Thema Zusammenfassung
Thema Zusammenfassung: [Abenteuer] Die Kinder von Krakingen II
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Donnerstag 31 August 2017, 23:01
Prolog

Es war eine ruhige Nacht im Stadtteil Krakingen, da kaum Wind vom Meer her wehte machte sich der Geruch der Slums breit. Ein paar betrunkene Hafenarbeiter waren grölend an den Docks unterwegs. Tief in einen Schatten geduckt saß Rotznase Flinn nur wenige Meter von der Kaimauer entfernt. Kurz vor ihm ging einer der Landungssteege hinaus aufs Meer. Wenn er seine Augen anstrengte konnte Flinn wenige Meter von ihm entfernt die Gestalt von Hansz erkennen. Auch dieser kauerte im Schatten einer Mauer.

Es war viel geschehen seid die Bande von Norgrim das Viertel fluchtartig verlassen hatte. Einige Tage lang hatte es vor Stadtwachen nur so gewimmelt, sie hatten den Häuserblock auf den Kopf gestellt, Einwohner verhört und waren dann irgendwann abgezogen. Sowohl Flinn als auch Hansz hatten das Schauspiel immer wieder aus sicherer Entfernung oder aus einem Versteck heraus beobachtet. Die Hoffung nochmals etwas von den Schätzen an sich reißen zu können war jedoch schnell verflogen. Und dann war Flinn einmal nicht aufmerksam gewesen. Ein Fremder hatte ihn erwischt und ausgefragt. Irgendetwas an seiner Art hatte dazu geführt das er redete. Der Fremde stellte sich als Geschäftsmann heraus und er hatte ein Angebot gemacht das Flinn und später auch Hansz nicht ausschlagen wollten. Und jetzt saßen sie hier, mitten in der Nacht und starrten in die Dunkelheit die das Meer umgab.

Irrte er sich? Ein leises Plättchern das nicht zu dem Geräusch des Wassers passte das an die Landungsstege schlug klang vom Meer her zu ihm. Ein Rascheln aus der Richtung von Hansz verriet das auch dieser etwas bemerkt hatte. Es vergingen noch einige Minuten bis Flinn ein kleines Boot ausmachen konnte das in Richtung des Landungssteeg paddelte.

Runde 1

Lasse, Serkaru
Draußen ging gerade ein Sommergewitter auf Nuru nieder und in der kleinen Verwalterhütte der Eisenerzmine saß Merdarion vor seinem Arbeitstisch. Vor ihm ausgebreitet lagen mehrere Pergamente, Schriftwechsel aber auch Lagepläne der Mine. Resigniert schob er eines der Pergamente zur Seite und schaut auf seinen Mitarbeiter der immer noch wartend im Raum stand. Eigentlich wollte er nicht das die Deckung seines Spitzels aufflog, aber er brauchte Männer und die Zeit war knapp.

"Lasse, fang bitte heute Abend deinen Nachbarn ab und bestell ihn bitte für den zweiten Herbstmond hierher. Ich weiß wir haben das anders abgesprochen aber mir bliebt keine Wahl. Es geht nach Drachenauge. Alles andere erfahrt ihr beide wenn alle beisammen sind." Kurz schien als überlege der Minenbesitzer. "Richte ihm aus es springt ein ordentliches Sümmchen für alle Beteiligten raus, nur für den Fall das er motiviert werden muss."

Rorokpal
Die Tür der Apotheke flog auf und ein hagerer junger Mann der eindeutig in Eile war sprang förmlich herein. "Post für eine Frau Rorokpal" rief er in den Raum hinein. Dabei wedelte er mit einer Papierrolle die sogar mit mit Wachs versiegelt worden war. Nachdem das Schriftstück den Besitzer gewechsel hatte, hechelte der Mann auch schon wieder hinaus. Von draußen konnte das Geräusch sich entfernender Hufe vernehmen.

Die Papierrolle war einfach und das Siegel simpel, mehr dazu gedacht das Papier zusammenzuhalten als den Inhalt zu Schützen. Es fehlte jedoch ein Siegelabdruck.

Werte Rorokpal,
ich lade euch hiermit ein mich in meiner Mine in Nuru zu
Besuchen. Leider sind die Umstände nicht ganz so er-
freulich wie ich es mir wünsche. Daher bitte ich euch
am zweiten Tag des Herbstmondes in Nuru zu erscheinen.
Ich wäre untröstlich wenn euch auf dem Weg etwas
zustoßen würde, daher wappnet euch entsprechend.

gez.
Merdarion


Algrim
Mit einem lauten Räuspern versuchte sich der bisher nicht aufgefallene hagere Mann Aufmerksamkeit zu verschaffen. Er stand mitten in der Schmiede von Nighton und kam mit seinem Räuspern kaum gegen den Lärm der Hämmer an. "Entschuldigung? Entschuldigung! Ich habe hier eine Nachricht für einen Herrn Algrim, der soll hier arbeiten. Seid ihr das?" Nachdem die Personalie geklärt war rollte der Bote ein Pergament auf und verlas "Algrim kommt zum zweiten Herbstmond nach Nuru zur Mine. Gezeichnet Merdarion. Achja der Herr sagte mir auch sich solle euch sagen das ist in zwei Tagen, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann warum man extra darauf hinweisen muss." Kopfschüttelnd überreichte der Bote das Pergament dem Zwerg und wandte sich wieder zum Gehen. So viele Nachrichten von nur einem Versender hatte er normalerweise nur wenn ein Fest bevorstand.

Kaira
Der Regen des Gewitters prasselte von aussen an die Scheiben der Apotheke, dies war wohl auch der Grund weshalb bisher kaum ein Kunde den Weg in die Geschäftsräume gefunden hatte. Coan war schon früh am Morgen verschwunden und hatte die Apotheke der Amazone überlassen. Schließlich schwang doch endlich die Tür auf und eine Gestalt die tief in ihren Umhang gehüllt trat ein. "Ein Sauwetter." sagte die bekannte Stimme und Merdarion schob die Kaputze zurück. Um ihn herum sammelte sich bereits Wasser, das am Wollstoff des Umhanges abperlte. "Grüße Kaira, heute bin ich einmal nicht geschäftlich hier. Würdet ihr bitte in zwei Tagen zu mir in die Mine kommen. Es gäbe da etwas was wir klären müssten. Euer kleiner Ausflug in Drachenauge scheint mir ärger zu machen. Keine Sorgen wir kümmern uns darum, alles weitere dann in zwei Tagen." Damit verabschiedete sich der Minenbesitzer und verschwand im Regen.

Beerli
Omar betrat die Backstube in Nuru. Seit den frühen Morgenstunden herrschte hier bereits emsige Betriebsamkeit. Den Zwerg auszumachen fiel ihm nicht schwer. "Gevatter Blutbart? Fast hätte ich es vergessen gestern Abend kam noch ein Bote an, es war schon dunkel und ihr bereits oben." Kurz räusperte er sich. Die Nachricht betraf eher die Bäckerei als den Zwerg selber also hatte er sich entschlossen Beerli nicht zu stören. "Der Herr Merdarion erwartet die Lieferung pünktlich am zweiten Herbstmond. Ihr solltet euch wappnen die Straßen sind nicht mehr ganz so sicher." Omar schüttelte den Kopf. "Es scheinen ja immer noch schlechte Zeiten für Reisende zu sein.... Also Gevatter Blutbart, macht Ihr die Lieferung dann fertig?"
Autor: Kaira Datum/Zeit: Freitag 01 September 2017, 09:53
Schon den ganzen Tag tat Kaira nichts anderes als Sud aus Kräutern zu kochen und ein paar seltene Beeren zu Pulver zu zerstossen. Immerhin half das Feuer dabei sie warm und bei Laune zu halten an diesem düsteren regnerischen Tag. Sie fragte sich wie es wohl im Winter werden sollte. Eines vermisste sie sicher nie wenn sie an ihre Heimat dachte und das waren die regnerischen kalten Wintertage gewesen. Während sie vor sich hin braute summte sie ein paar alte Lieder aus der Heimat. Heute rechnete sie nicht mit Kunden und aus diesem Grund dauerte es ein paar Sekunden bis sie den gast an der Tür bemerkte. Sein Kommentar über das Wetter machte sie auf ihn aufmerksam. Merdarion, was er wohl wollte? Als sie in die Halle kam schob er gerade seine Kapuze zurück. Sie hatte kaum Zeit mit einem kurzen Nicken ihr Kommen zu bestätigen, da schob er die Kapuze auch schon wieder über seinen Kopf und verschwand erneut im Regen. Schade, dachte sie bei sich, jetzt hätte sie beinahe ein bisschen Gesellschaft gehabt für den heutigen Tag. Gerne hätte sie ihrem Gast einen wärmenden Zimttee angeboten. Sie ging zurück und dachte über das Gesagte nach. Welchen Besuch in Drachenauge er wohl meinte? Sie hatte ihm von beiden berichtet. Ob es wohl um die Straßenkinder ging? Sie dachte an Flinn und daran, dass sie ihn nie bezüglich seiner chronischen Krankheit ausgefragt hatte.

Bevor sie sich auf den Weg zur Mine machte, packte sie einen Wundbinde und ein Antigift ein sowie einen selbstgemachten Sirup für den kleinen Flinn der bei chronischer Entzündung im Nasen Rachenraum half. War es eine verschlepppte Krankheit würde dieses Mittel wunder bewirken. War es allerdings eine Allergie auf die schlechte Luft der Stadt, konnte es nur sehr kurzzeitig helfen. Würde sie dieses Treffen nach Drachenauge verschlagen - und das war ihre deutliche Vorahnung -, hatte sie sich vorgenommen einmal zu schauen, ob ihr dieser Flinn irgendwo in Krakingen über den Weg läuft.

Kaira fühlte sich sehr wohl endlich mot ihrem Speer durch die Labde ziehen zu können und als soe soch aufmachte, schien die Sonne durch die Wolken und begabb deb nassen Boden langsam aber beständig wieder zu trocknen. Nach den Regentagen wurde es auch endlich mal wiede Zeit dafür. Als sie bei der Mine ankam stellte sie erstaunt fest dass sie bei weitem nicht die einzige war. Rorokpal kannte sie zwar nicht beim Namen doch erschien ihr ihr Gesicht sofort bekannt. Die hochgewachsene Amazone mit ihren roten Haaren und tief braunen Augen nickte ihr mit einem freundlichen Lächeln zu.


"Kaira mein Name, ich weiß nicht mehr ob wir uns schon vorgestellt hatten. Weißt du um was es hier geht?"

Eines war ihr nun klar, es musste irgendwas zu tun haben mit den Straßenkindern.

+ selbstgebrauten Sirup für Flinn
+2 Wundbinde
+2 Antigift
- 60 GM
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Sonntag 03 September 2017, 12:08
"Post für eine Frau Rorokpal", rief der junge Bursche, der eben in die Apotheke gestürmt kam. Er kam wohl nicht von hier, sonst hätte er sie nicht beim Vornamen genannt. Die ansässigen Leute nannten sie nun Fräulein Ion, wie es sich gehörte. Als sie den Absender sah, schmunzelte sie jedoch. Merdarion! Ja, er kannte wohl nur ihren Vornamen.
Sie las den Text sofort, da an diesem Tag nicht sehr viel los war im Kräuterkasten und sie froh um jede Abwechslung war, wenn es um eine Inventur mit Helena im Lager ging. Das Schmunzeln verschwand von ihrem Gesicht, als sie die unheilvollen Worte las. Unerfreuliche Umstände? Mine von Nuru? Das ergab kein Bild in ihrem Kopf, außer dem, dass Merdarion sie unlängst in seine Mine eingeladen hatte - eine Einladung, welcher sie bislang noch nicht nachgekommen war. Das waren aber wahrscheinlich nicht die unerfreulichen Umstände, auch wenn ein humorvoller Kommentar von Feuer ihr ebendies weißmachen wollte.

Sie beschloss, dem Gesuch nachzukommen, und so packte sie ihre Sachen. Sie bat um ein paar Tage Urlaub, schnappte sich ihren neuen, reparierten Stab und ein paar Heiltränke und machte sich zu Fuß auf den Weg. Rorokpal war noch nicht sehr weit gekommen, als sie drei alten Damen begegnete. Sie irrten im Wald umher und waren recht verzweifelt.
Hexen.
Sie baten sie, ihnen zu helfen und nach Nighton zurück zu begleiten.
Hexen!!!!
Sie boten ihr drei Heiltränke an, wenn sie dies täte. Das war ein faires Angebot.
Rorokpal, das sind HEXEN. Ist das nicht offensichtlich? Geh mit ihnen und sie stecken dich in ihren Ofen. Glaub mir, ich kenne das. Hab es schon oft von Innen miterlebt...
"Halt die Klappe.", entfuhr es Rorokpal und erschreckte damit nicht nur die drei alten Damen, sondern auch sich selbst. Sie hatte unbewusst die Tür ihres mentalen Häuschens geöffnet, um diesen Satz zu sagen. Es war nichts geschehen. Glück gehabt.
Danach ging sie mit den Damen zurück nach Nighton, und lauschte den niemals endenden Erzählungen der drei. Sie waren auf dem Weg zu der Schwester Sowieso - dann hatten sie Pilze gesehen und beschlossen, diese zu sammeln - oh, dies ist aber ein beschauliches kleines Plätzchen mit einem Flüsschen - ich habe ein paar Kekse dabei - ich Tee - lasst es uns gemütlich machen - wo kommt jetzt der Nebel her - und wo sind wir überhaupt?
Die drei Damen waren ihr unendlich dankbar als die Stadttore Nightons hinter der nächsten Biegung auftauchten. Sie hielten ihr Wort und gaben ihr drei Heiltränke.

Nach diesem Zwischenfall überlegte Rorokpal, die Reise dennoch fortzusetzen. Der halbe Tag war nun schon rum, aber sie hatte lang genug hier draußen gelebt, um sich von ein wenig Freiheit und Dunkelheit nicht ängstigen zu lassen. Andererseits konnte sie auch genauso gut einen Tag später reisen. "Unerfreuliche Umstände" klang nicht wie "kommt so schnell ihr könnt, es gibt eien Notfall". Sie würde lieber morgen reisen.


Spieler Rorokpal reist am 03.09.2017 von Stadt Nighton nach Stadt Nuru
Ereignis: +3 Heiltränke von 3 alten Damen fürs Begleiten
+3 Heiltränke
Autor: Lasse Bluten Datum/Zeit: Sonntag 03 September 2017, 16:41
Am frühen Abend nach seiner Schicht in der Mine und einem kurzen Abstecher in einer der vielen Kneipen Nurus klopfte Lasse Bluten an der Tür Serkarus.

Er wohnte in der gleichen Gasse ein paar Häuser weiter.

Die Tür ging nur einen Spalt weit auf und es hieß kurz und knapp "Ja?"
"Serk... Etwas Großes scheint anzustehen. Herr Merdarion lässt dich... oder eher gesagt er lässt uns alle zusammenkommen, in der Mine. Am zweiten Herbstmond, nach den Schichten im Verwaltungsgebäude von Zwergenglück."

Der Türspalt ging etwas weiter auf und Serkaru trat ein wenig näher heran: "Aber ich dachte Er und ich sollen uns nicht begegnen?!"

"Ich weiß. Aber... meiner Meinung nach ist das nur ein Anzeichen dafür, wie wichtig es ist! Und...", Lasse konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen und legte kurz seine linke Hand auf Serkarus´ Schulter, "der Herr meinte es könnte sich auch durchaus für deinen Geldbeutel lohnen!"

Mit diesen Worten ließ Lasse seinen Nachbarn und Freund stehen und ging zu seinem Haus. Sein Grinsen wurde in der Dunkelheit immer breiter. Er war nur ein einfacher Mann, ein Minenarbeiter und jetzt auf einmal wurde sein Leben dermaßen spannend.
Zumindest im Moment gefiel ihm dieser Gedanke. Er war nun in etwas verstrickt, das ihm zu Geld und Einfluss verhelfen konnte...

Zwei Tage später stand Lasse nach seiner Schicht mit hinter dem Rücken verschränken Armen im Verwaltungsgebäude der Mine Zwergenglück, wartete und versuchte sich so zu verhalten, wie sich seiner Vorstellung nach ein Agent verhalten würde... was im Großen und Ganzen darin bestand, dass er in der Ecke stand und versuchte böse und gleichzeitig seriös zu wirken.

Es klopfte an der Tür. Er ging zu Tür, öffnete sie und da stand...
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Montag 04 September 2017, 19:59
Am nächsten Tag war es endlich soweit: Rorokpal trat ihre Reise nach Nuru zur Mine Merdarions an. Auf dass sie dieses Mal ereignislos und langweilig sein möge! beschwor Rorokpal.

Die Reise verlief reibungslos und war fast nicht der Rede wert, bis auf ein Detail: Kurz vor Nuru wurde sie von einem Rudel hungriger Wölfe angefallen, ihr neuer Stab leistete ihr zwar gute Dienste, dennoch kroch sie nahezu auf allen Vieren durch die Stadttore Nurus. An ihrem linken Bein und ihrem rechtem Arm gab es Bissspuren und sie blutete stark. Also wie gesagt, nicht der Rede wert. Aua, dachte Rorokpal. Aua, bestätigte Feuer.

Nun, so ramponiert wollte sie in kein Abenteuer starten. Außerdem würden die Wolfsbisse hässliche Narben hinterlassen - sie konnte also entweder einen Heiltrank nehmen, oder selbst magisch aktiv werden. Letzteres schien ihr eine gute Idee.

Rorokpal setzte sich in einer Nebengasse in den Schneidersitz. Den Stab legte sie sich quer über den Schoß. Sie hoffte, dass niemand auftauchen und ihr plötzlich eins überziehen würde, um ihres spärlichen Besitzes habhaft zu werden. Dann zapfte sie ihren Manavorrat an, der irgendwo hinter ihrem druidischen Mal lag und konzentriete sich auf ihre Wunden. Sie nahm alles wahr, ihre Knochen, die heil geblieben waren, ihre Sehnen und Muskel, die Blutgefäße und Adern als Gesamtheit. Sie konzentrierte ihren inneren Blick auf ihre Wunden und ... schloss die Brücke zwischen dem, wie es war und dem, wie es sein sollte: Heil.
Sofort trat die Wirkung ein und Rorkopal konnte sehen, wie die Bisswunden verschwanden, als hätte es sie nie gegeben, die Kratzer schlossen sich und nur das getrocknete Blut erinnerte sie an das Unglück. Sie stand auf und bemerkte ein leichtes Stechen in ihrem Bein. Naja, sie war wohl zu hastig über das "Ist" geeilt, da hatte sie vielleicht ein paar Zellen vergessen. Nun, das würde sich selbst heilen.

Erleichtert schnappte sie ihren Stab und das Tuch mit ihren Sachen, und besuchte die örtliche Schneiderei "Die Heiße Nadel" - es wurde Zeit, ihr Hab und Gut in einer echten Tasche mit sich zu tragen und nicht in diesem notdürftigen alten Tuch. Der Einkauf war erfolgreich, und zufrieden trug sie ihre Heiltränke und das Notfall-Set zum Heilen in ihrer neuen Rucksack-Tasche oder Taschen-Rucksack, je nach Einstellung des Riemens, auf dem Rücken. So machte sie sich auf den Weg zu Merdarions Mine, zu welcher sie geladen worden war.

Als sie dort eintraf, erlebte sie eine Überraschung: Sie war nicht einzige dort, und zumindest eine Person erkannte sie sofort. Die Amazone, die sie nur kurz in Drachenauge gesehen hatte, als sie mit einer bunt zusammengewürfelten Gruppe einigen Waisenkindern geholfen hatte.
Dort, wo ich den Stab her habe ..., dachte sie wie schon so oft mit einem Hauch schlechten Gewissens.
Auch die Amazone Kaira erkannte sie sofort und begrüßte sie freundlich.
"Ah ja, Kaira." sagte Rorokpal beiläufig. Dann wurde ihr Gesicht plötzlich deutlich aufgeschlossener: "Wie schön Euch wiederzusehen, mein Name ist Rorokpal. Merdarion, ein alter Bekannter von mir, hat mich zu dieser Mine eingeladen. Wegen ungemütlicher Umstände. Da Ihr auch hier seid, fällt mein Verdacht über diese Umstände allerdings recht eindeutig auf die Sache in den Slums von Drachenauge ... meint Ihr nicht auch?"



Ereignisse:
-5 LP ... wegen Wölfen! Was ist das für ein Land?
Heilung +4LP

+4 LP (jetzt 18/19)
-1 MP (jetzt 11/12)
Autor: Kaira Datum/Zeit: Dienstag 05 September 2017, 14:03
Nach einem kurzen abfällig betonten Kommentar fiel Rorokpals Begrüßung doch erstaunlich herzlich aus. Kaira dachte sich nichts dabei zu diesem Zeitpunkt. Derzeit war sie viel zu sehr damit beschäftigt herauszufinden um was es hier eigentlich ging.
"Hmm ja dem scheint ganz so. Wahrscheinlich ist die Bande doch wieder in schmutzige Geschäfte eingestiegen. Was sollen sie auch anderes machen. Lass uns mal rein gehen."

Kaira klopfte an der Tür zum Hauptgebäude und erblickte einen grimmig dreinblickenden Mann. Die hochgewachsene Amazone, ihren nagelneuen Rucksack und Speer tragend blickte ihn verwirrt an. Der Mann blickte so ernst drein, als sei etwas schreckliches passiert oder als wären sie hier fehl am Platz. Ihre Begrüßung sprach sie etwas fragend und abwartend aus mit herausfordernd zusammengekniffenen Augen.

"Guten Tag? -  Kaira mein Name" sie streckte ihm grinsend und selbstbewusst die Hand entgegen."Können Sie uns sagen weshalb wir uns hier versammeln?"


Autor: Lasse Bluten Datum/Zeit: Dienstag 05 September 2017, 21:18
Es klopfte an der Tür. Er ging zu Tür, öffnete sie und da stand... eine Amazone, die Ihm grinsend die Hand entgegen streckte mit den Worten "Guten Tag? -  Kaira mein Name, können Sie uns sagen weshalb wir uns hier versammeln?"

Worauf hin Lasse mit einem kurzen und recht kühlen "Passwort!" antwortete.

Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Dienstag 05 September 2017, 21:36
Beerli hatte verstanden. Er nickte einmal kurz im Omars Richtung "Schon dabei.". Dann machte er sich daran die Zutaten für Merdarions Lieferung zusammenzusuchen und den Teig zu kneten.

Am nächsten Morgen packte er alles zusammen und machte sich auf den Weg zur Mine. Dieser Merdarion war schon ein komischer Kauz. Beerli grinste bei dem Gedanken. Aber immerhin war er zuverlässig und schließlich ein Kunde der Bäckerei.

Als Beerli eine Weile unterwegs war fragte er sich - viel zu spät, wie er merkte - was Omar wohl gemeint hatte, als er davon sprach, dass die Straßen nicht länger sicher seien. Er schaute sich um.

"Ich hätte diese dumme Axt reparieren lassen sollen." grummelte er.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Dienstag 05 September 2017, 21:46
Auf der Reise kommt Beerli vom Weg ab und als er eine kleine Lichtung betrittst, sieht er eine kleine Quelle, die zwischen ein paar Farnen entspringt. Um seinen Durst zu stillen, trinkt er einen Schluck und merkst, wie sich seine Kräfte regenerieren. (+ 5 Mana)

Beerli spuckte das Wasser in hohem Bogen aus. "Bäähh... Pfui...so eine Plörre." schimpfte er. "Das schmeckt, als hätte meine Großtante Perridotine wieder mal zu viel Wildbret gefuttert und dann... bääh... Brrr".



Ohne weitere Unannehmlichkeiten kommt der Zwerg pünktlich an der Mine an.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Dienstag 05 September 2017, 21:57
Rorokpal beobachtete interessiert Kairas Begrüßung und die recht abweisende Haltung des Mannes, der ihnen die Tür geöffnet hatte. Er hatte sie anscheinend noch gar nicht bemerkt, wahrscheinlich, weil sie, obwohl für eine Menschenfrau recht groß, immer noch klein neben der Amazone war. Während Kaira die Hand weiter ausgestreckt hielt und sich womöglich den Kopf über ein Passwort, welches es mit Sicherheit nicht gab, zermarterte, trat Rorokpal vor.

Sie sah erst ruhig zu dem Türsteher, dann sagte sie ohne mit der Wimper zu zucken:"1qa2ws3ed4R!"
Und schob sich zusammen mit Kaira einfach an dem Mann vorbei. Er unternahm nichts, was ihren Verdacht bestätigte. Vielleicht bestand sein Job darin, möglichst ernst zu schauen?
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Dienstag 05 September 2017, 22:47
Er hatte erwartet Merdarion anzutreffen. Stattdessen standen allerlei Langbeine vor der Hütte des Minenbesitzers. Zu seinem erstaunen und zu seiner Freude erkannte er Kaira, die gerade die Hütte betreten wollte. Die anderen kannte er... auch? Ach... diese nicht-Zwerge sahen doch eh alle gleich aus, dachte er sich und kam näher.
Autor: Engabor Datum/Zeit: Mittwoch 06 September 2017, 19:59
Erfreut über den Besuch seines Freundes und über dessen Botschaft verwundert setze sich Serkaru wieder an den Tisch und begann seine bescheidene Mahlzeit fertig zu essen. Seine Aufgabe wurde mit Lasses Besuch nun um einiges schwieriger. "Was Merdarion wohl vorhat?" fragte er sich. "Na, dafür, dass er meine Arbeit nun schwerer macht, wird er hoffentlich eine ordentliche Summe Gold bereit halten. Das Gold könnte ich gut gebrauchen."
Er nahm sich eine Feder und notierte die Angaben des Treffens.

Zwei Tage später macht er sich zu besprochener Zeit auf den Weg zur Mine Zwergenglück. Er wollte endlich wissen, weshalb Merdarion seine Anwesenheit wünschte. Er betrat das Minengelände, ging zum Verwaltungsgebäude und klopfte an die Tür. "Ich hoffe das Gold ist die Mühe auch wert", dachte er sich und wartete auf ein Zeichen, um eintreten zu können.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Donnerstag 07 September 2017, 08:45
Sie wollten gerade die Tür hinter sich schließen, als plötzlich ein Zwerg vor eben dieser auftauchte. Was war nur immer mit diesen Zwergen - sah man einen, dachte man sofort, man kannte ihn - oder sie, das mit den Bärten war so eine knifflige Angelegenheit.

"Ihr da! Mir scheint ich kenne Euch irgendwoher - Ihr kommt nicht zufälligerweise aus Nighton und arbeitet da in einem Gasthaus als Schankwirt?", sagte Rorokpal mit einer Erinnerung an eine sehr unerfreuliche Begegnung mit dem besagten Zwerg aus dem Gasthaus. Allerdings hatte sich der Tag dann recht positiv gewandelt, da sie Merdarion in den Gassen Nightons seit langer Zeit zum ersten Mal wieder getroffen hatte.

Es stellte sich zu ihrer Erleichterung raus, dass sie den Zwerg, Beerli Blutbart der Name, zwar tatsächlich, aber aus Drachenauge kannte. Sie hatten damals allerdings keine Zeit gehabt, Namen auszutauschen. Sie verriet ihm also auch den ihren. Hier versammelten sich wirklich alle des damaligen Einsatztruppes um Rotznase und Co. Ein wenig hoffte sie, dass auch diese elegante Halbelfin Shaya wieder auftauchen würde - möglich war es.

Stattdessen kam, gerade als sie die Tür abermals fast geschlossen hatte, jemand, der ihr völlig unbekannt war. Sie öffnete die Tür wieder und starrte ihn an: "Guten Tag. Ihr wünscht?"
Autor: Darius Datum/Zeit: Samstag 09 September 2017, 13:09
Nach seinem Treffen mit Ragno, entschied sich Cranneg doch noch auf das Angebot von Merdarion einzugehen und seine Mine zu besuchen. Diesmal konnte er sich dabei etwas mehr Zeit nehmen und er freute sich schon darauf einmal die Gänge der Mine inspizieren zu können, da er mittlerweile doch kaum noch unter Tage kam.

Den Weg zur Mine kannte er mittlerweile gut genug, dass es leicht dorthin fand. Die Bäume am Wegesrand lichteten sich langsam und machten Platz für die Ausläufer der Drachenberge, als die letzten Meter hinter sich ließ und der Hof vor dem Stollen in Sicht kam und abrupt stehen blieb. Mit den Anblick der Gebäude hatte er gerechnet. Unerwartet war allerdings die Menge an Leuten, die sich dort herumtrieben. Waren das alle Kunden des Minenbesitzers? Vielleicht, denn die meisten meinte er wiederzuerkennen, da sie bereits in seiner Schmiede gewesen waren.

Er gab sich schließlich einen Ruck und ging zu ihnen hinüber. "Mahal zum Gruße. Darf ich fragen was dieser Auflauf zu bedeuten hat?" , grüßte er die Anwesenden und sah dann fragend in die Runde. "Ihr könnt mich ja gerne berichtigen, aber ich glaube nicht, dass ihr alle wegen dem Erz hier seid. Hat euch der Minenbesitzer ebenfalls hierher eingeladen?" Der blonde Zwerg mit dem buschigen Bart, den noch buschigeren Augenbrauen und dem schillerenden Hemd aus Algenfasern sah von einem zum nächsten, wobei es ihn freute, dass zumindest ein anderer Zwerg anwesend war und er nicht so ganz über Rorokpals Anwesenheit froh war, vorallem weil er nicht aus ihrem Verhalten schlau wurde. Die Frau war einfach ein wenig merkwürdig.
Autor: Sanderkun Datum/Zeit: Samstag 09 September 2017, 15:29
Nachdem Algrim die nachricht eines Freundes dem er noch was schuldete erreicht hatte,machte er sich auf den weg zur Mine von Nuru,um diesen dort zu Treffen.
Dort angekommen bemerkte er eine kleine Gruppe ,der er sich anschloss.

"Mahal Zum gruße" Rief er ihnen zu.
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Samstag 09 September 2017, 15:32
Runde 2

Die Verwalterhütte war bis auf Lasse leer. Der Minenbesitzer war selbst noch nicht eingetroffen. Die Hütte bestand aus nicht mehr als einem großen Raum der sowohl Wohn- als auch Arbeitsplatz war, beides trennte nur ein Vorhang der gerade zurückgezogen war. Ein Tisch mit zwei Stühlen war im vorderen Teil, weiter hinten stand ein altes Bett, eine Truhe und ein Regal.

Die Tür der Hütte wurde geöffnet und schließlich trat auch Merdarion ein. Kurz musterte er die Runde ehe er mit einem freundlichen Kopfnicken sagte: „Schön das ihr es geschafft habt setzt euch doch wenn ihr Platz findet. Der ein oder andere fragt sich sicherlich warum ich euch hergebeten habe.“ Merdarion hatte begonnen durch die Hütte und zwischen den Besuchern zu spazieren gerade kratzte er sich am Kopf als würde er nachdenken. „Wo fange ich an…. Wie die meisten von euch wissen bin ich erst seit kurzem Minenbesitzer und habe daher gleich zu anfangs versucht Kontakte zu anderen Geschäftsleuten aufzunehmen. Vor drei Monden kam dann ein Bote mit einem wirklich interesanten Angbot. Ich reiste also nach Drachenauge nur um zu erkennen das ich auf Schmuggler gestoßen war. Ägerliche Sache.“ Er spazierte weiter und blieb schließlich vor der Tür stehen drehte sich um und sprach weiter. „ Ich wollte weder mit den Schmugglern noch mit dem was sie da handelten und das war nichts schönes, zu tun haben und ich habe es mehr schlecht als recht wieder aus deren Lager geschafft. Daher dachte ich mir es wäre sinnvoll sie zu beobachten. Immerhin waren sie nicht begeistert als ich ihr Angebot ablehnte.“ Der Blick des Minenbesitzer blieb kurz an Rorokpal hängen ehe er fortfuhr. „Ich ließ also ein paar Tage Gras über die Sache wachsen und kehrte wieder zum Hafen zurück. Das Versteck war leer und überall wimmelte es von Stadtwachen. Irgendetwas war geschehen die Schmuggler aufgeflogen. Also behielt ich die Gegend noch etwas im Auge und fand zwei Dinge heraus. Normalerweise würden andere Banden das Gebiet für sich beanspruchen, das passierte nicht. Aber einige andere Personen tauchten auf, fragten nach zwei Zwergen, zwei Amazone und noch ein paar anderen und sie hatten recht gute Beschreibungen parat.“ Diesmal blieb der Blick auf Kaira und dann auf Beerli hängen. „Kurz darauf traf ich zwei geschäftstüchtige junge Männer die mir behilflich sind und waren. Dank ihnen konnte ich die Gegend weiter beobachten lassen ohne selbst aufzufallen. Leider erinnern sich die Leute immer an mich, muss an meinen Haaren liegen.“ Er machte eine ausschweifende Bewegung. „Um es kurz zu Fassen, die Schmuggler sind noch irgendwo da und sie suchen einige unschuldige Bürger. Das sind für mich zwei Gründe herauszufinden wo sie sich befinden und ihnen das Geschäft zu versauen. Deshalb seid ihr hier, es geht nach Drachenauge. Ich hoffe ich kann auf eure Hilfe zählen.“

Merdarion ließ den Anwesenden Zeit das gesagte sacken zu lassen. „Der Planwagen fährt in etwa einer Stunde nach Drachenauge zu meiner Mine, hinten ist genug Platz für euch alle, falls ihr bis dahin noch etwas erledigen oder euch bekanntmachen wollt tut euch keinen Zwang an.“ Er hatte absichtlich ausgelassen das er genau wusste wer da gesucht wurde und warum. Die betreffenden Personen hatte so die Möglichkeit von sich aus zu erzählen oder aber es auf sich beruhen zu lassen.
„Gevatter Koglarn ich sehe ihr seid hier auch hereingekommen. Wie ihr seht bin ich etwas beschäftigt und in Eile. Ich würde mich aber sehr freuen wenn ihr uns bis Drachenauge begleiten würdet. Dann hätten wir unterwegs Zeit uns zu unterhalten. Ich möchte alles über Ballisten und andere Waffen wissen mit denen man Drachen vom Himmel holen kann.“

Ziemlich genau eine Stunde später rumpelte der Planwagen dann los. Die Stadt Nuru verschwand bald schon am Horizont. Bis nach Drachenauge würde es noch eine ganze Weile dauern, also übergab Merdarion Lasse die Zügel und kletterte nach hinten zu den anderen. „Dank Beerli hier haben wir ja noch frisches Zwergenbrot also greift zu. Ich sollte wohl noch einiges erklären. Dank meiner zwei neuen Freunde weiß ich das die Schmuggler mit einer Art Gift gehandelt haben, ging für einen der jungen Kuriere nicht gut aus. Allein deswegen dürfen wir nicht zulassen das sie weiter in Unwesen treiben. Ich werde bei der Mine in Drachenauge bleiben, ich falle einfach zu sehr auf, ihr hingegen sollte nach Krakingen hinein und meine beiden jungen Beobachter treffen. Muss ich den Weg dorthin erklären? Sie sollen euch helfen.“ Wissend sah Merdarion in die Runde.

Der Weg von Nuru nach Drachenauge verlief parallel zu den Schwanenmarschen am Rande des alten Waldes vorbei. Kundige wissen bereits seit vielen Jahrzehnten wenn nicht sogar noch länger das sowohl Zeit und Raum relativ sind. Dieses Phänomen traf zufällig auch auf die Route der Abenteurergruppe zu. So gab es Berichte darüber das die Strecke zwischen den beiden Städten an einem Tage mehrmals zurückgelegt wurde, an einem anderen diese Reise Wochen in Anspruch nahm. Um den geneigten Leser an dieser Stelle nicht weiter zu verwirren sei nur soviel gesagt gegen Nachmittag des 4. Tages im Monat Herbstmond erreichte die Gruppe die Eisenerzmine von Drachenauge.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Samstag 09 September 2017, 17:57
Merdarion kam und erlöste die scheinbar zufällig (und doch nicht ganz so zufällig) zusammengewürfelte Runde von der Ungewissheit und der üblichen Zögerlichkeit, die einer Gruppe einander unbekannter Personen folgte. Auf seine Rede hin eröffnete Rorokpal das Wort: "Eure Haare, Merdarion? Ja, das ist sicher das Auffälligste an Euch, kein Zweifel." Sie zwinkerte ihm und dem unübersehbaren Abbild des Falken in seinem Gesicht zu. Außerdem bestätigte er Kairas und ihre Vermutung über ihren Einsatz in Drachenauge, jedoch war es doch ein recht seltsamer Zufall, dass ausgerechnet Merdarion mit den Schmugglern Kontakt aufgenommen hatte - fast so, als lenkte eine höhere Macht sie alle. Allerdings war Rorokpal nicht sonderlich gläubig, deshalb fuhr sie fort:
"Dem möchte ich noch etwas hinzufügen: Kaira, Beerli und ich waren, neben ein paar anderen, vor nicht allzu langer Zeit zufällig in Drachenauge und wurden irgendwie alle in die Sache mit den Schmugglern verwickelt. Dabei ist sogar ein Junge ums Leben gekommen. Wir wurden dann von einem kleinen Schlägertrupp der Schmuggler überrascht, die aus irgend einem Grund die Kinder aus den Slums Drachenauges entführten. Wir konnten sie abwehren und sie bis in ihr Lager zurückverfolgen. Doch als wir da ankamen, war der ganze Drecksverein, und zwar wirklich jeder einzelne von ihnen, wie vom Erdboden verschluckt. Die Schweine haben eine ungeheure Menge Magie freigesetzt und sich wahrscheinlich wegteleportiert oder so etwas."
Rorokpal stoppte ihre Ausführungen, als sie bemerkte dass sie von allen angestarrt wurde. Wahrscheinlich hatte keiner von ihnen sie jemals soviel sagen hören. Seltsam, es war ihr gar nicht aufgefallen. Wieso war eigentlich der Schmied aus Nighton, dieser Gevatter Koglarn mit dem versteinerten Gesicht anwesend? Er hatte mit der Sache doch nichts zu tun ... außer, dass er den Stab repariert hatte, den sie von Hansz, einem der Waisenkinder aus den Slums erhalten hatte. Dem Gesagten fügte sie noch hinzu: "Jedenfalls, auf meine Hilfe könnt Ihr zählen, Merdarion. Ich habe auch noch eine Rechnung offen mit den Schmugglern. Aber das wusstet Ihr wahrscheinlich schon?"




Autor: Engabor Datum/Zeit: Sonntag 10 September 2017, 23:10
Serkaru lauschte aufmerksam dem Bericht von Rorokpal. Ihm schien es verdächtig, nein sogar ungewöhnlich, dass ein Trupp von Briganten und Halsabschneidern Magie einsetzen konnten.
"Rorokpal, findet Ihr das nicht etwas seltsam? Eine Ansammlung von Banditen und Schmugglern, die befähigt sind Magie einzusetzen? Ich kenne mich in den magischen Künsten zwar nicht aus", fügte er hinzu, "doch wage ich zu sagen, dass ein Teleportationszauber kein Anfängerspruch ist. Sie haben sicherlich Unterstützung von einem abtrünnigen Magier! Die Sache ist wohl größer als wir dachten".
Er senkte den Kopf und murmelte vor sich hin: "Verdammter Merdarion, wo hast du uns da nur hineingezogen?". Da fiel ihm noch eine Sache bezüglich der Banditen ein. Er blickte auf zu Rorokpal und fragte: "Rorokpal? Ihr habt bereits gegen dieses Gewürm gekämpft. Was haben wir zu erwarten? Wie sieht ihre Bewaffnung aus?"
Autor: Kaira Datum/Zeit: Dienstag 12 September 2017, 16:45
Gespräch

Merdarion war also auch indirekt in diese Schmuggler-Geschichte verwickelt worden. Ehrenwürdig wie er war, wollte er ihnen das Handwerk legen. Ohne die Hilfe der Stadtwache. Und Kaira wurde von ihnen gesucht. Anscheinend hatte sich das Bild der Amazonen und der beiden Zwerge besonders eingeprägt. Nicht zuletzt sind sie ja bei frischer Tat ertappt worden, als sie den kleinen Flinn befreiten. Warum kümmerte sie das immer noch? Vielleicht fürchteten sie um weitere Bedrohungen durch uns. Doch alles was sie damit erreichten, war, dass eben diese Leute sich aufmachen um sie zu bekämpfen.

„Merdarion, sagt, wer sind denn deine Spitzel, dürfen wir das erfahren? Vielleicht werden sie uns behilflich sein können?“

Sie lauschte Rorokpals Erklärung und fügte dann noch hinzu:
"Wisst ihr, wir, also Beerli und ich und sein Verwandter, haben den kleinen Flinn, einen der Straßenkinder, vor diesen Leuten aus dem Fass befreit und wurden erwischt. Wir konnten fliehen, aber sie dürften uns gesehen haben. kann mir kaum vorstellen, dass es für eine so gute Beschreibung ausreicht."

Als Antwort auf den Teleport Zauber, gab sie zu bedenken:
"Ja das ist wahr, wenn ein Teleportzauber nicht richtig ausgeführt wird, kann man auch mal einen Finger oder noch Schlimmeres an Ort und Stelle 'vergessen', das kann sehr schmerzhaft werden. Das wurde mir zumindest mal erzählt.. Mehrere Personen zu telepotieren wird es sicher noch komplizierter."

Als nach der Bewaffnung der Angreifer gefragt wurde prustete Kaira vor Lachen. „Sie blickte Rorokpal an, wartete kurz und sagte dann „Ein hohler Kopf und ein Knüppel, war es sonst noch was Rorokpal? Weißt du auch etwas über dieses Gift?“ etwas ernster fügte sie hinzu „ Wenn man an den Zauber denkt…vielleicht sehen nicht alle von ‚denen‘ so aus.“

Die hochgewachsene Amazone stellte sich den restlichen Anwesenden vor als Kaira aus den Nordlanden, die nun im Apothekerturm in Nuru als Heilerin tätig war und erfragte ihre Namen und wo sie herstammten. Als sie bei Algrim ankam zweifelte sie ein paar Sekunden,  War das der verwandte von Beerli? Zwerge sahen sich oft so ähnlich. Beerli immerhin konnte sie gut erkennen anhand seines roten bartes. Sie riskierte es einfach mal und stellte sich auch diesem Zwerg vor, dich sicherheitshalber begann sie ihre Begrüßung mit "Kennen wir uns schon? Ich bin Kaira..."und streckte ihm eine Hand nach unten.

~~ ~~ ~~ ~~ ~~
Reise

Behände stieg Kaira auf den Planwagen auf und suchte sich ein gutes Plätzchen für ihre langen Beine gegenüber von Beerli, der ihr sicher mit seinen kurzen viel Platz lassen würde. Sie grinste ihn an, als sein Brot von Merdarion erwähnt wurde. Sie biss in ein Stück des Knoblauchbrotes und versuchte ihren entsetzen Blick über das viele Knoblauch in einem kleinen Stückchen Brot zu vertuschen und in ein freudiges Lächeln umzuwandeln. Knoblauch war wohl nicht so ihr Ding. Man lernte immer dazu. Sie nahm sich ein zweites Stück, diesmal jedoch eine andere Mischung. Beerli erklärte sie, sie wolle unbedingt die Vielfalt seiner Brote kennenlernen und daher noch eine andere Sorte probieren. zum Glück hatte er auch etwas ohne Knoblauch dabei.

Während der Wagen vor sich hinklapperte und sie durch manchen Schlagloch auf dem Weg schüttelte richtete sie ihr Wort an den rotbärtigen Zwerg „Wenn sie wirklich noch wissen wie wir aussehen, dann werden wir keine Probleme haben sie zu finden…hmmm oder gefunden zu werden.“ Gab sie gegenüber Beerli zu bedenken.

„Ich schlage vor, wir statten den Kindern in Krakingen einen Besuch ab und schauen wie es ihnen geht und was sie über die ganze Sache wissen? Wollen wir alle gemeinsam dort durch die Tür stürmen und damit auf uns aufmerksam machen? Möglicherweise werden wir zwar sowieso schneller gefunden als uns lieb ist, aber man muss es ja nicht heraufbeschwören.“
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Mittwoch 13 September 2017, 10:52
Der Einwand Serkarus und Kairas Ausführung zur Teleportmagie ließ Rorokpal inne halten. So genau hatte sie bisher gar nicht darüber nachgedacht.
"Da habt Ihr Recht, das ist wirklich irgendwie seltsam. Um solche Magie freizusetzen bedarf es wahrscheinlich sogar mehrerer Magier - falls also diese nicht selbst den Schmuggler-Ring anführen, hätte jemand eine wirklich große Menge Gold oder etwas anderes Wertvolles bezahlen müssen, um sie an sich zu binden. Ich meine, ein mächtiger Magier hat nun wirklich keine Schwierigkeiten, selbst zurecht zu kommen."
Plötzlich erinnerte sich Rorokpal noch an einen Satz von de Nighthill, einem ihrer damaligen Mitstreiter, der geschlussfolgert hatte, dass möglicherweise erst die Dosis das Gift machte ...
"Vielleicht war es nämlich auch gar kein Gift, sondern eine Substanz mit irgendeiner erwünschten Wirkung, und zu viel davon wirkt erst wie ein Gift. Der Junge hatte nämlich ein ordentliches Stück davon gegessen.", gab sie de Nighthills Weisheit an die anderen weiter.

Als das Gespräch auf das Thema der Bewaffnung der Schlägertrupps kam, sahen sie und Kaira sich kurz an. Kaira, ihres Zeichens eine Amazone und wahrscheinlich einiges gewohnt was körperliches Kräftemessen anging, lachte daraufhin laut los. Auch Feuer regte sich in ihren Gedanken und schloss sich der Amazone an:
"Das war ein Spaß! Die waren derartig perplex, uns zu sehen - haben wohl mit Kindern gerechnet - dass wir den einen sogar mit einer Tür einfach niedergerannt haben. Boing! Und da lag er. Der letzte von ihnen hat gewinselt und um Gnade gebettelt. Erbärmlich. Kein guter Kampf. Worüber ich aber froh bin, ich mag kämpfen nicht sonderlich", fügte sie mit einer weicheren Stimme hinzu.


Autor: Lasse Bluten Datum/Zeit: Mittwoch 13 September 2017, 21:30
Zusammenkommen im Verwaltungsgebäude

Den Gesprächen der Anderen während der "Versammlung" lauschte Lasse aufmerksam, jedoch ohne einen Kommentar in die Runde zu werfen. Er kannte weder die Vorkommnisse von denen die Anderen sprachen und mit Magie hatte er auch nichts am Hut.

Aber... etwas war seltsam mit dieser Rorokpal... Ihre Art zu sprechen war nicht ganz normal.

Die Amazone, die sich als Kaira vorstellte war Lasse ein wenig suspekt. Sie war so gesprächig und wollte möglichst viele Informationen über alles und jeden. Das war nicht gerade das, was sich der jüngste der Bluten-Brüder unter der Arbeit von Agenten vorstellte. Und dann auf einmal wollte Sie auch noch seinen Namen wissen.

"Hasenberg, mein Name ist Hasenberg. Ich wurde hier geboren, die Wurzeln meiner Ahnen liegen jedoch im Norden dieser Welt", sagte Lasse, um wenigstens zur Hälfte die Wahrheit zu sagen.

Reise

Alle Mann... und Frauen bestiegen den Planwagen und auch Lasse stieg hinten auf.
Die meiste Zeit lauschte er auch hier wieder den Gesprächen der anderen. Reden ist einfach nicht so seins... erst recht nicht bei Leuten die er nicht kennt.

Dann nach einiger Zeit beorderte Merdarion Ihn nach vorne auf den Kutschbock, um die Zügel zu übernehmen.
Er tat, wie Ihm geheißen und sein Herr kletterte auf die Ladefläche des Planwagens. Das Pferd hatte einen guten Schritt auf den Hufen. Nicht so schnell Jacqueline, oder du musst noch kotzen! dachte er sich.

Auf einmal sprach Ihn Serkaru etwas kleinlaut von hinten an...
"Lasse, stimmt es, dass eine Scheibe von diesem Zwergenbrot einen Mannes für einen ganzen Tag satt macht?"
"Ja!" antwortete er.
"Hast du auch schon was davon gegessen?"
"Ja, drei ganze Laibe." entgegnete er, ein Rülpser entführ dem Minenarbeiter und ein recht penetranter Knoblauchgeruch erfüllte den Planwagen.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Donnerstag 14 September 2017, 18:37
Beerli verstand nicht viel von dem was Merdarion ihnen da erzählte. Irgendwas mit Schmuggel. Naja...der Minenbesitzer hatte sicher gute Absichten. Erfreut stellte er fest, dass noch ein weiterer Zwerg der Runde beigetreten war. Damit hatte ihr Unterfangen eine reelle Chance auf einen guten Ausgang. Je mehr Zwerge an etwas beteiligt waren, desto besser wurde das Ergebnis... war ja klar.

Er erkletterte den Planwagen - und war froh, dass keiner auf die Idee gekommen war ihnen allen Pferde zu geben - und setzte sich neben Kaira. "Hmmm.", grummelt er. "Die werden uns ganz sicher nicht vergessen haben. Aber diesmal sind wir vorbereitet." Er machte eine kleine Pause. "Vorbereiteter." , verbesserte er sich.
Autor: Engabor Datum/Zeit: Donnerstag 14 September 2017, 21:51
Etwas schockiert und um einer Weisheit reicher fragte Serkaru nach: "DREI LAIBE?! Beim Schwert meines Vaters! Dein Appetit kennt wahrlich keine Grenzen!". Er selbst hatte nach einer Scheibe Zwergenbrot nicht mehr das Bedürfnis etwas zu essen, doch drei ganze Laibe? Lasse müsste dem Platzen nahe sein.
Mit einem fiesen Grinsen im Gesicht fügte er noch "Wenn du so weitermachst, wirst du noch als fetter Braten auf einem Spieß landen, weil sie dich glatt mit einer trächtigen Sau verwechselt haben!" Er lachte hämisch vor sich hin, doch kurz danach wurde er kreidebleich.
Er drehte sich wieder zu Lasse und fragte ihn: "Sag mal...wenn du 3 Laibe Brot verspeist hast...wieviel von diesem Brot hatten wir denn dabei? Hast du etwa alles aufgefressen du Lump?!" Als er die Frage vollendet hatte, war ihm schon klar was passiert war...Lasse der Vielfraß hatte wohl den ganzen Proviant des Trupps vertilgt und ließ nun alle an seinen edlen Düften teilhaben.
Autor: Darius Datum/Zeit: Freitag 15 September 2017, 12:54
~Gespräch~

Die Frage nach der Anwesenheit all dieser Leute wurde bald von dem Minenbesitzer selbst beantwortet, aber von dessen Erklärung war er jetzt nicht unbedingt begeistert. Tatsächlich verschwand sein Lächeln nach und nach und er verschränkte die Arme, als er zuhörte. Es hörte sich auf jeden Fall nach Schwierigkeiten an... aber es gab wohl mehrere Gründe mitzukommen. Drachenauge an sich war einen Besuch wert, Kinder sollten immer geschützt werden, denn sie waren die Zukunft und kostbar.

"Also gut. Ich komme mit, aber ihr verschweigt besser nichts, was in dieser Sache hilfreich sein könnte."
, brummte er. Auf eine solche Reise war er überhaupt nicht vorbereitet und die Aussicht auf einen Kampf war jetzt auch nicht toll.

Immerhin berichteten zwei der Langen von ihren Erlebnissen mit diesen Schmugglern und was er da hörte gefiel ihm gar nicht. Schmuggler waren eine Sache, aber wenn sie Magie auf ihrer Seite hatten - etwas dem er auch so nicht traute - dann waren sie eine ganze Ecke beeindruckender, als er der Durchschnitt dieses Gesindels.

"Hm, dann sollten wir uns wohl besser auf Überraschungen gefasst machen, auch wenn sie schlecht bewaffnet sind..." , sagte er in die Runde und machte sich selbst auf den Weg zum Wagen.

~Reise~

Die Menschen nahmen am meisten Platz ein, aber mit zwei anderen, wenn auch unbekannten Zwergen in der Nähe, fühlte er sich gleich besser. "Cranneg von Klan der Koglarn" , stellte er sich Berli vor, als dieser ihm auch eines der Brote anbot und es gerne annahm. Es duftete herrlich nach Knoblauch und er nahm einen herzhaften Bissen, kaute gut durch und brummte zufrieden. "Hervorragendes Brot. Und wer seid ihr Gevatter?" , fragte er den anderen Zwerg, der bisher kein Wort von sich gegeben hatte.

In das Gespräch mischte er sich nicht gleich ein, da so viel wichtiges gesagt wurde, dass er zuerst lieber lauschte. Dann warf er jedoch ein. "Ha, das klingt als sollten wir vorher einen Abstecher nach Nighton machen. In meiner Schmiede hätte ich genügend Waffen, dass wir einfach mit diesen Schmugglern abrechnen könnten. Wer weiß, was die alles ins Land bringen. Rorokpal, ihr habt schon gegen sie gekämpft. Würde sie ein Frontalangriff nocheinmal überraschen oder sollen wir ihnen eine Falle stellen?", fragte er die einzige Lange, mit der er neben Merdarion hier schon einmal gesprochen hatte.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Sonntag 17 September 2017, 21:43
Die Luft im Wagen wurde zunehmend schlechter, nachdem Lasse nahezu alles von Beerlis Zwergenbroten mit Knoblauch in sich hinein gestopft hatte.
Zur allgemeinen Erleichterung beorderte Merdarion den Vielfraß Lasse Hasenberg auf den Kutscherposten - sein Name passte wie die Faust auf ... ein filigranes Konstrukt aus Glas - nämlich überhaupt nicht. Aber wenigstens war er jetzt draußen an der frischen Luft und alle atmeten erleichtert auf.

Nachdem man wieder frei sprechen konnte, ohne die Luft anzuhalten, wandte sich der steingesichtige Schmied Cranneg direkt an sie.
"Ein Frontalangriff wie beim letzten Mal erscheint mir ... waghalsig. Sie sind bereits einmal aufgeflogen und mit Sicherheit vorsichtiger. Vielleicht haben sie nun ein Sicherheitsnetzwerk, Wachposten, stärkere Söldner - alles wäre möglich. Allerdings haben wir mit Lasse genug Giftgas dabei um sie alle auszuräuchern - sofern Beerli noch mehr von diesem Brot dabei hat... Eine Falle klingt sicherer für uns. Wir müssen auch dafür sorgen, dass keines der Kinder in Gefahr gerät, auch wenn wir auf ihre Hilfe angewiesen sind."

Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Sonntag 17 September 2017, 23:35
Runde 3

Merdarion schwieg den Großteil der Reise und ließ somit den Abenteurern genug Zeit sich zu beschnuppern. Und das taten sie auch, wobei der ein oder andere es bei Lasses knoblauchschwangeren Ausdünstungen vielleicht bereute. Kairas Frage wurde gegen Ende der Strecke kurz vor den Toren Drachenauges beantwortet.

„Ich wollte mich eigentlich heute mit meinen beiden kleinen Informanten treffen, aber das könnt ihr ja gleich erledigen. Die beiden heißen Flinn und Hansz, eine Beschreibung sollte unnötig sein, ihr kennt sie ja bereits. Treffpunkt ist Sonnenuntergang am Hafen, direkt am westlichsten Landungssteg. Ich weiß nicht was sie alles herausgefunden haben, aber jedes Bisschen Wissen über die Schmuggler könnte uns weiterhelfen. Ich werde bis auf weiteres in meiner Mine bleiben, wenn ihr mehr herausgefunden habt meldet euch, oder wenn ihr Hilfe braucht.“

Mittlerweile kam der Planwagen auf dem Gelände der Eisenerzmine Drachenauges zum Stehen. Um sie herum herrschte ein emsiges Treiben. Eine Handvoll Zwerge war damit beschäftig eine Fuhre taubes Gestein aus der Aufbereitung herauszuschaffen. Merdarion kletterte aus dem Planwagen und sah sich kurz um. „Wenn ihr jetzt aufbrecht habt ihr noch genügend Zeit etwas einzukaufen, bevor ihr zum Hafen geht. Wir sehen uns dann später.“ Der Minenbesitzer drehte sich um und verließ die Gruppe in Richtung des Verwaltungsgebäudes, wahrscheinlich hatte er geschäftlich noch einiges zu erledigen.



Flinn und Hansz saßen schon eine gute halbe Stunde früher am verabredeten Treffpunkt und hatten sich auf einen großen Holzbalken gesetzt. Die nächsten Lagerhäuser waren gute zwanzig Schritt entfernt und so waren die beiden Jungen relativ ungestört. Abwechseln flogen kleine Steine in das wogende Wasser des Hafenbeckens. Den Versuch hier Steine titschen zu lassen hatten sie schon vor Jahren aufgegeben. Die Arbeiten am Hafen waren dabei zum Erliegen zu kommen, nachts fuhr seltenst eines der Schiffe los. Schließlich war es Hansz der Flinn in die Seite stieß. „Gugg ma, die kennich doch.“ Flinns Blick folgte dem von Hansz. „Stimmt die hatten uns doch geholfen. Was wollen die denn hier? Die kommen ja auf uns zu.“ Flinn wedelte gleich mit seinem Arm.

Freudig begrüßten die beiden Jungen die Ankömmlinge. „Na hat der Falkenmann euch auch bei was erwischt?“ platzte Flinn raus nachdem er gehört hatte das die Gruppe von Merdarion geschickt worden war. Hansz hatte in der Zwischenzeit die Umgebung genau beobachtet, als in Hörweite niemand war sprach auch er. „Also wir sollten für diesen Merdarion den Hafen im Auge halten und das haben wir.“ Zufrieden nickte der Jüngling. „Sogar Nachts“ fügte Flinn hinzu und zog die Nase hoch. „ Hat wirklich öange gedauert und war saukalt. Es gibt jeden ähh 5. Tag eines Monats nachts ein kleines Ruderboot das hier am Pier ankommt, sagt zumindest Neslin die musste uns helfen.“ Berichtete Hansz ehe Flinn ihm wieder ins Wort fiel. „Ja und wir haben zwei von Norgrims Männer gesehen drüben beim alten Lagerhaus.“ Hansz gab dem etwas Jüngeren einen Schlag auf die Schulter. „Au“ „Ich war noch nicht fertig.“ „Aber…“ „Kein aber.“ Flinn schmollte etwas, Hansz hingegen fuhr fort. „Wo das Ruderboot herkommt wissen wir nicht entweder ein Schiff oder von weiter draußen.“ Der Junge zuckte mit den Achseln. "Näher an das Lagerhaus ran konnten wir nicht, die kennen uns ja." ergänzte Flinn dann doch noch, während er sich die Schulter rieb. "Wird sogar Nachts von ein paar Leuten bewacht."
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Mittwoch 20 September 2017, 18:34
"Die schon wieder." grummelte der Zwerg in seinen Bart. Häfen standen auf seiner Sehenswürdigkeiten-Liste nicht unbedingt ganz oben - dementsprechend war auch seine Laune. Zudem war er von Geburt an misstrauisch gegen so ziemlich alles.

"Vielleicht sollten wir uns in diesem Lagerhaus umsehen? Ist hier jemand gut im einbrechen?" fragte er deutlich fröhlicher in die Runde.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Donnerstag 21 September 2017, 10:29
So, da waren sie also wieder - Drachenauge. Bei Merdarions Mine machten sie Halt und wurden mit dem Wissen um ein baldiges Treffen mit zwei jungen Helfern, wie er sie nannte, in das Getümmel entlassen.

Rorokpal wusste nicht, ob noch jemand etwas einkaufen wollte, oder vielleicht seine Axt reparieren, aber sie jedenfalls war vorerst eingedeckt mit allem und dachte daran, sich noch einmal in Ruhe die Stadt anzuschauen. Unbewusst legte sie eine Hand auf ihre neue Tasche, die sie nun vorsichtshalber direkt vor sich und verschlossen trug. Nicht dass wieder jemand etwas von ihr klaute.

Später erreichten sie alle zusammen die beiden jungen Helfer. Mit Erstaunen und auch ein wenig Freude erkannte sie Hansz und Rotznase Flinn in den beiden Jungen. Woher kannten sie Merdarion?

"Hansz! Rotznase! Wie schön euch wiederzusehen - ich hoffe es geht euch gut? Und ihr seid doch nicht zufällig hier? Wir möchten Merdarions junge Helfer genau jetzt an genau diesem Ort treffen - mir scheint, das seid ihr."

Rotznase bestätigte dies umgehend und deutete an, sie wären bei einer krummen Sache erwischt worden.
"Wie bitte? Bei was erwischt? Habe ich euch nicht beim letzten Mal gesagt, ihr sollt euch aus solchen Abenteuern heraushalten und ehrbar leben?"
Die Jungen sahen sie verdutzt an.
"Nein, ich glaube, dass habe ich vergessen zu erwähnen", verbesserte sie sich selbst. "Jedenfalls, wenn Falkengesicht sich eurer angenommen hat, da seid ihr ausnahmsweise einmal in gute Hände geraten. Also, was ist hier los? Gibt's wieder Probleme mit den Schmugglern?"

Sie lauschten den Berichten der beiden, was teilweise schwierig war, da sie sich gegenseitig ständig ins Wort fielen. Langsam zeichnete sich jedoch ein Bild ab.

"Also die hiesige Stadtwache taugt ja überhaupt nichts - offensichtlich geht der Schmuggel mit dem grünen Zeug immer noch weiter. Ihr müsst auch weiterhin auf euch aufpassen und dem Lagerhaus fern bleiben, wenn da wirklich noch regelmäßig jemand auftaucht. Also jeden fünften Tag im Monat kommt ein Boot? Wann ist es das nächste mal soweit? Wird Zeit ihnen wieder einen Denkzettel zu verpassen!"

Rorokpal ließ den anderen Zeit, sich auch noch den beiden Jungen vorzustellen und ihre Fragen zu stellen. Schließlich warf sie noch ein:
"Sagt mal, was ist eigentlich damals mit den Männern geschehen, die wir ... überwältigen konnten. Ich glaube mich zu erinnern, dass ihr von Asarra geschickt wurdet, um Verstärkung zu holen und die Lage zu sichern?"

Autor: Kaira Datum/Zeit: Donnerstag 21 September 2017, 12:05
Dieser Lasse Hasenberg war ihr unsympathisch. Er guckte grimmig und als er sich vorstellte schien es ihm unangenehm zu reden, als hätte er etwas zu verheimlichen. Dann aß er Beerli frech sein ganzen Brot leer ohne sich um die anderen zu kümmern. Nun roch er kilometerweit nach Knoblauch und die Gruppe hatte fast nichts mehr zu essen, das nannte man nicht gerade 'im Team arbeiten'.


Am Hafen angekommen, war ein wenig Zeit für Erledigungen.

Sie ging auf also zuerst einmal auf einen kleinen Stand zu an dem ein Zwerg gelangweilt auf Kundschaft wartete. "Guten Tag! Ich bin mit meinem zwergischen Freund gerade hier in Drachenauge angekommen und suche etwas um ihm eine Freude zu bereiten. Ich hätte gerne eines Ihrer besten Zwergenbiere." Sie lauschte nun einer ausführlichen Erklärung über das beste Zwergenbier das in Drachenauge zu erstehen war und wer es zu brauen begonnen hatte. Das Gespräch und der folgende Austausch war für die anderwertig Beschäftigten nicht zu verstehen. Mit einem Grinsen im Gesicht ging sie wenig später zu den anderen zurück und machte sihc mit ihnen auf den Weg.


Schon von Fern sah Kaira die beiden Jungs Hanz und Flinn auf einer Holzbank sitzen und Steine ins Wasser werfen.

Kaira kramte in ihrem schönen neuen Lederrucksack und holte ein Päckchen mit Plätzchen heraus, die Beerli ihr geschenkt hatte. Die Jungs plauderten wie gewohnt viel zu schnell und viel zu viel in ihrem Übereifer, dann redete Rorokpal mit ihnen.

"Hallo ihr zwei, Lust auf ein Plätzchen?" Sie hielt ihnen die geöffnete Tüte hin. "Sind von Beerli gebacken, echte Zwergenplätzchen also!". Nachdem die Jungs zugegriffen hatte nahm sie sich auch einen und hielt auch den anderen die Tüte hin, ein paar Plätzchen waren noch übrig. Danach wandte sie sich aber direkt wieder den Jungs zu. "Wir wurden von dem Falkenmann gebeten, bei einer Sache wegen Nogrim zu helfen. Wir müssen dafür unbedingt alles wissen, was ihr herausgefunden habt über die. Was machen sie am Lagerhaus? Haben sie etwas transportiert? Was geschicht nachdem sie ihre Waren im Lagerhaus abgeladen haben Jungs? Haben sie euch nicht gesehen? Ihr seid ja richtige Profis hm?" sie setzte einen erstaunten Blick auf.

Die sonst so überifrigen Jungs erzählten, dass sie nicht mutig genug waren,  näher an das Lagerhaus heranzugehen.
"Da fällt mir ein...zum Thema Wachen...als die Fässer damals vom Hafen weggebracht wurden War es Helligkeit Tag und ich meine mich zu erinnern, dass die dortige Wache der Stadt geschmiert wurde.Also sollten wir äußert vorsichtig vorgehen! Wir sollten unbedingt herausfinden wohin die Waren kommen nachdem sie im Lagerhaus sind."

"Jeden 5ten Tag im Monat kommt ein Boot, das dürfte bedeuten, heute abend Rorokpal oder irre ich mich? Könnt ihr uns die genaue Stelle zeigen und von wo aus ihr das beobachtet habt?"

Zu Rorokpal und Beerli gewandt schlug sie vor:

"Wir drei sollten besser nicht zum Lagerhaus gehen. Wir sind bekannte Gesichter für sie. Aber Beerli wenn du dich gut verteidigen oder verstecken kannst, werde ich dir diesen Wunsch gewiss nicht abschlagen wollen! Ich werde besser in der Ankunftsnacht hier Stellung beziehen. Wir sollten uns so aufstellen, dass wir uns jederzeit Rückendeckung geben können. Seid ihr bewaffnet Rorokpal, nur für den Fall der Fälle? Sie nur zu beobachten ist vermutlich das einzig Sinnvolle, da wir nicht um ihre Stärke und Ausrüstung wissen für dieses Mal. Außerdem werden es vermtlich nur die Handlanger sein und nicht die tatsächlichen Drahtzieher des Ganzen. Aber diesen Eric möchte ich mir auch sobald als möglich vorknöpfen. Heute Abend oder erst Morgen, was denkt ihr Rorokpal?" Sie blickte nachdenklich in die Ferne.


Bevor sich die Gruppe auflöste zog die Heilerin den kleinen Flinn für ein Gespräch beiseite. "Sag mal Flinn, weißt du noch wie ich dich aus dem Fass geholt habe?" Sie beugte sich auf seine Augenhöhe und drückte ihm den Sirup in seine Hand. "Ich hab da was, kannst du das nehmen? Aber nicht alles auf einmal!" warf sie schnell ein als der Junge gerade dabei war die Flasche an seinen Mund zu setzen und gefährlich schräg zu kippen. Sie drückte die Flasche nocheinmal sanft von seinem Mund weg, um den übereifrigen Flinn davon abzuhalten. "Du solltest nicht irgendetwas in deinen Mund laufen lassen, bevor du nicht weißt um was es sich handelt. Es ist ein Mittel, das dich gesünder und stärker machen wird. Probier es mal aus, jeden Tag morgens und abends ein kleiner Schluck davon genügt. Schmeckt sowieso viel zu intensiv, um mehr davon zu trinken." Sie zwinkerte ihm zu.


Bevor es los gingt drückte sie Beerli und dem anderen Zwerg je eine Flasche in die Hand "Hier Beerli ein guten Stollenbier vom legendären Bierbrauer Balbarosch 'der Blubbernde'. Für schlechte Zeiten." Sie drückte ihnen die Bierflasche in die Hand und wartete gebannt, ob der Verkäufer trotz ihrer Mahnung gelogen hatte und sie gleich ausgelacht wurde oder ob es sich bei diesem Namen tatsächlich um den Brauer des Bieres handelte.


+3 Bier
-30 GM
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Donnerstag 21 September 2017, 13:58
Rorokpal schnappte sich eins von Beerlis Plätzchen, die Kaira der Gruppe anbot. Wann hatte sie zuletzt etwas so Köstliches gegessen? Da musste sie direkt überlegen ...

Derweil fragte Kaira: "Jeden 5ten Tag im Monat kommt ein Boot, das dürfte bedeuten, heute abend Rorokpal oder irre ich mich? Könnt ihr uns die genaue Stelle zeigen und von wo aus ihr das beobachtet habt?"

"Hmm, oh äh... waph?", fragte Rorokpal mit vollem Mund. Sie schluckte, zählte die Tage seit ihres Aufbruchs von Nighton und kam zu einem Schluss:
"Stimmt, Kaira, das ist heute Abend. Also lasst uns den mysteriösen Vorgang beobachten, bevor wir aktiv werden. Je mehr Information, desto besser. Abgesehen davon hätte ich diesen eisenverstärkten Kampfstab, von Gevatter Cranneg persönliche verbessert und könnte sicher dem einen oder anderem Angriff trotzen... sofern er nur halbherzig und nicht so doll ausgeführt wird.

Dann gab es noch eine neue Information von Hansz auf ihre Frage nach den Geschehnissen vom letzten Mal - der Anführer der Schläger, Eric, war tatsächlich festgenommen worden! Das hieß, vielleicht könnte man ihn ausfindig machen, isoliert und in einer verzweifelten Situation.

"Oh-hohoho", rief sie vergnügt, "Freunde, wir haben einen Anhaltspunkt. Morgen gehen ein paar von uns zur Kaserne und fragen nach diesem Eric. Wenn wir ihn finden, nehmen wir ihn uns mal so richtig vor."

Dann wandte sie sich an Cranneg, Lasse und Serkaru:
"Euch kennen die Schmuggler noch überhaupt nicht. Am besten geht ihr drei zum Lagerhaus. Außerdem hätte ich da noch so eine Idee ...", fügte sie verschwörerisch hinzu. Danach weihte sie alle in ihren Plan ein, in der Hoffnung, dass er für alle in Ordnung wäre. Besonders für Serkaru schien es gefährlich zu werden, aber seine Ruhe und natürliche Abneigung gegenüber Merdarion machten ihn als Doppelagenten glaubwürdig und unschlagbar.
"Serkaru, Ihr werdet wahrscheinlich nicht so leicht von den Schmugglern wieder weg können, ohne Verdacht zu erregen - aber falls Ihr uns irgendwie Hinweise zukommen lassen könnt, sind wir euch immer auf den Fersen und falls es für uns brenzlig wird, seid Ihr in deren Rücken ..."
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Freitag 22 September 2017, 21:08
Er pflichtete Kaira bei. Es war nicht gut, wenn sie alle zum Lagerhaus gingen. Sie würden sofort auffallen und ihr geheimes Vorgehen würde scheitern. "Ihr wollt sie also mit dem Brot überlisten?" frage der Zwerg nach. "Der Plan hätte von mir sein können!" anerkennend nickte er in Kairas Richtung.

Diese reichte ihm gerade ein Bier. "Balbarosch 'der Blubbernde'?" Er schaute sie fragend an. "Hmmm... soso. Was wohl seine Frau, Jandrascha 'die Prickelnde' so macht?" er kratzte sich am Bart.

+ 1 Bier
Autor: Engabor Datum/Zeit: Montag 25 September 2017, 22:20
Serkaru hörte Rorokpal aufmerksam zu, während sie der Gruppe ihren Plan offenbarte.
Er als Doppelagent? Ihm gefiel dieser Gedanke nicht, da es sicherlich gefährlich werden könnte. Aber auch er erkannte, dass dies ihr einziger Weg sein könnte, den Schurken das Handwerk zu legen. So willigte er ein, in die Rolle des Doppelagenten zu schlüpfen.

"Nun gut Rorokpal. Euer Plan scheint gefährlich zu sein, vor allem für mich" -er hielt kurz inne und seufzte- "Doch es ist wohl die beste Möglichkeit, um an Informationen heran zu kommen. Aber ich hoffe für euch, dass ihr uns-und vor allem mich-wieder aus dieser Lage befreien könnt!"

Er wandte seinen Blick zu Lasse und Cranneg.

"Sobald wir von diesen Lumpenhunden alles erfahren haben, räuchern wir die Bande aus!" Die Art wie er sprach verriet, dass er nicht viel von Banditen hielt, Magiere hin oder her.

"Meine Herren. Kann ich auf eure Schwerter und Äxte zählen?! Werdet ihr mit mir ein paar Schädel spalten?!" fügte er mit euphorischer Stimme hinzu und blickte hoffnungsvoll in ihre Gesichter.

Autor: Darius Datum/Zeit: Dienstag 26 September 2017, 10:35
~Die Fahrt~

Cranneg kaute nachdenklich auf dem letzten Stück Knoblauchbrot und nickte dann nur auf Rorokpals Antwort. Ihre Stimmungsschwankungen waren zwar plötzlich, aber man konnte sich daran gewöhnen, solange man vorgewarnt war. Bei Gelegenheit würde er sich einmal mit ihr darüber unterhalten, aber jetzt lag eine ganz andere Aufgabe vor ihnen.

"Mit Fallen kenne ich mich einigermaßen aus. Ein guter Plan, wenn ihr mich fragt. So stellen wir sicher, dass keiner dieser Schmuggler entwischt..." , kurz danach stand er auf und quetschte sich entschuldigend zwischen den Anderen hindurch um zum Kutschbock zu kommen. Dort tippte er Merdarion auf die rechte Schulter und wartete bis der Mensch ihn ansah.

"Wegen eurer Frage werde ich mir etwas überlegen, aber ich kann nichts versprechen. Ich habe bisher keine Erfahrung mit einem Drachenangriff gemacht, vorallem nicht an der Oberfläche. Kommt in ein paar Wochen in meiner Schmiede vorbei. Bis dahin versuche ich mir etwas auszudenken.",  versprach er dem Minenbesitzer und kletterte dann wieder auf seinen Platz zurück.

~Drachenauge~

Der Zwergenschmied hatte die freie Zeit genutzt um sich noch etwas in Drachenauge umzusehen. Besonders die Bauweise. Es war alles so hoch, zu offen für seinen Geschmack, aber auch aufregend, sich dafür eine Verteidigung einfallen zu lassen.

Gut, dass er sich rechtzeitig aus seinen Betrachtungen der Kathedrale losreißen konnte, um zum Hafen aufzubrechen, sodass er dort den Rest der Gruppe wiedertraf.

"Mahal zum Gruße."
, wandte er sich gut gelaunt an die bunte Runde. "Das sind also die Beiden Jungen?" , fragte er Berli und deutete auf sie, während Rorokpal sie zusammen stutzte und er hörte interessiert zu, damit ihm nichts entging.

Kaira, die sich auf dem Weg hierher als eine Amazone vorgestellt hatte - wohl so eine besondere Art von Mensch - kam wenig später auch hinzu und er bedankte sich für das Plätzchen, welches sie anbot. Er biss hinein und... nicht übel. Wirklich nicht. Ein wenig weich vielleicht, aber gut.

"Hmmm?",
  konnte er gerade hervobringen und schluckte bemüht das Plätzchen hinunter und klopfte sich einmal auf die Brust, als Rorokpal ihn direkt ansprach, da er noch über ihren Plan nachdachte. Eine solche Falle  aufzustellen war schwierig, aber wenn sie es schafften, dann hatten die Schmuggler wohl kaum eine Chance davonzukommen. 

"Oh... ja, ja sicher, das sollte gehen. Ihr nehmt euch dann morgen die Kaserne vor? Die gefangenen Schmuggler sollten euch ja schon kennen. Übertreibt es nur nicht Rorokpal, sonst bekommen wir noch Ärger mit der Stadtwache."
, ermahnte er sie scherzhaft.

Ganz so enthusiatisch wie Serkaru war er nicht was den Kampf anging, doch er würde sich auch nicht irgendwo verstecken, bis es vorbei war. "Ihr könnt auf meine Axt zählen, aber ich werde wohl eher Schienbeine, als Schädel spalten. Wir sollten von diesen Schmugglern etwas für die Stadtwache übrig lassen, so bekommen wir mehr aus ihnen heraus."

Das war jedenfalls seine Meinung, auch wenn es etwas schroff klang. 
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Dienstag 26 September 2017, 12:42
Runde 4


Die Sache war also beschlossen. Die Abenteurer wollten zunächst die nächtliche Ankunft des Bootes abwarten bevor sie weitere Schritte unternahmen. Hansz und Flinn führten die Gruppe den Kai entlang bis sie vor einem der Anlegestege stehen blieben. Die Kaimauer ragte hier gute drei Schritt über der Wasseroberfläche empor. Vereinzelt waren schwere Eisenringe in ihre Wand eingelassen. Der Landungssteg war hölzern, ragte nur gut einen Schritt über das Wasser und reichte mindestens zwanzig Schritte hinein. Einige Kisten und Seile waren darauf zu sehen. An der rechten Seite war eine kleine Schnigge vertäut. Das offene Schiff hatte das Segel gerafft und die zuätzlichen Ruder eingezogen. Gerade war niemand darauf zu sehen. Unweit hinter der Gruppe schlossen sich die ersten Lagerhäuser an, eine der Straßen stieß hier auch auf die Kaianlagen.

"Da drüben haben wir uns versteckt." Hansz deutete auf eines der Häuser an der Kreuzung. "Das Lagerhaus liegt hinter dem da vorne." "Hat der mit dem Falken was von Belohung erwähnt?" fragte noch Flinn und grinste breit. Danach verabschiedeten sich die beiden. "Wenn ihr uns sucht sind in unserer Hütte zu finden."

Das Lagerhaus war ein Reihenbau, eines von vielen. Die Grundmauer war etwa eineinhalb Schritt hoch, danach war das Gebäude aus Holz bis in eine Höhe von guten sechs bis acht Schritt. Da die langen Seiten direkt an andere Lagerhäuser anschlossen war nur die Vorder- und Rückseite zugänglich. Fenster suchte man vergebens. Einzig über dem breiten Tor war eine Große Öffnung eingelassen aus der ein kleiner Seilzug hing. Wahrscheinlich wurden von dort Waren direkt in das obere Geschoss gehievt. Vor dem Tor standen einige Fäßer auf denen sich zwei Männer niedergelassen hatten. Der eine pulte mit seinem Messer in den Zähnen der andere sortierte Karten. Die Rückseite des Lagerhauses war gänzlich geschlossen und bot keinerlei möglichkeiten einzusteigen. (Natürlich unter der Annahme das niemand eine Axt zur Hand nahm).

Die Nacht in Drachenauge war kalt. Vom Meer her kam ein eisiger Wind der erst weiter hinten in den Gassen abflachte. Es war kurz vor Neumond und so war die Nacht rabenschwarz. Das Brechen der Wellen an den Kaimauern unterbrach die Stille der Nacht und bildete einen unruhigen Klangteppich. Direkt am Kai gab es keine Kneipen und so verirrte sich auch kaum jemand her. Am Landungssteg lag unverändert die kleine Schnigge und wippte auf den Wellen auf und ab. Etwa einmal pro Stunde marschierte eine Wache mit Laterne und Helmbarte entlang der Kaimauer.

Es musste kurz nach Mitternacht sein, die Wache war gerade wieder verschwunden, als Kairas an die Nacht gewöhnte Augen weit draußen auf dem Meer ein kleines Licht zu sahen, das im Takt der Wellen schwankte, bis es erlosch. Ein gutes Gehör konnte kurz darauf das asynchrone Platschen von Rudern vernehmen das näher kam. Schließlich schälte sich ein kleines Ruderbot aus der Dunkelheit und hielt auf den Landungssteg zu. Dem aufmerksamen Beobachter fielen vier Ruder die immer wieder ins Wasser einfuhren. Als das Boot anlegte sprang eine der dunklen Gestalten darin auf diesen den Steg und machte das Boot fest. Eine andere von diesen hievte nun vorsichtig eine Kiste aus dem Boot und beide schleppten diese in Richtung der Kaimauer. Auf Grund des fehlenden Lichts war ausser den dunklen Schemen nichts zu erkennen.

Autor: Kaira Datum/Zeit: Dienstag 26 September 2017, 15:40
Nachtrag Runde 3

Kaira sah, dass sich trotz all der Pläne keine Freiwílligen meldeten, um für diese Nacht zum Lagerhaus zu gehen. Die Gruppe war bereit sich am Hafen aufzustellen. Sie schüttelte den Kopf, denn sie hielt es für keine gute Idee so viele Leute an einem so überschaubaren Ort zu verstecken. "Wenn ihr alle hier bleiben wollt, dann werde zumindest ich ans Lagerhaus gehen und die Situtation von dort beobachten, auch wenn es ein Risiko ist. Vielleicht erhalte ich dabei ein paar wichtige Informationen. Wenn jemand mitkommen möchte, kann er gerne kommen."

Cranneg bot ihr an sie zu begleiten. Sie war sehr dankbar, insgeheim hatte sie gehofft, dass sich ja nicht dieser Knoblauch-Lasse melden würde.

Sie überlegte etwas. "Rorokpal, wenn du hier bleiben möchtest würde ich vorschlagen, dass wir uns heute Nacht in den Wohnstollen treffen und nach den ersten Sonnenstrahlen losziehen, wenn alles nach Plan läuft? Seraku und Lasse ihr geht dann am nächsten Morgen zum Lagerhaus, um den Plan Rorokpals in die Tat umzusetzen." Letzteres war mehr als Erinnerung für sie zu verstehen.

Kaira und Cranneg wurde der Weg zum Lagerhaus gezeigt und so zogen sie los, um noch rechtzeitig anzukommen.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Dienstag 26 September 2017, 20:24
Hatte Serkaru da gerade "Schädel spalten" gesagt? Beerli wurde etwas mulmig in der Magengegend. Er hatte zwar eine Axt, aber viel mehr als Holz spalten hatte er damit noch nicht getan. "Ob es in der Festigkeit wohl einen großen Unterschied macht?" frage sich der Zwerg. Serkaru schien jedenfalls wild entschlossen zu sein.

Nach der Fahrt war Beerli jedoch noch ziemlich durchgeschüttelt und er wurde langsam müde und gereizt. "Hat jemand eine Idee, wo man in dieser herrlichen Stadt übernachten kann?" fragte er in die Runde? "...und was zu Essen wäre auch nicht schlecht. Was meint ihr?"
Autor: Kaira Datum/Zeit: Donnerstag 28 September 2017, 15:41
Nachdem sie und Cranneg soweit waren und etwas ausgeruht hatten, brachen sie auf zu dem besagten Lagerhaus. Kaira schnappte sich ihr Wolfsfell aus ihrem Rucksack und stopfte es sich unter die Kleidung während sie sich auf dem Weg befanden, um sich ein wenig mehr Hüfte und Bauch zu schenken. Schließlich wollte sie sich irgendwie unkenntlich machen für Nogrims Leute. Vermutlich würde sie dort keinem der Männer begegnen, die sie damals tatsächlich gesehen hatten, aber ihre große schlanke Statue mit den roten Haaren war auffällig und hatte sich wohl herumgesprochen. Das warme Wolfsfell schmiegte sich an ihren Bauch und gab ihr wohlige Wärme, die sie bei der abendlichen kühlen Brise in Hafennähe gut gebrauchen konnte. Ihre Haare knotete sie hinten zu einem Dutt zusammen, sodass sie weniger auffielen und kurz erschienen. Damit sie nicht ganz so ordentlich aussah tupierte sie sie hier und da. Die Dunkelheit würde den Rest tun.

Während sie an sich herumzuppelte und sich gemeinsam mit Cranneg dem Lagerhaus näherte, diskutierten sie ihren Notfallplan. Würden sie entdeckt werden, wollten sie verirrte betrunkene Freunde miemen, sicher nichts Ungewöhnliches hier in der Gegend. Der eigentliche Plan bestand darin, sich ein unauffälliges Versteck in der Nähe zu suchen von wo aus sie das ganze Geschehen beobachten oder sogar belauschen konnten - möglichst ohne sich zu trennen.

Schon von Fern konnten sie zwei Männer spalier stehen sehen und so entschieden sich Kaira und Cranneg ihre Bierflaschen bereit zu halten und sich im Schatten zu nähern. Sie versteckten sich hinter ein paar Kisten in der Nähe von wo aus Sie das Geschehen überblicken konnten. Während der Zwerg stehen bleiben konnte musste sich Kaira etwas bücken um  ich weiter aufzufallen.
Autor: Darius Datum/Zeit: Donnerstag 28 September 2017, 21:02
Nachdem sie sich beraten hatten, wie sie weiter vorgehen sollten, meldete er sich auch noch um Kaira später zum Lagerhaus zubegleiten. Niemand sonst wollte mitgehen. Was ihn jedoch viel eher interessierte war ihre Übernachtungsmöglichkeit und Merdarion enttäuschte hierbei nicht...

Ein echter Wohnstollen! Cranneg hatte kaum glücklicher sein können, fühlte er sich dort doch gleich zu Hause. Nach einigen Stunden, in denen er sich ausruhen konnte, ging er dann mit Kaira los. Die Sonne stand schon sehr tief, aber sie würden noch früh genug ankommen, um einen guten Platz für ihre Beobachtungen zu finden.

Ihr Plan, falls sie entdeckt wurden, war fast narrensicher, vorallem da er vorhin noch einen kräftigen Schluck von dem guten Zwergenbier genommen hatte. Vorzugeben betrunken zu sein, war da eine leichte Übung. Schließlich kamen sie dann beide zu dem Lagerhaus. Er musterte Kaira in ihrer Verkleidung nocheinmal.
"Hmm, in diesem Halbdunkel seid ihr wieder zu erkennen. Hoffen wir, dass die bald hier auftauchen...", sagte er ihr anerkennend, murmelte den zweiten Teil aber eher in seinen Bart.

Gemeinsam nahm er mit ihr hinter einigen Kisten Deckung und spähte ab und an aus dem Versteck, um zu sehen was da vor sich ging. Wie gut, dass sie bereits ausgeruht waren...
Autor: Lasse Bluten Datum/Zeit: Sonntag 01 Oktober 2017, 15:14
Während des Tages ging Lasse zur Mine, um seinem Herr Merdarion zu berichten was nun geplant war. Danach ging er zu Hafen und trieb sich so umher bis es dunkel wurde und niemand mehr auf den Steg zu sehen war.
Als es so weit war schlich er sich auf die kleine Schnigge und versuchte sich so gut es ging sich zu verstecken und gleichzeitig einen guten Überblick über den Hafen und das Wasser zu bekommen.

Nun hieß es warten...
Autor: Engabor Datum/Zeit: Sonntag 01 Oktober 2017, 21:37
Auf Beerlis Frage, wo man denn in der Stadt gut übernachten könnte, entgegnete Serkaru nur mit einem Stirnrunzeln.
"Ich bezweifle, dass wir den Luxus einer Gasthausübernachtung haben werden". Er zeigte in Richtung Hafen, "wir werden uns dort erst mal einen Platz mit guter Beobachtungsposition suchen. Danach wird die Frage der Nachtruhe geklärt."

Hatte Merdarion nicht eine Mine in der Nähe? Dort sollte sich bestimmt ein Bett oder ein ähnlicher Schlafplatz auftreiben lassen.

In einem Gasthaus zu übernachten wäre ihm auch lieber gewesen, doch waren sie nicht der Entspannung wegen angereist. Nein, sie hatten eine Menge Arbeit vor sich, vor allem Serkaru. Ganz hatte er sich immer noch nicht damit angefreundet für Meradrion seinen Hals zu riskieren, doch versprach sich die Arbeit zu lohnen. Er dachte an das Gold, das ihn und seine Gefährten erwarten würde-sollten sie erfolgreich sein.

Er wandte Beerli wieder seinen Blick zu und kam auf das Thema Essen zurück. "Was unsere Rationen angeht, ist Lasse die Person, mit der Ihr reden solltet. Falls ihr den Namen vergessen haben solltet, erkennt Ihr ihn an der Knoblauchfahne." bemerkte Serkaru mit einem Zwinkern.

Nachdem alles geklärt war und er von Lasse den Weg zur Mine erfuhr, ging er dorthin und schlief etwas. Die Heubetten waren sehr bequem und Serkarus Schlaf war alles andere als erholsam. "Dann mal auf in die Höhle des Löwen"...brummte er und begab sich zum Hafen. Dort angekommen suchte er sich einen Platz zwischen den Häusern an der Kreuzung und wartete auf das Erscheinen der Banditen.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Montag 02 Oktober 2017, 22:32
Alle Pläne waren geschmiedet und die Gruppe zerstreute sich, um ihren jeweiligen Aufgaben nachzukommen: Kaira und Cranneg wollten sich zunächst ein wenig ausruhen, danach das Lagerhaus beobachten, wobei Kaira sich verkleiden wollte, um auf jeden Fall unerkannt zu bleiben. Das war sicher schlau, denn zwar waren in der Nacht alle Katzen grau, aber eine große Amazone blieb groß.

Für den Rest der Gruppe stand eigentlich nur das Beobachten der mysteriösen Umstände am Landungssteg, den Hansz und Rotznase ihnen gezeigt hatten. Da dies in dieser Nacht geschehen würde, machten sie sich schließlich dorthin auf den Weg und bezogen an unterschiedlichen Positionen Stellung. Es war sicher gut, den Vorgang aus acht Blinkwinkeln (wenn man jedes Auge einzeln zählte) zu betrachten.

Sie verbrachten die Zeit, bis es dunkel wurde unterschiedlich. Merdarion bot seinen Wohnstollen in seiner Mine an, was den zwergisch veranlagten Mitstreitern sehr gefiel. Feuer hatte da eine andere Meinung in ihrem Kopf: Wie bitte? Schlafen unter der Erde? Mit Tonnen von Stein und Dreck über uns? Pah, vergiss es. Übrigens, Luft ist auch dagegen.
Da Rorokpal aber auch keine Lust hatte, Geld im Gasthaus zu lassen, machte sie es sich einfach auf einer Wiese gemütlich, den Rücken gegen einen Baum gelehnt und verzehrte ein wenig von ihrer Ration.

Es wurde Abend, dann Nacht. Sie hatte sich schon vor geraumer Zeit mit Lasse, Beerli und Serkaru getroffen und sich am besagten Landungssteg versteckt. Lasse versteckte sich auf einer alten Schnigge, die da vor sich hin schwamm. Dies war ein exzellentes Versteck, aber Rorokpal warf Beerli einen warnenden Blick zu, und beschloss, nicht mit ihm in das Boot zu steigen. Serkaru drückte sich in den Schatten zweier Häuser, die an den Hafen grenzten und konnte vor allem die Umgebung gut erkennen.

Sie selbst machte sich zu den Kisten und Seilen auf dem Steg auf und schob leise die eine oder andere Kiste zurecht (sofern sie diese bewegen konnte), so dass sie bald ein gutes Versteck hatte. Ein altes fischiges Anglernetz machte ihre Tarnung perfekt. Wahrscheinlich.

Einige Stunden verstrichen und sie fror erbärmlich. Ihre Zähne klapperten und sie ahnte, dass mit dem Getöse jede Tarnung sofort auffliegen würde.
Es ist ziemlich kalt, Feuer..., dachte sie eindringlich. Das stimmt. Arschkalt. Kannst du vielleicht was machen - aber kein Leuchtfeuer oder irgendetwas Auffälliges ... Soll ich dir etwa von einem heißen Abenteuer erzählen? Also, da war einmal diese exotische, feurige, halbnackte ... Feuer! Du weißt was ich meine. Jaaaa ...
Rorokpal spürte wie ein winziger Teil ihrer magischen Kraft angezapft wurde. Ihr Herzschlag beschleunigte sich, ihre Atmung erhöhte sich und Wärme machte sich in ihrem Körper breit. Sehr effizient ...
Danke. dachte sie.

Dann ging es schon los und sie sah die Ruderer aus der Dunkelheit herannahen...
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Montag 02 Oktober 2017, 23:58
Runde 5

Hafen
Lasse lag unter einem Abspanntuch welches normalerweise Waren schütze und konnte von seiner Position aus die Treppen hinauf zum Kai sehen. Die Bordwand verhinderte die Sicht auf das Ruderboot welches ihm gegenüber vertäut war. Rorokpals Versteck war da etwas offener. Sowohl was ihre Sichtmöglichkeiten betraf als auch die Möglichkeit entdeckt zu werden. Gerade als die beiden Männer mit der Kiste losgingen blieb der eine kurz stehen seh sich um, sein Blick blieb an den Kisten hängen, schließlich zuckte er mit den Schultern. "Muss wohl der Wind gewesen sein." murmelte er bevor sie weiter in Richtung Kai gingen. Serkaru und Beerli waren in der dunklen Seitengasse gut versteckt, den Anlegesteg konnten sie nicht sehen dafür aber die Kaimauern und genau in diesem Augenblick die beiden Kistenträger. Diese marschierten schweigend und mit der Sicherheit von Leuten die die Strecke schon öfter in Dunkelheit zurückgelegt hatten in Richtung des Lagerhauses. Die Richtung war den Beobachtern ja bereits durch die beiden Jungen bekannt. Zusätzlich zur Dunkelheit machte sich die Kälte breit, zog durch die Kleider und Schuhe bis in die Knochen. Die Reglosigkeit zu der die Abenteurer verdammt waren machte dies nur unangenehmer.

Lange herrschte Stille am Kai nachdem die Träger verschwunden waren. Ab und an war für Lasse und Rorokpal ein Rascheln oder leises Husten aus dem Ruderboot zu vernehmen. Je länger es dauerte umso öfter vernahmen die beiden Geräusche und schließlich auch einzelene Wortfetzen. "Saukalt..... Höhle... warten..... Sturmvogel.....". Das laute Knarren der Schnigge durchbrach immer wieder die Nacht.

Lagerhaus
Das Versteck von Cranneg und Kaira lag vielleicht zwanzig Schritte von dem Lagerhaus der Schmuggler entfernt. Einige Kisten und Fäßer boten genugen Sichtschutz und die Dunkelheit tat ihr übriges. Vor dem Tor saßen die beiden Aufpasser, eine kleine Laterne tauchte ein Faß in trübes Licht. Beide schienen mit einem Kartenspiel beschäftigt zu sein. Lange Zeit passierte sonst nichts, auch hier etwas weiter vom Meer entfernt kroch einem die Kälte mit der Zeit in die Knochen. Der einzige Passant war eine Stadtwache die weder von den beiden Kartenspielern noch den hinter den Fäßern Versteckten Notiz nahm. Nachdem die Wache verschwunden war vergingen nochmals einige Minuten ehe die Wachen die Karten zusammenpackten und die Laterne löschten. Kairas an die Dunkelheit gewöhnten Augen konnt erkennen das die beiden in der Halle verschwanden.

Wieder wurde die Geduld der Beobachter auf die Probe gestellt, leise Schritte nährten sich aus Richtung des Hafens, wurden lauter bis zwei Männer mit einer Kiste sichtbar wurden. Vor dem Tor blieben sie stehen und setzten die Kiste ab, es folgte ein Klopfzeichen, leise aber es musste drinnen bestimmt zu hören sein. Auf eine Antwort wartete man jedoch vergebens, stattdessen war eine Bewegung weiter oben auszumachen. Der Lastenkran senkte sein Seil herab an dem die Kiste dann befestigt wurde. Wenige Augenblicke später wurde diese nach oben gezogen und nach drinnen gezerrt. Die Träger machten sich danach ohne ein weiteres Wort zu sagen auf den Rückweg. Bald schon waren ihre Schritte in der Nacht verklungen.

Hafen
Eine gute halbe Stunde war sicherlich vergangen bevor Beerli und Serkaru von ihrem Versteck aus wieder Schritte näherkommen hörten. Und da waren wieder zwei Gestalten die sich aus der Dunkelheit schälten. Die Richtung war der Landungssteg, somit handelte es sich wahrscheinlich um die Schmuggler. Im Ruderboot wurde es etwas unruhiger als die Träger besichtet wurden. Ruder tauchten ins Wasser ein, der ein oder ander leise Fluch war hörbar. Dann ging alles recht schnell, eine der Personen sprang ins Boot während die andere das Seil löste und der ersten nachsprang. Das gleichmäßige Geräusch der Ruder im Wasser erfüllte die Nacht als das Ruderboot ablegte. Es waren höchstens hundert Schritt Entfernung zwischen Steg und Boot als auf diesem eine Laterne entzündet wurde.

Knarrend ging ein windschiefer Fensterlade in der Gasse von Beerli und Serkaru auf und eine Gestalt streckte ihren Kopf heraus. Ein leises Gähnen war vernehmbar ehe die vertraute Stimme Merdarions leise ertönte. "Und was schlagt ihr vor sollen wir ihnen folgen?" Der Minenbesitzer hatte es sich nicht nehmen lassen nachdem Lasse ihm berichtet hatte was sie vorhatten selbst vor Ort zu sein. Dank Hansz und Flinn war schnell jemand gefunden der gegen ein kleines Trinkgeld den Verschlag für einige Stunden vermietete. Und so hatten es sich die Drei dort gemütlich gemacht und durch die Ritzen des Fensterladens so gut es ging nachverfolgt was draußen vor sich ging.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Freitag 06 Oktober 2017, 12:41
Kurz fürchtete Rorokpal, sie wäre erwischt worden - der eine Seemann hielt neben ihrer Kiste an und sah eindeutig in ihre Richtung!
Dann murmelte er jedoch etwas von Wind und wandte sich wieder ab. Glück gehabt.

Eine Zeit lang geschah nichts, dann kehrten sie zurück, diesmal ohne die Kiste, welche sie an Land gebracht hatten, und machten sich wieder per Boot aus dem Staub. Auf dem Wasser entzündeten sie freundlicherweise eine Laterne, so dass das Boot gut sichtbar in der Entfernung dahinschwamm.

Eine Idee machte sich in ihrem Kopf breit und bevor sie alle Aspekte derselben wirklich durchdacht hatte, riss sie das alte Anglernetz von sich, trat auf den Steg und winkte Beerli und Serkaru mit wilden Gesten zu - dann sprang sie zum völlig überraschten Lasse ins Boot, der sie Licht sei Dank nicht gleich mit einem Fausthieb ins Wasser beförderte, weil er aus Reflex gehandelt haben wollte.

"Lasse uns dies Boot verfolgen!", sagte sie verschwörerisch und schnappte sich eines der vier Ruder, die im Boot lagen. Bevor sie jedoch ablegen konnten, eilten noch mehr Gestalten aus der Dunkelheit heran und betraten den Steg ...

Autor: Kaira Datum/Zeit: Freitag 06 Oktober 2017, 16:28
Der Wind war eisig und pfiff durch die Gassen und an den Hausdächern entlang. Kaira mummelte sich noch ein wenig mehr ein. Gut, dass sie das Wolfsfell hatte. Sie kauerte in ihrem Versteck und wartete …und wartete. Dann plötzlich passierte etwas, die zwei Kerle gingen zurück ins Lager und eine Zeit später klopfte eine Gestalt an die Tür dort.  Der Wind machte es schwer genau zu lauschen, doch Kaira war sich sicher es muss dreimal kurz dann zweimal lang gewesen sein! Die transportierte Kiste wurde ins Haus hineingezogen und die zwei Gestalten verschwanden wieder. Was jetzt? Kaira hatte gehofft sie bei einem Gespräch zu belauschen.  In das Lagerhaus selbst konnte man nicht einblicken.

„Sollen wir es riskieren und dort einbrechen? Oder sehen was die anderen machen?“ flüsterte sie dem Zwerg zu und blickte ihn an. Nach seiner Antwort machten sie sich daran, den Weg der Männer zu verfolgen. Am Hafen angekommen, sah sie, wie Rorokpal und die anderen in ein Boot stiegen und die Verfolgung aufnehmen wollten. Kaira sprang mit einer eleganten Bewegung zu ihnen und erkannte sofort einen freien Platz am Ruder. Das musste so leicht sein, wie damals auf dem See mit den anderen Mädels! Vor ihr machte sich Rorokpal bereit und auf der anderen Seite war Cranneg mit im Team. Alles andere als elegant war dann ihr Versuch zu rudern. Sie vollzog die Bewegung aus ihrer Erinnerung. Nichts. Irgendwas klemmte. Oh, hätte sie mal lieber versucht zu steuern oder sich kampfbereit zu machen oder so etwas. Langsam aber mühsam führte sie eine Bewegung nach der anderen aus, aber im Vergleich zu Rorokpal oder dem kleinwüchsigen Cranneg stemmte die hochgewachsene Amazone kaum etwas von dem Gewicht des Bootes. Sie fluchte über das Mistding. Es war ihr geradezu peinlich, wie konnte das einer Amazone passieren! Sicher war etwas am Ruder nicht in Ordnung!

Zum Glück saßen die zwei Hauptantriebskräfte jeweils auf einer Seite des Bootes und balancierten ihr Unvermögen aus. Die See schaukelte das Boot und Kaira wünschte sich zurück an Land.
Autor: Darius Datum/Zeit: Freitag 06 Oktober 2017, 23:31
Er hätte einen Mantel kaufen sollen. Nein wirklich, es konnte wirklich kühl an der Oberfläche werden, so wie jetzt, als sie still in der Nähe des Lagerhauses warteten. Aber nein, er musste ja knausrig mit seinem Gold sein, damit die Schmiede ausreichend mit Material versorgt war. Natürlich beklagte er sich nicht laut über die Kälte bei Kaira. Da hätte er vorher lieber seinen Bart gegessen.

Sein Magen rumorte ein klein wenig, wegen des Zwiebelbrotes und er musste sich einen Pfurz verkneifen. Das störte ihn ganz gewaltig, als endlich etwas geschah und er einige dunkle Gestalten dabei beobachtete, wie sie an die Tür des Lagerhauses anklopften. Zweimal kurz, zweimal lang... oder war es dreimal lang? Ahh, sein verdammter...

Er knirschte ganz leicht mit seinen Zähnen, immer noch die Tür beobachtend, als er mit gedämpfter Stimme Kaira antwortete. "Wir gehen zu den Anderen. Ich bin nicht besonders geschickt im Einbrechen und will auch nicht dabei erwischt werden. Hier haben wir jedenfalls genug gesehen. Gehen wir, bevor wir noch erwischt werden."

Gemeinsam schlichen sie sich weg, bis sie eine Straße zwischen sich und das Lagerhaus gebracht hatten, dann ging es im normalen Tempo wieder weiter runter zum Hafen. Im Halbdunkel fanden sie Rorokpal und Lasse, die bereits ein Boot klar machten, um die Schmuggler zu verfolgen. Mit einem eher holprigen Hoppser landete er selbst auf dem Schiff und hielt sich sogleich an einer Bordwand fest.
"Wir haben die Schmuggler bei dem Lagerhaus gesehen. Zweimal kurz, zweimal lang Klopfen war das Signal.",  informierte er die anderen beiden Mitglieder ihrer kleinen Verschwörung, tastete sich zu einer der kleinen Bänke vor und setzte sich. Das Geschunkel machte ihn jetzt schon ganz übel und sorgte für eine granitartige Miene bei dem Zwergenschmied.

Das Rudern bot da eine willkommen Ablenkung von der Tatsache, dass er sich schon wieder von zu viel Wasser umgeben fand. Gleichmäßig wie Hammerschläge auf einen Amboss ließ er das Ruder ins Wasser fahren und schob sie mit jedem Schlag ein wenig weiter voran. Er stimmte seinen Takt dabei mit Rorokpal ab, damit sie nicht im Kreis fuhren und überließ es Lasse sie zu führen.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Sonntag 08 Oktober 2017, 10:52
Beerli sträubte sich in das Ruderboot zu springen. Nicht schon genug, dass er in letzter Zeit ständig an Häfen herumlungerte. Jetzt auch noch ein Boot! Nein, das war wirklich zu viel. Er blieb am Hafen zurück und schaute Kaira und den anderen zu, wie sie langsam davonruderten.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Sonntag 08 Oktober 2017, 13:09
Die Gestalt von Beerli und den Jungen am Ufer wurde zusehends kleiner - und undeutlicher der Nacht wegen - und schon nach wenigen Metern waren sie praktisch nicht mehr zu erkennen. Das war gut so, denn sonst hätte man sie womöglich beim Ablegen sehen können. Die Schmuggler wussten schon, warum sie diese Aktionen stets bei Neumond ausführten ...

Cranneg ruderte lässig neben ihr, und auch wenn sie überraschend gut mithalten konnte, war sie doch recht außer Atem. Kaira hatte sich auch ein Ruder geschnappt und half hinter ihnen mit. Sicher ging es Rorokpal deshalb so leicht von der Hand.

Lasse oder Serkaru saßen auch hinten und übernahmen das Steuern und halfen auch beim Rudern mit. Rorokpal hatte allen Anwesenden noch etwas Wichtiges zu sagen: "Vielleicht ... wird es noch mal wichtig, denn vorhin ... konnte ich einen der Ruderer ... belauschen. Sie sagten etwas von ... Höhle warten  und Sturmvogel ... vielleicht ein Passwort. ", brachte sie schnaufend hervor.
Autor: Lasse Bluten Datum/Zeit: Sonntag 08 Oktober 2017, 19:19
Lasse lag unter dem Abspanntuch und kurz nachdem die Unbekannten wieder in Ihr Boot gestiegen waren, sprangen gleich  mehrere Leute aus seiner Gruppe unter dem Befehl "Lasse uns dies Boot verfolgen!" in die Schnigge.
Mit einem "Ja! Ich mach ja schon!" setzte sich Lasse auf den Platz an einem der Ruder und sobald alle an Ihrem Platz waren beginn er zu rudern.
Allerdings war dies scheinbar keine gute Idee gewesen, nachdem er die halbe Nacht lang draußen im kalten Wind des Hafens gelegen hatte. Nach nur wenigen, aber beherzten Ruderschlägen waren die linke Schulter und der Rücken des Sprösslings nordischer Einwanderer dermaßen verspannt, dass es für Ihn so nicht weiter ging.
"Serk! Kannst du für mich übernehmen?", frage Bluten und Serkaru, der am Ruder stand, willigte ein.
Die beiden tauschten die Plätze und Lasse versuchte so gut es ging das Boot das sie verfolgten nicht aus den Augen zu verlieren.
Doch jedes Mal, wenn die Ruder in das Wasser eintauchten, hatte er das Gefühlen, dass sie Ihrem Ziel näher kamen...
Autor: Engabor Datum/Zeit: Sonntag 08 Oktober 2017, 20:13
Nachdem Rorokpals Befehl ausgesprochen wurde sprang Serkaru mit den anderen Gefährten in die Schnigge. Jeder suchte sich einen Platz zum Rudern, um den Banditen auf den Fersen zu bleiben. Serkaru entschied sich für das Steuer, schließlich müsste er ja später seine Haut riskieren. Warum also jetzt schon abrackern?

Nach einen paar Ruderschlägen fiel ihm auf, dass Lasse etwas schwächelte. Als er Serkaru bat für ihn das Ruder zu übernehmen willigte er ein und sie tauschten die Plätze in der Schnigge.
Auf der einen Seite war er etwas eingeschnappt doch rudern zu müssen, doch ein paar Schläge später hatte er sich bereits damit abgefunden.

Er fragte sich, wie es weitergehen sollte und ob alles gut ausgehen würde. Wenn Magie im Spiel ist, könnte alles möglich sein und wer will schon gerne geröstet oder an einen grauenhaften Ort teleportiert werden? "Ganz ruhig Serkaru" sagte er sich "denk einfach an das Gold und alles wird gut...".
Und so ruderte er weiter, einem ungewissen Schicksal entgegen.
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Sonntag 08 Oktober 2017, 23:11
Runde 6

Die Ruderparty
Die Zeit lief ihnen in Form des sich entfernenden Schiffes hinfort. Schnell war die Entscheidung gefallen die Verfolgung aufzunehmen. Dank der Zusätzlichen Verstärkung in Form von Kaira und Cranneg waren schnell die Plätze der kleinen Schnigge belegt. Die beiden Jungen Flinn und Hansz blieben zurück, beide etwas beleidigt das sie nicht mit an Bord waren. Ganz im Gegensatz dazu Beerli, der Zwerg schien sich nicht wirklich darum zu reißen.

Ganz vorne im Boot hatte Merdarion Platz genommen, den Blick auf das Ruderboot der Schmuggler gerichtet. Sie hatten Glück, im Hafenbecken war der Wellengang recht schwach, dies gab ihnen Zeit sich mit dem Boot vertraut zu machen. Allein den Hafen zu verlassen dauerte beinahe eine Viertelstunde, trotzdem schien der Abstand zwischen den Booten nicht größer zu werden. Die nächste Stunde bestand aus dem angestengten Atmen der Ruderer, dem Klatschen der Paddel in das Wasser und leisen Kommandos Merdarions wenn er die Person am Steuer anwies die Richtung zu ändern. Es war eine Pechschwarze Nacht der Übergang von Meer zu Horizont war genausowenig zu erkennen wie die entfernung zur Küste. Nur jenes Schmugglerboot diente als Fixpunkt, ein kleiner Lichtpunkt der in der Dunkelheit auf und abtanzte.

Es war schwer zu sagen wie weit draußen auf dem Meer oder wie nah an der Küste sie sich befanden, das Rauschen schien einen einzulullen. Plötzlich fluchte Merdarion leise vor sich hin. "Das Licht ist weg, weiß der Geier warum. Bringt uns mal näher ran vielleicht kann ich dann etwas erkennen." Weitere Minuten vergingen ein leises Knirschen von Sand kündigte das unvermeidliche an, ließ aber keine Zeit das Boot zu stoppen. "Oh Sch...." weiter kam Merdarion nicht. Ein Ruck ging durch die Schnigge als diese auf Sand lief. Mit einem lauten klatschen fiel der Minenbesitzer über Bord ins kalte Nass. Prustend und fluchend war er weiterhin zu vernehmen, es konnte nicht mehr tief sein. Mit einem lauten Knarren begann das Schiff sich zur Seite zu neigen, das erste Wasser schwapte schon hinein. "Los los versucht es aufzurichten sonst kommen wir hier nie wieder weg." kam das Kommando aus dem Wasser und kurz darauf stand er auch schon das Wasser bis zum Bauch am Schiff und stemmte sich dagegen.

Nachdem das Problem sich gelöst hatte blieb nur der Verusch herauszufinden wo man sich befand. Der Strand stieg langsam an vor ihnen erhob sich Fels wie eine schwarze Wand. Das Wasser schlug direkt dagegen auch wenn es an dieser Stelle nichteinmal mehr Knietief war. Zu ihrer Rechten erkannten die Augen der Amazone eine Art Schwarzes Loch, möglicherweise eine natürliche Höhle. "Na dann wollen wir mal." Knurrte Merdarion und stapfte in die vorgegebene Richtung. Es folgte das Geräusch von einem Bein das auf Holz trifft und wieder ein unterdrückter Fluch, er hatt das Ruderboot der Schmuggler gefunden. Es befand sich direkt vor dem Steinbogen. "Wartet hier hab ich doch gerade...." Ein Scheppern und Kramen war zu vernehmen dann erhellte das trübe Licht einer Latern die Nacht. "Besser wie sehen irgendwas als sich hier in der Dunkelheit den Hals zu brechen." Rechtfertigte sich der Minenbesitzer und zog mit der anderen Hand sein Schwert.

Es war wirklich eine Höhle. Das Licht erreichte kaum die Decke doch konnte man zumindest ein paar Schritt weit sehen. Auch hier war das Wasser noch etwa knöcheltief, alle möglichen Spuren waren durch die sanften Wellenbewegungen bereits verwischt. Es gab nur einen Eingang und wie es schien keinen Ausgang. Insgesamt war der Hohlraum etwa zehn Schritte breit und nochmals sechs Schritte tief. Der Fels sah unbearbeitet aus.


Beerli

"Pfff da sindse weg ich fass es nicht das sie mich nicht mitgenommen haben." Schmollte Flinn vor sich hin. Hansz zuckte die Achseln. "Glaub das wäre eh nass und kalt geworden. Was machen wir jetzt?" Fragend sahen die beiden zu dem Zwerg hinüber. "Können jetzt ja nicht einfach schlafen gehen wenn die anderen Abenteuer erleben oder?" Flinn machte zaghaft einen Vorschlag. "K..Könnten ja nochmal zum Lagerhaus gehen oder? Du passt doch auf und auf?"

Gesagt getan, ohne die Hilfe der beiden Jungen hätte Beerli die Halle kaum finden können. Sie sah aus wie jede andere auch, keine Wache und kein Licht verriet das dort gerade jemand war oder das dort krumme Geschäfte abgewickelt wurden. Trotzdem zogen die beiden Jungen den Zwerg hinter eines der Fäßer. "Man weiß ja nie." flüsterte Flinn. So als wäre es Zufall erklangen Pferdehufe und das leise Poltern eines Karrens das näherkam. "Guck mal das doch der Lumpenkrämer." flüsterte Hansz als der Karren mit seinen beiden Laternen an ihnen vorbeiwar. "Was macht d." Flinn brachte seinen Freund zum Schweigen. Der Mann auf dem Kutschbock stieg vor der Halle ab und klopfte zwei mal gegen das Tor.

Von oben wurde eine Kiste heruntergelassen und zwischen dem anderen Kram auf der Ladefläche versteckt, dann holperte der Wagen samt Kutscher wieder weiter. Stille herrschte wieder in der Gasse und dem Lagerhaus. Zwei paar neugierige Augenpaare warteten auf die Anweisungen des Zwerges.
Autor: Kaira Datum/Zeit: Mittwoch 11 Oktober 2017, 08:47
Merdarion leitete Lasse an, das Boot in Richtung der Kriminellen zu lenken. Dann stießen sie unerwartet auf Grund, das Schiff schaukelte und kippte und Merdarion fiel ins Wasser. Als hätte die Amazone heute keinen guten Tag gelang es ihr nicht, anders als Rorokpal, die die ruckartige Bewegung geshickt ausbalancierte, sich gerade zu halten. Sie knallte gegen eine Holzwand und holte sich einen dicken Splitter in den Arm.

"Vermaledeites drecks Schiff und dieses kotzdumme Meer" zischte sie und haute mit der Faust gegen das alte Holz des Schiffes.

Zügig reagierte sie dann, um den anderen dabei zu helfen, das Boot wieder in Position zu bringen. Zumindest dabei konnte sie eine Hilfe sein. Mit den Füßen auf festem Grund begann sie dann an dem Splitter herumzuziehen und das nicht gerade kleine Stück begleitet von einem "Uurg" aus ihrem Arm zu ziehen, während Merdarion mit seinem Fuß gegen Holz knallte und wenig später nach einem ausgiebigen Kruscheln Licht entzündete. Sie ging in dessen Nähe und überprüfte ihre Wunde. Zum Glück handelte es sich hauptsächlich um eine Prellung und ein klein wenig Blut wegen des Splitters. Es würde sich vermutlich eine Weile lang mit einem dumpfen Schmerz bemerkbar machen, wenn sie kämpfte und sie konnte wohl mit einer schönen violetten Verfärbung rechnen.

Dann hielt auch sie ihre Waffe bereit und trat gemeinsam mit Rorokpal und etwas Abstand zu den Vorgängern in die Höhle ein. Es war abgemacht ein paar Meter hinter ihnen zu warten, falls sie dem Lager der Männer näher kommen sollten, für den Überraschungseffekt im Fall eines Übergriffs.


-2LP
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Donnerstag 12 Oktober 2017, 10:41
Eine Bootsfahrt ist lustig, eine Bootsfahrt ist schön ... ja da kann man manche Leute an der Reeling spucken sehen
Feuer vergnügte sich in ihrem Kopf, während sie in der Dunkelheit auf Merdarions Kommandos hin entsprechend Lasses Steuerkünsten dahin ruderten. Rorokpal kicherte über das lustige Lied und befand, dass die Seefahrt durchaus für sie gemacht war - man sitzt im Trockenen, bekommt frische, salzige Seeluft ab und fühlt sich wahrlich frei und grenzenlos.

Allerdings verschwand plötzlich das Licht, dem sie gefolgt waren. Das war weniger gut. Wieso sollten die Schmuggler plötzlich die Laterne löschen? Hatten sie die Verfolger bemerkt? Eher unwahrscheinlich. Es sei denn ...
Höhle!!! Insel!!, die Warnung kam in letzter Sekunde. Das Boot lief auf Grund und tat einen kräftigen Ruck, der Merdarion sofort ins Wasser katapultierte. Der Rest von ihnen wurde ordentlich durcheinander geworfen, doch durch Feuers Vorwarnung gelang es Rorokpal, den Stoß abzufangen und sicher im Boot stehen zu bleiben. Puh ...
Die arme Amazone fluchte und verpasste der Bordwand eine, da sie offenbar schmerzhaft getroffen worden war.

Dennoch sprang Rorokpal mit den anderen in das bauchtiefe Wasser (Cranneg ging es allerdings bis zum Hals) und half mit, das halbgekenterte Boot wieder aufzurichten. Das Wasser war unangenehm kalt und sie verstand den alten Witz, warum ein guter Segler im höchsten Maße wasserscheu zu sein hatte.

Endlich waren sie alle an Land und dank der guten Augen Crannegs und Kairas hatten sie schnell eine Höhle ausgemacht.
Holzauge sei wachsam!, führte Feuer seine alten Seebärenweisheiten weiter. Woher kannte er solche Sprüche?

Sie teilten sich auf und taten Verschiedenes: Serkaru blieb bei den Booten, denn Merdarions Schienbein hatte das Schiff der Schmuggler gefunden. Er wollte es - seeuntauglich - machen. Ein Teil der Gruppe machte sich sofort auf in die Höhle und bildeten eine Vorhut. Kaira und sie selbst gingen etwas später los, um vor Überraschungen gefeit zu sein. Leider sah Rorokpal so gut wie gar nichts in der Finsternis und stolperte vor sich hin.
Zaghaft fragte sie: "Werte Kaira, dürfte ich vielleicht eine Hand auf deinen Rücken legen? Ich sehe anscheinend nicht so gut wie du ... und ich habe Angst, in der Dunkelheit zu fallen."
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Donnerstag 12 Oktober 2017, 22:59
"Sehr mysteriös" murmelte Beerli in seinen Bart. "Vielleicht sollten wir die Kutsche verfolgen." Er überlegte nicht lange und gab Anweisungen. "Flinn, bleib du hier und bewache das Lagerhaus. Vielleicht passiert ja noch was spannendes. Hans du kommst mit mir. Wir versuchen der Kutsche zu folgen. Aber sei möglichst leise!" Beerli und Hans machten sich auf die langsam fahrende Kutsche so gut es ging und ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen zu verfolgen.
Autor: Darius Datum/Zeit: Samstag 14 Oktober 2017, 22:12
Cranneg war mit Rudern beschäftigt und selbst mit seiner besseren Sicht war es nicht einfach in der Dunkelheit viel auszumachen. Deshalb traf auch ihn die Landung ziemlich unverhofft. Aber ein Zwerg ließ sich davon nicht erschüttern. Er blieb sitzen und krallte sich an dem Ruder fest, bis das Knirschen vorbei war, erst dann verließ er selbst das Boot. Mit einem Platschen landete er im Wasser und versank gleich. Prustend spuckte er Salzwasser aus und beglückwünschte sich selbst dazu, wieder einmal einer Idee von einem Menschen zu folgen. Erst die Hochzeit, dann die Schifffahrt zur Pirateninsel und jetzt die Verfolgung dieser Schmuggler. Immer war er dabei nass geworden.

Bis zum Hals im Wasser stehend, mühte er sich mit den Anderen im Dunkeln ab das Boot wieder aufzurichten, damit es nicht vollends mit Wasser volllief. Dann -endlich- watete er mühsam aus dem Meer und begann sogleich Bart und Hemd auszuwringen, zog sogar kurz die Stiefel aus um das Wasser auszugießen und grummelte die ganze Zeit zwergische Verwünschungen vor sich hin.

Merdarion stimmte plötzlich herzhaft in sein Fluchen mitein und entzündete eine Fackel. Wie er die trocken vom Boot gebracht hatte, war ihm ein Rätsel, da der ganze Kerl vor Wasser nur so triefte.

"Hm, sicher das Boot dieser Schmuggler",  kommentierte er und schlüpfte wieder in seine nassen Stiefel, die bei jedem Schritt ein leises Schmatzgeräusch verursachten. Zur Sicherheit zog er seine eigene Axt, die er an seinem Algenhemd ein wenig trockenrieb, so gut es eben ging, sonst rostete das gute Stück noch. Er vermied es direkt in das Licht der Fackel zu sehen um seine Nachtsicht zu behalten. Dadurch hatte er weniger Probleme seinen Weg zu finden als die Menschen und blieb vorne bei Merdarion.

Dadurch war er einer der Ersten, welche die Höhle der Schmuggler betraten. Jetzt galt es zu erwähnen, dass es eine gute Beobachtungsgabe brauchte, um die Fallen in den Minenschächten und Tunneln einer Zwergenstadt in Stand zu halten. Daher kannte er sich auch gut mit Gesteinssorten aus und nach einiger Beobachtungs seiner Umgebung fiel ihm eine Unstimmigkeit ins Auge. Er ließ die Gruppe kurz hinter sich und ging hinüber zu der Wand, die ihm seltsam vorkam, strich mit der Hand darüber... und direkt hindurch. Verdutzt prüfte er nach, was ihm seine Finger sagten. Da war keine Wand, aber er konnte ganz klar den Fels vor sich sehen. Zögerlich trat er einmal ganz hindurch...

Kurz darauf kam er mit schmatzenden Schritten hastend wieder zu Merdarion und den Anderen. "Die Wand dort drüben ist nicht echt." , flüsterte in dem Ton, den man auch noch in ein paar Meter verstehen konnte und deutete mit seinem rechten Daumen über die Schulter zur besagten Stelle.
"Man kann einfach hindurchgehen. Dahinter ist ein Gang, der nach ein paar Metern einen Knick macht und ich habe Licht gesehen." , berichtete er ein wenig aufgeregt. So einen Zauber hatte er immerhin noch nie zuvor gesehen und fand die ganze Sache höchst merkwürdig.
Autor: Lasse Bluten Datum/Zeit: Sonntag 15 Oktober 2017, 15:32
Es ging weiter... immer weiter hinaus, das Licht der Laterne kam immer näher und so langsam zeichnete sich ein Lächeln auf Lasses Gesicht ab. Es verschwand jedoch recht schnell wieder, da auf einmal ein Ruck durch das Boot ging und es sich zur Seite neigte.
Bluten bremste seinen Sturz mit Hilfe seines Kinns und fiel anschließend in das Wasser neben dem Schiff. Zum Glück war es nicht tief, da all diese Ereignisse den Minenarbeiter recht unvorbereitet trafen.

-2LP

Lasse erhob sich wieder aus dem Wasser. Tatsächlich lugte nur der Kopf des Zwerges aus dem Wasser und Lasse wäre beinahe über Cranneg gestolpert. In der Dunkelheit war dieser kleine haarige Kopf im Wasser nur schwer zu erkennen gewesen.

Sichtlich schlecht gelaunt machte sich Bluten mit einigen anderen daran das Boot wieder aufzurichten.

Als das geschafft war versammelten sich alle am Strand. Hier hatte Herr Merdarion das Boot der Schmuggler gefunden. Doch der Zwerg fehlte und der Minenarbeiter sah sich um. Ihm fiel die Wunde an Kairas Arm auf und er wünschte sich er könnte Ihr helfen, jedoch kannte es sich mit solchen Dingen nicht aus und er beließ es dabei sein Gesicht ein wenig zu verziehen. Gerade als er einwerfen wollte, dass Cranneg fehlte kam dieser wieder in den Schein der Laterne zurück. Er berichtete von eine Steinwand, die aber keine Steinwand ist. Man könne hindurchgehen und es gäbe Licht dahinter.

"Ich bin zu alt für diesen Scheiß!", murmelte Lasse, zog seine Axt und ging grob in die Richtung aus der der Zwerg kam, drehte ich im Gehen um, breitete die Arme aus und sagte zur restlichen Gruppe: "Lasst uns das jetzt beenden! Ich lasse bluten, die Schweine!"
Autor: Engabor Datum/Zeit: Sonntag 15 Oktober 2017, 20:29
Nach ein ordentlicher Ruck das Boot der Abenteurer erfasste und gut durchschüttelte war Serkaru sehr dankbar dafür, nicht wie manch andere in den Genuss eines kalten und sicherlich erfrischenden Bades zu kommen.
Dem halb gekenterten Boot gerade so entkommend, half er dabei es wieder aufzurichten. Schließlich mussten sie wieder zurück zum Hafen und zu schwimmen kam für ihn nicht in Frage.

Die Gruppe teilte sich auf und Serkaru blieb bei den Booten. Das Schmugglerboot sollte untauglich gemacht werden und er stellte sich schon die Gesichter der Banditen vor, wenn sie nach wenigen Ruderschlägen absaufen würden. Doch sie blieben nicht lange alleine.

Als Cranneg zurückkehrte und von seiner Entdeckung berichtete wurde er neugierig. Neugierig und misstraurisch. Ein als Wand getarnte Illusion bedeutete, dass der oder die Magier anwesend sind. Nun gab es kein zurück mehr und sie mussten schließlich dem Rest der Gruppe beistehen.
"Im Kampf gegen einen Magier kommt es auf jede Klinge an, wenn wir eine Chance haben wollen", dachte er sich und war gerade dabei sich mental auf den bevorstehenden Kampf vorzubereiten, als Lasse seine Axt schwung und zum Angriff motiviert war.

Inspiriert durch Lasses Mut, oder eher seine Tollkühnheit, war Serkaru ebenfalls gewillt mit seinem Schwert ein paar Schmuggler zu erschlagen. "Ich bin dabei!" rief er "Lasst uns diese Lumpenhunde niederstrecken und die Stadt von dieser Pest befreien!"
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Sonntag 15 Oktober 2017, 21:57
Runde 7

Bootsparty
Serkaru blieb also vorerst bei der gestrandeten Schnigge und dem Ruderboot zurück während der Rest sich weiter umsah. Merdarion der die Laterne hielt war neben Cranneg zuerst in der Höhle. Mit dem schwachen Licht versuchte er eine mögliche Öffnung oder einen Stollen zu finden, aber vergeblich. Erst der Zwerg entdeckte die Illusion die den Eingang zum Schmugglerversteck schützte. In der zwischenzeit war auch der Rest der Gruppen inklusive Serkarus der eigentlich wache halten sollte versammelt und lauschte den Worten des Schmiedes. Genervt spuckte Merdarion ins Wasser, er mochte keine Magie. "Na dann wollen wir doch mal sehen was sich dahinter verbirgt." Noch immer hatte der Minenbesitzer sein Schwert gezogen die Laterne stellte er auf einen kleinen Felsvorsprung in einem Stollen wäre sie wahrscheinlich nur im Weg. "Dann zeigt einmal wo genau ihr 'es' gefunden habt." Erstaunt betrachtete er die Wand, ja sie sah etwas anders aus, und da das Wasser prallte nicht dagegen sondern floss hindurch. Vorsichtig streckte Merdarion seine Schwertspitze aus die ohne Hinderniss hindurchglitt. Ein wirklich blöder Witz bezüglich eines Schwertes in Stein fiel ihm ein, jedoch passte der einfach nicht hierher. "Na dann." er atmete einmal tief durch und schritt hindurch. Wer genau hinhörte vernahm noch das murmeln "Ich hasse Illusionen."

Es war wie der Zwerg beschrieben hatte vor ihnen lag ein Gang der mehrere Meter in den Fels hineinragte und dann einen Knick machte. Hinter diesem dräng drüber Licht herein. Mit einem Winken bedeutete Merdarion den anderen ihm zu folgen, an der Ecke lugte er und schlich dann weiter. Der Fels wurde durch Stützen und einer Holzverschalung ersetzt. Auch dieser Abschnitt endete nach etwa fünf Schritten an einer Abbiegung. Deutlich mehr Licht machte das Sehen leichter daher kamen sie etwas schneller voran, dann tauchte ein Schatten und wenige Sekunden später ein Mann in dem Gang direkt vor ihnen auf. Der Minenbesitzer handelte schnell, mit einem beherzten Schritt rammte er dem Mann das Schwert in den Bauch, für einen Schlag war einfach nicht genügend Platz und warf sich gegen ihn. Beide Männer knallten gegen die Holz. Die Schulter trieb dem Verwundeten die Luft aus den Lungen trotzdem entkam seinen Lippen eine Schrei. Sie waren entdeckt. "Weiter hier drin können wir nicht kämpfen." Merdarion deutete nach vorne von wo bereits Lärm erklang. Derweil versuchte er sein Schwert aus Mann und Wand wieder herauszuziehen.

Wenige Meter weiter endete der Gang und machte einer weiteren natürlichen Höhle Platz, an den Wänden hingen mehrere Lampen und einige Kohlebecken spendeten Wärme. Einen Teil der Wände nahmen mehrere Tische ein auf denen Flaschen und Werkzeuge lagen. Überall standen Kisten verschiednster Größe umher. Insgesamt dürfte der Raum gute zehn mal zehn Schritte groß sein und gute drei Schritt hoch. In der Höhle befanden sich auch noch einige Männer die jetzt zu  Waffen griffen um die Eindringlinge zu erledigen. Zu den Schmuggler gehörten ein breiter kleiner Mann in kurzer Hose, Hemd und einer Art Säbel. Daneben zog ein in Gambeson gekleideter muskulöser Mann seine Handaxt aus der Tischkante. Laut fluchend stand Norgrim in der Mitte des Raums und funkelte die Angreifer böse an. In den Händen hielt er ein Schwert und unter seinem weiten Mantel schimmerten Metallringe. Ein ganz junger Bursche mit zwei Dolchen in der Hand befand sich etwas hinter den anderen und deckte einen Mann mit weißem Vollbart, Robe und breitem Hut.

Beerli
Hansz war sofort begeistert als er die Worte Beerlis vernahm und nickte eifrig. Ganz im Gegensatz Flinn er eine im Dunkeln schwer zu erkennende Schnute zog und vor sich hin brummelte. Die Kutsche hatte eine Geschwindigkeit bei der man getrost nebenherspazieren konnte, daher fiel es den beiden Verfolgern nicht schwer an ihr dranzubleiben. Das leise Geräusch der Räder auf dem lehmigen Boden des Hafens und Krakingens wurde bald schon durch das Knarzen auf dem Kopfsteinpflaster der Hauptstraßen verdrängt. Der Kutscher lenkte sein Gefährt in Richtung des Handwerkerviertels. Ab und an passierten sie einige Nachtwächter auf ihrem Weg doch diese stellten sowohl dem Fuhrwerk als auch dem Zwerg mit dem Kind keine Fragen. Im Handwerkerviertel waren viele Fachwerhüser zu sehen deren Giebel sich über der Straße fast beührten. Aus einigen Fensterläden schien noch spärliches Licht auf die Straßen, von drinnen drang dann meist das Geräusch arbeitendener Menschen, oder Elfen oder was auch immer da wohnte. Nach beinahe einer guter Stunde Fahrt hielt der Kutscher endlich an, wie zuvor beim Lagerhaus klopfte er an einer Tür und kurz darauf kamen zwei junge Burschen heraus die die Kiste hineinschleppten. Danach verschwanden Kutscher und Karren in der Dunkelheit. Das Haus war eines von vielen in einer Reihe, dreistöckig mit Spitzdach nur aus dem Erdgeschoss drang Licht. Neben der Tür hing ein Schild auf dem so eine Art Glas oder Becher zu erkennen war oben ganz dünn und unten rund. Dazu war etwas darübergeschrieben. Hansz knuffte den Zwerg in die Seite. "Watt stetn da?" fragte er.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Freitag 20 Oktober 2017, 15:40
Geführt von Kaira waren sie rasch an der Illusion, die Cranneg entdeckt hatte, vorbei. Dahinter kam überraschenderweise ein Gang mit einer adäquaten Beleuchtung zum Vorschein. Sie nahm die Hand von Kairas Rücken und murmelte verlegen ein "Dankeschön."

Sie waren der Vorhut noch nicht lange hinterher gelaufen, als plötzlich ein Schrei durch den Gang hallte. Sie warf Kaira einen warndenen Blick zu:
"Das ist nicht gut. Entweder war das einer von uns, dann sind wir jetzt nicht nur entdeckt, sondern womöglich auch schon geschwächt. Oder das war einer von ihnen, dann sind wir aber immer noch entdeckt - das heißt, wir laufen auf jeden Fall in eine ungünstige Situation und sollten überlegen ob wir ...", sie verstummte und eine Art Beben gin durch ihren Körper. Dann legte sie ihre Umhängetasche ab (sie würde bei einem Kampf nur stören) und hielt ihren eisenverstärkten Kampfstab bereit.

Kampflustig nickte sie Kaira zu und stürmte los: "Auf sie mit Gebrüüüüll", schrie sie, und wenn der Schrei ach per se nicht angsteinflößend wirkte, so würde er doch dem einen oder anderen überaus unangenehm sein.

Sie stürmten in eine Höhle, in der die drei anderen bereits angekommen waren und in einen Kampf verwickelt waren. Kaira hatte sie doch noch überholt, und das, obwohl sie sogar noch etwas Magisches angestellt hatte, wie Rorokpal instinktiv gefühlt hatte. Die langen Beine einer Amazone müsste man haben ...

Da war Cranneg, der auf der linken Seite bereits einen der Gegner ausgeschaltet hatte. Da war Lasse, der sich Norgrim vorgenommen hatte. Kaira verwickelte den Mann mit der Axt auf ihrer rechten Seite in einen Kampf und so blieb für Rorokpal nur der kleine Bursche mit seinen Dolchen übrig, mit denen er einen freundlichen alten Mann mit weißem Bart bedrohte. Dieser besaß ein recht beachtliches magisches Potential, wie sie spürte, und so dachte sie daran, den Messerjungen anzugreifen, damit der Alte sicher wäre.

"Haltet aus, Großväterchen, wir retten Euch!", rief sie und lenkte die Aufmerksamkeit des jungen Messerburschen auf sich - gut so.
"Ähm, ich glaube nicht ... dass er ... auf unserer Seite steht. Autsch.", sagte Rorokpal schnaufend, als sie mit ihrem Stab ausholte und völlig unerwartet von dem Jungen angegriffen wurde. Mit einiger Mühe parierte sie die beiden Messer und hieb nach seiner Seite, während sie zurück wich.

Der Bursche schnappte kurz nach Luft, da ihr Hieb doch recht kräftig gewesen war, doch dann fasste er sich wieder und wischte sich verächtlich über die Schulter - macht mir doch nichts aus war die Botschaft.
Ebenso verächtlich wischte sich Rorokpal über den Arm und bemerkte einen Kratzer, welchen ihr der Bursche mit der Dolchspitze zugefügt hatte. Nicht einmal vergiftet - Amateur.

Hinter ihr ging es ebenfalls drunter und drüber, doch auch wenn Merdarion nun zu ihr aufschloss, vermochte der alte Mann, der in der Tat ein Magier war, einen Zauber zu wirken, der Cranneg eiskalt erwischte. Der Kampf war noch nicht vorüber ...



Autor: Kaira Datum/Zeit: Freitag 20 Oktober 2017, 18:20
Cranneg stürmte ihnen aufgeregt entgegen und berichtete von einer Wand durch die man durchgehen konnte. Er ging eilig vorweg und Kaira und Rorokpal hielten sich für den Überraschungseffekt in einem geringen Abstand hinter ihnen. Ihre Begleiterin nahm ihre Assistenz, da sie im gegensatz zur Amazone nicht im Dunkeln sehen konnte.

Vor ihr verschwanden Merdarion, Lasse und Cranneg durch die besagte Wand und so führte auch Kaira Rorokpal mit sich durch diese hindurch. Sie machte sich bereit für ihren Kampf und war dabei ihren Steinhautzauber zu vollführen, doch ein jäher Schrei riss sie aus ihrem Zauber. Sie hielt ihren Speer Kampfbereit und blickte kurz zu Rorokpal, ob sie sich nun in der Dunkelheit alleine zurecht fand. Hinter der Illusion war es deutlich heller geworden und so bestätigte ihr Rorokpal mit einem kurzen Nicken, dass es losgehen konnte. Trotzdem musste sie sie davor bewahren, über einen gefallenen Wächter zu stolpern, als sie sich schnellen Schrittes den anderen näherten. Vermutlich die Ursache des Schreis.

Cranneg schmiss sich vor ihnen gerade gegen einen kleineren breiten Mann mit einem Säbel. Während sie auf einen kräftigen Kerl mit Axt lossprang sah sie aus den Augenwinkeln wie Crannegs Gegner schon nach nur einem Schlag zu Boden fiel. Dadurch war sie kurz abgelenkt, ein fataler Fehler, denn ihr Gegner ließ nicht auf sich warten. Er grunzte und haute schwerfällig zu. Sie wich gerade noch rechtzeitig einen Schritt zur Seite, doch das genügte bei weitem nicht. Zwar konnte sie so verhindern, dass ihr kurzerhand der Arm abgetrennt wurde, doch unverschohnt sah anders aus.

Trotz des Schocks versuchte sie den Mann mit der Axt vor ihr anzugreifen. Den Speer fest umschlossen und mit einem angriffslustigen Blick ging sie auf ihn los. Doch mit einer intuitiven Bewegung konnte er den Schlag seiner Angreiferin umgehen und stand mit einem breiten Grinsen da, bereit um wieder auszuholen. Womit er nicht gerechnet hatte war, dass sich ein zweiter Angreifer dazugesellte. Und so traf ihn nun ein wuchtiger Schlag von der Seite. Das bot ihr Zeit um einen erneuten Angriff vorzubereiten.... Diesmal griff sie unter laut tosendem Amazonenschrei an, das konnte sie sich schließlich nicht so gefallen lassen.


LP: 6/13
MP:7/8
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Freitag 20 Oktober 2017, 23:21
Beerli schaute sich das Schild genauer an. Es bestand aus 3 Buchstaben, die für ihn aber keinen Sinn ergaben. Nach einiger Zeit gab er es auf und flüsterte zu Hansz "Woher soll ich das wissen? Außerdem ist es viel zu dunkel, um richtig lesen zu können. Lasst uns lieber mal dort durch die Fenster schauen." Sie schlichen alle drei näher heran.

Hinter dem Laden konnten sie einen kleinen Arbeitsraum erkennen. Darinnen ist ein Mann mit Robe und Bart und ein junger Helfer damit beschäftigt Flaschen mit Aufschrift von der Kiste in ihre Regale zu Räumen. Viel mehr hat der Raum außer ein paar Regale und ein Tresen nicht zu bieten.

Sie schauten den beiden Männern eine Weile zu. "Habt ihr den schon mal gesehen?" flüsterte Beerli seinen beide Begleitern zu. Hansz und Flinn sahen sich an und überlegten. Dann sagte Flinn "Ähm...Nein. Doch! Wir haben den ab und an auf'm Markt geseh'n." Er nickte Hansz zu, als wolle er seine Aussage damit bekräftigen. Doch Hansz schien nicht so überzeugt zu sein "Ich bin mir nicht sicher Flinn. Man kann den Mann nicht besonders gut erkennen und viele Männer sehen sich hier ähnlich."

"Vielleicht sollten wir noch etwas warten. Ich würde gerne wissen, was in diesen Flaschen ist. Möglicherweise ist das hier ein Laden und in Läden kann man Dinge kaufen." Beerli wurde langsam wirklich müde und konnte nur noch langsam denken. Wann hatte er das letzte mal etwas gegessen? "Ich schlage vor wir suchen uns ein ruhiges Fleckchen von dem wir das Haus beobachten können. Wenn die Nacht über nichts mehr passiert werden wir morgen früh hereingehen und uns umsehen. Vielleicht kaufe ich auch etwas."

Gesagt getan. Die drei suchten sich eine Ecke, die schlecht einsehbar war, von der aus sie aber alles gut im Blick hatten. "Weckt mich wenn etwas passiert!" sagte Beerli und fügte scharf hinzu "und weckt mich, bevor ihr zwei einschlaft!" Mit diesen Worten zückte er sein Backblech, legte es unter seinen Kopf und schlief sogleich ein.
Autor: Lasse Bluten Datum/Zeit: Sonntag 22 Oktober 2017, 19:33
So gingen sie also alle in den Stollen.
Auf einmal stand jemand vor Merdarion und dieser stieß mit seinem Schert zu! Leider entwich dem Betroffenen noch ein Schrei und nun musste es schnell gehen.
Zusammen mit Rorokpal und Kaira ging Lasse um die Ecke und sahen da 5 Männer in der Höhle zwischen der recht rustikalen Einrichtung.
Lasse atmete einmal tief ein, wieder aus und ging tief... er nahm Anlauf und rammte dem Mann in der Mitte Schulter und Axtkopf in die Magengegend.
Danach stand er wieder auf und ein ungestümer Hieb ging in die Richtung seines Gegenüber.
Autor: Darius Datum/Zeit: Sonntag 22 Oktober 2017, 20:43
Zurück ging es darauf in den neu entdeckten Gang, immer hinter Merdarion her, der äußerst entschlossen wirkte und Cranneg gratulierte seiner eigenen Geistesgegenwart bereits seine Waffe gezogen zu haben, als sie unvermittelt einigen Schmugglern gegenüberstanden, die ebenso verdutzt waren. Es war als ob die Zeit langsamer verging, während beide Seiten einander musterten, dann ging es auch schon in den Kampf.

"Baruk khazad ai-menu!*", rief er ihren Feinden entgegen und sprintete so schnell ihn seine Beine trugen.

Er schrie um sich selbst Mut zu machen, während auf den kleineren Mann mit dem Säbel losging und mit aller Kraft mit seiner Axt ausholte und auf ihn eindrosch. Mit einem Schrei ging sein Gegner zu Boden, vielleicht nicht tot, aber außer Gefecht, als sich die Axt ins Fleisch fraß. Mit dem Blut voller Adrenalin schaute er sich hektisch um. Jeder war in einen Kampf verwickelt, doch der Angriff war überraschend geschehen und sie schienen die Oberhand zu haben.

DA! Der Weg zu dem Mann mit dem weißen Bart war frei! Sein Leibwächter wurde anderweitig beschäftigt und kein Hindernis im Weg. Ohne Umschweife rannte er an Kaira, Rorokpal, Serkaru und Merdarion vorbei direkt auf den Menschen zu, die Axt zum Schlag erhoben.... doch es sollte nicht seine Axt sein, die den Magier traf. Stattdessen wurde er seinerseits von einem Schlag getroffen, nachdem der Mensch eine sehr irritierte Miene zur Schau stellte, ehe ihn eine unglaublich starken Winböe erwischte, welche ihn glatt von den Füßen holte und fluchend rückwärts von dem Magier wegpurzeln ließ. Der raue Boden riss seine Hände auf und sorgte für einige hübsche blauen Flecken und er würde auch die ein oder andere Beule behalten, als er endlich zum Liegen kam und sich mit einem leisen Stöhnen erst langsam wieder hochrappelte.

"Khagam menu penu shirumund!**", rief er in Richtung des berobeten Magiers und kämpfte sich wieder auf die Beine um es nocheinmal zu versuchen.

-10 LP


Übersetzung:
*Die Äxte der Zwerge über euch!
** Euer Vater hatte keinen Bart!
Autor: Engabor Datum/Zeit: Sonntag 22 Oktober 2017, 21:47
Serkaru schloss sich der Kampfgruppe wieder an und verfolgte erst einmal das Kampfgeschehen. Er wartete auf eine günstige Gelegenheit in den Kampf einzugreifen.

Er beobachtete wie Kaira mit einem axtschwingenden Banditen einen Waffenaustausch hatte. "Den schnappe ich mir" dachte er sich und schlich sich hinter ein paar Kisten nahe des Kampfgeschehens.

Seine Haut wollte er nicht an erster Stelle riskieren, also wartete er noch einen Moment. Kurz nachdem der Schurke seine Axt in Kaira versenkte schlug er zu.
Mit einem beherzten Schritt aus seiner Deckung bohrte er sein Schwert genau die Lunge des Axtkämpfers. Dieser ging zu Boden und Serkaru hielt mit einem hämischen Grinsen Ausschau nach einer weiteren Gelegenheit seine Klinge mit Blut zu tränken.
Er sah eine günstige Gelegenheit, um den Anführer der Bande eine großzügige Wunde zu verpassen. Dieser war gerade abgelenkt und Serkaru stürmte los und traf ihn am Rücken.
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Montag 23 Oktober 2017, 13:27
Runde 8
Beerli
Es musste füher morgen sein, auf dem Backblechkopfkissen hatte sich Raureif gebildet. Die Nacht war wirklich verdammt kalt gewesen und die beiden Jungen saßen eng aneinandergerückt in der Gasse. Hansz Zähne klapperten aufeinander und Flinn war wirklich blass. Doch beide hatten sich die Nacht um die Ohren geschlagen und stupsten nun den Zwerg an. "E...E...Es ist ...m..m.....Morgen."

Nun morgen war es doch die Sonne hatte sich noch nicht ganzentscheiden können aufzugehen, die Gasse in der die drei saßen war noch leer doch unweit von ihnen waren schon die ersten Handwerker unterwegs. Auch der Laden den sie so fleißig observiert hatten war geöffnet. Ab und an ging auch ein Kunde hinein und kam etwas später meist mit einer volleren Tasche wieder heraus. Jedoch war das Schild des Ladens nun deutlich besser zu erkennen als noch vor Stunden. In metallisch reflelktierenen Lettern waren die drei Buchstaben T.W.O und das Gefäß darunter sichtbar.

Beerli -3 LP wegen Kälte in der Nacht


Der Rest
Nach dem Warnschrei des ersten Schmugglers war eine allgemeine Hektik ausgebrochen. Dies betraf sowohl die Abenteurer als auch die Schmuggler in der Höhle. Mit derart vielen Eindringlen wie sie in den kleinen Raum stürmten hatten sie natürlich nicht gerechnet. Unter dem starken Hieb des Zwerges fiel auch schon gleich der erste zur Seite. Aus einer recht großen Wunde lief Blut und färbte den sandigen Boden dunkel. Als Zweites fiel der Mann mit der Axt der noch immer ungläubig auf die Klinge starrte die aus seiner Brust ragte als er schon zur Seite Kippte. Kaira und Serkaru hatten gute Arbeit geleistet, während die Amazone sich noch zu orientieren schien war der Soldat bereits weitergelaufen um Norgrim zu attakieren. Dieser  schlug auf Lasse ein, dessen Schläge hatten wegen dem Kettenhemd keinen allzugroße Schaden anrichten können und so stand der Schläger immer noch als Serkarus Klinge mit der Spitze voran in das Kettenhemd bohrte. Die Wunde war nicht sonderlich tief, doch mussten einige der Ringe gesprungen sein, vielleicht waren sie nicht vernietet, zumindest war rotes Blut am Ort der Waffe zu sehen als sie zurückgezogen wurde. Einen ähnlich schweren Stand hatte Rorokpal, der Jungling mit den Messern hatte ihr zugesetzt und im Gegenzug selbst ein paar Schläge mit dem Kampfstab abbekommen, doch noch immer beobachtete er die Druidin mit zornigen Augen.

Endlich war es Merdarion gelungen sein Schwert zu befreien, der leblose Körper des Mannes sackte in sich zusammen als er nicht mehr an der Wand gehalten wurde. Schnell verschaffte sich der Minenbesitzer einen Überblick um dann Rorokpal zur Seite zu springen. Im Gleichen Moment flog auch schon Cranneg an ihm vorbei, der Zwerg hatte den Magier scheinbar unterschätzt. Ein halber Schritt zurück und ein Schlag zur Seite genügten um ihn aus der Reichweite des Jünglings zu bringen und sogar eine dessen Waffen zur Seite zu schlagen. Die Duidin nutzte diese Blöße sofort und konnte noch einen Treffer landen. Ins Stolpern geraten konnte er der Klinge Merdarions dann nicht mehr ausweichen, die dem Kampf ein Ende setzte. Blieben noch zwei Gegner, Norgrim der sich nun mit Kaira, Lasse, Serkaru und Cranneg konfrontiert sah und der Magier der kurz vor Rorokpal und Merdarion stand. Das Machtverhältnis war deutlich und den beiden Schmugglern musste klar sein das sie verloren hatten.

Langsam hob der Mann in Robe und Bart die Arme und signalisierte seine Aufgabe. "Norgrim!" Seine tiefe recht wohlklingende Stimme klang wie ein Befehl. Der Angesprochene schaute nach hinten ehe auch er sein Schwert fallen ließ. Doch ehe auch nur einer der Anwesenden reagieren konnte schoss ein heller Lichtblitz aus den Fingern des Magiers und schlug in Norgrim ein. Dieser fiel unter Zuckungen zu Boden, das Kettenhemd glühte leicht an der Eintrittsstelle und der Geruch von verbrannter Haut, Kleidung und Fleisch zusammen mit dem von Ozon machte sich in der Höhle breit. Merdarion blieb nicht viel Zeit zu handeln wenn der Kerl vorhatte nochmals einen dieser Zauber zu wirken dann sah es für einen von ihnen Übel aus. Abgesehen von Rorokpal war sonst niemand in Reichweite und der Druidin traute er nicht zu das sie jemanden schnell ausschalten konnte. Er wusste selbst aber auch nicht was zum Zauber benötigt wurde, ob ein Handzeichen reichte oder ein Spruch. Daher blieb wohl keine andere Wahl, das Breitschwert schnellte nach vorne, die kurze Schneide durchschnitt die Haut und Muskeln des vor Schreck hochgerissenen Arms und der Ort schnitt sauber in den Halsansatz. Es entstand eine ziemliche Sauerei und Merdarion schritt vorsichtshalber einen Schritt zurück. Innerhalb weniger Sekunden rührte sich auch der Magier nicht mehr.

"Hm." Der Minenbesitzer sah sich um, scheinbar hatte keiner der Schmuggler überlebt, nicht optimal aber besser als Verluste in den eigenen Reihen. "Seht euch um ob ihr etwas brauchbares findet oder einen Hinweis darauf was hier passierte." Dann machte er sich selbst daran einge der Leichen zu untersuchen. Auf den Werkbänken lagen allerlei Glasflaschen, auf beiden Seiten in verschlossenem Zustand. Dazwischen hatte jemand die Flaschen geöffnet und an den großen Korken zu schaffen gemacht. Diese wiesen kleine Hohlräume auf, in manche waren kleine grünliche Kügelchen hineingeschoben worden. Auf einigen Flaschen klebte eine Art Etikett 'T.W.O Allery Wunderkur'. Ansonsten fand man auf den Werkbänken noch einige Messerchen und ähnliche Werkzeuge die dazu verwendet wurden die Korken auszuhöhlen. Die im Raum verteilten Kisten waren teilweise noch vernagelt, andere hingegen bereits mit den Flaschen sammt Dämmmaterial befüllt. Auf dem Boden lagen auch zwei Stemmeisen. "Dann lasst uns die Kiesten mal öffnen." Merdarion deutete auf einen weiteren Berg Behälter.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Montag 23 Oktober 2017, 22:24
"Aaargg, beim Barte des großen Brombus." Er streckte sich. Das war keine gute Idee. Ihm taten alle Knochen weh. "Diese verdammte Kälte!" Die Nacht über war wohl nichts interessantes mehr passiert. Die beiden Jungs hätten ihn sonst sicherlich geweckt.

"Bleibt hier. Ich schau mal, was ich herausfinden kann." Mit diesen Worten stand er etwas unbeholfen auf, hustete einmal gelben Schleim aus (wahrscheinlich bekam er eine Erkältung) und stapfte zum Eingang.

Der Verkaufraum war mit Regalen vollgestellt in denen allerlei Flaschen standen. Beerli stellte fest, dass die Flüssigkeiten darin verschiedenste Farben hatten und verschiedene Etiketten trugen. Hinter der Theke stand ein Regal mit mehreren gleichen Flaschen, diese waren bauchig und trugen alle die Aufschrift T.W.O und noch irgendetwas, das der Zwerg nicht lesen konnte. Er erinnerte sich daran, dass er bald lesen und schreiben lernen wollte. Es würde ihm für die Zukunft seiner Bäckerei sicherlich helfen.

Hinter der Theke stand ein junger Mann und bediente Kundschaft. "Ich hätte gerne die Wunderkur dort drüben für meinen Herren." Der Verkäufer reichte ihm eine der Flaschen und der Kunde ging hinaus.

Beerli stand nun alleine im Laden. "Seid gegrüßt. Sagt, was für Wunder können eure Kuren denn vollbringen? Ich bin auf der Suche nach etwas besonderem und vielleicht habt Ihr genau das richtige für mich."
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Dienstag 24 Oktober 2017, 22:45
Abschätzend musterte der junge Mann den Zwerg. Er schien zu dem Ergebnis zu kommen das es sich eher um einen Kunden handelte als um einen Streuner oder Bettler und der Gesichtsausdruck wechselte von ernst zu geschäftsfreundlich.

"Willkommen, willkommen, wir bieten allerlei Wunderkuren, gegen Warzen, Haar- oder Bartausfall, gegen die Pocken und gegen schlechten Atem und Auschlag an. Alles was das Herz begehrt und für den kleinen..." Dabei zeigte seine Hand auf die vorderen Regale  "...und den großen Geldbeutel." Diesmal zeigte er das Regal hinter ihm. "Was bedrückt euch denn Gevatter? Sind es die Füße oder der Rücken? Euer Haar schein ja auch schon etwas..." Was genau mit dem Haar nicht stimmen könnte ließ er jedoch offen.

"Was ist mit meinen Haaren?" frage Beerli erschrocken und fasste sich an den Bart. Der Kerl schien ihm nicht ganz geheuer zu sein. Außerdem hatte er ein fürchterlich kariertes Hemd an und fuchtelte die ganze Zeit wild mit den Armen in der Luft herum. Das machte Beerli nervös.
Autor: Kaira Datum/Zeit: Donnerstag 26 Oktober 2017, 14:46
Kaira war total geschafft, die Verletzung setzte ihr zu. Leider kannte sie sich bisher nicht mit der magischen Heilkunst aus und so hatte sie den traditionellen Weg zu nehmen. Njaa nicht ganz, eine Wundbehandlung und ein langsamer natürlicher Heilprozess konnte sie sich in ihrem zustand nicht zumuten. Sie kramte in ihrem Rucksack, fand eine der Flaschen und setzte sich unter einem Ächtzen auf eine Box. Dann öffnete sie den Verschluss und trank sie leer. Die Mischung aus bitter und süß lies sie ihr Gesicht verziehen. Ihre Rezepturänderung hatte es noch immer nicht geschafft den starken Eigengeschmack zu übertönen, sie würde wohl weiter experimentieren müssen. Nun beobachtete sie, was in ihrem Körper vor sich ging, ob die Medizin denn immer ncoh ihre gewollte Wirkung erzielte. Langsam kroch Wärme in ihren Oberkörper und von dort in Richtung der beiden verletzten Arme. Der besonders schlimm getroffene fing regelrecht an zu brennen, nun da die Selbstheilungskräfte durch den Trank um ein vielfachen potenziert wurden. Sie musste noch eine kurze Zeit sitzen bleiben, dann fühlte sie sich etwas besser. In kürze würde der Trank vollständig gewirkt haben und sie wäre wieder bei Kräften. Für diese Zeit sollte sie sich beser schonen.

Nun da der bittere Geschmack und die größte Hitze verschwunden waren, begann sie, sich zu wundern auf was sie da saß. Eine Holzkiste. Die gehörte geöffnet. Da sie sich nicht direkt dran machen konnte, schaute sie was sonst noch dort zu finden war und begutachtete die Flschen mit ihren Korken. "Seht mal, da sind kleine Kügelchen eingearbeitet. Uh ein strenger Geruch" stellte sie fest nachdem sie sich den duft dieser zugefächelt hatte, wie man das als Heiler lernt. Niemals einfach die Nase wo reinstecken oder die Lunge konnte beginnen zu brennen oder man fiel am Ende in Ohnmacht. "Ob sie wohl von dort aus eine Wirkung abgeben oder ob sich später iweder jemand die Mühe macht die dinger herauszufischen?" Fragte sie sich laut, während sie versuchte ihre Konsistenz zu begutachten ohne die Kügelchen zu berühren, indem sie den Kork leicht bog und einen Stein vom Boden aufhob und ihn gegen die grüne Masse zu drücken versuchte.

Rorokpal öffnete geschickt eine Box und entdeckte Lederhandschuhe. Das War genau nach Kairas Geschmack. "Exzellente Wahl" kommentierte Kaira ihr Paar.

Auch die anderen Kisten wurden geöffnet doch Kaira hatte genau das was sie brauchte. Es hätte ihr eben im Kampf sehr viel erspart dachte sie sich und strich über ihren verwundeten Arm.

Der Plan War wieder an Land zu paddeln und so machten sie sich nach einer Weile wieder zurück zum Boot. Die Leichen ließen sie liegen, die würde eh niemand vermissen und so würde diese Inselhöhle sicherlich mal eine Attraktion für frühreife Abenteurer. 


-1kl. Heiltrank
+Lederhandschuhe
+10 LP
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Donnerstag 26 Oktober 2017, 16:36
Abschätzend musterte Rorokpal den Burschen mit den Dolchen und dieser sie ... wer würde den nächsten Treffer landen, wer würde am Ende siegreich hervor gehen? Der Junge wusste, dies mochte ein langer Kampf werden und auch Rorokpal konnte sich ausrechnen, dass ... Merdarion schnellte hervor und tötete den Burschen mit einem Streich.

Rorokpal schluckte, als sie das junge Leben verblassen sah, doch noch schwerer schluckte der alte Magier, als er sich der Überzahl ausgeliefert sah. Er rief den letzten stehenden Schmuggler, Norgrim, beim Namen - doch anstatt ihn dann zu Hilfe zu rufen, entlud er einen kräftigen magischen Blitzschlag in dessen Brust und Norgrim sackte mit großer Überraschung im Gesicht zu Boden.

"Ich wusste es, Ihr seid in Wahrheit auf unserer Seite und ...", weiter kam Rorokpal nicht, denn Merdarion schlug sein Schwert in den Halsansatz des alten Magiers. Auch dieser sank röchelnd zu Boden.
Rorokpal hüstelte. "Ihr ... habt keinen besonders guten Tag, oder?", wandte sie sich an Merdarion, der schnell vom stark blutenden Leichnam zurückwich, um sich nicht unnötig zu beschmutzen.

Ihr war ein wenig mulmig zumute, weshalb sie Feuer das Handeln überließ und sich selbst etwas tiefer als nötig in ihrem mentalen Haus zurückzog. Normalerweise half sie den Leuten eher und streckte sie nicht nieder. Kaira war recht schwer getroffen worden, doch half sie sich bereits selbst mit Hilfe eines Heiltrankes. "Braucht jemand magische Heilung?", erkundigte sie sich bei der Gruppe, doch bevor jemand anworten konnte, sprach sie schon weiter:
"Sooo, dann wollen wir doch mal schauen, was es hier so gibt. Ah, soso. Aha. Ach.", sagte sie während sie sich umsah. Dann sah sie etwas Vertrautes: "Na so etwas, diese kleinen grünen Kugeln ... das Gift, das den Jungen getötet hat ...die Schmugglerware, die sie transportieren...sind der Grund für all das hier.", schloss sie. Da sie beim letzte Mal vergessen hatte, ein Stück der Substanz zur Untersuchung mitzunehmen, wickelte sie ein paar der Kügelchen in ein Tuch und verstaute sie in ihrer Tasche.
"T.W.O Allery Wunderkur.", las sie auf dem Etikett. "Das kommt mir vage bekannt vor. T.W.O hmmm, ich komm nicht drauf. Vielleiht später."

Dann schnappte sie sich ein Stemmeisen und machte sich an der nächstbesten vernagelten Kiste zu schaffen. "Mal sehen, was hier drinnen ist."
Die Kiste sprang auf, nachdem sie ein wenig daran herumgewerkelt hatte und der Inhalt offenbarte sich - keine weiteren Fläschchen oder Spitzhacken, sondern ...

"Lederhandschuhe! Jede Menge davon. In verschiedenen Größen. Wie praktisch. Alle mal herkommen."

+1 Stemmeisen (Irgendetwas Besonderes?)
+1 Probe der grünen Substanz (wenn es ok ist, Herr SL)
+1 Paar Lederhandschuhe Größe S, elegant und schlank Schutz +2

Autor: Darius Datum/Zeit: Freitag 27 Oktober 2017, 22:38
Zu einem zweiten Ansturm seinerseits reichte es nicht mehr und insgeheim war Cranneg auch froh darüber, nachdem er mit großen Augen beobachtet hatte, wie der andere Mann von einem Blitz gegrillt wurde. Das hätte er selbst sein können. Er schluckte einmal schwer und wandte sich von dem Gemetzel ab, die Beine plötzlich etwas weich. Jetzt fielen ihm auch viel mehr auf, wie sehr verschiedene Stellen seines Körper pochten. Da würde er noch ein paar Tage an einigen ziemlich großen blauen Flecken zu knabbern haben.. und langsam bildete sich eine Beule auf seiner Stirn.

Zum Glück hatte er für solch einen Fall einen Heiltrank dabei. Dessen heilende Wirkung - und den dürftigen Geschmack - hatte er schoneinmal erlebt. Zu seinem Schrecken sah er jedoch, wie Risse in dem Glas zu sehen waren und langsam der Inhalt heraustropfte, als er ihn aus seinem Gürtel zog. Der Sturz! Schnell zog er den Stöpsel heraus und trank den Rest, allerdings vorsichtig, damit er keine Glassplitter in den Mund bekam und warf das Fläschen selbst dann irgendwo in eine Ecke.

Langsam sollte es ihm jetzt besser gehen und nachdem er ein wenig verschnauft hatte, ging er auch zu Rorokpal hinüber, die sie zu sich rief. "Was habt ihr denn da Rorokpal?", fragte er die Apothekenangestellte . "T.W.O ? Noch nie davon gehört. Aber ein Hinweis der uns weiterbringen könnte."

Von den Handschuhen hielt er nicht viel, daher nahm er sich selbst ein Brecheisen und stemmte weitere Kisten auf. In einer davon fand er immerhin etwas Nützliches. "Hier drüben sind Kettenhauben in der Kiste." , rief er über die Schulter zum Rest und nahm sich eine der Hauben mit. Ein wenig Schutz für seinen Kopf konte sicher nicht schaden, auch wenn er darauf achten musste, dass sich Haare und Bart in den Kettengliedern nicht verfingen.

-1 kl. Heiltrank
+10 LP (20/20), +1 Kettenhaube (+1 Schutz) 
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Dienstag 31 Oktober 2017, 10:39
Beerli hatte nicht erwartet von dem Verkäufer eine Antwort zu erhalten. Diese Menschen wussten nichts von guter Bart pflege! Stattdessen schaute er sich die Flaschen etwas genauer an. "Was genau könnt Ihr mir für den großen Geldbeutel anbieten?" Er deutete auf die Flaschen. "Kann ich ma' riechen?" fragte er.

Nach dem Gespräch war er nicht sonderlich schlauer. Er wusste, dass mit diesem Laden etwas nicht stimmt. Vor der Tür suchte er die beiden Jungen und lief zu ihnen. Die Schultern hochgezogen und die Hände in seinen Taschen vergraben. Es war bitterkalt. Was würde er dafür geben tief unter der Erde an einem Schmiedeofen zu stehen und Baklashok  zu rösten. Stattdessen nickte er den beiden Jungen zu. "Lasst uns zurück gehen. Vielleicht kommen die anderen von ihrer Bootsfahrt bald zurück." Was sie tun würden, wenn niemand käme lies er offen.
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Donnerstag 02 November 2017, 10:17
Runde 9

Der Höhlentrupp
Während die anderen sich daran machten die Höhle und die gelagerten Kisten zu untersuchen begutachtete Merdarion die Wände der Höhle und des Ganges. Zwischen Zugang und Höhle musste einmal ein große Kluft im Gestein gewesen sein, jetzt hielt die hölzerne Verschalung die Erdmassen ab die in dieser Kluft abgelagert waren. Es wäre ein leichtes den Zugang zu versperren..... Sie mussten nicht übereilen, ein Blick urück bestätigte das zumindest Rorokpal Beweismittel mitnahm, die konnten später auf jeden Fall hilfreich sein. "Was meint ihr sollen wir den Zugang zerstören? Die Höhle finden wir bei Tageslicht wohl schwer wieder..." Die Entscheidung überließ er den anderen, für Lasse würde es ein leichtes sein ein paar der tragenden Balken zum Einsturz zu bringen. Bevor er die Höhle verließ, schnappte er sich dann ebenfalls eine der Kettenhauben, Beerli konnte sie bestimmt gebrauchen. Ein letzter Blick dann machte er sich in Richtung der vorderen Höhle auf.

"Habt ihr schon eine Idee wie wir wieder zurückfinden? Ich glaube im Dunkeln dürfte es schwer werden Drachenauge anzusteuern." Und das Schiff anlegen zu lassen bestimmt auch. Alternativ bot sich sicherlich an einen Aufstieg zu suchen und zu Fuß zurückzukehren. Beide Optionen waren im Dunkeln als heikel einzustufen.


Es waren gefühlte Stunden vergangen ehe die Lichter der Stadt vor ihnen lagen. Erschöpft und sichtlich ob der Ankunft erleichtert blieb Merdarion stehen. "Was haltet ihr von ein paar Stunden Schlaf ehe wir weitermachen? Ich hoffe Beerli wartet schon bei der Mine auf uns." Dem war jedoch nicht so. Dunkel lag das Minengelände vor ihnen, in dem bereits zuvor genutzten Wohnstollen war kein Licht und kein Zwergenbäcker zu finden. Aus einigen der anderen Stollen schien Licht doch auch dort fand der Minenbesitzer den gesuchten zwerg nicht. Egal einige Stunden Schlaf würden ihnen allen gut tun.

Alle Schlafenden +1 LP

Alle
Eilige Schritte hallten durch den Stollen "Herr Merdarion, Herr Merdarion." Der Minenbesitzer blinzelte in das Licht der Laterne die der Zwergenarbeiter mit sich trug. "Was?" "Ein Zwerg nahmens Blutbart ist angekommen, hat noch zwei Kinder dabei. Ihr hattet doch nach ihm gesucht." Brummend hievte sich Merdarion aus dem Bett und rieb sich die Augen. Das waren eindeutig zu wenige Stunden Schlaf gewesen. "Weck die anderen wir treffen uns gleich oben im der Stube des Verwalters." Immerhin war es dort meist warm und genug Platz für alle. Der zwerg machte sich wie befohlen auf und weckte alle Schlafenden auf. "He, Ihr sollte euch oben treffen auf auf es ist schon Tag." In der Tat konnte man tief unten schon das leise Geräusch von Spitzhacken hören die auf Stein schlugen. Über einen Aufzug der Sowohl für die Loren als auch Arbeiter gedacht war konnten alle nach oben gelangen. Draußen war bereits der Tag angebrochen, ein wolkenverhangener Himmel machte den trüben Eindruck dieses Herbsttages perfekt.

Nach seiner Ankunft war Beerli bereits in die Stube des Verwalters gebracht worden. Mit großen Augen betrachteten Flinn und Hansz die Wände an denen einige Lagepläne hingen. Insgeheim überlegten sie auch schon ob es sich lohnte irgendetwas mitgehen zu lassen. Der Raum war geäumig besaß einen Großen Tisch und mehrere Stühle. Die Einrichtung war bei weitem nicht so schlicht wie in der Mine von Nuru. Trotzdem waren die Wände mit Regalen voller Kartenmaterial und Erzproben vollgestopft. Flinn knuffte Hansz in die Seite und betrachtete die im Licht glitzernden Proben. Lange mussten sie nicht warten da kam ein sichtlich nicht ausgeschlafener Minenbesitzer herein und nickte ihnen zu. Wortlos marschierte er zu einem Schrank nahm mehrere Becher und einen Krug stellte alles auf den Tisch und setzte sich mit einem Schnaufen. Ohne zu fragen goß er in jeden der Becher Wasser und statt seines zu trinken schüttete er es sich ins Gesicht. "So jetzt bin ich wach." schaufte Merdarion "Grüße ihr Drei, wartet noch auf die anderen dann könnt ihr euch alle auf den neusten Stand bringen ich bin gespannt."


Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Donnerstag 02 November 2017, 23:14
Beerli schaute in seinen Wasserbecher. Merdarion schien eine harte Nacht hinter sich zu haben. Er fragte sich, was die anderen auf dem Boot wohl erlebt hatten. Hoffentlich hatten sie etwas brauchbares herausgefunden. Er wusste nicht so recht, wie seine Informationen zu dem Auftrag von Merdarion passten.

Aber bevor er irgendwem zuhören oder etwas erzählen konnte musste er ein Problem dringend lösen. "Ähm... Merdarion? Wie steht es um Eure Vorratskammer? Meint Ihr da ließe sich was zum Frühstück zusammenstellen?" Sein Magen machte ein lautes Geräusch und er schaute unschuldig in die Runde. Die beiden Jungen schauten Aufmerksam zum Minenbesitzer.
Autor: Kaira Datum/Zeit: Sonntag 05 November 2017, 15:08
Der Kampf war vorbei, die Wunden dank des Trankes schnell am Heilen und wunderschöne Lederhandschuhe schützten nun die Haut der Amazone und zwar genau die Bereiche, die zuvor im Kampf getroffen wurden. Was eine Schande, dass sie sie vorher noch nciht gehabt hatte. Rorokpal nahm eine Probe der Flschen mit, was sie sehr gut hieß. Merdarion schlug vor, die Höhle zu verschließen. Ihr war es im grunde egal, aber sicherlich würde es nicht schaden, die Leichen und das Gift unerreichbar zu machen.

Der Weg zurück war mühsam in der Dunkelheit und die Sonne lies es sich nicht nehmen, sie bis zu ihrem Ziel hilflos zu lassen und erst sehr viel später über den Hoirzont zu lucken. Davon bekamen sie jedoch vorerst nichts mit, da sie zu dieser Zeit einige mehr andere weniger schnarchend im Stollen auf einem einfachen Bett lagen.

Als Merdarion sie alle weckte, da Beerli angekommen war, war sie wenig erfreut. Gut, dass sie vor der Hafentour etwas vorgeschlafen hatte, sonst wäre ihre Stimmung sehr viel launischer ausgefallen. Nun da sie alle beisammen am Tisch saßen war sie nicht sehr erpicht darauf diejenige zu sein, die die ganze Geschichte erzählt, zumal sie sich nicht gerade heldenhaft geschlagen hatte wie sie fand. Daher schwieg sie und trank ihr Wasser in kleinen Schlücken vor sich hin während die lauschte und so das Abenteuer ein zweites Mal miterlebte. Nichtsdestrotz, als von den Kisten erzählt wurde, lächelte sie und deutete auch auf ihre Handschuhe, als der Zwerg seine Kettenhaube überreicht bekam.

Als sie dann jedoch einen Nieser von Seiten des Zwerges hörte, war sie schlagartig wach. "Hast du dich erkältet Beerli? Du brauchst etwas warmes Wasser!" Sie kramte schnell in ihrem Rucksack, vielleicht hatte sie noch ein paar Käruter übrig? Enttäuscht musste sie die Suche aufgeben. Nur einen selbstgemachten Bonbon hatte sie noch gefunden. Sie übergab ihn dem Zwerg."Tut mir leid, ich hätte dir gerne einen Tee angeboten, aber warmes Wasser wäre auch schon was."

-2 LP
+1LP

12/13 LP
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Dienstag 07 November 2017, 17:05
Beerli wartete vergebens auf etwas zu essen. Stattdessen freute er sich Kaira wohlbehalten wieder zu sehen. "Also erzähl, was ist passiert?"

"Unsere Nacht..." er deutete auf die beiden Jungs "... war ziemlich ereignislos. Wir sind einer Kutsche die dunklen Gassen gefolgt. Wir dachten die hatten eventuell Schmuggelware dabei. Jawohl... gefolgt sind wir denen. Zu Fuß!" Beerli schien sehr stolz auf seinen Einfall zu sein. "Jedenfalls ist die Kutsche auch nicht weit gefahren. Nur zu einem Laden. Im dunklen konnten wir nicht so viel sehen. Aber das Paket wurde übergeben. Am nächsten Morgen hat sich dann aber herausgestellt, dass es nur einer von diesen halsabschneiderischen Wunderheilern war. Der wollte mir weiß machen, dass etwas mit meinem Bart nicht stimmt! Kann sich das einer vorstellen?" Empört haute er mit der Faust auf den Tisch. "Jedenfalls standen dort drei große Buchstaben auf dem Eingangsschild. "Er überlegte kurz. "Irgendwas mit T ... und ein W und ein O waren es glaube ich. So genau hab' ich nicht geschaut." Nach einer Pause fügte er hinzu "Ich hoffe ihr habt mehr rausgefunden! Sonst können wir gleich wieder Heim fahren."
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Donnerstag 09 November 2017, 12:49
Der Kampf war vorrüber, die Beute verteilt und die Probe der grünen Kugeln verstaut. Dann also zurück zum Boot! Sie wandte sich den anderen zu, die jedoch bereits Anstalten machten, den Hang am Steilufer empor zu klettern. Und das im Dunkeln! Ihr vielen fast die Augen aus dem Kopf, als sie sah wie die anderen in der Dunkelheit verschwanden. Anscheinend war ihnen der Kampf noch nicht anstrengend genug gewesen, jetzt noch über rutschiges Erdreich den Aufstieg wagen.
"Also mit dem Boot wäre es deutlich angenehmer und schneller. Und verdammt noch mal nicht so rutschig", fluchte sie leise vor sich hin, als sie wieder fast das Gleichgewicht verloren hätte.

Sie kamen oben an und laut derjenigen mit besseren Augen als den ihren gab es einen Weg, der nach Drachenauge zurück führte - ihr blieb nichts anderes übrig, als ihnen zu vertrauen und wenn möglich nicht ... "Auuaa!"
Rorokpal trat plötzlich ins Leere und kippte zur Seite. Sie rollte sich schnell zusammen, doch da sie völlig die Orientierung verloren hatte, während sie stürzte, kam der Schlag auf ihr Kinn völlig überraschend. Sie war ungeschickt auf einem Felsen aufgeprallt und für einen Moment wurde ihr noch schwärzer vor Augen, als es in der Dunkelheit ohnehin schon der Fall war. Ihr Kopf wurde nach hinten gerissen und sie rollte noch ein wenig weiter, bevor sie wenige Meter tiefer als die anderen zur Ruhe kam.
Immerhin lebe ich noch, dachte sie sarkastisch. Feuer enthielt sich vor Schreck jedweden Kommentars.

Sie sah nichts, aber sie spürte, wie ihr Kinn nässte - eine Platzwunde - und einer ihrer Backenzähne war durch den Schlag gesplittert. Sie zitterte am ganzen Körper und hatte zahlreiche Schürfwunden. Schmerzen hatte sie - noch - keine. Aber ihre Situation war extrem schlecht. Sie musste jetzt sofort etwas tun, und so konzentrierte sie sich instinktiv auf ihren magischen Vorrat. Er war nicht voll, aber sollte reichen ...

Magie durchströmte sie, und ihr inneres Auge suchte ihre Verletzungen - ein kleiner Stein fiel auf ihren Kopf und unterbrach den Zauber mittendrin.
"Ach nein!", rief sie frustriert.
Sie versuchte es ein zweites Mal - ojeoje, die Platzwunde war tief und sie blutete heftig. Wo war eigentlich ihre Tasche? - Die Konzentration war weg und damit auch die Magie.
Kein Grund zu weinen, das kannst du später machen. Jetzt heil dich endlich., zeterte Feuer, während Rorokpal Anstalten machte, sich in ihrem Häuschen zu verkrümeln.

Sie nahm sich zusammen und begann die Heilung ein drittes Mal. Platzwunde, Zahn gesplittert, Haut abgeschürft, so gut wie überall, Prellung an Ellbogen und Hüfte, Blutgefäße beschädigt, Sehnen überdehnt - alles im Fokus ... und ... Heilung!

Naja, fast perfekt., kommentierte Feuer zufrieden. Du hast den Kratzer von dem Messerjungen an deinem Arm vergessen.
Das stimmte, war aber jetzt auch nicht mehr relevant. Sie machte sich daran, wieder auf den Pfad zurückzukehren und den anderen zu versichern, dass alles mit ihr in Ordnung sei.

So erreichten sie einige Stunden später die Stadt und fielen völlig erschöpft in Schlaf, nachdem sie sich in Merdarions Mine einquartiert hatten. Ausnahmsweise verschwendete sogar Rorokpal keinen Gedanken daran, dass sie in einer Mine mit Tonnen Gestein über sich schliefen. Der Tag war laaaaang gewesen.

Einige Stunden später weckte Merdarion die Gruppe wieder, denn Beerli war mit den Jungen eingetroffen - mit Neuigkeiten. Rorokpal war nicht in der Stimmung groß zu reden, deshalb reagierte sie nur, als Beerli was von T, W und O erzählte.
"Oh, T.W.O. - das sind die gleichen Buchstaben wie wir sie in der Schmugglerhöhle auf dem Etikett der Fläschchen mit der grünen Substanz gefunden haben. Dann ist der Laden morgen unsere nächste Station. Ich frage mich, was T.W.O wohl bedeutet ..."

LP 17/19
MP 8/12

Autor: Lasse Bluten Datum/Zeit: Samstag 11 November 2017, 15:10
Der Kampf war vorüber und nach und nach durchstöberten alle samt die umstehenden Kisten. So auch Lasse. Er beugte sich, öffnete eine Holztruhe und fand Kettenhauben, nicht gerade sein Geschmack. Doch in einer Ecke stand ein Schild... Lasse stand auf und nahm es sich. Bluten war noch kein geübter Kämpfer, da sollte mit einem Schild besser umzugehen sein, als mit einer Haube.

Nachdem alle fertig waren den Raum zu plündern verließen sie die Höhle und Lasse ging am Ende der Gruppe.

Auf Merdarions Anraten hin schwang er seine Axt und brachte so den Stollen mit gezielten Hieben auf die Stützbalken zum Einstürzen.

Draußen versammelte sich wieder die gesamte Gruppe. Es ging darum auf welchem Wege sie alle wieder nach Nuru zurückkehren sollten. Lasse warf ein: "In der Dunkelheit zu stolpern ist immer noch besser als in der Dunkelheit auf Grund zu laufen oder gegen Felsen zu fahren. Wir sollten marschieren!"

Auch einige andere stimmten dafür zu Fuß zu gehen und so gingen sie los.

Als hätte Lasse es mit seinem Einwand heraufbeschworen rutschte er auf einem moosbewachsenen Stein aus. Er landete in den Hecken und begann zu fluchen... "SCHEIßE! VERDAMMTE DRECKS..." ...denn... der Sturz an sich war nicht das Schlimme. Lasse war nicht nur einfach in eine Hecke gefallen. Er war in mitten in einer großen Ansammlung von Brennnesseln gefallen!

-1LP

Nachdem vorhin bereits eine Horde Schmuggler Ihm ans Leder wollte, war er jetzt in verdammte Brennnesseln gefallen... mit dem ganzen Körper! Seine Laune war definitiv am absoluten Nullpunkt und er sprach für die restliche Zeit kein einziges Wort mehr und sein Blick konnte Berge zum Einsturz bringen.

Am Stollen in Nuru angekommen wusch er sich mit einem Eimer kaltem Wasser die Spuren der Nesseln vom Leib. Danach fiel er so gleich wie ein Stein in das ihm zugewiesenen Bett und innerhalb weniger Minuten schlief er tief und fest.
Autor: Darius Datum/Zeit: Sonntag 12 November 2017, 22:27
Der Rückweg in die Mine bei Drachenauge gestaltete sich äußerst interessant. Und zwar auf die schlechte Weise. Cranneg hatte die Kettenhaube wieder - unter großem Fluchen - abgelegt, da sich eindeutig zu viele Haare darin verfingen. Er würde sich von jemanden zeigen lassen müssen, wie er das Ding richtig anlegte. Außerdem brauchte er das Teil ja im Moment nicht, auch wenn er es sich zwischen Gürtel und Hemd stopfte.

Während das Getöse von herabfallenden Felsen auf das erforlgreiche verschließen des Schmugglerverstecks hinwies, stand er schon mit den Anderen in der Höhle davor. Den Antworten auf die Frage, ob sie das Boot zurücknehmen sollten oder lieber zu Fuß gehen wollten, konnte er sich nur anschließen: "Je weniger Wasser desto besser. Wir haben es nur mit Glück hierher geschafft und ich würde lieber gegen Felsen stolpern, als zu ersaufen."

So ging es dann auch zurück durch die Dunkelheit. Als einem der Wenigen, bereitete ihm die Dunkehlheit weniger Probleme und er hatte auch einen festen Schritt. Ihm geschah auf dem ganzen Rückweg kein Unglück, aber er hütete seine Zunge und sagte nichts zu dem Unglück der Anderen, außer nachzufragen ob sie noch in Ordnung seien, wenn sie auf den Pfad zurückkehrten.

Das Bett in der Mine kam ihm trotzdem wie eine Erlösung vor. Der Kampf mit den Schmugglern würde ihn noch eine Weile beschäftigen... und vorallem das was der Magier getan hatte. Die Blitze waren ihm lebhaft in Erinnerung und er hätte nur zu leicht derjenige sein können, den es traf. Doch unter dem Steindach des Stollens schlief er ruhig, bis zum Morgengrauen und war auch einigermaßen ausgeruht, wenn auch etwas steif von der nächtlicher Unternehmung.

"Ich komme gleich.",  brummte der Zwerg, als er aus dem Bett stieg und erstmal den Nachttopf nutzte und danach die Schale mit Wasser nutzte, um sich das Gesicht und die Hände zu waschen. Einen Kamm für den Bart gab es nicht, aber es würde wohl niemanden groß stören, wenn seine Haare an diesem Morgen abstanden.

Beerli Blutbart erwartete sie schon, als sich Cranneg mit an den Tisch setzte, und sich ein wenig von dem Brot nahm, welches der Bäcker so großzügig zur Verfügung stellte. Nachdenklich brummte er vor sich hin. "Ja T.W.O., scheint eine gute Spure zu sein. Wir sind selbst den Schmugglern mit einem Boot aus dem Hafen bis zu ihrer Höhle gefolgt und haben dort gegen sie gekämpft. Es hat allerdings keiner von ihnen überlebt, auch nicht deren Magier. Ich hoffe übrigens, dass es deren Einziger Magier war. Gegen so jemanden will ich nicht nocheinmal kämpfen müssen. Er hat einen der Anderen Schmuggler vor unseren Augen mit Blitzen getötet."  Der Schrecken dieses Ereignisses war immer noch in den Augen des Zwergs zu sehen und er kaute einige Momente gedankenverloren an der Kruste der Brotscheibe die er hielt herum.

"Habe noch nie von Schmugglern gehört, die sich so verhalten. Normalerweise sollen sie eher aufgeben, anstatt bis zum Tod zu kämpfen..."
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Montag 13 November 2017, 12:56
Runde 10

Die Abenteurer hatten sich schließlich in der Hütte des Verwalters versammelt und Beerli war der erste der erzählte. Derweil liefen die beiden Jungen etwas gelangweilt durch den Raum und bestaunten weiter Karten und Inventar. Irgendwann wurde es dann Merdarion zu bunt, zuhören und gleichzeitig aufpassen das nichts aus den Regalen verschwand war gar nicht so einfach.

"Flinn, Hansz. Geht doch mal rüber zum Stollen und verlangt dort nacht Torgram. Sagt ihm ich brauche hier ein Frühstück für meine Gäste und mich. Auf!"

Erstaunlich gefügig verließen die beiden Jugendlichen die Hütte und blieben erst einmal verschwunden. Möglichweise hätte sie noch etwas beitragen können aber der Minenbesitzer bezweifelte es gerade. Als die Tür wieder zufiel nickte er.

"So ists doch etwas besser, entschuldigt redet doch weiter."

Während sie also eine Art Lagerraum mit Verarbeitung dieses Giftes oder dieser Droge gefunden hatten, war Beerli scheinbar durch Zufall auf ein Geschäft gestoßen in dem die Flaschen mit der Substanz verkauft wurden. Nun Glück musste man haben. Rorokpal schlug vor dem Laden einen Besuch abzustatten, das war natürlich für sich eine Gute Idee. Blieb aber noch das ein oder andere zu klären. Laut knallte die Tür an die Wand als Flinn sie mit einem Tritt öffnete. In den Armen trug er einen Korb voller Brot mit Wurst und Käse. Hansz dahinter hatte zwei Krüge in der Hand. Beide stellten alles auf den Tisch. "Torgram meinte das sollte reichen, einmal Dünnbier einmal Wasser." fasste Hansz zusammen. "Dann lasst es euch schmecken." forderte Merdarion seine Gäste auf, nahm sich einen Laib Brot und schnitt mehrere Stücke heraus.

Während des Frühstücks überlegte der Minenbesitzer. Die Augenbrauen waren zusammengezogen, wie konnten sie in dem Laden vorgehen? "Rorokpal hat Recht wir sollten uns den Laden einmal anschauen, doch was dann? Hier in der Stadt einen Kampf zu starten erscheint mir wenig sinnvoll. Vielleicht sollte man einfach zu Asarra..... aber dann wüsste sie... hmmm" Er kratzte sich am Kopf. "Nein ich glaube sie wäre nicht begeistert zu erfahren was wir da getan haben, das sollte man wenn dann etwas subtiler......"  Fragend sah er die Anwesenden an. "Also was schlagt ihr vor? Zum Laden gehen und sie konfrontieren? Lieber zur Stadtwache und denen stecken was dort passiert? Den Laden abzufackeln fällt wohl eher aus, auch wenn ich nicht übel Lust dazu hätte. Was haben wir denn an Beweisen um notfalls auch so durchzukommen? Das da was im Busch ist weiß meine Gildenschwester ja auch so schon."

Durch das Frühstück alle nochmals +2 LP



Die Gasse in der Beerli auf den Laden gestoßen war war mit Menschen gefüllt. Hier mitten im Handwerkerviertel pulsierte das Leben der Stadt. Neben den passanten schoben sich immer wieder Esel- oder Handkarren durch die Menge. Überall hörte man das Hämmern und Klopfen von arbeitern, das laute Reden von Händlern die ihre Ware direkt in ihrem Haus anpriesen. Besagter Laden war ein Reihenhaus, links und rechts eingeschlossen von ähnlichen Fachwerkhäusern. Eine vielleicht schrittbreite Gasse führte an der Linken Seite zwischen den Häusern hindurch, im Drüben konnte man weit im Hintergrund eine Mauer erkennen, mehr nicht. Bei Tag waren alle Holzläden des dreistöckigen Hauses geöffnet. Aus dem Verkaufsraum kamen immer wieder Personen mit ihren Einkäufen. Das Aushangschild verriet nicht mehr als eine Art Fläschchen und die Buchstaben T.W.O.

Der Verkaufraum war mit Regalen vollgestellt in denen allerlei Flaschen standen. Die darin befindlichen Flüssigkeiten hatten verschiedenste Farben und Etiketten. Hinter der Theke stand ein Regal mit mehreren gleichen Flaschen, diese waren bauchig und trugen alle die Aufschrift T.W.O. Der ganze Raum maß vielleicht acht auf fünf Schritte und hatte hinter der Theke eine Verbindungstür in andere Räume des Hauses. Wie Stunden zuvor bediente ein Junger Mann die Kunden.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Montag 13 November 2017, 22:15
"Na endlich!" dachte sich Beerli, griff sich ein warmes Dünnbier, drei Scheiben Brot und doppelt so viel Wurst. Er biss ein großes Stück ab "Alfo" begann er mit vollem Mund. Brotkümmel verteilten sich über den Tisch. "Wir folltn nochma fum Laden gehen! If kann euf feigen wo der ift." Er goss etwas Bier nach. "Vielleicht können wir eine Flasche kaufen und sie genauer untersuchen? Dann hätten wir einen handfesten Beweis. Na? Was haltet ihr davon?"
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Dienstag 14 November 2017, 12:57
Dankbar nahm Rorokpal das bäuerliche Frühstück zu sich und erholte sich zusehends von den Strapazen der Nacht. Eigentlich war es ja ganz nett und abenteuerlich gewesen, nur das Ende mit dem plötzlichen Sturz war unnötig. Die Stimmung verbesserte sich ebenso und ein gewisser Tatendrang kehrte in die bunt zusammengewürfelte Truppe zurück.

"Flasche kaufen, hmm-hmm.". Rorokpal nickte in Richtung Beerlis. "Und dann finden wir rein zufällig noch im Laden die grünen Kugeln im Korken und konfrontieren den Geschäftsführer? Noch besser, wir kommen nacheinander in den Laden und verhalten uns wie einander fremde Kunden, schmeißen auf ein Zeichen alle anderen Leute raus, verriegeln den Laden und zwingen den Besitzer, die grünen Kugeln zu essen. Dann wird er schon auspacken, allein, um sein Leben zu retten."

LP 19/19 (+2 Frühstück)

Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Dienstag 14 November 2017, 22:04
Beerli hörte auf zu kauen und schaute verwirrt in die Runde. "Was'n für grüne Kugeln?" wollte er wissen.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Mittwoch 15 November 2017, 12:08
Rorokpal kramte in ihrer Tasche und holte die Probe hervor. Vorsichtig entpackte sie den Inhalt des Tuches, wobei sie Rotznase und Hansz genau im Auge behielt. Sie würden die Kugeln ebenso erkennen und womöglich unangenehme Erinnerungen durchleben. Armer Lennart ...

"Entschuldigt, Beerli, Ihr habt das ja noch gar nicht gesehen. Dies sind also diese unheiligen kleinen Kugeln, die der Grund für diese ganze Schmugglergeschichte sind. Sie riechen stark nach Mohn und ein wenig nach Erde, und wie Kaira Euch wahrscheinlich bestätigen kann, deutet dies auf eine ... sinnesbeinflussende Wirkung hin. Ich denke, wir haben einen Drogenschmuggel aufgedeckt."
Autor: Engabor Datum/Zeit: Mittwoch 15 November 2017, 21:03
Die Unholde waren geschlagen und die Gruppe freute sich über den Sieg. Auch Serkaru war erleichtert, dass er den Kampf mit heiler Haut überstanden hat. Der Anblick des erschlagenen Magiers erfüllte ihn mit Freude.

Nachdem sich die Truppe das Schmugglerversteck angeschaut und durchsucht hatte, entdeckte Merdarion ein paar Kisten. Als diese aufgebrochen waren und allerhand Waffen und Zubehör zum Vorschein kamen, setzte Serkaru ein zufriedenes Grinsen auf.
"Ein guter Fund" sagte er sich und warf einen Blick auf den Inhalt der Kisten. "Jetzt gibt es nicht nur Gold, sondern auch noch Ausrüstung auf Kosten der Lumpenhunde...besser hätte es nicht laufen können!" murmelte er und überlegte welchen Gegenstand er an sich nehmen sollte.
"Ich schätze eine der Kettenhauben kann nicht schaden. Etwas Schutz ist immer sinnvoll" dachte er und nahm eine der Hauben aus den Kisten.

Der erste Schritt zu besserer Ausrüstung war getan. Nun galt es den Heimweg anzutreten und die wohlverdiente Belohnung in Anspruch zu nehmen.
Nach kurzer Beratung beschloss die Truppe die Rückkehr per Fußmarsch anzutreten. Serkaru passte das überhaupt nicht, doch alleine wollte er sich auch nicht auf die Schnigge wagen. "Das Boot zu nehmen wäre doch besser gewesen" brummte er und machte sich genervt mit den anderen auf den Weg.

Es war ein ewig langer Weg und Serkaru sehnte sich nach einem gemütlichen Bett. Er hatte die Wanderung an der Steilküste entlang gesund und munter überstanden. Alles was er jetzt noch wollte war schlafen. Etwas missmutig stellte er fest, dass der Wohnstollen nicht für die Ankunft seiner Gruppe vorbereitet war.
"Verdammter Beerli! Bestimmt hängt er versoffen in irgendeiner warmen Kneipe herum!" Er suchte sich eins der Betten aus und warf sich in voller Montur darauf.

Es dauerte nicht lange und er befand sich in einem tiefen Schlaf. Seine Ruhephase sollte nicht von langer Dauer sein, denn Beerli kam mit den zwei Kindern auf dem Minengelände an und wartete gespannt auf einen Bericht Merdarions, so wie dieser auf seinen wartete.
Ein Arbeiter Merdarions weckte die Truppe und Serkaru erwachte langsam. Seine Motivation nach dem langen Marsch das Bett zu verlassen war gering. Doch der Gedanke an die ersehnte Bezahlung brachte ihn schließlich auf die Beine.

Es gab ein Frühstück! Serkaru freute sich wie ein kleines Kind und langte gut zu. Er kam langsam wieder zu Kräften und nachdem sein Magen gut gefüllt war besserte sich auch wieder seine Laune. Er war nun wieder guter Dinge und froh, dass alle es wieder zurückgeschafft hatten.
Autor: Kaira Datum/Zeit: Mittwoch 15 November 2017, 21:51
Kaira widmete sich ausgiebig dem Frühstück und lauschte den Erklärungen ganz interessiert, als würde sie sie selbst gerade erst erzählt bekommen. Als ihre Meinung gefragt war, fühlte sie sich daher gleich etwas überrumpelt und aus ihrem Halbschlaf geweckt und murmelte bestätigend.

Der Vorschlag, den Ladenbesitzer direkt zu konfrontieren weckte ihr Gemüt dann endlich wieder auf. "Das ist eine hervorragende Idee! Ich will wissen, was der Kerl zu seiner Verteidigung zu sagen hat!!" Sie stemmte ihre Hände ernst an ihre Hüfte. Die Machenschaften dieser omniösen Wunderheiler regte sie innerlich sehr auf, wie konnte man mit der gesundheit anderer solche Spielchen treiben und den Beruf des Heilers so in den Dreck ziehen.
Autor: Darius Datum/Zeit: Samstag 18 November 2017, 12:09
Droggenschmuggel. Keine schöne Sache. "Wir sollten uns selbst um diese Sache kümmern. Rorokpals Plan klingt jedenfalls durchführbar und die Schmuggler sind durch einen Felseinsturz ums Leben gekommen..." , meint er ein wenig finster. Von dem Raum sollte nicht viel übrig geblieben sein und er würde sich schon dort durchgraben um nachzusehen?

Das Frühstück half dabei die Gemüter wieder etwas aufzuheitern und gemeinsam brach man in die Stadt auf um sich diesen Laden anzusehen. Wieder waren die Straßen von Drachenauge sehr belebt, mehr als in jeder anderen Stadt des Landes. Den Laden selbst fanden sie durch die Führung von Beerli, der sie durch das Gewirr führte. Dort stand an einem Schild mit einem Fläschen tatsächlich auch die Aufschrift T.W.O.

"Hmmm... Wenn wir alle zugleich hineingehen, dürfte das verdächtig wirken." Er schaute sich um und entdeckte ein Nebengässchen. Bestimmt für dieses zu den Hintertüren der Fachwerkhäuser... "Wartet kurz, ich will mir das mal ansehen."


Der Zwerg sah sich nicht nocheinmal um, sondern ging in das Gässchen. Der Geruch war nicht gerade appetitlich, aber es war ein wenig dunkler hier, was ihm nur Recht war. An der Wand entlangtastend ging er um das Fachwerkhaus herum... ja, da war eine Tür. Hervorragend. Allerdings ging die Gasse auch in eine andere Richtung weiter. Ohne auffälige Hast kehrte er zum Rest der Gruppe zurück um zu berichten.

"Auf der Rückseite ist eine weiter Tür. Ich denke wir sollten dort ebenfalls auf sie warten, falls sie fliehen wollen. Das würde ich übernehmen. Kommt einer von euch mit mir? Ich kann schlecht die ganze Gasse versperren."
, fragte er in die Runde. 
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Samstag 18 November 2017, 12:36
Sie machten sich auf zum Laden und auf dem Weg sang Feuer ein altes Lied, dass er aus Rorokpals Unterbewusstsein ausgegraben hatte:
"Wir sind des Falken schwarzer Haufen, heia hoho.
Und wollen mit den Schmugglern raufen, heia hoho.
Spieß voran, drauf und dran, setz aufs Fachwerkhaus den roten Hahn.
Spieß voran, drauf und dran, setz aufs Fachwerkhaus den roten Hahn."


Es war jedoch zu hektisch, belebt und laut in Drachenauge, als dass sich jemand an dem schiefen Gesang hätte stören können. Höchstens ihre eigene Reisetruppe mochte sich vielleicht fragen, ob sie vielleicht nicht doch Merdarions ersten Plan, nämlich den Laden abzufackeln, direkt und selbst umsetzen wolle.

Als sie beim Laden ankamen und das unmissverständliche TWO-Zeichen sahen, gingen sie jedoch alle deutlich vorsichtiger vor. Cranneg untersuchte eine Nebengasse und erzählte ihnen von der Hintertür - nun, sicher war es schlau, diesen Fluchtweg zu versperren. Andererseits ...
"Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass jemand wichtiges dort hinauskommen würde - ich erinnere mich an den mächtigen Teleportzauber vom letzten Mal ... wenn jemand fliehen will, dann nicht durch die Hintertür. Außerdem würde ich ungerne in einer schmutzige Seitengasse herumstehen und im Dreck versinken", ergänzte Feuer, der plötzlich eine ganz neue Seite von Eitelkeit zeigte.

Sie betrat den Laden als Letzte und sah sich um, während sie das Schild am Eingang von "Geöffnet" auf "Geschlossen" herumdrehte. Es reichte ein Blick auf den jungen Mann, der mit dem Rest ihrer Gruppe beschäftigt war, dass dieser nicht der Kopf der Bande sein konnte. Sie schlenderte ein wenig an den Regalen entlang und bemerkte eine Tür direkt hinter der Theke. Diese musste zu den anderen Räumen des Hauses führen - und wer wusste, vielleicht sogar zum Anführer der Bande. Da der Verkäufer sehr beschäftigt schien mit den "Kunden", bewegte sie sich unaufällig an den Rand des Blickfeldes des jungen Mannes und diffundierte in Richtung der Tür. Ob sie vielleicht einfach hindruchschlupfen konnte? Sie streckte eine Hand nach der Klinke aus ...
Autor: Kaira Datum/Zeit: Sonntag 19 November 2017, 13:03
Für Kaira war klar, dass sie in den Laden und den Besitzer zur Rede stellen wollte, in einer Seitengasse warten kam ihr nicht in den Sinn. Nacheinander betraten sie den Laden, ließen immer eine Weile Abstand, sodass nicht der Verdacht auftreten könne sie würden zusammen gehören. Da der Verkäufer direkt in ein Kundengespräch verwickelt wurde, fiel es ihm möglicherweise auch gar nicht auf, dass es etwas voller wurde.

Sie schaute sich eine kurze Weile um und sprach den Verkäufer dann sehr bestimmt an "Entschuldigen Sie bitte. Ich bekam Ihren Laden von einem Bekannten empfohlen, er meinte Sie hätten ein ganz besonderes Wundermittel."




Autor: Lasse Bluten Datum/Zeit: Sonntag 19 November 2017, 17:57
"Ich stimme Rorokpal voll und ganz zu!", warf Lasse in die Runde, "Sie sollen Ihre Chance bekommen mitzuspielen, wenn Sie das nicht wollen, müssen Sie´s ausbaden!"

Nach dem ausgiebigen Frühstück fühlte sich Bluten gestärkt und weitaus motivierter, als noch am Abend zuvor.
+ 1 LP

Danach machte sich die Gruppe auf die Straßen der Stadt, um zum angesprochenen Laden zu kommen. Cranneg inspizierte die Umgebung und fand eine Hintertür in einer der Gassen.
"Ich komm mit dir." , teilte Ihm Lasse mit und so trennten sich die beiden von der Gruppe...
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Montag 20 November 2017, 15:40
Runde 11

Die Entscheidung war recht eindeutig gefallen, der Besitzer des Ladens sollte konfrontiert werden. Merdarion nickte ehe er antwortete. "Gut, ich kann euch leider nicht begleiten, denn auffallen werde ich auf jeden Fall. Die beiden Jungen bleiben auch hier, ich glaube ich schulde ihnen noc etwas." Gerade als die Gruppe sich aufmachte aufzubrechen schien dem Minenbesitzer noch etwas einzufallen. "Roropal, wartest du noch einen kleinen Moment?" Kurz flüsterte er der Heilerin etwas zu ehe er sich den beiden Jungen zuwandte.


Etwas später beim Laden....


Fürs erste schien der Plan aufzugehen. Während nach und nach Rorokpal, Kaira, Serkaru und Beerli den Laden betraten befanden sich Lasse und Cranneg in der kleinen Seitengasse. Die bedienten Kunden verließen nach und nach das Geschäft, neue kamen nicht herein, dank des kleinen Tricks von Rorokpal. Der Junge man hinter dem Tresen ließ sich schnell in ein Gespräch mit der Amazone verwickeln. "Wirklich? Ohja Häuser schicken ihre Bediensten her jaja. Ein ganz besonderes Wundermittel also? Nun hat sie das vielleicht etwas genauer beschrieben?" Dabei beugte sich der Mann vor und redete etwas leiser.

Gut für Roropal die somit durch eine Tür in den Nebenraum verschwinden konnte. Dieser war annährend so groß wie der Verkaufsraum. An einer Wand stand ein großer Arbeitstisch mit vielen Fläschchen, kleinen Kohlebecken, Destllierkolben, sprich all dem was der modern Alchemist so braucht. An der gegenüberliegenden Wand standen mehrere Kisten mit Stroh darin, darin lagen bereits abgefüllte Phiolen verschiedener Farbe und Form. Weiter hinten stand ein Schreibpult über das ein weiterer Junger Mann gebeugt stand und mit Schreiben beschäftigt war. Allein diesem Umstand war es wohl zu verdanken das der Eindringling noch nicht entdeckt worden war. Zu Rorokplas Rechten führte eine weitere Tür wahrscheinlich in die Hintergasse, zu ihrer Linken hinter dem Schreibpult eine Treppe nach oben. Die Tür hatte einen breiten Schiebriegel der momentan das Öffnen verhinderte. Von oben ertönte immer wieder das Knarzen der Deckendielen des alten Hauses.

"Äh entschuldigung war da gerade nicht noch eine blonde Kundin?" Der Verkäufer suchte irritiert den Kaufraum ab, blieb bei dem Zwerg hängen den er ja bereits getroffen hatte und wandte sich dann wieder Kaira zu. "Einen Moment bitte meine Dame ich muss da kurz etwas nachsehen.....RUFUS?" Das letzte Wort war laut gerufen. Er wandte sich ab um in Richtung des Hinterzimmers zu gehen.

"RUFUS?" Erschrocken fuhr der Schreiber von seiner Arbeit hoch, stief ein Tintenfässchen um das sich über den dicken Wälzer ergoss und veranstaltete einen bizarren Tanz bei dem Versuch die Tinte von seinem eigenen Gewand fern zu halten. Das Gewand war nicht mehr als eine schlichte braune Tunika ohne viele Verzierungen auf dunkelgrünen Hosen. Das schmale recht bleiche Gesicht das von einer Brille mit Holzgestellt verziert wurde blickte schließlich in Richtung des Verkaufsraumes und erstarrte, ebenso der schmächtige Körper des Schreiberlings. Die recht bizarre Pose hielt nicht einmal wenige Herzschläge dann kam ein "Wah?"

Die Nebengasse war nicht sonderlich breit, bei Lasses Körperbau berührten seine Schultern beinahe die Wände der anliegenden Häuser. Dahinter lag eine Art T-Kreuzung, sprich die Rückseite eines weiteren Hauses beendete den Weg nach vorne, zur linken Seite ging es noch zwei Schritt weiter dann lag da der Hintereingang zum Laden. Die Hintertür war ohne Fenster oder Guckloch aus einfachem aber offensichtlich massivem Holz gezimmert und zeigte kein Anzeichen eines Schlüssellochs. Zur Rechten Seite verlief die schmale Gasse hinter den Häusern weiter, die genaue Entfernung war schlecht abschätzbar. Erstaunlicherweise besaß das Fachwerkhaus mit dem Laden im ersten und zweiten Stock ein Fenster das zu der Gasse zeigte. Beide waren verschlossen, die Läden aber nicht zugeschlagen. Auch in der Gasse war der Ruf nach Rufus durch die Türe gedämpft zu vernehmen.

Autor: Darius Datum/Zeit: Donnerstag 23 November 2017, 23:40
"Wenn ihr das so wollt Rorokpal. Dann werden wohl Lasse und ich hinten warten. Im Notfall können wir noch die Stadtwache verständigen oder euch durch den Vordereingang zu Hilfe eilen, wenn alles schief geht.",  gab er ein wenig schroff zurück und nickte Lasse zu, der ihn begleiten würde.

Kurz sah er sich noch um, ob gerade besonders viel los war, dann ging er wieder in die Gasse, diesmal mit Verstärkung.

"Du siehst, dass hier nicht viel Platz ist."
, sprach er leise zu Lasse und zeigte diesem die Hintertür des Ladens, die selbst keine Fenster aufwies. "Wir stellen uns am Besten so hin, dass man uns nicht gleich von oben sehen kann und uns auch keiner entwischt."

Er selbst stellte sich ein wenig in den Schatten des Hauses, mit dem Rücken zur Wand und lauschte, statt direkt zum Laden zu starren, abgesehen von dem Ein oder anderen Blick hoch zu den Fenster der oberen Stockwerke. Recht bald war von drinnen Lärm zu hören oder zumindest rief jemand einen Namen, sodass er seufzend seinen Wetzstein wieder wegsteckte. Seine Axt jetzt zu schärfen, wäre wohl auch zu auffällig gewesen.
Autor: Kaira Datum/Zeit: Freitag 24 November 2017, 17:36
„Nun ich bin keine Bedienstete.“ Sagte sie und schenkte ihm einen scharfen Blick. Sie senkte ihre Stimme ebenfalls „Es ist …nun ja...nicht ganz legal, aber sehr effektiv.“ Auf diese Frage reagierte ehr sehr empört. Vielleicht war er misstrauisch geworden, denn er schaute sich um und stellte fest, dass eine Kundin verschwunden war. Kaira hielt sein Handgelenk fest. „Werter Herr, ich habe gesehen wie sie den Laden verlassen hat, vielleicht gab es nicht das Richtige für sie. Aber ich habe noch immer Fragen. Warum verkaufen Sie denn solche gefährlichen Mittelchen hier? Oder wollen Sie mir gar unter Beweis stellen, dass es eine Lüge sei? Dann wie wäre es Sie probieren das Zeug selbst einmal?“
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Samstag 25 November 2017, 13:06
"Wah?", fragte der Schreiberling wenig intelligent als er je seinen Tintentanz beendete. Der Grund war natürlich die blonde Druidin die plötzlich im Raum stand. Und vielleicht auch der Ruf nach seinem Namen, der aus dem Verkausraum ertönte.

"Ahhh, Rufus. Grüß dich, Rufus. Wie geht es dir, Rufus? Ich nehme an, du hast nichts dagegen, wenn ich mich hier mal ein wenig umsehe ..."
Rorokpal füllte den Raum mit ihrer Präsenz, und spielte bedrohlich mit dem Kampfstab, während sie siegessicher auf den Schreiberling zuhielt. Beiläufig und ohne ihn aus den Augen zu lassen zog sie den Riegel zur Seite, der die Tür zur Seitengasse mit Cranneg und Lasse versperrte. Sie stieß die Tür einen Spalt auf und näherte sich weiter dem mit Tinte Bekleckerten.

Der Schreiberling war jedoch nicht sonderlich erpicht darauf, sich von ihr in die Mangel nehmen zu lassen, weshalb er sich auf dem Absatz herumdrehte und versuchte, die Treppe hinaufzufliehen.

"Nichts da, Freundchen", knurrte sie und schwang ihren Stab mit voller Wucht. Das hätte ihn eigentlich schön im Lauf treffen sollen und zu Boden strecken, aber unglücklicherweise blieb der Stab an einem hölzernen Pfosten im Raum hängen - sie hatte den Platz oder die Länge des Stabes falsch eingeschätzt. Deshalb splitterte eine Menge Holz und der Schreiberling erhielt nur einen recht leichten Klaps auf den Rücken, der ihm, wenn überhaupt, eher noch bei der Flucht half. Verdammt! Von oben ertönte Lärm und Schritte, da kam gerade Ärger auf sie zu - möglicherweise wieder magischer Natur.

Gut, dass sie die Tür für Cranneg und Lasse geöffnet hatte, so konnten beide die Verfolgung aufnehmen. Am besten rief sie gleich nach den anderen, entdeckt waren sie sowieso und es war besser, wenn sie jetzt alle Kampfkraft aufwendeten, die sie besaßen.

"Schnell kommt alle rein und macht euch kampfbereit! Es gibt Ärger!"

Während sie das rief, ging sie zum Schreibpult und nahm es in Augenschein. Ein Großteil der Dokumente war voller Tinte und daher nicht mehr lesbar, doch in der dunklen Pfütze unter einigen anderen Papieren sah sie ein Büchlein, das erst gerade mit der Ecke in der Tinte lag. Und sie sah einige interessante Tabellen, Namen, Zahlen, Beschreibungen - das sah ziemlich nach Etwas aus, was Merdarion brennend interessieren dürfte. Sie entleerte das Gläschen mit tinte-aufsaugendem Sand auf dem Büchlein, klopfte dieses ab und steckte es in ihre Tasche, gerade, als die anderen hereinstürzten.

Gemeinsam stürmten sie die Treppe hinauf...


+1 Geschäftsbuch
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Samstag 25 November 2017, 17:05
Beerli stellte sich neben Kaira. Damit der Kerl nicht entweichen konnte und damit er merkte, wie ernst es ihnen war, griff er nach seiner Axt und machte sich kampfbereit. Er hatte sie beim Schmied in Nighton nach ihrem letzten Abenteuer reparieren lassen und ein wenig geübt. Diesmal würde er sein Ziel nicht verfehlen. "Na los, red' schon!" vorderte er ihn auf Kairas Fragen zu beantworten.
Autor: Lasse Bluten Datum/Zeit: Sonntag 26 November 2017, 17:34
Lasse nickte Cranneg kurz zu und tat es ihm gleich. Er stellte sich auf die andere Seite der Tür, auch mit dem Rücken zur Wand und eine Hand an die Axt an seinem Gürtel. Angespannt blickte er immer wieder auf den Ausgang der Gasse, die Tür und die Fenster der oberen Stockwerke.

Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis der Lärm begann. Ein Name wurde gerufen und generelle Unruhe kehrte scheinbar im Innenraum ein.

Auf einmal konnte man ein schabendes Geräusch vernehmen, scheinbar wurde der Riegel der Tür geöffnet.

Flüsternd schlug Lasse Cranneg vor: "Ich würde sagen wir bleiben hier und rühren uns nicht, bis wir gerufen werden. Falls doch jemand entwischt können wir denjenigen doch noch überraschen!"
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Montag 27 November 2017, 10:42
Runde 12

Das kleine grüne Kügelchen, das Rorokpal zuvor Kaira überlassen hatte wanderte dank des Meinungsverstärkers in Form von Beerlis Axt in den Mund des jungen Verkäufers. Leichte Panik war in dessen Augen zu sehen, als die Bewegungen seines Halses zeigten das die Droge den Weg in seinen Magen gefunden hatte. Hilfesuchend sah er zur Tür an der aber immer noch Serkaru stand und durch die kein neuer Kunde mehr gekommen war. Noch während von der anderen Seite Rorokpals Ruf erklang wurden die Augen des Verkäufers glasig, und seine Haltung entspannte sich zusehens. Er hob einen seiner Finger und tippte damit auf das Schneideblatt der Axt und grinste dann dümmlich.

Rorokpals Ruf nach Hilfe hallte durch die Räume bis hinaus in die Seitengasse. Auch in dem Stockwerk über ihnen musste sie vernommen worden sein. Zwei gedämpfte Stimmen waren dort zu vernehmen, ehe auch nur einer der Eindringlinge die Treppe hinauf konnte. Den Verfolgern ergab sich nach der Nutzung der Treppe nach oben das folgende Bild. Die Treppe endete in einem Zimmer das die gleichen Ausmaße wie in der Etage darunter hatte, folglich musste es auch noch ein Nebenzimmer von der Größe de Verkaufsraums geben in dem eine weitere Treppe in den letzten Stock führte. Im hinteren Bereich, also direkt über der Hintertür stand direkt an einem geöffneten Fenster ein Mann in Robe mit grauem Bart, die Kleidung ähnelte der des Magiers in der Höhle stark. Auf der Hälfte der Strecke stand der Schreiber noch dem Fenster zugewand, drehte sich jedoch langsam um. Die Gesichtszüge wirkten anders als zuvor, in den Augen brannte blinder Hass und in der Hand hielt er einen Dolch. Mit unartikuliertem Brüllen stürzte er sich auf die Abenteurer. Die karge Einrichtung des Raumes bestand aus einem Läufer der mittig auf dem Boden lag, einem Regal auf der linken und einem Schrank auf der Rechten Seite der Wand. In der Ecke neben dem Fenster war eine Art Sessel und ein kleiner Beistelltisch. Darauf befand sich ein alter Foliant und daneben glitzerte etwas weiß und lila. Eine massive Tür versperrte den Weg in die weiteren Räumlichkeiten.

Khilbron starrte überrascht auf die Druidin. "Ihr?" Ein böses Lächeln erschien auf seinem alten Gesicht. Als er sah das sein Schreiber schon auf sie losstürzte wusste er seine Flucht würde erfolg haben. "Wir sehen uns wieder und das wird böse für euch enden." Elegant wie man es für einen Mann seines Alters gar nicht vermuten ließ sprang Khilbron mit einem Arm auf dem Fensterrahmen hinaus. Die Zauberformel für die Verwandlung auf den Lippen. In diesem Moment wurde dem alten Magier drei Dinge unvermittel klar. Zum Ersten, selbst einem Meister der Magie konnte einmal ein Zauber fehlschlagen. Zum Zweiten, ungeachtet des fast schon jugendhaft anmutenden Sprungs befand er sich im ersten Stock. Und Drittens, für einen Mann seines Alters konnte so eine Landung wirklich unschön enden. Ein letzter verzweifelter Blick hinauf in Richtung des Sessels und ein dumpfes Geräusch kündigte vom Aufschlag des Körpers in der kleinen Gasse. Glasige Augen starrten immer noch entsetzt hinauf zum Fenster.

Dem Verkäufer im vorderen Bereich des Hauses ging es derweil immer schlechter. Weder schaffte er es sich verständlich zu artikulieren noch aufrecht stehen zu bleiben. Die Tür des Geschäftes flog auf und ein etwas dicklicher schlicht gekleiderter Mann mit puderrotem Kopf stand in der Schwelle. "Was soll ds denn bitte, am hellichten Tag einfach geschloss...." Erst jetzt erfasste der sich gerade in Rage redende Kunde die Situation, oder zumindest eine mögliche Situation. Schneller als er drinnen war rannte er aus dem Gebäude wieder heraus.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Dienstag 28 November 2017, 16:26
Sie hatten nicht mehr viel Zeit. Das war dem Zwerg klar. Trotzdem starrte er entsetzt zu Kaira "Du hast ihn umgebracht?" fragte er ungläubig. Er hatte noch immer die Axt in der Hand. Lies sie aber sinken.
Autor: Kaira Datum/Zeit: Samstag 02 Dezember 2017, 14:24
Kaira beobachtete mit einem wissenschaftlichen Interesse was mit dem Vergifteten geschah und wie erstaunlich schnell diese winzige Kugel Wirkung zeigte. Als dann jemand den Laden betrat und kurz danach wieder heraus eilte, erhielt sie wieder Zugang zum hier und jetzt. Nun Vergifteten wollte sie den Kerl eigentlich nicht. Sie steckte ihm das Antigift mit einem "Ach quatsch beerli" in den Rachen und er schluckte es.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Samstag 02 Dezember 2017, 18:33
So ein selbstbewusster Magier will ich auch einmal werden ..., dachte Rorokpal bei sich und beobachtete, wie der alte Mann aus dem Fenster sprang, während er einen Zauber sprach. Das darauf folgende schockierte Ächzen und der dumpfe Aufschlag auf dem Boden ging jedoch ein wenig unter, denn der lächerlich untrainiert aussehende Schreiberling stürzte sich mit einer Wut auf sie, dass es nicht mit rechten Dingen zugehen konnte.
Mach ihn alle! Verbrenn ihn! Schlag ihn zu Boden., feuerte ein bestimmter Geist in ihrem Kopf sie an, doch sie ließ Feuer an ihrem Instinkt teilhaben und er erkannte, dass der Schreiber unter einem Bann stand.
Oh. Dann vielleicht nur ein wenig das Nasenbein demolieren?

Nun, das vielleicht als letzten Ausweg, aber eher würde sie versuchen, mit Lasse und Cranneg den Burschen einfach niederzuringen. Sogar sie als Frau fühlte sich fast stark genug, diesen schwächlichen Mann zu besiegen. Wenn da nicht der Dolch wäre, den er wild vor sich hielt, als er sich auf sie stürzte.

Sie ließ ihren Stab niedersausen und brachte ihn gerade noch rechtzeitig zwischen sich und den Angreifer. Dieser drehte sich jedoch überraschend schnell zur Seite und war blitzschnell unter ihnen. Das Unglück stand schon so gut wie fest, einen würde er mit dem Dolch erwischen ...

Doch der Kampf war genauso schnell, wie er begonnen hatte, auch wieder vorbei. Zu dritt waren sie für diesen Angreifer unbesiegbar und so lag der Dolch bald einen Meter von seiner auf dem Boden ausgestreckten Hand entfernt und Rorokpal stemmte ihr Knie gegen seine Schulter und seine Achsel, während sie den Arm schmerzhaft verdreht in die Höhe hielt. Wozu Raufereien als Kind doch gut sein konnten ...

Sie nickte Cranneg und Lasse zu. "Ich denke, das war's. Der Schmugglerring ist Geschichte. Schaut mal jemand aus dem Fenster - hat sich nicht gut für den alten Mann angehört..."
Autor: Engabor Datum/Zeit: Sonntag 03 Dezember 2017, 11:12
Serkaru entschied sich dieses mal dafür, vor dem Laden Schmiere zu stehen. Für den Fall, dass jemand durch die Eingangstür flüchten wollte, wäre er bereit ihn zu schnappen.

Er postierte sich so, dass er Cranneg und Lasse auch noch im Blick hatte. So konnte er ihnen, oder sie ihm zu Hilfe eilen. Nun wartete er...

Als der Lärm im Laden auch draußen zu hören war, warf er einen schnellen Blick zu den beiden anderen und hielt ebenfalls noch seinen Posten.
Wie er sah, dass sie reingingen, eilte er ihnen hinterher.

Aus dem Augenwinkel sah er noch, wie eine auffällige Gestalt den Laden betreten wollte. "Das ist schlecht. Zeugen können wir gar nicht gebrauchen.." dachte er und betrat den Laden.
Er stellte fest, dass dort bereits nicht mehr zu tun war. Doch das war ihm auch recht. Schließlich muss nicht jeder "Besuch" so enden, wie in der Höhle der Schmuggler, dachte er sich.

Da fiel ihm der Kunde wieder ein und er entschied, dass es nur Zeit wäre zu gehen.
"Lasst uns schnell alle Spuren verwischen und dann nichts wie weg hier! Der Kunde holt bestimmt die Wache und mit der wollen wir uns sicher nicht herumschlagen! Beeilt euch!"
Autor: Lasse Bluten Datum/Zeit: Montag 04 Dezember 2017, 22:31
Lasses Blick verfinsterte sich zusehend als er sah wie sich der Schreiberling gegen Rorokpal wehrte.
Er wusste nicht wie viel Zeit verging, bis er schließlich die Tür herein stürmte und der Heilerin half den wild Gewordenen niederzuringen.

Diese Frau ist verdammt stark, für ihr Aussehen... ging Ihm durch den Kopf, während er mit leicht verdutztem Blick dabei zusah, wie Sie den Kerl dazu brachte seinen Dolch fallen zu lassen.
"Naja, ich glaube der Meister der Magie könnte man, so wie er jetzt aussieht in einem Rucksack verstauen... Da sind nicht mehr viele Knochen heil, die das verhindern würden!", entgegnete Lasse auf Rorokpals Frage.

"...Kunde holt bestimmt die Wache und mit der wollen wir uns sicher nicht herumschlagen! Beeilt euch!" hieß es auf einmal von Serk.
"Schnür´n wir den Kerl ein und dann weg von hier."

Kurz bevor sie alle hinaus gingen schnappte sich Lasse eine Feder und ein wenig der im Überschuss verbreiteten Tinte und schrieb auf eines der verschmierten Blätter: HASENBERG
Autor: Darius Datum/Zeit: Mittwoch 06 Dezember 2017, 14:12
Die Gasse hinter dem Laden war trotz der Tageszeit nicht besonders gut beleuchtet, was kein Problem für den Zwerg war, aber es mieffte ziemlich übel. Zum Glück mussten sie nicht lange warten, bis die Tür sich mit einem leichten Knarrzen öffnete. Kurz umklammerte er seine Axt fester als zuvor... doch niemand kam heraus. Stattdessen hörte er Rorokpal, die sie hineinrief. Mit einem Nicken zu Lasse stieg er die Stufen zur Hintertür hoch und stieß die Tür ganz auf...

Die folgenden Minuten waren eher als chaotisch zu bezeichnen. Auf den Fersen von Rorokpal und Lasse stürmte er die nächste Treppe hinauf in das obere Stockwerk, nur um mit anzusehen, wie ein alter Mann - vielleicht ein Magier? Die Kleidung würde passen - mit einer Drohung in ihre Richtung aus dem Fenster sprang. Das folgende Geräusch ging ein wenig in dem Handgemenge unter, welches gegen den Verbliebenen Menschen entbrannte. Mit der flachen Seite seiner Axt schlug er diesem in die Kniekehle um ihn zu Fall zu bringen, kassierte dafür aber einen langen schmerzhaften Schnitt, der ihn einen erstickten Schrei entlockte. Mit einem Stiefel auf dem Arm des Mannes hielt er diesen am Boden, während er sich den blutenden Arm hielt.

"Argghh... verflucht, das brennt vielleicht.",  fluchte er zu sich selbst. Erst nachdem er sicher war, dass ihr Angreifer sich nicht wieder aufrichten würde, ging er zum Fenster hinüber und sah hinunter. Die schlecht einsehbare Gasse zeigte nicht viel, aber er konnte den Körper des Mannes ausmachen, der aus dem Fenster gesprungen war. Er drehte sich wieder um und schüttelte seinen Kopf. "Was immer er vorhatte hat nicht geklappt. Mit viel Glück ist er nur ohnmächtig, aber wahrscheinlich hat er sich aus dieser Höhe das Genick gebrochen." , gab er seine Einschätzung dazu ab. Zu sich selbst dachte er, dass dies nicht besonders schlecht war. Nach der Begegnung mit dem mörderischen Magier in der Schmugglerhöhle wollte er lieber keine weiteren Wagnisse eingehen, was diese anging. 

Sein Gesicht verzerrte sich nocheinmal vor Schmerz, als seine Wunde pochte. "Könntet ihr euch die Wunde mal ansehen, Rorokpal? Nicht dass der Dolch am Ende noch vergiftet war."
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Mittwoch 06 Dezember 2017, 15:13
Da Crannegs Stiefel schwer auf dem Schreiber gelastet hatte, erstarb sein Widerstand schnell und er wurde völlig aphatisch - das machte das Festhalten unnötig, weshalb sie sofort zu Cranneg ging - der Arme hatte den Dolch abbekommen.

"Aber natürlich, Cranneg, mach ich sofort", erwiderte sie auf seine Bitte. Sie hoffte inständig, dass der Dolch nicht vergiftet war, weil mit Gift kannte sie sich nur sehr rudimentär aus. Sie nahm ein Tuch und tupfte vorsichtig die Wunde ab. "Ist es hier irgendwo taub oder fühlt ihr, wie sich Hitze ausbreitet?"

Cranneg hatte keine derartigen Symptome, daher schloss Rorokpal, dass es sich wirklich nur um einen Schnitt handelte. Der allerdings ziemlich tief war und böse blutete. Das wollte sie dem armen Zwerg nicht länger zumuten, und auch so eine Narbe von so einem unbedeutenden Gegner wäre nicht mal für eine Amazone ehrenhaft, daher entschied sie sich, ihn magisch zu heilen.

Man sollte meinen, Übung macht den Meister, doch ihre eigene Heilung in der Nacht war der jetzigen ähnlich: Die Konzentration war ungenügend und der Zauber schlug fehl.
Das hat auch der springende Magier eben erfahren...
Aber dann spürte sie, wie die Magie in den Körper des Zwerges fuhr und die Wunde verschloss und weitestgehend das Gewebe reparierte. Ein wenig müsste er sich noch ausruhen, aber es sollte nicht mehr weh tun und keine Narbe geben.

"So, das hätten wir. Geht es Euch besser?"

Sie entspannte sich endlich und dachte schon, alles wäre nun gelöst, als sie von unten Lärm hörte ...

Rorokpal heilt Cranneg für 8LP
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Mittwoch 06 Dezember 2017, 21:25
Runde 13 & Ende

Archibald Justus der Dritte rannte um sein Leben, zum ersten Mal in seinem Leben. Gerade war er noch voller Vorfreude auf das abendliche Tête-à-Tête mit Frau Hubinger von der anderen Straßenseite, deren Mann auf Geschäftsreise war, zum Ladens seines Vertrauens spaziert. So mancher Trunk von dort sollte ja die Leistungsfähgkeit....  Doch statt seinen Einkauf tätigen zu können war er mitten in einen Überfall hineingeraten. Der Verkäufer am Boden, ein Zwerg mit einer Axt der bedrohlich aussah  und dazu noch einige andere suspekte Personen mitten im Laden. Da hatte er das einzig Richtige getan und seine Beine in die Hand genommen. Jetzt rannte er also durch die Gassen und suchte verzweifelt nach der Stadtwache.  Schon ganz ausser Puste fand er dann doch zwei Personen die aussahen als wäre sie Teil der Stadtwache. Nach Luft ringend blieb er vor den beiden stehen. "Dr... Drüben im Laden, die Tränkeverkaufen T.W.O da ist ein Überall, ein Überfall sage ich. Eine ganze Band raubt den Laden aus." Völlig am Ende seiner Kräfte lehnte er sich erst einmal an eine Mauer. Das war eine ganz andere körpliche Anstrengung als er sich für den Tag gewünscht hatte.

Die Hochelfe Linaerey, eine kühle Schönheit mit rabenschwarzem Haar und wasserblauen Augen, blickte vom Rücken ihrer Stute regungslos auf die Umgebung hinab. Manch einer hätte in ihrem Gesicht mühelos die Arroganz ihres Volkes zu erkennen gedacht, doch die Elfe war primär auf der Hut. Auch wenn es nur eine reguläre Patrouille durch die Stadt war – es war eben Krakingen. Nicht das angenehmste Viertel der Reichshauptstadt. Neben ihr ritt Kalun, wie immer ein freundliches Lächeln auf den Lippen. Er nickte den Leuten freundlich zu, egal wie finster sie zu den beiden Stadtwachen starrten. Krakingen.
Wenige Augenblicke später rannte ein gehetzt wirkender Mann auf die beiden Reiter zu. Zwischen stossweise keuchendem Atem berichtete er von einem Überfall. Die Elfe wunderte sich zwar, warum jemand ausgerechnet diesen Laden überfallen sollte, und das noch bei Tage. Aber wenn die Pflicht rief… Das Trommeln der galoppierenden Hufe kündigte sie an und sorgte dafür, dass die Passanten schnell aus dem Weg sprangen. Tief über die Hälser ihrer Pferde geduckt kamen die beiden Soldaten wenig später vor besagtem Laden an. Die schwarzhaarige Elfe zog ihr Schwert, während Kalun seinen Speer fester packte. Auf der Strasse lag ein Toter, und tatsächlich erwischten sie eine seltsam zusammengewürfelte Truppe in dem Gebäude. Zwerge, Menschen, sogar eine Amazone… Das eine oder andere Gesicht kam ihnen vage bekannt vor.

„Stadtwache, was geht hier vor? Waffen weg, und erklärt euch. Sofort!“ Kaluns tiefe Stimme klang laut durch den Raum und war bestimmt noch in den oberen Stockwerken zu hören. Linaerey platzierte sich strategisch vor dem Ausgang. Es dauerte eine Weile, bis die beiden Soldaten davon überzeugt werden konnten, dass die bunte Truppe nicht für die verübten Verbrechen zuständig war. Mildernd war bestimmt die Tatsache, dass sie ihnen bereitwillig zeigten, wo die Schmugglerware versteckt war. Dennoch fühlte sich die schwarzhaarige Elfe dazu verpflichtet, den Möchtegern-Abenteurern den Kopf zu waschen.
„Meine werten Herren und Damen, Ihr seid Euch hoffentlich alle bewusst wie unsäglich dumm Ihr Euch aufgeführt habt. Es ist mir egal“, die emotionslose Miene der Elfe unterstrich diese Worte, „wenn Ihr Euer eigenes Leben aufs Spiel setzt, aber Ihr habt auch die Bürger dieser Stadt gefährdet. Es hätte Euch kaum Zeit gekostet, wenigstens einen Boten an die Stadtwache zu schicken. Wenn es nach mir ginge, würde ich Euch allesamt in den Kerker werfen, bis ihr Vernunft angenommen habt.“

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In der Aufseherhütte der Mine wartete Merdarion bereits. Neben ihm saßen Flinn und Hansz, beide sahen so aus als ob sie vor kurzem noch draußen gewesen waren. Die Miene des Minenbesitzers war nachdenklich. "Setzt euch doch" begrüßte er die Gruppe. "Dann lasst mal hören wie es gelaufen ist." Schweigend folgte er den Ausführungen und nickte schließlich. "Scheint ja ganz nach Plan gelaufen zu sein." In seiner Stimme war ein Hauch Sarkasmus zu hören. "Nun das wichtigste sit ja das sie so schnell nicht mehr auf die Beine kommen, wenn es denn überhaupt noch jemanden gibt. Ach Rorokpal hast du wonach ich dich gebeten hatte?"

Merdarion wuchtete eine kleine Geldkassette auf den Tisch. "Ein kleines Souvenier aus der Höhle." stellte er grinsend fest. "Wäre doch ein Jammer gewesen sie dort liegen zu lassen. Ich hatte euch Gold versprochen und hier ist es." Eine der Kettenhauben aus der Höhle landete ebenfalls auf dem Tisch. "Beerli, vielleicht kannst du das ja gebrauchen." In der Kassette lagen mehrere Beutel die beim Anheben den typisch metallischen Klang von Münzen von sich gaben. Das Verteilen ging schnell von statten und so blieb danach nur noch das Angebot noch etwas gemeinsam zu Essen oder zu Trinken.


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Mein besonderer Dank geht an dieser Stelle an Asarra fürs Aushelfen
Autor: Kaira Datum/Zeit: Donnerstag 07 Dezember 2017, 13:02
Das dumpfe Klatschen eines Körpers auf den Boden hatte Kaira trotz des Verkäufers wahrgenommen. Nachdem dieser seinen Trank geschluckt hatte, machte sie sich daher auf den Weg, um nachzusehen. Dabei antwortete sie Lasse "Warum wegrennen? Sie wissen wer wir sind und außerdem haben wir nichts getan." Als sie um das Haus ging, sah sei auch schon den leblosen Körper. Ein Blick nach oben bestätigte ihre Vermutung. Der Mann musste aus dem Fenster gesprungen sein, wenn es nicht ein versehentlich zu heftiger Schlag Rorokpals war. Sie kontrollierte Puls und Atmung des Verletzten. Doch es stellte sich heraus, dass er an seinen Verletzungen bei dem Sprung aus dem Fenster gestorben war, obwohl dies recht ungewöhnlich war für einen Sprung aus dem ersten Stock. "Vermutlich schlechte Knochen mit dem Alter." murmelte sie vor sich hin.

Als dann die Wachen andrückten trafen sie zuerst auf Kaira, die ihnen von dem Vorfall berichtete und auch von dem Verkäufer, der so überzeugt von seinem giftigen Heilmittel war, dass er es zur Schau hatte stellen wollen. Die Schelte, die über sie erging, konnte die Amazone nur sehr schwer aushalten. doch ein Widerstand war nicht angebracht und so zwang sie sich zu schweigen.

Da sie glimpflich davon gekommen waren, machten sie sich anschließen auf den Weg zu Merdarion, um auch ihn über das Geschehene aufzuklären.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Donnerstag 07 Dezember 2017, 17:07
Beerli folgte Kaira. Seiner Meinung nach, sah der Mann am Boden noch ganz munter aus aber die Amazone behautete, dass er definitiv tot sei. Sie gingen zu Merdarion und der Zwerg freute sich endlich wieder etwas ordentliches essen und trinken zu können. Trotztdem untersuchte er es vorher... man konnte nie wissen, ob nicht doch irgendwo diese giftigen kleinen Dinger waren. Nachdem er aber alles zu seiner Zufriedenheit begutachtet hatte lies er es sich schmecken.

Dankend nahm er den Beutel von Merdarion entgegen. "Beim nächsten Auftrag wartest du bitte, bis es Sommer wird. Ich wäre beinahe erforen!" fügte er hinzu.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Freitag 08 Dezember 2017, 10:26
Anscheinend war die Obrigkeit auf die ungewöhnlichen Vorgänge im Laden aufmerksam geworden. Rorokpal konnte sich das nur über den aus dem Fenster fallenden Magier erklären, ansonsten war der Laden ja "geschlossen" gewesen und sie war sich sicher, dass Serkaru, Kaira und Beerli niemanden sonst hereingelassen hätten.
Oje, wie erklären wir das mit dem toten alten Mann?
Nun, sagen wir, er ist aus dem Fenster gesprungen?
Er IST aus dem Fenster gesprungen.
Eben. Ich seh da kein Problem ...

Es war in der Tat kein Problem, doch nur deshalb, weil die Stadtwache, die offenbar von einem potentiellen Kunden alarmiert worden war, den Magier noch gar nicht gefunden hatte. Sollte sie das lieber gleich erwähnen, damit es später keine Probleme gab? Allerdings war das hier Krakingen, und alte Männer mochten da schon mal verschwinden ...
Sie schwieg also und nickte zu Kaira und Beerlis Erklärungen. Dann erwähnte sie noch den bewusstlosen Schreiber im ersten Stock, der sie angegriffen hatte und verwies auf den Schreibtisch, auf dem man bestimmt noch etwas Belastendes finden würde (wenn man sich erst einmal durch die tausenden mit Tinte verschmierten Blätter gewälzt hätte).

Offenbar reichte dann doch der gute Wille und die Bekanntschaft zu Asarra aus, um sie ungehelligt und nur mit einer Rüge davon kommen zu lassen.
Unverschämtheit, da geht man durch solche Gefahr und Mühe und soll zum Schluss noch dankbar sein, nicht in den Kerker zu kommen? Was ist das nur für eine verkommene Welt voller falscher Moral und ...
... und die Stadtwache kann auch nicht hellsehen und sofort wissen, was hier genau vorgefallen ist. Und immerhin stehen wir hier zu sechst, triumphierend und quasi unverletzt und haben einen Schreiber und einen Verkäufer niedergeknüppelt. Das sieht schon recht seltsam aus.
"Meh, also ich bin dann mal raus. Zu viele Leute hier drin", grummelte Feuer und Rorokpal setzte sich etwas überraschend in Bewegung.

Die anderen schlossen sich ebenfalls an und wenig später waren sie wieder einmal bei der Mine, wo Hansz, Rotznase und Merdarion schon warteten. Ein kurzer Bericht folgte, den der Minenbesitzer mit einem zufriedenen Nicken quittierte. Der Schmugglerring war nun wahrscheinlich bis in das Fundament zerrüttet und die Quelle der Kügelchen versiegt. Vielleicht gab es noch große Vorräte, vielleicht noch andere Drahtzieher, doch dafür ...

"... schau dir mal in Ruhe das Büchlein hier an, Merdarion. Ein paar Namen, interessante Zahlen, Orte ... ", sagte sie mit einem Augenzwinkern und gab ihm das gewünschte Buch aus ihrer Tasche. Ein wenig Sand rieselte zu Boden, nachdem die Tinte nun vollständig aufgesaugt und getrocknet war.
"Und jetzt reden wir über ... Gold!", sagte sie lachend.

Später wandte sie sich an Cranneg und Beerli: "Sagt ihr beiden, falls ihr auch nach Nighton zurück geht, lasst uns doch zusammen gehen. Dann haben wir bessere Chancen, eine gemütliche und sichere Reise zu haben."

Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Freitag 08 Dezember 2017, 16:40
Beerli war einverstanden. Er konnte gut darauf verzichten wieder einem Bären in den Wäldern zu begegnen. Obwohl er sich nach diesem Abenteuer ein bisschen mutiger und stärker fühlte. Er schaute auf das letzte Stück Brot, welches er sich gerade in den Mund schon. "Muss wohl am guten Essen liegen" dachte er verwundert.
Autor: Lasse Bluten Datum/Zeit: Dienstag 12 Dezember 2017, 18:49
Lasse hatte bereits einen Fuß auf der Schwelle, da ermahnte Ihn Kaira und so betrat er wieder den Laden.
Während er an dem Tisch mit seiner Hinterlassenschaft vorbeiging, nahm er beiläufig das Blatt mit der Aufschrift HASENBERG und zerknüllte es in seiner Hand.

Als dann auch noch wenige Augenblicke später die Stadtwache auftauchte und der er Gesamteindruck eh bereits nicht besonders gut aussah lies Lasse schnell das Pergament in seiner Hose verschwinden, in der Hoffnung, dass Ihn dort niemand untersuchen würde.

Ein Toter, ein unter Drogen gesetzter Verkäufer und ein niedergeschlagener Dritter, da würde eine mehr oder minder kryptische Nachricht nicht besonders bei der Verbesserung Ihres Verhältnisses zur Stadtwache von Nuru helfen.

Zumindest in den Gedanken von Lasse, des "mysteriösen" HASENBERG Bluten.

Scheinbar hatten Sie doch nichts getan, was Ihn veranlassen musste seiner Verlobten zu erklären warum er im Kerker saß. So konnte er sich mit einem ziemlich verdutzten Blick, einem vielleicht angeknacksten Ego - so wurde sein Deckname nie eine Bekanntheit in der "Unterwelt" von Aylann - und natürlich den Anderen zur Mine des Herren Merdarion.