Thema Zusammenfassung
Thema Zusammenfassung: Krieg oder Frieden
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Sonntag 06 März 2016, 18:37
Krieg oder Frieden



Runde 1



Ostlande Hornung 1385:

Es war eine unscheinbare Hütte. Konnte man diesen morschen Holzverschlag noch Hütte nennen? Es hatte Fenster, eine Tür und alles schien nicht schief zu hängen. Vielleicht sollte man auch nur denken, dass es eine verkommene Hütte war, die dort auf einem unbekannten Hügel - umgeben von einer Weide - stand. Verlassen, obwohl die Gräser der Weide gerade wieder ein helles frisches Grün erhielten und ihre  ersten Frühlingsblumen sich durch die Erde zwängten.

Denn die Hütte war stabiler und innen typisch ausgestattet mit einem Ofen, einem Tisch und Bänken, die auch als Nachtlager gedacht waren. Zudem ein Nebenraum mit einem Bett. Von außen gelang man zu einem Plumpsklo. Der Tisch stand nicht an seiner üblichen Stelle und gab eine geöffnete Luke zu einem Keller frei.

~~ ~~ ~~


Nervösen Schrittes lief der schmächtige, dunkel gekleidete Mann scheinbar ziellos durch den dunklen Kellerraum. In Abständen lief er zu der Tür und horchte. Aber seine Schritte waren nicht zu hören, nur ein leichter Schimmer, der ihn umgab war in der Dunkelheit auszumachen. Der Raum war mit einem kleinen Tisch zwei Stühlen und einem großen Schrank ausgestattet. Der Lehmboden schien an einigen Stellen von Blutspuren gezeichnet.

Plötzlich waren knarrende Treppenstufen zu vernehmen und die Tür zu dem Raum wurde aufgerissen. Ein großer muskulöser Mann, voll bewaffnet und mit grimmigem Blick, trat in das Zimmer und knallte die Tür hinter sich zu. Der schmächtige Mann hatte schon als die Tür geöffnet wurde Dolche in der Hand, zum Abwurf bereit, beruhigte sich dann aber, als er sein Gegenüber erkannte. Während er die Dolche wieder lautlos verschwinden ließ, zischte er den Krieger an:
“Du kommst spät. Weißt du nicht, wie anstrengend es für mich ist hier zu aufzutauchen? Und dann noch die Gefahr entdeckt zu werden…“
“Mach hier nicht die Welle,“ unterbrach ihn der Krieger in typischer Rüstung der ostländischen Soldaten. “Erstens bist du mir unterstellt und zweitens ist dies meine Hütte. Hier geht nichts raus, was hier nicht raus soll und rein kommt erst recht nicht jeder. Hast du Neuigkeiten?“

Dem unscheinbaren Mann war nicht anzusehen, wie er auf sein Gegenüber und das Gesagte reagierte. Er war ziemlich zurückhaltend. Und manchmal schien es auch so, als wäre er unscheinbar.
“Nicht viel neues. Nuru ist immer noch in der Hand der Orks. Und alle schauen nur auf die Garnisonsstadt. Wir hätten somit keinen besseren Zeitpunkt. Fast. Denn ein paar Dinge sind beunruhigend. Ein komischer Barde schickte Gefährten durchs Land um Dinge einzusammeln. So wie ich mitbekommen habe, soll es um seine Erinnerung gegangen sein, aber das kann gelogen sein. Ich bin einer Gruppe gefolgt. Und sie waren bei ihr. Bei dem Grab. Ich hätte es nicht gefunden, wenn sie mich nicht hergeführt hätten. Aber das Grab war leer.
“Und was bedeutet das: Leer?, “ störte ihn der stämmige Kerl wieder einmal mit nun sehr aufmerksamen Blick.
“Sie wissen es nicht und ich auch nicht.“

Die geballte Faust des kräftigen Mannes landete auf dem Tisch, so dass das Holz verdächtig ächzte.
“Du weißt sonst immer alles. Deine Fehler häufen sich, seit du in Dragonia bist. Unser Plan läuft nicht, wenn wir nicht sicher sein können, dass uns niemand entlarvt.“

Dem kleinen Späher schien dies etwas unangenehm zu sein. Und erstmals erkannte man Besorgnis in seinem Gesichtsausdruck und in seiner Stimme:
“Da ist noch was – ich glaube ich wurde verfolgt – von einem Wolf.“

Mehrere Flüche entwichen dem Krieger und ein Stuhl, der eben noch vor dem Tisch stand, flog in Richtung des Kleinwüchsigen und zerbarst auf dem Boden. Nur den Spion erwischte der Stuhl nicht, sondern ging offenbar durch diesen hindurch.
“Sei froh, dass du weit weg bist, sonst wäre dein Leben verwirkt. Jetzt will ich keine Fehler mehr. Such dir dort Leute und schaffe die Rahmenbedingungen, die wir brauchen um einen Krieg zwischen Dragonia und den Ostlanden zu entfachen. Soll heißen: Alles und jeden verschwinden lassen, der uns im Wege steht. - Unterschätze sie nicht. Und passe auf die Wölfe auf.“

Damit war das Gespräch beendet. Als der Soldat den Keller verließ, war der Späher schon längst in Luft aufgelöst.





Aylann, Nähe Nuru, 6. Tag im Lenzmond 1385 – Mittagszeit

Der erste Schnee hatte Nuru eine dünne Puderzuckerdecke beschert und ein eiskalter Wind fegte über die Ebene rund um Nuru.
In den Wäldern und Gebirgen war Stille eingezogen, da die meisten Tiere den Winter Richtung Süden verlassen hatten, oder noch ihrem Winterschlaf nachgingen. Ein paar Rehe und Füchse streiften umher, aber ansonsten war es fast zu ruhig.

Irgendwo in den Wäldern um Nuru, dort wo vor kurzem noch die wilde Jagd ihr Unwesen getrieben hatte, stand eine alte noch schneebedeckte Holzhütte, aus deren Kaminschlot weiße, schmale Rauchfäden ihren Weg in den Himmel zogen. Die Hüttentür öffnete sich und eine alte Greisin trat an die frische Luft mit einem Korb unter dem Arm und lief über einen matschig abgetretenen Weg zu den Holzscheiten an der wetterfesten Seite des Hauses. Sie griff mit ihren dürren Händen nach einem Stück Holz, drehte sich dann aber um und blickte konzentriert in den dichten Wald hinein. Ihre Augen waren milchig, wirkten blind und doch schien sie etwas zu sehen, was andere nicht wahrgenommen hätten. Und dann war ein Vogel zu hören, der sein Lied aufnahm. Die Greisin packte den Holzkorb und verschwand so schnell sie ihre alten Beine trugen wieder zur Hütte. Ihre Lippen waren zu schmalen Strichen zusammengekniffen.

Während sie Hütte betrat und die Tür hinter sich schloss hörte man noch zwei andere Stimmen, die bei ihrem Eintreten verstummten.
“Hier ist eindeutig zu viel los. Wenn Ihr soweit seid sollten wir aufbrechen?“

“Wohin aufbrechen?“ hörte man eine Frau aus einem der angrenzenden Räume skeptisch fragen.
“Ich gehe hier nicht weg, solange ich nicht Bescheid weiß. Hier stimmt doch gar nichts mehr.“
Stille beherrschte kurzzeitig die Stube und die alten Greisinnen schauten sich nur an.

Die Frau in dem Nebenraum jedoch hörte man leise weinen.
Nach einer Stunde, in der die drei Greisinnen eine stärkende Suppe gekocht hatten und sich der Meditation hingegeben hatten, hörten sie die Frau im Nebenraum. Diese große Frau trat an einem Stock gestützt hinaus. Ihr eingefallenes Gesicht war aschfahl und der Körper mehr als hager.
“Was die andere Sache angeht. Ich denke, dass es derzeit nicht gut ist, was da aus den Ostlanden hierher weht. Ich kann noch nicht helfen. Wir brauchen Hilfe. Kümmert euch drum.“
Damit sank die Frau in einen Stuhl und ließ sich eine Schale mit Suppe reichen.




Ados - 5. Tag im Lenzmond 1385 - Mittagszeit

Natürlich wirkte der Brief, der den vermeintlichen Bauern unter der Tür durch geschoben wurde schon etwas seltsam, aber einfach außer Acht lassen würde man ihn auch nicht können.
“Das Blatt scheint sich gewendet zu haben,“ sprach Ralf hoffnungsvoll. “Wir haben solange auf diesen Moment gewartet und so eine Schlägerei im Wirtshaus bringt uns dem Ziel, die Rebellen zu finden, ein Stück näher.“
Es wurde etwas herum diskutiert und die Lösung schien nicht so einfach.

Insbesondere Naveen hatte die Aufmerksamkeit auf sich gezogen und auch wenn er es nicht wissen wollte, hatte alle Recht, als sie ihn dazu verdonnerten den Rückzug anzutreten um Verstärkung zu holen.

Ralf schien es auf den Punkt zu bringen:
“Also, nochmal für Blöde,“ wobei er seine Begleitungen anschaute, mit denen er die letzten Wochen brüderlich zusammen hausen musste. “Während ich mit einem meiner „Brüder“ zu dem Treffpunkt gehe, werden Ihr anderen beiden uns verfolgen und nicht aus dem Augen verlieren. Und Naveen kümmert sich darum, dass schnellstmöglich Verstärkung kommt. Geht direkt zu Rasul oder diesem Gunter.“

~~ ~~ ~~


In Drachenauge, ungefähr zu der Zeit als Naveen dort hätte eintreffen müssen, traf hätte man eventuell Gunter gesehen, wie er in eine dunkle Sackgasse verschwand. Dort, halb von Müllsäcken verdeckt, stand er und schien sich mit jemanden mit nervös hoher Stimme zu unterhalten.

“Anun scheint verloren gegangen zu sein. Dieser Drache Firtorkas hat die Gruppe angegriffen und deren Anführer gefangen genommen und da sind die anderen Freiwilligen geflohen. Er ist mit den Gefangenen schon auf dem Weg nach Drachenauge um sie abzuliefern. Ich werde dafür sorgen, dass sie nichts mehr verraten können.
Und in Salis haben die Wölfe ein paar Männer festgesetzt. Da muss der Meister eventuell eingreifen.
In Ados läuft…“

Der Gesprächspartner schien ihn unterbrochen zu haben, aber es war nicht zu verstehen, was der andere sagte. Gunter schaute sich um, lief dann eiligst aus der Sackgasse hinaus um dann, ohne sich genauer umzuschauen zum Palast aufzumachen.




Salis Wald - 5. Tag im Lenzmond 1385 - Mittagszeit

Während die drei Lycaner noch darüber diskutierten, ob sie die Gefangenen töten oder doch leben lassen sollte, konnten sie nicht mitbekommen, wie ein grüner Schimmer in genau denjenigen eintauchte, der noch eben ein großes Mundwerk hatte.
Als die Lycantrophin Myriel ihn nun anknurrte, glühten die Augen kurz grünlich auf und eine nun andere befremdliche Stimme, rau und dunkel sprach zu ihr:
“Myriel von Alandyos, ich kenne Euch wohl und schätze Eure Künste. Wenn ihr also bereit seid in einer Welt voll Chaos zu leben, in dem Krieg herrscht und die Mächtigen sich zerfleischen, bis nur noch die übrig bleiben, die dies alles intrigiert haben, dann schließt Euch uns an. Begebt Euch an den südlichen Rand der Hügel von Relat nördlich des alten Waldes. Dort werdet ihr eine besonders geformte Steinformation finden. Dies ist der Eingang. Was mit Euren Begleitern werden soll, könnt Ihr entscheiden. Die drei hier könnt ihr töten, oder in den Ranken sterben lassen. Wie Ihr es schon gesagt habt: Sie sind unnütz.“

Darius und Lykhe jedoch hätten das grüne Schimmern nie vernehmen können und auch hörten sie nicht die fremde Stimme. Sondern sie hörten den mit Ranken gefesselten Mann, wie er schon immer geklungen hatte, nur leicht nervöser ob der Drohungen, die er vernommen hatte.
“Hey, was ist mit Euch Lycanern eigentlich los. Seit die wilde Jagd sich zerstreut hat, habt ihr wohl keinen Anführer mehr, oder? Eigentlich sollten wir doch zusammen halten. Ihr wollt doch wohl keinen halben Elfen als König, oder? Sollte nicht jemand viel Mächtigerer auf dem Thron sitzen? Lasst uns frei und folgt uns in das Lager. Es ist nicht so weit weg.“


Salis - in der Nähe der Lycaner - 5. Tag im Lenzmond 1385 - Mittagszeit

Diese Geräusche wurden lauter, je weiter Max und seine zwei hochrangingen Begleiter vorankamen. Schwerter waren zu hören und man konnte Lichtblitze, wie von Magie, erkennen.
Als Hauptmann Runshak und Dragoniter Asarra vorstürmten, blieb Max bewusst immer weiter zurück. Im Grunde war er ein ängstlicher Wachmann und war froh darüber gewesen, dass bisher nicht mehr passiert war.
So wollte er jetzt auch einem Kampf aus dem Weg gehen.

Die Amazone und der Ork jedoch bemerkten das Zurückbleiben des Wachmanns nicht und liefen gerade durch mehrere Äste, die von einem Gebüsch in dem Weg hinein hingen, als ein extrem helles Licht vor ihnen auftauchte. Sie konnte nicht mehr stoppen und mussten gezwungener Maßen durch diese Lichtquelle hindurch.

Sie spürten weder Hitze noch Kälte. Nur geblendet waren sie ob dieses Lichtes.
Als sich ihre Augen ein wenig erholt hatten, hatten sie keinen Waldboden mehr unter sich. Auch schien es eine komplett andere Umgebung zu sein, als noch kurz zuvor.
Der Wind ging frisch, als wenn sie sich auf einer Anhöhe befinden würden.




Nuru – Gutshof am Nachhügel - 6. Tag im Lenzmond 1385 - Mittagszeit

Magnati befand sich gerade in seinem Raum, indem er sich in seienr Drachengestalt aufhalten konnte. Da seine Angestellten nicht in der Nähe waren, genoss er es sich und seine Flügel ausbreiten zu können.

Es fühlte sich so wohl, dass ihm zeitweise die Augen zufielen und er in einem träumerischen Schlaf hinüber glitt.
In einem Traum begegnete er einem alten Freund, Akulatraxas, der ihn ernst anblickte und zur Aufmerksamkeit ermahnte.
Magnati, hier wird nicht geschlafen, wenn Gefahr droht. Seid Côr hier nicht mehr Einfluss nimmt, trauen sich andere Ungemach über Dragonia und eventuell ganz Aylann zu bringen.
Jemand braucht deine Hilfe. Es ist unwichtig, wer es ist, aber ich unterstütze es. Flieg zu den Gräberhöhen. Dort wirst du und hoffentlich eintreffende Unterstützung weitere Hinweise finden. Wichtig: Treffpunkt ist der morgige Tag zur Mittagsstunde. Und sei mutig. Es wird all eure Kraft brauchen.


Magnati wachte verstört auf, weil der Traum so realistisch wirkte. Und doch waren die Augen des ihm so bekannten Drachen weiß-milchig und nicht so wie es dem Schattendrachen in Erinnerung gewesen war. Eventuell war es doch nur ein Traum gewesen.




Nighton – Orden der Weisen - 6. Tag im Lenzmond 1385 – Mittagszeit

Die Bibliothek des Ordens faszinierte Fjalladis immer wieder aufs Neue. Die Priesterin saß jetzt schon seit den frühen Morgenstunden in einem Erker des Raumes und las sich durch einen dicken Schinken, mit dem Namen „Magische Wesen in den Tiefen der Erde“.
Sie verspürte plötzlich Appetit und wollte sich doch aufmachen um etwas zu essen.
Als sie an den ordentlich sortierten Bücherregalen vorbei kam, glühte es oberhalb ihres Kopfes plötzlich auf. Ein schneller Blick genügte um zu erkennen, dass ihr gleich etwas Leuchtendes auf den Kopf fallen würde, daher konnte die weißhaarige Frau gerade noch ausweichen.
So plötzlich, wie das ungewöhnliche geschehen war, war es auch schon wieder vorbei und vor den Füßen der Erzmagierin lag ein kleines Buch, mit alten Ledereinband.

Fjalladis, würde, wenn sie das Buch aufhob nichts von Wärme spüren und eingebrannt folgende Titel auf dem Einband finden:
„Ostlande vom Anbeginn, über Bunde mit Dragonia bis hin zum großen Krieg“
Die ersten Seiten umfassten viel Mythologie und endeten im Jahr 1387.

Unter dem heutigen Datum, 6. Tag im Lenzmond, stand mit einer schönen Handschrift geschrieben:
Um den Krieg verhindern zu können, müsste sich eine Priesterin und Erzmagierin des großen Ordens aufmachen zu den Gräberhöhen um dort einen Freund zu treffen. Aber sie muss dort sein zur Mittagsstunde des 7. Tages, sonst würde er alleine aufbrechen müssen.
Also beeilt Euch Fjalladis


Und dann war dies alles vorbei und Fjalladis hielt ein vergilbtes Bucht in der Hand, das keine Ähnlichkeit mit dem vorher hatte. Auch ging es nicht um die Ostlande, sondern um „Wunder, Erscheinungen und Magie – Wahrheit oder Traum?“
Autor: Magnati Datum/Zeit: Donnerstag 10 März 2016, 22:39
Magnati ging es gut.
Seit vor einigen Wochen der Anfang der Rinderherde gemacht war, hatten sich die Wogen etwas geglättet.
Heute hatte er seinen beiden Angestelten frei gegeben und war selbst vor Ort. Zum Teil nur, weil er noch keine ZEit gehabt hatte einen drittern Angestelten z suchen, der Vertrauenswürdig, bzw. dumm genug war, aber zu einem anderen Teil, weil es ihm auch hier gefiel.
Mehr als er gedacht hätte. Zwar hielt er sich auch immer noch regelmäßig auf der Insel de Drachenbundes auf, aber er hatte sich schon gefragt, ob er nicht einen Teil seines Hortes hierher verfrachten sollte... freilich nicht allzu ernst. Er würde nicht den Kern seines Reviers in solch eine Nachbarschaft bringen, in der er sich nicht einmal frei bewegen konnte.

Aber davon waren seine Gedanken heute nicht erfüllt.
Er war sich nicht bewusst, wann seine Gedanken von einem dösen ins träumen gelangt waren. Er träumte normalerweise nicht.
Aber diesmal erschien ihm jemand und agierte auf eine Weise, wie sie seinen bewussten Gedanken nicht entsprungen sein konnte.
Akulatraxas. Der ihn wie früher maßregelte, ihm aber diesmal einen Auftrag gab.

Ich bin immerhin vor Ort und lasse die Ideen und Ideale des Bundes nicht im Stich.

Doch da zerfiel bereits das Bild und Magnati erwachte. Und das verstörende war, er konnte sich an alles erinnern...
Magnati hob seinen Kopf im Zwielicht seines "Zimmers" und spürte in die Umgebung, aber alle Tiere waren anwesend und es ging ihnen gut. Ansonsten war keine Seele zu spüren.

Ein Teil von ihm wollte es als Traum abtun, aber der weitaus gewichtigere erinnerte ihn, dass die letzten beiden Gelegenheiten in denen er geträumt hatte, diese auch bedeutungsschwangere Vorboten gewesen waren.

Er würde seinen Fehler nicht wiederholen und diese Zeichen ignorieren.
Und er würde ihnen nicht Blindlings folgen, diesmal würde er sich vorbereiten. Es war früher Nachmittag... heute konnte also nicht gemeint sein.

Er verwandelte sich, begab sich nach Nuru und ging einkaufen.  Er hörte sich ein wenig auf dem Marktplatz um, um Gerüchte aufzuschnappen und suchte in der Weihehalle nach Ammit um ihr zu sagen, dass er doch schon am nächsten Morgen abreisen würde.
Wieder auf dem Hof zurück wachte er auf der Weide und sann die Nacht über seinen Traum nach...

Die Gräberhöhen... ein unwirtlicher Ort. Alt Gräber überall, viele Schlupfwinkel, Banditenbanden... was sollte dort geschehen?
Welche Bedrohung kontne gemeint sein und vor allem, wer war es der Hilfe benötigte?
Und wenn der Traum eine Vision war, wovon Magnati erst einmal ausging, wer hatte sie ihm dann gesandt? Akulatraxas? Magnati glaubte das nicht, allein schon weil er für den Drachen, den er am Anfang so bewundert hatte, inzwischen bei weitem nicht mehr alles zutraute. Aber wer dann...
Er wollte sich nicht zu einfach manipulieren lassen...

~~~

Am nächsten morgen überprüfte er ein letztes mal die Grenzen des Hofgeländes, das auch ja keine Lycaner sich auf sein Land gewagt hatten, lies die Tiere auf die Weide und flog los.

Er flog gemächlich und nach zwei einhalb Stunden begannen unter ihm die Gräberhöhen. Er wusste nicht nach was er Ausschau hielt, wer oder eher was Hilfe benötigte. So flog er ins Zentrum dieser Hügel zum höchsten unter Ihnen und zog seine Kreise, aufmerksam die Umgebung begutachtend. Sollte er vielleicht nach Darius suchern? Er hatte hier irgendwo seinen Hort. Magnati war noch nicht da gewesen... aber der Schattendrache entschied sich zunächst dagegen.




+ 1 kl. Heiltrank.
+ 3 gr. Manatränke
+ 1 gr. Heiltrank

- 250 GM (Preise aus Nuru: Zum schwarzen Drachen)
- 1 kl. Heiltrank

+ 10 LP
- 1 gr. Mantrank
+ volles Mana
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Freitag 11 März 2016, 10:54
Während sich Fjalladis durch den zurecht nicht auf der Liste der größten Literaturklassiker zu findenden Wälzer über unterirdisch lebende Magiewesen quälte, begann sie nach und nach an der Glaubwürdigkeit des Autors zu zweifeln. Phantasievolle Zeichnungen und abstruse Berichte wechselten einander ab, und obwohl die Elfe einen nicht unwesentlichen Teil für übertrieben bis erfunden hielt, zwang sie sich weiterzulesen. Selbst die kuriosesten Geschichten hatten schließlich häufig auch einen wahren Kern und es schienen durchaus auch einige interessante, wirklichkeitsnahe Informationen dabei zu sein.

Als sie sich später auf die Suche nach einem Mittagsmahl begab, geschah es, dass sie beinahe von einem leuchtenden Buch getroffen wurde. Irritiert blickte sie sich um, konnte jedoch in der Bibliothek keine weitere Person ausmachen, und da keine dunkle Aura von dem Buch auszugehen schien, griff sie vorsichtig nach dem mysteriösen Objekt. Der große Krieg... Welcher wohl damit gemeint war? Fjalladis blätterte flüchtig durch die ersten Seiten, entdeckte jedoch vorerst nur die Geschichten und Mythen, die gemeinhin bekannt waren, bis irgendwann plötzlich von einem Krieg die Rede war, der so gewisslich in keinem Geschichtsbuch zu finden war. Allein der Blick auf die erstaunlich genauen Daten ließ recht schnell erkennen, dass es sich um eine Art Zukunftsvorhersage handeln musste – was an sich nichts Ungewöhnliches war, da schließlich immer mal wieder Leute unter dem Einfluss seltsamer Pflanzen oder dergleichen meinten, in die Zukunft sehen zu können. Ungewöhnlich war lediglich, dass das Buch geleuchtet hatte und von allein aus dem Regal gefallen war.

Mit kritischem Blick blätterte die Priesterin noch einmal zurück, wobei ihr plötzlich eine Seite mit dem Datum des aktuellen Tages ins Auge fiel. Sie erstarrte, als sie ihren Namen las, und hob dann den Blick, um zu schauen, ob tatsächlich niemand anwesend war, der ihr einen schlechten Streich spielte. Als sie zurück auf das Buch schaute, hatte dieses sich verändert und obwohl der Titel nicht schlecht zu dem soeben Erlebten passte, so hatte er doch inhaltlich nicht viel mit dem soeben Gelesenen gemein. Ein schlechter Scherz, das musste es sein. Wer würde schon auf solchem Wege eine wichtige Botschaft senden?

Entschlossen, das Ganze zu ignorieren, verließ Fjalladis das Ordenshaus und machte sich vorerst daran, ihren priesterlichen Aufgaben nachzukommen. Viel gab es an jenem Tag jedoch nicht zu tun und unwillkürlich kehrten ihre Gedanken beharrlich immer wieder zu der seltsamen Nachricht zurück. Nachts träumte sie wirr von dem Buch und lag lange Zeit hellwach in der nächtlichen Dunkelheit, bis sie schließlich eine Entscheidung fällte.

Noch vor dem Morgengrauen hatte sie die Druidinnen Salina und Dana aus den Betten geholt und besondere Vorsicht eingeschärft. Absolut kein Außenstehender war in das Gebäude einzulassen, bis wieder ein Erzmagier anwesend war, und alle ungewöhnlichen Vorfälle waren sicherheitshalber zu notieren.

Anschließend stattete Fjalladis der Apotheke einen kurzen Besuch ab. Landolin war beschäftigt genug, um sie nicht wegen etwas, das wie ein schlechter Scherz anmutete, zu begleiten, doch vorsichtshalber nutzte sie die Gelegenheit, um ihre Vorräte an seiner Ware aufzufüllen. Zudem bat sie ihn, gelegentlich in der Kirche nach dem Rechten zu sehen, obschon es dort nicht wirklich etwas zu stehlen gab, weswegen man sie von dort hätte weglocken wollen können.

Wenig später schon befand sie sich in der Luft und ließ Nighton mit schnellen Flügelschlägen hinter sich. Kalter Wind zerrte an ihrem Gefieder und die Befürchtung, auf einen miesen Streich hereingefallen zu sein, nahm ihr so ziemlich jede Freude an dem Flug. Zumal dieser sie Richtung Nuru und zu den Gräberhöhen führte. Auf einer Landkarte im Ordenshaus hatte sie sich angeschaut, wo letztere zu finden waren, doch da sie sich zunächst zu weit südlich gehalten hatte, war es tatsächlich schon fast Mittag, als sie sich schließlich den Hügeln näherte. Zu ihrer nicht geringen Überraschung sah sie dort schon von Weitem eine bekannte Gestalt ihre Runden ziehen und ihr Flügelschlag verlangsamte sich.

Meister Magnati, rief sie ihn über ihre Gedanken an, als sie sich sicher war, dass sie es mit keiner Täuschung zu tun hatte. Den Göttern zum Gruße. Was führte Euch hierher? Was geht hier vor sich?

+ 6 kl. Heiltränke
+ 5 gr. Heiltränke
+ 5 Regenerationstränke
+ 9 gr. Manatränke
+ 3 Gegengifte
+ 3 Wiederbelebungstränke

- 5 Mana für Morphologiezauber
Autor: Myriel Datum/Zeit: Freitag 11 März 2016, 20:39
Die Augen des Anführer blitzten seltsam grün auf, bevor er mit einer völlig andere Stimme als zuvor sprach. Die Augen der Lykantrophin verengten sich zu schmalen Schlitzen. Wer immer diesen Mann dazu benutzte, um ihr eine Botschaft zu übermitteln, beherrschte starke Magie. Und er wusste wer sie war, was man von diesen drei Holzköpfen, die sie gefesselt hatte, nicht behaupten konnte.
Schweigend hörte sie sich an, was er zu sagen hatte. Danach stand ihr Entschluss fest. Die Ranken um die Hälse der Männer zogen sich enger und enger zusammen.

Ihr hättet Euch eher überlegen sollen, mit wem Ihr Euch verbünden wollt. Ihr habt Eure Chance vertan. Hier sind mächtigere Kräfte am Werk als Ihr Euch vorstellen könnt.

Die Schwarzmagierin drehte den Rebellen den Rücken zu und wandte sich an ihre beiden Begleiter.

Habt Ihr die Stimme nicht gehört? Ich bin mir noch nicht sicher was hier gespielt wird – aber ich weiß jetzt, wo wir es herausfinden können. Kommt mit, ich erzähle Euch den Rest auf dem Weg. Wir haben keine Zeit zu verlieren.

Dann lief sie los und schlug dabei die Richtung ein, in der die Hügel von Relat lagen. Auf dem Weg erzählte sie Lykhe und Darius von der ungewöhnlichen Stimme die zu ihr gesprochen hatte.

Er kannte meinen Namen. Er hat die Morphologie durchschaut, und dazu gehört einiges. Wer immer es auch war, er ist deutlich gefährlicher als ein großer Krieger, der ein paar Wachen niedermetzelt. Und er sprach nicht davon nur den König zu töten, er sprach von einem Krieg, der das ganze Land überzieht. Ich will wissen um wen es sich handelt. Wir sollen zu den südlichen Rändern der Hügel von Relat gehen, und dort nach einer Steinformation suchen, die den Eingang markiert – den Eingang zu was auch immer.

Myriel war sich selbst nicht sicher, was sie von der ganzen Sache halten sollte. Aber soviel stand fest: sie wollte denjenigen kennen lernen, der dieses hübsche magische Kunststück vollbracht hatte. Und dann würde sie entscheiden, ob er Freund oder Feind war.
Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Freitag 11 März 2016, 23:31
Lykhe war mal wieder völlig verwirrt. Hatten sie nicht eben noch mit allen Mitteln versucht, diese Typen davon zu überzeugen, dass sie eine Lycanertruppe waren, die es ebenfalls auf den König abgesehen hatte? Und gerade als sich so richtig ins Zeug legten, um wie richtig böse Wölfe dazustehen, da drehte sich Myriel plötzlich um und stapfte wirklich davon. Er hatte das für einen weiteren Trick gehalten.
Aber die mürrsiche Magierin ließ die Männer einfach in ihren Wurzelranken weiterzappeln und lief davon.

"Tja", sagte Lykhe. "Dann gehen wir mal, wie es aussieht." Er winkte den Rebellen noch einmal unbeholfen zu. "Wiedersehen!" Und rannte der Wölfin Myriel hinterher.

"Warte doch mal! Was denn für eine Stimme? Wovon redest du?"

Und nachdem Myriel das mit dem Krieg, der das ganze Land überzieht, erklärt hatte, nickte er verständnisvoll. "Ach so, dann gehen wir jetzt zu dieser Steinformation, um den Krieg zu verhindern? Na, klingt doch vielversprechend."

Doch nach einer Weile fiel ihm auf: "Hey, warte mal, woher weißt du, dass es kein Trick ist, damit wir uns von diesen Rebellen fernhalten? Sollten wir nicht vielleicht erst herausfinden, wo das Lager der Rebellen ist? Und dann können wir ja immer noch die Steine suchen, die den Krieg verhindern. Klingt doch logisch oder? - Äh, Magierin Myriel? Habt ihr mir überhaupt zugehört?"
Doch sie schien erst einmal ihren eigenen Gedanken nachzugehen. Vielleicht unterhielt sie sich im Geiste aber auch mit Darius. Da die beiden aber nicht weiter auf Lykhe achteten, rannte er ihnen einfach hinterher.

Sie waren noch eine ganze Weile weitergelaufen und hatten den Wald längst hinter sich gelassen. Nachdem sie eine ganze Zeit über die hügelige Landschaft durchquert hatten, waren sie fast schon wieder am Rand des nächsten Waldes angelangt. Lykhe hatte diesen Wald schon einmal durchquert. Dort war er Aponi'Kasa begegnet. Lykhe erinnerte sich kaum noch daran, wo sie jetzt gerade eigentlich hin wollten, da entdeckte er hinter einem Hügel eine seltsam Steinsäule. Sie war irgendwie eckig.

"Na das ist ja mal ein hässlicher Stein", sagte er mehr zu sich selbst als zu den anderen. Aber Myriel blieb sofort stehen. Sie hatten die Steinformation erreicht.
Autor: Darius Datum/Zeit: Samstag 12 März 2016, 08:51
Die 'Verhandlungen' mit den Rebellen verliefen nicht schlecht, da sowohl Lykhe als auch Myriel ihren Teil spielten um den Druck auf die Rekrutierer zu erhöhen. SIe waren sogar erfolgreich genug, dass ihre Gefangenen das erhoffte Angebot machten sie in das Rebellenlager zu bringen. Es war jedoch zugleich der Punkt, an dem Alles auseinander fiel, denn Myriel verlor urplötzlich das Interesse an den Rebellen und redete von seltsamen Stimmen die sie gehört haben sollte. Amarok sah ihr noch einen Moment verwirrt hinterher, zuckte dann jedoch bestätigend mit den Ohren.

Zugleich verlor er unvermittelt jeglichen gedanklichen Kontakt zu Runshak und Asarra, was nur passieren konnte, wenn die Beiden tot oder außer Reichweite sein sollten. Er hoffte, dass es sich um letzteres Handeln würde.

Die Menschen ließ er einfach stehen und hetzte hinter Myriel her. Stimmen zu hören, welche andere nicht wahrnahmen gehörte für ihn immerhin zur Normalität.

"Ein Krieg und ein Magier, der wesentlich mächtiger als dieser Krieger sein könnte? Diese Spur klingt vielversprechend, wenn sie sich als wahr herausstellen sollte, denn ich habe mich bereits gewundert, wer wohl hinter dieser kleinen Rebellion stecken mag. Wenn es nur der Auftakt zu einem größeren Krieg sein sollte, dann müssen wir dem nachgehen."

So waren zumindest seine Gedanken zu dem Thema.

"Myriel, der Kontakt zu Runshak und Asarra ist eben unvermittelt abgerissen. Sie müssen sich aus irgendeinem Grund außerhalb meiner Reichweite befinden, da sie keine Nachricht über einen Angriff gesandt haben."
 

So ungern er zugab nicht zu wissen was vor sich ging oder eine Schwäche einzugestehen, so war es doch wichtig ein solches Ereignis zumindest mitzuteilen. Während er sich also Gedanken um die Beiden machte, flog die Gegend geradezu unter seinen Pfoten dahin, bis sie an einer neuen Reihe von Hügeln ankamen und seine Ohren eine Bemerkung von Lykhe aufschnappten.

"Ein hässlicher Stein?"  , fragte er laut und stellte sich auf seine Hinterbeine um in die Richtung zu blicken, in die der echte Lykantroph seine Aufmerksamkeit gewendet hatte. Tatsächlich stand dort ein Steingebilde im Schein der Morgendämmerung. "Dies könnte die gesuchte Stelle sein. Kommt, lasst uns einmal sehen, was wir dort vorfinden."

Damit tat er schon die ersten Schritte auf den Stein zu, den Lykhe entdeckt hatte, im Vertrauen darauf, dass Myriel und Lykhe ihm schon folgen würden.
Autor: Asarra Datum/Zeit: Samstag 12 März 2016, 14:25
Die Amazone hatte ihre Kettenpeitsche fest in der Linken als sie im Laufschritt durch das Gebüsch stürmte. Sie spürte wie die kleinen Äste an ihrem Wappenrock zupften und brachen, sobald sie an der Lederrüstung hängen blieben. Ein leiser Schauer an ihrer Rechten liess sie vermuten, das Vinkona, die kleine grüne Schlange die sie von der Orkgeistschamanin bekommen hatte, unter ihre Kleidung verzog. Gut so, dort war die Kleine geschützt. Die Geräusche wurden lauter, hie und da blitze es hell auf. Drecksmagie

Plötzlich umfing sie gleissendes Licht. Asarra taumelte, fing sich wieder und blieb verwirrt stehen. Die Kettenglieder ihrer Peitsche fielen klirrend zu Boden. Die grosse Schwarzhaarige blinzelte, einmal, zweimal. Doch es half nichts. Noch immer sah sie nur blendende Weisse.
Verwirrt schloss sie die Augen und atmete tief durch. Ruhig bleiben, besonnen handeln. Sie musste sich selbst an diese Soldatenweisheit erinnern. Im Moment konnte sie nicht auf ihre Sehkraft zurückgreifen, also musste etwas anderes her.
Mit noch immer geschlossenen Augen konzentrierte sie sich auf ihre anderen Sinne. Als erstes fiel ihr das Brausen des Windes auf, spürte wie die Brise über ihr Gesicht strich und an ihren Locken zupfte. Doch da war mehr. Das Zwitschern von Vögeln, einige wenige Insekten. Es war kühler hier, aber noch nicht unangenehm kalt. Die Luft roch frisch, keine Spuren von Rauch oder anderen Gerüchen, die auf nahe Zivilisation hindeuteten.

Ein Geräusch in der Nähe liess sie herumfahren. Irgendetwas hatte sich da bewegt. "Hallo? Hauptmann?" Schliesslich musste der grünhäutige Ork neben ihr gewesen sein, als... was auch immer da passiert war.
Mit einem Blinzeln öffnete sie erneut die Augen und stellte erfreut fest, das sie bereits mehr erkennen konnte. Wenn auch nicht viel. Um sie herum war es grün. In Blickrichtung erkannte sie weitere Grüntöne, alles ziemlich verschwommen. Das Bild erinnerte an ein aufgewühltes Meer, doch es schien statisch zu sein und hören konnte sie die Wellen auch nicht. Seltsam.

Da weder sie noch der Ork viel sehen konnten, wartete die Amazone erst einmal ab. Es schien ihnen hier keine unmittelbare Gefahr zu drohen, also verzichtete sie lieber darauf sich bei einer unnötigen Unternehmung den Knöchel zu stauchen.
Es verstrichen einige Minuten, in denen ihre Sicht immer schärfer wurde. Bald konnte sie ausmachen, dass sie auf einem von vielen grasbedeckten Hügel standen die den Rand eines kleineren Höhenzuges zu sein schienen. Anschliessend daran präsentierte sich eine Ebene, und weit in der Ferne vermochte sie ein Waldgebiet zu erkennen. Sie drehte sich in alle Richtungen, und bald erspähte sie noch etwas.

"Seht mal da Hauptmann", sie streckte den Arm aus und zeigte auf das seltsame steinerne Gebilde, "was ist das denn für ein Ding?"
Autor: Runshak Datum/Zeit: Sonntag 13 März 2016, 02:11
Die Kampfgeräusche wurden lauter. Außerdem antwortete Darius nicht und der Grünschnabel, den man ihnen als Verstärkung mitgeschickt hatte, ließ sich immer weiter zurückfallen. Genervt umfasste Runshak den Griff seines Schwerts und stürmte durch das Gestrüpp in Richtung der Kampfgeräusche. Auch Asarra nahm ihre Waffe in die Hand und lief los. Scheinbar befand sich hinter all den Büschen eine Lichtung, da es zunehmend heller wurde. Mit jedem Schritt schien das Licht an Intensität zu gewinnen. „Das ist doch nicht normal...“ dachte sich der Ork. Plötzlich wurde das Licht unerträglich hell und nahm dem Soldaten die Sicht. Zudem verschwanden mit einem Mal das Knacken brechender Zweige und das Gefühl festen Boden unter den Füßen zu haben. „Bei den Niederhöllen... ich hab doch nicht etwa einen Abgrund übersehen? Oder hat mich irgendetwas schweres getroffen?“

Einen Augenblick später konnte die Grünhaut wieder Boden unter den Füßen spüren. Allerdings war er noch immer geblendet. Und noch etwas stimmte nicht. Er konnte die Kampfgeräusche nicht mehr hören. Stattdessen umgab ihn Rauschen. Irgendetwas stimmte hier absolut nicht. Das musste ein Hinterhalt oder so etwas sein. Der orkische Krieger zog sein Schwert und hielt sich bereit. Auch wenn er nichts sehen konnte, würde ihn das nicht davon abhalten, seinen Gegner zu Hackfleisch zu verarbeiten. Allmählich konnte er zwischen dem Weiß und den tanzenden Lichtern etwas ausmachen, das wie Wellen aussah. Zudem konnte er Asarra neben sich ausmachen. Hatte man sie etwa an die Küste verfrachtet?

Noch etwas später konnte wenigstens Asarra wieder normal sehen und begann sich zu orientieren. In der Zwischenzeit konnte auch Runshak wieder sehen. Die beiden befanden sich jedenfalls nicht mehr im Wald sondern auf einem Hügel am Rande einer weiten Ebene – und soweit die Grünhaut die Tageszeit einschätzen konnte, war auf einmal wieder Vormittag. Plötzlich rief ihn die Amazone, da sie ein eigenartiges steinernes Gebilde entdeckt hatte. „Hm... gute Frage...“ antwortete der Ork „Ich glaube, das ist...“
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Sonntag 13 März 2016, 20:23
Runde 2



Ostlande Lenzmond 1385 – Die alte Hütte in der Nähe von Elvandôr:

….
“Einen Monat hattest Du Zeit. Erstatte Bericht.“ Es war wieder der Krieger, der in seiner schwarzen Rüstung und den Waffen in dem Kellerraum zugegen war und den grün .schimmernden und schwer auszumachenden Mann anblickte.
”Ich habe getan, was Du befehligt hast. Ich habe Verbündete in den Reihen der ihren gefunden. Ob wir Ihnen trauen können, müssen wir sehen. Die großen Legenden Dragonias sind offenbar zu sicher ob des Friedens. Sie waren unvorsichtig“ Ein Lächeln stahl sich auf den Zügen des Magiers.

“Wir sollten die Rebellen fallen lassen und uns der nächsten Stufe widmen. Diese Idioten haben ehe zu viel Aufsehen erregt. Ich habe schon alles vorbereitet. Ich brauche nur ein paar Leute, die uns blind vertrauen und auf die wir verzichten können.“ Dieser letzte Satz hörte sich kalt und endgültig an.

“Sind unterwegs. Sie werden in rund fünf Tagen von Bord gehen können. Und ich habe noch eine Überraschung für Dich, Mardus. Isua wird sich auch beteiligen. Wenn auch nicht gewollt.“ Sein fieses Lachen hallte durch den Raum.
“Also stelle Dich auf unschuldige Bürger aus Isua ein. Drelfisch wird sie alle begleiten.“

Das Grün der Projektion des Magiers Mardus flackerte unstetig und schien schwächer zu werden.
“Ich muss mich erholen. Diese dragonischen Helden haben alles von mir abverlangt. Aber fünf Tage – ich werde da sein. Mit einer kurzen Verbeugung war sein Abbild dann auch schon wieder verschwunden.






Südlicher Rand der Hügel von Relat, 6. Tag Lenzmond 1385 – kurz nach Mitternacht

Obwohl der fünfeckige Stein so gar nicht imposant schien, harrten die drei Lycantrophen kruz davor inne, als wenn sie eine besondere Erscheinung erwarteten. Aber es geschah nichts.
Daher hatten sie Zeit sich das Gebilde genauer anzuschauen.

Myriel, Lykhe und würden in diesem hässlichen Stein ein Pentagramm erahnen.
Im fahlen Licht des Mondes wirkte der Stein weißlich. Er maß von der südlichsten Spitze bis zum nördlichsten Ende ungefähr 5 Schritt und war nur ein Schritt hoch. Spuren oder Gerüche waren mit dem geschulten Auge des Lycan Lykhe nicht auszumachen. Eine große Menge Magie schien hier jedoch vor einiger Zeit hier zum Einsatz gekommen zu sein. Manareste waren immer noch von Myriel zu vernehmen.

Zudem konnte man auch gut erkennen, dass die Oberfläche des Steines regelrecht glatt poliert war, einladend wie ein Tisch, der seine Gäste zu sich rief. Jedoch befanden sich an jeder der fünf Ecken Unebenheiten. Bei genauerer Betrachtung würde man eine besondere Veränderung in diesen Ecken wahrnehmen können. Denn manche Unebenheiten formten sich zu einer Hand oder einer Tatze und sogar zu einer Kralle, je nachdem, wer von ihnen etwas näher an eine der Ecken heran trat.

Waren jedoch zwei nebeneinander kam nur eines der Abdrücke zum Vorschein.
Es war offensichtlich, was der Stein beziehungsweise der Magier, der sich das ausgedacht hatte, von den Dreien wollte. Für manchen war die Anziehung größer als für andere. Insbesondere Myriel schien sich dem Drang widersetzen zu können.






Südlicher Rand der Hügel von Relat, 6. Tag Lenzmond 1385 – Mittagszeit

Asarra und Runshak waren direkt in dieses gleißende Portal getreten. Jedoch hatte der Magie zu viel Mana eingesetzt und ihnen nicht nur kurzzeitige Blindheit, sondern auch eine Zeitlücke eingebrockt.

Runshak hatte zu Recht festgestellt, dass es wieder fast Mittagszeit war. Aber ihm konnte sich nicht eröffnen, ob sie in der Zeit ein paar Minuten zurück oder eben fast 24 Stunden in der Zeit voraus gereist waren.

Assara hatte auch dieses Pentagramm erblickt, das noch zwölf Stunden zuvor – oder auch erst 12 Stunden danach - von ihren anderen Gefährten entdeckt wurden. Von der Hügelspitze wirkte es winzig, aber das dieses Ding nicht dorthin gehörte, war beiden klar.

Vor ihnen schlängelte sich ein leicht abfallender Weg den Hügel hinunter, der am Sockel des Hügels fast genau vor der Steinformation endete.
Auf dem Weg waren keine Spuren von anderen Reisenden zu erkennen. Jedoch um den Stein herum waren Pfotenabdrücke, die Asarra entziffern konnte als Lykantrophenspuren.

Und auch bei ihnen schien der Stein nach den Gefährten zu rufen und die Unebenheiten zeigten Vertiefungen von Handabdrücken menschlicher und orkischer Form.
Sie würden dahin gehen und eine Hand auflegen müssen, so wie es sie in Versuchung führte.






Aylann, Nähe Nuru, 7. Tag im Lenzmond 1385 – Holzhütte in Nuru

Erst gestern sah es alles ganz schlecht aus. Die Informationen waren mehr als beunruhigend, Lösungen offenbarten sich gerade nicht.
Die schrumpeligen alten Damen saßen wie immer in ihren Schaukelstühlen. Obwohl, es waren nicht alle da. Eine der Frauen, die mit den blind-milchigen Augen war nicht unter ihnen.
Die Tür öffnete sich und die so viel jüngere Frau betrat den Raum humpelnd auf ihrem Gehstock gestützt. Ihr Gesicht wirkte nicht mehr so eingefallen obwohl die Erholung nicht natürlich wirkte.

“Bereit zum Aufbruch?“ gackerte die eine der Alten in leicht angespannter Stimmlage.
“Mmmh,“ nickte die Frau und hinkte ohne weitere Worte wieder in ihren Nebenraum.

Die andere Alte erhob sich und rief ihr hinterher:
“Trude ist bei den Gräberhöhen. Henriette sucht nochmals nach unserm Herrn. Und ich breche jetzt auf um diese ostländische Ratte zu finden. Schafft Ihr es allein?

Nochmal nur ein kurzes: “Mmmh,“ und dann kam doch noch ein: “Viel Glück.“

Das bekam die Alte, die soeben gesprochen hatte, noch soeben mit, bevor sie als grau-weiße Wölfin aus der Hütte lief.






Gräberhöhen, 7. Tag im Lenzmond 1385 – Mittagszeit

Während Fjalladis Magnati begrüßte, oder eben auch weil sie dort oben im Himmel ihre Runden drehten, bemerkten sie die alte Greisin erst gar nicht.

Daher musste sich das Weib - das sich unten auf einer größeren Ebene befand, wo auch der Schattendrache Platz finden würde - Aufmerksamkeit schaffen. Sie legte zwei Finger in den Mund auf ihre Lippen und jagte einen lauten Pfiff in die Luft.
Sie war nicht gerade übermäßig mit Magie gesegnet. Träume hervorrufen konnte sie, aber beide schliefen nicht. Und ihnen jetzt im Wachzustand Bilder in ihren Kopf zu senden könnte für alle höchst gefährlich werden.

Also wartete sie, dass die beiden sie entdeckten und sich zu ihr auf die Ebene begaben.
Lange hatte die Alte überlegt, was sie Preis geben konnte. Wenn sie erführen, dass sie vor Kurzem noch Côr’s Helfer unterstützt hatten, würde sie keine Hilfe erwarten können. Aber sie machte es für diese Frau, weil die es wollte. Und auf welcher Seite die stand, das hatte sie nie richtig heraus bekommen. Aber ihr Herr hatte sie geliebt. Und sie liebte ihn immer noch.

“Ich bin zu alt für einen solchen Unsinn,“ sagte sie gerade zu sich selbst, als die Priesterin und der Drache sie endlich entdeckt hatten und sich zu ihr begeben hatten.

“Ihr habt der Ruf gehört und seid ihm gefolgt. Ich danke Euch. Leider seid ihr nur sehr wenige. Denn offenbar sind die, die Unheil verbreiten, uns ein paar Schritte voraus. Wir haben weder den Hauptmann Nurus noch Euren Drachenfreund Darius angetroffen.
Ich möchte es kurz machen: Wir haben jemanden in unserer Obhut, dessen Herz an den Ostlanden und an Dragonia liegt. Und sie hat, als sie eigentlich was anderes gesucht hatte, erfahren, dass beides in Gefahr ist.
Dragonia fühlt sich sicher und schaut nicht zu ihren Nachbarn. Jetzt wo Nuru Drow-frei ist und ein Kind ein König, glauben viele dies für sich ausnutzen zu können.
Ein Krieg könnte entstehen, der keinem etwas bringt. Aber wir brauchen Hilfe. Unser Pflegekind ist geschwächt und ich bin nicht überall gern gesehen.“


Die milchigen Augen betrachteten die skeptischen Gesichtszüge und die Drachenmimik der möglichen Unterstützer.
“Misstrauen ist hier sicher angebracht. Traut niemandem und keiner Geschichte. Ich kann nur folgendes sagen:
Das Ungemach kommt aus den Ostlanden. Manche dort wollen einen Krieg und schaffen aber hier in Dragonia Unruhe. Was genau sie bezwecken das weiß ich nicht. Sie haben eine Rebellengruppe erschaffen, aus eigentlich guten Bürgern des Landes. Und jetzt sind einige Eurer Gefährten verschwunden. Sie waren in Drachenauge, bei Ados und Salis gesehen. Aber seit einem Tag sind sie verschwunden.
Meisterin Fjalladis, wir haben Euch, als Priesterin und Hüterin des Lichts ein Buch überlassen, das Euch helfen kann. Ich hoffe, dass Ihr es noch habt. Es ist alt und die Magie schwindet, aber manchmal zeigt es die Zukunft oder eben die Vergangenheit der letzten Tage. Aber nur demjenigen, der offenen Herzens ist und Licht in sich hat und keinen Schatten. Vielleicht kann es Euch helfen bei der Suche nach der Wahrheit. Ich bin müde. Aber noch habt ihr Zeit für ein paar Fragen, bevor Ihr aufbrechen müsst – und ich auch.“




Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Dienstag 15 März 2016, 21:37
Dieser Stein war schon recht seltsam. Es hatte fast den Anschein, als gehörte er gar nicht hier her. Er war weder verwittert, noch gab es irgendwelchen Spuren der Benutzung. Aber für irgend etwas musste dieses Ding doch gedacht sein. Und irgend jemand musste dieses Ding hier hergebracht haben. Aber es gab nicht einmal Fußspuren um diesen Stein herum.

Das war schon recht seltsam. Aber Lykhe war vermutlich weit weniger überrascht, als Darius oder Myriel. Denn er war es schließlich gewohnt, irgendwelche Dinge nicht zu kennen oder etwas nicht zu begreifen. Was Lykhe allerdings in dem Moment, wo sie diesen Stein näher in Augenschein nahmen doch ein bisschen beunruhigte, war allein die Tatsache, dass sowohl der Dragoleutnant Darius als auch die Magierin Myriel ebenfalls keinen Schimmer hatten, was es wohl mit diesem Stein auf sich hatte. Aber wie schon gesagt, beunruhigte ihn das nur ein ganz klein wenig. Hey, die Leute konnten ja auch nicht alles wissen.

Und dann bemerkten sie, dass sich an den Ecken etwas tat, sobald man sich ihnen näherte. Lykhe erkannte ganz eindeutig die Form einer Lycantrophenpfote. Und blitzschnell kam ihm eine richtig, richtig gute Idee. Noch eher die anderen darauf reagieren konnten, streckte er seine Pranke aus und sagte: "Ah ja, das ist doch...
Autor: Myriel Datum/Zeit: Donnerstag 17 März 2016, 20:41
Der Kontakt zu Runshak und Asarra ist abgerissen Darius? Das ist äußerst merkwürdig. Das bedeutet das sie entweder bewusstlos oder außerhalb Eurer Reichweite sind, oder?

Auf ihrem Weg zu den Hügeln von Relat liefen sie auch an der Stelle vorbei, an der die beiden Soldaten sich zuletzt aufgehalten hatten, doch konnten sie keinerlei Hinweise auf ihr Verbleiben ausfindig machen. Es war, als hätten sie sich plötzlich in Luft aufgelöst, so dass sie die Suche nach kurzer Zeit aufgaben und weiter liefen.

Es war Lykhe, der schließlich die gesuchte Steinformation ausfindig machte. Langsam liefen sie darauf zu und blieben einen Augenblick davor stehen, als ob sie darauf warteten, das irgendetwas passierte. Doch es tat sich nichts, bis sie näher an die Steinecken heran traten. Dann formten sich Hände, Pfoten oder Krallen in den Ecken, je nachdem, wer von ihnen der Spitze am nächsten stand.

Fasst den Stein nicht an, ich kann spüren, dass hier mächtige Magie gewirkt wurde. Das riecht verdächtig nach einer Falle.

Myriels Warnung kam zumindest für Lykhe zu spät, denn der Lykantroph hatte bereits eine Pfote auf eine Ecke der Steinplatte gesetzt. Die Schwarzmagierin verschwand mit einem Kopfschütteln in dunstigen Nebelschwaden und nahm ihre menschliche Gestalt wieder an. Sie sah keinen Grund mehr weiter in Wolfsgestalt herum zu laufen, und in ihrer gewohnten Gestalt fühlte sie sich einfach wohler. Als sie sich zurück verwandelt hatte, hob sie einige Steine auf und warf sie auf die Steinplatte, um zu sehen was damit geschah. Noch während sie das tat, veränderte sich Irators Stimme plötzlich. Er wirkte irgendwie - abwesend.

Nein, ich höre kein Flüstern, das müsst ihr Euch einbilden. Wenn der Erschaffer dieses Steins ein Dämon wäre, könnte ich ihn beschwören, aber daran glaube ich nicht. Ich denke das ist das Werk eines Magiers. Was meint Ihr? Wenn was sein muss? Irator? Nicht...

Doch der Drache schien sie nicht zu hören, oder er ignorierte sie einfach, denn noch bevor Myriel reagieren konnte, hatte er seine Pranke auf den fünfeckigen Stein gelegt und verschwand ebenfalls. Die Schwarzmagierin stieß einen unschönen Fluch aus. Dann stellte sie sich an das untere Ende des Pentagramms und erhob ihre Stimme:

Ihr habt darum gebeten, dass ich diesen Ort aufsuche, bitte, hier bin ich. Gebt Euch zu erkennen, und sagt mir, was Euer Begehr ist, und was mit meinen Begleitern geschehen ist.
Autor: Darius Datum/Zeit: Donnerstag 17 März 2016, 21:52
Als er den Steinen näher kam bemerkte er, wie sich auf den felsigen Oberflächen Formen abzeichneten. Interessiert trat er näher an sie heran um sie zu untersuchen, nachdem sich zuvor nichts weiter getan hatte und tatsächlich veränderten sich die Reliefs auf den Felsen. Bei ihm selbst formten sich Klauenspuren, bei Lykhe waren es hingegen Pfortenabdrücke und für Myriel bildete sich ein typisch menschlicher Handabdruck im Felsen. Wie sonderbar. Auf welche Weise auch immer diese faszinierenden Steine verzaubert waren, so konnten sie die wahre Form des Wesens spüren, welche sich ihnen näherte... oder lag es vielmehr daran, was sie selbst als ihre wahre Gestalt empfanden?

Schon wollte er seine Theorie laut äußern, da presste Lykhe seine Pfote gegen einen der Felsen... und verschwand. Myriels Warnung klang laut in seinen Ohren und seine eigene Pfote, die sich unbemerkt nach einem der Steine ausgestreckt hatte, zuckte zurück. Mühsam trat Amarok einen Schritt zurück.

"Lykhe! Diese Steine sind von sehr starker Magie durchdrungen. Es wirkt wie... wie... hört ihr auch dieses Flüstern...?"

Die Präsenz von Darius schien in den Hintergrund zu treten, als Irator wieder einen Schritt näher an die Steine tat, die Lykangestalt abgestreift wie ein altes Hemd und zögerlich streckte der Drache eine Klaue zu den Steinen hin.

"Woher... wenn es sein muss... Myriel... die Steine...", kamen die Gedanken der Dunklen Seelenhälfte, als würde er nur zu sich selbst sprechen, obwohl Myriel immer noch jeden Gedanken von ihm empfing. Nocheinmal blickte er zu ihr zurück, doch das dunkle Auge schien die Druidin kaum wahrzunehmen, dann legte auch er seine Pranke gegen den Abdruck im Fels.
Autor: Magnati Datum/Zeit: Dienstag 22 März 2016, 19:01
Magnati spürte Gedanken in seiner Nähe die gehört werden wollten, Fjalladis. Fjalladis?!
Was tat sie hier? Magnati entdeckte nun zielsicher den kleinen Falken in den sich die Hochelfe schon früher verwandelt hatte. Magnati überprüfte noch einmal ihre Aura nur um wirklich sicher zu gehen... ja, sie war es.

Seine Gedanken erhalten ruhig in ihrem Geist
Seid ebenso gegrüßt, Fjalladis.
Nennt es eine Vorahnung... vielleicht auch eine Kontaktaufnahme, ich bin mir noch nicht sicher. Und das ihr ebenso hier seit erweckt mein misstrauen nur weiter... warum seit ihr hier? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr hier einen Gläubigen habt, der nicht eher nach Nuru zur Kirche ziehen würde.


Kurz darauf war ein Pfiff zu hören:
Magnati wandte seinen Kopf nach unten, dort war eine kleine Gestalt zu sehen unweit des Hügels, den Fjalladis und er und Fjalladis umkreisten.
Magnati schnaubte.
Es missfällt mir zwar einer pfeifenden Naka-Duskeal zu folgen, aber... in diesem Fall scheint sie der Grund für dies alles hier zu sein.
Magnati setzte einen Singflug an und setzte vor der alten Dame auf. Ihre Worte ließen erkennen, dass sie etwas damit zu tun hatte, warum sie beide heute hier aufgetaucht waren, sie kannte Darius, den sie auch hier gehofft hatte zu sehen...

Was haltet ihr davon...?, sandte Magnati an Fjalladis, ohne die Frau teilhaben zu lassen.

Das Misstrauen musste spürbar gewesen sein, denn sogleich fuhr die alte Frau fort.
"Misstrauen ist hier sicher angebracht. Traut niemandem und keiner Geschichte. Ich kann nur folgendes sagen:
Das Ungemach kommt aus den Ostlanden. Manche dort wollen einen Krieg und schaffen aber hier in Dragonia Unruhe. Was genau sie bezwecken das weiß ich nicht. Sie haben eine Rebellengruppe erschaffen, aus eigentlich guten Bürgern des Landes. Und jetzt sind einige Eurer Gefährten verschwunden. Sie waren in Drachenauge, bei Ados und Salis gesehen. Aber seit einem Tag sind sie verschwunden.
Meisterin Fjalladis, wir haben Euch, als Priesterin und Hüterin des Lichts ein Buch überlassen, das Euch helfen kann. Ich hoffe, dass Ihr es noch habt. Es ist alt und die Magie schwindet, aber manchmal zeigt es die Zukunft oder eben die Vergangenheit der letzten Tage. Aber nur demjenigen, der offenen Herzens ist und Licht in sich hat und keinen Schatten. Vielleicht kann es Euch helfen bei der Suche nach der Wahrheit. Ich bin müde. Aber noch habt ihr Zeit für ein paar Fragen, bevor Ihr aufbrechen müsst – und ich auch.“


Etwas grollte tief hinten in der Kehle des dunklen Drachen, als seine Gedanken die anwesenden erreichten:
Seid nicht so dumm zu denken eure Weisung würde mich auch nur im entferntesten binden, Naka-Duskeal. Auch nicht die Gruppe, die anscheinend hinter euch steht... also, wer seid ihr und wer sind sie? Und wie habt ihr mich kontaktiert? Wer sind Ados und Salis und woher wisst ihr von dem verschwinden von Darius?

Und vor allem anderen: Wer ist euer Schützling, auf dessen Wort wir vertrauen sollen...?
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Mittwoch 23 März 2016, 23:06
Magnatis Begründung für seine Anwesenheit an jenem Ort schien im ersten Moment gar nicht so sehr verschieden von dem, was die Priesterin zu den Gräberhöhen geführt hatte. Wer auch immer hier seine Scherze trieb, tat dies offenkundig ausufernder als gedacht.

Ein verzaubertes Buch prophezeite mir einen Krieg und dass ich, wenn ich zu seiner Verhinderung beitragen wollte, an diesem Ort hier erscheinen müsse. Es stand geschrieben, ich werde hier auf einen Freund treffen, mehr jedoch nicht...

Obwohl sie im Flug weiterhin die Landschaft argwöhnisch beäugte, blieb an dieser Stelle offen, ob sie sich anmaßte, den besagten Freund mit Magnati gefunden haben zu wollen, oder ob sie noch auf jemanden anderen wartete.

Ich hielt es anfangs für einen schlechten Scherz...

Dann ertönte plötzlich ein Pfiff von einer nicht allzu weit entfernten Ebene zwischen den Hügeln und sofort ruckte der Kopf des weißen Gerfalken in die Richtung des alten Weibes, das offenbar ihrer beider Aufmerksamkeit zu erheischen suchte.

Es gibt hoffentlich eine gute Erklärung für all den Unfug..., gab sie Magnati zur Antwort und setzte dann in einigem Abstand, sodass die von Magnatis mächtigen Schwingen erzeugten Luftwirbel sie nicht trudeln ließen, zur Landung an. Sie ließ sich in einigermaßen sicher scheinender Entfernung von der Fremden auf einem Stein nieder und dachte vorerst nicht daran, ihre halbwegs fluchttaugliche Gestalt aufzugeben.

Das Ganze gefällt mir überhaupt nicht... Ihr kennt sie genauso wenig wie ich, nehme ich an, oder?

Magnati schien von der Situation ähnlich wenig begeistert zu sein und die Elfe meinte, einen gewissen unterschwellig brodelnden Unmut bei ihm wahrzunehmen.
Was die Alte zu sagen hatte, klang reichlich oberflächlich, vage, unvollständig, und ließ mehr neue Fragen entstehen als sie wirklich beantwortete. Als sie am Ende ihrer Rede zu dem Teil mit der Hüterin des Lichts kam, lief ein leichtes Zittern durch das Gefieder des Falken und Magnati mochte den flüchtigen Nachhall eines bitteren Lachens wahrnehmen können. Wenn der Rest des Plans, den diese Gruppierung sich zur Verhinderung des von ihr vorhergesagten Krieges erdacht hatte, ähnlich ausgereift war wie der Teil, sich unter all den Anhängern Paladins griffsicher gerade jene Getreue auszusuchen, deren Handeln weit mehr auf Erziehung und Pflichtbewusstsein fußte denn auf von Herzen kommender Nächstenliebe, und die vor allem nach längeren Zusammenkünften mit ihresgleichen noch immer nicht zu unterschätzende und durchaus mit als Zeichen eines schattendurchzogenen Herzens deutbare Schwierigkeiten damit hatte, andere Völker als gleichgestellt anzusehen – dann hatte Fjalladis ihre Zweifel daran, dass dieser Plan in seiner Gesamtheit allzu prächtig funktionieren würde.
Andererseits hatte sie ja bereits etwas in dem seltsamen Buch lesen können. Vielleicht genügte also auch schon ein gesunder Hass auf Baal und seine Kreaturen, wie sie ihn möglicherweise in Ansätzen in jenem Moment nach der Lektüre des Buches über die im Dunklen lebenden Geschöpfe der Unterwelt empfunden haben mochte.

Magnati sprach ihr aus der Seele, als er sich an die Fremde wandte, und wie erwartet konnte man sich ziemlich darauf verlassen, dass er die richtigen Fragen stellte. Dass Darius verschwunden war, war ihr allerdings neu.

Darius ist...?

Der Gedanken brach abrupt ab, als die Alte zu einer Antwort ansetzte, doch die Frage blieb weiterhin unformuliert bestehen.
Autor: Naveen Datum/Zeit: Freitag 25 März 2016, 11:18
"Noch mal für Blöde..." äffte Naveen Ralf nach - sinnvollerweise nicht, während er sich noch auf dem Hof befand. Wie ihm geheißen hatte er den Rückweg nach Drachenauge angetreten und führte Selbstgespräche.

Er war nicht mit dieser Entscheidung einverstanden gewesen. Er hatte sich auf dieses Abenteuer nicht eingelassen um den Botenjungen zu spielen. Und dieses kleine Intermezzo in der Gastwirtschaft hatte sie seiner Meinung nach nur näher an die Rebellen gebracht. Aber nein, Ralf sah das Ganze irgendwie anders und ließ den Elfen laufen.
"Naveen kümmert sich um Verstärkung.. blablabla... viele Muskeln wenig Grips, diese Menschen." Sprach er weiter zu sich, als er das Stadttor von Drachenauge durchschritt.

Ob es irgendjemand stören würde, wenn er erst ins Wirtshaus einkehren würde und dann zum Palast ginge? Die staubige Straße hatte ihn durstig gemacht und er war sich sicher, dass er kein Wort raus bringen würde, bevor er seine Stimme nicht kräftig geölt hatte.. naja.. zumindest versuchte er sich das einzureden.
Glücklicherweise lagen die Taverne seiner Wahl und der Palast in die gleiche Himmelsrichtung und so konnte Naveen noch einige Schritte weiter sein inneres Streitgespräch führen. Loyalität, Königstreue, Kameradschaft - oder Durst stillen? "Durst stillen" schien gerade wieder einen Punkt zu bekommen, als der Elf einen Schemen aus einer der Hintergassen schlüpfen sah. Offenbar hatte dieser Mann den gleichen Weg wie er - Palast oder Schenke.. und hätte er nicht so auffällig unauffällig sein wollen, wäre er dem Schneider vielleicht gar nicht erst aufgefallen.

So behielt Naveen den Kerl aber für ein paar Schritte im Auge und staunte nicht schlecht, als der Mann sein Profil zeigte.
"Hee, halt, Gunter, oder? Ihr seid es doch? Der Schüler Rasuls?" Ein paar schnelle Schritte und Naveen war bei dem Mann, der sich erschrocken um sah.

"Wir.. wir brauchen.. puh.." Naveen atmete tief ein und versuchte dann einen ruhigeren Ton anzuschlagen. "Wir brauchen Verstärkung in Ados.. Ralf.. die Rebellen.. wir sind ganz nah dran.." Flüsterte er den Mann zu, während seine Augen in Richtung des Palastes wanderten. "Vielleicht solltet ihr mich schnell zu Rasul bringen..."
Noch keinen kühlen Schluck für seine Kehle, aber einen Angehörigen des Palastes auf der Straße zu treffen, war einfach eine Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen durfte...
Autor: Asarra Datum/Zeit: Freitag 25 März 2016, 20:34
Die Amazone sah die Grünhaut gespannt an. Doch irgendwie kam ihm nicht über die Lippen, was denn nun das seltsame Gebilde seiner Meinung nach war. Da gab es wohl nur eine wirkliche Lösung dafür - hingehen, nachsehen.

Als ob immer mal wieder einfach so einige Leute inmitten der Hügel auftauchen würden und unbedingt zu diesem Ding wollten, schlängelte sich ein ausgetretener Pfad durch die Hügel und daraus hervor in Richtung des Fünfecks. Obwohl die Schwarzhaarige ihren Blick auch über den Boden schweifen liess, konnte sie keine Spuren ausmachen. Vielleicht hätte die Waldläuferin mehr sagen können, doch für sie sah es nicht so aus als wäre hier kürzlich irgendetwas entlang gekommen.

Langsam aber beständig kam das seltsame Gebilde näher. Es war ziemlich gross, und schien aus Stein zu sein. Irgendetwas daran faszinierte die Amazone über alle Massen, auch wenn sie nicht sagen konnte was. Als ihr Blick doch noch einmal über die Umgebung schweifte, fielen ihr die grossen Pfotenabdrücke auf. "Seht mal Hauptmann, Lykanerspuren. Wohl noch nicht mehr als einen Tag alt." Sie wies auf die beinahe handtellergrossen Spuren. Dann wandte sie sich wieder dem Stein zu. Die Oberfläche war nicht gänzlich glatt. Da, einige Schritte weiter, wies der Stein sonderbare Eindellungen auf. Mit einigen langen Schritten war sie direkt davor. Seltsam, es schienen Handabdrücke zu sein. Probehalber hielt sie ihre eigenen Hände daneben - die Grösse könnte passen. Alle Vorsicht vergessend und völlig von Sinnen drückte die Amazone beide Hände kräftig in die passgenauen Abdrücke.
Autor: Runshak Datum/Zeit: Samstag 26 März 2016, 16:16
Als Runshak in die Richtung des fünfeckigen Steins blickte, vergaß er mit einem Mal, was er sagen wollte. Von dem Objekt ging eine unerklärliche Faszination aus – fast als würde es den Ork mit wortloser Stimme zu sich rufen. Die beiden Soldaten setzten sich in Bewegung und dem Pfad, der sich in Richtung des Steins schlängelte.

Es sah nicht so aus, als hätte man den Pfad in letzter Zeit benutzt. Kein Müll am Wegesrand, keine Wagenspuren und auch keine Fußspuren. Vielleicht würde Runshak etwas entsprechendes finden, wenn er danach danach suchte. Allerdings konnte er seinen Blick einfach nicht von diesem Stein abwenden. Eben so wenig wie er stehenbleiben konnte. Was ihn nur dermaßen faszinierte. Er konnte es kaum erwarten, das herauszufinden.

Schließlich standen Asarra und Runshak vor dem Gegenstand. Auf den zweiten Blick ein überraschend unspektakulärer Monolith. Das einzige was der Grünhaut auffiel war wie ebenmäßig die Oberfläche war – mal abgesehen von den Ecken. Er ging langsam um den Stein herum und untersuchte ihn auf Besonderheiten. Derweil berichtete Asarra kurz, dass sie recht frische Lykanerspuren entdeckt hatte. Der orkische Krieger antwortete mit einem knappen „HmHmmm...“ ohne von dem Stein wegzusehen. Kurz darauf sagte die Amazone nichts mehr. Der Hauptmann interessierte sich jedoch mehr für die Unregelmäßigkeiten an den fünf Ecken des Steins. Sie wirkten alle, als würde Runsaks rechte Hand genau hinein passen, beziehungsweise, als hätte Runshak die Abdrücke selbst hinterlassen. Oder irrte sich die Grünhaut was die Größe anging. Jedenfalls gab es nur einen Weg das herauszufinden. Daher drückte er seine rechte Hand in die scheinbar dafür vorgesehene Vertiefung.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Dienstag 29 März 2016, 16:49
Runde 3




Drachenauge – 5. Tag Lenzmond 1385 – später Abend


Gunter war überrascht, als er plötzlich eine Stimme seinen Namen und den Rasuls in den Gassen der Stadt vernahm. Aber offensichtlich nicht zu überrascht, denn er nahm direkt eine aufmerksame Haltung ein und hörte dem Elfen zu, was dieser zu berichten hatte.

“Rasul ist leider in politischer Mission unterwegs, daher müsst Ihr mit meiner Unterstützung vorlieb nehmen,“ gab der Gehilfe zu bedenken und deutete mit der Hand in Richtung der Gasthäuser.
“Ihr seht jedoch erschöpft aus. Ihr wart sicher in Eile. Lasst uns in ein Gasthaus gehen und uns dort weiter abstimmen. Ich kenne da eine kleine Schenke, in der wir so gut wie ungestört sind und uns der Wirt nicht belästigt.“

Er geleitete den Schneider zu einem schmalen Haus, dass man erst beim zweiten Hinschauen als Gastwirtschaft erkannte, da das Schild nicht so überwuchert groß war, wie bei manch andere Kaschemmen. Zudem machte es äußerlich und auch in der Stube einen sehr gepflegten Eindruck. Der Wirt war äußerst freundlich und begrüßte Gunter wie einen alten Freund. Ansonsten waren einige Tische belegt, wo auch Speisen einen angenehmen Duft verbreiteten.
Für diese Teil der Hauptstadt ein ungewöhnlich gutes Gasthaus.
Und der Hausherr hatte sogar noch einen Tisch abseits der anderen Tische am Rande der Theke für die beiden frei.

Gunter bestellte für beide ein ‚Dunkel Spezial‘ und für beide das Tagesgericht.
“Dieses Bier, welches ich bestellt habe ist ausgezeichnet. Ich hoffe ich durfte einfach für Euch entscheiden. Und mit dem Tagesgericht kann man nie etwas falsch machen, da es frisch zubereitet wird. Aber nun zum Thema, was habt Ihr heraus gefunden. Welche Verstärkung wird benötigt?“

Während Naveen seine Informationen ausführte, hörte der sogenannte Gehilfe entsprechend aufmerksam zu. Sie wurden nur kurz unterbrochen, als der Wirt die Getränke und kurz danach das Essen zum Tisch brachte.
Naveen konnte endlich seiner trockenen Kehle mit dem kühlen starken Bier Linderung verschaffen. Zudem war das Essen, wie angekündigt, sehr schmackhaft.
Schon nach kurzer Zeit bemerkte er wie dem Schneider die Strapazen der letzten Tage durch die Knochen ging. Die Reise zurück nach Drachenauge hatte er regelrecht im Eiltempo zurückgelegt.
Schon fielen ihm die Augen kurzzeitig zu.

“Meister Naveen? Ihr seid offenbar müde. Dann werde ich mich jetzt darum kümmern, dass die Rebellen Unterstützung bekommen und unserer Sache weiter dienen können.“

Hatte der Elf tatsächlich vernommen, dass Gunter die Rebellen unterstützen wollte, oder war es nur die Müdigkeit.
Er blickte in das Gasthaus und sah nur verschwommen den Wirt an dem Tisch stehen.

“Du hast ihm wohl etwas viel von dem Zeug gegeben. Der Bursche scheint nicht so viel Schlafmittel zu vertragen. Na jedenfalls hast Du dann Ruhe und er wacht nicht auf. Bring ihn zum Hafen. Dort ankert die kleine Barke Tornmulin. Der Schiffer weiß, was mit seinem Gast zu tun ist.
Du hast dir wieder ein gutes Zubrot verdient heute. Warte nur ab. Es läuft gut und wir werden diesem Bastard zeigen, dass er nicht herrschen kann. Es sind doch nur diese“
und damit zeigte er auf Naveen, der jetzt tief zu schlafen schien, “sogenannten Helden, die das Land aufrecht halten. Der Halbelf macht nichts. Und sein Vater auch nicht. Ach, das bringt ja nichts. Ich helfe dir den Kerl auf einen Karren zu tragen.“

Die anderen Gäste schauten dabei zu, wie Naveen an Armen und Beinen in den Hinterhof getragen wurde und machten nichts dagegen. Diese Gäste waren aber auch keine Einheimischen, sondern Fremde. Die Kleidung entsprach nicht ganz der Mode der Stadt, wirkte aber auch nicht abgetragen oder altmodisch.





Südlich der Hügel von Relat – 6. Tag Lenzmond - Nachts


Kaum dass der Lycan und der Drache verschwunden waren, nachdem sie den Stein berührt hatten, verwandelte sich ein kleines unscheinbares Insekt in einen genauso unscheinbaren schmächtigen Mann mit einem braunen Ledermantel und grau-braunen schulterlangen Haaren. Seine dunklen Augen fixierten die Erzmagierin.

“Ihr habt es zu eilig, Lady Myriel. Ich dachte Ihr hättet genug Erfahrung um alles gelassen und mit Bedacht zu verfolgen.“

Dieser Mann hatte einen gewissen ‚Sicherheitsabstand‘ zwischen beiden gelassen und beobachtete sie genau, da ihm sehr wohl ihre zeitweilige Durchtriebenheit zu Ohren gekommen war.

“Aber um Euch nicht ganz im Unwissenden zu lassen: Eure Begleiter sind nicht in Gefahr. Jedenfalls bislang nicht. Wir haben sie nur,“ der Magier machte ein nachdenkliches Gesicht, bevor sich seine Lippen spöttisch verzogen, “aus dem Verkehr genommen, damit sie uns nicht in die Quere kommen. Unsere Rebellen haben sie schon viel zu sehr aufgewühlt. Sie werden die Chance erhalten sich zu entscheiden. Dann, wenn hier Misstrauen herrscht und ein Krieg Freunde wie Feinde erscheinen lässt.
Zu unserem Vorhaben kann ich derzeit nicht alles verraten, bevor wir nicht wissen, wie Ihr reagieren werdet. Ihr seid dem jetzigen Kindkönig nicht wohlgesonnen, aber würdet Ihr ihn auch vernichten? Ihn und seine Anhänger?
Dragonia ist gegenüber Fremden in letzter Zeit wohl nicht mehr so freundlich. Reisende werden sterben und Soldaten des Landes dafür verantwortlich machen. Schmährufe des Volkes gegen Andersartige verbreiten sich und Rebellen begehren gegen den König auf. Da werden die sonst so friedlichen Nachbarstaaten nicht einfach zusehen und hoffen, dass die Welle nicht zu ihnen herüber schwabbt.“


Es war deutlich heraus zu hören, dass diese Aktionen nicht freiwillig in Gang gekommen sind. Da wird bewusst ein Krieg provoziert. Einer der den Anschein ergeben soll, dass Dragonia und seine Führung an allem Schuld war.

“Daher kann ich Euch zu jetzigem Zeitpunkt nur folgendes Angebot machen: Folgt Euren Gefährten und passt auf sie auf. Damit ihnen tatsächlich nichts passiert. Und vielleicht findet ihr ja auch noch Unterstützer unter den legendären Helden. Zu gegebener Zeit werde ich Euch über den aktuellen Stand informieren. Aber lange hin sollte es nicht sein.
Oder Ihr reist im Land umher und tötet all die, die keine Einwohner Dragonias sind. Egal ob aus Isua, den Nordlanden oder den Ostlanden oder auch Aramon. Aber auch die Lycantrophen sollen sterben. Jedenfalls so viele, dass sie Aufmerksam werden auf die plötzlichen Todesfälle. Und immer werden Soldaten des Königs sein, die zufällig in der Nähe waren.
Uns kommt zu Gute, dass die Drow und Côr verschwunden sind, die hätten sich das Chaos nur zu ihrem eigenen Vorteil gereicht. Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt.“


Der kleine Magier hatte eigentlich schon mehr gesagt, als er wollte oder durfte. Aber jetzt würde sich auch zeigen, wie sein Gegenüber zu der Sache stand und er war auch auf eine negative Aussage in Form eines Angriffs eingestellt. Und selbst, wenn ihm etwas passierte, dann starb er für die Sache und ein anderer würde ihn bedingungslos ersetzen.





Gräberhöhen – 7. Tag Lenzmond


“Wir sind keine Gruppe, werter Drache,“ sprach die Alte und blickte ihn dabei mit ihren milchigen Augen fast vertrauensselig an.

“Wir sind nur drei Schwestern. Alle mit einem gewissen Maß an Magie ausgestattet. Einzeln nicht mehr als alte Damen die ein bisschen Kräuterkunde beherrschen.“

Dass sie zu dritt eine gewisse Macht ausüben konnten ließ sie offen, war jedoch heraus zu hören.

“Gute Fragen, Magnati. Ich werde Euch antworten, so wie ich es vermag. Was Euren Drachenfreund angeht, sind wir in Besorgnis. Salis und Ados sind Ort südwestlich von Drachenauge. Dieser Darius und andere namenhafte Abenteurer haben den königlichen Auftrag angenommen eine Rebellenbande zu entlarven.
Eine meiner Schwestern hatte einen der Anführer beobachtet, jedoch dann verloren. Wie auch Eure ehemaligen Gefährten. Sie waren plötzlich verschwunden. Da war mächtige Magie. Meine Schwester konnte nichts tun.
Wir denken, dass Ihr sie finden könntet. Mit diesem Buch und den besonderen Drachensinnen.
Dragonia braucht diese Helden in diesen dunklen Stunden. Und das sage ich, dessen Herrn Dragonia gerne selbst Untertan gemacht hätte.“


Die alte Hexe schnaufte und seufzte, als wenn ihr die Last mehrerer Jahrhunderte auf den Schultern liegen würde.

“Wer dafür verantwortlich ist, wissen wir noch nicht mit Bestimmtheit. Den Mann, den meine Schwester verfolgt hat, ist jedenfalls ein unliebsamer Magier aus den Ostlanden. Er arbeitet für einen Schlächter. Dieser Schlächter ist kaltblütig und hinterlistig aber auch einflussreich. Und er steht nicht hinter den Werten des Landes. Er ist ein Krieger und will Macht erzwingen.
Wenn er es sein sollte, dann wird es blutig. Aber wir haben keinerlei andere Indizien als die Worte unseres Schützlings.“


Die grauhaarige Frau legte ihren Kopf schräg und betrachtete die beiden skeptisch. Dann sprach sie in Gedanken nur zu Magnati:

Ich weiß nicht, ob die Priesterin des Lichts unseren Schützling kennt, aber wenn es sich herum gesprochen haben sollte, wird sie uns nicht helfen. Daher nur für Euch:

Mit diesen Gedanken übersandte sie dem Schattendrachen Bilder einer Frau in einer Lederrüstung, mit Schwert und Dolchen bestückt. Sie war als Ostländerin zu erkennen. Dann wandelte sich das Bild und Magnati sah ebendiese Frau, eingefallen, blass mit Rändern unter den Augen und am Gehstock laufend.

Ihr kennt sie, soviel sie uns erzählt hat. Es ist aber schon lange her.

Dann wandte sich die Greisin an Fjalladis und deute ihr an, dass sie das Buch zu ihr strecken sollte.
Kurz hielt sie ihre hand darüber und es schien, als würde Mana in das Buch strömen.
Das erschöpfte die Alte aber so, dass sie kurzzeitig zu zittern begann und ihre Augen schloss.

“Ihr müsst es nochmal versuchen, Priesterin. Nur Ihr könnt es sehen. Konzentriert Euch und setzt Mana ein. Denkt an etwas, was ihr gesehen habt, oder etwas, was ihr von mir gehört habt. Es gibt dem Buch eine Richtung.“

An was auch immer die Erzmagierin dachte, diesmal leuchtete das Buch wieder und die Frau würde wieder den gleichen Buchtitel vorfinden. Da sie nicht wusste, wie lange der Zauber halten würde, konnte sie nur ganz gezielt auf eine Seite blättern.
Laut Inhaltsverzeichnis gab es folgende interessante Titel:

22. Salis – Angriff der Rebellen
23. Das Pentagramm
24. Das Angebot
25. Die verlorene Welt
26. Das Schiff der Verdammten


Sie konnte sich nur für eines der Kapitel entscheiden. Vielleicht reichte die Zeit kaum um das Kapitel vollständig zu lesen.






Einsame Holzhütte bei Nuru


Stille.
Einsamkeit.
Verlust.
Gedanken, die die Frau an eine Höhle erinnerte. An Kälte und Beklommenheit.
Und an Nuru.

Die blonde Frau flocht sich einen Zopf, packte ihren Rucksack und lief durch die Stube. Zum vielleicht zehnten Mal griff sie zu der Schnapsflasche schütte sich das Glas randvoll und kippte es ohne die Miene zu verziehen in den geöffneten Mund.
Der Atem ging plötzlich schneller, sie schrie ihre Wut hinaus und fegte das Glas samt Flasche und sonstigen Utensilien von dem Tisch. Sie zog das Schwert und zerstörte Tische und Stühle und ging in die Knie – immer noch vor Wut und Trauer schreiend.

Nach einiger Zeit beruhigte sie sich stand etwas schräg auf den Stock gestützt- aufgrund des verletzten oder gar gelähmten Beines – auf und verließ die Hütte, ohne sich nochmals umzudrehen.
Vor der Hütte wandte sie sich zu einem kleinen angrenzenden Stall, holte einen schon gesattelten schwarzen Hengst heraus und hob sich umständlich in den Sattel.

“Also dann, ihr seid von eurem Eid entbunden. Macht euch alle auf die Suche nach eurem Herrn. Euer Schützling braucht euren Schutz nicht mehr. Vielleicht braucht Armande jetzt mehr Hilfe als ich.“

Damit machte sich die Frau auf nach Südosten in Richtung der Drachenberge.




Kurz nachdem die Frau den Eid der Greisinnen durchbrochen hatte, verschwanden sie plötzlich von dort, wo sie waren und landeten wieder in ihren drei Schaukelstühlen in der Holzhütte um einen zerstörten Tisch sowie Stühle und Splitter einer Flasche sowie ein zerbrochenes Glas vorzufinden.






Die verlorene Welt





Naveen dröhnte der Kopf, als er endlich erwachte. Sein Kopf war ziemlich vernebelt. Und offenbar war es mitten in der Nacht, denn es war stockfinster. Nur etwas wie Sterne waren am Himmel, weit oben, zu erkennen.
Nur kam er sich nicht so vor, als würde er sich außerhalb eines Gebäudes befinden.
Etwas war ungewöhnlich.
Er hörte keine Tiere, oder war da nicht ein Atem zu vernehmen? Könnte vielleicht auch ein Rauschen sein.
Der Schneider konnte mit den Fingern harte Erde, oder Lehm spüren. Ein Bett fühlte sich anders an. Er schien auf dem Boden zu liegen.
In der Erinnerung war noch das gut schmeckende Bier und das Essen und dann diese Müdigkeit…
Man hatte ihn reingelegt – von Gunter.

Da war wieder ein Geräusch. Es klang weit weg. Als wenn jemand über den Boden kratzen würde.


~~



Nachdem Lykhe den Stein berührt hatte wurde ihm schwarz vor den Augen. Es fühlte sich an, als wenn ihm der Boden unter den Füßen weggerissen. Aber dann fiel er nicht, sondern war nur weg. Wie ein langer Schlaf, oder so. Nicht unangenehm.
Daher würde er sich auch – wie nach einem Schlaf – gut erholt fühlen, als er erwachte.
Wo er sich befand konnte er nicht sagen. Das Licht war leicht diffus. Wie wenn durch Nebel ein Hauch von Sonne käme. Oder eine gedämpfte Öllampe, die einen Raum erhellte. Jedoch konnte er keinen Raum erkennen. Überall waren Pflanzen. Keine Bäume – nur Grünpflanzen. Und die so hoch, dass er weder den Himmel, die Decke oder sonst was erkennen konnte.
Und dabei lag der Lycaner auf dem Boden und schaute nach oben.

Abgesehen von dem Blättern der Grünpflanzen, die sich in einem seichten Wind bewegten, war erst einmal nicht zu hören. Oder war dort ein Röcheln, Würgen, oder Rascheln?
Der Geruch erinnerte ihn an Mensch. Und er hatte Hunger und Durst.
Irgendwo musste es doch Wasser geben. Oder irgendjemand musste Wasser haben.

Lykhe sollte sich auf den Weg machen und den Dschungel durchkämmen. Oder doch besser nicht bewegen. Myriel und Darius würden ihn sicher finden - irgendwann.


~~



Da hatte Darius einen Schädel, wie ihn Eisdrachen nur haben konnten. Vielleicht wie nach den Eimern Alkohol, die er wegen der Schuppe für Suffix zu sich genommen hatte.
Aber er hatte doch gar nicht getrunken.
Langsam kam die Erinnerung an das Pentagramm zurück und er schreckte hoch.
Wo war er? Es war dunkel. Zu Dunkel.
Er konnte weder seine Schwanzspitze noch seine Vorderkrallen erkennen.
Als er beides bewegte spürte es Erde unter den Krallen. Und der Schwanz gab ein schabendes Geräusch von sich, als es die Erde wegwischte.
Als er den Kopf hob, konnte er Lichtpunkte erkennen. Nur klein, aber sie leuchteten. Waren das Sterne?
Und was waren das für komische andere Geräusche um ihn herum.
Er roch Naka Duskeal. Das war gut. Vielleicht Myriel. Nur fanden seine Gedanken niemanden. War hier wirklich niemand in der Nähe oder spielten seine Sinne verrückt.

Vielleicht sollte er nicht nach Myriel oder Dyrksen suchen, sondern einfach seine Gedanken nach Lebewesen tasten lassen.


~~



Asarra hatte kaum den Stein berührt, schon fühlte sie sich, als würde sie schweben und doch fallen und alles drehte sich.
Aufgewacht war sie auf etwas weichem sitzend. Fühlte sich an wie Moos, oder Schleim?
Vor Ekel schüttelte sie sich und betrachtete ihre Umgebung. Jedenfalls das, was sie sehen konnte.
Sie lag an so etwas wie einer Lehmmauer oder Lehmwand gelehnt. Nach oben hin konnte sie kein Ende sehen. Vor ihr und um sie herum waren Grünpflanzen. Meist alles große, hohe Pflanzen. Größer als ein ausgewachsener Troll. Die Blätter waren mindestens so groß wie eine Hand und leicht klebrig.
Weit in das Grün konnte die Amazone nicht blicken, da der Blätterdickicht alles verbarg, was weiter als zwei Schritt entfernt war.

Eine leichte Brise schien durch die Grünpflanzen zu gehen und bewegten sie in schwingenden Bewegungen hin und her. Aber da waren noch andere Geräusche. Eventuell von Lebewesen. Nur ob diese gefährlich waren, konnte sie nicht feststellen.


~~



Auch Hauptmann Runshak konnte der Magie des Steines nicht widerstehen und musste seine Hand in den Abdruck legen.
Und als er seine Augen wieder öffnete, sah er nichts. Er hatte sein Zeitgefühl offenbar ganz verloren. Nach dem Portal war es einen Tag weiter als davor und jetzt war es wieder finster, wie in der schwärzesten Nacht.
Sein Kopf dröhnte von der ganzen Raum-Zeit-Springerei. Und er hatte Hunger.
Aber erst einmal würde der Ork feststellen müssen, wo er war.
Abgesehen von den Lichtpunkten am Himmel, wenn es das war, konnte er nichts sehen.
Vielleicht sollte er eine Fackel anzünden und schauen, ob er mehr erkennen konnte.
Da er keinen Wind spürte, glaubte er sich in einem Raum, oder einer Höhle zu befinden.

Aber er war offenbar nicht alleine. Geräusche waren zu vernehmen, die ihn an Bewegungen, Schritte oder Kratzen erinnerten. Es galt also vorsichtig zu sein.
Vorsichtig tastete er seine Umgebung ab, um eventuell Asarra neben sich zu finden. Nur abgesehen von harter Erde oder Lehm spürte er nichts Ungewöhnliches. Der Boden war feucht-kalt und hart wie in einem Haus aus Lehmboden. Vielleicht war es doch ein Haus, nur um einiges größer.

~~

Autor: Darius Datum/Zeit: Mittwoch 30 März 2016, 18:57
Sein Schädel brummte fürchterlich, als er langsam wieder zu sich kam, fast so wie nach jener Nacht in der Roten Laterne, wobei er dieses Mal nicht einmal einen vollen Magen vorzuweisen hatte oder gute Gesellschaft... war da nicht irgendetwas gewesen? Seine Gedanken waren so träge. Hätte er bloß nicht diesen Stein angefasst...

Der Stein! Myriel! Lykhe! Der Eisdrache schreckte aus seiner Lethargie hoch, auch wenn er damit das elende Pochen in seinem Kopf nur verstärkte. Doch nur Finsternis eröffnete sich vor ihm. Es war so dunkel, dass er selbst seine eigene Schnauze nicht sehen konnte, geschweige denn seine Krallen. Wo er gerade an diese dachte konnte er weiche Erde unter sich spüren und sein Schweif erzeugte ein kratzendes Geräusch von sich, als er damit über den Boden wischte. Ein tiefer Atemzug durch seine Nüstern bestätigte es. Es roch erdig.

Darius hob seinen Kopf und sah zum ersten Mal Lichter in seiner Umgebung. Hoch über ihm funkelten schwache Lichtpunkte. Wie merkwürdig. Wenn es Sterne sein sollten und er nahm es von der Entfernung her an, dann hatte er sie noch nie so schwach leuchten sehen wie jetzt und wesentlich zahlreicher in Erinnerung. Was für ein merkwürdiger Ort.

Noch immer hatten sein Geist keine Spur von Myriel oder Lykhe in der Gegend ausmachen können, also wurde er blockiert oder er war von ihnen getrennt worden... so wie Asarra und Runshak plötzlich verschwunden waren!

Rasch sandte er seinen Geist weiter aus, auf der Suche nach einem bekannten Bewusstsein.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mittwoch 30 März 2016, 20:29
Eilig? Ich habe es nicht eilig. Ich lasse mich nur ungern an der Nase herum führen.

Eine äußerst freundliche Umschreibung, denn immerhin hatte man mit völliger Absicht ihre Begleiter verschwinden lassen. Ganz gleich, was der fremde Magier von den beiden hielt – höflich war dieses Verhalten ganz sicher nicht, und wenn man eingeladen wurde um einen Pakt zu schließen, erwartete man so etwas garantiert nicht. Dementsprechend eisig war Myriels Tonfall. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und sah nicht so aus, als ob sie noch bereit wäre sich auf irgendwelche Verhandlungen einzulassen. Trotzdem ließ sie den Magier reden, ohne ihn zu unterbrechen. Erst als er schwieg zog sie eine Augenbraue in die Höhe und sagte:

Ihr wollt von mir wissen, ob ich bereit bin den Kindskönig zu vernichten? Warum sollte ich es Euch sagen? Vielleicht seit ihr ein Spion des Königs, der mich in den Kerker bringen will. Vielleicht sagt Ihr auch die Wahrheit, und Ihr wollt ihn tatsächlich stürzen. Aber was hätte ich dann davon? Was bietet Ihr mir für meine Hilfe?
Ihr wollt das ich durch das Land reise, und alle töte, die nicht aus Dragonia stammen? Ich frage mich ob Ihr noch alle Sinne beisammen habt. Ihr habt gesehen, mit wem ich gemeinsam gereist bin? Welchen Grund bei den Niederhöllen sollte ich haben einen Lykaner zu töten? Um einem Fremden einen Gefallen zu tun? Der mir keine Gegenleistung bietet, außer meine Gefährten verschwinden zu lassen? Was verlangt Ihr als nächstes? Das ich Selbstmord für die Sache begehe, weil auch ich nicht von hier stamme?


Der Spott troff nur so aus der Stimme der Schwarzmagierin. Was bildete sich dieser Kerl eigentlich ein? Das er in die Finger schnipste und sie sprang, nur weil er es geschafft hatte, eine magische Falle anzulegen?

Ich würde sagen Ihr bringt meine Weggefährten hierhin zurück und bietet mir einen angemessenen Preis für meine Hilfe. Dann werde ich sehen, was ich für Euch tun kann.
Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Montag 04 April 2016, 23:29
Lykhe erwachte wie aus einem traumlosen Schlaf. Zuerst war er nicht einmal sonderlich verwirrt. Er versuchte nur sich zu orientieren.
Wie denn, wo denn, Was denn? Was'n hier los? Wo kommt denn auf einmal all das Grünzeug her?
Er erinnerte sich noch an dieses komische Muster im Stein, dass aussah, als würde eine Lykanerpranke genau hineinpassen. Und er hatte es noch für eine sehr schlaue Idee gehalten, seine Pfote einfach drauf zu legen. Das hatte er nun davon. Denn von da an erinnerte er sich an gar nichts mehr. Wo hatten ihn Darius und Myriel nur hingebracht? Musste ein sehr großer Raum sein. Mit viel zu vielen Pflanzen. Hatte sich wahrscheinlich wieder einer dieser Schlaubergermenschen ausgedacht, grummelte er. Aber zumindest war ihm nichts passiert. Er hatte nur Hunger und Durst.
Wo es Pflanzen gab, musste es zumindest Wasser geben. Ach ja, und meistens gab es auch Tiere, die diese Pflanzen fraßen. Und dann gab es noch diejenigen, die diese Tiere fraßen. "Das bin dann wohl ich", sagte er grimmig und machte sich auf den Weg, was in seinen Bauch zu bekommen.
Wenn Myriel oder Darius in der Nähe wären, hätte er sie sicher gerochen. Sollten die doch zusehen, wie sie ohne ihn zurechtkamen. Er würde erstmal was futtern und saufen.

Er ging zunächst in eine beliebige Richtung davon, um das Ende des Raumes zu finden. Er dachte wohl, es wäre eine Art Gewächshaus oder sowas. Aber da er auf keine Wand zu stoßen schien, entschied er sich doch für die Stöbermethode. Und das hieß, dass er sich spiralförmig einfach immer weiter vom Ausgangspunkt entfernte, bis er auf eine brauchbare Quelle oder was anderes stoßen würde. Ärgerlich waren nur diese blöden Pflanzen. Die standen viel zu dicht. Und es war stickig. Er verfluchte den Kerl, der dafür verantwortlich war. Auf welche Art und Weise auch immer. Irgendeiner würde für seine schlechte Laune büßen. Und seine Laune wurde schlechter. Von Minute zu Minute.
"Ich hasse Pflanzen", brüllte er schließlich.
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Dienstag 05 April 2016, 22:48
So zweifelhaft das Geschwätz der Alten auch war – zumindest schien etwas daran zu sein, dass sie im Alleingang nicht übermäßig mächtig war. Daher beschloss Fjalladis schließlich, einen Teil ihrer Vorsicht zugunsten ihrer Handlungsfreiheit aufzugeben, und verwandelte sich zurück in ihre elfische Gestalt.

„Ich will Namen“, erklärte sie ohne Umschweife, während sie noch ihre Gewänder richtete. „Euren, den Eurer Schwestern, Eures Herrn, Eures Schützlings... Und den dieses Schlächters und seines Magiers. Ihr verlangt schon sehr viel, wenn Ihr meint, dass man Euch eine solche Geschichte ohne Beweise bedingungslos glaubt und den Anweisungen namenloser Fremder widerstandslos folgt.“

Selbst Namen würden nur ein kleiner Anfang sein, doch zumindest ein Ausgangspunkt, um vielleicht weitere Erkundigungen anstellen zu können.

Später, nach einer fast schon verdächtig langen Gesprächspause, in der die Alte den Drachen anzustarren schien, gestikulierte die Fremde schließlich seltsam herum und die Priesterin brauchte einen Moment, bis ihr dämmerte, was wohl gemeint war.

„Das Buch...?, fragte sie argwöhnisch und als die Greisin nickte, zog sie dieses bedächtig aus ihrer Tasche. Ihr war nicht wohl dabei, sich dem Weib zu nähern, obschon es keine Angst war, die sie zögern ließ. Misstrauisch verfolgte sie, wie die Magie der Alten in das Buch strömte. Sie war bereit, das Buch bei der kleinsten Auffälligkeit fallen zu lassen, doch bis auf ein harmloses Vibrieren spürte sie nichts. Auch das Buch selbst zeigte sich unbeeindruckt, obwohl die Fremde offenbar einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Kraft aufgewendet hatte.

Mit dem Buch in den Händen wich Fjalladis an Magnatis Seite zurück. „Wer sagt mir, dass das Buch mir nicht gleich zeigen wird, was Ihr ihm soeben mit Eurem Zauber zu zeigen befahlt? Wie viel kann eine Information wert sein, aus einem Buch, das nach der ersten Nachricht zu schließen offenkundig von Euch und Euresgleichen kontrolliert wird?“

Mit einem letzten, fast schon feindselig wirkenden Blick zur der Alten hin wandte sie sich schließlich dennoch zu dem Buch. Sie schlug eine der ersten Seiten auf und hielt ihre eine Hand darüber, ganz ähnlich, wie die Greisin es zuvor getan hatte. Einen Moment lang schien die Elfe sich und ihre Gedanken zu sammeln und bald darauf begann das Buch tatsächlich leicht zu glimmen. Fjalladis' Blick huschte kurz zu der Fremden hinüber, dann glitt er über den wundersamerweise aufgetauchten Ausschnitt eines Inhaltsverzeichnisses. Ohne lange zu überlegen schlug sie eine der genannten Seiten auf und überflog diese rasch.

So, wie die Priesterin stand, konnten weder die Greisin noch Magnati die Seiten des Buches sehen, und sie schien die beiden auch nicht zu sehr an dem Inhalt teilhaben lassen zu wollen. Schon nach kurzer Zeit war das Glimmen denn auch wieder verschwunden und ließ sich vorerst auch nicht mehr zurückholen.

Das Buch nennt Namen derer, die wohl von einem Portal in einer andere Welt gebracht wurden, teilte sie nach kurzem Überlegen dem Drachen mit. Darius, Asarra, Runshak... Naveen... und Lykhe. Die letzten beiden kenne ich nicht, auch wenn mir ist, als hätte ich den einen Namen schon einmal irgendwo gehört... Auf jeden Fall scheint es, als wären sie in dieser anderen Welt gefangen. Haltet Ihr das für glaubwürdig...?
Autor: Naveen Datum/Zeit: Donnerstag 07 April 2016, 09:58
Hallo, welch freundlicher Zug von Gunter! Erfreut nahm Naveen die Einladung an und folgte dem Mann in das Gasthaus. Er kannte die kleine Wirtsstube nicht - allerdings kannte er auch nicht viel in Drachenauge.
Sah aber recht gemütlich aus. Gut gelaunt setzt sich der Schneider und berichtete Gunter von dem, was passiert war.

"Bier ist eine fantastische Idee, danke. Die Straßen nach Drachenauge sind staubig. Also ja, dann war da dieses Wirtshaus. Und alle starrten mich und den Ork an und bei der nächstbesten Gelegenheit... wumms.. gab es eins auf die Nase. Aber nur so haben wir diesen Ralf kennengelernt und.. aah, das Essen!"

Naveen nahm die ersten Bissen und schloss genüsslich die Augen. Solide, gute Hausmannskost. Gunter hatte einen guten Ort gewählt. Einen kurzen Augenblick lang schossen in Naveen Zweifel hoch. Warum hatte er ihn nicht in den Palast geführt? Dort war die Küche doch sicherlich auch lobenswert und Gunter hätte seine Erzählungen gleich zu Protokoll nehmen können.
Ach, der Mann würde schon wissen, was er tat. Fähig wirkte er und.. uaaah... die Reise war schon.. so.. anstrengend genug.. gewesen. Jeder.. weitere Schritt...
Naveen kämpfte mit der Müdigkeit. Immer wieder fielen ihm die Augen zu. Das Wichtigste hatte er Gunter bereits mitgeteilt und so beschloss er irgendwann dem Drang nachzugeben und hielt sie geschlossen - den Bierkrug mit beiden Händen festhaltend. "Rebellen... unterstützen.." schien noch ganz fern in seinen Geist zu gelangen, doch Schlüsse konnte der Elf daraus nicht mehr schließen.


Etwas störte ihn. Da.. am Rücken. Wo lag er denn.. hier drauf.. also... was?
Naveen öffnete die Augen und richtete sich auf. Dunkelheit. Hatte er die Augen schon geöffnet? Ja, fühlte sich so an. Aber wo war er? Nichts als Dunkelheit um ihn herum.
Und der Boden? Nein, er war nicht mehr in der Schenke. Definitiv nicht. Die Erkenntnis traf ihn wie der Schlag. Gunter hatte ihn ausgetrickst! Betäubt! Und in tiefer Nacht irgendwo auf der Straße ausgesetzt!
Ein Gefühl, irgendwo zwischen Panik und Angst angesiedelt schoss durch den Körper des Elfen. Die Sterne.. sie spendeten nicht genügend Licht. Und dieses Geräusch. Was war das?

"Ha.. ha.. hallo? Ist da wer?" rief Naveen in die Nacht. Er stellte sich auf die Füße.
Vielleicht hätte er nicht so auf sich aufmerksam machen sollen. Wenn es hier noch jemanden gab, so wusste dieser wohl, wo Naveen zu finden war - während Naveen noch immer von vollkommener Orientierungslosigkeit eingelullt war.
"Ich bin bewaffnet!" kam der klägliche Versuch nicht als wehrlos dazustehen hinterher.

Dann besann sich Naveen auf seine Herkunft. Schloss die Augen, atmete tief ein und ließ die Nacht von sich Besitz einnehmen. Die Dunkelheit füllte ihn aus und er konzentrierte sich tief auf die Geräusche um ihn herum. Was war das.. ein Scharren, Kratzen. Nochmal. Naveen setzte einen Fuß vor den anderen und folgte diesem leisen Geräusch.
Autor: Asarra Datum/Zeit: Donnerstag 07 April 2016, 20:22
Ihre Handflächen hatten perfekt in die Abdrücke hineingepasst. Spätestens an diesem Punkt hatte sich hartnäckig eine leise Stimme des Zweifels gemeldet, doch selbst wenn sich die Amazone hätte wehren können, wäre es ohnehin zu spät gewesen. Sie fiel. Oder schwebte sie? Sie versuchte einen Blick auf ihre Umgebung zu erhaschen, doch erspähte nur Schemen und Wirbel von Farben, die scheinbar ohne Sinn umhertrudelten. Schon wieder diese Drecksmagie...

Asarra hatte nicht die leiseste Ahnung, wie viel Zeit vergangen war, als sie wieder zu sich kam. Diesmal sass sie, den Rücken an eine vergleichbar harte Oberfläche gelehnt im Gegensatz zum weichen Untergrund. War das etwa...? Ekel schüttelte sie, bevor sie endlich die Augen öffnen konnte um zu sehen wo sie war.

Die Wand hinter ihr bestand aus Lehm und vor ihr war nur grün. Sie blinzelte. Blätter schälten sich aus der grünen Masse hervor, mindestens handtellergross. Aus Isua kannte sie auch Pflanzen mit viel grösseren Blättern, doch es blieb ein seltsamer Anblick. Sie erhob sich noch etwas schwankend, eine Hand an der Mauer, und sah sich um. Weder nach oben noch zu den Seiten konnte sie ein Ende der Mauer oder des grünen Dickichts ausmachen. Was jetzt?

Ohne wirklich einen Plan zu haben nahm die Amazone die Peitsche in die linke, legte die Fingerspitzen der rechten Hand an die lehmige Wand und begann zu laufen. Wäre doch gelacht, wenn sie nicht zumindest das Ende dieser Mauer finden würde.
Autor: Magnati Datum/Zeit: Samstag 09 April 2016, 00:19
Ein Hexentriumvirat. Großartig...
Im Norden hatte er schon von solchen Gruppen gehört. Aber war bisher nicht in das zweifelhafte Vergnügen gekommen mit einem näheren Umgang zu pflegen.

Aber immerhin beantwortete sie seine Fragen.
Darius... war er wirklich verschwunden?
Nun in Nuru war er nicht gewesen und als er über den Hügeln gekreist war, hatte Magnati nichts gespürt.

Während er mit einem Ohr weiter zuhörte, was völlig ausreichte, ließ er seine Gedanken in alle Richtungen hallen:
Darius! Seit ihr in der Nähe? Zeigt euch mir!


Als die alte Frau ihren Herrn erwähnte wurden seine Augen schmaler und bedrohlicher. Es gab nicht eine so große Auswahl wen sie meinen konnte, aber wäre diese Frau wirklich Verwegen genug gegenüber ihm und eine Hochelfe von Cor zu sprechen...?

Und dann kam es zu dem Schützling. Die Frau nutzte die Verbindung die Magnati noch aufrecht gehalten hatte um Worte und Bilder nur an ihn zu richten. Und er sah eine Gestalt, die er einige Jahre gar nicht und so zuletzt vor einigen mehr gesehen hatte. Magnati konnte sich immer noch gut an seinen ersten Besuch in der Wüste erinnern. Zu viel war damals passiert, als das die Erinnerung daran je schwinden würde... und so auch sie die in der Schlacht ihm ein Skelett vor der Schnauze wegschnappte... Chiamara.

Dann veränderte sich das Bild.
Die jüngere Vergangenheit war anscheinend nicht gut zu ihr..., erwiderte Magnati in Gedanken.

In diese Pause des gesprochenen Austauschs begann Fjalladis nun ihrerseits ihre eigenen Fragen zu stellen und seine zu ergänzen, all das mit fester Stimme.

„Ich will Namen. Euren, den Eurer Schwestern, Eures Herrn, Eures Schützlings... "
"Den benötigen wir nicht mehr...", bemerkte Magnati.
"Und den dieses Schlächters und seines Magiers. Ihr verlangt schon sehr viel, wenn Ihr meint, dass man Euch eine solche Geschichte ohne Beweise bedingungslos glaubt und den Anweisungen namenloser Fremder widerstandslos folgt.“


Magnati versuchte erneut mit Darius Kontakt aufzunehmen. Doch nichts war da. Gar nichts...

Als er sich wieder auf das Gespräch konzentrierte hatte Fjalladis gerade eine Kritik an der Buchhypothese geäußert die Magnati ein leichtes schnauben entlockte. Sie begab sich wieder die paar Schritte zu ihm zurück, drehte sich jedoch so, dass er nichts sehen konnte... er hob eine Augenbraue.

Er schaute wieder zu der Greisin um auf die Beantwortung von Fjalladis Fragen zu pochen und sah gerade noch wie sie von der Luft verschluckt wurde und verschwand. Seine Flügel und Kopf zuckten zurück, ob des plötzlichen Verschwindens. Verdammt... er hatte wissen wollen wo Chiamara zu finden war.

Wie Unerwartet... das war doch keine gewöhnliche Teleportation.

Magnati stapfte vorwärts und roch an der Stelle an der die Frau gerade noch gestanden hatte, vielleicht gab es Reste von Schwefel oder etwas anderes.

Sie hat gewusst, dass dies irgendwann passiert. Aber was war es... Eine Uhr die ab lief? Ein Fluch?

Fjalladis, was habt ihr erfahren?


Darius verschollen in einer anderen Welt? Ob das Glaubwürdig war? Aber natürlich war es das... aber das musste er Fjalladis nicht unbedingt auf die Nase binden. Die Frage war eher wie wahrscheinlich war es...

Naveen ist Schneidermeister in Nuru. Ich traf ihn bei dem Unterfangen Suffix sein Gedächtnis wieder zugeben. Er hat jedoch nichts von dem Edelmut und der guten Erziehung eurer Heimat, nach meiner Beobachtung...

Darius... ist weder in Nuru noch in seinem Revier.. und ich gebe zu ich habe kein gutes Gefühl.

Magnati spürte gar nichts. Das war nicht normal, wenn sich Darius Hort wirklich in der Nähe befand etwas schwang immer in derssen Nähe mit... aber angenommen sein Besitzer wäre in einer anderen Welt, wie wäre es dann? So wie jetzt? Absolut möglich...
Und auch wenn er sich nicht bei mir abmeldet wenn er einmal auf Streifzüge geht, ist der Zufall dann doch relativ groß...
Ich kenne den Schützling von dem die Greisin sprach. Ich sehe keinen Grund den sie haben könnte uns anzulügen und sie hat sich bzw. den Hexen einen ziemlichen Aufwand beschert um uns zu erreichen. Das ist natürlich auch keine Sicherheit, aber die Chance das es einen Krieg mit den Ostlanden geben könnte, aus einer Richtung die das Reich nicht erwartet und der Umstand dass sie allein schon von der Nichtanwesenheit Darius wussten...
Ich denke wir können es uns nicht leisten, dies zu ignorieren.


Aber er würde vorsichtig bleiben, und Fjalladis skeptischer Blick versicherte ihm, dass es bei ihr ebenso bleiben würde er wollte nicht als Schachfigur in einer internationalen Intrige enden. Letztendlich wer sagte ihm, dass die Nachrichten wirklich von Chiamara stammten...? Er rief sich das Gefühl ihrer Aura zurück ins Gedächtnis so gut es ging und blieb aufmerksam für seine Umgebung... nur für den Fall, dass das Versteck des Triumvirats nicht allzu weit entfernt war. Nur wie jetzt weiter?

Magnati wandte sich noch einmal an Fjalladis:
Ihr habt nur eine Stelle im Buch ausführlicher gelesen. Was konntet ihr im Inhaltsverzeichnis noch erhaschen?


Autor: Runshak Datum/Zeit: Samstag 09 April 2016, 11:26
Runshak kam wieder zu sich. „Uhhh... Was bei den Niederhöllen ist da gerade passiert?“ fragte der Ork und rieb sich den dröhnenden Schädel. Hatte ihm jemand hinterrücks eins übergebraten?  Vielleicht als er und Asarra in Richtung des Steins gesehen hatten. Nein. Das hätte mit Sicherheit eine Delle im Helm hinterlassen. Außerdem hatte er noch sein Schwert. Ein Angreifer würde sich kaum eine solche Gelegenheit entgehen lassen, seinen Feind zu entwaffnen.

Jedenfalls konnte er sich nicht richtig an das erinnern, was geschehen war seit er diesen fünfeckigen Stein gesehen hatte. Und wieso war es so finster? War schon wieder Nacht? Irritiert blickte die Grünhaut nach oben und sah einzelne leuchtende Punkte und schwarz. Wenn das ein Nachthimmel war, dann keiner, den er kannte. Möglicherweise waren es auch nur die Sterne, die ihn sein Brummschädel sehen ließ.

Obwohl seine Gedanken noch ein einziges Durcheinander waren, war dem orkischen Krieger klar, dass er definitiv an einem anderen Ort als zuvor war. Der Lehmboden, auf dem er hockte war vorher Grasland gewesen. Und die Luft schien nun zu stehen. Das passte nicht zu der weiten Hügellandschaft in der er vorher war. Plötzlich hörte er ein seltsames Kratzen. Instinktiv sprang Runshak auf und zog seine Waffe. „Wer geht da?! Gebt Euch zu erkennen!!“ rief der Ork in die Finsternis. „Verdammt. Wenn ich nur eine Fackel und Werkzeug zum Feuer machen hätte...“ dachte der Soldat.
Autor: Darius Datum/Zeit: Samstag 09 April 2016, 17:18
Diese Dunkelheit machte es nicht einfach etwas zu finden und seine Umgebung fühlte sich irgendwie falsch an. Nicht, dass sie allzu ungewöhnlich wäre oder es nur das fehlen von Licht wäre, nein es war etwas Grundlegenderes aber er konnte einfach seine Klaue nicht auf das genaue Problem legen. Er hatte da einfach ein Gefühl am falschen Ort zu sein.

Seine Suche dauerte jedoch nicht lange und entgegen seinen Erwartungenw waren es nicht seine Gedanken, die ihn jemanden oder etwas finden ließen, sondern seine Ohren, denn er vermeinte Stimmen nicht allzu weit von sich zu vernehmen und richtete seine Aufmerksamkeit in diese Richtung. Tatsächlich fand er dort was er suchte und es waren auch noch bekannte Geister.

"Hauptmann Runshak, Naveen es scheint euch ebenfalls in diese Falle gezogen zu haben." , sandte er ihnen, wobei er im Falle des Elfen mehr Umsicht an den Tag legte. Sein Schweif ließ ein lauteres Kratzen ertönen, als er mit ihm über den Boden wischte. Seine Augen waren in dieser Umgebung so gut wie nutzlos, daher verließ er sich lieber auf andere Möglichkeiten der Wahrnehmung und versuchte zu bestimmen wo die beiden sich genau aufhielten. "Dieser Ort ist merkwürdig. Er fühlt sich... falsch an. Die Sterne sind falsch. Doch sagt, wie seid ihr hierher gelangte, wo immer dieser Ort auch liegen mag?"
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Sonntag 10 April 2016, 19:08
Runde 4


Kaserne Nuru – 5. Tag Lenzmond – Abends

Eigentlich wollte sich der junge Lycan gerade zur Nachtruhe begeben, als er von der ihm zugeteilten Rudelsführerin Serafina gerufen wurde.
“Wachmann Svarog, hier habt Ihr eine dringende Botschaft, die Ihr sofort nach Drachenauge bringen müsst. Übergebt die Nachricht an Hauptmann Runshak. Nach unserem Kenntnisstand ist er zum Palast gereist, weil er dort einen Auftrag annehmen wollte.“

Damit war sie auch schon wieder verschwunden und der junge Wolfsmensch hatte ein versiegeltes Pergament in der Hand und keine Ahnung wo Drachenauge genau lag.

Ein Kamerad der Nachtjäger beschrieb ihm den Weg, doch merkte er, als er schon lange unterwegs und die Nacht angebrochen war, dass er in der Dunkelheit wohl die falsche Abbiegung genommen hatte. Er sollte jetzt doch eigentlich am großen Fluss sein, dem er nur in nördlicher Richtung folgen sollte. Aber hier waren schemenhaft nur Hügel im Licht des Mondes zusehen, dann lief er durch einen Wald um dann auf einer Ebene zu landen.




Südlich der Hügel von Relat – 6. Tag Lenzmond – Nachts

Während Myriel sprach veränderte sich der Gesichtsausdruck des Magiers deutlich. Bisher schien er ein unscheinbarer unbedeutender Hänfling in abgetragener Kleidung zu sein. Doch plötzlich wirkte er größer, bedrohlicher und eine alte Magie herrschte in ihm – unergründlich und namenlos, dass selbst die Erzmagierin klein dagegen wirkte. Und auch konnte die dunkle Hexe eine Art Verbindung zwischen dem Pentagramm und diesem Fremden erkennen, die sich wie eine grünlich schimmernde Linie offenbarte.
Es war kein Mana, aber schien es diesem komischen Typen Kräfte und Macht zu verleihen. Fremde Kräfte und fremde Macht. Unbekannt und faszinierend.

“Ich hätte Euch Dinge lehren können, die Euch unbekannt sind. Aber offenbar glaubt Ihr, überhebliches unerfahrenes Weib, dass Ihr alles Wissen und alle Macht habt. Vielleicht seid Ihr hier in Dragonia und auch in ganz Aylann eine der Größten Eures Fachs. Doch gibt es mehr, als Euer offenbar beschränktes Hirn aufnehmen kann.“
Jetzt war er es, dessen kalte Stimme spöttisch klang.

“Und dann noch Forderungen stellen. Was mach ich bloß mit Euch? Ach, seht zu, dass Ihr Heim kommt und versucht Euch weiter in minimalistischer Magie. Dabei wollte ich Euch als Schülerin. Schade, schade.“

Während er sprach verwandelte sich langsam die ganze Umgebung. Plötzlich befanden sie sich mitten auf einer steinernen unendlich lang wirkenden Brücke, nur vier Schritt breit. Links und rechts der Brücke geht es hunderte Schritte in die Tiefe, wo nur grün zu sehen war. Der Wind pfiff eisig und kräftig über sie hinweg. Myriel konnte die Kälte spüren und sie hatte Mühe sich bei dem Wind auf den Beinen zu halten. Und überall befanden sich kleine wendige Flugwesen. Eine Mischung aus kleinen Drachen und riesigen Fledermäusen, mit roten Augen, scharfen mehrreihigen Zähnen und ledriger Haut statt Schuppen. Ihren Flug steuerten sie mit einem schlanken, mit Stacheln bewehrter, langen Schwanz.
Die Erzmagierin musste sich sogar auf den Boden werfen, um nicht von so einem Tier umgeworfen zu werden. Doch hatte der fremde Mann nur kurz die Hand gehoben und das Tier war nur noch ein Knochengerüst und fiel in die Tiefe.

Dann war die Szenerie beendet und Myriel befand sich wieder vor dem Pentagramm, auf dem Boden liegend, allein, bis auf eine grün schimmernde Version des Magiers, die zwar echt, aber nicht greifbar war.

“Ich hatte weder von Euch erwartet noch gefordert eventuelle Mitläufer zu töten, noch möchten wir andere Rassen ausrotten. Wir wollen dem Kindskönig nur Unvermögen bescheinigen, und ihm andichten, dass er Taten begehen lässt, die nur dem Hirn eines irr gewordener Mischlings entsprungen sein muss. Das Volk und auch die Nachbarvölker sollen gegen ihn aufbegehren. Und selbst da habe ich Euch die Wahl gelassen. Ihr hättet auch Euren Gefährten folgen können, nicht nur um sie zu beobachten, sondern auch in der Fremde zu lernen. Schade. Vielleicht seid Ihr auch einfach nur alt und müde geworden. Oder Ihr seid nicht genug gefordert in dieser Welt und daher dem ganzen überdrüssig. Dann habe ich Euch soeben eine Herausforderung geboten.“

Er wusste, dass diese Frau eigensinnig und dickköpfig war, aber er konnte sie immer noch gebrauchen, ausbilden und die rechte Hand hier in Dragonia werden. Und wenn er alles geschafft hatte, konnte er auch diese Muskelprotz in den Ostlanden fallen lassen. Doch noch brauchte er ihn.
Er wollte seiner Auserwählten einen Weg bieten, aber sie musste sich alleine entscheiden und daher zog er sich zurück.

So verschwand auch die grünlich schimmernde Gestalt und nur noch das Mondlicht beleuchtete das Pentagramm und die Schwarzmagierin. Sie konnte nicht sehen, wohin er verschwunden war bzw. sein Abbild, dazu waren ihre Augen zu sehr dem grünlichen Licht ausgesetzt.

~~~


Svarog war eine Zeit lang über die Ebene gelaufen, als er in der Ferne Gestalten erblickte. Er wusste nicht, ob es Mann oder Weib waren, aber er der Duft zweier Menschen und großer Macht whten zu ihm hinüber.
Und dann war dort grünes Licht, das in der Dunkelheit unwirklich und künstlich wirkte.
Seine Augen erblickten nicht, was Myriel mit ihren Augen gesehen und an ihrem Körper gespürt hatte. Er hatte keine fremdartige Umgebung vor sich. Aber er sah, wie eine der Gestalten auf dem Boden lag und die andere grünlich schimmerte und sich dann in Luft auflöste. Plötzlich hatte er nur noch den Duft eines Menschen in der Nase.
Und wenn ihm seine Augen keinen Streich spielten, war das Licht in diesem komischen Stein verschwunden, der ihm wie ein Fremdkörper auf der Ebene erschien.




Gräberhöhen – 7. Tag Lenzmond

Die Alte erblickte noch das Erkennen in den Augen des Schattendrachen und sandte Magnati ein:
Sie ist Ostländerin und hat immer noch ihre Quellen. Sie will Euch nicht schaden, weil sie auch Nuru als ihre Heimat sieht.
Auf seinen Kommentar zu der jüngsten Vergangenheit kam nur ein kurzes:
Wahrheiten schmerzen oft. Und die Realität ist nicht immer nur rosa.

Die Priesterin des Lichts wiederum hatte sich dem Buch gewidmet und las eiligst die Zeilen, die ihr offenbart wurden. Dann wandte sich die weißhaarige Frau an die alte Hexe und stellte eine Frage nach der anderen.
Die Greisin schüttelte mit hoffnungsvollem Blick den Kopf und wollte schon was sagen, aber dann veränderte sich ihr Gesicht.
Erst Überraschung, dann Erkennen und zuletzt Entsetzen.
“Kind, warum schon jetzt?“ sprach sie noch leise und war plötzlich verschwunden ohne Einfluss nehmen zu können.

Somit konnten sich Fjalladis nur  ihre Informationen austauschen. Magnati hatte die Hinweise, die fehlenden Anzeichen seines Drachenfreundes und auch das Verhalten der Alten richtig gedeutet. Aber würde er Fjalladis überreden können?

War es die Bedrohung an diesem Pentagramm zu finden? Aber wo war dieses Pentagramm. Vielleicht war es wirklich sinnvoll nach Salis zu reisen um vielleicht dort weitere Hinweise zu erhalten. Dort war die Gruppe zuletzt gesehen worden.
Das war ja auch ein Kapitel in dem Buch gewesen. Und dann kam schon das Pentagramm. Irgendwer hat vielleicht ein Angebot erhalten. Und waren die Verschollenen vielleicht in dieser verlorenen Welt?
Nur wer steckte dahinter? Es schien jemand von den Ostlanden zu sein, den man den Schlächter nannte. Vielleicht sollten sie dort suchen. Doch würde dies ihren Freunden nicht helfen. Um diesen Schlächter könnte man sich immer noch später kümmern.

Oder vielleicht machten dies auch andere. Eventuell diese der Priesterin nicht Bekannte, über die die drei Hexen gewacht hatten.

Nur wenn sie in der anderen Welt waren hatten sie immer noch keinen Weg zurück abgesehen davon, dass endlich eine Magierin, sogar eine Erzmagierin bei ihnen sein könnte, damit diese Unterstützung bekämen, wo keine Waffen und Muskelmasse halfen.

Hatte in dem Buch vielleicht etwas gestanden, wo diese Pentagramme zu finden waren?
Zwischen Salis und dem Verschwinden der Gefährten war nicht allzu viel Zeit vergangen. Sie konnte keine Weltreise getan haben, um diesen Stein zu erreichen. Wenn sie kein Portal genutzt hatten.




Die Umgebung von Witing – 7. Lenzmond, Mittagszeit

Große Beute war sicherlich was anderes. Aber Fey hatte in letzter Zeit auch nichts anderes erwartet. Die Leute schlossen sich in ihre Häuser und waren Fremden und auch den eigenen Wachmännern gegenüber skeptisch.

Aber es war auch eine komische Zeit. Erst strömten in Drachenauge diverse Bekannte und Unbekannte zum Palast, die er dann wieder in der näheren Umgebung von Salis und Ados erblickte, als er des Nachts auf Streifzug war. Und dazu noch ein paar Lykantrophen, die ihm soweit nördlich befremdlich vorkamen.

Und heute früh, auf seinem Weg von Witing in die schützenden Wälder ist da ein komisches Gebilde mitten auf den langsam ergründenden Wiesen. Da er kein Risiko eingehen wollte, hatte er einen weiten Bogen um das Teil gemacht und war so näher an Nuru heran gekommen, als er wollte.

Der Elf erblickte am Himmel noch einen Drachen und konnte sich gerade noch am Rand des alten Waldes verstecken. Hoffentlich hatte man ihn nicht gesehen.




Die verlorene Welt

Die Stimmen der Verschollenen hallten von irgendwo zurück und verstärkten die Geräusche noch um einiges. Darius hatte die anderen erkannt und war offensichtlich nicht überrascht, dass sich diese Personen in seiner Nähe befanden, aber weder von Myriel noch von Lykhe etwas aufzuspüren war.

Obwohl, vernahm er nicht irgendwo die Präsenz von diesem Lykan? Und dann war dort noch jemand Vertrautes – Asarra! Aber sie waren nicht hier in der näheren Umgebung.

Die Augen von Darius, Naveen und Runshak gewöhnten sich langsam an die Dunkelheit oder aber es lag daran, dass die Sonne aufzugehen schien. Dabei gab es hier doch gar keine Sonne. Die Sterne waren doch auch nicht echt.
Viel gab es in diesem ersten Licht jedoch nicht zu sehen.

Naveen, Runshak und Darius hatten ungefähr 100 Schritt auseinander gelegen. Im Rücken des Hauptmanns ragte eine dunkle Wand in den „Himmel“. Diese Wand breite sich links von ihm ca. 150 Schritt in gerader Linie aus und verschwand dann in der Dunkelheit. Rechts von ihm ging die Wand ca. 100 Schritt weiter um dann in einem rechten Winkel zu verlaufen und wieder in der Dunkelheit zu verschwinden. Wie ein großer Raum. Oder waren es bis zum dem Eck nur 90 Schritt?
In dieser Höhle oder Raum konnten sie nichts Besonderes sehen. Kahl, nackt umschrieb es genau.
Und noch immer waren da die kratzenden Geräusche. Oder etwas schabte über den Boden. Genau war dies nicht zu definieren.

Irgendwo musste es doch etwas geben, andere Lebewesen, ein Ausgang.
Die drei sollten sich zügig austauschen...

~~


Auch Asarra und Lykhe hatten das Gefühl, dass es heller wurde. Wobei es dort nie ganz so düster war, als bei den anderen Dreien.

Während der Lykantroph konsequent im Kreis ging, folgte die dunkelhaarige Amazone der Wand in einer Richtung.
Beide waren vielleicht 30 Minuten unterwegs, Lykhe war erst kurz zuvor auf eine Lehmwand gestoßen und dieser nun auch in einer Richtung gefolgt, als das Licht im Raum einem Sonnenaufgang gleich zunahm und auch die Hitze stetig anstieg. Mit dem Licht und der Hitze begannen die Grillen zu zirpen.

Das Zirpen wurde unerträglich laut. Fast so als wären es zu viele Heuschrecken. Lykhe war nicht aufgefallen, dass er Tiere totgetreten hätte oder auch nur berührt, als er durch das grüne Feld gewandter war.
Doch jetzt waren sie eindeutig zu hören und am Rande der Pflanzen auch zu sehen.
Die grünen Insekten waren ungefähr so groß wie Asarras Hand und fraßen sich in Windeseile an den Pflanzen hinunter. Schon nach etwa einer Stunde war das Feld bis zur Hälfte hinunter gefressen.

Jetzt konnten die beiden Soldaten auch sehen, wo sie sich befanden:
Ein ca. 3000 mal 3000 großer „Raum“. Ein riesen großes Feld mit diesem grünen Pflanzen, die jetzt von diesen Riesenheuschrecken nieder gemacht wurden. Und es waren Millionen dieser Heuschrecken.
Das Feld war auch schon so herunter gefressen, dass sich auch Lykhe und Asarra sehen konnten. Sie befanden sich an gegenüberliegenden Seiten. Wobei Asarra fast eine Ecke des der Wand erreicht hatten.

Ob Heuschrecken auch Menschen oder Wölfe angreifen würden, wenn das Feld nicht mehr vorhanden war?




Zwischen Nuru und Drachenbergen

Die Ankunft in den Drachenbergen schien der Reiterin jetzt doch nicht so dringend. Denn während des Ritts hatten sich ihre Gedanken nur um die Erzählungen der Alten zu der Schlacht vor Nuru gedreht.
Also hatte sie den schwarzen Hengst gewendet und war zu dem Feld geritten, wo sie gekämpft hatten. Die Drow gegen Menschen und Elfen und sogar gegen Orks.
Und die blondhaarige Frau blickte gen Himmel, wo sich Taliesin, König des Landes, gegen Lesthat, den ehemaligen Statthalter Nurus, behauptet hatte.
Irgendwo hier musste die Absturzstelle von Lesthats Drachen gewesen sein. Nochmal ging sie die Beschreibung der Hexen durch. Ritt links und geradeaus in Richtung einer großen Weide.
Ungelenk stieg sie vom Gaul, lief ein Stück an dem Gehstock, bevor sie an einem schwarzen Stein, der tief in den Boden gedrückt war, in die Knie ging.
Eine Hand legte sie auf den Stein, die andere griff nach ihrem Dolch.

[i]“Bei allem was mir heilig sein sollte - ich bin nie gläubig gewesen. Aber das hat sich geändert. Dein Gott wird meiner. Dein Kampf wird meiner. Und ich schwöre bei Côr, dass ich Dich rächen werde, Armande. Nuru wird wieder uns gehören und Dunkelelfen werden wieder durch die Straßen der Stadt laufen können ohne abgeschlachtet zu werden.“[i]
Mit diesen Worten schnitt sich die Frau mit dem Dolch in die Hand und ihr Blut tröpfelte stetig auf den schwarzen Stein und das Gras drum herum.
Autor: Naveen Datum/Zeit: Montag 11 April 2016, 08:55
Überraschung machte sich in Naveen breit, als er erkannte, dass er an diesem Ort nicht alleine waren. Erst hörte er eine Stimme, die ihm bekannt vorkam, dann nahm er Darius in Gedanken war.
Der Drache hatte den Urheber der anderen Stimme als Hauptmann Runshak identifiziert.

Naveen lief weiter und tatsächlich passten sich seine Augen endlich dieser Umgebung an - oder wurde es heller? Und er konnte erkennen, dass der Drache tatsächlich ganz in der Nähe war.
Er lief zu ihm.

"Was.. was macht ihr hier? Und.. wo sind wir hier?" Naveen zeigte sich verwirrt.
Ein schwarzer Raum?

"Ich.. ich war in Drachenauge um dort von den Rebellen zu berichten. Dieser.. dieser Gunther.. er lud mich auf ein Bier und eine Mahlzeit ein, dann wurde es schwarz um mich herum und ich wachte hier wieder auf.."
Naveen sah sich weiter um, außer den schwarzen Wänden konnte er jedoch nicht viel entdecken. "Was ist das bloß für ein Geräusch?" fragte er wie beiläufig.
Autor: Darius Datum/Zeit: Montag 11 April 2016, 09:51
Runshak und Naveen waren in seiner Nähe, doch wo waren dann Myriel und Lykhe? Sie waren doch mit ihm bei dem seltsamen Stein angekommen? Noch immer lauschte er mit allen Sinnen und da, neben diesem kratzenden Geräusch, welches lauter als jenes war, das von ihm selbst stammte, meinte er bekannte Präsenzen zu verspüren. Er meinte zumindest den Lykantrophen spüren zu können, aber da war noch jemand... Asarra?

Ja, mit dem Licht, welches langsam aufkam - oder gewöhnte er sich nur an die Dunkelheit? - konnte er nun besser sehen, was um ihn herum geschah. Tatsächlich waren zumindest zwei der Begleiter die für den Ratgeber des Königs aufgebrochen waren um die Rebellen zu jagen hier bei ihm. Eine Hohe Wand streckte sich hinter seinem Kommandanten in alle Richtungen, bis sie in der Dunkelheit zu verschwinden schien. Ob in den anderen Richtungen auch solche Wände lagen? Es würde zumindest die Echos erklären, welche die Stimmen von Ork und Elf so verstärkten. Während er sich weiter umsah, konnte er nebenbei die Fragen des verwirrten Schneiders beantworten.

"Ich habe keine Ahnung, wo 'hier' ist. Ich kann nur sagen, dass dieser Ort sich fremd anfühlt. Wenn ihr sagt, dass ihr zuletzt Gunter gesehen habt, bevor ihr hier aufgewacht seid, dann wird er wohl ebenso mit den Rebellen zusammenarbeiten oder zumindest mit denen die ihre Fäden ziehen.

Myriel erhielt eine Botschaft von einem Magier, der nicht nur den König von Dragonia töten, sondern das ganze Land in einen Krieg stürzen will. Wenn ich mich recht entsinne dann war dieser Stein südlich von den Hügeln von Relat, von dem sie sprach, ein Eingang... wohl zu diesem Ort.

Wir sind zudem nicht alleine hier. Ich kann zumindest die Anwesenheit von anderen fühlen, bei denen es sich um Asarra und Lykhe handeln könnte."


Von ihnen dreien kannte er sich wohl noch am Besten mit Magie aus und auch ein wenig mit den Intrigen, die ihre Anwender so gerne sponnen. Offenbar waren sie hier in etwas Größeres hinein geraten... 

Diese beständige Kratzen war etwas nervtötend, aber dieses Licht bereitete ihm mehr Sorgen. Es war wie das der aufgehenden Sonne, aber er konnte keine anderen Anzeichen für eine Morgendämmerung erknennen. Nur die Dunkelheit selbst war leichter zu durchdringen, weniger finster als zuvor.
Autor: svarog1 Datum/Zeit: Dienstag 12 April 2016, 14:56
Begeistert übernimmt Svarog den Auftrag. Endlich kann er sich beweisen und ist von diesem langweiligem Wachdienst erlöst. Schnell und auf allen 4 Bewegt er sich  auf sein Reiseziel Drachenauge zu.

Nach Einbruch der Nacht merkt Svarog, dass er sich verfaulten hat. Er stösst ein leises knurrt aus: „Mein erster Auftrag der darf nicht Fehlschlagen.“

In seiner Verzweiflung lässt er seinen Blick schweifen und tatsächlich in der Ferne erblickt er einen grünen Schimmer. Ein Duft dringt in seine schnauze. Menschen!? Trotz seiner Abneigung überwindet er seinen Stolz und pirscht näher heran und hofft sie können ihm den Weg weisen.

Während Svarog sich nähert überkommt ihn plötzlich die Angst. Mit mühe und nur dank seinem Mantra welches er ständig wiederholt  'Ein Krieger kennt keine Angst' nähert er sich trotzdem. Plötzlich verstärkt sich sein ungutes Gefühl. Er bleibt stehen, sein Fell sträubt sich, und erkennt dass offenbar eine Mensch verschwunden ist. Er wartet ab nichts geschieht und auch das ungute Gefühl wird schwächer. Nun setzt er seinen Weg vorsichtig fort aber nur dank seinem Verlangen den Auftrages zu erfüllen und der Frage die er stellen muss 'Wo liegt Drachenauge'.

Ab dem Punkt ab dem er vermutet, dass in ein Mensch verstehen kann was er sagen will bleibt er stehen(20-30Meter).  Svarog mustert die Ihm bietende Szenerie. Ein Mensch der offenbar irgend etwas am Boden tut. 'Ein Mensch, komischer Mensch, ich muss meine Frage stellen.' . Er füllt seine Lungen mit Luft und versucht möglichst laut zu heulen.
„Wo liegt Drachenauge?“
Immer noch mit einem unguten gefüllt kauere er sich nieder und rechne damit jeden Moment angegriffen zu werden.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Dienstag 12 April 2016, 21:25
Der fremde Magier besaß eine ungewöhnliche Macht, die ihn irgendwie mit dem pentagrammförmigen Stein verband. Myriel konnte das Band deutlich sehen, was zwischen ihnen bestand, auch wenn sie nicht sagen konnte ob der Magier den Stein mit Energie speiste oder umgekehrt.
Mit ausdruckslosem Gesicht ließ sie den Kerl reden, der sie großzügigerweise als „Schülerin“ hatte haben wollen. Ihre Arme hatte sie noch immer vor der Brust verschränkt, denn diesem Anliegen stand sie äußerst ablehnend gegenüber. Nicht, weil sie sich für allwissend hielt, noch hatte die schwarze Magie ihr den Geist nicht so sehr vernebelt, das sie daran glaubte unbesiegbar zu sein, sondern eher, weil sie nicht mehr ohne weiteres bereit war, jemanden als ihren Meister anzunehmen. Zwei Meistern war sie in ihrem Leben bereits gefolgt, der eine davon lag in rotem Glaskristall unter Nuru begraben, der andere war ein Gott und hatte sie fallen gelassen, als sie ihm nutzlos erschien. Nein, so unbedacht wie früher, würde sie gewiss keinen Meister mehr in ihrem Leben akzeptieren. 

Auch als der Fremde sie für einige Augenblicke in eine andere, fremde Welt versetzte, schürte das eher ihre Ablehnung als ihr Vertrauen. Sie duckte sich unter einem der Tiere hinweg, das einen Sturzflug in ihre Richtung unternahm, doch als sie ihm einen Feuerball hinterher jagen wollte, hatte der Magier ihm schon den Garaus gemacht und sie in die reale Welt zurück geholt. Myriel war sich nicht sicher, ob es eine bloße Illusion gewesen war, aber sie tippte eher auf etwas anderes, was einem Portalsprung ähnlich war. Der Fremde richtete noch einige Worte an sie, bevor sich seine Gestalt in grünem Licht verschwand.

Vielleicht solltet Ihr lernen, Euch klarer auszudrücken, damit so schlichte Wesen wie ich in der Lage sind Eure Anliegen zu verstehen.

schickte sie ihm bissig hinterher, aber es war fraglich ob er die Worte überhaupt noch hören würde. Vielleicht hatte der Fremde mit der ein oder anderen Aussage Recht gehabt, sie hatte sich einige Zeit aus den Machtkämpfen heraus gehalten und sich einfach in die Wälder zurück gezogen, weil sie ihnen überdrüssig war. Doch eines hatte er nicht bedacht, die Schwarzmagierin tat selten das, was man von ihr erwartete, sondern suchte sich meist ihren eigenen Weg. So war es auch dieses mal, anstatt mit der Hand auf den Stein zu patschen oder sich umzudrehen und einfach zu gehen, spukte ihr bereits eine ganz andere Idee durch den Kopf. Dieser Stein war von Magie durchtränkt, die sehr alt zu sein schien – doch auch die Magie der Druiden war alt, noch dazu kannte Myriel sich mit dunklen Ritualen äußerst gut aus. Und es interessierte sie brennend, wie gut die verschiedene Magie miteinander harmonierte...

So stand die Schwarzmagierin gerade wieder auf und klopfte sich die Röcke ab, als sie aus einiger Entfernung ein Heulen hörte. Wäre ihr Gefährte nicht ebenfalls ein Lykantroph gewesen, hätte sie sich wohl vor dem Heulen erschreckt, es nicht verstanden, und dem Wolfsmenschen vor Schreck einen Feuerball um die Ohren gejagt. So aber deutete sie nur kurz angebunden in die Richtung, in die Drachenauge lag, und sagte:

Da lang.

bevor sie einen reich verzierten Dolch hervor holte. Fünf Ecken hatte dieser Stein, und diese fünf Ecken ließen sich mit geraden Linien zu einem fünfzackigem Stern verbinden. Die Druidin schob den Ärmel ihres Kleides hoch und schnitt sich mit dem Dolch in den Arm, gerade tief genug, das es blutete. Sorgfältig darauf bedacht, die Steinplatte nicht zu berühren, ließ sie Blutstropfen für Blutstropfen den Arm hinunter zur Fingerspitze laufen und träufelte so die entsprechenden Linien auf den Stein. Es dauerte eine ganze Weile, bis sie ihr Werk vollendet hatte, und die Linienstücke in der Mitte der Steinplatte konnte sie nur mit Hilfe eines Ringes ziehen, der kurzzeitig die Schwerkraft außer Kraft setzte, so dass sie über dem Stein schwebte. Doch letztendlich war es nur eine Frage der Zeit, bis Myriel wieder vor der Steinplatte stand und sich den verletzten Arm verband. 

Wollen doch mal sehen, was die Platte aushält, und ob wir sie nicht anzapfen können...

murmelte die Schwarzmagierin vor sich hin, bevor sie anfing einen Zauber zu weben, mit dem sie für gewöhnlich die Lebenskraft von Tieren aufnahm um ihre eigenen Kräfte zu stärken. Dann beschwor sie eine Wolke über sich am Himmel, und ließ ihren Stab auf den Boden knallen. Es donnerte so laut, das es fast in den Ohren weg tat, und keinen Wimpernschlag später schlug ein mächtiger Blitz genau in die Mitten des Pentagramms ein...

- 1 Wundbinde
-5 Mana für misslungenen Blitz
-26 Mana für magischen Blitz um Steinplatte zu spalten, AW 132
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Samstag 16 April 2016, 16:59
Was soll das heißen?, fragte Fjalladis den Drachen in Gedanken, als es um den Namen des mysteriösen Schützlings ging. Warum benötigen wir ihn nicht mehr?

Die Alte dachte nicht daran, auch nur ansatzweise auf ihre Fragen einzugehen, obschon sie, erst später nach der Sache mit dem Buche verschwindend, in jenem Moment eigentlich noch Zeit und Gelegenheit zu einer Antwort hätte haben sollen.

Ein Fluch war es nicht, würde ich meinen, doch ja, irgendjemand oder irgendetwas hat sie hier weggeholt und sie wirkte nicht besonders glücklich darüber...

Es machte alles nur noch zwielichtiger...
Als Magnati kurz von Naveen erzählte, musste die Elfe an ihren Glaubensbruder Amras denken, in dessen Schneiderei in Nuru sie einige Jahre zuvor den Umhang erworben hatte, den sie auch jetzt noch immer trug. Womöglich kannten die beiden einander sogar – dann hatte Fjalladis einen minimalen persönlichen Anreiz, diesen Fremden zu retten.

Meiner Heimat? Ihr meint, er stammt aus den Adlerbergen...? Der Name klang nicht direkt elfisch, also war es vermutlich ein Mensch, zumal wenn er keine Manieren haben sollte, wie Magnati andeutete...

Die Priesterin lauschte Magnatis Gedanken über Darius und seiner Einschätzung der Situation mit Bedacht. Noch vor wenigen Jahren hätte sie seine Worte einfach hingenommen und wäre ihm vorbehaltlos gefolgt, doch nun trug sie als Erzmagierin ein wenig mehr Verantwortung als nur die für ihr eigenes belangloses Leben.

Es gibt viele Gründe zu lügen und auch eine Wahrheit kann viele Gesichter haben. Angenommen, sie ist doch Teil jener, die den Frieden hier bedrohen, und angenommen, Darius und seine Gefährten suchen in jener anderen Welt etwas, um sie aufzuhalten oder verstecken dort ein Artefakt, dass unseren Feinden zu einem Sieg verhelfen könnte... Woher wissen wir, dass wir nicht nur benutzt werden, um diese Gruppe zu finden, und dass wir nicht genau damit unseren Gegnern in die Hände spielen? Oder dass wir womöglich auch in jene fremde Welt gelockt und dort festgesetzt werden sollen? Solange ich nicht weiß, mit wem wir es zu tun haben, traue ich weder den Worten dieser Frau noch diesem Buch auch nur eine Elle weit.

Mit einem argwöhnischen Blick auf das nun wieder vollkommen harmlos wirkende Buch in ihren Händen klappte sie dieses zu und verstaute es wieder in ihrer Tasche.

Viel konnte ich nicht lesen. Es ging um einen Rebellenangriff bei Salis, eine verlorene Welt und ein Schiff von Verdammten... Es scheint mit dem übereinzustimmen, was diese Frau andeutete...

Fjalladis schwieg eine Weile, bevor sie zögerlich ergänzte:

Außerdem stand in dem Buch, dass es bei Salis ein Pentagramm geben soll. Ein schwer zu findendes Steingebilde, ein magischer Ort, Zugang zu jener anderen Welt. Ein Magier mit Namen Saruman soll als einziges wissen, wie es zu benutzen ist, und er war es wohl auch, der Darius und die anderen dorthinein in eine Falle lockte. Er kennt sich also offenbar ungewöhnlich gut mit Portalen aus... Für ihn müsste es ein Leichtes sein, auch Nachrichten und Greisinnen durch die Gegend zu teleportieren, um mit deren Hilfe noch mehr Geschöpfe aus Dragonia fortzulocken in jene fremde Welt...

Möglicherweise hätte ein bestimmtes Gründungsmitglied des Ordens der Weisen mehr über diesen Magier berichten können, doch galt er schon seit vielen Jahren als verschollen. Somit blieb Salis wohl der einzige brauchbare Anhaltspunkt...
Autor: Yodxkelyryth Datum/Zeit: Montag 18 April 2016, 12:40
Was die letzten Tage so alles los war, war echt erstaunlich. Für ihn als Dieb jedoch eher negativ. Er konnte kaum Gewinn machen bei der derzeitigen Situation. Es war zum Haareraufen. Aber... das ließ der junge Waldelf lieber. Er hing doch sehr an seinen Haaren! Aber es half alle nichts. Es war einfach nichts für ihn zu holen an diesem Ort und so führten ihn seine Schritte eher in andere Richtungen. Er konnte seine Zeit auch anders verbringen, wenn es nicht anders geht. Auch wenn er sich immernoch fragte, was es denn mit diesen seltsamen Gestalten und den Lykanthrophen auf sich hatte. Vielleicht würde er ja noch etwas mitbekommen. Solange aber wollte er sich auf den Weg nach Witing machen. Wenn er schon nichts stehlen konnte, dann konnte es immerhin nicht schaden mal wieder in die Wälder zu schauen. Er war trotz allem noch ein Waldelf und ab und an brauchte er das Grün des Waldes um sich.

Doch selbst hier in den Wäldern war nicht alles so normal, wie es sein sollte. Ein seltsames Gebilde versperrte ihm den Weg und brachte A'selafeyon dazu einen Umweg zu machen, der ihn verdammt nah an Nuru heranbrachte. Und dann... ja dann auch noch ein Drache am Himmel. Was war derzeit bloß los im Land? Der Waldelf drückte sich mit den Rücken an einen Baum und suchte Schutz unter der deckenden Baumkrone. So langsam war er sich wirklich nicht mehr sicher, ob das alles nur zufällige Ereignisse waren oder ob es einen Zusammenhang gab. Aber was für einen sollte es geben? Nein, dass mussten nur Zufälle sein, oder?
Autor: Asarra Datum/Zeit: Montag 18 April 2016, 19:36
Asarra wanderte zügig der lehmigen Mauer entlang. Ab und zu strich sie mit Zeige- und Mittelfinger der glatten Fläche entlang, wie um sich zu versichern, dass sie nicht nur Einbildung war. Es wurde langsam heller. Sie wusste nicht von wo das Licht genau kam, oder ob es sich bei der Quelle um die Sonne handelte. Irgendetwas schien daran seltsam zu sein. Schnell wurde sie allerdings von der zunehmenden Wärme abgelenkt, die ihr den Schweiss ins Gesicht trieb. Sie war schon lange nicht mehr in Isuas Dschungeln zu Hause und musste feststellen, wie sehr sie sich bereits an das in Dragonia herrschende Klima gewöhnt hatte.

Ein Rascheln liess sie zusammenzucken und aufblicken, eine Hand auf ihrem Peitschengriff. Es dauerte einen Moment, bevor sie das grosse Insekt sah. Auf einem Blatt ganz in der Nähe sass eine mindestens handtellergrosse Heuschrecke und frass das Grün in Windeseile auf. Glücklicherweise war die Amazone nicht gerade zimperlich, aber woher das Vieh kam nahm sie schon Wunder. Nach einigen Herzschlägen nahm sie ihre Wanderung entlang der Mauer wieder auf.

Währenddessen begann sich die Luft mit weiteren Geräuschen zu füllen. Zirpen. Überall zirpte es. Das waren nicht nur einige wenige, sondern sicherlich verdammt viele dieser Dinger.
Wenig später zeigte sich, dass sie mit ihrer Einschätzung Recht hatte. Überall frassen sich die Insekten durch das Grün. Eine Unmenge von Heuschrecken. Nur wenig später konnte sie sich durch das gelichtete Blätterdach einen Überblick verschafen. Sie stand in einem riesigen Raum, und da drüben... War das nicht dieser Lykantroph?

"He da, Wolfsmensch!" Sie winkte dem Lykaner zu, dessen Name sie peinlicherweise vergessen hatte. Wenig später trafen sie sich an einer nahen Ecke, wobei der Wolf einen deutlich grösseren Weg zurückgelegt hatte. Dieser hatte auch ein irgendetwas seltsames bemerkt. Nachdem sich in der Ecke keinen Hinweis auf einen Ausgang oder ähnliches hatte finden lassen, entschlossen sich die beiden also diesem seltsamen Gefühl nachzuspüren und bewegten sich zurück zu der ungefähren Stelle.
Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Montag 18 April 2016, 21:05
Mit seiner Vermutung hatte Lykhe wider aller Erwartung erstaunlich richtig gelegen. Dabei war das mit dem Treibhaus eigentlich nur ein Schuss ins Blaue gewesen. Aber diese Pflanzen kamen ihm von Anfang an seltsam vor. In keinem Wald von Dragonia hatte er sowas je gesehen. Und dass keinerlei Tiere zu sehen waren, konnte doch auch nicht normal sein. Es waren ja nicht einmal welche zu riechen.
Um so überraschter war Lykhe, als das Zirpen immer lauter wurde. Er hatte nämlich bis dahin weder Käfer noch Spinnen bemerkt. Aber plötzlich kamen von irgendwoher diese Heuschrecken. Sie waren viel größer, als selbst das größte Exemplar an Heupferdchen, das er als Kind jemals gefangen hatte. Und es waren unzählige von ihnen. Und sie fraßen diese üppigen Pflanzen in Windeseile auf. Das beunruhigte Lykhe ebenfalls. Was würde passieren, wenn keinerlei Pflanzen mehr da waren? Und es hatte ganz den Anschein, als hätten es diese verfressenen Viecher genau darauf abgesehen.
Doch je mehr Pflanzen vertilgt wurden, um so besser konnte Lykhe erkennen, wo er sich befand. Die steile Wand hatte er schon durch sein kreisendes Stöbern entdeckt. Doch nun sah er, dass er sich tatsächlich in einer riesigen Halle aufzuhalten schien. (Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die zunehmende Hitze ebenfalls zu seiner Verwirrung beitrug. Wie konnte ein so großer Raum nur so schnell aufheizen? Ohne direkte Sonne?) Aber er entdeckte zu seiner Erleichterung noch eine weitere Person in dieser rätselhaften Halle.
Zunächst hatte er gedacht, es wäre vielleicht eine Art Gärtner oder sowas. Aber dann erkannte er doch ziemlich schnell, dass er die Kriegerin sogar kannte. Es war die Pferdefrau vom Hof des Königs. Ihr Name war Asana oder so. Anara? Asarra, ja genau. Und sie rief irgend etwas zu ihm herüber. Er konnte es vor lauter Geraschel und Gezirpe nicht verstehen. Aber es war klar, dass er zu ihr herüber kommen sollte. Also rannte er außen an der Wand entlang zu ihr hin. Dabei war er sehr bemüht, den fiesen Heuschreckenviechern nicht zu nah zu kommen. Sicher war sicher.

Als er Asarra erreicht hatte, stellten sich heraus, dass auch sie bestrebt war, diesen seltsamen Raum irgendwie zu verlassen. In einem Stück. Aber sie hatte die Wände vergeblich nach einem Ausgang abgesucht. Da erinnerte sich Lykhe dunkel an eine... einen... ja was eigentlich?

"Äh, vielleicht war da hinten irgendwas", rief er und lief mit ihr gemeinsam den Weg zurück, den er gerade entlang gekommen war. Aber vermutlich war es eher der Wunsch nach einem Ausgang, der ihn glauben ließ, an einer interessanten Stelle vorbei gekommen zu sein. Aber langsam stieg die Panik in ihm auf und er würde sich an jeden noch so kleinen Strohalm klammern. Die Pflanzen waren bald bis zum Boden runtergefuttert. Was danach kam, wollte er gar nicht erst zu sehen bekommen.
Autor: Magnati Datum/Zeit: Dienstag 19 April 2016, 10:10

Ich weiß nicht ob ihr mit ihr bekannt seit. Sie war vor Jahren mit euch und mir in der Wüste, ohne, dass wr viel Kontakt gehabt hätten. Es ist Chiamara, die ehemlaige Kommandantin von Nuru.
Und wenn die Vision echt wahr ist es ihr seitdem nicht gut ergangen.



~~~~~



Meiner Heimat? Ihr meint, er stammt aus den Adlerbergen...?

Magnati schnaubte.
Nein.... eher gerade nicht,


~~~~~

Es blieb nicht bei einer skeptischen Miene. Fjalladis eröffnete ihm ihre vielen Zweifel. Die er selbst natprlich auch hatte, aber diese jetzt der Hochelfe zu sagen, brachte sie nicht weiter. Und er würde sich freuen über die Unterstützung von Fjalladis, die war nie verkehrt.

Ich werde euch nicht wiedersprechen.
Ich hätte Chiamara auch gerne direkt aufgesucht. Und Hexen... nun, sind Hexen.  Tatsache ist, dass ich ihr noch etwas schulde, was ich nie einlösen konnte. Und es geht um Darius... der sich schon in zu viele ernste Schwierigektien gebracht hat in Anbetracht der Jahre, die er in diesem Land wohnt...

Was diesen Magier angeht, Saruman... so scheint er uns in jedem Falle nicht direkt in diese Welt teleportieren zu können. Und wir haben jetzt immerhin einen weiteren Namen, den wir wenn wir ihn finden...
befragen können.

Ihr kennt die Ortsnamen dieses Reiches besser als ich, aber wenn mich nicht ales täuscht liegt dieser Ort Salis ebenfalls recht nahe bei Drachenauge, dann sollten wir ...


Magnatis rechte Auge schnellte herum und Fjallais konnt nur noch das weis sehen.

Da ist jemand im Wald.

Ohne lang zu zögern, entfaltete Magnati seine Flügel. Er machte einige Schritte an ihr vorbei und mit starken Schlägen stieg er in den Himmel auf. Er drehte eine Runde um sich zu vergewissern. Ja, da an der Baumgrenze unter einer der Wipfeln war die Aura...

Fjalladis, er befindet sich etwa 127 Schritte von euch, unter dem Eichenbaum mit dreigliedriger Krone. Schneidet ihm doch den Weg ab.

Dann wartete er einen Moment und ging unvermittelt, nachdem die Person kurz hervor gelugt hatte, und sich wieder zurückzog, dorthin, wo Magnati ihn, aber er auch nicht den Drachen sehen konnte,  in den Sturzflug über. Die Lichte der Bäume ließ es zu, dass er fast vor dem Baum landen konnte und seine Pranken krachten in den Boden.

*Grrrooooaoarrr*

Erschallte es ohrenbetäubend um den Baum herum, begleitet von einem unmissverständlich Befehl:

Kommt hinter diesem Baum hervor!

Wer seid ihr und was wollt ihr hier?!

Autor: Chiamara Datum/Zeit: Dienstag 19 April 2016, 16:16
Runde 5


Am Pentagramm – 6. Tag Lenzmond

Der Blitz der Erzmagierin schlug in die Mitte des fünfzackigen Sterns aus Blut ein ohne zu zerbersten. Es war noch nicht einmal zu erkennen, ob der Stein einen Riss bekommen hatte.
Aber das Blut fing zu leuchten an. Dieses Leuchten zog sich die gesamte Blutlinie entlang. Dann begann die Farbe von blutrot in grün zu wechseln. Von außen, so wie Myriel begonnen hatte bis hin zur Mitte. Dort angekommen bildete sich auch etwas, wie ein Blitz, der nunmehr die Frau traf und kurzzeitig eine Verbindung mit ihr aufnahm, wie sie es erst einige Minuten zuvor bei diesem Fremden gesehen hatte.
Aber diese Verbindung, die den Hexer genährt zu haben schien, entzog Myriel etwas. Mana – und mit dem Mana die Macht Magie anzuwenden. Die Magie Aylanns.
Diese Prozedur schwächte sie immer mehr, aber die Verbindung zwischen dem Stein und der Druidin brach immer noch nicht ab. Doch nachdem sie von allem Hans befreit war wurde sie mit einem Minimum von dem grünen Zeug gespeist. Eben leuchtete sie noch grünlich auf und dann war äußerlich alles wieder normal.
Die Verbindung mit dem Stein brach ab. Die Magierin könnte das Gefühl haben, dass sie dorthin müsste, wo es mehr von diesem Etwas gab. Sie hatte eine Verbindung mit dem aufgenommen, was sich dort auf der anderen Seite des Steins befand. Nicht mit dem hinterhältigen, eigennützigen Alten, sondern mit etwas anderem, was dort lebte.

Svarog hingegen konnte dies alles nur betrachten. Weder dass er wusste, wer diese Frau war, noch hatte er von dem, was dort geschehen war weder etwas gehört noch gesehen. Welches Lebewesen konnte ohne Flügel fliegen – oder eher schweben? Das grüne "Band" könnte auch mehr als bedrohlich wirken. Was hatte diese Frau damit gewollt ihr Blut auf den Stein zu tröpfeln?
Blut! Für einen Lycan sehr verführerisch. Und dieses Weib schien geschwächt zu sein. Jetzt könnte er leichtes Spiel haben. Das Blut roch nach Tod
Dieser Stein hingegen hatte seine alte Macht wieder und setzte seinen Willen gegen Svarog ein. Als der Lycantroph eventuell andere Dinge im Kopf haben könnte, zog ihn der Stein zu sich - keine Chance sich zu wehren. Und schon hatte er seine Tatze auf eine der Einbuchtungen gelegt und war verschwunden.




Die andere Welt

Nur zu blöd, dass Lykhe diese Klappe, kaum größer als eine Hundeklappe für einen großen Hund, am unteren Rand der Mauer nicht gesehen hatte. So war er an dem Teil vorbei gehetzt und jetzt mussten sie, der Lykan und Asarra, wieder langsam zurück laufen damit sie es nicht wieder übersahen.

In der Zwischenzeit hatten die Riesen-Heuschrecken das Feld so gut wie abgefressen. Mit der Menge an Futter schienen auch diese Viecher zu wachsen.
In der Mitte des abgenagten Feldes lag zusammen gekrümmt ein sehr junger Lycantroph, der offensichtlich nicht bei Bewusstsein war und den Lykhe als den Neuzugang der Kaserne Nurus wieder erkannte. Die Insekten interessierten sich jedoch nicht für ihn und flogen über die letzten Stumpen, um auch diese abfressen zu können.

Jetzt, wo das Feld wie kahl wirkte und die beiden Gefährten bei der Klappe angekommen waren, war auch zu erkennen, dass sich das gesamte Feld zu der Klappe hinab fiel. Die gesamte Ebene war schräg abfallen genau zu dieser Klappe.
Noch bevor sich die Amazone und der Soldat Gedanken darüber machen konnten, hörten sie ein Geräusch aus der entgegen gesetzten Richtung an der vermeintlichen Decke. Es öffnete sich eine Luke und Unmengen an Wasser strömte von oben hinab in den Raum und riss die geflügelten Tiere auf den Boden.

Es war offensichtlich, dass das Wasser genau an ihrer Stelle ablaufen würde, mit all den Tieren, die von den Fluten überrascht wurden.
Und nicht nur diese Tiere, auch sie würden durch die Klappe gedrückt werden.

Hinter der Klappe erwartete sie Dunkelheit. Aber es ging nicht ins Bodenlose, sondern ein sanft abfallendes Rohr begann genau auf der anderen Seite dieses Wasserablaufs. Wie eine Wasserrutsche, wenn man seine Rutschpartie steuern konnte. Nur was war mit dem bewusstlosen Svarog?

~~~


Bei Naveen, Darius und Runshak hingegen war die Lösung, beziehungsweise der Ausgang noch nicht gefunden. Da es jedoch immer heller wurde, konnten sie auch immer mehr erkennen.
So war die eine Wand zur Rechten des Hauptmann doch nicht so weit von ihm weg, wie sie dachten. Auch konnten sie die gegenüberliegende Wand, zur Linken des Hauptmanns, in ungefähr 400 Schritt ausmachen.
Die Decke war immer noch nicht recht auszumachen, da sich dort jetzt etwas wie Sonnenlicht ausbreitete. Aber sie schien schmaler, als es ihnen in der Nacht vorgekommen war.
Und der Boden wiese Kratzspuren auf, die sich von linker und rechter Seite auf sie zubewegten.

Was anderes könnte sich hier bewegen, als – die Wände!
Wie lange würden sie noch haben, bis sich diese Seitenwände berührten und sie mit ihnen zerquetscht würden?
Da an der Wand direkt hinter Runshak nicht zu sehen war, konnte es doch nur die andere Wand sein, die sich auch nicht bewegte. Es musste so sein. Wenn nicht, hätte man sie ja schon in Dragonia töten können.
Also blieb nur die Option in diese Richtung zu laufen, während der Gang immer enger wurde. Zum Schluss war der Gang nur noch so breit, dass Darius so eben durch passte, als sie auf die Wand und die Tür starrten.
Die Tür war nicht sehr groß und verschlossen. Mit einem Vorhängeschloss, dass auf ihrer Seite befestigt war.




Gräberhöhen

Immer noch wurde diskutiert und Misstrauen gesät. Da machte es nicht einfacher, dass A'selafeyon von dem Schattendrachen entdeckt und sofort verdächtigt wurde.
Dabei kam er doch nur zufällig des Weges und hätte vielleicht noch etwas zu berichten, was den beiden weiter helfen könnte.

Doch vielleicht war Magnati zu sehr damit beschäftigt, was aus der ehemaligen Soldatin geworden ist. Und vielleicht erinnerte sich auch die Priesterin an das unstete und eigenwillige Weib, die immer sehr schnell mit der Hand bei der Waffe war.
Aber sie war Ostländerin. Und wer, wenn nicht sie könnte ihnen mehr Namen nennen. Sie war ja schon lange nicht mehr in ihrer Heimat gewesen, aber offenbar hielt sie sich so weit informiert, dass sie eine Bedrohung ausgemacht hatte.

Doch das Buch hatte auch mitgeteilt, dass ihre Freunde und ehemalige Abenteuer-Gefährten in Gefahr sein sollen, da sie sich in einer Welt voller Magie befanden, die sie nicht beherrschten. Ob sie dort alleine zurechtkommen würden?

Fjalladis und Magnati mussten jetzt handeln. Irgendetwas musste geschehen.
Dieses Buch glühte kurz grünlich und wurde warm, ohne sich jedoch zu verändern.




Orden des Seins

Lange war die verletzte Kriegerin noch nicht hier oben in dem Orden, aber es schien ihr, als wenn sie nie weg gewesen wäre. Alles war wie immer. Selbst ihr Schlüssel passte immer noch zu der Pforte.
Jedoch war dieser komische Gnom nicht hier. Aber sie war von ihm nichts anderes gewohnt.
Nachdem sie versucht hatte etwas zu essen und eine Zeitlang geruht hatte, machte sich Chiamara Gedanken über ihre Zukunft.
Wie lange würde sie hier bleiben können? Wollte sie überhaupt hier bleiben?

Wie immer, wenn sie nachdenken wollte, ging sie hinaus vor die Gilde und blickte in die Berge. Klettern wie ein Steinbock würde ihr derzeit schwer fallen, aber wandern würde sie können.
Also lief sie mehr als eine Stunde einen kleinen Pfad entlang, bis ihr das Bein schmerzte.
Dann setzte sich die ehemalige Soldatin auf einen Stein.
Der Entschluss stand fest. Es würde nicht ausreichen die übrig gebliebenen Helden zu aktivieren, die sicher mehr als skeptisch sein würden.
Sie kannte noch zwei Wegbegleiter, denen sie verbunden war. Daher nahm sie ein Pergament und eine Schreibfeder und kritzelte je zweimal den folgenden Text:
Eine Ordensschwester braucht den Verstand und die Kraft ihrer Brüder. Ihr wisst, wo ihr mich finden könnt.

Zum Ordensgebäude zurückgekehrt drückte sie noch den Ordensstempel auf das Schreiben, rollte diese zwei Nachrichten jeweils ein und gab einen kurzen hellen Pfiff nach draußen.
Schon kurze Zeit später kam ihre Sperbereule und setzte sich auf die Armschiene. Voller Zuneigung streichelte die blonde Frau den Kopf des Tieres und befestigte die Schreiben an dem Bein.
“Phelan und Suffix. Nuru und Drachenauge, wenn sich das nicht geändert hat. Du wirst sie schon finden.“

Damit flog das Tier in die Höhe und in nordwestliche Richtung.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Donnerstag 21 April 2016, 11:13
Vielleicht hätte er doch lieber mit Phelan reisen sollen, verdammtes Schlangenzeugs. Natürlich hatte ihn eine gebissen. Zur Vorsicht hatte er gleich mal ein Anti-Gift eingenommen.
Unterwegs auf dem steilen Anstieg hatte er sich einige Gedanken gemacht, bezüglich der etwas eigenartigen Botschaft. Mit dem Ordensstempel. Der Orden. Er war eine Ewigkeit nicht mehr hier gewesen. Die Welt draußen mag in Aufruhr, im Umbruch oder sonst etwas sein, hier war alles noch wie es gewesen war. Es war ein eigenartiges Gefühl, als er durch den Torbogen das Anwesen betrat.
Sie konnte nur diesen Ort gemeint haben, wenn sie gewesen war, der geschrieben hatte. Aber es war auch ihre Handschrift gewesen, da war er sich sicher. Er war sich dessen sicher, da er sich noch an Anweisungen, die von ihr abgefasst worden waren, in der Kaserne in Drachenauge hängen gesehen hatte. „Bei der Wache beide  Augen auf “ war wohl eine davon. Oder spielten ihm da die Sinne einen Streich? Apropos Streiche: Ob auch dieser Kobold wieder auftauchen würde? Das war aber momentan zweitrangig. Er war zu Hilfe gerufen worden oder besser sein Verstand, denn Kraft konnte man bei ihm keinesfalls anfordern. Die würde er dann eher Phelan zuschreiben.

Er war angekommen. Und jetzt – wie weiter? Rumstehen? Auch keine Lösung. Er beschloss also ein wenig herumwandern und dabei hörte er Geklirre. Ein Kampf im Orden? Wurde er jetzt schon gebraucht? Aber sollte er wirklich...Nein, da musste er nicht hin. Lieber dem friedlichen Kräutergarten einen Besuch abstatten. Gedacht, getan.
Und als er ihn betrat fiel ihm erst mal die Kinnlade sprichwörtlich runter.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Donnerstag 21 April 2016, 13:43
Der Blitz schlug in den Stein ein, und Myriels rote Augen leuchteten in dem hellen Licht ebenso sehr auf wie es einen Augenblick später das Blut auf den Stein tat. Die rote Farbe wechselte langsam zu einem Giftgrün, wanderte die Linien entlang so wie sie sie gezogen hatte. Fasziniert betrachtete die Schwarzmagierin das Geschehen, es war als ob eine andere Macht auf das reagierte, was sie zuvor getan hatte, und es in gewisser Weise kopierte. Warum, das war der Druidin noch nicht klar, doch als das Pentagramm vollendet war fuhr ein grüner Blitz aus der Steinplatte hervor und traf sie, ohne das sie ausweichen konnte. Die Verbindung zwischen der Steinplatte und ihr selbst, dieses grüne Knistern, hatte sie bei dem fremden Magier bereits gesehen. Aber anstatt stärker zu werden, fühlte sie sich schwächer und schwächer, als ob ihr sämtliche Kraft ausgesaugt wurde. Schließlich schwankte die Schwarzmagierin sogar, konnte sich kaum noch auf den Beinen halten und ging schließlich in die Knie um sich auf dem Boden abstützen zu können. Doch gerade als sie das tat veränderte sich etwas. Jetzt bekam sie etwas zurück – wenig nur, doch die fremde grüne Kraft speiste sie und sie fühlte sich sehr mächtig an. Viel zu schnell versiegte der Strom wieder und das grüne Glühen erlosch.

Nein... nein, noch nicht... zu früh...

Ihre Worte änderten nichts. Zumindest war sie jetzt in der Lage sich wieder zu erheben, aber noch immer fühlte sie sich seltsam schwach, gerade so als ob ihre Magie nicht mehr existent wäre. Versuchsweise wollte sie einen Feuerball über ihrer Handfläche beschwören, doch es gelang ihr nicht. Auch der Manatrank, den sie hinunterschluckte, änderte daran rein gar nichts.
Myriel verstand nicht wie es geschehen war, und doch begriff sie was sich hier abspielte: Wenn man Saft in ein Glas mit Wasser füllen wollte, musste man es erst ausleeren. Um von der fremden Macht genährt werden zu können, hatte sie erst ihre alten Kräfte ablegen müssen. Doch warum dieser Prozess abgebrochen war, blieb ihr schlichtweg schleierhaft. Sie musste mehr darüber heraus finden, mehr von dieser Kraft trinken und begreifen wie man sie benutzte. Diese fremde Magie schien geradezu grenzenlos zu sein...

Langsam, und bedacht darauf die Handabdrücke an den Ecken des Steins nicht zu berühren, trat Myriel auf die Steinplatte und ging in ihre Mitte, in die Mitte des fünfzackigen Sterns, den sie gezeichnet hatte. Dort ließ sie sich auf ein Knie nieder und legte ihre Hand auf den glatten Stein, der ihr so lebendig vorkam...


-1 großer Manatrank
Autor: Phelan Datum/Zeit: Samstag 23 April 2016, 20:43
Die Eule hatte keine großen Probleme Phelan zu finden. Denn auch wenn er die kleine Dachkammer inzwischen gegen ein komfortableres Zimmer im ersten Stock eingetauscht hatte, gehörte das windschiefe Dach der roten Laterne noch immer zu seinen bevorzugten Rückzugsorten. Das hektische Treiben der Stadt schien hier ein ganzes Stück weiter entfernt und frischer Wind milderte die intensiven Gerüche etwas ab.

Trotz des aus der Luft gut erreichbaren Platzes war er vom Anblick des Vogels, den er seit Chiamaras verschwinden nicht gesehen hatte, überrascht und die Klauen zitterten ihm, als er den schmalen Pergamentstreifen vom Bein des Tieres löste. „Meine Gildenschwester braucht mich?“, brachte er mit leiser, heiserer Stimme hervor. „Ich habe sie gesucht, wenn auch zu spät“, erklärte er der Eule, die sich vermutlich nicht im Geringsten dafür interessierte. „Sie ist also aufgewacht?“

Mit einem Satz war er durch die Dachluke im Inneren des Gebäudes verschwunden und fast ebenso schnell ging es die schmale Treppe hinab in das neue Zimmer. Das Gepäck war schnell zusammengesucht, schließlich war die nächste Reise nie fern und er war entsprechend darauf vorbereitet. Von dem neuen Werkzeug konnte er aber wirklich nicht alles mitnehmen und so wählte er einfach zwei Trümmer aus. Bestimmt stellte sich schon bald heraus, dass er die falsche Entscheidung getroffen hatte…

Einen Moment lang überlegte der Wolfsmensch ob er einen Umweg einschlagen sollte, der es wahrscheinlicher machte auf Suffix, der der andere Gildenbruder sein musste, zu treffen. Da er aber nicht wusste wann der Barde seine Nachricht erhalten hatte oder erhalten würde, ließ er es bleiben. Er bevorzugte ohnehin den direkteren Weg über unwegsame Gebirgspfade, der es ihm ermöglichte seine animalische Seite auszuleben.

Sobald er schwieriges Gelände erreichte konnte er spüren wie sich Atem und Herzschlag beschleunigten und tatsächlich konnte er das Gefühl durchaus genießen. Nur wenn das Blut so kraftvoll durch seine Adern rauschte, fühlte er sich derart lebendig. Dennoch blieb die Sorge um Chiamara. Er hatte ihre Handschrift und sogar ihren Geruch erkennen können, doch das verriet ihm nicht was ihr zugestoßen war, seit er sie in der Grabkammer zurückgelassen hatte. Und er bezweifelte, dass sie ihn ohne triftige Gründe um Hilfe gebeten hätte…

Doch es sollte noch eine ganze Weile verstreichen und er musste Hindernisse überwinden, die normale Menschen vor ernsthafte Schwierigkeiten gestellt hätten, ehe er auf Antworten hoffen konnte. Schließlich erreichte er jedoch den Rand der Hochebene, auf der sich das Ordensgebäude befand. Da er jedoch nicht den normalen Zugang gewählt hatte, musste er eine vierzig Fuß hohe Steilwand hinabklettern, ehe er seinen Weg im Laufschritt fortsetzen konnte.

Dann endlich hatte er das vertraute Portal erreicht und hätte er es nicht besser gewusst, hätte er angenommen hier wäre die Zeit stehen geblieben. Doch in Wirklichkeit war es nicht lange her, dass ihn neue Mitglieder an sein Pflichten erinnert hatten und er begonnen hatte gegen die Zeichen des Verfalls anzukämpfen. Doch jetzt war ohnehin nicht die Zeit in alten Erinnerungen zu schwelgen und er machte sich auf die Suche nach der Soldatin.

Mit seiner Spürnase brauchte er nicht lange um sie im Kräutergarten, der noch nichts von seiner Pflege abbekommen hatte, zu finden. „Na Gildenschwester, wie eilig hast Du es denn? Ist Zeit für einen kleinen Übungskampf?“ Er fragte sich schließlich schon, ob sie in der Zwischenzeit eingerostet war. Und auf Suffix würden sie wohl auch noch etwas warten müssen, schließlich hatte der von der Hauptstadt aus ein ganzes Stück weiter…
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Sonntag 24 April 2016, 14:31
Chiamara war also dieser ominöse Schützling, von dem das Hexenweib geredet hatte...? Der Name der ehemaligen Kommandantin Nurus war in Dragonia natürlich nicht ganz unbekannt, doch an das Gesicht dazu erinnerte Fjalladis sich nur eher flüchtig. Dafür schien der Drache sie umso besser zu kennen.

Falls wir ihn finden, ja..., meinte die Elfe auf Magnatis Äußerung über den Magier hin. Am liebsten wäre sie in die Bibliothek ihres Ordens zurückgekehrt, um genauere Nachforschungen über Portalmagie und über diesen Magier anzustellen und um sich mit anderen Mitgliedern und vor allem Myriel in Verbindung zu setzen. Allerdings waren beides Umwege, die Magnatis Drang zur Eile nicht in Kauf zu nehmen bereit schien...

Doch bevor sie dem Drachen antworten konnte, machte dieser plötzlich einen Fremden in der Nähe aus und befand sich wenige Herzschläge später auch schon in der Luft. Seine erstaunlich genaue – und doch ungenaue – Angabe von „etwa 127 Schritt“ Entfernung irritierte Fjalladis kurz, doch die majestätische Eiche war ihrer Orientierung recht dienlich, obschon sie nicht wusste, wie sie dem Unbekannten den Weg abschneiden sollte, wo er doch nach allen Richtungen fliehen konnte. Also schritt sie einfach zügig auf den besagten Baum zu und hielt sich bereit einen Zauber zu wirken.

Als sie währenddessen eine plötzliche Wärme aus ihrer Tasche spürte, holte sie das mysteriöse Buch hervor und warf im Gehen einen flüchtigen Blick hinein. Die Seiten hatten sich nicht verändert – doch was, wenn das Buch möglicherweise auf diesen Fremden reagiert hatte...?
Autor: Darius Datum/Zeit: Montag 25 April 2016, 06:46
Jetzt, wo es beständig heller wurde, konnte er auch endlich die Wände um sie herum ausmachen. Der ganze Raum erschien nicht mehr so riesig und ungewiss wie zuvor, doch es gab da immer noch dieses Kratzen und es schien nicht von seinem eigenen Schweif zu stammen, dafür war es doch etwas zu laut und durchgehend. Sonnenlicht, oder etwas das man dafür halten konnte, breitete sich über ihnen aus und enthüllte Spuren auf dem Boden. Spuren die sich nicht erklären, außer sie stammten von...

"Runshak, Naveen, wir sollten fort von hier. Ich fürchte diese Wände kommen beständig näher, je heller es wird." , erklangen seine besorgten Gedanken und der Drache sah sich nach einem möglichen Ausweg um, während sein Schweif nervös umherpeitschte. Eine Decke war nicht zu sehen, aber die Wände an sich reichten so hoch, dass er bezweifelte hier einfach herausfliegen zu können. Die Wand hinter Runshak wies keine Öffnungen auf, aber es mochte auf der anderen Seite noch einen Weg geben...

Hin und her wand er seinen Schädel auf der Suche nach einem Ausweg, bis, ja bis er einen zu sehen glaubte. Kaum mehr als ein Fleck, aber besser als nichts.

"Rasch, wir müssen auf die andere Seite. Dort könnte es einen Weg geben aus dieser Falle zu entkommen!"  Längst saß er nicht einfach mehr, sondern hatte sich aufgerichtet um sich umzusehen und drehte sich nun zu der gegenüberliegenden Wand, die sich ebenfalls nicht zu bewegen schien. In der Hoffnung es noch rechtzeitig schaffen zu können, biss er den beiden in den Kragen ihrer Hemden oder Rüstungen und deponierte sie einfach auf seinem Rücken, bevor er loshetzte und sie dabei wohl ordentlich durchschaukelte.

Es war knapp, sehr knapp sogar, als er es endlich zu der Tür schaffte, die zu allem überdruss auch noch mit einer Kette verschlossen und zu klein für ihn war. Schlitternd kam er kurz vor der Wand zum Stehen und ließ seine beiden Passagiere einfach von seinem Rücken rutschen. Kaum war das Geschehen verschwamm seine Form und wurde kleiner. Hier war keine Zeit für Rafinesse, rohe Kraft würde reichen müssen. Der frisch verwandelte Lykantroph holte mit einer Klaue aus, die Diamantschneide seines Klauenüberzugs blitzte kurz auf und die Kette wurde einfach zerschnitten. Grob riss er an der Tür um sie aufzubekommen. "Los, raus hier!" , knurrte er hinter sich in den nun sehr engen Gang und stürzte sich durch die Öffnung.

-1 Mana für Verwandlung in Amarok
Autor: Naveen Datum/Zeit: Montag 25 April 2016, 08:32
Eigentlich hätte Naveen sich gerne mit Runshak und Darius auseinandergesetzt, warum sie tatsächlich hier waren. Irgendwas mit den Rebellen, gut.. aber ein Naveen Nebeltau war sicher keine so große Gefahr, dass man ihn gleich irgendwohin verschleppen musste. Ein starkes Bier, eine warme Mahlzeit und drei, vier klimpernde Münzen und der Elf hätte ganz von alleine Gunters Meinung irgendwelcher Rebellenbanden gegenüber geteilt.

Aber nein.. jetzt saß er hier. Mit einem Ork und einem Drachen und einem Geräusch, dass an Intensität zunahm, von Nebeltau aber noch immer nicht näher eingeordnet werden konnte.

Der Drache erschien da etwas wacher im Geist.
"Die Wände?" Fragend sah Naveen erst ihn, dann Runshak an und noch während sein Blick überprüfend auf entsprechende Wände fallen wollte, hatte der Drache ihn auch schon beim Schlafittchen gepackt und hinter dem Ork auf seinen Rücken platziert.
Naveen blieb nichts anderes übrig, als sich an Runshak festzukrallen und staunend zu registrieren, dass Darius recht hatte! Die Wände bewegten sich! Und das gar nicht mal so langsam..

Darius lief und lief und bald hatte der Elf das Gefühl, dass von dem weiten Raum, in dem sie gefangen waren, nichts mehr als schmaler Gang übrig geblieben war.
"Bei den geschwollenen Füßen der Zwergengötter!" keuchte Naveen, während Darius ihn und Runshak vom Rücken gleiten ließ.
"Wenn Gunter mich hätte umbringen wollen, hätte er das leichter haben können... für ihn und für mich." Der Schneidermeister tat noch schwer daran, nach dem wilden Ritt Luft zu bekommen, als Darius schon wieder einen Schritt weiter war. Oder eine Gestalt.. oder so...
Nun lernte Naveen nach dem Eiselfen also auch noch die lykantropische Form des Drachen kennen - und auch wenn er solcherlei Verwandlungen nun schon mehrfach hatte beobachten können, war er noch immer beeindruckt. Und auch ein wenig schockiert.

Es wurde immer enger. Naveen konnte bereits beide Seiten des "Ganges" gleichzeitig berühren. Er schloss die Augen und hoffte inständig, dass der Lykan vor ihm einen Plan hatte. Und den hatte Darius/Amarok. Ein Hieb mit seinen mächtigen Klauen und eine Tür öffnete sich.
Naveen horchte auf und gab sich einen Ruck. Wenig später waren er, Darius und Runshak der übergroßen Presse entkommen.

Schwer atmend sah sich Naveen um, wohin diese Tür sie geführt hatte...
Autor: svarog1 Datum/Zeit: Montag 25 April 2016, 17:52
Das ungute Gefühl von Svarog bleibt. Durch die Richtungsangabe gewiesen wendet er sich ab und will seinen Weg schnellst möglich fortsetzten.

Der Geruch von Blut, Menschen Blut dringt in seine Nase. Schlagartig bleibt er Stehen. Ein Bild erscheint vor seinem inneren Auge. Er mit seinem Rudel auf der Jagt. Ein Mensch flüchtet Angst, Blut und eine Köstliche Mahlzeit.

Svarog dreht sich um heftet einen Blick auf die Frau, beginnt langsam immer schneller werdend auf sie zu zurennen. Nichts ahnend das sein Körper ihm nicht mehr gehorcht freut er sich auf die Beute. Kurz vor seinem Ziel bemerkt er eine Abweichung von seinem Ziel und versucht diese zu korrigieren.  Es gelingt ihm nicht. Rasant nähert er sich dem Stein. Er versucht anzuhalten ohne erfolgt und macht sich bereit auf den Aufprall. Im letzten Moment vorfühlt gar sein Körper einen Sprung als währen der Stein seine Beute. Ein unangenehmes Gefühl und Dunkelheit umfasst ihn.

Wasser umspült seinen Körper. Erschrocken versucht er hoch zu springen, was ihm aber erbärmlich misslingt. Wasser dringt in seine Schnauze. Er realisiert, dass er offenbar irgend wo hinunterrutscht vom Wassermassen getrieben. Nach Luft Japsen versucht er sich so weit wie nötig auf alle 4 Pfoten aufzurichten. Vorsichtig Fährt er seine Krallen aus und versucht dadurch besseren halt zu finden oder gar seine Geschwindigkeit zu vermindern.

Leben -1
Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Montag 25 April 2016, 22:35
Als Asarra und Lykhe die Klappe entdeckten, überkam den Lykaner ganz kurz ein Gefühl des Triumphes. Na endlich, ein Ausweg aus dieser seltsamen Welt. Doch dann sa er sich noch einmal um, und entdeckte den Wolfskörper inmitten des abgefressenen Feldes. Zunächst dachte er, dass es sich dabei um Myriel in ihrer Lykanergestalt handelte. Doch als er näher gelaufen kam, - Selbstverständlich würde er die Magierin nicht von den Insektenviechern auffressen lassen. - erkannte er statt dessen, dass es sich um Svarog, den Neuen von der Nachtwache in Nuru handelte. Das verwirrte ihn kurz. Aber auch Svarog würde er nicht so einfach hierlassen wollen, obwohl die beiden nicht gerade den besten Start bei ihrer ersten Begegnung hingelegt hatten. Aber immerhin waren sie beide Wrumpel. (Eine Mischung aus Wächter und Kumpel.) Also packte er sich den besinnungslosen Körper des jungen Lykaners auf die Schulter und rannte zurück zu der kleinen Luke.
Zu allem Unglück strömte von der anderen Seite dieser dreimal verfluchten Höllengrube eine unaufhaltsamer Wasserstrom herein, der einfach alles mit sich spülte und auch sie unweigerlich in das kleine Loch reißen würde. Also tat Lykhe das Einzige, was ihm in der Situation noch übrig blieb, er rief zu Asarra: "Lass uns abhauen! Augen zu und durch!"

Dann holte er tief Luft, quetschte den Körper des anderen Lykantrophen durch die kleine Öffnung und flutschte vom Wasser umspült hinterher.

Irgendwo musste dieser überdimensionale Abfluss ja hinführen. Zum Glück war er nicht intelligent genug, um sich auszumalen, was man mit der Biomasse der zig-tausend vollgefressenen Heuschrecken am Ende dieser Rohrleitung wohl alles anstellen mochte: Häckseln, Schreddern, Pressen. Wenns ganz schlecht läuft, womöglich alles zusammen.

So aber rutschte er durch das Rohr und hielt sich so gut es ging an Svarog fest. Er hätte dessen Körper auch gern als Schlitten benutzt, aber dafür war das Rohr zu eng und er hatte ehrlich gesagt auch überhaupt keine Ahnung, wo oben und wo unten war.

Plötzlich kam der ander Lykaner zu sich und versuchte jappsend, sich auf den Bauch zu drehen und mit den Krallen zu bremsen.

"Hey, Mann", rief Lykhe ihm zu. "Schön, dass du aufgewacht bist. Wie geht's denn immer so?"

Dann wurde ihm selbst klar, dass dies eine ziemlich bescheuerte Frage war. Aber hey, so ist das eben, wenn man ein bisschen aufgeregt ist. Und Lykhe war aufgeregt. Warum auch nicht? Er hatte ja wohl allen Grund dazu.

-2 Leben
Autor: Magnati Datum/Zeit: Montag 25 April 2016, 23:49
Magnati staunte nicht schlecht, als der hervortretende sich als ein ihm bekannter Waldelf herausstellte. Er stammelte irgendetwas von purem Zufall und Verirrungen und Magnati konnte nicht wirklich etwas anderes ausmachen. Schon gar keine Hinterlist.
Er war wohl einfach nur mit den Nerven runter und zufällig hier...

Hört auf zu Schwafeln... dafür habe ich keine Zeit.

Fjalladis tauchte schräg neben ihm auf, und da es sich bei... A'selafeyon war sein Name... nicht um einen Hochelfen handelte erwartete er keine allzu große Parteiname ob seiner ruppigen Gedanken. Er wollte keine Zeit mehr verlieren.

Etwas hatte sich jedoch verändert. Das Buch, welches Fjalladis aus der Tasche genommen hatte, es hatte zu Leuchten begonnen.
Seit wann ist dem so...? Würdet ihr es mir reichen?

Magnati erinnerte sich an einen Fetzen aus dem Gerede seines Gegenübers, ein merkwürdiges Gebilde im Wald...
Ein Gedankenstrang in seinem hinteren Schädel zählte plötzlich eins und eins und vielleicht noch zwei zusammen:
Was auch immer das für ein Zauber war, der auf dem Buch lag, er war mächtig und die Hexen schienen ihn nur zu lenken und nicht wirklich zu kontrollieren. Ein Zauber der einen Test auf die Reinheit seines Lesers durchführt... das war nicht wirklich Hexenmagie, und wäre für eine Hexe reichlich Aufwändig nur um Fjalladis eine Nachricht zukommen zu lassen. Jede Traumsugestion erschien Magnati einfacher...
Und den Zauber passiv aufrecht zu erhalten, das erschien ihm auch recht viel, sollte die Auskunft der Hexe über ihre beschränkten eigenen Fähigkeiten zutreffen. Wenn diese Vermutung stimmte, brauchte der Zauber, der auf dem Buch lag eine Quelle, oder zumindest ein Trägermedium.
Die meisten Artefakte die mit solch einer verbunden waren, änderten ihr verhalten wenn sie sich dieser Quelle oder diesem Medium näherten. Sie fingen an einen Ton zu erzeugen, warm oder kalt zu werden oder... sie änderten ihre Farbe. Und was waren beliebte Quellen arkaner Mächte... Druidenkreise, manchmal auch Hünengräber wenn die richtigen Leute begraben waren... Gebilde im Wald.

Magnati öffnete seine Flügel und sein Oberkörper erhob sich in die Luft, sodass er die Arme frei hatte.
A'selafeyon, verzeiht, aber ich benötige eure Hilfe und habe jetzt nicht die Zeit euch um Erlaubnis zu bitten.
Er griff nach vorne und seine Kralle schloss sich um die schmale Elfentaille. Zwei weitere Flügelschläge und er war in der Luft.
In welcher Richtung meint ihr liegt das Gebilde von dem ihr spracht?

Dann wandte er sich an Fjalladis und vorsichtshalber nur an Fjalladis.
Kommt ihr? Ich habe eine Theorie, nach der das Buch möglicherweise auf einen Ort in der Nähe reagiert. Eventuell verstärkt sich sein Leuchten sogleich, wenn wir uns ihm nähern...

Und von dort aus, ist der Unterschlupf der Hexen möglicherweise nicht weit...
Autor: Asarra Datum/Zeit: Dienstag 26 April 2016, 10:52
Das Zirpen, Rascheln und Schaben wurde nicht leiser, während die Amazone an der Seite des jungen Lykaners an der Wand entlang ging. Irgendwo hatte er etwas seltsames gesehen. Ohne zu wissen was oder wo genau. Sie seufzte innerlich. Was hatten sie schon für eine Wahl? Dieser seltsame Ort wollte sie wirklich nicht ihr Grab werden lassen - erst recht nicht wenn es bedeutete, von Heuschrecken verzehrt zu werden. Irgendwie glaubte sie ohnehin nicht so recht an die Natürlichkeit des Ganzen, daher würde es sie auch nicht wundern, wenn die Viecher sich doch noch als Fleischfresser entpuppen würden.

Wenig später riss sie das Finden von Lykhes Seltsamkeit aus ihren trüben Gedanken. Eine Klappe in der Wand. Was war denn das für eine Anlage? Kurz darauf entdeckte Lykhe einen Artgenossen, den die Amazone noch nie zuvor gesehen hatte. Mit einem Seufzen wollte sie gerade folgen, da hörte sie das Wasser.

Eigentlich war die Schwarzhaarige fest entschlossen, sich nicht mit dem Strom zu bewegen. Schliesslich würde ja wohl kaum der ganze Raum geflutet werden, dafür brauchte es Unmengen an Wasser. Und Schwimmen konnte sie nicht so schlecht. Aber die Lykaner schienen andere Ideen zu haben. Mit einem wütenden Schnauben hielt die Amazone dem Sog der Wassermassen verbissen noch etwas länger stand, doch dann wurde auch sie durch die Klappe gedrückt. Augenblicklich sog sich ihre Rüstung mit Wasser voll und zog sie nach unten. Das führte dazu, dass sie sich ziemlich übel den Kopf und die Schulter stiess, als sie die Klappe passierte. Danach schien sie auf einer Art Rampe oder Rutsche weiterzuschlittern. Was war das nur für ein seltsamer Ort?!
Autor: svarog1 Datum/Zeit: Dienstag 26 April 2016, 17:19
Perplex und nur dank seinen wölfischen Sinnen versteht Svarog was das etwas hinter ihm Brüllt. Er versucht das Etwas einzuordnen die Stimme kommt ihm bekannt vor aber durch das viele Wasser kann er auch seinen Geruch nicht einordnen. 'Ich kenne doch die Stimme? Warte das ist doch dieser Wolf der im gleichen Rudel wie ich ist! '

Wütend und Lykhe die schuld an der Misslichen Lage zu geben stösst Svarog ein Gurgelndes Knurren aus „Was hast du mit mir gemacht!? Ich habe keinen Zeit für deinen Mist!“
Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Dienstag 26 April 2016, 17:39
Als der andere Werwolf Lykhe antwortete, klang das ziemlich vorwurfsvoll. Na gut, das viele Wasser um sie herum und die rasante Rutschpartie, trugen auch nicht gerade zu einer guten Gesprächsatmosphäre bei. Aber da konnte er ja nun auch nichts für. Also knurrte er:

"Hey, ich hab mir die Scheiße hier nicht ausgesucht! Um genau zu sein, hab ich dich gerettet. Aber wo kommst du eigentlich auf einmal hierher?"
Und dann brüllte er nach hinten: "Dragoniter Asarra? Wie bist du denn in die Halle reingekommen?"

Und dann erinnerte er sich dunkel an diesen seltsamen Stein, den er zuletzt mit Wolf Darius und Wölfin Myriel zusammen untersucht hatte. Ab da war alles irgendwie aus dem Ruder gelaufen.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Mittwoch 27 April 2016, 18:19
Runde 6


Verlorene Welt

Spiralförmig ging es für die zwei Lycantrophen und die Amazone einige Meter in die Tiefe. Umhüllt von Wasser und toten oder eventuell auch nur bewegungsunfähigen Heuschrecken. Wer seine Schnauze beziehungsweise seinen Mund nicht zuhielt lief Gefahr so ein Tier mitzubekommen. Und die Schale war hart und bitter. So ein Vieh kann man in dem Zustand nur wieder ausspucken.

Plötzlich wurde der Schlauch enger und es bestand die Gefahr, dass es für die drei irgendwann nicht mehr weiter ging. Doch dann kam etwas Licht ins Dunkel und die ungewollte Rutschpartie endete auf einer etwa 500 mal 1500 Meter große Pfanne, mit etwa einem Meter hohem Rand. Die drei Abenteurer befanden etwas am linken Rand dieser länglichen Pfanne, als sich im Boden Löchern öffneten und das Wasser ablaufen konnte. Übrig blieben neben Asarra, Lykhe und Svarog die Heuschrecken, die jetzt jedoch nicht mehr machten.
Diese Metallpfanne befand sich in der Mitte eines Gebildes, was man Raum nennen könnte. Doch war alles riesig. Dieser Raum war insgesamt sicher 2500 Schritt lang und 1500 Schritt breit.
Rechts in nördlicher Richtung (man konnte es an dem, was man eventuell Sonnenlicht nennen konnte erkennen) befand sich ein Torbogen.
Zudem befand sich schräg hinter ihnen, in süd-westlicher Richtung, etwas wie ein großes Tor.

Der Raum war kein richtiger Raum, weil es mehr wie einer Ebene wirkte, mit moosbewachsenem Boden, auf dem sich auch kleinere Blumen befanden. Weiter entfernt standen ein paar Bäume und in der Entfernung wirkte es so, als würde diese Umgebung so weiter gehen. Der Bogen war ein natürlicher Hügel, in den ein steinerner Bogen eingelassen war,
Das Tor hingegen wirkte wie ein Eingang zu einer Scheune, obwohl keinerlei intelligente Lebewesen zu sehen waren.
Im Moos krochen ein paar kleinere Insekten herum und ein kleiner Schwarm bunter Vögel flog dicht über den Boden, um sich die Insekten zu schnappen.

In dieser Umgebung wirkte diese Pfanne irgendwie befremdlich. Besonders mit den toten – wie die Gefährten nun feststellen konnten - Heuschrecken darin.
Wenn die drei über den Pfannenrand auf das Moosfeld klettern würden, könnten sie erkennen, dass unter der Pfanne das Wasser in den Boden abgelaufen war und nicht das Feld gewässert hatte.
Und es waren längliche Metallrohre zu erkennen, die überall unter der Pfanne aus dem Boden stakten.

~~


Da standen Darius, Naveen und Runshak nun vor dieser Tür und musste das Schloss zerstören, um hinaus zu gelangen. Der Drache würde so nicht durch die Tür passen und verwandelte sich in den Lykan, der sich in dieser Gestalt jedoch auch bücken würde müssen, um hindurch zu gelangen.
Zudem nutze er das Talent die Tür mit seiner Kralle öffnen zu können.
Dabei entstand ein hoher, kratzender Ton, der in den Ohren schmerzte.
Runshak hätte wohl auch sein Schwert nutzen können, aber Darius war schneller gewesen. Alle hatten sich keine Gedanken darum gemacht, warum das Schloss innen hang. Zudem hätte an der Tür auch eine Falle lauern können. Jedoch geschah, zu ihrem Glück, nichts Überraschendes.
Und auch die Wände schoben sich nicht ganz zusammen, sondern blieben genau so weit auseinander stehen, dass den dreien eine regelrechte Gasse zu der Tür gebildet wurde.

Als die Tür knarrend aufschwang sahen sie eine leicht hügelige Ebene mit Feldern, die nur teilweise bestellt waren. Die meisten Felder waren bräunlich oder grün. Auch sah man zu beiden Seiten einzelne Bäume. Rechts von ihnen – was dem ‚Sonnenstand‘ entsprechend südlich sein konnte - befand sich in einiger Entfernung ein Waldgebiet, das größer zu sein schien. Links von Ihnen, im Norden, erkannte man ein  größeres Dorf.
Genau vor ihnen begann ein Weg, der ziemlich genau in östliche Richtung verlief und schon nach ca. 500 Schritt auch ein Weg in südlicher Richtung zu dem Waldgebiet abzweigte.
In süd-östlicher Richtung hingegen gab es einen großen See.
Der Weg selber war ca. 20 Schritt breit und gesäumt von größeren und kleineren Sträuchern und Blumen. Tiere waren jedoch keine zu hören oder zu sehen.

Alles was sich abseits des Weges und der Sträucher befand war irgendwie wie gemalt, starr. Das Wasser des Sees war ruhig und die Blätter der Bäume bewegten sich nicht.

~~


Das Pentagramm leuchtete grünlich auf, als sich Myriel in der Mitte des Fünfecks hinab ging und den Stein berührte. Sie verschwand nicht so einfach, wie die anderen, sondern wurde langsam eingehüllt von der grünen Masse und von ihr genährt.
Ihr Körper wurde von der jetzt fast greifbaren Masse sanft in die andere Welt gebracht.
Es war nicht wie ein Tor, sondern wie ein hinübergleiten. Daher würde sie auch nicht das Bewusstsein verlieren, sondern sich einfach in der neuen Umgebung befinden, wenn das grün sie entlassen würde.

Die ehemalige Magierin befand sich in einem gemauerten Raum, in dem sich die Abbildung des Pentagramms auf dem Steinboden befand – nur nicht ganz so groß wie in Dragonia. Ansonsten war dieser Raum leer. Beleuchtet wurde der Raum von einem indirekten Licht, das von der Decke zu kommen schien. An einer Mauerseite befand sich eine Tür, die nur angelehnt war.
Die Erzmagierin konnte Geräusche vernehmen. Da gab es jemanden, der Pergament in den Händen hatte. Entweder schrieb er etwas, oder er hatte ein Buch, welches derjenige las.

Wenn Myriel die Tür weiter öffnen würde, könnte sie einen Gang erkennen, etwas 1 ½ Schritt breit, der links und rechts abging. Auch hier waren überall Steinmauern mit dem indirekten Deckenlicht. Nur der Boden war hier mit Holzdielen verlegt.
Möbel oder auch nur Bilder waren in dem Gang nicht zu sehen, dafür war dieser aber auch zu schmal.

Bevor sich Myriel noch weiter umsehen hätte können, vernahm sie eine helle, weibliche Stimme, die aus dem linken Gang zu kommen schien:
“Ich habe Besuch und würde diesen doch gerne kennen lernen. Kommt her meine Liebe und stellt Euch vor.“




Gräberhöhen

Der Schattendrache hatte diverse Vermutungen zu dem Buch aufgestellt, aber schien dieses dumme Ding keinen Hinweis darüber zu geben, ob er auch richtig lag mit seinem Verdacht.

Dadurch dass noch so vieles im Dunklen lag, waren die beiden zur Hilfe-Gerufenen immer noch skeptisch und unschlüssig. Dabei hatte das Buch nur zu gut versucht zu zeigen, was passiert war und noch passieren könnte.
Vielleicht würden die Auskünfte des Elfendiebs reichen, damit sie sich dieses Gebilde auf der Ebene jedenfalls anschauen könnten.

Nur zu nah dürften sie nicht heran, da das Buch der Priesterin gezeigt hatte, was geschehen konnte, wenn man es nicht wollte.

Auch geisterte immer noch der Gedanke in der Luft eventuell diese ehemalige Ostländerin zu suchen um mehr Fakten zu erhalten. Vielleicht hätte das Buch sagen können, wo Chiamara zu finden war.
Aber es schwieg. Sehr wahrscheinlich auch deswegen, weil Fjalladis nicht versuchte es zu nutzen.
Vielleicht mussten die Worte noch direkter an sie gerichtet sein, damit sie glaubte, wie dringlich das war.

So zogen sie mit Fey zu der Ebene zwischen dem dunklen Wald und den Hügeln von Relat.
Die Ebene war groß genug, dass man etwas länger suchen musste und so wurde es langsam abend und dieses Pentagramm war immer noch nicht gefunden. Und das obwohl sich der Waldelf sicher war, dass es irgendwo in der Nähe war.

Aufmerksame Reisende konnten jedoch Spuren erkennen, die alle zu einem bestimmten Ort liefen. Und dort war das Gras zerdrückt - in der Form eines Pentagramms.
Der Stein war jedoch nicht da.

Offenbar endete hier die Suche, da es hoffnungslos sein würde etwas zu nutzen, was nicht mehr vorhanden war. Da Magnati gewillt war zu glauben, dass das Buch immer mehr leuchten würde, je näher sie an das Artefakt kommen würden, griff Fjalladis instinktiv in ihre Tasche nach dem Buch.
Dies war aber weder warm, noch glühte es. Es war eher sehr kalt, als wäre keine Macht mehr in den Seiten.
Mit der Berührung der Elfenfinger auf dem Einband des kleinen Werks geschahen zwei Dinge auf einmal:
Fjalladis‘ wurde Mana in das Buch hinein entzogen. Gleichzeitig hatte sie Visionen von diversen Jahren und diversen Geschehnissen. Immer nur kurze Bildfetzen. Unter anderem über das Buch, dass von Hochelfen erschaffen wurde und von Magiern mit Mana gefüllt wurde um seinen Zauber entsprechend offenbaren zu können.
Das Buch lief durch Hände vieler Generationen von Herrschern, Magiern und Kriegern. Aber immer nur diejenigen, die Frieden schaffen, Leben retten oder sonstiges Gutes im Sinn hatten, würde das Buch verwenden können. Daher blieb es stumm, nachdem es Gehilfen Côrs es gestohlen hatten. Und am Ende gelang es in den Bereich der drei Hexen.
Fjalladis sah auch ihr Leben und ihre Familie in Fetzen vorübergehen. Und dieses Buch war auch einmal in ihrer Familie gewesen und hatte Gutes getan.

Die Priesterin sah ihren Gott, Paladin, wie er sie direkt anblickte. Wenn sie sich nicht aus dieser Umarmung mit dem Buch befreien würde, könnte dies immer so weiter gehen, bis sie all ihr Mana verloren hatte. Es war ein gefährliches Spiel den Absprung nicht zu spät zu wagen.

Magnati und Fey unterdessen konnten sehen, dass etwas mit der Erzmagierin geschah. Nur drangen offensichtlich weder Worte noch Berührungen zu ihr durch.

Unterdessen veränderte sich die Umgebung. Der Boden, wo mal dieses Steingebilde hätte stehen sollen, schien sich zu erheben. Genau in der Form des Pentagramms.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Mittwoch 27 April 2016, 18:21
Der Kräutergarten war sehr verwildert, aber irgendwo zwischen all dem Unkraut konnte Chiamara die Kräuter finden, die sie für diesen Trank brauchte, den die Hexen ihr immer gemacht hatten.
Es schmeckte grauenvoll – insbesondere, weil sie Blut untergemischt hatten und sie dies auch tun sollte, falls sie am Leben bleiben wollte.

Als eine Stimme ihre Aufmerksamkeit forderte war sie erst so überrascht, dass sie instinktiv ihr Schwert zog. Doch der Blick auf Phelan beruhigte sie vorerst. Wachsam blieb sie jedoch immer noch, da die ehemalige Soldatin nicht wissen konnte, in wieweit sie dem Lycan noch trauen konnte.

Von dem linken Bein behindert, erhob sie sich etwas schwerfällig vom Boden und stützte sich sogar kurz auf ihrem Schwert ab, bevor sie nach dem Stock greifen konnte und drehte sich dem Wirthausbesitzer entgegen.

“Du willst mit einer verkrüppelten Frau kämpfen. Das wäre ein ungleicher Kampf.“
Phelan konnte nun erkennen, wo sie ihm leicht hinkend entgegenkam, dass ihre Muskeln nicht mehr so ausgeprägt waren, wie zu ihren besten Zeiten als Hauptmann. Sie wirkte weder wie eine Kämpferin, noch wie eine - Frau. Chiamara war hager, die Haut blass. Tiefe Ringe zierten ihre Augen und die Iris  hatte fast ihr ganzes grün verloren. Schwarze Flecken waren nun darin enthalten.
Ihre Mimik verriet weder Freude noch sonstige Regungen bei seinem Erscheinen.
Die Gildenschwester schritt zu einem Stuhl, den sie sich dorthin gestellt hatte, setzte sich und zog ihren Dolch um dann damit ihr Schwert zu schärfen. Es war zwar scharf, jedoch wirkte das Geräusch beruhigend auf sie.
“Phelan, ich kann auf besondere Begrüßungs-Zeremonien verzichten. Ich glaube so ein sentimentales Getue brauchen wir beide nicht. Und einen Kampf auch nicht. Ich akzeptiere dich als Leiter der Gilde. Und mit deinem Rudel habe ich auch nichts zu tun. Wir können also vom wesentlichen sprechen, weswegen du gekommen bist.“

Gerade wollte sie ihm näheres erläutern, als der Barde in die Runde platzte. Und wie immer war er typisch Suffix. Den offenen Mund ignorierend sagte sie nur:
“Jedenfalls hast du deine Erinnerung soweit zurück, dass du den Weg hierher gefunden hast.
Also habt Dank für euer Kommen, Phelan und Suffix. Wir sollten besser hinein gehen für das, was ich erzählen möchte.“

Damit stand sie auf, packte Dolch und Schwert weg und griff nach dem Stock um dann vor den beiden Männern ins Haus zu gehen. Die blonde Frau setzte sich an den Küchentisch und wartete, bis die Beiden es ihr gleich gemacht hatten.
Sie schob ihnen zwei Gläser und einen Wasserkrug hin, alles schon für ihre Ankunft vorbereitend.

“Über das, was gewesen war, möchte ich jetzt nicht sprechen,“ wobei sich ihre Gesichtszüge verhärteten.
“Während ich langsam gesundet bin, hatte ich diverse Informationsquellen, die für mich auf der Suche waren. Dabei sind ihnen leider auch andere Dinge zu Ohren gekommen, die Dragonia und auch die Ostlande betreffen. Der neue König von Dragonia kommt in den Ostlanden nicht überall so gut an, wie hier. Und dort gibt es leider hochrangige Soldaten aus dem Orden der Schwarzen Ritter, denen der Schutz des Landes nicht genug ist. Sie langweilen sich und wollen kämpfen. Da wäre ein Krieg sehr nützlich. Und Dragonia scheint für viele gerade sehr ansprechend als Kriegsgegner, unter anderem auch weil die Drow nicht mehr im Land sind. Die Drahtzieher kenne ich noch nicht, aber da gibt es Iwan Tenschko, für uns nur der Schlächter. Der steckt mit drin und das ist nicht gut. Er ist bekannt für seine Brutalität und wenn er tötet bleibt nicht vielübrig zum Beerdigen.
Ich habe schon nach Hilfe geschickt, aber die meisten sind verschwunden.“

Chiamara vermied Phelan zu erzählen, das Myriel eine von den Verschwundenen sein soll. Sie hatte eben auch diese Gerüchte um die beiden vernomen.
“Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun kann und wie. Seht mich an. Ich bin auch nicht richtig einsatzfähig um zum Beispiel dem Schlächter die Stirn bieten zu können. Daher brauche ich euch. Helft ihr den Ostlanden, Dragonia und besonders mir?“
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Samstag 30 April 2016, 22:05
„Sieh einer an... So trifft man sich wieder.“

Auch Fjalladis kannte den jungen Elfen – und sie erinnerte sich gut an den Ärger, den dessen Versuch Landolin zu bestehlen bereitet hatte. Er mochte ein Dieb auf fehlgeleitetem Wege sein, doch zumindest stimmte sie mit Magnati darin überein, dass er nicht wirklich verdächtig schien.

Etwas widerstrebend folgte sie Magnatis Bitte und reichte ihm das Buch, dessen Leuchten unterdessen wieder abgenommen hatte. Obwohl der Drache mit seinen Klauen erstaunlich geschickt war, konnte sie sich nicht ganz der Sorge erwehren, dass das Buch beschädigt werden konnte. Denn unabhängig davon, dass dieses mit den Hexen und wer weiß, was sonst noch in Verbindung stand, so schien es sich doch um ein nicht unbedeutendes magisches Artefakt zu handeln und war daher mit entsprechender Sorgfalt zu behandeln...

Doch bevor die Hochelfe noch viel sagen konnte, hatte der Drache schon den kleinen Dieb gepackt und befand sich in der Luft.

Wenn dem so wäre, spräche das umso mehr für eine Falle..., merkte sie an, schloss jedoch kurz darauf zu Magnati auf. Wie üblich hatte der kleine weiße Gerfalke Mühe, mit dem großen Drachen mitzuhalten, doch dem Elfen in den Drachenklauen schien es auch nicht wesentlich besser zu gehen. Irgendwann erreichten sie die Ebene, wo sich das Pentagramm befinden sollte, und nach langer Suche, die schon an den Worten des Waldelfen zweifeln ließ, fanden sie endlich die verräterischen Spuren. Mit einem hellen Pfiff drehte der Falke ab und landete in sicherer Entfernung, bevor er sich zurückverwandelte.

Noch immer leicht außer Atem, doch festen Schrittes trat Fjalladis auf ihre beiden Weggefährten zu und genehmigte sich dabei einen Schluck aus einer kleinen Phiole, um ihre Kräfte ein wenig zu stärken. Dann nahm dem Drachen das Buch wieder ab. Dieses hatte sich so gut wie gar nicht mehr geregt, doch irgendetwas war anders. Zuerst dachte die Elfe, die Kälte des Einbandes rühre lediglich von den Gegenwinden des Fluges her, doch dann spürte sie, wie plötzlich ihre noch frisch in der Regeneration begriffenen magischen Kräfte zu schwinden begannen und ihre Gefährten konnten sehen, wie ihr Blick auf einmal seltsam glasig wurde. Zuerst waren die Bilder vor ihrem inneren Auge noch klar und deutlich, doch je mehr ihre Kraft abnahm, desto flüchtiger wurden die Bilder, desto mehr vermochte jedoch auch Magnati Fetzen davon in ihrem Geist wahrzunehmen. Eine Insel, die im Meer versank, eine schützende Kuppel, die darauf errichtet wurde, der Ort, an dem sie gerade standen – und da war ein steinernes Pentagramm und ein Magier, der plötzlich verschwand...

Irgendetwas riss die Priesterin aus ihrer Trance, ohne dass sie im ersten Moment hätte sagen können, ob es Worte, körperliche Berührung oder etwas anderes gewesen war. Drache und Elf schien sie kaum wahrzunehmen – stattdessen starrte sie unverwandt auf das steinerne Pentagramm, das sich in der Zwischenzeit vor ihren Füßen erhoben hatte.

„Das ist es“, flüsterte sie, „das Tor zur verlorenen Welt...“

Mittlerweile war die Sonne längst untergegangen und mögliche Details des Pentagramms kaum noch zu erkennen. Während Fjalladis mit der einen Hand das Buch fest an sich drückte, trat sie an das Steingebilde heran und versuchte dabei, mithilfe ihrer anderen Hand einen Lichtzauber zu wirken. Ob es aber nun an der ganz eigenen Magie des Ortes lag oder an etwas anderem – vorerst tat sich in Sachen Helligkeit jedenfalls auffallend wenig.

– 5 Mana für Morphologiezauber
– 1 gr. Manatrank

+ 30 Mana
– 14 Mana ans Buch
– 5 Mana für misslungenen Sonnenlichtzauber
Autor: Phelan Datum/Zeit: Samstag 30 April 2016, 22:13
„Ich hatte gehofft, Du hättest die letzten Jahre besser überstanden“, erwiderte Phelan auf den Vorwurf seiner Gildenschwester und versuchte bei der Erwähnung seines Rudels keine Miene zu verziehen. Ein Übungskampf schien unter diesen Umständen wirklich keine gute Idee zu sein. Es war auch so nicht schwer zu sehen, dass sie nicht mehr so gewandt war wie früher. „Und den Posten als Gildenleiter würde ich Dir jederzeit kampflos überlassen. Aber was genau ist Dir zugestoßen? Du siehst schrecklich aus.“

Ob es mit der Sache zu tun hatte, wegen der er zur Hilfe gerufen worden war? Er würde es wohl bald erfahren, denn auch Suffix hatte nun den Orden erreicht und damit war wohl die Zeit für Erklärungen gekommen. Dafür gab es allerdings bessere Orte als einen verwilderten Kräutergaben und so begaben sie sich in die Küchen und setzten sich dort um den Tisch, der auch für deutlich mehr Gildenmitglieder Platz geboten hätte. Gespannt lauschte der Wolfsmann den Erklärungen der Frau, die nicht mehr dieselbe zu sein schien, die er einst gekannt hatte.

Gesundet war ein interessantes Wort, wenn man sie sich so ansah, doch der Lykan verzichtete auf eine entsprechende Bemerkung. Stattdessen versuchte er aus dem Gehörten schlau zu werden. Informationsquellen? Was genau hatte die einstige Soldatin da getrieben? Und hatte sie so von dem Rudel erfahren oder war das auch schon vor ihrem Verschwinden ein Thema gewesen? Wenn dann keines über das er offen gesprochen hätte und daran hatte sich bislang auch nichts geändert.

„Gelangweilte Ritter aus den Ostlanden halten es also für eine gute Idee Dragonia zu überrennen…“, fasste er das Gehörte schließlich zusammen. Für ihn war hauptsächlich interessant, weil Krieg immer Möglichkeiten für einen Mann mit seinen Talenten bot. Früh informiert zu sein, versprach da durchaus Vorteile. Doch mit der roten Laterne war er nicht mehr so unabhängig, wie er es sich unter solchen Umständen gewünscht hätte. Und nachdem er das Geschäft halbwegs gut durch die Herrschaftsphase der Dunkelelfen gebracht hatte, wäre es ärgerlich, wenn es nun doch noch zugrunde gehen würde.

„Dieser Iwan hat ja einen interessanten Ruf“, besonders eingeschüchtert schien Phelan dadurch allerdings nicht. Er hatte das Gefühl, dass es durchaus möglich war, dass über ihn schon ganz ähnliche Dinge berichtet worden waren. „Du willst also, dass ich diesen Schlächter schlachte? Oder welche Rolle hast Du uns bei diesem Kampf zugedacht? Und wenn ich Dich so ansehe wundert es mich ehrlich gesagt, dass Du nicht lieber nach einem guten Heiler geschickt hast.“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Samstag 30 April 2016, 23:08
Der Stein reagierte tatsächlich auf ihre Berührung. Grüne Nebel waberten um sie herum auf und  wurden dichter und dichter. Mit jedem Atemzug den sie tat, und das grüne Zeug aufnahm, fühlte sie sich wieder kräftiger. Ihre Knie zitterten nicht mehr, ihr Herzschlag wurde ruhiger, und als sie sich in der anderen Welt wieder aufrichtete und die grünen Schwaden sich verflüchtigten, schien sie fast wieder sie selbst zu sein, wenn man davon absah das sie ihre Magie noch immer nicht unter Kontrolle hatte.

Die Druidin sah sich in dem Raum um, doch außer einer nur angelehnten Tür gab es hier nichts auffälliges. Sie schob sie ein Stück weiter auf, als sie eine fremde Stimme vernahm, die aus dem links gelegenem Gang kam. Myriel beschloss ihr zu folgen, denn es war in ihrem Sinne die Bewohnerin kennen zu lernen. Langsam ging sie den Gang entlang, der in einen Raum mündete, in dem ein großer Baum stand. Seine Äste reichten durch das Dach hindurch und hier waren die grünen Nebel am dichtesten. Es sah ganz so aus, als ob sie den Produzenten der Macht gefunden hatte. Die Schwarzmagierin nahm einen tiefen Atemzug. Es ähnelte dem Gefühl einen Manatrank zu trinken, und sie hätte gern länger hier verweilt, um ihren Machthunger an der grünen Masse zu stillen. Doch da war eine Stimme gewesen, deren Besitzerin sie hier noch nicht sah. Also drang sie weiter vor. Der nächste Raum war eine kleine Küche, mit einem Tisch und zwei Stühlen, in der es nach Gemüse und Kräutern roch. Doch auch hier war kein Lebewesen zu sehen.

Erst im nächsten Zimmer sah die Bewohnerin dieses Ortes in einem Ohrensessel in einer kleinen Bibliothek. Sie schien klein zu sein und ähnelte einer Mischung aus Mensch und Fuchs, denn ihr Gesicht war größtenteils mit rot-weißem Fell bedeckt und spitze Ohren ragten aus ihren Haaren empor. Doch der Mund war der eines Menschen, und sprechen konnte das Wesen offensichtlich auch. Doch jetzt schwieg es und sah Myriel nur an. Die Druidin hingegen brach das Schweigen, indem sie sagte:

Mein Name ist Myriel von Alandyos, wie ihr vielleicht bereits schon wisst. Darf ich fragen wer Ihr seid? Und was das hier für ein seltsamer Ort ist, zu dem die Steinplatte mich gebracht hat? Sind meine Reisegefährten auch hier irgendwo?
Autor: Darius Datum/Zeit: Sonntag 01 Mai 2016, 23:06
Die Tür ließ sich ohne weitere Schwierigkeiten öffnen und Amarok passte glücklicherweise ohne Probleme durch den Türrahmen und landete auf dem Pfad dahinter, scheinbar bereit für alles was sich ihnen entgegenstellen mochte... Was sie jedoch tatsächlich erwartete, darauf war er nicht vorbereitet.

Er warf einen Blick zurück zu Runshak und Naveen. Die Wände hatten sich nicht ganz geschlossen, sondern einen enge Gasse gebildet. Ein leichtes Grollen entkam den Lykantrophen. "Es sieht so aus, als ob die ganze Aufregung umsonst gewesen war..." Sein Blick wanderte nach oben. Im Scheind es Lichtes zeigte sich, wie unglaublich hoch die Wand hinter ihnen war, nur mit der Tür als Durchbruch.

Schließlich wand er seine Aufmerksamkeit auf den seltsamen Pfad vor sich. Er konnte einen Wald sehen, einen See nicht weit von ihnen und eine Ansiedlung. An sich nicht ungewöhnlich. Sogar das Licht wirkte angenehm. Was so unheimlich wirkte, war die absolute Regungslosigkeit. Nichts schien sich zu rühren, als sei die Zeit in einem Moment einfach stehen geblieben. Sein blick huschte über die verschiedenen möglichen Ziele und er überlegte laut...

"Diese Siedlung dort drüben konnte Antworten für uns haben, wo genau wir hier gelandet sind, aber es erscheint mir nicht ratsam von diesem Pfad abzuweichen. Damit bleibt das Waldstück dort drüben noch übrig."
  Die Ohren des Lykantrophen zuckten leicht hin und her, genau wie seine Nase und er schnupperte hörbar. Diese unnatürliche Umgebung verunsicherte ihn... aber verdammt, er war ein Drache, Teil der Kaserne von Nuru und würde sich auch dementsprechend verhalten!

Er beruhigte sich sichtlich und drehte sich halb zu Runshak und Naveen. "Was meint ihr, wie wir vorgehen sollten? Ich würde den Wald bevorzugen oder zumindest auf dem Weg bleiben."
Autor: Naveen Datum/Zeit: Montag 02 Mai 2016, 08:01
Erleichtert atmete Naveen auf, als sie den enger werdenden Raum verlassen hatten. Mit einem tiefen Seufzer drehte er sich um und registrierte, dass die Wände sich nun, wo sich draußen waren, nicht mehr bewegten.

Hatte dieses Manöver nur den Zweck gehabt, sie aus dem Raum zu bewegen? Oder waren die Wände zum Stillstand gekommen, weil sie nicht mehr im Raum waren? Spielte das überhaupt eine Rolle? Wohl kaum..

Der Elf besah sich, wie seine zwei Mitstreiter, die nähere Umgebung. Darius hatte wieder einmal recht. Es wirkte alles seltsam "unreal". ZU ruhig und ZU friedlich.

"Ist es immer gut einem vorherbestimmten Weg zu folgen?" Fragte der Elf in die Runde? Er deutete mit dem Kinn zum Dorf. "Ich für meinen Teil würde gerne wissen, wo wir hier sind. Und ich weiß nicht, ob wir das in einem Wald herausfinden können."
Tatsächlich wäre es Naveens erster Impuls gewesen, zur Siedlung zu laufen. Er konnte aber nicht ausschließen, dass der Drache sowohl Recht, als auch die bessere Intuition hatte und würde ihm jederzeit folgen. Bliebe die Frage, was der Ork dachte. Abwartend sah Naveen Runshak an.
Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Montag 02 Mai 2016, 10:47
Die Rutschpartie war noch in vollem Gange. Um sie herum Dunkelheit und Wasser. Lykhe wollte gerade einen weiteren kecken Spruch loslassen, um den anderen Mut zu machen. Doch in Wahrheit ging es wohl eher darum, selber nicht in Panik auszubrechen. Wenn man sich über eine sehr schlimme Lage lustig machte, erschien einem die Lage nur noch halb so schlimm. Das war eine Weisheit, die Lykhe am eigenen Leib gemacht hatte. Denn er war schon oft in brenzligen Lagen gewesen. Mehr als ihm lieb war.

Doch kaum hatte er das Maul aufgemacht, schwappte ihm eines von diesen Riesenheuschrecken rein, die mit ihnen zusammen durch das Rohr gespült wurden. Instinktiv biss Lykhe zu. Nicht, dass dieses Vieh noch in seinen Schlund krabbelte und dort irgendwelchen Blödsinn machen konnte. Aber scheinbar war das Tier vorher schon tot gewesen. Es bewegte sich kein bisschen. Lykhe spürte lediglich ein Knirschen und Knacken, als seine Zähne die Schale des Rieseninsektes zerbrachen. Und es schmeckte ganz widerlich. Hauptsächlich nach Chitin oder sowas. Er spuckte sofort aus.
Das heißt, er versuchte es zumindest. Denn durch das viele Wasser um sie herum, war das gar nicht so leicht. Auch kam er nicht so recht dazu, die anderen zu warnen: Esst bloß nichts von den Insektenzeugs!
Die Rutsche wurde noch enger und gerade als er dachte, sie könnten allesamt steckenbleiben, da plumpste er in eine großes Becken. Aber es war nicht tief und so kam er prustend und strampelnd wieder auf die Beine. Das Becken war riesig. Auch der Raum in dem sie sich nun befanden war riesig. Vom Rohr über ihnen lief immer noch mehr Wasser in das Becken und füllten es mit toten Heuschrecken. Das Wasser sickerte irgendwohin ab. Aber darüber wollte Lykhe jetzt keine Gedanken verschwenden. Er wollte lieber weg.
"Raus hier!", brüllte er den anderen zu. Eigentlich sollte das kühl und selbstsicher klingen. Aber herausgekommen war ein schriller Schrei.
Er kämpfte sich bis zum Rand des Beckens durch und rutschte dann über die Kante.
Er landete auf weichem Moos und erst jetzt blickte er sich in Ruhe um.
Unter dem Becken waren viele metallene Rohre. Das Ding sah von dieser Perspektive eher nach einer riesigen Pfanne aus. Das Wasser verschwand, aber die Heuschrecken blieben darin liegen. Als wollte sich jemand einen riesigen Insenktenauflauf zubereiten. Aber wer, bei Runshaks fettem Arsch, hatte so einen großen Appetit?
Lykhe erschauerte und wie immer, wenn er nervös war, fing er an zu plappern.
"Äh Leute, habt ihr schon mal die Geschichte von Jackman und der Bohnenranke gehört? Da konnte man nämlich bis in die Wolken damit klettern und oben wohnte ein Riese, der Jackman als Roulade verspeisen wollte. Zu seinen Pfannekuchen. Er hatte nämlich eine Gans, die anstatt Eier immer fertige Pfannekuchen legte. Aber Jackman konnte den Riesen besiegen. Ich glaube, der Riese hatte nur ein Auge und Jackman schleuderte ihm einen kleinen Stein in das Auge. Da war der Riese blind und so klaute er die Gans und kletterte wieder runter.
Und dann?
Dann aß er 'ne Menge Pfannekuche, möchte ich meinen. Aber was haltet ihr davon, wenn wir uns jetzt verziehen? Ich hab auf einmal mächtigen Hunger."
Die Blumen, Käfer und Vögel um sie herum hatten zwar normale Größe, aber Lykhe war irritiert von dem großen Tor, das aussah, als würde es in eine Art Riesenscheune führen. Er war keineswegs erpicht darauf, den Eigentümer der Riesenpfanne kennenzulernen. Deshalb zeigte er hoffnungsvoll in Richtung des Hügels von dem außerdem ein bisschen Tageslicht zu kommen schien.
"Ich bin dafür, wir nehmen diese Richtung. Oder etwa nicht?"
Autor: Suffix Datum/Zeit: Montag 02 Mai 2016, 13:10
Die Kinnlade hätte er gleich nochmals fallen lassen können, als Chiamara eine Bemerkung zu seinem verlorenen Gedächtnis abgab. Woher zum Henker konnte sie davon wissen? Doch das musste auf später verschoben werden. es gab scheinbar Dängenderes und Wichtigeres. „Seid gegrüßt, Doch-nicht-tot-Chiamara, maximaler Wolf .“

Sie folgten der das Beine nachziehenden Chiamara in die Küche. Da war man schon immer gerne zusammengekommen. Suffix goss Phelan und sich selbst Wasser ein doch bevor er noch den Becher ansetzte, sprudelte es aus ihm heraus (nicht das Wasser): 

Hör, werte Schwester, das Gesprochene,
du schaust aus wie das frisch Erbrochene
dereinst warst Du ein Weib in voller Blüte
deren Korps vor Ehrgeiz wie auch Eifer glühte

Nichts von alledem kann ich an Dir entdecken
wie kannst Du das nur verbergen, verstecken
und dann auch noch das Bein hint anziehen
Chiamara wie konnte all das nur geschiehen?


Das andere musste er selbst erst verdauen. Dass der neue König auch seine Widersacher hatte, konnte er einigermaßen nachvollziehen. Nicht dass ihn die Politik mitunter interessierte, aber der junge Kerl auf dem Thron, das schrie nahezu nach „Dem zeigen wir es Mal “. Aber fremde Herrscher in Dragonia? Das kam auch nicht gerade seiner Wunschvorstellung entgegen. Und Schlächter hörte sich irgendwie nicht ganz gemütlich an. „Das ist alles nicht gut und noch weniger schön und ich will nicht schon wieder Unfrieden zwischen uns bringen, aber…ich brauche einen Wahrheitsbeweis, dass Du bist, wer Du vorgibst zu sein. Nenn mich personifiziertes Misstrauen, aber bevor ich mich auf eine Schlacht mit dem Schlächter einlasse, brauche ich Gewissheit, warum, wieso, weshalb .“ Ob Phelan das ähnlich sah, konnte er nicht beurteilen, er musste erst mal auf sich selbst schauen.
Und dabei würde er sich doch so sehr freuen, dass sie doch nicht verstorben ist. Andererseits war er sich nicht sicher, ob Chiamara selbst darüber glücklich war, wie ihr Zustand war. Aber wie gesagt: wenn sie es denn sie selbst war.

Autor: Darius Datum/Zeit: Montag 02 Mai 2016, 15:21
"Der Gedanke ist nicht schlecht Naveen." , meinte Amarok nach einigen Momenten der Überlegung und zuckte bestätigend mit seinen Ohren. "Es wirkt tatsächlich ein wenig, als ob wir einem vorgegebenen Pfad folgen würden. Andererseits..."

Er deutete mit einer Pfote auf die Gegend nicht weit von dem Pfad auf dem sie standen und die wie ein Gemälde still stand. "Ich habe keine Ahnung womit wir es hier zu tun haben, noch wo dieser Ort sein könnte. Wer weiß ob die Einheimischen überhaupt eine Sprache sprechen die uns vertraut ist."

Sich jetzt in Vermutungen und Pläne zu ergehen, um mögliche Absichten von jemanden zuvorzukommen, den sie nicht einmal kannten war nun auch recht widersinning, solange sie nicht mehr wussten. Also half nur eine Aktion um eine Reaktion hervorzurufen, mit der er etwas anfangen konnte.

Der Lykantroph bückte sich, nahm einen kleinen Stein vom Pfad und warf diesen auf die still stehende Landschaft. Er war sich ziemlich sicher, dass nun eine von zwei Dingen passieren würden. Entweder der Stein würde in der Luft hängen bleiben oder es würde nichts weiter geschehen.... eventuell gab es auch eine dritte Möglichkeit wenn er darüber nachdachte. Sie mochten hier ein ziemlich gutes Blendwerk vor isch haben und der Stein würde es ihm vielleicht erlauben es zu durchschauen. 
Autor: Magnati Datum/Zeit: Montag 02 Mai 2016, 20:39

Fey lotste sie mehr oder weniger freiwillig zu dem Gebilde im Wald, aus der Luft heraus gesehen war seine Form zu erkennen, die wohl grundlegendste magische Form, ein Pentagramm...
Nur war es weniger ein Gebilde, als ausgetretene Spuren im Gras.

Hm leicht enttäuschend...
Magnati setzte zur Landung an mit ein par Schritten Abstand zu den Spuren im gras... er hatte wohl einmal zu oft eine magische  Mariekung nicht die gebührende Aufmerksamkeit geschenkt. Er entließ Fey seiner Kralle. während sich der Falke, der ebenso ein wenig Abseits gelandet war, in Fjalladis zurück verwandelte.

War dies auch schon so, als ihr hier entlang gekommen seid?,
richtete er eine Frage an den Waldelf. Während er die Umgebung nach weiteren Anzeichen ungewöhnlicher Dinge absuchte.
Als Fjalladis kam , hielt er ihr den EInband schon hin, seine Theorie hatte nicht gestimmt, das Buch hatte in keiner direkten Wechselwirkung mit dem Pentagramm gestanden.

Zunächst achtete Magnati noch auf Feys antwort, dann jedoch glitt seine Aufmerksamkeit Instinktiv wieder zu Fjalladis zurück. Er wusste im ersten Moment nicht warum, dann holten seine höheren Gedanken auf. See war gar nicht mehr wirklich Anwesend.

Fjalladis...?
Er wandte sich mit dem Körper zu ihr um. Etwas geschah zwischen ihr und diesem Buch. Dann begann plötzlich der Boden zu beben.
Narben brachen in der Wiese auf und entlang der getrampelten Stellen erhob sich eine steinerne Version des Pentagrams. Er wich zwei weitere Schritte zurück. Und als Fjalladis mit abwesenden Blick dastand hob er sie hoch und stellte sie neben sich wieder ab.
Magnati war schon drauf und drann es ihr aus der Hand zu schlagen, aber sie war eine Elfe. Als solche würde eine gedankliche Ruppigkeit vermutlich zielführender sein, als eine körperliche.

Fjalladis!! Kommt zur Besinnung

Es wirkte... gerade so, sie blickte mit schwummrigen Augen zu ihm, schien jedoch noch immer noch nicht  ganz klar zu sein.
Das ist es, das Tor zur verlorenen Welt...


Magnati blickte sich wieder um. Also doch...
Ihr klingt euch plötzlich so sicher... was habt ihr gesehen, Fjalladis?
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Montag 02 Mai 2016, 22:08
Magnatis Worte ließen die Elfe innehalten, bevor sie dem Stein, der sie seltsam anzuziehen schien, noch näher kommen konnte.

„Zu viel“, meinte sie leise, „doch das meiste ist nicht wichtig. Vor diesem Pentagramm stand ein Magier. Magie verband ihn mit diesem Stein – dann war er verschwunden. Das muss dieser Saruman gewesen sein. Er, der zwischen den Welten wandelt...“
Autor: Yodxkelyryth Datum/Zeit: Montag 02 Mai 2016, 23:58
Gut, dass Drachen beeindruckend waren, wusste A'selafeyon. Er hatte immerhin schon einige sehen. Einige kannte er sogar... soweit. Er konnte Drachen doch recht schlecht auseinanderhalten, aber dieser hier... ein Schattendrache. Mit diesen war nie sehr zu spaßen, dass wusste er. Doch... der Drache wusste, dass er sich hier versteckte, und jetzt war Flucht sinnlos. Erstmals sollte er sich einsichtig zeigen, vielleicht gab es doch noch eine Möglichkeit der Situation zu entkommen. Und so trat er langsam hinterm Baum hervor und räusperte sich verlegen "I-ich... Mein Name ist A'selafeyon... ich bin nur auf der Durchreise. Ich wusste nicht, dass ich in dein... äh... Euer Revier virgedrungen bin. Ich kann gleich wieder kehrt machen. Es war nur ein blöder Zufall und... ja..." versprach er dem Drachen hoch und heilig und doch etwas nervös. Mit soeinem Drachen wollte er sich alleine sicher nicht anlegen. Dann jedoch huschte sein Blick zur Elfe und er sah sie mit großen Augen an, kam sie ihm zur Hilfe? Doch... nein. Es sah eher so aus, als wäre sie auf der Seite des Schattendrachens "Ich glaube... hier gibt es ein Missverständnis?" Auch wenn er sagen musste, dass die Elfe ihm irgendwoher bekannt vorkam... er konnte nur nicht sagen, wo er ihr Gesicht schonmal sah. Doch ihre Stimme rief es ihm wieder ins Gedächtnis. Achja, der gescheiterte Diebstahl bei ihrem... Freund? "Es tut mir leid, was damals geschah," murmelte er leise.

Doch immerhin schien der Drache wirklich nicht böse zu sein. Arbeitete sogar mit der Hochelfe zusammen, deren Buch zu leuchten begann. Erstaunt sah auch A'selafeyon zum Buch und blinzelte "Also... was ist hier jetzt eigentlich los? Ich wollte eigentlich nur in die nächste Stadt... und musste dann einen Umweg nehmen, weil mir so ein dubioses Gebilde den Weg versperrt." Doch scheinbar hatte er damit schon zuviel gesagt. Auf alle Fälle wurde er recht unsanft um Hilfe gebeten, er hatte nichtmal Zeit zu antworten, da schloss sich schon eine Kralle um seine Taille und er wurde in die Luft gehoben. Eine große Wahl hatte er wirklich nicht, weswegen der dem Drachen auch gleich zeigte, wo er das Gebilde gesehen hatte, um das er einen großen Bogen zog.

So ganz verstand er aber noch immer nicht, was hier denn überhaupt los war. Ein Seufzen entkam seiner Kehle und er fragte sich, wie er wieder in diese Situation geraten war. Und dann stellte sich auch noch heraus, dass das seltsame Gebildete verschwunden war, doch der Boden hatte eine seltsame Pentagramform "Also... es war wirklich hier. Da bin ich mir fast schon ohne Zweifel sicher! Es war... mehr als dieses Symbol im Boden... dachte ich. Wie genau es aussah kann ich nicht sagen... ich sah es nicht so genau und auch nicht von oben."  versicherte der diebische Waldelf. Hier müsste es gewesen sein, doch wo war das komische Ding hin? Na klasse, wie stand er denn jetzt da... doch lange konnte er darübr nicht nachdenken, denn sein Blick huschte zur Hochelfin "Ähm... ist alles... in Ordnung?" Sein Blick huschte zu Magnati "Tut sie das öfters?" fragte er misstrauisch. So ganz wusste man das ja nicht... Doch schnell wurde seine Aufmerksamkeit von etwas anderem eingenommen, nämlich als das Pentagramm am Boden langsam begann sich zu erheben "W... was geschieht hier...?"

Sein Blick huschte jedoch wieder zur Elfe, die scheinbar wieder zur Besinnung kam. Das Tor zu einer anderen Welt? So ganz klar war ihm nicht, was das bedeuten sollte... Und Magnati schien auch keine Ahnung zu haben "Also... wenn ich euch helfen soll... müsstet ihr mich so langsam mal aufklären. Worum geht es hier eigentlich? Und wer ist dieser Saruman?"
Autor: Asarra Datum/Zeit: Dienstag 03 Mai 2016, 08:42
Asarra hörte Lykhe, doch sie wollte ihren Mund inmitten dieser Heuschrecken-Brühe nicht mehr als nötig öffnen. Ihre Schulter pochte noch immer von dem unfreiwilligen Zusammenstoss mit der Klappenöffnung. Die Rutsche wurde immer enger, bald würde sie mit ihren breiten Schultern hängen bleiben. Obwohl es den Lykanern wahrscheinlich noch übler erging. Ihre Gedanken wirbelten ähnlich sprunghaft umher wie das Wasser um sie herum.

Plötzlich wurden sie freigegeben. Die Amazone hustete, spuckte etwas Wasser aus und pflückte sich zwei der grossen Insekten aus den Haaren und von der Rüstung. Während sie das Wasser aus den Augen blinzelte und den langen Zopf mit den Händen auswrang sah sie sich an diesem neuen, entgegen aller Erwartungen noch seltsameren Ort um. Sie stand in einer grossen, metallenen Wanne. Diese war riesig, aber der Rand war nicht einmal hüfthoch. Darum herum... ein Raum, aber moosbewachsener Boden, Insekten und Vögel, hie und da sogar ein Baum. Eine riesige Scheunentür, ein Durchgang... Alles sehr seltsam.

Plötzlich öffneten sich Löcher im Boden und das Wasser lief ab. Übrig blieben nur eine Horde toter Heuschrecken - und ihre kleine Gruppe natürlich. Als wären ihre Gedanken ein Stichwort gewesen kreischte plötzlich Lykhe los und rannte davon. "Jetzt warte doch mal" murrte die Amazone, eilte dem jungen Wolfsmenschen aber hinterher und sprang mühelos über die niedrige Wand dieser.. Pfanne?

Die neue Perspektive eröffnete auch einen neuen Blick auf die metallene Wanne. Darunter waren etliche Rohre zu erahnen, durch die das Wasser abgelaufen sein musste. Was machte denn das für einen Sinn?
Lykhes Geplapper lenkte sie allerdings schnell wieder ab. Eine pfannkuchenlegende Gans? "Müssen riesige Pfannkuchen gewesen sein. Wie dieser Jackman wohl die riesige Gans mitgenommen hat?" Kommentierte sie mässig interessiert, da ihr Hauptaugenmerk immer noch auf ihrer Umgebung lag. Im Moment war sie ziemlich unschlüssig, was zu tun war. Gerade noch auf den Spuren der Rebellen, war sie innerhalb kürzester Zeit mittels Magie zweimal durch die Gegend katapultiert worden. Deshalb nickte sie nur, als Lykhe eine Richtung vorschlug.
"Ist wohl eins so gut wie das andere. Lasst uns gehen." Damit packte die Amazone den Griff ihrer Peitsche und lief in die von Lykhe gewünschte Richtung los.
Autor: Magnati Datum/Zeit: Dienstag 03 Mai 2016, 10:51

Fjalladis hatte eine Vision von dem ominösen Magier gehabt...?
Magnati vermutete, dass FJalladis ihm gerade nicht alles sagte, dafür war der plötzliche Sinneswandel im Umgang mit den Informationen des Buches doch zu plötzlich gewechselt, aber sie schien immer noch leicht gedanklich abwesend zu sein, als wenn sie von irgendetwas abgelenkt würde.
Etwas wie zum Beispiel dem Pentagram, welches dort herausgekommen war. Vielleicht sollten sie es untersuchen, so gefährlich konnte es nich sein, er konnte keine arkanen Energien spüren und keine Aura, das Portal war also vermutlich nicht offen.
Eventuell fanden sie Spuren von Saruman die ihnen die funktionalität dieses Ortes erklären konnten. Das würde helfen Darius nd die anderen zu finden. Er sollte vorgehen, er hatte immerhin die besten Sinne und würde am schnellsten etwas finden, wenn er sich das Pentagramm anschaute.
Passieren würde sicherlich nichts, denn schließlich war er ein Drache und...

Moment mal!
Was dachte er da?!

Magnati wurde sich gewahr, das er gerade den zweiten Schritt in Richtung des Pentagramms machen wollte, und hielt inne. Was war hier los?!
Er wich zurück, weiter als dort wo er gestanden hatte. Die leicht desorientierte Fjalladis zog er mit sich.
Das war knapp... Magnati konnte immer noch den Drang verspüren sich das Pentagramm näher anzusehen. Was war das für ein Zauber...?

Sie mussten herausfinden, wie es funktionierte.
Der Waldelf stand noch ein STück näher drann. Hm...

A'selafeyon, ihr seid ein Waldelf. Würdet ihr sehen ob ihr Spuren von diesem Magier findet? Eventuell finden wir heraus wie dieses Pentagramm funktioniert, und ob es wirklich ein Portal ist.

Wenn er auch nur ein halb so großes verlangen spürte wie Magnati, sollte dieser sanfte Stupser reichen.
Autor: svarog1 Datum/Zeit: Dienstag 03 Mai 2016, 11:39
Japsens und durchnässt wird Svarog auf eine Fläche hinaus gespült. Er versucht sich aufzurichten was ihm auch gelingt da sich das Wasser auf der Riesigen Fläche verteilt. Unerwartet tauchen Löcher im Boden öffnen, er zuckt er zusammen. Betrachtet sie, schaut sich um und beschliesst das das Tor ein Ausgang sei.
Svarog schüttelt sein Fell ausgiebig um sich von der Last des Wassers zu befreien und folgt den anderen beiden über den Rand der Pfanne. Während er auf die beiden zu geht hört er noch wie Lykhe eine Richtung vorschlägt und als er ankommt wie die Asarra bereits die Richtung einschlägt. Knurrend mit einem leicht wütender Unterton muss Svarog auch noch seine Meinung los werden. „Ins Licht zu gehen ist nie eine gute Idee. Wohingegen Tore im Normalfall einen Ausgang bilden.“

Trotzdem folgt Svarog den beiden.
Autor: Runshak Datum/Zeit: Dienstag 03 Mai 2016, 12:07
Es kam keine Antwort und das Kratzen hörte auch nicht auf. Mit der Zeit schien es auch heller zu werden. War denn schon wieder Morgen? Vermutlich nicht. Durch das Licht konnte Runshak nun eine Wand erkennen. War das hier etwa so etwas wie ein riesiges Verlies? Plötzlich riss eine Stimme den Ork aus seinen Gedanken. Es war Darius, der sich telepathisch bei Runshak meldete. „Was heißt hier 'auch'?“ antwortete der Hauptmann „Erst mal: Wo ist 'hier'? Und zweitens: Wer ist außer uns beiden noch hier? …und wisst Ihr, was das für ein Scharren ist?“

Zumindest auf eine der Fragen bekam Runshak eine zufriedenstellende Antwort. Außer Darius und ihm selbst befand sich noch Naveen, einer der anderen Helfer von der Rebellenjagd, in diesem Raum. Außerdem mussten Asarra und der geschwätzige Lykaner auch irgendwo in der Nähe sein. Allerdings konnte Darius weder mit Sicherheit sagen wo genau die beiden waren, noch ob sie es auch wirklich waren. Jedenfalls waren die beiden nirgends zu sehen, obwohl Asarra zusammen mit Runshak und Lykhe zusammen mit Darius gefangen wurden.

Während die drei sich berieten, konnten sie immer mehr Details im Raum erkennen. Abgesehen von Wand und noch mehr Wand gab es leider nicht viel zu sehen. Dann waren da noch einfache Muster am Boden zu sehen. Linien die senkrecht zu den Wänden verliefen und aussahen als würden sie unter einer von ihnen verschwinden. Zudem wurde auch das nervtötende Kratzen langsam aber sicher lauter. Scheinbar waren das die Wände, die aufeinander zu rückten. Darius sprach es dann schließlich aus. „... ah, das erklärt dann wohl auch, wieso sie uns nicht entwaffnet haben. …“ „Verdammt! Wir müssen hier raus!“ entfuhr es dem Ork.

Die Gruppe hielt sich an die Wand, die still zu stehen schien und lief an ihr entlang. Glücklicherweise kam schon nach kurzer Zeit eine Tür in Sichtweite. Jedoch wurde die Enge in diesem Raum langsam bedrückend. Noch bevor er wusste, wie ihm geschah, hatte der Eisdrache auch schon Ork und Elf an Kragen beziehungsweise Halsberge gepackt und lief mit ihnen zum vermeintlichen Ausgang. Dort verwandelte sich Darius auch umgehend in einen Lykaner und brach die verriegelte Tür auf.

Als sie der Presse entkommen waren, stellte Darius fest, dass anscheinend doch kein Grund zur Sorge bestand, weil die Wände sie wohl nur zur Tür treiben und nicht zermalmen sollten. „So ist es mir allerdings lieber. Ich keine Lust, zerquetscht zu werden.“ gab die Grünhaut zurück. Nun standen sie inmitten einer ruhigen und friedlichen Landschaft. Fast wie auf einem der Gemälde, die in der Festung Löwenstein hingen. Eigentlich war es sogar zu friedlich und vor allem zu ruhig. Man hörte keine Vögel. Es ging nicht einmal Wind. Diese Stille war unnatürlich. Nun stellte sich nur noch die Frage, welchen der drei Orte, die wer-auch-immer-das-hier-gemacht-hatte ihnen zur Wahl stellte: Sollten sie zum Dorf, zum Wald oder zum See gehen. „Ich würde sagen, dass wir erst mal dieses Ding untersuchen, aus dem wir herausgekommen sind. Vielleicht finden wir etwas, wenn wir darum herumlaufen. Wenn wir nichts finden, gehen wir am besten zum Dorf. Vielleicht finden wir dort auch Asarra und den Lykaner.“
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Freitag 06 Mai 2016, 09:56
Runde 7


Die verlorene Welt

Naveen, Runshak, Darius

Der Stein, den der als Lykantroph wandelnde Drache in die Landschaft warf, flog ein Stück durch die Luft um dann wo der Weg endete und das Grün begann gegen etwas wie eine Wand zu prallen und auf den Boden hinunter zu fallen.

Falls die drei Gefährten sich zu dem Rand, an dem der Stein hinab fiel, begeben würden um in die „Landschaft“ zu greifen, würden diese feststellen, dass dort kein Hingreifen möglich war. Links wie rechts war der Weg begrenzt von etwas wie einer Wand. Diese Wand zeigte den Betrachtern einsehr realistisches Bild von einer Landschaft.

Der Lykan, der eigentlich den Weg zu dem Wald nutzen wollte, würde jedoch auch, wenn er die 500 Schritt – für einen Wolfsmenschen in kurzer Zeit zu schaffen - zu dem für ihn vielleicht vermeintlichen Abzweig gehen würde, erkennen, dass es tatsächlich ein Abzweig war. Und er würde auch den Wald in einer gewissen Entfernung erkennen.
Zudem konnte man von dort erkennen, dass der Weg, auf dem sie sich befanden, an dem See vorbeilief und dann in nördlicher Richtung verschwand, genau dorthin, wo das Dorf sich befand.
Zudem konnte er mit seinem sensiblen Gehör nun auch Geräusche von Wasser vernehmen, die genau aus der Richtung kam, wo sie den See sehen konnten.

Alles schien, als wollte man eine Welt, ähnlich die Dragonias, abbilden. Und da alles so perfekt wirkte, konnte nur Magie im Spiel sein. Aber die gesamte Szene wirkte nicht bedrohlich.

Runhak, der sich derweil anschauen wollte, woher sie gekommen waren, sah einem großen Berg aus dunklem Gestein. Der Eingang wirkte von dieser Seite eher wie ein Zugang zu einem Bergwerk der Zwerge. Die Höhe der Tür würde auch dafür sprechen. Diese Tür waren aber eher gut gezimmerte Holzbretter mit Griff. Und diese war etwas in den Berg eingelassen. Davon, dass Darius etwas hart mit dem Teil umgegangen war, war nichts zu sehen.
Der Zugang zu diesem Bergwerk war versperrt. Die Holzbretter verschlossen den Zugang scheinbar besser als es von der anderen Seite der Fall war.
Eine Rückkehr war ausgeschlossen.

~~


Asarra, Lykhe, Svarog

Die drei Gefährten entschieden sich dafür in nordöstliche Richtung zu dem Bogen zu gehen. Als sie diesen durchschritten traten sie in Dunkelheit. Die Wände waren mit Lehm befestigt, aber dennoch schien es ein Hügel zu sein, in den sie eintraten. Noch hatten sie Licht aus dem Raum, das ihnen etwas den Weg beleuchtete.
Daher konnten sie erkennen, dass der Weg einen Rechtsknick machte und kurz danach wieder einen Linksknick.

Danach würden sie Licht brauchen, oder sich in der Dunkelheit weiter tasten müssen. Der Weg war auch so schmal, dass die Lykantrophen aber auch die Amazone links wie rechts die Wände berühren konnten. Auch mussten sie etwas geduckt gehen, da die Deckenhöhe nicht gerade ihrer Größe entsprach.
Je weiter sie den Weg folgten, je mehr wurde aus dem Lehm Naturgestein. Und nach der zweiten Kurve konnten sie sich sicher sein, dass sie sich in einem Berg befanden. Oder eben einen größeren Hügel, so wie es von außen wirkte.
An einer Stelle schreckten sie ein paar Fledermäuse auf, die fluchtartig vor ihnen flohen. Offenbar gingen sie in die richtige Richtung.
Es folgte ein weiterer Knick nach links und dann würden sie nicht nur nach vorne, sondern auch rechte Hand ins Leere greifen. Aus beiden Richtungen schien etwas Helligkeit zu kommen, aber es war nicht zu erkennen, ob dies Ausgänge aus dem Hügel waren.

Geräusche waren schlecht auszumachen. Kurze Zeit hatte man die Fledermäuse vernehmen können, aber dann war es wieder still.
Aus dem Gang vor ihnen könnte etwas wie Wasser zu hören sein. Oder Windgeräusche.
Der Gang rechts von Ihnen lag sehr ruhig. Fast schon totenstill.

~~


Myriel

Als Myriel in die Bibliothek trat, sah sie die Fuchs-Frau freundlich an und hörte ihrem Gast zu.

“Nun, Myriel von Alandyos, leider ist mir Euer Name noch nicht zu Ohren gekommen. Aber wie ich sehe, seid Ihr auch nicht von hier. Wir haben selten Besuch von der alten Welt. Und Schüler haben wir seit Jahrhunderten nicht bekommen.
Ich freue mich, wieder eine Aufgabe zu haben. Überraschend, aber ich bin erfreut.“

Die kleine Frau deutete auf einen Sessel links neben sich.
“Nehmt doch Platz. Eure Fragen brauchen vielleicht etwas Zeit. Habt Ihr Durst oder Hunger? Mein Name ist Rosalee vom Grünwald. Ich lebe hier seit…“, Rosalee überlegte kurz, “Eigentlich schon fast immer. Aber sicher seit die Insel unter gegangen ist. Denn wir Magier leben verteilt auf dem Rest, der übrig ist, damit die Kuppel hält. Aber noch sind wir genug. Da Ihr nicht wisst, wo Ihr seid und was dies ist, nehme ich an, dass die Ankunft nicht ganz freiwillig geschah. Obwohl wir immer nur Schüler direkt in unsere Häuser bekommen. Aber das ist auch schon sehr lange her, dass einer zu uns kam. Unfreiwillige oder unliebsam auch oft Unwürdige genannt kommen einfach irgendwo auf unserer Insel an. Und da Ihr von Reisegefährten redet, nehme ich an, dass diese eben irgendwo hier sind. Dadurch, dass hier alles von Magie durchzogen ist, kann ich sie schwer ausfindig machen.“

Plötzlich schien ihr etwas einzufallen und sie verwandelte ihr Gesicht in das einer hübschen Menschenfrau in ungefähr dem Alter, welches man der Erzmagierin ansagen würde, wenn man vom äußerlichen Schein ausging.
“Entschuldigt. Euch stört vielleicht mein  Aussehen. Uns wird es in Eurer Welt nicht mehr geben, da wir nur hier gelebt haben, als das Unglück geschah. Ist es so angenehmer für Euch?“




Dragonia – Pentagramm

Zum Glück hatte Magnati die Hochelfe aus der Trance gerissen, denn ansonsten hätte das Buch sich einfach genommen, was es benötigte um zu funktionieren - Mana. Fjalladis hatte Saruman gesehen, doch schienen ihr die Bilder noch nicht ganz zu helfen. Oder sie wollte einfach noch nicht hinüber, was ja auch verständlich gewesen wäre.

Das kleine Buch lag nun friedlich in ihrer Hand und schien zufrieden (es wirkte tatsächlich zufrieden, auch wenn es bei einem Buch unwirklich schien) mit dem, was es der Magierin in der kurzen Zeit zeigen konnte. Dafür hatte es zwar das Mana gebraucht, aber Fjalladis hatte zum Glück vorher einen Trank zu sich genommen und wurde nicht so geschwächt, wie es bei Myriel einen Tag vorher noch der Fall gewesen war.

Magnati hatte jedoch auch etwas gespürt. Kurz nur, aber es reichte, um ihn zurückweichen zu lassen. Sicher lag es daran, dass das Pentagramm seine Wirkung noch nicht ganz entfaltet hatte.
Als er jedoch der Waldelfen vorschickte um ihn nach Spuren suchen zu lassen, hatte A'selafeyon keine Chance.
Der Dieb konnte zwar Spuren erkennen, aber nicht nur von diversen unterschiedlichen menschlichen Füßen, sondern auch von Lykantrophen. Aber er sah auch den Handabdruck in dem Stein und als er seine Hand darauf legte, ohne zu wissen warum, passte diese genau in den Abdruck.

Fjalladis aber auch Magnati hätten nichts mehr tun können. Der Waldelf war so plötzlich weg, die Hand so schnell auf dem Stein und das Verlangen in Fey so groß, dass weder lautes Rufen noch Magie eine Chance gehabt hätten.
Nun standen sie nur noch zu zweit dort vor dem Pentagramm.




Die verlorene Welt

A'selafeyon

Fey wachte aus einem unruhigen Traum auf. Er lag auf einer Holzpritsche in einem ihm unbekannten Raum, das ganz einfach eingerichtet war. Ein großer Tisch, mehrere Stühle, der Holzverschlag, auf dem er lag, ein Regal und Fischernetze, die an der Wand hangen.

Eine Tür ging auf und Licht drang in den Raum. Das Licht legte die Gestalt in den Schatten, so dass er sie nicht erkennen konnte.
“Er ist wach. Holt Ober-On!“ hörte er eine weibliche Stimme rufen.
Direkt hörte man diverse Stimmen, die wild durcheinander riefen. Und immer wieder würde Fey ein Wort vernehmen:  Unwürdiger.

Wenn ihm das ungewöhnlich vorkommen würde und gerne geflüchtet wäre, müsste er feststellen, dass es nur diese eine Tür als Fluchtweg gab und er war gefesselt.




Autor: Chiamara Datum/Zeit: Freitag 06 Mai 2016, 10:45
Während die beiden Ordensbrüder Kommentare abgaben und Fragen stellten, nahm Chiamara einen Mörser und Stößer und zermalmte die Kräuter, die sie gesammelt hatte. Dann schüttete sie die Kräuter und etwas von dem Wasser in einen Becher. Zuletzt nahm die Frau eine kleine Phiole mit einer blutroten dicklichen Flüssigkeit und gab den gesamten Inhalt auch in den Becher. Nachdem sie alles umgerührt hatte, trank sie das Zeug, wenn auch mit einem etwas angeekelten Gesichtsausdruck.

Nun war es aber an ihr etwas zu sagen und wandte sich erst einmal an den Barden.
“Was möchtest Du für Beweise? Geschichten über gemeinsam erlebte Abenteuer können auch andere über uns erfahren haben. Soll ich mich wieder entkleiden wie damals, als wir uns das erste Mal getroffen hatten. Aber mein Körper wird wohl nicht mehr dem entsprechen, was du von damals in Erinnerung hast. Zudem weiß ich nicht, ob du dich tatsächlich auch daran erinnerst.“

Je mehr sie sprach, je mehr bekam sie Farbe im Gesicht und sie sah auch nichtmehr ganz so eingefallen aus, wie noch kurz zuvor. Was auch immer sie da zu sich genommen hatte, es hatte eine erstaunliche Wirkung.

“Suffix, ich habe kurz vor meinem Schönheitsschlaf…“ Offensichtlich war Chiamara nicht ihr Sarkasmus abhanden gekommen “…Dinge erfahren, die selbst für mich erst einmal sehr überraschend waren. Und ich musste alles verarbeiten. Ich konnte es aber nicht, denn ich hätte wohl eine Entscheidung treffen müssen. Damals war ich nicht bereit und mein Zögern hat mich einfrieren lassen. Ob ich tot war, oder nur tief geschlafen habe, weiß ich nicht, aber ich bin wieder da.“

Manchmal wünschte sie sich, dass sie noch in der Höhle wäre. Jetzt hatte sie sich entschieden und Lesthat war weg. Was hatte das für einen Sinn?
Nun wandte sie sich an Phelan.
“Der, der mich heilen könnte ist nicht mehr… da. Aber dieses eklige Zeug hilft jedenfalls etwas.
Ich weiß nicht, ob es reicht den Schlächter zu töten. Vielleicht steckt noch viel mehr und ganz andere Leute dahinter. Dieser Magier mindestens. Und der scheint schon was ganz besonderes."

Die ehemalige Soldatin machte eine kurze Pause, in der sie sich das Haar mit einer Hand nach hinten strich und tief durchatmete.
“Als mich erweckt hatte, wollte ich mich sofort auf eine Suche begeben. Aber es ging nicht - wie man noch aufgrund der letzten Auswirkungen sieht -, aber ich hatte Hilfe. Die drei sind für mich durch das Land gestreift, waren meine Beine und meine Ohren. Leider haben sie nicht gefunden, wen ich gesucht habe. Aber sie haben auffällige Leute gesehen. Welche die in meine ‚Grabkammer‘ waren – das warst unter anderem Du, Phelan. Aber auch ein Magier, den ich nicht kenne, der aber offensichtlich etwas mit Rebellen zu tun hat. Alles ziemlich verwirrend. Als eine der drei dem Magier gefolgt ist, hat sie andere Dragonier gesehen, die auf Rebellenjagd waren. Und plötzlich waren sie verschwunden. Sie sind weg. Und ich weiß nicht wohin. Ich habe Magnati und Fjalladis auf Suche geschickt. Aber sie wissen nichts von mir.“[i]
Auch wenn Chiamara noch so kühl wirkte, klang ihre Stimme doch sehr besorgt und hilflos.
[i]“Und eine hat mitbekommen, dass immer mehr ostländische Soldaten hier ankommen. Und Gespräche von Krieg und Tod. Der Name Iwan ist zwar nicht gefallen, aber ein Toter ist gesehen worden. Jedenfalls ein Teil von ihm. Das kann nur der Schlächter sein. Vielleicht sollten wir zu den Ostlanden und dem Anwesen von Iwan reisen und forschen. Oder nicht?“


Unruhig stand sie auf und ging hinter die zwei, wo ein Kaninchen Kopfüber an den Beinen hing und ausblutete. Während sie weiter sprach schüttete Chiamara das Blut in kleine Phiolen und mischte noch ein Pulver hinein, bevor sie diese verschloss.
“Mir könnte das alles egal sein. Eigentlich verbindet mich weder was mit Dragonia noch mit den Ostlanden. Aber ich muss wohl oder übel wieder Fuß fassen und vielen Beweisen, dass ich guten Willens bin.“
Auch wenn das so nicht stimmte, aber die Lüge war besser als Suffix zu schockieren.
“Ich will Dragonia helfen, vielleicht sieht man dann über Vergangenes leichter hinweg. Nur jetzt würde mir niemand trauen. Außer euch vielleicht.
Phelan, noch was. Du musst es wohl wissen. Myriel ist auch verschwunden, wie die anderen.“

Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Montag 09 Mai 2016, 22:38
Als sie den finsteren Gang, der hoffentlich auch irgendwann wieder aus diesem Hügel hinausführen würde, entlang tasteten, bemerkte Lykhe einen Unterschied in der Beschaffenheit der Wände. War es anfangs noch so etwas wie Lehm gewesen, das seine Pfoten in der Dunkelheit berührten, so spürte er nun immer mehr die unregelmäßigen Konturen von natürlichem Gestein. Na immerhin gingen sie nicht im Kreis. Zu erkennen war natürlich rein gar nichts. Eine Lampe oder Fackel hatte er blöder Weise nicht bei sich. Wer rechnete denn auch mit sowas? Und die anderen beiden waren offenbar ebensowenig auf einen Marsch in absoluter Finsternis vorbereitet.
Also stapften sie vorsichtig durch das Zickzack des Ganges und hofften, irgendwo hin zu gelangen. Vorzugsweise dahin, wo es Licht gab. Vorzugsweise zu einer Stelle, wo sie sich auskannten. Und vor allem, vorzugsweise nicht unbedingt wieder in eine Riesenpfannne.

Lykhe lief vorweg. Nicht, weil er etwa der Mutigste von ihnen war. - Das war garantiert Dragoniter Asarra. Oder, weil er mehr sehen konnte, als die anderen. - Svarog sah bestimmt mindestens genau so gut wie er. Nein, er wollte einfach am dringendsten von dieser Pfanne weg. Je mehr er darüber nachdachte, um so weniger Lust verspürte er, als Beilage im Heuschreckengulasch zu enden. Also biss er die Zähne zusammen und setzte ein Fuß vor den anderen.
Aber irgendwann hielt er es nicht mehr aus.

"Hört mal, Leute. Eingentlich hab ich ja keine Angst vor der Dunkelheit. Denkt das nicht. Es ist bestimmt nicht die Dunkelheit, die einem 'ne Klinge in die Rippen jagt, oder die dir mit irgendwelchen Giftstacheln in die Füße sticht oder die dich einen endlos tiefen Abrund runterschubbst und dir dann anschließend den steinernen Untergrund ins Gesicht klatscht. Es ist also nicht die Dunkelheit, die mir ein bisschen Sorgen bereitet, sondern eher das, was sich in der Dunkelheit verbergen könnte. Ich seh rein gar nichts und das geht mir mal langsam aber sicher so richtig auf den Sack. Ich meine, ich will mich ja nicht beschweren, oder so. Aber wer - zum Geier - hatte denn die bescheuerte Idee, in diesen Gang zu gehen? Ich glaube allmählich, wir hätten doch besser in die andere Richtung gehen sollen. Ich meine das Tor. Vielleicht wären wir in eine Scheune oder sowas gekommen. Vielleicht hätten wir da eine Fackel oder sowas gefunden. Vielleicht... Hey, wartet mal! Ich glaube hier gibt es einen Abzweig."
Der Gang ging gerade aus weiter, man konnte offenbar aber auch nach rechts abbiegen. Von vorne schienen nun auch leichte Wassergeräusche zu kommen. "Oh nein", flüsterte Lykhe. "Da vorne rauscht irgendwas. Nicht schon wieder Wasser." Vielleicht war es aber auch nur Wind?
Von rechts hörte er gar nichts. Das machte ihn noch unruhiger.
"Äh, was haltet ihr davon, wenn wir in Richtung des Rauschens gehen? Wenigstens scheint der Gang ja dann irgendwie zu Ende zu sein. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich ganz schön hungrig bin? Ich habe seit Tagen nichts mehr gegessen, glaub ich, und diese blöden Heuschrecken waren auch nicht gerade der Hit, wenn ihr versteht, was ich meine?
Also was jetzt? Wo lang geht's weiter? Ihr solltet mal langsam lernen, eine Entscheidung zu treffen. Ich kann ja hier auch nicht alles alleine machen."
Autor: Suffix Datum/Zeit: Dienstag 10 Mai 2016, 11:20
Er konnte es nicht verhindern, dass sich sein Kopf erhitzte und das ein ebenso sicheres Zeichen war, dass er soeben rot bis hinter beide Ohren geworden war. „Ich kann mich kaum....äh, noch erinnern “ log er nicht sehr geschickt, denn das Bild war abrufbar und er hatte es eben abgerufen vor seinem geistigen Auge. „Und es war in einem ganz und gar uneigennützigen Sinn. Ich freu mich…dass es Dir…geht “ Etwas hinderte ihn daran auf die Ostländerin zuzustürmen und sie an sein Herz zu drücken, wie er es gerne und früher ganz sicher unüberlegt getan hätte. Ob es wegen dem Zeug war, das sie da trank? Hilfesuchend blickte er sich zu Phelan um, aber der war auch keine Hilfe in dem Moment. Wie Chiamara dann Blut von Kaninchen einsammelte, erinnerte ihn daran…Myriel und das unschuldige Blut, sein unschuldiges Blut.
Nachdem das nun geklärt ist, mein Vertrauen hast Du. Und da Du schon immer die bessere Strategin von uns beiden warst, werde ich Deinen Vorschlägen Plänen folgen .“ Dem Geschwurbel vom wieder auf die Beine kommen und dergleichen, maß er keinerlei Bedeutung zu. Nur als de Name Myriel fiel, erschreckte er dann doch, vor allem die Nachricht, dass sie auch verschwunden sei.
Kann ich sonst etwas tun und was werden wir außer den üblichen Dingen brauchen ?“ zeigte sich der Barde in der neuen Sachlichkeit. Auch wenn man diesem Frieden noch nicht allzu sehr vertrauen sollte, wie sich sogleich zeigen sollte.

Wenn wir erst gefunden des Schlächters Spur
wern in vielen Stunden folgen ihrer stur
.“
Autor: svarog1 Datum/Zeit: Dienstag 10 Mai 2016, 23:15
Der enge gang macht Svarog unruhig. Nicht die Dunkelheit oder für einen Nicht Lykaner unangenehme Umstand sondern, dass diese 2 offensichtlich Nachtblinden sind und bei einer Gefahr nur Blind herumfuchteln werden.

Gedanken: 'Ein Lykaner der blind in der Nacht ist was ist den dass für einer.'

Da Svarog das Schlusslicht der Gruppe bildet schaut er auf seinen 4 Pfoten immer wieder zurück. Trotzdem muss er aber immer wieder stehen bleiben bis seine 2 Begleiter weiter gekrochen sind. Er nutzt die Gelegenheit um den gang genauer zu betrachten und nachzudenken wie zur Hölle er seinen Brief an den Hauptmann in Drachenauge überbringen soll.

Als Lykhe bei der offensichtlichen Kreuzung unsicher ist, dass es überhaupt eine Kreuzigung ist antwortet Svarog knurrend, mit einem unterschwelliger Überheblichkeit.

"Ihr habt entschieden. Nun ist es zu spät um umzukehren."- "Gehe Gerade aus. Stille ist nie ein Zeichen für einen Ausgang."

Gedanken: 'Dann hat er auch noch Hunger er ist wohl mehr Mensch als Wolf.'
Svarog wartet nun für was sich die beiden entscheiden werden und wird als Letzter folgen. Als letzter hat er wenigstens die Möglichkeit beide im Blick zu behalten und dafür zu sorgen, dass sie nicht zu Tode stürzen.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Mittwoch 11 Mai 2016, 10:54
„Man gewöhnt sich daran“, kommentierte Phelan als er den Gesichtsausdruck, mit dem Chiamara ihren blutigen Trunk zu sich nahm, bemerkte. Und ein paar Geschichten, von denen es nicht so leicht war davon zu erfahren, gab es zwischen den Ordensgeschwistern bestimmt. Doch das schien der Kriegerin auch klar zu sein, denn sie brachte etwas hervor, das Suffix sichtlich peinlich war. Für den Wolfsmenschen selbst reichte ihr Geruch aus, um ihr vorsichtiges Vertrauen entgegenzubringen. Er hatte sich in den letzten Jahren verändert, doch unter dem Fremden lag noch etwas Vertrautes, das schwer zu fälschen gewesen wäre…

Als Chiamara sagte es habe nur einen Heiler gegeben, der ihr hätte helfen können, zuckte der Tiermann mit den Schultern. Seiner Erfahrung nach gab es selten nur einen Ausweg und es gab sicher noch Dinge, die man ausprobieren konnte. Aber für den Moment war das nicht ihr vorrangiges Problem und sie schien mit ihrem Gesöff über die Runden zu kommen. Was ihm mehr Sorgen bereitete war, dass sich die derzeitige Lage nicht einfach mit einer Person erschlagen ließ.

„Ist eine Leiche wirklich beweis genug, dass er dahinter steckt?“, fragte er mit leisem Zweifel. „Es gibt mehr als ein zweibeiniges Monster da draußen. Und dauert eine Reise in die Ostlande nicht zu lange? Während wir dort forschen kann hier alles Mögliche passieren…“

Ungerührt sah Phelan dabei zu, wie seine Gildenschwester Kaninchenblut abfüllte. „Im Blut liegt zwar große Kraft, aber Du solltest stärkere Tiere verwenden“, bemerkte er. „Und für Dragonia Partei zu ergreifen soll mich nicht stören. Ein Krieger, der sich aus Konflikten raushält, verdient nichts daran und wenn es danach wieder friedlich wird ist das gut für andere Geschäfte… Was Myriel betrifft kann sie schon auf sich aufpassen.“ Trotz seiner Worte war dem Lykantrophen seine Sorge anzumerken. Und sollte das bedeuten, dass ausgerechnet die Erzmagierin geholfen hatte Rebellen zu jagen?
Autor: Asarra Datum/Zeit: Mittwoch 11 Mai 2016, 11:10
Der moosige Untergrund fühlte sich weich an unter Asarras Stiefeln, als sie mit den beiden Lykanern zu dem Hügel hinüber ging. Aus den Augenwinkeln musterte sie die beiden. Lykhe kannte sie nur flüchtig, hatte ihn gerade erst kennengelernt. Den anderen sah  sie allerdings zum ersten Mal. Bisher war es ihr nie sonderlich aufgefallen, aber es war erstaunlich schwierig wöflische Gesichtsausdrücke zu deuten. Bei Serafina war das kein Problem, die war in den allermeisten Fällen ohnehin fröhlich. Und Phelan war eben Phelan. Aber diese beiden... Sie konnte sie nicht einschätzen und das war ihr gar nicht recht.

Die Schwarzhaarige duckte sich leicht, als sie unter dem Torbogen in den Hügel hineinging. Der Boden und die Wände schienen lehmig, sie mochte gerade noch so den Verlauf des Ganges erkennen bevor sich das Licht allmählich verlor. Zwischen den beiden Wolfmenschen gehend fuhr die Amazone mit den Fingerspitzen an der erst lehmigen, dann felsigen Wand entlang. Sie wurden langsamer, als das Licht so schwach wurde das es bald stockdunkel war. Die Amazone hörte nur ihre eigenen Schritte und die Geräusche der Lykaner kurz vor und hinter ihr. Was für eine tolle Situation. Die Schwarzhaarige strengte all ihre Sinne an um dennoch möglichst früh reagieren zu können. Trotzdem wäre sie beinahe in Lykhe's Rücken geprallt als dieser plötzlich stehen blieb.

Ruhig hörte sie sich zuerst Lykhes Geplapper und dann das beissige Geknurre des schwarzen Lykaners an. Beinahe hätte sie die Augen verdreht. Von den Wolfsmenschen hätte sie zuletzt eine solche Zickerei erwartet.

"Hunger ist im Moment wohl unser kleinstes Problem, sonst fängst du dir eine Fledermaus, genug davon hat es ja." Gerade eben waren wieder ein paar der pelzigen Tiere über ihre Köpfe geflogen. Schon seltsam, erst war alles riesig, und jetzt schien es eher auf der kleinen Seite zu sein...
"Lasst uns nachsehen woher die Geräusche stammen. Es scheint auch wieder heller zu werden..." Die breitschultrige Amazone drückte sich an Lykhe vorbei und übernahm die Führung. Mit den Fingern immer noch an den Wänden entlang streifend schlug sie ein forscheres Tempo an und schritt zügig voran. Sie hatte genug von diesen elenden Gängen.

Trotz ihrer langen Schritte waren die drei noch eine Weile unterwegs, bis sich der Gang in eine Höhle öffnete und sie schliesslich an der Flanke eines kleinen Bergs ausspie. Ein Weg erstreckte sich von ihren Füssen bis zu einer Brücke, die zu einer dahinter gelegenen Burg führte. Zwei Türme erhoben sich aus den Mauern, mehr konnte sie nicht erkennen. Sie legte den Kopf schief und sah nachdenklich zu Lykhe und Svarog.
"Sieht ziemlich unbewohnt aus, oder was meint ihr?"
Jedenfalls waren da keine Menschen rundherum, wie man es sonst erwarten würde. Keine Ställe, niemand der Felder bestellte.
Autor: Darius Datum/Zeit: Mittwoch 11 Mai 2016, 13:40
Der Stein prallte von der Umgebung ab, bevor er den Pfad verlassen konnte und kullerte zurück vor seine Pfoten. Na großartig. Amarok schnaubte vernehmlich und fuhr mit einer Vorderpfote über die Wand. Nur eine Illusion, wenn auch eine ziemlich Gute.

"Es wirkt wie ein Blendwerk... wir sollten darauf achten was uns hier begegnet. Es mag noch mehr Täuschungen hier geben."  Er wandte sich an Naveen. "Wir können uns ja mal dieses 'Dorf' ansehen, wenn es sich denn um ein solches handelt. Bei dem 'Wald' bekomme ich nämlich auch gerade meine Zweifel. Lasst uns einmal nachsehen, wohin der Pfad genau führt..."

Um schneller zu sein ließ er sich auf alle Viere nieder und hetzte etwas vor Runshak und Naveen her, wenn auch nur um etwas vorauszukundschaften. Die Biegung zum Wald stellte sich als Kreuzung heraus, die ebenfalls zu dem 'Dorf' führte. Dort wartete er auf seine beiden Begleiter.

"Der Weg führt auch zum dem Ort dort drüben. Wir können uns ja einmal ansehen, wer in solch einer falschen Gegend leben mag, wenn wir schon hier sind."
Gesagt, getan - vielleicht färbte auch die wölfische Natur seiner momentanen Gestalt etwas auf ihn ab - setzte er sich in Bewegung, aber nicht mehr so schnell wie zuvor. Alleine wollte er nicht einer Überzahl entgegen treten, wenn es so eng um ihn herum und der Himmel ihm versperrt war.
Autor: Naveen Datum/Zeit: Mittwoch 11 Mai 2016, 14:06
Naveens Blick folgte dem Stein, der in hohem Bogen... plonk.. plötzlich senkrecht wie ein, nun, wie ein im Flug gestoppter Stein vom Himmel fiel. Lycan-Darius betastete mit seinen Pfoten die vermeintliche Wand und auch Naveen schritt neben den verwandelten Drachen.

Vorsichtig näherten sich seine Fingerspitzen der Barriere. Sie war da - und doch sah alles so echt aus.. Der Schneider benetzte seine Fingerspitze und wischte damit vorsichtshalber über "Wand". Vielleicht ja doch nur ein Bild?
War die andere Seite des Weges auch begrenzt? Er ging ein paar Schritte zurück, streckte auch dort seine Arme aus und tatsächlich - auch hier ging es nicht weiter. Sie mussten dem Weg folgen, wo immer er auch hin führte.

Darius hatte sich unterdessen wieder in Bewegung gesetzt. Vielleicht würde man ihnen im Dorf ja tatsächlich weiterhelfen können. Wenn es überhaupt ein Dorf war. Und so setzte auch der elfische Schneider wieder einen Fuß vor den Nächsten und folgte Darius,
Kurz warf er einen Blick über die Schulter zurück - Runshak besah sich den Ort von dem sie gekommen waren.
"Komm mit, Freund Ork. Dies ist kein Ort, an dem man allein bleiben sollte. Auch wenn er nicht bedrohlich wirkt.." Schon hatte Naveen seinen Blick wieder auf den Weg vor sich gerichtet.

Er atmete tief ein, versuchte die Luft zu riechen, die Geräusche wahr zu nehmen. Der Weg würde an einem See vorbei führen. Ob das Wasser echt war? Der Schneider brannte darauf es zu erfahren. Wo immer sie auch hineingeraten waren, über kurz oder lang würden sie Wasser brauchen..
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mittwoch 11 Mai 2016, 16:49
Schon wieder jemand, der sie als Schülerin betrachtete. In Myriels Gesicht ließ sich keine Reaktion darauf ablesen. In den langen Jahren, die sie in Côrs Diensten stand, hatte sie gelernt Gemütsregungen zu verstecken, und das gelang ihr inzwischen fast so gut wie den stets gleichmütig wirkenden Spitzohren. Es sei denn jemand schaffte es sie wütend zu machen, was seltener passierte, seit sie sich in die Waldhütte zurückgezogen hatte. So hörte sie der fremden Fuchs-Frau einfach weiter zu und nahm sogar Platz, als ihr der Sessel angeboten wurde, auch wenn sie innerlich äußerst wachsam war.

Ein Becher mit Wasser wäre schön.

antwortete die Druidin auf die Frage ob sie essen oder trinken wolle, und versuchte das eben gehörte irgendwie zu verstehen. Es gab also „ihre“ Welt, die Rosalee als „alte“ Welt bezeichnete, und irgendeine neue. Der Stein stellte offenbar die Verbindung zwischen den Welten her. Wer von den Handabdrücken in der Platte angezogen wurde, war unwürdig, der Rest kam als Schüler in Frage und landete in diesem Haus. So weit, so gut. Myriel beschloss vorerst dieses Spiel mitzuspielen und lernwillig zu tun, denn sonst würde sie ihre Kräfte wohl nie zurück erlangen. Rosalee wechselte ihr Aussehen, was die Druidin nicht sonderlich beeindruckte.

Oh, mich stört Euer Aussehen nicht, Rosalee vom Grünwald, auch wenn mir bisher kein Wesen wie Ihr es seid begegnet ist. Das Äußere ist doch nicht mehr als Schein, ein Abbild, das das Auge zu täuschen vermag. Ich bin für gewöhnlich selbst in der Lage, mich in alles zu verwandeln, was ich möchte, seit dieser pentagrammförmige Stein, das Tor in Eure Welt, jedoch eine Verbindung zu mir aufgebaut hat – oder ich zu ihm, da bin ich mir nicht ganz sicher - scheinen meine Kräfte verschwunden zu sein. Ich kann spüren, wie dieser grüne Dunst von dem Baum nebenan mich stärkt, doch ich habe noch keinen Zugang zu dieser Kraft gefunden. Ist es das, was Ihr Eure Schüler lehrt? Eine andere Art von Magie? Oder wozu bildet ihr sie aus?
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Mittwoch 11 Mai 2016, 19:15
Es war unbestreitbar nicht sonderlich freundlich, den jungen Waldelfen ohne allzu genaue Erklärungen auf die Untersuchung des Steins anzusetzen. Allerdings war auch nicht unbedingt vorherzusehen gewesen, wie schnell es im Folgenden gehen würde. Innerhalb eines Lidschlags war der Elf verschwunden und nichts ließ erkennen wie oder wohin.

„Die verlorene Welt scheint ihn sich geholt zu haben... Jedoch... war es anders als in meiner Vision. Der Magier dort baute ein magische Verbindung zu dem Pentagramm auf...“

Fjalladis merkte, dass sie sich dem Steingebilde unwillkürlich schon wieder einige Schritte genähert hatte, und sie brauchte einiges an Willensstärke, um den Blick von dem Portalstein loszureißen.

„Eine Berührung mag ausreichen, um in dem Portal zu verschwinden, doch um es gezielt zu nutzen, genügt dies sicher nicht.“

Sie schritt entschlossen einige Schritte von dem Pentagramm fort und versuchte, sich nur auf das Buch zu konzentrieren. Zwar schien dieses mitunter ein fröhliches Eigenleben zu entwickeln, doch langsam hatte sie das Gefühl, dass sie zu verstehen begann, wie es funktionierte.

„Wollt ihr ebenfalls einen Blick hineinwerfen? Umso weniger Informationen entgehen uns vielleicht, sollte es sich noch einmal verändern...“

Sie versenkte sich kurz in tiefe Konzentration und versuchte, den Informationsfluss des Buches diesmal gezielt zu lenken. Tatsächlich begann es kurz darauf leicht zu schimmern und die Seiten veränderten sich. Viel war nicht zu lesen gewesen, bevor die prophetischen Zeilen verschwanden, doch die Informationen waren dennoch nicht uninteressant.
Einen Moment lang schaute Fjalladis den Drachen nachdenklich an, dann wandte sie sich wieder dem Pentagramm zu – dessen seltsam anziehende Wirkung auch sofort wieder Besitz von ihr ergriff.

„Möge Paladin uns beistehen...“

Sie rückte ihre Ausrüstung zurecht und verstaute das Buch in ihrer Tasche, dann baute sie sich vor dem Pentagramm auf. Allein die Sorge, so plötzlich und unkontrolliert zu verschwinden wie der Waldelf zuvor, hielt sie davon ab, den Stein zu berühren, der mit großer Macht nach ihr zu rufen schien. Allerdings streckte sie eine Hand in sicherem Abstand aus und versuchte, die Magie des Gebildes zu erspüren. Nachdem das Buch ihr gewissermaßen die letzte magische Kraft geraubt hatte, schien die Macht des Pentagramms geradezu auf die Elfe einzuströmen, wie die Flut in eine kleine Sandmulde. Nur mit Mühe wehrte sich die Priesterin dagegen und versuchte, diese fremde Kraft zu verstehen. Dabei entging ihr allerdings nicht, dass Magnati keine solche Verbindung zu dem Stein besaß.

Nehmt diese Kraft in Euch auf. Ich denke, dass es der richtige Weg ist.

Sie streckte ihre andere Hand aus und legte diese auf die schuppige Haut des Drachen, wodurch die sonderbar grüne Macht auch in ihn zu strömen schien. Die unmittelbar folgenden Schritte waren im Buch zu lesen gewesen, doch was dann folgen mochte... war ungewiss.

- gesamtes Mana
Autor: svarog1 Datum/Zeit: Donnerstag 12 Mai 2016, 17:16
Endlich nach einen zeitraubenden Marsch durch die Dunkelheit, der eigentlich in kürzester Zeit zurück gelegt werden können hätte tritt Svarog ins freie. Er blickt sich um strengt sich an etwas zu erlauschen. Hört aber  nur das Getose des Wasserfalls und einige Tiere. Weit und breit aber kein Mensch.
Svarog murmelt zustimmend
„Unbewohnt. Einfacheres weiterkommen.“
und dann deutlicher und mehr fordernd.
„Los last uns zur Brücke gehen.“

Er blickt seine zwei Gefährten an und beginnt in einem rasanten Tempo in Richtung Brücke zu marschieren.

Dort angekommen schaut er sich noch einmal um und lauscht. Erstaunlicher weise vernimmt er immer noch keine Geräusche von Zweibeiner. Die Burg ist ihm nicht geheuer weshalb er beschliesst den Weg drum herum zu wählen.
„Ich gehe aussen herum. Wenn ihr wollt könnt ihr mit mir kommen. Sonst warte ich eine Stunde auf der anderen Seite.“

Ohne eine Antwort ab zu warten will Svarog rechts dem Burggraben entlang rennen. Und landet Prompt in einem unsichtbarer Wand. Verdattert sitzt er auf seinen Hinterpfoten und betrachtet die nicht vorhandene Wand. Vorsichtig drückt er mit seiner Pfote dagegen.

'Tatsächlich eine Wand unsichtbar? Magie?'

Ein kalter Schauer läuft im über den Rücken und er wünscht sich zurück in die Höhle in der er die Wände sehen konnte. Svarog beginnt nun auch noch die andere Seite zu betasten. Und tatsächlich zu seinem Ärger befindet sich auch dort eine Wand.

Ratlos aber barsch wendet er sich an den Menschin, deren Namen er schon wieder vergessen hat. „Weist du was das für ein Hokus Pokus ist?“
Autor: Magnati Datum/Zeit: Donnerstag 12 Mai 2016, 23:10
Wie er es sich dachte war Fey schnell bereit auf seinen Vorschlag
einzugehen.
Er näherte sich dem zentralen Stein und streckte seine Hand darauf.
Magnati hielt dem Atem an und konzentrierte sich, auf alles was er
spürte... die Hand des Elfen berührte das Gebilde und... er war
verschwunden. Einfach so, als hätte es ihn  nie gegeben...

Das war in Anbetracht des Erkenntnisgewinns reichlich unhilfreich, im
Bezug der Gefahr, die von diesem Ausging, geradezu alamierend. Was war
das für ein Portal, welches Wesen aller Art anzog und sie ohne groß
aufhebens davon zu machen wegteleportierte?

„Die verlorene Welt scheint ihn sich geholt zu haben... Jedoch... war es anders als in meiner Vision. Der Magier dort baute ein magische Verbindung zu dem Pentagramm auf...“


Habt ihr etwas gespürt?

Die Frage war nicht wirklich eindringlich, er erwartete nicht, dass sie
groß etwas anderes wahrgenommen hatte... eventuell einen göttlichen
EInfluss über den Magnati fast dankbar währe, da dieses DIng so anders
war als allle Portale mit denne er bisher zu tun gehabt hatte.

„Eine Berührung mag ausreichen, um in dem Portal zu verschwinden, doch um es gezielt zu nutzen, genügt dies sicher nicht.“


Nein, hier können wir wirklich nicht einfach weiter gehen.


Magnati sagte dies als Annerkennung der Skepsis von Fjalladi die sie
schon von Anfang an geäußert hatte. Freilich konnten sie auch nicht
nichts tun, Darius war darauf angewiesen. Und dem Funktionsanschein
dieses Pentagramms zu urteilen, konnte diese Welt wirklich eine Art
Falle sein. Nur wie herausfinden, wie man ihr entkommen konnte...

Er hatte da zwar einen Gedanken... aber der war äußerst unsicher...
Doch bevor er das Wagnis weiter bedenken konnte wurde Fjalladis deutlich
aktiver:
„Wollt ihr ebenfalls einen Blick hineinwerfen? Umso weniger Informationen entgehen uns vielleicht, sollte es sich noch einmal verändern...“


Sie ging inzwischen sehr viel offener mit dem Buch um... er würde das im Auge behalten. Doch augenblicklich war er eher froh eine Hoffnungsschimmer zu sehen. Er stapfte eine halbe Drachenlänge zurück, dorthin wo sie stand, doch das was er schon vermutet hatte stellte sich ein: Die Seiten waren leer.
Seine Augen glitten zur Seite und er sah wie Fjalladis Pupillen die Seite lang huschten. Gleichzeitig schien alles Mana aus ihr zu fließen...

Die Worte der Hexe scheinen wahr zu sein, dieses Buch hat mir nichts zu sagen... was steht dort?

„Möge Paladin uns beistehen...“


Etwas deutlicher könntet ihr schon werden...


Die Aufmerksamkeit wurde wieder von dem Pentagramm in Beschlag genommen, und doch... etwas war nun anders... sie bewegte sich auf das Pentagramm zu. Sie streckte eine Hand aus...
Magnati lies seinen Schwanz vor gleiten und die Spitze krümmte sich, so dass sie eine Handbreit vor ihrem Bauch zum stehen kam und sie bei einem weitergehen hindern konnte, sollte es notwendig werden

Nicht so schnell, meine junge Hochelfe...

Nehmt diese Kraft in Euch auf. Ich denke, dass es der richtige Weg ist.


Fjalladis war auf die Gedanken gewechselt und sie schaute sich zu ihm um, streckte nun ihre andere Hand ihm entgegen. Er blickte ihr einen Moment in die Augen und versuchte tiefer zu sehen, als üblich.

Nun gut, ich vertraue euch. Dann auf zur Rettung.

Magnati achte zwei Schritte auf sie zu und er spürte wie das Pentagramm nach ihm zerrte. Und begleitend hob er den Schwanz holte ihn von vor Fjalladis zurück und legte ihn in ihre offene Hand. Und das Grün umschlung ihn.


Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Freitag 13 Mai 2016, 12:18
Lykhe war froh, endlich wieder im Freien zu sein, an der frischen Luft so zu sagen. Aber irgend etwas stimmte hier nicht. Lykhe hatte das Gefühl, der Luft hier draußen fehlte irgendwas. Aber er kam nicht darauf was es war. Zumal sein Hunger inzwischen nicht gerade kleiner geworden war. Es fehlte hier vor allem an Futter.
Als Asarra dann fragte, ob sie auch meinten, der Ort wäre unbewohnt, da fiehl ihm endlich auf, was hier die ganze Zeit fehlte: Es war der Gestank. Normalerweise stinkt es auf der Welt an allen Ecken und Enden. Manchmal nach Moder, manchmal nach Verwesung, aber überall, wo Lykhe bisher entlang gekommen war, hatte garantiert auch irgendein Tier schon mal hingeschissen. Dieser Geruch fehlte aber völlig.
Deshalb brummelte er: "Das ist auf jeden Fall unbewohnt. Sonst wäre ich bestimmt schon irgendwo reingetreten."

Also gingen sie weiter. Svarog, in seiner bekannt hitzköpfigen Art, wollte unbedingt von hinten an die Burg heran. Aber er stieß gegen eine unsichtbare Wand. Auf beiden Seiten des Weges. Und nachdem Lykhe gesehen hatte, wie er mit dem Kopf dagegen gestoßen war, rechnete Lykhe damit, dass so eine Wand auch vor ihnen auftauchte. Man konnte die Dinger echt nicht sehen, nur fühlen. Also streckte er die Pfoten nach vorne und lief wie ein Schlafwandler auf der Brücke entlang.
Als Svarog nach Magie fragte antwortete er:

"Das geht auf jeden Fall nicht mit rechten Dingen zu. Irgend jemand erlaubt sich da einen Scherz mit uns. Das ist doch hier alles wie verhext."

Dann kam ihm aber auch noch eine andere Idee.

"Oder das ist nur ein Traum. In dem Fall, bilde ich mir das alles nur ein. Mh, dann müsste ich aber gar nicht mit euch zusammen hier rumirren, sondern..."

Er schloss ganz fest die Augen und stellte sich vor, wen er jetzt gerne bei sich hätte. Und da kamen ihm auch schon ein paar prima Gedanken:

Aponi'Kasa.
Und Darius. Der konnte zaubern. Und fliegen.
Und - wo wir schon mal dabei sind - eine fette Gans oder sowas, wäre auch nicht schlecht.

Vorsichtig öffnete er die Augen...
Autor: Runshak Datum/Zeit: Freitag 13 Mai 2016, 16:12
Als sich Runshak jedoch zu der Tür umdrehte, war diese verschwunden. Stattdessen war der vernagelte Zugang einer aufgegebenen Mine. Keine Spur von Gewalteinwirkung, obwohl Darius die Tür zuvor aufgebrochen hatte. Sicherheitshalber rüttelte der Ork an den Brettern. Allerdings wirkten diese absolut solide. Es wäre wohl bloße Zeitverschwendung, sich damit aufzuhalten. Würde sich der Krieger gewaltsam Zutritt verschaffen, würde er vermutlich auch wieder irgendwo anders landen – weder in dem komischen Verlies von zuvor noch vor dem fünfeckigen Stein. Das Spitzohr sprach Runshak schließlich an, dass sie sich in Bewegung setzen sollten, da es hier außer dem Weg vorwärts nichts gab.

Während der orkische Soldat sich mit der verschlossenen Mine beschäftigt hatte, hatten seine beiden Begleiter festgestellt, dass der Weg von einer unsichtbaren Barriere begrenzt wurde. Steine prallten an ihr ab und sie ließ sich auch berühren. Auch die Grünhaut konnte tastete die Begrenzung ab. Auf dem Weg in Richtung der Biegung zum Wald fuhr er mit der Hand weiter daran entlang als würde er versuchen, eine Lücke darin zu finden. An der Biegung angekommen entpuppte sich diese als Kreuzung von der einer der Wege ebenfalls zum Dorf führte. Auch Darius kam nun zu dem Schluss, dass sie sich zuerst das Dorf ansehen sollten.

Es war wirklich erstaunlich, wie gewaltig diese Illusion war – auch wenn diese Barriere die Bewegungsfreiheit der Gäste deutlich einschränkte. Plötzlich kam Runshak eine Idee. Wieso schränkte man eigentlich ihre Bewegungsfreiheit ein? „He Darius, wartet mal einen Augenblick.“ wandte er sich an den verwandelten Drachen. „Können wir kurz über die gedankliche Verbindung sprechen?“

„Fragt Ihr Euch nicht auch, weshalb man uns auf festen Pfaden an der Nase herumführt? Ich meine, wäre es nicht einfacher, uns in einem endlos weiten Raum auszusetzen und herumirren zu lassen? Ich glaube, dass diese Illusionsmagie ihre Grenzen hat – und das wird wahrscheinlich Mana sein. Indem derjenige, der diesen Zauber wirkt, den Raum begrenzt, in dem wir uns bewegen, kann er das Trugbild kleiner machen und braucht weniger Mana. Nehmen wir doch mal an, wir würden dafür sorgen, dass der Magier mehr Mana braucht als er erwartet hatte, was würde dann wohl passieren?“
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Samstag 14 Mai 2016, 18:11
Runde 8


[u[b]Die verlorene Welt[/b][/u]


Naveen, Runshak, Darius

Ihr Weg brachte die drei noch 1000 Schritt Richtung Osten, da begann der See, den sich Naveen so sehr gewünscht hatte. Und es war tatsächlich ein See – keine Illusion, keine Wand. Sie würden das Wasser spüren können und sich auch zu Trinken nehmen können. An dem Rand waren Wasserpflanzen, die sie auch aus Dragonia kannten. Und es gab einen Bootssteg mit einem kleinen Ruderboot.
Der See lief ungefähr 1000 Schritt am Weg entlang, dann bog der Weg, wie es Amarok gesehen hatte, Richtung Norden ab.

Während Runshak sich noch Gedanken machte, ob man diese „Illusion“ irgendwie zerstört würde können, hatten die Abenteuergefährten einen guten Blick auf den See. Dieser wirkte oval und fast 4000 Schritt lang und 1500 Schritt breit war. Sie befanden sich derzeit an der langen nördlichen Seeseite.
Neben dem Bootssteg, der sich bei ihnen befand, konnten sie noch einen weiteren ausmachen, der nur unweit östlicher auf dieser Seeseite auszumachen war.
Einige Enten schwammen auf dem See und schienen keinerlei Angst vor den Fremden zu haben.

Der Weg zu dem Dorf endete ereignislos an einem Rand zu einer Wiese. Hier war kein weiterer offensichtlicher Weg zu erkennen. Nur Wiese, einige Bäume, Sträucher und Felder, wobei die Felder erst vor kurzem ihre Aussaat erhalten hatten und das Getreide mehr oder weniger niedrig gewachsen war.

Die Dragoniter könnten sich einen Weg über die Wiesen suchen, um das Dorf zu erreichen. Obwohl sie gar nicht viel suchen mussten, da man eindeutig erkennen konnte, dass das Gras teilweise niedergetreten war. Hier war jemand, oder waren mehrere hergelaufen. Und das nicht nur einmal.
Zudem vernahmen sie Geräusche: Vögel und Stimmen.

Dort kamen mindestens zwei Personen von irgendwo her. Sie konnten sich hinter einem kleinen Hain mit Bäumen und Sträuchern befinden, sonst hätten die Soldaten und der Schneider sie sicher ausmachen können. Aber sie hörten wie sich zwei miteinander unterhielten. Noch konnte man nicht verstehen, was sie sagten, aber es klang freundschaftlich.
Dann brach die Unterhaltung abrupt ab, als zwei Wesen hinter genau diesem Hain hervor traten. Die beiden, zwei männliche Wesen, starrten sie an. Deswegen hatten Runshak, Naveen und Amarok Zeit sich diese Wesen anzuschauen: Die beiden hatten einen Körperbau wie ein Mensch, aber ein Gesicht… Ein Fuchs? Das hätte es wohl am ehesten beschrieben. Das Gesicht hatte Fell in fuchsrot, weiß und/oder schwarz. Sie hatten Fuchsohren, jedoch keine langgezogene Schnauze, sondern eine eher menschliche Gesichtsform.
Beide schienen noch abzuwägen, ob sie sich vor den Fremden zu fürchten haben.


~~


Asarra, Lykhe, Svarog

Nachdem die Amazonin und die Lykantrophen das Burgtor – der Torbogen war gefühlt zehn Schritt lang - durchschritten hatten, konnten sie erkennen, dass die Burg doch etwas größer war, als es von der Entfernung wirkte. Eventuell  1500 Schritt bis zu dem gegenüberliegenden Tor. Und die Burgmauern waren auch recht dick. Im Innenhof waren die Zugänge zu den Türmen zu erkennen und mehrere Treppen zu Wehrgängen.  Wobei die Treppen morsch wirkten. Zudem war rechte Hand etwas, was eventuell mal ein Stall gewesen war. Auch das Holz wirkte nicht mehr stabil.
Der Boden war mit Pflastersteinen verlegt. Das besondere hier war, dass auf dem Boden mit weißen Pflastersteinen ein Fünfeck abgebildet war. Genauso wie das, dass sie berührt hatten. Sogar in der Größe, wie dort. Diese Abbildung hatte jedoch nicht die „magische“ Wirkung auf die Gefährten, wie der Stein in Dragonia.
Zudem gab es vier Bäume. Jeder rechts und links von den Türmen. Sie waren hoch gewachsen so dass ihr Wipfel selbst die Burgmauern in 30 Fuß Höhe leicht überragten.
Die gemauerten Türme waren rund und ungefähr 50 Fuß hoch und hatten einen Durchmesser von ca. 15 Schritt. Jeder Turm hatte einige Fenster, die sich meist im oberen Teil derselben befanden. Ganz oben an den Türmen konnten die drei jeweils einen Balkon ausmachen, die den gesamten Turm umrundeten.

Und oben auf dem nördlichen Turm war ein Mann, der auf sie hinab sah. Er war schmächtig und hatte einen bräunlichen unscheinbaren Mantel umgelegt. Die Haare wirkten auch ungepflegt. Viel mehr konnte man nicht erkennen. Vielleicht würde sich Svarog an ihn erinnern können. Oder jedenfalls am Geruch wieder erkennen.
Der Mann bewegte einen Arm, als wenn er sie nach oben winken würde.
Aber mit der Bewegung wurde etwas grünlich Schimmerndes sichtbar, dass sich aus dem Baum heraus zu ihm erhob. Der Typ atmete das Zeug ein und sprach etwas unverständliches, was auch daran liegen konnte, dass er etwas zu weit oben war.

Danach würde für die drei alles anders.


~~


Myriel

“Wasser? Aber gerne.”
Die Fuchsdame erhob sich und ging in die Küche. Dies machte sie so selbstverständlich ohne Angst oder Misstrauen gegenüber ihrer Besucherin.
“Ich kann mir vorstellen, dass es für Euch befremdlich ist. Ihr kommt hierher und wisst nichts von uns. Aber keine Sorge, Ihr werdet Euch schon an uns und unsere Welt gewöhnen. Mit den Jahren haben sich bisher alle eingelebt. Die meisten ziehen jedoch in eines der größeren Dörfer. Da gibt es vielfältige Aufgaben zu erledigen.“

Rosalee kehrte mit zwei Holzbechern zurück und hielt der Erzmagierin die Becher entgegen.
“Bedient Euch. Wählt zwischen den beiden – es ist nichts beigemischt.“

Die Frau nahm wieder in ihrem Ohrensessel platzt und nippte an dem Becher, der ihr überlassen wurde. Und Seufzte kurz.
“Ich kann verstehen, dass Ihr neugierig seid. Und ich will Euch helfen. Eure Begleiter zu finden ist jetzt das erste Ziel. Sie könnten sonst in Gefahr sein.“
Rosalee stellte ihren Becher auf einen kleinen Beistelltisch und erhob sich nochmals um zu dem kleinen Fenster in dem Raum zu begeben, auf dem einige kleine Töpfe mit kleinen Grünpflanzen standen. Sie nahm zwei von den Pflanzen zurück zu ihrem Platz.
“Nun, die Kraft kommt aus den Pflanzen. Das habt Ihr schon richtig erkannt, Lady Myriel. Doch ist es geht nicht nur um die Aufnahme dieser Kraft, sondern um die Anwendung. Da uns hier keine Manabäume zur Verfügung standen, mussten wir schnell eine Lösung finden, wie wir überleben können, wenn unser Mana-Lager aufgebraucht ist. Und so sind wir auf Bäume und auch Sträucher gekommen. Nur hat sich die Wirkung der Zauber dadurch etwas verändert. Ich würde mal sagen, dass es radikaler geworden ist, oder unberechenbarer.
Aber hier benutzen wir unser ‚Verde‘, dass Mana unserer Welt, kaum als Waffe. Wir müssen uns schützen. Sonst geht hier der Rest, der uns geblieben ist, unter.“

Kurz schüttelte sie ihren Kopf und übergab dann einen Pflanzentopf an die Magierin.
“Genug von diesen düsteren Gedanken und hin zu Eurer ersten Lektion. Wir haben das künstliche Sonnenlicht so verändert, dass es neben der normalen Strahlung etwas von dem hergibt, was den Blättern die grüne Färbung gibt. Unser Apotheker nennt das Chlorofill, oder so.
Atmet es einfach ein. Magier haben ein natürliches Gespür dafür. Lebewesen, die kein Magier sind, haben mehr Probleme damit.
Und dann ….mmmh, versuchen wir es vielleicht mit einem Luftstoß. Bei uns heißt er Luftdolch. Ich opfere dafür mal meinen Tisch.“


Die Fuchsdame nahm wieder ihre ursprüngliche Gestalt an, aus welchen Gründen auch immer. Dann stellte sie ihren Becher vom Tisch auf ein Regal mit dem Kommentar, dass ja nicht alles zerstört werden müsste. Erst dann schien sie sich auf die Pflanze zu konzentrieren, schloss die Augen und atmete einmal tief ein. Dies war offensichtlich ganz bewusst sehr übertrieben, damit Myriel es sich genau anschauen konnte. Der grüne Nebel oder eben dieses Verde erschien aus der Pflanze und stieg hinauf in die Nase der Füchsin.
Danach öffnete die Zauberin wieder ihre Augen blickte mitleidig auf den kleinen Beistelltisch und hob dann einen Arm über den Kopf um die Handinnenfläche so zu beugen, dass diese fast auf die Mitte der Tischplatte deutete. Ein Luftstoß entstand und fegte den Tisch nicht fort, sondern riss ein Handteller-großer Loch in den Tisch.
“Versucht es nun auch. Vielleicht aber mit einem oder zwei Fingern, damit ich nachher vielleicht noch etwas abstellen kann. Ein neuer Tisch ist mir etwas zu teuer, da Holz rar ist.“

~~


A'selafeyon

Der Dieb konnte gerade noch seine Benommenheit, die seit seinem Aufwachen wie ein Schleier über den Augen hang, abstreifen, als sich die Tür erneut öffnete.
Herein kam ein großer Mann mit muskulösen Armen und einer sonnengebräunten Haut. Ihm folgten zwei weitere Lebewesen, die aber weder menschlich, noch elfisch oder sonst was wirkten. Sie hatten eher was von Lykantrophen, die aber mehr Füchsen glichen. Eine davon hatte eine weibliche Figur, der andere eher männlich, wobei dieser auch kräftige Oberarme zu haben schien.
Die Kleidung der Eintretenden hatte Ähnlichkeit mit denen der dem Elfen bekannten Fischer. Auch wenn ihm zwei Gesichter völlig fremd waren.

Der große Mann, der jedenfalls noch menschlich aussah, blickte A’selafeyon eindringlich an und seine dunkle Stimme dröhnte in dem Raum zu dem Gefangenen hinüber.
“Wer seid Ihr? Wieso habt Ihr das Pentagramm berührt? Es ist nicht für Euch bestimmt. Wir können hier keine Unwürdigen gebrauchen. Wir haben genug Nichtmagier, die unsere Luft atmen und ernährt werden wollen. Also sprecht.“





Dragonia – Pentagramm

Fjalladis hatte zum Glück zurecht erfasst, dass Magnati nicht die Fähigkeiten aufbringen konnte, diesen grünen Nebel in sich aufzunehmen.
Aber dadurch, dass sie beide eine körperliche Verbindung hatten, wurde auch er von der Masse erfasst und langsam hinübergetragen. Zu dem Ort, an dem sie die verschwundenen Dragonier erwarteten.

~~


Die verlorene Welt

Fjalladis, Magnati

Der Wechsel von der einen in die andere Welt verlief ganz unproblematisch und nicht so abrupt wie bei Fey. Daher hatten sie direkt die Möglichkeit sich umzuschauen, als sie ‚angekommen‘ waren.

Die beiden standen auf einem mit Steinen abgebildeten Fünfeck, das ungefähr die Größe des Steingebildes in Dragonia hatte.
Um sie herum waren allerhand Geräusche zu vernehmen. Insbesondere Stimmen in fremdländischer Sprache. Die dazugehörigen Gesichter waren auch fremdartig. Alle hatten fuchsartige Gesichtszüge und auch entsprechendes Fell im Gesicht und teilweise auch an den Händen. Die Kleidung war jedoch normal, wenn auch nicht gerade der Mode Dragonias entsprechend.

Sie befanden sich auf etwas wie einen Marktplatz. Um sie herum waren einige einfache Hütten. Manche größer, andere kleiner. Alles war um den Platz herum gebaut.
Genau am äußeren Rand des Pentagramms lag eine Fuchsfrau, die ängstlich aufgeschrien hatte und jetzt versuchte schnellstmöglich zu flüchten.
Auch alle anderen Fuchsmenschen traten einige Schritte von dem Steinsymbol weg und starrten den Drachen angsterfüllt an.

Nun jedoch waren auch Menschen und Elfen auszumachen, die langsamen Schrittes auf das Pentagramm zugingen. Ein groß gewachsener Elf mit braunem langem Haar, das er offen trug, sagte etwas in der fremdländischen Sprache zu den anderen Umstehenden. Der Ton wirkte beruhigend.

Dann schaute er die Neuankömmlinge an, insbesondere die Hochelfe wurde von ihm genauer betrachtet. Zu den beiden sprach jedoch eine ältere Druidin mit grauem Haar und grauen Augen.
“Herzlich Willkommen in Albra. Eine Fügung hat Euch hierher gebracht.“
Ihr blickt glitt zu Magnati und sie runzelte kurz die Stirn, bevor sie ihn dann doch lächelte:
“Werter Drache, die meisten Leute haben noch nie einen Drachen gesehen. Ihr jagt den Dorfbewohnern Angst ein. Vielleicht können wir uns in der Dorfhalle besprechen.“ Damit zeigte sie auf ein etwas größeres Gebäude, indem wohl auch ein Drache Platz finden würde, wenn es dann auch beengt zugehen würde. Da diese Halle jedoch teilweise offen – nur mit Bäumen und Sträuchern umrandet, anstatt mit Außenwänden -  gestaltet war, würde sich schon kein zu großer Platzmangel ergeben.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Samstag 14 Mai 2016, 18:15
Die Art und Weise, wie Suffix mit Chiamara sprach, erwärmte selbst das kalte Herz der Kriegerin.
Sie legte ihre rechte kurz auf Suffix Schulter.

“Danke, mein Freund.“

Damit setzte sie sich auch wieder auf die gegenüberliegenden Stuhl, wobei sie zwar am Stock ging, aber nicht mehr so gut wie gar nicht mehr humpelte.

“Klar könnten es auch andere gewesen sein. Aber, dass sich hier ostländische Soldaten aufgehalten haben, oder sogar noch befinden und dieser Tote… Ich kenne den Kerl. Und ich kenne seinen Drang Unfrieden zu schaffen. Es würde zu ihm passen die momentane politische Situation ausnutzen zu wollen. Und da sind auch noch ein paar andere, die ihn dabei unterstützen würden.
Der Typ war übrigens immer schon scharf auf Dragonia. Als Altarion hier nach Dragonia kam und Varnayrah ehelichte, hatte er – bevor ich hierher kam – oft davon gesprochen, dass das Ehepaar sicher hierher zurückkehren würde, wenn Altarions Vater gestorben wäe. Und dann bräuchte Dragonia einen Verwalter. Und er grinste, weil er sich den Platz erhoffte.
Na ja, meines Vaters Familie stand Altarions Familie zwar näher, aber das kann sich geändert haben.
Ich hasse Politik.“


Nun nahm sich die blonde Frau auch ein Glas Wasser.
“Ich hatte überlegt, ob wir den Ostlanden mal einen Besuch abstatten sollten. Dabei können wir ja an den Dörfern vorbei reisen, in denen Myriel, Darius, Asarra, Runshak und einigen mir unbekannten Begleitern nach diesen Aufständischen gesucht haben sollen.
Vielleicht erfahren wir etwas. Was meint ihr dazu?“

Autor: Phelan Datum/Zeit: Sonntag 15 Mai 2016, 19:33
„Die Beteiligung der Ostlande ist also sicher?“ Dann gab es wohl nichts zu verlieren wenn sie ihre Aufmerksamkeit erst einmal in diese Richtung lenkten. Der Schlächter war zumindest ein Anhaltspunkt an dem sie ansetzen konnten. „Und das klingt ja ganz nach einem Verwalter, wie man ihn sich wünscht. Ich kann es kaum erwarten ihn zu treffen.“

Dass die Reise erst einmal in die Richtung gehen sollte, in der Myriel zuletzt gesehen worden war, trug sicher seinen Teil dazu bei Phelan endgültig zu überzeugen. Er versuchte allerdings sich das nicht zu sehr anmerken zu lassen. „Gut, dann machen wir es so. Wenn Krieg vor der Tür steht sollten wir vermeiden gute Leute zu verlieren. Wie kommen wir danach in die Ostlande? Nehmen wir ein Schiff?“ Dem Lykantrophen war an der Schnauzenspitze anzusehen dass das nicht seine bevorzugte Reisemethode war. Nur magische Portale waren schlimmer „Wie lange wird eine solche Reise ungefähr dauern?“

Wenn die Gefahr bestand, dass der Krieg während ihrer Abwesenheit losbrach, wäre es vielleicht keine schlechte Idee gewisse Vorbereitungen zu treffen. Der einstige Soldat hatte allerdings im Moment keine genauen Vorstellungen wie diese aussehen sollten. Vielleicht sollte man einigen Leuten eine Warnung zukommen lassen, aber wem genau? Wie es schien hatte sich Chiamara schon deutlich mehr Gedanken darüber gemacht und würde sich vielleicht noch dazu äußern. Wenn es Kontakte gab, die er spielen lassen sollte, würde er sich nicht dagegen sträuben.
Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Mittwoch 18 Mai 2016, 15:50
Als Lykhe die Augen wieder öffnete, war er ein bisschen enttäuscht. Er hatte wirklich darauf gehofft, sich ein paar Freunde herbeiwünschen zu können. Sie waren also mit Sicherheit nicht im "Wünsch-dir-was-Land" gelandet. Schade eigentlich. Stattdessen schaute Lykhe in das grimmige Gesicht von Svarog und die versteinerte Miene von Asarra. Zugegeben, die beiden waren noch nie ein Quell wortreicher Heiterkeiten gewesen. Aber ein bisschen mehr Mühe für die Stimmung hätten sich die beiden schon geben können, fand er.
Er selbst war ja auch ratlos, wo sie jetzt eigentlich waren und wohin das Ganze noch führen sollte. Außerdem hatte er noch immer einen gehörigen Hunger im Leib. - Die Idee mit den Fledermäusen von Asarra war ja im Grunde nicht schlecht. Das Problem war nur, dass er die kleinen Viecher in der Dunkelheit nicht sehen konnte und deshalb immer daneben schnappte, als welche vorbeigeflattert kamen. Und jetzt, da sie endlich wieder im Hellen waren, kamen keine Fledermäuse mehr vorbei. Hier kam rein gar nichts vorbei. - Aber sollte er deshalb den Kopf hängen lassen? Oder schlechte Laune verbreiten? Hey, ihre Lage war doch so schon ernst genug, da musste man doch nicht mit extra schlechter Laune auch noch die anderen mit runterziehen. Lykhe überlegte, wie er die Stimmung ein bisschen heben konnte.
Mh, Svarog würde sich bestimmt über einen Kampf freuen, aber vermutlich würde der noch früh genug kommen, wenn sie denjenigen treffen würden, der für den ganzen Mist hier verantwortlich war.
Und Asarra? Was wollte die am meisten? Sie sagte eigentlich selten etwas. Ziemlich wortkark, die Frau. Und er hatte sie noch nie lachen sehen. Mal sehen ob sie wirklich so humorlos war, wie sie immer tat. Er wollte ihr einen Witz erzählen. Aber der musste richtig gut sein. Wenn sie sich erst einmal schlapp gelacht hatte, dann würde sie sicherlich auch ein bisschen lockerer werden. Vielleicht erzählte sie sogar selber einen Witz.

In der Zwischenzeit gingen sie über die Brücke und betraten den Torbogen von dieser Burg. Die Stimmung war bis zum Zerreißen gespannt. Und Lykhe war nach längerem Grübeln endlich ein passender Witz eingefallen. Mit Pferden. Er wusste, dass Asarra Pferde mochte.
"Dragoniter Asarra", begann er unvermittelt. "Kennt ihr den schon? Ein Mann kommt in eine Taverne und schreit: Wer von euch Armleuchtern hat mein Pferd grün angestrichen? Daraufhin steht ein großer Lykaner auf und sagt: Das war ich. Hast du damit ein Problem? Daraufhin der Mann wieder: Ich wollt nur sagen, die Farbe ist trocken. Sie können jetzt lackieren. "
Lykhe gluckste erst und dann lachte er los: "Hahaha, ich schmeiß mich weg. Sie können jetzt lackieren. Lackieren! Verstehst du? Dabei werden Pferde doch gar nicht angestrichen."

In diesem Moment traten sie aus dem Torweg heraus und schauten auf den Innenhof der Burg. Er sah ziemlich alt und verlassen aus. Das Muster, dass die Pflastersteine bildeten, kam ihm seltsam bekannt vor. War da nicht gerade erst vor Kurzem etwas mit einem Stein in genau derselben Farbe?

Doch da entdeckten sie den Mann oben auf dem Turm, der ihnen zuzuwinken schien.
Lykhe winkte vorsichtshalber zurück. Vielleicht konnte dieser Mensch ihnen ja weiterhelfen. Doch dann veränderten sich die Gesten des Mannes und noch ehe Lykhe recht wusste, was er davon halten sollte, wurde ihm klar, dass dieser nette, - sympathische, - unzweifelhaft charmante Mann seine Hilfe brauchte. Na wenn es weiter nichts ist, dachte Lykhe und lief zu dem Turm, um dem Mann seine Hilfe anzubieten. Vielleicht würde der auch den einen oder anderen Witz vertragen? Wo doch Lykhe schon einmal so gut in Fahrt war. Er kicherte immer noch vor sich hin: "Sie können jetzt lackieren!"
Autor: Suffix Datum/Zeit: Montag 23 Mai 2016, 14:43
Ich hasse Politik “ war eine Feststellung, die glatt und klar und ehrlich klang und Suffix stimmte mit heftigen Kopfnicken zu. Jetzt wo seine Erinnerung wieder funktionierte, erinnerte er sich auch an diese unselige Ratsversammlung und irgendwie schien das auch noch mit der verbunden zu sein. Vor allem was die damalige Nachfolgeregelung anging. Altarion. Suffix hörte den Namen nicht gerne. Er hatte die Königin verlassen. Die kluge und ebenso schöne ehemalige Königin Varnayrah, der an diesem Titel so gar nichts gelegen war. Und jetzt stürzte sich ein Aasgeier namens ‚Der Schlächter‘ auf die vermeintlich leichte Beute. Wie schlecht die Welt war.

Suffix Entschluss stand sofort fest, aber er ließ seinem Ordensbruder den Vortritt, aber alles andere als dass dieser mitmachen würde, hätte Suffix jeglicher Überzeugungen beraubt.
und er wurde nicht enttäuscht ohne ‘wenn‘ und ‚aber‘ war der Wolf dabei.
Wenn ich zur Reiseproblematik noch anfügen dürfte, dass ich nur mitreise, wenn ich nicht auf den Rücken eines Drachen gezwungen werde .“ Auch wenn Suffix dünn lächelte, es war ihm ernst damit. „Ansonsten stelle ich alles in Diensten was dem Land Gewalt, Anarchie und Verbrechen erspart“ und es war ihm damit ernst. Und es war kein Zufall, dass er in diesem Moment an seine Liebe dachte. Auch, wenn er sie schon wieder alleine lassen musste, dieses Mal war es auch für sie. Plünderer, Gesetzlose, marodierende Soldaten würden vor ihrem Gasthaus und ihrer Person nicht Halt machen. So weit sollte es niemals kommen. „Ich bin dabei und je eher wir aufbrechen können, desto …“ manche Aussagen muss man nicht vollständig aussprechen. Die Verschwundenen mussten so schnell wie möglich aufgespürt werden.
Ob das mit dem Zustand Chiamaras in irgendeiner Weise zusammenhing, wusste er nicht und wagte er auch momentan nicht zu erfragen. Und abschließend machte er noch eine Geste, welche sowohl Zustimmung als Zuversicht signalisieren sollte.
Autor: svarog1 Datum/Zeit: Montag 23 Mai 2016, 16:32
Der Witz von Lykhe versteht Svarog nicht und er muss nur an das warme frische Fleisch eines Pferdes denken.
Im Innern der Burg riecht Svarog ein neuer Geruch ein Mann. Er kennt diesen Geruch , blicht hoch, macht ein vorsichtigen schritt zurück und will die anderen vor diesem mächtigen Magier warnen.

Bevor er Knurren kann verändern sich seine Gefühle und er erblich einen guten Freund der vermutlich seine Hilfe benötigt. Verwirrt hält er inne. Etwas stimmt nicht, er kann sich einfach nicht daran erinnre mit diesem Mann gejagt zu haben und wie sonst könne man einen freund gewinnen. Rasch schiebt Svarog seine bedenken zur Seite, denn seine Instinkte hätten ihn noch nie im Stich gelassen.

'Mein Auftrag. Ich muss meinen Auftrag erfüllen. Er scheint mächtig zu sein.'

Die Gelegenheit ergreifend doch noch seinen Auftrag erfüllen zu können beginnt er.

„Ich helfe euch. Ich muss aber so schnell wie möglich einen Brief übergeben.“

Während die gesamte Anspannung von Svarog abfällt stirbt irgend wo im hintersten Winkel seines Gehirns ein Stimmchen die mit aller kraft „Gefahr!“ gebrüllt hat. 
Autor: Magnati Datum/Zeit: Montag 23 Mai 2016, 17:37
Er bekam erstaunlich viel mit.
Die Vermittlung über Fjalladis brachte einiges und so war er bei vollem
Bewustsein, als sich die Wirbel um ihnen herum beruhigten une die
"andere Welt" zum vorschein kam.

Der Platz auf den sie sich befanden beinhaltete ein Pentagramm wie jenes
in Dragonia und um sie herum standen... aufrecht gehende Fuchswesen...
Eine lag ihnen sogar beinahe zu Füßen... das heißt ihm zu Füßen,
Fjalladis stand mehrere Schritte weit weg. DIe Gestalt musste sich
gehörig erschreckt haben.
Magnati nahm beiläufig den Schwanz aus Fjalladis Hand, während er sie
kontaktierte:
Mir ist bisher keine Form der Lycanthropie mit Füchsen als Träger
bekannt... Wie ist es mit euch?


Magnati ließ seinen Kopf einmal herum schwenken. Er bemerkte die
zurückweichenden Schritte hie und da, die vorsichtigen Blicke.Er wusste,
dass sie ihm im Norden nie so aufgefallen waren.  Er war sie in Dragonia
anscheinend nicht mehr gewohnt. Früher hätte er seinen Vorteil
ausgenutzt, ein markerschütternden Brüllen erschallen lassen, ehe er
einen der Stände in Flammen gesetzt hätte. Die Panik hätte verhindert,
das sich ernsthafter Wiederstand überhaupt formieren konnte.... aber
lange sind diese Zeiten her.
Dennoch, ganz automatisch lies er seine Flügel ein wenig rascheln und
sich wölben, das dunkle Violett seiner Membran schillerte,  was seine
Gestalt noch beeindruckender aussehen ließ... er konnte nicht anders.

Wenn man einen zweiten Blick in das RUnd war, konnte man dann aber doch
ihm bekanntere Naka-Duskeal ausmachen, Menschen und Elfen. EIne Gestalt
war der erste der in ihre Richtung ging, recht groß für einen Elfen,
sprach er zunächst einige Worte in der so schien es hiesigen Sprache und
wandte sich dann zu ihnen.... sprach jedoch nicht, starrte sie nur an.
Magnati zog die AUgenbrauen zusammen. Doch bevor er anderweitig
reagieren konnte, sprach sie eine augenscheinliche Druidin aus der
zweiten Reihe an.

“Herzlich Willkommen in Albra. Eine Fügung hat Euch hierher
gebracht.“

Der Blick mit dem sie Magnati musterte, kannte er zu Genüge und ließ ihr
den Moment des Einschätzens, was allerdings ihre Anrufung einer "Fügung"
deutlich entkräftete... Wer würde es so bezeichnen, wenn er es in
Betracht zog, das die Fügung einen Schwarzdrachen brachte.
“Werter Drache, die meisten Leute haben noch nie einen Drachen gesehen.
Ihr jagt den Dorfbewohnern Angst ein. Vielleicht können wir uns in der
Dorfhalle besprechen.“

Magnati lies sein Auge zur Seite wandern, nur falls Fjalladis etwas
elementares dagegen hatte, dann wandten sich seine Gedanken an die
druidin, während er Fjalladis mithören ließ:

Solange auch einer dieser einheimischen Naka-Duskeal zugegen sein
wird. Ich hätte Informationen über diesen Ort gerne aus erster Hand...


Dann setzte er sich in Bewegung in Richtung der offenen Halle.
Es galt wieder viele Fragen zu klären...


Autor: Darius Datum/Zeit: Donnerstag 26 Mai 2016, 13:33
Dieser Ort verwirrte ihn. Zuerst hatte er der seltsamen, stillstehenden Umgebung misstraut, die sich als ein weiterer Tunnel zu entpuppen scheinte. Daher hatte er auch nicht angenommen, dass der See wirklich existierte. Doch hier standen sie nun an dessen Ufer. Es war sogar echtes Wasser, da er versuchsweiße einen Schluck davon probiert hatte. Völlig normal. Die Enten zeigten keinerlei Furcht vor ihnen. Was war mit dieser Gegend nur los?

Ihr weiterer Weg gestaltete sich friedlich neben dem großen See. Sträücher, Felder voller langsam wachsender Früchte und Weizen. Vögel die sangen. Es wirkte alles normal und auch wieder nicht. So wie dieses seltsame Sonnenlicht, aber er konnte einfach seine Klaue nicht auf den Punkt legen der ihn störte.

Folglich war er über die Stimmen, die sie nun hören konnten ganz froh. Egal wer oder was es war, er würde endlich Antworten auf einige Fragen finden, die in seinen Gedanken brannten. "Sieht aus als seien noch andere Wesen hier, wenn der Spur im Gras nachgeht. Ihr hört ebenfalls diese Stimmen? Gut. Dann lasst uns sehen was uns hier erwartet. Immer noch besser als ahnungslos hier herumzulaufen."

So blieb er vorerst an der Spitze ihrer kleinen Gruppe, als die beiden Fuchswesen zwischen den Bäumen des Haines hervortraten und sie anstarrten. Amarok starrte einige Momente zurück. Eine andere Sorte an Lykantroph? Damals, bei der Schlacht vor Sha'Nurdras Hecke hatte er auch so einige Arten an Werwesen gesehen. Allerdings erinnerten ihn diese hier eher an die Noxx in den Nordlanden, wenn auch größer und mit Menschengesichtern.

"Seid gegrüßt." , begann er schließlich, vermied dabei jedoch den einen Schritt vorwärts, den er hatte machen wollen, um weniger bedrohlich zu wirken. Die Fuchswesen waren immerhin etwas kleiner als seine Lykantrophengestalt, wenn auch nicht viel.

"Habt keine Angst, wir sind nicht in feindlicher Absicht hier. Wir haben uns nur... verirrt."
  Es war schwierig in einem solchen Körper gleichzeitig freundlich zu wirken und das eigene Unwissen etwas zu verschleiern. Wobei diese Beiden nun wirklich nicht unfreundlich wirkten, aber der Eindruck konnte täuschen. Er hatte einfach keine Ahnung, wie sie reagieren würden, noch wo er war. Also frustrierend wenige Informationen um mit ihnen reden zu können. Da blieb ihm keine große Wahl...

"Könnte ihr mir und meinen Gefährten wohl erklären wo wir uns momentan auf Aylann befinden? ODer sind wir noch weiter weg?"
Sein Schwanz wedelte sachte, seine Ohren aufmerksam aufgestellt und er zeigte keine Zähne. Ebenso ließ er seine Pfoten wo sie waren.
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Samstag 28 Mai 2016, 14:09
Magnati sprach sie ein paarmal an, doch die Priesterin schien seine Worte kaum wahrzunehmen. Zu gebannt war sie von dem Steingebilde und dessen so fremdartiger Macht. Die grünlich manifestierte Magie des Pentagramms durchdrang sie zuerst und waberte dann über ihren Arm auch in den Drachen hinein. Die Umgebung begann zu verschwimmen und veränderte sich allmählich, wobei Fjalladis in gewisser Weise das Gefühl hatte, den Vorgang zumindest teilweise steuern oder beeinflussen zu können...
Dann ließ der Sog plötzlich nach und die Umgebung nahm wieder schärfere Konturen an. Argwöhnisch blickte die Elfe sich um. Sie hatte mit vielem gerechnet, doch nicht unbedingt damit, auf einem Marktplatz von Fuchsmenschen zu landen. Zumindest schienen die seltsamen Kreaturen nicht unbedingt bösartig oder aggressiv zu sein, und vielleicht konnte man sogar irgendwie mit ihnen kommunizieren...?

In alten Geschichten gibt es mitunter ähnliche Fabelwesen und in manchen Gegenden verehrt man Götter, die als Menschen mit Tierköpfen dargestellt werden... Doch lebendig sind mir solche Kreaturen nicht bekannt, erwiderte sie dem Drachen und tastete dabei unauffällig nach ihrem Dolch. Gern hätte sie sicherheitshalber einen Zauber vorbereitet, doch da war keine Magie an diesem Ort, die sie hätte nutzen können. Die Magie und das Wirken von Zaubern war ein elementarer Teil von ihr und sie kam sich mit einem Mal sehr leer und irgendwie... unvollständig vor. Fast so, als hätte man sie plötzlich eines Armes beraubt.

Ihr Blick huschte kurz zu dem eindrucksvoll posierenden Drachen und der Anblick ermutigte sie ein wenig. Als sie wieder über den Platz schaute, entdeckte auch sie die Gruppe von Einwohnern, die sie offenbar empfangen wollten. Fjalladis' Blick blieb an dem braunhaarigen Elfen hängen. Ob es ein gutes Zeichen war, an jenem Ort auf jemanden aus ihrer Welt zu treffen? Oder gehörten auch jene Vertreter der vertraut wirkenden Völker zu der Verschwörung um jenen mysteriösen Magier?

Sicherheitshalber entschied sich die Priesterin zunächst für ein respektvolles Verhalten und verneigte sich tief und ehrerbietig vor der kleinen Gruppe. „Seid gegrüßt.“
Der Eindruck, irgendwie erwartet worden zu sein, gefiel der Hochelfe nicht, doch wirklich eine andere Wahl als die Druidin vorerst zu begleiten hatte sie nicht. Magnati hätte dagegen vermutlich noch immer das gesamte Dorf zerstören können, doch auch er schien erst einmal kooperieren zu wollen, und so folgte sie ihm und den anderen. Dabei tastete sie kurz auch einmal nach dem Buch in ihrer Tasche, doch jenes fühlte sich ernüchternd kalt und leblos an...

„Ihr spracht von Fügung“, griff sie in respektvollem Tonfall den Faden wieder auf, „was meintet Ihr damit?“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Samstag 28 Mai 2016, 21:02
Mit den Jahren würde Sie sich schon an sie gewöhnen? Aufgaben in den Dörfern? Myriel zog eine Augenbraue in die Höhe. Diese Rosalee schien davon auszugehen, dass sie gewillt war den Rest ihres Lebens hier zu verbringen. Das war ganz und gar nicht der Fall – doch die Druidin schwieg und sagte nichts dazu. Sollte sie doch von ihrer Hilfsbereitschaft ausgehen, solange sie nicht direkt danach gefragt wurde, würde sie sich schlichtweg nicht dazu äußern, so dass ihr niemand unterstellen konnte gelogen zu haben.

Und ihre Taktik schien aufzugehen. Sie nahm eines der beiden Gläser Wasser und nippte kurz daran, bevor sie mit größter Aufmerksamkeit den Erklärungen lauschte die folgten. Ihre Weggefährten waren also hier und eventuell sogar in Schwierigkeiten. Bei dem Lykantrophen Lykhe, der sie begleitet hatte, störte sie das weniger, aber Darius – oder besser gesagt sein anderer Teil Irator – war immerhin ihr Schüler und hatte sich als äußerst ergiebige Informationsquelle herausgestellt, da er selbst bereit war Dinge auszuprobieren und zu erforschen. Es wäre mehr als ärgerlich, wenn ihm etwas zustoßen würde.

Doch bevor sie etwas unternehmen konnte, musste sie zuerst ihre eigene Magie wieder unter ihre Kontrolle bringen. Sie beobachtete genau wie die Fuchsfrau das grüne „Verde“, wie sie es nannte, einatmete und versuchte sich dann selbst daran. Doch es war längst nicht so einfach, wie es aussah. Anstatt den Pflanzen durch einen sanften Strom ihre grüne Kraft zu entlocken raubte sie ihnen scheinbar sämtliche Lebensenergie – ohne selbst auch nur ein Fünkchen davon aufnehmen zu können. Die ersten drei Pflanzen verdorrten innerhalb von Sekunden unter ihren Bemühungen, denn sie versuchte ihren gesamten Manavorrat wieder aufzufüllen. Bei der vierten und fünften gelang es ihr immerhin den grünen Farbstoff von der Pflanze zu trennen – dummerweise jedoch so vollständig, dass nichts davon in den Pflanzen zurück blieb und das Extrakt viel zu dick war um es einatmen zu können. Erst beim sechsten Mal hatte Myriel den Bogen raus und schaffte es tatsächlich etwas magische Energie aufzunehmen ohne die zarten Stengel völlig zu zerstören. Nun sollte sie damit einen Luftstoß erzeugen – nicht gerade einer der Zauber, den sie häufig benutzte. So scheiterte ihr erster versuch entweder an fehlender Übung, oder weil sich das Verde in ihrem Körper noch irgendwie fremd anfühlte. Doch als sie das zweite mal die Finger in Richtung des Tisches bewegte konnte sie spüren wie sie einen schwachen Luftstoß aussandte, der das Tischchen um einen halben Meter nach hinten schob. Stirnrunzelnd wandte sie sich anschließend zu Rosalee um.

Es ist sehr mühsam seine Kräfte auf diese Art wieder aufzufrischen. Und um mich völlig zu erholen bräuchte ich etwas viel größeres als Topfpflanzen. Es tut mir leid, dass ich einige von ihnen zerstört habe. Mir war nicht bewusst wie wenig Kraft sie nur besitzen.
Autor: Runshak Datum/Zeit: Montag 30 Mai 2016, 00:43
Anders ausgedrückt wollte Runshak sehen, was passiert wenn man feste draufhaut. Darius war allerdings der Meinung, dass sie sich besser noch eine Zeit lang ruhig verhielten, um Informationen zu sammeln ohne einen Angriff durch irgendjemanden oder irgendetwas zu provozieren. Das leuchtete Runshak ein. Wenn hier derart fortgeschrittene Illusions- und Barrieremagie im Spiel war, konnte es durchaus sein, dass die Gruppe schon umzingelt war und es nur nicht wusste. Vielleicht standen gerade in diesem Augenblick Leute auf der anderen Seite der Barriere und beobachteten sie.

Als nächstes wollte sich Darius den See ansehen. Dort verkostete der verwandelte Drache auch einen Schluck der Flüssigkeit. Es schien echtes Süßwasser zu sein. Außerdem sahen sie die ersten Tiere in dieser Welt: ein paar Enten. Sie schienen seltsamerweise kaum scheu zu sein. Jedoch gab es gerade wichtigeres als das Federvieh – wenigstens bis Runshak hungrig wurde.

Von dort gingen sie weiter in Richtung der Siedlung. Unterwegs sahen sie nun ab und Spuren und hörten entfernte Stimmen. Entweder näherten sie sich nun tatsächlich irgendwelchen Personen oder der Illusionist legte sich zunehmend ins Zeug. Die Stimmen kamen aus der Richtung eines kleinen Hains. Als sie sich den Bäumen näherten, traten zwei Wesen zwischen den Bäumen hervor, die sich unterhielten. Eigenartige Kreaturen halb Fuchs halb Mensch. Fast wie die Fuchsgeister, die es angeblich in den fernen Ostlanden geben soll.

Nachdem sich beide Seiten einige Augenblicke lang überrascht angestarrt hatten, sprach Darius sie schließlich an und fragte, wo auf der Welt sie sich gerade befanden. Daraufhin wandte sich auch der  Ork an die Einheimischen: „Sagt, habt Ihr zuletzt noch andere Fremdlinge gesehen? Wir vermissen nämlich einige Gefährten, die auch hier sein sollten.“
Autor: Naveen Datum/Zeit: Montag 30 Mai 2016, 09:25
Der Elf nahm die Umgebung zunehmend in sich auf. Er gewöhnte sich an ihre Geräusche, ihren Duft und umso seltsamer fühlte es sich an wenn irgendetwas nicht so reagierte, wie sie es aus Dragonia gewohnt waren.

Während Runshak und Darius noch rumdiskutierten, ob man versuchen sollte, diesen "Zauber" zu brechen - natürlich in Gedankensprache, die Naveen noch immer ein Graus war - ließ der Schneider mit dem scharf geschnittenen Gesicht sich einfach treiben.

Schritt für Schritt kam er dem See näher und als sie angekommen waren und Naveen sich zum kühlen Nass herunter beugte, wäre er nicht in der Lage gewesen, zu sagen ob dies echt oder eine perfekte Illusion war. Er konnte das Wasser fühlen - seine Fingerspitzen wurden nass. Ja, es tropfte zwischen seinen Fingern heraus, als er es schöpfte und es stillte seinen Durst.
Nachdenklich sah der Elf zu den Enten. Vielleicht war dies wirklich keine Illusion mehr?

Plötzlich meinte er Stimmen zu hören. Fragend sah er seine Gefährten an und auch denen schien das leise Gemurmel nicht entgangen zu sein. Es war keine Schärfe in der Unterhaltung - Naveen erwartete keinen Angriff. So blieb er abwartend und ruhig stehen und wenig später kamen hinter dem Hein zwei Wesen hervor.

Wesen, wie Naveen sie noch nicht gesehen hatte. Mit feinem, rötlichen Haaren die das Gesicht einrahmten, spitzen Ohren, einer dunklen Nase.

Zunächst richtete Darius - immernoch als Lykan - und dann Runshak das Wort an die Fuchsähnlichen. Und in Gedanken schlug der Elf die Hände über dem Kopf zusammen.
Die Wesen wirkten fremd, aber zart - und vor allen Dingen nicht feindselig.

Wie würden sie reagieren, wenn zwei der - objektiv gesehen - abscheulichst aussehenden Wesen Dragonias sie ansprachen?
Autor: Asarra Datum/Zeit: Montag 30 Mai 2016, 20:16
Asarras versteinerte Miene passte durchaus zu ihren Gedanken. Das Soldatengesicht, wie sie es für sich nannte, hatte ihr schon manchen guten Dienst erwiesen. Dahinter konnte alles mögliche ablaufen, ohne das nur die geringste Regung nach aussen hin ersichtlich wurde. Im Moment gerade schwankte sie zwischen nützlichen Gedanken zu ihrer Situation und einer endlosen Litanei darüber, dass sie sich vorkam als müsste sie einen Sack voll Flöhe hüten. Wobei das wahrscheinlich einfacher war. Sack zu und gut ist.

Als Svarog wie ein Irrer davon marschierte - hatte der eigentlich schon mal etwas von vorsichtigem Erkunden fremden Terrains gehört?! - schüttelte sie nur den Kopf und folgte ihm in ihrem eigenen Tempo. Als er dann noch alleine losziehen wollte setzte die Schwarzhaarige gerade zu einer Tirade an, als sie von seinem Anrennen gegen eine unsichtbare Barriere unterbrochen wurde. Staunend betrachtete sie das Schauspiel, als der Lykaner mehrmals versuchte die Wand zu überwinden.

Mit einem Schnauben schüttelte sie den Kopf. "Woher bei den Niederhöllen soll ich das denn wissen." Tatsächlich klang die Amazone ziemlich bärbeissig. Dieser Sturkopf ging ihr langsam ganz schön auf die Nerven. Entweder zogen sie das hier zusammen durch oder dann effektiv alleine. So waren die anderen nicht viel mehr als ein Klotz am Bein. Ein Seitenblick zu Lykhe bestätigte ihr diese Ansicht - der lief gerade mit vorgestreckten Pfoten durch die Gegend. Fast hätte ihr der Anblick ein Lächeln entlockt.

Also betraten sie die Burg - es blieb ihnen ja kaum etwas anderes übrig. Der Torbogen war bereits relativ lang, der Innenhof übertraf allerdings alles, was die Amazone jemals bei solchen Bauten gesehen hatte. Da wirkten die Mauern auch gleich nicht mehr ganz so hoch, obwohl sie es zweifellos waren.
In den Ecken wuchsen ebenso hohe Bäume und im Boden war ein Fünfeck abgebildet. Nicht unähnlich dem Pentagramm, das sie ganz am Anfang dieser seltsamen Reise entdeckt hatte. Wo wohl Runshak abgeblieben war? Neben ihr brabbelte plötzlich Lykhe wieder los. Er erzählte ihr einen Witz. Über angemalte Pferde. Für einen Moment starrte sie den Lykaner verständnislos an, dann musste sie aber doch lachen. Nicht so sehr wegen des Witzes, sondern viel mehr ob der Absurdität des Ganzen.

"Prima Lykhe, wunderbar. Sehr einfallsreich." Ob dem Lykan der Sarkasmus in ihrem Tonfall auffiel? Sei's drum. Gerade entdeckte auch die Amazone den Fremden im Turm. Sie starrte hoch, diese Gesten... Magie? Misstrauen erfüllte sie und war im nächsten Moment wie weggewischt. Schliesslich konnte es doch sein das dieser alte Freund - woher sollte sie eigentlich alte, magiebegabte Freunde haben? Schliesslich kam sie aus Isua - ihre Hilfe brauchte. Daher schloss sie sich den Lykanern an und folgte den beiden in den Turm.
Autor: Yodxkelyryth Datum/Zeit: Dienstag 31 Mai 2016, 12:06
Kaum hatte der Waldelf auch schon das seltsame Ding berührt, war es um ihn geschehen. Zumindest fühlte es sich für ihn so an. Es war so als wäre er lange Zeit in einem unrigen Traum gefangen gewesen, als er endlich wieder zu sich kam. Sein Kopf schmerzte leicht und er hatte keine Orientierung. Die Umgebung sah ziemlich schlicht aus, aber wo war er? Und wie war er hier hingekommen? Grummelnd versuchte er sich etwas zufassen. Er hatte dieses seltsame Ding im Wald berührt... nachdem er auf die Elfe und den Drachen getroffen war, ja so war es! Und dann war er irgendwie hier gelandet. Das Ding musste ihn teleportiert haben oder sowas. Gut, soweit war es nun klar, aber wohin? Und wieso lag er hier auf einer Holzpritsche? Es war als wäre er nach der Teleportation ohnmächtig gewesen und jemand hätte ihn hier her gebracht. Langsam versuchte A'selafeyon sich aufzusetzen und merkte, dass er gefesselt war. Verdammt! Irgendwie lief wieder alles schief und er konnte sich keinen Reim daraus machen. Die Tür ging aber auf und das Licht blendete ihn kurz, bevor sie auch wieder zuging. Und dann hörte er Stimmen vor der Tür und war fast verleitet um Hilfe zu rufen, doch er konnte sich schnell wieder fassen. Nein, das ging nicht. Die Leute waren es vermutlich, die ihn gefesselt hatten, sie würden ihm ganz sicher nicht helfen. Und was meinten sie genau mit Unwürdiger? Was hatten sie vor? Sein Herz schlug immer schneller, während er es irgendwie versuchte sich wieder hinzusetzen, aber alles vergebens. Wo war er hier bloß hingeraten und was hatten die Leute mit ihm vor?

Doch dann öffnete sich die Tür erneut und ein kräftiger Mann trat herein, gefolgt von zwei weiten Gestalten. Eine Frau und ein ebenfalls stark aussehener Mann. Auf den genauen Blick hatten sie gar etwas Lykantrophisches an sich, jedoch wirkten sie fast wie... Füchse? Der Elf hob seine Augenbraue, doch schließlich sah er zu dem einzigen Mann, der scheinbar noch menschlich wirkte. Er sprach mit ihm und der Waldelf lauschte seinen Worten. Er war in einer gänzlich schlechten Verhandlungssituation, was blieb ihm also übrig als zu antworten? "Mein Name ist A'selafeyon, ich bin ein Waldelf. Ich weiß nicht, was es mit diesem Pentagram auf sich hatte, mir war seine Bedeutung nicht klar, als ich es berührte."  Aber ob sie sich mit dieser Erklärung zufriedengeben würden?
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Donnerstag 02 Juni 2016, 17:38
Runde 8



Fischerdorf – A’selafeyon

Der kräftig gebaute Mann schien nicht zufrieden mit der Antwort, die ihm der Gefesselte gegeben hatte. Und doch schien er unsicher, was er jetzt tun sollte. Kurz blickte er zu den beiden Fuchswesen.
Aber aus deren „Gesichtszügen“ war nichts abzulesen.

“Ihr könnt nicht hier bleiben. Hier auf der Insel. Aber ihr kommt auch nicht zurück. Jedenfalls kennen wir keinen Weg.“

Der Große seufzte ob einer Tatsache, die unvermeidbar war, die er aber nicht durchführen wollte.

“Also, Ihr bleibt erst einmal hier. Wir werden uns mit den anderen Dörfern beraten. Vielleicht wird ja doch irgendwo noch wer gebraucht.“

Er blickte sich in dem Raum um und dann zu dem männlichen Fuchswesen.

“Tom, ich möchte, dass du zu den anderen reist und den Rat einberufst. Geh auch bei Rosalee vorbei. Der hier braucht wohl stärkere Unterstützung als die anderen bieten könnten. Deine Hütte kann doch sicher weiter als Gefängnis dienen? – Marli, kümmere dich um diesen Waldelfen. Vielleicht hat er Hunger und Durst. Und hier in der Hütte braucht er keine Fesseln. Wir stellen eine Wache vor die Tür.

Damit trat er aus der Hütte heraus und ließ die Fuchswesen mit dem Dieb alleine.

Die zwei schauten zu dem Fremden und unterhielten sich in einer fremden Sprache, die dem Waldelfen völlig unbekannt war. Die Frau, die der Ober-on Marli genannt hatte, war offensichtlich nicht begeistert. Ob von ihrer Aufgabe oder eben wegen diesem Gefangenen konnte Fey nur erahnen.
Der andere, Tom, war eindeutig optimistischer und suchte sich, so spärlich der Raum auch eingerichtet wirkte, noch ein paar Sachen zusammen, die er in einen Rucksack packte.
Dann verschwand auch er aus dem Raum und A’selafeyon war mit Marli alleine.
Diese zog plötzlich ein Messer, das an ihrem Gürtel im Rücken befestigt war.


~~


Haus von Magierin Rosalee - Myriel

Die Fuchsdame schmunzelte, als sie die Versuche der Erzmagierin, den magischen Saft aufzunehmen, beobachtete.

“Das Problem haben alle. Also die Magier hier. Sogar ich musste mehrmals üben. Nur waren wir damals etwas unter Druck, weil unser Manavorkommen schnell zur Neige ging.“

Wehmütig blickte Rosalee aus dem Fenster und hing ihren eigenen Gedanken nach. Sie wirkte plötzlich um einiges älter.

Das Geräusch eines sich bewegenden Tisches brachte sie wieder zurück in die Bibliothek und zu Myriel.

“Für die kleinen Pflanzen ist es natürlich sehr schade. Andere würde das schon als Katastrophe sehen. Wir brauchen das Grün zum Überleben. Aber ich habe noch viele andere gezüchtet.“

Rosalee bedeutete ihrer Besucherin ihr zu folgen.

Die Fuchsfrau ging zurück durch den Raum mit dem Baum, der Küche und vorbei an dem Raum mit dem Pentagramm und kam zu einem weiteren Raum. Alle bisherigen Räume waren um den „Ankunftsraum“ angelegt. Dieser schien Rosalee äußerst wichtig.
Der Raum, in dem sie sich nun befanden, war ein Eingangsbereich, mit ein paar Kleiderhaken, einem Spiegel und Schuhen, die ordentlich auf dem Boden standen – und einer Tür.
Die Fuchsmagierin öffnete diese Tür und deutete mit der Hand hinaus und ging auch einen Schritt aus dem Haus hinaus.

“Ihr müsst nur lernen aufzuhören, bevor die Pflanzen sich nicht mehr von alleine erholen können. Bedient Euch, Lady Myriel.“

Vor dem Haus eröffnete sich ein Dschungel aus ganz verschiedenen Arten von Pflanzen. Manche riesig, andere nur mannshoch. Überall um sie herum, um das Haus herum standen Pflanzen. Oben konnte man durch das Blätterdach den Himmel, oder was es auch war, erkennen. Und eine Hängebrücke. Myriel hatte diese Brücke nicht allzu lange davor gesehen, obwohl sie damals nicht wusste, ob es echt war.
Und auch diese Flugwesen waren auszumachen. Auch wenn sie sich nicht in die Nähe des Hauses wagten.

“Erzählt mir doch, Myriel, wie habt Ihr von uns erfahren? Und warum habt Ihr Euch entschlossen zu uns zu kommen?“


~~


Naveen, Runshak, Darius

Verschwindet!
rief der eine ihnen in der ihnen bekannten Sprache, jedoch mit leichtem Akzent, zu.

Verschwindet! Ihr gehört hier nicht her. Wir können keine Probleme gebrauchen.

Der andere redete aufgeregt auf ihn ein, aber die Sprache war den drei Gefährten fremd, sodass sie nicht wussten, was ihn so mitnahm.

Ihre Fragen, wo sie waren und ob sie andere Fremde gesehen hatten, wurden ignoriert, aber der erste Redner wollte ihnen trotzdem etwas mit auf den Weg geben und machte eine kurze Handbewegung und nur drei Schritt vor Runshak und Amarok zersprang die Erde und darunter liegendes Gestein wirbelte durch die Luft. Danach tat sich ein kleiner Graben vor den beiden auf.

Der Zweite jedoch gestikulierte wild und machte dem Ersten Vorwürfe in der fremden Sprache. Selbst die, die kein Wort verstanden konnten sehen, dass das Fuchswesen etwas wie einen Vogel zeigte und seinen Begleiter sogar leicht zur Seite geschubst hatte, während dieser Magie angewandt hatte.
Daraufhin beruhigte sich der magiebegabte Fuchsmann langsam. Er murmelte was und nickte. Der andere sprach weiter auf ihn ein.

Okay, kommt mit. Es ist hier auf dem Weg zu unsicher. Wir bringen euch zum Dorf und verstecken euch dort,
kam dann von dem ersten Fuchsmann. Er war sichtlich betrübt, weil er eine Zurechtweisung erhalten hatte.
Der andere bedeutete ihnen mit Händen, dass sie ihnen folgen sollten – ungefähr in die Richtung, aus der sie gekommen waren.

Die Gruppe lief erst den ausgetretenen Weg circa 1000 Schritt entlang eines langsam entstehenden Kornfeldes und nachher einer Wiese, dann bogen sie in westliche Richtung ab. Der Weg führte zwischen zwei Wiesen, auf der schon hüfthohes Gras wuchs. Der magisch begabte Fuchsmann ging vor und der andere lief hinter der Gruppe. Der Hintere sagte etwas zu dem Magier, der für diesen übersetzte:

Seid ihr verletzt? Braucht ihr einen Heiler?

Noch bevor einer der drei hätte antworten können, hielt sich der zweite Fuchsmann plötzlich einen Finger vor die Schnauze und gab einen Ton von sich, der  eindeutig sagte, dass sie leise sein sollten. Dann hörte es Amarok auch. Oder besser gesagt: Er roch es bevor er es hören konnte. Da kam etwas auf sie zu. Es roch nach Tier, aber nichts, was Darius je gerochen hatte. Groß konnte es nichts sein, da nichts aus den Gräsern hervor schaute. Doch das Gras bewegte sich immer mehr und da es nur bestimmte Stellen betraf, konnte dies nicht der Wind sein.

Der hintere Fuchsmann zog zwei unterarmlange Messer, wo auch immer diese vorher versteckt waren, und ging in eine lauernde Haltung. Er deutete mit seinen Augen und einem Kopfnicken auf die Waffen des Hauptmanns.
Der Magier schien sich zu sammeln. Eine Waffe hatte dieser offenbar nicht.
Sie sprangen ganz plötzlich aus dem Gras. Es waren sicherlich 15 von diesen Tieren. Diese wirkten wie eine Mischung aus Hund (oder Hyäne) und einem gepanzerten Tier (diejenigen, die einem Krokodil schon begegnet sind würden sich an dieses erinnert fühlen). Es war nur etwa knie- bis oberschenkel-hoch, hatte einen Kopf mit Fell und langer Schnauze, aber einen hart gepanzerten Rücken und Beine. Bauch und Schwanz wiederum waren wieder mit Fell bewachsen.
Sie waren hellbraun gefleckt, so dass sie sich ihrer ländlichen Umgebung sehr gut anpassten. Und ihre Zähne waren Reißer, die sich selbst in eine Rüstung hätten bohren können - jedenfalls wirkte es so.
Der Fuchsmann hinter ihnen keuchte erschrocken auf, als er die Anzahl der Angreifer sah.


~~


Dorf - Fjalladis, Magnati

Die alte Druidin schien überrascht, dass sich der Drache noch vor der Hochelfe an sie gewandt hatte.
Offenbar hatten sie ein besonderes Verhältnis zueinander, das einer normalen Reiterin und ihr Drache überwiegte. Aber sie war schon so lange hier und die Geschichten der Neuen nahm sie kaum noch wahr. Andere kümmerten sich um die Ausbildung.

Doch nickte sie dem freundlichen Neuankömmling höflich zu, als seine Gedanken sie trafen und sprach auch an Fjalladis gewandt:

“Sie bezeichnen sich selbst nicht als Menschen. Sie sind stolz darauf Fuchsteufel zu sein. Und sie haben uns hier aufgenommen. Daher gehören sie mehr zu dem Ort als wir. Jedoch haben wir ihre Sprache erlernt und nur wenige von ihnen die unsrige. Daher kann nur ein auserwählter Kreis teilhaben. Aber es sind auch Fuchsteufel dabei. Wenn ihr die Menschen in diesem Ort meint, muss ich sagen, dass sie Fremde waren, wie ihr. Aber wir brauchten sie.“

Ihre grauen Augen blickten die Priesterin fest an.
“Wie wir Euch brauchen können.“

Die alte Frau, der braunhaarige Elf, drei der Menschen und eine Hand voll Fuchsteufel begaben sich mit den Neuen in die Halle. Diese sogenannte Halle war leer, bis auf eine große Feuerstelle in der Mitte und Sitzkissen, die locker um diese Hitzequelle herum lagen. Das Feuer brannte nicht stark und der rauch zog sanft durch eine spezielle Öffnung in der Decke, die erst jetzt zu erkennen war.
Die Druidin und ihre Begleiter nahmen auf den Kissen Platz und bedeuteten den Gästen sind doch auch an die Feuerstelle zu begeben. Zugleich kamen ein paar Anwohner und brachten ihnen Wasser und die Gäste erhielten sogar einen Korb mit Obst, wobei es sich nur um Äpfel und Birnen handelte.

Die Alte nickte dem Elfen zu, der sich nun an die beiden wandte und zu sprechen begann:

Die Älteste des Dorfes nennt man Ober-an. Ich bin Shie’lljardion, aber man nennt mich hier Schilla, da die Fuchsteufel die elfischen Namen nicht aussprechen können. Wie nennt man Euch?
Ich habe in alten Geschichtsbüchern von der Insel Albra gelesen und war sofort gefangen von ihrem Schicksal. Danach träumte ich immer wieder von ihnen, wie sie nun lebten und von einem Pentagramm. Als ich eines Tages in der Nähe meiner Heimat ein solches Pentagramm entdeckte, stand mein Entschluss fest und ich begab mich in diese neue Welt. Das ist schon viele Jahre her.
So erging es auch den meisten anderen hier.


Damit deutete er mit einer Handbewegung auf die Menschen.

Fügung hat die Meisterin Ober-an gesagt, weil sie dachte, dass auch Ihr auf diesem Weg hierher gefunden habt. Aber offenbar scheint es nicht so, wenn Ihr nachfragt.

Er trank zwischendurch einen Schluck Wasser bevor er fortfuhr.

Wir alle sind hierhergekommen, damit diese Welt nicht verschwindet. Dafür brauchen sie Magier. Sehr gute Magier. Ein Magier, wie Ihr es seid, Lady.
Daher sind wir davon ausgegangen, dass ihr genau deswegen hier seid. Warum seid Ihr dann hier, wenn wir fragen dürfen?



~~


Burgturm - Asarra, Lykhe, Svarog

Die Holztür zu dem Turm war unverschlossen. Eine lange Wendeltreppe zog sich nach oben. Erst ging diese innen an der Wand des Turmes entlang, wodurch die drei durch kleine Luft- und Lichtlöcher nicht ganz im Dunklen wandelten. Dann wurde die Wendeltreppe immer enger und Kerzenlicht erleuchtete den weiteren Weg. Zwei-, dreimal kamen sie an Türen vorbei, die jedoch verschlossen waren. Einmal erreichten sie eine Ebene, in der die Tür offen Stand und einen Blick in ein mit Kleinkram vollgestopften Raum preisgab. Jedoch war dieser Fremde nicht zu sehen. Also stiegen sie noch eine Etage höher, als dann auch die Wendeltreppe ihr Ende gefunden hatte.

Sie befanden sich in einem einzelnen großen, runden Raum. Mit mehreren Fenstern und an jeder Seite jeweils ein Balkon.
Auf einem dieser Balkone stand noch immer dieser Mann, der sich jetzt erst hineinbegab und sie freundlich anlächelte. Es wirkte irgendwie befremdend, da dieser Mann ansonsten eher schmucklos und düster wirkte.

“Kommt herein, liebe Gäste. Ich bin froh, Euch hier zu sehen. Ihr kommt genau im rechten Augenblick, denn ich muss schon bald wieder fort und brauche hier ein paar Helfer.
Aber Ihr habt sicher Hunger und Durst.“


Er deutete auf einen Tisch mit einem großen Krug Wasser, Becher und eine Schale voller großer, gerösteter Heuschrecken.

“Hier in unser Land sind Eindringlinge gelangt. Wir müssen sie - aufhalten.

In Gedanken ging er noch einmal die durch, die zu dem Pentagramm gereist waren. Leider hatte er diese Magierin nicht dazu bekommen können ihm zu folgen. Also sollten diese Lykantrophen – wobei einer ein Drache war-, die zwei Soldaten und dieser neugierige Elf. Zwei von Ihnen waren hier in dem Raum. Also blieben noch drei andere auf der Insel unterwegs. Da hier aber noch ein fremder Lykaner aufgetaucht ist, könnten auch sonst andere den Stein gesehen und berührt haben.

“Es müssten mindestens drei Fremde sein. Sucht sie und bringt sie her. Aber geht nicht allein. Ich kenne Einheimische, die Euch begleiten sollen.
Hier mein Auftrag: Reist zum Dorf südwestlich von hier. Geht zu dem dortigen Ober-on. Er wird Euch helfen. Aber ihr müsst etwas von mir als Beweis mitnehmen.
Habt Ihr noch Fragen?“


Er wusste, dass sein Zauber nicht ewig halten würde. Vielleicht noch mal eine Auffrischung bevor er nach Dragonia portieren würde, aber dann waren sie auf sich allein gestellt. Daher mussten die anderen schnell gefunden und ihrem Schicksal übergeben werden.
Und er würde unterdessen Dragonia, Isua und die Ostlande zu einem Krieg verhelfen.


~~


Land Dragonia

Unruhig ging beziehungsweise humpelte Chiamara durch die Küche und dachte über alle Optionen nach. Sie hatte schon Tage darüber nachgedacht. Doch eine bessere Idee hatte sie nicht. Wenn sie doch noch mehr Freunde gehabt hätte. Oder Armande, obwohl der es sicher zu seinem Vorteil genutzt hätte. Aber wollte sie das nicht auch gerade machen? Die Frau schüttelte den Kopf. Es war alles zu viel für sie. Manchmal wünschte sie sich wieder in dieser Kältestarre zu sein.

“Packt alles zusammen, was ihr gebrauchen könntet. Waffen, Proviant, Decken, Heiltränke und Seile. Wer weiß wofür wir das alles nutzen können. Was gibt es denn noch hier auf Lager?“
fragte die Ostländerin und schaute die beiden an, obwohl Phelan dazu sicher mehr erzählen konnte.

“Und Münzen brauchen wir. Vielleicht müssen wir ja den einen oder anderen bestechen und die Überfahrt kostet auch. Beeilt euch, denn wir sollten baldmöglichst aufbrechen.“

“Gute Frage, Suffix. Mit einem Drachen wäre es sicherlich schneller gegangen, aber den haben wir nicht. Bist du mit einem Reittier hier? Sonst sollten wir dir unterwegs eines besorgen. Bis nach Drachenauge dauert es nicht ganz so lange, wie die Schifffahrt, die uns dann bevor steht. Das wird mindestens eine Woche dauern.“
Und in der Zeit konnte so viel passieren.

“Glaubt Dir jemand, wenn du ihn warnst, Phelan? Dann mache es. Wir können meine Sperbereule nutzen. Mir wird derzeit nicht viel Vertrauen entgegen gebracht, denke ich, daher konnte ich es nur auf diesem Weg versuchen.“

Nach gefühlten etlichen Stunden, der Morgen war gerade angebrochen, konnten sie endlich losziehen. Die einstige Soldatin nahm Suffix mit auf ihren schwarzen Hengst, bis sie ein geeignetes Reitgefährt für ihn gefunden hätten. Aber den Hügel hinab zu laufen hätte noch mehr Zeit gekostet.
Eigentlich sprach Chiamara so gut wie nie. Pausen wurden nur eingelegt, wenn es anders nicht ging.
Sie wählten einen Pfad abseits der breiten Wege, einfach querbeet um Zeit zu sparen. Und so waren sie schon am späten Nachmittag knapp hinter Moill am großen Fluss, als Geräusche zu vernehmen waren. Kampfgeräusche.

Auszumachen waren zwei Gruppen. Die einen in der Kleidung der Wachen Drachenauges, mindestens zwei Dutzend von ihnen. Darunter auch ein paar mit der Kleidung der Palastwache. Diese versuchten vielleicht acht verbliebene Gegner niederzuringen. Darunter ein Magier mit hellbraunem länglichem Haar, der mit Feuerbällen um sich warf und ein Echsenmann, der sich sehr gut seiner Angreifer erwehren konnte.
Alleine die beiden töteten jeweils 2 Gegner in kürzester Zeit. Aber auch die kleine Gruppe verlor einen Mitstreiter, denn die Wachen waren erstaunlich gut ausgebildet. Chiamara fragte sich kurzzeitig, wer derzeit Hauptmann in Drachenauge war.
Und obwohl der Kampflärm sicher in dem nahe gelegenen Dorf zu hören war, verkrochen sich alle Einwohner in ihren Häusern und schauten nur neugierig aus den Fenstern. Sicher, die Soldaten waren schon vor Ort. Warum sich einmischen.

“Sollen wir einen Bogen um die Gruppe machen? fragte Chiamara die beiden Freunde, nachdem sie etwas abseits mit Vivo stehen geblieben war.
Obwohl sie schon interessiert hätte, was da vor sich ging. Soeben wurde nämlich einer der kleineren Gruppe von Soldaten getötet, obwohl dieser sich ergeben wollte.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Samstag 04 Juni 2016, 22:41
Myriel folgte Rosalee nach draußen. Die Fuchsfrau schien ihr entweder zu vertrauen – oder sie war sich sicher das Myriel keine Gefahr für sie war, denn sie drehte ihr erneut ohne zu zögern den Rücken zu.
Vor der Tür lag eine üppig bewachsene Landschaft, in der es mehr als genug Grünpflanzen gab. So viele, das es leicht sein würde ihre Energie aufzufüllen, ohne eines der Gewächse zu zerstören. Die Druidin machte ein paar Schritte vorwärts, bis sie mitten in den Pflanzen stand, dann atmete sie tief  ein um soviel Verde aufzunehmen, bis sie sich völlig erholt fühlte. Es dauerte eine kleine Weile, denn sie ging zuerst recht vorsichtig zu Werke, doch mit jedem Atemzug wurde sie sicherer und begann langsam ein Gespür für die Kraft der Pflanzen zu entwickeln. Erst danach drehte sie sich wieder zu Rosalee um und beantwortete ihr die gestellte Frage:

Wie ich von Euch erfahren habe, Rosalee? Überhaupt nicht. Ein Magier hat mich zu einem Stein in Pentagrammform gelockt und meine Gefährten berührten ihn bevor ich sie daran hindern konnte und verschwanden. Dann sah ich den Magier erneut. Er forderte mich auf seine Schülerin zu werden und verschiedene Wesen in Aylann zu töten. Er zeigte mir auch ein Stück dieser Welt – die Brücke dort drüben. Als ich ablehnte verschwand er – doch ich konnte eine Verbindung zu dem Stein sehen, die ihm Kraft gab. Also habe ich ein bißchen experimentiert – und bin bei Euch gelandet. Ihr wisst nicht zufällig wer dieser Magier sein könnte? Oder wo meine Gefährten gelandet sind?
Autor: Darius Datum/Zeit: Montag 06 Juni 2016, 16:01
Die Begrüßung fiel nicht so aus, wie sich Amarok dies erhofft hatte. Ganz sicher erwartete er keine Freudenrufe, aber ein paar einfache Fragen, wie sie üblichen waren und eine Vorstellung waren ja wohl nicht zuviel verlangt. Stattdessen wollte man sie sogleich vertreiben.

Schon hob er beschwichtigend eine Pfote - immerhin waren sie fremd hier und konnten keine Feinde brauchen, bis sie mehr Informationen hatten - da wurde er durch einen Zauber unterbrochen. Die Erde bebte leicht, Gestein wurde hochgeschleudert und im Nu öffnete sich keine paar Schritte vor ihnen eine kleine Schlucht.

Wieder war ein Eingreifen unnötig, denn die beiden Fuchswesen schienen zu streiten, bevor ihnen angeboten wurde in ein Dorf geführt zu werden um sie zu verstecken...

"Ich... bin mir nicht sicher was ich von ihnen halten soll. Dass sie uns in diesem Dorf verstecken wollen hört sich für mich nicht gut an, wenn die restlichen Einheimischen ebenso mit Fremden umgehen."
, sandte er an Runshak, von dem er am ehesten eine Einschätzung der Lage erwartete, da er Naveen längst nicht so lange kannte wie seinen orkischen Vorgesetzten.

Zurück ging dann der Weg über Felder und Wiesen. Praktisch fast derselbe Weg den sie zuvor genommen hatten. Ein Fuchswesen führte sie, das andere folgte. Wieder sah die Gegend relativ normal aus, wenn man von den ungewissen Ausmaßen absah und den Wänden die auf den ersten Blick praktisch nicht von der Umgebung zu unterscheiden waren, bis auf die stillstehende Landschaft darauf.

Ihm fiel kurz nach dem Signal ihres Fremdenführers der Geruch auf. Tiere. Sie kamen auf sie zu... so etwas hatte er noch nie gerochen, aber es mussten einige sein. Es stellte sich heraus, dass er sie auch noch nie gesehe hatte. Er grollte, fletschte seine Zähne, während sich sein Fell sträubte und hob seine Pranken. Sie wirkten ein wenig wie Hunde, nur mit Schuppen, die den Rücken und die Beine bedeckten.

Drei von ihnen sprangen heran and versuchten ihn zu beißen. Den zwei Wadenbeißern wich er duch schnelle Schritte aus um nicht zu Fall gebracht zu werden. Das Biest, welches ihm an die Kehle gehen holte, packte er jedoch im Nacken und riss ihm seinerseits die Kehle auf, bevor er es zurück in sein Rudel warf.


~~~~
Kein Schaden durch gelungen VW

AW 39
Autor: Naveen Datum/Zeit: Mittwoch 08 Juni 2016, 16:12
"Vielleicht sollten wir wieder gehen.." zischte Naveen zu seinen beiden Gefährten, während er sich den Staub von den Hosen klopfte.
Der magische Fuchsmann hatte eindrucksvoll bewiesen, dass er sie vertreiben konnte, wenn er es denn nur wollte und Naveen hatte keine Ahnung, warum der andere einen Grund haben sollte, dies zu verhindern.

Doch die beiden Fremden streiten - nicht zu knapp - und letztendlich setzte sich ihr "Führsprecher" durch. Sie wurden aufgefordert ihnen zu folgen.. Naveen schüttelte sacht den Kopf, trottete ihnen jedoch hinterher. Das war hier doch alles nicht richtig. Das war nicht ihre Welt, sie gehörten hier nicht hin - und sie hatten keine Ahnung, mit was für Leuten sie sich da gerade einließen.

Im Endeffekt spielte das genau in diesem Moment aber auch gar keine Rolle, denn die Gefahr kam aus einer ganz anderen Richtung. Seine Begleiter hielten inne, forderten zur Stille auf und nahmen Kampfhaltung ein. Naveen folgte ihrem Beispiel, wusste aber nicht ganz so genau warum - bis es ihn erwischte.

Pfeilschnell und heimtückisch sprang ein teils haarig, teils gepanzertes Biest an ihm hoch und versuchte nach des Elfen Kehle zu schnappen. Und tatsächlich gelang es ihm, seine Zähne in Naveens Haut zu bohren - glücklicherweise traf das Tier jedoch nur die Haut oberhalb des elfischen Schlüsselbeines.

Nichtsdestotrotz durchfuhr ein stechender Schmerz den Elfenkörper - Naveen schrie auf und versuchte mit all seiner Kraft das Tier los zu werden. Für die anderen Männer an seiner Seite hatte er dabei keine Augen. Die waren eh kampferprobt genug um sich zu wehren. Und tatsächlich war ihm nur sein eiegenes Überleben gerade wichtig
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Mittwoch 08 Juni 2016, 20:47
Fuchsteufel... Die Bezeichnung passte irgendwie, wenngleich sie nicht sonderlich freundlich klang.
Unwillkürlich wichen Fjalladis' Augen dem Blick der alten Frau aus. Ohne ihre Magie fühlte sie sich ebenso nutz- wie schutzlos und noch hatte sie keine Vorstellung, wie sie an diesem Ort überhaupt etwas würde bewirken können. Widerstrebend trat sie zu der Feuerstelle in der Halle und nahm so weit wie möglich von den anderen entfernt und so nah wie möglich bei Magnati Platz. An dem Wasser, das man ihr reichte, roch sie vorerst nur, trank jedoch nichts davon und lauschte dafür umso interessierter dem braunhaarigen Elfen.

„Fjalladis nennt man mich“, erwiderte sie ihm und warf dann dem Drachen einen Seitenblick zu, um zu schauen, ob auch er seinen Namen preiszugeben gedachte. „Shie’lljardion... Welche Heimat nanntet Ihr Euer Eigen? In keinem mir bekannten Buch ist von solch einer Insel die Rede...“

Was der Elf jedoch am Ende sagte, war wesentlich interessanter. Sie ignorierte seine Frage jedoch zunächst und stellte stattdessen eine eigene.

„Diese Welt braucht Magier, um zu bestehen? Wie kann das sein?“

Und da er schon die Magie ansprach, fügte sie hinzu: „Und die Magie an diesem Ort... Sie ist... anders als dort, wo wir herkommen. Was hat es mit ihr auf sich?“

Sie bemühte sich so zu klingen, als frage sie aus reinem Interesse und nicht etwa aus einer Notwendigkeit heraus, denn natürlich wollte sie den Fremden gegenüber nicht zugeben, dass sie derzeit nicht einmal den kleinsten Zauber zu wirken imstande war.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Mittwoch 08 Juni 2016, 21:00
„Hab alles dabei“, meinte Phelan und hoffte, dass er damit richtig lag. Schließlich war er recht eilig aufgebrochen. Doch die wichtigen Sachen hatte er normalerweise griffbereit. „Und um die Lagerbestände hier oben hat sich offen gestanden in letzter Zeit niemand gekümmert. Aber Nighton ist kein großer Umweg und das Gold sollte uns nicht ausgehen. Ich habe wohl…“ der Krieger wog einen Beutel, den er irgendwo hervorgeholt hatte, prüfend in der Pranke „… schwache 1000 Geldstücke dabei und die Gildenkasse ist gut gefüllt. Nimm Dir ruhig 7000 Münzen, das gleiche ich nach unserer Reise mit Deinem Anteil aus der roten Laterne wieder aus. Und soll ich mir selbst auch so einen großzügigen Kredit gewähren?“ Der Wolfsmensch war sich nicht ganz sicher wie viel Gold Chiamara für diese Reise zu brauchen glaubte.

„Verlieren wir etwas, wenn uns wir jemanden warnen, der mir nicht glaubt?“, fragte der Lykantroph während er die kleine Liste an Leuten durchging, die in Frage kamen. An Landolin als einen seiner wenigen Freunde, wollte er sich nicht wenden. Der würde sich am Ende nur berufen fühlen zu helfen obwohl er mit seinem Geschäft bestimmt schon genug zu tun hatte. Und noch konnte er nicht absehen, wie gefährlich diese Reise werden würde. Der Kontakt zur Kaserne in Nighton war im Laufe der Jahre fast abgebrochen und am Ende blieb eigentlich nur die rote Laterne. „Die Mädchen sind tüchtig, aber es ist leichter sich vor einer Gefahr zu schützen, die man auch kennt“, erklärte er. Und vielleicht würden sie ihnen sogar noch wertvolle Informationen liefern. Sie arbeiteten schließlich genau im richtigen Gewerbe um allerhand Gerüchte aufzuschnappen. Außerdem sorgte Phelan dafür, dass auch sein Rudel gewarnt werden würde, als er die Nachricht mit der Eule versandte.

Im Morgengrauen konnte die hastige Reise dann beginnen. Chiamara hatte es ganz offensichtlich eilig und Phelan passte sich der Gangart ihres Pferdes, das sie sich mit Suffix teilte, an. So kamen sie der Hauptstadt schneller näher, als der Wolfsmensch erwartet hätte. Erst in der Nähe von Moill ereignete sich etwas, das eventuell etwas mehr Zeit erfordern würde.

Zwei Dutzend Wächter aus Drachenauge lieferten sich ein Scharmützel mit einer bunt zusammengewürfelten Gruppe aus acht Leuten. Trotz der zahlenmäßigen Übermacht, hatten die Soldaten ganz offensichtlich kein leichtes Spiel. Einen Moment lang überlegte der Tiermensch, ob es sich lohnte ihnen zu helfen, um später einen Gefallen bei ihnen gut zu haben, doch selbst die einstige Frau Hauptmann, die einen stärkeren Bezug zu den Truppen der Hauptstadt haben sollte, schlug vor das Problem zu umgehen.

„Das ist nicht unser Kampf“, stimmte Phelan zu und bekräftigte seine Aussage mit einem Nicken. Er hatte ohnehin keine große Lust sich mit einem Magier anzulegen und sie wussten ohnehin zu wenig um sicher sagen zu können, was hier wirklich los war. Doch dann zögerte die Kriegerin und der Lykan warf noch einmal einen Blick auf das Geschehen. Die Soldaten gingen kaltblütiger vor, als man es von ihnen erwartet hätte. „Sollen wir noch einen Moment abwarten? Vielleicht erfahren wir ja noch etwas Nützliches.“

Doch im Moment half auch angestrengtes Lauschen nicht dabei mehr Informationen aus dem wirren Kampfgeschehen herauszubekommen. Nur eine Sache weckte die Aufmerksamkeit des Wolfsmenschen: "Haltet ihr in Drachenauge es nicht für riskant angeworbene fremdländische Kämpfer alle in eine Einheit zu stecken? Die haben alle den gleichen Akzent." Zumindest die, die er bisher gehört hatte, soweit er das beurteilen konnte. Und streng genommen hatte Chiamara schon seit Jahren nichts mehr mit den Wachen aus der Hauptstadt zu tun...
Autor: Runshak Datum/Zeit: Freitag 10 Juni 2016, 01:10
Die Antwort viel unerwartet aus. Bis auf einen der Einheimischen versuchten diese Fuchskreaturen sie fort zu jagen. Einer von ihnen wirkte sogar einen Angriffszauber. Runshak hatte bereits seine Waffe gezogen und war drauf und dran zum Gegenangriff über zu gehen, als plötzlich Streit unter den Tierwesen ausbrach. Am Ende der Auseinandersetzung beschloss man, die drei Fremdlinge im Dorf dieser Kreaturen zu verstecken. Das warf natürlich die Fragen auf, wieso und vor wem sie sich verstecken mussten. Jedenfalls hatte der Ork irgendwie das Gefühl, dass er etwas verpasst hatte. Auch Darius gefiel die Sache nicht. „Ja, wenn uns die übrigen von diesen Viechleuten einen ähnlich herzlichen Empfang bereiten, kann das noch heiter werden.“ antwortete der Hauptmann „Behalte unsere neuen Freunde aber trotzdem gut im Auge – nicht dass sie noch etwas im Schilde führen.“

Man führte die drei Fremden etwa in die Richtung aus der sie gekommen waren. Am Rande eines Weizenfeldes begannen ihre Gastgeber jedoch sich eigenartig zu benehmen. Sie zogen ihre Waffen und machten sich kampfbereit. Instinktiv tat die Grünhaut es ihnen gleich. Wollten sie etwa hier den Kampf gegen die drei Fremdlinge wieder aufnehmen? Eher nicht. Sie konzentrierten sich nicht auf ihre Gäste sondern auf das Feld, in dem sich etwas bewegte. Monströse Kreaturen – ein Zwischending aus Hund und Echse – stürzten plötzlich aus dem hohen Gras der Gruppe entgegen. Zunächst griffen zwei davon Runshak an. Der orkische Krieger ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruh3 bringen und blockte den ersten Angreifer mit seinem Eisenschild. Durch dieses Manöver wurde das Tier auf den Rücken geworfen. Runshak setzte auch gleich nach, rammte der Kreatur sein Schwert in den Wanst und zog es bis zur Kehle hoch. Beim zweiten Ungeheuer versuchte Runshak auszuweichen und gleichzeitig anzugreifen. Leider klappte das nicht so gut, da er einen Kratzer abbekam. Aber dafür fand der grüne eine Gelegenheit, seine Schädelspalter-Technik anzuwenden.

Runshak:
-3HP
AW1: 42 - doppelter Schaden; Ziel: Bauch der ersten Kreatur
AW2: 43 - doppelter Schaden; Schädelspalter (Ausweichen/Blocken nicht möglich); Ziel: Kopf der zweiten Kreatur
Autor: Magnati Datum/Zeit: Freitag 10 Juni 2016, 01:25



Die Menschen, die zugegen waren, der Elf und die ältere Frau welche mit
ihnen gesprochen hatten gingen voran und sie folgten. Eine Handvoll
der... Fuchsteufel... kam ebenso mit.

Die Halle war groß genug und die Gruppe formierte sich um ein Feuer in
der Mitte. Magnati überlegte ob er sich hinlegen sollte, eigentlich
hatten sie keine Zeit zu verlieren. Und er wollte nicht den Eindruck
erwecken, dass sie es sich gemütlich machen wollten.

Die Informationen die sie erhielten waren... merkwürdig.

"Die Älteste des Dorfes nennt man Ober-an. Ich bin Shie’lljardion,
aber man nennt mich hier Schilla, da die Fuchsteufel die elfischen Namen
nicht aussprechen können. Wie nennt man Euch?"


Magnati ließ seine Gedanken zu allen anwesenden sprechen:
Mich nennt man Magnati. Und meine Begleitung ist....
"Fjalladis nennt man mich"

Kam ihr Fjalladis zuvor, ehe der Elf seine Geschichte fortfuhr.

"Ich habe in alten Geschichtsbüchern von der Insel Albra gelesen und
war sofort gefangen von ihrem Schicksal. Danach träumte ich immer wieder
von ihnen, wie sie nun lebten und von einem Pentagramm. Als ich eines
Tages in der Nähe meiner Heimat ein solches Pentagramm entdeckte, stand
mein Entschluss fest und ich begab mich in diese neue Welt. Das ist
schon viele Jahre her.
So erging es auch den meisten anderen hier."


Magnati Gesichtsschuppen kreuselten sich... seine Heimat...
Der Gedanke war ihm unvermittelt gekommen, was wenn es mehrere Portale gab?
So schloss er Fjalladis Frage eine eigene an:
Und wo befand sich dieses Portal von eurer Heimat aus gesehen,
oder... zum Beispiel von Ynis Eldea aus, wenn euch dies etwas sagt,
Shie’lljardion...?


~~~~~


"Fügung hat die Meisterin Ober-an gesagt, weil sie dachte, dass auch
Ihr auf diesem Weg hierher gefunden habt. Aber offenbar scheint es nicht
so, wenn Ihr nachfragt."


Er trank zwischendurch einen Schluck Wasser bevor er fort fuhr.

"Wir alle sind hierher gekommen, damit diese Welt nicht verschwindet.
Dafür brauchen sie Magier. Sehr gute Magier. Ein Magier, wie Ihr es
seid, Lady.
Daher sind wir davon ausgegangen, dass ihr genau deswegen hier seid.
Warum seid Ihr dann hier, wenn wir fragen dürfen?"


Magnatis Augen verengten sich, woher wusssten sie, das Fjalladis eine
begabte Magierin war? Dann überlegte er, der Übergang durch das Portal
schien sehr kontrolliert abgelaufen zu sein, vermutlich daher, und dann
kam ihm noch ein anderer Gedanke, der unter all den neuen Eindrücken
völlig verschüttet gewesen war: Wo war der Waldelf? Magnati versuchte in
die Umgebung zu spüren.

Ihr dürft, in einigen Momenten, zunächst aber eine relativ dringliche
Frage: Ist vor uns ein weiterer Elf hier angekommen?


Magnati dachte derweil nach: Begabte Magier sollten von Albra träumen
und dann nichts sehnlicher verspüren, als hierher zukommen, ihre eigene
Welt aufzugeben und sich der Rettung dieser hier zu widmen...?
Das hatte für Magnati dann doch einen eigenartigen bis schalen
Geschmack. Vielleicht handelte es sich auch um die Anziehungskraft eines
Dämons, der sie hier her brachte. Das Pentagramm hat ihnen praktisch
keine Wahl gelassen...

Fjalladis erkundigte sich nach der Natur der Magie an diesem Ort, und
warum diese Welt Magier brauchte, was auch eine seiner Fragen gewesen wäre.

~~~~~


Nachdem sie die Antwort gehört hatten erschien es Magnati durchaus
rechtens ihnen ein wenig eine Begründung zu liefern, oder zumindest eine
Andeutung. Immerhin schien es trotz allem ungewöhnlich, wenn hier
Anderswesen auftauchten, die nicht freimütig sich der Rettung dieser
Welt verschworen... so merkwürdig das auch schien.

Was unser Begehr angeht, so suche ich jemanden, von dem ich glaube,
dass er sich hier aufhält, und dies auch nicht freiwillig tut.

Ihr sagtet die Einwohner dieses Dorfes haben noch keinen Drachen gesehen.
Heißt das euch ist kein weiterer Drache in Albra bekannt?

Abschließend wäre da noch die Frage nach einem Rückweg durch das Portal...
und habt ihr eine karte...?
Ach vergesst, ich verschaffe mir selbst einen Überblick.


Magnati erhob sich und er richtete nebenbei einen privaten Gedanken an
Fjalladis:
Ihr seht etwas ausgelaugt aus. Ich biete euch an euch zu tragen, wenn
ihr ebenfalls einen Luftblick erhaschen wollt.


Draußen angekommen entfaltete Magnati seine Flügel was ihm vermutlich
einige große ihn anstarrende Augenpaare einbringen würde. Er ließ sich
nicht stören und innerhalb weniger Sekunden war er vom Boden abgehoben.
Mal sehen wie diese Welt eigentlich aussah...

Autor: Asarra Datum/Zeit: Freitag 10 Juni 2016, 09:04
Die Amazone trat hinter den Lykanern durch die breite, nicht verschlossene Holztür am Fusse des Turms. Wenige Schritte aus dem Lichtkreis der offenen Tür wurde die Umgebung bereits dunkler, beinahe dämmrig. Asarra blinzelte ein paar Mal, bis sich ihre Sicht langsam an die neuen Verhältnisse gewöhnt hatte. Erst dann begann sie, auf der Treppe nach oben zu laufen. Ihre langen Beine erlaubten es ihr, immer zwei Stufen auf einmal zu nehmen. Zu Beginn erhellten noch regelmässig Schiesscharten ihren Weg, doch diese wichen bald Kerzenlicht. Hie und da kamen sie an Türen vorbei, einmal konnte sie einen neugierigen Blick in einen Raum werfen. Doch bis auf ein beachtliches Chaos sah sie nichts interessantes.

Nach einem erstaunlich langen Aufstieg - wobei, bei den Dimensionen der Burg war es eigentlich eben nicht sonderlich erstaunlich - hatte sie endlich ihr Ziel erreicht. In der Spitze des Turms lag ein einziger, grosser Raum. Ein kurzer Rundumblick offenbarte zwei Balkone, und auf einem davon stand der Gesuchte. Sie hatten sich schon lange nicht mehr gesehen, doch Asarra freute sich ehrlich ihn zu treffen. Schliesslich war er ein alter Freund, noch dazu brauchte er Hilfe.
Sie würde sehen, was sie für ihn tun konnte.

Auf seine Aufforderung hin ergriff die Amazone dankbar einen Becher Wasser. Nach ein paar Schlucken griff sie sich auch eine der gerösteten Heuschrecken. Tatsächlich hatte sie die bisherige Reise etwas hungrig gemacht. "Schau mal Lykhe, das ist vielleicht auch etwas für deinen knurrenden Bauch. Zwar kein Fleisch dran, aber immerhin ziemlich gross."

Nach den Ausführungen des älteren Mannes legte die Amazone nachdenklich den Kopf schief und zwirbelte eine lose dunkle Locke zwischen ihren Fingern. "Wie sehen diese Eindringlinge aus? Wo können wir sie finden? Und was für einen Beweis sollen wir diesem Ober-On zeigen?"
Autor: Yodxkelyryth Datum/Zeit: Freitag 10 Juni 2016, 09:56
So ganz zufrieden wirkte der kräftige Kerl nicht, aber was sollte der Waldelf auch schon tun? Er hatte nichts anderes zu sagen und handeln konnte er in dieser Position noch viel weniger. Sein Blick wanderte jedoch zwischen den Personen hin und her, allerdings ohne viel Erfolg, denn keine schien sich etwas anmerken zu lassen, weswegen er ganz ruhig blieb. Nur nichts überstürzen, damit würde er es nicht besser machen. Am liebsten würde er ja fliehen, aber so ging es nicht. Ihm passte diese Situation gar nicht. Er liebte die Freiheit zu sehr und außerdem schränkten die Ketten seine Möglichkeiten ein. Er hatte keine Wahl, etwas, was ihm nicht so gut bekam. Dann jedoch sah er auf und blinzelte. Eine Insel? Und er kam hier nicht weg? Ein Seufzen verließ seine Lippen "Aber... ich kann nicht hier bleiben. Ohne den Wald... meine Sippe..." das hielt er nicht aus, weswegen er für einen kurzen Moment die Augen schloss. Er musste hier wegkommen. Irgendwie. Doch erstmal war es vielleicht das beste, wenn er hier blieb. Also nickte er bloß "Ich werde helfen... egal welche Arbeiten anfallen." versprach er. Ein wenig kooperativ sollte man sich in dieser Lage schon zeigen, nur so hatte er eine Chance zu entkommen.

So jedoch blieb er erstmal mit den Fuchswesen allein. Essen und Trinken war eine gute Idee und auch, dass er von den Fesseln befreit werden sollte. Das war schonmal der erste Schritt. Was die fremden Wesen jedoch in ihrer Sprache tuschelten, wusste er nicht, aber ob es so gut war? Doch schließ verließ der sogenannte Tom die Hütte und er war mit Marli allein. Gut, vielleicht war sie ja kooperativ? Wobei, begeistert schien sie nicht zu sein, aber wer wusste das schon so genau? Sie zog ein Messer und der Waldelf hoffte inständig, es war um ihn von den Fesseln zu befreien. "Danke für die Hilfe. Du bist also Marli? Schön dich kennenzulernen." Er lächelte ein wenig, denn vielleicht sollte man erstmal freundlich sein "Also... ich würde dir die Hand anbieten, aber... du siehst ja..."
Autor: Suffix Datum/Zeit: Freitag 10 Juni 2016, 10:29
Der restliche Abend war mit Packen und Zählen der liquiden Mittel ausgefüllt. Keine Probleme. Benachrichtigen musste Suffix niemand, Syrena wußte Bescheid und die restlichen Kumpane, die er noch über seine Wiedererlangung seiner Erinnerung in Kenntnis setzen musste, das hatte Zeit. Es konnte also sehr früh los gehen und genau das tat es auch.

Der Lycanthroph brauchte kein Pferd. Suffix durfte mit Chiamara auf ihrem Pferd Platz nehmen und der Ritt inspirierte ihn zu dem 2 Zeiler:

So ein Pferd, schnell wie der Wind
steht nicht in jedem Spind


Doch der Ritt zur Hauptstadt wurde jäh unterbrochen. Mehr als 20 Wächter, ganz offensichtlich aus der Kaserne nach ihren Uniformen zu urteilen, lieferten sich einen Kampf mit noch 8 verbliebenen Gegnern. Die Zivilisten hatten sich verkrümmelt und in ihre Häuser zurückgezogen. Und trotz der Übermacht war das keine einseitige Angelegenheit. Aber Magier sind, so sie gut beschützt werden, immer eine harte Nuss. Und ein solcher war es, der mit Feuerbällen um sich schmiss. Natürlich wollte Suffix sich sofort für die Wächter in den Kampf stürzen. Nein, nein, wenn es unbedingt nötig sein würde, würde er die Wächter unterstützen. So war es richtig. Aber als er Phelans Kommentar hörte („Das ist nicht unser Kampf “), konnte er ihm nur entschieden und begeistert beipflichten. Doch dann begann er, der Wolfsmann, zu wanken - in seiner Meinung. Was aber kein Wunder war, denn vor ihren Augen schlachteten Soldaten einen Mann, der ganz klar zu erkennen gegeben hatte, dass er für sich jedwede Kampfhandlungen einstellen würde, kurzerhand und ohne Gnade ab. „Seit wann ist das denn erlaubt?“ entfuhr es Suffix. Das stand so bestimmt nicht im Ausbildungsprogramm, von der Ethik und Fairness einmal abgesehen. Doch das warf dann schon die nächste Frage auf, waren das tatsächlich die, die sie vorgaben zu sein? Und tatsächlich fand Phelan heraus, dass die Wächter entweder ein Fremdsprachenprogramm durchlaufen hatten oder von ganz woanders herkamen. Verwirrend und dabei hatte es erst begonnen. „Wir sollten das melden “ wobei er nicht hinzufügte, wem, weil er es nämlich selbst nicht wusste. Und damit gab er eindeutig zu erkennen, dass er für eine Umgehung des Kampfes war, so lange man sie noch nicht entdeckt hatte.
Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Freitag 10 Juni 2016, 11:15
Das brauchte man Lykhe nicht zweimal sagen. Sofort griff er in die Schale mit den Heuschrecken und stopfte sich eine gehörige Portion in das Maul.

"Mhh, mept mehr mut", stammelte er mit vollem Mund. Er konnte nicht wirklich sagen, ob die gerösteten Schrecken nun gut schmeckten oder nicht. Aber er hatte Hunger. Und wie hieß es doch so schön: In der Not frisst der Wolf auch Fliegen. Also, was soll's?
Schnell noch ein wenig Wasser zum runterspülen und gleich den nächsten Bissen reingestopft.
Dabei bekam er nur eher beiläufig mit, dass sie dem Freund einen Gefallen tun sollte. Irgendeinen Ober-on fassen und ihn zu den Eindringlingen bringen? - Ach nein, sich bei einem Ober-on melden und dann die Eindringlinge fassen. Und da war noch ein Dorf südwestlich von hier. Oder nordöstlich? Er hoffte nur, Asarra hatte besser aufgepasst.
Und sie stellte auch gleich die richtigen Fragen. Lykhe konnte nur zustimmend murmeln: "Benau, waff für Bemeiwe?"
Dann kaute er noch ein paar Mal durch und schluckte endlich mal runter, so dass er mit leeren Mund sprechen konnte.

"Und sagt mal, äh... alter Freund... ich hab leider deinen Namen vergessen, äh... T'schuldigung - Aber wie heißt der Ort hier doch gleich? Hier ist alles so komisch, weißt du. Nicht das ich nicht gerne hier bin, ist ja irgendwie auch toll. Aber weißt du, wenn ich es mir recht überlege, würde ich eigentlich doch lieber nach Hause gehen. Freilich erst, wenn wir diese Eindringlinge erledigt haben. Kein Problem. Wir kriegen die und machen sie fertig, ja ja. Nichts leichter als das. Aber zeigst du uns dann den Weg hier raus?"
Lykhe sah den alten Mann aus traurigen Augen an. Er wollte wirklich schrecklich gern nach Hause. Oder zumindest dorthin, wo er sich halbwegs auskannte.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Sonntag 12 Juni 2016, 20:48
Runde 10



Haus von Magierin Rosalee - Myriel

Die Fuchsdame war zufrieden, wie schnell diese Myriel es geschafft hatte das Verde aufzunehmen. Dieses Gespür, dass sie eine ganz besondere Magierin war, bestärkte sich mit jeder Minute, die die beiden verbrachten.

Und dann kam aber etwas, was sie nicht hatte vorhersehen können. Oder hatte sie einfach die Wahrheit davor verschlossen, dass diese Frau von Beginn an sehr distanziert schien. Sie hatte es einfach auf die fremde Umgebung geschoben.

“Saruman!“
Rosalee drehte sich von dem kleinen Dschungel ab und ging zum Haus, während sie erläuterte:
“Das hättet Ihr sofort sagen sollen. Ich weiß, Ihr habt mir wohl nicht getraut. Wenn man Saruman trifft kann man nur Misstrauen hegen.
Der Kerl hat einen Weg hier herausgefunden und sagt uns nichts. Da kann er doch nur Ärger im Sinn haben. Wir müssen uns beeilen. Eure Freunde finden und Saruman fangen.“


Dieser Kerl hatte es wieder zu weit getrieben. Viel zu weit.
Hastig lief sie in Haus, bog links ab durch ein Bad und dann in einen Schlafraum, wo sie eilig einen Rucksack packte.
Es gab eine Lösung. Vielleicht würden alle gerettet werden. Wenn sie nur wüssten wie.
Myriels Anwesenheit war in den Hintergrund gedrängt.

“Ich werde Euch unterwegs aufklären und wir werden mit der Magie üben. Braucht ihr irgendwas. Frische Kleidung? Wasserschläuche sollten wir mitnehmen.“

Rosalee dachte nach und redete. Die Türen standen bei ihr offen und sie sprach laut genug, dass es Myriel auch hören konnte, wenn diese ihr nicht gefolgt war. Aber irgendwie glaubte sie zu wissen, dass ihr diese Frau gefolgt war.
Unschlüssig verharrte sie in einer ihrer Packbemühungen.

“Ich weiß nicht, was jetzt am sinnvollsten ist. Ihr kennt eure Gefährten am besten. Können sie uns unterstützen und es ist am besten sie als erstes zu finden, oder doch erst Saruman aufsuchen? Ich hoffe nicht, dass beide Vorschläge zur Burg führen.“


~~


Dorf - Fjalladis, Magnati

Kurz nickte der Elf den beiden zu, als sie sich vorstellten. Lange hatte er seinen elfischen Namen nicht mehr aus fremdem Munde gehört. Und er hatte schon lange nicht mehr solche Fragen gehört. Fragen, die typisch waren, von Verstand zeugten, aber auch etwas verwirrten.

Ihr überrascht mich. Ihr seid nicht freiwillig hier. Und sucht einen Elfen. Und das ohne gewusst zu haben, wohin ihr gelangen werdet. Ist er Magier? Dann ist er in einer der Ortschaften, oder in der Burg, wo es auch solche Portale gibt. Ist er kein Magier, dann landet er wer weiß wo.
Was uns zu der Frage der Magie bringt.


Er schaute die Hochelfe an, die sich über diesen Punkt Gedanken gemacht hatte.

Das ist kompliziert, aber ich möchte es mal so sagen. Man musste sich hier andere Wege suchen Mana zu ersetzen. Und ein Magier, der leider nicht mehr ist, hat herausgefunden, dass man sich des Lebenssaftes der Pflanzen bedienen kann.

Er hob seine Hand und ließ etwas von der grünen Masse von einen der umstehenden Bäumen zu sich strömen. Dann leitete er einen Teil zu Fjalladis, genau vor die Nase, damit sie sich stärken konnte, auch wenn er wusste, dass die anderen dies nicht gutheißen würden, weil die Neuankömmlinge, die nicht freiwillig hier waren zu Anfang oft aggressiv waren und teilweise sogar noch sind.

Nur können alleine Magier diese Macht nutzen. Und diese Magie ist mehr als unberechenbar geworden. Wir müssen schon aufpassen, weil die alten Zauber hier anders oder auch zehnfach stärker wirken. Aber das ist noch eine andere Gefahr.

Ihr Sprecher nahm ein Schluck Wasser und versuchte alles zu ordnen. Shie’lljardion wählte seine Worte mit Vorsicht, da er der hübschen Elfe keine Angst einjagen wollte. Und es gab hier so wenige wie sie und erst recht keine Frau.

Die Magie wird hier gebraucht, damit das Wasser nicht über sie herein bricht und alle sterben. Dies war mal eine Insel. Und dann kamen die Erdbeben und die Insel verschwand im Wasser. Die Magier der Insel konnte eine Kuppel über einen Teil ziehen – der andere liegt seit Jahrhunderten unter Wasser - und haben all ihre Kraft gebraucht diese aufrecht zu halten. Dann ging das Mana zu Ende und Verde wurde eingesetzt. Aber damit dieser Mana-Ersatz nicht die Fauna zerstört wurden die Kuppeln verkleinert – nur um die wichtigsten Orte der Insel mit Wegen. Und Magier wurden gesucht in der alten Welt, damit sie Kuppelhelfer wurden.

Oder auch nach einem Weg zurück, heraus aus diesem Gefängnis. Damit sie endlich gerettet würden. Nur sagte es der braunhaarige Elf nicht laut, da er dachte, dass seine Gesprächspartnerin dies nicht erfreut aufnehmen würde. Dazu wäre immer noch Zeit – später.

Ein Mensch, der sich auch in der Runde befand schüttelte ob der ungesagten Dinge den Kopf, sagte aber noch nichts.

Diese Magie um uns herum, Tag ein Tag aus, hat die Insel verändert. Tiere sind entstanden, die es nicht geben sollte. Oder die Magie verändert einfach etwas. Da gibt es Orte, die sollte man nicht aufsuchen, da dort immer magische Gefahren lauern. Oder eben unsere anderen Inselbewohner, die Magier aufnehmen wollen, aber jeder andere, der hier ernährt werden muss und nicht Kuppelhelfer werden kann ist unerwünscht. Wenn der, den ihr sucht kein Magier ist, wäre es für ihn besser, wenn er irgendwo gelandet ist, wo keine Gefahren lauern.

Er schwieg. Dachte darüber nach, was noch alles gefragt wurde. Da meldete sich der Drache und wollte die Umgebung erkunden.
Einer der Fuchsteufel, ein weibliches Exemplar meldete sich zu Wort:
Ihr müsst aufpassen. Wegen Kuppel. Das alles sieht nur aus wie Himmel und Bäume und so. Ihr könntet plötzlich gegen Kuppel fliegen und stürzen. Vielleicht ich euch zeigen. Ich kenne hier. Ich kann zeichnen Karte.

Shie’lljardion bestätigte, wovor die heimische Bewohnerin gewarnt hatte.
Und ich würde euch, Lady Fjalladis, gerne die Magie erlernen. Ihr werdet sie sicher gebrauchen, wenn wir euren Freund suchen wollen. Aber ich verstehe, wenn ihr zusammen bleiben wollt. Alles ist so neu. Die Leute, die Umgebung. Sicher misstraut ihr noch allem.

Und jetzt meldete sich doch noch der Mensch, der auch schon einige Jahre auf dem Buckel hatte und griesgrämig zugehört hatte:
„Und trotzdem müssen sie sich dran gewöhnen. Sie kommen doch eh nicht mehr weg hier. Warum sagst du es ihnen nicht. Wir suchen seit Ewigkeiten nach einem Weg und finden keinen. Und Kinder gibt es auch kaum. Gewöhnt euch schnell dran und gliedert euch ein. Sonst sterben wir alle und die Fuchsteufel sterben komplett aus.“

Er erntete viele giftige Blicke  für diese Worte – unter anderem von dem Elfen und der Ober-an.


~~


Naveen, Runshak, Darius

Diese komischen Tiere waren robuster, als erwartet. Runshak hatte seine zwei Angreifer schnell niedergestreckt. Der Bauch war ungeschützt und die Klinge ging mit der Kraft leicht durch das dortige Fell. Das andere Tier wurde stark getroffen, ergriff soweit es ging die Flucht. Nur weit würde es nicht kommen, bevor es verblutet wäre.
Der übrig gebliebene Angreifer wirkte, als wenn er sich das alles angeschaut hätte und sprang plötzlich auf Naveen zu, als wenn dieser sich das schwächste Glied in der Kette ausgesucht hätte. Der Schneider hatte jedoch genug mit seinen Gegnern zu tun, dass er die Gefahr erst erkannte, als die drei Angreifer zurückwichen um dieses kräftige Hyänenreptil seine Beute zu überlassen.
Die drei Angreifer von Naveen wendeten sich unterdessen an Runshak.

Darius Gegner sprangen zwar teilweise an ihm vorbei, weil er geschickt ausgewichen war, aber auch er konnte bei der Schnelligkeit dieser Kreaturen nur ein Tier verletzen. Der Verwundete jaulte auf und floh in die Felder. Die anderen zwei nahmen den Angriff direkt wieder auf. Aggressiver als zuvor.

Die Fuchsmänner waren selber auch genug beschäftigt. Der hintere Mann mit den langen Messer führte schnelle kurze Stiche in Bauch und Halsgegend aus um jedoch auch wieder schnellstmöglich zu verschwinden. Speziell die Leistengegend versuchte er zu erreichen. Damit hatte er schnell zwei der Tiere erledigt.
Der Magier ließ einen der Wesen mindestens fünf Schritt weit fliegen, mit einem großen Loch im Körper. Jedoch war er jetzt so gut wie ungeschützt, weil er nicht direkt wieder zaubern konnte und wurde an den Beinen verletzt, so dass er in die Knie fallen musste.


~~


Burgturm - Asarra, Lykhe, Svarog

Saruman schüttelte seinen Kopf, als er sah, dass sich die Fremden die Heuschrecken so in den Mund steckten.

Ihr müsst die Hülle aufknacken und nur das Fleisch in der Mitte essen. Es ist nicht viel, aber davon können wir hier in Übermaß züchten

Er zeigte den Dreien, wie die Schalen der Heuschrecken zu brechen waren und stellte sich nebenbei als Saruman vor.

Ihr solltet die anderen Fremden nicht töten, sondern nur hierher bringen. Für euch wird es schwierig sein sie zu finden, daher braucht ihr Hilfe. Die Unterstützung erkennt Fremde sofort. Auch wenn sie ihr Aussehen verändern können. Ich weiß nicht wie viele es sein werden. Vielleicht drei, vielleicht aber auch noch mehr. Ein Krieger sollte hier angekommen sein und ein Elf, eventuell ein Drache. Sie müssen nicht an den gleichen Orten sein. Daher wird die Suche schwierig. Aber ich brauche sie lebend.

Er wusste nicht, ob er sie noch gebrauchen konnte. Insbesondere, weil er immer noch hoffte, dass diese Myriel sich auf seine Seite begeben würde. Und er hatte ihr gesagt, dass den anderen nichts geschehen würde.

Er legte ihnen Wasserschläuche auf dem Tisch und einen kleinen Sack mit Heuschrecken. Zudem ein zusammen gerolltes Pergament.

Geht den Weg zurück, den ihr gekommen seid. Also durch die Höhle, immer rechts haltend, und dann in dem Raum der Heuschrecken den anderen Ausgang, eine Art Scheunentor, nutzen. Da führt ein Weg zu einem Dorf. Dort werdet ihr sicher direkt zu dem Dorf-Oberen geführt. Dem gebt das Pergament. Er wird euch helfen. Beeilt euch, damit ihr dort seid, bevor es dunkel wird. In der Dunkelheit lauern Gefahren auf dem Weg zu diesem Dorf.
Ich muss jetzt los. Wenn ich zurück bin, reden wir über eure Heimkehr.


Damit ging er zu dem Balkon und sprang einfach über die Brüstung. Unten war jedoch nichts von einem Aufprall zu sehen. Nur das Pentagramm leuchtete noch leicht grünlich.

Die drei waren einfach allein gelassen in einer Burg. Eigentlich könnten sie machen, was sie wollten. Aber dieser Auftrag schien ja auch irgendwie wichtig zu sein. Kaum war dieser Saruman weg, könnten sie sich fühlen wie Kinder die sturmfreie Bude hatten.


~~


Fischerdorf – A’selafeyon

Die junge Frau ignorierte die Worte und das Lächeln des Waldelfen. Man konnte auch nicht erkennen, ob sie ihn verstand. Aber das musste sie wohl, denn dieser Ober-on hatte in der in Aylann genutzten allgemeinen Sprache mit ihr geredet.

Als sie näher kam, hatte Fey einen Blick auf feine Gesichtszüge unter der hellroten Fellbehaarung. Ihre Lippen waren fein geschwungen und ihre Augen hatten ein helles braun mit langen dunklen Wimpern. Als Marli sich mit dem Messer zu ihm vorbeugte würde der Dieb ein blumigen Duft vernehmen können.
Dieses Fischermesser kam ihm verdächtig nah, schnitt ihm dann aber doch nur die Fesseln durch.
Währenddessen hauchte sie ihm leise ins Ohr:

“Flieht. In diesem Dorf sind viele gegen Neuankömmlinge. Flieht zum anderen Dorf auf der anderen Seite des Sees oder zu Rosalee. Die sind freundlicher. Ich werde heute am frühen Abend die Wache vor der Tür ablenken.“ Das gesagte kam mit leichtem Akzent, da sie offensichtlich nicht oft in dieser Sprache kommunizierte.

Marli legte noch die Finger auf ihren Mund, damit dieser Jüngling bloß nicht anfing Fragen zu stellen. Direkt nachdem seine Fesseln getrennt waren ging das Fuchsmädchen zu einer Wand, in der sich eine Art Schranktür befand. Sie hatte den Schlüssel für die Tür und holte daraus den Rucksack des Gefangenen, den sie ihm vorsichtig an die Pritsche legte und den Ausgang benutzte, ohne noch ein weiteres Wort zu hinterlassen.


~~


Land Dragonia

Wie immer konnte sich Chiamara auf die Ohren, die Nase und die Augen des Lykantrophen verlassen. Wenn er nicht gewesen wäre, hätte es die ehemalige Soldatin als ganz normalen alltäglichen Einsatz der Wache gehalten. Aber das mit dem Akzent ließ sie doch etwas genauer hinschauen.
Ein Mann, der umgebracht wurde, obwohl er keine Waffe mehr trug. Die Art des Kampfes erinnerte sie an ihre Jugend, jedoch konnte die blonde Frau nicht erkennen, ob diese Männer und vielleicht Frauen auch jung waren. Aggressiv, unbeherrscht, brutal.

“Lasst mich näher heran reiten. Irgendwie habe ich da ein ungutes Gefühl. Vielleicht kann ich es besser einschätzen, wenn ich mehr von ihnen mitbekomme. Die Entfernung ist noch zu weit, meine Augen und Ohren zu schlecht. Aber das gefällt mir gerade gar nicht dort hinten.“

Vivo näherte sich mit seinen Reitern der Szene etwas, bevor Chiamara nochmals Halt machte.
“Suffix, bleib bitte in Pfeil-Abstand. Ich möchte mich auf gute Rückendeckung verlassen können.“
Nachdem Suffix abgestiegen war, näherte sich die Kriegerin dem Kampf zügig bis auf hundert Schritt, versuchte dabei alles aufzunehmen um die Situation richtig zu erfassen.
Sie war sich sicher, dass Phelan bei ihr in der Nähe war und auf alles gefasst war.

Ihr Auftauchen brachte Unruhe in den Kampf. Die Soldaten hatten eben noch zwei Menschen der kleineren Gruppe getötet. Der Magier und der Echsenmann hatten auch gute Ausbeute gemacht. Aber über kurz über lang würden sie unterliegen, da die Soldaten zu viele waren.
Der Magier sah die zwei Neuankömmlinge zuerst und warnte seine Kampfgefährten.
“Scheiße, die sprechen meine Muttersprache,“ murmelte sie leise zu sich.
Aber nicht nur die Kampfgefährten – abgesehen von dem Echsenmann und eine dunkelhaarigen Frau - reagierten auf das Gesagte und schauten kurz zu ihnen, sondern auch die Soldaten.

“Phelan,“ rief sie lauter, “Die Soldaten sind Ostländer, keine Dragonier. Das soll nur nach einem Angriff aussehen.“ Und schlachten die anderen ab, dachte sie, ohne es auszusprechen.
Chiamara drehte ihren Kopf zu Suffix, gab ein Handzeichen, dass sie ihn brauchte. Sogleich gab sie ihrem Hengst einen leichten Druck mit den Schenkeln. Obwohl sie dies so lange nicht mehr getan hatte, reagierte Vivo prompt und in ihr machte sich ein bekanntes Gefühl breit.
Und doch sträubte sich alles in ihr dagegen sich gegen ehemalige Landsleute zu wenden. Selbst ihr Pferd merkte ihr zögern und wurde kurzzeitig langsamer du trotzdem waren die paar Meter schnell überbrückt.

Eigentlich hatte sich Chiamara vorgenommen mit ihnen zu reden, aber schon löste sich ein Trupp von zehn Soldaten und wandte sich an den Lykantrophen und die Kriegerin.
“Ihr wurdet wohl nicht vor uns gewarnt oder wart euch sicher, dass hier keiner der Helden mehr ist.“ Alles gut vorbereitet war das. Chiamara zog ihre Waffen ohne weiter über die Herkunft der Angreifer nachzudenken.




Autor: Suffix Datum/Zeit: Donnerstag 16 Juni 2016, 09:54
Es hätte alles so schön sein können, aber ersten kommt es anders und zweitens…aber alles Jammern half nichts. Suffix würde Chiamara nicht im Stich lassen. Er ließ den Bogen von der Schulter gleiten, tarnen und täuschen war jetzt nicht mehr nötig, und legte auch schon mal einen der Pfeile ein. Das geschah ohne Nachzudenken, eine Bewegung, die er inzwischen im Schlaf beherrschte. So konnte er sich auf das Geschehen vor ihm konzentrieren. Die erklärenden Worte Chiamaras drangen nur unvollständig zu ihm, aber auch so konnte er sich darauf einen Reim machen. Verkleidete Ostländerer, solche Gauner auch.
Als er sah, dass Chiamara ihre Waffe zog, war das auch für ihn das Zeichen, jetzt in das Geschehen aktiv einzugreifen.  10 Soldaten hatten sich gelöst und schickten sich an auf die Soldatin und den Lykantroph loszugehen. Wohl noch etwas außer Übung, aber schon der erste Schuss traf. Mit dem zweiten Pfeil hatte er weniger Glück, dafür waren der dritte und vierte wieder schöne Treffer. Aber eines wusste er auch, sie würden ihn hier nicht so ohne Weiteres schießen lassen, einen Schützen von der Galerie hat man niemals gern, wenn er dann auch noch Schaden anrichten, noch weniger.

- 4 Pfeile noch 45 übrig
3 Treffer mit 69 AW
Autor: Phelan Datum/Zeit: Donnerstag 16 Juni 2016, 19:28
Phelan nickte der Kriegerin zu und entschied sich auch selbst dazu näher an den Kampf heranzurücken. Dazu entfernte er sich aber etwas von seiner Gildenschwester und versuchte möglichst in Deckung zu bleiben, während sie auf ihrem stolzen Streitross die Aufmerksamkeit der Fremden auf sich ziehen würde. Im Zweifelsvoll konnte ein Angriff von unerwarter Seite von Vorteil für sie sein.

Unterwegs ließ Chiamara den Barden absteigen und ein zufriedenes Grinsen huschte über das Wolfsmaul des Lykantrophen. Im Nahkampf wäre ihnen Suffix kaum eine große Hilfe – nicht gegen kampferprobte Gegner wie diese – aber seine Pfeile würden den angeblichen Soldaten das Leben verdammt schwer machen.

Auf den Zuruf der Kriegerin hin fragte sich Phelan ob er das Überraschungsmoment verloren hatte. Doch soweit er es beurteilen konnte, hatten die Kämpfenden noch nicht bemerkt wo er sich versteckte. Letztendlich war das aber ohnehin egal, denn die Blondine trieb ihr Pferd an und der Tiermann musste sich beeilen um schrittzuhalten. An seine Deckung konnte er dabei nicht denken. Dafür versuchte er wieder näher an seine Gildenschwester heranzukommen, denn so würden sie sich besser unterstützen können.

Etwa die Hälfte der Soldaten kam ihnen inzwischen entgegen und schon verlangten ihnen die Pfeile des Barden den ersten Blutzoll ab. Ob es dieser Haufen nicht übertrieb und ob die verbliebenen Uniformierten ausreichten, um den Magier, die Echse und ihre Gefährten unter Kontrolle zu halten, war wahrlich nicht sein Problem und so stürzte sich Phelan mit weit weniger Zögern als Chiamara ins Getümmel.

Den ersten Gegner sprang er regelrecht an, nach dem zweiten trat er schon im nächsten Augenblick mit einer Wucht, die ausgereicht hätte einen mittelgroßen Ochsen von den Hufen zu hauen, und kaum einen Wimpernschlag später fuhr seine Pranken auf ein drittes Opfer nieder.

Doch auch die falschen Soldaten waren in der Zwischenzeit nicht untätig geblieben. Gut organisiert waren sie, das musste man ihnen lassen. Und so sausten drei Klingen auf Phelan nieder. Sein wilder Angriff hatte die Gegner etwas ins Wanken gebracht, und das half dabei dem ersten Schwertstreich auszuweichen, doch bei den folgenden konnte er nur versuchen den Schaden zu minimieren. Zwei lange Schnittwunden an seinem Oberarm und an der Hüfte ließen die Frage offen wie erfolgreich er dabei gewesen war…

AWs: 73, 69, 73
Schaden: 13, 11
32/56 Leben
Autor: svarog1 Datum/Zeit: Freitag 17 Juni 2016, 18:59
Gierig saugt Svarog die Quest Informationen auf. Normalerweise würde er keine weitere Aufträge annehmen, wenn er den vorhergehende noch nicht abschliessen konnte. Durch die Freundschaft und das versprechen des Magiers ihnen heraus zu helfen macht Svarog eine ausnahmen.

Lykhe kassiert ein abschätzigen blick von Svarog, als dieser sich auf die Heuschrecken stürzt. 'Ein Wolff frisst Fleisch kein widerlichen Insekten!'  Dabei verdrängt Svarog, dass jagt Misserfolge ihn auch schon gezwungen haben Krabbeltiere zu verschlinge.

Ungeduldig packt Svarog einen Trinkschlauch und nimmt einige schlucke. Der Mann der über die Brüstung gesprungen ist schenkt er keine Beachtung, die stärken Wölfe machten dies Ständig.

An seinen Gefährten gerichtet meint er knapp:
„Los! Lass uns gehen.“
Da Svarog nicht lesen kann interessiert ihn das Pergament nicht.

+ 1 Rucksack
+ 1 Wasserschlauch
Autor: Myriel Datum/Zeit: Freitag 17 Juni 2016, 21:49
Saruman also. Doch der Name war nicht das einzig Interessante, das Myriel aus Rosalees Worten heraus filterte. „Der Kerl hat einen Weg hier herausgefunden und sagt uns nichts.“ Das hörte sich ganz so an, als ob der Rest der Bewohner in dieser Welt fest saß. Kurz verengten sich die Augen der Druidin zu schmalen Schlitzen. Wann hatte die Fuchsdame ihr das wohl eröffnen wollen? Wenn es tatsächlich so war, dass der Magier Saruman als Einziger in der Lage war nach Aylann zu gelangen, musste sie ihn in die Finger kriegen. Er war ihre Fahrkarte nach Hause.

Myriel füllte ihre Wasserflasche auf und dachte kurz über Rosalees Frage nach. Wie viel sollte sie der Fuchsfrau anvertrauen? Nicht mehr, als unbedingt sein musste, beschloss sie, und antwortete:

Wir suchen erst meine Gefährten. Wenn sie nicht nützlich für mich wären, wären sie schon tot.

Eigentlich entsprach es nicht ihrer derzeitigen Lage, dass sie diejenige war, die bestimmte was zu tun sein. Trotzdem war ihre Antwort gewohnheitsgemäß keine Frage, sondern eher eine Feststellung gewesen.

Seid Ihr fertig? Pflanzen werden wir kaum mitnehmen können, oder? Sie haben eine wesentlich unpraktischere Größe als Manatränke muss ich sagen. Lasst uns gehen, und erzählt mir alles, was ich über die Magie in diesem Land wissen muss. Es wäre nicht gut wenn ich meine Kräfte in eine falsche Richtung kanalisieren würde, denn für gewöhnlich vermag ich deutlich mehr zu tun als nur ein Tischchen durch die Gegend zu schieben. Was hat es mit diesem Saruman auf sich? Und was meintet Ihr damit als Ihr von der alten Welt gesprochen habt? Wo genau sind wir hier?
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Sonntag 19 Juni 2016, 15:01
Magie aus Pflanzen...? Beeindruckt verfolgte Fjalladis, wie der Elf etwas grünliche Substanz aus den umliegenden Bäumen in sich aufnahm. Als ein Teil davon plötzlich auch zu ihr und Magnati herübergewabert kam, versteifte die Elfe sich unwillkürlich, widerstand jedoch dem Impuls, misstrauisch zurückzuweichen. Sie spürte keine schädliche Aura um die grüne Wolke herum, erinnerte sich jedoch an die Situation am Pentagramm kurz zuvor und hob schließlich eine Hand, um die fremdartige Magie in sich aufzunehmen. Sie fühlte sich so gänzlich anders an als die Magie in ihrer eigenen Welt. So spürte sie zwar deren Kraft, doch das Bestreben, sie einsetzen zu wollen, glich dem Versuch, eine Medizin aus einer Flasche gießen zu wollen, in die man statt der üblichen Tinktur eine Salbe gegeben hatte.

„Ein interessante Form der Magie... Doch in welcher Art und Weise unberechenbar? Schadet sie ihrem Anwender möglicherweise...?“

Der Elf zumindest wirkte relativ normal und schien nicht übermäßig angegriffen von dem seltsamen Grün, obgleich er immerhin schon zwanzig Jahre an diesem Ort verweilte. Auf dieser untergegangenen Insel... Und obwohl ihre Gastgeber sich als recht freundlich erwiesen hatten, so wirkte doch keiner der Anwesenden besonders glücklich. Vielmehr schien eine gewisse Spannung zu herrschen, die sich nicht einmal auf Magnatis ehrfurchtgebietende Präsenz zurückführen ließ.

Die Priesterin hielt sich mit weiteren Fragen vorerst zurück und überließ ganz dem Drachen das Wort. Aus der Luft würde Magnati möglicherweise die verschollenen Gefährten erspüren können...

Ohne meine Magie bin ich Euch keine Hilfe. Ich muss wissen, wie man sie hier einsetzt, damit wir zurückgelangen können...

Sie erhob sich, als der Drache die Halle verließ, und blickte ihm hinterher. In Anbetracht der drängenden Zeit war dies vermutlich die beste Lösung, doch mit Magnati verließ sie auch der letzte Rest an Sicherheit. Einen Moment lang wirkte die Hochelfe, als wolle sie dem Drachen noch etwas mitteilen, doch dann biss sie sich auf die Unterlippe und wandte sich erhobenen Hauptes dem Elfen zu.

„Je schneller ich die hiesige Magie zu beherrschen lerne, desto besser.“ Sie trank das Wasser, das sie noch immer in der Hand hielt, in einem Zug leer und stellte das Gefäß zur Seite. Dann schritt sie auf den Elfen zu. Die Worte des griesgrämigen Menschen in der einen Ecke der Halle waren ihr nicht entgangen, warfen aber natürlich ein nicht unbedeutend verändertes Licht auf das zuvor Gehörte.

„Eine Sackgasse? Ist es das? Ein Gefängnis? Eine Falle? Ihr seid nicht freiwillig hier... Wie groß ist der verbliebene Teil dieser Insel? Wären alle Bewohner dieses Dorfes bereit, diesen Ort zu verlassen, sobald sich eine Möglichkeit böte?“ Sie blickte forschend in das Gesicht Shie’lljardions, als suche sie dort nach Antworten, die er ihr nicht offen sagen wollte. „Ich habe von einem Magier gelesen, der zwischen diesen Welten zu wandeln vermag. Es muss also einen Weg geben und wir werden ihn finden. Sagt mir alles, was Ihr über diese Portale wisst, und über alle großen Magier, die hier in den letzten Jahren lebten. Vor allem über einen gewissen Saruman...“

Sie bemühte sich, trotz des innerlich nagenden Gefühls der Schutz- und Hilflosigkeit, das von Magnatis Abwesenheit noch einmal verstärkt worden war, nach außen hin Optimismus und Zuversicht auszustrahlen, wie sie es in ihrem Beruf üblicherweise tat. Wenn die meisten Magier an diesem Ort so waren wie der griesgrämige Alte, so war es vermutlich kein Wunder, dass bisher kein Weg zurück gefunden worden war...
Autor: Darius Datum/Zeit: Sonntag 19 Juni 2016, 21:55
Die seltsamen Vierbeiner stelleten sich einzeln als keine große Herausforderung dar, aber sie waren nur zu fünft. Sicher gingen einige von ihnen nieder, dafür kämpfte die Verbliebenen umso härter, zumindest soweit er dies auf die Schnelle sehen konnte. Verletzungen konnten sie sich hier nicht leisten, denn selbst die besten Heiltränke konnten nicht alles kurieren.

So zog er sich knurrend vor seinen Beiden Kontrahenten zurück, nahm einen der kleinen Manatränke von seinem Geschirr und stürtzte diesen rasch herunter. In Erwartung eines Energieschubes löste er seine Verwandlung auf und läutete auch zugleich das Ende dieses Kampfes ein, denn Irator hatte nicht vor sich mit bloßen Tieren herumärgern zu müssen.

Der Lykantroph grollte bedrohlich und dieses Grollen wurde tiefer und lauter, als er zu wachsen begann. Schuppen kamen unter dem verschwindenen Pelz zum Vorschein, lange Hörner wuchsen ihm aus dem Schädel, Krallen und Zähne wurden länger, bis Flügel aus seinem Rücken hervorbrachen. Nur in wenigen Augenblicken war aus dem Lykantrophen ein Drache geworden, doch damit hörte es nicht auf. Nein, um die Tiere zu vertreiben entfesselte er seine Aura. Besser gesagt er versuchte es.

Wie gewöhnlich sammelte er seine magische Kraft um seine normale Ausstrahlung zu verstärken und die Wahrnehmung der Tiere zu verzerren, damit sie ihn fürchteten, was zu seiner großen Überraschung nur darin mündete, dass sich seine verbliebene Macht verflüchtigte. Dieses Phänomen war ihm noch nie untergekommen. Selbst ein gescheiterter Versuch... dafür blieb keine Zeit. Wenn ihm diese Fähigkeit nicht den Sieg bescheren sollte, dann musste er sich auf eine andere Möglichkeit besinnen.

Darius breitete seine Flügel aus und nahm einen tiefen Atemzug nur um kurz darauf einen donnernden Jagdschrei loszulassen.

"GRRRRROOOOOOOOOAAAAAARRRR!!!"


-12  Mana (0/25), -1 kl. Manatrank, Drachenfurcht schlägt fehl
Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Montag 20 Juni 2016, 12:04
Den abschätzigen Blick von Svarog ignorierend, stopfte sich Lykhe so viele von diesen Insekten ins Maul, wie er konnte. Der ist ja nur neidisch, sagte er sich.
Aber als der Alte ihm zeigte, wie man die Dinger aufknackte, machte Lykhe es ihm nach und poolte das Fleisch vorsichtig mit einer Kralle aus der Schale.
"Schmeckt ja tatsächlich", sagte er. Und dieses Mal konnte man es auch verstehen. Bei den Erklärungen des Alten hörte er nur mit einem Ohr hin. Was konnte daran so schwierig sein? Zurück gehen, das Scheunentor benutzen, den Zettel zum Dorfobersten bringen und dann die Fremden finden. Bei dem Wort "Drache" wurde er jedoch hellhörig. Er hatte schon mehrere Drachen kennengelernt. Einer hat ihn mal fressen wollen, die anderen Beiden waren netter. Darius zum Beispiel war sogar so etwas wie ein Freund für ihn. - He, hatte er nicht vor Kurzem noch mit Darius vor diesem seltsamen Stein gestanden? Und war er nicht genau danach hier in dieser Welt gelandet?

In diesem Moment hechtete der Alte über den Balkon. Lykhe sprang hinterher. Aber nur um zu sehen, wo der Mann gelandet war. Überrascht starrte Lykhe über die Brüstung und sah nach unten. Keine Leiche, kein Blutfleck. Der Mensch war einfach verschwunden.

"Iss ja 'n toller Trick", stammelte er und stapfte wieder in den Raum zurück. Jetzt, wo sie wieder unter sich waren, griff er sich noch einmal eine Pranke voller Heuschrecken, schaute Svarog herausfordernd an und sagte: "Fleisch rauspoolen ist was für Schwanzlose." Und stopfte sich noch einmal das Maul mit diesen Viechern voll. Er kaute knirschend und zuckte mit den Schultern: "Wapp denn? Ipp hap Humpa."

Im Gegensatz zu Svarog hatte er es nicht so eilig gleich wieder aufzubrechen. Das mit der Warnung vor der Dunkelheit hatte er gar nicht so richtig ernst genommen und das Dorf würde ihnen bestimmt nicht davon laufen. Jetzt, wo Saruman fort war, wollte er sich wenigstens noch einmal gründlich in dem Turm umsehen. Vielleicht fand man ja was Nützliches. Oder besser noch: Was anderes zum Essen.
Autor: Naveen Datum/Zeit: Montag 20 Juni 2016, 14:42
Naveen schrie und fluchte und kämpfte. Er hatte Schmerzen und in seiner Wut schlug er wild und blind um sich, ohne jedoch dadurch irgendeines der Tiere zu erwischen. Man konnte allerdings ebenfalls von Glück sprechen, dass er mit diesem kopflosen Umhergefuchtel auch nicht sich oder einen seiner Begleiter verletzte.

Plötzlich ließen die drei Viecher, die ihn so eingekesselt hatten von ihm ab und wandten sich Runshak zu. Der Elf stutzte, nahm das aber einen kurzen Augenblick wohlwollend zur Kenntnis. An diesem Ork war schließlich auch mehr dran, als an ihm und welche ausgehungerte Bestie leckte schon gerne Knochen?

Doch der Schneider hatte sich zu früh gefreut. Ein anderes, einzelnes Tier trat auf ihn zu und sein Blick taxierte Naveen, als sei er ein gelungener Festbraten. Der Elf schritt einen Schritt zurück, noch einen.. und machte sich dann klar, dass Weglaufen hier nicht helfen würde. Er griff sein Schwert fest, atmete tief ein und aus und versuchte sich daran zu erinnern, was Christian ihm über den Schwertkampf beigebracht hatte. Sicherer Stand, fester Griff, locker im Gelenk und.. hopp.. stach der Elf in Richtung des Angreifers - und traf ins Leere. Schwer bemühte er sich um sein Gleichgewicht.
Autor: Runshak Datum/Zeit: Mittwoch 22 Juni 2016, 00:39
Diese schuppigen Köter hatten Runshaks Angriffen wenig entgegen zu setzen. Das Vieh, dem Runshak den Bauch aufgeschlitzt hatte, blieb liegen während das zweite nach dem Treffer am Kopf die Flucht ergriff. Allerdings deutete die Blutspur, die es hinter sich herzog, darauf hin, dass es nicht sonderlich weit kommen würde.

Der große war daraufhin in Richtung des Spitzohrs los gerannt. Scheinbar war ihm der Ork für den Anfang eine Nummer zu groß. „He! Hiergeblieben!“ rief die Grünhaut der Kreatur hinterher und nahm die Verfolgung auf. Ihm kamen auch gleich die drei Biester entgegen, die eben noch gegen Naveen gekämpft hatten. Wenn die aber schon nicht mit dem schwächlichen Baumknutscher fertig werden konnten, dann wären sie für den schwer gepanzerten Krieger erst recht keine Bedrohung. Als sie ihm dann entgegen sprangen, hob der Waffenmeister sein Schwert und führte in vollem Lauf einen Rundumschlag aus. Da sich seine Ziele gerade in der Luft befanden, würden sie wohl kaum ausweichen können.

Rundumschlag mit AW 39 (+ X); doppelter Schaden

Er achtete danach nicht weiter auf die drei Schwächlinge, sondern stürmte auf das große Ungeheuer zu, dass gerade einem Angriff des Elfen ausgewichen war.

AW40 gegen den Schwanz des großen Ungeheuers; doppelter Schaden
Autor: Asarra Datum/Zeit: Mittwoch 22 Juni 2016, 08:44
Asarra steckte ein wenig in der Zwickmühle. Für ihren Geschmack hatte sie entschieden zu wenig Informationen, vor allem über die Fremden die sie finden und hierher eskortieren sollten. Allerdings war sie sich auch gewöhnt nicht alles gesagt zu bekommen, und schliesslich war Saruman ein alter Freund. Er würde sie schon um nichts bitten, dass nicht auch wirklich wichtig war.

Als er so mir nichts, dir nichts einfach über die Brüstung des Balkons sprang war die Amazone durchaus erstaunt. Allerdings wunderte es sie weniger, dass Lykhe keinen toten am Fusse des Turmes sah. Wieso würde sich der Magier auch umbringen wollen? Das machte wenig Sinn.

Auch Asarra drängte zur Eile, jedoch nicht ohne sich vorher einen Wasserschlauch reichen zu lassen. Man wusste ja nie.
Dann machten sie sich auf den Weg zurück durch die Höhle und zu besagtem Scheunentor.
Autor: Yodxkelyryth Datum/Zeit: Mittwoch 22 Juni 2016, 10:09
Scheinbar war es mit Marli nicht so einfach, wie er es sich erhofft hatte. Sie schien recht kühl und abweisend zu sein, doch was erwartete er auch, er war nur ein Gefangener für die Leute hier? Doch schließlich kam sie näher und sein Herz schlug schneller. Sie würde ihn wirklich nur befreien, damit er frei in der Hütte herumlaufen konnte, oder? Doch die Unsicherheit in ihm war immernoch groß, während er die Frau nun aus der Nähe betrachtete. Sie war recht weiblich und hatte einen angenehmen Duft, er konnte sich gut vorstellen, dass sie eine Schönheit hier im Dorf war, nicht dass er sich mit den Idaelen in diesem Volk auskennen würde. Doch schließlich war er befreit und konnte aufatmen. Doch die Worte, die in seine Ohren gehaucht wurden, überraschten ihn. Sie wollte ihm zur Flucht verhelfen? Ruhig lauschte er ihren Worte, nahm jedes Detail auf und nickte anschließend. Der Plan klang soweit ganz gut, aber Fragen hatte er immernoch einige, allerdings ließ ihre Geste ihn davon abhalten welche zu stellen. Stattdessen nickte er nochmal "Alles klar, ich habe verstanden." Ob er ihr vertrauen konnte, wusste er nicht, doch im Augenblick blieb ihm keine andere Wahl, sie schien es ehrlich zu meinen. Schließlich gab sie ihm den Rucksack und verschwand. Ein kurzes Vergnügen. Nun musste er nur noch einen Weg hier raus finden. Vielleicht war der See die beste Anlaufstelle. Wo Rosalee lag oder wohnte, war sie ein Wesen oder ein Ort, wusste er doch nichteinmal. Es gab noch soviele Fragen.

Doch schließlich war es soweit. Der frühe Abend brach ein und der Waldelf bekam mit, wie die Wache abgelenkt wurde. Es war seine Chance und schnell griff er sich seine Sachen um die Gunst der Stunde zur Flucht zu suchen. Seine Schritte führten ihn raus aus der Hütte und schnell führten ihn seine Schritte in den Schatten. Es dauerte etwas, bis er die Orientierung hatte, doch nach einiger Weile erreichte er den See, wo er sich umsah. Nicht jedoch ohne von Marli überrascht zu werden. Scheinbar wusste sie, wie es weiterging und A'selafeyon ließ sich darauf ein sich von ihr über den See bringen zu lassen. Sie schien schweigsam wie eh und je und doch versuchte er sie anzusprechen, während er im Boot saß und sie ruderte "Was tue ich, wenn ich auf der anderen Seite bin? Und wer oder was wäre Rosalee gewesen?" Und zu guter letzt plagte ihn noch eine Frage "Und... weshalb hilfst du mir so?" Er verstand nicht, weshalb sie sich diese Mühe machte.
Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Mittwoch 22 Juni 2016, 10:53
Lykhe kramte gerade zwischen ein paar nutzlosen Sachen, - es waren hauptsächlich Bücher ("Wer braucht denn sowas?") - als Asarra nun ebenfalls zum Aufbruch drängte. Also schön, dachte er, schnappte sich schnell noch einen der Rucksäcke, die in einer Ecke lagen und stopfte ein aufgerolltes Seil hinein, dass an einem Haken an der Wand hing. Dann lief er wieder zum Tisch des Raumes mit dem Balkon, um sich einen vollen Wasserschlauch und natürlich den Proviantbeutel mit den gerösteten Heuschrecken einzustecken.
Die anderen beiden waren schon auf der Treppe nach unten, da sah er auf dem Tisch noch die Pergamentrolle liegen, die sie dem Dorf-Obersten zeigen sollten.

"Hey, Dragoniter Asarra, sollten wir das Ding hier nicht lieber mitnehmen?", rief er der Amazone nach und eilte ihr mit dem Pergament hinterher. Ein bisschen was hatte er bei der Besprechung doch mitbekommen.

"Wäre ja voll doof, wenn einer nochmal zurücklaufen müsste."

Und um die Sache gleich mal klar zu stellen, fügte er leise hinzu: "Wenn Svarog noch einmal zurücklaufen müsste."

+ 1 Rucksack
+ 1 Seil
+ 1 Wasserschlauch
+ kleiner Sack mit gerösteten Heuschrecken
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Freitag 24 Juni 2016, 20:05
Runde 11


~~


Westdorf - Fjalladis, Magnati

Der braunhaarige Elf hob einer seiner Augenbrauen, ob es nun Amüsement oder Verärgerung ausdrücken sollte, als er den Schwall an Fragen von Fjalladis vernahm.
”Die, die mit der Insel untergegangen sind, sind ganz sicher nicht freiwillig hier. Die Magier, die wie ich hierher gelangt sind, sind alle freiwllig hier. Die Fuchsteufel hier sind die letzten Überlebenden einer Rasse, die wir schon nicht mehr kannten. Sie würden aussterben. Wir suchen nach einem Weg hier heraus. Haben aber bisher noch nichts gefunden, was helfen könnte. Und ja, sie wollen alle gerne hier raus, weil wir nicht wissen, wie lange uns bleibt. Der Tod, in Form von Wassermassen, lauert über uns. Aber zu denen, die zur falschen Zeit am falschen Ort sind. Wenn sie Glück haben, landen sie bei uns. Wenn nicht… Wir glauben, dass das Süddorf schon gemordet hat. Nur um nicht noch mehr durchfüttern zu müssen.“
Shie’lljardions Gesichtzüge zeigten jetzt offensichtlich die menschlichen Züge von Missfallen.

”Vielleicht seid ihr ja die Rettung. Ihr seid mit einem Drachen hierhergekommen. Das hatten wir noch nie. Nehmen wire s als Zeichen.“

Er blickte die weißhaarige Frau ernst an und deutete dann auf den Rand der Halle.
“Also starten wir mit dem Training der Magie. Erst einmal müsst die generelle Dinge erfahren und dann müsst ihr das Verde selbständig aufnehmen können. Das ist oft schwierig, bis es gelingt. Aber einmal erlernt, geht es in Fleisch und Blut über. Lektion 1: Diese Magie ist unberechenbar: Da uns überall die Magie umgibt, verändert sie manchmal etwas. Zum Beispiel die Umgebung, oder die Tiere. Wir haben schon echt komische Tiere hier. Teils ganz harmlos, aber auch einige sehr angriffslustige. Wir haben überall auf der Insel auch Ort, bei denen wir nie wissen, was passiert, wenn wir sie durchqueren. Darum verlässt hier ein Nichtmagier selten alleine seine Ortschaft. Lektion 2: Magie ist unberechenbar:…“
Er lächelte sie kurz ob der Wiederholung an und erzählte ihr, dass die ihr bekannten Zaubersprüche hier etwas andere Wirkungen zeigen. Die Zauber waren um einiges stärker als gewohnt. Ein Feuerball hinterließ im schlimmsten Fall nur noch Knochen. Und der Rankenerker konnten mit messerscharfen Dornen gepickte Ranken sein. Es ging immer so weiter und die Zeit verstrich extrem schnell. Zwischendurch wurde ihnen Brot und Wasser gebracht. Früchte waren hier Mangelware, hatte Fjalladis‘ Lehrer erklärt, und wird daher nur zu besonderen Anlässen gereicht.
Am Abend dann, die Sonne war fast untergegangen, waren sie bei der Aufnahme des Verdes angekommen und die Priesterin musste sich auch darin versuchen den Pflanzen das Grün zu entziehen.

Magnati wiederum schien sich nicht von einem Rundflug abbringen zu wollen und stieg trotz der Warnung der Fuchsdame in die Lüfte.
Diese schüttelte nur den Kopf und begab sich in ihr Haus um für die versprochene Karte eine Feder, Tinte und Pergament zu besorgen. Dann setzte sie sich auf den Marktplatz, fertigte eine Skizze an und blickte immer wieder in den Himmel.

Der Schattendrache hatte schnell das Augenmaß dafür verloren, was noch echt war und was nur eine magische Täuschung. Vielleicht war es auch die sehr tief stehende Sonne, die ihm Schwierigkeiten bereitete den Rand der Wirklichkeit vom Schein zu unterscheiden. Doch wenn er in sich hinein hören würde, könnte er in seinen Schuppen und Flügelspitzen ein Knistern spüren, als wenn man – natürlich in menschlicher Form - Brennnessel berührte. Es wurde stärker, als er sich der Schutzhülle näherte. Und trotzdem stieß er gegen die Außenhaut.
Die Kartenzeichnerin lachte laut auf.
[i<<]Ich gewarnt ihn,>>[/i] sprach sie zu anderen Einwohnern des Dorfes, die sie fragend anblickten, und zeigte hoch zu dem Drachen.

Magnati wiederum sah von oben viele Bäume, einen kleineren See und einen sehr großen, obwohl das auch ein Meer sein könnte. Ein Wald und genau entgegengesetzt auch etwas grün Schimmerndes. Direkt im Umfeld des Dorfes waren nur Felder und Wiesen. Zudem liefen dort mehrere Personen oder Tiere auf das Dorf zu. Aber war das nicht…?

Plötzlich ein Aufschrei der Fuchsteufelin, die fast glaubte, dass das nicht wahr sein konnte. Aber dort kamen mehrere bekannte Personen angelaufen. Einer davon offensichtlich verletzt. Und der Verletzte war ihr Partner. Sie fluchte und rannte ihrem Liebsten entgegen.
<<Krik, Krik,    ?>> Letzteres auf ihrer eigenen Sprache, die Magnati und Fjalladis nicht verstanden.
Denn ihr Rufen konnte man bis in die große Halle hören und lenkte den Elf von seinen Erklärungen ab.


~~


Naveen, Runshak, Darius

Runshak hatte überhaupt keine Probleme mit den Angreifern. Diese waren zu schwächlich, als das sie eine Gefahr für ihn darstellten. Aber diese Viecher war auch nicht auf diese Neulinge eingestellt. Die Magier wussten sie mit der Zeit zu knacken. Denn diese hatten oft die paar Sekunden, in der sie ihre Magie bündelten. Dann konnte sie angreifen. Klar ging da mindestens einer bei drauf, aber die anderen brauchten nur den Moment.
Aber Runshak war kein Magier, sondern ein Krieger, der wusste, wie man sich seinen Angreifern stellte.

Auch der Fuchsmann mit den langen Dolchen konnte sich recht gut seiner Gegner entledigen.
Darius hatte eine etwas ungewohnte, aber effektive Methode entwickelt, seine Gegner in die Flucht zu schlagen. Auch wenn die Magie hier irgendwie nicht funktionieren wollte, so reichte seine imposante Erscheinung und das Gebrüll. Sowas kannten die Wesen nicht. Was sie kannten mussten sie erst beobachten. War das überhaupt Nahrung? Die Tiere flüchteten.

Abgesehen von dem größten Tier, das ganz auf Naveen fixiert war. Er sah weder zu Runshak, der direkt nach seinem Angriff Naveen unterstützen wollte, noch den Fuchsmann mit den Langdolchen, der anstürmte. Ihm reicht ein Biss. Daran würde auch dieses glitzernde Teil in der Hand dieses Opfers nichts ändern. Sie würden alle zu spät kommen.

Doch der Magier war nun bereit zu zaubern und ignorierte die zwei übriggebliebenen Bestien, die nur darauf warteten, dass sie ihn angreifen konnten, wenn er am Schwächsten war. Diese hatten den Drachen nämlich noch nicht gesehen, da der Magier ihnen die Sicht nahm und ihnen jetzt sogar fast den Rücken zudrehte.
Als er zauberte sah man nicht genau, was es war, aber es war tödlich. Gerade noch die Zähne gefletscht, fielen vor Naveen Knochen ohne Fleisch auf den Boden. Des Schneiders Schwertstreich ging ins Leere.

Der Freund des Magiers wusste jedoch von dem was den Magier nun angriff und stürmte ohne weiter auf die drei Fremden zu achten an allen vorbei um die Viecher zu töten.
Sie hatten seinem Kumpel eine große Wunde am Bein und am Bauch zugefügt. Die Kehle war verschont geblieben. Wie wild hackte der junge Fuchsmann auf die Tiere ein. Er war blutbeschmutzt. Man wusste nicht, ob von ihm, dem Magier oder den Tieren. Dann ergriffen auch sie plötzlich die Flucht. Ob es an seinem Angriff lag, oder doch daran, dass sie plötzlich doch mitbekommen hatten, was um sie herum geschehen war.

Nun wo der Kampf vorbei war, konnte sich der Fuchsmann um seinen Freund kümmern, doch dieser schaute nur wie erstarrt an ihm vorbei. Vielleicht war dies der Schock, weil die Wunden größer waren, als man es im ersten Augenblick vermuten konnte. Oder aber dieses Ungetüm, was er plötzlich anstatt des Wolfsmenschen, gesehen hatte. Er ging von letzterem aus und überging es einfach. Solange dieses Ding sie nicht angriff und ihnen sogar bei den Aashunden half, konnte es nicht feindlicher sein, als eine Horde Langflügler.
Der Fuchsmann sprach den verletzten Magier mit beruhigenden Worten an, die die Fremden wieder nicht verstanden. Dann bedeutete er jedenfalls den zwei menschlichen Wesen, dass sie ihren Freund abstützen sollten. Danach ging er voraus zum Dorf. Der Magier war größtenteils still, da er mit Schmerzen zu kämpfen hatte. Und der Blutverlust schwächte ihn zusehends.

Zum Glück war der Weg nicht mehr  sehr weit und die Schritte des gesunden Einheimischen wurden schneller.
Kurzzeitig wurde die untergehende Sonne verdunkelt, was beide Fuchsmänner dazu brachte aufzuschauen, da sie wussten, dass keine Regenphase und demnach keine Wolken geplant waren. Wieder redeten sie wild durcheinander. Dieser Drache am sich verdunkelnden Himmel, ähnlich dem bei ihnen, war unübersehbar. Auch die Helden Dragonias würden ihn sehen und erkennen.

Verstecken müsste man die Fremden sicher nicht mehr. Offenbar war mindestens noch ein fremder Gast anwesend. Die Ober-an würde also schon Bescheid wissen. Hoffentlich gab es keine Sitzung, dachte sich der Fuchsmann mit den Langdolchen. Die anderen würden ihren Tod fordern – wie immer. Jedenfalls diese Riesentiere würden es schwer haben. Die dachten doch nur an Nahrung.

<<Krik, Krik,    ?>> kam es aus dem Dorf zu ihnen hinüber. Schon sah man eine Fuchsfrau anlaufen, die vor dem Verletzten stehen blieb. Sie musterte die beiden Helfer nur kurz und blickte den Magier sanft an und fragte ihn etwas.
Der Magier antwortete ihr erst in ihrer Sprache, nickte dann aber zu den Fremden an seiner Seite und dem Drachen:
Sie haben uns geholfen. Sonst wären wir tot. Sie haben mit meinen Wunden nichts zu tun

Und so kamen Runshak, Darius und Naveen in das Westdorf, in dem sich auch Fjalladis und Magnati befanden.


~~


Fischerdorf/großer See – A’selafeyon

Marli hatte keine Mühe den Wachmann abzulenken, da er eh keine Lust hatte eine scheinbar verschlossene Tür zu bewachen. Dann beobachtete sie die Tür und diesen Mann mit dem unaussprechlichen Namen, als er die Hütte verließ. Er lief zum See und sie folgte ihm, um sich dort erkennen zu geben.
Sie zog eines der kleinen Boote in den See und betete zum Seegott, dass ihre Überfahrt glücklich verläuft.

Auf Wasser stellte sie ihm Fragen und sie bedeutete ihm noch still zu sein. Sehr still, damit die Wasserwesen nicht gestört würden. Vorsichtig ruderte sie weiter und spitzte die Ohren um sich nähernde Gefahren früher erkennen zu können. Immer wieder machte sie Pause beim Rudern, schaute sich in alle Richtungen um. Mit der Zeit konnte das ziemlich ansteckend sein.

Nach mehreren Stunden trat, als sich Fey‘s Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten, einen dunklen Schatten vor ihm aufragen.
Auf diesen Schatten ruderte Marli zu. Fey erkannte Land, welches die Fuchsfrau noch zu umrudern schien. Dann gingen sie an Land.

“Dies ist eine kleine Insel. Hier wohnt niemand und auch sonst überrascht uns hier niemand. Es ist zu bergig. Hier ist nichts, was wir essen könnten. Die paar kleinen Vögel, die hier ihre Nester haben, füllen den Magen kaum. Ich habe die vom Dorf abgewandte Seite genommen, falls Fischer morgen früh nach uns suchen.“
Das junge Mädchen holte zwei Decken aus dem Boot und warf eine davon zu dem Dieb. Die andere breitete sie auf dem sandigen Boden aus und legte sich darauf.

“Rosalee ist, wie ich. Ein Fuchsteufel. Sie ist Magierin. Die gute hier. Und mächtig. Sie wird dir helfen. Aber ich muss dir etwas sagen. Habe keine große Hoffnung. Bisher hat noch niemand den Weg zurück in eure Welt gefunden.“
Marli griff wieder in ihren Rucksack und holte ein Päckchen hervor, in denen sie kleine geräucherte Fische eingewickelt hatte. Sie reichte dem Waldelfen einen davon.

“Warum ich dir helfe? Du weißt nicht… Also, ihr Unwürdigen, wie man böse sagt, kommt nur zufällig hierher. Ihr hattet nie die Absicht. Und doch sagen viele, dass wir normale Menschen nicht brauchen können. Zu viele für die kleine Welt. Vielleicht war der Rat eine gute Entscheidung. Ich weiß es nicht. Ich denke, Rosalee zu suchen ist besser.“
Dem Mädchen war gar nicht eingefallen, dass er vielleicht nicht wusste, wo überhaupt er war.

“Was hast du in deiner Welt gemacht? Also was hast du gearbeitet? Hattest du eine Familie?“
Langsam aß sie ihren Fisch und holte auch noch eine Wasserflasche hervor, die sie Fey reichte.


~~


Burgturm/Weg zum Süddorf - Asarra, Lykhe, Svarog

Lykhe hatte sich mehr als genug ausgestattet und trug jetzt einen prall gefüllten Rucksack mit sich herum. Die anderen beiden drängten immer wieder auf Eile. Eventuell, weil sie von diesem Saruman vor der Nacht gewarnt wurden.

So gingen die drei wieder durch die Höhle, wo sie wieder von ein paar Fledermäusen gestört wurden. Und dann erreichten sie den Ort, an dem sie angekommen waren. Es roch noch nach gegrillten Heuschrecken. Das Scheunentor ließ sich leicht öffnen. Dahinter befand sich aber keine Scheune, sondern ein langer gerader Weg. In der Ferne konnte man einen etwas helleren Schein erkennen. Das musste das Dorf sein, dass ihnen Hilfe zuteil kommen musste.

Doch waren es sicher noch viertausend Schritt und Asarra konnte nicht so schnell laufen, wie die Lykantrophen. Die Dunkelheit senkte sich schnell über die Landschaft. Und wegen der speziellen Fähigkeiten Svarogs, konnte er die zwei Tiere als erstes entdecken. Sie waren dunkel und rundlich. Hatten etwas von Wildschweinen, jedoch waren ihre Hauer wie aus glänzendem Metall und ihre Augen waren glutrot. Diese roten Punkte konnten sogar Asarra und Lykhe erkennen.
Den Tieren lief Schaum aus dem Mund und sie grunzten wütend. Es würde schwierig werden diesen Schweinewesen in den schlechten Lichtverhältnissen entgegenzutreten.
Insbesondere, weil der Weg in der Breite begrenzt war. Es ging nur eine Flucht nach hinten, aber ob das sinnvoll war, konnten sie an diesem Ort nicht wissen.

Es war ja ohnehin schwierig zu erkennen, was real und was durch diese Mauern begrenzt war.

Schon stürmten diese zwei auf sie zu und wollten sie mit diesen Hauern zerfleischen.


Unterwegs mit Magierin Rosalee - Myriel

Rosalee packte zwei kleine Dolche ein und eine Kugel, bevor sie beschloss, dass sie nun los mussten.
“Saruman ist einer der ersten, wie ich. Nur hat er sich wohl mehr davon erhofft, dass wir vom Rest der Welt abgeschnitten sind. Er hat sich mich erhofft. Aber ich liebte einen anderen. Als der vor. – Ach, wie lange ist das nun her. 50 Jahre oder so, da starb mein Mann. Und ich blieb allein. Saruman hatte sich immer mehr verändert, aber meine Weigerung ihn zu heiraten gab den Rest. Seitdem schottet er sich in seinem Turm ab und nutzt seine Magie nur für sich. Vielleicht ist das der Kern der Sache.“

Sie gingen in den Wald hinaus und mussten sich erst durch dickes Buschwerk schlagen, aber dann kamen sie an einen verwachsenen Weg, dem sie in südlicher Richtung folgten.
Währenddessen erzählte sie vom Untergang der Insel und der Not des Manas. Vom Verde und dass sie extra überall Pflanzen gesetzt haben, dass sie immer Zugriff auf Magie hatte. So war selbst eine Phiole nicht notwendig. Zudem von ihren immerwährenden Versuchen dem Untergang zu entgehen, indem sie einen Weg von der Insel fanden.

“Nur haben wir uns geschworen, dass wir alle gemeinsam gehen und jeder Magier hat die Pflicht es allen zu sagen, wenn er einen Weg gefunden hat. Der einzelne Weg kann dann ein Weg für alle werden. Ich würde meine Kinder nie alleine zurück lassen.“

Als die Dunkelheit über sie kam, waren sie laut der Fuchsfrau kurz vor dem Süddorf. Sie nahm die Kugel aus ihrer Tasche und diese begann sofort zu leuchten. Ihn wurde der Weg im Umkreis von nur drei Metern beleuchtet.
“Wie ich schon gesagt habe, macht das Verde den Zauber stärker. Daher solltest du vorsichtig mit der Menge sein. Du musst üben das Verde zu dosieren.“

Damit wollte sie der Erzmagierin gerade erzählen, welcher ihr bekannte Zauber hier welche Auswirkung haben kann, als Geräusche sie ablenkten.

“Entweder Langflügler oder Nachtbeißer. Eher letzteres. Ich glaube wir müssen von der Übung direkt in die Praxis wechseln. Egal wie die Dosis ist.“
Sie rollte die Kugel weit nach vorne und da sah man sie. Eine Wesen ähnlich dem Wildschwein, mit leuchtend roten Augen, Hauern, die wie Klingen aussahen und etwas kleiner als ihre Artgenossen. Es waren vier oder fünf. Ob in der zweiten Reihe auch noch welche warteten, würde Myriel nicht ausmachen können.
Und trotz ihrer korpulent wirkenden Figur, waren sie flink. Und nicht nur das, sie hatten es gelernt diese magische Wände zu nutzen. Zwei von ihnen lösten sich aus der Gruppe und liefen die Wände hoch und kamen erst auf der anderen Seite wieder auf dem Boden an.
Myriel und Rosalee waren eingekreist. Doch standen wie immer rechts und links des Weges Sträucher, die ihnen bereitwillig Verde zur Verfügung stellen könnten.


~~


Land Dragonia


Diese Narren wussten tatsächlich nicht, mit wem sie sich gerade angelegt hatten. Die Pfeile von Suffix landeten punktgenau. Und dort, wo Chiamara Phelan vermutete hörte sie Schreie und ein Gurgeln, was von einer durchtrennten Kehle herrühren könnte.

Die einstige Soldatin erging es leider nicht so gut. Ihre Angriffe trafen, jedoch war sie nicht in der Form ihre Verteidigung sinnvoll zu nutzen. Eventuell konnte sie Vivo mit dem Bein nicht richtig lenken. So hatte sie sich eine schwere Wunde am Arm und zwei tiefe Schnittwunden an den Beinen zugezogen. Ihre Gegner waren auch hart getroffen, aber nicht bewegungsunfähig.
Sie müsste sich ihnen wohl oder übel nochmal widmen müssen, denn aufgeben würden sie nicht so schnell.

Die kleiner werdende Gruppe um den Echsenmann – nur noch vier Unverletzte - wurde von der unverhofften Verstärkung ermutigt und griff noch härter an. Somit waren dort bald auch nur noch 5 ostländische Angreifer in der Kleidung Dragonias.
Ihre Gegner schienen dadurch jedoch nicht entmutigt. Eisern kämpften sie weiter und schlugen wieder einen der Reisenden nieder. Einer von diesen Kerlen nahm sich ein Pferd und machte einen großen Bogen um die drei, um währenddessen eine Armbrust zu spannen, die sicherlich für den Barden gedacht war.
Chiamara hingegen war drauf und dran Phelan um Hilfe zu bitten, aber diese Männer dort brauchten vielleicht auch noch Hilfe. Die blonde Frau verfluchte sich ein um andere Mal, dass sie schon so früh zu der Reise aufgebrochen war. Aber so leicht würde sie nicht aufgeben.

Phelan würde das richtige tun und Suffix auch. Das haben sie in der Zeit ohne sie auch gemacht. Sie war stolz auf ihre Gildenzöglinge.

Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Sonntag 26 Juni 2016, 20:48
Die Schilderungen des braunhaarigen Elfen waren in der Tat mehr als beunruhigend. Die anscheinend eher geringe Größe des Kuppelreiches mochte es auf der einen Seite erleichtern, Darius und die anderen zu finden, doch auf der anderen Seite schien es immer fraglicher, ob sie überhaupt noch wohlauf waren. Umso interessierter lauschte Fjalladis der Lektion über die Magie jenes Ortes, die ein alarmierendes Maß an Eigenleben entwickelt zu haben und in ihrer Unberechenbarkeit für friedliche Zwecke relativ nutzlos zu sein schien.

Es dämmerte bereits, als die Hochelfe schließlich mit den praktischen Übung beginnen konnte – oder eher der Vorbereitung in Form der Magieaufnahme, denn bevor es zur Anwendung eines Zaubers kommen konnte, ertönte plötzlich ein Schrei vom Marktplatz her. Die Priesterin folgte ihrem aus der Halle eilenden Lehrmeister etwas zögerlicher und bekam im Hintergrund zuerst kaum mit, was geschehen war. Dann allerdings erblickte auch sie die Neuankömmlinge und schob sich an den aufgeregten Fuchswesen vorbei in deren Richtung.

„Den Göttern zum Gruße. Welch eine Freude, Euch am Leben zu sehen“, meinte sie, ohne dass ihr irgendeine Freude anzusehen gewesen wäre, und verneigte sich leicht vor den dreien. Jegliche Erklärungen überließ sie allerdings Magnati und wandte sich stattdessen dem Verwundeten zu. Natürlich war es nicht so, dass sich niemand um ihn gekümmert hätte, aber sie wollte ihre Hilfe doch zumindest anbieten.

„Möglicherweise vermag ich zu helfen...? Ich habe Wundbinden dabei und einige heilsame Kräuter aus meiner Welt...“

Ihr Blick huschte kurz hinab zu ihren Händen, um die noch immer eine dünne Schicht aus grüner Magie zu wabern schien. Sie war eine erfahrene Magierin, doch nach alldem, was sie von Shie’lljardions gehört hatte, sträubte sich alles in ihr dagegen, ihren ersten Zauber in jener Welt ausrechnet an einem vermutlich Verbündeten auszuprobieren.
Autor: svarog1 Datum/Zeit: Montag 27 Juni 2016, 18:37
Der Rückweg zur Scheune verläuft ereignislos. Wenn man ganz nahe neben Svarog dahingehen würde vernähe man vielleicht ein murmeln „Ich hab's doch gesagt.“ Dennoch hält er die Augen offen in der Hoffnung eine geeignetes Beutetier zu erspähen.
Die Dunkelheit umgibt die Gefährten bereits als Svarog in der ferne sein heiss ersehntes Abendessen entdeckt und zischt leise „Beute. Leise.“ Sein Körper spannt sich an er beginnt siech an zu Pirschen und einen Kurzen Moment perplex 'Selten das die Beute sich freiwillig Opfert.' Richtet sich wieder auf und wartet.

Seine schnauzte füllt sich mit Speichel sein Magen meldet seine Vorfreude auf das Saftige vor Blut triefende warme Fleisch. Eine gier glimmt in seinen Augen auf da endlich etwas anderes als diese Heuschrecken auf dem Speiseplan stehen.
Die letzten schritte des Tieres kann er nicht mehr abwarten und Prescht mit voller Kraft an der Flanke des kleineren Tieres vorbei. Dabei versucht er mit seinen Krallen die Seite aufzuschlitzen.

Somit Angriff 17
-3LP (11LP)
Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Montag 27 Juni 2016, 22:14
Der Weg, den sie nun zu diesem ominösen Dorf zurücklegten war ruhig aber nicht völlig ereignislos. Lykhe versuchte nämlich die Stimmung etwas aufzubessern. Aber ihm fiel leider kein anderer Witz ein. Zumindest nicht so ein "Kracher" wie der mit dem grünen Pferd. Er überlegte, ob er ihn nicht einfach nochmal erzählen sollte. Vielleicht diesmal mit roter Farbe? Aber er bezweifelte, dass Asarra noch einmal so laut lachen würde.
Stattdessen erzählte er die Geschichte von Harras und Greta, die sich im Wald verlaufen hatten und deshalb Brotkrümel verstreuten, um wieder nach Hause zu finden. Aber Asarra und Svarog hörten ihm gar nicht so richtig zu. Und dann verhedderte er sich in der Geschichte, weil ihm plötzlich selber klar wurde, wie unlogisch es war, dass die beiden ja eigentlich fürchterlich hungrig waren, aber dann streuten sie ausgerechnet Brot auf die Wege?
Komisch, damals als Kind war ihm dieser Fehler nie aufgefallen.
Ärgerlich vor sich hin stammelnd, brach er die Geschichte nach kurzer Zeit schon wieder ab. Es folgte ein langes Schweigen. - Also schön: Es war doch ein ereignislos.

Aber dann entdeckte Svarog diese seltsamen Tiere mit den rotleuchtenden Augen. Lykhe freute sich zunächst, als Svarog kurz "Beute" knurrte. Aber als er die Viecher vom Nahen erblickte, fragte er sich kurz, ob nicht wohl eher sie die Beute werden würden? Immerhin hatte diese Art Schweinewesen Hauer aus Metall. Erinnerten ihn irgendwie eher an Schwerter als an Zähne.
Doch als Svarog sich ungebremst auf das eine Tier warf, verdrängte er den Gedanken an aufgeschlitzte Bauchdecken einfach und stand seinem Wachkumpanen bei. (Wenn eine Schwarzklaue angreift, dann greifen alle an.) Lykhe attackierte das gleiche Tier von der anderen Seite her an. Allerdings bekam er gleich mal einen Metallhauer in die Flanke, noch bevor er dem Tier einen Kratzer verpassen konnte. Offenbar teilte dieses Schwein blitzschnell nach links und rechts aus.

Lykhe konnte nur hoffen, dass Asarra das andere Tier lange genug in Schach halten konnte, bis sie mit dem hier fertig waren. Nicht, dass er noch einen weiteren Hauer in den Rücken bekommen würde. Er mochte es gar nicht, aufgeschlitzt zu werden.

Angriff AW 14
-2 LP (17/21 Leben)
Autor: Phelan Datum/Zeit: Dienstag 28 Juni 2016, 00:14
Drei Gegner gingen unter Phelans erbarmungslosen Angriffen zu Boden und er hatte weder die Zeit noch das Bedürfnis nachzusehen ob in einem von ihnen noch ein Funken Leben glühte. In diesem Kampf würde ihnen keiner von ihnen mehr gefährlich werden, da war er sicher. Und ob sie einen von ihnen weit genug wieder herstellen konnten, um Informationen aus ihm herauszupressen, würden sie später sehen.

Gerade wollte er sich seiner bedrängten Gildenschwester zuwenden, als er aus den Augenwinkeln eine verdächtige Bewegung bemerkte. Ein Reiter versuchte sich wohl weit genug aus dem Getümmel abzuseilen, um mit seiner Armbrust Probleme zu machen. „Suffix!“, rief er und deutete auf Chiamara. Der Barde würde die Aufforderung der einstigen Soldatin mit seinen Pfeilen auszuhelfen hoffentlich verstehen. Er selbst sprang schon auf den berittenen Schützen zu. Im Gegensatz zu seinem Opfer versuchte er dabei gar nicht heimlich vorzugehen sondern verließ sich ganz auf seine Schnelligkeit.

Mit einem letzten gewaltigen Satz warf er sich auf den Krieger und ließ die Klauen gleich zweimal auf ihn niederfahren um auch ganz sicher zu gehen. Im nächsten Augenblick stieß er sich vom Rücken des erschrockenen Pferdes ab und schnellte auf die Angreifer der inzwischen stark dezimierten Gruppe rund um den Magier zu.

Sie hatten nicht viel Zeit zu verlieren und er konnte nicht so auf seine eigene Sicherheit achten, wie er sich das gewünscht hätte. Zwei Klingen fügten ihm tiefe Wunden zu und er spürte, dass er einen solch wilden Kampf nicht mehr lange überstehen würde. Aber dafür wurde er mit einem befriedigenden Knacken belohnt. Das Rückgrat des Soldaten, auf dem er gelandet war, war wohl gebrochen. Und viele Gegner waren es nicht mehr.

AWs: 74, 71, 71
Schaden: 11, 13
8/56 Leben
Autor: Asarra Datum/Zeit: Mittwoch 29 Juni 2016, 21:23
Mit dem Wasserschlauch vollends zufrieden wartete die Amazone ungeduldig darauf, dass Lykhe endlich seinen Rucksack gepackt hatte. Zuvor hatte sie sowohl die Pergamentrolle als auch den Wasserschlauch verstaut. Als klar war, dass es jeden Moment so weit sein würde, drehte sie sich um und lief die lange Treppe wieder nach unten.

Der Weg zurück durch die Höhle und bis zum Scheunentor verlief ruhig. Bis auf Lykhe, der irgendeine Geschichte zu erzählen begann, dazwischen allerdings immer mal wieder abbrach und irgendwann gänzlich verstummte. Der Amazone machte das nichts aus, irgendwie war ihr im Moment nicht nach reden. Das ganze hier war einfach zu seltsam. Die Schwarzhaarige wollte nur noch den Gefallen für Saruman erledigen, dann nichts wie ab nach Hause.

Leider kamen sie nicht so schnell voran wie erhofft, und Asarra war es gar nicht Recht dass sie der Grund dafür war. Doch selbst mit ihren langen Beinen hatte sie gegen die tierischen Fähigkeiten ihrer beiden Wegkumpanen nichts auszurichten. Deshalb brach die Dunkelheit noch während ihres Weges über sie herein.

Bald war auch klar, warum der alte Magier sie gewarnt hatte. Obwohl Svarog von Beute redete, vermutete die Amazone dass sich das nicht unbedingt als so einfach erweisen würde, wie sich der Lykan das vorstellte. Rote Augen waren nie gut.
Tatsächlich stürzten sich die beiden Wölfe auf das kleinere Vieh. Seine Mutter war darüber gar nicht erfreut und beschloss, sich an Asarra zu rächen. Obwohl die Amazone ihr Bestes gab, konnte sie in der Dunkelheit einfach zu wenig ausmachen. So trafen sie die metallen glänzenden Hauer empfindlich, auch wenn sie durch ihre Rüstung vor allzu schlimmem Schaden bewahrt wurde. Auch das Treffen gestaltete sich ob des mangelnden Lichtes als erheblich schwerer. Dennoch vermochte der Streiftreffer dem Vieh ein entrüstetes Quieken zu entlocken.

-7 LP (17/30)
AW 28
Autor: Darius Datum/Zeit: Donnerstag 30 Juni 2016, 02:21
Sein Gebrüll zeigte rasch die erwünschte Wirkung. Die Tiere, jedenfalls ein Großteil von ihnen, wichen ängstlich vor ihm zurück und flohen, anstatt sich weiter an dem Kampf zu beteiligen. Diejenigen die flohen ließ er nicht aus den Augen, bis sie wieder in dem hohen Gras verschwunden waren. Daher entging ihm der Angriff der verbliebenen Tiere auf die beiden Fuchwesen.

Den letzten Flüchtenden grollte er noch eine Warnung hinterher, dann wandte er sich zu seinen Begleitern, die sich gerade dazu anschickten den verletzten Fuchsmagier zu stützen. Die beiden Fuchswesen waren recht einfach am Geruch zu unterscheiden, was es ihm überhaupt möglich machte sie auseinander zu halten. Von den Zügen her waren sie ihm sonst noch zu fremd.

Anstatt groß etwas zu sagen, prüfte er nur kurz ob Runshak oder Naveen verwundet worden waren und behielt dann ein wachsames Auge auf seine Umgebung, während sie weitergingen. Es beunruhigte ihn noch immer was zuvor mit seiner Magie geschehen war. Der Trank hatte nicht mehr Wikrung gezeigt als ein Schluck Wasser und auch seine Reserven fühlten sich erschöpft an als dass sie ihm noch von Nutzen sein konnten. Vielleicht war es keine schlechte Idee Runshak davon in Kenntnis zu setzen, auch wenn der Ork nur wenig mit Magie zu tun hatte.

"Runshak, irgendetwas stimmt mit dieser Gegend nicht. Passt auf, wenn ihr versucht Magie zu verwenden. Meine eigenen Fähigkeiten funktionieren hier nicht wie sie sollen und auch der Manatrank scheint seine übliche Wirkung nicht entfalten zu können..."

Der weitere Weg gestaltete sich glücklicherweise als weniger spannend, wenn man von den illusorischen Wänden absah. Es prickelte auf seinen Schuppen, je näher er ihnen kam, wie ihm jetzt auffiel. Immerhin konnte er somit vermeiden in sie hinein zu rennen. Womit er jedoch ganz und gar nicht gerechnet hatte, war die dunkle Gestalt am Himmel, die sie in der Nähe der Siedlung antrafen und die er nur wenige Momente spürte, bevor er sie sah:

"Magnati, wie schön euch zu sehen, auch wenn ich nicht mit eurer Anwesenheit rechnete. Seid ihr ebenfalls durch den Felsen in diese seltsame Gegend gekommen? Seid vorsichtig beim Fliegen, ein Großteil dieser Umgebung ist nicht echt." , sandte er dem Schattendrachen, wobei er seine Überraschung kaum zeigte. Irgendwie kamen sie doch immer zusammen, wenn es Schwierigkeiten gab und den Älteren Drachen in der Nähe zu wissen beruhigte ihn. 

Wenn er von Magnatis Erscheinen ein wenig überrascht war, dann verblüffte ihn Fjalladis Anwesenheit. Die Priesterin begrüßte sie am Eingang des Dorfes, an dem ihnen ein anderes Fuchswesen entgegen kam. Dieses mal ein Weibchen, soweit er es einschätzen konnte.

"Es ist ebenso eine Freude euch zu sehen, Fjalladis." , sandte er ihr ein wenig überrumpelt und neigte seinen Schnauze ebenso ein wenig vor ihr. "Wenn ich euch vorstellen darf.", sandte er an Runshak und Naveen, bei dem er wie bei jedem Elfen besondere Umsicht beim Gedankenkontakt an den Tag legte:

"Dies ist Fjalladis Radran, eine Priesterin des Paladin und der dunkle Drache dort oben ist Magnati de Dragoluzius, ein guter Freund von mir."
Er wusste ja nicht, ob sie sich schon einmal getroffen hatten, daher war eine kurze Vorstellung wohl nicht verkehrt. Ansonsten hielt er sich, da er weder der hiesigen Sprache noch der Heilkünste mächtig war eher im Hintergrund. Hoffentlich würden sie bald mehr über ihre Situation herausfinden. Zum Beispiel wo sie hier auf Aylann gelandet waren.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Donnerstag 30 Juni 2016, 21:59
Ein größenwahnsinniger Magier, der aus verschmähter Liebe abgeschottet vom Rest der Welt lebte und wer weiß was im Schilde führte. Das bestätigte Myriel nur, das sie Recht damit gehabt hatte, jahrelang engeren Kontakt zu anderen Lebewesen zu meiden. Gefühle machten verletzlich – und erpressbar. Die Augen der Druidin verengten sich kurz zu schmalen Schlitzen, als sie Rosalee einen berechnenden Seitenblick zuwarf. 

Während sie weiter den Weg entlang gingen erzählte Rosalee ihr einiges über die Insel, das Verde und den Bund den die Magier geschlossen hatten. Sie war gerade dabei angelangt ihr mehr über das Wirken von Magie auf der Insel zu erklären, als sie von einer kleinen Herde Wildschweinen ähnlichen Tieren eingekreist wurden. Es sah nach einer Familie aus, zwei größere Tiere und drei kleinere verteilten sich rund um die Frauen.

Das ist jetzt nicht ihr Ernst, oder?

Kopfschüttelnd hob die Schwarzmagierin ihre Hände. Ein paar Tiere würden sie gewiss nicht lange aufhalten können. Doch die Magie, die sie wirkte, fühlte sich anders an als sonst. Kein Feuerball erschien über ihren Handflächen, obwohl sie spüren konnte wie ihre Kraft sich entlud – viel stärker als sonst. Irritiert sag sie zu den Nachtbeißern herüber und sah kurz bläuliche Flammen um drei der Tiere aufflackern, bevor sie loskreischten und kurze Zeit später umfielen. Da Rosalee sich um die restlichen Angreifer kümmerte, ging Myriel zu ihren Opfern herüber, beugte sich zu ihnen hinunter und berührte sie vorsichtig mit den Fingerspitzen. Der Geruch von verbranntem Fleisch lag in der Luft, wenn auch nicht so stark, wie sie es gewohnt war.

Ihre Körper sind heiß – sie müssen von innen heraus verbrannt sein. Und ich habe viel mehr Verde verbraucht, als ich Mana verbrauchen würde. Das ist – seltsam.

Damit wandte sich die Druidin den Büschen zu, um ihre verlorene Kraft langsam wieder aufzufüllen.
Autor: Naveen Datum/Zeit: Montag 04 Juli 2016, 16:16
Naveen war wie in Schockstarre. Gerade eben hatte er noch in den weitaufgerissenen Schuld eines Echsenhundes gesehen und wenig später lag statt dem Ungetüm ein Häuflein Knochen vor ihm.

Der Blick des Elfen wanderte hinüber zu dem Magier der Fuchsmenschen und was er dort sah, ließ ihm das Blut gefrieren. Verletzt lag der Mann am Boden, Rumpf und Bein mit deutlichen Verletzungen.

Naveen rannte zu ihm und versuchte so gut es ging, seine Hilfe anzubieten. Vorsichtig half er den Magier zu schultern und langsam begaben sie sich auf dem Weg zum Dorf der Fuchsteufel.

Dort angekommen wartete eine weitere Überraschung auf sie. Darius kannte den Drachen und die Elfe, die vor Ort waren - und stellte sie ihnen gleich vor. Höflich nannte Naveen auch seinen Namen, machte sich nun jedoch in erster Linie Gedanken um das Leben des Magiers. Schließlich hatte er sein Leben für das des Schneiders auf's Spiel gesetzt...
Autor: Runshak Datum/Zeit: Mittwoch 06 Juli 2016, 00:10
Bevor Runshak die Kreatur erreichen konnte, hatte er plötzlich das Gefühl, als würde etwas an ihm vorbeischießen. Als nächstes sah er nur noch wie die versengten Knochen des großen Biests vor ihm zu Boden gingen. Die meisten kleineren suchten derweil ihr Heil in der Flucht. Nur zwei von ihnen waren noch geblieben und versuchten, den Fuchsmagier zu reißen. Ein weiterer Fuchsmensch kam ihm aber rechtzeitig zu Hilfe und konnte die verbliebenen Angreifer erschlagen.

Allerdings hatte der Magier einige üble Verletzungen davongetragen. Daher machten sich dessen Kameraden umgehend daran, ihn aufzusammeln und zum nächsten Dorf zu schaffen. Unterwegs hielten Darius und Runshak die Augen nach weiteren Angreifern offen. Außerdem berichtete Darius, dass irgendetwas mit seiner Magie in dieser Gegend nicht stimmte und auch Manatränke nicht funktionierten. Bei Gelegenheit würde Runshak das auch ausprobieren. Glücklicherweise erreichten sie die Siedlung ohne weitere Zwischenfälle.

Dort sahen sie auch endlich bekannte Gesichter. Der Drache Magnati, den Runshak von dem Vampirangriff in der Hauptstadt kannte und eine Elfenpriesterin, die Darius kannte, warteten bereits am Dorfeingang auf die Gruppe. „Seid gegrüßt.“ erwiderte die Grünhaut den Gruß mit einer leichten Verbeugung. „Ihr wisst nicht zufällig, was hier vor sich geht und wo wir hier sind?“
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Mittwoch 13 Juli 2016, 22:35
Runde 12



~~


Dorf - Fjalladis, Magnati, Naveen, Runshak, Darius

Im Westdorf ging plötzlich alles drunter und drüber. Nicht nur, dass die Dunkelheit über sie eingebrochen war, lag dort ein schwerst verletzter Magier. Und noch mehr Fremde, wobei einer auch so ein Drache war.

Die junge Kartenzeichnerin bedachte die Fremden kaum noch, sondern sorgte sich nur um ihren Geliebten. Sie blickte verzweifelt zu Shie’lljardions: <<Schilla?>> So viel Hoffnung in ihrer unausgesprochenen Frage an den Magier. Tränen rannen über ihr Gesicht.
Und auch der verletzte Magier wusste von seinen Chancen. Sein Gesicht wirkte traurig und seine Worte versuchten seine Geliebte zu beruhigen.

Der Elf schüttelte den Kopf, wandte sich dann aber doch plötzlich aufgeregt an Fjalladis.

”Er könnte sich bei den Wunden vergiftet haben. Wir haben keinen Zauber gegen Vergiftung. Und Tränke können wir nicht mehr brauen. Aber vielleicht Ihr. Habt Ihr eine Hilfe, ein Antigift?“

Er kniete sich neben dem verletzten Dorfbewohner.

”Die Wunden kann ich heilen. Langsam, damit nichts schief geht. Aber ich kann es schaffen. Bringt ihn zur Halle.“ Sofort kamen mehrere Männer und brachten den Fuchsmagier in die Halle. Der braunhaarige Elf und die Gefährten des Verletzten folgten. Shie’lljardions drehte sich aber nochmal zu der Hochelfe um, nur um zu sehen, ob sie eventuell auch folgte.
Natürlich hatte er den jungen Elfen gesehen, der mit einem Krieger und einem weiteren Drachen angekommen war. Er vermutete nicht, dass sie ein Paar waren, aber ein Rivale könnte es werden.

Unterdessen würde Magnati die anderen aufklären können. Und vielleicht hatte Fjalladis auch genug Zeit und Muße den anderen von dieser Magie zu erzählen.
Nur alleine waren sie nicht. Magier standen überall in der Nähe und die alte Ober-an beobachtete sie misstrauisch. Das waren offensichtlich zu viele Fremde in dem kleinen Dorf.

Der andere Fuchsteufel, der mit den zwei Langdolchen gegen die Echsenhunden gekämpft hatte, stand aber noch bei ihnen und bedeutete ihnen ihm zu folgen.
Er brachte sie zu seiner kleinen, bescheidenen Hütte. Darius und Magnati würden keinen Platz in ihr finden. Aber sie lag so weit am Rand des Dorfes, dass sie neben der Hütte die Ruhe hatten sich ungestört zu unterhalten.
Und da der Kriegerfuchsteufel ihre Sprache nicht beherrschte, konnte er auch nicht verstehen, was sie redeten. Und doch bot er ihnen Wasser an und etwas Brot und sogar Wurst.
Der Geruch der Wurst erinnerte stark an den Geruch dieser Hundeart, gegen die Runshak, Darius und Naveen noch gekämpft hatten.
Später kam die junge Fuchsfrau zu ihnen. Die Tränen waren getrocknet, ein schmales Lächeln auf den Lippen.
<<Er leben. Danke>> Und damit übergab sie Magnati die versprochene Karte.
<<Ihr müssen zu Rosalee. Sie helfen. Wollt ihr?>>


~~


Kleine Insel – A’selafeyon und Marli

Sehr gesprächig schien dieser Elf nicht zu sein. So empfand es jedenfalls Marli. Er war Reisender. Oft zwischen den Dörfern Dragonias unterwegs.
“Wie ist es in Dragonia jetzt?“
Dieses „jetzt“ würde dem jungen Dieb zeigen, dass sie mal dort gewesen sein muss. Aber noch hatte sie ihm nicht erzählt, wo er sich befand.

Während sie also an dem Strand der Insel aßen und abwarteten, dass es hell wurde, war es recht still.
Im Wasser hörte man manchmal Geräusche, aber es kam nicht zu nah an die Insel heran.
Und Marli wusste, dass es bei Tageslicht selten auftauchte. Dann könnten sie zum Festland gelangen.


~~


Weg zum Süddorf - Asarra, Lykhe, Svarog

Diese Schweineviecher waren hartnäckiger als gedacht. Selbst zwei Lykantrophen hatten gegen ein Tier keine richtige Chance. Lykhe traf es besonders hart. Nicht nur einer der Hauer hatte ihn getroffen, auch die Krallen waren scharf genug, um Wunden zufügen zu können. Lykhe hatte einen ausgezeichneten Blick auf die Klauen, die seinen ähnelten. Aber nicht nur das. Diese Krallen befähigten die Tiere dazu, diese unsichtbaren Wände erklimmen zu können. Und so ergriff der Angreifer von Lykhe und Svarog erstmal die Flucht nach oben.
Aber nur um dann hinter Svarog wieder auf den Boden zu kommen und wieder auf sie loszustürmen.

Das Mutterschwein, das Asarra angegriffen hatte, machte es dem anderen gleich, aber nur um sich dann plötzlich von der Wand direkt auf die Amazone abzustoßen.
Intelligente Augen blickten die Soldatin an und schienen allzu berechnend. Die Wunde, die sich Asarra zugezogen hatte, machte diese Wildschweinart noch mutiger. Die eigenen Wunden waren offenbar unerheblich für das Tier.


~~


Weg zum Süddorf – Myriel und Rosalee

“Natürlich ist es ihr ernst, Mädchen. Nachtbeißer sind sehr agrresiv. da brauche ich auch ein bisschen Hilfe.“
Aber sie wollte auch sehen, wie diese junge Magierin mit der neuen Magie umging. Diese Frau hatte Macht und vielleicht die Chance auf einen Weg zurück. Aber sie blockte. Das spürte sie in ihrem Fell.
Bei der Nutzung des Verdes durch diese Myriel sträubte sich Rosalees Fell sogar etwas.
Wie Saruman, dachte sie bitter.
Und doch kümmerte sie sich um die verbliebenen Angreifer. Dabei bediente sie sich etwas, was dem Rankenerker glich. Doch wuchsen keine Pflanzen aus dem Boden, die sich um die Tiere rankten, sondern der sandige Boden legte sich um die Tiere, schloss sie ein und wurde dann fest. Wie eine Mauer, die sich um die Tiere gebildet hatte. Nur gab es kein Luftloch, womit klar war, dass sie über kurz oder lang verenden würden.

Nachdem Myriel verschwenderisch die umstehenden Sträucher zerstörte, fragte sich die Fuchsteufel-Dame, ob sie das Richtige getan hatte. Offenbar war es dieser Myriel wichtiger ihr Verde aufzufüllen, als zu versuchen diese Welt zu erhalten.
“Geht vorsichtig mit den Pflanzen um. Habt Ihr es nicht verstanden? Wenn keine Pflanzen mehr da sind, dann ist kein Verde mehr vorhanden. Und dann können wir die Schutzhülle nicht mehr halten. Massen von Wasser würde über uns hinab stürzen.“

Frustiert schüttelte sie den Kopf und nahm ihren Weg wieder auf.
“Kommt, wir sind bald da.“
Kurz blickte Rosalee nochmal zu den Nachtbeißern. Oder besser gesagt auf das, was von ihnen übrig geblieben ist. Nahrung. Aber sie hatte keine Zeit diese Tiere mit sich zu schleppen.

“Die Magie ist hier nicht so abzuschätzen. Da die Wände und die Kuppel voll Magie sind, verändert es manchmal, oder sogar öfter als manchmal die Auswirkungen. So wie diese Tiere hier. Entstanden aus Magie. Ihre Vorfahren waren sicher süße kleine Schweinchen. Jetzt sind sie kugelrunde Mörder. Ihre Krallen sind ähnlich denen von Lykantrophen. Davon können sie sogar unsere magischen Wände hochklettern.
Aaah, das Süddorf.“


Dieses Dorf war nicht groß. Vielleicht zehn Häuser. Dafür aber mehr als das Doppelte an Ställen. Hier schienen Tiere untergebracht zu sein. So konnte man jedenfalls nach den Geräuschen urteilen.
Und überall standen Wachen. Einer von Ihnen am Ende des Weges, wenn man das so nennen konnte.
Erblickte ihnen skeptisch entgegen. Insbesondere Myriel wurde genau betrachtet.
“Sei gegrüßt, Sole. Ich muss zum Ober-on Suth.”

Ist es wegen ihr? dabei zeigte er auf die Erzmagierin. Sie ist eine von uns. Er wird sie sicher gerne ausbilden. Du findest ihn in seinem Haus. es war nicht zu erkennen, ob er wusste, dass Myriel Magie anwenden konnte, oder ob er es riet.

Ohne weiter darauf einzugehen, nahm Rosalee einen Pfad zu dem größten der Häuser. Es war kaum zu erkennen, weil es von Bäumen und Ranken umgeben war. Aber Rauch stieg aus dem Kamin. Und etwas Licht schimmerte durch ein Fenster.
Leise sprach Myriels Mentorin.
“Seid vorsichtig. Abgesehen von zwei normalen Fuchsteufeln, sind hier alle magisch begabt. Jeweils einer wacht in den Ställen. Je einer an den Pfaden. Von denen gibt es zwei. Der Rest ruht. Wir sind nur zu zweit. Wenn die anderen hier sind, dann bei ihm, oder angekettet in einen der Ställe. Gehen wir erstmal den einfachen Weg.“
Ihr Klopfen durchschlug die Stille. Und ein tiefes Brummen antwortete ihnen. Rosalee öffnete die Tür und trat in einen Raum gefüllt von Pflanzen. Das Haus schien wirklich nur ein großer Raum zu sein. Die Pflanzen kamen Myriel vielleicht teilweise bekannt vor. Aber auch völlig unbekannte Pflanzen waren darunter. Es gab ein Bett, das mit Moss bedeckt war. Fast könnte man es übersehen.
Der Tisch war aus Holz, aber aus einem Baum, der noch lebte. Und das Licht kam von glühenden Blüten, die überall im Raum verteilt wuchsen. Der Boden war weich, so dass dieser leicht bepflanzt werden konnte.
Und zwischen den Grün trat ein großgewachsener Mann heraus. Schwarzes, halblanges Haar umrandete ein markantes Gesicht mit intensiven dunklen Augen und schmalen Lippen. Er war kein Fuchsteufel, sondern ein Druide. Das würde Myriel direkt erkennen.
Und dieser Mann schien auch sie als das zu erkennen, was sie war. Seine Mimik verriet nichts, als er sich an Rosalee wandte.
Seit wann bringst du Gäste mit, Rosalee. Oder willst du mich doch noch unter die Haube bringen. Sie scheint darüber nicht sehr glücklich, oder schaut sei immer so griesgrämig?
Die Stimme klang dunkel und kalt. Und je näher er kam, je imposanter wirkte er. Rosalee schwankte kurz und überlegte einen Schritt zurück zu treten. Doch dann entschloss sie sich dagegen und legte den Kopf in ihren Nacken und blickte ihn an.

“Sie lernt von mir. Sie war mit anderen unterwegs. Ist wer eventuell bei euch im Pentagramm angekommen?“ Sie sagte ihm natürlich nicht, dass sie sicher nicht im Pentagramm angekommen waren, da es diese anderen als Unwürdige entlarven würde.

Aber dieser Ober-on Suth hörte nicht auf die Frage, sondern wandte sich an die Druidin.
Lady, ich bin hier der Dorfanführer. Ober-on, nennt man uns. Aber Ihr könnt mich Suth nennen. Wer beehrt mich an dem schönen Abend und was kann ich für Euch tun? Denn Rosalee ist sicher nicht hier, um Euch vorzuführen und nach anderen Magierin zu forschen. Das wurde nie so gehandhabt. Also sprecht.


~~


Land Dragonia

Kompromisslos hatte sich Phelan seiner Gegner entledigt und hatte direkt den Blick für den nächsten Angreifer, der es offensichtlich auf den Barden abgesehen hatte.
Auch diesem hatte der Lykantroph genug entgegen zu halten, dass der Reiter von seinem Pferd stürzte und mit zerfetztem Körper im Gras liegen blieb.

Dafür war die Anstifterin zu diesem Abenteuer stärker in Bedrängnis, als sie es geplant hatte. Aber sie hatte in ihrem Leben nie viel geplant, dachte über Konsequenzen nie oder nie lange nach.
Eigentlich hätte sie, bei diesem Lebenswandel schon mehrfach tot sein müssen. Und doch hatte sie jedes Mal Mitstreiter, die ihr Leben in die Hand nahmen. Und manches Mal war auch Glück dabei.

So auch, als sie sich doch noch einmal um die drei Angreifer kümmern musste, da sie nicht so schlagkräftig war, wie ihr Gildenbruder. Eigentlich war sie schon zu geschwächt für einen neuerlichen Angriff und ließ ihr Messer fallen, um einen Trank zu sich zu nehmen.

Suffix hatte auch bemerkt, dass die ehemalige Soldatin verletzt war und vielleicht diese Angriffsrunde von Dreien nicht überstehen würde. Und zum Glück bedeckte sie nur einen der Angreifer mit ihrem Streitross. So konnte er einen der beiden übrigen erledigen. Für den Zweiten brauchte er keinen Pfeil mehr einlegen, da dieser und auch der vom Pferd verdeckte Gegner von einem magischen Blitz getroffen wurde.

Der Blitz kam von dem Magier, die sich der restlichen angeblichen Soldaten Dragonias entledigt hatten bzw. einige auf der Flucht waren.
So brauchte Chiamara nicht einmal angreifen, was ihr ganz recht kam. Erschöpft sackte sie - genau dort, wo sie stand - von Vivo und streckte sich aus, um den Trank wirken zu lassen. Die Wunden an den Beinen würden sich schließen, jedoch nicht sofort. Solange konnte sie ja einfach hier bleiben.
Andere würden sich um die Opfer kümmern und eventuell Überlebende ausfragen.

Andere könnten auch die Dorfbewohner sein, die jetzt dachten, dass Phelan, Suffix und sie gegen die dragonischen Wachen kämpfen würden. Und dann noch ein ostländischer Magier und ein Echsenmann.
“Scheiße, egal wer gewinnt, ein Überlebender oder ein Zeuge belastet den anderen. Das könnte einen Krieg auslösen. Und wir auf der Liste der gesuchten Verbrecher in Dragonia. Hätten wir uns doch mal rausgehalten.“

Die beiden Überlebenden der fremden Reisegruppe, der Magier und der Echsenmann, kamen zu ihnen und bedankten sich für die Unterstützung.
Wie schon die Soldaten, hatte der Magier einen leichten Akzent der Ostländer. Und Chiamara meinte diese Stimme vor langer Zeit schon einmal gehört zu haben.
Aber darüber nachzudenken, dafür war sie jetzt einfach zu schwach. Sie würde einfach mal zuhören.
Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Montag 18 Juli 2016, 19:00
Dass mit diesen Schweinebiestern irgendwas nicht stimmte, war ja gleich von vorn herein klar gewesen, allein die rot- leuchtenden Augen und so. Man brauchte kein Genie zu sein, um das zu bemerken. Und Lykhe war alles andere als ein Genie. Aber als er seinen Teil der Kloppe abbekam, bemerkte er auch noch etwas anderes. Nämlich, dass er nicht nur mit dem Metallhauer eine rein bekam, sondern ein Fuß ihn auch noch traf und ihn am Unterschenkel verletzte. Und es war gar kein Schweinefuß. Es war eher eine Klaue, wie von einem Raubtier. Und Schweine sollten eigentlich keine Raubtierfüße haben, fand Lykhe. Schon gar nicht, sollten sie damit nach ihm schlagen. Was war das nur für eine seltsame Welt?
Doch plötzlich machten sich beide Schweine aus dem Staub und dazu gingen sie einfach mitten in der Luft senkrecht nach oben, wie an einer unsichtbaren Wand. Diese Wände hatten Lykhe und vor allem Svarog ja bei der Burg schon kennengelernt und deshalb wunderten sie sich kaum darüber. Und scheinbar halfen diese Ruaptierklauen dabei, sich an der Wand festzuhalten. Aber auch Lykhe hatte Klauen, also probierte er es ebenfalls. Und zu seinem eigenen Erstaunen, klappte es sogar.
Er kletterte dem kleineren Schweinevieh hinterher. Doch als dieses Biest über Svarog angekommen war, ließ es sich einfach fallen und griff ihn erneut an. Das ja 'n toller Trick , dachte Lykhe. Aber den konnte er auch. Er stürzte sich hinterher und konnte somit das Schweinebiest seinerseits von hinten angreifen. Er rammte ihm seine Werwolfsklaue so doll er konnte in den Schweinespeck.
*Bämm!*
Das hatte gesessen.
Na, zumindest ein bisschen.

AW 15
Autor: Myriel Datum/Zeit: Montag 18 Juli 2016, 21:14
Myriel beobachtete, wie Rosalee mit den verbliebenen Nachtbeißern fertig wurde. Der Zauber erinnerte sie entfernt an einen Rankenkerker, nur das die Tiere hier umhüllt wurden und elendig erstickten – eine grausame Art sie loszuwerden. Dann kritisierte das Fuchsweib das sie ihr Verde auffüllte – Myriel zog die Augenbrauen in die Höhe.

Die Alternative ist sich von Nachtbeißern aufschlitzen zu lassen. Ich weiß nicht ob ich das besser finde. Wenn es so ist wie Ihr sagt – das über uns das Meer ist – wäre es nicht eine Möglichkeit sich in Meerwesen zu verwandeln, die Hülle zu brechen und einfach empor zu schwimmen?

Vermutlich war es nicht so simpel eine Lösung zu finden – aber wer wusste schon ob die Fuchswesen nicht die einfachste Variante vor ihrer Nase schlichtweg übersehen hatten?
Sie liefen weiter bis sie zu einem Dorf kamen. Die Druidin sagte nichts zu der Begrüßung der Wache sondern bedachte sie nur mit einem kühlen Blick. Rosalee führte sie bis zu Anführer des Dorfes, einem Druiden. Irgendetwas an dem Mann gefiel ihr nicht. Seine Art war selbstgefällig, doch das war es nicht. Irgendetwas an ihm machte sie misstrauisch – und wachsam. Was sich als sehr klug erwies, denn er versuchte tatsächlich sie per Suggestion zum reden zu bringen. Die Lippen der Schwarzmagierin verzogen sich zu einem kühlen, spöttischen Lächeln, als sie Suths Versuch sie zu beeinflussen unterband und seine Gedanken aus ihrem Geist verjagte.

Mein Name ist Myriel von Alandyos, werter Suth.

antwortete sie mit honigsüßer Stimme.

Und es ist so wie Rosalee bereits sagte, wir suchen nach meinen Gefährten.

Jetzt wurde die Ausstrahlung der Druidin dunkler, und es trat ein kalter Ausdruck in ihre Augen als sie begann gleiches mit gleichem zu vergelten. Ihr Zauber umgarnte Suths Geist, drang in ihn ein und ließ ihm keine Chance sich dagegen zu wehren. Sie war ihm überlegen, das konnte sie in diesem Moment ganz deutlich spüren, und sie würde ihn zwingen die Wahrheit zu sagen.

Wo sind sie Suth? Was wisst Ihr über sie? Sprecht!

- 30 Verde
Suggestion auf Suth
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Donnerstag 21 Juli 2016, 11:48
Runde 13 (nur für Myriel)

~~


Süddorf – Myriel und Rosalee

Rosalee ärgerte sich über die Art, wie der Ober-on der Südstadt mit ihr umging. Sie wusste, dass er sie für senil hielt, was sicherlich in Phasen auch schon war, aber trotzdem rechtfertigte das nicht solch eine Behandlung. Immerhin hatte sie mit dafür gesorgt, dass damals nicht alle in den Fluten untergingen.

Nun aber interessierte sich Suth offensichtlich nur für die Neue, die nicht nur Magierin war, sondern eine potentielle Mitstreiterin. Und auf welche Seite sie sich schlagen würde, könnte eventuell einmal wichtig sein, insbesondere, wenn sie keine Stümperin war.

Und genau das wollte Suth testen. Er versuchte es wie ein normales Gespräch aussehen zu lassen, tastete sie aber vorsichtig mit ein paar magischen Sprüchen ab und versuchte sich sogar an Suggestion, um mehr von ihr zu erfahren.
Doch stockte er plötzlich, als der dunkelhaarige Mann auf eine unverhoffte Barriere zu stoßen schien.
Gerade hatte er noch freundlich genickt, als sich Myriel vorgestellt hatte, doch dann entwich ihm nur ein überraschtes OH! hervor, als die Erzmagierin ebenso den Zauber nutzte um in seinen Kopf einzudringen.
Nur hatte Myriel nicht bedacht, dass die Magie hier anders wirkte, als üblich. Es war kein vorsichtiges herantasten, sondern ein direkter Zugriff auf seinen Willen. Suth war von ihrem Angriff so überrascht worden, dass er instinktiv versuchte sich zu wehren, was ihm jedoch nur Schmerzen bereitete. Der Dorfobere schrie laut auf und fiel vor Schmerzen auf die Knie, wobei er seine Hände an die Schläfen drückte, als wenn er damit die Schmerzen vermindern könnte.

Die Frage Myriels vernahm er klar und deutlich und er musste sie beantworten, aber die Worte wandelten sich in ein Stöhnen.

Rosalee wiederrum war von der Freundlichkeit Suths erstaunt, bemerkte jedoch zu spät, dass eine Pflanze in seiner Hand langsam verwelkte, obwohl diese kurz vorher noch in voller Blüte stand. Und dann registrierte sie das Verde, welches der Druide aufnahm.
Doch konnte und brauchte sie nicht einschreiten, weil ihre „Schülerin“ ihrerseits direkt konterte. Suggestion in verstärktem Maße, nahm die Fuchsteufelin aufgrund der Auswirkungen an.

“Myriel, ihr solltet etwas die Aggressivität heraus nehmen, sonst bekommt ihr keine Antworten mehr von ihm. Ihr zerdrückt gerade sein Gehirn. Einfach den Druck, das Verde, nicht so schnell fließen lassen.“
Währenddessen versuchte sie es mit einem Heilzauber, um Suth die Schmerzen zu erleichtern.

Nach kurzer Zeit zuckte Suth nicht mehr so stark und sie vernahmen seine nun leicht krächzende Stimme:
Ich habe hier schon lange keine Fremden mehr angetroffen. Ihr Myriel seid die erste nach Jahren. Ich weiß auch nichts von Fremden in anderen Dörfern.

Die Schreie Suths hatten nicht nur Rosalee‘s Aufmerksamkeit erregt. Auch im Dorf hat man davon Kenntnis genommen. Insbesondere, weil ein Bewohner aus dem Fischerdorf mit Sole auf dem Weg zur Hütte des Ober-on war.
Diese waren in die Hütte gestürmt und überlegten noch, ob sie angreifen sollten.

Zudem hörte man einen Mann, der offensichtlich vom östlichen Ende des Dorfes einen Warnruf abgab:
Fremde! Unwürdige.

Myriel vernahm Rosalees flüsternde Stimme:
“Ihr habt Suth völlig unter Kontrolle. Er macht, was ihr wollt. Versucht es wie die Drachen.“
Die alte Frau hoffte, dass ihre Begleitung sie verstehen würde.
Denn mit einem Dorf voller Magier würden sie es nicht aufnehmen können.
Autor: Darius Datum/Zeit: Dienstag 26 Juli 2016, 13:53
Das Dorf selbst wirkte nicht besonders groß auf ihn. Tatsächlich war es eher auf der kleinen Seite mit höchstens einige dutzend Bewohnern, wovon ein Großteil diese Fuchswesen zu sein schienen, aber auch ein paar vertrautere Wesen waren hier, wie dieser Elf. Von Magnati bekam er auf den Weg zum Rand des Dorfes und während die Naka Duskeal noch mit sich selbst beschäftigt waren erzählt, was hier eigentlich vorging und es waren recht überwältigende Neuigkeiten. Eine andere Welt! oder zumindest ein anderer Ort, abgeschottet von der Welt, die er kannte.

Seine anfängliche Faszination mit diesem Ort wich allerdings Zweifeln, je mehr er darüber hörte. Diese Fuchsteufel, wie sie sich nannten, waren die ersten hier. Sie hatten diesen Ort vor einer Katastrophe gerettet, allerdings waren sie dafür hier unten gefangen. Es stand ihnen nur das 'Verde', welches von Pflanzen kam, zur Verfügung, statt dem allgemeinen Mana - warum dies so war konnte er nur vermuten, da Mana nicht nur aus Pflanzen gewonnen wurde, sondern jedem Lebewesen in unterschiedlichen Mengen zu eigen war - was auch den Fehlschlag seiner eigenen Fähigkeiten erklären mochte. Auch dieses Erlebnis teilte er mit Magnati, der ihm im Gegenzug bestätigte, was er bereits vermutete hatte und zwar, dass diese Wände eine Illusion waren und nur die Barriere versteckten, die das Meer über ihnen zurückhielt.

Aus diesem Grund existierte auch anscheinend der Steinkreis, der ihn hierher gebracht hatte. Diese Fuchsteufel brauchten mehr Magieanwender um die Barriere auf Dauer stabil halten zu können und um einen Ausweg zu finden. Dieser Punkt stieß ihm übel auf. Sie lockten andere in diese Reich, welches nur allzu leicht zusammenbrechen konnte und zwangen sie damit praktisch ihnen zu helfen. Freiwillige mochte es ja geben, aber die Suggestion - und er wusste mittlerweile gut wie sich einen solche anfühlte - auf den Steinen brachte auch andere hierher, die weder freiwillig kamen, noch willkommen zu sein schienen. Kein Ort an dem er lange bleiben wollte, auch wenn sich momentan kein Ausweg bot, doch es musste eine Möglichkeit geben. Ein Portal hatte sie hieher gebracht, da würde ein Portal sie auch wieder fortbringen können, oder?

Diese Diskussion hielt an, bis einer der Fuchswesen ihnen etwas zu essen anbot. Besonders hoch war seine Meinung von ihnen momentan nicht, aber als Feinde konnte er sie ebenso wenig betrachten und Fleich brachte ihm Kraft, die er jetzt gut gebrauchen konnte und die Wurst roch nach den Mischwesen die er vorhin mit Naveen und Runshak getötet hatte. Neben dem Geruch der Wurst stieg ihm jedoch noch ein anderer Geruch in die Nüstern, erdig, blutig mit einer Prise Kräuter. Myriel.

Ohne Hast entschuldigte er sich bei Magnati, dass er etwas in dem Dorf nachsehen wollte und folgte diesem Geruch. Es war schwierig, da er selten ein Ziel auf diese Weise verfolgte, doch seine Ausflüge mit Aponi'kasa in seiner Form als Amarok in den Wäldern um Nuru, Drachenauge und die Gräberhöhen, machten sich hier bezahlt. Das Knistern der Wände - dieses Verdes - auf seinen Schuppen warnte ihn davor, wenn er ihnen zu nahe kam. Wie merkwürdig, dass er dies zuerst nicht wahrgenommen hatte, aber es mochte an der kurzen Dauer seines Aufenthaltes liegen. Vielleicht passte er sich ja bereits den hiesigen Umständen an, da weniger Mana zur Verfügung stand?

Jedenfalls führte ihn dieser neugewonnen, stärkeren Geruchsinn aus dem Westdorf fort in Richtung Süden, da er dort auch Wasser riechen konnte. Dadurch wurde ihm die Route sofort sympathischer und Myriel musste bereits mehr darüber wissen, was hier vorging, auch wenn es schwierig war in dieser Umgebung und er lieber mit seinen Gedanken nach ihr gesucht hätte.
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Donnerstag 28 Juli 2016, 21:11
„Ihr sollt an Tränken bekommen, was Ihr benötigt“, bejahte Fjalladis rasch und folgte dann der kleinen Gruppe mit dem Verletzten zurück in die Halle. Dabei warf sie Magnati einen kurzen Blick zu. Sie war sich nicht sicher, ob er gerade dabei war, den anderen über die Gedankensprache etwas zu vermitteln, und so versuchte sie, seinem Geist nur eine möglichst unaufdringliche Nachricht zu senden, mit der Bitte, sie zu informieren, falls er irgendetwas Wichtiges erfahren oder falls sich etwas Besonderes ereignen sollte.

In der Halle angekommen begab sie sich sofort an die Seite des verwundeten Magiers und wählte nach einigen wenigen Rückfragen zum Zustandekommen der Wunde zwei kleine Phiolen aus ihrem Sortiment aus, um sie dem Patienten zu geben. Falls notwendig würde sie ihm helfen, die Tränke einzunehmen und ansonsten versuchen, beim Säubern der Wunde behilflich zu sein.

Aufmerksam verfolgte sie dabei, wie der Elf seine Magie einsetzte und wie diese wirkte, und schließlich schien es dem Verwundeten denn auch besser zu gehen. Sollte es noch nötig sein, würde Fjalladis helfen, die Wunde zu verbinden und dafür bei Bedarf eine Verbandsrolle spendieren.

Anschließend kehrte sie zusammen mit Shie’lljardions zurück auf den Marktplatz und nutzte den Moment, um ihn noch einmal zu den Pentagrammen zu befragen. Auf dem Platz trafen sie auf Magnati und die ziemlich erleichtert wirkende Kartenzeichnerin, die noch kurze Zeit vorher kaum von ihren Geliebten zu trennen gewesen war, und die Priesterin prägte sich die Orte ein, an denen der Elf auf der Karte die Lage der Pentagramme markierte.

„Habt Dank. Vielleicht wird es noch von Nutzen sein“, meinte sie mit einem flüchtigen Lächeln und wandte sich dann Magnati zu. Was sollen wir tun...?

Das Pentagramm, an dessen Rand sie sich befand, schien derweil leicht an ihr zu ziehen. Sie wusste es nicht zu deuten, trat jedoch vorsichtig näher, hockte sich nieder und hielt eine Hand dicht über die Linien, in der Hoffnung, mithilfe der neuen Magie in ihrem Körper eine Verbindung zu dem magischen Portalsystem aufbauen zu können – wie es zuvor in Dragonia geschehen war – um vielleicht wenigstens irgendetwas über dessen Funktionsweise herauszufinden. Dabei kam ihr auch noch ein anderer Gedanke und sie holte das Buch heraus. Vorsichtig legte sie es auf ihre Knie und sandte ein klein wenig der grünen Magie hinein, um zu schauen, ob es reagieren würde.

- 1 Gegengift
- 1 starker Heiltrank
Autor: Runshak Datum/Zeit: Donnerstag 28 Juli 2016, 23:36
Das Dorf war wegen dem verletzten Magier in Aufruhr. Das wunderte Runshak ein wenig. Selbstverständlich waren es schwerste Verletzungen, durch die das Leben des Fuchsmenschen am seidenen Faden hing, jedoch war das nach Einschätzung des Orks nichts, was man nicht mit den richtigen Heiltränken wieder in Ordnung bringen könnte. Als er dann erfuhr, wie knapp die erforderlichen Rohstoffe waren, begriff er, wie ernst die Lage war. Natürlich hatte der Soldat selbst mehr als genug an Gegengift und verschiedenen Heiltränken im Gepäck und es hätte sicherlich dem Ansehen seiner Gruppe bei den Einheimischen genutzt, wenn er seine Vorräte geteilt hätte. Allerdings waren diese Medikamente hier ein knappes Gut und es konnte gut sein, dass entweder er oder einer seiner Mitstreiter in naher Zukunft etwas davon brauchen konnten. Daher beschloss die Grünhaut erst mal abzuwarten, ob sonst noch jemand bereit war zu helfen. Die Elfenpriesterin bot glücklicherweise gleich ihre Hilfe an und begleitete die Dorfbewohner mit dem Verletzten zur Dorfhalle.

Nachdem der Fuchsmagier weggebracht war, waren jedoch noch einige andere dieser Tierwesen zurückgeblieben und warfen den Neuankömmlingen misstrauische Blicke zu. Runshak fühlte sich durch sie an seinen ersten Besuch in Sha'Nurdra erinnert. Die Spitzohren dort hatten ihn ähnlich dumm angegafft. Diese Art von Feindseligkeit war etwas das den Krieger enorm nervte. Wenn diese  verlausten Bettvorleger ein Problem mit ihnen hatten, dann sollten sie gefälligst ihr Maul aufmachen. Da waren ihm die Beschimpfungen und Steine lieber gewesen – so wusste er wenigstens gleich klare Verhältnisse geschaffen. Auch der Fuchsmensch mit den beiden Langdolchen schien sich an diesem Verhalten zu stören. Er bedeutete den Leuten aus Dragonia ihm zu folgen und führte sie zu einer Hütte am Rand des Dorfes.

Unterwegs nutzte Magnati  die Gelegenheit, Darius, Naveen und Runshak über das zu informieren, was er und Fjaladis in Erfahrung bringen konnten.

In der Hütte angekommen bot der fremde Krieger eine einfache Brotzeit an. Brot, Wasser und Wurst. Nichts besonderes abgesehen von der Wurst. Deren Geschmack erinnerte den nuruer Soldaten ein wenig an Hund. Vermutlich verkochte man hier alles was irgendwie essbar war. Und wenn hier alle Rohstoffe so knapp waren wie die Heilpflanzen, konnte man da nicht wählerisch sein.

Etwas später stieß die Fuchsfrau zu ihnen, die scheinbar die Gefährtin des verwundeten Magiers war. Ihr Liebster wurde es überleben, wofür sie sich bei Runshak und den anderen bedankte. Außerdem erwähnte sie eine gewisse Rosalee, die ihnen womöglich helfen konnte. „Gerne.“ antwortete die Grünhaut. „Wo ist Rosalee?“ Da die Füchsin scheinbar nicht allzu gut die Allgemeinsprache Dragonias beherrschte, gestaltete der Ork die Frage möglichst einfach.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Sonntag 31 Juli 2016, 16:09
Mit vereinten Kräften stellten Chimara, Suffix, Phelan und die Gruppe, der sie zur Hilfe geeilt waren, eine Übermacht da und so fand der Kampf ein Ende. Keinen Augenblick zu früh befand der Wolfsmensch in Anbetracht seiner Verletzungen und griff nach einem Heiltrank. Die einsetzende Wirkung des Gebräus ließ ihn innerlich aufatmen und er wandte sich an den Magier, der sich so wacker geschlagen hatte: „Zeit für ein paar Antworten: Warum tragt ihr Ostländer eure Auseinandersetzungen in unserem Revier aus und weshalb steckt ein Teil von euch dabei in unseren Uniformen?“

Bevor er gute Gründe dafür gehört hatte, würde sich der Lykantroph sicher nicht abspeisen lassen. „Suffix, würdest Du Dich vielleicht um unsere Gildenschwester kümmern?“, warf der Krieger bei Gelegenheit ein und schielte auf einen der Uniformierten, der allem Anschein nach noch etwas Leben in sich hatte. Nachdem er die Geschichte der anderen Seite kannte, würde er sich wohl mit dem Mann ein wenig zurückziehen, um auch ein paar Antworten aus ihm herauszubekommen. Es war wohl besser, wenn der Barde dann beschäftigt war, denn er wollte das Gewissen des Musikers nicht unnötig belasten. Hoffentlich machte sich der Verletzte das Leben nicht unnötig schwer, denn auch wenn Phelan ihn nicht laufen lassen konnte zog er es vor seinen Feinden einen sauberen Tod zu gewähren…

– 1 gr. Heiltrank
+ 10 Leben (18/56 LP)
Autor: Naveen Datum/Zeit: Sonntag 31 Juli 2016, 22:51
Naveen folgte dem Trupp rund um den verletzten Fuchsteufel und war überlegt, ebenfalls die Halle zu betreten. Doch dann schlich sich die Frage "Warum?" in seine Gedanken. Er hatte keine emotionale Bindung zu dem Mann - außer, dass dieser irgendwie ein wenig sein Leben gerettet hatte oder so -, kannte diese Welt und ihre Gepflogenheiten nicht und würde wahrscheinlich mehr im Wege rumstehen, als wahrhaftig eine Hilfe zu sein.

So verließ er die bangenden Gefährten des Verletzten und suchte wieder die Gesellschaft, derer, die aus "seiner Welt" kamen. Runshak und Darius wiederzufinden war keine Herausforderung und wenig später trat der zweite Fuchsteufel an sie heran und deuteten ihnen, ihm zu einer Hütte zu folgen. Einer recht kleinen Hütte, wohlgemerkt. Dennoch zögerte der Fuchsteufel nicht, sich gastfreundlich zu zeigen und bot ihnen Wasser und Brot an. Und Wurst. Naveen blieb beim Wasser.
Er versuchte den Ausführungen der Drachen zu folgen, hielt sich ein um andere Mal den Kopf (Steinkreis? Mana aus Pflanzen?) und nickte nur dann und wann. Wo war er hier nur wieder hereingeraten? Und warum?

Plötzlich drehte Darius sich ab und verschwand und wenig später betrat die Gefährtin Shie’lljardions die Hütte und bat um Hilfe.
"Rosalee?" erneut nickte Naveen.. "Lasst sie uns suchen, wenn sie euch" (und uns) "eine Hilfe sein kann." Sprach er und nahm sich einen letzten Schluck Wasser.

Autor: Magnati Datum/Zeit: Montag 01 August 2016, 01:21
Magnati war reichlich verwundert, als der Elf eine Kostprobe des hiesigen Manas gab. Gut ja, er hatte auch schon einmal darüber nachgesonnen was es eigentlich war, das die Pflanzen grünen ließ und ihnen die Fähigkeit schenkte wer weiß was mit dem Licht der Sonne anzustellen. Es konnte nicht von der Sonne kommen, sonst würden die Pflanzen hier mit dieser künstlichen Sonne am Firmament , bald die Produktion eingestellt haben...

Freilich konnte die Errichtung der Kupel und das Leben hier unter ihr, und die Mühe mit der mehr Schein als Sein kreiert wurde, eigentlich nur einen Grund haben. So war Magnati nicht so erstaunt wie vielleicht erwartet, als ein Menschenmann nicht mehr an sich halten konnte und aufgebracht ihnen eröffnete, dass sie gefangen seien.

~~~~~


Magnati hielt noch einmal kurz inne, bis er Fjalladis antwort erhielt.
Falls es etwas wichtiges gibt, macht euch bemerkbar. Viel Erfolg.
Wandte sich dann jedoch ohne zu zögern um, sodass er ihre Unsicherheit nicht mehr bemerkte.

Magnati flog hinauf... und konnte nicht anders als die Qualität der Illsuion zu bewundern. Obwohl er nun hier oben war, und damit an einen Ort, an den vermutlich keiner der EInwohner sonst einmal vorbeischaute, konnte er keinerlei Verzerrung sehen, DIe Wolken, der Himmel die Sonne, die Entfernungen alles erschien ihm weiterhin als wenn es real wäre.

Nun gut, er konnte seinen herkömmlichen Sinnen nicht vertrauen. Er wusste, dass die Kuppel nicht riesig war, er musste also ein wenig aufpassen. Daher flog er zunächste kleine Kreise die immer größer
wurden. Er besah sich die Landschaft und versuchte ein die bewohnten Gebiete ausfindig zu machen...
dann wurde ihm schwindlig. Er beschloss eine kleine Schleife zu fliegen und wechselte die Richtung. Während er dies tat wurde ihm plötlich ein Kribbeln auf den Membranen bewusst... welches sehr schnell stärker wurde...

*BRuuuRkkrrizzzlll*
"Groooaaruuubbll!!"

Magnati sackte deutlich ab, bis er sich wieder fing. Er hielt sich die Schnauze, sein ganzer Kiefer war taub. Nun gut, das war ja zumindest mal ein Anhaltspunkt. Die Kuppel war keine absolut harte wenn auch eine feste Barriere.  Eine Kollision mit ihr war nicht wie ein Blitzschlag und nicht wie eine Felswand...
aber Magnati fühlte sich auch so geschlagen genug.  Weitaus hilfreicher war da die Tatsache, dass seine Flügel kribbelten, sobald er der Barriere zu Nahe kam.

Bei seiner zweiten Runde, diesmal in die andere Drehrichtung, fielen ihn mehr die Gewässer auf.
Warum waren sie hier...? DIese Welt war umgeben von Wasser. Warum nutzen sie den begrenzten Platz so ineffektiv aus indem sie Wasserflächen damit überspannten, auf den sie weder wohnen noch Nahrung anbauen konnten, wo sie doch vom Ozean umgeben schienen...? Er war zwar kein Magieexperte, aber er war sich sicher, dass Zephyrah im Stande gewesen wäre einen Teil der äußeren Kuppelwand so zu preparieren, dass man durch sie hindurch hätte angeln können. Und so lange wie dieser Ort existierte... Nun, vielleicht war der zusätzliche Aufwand an Verde, den Gewinn aber auch nicht wert.

Magnati war gerade dabei zu überprüfen ob die Kuppel nun rund oder oval war, als

Magnati, wie schön euch zu sehen, auch wenn ich nicht mit eurer
Anwesenheit rechnete. Seid ihr ebenfalls durch den Felsen in diese
seltsame Gegend gekommen?


Er riss den Kopf herum, dort unten war kein anderer als Darius. Bei Draak welch ein Glück ihn wohlauf zu sehen.
Seid vorsichtig beim Fliegen, ein Großteil dieser Umgebung ist nicht echt.

Und die neben ihm kannte er auch.

Ich weiß Darius, Ich bin wirklich erleichtert euch wohlauf...

*BRRRuuuRkkschhhhhHHHRRrizzzZZzzzlll*
...
*Rumms*



~~~~~


Sein Schädel dröhnte...
Er war nicht abgestürzt! Beziehungsweise... nicht gänzlich.
Der Drache drängte die Sterne und Schatten vor seinen Augen beiseite, rappelte sich wieder auf und begab sich so gut und elegant er konnte zu der Gruppe.

... zu sehen.
Beendete er seinen Gedanken, der leicht schwummrig bei Darius ankam. So erweiderte er dann auch die Begrüßungsformeln der anderen nur mit einem Kopfnicken und versuchte nicht zu stöhnen.
Magnati bemerkte den verletzen Fuchsling reichlich spät und überließ es andren sich um ihn zu sorgen. Während die Naka-Duskeal, einschließlich Fjalladis, sich mit ihm zurück zur Halle begaben, klärte Magnati die anderen ein wenig über die Informationen auf, die sie erfahren hatten.
Unter anderem, dass sie sich in einer anderen Welt befanden, wobei Magnati durchblicken ließ, dass er sich immer noch nicht si cher war, ob sich diese Kupeln nicht auf dem Grund irgendeines Meeres ihrer Welt befanden. Darius brachte ihn auf den aktuellen Kenntnisstand was den Eisdrachen anging und Maganti hoffte alles recht zu verstehen und zu behalten.

Das nahm seine Zeit in Anspruch auch weil Magnati langsamer als sonst war.
Darius entschuldigte sich anschließend, vermutlich um das Dorf zu erkunden. Magnati fragte nicht nach, da ihm immer noch der Schädel schmerzte. Lange hatte er allerdings keine Ruhe. Der FUchsling... nein, die Fuchsling... Füchsline?... der einfachheithalber Füchsin. Die Füchsin kam zu ihm. Dem ihren schien es gut zu gehen und sie überreichte ihm die Karte, um die er gebeten hatte. So schnell hatte er nicht mit ihr gerechnet. Sie war recht schematisch, aber für die Orientierung gut geeignet.

"Habt dank, für die schnelle Anfertigung. Sie wird uns gute Dienste leisten."
„Wo ist Rosalee?“, fragte Runshak, woraufhin Magnati anfügte.
"Vor allem, wer ist sie?"
Kurz darauf kamen auch Fjalladis in Begleitung des älteren Elfen wieder zu ihnen.

Was sollen wir tun...?
Magnati blickte nicht zu ihr, es musste ja nicht jeder wissen, dass sie miteinander sprachen.
Nun... wenn nicht alle Orte so sicher sind wie dieses Dorf, dann ergibt sich daraus irgendwie auch die Verpflichtung nach A’selafeyon zu suchen...
Aber das können wir auch auf dem Weg zu Rosalee tun, indem wir mehr als einen Weg dorthin nehmen.


Damit beendete Magnati den Gedankenstrang und sprach stattdessen zu allen:
Wir können uns zum Haus dieser Rosallee begeben. Jedoch vermissen wir wie gesagt den Elfen A’selafeyon. Da wir Drachen und Fjalladis deutlich schneller reisen können werden wir einen umweg nehmen um ein größeres Gebiet in Augenschein nehmen zu können.
Laut Karte gibt es drei mögliche Routen: Nördlich über das Feuer, oder südlich entweder über den See, oder über den Wald...

Manati stutzte und blickte auf und zu der Füchsin.
Was bedeutet dieses Pentagon mit dem Schriftzug 'Wesen!'?.




-2 LP für Kollision mit der Kuppel
+1 Karte von Albra



Autor: Myriel Datum/Zeit: Montag 01 August 2016, 23:02
Es war seltsam. Auch dieser Zauber entzog ihr mehr Mana als sie es gewohnt war. Und er schien deutlich stärker zu sein, als normalerweise, denn Suth brach unter den Schmerzen fast zusammen. Sie hörte Rosalee neben sich sprechen und versuchte ihrem Rat zu folgen, denn in diesem Fall hatte die Fuchsfrau Recht: so würde sie keinerlei Antworten bekommen. Also zog sie einen Teil ihrer Macht und Präsenz zurück und ging mit weniger Druck ans Werk – mit Erfolg wie sich herausstellen sollte. Der Ober-On brachte eine Antwort zustande, auch wenn sie nicht dem entsprach, was sie sich erhofft hatte, denn er wusste nichts über den Verbleib von Darius und Lykhe.

Die Schwarzmagierin überlegte einen Augenblick. Die Schreie von Suth hatten andere Magier herbei gelockt, vom östlichen Dorfrand hörte man einen Warnruf, der scheinbar nichts mit ihnen zu tun hatte, und Rosalee flüsterte ihr etwas von Drachen zu. Myriels Augen verengten sich, als sie der Fuchsfrau einen misstrauischen Blick zuwarf. Was wusste Rosalee von Drachen? Hatte sie Darius doch gesehen und sie belogen? Und was taten Drachen, was sie auch versuchen sollte?

Zu viele Fragen um sie schnell genug zu beantworten. So beschloss Myriel ihrem eigenen Plan zu folgen. Unwürdige die auf das Dorf zukamen – das konnten unter Umständen Darius und Lykhe sein. Da Suth immer noch eine Marionette in ihren geistigen Händen war, erfolgte ihr Befehl lautlos, aber unwiderstehlich für den Ober-On:

Bringt uns zum Dorfrand an dem die Unwürdigen gesehen wurden. Sofort. Sorgt dafür das wir ungehindert gehen können und niemandem hier wird etwas geschehen.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Dienstag 02 August 2016, 10:10
Die Hände gegeneinander patschend eilte Suffix zu seinen beiden Mitstreitern und den Resten der Truppe, die allerdings nicht mehr wirklich berauschend riesig war. So siegt man und hat in Wahrheit doch ziemlich verloren. 
Phelan und Chiamara sahen ziemlich ramponiert und zerdetscht aus, aber nichts was nicht ein Heiltrank und ein wenig Puder und/oder Bürste wieder beseitigen konnten.
Phelan stellte in einem einfachen Satz 2 berechtigte Fragen an den Magier und noch ehe er eine Antwort erhalten hatte, bat er ihn Suffix, dass er sich um Chiamara kümmere, die sich einfach auf den Boden sinken hatte lassen.

Dankt nicht mir, dankt meiner Lehrerin, die nicht müde wurde, ihre außerordentlichen Fähigkeiten an einen eher mittelmäßig talentierten Bogenschützen weiterzureichen. “ Gab sich der Barde schon mal sehr bescheiden. „Ach, ja und ich bedanke mich noch bei ….“ Aber der Lycantroph, den er mit seinen Worten bedenken wollte, war schon mit einem der Überlebenden, der die hiesige Uniform anhatte, verschwunden. Suffix verschwendete da keinen Gedanken, was Phelan mit ihm vorhatte. Vielleicht wollten sie etwas Verbotenes qualmen oder Phelan hatte andere Vorlieben und sie wollten deshalb unbeobachtet bleiben, wer wusste das schon.

Suffix war aber auch zu abgelenkt. Die Ablenkung verursachten Chiamaras Beine. Nein, nicht deren Ausformungen, wie man meinen könnte, sondern, dass sie an der einen oder anderen Stelle Wunden hatten, die bluteten. Nicht stark, nicht so schlimm, aber Phelan hatte wohl recht - Pflege war angesagt.
Nimm einen Schluck, auch wenn es nicht mit Hopfen und Malz aufgewertet ist “ bot er Chiamara erst mal einen Schluck Wasser an und begann dann in seiner Ausrüstung zu kramen. „Aha, da…, halt mal “ er drückte der noch daliegenden Kriegerin seine beiden Wundbinden in die Hand. Er machte sich an der Kleidung eines der Gefallenen zu schaffen und riss ein paar Stofffetzen ab „Verzeihung der ehrenwerte Soldat, aber wirst es nicht mehr brauchen, glaub mir, ich weiß das “ murmelte er dabei.
Zurück bei seiner Gildenschwester, nahm er die Wundbinden wieder an sich begann er Kompressen anzulegen, die nicht wirklich fachlich einwandfrei aussahen, aber wohl ihren Zweck erfüllen mochten. Chiamara würde das bei ihm ganz genau so machen. Wenn auch die Sache am Ende mit etwas mehr Chic aussehen würde.
In ein paar Tagen ist von den Schrammen nichts mehr zu sehen,
kannst beim Tanz im Kreis die Beine schwing und die Röcke wehen
und sollt ein Mann in seiner ganzen tollen Kühnheit es so drehen
kannst Du ganz beruhigt mit diesem auf sein Zimmer gehen
.“

Suffix grinste….“…nimm es mir nicht allzu übel…Ich freu mich einfach so riesig, dass ich wieder mit Dir unterwegs sein kann. Das hat mir gefehlt .“ Nach diesem glimpflichen Ausgang des Kampfes für sie, war grinsen auch erlaubt.

-2 Wundbinden
Autor: Asarra Datum/Zeit: Dienstag 16 August 2016, 10:39
Adrenalin liess das Blut laut durch Asarras Ohren rauschen, während sie nebst dem Pumpen ihres eigenen Herzens auch die Kampfgeräusche ihrer Reisegefährten hörte. Sie hoffte inständig, dass die beiden Wolfsmenschen mit dem kleineren der beiden Viecher zurecht kämen. Die grosse Schwarzhaarige hatte nämlich selbst alle Hände voll mit der Muttersau zu tun. Als das Vieh nach einem empfindlichen Treffer, der die Amazone schmerzlich traf und zischend Luft ausstossen liess, plötzlich senkrecht in die Luft stieg, war sie erst einmal verwirrt. Erst eine Sekunde später realisierte sie, dass da eine dieser unsichtbaren Wände sein musste. Wohin hatte sie dieser Saruman nur geschickt? Für einen alten... ja was denn nun? Sie war sich sicher gewesen, einem Freund einen Gefallen zu tun. Jetzt konnte sie den Alten allerdings überhaupt nicht mehr einordnen.

Ein Schnauben riss sie zurück in die Gegenwart, gerade rechtzeitig um zu realisieren dass ihr da ein Schwein entgegenflog. Die Reflexe einer Kriegerin liessen sie die Kettenpeitsche hochreissen. Mal sehen ob sie das Vieh nicht aus der Luft pflücken konnte.
Autor: svarog1 Datum/Zeit: Mittwoch 17 August 2016, 10:28
Überrascht, dass das Tier den Angriff überlebt hat, dann auch noch, wie ein Wolf, die Wand hoch rennt als als hätte er mit seinen Krallen die Flanken des Tieres verfehlt, macht er einen Satz nach vorne, seine Verteidigung vernachlässigend, und zielt diesmal auf die Kehle des Tieres.

Angriff 17
Verteidigung 4
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Mittwoch 17 August 2016, 21:49
Runde 13 (14 für Myriel)


~~


Westdorf - Fjalladis, Magnati, Naveen, Runshak, Darius

Schilla registrierte wohlwollend, dass Fjalladis ihn begleitete und dem Fuchsmann mit Tränken unterstützen wollte.

“Der Trank gegen das Gift reicht. Danke. Den Rest bekomme ich wohl so hin. – Obwohl… Der Heiltrank könnte die Heilung durch Magie unterstützen und fördern. Wir sollten es ausprobieren.“

Er machte Platz, damit die Hochelfe dem Verletzten die Tränke einflössen konnte. Kurz beobachtete er die Wirkung um dann auch einzugreifen. Doch würde dies lange dauern. Und so schickte er die Fuchsgefährtin des Verletzten mit leisen Worten hinaus, damit er in seiner Konzentration nicht gestört wurde:

“Der Heiltrank zeigt schon jetzt Erfolg. Den Rest macht der Heiltrank dieser bezaubernden Elfe und Magie. Kümmere dich um die Gäste. Mir ist es lieber, wenn sie hier nicht mit den weniger offenen Dorfbewohnern zusammen treffen.“

Sobald sie die Halle verlassen hatte, nahm der braunhaarige Elf so viel Mana wie möglich auf und sammelte sich für den Heilzauber. Jedoch wirkte er diesen nicht mit dem kompletten Verde und als einen direkt wirkenden Magiespruch, sondern er ließ die Heilung langsam und vorsichtig und mit dauerhaft geringen Verde in dem vor ihm liegenden fließen.
Dies nahm Zeit in Anspruch. Shie’lljardions Stirn fing leicht zu glänzen an, so sehr schien es auch einen Elfen anzustrengen. Doch nahm er sich die Zeit für jede kleine Verletzung und auch für mögliche innere Blutungen. Sobald er spürte, dass die Magie falsche Wege gehen wollte, unterbrach er die Handlung und fing neu an.

Dann endlich beendete Schilla die Heilung, die Nacht war schon weit fortgeschritten. Er schien zufrieden, aber müde. Sein Patient atmete tief und regelmäßig. Der Elf wandte sich an die hellhaarige Frau, die ihn in seinen Bann gezogen hatte.

“Ich kann mich nur nochmals bedanken. Ohne euch hätte es mein Freund nicht geschafft. Was hätte ich seiner Gefährtin dann sagen sollen? Wie lange soll das hier noch so gehen?“
Hoffnungslosigkeit breitete sich in ihm aus. Zu oft hatte er Heilzauber anwenden müssen. Und es wurde nicht weniger. Er erhob sich und lächelte die Erzmagierin ermutigend an.
“Kommt Lady Fjalladis, wie suchen die anderen und bringen Euch hier heraus.“


~~


Währenddessen hatte sich die Füchsin auf die Suche nach diesen Fremden von der anderen Welt begeben und fand diese bei der Hütte des Jägers.
Nach Übergabe der Karte kamen Berechtigterweise Fragen auf, die sie versuchte so gut es ging zu erläutern.

<<Rosalee sein Älteste. Sie immer schon hier. Und auch hier sein, wenn wir nicht. Sie kämpft um Volk, aber nicht spielen mit Leben. Sie leben alleine – hier.>>
Ihr Kopf neigte sich seitlich bei den Worten des Drachen als versuche sie alles zu verstehen, was er sagte.
Dann blickte sie alle an:

<<Bester Weg zu Rosalee über kleinen See. Aber da Brücke im Weg. Drache können fliegen dort. Aber nicht Mensch. Direkt nur über Süddorf möglich. Weg sein lang.>>

Ziemlich geschockt wirkte sie bei der Erwähnung dieses Waldstücks mit den Wesen.
<<Nicht dahin. Gefährlich. Alle magischen Wesen dort. Viel Macht - Wald ein Penta… Pentra… äh… Fünfecke. Fünfecke wie im Dorf, aber groß. Wir Hilfe brauchen um finden diesen Elfen. Kommt Marktplatz. Nach Essen, Schlaf und Ausrüstung.>>
Mit diesem geheimnisvollen Sätzen rannte sie davon in Richtung Dorfmitte.

Der Jäger-Fuchs hatte zwar nichts verstanden, aber er wusste, dass es Ärger geben könnte und holte alle im Haus befindlichen Waffen und legte sie auf einen Tisch.
Zwei Bögen inklusive vier Köchern gefüllt mit Pfeilen. Mehrere Schwerter, eines davon bläulich glänzend. Eine Art Stock mit diversen Zeichnungen und einer kleinen spitzen Klinge an einem Ende. Mindestens ein Dutzend Dolche und Wurfsterne. Eine Schlinge, die sich an einem Stock befand. Zwei Streitkolben. Und drei dieser Langdolche, die er immer bei sich trug.
Er zeigte auf die Waffen und auf seine Gäste. Offenbar sollten sie sich bedienen.
Danach besorgte er Decken, damit sich sie ruhen konnten. Jedenfalls ein paar Stunden.


~~


Am Marktplatz konnten die Priesterin und Shie’lljardion keinen der anderen antreffen. Sicher lag es an der frühen Stunde. Die künstliche Sonne war noch nicht aufgegangen. Im Dorf war es ruhig, alle schliefen oder wachten an den Dorfeingängen. Der Elf wollte schon den Weg zu der Hütte der jungen Fuchsfrau einschlagen, doch die Hochelfe blieb an dem Pentagramm stehen und machte etwas, was dem Mann fremdartig erschien. Jedoch spürte er die Kraft, die von ihr und dem Pentagramm ausging.

Fjalladis selbst spürte das Verde in dem Fünfeck und in ihr. Jedoch hatte sie allzu große Hoffnung, dass ihr das Buch mehr sagen würde. Es schimmerte grünlich auf, als sie Verde in das Buch strömen lies, aber es offenbarte sich kein Text und kein Bildnis, wie noch in Dragonia. Schlimmer noch. Es war noch nicht einmal der unscheinbare Text, der sich sonst immer zeigte, wenn kein Mana im Spiel gewesen war.
Die Buchstaben hatten sich in dem Moment verdreht oder in falschen Reihenfolgen gesetzt, als die Priesterin das Verde in das Buch lenkte.

Jedoch weckte es Schillas Neugierde und Erstaunen.
“Ist das ein besonderes Buch, dass es so viel Kraft absondert, oder seid Ihr es, der hier diese Verbindung aufnimmt? Das habe ich in meiner Zeit hier noch nie erlebt.“

Während die beiden bei dem Pentagramm standen, tauchten auch die anderen Inselneulinge bei ihnen auf. Die Karte ging um, in die der Elfenmagier noch die Standorte der Pentagramme markierte und es wurde geplant, was als nächstes zu tun wäre.
Die Diskussionen, die sie schon mit der Fuchsfrau geführt hatten, wurden nochmals aufgegriffen und auch Schilla war von dem Weg durch den Wald nördlich des Dorfes nicht gerade begeistert.

“Wir meiden den Wald so gut es geht. Vielleicht liegt es an der hohen Konzentration des Verde und der neuen Magie. Und genau entgegengesetzt, im Burghof von Saruman, ist entsprechend wenig verdische Magie. Dort habe ich manchmal das Gefühl gehabt, dass dort noch Mana fließt. Das hat mich geschwächt, daher bin ich auch selten dort. Das kann aber auch daran liegen, dass Saruman dort lebt.“
Er sprach sich dafür aus zu Rosalee zu gehen und dann einen Weg zurück in die alte Welt zu planen, Obwohl er nicht wusste, wie dieser aussehen würde.

~~


Darius indes hatte sich, unter dem Vorwand sich nochmals alles anzuschauen, aus dem Dorf verabschiedet. Ob es an dem Verde und der überall befindlichen Magie lag, oder einfach nur an seinem guten Geruchssinn als Drache und Lykantroph, er konnte Gerüche extrem gut aufnehmen und unterscheiden. So roch er etwas von Myriel. Sei es dadurch, dass sie hier Magie gewirkt hatte, oder dadurch, dass die Welt begrenzt war und die Düfte sich irgendwann überall verteilten. Es war halt so und der Soldat nahm es einfach an und zweifelte offenbar nicht, dass dies eine Falle sein könnte. Er folgte dem Weg, den sie gekommen waren – diesmal ohne Zwischenfall, weil diese Tiere offenbar gelernt hatten, dass Drachen vielleicht doch etwas zu groß für sie waren.

Er kam zu dem kleinen See, der im Mondschein das Licht spiegelte, und nahm dort Myriels Geruch von Osten her kommend auf. Den kleinen See zu überqueren würde dem Drachen nicht schwer fallen. Genug Platz für einen kurzen Flug war vorhanden. Er konnte nur hoffen in der Dunkelheit den richtigen Steg zu finden, wo er hoffte wieder einen Durchgang in die Gänge zu finden.

Auf der anderen Seite würde Darius einen südlichen Weg einschlagen müssen bis zu einer Kreuzung, an der es nur südwestlich in einen Wald gehen würde, oder nordöstlich zu einem noch nicht zu erkennendem Ziel. Doch genau daher kam dieser Duft stärker als von der anderen Seite, weswegen er den Weg einschlug. Er würde nach einer gewissen Zeit eine Brücke erreichen, die gerade breit genug war, dass er hinübergehen könnte. Was jedoch hinsichtlich der Dunkelheit nicht ungefährlich war.

Im Tal breitete sich ein üppiges – ein riesiges – Waldstück aus. Die Aromen der Pflanzen verströmten einen intensiven Geruch, der jedoch Myriels eigenen Duft nicht überlagerten. Und da war noch etwas. Etwas tierisches, was überall in der Luft hang.
Und diese Tiere kamen hangen im Geäst der Bäume. Schwer auszumachen. Aber sie hatten ihn erblickt und kamen direkt angeflogen. Groß waren sie nicht, hatten aber ungewöhnlich scharfe Schnäbel und einen gefährlichen, länglichen, Schwanz, mit dem sie ihre Flugbahnen steuerten. Und ihr Ziel war klar. Ein kreischendes Geräusch, fast wie ein Angriffssignal, ertönte und vier der Tiere stürzten sich auf Darius.

~~


Indes wurde es am Marktplatz voll. Aus allen Richtungen kamen Menschen, Druiden, Fuchswesen. Mehr als die Hälfte des gesamten Dorfes versammelten sich um die Fremden und Schilla. Alle waren sie mehr oder weniger bewaffnet.
Und auch die Fuchsteufels-Dame tauchte wieder auf, mit ihrem Gefährten, der blass und geschwächt auf zwei Krücken gestützt zu ihnen humpelte.
<<Alle, die wollen weg und kämpfen.>> sagte sie zu Schilla und den Fremden.

Der Elfenmagier blickte sich um, sah die Dorfälteste aber nicht unter ihnen und schien entsprechend enttäuscht zu sein. Hatte sie die Zeichen nicht erkannt, oder wollte sie diese nicht erkennen.
Bei letzterem, bestand die Gefahr, dass sich zwei Lager bekämpfen würden. Zwei Lager aus einem Volk. Es blieb keine Zeit.

“Wir sollten sofort Rosalee aufsuchen und schnellstens eine Lösung finden. Jedoch gibt es noch andere Probleme. Hier wird noch jemand vermisst. Ein Elf. Und wo ist… dieser andere Drache. Er fehlt auch. Wir brauchen Suchtrupps die gleichzeitig Verbündete mobilisieren. Treffpunkt – wann und wo?“

Nachdem der Treffpunkt geklärt war, sonderten sich 15 Magier von der Gruppe ab. Sie gingen zu einer Baumgruppe und sogen das Verde auf. Danach waren dort keine Füße mehr zu sehen, sondern 15 geflügelte Wesen, etwas zwischen Drache und Fledermaus. Sie waren um die Hälfte kleiner als Magnati und entsprechend wendig.

Sechs von ihnen flogen in Richtung Süden ab, die anderen schwärmten Richtung Norden ab.
Schilla blickte zu Magnati und Fjalladis.

“Wenn dieser Elf irgendwo ist, werden sie ihn finden. Und den Drachen auch. Ihr könnt mit ihnen fliegen, oder bei uns bleiben. Wir werden den Fußweg zu Rosalees Haus nehmen, da nicht alle von uns die Möglichkeit haben sich zu verwandeln. Wir müssen uns beeilen. Auf die anderen hier im Dorf werden wir uns nicht verlassen können“

Der braunhaarige Elf hoffte inständig, dass die Zeichen richtig waren und endlich der Tag kommen würde, wo sie wieder die alte Welt betreten konnten.


~~


Kleine Insel – A’selafeyon und Marli

Am frühen Morgen begaben sich Marli und Fey wieder in das Boot um dann abermals Wasser zu überqueren. Diesmal hatten sie jedoch nicht eine ganz so lange Strecke vor sich. Der See blieb ruhig. Nur ein paar Enten und Vögel waren in einige Entfernung zu erkennen. Die Vögel wirkten fremdartig, kamen jedoch nicht näher an sie heran.

Endlich am gegenüberliegenden Ufer des Sees war ein Steg auszumachen, an dem Marli anlegte, als die Sonne gerade langsam aufging. Die Fuchsteufelin packte ihren Rucksack, ein Seil und eine Waffe, die in dem Boot lagen und machte sie in südlicher Richtung auf. Während sie liefen, erzählte Marli ihrem Begleiter, was sie bald erwarten würde.

“Wir kommen später zu einem Tal, das von einer Brücke überspannt wird. Unten in dem Tal wohnt Rosalee. Eine der ältesten von uns, die Magie beherrscht, und immer ein offenes Ohr für Probleme hat. Nur führt kein einfacher Weg hinunter. Alle anderen Zugänge wären zu große Umwege. Also müssen wir klettern. Du hast hoffentlich keine Höhenangst.“

An der Brücke angekommen bot sich ihnen ein imposanter Anblick. Eine riesige Brücke, die sich über ein Tal von Bäumen spannte. Das Ende der Brücke wirkte weit entfernt und klein. Der Boden des Tals war nicht recht auszumachen wegen der Bäume, aber es waren mindestens 100 Schritt und mehr.
Der Felsrand, die Brücke war dort befestigt, war nicht glatt oder gar strukturiert. Sie war überwuchert mit Ranken und auch Ästen, die an der steilen Wand empor gewachsen waren.

“Dort müssen wir hinab,“ sprach Marli und zeigte hinab und auf die Ranken. “Wir sollten uns mit dem Seil verbinden dass wir uns im Notfall sichern können. Ich klettere vor und du versuchst genau meinem Weg zu folgen.“


~~


Süddorf - Asarra, Lykhe, Svarog

Die Tiere schienen in dieser Welt intelligenter zu sein, als sonst wo. Abgesehen von Lykantrophen oder Echsenmenschen, wenn man die zu Tieren zählen würde.
Und so war das Jungtier auch mehr als überrascht, als Lykhe es ihm nachmachte und die Seitenwand als möglichen Ausweich- oder Angriffstrecke nahm. Das schweineähnliche Wesen wich in die falsche Richtung aus und lief dabei Svarog direkt in die Flanke. Danach war nur noch ein lautes Quietschen zu vernehmen, was sehr einem Schrei eines Ferkels ähnelte.

Das war vielleicht das Glück für Asarra. Sie stand dem wortwörtlich dickeren Brocken als Gegnerin gegenüber und die Hauer sowie diese scharfen Krallen hatten schon zahlreiche tiefe Wunden zugefügt. Und nach einem erneuten Angriff der Amazonin wäre diese eventuell tödlich getroffen worden. Aber der Schrei des jungen Wesens lenkte die Mutter ab. Diese stürmte zu dem Kind und beide verschwanden in die Richtung aus der sie gekommen waren.

Jetzt hatten sich die drei eventuell vorstellen können, warum sie noch vor Einbruch der Nacht in diesem Süddorf ankommen sollten. So ging schon fast die Sonne auf, als sie endlich das Tor erreichten.
Doch wurden sie nicht herzlich empfangen, sondern ein unfreundlicher Ruf erschallte in der schwindenden Dunkelheit:
Fremde! Es kommen Unwürdige.
Aber man könnte auch denken, dass vielleicht nicht sie gemeint waren, da in dem recht kleinen Dorf einige zu so früher Stunde unterwegs waren. Und das nicht nur in ihre Richtung.
Die Situation sollte eventuell frühzeitig aufgeklärt werden.

~~


Süddorf – Myriel und Rosalee

Vielleicht hatte Myriel nicht verstanden, was Rosalee meinte, aber sie schien es instinktiv zu tun. Sie gab diesem Suth einen Befehl, ohne diesen laut auszusprechen. Nur per Gedankensprache, wie es die Drachen konnten. Jedenfalls erinnerte sie sich so daran. Es ist lange her, dass sie Drachen gesehen hatte.

Suth indes schien sich innerlich zu sträuben gegen das, was ihm befohlen wurde. Aber jede Gegenwehr erzeugte Schmerzen in seinem Kopf, daher gab er es dann doch auf.
Sole, was stürmst du hier so ungefragt herein. Und was will der aus dem Fischerdorf hier? Ach, das könnt ihr mir später erklären. Wir müssen zum Dorfrand. Eventuell wird dort unsere Hilfe benötigt.

Er ging an den beiden Magierinnen und den Dörflern vorbei, hinaus vor die Hütte. Dann blieb er plötzlich stehen, als wenn er auf etwas, oder jemanden, warten würde.
Erst wenn Myriel auch hinaus getreten wäre, würde er weiter zum östlichen Dorfrand gehen.

Auf dem Weg dorthin erklärte sich Sole:
Das ist Tom. Er hat Neuigkeiten. Dort ist ein Fremder angekommen. Ein Elfer oder so. Sie wollen den Rat einberufen. Ein Unwürdiger. Und jetzt wieder… Was geht denn hier ab?
Er schaute skeptisch zu Myriel.

Rosalee die alte schrullige Frau schien wieder in einer ganz komischen Phase zu sein, da sie laut philosphierte:
“Sole, nichts wird wie früher sein. Der Tag des Auftauchens ist nah. Sei auf der richtigen Seite, wenn du mal einen echten Himmel sehen willst.“

Der Ober-on nahm sich von all dem nichts an, da er ja einen genauen Auftrag von Myriel erhalten hatte, und ging einfach Richtung Osten und schaute hin zu den Neuankömmlingen, die noch nicht zu erkennen waren, da genau in diesem Moment die Sonne hinter ihnen aufging und die drei als dunkle Schatten abbildeten.
Suth tat nichts, stand nur da als würde er warten.


~~


Land Dragonia

Chiamara beobachtete alles wie in einem Nebel und überließ Phelan und Suffix das Feld. Sie horchte einfach, was sie um sich herum vernahm. Die Schritte - von diesem Magier nahm sie an. Dann Phelan, der Antworten wollte und die Antwort mit einer männlichen Stimme, jedoch äußerst missgestimmten Laune, die der ehemaligen Soldatin ungewohnt vertraut vorkam:
`Mein Name ist Rial und ich wüsste selber gerne, was hier vor sich ging. Wir waren ganz normale Handlungsreisende. Ich war auf dem Weg nach Nuru und Nighton, um die Magietürme bzw. den Orden aufzusuchen. Tham hier kommt aus Isua und wollte hier Echsenleder verkaufen. Und all die anderen waren auch nur harmlose Reisende. Und wir werden von der dragonischen Wache angegriffen. Das sind keine Auseinandersetzungen unter Ostländern. Wie kommt ihr…`

Währenddessen kümmerte sich Suffix um ihre Wunden und plapperte sie mit irgendwelchem Zeug zu, dass sie kaum die Worte von Rial verstand. Leise grummelte Chiamara zu Suffix:
“Nimm einfach einen Heiltrank und hör auf mich zu bemuttern.“
Aber die Gegenwehr war nicht groß genug.
Sie wollte eh lieber bei dem Gespräch mitmischen.
“Rial, es waren Ostländer. Sie haben unsere Heimatsprache ohne Akzent gesprochen. Das waren keine dragonischen Soldaten, die euch nur mit guten Ostländisch imponieren wollten,“ unterbrach sie somit den großen Mann, als er sich gegen Phelans Behauptung wehren wollte.
Der Magier kam zu ihnen und blickte auf die am Boden liegende Frau nieder. Kurz huschte ein Lächeln des Erkennens über sein Gesicht. Dann sprach er aber ernst und besorgt:
`Das hätte einen Krieg auslösen können. Wer will den schon?`
Der Echsenmann an ihrer Seite stimmte ihm stumm zu und blickte skeptisch auf die Toten Angreifer.

“Da fallen mir viele ein. Unter anderem der Schlächter.
Bist du endlich fertig Suffix? Sollten wir vielleicht die Toten und die Umgebung nach Hinweisen absuchen?“
Chiamara öffnete ihre Augen und kam langsam wieder auf ihre Füße.
“Danke Suffix.“ Sie war auch froh wieder mit ihren Gildenbrüdern unterwegs zu sein, auch wenn sie es nie so sagen würde, wie es der Barde getan hatte.

Phelan hingegen hoffte Informationen aus dem Verletzten heraus zu bekommen. Er musste sich beeilen, denn lange würde dieser Ostländer nicht mehr leben.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Dienstag 23 August 2016, 14:04
Sei nicht so widergespenstig, Schwerverletzteste .“ Was belegt, so ganz hatte er den Spaßmacher noch nicht abgelegt. Und wer sich nicht gegen Suffix‘ Scherze wehren kann, hat eh schon verloren. „Natürlich hast Du Recht, ich filze mal diejenigen, die Pech gehabt haben und sich jetzt auf den Weg ins Totenreich bewegen oder schon dort angekommen sind .“ Er machte sich auch gleich daran sein Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Zum Schlächter, es schien, dass er real war, er konnte trotzdem wenig zu dieser Figur sagen und beitragen und er hielt auch mit einer Bemerkung hinterm Berg, dass diese Scharmützelchen eine Krieg hätte auslösen können. Er zweifelte das sehr stark an. Da könnte jedes Fingerhackeln zu Bürgerkrieg Szenarien hochstilisiert werden. Aber wie gesagt, er biss sich auf die Zunge und beließ es bei einem Schulterzucken, das sowohl Zustimmung oder das Gegenteil oder gar nichts bedeuten konnte. Dass mit der Sprache blieb aber rätselhaft. Vielleicht würde Phelan noch Erfolg haben. Vielleicht ist er ja ein großartiger Befrager. Aber manchmal waren es gar nicht die Fragen, die man stellte, sondern wie man sie stellte. Suffix wollte sich gar nicht vorstellen, wie so eine Befragung ausschauen konnte. Und wer konnte schon mit Gewissheit sagen, ob eine schon vorhandene Wunde oder sonst eine Einwirkung für das Dahinscheiden eines Kämpfers verantwortlich war. „Ich nicht. Also, weil Du fragtest, wer an einem Krieg interessiert sei. Ich nicht. Es gibt keinen Antikriegler weiter und breiter in Dragonia als mich.

Wer den Frieden wünscht
sorgt sich um die Künscht
doch wer zur Waffe greift
mehr durch’d Felder streift

Autor: Dyrksen Datum/Zeit: Mittwoch 24 August 2016, 22:10
Das mit dem Hinterherklettern war eine fabelhafte Idee gewesen. Offenbar war das Schweinewesen mit den Krallenfüßen so sehr überrascht, dass es ganz und gar vergaß, auf Svarog loszugehen. Der hatte dafür um so heftiger zugelangt. Das Schwein quiekte und machte sich mit dem größeren Tier aus dem Staub.
Lykhe schaute ihnen kurz nach und dann sah er seine Gefährten an. Asarra war offenbar ziemlich stark verletzt. Svarog war völlig aus dem Häuschen. Hatte der Schaum vorm Maul? Auf jeden Fall blickten seine Augen wie irre umher und das Nackenfell war gesträubt.

Auch Lykhe war noch etwas aufgebracht, aber jetzt schien die Gefahr erstmal vorüber zu sein. Deshalb sagte er trocken:

"Hätten sich nicht mit uns anlegen sollen, oder was? Das nächste Mal mach ich Schaschlick aus denen."

Und nach einer Weile fügte er hinzu: "Oder Gulasch."

"Geht's euch gut?", fragte er seine Begleiter.

Dann später, als sie vor das Tor kamen hinter dem sie mit Recht das Dorf vermuteten, dass sie für den Alten... (Wie war doch gleich sein Name?) aufsuchen sollten, wurde von Innen "Fremde! Es kommen Unwürdige" gerufen.
Nanu, dachte Lykhe. Noch mehr Fremde? Und dann blickte er sich in der schwindenden Dunkelheit um. Aber da war niemand außer ihnen.

"Ich seh keine Unwürdigen."

Autor: Myriel Datum/Zeit: Montag 29 August 2016, 21:15
Suth tat, was sie ihm befohlen hatte – er brachte sie ohne Umschweife zum Dorfrand. Von hier aus hatten sie eine gute Möglichkeit zu fliehen, falls es sein musste, und auch eine reelle Chance zu entkommen. Noch tat der Ober-on was sie ihm sagte, deshalb warf Myriel Rosalee einen kurzen Blick zu. Doch die Fuchsfrau war mit ihren Gedanken scheinbar woanders und fing an zu philosophieren. Nun, dann würde sie wohl mehr oder weniger improvisieren müssen.

Angestrengt versuchte sie mehr als nur Schatten in den Gestalten zu erkennen, die sich dem Dorf näherten. Recht bald erahnte sie zwei Lykaner – konnten das Darius und Lykhe sein? - die von einer Frau begleitet wurden. Doch beim näherkommen bemerkte die Druidin ihren Irrtum. Sie erkannte Asarra, Lykhe und einen ihr fremden Lykantrophen. Da Nichtmagier hier als Unwürdige angesehen wurden und Myriel keine Ahnung hatte, was mit Unwürdigen geschah, raunte sie zu Rosalee:

Ich kenne sie. Die Frau heißt Asarra, sie ist eine starke Kriegerin, die anderen zwei sind Lykantrophen. Einer davon ist mein Begleiter gewesen, bevor ich hierher kam.

Dann sagte sie laut:

Es ist so, wie Rosalee sagt. Es wurde ein Weg gefunden von dieser Insel zu entfliehen. Wir wollen diesen Weg gehen. Folgt uns, oder bleibt in dieser Welt – es ist Eure Wahl.

An Suth wandte die Druidin sich ebenfalls, mit einem letzten lautlosen Befehl:

Sorgt dafür, das sie uns alle in Frieden ziehen lassen.

Dann machte sie einige Schritte und ging Asarra, Lyke und Svarog entgegen, und neigte den Kopf zur Begrüßung.

Seid mir gegrüßt. Es ist besser wenn ihr das Dorf nicht betretet. Dies ist eine Welt der Magier, in der Nichtmagier unwillkommen zu sein scheinen. Was ist mit Darius geschehen Lykhe? Warum ist er nicht bei Euch?
Autor: Phelan Datum/Zeit: Montag 29 August 2016, 22:48
„In jedem Krieg gibt es Gewinner. Sie pflegen in der Minderzahl zu sein, aber trotzdem gibt es immer jemanden der sicher zu wissen glaubt, dass er dazugehören wird. Solche Leute wollen den Krieg und suchen die Auseinandersetzung“, fügte Phelan zu den Ausführungen seiner Gildenschwester hinzu. „Und ich bin mir wirklich nicht sicher ob wir mit unserem Eingreifen dazu beigetragen haben einen Krieg zu vermeiden. Vielleicht haben wir auch das Gegenteil erreicht…“

Er schien sich jedoch keine allzu großen Sorgen deswegen zu machen. Schließlich war auch er jemand, der Vertrauen in seine Fähigkeiten hatte aus unruhigen Zeiten Profit zu schlagen. Er überließ es also den Handlungsreisenden sich ihre eigenen Gedanken dazu zu machen und dem Barden dem durchaus vernünftigen Vorschlag Chiamaras nachzukommen und die Leichen ein wenig zu fleddern.

Da niemand erpicht darauf zu seinen schien der Befragung des Schwerverletzen beizuwohnen schleifte ihn Phelan in ein Gebüsch, das ihm weit genug entfernt zu seien schien, und träufelte ihm noch unterwegs einen Heiltrank ein. Es wäre schließlich ziemlich ärgerlich, wenn der Lebensfunke erlöschen würde bevor er dazu gekommen war den armen Tropf ein wenig mit seinem Jagdmesser zu kitzeln. Auf der anderen Seite hoffte er aber auch nicht, dass der Kerl zu sehr kitzeln brauchte, denn er verspürte keinen Wunsch sich einen Namen als Folterknecht zu machen. Bisher war er meist mit Drohungen und einem netten Raubtierlächeln ans Ziel gekommen…

– 1 kl. Heiltrank
Autor: Darius Datum/Zeit: Freitag 02 September 2016, 23:31
Den richtigen Weg zu finden war in dieser Umgebung gar nicht einfach, zumal es mittlerweile recht dunkel war und nur etwas Mondlicht - und war das an sich nicht schon bemerkenswert, wenn man bedachte wo er sich gerade befand und was dieses Licht eigentlich sein sollte - seinen Weg erhellte, was die Sache nocht etwas komplizierter machte. Diesem ungewohnt starkne Geruchssinn folgend verließ er sich daher auf das prickelnde Gefühl des Verdes um nicht in eine Wand zu rennen und kam so bald zu einem See.

An sich war dies kein Hindernis, aber was alles von diesem See echt und was nur eine Illusion war konnte er nicht erkennen. Ein kurzer Flug brachte ihn hinüber, denn trotz der Ungewissheit zog er es vor zu fliegen, als durch ein Gewässer zu schwimmen, dessen Bewohner er nicht kannte und im Moment auch nicht kennen lernen wollte. Der Richtige Steg offenbarte sich anhand des Geruches und führte ihn, nach einer sanften Landung, weiter auf dem Pfad Richtung Süden, bis das Prickeln des Verdes ihm anzeigte, dass er nicht weiter geradeaus gehen konnte. Rechts konnte er einen Wald ausmachen, links schien es weiter zu einer Brücke zu gehen.

Der rechte Weg roch weniger stark nach Myriel, zudem hatte er eine ungute Vorahnung, was diesen betraf, weshalb er sich nach etwas schnüffeln für den anderen Weg entschied und den Wald hinter sich ließ. Die Brücke entpuppte sich als sehr eng und das Verde prickelte unangenehm stark auf seinen Schuppen, als er sich so nahe an der Barriere vorbeischob. Erleichtert schnaufte er, sobald er diesen Part hinter sich gelassen hatte und gewahrte nun, dass der Pfad in ein Tal abfiel, welches einen recht üppigen Waldbewuchs im Licht des Mondes offenbarte. Die Luft durftete herrlich und intensiv, überlagerte jedoch nicht den erdigen Geruch von Myriel. Einige Augenblick blieb er stehen um diese fremde Umgebung auf sich wirken zu lassen. Wie oft war man schon in fremden Welten unterwegs?
Neugierig sog er die Gerüche der Pflanzen ein und sah sich um... was ihm wohl rettete, da er nicht sofort in das Dickicht gegangen war, um der Fährte der Druidin weiter zu folgen, sondern die Gefahr in Form eines Schwarms von, ja was eigentlich? Der Geruch war tierisch, aber diese Sorte an Vögeln kannte er nicht mit den langen Schwänzen. Die Tiere machten ihre Absicht allerdings unmissverständlich klar.

Dies konnte er natürlich nicht zulassen und er verteidigte sich. Mit einem Grollen schnappte er vor und bekam einen der Vögel zu fassen, der kurz darauf in seinem Rachen verschwand. Die scharfen Schnäbel prallten von seinen Schuppen ab und seinen Klauen fiel der nächste zum Opfer. Eigentlich brauchte er nur auf seine Flügel und seine Augen zu achten. Für den Rest waren sie zu schwach und er überlegte, ob er einfach weiterziehen sollte, während weitere Kreaturen auftauchten um die Gefallenen zu ersetzen...

AW 42, 45, 43, 46, 42

VW 14, 18, 19, 17, 16
Autor: Fjalladis Radran Datum/Zeit: Sonntag 04 September 2016, 19:19
Der Heilungsprozess erwies sich erwartungsgemäß als sehr zäh und ließ sich, obwohl der Elf durchaus fähig zu sein schien, kaum mit der eleganten Beiläufigkeit vergleichen, mit der Heilkundige wie Landolin oder Christian in Dragonia einen solchen Patienten wohl hätten kurieren können. Dafür strahlte der Elf trotz der spürbar in der Luft liegenden Spannung eine große Ruhe aus und seine Konzentration blieb auch ungeachtet der immer weiter fortschreitenden Zeit ohne Minderung. Eine ganze Weile beobachtete Fjalladis den Prozess aufmerksam, doch da sie nicht wirklich von Nutzen sein konnte, glitt sie irgendwann aufrecht sitzend in einen zwar wachen, doch kräfteschonenden Zustand, der der Meditation nicht ganz unähnlich war und der ihr wohl für diese Nacht den Schlaf würde ersetzen müssen.

Als Shie’lljardions sie ansprach, kehrte wieder Leben in ihren Blick zurück und sie erhob sich ein wenig steif.

„Nicht ich habe ihn gerettet, sondern die Tränke und Eure hingebungsvolle Behandlung. Nur selten habe ich je einen so höchst umsichtigen Heiler erlebt.“
Sie deutete als Zeichen ihrer Hochachtung eine leichte Verbeugung an, doch auch eine Spur von Sorge lag in ihrem Blick, als sie den trotz seines Lächelns sehr erschöpft wirkenden Elfen musterte.
„Es gibt einen Weg hier hinaus und wir werden ihn finden.“
Sie lehnte sich nicht soweit aus dem Fenster zu behaupten, dass jeder würde gerettet werden können, da sie die Ausmaße der kleinen Welt nicht abzuschätzen vermochte, doch ansonsten vertraute sie vorerst der Vision des Buches, wonach sie tatsächlich zurückkehren würden.

Als sie kurz darauf am Pentagramm besagtes Buch zu verwenden suchte, überraschte dieses allerdings mit einer sehr seltsamen Reaktion. Die Priesterin seufzte leise und erhob sich. Shie’lljardions' Frage schien sie zunächst leicht zu verunsichern.

„Eine starke Verbindung...?“ Sie war der Meinung, nur eine Spur der grünen Magie in das Buch gelenkt zu haben, kam sich aber ob der Frage auf einmal so vor, als habe sie in einer Kalligraphielehrstunde das komplette Tintenfass über dem Pergament entleert und stolz als Ergebnis präsentiert. Besaß sie tatsächlich zu wenig Feingefühl, um mit der hiesigen Magie umgehen zu können oder spürte der Elf etwas, das sie nicht wahrzunehmen in der Lage war?

In der darauffolgenden Diskussion über das weitere Vorgehen hielt die Priesterin sich weitgehend zurück, wenngleich ihr Blick auf der Karte immer wieder an den Rand huschte, wo die Burg des Magiers Saruman eingezeichnet worden war. Der verschollene Elf aus Dragonia kümmerte sie nicht im Geringsten – der berüchtigte Magier im Osten jedoch wusste um einen Weg zurück...

„Welches ist der schnellste Weg zu dieser... Rosalee? Und ist er leicht zu verfolgen?“
Autor: Runshak Datum/Zeit: Montag 05 September 2016, 14:34
Diese Rosalee war scheinbar die Älteste dieser Tiermenschen und lebte als Einsiedlerin ein gutes Stück weiter weg. Wenn man zu Fuß unterwegs war, würde man den Umweg über das Süddorf gehen müssen, da eine Brücke die Überfahrt über den See behinderte und der Wald scheinbar zu gefährlich war. Bevor sie jedoch diese Älteste besuchten, mussten sie A’selafeyon finden. „Was, der spitzohrige Langfinger ist auch hier?“ stellte Runshak fest. „Wie hatte sich der diebische Knirps eigentlich in die Gegend mit dem Pentagramm verirrt? ...“ überlegte die Grünhaut „... wahrscheinlich weil er Gräber plündern wollte...“ bei dem Gedanken sank A’selafeyons Ansehen bei Runshak gleich noch ein gutes Stück.

Derweil war Schilla schon mal in Richtung des Marktplatzes losgelaufen während der Jäger Waffen auf dem Tisch ausbreitete. Er bedeutete seinen Gästen, sich zu bedienen. Runshak nahm sich das bläulich glänzende Schwert, das ihm dabei aufgefallen war.

+ Blaues Schwert

Schließlich versammelte man sich am Marktplatz. Allem Anschein nach war Darius schon auf eigene Faust losgezogen. Also mussten sie ihn auch noch ausfindig machen. Nachdem man einen Treffpunkt vereinbart hatte, teilten sich die Anwesenden auf. Zwei Suchtrupps  – einer suchte in Richtung Süden, die andere ging nach Norden. Runshak und Naveen schlossen sich der Gruppe um Schilla an. Diese würde zu Rosalee gehen.

Die Gruppe folgte der Route über den kleinen See mit der Brücke. Zwischenfälle gab es keine. Nach circa einer halben Stunde waren sie an der Brücke angekommen. Dort hörte Runshak Kampfgeräusche. Darius war ebenfalls dort und wurde von einem Schwarm eigenartiger Vögel angegriffen. So wie es aussah dauerte der Kampf schon eine ganze Weile.

„He, Dragoleutnant Darius!“ rief er zu dem Soldaten hinüber „Ihr braucht nicht zufällig etwas Hilfe!?“ Daraufhin zog er das Schwert, das ihm der Jäger gegeben hatte. Vermutlich war es eine besondere Waffe, um die magischen Kreaturen dieser Insel zu jagen. Zumindest hatte er jetzt Gelegenheit es auszuprobieren.
Autor: Yodxkelyryth Datum/Zeit: Montag 05 September 2016, 17:42
Schließlich war es soweit und A'selayfeyon floh endlich aus diesem Dorf. Und der Weg führte ihn mit Marli über das Wasser. Zwar war Wasser nicht wirklich sein Element, erst recht weil er nicht schwimmen konnte, aber trotzdem war es ihm das wert. Vermutlich konnte Marli schwimmen und so war er eventuell nicht so sehr in Gefahr. Sie war die einzige Person, der er hier trauen konnte, auch wenn er immernoch unsicher wegen des ganzen war. So eigentlich durfte er in dieser fremden Welt hier niemanden wirklich trauen. Doch noch sollte er Still sein, wegen der Wasserwesen. Er ließ sich darauf ein, denn sie kannte diese neue Umgebung besser als er.

Aber schließlich erreichte man eine Insel und etwas wackelig stieg der junge Elf aus dem Boot. Es war also eine ziemlich unnütze kleine Insel, auf die niemand sonst kommen würde. Ein perfektes Versteck für den Moment. Insofern nickte er und breitete ebenfalls die Decke aus um sich seufzend auf diese zu legen. Er war etwas schweigsam, aber eher noch aus Erschöpfung und aus Misstrauen. Konnte er zu viel sagen? Wobei Marli wirklich nett zu sein schien. Er sollte ihr eigentlich nicht so sehr misstrauen, weswegen er ihr schließlich doch ein freundliches Lächeln schenkte.

Sie klärte ihn aber auch um einiges auf und schließlich nickte er "Ein Fuchsgeist also... nun ich hoffe wirklich, sie weiß eine Lösung." Wobei ihm ein seufzen entkam. Hoffnungen sollte er sich also keine machen. Auch gut. Aber er wollte unbedingt zurück. Er musste "Als Waldelf bin ich an meinen Heimatwald in Dragonia gebunden. Wenn ich die Bindung später verliere..."  er sprach nicht zuende, denn die Antwort würde klar sein "Dort lebt auch meine Familie. Meine Eltern und Geschwister. Meine Sippe. Aber ein Beruf... nunja..." Ein wenig verlegen räusperte er sich und seine Wangen wurden etwas rot. Stattdessen lenkte er sich lieber ab, indem er den Fisch aß. Aber er war ein wenig überrascht, dass sie wohl mal in Dragonia gewesen sein muss. Aber wie es da nun war? Ihm entkam ein Seufzen und er zuckte mit den Schultern "Eigentlich wie immer, seitdem ich es kenne. Es ist recht ruhig, aber ab und an lassen sich irgendwelche magischen Mächte blicken und sorgen für Chaos... und jtezt tauchen irgendwelche seltsamen Symbole auf, die einen hierher teleportieren, wo man nicht  erwünscht ist."

Aber schließlich brach der nächste Morgen an und sowohl Marli als auch der Waldelf reisten weiter. Es blieb ruhig, aber schließlich erreichte man das andere Ufer relativ schnell und konnte an einem Steg an Land gehen. Aber scheinbar war der Weg noch etwas weiter, doch das war kein Grund für den Waldelfen aufzugeben. Er folgte dem Mädchen weiter, ganz ohne Murren. Allerdings kam es dann zum Thema klettern und der Waldelf verzog etwas das Gesicht. Klettern war nicht wirklich seine Stärke, auch wenn es nicht an der Höhenangst lag. Wobei er doch etwas mulmig war, als er vor dem Abgrund stand. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt und so nickte er entschlossen, bevor er sich nach Marli das Seil um die Hüfte band. Dann folgte er ihr und stellte sich dabei so ungeschickt an, wie noch nie. Dauernd schnitt er sich an irgendwelchen scharfen Stellen und fluchte. Also wenn es so weiterging kam er als Leiche unten an.



-11 Leben (7/16)
Autor: Asarra Datum/Zeit: Freitag 09 September 2016, 16:26
Hinter ihr huschte ein dunkler Schatten über die nahe - aber unsichtbare - Wand und kurz darauf war ein lautes Quietschen zu vernehmen. Es klang wie ein Ferkel, wenn man es packte und hochheben wollten. Laute Biester. Offensichtlich teilten diese Dämonen zumindest einige Eigenschaften mit ihren Vettern in Dragonia.
Das erbärmliche Quietschen rief auch die Muttersau auf den Plan, und scheinbar ohne sich gross um die Wunde zu kümmern, die Asarras Peitsche gerade geschlagen hatte, lief sie mit ihrem ebenfalls verwundeten Nachwuchs davon. Schade eigentlich, die Hauer hätte sie gerne als Trophäe behalten.
"Mist, die Zähnchen hätten bestimmt ne hübsche Waffe abgegeben." sprach sie ihre Gedanken sogleich aus und drehte sich zu den beiden Lykantrophen um. "Seid ihr in Ordnung? Dann lasst uns weitergehen."

Auf dem weiteren Weg kreisten Asarras Gedanken immer wieder um Saruman und dessen Beziehung zu ihr. Woher kannten sie sich nochmal? Warum betrachtete sie ihn als Freund - einen Mann und Magier? Wenn man sie nach ihren Freunden fragen würde... käme ihr vermutlich Darius in den Sinn, und Serafina. Aber sonst?
Plötzlich durchzuckte eine Erinnerung ihren Geist, ein Bild. Saruman, wie er oben am Turm stand und einen Zauber wob. Deutlich konnte sie ihr Gefühl der Verwirrung und Gefahr nachempfinden, die dann plötzlich weggewischt wurde. Sie schnaubte laut und verächtlich durch die Nase. "Hab nur ich das Gefühl dass dieser Saruman nicht der war, für den ich ihn n Weilchen hielt?"

Langsam erhellte sich die Welt, und als sie das Dorf betraten waren ihre Schatten bereits lang und deutlich vor ihnen zu erkennen.
Ein Ruf erklang. Und nicht gerade eben freundlich.
"Aye, Fremde bestimmt. Aber unwürdig? Ihr seit mir ja n freundlicher Haufen hier."

Kurz darauf trat die Magierin Myriel zu ihnen, und erklärte zumindest wieso sie hier als Unwürdige abgestempelt wurden. Ein verächtliches Schnauben erklang. "Na das war ja klar. Die haben echt alle ne Macke hier." Der Kommentar über Darius liess sie allerdings besorgt die Stirn runzeln. Der Drache war auch hier? Und wo um Himmels Willen war eigentlich Runshak abgeblieben? Gespannt wartete nun auch sie auf Lykhes Antwort und blieb an Ort und Stelle stehen.
Autor: svarog1 Datum/Zeit: Dienstag 20 September 2016, 13:38
Als die beiden Riesenschweinchen reiss aus nehmen setzt Svarog zu Verfolgung an, erinnert sich an die unsichtbare Wand, bleibt stehen, und schaut seiner Mahlzeit wehmütig nach. Langsam beginnt er zu bedauern nicht auch sein Mund mit diesen jämmerlichen Insekten voll gestopft zu haben. Auch eines dieser Menschengerichte von denen Lykhe faselt wäre im jetzt recht.

Als seine Gefährten sich, "ach so fürsorglich", um sein wohl befinden erkunden. Musst er sie kurz und hält dabei, möglichst unauffällig, nach grösseren wunden Ausschau. Er selbst erwidert aber nichts sondern beginnt wieder der Strasse zu folgen.

Als sie sich dem Dorf näherten wurden sie als unwürdige beschimpft und er denkt sich  'So schnell wurde ich ja noch nie beschimpft und dann auch noch als unwürdig'. Svarog will schon ein lautes knurren ausstossen  als er Myriel erblickt. Er kann sich noch Erinnern an die Blitze vom Himmel, die den grünlichen Stein zielgenau getroffen haben. Auch an das Blut, das leckere Blut.

Da Myriel Lykhe offensichtlich kennt lässt Svarog den andern beiden mit Freuden den Fortritt ('Sollen die doch geröstet werden nicht ich.')
Autor: Magnati Datum/Zeit: Sonntag 30 Oktober 2016, 19:27
Die älteste also. Das war zugegebenermaßen ein sehr guter Grund diese Rosalee aufzusuchen.
Die Reaktion ob des Waldes kam wiederum überraschend. Was für Wesen konnten das sein? Jedenfalls keine Drachen, wohl auch keine Drachenähnlichen, sonst wären die Bewohner des Dorfes nicht so beeindruckt gewesen.

Und dort ist ein weiteres Fünfeck...?
Ein größeres als sonst? Warum gab es sie in verschiedenen Größen?
Doch zu weiteren Nachfragen kam er nicht, da rannte die Füchsin auch schon davon.

Magnati schnaubte ein wenig.
Er war noch nicht davon abgebracht sich diesen Wald einmal anzusehen... eher war sein Interesse geweckt.

Inzwischen hatte sich sein Schädel beruhigt und während die anderen sich ausrüsteten und begannen zum Marktplatz zu gehen, dachte er wieder etwas klarer nach.
Die Nacht war längst hereingebrochen... beziehungsweise die Illusion der Nacht. Warum gab es die Nacht eigentlich noch? Menschen, Elfen verließen sich zu großem Teil auf ihre visuellen Fähigkeiten, und diese Fuchswesen vermutlich ebenfalls. Bei Tag. Wäre es da nicht sinnvoller die Nacht abzuschaffen und stattdessen blickdichte Fensterläden zu verwenden? So könnte jeder seinen Tagesrhythmus nach seiner Präferenz gestalten. Man könnte die ganze Welt verkleinern, wenn je ein Drittel der Bewohner schlafen gehen würde während die anderen arbeiteten oder in den Tag lebten... das würde auch die Not an Magiern verringern...
... anscheinend waren sie, weder die Dorfbewohner noch die ominöse Rosalee oder der noch argwöhnisch zu betrachtende Saruman dazu in der Lage...
Weder den Lauf der unechten Sonne zu verlangsamen oder  anzuhalten, geschweige denn die Ausmaße ihrer kleinen Welt zu verändern.
Warum?
Irgendwo musste man doch an die innere Struktur dieser Welt kommen und sei es nur auf arkaner Ebene... Dort wäre die Welt dann wohl auch am empfindlichsten... wo könnte das sein?

Magnati blickte noch einmal auf die Karte und versuchte potentielle Orte aus der Architektur dieser Welt abzuleiten.

Oder versteckten Rosalee und Saruman ihr wissen nur? Die Tatsache, dass die Pentagramme unterschiedliche Größen hatten ließ ihm keine Ruhe.
Eine andere Beschaffenheit ein und des selben Werkzeuges ließ normalerweise auf die gleiche Grundaufgabe mit unterschiedlicher Zielstellung schließen. Wenn die kleinen Pentagramme dazu da waren Wesen herzubringen und man sie nicht für den Rückweg benutzen konnte... dann... dann waren die Großen...
Wo war Darius?
Magnati wollte zu diesem Pentagramm!

Die anderen waren bereits fast im Dorf.
Magnati erhob sich und begab sich ebenfalls zum Marktplatz und dank seiner Schrittlänge kam er zeitgleich mit ihnen an ohne Hetzen zu müssen. 

~~~~~

Hier hatten sich mittlerweile einige eingefunden und es wurden mit der voranschreitenden Nacht immer mehr. Die Bewohner schienen zu merken, dass etwas in ihrer kleinen Welt etwas in Gang gekommen war.

In der Diskussion über das weitere Vorgehen ließ Fjalladis größeres Interesse an Saruman erkennen was sich, sollte Magnatis Theorie stimmen, mit seinem Plan gut ergänzte. Sie fand heraus wie das Portal funktionierte. Er fand heraus wo es war, ob man einfach herankam und falls nicht, wie man die Situation dahingehend ändert.
Jedoch würde es zu seinem Plan nur mit Unterstützung kommen, zu oft war er in Schwierigkeiten geraten weil er Warnungen über Gefahren unterschätzt hatte.

Der Elf Schilla erklärte noch einmal genauer was es mit dem Wald auf sich hatte... verlor jedoch kein Wort über die Wesen im Nordosten...

Was ist mit den Wesenheiten und der Gefahr von der uns... von der sie uns berichtet hat...? Was sind das für Wesen?

Und zu der Füchsin gewandt raunte er: "Wie ist euer Name?",
damit die anderen ebenfalls den Namen der hörten die ihnen wirklich versuchte zu helfen.

Später als es daran ging eine Entscheidung zu treffen kam die Sprache auf den fehlenden Darius und auch Magnati wunderte sich was diesen so lange aufhielt. Auch wollte er ihn als Begleitung für die Erkundung des Waldes...
Er versuchte den jungen Eisdrachen mit der Gedankensprache zu erreichen.
Werter Darius, wo seid ihr? Was hält euch auf?

Währenddessen verwandelten sich einige der mittlerweile zu ihnen gestoßenen Verde-Magier zu... drachenähnlichen Wesen. Gerade so unterschiedlich von seiner Art um sich nicht den Missmut von Magnati zu zuziehen. Sie ähnelten eher Dracorniden als Drachen... das war vertretbar.
Aber diese würden sich um das Auffinden des verlorenen Waldelfen kümmern.
Das quittierte Magnati mit einem zustimmenden Nicken.