühlte sich sogleich wohler, als an Land. So gern er aber auch getan hätte, konnte er jetzt nicht einfach untertauchen. Ein solches Bad würde ihm Runshak wohl übel nehmen. Einige Schweifschläge später lag er auf der anderen Landseite des Flusses und ließ seine Passagiere wieder absteigen, wobei er sich fest vornahm einen längeren Ausflug zu unternehmen, sobald sie wieder zurückkehrten um mehr Zeit im Wasser zu verbringen.

Sobald sein Rücken wieder frei war, zerfloss seine Form wieder, um die eines Lykantrophen anzunehmen, was sich dieses mal als erstaunlich einfach herausstellte. Mit einem Blick zurück zum Fluss bemerkte er. "und solch einen Fluss sehen diese Lykantrophen als ein Problem an. Dabei ist der Mayel gerade jetzt noch angenehmer als im Sommer." und schüttelte das bisschen Wasser aus seinem Fell, welches bei der Verwandlung noch auf ihm gewesen war.

-1 Mana für Verwandlung
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