Thema Zusammenfassung
Thema Zusammenfassung: Der Marktplatz von Drachenauge
Autor: Morwenna Datum/Zeit: Freitag 13 August 2004, 19:39
Wenn man den ganz alten Strassen von Drachenauge folgt, dann kommt man irgendwann immer zum alten, kleinen Marktplatz von Drachenauge.....

Morwenna gelangt durch das Gewirr von Straßen und Gassen auf einen kleinen Platz, der verlassen irgendwo in Drachenauge lag. Sie setzte sich auf eine Bank und schaute sich von dort aus um.
Sie hatte sich verlaufen und wußte nicht wo sie war und in welche Richtung sie jetzt gehen mußte um zur Arnea zu kommen.

So ein Mist. In dieser Stadt sehen alle Strassen gleich aus.
fluchte und lehnte sich zurück.

Es muß doch möglich sein hier irgendwo ein Hinweis Schild zu finden. Nicht mal Leute laufen hier, die man ansonsten fragen könnte.

Morwenna stütze ihre Ellnenbogen auf den Oberschenkeln ab und schaute zu Boden, in der Hoffnung, dass ihr gleich ein rettender Einfall kam.
Autor: Emathelyos Datum/Zeit: Freitag 13 August 2004, 20:09
Ealys schlenderte in Gedanken versunken durch die Straßen von Drachenauge.
Vieles kam ihr bekannt vor; aber vieles war auch vollkommen neu. Sie fühlte sich fremd und doch daheim.
Die kleinen Gassen kannte sie nur zugut; hier war sie oft allein spazieren gegangen um sich abzulenken. So wie heute...

Sie bog um eine kleine Ecke und gelangte auf einen Platz.
Der alte Marktplatz von Drachenauge. Sie schaute etwas betrüb über den Platz. Früher war hier soviel leben gewesen...

dann entdeckte sie eine Gestalt, die ihrer Meinung nach nicht hierher gehörte. Sie ging langsam näher...
Autor: Morwenna Datum/Zeit: Freitag 13 August 2004, 20:29
Morwenna schaute hoch und dem Himmel sei dank stand nur einige Meter entfernt eine Frau.

Entschuldigen sie ... Bitte.. Ich kenne mich hier nicht aus und muß zu der Arena.

Die Druidin stand auf und trat zu der fremden Person in der Hoffnung, dass sie endlich erfährt welchen dieser vielen verdammten Wege sie endlich einschlagen muß um zu der Arena zu kommen wo der Endkampf stattfindet. Sie muß doch Marcus zusammenflicken*Bei diesem Gedanken, dass der junge Müller gegen seinen Mentor antritt stielt sich ein kleines Lächeln
Autor: Emathelyos Datum/Zeit: Freitag 13 August 2004, 20:42
Ealys war langsam näher getreten. Sie hatte die Person hier noch nie gesehen. Aber sie war auch lange nicht mehr in der Stadt gewesen.

"Seid gegrüßt." sie nickt der fremden Frau freundlich zu, als diese sie ansprach.

"Die Arena liegt in westlicher Richtung von hier. Es ist gar nicht weit; aber kann man trotzdem nichts sehen und hören, weil in diesem alten Teil der Stadt die Häuser sehr verwinkelt stehen.
Wenn ihr wollt, kann ich euch dorthin geleiten. Ich habe gehört, dass es dort einen spanndenen Kampf gehen soll."
Autor: Morwenna Datum/Zeit: Freitag 13 August 2004, 20:52
Morwenna nickte der Frau zu und sprach:

Ich danke euch, denn ich habe dort einen kleinen Auftrag zu erledien, übrigens mein Name ist Morwenna.

Mit einem freundlichen Lächeln reichte sie der Frau die Hand. Die Druidin war froh, dass sie endlich jemanden gefunden hatte, der sich in der Stadt auskannte.

Verzeiht, wenn ich euch das frage, doch wohnt ihr hier oder warum kennt ihr euch hier in dem scheinbar ältesten Teil der Stadt so gut aus ?

Morwenna hoffte nicht aufdringlich zu erscheinen und wartet somit höflich schweigend darauf, ob sie eine Antwort bekam.

Im Gedanken lächelte sie noch immer und hoffte, dass sie die Arena noch rechtzeitig erreichen.
Dann wandte sie ihre Aufmerksamkeit ihrer Stadtführerin zu.
Autor: Emathelyos Datum/Zeit: Sonntag 15 August 2004, 11:56
Emathelyos nickt freundlich und ergriff die ihr geboteten Hand.

"Es freut mich Eure Bekanntschaft zu machen. Mein Name ist Emathelyos. Ich bin vor einigen Jahren hierher gekommen. Als König Aramon diese Städte neu erschuf."

"Hier entlang", sie wiße mit der Hand auf eine Straße, die einen Bogen nach links machte.

"Ich habe viel Zeit hier verbracht. Der Marktplatz war damals noch sehr belebt und die Hauptattraktion der Stadt. Aber das ist schon lange her."

Sie hatten die Biegung der Straße erreicht und bogen in eine neue ein. Die Häuser hier sahen nicht so alt und eng aus wie die anderen und auch die Straße war besser gepflastert.
Autor: Morwenna Datum/Zeit: Sonntag 15 August 2004, 19:29
Als Emathelyos die Hand ergriff, spürt Morwenna ihren festen Händedrück und während die beiden Frauen durch die Straßen von Drachenauge gingen, wobei für Morwenna immer noch ein Haus dem anderen glich, hörte sie den Worten ihrer Begleitung zu. Dann stutze die Druidin und wandte den Kopf Emathelyos zu.

Verzeiht, wenn ich so neugierig frage, weil der alte Teil der Stadt kommt mir doch recht ... wie soll ich sagen ... alt vor und wenn ihr die sozusagen schon kanntet, als sie erbaut wurde, wie alt seit ihr dann?

Morwennas Blicke sahen fragen auf Emathelyos und sie hoffte, dass es nicht zu impertinent von ihr gewesen war, diese Frage zu stellen, deshalb fügte sie noch schnell hinzu:

Allerdings braucht ihr mir diese Frage natürlich nicht zu beantworten.

Morwenna schaute sich wieder um und erkannte nun, dass die Häuser und die Strassen, dieser Gegend, weitaus jünger und weniger heruntergekommen waren wie die Häuser beim alten Marktplatz.
Ihr war als wäre sie wohl hier schon mal entlang gegangen und ihr fiel ein, dass sie vorhin hier schon mal gewesen war und zwar als sie sich zu dem alten Platz verirrt hatte.
Da Emathelyos wohl wußte, wo es lang ging, zuckte Morwenna kurz mit den Schultern und freute sich den Weg zur Arena nicht suchen zu müßen.

Führt euch auch der Ringkampf nach Drachenauge?

Wieder schaute sie die blonde Fraun neben sich an und holte dann zwei Äpfel aus einen kleinen Beutel und bot Emathelyos ebenfalls einen an.
Autor: Emathelyos Datum/Zeit: Sonntag 15 August 2004, 21:14
Ealys betrachtete gerade eines der Fenster von dem eine Ranke roter Blumen, die Art konnte sie nicht erkennen; als sie Morwenna nach ihrem Alter fragte.
Sie konnte sich ein Lachen nicht verkneifen.

"Verzeiht, wenn ich mich unklar ausgedrückt habe. Ich bin gerade mal 20, obwohl ich schon mehr erlebt habe als ältere Menschen behaupten können.
Nein, was ich meinte war, dass ich hierher kam, als Aramon diese und weitere Städte wieder neu bzw weiter ausgebaut hat. Das Grundgerüst der Städte ist natürlich viel älter. Aber vieles wurde durch Kriege oder mangelte Mittel zerstört.
Es tut mir leid, ich hätte mich präzisier ausdrücken müssen."

Sie bogen wiederum um eine Ecke und diesmal konnte man deutlich Geräusche wahrnehmen, die von großen Massen Menschen verursacht werden. Auch Musikanten waren zu hören.

"Wir sind gleich da, nur noch ein paar Meter."
Sie holte kurz Luft.
"Ja, ich habe von dem Ringkampf gehört und mir gedacht, dass dies ein guter Anlass für eine Reise nach Drachenauge ist. Ich wollte ohnehin hierher, nur hat mit bisher die Motivation gefehlt."

Sie lächelt und sieht Morwenna an.

"Und was führt euch zur Arena?"

Sie sah, dass ihr ein Apfel angeboten wurde und nahm ihn lächelt entgegen.

"oh, vielen Dank! Seht, dort drüben ist die Arena!" sie wies mit der ausgestreckten Hand, einen kleinen Hang hinunter auf dem sie zugingen.
Autor: Morwenna Datum/Zeit: Sonntag 15 August 2004, 22:46
Die Druidin konnte ebenfalls ein Lachen nicht unterdrücken, als Emathlyos, die Sache mit ihrem Alter und der Stadt richtig stellte.

Naja so abwägig wäre es nicht gewesen, wenn ihr eine Druidin seid, denn mit der Initiation endet auch der Alterungsprozess fast gänzlich und in hundert Jahren würdet ihr noch wie heute aussehen.

Morwenna stimme klang fröhlich und so fühlte sie sich auch. Herzhaft biß sie in ihren Apfel. Sie schaute auf, als Emathlyos ihr die Arena zeigte, die nur noch wenige Meter vor ihnen lag. Ein kleines süffisantes Lächeln trat auf ihr Gesicht, als Emathelyos nach einem bestimmten Grund ihres Besuches fragte.

Wisst ihr ...
fing die Druidin an,

ich hatte mich ebenfalls für dieses Tunier angemeldet, doch ich bin nicht sehr weit gekommen, obwohl ich es mit Marcus als Gegner wohl noch am besten getroffen hatte.

Sie mußte Lachen und als sie weitererzählte grinste sie immer noch
Naja auf jeden Fall habe ich auf ganzer Linie verloren, denn obgleich dieser Müller jung ist, ist er verdammt kräftig und nach dem ersten Schlag sah ich die Sterne. Marcus war so gütig und heilte mich mit einem von seinem eigenen Heiltränken und somit stehe ich in seiner Schuld. Ich weiß, dass er heute von Ardon heute die Hucke voll bekommt und dann will ich meine Schuld bezahlen.
Morwenna blieb stehen und schaute in ihrem Beutel nach und fand sofort die Ampulle mit dem Heiltrank.

Naja und damit wären wir quit
Morwenna wußte zwar nicht genau, ob sie das wollte, denn der Müller war ihr sympathisch, aber es war besser, als dann ständig drauf zu warten bis er sich verletzt.
Autor: Emathelyos Datum/Zeit: Montag 16 August 2004, 16:25
Emathelyos blieb erstaunt stehen.

"Ihr habt tatsächlich am Turnier teilgenommen? Ich bin beeindruckt! Ich habe mich das bisher nicht getraut."

Sie ging weiter den Hügel hinunter, die Lärm nahm nun zu und es schwer dagegen anzukommen.

"Ihr habt meinen Respekt. Von Marcus habe ich bisher nichts gehört, aber der Ruf von Sir Ardon ist ihm vorrausgeilt. Ich habe gehört, dass der klare Favourit ist..

Oh seht! Das Finale fängt jeden Augenblick an!"
Autor: Sekya Datum/Zeit: Donnerstag 19 August 2004, 11:27
Kolkrabe betrat den Marktplatz Drachenauges. Erneut. Sie seufzte schwer. Der Nebel war so stark, dass scheinbar kein Durchkommen war. Zusätzlich hatte sie sich eine tiefe Schramme am Arm geholt, als sie versuchte durch den nahen Wald heim nach Nuru zu kommen.
Sie hatte das Geäst einfach nicht gesehen..

Sie seufzte erneut. Dabei sollte doch heute ihre Aufnahme in der Waffenmeistergilde erfolgen. Warum war sie bloß so spät aufgebrochen? Und wie sollte sie ihr "Zuspätkommen" bloß entschuldigen?
Nervös wanderte sie am Stadttor auf und ab. Irgendeine Möglichkeit mußte es doch geben, unbeschadet durch diesen Nebel zu kommen.
Autor: sigrun Datum/Zeit: Donnerstag 19 August 2004, 15:27
"Demètra! - Hoooh!"

Ein Moment der Unaufmerksamkeit, da hatte das vor einem kläffenden, nach seinen Fesseln schnappenden Hund scheuende junge Botenpferd Sigrun schon den Führzügel aus der Hand gezogen und war in den dichten Nebel getrabt. "Fyrirdoet!", begann sie in der Sprache ihrer nordischen Heimat zu fluchen, welcher Teufel hatte sie nur geritten, das ungestüme Tier mit in die Kaiserstadt zu nehmen? Es sollte sich an Sattel und Zaumzeug gewöhnen und Sigrun war stolz darauf, daß der zurückhaltende Neneweng seiner Statthalterin die Ausbildung des edlen Pferdes anvertraut hatte. Ruhig und in gleichmäßigem Tempo ging es die weite Wegstrecke von Nuru hierher als Handpferd neben Sigrun's treuem Skinfaxi. Nur in der Kaiserstadt warteten zu viele unbekannte Gerüche, Geräusche und obendrein der fast undurchdringliche Nebel. Bis zur Akademie, in deren Archiven sich die begehrte Schriftrolle Meister Gabriels tatsächlich gefunden hatte, war alles gut gegangen. Und kurz vor dem Stadttor nun dieses Mißgeschick. Sigrun hatte keine Zeit mehr zu verlieren mit der Suche nach dem Pferd, schließlich mußte sie in wenigen Stunden in Nuru die Aufnahme der Gildenanwärter leiten.

Plötzlich Hufschläge ... dann wieder Stille. Doch der Goldfuchshengst der Amazone hatte seine Stallgenossin gehört und gerochen und strebte schnurstracks in die Richtung, aus der die Tritte erklungen waren.

Aus dem Nebel tauchte ein edel geschnittener Pferdekopf auf, große braune Augen und samtene Nüstern näherten sich schnaubend Kolkrabes Gesicht. Genau vor ihr blieb die junge Stute wie angewurzelt stehen. Kurz darauf erschien eine lachende Sigrun, deren Gesichtsausdruck aber sogleich ernst wurde, als sie aus dem Sattel sprang und die Wirtin des 'Einäugigen' in der Frauengestalt erkannte.

"Lady Talya! Ja, zum Donnerkuckuck, was tut Ihr hier noch?" Nun erst gewahrte Sigrun Blut am Arm der Schwarzhaarigen. "Und was, bei Wotan's Bart, ist das? Hat der tolle Hund Euch gar gebissen?" Ohne weiteren Kommentar nahm sie Kolkrabes Arm, drehte ihn sacht zu sich und beträufelte die Wunde mit dem hochprozentigen Inhalt ihrer Feldflasche. Nein, nach einem Hundebiß sah das nicht aus ... als die Wunde gereinigt war, brach Sigrun ein Stück von ihrem Lembasbrot, welches sie auf Reisen stets mit sich führte, und bot es Kolkrabe an.

"Bitte nehmt, es wird Euch gut tun."

Kolkrabe +2 Le.
Sigrun - 1 Brot (+2 Le.)
Autor: Sekya Datum/Zeit: Donnerstag 19 August 2004, 16:16
Kolkrabe war erstaunt und gleichzeitig ein wenig erschrocken, als Sigrun vor ihr wie aus dem Nichts auftauchte. Als sie dann ihren Arm nahm, ein wenig drehte und mit dem Alkohol desinfizierte, biss die Schwarzhaarige ihre Zähne fest zusammen und hatte gleich darauf das Gefühl sich rechtfertigen zu müssen.

Seid mir gegrüßt Lady Sigrun. Nein, nein, diese Schramme hab ich mir ganz alleine zuzufügen. Man sollte wohl nicht aufs Geratewohl durch den Wald marschieren, wenn man nicht einmal die eigene Hand vor Augen sehen kann.

Dieser furchtbare Nebel.

Dankbar nahm Talya das Brot an. Nicht, dass sie nicht selbst in ihren Taschen noch einige von Damiens Brötchen hatte, aber wenn Lady Sigrun schon so freundlich war, konnte man diese Geste wohl kaum ausschlagen. Und irgendwann würde sie sich mit Sicherheit revanchieren können.

Aber sagt, was macht ihr hier? Müßtet ihr nicht eigentlich.. in Nuru.. bei den Waffenmeistern.. sein?
Kolkrabe wurde rot. Sollte sie da nicht auch sein? War es nicht vermessen, als einfache Anwärterin Sigrund darauf hin zu weisen, während sie selbst ebenfalls weit weg von Nuru war?
Autor: sigrun Datum/Zeit: Donnerstag 19 August 2004, 17:10
"Ja, im Grunde ... aber ohne diesen Ausreißer," sie deutete auf die ledige Stute, "wollte ich nicht zurück. Ihr wißt sicher, wie empfindlich Spitzohren sein können und Neneweng, der mir Demètra zur Ausbildung mitgab, würde dann bestimmt wochenlang nicht mehr mit mir reden."
Dabei zwinkerte sie der jungen Frau zu. Für das wunderschöne Pferd, das noch immer vor ihr stand, würde sich in Drachenauge sicher schneller ein neuer "Besitzer" finden, als Sigrun ihre Hand umdrehen konnte. Kurz warf sie einen kritischen Blick auf den Anzug der Wirtin und fragte dann unvermittelt:

"Seid Ihr des Reitens mächtig? Dann sollten wir uns sputen, um nicht zu spät zu Eurer Aufnahme zu kommen," und als Kolkrabe etwas ungläubig schaute, wies sie auf den Sattel ihres Goldfuchses, der sogleich die 'Kompliment' genannte Lektion vollführte, um Kolkrabe das Erklimmen seines ganze sechs Fuß hohen Rückens zu erleichtern - als erriet er Sigrun's Gedanken.

"Nur Mut, Skinfaxi ist ein sanfter Riese und den kleinen Ausreißer nehme besser ich." Mit einem Schwung saß sie im Sattel der Remonte, als die Uhr im Turm, der auch das Drachenauge trug, eben neun Mal schlug.
Autor: Sekya Datum/Zeit: Donnerstag 19 August 2004, 17:43
Kolkrabes setzte ein schiefes Lächeln auf. Sicher konnte sie reiten. Früher einmal.

Sie nickte Sigrun zu.


Ich hoffe doch, dass man das Reiten nicht verlernen kann. Denn das letzte mal, dass ich auf einem Pferderücken saß muß nunmehr Talya hielt kurz inne fast vier Jahre her sein.

Dann fiel ihr der "Reitausflug" mit Lennier ein. Der Barde hatte sich damals zwei Pferde "angeeignet" um sie in der nächsten Stadt gewinnbringend zu veräußern. Es war nicht weit gewesen, aber Kolkrabe erinnerte sich daran, dass ihr das Reiten damals leichter fiel, als befürchtet. Allerdings handelte es sich auch um eine Stute deren Schulter nicht ganz 5 Fuss maß.

Doch wenn sie noch rechtzeitig nach Nuru kommen wollte..
Kolkrabe nahm ihren Rocksaum und riss ihn an einer Ecke bis über das Knie ein. Sie konnte ihn später wieder flicken, aber das Reiten würde so erheblich bequemer werden. Hoffte sie.

Kolkrabe schwang sich vorsichtig auf den Rücken des Goldfuchses, richtete ihren Rock und nahm die Zügel in die Hand.
Vorsichtig klopfte sie Skinfaxi den Hals.


Wir schaffen das schon, mein Guter, oder?

Dann richtete sie sich wieder zu Sigrun.

Würde es euch etwas ausmachen, vorzureiten, Lady Sigrun?
Autor: sigrun Datum/Zeit: Donnerstag 19 August 2004, 18:40
"Aber gern, werte Talya ... doch laßt uns das erste Stück Weges nebeneinander im Schritt reiten." Die Stute benahm sich erstaunlich gut dafür, daß sie außer dem Fliegengewicht Neneweng noch keinen Reiter getragen hatte. Sie suchte sogleich die Anlehnung an die Reiterhand und streckte sich vertrauensvoll. 'Skinfaxi' betrug sich wie ein Kavalier, mit stolz gewölbtem Hals kaute er auf dem Kandarengebiß, das Kolkrabe gefühlvoll aufgenommen hatte.

Sigrun nickte zufrieden, nachdem sie sich Kolkrabes Sitz einen Moment angesehen hatte.

"Nein, die edle Reitkunst verlernt man nicht - nur die steifen Knochen wollen vielleicht nach vier Jahren nicht mehr so - Ihr werdet morgen Muskeln spüren, von deren Existenz das Fußvolk nicht einmal weiß," lachte die Amazone und hatte nun keine Bedenken mehr, einen Trab anzuschlagen, der dem natürlichen Tempo der Pferde entsprach. Die kleine Demètra wirkte gegen den Goldfuchs wie ein Pony, zog aber sein Tempo mit flachen, schnellen Tritte problemlos mit. Jetzt ritten sie mit korrektem Abstand von etwa drei Pferdelängen. Sigrun wandte sich im Sattel um und rief "Ein Galopp? Dann glaubt Ihr, Ihr sitzt auf einer Riesenschaukel, viel bequemer als dieses Geholper! Wenn es zu schnell wird, lehnt Euch einfach im Sattel eine Winzigkeit zurück! Kaum hatte sie das Wort ausgesprochen, als die Pferde auch schon ansprangen. Talya meisterte auch dies bravourös. Nichts anderes hatte Sigrun von dieser anpackenden, praktischen Frau erwartet und in gleichmäßigem Dahinziehen hatten sie binnen Minuten einige Meilen gut gemacht.

Es würde genug Zeit verbleiben, sich nach dem Ritt noch frisch zu machen für die Aufnahmezeremonie. Sigrun mußte immer noch darüber lächeln, wie Kolkrabe ohne Bedenken ihren Rock zerrissen hatte, um es im Sattel bequemer zu haben. Sie hätte eine Amazone sein können ...
Autor: Dragonqueen87 Datum/Zeit: Dienstag 24 August 2004, 10:27
Dragonqueen tappste durch die engen kleinen Straßen der Stadt....er war neu hier und kannte keinen...er war ein Drache, was vielen Angst einjagte! Doch fühlte er sich sehr allein....er betratt einen alten verlassenen Platz.....
"mhhh, dies muss wohl so eine Art Marktplatz sein..oder gewesen sein, nur wo sind die Menschen hin??"
Er setzte sich auf den Boden, da er für eine Bank doch etwas zu schwer war und schaute in den Himmel hoch...er war ein ziehmlicher Träumer!
Autor: Celen Datum/Zeit: Dienstag 24 August 2004, 21:38
Die Amazone betritt den Marktplatz und schaut sich um.

So ein Mist wie komme ich hier bloß wieder weg?

Die Amamzone wollte eigentlich nach Nuru, doch, weil sie mal wieder zu hilfsbereit war, ist sie wieder da angekommen, wo sie eigentlich weg wollte. Noch ein Tag in Drachenauge.

Ein paar meter entfernt lag ein Drache, der vor sich hin träumte. Die Amazone hatte zwar keine Angst, doch erstmal wollte sie den Drachen in Ruhe lassen uns so setzte sie sich auf eine Bank und schaute etwas ratlos in der Gegend rum
Autor: Morwenna Datum/Zeit: Dienstag 24 August 2004, 21:56
Morwenna reiste nach Drachenauge, eigentlich ohne Bstimmten Grund, oder doch sie hoffte ihr Holz endlich loszuwerden. Sie hatte zwar 30 GM Bekommen, weil sie einen Reisenden mitgenommen hatte, aber das war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Sie war wieder mal auf dem kleinen Marktplatz und schaute sich um. Auf der Bank einge Meter vor ihr saß eine junge Frau, mit schwarzen Haaren.
Der Druidin kam sie etwas verloren vor und sie mußte plötzlich daran denken, dass es ihr vor ein paar Tagen ebenso ging, sie aber von der Amazone Emathelyos zur Arena geführt wurde.

Morwenna ging rüber zur Bank auf der die Frau saß, entschloßen ihre Hilfe anubieten.
Entschuldigt, wenn ich euch einfach anspreche, doch ihr seht aus, als wenn ihr nicht wüßtet wohin...

Ein freundliches Lächeln glitt über Morwenna Gesicht und sie schaute auf die Frau, auf der Bank hinab.
Autor: Celen Datum/Zeit: Dienstag 24 August 2004, 22:09
Celen schaute auf und sah vor sicht eine Fremde, die nur etwas älter schien als sie. Sie hatte weißblondes Haar und einen dunklen Teint. Als die frau dann freundlich Lächelte wurde eine Reihe weißer, markelloser Zähne entblößt.

Naja wie soll ich sagen ? Ja, ich habe mich hierher verlaufen und weiß ganz ehrlich nicht, wie ich hier weg komme. Normalerweise würde ich hier garnicht sitzen, denn ich wollte eigentlich nach Nuru, doch ich habe einem Reisenden hierher begleitet und bin somit wieder hierher zurück gekommen. Was verschlägt euch hierher ?

Die Amazone wurde von dem netten Lächeln angesteckt und lächelte die Fremde ebenfalls an.

Übrigens mein Name ist Celen. Wie lautet euer Name?

Celen rutschte ein bißchen beiseite und bot der Fremden einen Platz auf der Bank an. Irgendwie war ihr die Frau auf anhieb sympathisch.
Autor: Morwenna Datum/Zeit: Dienstag 24 August 2004, 22:24
Morwenna am das Angebot an und setzte sich neben die Frau, die sich Celen nannte. Morwenna war etwas niedergeschlagen. Morgen sollte sie sich auf den Weg in den Norden machen, aber noch immer hatte sie noch immer kein Proviant oder eine Decke hatte.
Mein Name ist Morwenna und ich bin eine Druidin. Ich wollte eigentlich mein Holz verkaufen, denn morgen muß ich mich auf den Weg in den Norden machen. Ich will mir etwas Proviant dafür kaufen.

Die Druidin erzählte Celen von ihrem Vorhaben in allen Einzelheiten. Die Druidin war überrascht, dass sie der Amazone so bereitwillig alles erzählte.
Autor: Celen Datum/Zeit: Dienstag 24 August 2004, 22:50
Celen hörte der Druidin aufmerksam zu und war beeindruckt von ihrem Vorhaben und hatte das Gefühl sie müsse der fremden helfen. Sie wußte nicht warum, doch ohne zu überlegen holte sie Ihren Goldbeutel hervor.

Ich bin Kriegerin und ich muß sagen, was ihr Vorhabt wird nicht einfach, aber ich habe respekt davor und will dich unterstützen.

Celen sah, dass die druidin ablehnen wollte und hob die Hand.

Ich werde euch das Geld nicht schenken, aber leihen, bzw. ich kaufe dir dein Holz für 150 GM ab und leihe dir noch 150 GM. Ich werde mir das Geld später bei dir in der Torfstecherei in Nuru wieder abholen. Und jetzt kein weiteres Wort. Ich möchte dass ihr unbeschadet zu uns hierher nach Dragonia zurückkehrt

Dann Stand die Amazone auf und schlug den Weg ein, den sie gekommen war und ließ eine völlig verdatterte Druidin zurück.

Könnte sie es gewesen sein ?? Nein, denn sie ist doch tot... Ich sollte mal ein paar Nachforschungen anstellen.

- 150 GM
- 150 GM Leihweise

+ 10 Holz
Autor: Morwenna Datum/Zeit: Dienstag 24 August 2004, 23:05
Morwenna wußte nicht wie ihr geschah, denn plötzlich war sie ihr Holz los und um 300 GM reicher. Sie stand auf um der Amazone zu danken, doch die war nirgends mehr zu sehen.

DANKE !!!
reif sie noch, in der Hoffnung, dass Celen es hört.
Dann setzte sie sich wieder auf die bank, aber nur um ein paar Minuten später den Heimweg wieder anzutréten.

- 10 holz
+ 150 GM
+150 GM leihweise
Autor: Farraid Datum/Zeit: Dienstag 12 Oktober 2004, 11:49
Einige Soldaten, teils in der Uniform der Burgwache Aramons, teilweise mit dem Wappen Altarions traten auf den Marktplatz und gaben bekannt, dass am morgigen Tage Sir Altarion von Eldersheim eine wichtige Bekanntmachung verkünden würde. Alles Volk solle sich am frühen Nachmittag hier versammeln.
Autor: Farraid Datum/Zeit: Mittwoch 13 Oktober 2004, 14:11
Am Nachmittag des nächsten Tages begannen Arbeiter ein kleines Pult aufzubauen. Nur wenige Zeit nachdem es fertiggestellt war hatte sich bereits eine kleine Gruppe von Leuten versammelt, die neugierig bestaunten was dort getrieben wurde.
Etwa ein viertel einer Stunde später kam Bewegung auf. Stadtwachen begannen die wartende Bevölkerung etwas vom Podest wegzudrängen.
Dann kam Altarion begleitet von einigen seiner Leibgardisten und begab sich direkt zum Pult.
"Volk von Drachenauge. Ich stehe heute vor euch um zwei Bekanntmachungen zu verkünden. Ich werde mit der wohl wichtigeren beginnen. Seit gestern ist unser König, Aramon, verschwunden. Bisher gibt es keine Erkenntnisse wo sein derzeitiger Aufenthaltsort ist. Daher werde ich mich in wenigen Wochen - sollte Aramon bis dahin nicht wieder aufgetaucht sein - zum König Dragonias krönen lassen."
Bei diesen Worten ging ein Raunen durch die Menge, man hörte sowohl begeisterte Zurufe wie auch Bekundungen der Ablehnung.
"Um den Machtwechsel möglichst reibungslos zu vollziehen werden in allen grösseren Städten Soldaten der Armee Posten beziehen um zu verhindern, dass sich Adlige zu selbsternannten Kriegsherren oder Landesfürsten aufschwingen."
Hier wurden die Kritiker noch etwas lauter.
"Doch nun zur zweiten Nachricht. Hiermit verkünde ich euch meine bevorstehende Vermählung mit Lady Varnayrah Gwên`Mandala, die ich am 25. diesen Mondes zu meiner Gemahlin und Königin nehmen werde. Zu diesem Anlass werde ich für alle Bewohner Dragonias ein grosses Volksfest hier in Drachenauge veranstalten um diesen Anlass gebührend zu feiern."
Noch während dieser Bekanntmachung wurden die Stimmen der Kritiker mehr und mehr von denen übertönt die sich lautstark über das Fest freuten.
Direkt nach der Bekanntmachung kehrte Altarion, von Wachen und Soldaten abgeschirmt in den Regierungsbezirk Drachenauges zurück.
Autor: Emathelyos Datum/Zeit: Mittwoch 13 Oktober 2004, 19:37
Sie hatten überall davon gesprochen und auch in ShaNurdra hatte man es vernommen. Sie Altarion von Eldersheim hatte eine wichtige Ankündigung zu machen und zu diesem Zweck waren viele Menschen nach Drachenauge gereist.

Auch Emathelyos hatte den Ruf gehört und war ihm nach Drachenauge gefolgt. Unterwegs hatte ihr eine Horde hungriger Wölfe aufgelauert, doch nachdem sie den Leitwolf erlegen konnte, flohen die übrigen. Nun hatte sie das Fell des Wolfes über die Schulter geworfen und betrat den kleinen, vollkommen überfüllten Marktplatz.

Sie sah, dass gerade ein Pult aufgebaut wurde, also kam sie noch rechtzeitig. Wie alle der hier versammelten Menschen war sie gespannt und neugierig was Altarion so dringendes zu verkünden hatte.
Da sie keine großen Menschenmengen mochte, platzierte sie sich am Randes des Marktplatzes, etwas abseits des größten Gewühles und wartet ab. Es dauerte keine 10 Minuten und ein raunen ging durch die Menschenmenge, welche das vorheriger lautstarte Gerede ablöste. Sie wandte den Kopf und entdechte Altarion, begleitet von seiner Leibgarde, der das Podest erklomm. Er fing ohne Umschweife an zu reden.

Die Worte des Redners trafen die Amazone mit voller Wucht.
Mit einer Solchen Nachricht hatte sie nicht gerechnet.

Aramon, verschwunden? Und Altarion wollte seinen Platz einnehmen? Wie war das möglich? Wie konnte der König verschwinden?

Ein stechender Schmerz durchfuhr sie. Sie hatte soviel Jahre zusammen mit Aramon verbracht und so verbannt sie eine sehr tiefe Freundschaft; die vor einigen Tagen auch mehr als nur jene gewesen war.
Wie lang war es her, dass er sie zur Drachenritterin schlug?
Wieviel Jahre hatten sie zusammen verbracht?
Wieviele Abenteuer bestanden und wieviele gemütliche Stunden am Feuer im Burghof?

Emathelyos wurde sich gewahr, dass sie Aramon schon lange nicht mehr in der Stadt gesehen hatte. Doch war auch sie auf Reisen gewesen und hatte gar nicht bemerkt wie schnell die Zeit verging.

Sie war immernoch zu schockiert und den zweiten Teil der Ansprache Altarins mitzubekommen. Der Geräuschpegel wurde wieder lauter. Altarion verließ den Marktplatz und Emathelyos musste sich einen Ort suchen an dem sie ungestört nachdenken konnte. Schon wollte sie den Platz verlassen, als sie in die Menschenmenge eingeschlossen wurde, die versuchte Altarion zu folgen...


Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Mittwoch 13 Oktober 2004, 21:25
Boilin Silberhaar, der Vorarbeiter der hiesigen Mine aus dem Hammerhall'schen Minenverbund fluchte. Irgendwie war doch heute der Wurm drin - ständig wurde er angerempelt, stand ihm jemand auf den Füssen oder musste er sich vor rücksichtlosen Langbeinern an die Seite drücken. Irgendwie strebte alles dem Marktplatz zu und wenn er nicht ständig gegen den Strom schwimmen wollte, dann musste er sich wohl oder übel in die gleiche Richtung treiben lassen.

Was bei den Göttern geht hier vor? knurrte Boilin und sah sich neugierig um. Er war mittlerweile am Markt angekommen. Mit einem Rudel Langbeiner, die auf irgendwas zu warten schienen. Der Zwerg konnte nichts sehen, aber seine Neugier war geweckt. Also drängte er sich geschickt weiter nach vorne und sah dann das Pult. Und da kam der Vizekönig!

Aber seine Worte verwirrten. König Aramon verschwunden? Wie ging denn sowas? Und dann diese Eile mit der Krönung? Lief das so bei den Draußenweltlern? Wo war der Herausforderer? Wann würde der Kampf stattfinden? Gab es keinen Ältestenrat, der eine Wahl abhielt? Merkwürdig das Ganze, da änderte auch das angekündigte Fest nichts.

Boilin hatte genug gehört. Irgendwie war ein Machtwechsel immer etwas Gefährliches. Althergebrachtes wurde in Frage gestellt. Irgendjemand kam bei so etwas immer zu kurz und versuchte die Macht auf anderem Wege zu erlangen. So etwas konnte im Bürgerkrieg enden. Und dass sich Altarion seiner Macht nicht sicher schien, zeigte ja seine Anordnung, die Städte zu besetzen. Und die Hochzeit? Zog er damit die Elfen auf seine Seite? Menschen und Elfen gegen den Rest?

Boilin schüttelte den Kopf. Bei Aramon wusste man, woran man war. Aber nun? Das musste Meister Drax erfahren, aber der war vor kurzem erst nach Nuru aufgebrochen. Und wie der Zwerg Silberhaar inzwischen wusste, würde das sicher wieder eine Weile dauern. Na hoffentlich machte er sich umsonst Sorgen und die Machtübernahme verlief reibungslos.

Der Zwerg war aufgewühlt, als er die Menschenmassen verließ und sich wieder Richtung Mine begab.
Autor: Farraid Datum/Zeit: Sonntag 24 Oktober 2004, 21:00
Auf dem kleinen Marktplatz und den umliegenden Grünflächen begannen am Sonntagabend überall die Aufbauarbeiten für die Feiern die am nächsten Tag beginnen würden.
Fleissige Hände bauten Stände auf an denen dann Getränke und Essen ausgegeben werden. Auch einige Marktstände wuchsen aus dem Boden.
Noch in der Nacht war überall hektische Aktivität zu beobachten als die letzten Vorbereitungen für die anstehende Hochzeit getroffen wurden.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Montag 25 Oktober 2004, 19:10
Der Markt war hoffnungslos überfüllt. Stände, Säulen, Menschen und Tiere drängten sich auf dem großen Platz zusammen, als könnte er jeden Moment auseinander platzen.
Dicht an dicht pressten sich die Verkaufsstände aneinander, und farbige Tücher waren darüber gespannt, um den Händlern Schatten zu spenden. Die Sonne tauchte den Markt in ein buntes Gewirr aus Tupfen und Flecken, als hätte sich dort ein Maler ausgetobt. Silvana kam aus dem Staunen nicht heraus. Sie hatte in seinem Leben nichts dergleichen gesehen und kam sich vor wie in einer neuen Welt.

Es war unbeschreiblich laut. Das Rattern von Wagenrädern mischte sich mit dem Klappern der Hufe und den Rufen der Händler, die lauthals ihre Ware feilboten. Die Menschen grüßten sich, winkten, handelten, stritten lauthals miteinander, dazwischen ertönte Gelächter oder das Schreien eines Esels. Von irgendwo weiter hinten war Musik zu hören.
An manchen Ständen wurden Blumengirlanden, Federwedel und Fächer verkauft, mit dem das Volk dem Hochzeitspaar zujubeln konnte, an anderen wiederum wurden süße Backwaren zur Feier des Tages angeboten.

Silvana sah sich nach Perfel um. "Das ist ja unglaublich", staunte sie und sah zur Burg hoch, welche die Gebäude der Stadt mit ihren hohen Turmspitzen aus blutroten Zinnen weit überragte.


[OT: Vorbereitung für ein Treffen mit Casandra]
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Montag 25 Oktober 2004, 19:19
Perfel konnte nur mehr Staunen. Sie war noch nie in Drachenauge gewesen. Sie hatte sich schon einiges aus den Erzählungen von anderen denken können. Aber dies hier .... konnte mit dem erzähltem nicht mithalten. Hier war es noch um vieles bunter und schriller als Perfel es sich in ihren kühlsten Träumen erträumt hatte.

Nachdem Perfel und Silvana an einigen Ständen vorbei geschlendert waren, kamen sie an einen Stand, wo Waffen verkauft wurden. Perfel sah sich die Ware an, und erkannte, dass diese Waffen mit denen von Silvana nicht mithalten konnten.

"Sag mal Silvana, wie lange muss ich eigentlich sparen, um mir von dir so einen schönen Speer machen zu lassen, wie du ihn hast ? Ich sehe hier zwar einiges, was sicher zum Kämpfen geeignet ist, aber diese Speere sehen sehr zerbrechlich aus. Wenn ich mir da deinen Speer so ansehe. Es ist ein richtiges Kunstwerk geworden. Aber das brauche ich dir nicht sagen, denn du weißt es selbst. Dir kann so schnell keiner was vormachen, was die Waffenschmiederei betrifft." Perfel sah von dem Stand mit den Waffen zu Silvana.
Autor: Casandra Aillard Datum/Zeit: Montag 25 Oktober 2004, 22:39
Endlich hatte sie die offizielle Feier verlassen können ohne in irgendeiner Weise beleidigend zu wirken. Als kleines Mädchen hatte sie sich immer gewünscht auf einem richtigen Ball zu gehen, aber jetzt war sie froh dem ganzen Trubel entkommen zu können.
Auf dem Marktplatz feierte das Volk noch immer und es schien auch noch nicht müde zu werden.

Bildete sie sich wirklich ein in der Menge eine einzelne Person zu finden? Und noch dazu eine, die sie noch nie gesehen hatte. Worauf hatte sie sich da nur eingelassen. Sie sollte sich in das ihr zugewiesene Zimmer zurück ziehen, statt dessen lief sie ohne eine Waffe, aber mit 1000 Goldmünzen  durch die feiernde Menge.

Plötzlich tauchte in der Menge ein blauer Schopf auf. Perfel! Es war Hoffnungslos hier nach der Schmiedin zu suchen. Casandra bahnte sich einen Weg in Richtung der blauen Haare. Vielleicht ließ sich wenigstens noch richtig feiern bis in die Morgenstunden.

Perfel war nicht allein und so stellte sich Casandra der anderen Frau vor.

>Seid gegrüßt Perfel, Lady. Ich bin Casandra. Sagt, kann ich mich etwas zu Euch setzen? Ich hatte mir doch in den Kopf gesetzt jemanden zu finden, den ich noch nicht einmal kenne und das ausgerechnet heute.
Aber ich habe es aufgegeben und wollte nun einfach noch etwas feiern.
Wart Ihr in der Katedrale? Habt Ihr das Brautpaar gesehen?<

Autor: Silvana Datum/Zeit: Dienstag 26 Oktober 2004, 09:11
Silvana und Perfel waren nun schon geraume Zeit bei den Feierlichkeiten, hatten wunderbar gegessen und auch etwas getrunken. Immer wieder waren Betrunkene an ihrem Tisch vorbei getorkelt, aber es gab bisher weder Streitereien noch sonstige Schwierigkeiten.
Die Wachen schienen das Geschehen gut im Griff zu haben.

Dann trat eine Frau an ihren Tisch und setzte sich. "Seid gegrüßt." Silvana reichte ihr die Hand. "Ich bin Silvana, Waffenschmiedin aus Nighton und Freundin von Perfel. In der Kathedrale waren wir nicht, die Wachen ließen niemanden hinein, aber wir haben das Brautpaar kurz zu Gesicht bekommen, soweit das in dieser gewaltigen Menschenmasse überhaupt möglich war. Stimmt das, dass es sich bei dem Brautpaar um das Königspaar von Dragonia handelt?"
Autor: Casandra Aillard Datum/Zeit: Dienstag 26 Oktober 2004, 10:39
>Nun, ich hatte eine Einladung und konnte die ganze Zeremonie aus der Nähe betrachten. Aber ich kann Euch versichern, auch wenn es sich um eine Kathedrale handelt – das Gestühl ist verdammt hart mit der Zeit. Und lange hat es gedauert.
Zuerst war die Trauung des Vizekönigs Sir Altarion mit der Stadträtin Varnayrah und anschließend gleich noch die Krönung Sir Altarions zum König. Somit könnte man bei den beiden schon vom Königspaar sprechen.<


Casandra bestellte bei einer gerade vorbei stürzenden Bedienung einen Krug Met und 3 Becher.

>Ich hoffe Ihr lasst Euch zu einem Becher Met einladen. So schön die Feierlichkeit im Sitz von Sir Altarion auch gewesen sind, unter all dem Adel ist es doch recht steif. Also hab ich die erste Gelegenheit genutzt um verschwinden zu können ohne den Gastgeber zu beleidigen.<

Die Schankmagd brachte den Met und schenkte ihnen ein. Casandra bezahlte und nahm einen Schluck des Getränkes.

>Sagt Lady Silvana, gibt es schon jemanden der die Stelle des Werkzeugschmiedes einnimmt? Euer Arbeiter Jahn sagte mir, das Rhaun verschwunden sei. Ich hatte gehofft die Werkzeuge für meine Geschäfte nicht mehr in Nuru holen zu müssen, aber jetzt werde ich wohl doch weiterhin jeden Mond diese Reise tun.

Aber verzeiht, ich rede und rede und lasse Euch gar nicht zu Wort kommen.<


Schließlich konnte sie nicht einfach mit ihrer Idee heraus platzen. Vielleicht hatte die Schmiedin auch so genug zu tun und war gar nicht interessiert.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Dienstag 26 Oktober 2004, 11:00
Silvana nehm die Einladung auf einen Becher Met gerne an. Sie nahm einen kräftigen Schluck und hörte Casandra zu, die zur Trauung eingeladen gewesen war. Wie kam das? Welch wichtige Funktion hatte diese Frau inne, dass sie zur Krönung eines Königs geladen war?

Die Erwähnung von Rhauns Namen versetzte ihr einen Stich, und sie hoffte, dass man ihr nicht anmerkte wie sehr es sie immer noch schmerzte. Sie hatte ihm ihr Herz geöffnet, aber seine Furcht war zu groß gewesen.
Er war gegangen, um seinen Gefühlen Herr zu werden, und er würde nie zurückkehren.

Jahn, dachte sie verärgert, der Kerl plappert zuviel.
"Ich glaube", antwortete sie auf Casandras Frage, "dass es nicht so einfach sein wird einen fähigen Werkzeugschmied zu finden. Manchmal würde ich am liebsten alles selbst machen, dann funktioniert es wenigstens. Leider habe ich keine Ahnung von Töpfen, obwohl es kaum schwieriger sein kann als eine Waffe herzustellen. An so einem Topf ist doch nichts dran."
Sie grinste und nippte an dem Met.

"Welches Geschäft betreibt Ihr denn?"
Autor: Casandra Aillard Datum/Zeit: Dienstag 26 Oktober 2004, 11:21
Casandra war noch so aufgeregt die Schmiedin doch gefunden zu haben, dass sie gar nicht bemerkte wie Silvanas Blick etwas finsterer wurde.

Das hörte sich doch gut an. Wenn Silvana bereit war es selbst zu lernen, dann wäre der Schmiede wohl wahrlich am besten geholfen.

inzwischen kann ich den großen Hof am Rande von Nighton mein eigen nennen, der sowohl eine Gerbrei als auch eine Weberei beherbergt.
Und seit diesem Mond darf ich mich auch noch zum Stadtrat von Nighton zählen. wobei das im Augenblick wohl nur pro Forma ist. Für alles gibt es auf der Burg Angestellte und über politische Dinge wird im Augenblick nicht viel entschieden, oder es betrifft die Kaserne oder andere Dinge des militärischen Dienstes und da habe ich leider gar keine Ahnung.


Aber natürlich war es jetzt ihre Pflicht sich auszukennen und sie würde sich endlich mal mit diesen Dingen beschäftigen müssen. Mit einer Handbewegung schob sie den Gedanken bei Seite.

Würdet Ihr dies wirklich noch lernen wollen? Aber Ihr habt natürlich recht, wenn man will, dass etwas funktioniert muss man es selber tun. Aus diesem Grund habe ich auch den Gewinn aus der Gerberei genommen und damit die Weberei bauen lassen.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Dienstag 26 Oktober 2004, 11:27
Silvana war überrascht, dass Casandra Geschäfte in Nighton betrieb, denn sie begegnete ihr heute zum ersten Mal, seit sie in der Schmiede arbeitete und Nighton als ihre neue Heimat bezeichnete.

Nur so nebenbei bekam sie mit, dass sie jemandem gegenüber saß, der im Stadtrat war. Vielmehr beschäftigte sie der Satz würdet ihr das noch lernen wollen.

Sie zuckte mit den Achseln. "Ja, wieso nicht. Waffenschmied, Werkzeugschmied, das macht keinen großen Unterschied. Wenn ich Jahn einschule und den grässlichen Ork wieder anstelle, ist das durchaus zu schaffen. Aber so eine Zusatzausbildung ist nicht gerade billig, soviel ich weiß, und leider kann ich mir das zur Zeit nicht leisten. Es tut mir sehr leid, Ihr müsst wohl weiterhin in Nuru einkaufen."

Autor: Casandra Aillard Datum/Zeit: Dienstag 26 Oktober 2004, 11:53
Ich will ehrlich zu Euch sein. Ich war auf der Suche nach Euch oder Lady Ateora in der Hoffnung, dass sich eine von Euch dazu bereit erklären würde, die Aufgaben des Werzeugschmiedes mit zu übernehmen.

Jetzt war es heraus. Hoffentlich war ihr Silvana nicht böse deswegen.

Aber als ich dann hier auf dem Markt die Menge sah, musste ich mir eingestehen das es Aussichtslos war, hier jemanden - den man noch nicht einmal - kannte zu suchen. Und ausgerechnet Ihr Lady Silvana sitzt hier mit Perfel, deren blauen Schopf ich in der Menge erkannte.

Casandra füllte ihren Becher noch einmal und bat auch Perfel und Silvana noch einmal den Met an, während sie überlegte wie sie es weiter erklären sollte.

Naja, also wenn Ihr wirklich bereit wärt, würde ich Euch das Gold für die Schule in Nuru überlassen. Ihr braucht es nicht zurück zu zahlen.
Ich finde es ist einfach zu ruhig in Nighton und wenn die Geschäfte immer wieder schließen, wird sich das wohl auch nicht ändern.


Es war nicht nur in Nighton ein Problem. Immer wieder wurden Geschäfte gegründet - zum Teil mit Zuschüssen aus der Stadtkasse - die nach kurzer Zeit wieder leer standen und dann natürlich Gesindel anlockten.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Dienstag 26 Oktober 2004, 11:59
Silvana klappte die Kinnlade nach unten. Was war los in Dragonia? Schon die zweite Person, die ihr Gold aufdrängte. Nun gut, Drax verlangte seine Münzen zurück, aber hier wurde ihr kostenfrei eine Ausbildung angeboten.

"Nun ja ...". Sie wusste nicht, was sie sagen sollte, denn mit Worten konnte eine Kriegerin nur schlecht umgehen. "Es wäre mir eine Freude ..."
Sie brachte keinen weiteren Ton hervor und stürzte erst einmal den Met hinunter, den die Bedienung brachte.

Dann fand sie ihre Stimme wieder. "Es macht mir nichts aus, noch ein Geschäft mehr zu übernehmen. Wenn Ihr wirklich für meine Ausbildung aufkommen wollt - ich bin Euch sehr dankbar. Wie ... kann ich mich Euch erkenntlich zeigen?"
Autor: Casandra Aillard Datum/Zeit: Dienstag 26 Oktober 2004, 12:09
Bleibt Nighton einfach lange erhalten, das ist die einzige Bedingung die ich daran knüpfen würde.

Casandra musste lächeln. Es war zwar wirklich nicht alltäglich, dass man einfach so das Gold verschenkte, aber ihrer Bequemlichkeit zuliebe - sie würde deswegen jedenfalls nicht am Hungertuch nagen müssen.

Und vielleicht könnt ihr mir ja bald ein paar Tricks zeigen, wenn ich mir in naher Zukunft einige gut austarierte Wurfdolche zulegen möchte.

Casandra nahm die Ledertasche, die sie neben sich abgestellt hatte, setzte sie auf den Tisch und schon sie Silvana zu.

Und damit es auch gleich erledigt ist, bekommt Ihr das Gold auch gleich.
So könnt Ihr aufbrechen, wann es Euch beliebt und ich kann mich um andere Dinge hier in Drachenauge kümmern.


-1000 GM
Autor: Silvana Datum/Zeit: Dienstag 26 Oktober 2004, 12:34
Silvana lächelte, als Casandra ihre Bedingung nannte. "Wenn es weiter nichts ist. Ich habe nicht vor, in nächster Zeit zu übersiedeln."

Dankbar nahm sie das Gold entgegen. "Soviel ich weiß, befindet sich die Schule in Nuru. Ich werde mich umgehend auf den Weg machen, denn ich nehme an, dass Ihr dieses Monat noch eine Bestellung bei mir aufgeben wollt", zwinkerte sie und hängte sich die Tasche über Kopf und Schultern.
Ihren Speer hatte sie bei den Wachen zurückgelassen, ehe sie das Fest betreten hatte, und sie würde sich erst wieder wohler fühlen, wenn sie ihn in Händen hielt.

"Es war mir eine Ehre, Euch kennenzulernen. Was immer Ihr von mir braucht, Ihr könnt auf mich zählen." Sie reichte Casandra die Hand zum Abschied und nickte.

+1000 GM
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Dienstag 26 Oktober 2004, 13:02
Perfel grüßte Lady Casandra freundlich und freute sich, dass sie sich nach ihrem Abenteuer wiedertrafen. Sie wunderte sich immer, dass die Bewohner Dragonias immer ihre Haarfarbe als so außergewöhnlich befanden. Es hatten doch fast alle weiblichen Singh blaue Haare. Aber wahrscheinlich war sie die einzige Singh, die jemals nach Dragonia gekommen war, dachte Perfel weiter.

"Ich danke Ihnen für den Met, Lady Casandra. Wie ist es Ihnen denn so ergangen. Wir haben uns nach unserer gemeinsamen Reise ja komplett aus den Augen verloren. Aber ich wollte Sie in Nigthon besuchen, da ich 4 Felle zu Hause habe. Ich wollte Sie fragen, ob man mit denen etwas machen kann." Perfel nahm noch einen Becher Met und trank diesen.

Als Silvana und Casandra sich einig waren, standen Silvana und Perfel auf. Sie wollten gemeinsam nach Nuru reisen.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Samstag 30 Oktober 2004, 22:56
Einige Tage nach der Hochzeit betrat Varnayrah zur Mittagsstunde  in Begleitung des Kommandanten der Stadtwache, Sir Samuel Mumm, sowie des Anführers der Bogenschützen, Ancalagon Schattentanz, und dem Geschützmeister  Trabosch, Sohn des Dragul, den Marktplatz und erstieg das Podest, von dem aus wichtige Bekanntmachungen verkündet wurden.
Als sich eine größere Menschengruppe eingefunden hatte, erhob Varnayrah das Wort.
"Liebe Bürger von Drachenauge!Wegen des Verschwindens König Aramons und der Übernahme der Regentschaft durch meinen Gemahl, König Altarion, wurde ich vom Rat der Statthalter beauftragt, als Königin Dragonias die Statthalterschaft in Drachenauge zu übernehmen - gemäß der Tradition, nach der die Verwaltung der Hauptstadt in den Händen des Königshauses liegt.
Ich werde dieses Amt also mit dem Ersten des nächsten Monats antreten. Ich werde mich bemühen, die Stadt gut und in Sicherheit und Frieden zu bewahren und hoffe, dass ihr mir euer Vertrauen schenkt, so wie es schon Sir Altarion und Sir Aramon vor mir gehörte."
Nach dieser Ansprache wurde am Anschlagbrett des Marktes noch ein Pergament angeheftet, auf der die Neuigkeit nochmal schriftlich festgehalten war.

Als Varnayrah gerade den Marktplatz wieder verlassen wollte, entdeckte sie in der Menge auch eine ihr wohlbekannte Gestalt mit langen, hellblonden Haaren.
"Elessar!", rief sie erfreut aus. Kurzentschlossen schickte sie Sir Samuel Mumm und den Geschützmeister allein zur Kaserne zurück und kämpfte sich nur noch mit dem elfischen Bogenschützen an ihrer Seite zu dem Lichtelfen durch.
"Sanyasala, Feya!", grüßte sie herzlich, als sie endlich vor ihm stand. "Es ist schön, Dich zu sehen. Steht Sha'Nurdra noch? Dies ist übrigens Ancalagon Schattentanz, der Anführer der neuen Bogenschützen von Drachen auge." Sie deutete auf den hochgewachsenen Waldelfen mit den weißen Haaren und den leuchtend grünen Augen an ihrer Seite.
Autor: Elessar Eledhwen Datum/Zeit: Montag 01 November 2004, 12:46
Elessar kam gerade vom Hafen zurück und ritt am Rande des Marktplatzes entlang, als er eine ihm wohlbekannte Stimme seinen Namen rufen hörte. Er schaute sich um und entdeckte Varnayrah umringt von einer Ehrengarde inmitten der Menge. Er lenkte Shi'ouya in die Richtung der silberhaarigen Waldelfe und schwang sich vom Rücken seiner Stute; mit einem erfreuten Lächeln begrüßte er die Freundin:

"Sanyasala, Varnayrah! Welch ein Zufall; ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so bald nach der Hochzeit wiedersehen. Als ich die Stadt des Lichts verließ, war alles beim Alten; ich hoffe, dem ist auch noch so, wenn ich heimkehre..."

Er blickte Ancalagon an und grüßte auch ihn mit einem freundlichen Nicken:

"Sanyasala, werter Ancalagon, es ist mir eine Freude, Euch kennen zu lernen! Gestattet, dass ich mich vorstelle: mein Name ist Elessar Eledhwen, Stadtrat zu Sha'Nurdra."

Er wandte sich wieder an Varnayrah:

"Ich hatte heute geschäftlich in Drachenauge zu tun und wollte gerade im Landsitz vorbei schauen, da ich endlich einmal Dein Fleisch und Getreide abliefern wollte, bevor es doch noch verdirbt. Ich nehme an, dass Du es neuerdings selbst abholen wirst, oder? Ich werde nämlich von hier wohl gleich nach Nuru aufbrechen, um die Bestellung für den neuen Monat bei Talya abzuholen."

Elessars Miene wurde ernst, als er fortfuhr:

"Unglücklicherweise habe ich auch noch eine schlechte Nachricht für Dich: ich war vor ein paar Tagen in der Kaserne, um nach Neuigkeiten wegen Aydan zu fragen und habe Cannon angetroffen, der gerade von einem, hmmm, Ausflug zurückkam. Er hatte sich auf die Suche nach Aydan gemacht, doch traf nur auf, ihm wohl gut bekannte Feinde aus der Heimat.

Doch von Aydan konnte er keine Spur entdecken und er befürchtet, dass man ihn gefangen genommen haben könnte. Er schmiedet wohl gerade Pläne für eine großangelegte Suchaktion; doch bevor es soweit ist, werde ich Dir rechtzeitig eine Nachricht zukommen lassen, da ich mir denken kann, dass Du da mitkommen willst."




Elessar verliert 2 Fleisch
Elessar verliert 1 Getreide
Elessar erhält 12 GM
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Dienstag 02 November 2004, 10:43
Ancalagon nickte Elessar freundlich freundlich zu und trat dann einen Schritt zurück.
Varnayrah aber lächelte Elessar fast erleichtert an, dass er sich diesmal nicht verbeugt hatte. "Naja, ich hatte auch nichts anderes erwartet, als das in Sha'Nurdra alles zum Besten ist.", erwiderte sie mit einem Zwinkern. "Ich gestehe, dass es mir überhaupt nicht leicht gefallen ist, diese Stadt zu verlassen, aber Carthangiel ist sicher die beste Nachfolgerin, die wir finden konnten."
Dann nahm sie das Fleisch und Getreide entgegen und gab Elessar, was sie ihm dafür schuldig war.
"Vielen Dank, dass Du mir das Futter hinterhergetragen hast. Das hätte ich in den letzten Tagen total vergessen... ja, in Zukunft werde ich es selbst abholen gehen. Vielleicht findet sich auch irgendwann mal ein Landwirt, der sich hier in Drachenauge niederlassen möchte..."

Als Elessar aber darauf die Neuigkeit von Aydan überbrachte, erlosch das glückliche Strahlen in Varnayrahs Augen ganz und gar, und sie wurde bleich.
Einen Moment sah sie Elessar fassungslos an, ehe sie die Sprache wiederfand.
"Das...das kann doch nicht sein!", flüsterte sie. "Elessar... ist es sicher? Er war doch schonmal in einem geheimen Auftrag seines Königs unterwegs."
Sie fuhr sich mit der Hand über die Augen und fuhr dann lauter fort:
"Nun, Cannon wird sicher wissen, was er tut - er kennt diese Feinde ebensogut wie Aydan. Ein überstürzter Aufbruch nach Sha'Nurdra wird sicher nicht helfen. Doch bin ich auf das Äußerste besorgt...bitte halte mich auf dem Laufenden; wenn die Suche losgeht werde ich selbstverständlich dabei sein."
Autor: Elessar Eledhwen Datum/Zeit: Dienstag 02 November 2004, 11:00
Elessar legte Varnayrah tröstend seine Hand auf die Schulter und sprach beruhigend auf sie ein:

"Aus eben diesem Grund solltest Du Dir nicht allzu viele Sorgen machen; er war schon öfter verschwunden und solange wir nichts Genaues wissen... Ich werde, wenn ich zurück bin, noch einmal mit Cannon reden und wenn wir uns tatsächlich auf die Suche nach Aydan begeben, werde ich Dir selbstverständlich eine Nachricht zukommen lassen.

Unglücklicherweise muss ich mich auch schon auf den Weg machen, denn ich muss noch nach Nuru und wollte von dort aus noch nach Nighton, bevor ich nach Sha'Nurdra heimkehre.

Sorge Dich nicht zu sehr! Auf bald!"


Der Paladin löste seine Hand von ihrer Schulter und verabschiedete sich mit einem Nicken auch von Ancalagon; dann schwang er sich wieder auf Shi'ouyas Rücken und machte sich auf den Weg zum Stadttor.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Dienstag 02 November 2004, 11:44
"Ich danke Dir.", sagte Varnayrah leise. "Nurd'dhao, mein Freund."
Nachdem Elessar fort war, sah sie ihm noch eine Weile gedankenverloren nach, bis Ancalagon sie sacht anstieß. "Varnayrah, das ist nicht der richtige Ort für Dich, um grübelnd in die Gegend zu sehen.", sagte er leise.

Die Waldelfe schreckte auf und nickte leicht. Langsam ging sie, gefolgt von Ancalagon, nach Ynis Eldea zurück.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Mittwoch 17 November 2004, 19:04
Ein Herold, angetan in den Farben des Reiches, erstieg das kleine Podest, welches sich auf dem Marktplatz erhob. Als eine Menschenmenge zusammengelaufen war, entrollte er ein Pergament und hob an, mit lauter und tragender Stimme zu sprechen.

"Höret, höret! Dem dragonischen Reiche zum Ruhme und zur Ehre und zur Stärkung seiner Streitkräfte ist das Schiff, welches noch unser geliebter König Aramon I in Auftrag gab, bereit, vom Stapel zu laufen. Die Weihe und Taufe unseres stolzen zukünftigen Flaggschiffes wird am 19. Tage diesen Mondlaufes in der Werft unserer stolzen Hauptstadt stattfinden. Ein Jeder und eine Jede sei eingeladen, diesem bedeutenden Ereignis beizuwohnen.
Auf Dragonia!"


Der Herold stieg vom Podest herunter, heftete das Pergament an einen Baum und ging zurück zur Oberstadt.
Autor: Sayan Datum/Zeit: Montag 06 Dezember 2004, 14:36
Sayan sah sich interessiert um. Auch die Müdigkeit und Erschöpfung konnten ihre Neugier nicht zähmen.
Ein plötzlicher Windstoß ließ ihre goldene Haarpracht hochflatten. Gereizt strich sie sich die Haare aus dem Gesicht.
Sharan reibte ihren Kopf an Sayan's Bein. Wahrscheinlich war die Katze auch erschöpft, denn die beiden hatten einen langen Weg zurückgelegt.
Nun, der Marktplatz. An diesem Ort lassen sich bestimmt einige Sachen über diese Stadt erfahren, dachte die Kriegerin. Und höchstwahrscheinlich auch neue Bekannte treffen.
Sie lehnte sich an eine Hauswand und streichelte scheinbar gedankenversunken Sharan's Fell, während ihr Blick langsam über die Umgebung streifte.

(weiter Wirtshaus zum Weißen Drachen)
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Freitag 04 Februar 2005, 08:05
Erneut betrat Varnayrah an Ancalagons Seite den Marktplatz der Stadt Drachenauge und erstieg das kleine Podest in der Mitte.  Nach nur zwei Monaten im Amt als Statthalterin würde sie hier ihren Abschied erklären. Eigentlich sollte sie darüber sehr erleichtert sein, aber im Moment war sie, wie immer, wenn sie vor einer Menschzenmenge stand, nur nervös.
NoQ stand neben ihr und wirkte, als würde auch er sich nicht ganz wohlfühlen.

"Liebe Bewohner von Drachenauge! Ich stehe heute hier, um euch für euer Vertrauen der letzten zwei Monate zu danken. Doch nach diesen zwei Monaten, in denen ich versucht habe, die Hauptstadt zu führen, musste ich erkennen, dass ich diese Aufgabe nicht zu erfüllen vermag. Ehe daraus Schaden erwächst, haben Sir Altarion und ich beschlossen, dass es besser ist, dass jemand anders dieses Amt übernimmt.

Ich ernenne daher NoQ, den Leiter der Akademie Drachenauges, zum neuen Statthalter, der anstatt des Königs die Stadt nach bestem Wissen und Gewissen führen soll. Ich bin überzeugt, dass er der Geeignete dafür ist und bitte euch, im so zu vertrauen wie ihr mir vertraut habt."


Damit trat Varnayrah einen Schritt zurück, um Platz für NoQ zu machen.
Autor: BloodStorm Datum/Zeit: Montag 07 Februar 2005, 10:05
Noq schaute etwas angespannt zur Menge und hörte nur halb zu was Varnayrah zu ihr sprach. Doch dann merkte er wie sie aussetzte und schaute etwas wunderlich zu ihr. Schnell begriff er was nun kam und irgendwie war ihm unwohl als er zum Podest trat. Er blickte über die Masse und lächelte ein wenig. Dies waren also die Bürger die ihm vertrauen sollten und über die er Entscheidungen fällen sollte oder musste. Er wollte es so gut wie möglich machen.

"Ich weis nicht was die Zukunft für Drachenauge bringen wird, aber verspreche ich die Stadt best möglich dafür zu wappnen, auf das die Tage hier schön bleiben. Auf das Wohl von Drachenauge!"

Damit trat er wieder vom Podest. Was hätte er sonst noch sagen sollen? Viele kannten ihn bereits und so wussten sie wer er war.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Montag 07 Februar 2005, 11:13
Varnayrah ergriff erneut das Wort, nachdem NoQ geendet hatte.
"Dann werde ich mich damit als Statthalterin verabschieden - während ich als Altarions Königin natürlich weiter für euch da bin.
Noch etwas Anderes gibt es aber zu verkünden: Ancalagon Schattentanz wird die Stadtwache verlassen und in Zukunft mein... Berater werden. Dafür übernimmt Robinion Morgenrot die Anführerschaft der elfischen Bogenschützen der Stadt. Ich bin überzeugt, der Hochelf aus Shiya'taî ist dafür bestens geeignet."


Damit stieg Varnayrah endgültig vom Podest herab und drückte NoQ nocheinmal die Hand.
"Viel Glück... und vielen Dank.", sagte sie leise und ging dann mit Ancalagon nach Ynis Eldea zurück.
Autor: Black Rose Datum/Zeit: Montag 07 Februar 2005, 11:26
Ethlind hatte im Schatten einer Hausecke zugesehen und trat nun zuerst ein wenig zögerlich auf NoQ zu, lächelte ihm aber entgegen und trat Anstelle von Varnayrah an seine Seite.

"Sanyasala iama. Wie ich es versprochen hatte bin ich hier mein Liebster." meinte sie und nahm seine Hand in die ihrige. "Nun bist du alos Statthalter hier ... nun ich werde mcih wohl an den Gedanken gewöhnen müssen." sagte sie und blickte ihn dann in die Augen. "Aber sag wo finde cih dich denn nun in dieser gewaltigen Stadt? In der Akademie ja wohl kaum mehr."
Autor: Carthangiel Datum/Zeit: Montag 07 Februar 2005, 14:11
Fhelozar hatte einen Tagesmarsch hinter sich gebracht, um von Nuru nach Drachenauge zu gelangen. Er kannte die Stadt bislang nur vom Hörensagen und das hatte ihm bereits gereicht. Doch als er das Stadttor passiert hatte, wurden seine Befürchtungen nun tatsächlich bestätigt. Nichts als Stein weit und breit. Dazwischen kleine beengende Gässchen, fast noch schlimmer als in Nuru, wenngleich der Gestank und der Straßendreck hier in der Königsstadt bei weitem nicht so stark war.
Auch liefen dem Elfen hier bei weitem nicht soviele Orks und Zwerge über den Weg. Dafür umso mehr Menschen in teilweise recht kostbaren Gewändern. Kaufleute wie es schien.
Zwischen den steinernen Häusern hallten die Stimmen der Menschen sonderbar laut. Kindergeschrei vor allem und einige geschwätzige Frauen, die sich zu einem abendlichen Austausch von Neuigkeiten auf den Gassen gesammelt hatten.

Der schwarzhaarige Elf war einen Moment stehen geblieben, um sich an den Anblick der Stadt zu gewöhnen. Seufzend setzte er sich aber nun wieder in Bewegung. Er wusste nicht so recht, wo er beginnen sollte, Noq zu suchen, doch andererseits musste es wohl möglich sein, den zukünftigen Statthalter ausfindig zu machen.
Sicher würde man ihm in der Burg weiterhelfen können, deren Türme weithin sichtbar waren.
Fhelozar hielt darauf zu und kämpfte sich seinen Weg durch die steinernen Gassen bis er zum Marktplatz gelangte.

Nicht, dass es ihm diese Stadt ohnehin bereits deutlich missfiel, nein, zu allem Überfluss musste er nun hier auf diesem Platz auf eine riesige Menschenmenge stoßen, die gerade in dem Moment, als Fhelozar näher kam, in lauten Jubel ausbrach.

Der schwarzhaarige Elf stöhnte erneut auf und verdrehte kurz die Augen. Was in aller Welt war hier nun wieder los? Doch es würde ihm wohl kaum etwas anderes übrig bleiben, als sich am Rand der Menge hindurchzudrängen, um seinen Weg vorsetzen zu können. Und während er dieses Vorhaben in Angriff nahm, schnappte er einige Wortfetzen von einigen der umherstehenden Menschen auf.

"....schon wieder ein neuer Statthalter.... ein Elf?.... jaja, schon wieder ein Spitzohr!.... der Leiter der Akademie ist es... ach, das dachte ich mir schon längst... ein fähiger Mann.... meint ihr? .... nun, ich weiß nicht, eine Waldelfe als Königin ist mehr als genug. Da müssen sie uns nicht noch einen von der Sorte vor die Nase setzen!....."

Während sich Fhelozar an den Redenden vorbei schob,  horchte er auf. Da ging es doch ganz offensichtlich um seinen alten Freund Noq. Ein Grinsen zog über sein Gesicht. Nun ja, dass die Menschen keine Luftsprünge vor Freude machen würde, wenn nicht ihresgleichen die für sie so wichtigen Ämter besetzen würde, war wohl keine Überraschung.
Auch von anderen Seiten hörte Fhelozar, dass von dem neuen Statthalter die Rede war. Er musste wohl gerade in die Verkündigung der neuen Nachricht hineingeraten sein.
Und das musste doch wohl heißen, dass er Noq hier antreffen würde?

Sogleich änderte Fhelozar die Richtung, in die er sich schob. Statt weiter zum anderen Ende des Marktplatzes zu gelangen, hielt er direkt auf die Mitte deselbigen zu. Dem schlanken hochgewachsenem Elf war es ein leichtes, Lücken zwischen den Umherstehenden zu nutzen und so hatte er es bald geschafft, das Podest in der Mitte des Marktplatzes zu erreichen.

Zuallererst fiel sein Blick auf die Königin. Er hatte sie noch nie gesehen, doch unzweifelhaft musste sie es sein. Das silberne Haar der Waldelfe schimmerte weithin wie das silberne Sternenlicht auf dem großen See in seiner Heimat. Unwillkürlich hielt Fhelozar inne und ein Lächeln erschien auf seinem Gesicht.
Doch nicht lange, denn schon spürte er wieder einen Ellenbogen eines sich nach vorne Drängenden in der Seite und so schob sich auch Fhelozar weiter bis er nun auch NoQ erblickte, neben ihm seine Liebste, die kleine schwarzhaarige Heilerin, die er anlächelte.

So blieb der Elf abwartend nicht mehr weit von Noq stehen und hoffte, dass er bald zu dem neuen Statthalter vorgelassen wurde.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Montag 07 Februar 2005, 18:46
Es war nicht zu fassen. Boilin Silberhaar schüttelte sein weißes Haupt. Durfte jetzt jeder Elf aus Dragonia mal eine Weile Statthalter von Drachenauge spielen?

Und dafür hatte er sich nun drängeln und schubsen lassen? Mißmutig teilte er großzügig die Schubser und Ellenbogen wieder aus, die er von den Langbeinern einsteckte. Warum nur musste er der einzige Zwerg hier in der Stadt sein? Zumindest schien es ihm so. Wusste Meister Drax schon davon? Sicher nicht. Weilte er doch ständig in Nuru. Oder war in Sha'Nurdra. Oder in Nighton. Eigentlich überall, nur nicht in Drachenauge.

Langsam aber sicher wurde Boilin immer mißmutiger und übellauniger während er sich durch die Menschenmenge seinen Weg zurück in die Mine bahnte. Elfische Statthalter, elfische Könige, kein gescheites Bier, nur Langbeiner um sich herum. Das war kein Leben für einen Zwergen! Bei den Göttern!

In der Mine angekommen schnappte sich Silberhaar sofort eine Picke und schlug zornig auf den Felsen ein. Elfen! Elfen! Dreimal verflucht! Und mit jedem Schlag verrauchte die Wut des zwergischen Minenarbeiters ein wenig mehr.
Autor: Eesteroy Datum/Zeit: Mittwoch 16 Februar 2005, 21:09
Brjálæði schaute sich auf dem Marktplatz um und gin schließlich auf eine Bank zu, die auf dem Platz stand
Liebevoll strich sie über ihre Laute und dachte zufrieden daran, daß sie sich einen Traum verwirklicht hatte und endlich eine voll ausgebildete Bardin war. Nun ja, sie hatte lange genug dafür gebraucht, aber es war geschafft.

Ich werde einfach mal eine kleine Kostprobe meines Könnens hier geben
dachte sie bei sich, denn immerhin galt es einen Ruf zu bekommen und was wäre da bessere Werbung? Immerhin hatte Sie eine sehr schöne tragende tiefe Stimme und auf ihrem Instrument hatte sie es durch lange Übung auch zu einer guten Spielerin gebracht.
Nun trotzdem war sie etwas nervös. Wie würden wohl die Gestalten, die sich hier so herumtrieben reagieren? Angst stieg in ihr hoch, würden sie sie direkt wieder verjagen?

Solche Gedanken darf man gar nicht erst richtig hochkommen lassen
dachte sie bei sich und fing in ihrer klaren Stimme jenes Lied an zu singen, daß einst der hochverehrte Barde Taliesin von der Geschichte Dragonias aufgezeichnet hatte
In jener Zeit
als noch Wald die Welt umgab...
Und sie sang das ganze Lied von der Bildung des Reiches den Kriegen, den Neuanfängen...
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Donnerstag 17 Februar 2005, 20:49
Ancalagon Schattentanz stand an einen Baum gelehnt und lauschte dem Spiel und Gesang der Bardin. Eine fremde Elfe... warum wohl hatte es sie in die Hauptstadt gezogen, nicht nach Sha'Nurdra? Noch dazu schien sie dem Waldvolk anzugehören wie er. Seine Neugier war geweckt. Vielleicht sollte er gehen und sie ansprechen.

Doch nicht, bevor ihr Lied zuende war...ihre Stimme war wirklich gut, wenn auch tiefer als die bei Elfen normalerweise der Fall war.  Das Lied war aber keine Elfenweise, dessen war er sich sicher. Es war zu... gradlinig. Ein menschlicher Barde musste es geschrieben haben.

Das Lied endete und Ancalagon löste sich von dem Baum. "Sanyasala!", grüßte er und trat auf die Elfe zu. "Ich nehme an, Du bist neu in der Stadt? Dein Gesang hat mir sehr gut gefallen. Er war... ungewöhnlich. Mein Name ist übrigens Ancalagon Schattentanz. Ich nehme an, man könnte mich als, hm, Begleiter der Königin bezeichnen oder so."
Autor: Eesteroy Datum/Zeit: Freitag 18 Februar 2005, 18:47
Nachdem das Lied zuende war ließ Brjálæði die Augen geschlossen, so wie es Ihre Art war, um auch noch den Rest des Rausches von Musik genießen zu können. Als sie plötzlich jemand ansprach, schreckte sie auf
Sanyasala grüßte sie zurück und sah in das Gesicht eines anderen Waldelfen. Vielen Dank für das Kompliment, auch ich bin jedesmal von Neuem von der Geschichte fasziniert. Ungewöhnlich? Ja das mag für Elfenohren wohl so scheinen. Aber in diese Stadt und auf ihren Marktplatz passt es irgentwie...
Meine Name ist Brjálæði und ja, ich bin recht neu in der Stadt, wenn sie mir auch durch Sagen und Lieder recht vertraut erscheint.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Mittwoch 23 Februar 2005, 17:02
"Brjálæði?", wiederholte Ancalagon mit einem Schmunzeln und strich sich eine Strähne seines weißen Haares aus dem Gesicht. "Das ist ein ziemlich ungewöhnlicher Name. Aus dem Isdira stammt er jedenfalls nicht.

Nun, wenn Dir die Stadt aus den Liedern über sie schon so vertraut ist, willst Du sie vielleicht auch so kennenlernen, abseits der Lieder? Wie wäre es mit einer kleinen Führung, wenn Deine Zeit es erlaubt?"
Autor: Eesteroy Datum/Zeit: Mittwoch 23 Februar 2005, 17:14
Ja das habt ihr sehr richtig erkannt, denn ich bin nicht von meinen Eltern aufgezogen worden. sagte Brjálæði etwas verlegen
Es wäre sehr freundlich von Ihnen mich zu führen. Gerne nehme ich das Angebot an, wenn es Euch keine Umstände macht
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Mittwoch 23 Februar 2005, 19:20
[ hier gehts weiter ]
Autor: Lilyena Datum/Zeit: Montag 01 Januar 2007, 14:49
Tief in der Nacht betrat eine zierliche Person, gehüllt in schwarze Gewänder, den Marktplatz. Abschätzend lässt sie ihren Blick schweifen und nickt dann. Ja dieses Land mit seinen Bewohnern schien angemessen. Sie nahm sich im stillen vor auch die anderen Städte von denen sie gehört hatte zu besuchen. Nighton, Nuru und diese unaussprechliche andere Stadt.
Wir werden sehen wo es uns am besten gefällt... Nicht wahr? Ja das werden wir...

Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, kalt wie Eis und schneidend wie die schärfste Klinge. So als würde es ihr eine Bestätigung geben legte sie ihre schmale Hand auf einen Anhänger. Es war ein Blutstein, schwarz und dennoch silbrig schimmernd. Ein kurzes Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie seine Wärme spürte.

Dann drehte sich die Frau um und verließ in aller seelenruhe die Stadt um zur nächsten zu gelangen. Nuru war ihr Ziel und wieder flüsterte sie leise, als wenn sie mit jemanden redete, der sie begleitete.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Sonntag 21 Oktober 2007, 21:14
Geschäftiges reges Treiben empfing sie als sie den Marktplatz von Drachenauge betraten. Menschen schoben sich durch die engen Gänge um ihre Einkäufe zu erledigen, Händler boten lauthals ihre Ware feil. Es roch nach Gewürzen, frisch gebackenem Brot, gebratenem Fleisch und Fisch. Dazu mischten sich an verschiedenen Ecken des Marktes die Gerüche von feinem Parfum, Duftölen und ebenso der von Ziegen und Schafen. Myriel ging langsam, aber zielstrebig zwischen den Ständen hindurch. Sie kannte die verschiedenen Händler inzwischen recht gut und wußte bei wem sie gute Ware zu erwarten hatte und von welchem Kraut man besser die Finger ließ. Sie achtete darauf, Astarth nicht zu verlieren und obwohl der Markt überfüllt wirkte, schienen doch alle anderen Menschen einen Bogen um die zwei in Mäntel gehüllten Gestalten zu machen. Niemand stieß mit ihnen zusammen oder streifte sie am Arm, keiner der Händler richtete das Wort an sie oder zupfte an ihren Ärmeln um ihnen seine Ware zu zeigen. Es war fast so als ob sie ein Schutzschild umgeben würde, auch wenn das natürlich nicht so war. Und hätte man die Frau, die gerade vor Myriel zwei Schritte nach rechts machte um an ihr vorbei zu gehen, später gefragt warum sie es tat - sie hätte wohl nur mit einem Schulterzucken antworten können, weil sie es gar nicht bewußt wahrgenomen hatte.

Es dauerte nicht lange, bis sie ihr Ziel auf dem Markt erreicht hatten. Der Händler kannte die Druidin und ihre verschlossene Art bereits und ließ sie in Ruhe ihre Ware aussuchen ohne sie zu stören. Am Anfang hatte er immer wieder versucht ihr Sachen aufzuschwatzen, doch er hatte sehr bald eingesehen, dass das wenig Aussicht auf Erfolg hatte. So kümmerte er sich lieber um andere Kunden und hielt nur das Gold ab, wenn Myriel die Dinge zusammen gesucht hatte, die sie haben wollte.

Die Erzmagierin drehte sich zu Astarth um, als sie angekommen waren.

Sucht Ihr das heraus, was wir brauchen?

Autor: Astarth Datum/Zeit: Montag 22 Oktober 2007, 20:49
Ihr Weg durch die Straßen Dragonias verlief ohne Probleme. In einer solchen Stadt interessierte es jeden Menschen wenig was der andere trieb und so wurde auch den zwei verhüllten Gestalten wenig Aufmerksamkeit gezollt, wo ein solches Auftreten woanders schon Misstrauen ausgelöst hätte. Diese Gleichgültigkeit kam dem Drow sehr gelegen. Nicht einmal ein dreister Marktschreier wandte sein Gebrüll an sie. Vielleicht war es auch noch etwas anderes das sie zum verstummen brachte. Unauffällig wandte er seinen Blick auf Myriel deren Gesicht hinter dem dunklen Stoff ihrer Kapuze nicht sehen war.

„Sturmhut und Tabak!“ wandte Astarth sich an den Händler der ungewöhnlich schweigend stehen geblieben war und sie nur beobachtet hatte nachdem sein vorheriger Kunde seine Einkäufe genommen und schnellen Schrittes in der Menge verschwunden war. 
Den Tabak sah er und nahm ihn bereits in die Hand um seine Qualität zu prüfen bevor der Händler reagieren konnte. Dieser stutzte und sah für einen Moment zu lange auf die Hände des Drow. Die dunkle, beinahe ebenholzfarbene Haut verriet den Dunkelelfen, doch er hielt nichts von Handschuhen. Sie würden ihn beim Wirken von Magie behindern und es bedeutete schon viel, dass er sein Gesicht unter einer Kapuze verbarg.

Autor: Myriel Datum/Zeit: Donnerstag 08 November 2007, 11:18
Als der Händler bemerkte, dass Astarth seinen Blick auf die Hände durchaus registriert hatte, wandte er ihn schnell auf seine eigenen ab und begann hektisch in verschiedenen Kräuterbündeln herumzuwühlen. Diese Magierin war ihm ohnehin noch nie ganz geheuer gewesen – dunkle Gerüchte über ihr Tun im Apothekenturm breiteten sich allmählich in der Stadt aus. Und nun tauchte sie hier auch noch mit einem Dunkelelfen auf, der genauso düster zu sein schien wie sie selbst. Hätte er nicht so viel Angst davor gehabt verflucht zu werden, hätte er dem Schwarzen auf seine dreckigen Finger gespuckt. Doch Merius Gerand war nur ein einfacher kleiner Händler und mit seinem Mut war es nicht weit her. So beeilte er sich nur die gewünschten Waren zu holen um diese Kundschaft möglichst schnell wieder los zu werden. Sie verscheuchten ihm die anderen Kunden, die stets einen Bogen um die zwei gehüllte Gestalten und damit auch um seinen Stand herum machten. Merius reichte Astarth ein offenes Tütchen mit Sturmhut, damit er die Qualität überprüfen konnte und sagte höflich:

Das macht zusammen 20 Goldmünzen. Darf es sonst noch etwas sein?

Myriel hatte ihre Blicke über die Waren des Händlers wandern lassen und dabei einige knallrote exotische Blumen entdeckt. Interessiert nahm sie einen Topf damit hoch, roch an der Pflanze und fragte:

Das sind Feuerblüten – wo habt Ihr sie her? Und was sollen sie kosten?

Aus den Ländern die östlich des Meeres liegen. Mein Vetter hat sie auf seiner letzten Reise dort entdeckt. Sie wachsen in diesen Ländern nicht müsst Ihr wis...

Das weiß ich selbst.

Unterbrach ihn die Schwarzmagierin ungeduldig.

Was wollt Ihr dafür haben?

Merius war zusammengezuckt und starrte ein wenig eingeschüchtert auf die zwei Blumentöpfe.

Nun – 60 gm pro Pflanze. Ihr müsst das verstehen, die weite Fahrt und die Kosten…

Myriel unterbrach ihn erneut mit einer ungeduldigen Handbewegung.

Wir nehmen beide.

Die Druidin reichte dem Händler das Gold und wartete, bis er Astarth die Waren gegeben hatte, bevor sie sich langsam wieder in Bewegung setzte und in die Richtung des Stadttores losging. Erst als sie aus dem Gewühl und der Menschenmenge heraus waren, fing sie ein Gespräch mit dem Dunkelelfen an.

Habt Ihr seinen Blick gesehen Astarth? Trotz einiger weiniger Ausnahmen die es gibt, Ihr fallt den meisten Menschen in der Stadt immer noch auf wie ein bunter Hund. Warum seid Ihr eigentlich hier? Doch sicher nicht, weil es Euer sehnlichster Wunsch war in einem Geschäft zu arbeiten, oder?
Autor: Astarth Datum/Zeit: Samstag 10 November 2007, 21:09
Astarth nahm das Tütchen mit dem Sturmhut entgegen und warf anschließend einen prüfenden Blick hinein bevor er es mit schnellen Fingern verschloss und wortlos einsteckte. Der Händler war keine weiteren Worte wert und außerdem schien Myriel etwas neues entdeckt zu haben. Ohne ihn weiter zu beachten wandte er sich einfach ab nachdem der Händler ihm die Waren übergeben hatte. Eine Strähne des dichten, weißen Haares glitt dabei unter der Kapuze hervor und er kehrte zurück zur Erzmagierin während diese ihren Kauf, dem er mit nur oberflächlich gleichgültiger Miene gefolgt war, mit barer Münze schloss. 

Den Menschenmengen entkommen stellte sie ihm eine Frage von der er nicht gedacht hatte, dass es sie interessieren könnte.
Ein schmales Lächeln glitt darauf über seine Lippen bei dem nicht zu erkennen war was genau ihn wirklich amüsierte.

„Ist es nicht gut so, dass sie mich fürchten?“

Die Frage schien jedoch nicht ernsthaft auf eine Antwort ab zu zielen. Eine ungewohnte Redensart des Dunkelelfen. Sogleich fuhr er fort:

„Ich bin hier, weil mir etwas gestohlen wurde.“


Autor: Myriel Datum/Zeit: Dienstag 13 November 2007, 18:54
“Ist es nicht gut so, dass sie mich fürchten?“

Myriel warf Astarth einen Seitenblick zu und fing leise an zu lachen. Ja, der Dunkelelf hatte schon die richtige Einstellung. Eine Patroullie der Stadtwache kam Ihnen entgegen und die Druidin schwieg, bis sie außer Hörweite waren.

Es kann ein Vorteil sein, dass sie Euch fürchten – aber Ihr solltet darauf achten dass sie es nicht zu sehr tun – sonst habt Ihr die Soldaten schneller auf dem Hals als Ihr gucken könnt. Sie streifen ohnehin viel zu oft durch die Stadt.

Ein kalter Windhauch fegte durch die Strasse und blies einige trockene Blätter in die Luft die raschelnd wieder zu Boden fielen. Myriel zog die Kapuze enger zu. Kalt war es geworden – der Winter würde nicht mehr lange auf sich warten lassen. Hoffentlich fanden sie noch, was sie suchten.

Euch ist etwas gestohlen worden?

Die Magierin schaute Astarth interessiert an ohne stehen zu bleiben.

Und deshalb lasst Ihr Euch in Drachenauge nieder? Mögt Ihr mir mehr davon erzählen?

Sie ließ ihm die freie Wahl. Wenn er der Meinung war, es sollte sich niemand in seine Angelegenheiten mischen, würde sie das respektieren.
Autor: Astarth Datum/Zeit: Dienstag 27 November 2007, 21:37
Als die Patrouille sie passierte wandte der Dunkelelf das Gesicht leicht ab, sodass man hinter der dunklen Kapuze gar nichts mehr von dem Gesicht ihres Trägers wahrnahm. Die Soldaten interessierte es auch wenig, denn der kalte Wind ermahnte sie ihre Runde schnell zu beenden, und vermummte gab es bei diesem Wetter genügend.

„Wenn es euch interessiert.“ ein gleichmütiges Lächeln begleitete seine Worte.

„Als mein Lehrmeister seinem Volk den Rücken kehrte nahm er noch einige sehr wertvolle Bücher aus unseren Archiven mit sich.“

Ein neuer Windhauch trieb das zerfledderte Laub vor ihren Schritte davon.

„Es war seine Entscheidung wo er sein nutzloses Leben verbringen wollte, doch mit seinem Ausscheiden aus unseren Reihen standen die Lehren die er stahl mir zu. Er hatte kein Recht sie mit sich zu nehmen und deshalb folgte ich ihm. Ich fand heraus, dass er, kaum dass er unser Reich verlassen hatte überfallen worden war. Ob er nun tot ist interessierte mich nicht, doch der Räuber den ich anhand der gestohlenen Kleider die er trug erkannte, nur einen Steinwurf entfernt von der Stelle des Überfalls in einem Dorf, sagte mir, dass er eine Hand voll Bücher an einen Adligen in Drachenauge verkauft habe.“

Es war ihm gleich was die Erzmagierin über seine Geschichte denken mochte. Nichts daran war gelogen. Die Bücher die er suchte würden ihr nichts nützen solange sich nicht ebenfalls dem weg der Untoten folgte, ganz zu schweigen davon ob sie die Schrift der Drow beherrschte.
Aber selbst wenn dem allem so sein sollte und sie auf die Idee kommen könnte die Bücher für sich zu beanspruchen, so waren sie ihm in ihren Händen immer noch lieber als in denen eines armseligen Menschen ohne jede Macht.
Etwas war mit ihr das ihn trotz allem über die Geschichte reden ließ – ein dunkler Schatten der ihre Aura durchwirkte und der ihm das Gefühl gab ihr Respekt zollen zu müssen, ganz abgesehen von dem Ausmaß ihrer Macht.   
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mittwoch 28 November 2007, 20:16
Hier geht es weiter.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Montag 18 Februar 2008, 14:09
Wer die neuesten Gerüchte und Nachrichten über die Adeligen, das Königshaus, die Elfen, die Zwerge, die Menschen, den nächsten Nachbarn oder das ferne Isua, sprich, wer den firischesten Klatsch aus aller Herren Länder hören wollte, der begab sich am Besten zum Marktplatz, denn dort flogen die Nachrichten und Neuigkeiten mit den Waren der Händler nur so hin und her. Da war zum Beispiel zu hören, dass in Aramon ein zweiköpfiges Kalb auf die Welt gekommen sein sollte und dass im Orkland eine neue Orksorte heranwuchs, die keine grüne, sondern knallorangene Haut hatte. Es wurde ebenso über einen Schneemännerwettbewerb im eissigen Thorwal geredet wie darüber, dass die Witwe Winkel aus dem Händlerviertel Drachenauges einfach nicht aufhören wollte, dem reichen Tuchhändler Zwirn schöne Augen zu machen. Egal, worüber man etwas erfahren wollte, gewiss gab es hier jemanden, der darüber Bescheid wusste oder wissen wollte. Denn der Wahrheitsgehalt der Dinge, die hier gesagt wurden, war bei Weitem nicht immer nachzuprüfen und würde eine Überprüfung auch sicher nicht standhalten.

Ein Gerücht hielt sich jedoch schon seit Tagen, hartnäckig, seit ein paar Handwerker, die an des Königs Residenz in den Elfenwäldern bauten, zurückgekommen waren. Man munkelte davon, dass die Königin sehr häufig in Begleitung eines Elfen unterwegs sei, eines männlichen noch dazu, und dass sie sich sehr nahe standen, allem Anschein nach. Aber Waldelfen kannten ja keinen Anstand. Und dass die Elfen sich mal wieder zusammenrotten würden, um den Bau eben jener Residenz zu verhindern.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Donnerstag 28 Februar 2008, 22:10
Die Gerüchte um das Königspaar waren keineswegs schon verstummt, schließlich war Klatsch über den Adel einer der beliebtesten Zeitvertreibe des einfachen Volkes.

Doch etwas anderes wurde nun auf dem Marktplatz gemunkelt, mit leiser Stimme, verstohlenen Blicken und Furcht in den Augen. Von Schatten wurde erzählt, die in Krakingen umgingen, von Seeleuten, die morgens tot in der Gosse aufgefunden worden waren, mit zerfetzter Kehle, so dass selbst Schmuggler und Diebe ihrem Nachtwerk nicht mehr nachzugehen wagten. Aber wer kümmerte sich schon um tote Seeleute? Krakingen war ja schon immer einmehr oder weniger gesetzloser Stadtteil gewesen, in den die Wache sich nur selten hineinwagte. Dennoch, wer wusste, ob diese Schatten nicht eines Tages aus Krakingen herauskommen würden?

Und noch ein Gerücht machte dieser Tage die Runde. Vor allem die Männer wisperten sich zu, Lady Athaliah sei wieder in der Stadt, die manche der reicheren Kaufleute aus dem Seidenen Schleier kannten - freilich ohne auch nur im Geringsten darüber Bescheid zu wissen, dass sie nicht nur die angesehenste Kurtisane eines Edelbordells war, und das dieses Edelbordell ebenfalls viel mehr war, als es sich den Anschein gab.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Dienstag 11 März 2008, 09:39
Über den Adel sich den Mund zu zerreißen wiurde das einfache Volk nie müde. Und so machte hinter vorgehaltener Hand die Nachricht die Runde, der von seiner Verlobten Lysanna verlassene Graf de Bourgh habe sich wohl recht schnell getröstet. Es hieß, er habe in seiner Villa
Lady Athaliah empfangen, ujnd sie sei mehrere Stunden bei ihm geblieben.

Und der König sei in letzter Zeit häufiger mal in Gesellschaft einer Dunkelelfe gesehen worden udn habe ihr sogar dabei geholfen, eine Existenz in DRachenauge aufzubauen. An der Vermutung, zwischen ihm der Königin sei es vorbei, sei also bestimmt was dran... aber eine Dunkelelfe, das sei nun wirklich kein guter Ersatz.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Montag 14 April 2008, 19:34
Phelan war noch immer auf der Suche nach einem Mann für seine Einheit und auch wenn die Hauptstadt nicht gerade ein Ort, an dem man fähige Späher fand, zu sein schien, hielt er schon fast gewohnheitsmäßig die Augen offen.

Als er gerade den Marktplatz erreicht hatte fiel sein Blick auf einen Lykantrophen, was seit den jüngsten Ereignissen nicht mehr so selten war. Da er sich fragte ob es sich um einen der Wolfsmenschen, die er bereits kannte, handelte besah er ihn sich näher und erkannte ihn.

“Hallo Kareil!“, sagte er so laut, dass sich nicht nur der Angesprochene nach ihm umdrehte.
Autor: Kareil Datum/Zeit: Montag 14 April 2008, 19:38
Kareil schlenderte eher gelangweilt als Motiviert über den Marktplatz. Er war auf der Suche nach… ja, dass wusste er nicht so genau; als er plötzlich eine Bekannte Stimme hörte.
Er drehte sich um und erblickte Phelan.

„Oh Hallo, Phelan“
Autor: Phelan Datum/Zeit: Montag 14 April 2008, 19:46
“Hast Du gerade Zeit?“, wollte Phelan von dem Wolfsmenschen, der schon so aussah als hätte er welche, wissen. “Es gibt da nämlich eine Sache, die ich gerne mit dir besprechen würde. Wenn Du nichts dagegen hast könnten wir uns aus der Stadt verziehen und ich erkläre dir alles Weitere. Aber hier gibt es für meinen Geschmack zu viele neugierige Ohren um über mein Anliegen zu reden.“

[ot]Weiter geht es hier.[/ot]
Autor: Landolin Datum/Zeit: Freitag 02 Mai 2008, 22:31
Die Drachenburg erhob sich weithin sichtbar über Drachenauge und das helle Gestein erstrahlte in der Morgensonne.
Fast als wäre nichts geschehen..., dachte Landolin als er die Hauptstadt des Reiches durch eines der Tore betrat. Schon vor seiner Abreise hatte ihn ein mulmiges Gefühl beschlichen, das mit jedem Schritt in Richtung Drachenauge deutlicher geworden war. Es passierte immer etwas Schreckliches, wenn er dorthin kam...

Genaugenommen war das auch der Grund seines Besuchs. Natürlich konnte sich der Heiler etwas Schöneres vorstellen, als seinen freien Tag ausgerechnet in dieser Stadt zu verbringen, aber das ganze entwickelte sich allmählich zu einer regelrechten Drachenauge-Phobie. Doch das konnte und wollte er nicht zulassen.
So hatte er beschlossen die Hauptstadt erneut zu besuchen – und diesmal würde nichts Ungewöhnliches passieren!

Sein erster Weg führe ihn zum Marktplatz. Vielleicht stand am der dortigen Anschlagsbrett ja etwas Interessantes geschrieben. Hoffentlich nichts im Sinne von Balthasar dem Blutsäufer...Nein, er machte sich schon wieder selbst verrückt. Wenn man es genau betrachtete, wäre ihm ja nie etwas passiert, wenn er nicht so unglaublich unvorsichtig gewesen wäre. Ein altes Schreiben flatterte im milden Frühlingswind: Die Einladung zur Tempeleinweihung des Ordens des Seins...
Das war ein Fest gewesen! Ein erinnerungsseliges Lächeln stahl sich auf das Gesicht des jungen Mannes. So viel Bier hatte er seither nicht mehr getrunken...
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Samstag 03 Mai 2008, 15:32
Noch nicht viel Zeit war seit Tagesanbruch vergangen und dennoch herrschte schon reges Treiben auf den Straßen Drachenauges. Die Stadt lag so friedlich da wie schon lange nicht mehr und die jüngsten Ereignisse schienen einem düsteren Traum zu gleichen, der im warmen Licht der Sonne verblasste und nichts zurückließ als einen üblen Nachgeschmack...

Unschlüssig stand Fjalladis am Rande des Marktplatzes im Schatten eines der umliegenden Häuser und schaute hinüber zu der Kathedrale, die sich majestätisch über den Dächern Eldanors erhob. Das Gotteshaus bot vermutlich gute Arbeitsmöglichkeiten, doch noch war die Elfe frei zu gehen, wohin immer sie wollte, was vielleicht anders aussah wenn sie erst einmal eine feste Stelle angenommen hatte. Auf jeden Fall zog es die Priesterin in die Stadt der Elfen, nicht nur, um einmal wieder völlig unter ihresgleichen zu sein und die vertrauten Laute des hochelfischen Quenya zu vernehmen, sondern auch, um die berühmte Bognerei oder die Bibliothek des Paladintempels zu besichtigen.
Doch was sollten diese Spinnereien! Sie brauchte Geld und eine feste Anstellung. Allein würde sie den Weg sowieso nicht unbeschadet überstehen und eine Mitreisegelegenheit konnte sie sich nicht leisten.

Raschen Schrittes überquerte sie den Marktplatz. Vorbei an den Kundgebungen am Anschlagbrett, vorbei an den Leuten, die sich davor scharrten und fleißig Gerüchte in die Welt setzten... Plötzlich erregte eine Gestalt, die gedankenversunken vor dem Brett stand, die Aufmerksamkeit der Elfe. Konnte das denn möglich sein...? Und was hatte das dann zu bedeuten? Nervös strich die Elfe ihr langes weißes Haar zurück und trat auf den Heiler zu.
''Meister Landolin'', begrüßte sie ihn schon von weitem, ''welch eine Freude, Euch zu sehen! Darf ich fragen, was Euch in das Auge des Drachen führt? Vielleicht kann ich Euch helfen...''

Innerlich dankte sie den Göttern für diese Fügung und hoffte, eine Möglichkeit zu finden, den Heiler nach Sha'Nurdra begleiten zu können.
Autor: Landolin Datum/Zeit: Dienstag 20 Mai 2008, 18:24
“Meister Landolin“ So nannte ihn nur eine Person…und tatsächlich: Dort hinten konnte er Fjalladis in der Menge ausmachen. Wenige Augenblicke später stand sie auch schon neben ihm und fragte ihn nach dem Grund seines Besuchs.
Doch was sollte er nur darauf antworten? Dass er nach Drachenauge gekommen war, um zu überprüfen, ob dann etwas Schreckliches passieren würde? Nun, diese Aussage klang nicht nur lächerlich, sie entsprach auch nur halb der Wahrheit…
Auf dem Herweg hatte er sich mindestens hundertmal gesagt, dass seine Reiseangst der Grund für seinen Besuch in Drachenauge sei, aber in Wahrheit war es doch vielmehr eine Flucht vor Sha’Nurdra gewesen. Eine Flucht vor den jüngsten Ereignissen, der Rückkehr Loretus’ und des symbolträchtigen Rauswurfs. Wenn Neome die Apotheke nicht behalten sollte…
“Ähm, wisst Ihr, heute ist mein freier Tag und den wollte ich nicht in Sha’Nurdra verbringen. Die Stimmung dort ist momentan so…angespannt.“ Sollte er es genauer erklären? Allerdings war die Geschichte für Außenstehende eher wenig geeignet.
Sein Blick wanderte zurück zum Anschlagbrett, wo gerade ein neues Pergament angebracht wurde, nur um zu verbergen, dass er nicht wusste, was er sonst tun sollte. Doch das hätte er wohl lieber unterlassen…


Hier geht es weiter
Autor: Draca Datum/Zeit: Dienstag 03 Juni 2008, 15:53
Es war an der Zeit, etwas Geld zu verdienen und sich hier in Drachenauge ein wenig bekannt zu machen. Ilyana hätte auch in ein Gasthaus gehen können und dort einfach anfangen, zu tanzen, aber die Erfahrung hatte ihr gezeigt, dass dort mehr gegrabscht und weniger Geld gegeben wurde. Auf dem Marktplatz sahen sie mehr Leute, also bekam sie zwar kleinere, aber mehr Beträge. Und waren Männer nicht von vier Wänden umgeben, sondern standen unter freiem Himmel, benahmen sie sich meist gesitteter.
Leider sah sie hier keinen Fiedler, zu dessen Musik sie einfach hätte tanzen können, nicht mal ein Narr mit Schellen. Irgendwie hatte sie sich die Hauptstadt… musikalischer vorgestellt. Aber nützte nichts, dann vollführte sie eben Kunststückchen, die gingen auch ohne Musik.
Sie suchte sich eine freie Stelle in der Nähe vom Brunnen, wo sie von vielen gesehen wurde, und packte den alten Hut aus ihrem Beutel, um ihn vor sich auf den Boden zu legen. Irgendwo mussten die Münzen ja auch hingeworfen werden. Sie strich sich noch mal prüfend durch die Haare und suchte sich schließlich fünf etwas größere Steine, die gut in der Hand lagen. Zum Anfang war eine kleine Jongliernummer gar nicht schlecht, um Aufmerksamkeit zu erregen. Und so fing sie an, alle fünf Steine im Kreis, dann durcheinander, gepaart mit Drehungen und waghalsig hohen Würfen einzelner Steine. Sie ließ es so aussehen, als könnten sie eventuell sogar runterfallen, was ihr aber niemals passiert wäre. Nur für die Zuschauer, damit es spannender aussah, aber jeden Stein fing sie geschickt und beförderte ihn postwendend wieder in die Luft.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Dienstag 03 Juni 2008, 20:17
Dem Händler fiel die Gauklerin ins Auge. Er hatte seinen Stand schon sehr lange hier und kannte somit fast alle anderen Händler und Schausteller persönlich. Das Mädchen da war neu hier, soviel war sicher. Die Hauptstadt war voll von Leuten, die hierher kamen um sich en paar Münzen zu verdienen. Und in letzter Zeit ging es der Hauptstadt soweit wieder ganz gut, dass die Leute sogar wieder etwas Gold in der Tasche hatten.

Ahmad schaute der Darbietung zu. Sie stellte sich in der Tat nicht ungeschickt an. Und sie verstand es, die Leute auf sich aufmerksam zu machen, in dem sie so tat, als ob ihr die Steine außer Kontrolle gerieten.

"Nun gut, dann will ich den Anfang machen." murmelte er und zückte seine Börse. Die Augen nicht von der Frau lassend, warf er ihr 50 Münzen in den Hut.

- 50 GM

Das Gold wird natürlich dem Char Drax entzogen 
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Mittwoch 04 Juni 2008, 12:31
Die Sonne stand noch nicht hoch am Himmel, die Vögel zwitscherten ihr Lied und in der Kaserne war ein Durcheinander, dass Chiamara mit scheinheiligen Ausreden die Flucht in die Stadt ergriff.

Erst lief sie ziellos durch die Straßen, entlang der Orte, wo noch die wilde Jagd vor nicht allzu langer Zeit wütete. Auch entlang der Burg. Skeptisch betrachtete sie die Tore und dachte an den König, der dort abgeschottet vor den Problemen des Volkes vielleicht wieder nur sein eigenes Süppchen brütete.

Um sich von diesen Gedanken etwas abzulenken beschloss die Soldatin am Marktplatz eine kleine Speise zu sich zu nehmen. Dort war wie immer geschäftiges Treiben. Leute, die ohne sich umzusehen, über den Platz hetzten. Kinder, die herumtollten und versuchten Kleinigkeiten von den Marktständen zu stehlen. Und dann noch die kleinen Ganoven, die sich sofort in dunkle Ecken verkrochen, als der Leutnant den Marktplatz betrat.

Aufmerksamkeit schien eine junge Frau zu erregen, was sich Chiamara mal genauer anschauen wollte. Seit sie verscheidenes Ungemach erlebt hatte, war es fast eine Aufgabe andere weiblichen Wesen vor nicht gewollten Störungen zu schützen.
Aber es war nur eine Gauklerin, die sich sehr wahrscheinlich ein Mittagsmahl verdienen wollte. Obwohl sie nicht herunter gekommen und armselig wirkte.
Ihre schlanken agilen Händen umspielten fünf Steine in einer Art, die die Soldatin beeindruckte. Auch sonst hatte die Frau mit ihrem fast weißem Haar und feinen gesichtzügen eine sehr geschickte Ader.
Sehnsucht stieg in Chiamara auf. Sehnsucht nach etwas, was sie immer sein wollte. Und der Weg hatte sie immer woanders hin getrieben. Nicht, dass sie gerne Gauklerin oder Tänzerin geworden wäre.
Nein, sie wollte ungesehen, unerkannt durch Gänge huschen, kleine Geheimnisse ausspionieren und sie zu ihrem Zweck, die Mörder finden, ausnutzen.
Die Grundausbildung zu einer eher den heimlichkeiten zugetanen Soldatin geschult, hatte sie sich hier eher auf die profanen Kampfeskünste stürzen müssen.

Und jetzt war sie da. Hatte sie nicht etwas von dem was man brauchte, um getarnt...
Was würde Theremon dazu sagen? Sicher hätte er Bedenken, weil sie eine Frau war. Aber sie kam überall hin als Gauklerin. Die richtige Ausbildung mit gescheiten Waffen und sie wüsste sich in Notsituationen zu verteidigen.
Jedoch wirkte die Frau nicht so, als wolle sie ihr Handwerk ändern.
Und wollte sie jemanden zu etwas drängen, nur weil es ihr nie gelang?

Vielleicht ging sie nur auf die Frau zu, weil es eben eine Frau war und Chiamara helfen wollte.
Jetzt stand sie dort so nah, dass die Jongleurin immer neu ausweichen musste.
<<Haltet ein. Stadtwache! Habt ihr eine Lizenz hier auftreten zu dürfen? Noch dazu gegen Geld?>>
Warum sie einen solchen Quatsch erzählte, wusste sie nicht, aber sie wollte in Ruhe mit ihr reden und konnte es sicher nicht hier auf dem Marktplatz.
<<Wenn nicht könnt ihr mir direkt folgen. Ich werde euren Namen in der Kaserne notieren müssen.>>
Noch konnte sie gut lügen - etwas verlernt man dann doch nicht.
Autor: Draca Datum/Zeit: Donnerstag 05 Juni 2008, 14:04
Ein Mann warf ihr ein schönes Sümmchen in den Hut, und Ilyana bedankte sich mit einem tiefen Knicks in seine Richtung. Dabei unterbrach sie allerdings keineswegs den Takt, in dem die Steine nun flogen.  Mit ein paar geschickten Handdrehungen ließ sie die Steine noch wilder wirbeln, sie drehte sich um sich selbst, schlug Pirouetten , um schließlich alle Steine einen nach dem anderen in ihrem Dekolleté aufzufangen und das Kunststück somit zu beenden.
Anschließend verbeugte sie sich so tief, dass ihr Kopf beinahe den Boden berührte und die Steine wieder unter lautem Gelächter der Zuschauer aus ihrem Kleid herauskullerten. Strahlend wandte sie sich den Menschen zu, um den Beifall zu genießen und sich das nächste Kunststück zu überlegen, als eine blonde Frau auf sie zugestochen kam und die Stadtwachen rief.
Ilyana blinzelte verwirrt, als wolle sie aus einem Traum aufwachen. Seit wann brauchte man denn eine Lizenz für so was? Fahrendes Volk kam und ging, wie es ihm gefiel. Der Sinn dieses Lebens bestand ja gerade darin, Geld durch diese Auftritte zu verdienen, und nicht dafür auszugeben. Welcher Idiot hatte sich denn diese Lizenzengeschichte einfallen lassen? Wenn das sich herumsprach, würde Drachenauge eine sehr, sehr langweilige Stadt werden, oder jeder Gaukler würde nur noch vor der Stadt auftreten.
Macht Euch nicht soviel Mühe, ich werde einfach gehen. Ich wollte die Stadtwache nicht verärgern.
Auch wenn ihre Worte leicht und unbekümmert klangen, kochte Ilyana innerlich. Da hatte sie die Aufmerksamkeit des halben Marktplatzes und einige der Leute sahen so aus, als hätten sie ihr grade etwas geben wollen, als diese „doofe Trulla“ angetanzt kam und sie hier als Verbrecherin abstempelte! Was hatte sie denn getan? Ein bisschen jongliert. Sie hatte niemanden beklaut oder ermordet. Hatte die Stadtwache denn nichts Besseres zu tun?
Ilyana nahm den Hut auf und verstaute ihn flink mitsamt den darin enthaltenen Münzen wieder in ihrem Beutel. Sie schätzte schon mal grob ihre Chancen ab, die vorhandenen Stadtwachen abzuhängen. Sie hatte nicht unbedingt vor, sich gefangen nehmen zu lassen und dann im Garnisonskerker ihre nächsten Tage zu verbringen. Und erst recht nicht wegen irgendwelchen blöden Regelungen, die absolut gar keinen Sinn ergaben.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Donnerstag 05 Juni 2008, 15:16
Ganz so laut hatte der Leutnant gar nicht sein wollen. Besonders weil sie ja doch einige Einwohner schon kannten. Und manche derer schauten sie überrascht an, weil sie so nach Stadtwache klang, wo Chiamara doch sonst zwei Augen zudrückte.

Soldaten die scheinbar heran eilen wollten wies sie mit einer kurzen Handbewegung fort. Wofür hatte sie eine solche Position inne um sie nicht auch ausnutzen zu können.
Zu den Bürgern und Zuschauern sprach sie, ein wachsames Auge auf die, die ihr immer mehr am Herzen lag:
<<Reine Routine. Wenn sie nichts zu verbergen hat. Nur seit den Vorfällen um die wilde Jagd und den Palast, den die Schergen Côrs besetzen konnte, müssen wir wachsamer sein. Ich möchte nicht wieder so viel Leid sehen in unserer Stadt. Lasst uns kurz allein. Und sie wird sicher bald wieder hier auftreten, da bin ich mir sicher.>>
Die letzten Worte betonte sie besonders.
Und ihre Worte fanden entsprechenden Nährboden. Allen saß das erlebte noch zu sehr in den Knochen. Langsam begaben sie sich an verschiedene Stände oder sonst wo hin.

Chiamara kümmerte sich nicht drum sondern sprach leise in einem freundlichen Ton:
<<Ich wollte euch nicht erschrecken. Und keine Angst eingesperrt werdet ihr auch nicht, jedenfalls nicht von mir, wenn ihr nichts zu verbergen habt. Ich möchte in Ruhe mit euch reden. Alleine. Ich habe da einen Vorschlag, obwohl wenn ich eure heutige Ausbeute sehe, ihr sowas sicher nicht nötig habt.>>

Das Gesicht, was sie jetzt zu sehen bekam war erschreckend und belustigend zugleich.
Schnell wandte Chiamara ein:
<<Nichts unanständiges. Keine dubiosen Angebote und ich stehe auch nicht auf Frauen. Und ich vermittel auch nicht in solchen Geschäften. Ich bin Leutnant, mehr nicht.>>
Autor: Draca Datum/Zeit: Freitag 06 Juni 2008, 13:17
Und das sollte sie jetzt glauben? Ilyana besah sich den „Leutnant, mehr nicht“ mit skeptischem Blick. Immerhin hatte sie ihr grade die Vorstellung kaputt gemacht, und selbst wenn sie einfach so gehen durfte danach, wäre diese Festnahme – denn nicht anders würde es unabhängig von den Umständen aussehen – Gesprächsthema auf dem Marktplatz. Und wer gab schon jemandem Geld, der schon mal von der Stadtwache mitgenommen wurde?
Ich rate Euch, dass Euer Angebot verdammt gut ist.
Wenn sie mit ihr hätte sprechen wollen, hätte sie nur hingehen zu brauchen und mit ihr sprechen. Da hätte dieser ganze Affenzirkus nicht sein müssen, Ilyana war ja schließlich kein gewalttätiges Monster, das erstmal abgelenkt werden musste. Wäre Chiamara einfach auf sie zugegangen, wäre Ilyana wahrscheinlich auch einfach so mitgekommen, aber jetzt war sie erstmal sauer.
Und auch wenn Ihr keine solcherlei Neigungen habt, erwarte ich Bezahlung für meine erlauchte Gesellschaft. Immerhin habt Ihr mich grade um meinen Tagesverdienst gebracht.
Eigentlich war es eine Lüge. Mit solcherlei Geschäften hatte Ilyana eigentlich nichts am Hut, für ihre Gesellschaft hatte noch nie jemand einen Heller bezahlt. Sie tanzte, jonglierte, schlug Räder für Geld, manchmal sang sie sogar. Aber ihre bloße Gesellschaft war kostenlos. Aber sie hatte nicht vor, diese Demütigung – denn so sah sie die Situation – hinzunehmen, nur weil der Leutnant hier sich keine bessere Ausrede hatte einfallen lassen können.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Freitag 06 Juni 2008, 14:47
Jetzt wurde Chiamara langsam ungeduldig. Wie konnte man so zickig und abgehoben sein.
Was glaubte diese Frau denn, wer sie wäre? Die Königin?
Die Soldatin war es falsch angegangen.
Vielleicht sollte sie die Gauklerin doch noch abführen oder....

<<Wisst ihr, lassen wir es dabei. Hier habt ihr nochmal 50GM, mehr ist mir eure momentane etwas schnippische Gesellschaft nicht wert. Ich werde mich jetzt so lautstark entschuldigen, dass ihr keine Probleme bekommen werdet hier auf dem Marktplatz. Und ich entschuldige mich jetzt auch so dafür euch so angefahren zu haben.>>

Chiamara suchte 50 GM heraus um sie ihr überreichen zu können.

<<Und wenn ihr Interesse an fester Arbeit und einem monatlichen Lohn für die Stadtwache Drachenauges interessiert sein solltet, meldet euch bei mir, Chiamara de Lorn.>>

Sie übergab mit lautem Geklimper das Gold und sagte betont laut, fast schrei sie die Worte:
<<Gnädige Frau, wenn das so ist, dass ihr sogar auf großen Stadfesten oder bei Königen auftreten durftet, müsst ihr schon wohl bekannt sein. Ich will mir natürlich keinen Ärger mit den hohen Herren dieser Stadt einhandeln - genauso wenig wie mit den hart arbeitenden Leuten, die auch gerne solche Vergnügungen zu Erheiterung benötigen. Ich entschuldige mich dafür sie für eine Gaunerin gehalten zu haben. Ich hoffe, dass ihr nicht schlecht über die Stadtwache Drachenauges reden werdet, wo doch nur ich einen großen Fehler begangen habe. Ich verbeuge mich vor solch Berühmtheit.>>

Leider wäre es für die Tarnung besser gewesen, sie hätte schlecht vor eben dieser oberen Schicht gestanden, aber die Frau hatte ja eh kein Interesse. Sie musste gut verdienen als Künstlerin. Besser als offenbar Suffix vor seiner festen Arbeit.
Chiamara verbeugte sich tief und lief über den Markt Richtung Hafen.

Ein alter Mann, der gerade mit seinem Gehstock des Weges ging blickte die Gauklerin von oben nach unten an und sprach etwas undeutlich:
<<Also entweder ihr habt unseren Leutnant wirklich beeindruckt, oder ihr solltet euch besser vor ihr in acht nehmen. Eigentlich spricht de Lorn nie so erhaben von denen, die dort in den besseren Gegenden wohnen. Aber mir hat euer Auftritt gefallen und ich werde sicher wieder kommen, wenn ihr uns trotzdem nochmal daran teilhaben lasst.>>

-50 GM
Autor: Draca Datum/Zeit: Dienstag 10 Juni 2008, 16:06
Eins stand fest, Chiamara wäre bestimmt eine schreckliche Schauspielerin, sollte sie eines Tages auf einer Bühne stehen. Viel zuviel Pathos für eine Tragödie, oder viel zu wenig Geste für eine Komödie. Aber Ilyana verkniff sich jegliche Belehrung, der Leutnant schien auch so schon aufgebracht genug zu sein. Dafür hatte Ilyana ein untrügliches Talent, andere Leute zur Weißglut zu treiben.
Der erste Satz vor dem improvisierten Monolog interessierte Ilyana viel mehr. Was meinte der Leutnant wohl damit, sie solle für die Stadtwache arbeiten? Was sollte sie denn da? Den Wachen jonglieren beibringen? Oder tanzen? Für das horizontale Vergnügen würden die Wachen schon entsprechende Häuser aufsuchen, da würde es garantiert keine fest angestellte Dirne geben. Also, was zum Geier sollte sie bei der Stadtwache?
Sie ließ das Geld in ihren Beutel gleiten und lauschte dem alten Mann. Chiamara konnte also die Oberen der Stadt nicht leiden? Aber sie war doch bei der Stadtwache! Welche Aufgabe hatte denn die Stadtwache, wenn nicht, den Besitz eben jener Obrigkeit durch strikte Umsetzung des Gesetzes zu sichern? Das ganze war sehr, sehr verwirrend.
Lächelnd wandte sie sich an den Mann. „Aber natürlich trete ich wieder auf. Ich kann doch mein Publikum nicht enttäuschen? Vor allem nicht, wenn es mir so charmante Komplimente macht.“ Sie deutete einen Knicks an und lächelte ihr bezauberndes Kleines-Mädchen-Lächeln.
Aber vielleicht könnt ihr mir helfen. Wo geht es denn da lang?
Ilyana deutete in die Richtung, in die Chiamara abgerauscht war. Sie hatte zumindest vor, herauszufinden, was diese de Lorn denn nun von ihr wollte. Immerhin hatte sie 50 GM fürs Rumzicken bekommen, was bekam sie dann erst fürs Schmeicheln? Und wie hieß es so schön, Wissen ist Macht.
Sie ließ sich den Weg genau beschreiben und flitzte dann auch sogleich los.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Donnerstag 12 Juni 2008, 11:54
Der alte Mann grinste Ilyana ob ihrer Schmeicheleien an und entblößte eine nicht ganz lückenlose Zahnreihe.
Er hob seinen Stock und deute nochmals dorthin, wohin auch die Hand der Gaklerin zeigte.
>>Dort? Da geht es überall hin und doch auch nirgends.>> sprach er geheimnisvoll. Er kostete es offensichtlich aus mit einer so jungen, hübschen Frau gesehen zu werden.
<<Mmmh. Zur Kaserne ist dies nicht der kürzeste Weg. Aber der Hafen liegt dort. Aber seit vorsichtig. Die Gegend lauert oftmals Gesinde und der Geruch nach verfaulten Fisch liegt wie ein Dunstschleier in den Straßen.

Dann rückte er etwas näher heran, deutete mit einem Finger an, dass sie sich zu ihm etwas hinunterbeugen möchte und sprach dann:
<<Vielleicht kann ich ja mal eine kleine Privatvorstellung haben. Meine Frau ist schon lange tot, gestorben bei der Geburt unserer sechsten Kindes.>>
Gierig leckte er sich mit seiner Zunge über seine trockenen Lippen und lachte dann laut auf. Langsam machte er sich wieder imt seinem Gehstock auf dem Weg, den Marktplatz weiter zu besuchen.

Dort herrschte wieder emsiges Treiben, als wäre nichts geschehen.
Selbst kleine Kinder sprangen um die junge Frau herum und drängten sie doch wieder diese Steinkunststücke zu zeigen.


hier geht es weiter


Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Donnerstag 06 November 2008, 21:56
Elayha trat auf den Marktplatz von Drachenauge und wartete, bis sie sich einiger Aufmerksamkeit sicher sein konnte - was nicht so lange dauerte, denn als Botin der Königin war sie in der Hauptstadt durchaus bekannt. Dann verkündete sie die Botschaft, die Königin Varnayrah ihr mitgegeben hatte.

"Liebe Drachenaugener, die Königin ruft einen Legendenwettbewerb aus. Jeder, der eine schäne Sage oder Legende oder einen Mythos zu erzählen oder zu singen weiß, ist eingelden, diesen am Neujahrstag in der neuen residenz zu Sha'Nurdra vorzutragen. Die drei besten Vorträge sollen mit einem besonderen Preis geehrt werden, doch ein jeder, der zu dieser einmaligen Sammlung aylann'scher Legenden etwas beitragen will, soll dafür belohnt werden."

Damit war alles gesagt, und Elayha verließ den Marktplatz und die Stadt. Die Zuhörer würden schon dafür sorgen, dass die Nachricht sich weiter verbreitete.
Autor: Ladro Datum/Zeit: Donnerstag 05 November 2009, 19:12
Ladro versucht sein Glück [DICE_1]

ok 4*50= 200 GM, Glück gehabt!

Edit: ich spiele das in einem anderen Thread aus...
Autor: Epik Datum/Zeit: Donnerstag 25 März 2010, 18:59
Marktplatz. Mittag? Morgen? Für einen kurzen Moment hatte Sor´Ce das Zeitgefühl verloren. Er hielt sein Schwert mit einer Hand am Griff und wühlte sich durch die tobende Menge am Markt.

Der Marktplatz war als Larindar sehr willkommen um Waren anzubieten und an den Mann zu bringen. Sor´Ce blinzelte in den herlichen Tag wie ein Habicht auf der Suche nach Nahrung. Seinem konzentrierten Blick entging keine Wahrheit und war sie noch so gut versteckt. Dabei maßte er sich selber immer wieder zur Vernunft und ertappte sich bei den Gedanken wirklich etwas Böses oder gar Spitzfindiges auf dem Markt zu erkennen. Sicher - er war Soldat: Aber musste er denn so genau sein? Ja.

Soldat zu sein hieß in Drachenauge immer ein waches Auges zu haben und die Gewohnheiten nicht zur Routine werden zu lassen. Sonst verlor man sich in der Hauptstadt und fand sich nie wieder.

Der Soldat blieb für einen Moment stehen. Seine Gedanken konzentrierten sich nicht auf die Laute der Marktschreier, die er mittlerweile gewöhnt war oder auf die leicht erdrückende Schaar in vorderster Front, wo Propheten ihren Göttern huldigten und dabei mit den Schlangen spielten. Was war das nur für eine Welt in denen die Götter sich nicht danach sehnten, herab zu steigen und Drachenauge selbst mit eigenen Augen zu genießen.

Die Nähe zu dem Markt rüttelte den Helden wach. Er blieb an einem sehr bekannten Brett stehen. Hier wo die Geißel gesucht wurde und Belohnungen ausgesetzt waren oder wichtige Informationen angepriesen wurden, reckte der Held seinen Kopf etwas vor und las ein paar Zeilen, um sich von dem Tumult des Marktes etwas abzulenken.

Wer um Himmels Willen war Su-Fisch? Das musste völlig an ihm vorbeigegangen sein ...
Autor: Landolin Datum/Zeit: Sonntag 28 März 2010, 14:48
Er sollte nicht zu lange hier stehen bleiben… Es war nicht gut, von zu vielen Leuten in Drachenauge gesehen zu werden – nicht an dem Tag, an dem der Su-Fisch-Aushang aufgetaucht war. Dem echten Suffix mochte man Vieles zutrauen können, aber nicht, dass er davor zurückschreckte jemanden wie Landolin ohne echte Beweise zu beschuldigen.

Der Hohentürmler wandte sich gerade zum Gehen, als sein Blick auf ein altes Stück Pergament fiel, das offenbar niemandem die Mühe wert gewesen war, es abzunehmen. Eine längst vergangene Feier für Christians und Neomes Tochter wurde darauf angekündigt. Warum war er damals eigentlich nicht gekommen? Sicher, er hatte in Nighton einiges zu tun – aber für völligen Schwachsinn in Form schlechter Spottgedichte fand er immer Zeit… Manchmal war er einfach nichts weiter als ein Idiot!

Mit einem raschen Schritt zur Seite wich Landolin einer älteren Dame aus und begann sich durch die Menge zu schieben, um dem überfüllten Marktplatz endlich den Rücken zu kehren. Einen Moment lang huschte sein Blick über die Dächer der Stadt in die Richtung, in der sich die Kathedrale erhob. Vielleicht war es doch noch nicht zu spät dem Besuch in Drachenauge etwas Sinnvolles abzugewinnen…?

Als sich der Heiler aber wieder auf seinen Weg konzentrierte, fiel ihm etwas anderes auf: Diesen Kerl dort, der nur wenige Meter von ihm Entfernt stand, kannte er doch! Ein Soldat der Hauptstadt… Ob er ihn deshalb an Werwölfe erinnerte hatte?
“Ah, guten Tag, mein Herr.“, meinte er kurz entschlossen und änderte abrupt die Richtung. “Wie ich sehe habt Ihr die Vergiftung gut überstanden. Sehr erfreulich, wirklich sehr erfreulich.“
Autor: Epik Datum/Zeit: Freitag 02 April 2010, 10:55
Bei den Worten des Apothekers fing die Wunde, die ihm das Vieh auf dem Weg nach Drachenauge zugefügt hatte plötzlich wieder an zu schmerzen. Zumindest für einen kurzen Augenblick, vergaß er die Zweisamkeit inmitten tobender und schreiender Marktfacetten und vergrub sich in die Vergangenheit wo er durch sein Ungeschick mit einer hochgiftigen Ratte zusammen gekommen war.

Er grübelte für einen Moment und grüßte dann zurück: "Apotheker ... Lerus. Nein wartet. Lakates! Grund gütiger ist es schon so lange her? Es kommt mir vor, als wäre ich erst gestern in eurem Laden gewesen. Aber dann stelle ich mir die Frage: Wenn es erst gestern gewesen wäre, warum erinnere ich micht nicht mehr an euren Namen?" Der Soldat war es anscheinend gewöhnt mit Leuten umzugehen, deren Namen er nicht mehr wusste oder deren Gesicht er vergessen hatte. Zumindest hier in Drachenauge war es so, dass der Held vielerorts angesprochen wurde und mittlerweile auch von Leuten, die sich ihm vorstellten, ohne dass er den leichtesten Schimmer hatte in wie fern er mit ihnen in verbindung stand.

Nur eines vergaß der Held als Soldat niemals. Jemanden der gestohlen oder Anderes getan hatte. Böswillige Menschen brannten sich in seinen Kopf ein und bereiteten Mühe gestrichen zu werden.

Gedanklich bereitete sich der Held vor, von dem anscheinend verwirrten Apotheker wegen seines Namens belehrt zu werden und schaute den Mann erwartungsvoll an. Vielleicht hatte er auch richtig geraten. Und die Schmerzen, die für einen kurzen Augenblick seine Gedanken vernebelt hatten, hatte er auch nicht vergessen - immerhin, war es eine sehr kleine Ratte, die ihn vergiftet hatte. Und sie hätte ihn womöglich auch umgebracht, wenn der Apotheker nicht mit seinen heilenden Mixturen gewesen wäre.

"Jedenfalls möchte ich mich nochmals für meine schnelle Abreise entschuldigen. Ich selbst achte jedenfalls immer auf meine Manieren - zu dem Zeitpunkt ist mir das in eurer Apotheke nicht ganz so gut gelungen. Ich hoffe zumindest die Bezahlung hat gestimmt." Dabei grinste er und fügte hinzu: "Was treibt euch nach Drachenauge veehrter Herr?"
Autor: Landolin Datum/Zeit: Montag 05 April 2010, 18:57
Der Soldat schien ein wenig überrascht davon zu sein, von Landolin angesprochen zu werden, aber man konnte es ihm nicht verdenken – wer rechnete schon damit, auf dem Marktplatz Drachenauges den nightoner Apotheker zu treffen?
Allzu lange brauchte der Mann aber nicht, um ihn richtig zuzuordnen. Zumindest fast.
“Da ich mich auch nicht an Euren Namen erinnere, ist das wirklich keine große Sache.“, lachte der Hohentürmler, ehe er sich vorstellte: “Landolin Dennhardt. Sehr erfreut.“

Er streckte dem Krieger die Hand entgegen. Ob er den Kerl vielleicht besser zuordnen könnte, wenn er seinen Namen wusste? Möglich war es…
“Ach, das ist keine große Sache. Es gibt weit schlimmere Kunden als Euch.“ Bei diesen Worten dachte Landolin unwillkürlich an gewisse Barden und Erzmagier, doch im Grunde hatte er das Thema vor allem deshalb aufgegriffen, um sich einen vernünftigen Grund für seine Reise nach Drachenauge auszudenken.
“Und wenn man mit einer Vergiftung zu kämpfen hat, hat man oft andere Prioritäten als üblich. An der Bezahlung habe ich jedenfalls nichts auszusetzen.“

Er bedachte das Grinsen des Soldaten mit einem Augenzwinkern und trat einen Schritt zur Seite, als sich eine Frau hektisch durch die Menge drängelte.
“Aber zu Eurer Frage: Der hiesige Hafen ist eigentlich immer einen Besuch wert und ich habe auch den ein oder anderen Bekannten in der Stadt.“ Wieder glitt sein Blick in Richtung Kathedrale. Wenn er Glück hatte könnte er Fjalladis dort antreffen. Vielleicht war er in Wirklichkeit ja deshalb gekommen – und nicht wegen Suffix’ Kopfgeldjagd?
“Im Übrigen finde ich die hiesigen Gerüchte sehr interessant. Ganz anders als die bei uns in Nighton.“, fügte er nach einer kurzen Pause hinzu und wandte seine Aufmerksamkeit wieder dem Gespräch zu. Mit einer vagen Handbewegung deutete über den überfüllten Marktplatz ringsum.
“In meiner Apotheke darf ich mir tagein tagaus die gleichen Geschichten anhören. Teilweise wochenlang. Ein bisschen Abwechslung tut da ganz gut.“
Autor: Epik Datum/Zeit: Sonntag 09 Mai 2010, 15:45
Wirklich keine große Sache. Das Gespräch zwischen dem Soldaten und dem Apotheker auf dem heißigen Marktplatz verschwamm zu einem merkwürdigen Gackern frecher Äußerungen und gab zu verstehen, dass sich die beiden sehr einig waren.

"Sorydem Cerzes, veehrter Herr. Das Gift hat mir bei unserem letzten Treffen die Manieren geraubt - so seht es mir einfach nach.", er verneigte sich vor dem Kräutermischer mit einer übertriebenen Geste und lies Landolin nicht anmerken, wie schwerfällig er diese Bewegung empfand - hatte er sich doch erst gestern bei einem Gewaltmarsch verhoben und den Stein längst ausgeschimpft, der nun für seine Schmerzen verantwortlich war.

"Es ist also tatsächlich in Nighton ruhiger? Ich erinnere mich nur an ein Gasthaus voll mit bunter Unendlichkeit und weiblichen Brüsten. Die Stadt hat wahrlich etwas für sich. Ihr kommt also dorther? Für einen Umweg scheint mir Nighton eine ausgezeichnete Wahl. Leider kann ich euch keine spannende Geschichte drüber erzählen."

Er lies die drängelnde Frau vorbei, die sich nicht einmal dafür entschuldigte auf seinem Fuß getreten zu sein und genoss die Freundlichkeit und die morgendlich scheinende Stimmung auf dem mit großen Interesse verfolgten Marktplatz. Drachenauge hatte fürwahr etwas eigenartiges Für sich.

"Erzählt mir von euren Freunden. Vielleicht vermag ich Einen schon gesehen zu haben - hoffe ich natürlich nur im guten Sinne." Dabei klapperte er mit der Hand auf den Knauf seines Schwertes.

Warum musste er auch nur immer in dieser Uniform rumlaufen? War es Sinn oder Zweck? Oder gar beides?
Autor: Landolin Datum/Zeit: Sonntag 16 Mai 2010, 22:30
Der Name, den der Soldat nannte, sagte Landolin überhaupt nichts. Hatte er den Kerl wirklich schon vor dessen Besuch in der Apotheke gekannt, oder bildete er sich das nur ein?
Wie auch immer… Er hatte das Gespräch angefangen – es allzu schnell wieder zu beenden wäre ausgesprochen unhöflich gewesen.

“Jaaa., antwortete er gedehnt, “Gewissermaßen kann man Nighton als ruhiger bezeichnen. Zumindest wenn man die brodelnde Gerüchteküche und die Werwolfübergriffe außer Acht lässt. Aber das ist nichts, womit Drachenauge nicht mithalten könnte.“
Tatsächlich hatte der Hohentürmler in der Hauptstadt schon die ein oder andere merkwürdige Geschichte erlebt. Weit mehr jedenfalls, als in seiner Heimat – und das in weit kürzerer Zeit.
“Nightoner Gasthäuser, wie Ihr sie schildert, sind mir nicht bekannt. So etwas passt doch eher nach Nuru… Aber vielleicht war ich auch einfach nur zu oft und zu lange weg, um auf dem neuesten Stand zu sein.“ Er begleitete die letzten Worte mit einem Schulterzucken. Wirklich wichtig schien seinem Gegenüber dieses Thema ja nicht zu sein…

Dagegen interessierte sich dieser Sorydem Cerzes offensichtlich für den hiesigen Freundeskreis des Apothekers. Den es genaugenommen nicht gab. Landolin hatte meistens versucht seine Besuche in der Hafenstadt kurz zu halten – und außer einer gewissen Hochelfe war ihm hier niemand bekannt, den er ernsthaft hätte besuchen wollen. 
Zu dumm, zu dumm. Es sah ganz danach aus, als würde ihm nichts anderes übrig bleiben, als zu improvisieren. Oder besser gesagt die Wahrheit zu seinen Gunsten zu verdrehen.
“Nun, ich kenne einige Leute hier: Suffix den Barden – wer kennt ihn nicht?, Fjalladis Radran, die als Priesterin in der Kathedrale arbeitet, den Statthalter, Lady de Bourgh, den Händler Skor und seine Familie… Hm… der Apothekenturm hat nun schon eine ganze Weile geschlossen… Aber für den Anfang sollte es auch so reichen, oder?“
Der Heiler zwang sich zu einem Lächeln. Er konnte nur darauf hoffen, dass die Neugier des Soldaten dadurch gestillt war. Oder dass ihm weitere Namen einfielen, die er in den Raum stellen könnte…
Autor: Epik Datum/Zeit: Sonntag 30 Mai 2010, 16:07
Nur beiläufig merkte der Soldat aus Drachenauge, dass er sich in ein sehr interessantes Gespräch verhedderte - gleich einer Katze, die mit einer Wollkugel spielte.

"Werwölfe..." Das war zugespielt. Das war gewollt. Der Soldat merkte wie die wenigen Gedanken in seinem Kopf zwischen dem Lärm und dem Geschreie des Marktes versuchten aus dieser Erkenntnis eine Erinnerung zu gewinnen. Es gelang ihm sich an ein Abenteuer zu erinnern, an dem er vor Zeiten die nicht minder gefährliche Bekanntschaft mit Werwölfen geschlossen hatte. Und bei diesem künstlichen Gedanken musste er schmunzeln. Der Apotheker war kein Unbekannter. Unter der bewusst gespielten Fassade musste sich ein gewitzter Held vermummen; Wie nur konnte er diese Reise vergessen.

Nickend nahm er sein Tagebuch aus der Tasche. Ein schwarzes abgenutztes Band. Wie die Bücher, die man in der Kirche erstehen konnte, wenn man sich für die Götter interessierte. Doch er schien in diesem Moment nicht beten zu wollen, sondern packte hastig mit dem Zeigefinger ein paar Seiten zur Seite. Die Worte von Landolin schwappten an seinen Ohren vorbei. Und auch wenn er sie nur beiläufig registrierte, antwortet er höflich einen ebenso beiläufigen Wortlaut, um sein Interesse zu bekunden.

Dann hatte er die richtige Seite aufgeschlagen. Erst musste er die ersten Zeilen lesen, bis er die Reise für sich resümieren konnte. "Das Gasthaus, was ich meine scheint sehr gut von Soldaten besucht zu werden. Natürlich verlange ich dieses Wissen nicht von euch. Ich hatte die Stadt nach eurer Heilung nicht sofort verlassen und mich selbst dort untergebracht. Suppe und Schlaf hervoragend genossen, merke ich an, dass es insgesamt eine hervorragende Bewirtung war." Dann tippte er mit der Handfläche auf die offene Seite des Buches, dass sich vor seinem Wams aufbaute, wie eine Kathedrale voller Hinweise. "Das Buch hat mir geholfen mich zu erinnern. Ihr seid mir bekannt veehrter Landolin."

Bekannt. So sagte man das wohl, wenn sich Helden nach einer beendeten Reise wieder trafen und plötzlich gewzungen wurden, über alte Zeiten zu sprechen. Doch dieses Gespräch vermochte es vielleicht zu verhindern zu können, so einen langweiligen Ausgang nehmen zu müssen. Dieses Gespräch schon deshalb, weil der Apotheker einige Namen erwähnte, die ihm auch geläufig waren.
"So sagt, ihr kennt diese tapferen Männer und Frauen? Ich muss mich bei euch entschuldigen." Er verneigte sich und hörte Landolin aufmerksam zu. "Für einen Apotheker scheint ihr viel herumzukommen. Nicht nur weil wir uns schon einmal auf einem Abenteuer begegnet sind."

Fjalladas die Priesterin und Suffix der Barde. Beide waren auch in Drachenauge kein selten gehörter Name. Und wenn man Zeit hatte sich die Gazette durch zu lesen, konnte man viel über die Beiden erfahren.
"Ein Abenteuer, dass ich nur zu gerne vergessen würde. Im übrigen hörte ich, dass im Lande der Freien wieder Krieg ausgebrochen sein soll. Die Schiffe von dort erzählten über wilde Lykanen, die sie ihrer Habseeligkeiten beraubt haben sollen."

Er schloss das Buch, nachdem er einige Zeilen gelesen hatte und befand sich gleich wieder auf dem Schiff, mit dem sie damals gereist waren. Das Land der Freien, wie man es nannte, hatte den Soldaten inmitten seiner Arbeit um und mit Drachenauge vergessen lassen wie friedlich es hier in Dragonien doch war.
Autor: Landolin Datum/Zeit: Sonntag 30 Mai 2010, 17:22
Landolin schien tatsächlich Glück zu haben. Irgendein Teil seiner Erklärungen schien die Aufmerksamkeit des Soldaten geweckt zu haben – und jedes Gesprächsthema musste besser sein, als der Grund für seinen Besuch in der Hauptstadt. Ein wenig merkwürdig war es zwar schon, mit jemandem zu reden, der gleichzeitig in einem Buch blätterte, aber wen kümmerte das schon?
“Früher war ich ab und an einmal im ’Schwarzenfels’, doch seit ich die Apotheke übernommen habe, bin ich dort eher ein seltener Gast geworden. Es heißt ja auch nicht mehr so… Den neuen Namen kann ich mir aber beim besten Willen nicht merken. Tar… Tab. Dara. Ach, wie auch immer. Spracht Ihr von diesem?“

Dass Sorydem wenig später verkündete, dass sie einander bekannt seien, verwirrte den Hohentürmler dann doch.
“Wollt Ihr damit andeuten, dass mein Name in diesem Buch steht?“, fragte er zweifelnd, auch wenn in seiner Erinnerung das verschwommene Bild eines Schiffdecks auftauchte – und eine Gestalt, die an der Reling stand und sich Notizen machte.
“Aber ja, ich kenne viele tapfere Leute. Die allermeisten tapferer als ich selbst, nehme ich an, doch auch solche Männer und Frauen brauchen manchmal die Hilfe eines Heilers. Und ich habe lange in der Apotheke Sha’Nurdras gearbeitet, die von Christian di Asturien und seiner Gefährtin Neome geleitet wird. Die beiden haben mir viele Reisen ermöglicht…“
Wieder hatte der Soldat erwähnt, dass sie sich schon länger kannten – also hatte Landolin sein Gedächtnis doch nicht getrogen. Wieso aber wollte ihm nicht einfallen, welches Abenteuer es genau gewesen war?

Land der Freien! Das war es schließlich. Der Weltenwanderer! Wie hatte er das nur vergessen können?
“Krieg?“, fragte der Hohentürmler einsilbig. Er musste erst einmal seine Gedanken ordnen – und versuchen, diese neue Information mit den Gerüchten, die ihm zu Ohren gekommen waren, in Einklang zu bringen.
“Tatsächlich? Die neuesten Nachrichten, die mir bekannt sind, stammen wohl aus Nuru. Dort soll es ähnliche Probleme gegeben haben, wie in Nighton. Keine gezielten Überfälle, eher einzelne Attacken. Allerdings schürt auch das die Angst der Bevölkerung genug… Seit dem Werwolfangriff auf dem Fest hier in Drachenauge sitzt das Misstrauen tief. Und vielleicht war es ja auch zu lange ruhig?“
Der erste Gedanke, der Landolin bei derartigen Themen kam, war natürlich ’wilde Jagd’. Doch vielleicht gab es auch eine harmlosere Erklärung. Eine Hungersnot, Revierstreitigkeiten…

Bei den Niederhöllen! Wie lange war es nur her, dass er selbst das Land der Freien besucht hatte? Jahre. Jahre, in denen viel passiert war. Und in denen er offenbar auch so manches vergessen hatte…
Autor: Epik Datum/Zeit: Samstag 05 Juni 2010, 13:42
Das Gespräch zwischen ihm und den Apotheker hatte eine vorhergesehene Wendung angenommen. Zwischen den altbekannten Sätzen kleiner Zugeständnisse über sich und andere, erkannte der Soldat, dass es wohl die morgendliche Müdigkeit war, die ihn plötzlich und völlig natürlich aufschrecken ließ als er das Land der Freien hörte. Führwahr - er hatte noch keine größere Reisen durchlebt - war hier und dort in ein jeder Stadt und ein jedem größeren Dorf vielleicht schon gewesen oder vielleicht auch nicht. Deswegen waren es solche Erlebnisse, die ihn munter stimmen konnten, weil sie sich fest in seine Gedanken einbrannten.

Natürlich musste man das von beiden Seiten sehen. Hier am Marktplatz sah jeder das, was er sehen wollte. Sah ein seltenes Schmuckstück, was keines war und ließ es sich von einem Händler für teures Gold womöglich noch verkaufen. Oder die grobe Andacht beim Hafen, der über viele Meter im nördlichen Stadtteil wurzelförmig das Meer erfasste. Und dort hörte man viele Geschichten. Man hörte und lachte oder weinte und man merkte sich auch diese Geschichten, weil sie so unglaublich waren, dass sie womöglich stimmen konnten. Denn von Helden, die in Länder, wie das der Freien reisten, mussten die Geschichten ja stimmen, denn sie waren ja Helden und Helden erlebten viele Abenteuer.

Sor´Ce nickte und stimmte dem Apotheker zu. Die Zeit war gegeben sich zu bekennen, dass die Beiden vielleicht nicht sonderlich vertraut miteinander waren, aber durchaus einander kannten. "Es muss schon sehr lange her sein, dass wir uns dort getroffen haben, denn ich erinnere mich nur noch sehr waage an die Reise." Er kratzte sich am Kopf und ließ tief blicken, als er den Namen der früheren Taverne hörte. "Das muss an mir vorbeigegangen sein. Seitdem ich als Soldat diene und die Stadtwache stelle bin ich es meinem Sold schuldig vor allen Dingen die Zinnen innerhalb von Drachenauge im Auge zu behalten. Ihr müsst verstehen..." Er zuckte mit den Schultern, "... Der Name muss mir entfallen sein." Sor´Ce dachte daran einzugestehen, dass er auch nur deswegen kein elfisch oder zwergisch gelernt hatte, weil er sich die Wörter und Silben nicht so gut merken konnte. Mit dem Wort Schwarzenfels hatte er im Übrigen keine Probleme. Mitnichten fand er es deswegen auch schade, dass sich das Gasthaus umgenannt hatte. Wahrscheinlich war es Zufall, wenn er das nächste Mal auf das Teehaus traf.

Das Land der Freien weckte aber auch etwas in dem Apotheker. Es war wohl üblich als Held aufzuhorchen, wenn es um eine Geschichte ging, in der man selbst eine Hauptrolle spielte. Vielmehr hatte der Soldat  zu der Reise aber nicht zu sagen. So zog er es vor sich mit dem Apotheker über die Werwolfplage in den Städten zu unterhalten. Grade als Wache hatte man doch mit solchen Ereignissen zu tun - oder etwa nicht?

Und da war sie gewesen. Die rühmliche Abwesenheit des Helden, in der er sich auf dem schmalen Drachenberg begeben hatte. Mehr als ein Jahr hatte er oben verbracht gehabt, um sich selbst zu finden - mit saufenden Zwergen und Grabräubern und sonstigen Gesichtern. Mehr als ein Jahr lang hatte er die Städte nicht besuchen und sich wie der Apotheker ein Bild machen können. Also schwieg er zu diesem Thema mit einem bloßen Nicken. Nicht weil er sich nicht gerne darüber unterhielt, sondern weil er nichts darüber sagen konnte. Diesmal jedoch behielt er seine Unwissenheit für sich. "Sollen sie kommen, ob Werwolf oder sonstiges Getier." Dabei klopfte er wieder auf sein Schwert.

Dann brannte in dem Helden eine Frage, die er sich schon bei seinem kurzweiligen Aufenthalt in der Apotheke von Nighton gestellt hatte. "Wie bereitet ihr eure Kräuter zu? Ich sag einen rießigen Garten mit duftendem Grün und Blattwerk in allen Variatonen. Kann man die Kräuterkunst erlernen?" Es war eine Frage, die wohl nicht so einfach zu beantworten war. Abr Sor´Ce war ein Mensch, der nicht davor zurück schreckte Zeit für ein bisschen Wissen zu investieren. Grundsätzlich wollte er natürlich nicht seinen Beruf aufgeben und Gärtner werden. Aber vielleicht konnte er sich hier mit einem Meister der Alchemie über das eine oder andere Kraut unterhalten, dass ihm womöglich bei der nächsten Reise nützlich sein konnte.
Autor: Landolin Datum/Zeit: Sonntag 28 November 2010, 15:27
“Ja, ich fürchte auch. Wenn sie kommen wollen, werden sie sich nicht aufhalten lassen… Auch wenn es mir lieber wäre keine weiteren Schlachten erleben zu müssen.“
Keine Verletzungen mehr, die auch den letzten Funken klaren Verstandes durch Schmerz ersetzten, keine nächtelangen Zusatzschichten, in denen es nie an Patienten mangelte, um deren Überleben man kämpfen sollte. Zu seinem großen Glück hatte Landolin bisher noch nie einen richtigen Krieg erlebt, doch die kleineren Scharmützel der letzten Jahre hatten längst ausgereicht, um allein die Vorstellung davon beängstigend zu finden.
Sorydem hätte diese Denkweise als Soldat möglicherweise für feige oder egoistisch gehalten, weshalb der Hohentürmler darauf verzichtete sie laut auszuführen – oder tat sein Gegenüber nur so gelassen?

Wie dem auch sei – der Apotheker war sichtlich erleichtert, als das Gespräch auf vertrauten Boden zustrebte. Kräuter? Gut, darüber konnte er notfalls stundenlang reden.
“Oh, es gibt die verschiedensten Möglichkeiten zur Zubereitung: Extrakte, Salben, Tee, Tinkturen, Kaltauszüge, Sirupe… Je nach Pflanze haben sich die unterschiedlichsten Verfahren als sinnvoll erwiesen. Und ja – bis zu einem gewissen Grade kann man die Kräuterkunst durchaus erlernen. Sorgfalt, scharfe Augen und einen passablen Geruchssinn, sowie ein wenig gesunden Menschenverstand sollte man allerdings mitbringen, um böse Überraschungen zu vermeiden. Den Rest kann man mit Fleiß und Übung schon hinbekommen“, erklärte Landolin leichthin.
“Ihr interessiert euch für die Pflanzenkunde?“
Autor: Epik Datum/Zeit: Sonntag 28 November 2010, 18:22
Kräuter... Sor´Ce fragte sich was ihn geritten haben mag den Apotheker nach seiner Berufung zu fragen, sprudelte es aus diesem wie ein Quell unendlichem Wissen nur so heraus und hinterließ ein entsetztes Gesicht, erschlagen von der beruflichen Leidenschaft. Der Soldat zweifelte an seiner Vernunft zu glauben jemals so ein Handwerk auch nur ansatzweise beherrschen zu können und stellte sich vor, wie er inmitten einer Situation Zutaten für einen Trank verwechselte und sich damit ein Ableben bescherte. Bei diesem Gedanken musste er Schlucken.

"Nun ich hörte von mächtigen Druiden dieseits der Welten, die mit ihren Geschichten zu Legenden wurden. Reisende aus dem Hafen berichteten im Reiche Isua von sehr mächtigen Geschöpfen, weder Mensch noch Tier, die sich voll und ganz der Kunst des Waldes gewidmet haben. Jene Meister ihres Faches waren wohl wirklich Meister, Diener der Götter selbst, auch wenn ich nicht glaube, dass die Götter Medizin brauchen." Bei diesem Gedanken musste er schmunzeln und dachte darüber nach wie die Leute an den Lippen der Reisenden hingen, wenn sie an den örtlichen Tavernen ihre Fabelgeschichten erzählten. "Natürlich mögen es nur Geschichten sein, aber sie haben sich gut verkauft."

"Interesse schon. Ich habe viele Krieger kennengelernt die sich mich Alchemie beschäftigt haben, und sei es nur um sich die Wunden nach einem Kampf zu verbinden. Nachdem ich euch zugehört habe weiß ich wie kompliziert die Kräuterkunde ist. Womöglich liegt mir der gesunde Menschenverstand am Besten."

Sor´Ce dachte über die Frage nach und stellte sich vor was er mit der Kunst der Kräuter anstellen könnte. Wenn sein Ausbildung zum Kämpe vorüber war hätte er möglicherweise genug Rechte um einen kleinen Garten in der Kaserne zu unterhalten. Außerdem bräuchte er auf den Reisen nicht mehr so eine große Angst vor Infektionen zu haben. Gifte und allerlei würde er dann beherrschen zu heilen.

"Nun da wir uns doch schon etwas zu kennen scheinen, ohne nur das geringste voneinander zu wissen - was haltet ihr von einem Kaffee mit einem möglicherweise wertvollen Plausch. Nachdem ihr mein Leben mit eurem Gegengift gerettet habt muss ich darauf bestehen euch einzuladen."

Der Marktplatz war für jemanden der schon eine Weile in Drachenauge lebte nicht mehr sonderlich beeindruckend. Fürwahr konnte aber jemanden, der auf der Durchreise war der alltägliche Rummel und die vielen Gesichter schon erschrecken und ermüden.

Eine Gelegenheit sich zu erholen bot sich wohl oder gar schon an der nächsten Ecke und Sor´Ce dachte daran wie sehr er sich gerne etwas ausruhen würde. Die letzte Nacht war sehr anstrengend gewesen.

"Nun, was wisst ihr denn von Wölfen?" fragte der Soldat den Apotheker.
Autor: Landolin Datum/Zeit: Sonntag 28 November 2010, 23:01
Das Gesicht des Soldaten sprach Bände, als sich Landolins jahrelang angestautes Fachwissen nicht vollständig zurückhalten ließ. Soso, die Geschichten aus Isua hatten es ihm also angetan…
“Ich fürchte das kann ich kaum beurteilen. Ich war nie in Isua – und ich habe zu viel erlebt, um absolut ausschließen zu können, dass ein wenig Wahrheit in derartigen Legenden steckt.“
Lachend dachte der Heiler über den merkwürdigen Umstand nach, dass manche Leute schon dazu neigten ihn als Meister seines Fachs zu bezeichnen. Dabei konnte er es sich nicht einmal annähernd vorstellen, dass man jemals derart ehrfürchtig von ihm sprechen würde…

“Wenn es allerdings nur darum geht Wunden zu versorgen... Den ein oder anderen Ratschlag könnte ich Euch da schon geben, bei dem ihr nicht viel falsch machen könnt. Rotöl zum Beispiel. Die Herstellung nimmt einige Zeit in Anspruch, aber es wirkt.“
Der Hohentürmler zuckte unbestimmt mit den Schultern. Es lag wohl an Sorydem, ob er noch mehr hören wollte, oder nicht.
“Zu einer Tasse Kaffee würde ich aber nicht nein sagen. Wenn Ihr einen geeigneten Platz kennt…“

Tatsächlich kannte sich der Wächter – wie kaum anders zu erwarten – gut in der Stadt aus und steuerte zielstrebig auf den Rand des Marktplatzes zu.
“Wölfe? Nun, sie jagen in Rudeln, sind an und für sich dem Menschen gegenüber eher scheu… Fleischfresser, die ab und an auch Nutztiere reißen und daher eher wenig beliebt sind. Sehen ähnlich aus wie große Hunde, sollten jedoch mit noch mehr Vorsicht behandelt werden. Man trifft als Reisender aber für gewöhnlich höchstens in strengen Wintern auf Wölfe. Auch wenn ihre Zahl hier in Dragonia in den letzten Jahren anzusteigen scheint…“
Landolin hatte fragend die Augenbrauen gehoben, denn er war sich nicht ganz sicher, weshalb sein Gegenüber diese Frage gestellt hatte – und ob seine Antwort nicht völliger Blödsinn war.
Autor: Epik Datum/Zeit: Donnerstag 02 Dezember 2010, 18:01
Isua, Rotöl und Wölfe passten nicht zusammen. Sor´Ce merkte es an der steigenden Verwirrung im Gespräch mit dem Apotheker. Vielleicht brachte ein herzhaftes Getränk und ein guter Sitzplatz etwas Licht in die Sache.

Da sie der Wirt nicht sofort beachtete versuchte der Soldat die Gedanken zu ordnen. Sein Gesicht verdunkelte sich hinter der Klinge seiner Berufung, die er aus seinem Leder herausgezogen hatte um eine korrekte Sitzhaltung annehmen zu können. Dann legte er sie surrend an den Tisch und schaute dem Apotheker beim Hinsetzen zu. Künstlich schwerfällig tat dieser sich, wobei dies wohl Angewohnheit zu sein schien.

"Veehrter Landolin, da die Reise in das Land der Freien mich nur noch an das schreckliche Schiff erinnert mit dem wir dorthin segelten und an das Gemetzel bei den Dörfer, würde ich gerne die Pause nutzen um euch zu fragen wie es euch seitdem ergangen ist.

Ich ..."

Der Held stockte und schien einen Moment abwesend zu sein. Nein ganz und gar für einen Moment fern von dieser Welt. Dann sprach er wie in Trance: "Ich fühle mich seit der Reise des Nachts sehr unwohl. Als ..."

Dann zuckte er wieder schnell in die Richtung des Apothekers und beendete: "Als hätte das Abenteuer etwas in mir geweckt. Etwas das lieber nicht geweckt werden sollte. Eine Leidenschaft für ferne Reise." Die letzten Worte flüsterte er nur heraus und blies sie gegen die Klinge auf dem Tisch. Für einen sekundenlangen Augenblick machte er den Eindruck seelenloser Unruhe, um dann gleich wieder in die alte und neue Ruhe vorzufinden mit der man ihm begegnete. War dies sein Fluch?

Was ihn wirklich belastete schimmerte aus dieser kurzen Situation wohl kaum merklich heraus, denn er überspielte sie mit Leichtigkeit. Nur jemand mit sehr guten Menschenkenntnisse konnte von sich aus behaupten einem von Wahnsinn Befallenenen vor sich sitzen zu haben.

Aber vielleicht teilte Landolin diese Eindeutigkeit.

"Nun ich dachte ihr hättet sie gesehen. Die Wölfe. Ausgeraubte Reisende von Nuru und dem Elfenwald beschweren sich über die unsicheren Handelsrouten. Sie seien kaum ausgebaut und seien beherrscht von wilden Getier." Er räusperte sich kurz als er den Wirt sprechen ließ und antwortet diesem nur mit einem Nicken und eine Hand mit zwei Finger. Als der Wirt von dannen zog fuhr er fort: "Es gibt neben all den schönen  Dingen in Dragonien leider auch viel Unschönes. Wenn ihr die Wölfe auf eurer Route zu Drachenauge nicht gesehen habt, müsst ihr entweder Glück gehabt haben oder einen Schutzengel. Aber vielleicht seid ihr als erfahrender Apotheker schon in Ländern gewesen wo man Wölfe belächelt, weil es dort noch viel schlimmeres Getier gibt?"

Sor´Ce war sich sicher seit der vergangenen gemeinsamen Reise viel verpasst zu haben.

"Erzählt ihr mir von euren Reisen Landolin? Vielleicht kann ich euch im Gegenzug die Kaserne zeigen."

Natürlich hatte er die Gelegenheit verpasst den Zusammenhang zwischen Wölfen, Rotöl und Isua herzustellen. Aber das gelang ihm vielleicht später noch.
Autor: Landolin Datum/Zeit: Donnerstag 02 Dezember 2010, 19:29
Dieser Mensch schaffte es in kürzester Zeit Landolin völlig zu verwirren. Womöglich war das der Grund dafür, dass er sich nur zögerlich an den Tisch setzte und sogar einen Moment lang mit dem Gedanken spielte wichtige Geschäfte vorzutäuschen. Er konnte diesen Soldaten einfach nicht durchschauen… und er mochte die Klinge nicht, die sich funkelnd von dem Holz zwischen ihnen abhob. Aber der Heiler war schon mit anderen Kerlen fertig geworden. Mit ganz anderen.

Dennoch konnte er nicht verhindern, dass seine Augenbrauen misstrauisch in die Höhe wanderten, als er Sorydem so von der fast vergessenen Reise reden hörte. Es war Jahre her!
Rasch versuchte der Hohentürmler seine Miene eher fragend, als argwöhnisch wirken zu lassen und jedes einzelne Wort seiner Antwort schien doppelt geprüft zu sein. Schließlich hatte er nicht vor am Ende noch unnötig viel Aufmerksamkeit zu erregen. Nicht heute, nicht in dieser Stadt.
“Es erging mir mal besser und mal schlechter, wie es halt so ist. Ich kann nicht behaupten, dass ich mich beschweren müsste. Ferne Reisen empfinde ich jedenfalls immer noch als zu anstrengend und unliebsam, um sie zur Gewohnheit werden zu lassen, auch wenn man sie manchmal nicht umgehen kann.“

Das Gespräch schwenkte zurück zu den Wölfen. Vermutlich war Landolin nicht ganz unschuldig an den abrupten Themenwechseln, aber es verunsicherte ihn dennoch. Er konnte einfach keinen roten Faden erkennen…
“Oh, wenn Ihr darauf besteht… Ich habe die Wölfe gesehen. Im letzten Winter.“
Ein selbstgefälliges Lächeln, das nicht wirklich zu ihm passen wollte und das zum letzten Mal wohl eine recht eingeschüchterte Orktruppe zu sehen bekommen hatte, umspielte die Lippen des Apothekers. “Allerdings erschienen mir die Tiere eher weniger gefährlich. Obwohl einer von ihnen reichlich übermütig war. Aber gut – sein Fell eignet sich hervorragend dazu zerbrechliche Phiolen auf längeren Strecken zu schützen.“
Mühsam zwang er sich dazu wieder eine neutralere Miene aufzusetzen.
“Schlimmeres Getier gibt es beinahe überall, würde ich fast meinen.“

Aus irgendeinem Grund schien der Soldat nicht gewillt zu sein, das Gespräch kurz zu halten. Reisen, Kasernen… Landolins Augen verengten sich unmerklich. Doch es hätte schlimmer kommen können. Der Mann konnte nicht wissen, wie viel er erlebt hatte – er musste also gewiss nicht mehr erzählen, als er wollte.
“Wenn Ihr glaubt, dass es Euch nicht langweilen wird… Zieht Ihr Berichte über die Wüste vor oder wollt Ihr, dass ich die alten Geschichten über die drachenaugener Kanalisation aufwärme?“
Welche Wahl der Soldat auch immer traf… Insgeheim hoffte Landolin darauf, dass Sorydem nicht beide Berichte hören wollte.
Autor: Epik Datum/Zeit: Donnerstag 02 Dezember 2010, 22:29
Wölfe, Rotöl, Isua, Klinge auf dem Tisch, Kanalisation, Wüste, Land der Freien, Reisen, Kräuterkunst, Lycantrophen, Verwirrungen, Absichten, Fachkunst.

Was für ein Gemetzel an Worten. Sie stachen sich durch ein Gewirr aus Zusammenhängen und fanden keine Ruhe - dort wo sie waren, sollten sie nicht bleiben. Sor´Ce dachte daran das Treffen mit dem Apotheker in sein Tagebuch zu vermerken. Sollte er in der Gegend seines Geschäftes sein würden sie sich sicherlich wieder in ein Gespräch verheddern wie die Fliegen ins Spinnennest.

Sor´Ce wählte geschickt die tadelose Freiheit den Apotheker mit Fragen zu löchern. Es schien den Mann sichtlich nervös zu machen. Oder war es seine Waffe am Tisch? Dabei blitzte er die Klinge wie einen Schuldigen an, bereit sie dafür zu tadeln. "Ja es war eine weite Reise. Eigentlich mehr denn je ein Grund sich an die Ereignisse zu erinnern. Vielleicht bereitet mir das ja Kopfzerbrechen - nicht die Reise, sondern die verloren gegangenen Erinnerungen. Werde ich schon zu alt um mich zu erinnern? Nein, keine Antwort Apotheker - die gebe ich mir selbst."

Er schnalste mit der Zunge als der Wirt mit den zwei Tassen Kaffee zurück kam. Als der Soldat den Goldbeutel erhob um die Verschlusssehnen zu öffnen erhob der Wirt schuldig die Hand und beteuerte, dass der erste Kaffee umsonst sei. "Man dankt.", sagte Sor´Ce und widmete sich mit einem ersten Schluck Landolin, der nicht aufhören wollte zu reden. Mein Fehler, dachte Sor´Ce. Warum stelle ich ihm auch soviel zur Rede. Die Kunst der Sprache muss ich wohl noch lernen.

Dann musste er grinsen. Zum Glück war er sich nicht ganz und gar seinen Gedanken erlegen, konnte er den letzten Satz mit den Wölfen noch aufschnappen und sei es auch nur um darüber zu lachen. "Ja sehr wohl. Die Wölfe von denen mir Reisende berichteten sollen aber etwas größer als die normalen Tiere sein, wie man sie im Wald vorfindet. Natürlich sollen sie genauso wild und unberechenbar sein. Es ist halt schädlich für unsere Handelswege ... oh wie findet ihr den Kaffee. Hervorragend oder?" Ablenkend auf das Getränk schaute sich der Soldat etwas auf dem Markt um und nickte wenn der Apotheker wieder auf eine seiner Fragen antwortete mehr als eifrig interessiert, aber nicht zu eifrig.

Der Morgen würde bald vorüber sein. Wann war nochmal die nächste Schicht? Wenn es keine Ausfälle gab würde er sich gegen Mittag auf den Weg machen. Vorher jedoch sollte ihm der Apotheker noch eine Geschichte von seinen Reisen erzählen. Nur ein wahrer Abenteuer hatte das Land gesehen und war schon mal dort gewesen.

"Wüste, soso... " Sor´Ce wurde sichtlich misstrauisch. Von einer erdichteten Wüste wusste er jetzt schon zuviel - hingegen ihn die Kanalisation von Drachenauge schon etwas mehr interessierte. Immerhin kannte er die Stadt schon recht gut.

"Nun ich kenne die Kanäle nur so gut wie ich sie nie betreten habe. Ich kann beiden eurer Vorschläge nichts abgewinnen - so entscheide ich mich wohl für das kleinere Übel. Ihr ... verzeiht mir kurz. Nein, nein fahrt ruhig fort. Ich will mir nur etwas notieren."

Er nahm Kreide und Papier und malte darauf Wörter, dann legte er das Papier auf den Tisch. Landolin konnte auch ohne zu spionieren sehen, dass sich dort die Worte Rotöl, Wölfe und Isua in einem Dreieck zueinander befanden. Warum auch immer dieser Verrückte das gemacht hatte, der Soldat musste wohl sein Gründe dafür haben. Jedenfalls stand bei Rotöl noch ein Fragezeichen. Anscheinend wollte Sor´Ce noch mehr von der Zutat erfahren.
Autor: Landolin Datum/Zeit: Dienstag 07 Dezember 2010, 21:11
Einmal mehr wanderten Landolins Augenbrauen nach oben. Es war doch nichts Ungewöhnliches, dass man nach einigen Jahren viele Aspekte einer Reise vergaß, oder? Bei Seereisen glich ein Tag dem anderen. Die Weiten der Wüste unterschieden sich nur durch die extremen Temperaturschwankungen und das erschreckend rasch schwindende Gewicht des Proviants. Warum man sich an all das im Detail erinnern sollte, war dem Heiler schleierhaft. Und die Hauptpunkte kannte der Soldat doch noch, oder nicht?

Mit einem leichten Kopfschütteln wandte er sich dem Wirt zu und nickte dankbar, als ihm dieser den Kaffee überreichte. Wenigstens das war etwas, das keine Überraschungen für ihn bereit hielt.
“Oh? Äh… Für Kaffee ist der hier wirklich nicht schlecht“, meinte der Apotheker, nachdem er vorsichtig an dem heißen Getränk genippt hatte.
Das Misstrauen, das ihm Sorydem ob der Sache mit der Wüste entgegenbrachte, verwirrte ihn jedoch ein wenig – nur ein wenig diesmal, denn mittlerweile traute er seinem alten Bekannten so gut wie alles zu.

“Nun, ich muss Euch beim besten Willen nichts erzählen, wenn es Euch nicht zusagt.“ Der junge Mann lachte leise, doch der Ausdruck seiner Augen blieb nach wie vor wachsam distanziert. “Ihr hattet gefragt und das war die Auswahl… Wenn Ihr damit nichts anfangen könnt, tut es mir leid. Aber es gibt wohl doch größere Abenteurer als mich.“
Und es gab etliche Geschichten, von denen er diesem Soldaten hier ganz sicherlich nichts erzählen wollte…
Einen Moment lang fiel Landolins Blick auf den Zettel, den der Krieger beschmierte. Rotöl, Wölfe und Isua. Penibel angeordnet. Kein Wunder, dass der Kerl ständig zwischen den Themen hin und her sprang, als wären sie eins. Denn aus irgendeinem Grund, schien er einen Zusammenhang zu sehen, der dem Heiler völlig schleierhaft blieb. Eigentlich auch egal… So viel Ehrgeiz, dieses Rätsel lösen zu wollen, besaß der Hohentürmler an diesem Tag wirklich nicht.
Autor: Epik Datum/Zeit: Donnerstag 09 Dezember 2010, 19:16
In gewisser Weise musste der Soldat noch die Kunst des Redens und des Redens lassen noch erlernen. Er merkte die steigende Verwirrung und Glanzlosigkeit in ihrem Gespräch; gleich einer leeren Hülle die vom Wind leicht hinfort getragen und diesem schutzlose ausgeliefert war. Gleich einem Stück Obst, in dem keine Frucht war. Dabei lag es nicht daran, dass Sor´Ce nicht zuhören mochte oder konnte. Schließlich war er als Stadtwache jemand, dessen Arbeit mehr oder weniger am Tage daraus bestand sich die Probleme im Inneren der Zinnen anzuhören und zu versuchen einen guten Schlichter abzugeben. Es war auch nicht der Apotheker selbst, der ihn mit seinen Geschichten aufheitern sollte. Rastlosigkeit musste es sein. Die Unruhe etwas tun zu müssen. Zu vereisen und in gewisser Weise ein Ziel zu haben. Der Soldat war schon sehr lange in dieser Stadt. Mit dem Zeitpunkt seiner Reise zu den Drachenbergen nach der Vollendung seiner Grundausbildung hatte er den Grundstein für seine Bestimmung gelegt. Er war ein Abenteurer und musste das tun was ein Abenteurer tat.

"Oh ich habe schon viele große Abenteurer gesehen veehrter Landolin. Seid nicht erbost wenn ich uns beide heute nicht zu Legenden machen kann." Er lächelte ein wenig und trank einen großen Schluck aus dem Becher gefüllt mit pechschwarzem Gold. "Der Kaffee ist wahrlich der Beste den es gibt. Der Wirt nennt einen Ort seine Heimat, der nicht in diesen Landen liegt. Seitdem er hier sesshaft geworden ist, komme ich jeden Tag hierher." Er nahm das Schwert vom Tisch und legte es am Rücken so an, als wolle er sich gleich damit selbst erstechen. Ein Surren ertönte, als die tödliche Klinge von den Riemen des Leders an eben seinem Rücken erfasst wurde und soweit nach unten gleitete, dass sie hinten am Stuhl heraus schaute. Somit musste der Apotheker wenigstens nicht mehr glauben gleich hier ermordet zu werden, nachdem er sich seinen Kaffee reingezogen und seinen letzten Wunsch ausgesprochen hatte.

Da sie beide Geschichten über Abenteurer ermüdeten und Sor´Ce sie beide auch nicht wirklich für die Sorte von Helden hielt, die gerne über ihre Schicksaale plauderten, gönnte er sich sein Interesse an der Kräuterkunde, die ihn weiterhin behagte, beherzigte und bezirzte. Kräuterkunde. Nur wenig war von dem übrig geblieben, was der Apotheker mitten auf dem Platz unter dem Tumult des Marktes von sich gegeben haben mochte. Deswegen fragte der Soldat gezielt nach, um zu vermeiden von dem Schwall an Wissen erdrückt zu werden, der sich über ihn ergoss sobald er Landolin seinen Mund zu dem Thema aufmachte.
"In gewisser Hinsicht könnten wir schon noch einige Zeit hier sitzen und über unsere Reisen erzählen. Aber ich halte weder mich noch euch für einen herausragenden Geschichtenerzähler. Und da ich gewzungen bin über Wölfe und Hunde und anderes zu reden, sobald sich wieder ein Reisender über die unsicheren Handelswege beschwert, halte ich es für Wahnsinn und Langeweile zugleich sich diesem Überdruss an Worten zu ergeben. So seht es mir nach, dass ich am Tage genug Geschichten höre um alle Tavernen in Dragonien ein Jahr lang zu füllen, und sei es auch nur zur Belustigung." Er holte tief Luft und pustete das nächste Wort heraus: "Kräuterkunde ...," nur der Anfang kam abprubt, dann sprach der Soldat wieder gleichmäßig: "... mit einem Apotheker nicht über Kräuter und Tränke zu sprechen wäre ein Fas. Ihr habt eine Kunst erlernt für die ich mich interessiere. So können wir wahrlich bis zu meinem Schichtwechsel weiterhin leidenschaftslos über Reisen erzählen und uns am Ende übergeben oder mir vielleicht helfen ein paar Kenntnisse zu sammeln was Kräuterkunde oder das Pflegen von Vergiftungen und Wunden angeht; wobei euer Anteil vielleicht daran bestehen mag längst vergessenes wieder aufzufrischen." Er räusperte sich. "Viele Möglichkeiten, eine Entscheidung. Natürlich können wir auch getrennte Wege gehen und uns ein andern Mal kennen lernen."

Kräuterkunst war in diesem Beisammensein wohl ein klarer Favorit. Nicht nur weil Sor´Ce etwas mehr darüber erfahren wollte. Der Zettel mit den Notizen wehte davon. Doch den Soldaten schien es nicht zu kümmern. Möglicherweise wurde aus dem verrückten Soldaten jemand, der wirklich ernsthaft Interesse an einem Gespräch hatte.
Autor: Landolin Datum/Zeit: Dienstag 21 Dezember 2010, 00:09
Landolins Lächeln nahm einen eine Spur zu bösartigen Zug an, als der Soldat nicht nur sich selbst, sondern auch noch den Heiler zu den unwichtigeren Personen des Reiches zählte. Schön, wenn Sorydem es so sah – doch der zeitweise Anführer der Schwarzen Reiter dachte bei sich, dass es etliche Leute anders sehen könnten. Nun gut, hoffentlich nicht in der Öffentlichkeit, gestand sich der junge Mann ein, während sein Lächeln verblasste, denn ein ruhmreicher Teil seiner Vergangenheit war das sicherlich nicht.

Das blitzende Schwert verschwand vom Tisch und einen Moment lang gab sich der Hohentürmler der Illusion hin, dass das Gespräch damit beendet sei. Allerdings nur einen Moment lang.
“Ich habe beim Legendenwettbewerb in Sha’Nurdra gar nicht so schlecht abgeschnitten“, verteidigte sich Landolin verwirrt gegen die anhaltenden, halb verdeckten Unfreundlichkeiten, “Aber wenn Ihr mehr über die Kräuterkunde hören wollt… Meinetwegen. Wie gesagt halte ich Rotöl für ein ganz gutes Mittel für Laien. Man kann dabei nicht viel falsch machen. Und es hilft besonders gut gegen Verbrennungen. Hirschhornflechte ist auch ganz praktisch, vor allem bei schlecht abheilenden Wunden. Wenn man ohne vorbereitete Heilkräuter unterwegs ist, empfiehlt sich Spitzwegerich… Aber das ist Euch sicherlich bekannt, oder nicht?“

Ein wenig Ahnung von Heilkräutern hatten doch die meisten Krieger, zumindest waren die einfacheren Tricks in Nighton allgemein bekannt.
“Bei Vergiftungen wird es schwieriger. Tarnelenblüten haben sich bewährt – am besten verwendet man Auszüge oder Abkochungen, um Bauchschmerzen zu vermeiden. Wenn man denn welche hat. Innerlich kann man auch Kohle verwenden. In vielen Fällen hilft das gut. Bei äußerlichen Vergiftungen… es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten und man kann so viel falsch machen, dass es manchmal besser ist, einfach auf die Heilkräfte des eigenen Körpers zu vertrauen.“
Der Heiler musterte sein Gegenüber kurz. “Über was würdet Ihr denn gerne mehr wissen? Ich will Euch nicht mit einem Dutzend verschiedener Verwendungsmethoden belästigen, die Ihr im schlimmsten Fall auch noch durcheinander werft.“
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Montag 30 Mai 2011, 19:54
Berufliche Gründe hatten Fjalladis nach Drachenauge geführt, nachdem sie der Hauptstadt so lange fern geblieben war, und die Elfe beschloss, die Gelegenheit für das eine oder andere zu nutzen, das zu tun sie schon seit längerem beabsichtigte. Dazu zählte u.a. der Verkauf der an sich hübschen, aber für sie wenig nützlichen Drachenfibel, die sie von einer ihrer Reisen mitgebracht hatte. Sie hatte keine Ahnung davon, was das Stück wert war, aber sie wusste, dass klingende Münzen ihr in Nighton weiter helfen würden als ein Schmuckstück, das sie ohnehin nie tragen würde, und da man wohl nirgendwo in Dragonia mehr dafür bekommen würde als hier in der Hafenstadt...
Tatsächlich gelang es der Elfe irgendwann, einen Händler ausfindig zu machen, der an der Fibel interessiert und sogar bereit war, einen hohen Preis dafür zu zahlen, der immerhin etwa so viel betrug wie sie in einem ganzen Jahr vom Paladinorden bekam.

- 1 Drachenfibel (Wert: 2000 GM)
+ 2000 GM
Autor: Darius Datum/Zeit: Freitag 08 Juli 2011, 22:11
Nach seinem ereignislosen Aufenthalt in Nuru und seinem kurzen Zwischenstopp in Nighton war Darius schliesslich nach Drachenauge geflogen. Die gigantische Haupstadt erstreckte sich majestätisch unter ihm als er näher kam. Unzählige Häuser, Türme und Strassen lagen unter ihm, als er auf den eintreffenden Verkehrsstrom zuhielt der das Tor der Hauptstadt passierte.

Darius landete nahe der Straße und schloss sich der ankommenden Menge am Tor an.
Glücklicherweise kam er ungehindert durch das Tor, da die Wachen sowieso genug zu tun hatten, als dass sie sich mit einem einzelnen Drachen aufgehalten hätten.
Nachdem er eine Zeitlang der Haupstraße gefolgt war, erreichte Darius schliesßlich den Markt.

'Hoffentlich treffe ich hier einen anderen Drachen, der mir die Stadt zeigen kann', dachte er bei sich.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Dienstag 13 Dezember 2011, 20:51
Eigentlich war es nur ein ganz normaler Tag im Frühwinter. Das Wetter war trist, es regnete wie aus Eimern, dazu war es unangenehm kalt und windig. Wer auf den Markt musste, sah zu, dass er seine Geschäfte so schnell wie möglich erledigte, um wieder ins Warme zu kommen. Das Ende des Jahres rückte immer näher. Da strahlte am frühen Abend plötzlich ein warmes Licht auf, erhellte kurz die erstaunten Gesichter der Vorbeieilenden und verlosch dann wieder. Mitten auf dem Marktplatz jedoch fand sich plötzlich ein einfacher, dreibeiniger Schemel aus dunklem Holz. Eine einzige Socke lag darauf - rot und grün geringelt und so groß, dass sie einem Riesen eher passen mochte als einem normalen Menschen. Eine Rolle Pergament lag daneben, und auf der stand geschrieben:

Trage mich von Ort zu Ort,
lass mich reisen, nicht verweilen -
denn kaum da, will ich von dort
schon zum nächsten weiter eilen.
Ist der Weg allein mein Ziel,
Gaben sammeln, Gaben bringen
gebe ich der Freuden viel
hör vor Glück die Leute singen.


Und darunter stand in leuchtend roten Lettern noch dieses Rätsel:

Ich bin gewaltig, breit und schwer,
ohne Füße kriech ich auf dem Bauch einher
und laufe dennoch so geschwind
wie der Wind.

Sag mir, wohin will ich gehn? Wo ist dieses Ding zu sehn? Du weißt es nicht? Dann hör, was dieses Rätsel spricht:

Wenn man es braucht,
wirft man es weg,
wenn man es nicht braucht,
holt man es wieder zurück.

So, nun solltest du es wissen - solltest nun mein Ziel nicht missen.

Autor: Yodxkelyryth Datum/Zeit: Mittwoch 14 Dezember 2011, 07:20
Ruhig und bedacht flog der junge Silberdrache über die Stadt hinweg, die er bewachte. Als Wächter dieser Stadt hatte er ja bisher nur diese eine Aufgabe, die aber immerhin einen netten Verdienst einbrachte. Und auch entdeckte er oft einige Sachen, die man vom Boden aus nicht so leicht entdeckte. Und auch heute entdeckte er etwas wirklich verdächtig. Eine rote Socke mitten auf dem Marktplatz und noch dazu mit hellem Licht. Doch sehr verwunderlich, dass musste man schon sagen. Er flog hinab um es sich näher anzusehen.

Dort blickte er jedoch nur verwundert auf das Pergament neben sich. Er hätte wirklich lesen können sollen. So erkundete er sich bei einem nahen Händler, der es konnte, danach und lies sich vorlesen. Erst wirkte der Silberdrache etwas verzweifelt, dann jedoch flog er mit der Socke in den Krallen gen Himmel. Wie durch Zufall wanderte sein Blick zum hafen, wo gerade ein Schiff anlegte. Im Hintergrund segelten welche vorbei. Ja klar! Der Hafen! Diese Segel erinnerten ihn doch sehr an einen Bauch. Und er treibt die Schiffe an, wie es aussah. Und man warf es weg? Der Anker! Es musste einfach der Hafen sein! So flog er auf und davon um diesen zu erreichen.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Sonntag 25 Juni 2017, 15:52
„Ich muss Sâmul noch was interessantes sagen“, begann der auffällig unauffällige Mann als sie den Marktplatz schon fast erreicht hatten. „Ich weiß, dass Sâmul für die Stadtwache arbeitet und vielleicht nicht so leicht Probleme bekommt, wie andere Leute. Wenn er aber Probleme mit der Stadtwache bekommt, während er in der Sache unseres Freundes arbeitet, sollte er wissen was er sagen sollte. Er sollte verlangen, dass sein Onkel in Kenntnis gesetzt wird. Falls er gefragt wird welcher Onkel, dann sollte er sagen, dass der Hauptmann es schon wissen werde. Ja, so sollte es Sâmul halten. Allerdings nur und wirklich nur, wenn er für unseren Freund arbeitet. Nicht in eigener Sache.“

Mit einem Gesichtsausdruck, als habe er seinen Gesprächspartner gerade in die tiefsten Geheimnisse der Magie eingeweiht, erreichte der unauffällige Mann schließlich den Stand der Kräuterfrau. „He Kräuterweib“, sagte er. „Kannst Du uns aus Deinen Kräutern auch frischen Tee aufbrühen? Es soll Dein Schaden nicht sein.“ Als die Verkäuferin daraufhin wissen wollte, ob ein Kräuterschnaps nicht eher den Geschmack der Herren träfe, verneinte er kopfschüttelnd.
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Sonntag 25 Juni 2017, 17:06
»Sein Onkel muss in Kenntnis gesetzt werden, der Hauptmann wird das schon wissen, jaja, aber nicht in eigener Sache, neinnein!« murmelte Sâmul, als der unauffällige Mann ihm erklärte, wie er sich verhalten sollte, wenn er einmal Probleme mit der Stadtwache bekam, während er im Auftrag des ominösen Strippenziehers im Hintergrund unterwegs war. Ob der blonde Jüngling die Erklärungen des anderen Mannes wirklich verstanden hatte, konnte man nicht wirklich sagen, aber er lächelte wieder und sah sehr zufrieden aus.

Schließlich erreichten die beiden den Stand der Kräuterfrau und Sâmul rief ihr lachend zu: »He, du Kräuterweib, hast du noch getrocknetes Xzshayrkraut? Sâmul liebt Xzshayrkraut!« Ohne eine Antwort abzuwarten nickte der blonde Bursche dann schnell zustimmend zu den Worten seines Begleiters und klatschte fröhlich lächelnd in die Hände, dann schüttelte er jedoch schnell wieder mit dem Kopf. »Neinnein, kein Schnaps!« sprach er und wedelte empört mit dem Finger vor dem Gesicht der Kräuterfrau herum. »Sâmul hat seinen neuen besten Freund hier zu einem guten Tässchen Tee eingeladen. Eile dich, du Kräuterweib, und du bekommst ein gutes Trinkgeld!«
Autor: Phelan Datum/Zeit: Montag 26 Juni 2017, 23:03
„Ich habe jedes Kraut“, behauptete die alte Frau ohne durch die geringste Veränderung ihrer Miene oder ein kurzes Zögern zu verraten, ob ihr der exotische Name etwas sagte oder ob der Beutel, den sie unter dem Tresen hervorholte, einfach irgendein Kraut enthielt. Beschriftet war das kleine Jutesäckchen jedenfalls nicht. Und auch sonst keines der Gefäße in denen die Alte ihre Waren aufbewahrte.

„Eine gute Wahl, um eine neue beste Freundschaft zu würdigen“, behauptete sie, während sie ein paar der getrockneten Blätter in zwei Tassen gab. Dann griff sie nach einer kleinen metallenen Kanne und hielt ihre freie Hand darunter. Schon bald tanzten Flammen zwischen dem Blechboden und der offenen Handfläche und ein wenig später hörte man wie das Wasser seinen Siedepunkt erreichte. „Lasst ihn noch ein wenig ziehen, meine Herren“, riet sie und goss den Inhalt der beiden Tassen auf.
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Dienstag 27 Juni 2017, 23:28
»Jedes Kraut? Darüber sprechen wir später noch einmal, du Kräuterweib. Vielleicht kannst du mir eine unvergleichliche Melange zusammenstellen«, meinte Sâmul kurz grinsend in Richtung der Kräuterfrau und wandte sich dann wieder voll und ganz seinem Begleiter zu, die tanzenden Flammen zwischen Handfläche und Kannenboden schienen ihn jedenfalls kaum zu beeindrucken oder er zeigte es nur nicht.

Als sie den Tee aufgegossen hatte, schob Sâmul eine der beiden Tassen in Richtung seines unauffälligen Begleiters und die zweite Tasse näher zu sich. »Xzshayrkraut ist sehr teuer. Aber es wirkt belebend und öffnet den Geist. Es gibt nichts besseres um eine neue Freundschaft zu begießen, vor allem wenn sie so lukrativ ist wie diese«, erklärte der blonde Bursche lächelnd und ließ seinen Blick dann kurz über das Marktgeschehen wandern.

»Sâmul ist nicht nur an Klimpergeld interessiert. Sâmul hat sehr hohe Ambitionen. Sâmul will viel erreichen, hoch hinaus. Es reicht nicht, ein einfaches niederes Mitglied der Stadtwache zu sein. Nein, das ist nur der Anfang, nichts weiter, es ist der Beginn von etwas viel Größerem.« Lächelnd blickte er wieder zu seinem Begleiter herüber und deutete auf dessen Tasse. »Nimm bitte einen Schluck. Ich bin gespannt, wie dir der Tee schmeckt...«
Autor: Phelan Datum/Zeit: Mittwoch 28 Juni 2017, 21:02
„Unvergleichliche Melangen sind meine Spezialität“, behauptete die Kräuterfrau, ohne dabei rot zu werden. Seltsame Kundschaft hatte sie da heute. Sie hatte mit mehr Reaktionen auf ihren Zauber gerechnet. Nun, solange sie für ihren Tee bezahlten, war es ihr egal.

„Da bin ich aber gespannt“, sagte der unauffällige Mann, als Sâmul von der Wirkung dieser Pflanze mit dem exotischen Namen berichtete. Dennoch hatte er es nicht eilig damit davon zu kosten. „Immer nach Dir mein Freund“, erwiderte er mit einem unschuldigen Lächeln. „Ihr seid also ein Mann großer Ambitionen. Das gefällt mir.“ Um Moment mochten die großen Töne, die der blonde Jüngling spuckte, noch komisch wirken. Doch sein Begleiter wollte nicht ausschließen, dass der Kerl seinen Zielen eines Tages so nahe kam, dass es wichtig würde ein Auge auf ihn zu haben. Talent hatte er jedenfalls. Wieviel davon und ob er auch über das nötige Glück verfügte, würde die Zukunft zeigen.
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Samstag 01 Juli 2017, 13:01
»Ah, du traust Sâmul also nicht?« meinte Sâmul schmunzelnd und betrachtete den unauffälligen Mann vor sich belustigt. »Du bist wirklich ein kluger Mann. Aber du kannst unbesorgt sein, mein Freund, mit der Zubereitung des Tees hatte Sâmul nichts zu schaffen. Du hast uns an diesen Stand gebracht. Sâmul will dich ganz bestimmt nicht vergiften, du bist doch nützlich...«

Mit einem vergnügten Grinsen auf den Lippen griff der blonde Jüngling nun nach seiner Tasse, pustete kurz darüber und nippte dann daran. Sein Gesicht zeigte dabei kaum eine Regung, bis auf das weiterhin sichtbare Grinsen, ob ihm der Tee mundete oder nicht war kaum zu erkennen. Nach einem kleinen Schluck stellte er die Tasse wieder ab und schmunzelte den unauffälligen Mann an.

»Hm, ich hatte den Geschmack ein wenig intensiver in Erinnerung. Aber vielleicht ist das Xzshayrkraut ein bisschen lange gelagert worden. Hierzulande ist es doch recht selten und nicht gerade preiswert zu bekommen.«
Autor: Phelan Datum/Zeit: Sonntag 02 Juli 2017, 12:13
Nicht mir der Zubereitung, aber mit der Wahl des Krautes. Einer Pflanze, die der unauffällige Mann nicht kannte. Doch der Jüngling ließ sich nicht anmerken, ob der Tee eine unangenehme Überraschung bereithielt.

„Natürlich traue ich Dir“, behauptete der unauffällige Mann ohne mit der Wimper zu zucken. „Aber ich kann Deinen Sinn für Humor noch nicht abschätzen. Du hast doch Sinn für Humor, oder? Was für eine Getränk hast Du uns da bestellt?“

Nachdem er vorsichtig an dem Gebräu geschnuppert hatte, nahm er einen ebenso vorsichtigen Schluck. Falls der Tee wirklich weniger intensiv war, würde hoffentlich auch eine eventuelle Überraschung weniger heftig ausfallen.
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Dienstag 04 Juli 2017, 14:28
Als der unauffällige Mann an dem Tee nippte, musste er sich sicherlich sehr gut beherrschen, um nicht angewidert das Gesicht zu verziehen. Denn das Kraut schmeckte ziemlich bitter und herb, kein Vergleich mit den hiesigen genießbaren Teesorten. Wenn dem blonden Jüngling der Geschmack intensiver in Erinnerung war, musste das Xzshayrkraut in frischerer Form noch viel extremer schmecken. Ob man das dann noch trinken wollte, musste wohl jeder für sich entscheiden.

»Sinn für Humor? Wäre das etwa wichtig für dich? Sâmul sucht keine Anstellung als Hofnarr oder als Kasperkopf.« Noch immer unbestimmt lächelnd betrachtete Sâmul seinen Begleiter interessiert. »Und? Wie schmeckt dir der Tee?« fragte er schließlich lächelnd. »Xzshayrkraut ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Eigentlich nichts für hiesige Gaumen. Aber die Wirkung für Geist und Körper, einfach fabelhaft.«

Wieder griff der blonde Jüngling nach der Tasse und nippte an dem dampfenden Getränk, nahm dieses Mal jedoch einen größeren Schluck als zuvor und lächelte den unauffälligen Mann dann an. »Das Leben kann so schön sein, nicht wahr?«
Autor: Phelan Datum/Zeit: Dienstag 04 Juli 2017, 18:57
Abgesehen von einem leichten Zucken der Mundwinkel war dem unauffälligen Mann nicht anzumerken, dass er den bitteren Geschmack überhaupt wahrnahm. „Du hast einen besonderen Geschmack, Sâmul“, meinte er nachdem er die inzwischen halb geleerte Tasse wieder abgestellt hatte. „Und jeder Mann von Charakter hat Sinn für Humor. Manche eine besondere Art, die nur sie selbst verstehen, aber sie haben ihn.“

Als der blonde Jüngling erneut nach seinem Tee griff, trank auch der unauffällige Mann nochmal. „Ja, und es gibt kaum etwas Schöneres als mit einem guten Freund bei einer Tasse Xzshairkraut beisammen zu sitzen“, stimmte er zu.
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Samstag 08 Juli 2017, 23:43
»Nun, in dem Fall hat natürlich auch Sâmul Sinn für Humor«, erklärte der blonde Jüngling mit einem verschmitzten Schmunzeln auf den Lippen, das genauso wenig wie sein Lächeln zu deuten war. Dabei schweiften seine Gedanken kurz ab zu dem Besitzer das Zuchtstalls, dem wohlgekleideten Herrn, der ihn um seine Schuhe gebracht hatte. Dem würde er eine Kostprobe seines Sinns für Humor zukommen lassen. Aber darum würde er sich später noch kümmern.

Erneut nahm der Jüngling einen Schluck aus der Tasse, mittlerweile war der Tee etwas abgekühlt und man konnte ihn bequem und ohne zu pusten oder vorsichtig zu nippen trinken. »Solltest du noch weitere Aufgaben haben, die diskret erledigt werden müssen, weißt du ja jetzt, wo du Sâmul finden kannst. Einen Freund zuliebe wäre Sâmul natürlich auch bereit für unentgeltliche Gefälligkeiten. Es ist doch immer gut, Freunde zu haben, die sich irgendwann in nützlicher Art und Weise gefällig zeigen.«
Autor: Phelan Datum/Zeit: Sonntag 09 Juli 2017, 15:59
„Ja, ich werde Sâmul finden“, bestätigte der unauffällige Mann und nippte an seinem Tee. Inzwischen konnte er sich fast vorstellen irgendwann Geschmack daran zu finden. Vielleicht auch weil er nun etwas von der Wirkung, von der der Jüngling gesprochen hatte, zu spüren glaubte. „Und dieser Mann weiß wann er zu bezahlen hat und wieviel. Und wann es Zeit ist, selbst einen Gefallen zu tun. Wir werden uns gut verstehen. So wie es sich für gute Freunde gehört. Aber jetzt muss ich mich leider verabschieden. Ich habe viele Freunde und sie alle wollen mich hin und wieder sehen und sprechen…“
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Donnerstag 13 Juli 2017, 20:38
»Aber natürlich, ich will dich nicht länger aufhalten. Freundschaften muss man schließlich stetig pflegen«, meinte der blonde Jüngling schmunzelnd und umarmte den auffällig unauffälligen Mann kurz in der Art, wie es wohl auch gute Freunde zu tun pflegten. Für einen Außenstehenden mochte es in der Tat so aussehen, als wären die beiden hier gute Bekannte und hätten sich einfach nur so zu einem Tässchen Tee hier auf dem Marktplatz getroffen. »Mögen die Götter stets auf dich herablächeln, mein Freund.« Sâmul musste selbst grinsen bei diesem schmalzigen Abschiedsspruch und schaute dem anderen Mann grinsend nach, als dieser dann schließlich fortging.

Nach einem kurzen Augenblick wandte sich der blonde Bursche dann wieder an die Kräuterfrau und sah diese mit einem fast schon zauberhaft strahlenden Lächeln an. Ja, wenn man Sâmul nicht oder nur aus der Ferne kannte, konnte man ihn glatt für einen Frauenschwarm halten. »Dein Xzshayrkraut ist wirklich sehr gut, du Kräuterweib. Sâmul wird jetzt öfter kommen. Was bin ich dir schuldig?«
Autor: Phelan Datum/Zeit: Sonntag 16 Juli 2017, 16:01
Falls dem auffällig unaufälligen Mann das mit der Umarmung zu schnell ging, ließ er es sich nicht anmerken. „Und mögen die Götter stets mit Dir sein“, erwiderte er auf den Abschiedsgruß Sâmuls. Dann verschwand er im Markttreiben.

„Das Xzshayrkraut war nicht mehr ganz frisch, wie Euch sicher nicht entgangen ist“, erwiderte das Marktweib auf die Frage des blonden Jünglings. „Dafür sollte ich von dem guten Freund eines Freundes eines guten Freundes nun wirklich kein Geld verlangen. Ich hoffe ihr habt Verständnis dafür, dass es selten nachgefragt wird. Ihr habt einen erlesenen Geschmack, mein Herr. Das nächste Mal werde ich besser vorbereitet sein, um dem gerecht zu werden. Und dann werde ich mich auch nicht dagegen wehren, dafür einen kleinen Unkostenbeitrag dafür zu erhalten.“
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Mittwoch 26 Juli 2017, 23:48
»Jetzt, da Sâmul hier in der Stadt ist, wird die Nachfrage nach Xzshayrkraut exorbitant steigen, das garantiere ich dir, du gutes Kräuterweib!« erwiderte der junge Blonde lachend und zwinkerte der Kräuterfrau verschmitzt zu. »Mein guter Geschmack beschränkt sich übrigens nicht nur auf Tee. Wir sehen uns bald wieder, Weib, bis demnächst!« Damit hüpfte der Jüngling davon und verließ den Marktplatz über eine kleine Seitengasse.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mittwoch 02 August 2017, 21:39
Die Kräuterweiber waren in allen Städten gleich: Alt und verschrumpelt. Für die Kunden mochte es so aussehen, als hätte die Alte viel Erfahrung, aber Cailín hatte festgestellt, dass Menschen selbst in hohem Alter von Kräutern so viel verstanden wie Nestlinge. Zumindest aus Sicht einer Druidin. Da Cailín allerdings in ihren Möglichkeiten eingeschränkt war, an seltene Kräuter zu kommen, besuchte sie ab und an den Markt. Wie es sich zufällig ergab, war an jenem späten Nachmittag, als Cailín zufällig in Drachenauge weilte, der Kräuterstand noch geöffnet.

Nur noch wenige Kunden schlenderten zwischen den Ständen, was der Diskretion mehr als förderlich war. Auch befand sich gerade keine Kundschaft bei dem Marktweib. Eine Weile begutachtete die Druidin die Waren, die gut sichtbar in den Kisten lagen. An deren Qualität war zu erkennen, ob auch die andere Ware hochwertig war.

Cailín wollte gerade nach der etwas heikleren Ware fragen, als sie im Augenwinkel eine Gestalt bemerkte, die sich dem Stand näherte. Verdammt, dachte sie und tat so, als interessiere sie sich für die harmlosen Kräuter.

Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Mittwoch 02 August 2017, 22:09
Der blonde Junggardist war heute zur Patrouille auf dem Marktplatz eingeteilt und da er im Dienst war trug er natürlich auch die Uniform der Stadtwache, so dass man den Burschen auch schon von weitem bemerken konnte. Da war es also kein Wunder, dass auf dem Marktplatz alles in geregten Bahnen ablief, unter den wachen Augen eines Stadtwächters. Zumal er ja auch nicht die einzige Stadtwache war, die heute zum Dienst in der Innenstadt eingeteilt war. So ruhig konnte der Tag ruhig bleiben, dachte Sâmul sich schmunzelnd und steuerte dann direkt den Stand des alten Kräuterweibs an.

Eine belebende Tasse Xzshayrkrauttee würde seinen Tag bestimmt noch besser werden lassen, ganz zu schweigen von dessen belebender und vitalisierender Wirkung. Hoffentlich hatte das Kräuterweib diesmal für nicht ganz so stark überlagertes Xzshayrkraut gesorgt. Naja, man musste die eigenen Ansprüche eben auch etwas zurückschreiben, hier in Drachenauge waren die Geschmäcker eben doch ganz anders. Lächelnd erreichte Sâmul schließlich den Kräuterstand.

»Heda, du Kräuterweib! Mach Sâmul mal ganz fix eine schön dampfende Tasse Xzshayrkraut fertig!« rief er der alten Kräuterfrau grinsend zu und setzte sich dann auf einem neben dem Stand stehenden Stuhl, so dass er dabei stets das rege Treiben auf dem Marktplatz im Auge behielt.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mittwoch 02 August 2017, 22:29
Cailín fluchte innerlich. Im Augenwinkel hatte sie die Uniform der Stadtwache erkannt. Der Kerl blieb auch noch ausgerechnet an diesem Stand stehen. Als der Soldat den Mund öffnete und der Kräuterfrau eine Bestellung entgegen schrie, stutzte die Bardin und hob den Kopf. Diese Stimme... die kannte sie doch. Einen Moment lang versuchte sie einzuordnen, woher. Aus der Laterne? Nein. Der Wettbewerb? Auch nicht. Wo war sie denn in letzter Zeit überall gewesen?

Da der besondere Einkauf ohnehin verpfuscht war, konnte sie genauso gut wieder gehen. Der Soldat hatte es sich neben dem Stand gemütlich gemacht. Der Neugier war es geschuldet, dass Cailín den Kopf wandte und sich den Burschen genauer ansah. Ihre Augenbrauen hüpften die Stirn hinauf.

"Ihr? Samul, der Schreckliche und so weiter und so weiter?" Aus der verdutzten Miene wurde eine lächelnde. "Sieh an, in schneidiger Uniform. Steht Euch ausgezeichnet. Der Krähenmann als Hüter für Recht und Ordnung. Habt Ihr Euch mit Eurem Kompagnon aus Nuru ausgesöhnt? Wie hieß der Zwerg doch gleich?"

Sie salutierte zum Spaß. "Schicke Stiefel. Passen aber nicht zum Rest, wenn ich das so sagen darf."

[OT: Noch ein wenig überarbeitet, weil ich gestern überstürzt weg musste.]
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Donnerstag 03 August 2017, 18:56
Sâmul hatte ganz offensichtlich nicht damit gerechnet, bei seiner wohlverdienten und natürlich vollkommen unplanmäßigen Pause gestört zu werden und lupfte etwas irritiert die Augenbraue, als er plötzlich von der Seite angesprochen wurde. Das Kräuterweib wusste schließlich nur zu genau, dass sie das Xzshayrkraut ohne große Worte aufbrühen und ihn nicht bei seinen eminent wichtigen Gedankengängen stören sollte. Dann gabs auch ein gutes Trinkgeld.

Im ersten Augenblick sah der blonde Jüngling Cailín an, als hätte diese etwas vollkommen unpassendes gemacht, wie zum Beispiel während einer feierlichen Zeremonie laut zu pupsen. Schnell machte sich jedoch die Erkenntnis in seinem Gesicht breit, zumindest hatte er sie sofort erkannt. »Ah, das rachsüchtige Bardenweib«, stellte er lakonisch fest.

Als sie ihn allerdings mit ›Krähenmann‹ betitelte, schüttelte er kurz den Kopf und erhob sich schließlich wieder von dem Stuhl, um Cailín seinen Zeigefinger direkt vor die Nase zu halten, während er sie überraschend nachdrücklich zurechtwies: »Benutz diesen Namen nicht in der Öffentlichkeit! Wäre doch wirklich sehr schade um deine schönen Augen und deine flinke Zunge, wenn eine Krähe sie dir heraushaken müsste...«

Er ließ die Drohung einfach mal so im Raum stehen, schaute kurz nach links und dann nach rechts, ehe er schulterzuckend fortfuhr: »Wie der Zwerg hieß? Bongo Totengräber oder so ähnlich, ich merk mir keine unwichtigen Namen. Ich wüsste auch nicht, was es da auszusöhnen gäbe, ich habe ja auch keine Zeit derartigen Amateuren die Grundlagen der Wacharbeit beizubringen...«

Kurz blickte er nach unten zu seinen wirklich todschicken Stiefeln und grinste. »Ahja, sehr schöne Stiefel! Nicht so ganz mein Stil, aber was solls. Ein Freund hat sie mir überlassen. Passen noch nicht so ganz, ich muss sie erst noch richtig einlaufen.«
Autor: Silvana Datum/Zeit: Freitag 04 August 2017, 16:08
Samuls Drohung erinnerte Cailín wieder daran, warum sie ihm den Beinamen der Wahnsinnige verpasst hatte und ihn eigentlich meiden sollte. Wie kam es, dass ein derart unbeherrschter Flegel zur Stadtwache gehörte? Offenbar herrschte Mangel an besseren Männern, wenn die Armee des Königs inzwischen jeden in ihre Reihen aufnahm, der ihr in den Weg stolperte. Wenn dieser arrogante kleine Furz dachte, er könne sie mit seinen Worten einschüchtern, dann irrte er sich gewaltig. Cailín setzte ihr bezauberndstes Lächeln auf und erwiderte halblaut, so dass die neugierige Kräuterfrau nur ein Gemurmel verstehen würde:

"Mach dir um meine Augen keine Sorgen, ich kann eine Krähe ausmachen ehe sie mir zu nahe kommt, und was meine Zunge betrifft, sie ist um einiges schärfer noch als flink..." Ihre Stimme wurde zu einem provozierenden Zischen. "...Krähenmann."

Die blauen Augen blitzten gefährlich. Sollte er nur wagen, das Schwert gegen eine unbewaffnete Frau zu ziehen, die keines Verbrechens schuldig war. Im nächsten Moment war die Bardin wieder wie verwandelt. Sie lächelte ihr gefälliges Lächeln und zuckte beiläufig mit den Schultern.

"Aber gut, jetzt wo das geklärt ist, nenne ich dich eben Samul. Ist doch einerlei. Was mich betrifft, nenn mich Cailín. Das kann... " Sie bremste sich, ehe sie sagen konnte sich jeder blonde Trottel . "...st du dir bestimmt gut merken."

Seine besserwisserische Art widerte sie an. Seinem Äußeren nach zu urteilen war Samul mehr jung als erfahren. Warum hatte sie ihn überhaupt angesprochen? Weil etwas in ihrem Hinterkopf blinkte, das eine ordentliche Portion Fingerspitzengefühl erforderte.

"Ein paar Wachgänge und die Stiefel passen dir wie angegossen. Öle sie gut ein, das macht das Leder geschmeidig. Wachs bringt es zum Glänzen. Um diese Stiefel wird dich selbst Martin von Muesig beneiden."

Wahrscheinlich war Samul dem Adeligen, der den Zuchtstall leitete, nie begegnet, aber es klang immer gut, wenn man einen reichen Schnösel beim Vornamen kannte.

"Wie ich sehe, bist du im Dienst und schwer beschäftigt. Ich will dich auch gar nicht aufhalten." Sie wandte sich zum Gehen, tat dann aber so als fiele ihr noch etwas Wichtiges ein.

"Ach, was mich noch interessiert: Der Heiltrank war zu deiner Zufriedenheit?", tastete sie sich vorsichtig an jene Sache heran, die sie einem Mann wie ihm durchaus zutraute. Es stellte sich nämlich die Frage, wie ernst er seine Funktion als Stadtwache nahm wenn es um dubiose Geschäfte ging.
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Freitag 04 August 2017, 19:11
Das gefährliche Blitzen ihrer Augen hatte das freche Grinsen von seinem Lippen vertrieben, das nun von einem spöttischen Lächeln ersetzt wurde. Sie wagte es tatsächlich den Krähenmann offen zu provozieren und schien sich nicht nur für ebenbürtig zu halten, sondern für ihm überlegen, sonst würde sie ihn nicht derartig dreist herausfordern. Arroganz war des Krähenmanns liebste Schwäche, stets war Hochmut der Beginn des Falls, stille Geringschätzung hingegen eine Tugend. Ja, der Krähenmann würde sich ihren Namen merken.

»Es gibt immer wieder Kinder, die gern mit dem Feuer spielen. Vielleicht müssen manche davon wirklich erst lernen, wie es sich anfühlt, wenn die Flammen so heiß werden, dass das eigene Fleisch wie Wachs zu schmelzen beginnt.« Er machte sich gar nicht erst die Mühe, ihr weitere Erklärungen für diese kryptischen Worte zu liefern.

Vielleicht hätte ihr ja die alte Geschichte von Endurion dem Weisen die Augen geöffnet, einem der mächtigsten Zauberer seiner Zeit, doch auch er hatte nicht verhindern können, schließlich im eigenen Bett mit einer Klinge in der Kehle zu enden. Am Ende half ihm auch die mächtigste Magie nicht weiter, als der kalte Klingenstahl unnachgiebig und tief in das warme Fleisch eindrang. Doch wozu.

»Du langweilst mich.« Tatsächlich schien der blonde Jüngling des Redens überdrüssig geworden zu sein, während Cailín versuchte das Gespräch langsam in eine andere Richtung zu führen. Auch der Name des Adeligen schien Sâmul nicht zu beeindrucken oder er wusste damit einfach nichts anzufangen. Stattdessen wendete er sich nun dem Kräuterweib zu, um seine Bestellung zu stornieren. »Ich gehe jetzt.«
Autor: Silvana Datum/Zeit: Freitag 04 August 2017, 21:08
Arroganz war des Krähenmanns Schwäche, seine eigene nämlich, und eines Tages würde er an den eigenen Worten ersticken. Mit dem Feuer spielte er wohl, er spie es geradezu aus sich hinaus, und er schien es nicht einmal zu bemerken. Cailín wünschte ihm inbrünstigst Lady Myriel an den Hals. Wer noch nicht einmal zum Schein ein einziges höfliches Wort über die Lippen brachte, sondern eine harmlose Begrüßung mit einer Drohung begann - wo doch eine einfache Erklärung, er wünsche anders angesprochen zu werden -, gereicht hätte, der würde sich im ganzen Reich mehr Feinde denn Freunde machen.

Ich langweile ihn. Nun gut, dachte Cailín. Ich werde jemand anders finden.  Und selbst wenn er in der Lage wäre, ihr die Zutaten für den Zirkel stapelweise zu bringen, sie dachte gar nicht mehr daran mit solch einem Widerling ins Geschäft zu kommen. Den Gefallen, den sie ihm schuldete, konnte er sich sonstwo hinschieben.

"Lass dich nicht aufhalten. Man sieht sich." Hoffentlich nie wieder. Mit einem falschen Lächeln neigte sie höflich den Kopf und wandte sich ab.
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Samstag 05 August 2017, 19:01
»Ja, ohja, auf bald, auf bald, liebreizende Bardenkönigin! Stets untertänigst zu Diensten!«

Ungewöhnlich galant schwurbelte der blonde Jüngling eine Verbeugung vor Cailín dahin, so dass einige Passanten schon ein wenig irritiert rüberschauten, zwinkerte ihr kurz spitzbübisch zu und verschwand dann umgehend mit einem Grinsen auf den Lippen im Gewühl des Marktplatzes. Irgendwo konnte man kurze Zeit später seine Stimme laut rufen hören.

»Du kannst doch hier nicht mitten auf der Straße mit deinem Fuhrwerk parken! Schaff die Karre aus dem Weg und zwar sofort! Hopphopp, oder muss ich erst rüberkommen und dir Beine machen?!«
Autor: Naveen Datum/Zeit: Mittwoch 27 September 2017, 16:51
Es kam selten vor, dass Naveen so etwas behaupten konnte, aber: der Weg nach Drachenauge war tatsächlich fantastisch gewesen.
Die Sonne schien, die Temperaturen waren angenehm, auf den Feldern am Wegesrand hatte die Ernte begonnen und überall erklang das Lied der Erntesänger.
Einen kurzen Zwischenfall gab es kurz vor Drachenauge. Eine Diebesbande dachte ihn überfallen zu können, doch Naveen war ein geübter Reiter und sein Pferd flink und wendig. Es hatte keinerlei Mühe gemacht, seinen Verfolgern zu entkommen und fasst hatte dieses kurze Zwischenspiel ihm schon Vergnügen bereitet.

In Drachenauge angekommen, überlegte er noch einmal sein Vorgehen. Diesmal gab es für ihn in der Hauptstadt einiges zu tun.
Der Schneider beschloss, dass es sinnvoll wäre, am Markt anzufangen. Die Einkäufe, die er dort zu tätigen hatte, hatten kein sonderliches Gewicht und waren nicht geschäftlicher Natur. Und manchmal musste eben genau das, was nicht geschäftlicher Natur war, seinen Vorrang haben.

So schritt der Schneidermeister an den verschiedenen Markständen vorbei, schaute mal hier mal dort, fühlte ihr einen Wollstoff, besah sich da einen besonders großen Erntekürbis und gelangte schlussendlich an den Stand des schrulligen Kräuterweibes.

"Ah, seid mir gegrüßt, gute Frau. Sagt, führt ihr Elfennüsse? Wieviel kosten sie das Stück?"
Naveen hatte schon seit Ewigkeiten keine von diesen kirschgroßen, silbernen Nüssen gekauft. Alkohol war in der Regel einfacher zu bekommen um sich einen Rausch anzueignen. Aber für diesen einen, speziellen bevorstehenden Abend sollte das Beste nur gut genug für ihn sein.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Mittwoch 27 September 2017, 23:02
„Ah, der Freund des Neffen“, grüßte das alte Kräuterweib den Schneidermeister. „Ihr sucht also nach den Nüssen eines Elfen…baums.“ Die Verkäuferin kicherte ein wenig über ihren eigenen müden Scherz. „Selten nachgefragt, schwer aufzutreiben und nicht ganz billig. Aber weil Ihr der Freund eines Freundes eines Freundes seid: Sagen wir 45 GM? Kann etwas dauern. In der Zwischenzeit eine Tasse Xhshayrtee?“ Nachdem sie eine Antwort abgewartet hatte, begann die Alte in aller Seelenruhe ganz unten im hinteren Regal zu kruschen, wo in verstaubten Kästchen und Gläsern Pflanzenteile ruhten, die sie gewiss nicht oft benötigte.
Autor: Naveen Datum/Zeit: Freitag 29 September 2017, 11:49
"45 GM?" Fragte Naveen und hob eine Augenbraue.
"Habt ihr mich nicht gerade als Freund eines Freundes bezeichnet? Wie es scheint, ist dieser Freund kein Guter."

Er schüttelte den Kopf. Der Preis war stolz, wenn er pro Nuss galt. Aber darüber konnte man immer noch reden. Erst mal wollte er das Produkt sehen.
"Na, lasst mal sehen, welcher Qualität eure Nüsschen sind. Und ja, in der Zwischenzeit gebt mir doch gerne etwas von dem ...Tee."

Autor: Phelan Datum/Zeit: Samstag 30 September 2017, 09:09
„Habe ich 45 GM für eine Nuss gesagt?“, fragte das Kräuterweib, das mit der Qualität der Samen, die sie in einem verstaubten Glas vorfand, nicht zufrieden war. Frische sah anders aus. „Ich habe natürlich 45 für zwei gemeint. Ein Elfennüsschen sollte nie ohne das andere sein müssen.“ Wieder schien sie den Scherz für gelungener zu halten, als er tatsächlich war.

„Ist ein wenig bitter“, warnte sie, als sie dem Schneider die Tasse frisch aufgebrühten Tees hinüberschob. Von der speziellen Wirkung erwähnte sie nichts. „Euer Freund liebt dieses Zeug.“ Und weil er so ein guter Kunde war, waren die Blätter auch ganz frisch. Dann machte sich die Alte daran mit ihrer faltigen klauenartigen Hand eine der Nüsse, die noch am frischeren aussah, zur Begutachtung aus dem Glas zu fischen. „Wie viele wolltet Ihr noch gleich?“
Autor: Naveen Datum/Zeit: Sonntag 15 Oktober 2017, 21:37
"Mein Freund?" Naveen hob die Tasse und den Blick und sah das Kräuterweib fragend an. "Ach, Sâmul.."

Der Elf nippte am Tee. Tatsächlich war er etwas bitter. Aber nicht viel bitterer als Moospäckchen.
"Sagen wir mal, er ist ein Bekannter.. er war nicht zufällig in den letzten Tagen hier?"

Er hielt die Hand auf und die Alte legte ihm eine der Elfennüsse auf die Handfläche.
Für einen kurzen Moment besah er sich das Nüsschen, nickte dann und schob es der Kräuterfrau zurück.
"Ich nehme 5, wenn ihr mir mit dem Preis auf 100 GM entgegenkommt." schacherte er.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Montag 16 Oktober 2017, 17:30
„Er war die letzten Tage hier. Vorgestern, oder vielleicht noch einen Tag früher?“ Ob das aber Zufall gewesen war, bezweifelte die Kräuterfrau allerdings. Der Blondschopf war ihr inzwischen ein treuer Kunde geworden. „Gut“, erwiderte die Alte auf den Vorschlag des Elfen und zählte vier weitere Nüsse aus dem Glas. Dann warf sie einen Blick auf die kläglichen zwei verbleibenden Samen und schüttete den Rest wieder hinein. „Sagen wir 100 GM für alle, weil ihr es seid. Ich erwarte eh eine neue Lieferung.“ Oder anders ausgesagt, würde sie diese nicht mehr lange verkaufen können.

100 GM für 7 Elfennüsse (spieltiefentechnisch)
Autor: Naveen Datum/Zeit: Mittwoch 18 Oktober 2017, 23:41
"Ihr habt eine sehr interessante Art zu handeln." Sprach Naveen und konnte sich ein herzliches Lachen nicht verkneifen.

"Wie könnte ich da Nein sagen?" Selbst wenn er Gefahr lief und nur minderwertige Nüsse erhielt, konnte sich der Preis sehen lassen. 7 Stück - damit konnte er nicht nur sich und Phelan, sowie gegebenenfalls Sâmul versorgen. Nein, bei 7 Nüsschen sollte auch durchaus noch eines der Nüsse für eine hübsche Adelige abfallen. Naveen war zufrieden

Sorgfältig zählte er das Gold ab und reichte es der Kräuterfrau rüber.
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Freitag 20 Oktober 2017, 16:37
Fröhlich pfeifend schlenderte der blonde Jüngling aus Richtung der Kaserne über den Marktplatz, die Uniform hatte der junge Mann heute in seiner Unterkunft gelassen und so kümmerte er sich kaum um das Treiben um ihn herum. Er war schließlich nicht in offizieller Funktion unterwegs, sondern rein als Privatier. Er brauchte dringend eine neue Kräutermische und deshalb steuerte er geradewegs auf den Kräuterstand zu, an dem er längst ein gern gesehener Stammgast geworden war, immerhin ließ er hier die eine oder andere glänzende Münze für ein Tässchen Xzshayrtee springen. Kurze Zeit später erreichte er den Stand und rief dem alten Weib fröhlich entgegen: »He, du altes Kräuterweib, Sâmul ist wieder da!«
Autor: Phelan Datum/Zeit: Freitag 20 Oktober 2017, 18:43
„In meinem Alter verläuft die Zeit in etwas anderen Bahnen und ich habe etwas aus dem Blick verloren, wie lange ich keine Elfennüsse mehr verkauft habe“, räumte die Alte ein. „Bei den meisten Dingen im Sortiment habe ich einen hohen Durchsatz und entsprechend immer frische Waren. Aber auch wenn sie etwas runzlig sind, werden sie ihren Zweck erfüllen“, versprach sie.

Gerade, als sie das Gold in der Kasse verstaute, bemerkte sie Sâmul. „Ah, da ist ja Euer Fr… Bekannter oder doch eher guter Bekannter?“ Ohne eine Antwort auf diese Frage abzuwarten, wandte sie sich dem blonden Burschen zu und lächelte ein runzliges altes Lächeln. „Der Tee kommt sofort. Und kann ich sonst noch etwas für Dich tun, Jüngelchen?“
Autor: Naveen Datum/Zeit: Freitag 20 Oktober 2017, 22:56
"Wenn man vom Teufel spricht!" Naveen sah auf und blickte Sâmul in die Augen. Zuerst mit einer gewissen Strenge, doch dann entspannte sich das Gesicht des Schneiders und es bildete sich sogar ein Lächeln, als er mit Sâmul sprach.
Flugs ließ er die Nüsschen in seine Tasche gleiten.

"Ich hatte gehofft, dich hier anzutreffen und gleichzeitig befürchtet, ich müsste dich doch noch in der Kaserne suchen, Jungchen." Sprach er und nahm einen Schluck des unaussprechlichen Tees. Sâmul hatte sich bisher nicht unbedingt als eine Person gezeigt, mit der man unglaublich gerne in Verbindung gebracht wurde.

"Immerhin hatte ich dir noch etwas versprochen.." Sagte er ominös und meinte erkennen zu können, wie das Kräuterweib die altersgroßen Ohren spitzte.

Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Montag 23 Oktober 2017, 22:12
Fröhlich lächelnd blickte der blonde Jüngling das alte Kräuterweib an und lehnte sich leicht über die Verkaufstheke, um ihr verschwörerisch entgegen zu raunen: »Sâmul braucht sein Schlafmittelchen, die besondere Kräutermischung, du altes Kräuterweib!« Ohen weiter darauf einzugehen, wendet sich der blonde Mann nun dem Elfenschneider zu und betrachtete ihn einen Augenblick schmunzelnd.

»Du hast Sâmul gesucht? Das trifft sich ja fantastisch, denn du hast Sâmul gerade gefunden. Welch Zufall! Da musst du auf jeden Fall nicht mehr rüber zur Kaserne. Ehrlich gesagt, an deiner Stelle würde ich da nicht in meiner Freizeit hingehen. Hohe Mauern, keine tolle Architektur und nur langweilige Wachleute. Bis auf Sâmul natürlich. Der ist davon ausgenommen. Das einzige Interessante, was du dort finden kannst.«

Neugierig betrachtete er den Elf vor sich. »Was treibt dich denn schon wieder nach Drachenauge? Doch nicht etwa ein Versprechen an mich? Ehrlich gesagt kann sich Sâmul gerade nicht so genau erinnern, was du ihm versprochen hast. Aber er ist jederzeit bereit sich alles anzuhören, was du ihm zu sagen hast!« Der junge Mann lächelte den Schneider offen an und wartete auf seinen versprochenen Xzshayrtee.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Montag 23 Oktober 2017, 22:27
„Dir ist aber schon klar, dass zu viel Schlafmittel ungesund ist?“, raunte das alte Kräuterweib zurück, machte sich aber daran die gewünschten Zutaten in kleine Tütchen aus Pergament zu füllen. Sie verzichtete darauf auch nur eines davon zu beschriften. Unterdessen ließ sie ihre Kunden plaudern und den Tee ziehen. Erst als das Gebräu die gewünschte Farbe hatte, schob sie es über den Verkaufstisch zu Sâmul hinüber. „Lass ihn Dir schmecken, Jüngelchen.“
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Montag 23 Oktober 2017, 22:48
»Das ist Sâmul wohl bewusst. Andererseits, bei zu viel Schlafmittel schläft man halt für immer. Von daher, kein Problem, Sâmul ist zufrieden, alle sind zufrieden, jaja.« Der blonde Jüngling lachte frei heraus und zwinkerte der alten Kräuterweib fröhlich zu. Als sie ihm den Xzshayrtee über die Theke schob, nahm der blonde Bursche die Tasse und pustete sachte darüber, während er abwartend zu Naveen herüberschaute. »Xzshayrkraut. Solltest du auch mal probieren. Oder hast du das etwa schon?« Neugierig blickte der blonde Mann auf Naveens Tasse und versuchte den Inhalt zu begutachten.
Autor: Naveen Datum/Zeit: Dienstag 24 Oktober 2017, 11:10
"Ja, mir wurde dieses Kraut schon angeboten." Er blickte auf die Teetasse, in der noch die meiste Flüssigkeit fröhlich vor sich herdampfte.
"Du hast einen interessanten Geschmack." Sprach er ohne jegliche Wertung in der Stimme.

"Ich dachte mir, dass du dich nicht mehr erinnerst. Aber ich versprach dir, dass ich dir etwas Benehmen und Anstand beibringe." Der Elf hob die Hand um Sâmul von jeglicher Widerrede abzuhalten.
"Und da ich weiß, dass du die interessanteste Person in der Kaserne, nein in ganz Drachenauge bist, habe ich mir gedacht es würde dich vielleicht freuen, dass du eingeladen bist."

Der Elf hielt inne, nippte am Xzshayrtee, sah dann vom Kräuterweib zu Sâmul . Er wusste, dass er seine Worte weise wählen musste um nicht die Neugierde der Alten oder die Ablehnung des Blonden auf sich zu ziehen.
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Dienstag 24 Oktober 2017, 21:22
»Sâmul hat einen sehr interessanten Geschmack, in der Tat, in der Tat!« bestätigte der Bursche fröhlich schmunzelnd und nahm zufrieden zur Kenntnis, dass auch der Schneidermeister aus Nuru den guten Xzshayrtee probiert hatte. Dass er davon bisher nur wenige Schlücke getrunken hatte, schien ihn indes nicht sonderlich zu stören.

»Ah, Sâmul erinnert sich. Aber hast du das nicht eher dem eingebildeten Heilerfatzken versprochen?« Der blonde Jüngling grinste den Elfen vor sich breit an und zuckte leicht mit den Schultern. »Dir ist schon klar, dass das vergebene Liebesmüh ist? Sâmul hat in der Tat bereits eine exzellente Erziehung genossen und wurde auf jegliche gesellschaftliche Konvention vorbereitet. Die Leute, die auf irgendwelche angestaubten Benimmregeln wert legen, sind doch so schrecklich spießig, findest du nicht auch?«

Leise lachend zwinkerte der hübsche Blonde dem Schneider zu und nippte vorsichtig an seinem dampfenden Tee. »Aber wie könnte Sâmul ein solch reizendes Angebot ablehnen, wo er doch so freundlich von dir eingeladen wurde, nicht wahr? Wärst du eine Frau, Sâmul wäre komplett aus dem Häuschen. Aber du bist schon gut so, wie du bist, bist du?«
Autor: Naveen Datum/Zeit: Mittwoch 25 Oktober 2017, 09:22
Naveen hob eine Augenbraue. "Soso, du wurdest auf jegliche gesellschaftliche Konvention vorbereitet? Vielleicht kann ICH dann ja noch etwas von dir lernen." Der Elf sprach ernst, kam aber nicht umhin, dass seine Mundwinkel zuckten.

"Ich lege sogar noch einen oben drauf, Sâmul, mein Guter. Ich lade dich jetzt ins ansässige Wirtshaus zum Essen ein und wir können für die eigentliche Einladung alles besprechen. Was hältst du davon?"
Er klopfte dem Soldaten auf die Schulter und ohne eine Antwort abzuwarten verabschiedete er sich bei dem Kräuterweib und ging in Richtung Gasthaus.
Autor: Sâmul von Gor Datum/Zeit: Mittwoch 25 Oktober 2017, 22:33
»Sâmul kann dir sehr viel beibringen, über das Leben und noch so viel mehr. Du musst Sâmul zuhören. Du bist Naveen, ich bin Sâmul und stehe dir vorzüglichst zur Verfügung.«

Als der Schneider sich dann auch schon daran machte, den Kräuterstand zu verlassen, seufzte der blonge Jüngling und nahm noch einen tiefen Schluck aus seiner Tasse, ehe er sich dem alten Weib zuwendete und die fertiggemachten Pergamenttütchen fein säuberlich in seinen Hosentaschen verstaute. Er beglich die offene Rechnung und setzte sich dann schließlich in Bewegung, um dem Elfen zu folgen.

»Zu einem kostenlosen Mittagessen sagt Sâmul niemals nein«, meinte er dann fröhlich grinsend zu Naveen und folgte ihm in das entsprechende Gasthaus.

-75 GM (25 GM pro Kräutermische)
Autor: Silvana Datum/Zeit: Montag 13 November 2017, 10:17
Den rechten Arm nach der Behandlung bei Shikra in der Schlinge schlenderte Cailín über den Marktplatz. Desinteressiert passierte sie die prall gefüllten Kisten mit Obst, Gemüse, Krügen, Körben, Fleisch und Fisch, das Geschrei der Händler im Ohr, die um Kunden wetteiferten. Vor einem Stand mit hübschem Tand - Schmuck, Vasen, Statuetten, Fibeln und Gürtelschnallen - blieb sie stehen. Der Verkäufer versuchte sie augenblicklich in ein Gespräch zu verwickeln. Leider war Cailín gezwungen zu sparen. Auch war ihr heute nicht nach zwangloser Plauderei, nach Schäkern und Kokettieren. Die Schmerzen hatten zwar nachgelassen, waren aber immer noch latent vorhanden und raubten ihr den Nerv.

Cailín lächelte dem Mann unter dem Baldachin freundlich zu und spazierte weiter. Sie hatte vorgehabt den Barden Suffix aufzusuchen. Doch mit dem verletzten Arm war sie außerstande ein Instrument zu spielen. Während sie noch überlegte, ob sie in Drachenauge übernachten sollte - was natürlich wiederum Gold kosten würde - blieb sie am Brunnen stehen und setzte sich auf die niedrige Einfassung.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Montag 13 November 2017, 20:17
„Wenn das nicht die hübsche Cailín ist“, ertönte eine samtweiche Frauenstimme hinter der Bardin. Rosett balancierte gerade gewagt auf dem gegenüberliegenden Brunnenrand und machte große Augen, als sich die Angesprochene zu ihr umdrehte. „Nanu, was ist denn mir Dir passiert?“, fragte sie mit einem vielsagenden Blick auf die Schlinge. „Du musst lernen besser auf Dich aufzupassen. Das Leben ist gefährlich und wenn es nach Dir schlägt, solltest Du bereit sein nochmal so fest zurückzuschlagen.“
Autor: Silvana Datum/Zeit: Montag 13 November 2017, 22:47
Aus Verblüffung, wer in einer fremden Stadt ihren Namen kannte, wurde ein breites Lächeln. "Rosett, welch freudige Überraschung."

Die Bardin senkte den Blick auf Schulter und Armschlinge. "Das? Ich habe mich mit Tarosianischen Spähern in den Wäldern vor der Hauptstadt angelegt. Besser gesagt, sie mit mir. Sie haben völlig überrascht. Wer rechnet denn mit einem Pfeil aus dem Hinterhalt. Aber du hast schon Recht, ich sollte lernen mich unsichtbar zu machen." Cailín lachte. "Du weißt schon, Tarnung ist das halbe Überleben. Das andere ist, ohne Gold im Beutel auszukommen."
Autor: Phelan Datum/Zeit: Dienstag 14 November 2017, 13:07
„Du sollst doch nicht ohne mich mit feindlichen Spionen spielen“, beschwerte sich Rosett und zog einen Schmollmund. Warum hatte sie nie solches Glück? In einer solchen Situation hätte nicht einmal Suitbald sich darüber beschweren können, wenn sie etwas Blut vergossen hätte.

„Du kannst Dich nicht unsichtbar machen?“, staunte sie über die nächsten Worte der Bardin. „Da sehe ich aber Nachholbedarf. Was das Leben ohne Gold betrifft: Willst Du es etwa machen wie diese Waldläufer und im Boden nach irgendwelchen Wurzeln scharren, bis Du lauter Dreck unter den Fingernägeln hast?“ Das Gesicht, das sie bei diesem Gedanken zog, verriet deutlich was sie davon hielt.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Dienstag 14 November 2017, 13:21
Cailíns amüsiertes Lachen schwang über den Brunnen. Um nicht vor aller Ohren über gewisse Fertigkeiten zu sprechen, die niemanden etwas angingen, erhob sich die Bardin und spazierte zu Rosett hinüber. Ihre Stimme klang immer noch amüsiert, war aber deutlich gedämpft.

"Ich? Im Dreck wühlen? Wonach sehe ich aus, nach einer Bäuerin ja wohl eher nicht. Suitbald hat mich übrigens ertappt, damals, ehe ich dir die Botschaft überbracht habe. Nur deshalb hat er sie mir überhaupt mitgegeben. Außer ihm hat niemand bemerkt, dass ich ein Dokument aus Tamir von Salis Schreibtisch entwendet habe. Was bedeutet, dass ich noch nicht gut genug bin. Zeig mir, wie du es machst, Rosett. Ich bin sehr gespannt, wie du dich vor anderen verbirgst und dir beschaffst, was der Besitzer ungern freiwillig hergibt."
Autor: Phelan Datum/Zeit: Dienstag 14 November 2017, 23:05
„Du warst mit einem Sinn im Raum und hast versucht zu stehlen?“, kicherte Rosett heiter. „Wusstest Du denn nicht mit wem Du es zu tun hattest? Offen gesagt wäre ich überrascht gewesen, wenn es der Alte nicht bemerkt hätte. Und ich kann Dir nicht versprechen, dass ich Dir beibringen kann so gut zu werden, dass Du ihn damit täuschen kannst. Aber wie man sich vor ihm versteckt… Das kann ich Dir vielleicht irgendwann zeigen. Heute sollten wir uns damit begnügen uns vor normalen Leuten zu verbergen.“

Einen Augenblick schien sie darüber nachzudenken, wie sie die Lehrstunde beginnen sollte. „Gib mir drei Herzschläge lang Vorsprung und versuche dann mir zu folgen.“ Was nicht so schwer wirkte. Schließlich drängte sie sich in gerader Linie und mit aufreizend wiegenden Hüften zwischen die übrigen Marktbesucher. Diesen Gang konnte man kaum verkennen… Doch dann, sie schlängelte sich gerade an einem großgewachsenen Mann vorbei, ließ sie die Schultern fallen. Allein diese Haltungsänderung ließ sie ganz anders wirken.

Wenige Schritte weiter war die Sicht zu ihr verdeckt und sie nutze die Gelegenheit, um sich das schwarze Tuch, das sie um die Schulter trug, über ihre samtweichen Locken zu schieben. Außerdem ging sie plötzlich gebeugt wie eine alte Vettel und neigte sich so tief dem Straßenpflaster entgegen, dass unter dem Kopftuch nicht mehr als ihre Nasenspitze von ihrem jungen Gesicht zu erkennen war.

Dann verschwand sie hinter dem Stand eines Tuchhändlers. Als sie kaum zwei Herzschläge später auf der gleichen Seite wieder hervorkam, war sie ein paar Münzen ärmer, trug ein rotes Kopftuch und war wieder jung – vielleicht sogar jünger als zu Anfang. Eher verspielt als verführerisch.

Diese Gestalt nutzte sie, um im Zickzackkurs den ganzen Marktplatz zu überqueren, bis sie auf der anderen Seite in einer schmalen Gasse verschwand. Dort war es auch jetzt bei hellem Sonnenschein ziemlich düster und so war die noch schmalere Tür, durch die sie sich schob, kaum zu erkennen.

1 – Du bekommst die Haltungänderung noch mit und verlierst sie dann aus dem Blick
2 – Du bemerkst noch die Verwandlung zur alten Vettel
3 – Du siehst auch das Rotkäppchen noch
4 – Du verlierst sie während des Zickzackkurses
5 – Du übersiehst wie sie in der schmalen Gasse verschwindet
6 – Du folgst ihr bis in die Gasse, wo sie aber plötzlich verschwunden zu sein scheint
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mittwoch 15 November 2017, 10:59
"Nun, ehrlich gesagt waren mir der Name und die Person Suitbald zu jenem Zeitpunkt kein Begriff. Das hat sich schnell geändert. Für sein fortgeschrittenes Alter sind seine Sinne immer noch recht... brauchbar." Cailín lachte. Es hätte schlimmer enden können. Der Alte hatte sie weder vor den anderen bloßgestellt noch bestraft.

Rosett war eine ausnehmend hübsche Person. Umso überraschter war die Bardin, wie geschickt sich die ehemalige Sinne zu verwandeln wusste. Sich zwischen all den Marktbesuchern rasch und unauffällig zu tarnen war vollendete Kunst, selbst wenn es einfach wirkte. Cailín zweifelte nicht daran, dass ihr dies ebenfalls gelingen konnte. Im Schauspiel war sie mehr als nur bewandert. Dem Zickzackkurs zu folgen war für eine Kleptomanin nicht weiter schwierig. Zu beobachten hatte Cailín während ihrer Wanderjahren gelernt. Doch dann, plötzlich, war Rosett verschwunden. Zwei Gassen zweigten von der Stelle ab, an der die Bardin den Anschluss an die junge Frau verlor. Wohin war sie verschwunden? In eine der Gassen? Oder zurück auf den Markt?

Cailín versuchte sich möglichst unauffällig umzusehen, um nicht selbst aufzufallen. Jemand rempelte sie an, als sie so abrupt stehen blieb, entschuldigte sich, eilte weiter. Die Bardin griff nach Tasche und Gürtel. Nein, kein Dieb, alles war noch an seinem Platz.

gewürfelt 5
Autor: Phelan Datum/Zeit: Mittwoch 15 November 2017, 23:56
Während Cailín ratlos in die beiden verlassenen Gassen spähte, wurde sie plötzlich von hinten angetippt. „Du bist weiter gekommen, als ich gedacht hätte“, meinte Rosett fröhlich. „Ich glaube ich bin etwas eingerostet. Willst Du es auch mal versuchen? Ich wette, dass Du es nicht schaffst mich abzuhängen.“ Sie schien sich ihrer Sache sehr sicher und das vermutlich nicht ohne Grund. Schließlich hatte sie einstmals zur Spionageorganisation des Königs gehört. Damals als sie noch einen Monarchen gehabt hatten, der den Nutzen einer solchen eingesehen hatte.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Donnerstag 16 November 2017, 10:45
Cailín erschreckte sich nicht, war aber dennoch überrascht Rosett plötzlich hinter sich zu haben. "Was, eingerostet? Du bist richtig gut. Bloß dass ich keine einfache Bäuerin bin, sondern Kleptomanin. Wenn auch keine besonders Herausragende. Mehrfach bin ich in dunklen Verliesen gelandet, das war alles andere als angenehm. Nun denn, lass es mich versuchen."

Die Bardin lächelte bezaubernd, wandte sich dann dem Marktplatz zu und spazierte gemächlich in die Menge. An dem einen oder anderen Stand blieb sie kurz stehen, schenkte dem einen oder anderen Marktbesucher ein freundliches Lächeln und sah sich scheinbar unbeteiligt um. Was sie suchte, fand sie schließlich ein paar Stände weiter. Abrupt brach die Druidin den Blickkontakt zu allen Umstehenden ab. Sie wurde allein dadurch unauffälliger, kaum jemand beachtete eine Person, die gedankenverloren den Erdboden betrachtete. Einzig Rosett würde sie weiterhin beobachten.

Cailíns Vorteil war, dass sie klein und zart gebaut war. Ein Schritt zur Seite, schob sie sich in den breiten Rücken eines Metzgers mit blutiger Schürze. Als sie wieder auftauchte, hatte sie die Kapuze des Umhangs hochgeschlagen. Sie ging etwas rascher, den Schritt weniger wiegend, sondern leicht schleppend.

Wieder schob sich die Bardin in eine Gruppe von Menschen, verschwand zwischen fuchtelnden Armen und sich herumdrehenden Leibern. Wieder änderte sie Gangweise und zog eine Schulter hoch, als wäre sie schief gebaut. Dann war sie an dem Stand angelangt, an dem sie ausgemacht hatte was sie suchte. Eine hübsche junge Person, mit ähnlichem Umhang und... schwarzem Haar. Die Unbekannte beendete eben ihren Einkauf, wandte sich ab, war nur von hinten zu sehen. Mit einem weiten Schritt war Cailín an ihr vorbei, bückte sich nach etwas, das scheinbar auf dem Boden lag, verschwand hinter den Kisten mit Obst und Gemüse. Als sie wieder auftauchte, schritt sie knapp an der Unbekannten vorbei, schnitt ihr den Weg ab und brachte sie dazu, auszuweichen. Wischte sich selbst die Kapuze vom Kopf. Zwei Frauen mit schwarzem Haar. Eine geflüsterte Entschuldigung, dann war Cailín vorbei und von hinten aus der Ferne nicht eindeutig ersichtlich, wer von ihnen wer war.

Die Bardin spazierte zwischen einigen Männern den Weg zurück, überließ die Unbekannte ihrem Weg und hoffte, Rosett auf die falsche Spur gelockt zu haben. Cailíns Schritt wurde wieder weich und steuerte die dunkle Gasse an. Solch ein Tuch, wie Rosett eines besaß, um das Aussehen wechseln zu können, stach Cailín an einem der Stände ins Auge. Sie überlegte ernsthaft es zu stehlen, solange in der Menge niemand sonst auf sie achtete. Sie stülpte die Kapuze zurück auf den Kopf, zuerst weit nach vorn gezogen, umd sie nach ein paar Schritten ein Stück weit aus dem Gesicht zu schieben. Die Bardin stellte sich auf die Zehenspitzen und sah sich um, als suche sie nach jemandem, während sie sich wie zufällig näher an die Tücher schob, die an einem Stand mit Kleidung hingen. Aus dem Augenwinkel beobachtete sie den zugehörigen Händler.



(schon mal für die HDB
Cailin erlernt Stehlen auf Experte
Cailin erlernt Verstecken und Tarnen auf Normal
  )
Autor: Phelan Datum/Zeit: Montag 20 November 2017, 21:03
„Ich würde ja dafür bezahlen“, erklang Rosetts amüsierte Stimme dicht an Cailíns Ohr. „Es ist nichts ärgerlicher als ein aufgebrachter Händler, der die ganze Aufmerksamkeit auf einen zieht, wenn man sich gerade verstecken will. Diese Kerle sind aufmerksamer als man meint. Schließlich leben sie davon Dinge zu verkaufen und nicht davon bestohlen zu werden.“

Trotz ihres neckischen Tonfalls war sie durchaus beeindruckt von dem Talent, das die Bardin gezeigt hatte. „Das mit der anderen Frau war gut gemacht. Die Wahrscheinlichkeit euch zu verwechseln war etwa so groß, wie sich für die richtige Cailín zu entscheiden. Aber hast Du schon wieder vergessen, wie ich damals erkannt habe, dass Du eine Botschaft des alten Suitbalds für mich hast?“

Mit spitzen Fingern zupfte sie einen einzelnen Silberfaden von dem dunklen Mantel der Musikerin. „Nicht zu spüren und kaum zu sehen. Außer wenn sich das Licht darin fängt“, erklärte sie während sie die Faser zwischen ihren Fingern drehte, um besagten Effekt zu demonstrieren. Dann ließ sie den Faden zusammen mit drei Goldmünzen in einem Beutel verschwinden, den sie an ihrem Gürtel befestigte. „Gehen wir jetzt zur nächsten Übung über“, meinte sie verschmitzt, ehe sie gemütlich und scheinbar unbedarft zwischen die übrigen Besucher des Marktes schlenderte. Ganz so als wäre sie eine gewöhnliche Besucherin.

1&2: Rosett spöttelt über den ungeschickten Versuch
3&4: Rosett hat ein anerkennendes Nicken für Cailín übrig
5&6: Rosett findet lobende Worte
Autor: Silvana Datum/Zeit: Dienstag 21 November 2017, 14:28
Diesmal erschrak Cailín. Sie versuchte es sich nicht anmerken zu lassen. Rosett hatte sie schneller gefunden als erwartet. Den Trick mit dem Silberfaden hatte sie tatsächlich wieder vergessen.

"Von dir kann ich eine Menge lernen, liebste Rosett. Woher hast du diesen höchst nützlichen Tand?"

Die Bardin schmunzelte. Rosett bereitete eine andere Aufgabe vor. Mit den Augen folgte Cailín dem Beutel, der sich am Gürtel der Schwarzhaarigen wippend langsam von ihr fort bewegte. Zwar war die Druidin keine Anfängerin in Sachen Kleptomanie, doch direkt an der Person hatte sie noch nie geborgt. Ihr Metier war das Entwenden von Gegenständen und Schriftstücken aus Räumen oder von Marktständen.

Sie drehte den Kopf, weil sie das Starren einer Person im Rücken spürte. Der Händler war auf sie aufmerksam geworden. Rosett hatte also recht gehabt. Cailín lächelte bezaubernd, deutete auf eines der Tücher, in gedeckten Farben, so überhaupt nicht ihr Stil. Drei Münzen wechselten den Besitzer.

Cailín wand sich das Tuch um Kopf und Schultern, verbarg rasch das Haar darunter und tauchte in der Menge unter. Rosett sollte nur glauben, die Bardin würde ihr folgen. Stattdessen schlug sie einen Bogen um einige Stände herum. Sie würde von vorne auf die Schwarzhaarige zukommen. Lieber wäre es ihr gewesen, den Beutel ohne Körperkontakt einfach abzusäbeln, doch die Sichel war dafür ungeeignet. Also blieb nur das unabsichtliche Anrempeln.

Den Kopf gesenkt, das Tuch weit in die Stirn gezogen, verborgen zwischen den Marktbesuchern, spazierte Cailín auf Rosett zu. Die Schwarzhaarige wandte eben den Blick ab, die Konzentration nach hinten und zur Seite gerichtet. Eine Hand unter dem Umhang bereit zum Zugriff, schob sich die Bardin an ihrem Opfer vorbei. Streifte Rosett an der Schulter. Eine gemurmelte Entschuldigung. Der Beutel lag ihn ihrer Hand verborgen als sie ohne sich umzuwenden weiterging und einen dicken Kerl als Deckung nahm. Aus dem Augenwinkel sah sie Rosett den Kopf wenden. Ein wissendes Lächeln.

Verdammt, sie hat es bemerkt, dachte Cailín, bog um einen der Marktstände herum und wartete. Das hässliche Tuch vom Kopf gestülpt, nahm sie drei Goldmünzen aus dem Beutel und ließ diese in eigenen Beutel verschwinden, ehe Rosett sie erreichte und ein Lob aussprach. Cailin wand das neu erworbene Tuch um ihren Hals und verbarg es unter dem Umhang.

"Du hattest recht, es war besser es zu bezahlen." Verschmitzt grinste sie die Schwarzhaarige an.

gewürfelt 5
Autor: Phelan Datum/Zeit: Mittwoch 22 November 2017, 20:31
„Suitbald mag ein garstiger alter Tattergreis sein, aber er versteht sein Handwerk“, meinte Rosett ohne wirklich darauf einzugehen, wo man solche Fäden nun herbekam. Dann verschwand sie auch schon in der Menge. Sie war ehrlich gespannt, wie Cailín die Sache angehen würde. Die Bardin nutzte dann eine recht grundlegende Technik des Taschendiebstahls, führte diese aber durchaus geschickt aus: Das Anrempeln. Doch auch Rosett war mit diesem Trick vertraut. Er eignete sich auch hervorragend, um jemandem auf offener – im Idealfall belebter – Straße ein Messer zwischen die Rippen zu rammen.

Deshalb durchschaute sie das Spiel, drehte sich direkt nach dem Zusammenstoß zu der Bardin um und lächelte gefährlich liebreizend. „Gut gemacht. Neun von zehn Leuten hier hätten nichts gemerkt. Ach was rede ich, mehr noch. Was ich mich aber frage: Ist diese hübsche goldene Sichel drei Goldmünzen und einen Silberfaden wert?“, mit triumphierendem Lächeln zweigte sie die besagte Waffe.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Donnerstag 23 November 2017, 13:33
Cailín riss die Augen auf. Rosetts breites Grinsen brachte die Bardin zum Lachen.

„Du bist ein ziemlich raffiniertes Mädchen.“ Sie streckte die Hand nach der Sichel aus. Die ehemalige Sinn hielt aber wenig davon ihre Beute kampflos abzugeben. Rosett sprang lachend hinaus auf die Gasse und hielt die Sichel über den Kopf, als die Bardin versuchte sie ihr zu entwinden. Das Hol-sie-dir-doch erinnerte Cailín an ihre Kindheit.

„Rosett, gib es zurück. Du ungezogenes Mädchen.“

Lachend lief Cailín hinter der Schwarzhaarigen her, fing die ehemalige Sinn zwar ein, konnte aber aufgrund der kürzeren Arme die Sichel nicht erreichen. Lachend tanzten die beiden umeinander. Einige der Marktbesucher wandten ihnen die Gesichter zu, so mancher schüttelte missbilligend den Kopf über diese Kinderei, andere wieder lachten mit ihnen.

„Du bekommst sie nur, wenn du mich noch einmal überlistest“, forderte Rosett frech und schob den Griff der Sichel unter ihren Gürtel. „Diesmal ohne rempeln. Also los.“

Sofort schlenderte sie los und suchte erneut den Markt auf. Cailín seuftze. Worauf hatte sie sich da bloß eingelassen. Diesmal ging sie einfach hinter Rosett her. Keine Tricks. Die Schwarzhaarige kannte sowieso alle. Es ging diesmal darum ohne Berührung sich eines Gegenstands zu bemächtigen. Den Schritt beschleunigend holte die Bardin auf und spazierte neben der Schwarzhaarigen her.

„Na gut, du hast gewonnen. Ich werde dir die Sichel wohl überlassen müssen. Ein ungehöriger Preis für deinen Unterricht. Aber du hast ihn dir verdient. Das meine ich ehrlich.“ An einem der Stände mit Schmuckstücken blieb Cailin stehen. „Sieh nur, diese Halskette. Was meinst du, würde mir die stehen? Diese mit dem blauen Stein in der Silberfassung.“

Die blitzblauen Augen blickten Rosett direkt an. Der Stein hatte fast dieselbe Farbe. Die ehemalige Sinn ließ sich tatsächlich ablenken, als sie lapidar meinte: „Denkst du, du kannst dir das leisten?“

Cailin zuckte mit den Schultern. „Ich weiß nicht. Viel wichtiger ist mir, ich habe meine Sichel wieder.“ Und lächelte entzückend.

gewürfelt 6
Autor: Shikra Datum/Zeit: Dienstag 13 Februar 2018, 16:48
Nachdem Shikra der Bibliothek der Akademie einen kurzen Besuch abgestattet hatte, war sie auf dem Weg zurück in den Apothekenturm. Das Wetter war sonnig und gut, also ließ sie sich zu einem Abstecher Richtung Marktplatz hinreißen.
Nach nichts Speziellem suchend schlenderte sie von einem Marktstand zum nächsten und dachte über die Informationen nach, die sie gerade gelesen hatte.

Myriel von Alandyos hatte den Turm vor Jahren erbauen lassen. Das hatte sie überrascht, so hatte sie die Erzmagierin nicht eingeschätzt. Irgendwie konnte sich Shikra die Zauberin nicht in einem Verkaufsgespräch vorstellen, dann schon eher beim Herstellen verschiedener Tränke. Ob Cailin das wohl wusste?

Die Druidin war doch im selben Orden, wie Myriel. Allerdings wusste die Elfe auch nicht sehr viel über die anderen Hohentürmler.

An einem Stand, an dem Tongeschirr verkauft wurden blieb die junge Heilerin ein wenig länger stehen und betrachtete die schön gearbeiteten Trinkgefäße.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mittwoch 14 Februar 2018, 09:37
"Hübsch, nicht wahr? Das hier gefällt mir besonders."

Cailín zeigte auf eines der goldfarbenen, ziselierten Trinkgefäße. Es juckte sie in den Fingern es einfach mitzunehmen. Doch in letzter Zeit waren die Händler auf dem Marktplatz aufmerksamer als sonst. Keine gute Zeit für Elstern.

Die Bardin äugte unter der Kapuze zu der Elfe hin, neben der sie wie aus dem Nichts aufgetaucht war. Cailín lächelte lieblich.

"Seid mir gegrüßt, werte Shikra. Schön Euch wiederzusehen. Ich darf Euch meinen herzlichsten Dank aussprechen. Der Arm lässt sich wieder schmerzfrei bewegen. Die Narbe an der Schulter ist gänzlich verschwunden."

Was wenig verwunderlich war bei ihrem druidischen Heilfleisch .

"Werdet Ihr einen dieser hübschen Becher erwerben." Cailín beugte sich zu der Elfe hin und senkte die Stimme, so dass der Händler sie nicht verstehen konnte. "Die Preise sind wahrlich geschmalzen, aber so einen Becher hat man immerhin sein Leben lang."

In normalem Tonfall fügte sie hinzu. "Ich kannte ein altes Pärchen, das benutzte seit seiner Jugendzeit dieselben Trinkgefäße, die es zu ihrer Hochzeit bekommen hatte. Das Metall war nur ein wenig matt geworden. Wie gute alte Freunde, immer zuverlässig, immer dort wohin sie gestellt wurden. Ihr ahnt es schon, sie gehörten meinen Großeltern."

Was nicht stimmte, aber es war eine nette Geschichte.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Donnerstag 15 Februar 2018, 23:32
Shikra hatte gerade für sich beschlossen bei diesem Stand nichts zu kaufen, weil ihr spontan kein Lieblingsstück ins Auge gestochen war. Doch eine Stimme neben ihr war da anderer Meinung.

Die junge Elfe erschrak, machte einen kleinen Satz zur Seite und hielt die Luft an. Sie sollte es sich dringend abgewöhnen, sich von Stimmen, die plötzlich neben oder hinter ihr auftauchen erschrecken zu lassen.
Die Situation löste sich mit einem befreiten Lachen auf, nachdem die Heilerin erkannt hatte, wer zu der Stimme gehörte.
"Werte Cailin, wie schön Euch gesund und munter wieder zu sehen. Ich glaube," sagte sie mit einem Lächeln, "Ihr habt Euch schon genügend für die Behandlung Eurer Schulter bedankt. Es freut mich, dass es narbenfrei verheilt ist. Da habt Ihr Glück gehabt."

"Das ist eine schöne Geschichte, werte Bardin! Nein, ich denke nicht, dass ich hier und heute einen Becher erwerbe. Ich war vorhin in der Akademie und habe versucht, die Informationen, die ich dort gelesen habe bei einem Bummel über den Marktplatz nochmals durchzugehen und zu verarbeiten," erklärte Shikra mit einer wegwischenden Handbewegung.

"Was hat Euch nach Drachenauge verschlagen? Kauft ihr für Euer Heim in Nuru ein?" Eigentlich ging das die Elfe nichts an, aber da Cailin in die gleiche Richtung gefragt hatte, konnte die Heilerin adäquat kontern.

Autor: Silvana Datum/Zeit: Freitag 16 Februar 2018, 10:43
"Einkaufen? Nein, ich bummle, genau wie Ihr." Cailín schmunzelte und schob die Kapuze zurück, so dass ihr ebenmäßiges Gesicht zum Vorschein kam. Das lange schwarze Haar lag - im Nacken zu einem Pferdeschwanz gebunden, unter dem Umhang verborgen. Einzelne neckische Strähnen stahlten sich auf ihre Wangen und die Stirn.

"Das Heim in Nuru ist im Grunde nur eine Kammer. Unterkunft und Essen als Teil der Bezahlung für die Auftritte. Im Wald habe ich ein verlassenes Häuschen gefunden und bin am Überlegen, ob ich mich dort einnisten soll. Aber was, wenn eines Tages jemand Anspruch darauf erhebt? Wer ist der rechtmäßige Besitzer? Derjenige, der es zur Zeit bewohnt, oder der, der es einst verlassen hat? Oft genug eine Streitfrage, die mit Unannehmlichkeiten endet. Aber bis dahin ist noch Zeit. Eine kleine Auszeit von all dem Trubel hat mich nach Drachenauge verschlagen."

Daher kann ich mir solchen Tand auch nicht leisten, dachte sie mit einem letzten Blick auf den Becher und wandte sich lächelnd vom dem Marktstand ab.

"Was habt Ihr in der Akademie studiert? Ich habe diese Lehrstätte noch nie betreten. Ich denke, das sollte ich dringend nachholen. Ist die Bibliothek zu empfehlen?"

Autor: Shikra Datum/Zeit: Sonntag 18 Februar 2018, 14:44
"Ja, der Marktplatz ist eine schöne Örtlichkeit zum Beine vertreten."
Als die Bardin ihre Kapuze zurück schob, war die Elfe einmal mehr beeindruckt, wie gut sich die Schwarzhaarige selbst in Szene setzen konnte. Die elegante Bewegung, um die Kapuze über den Kopf in den Nacken zu legen, die langen dunklen Haare und die verspielten Strähnen, hätten bei der Elfe leicht Neid hervorrufen können, aber diese Eigenschaft lag der jungen Heilerin nicht so. Trotzdem musste sie kurz darüber nachdenken, ob sie ihre braunen Haare, die sie immer offen trug, nicht mal wieder flechten sollte.

"Da habt Ihr recht, das ist eine gute Frage, wem das Häuschen schlussendlich gehört. Vielleicht kann man bei der Stadtverwaltung erfragen, wem das Häuschen einst gehört hat?"
Neugierig, welche Art von Trubel die Druidin veranlasst hatte in die Wälder bei Drachenauge zu flüchten, war die junge Elfe schon, aber sie war auch höflich genug, nicht genauer nachzufragen.

"Studiert wäre wohl ein wenig zu übertrieben, ich habe lediglich versucht ein paar Informationen über den Apothekenturm zu sammeln. Ich habe das Geschäft dort übernommen und wollte, ähnlich wie Ihr, wissen, wer dort vor mir gelebt hat."
Bevor die Elfe Cailin von ihren Resultaten erzählen konnte, musste sie noch ein bisschen über die Bibliothek schwärmen.
"In der Tat, Ihr solltet die Akademie besuchen. Allein das Gebäude ist beeindruckend und die Bibliothek ist riesig. So viele Regale und alle gut gefüllt mit einer unbeschreiblichen Anzahl an Büchern. Ich habe den Eindruck, für jede Fachrichtung gibt es dort Folianten. Im Lesesaal ist eigentlich immer Platz und die Zeit vergeht dort immer viel zu schnell." Das Leuchten in ihren Augen bestätigte nochmals, was sie gesagt hatte: die Elfe war gerne in der Bibliothek.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Montag 19 Februar 2018, 10:44
"Die Stadtverwaltung? Von Nuru? Wir reden hier von Orks." Cailín zwinkerte. Sie konnte sich kaum vorstellen, dass die Grünhäute Papierkram für etwas anderes verwendeten als für die Latrine.

"Ihr habt den Apothekenturm übernommen?" Die Bardin war ehrlich überrascht und zog die Augenbrauen hoch. "Gratulation. Dann seid Ihr sozusagen zur Geschäftsleitung aufgestiegen. Wenig verwunderlich. Ihr seid eine ausgezeichnete Heilerin. Wie kam das? Ist der Vorbesitzer verstorben?"

Die Beschreibung der Akademie ebenso wie Shikras leuchtender Blick entlockten der Schwarzhaarigen ein aufmerksames Nicken. "Das klingt in der Tat lohnend. Sind die Fachrichtungen eher berufsbezogener Natur oder findet man dort auch arkanes und naturwissenschaftliches Wissen?"

Es war unwichtig ob Shikra dies genau wusste oder nicht. Jetzt, da die Bardin mehr als genug Zeit in Drachenauge verbrachte, konnte sie schon morgen einfach in der Akademie selbst nachfragen.

"Hat Ihr Bemerkenswertes über Euren Turm herausgefunden?", fragte Cailín wie beiläufig, um nicht allzu neugierig zu erscheinen, und schob eine widerspenstige Strähne beiseite, die über ihre Augen gefallen war. Diese blitzblauen durchdringenden Augen, die Shikra erwartungsvoll musterten.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Donnerstag 22 Februar 2018, 23:39
Dass in Nuru nur Orks in der Verwaltung arbeiteten, wusste die Elfe nicht. Bisher hatte sie sich wenig für die aktuelle Landespolitik interessiert. Vielleicht sollte sie sich dahingehend etwas mehr informieren, allerdings war es ja bisher ihr erklärtes Ziel gewesen, anonym in der Hauptstadt zu überleben. Den Apothekenturm zu übernehmen war einer ihrer ersten Schritte aus dieser Anonymität heraus.

Cailin zeigte sich überrascht, als sie erfuhr, dass die Heilerin die Apotheke übernommen hatte.
"Vielen lieben Dank, werte Cailin. Nein, verstorben ist niemand. Der Turm wurde von einen Verwalter betreut und da ich jetzt schon ein halbes Jahr bei ihm gearbeitet habe, war er der Meinung, ich könnte den Laden übernehmen."
Eigentlich hatte sich Gurs, als sie angedeutet hatte, dass sie eventuell bereit wäre ein eigenes Geschäft zu führen, sofort aus dem Staub gemacht. Dennoch hatte er davor Tamir von Salis informiert, dass Shikra die Apotheke übernehmen wollen würde.

"Ich denke, dass Ihr wirklich zu jedem Thema ein Buch in der Bibliothek finden werdet. Zumindest habe ich es noch nicht erlebt, dass Oinus Gabilus eine Anfrage zu einem Buch ablehnen musste."
In welche Bereiche die Bücher in der Akademie aufgeteilt waren, konnte die Elfe nicht besser beantworten, da sie selbst sich bisher auf den Bereich der Heilkunde beschränkt hatte.

Shikra war froh, dass sie Cailin getroffen hatte. Als sie gelesen hatte, dass Myriel den Turm erbaut hatte, wusste sie nicht so Recht, was sie mit dieser Information anfangen sollte. Die Erzmagierin war für die Elfe unnahbar, sie konnte die Magiern nicht einschätzen. Aber die Bardin war ihre Schülerin, vielleicht konnte sie etwas dazu beitragen. Und die Schwarzhaarige war offensichtlich an Informationen über den Turm interessiert, was die Elfe mit einem Lächeln zur Kenntnis nahm.
"Myriel von Alandyos hat den Turm, nachdem der alte zerstört wurde, wieder aufbauen lassen und dort eine Weile gearbeitet.
Ihr seid doch eine Schülerin von ihr, oder?
Ich habe die Erzmagierin bisher erst zweimal getroffen und kaum ein Wort mit ihr gewechselt."
Autor: Silvana Datum/Zeit: Freitag 23 Februar 2018, 09:44
Dass Shikra nach der Stadtverwaltung von Nuru gefragt hatte brachte Cailín auf eine Idee. Sie würde es wie die Grünhäute halten: Wer etwas besetzte, dem gehörte es. Mit einem zufriedenen inneren Nicken hatte sie ihre Grundbesitzfrage auf einen Schlag gelöst.

Überraschenderweise fragte die Elfe nach Myriel von Alandyos. Über die Besitzverhältnisse öffentlicher Gebäude hatte sich die Bardin nie informiert, war aber dennoch nicht verwundert über die Tatsache, dass die Schwarzmagierin einst eine Apotheke geleitet hatte.

"Ja, ich bin eine Adeptin des Ordens der Weisen. Myriel von Alandyos ist meine Mentorin. Ehrlich gesagt weiß ich nicht allzu viel persönliches über die Erzmagierin, denn sie ist diesbezüglich sehr verschlossen."

Der Druidin kam der Gedanke, ob wohl noch irgendwelche Schriften oder andere Utensilien über schwarzmagische Praktiken in der Apotheke versteckt ihrer Entdeckung harrten. Wie wahrscheinlich war es, dass Myriel bei ihrem Umzug etwas vergessen oder bewusst zurückgelassen hatte? Cailín kam zu dem Schluss: Unwahrscheinlich. Myriel war niemand, der Spuren hinterließ. Schade eigentlich.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Montag 05 März 2018, 14:07
Ein bisschen enttäuscht war die Elfe schon, sie hatte gehofft, dass ihr Cailin ein bisschen was über die Erzmagierin erzählen konnte. Shikra war gerade dabei den Turm nach ihren Vorstellungen zu gestalten, wobei vieles erstmal so bleiben sollte, wie es die Vorbesitzer oder die Verwalter eingerichtet hatten.

Den Keller hatte sie noch nicht wirklich betreten und jetzt da sie wusste, dass eine Schwarzmagierin vor ihr den Turm ihr Eigen nannte, war ihr gar nicht wohl bei dem Gedanken, das Untergeschoss zu betreten. Sie war schon ein halbes Jahr lang in diesem Turm wohnhaft und doch hatte sie, bis auf die vordersten Kellerräume noch nichts dort unten gesehen.

Aber vielleicht würde die Bardin sie begleiten? Cailin war doch ein wenig geübt im Umgang mit schwarzer Magie und sie war wahrscheinlich auch um Einiges mutiger, was das Betreten unbekannter Räume betraf.

Ein wenig zögerlich fragte die Elfe die Schwarzhaarige: "Werte Cailin, habt Ihr Lust mich zum Turm zu begleiten?" Die Bardin zu bitten, sie mit in den Keller zu begleiten, brachte die Heilerin noch nicht zu einer ausformulieren Frage, aber vielleicht ergab sich was auf dem Weg.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Dienstag 06 März 2018, 08:49
Einmal einen Blick ins Innerste, ins Verborgenste eines Apothekenturms zu werfen, die Tränkeküche und das Laboratorium nämlich, wollte sich Cailín auf keinen Fall entgehen lassen. Trotzdem versuchte sie sich ihre Freude über das Angebot nicht allzu deutlich anmerken zu lassen. Dies hätte als geschäftliche Neugier aufgefasst werden können, dabei ging es der Bardin rein um das Lernen für ihre ganz persönliche "Hexen"küche.

"Werte Shikra, diese Einladung nehme ich sehr gerne an. Lasst uns beeilen, das Wetter wird allmählich ungemütlich." Schwungvoll klappte die Schwarzhaarige die Umhangkapuze über den Kopf, da es zu nieseln begonnen hatte.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Dienstag 06 März 2018, 23:01
Die Elfe freute sich, dass Cailin ihr Einladung angenommen hatte. Und ihr Vorschlag sich zu beeilen gefiel ihr auch sehr gut. Zwar hatte die Heilerin nichts an Regen auszusetzen, aber da sie bei schönen Wetter losgegangen war, hatte sie auf einen Umhang verzichtet.
"Ihr habt Recht, wir beeilen uns besser."

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Autor: Naveen Datum/Zeit: Donnerstag 14 Juni 2018, 22:49
"Halló Drachenauge!"

Tordis  strich sich eine wirre Strähne aus dem Gesicht und sah sich mit großen Augen um. Das war er also, der Marktplatz der Hauptstadt.
Irgendwie hatte sie ihn sich.. größer vorgestellt. Aber das hatte sie auf ihrer Reise häufiger festgestellt - die Phantasie war oft viel größer, bunter, aufregender als dass, was einen dann eigentlich erwartete.

Mit einem Lächeln und einem Schulter zucken nahm sie diese Gedanken hin. Sie schulterte ihre 7 Sachen und schritt langsam und suchend den Platz ab. Irgendwo hier musste doch ein Gasthaus sein?
Die letzten Tage war sie fast ununterbrochen gelaufen und auch wenn ihre Ersparnisse momentan sehr zusammengeschrumpft waren, war die Aussicht auf ein weiches Bett reizvoll.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Freitag 15 Juni 2018, 17:07
Warum er nach seiner Rückkehr aus Nighton den Weg durch das Stadttor genommen hatte, anstatt Dronky, seine Eselin, über offene Wiesen und Felder zum Forsthaus zu führen, wusste Askladd selbst nicht so genau. Die Leute und der Tumult der Hauptstadt waren ihm eigentlich zu viel. Halt, eigentlich wusste er es doch. Er wollte zum Hafen, Schiffe ansehen. Denn das Heimweh drückte auf sein ohnehin schon schweres nordländisches Gemüt.

Die Frage war, wieso es das tat. Was hatte er schon zurückgelassen, nach einem Jahrzehnt zielloser Wanderschaft. Es war eher das Leben eines Landstreichers gewesen, als das eines wandernden Gesellen. Und hier im Süden war es so leicht gewesen sesshaft zu werden. Seit er auf der Sturmschwalbe angeheuert hatte, hatte er nur Glück gehabt. Inzwischen war er Geschäftsmann. Vielleicht sogar ein erfolgreicher, er war sich nicht ganz sicher, ob es hier normal war so viel zu verdienen. Wie es wohl Sören, dem anderen Nordmann an Board, seither ergangen war? Er hatte nichts mehr von ihm gehört.

Dermaßen in Gedanken verloren, wäre der Hüne fast mit einer Dame zusammengestoßen, die wirkte als hätte sie einen weiten Weg hinter sich. „Unnskyld!“, murmelte er wohl aufgrund seiner Grübeleien in seiner Muttersprache.
Autor: Naveen Datum/Zeit: Freitag 15 Juni 2018, 19:40
Mit fragendem Blick besah sich Tordis die Fassaden des wohl wichtigsten Platz einer solchen Hauptstadt. Ob sie überhaupt genügend Gold dabei hatte um in diesem Viertel zu nächtigen? Sie hatte da vorn ein Schild Richtung Hafen gesehen. Vielleicht nahm man den Matrosen nicht soviel Geld ab, wie normalen Handlungsreisenden und es war sinnvoller, wenn sie dort ihr Glück versuchte?

In diesen Gedanken vertieft bemerkte die Frau aus er Ferne fast nicht den Bärtigen, der ihr entgegen kam. Erst im letzten Augenblick - nämlich als er auswich und sich entschuldigte - sah sie auf und erwiderte eben so erschrocken: "Þetta gerir ekkert ti!"
Die beiden waren fast schon aneinander vorbei, als Tordis stehenblieb und sich zu dem Mann umsah.
"Du bist Nordlænder?" rief sie ihm unverblümt hinterher. "Kannst du mir helfen?"
Autor: Phelan Datum/Zeit: Samstag 16 Juni 2018, 01:40
„Ah, eine Landsfrau“, dämmerte es nun auch Askladd. Sie sprach zwar einen Dialekt, der auf eine Herkunft ein gutes Stück weiter nördlich schließen ließ, aber der Bogenbauer war weit herumgekommen – zumindest was den Norden anbelangte – und hier im Süden spielten solche Kleinigkeiten keine Rolle. Ob nun dieses oder jenes Inselchen, dies hier war die Fremde und alles nördlich des Skagerraks war mehr oder weniger die Heimat. „Askladd Gunnarsson“, stellte er sich vor und streckte der Fremden die schwielige Hand entgegen. „Ich helfe gern, wenn ich kann. Worum geht es?“

Herrn Tann würde es vielleicht nicht passen, wenn er ‚noch mehr Zeit vertrödelte‘ aber nach der Rückreise aus Nighton hatte er ohnehin keine Lust heute noch etwas anderes zu tun, als sich bei einem Krug Bier oder einem Becher Met zu entspannen. Bei einem richtigen Getränke eben und nicht bei Tannennadeltee. Und rein formell gesehen war ohnehin Askladd der Chef und der Alte nur ein Angestellter.
Autor: Naveen Datum/Zeit: Samstag 16 Juni 2018, 14:10
Mit einem Strahlen auf den Lippen nahm Tordis die ihr entgegengestreckte Hand und schüttelte sie. Auch der Druck ihrer Rechten lies darauf schließen, dass harte Arbeit kein Fremdwort für sie  war.

"Ich bin Tordis Finnsdóttir. Schøn dich kennenzulernen!"
Das meinte die Nordländerin aus tiefstem Herzen und tatsächlich sah sie es als gutes Omen an, in dieser Stadt als erstes einen Landsmann kennen zulernen.

"Ich bin gerade erst in Drachenauge angekommen und ich kønnte einen Fremdenführer gebrauchen." Sie lachte ein lautes, fröhliches Lachen.
"Nein, keine Sórge, du musst mir nur sågen, wo hier ein gutes Gasthaus ist und ich lasse dich wieder gehen, Askladd Gunnarsson."

Sie sah sich demonstrativ um und strich sich eine Strähne ihres wirren braunen Haares hinters Ohr. "Ich will ein paar Tåge hier bleiben um ein wenig Góld zu verdienen. Scheint ein nettes Stædtchen zu sein."
Autor: Phelan Datum/Zeit: Samstag 16 Juni 2018, 23:27
„Sehr erfreut“, versichterte Askladd mit aufrichtigem Lächeln. „Und ich würde dich durchaus weiter als bis zum nächsten Gasthaus geleiten, aber Dronky wird noch bockiger, wenn ich das Zeug nicht bald ablade.“ Der Hüne warf seiner Eselin einen vorwurfsvollen Blick zu. „Und dies ist eine gute Stadt, um Gold zu verdienen. Es ist fast schon zu einfach. Ich wollte nur etwas beim hiesigen Bogenbauer aushelfen und nun bin ich der Förster…“

Der Nordmann machte eine Geste, die so viel wie „Ich weiß auch nicht was ich falsch gemacht habe!“, auszusagen schien. „Das beste Wirtshaus befindet sich direkt hier am Marktplatz. Und noch dazu haben sie anständige Preise dort. Es ist gleich da…“ Der Finger, mit dem Askladd in die entsprechende Richtung hatte schwenken wollen, kam abrupt zu stehen. „Lisann!“, rief er einer Frau zu, die mit gefülltem Einkaufskorb in einiger Entfernung vorbeiging. „Die Köchin dort“, bemerkte er in Richtung seiner neuen Bekanntschaft. „Das ist Tordis, sie ist neu in Drachenauge und sucht eine Unterkunft.“
Autor: Landolin Datum/Zeit: Gestern um 00:37:29
Es kam immer öfter vor, dass Lisann die Einkäufe für das Wirtshaus alleine erledigte. Ihre Arbeitgeberin hatte sie gut eingewiesen und da sie bei der Auswahl der Gerichte mittlerweile fast freie Hand hatte, war es zeitsparender für alle Beteiligten.
Dennoch konnte sich die Halbelfe des Verdachts nicht erwehren, dass ihr für eine eigentlich fachfremde und noch nicht allzu lange angestellte Person ungewöhnlich viele Aufgaben übertragen wurden. Außerdem stand es um ihre Rechenkünste etwas besser als um ihre Kenntnisse im Lesen – sie konnte also durchaus Eins und Eins zusammenzählen.
Das Schild etwa, das Syrenas Liebster im Schankraum anfertigte, war nicht für das drachenaugener Wirtshaus gedacht – da war sich die Bäckerin fast sicher.

So in Gedanken versunken fuhr sie bei der Nennung ihres Namens beinahe erschrocken herum. Als sie aber erkannte, dass es Askladd war, der sie gerufen hatte, kam sie mit einem ehrlichen Lächeln näher.
“Askladd, schön Dich zu sehen. Und auch Euch entbiete ich meinen Gruß, werte Tordis.“
Sie musterte die braunhaarige Fremde einige Sekunden lang. Man sollte nicht immer vom ersten Eindruck ausgehen, aber allzu wohlhabend wirkte die Frau nicht.
“Ihr sucht eine Unterkunft? Dann kommt doch mit mir ins Wirtshaus. Die Kammer direkt unter dem Dach ist auf jeden Fall frei. Es sind einige Treppen bis dorthin und es ist nicht unser komfortabelstes Zimmer – aber das mit dem besten Ausblick über die Stadt.“ Und es war zum halben üblichen Preis zu haben… “Bis zum Abend wird aber bestimmt auch ein anderes Zimmer frei, wenn Ihr Zeit zum Warten habt.“
Autor: Naveen Datum/Zeit: Gestern um 21:22:23
Tordis folgte Askladds Ausführungen durchaus mit Interesse. Es war gut zu wissen, wie die Einwohner Drachenauges mit Fremden umgingen. Wenn in einer Stadt Intoleranz und Fremdenhass das tägliche Leben begleiteten, dann musste man sich als Fremdländer keine großen Hoffnungen auf ein Leben in Frieden und Wohlstand machen.
Askladds Geschichte war aber eine andere und so war die Nordländerin guten Mutes, für die nächste Zeit in der Hauptstadt Dragonias gut aufgehoben zu sein.

Als der Bogenbauer ihr dann auch noch Lisann, die Köchin des Gasthauses am Platz vorstellte, begrüßte Tordis diese erst höflich und klatschte dann vor Freude in die Hände.

"Mir scheint, heute íst mein Glückståg! Ich danke dir, Lisann und dir natürlich auch, Askladd! Ein kleines Zimmer für die Nåcht soll mir schón reichen. Und wenn es nur die Rumpelkammer hinterm Ófen ist."
Sie lachte offen und herzlich.
"Du musst wissen.."  - ihr Du lies nicht erkennen, ob sie Askladd oder Lisann oder gar beide meinte  - "In Lukånnon haben sie gleich drei mål versucht, mich über die Óhren zu schlagen."

Ihre Gesicht zeigte Ärger, doch die Augen funkelten vergnügt auf.
Zunächst hatte ein Betteljunge ihr den Rucksack gestohlen - doch da dort zu der Zeit eh nicht mehr als eine mottenzerfressene Decke und ein wenig Proviant gewesen war, hatte sie gar nicht erst versucht, ihn aufzuhalten. Dann hatte man ihr madige Äpfel verkauft und zu guter Letze hatte man ihr nur den halben Lohn ausgezahlt, weil bei der Ernte angeblich genauso viele Kirschen in ihren Mund, wie in den Korb gewandert waren. Was Tordis nicht einmal abstreiten konnte.

"Lisann, darf ich dir beim tragen hélfen? Glück møchte geteilt werden!"