Spiel | Homepage | Reise | Gebet | Regeln | Einloggen | Registrieren

Willkommen, Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren.

  Der Orden der Drachenritter
  Legends of Aylann
  Abenteuer in Legends of Aylann

  Abenteuer
  [Abenteuer] Brot und Spiele
<< zurück weiter >>
Seiten: 1 [2] 3 4 ... 13 Alle | Nach unten
   Autor  Thema: [Abenteuer] Brot und Spiele (Gelesen 3239 mal)
Cailín

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #15 am: Donnerstag 27 April 2017, 13:07 »

Der Mann mit der Tätowierung kannte ein nettes Reiseliedchen. Leider war es Cailin zu kalt, um sich seinem Summen anzuschließen. Während die Bardin ihre Spieße verzehrte, Shaya lauschte und Merdarion freundlich zuzwinkerte, ließ sie die Blicke über die Menschenmassen schweißen. Viele Leute waren gekommen.

Cailin lächelte, als die Elfin über das Holz der Harfe strich. "Meine verlorenen Instrumente habe ich selbst gefertigt. Leider kann ich sie Euch nicht mehr zeigen.  Die Klänge verbanden sich viel intensiver mit meinem Herzen, da ich das Holz, die Saiten, die Bespannung der Trommel mit eigenen Händen geformt hatte." Die Bardin seufzte melancholisch. Dem Dieb würde sie eigenhändig die Finger abhacken, sollte sie ihn je erwischen.

An Merdarion gewandt fragte sie: "Ihr habt gedient? Seid Ihr ein Veteran? Dann kennt Ihr bestimmt ein paar deftige Soldatenlieder. Ich lerne gerne das eine oder andere dazu."

Shaya wies auf einen Festschreier hin. "Ein Wettbewerb? Zwar wollte ich ein wenig aufspielen und Münzen sammeln, aber gut, vielleicht lässt sich etwas Nettes gewinnen. Ich sehe mal nach und melde uns an."

Ein Mann in grauem Umhang gesellte sich zu ihnen, begrüßte die Elfin und stellte sich als Christian vor. Seinem Äußeren nach zu urteilen schien er ein Titelträger zu sein. Oder ein vermögender Geschäftsmann. Es war immer gut einflussreiche Leute zu kennen.

"Seid mir gegrüßt, Christian. Ich bin Cailin, Minnesängerin, Bardin, Musikantin. Falls Ihr ein Fest feiert und Unterhaltung braucht, dann ruft mich. Trommel, Laute, Flöte, wonach immer Euch der Sinn steht. Wollt Ihr auch zu den Wettbewerben? Dann melde ich Euch gleich mit an."

~~~~~

Satt und mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht spazierte Cailin nach der Plauderei zwischen den Ständen hindurch. Sie hatte das eine oder andere Kleinod entdeckt, das geradezu danach schrie, seinen Besitzer zu wechseln. Wenn es eine Schwäche in Cailins Leben gab, dann war es die Gier nach hübschen Dingen. An einer Sammelleidenschaft war im Grunde nichts auszusetzen. Das Problem bestand vielmehr darin, ohne Vermögen an diesen Tand zu kommen. Was ihr schon das eine oder andere Ärgernis beschert hatte. In Naha hatte man gar gedroht sie auszupeitschen, wenn sie sich die nächsten Jahre noch einmal in der Stadt blicken ließ. Barbarische Gesetzgebung, erwischt werden nicht zu empfehlen.

Schließlich erreichte die Bardin das Zelt vor dem Wettkampfplatz. Die Stimme des Werbers war bereits arg strapaziert. Also wandte sie sich an den Mann, um ihm für einen Augenblick eine Pause zu gönnen.

"Einen sagenhaften Gewinn, sagt Ihr? Nun, es mangelt mir an Kraft, wie ihr wohl seht." Cailin hob den rechten Arm und zeigte den fehlenden Hügel auf ihrem Oberarm her. "Aber ich hoffe mit Geschick und Intelligenz auszugleichen, was mir an Muskeln fehlt. Notfalls kann ich die Wettkämpfer immer noch tatkräftig anfeuern, mit meiner Trommel, versteht sich. So eine Art Schlachtgesang für harte Kämpfer. Gibt es dafür vielleicht einen kleinen Obolus?"

Mit einem schelmischen Zwinkern versuchte sie den Mann zum Lachen zu bringen. Dann nannte sie ihren Namen und den der anderen und ließ sie alle auf die Liste setzte. Selbst wenn sie kläglich versagte, an die Witzfigur am letzten Platz erinnerten sich die Menschen eher als an den Zweitplazierten. Hauptsache ihr Gesicht wurde bekannt.

Die anderen würden schon noch kommen. Um die Wartezeit abzukürzen hockte sich Cailin in der Nähe einer Soldatin und ihrem Hengst nieder, klemmte sich die Trommel zwischen die Knie und begann dem Instrument leise Töne zu entlocken.
« Letzte Änderung: Donnerstag 27 April 2017, 13:07 von Silvana » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Hibernus

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #16 am: Donnerstag 27 April 2017, 13:22 »

Dass er auf dem Weg zum Frühlingsfest in Drachenauge eine Karawane gegen Banditen verteidigen musste, damit hatte der Eisdrache nicht gerechnet, doch es fiel ja durchaus in seinen Aufgabenbereich, wenn ein Auge zudrückte. Ein wenig Entspannung nach dem ganzen Stress in letzter Zeit war genau das Richtige und bei seinem Studium der Kulturen der Naka Duskeal konnte er sich immer am Besten entspannen. Da war ihm dieses Fest gerade Recht.

Um niemanden aufzuschrecken und zumindest nicht ganz so sehr aufzufallen landete er in einiger Entfernung von Drachenauge in einem Waldstück und verwandelte sich. Doch dieses Mal wollte er etwas Neues ausprobieren. Neben seiner neuen Rüstung, deren unteren Teil er beweglicher gestaltete, damit er auch rennen und Sprünge vollführen konnte. Doch neben der Verbesserung der Rüstung kümmerte er sich auch um sein Aussehen. Die Haut war rein und weiß wie frischer Schnee, die Haare kurz aber elegant und er hatte einige Zeit geübt, um seinen Gang als Elf zu verbessern. Selbst seine dunkle Narbe konnte er ein wenig kaschieren und sie schmaler machen, damit sie weniger herausstach. Zudem verfeinerte er seine Gesichtszüge etwas, um weniger grob zu wirken.

So gerüstet trat er aus dem Wald und wanderte den Rest des Weges zu dem Fest, welches schon von weitem sichtbar und auch hörbar war. Eine richtige kleine Stadt aus Zelten eröffnete sich da vor den Mauern Drachenauges und er schloss sich vergnügt den Strömen an Besuchern an, die sich zu dem Fest begaben.

Aufmerksam sah er sich dort an den Ständen um und beobachtete, was hier alles angeboten wurde. Das ein oder andere Stück sah er sich auch aus der Nähe an, besonders Stoffe die angeboten wurden, aber auch die verschiedenen Buden mit Spielen zum Zeitvertreib. Von den angepriesenen Schmuckstücken musste er sich nach einige Betrachtung losreißen und seine Wanderung führte ihn schließlich zu einem großen Platz inmitten all der Zelte.

Es sah ganz nach einem Platz für einen Wettkampf aus, was durch die etwas heiseren Rufe eines Mitgliedes der Stadtwache bestätigt wurde. Spontan entschied er sich teilzunehmen und registrierte sich bei dem Zelt der Wache.

"Hibernus Undecim ist mein Name. Ich möchte bei eurem Wettbewerb teilnehmen Mensch.", gab er sein Begehren der Wache bekannt und ließ sich als Teilnehmer eintragen. Das ganze ging recht schnell und ohne Probleme über die Bühne, sodass er sich noch etwas umsehen konnte und da... ja diesen Mann würde er überall wiedererkennen. Das war doch Christian. Daneben... Shaya? Die Bardin hatte er schon länger nicht mehr gesehen. Ob sie wohl auch an dem Wettbewerb teilnehmen würden?

Wenn er jedoch noch eher wiedererkannte war Asarra, die neben Kwilli an dem Zaun des Festplatzes lehnte. Zu ihr führten ihn seine Schritte. "Aiya, Asarra." , grüßte er sie sanft und seinen Worten haftete eine musikalische Note an, die sich eingeschlichen hatte, seit er in Drachenauge Gesangsstunden in seiner Elfenform nahm. "Ein schönes Fest habt ihr hier." , meinte er mit einer kurzen Geste auf die Umgebung und schloss auch die Musikantin ein, die nicht weit von ihnen auf ihrer Trommel spielte. Er trat näher heran und offerierte Kwilli einen Apfel, denn er sich zuvor bei einem der Stände gekauft hatte. Zwar mochte er selbst das Obst nicht, aber es war praktisch für den Umgang mit anderen Vierbeinern und bei manchen Zweibeinern. Sachte streichelte er dem Hengst über die Schnauze. Seine Abneigung gegen Pferde hatte nachgelassen, sodass er sich auch wieder mehr mit ihnen befassen konnte und mit der Rolle die sie in der Gesellschaft von Dragonia spielten.

-10 mana für Verwandlung
+40 Charisma für Verwandlungsdauer
« Letzte Änderung: Donnerstag 27 April 2017, 13:30 von Darius » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Herr von Muesig

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #17 am: Donnerstag 27 April 2017, 14:18 »

Auf der Reise hatte sich ein Drache erdreistet Hand beziehungsweise Kralle an den Adeligen zu legen. Und der fing dann auch in völliger Verkennung der Situation Handel zu treiben an und wollte ihn an den Rand oder noch tiefer in den Ruin treiben. 50 Gold veranlasste Martin von Muesig dem Drachen einen Vogel zu zeigen, indem er sich mit dem Zeigefinger mehrmals hintereinander an die Stirn tippte. Nachdem also aus ihm nichts rauszupressen war, ließ das Monster den Adelsmann einfach fallen und der krachte durchs Geäst, dass es eine Freude war.
Dass er sich dabei nicht den Hals brach oder die Wirbelsäule unwiderbringlich demolierte, war nicht mit der Umsichtigkeit des Untieres zu erklären.                                                                                                                   
Er war nicht in der Lage sich zu rühren, erinnerte sich in der Stunde des nahen Ablebens - so empfand er es und er dachte auch gleich daran wie die Feierlichkeiten ablaufen sollten - dass er einen Heiltrank in seiner Tasch hatte. Wenn der also nicht zu Bruch gegangen war oder herausgefallen war, dann konnten die Festivitäten noch einmal aufgeschoben werden.

5 Brötchen stellen 5 LP wieder her

Eigentlich hatte er für solche Sequenzen keine Zeit. Er hatte mit der Emanzone Assara eine nette Unterhaltung gehabt (Thema: 'Die Pferde sind die besseren Menschen' und 'Duftstoffe fördern alles möglich, auch die Erreger'), während igr Hengst eine schöne Zeit hatte. Nun seinem Gewieher nach eine sehr schöne Zeit. Kein Wunder Asarra hatte einen Prachtkerl von Hengst mitgebracht, der seine beste Stute verwöhnte. Herr von Muesig hielt seine Gedanken geheim, aber wer das Wesen des Adelsmannes kennt weiß, oder konnter sich ausmalen, was in seinem Kopf vorging. Und er hatte auch einen so sentimentalen Blick, wenn er daran dachte, welches Vergnügen ihr Hengst gerade hatte.

Nun des Hengstes Bemühungen waren von Erfolg gekrönt. Ein prachtvolles Fohlen ward alsbald geboren worden.
Diese fruchtbare Zusammenarbeit sollte seine Pferdezucht ein wenig mehr in den Blickwinkel der Beachtung tragen. So hatten sie es geplant.

Jetzt also auf diesem Volksfest  sollte es dem Sieger des Festes anvertraut werden.

Zufrieden registrierte von Muesig, dass die Veranstalter ihr Versprechen gehalten hatte. Hier der Werbespruch (von einem alten, sehr bekannten Barden - kostenlos - verfasst):

"Wer Erfolg will in der Pferdezucht
diesen in der 'Blauen Schachtel' sucht
"

Dort ein Logo mit dem aufsteigenden, geschlechtslosen Pferd. Herr von Muesig hatte ein anderes Motiv vorgeschlagen, hatte aber heftiges, ablehnendes Kopfschütteln geerntet und die Damen im Ausschuss waren knallrot geworden. Man hatte ihm auch untersagt, seinen Vorschlag weiter zu promoten. Er hatte das nicht verstanden, aber gut, so waren mal die Verklemmtheiten.

Er wies seinen Mann, den Rekruten, immer mal darauf hin, einen Ständer ein wenig mehr ins Blickfeld zu schieben.

Und schlussendlich schickte er ihn zu der Stelle, wo man sich zum Wettkampf eintragen lassen konnte. Dieses Mal verzichtet er auf sein Pseudonym und liess sich mit seinem richtigen Namen eintragen.

Während der Mann sich anstellte, sah sich Martin, der den Flieder so liebte, was so an anzuflirtendes Material zur Verfügung stand. Das war nun einmal seine erste Passion. Da beisst das Pferd keinen Faden ab.
« Letzte Änderung: Freitag 28 April 2017, 10:15 von Suffix » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Merdarion Ni Hawk

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #18 am: Freitag 28 April 2017, 12:38 »

Cailin schien ein recht neugieriger Mernsch zu, was Merdarion aber nicht störte. "Nun das ist schon fast ein Jahrzehnt Vergangenheit, aber ja ich bin ein Veteran. Wenn ihr kein Problem mit einer nicht geübten Stimme habt kann ich euch später gern das ein oder andere vorsingen." Er selbst fand seine Singstimme werder sonderlich gut noch sonderlic schlecht, aber im Vergleich zu einer ausgebildeten Bardin.....

Als er sich umdrehte wurde er Christians gewahr der auf ihre Gruppe zusteuerte und Shaya begrüßte. Der ehemalige Soldat streckte dem Magier der ihn scheinbar nicht mehr erkannte die Hand entgegen.

"Grüße, ich bin Merdarion, der neue Minenbesitzer aus Nuru." Er wusste nicht welche Stellung Christian mittlerweile inne hatte aber zuletzt war dieser Statthalter gewesen und es war nie verkehrt die richtigen Leute höflich zu grüßen. Das Angebot Cailins nahm er gerne an.

"Natürlich könnt ihr mich gleich mitanmelden dann kann ich in Ruhe noch meinen Spieß zuende essen." Kurz blickte er der Bardin hinterher die auf den Rekruten bei der Anmeldung zusteuerte.

Gespeichert
Drucken/Exportieren
Christian

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #19 am: Samstag 29 April 2017, 11:42 »

Die beiden angesprochenen stellten sich als Cailin - eine Bardin - und Merdarion vor. Merdarion? Der Name kam ihm bekannt vor. War der damals nicht Feldwebel in der Stadtwache von Nighton gewesen?

Merdarion? Natürlich...entschuldigt bitte, dass ich Euch nicht gleich erkannt habe. Ihr wart sehr lange fort, oder? Mittlerweile bin ich in Sha'Nurdra ansässig und leite mit Neome zusammen das dortige Haus der Heilung.

Danach wandte sich der Retter des Drachenauges der Bardin zu, da sie alle anmelden wollte.

Habt vielen Dank, aber ich komme soeben von der Anmeldung, da ich befürchtete, bereits zu spät zu sein. Falls ich mal wieder ein Fest ausrichte, kenne ich ja jetzt eine Bardin mehr.

Kurz zwinkerte er Cailin zu bevor er sich erhob. Da er mittlerweile etwas hungrig und durstig war, holte er sich einen Braten und ein Bier dazu, bevor er sich wieder zu den anderen setzte.


-40 GM für Braten und Bier
LP wieder voll -> 60/60 LP
+1 MU für 24 h -> 37 MU ohne Waffe
« Letzte Änderung: Samstag 29 April 2017, 11:48 von Christian » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Shaya

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #20 am: Samstag 29 April 2017, 12:18 »

Shaya tat  es es von herzen leid das Cailin ihre Instrumente auf die Art verloren hatte. Wenn ihre Harfe verloren ginge oder zerstört würde.. sie wäre am Boden zerstört. Nicht wegen des materiellen wertes. Es war die letzte Erinnerung an ihren Großvater. Deswegen hing sie so an ihrer Harfe. Cailin jedenfalls hatte ihre Bewunderung. Nicht nur das sie doch relativ gefasst auf den Diebstahl reagierte, sondern auch weil sie ihre Instrumente selber fertigen konnte. Shaya konnte das nicht. Sicher, sie konnte eine gerissene Seite wechseln...aber damit hatte es sich auch schon.

Auch  hatte sie Cailin nicht verscheuchen wollen. Vielmehr hatte sie wohl gehofft, ihre Sanges Kollegin würde Informationen einholen und hier abliefern, salopp ausgedrückt. Aber gut das sie sie alle Anmelden würde, war auch  Gut. Nur schien ihr der Soldat reichlich sparsam mit Geschichten. Vielleicht hatte sie aber auch einfach den Falschen Ansatz gewählt. So wusste sie nicht viel mehr als das er einmal Soldat gewesen war in Nuru und jetzt dort Mienen Besitzer war. Als Christian auf sie zu trat und sie begrüßte, lächelte sie ihn auch erst einmal strahlend an.  Er Überlegte auch mit zu machen? Hm  wenn er sich traute sich im zweifel durch den Schlamm zu wälzen...sollte sie das auch tun können. Schließlich sah seine Kleidung auch nicht so aus, als würde ihr Dreck und Schlamm im Zweifel guttun.

"Sei mir Gegrüßt Christian. Oh ja du musst unbedingt mitmachen.... dann fällt es mir auch nicht so schwer."

Ein Schuft wer vermutete das sie einmal sehen wollte wie er mit der Grazie eines Elefanten durch dieses Parkur kroch rannte sprang. Es war sicher ihrem menschlichen Erbteil geschuldet, das sie dies durchaus amüsant finden wurde. nur sollte sie da vorsichtig sein. Schließlich konnte sie sich genauso auf die Nase legen. Und sie würde sich ungern, wie  Menschen sagten, zum Affen machen. Aber auch Cailin nahm teil und jetzt zurück schrecken wegen drohender Peinlichkeit oder verschlammter Kleidung wäre mehr als nur Feige..es würde ihrem Ruf schaden. Schließlich das sie keine Kriegerin war wusste jeder.  Weitere Fragen mussten sowieso warten bis Christian wieder da war. Erst als dieser Bier und Braten hatte, wobei der Braten sie eine Augenbraue hochziehen ließ, wandte sie sich Merdarion.

"Ihr musst doch so einiges erlebt haben in euren Jahren als Soldat...."

Sie lächelte ihn an, war das in ihren Augen doch eine recht deutliche Bitte seine Geschichte zu erzählen. So kam sie vielleicht weiter, als mit dezentem warten. Allerdings würde vermutlich die Zeit nicht reichen um sie wirklich zu erzählen. Nur waren nicht alle Tage Abend und er würde noch merken, dass wenn ihre Neugier einmal geweckt war, sie nicht so schnell aufgab. Ruhig sah sie sich um und glaubte sowohl Darius wie auch Assara zu erkennen. beide kannte sie von vergangenen Abenteuern recht gut.  Nur seine... Ausstaffierung irritierte sie. Vielmehr erinnerte sie sich an Yods Worte während des Balles damals.  Auch dieser hatte sein Zauber zu Verwandlung genutzt um sich seeeeehr feine und schicke Kleidung zu besorgen. Weshalb sie  nur kurz zu ihren Begleitern sah und meinte.

"Schau mal Christian da drüben stehen Darius und Assara...das verspricht noch interessant zu werden. Ob sie wohl auch teilnehmen?
« Letzte Änderung: Samstag 29 April 2017, 12:21 von Shaya » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Askladd

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #21 am: Samstag 29 April 2017, 14:49 »

„Ich war damit beschäftigt die sagenhafte Hauptstadt Dragonias zu besichtigen“, fasste Askladd seine Erlebnisse seit der Schiffslandung knapp zusammen. „Und ich habe mich schon angemeldet.“ Zumindest hoffte er, dass es zu diesem Zweck ausreichend gewesen war laut seinen Namen zu nennen. „Die tapfere Asarra hat mir von diesem Fest erzählt und vorgeschlagen, dass ich mein Glück hier versuchen könnte. Ich hoffe sie hat sich keinen Scherz mit mir erlaubt und ich bin nicht nur hier um mich vor den Leuten zum Gespött zu machen. Die versprochenen Gewinne sollten ausreichen, um talentiertere Männer – und Frauen – als mich aus ihren Häusern zu locken.“

Und die Aussicht darauf Helden und Narren bei ihren Versuchen, sich der Preise als würdig zu erweisen, zu beobachten, hatte noch viel mehr Menschen auf den Festplatz gelockt. Halb Dragonia schien hier heute auf den Beinen zu sein und der Nordmann, der nicht an so viele Leute an einem Fleck gewöhnt war, konnte sich eines beklemmenden Gefühls nicht erwehren.
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Lisann

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #22 am: Samstag 29 April 2017, 16:19 »

Es war schon einige Tage her, dass Lisann mit der Seeschwalbe von ihrer ersten Seereise zurück nach Drachenauge gekommen war. Genug Zeit also, um mit der Suche nach einer Anstellung zu beginnen – und mit etwas Glück sogar erfolgreich zu sein! Doch die Halbelfe hatte nichts dergleichen getan. Stattdessen hatte sie die letzten Tage mit Spaziergängen durch die Stadt und untätigem Herumsitzen verbracht und die Zufriedenheit genossen, die ein gut gefüllter Geldbeutel mit sich brachte. Sie konnte ihr Glück immer noch nicht fassen: Tausend Goldmünzen hatte man ihr zum Abschied gegeben - ein unvorstellbares Vermögen für eine einfache Bäckerin, die die letzten Jahre hauptsächlich in einer Gegend verbracht hatte, für die ‚ländlich’ eine übertriebene Beschönigung darstellte.
Natürlich wusste sie, dass ihr Reichtum nur von kurzer Dauer sein würde, wenn sie sich nicht bald auf die Hinterbeine stellte und nach einer Einkommensquelle umsah, doch seit sie in die Hauptstadt gekommen war, hatte die Halbelfe das Gefühl, ihr Glück gefunden zu haben. Und dazu gehörte sicherlich, dass sie auch eine Stelle finden würde, die ihr wirklich gefiel, wenn sie nichts übereilte.

Heute stand sowieso das große Fest im Vordergrund, das schon seit Tagen die Stadtgespräche dominierte. Schon während des Aufbaus war Lisann einige Male um das Festgelände spaziert, immer wieder staunend, wie schnell sie die Buden und Zelte aus dem Boden schraubten, um eine ganz neue Welt zu bilden.
So hatte sie auch schon einige Punkte ausgespäht, die sie auf keinen Fall auslassen wollte: Mit die meisten Besucher lockte ein edles Fohlen an, das als Preis bei den bald beginnenden Wettstreitigkeiten ausgelobt worden war und von Männern bewacht wurde, die nicht müde wurden zu erwähnen, dass man dieses prächtige Tier dem Gestüt des Herrn von Müßig zu verdanken habe.
Die Bäckerin lächelte bei all diesen Lobpreisungen zustimmend und nickte mit gewichtiger Miene. Persönlich konnte sie zwar nicht viel Können darin erkennen, Besitzer einer fähigen Zuchtstute zu sein, aber in derlei Angelegenheiten schieden sich bekanntlich die Geister.

Fast noch interessanter fand sie persönlich die zahlreichen Stände, die Backwaren aus aller Welt anboten: Haltbares, das womöglich wirklich in fernen Ländern hergestellt worden war, um hier der endgültigen Bestimmung entgegenzueilen und im Magen eines hungrigen drachenaugener Gastes zu landen und frisch zubereitete Waren nach althergebrachten Rezepten, die verführerisch dufteten.
Obwohl Lisann davon überzeugt war, dass sie es spätestens am nächsten Tag bereuen und als Geldverschwendung betrachten würde, kaufte sie sich hier und da eine Leckerei, die sie auch sofort verzehrte: Hier ein Stückchen Kuchen, da ein mit Marmeladenklecksen verziertes Mürbgebäck, dort ein luftiges Teilchen, das die fremdländisch anmutende Verkäuferin erstaunlich akzentfrei als Schicksalskeks bezeichnete…
“In meinem Keks ist irgendetwas Fusseliges!“, beschwerte sich die Halbelfe prompt, nur um nebulöse Andeutungen zu hören, dass in jedem Gebäck ein ureigenes Schicksal auf Entdeckung harre…

Bei genauerer Untersuchung des gekauften Stücks, fand die Bäckerin tatsächlich etwas in dessen Inneren: ein winziges, ausgefranstes Eckchen Pergament, das mit noch winzigeren Runen bekritzelt worden war. Noch etwas unschlüssig, ob sie darüber eher verwirrt oder verärgert sein sollte, blickte die junge Halbelfe auf – und sah sich unvermittelt einem absolut umwerfenden Mann gegenüber.
Es war nur ein kurzer Blick, dann hatte sie der Fremde passiert, doch es hatte ausgereicht, um Lisann die Sprache zu verschlagen: Seine Haut war so hell und ebenmäßig, wie sie es noch nie gesehen hatte, nicht einmal bei Kleinkindern, das schneeweiße Haar, das einen irritierenden Kontrast zu den faltenlosen Gesichtszügen bildete, leuchtete aus der Menge regelrecht hervor und war sofort ausfindig zu machen, als sich die Bäckerin nach dem Mann umdrehte. Die Rüstung die er trug, wirkte weit weniger unpraktisch und auftragend, als bei den in der Nähe befindlichen Soldaten – und als sich Lisann in Bewegung setzte, um dem Unbekannten zu folgen, war es gar nicht so leicht, nicht den Anschluss zu verlieren, so leichtfüßig schob er sich durch das Gedränge.

Ohne wirklich sagen zu können, was sie tat, drängelte sich die Halbelfe vor einen schmächtigen Jüngling, um direkt hinter dem faszinierenden Fremden zu dem Marktschreier zu gelangen, der die Anmeldungen für den Wettbewerb entgegennahm – so konnte sie aus nächster Nähe hören, wie er sich vorstellte. Hach, diese Stimme! Zum Dahinschmelzen!
Allerdings stellten die Worte einen kleinen Wermutstropfen dar… Da er den Soldaten als ‚Mensch’ bezeichnete, musste sie wohl befürchten, dass es sich bei dem umwerfendsten Kerl auf dem ganzen überfüllten Platz um einen Elfen handelte – und somit, dass ihr nur die verfluchte Hälfte ihres Erbes einen Streich spielte.
Dennoch, sie hätte ihm am liebsten den ganzen Tag zuschauen mögen, am besten dabei, wie er als Sieger des Wettbewerbs das eleganten Fohlen davonführte… und am einfachsten konnte sie dies wohl erreichen, wenn sie sich ebenfalls freiwillig meldete.
“Lisann Kemaris. Ich würde ebenfalls gerne teilnehmen.“, brachte sie deshalb vor, wobei sie dem Anwerber nicht mehr Aufmerksamkeit schenkte, als unbedingt nötig.

Während ihr Name auf einer Liste eingetragen wurde, konnte sie nämlich dabei zusehen, wie sich ein Teil ihres Wunsches bereits erfüllte: Der geheimnisvolle weiße Ritter mit einem edlen Pferd… wie aus einem kitschigen Märchen entsprungen.
“Äh… Da Ihr diese Liste führt, könnt Ihr ja sicherlich lesen“, stellte Lisann klug fest und richtete plötzlich all ihre Aufmerksamkeit auf den Soldaten, der die Teilnehmer eintragen musste. “Wärt Ihr so gut, mir mein Schicksal vorzulesen? Die Frau an dem Stand dort hinten hat jedenfalls behauptet, dass es mein Schicksal wäre…“, fügte sie rasch hinzu und drückte dem verdatterten Mann das kleine Stückchen Pergament in die Hand.

- 30 GM für Gebäck
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Asarra

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #23 am: Sonntag 30 April 2017, 18:41 »

Runde 2


Die Amazone war erfreut darüber, wie viel Volk sich auf dem Festgelände sammelte. Aus irgendeinem ihr nicht bekannten Grund war sie in den wenigen Tagen, die sie wieder Drachenaugner Boden unter den Füssen hatte, für den Grossteil der Veranstaltung verantwortlich gemacht worden. Was mit viel mehr Arbeit verbunden war, als dass sie ursprünglich gedacht hätte. Darum war sie jetzt ganz froh darüber, dass es zumindest bisher noch nicht nach einem grossen Desaster aussah. Langsam aber sicher füllte sich auch die Liste der Wettbewerbsteilnehmer. Tatsächlich hatten sich nebst einigen altbekannten Persönlichkeiten auch neue Gesichter eingefunden, die einen spannenden Wettkampf versprachen.

~*~


Wer in den Schatten des Nennzeltes trat, sah dort nicht nur einen Feldtisch mit einem Schreiber dahinter, flankiert von zwei herausgeputzten Stadtwachen, sondern auch einen abgetrennten, von grossen Tüchern verhangenen Bereich, der ebenfalls bewacht wurde. Allerdings war schnell klar, dass allzu grosse Aufmerksamkeit nicht gewünscht war.
Der Schreiber hatte ein langes Pergament vor sich auf dem etwas wacklig wirkenden Tisch ausgebreitet, daneben standen Tintenfässchen und Federhalter. Durch eine kleine, leicht trübe Brille blinzelte er Askladd an.

„As…kla…dd Gunnars…son.“ In eleganten, schwungvollen Lettern landete sein Name auf dem Pergament. „Ein Nordmann, soso. Nein, nein. Geht nur. Aber seit in etwa einer Stunde wieder hier!“ Er wedelte mit der Hand, als wollte er ein lästiges Insekt verscheuchen und wandte sich dann dem nächsten potentiellen Teilnehmer zu.

Wenig später landete auch Naveen Nebeltau in denselben schwungvollen Lettern auf der länger werdenden Liste.

Der Hohentürmler konnte durchaus spüren, dass einige Blicke ihm folgten. Tatsächlich vermeinte einer der Soldaten, die den Schreiber flankierten, in ihm den Helden zu erkennen, der das ganze Reich schon öfter vor Katastrophen bewahrt hatte. Doch zu Christians Glück war des Schreibers Gedächtnis nicht mehr das Beste, und so trug er nur den Vornamen des bekannten Kampfmagiers ein, ganz ohne zu merken, welche Persönlichkeit da vor ihm gestanden hatte.

~*~


Der blonde Soldat, dem die zweifelhafte Ehre des Werbers zu Teil geworden war, nickte Cailín dankbar zu. Er war kein Jüngling mehr, aber noch zeigten sich auch keine Spuren von Grau in Haupt- und Barthaar. Und die Ausrede, eine Auskunft geben zu müssen kam ihm gerade recht, schliesslich befürchtete er schon jetzt, morgen kein Wort mehr sagen zu können. Er räusperte sich und nahm einen Schluck aus seinem Wasserschlauch, bevor er zu einer Antwort ansetzen konnte.

„Verzeiht, schöne Dame. Ich bin es nicht gewohnt, so viel herumzuschreien. Auch wenn man landläufig das Gegenteil von uns Soldaten behaupten mag. Und wenn ich mir die Teilnehmer so ansehe, fehlt den meisten hier oben“ er tippte sich mit dem Finger an die Stirn, „erheblich mehr als es Euch in den Muskeln fehlt“. Er lächelte schalkhaft und verwies die Bardin dann an den Schreiber weiter.

~*~


Auch Hibernus Anmeldung verlief problemlos, auch wenn sich der Schreiber ein leicht herablassendes „Elf“am Ende nicht verkneifen konnte. Diese Angewohnheit der Elfen andere mit ihrer Rasse anzusprechen… Dementsprechend war er zuerst etwas mürrisch, als Lisann mit ihrer Bitte an ihn herantrat, kam ihr dann aber dennoch nach. Schliesslich wurde er auch fürstlich dafür entlohnt, wie ihm ein Hüsteln der Wache in Erinnerung rief. So friemelte er also das Stückchen Pergament auseinander, kniff die Augen zu und las vor:

„Es gibt keine zufälligen Treffen…“ daraufhin wendete er das Pergament noch zweimal hin und her und gab es dann schulterzuckend zurück. „Tut mir Leid, mehr steht da nicht.“

Auch Asarra hatte den Elfen bemerkt, während sie dem Klang einer Trommel lauschte. Sie mochte den Rhythmus, den mitreissenden Charakter einer gut gespielten Trommel. Und diese Spielerin verstand sich auf ihr Handwerk. Die Amazone ertappte sich dabei, wie ihr Fuss immer mal wieder einige Takte mitklopfte.

„Hibernus, schön dich hier zu sehen. Ich sehe du nimmst auch Teil. Bin ja gespannt, wie du dich da anstellst. Jedenfalls viel Glück!“ Sie klopfte dem Drachenelfen herzlich auf die Schulter.

~*~


Einige Zeit später versammelten sich nun alle Wettkämpfer erneut in dem Zelt der Stadtwache am Rande des abgesteckten Geländes. Asarra stand vor der bunten Truppe, stemmte die Hände in die Seiten und erklärte mit lauter Stimme:
„Da hinten“, sie zeigte auf den verhangenen Bereich, „könnt ihr euch umziehen. Es liegen einfache Gewänder bereit. Es sollte auch für alle etwas in der richtigen Grösse dabei haben. Jeglicher Schmuck, Rüstung, Waffen und was ihr sonst noch so auf dem Leibe tragt ist abzugeben. Eure Habseligkeiten werden von unseren Leuten hier bewacht, so dass ihr alles wieder so finden werdet, wie ihr es zurückgelassen habt. Nachdem ihr euch umgezogen habt, treffen wir uns zur ersten Aufgabe draussen.“

~*~


Inzwischen hatte man das seltsame Holzgestell über die Pfütze geschoben. Es sah aus wie ein grosser Rahmen, auf dem nicht nur einige Querhölzer, sondern auch immer mal wieder dünne Seile gespannt waren, an denen Glocken hingen. Lag dieser Rahmen auf den hölzernen Stützen am Rande der Pfütze, war darunter vielleicht noch ein halber Schritt Platz.

Asarra stand schon neben der Konstruktion bereit, als alle Mitstreiter eingetroffen waren. „Ziel dieser Übung ist es, auf die andere Seite zu gelangen. Und zwar am schnellsten und ohne irgendeine dieser Glocken zum Läuten zu bringen. Noch Fragen? Gut.“

Die Amazone deutete auf ein weiteres, dickeres Tau, dass ungefähr zwei Schritt vor der Pfütze am Boden lag. „Alle hier aufstellen, in einer Reihe. Auf los geht’s los.“ Die Schwarzhaarige wartete geduldig, bis alle in einer Linie standen.
"Achtung…
Fertig….
Los!"

Gespeichert
Drucken/Exportieren
Merdarion Ni Hawk

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #24 am: Montag 01 Mai 2017, 11:42 »

Shaya schien wirkliches Interesse daran zu haben was er erlebt hatte. Kurz überlegte er was offenbaren konnte auch hinsichtlich der Anwesenheit Christians. Dann holte er kurz Luft und begann zu erzählen.

"Vor 11 oder 12 Jahren trat ich als Soldat der Armee Nightons bei. Damals war Christian hier der Stadtthalter Nightons. Ich diente unter MGDiablo und Menir Al´men und es war ein recht gehagliches Leben. Dann vor 11 Jahren kam es zum Angriff Taros auf die Stadt. Mitten in der Nacht wurden wir überrascht und nach blutigen Verlusten überwältigt und in Kerker gesteckt." Bei der Erinnerung daran verzog sich sein Gesicht und seine Hand legte sich auf die Stelle unter den Rippen an der die Waffe des Klingentänzers ihn durchbohrt hatte."Mehr durch Glück konnten wir uns damals unter schmerzlichen Verlusten befreien und die Feste zurückerobern. Ich erinnere mich noch an das Auftauchen eines Drachen aber ich war damals zu stark verwundet und es ist schon lange her." Er holte abermals Luft und atmete langsam aus. "Kurz danach quitierte ich meinen Dienst" Wollen wir es einmal so nennen dachte er bei sich. "Und zog durch die Welt. Was damals in Nighton genau vorgefallen war müsst ich wahrscheinlich Christian fragen, er hatte als Stadthalter den besseren Überblick. Ich war ja nur Soldat. "

                                                                          @~,~`~    ~´~,~@

Kurz darauf startete der Wettbewerb und Merdarion lauschte mit den anderen Teilnehmern den Anweisungen der zuständigen Soldatin. Währenddessen ließ er seinen Blick über seine Kontrahenten gleiten und versuchte sie einzuschätzen. Aber abgesehen von Chrsitian kannte er keinen von ihnen. Die meisten schienen jünger zu sein als er aber da konnte er sich auch irren. Nach der Ansage trottete er in der Gruppe in Richtung der Umkleiden. Gar nicht mal so unpraktisch mit den Kleider, dann saue ich mir meine Ausrüstung auch nicht ein. Dachte er bei sich und wand sich an Shaya, Cailin uind Christian: "Ich bin gespannt was uns erwartet, bis gleich."

Er bog ab und betrat das Umkleidezelt der Männer. Schnell hatte er sich darin zurechtgefunden, war es doch von Soldaten eingerichtet worden. Ein passendes Gewand war ebenfalls schnell gefunden und so trat er beiseite und schlüpfte routiniert aus seinem Kettengemd und den anderen Kleidungsstücken. Diese legte er zusammen und steckte sie in seinen Rucksack. Das Kettenhemd legte er quer über den Rucksack ehe er ihn verknotete. Danach zog er sich die bereitgelegten Kleider an und prüfte die Beweglichkeit ihn ihnen. Zufrieden nickte er.

Jetzt erst erlaubte er sich einen Blick in das Zelt und begutachtete nochmals seine Mitbewerber, es würde kein leichtes werden sie zu schlagen. Mit einem kurzen Schnaufen wuchtete er sich den Rucksack auf den Rücken und übergab ihn zusammen Mit Schwert und Schild einem der bereitstehenden Soldaten. "Ich hole ihn später ab, mein Name ist Merdarion, nicht vergessen."

Vor dem Zelt sah er schon die Holzkonstruktion an der die erste Aufgabe wahrscheinlich starten sollte. Der dort bereits wartenden Soldatin, die bereits die Einweisung gegeben hatte nickte er zu. Während er auf die restlichen Teilnehmer wartete sah und sich die Konstruktion vor ihm an. So etwas hatte der ehemalige Soldat schon einemal gesehen, ganz am Anfang seiner Ausbildung hatte er Stunden am Boden kriechend verbracht immer in Deckung bleibend. Er hoffte dies würde für ihn einen Vorteil bedeuten.

Als sich alle versammelt hatten gesellte er sich zu Shaya und Cailin. "Viel Erfolg euch beiden. " Dann ging es auch schon los. Er warf sich nach vorne und begann zu robben. Immer weiter, dabei seinen Oberkörper und Hintern zu tief im Schlamm wie es nur möglich war. Er hatte keine zeit nach links oder rechts zu schauen um seine Mitbewerber zu betrachten. Nach wenigen Sekunden konnte sein Körper wieder die gewohnten Bewegungen abrufen und so kampfte er sich verbissen vorwärtes. Sein Gewand war schon nach kurzer Zeit mit Schlamm vorgesaut und immer wieder musste er blinzeln damit der Schlamm nicht in seine Augen kam.

Endlich sahn er vor sich die das Ende des Parcours, noch einmal zog er sich nach vorn um sich aufzurichten. Ein kurzer Widerstand an seinem Bein und ein Glöckchen klingelte. Er war zu früh aufgestanden, war zu vorschnell gewesen. Wütend auf sich selbst drehte er sich um und versuchte sich einen Überblick zu verschaffen.
« Letzte Änderung: Montag 01 Mai 2017, 11:45 von Merdarion Ni Hawk » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Askladd

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #25 am: Montag 01 Mai 2017, 20:30 »

Mit einem knappen Nicken verabschiedete sich Askladd von den beiden Männern, die er auf der Sturmschwalbe kennengelernt hatte. Da sie sich ebenfalls für den Wettkampf anmeldeten, würde er sie ja bald wieder treffen. Und da offensichtlich noch etwas Zeit blieb – auch wenn er nicht genau verstanden hatte wieviel – wollte er diese nutzen. Ein Becher warmen Mets war wohl genau das Richtige, um sich auf das Spektakel einzustimmen. Solange er sich nicht zu weit vom Zelt des Schreibers entfernte, würde er schon mitbekommen, wenn es losging.

So war es dann auch. Als sich das Gedränge vor besagtem Zelt wieder mehrte, war das kaum zu übersehen und durch den Honigwein fühlte sich der blonde Hüne nun um einiges wohler in seiner Haut. Dies war eher ein Spiel, als ein Kampf. Was sollte also schon schiefgehen. Ohne lange zu zögern folgte er also den anderen Männern in den abgetrennten Bereich und als sie sich ihrer Kleidung entledigten, blieb ihm wohl keine andere Wahl als ihrem Beispiel zu folgen. Auch wenn es Überwindung kostete, die wenigen Gegenstände, die ihn auf seiner langen Reise begleitet hatten, aus der Hand zu geben.
Das geprägte Lederarmband mit dem stilisierten Bären, das ihn an seine Stärke erinnern sollte, und das Armband mit dem Abbild eines Dachses, das ihm dabei helfen sollte seinen Mut nicht zu verlieren. Das eine ein Geschenkt seines Vaters und das andere eines seines Oheims. Und dann war da noch das Päckchen Karten, das sich in den Phasen, in denen er kein Goldstück mehr zusammenkratzen konnte, als letzter Ausweg bewährt hatte.

Diese drei „Schätze“ reichte er nun zusammen mit dem kleinen Vermögen, das er kürzlich gemacht hatte, in seine raue einfache Kleidung gewickelt als kleines Bündel einem der bereitstehenden Soldaten. „Passt gut darauf auf“, verlangte er mit ernster Miene ohne zu bemerken, dass mancher hier Dinge aus der Hand gab, die ein Vielfaches wert waren. Und erst im Anschluss daran begann er nach passender Kleidung zu suchen, die seine abgelegten Sachen ersetzen würde. Das schlichte und robuste Hemd, das er schließlich wählte, war um den Bauch herum zwar etwas weit, aber dafür spannte es nicht an den breiten Schultern. Dann noch eine Hose, die etwas kurz war – er machte sich gar nicht die Mühe nach einer passenderen zu suchen – und der Nordmann war zufrieden.

Ein wenig später hatte er sich gemeinsam mit den anderen auf dem Gelände für den Wettkampf eingefunden. Das Gestell, das vor ihnen platziert worden war, legte sofort einen Verdacht nahe, wie es zu verwenden war. Um sicher zu gehen, wartete Askladd allerdings noch einen Moment lang ab, wie sich die anderen verhalten würden, ehe er selbst damit begann durch den Schlamm zu kriechen. Nun wurde auch der Vorteil, den die geliehene Kleidung bot, offenbar.

Das Gestell, unter dem er sich durchkämpfte, erinnerte den jungen Nordmann an eine Falle, die er einst mit seinem Oheim gebaut hatte. Nicht jede Falle, so war es ihm damals erklärt worden, diente dazu jemanden zu töten. Manche sollte es nur den wilden Tieren schwerer machen, sich unbemerkt dem Lager eines Jägers zu nähern. Leider verfügte er nicht über die Erfahrung seines Großonkels und diese Übung gehörte eindeutig zu denen, die schmaleren Leuten einen Vorteil bescherten. So hatten es die Damen in der Runde – von der fülligen Köchin, die er auf der Sturmschwalbe kennengelernt hatte, einmal abgesehen – wohl deutlich leichter.

Immerhin hatte er sich die Position der Glöckchen gut einprägen können und versuchte sich an den unvermeidlichen Engstellen möglichst schmal zu machen. Eine Herausforderung, die er nur einmal gegen Ende des Parcours erfolgreich bewältigte. Sichtlich unzufrieden mit seiner Leistung rappelte sich der schlammverschmierte Hüne schließlich wieder auf. „Ich hoffe es kommen noch Übungen bei denen man mit Kraft und Körpergröße punkten kann“, brummte er mürrisch. Zum Glück ließ sich unmöglich feststellen über welchen der Teilnehmer die Zuschauer am lautesten lachten und inzwischen sahen sie alle so aus, als hätten sie sich mit den Schweinen im Dreck gesuhlt.

- 10 GM für Met
- 15 Punkte auf die Wettquote (18-3 wegen Fallen stellen/entschärfen) => 2 verbleibende Punkte
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Herr von Muesig

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #26 am: Dienstag 02 Mai 2017, 15:05 »

Voller Entsetzen musste Herr von Müsig ansehen, auf was er sich da eingelassen hatte. Er sollte doch tatsächlich im Gatsch, ein Wort das vor matschige, sehr feuchte Erde stand, herumturnen, ja sich sogar wälzen darin, nur um ein Hindernis zu unterlaufen bzw unterkriechen. So schnell konnte man gar nicht schauen wie es für Martin klar war, das würde er seiner Kleidung und seinem Teint nicht antun. Während sich die anderen mehr oder weniger begeistert der Aufgabe hingaben, hatte er schon längst eine Alternative gefunden. Was wäre wenn…?
Er sah gar nicht hin, wie sich ein ums andere kleine Lichter, die den ganz großen Gewinn sahen, sich abmühten um ja nicht die Glocken zum Klingen zu bringen. Mit mäßigen Erfolg im Übrigen, die Bemühungen.
Für den Adeligen hat es immer einen Spruch gegeben, wenn ihm etwas gegen den Strich, Ansicht oder seiner Erkenntnis ging und das lautete:  „fürn’n Hugo “. Wenn nicht dieses  Schlammkriechen, was sollte dann für diesen Hugo sein? Dieser Assoziation folgend war Herr von Muesig darauf gekommen, dass er einen Lakai, also so etwas Ähnliches, jedenfalls schuldete ihm dieser noch einen Gefallen. Wer konnte schon ahnen, dass dieser Jemand gerade den Ausnahmenamen ‚Hugo‘ trug. Somit drängte es sich geradezu auf, dass ja, diese Aufgabe für’n Hugo, für den Herrn Hugo war. Dass dieser Jemand eine etwas größere Körperfülle hatte, störte Müsig nicht sonderlich. Es war ihm aber bewusst, ohne Berührung würde es bei dem Fettsack nicht abgehen. Die Ähnlichkeit mit ihm war nicht wirklich gegeben. Hauptsache, er war noch im Rennen und musste sich nicht beschmutzen.
Hugo, Du machen unten durch “ der Hugo konnte nämlich auch nicht besonders gut die hiesige Sprache. „Du sagen, Du nicht Hugo, nein, das nicht sagen, Du einfach sagen: „ Ich bin Muesig“ Verstanden? „Ich bin Muesig, Wiederhole! “.  Der verdutzte Hugo brachte nur ein gestammeltes: „Ich Gemüse “ „Du besser gar nix sprech .“ entschied er nach dieser Demonstration des Irrsinns..
So kam es, dass als er an die Reihe kam, er den Hugo vorstieß (diesen hatte er vorher noch ausgiebig mit Fliederduft bestäubt) und rief: „Das ist der Herr von Muesig “. Dem Starter war es egal, er hatte den Namen von den Voranmeldungen aufgerufen und einer hatte sich gemeldet – passte.
Der dickliche Hugo hatte dann so seine liebe Not das Hindernis fehlerlos zu passieren. Immer wieder schellte eine Glocke. Der echte Martin von Muesig biß bei jeder berührung in seine Hand, aber wenn er sah, wie sein Ersatz aussah, meine Herren, war er froh. Dreckkruste von oben bis unten. Der musste in der Schweinkobe gereinigt werden. Und die anderen ebenso, so leicht konnte man sich zum Affen oder in diesem Fall zum Schwein machen.

„Muesig/Hugo“ berührt 4 Glocken = 12 Pkt, bleiben noch 6, allfällige Strafen wegen Täuschung noch nicht einberechnet
« Letzte Änderung: Dienstag 02 Mai 2017, 15:07 von Suffix » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Shaya

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #27 am: Dienstag 02 Mai 2017, 17:30 »

Es musste am Soldatentum liegen. Das war wohl das erste was Shaya nach seinem "Bericht" durch den Kopf schoss.  Anders konnte sie sich nicht erklären das er 11 Jahre Leben in zwei, drei Sätze presste. Kurz war der Bericht... und Shaya würde beinahe Geld wetten, dass dass was interessant war, einfach weg gelassen worden war. Nichts von Jagden nach Räubern, retten von Jungfrauen hochnehmen von Schmugglern...nichts?  war seine Dienstzeit bis auf den Angriff aus Taros ohne jeden Zwischenfall verlaufen? Schwer zu glauben. Es musste etwas gravierendes geschehen sein, das er direkt nach dem Kampf um die Stadt die Garde verließ. Nun... vielleicht hatte er schlimmes erlebt und sie sollte da nicht nach bohren.

Das sie Christian nicht fragte, es lag wohl daran, dass sie genug hatte von Beschreibungen über Tod und verderben. Sicher hätte sie ihn nun ihrerseits mit einer genauso knappen Darstellung ihres Woher und wohin erfreut, wenn nicht der Wettkampf beginnen würde. So  blieb ihr nichts als das auf später zu verschieben.  Inzwischen erboste sie eher, was jener Soldat zum besten gab. Sie verstand ja noch das sie ihre Waffen und Rüstungen abgeben sollten aber ALLES was sie am Leibe trugen? Als ob sie verhaftet wären! Herje das erinnerte sie fast an die jagdt nach den Illusionisten damals hier in Drachenauge.  Nur das man sie da tatsächlich abgeführt hatte...zusammen mit Christian und Suffix. der Gedanke an jene Arrogante Hochelfe ließ ihr jetzt noch die Nackenhaare kräuseln. Sie hatten damals doch tatsächlich einige Stunden in einer Zelle zugebracht.

Vielleicht nicht verwunderlich das Christian ein missmutiger Blick traf. Als wolle sie sagen unter nimm was dagegen. Das kann doch nicht deren ernst sein. Nur... konnte Christian dagegen wohl nichts tun. Schließlich war er nicht in  Amt und würden. Und selbst wenn würde es kaum gut aufgenommen, eine Sonderbehandlung zu verlangen. Nun ein Gutes hatte es. Jene Hochelfe würde wohl kaum hier sein. Dafür müsste sie sich ja mit dem "Pack" abgeben. Und Shaya würde einen Monatsverdienst wetten das sie sich das niemals freiwillig geben würde.  Merdarion war also gespannt was sie erwartete? Auch ihn traf nach diesen Worten ein säuerlicher Blick. Nur war er vermutlich schon zu weit weg um das noch zu sehen.

Grummelnd betrat also auch Shaya den für Frauen vorgesehenen Bereich und begann erst mal Ersatz Kleidung zusammen zu suchen.  Sogar ein Ersatz für ihr Haarband trieb sie auf. Sie wählte wie immer enge Hosen und ein ebenso anliegendes Hemd. Als erstes jedoch flocht sie ihre Haare eng ein und nutzte zum zusammenbinden ein kleines Lederband. Rüstungen hatte sie keine weshalb sie als nächsten die ganzen kleinen Schmuckstücke auszog die sie so hatte. Zusammen mit dem Ring des Solanor verstaute sie alles in dem Ebenholzkästchen. dieses wurde noch in ihren Schlafsack gewickelt und unter die Tränke gesteckt. ihre Waffen und auch ihre Harfe folgten genauso wie ihre schöne Kleidung. Nur das sie ihre Harfe abgeben musste...DAS schmerzte sie.  Schnell zog sie sich an und verstaute ihre Harfe oben auf. Den Rucksack knotete sie sorgfältig zu und drückte ihn der wartenden Soldatin in die Hand.

"Das sind Familienerbstücke und damit für mich sehr wertvolle Erinnerungen. Achtet Gut darauf... und mein Dank ist euch gewiss. Man nennt mich Shaya."

Falls etwas davon beschädigt werden sollte...oder gar gestohlen würde sie die Stadt verantwortlich machen. Wobei schlimm würde sie wohl nur der Verlust ihrer Harfe treffen. Es war das letzte Stück was sie noch von ihrem Großvater hatte. So trat auch sie wieder zu den anderen und erkannte schlagartig warum sie ihr Gepäck nicht mit nehmen konnten. Wobei der Schmuck sicher nicht gestört hätte...wie eine kleine miesepetrige stimme in ihrem Herzen sagte. Nun offenbar hatte sie nicht einmal falsch vermutet und es sollten Übungen aus der Grundausbildung der Soldaten gezeigt werden. Nun zumindest schien Merdarion mehr Feuer und flamme zu sein als sie. Was sie nicht wirklich wunderte. Er WAR Soldat im Gegensatz zu ihr. Als Cailin sich zu ihr rüber beugte und ihr etwas zu raunte, musste Shaya grinsen.

"Ja ich wünsche uns allen auch viel Glück. Sie es mal so bei diesem Wettkampf haben wir den Vorteil auf unserer Seite...je Kräftiger man gebaut ist, um so enger wird es unter dem Gestell.... und bei den Kraft Tests wird sich was finden lassen um ein gleich Gewicht her zu stellen."

So warf sich auch Shaya zu Boden um unter dem Hindernis durch zu kriechen. Allerdings hatte auch sie durchaus das anpirschen gelernt. Genau wie sich leise bewegen. Beides war für die Jagd erforderlich.  Da das Feld, wenn man es den so nennen wollte, relativ dicht besetzt war, blieb wohl auch Shaya keine Zeit das vorankommen der anderen zu beobachten. Sie jedenfalls robbte, kroch und schon sich vorsichtig unter dem Hindernis durch.  Sie war dabei nicht einmal so schlecht wie sie befürchtet hatte. Nur eine der Glocken war so unverschämt zu klingeln und ihr so einen perfekten Durchlauf zu vermiesen. Schulterzuckend stand die Halb Elfe auf der anderen Seite wieder auf und gesellte sich wieder zu den anderen Teilnehmern. Seufzend hatte auh Shaya registriert, das sie von den Schultern Abwärts mit schlamm bedeckt war. Dadurch würde die Kleidung an ihrem Körper kleben. Nicht unbedingt ein erfreulicher Gedanke. Auch wenn die Herren der Schöpfung aus den sich dadurch abzeichnenden Umrissen so ihr vergnügen zogen. Christian zumindest  gab keinen Kommentar dazu ab, was sie schon freute. Seine Hoffnungen ließen sie allerdings schon missmutig das Gesicht verziehen.

"Ich hoffe eher das ich mich um solche Tests drum rum bewegen kann. Ich war noch nie besonders kräftig.

-3 Punkte für eine Glocke (20/23)

« Letzte Änderung: Mittwoch 03 Mai 2017, 13:38 von Shaya » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Cailín

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #28 am: Dienstag 02 Mai 2017, 17:37 »

Shaya, Merdarion und Christian trafen gerade rechtzeitig ein, als eine Soldatin die Spielregeln verkündete. Cailin folgte deren ausstreckten Hand mit den Augen. Ein Umkleidebereich.

"Solange wir nicht nackt auftreten müssen, soll mir alles recht sein", raunte die Bardin ihren drei Kameraden mit einem Schmunzeln zu. "In den Ostlanden soll es angeblich üblich sein, alle paar Jahre Männerspiele abzuhalten, bei denen die Kämpfer ohne Bekleidung gegeneinander antreten. Olympion wird es genannt. Unvorstellbar, nicht?"

Im Frauenzelt traf sie die unterschiedlichsten Teilnehmerinnen. Manche schienen tatsächlich mehr Muskeln als Gehirn zu besitzen, wie der Werber gewitzelt hatte. Cailin grinste in sich hinein und schlüpfte in das grobe Leinengewand. Kratzig und wenig vorteilhaft, aber praktisch.

"Passt bitte gut auf meine Instrumente auf. Dass sich ja kein fetter Hintern auf meine Trommel niederlässt, weil er es für einen Hocker hält", schärfte sie der Soldatin, die ihre Habe verwaltete, mit einem Seitenblick auf eine besonders stattliche Teilnehmerin ein.

Draußen traf sie wieder auf Shaya und Merdarion. "Auch Euch viel Glück, Merdarion. Sagt", lehnte sich Cailin zu der hübschen Elfenbardin hin, "wir Frauen werden doch hoffentlich eigens gewertet, denn gegen solch mächtige Burschen..."

Sie deutete auf einen blondlockigen Bären mit Namen Askladd, der sie um mehr als Haupteslänge überragte. Ein rothaariger Schwächling fiel der Bardin ins Auge, der ein zwar edel geschnittenes Antlitz hatte, doch eine recht konsternierte Miene schnitt. Er schob einen dicken Mann vor sich her, der er Herr von Muesig nannte. "Na, da frage ich mich, wer von den beiden der Herr und wer der Diener ist. Mir scheint, da hat sich einer gehörig verrechnet", murmelte Cailin mit einem Grinsen, dann ging es auch schon los.

Sie sollten durch eine Pfütze robben. Was war das hier? Eine militärische Ausbildung? Suchte Drachenauge etwa nach Rekruten? Auf das Kommando warf sich Cailin auf den Bauch und tat es Merdarion nach, der links von ihr durch den Dreck wühlte. Zum Glück war die Bardin schmal gebaut, so dass sie es leichter hatte als die meisten Männer. Doch bisher hatte sie es eher nach dem Motto gehalten "Zuviel Bewegung verdirbt den Teint". Sie schnaufte schon nach den ersten Zentimetern, den es war schwierig, sich im Schlamm vorwärts zu ziehen, da es keine Grasbüschel gab, an denen man sich festhalten konnte. Genau wie Merdarion schaffte es Cailin ohne Glockenschlag bis zum Ende, doch als sie sich erschöpft aufrappeln wollte, streifte sie mit dem Hintern das Seil. *kling kling*

"Verdammt." Sie war eine der Letzten, die ans Ziel kamen, aber Schnelligkeit allein machte noch lange keinen Sieg aus. Wieder stach ihr der rothaarige Edelmann ins Gesicht, diesmal, weil er immer noch blitzsauber war, im Gegensatz zu allen anderen. So unauffällig wie möglich schlich sie sich an seine Seite, stolperte dann wie zufällig gegen den Mann und saute ihm das Gewand mit Dreck ein.

"Hoppala. So ein Pech, jetzt seid Ihr fast so dreckig wie ich. Könnt Ihr mir verraten, wie Ihr das gemacht habt, so unbefleckt wie eine Jungfrau zu sein?"

Ihre Stimme war leise genug gewesen, dass niemand sie hören konnte außer Müsig.

-3 Punkte > 14/17
« Letzte Änderung: Dienstag 02 Mai 2017, 17:38 von Silvana » Gespeichert
Drucken/Exportieren
Christian

Re:[Abenteuer] Brot und Spiele
« Antwort #29 am: Dienstag 02 Mai 2017, 19:31 »

Merdarion erzählte nicht, was er nach seinem Verschwinden aus Nighton getan hatte, sondern tat es lapidar damit ab, dass er durch die Welt gezogen sei. Also entweder hatte er wirklich nichts Interessantes erlebt oder es war ihm zu persönlich. Da bereits der Beginn des Wettbewerbes verkündet wurde, fragte der Magier aber nicht nach, sondern begab sich zu dem Zelt, in dem sich die Männer umziehen sollten, während er Cailins Kommentar mit einem Grinsen erwiderte.

Na dann seid froh, dass wir hier nicht bei den Waldelfen sind, die haben mit dem Nacktsein kaum Schwierigkeiten.

Zumindest erinnerte er sich daran, dass Varnayrah damit so manches Mal bei den Menschen angeeckt war, auch wenn diese aufgrund der Position der Waldelfe dies kaum laut erwähnt hatten.

Der Retter des Drachenauges verstaute alle möglichen Dinge in seinem Rucksack, während er die sperrigeren oben drauf legte. Dem dafür zuständigen Soldaten nickte er nur kurz zu, dass dieser gut auf die Sachen aufpassen würde, war für den Hohentürmler selbstverständlich. Wenn wirklich etwas abhanden kommen würde, würde wohl eine Stelle bei der Stadtwache frei werden...

Der Herr von Müsig schob doch tatsächlich einen etwas umfangreicheren Mann vor, um an dem Wettbewerb teilzunehmen. Tja, manche verstanden eben nicht, auf was es bei einem solchen Wettkampf wirklich ankam. Christian selbst machte ja auch nur mit, weil es Abwechslung versprach, an dem preis war er kaum interessiert und würde ihn wahrscheinlich dem nächstplatzierten überlassen...falls er überhaupt gewinnen würde, was bei dem Teilnehmerfeld einem Wunder gleichkommen würde.

Beim Startsignal warf er sich auf den Boden und robbte unter dem Gestell durch, so gut ihm das möglich war. Aber da er doch ein bisschen mehr auf den Rippen hatte als ein Elf, wunderte er sich kaum darüber, dass zwei Glöckchen bei ihm anschliugen. So erhob sich der ehemalige Statthalter von Nighton hinter der Ziellinie wieder mit einem leichten Grinsen, als er sah, wie Cailin den richtigen Herrn von Müsig anrempelte.


Da bekommt ja doch jeder etwas von der Matschkur ab.

Doch da war er schon wieder Shaya zugewandt, da sie scheinbar die schnellste gewesen war.

Ich bin auf die anderen Aufgaben gespannt, vielleicht gibt es ja doch noch etwas für die kräftigeren Teilnehmer.


-6 Punkte -> 12/18
Gespeichert
Drucken/Exportieren
Seiten: 1 [2] 3 4 ... 13 Alle | Nach oben
  Der Orden der Drachenritter
  Legends of Aylann
  Abenteuer in Legends of Aylann

  Abenteuer
  [Abenteuer] Brot und Spiele
<< zurück weiter >>

Der Orden der Drachenritter | Powered by TIBBS 1.33 PE (Personal Edition) (Origin: YaBB SE)
Hosted by www.drachenritterorden.de - All Rights Reserved.
Take a look at our imprint and data protection policy for further details and credits.

Die Administration distanziert sich ausdrücklich von den hier geäußerten Meinungen. Die Textbeiträge geben nicht die Meinung der Administration wieder. Kontakt: webmaster@drachenritterorden.de