Thema Zusammenfassung
Thema Zusammenfassung: Teich der Träume
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mittwoch 02 August 2017, 11:59
Groß ist das Gewässer nicht, aber sowohl die Länge als auch die Tiefe reichen aus, um die Fähigkeiten des Schwimmens einsetzen zu können. Die Qualität des Wasser entspricht durchaus den Geboten der Reinheit, auch wenn es nicht glasklar ist, was ein Waldsee niemals war und nie sein wird.

Umgeben ist das Wasser von dichtem Blattwerk, sodass man, wenn es einem nicht bekannt ist, gar keinen Teich dahinter vermuten würde. Wilde Tiere gibt es hier, aber keines das den Menschen gefährlich werden könnte.
Stechende und beißende Kleinquälgeister, die sich liebend gerne auf Warmblütler stürzten gibt es natürlich auch hier. Je nach Jahreszeit mal mehr, mal weniger.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Dienstag 08 August 2017, 13:29
Die Sachen für das Picknick waren rasch zusammen gepackt gewesen und nach kürzester Zeit machten sich Suffix und Syrena auf den Weg zum Teich der Träume. Hand in Hand, und ohne große Eile, schlenderten sie durch die Straßen auf das Stadttor zu, um auch dieses bald hinter sich zu lassen.

Was ein Glück, das es solch ein herrliches Wetter ist. Und Du kennst Dich hier gut aus Suffix? Nicht das wir uns verlaufen.

Syrena hatte ordentlichen Respekt vor jeder Art von Wäldern, besonders da sich in den letzten Jahren viele Geschichten über die wilde Jagd verbreitet hatten. Diese Werwölfe sollten zwar in der Umgebung Nurus hausen, aber immerhin hatte sie auch in Drachenauge schon welche gesehen. Zwar hatte Suffix ihr versichert das Serafina ungefährlich wäre, aber so ganz traute Syrena dem Braten trotzdem nicht.

Oh hör mal - weißt Du was das für ein Vogel ist Suffix? Ist das eine Amsel?

riet Syrena wild ins Blaue hinein.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Donnerstag 10 August 2017, 13:51
Ich? Auskennen? Hier? Auf diese Frage kann ich nur ein entschiedenes ‚nein‘ antworten. Glaubst Du, ich würde mit jemand anderen hierher kommen? Niemals. Es ist ein Ort nur für uns zwei .“ Wie zur Bekräftigung drückte er ihre Hand etwas fester und um irgendwie auszudrücken, dass sie bei ihm sicher ist und keine Gefahr bestand, sich zu verlaufen.

Ansonsten war sie in Gedanken versunken, ob sie schon an die Trauungszeremonie dachte? Fürchtete sie sich womöglich davor? Bevor er sie noch danach fragen konnte, kam sie ihm zuvor, aber mit einem gänzlich anderen Thema.

Er lauschte den zahlreichen Geräuschen.  „Interessante Theorie…ich denke eher nicht, Amseln halten sich mehr in parkähnlichen Anlagen oder in bewohnten Gebieten auf. Du, ich hab mal gehört, dass männliche Amseln ziemlich…angeblich scheren sie sich nicht sehr, was die Weibchen wollen .“
In das Geträller, Getschilpe und Gezwitscher mischte sich ein hämmerndes: Tock Tock Tock….Tock Tock Tock….Tock Tock Tock „Da, der Tischler des Waldes….Spechte….wahrscheinlich sogar ein Buntspecht. Die könnten uns vielleicht auch eher als Vorbild dienen, die sind..also ein Männchen  und ein Weibchen bilden ein Spechtleben lang ein Paar. Sie teilen sich die Arbeit…brüten sogar abwechselnd. Dort - die Antwort des Weibchen. Die Trommeln etwas kürzer .“ Kürzer vielleicht, leiser ganz bestimmt nicht.

Während seines Vortrages waren sie - ohne auf eine Menschenseele zu stoßen – zum Teich gekommen. Ein Lichtung im Wald, die am Ufer des Wasser gelegen war, eigentlich zu kitschig um echt zu sein, einen Maler hätte man dafür kritisiert und verspöttelt. Und doch lag es so vor ihnen. In der glatten Oberfläche des kristallklaren teiches spiegelte sich die Sonne.

Stellt sich die Frage….zuerst baden…zuerst essen? Aber was auch immer, zuerst… .“ Er stellte seine Sachen ab, ließ Syrenas Hand los und begann flugs Blumen zu suchen, die er pflückte und in Windeseile hatte er einen Kranz aus gelben Butterblumen geflochten. Er trat vor Syrena und setzte ihre den Kranz ins Haar „der Königin in meinem Herz “ sprach er feierlich.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Montag 21 August 2017, 19:37
Der Vogel war keine Amsel, was Syrena nicht weiter verwunderte. Suffix erzählte ihr jedoch etwas über Spechte, und die junge Frau lächelte ihn verliebt an, als er etwas von Vorbildern und ein Spechtleben lang sagte. Als er jedoch fortfuhr und erklärte das sie zusammen arbeiteten und brüteten stieg Syrena eine leichte Röte in die Wangen.

Also ich weiß nicht Suffix. Meinst Du nicht es ist ein wenig zu früh um an Kinder zu denken? Du ziehst für Deine Auftritte und Abenteuer durchs Land und ich bin gerade soweit das die Taverne anfängt zu laufen. Und Kinder sollten doch nicht ohne ihren Vater aufwachsen oder?

Auf die Idee, das Suffix vorhaben könnte irgendwann sesshaft zu werden, kam Syrena gar nicht.
Sie erreichten den Teich und die Wirtin sah sich begeistert um. Es war traumhaft, eine malerische Landschaft,  die Sonne schien und außer ihnen war weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Suffix pflückte in Windeseile einige Blumen während Syrena eine ihrer Decken ausbreitete und flocht ihr daraus einen Kranz um ihn ihr auf den Kopf zu setzen. Syrena errötete erneut angesichts des Kompliments, musste dann aber lachen und drückte dem Barden einen Kuss auf die Wange.

Danke Suffix. Eine wunderschöne Krone. Und damit ich sie noch eine Weile auflassen kann, bin ich dafür erst etwas zu essen.

Sie zwinkerte dem Barden zu und fing an einige Sachen aus dem Korb zu holen.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Dienstag 22 August 2017, 11:32
Suffix hatte den Tadel bestimmt verdient. Er schalt sich selbst einen Esel seine Liebe so in Verlegenheit zu bringen, auch wenn er es gar nicht beabsichtigt hatte. Kinder sind etwas ganz Besonderes und erfordern viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Dazu war er doch wirklich noch viel zu flatterhaft.

Du hast ja recht, aber kennst mich doch, wenn ich erst einmal im Fabulieren bin …“ Dass er auch eine rundliche Syrena nicht unattraktiv finden würde, sparte er sich aber dann doch lieber – völlig untypisch für ihn, so etwas für sich zu behalten.

Schau, was ich der Magdalena geklaut habe ….“ Suffix hatte Syrena gar nichts davon erzählt, dass er nochmals in den Statthaltersitz zurückgekehrt war „…und das haben wir jetzt und sie vermisst es “ es waren Hühnerbeine, gekochte Hühnerbeine. Nachdem er das Fleisch entfernt hatte, waren es nur noch die Knochen. „Und jetzt speziell für Dich das Suffix’sche Knochenorakel“ natürlich hatte er sie vor gewaschen und getrocknet. Und er dann warf er sie fröhlich in die Luft. Sie landeten kreuz und quer auf der Decke.

Liebe Syri schau die Knochen lagern
kannst  erstaunt sein oder dich ar-gern
liegen sie kreuz oder liegen sie quer
wird das Schicksal leicht oder schwer
ragt ein Knochen hoch in die Luft
sagt man dieser Mann ist ein Schuft
doch zeigt ein Ende zum Tale hinab
spricht Volksmund schon vom Grab
Doch am End wirf alle Knochen weg
holde Syrena heirat Suffix vom Fleck
.“

Suffix lachte und bot Syrena an, ob sie auch einmal ein Orakel probieren möchte. Er schnappte sich etwas Brot und Käse und biss herzhaft zu. „Magst Du mich auch bestimmt noch heiraten, Knochen lügen schließlich nie ?“ sein Lachen signalisierte genau das Gegenteil, was den Wahrheitsgehalt von Knochen anbelangt.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Donnerstag 07 September 2017, 08:37
Syrena lachte herzlich, als Suffix ihr sein Knochenorakel vortrug und griff tatsächlich nach den Knochen, als Suffix ihr sie hinhielt.

Natürlich haben die Knochen immer Recht, Du bist ein Schuft, der der armen Magdalena ihr Mittagessen gemopst hat. Auch wenn ich noch nie gesehen habe, das die Wahrsagerinnen auf dem Jahrmarkt Hühnerbeinknochen für ihre Weissagungen nehmen. Hm, will ich Dich vom Fleck weg heiraten?

fragte die junge Frau dann an die Knochen gewandt und warf sie ebenfalls in die Luft. Doch irgendwie schien sie dabei etwas falsch zu machen, denn die Knochen landeten nicht wie bei Suffix brav auf dem Mittelteil der Decke, sondern flogen in verschiedene Richtungen davon. Verdutzt schaute Syrena über die Decke, und stellte dann fest:

Oh, es berührt nicht ein Knochen einen anderen.

Sie sah Suffix an und kratzte sich am Kopf.

Ich glaube... Ich glaube das heißt wohl ja.

sagte sie dann und fing wieder an zu fröhlich lachen, bevor sie nach Brot und Wurst griff und herzhaft hinein biss. Der Spaziergang hierher hatte sie hungrig gemacht.

Sag mal Suffix, hast Du eigentlich seit der Hochzeit etwas von Sheherazade gehört? Ich habe sie seither gar nicht mehr gesehen.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Freitag 08 September 2017, 12:39
Syrena gefiel ganz offensichtlich was Suffix ihr präsentierte.  Und wenn Syrena etwas gefiel war’s Suffix auch zufrieden.
Dann warf sie selbst auch die Knochen – ui die flogen durch die Luft und landeten schließlich irgendwo, nur nicht auf der Decke. Nicht nur Syrena war da ratlos, auch wenn sie kurzum pragmatisch feststellte, dass es ein positives Zeichen ist. Und Suffix stimmte ihr begeistert zu.
Ich bekomme zu einer schönen auch noch eine kluge Frau und das in einer Person. Nicht, dass es mir ganz neu wäre, aber es ist schön, es immer wieder bestätigt zu bekommen .“
Und Syrena aß derart Wurst und Brot, dass man meinen konnte, dass sie schon für 2 Essen müsse. Das Gespräch kam sowieso auf Sheherazade.
Suffix seufzte. „Ja, die gute, arme Sheherazade, so schön, so einsam am Ende. Sie hat wohl nicht so viel Glück mit den Männern gehabt. “ Dass er da auch nicht ganz schuldlos war, behielt er wohlweislich für sich, auch wenn er sich da gar keinen Vorwurf machen musste. Er hatt eine Entscheidung treffen müssen und hatte sie getroffen und er war sehr zufrieden wie und auf welche Weise er sie getroffen hatte. „Nein, ich weiß es auch nicht. Ich hörte nur die Teestube ist verwaist, es hat sich scheinbar noch niemand gefunden, der den Laden fortführen möchte. Keiner weiß, wohin sie gegangen ist. Aber vielleicht steht sie eines Tages wieder vor uns, jung, schön, strahlend, so als wäre keine Zeit vergangen und wäre sie nie fort gewesen .“ Das war allerdings nicht ganz außergewöhnlich. Es geschah öfter, dass Leute, die man jeden Tag sah, am nächste Tag und dem darauffolgenden auch…und am Ende für immer verschwunden waren. Aber auch das Gegenteil kam eben vor.

Hast Du die Badesachen. Ich weiß, mit vollem Magen…aber wir sind jung, wir schaffen das schon. Wollen wir ?“ lenkte er das Gespäch und die Aufmerksamkeit wieder auf sie beide.

Suffix suchte schon mal die Bäume ab, wo der dickste Stamm wäre, wo er sich blicksicher umkleiden konnte.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mittwoch 27 September 2017, 13:20
Syrena schluckte den letzten Bissen Brot hinunter, bevor sie Suffix schuldbewusst ansah.

Badesachen? Wie meinst Du das? Wir Mädchen sind immer in den Unterkleidern schwimmen gewesen - machen Männer das nicht so?

Syrena stammte aus einfachen Verhältnissen und hatte von irgendwelchen Bademoden noch nie etwas gehört. Davon abgesehen war es ein Tabu das Mädchen gemeinsam mit Jungen badeten, und für gewöhnlich begleitete sie eine der älteren Frauen um dafür zu sorgen das Sitte und Anstand auch gewahrt wurden. Einen Mann hatte sie also noch nie baden sehen. Trotzdem plagte sie das schlechte Gewissen - sie hätte Suffix vor ihrem Aufbruch danach fragen sollen.

Was machen wir denn jetzt? Und was brauchst Du überhaupt?

Schon überlegte die junge Frau, was eventuell als Ersatz für die "Badesachen" herhalten konnte. Das geblümte Tischtuch, auf dem sie ihr Picknick ausgebreitet hatten? Eines der Handtücher oder eine der Decken, die sie zum aufwärmen mitgenommen hatten?
Autor: Suffix Datum/Zeit: Montag 09 Oktober 2017, 14:11
Warum lief der Barde auf einmal rot an? Es war so, als wäre er sehr spät noch ertappt worden. „Wir…ich habe einmal heimlich...nein, nein, nicht…. Es ist schon viele Jahre her. Damals da habe ich mich hohen Gras versteckt. Ich wusste, dass die großen Mädchen dort gerne in Wasser sprangen. Und an diesem Tag war es sehr heiß. Aber als sie dann tatsächlich gekommen sind, bin ich - bevor auch nur ein Mädchen das erste Söckchen ausgezogen habt - laut schreiend, panisch unter lauten, höhnischen Gelächter davongerannt .“ Sogar heute schämte er sich noch dafür, dass er so seiner Neugier nachgegebn hatte.
Darum weiß ich bis zum heutigen Tage nicht, was Ihr zum Baden tragt. In der Schwimm-Ausbildung hatte ich eine Extra-Kleidung - ein Art Ganzkörper-Anzug - die wurde mir aber gestellt und musste ich danach wieder abgeben. Und in einer finstren, mondlosen Nacht …“ er konnte es nicht aussprechen, dass er sich einmal ganz textillos ins Wasser begeben hatte. Er war damals alleine gewesen und niemand hatte ihn dabei beobachtet. So etwas konnte leicht zum Skandal werden. Damals zumindest und seit dem hatte sich wenig an den Moralvorstellungen geändert.
Es tut mir leid, dass ich Dich damit in Verlegenheit gebracht habe. Das war nicht meine Absicht .“ Er glaubte Syrena suchte etwas, mit dem sie ins Wasser gehen konnten. Auch Suffix überlegt fieberhaft, aber ihm fiel nur ein Gürtel aus Schilfholmen ein, der aber erst einmal hergestellt sein wollte und dann würde er viel zu wenige Stellen bedecken. Und so ein Ding löste sich gerne auch einmal auf.
Selbst wenn sie schon Frau und Mann wären, unzureichend bedeckt wäre es einfach wenig schicklich und man würde mit Recht mit den Fingern auf sie zeigen. „Eigentlich …“ entfuhr es ihm, aber dann verstummt er wieder. Der Umstand, dass sonst niemand auch nur annähernd in der Nähe war, konnte keine Entscheidungshilfe sein.

Ich würde das Bad nur ungern nicht nehmen, weil ich es mir auch als eine Art Reinigung vorgestellt habe. Eine Reinigung von unserem bisherigen Treiben. Nicht, dass ich glaube, dass Du eine Ausbündel von…ich weiß nicht was…aber einfach ein Neubeginn für uns beide, wo ich Dich bitte werde, dass wir vom jetzigen Zeitpunkt an gemeinsam durchs Leben gehen. Wir können uns ja auch einfach ins Wasser stellen und unsere Köpfe gegenseitig bespritzen oder so. Für ein Zeremoniell reicht das auch, aber es ist auch weniger vergnüglich .“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Dienstag 17 Oktober 2017, 22:21
Syrena bemühte sich krampfhaft ein Lachen zu unterdrücken. Sie konnte sich lebhaft vorstellen, wie Suffix mit hochrotem Kopf unter der Schimpftirade einer Sittenwächterin vor einer Herde kichernder Mädchen flüchtete. Es gelangt ihr nicht ganz, und so zuckten ihre Mundwinkel immer wieder verdächtig, während sie über eine Lösung ihres Problems nachdachte.

Nein, einfach nur die Köpfe bespritzen ist nicht dasselbe. Außerdem hatte ich mich auf ein Bad gefreut. Ich war schon ewig nicht mehr schwimmen.

verwarf sie den Gedanken ganz von ihrem ursprünglichen Vorhaben abzuweichen, und stimmte damit mit Suffix Ansicht völlig überein. Ihr Blick wanderte kritisch von oben nach unten an Suffix entlang, als versuchte sie irgendetwas einzuschätzen.

Also ich kann in meinem Unterkleid ins Wasser gehen. Und Du... ich meine - hast Du vielleicht eine Bruche an?

Da sie einige Jahre für ihren Vater die Wäsche gewaschen hatte, wusste sie zumindest um die Existenz dieser Kleidungsstücke.

Damit sollte es doch auch gehen. Wir können später ein Feuer machen um unsere Sachen zu trocknen. Wenn nicht wickelst Du dir das Tischtuch um. Oder...

jetzt zeigte sich eine leichte Röte auf Syrenas Wangen und sie senkte den Blick schamhaft zu Boden

Oder ich sehe einfach weg während Du ins Wasser und wieder hinaus gehst. Der Teich ist nicht gerade das, was man als kristallklaren Bergfluss beschreiben würde.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Donnerstag 19 Oktober 2017, 10:44
Suffix konnte es sehr gut verstehen, dass Syrena bei seiner Schilderung seines Jugenderlebnisses nur mit Mühe einen Heiterkeitsausbruch vermeiden konnte. Im Nachhinein betrachtet, war es auch urkomisch, aber damals – der Weltuntergang schlechthin.

Du überlegst …?“ vermutete Suffix völlig richtig und war dann baff. „Bruche? Ich erinnere mich dunkel an diesen Ausdruck und wenn es das ist, was ich vermute, dann kann ich das bestätigen. Ja, ja, Du meinst…ist das aufregend .“

Das musste er jetzt erst einmal verarbeiten. Er sah ihr in die Augen, solange sie den Blick noch nicht gesenkt hatte. „Wir sind uns einig, dass wir auf das Vergnügen – Badevergnügen “ besserte er sich schnell aus „nicht verzichten wollen. Wir sind uns weiters einig, dass wir ab heute als ein Paar gemeinsam durch das Leben gehen wollen “ Er strich über ihr volles Haar und versuchte sicher zu klingen. Sicherer als er eigentlich war. Es gelang nicht ganz, zu neu war das für ihn und ein unsicheres Terrain, Neuland ganz sicher für seine Geliebte auch.
Und…wir werden uns wohl dann auch eine Kammer …“ versuchte er fortzusetzen. Da brach ihm die Stimme endgültig weg. Er versuchte es anders „Was ich sagen will…es wird wohl so sein, dass der Anblick…Ich möchte Deinen sittlichen Anstand nicht verletzen und ich habe…haarige Beine “ jetzt war wenigstens dieser Teil der Wahrheit raus, der ihn schon lange bedrückte.

Es gibt hier nur Fuchs, Hase, Rehe, Frösche und AUA….verflixte Ameisen “ eine, die ihn soeben gebissen hatte. Er schüttelte das Tier ab. Eigentlich wollte er „und uns “ sagen. „Ich möchte Dich also …also wenn es nicht ganz gegen all Deine Grundsätze verstößt und ich werde es auch…kannst Du versuchen die Augen offen… den Suffix…Deinen Suffix in Unterkleidern anzusehen.“ Wie würde seine Liebe reagieren? Würde sie ihn schelten, tadeln? Würde sie ihn einen Hallodri, einen schamlosen Glücksritter oder etwas Schlimmeres heißen und nichts mehr mit ihm zu tun haben wollen? Und wie würde sie aussehen?
Er zitterte vor Aufregung. Aber es war kein wirklich schlechtes Gefühl, das ihn mitnahm.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Dienstag 24 Oktober 2017, 14:01
Während Suffix versuchte irgendwie in Worte zu fassen was er sagen wollte, warf Syrena ihm immer wieder scheue Blicke aus großen Augen zu. Er wollte tatsächlich das sie... und er hatte behaarte Beine... die Wangen der jungen Frau leuchteten in schönstem Rot. Es schickte sich nicht einen Mann unbekleidet zu sehen, und in Syrenas Moralvorstellungen zählte Unterkleidung durchaus zu nichts. Aber Suffix hatte mit einem Recht: sie hatten sich versprochen als Mann und Frau durch ihr weiteres Leben zu gehen und das veränderte alles. Auch wenn diese Tatsache ihr Schamgefühl in keinster Weise zu interessieren schien, denn ihr Gesicht glühte noch immer. Syrena nahm all ihren Mut zusammen. Richtig ansehen konnte sie Suffix noch immer nicht.

Ich will es versuchen.

Ihre Antwort war leise und klang irgendwie verkrampft.

Nicht das Du grauslig anzuschauen wärst. Es ist nur das... ich habe doch noch nie...

Sie wusste nicht mehr weiter und blickte den Barden hilfesuchend an, bevor sie flüsterte:

Es ist alles so neu. Und ich will doch nichts falsch machen.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mittwoch 25 Oktober 2017, 09:34
Wenn sie so weitermachten, würde ihm Syrena als Feuerball verglühen. Gepresst kam schließlich das Zugeständnis, dass sie es versuchen will. Sehr leise, keineswegs mit der festen Überzeugung. Aber was hatte er erwartet? Es war so schon ein Sprung in eiskaltes Wasser. Konnte er es überhaupt verantworten noch weiterzumachen? Was ist, wenn sie Schaden nimmt, Suffix könnte sich das niemals verzeihen.

Ich kann es mir so etwas von verstehen. Auch ich werde nicht eines klumpeligen Fußes bei Dir ansichtig werden, aber so wie ich damals davongerannt bin, was, wenn ich wieder den Drang verspüre wegzurennen? Ich weiß, dass Du wunderschön sein wirst und trotzdem fürchte ich mich. Fürchte mich auch vor dem, wie ich reagiere. Ich möchte Dich nie, nie, nie enttäuschen. Schon gar nicht in dieser vertrackten Situation .“

Bestimmt würden sie in einigen Jahren, vielleicht schon in ein paar Monaten über sich lachen, aber jetzt, nein, jetzt war das gar nicht witzig. Und wenn ihnen jetzt wer zusähe, der würde wahrscheinlich auch nicht an sich halten können.

Trotzdem…ich glaube, nein, ich bin sicher, es wird…wenn wir die ersten zaghaften Schritte getan haben, leichter werden...wenn wir jetzt aufhören, niemand wird es je erfahren. Keiner wird sich darüber das Maul zerreißen. Sag nur ‚Halt‘ und ich werde Dir nicht böse sein. Dein Wohl geht mir vor .“

Als nächstes verschwand Suffix hinter einem Baum, man hörte die Schellen, Suffix pfiff ziemlich falsch ein populäres Lied und dann wurde es ganz still, bevor Suffix ankündigte:

Hier steh ich – habe fast nichts an
keine Federn, anders als ein Fasan
auch mit Schuppen kann ich nicht dienen
Kein Chitin wie bei den Bienen
der braune Bär der hat ein Fell
und jeder Fisch ist sehr speziell
nur uns ist das alles ganz verbaut
wir haben nur ….die blanke Haut


Und da stand er dann….
Autor: Myriel Datum/Zeit: Samstag 28 Oktober 2017, 14:25
Das Suffix hinter einem Baum verschwand um sich zu entkleiden um sich dann Syrena zu zeigen war an und für sich ziemlich unlogisch, und doch war die junge Wirtin ihm dankbar dafür. Die Schellen an seinem Gewand klimperten, und Syrena nutzte die Gelegenheit um selbst hinter einem Baum zu verschwinden und ihr Oberkleid auszuziehen. Den zusammen gefalteten Stoff fest gegen die Brust gedrückt, und die Stiefel in der anderen Hand kam sie nur einen Augenblick vor Suffix wieder hervor. Das lange weiße  Unterkleid war aus einem weichen Stoff gefertigt und reichte ihr bis zu den Waden. Ihre Wangen waren immer noch leicht gerötet und sie sah Suffix nur zögerlich an.

Er hatte wie angekündigt behaarte Beine - viel behaarter als ihre eigenen. Und auch auf der nackten Brust konnte sie Haare erkennen - eine Tatsache, der sie sich bislang nicht bewusst gewesen war. Ob das bei allen Männern so war?
Wie dem auch sei, Syrena wandte sich weder angewidert ab noch schien sie sonst wie verschreckt zu sein. Denn auch wenn ihr die Gesamtsituation leicht peinlich zu sein schien, so lag in ihrem Blick auch eine gewisse Neugier. Sie räusperte sich um die angespannte Stille zu unterbrechen.

Wollen wir...wollen wir ins Wasser gehen?
Autor: Suffix Datum/Zeit: Montag 30 Oktober 2017, 13:02
Sie waren beide tapfer – sehr tapfer. Weder Syrena, noch Suffix liefen schreiend davon. Vielmehr blickten sie sich an und er langsam von ihrem Gesicht langsam den Blick abwärts schwenkend. Sie schien es ihm gleichzutun. Den Stoff ihres Kleides an ihrem Oberkörper gepresst, die Stiefel in der Hand, und unten ein langes weißes Unterkleid. Sie war schlanker, als er sie sich vorgestellt hatte. Da hatten ihn wohl die wallenden Röcke getäuscht. Die Haut war glatt und von vornehmer Blässe. Keine Entstellung nirgendwo. Eine einzige Portion Liebreiz und so ganz anders als die Bilder von den Frauen, die er gesehen hatte. „Dass Du schön bist, kann ich Tag für Tag sehen, aber das hier…es ist umwerfend. Ich bin überwältigt “ er hatte kämpfen, dass ihm nicht die Stimme versagte.
Ihre Worte rissen ihn aus seiner Entrücktheit. „Wasser, ja…wenn Du die Stiefel abstellst, kann ich Dich an der Hand nehmen und wir laufen zusammen ins Wasser .“ Das kühlende Nass würde ihnen bestimmt beide gut tun. „Syrena, ich liebe Dich. Ich bin so glücklich .“ rief er lautstark, so dass auch noch das letzte Murmeltier aufgeschreckt werden musste.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Donnerstag 02 November 2017, 12:18
Die Stiefel, Suffix hatte völlig Recht. Mit den Sachen konnte sie kaum ins Wasser gehen. Syrena legte Stiefel und Kleid ordentlich ab und machte damit den Blick auf ihren Oberkörper frei, der zwar von Stoff bedeckt war, aber keinen Zweifel an den darunter liegenden Kurven ließ. Und plötzlich schrie Suffix sein Glück in die Welt hinaus. Im ersten Moment zuckte die junge Frau auf Grund des Krachs zusammen, doch dann lächelte sie und streckte ihm ihre Hand entgegen.

Ich habe Dich auch lieb Suffix. Aber Du brauchst trotzdem nicht sämtliche Tiere des Waldes zu Tode zu erschrecken.

Als seine Finger ihre umschlossen entspannte Syrena sich endlich ein wenig. Die Berührung hatte etwas vertrautes, denn Hand in Hand waren sie schon öfter spazieren gegangen, und das gab ihr etwas von ihrer Sicherheit zurück.

Auf drei? Hoffentlich ist das Wasser nicht allzu kalt.

Der Hochsommer war immerhin schon eine Weile vorbei, auch wenn die Sonne für ein paar schöne Tage zurück gekehrt war.

Eins, zwei...
Autor: Suffix Datum/Zeit: Freitag 03 November 2017, 13:15
Ich weiß ja nicht, was mir noch im Laufe meines Lebens vergönnt sein wird, aber diese Wellen des Glücksgefühls wünscht ich, könnte jeder einmal erleben .“

Als Syrena seinem Vorschlage folgte und die Stiefel abstellte und den Stoff wegnahm, konnte er es viel deutlicher sehen, dass da wo er flach wie eine glatt geschnittene Scheibe Brot war, sich bei seiner Liebsten 2 Hügel sehr deutlich abzeichneten. Viel deutlicher als sonst. Nicht dass er punktgenau darauf starrte, aber es war schlicht und einfach unübersehbar. Und was so unübersehbar war, gefiel ihm, wenn auch nicht hätte sagen können warum eigentlich. Aber wahrscheinlich hätte da auch sonstwas sein können, Suffix hätte es gefallen.

Nach der aufregenden Phase, ihrer beiden Körper zu erblicken, war es eine wohl vertraute Szene, wieder die Hand seiner Geliebten zu halten. Ein bekanntes Kribbeln stellte sich dabei ein. 

Gegen ihren Vorschlag hatte er nichts einzuwenden und er überlegte auch nicht lange, ob….da ging es auch schon los.

Hui….und hinein…war das sein Schrei gewesen? Das Wasser…eiskalt, so sein erster, heftiger Eindruck. „Sy…hy…hy…hy..re…na, lebst Du noch “ nun eine gewisse Portion Dramatik packte Suffix immer gern mit hinzu.

Und die nächste Katastrophe schien sich anzubahnen. Wer weiß, wie sich Wasser, Stoff und nackte Haut darstellen, der weiß, was Suffix sah und er hatte nur eine schnelle Idee: „Syrena…wir müssen…so “ Jetzt war nur mehr Suffix‘ Kopf, der über der Wasseroberfläche zu sehen war.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Dienstag 07 November 2017, 22:04
So... brrr... so gerade eben. Liebe Güte ist das kalt.

Die junge Frau bibberte und schlang die Arme instinktiv um den Oberkörper um sich zu wärmen – was angesichts der nassen Kleidung ein ziemlich unmögliches Unterfangen war. Das weißer nasser Stoff mehr preis gab, als ihr lieb sein konnte, registrierte sie in ihrer Unschuld überhaupt nicht – wie auch, Suffix war ebenso wie sie selbst bis zur Hüfte im Wasser verschwunden, und der Oberkörper des Barden war nackt. Als er ihr also nicht nur vorschlug sondern auch vormachte sie sollte bis zum Hals im Wasser verschwinden, dachte sie an etwas ganz anders als ihr Liebster:

Oh, ja du hast völlig recht Suffix. Wir müssen uns bewegen dann wird uns warm, lass uns schwimmen. Schnell schwimmen, das Wasser ist wirklich verflixt kalt.

Trotzdem kostete es Syrena Überwindung ganz unterzutauchen. Sie nahm die Arme zur Seite und machte noch drei tiefe Atemzüge bevor sie die Luft anhielt und bis zu den Schultern im Wasser verschwand. Zum Glück konnte sie schwimmen und war mit einigen Schwimmzügen wieder in der Nähe des Barden.

Wo hast Du eigentlich schwimmen gelernt Suffix? In deinem Heimatdorf? Da fällt mir ein – Du hast mir noch nie erzählt woher Du stammst. Du bist nicht in Drachenauge aufgewachsen, oder? Dann wären wir uns sicherlich schon früher begegnet.

Zielstrebig hielt sie auf das gegenüberliegende Ufer zu, was nicht allzu weit weg war.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Freitag 10 November 2017, 11:33
Es bedurfte aller Kräfte, die er aufbieten konnte. Solange Syrena noch die Arme um ihren Körper geschlungen hatte, war alles gut. Und nicht, dass das was danach folgte grundschlecht gewesen wäre, das wäre ja eine Beleidigung, es war nur völlig unerwartet und löste bei Suffix Reaktionen aus, die er noch nie erlebt hatte . Zum Glück unter Wasser. Seine Augen, die müssen ihm fast aus den Höhlen gerutscht sein. Syrena selbst fiel es gar nicht auf.
Was war geschehen? Als seine bald Frau die Arme wegnahm und bevor sie unter Wasser tauchte, sah er alles. Wirklich alles, was Syrena dort hatte, wo er…nun ihm fiel wieder die Scheibe Brot ein. Und da der weiße Stoff nass war, war er transparent, so durchsichtig, als wäre er gar nicht vorhanden. Da war etwas, das sah wie, wie ein Kirschkern aus. So etwas kannte er bei sich auch - in der Sparversion. Und zwei Hügel…einfach nur wunderschön. Dieses Bild würde eine Weile in seinem Kopf herumspuken und es war ein so angenehmer Spuk. Natürlich bewirkte das auch, dass sein Ballon im hellsten Rot über dem Wasser erstrahlte, was sonst?
Menschen sind einfach schön und Du die allerschönste davon .“ Von seiner Entdeckung sagte er vorsichtshalber  nichts. Nicht, weil er es geheim halten wollte, sondern damit er seine Liebe nicht noch mehr in Verlegenheit bringt.
"Die Elfenkönigin hat es mir beigebracht. Ich musste ganz schön strampeln, sowohl außerhalb als auch innerhalb des Wassers. Außerhalb, weil sie es nicht ganz umsonst gemacht hat. Aber es hat sich gelohnt. Dein Schwimmstil ist aber auch nicht übel .“
Das gegenüberliegende Ufer war nicht weit entfernt, aber Suffix war sich sicher, er würde es vor Syrena erreichen können. Aber warum sollte er. Er blieb lieber an ihrer Seite.
Meine Familie …“ er seufzt „ich glaube, ich habe sie ziemlich enttäuscht. Alles was sie mit mir vorhatten, habe ich nicht gewollt. Und dass ich schließlich Künstler wurde… wurde nicht gerade euphorisch aufgenommen. Den Namen, den sie mir gaben, will ich gar nicht sagen. Es war ein wenig ruhmreicher Name, einen den man in der Regel  nur einem Mann gibt, der einen anderen Mann, also so wie ich Dich liebe…Du weißt schon. Hey Du, ich habe noch 3 ältere Schwestern, aber die sind alle nicht so anmutig wie Du. Viel grobschlächtiger, wie halt alle Bauern “ mit gleichmäßigen Bewegungen glitten sie durchs Wasser. „So weit von Dragonia war das gar nicht weg, aber hinziehen tut mich dorthin gar nichts. ‚Schlammloch‘ hieß der Ort, nicht mehr als eine Ansammlung von 3 Weilern im Nirgendwo .“
Sie waren da. „Hier im seichten Wasser können wir uns ausrasten, bevor wir zurückschwimmen .“ Er bat inständig, dass Syrena nicht aus dem Wasser steigen würde. „Und Du, hast Du Geschwister? Und woher kommst Du
Autor: Myriel Datum/Zeit: Donnerstag 16 November 2017, 17:07
Die Elfenkönigin.

wiederholte Syrena ehrfürchtig. Auch wenn sie Varnayrah dank Suffix bereits kennen gelernt hatte, und sie sehr nett gewesen war, war eine Königin für Syrena immer noch etwas höher gestelltes. Suffix erzählte von seiner Familie während sie auf die andere Seite schwammen, und so erfuhr sie das er sogar noch Geschwister hatte.

Bist Du Dir denn sicher das Du Deine Familie nicht einladen willst? Ich meine die meisten Leute die ich kenne heiraten in einer Kirche und feiern ein großes Familienfest. Ich will nicht das du es später bereust das sie nicht dabei waren.

Sie kamen am anderen Ufer an und paddelten auf der Stelle. Syrena blieb unter Wasser, damit ihr nicht wieder kalt wurde und lächelte Suffix zu - ein trauriges und ein wenig wehmütiges Lächeln.

Nein ich habe keine Geschwister. Meine Mutter hat meine Geburt nicht überlebt. Mein Vater hat in Drachenauge gelebt und mich hier großgezogen. Er ist vor ein paar Jahren gestorben.

Sie zog mit den Händen Kreisen durch das Wasser.

Er hätte die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen wenn ich ihm von Dir erzählt hätte. "Syrena"

sie ahmte eine tiefe, tadelnd klingende Männerstimme nach

hätte er gesagt, "Syrena, ein Barde ist nichts für Dich. Weißt Du nicht das diese Hallodris in jedem Dorf ein anderes Bett wärmen?" Und wenn er Dich kennen gelernt hätte, und gemerkt hätte wie sehr wir uns lieben, dann hätte er sich wahnsinnig für uns gefreut. Er war ein guter Mann, weißt Du?
Autor: Suffix Datum/Zeit: Freitag 24 November 2017, 13:00
Da konnte Syrena ganz beruhigt sein. „Es gibt nichts, was ich bereuen könnte. Es ehrt Dich sehr, dass Du an meine Familie denkst, aber glaube mir, es ist besser so, sie nicht zu suchen .“ Bei dem Wort ‚Kirche‘ zuckte Suffix zusammen. Die Dogmatik der Priester war ihm immer ein Dorn im Auge. Sie wollt immer im Besitz der allein seligmachenden Lehre sein. „Glaubenshäuser trauen zwar Paare, doch eine Garantie, dass die Verbindung wirklich ein Leben lang hält können sie auch nicht geben. Aber mit einem Fest, das könnten wir vielleicht machen, ja, das halte ich dann für eine gute Idee .“

Es war ein schönes Bild, wie beide hier so nebeneinander im flachen Wasser paddelten. Suffix stieß ein gequältes „Oh“ aus, als Syrena erzählte, dass ihr Mutter die Geburt nicht überlebt hatte. Noch konnte er gar nicht abschätzen, was das für ihr Zusammenleben bedeuten würde. Was, wenn seine Liebe auch ein Kind bekommen würde? Aber das beschäftigte den Barden in diesem Moment noch nicht. „Schön, wenn Dein Vater alles übernommen hat. War bestimmt nicht leicht für ihn. Warst Du ein schlimmes Kind ?“ die Frage konnte gar nicht ernst gemeint gewesen sein.

Suffix musste lachen, als Syrena ihre Stimme verstellte. „Ja, auch wenn Du damals noch keine Schankmaid warst, als wir uns kennenlernten, mir hätte man bestimmt gesagt, dass eine Wirtschaftsbedienung begafft, betatscht und öfter und fester angefasst wird als ein Löffel und sie in jedes Hallodri Bettstatt landet, so eine heiratet man doch nicht. Und wir beide wären einem reinrassigen Vorurteil aufgesessen .“ Suffix schauderte es bei dem Gedanken.

Ich fürchte… Dein Lippen werden blau…bevor wir rausgehen…will ich mein Reinigungsritual… Bist Du bereit? Keine Angst, es wird nicht weh tun und Deine Haare werden auch nicht nass .“ Sie mussten schauen, dass sie noch trocken wurden, bevor die Sonne untergehen würde.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Freitag 24 November 2017, 22:24
Syrena griff nach Suffix Hand und hielt sie fest, bis sie merkte das sie so nicht lange über Wasser bleiben würden.

Suffix, wir müssen nicht in der Kirche heiraten, und wir müssen auch kein Fest veranstalten wenn Du das nicht willst. Das ist alles - wie soll ich es sagen - das ist nicht so wichtig. Wichtig ist das wir zwei zusammen sind.

versuchte sie ihn zu beruhigen, bevor sie ihre Hand wieder zum paddeln brauchte.

Ob ich ein schlimmes Kind... also Suffix!

Ihre Stimme klang empört, aber sie lachte dabei und spritzte dem Barden eine Ladung Wasser entgegen.

Mein Vater hat das gut gemacht denke ich. Ich kenne es halt nicht anders. Aber er hat mich nie geschlagen, und damit war ich schon viel besser dran als viele andere Kinder.

Suffix bemerkte das sich ihre Lippen blau färbten und ob sie es wollte oder nicht, sie musste zugeben, dass ihr trotz Bewegung langsam ganz schön kalt wurde.

Ja, Du hast Recht. Und ich bin bereit. So bereit wie man sein kann. Was muss ich tun? Muss ich irgendetwas bestimmtes sagen?

Ein wenig nervös war Syrena schon, aber sie versuchte es sich nicht anmerken zu lassen. Bisher kannte sie nur die Riten, die die Priester in der Kirche vollzogen. Hatten druidische Rituale nicht immer irgendwas mit Blut zu tun?
Autor: Suffix Datum/Zeit: Donnerstag 14 Dezember 2017, 15:06
Genau so soll es sein. Wir machen nur, was uns gefällt und wie es sich für uns richtig anfühlt. Nein, Kirche ist nichts für einen wie mich und ein Fest lässt sich leicht nachholen, wenn uns danach ist “ es war schön auch diesbezüglich einer gemeinsamen Meinung zu sein.

Unerwartet traf in der Wasserschwall und er musste erst einmal prusten und sich die Augen auswischen. „Wenn Du das mit Deinem Vater gemacht hättest, wer weiß was dann passiert wäre“ und Suffix grinste sich eines, so gut es mit dem laufenden Auge ging. Er hätte sie jetzt in den Zeh zwicken können, sie kitzeln können oder sonst etwas, aber versagte sich solche Revanche-Gelüste. Zumal es für sie sowieso Zeit wurde, ein wenig den Ernst der Zeremonie anzugehen.

Gut, es ist nicht schwer, wir schöpfen Wasser und gießen uns es sich gegenseitig über den Kopf. Es muss nicht viel sein. Viel hilft da nicht viel .“ Eine gewisse Aufregung konnte er nicht verbergen. "Mit jedem Guss, sprichst Du einen Wunsch aus."

Du kannst die Augen schließen, wenn es Dir recht ist fange ich an .“ Er richtete sich ein wenig auf, nahm eine Hand voll Wasser und ließe es über Syrenas Haupt laufen und sprach in feierlichen Ton: „Ich möchte und werde alles dafür tun, dass unsere Gefühle füreinander niemals austrocknen .“

Dann setzte er sich hin und wartete was Syrena sich wünschen würde.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Dienstag 02 Januar 2018, 21:54
Auch Syrena war ernst geworden, auch wenn sie sich bemühte ein Lächeln zustande zu bringen. Nicht, das sie sich unsicher gewesen wäre was Suffix anbelangte, doch das Ritual erschien ihr fremd, und sie war nicht sicher ob sie die rechten Worte finden würde. So nickte sie stumm und lauschte dem was Suffix sagte, während er ihr eine handvoll Wasser über den Kopf laufen ließ. Sein Wunsch enthielt einen Bezug zum Wasser, und Syrena vermutete das das so sein musste. Die junge Frau blinzelte, um die Wassertropfen aus den Augen zu bekommen. Sie einfach mit der Hand wegzuwischen schien ihr falsch zu sein. Dann überlegte sie einen Augenblick, bevor auch sie eine Handvoll Wasser schöpfte und es über Suffix wilde Haarpracht laufen ließ.

Mögen wir sein wie ein rauschender Fluss, zwei Arme die sich zu einem stärkeren vereinen, um den Rest des Weges gemeinsam zurück zu legen.

Ob das richtig gewesen war? Sie konnte es dem Barden nicht ansehen, der die Augen zum Schutz vor dem Wasser kurz geschlossen hatte. Ein wenig kitschig klang das ja schon, aber immerhin hatte sie es geschafft das Wasser mit einzubinden.

War das... war das gut so?

fragte Syrena leise.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Montag 08 Januar 2018, 14:56
Ja, treffend, so wahr ” sprach er ebenso leise, um den festlichen Charakter nicht zu zerstören. „Folge allein  Deinem Herzen und Du wirst die Worte haben, die es braucht .“

Suffix hatte solche Zeremonien auch nur überliefert bekommen und wusste zudem auch nicht, ob es sich möglicherweise um bewusst törichte Überlieferungen handelte. Sei’s drum, für ihn  war es echt und von daher, kein Grund Verunsicherung zu verbreiten.

Jetzt brauchen wir Falmmen. Komm !“ er half Syrena auf und führte sie aus dem Wasser, wobei er es bewusst vermied ihre nasse Kleidung und ihren mit vielen Tropfen Wasser überzogenen Körperteile, die nicht textil bedeckt waren, in  Augenschein zu nehmen.

Er reichte ihr einen Teil der Decke, auf dem das Picknick abgelegt gewesen war. Er zeigte, dass sie sie auseinanderreißen sollten. So sehr sie sich aber auch abmühten, das gute Ding war zu stabil und ließ sich nicht teilen. „Nimm Du sie. Doch, doch“ bekräftigte er, als er befürchtet, sie könnte ablehnen. Und drapierte sie um der Schankmaid Schulter.

Er begann in der Umgebung Reisig und Äste zu suche und gab sich reichlich Mühe ein Feuer zu entfachen. Was ihm schließlich auch gelang. Dass er immer noch recht spärlich bekleidet war, nahm er inzwischen gar nicht mehr wahr.

Der Brauch verlangt’s  - normalerweise, dass wir gemeinsam durch’s Feuer laufen “ bevor Syrena noch erschrecken konnte, versicherte er: „Halt, halt - ich will Dir keine Angst machen - es gilt genauso, wenn wir es einmal umrunden und Du - wie im Wasser - etwas findest, das unser Verbindung mit Feuer …schwer zu erklären .“ Aber er dachte wohl, dass seine Liebe verstanden hatte, was er meint. Er wusste schon, was er sagen würde.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Sonntag 14 Januar 2018, 20:20
Syrena war die Erleichterung darüber nichts falsch gemacht zu haben deutlich anzusehen. Nun lächelte sie wieder und folgte Suffix Aufforderung aus dem Wasser zu gehen, ohne sich im Geringsten über eventuell durchscheinende Bekleidung Gedanken zu machen. Dafür war das ganze Ritual viel zu aufregend für sie. Die Decke wollte sie ablehnen, damit Suffix nicht fror, aber er bestand ganz Gentleman like darauf sie ihr zu überlassen, und Syrena fügte sich. Sie fand es furchtbar lieb wie er sie umsorgte und sich darum bemühte möglichst schnell ein Feuer zu entfachen. Sie schlang die Decke um sich und sah dem Barden dabei zu wie er Feuerstein und Zunder aneinander schlug. Schon bald prasselte ein Feuer vor ihnen und die junge Wirtin genoß die Wärme, die davon ausging. Eigentlich dachte sie, das Suffix und sie es sich jetzt vor dem Feuer gemütlich machen würden, aber das Ritual war scheinbar noch nicht vorbei.

Durchs Feuer laufen?

Ungläubig sah Syrena ihren Liebsten an. Das meinte er doch wohl nicht ernst? Aber er beruhigte sie sofort, indem er beteuerte drumherum laufen würde auch reichen. Gut, das würde sie wohl schaffen. Und ein paar passende Worte fielen ihr auch gleich ein. So nahm sie die Hand des Barden und begann mit ihm um die Feuerstelle zu laufen.

Unsere Liebe soll für immer brennen, so wie der Kamin, in dem Dich stets ein wärmendes Feuer erwarten wirdl, wenn Du von Deinem Tagewerk nach Hause kommst.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mittwoch 17 Januar 2018, 14:07
Du machst das ganz hervorragend, Du kannst mit Recht sehr, sehr stolz auf Dich sein. Und ich bin es auch. Auch wenn es kein Tresen Thema ist, unseren Nachkommen können wir es dereinst erzählen .“ Und das war keine Lüge, sie schlug sich nicht nur wacker, sondern war auch mit ganzen Herzen dabei. Sich so zu verstellen, würde keinen Sinn machen.  „Ich habe schon von anderen gehört, dass es an diesen Zeremonien gescheitert ist, und ich kann mir gut vorstellen, dass das die Wahrheit ist .“

Inzwischen waren sie trocken genug um wieder in ihre Kleider zu schlüpfen. Danach machte sich Suffix daran, eine weitere Runde mit Syrena um das Feuer zu drehen, während er die Worte sprach: „Unsere züngelnden Flammen im Herzen sollen ewig lodern auch wenn des Alltags Mühsal, Nöte und Lasten uns zu erdrücken drohen – so sei es jetzt und in aller  Ewigkeit !“

Das Element Erde war dann recht einfach - ohne dass man jetzt sehr viel Fantasie brauchte. Suffix zeigte Syrena, wie sie die Stirn auf die Erde drücken musste. Sprechen brauchten sie da beide nichts.

Und am Ende stand noch eine etwas diffiziler Aufgabe. „Wir müssen gegenseitig unser Luft …austauschen “ Suffix blieb absichtlich recht vage, weil er nicht so recht wusste, wie er es erklären sollte. „Also Du atmest ein…also die Luft…drückst Deinen Mund auf meinen und…überträgst Deinen Atem auf…in mich…und dann umgekehrt. Glaubst Du, wir schaffen das ?“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Donnerstag 22 Februar 2018, 16:25
Syrena freute sich darüber dass Suffix so stolz auf sie war. Ihre Wangen waren vor Aufregung zart gerötet, als sie fragte :

Und was kommt als nächstes?

Das Element Erde war es, fast hätte man es sich denken können. Dies schien ziemlich einfach zu sein, denn sie knieten sich einfach auf den Boden und berührten die Erde mit der Stirn.

Unsere Liebe soll fest in der Erde verwurzelt sein.

flüsterte die junge Frau leise, weil Suffix dieses Mal nichts sagte, es ihr aber ein Bedürfnis war. Blieb nur noch ein Element übrig : Luft. Ihr Liebster erklärte was zu tun war und Syrena nickte, auch wenn sie ein wenig nervös wirkte.

Natürlich schaffen wir das. Warum sollten wir es nicht schaffen?

Sie griff mit beiden Händen nach denen des Barden und versuchte sich an einem Lächeln.

Du bist die Luft, die ich zum Leben brauche.

Und dann drückten sich ihre roten Lippen auf seine.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Montag 05 März 2018, 13:26
Suffix erschrak über sich selbst, denn ein ganz eigenartiges, ihm völlig unvertrautes, unbekanntes Gefühl bemächtigte sich seiner, als die weichen, roten Lippen von Syrena sich mit seinen trafen und aneinander gepresst verharrten. Sprechen konnte er nichts mehr, aber er war beeindruckt von dem, was seine Liebe gesagt hatte. Und er hätte sich wohl am liebsten nie mehr von ihr getrennt. Was sie aber irgendwann doch machen mussten, sonst wären sie ganz unromantisch gegenseitig erstickt. Aber vielleicht wäre das dann auch schon wieder romantisch gewesen, zumindest für Außenstehende.
Zuerst stand er sprachlos da, nur seine Augen hatten einen eigentümliche Glanz angenommen. „Ich glaube, die Zeremonie wirkt bereits, ich hatte Gefühle - Gefühle, die ich bisher nicht kannte. Liebe und Hingabe war es schon lange, aber jetzt ist noch eine Komponente hinzugekommen. Frag ich mich nicht welche…ich kann es nicht beschreiben .“
Und spontan, wie Suffix nun einmal ist, entsprang seiner poetischen Ader:

Du bist die Luft, die ich zum Leben brauch
wir haben ausgetauscht Hauch für Hauch
haben der Erde unseren Dienst erwiesen
haben mit den Flammen Mut bewiesen
machten auch im Wasser eine gut Figur
von Angst und Zwiespalt keine Spur
Wenn wir am End noch tauschen Blut
Brauchts dazu keinen großen Heldenmut
dazu das Versprechen und der Eid
im Schein der Kerzen, Feierlichkeit

Wir sind für immer - für alle Zeiten ein Paar
Welt freu Dich und liebe Suffix und Syrena


Als letztes würde jetzt noch das Blutritual stattfinden, wo sie mehr symbolisch ihr Blut vereinen würden. Dazu passte es gut, das langsam die Dämmerung einsetzte und Suffix machte sich daran, mitgebrachte Kerzen auszupacken, die er in einem Kreis aufzustellen begann. „Jetzt wird es feierlich und auch wenn wir keine 1000 Kerzen haben, die die wir haben werden es auch tun .“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Samstag 05 Mai 2018, 14:57
Suffix meinte das das Ritual bereits wirkte. Syrena wusste zwar nicht ob das der Fall war, aber das was er sagte berührte sie trotzdem. Er gab spontan ein Gedicht zum Besten, und nicht zum ersten Mal bestaunt die junge Frau wie leicht es dem Barden fiel die passenden Verse zusammen zu fügen. Sie selbst hätte das nie geschafft.

Suffix fing an Kerzen in einem Kreis aufzustellen und Syrena trat hinein. Wenn sie angezündet waren, würde es in der Dämmerung bestimmt hübsch aussehen. Mit einer Mischung aus ein wenig Angst und freudiger Erwartung beobachtete die Wirtin wie ihr Liebster die letzte Kerze aufstellt. Er hatte ihr erklärt, was jetzt in etwa folgen würde, doch Syrena kannte sich mit solchen Ritualen überhaupt nicht aus. Sie hatte sie höchstens einmal bei Lady Myriel gesehen, und das hatte ihr eher Angst gemacht. Doch bei Suffix hatte sich das Ganze völlig harmlos angehört.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Montag 14 Mai 2018, 13:27
„Der Frettchensprung. Genau hier. Wir sind jetzt genau da, wo unser heidnisch verehrter Ort ist. Und ich weiß nicht wie viele Zeremonien hier schon stattgefunden haben…Du kannst Dir gar nicht vorstellen, was es mir bedeutet mit Dir jetzt hier zu stehen.“

Oft hatte er es gehört, vorstellen konnte er sich darunter nur wenig. Vielleicht war es doch falsch, nicht die Hochzeit, aber vielleicht hätte er Syrena nach menschlicher Sitte einen Antrag stellen sollen und dann im Dom…aber es gab jetzt kein Zurück mehr. Er musste mit seiner eigenen Unsicherheit umgehen, verbergen wollte er sie nicht. Das wäre etwas vormachen und käme einer Täuschung gleich, was eine schlechte, ganz schlechte Voraussetzung für ihr künftiges Zusammensein darstellen würde.

Ich glaube, wir können nun die Lichter anzünden. Danach…solle es geschehen. Bist Du… .“ auch wenn er es verhindern wollte, ein wenig brüchig wurde sie schon seine Stimme „bereit, dass wir für immer und ewig einander verbunden sein werden ?“ Es war die vorletzte Möglichkeit sich zu entziehen. Er musste diese Frage hier und jetzt stellen. Die letzte Möglichkeit wäre eine Beleidigung, dann direkt bei der Zeremonie. Das war noch nie vorgekommen, zumindest wurde nichts darüber überliefert. Nervös spielte er mit den Ringen, von denen Syrena nichts wusste. Ein letztes Geschenk von Drax bevor er ihn verloren hatte. Lilien, weiße, unschuldige Lilien, wie sie beide. Golden umfasst und nicht zu kaufen. „Es ist so, dass…ich weiß nicht “ konnte er alleine die Frage an sie richten? Er versuchte einen neuen Anlauf: „Es ist vorgekommen, dass sich zwei, die das Blut miteinander verbunden haben…ihre Persönlichkeit verloren…nein, das ist unrichtig, vielmehr getauscht haben. Du musst Dir das so vorstellen, dass Du auf einmal dichtest und ich der große Schankmeister bin. So oder so ähnlich .“ Besser konnte er es nicht erklären. „Keiner kann mit Gewissheit sagen, wie lange dieser Zustand anhält. Und ich sage es ganz ehrlich: wir müssen das nicht tun. Wenn Du Dich davor fürchtest…dann lassen wir das lieber. Ich möchte Dich nicht zu Schaden kommen sehen. Du sitzt auch so in meinem Herzen fest und wir sind als Paar ein Unzertrennliches .“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Freitag 18 Mai 2018, 13:00
Syrena war ernst geworden und sah sich ganz genau an dem Ort um, an dem sie jetzt standen.

Ist es nicht ein seltsamen Gefühl an einem Ort zu stehen, wo sich schon unzähliche Menschen miteinander verbunden haben? Was würden diese Bäume uns erzählen, wenn sie es könnten? Wieviele leuchtende Augen mögen sie schon gesehen haben, bei wievielen Paaren haben sie ihre Liebe zueinander bezeugt?

Die junge Frau sprach sehr leise und nachdenklich, ganz so als wolle sie die feierliche Stimmung die herrschte nicht zerstören. Dann erklärte Suffix was noch vor ihnen lag, und die rehbraunen Augen von Syrena wurden immer größer.

Ist das wirklich Dein Ernst Suffix oder erlaubst Du Dir einen Scherz mit mir? Natürlich bin ich bereit mich mit Dir zu verbinden. Aber was heißt unsere Persönlichkeiten werden vertauscht? Ich soll dann eine Bardin sein, die Gedichter aus dem Nichts erfindet und Lieder singt?

Das konnte sie sich beim besten Willen nicht vorstellen und die Idee machte ihr auch ein wenig Angst. Nervös knetete Syrena ihre Hände. Sie wollte keinen Rückzieher machen, dazu liebte sie den Barden viel zu sehr, und sie wollte auch Suffix nicht verletzen. Aber war es richtig ihre Furcht ihm zuliebe zu verbergen? Die Wirtin beschloss das das der falsche Weg wäre und sie ihm nicht vorspielen wollte.

Weißt Du Suffix, ein wenig Angst macht mir die Vorstellung schon das ich nicht mehr ich sein soll. Nicht das Du kein wunderbarer Mensch bist, sonst würde ich wohl kaum hier mit Dir stehen, aber es ist doch wichtig immer man selbst zu sein, oder findest Du nicht?

Besser konnte sie nicht ausdrücken was sie meinte.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Freitag 25 Mai 2018, 13:41
Oh ja, ich habe verstanden .“ nickte er, Zustimmung signaliserend. Suffix hatte bemerkt, dass die Leichtigkeit bei Syrena verflogen war. „Interessante Frage…

Wie viele Bäume auf dieser Welt
hörten wie die Frag‘ gestellt
Wie viele Bäume  an diesem Ort
hörten manch lieblich Kosewort
wie viele Bäume blieben still
bis sie hörten: „Ja, ich will“
wie viele Bäume taten rauschen
wenn sie den Paaren lauschen
.“

Dann wurde er still, blieb das eine ganze Weile. Dann erheiterte sich langsam wieder sein Gemüt und die Fröhlichkeit kehrte zurück „Ich glaube, ich habe ein Lösung gefunden, wie Du vom Gedicht rezietieren verschont werden kannst. Ich kann Deine Ängste verstehen und dass Du weiterhin Du selbst sein willst, ja, ja, ja .“ Er hatte die Sache mit Myriel und dem Bluteid nicht vergessen, aber gedacht, dass diese Wunde endgültig verheilt wäre und keine Ängste mehr auslöse würde. Da hatte er sich wohl geirrt.

Er begann in seine Taschen zu suchen und zog schließlich eine kleine Ampulle hervor. Bevor Syrena noch ihrem Erstaunen Ausdruck verleihen konnte, hatte sich Suffix schon in den Finger gestochen, drückte 5 Tropfen Blut daraus und ließ es in die Ampulle tröpfeln, die sich sogleich rot färbet.

Nun Du. Wir vereinen unser Blut in dieser Ampulle und vergraben sie und besiegeln somit unseren ewigen Bund. Dazu unser feierliches Bekenntnis zueinander, der Ringtausch… Meinst Du, Du kannst das…Du kannst Dir das vorstellen? Der Tradition wäre damit Genüge getan – unsere ewige Liebe besiegelt “ er hielt ihr die Amulle mit des Druiden Blut hin.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Samstag 26 Mai 2018, 22:22
Minuten schlichen dahin, in denen Suffix nichts, aber auch gar nichts sagte. In Syrenas Magen bildete sich ein dicker schmerzhafter Knubbel, der langsam ihren Hals empor kroch und ihr die Kehle zuschnürte. Gewiss hatte sie ihren Liebsten mit ihren Worten verletzt, vielleicht sogar so sehr, das er ihre Beziehung lösen wollte. Es war so untypisch für den Barden eine lange Zeit zu schweigen, das die Furcht davor immer stärker wie eine eisige Hand nach ihrem Herzen griff. Und als Suffix anfing zu sprechen, war Syrena fest davon überzeugt das er nun sagen würde wie enttäuscht er von ihr war, und das es wohl besser wäre wenn sich ihre Wege an dieser Stelle trennten. Doch es kam ganz anders, und je länger der Barde redete, umso stärker wurde das Lächeln in Syrenas Gesicht, auch wenn er sie ein wenig überrumpelte, indem er schon anfing Blut in eine Ampulle zu tropfen, während er noch erklärte was er vorhatte.

Aber gewiss doch Suffix, das kann ich.

Sie nickte bekräftigend, nahm die Nadel entgegen und bat ihren Liebsten die Ampulle für sie zu halten. Ohne zu zögern stach sie sich in einen Finger - schließlich war ihr das bei Näharbeiten schon unzählige Male passiert und tat nicht sonderlich weh - und ließ nun ihrerseits 5 Tropfen Blut in das Fläschchen tropfen. Dann sah sie Suffix strahlend an, erleichtert darüber, das sie doch noch einen Weg gefunden hatten, den Bund miteinander einzugehen, und glücklich darüber, das sie einen Gefährten an ihrer Seite hatte, der sie nicht beim erstbesten Problem sitzen ließ oder erwartete, das sie sich seinem Willen beugte, sondern stattdessen versuchte einen Kompromiss zu finden, der für sie beide akzeptabel war. Wenn das nicht eine gute Basis für eine lebenslange Bindung war, na dann wusste sie es auch nicht mehr...

Und jetzt vergraben wir sie hier?
Autor: Suffix Datum/Zeit: Dienstag 29 Mai 2018, 15:10
3 mal kurz und kräftig durchatmen - es kann auch 4 mal gewesen sein, oder 5 mal…es war nicht wirklich knapp gewesen, aber eine kniffelige Situation allemal. Aber dann zeigte es sich ein weiteres Mal, aus welche einem edlen Holz dieses Syrena geschnitzt war.
Während er noch erklärte und sich schon das Blut abnötigte, begann sein Liebste zu lächeln und ob er sich’s einbildete oder es den Tatsachen entsprach, eine große Erleichterung schien sich über ihr Gesicht auszubreiten. Hatte sie angenommen, dass er darauf bestehen könnte? Und wie hätte sie dann reagiert? Ihn verlassen? Ihm den Vogel gezeigt? In ein Kloster eingetreten? Er wird es nie erfahren – zum Glück.

Mit dem Kopf Zustimmung signalisierend, ergriff sie die Nadel, pikste sich ihrerseits und entließ ebenfalls 5 Tropfen ihres Blutes, die sie in die von ihm gehaltene Ampulle bugsierte.

Und gewiss kannst Du sehr stolz auf Dich sein und gewiss machst Du mich damit sehr glücklich und gewiss werde ich mit Dir lachen, aber genauso gewiss niemals über Dich .“ Er umarmte die heidnische Braut.
Ich liebe Dich zu sehr um Dir diesen oder andere Schmerzen anzutun, Frau Syrena-Suffix. Und ja genau so soll es geschehen …“ Er löste widerstrebend die Umarmung und  verstöpselte die Ampulle, die zum Gluck nicht ausgeschüttet worden war, und begann neben einer Wurzel mit den Händen in Loch zu graben. Es brauchte weder tief noch breit zu sein und war schnell geschafft.

Er nahm Syrenas Hand und zusammen legten sie die Ampulle in die feuchte Erde. „Und hier…mein …Dein Ring …“ er zog 2 wunderschön geschmiedete Ringe mit einem dunkelgrünem Stein mit einer ziselierten Lilie aus seiner Tasche „auf welcher Hand…und “ er schaute, auf welchen Finger der Ring am besten passen konnte „ein vorletzter und letzter Dank meines ehemaligen Dienstherrn dem Stadthalter Drax
Autor: Myriel Datum/Zeit: Montag 04 Juni 2018, 09:41
"Frau Syrena-Suffix"... Die junge Wirtin fing an zu lachen, so drollig hörte sich das in ihren Ohren an. Suffix buddelte ein Loch und gemeinsam legten sie das Fläschchen hinein. Der Druidentradition war Genüge getan und Syrena dachte eigentlich damit wäre die Zeremonie beendet, doch da hatte sie sich getäuscht. Suffix zog plötzlich zwei Ringe aus der Tasche und die Augen der Braungelockten wurden groß.

Suffix, die sind wunderschön. Schau mal wie fein die gearbeitet sind, diese zarten Blüten und der Stein...

Syrena konnte nichts mehr sagen, so überwältigt war sie. Noch immer starrte auf die Ringe in Suffix Hand, realisierte dann irgendwann das er ihre Hand brauchte, und hielt ihm die zitternden Rechte hin. Nun würde sie auch für Andere ersichtlich eine verheiratete Frau sein. Mit immer noch zittrigen Finger nahm sie dann den Ring, der für Suffix bestimmt war, und schob ihn auf seinen Finger.

Das Strahlen in Syrenas Augen sagte mehr als tausend Worte. Nichts würde sie mehr von ihrem geliebten Barden trennen können und sie würden gemeinsam eine wunderbare Zukunft erleben, vielleicht irgendwann mit einem eigenen Haus und Nachwuchs, doch das würde wohl nur die Zeit zeigen. Jetzt und hier besiegelten sie ihr Versprechen mit einem innigen Kuss, an dem Ort, wo sich schon so viele Paare vor ihnen vereint hatten. Und als sie Stunden später Hand in Hand nach Drachenauge zurückkehrten, da hinterließen sie nicht nur die eingegrabene Phiole mit ihrem Blut in der Erde, sondern auch ein in die borkige Rinde eines dicken Baumes geritztes Herz, in dem ihre Initialen prangten: S + S .