Thema Zusammenfassung
Thema Zusammenfassung: [Abenteuer] Stein der verlorenen Seelen
Autor: Kaira Datum/Zeit: Freitag 15 Dezember 2017, 23:47
Prolog
Der heftige Regen der letzten Tage hatte den Erdboden aufgeweicht und prasselte unablässig weiter. Der kühle Nachthimmel war aufgrund der dichten Wolkendecke erfüllt von Dunkelheit, nur in der Ferne war das Warme Licht einiger Lampen abzuschätzen. Egon stapfte schweren Schrittes durch die Nacht und schnaufte schwer. Immer wieder blieb er stehen und keuchte vor Schmerz. Er würde es nicht schaffen. Einige Meter vor den Stadttoren Nightons sank er in sich zusammen ohne zu wissen wie nah er der rettenden Stadt gekommen war. Nun lag er im Matsch und rang um Atem, seine Verletzungen schmerzten zu sehr, der Blutverlust hatte ihm die Sicht und Orientierung geraubt. Was hatte er nur getan? Er hatte sie geweckt, er hatte sie kratzen gehört...es wollte zu ihnen. In seiner Brustgegend pulsierte es und da war nicht nur das Pulsieren seines Herzens, das um die letzten Sekunden rang.





Runde 1

Es dämmerste langsam, der Regen hatte schon lange aufgehört und die Sonne begann ihre wärmenden Strahlen auszubreiten und die frische Luft abzumildern. Es war Zeit für die Ablösung der Nachtschicht, die friedlich schlummernd unter ihrem Wachthelm versunken in der Ecke kauerte. Die Stadttore sollten für den alltäglichen Betrieb geöffnet werden. Doch hinter diesen war in einiger Entfernung eine leblose Gestalt im Schlamm zu finden. Verletzte waren traurigerweise keine Seltenheit und so war eine Bare schnell griffbereit. Einer der Nachtwächter war bereits auf dem Weg in die Kaserne.

Während man gemeinsam versuchte, den Verletzten auf die Bare zu hieven, um ihn Richtung Kaserne zu tragen, drückte einer der Wächter seine Hand etwas ungekonnt gegen den Hals des Verletzten, da er hoffte, feststellen zu können, ob er noch lebte. Mit einem überforderten Blick schaute er in die ebenso ratlosen Gesichter seiner Kollegen. Verzweifelt rief er nach einer Person, die er in etwas Entfernung sah „He… Sie, kommen Sie mal schnell!“


~~~~~

Etwas später in der Kaserne saß Dragoleutnant Hermann auf einem gemütlichen Stuhl in der Kaserne und blickte aus dem Fenster. Das Sonnenwendfest in Nighton näherte sich und die Stadt befand sich in der Vorbereitungsphase. Wie jedes Jahr rechnete man mit einer hohen Anzahl an Trinkern und Kleinverbrechern, die diese Zeit nutzten um ihren Lieblingstätigkeiten zu frönen und ersuchte daher Unterstützung und Ratschläge durch die umliegenden Kasernen. So kam es, dass sich Silvana mit Erik Hartman derzeit auf einer Versammlung in der großen Stadt Drachenauge befanden und der Dragoleutnant Hermann in der Zeit der Abwesenheit der Vorgesetzten, die alltägliche Aufsicht in der Kaserne Nightons vertrat. Er hatte zudem den Auftrag erteilt bekommen, letzte Angebote einzuholen über zusätzliche Lebensmittelangebote aus einer Bäckerei in Nighton, deren Ruf immer weiter wuchs. Aus Nuru erhoffte man sich etwas zusätzliche Unterstützung beim Aufbau einiger Stände und aus der Apotheke Drachenauges erhoffte man sich ein günstigeres Angebot für Utensilien zur Erstversorgung. Schließlich gab es den Ruf, dass der dortige Apothekenbesitzer zwar nicht erpicht auf Arbeit, aber doch auf schnelles Geld war. Und was bot sich da mehr an, als Binden und Tränke im großen Stil zu verkaufen, um all die mit Glassplitter durchsetzten Hände zu verbinden.

Gelangweilt stocherte er mit einem Bleistift ein Loch in das Papier das vor ihm lag, während um in herum allerlei Wächter geschäftig hin und her liefen, um Probleme zu lösen. Keiner der Anwesenden schien seine Rolle als stellvertretender Vorgesetzter Ernst zu nehmen, noch schien er selbst daran interessiert, die entsprechende Aufmerksamkeit und den Respekt einfordern zu wollen. Ein fleißig wirkender Assistent stand mit Zettel und Stift gewappnet hinter dem Dragoleutnant, ein beinahe unmögliches Unterfangen. Doch hier und da kritzelte er Notizen auf das Papier oder bohrte sich den Stift ins Kinn während er an die Decke starrte.

Vor ihm stand Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes. Der Bäcker war schon angereist und auch ein paar andere Personen fanden langsam ihren Weg in die Kaserne. Die Gäste waren durch eine Wache empfangen und gebeten worden eine kurze Weile zu warten, während der nötige Papierkram vorbereitet wurde und der stellvertretender Vorgesetzte für sie Zeit hätte.


Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Samstag 16 Dezember 2017, 01:06
Vor ein paar Tagen hatte Beerli einen Brief von Hermann Foss erhalten. Da er Dank eines guten Freundes nun lesen und schreiben konnte wusste er, dass es um das diesjährige Sonnenwendenfest ging. Weil er noch relativ neu in der Stadt war hatte er von diesem Fest bislang jedoch nichts gewusst. Es schien ihm aber eine gute Gelegenheit, um das Helle Brötchen bekannter zu machen und neue Kunden zu gewinnen - Ganz abgesehen davon, dass er als Zwerg eine ausgeprägte Leidenschaft für Feste und Märkte alle Art hatte.

Mit Kastanien-Roggen-Knoblauch-Brot und Ingwer-Wachholderbeeren-Plätzchen in der Tasche ging er durch die regennassen Straßen der Stadt und versuchte so oft wie möglich in eine Pfütze zu treten. Pünktlich kam er in der Kaserne an. Er nickte freundlich der Wache am Eingang zu und grüßte ihn mit den Worten "Ein Sauwetter war das vielleicht! Gut, dass es aufgehört hat zu regnen." Nach einem kurzen Gespräch über die nahenden Tiefdruckgebiete wies er dem Zwerg den Weg und Beerli lief in die Kaserne. Dort wartete er auf Hermann Foss, alle anderen geladenen Gäste und die Ereignisse, die da kommen mögen...
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Samstag 16 Dezember 2017, 12:11
Wieder einmal stand das Sonnenwendfest bevor, und weil das in Nighton stets groß zelebriert wurde, konnte man bereits einige Tage im Voraus die hektische, doch auch emsige Geschäftigkeit der Bewohner des kleinen Handwerkerstädtchens spüren. Auch der Kräuterkasten, die Apotheke Nightons wo Rorokpal zu arbeiten pflegte, war eingebunden! In einem Brief bat Dragoleutnant Hermann um die Mithilfe bei der medizinischen Versorgung. Herr Dennhardt, der Besitzer der Apotheke, hatte resignierend geschimpft über die Unsitte des überschwenglichen Alkoholkonsums und hatte Rorokpal losgeschickt, sich um "was auch immer nötig sei" zu kümmern.

Das war frei genug formuliert, dass sie sich erst einmal zur Kaserne begeben wollte, um sich einen Überblick verschaffen. Sollte dort medizinisches Personal gebraucht werden, könnte sie sich selbst einteilen, falls noch Materialien fehlten wie Binden oder reiner Alkohol zur Desinfektion würde sie das dan weiterreichen.

Sie schulterte ihre Tasche und machte sich auf den Weg zur Kaserne. Oft war sie ja nicht gerade hier, weil sie als angehende Magierin nicht so viel gemeinsam mit den schwertschwingenden Soldaten hatte. Insofern stolperte sie ein wenig ziellos durch das Tor, wo sie sogleich von recht jungen, übereifrigen Wachen aufgehalten wurde.

"Halt! Name und Grund des Eindringens?"
"Ich glaube nicht, dass Ihr diesen Satz grammatikalisch korrekt gesetzt habt, außer Ihr seid wirklich an dem Namen des Eindringens interessiert."
Der Blick war zwar verständnislos, aber auch ein wenig erbost. Offenbar waren da Widerworte gesprochen worden.
"Eure elliptischen, kurzen Befehle neigen dazu, verwirrend zu sein. Entschuldigt bitte. Mein Name ist Rorokpal Ion, ich komme aus dem Kräuterkasten und möchte mich über die medizinsche Grundversorgung zum Sommerwendefest informieren. Ohh, hallo Beeeeeeerli!", rief sie plötzlich, als die den berühmtesten Bäcker Nightons in der Kaserne herumlaufen sah.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Samstag 16 Dezember 2017, 14:10
"Rorokpal..." Eigentlich hätte Beerli damit rechnen sollen, dass die magische Medizinfrau auch da sein würde. Bisher hatte er all seine Abenteuer mit ihr bestritten, wusste aber im Allgemeinen sehr wenig über sie. Sie schien ihm immer ein wenig zwiegespalten, manchmal zu aufbrausend aber meistens hatte sie gute Einfälle und war eine angenehme Begleitung.

Er lief zu ihr und zur Stadtwache, die aus irgend einem Grund ziemlich missgelaunt aussah. "Schön, dich zu sehen Rorokpal. Hast du schon öfter bei diesem Fest mitgeholfen?" Ohne noch einmal mit der Wache zu sprechen wies er ihr den Weg in den Raum, in dem sie warten sollten.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Samstag 16 Dezember 2017, 19:59
Der Bäcker-Zwerg kam sogleich auf sie zu und grüßte. Diesen Strohhalm ergreifend schob sich Rorokpal einfach an den Wachen vorbei und schien damit Erfolg zu haben - sie sprachen sie nicht mehr an oder hielten sie auf.
"Nein, Beerli, aktiv mitgeholfen habe ich noch nicht. Ehrlich gesagt, ich wohne erst seit diesem Jahr in Nighton, davor war ich immer nur auf Reisen." Das klang ein wenig besser als Ich bin ziellos und immer ein wenig verwirrt durch die Lande geirrt, immer den Ansammlungen von Menschen oder sonstwem fernbleibend, weil ich zu oft Probleme mit solchen gehabt habe. Sie fand, dass sie sich wirklich langsam selbst ganz gut verstand und die Kontrolle hatte, vor allem, seit sie den Geist des Feuers in ihrem Kopf bemerkt hatte.
Da steckt ein laaaanger Weg dahinter. Jaja, und noch dreifach so lange wird er dauern ...
Nie kann man einmal in Ruhe nostalgischen Gedanken nachhängen.
Doch, kann man. Ich mach ja sogar mit. Mecker nicht.
Ob Beerli leckere Plätzchen dabei hat?

"Danke übrigens für deine Hilfe, die Wachen hier sind so ... unflexibel. Sag mal, liege ich falsch wenn ich rate, dass du hier wegen deiner Backkunst bist? Womöglich wegen ein paar Keksen?" Mal sehen, ob das zu subtil war ...

Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Sonntag 17 Dezember 2017, 14:00
"Ach, tatsächlich...?" Er hatte erwartet, dass Rorokpal schon länger in Nighton lebte. "Dann hast du sicher einiges erlebt, nach so langer Zeit auf Reisen. Tsss... und dann verschlägt es einen in eine Stadt wie Nigton. Schon seltsam, findest du nicht?" Der Zwerg plauderte ein wenig drauf lauf, bis sie im Inneren der Kaserne angekommen waren.

Als er ihren hungrigen Blick bemerkte, lächelte er. "Keineswegs... du liegst vollkommen richtig Rorokpal. Ich wurde eingeladen, weil ich in der Bäckerei arbeite und wohl am Festtag für genügend Speisen sorgen soll. Natürlich habe ich auch Kostproben dabei... für Leutnant Foss", er zwinkerte ihr verschwörerisch zu "...und alle Anwesenden... später."
Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Donnerstag 21 Dezember 2017, 21:53
Der Planwagen holperte auf den Hof der Kaserne und kam langsam zum Stehen. Lethia packte ihren kleinen Reisesack und sprang heraus.
Ah tut das gut endlich wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.
Sie wippte etwas auf und ab um ihre Beine zu lockern und streckte sich im Sonnenlicht. Ein melodisches "Ahhh.." entwand sich ihrer Kehle. Interessiert schaute sie sich um.

Ich kann es gar nicht fassen. Vor ein paar Tagen komme ich nach Nuru um dort Arbeit zu suchen und nun steh ich hier. Es war wirklich ein Glück, dass Sie Merdarion in den Straßen von Nuru begegnet war und von ihm von der Sonnenwendfeier in Nighton erfahren hatte. Und noch besser, er hatte ihr sogar einen Platz auf seinem Planwagen angeboten und das kostenlos. Naja nicht ganz... Sie hatte versprochen bei den Vorbereitungen zu helfen. Dies würde ihr die Möglichkeit geben die Gegend auszukundschaften um später die Besten Orte für ihre Auftritte zu finden. Sie freute sich darauf die Leute mit ihren Geschichten und Liedern zu erfreuen.

Naja viel gab es nicht zu sehen. Der Hof einer Kaserne eben... mehrere Wachen und in einer Ecke des Hofes liefen ein Zwerg und eine Frau.

Sie wand sich wieder um und sah, dass ihre Mitreisenden ebenfalls ausgestiegen waren.
"Wisst ihr vielleicht wo wir nun hinsollen?"
Autor: ZerbSama Datum/Zeit: Donnerstag 21 Dezember 2017, 23:43
Ferror bluteten die Ohren. Der Erz-Mann hatte viel gesprochen und schnell und noch mehr. Sicher, er war Ihm dankbar für diese Reisegelegenheit... Aber was an ihm Rührte wenn er sich diesen lauten Menschen ansah hatte er noch immer nicht greifen können. Wie auch, er hatte mit verarbeiten von hunderten Informationen zu tun und - zugegeben - hatte auch allerlei Nachgefragt in immer merkwürdigeren Tiefen der Metallverarbeitung, dem Erzhandwerk. Eigentlich hätte dieser Mann Ferros natürlicher Fein sein müssen, er plünderte die Erde, verscherbelte ihre Schätze und wurde Reich.. Das konnte er ihm natürlich nicht sagen, schließlich war auch er nun von diesem Kreislauf der Ausbeute der Erde erfasst. Die Schmiede lief ohne Erz wohl nicht... Also konnte er sich keinen Kommentar erlauben - aber so ganz das Druiden-Denken hatte er auch nicht abgelegt.

<<Toll. Ein neuer Zwiespalt. Großartig...>> Dachte Ferro und machte sich auf, aus dem Wagen zu klettern. Seine breiten Füße fanden keinen Platz und erschweren es damit aus dem Wagen zu klettern während sein ungeleker Körper dieses Bestreben nach Kräften sabotierte. Was hatte er sich dabei gedacht auf so eine Reise zu gehen...

Die Elfe, deren Frage noch immer im Raum zwischen den Planwagengeplagten stand schaute in die Runde. Ferro war noch immer oder abermals irritiert, sie hingegen quietschvergnügt und federte fröhlich von einem Bein auf das andere.

<<Zwei von der Sorte, die man Anbinden musste um ein Gespräch zu führen.>> Diesen Gedanken wieder verscheuchend kam er zu dem Schluss dass es ein Glück war, dass Worte nicht Ferros Leidenschaft waren. Endlich deutete er auf den Kasernenhof.

"Umschauen? ... Hey, Merdarion.. Sagt, ihr habt uns doch hier her gebracht... Ihr kennt also dieses Fest. Was meint ihr, wohin sollten wir uns zuerst begeben? Wo kann man Stadt, Feierlichkeiten und das Festbier am besten auf uns einwirken lassen?"
Autor: Darius Datum/Zeit: Freitag 22 Dezember 2017, 15:06
Die letzten Tage waren total verregnet gewesen, was an sich ja kein Beinbruch war. Die Schmiede bot genug Schutz vor dem Wasser, das seit einiger Zeit vom Himmel kam und auch der Abfluss war ausgefegt und sauber, sodass sich nichts anstaute. Doch die Esse bot Cranneg zur Zeit nichts von ihrer Wärme, denn einige Milizionäre, zu denen er auch zählte, halfen momentan der Stadtwache aus. Die Sonne sandte gerade erst ihre Strahlen über den Horizont und seine Laune war ob der frühen Morgenstunde auch entsprechend grantig. Ein Zwerg beklagte sich natürlich nicht lauthals, aber...

Er grummelte eine zwergische Verwünschung in seinen Bart, während seine Beine ihn über den Marktplatz trugen. Für das bevorstehende Fest gab es immerhin eine Menge vorzubereiten. Der Tag wäre für den Zwerg vielleicht weiterhin so grau geblieben, wenn er nicht einen recht verzweifelten Ruf vernommen hätte. Zuerst sah er ein wenig verwirrt umher, bis er einige Wächter der Kaserne entdeckte. Er hob seine Hand zum Gruß und schritt zu ihnen hinüber.

"Mahal zum Gruße, was...?" , fing er an zu fragen, bevor er die Bahre sah, auf der eine Gestalt lag. Zu groß für einen Zwerg. Die Wächter sahen recht ratlos aus, was sie zu tun hatten. Sein Gesicht wechselte von einem bemühten schmunzeln, zu Verwirrung.

"Was steht ihr hier noch herum? Bringt." , er beugte sich kurz tiefer um das Gesicht sehen zu können. "Ihn zur Kaserne. Dort ist es wärmer als hier draußen und ein Bett ist besser als die Pflastersteine. Ich helfe euch beim Tragen.", herrschte er sie an, bot aber auch gleich seine Hilfe bei der Arbeit an.

Man konnte ja später noch herausfinden, wer der Fremde war, wenn er dann noch lebte.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Freitag 22 Dezember 2017, 21:16
Syrena hatte einen Brief erhalten, in dem sie um Mithilfe beim Sonnenwendfest gebeten wurde. Da ihr Gasthaus in Drachenauge inzwischen gut lief, sah sie keinen Grund der Bitte nicht nachzukommen. Bei Bedarf und entsprechender Entlohnung könnte sie noch Jenna und Lisann mitbringen, und würde die Taverne einfach für einen Abend schließen. Was sie ein wenig wunderte war, das nicht nach Suffix gefragt worden war, aber vielleicht war schon ein anderer Barde zur Unterhaltung angestellt worden - vielleicht diese Cailín, die letzhin in der Taverne gewesen war - oder man verließ sich darauf, das die Besucher sich selbst unterhielten. Wie dem auch sei, die junge Frau hatte die Gelegenheit genutzt um sich in Nighton mit Sir Christian zu treffen, und endlich ihren Gildenstab schmieden zu lassen. Und es war ein wirklich schönes Stück geworden, der hiesige Schmied verstand sein Handwerk, das musste man neidlos anerkennen. Leise vor sich hin summend kam Syrena also bei der Kaserne an und zeigte den Wachen am Tor auf Nachfrage hin den Brief den sie bekommen hatte. Man zeigte ihr den Weg, und wies sie an zu warten bis sie an der Reihe war. Ein Zwerg und eine weitere Frau warteten dort bereits, und Syrena grüßte die beiden freundlich, bevor sie sich geduldig hinten anstellte und darauf wartete, das der Hauptmann Zeit für sie fand.

Seid gegrüßt, seid Ihr auch gebeten worden bei dem Sonnenwendfest mitzuhelfen? Ich habe noch nie daran teilgenommen, wisst Ihr zufällig ob dazu viele Gäste in die Stadt kommen oder ist es eher die Nightoner Bevölkerung, die daran teilnimmt? Mein Name ist übrigens Syrena, mir gehört eines der Gasthäuse in Drachenauge.

stellte sie sich anschließend Beerli und Rorokpal vor.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Freitag 22 Dezember 2017, 22:58
"... er hatte natürlich seinen Hammer liegen lassen und musste den Weg zurück laufen, als ihm seine Lampe im Stollen plötzlich erlosch und da..." Beerli, der Rorokpal gerade berichtete, wie sein Großonkel einst die zweitgrößten Eisenerzlagerstätte in ganz Ruritanien gefunden hatte, wurde aus seiner Erzählung gerissen.

"...ähm..." vor ihnen stand eine Person, wahrscheinlich weiblich, eventuell Bardin. So genau konnte Beerli sie nicht erkennen (womöglich, weil er ihr Charakterblatt gerade nirgendswo finden konnte). Nach ihrem Redeschwall stellte er sich ihr vor.

"Seid gegrüßt Syrena. Es freut mich eure Bekanntschaft zu machen." Das war zwar leicht übertrieben, doch Beerli wollte es lieber höflich angehen lassen. "Man nennt mich Beerli Blutbart, ich bin der ansässige Bäcker hier in Nighton. Leider aber noch nicht all zu langer in der Stadt. Das ist also mein erstes Sonnenwendenfest. Wir werden uns wohl gedulden müssen und alles von Hermann Foss erfahren. Er müsste eigentlich bald kommen." Etwas ungedultig schaute er in den Himmel, um den Stand der Sonne zu ermitteln. Dabei stellte er fest, dass die Regenwolken noch nicht weitergezogen waren.


Autor: Shikra Datum/Zeit: Samstag 23 Dezember 2017, 00:53
Shikras Reise nach Nighton war erstaunlich gut gegangen. Sie hatte kaum falsche Abzweigungen genommen und hatte einen Priester getroffen, den sie nach dem Weg fragen konnte. So kam sie war durchnässt, aber ohne Zwischenfälle in der Handwerksstadt an. Ein Brief aus der Kaserne hier aus der Stadt bezüglich eines Festes hatte die Reise notwendig werden lassen. Die Apotheke von Drachenauge war gebeten worden, das Sonnenwendsfest zu unterstützen. Ihr Arbeitgeber hatte es sich leicht gemacht, er wollte auf den Brief gar nicht reagieren. Erstens war im die Reise zu mühsam und zweitens bedeutete so eine Festlichkeit in erster Linie Arbeit und dafür war er schwerlich zu begeistern. Zudem würde man sich mit der Apotheke vor Ort irgendwie auseinander setzen müssen.
Nur Ignorieren wollte die junge Heilerin den Brief auch nicht und so besuchte sie, bevor sie in der Kaserne absagen wollte, den "Kräuterkasten", um Herrn Dennhardt ins Bild zu setzen. Die Waldelfe, die seit Kurzem ein Mitglied der Hohenturmgilde war, wollte den Apotheker Landolin nicht übergehen.

Nach dem Gespräch mit dem Hohentürmler war Shikra darin bestärkt kurz in der Kaserne vorbei zuschauen und dem dortigen Verantwortlichen mit dem Verweis an Herrn Dennhardt, für das Fest abzusagen.
Seit der Reise mit Kaira zum Hohenturm versuchte die Elfe bei fremden Personen etwas selbstsicherer aufzutreten, so wie es die Amazone immer schaffte und daher fragte sie freundlich aber bestimmt die Wache am Tor der Kaserne nach Hermann Foss. Der Wachposten konnte ihr in einfachen Worten den Weg erklären, sodass die Elfe nach kurzer Zeít einen Raum erreichte, in dem sich schon eine kleine Gruppe Wartender sammelte.

Sie betrat den Raum und hörte gerade noch, wie sich Syrena vorstellte und Beerli ihr antwortete.
Syrena war eine Wirtin aus Drachenauge. Die Elfe war sich nicht sicher, ob sie sie schon mal auf dem Marktplatz gesehen hatte. Die restlichen Personen waren ihr gänzlich unbekannt.
Da sie die Vorstellrunde wohl gerade verpasst hatte und ihr Selbstvertrauen an der Torwache aufgebraucht worden war, wünschte sie nur allgemein einen schönen guten Tag in die Runde hinein und wartete darauf, dass Herr Foss auftauchen würde.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Samstag 23 Dezember 2017, 11:35
Mit mäßigem Interesse lauschte Rorokpal den Erzählungen Beerlis. Einerseits war sie sehr erfreut, dass der begnadete Bäcker-Zwerg ein wenig aus sich heraus kam und nicht nur Geschichten erzählte, sondern sogar einige Kostproben in Aussicht gestellt hatte. Andererseits wusste sie so gut wie gar nichts über das Schürfgewerbe und konnte nur hoffen, dass sie die Pointen richtig erkannte. Der Moment, da die Lampe im Stollen erlosch, schien ihr wie eine solche und sie schaute schockiert drein. Dies ging aber völlig unter, als eine Frau zu ihnen trat, die sie noch nie gesehen hatte.
Puh, gerade noch gerettet. Ich wette, das war noch nicht die Pointe ...

Überhaupt waren mittlerweile doch sehr viele Leute angekommen, und Rorokpal war sich sicher, dass ein großer Teil nicht aus Nighton stammte. Wenn man lange genug irgendwo lebte, wusste man einfach, wer von außerhalb kam. Es war die Art, sich zu bewegen, sich zu kleiden. Wie man jemanden ins Gesicht sah und lächelte. Oder grimmig schaute, wie Cranneg, der auch bereits angekommen war. Offenbar war das Sonnwendfest größer, als sie bisher angenommen hatte. Sie betrachtete die Neuhinzugekommene, die sich Beerli und ihr als Syrena vorstellte. Sie wirkte recht symphatisch und schien leicht mit Menschen umgehen zu können.

"Freut mich auch, Euch kennen zu lernen, Syrena. Ich heiße Rorokpal, komme aus Nighton und arbeite als Heilerin im Kräuterkasten. Als Kind war ich oft auf dem Sonnwendfest, jetzt will ich zum ersten Mal selbst mithelfen. Gibt bestimmt viel zu tun, sobald die ersten ihre Verträglichkeit von Vergorenem überschätzt haben. Oh, Ihr habt ein Wirtshaus in Drachenauge - dann wie wäre es mit einer kleinen Wette?"
Vorsichtig warf sie einen Seitenblick auf Beerli, bevor sie weitersprach.
"Wer wird zuerst zuviel getrunken haben - ein Mensch, ein Zwerg, ein Elf oder sonst jemand?"



Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Samstag 23 Dezember 2017, 14:10
"Menschen!", rief Beerli ohne lange zu überlegen. "Elfen trinken nur ihren Pflanzensaft, Zwerge halten viel aus ... aber Menschen neigen dazu alles zu übertreiben. Generell handeln Menschen oft sehr unüberlegt, tun unsinnige Sachen und halten sich für was besonderes. Gerade wenn es ums trinken geht!" Er hatte wohl viel Erfahrung auf dem Gebiet.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Samstag 23 Dezember 2017, 20:31
"Ja, da hast du recht Beerli, die Menschen übertreiben echt alles. Dann fiel ihr ein, dass wahrscheinlich niemand wusste, dass sie eine Druidin war und man sie wohl für einen Menschen hielt. Das wollte sie nicht hier und jetzt erläutern, also ergänzte sie:  "Wobei, neulich bei Merdarions Feier sah ich dich am Tisch schlafen, Beerli, lange bevor die ersten Menschen sich zur Ruhe begaben. Dieser Knoblauch-Lasse hatte sogar ein Lied gesungen. Hast du das noch mitbekommen? Na wie auch immer, die Zwerge sinds bestimmt nicht - aber wenn ein Elf wirklich einen schönen Schluck Met trinken sollte - huiii."
Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Sonntag 24 Dezember 2017, 09:58
Merdarion hörte die Frage von Ferro und beendete das Gespräch mit der Wache, welcher er gerade erklärt hatte, dass er nur hier war um ein paar helfende Hände für das Fest da zu lassen und dann gleich wieder verschwinden würde.
Er wand sich zu dem Druiden um und deutete in eine Richtung... "Da lang und ihr kommt zu dem Raum wo der Hauptmann die Leute warten lässt." Er zeigte in die andere Richtung. "Oder ihr geht wieder durch das Tor, durch das wir gerade gekommen sind und schaut euch noch ein wenig die Stadt an, ich denke dafür sollte noch Zeit sein. Ihr wisst ja jetzt wo die Kaserne ist."
Als wäre damit alles wichtige gesagt, richtete er seine Aufmerksamkeit nun auf Serkaru um diesen noch einige Anweisungen mit auf den Weg zu geben.

Lethia schaute in die zuerst gewiesene Richtung.
Dahin waren doch auch der Zwerg und die Frau verschwunden und auch noch weitere Gestalten, seid sie auf dem Hof angekommen waren. Das müssen dann wohl alles Helfer gewesen sein.
Die Elfe blickte leicht sehnsüchtig zum Tor. Er meint es wäre noch Zeit... Nein, lieber nicht. Ich muss einen guten Eindruck auf den Hauptmann machen und dass kann ich nur wenn ich auch da bin. Sonst könnte mich das meine Auftritte kosten. Ihre Gesichtszüge wollten ihr entgleisen, doch sie riss sich zusammen. Die Aussicht nicht singen zu dürfen war furchtbar.
Gehe ich lieber zu dem Warteraum und sehe mal wer sonst noch helfen soll.
Bestärkt durch ihre Entscheidung setzte sie sich leichten Schrittes in Bewegung, nur um abrupt wieder inne zu halten. Fasst wäre sie mit dem Mann names Ferro zusammen gestoßen.
Er sah so aus, als ob auch er überlegte welche Richtung er einschlagen sollte.
Von dem Gespräch, welches sie während der Reise zwischen ihm und Merdarion mitgehört hatte, wusste die Elfe, dass Ferro ein Schmied ist und eher kurz angebunden war, was Worte betraf.

"Ich werde mich zu dem Raum begeben und auf den Hauptmann warten." Sagte sie zu Ferro um ihn bei seiner Entscheidung zu helfen. "Wollt ihr mitkommen?" Sie lächelte.
In Richtung Merdarion rief sie ein "Auf bald!", was diesen dazu veranlasste auf zu schauen und ihr kurz zu zu nicken, bevor er weiter mit Serkaru sprach.
"Wollen wir?", fragte sie den Schmied und ohne eine Antwort abzuwarten, setzte sich Lethia in Bewegung.
Autor: Kaira Datum/Zeit: Sonntag 24 Dezember 2017, 10:51
Runde 2


~~im Keller der Kaserne~~

Eine Wache war fix unterwegs zur Kaserne gewesen, um die Kaserne um die Vorkommnisse zu informieren. Cranneg und ein paar weitere Wachen machten sich auf den Weg in die Kaserne und da der Tod des Mannes festgestellt wurde, brachten sie ihn vorerst über einen Hintereingang in den Keller. Dort empfangen, wurden alle Wachen und deren Beobachtungen akribisch aufgenommen. Da im oberen Stockwerk einiges Trubel war, wurde die Befragung an Ort und Stelle durchgeführt. Mit Stift und Papier bewaffnet blickte ein abschätzendes Augenpaar in das des Zwerges. „Name bitte? Warum waren Sie anwesend, was haben sie beobachtet und wo befanden Sie sich bevor der Tote aufgefunden wurde?“ 



~~ im Eingangsbereich der Kaserne ~~
Die Besucher im Wartebereich wurden nicht weniger und so erhob sich Herman Foss von seinem Stuhl und machte sich auf den Weg. Gerade an der Tür angekommen und sein Gegenüber gezwungen freundlich anlächelnd kam auch schon eine Wache hereingestürmt und wollte ihn sprechen. Es ging erneut um diesen Todesfall vor den Stadttoren letzte Nacht. Sein hoch engagiertes Gegenüber ratterte eine Reihe von Fakten und Vorschläge über die durchzuführenden Schritte herunter. Der Assistent des Dragoleutnant hinter ihm japste vor Freude, endlich gab es was zu tun.

„Aha, gestorben vor der Stadt…Mhmm…Wunde…Dann ist doch alles klar…Abenteurer, Überfall, die kriegt keiner hier.”

Sein Gegenüber wehrte sich: „Aber das Protokoll sieht vor…”

„Nun.” Er blickte sich um und wählte nach Gutdünken eine der Gäste aus. In seiner Erinnerung war eine Heilerin für heute erwartet. „Da ist eine Heilerin, sie kann sich die Person anschauen, können Sie doch oder?” Er berührte Rorokpal ohne Hemmungen an der Schulter und drehte sie in die Richtung der Wache, in Richtung Treppe.  Die Frage war rein obligatorisch, denn statt einer Antwort zu erwarten drehte er sich weg, doch nicht ohne zuvor noch unfreundlicher zu werden.  „Da gehen Sie mal mit. Husch.” Und damit setzte er sich hinter ein Pult und beschäftigte sich damit, seine Arbeit weiter zu ignorieren.


Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Sonntag 24 Dezember 2017, 12:49
Rorokpal wartete gerade auf Syrenas Wetttipp und überlegte sich, dass sie selbst eigentlich gar keinen Einsatz gestellt hatte (und es auch gar nicht vor hatte, außer es ging um etwas zu Essen oder Trinken) - als eine Wache den Raum betrat und ziemlich aufgeregt mit Hermann Foss sprach. Das alles bekam sie nur am Rande mit, stattdessen betrachtete sie einen Mann und eine Elfe, die gerade durch die Tür hinein kamen. Auch zwei von außerhalb. Das Fest hatte wirklich Kreise gezogen in den letzten Jahren ...

Doch dann wurde Rorokpal je aus ihren Gedanken gerissen, als sie recht herrisch an der Schulter gepackt und herumgewirbelt wurde. Sie starrte in das Antlitz des alten Hermann, der rätselhafte Dinge sprach. Und das recht unfreundlich.
Äh, was will der?
Hmm, bitte was? Oh, achso, der alte Hermann. Ja, ich glaube er sagte etwas von Heilerin und anschauen, ich glaube sie wollen dein Debüt sehen.
Ja, das macht Sinn. Die können ja nicht jeden zulassen, da muss man erst einmal sein Talent zeigen. Ob sie eine professionelle Heiler-Jury haben?
"Da, gehen Sie mal mit. Husch." scheuchte Hermann sie in Richtung der Treppe, bevor er sich wieder entspannt hinter sein Pult verzog.
"Ja gerne! Vielen Dank, dass ich diese Chance erhalte. Ich werde mein bestes geben und das Preisgericht von meinen Qualitäten überzeugen!", erklärte sie leidenschaftlich der Wache, die halb hinter ihr die Treppe hinunterstieg.


Autor: Myriel Datum/Zeit: Dienstag 26 Dezember 2017, 17:45
Syrena lächelte Beerli und Rorokpal freundlich an, als die zwei sich ebenfalls vorstellten. Mit einem netten Pläuschchen ließ sich die Zeit doch viel schneller totschlagen.

Ihr seid also der neue Bäcker? Ohm dann sollte ich Euch wohl einen Besuch abstatten, bevor ich wieder nach Hause fahre. Und Ihr seid im Kräuterkasten angestellt Rorokpal? Der gehört doch Herrn Landolin Dennhardt, nicht wahr? Er ist eines meiner beiden großen Vorbilder müsst ihr wissen.

Warum das so war, das betonte sie nicht besonders. Da Christian ihr gesagt hatte, der Gildenstab würde sie als Mitglied des Hohenturms auszeichnen, ging sie schlichtweg davon aus auch als solches erkannt zu werden. 
Rorokpal schlug eine Wette vor und Syrena nahm den Vorschlag schmunzelnd auf.

Ich habe nichts gegen eine kleine Wette, ich fürchte nur wir haben das Problem, das ich nicht gegen den Tip von Gevatter Beerli setzen werde. Ich glaube nämlich auch, das es ein Mensch sein wird. Zwerge vertragen in aller Regel recht viel, und bei Elfen scheint es ähnlich zu sein, wobei die meisten dem Alkohol wenn überhaupt nur sehr gemäßigt zusprechen.

stimmte sie Beerli mit seiner Einschätzung zu. Da öffnete sich die Tür und Herr Foss kam heraus - zumindest machte es für einen Moment den Anschein, das er sich um sie kümmern wollte. Doch dann wurde nur Rorokpal abdelegiert, weil man eine Heilerin brauchte. Verdattert sah Syrena hinter Rorokpal her, blickte dann auf ihren neu geschmiedeten Gildenstab des Hohenturms und dann wieder in die Richtung, in der Rorokpal verschwunden war.

Aber...

Man konnte der jungen Frau förmlich ansehen wie sie in sich zusammen sackte und die Freude über ihre neue Waffe im Nichts verpuffte. Natürlich hätte sie den Mund aufmachen oder einfach mitgehen können, aber das war schlichtweg nicht Syrenas Art und es lag ihr fern sich vorzudrängeln. Immerhin konnte es ja auch sein das Rorokpal eine viel bessere Heilerin war als sie selbst. Schließlich arbeitete sie für Herrn Dennhardt und die Leute hier in Nighton kannten sie aus der Apotheke. Wesentlich ruhiger als zuvor sagte sie zu beerli:

Naja... dann warten wir mal bis Herr Foss sich irgendwann um uns kümmert. 
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Freitag 29 Dezember 2017, 18:44
Beerli war gerade dabei seinen Tipp abzugeben und der Menschenfrau mit dem imposanten Stab beizupflichten, als der Dragoleutnant unvermittelt vor ihnen stand und Rorokpal abführte. Verdutzt schaute Beerli der jungen Frau hinterher. "Was ist denn passiert?" rief Beerli einem der Wachen hinterher. Doch da waren sie schon verschwunden.

"Habt ihr das gesehen?" frage er Syrena noch sichtlich verwundert. Als er sich zu ihr umdrehte sah er eine große Enttäuschung in ihrem Blick, die er sich nicht erklären konnte. Um von der unbehaglichen Situation abzulenken tat er das, was Zwerge ziemlich gut beherrschen: grummelig herumstehen und sich beschweren. "Dieser Herr Foss scheint ja nicht gerade für seine freundliche und umgängliche Art bekannt zu sein. Habt ihr schon mal mit dem zutun gehabt? Eine Unverschämtheit uns so lange warten zu lassen. Bäcker haben keine Zeit für sowas!" Er verschränkte die Arme vor der Brust und murmelte noch ein paar zwergische Beschimpfungen hinterher... nur zur Sicherheit.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Samstag 30 Dezember 2017, 15:20
Shikra stand etwas abseits und beobachtete die anderen Wartenden und fragte sich, wie lange sie hier noch bleieben würden müssen. Nach ihr waren noch zwei weitere Helfer gekommen, eine Elfe und ein Mann. Eigentlich beobachtete die junge Heilerin gerne andere Personen, aber die Warterei lies sie nervös werden.

Die Waldelfe spielte an dem Saum ihrer Tunika und wandte sich dem Gespräch um Syrena zu. Die Wirtin wirkte offen und ehrlich freundlich und Shikra wurde das Gefühl nicht los, dass sie ihren Namen schon mal gehört hatte.
Der Zwerg irritierte die Elfe ein wenig. Waren nicht alle Zwerge sehr wortkarg und eher schlecht gelaunt. Dieser hier wettete aber gerade mit den beiden Frauen, wer auf dem Fest den meisten Alkohol vertragen würde. Seine Einschätzungen zu den Trinkgewohnheiten der Elfen war dann doch wieder typisch zwergisch. Pflanzensaft? Ehrlich! Da hatte jemand keine Ahnung; Shikra hatte jedoch keine Lust ihn über die möglichen und unmöglichen alkoholischen Getränke der Waldelfen zu informieren.

Ihr Blick blieb an dem Stab der Wirtin hängen. Es war ein beeindruckendes Werkstück, das sie irgendwie etwas an den Hohenturm erinnerte, den sie vor Kurzem zusammen mit Kaira besucht hatte. Hatte die Besitzerin des Stabs gerade von Landolin gesprochen? Da fiel ihr wieder ein, woher sie Syrenas Namen kannte. Die Lichtelfe Lessien hatte ihn erwähnt, als sie die Mitglieder der Gilde aufgezählt hatte.

Bevor die junge Heilerin sich überwinden und sich Syrena vorstellen konnte, platzte Hektik in den Raum. Hermann Foss wollte wohl gerade seine Gäste begrüßen, als er über einen Vorfall vor den Stadttoren informiert wurde. Grob packte der die Frau, die bei dem Zwerg stand und führte sie mit dem Hinweis auf den Bedarf eines Heilers aus dem Raum.
Zurück blieb eine verdutzt wirkende Menge.

Die andere Frau war also auch eine Heilerin? Eine mächtige wohl, wenn man ihr den Vorzug gab. Warum hatte man dann extra noch jemand aus der Apotheke Drachenauges gebraucht?
Die Waldelfe wollte ihre versäumte Vorstellung wenigstens bei Syrena nachholen und trat zu den beiden, die sich etwas ratlos ansahen, weil Rorokpal gerade aus ihrer Runde gezerrt wurde und sprach:
"Verzeiht, habe ich Euren Namen vorher richtig verstanden? Ihr seid Syrena? Kann es sein, dass ich Euren Namen bei den Mitgliedern der Hohenturmgilde gehört habe?
Entschldigt, ich habe mich noch nicht vorstellt. Mein Name ist Shikra" Dabei nickte sie auch dem Zwerg zu, den sie aus Höflichkeit nicht völlig ignorieren wollte.
Autor: ZerbSama Datum/Zeit: Sonntag 31 Dezember 2017, 19:11
Ferro war irritiert. Erst die Entfürhung nach Nuru, dann dieser komische Erz-Clown der ihn in die nächste Stadt verfrachtet hatte und nun ist er treudoof einer Elfe in ein Gebäude gefolgt in dem offensichtlich nichts so lief, wie es eigentlich sollte. Er kam sich etwas verloren vor mit seinem noch immer unbenutzten Schmiedehammer am Gürtel. Vielleicht sollte er einfach wieder in den Wald entfleuchen? Nein. Erstmal umschauen. Der Wald bleibt ja als Option bestehen, auch wenn er nicht so sicher war, ob die Stadt wirklich ein besserer Ort war.

Damit lehnte er sich erstmal aus dem weg, ging dem Treiben etwas aus dem Weg und beobachtete das Geschehen.
Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Montag 01 Januar 2018, 12:43
Als Lethia in dem Warteraum ankam, waren bereits mehrere Helfer versammelt. Die schweren Schritte, die sie hinter sich gehört hatte, waren ein Anzeichen dafür gewesen, dass Ferro ihr gefolgt war. Sie lächelte ein wenig selbstzufrieden.
Sie wollte sich gerade einen Überblick über die Wartenden verschaffen, als der Hauptmann auf eine der wartenden Frauen zu trat und diese unsanft in Richtung einer Wache und einer Treppe schob.
„Da gehen Sie mal mit. Husch.”, konnte sie Ihn noch sagen hören, bevor er sich wieder in Richtung seines Schreibpult wendete.

Naja, freundlich geht anders., dachte Lethia bei sich. Bei diesem Hauptmann muss ich wohl vorsichtig sein, um mein Auftrittsrecht nicht zu gefährden. 

"... und das Preisgericht von meinen Qualitäten überzeugen!" , waren die letzten Worte die sie von der Frau, welche die Treppe hinunter geführt wurde, auffing.
Nanu?!, die Elfe stutze. Was war das? In der Stimme dieser Frau... da war... hmm... irgendwie etwas rotes?!
Besser konnte sie es nicht Benennen. Lethias Neugierde war geweckt.

Kurzer Hand beschloss sie Rorokpal zu folgen. Sie huschte flink an einer Wand entlang an den restlichen Personen im Raum vorbei. Ob die Elfe von jemanden beobachtet wurde, wusste sie nicht. Doch dies war ihr gerade ziemlich egal.

Als Lethia leisen Schrittes am oberen Rand der Treppe verschwand, war der Gedanke an ihr Auftrittsrecht wie weg gefegt.
Autor: Kaira Datum/Zeit: Montag 01 Januar 2018, 14:29
Runde 3

~~Im Keller~~
Rorokpal wurde von dem eifrigen jungen Mann in einen Kellerraum geführt, in dem die Leiche des Mannes auf einer Bahre lag. Das ihnen noch jemand folgte, registrierte er kaum. Noch immer war die Miene des Wächters in Unverständnis verzogen und er grummelte Beschimpfungen, während er die alte Holztür öffnete. Er zeigte ihnen den Körper und stellte sich mit etwas Abstand an die Tür um zu warten. Neben der Bare standen zwei weitere Personen, ein Zwerg und eine Wache mit einem Protokoll in der Hand. Der Wächter an der Tür erklärte: „Man kennt seine Identität bereits, sein Name war Egon. Wohl ein hiesiger Händler.”



~~ im Eingangsbereich der Kaserne ~~
Informationen verbreiteten sich bekanntermaßen wie ein Lauffeuer und diese Stadt bildete keine Ausnahme. Gerade waren die drei in den Keller gegangen, betrat ein älterer Mann mit weißem Bart und lichtem Haar gemeinsam mit einer einfach gekleideten Frau die Kaserne und sprach einen dortige Wache an “Ist es war? Wurde Egon gefunden? Man sagt er sei ...tot?” Bei den Worten zitterte die Stimme des Mannes und er suchte nach einer Möglichkeit sich zu setzten. Der Schock saß noch immer tief.

Die kleine dickliche Frau, die ihn begleitete ging schnurstracks auf Hermann zu, der angesichts des plötzlichen weiten Ausblicks sehr aufmerksam wurde. Sie stellte sich als Ruth und ihn als Gilmar Grodeberg vor. Unter einem Seufzen stand Hermann auf und begrüßte die beiden. Sie erklärte, sie habe ihr Geschäft direkt neben Egons gehabt und den alten Gilmar hierher begleitet, als sie von dem Todesfall hörte, denn Egon und Gilmar pflegten eine jahrelange Freundschaft.

“Egon hatte keine Familie hier und auch sonst keine von der er je erzählt hätte.”  bestätigte sie dem Wachmann. “Aber Gilmar war für ihn wie Familie.”

„Er war ein guter Freund...hat mir immer... hat mir immer das Gemüse vorbei gebr-racht…”  schluchzte er. „Ich kann doch nicht mehr so gut wie früher.” Er blickte verlegen auf seine Knie. „Er war immer so nett der alte Egon. Der einzige ehrliche Händler sag ich Euch!” Er zückte ein altes Taschentuch und wischte sich die Tränen aus den Augen und betrachtete die bunt gemischte Gruppe, die wort im Raum stand.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Montag 01 Januar 2018, 23:44
Als sie den Keller betraten, gab es drei Dinge gleichzeitig zu bemerken: Erstens, sie war von der Elfe verfolgt worden, die sie zuvor in Begleitung eines rothahrigen Mannes den Raum hatte betreten sehen und die nun plötzlich wie ihr persönlicher Schatten im Keller dicht hinter ihr auftauchte. Ein überraschter Schauer leichten Grauens überkam Rorokpal - was wenn sie eine geübte Meuchelmörderin war? Talent dazu hätte sie allemal ...

Zweitens, im Keller stand ein steingesichtiger Zwerg, den sie nur zu gut kannte und der irgendwie mit der Wache zu tun hatte. War Cranneg in Schwierigkeiten? Sie hatte ihn doch erst vor kurzem gesehen.
Drittens, das Ganze war gar kein Wettbewerb für den besten Heiler für das Sonnwendfest, denn auf einer Bare lag ... ein Toter. Daran gab es gar keinen Zweifel, sogar aus drei Meter Entfernung. Und er war echt. Sie räusperte sich und trat weiter in den Raum.

"Cranneg, Mahal zum Gruße! Was ist hier los?", fragte sie den Zwerg, den sie trotz seiner etwas mürrischen Art doch zu schätzen gelernt hatte - schließlichen waren sie schon gemeinsam in das eine oder andere Abenteuer geraten. Doch da sie offensichtlich als Pathologin für den armen Egon gerufen worden war (wieso holte man eigentlich eine Heilerin für einen Toten?), schritt sie gleich zu Werke.

"Ja.. Hmm-hmm. Halt das mal." sagte sie zu der Elfin in ihrem Schatten, in der Erwartung, dass sie bei diesem blutdurchtränkten Stück Stoff eventuell ohnmächtig würde oder doch die Vermutung einer Meuchelmörderin weiter bekräftigen würde. "Ja, also Egon ist eindeutig tot. Der hat keinen Tropfen Blut mehr in sich. Oh wie schrecklich. Da sind seltsame Wunden am Bein und am Bauch, nicht wie bei einem Überfall mit einem Dolch oder Schwert. Das Objekt kam mit viel Wucht von ... unten - hier ... und da.. Wie eklig.", ergänzte sie fast unhörbar, als sie den Leichnam auf mühsam auf die Seite drehte.
"Hmm, ob es so kleine Angreifer gibt? Dürfte nur so groß wie ein kleines Menschenkind sein ... Moment, was ist das?"

Da war noch etwas, das sie bisher übersehen hatte - oder überhört, denn etwas pochte bei dem Toten. Dort, wo sein Herz war.
Öhm - sein Herz vielleicht? Was bist du eigentlich für eine Heilerin?
Red keinen Unsinn, der Mann ist tot. Hier, Leichenstarre ist schon wieder am abklingen, die ersten Flecken tauchen auf, er ist kalt, keine Atmung ... ein Pochen... hmmm
Mit spitzen Finger versuchte sie das Hemd von seiner Brust zu entfernen, dort, von wo das Pochen herrührte. Dabei stießen ihre Finger auf etwas Hartes. Es steckte in der Brusttasche des ehemaligen Händlers.
Das ist mal etwas UNgewöhnliches ..., sinnierte sie und machte sich daran, das Objekt aus der Tasche zu holen. Beinahe schon hätte sie es mit bloßen Finger angefasst, doch nach einem kurzen Blick auf die Wachen im Raum nahm sie sich eines ihrer Tücher aus ihrer Umhängetasche und nahm das Objekt mit diesem aus der Brusttasche. Es war eine kleine, schwarze Pyramide, die leise vor sich hinsummte. Sie hielt das Ding näher an die nächste Laterne, doch es war völlig lichtundurchlässig. Es sah aus, wie ein Stein, Obsidian möglicherweise.
"So etwas habe ich nun wirklich noch nicht gesehen. Es vibriert extrem schwach. Hat jemand eine Idee, was das ist?"


Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Dienstag 02 Januar 2018, 13:40
Lethia hatte die Wache und die Frau eingeholt als diese einen Kellerraum betraten und sie folgte ihnen hinein. Der Wächter ließ die Elfe gewähren, während er an der Tür Stellung bezog. Sie stand in Rorokpals Rücken und musterte die unbekannte Frau, als der Wächter zu sprechen begann: „Man kennt seine Identität bereits, sein Name war Egon. Wohl ein hiesiger Händler.”

Die Bardin folgte Rorokpal weiter in den Raum hinein. Erst als ihr die Heilerin, mit den Worten: "Halt das mal.", mehrere blutdurchtränkte Stücke Stoff in die Hände drückte, wurde sie sich des Leichnams vor ihnen gewahr.
Äußerlich gefasst und ausdruckslos, war sie doch innerlich geschockt wegen des Anblicks und rührte sich nicht.
Während sie den Ausführungen Rorokpals beiläufig lauschte, dachte Lethia bei sich nur: Armer Egon. Was ihm wohl zugestoßen sein mag?

Lethias Blick auf die Leiche wurde versperrte als sich die Heilerin vorbeugte um etwas aus einer Brusttasche des Toten heraus zu nehmen. So gerettet vor dem Anblick wandte sie den Kopf von der Szene ab und sah nun, dass sich zwei weitere Personen neben der Bare befanden. Sie nickte dem Zwerg und der Wache mit dem Protokoll kurz zu und ließ ein leises aber festes "Guten Tag" von sich hören.

"So etwas habe ich nun wirklich noch nicht gesehen. Es vibriert extrem schwach. Hat jemand eine Idee, was das ist?", bei diesen Worten Rorokpals spitzte Lethia die Ohren.
Sie fixierte mit ihrem Blick die kleine schwarze Pyramide, welche die Heilerin hoch hielt. Fasziniert von deren Anblick wollte sie schon eine Hand ausstrecken, als ihr bewusst wurde, dass sie noch immer den blutigen Stoff in Händen hielt. Sie legte diesen auf den Beinen des toten Händlers ab.

"Also für mich sieht es nach einem gewöhnlichen pyramidenförmigen Stein aus. Aber ihr sagt, er vibriert? Dürft ich ihn vielleicht auch einmal halten?"
Lethia streckte Rorokpal eine geöffnete Hand entgegen.
Autor: Darius Datum/Zeit: Dienstag 02 Januar 2018, 16:38
~Runde 2~

Leider war für den Kerl nichts mehr zu machen, der vor den Toren zusammengebrochen war, doch er hatte sein Wort gegeben und so half er trotzdem den Leichnam in die Kaserne zu schaffen. Dort war er besser aufgehoben als auf der Straße. Die Aufgabe war auch nicht schwer, sodass er sich bald danach vor einem Offizier wiederfand, der ihn danach ausfragte, was er gesehen hatte.

Unsicher darüber, wie genau er einen solchen Bericht abzugeben hatte, begann er langsam. "Mein Name ist Cranneg vom Klan der Koglarn. Ich bin Schmied und Besitzer der Schmiede "zum Silberhauch" hier in Nighton, allerdings war ich als Mitglied der Miliz heute unterwegs, um bei den Vorbereitungen für das kommende Fest als Bote auszuhelfen. Ihr wisst schon... Naja, dabei hörte ich wie eine der Wachen nach Unterstützung rief und bin gleich hinüber gelaufen. Da habe ich dann auch den Leichnam gesehen, ja."

Nicht sein bester Bericht, aber es war alles enthalten, was er gesehen hatte. "War dass dann alles?",  fragte er noch, bemüht nicht ungeduldig zu wirken. "Ich muss mich heute noch um andere Angelegenheiten kümmern."

~Runde 3~

Eine Antwort auf seine Frage bekam er nicht, bevor weitere Personen den Raum betraten, zu denen er sich umwandte. Die Elfe übersah er eben mal, nicht gewillt sich gerade jetzt mit einem der Spitzohren herumzuschlagen. Immerhin hellte sich seine Miene ein wenig auf, als er Rorokpal erkannte.

"Mahal zum Gruße Rorokpal. Dieser Mann hier wurde draußen vor den Toren aufgefunden. Scheint tot zu sein, aber sowas bestimmt besser ein Heiler wie ihr eine seid." , bemerkte er und deutete kurz auf den Toten, bevor er sich mit einer Hand ein wenig nervös durch den Bart fuhr. "Habe ihn jedenfalls kaum gekannt. Mit Gemüsehändler habe ich sonst wenig zu tun."

Mit diesen Worten trat er ein paar Schritte weg von der Bahre, um ihr Platz zu machen und hörte sich ihre Einschätzung an. Nachdem er einige weitere Male über seinen Bart gestrichen hatte, faltete er einfach seine Hände vor seinem Bauch um nicht ganz so fahrig zu wirken. Ein Toter war auch für den Zwergen nichts Alltägliches und der Anblick war alles andere als angenehm. Zum Glück war der Geruch des Toten nicht so stark, dass ihm übel davon wurde und die kühle Morgenluft hatte der Verwesung etwas Einhalt geboten.

Seine Augenbrauen hoben sich vor Überraschung, als die Apothekerin etwas aus der Tasche des Leichnams holte und er trat wieder ein wenig näher, um sich anzusehen, was sie dort in den Händen hielt. "Hm, sieht gut verarbeitet aus, aber ich kenne keinen Stein und kein Metall, dass ganz von selbst vibriert." , gab er seine Einschätzung zu der kleinen Pyramide ab. Mit Magie kannte er sich überhaupt nicht aus, daher konnte er nicht abschätzen, ob solche im Spiel war.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Dienstag 02 Januar 2018, 20:23
Ungläubig sah Syrena dabei zu, wie sich Herr Foss wieder an seinen Schreibtisch setzte ohne sie weiter zu beachten. Fassungslos schüttelte sie mit dem Kopf.

Du hast ganz Recht Beerli, langsam wird das ziemlich unverschämt, denn der Herr sieht nicht so aus als ob er wahnsinnig beschäftigt wäre.

Da trat Shikra an sie heran und stellte sich vor. Syrena lächelte ihr freundlich zu und sagte stolz:

Ja, ich bin ein Mitglied des Hohenturms, wenn auch noch nicht gar so lange. Sehr erfreut Euch kennen zu lernen Shikra. Wer hat Euch denn von mir erzählt?

Das interessierte die junge Wirtin nun doch, denn so bekannt wie Christian oder Landolin war sie beileibe nicht. Während sie darauf warteten an die Reihe zu kommen und sich weiter unterhielten platze ein Pärchen in den Raum. Sie erzählten irgendetwas von einem toten Egon, und das der Freund des Mannes gewesen sei und nahmen tatsächlich Herrn Foss in Beschlag. Ganz allmählich wurde es Syrena zu bunt. Ebenso wie Beerli hatte auch sie ein Geschäft zu leiten und war nicht zu ihrem Vergnügen hier. Und das Verhalten des Wachmanns fand sie mehr als unhöflich. Also trat sie zu den Dreien hinzu und sagte:

Entschuldigen Sie bitte wenn ich ihr Gespräch störe. Es tut mir furchtbar leid um ihren Freund Egon, es ist gewiss ein furchtbarer Verlust für sie. Es ist nur so das wir schon länger darauf warten mit Herrn Foss zu sprechen, der uns herbestellt hat, um einige Dinge für das kommende Fest abzusprechen. Vielleicht wäre es ja möglich das sich der Schreiber um uns kümmert? Oder ein anderer ihrer Untergebenen?

fragend sah sie Hermann an.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Dienstag 02 Januar 2018, 21:40
Rorokpal sah erst Cranneg an, der die kleine schwarze Pyramide begutachtete, und wandte sich schließlich der potentiellen Meuchelmörderin zu, die eindeutig NICHT in Ohnmacht gefallen war. Allerdings war sie doch ein wenig blass um die Nase geworden, auch wenn sie sonst sehr gefasst wirkte. Also vielleicht doch einfach nur jemand Neugieriges.
So wie du, Feuer, jetzt haben wir schon zwei davon hier im Raum. Oha, das kann was werden.
Von mir kann es nie zuviel geben, das ist ja mal klar wie ... ach egal.
Mit ernster Stimme sagte Rorokpal an die Elfe gewandt: "Gerne, schaut Euch die Pyramide nur selbst an. Nehmt sie in Eure Hand. Ich bin sicher, dass nichts Schlimmes passieren kann. Der da ist sicher nur zufällig tot und es hat nichts mit dem Stein zu tun."
Oje, ich hoffe sie versteht Sarkasmus, Feuer. Die Pyramide hat mit Sicherheit was mit seinem Tod zu tun. Deshalb halte ich sie ja nur mit diesem Tuch fest.
Sie hielt der Elfe den Stein hin. Oder den Nicht-Stein, denn Cranneg's Einschätzung, dass er kein Metall oder Stein kannte, der so vibrierte, bedeutete mit Sicherheit, dass es so etwas schlichtweg nicht gab. Allerdings spürte sie auch keine starke Magie in dem Objekt - oder es war eine, mit der sie sich überhaupt nicht auskannte. Aber das würde sie nicht laut zugeben.

Autor: Kaira Datum/Zeit: Mittwoch 03 Januar 2018, 19:39
~~Zwischenspiel oben~~
"Ja ein tragischer Überfall, wie viel zu oft. Sie sind also der einzige Kontakt zu Egon? Das erklärt unsere vergeblichen Bemühungen, keine Verwandten. Mmmh."

Eine gewisse Neugier war der Dame nicht abzustreiten, die Gilmar begleitet hatte. Sie schaute sich auffällig unauffällig im Raum um, auf der Suche nach spannenden Neuigkeiten. Syrenas Kommentar war da gefundenes Fressen. Das könnten wunderbare Neuigkeiten für den Marktplatz geben.

Hermann Foss hatte es ja geahnt, früher oder später musste er sich wohl um seine Gäste kümmern. „Werte Frau… Selbstverständlich werde ich mich um Sie kümmern.“ Woher nur den Gehilfen nehmen, sie hatte ihm ja schon die Lösung des Problems in den Mund gelegt. Ah da war doch dieser übereifrige Kollege im Keller, der wusste sicher wo alles zu finden war.

Gilmar hingegen sah bestürzt aus und zückte sogleich wieder sein Taschentuch „Aber ich wusste gar nicht, dass Sie gewartet haben. Das tut mir leid. Sie sind eine Heilerin oder? Sie haben so einen Stab wie der Heiler dem ich mal begegnet bin. Hat mich von einem alten Leiden geheilt damals. Schon lange her.“   Er dachte kurz nach und schnäuzte in sein Taschentuch. Der Stab schien ihm Sicherheit zu vermitteln und so schüttete er ihr weiter mit zittriger Stimme sein Herz aus.
„Sehen Sie, es ist so furchtbar für mich, dass Egon von mir gegangen ist. Er wollte mir eine Freude machen, hat aber nicht verraten was. Mein Herz schmerzt so sehr, nun da ich meinen einzigen Vertrauten verloren habe. Und ich weiß nicht warum, das ist noch viel schlimmer. Wissen Sie, wenn man alt wird und alle seine Lieben nach und nach verschwinden… Sie sind doch sicher eine kluge Frau.“ Verwirrt traurige Augen blickten sein Gegenüber an. Er fasste seinen Mut zusammen. „Meinen Sie…Sie können herausfinden, warum er sterben musste? Sie sind doch schlau, alle Heiler sind schlau. Sicher können Sie lesen und so und irgendwie herausfinden, warum er ging? Er hat viel geschrieben, er sagte, er hat immer alles aufgeschrieben, er nannte es Tage -Buch. Meine Augen lassen es nicht mehr zu, dass ich mich in solche Aufgaben stürze.“ Er blickte auch Hermann Foss und die anderen Personen hoffnungsvoll an. Nur bei Ruth wusste er schon woran er war.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Donnerstag 04 Januar 2018, 22:39
Die junge Elfe musste lächeln, als Syrena ihre Frage nach der Gildenzugehörigkeit stolz mit einem "ja" bestätigte. Erst vor wenigen Tagen war sie selbst als Mitglied bei den Hohentürmlern aufgenommen worden und die junge Heilerin konnte es immer noch nicht recht glauben.
"Lessien hat Euren Namen erwähnt, als sie uns, also der Amazone Kaira und mir, die Mitglieder der Gilde kurz vorgestellt hat. Wir haben den Turm in den Elfenwäldern aufgesucht, um in der Gilde aufgenommen zu werden und nun dürfen wir uns ebenfalls der Heilergilde angehörig fühlen." erklärte die Elfe mit einer angedeuteten Verbeugung. Auch bei ihr waren Freude und Stolz in der Stimme heraus zu hören.

Bevor die beiden Damen ein ausfühlicheres Gespräch über den Hohenturm beginnen konnten, platze ein seltsames Päarchen in die wartende Menge und nahm Herrn Foss sofort in Beschlag, sodass er sich weiterhin nicht um seine bestellten Gäste kümmern konnte. Obwohl er auch so keine Anstalten machte, sich um irgendetwas zu kümmern.

Offensichtlich ein tragischer Todesfall, der gerade den männlichen Part des Duos sehr mitnahm. Immer wieder schluchzte der Mann oder erklärte mit weinerlicher Stimme, welch guten Freund er durch Egons Tod verloren hatte.
Da zeigte sich Syrena von ihrer temperamentvollen Seite und sorgte endlich mal dafür, dass sich der Dragoleutnant um sie kümmern würde.
Aber einzig Gilmar ging sogleich auf die Wirtin, in der er sofort ein Mitglied der Hohenturmgilde erkannte, ein. Die junge Elfe, die Syrena einfach mal Richtung Foss gefolgt war, hatte Mitleid mit dem armen alten Mann, der so um seinen Freund trauerte, dass er wildfremde Menschen darum bat, den Tod aufzuklären. Schweigend, aber immer wieder aufmunternd in Gilmars Richtung nickend, stand Shikra neben der Hohentürmlerin und verfolgte das Gespräch.

Und Shikra wusste, wenn Syrena der Aufklärung zustimmen würde, würde die junge Waldelfe ebenfalls ihre Hilfe anbieten.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Freitag 05 Januar 2018, 09:26
Shikra war also auch ein Mitglied des Hohenturms, na das war doch eine angenehme Überraschung. Da freute es Syrena gleich umso mehr ihre Bekanntschaft zu machen. Im Moment gab es aber wichtigere Dinge zu regeln, denn der trauernde Gilmar schüttete Syrena sein Herz aus.

Du glaubst also nicht, das das ein zufälliger Überfall war Gilmar?

stirnrunzelnd sah Syrena den Mann an. Überfälle von Räubern waren nicht so selten, und in den seltensten Fällen wusste die Diebe vorher wen sie da ausraubten. Dennoch lag es der Wirtin fern einem Trauerndem vor den Kopf zu stoßen. Wenn es Gilmar helfen würde etwas über die geplante Überraschung heraus zu finden, würde er seine Trauer vielleicht besser verarbeiten können - und es war auch gewis im Sinne des Verstorbenen, wenn er sie trotzdem noch erhielt.

Soweit ich es mitbekommen habe, ist bereits eine Heilerin bei Egon, die die Todesursache feststellen soll. Nun, und natürlich kann ich lesen. Wenn Du möchtest, kann ich Dir dieses Tagebuch gern vorlesen Gilmar. Weisst Du denn wo Egon es aufbewahrt hat?
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Freitag 05 Januar 2018, 15:13
Beerli, der noch immer neben Syrena stand bekam mit, was der alte Gilmar berichtete. Für ihn klang die Geschichte sehr merkwürdig. Möglicherweise war dieser Egon ja auf einen Goldschatz gestoßen und wollte seine Freunde damit überraschen. In den Tagebüchern hatte er sicher etwas interessantes aufgeschrieben. Möglicherweise hatte er das Gold versteckt und eine Beschreibung aufgeschrieben, wie man zu diesem überwältigend großen Schatz kommen konnte. In Beerlis Gedanken machten sie sich alle auf eine Suche und fanden am Ende so viel Gold, wie sie nur tragen konnten. Er würde die Bäckerei kaufen und noch eine Filiale in Nuru eröffnen. Er könnte zwergische Angestellte einstellen, die sein Brot zu schätzen wussten. Vielleicht konnte er sogar frühzeitig in den Ruhestand gehen und all seine Verwandten besuchen... auf einer sehr langen und ungefährlichen Reise in Ruhe und Frieden.

Noch in Gedanken bekam er den Vorschlag von Syrena mit, die wertvollen Tagebücher diesem Gilmar vorzulesen. Entsetzt fuhr er dazwischen und räusperte sich lautstark. "Mit Verlaub Meister Gilmar aber nicht nur Heiler können lesen. Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Beerli Blutbart aus dem Glan der Blutbärte. Ich bin Bäcker hier in Nighton. Mein Beileid zum Tod Ihres guten Freundes. Sehr tragisch das ganze... wirklich!" Er machte ein trauriges Gesicht und redete dann weiter. "Ich kam nicht umhin Ihre Geschichte mitzuhören. Möglicherweise hat Egon etwas aufgeschrieben, dass uns helfen könnte herauszufinden wie er starb. Wenn ihr uns diese Tagebücher überlasst werden wir gerne schauen, was wir für Euch tun können. Aber hier..." er kramte etwas aus seiner Tasche hervor. "nehmt doch erst einmal zur Beruhigung eins meiner Ingwer-Plätzchen. Ihr werdet sehen, danach geht es euch besser." Er bot Gilmar sein Gebäck an.
Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Samstag 06 Januar 2018, 13:14
Die Elfe zögerte. Der Sarkasmus in der Stimme der Heilerin war ihr nicht entgangen. Einige Menschen waren ihr schon mit Sarkasmus begegnet, auch wenn sich diese Begegnungen noch an einer Hand abzählen ließen. Lethia hatte sich angewöhnt noch einmal gründlich über ihre Taten nachzudenken um besser zu verstehen, warum ihr die Menschen dann mit Spott begegneten.

Hier lag die Antwort dazu wohl auf der Hand. Sie war nur eine Sängerin und Geschichtenerzählerin. Ihr Wissen über Magie und eigentlich alle anderen Dingen speißte sich nur aus den Geschichten die sie kannte. Sie wäre also keine großartige Hilfe bei der Aufklärung dieses Mysteriums um den toten Gemüsehändler und die Pyramide.
Und seit wann sind Barden schon Hauptakteure in den Geschichten?! ... Großartig! Wende ich nun Sarkasmus gegen mich selbst? Sie schüttelte leicht den Kopf.
Ich sollte wohl lieber einen Schritt vom Geschehen zurücktreten und die Situation neu betrachten.

Langsam ließ die Elfe ihre Hand sinken.
"Verzeiht, verehrte Heilerin.", sie verbeugte sich tief vor Rorokpal. Auch vor Cranneg verbeugte sich die Elfe leicht. "Herr Zwerg."
Sie trat einen Schritt zurück von der Bahre und den Anwesenden.
"Ich habe versäumt mich vorzustellen. Mein Name ist Lethia Veritas. Eine Bardin auf Reisen, zu euren Diensten." Damit verbeugte sie sich abermals, jedoch etwas eleganter als zuvor. Als sie sich wieder aufrichtete lächelte sie einnehmend.
"Eure Ausführungen von zuvor sind mit Sicherheit zutreffend.", sagte die Elfe an Rorokpal gewandt.
"Die schwarze Pyramide..., dieser vibrierende Stein,..." Sie deutete auf Rorokpals Hand und überlegte weiter, auf der Suche nach einem besseren Begriff. "... dieses Artefakt!"
Oh ja, sehr gut.
"Wäre dies...", die Elfe machte eine alles umfassende Geste, "... eine Heldengeschichte, die so gerne von Jung und Alt gehört werden. Dann hat dieses Artefakt wohl entweder direkt, durch dessen bloße Berührung oder indirekt, durch dessen Besitz, zu dem Tod des armen Egon beigetragen. Und wenn dies so eine Geschichte ist, lasse ich das Artefakt lieber in den fähigsten Händen."

Lethia trat nun wieder an Rorokpals Seite. "Ich werde euch jedoch gerne weiter bereitwillig zur Hand gehen."

So ganz hatte sie noch nicht vergessen, warum sie in diesen Keller gekommen war. Aber das Geheimnis um den Tode Egons und diesen Stein hatte ebenfalls ihre Neugierde geweckt.
Und wer weiß, vielleicht bietet es genug Stoff für eine neue Heldengeschichte oder ein Lied.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Samstag 06 Januar 2018, 20:59
Verunsichert ließ die Bardin die Hand wieder sinken. Was auch immer sie aus den doch eher rüden Worten Rorokpals abgeleitet hatte, so hielt es sie ab, den Stein direkt anzufassen. Feuer war sofort von der Wirkung seiner Aussage begeistert und genoss sogleich die schmeichelnden Worte Lethias. Die fähigsten Hände ... hmmm ja!
Also das fand ich jetzt nicht gut, Feuer. Die arme junge Bardin. So mache ich aber keinen guten Eindruck...
Aber es hat Eindruck geschunden und sie davon abgehalten, ein Risiko einzugehen. Das könnte ihr in Zukunft mal das Leben retten.
Nun, du hättest auch sagen können, sie sollte es nicht unbedacht anfassen, weil wir die Wirkung nicht verstehen.
Tja, aber wo bleibt da der Spaß?
Hmpf, mach Spaß, aber mit denen, die es verdienen! 
Ach Mädel ... schon gut.

Währendessen hatte Rorokpal den Stein noch anderweitig in Fokus genommen: Magisch. Cranneg und Lethia dürften davon wohl nicht viel mitbekommen, aber sogleich bekam sie eine interessante Anwort des ... Artefakts, wie die Bardin so treffend formuliert hatte. Es handelte sich doch um eine Art Magie, aber sie war ... alt. Unfassbar alt und hatte nichts mit Rorokpals einfacher Elementarmagie zu tun oder mit dem einen oder anderen Zaubertrick. Und noch etwas lieferte dieser Test: Der Stein war inaktiv. Man konnte ihn wohl gefahrlos berühren, sofern man ihn nicht irgendwie aktivierte. Wahrscheinlich gab es ein Ritual oder einen Spruch dazu. Plötzlich überkam sie ein schlechtes Gewissen Lethia gegenüber. Sie nahm den Stein mit der rechten Hand zwischen Daumen und Zeigefinger und sagte an Lethia gewandt: "Wo ich mir das Artefakt grad genauer anschaue ... es scheint tatsächlich inaktiv zu sein. Es fehlt wohl irgendetwas, um diese sehr alte Magie zu wecken. Und Ihr habt Recht, Lethia, indirekt könnte der Beitrag des Steins auch gewesen sein ...", erklärte sie versöhnlich.
Autor: ZerbSama Datum/Zeit: Samstag 06 Januar 2018, 23:52
Ferro, noch immer an der Wand lehnend verstand nichts.. Diese beiden die hier hinein gekommen waren brachten zwar etwas an Informationen mit, aber sein Fluchtinstinkt wurde immer größer. Hier ging viel vor sich, aber irgendwie schien es nicht nur das zu sein was gesagt oder nicht gesagt wurde.. hier stank etwas, etwas unausgegorenes.. Was wünschte er sich in die Schmiede zurück zum Meister, der ihn in Ruhe fegen lies... Aber Ferro hielt stand und blieb, wie ein Baum, wo er war. An der Wand, grade außerhalb des Fokus um genug zu hören. Wo aber waren seine Reisebegleiter nur alle hin? Dieses Stadtvolk...
Autor: Kaira Datum/Zeit: Sonntag 07 Januar 2018, 11:48
Runde 4

~~Im Keller~~

Nachdem die Heilerin den Raum betrat, wandte sich die Wache von Cranneg mit einem Nicken ab und drehte sich zu seinem Kollegen. Sie sprachen leise im Hintergrund und beobachteten die Heilerin. Als die blutigen Fetzen den Besitzer wechselten, konnte man ein deutlichen „Uuurg“ des einen Wachmanns heraushören. Die Beschreibung der Verletzung und die Tatsache, dass es sich möglicherweise nicht um einen Überfall handelte, weckten das Interesse der beiden. Einer von ihnen traute sich etwas näher an den Mann heran. „Aha wusste ichs doch. Ob das Hermann wohl interessieren wird?“

Der Stein wurde ebenfalls kommentiert. „Wie kann denn einen Stein jemanden umbringen? Soll er die Wunden verursacht haben oder wie? Ist doch nur …naja…ein Stein eben.“ Über vibrierende Exemplare hatte er zwar noch nichts gehört, aber er soll ja alles geben.

Die Wache legte ein Laken über den toten Körper und führte die drei Besucher wieder nach oben, wo sie auf Gilmar und Ruth und die anderen stießen.

~~Oben~~
Nach einem kurzen Informationsaustausch erfuhr Hermann von dem Ergebnis der Untersuchung und ein Assistent des Dragoleutnants erzählte in knappen Worten von der Geschichte Gilmars. Dann richtete er das Wort an Gilmar: „Für mich bleibt klar, ich gehe von Räubern aus…klein oder groß…ganz egal. Nichts Ungewöhnliches hier! Nachkommen gibt es keine. Die Stadt wird die Habseligkeiten des Herrn Egon nicht behalten, aufgrund der Zeugin,” er deutete auf Ruth „werden wir Ihnen die Habseligkeiten vermachen Herr Gilmar Grodenen…die Stadt hat derzeit keine Kapazität, um sich auch noch um das Auflösen eines Hauses zu kümmern, wirklich nicht.” Mit diesen liebevoll gesprochenen Worten legte er den wenigen Besitz des Mannes auf den Tisch: Ein Schlüssel, ein Münzsäckchen und ein alter Rucksack. Traurig guckte Gilmar den kleinen Haufen an, der von seinem Freund übrig geblieben war.

Dann richtete Hermann sein Wort an die Wache und unterdrückte ihr „Aber“ noch beim Luftholen. „Übergeben Sie den Herrschaften bitte die Anfragen für die Feierlichkeiten und so weiter ja? Und danach setzten Sie das Schreiben bezüglich des Toten auf. Dann haben wir das auch geschafft.“

Der Wachmann tat wie ihm befohlen und sehr schnell bekamen manche der Gäste einen Zettel. „In Anbetracht der wenigen Zeit die wir noch haben, verlassen wir uns auf die Empfehlungen unserer Informanten was die Qualität und Zuverlässigkeit Ihrer Produkte angeht. Wenn Sie wünschen, schicken wir die Nachricht mit ihrem persönlichen Vermerk noch heute nach Drachenauge.“ Sprach er an Syrena gewandt.

Auf dem Blatt für Beerli und Syrena befand sich die gewünschte Anzahl an Lebensmitteln für die Feierlichkeit und eine Erläuterung, dass diese entweder vor Ort gekocht werden konnten oder rechtzeitig abgeholt würden. In Nighton gäbe es ansässige Verkäufer, die sich dann um den Rest kümmerten, sodass die jeweiligen Geschäftseigentümer selbst den Abend genießen konnten. Ein angemessener Preisvorschlag stand ebenfalls dabei.

Auf dem Zettel für Shikra stand die Bitte, am Tag der Feierlichkeit anwesend zu sein und ggf. Rücksprache mit den Angestellten des Herrn Dennharts zu halten. Sodass, falls Not am Mann war, weitere Kräfte zur Verfügung ständen. Denn auch Herr Dennhart sollte für diesen Tag als besonderen Gast eingeladen werden und frei von jeder Verpflichtung sein. Eine warme Mahlzeit wurde versprochen und eine Bezahlung erfolgte, falls ihre Hilfe erforderlich wurde. „Bitteschön hübsche Frau.“ Er lächelte sie sanft an.

Rorokpal wurde in einem Schreiben über eben diese Planung informiert. An sie trat auch der alte Gilmar heran, stellte sich als den hinterbliebenen Freund Egons vor und erkundigte sich nach der Todesursache. Er bedankte sich für die Mühen. Nach einem kurzen Schweigen hing er noch an "Er hat zuletzt von irgendetwas Tollem berichtet, das er von Hugo dem Händler bekommen hat." Er zuckte ratlos mit den Achseln, "wollte irgendwohin wichtiges losziehen und mir was tolles mitbringen, und jetzt ist er tot."

Der Wachmann hinterfragte dann den Grund für die Anreise des Schmiedes Ferro und informierte ihn, genauso wie den Schmied Cranneg darüber „Wenn Sie Zeit haben, sind Sie herzlich eingeladen beim Auf- oder Abbau mitzuwirken, kommen Sie einfach vorbei. Die Helfer werden Verpflegung und ein kleines Tagesgeld erhalten.“

Danach hatte die Wache ein Ohr für ihre Fragen. Auch die Bardin wurde empfangen und erhielt nach ihrer Anfrage ein Formular, das sie zum Singen an diesem Abend berechtigte.

„Wie Sie wissen, sind für Sie alle Zimmer im Gasthaus für den heutigen Abend reserviert. Zeigen Sie einfach Ihre Einladung vor, die wir Ihnen geschickt haben.“

Zwischendrin bereitete sich Gilmar vor, auf Drängen seiner gelangweilten Begleitung, die Kaserne zu verlassen. Mit einem traurigen Blick ging er auf die Tür zu, drehte sich dann aber noch einmal um und richtet sein Wort an Syrena und den Kurzbärtigen Zwerg. "Hier nehmt doch den Schlüssel zu seinem Haus. Dort bewahrt er seine Bücher auf. Ich muss mich nun ausruhen gehen. Das Ganze schafft mich so."


Autor: Darius Datum/Zeit: Mittwoch 10 Januar 2018, 22:50
Cranneg war es nur Recht, dass Rorokpal dieses Artefakt, wie die elfische Bardin es nannte, bei sich behielt. Er hatte jedenfalls keine Lust wegen einem solchen Gegenstand plötzlich tot umzufallen, ohne zu wissen was mit ihm geschah. Deshalb hielt er auch einen angemessenen Abstand gegenüber dem Stein, nachdem er ihn sich angesehen hatte und nickte nur hier und da oder gab ein zustimmendes Brummen. Mehr gab es da auch nicht wirklich zu sagen. Wenn es stimmte was die Apothekerin sagte, dann war dieses merkwürdige Objekt auch inaktiv. Hoffentlich blieb das so, nicht dass es ihnen erging wie Egon.

Er räusperte sich. "In dem Fall sollte das Artefakt vielleicht dem Orden der Weisen zur Verwahrung übergeben werden... nach der Untersuchung der Wache." , fügte er am Ende etwas hastig hinzu. Immerhin war eine Wache anwesend und der oblag es auch alle Beweise zu sichern. Jedenfalls glaubte er das. 

"Ich hoffe es ist momentan so ungefährlich wie du sagst Rorokpal. Ob das Ding Egon nun tatsächlich selbst umgebracht hat oder nicht..."


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Oben wiederholten sie das, was herauszufinden war. Am Ende war es nicht besonders viel. In der Zeit die er im Keller verbracht hatte, waren noch andere angekommen, viele die er nicht kannte, außer... "Mahal zum Gruße, Syrena, Beerli." , winkte er ihnen und zog aber dann seine Augenbrauen zusammen. "Warum hat man euch nicht zu uns hinuntergeschickt? Als Hohentürmler solltet ihr doch qualifiziert sein?"

Diese Tatsache verwirrte ihn. Zumindest bis er den Worten des Stellvertretenden Leiters der Kaserne genau zuhörte. Der Lange kam ihm zu bequem vor. Weshalb sollten Räuber den Mann getötet haben und ihn dann mit seinen Habseligkeiten dort liegen lassen? Nein, das war eine Ausrede. Das stimmte so ganz und gar nicht. Außerdem erkannte er eine Hohentürmlerin nicht, wenn sie vor seiner Nase stand. "Die ganze Sache stinkt doch..." , grummelte er in seinen Bart.

Dann wurde aus seiner grübelnden Haltunge durch den Wachmann abgelenkt der sich an Beerli und Syrena wandte. Durch diese ganze Sache wäre ihm beinahe das Feste entfallen! Zwar war ihm der faule Stellvertreter in der Kaserne ganz und gar nicht sympathisch, aber es gab jetzt etwas Anderes zu tun.

"So, ihr seid also auch Schmied?"
, wandte er sich an Ferro, der abseits von allen an einer Wand lehnte. "Mahal zum Gruße, ich bin Cranneg vom Klan der Koglarn. Mir gehört die Schmiede 'Zum Silberhauch' hier in Nigthon. Ihr seid also den ganzen Weg nach Nighton gekommen wegen dem Fest?"  Stellte er sich selbst vor, auch wenn er zu seinem Gesprächspartner aufsehen musste, der ein wenig wild aussah. Solche wie ihn hatte er in den umgebenden Dörfern gesehen, die an die Straße gen Westen nach Nuru lagen oder nach Norden Richtung Drachenauge. Der Ausdruck in den Augen, der Bart, die Haltung. Nein, das war kein Stadtmensch.

"Keine schöne Sache, dass mit Egons Tod. So kurz vor dem Fest..."
, fügte er hinzu und nickte zu Syrena hinüber. "War leider schon tot als man ihn fand, sonst hätte man ihn bestimmt retten können."
Autor: Myriel Datum/Zeit: Donnerstag 11 Januar 2018, 10:43
Die Gruppe aus dem Keller kehrte zurück und endlich kam ein wenig Schwung in die Sache. Syrena bekam einen Zettel, aufdecken die Wünsche für das Fest standen. Es sollte einen Eintopf geben, den Lisann schon in Drachenauge fertig kochen konnte, denn aufgewärmt schmeckte er umso besser. Die georderten Braten hingegen würden sie nur würzen und dann abholen lassen, denn die sollten frisch in Nighton gebraten werden. Brot und Brötchen würde wohl Beerli liefern, und auch für die Nachspeisen war vermutlich der Bäcker zuständig.
Syrena bat um Pergament, Feder und Tinte um eine kurze Nachricht an Jenna und Lisann zu schreiben. Diese übergab sie an den Wachmann, damit sie den beiden geschickt werden konnte. Nachdem sie das erledigt hatte, gesellte sie sich zu Cranneg.

Cranneg, wie schön Dich zu sehen. Hilfst Du auch bei den Vorbereitungen für das Fest mit?

Da kam schon Gilmar auf sie zu, erschöpft von dem Geschehenen, und überreichte ihnen den Schlüssel für Egons Haus.

Es wird wohl wirklich das Beste sein, wenn Du Dich etwas hinlegst Gilmar.

Sie wandte sich an seine Begleiterin.

Würdest Du Gilmar bitte ein paar Baldrian Blätter aufbrühen? Der Sud wird ihm helfen zur Ruhe zu kommen. Ich habe leider keine dabei, aber in der Apotheke gibt es gewiss welche, falls Du keine zu Hause hast.

Dann sah sie Beerli fragend an.

Wollen wir auf dem Weg zum Gasthaus einen Abstecher zu Egons Haus machen und nach dem Tagebuch suchen Beerli? Wir haben es versprochen und es liegt ohnehin auf dem Weg. Ich glaube es würde Gilmar beruhigen zu wissen was sein Freund geplant hatte, und ob es etwas mit seinem Tod zu tun hat. Begleitest Du uns, Cranneg ? Es dauert gewiss nicht lang. Und Du Shikra? Kommst Du auch mit?
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Donnerstag 11 Januar 2018, 18:39
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Vor Ort in der Kaserne
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Rorokpal kehrte mit Cranneg, Lethia und der Wache im Schlepptau wieder nach oben zurück. Die Wache erstattete Bericht, allerdings schien der Mann das pyramidenartige Steinchen tatsächlich für völlig irrelevant zu halten, denn er verlor kein Wort darüber. Nun, was war ihr ganz recht, dann konnte sie den Stein in ein Tuch eingewickelt in ihrer Tasche mit sich tragen. Wer wusste schon? Vielleicht bewirkte er einmal etwas Interessantes.

Allerdings wurde schnell klar, dass der Fall Egon noch nicht abgeschlossen war, denn ein guter Freund von ihm trat an sie heran und fragte, woran er gestorben sei. Sie wiederholte für Gilmar grob das, was sie eben erst der Wache erzählt hatte.
"Also wie es aussieht, wurde er schon vor Stunden, wahrscheinlich des nächtens, von jemanden ... oder etwas ... recht Kleinem attackiert und ist seinen Wunden erlegen. Leider keine Chance, ihn jetzt noch zu retten."
Dann sagte Gilmar noch etwas - nämlich, dass Egon etwas Tolles von Hugo dem Händler bekommen hätte. Rorokpal bekundete ihr Beileid und wunderte sich, mit wie viel Herz Gilmar an Egon gehangen hatte.

Gilmar wandte sich zum Gehen und Rorokpal hörte, wie er an Beerli und Syrena gewandt noch etwas von Hausschlüssel und Bücher sagte. Anscheinend hatte er dort bereits um einen Gefallen gebeten - und da sie auch nicht allzu weit weg von Beerlis Keksen geraten wollte, entschied sie sich in der kleinen Gruppe mitzugehen. Es sollte ja nicht lange dauern, und ihre Aufgaben beim Fest waren ihr ohnehin klar - der Zettel, der ihr lieblos in die Hand gedrückt worden war bewies, dass sie ohnehin schon bestens informiert war.

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Auf dem Weg zu Egons Haus
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Die Gruppe war größer geworden, als Rorokpal erwartet hatte. Cranneg kam auch mit, und sogar diese Lethia, die sich es anscheinend zur Aufgabe gemacht hatte, ihr neuer persönlicher Schatten zu werden.

Damit alle auf dem gleichen Kenntnisstand waren, holte sie schließlich doch noch einmal den Stein hervor und zeigte ihn herum.
"Dieser Stein war in der Brusttasche des toten Egon - und das sonderbarste ist, dass er leicht vibriert. Wie Cranneg bestätigen kann, ist es daher wohl gar kein echter Stein. Es scheint auch eine recht alte, inaktive Magie darin zu stecken, wie vielleicht ein paar von euch bestätigen können. Der arme Gilmar meinte eben noch, Egon hätte etwas Tolles von Hugo dem Händler bekommen ... dem sollten wir auch einen Besuch abstatten und ihn uns mal ein wenig... vorknöpfen. Weiß jemand, wo der wohnt?", ergänzte sie unheilvoll.

Autor: Shikra Datum/Zeit: Freitag 12 Januar 2018, 01:03
Syrena machte ihre Sache toll, fand zumindest die junge Elfe. Freundlich und einfühlsam sprach sie mit Gilmar, bis der Zwerg dazwischen funkte.

Die junge Elfe hatte in ihrem Leben noch nicht viel mit Zwergen zu tun gehabt, aber gehört hatte sie schon das ein oder andere über das kleine Volk, natürlich von anderen Elfen. Sie hatten kein Benehmen, waren unhöflich, laut und eigentlich ständig betrunken, dennoch waren sie im Kampf ernst zu nehmende Krieger.

Dieser Zwerg hier trug nicht gerade dazu bei, die Vorurteile abzubauen. Ihre Vorstellung hatte er nicht erwidert und jetzt unterbrach er die Hohentürmlerin in ihrem Gespräch mit dem armen Mann, der gerade seinen Freund verloren hatte. Als ob da Gebäck helfen könnte.

Doch bevor das Gespräch wieder aufgenommen werden konnte, kehrte die Heilerin in Begleitung der Wache und eines weiteren Zwergs aus dem Keller zurück. Es war nicht zu überhören, was Rorokpal zu berichten hatte und auch die weiterführenden Worte von Hermann Foss hörten wohl alle mit.

Danach wurde ein mehr oder minder verzweifelter Versuch unternommen das Sonnwendfest zu planen. Einige Anwesende bekamen Zettel in die Hand gedrückt, mit anderen wurden kurz ein paar Worte gewechselt.
Shikra schenkte dem Wachmann, der ihr ein Blatt überreichte ein Lächeln, ehe sich ihr Gesicht beim Lesen des Inhalts irritiert und verwirrt zeigte. Sie war davon ausgegangen, dass ihre Apotheke das Fest mit Verbandsmaterialien unterstützen sollte und dieser Bitte wollte sie ja eine Absage erteilen, da sie Herrn Dennhardt nicht übergehen wollte. Jetzt wurde nur um ihre Anwesenheit gebeten, damit sie im Falle eines Falls die sowieso anwesenden Heiler unterstützen könnte. Die junge Waldelfe wusste nicht so genau, wen sie da unterstützen sollte. Offensichtlich war Rorokpal eine mächtige Heilerin, wenn sie zur Leichenschau gebeten wurde, Syrena als Hohentürmlerin würde anwesend sein und Landolin hatte sicher auch noch ein paar angestellte Heiler, die bei dem Fest helfen könnten.
Die junge Heilerin faltete das Papier zusammen und steckte es ein. Darüber musste sie noch etwas nachdenken, wenn es ruhiger wäre, vielleicht am Abend im Wirtshaus, denn sie würde hier in Nighton übernachten.

Nachdem Shikra zu Ende gelesen hatte, bekam sie mit, wie Gilmar seinen Hausschlüssel samt Wegbeschreibung zur Verfügung stellte, damit die Wirtin aus Drachenauge und dieser Zwerg die Tagebücher lesen könnten.
"Ja, gerne komme ich mit. Hoffentlich finden wir in den Büchern etwas, um dem armen Gilmar zu helfen."
Zu den beiden hatte sich ein zweiter Zwerg gesellt. Nach ihrem freundlichen Erlebnis mit Beerli, unterlies es die Elfe sich nochmals vorzustellen, zumal Syrena sie mit Namen angesprochen hatte.

Auch Rorokpal und die anderen schlossen sich der Gruppe an, da sich das Haus praktischerweise auf dem Weg zum Wirtshaus befand. Unterwegs erzählte die Heilerin, was sie im Keller alles gesehen und entdeckt hatte.
Sie berichtete von merkwürdigen Verletzungen und einem sonderbaren Stein, den der Tote in der Brusttasche hatte.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Freitag 12 Januar 2018, 21:46
Der Zwerg nahm das Blatt für die Festlichkeiten entgegen und überflog die Zutaten. Nichts ungewöhnliches. Er hatte mit solch einer Lieferung gerechnet. Es war kein Problem die Brötchen und Kuchen vorzubereiten und rechtzeitig zu liefern. Er steckte das Dokument ein und schaute in die Runde. Sie waren eine beachtliche Gruppe geworden. Besonders freute er sich Cranneg zu sehen, den er bisher übersehen haben musste. Ganz nach alter Tradition der Zwerge nickte er ihm grimmig zu.

Nun war es aber an der Zeit sich um den Goldschatz von diesem toten Menschen zu kümmern. Er schloss sich der Gruppe an, die das besagte Haus aufsuchen wollten.


Autor: Kaira Datum/Zeit: Donnerstag 08 Februar 2018, 17:57
Runde 5

Das Häuschen befindet sich in der beschriebenen Straße umgeben von einigen mehrstöckigen Gebäuden. Es war ein sehr altes einfaches Gebäude mit abblätterndem Putz. Der mitgebrachte Schlüssel passt perfekt ins Schloss - nicht dass man für diese alte Tür noch ein Schloss gebraucht hätte. Innen befinden sich eine Kochstelle und ein einfacher Tisch mit Stuhl im Eingangsbereich. Ein verirrtes Huhn sucht nach Körnern auf dem Küchenboden und pickt auf ein dort liegendes Kleidungsstück ein. Es schien durch die Hintertür des Hauses hereingekommen zu sein, die nur angelehnt ist. Deutlich von der einfachen Einrichtung hebt sich ein königlicher, mit grünem Samt bezogener alter Sessel in dem Zimmer ab, offensichtlich ein besonderes Schmuckstück aus seinem Händleralltag. Eine weitere Tür führt zu einem Schlafzimmer mit Kleidertruhe und Bett. Hier können Truhen verschiedenster Größe und Inhalts gefunden werden, Figuren, Vasen, große Kristalle, Taschenuhren und anderes liegen verstreut und unsortiert darin.

Der Innenhof ist umgeben von den hohen Hauswänden der Nachbargebäude und einem größeren Tor zur Straße hin. Im Gesamten sieht die kleine Fläche recht ungenutzt aus. Ein wenig Grün wächst durch den gepflasterten Steinboden hindurch und ein wenig Stroh in der Ecke lässt vermuten, dass dies die Wohnstätte des Huhnes darstellte. Die Schale die wohl zuvor mit Körnern gefüllt war, ist nun leer. Ein Karren, der für den Transport der Waren vorgesehen ist, steht ebenfalls auf dem Hof.

Es ist nicht schwer Bücher in diesem Haus zu finden. Ein altes Lexikon in einer unbekannten Sprache, ein Notizbuch hier und dort. Egon hatte akribisch festgehalten von wem er Waren erhielt und an wen er sie wieder für welchen Preis verkaufte. Geht man die Bücher durch findet man folgende Notiz als eine seiner letzten möglicherweise auffällig:

Raich fertsierte Truhe mit Gewürtsen und Figuren fon Hugo abgekauft. Rita endekte tswaites Fach mit Shtein: Dryaden See, Wünshe erfüllender Shtein.

Beim Durchgehen der Bücher findet man auch Hinweise zu den genannten Personen Rita Rednich und Hugo.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Dienstag 13 Februar 2018, 17:16
Dank der einfachen Wegbeschreibung fand die buntgemischte Gruppe das alte Häuschen von Egon recht schnell. Vorsichtig wurde die marode Türe mit dem mitgebrachten Schlüssel geöffnet und nacheinander traten sie in Wohnbereich ein.
Shikras Blick glitt durch den Raum, blieb kurz an der Feuerstelle und einem eleganten Sessel hängen und entdeckte dann ein einsames Huhn, welches ziemlich vergeblich auf dem Boden im Haus nach Futter suchte.

Während sich die anderen ebenfalls umsahen, entdeckte die Elfe eine zweite Türe die in einen Innenhof führte. Shikra betrat diesen und das Huhn folgte ihr, wohl in der Hoffnung endlich ein paar Körner zu bekommen. Die junge Heilerin tat ihm den Gefallen, füllte eine leere Schale mit Getreide, welches sie aus einem Sack, der in der Ecke stand, entnahm.

Wieder zurück im Wohnraum stellte sie mit einem Blick auf den Rest der Gruppe, die schon fleißig Bücher gefunden hatte, fest: "Das sind aber viele Bücher hier, das wird wohl länger dauern. Können wir uns aufteilen?"
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Donnerstag 15 Februar 2018, 15:57
Das arme Huhn tat Rorokpal Leid, schließlich war es hier womöglich schon ein paar Tage alleine und konnte sich nur mit ein paar Staubkörnern versorgen. Wahrscheinlich war es durch die Hintertür hineingekommen. Immerhin konnte auch kein Fuchs hier hinein und sein Unwesen treiben. Eine ihrer Mitstreiterinnen, Schirkan oder so ähnlich (sie hatte die Namen zuvor nur am Rande mitbekommen) half dem Huhn und spendierte ihm sogar einige frische Körner, wie sie erfreut zur Kenntnis nahm.
So eine hilfsbereite Person, gut zu wissen.
Ein Huhn gerettet, auf zum nächsten Tagesordnungspunkt. Ahh, ja, Bücher! Mal schauen, wer sich freiwillig dafür ...
"Ja, ich schau mir die Bücher hier im Regal an!", antwortete sie der Retterin des Huhns.

Allerdings bereute sie bald, diese Aufgabe überommen zu haben (Kein Kommentar! ), denn es waren im Wesentlichen Listen. Listen mit Ein- und Verkaufsinformationen. Und neben dieser Langweiligkeit hatte er noch derartig viele Rechtschreibfehler in seinem Text, dass sie fast einen Code vermuten würde - wenn es einen Hinweis auf große Intelligenz gegeben hätte bei diesem Egon. Enttäuscht klappte sie das letzte Buch im Regal zu und nieste herzhaft ob der Staubwolke, die sich plötzlich erhob.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Donnerstag 15 Februar 2018, 20:29
"Leicht heruntergekommen" war sein erster Eindruck. Dieser bekräftigte sich durch die Anwesenheit des traurigen Huhns. Doch für Hühner hatte Beerli kein Interesse. Er lies sein Blick über die Kochstelle gleiten. Als Bäcker war dies immer die erste Anlaufstelle für eine Untersuchung. Nichts ungewöhnliches. Er stellte sich vor, wie der Mensch hier gewohnt hatte. Ein Schauer durchlief ihn, als er an den nun toten Körper in der Kaserne dachte. "Armer Kerl" murmelte der Zwerg mehr zu sich selbst. Gedankenverloren lief Beerli in der Behausung umher. Seine Stiefel trugen ihn zu der Tür, die ins Schlafzimmer führte, durch die Tür hindurch und der Zwerg stand plötzlich inmitten von Truhen, Figuren und Vasen. Sein Geschmack war es nicht. "Tagebücher...hmmm....". Er drehte sich im Raum und betrachtete die Gegenstände. Nichts auffälliges. Aus Neugier öffnete er eine Truhe. Kleidung - "wer hätt's gedacht!". Leicht enttäuscht lies Beerli den Deckel wieder sinken. Als er Stimmen aus dem anderen Raum hörte blickte er auf und ging wieder zu seiner Gruppe. Dabei schaute er noch einmal kurz zurück.
Autor: Darius Datum/Zeit: Freitag 16 Februar 2018, 16:06
Der Zwerg, dem die hastige Abfertigung dieses mysteriösen Todesfalls durch den Stellvertretenden Leiter der Kaserbe deutlich gegen den Strich ging, hatte nicht lange überlegt, sondern war hat sich gleich dazu bereiterklärt Syrena zu dem Haus des Verstorbenen zu begleiten. So ziemlich jeder, der nicht der Stadtwache angehörte, war ebenfalls mit von der Partie. Es war einfach kein gutes Zeichen, wenn jemand einfach derart starb und nichtmal die Tiere an den Leichnam gingen. Da steckte mehr dahinter, außerdem missfiel ihm diese Faulheit seitens der Stadtwache.

Das Haus entpuppte sich als Bruchbude. Cranneg schüttelte nur missbilligend seinen Kopf und pflichtete Beerli bei. "Ich werde nie verstehen, wie Menschen in soetwas ruhigen Gewissens leben können."

Drinnen sah es auch nicht besser aus. Alles war unordentlich, ja verwahllost. Dem Huhn schenkte er keine große Beachtung, nachdem sie die Elfe sich schon um das Tier kümmerte. Stattdessen sah er sich ein wenig um. Mit etwas Glück würden sie hier einen Hinweis darauf finden wo Egon diesen seltsamen Stein her hatte. Jeder Händler zeichnete wichtige Dinge auf, selbst wenn es nur Notizen und Listen waren.

"Ich helfe dir bei der Suche, Rorokpal. Hier muss es doch irgendwie Aufzeichnungen aus den letzten Tagen geben..." , kündigte er seinen Entschluss an, wobei er so taktvoll wie möglich die Elfe überging. Aufs Geratewohl nahm er sich ein Buch und sah hinein. Völlig unverständlich. Na dann das nächste eben... Listen. Notizen. Das war doch schonmal etwas.

Cranneg machte sich daran zuerst herauszufinden, wie Egon seine Aufzeichnungen geordnet hatte und ging dann methodischer vor. Langeweile empfand er dabei keine, dafür war er solche Arbeit zu sehr gewöhnt. Der Trick bestand darin sich nicht ablenken zu lassen. Außerdem wurde er so schneller fündig. Je mehr er las, desto klarer wurde, dass der Lebensmittelhändler nicht besonders reich gewesen war. Die Geschäfte gingen nicht sehr gut. Am Zustand des Hauses hätte er dies ebenfalls feststellen können, aber hier hatte er es schwarz auf weiß vor sich.

"Schreckliche Handschrift, grausame Grammatik, aber immerhin sorgfältig" , murmelte er vor sich hin und zog das nächste Buch heraus. Seite für Seite wurde überflogen, an einigen Stellen hing er länger, um einzelne Worte zu entziffern. Einige Minuten vergingen, doch Sorgfalt machte sich normalerweise bezahlt und er sollte nicht enttäuscht werden.

Wäre es nicht der letzte und wohl auch der Neuste Eintrag gewesen, hätte er die kurze Notiz wohl übersehen. So jedoch bemühte er sich zu lesen, was dort stand, die Augen leicht zusammengekniffen. Seine Lippen bewegten sich leicht, als er die Worte stumm nachsprach, dann weiteten sich seine Augen, als ihm die Botschaft aufging.

"Heh, ich glaube ich habe etwas gefunden! Kommt alle her!" , rief er, um auch diejenigen im Hof und im Nebenraum zu alamieren. Mit einigen Schritten trug er das Tagebuch zu dem klapprigen Tisch hinüber und wartete kurz, bis sich alle eingefunden hatten.

"Hier, ich habe eine Notiz gefunden.",
erklärte er und deutete mit einem Finger auf die Stelle, bevor er sich räusperte und langsam vorlas. "Reich... das hier soll wohl verzierte heißen... Truhe mit Gewürzen und Figuren von Hugo abgekauft. Rita entdeckte... ähm, zweites? Ja, zweites Fach mit Stein: Dryaden See. Wünsche erfüllender Stein.",  endete er und sah dann in die Runde. "Kann jemand von euch damit etwas anfangen? Hugo und Rita wären Anhaltspunkte. Vielleicht steht noch mehr über sie in den anderen Büchern. So wie es sich liest, dürfte er mit Hugo gehandelt haben und diese Rita könnte eine Bekannte sein... aber hat jemand hier schonmal vom Dryadensee gehört? Ich habe jedenfalls keine Ahnung, was eine Dryade ist oder was diese mit einem See zu tun haben sollten."
Autor: Myriel Datum/Zeit: Freitag 16 Februar 2018, 21:59
Egons Haus war bald gefunden und Dank des Schlüssels hatten sie keine Probleme damit hinein zu kommen. Im Inneren sah es nicht gerade nach großem Reichtum aus, aber das hatte in diesem Stadtviertel wohl auch kaum jemand erwartet. So wie einide der Anderen nahm sich Syrena eines der vielen Bücher vor und überflog die Seiten. Doch Cranneg war derjenige, der schließlich fündig wurde und das Tagebuch fand, in dem etwas über eine Truhe und einen Stein geschrieben stand.

Dryaden sind Baumgeister soweit ich weiß.

Als Wirtin hörte sie viele Geschichten von ihren Gästen, auch wenn sie die meisten Dinge nur vom Hörensagen kannte und nicht selbst erlebt hatte. Und auch Suffix, der alle möglichen und unmöglichen Lieder und Gedichte kannte, trug dazu bei das Syrena ein manchmal gefährliches Halbwissen entwickelt hatte.

Der Dryadensee liegt östlich von Nighton, irgendwo in den Elfenwäldern habe ich gehört. Ob es stimmt weiß ich aber nicht. Sag mal wie waren die beiden Namen, die Du gerade erwähnt hast Cranneg? Hugo und Rita? Ich glaube ich habe vorhin etwas über sie gelesen... Moment.

Sie schlug das Buch wieder auf und blätterte etliche Seiten um, bevor sie triumphierend mit dem Figer auf eine Seite tippte.

Hah, wusste ich es doch. Taler, Schotter, Koks und Kies – Rita Rednich Pfandleihaus. Und dieser Hugo scheint ein Lampenhändler zu sein. Hier stehen auch die Adressen der Beiden. Ich bin dafür das wir ihnen einen Besuch abstatten, vielleicht können sie uns sagen was Egon genau vorhatte. Ich würde Hugo den Lampenhändler aufsuchen, möchte mich jemand begleiten?
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Freitag 16 Februar 2018, 23:46
Gerade als Beerli aus der Tür treten wollte fiel sein Blick auf einen einfach gezimmerten Stuhl, der neben dem Bett stand. Über der Lehne hing eine Reisedecke und ein Rucksack lag achtlos daneben. Einer inneren Eingebung folgend drehte Beerli um, ging zum Rucksack und öffnete ihn. Zum Vorschein kam ein Messer und ein kleiner Topf. "hmmm..." machte der Zwerg. Es schien, als wollte Egon auf Reisen gehen. Er kratzte sich am Bart - ein eindeutiges Zeichen, dass dem Zwerg etwas merkwürdig vor kam "...Vermutlich hat er sich spontan doch für eine größere Tasche entschieden.". Motiviert durch seinen Fund schaute er sich noch etwas gründlicher im Zimmer um. Hinter einer der Truhen fand er zwei an die Wand gelehnte Fackeln. Er nahm sie mit - der arme Egon würde sie nicht mehr vermissen - und stieß nun wieder zur Gruppe, die sich im Hauptraum um den Schmied versammelt hatte, der gerade etwas vorlas (was Beerli anerkennend zur Kenntnis nahm).

+ 2 Fackeln
Autor: Shikra Datum/Zeit: Sonntag 18 Februar 2018, 14:10
Fleißig nahmen sie sich die verstreuten Bücher zu Hand und suchten nach Hinweisen zum mysteriösen Tod des Hausbesitzers. Einem der Zwerge war die Sache wohl zu langweilig, denn er verschwand im Nebenraum, der das Schlafzimmer darstellte. Der andere war offensichtlich der Meinung, dass die Heilerin, die in Keller nach dem toten Mann geschaut hatte, nicht alleine mit dem Bücheregal zurecht käme und unterstützte sie. Dass er dabei sehr gründlich und methodisch vorging, entlockte Shikra wenigstens einen kurzen anerkennenden Gedanken.

Die Elfe schnappte sich ein herumliegendes Buch, setzte sich auf den Boden, band ihre braunen Haare zusammen, sodass sie ihr beim Lesen nicht immer ins Gesicht fallen würden und blätterte darin. Es waren nur alte Verkaufslisten von vor fünf Jahren darin. Als sie auch in dem dritten Buch, dass sie durchgesehen hatte keine brauchbaren Informationen gefunden hatte, stand sie auf, streckte sich und sah sich im Wohnraum um. Zwei Schritte weiter lag ein nächstes Buch, das die Elfe aufhob und an der Wand daneben, war ein Kissen gelehnt. Shikra wollte das Kissen umstupsen, um sich darauf zu setzen und mit den Rücken an die Wand gelehnt ihre nächste Lektüre zu analysieren.

Aber unter dem Kissen war ein viel interessanteres Nachschlagewerk. Vorsichtig hob sie das fast schon zerfallende Buch auf und blätterte es behutsam durch. Texte über Tiere und Pflanzen waren in dem Büchlein. Laut Titel waren alle der Gegend um den Dryadensee zu zuordnen. Im zweiten Teil des Werkes waren Karten der Örtlichkeit: eine Übersichtskarte und einige Detailansichten, von denen nur noch zwei erkennbar waren. Es war die östliche Seite des Sees abgebildet.
Bevor sich die junge Heilerin im Detail mit dem Buch befassen konnte, rief der eine Zwerg die Gruppe zusammen. Wie schön, er hatte einen hilfreichen Hinweis gefunden. Er las die Notiz laut, recht langsam und holprig vor, angeblich war die Handschrift schlecht leserlich. Dyradensee, Wünsche erfüllender Stein.

Syrena konnte ein paar ergänzende Worte zu Dyraden und dem See besteuern und auch Shikra erwähnte kurz, dass sie gerade ein Buch über Flora und Fauna des Sees, sowie eine passendene Karte entdeckt hatte. Die Wirtin konnte sogar die Adressen der beiden Personen, die in der Notiz erwähnt waren, nennen und so teilte sich die Gruppe auf, um beiden einen Besuch abzustatten.

„Ja, gerne, Syrena. Ich komme mit Euch.“ Vorsichtig packte die Elfe das zerfledderte Buch in ihren Rucksack und dann machten sie sich Richtung Hugo auf.

+ sehr altes halb aufgelöstes Buch über die Tier und Pflanzenwelt in der Gegend des Dryadensees, inklusive kleiner Karte, die eine grobe Übersicht über die Gegend ermöglicht und zwei halb aufgelösten Detailkarten des östlichen Teils des Dryadensees.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Sonntag 18 Februar 2018, 20:14
Ziellos lief Rorokpal durch das spärlich eingerichtete Haus und beobachtete die anderen beim Lesen und Stöbern. Ihr Regal mit den Bücher und den langweiligen Listen arbeitete noch ein wenig nach, aber außer, dass Egon offensichtlich nicht der Reichste war und bei dem ein oder anderen Schulden hatte, war nichts Großartiges zu schlussfolgern. Manche der Schulden waren mittlerweile beglichen, die ein oder anderen noch offen. Manchmal hat er wohl auch den alten Gilmar finanziell unterstützt. Gelegentlich hat er von Hugo Waren abgekauft und wieder verkauft, wenn sie keine Lampen waren.
Lampen ... wieso Lampen?
Er ist selbst einfach keine helle Leuchte, da sollte er keine verkaufen ...
Hihi, wie gemein. amüsierte sich Rorokpal und lächelte in sich hinein. Dann aber erinnerte sie sich an etwas anderes.
"Kennt einer von euch auch diese Geschichte von einer Lampe, in der ein Dämon oder so etwas wohnt? Und wenn man daran reibt, hat man einen Wunsch frei - Dieser Egon hatte wohl ein dirngendes Bedürnis nach Wünschen."

Sie ging in eine dunklere Ecke, wo noch niemand intensiv gesucht hatte und schob vorsichtig mit dem Fuß ein paar alte Socken zur Seite.
Wie scheußlich, der hatte eindeutig keine Frau im Haus ...
Was willst du damit sagen? Pass auf, gaaanz dünnes Eis! 
Oh, äh, ja, wie soll ich sagen ...
Sei mal still! unterbrach Rorokpal ihre Gedanke. Da war etwas Seltsames ... eine magische Aura?!

Sie richtete ihr geübtes inneres Auge auf die Quelle und ließ sich von ihm näher leiten - zu ihrem Leidwesen tiefer in die schmutzige, dunkle Ecke. Das Gefühl wurde stärker und unter einem alten Kleidungsstück lag eine Holzschatulle, sogar ohne Schloss. Darin war ein Artefakt! Vorsichtig untersuchte sie die Schatulle, ob sie eine magische Gefahr wahrnahm, doch die Schatulle selbst war harmlos. Sie öffnete sie und fand ... Würfel. Die Aura ging von diesen aus.

"Und schon wieder ein magisches Objekt im Besitz des Verblichenen - diese magischen Würfel. Leider kann ich wieder nicht sagen, wozu sie gut sind. Aber es sind WÜrfel ... ich vermute, sie fallen nicht perfekt zufällig."


+1 magische Würfel
Autor: Kaira Datum/Zeit: Montag 19 Februar 2018, 17:13
Runde 6

~~ Pfandleihaus~~
Taler, Schotter, Koks und Kies hieß es am Eingangsschild. Als die Tür geöffnet wurde, bimmelte eine kleine Glocke, die darüber befestigt worden war. Direkt daneben stand ein breitschultriger Mann, der sich gerade seufzend von seinem Stuhl erhob und gezwungen lächelte. Vor den Augen des Besuchers erstreckte sich eine Ansammlung von Schaukästen mit aller Art von Gegenständen. Von vergoldeten Hörgeräten über seltsame Hüte und wertvolle Bücher bis hin zum klassischen Ring gab es einiges zu sehen. Ein Schaukasten war gänzlich gefüllt mit verschiedenen Kompassausführungen. Im Laden stand eine hochgewachsene braunhaarige Dame, deren Lächeln deutlich vergnügter und aber in keiner Weise natürlicher aussah als die ihres Kollegen. Ihr feines Kleid aus glänzendem dunkelgrünen Stoff schleifte über den Boden und ihre üppigen Armreifen klimperten als sie sich auf ihre Gäste zubewegte. Die Arme freudig in die Luft hebend sprach sie enthusiastisch: „Willkommen, willkommen! Toll Sie hier zu sehen!” als hätte sie schon ewig genau darauf gewartet. Mit einem Blick zu dem Türsteher wies sie ihn an, dem Besuch die Mäntel abzunehmen. „Fühlen Sie sich wie zu Hause möchten Sie einen Tee setzen Sie sich doch.“ Satzpausen erwartete man bei ihr wohl vergebens. Aufwendige Ohrringe glitzerten zwischen den Haaren hervor und die ausdrucksstark mit Kohle geschwärzten Augen der Dame erwarteten beinahe sehnsüchtig eine Antwort.

~~Hugo der Händler~~
Der besagte Händler war nur mit großer Schwierigkeit zu finden, ein Schild suchte man vergebens. Einzig eine aus Holz gefertigte Kerze schmückte die Eingangstür. Man konnte  das Häuschen eher einen Lagerraum als ein Geschäft nennen. Der Staub auf den Gegenständen und Tischen und die Spinnweben am oberen Rahmen der Eingangstür verrieten, dass der Händler oft auf Reisen war oder zumindest recht wenig auf einen gepflegten Eindruck seines Geschäfts wertlegte. Innen an den Decken konnte man allerlei Kronleuchter verschiedenster Generation finden und auf den Tischen sammelten sich vor allem Kerzenleuchter und Lampen.
In der Ecke stand ein stämmiger spärlich behaarter Mann und starrte gedankenverloren auf eine riesige Ansammlung von Kerzenständern verschiedenster Form und Größe. Einige tippte er an, während er vor sich hin murmelte, manche rückte er an eine andere Position. Als er seinen Besuch erblickte fragte er mit einer tiefen kräftigen Stimme bloß, “Ja, was?” denn anscheind hatte ihn der plötzliche Geräuschpegel in seinem Denkprozess unterbrochen.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Donnerstag 22 Februar 2018, 16:31
Beerli trat aus Egons Haus und musste blinzeln. Es war staubig und schwumrig gewesen und Beerli hatte ganz vergessen, dass es draußen noch Tag war. Die dunklen Wolken hatten sich verzogen aber die Straßen waren noch nass und voller Matsch. So stiefelte er in zwergenmanier einer geschrumpften Gruppe hinterher, die sich zu Hugo dem Händler aufmachte. Sie hatten Pech. Es dauerte lange, bis sie die Eingangstür gefunden hatten und drinnen fanden sie einen Hugo, der wohl lieber auf Besuch verzichtet hätte. Komischer Händler, dachte Beerli.

Da keiner seiner Gruppe Anstalten machte etwas zu sagen räusperte er sich lautstark und trat vor. "Verzeiht die Störung! Mein Name ist Beerli Blutbart aus dem Glan  der Blutbärte. Ich bin der ansässige Bäcker. Dies hier sind meine...ähmm" er zögerte. Was genau waren sie? Er entschied sich unverfänglich für "... Begleiter." und stellte sie der Reihe nach vor - so gut er sie selbst kannte. "Wir waren heute morgen alle zufällig in der Kaserne, als... nun ja... als sie Egon gebracht haben. Tot", fügte er sicherheitshalber noch hinzu. "Ihr kanntet Egon?" Da es keine ernst gemeinte Frage war fuhr Beerli fort. "Wir sind befugt Egons Unterlagen durchzusehen und sind dort auf ein paar Merkwürdigkeiten gestoßen. Sagt euch der Name Dryadensee etwas? In welchem geschäftlichen Kontakt standet ihr mit Egon? Ich meine... wann habt ihr ihn zuletzt gesehen?" Beerli schaute den Mann fragend an.

Der Händler guckte erstmal skeptisch. Der Tod von Egon hatte ihn verwundert. Einen Dryadensee kannte er nicht und die letzte Frage überhört er.

Enttäuscht kratze sich der Zwerg am Bart und schaute zu seiner Gruppe.

Autor: Darius Datum/Zeit: Freitag 23 Februar 2018, 13:31
Bäume die Geister hatten. Alleine die Idee klang gar nicht gut für Cranneg. Wo kämen sie denn hin, wenn die Bäume sich gegen das Fällen auch noch wehren würden? Andererseits verwunderte es ihn nicht. Im Osten lagen die Elfenwälder, die voll von solchen Dingen und schlimmeren sein sollten... vorallem Elfen. Grimmig nahm er zur Kenntnis, dass sie warhscheinlich zu diesem Drydansee gingen würden, um das Rätsel um Egons Tod zu lösen.
Wasser, lebende Bäume und Elfen auf einem Fleck. Großartig. Crannegs Gesichtsausdruck änderte sich bei diesen Gedanken, als hätte er gerade in eine Zitrone gebissen.

"Ich begleite dich zu diesem Hugo. Der sollte uns erklären können, wo er diese Kiste überhaupt herbekommen hat."
, teilte er ihr ein wenig verstimmt mit, während er darauf hoffte, dort gleich alles erzählt zu bekommen, damit sie eben nicht zu diesem See gehen mussten.

---

Eine längere Suche folgte, in der Cranneg sich wunderte, wie ein Laden derart abgelegen sein konnte, dass sie ihn tatsächlich in Nighton suchen mussten. "Wie will der Mann sein Geld verdienen, wenn sein Geschäft so schwer zu finden ist?" , fragte er sich laut und ließ seinen Blick schweifen, in der Hoffnung doch noch das gesuchte Haus zu finden. Beerli war jedoch schneller als er und fand den Laden, der nur durch ein Schild über der Tür ausgewiesen war. Für einen Lampenhändler wirkte das Geschäft ausgesprochen dunkel, muffig, unordentlich und verlassen. Keineswegs die heimelige Atmosphäre, welche in der Schmiede zum Silberhauch herrschte.
Um die Verhandlung einfacher zu gestalten, zwang er sich ein gewinnendes Lächeln auf die Lippen, endete jedoch eher mit einem Ausdruck der an ein Zähnefletschen erinnerte. Die Amrbrust auf seinem Rücken und die Axt an seiner Seite taten da wohl ihr übriges für sein Erscheinungsbild.
Der Reihe nach wurden sie vorgestellt von Beerli, der sich doch sehr höflich gab mit seinen Fragen gegenüber diesem schmuddeligen Händler. Die Unordnung im Laden und das schmuddelige Aussehen des Händlers taten ihr übriges für seine Geduld und das Lächeln verschwand ganz schnell wieder und seine Augenbrauen zogen sich zornig zusammen. 

"Wir haben Beweise, dass ihr mit Egon gehandelt habt. Er hat eine Kiste mit Gewürzen und Holzfiguren von euch gekauft.",
  blaffte er den Lampenhändler schroff an und verschränkte seine Arme vor der Brust. "Habt ihr von dem Geheimfach in der Kiste gewusst? Was da drin war hat Egon das Leben gekostet."
Autor: Myriel Datum/Zeit: Samstag 24 Februar 2018, 14:36
Wirklich schlauer hatte der Besuch in Egons Haus sie nicht gemacht. Rorokpal fand ein paar magische Würfel, mit denen sie ebensowenig anfangen konnten wie mit dem seltsamen Stein, den sie bei Egon gefunden hatte. Syrena seufzte. Irgendwie entwickelte sich das Ganze gerade in Richtung Rätsel, und im rätseln war sie nicht gerade die Beste.

Sie verließen Egons Haus und teilten sich auf. Beerli, Cranneg und Shikra begleiteten Syrena zu Hugo dem Lampenhändler. Doch der Laden war äußerst schwer zu finden. Syrena konnte Cranneg Meinung nur zustimmen.

Du hast völlig recht. Wie will er gute Geschäfte machen wenn niemand seinen Laden findet? Das ist sehr seltsam.

Beerli entdeckte den Laden schließlich, doch im Inneren verstärkte sich der Eindruck noch das der Händler keinen großen Wert darauf legte Dinge zu verkaufen. Es war staubig und schmutzig, und freundlich war Hugo auch nicht gerade. Syrena versuchte es mit einem freundlichen Lächeln. Vielleicht war Hugo Frauen gegenüber ja zugänglicher als Zwergen gegenüber.

Entschuldigt das wir Dich stören Hugo, aber es ist wirklich wichtig das wir heraus finden was mit Egon passiert ist. Kannst Du Dich vielleicht daran erinnern wo Du die Truhe bekommen hast? Sie hatte ein Geheimfach, und vielleicht kann uns der Vorbesitzer erzählen was es damit auf sich hat.

Schließlich verließen sie das Lampengeschäft wieder und machten sich auf zum Gasthof, um sich mit Rorokpal zu treffen.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Sonntag 25 Februar 2018, 09:42
Nach einer längeren Suche, fand der eine Zwerg endlich den Laden des Lampenhändlers. Doch wie ein gewinnbringendes Geschäft sah es nicht wirklich aus. Es war staubig, dreckig und ungemütlich und der Verkäufer hinterließ einen ähnlichen Eindruck. Beerli übernahm die Vorstellung der gemischten Gruppe und versuchte als Erster sein Glück beim Stellen seiner Fragen. Es blieb bei einem Versuch, denn viele Angaben machte Hugo nicht.

Syrena wandte eine andere Taktik an. Mit weiblichem Charme versuchte sie dem Besitzer des Geschäfts ein paar Informationen zu entlocken. Leider kam sie auch nicht besonders weit, vielleicht wusste Hugo wirklich nichts, vielleicht lenkte ihn der zweite Zwerg, dessen Gesichtszüge zornig und Erscheinungsbild kriegerisch erschienen, ab.

Die Elfe versuchte es ebenfalls. Sie stellte sich etwas vor den Zwerg und fragte nochmals mit freundlicher Stimme, ob Hugo sagen könnte, woher die Kiste stammte. Und da rückte er endlich mit der Sprache raus. Er hatte sie von einem Diener einer Kaufmannsfamilie. Der Name der Familie sagte Shikra nichts, aber sie kannte sich weder in Nighton noch bei reichen Familien aus und hoffte, dass einer ihrer Begleiter etwas mit dem Namen anfangen könnte.

Cranneg beendete dann auf recht zwergische Art das Gespräch. Auf dem Weg Richtung Gasthaus, wo sie sich alle wieder treffen wollten, fragte die Elfe in die Runde, ob jemand etwas mit dem Namen der Familie anfangen konnte. Sie selbst war froh, wieder an der frischen Luft zu sein. Der Laden hatte ihr nicht gefallen, wie konnte man so unordentlich sein?
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Sonntag 25 Februar 2018, 11:57
Schweigend lief Rorokpal der kleinen Gruppe voran, die mit ihr gekommen waren und suchte Ritas Laden. Sie selbst war ja aus Nighton und hatte plante sogar hier selbst bald eine Gärtnerei zu übernehmen, dennoch lief sie dreimal an dem Geschäft vorbei, was sicherlich nicht zur Erheiterung ihrer Begleiter beitrug. Doch dann sah sie etwas aus den Augenwinkeln:
"Taler, Schotter, Koks und Kies ...Das ist Ritas Laden, sieht aus wie eine Spelunke ...So ein ungastlicher Laden." kommentierte sie den breitschultrigen Mann, der sich genervt erhob, als er durch das Glöckchen an der Tür aus seinem Schlaf geweckt wurde. Oder er war einfach immer so träge.

Sie sahen sich um und sahen seltsame Dinge, die aber alle im Großen und Ganzen vergoldet waren. Schien der Taler-Teil des Ladens zu sein. Rorokpal untersuchte gerade eines der Hörgeräte, als eine braunhaarige Dame, die etwa so groß wie sie selbst war, sie Willkommen hieß - das musste dann wohl Rita sein. Sie war so üppig mit Schmuck und Tand behangen, dass Rorokpal sich unwillkürlich fragte, wie sie sich überhaupt bewegen konnte. Der breitschultrige Mann sollte daraufhin ihre Mäntel abnehmen, aber Rorokpal hatte überhaupt keinen an, obwohl es Winter war - aber mittlerweile half ihr Feuer da genügend aus, so dass sie nicht fror. Den Tee, den Rita anbot, nahm sie jedoch gerne an.
Erfreulicherweise neigte Rita dazu, pausenlos zu reden, so dass Rorokpal es sich gemütlich machen konnte und einfach nur dem Redeschwall der Ladenbesitzerin lauschen musste. Ein Wort hier und da eingestreut mochte vielleicht schon zu Antworten führen. Zumindest, solange sie nicht durchblicken ließ, dass sie definitiv nichts kaufen würde.
Rita fragte: "Möchtet Ihr gar etwas kaufen? Wir haben wundervolle Ringe hier, oh ein Ring sähe so fabelhaft an Ihren Händen aus werte Dame." Sie schnappte sich Rorokpals Hand und verglich sie mit ihrer Ringbesetzten. Dann wackelte sie mit ihren Fingern als würde sie Klavier spielen wollen und sagte mit einem breiten Grinsen "Sehen Sie?". Rorokpals makellose, schmale Hand sah in ihren eigenen Augen bereits optimal aus und würde durch einen Ring nichts dazu gewinnen, deshalb trug sie den Ordensring vom Orden der Weisen auch nie. Er lag irgendwo am Grund ihrer Tasche. Offenbar war sie wirklich eine Druidin, sie schätzte Natürliches immer mehr und sah die Schönheit in allem, was gewachsen war. Früher war sie da nicht so sensitiv gewesen.

"Entschuldigt bitte, meine Hand braucht nicht die Schönheit eines Eurer Ringe." erklärte sie diplomatisch, in der Hoffnung, dass Rita nur die Schönheit der Ringe bemerken würde und sie nicht für eitel hielt. Dann aber wurde sie ganz ernst. "Ich bedaure wirklich, Euch das sagen zu müssen, aber Egon ist leider verstorben. Ich komme von der Kaserne Nightons und genau dort ist er heute Morgen gefunden worden, seinen Wunden erlegen."

Rita starrte sie aus großen Augen an. Dann stand sie langsam auf, legte eine Hand über ihre Augen und beugte sich leicht nach hinten, während sie einen Arm dezent von sich streckte. Sie öffnete den Mund: "Ohhhhhh du Schicksalhafte, welch tragisch' Ende für den erhabenen Egon, für den einzig Ehrbaren, Freund des einfachen Mannes und seine ... ähm ja, ich war früher beim Theater. Jedenfalls sehr tragisch. Gibt's irgendwelchen Erkenntnisse?" Sie setzte sich wieder hin und klimperte dabei wie eine Armee Hofnarren.

"Er ist tot. Und hatte einen sonderbaren Stein bei sich. Ich frage mich, was das für einer sein könnte."
Bei der Erwähnung des Edelsteins wurde Rita direkt hellhörig. "Warten Sie kurz" sagte sie in einem verschwörerischen Tonfall und verschwand hinter die Theke. Dann kam sie mit einer Box stolz zu ihr zurück und hob den Deckel mit einem "Tadaa" ab. "Sehen Sie, da ist bestimmt einer für Sie dabei!"

Ungläubig starrte Rorokpal die Verkäuferin an. War sie etwa wirklich eben in Sekundenbruchteilen nach der Information über Egons Tod wieder beim Verkaufsgespräch gelandet? Sie hatten sich wohl schlechter gekannt, als Rorokpal angenommen hatte. Und viel Neues würde sie dann wohl auch nicht mehr bekommen. Rita hätte sicher nichts gewusst, sie hätte sogar Egon höchstens  etwas verkaufen wollen. Rorokpal lehnte die Edelsteine ab und schickte Rita damit wieder auf die Suche nach etwas, was sie verkaufen könnte.

Rita hatte ihr Interesse an den Hörgeräten bemerkt und stellte eine entsprechende Frage. Rorokpal neigte sich leicht in ihre Richtung und fragte: "Was?", so, als hörte sie nicht gut. Dem vorangegangenen Gespräch damit eine neue Dimension gebend starrte Rita sie irritert an. Dann lachte Rorokpal auf. "Ich möchte ehrlich nichts kaufen, ich kam nur vorbei um Euch von Eurem Freund Egon und sein tragisches Dahinscheiden zu berichten."

Enttäuscht klappte Rita alle Schachteln und Packungen zu und schloss demonstrativ eine Dose mit Keksen zum Tee. "So? Dann sind wir hier ja fertig. Wünsche einen schönen Tag!", sagte sie ein wenig schnippisch und bedeutete dem Türsteher, die Mäntel der anderen zu holen. Schneller als sie gucken konnten standen sie wieder auf der Straße.

"Tja, das war wohl nichts. Mal sehen, was sie anderen haben." sagte Rorokpal und sie machten sich auf dem Weg zum Gasthof, in dem sie sich treffen wollten. Nur am Rande nahm sie noch wahr, wie in dem Laden das Schild an der Eingangstür von "geöffnet" auf "geschlossen" gewendet wurde, schenkte dem aber keinerlei Beachtung.


Autor: Kaira Datum/Zeit: Sonntag 25 Februar 2018, 17:00
Runde 7

~~Lampenhändler~~
Als Hugo die genervte Begrüßung losließ, hatte er eigentlich erwartet seine Frau oder einen seiner Kollegen zu Gesicht zu bekommen. Er hatte nicht einmal aufgesehen sondern war immer noch damit beschäftigt seine Waren für seine nächste Reise abzuzählen. Gewöhnlich kamen keine Kunden hier her, denn nicht viele wussten, dass er hier seine Waren lagerte. Doch nachdem ein fast vorwurfsvoller Kommentar zu seiner Art Geld zu verdienen durch den Raum hallte, blickte er neugierig auf. Mehere teilweise bewaffnete Gestalten standen da in seinem Laden und betrachteten das Chaos.

Einer der Zwerge ergriff das Wort und stellte alle seiner "Begleiter" namentlich vor bevor er weiter herunterratterte ohne Luft zu holen, so kam es Hugo vor, warum sie hergekommen waren. Mit einem mürrischen Blick starrte er den Zwerg an in der Hoffnung er würde dadurch verschwinden. Die Neuigkeit über Egons Tod war das einzige was wirklich bei ihm ankam. "Dryadensee....kenn ich nich, ne. Wollt ihr mir was verkaufen oder warum seid ihr hier? Ich fahr nicht zum Dryadensee."

Dann ergriffen zwei hübschen Damen das Wort und schnurstracks war Hugo etwas aufmerksamer als gegenüber dem Kleinwüchsigen. Zarghaft brachte die eine elfisch aussehende ihre Frage hervor.

"Eine Truhe...an Egon..." Er rieb sich das Kinn. "Ich erinnere mich! Dieser Diener der Von Feldtens kam hier vorbei un wollt den Kram loswerden. Bei miiir! Ich verkaufe Laaampen. Was will ich mit Gewüürzen? Tztz. Naja bei dem Preis hab ich sie genommen und dem Egon weiterverkauft, der nimmt alles und bringts nach Drachenauge, wenns hier keiner will."

Mit einem angenehmeren Tonfall fragte er die Elfe dann. "Warum interessieren Sie sich für diese öde Truhe so sehr?" Doch gerade als Shikra begann, ihn um den Finger zu wickeln und ihm Informationen zu entlocken, explodierte einer der Zwerge lauthals. Hugo blickte alle Anwesenden mit einem ernsten Gesicht an. "Ich muss Sie auffordern mein Grundstück zu verlassen oder ich sehe mich gezwungen die Stadtwache zu informieren. Guten Tag." Den letzten Satz sagte er missmutig und drehte sich dann um.

Auch noch lange als ihn der seltsame Besuch verlassen hatte grübelte er über das seltsame Gespräch nach. Eine Truhe mit einem Geheimfach, die Todesursache Egons... war gar etwas Wertvolles darin und er hatte es leichtfertig weggegeben? Hatte Egon ihm etwas vorenthalten, betrogen? Vielleicht sollte er der Sache einmal nachgehen?


~~Pfandleihhaus~~
Rita lies eine Kanne Tee erscheinen und schob einen Stuhl an einem kleinen runden Tisch zurecht. Darauf lag ein besticktes Kissen, sodass man sich rundum wohlfühlen konnte - so Ritas Gedanke - das Wohlfühlen half dabei, gerne auch einmal mehr bei ihr zu lassen als man wollte. "Soo was darf es denn sein? Wollen Sie etwas verkaufen?" Sie quiekte "Ah oder gar etwas kaufen? Wir haben wundervolle Ringe hier, oh ein Ring sähe so fabelhaft an Ihren Händen aus werte Dame." Sie schnappte sich Rorokpals Hand und verglich sie mit ihrer Ringbesetzten. Dann wakelte sie mit ihren Fingern als würde sie Klavier spielen wollen und sagte mit einem breiten Grinden "Sehen Sie?". Einem Ring war die junge Dame nicht angetan, was könnte es wohl dann sein, fragte sich Rita.

Als Rorokpal von dem Tod Egons berichtet, hielt sie sich ihre Handrückseite an die Stirn und hauchte mit weit aufgerissenen Augen ein paar theatralische Worte. Bei dem Erwähnen eines Edelsteins wurde Rita dann direkt hellhörig. "Warten Sie kurz" sagte sie in einem verschwörerischen Tonfall und verschwand hinter die Theke. Dann kam sie mit einer Box stolz zu ihr zurück und hob den Deckel mit einem "Tadaa" ab. "Sehen Sie, da ist ebstimmt einer für Sie dabei!"

Nachdem ihr Besuch dann klar gemacht hatte, dass er nichts zu kaufen gedachte, wurde dieser sehr knapp verabschiedet. Nachdem die Tür hinter Rorokpal geschlossen war, drehte sie das Türschild von "geöffnet" auf "geschlossen" und schickte ihren Angestellten nach Hause.


~~Gasthaus~~

Das Gasthaus war ein sehr schlichtes. Innen angekommen hörte man ein „Hahaaa hahaaa!“ aus der hintersten Ecke des Gasthauses. Eine Gruppe Männer war vertieft in ein Würfelspiel und einer von ihnen schien gerade ein großes Glück dabei zu haben.

Sagte man dem dicklichen Wirt, dass man ein durch die Kaserne vorreserviertes Zimmer besaß, holte er eine Liste mit Namen heraus und fing an hochkonzentriert diese durchzugehen. Mit einem breiten Grinsen hakte er die Namen ab und erklärte ihnen, wo sich die Zimmer befanden. Es gab Gruppenschlafsääle nach Geschlechtern getrennt. Und ein Einzelzimmer. Er wies sie darauf hin, dass eine warme Suppe vorbezahlt war und servierte allen Hungrigen direkt. Seine Schürze war zwar etwas verdreckt und seine Erscheinung sehr einfach, doch die Art und Weise wie er ihnen ihre Suppe brachte, schien für ihn so etwas wie ein Ritual zu sein. Jeder Teller kam einzeln und wurde liebevoll und sanft vor einem auf den Tisch gestellt und er schmückte es eigens vor Ort mit einem Blättchen Petersilie. Einzig Syrenas Teller erhielt nicht so viel Aufmerksamkeit, möglicherweise empfand er sie als Konkurrenz und hatte sie zuweisen können.



Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Dienstag 27 Februar 2018, 17:21
"Endlich etwas zu Essen!", der Zwerg konnte sein Glück kaum fassen. Dankbar nahm er den Teller Suppe entgegen. Normalerweise gab es bei solch Abenteuern nämlich nie genug davon. Misstrauisch beäugte er allerdings sein Petersilienblatt und versuchte großzügig drumherum zu löffeln... man konnte ja nie wissen.

Neugierig betrachtete er seine Begleiter am Tisch. "Was habt ihr herausgefunden im Pfandleihhaus?", fragte er in die Runde. Gespannt wartete er auf eine gute Geschichte und schaute in Rorokpals Richtung.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Freitag 02 März 2018, 10:33
Sie kamen am Gasthaus an und der Wirt fragte nach ihren Namen. Rorokpal war noch in Gedanken bei Rita, weshalb sie die Frage ohne nachzudenken einfach mit ihrem Namen beantwortete, doch natürlich fand der Wirt ihren Namen nicht auf seiner Liste - wozu auch, sie wohnte ja hier in Nigthon, gar nicht weit weg vom Gasthaus. Er machte schon ein betroffenes Gesicht, als er sich wappnete, sie leider wieder auf die Straße oder so setzen zu müssen, als sie die Situation aufklärte.
"Lieber Wirt, Ihr braucht mich nicht zu suchen. Ich wohne selbst in Nighton, musste gar kein Zimmer buchen."
Dem unwillkürlichen Reim folgte eine betretene Stille, in der sich der Wirt wohl fragte, ob sie die schlechteste Bardin aller Zeiten war oder der Reim wirklich zufällig geschehen sein konnte. Er kratzte sich am Ohr und zuckte dann mit den Achseln, als er die Liste mit Namen wieder weg legte und sie in den Speiseraum führte, wo die "Hugo-Gruppe" schon wartete. Sie nahmen Platz, erhielten eine Suppe (sogar Rorokpal, obwohl sie hier wohnte ...) und über dem Schlürfen der warmen Mahlzeit eröffnete Beerli das Wort. Was hatten sie herausgefunden?

Rorokpal sah die anderen an und verstand, dass niemand antworten wollte. Sie verschluckte sich an der Suppe und sagte hustend: "Das ... war ein Pflandleihhaus? Oh ... dann habe ich vielleicht etwas missverstanden. Seit wann versucht die Besitzerin eines Pfandleihhauses den Schotter zu verkaufen? Ahh wahrscheinlich nur den nie eingetauschten Kram. Aber welchen Zweck haben dann die vergoldetenen Hörgeräte? Dann hat Egon bei ihr vielleicht etwas in Pfand gegeben? Sie war so gefühlskalt und völlig unberührt über seinen Tod."
Ihren Aussagen folgten im Wesentlichen verständnislose Blicke der anderen. Aber per se enthielt es bereits alle Informationen, die sie herausgefunden hatten. Auf entsprechende Nachfragen konnte sie dann ja noch ausführlicher werden.
"Also kurz, diese Rita ist eine Sackgasse. Seltsame Person, aber scheint nicht wirklich etwas mit Egon zu tun gehabt zu haben."
Autor: Shikra Datum/Zeit: Samstag 03 März 2018, 00:45
Sie trafen alle wieder im Gasthaus aufeinander. Dort waren für die angereisten Unterstützer des Festes Zimmer reserviert worden und kaum hatten sie sich an einem Tisch zusammengesetzt, brachte der Wirt jedem einen Teller Suppe. Shikra fragte nach einer Gemüsesuppe und der nette Wirt erfüllte ihr diesen Wunsch.

Rorokpal berichtete, was sie im Pfandleihhaus erfahren hatte. Ihre Ausführungen waren etwas wirr und sehr kurz und wirkliche Informationen beinhalteten sie nicht. Die Elfe überließ es den anderen zu erzählen, was sie bei dem Lampengeschäft herausgefunden hatten. Ebenfalls nicht viel, sah man von einem Namen einer Kaufmannsfamilie mal ab.

Während die anderen berichteten, holte die Elfe ihr Fundstück aus dem Haus des Toten hervor und betrachtete die Karten des Dryadensees. Ein Wünsche erfüllender Stein; Baumgeister; geheimnisvolle Truhe; das war schon eine merkwürdige Geschichte.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Samstag 03 März 2018, 11:31
Crannegs Ausbruch machte den wenigen Infomationen, die Hugo ihnen geben konnte, ein abruptes Ende, denn er schmiss sie kurzerhand aus dem Geschäft hinaus. Syrena sah den Zwergen an und schüttelte seufzend mit dem Kopf.

Ein Diplomat ist an Euch nicht gerade verloren gegange Cranneg. Shikra war dabei ihn um den Finger zu wickeln, auch wenn ich nicht glaube das Hugo mehr über die Truhe wusste als er uns gesagt hat.

Sie gingen zu dem Gasthaus, in dem sie sich melden sollten und nannten dem Wirt ihre Namen. Unwillkürlich verglich Syrena das Gasthaus mit ihrem eigenen und lächelte dem Wirten freundlich zu. Dieser schien jedoch eher eine Konkurrenz in ihr zu sehen, denn als er die Suppe servierte wurde ihr Teller nicht so liebevoll dekoriert wie die der Anderen. Syrena zuckte nur mit den Schultern. Ein fehlendes Petersilienblatt, das sie ohnehin nicht gegessen hätte, war keinerlei Aufregung wert. Das die Suppe schmeckte und nicht versalzen war, fand sie deutlich wichtiger.
Rorokpal erzählte das sie nichts wirklich interessantes heraus gefunden hatten. Syrena antwortete der Apothekerin zwischen zwei Löffeln Suppe:

Der Lampenverkäufer Hugo wusste auch nicht viel. Er war nur ein Zwischenhändler, die Von Feldtens haben ihm die Truhe verkauft und er hat sie an Egon weiter verkauft. An den Dryadensee reist er nicht und auch von dem Geheimfach schien er nichts zu wissen. Die Frage ist was machen wir jetzt? Suchen wir die Von Feldtens auf um herauszufinden ob sie mehr über die Truhe wussten, oder reisen wir zum Dyadensee und schauen ob wir dort etwas heraus finden?

Nachdenklich rührte sie mit dem Löffel in der Suppe herum ohne davon zu essen.

Ich glaube eigentlich nicht das die Von Feldtens mehr wissen. Und wenn sie mehr wissen, werden sie es bestimmt nicht sagen, um nicht für Egons Tod verantwortlich gemacht zu werden. Ich wäre dafür hier zu übernachten und morgen früh zum Dryadensee zu reisen.

Sie blickte in die Runde.

Was meint ihr?
Autor: Darius Datum/Zeit: Samstag 03 März 2018, 22:01
Der Zwerg drehte sich fast direkt nach den Worten des Lampenhändlers um und stapfte aus dem schmudeligen Lagerhaus heraus mit einem abschätzigen. "Pah!" Der Lampenhändler wusste am Ende doch nichts und wirkte so gar nicht von Egons Schicksal betroffen. Draußen rumorte es immer noch in ihm. Erst Syrenas Worte holten ihn aus seinen stillen Verwünschungen dieses blöden Menschens heraus. Sein Blick ging von ihr zu Shikra und zurück, bevor er kurz seinen Kopf schüttelte und zerknirscht antwortete.

"Da habt ihr wohl Recht. Vielleicht hätte es etwas genutzt, aber Shikra war bei dem öligen Kerl völlig verschwendet.  Soll er doch in seiner Bruchbude vergammeln und vergessen werden." , dann stapfte er missmutig mit zum Gasthaus. Er hatte es ordentlich verbockt, aber besonders viel Schuld an der Situation wollt er sich auch nicht eingestehen. Im Grunde wollte er gar nichts weiter in der Sache herausfinden. Teilweise jedenfalls. Auf den Kopf gefallen war er jedenfalls nicht und er roch den Braten schon eine ganze Weile, bevor sie später gemeinsam im Wirtshaus saßen und dort eine einfacher, aber gute Suppe löffelten, die ihnen vom Wirt aufegtischt wurde.

Rorokpal hatte auch nicht mehr als sie herausgefunden, was er doch recht merkwürdig fand und wieder war es Syrena, die das Ganze auf den Punkt brachte. Von allen war Beerli am Besten gelaunt, aber der schien auch eine Frohnatur zu sein oder eine gute Mahlzeit genügte ihm bereits, um seinen Tag zu verbessern. Womit er ja nicht Unrecht hatte. Eine gute Mahlzeit war viel Wert, besonders wenn man länger mal ohne eine solche auskommen musste. Während er also gerade seine Suppe löffelte, hörte er sich das Geplänkel über die andere Suppe ein, die sie sich eingebrockt hatten.

"Hm, das ist wahrscheinlich, Syrena. Bisher waren alle Beteiligten nicht besonders enthusiastisch der Sache auf den Grund zu gehen oder etwas darüber zu erzählen. Besonders diese Pfandleiherin, Rita, die Rorokpal befragt hat. Mir kommt es komisch vor, dass sie so wenig darauf eingegangen ist, wie du gesagt hast Rorokpal." , pflichtete er Syrena und Rorokpal, um auch etwas zu dem Gespräch beizutragen.

Genau da lag der Tatzelwurm begraben und Crannegs Befürchtung bewahrheitete sich. Außer dem Dryadensee aufzusuchen, ließ sich nicht viel anstellen, jedenfalls von seiner Seite. Hier ging es um kein Geschäft und was er bei einem schlechten Lampenhändler tun konnte, ließ sich bei Adligen nicht rechtfertigen. Sollte er lieber... nein, nein er weigerte sich einfach aufzugeben. Er hatte selbst gesagt, dass ihm das Verhalten der Wache gegen den Strich ging, da würde er jetzt nicht klein beigeben. Selbst wenn er in einen Wald voller Elfen gehen musste, um ein Loch mit zuviel Wasser zu suchen, um rauszufinden, was ein Stein der keiner war, mit einem kleinen Händler angestellt hatte. Alles wegen seinem eigenen Sturschädel. Na dann...

"Da bleibt uns wohl nicht viel übrig.",
  er legte den Löffel beiseite und sah nun ernst nacheinander die Anwesenden an. "Der Dryadensee ist der Einzige Ort an dem wir mehr darüber herausfinden können, was es mit diesem Stein auf sich hat. Morgen. Heute habe ich keine Lust mehr darauf irgendwohin zu reisen."  Während er zu Shikra herübersah, bemerkte er die Zeichnung, welche vor ihr lag und er reckte seinen Kopf ein wenig um einen besseren Blick darauf zu erhaschen. "Was sagt ihr denn dazu, Shikra? Wisst ihr wo genau dieser See liegen soll? Ich kenne mich selbst nicht so abseits der Handelsstraßen nach Nuru oder Drachenauge aus."
Autor: Kaira Datum/Zeit: Montag 05 März 2018, 11:49
~~Runde 8~~

Während sie alle zusammen saßen und über ihre Erkenntnisse sprachen, wurde es draußen langsam dunkler. Der Wirt war damit beschäftigt, ein paar Lampen anzuzünden und stellte auch ihnen eine auf den Tisch. Neugierig von Natur aus, schnappte er ein paar Worte auf. „Sie wollen wohl auf Wanderung…Richtung Dryadensee? Ich empfehle Ihnen einen Zwischenstopp in Evol. Ein guter Freund von mir hat dort sein Wirtshaus. In der singenden Nymphe werden Sie sicher gut versorgt. Der Wirt dort kennt viele Geschichten über den Dryadensee, war selbst mal dort.“ Er räusperte sich. „Also nicht dass ich mich einmischen wollte oder so, aber das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.“

Da sich die Gruppe dazu entschieden hatte, am nächsten morgen aufzubrechen, gingen die Besucher aus Drachenauge am Abend nach oben in den Schlafsaal. Der Weg führte durch eine Hintertür des Speisesaals eine knarrende Holztreppe hinauf in einen Saal mit fünf Betten, den die Damen ganz für sich alleine hatten. Shikra und Syrena hatten freie Bettwahl, was angesichts der Tatsache, dass zwei der Betten durchgelegen waren, ein großer Vorteil war. Sie konnten sich im Raum das bequemste Bett und beste Kissen auswählen.

Die Nacht war stürmisch und so klapperten die Fensterläden im Erdgeschoss unaufhörlich. Wäre der Sturm nicht gewesen, hätte es eine entspannte Nacht werden können mit dem leisen Gemurmel aus dem Speiseraum unter ihnen, in dem noch lange eine Gruppe Männer zu sitzen und zu reden schienen. Wer nicht gerade in einem Keller übernachtete oder eine besonders gewitzte Strategie kannte, sich vor dem Pfeifen des Windes durch die Straßen zu schützen, mochte auch abseits des Gasthauses Schwierigkeiten haben, in dieser Nach Schlaf zu finden.

Am Morgen wurde es ruhiger und der Sturm verwandelte sich scheinheilig in eine frische Brise als wäre nichts gewesen. Die Felder vor der Stadt blieben noch lange nebelbehangen. Doch mithilfe der Karte und dem Ausblick auf die Zwergenberge in der Ferne konnte man sich dennoch gut orientieren und so war es eine lange aber ruhige Reise. Ihr Weg führte zuerst durch die Felder vor den Stadttoren Nightons und der angrenzenden Dörfer. Der ein oder andere Bewohner eines kleinen Dorfes schaute neugierig zu ihnen herüber oder versuchte sie in ein Gespräch zu verwickeln über das Wetter und die Neuigkeiten aus Nighton, nur um herausfinden zu können, wie es dazu kam, dass zwei Zwerge mit einer Efle an ihrem Dorf vorbeigingen. Nachdem sie so für Stunden unterwegs waren wandelte sich die Landschaft in eine hügelige grasbewachsene. In der Ferne sah man einen kleinen Fluss, wie er sich durch die Täler wandte und am Horizont war nun vermutlich Evol zu erkennen. Eine kleine sehr gepflegte Stadt, die selbst in dieser kalten Jahreszeit ihr Stadttor aufwendig mit Winterkränzen verziert hatte. War man müde aufgrund der unruhigen Nacht oder durchgefroren aufgrund der Jahreszeit, mochten einem die Idee eines warmen Getränks und einem Platz zum Sitzen möglicherweise dazu verleiten, die Stadt zu betreten.

Im Stadtkern befand sich ein kleiner Stadtmarkt. Hier verkauften Händler gerade ihre letzten Waren und bereiteten ihren Aufbruch vor, da das wenige Licht der Sonne, das durch den bewölken Himmel drang dabei war, sich dem Horizont zu nähern.. Ging man eine Weile durch die engen Straßen, fand man früher oder später auch die Singende Nymphe. Das kleine Gebäude mit einer großen Nymphe auf der Holztür lag etwas abseits vom Stadtkern.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Samstag 10 März 2018, 11:14
Wenigstens die anderen hatten Erfolg gehabt und somit stand die Reiseroute für den nächsten Tag fest: Sie würden zum Dryadensee reisen! Rorokpal war zufrieden, dass der Tag wenigstens eine Spur ergeben hatte, auch wenn ein Ort auf einer Landkarte wohl kaum zu einem eindeutigen Ziel führte. Aber all die seltsamen Artefakte und Hinweise, die sie bekommen hatten, mochten vielleicht die Suche einschränken.

Sie hatte schnell die Suppe ausgelöffelt und ein wenig Brot dazu gegessen, wobei sie immer noch darauf hoffte, dass Beerli ein paar Kekse auspackte. Konnten diese eigentlich altbacken werden? Lächelnd wandte sie sich dem Zwergenbäcker zu: "Sag mal Beerli, du hattest heute morgen etwas von Keksen erwähnt ... dann sind wir aber so Hals über Kopf aufgebrochen, dass wir gar keine Gelegenheit mehr hatten ..."
Sie ließ ihre Sätze offen ausklingen.

Am späteren Abend wurde es lauter im Gasthaus. Viele Leute kamen und gingen, und eine Gruppe Männer waren dort wohl Stammgäste, denn sie waren schon vor ihnen da gewesen und waren es immer noch. Sie lachten und tranken, aßen und ... spielten. Rorokpal, die Alkohol nicht ausstehen konnte, war dennoch irgendwie an ein Starkbier geraten, welches entsprechend Beerlis Vorhersage am Morgen schnell bei ihr anschlug. In ihrer Hand klimperten die Würfel, die sie bei Egon gefunden hatte und wenig später stand sie bei den Männern am Tisch. Ein Teil von ihr erschrak und wollte sich sofort umdrehen und gehen, doch sie stand wie angewurzelt.
"Nabend die Herren!", begrüßte sie die Spieler. "Mir 's langweilig da drüben, und ihr habt hier so viel Spaß. Kannich mitspielen?"
Die Männer schauten sich mit geröteten Wangen an. Dann lachten sie prustend los.
"Gnädig's Fräulein ...", sagte der eine, "mit uns groben Männern wollt ihr sicher keine Männerspiele spielen."
Rorokpal setzte lautstark den Humpen in ihrer Hand auf den Tisch.
"Ichkann alle Männerschpiele!", eriwiderte sie und bemerkte nicht wie doppeldeutig das klang. Die Männer pfiffen. Rorokpal zog sich einen Stuhl heran und setzte sich an den Tisch, ihr Gegenüber saß ein hagerer Mann mit schwarzen Zähnen, der grimmiger als die anderen guckte. Er musterte sie irgendwie böswillig. Der Rest aber war guter Laune und stieß sofort mit ihr an.
"Auf das Sonnwendfest und den Gerstensaft, welches hierzu in Strömen fließt!"
Rorokpal nahm einen tiefen Schluck und fragte schließlich: "Also. Was schpielt ihr hier?"
"Ach, das ist nur ein albernes Karten-Trinkspiel. Wer verliert, muss sein Bier sofort ohne Abzusetzen austrinken."
"So? Klingt nicht schlecht."
"Ja, und der grauselige Peter hier ...", man deutete auf den Mann mit den schwarzen Zähnen, "... der hat ein Händchen fürs Würfeln. Mit ihm legt man sich besser nicht ..."
"Gemacht! Ich spiele umdie Rechnung vom Bier. Alle hier! Mit den Würfeln...", sagte sie plötzlich und wurde sich erst dann bewusst, dass sie Rechnung den Strichen auf den Bierdeckeln nach deutlich über 100 GM liegen mochte.
Ähm, Feuer? Bistdu sicher, dass das eine so gute Idee is?
Ichbin unbesiegbar! Im Würfeln! Und überhaupt.
Das klang wie ein Argument. Rorokpal holte ihre Würfel hervor und legte sie vor sich auf den Tisch.
"Hier, hab sogar Würfel. Willste einen?", bot sie Schwarzzahn an. Dieser grinste höhnisch und sagte zume ersten Mal etwas: "Nee, Mädchen. Ich hab meinen eigenen. Aber gib mal dem Schorsch einen, der testet mal was ..."
Rorokal gab Schorsch einen Würfel und dieser würfelte nebenbei 50 mal oder so, und nickte schließlich, während die Männer die Spielregeln erklärten. Schwarzzahn grinste übers ganze Gesicht. "Also alle Biere heute Abend? Das klingt fair. Und weil ich heute in Gönnerlaune bin, hier, wir setzen auch etwas: Dieses Fläschchen, das wir erst heute Abend gefunden haben. Es ist ein großer Schatz, ich muss wahnsinnig sein, es zu setzen."

Wenig später ging es los. Das Spiel ging so: Jeder von ihnen hatte einen 1D6 Würfel und durfte abwechselnd beliebig oft würfeln. Wer in der Summe am nächsten an 21 ran kam, hatte gewonnen. Wer als erster darüber hinaus schoss, hatte die Runde automatisch verloren. Sie einigten sich darauf 5 Runden zu spielen, wer drei aus fünf machte, gewann.
Rorokpal fing an und die Augenzahlen summierten sich, bis Rorokpal 19 hatte. Sie entschied sich, nicht mehr weiterzuwürfeln. Eine 2 oder 1 waren nicht so wahrscheinlich. Der Mann hatte auch schon 18, das konnte leicht schief gehen. Er würfelte ... und ... eine 3! Schwarzzahn gewann die erste Runde!
"Ohhhhhh", kommentierten die Männer und bestellten sich eine neue Runde Bier. Rorokpal zog mit.
In der zweiten Runde hatte Rorokpal Glück und würfelte eine 20. Er würfelte eine 17 und im letzten Wurf: Eine 3! Gleichstand. Die Runde war damit unentschieden. Die nächste Runde. Rorokpal begann wieder und entschied sich, bei 17 noch zu würfeln. Eine 5! Sie hatte verloren! Ungläubig starrte sie auf das Ergebnis. Schon zwei Runden verloren und 1 unentschieden. Wenn sie jetzt nicht gewann.
Oh nein!
Hmpf, noch ist es nicht vorbei. Na warte, Bürschchen. 
Schwarzzahn begann abermals, Rorokpal folgte. Er hatte 16, sie 17. Er haderte kurz, aber würfelte dennoch ... eine 3! Er hatte 19.
Oh bitte, eine 3 oder 4. Bitte, bitte. Eine 3 reicht schon ...
Die Würfel rollten ... eine 3! Rorokpal gewann!
"Jaaaaaaaaaaa!"
Schwarzzahn schnalzte wütend mit der Zunge, ließ sich aber nicht beirren. Es gab ja noch eine letzte Runde, und er war sich siegessicher.
Es ging los. Rorokpal begann und er folgte. Er hatte 17, Rorokpal eine 15. Sie würfelte und hatte eine 5.
Er lächelte und würfelte ... eine 3! Und damit hatte er 20, wie sie. Es herrschte Gleichstand, und wenn sie jetzt aufhörte, hatte er gewonnen. Außer, sie würfelte eine 1. Eine einzige Eins. Sie hob den Würfel und er riss die Augen auf. Wagte sie es wirklich? Aber was auch immer, wenn sie nichts tat, hatte er ja sowieso schon gewonnen. Er entspannte sich wieder.
Oh bitte, bitte, ich brauche eine 1.
Komm schon, guter Wüfel. Bitte gib uns eine 1!
Der Würfel rollte, er drehte sich, er kam zum Stehen - eine Eins!
"Wieder gewonnen, so ein Glück, juhuuu. Ich habe nicht verloren!"
Schwarzzahn's Miene gefror. Sollte das etwa Anfängerglück sein? Hatte sie vielleicht einen gezinkten Würfel, so wie er selbst auch? Nein, Schorsch hatte das ja überprüft. Er sagte knurrend: "Nachspiel, eine sechste Runde. Wer gewinnt, gewinnt das ganze Spiel."
"Gemacht!"
Rorokpal begann und er folgte. Sie legte mit 17 vor, er hatte eine 19. Rorokpal starrte ihn an und überlegte, ob er noch einmal Würfeln würde. Die 3 war auffäälig oft gekommen, aber diese würde ihm nun nicht mehr helfen. Aber sie musste bestimmt noch einmal würfeln.
Ich brauche nur eine 3. Oder eine 4, um es ganz sicher zu machen. Aber lieber eine 3.
Sie bemerkte, wie sie unwillkürlich mit dem Würfel zu kommunizieren begann. Als ob er ihre Wünsche verstünde. Sie war plötzlich hellwach und sah dem Würfel auf magischer Ebene zu, als sie würfelte mit dem Wunsch einer 3 im Herzen. Sie wusste das Ergebnis schon, bevor der Würfel zum Stillstand kam - eine 3. Sie hatte 20 und wenn er nicht würfelte, hatte er verloren.
Schweiß brach dem Schwarzzahn aus, als er seine Entscheidung traf. Mit zittriger Hand würfelte er ... und hatte eine Bombensechs. Er verlor. Er verlor das ganze Spiel. Rorokpal gewann und der Jubel der Männer war ohrenbetäubend. Man klopfte ihr auf die Schulter und bot ihr Bier an und überreichte hier das Fläschchen mit silbriger Flüssigkeit, während Schwarzzahn beleidigt am Tisch saß und mit ihrem Würfel würfelte, aber nichts Ungewöhnliches fand.

Schließlich verabschiedete sich Rorokpal und machte sich auf den Weg zu sich nach Hause, am Morgen würden sie vom Gasthaus aus aufbrechen zum Dryadensee. Ihre Würfel hatte sie wieder eingesteckt, denn offensichtlich waren sie magische Wunschwürfel. Das musste sie den anderen bei Zeiten erzählen.

+1 Fläschchen mit silbriger Flüssigkeit

Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Samstag 10 März 2018, 12:34
~~Runde 4~~
Nachdem eine Wache den Leichnam wieder mit dem Laken zugedeckt hatte, wurden die Anwesenden wieder nach oben geführt. Dort angekommen wurde der Hauptmann über die Untersuchungsergebnisse in Kenntnis gesetzt. Es erstaunte Lethia, wie beiläufig er den Tod von Egon als Raubüberfall abtat und den seltsamen pyramidischen Stein gleich ganz ignorierte. Danach wurden endlich die Festvorbereitungen besprochen. Als die Elfe an der Reihe war bekam sie ohne große Umstände ihre Berechtigung am Abend singen zu dürfen. Mit Freude vernahm sie, dass ihnen die Unterkunft im hiesigen Gasthaus gestellt wurde.
Als die Gruppe der Anwesenden beschloss auf dem Weg zum Gasthaus bei Egons Haus vorbei zu schauen, schloss sie sich an, in der Hoffnung vielleicht weitere Dinge über das Artefakt heraus zu finden.

~~Runde 5~~
Im Haus von Egon angekommen, richtete sich ihre Aufmerksamkeit gleich auf das arme Huhn, welches vergeblich nach Futter suchte. Die andere Elfe, welche Lethia schon vorher aufgefallen war, kümmerte sich gleich um das Tier und verschwand im Hof. Lethia betrachtete langsam den Raum und war überwältigt von der Anzahl der Bücher, welche der Händler hatte. Leider konnte Lethia nicht lesen und war daher keine große Hilfe, als vorgeschlagen wurde die Bücher zu untersuchen. Die Gruppe hatte sich aufgeteilt und war überall im Haus verstreut. Sie hatte gesehen wie der rothaarige Zwerg in einem der anderen Zimmer verschwunden war.
Überwältigt von der staubigen und irgendwie stickigen Luft trat die Elfe in den Innenhof hinaus und gesellte sich zu dem Huhn, welches hungrig seine Körner pickte.
Als Stimmen aus dem Haus drangen, beschloss sie wieder hinein zu gehen und sich die Erkenntnisse des Hauses anzuhören. Drinnen angekommen hörte sie, wie die Frau mit dem imposanten Stab vorschlug einer Rita und einem Hugo einen Besuch abzustatten.
Scheinbar Bekannte von Egon, die etwas über den Stein wissen könnten.

~~Runde 6~~
Die Gruppe hatte sich aufgeteilt und Lethia hatte sich Rorokpal angeschlossen die Pfandleiherin Rita zu besuchen. In dem Geschäft Taler, Schotter, Koks und Kies angekommen wurden sie enthusiastisch von der Inhaberin begrüßt. Während diese ihrem Mann an der Tür die Anweisung gab sich um die Mäntel der Gäste zu kümmern, war Rorokpal schon in den Tiefen des Ladens verschwunden.
Lethia spürte die großen Pranken des Türstehers auf ihren Schultern, als dieser versuchte ihr den Reisemantel abzunehmen.
Was soll das denn jetzt?, fragte sie sich. Man reißt den Leuten doch nicht die Kleidung vom Körper!
"Finger weg!", sagte sie empört. "Den möchte ich lieber anbehalten."
Der Mann schaute sie grimmig an und schüttelte den Kopf. "Der Boss sagt alle Mäntel müssen aufgehängt werden." Er deutete auf einen Kleiderständer.
Wahrscheinlich will die Inhaberin so verhindern, dass Gegenstände einfach so unter Mänteln verschwinden?, überlegte sie. Der Reisemantel war einer ihrer wertvollsten Besitztümer. Die Kleinigkeiten, welche sich in den eingenähten Taschen versteckten, waren jedoch nicht von großem Wert.
Sie löste seufzend die Schlaufe um ihren Hals und gab dem Mann ihren Mantel.
Da die Pfandleiherin sich bereits auf die Heilerin gestürzt hatte um ihr scheinbar etwas zu verkaufen, sah sich die Elfe erstaunt und angezogen von den glitzernden Dingen in dem Laden um. Sie hatte schon von dieser Art von Läden gehört, hatte jedoch zum Glück noch nie selbst von diesen Gebrauch machen müssen. Mit großen Augen betrachtete sie was die Leute so alles als an diese Frau verkauft hatten. Sie betrachtete gerade einen Schaukasten der gänzlich gefüllt mit Kompassausführungen war, als sie ein theatralisches "Ohhhhhh du Schicksalhafte, welch tragisch' Ende..." aus einer anderen Ecke des Ladens vernahm. Als sie bei Rorokpal und Rita ankam, war diese bereits dabei alle Gäste knapp zu verabschieden.
Der breitschultrige Mann am Eingang drückte der Elfe noch  unsanft ihren Mantel in die Hände. Und dann fand sich die kleine Gruppe auf der Straße wieder, während hinter ihnen das Ladenschild auf "Geschlossen" gedreht wurde.
"Tja, das war wohl nichts. Mal sehen, was die anderen haben.", sagte Rorokpal und sie gingen in Richtung Gasthaus davon.

~~Runde 7~~
Im Gasthaus angekommen ging der Wirt eine Liste mit Namen durch um die Helfer des Festes abzuhaken. Lethia spitzte aufmerksam die Ohren um sich die Namen der Anwesenden zu merken.
Als es daran ging, die Ereignisse der Besuche zusammen zu fassen, schwieg Lethia und aß ihre Suppe. Da Rorokpal die einzige gewesen war, die mit der Pfandleiherin direkt gesprochen hatte, nahm diese es auf sich von dem Besuch zu erzählen.
Fasziniert ließ die Bardin ihren Löffel sinken, als Rorokpals Stimme ihre Klangfarbe zu wechseln schien. Es klingt ein wenig so, als ob sie mit sich selbst sprechen würde..., überlegte sie. Die anderen warfen Rorokpal ehrer verständnislose oder verwirrte Blicke zu.

Das Gespräch entwickelte sich schnell weiter als die andere Gruppe von ihrem Besuch beim Lampenhändler Hugo berichteten.
Syrena schlug der Gruppe vor sich morgen Richtung Dryadensee auf zu machen, um dem Rätsel weiter auf den Grund zu gehen.
"Ich stimme euch zu Syrena. Den Dryadensee zu besuchen scheint auch mir der beste Anhaltspunkt zu sein."
Dryaden und die Elfenwälder, dass klingt einfach zu verlockend. Ihre Augen leuchteten auf.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Samstag 10 März 2018, 17:20
Die Mehrheit war dafür zum Dyadensee zu reisen und wer nicht der Meinung war, der beugte sich dem Willen der Anderen. Syrena leerte ihren Teller, und während Rorokpal sich zu den Männern am Nachbartisch gesellte, beschloss die braungelockte Wirtin lieber ins Bett zu gehen. Würfelspiele gehörten als Wirtin zu ihrem alltäglichem Geschäft, und sie war nicht böse darum wenn sie einen Abend darum herum kam. Shikra folgte ihr bald und die beiden Frauen hatten das Glück sich im Gemeinschaftsschlafraum die besten Betten aussuchen zu können, da sie die einzigen Gäste waren. Es stellte sich bald heraus, dass sie sehr froh darüber sein konnten, denn das erste Bett, auf das Syrena sich setzte, war völlig durchgelegen und das Kissen kaum mehr als ein Bezug mit wenig Füllung. Abgesehen davon roch es nicht sonderlich gut und Syrena rümpfte die Nase.

Puh. Welcher Trunkenbold hat denn hier geschlafen? Wäscht der Wirt die Bezüge nie? Riech mal.

Das Kissen flog im hohen Bogen zu Shikra hinüber und traf die Elfe am Kopf. Syrena ging zum nächsten Bett um es auszuprobieren.

Das ist besser. Wie sieht es bei dir aus?

Sie hatte sich er Elfe erst halb zugewandt, als sie selbst von einem Kissen getroffen wurde. Lachend griff Syrena nach der für besser befundenen Kopfunterlage und warf zurück.

~ ~ ~


Am nächsten Morgen brachen sie nach dem Frühstück in Richtung Dryadensee auf. Der Weg war lang, aber in solch netter und gesprächiger Begleitung verging die Zeit dennoch rasch. Beerli schien für einen Zwergen aus der Art zu schlagen, denn bisher hatte Syrena den Eindruck das er durchaus gern ein Pläuschchen hielt, und auch Cranneg war ihr gegenüber stets höflich und freundlich gewesen, wobei sie bei ihm eher den Eindruck hatte das er darum bemüht war keine Kunden zu vergrätzen. Rorokpal und Shikra fand sie sehr nett, und aufgrund des von Rorokpal gewonnenen Fläschchens und der seltsamen Spur, die von dem Stein ausging, hatten sie genügend Gesprächsstoff, auch wenn sie sich noch nicht so lange kannten.

Was für ein merkwürdiger Stein. Ich habe noch nie von so etwas seltsamen gehört. Ich bin sehr gespannt wohin uns die Spur führen wird, aber wir sollten trotz allem vorsichtig sein. Nicht das es uns genauso ergeht wie dem armen Egon.

Sie warf Rorokpal einen fragenden Blick zu.

Darf ich das Fläschchen mal sehen?

Diese ließ es bereitwillig herum gehen, und Syrena öffnete die Phiole vorsichtig und roch daran. Die Flüssigkeit war silbrig durchsichtig, was sehr ungewöhnlich war.

Hat der Mann irgendwas gesagt wozu der Trank gut ist?

~ ~ ~


Keiner von ihnen war wirklich scharf darauf im Freien zu übernachten, und abgesehen hielten sie es für eine gute Idee den Wirten der singenden Nymphe über den Dryadensee auszufragen, daher kehrten sie in seiner Taverne ein. Nachdem Syrena ein Bier und etwas zu Essen bestellt hatte, versuchte sie mit einem strahlenden Lächeln den Wirt in ein Gespräch zu verwickeln. Da sie wusste das für Gastwirte gute Geschichten das Salz in der Suppe waren, fing sie an von ihrem Unterwasserabenteuer mit den Meerelfen zu erzählen.

Stellt Euch vor, dieser Elf ist hunderte von Jahren alt gewesen und hat sich, um sein Volk zu beschützen, in einen riiiiiesigen Wal verwandelt. Unglaublich was Magie alles bewirken kann. Ich würde es nicht glauben, wenn ich es nicht mit meinen eigenen Augen gesehen hätte. Eine ganze Elfenstadt unter Wasser, das muss man sich einmal vorstellen.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Samstag 10 März 2018, 20:31
Er hatte sich gerade dazu durchgerungen sein Petersilienstück doch zu essen, als Rorokpal sich plötzlich zu ihm lehnte und meinte, "Sag mal Beerli, du hattest heute morgen etwas von Keksen erwähnt ... dann sind wir aber so Hals über Kopf aufgebrochen, dass wir gar keine Gelegenheit mehr hatten ...". Er schaute sie verständlos an, dann plötzlich erinnerte er sich... sie wollten doch eigentlich das Fest ausrichten und er hatte tatsächlich noch immer seine Kekse dabei. Das hatte er in der ganzen Aufregung völlig vergessen. Leichen, fremde Tagebücher und seltsame Händler hatten doch tatsächlich seinen Tagesablauf durcheinander gebracht. Er schnappte sich seine Tasche und kramte hektisch darin herum. Dann holte er etwas zum Vorschein. Es war in ein weißes Tuch eingewickelt. Beerli schob seinen Teller beiseite und legte das Etwas vorsichtig auf den Tisch. Er kniff ein Auge zu, hielt die Luft an und klappte ein Zipfel des Tuchs nach vorne. "Puh". Die Kekse hatten nur ein paar Krümel gelassen und waren noch durchaus seinem Qualitätsmaßstab entsprechend geniesbar. Er grinste Rorokpal breit entgegen und hielt ihr eine große Auswahl seiner Keksprodukte entgegen. Danach stellte er sie in die Tischmitte, sodass sich jeder etwas nehmen konnte.

Am nächsten Morgen brachen sie nach dem Frühstück in Richtung Dryadensee auf. Er fand die Entscheidung darüber etwas überstürzt aber er wollte nicht zurück bleiben und war auch einigermaßen neugierig auf diesen See, von dem er jetzt schon einiges gehört hatte. Auf dem Weg dahin überlegte er mit Syrene was das für ein merkwürdiger Stein war. Als Zwerg hatte er ein angeborenes Gesteinsgedächnis wie kaum jemand sonst. Doch trotzdem konnte er mit diesem Stück nichts anfangen. Es war sicher verflucht und Beerli versuchte sich so weit wie möglich davon aufzuhalten.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Sonntag 11 März 2018, 00:25
Shikra hob den Kopf. Bis eben hatte sie den Gesprächen nur mit halbem Ohr zugehört und war in die Karten, die die Gegend um den Dyradensee abbildeten vertieft gewesen. Jetzt hatte einer der Zwerge sie angesprochen, genauer gesagt der andere der beiden Zwerge. Noch ein wenig überrumpelt, dass einer vom kleinen Volk eine Elfe so selbstverständlich ansprach, antwortete sie ihm, ohne groß darüber nachzudenken, dass sie sich wohl das erste Mal mit einem Zwerg unterhielt: „Die Karten geben einen guten Überblick über den See und vor allem dem östlichen Teil des Ufers. Ein wünsche erfüllender Stein ist leider nicht eingezeichnet. Aber bitte,“ Shikra schob das Büchlein mit den Zeichnungen Richtung Cranneg, damit er sie sich genau ansehen könnte, ohne einen steifen Nacken zu bekommen. „seht selbst, werter Herr Zwerg. Vielleicht entdeckt Ihr etwas, was ich übersehen habe.“ Ob sie den letzten Satz spöttisch meinte oder nicht, konnte man an ihrem Tonfall nicht erkennen.

Syrenas Vorschlag, den See zu besuchen und dort nach weiteren Hinweisen zu dem Tod des armen Mannes zu suchen und hoffentlich auch zu finden, fand großen Anklang in der Gruppe, auch wenn die Waldelfe den Eindruck gewann, das der eine Zwerg nicht wirklich begeistert war. War er nicht heute Morgen noch Feuer und Flamme gewesen, das Rätsel zu lösen und den Tod Egons aufzuklären? Jetzt schien er es damit zumindest nicht eilig zu haben.

Nach der Suppe gab es Kekse, selbst gebacken von Beerli. Irgendwie fand die Heilerin das lustig. Sie wusste nicht viel über das kleine Volk, nur das eben, was ihr schon mal ein andere Elf erzählt hatte, aber von backenden Zwergen hatte sie noch nichts gehört. Vorsichtshalber probierte sie nichts von dem Gebäck. Rorokpal machte sich zu ein paar Männern auf, die ein einer Ecke Trinkspielen nachgingen. Das war nichts für Shikra, zwar war sie schon etwas neugierig, was da so gespielt wurde, aber sie traute sich nicht, sich zu fremden Männern an den Tisch zu setzen, die vielleicht schon gut getrunken hatten. Beeindruckt sah sie der Druidin hinterher, wie selbstsicher sie die Männer herausforderte.

Die Wirtin aus Drachenauge verabschiedete sich Richtung Schlafsaal und auch der zwergische Schmied deutete an, dass er bald in seine Schmiede zurückkehren würde, um sie dann am nächsten Morgen wieder zu treffen, damit sie alle gemeinsam den Dryadensee aufsuchen konnten. Mit einem letzten interessierten Blick zu Rorokpal verließ die Elfe ebenfalls den Speiseraum und folgte ihrer Zimmergenossin. Sie fand sich in einem Raum mit fünf Betten wieder. Syrena saß auf einem der Betten, das völlig durchgelegen war und roch gerade angewidert an einem Kissenbezug. Die Elfe setzte sich auf eine zweite Matratze, um diese zu testen, musste aber bei dem Anblick, den die Wirtin abgab, herzlich lachen. Sie bekam die Quittung sofort postwendend. Das stinkende Kissen flog durch die Luft und traf die Waldelfe zielsicher am Kopf.
„Uff, das stinkt ja wirklich widerlich.“  Sie hob das ekelige Wäschestück mit zwei Fingern an und ließ es in eine Ecke fliegen, dann schnappte sie sich das zu ihrem Bett zugehörige Kopfkissen und schickte es per Luftpost zu Syrena; die es elegant mit ihrem Kopf auffing.
„Ist das Kissen besser?“ die Elfe grinste immer noch. Es machte ihr Spaß, hier oben im Schlafsaal, mit der Heilerin, die Betten zu testen und die Kissen durch die Luft zu wirbeln. Die zweite Matratze, die sie ausprobierte war deutlich bequemer, als die erste. „Auf der hier lässt es sich ganz gut aushalten.“

Nachdem beide ein Bett gefunden hatten, auf dem sie mindestens eine Nacht halbwegs gut schlafen konnten, wurden, zur Sicherheit, noch ein paar Mal die Kopfunterlagen, natürlich durch die Luft fliegend,  ausgetauscht und beide lachten dabei  wie kleine Kinder, die zum ersten Mal ein einer Kissenschlacht teilnahmen. Für die Elfe traf dies zu.

Doch trotz sorgfältiger Auswahl der Betten und Kopfkissen, konnte die Elfe in der Nacht nur schlecht schlafen. Draußen stürmte es und obwohl Wind und Sturm der Heilerin nichts ausmachten, kam sie nicht zur Ruhe. Vielleicht waren es die ungewohnten Geräusche, vielleicht war es die bevorstehende Reise.

Die Reise gestaltete sich angenehm kurzweilig. Beerli und Syrena philosophierten über den seltsamen Stein und die junge Heilerin beteiligte sich durch ein Kopfnicken oder-schütteln an den passenden Stellen intensiv am diesem Gespräch. Mit den Bewohnern der kleinen Orte und Bauernhöfe, die sie passierten, wechselte die Waldelfe hier und da ein paar nette Worte, doch eine zufriedenstellende Antwort auf ihr Reiseziel bekamen ihre Gesprächspartner nicht. Interessiert beobachtete sie die Wirtin, die die seltsame Flüssigkeit analysierte, die Rorokpal beim Würfeln gewonnen hatte. Mit Cranneg schaute sie sich regelmäßig die Karten an, damit sie nicht Gefahr liefen sich zu verlaufen. Und mit Lethia kam sie auch ein wenig zum Ratschen. Shikra fragte sie ein bisschen aus, woher sie kam, wer ihre Familie war und Ähnliches. Die Waldelfe fragte nicht ganz ohne Hintergedanken. Sie wollte einschätzen können, ob Lethia ihr gefährlich werden könnte. Hatte sie etwas von den Vorfall von vor zwei Jahren mitbekommen? Konnte sie Shikra zuordnen. Und wieder einmal musste sie die Heilerin selbst beruhigen. Es war lange her und sie hatte ihr Aussehen und ihren Namen verändert, also sollte sie sich keine Sorgen machen. Und so erreichten sie nachmittags mit guter Laune, trotz des langen Weges und der kalten Jahreszeit, eine kleine Stadt namens Evol.

Hier sollte sich das Gasthaus „zur singenden Nymphe“ befinden, dass der Wirt in Nighton erwähnt hatte. Der Schmied wollte sich auf dem kleinen Stadtmarkt umsehen und die junge Elfe begleitete ihn, denn sie wollte sich noch ein wenig in Evol umsehen, bevor sie sich ins Gasthaus begaben und ihren Tag beendeten.
„Sucht Ihr etwas Bestimmtes, werter Cranneg?“ die Elfe entdeckte an einem Stand eine Trinkflasche für Reisende mit dem Stadtwappen dieser kleinen Stadt versehen. Shikra zählte die Münzen ab und gab sie der Verkäuferin. Einerseits hatte sie jetzt eine schöne Trinkflasche, die sie bei Wanderungen gut nutzen würde, zum anderen hatte sie eine schöne Erinnerung an diesen Ausflug.

Später betraten sie das Gasthaus, in das schon ein Teil ihrer Reisegruppe gefunden hatte. Die Elfe setze sich zu Syrena, die einen Bierkrug vor sich stehen hatte. „Prost, werte Syrena“ Shikra bestellte sich einen Salat und fragte beim Wirt vorsichtig an, ob er Geschichten von Dryadensee kannte. Er bestätigte dies und erklärte, es gäbe viele Geschichten, Mythen und Legenden über diesen See. Mit mehr Informationen rückte er dann allerdings nicht raus und so versuchte die Wirtin aus Drachenauge ihren Kollegen mit einer spannenden Geschichte über Meerelfen zu bestechen. Die junge Heilerin lauschte der Geschichte gebannt.

Am nächsten Morgen machten sich die Reisenden wieder auf den Weg. Rorokpal hatte erzählt, dass der Stein, den Egon bei sich getragen hatte stark zu vibrieren begonnen hatte und dass sie eine Art Lichtschnur sehen konnte, die Richtung See zeigte. Die Waldelfe war neugierig auf die Lichterscheinung und so traute sie sich an diesem Morgen Rorokpal zu fragen, ob sie den Stein auch einmal in die Hand nehmen dürfte.

+Trinkflasche mit Wappen der Stadt Evol
-225 GM
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Sonntag 11 März 2018, 13:09
Die Nacht war stürmisch, aber die wohlige Wärme des Sieges, die Aussicht auf Abenteuer und nicht zuletzt der himmlische Geschmack von Beerlis Keksen, die er letzten Endes am Abend noch ausgepackt hatte, verhalfen wir zu einem guten und erholsamen Schlaf. Als sie am nächsten Morgen aufwachte, hatte sie nur geringfügige Kopfschmerzen und machte sich gleich auf den Weg zum Gasthaus, damit sie die anderen nicht warten ließ. Sie hatten keine konkrete Uhrzeit ausgemacht ...

Zu Fuß begannen sie die Reise zum Dryadensee, der Karte folgend die Shikra gestern Abend noch so gründlich studiert hatte. Vielleicht war es eine Schwäche Rorokpals, aber sie hielt nicht viel vom Kartenlesen. Zumindest dann nicht, wenn ihr Ziel so vage wie eine ganze Landschaft war. Da musste man auf andere Details achten, um ans Ziel zu kommen.

Unterwegs fand sie nur wenig Zeit, das gestern gewonnene Fläschchen zu untersuchen. Ihre Kenntnisse als Heilerin waren weniger studiert, mehr gelernt und sie hatte das eine oder andere vom Hohentürmler in der Apotheke oder in Büchern aufgeschnappt. Und tatsächlich klingelte bei dem Anblick der silbrigen Flüssigkeit etwas - wenn sie Recht behielt, sollte man sie nicht trinken oder sogar zu tief einatmen. Der Geruch erinnerte sie stark an Weihrauch, was an sich aber noch nichts bedeutete. Weihrauch war ein typisch religöses Utensil. Dazu passte die leichte, magische Aura jedoch nicht so wirklich. Aber für den Moment konnte sie nicht mehr sagen, weshalb sie sich an Syrena wandte, die denselben Stab wie Herr Dennhardt besaß und damit ebenfalls den Hohentürmlern angehörte. Sicher kannte sie sich in den Untiefen des Heilens und vielleicht des Unheils besser aus.
"Syrena, eine Frage - ich habe gestern diese Flasche gewonnen, Ihr wisst schon, beim Würfeln ... jedenfalls dachte ich zuerst, es handle sich um Whiskey oder etwas Ähnliches, aber die Substanz erinnert mich stark an flüssiges Silber und Weihrauch. Ich bin mir aber gar nicht sicher, was der Zweck sein könnte. Scheint auch leicht magisch zu sein."
Syrena fragte, ob sie das Fläschchen mal sehen könne. Bereitwillig gab sie es ihr. Das mit den magischen Würfeln erzählte sie vorerst noch nicht. So etwas konnte man auch in den falschen Hals bekommen.

Als sie in der Nähe von Evol waren, erlebte sie aber eine andere Überraschung. Der pyramidenförmige Stein von Egon, den sie einfach in ein Tuch eingewickelt in ein Seitenfach ihres Rucksacks gesteckt hatte machte sich bemerkbar. Und zwar insofern, als dass er mit jeder Stunde, die sie näher an den See kamen immer stärker zu vibrieren begann. Fasziniert holte sie den scheinbar inaktiven Stein hervor und untersuchte ihn. Er war immer noch von alter Magie erfüllt, immer noch inaktiv, aber sein Vibrieren war jetzt richtig stark. Und noch etwas ...
Da ist ein Lichtstrahl!
"Da ist ein Lichtstrahl!", entfuhr es ihr lautstark und sammelte damit die Aufmerksamkeit der ganzen Truppe.
"Das ist neu. Der Stein vibiriert jetzt viel stärker und ich kann einen Lichtstrahl sehen, da er zeigt genau wohin wir gehen - zum Dryadensee womöglich. Lethia, Cranneg, ihr habt den Stein zuvor untersucht - er hat das in Nighton noch nicht getan, richtig?"

Da trat Shikra etwas näher auf sie zu und fragte, ob sie den Stein auch einmal halten könne. Dem etwas sarkastischen Ausrutscher von gestern Lethia gegenüber und dem nachfolgenden schlechten Gewissen folgte daher nun überschwengliche Freundlichkeit: "Gewiss, nehmt ihn. Falls Ihr magisch versiert seid, betrachtet den Stein einmal auf magischer Ebene - erkennt Ihr diese uralte, sonderbare Form der Magie?"


-1 Fläschchen mit silbriger Füssigkeit an Syrena
-1 Stein von Egon an Shikra
Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Sonntag 11 März 2018, 23:34
Während es draußen langsam dunkler wurde stellte der Wirt einige Lampen in seinem Gasthaus auf. Als er hörte wie die Gruppe über den Dryadensee sprach, legte er ihnen nahe auf ihrer Reise in Evol halt zu machen. Im dortigen Wirtshaus "Zur singenden Nymphe" könnten sie vom Gastwirt einige interessante Geschichten zu dem See hören.
Nachdem alle beschlossen hatten am nächsten Tag nach dem Frühstück Richtung Dryadensee und Evol auf zu brechen, zauberte Beerli einige Kekse hervor. Diese fanden regen Anklang bei der Truppe und Lethia ließ es sich nicht nehmen ebenfalls einige zu probieren. Schießlich hatte sie in letzter Zeit weder die Gelegenheit noch das Geld gehabt sich Zuckerwerk zu gönnen.

Langsam löste sich die Runde auf.
Die Bardin ließ sich mit einem kleinen Fruchtweinglas in der Nähe des Kamins nieder. Dort ließ sie die Geräusche des geschäftigen Schankraumes auf sich wirken und horchte. Vielleicht gab es ja die ein oder andere Neuigkeit die man aufschnappen konnte. Die meisten Gespräche drehten sich um das bevorstehende Sonnenwendfest. In einer Ecke des Raumes wurde über den toten Egon gesprochen, welcher am Morgen vor den Toren der Stadt gefunden wurde. "Es heißt, er wurde von Räubern überfallen. Sie haben ihm alles abgenommen und ihn aufgeschlitzt vor den Stadttoren zurückgelassen." - "Furchtbare Sache!"

Als es aus einer anderen Richtung lauter wurde, wandte sie sich dahin um. Erstaunt sah sie, dass Rorokpal an einem Tisch mit mehreren angetrunkenen Männern saß und ein Würfelspiel spielte. Gespannt verfolgte die Bardin von ihrem Platz die Reaktionen am Tisch.
Scheinbar würfelt Rorokpal nur gegen einen der Männer. Ich frage mich wer wohl gewinnen wird? Wahrscheinlich der Mann, der sieht so aus als ob er gezinkte Würfel besitzen könnte.
Zu ihrer Freude gewann die Heilerin das Spiel. In Sorge der Mann könnte ein schlechter Verlierer sein, hatte sich die Elfe schon halb erhoben, als ihr klar wurde, dass keiner der Männer Rorokpal den Sieg streitig machte. Lethia sah wie ein kleines Fläschen den Besitzer wechselte und setzte sich wieder.
Der restliche Abend klang ruhig aus und als sich die Elfe selbst dabei erwischte wie sie gedankenverloren in das Kaminfeuer starrte, beschloss sie sich ins Bett zu begeben.
Gut von Feuer und Fruchtwein durchgewärmt ging die Elfe mit leicht geröteten Ohren die Treppe zum Schlafsaal hinauf. Das Zimmer mit den drei noch leeren Betten war von dem leisen Atmen der beiden anderen Frauen erfüllt. Nach kurzer Suche hatte sie das drittbeste Bett gefunden und legte sich zu einer eher unruhigen Nacht nieder.

~~~


Am nächsten Morgen brach die Gruppe nach dem Frühstück auf. Während ihrer Wanderung vorbei an den nebelverhangenen Feldern im Umland Nightons sprach die Bardin kein Wort und versteckte sich unter der Kapuze ihres Reiseumhangs. In einem der Dörfer, durch die die Gruppe kam, schnappte sie ein Lied von einigen Bauernkindern auf. Leise vor sich hin pfeifend ging das Laufen schon einfacher. Es bildeten sich kleinere Gesprächsrunden über den Stein und auch das Fläschchen, welches Rorokpal am Vorabend gewonnen hatte. Die meiste Zeit hörte Lethia den Anderen jedoch nur zu.

Irgendwann kam Shikra auf sie zu und fragte sie woher sie kam, wer ihre Familie war und ähnliches. Lethia freute sich darüber mit der anderen Elfe sprechen zu können, wusste jedoch nicht so recht wie sie antworten sollte. Sie schwieg einige Zeit und überlegte.
"Ich komme aus Nuru.", sagte sie schließlich. "Ein Minenbesitzer von dort hatte mir vorgeschlagen ich könnte bei der Sonnenwendfeier in Nighton aushelfen." Als Shikra darauf hin wieß, dass sie mit ihrer Frage eigentlich Lethias Herkunft gemeint hatte, lächelte die Bardin traurig. "Ich weiß schon was ihr gemeint habt. Jedoch kann ich euch zur Zeit nicht mehr dazu sagen."
Unwillkürlich wanderte ihre rechte Hand an ihren Kopf. Ihre Finger ertasteten die dünne Narbe unter ihren goldenen Haaren mit dem leichten Rotstich.
"Wisst ihr, ich habe keine Erinnerung an meine Familie.", gestand sie der elfischen Heilerin.
Um von dem Thema ihrer eigenen Person weg zu kommen fragte sie dann: "Aber was ist mit euch Shikra? Woher kommt ihr?"
Ob sie aus den Elfenwäldern kommt?, fragte sie sich.

Als die Landschaft langsam sanfte Hügel bekam, konnte man mit geübten Auge bereits Evol am Horizont ausmachen.
Das Artefakt, welches Rorokpal bei sich trug, schien aktiver zu werden und sie berichtete ihre Beobachtungen.
Die Bardin musste ihr zustimmen, dass die Pyramide am Vortag noch nicht so stark vibriert hatte. Man konnte das leise Summen jetzt deutlicher hören.

Kurze Zeit später erreichte die Gruppe Evol. Lethia bewunderte gerade die Winterkränze an den geschmückten Stadttoren als sich ihre Reisegefährten aufteilten. Einige wollten das verbliebene Tageslicht ausnutzen und noch einen Einkauf auf dem kleinen Stadtmarkt machen. Die Bardin ging mit den anderen direkt "Zur singenden Nymphe". Dort angekommen setzten sie sich an einen Tisch und ließen sich bewirten. Nachdem sie sich aufgewärmt hatten und auch die Marktbesucher eingekehrt waren, verwickelten Sie den Gastwirt in ein Gespräch. Syrena erzählte eine Geschichte über ein Unterwasserabenteuer mit Meerelfen. Die Gruppe und auch der Wirt hörten ihr gespannt zu. Lethia war beeindruckt wie die Wirtin aus Drachenauge die Geschichte wiedergab.
Bestimmt hat sie einen eigenen Barden in ihrem Gasthaus, von dem sie sich einiges Abgeschaut hat. Ich muss sie unbedingt später einmal danach fragen., dachte sie sich.

Als Syrena geendet hatte musste sich der Wirt um andere Gäste kümmern. Die Geschichte über die Meerelfen hatte jedoch sein Interesse an der Gruppe geweckt und so kehrte er alsbald zu dem Tisch zurück. Die Bardin wollte sich nicht lumpen lassen und war der Ansicht, dass noch so eine gute Geschichte den Schenkenbesitzer dazu bewegen könnte vom Dryadensee zu berichten.
"Ich könnte ebenfalls eine Geschichte zur Unterhaltung beitragen.", bot Lethia an. Die Augen der Versammelten richteten sich auf sie.

„Ihr habt bestimmt schon einmal von den Schwanenmarschen gehört.“, sagte sie zu dem Wirt. Dieser nickte eifrig.
„Als ich einst von Aramon nach Dragonia reisen wollte kam ich in die Schwanenmarschen. Siedlungen sind dort rar gesät, denn das Leben in dieser Moorödnis ist schwer…
Die Gruppe der ich mich anschloss bestand aus Abenteurern, welche Sumpfkobolde fangen wollten. Sie hatten drei Führer angeheuert um sich zurecht zu finden…
Nach vier Tagen waren also schon fast die Hälfte aus unserer Gruppe verschwunden. Einige die als Wachen aufgestellt worden waren, erzählt von geisterhaften Lichtern die in der Nacht leuchteten…
In der fünften Nacht sah auch ich die Lichter und spürte ihre Anziehung. Sie ruften mich in den Sumpf. Sie versprachen Sicherheit und Frieden. Ich wendete mich ab und weckte Thorben, den letzten der Führer…
Wir hatten uns eindeutig verlaufen und sie waren uns auf den Fersen. Wir konnten das Stöhnen hinter uns hören, das Platsch-Platsch ihrer Füße, die nicht von dem trügerischen Moorboden eingesaugt wurden…
Nach zehn Tagen hatten wir endlich wieder aus dem Nebel gefunden. Von den 20 Leuten die in die Schwanenmarschen gingen kamen nur Sechs wieder lebend heraus.“

Nach dem Lethia geendete hatte, nahm der Wirt einen großen Schluck von seinem Bier. Sie lächelte einnehmend. „Was könnt ihr uns über den Dryadensee erzählen?“, fragte sie den Gastwirt der singenden Nymphe.
Autor: Kaira Datum/Zeit: Montag 12 März 2018, 20:21
~~Runde 9~~

Eine ungewöhnlich große Gruppe Reisende für diese Jahreszeit betrat die singende Nymphe. Der schlaksige Wirt  begrüßte seine Gäste persönlich, bot ihnen einen schönen Platz an einem runden Tisch und mit Sitzbank an und nahm ihre Bestellungen auf. Der junge Mann trug einen Vollbart, möglicherweise um einige Narben in seinem Gesicht nicht so hervorstehen zu lassen. Er hatte wilde grüne Augen und fragte seine Gäste unverhohlen darüber aus, wo es denn hinginge in diesem ungemütlichen Wetter. Der Dryadensee war ihre Antwort und eine sanfte Elfe fragte ihn sogleich über dieses Gebiet aus. Er antwortete vorerst zurückhaltend und allgemein. Doch als eine weitere Reisende zu einem späteren Zeitpunkt damit begann, eine Geschichte von einem Abenteuer zu erzählen, schnappte er sich ein Met und setzte sich zu seinen Gästen, der Geschichte aufmerksam folgend. Ab und an verließ er ein „Oooh“ oder „Ah-ha!“ lauten und staunte nicht schlecht über ihre Erzählungen. „Was Sie nicht sagen, Elfen unter Wasser. Wussten Sie dass es so etwas gibt?“ fragte er dann die anwesenden Elfen. Es schloss sich eine weitere atemberaubende Geschichte in einer Morrlandschaft an. Der Wirt riss seine grünen Augen weit auf, als er von den mysteriösen Lichtern hörte. Nun musste auch er auspacken, die Elfe hatte ihn erneut nach Geschichten über den Dryadenwald gefragt: Nicht nur liebte er das Geschichten erzählen und lauschen, er sei auch selbst einige Male unterwegs gewesen und habe seine eigenen Abenteuer erlebt. Über den Dryadensee kenne er so viele Erfahrungsberichte, dass er gar nicht wüsste wo er anfangen solle und es sicher Tage dauern würde alle zu erzählen.

Er begann dann nach einigen Sekunden des Nachdenkens und nach einem Blick auf die Elfe, Geschichten über Naturwesen und Elfen in den Wäldern zu erzählen. Von einem goldgierigen eingebildeten Zwerg, der auf der Suche nach einem Schatz war, der in einem mystischen Baum zu finden sein sollte. Er hielt sich für stärker als das "Brennholz" um ihm herum wie er es nannte und fand sich sehr schnell durch die Wurzeln eines lebendigen magischen Baumes gefangen. „Man sagt, an Vollmond könne man die Bäume miteinander in einer ungewöhnlichen aber für den Menschen hörbaren Sprache sprechen hören,“ schweifte er zwischendrin einmal ab. Der Zwerg wurde gerettet durch einen Menschen und gemeinsam machten sie sich weiter auf die Suche. Tatsächlich fanden sie einen enorm großen Baum, der einen Weg in den Untergrund bereit hielt, in dem es Abenteuer zu bestehen gab.....  und der Zwerg am Ende sehr viel reicher wieder aus dem Ort zurück kam und als Held im Wald gefeiert wurde. Nach einem Räuspern bestätigte er, dass es sich bei dem Begleiter um den Wirt selbst gehandelt hatte. Dann folgten ein paar Geschichten über Elfen und Kriege und einen Kampf um einen Kristall. Da schien einer der Abenteurer am Tisch plötzlich sehr hellhörig geworden zu sein und erkundigte sich über weitere Geschichten über Steine. Auf ein langgezogenes „Hmmm…“ folgte dann eine Geschichte von zwei Völkern, die sich im Kampf um die magischen Steine von Thungata befanden. Man sagt, es gäbe ein Volk, das aus selbstsüchtigen Gründen heraus die Steine an sich reißen wollte. Es gelang ihnen der Sage nach, einen der Steine zu erhalten. Ob sie diesen Stein noch immer besitzen weiß niemand, aber man sagt sich, dass ihre Geister vermutlich, aufgefressen durch ihre Selbstsucht, noch immer in den Wäldern weilen könnten, auf der Suche nach dem zweiten Stein. Um diesen Ort zu beschützen seien die ursprünglichen Hüter noch immer an diesen Ort gebunden, bis diese Steine wieder ihren rechtmäßigen Platz eingenommen haben. Allerdings wurde keine der beiden Völker bisher jemals in diesem Wald angetroffen, geschweige denn dass die Steine als ein Beweismittel aufgetaucht wären.  „Aaaber…ich habe mal dieses Buch hier von einem Reisenden aus den Zwergenbergen erhalten als Geschenk, da ich Geschichten so liebe. Einen Moment.“ Er verschwand eine Weile und kam dann mit einem Buch über die mystischen und fabelhaften Edelsteine der östlichen Zwergenberge wieder zu den Reisenden zurück. Er murmelte vor sich hin und suchte eine bestimmte Seite. „Hier, hier ist der einzige tatsächliche schriftliche Hinweis, dass es sich möglicherweise nicht um eine ausgedachte Geschichte handeln könnte.“ Er las vor:

„Der Drachenyt ist ein Bleimobilliard…äh… Bleimolybdat und gehört zur Familie der Scheelite. Drachenyt zeichnet sich gewöhnlich durch eine honiggelbe, wachsgelbe oder hellgelbe Farbe aus. Weniger häufig sind gelblich-orange, ...und so weiter....  Er ist transparent bis opak. Die Härte beträgt 2.75 bis… hm hmm hmm irgendwas über deutliche Spaltbarkeit nach {001} und so weiter…hmmm…Manche Kristalle sind schwach pleochroitisch (orange bis gelb), einige Individuen sind pie...zoe...lekt…risch. Die Kristallklasse ist tetragonal-bipyramidal. Er kommt typisch in viereckigen, dünnen, auf {001} tafeligen Kristallen mit flachen oder gerundeten vizinalen Flächen….was zum Teufel ist denn vinizial?! Naja und hier“ er deutete enthusiastisch auf einen Absatz des Textes „hier steht‘s, seht.“

Ein außergewöhnlicher Fund ist der Thungata Drachenyt. Sein Herkunftsort ist nicht bekannt, er könnte möglicherweise den tiefen Zwergenminen Krygath entsprungen sein. Bisher sind nur zwei Exemplare dieser Art bekannt, eines in einer tiefschwarzen Färbung und eines in einem strahlenden violett. Ihnen werden magische Fähigkeiten zugesprochen. Der Sage nach helfen sie den Trägern bei der Erfüllung ihrer Träume, sofern sie ihn an den magischen Ort Thungata bringen, der sich in der Nähe des Dryaden Sees befinden soll.

Der Wirt ging davon aus, dass seine Begeisterung für Abenteuer jeglicher Art Anklang bei Reisenden finden würde und so fiel ihm das ungewöhnlich rege Interesse der Gruppe nicht weiter auf. Er überließ ihnen das Buch für diesen Abend und machte sich dann auf den Weg in einen Nebenraum. Diese Geschichte über die Unterwasserelfen musste er sich schnellstmöglich in sein Büchlein notieren, bevor er es wieder vergaß, das gehörte aufgeschrieben!

Am nächsten Morgen wurde die Reise nach einem üppigen Frühstück weitergeführt. Der Wirt hatte sie persönlich verabschiedet und sich von ihnen gewünscht, falls sie lebend aus dem Wald zurückkehrten, ihm zu berichten, was sie erlebt hatten. Nach diesen ermutigenden Abschiedswünschen ging es dann los. Nach einer Weile des Wanderns zwischen den Bäumen erreichten sie einen Bachlauf. Der Boden unter ihnen schien, für jeden der etwas Mana in seinem Körper trug,  fast magisch zu glühen. Eine Wärme und Licht gingen von ihm aus, die mit bloßem Auge nicht zu sehen war. Je weiter man sich in den Wald an dieser Stelle hineinbewegte, desto stärker wurde es, bis man plötzlich an einer Lichtung ankam, auf der kegelförmige Holzhütten zu finden waren. Es schien sich um ein Dorf zu handeln.

In der Ferne war eine Frau gerade damit beschäftigt Wäsche an einem Bach auszuwringen, aus dem Dampf aufstieg. Ihre Gestalt war überdurchschnittlich hoch und schlank, ihre Haut weißlich. Sie hatte große Augen und elfische Züge. Das lange Haar hing ihr bis zur Hüfte und sie sang ein Lied in einer elfischen Sprache. Trotzdem schien sie sich von den gewöhnlichen Elfen zu unterscheiden. Ihr Wesen schien von immaterieller Natur, obwohl sie doch wirklich dazustehen schien. Wer ihr Lied höheren konnte wurde in einen friedlichen Zustand versetzt und vergaß über alle Gefahren und Sorgen der Welt und wollte sich einfach nur noch dem Lauschen hingeben, sich auf die Wiese setzen und den Himmel betrachten. Die Vorstellung es sich im Wnter auf dem Boden gemütlich zu machen mag verwirrend sein, wenn man bedenkt, wie Kalt es noch am Morgen war, doch hier schien der Winter noch nicht angekommen. Die Bäume hatten noch immer buntgefärbte Blätter und die Sonne sendete sanft wärmende Strahlen herab.

Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Freitag 16 März 2018, 13:03
Beerlis Gedanken schweiften immer wieder ab zu seiner Bäckerei in Nighton. Dort würde es jetzt köstlich duftendes Brot geben. Stattdessen saß er in der singenden Nymphe und hörte sich eine Abenteuergeschichte nach der anderen an. Die Geschichte des Wirts fing jedoch vielversprechend an. Für Beerlis Geschmack ging es nur entschieden zu viel um Pflanzen. Irgendwas mit Bäumen... ob er wohl noch genug Mehl für den Monat hatte? Er brauchte auch dringend neue Gewürze. Wann sollte er das nur alles erledigen? Vielleicht sollte er ernsthaft über einen Bäcker-Lehrling nachdenken.

Der Wirt riss den Zwerg aus seinen Gedanken als er abrupt aufstand. Er hatte wohl nicht viel verpasst, denn wenig später kam er mit einem Buch zurück. Jetzt wurde es interessant. Der Autor der Zeilen kannte sich gut mit Mineralen aus und hatte sicherlich einen Kurs in polarisierender Mikroskopie absolviert. Beerli hörte aufmerksam zu. Die Zwergenminen von Krygath hatte er schon einmal gehört. Er konnte sich momentan nur nicht daran erinnern wo das gewesen war...

---

Am nächsten Morgen machten sie sich früh auf den Weg. Beerli, der keinen Funken Magie in sich trug (und darüber auch ein bisschen stolz war) merkte nichts, als sie an einen Bachlauf kamen. Doch irgendwas schien seltsam zu sein an diesem Ort. Durch die Reaktion seiner Begleiter schaute er noch etwas genauer hin. Nach einer Weile sah er eine Gestalt. Sehr unscharf und... fast geisterhaft. "Beim Barte meiner Großmutter!", rief er. "Was ist das?". Entsetzt wich er vier Schritte zurück und hoffte, das irgendwer eine Erklärung für das alles hier hatte. Er schaute seine Gruppe fragend an. Doch ein paar schienen regelrecht verzaubert von dieser Gestalt zu sein. Erst jetzt hörte er eine singende Stimme, ganz und gar unmelodisch, viel zu hoch und nichts für Freunde guter Trinklieder.

Er schaute zu Cranneg, was der Zwerg wohl von all dem hielt?
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Freitag 16 März 2018, 15:36
In ihrer kleinen Reisegruppe gab es recht begnadete Geschichtenerzähler, wie Rorokpal feststellte, als sie in der Singende Nymphe einkehrten. Der grünäugige Wirt, dessen Geschäft nicht nur das leibliche Wohl, sondern auch die Informationsverbreitung und Faktenverschleierung war (immerhin wurden Geschichten immer seltsamer und spektakulärer, je öfter man sie erzählte), ging in seinem Element auf: Er fragte nach ihren Speisewünschen und hielt sich dann noch eine gute Weile an ihrem Tisch auf, um erst ihren Geschichten zu lauschen und dann selbst welche zum Besten zu geben. Rorokpal genoss seine bildliche Beschreibung von den Naturwesen und Wäldern und fühlte ein wenig Unbehagen, als er von den Geistern und den magischen Steinen berichtete.

Der Wirt las aus einem Buch vor, dass mehr wie ein Lektionsbuch aus dem Orden der Weisen klang als ein Geschichtsbuch. Es beschrieb Kristall- und Steinstrukturen und einige Eigenschaften, die ihr alles in allem nichts sagten. Pie, Zoe, Lekt und Risch klangen wie Namen von vier Unterarten der Drachenyte, was auch immer der Schreiber des Lehrbuches dazu geraucht hatte.
Äh, ich habe hierzu eine Anmerkung, möchte aber betonen, dass es nicht meine Meinung ist.
So? Wessen dann? Was denn überhaupt?
Ach, das ist mir zu nervig, Erde ... wen interessiert es, dass es eigentlich "piezoelektrisch" heißt, also keine Namen sind und die Eigenschaft beschreibt, dass bei Verformung des Kristalls eine Spannung entsteht? 
Redest du mit mir??
Nein, ich führe Selbstgespräche. erwiderte Feuer barsch und ließ Rorokpal verwirrt und ein wenig verletzt zurück. Er hatte offenbar eine schlechte Stimmung, je näher sie dem See kamen.

Als Rorokpal wieder dem Wirt lauschte, hörte sie gerade etwas über "zwei Exemplare", "tiefschwarze Färbung" und "magische Fähigkeiten". Sie verschluckte sich an dem Tee, den sie gerade grazil aus einer Tasse trinken wollte und unterbrach damit die Erzählungen. Er ging schließlich fort, und sie warf den anderen einen vielsagenden Blick zu.
"Soso, der Thungata-Drachenyt. Die Beschreibung passt doch erstaunlich gut auf den Stein des lieben Egons."

***


Am nächsten Morgen gingen sie weiter, immer der Lichtschnur des schwarzen Steines folgend, wobei Rorokpal unterbewusst schon nach Geistern Aussschau hielt, was ihrer schlechten Stimmung des Vorabends nicht sonderlich zuträglich war. Sie kamen schließlich zu einem Bach und Rorokpal spürte, wie die magische Aura der Umgebung extrem zunahm. So einen Ort hatte sie noch nie gesehen, sogar der Boden schien fast zu glühen. Wenn sie hier Magie verwenden wollte, könnte es einige ungewöhnliche Effekte geben. Ob man dem Boden Magie entziehen könnte? Das wäre ganz anders als sonst, wo sie Mana aus ihrem inneren Vorrat verbrauchte und über ihre Emotionen verstärkte.

Diesen Gedanken nachhängend kamen sie an eine Lichtung mit kegelförmigen Hütten und dann sahen sie ... eine Elfe. Nein! Eine Frau. Die beinahe elfisch aussah.
Vielleicht eine Halbelfe? schlug Feuer vor, doch Rorokpal war noch sauer auf ihn und ignorierte ihn daher, bis er sich entschuldigt hätte.
"... oder ein Geist.", murmelte ihr Mund plötzlich.
Sie ging näher auf die Frau zu und trat in ein dichtes Netz aus Magie ein, dessen Zweck ganz offensichtlich auf ihre Wahrnehmung, ihre Gedanken abzielte, aber auf einem recht niedrigen Level, so dass sie den Effekt mit einem bösen Blick, der nach Innen gerichtet war, einfach zur Seite wischte.

Die Wäsche waschende Frau hielt aprupt inne, als Rorokpal und ihre Mitstreiter in ihr Sichtfeld rückten und kam auf sie zu. Zunächst hielt sie anständigen Abstand und betrachtete sie neugierig, doch dann kam sie unverschämt nah genau an sie heran. Die Frau starrte sie völlig unverblümt an und beinahe schien es, als wollte sie Rorokpal sogar umarmen. Oder das Herz aus der Brust reißen oder so etwas.

Erschrocken wich Rorokpal zurück, ein, zwei, drei Schritte und dann war da ein Hindernis. Sie ruderte wild mit den Armen und stolperte noch einige Schritte weiter, während sie versuchte, dem Hindernis auszuweichen und gleichzeitig das Gleichgewicht zu wahren.
Puh, gerade noch geschafft, was war das denn?
Sie blinzelte und stellte nicht wenig verblüfft fest, dass sie über Shikra gestolpert war, die es sich ausgerechnet jetzt, ausgrechnet hier auf dem Boden hinter ihr gemütlich gemacht hatte. Also wirklich! Shikra schien sehr entspannt und verträumt, hatte sie nicht genug geschlafen oder ... Moment, da war doch dieses magische Netz ...

Autor: Darius Datum/Zeit: Samstag 17 März 2018, 10:07
Cranneg dachte noch am nächsten Morgen über das Drachenyt nach, nachdem er noch ein Netz auf dem Markt erstanden hatte und als sie schon auf dem Weg zum Dryadensee waren. Vorsichtshalber hielt er sich dabei ein wenig von dem merkwürdigen Stein fern dem Rorkpal trug, auch wenn ihn faszinierte, was in dem Buch darüber gestanden hatte. Von den Minen von Krygath hatte er nur ein oder zweimal etwas gehört, als sein Oheim darüber etwas gemurmelt hatte. Offenbar waren sie besonders tief und das Viehzeug da unter sollte besonders grässlich sein.

Unterwegs schlang er seinen Schafswollmantel ein wenig enger um sich, um die kühle Morgenluft fernzuhalten, während er noch ein wenig in Gedanken war und selbst nur nebenbei bemerkte, wie sie einen Bach passierten und nicht lange darauf auf eine Lichtung in dem Wald stießen.

Nun mochte man es dem Zwergenschmied verzeihen, aber wenn Elfenwälder, Magie und die erschrockenen Rufe von Gefährten zusammenkamen und ihn etwas gedankenverloren erwischten, dann reagierte man eben auf gewisse Weise. Der unangenehm helle Gesang und das seltsame Flirren in der Luft alamierten ihn, sodass sich ihm die Nackenhaare aufstellten und er ebenfalls ein paar Schritt zurückwich.

Sein Blick traf den von Beerli. Was dieser wohl gerade dachte? Zumindest sah er ebenso verunsichtert aus, wie er sich selbst fühlte. Da gab es nur eines zu tun. Tief durchatmen, kurz die Augen schließen, Entschlossenheit sammeln, dann Beerli zunicken und die Amrbrust aus der Halterung an seinem Rucksack nehmen. Umsichtig rastete er ein Magazin auf der Waffe ein, zog mithilfe der Schiene die Sehne zurück und trat vorsichtig auf das menschenähnliche Wesen zu, die Spitze der Waffe gen Boden gerichtet, auch wenn sein Finger nicht weit vom Abzug blieb.

"Bei Mahal, was immer ihr da tut, lasst es. Wir sind nur Reisende auf dem Durchweg. Lasst meine Gefährten gehen!"
, sprach er laut und bewies wiedereinmal sein diplomatisches Feingefühl.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Samstag 17 März 2018, 13:58
Nicht...schon...wieder!, dachte Beerli, als Cranneg seine Armbrust bereit machte. Wieso konnten sie nicht einfach mal alle zusammen in Ruhe und Frieden kochen?

Dieser Gesang, diese Gestalt und dann das komische Verhalten von Rorokpal und Shikra - ganz und gar... unrorokpalisch. Irgendetwas stimmte nicht mit diesem Bach, mit diesem Ding vor ihnen und mit dem ganzen Ort. Seine rechte Hand fuhr zu seiner Axt, die er griffbereit am Zwerg trug. Er hätte mehr üben sollen...

Inständig hoffend, dass die Gestalt sich als freundlich erweisen würde... oder sie zumindest alle auf einen Schlag durch Magie töten würde, schaute er ihr grimmig entgegen, als Cranneg seine Vorderungen hervorbrachte. 
Autor: Myriel Datum/Zeit: Samstag 17 März 2018, 14:43
Der Wirt der singenden Nymphe hatte selbst schon ein Abenteuer erlebt. Doch er war kein begnadeter Geschichtenerzähler, denn nach dem ersten Drittel fiel es Syrena schwer der Handlung weiter zu folgen. Er wechselte die Erzählzeiten, erzählte etwas von Hütern, die Syrena nicht einordnen konnte, und als er auch noch ein Buch hervor holte und etwas daraus vorlas, sah man die Fragezeichen förmlich um den Kopf der jungen Wirtin schwirren. Dennoch lächelte sie freundlich, hörte bis zum Ende aufmerksam zu und zog sich später in das ihr zugewiesene Bett zurück, um die ganze Geschichte noch einmal Revue passieren zu lassen. Ihr Resümee aus dem ganzen war folgendes: es gab zwei magische Steine, mit deren Hilfe man in der Nähe des Dryadensees Wünsche erfüllen konnte. Allen Anschein nach hatte Egon einen davon gefunden, was ihm nicht gut bekommen war. Nun hatte Rorokpal diesen Stein, und sie mussten höllisch aufpassen, das sie nicht das gleiche Schicksal ereilte.

Am nächsten Morgen brach die Gruppe wieder auf. Syrena verabschiedete sich von dem Wirt und holte eine Frage nach, die sie am Abend zuvor völlig vergessen hatten: Sie fragte ihn ob zufällig vor einiger Zeit ein Mann die Gaststätte besucht hätte, auf den die Beschreibung von Egon passte. So viele Gasthäuser gab es in der Gegend nicht, und es konnte durchaus sein das man ihn hier gesehen hatte.

~ ~ ~


Als sie den Wald erreichten, wurde Syrena deutlich ruhiger als sie es zuvor noch gewesen war. Der Boden schien geradezu magisch zu glühen, strahlte Licht und auch Wärme aus, und ließ das Winterwetter, das eigentlich herrschte, vergessen. Sie erreichten ein Dorf, in dessen Nähe eine Frau Wäsche in einem Fluss wusch. Sie war da und wirkte doch eher wie ein Geist, eine seltsame Gestalt. Ihr Gesang nahm Einfluss auf das Verhalten ihrer Gefährten, doch das Wesen schien ihnen nicht grundsätzlich feindlich gesinnt zu sein, also sprach Syrena es an.

Seid gegrüßt, mein Name ist Syrena. Sagt wird dieser Fluss aus heißen Quellen gespeist, oder warum ist das Wasser so warm?

versuchte sie ein unverfängliches Gespräch anzufangen. Die Taktik ging auf, und die Frau stellte sich als Quitura vor, die in dem nahen Dorf lebte. Sie erzählte von einer heißen Quelle, die es hier schon immer gäbe, und lud sie in ihr Haus ein. Doch noch ehe sie darauf reagieren konnte ging Crannegs Temperament wieder mit ihm durch. Er lud seine Armbrust und forderte Quitura auf ihre Gefährten freizugeben. Erschrocken wich Syrena zwei Schritte zurück als sie sah das auch Beerli die Hand an seinen Axtgriff legte. Warum mussten Zwerge immer gleich so aggressiv sein?

Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Sonntag 18 März 2018, 09:36
Der Wirt erzählte mehrere Geschichten über den Dryadensee und Lethia hörte aufmerksam zu. Sie freute sich immer darüber neue Geschichten zu hören. Die sprechenden Bäume klangen sehr faszinierend und sie fragte sich, ob sie im Wald vielleicht auch welche finden würden.
Als der Wirt schließlich auf einen Kampf um einen Kristall zu sprechen kam, wurden alle etwas hellhöriger. Auf Nachfrage erzählte er dann eine Geschichte über zwei Völker, die sich im Kampf um die magischen Steine von Thungata befanden.

Diese Steine klingen sehr nach Egons Wünsche erfüllender Pyramide., überlegte sie.

Der Schankwirt war aufgestanden und kam nach einer Weile mit einem Buch zurück aus dem er ihnen vorlas. Die Bardin hörte nur noch mit einem halben spitzen Ohr zu, da es um Steine und ihre Eigenschaften ging. Ihre Gedanken waren wieder bei den sprechenden Bäumen. Erst bei der Erwähnung des Thungata-Drachenyts fokussierte sie ihre Sinne wieder auf den Wirt. Und tatsächlich klang es immer mehr danach, als ob der tiefschwarze Stein, der sich in Rorokpals Besitz befand, ein Thungata-Drachenyt war.

***


Am folgenden Morgen setzten sie ihre Reise nach einem guten Frühstück fort. Lethia verkroch sich wieder tief in ihrem Reiseumhang und ihrer Kapuze, denn der Winter hatte das Land noch fest im Griff. Die Gefährten folgten Rorokpal und der Lichtschnur des Steins Richtung Wald und in diesen hinein. Nach einer Weile erreichten sie einen Bachlauf von dem Wärme auszugehen schien.
Die Elfe streifte ihren Umhang ab. Sie wischte sich verwirrt über die Augen. Der Boden schien fast magisch zu glühen.

Bestimmt nur eine Sinnestäuschung durch das reflektierte Licht des Baches., redete sie sich ein und kniff die Augen etwas mehr zusammen um sie vor dem Licht zu schützen.

Die Gruppe folgte dem Bachlauf und kam bald zu einer Lichtung mit einem kleinen Dorf aus kegelförmigen Holzhütten. Leise hörte Lethia eine Singstimme. Je näher sie kamen um so deutlicher wurde der Gesang, er schien von einer Frau zu kommen die am Ufer des Baches Wäsche wusch.

So ein lieblicher Gesang! Diese schöne Stimme!

Die Musik resonierte in ihrem Inneren. Ihre Schritte wurden langsamer und sie fing an sich zu entspannen. Nach dem gestrigen Gespräch mit Shikra hatte sich ein Knoten in ihr gebildet. Gedanken an ihre unbekannte Familie hatten diesen Knoten immer fester werden lassen. Jetzt jedoch schien er sich langsam zu lösen und zu verschwinden. Der überirdische Gesang sorgte dafür.

Das ist doch alles nicht wichtig., dachte die Elfe nur. Ich könnte ewig hier sitzen und lauschen.

Tatsächlich saß sie auf dem Boden. Sie war niedergesunken an Ort und Stelle und blickte verträumt zum Himmel hinauf.

So schöne Wolken, wie fluffig weiche Kissen., sie schloss ihre Augen und genoss die warmen Strahlen der Sonne auf ihrer Haut.

Von dem leichten Tumult der allmählich auszubrechen schien bekam sie nichts mit…
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Sonntag 18 März 2018, 20:40
Als niemand Anstalten machte irgendwen anzugreifen entspannte sich der Zwerg etwas. Er folgte seiner Gruppe, die der Einladung der seltsam flimmernden Gestalt, die Beerli noch immer nicht richtig erkennen konnte, nach kam. Er versuchte so Aufmerksam wie möglich zu sein, um etwas ungewöhnliches oder gar gefährliches so früh wie möglich zu erkennen und auszuweichen... ähm... anzugreifen.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Sonntag 18 März 2018, 23:14
Der Abend in der singenden Nymphe war nett gewesen, Shikra genoss ihr Abendessen zwischen den Geschichtenerzählern und sie lauschte gebannt den Ausführungen von Syrena, Lethia und dem Wirt. Es war eine spannende Geschichte über mystische Bäume, Hüter und Steine. Als er jedoch ein Buch über Steine anschleppte und daraus vorlas, gingen die Gedanken der Elfe auf Wanderschaft, denn Felsbrocken waren jetzt nicht direkt ihr Lieblingsthema. Und doch dachte sie kurze Zeit später wieder über einen Stein nach. Rorokpal hatte ihr ihr seltsames Fundstück in die Hand gegeben, nachdem sie ein Vibrieren gespürt und einen Lichtstrahl gesehen hatte.
Als Shikra den Stein in ihre Hände nahm, konnte sie ein merkwürdig leuchtendes Band erkennen, welches ungefähr in die Richtung deutete, in die sie den Dryadensee vermuteten. Auf die alte Magie angesprochen, die der kleinen Pyramide innewohnen sollte, konnte die Elfe nichts antworten. Sie spürte zwar das Vibrieren, konnte allerdings die Magie nicht zuordnen. Solche hatte sie noch nie gesehen oder erlebt. Mit einem bedauernden Schulterzucken gab sie den Stein der Druidin zurück. „Ich kann zwar den Lichtstrahl auch sehen, aber die Magie, die dem zugrunde liegt kann ich nicht einordnen. Ich habe noch nie von etwas Vergleichbarem gehört.“

Am nächsten Morgen machte sich die Wandergruppe wieder auf den Weg, um endlich den See zu erreichen. Shikra hielt sich etwas hinter dem Rest der Gruppe. Sie hatte schlecht geschlafen, viel von ihrer Familie geträumt. Das Gespräch mit Lethia am Tag zuvor war wahrscheinlich der Auslöser gewesen. Eigentlich wollte sie etwas über die andere Elfe erfahren, doch diese hatte den Spieß schnell herumgedreht und sich nach ihrer Herkunft erkundigt. Nach einem kurzen Zögern erzählte ihr Shikra eine Geschichte, die sie sich für solche Fälle mittlerweile zu Recht gelegt hatte. Die Geschichte einer jungen Waldelfe, die, aus einem kleinen Dorf nahe des großen Flusses stammend und da sie die Einzige in ihrem Alter war, ein wenig Langeweile im Wald verspürt hatte und daher nach Drachenauge gegangen war, um ein bisschen was von der weiten großen Welt zu erleben.
Es klang so unbeschwert, wie sie von ihrem Weggang erzählte, doch jeder, der ein bisschen was über die starken Bindungen in elfischen Familien wusste, würde ihr das kaum glauben wollen. Daher konnte sich die junge Heilerin auch nur schwer vorstellen, dass sich Lethia nicht an ihre Herkunft erinnern konnte. Wie konnte man so innige Beziehungen vergessen?  Shikra wusste nicht, was schlimmer war. Keine Erinnerungen oder so traurige, wie sie selbst erlebt hatte.

Langsam verschwanden die düsteren Gedanken aus ihrem Kopf, unmerklich hatte sie zu Rorokpal aufgeschlossen, die Landschaft wurde schöner, magischer und grüner und die junge Elfe fühlte sich richtig wohl hier an dem kleinen Bachlauf. Als sie weitergingen wurde es wärmer und die Sonne leuchtete wunderschön, als sie eine Lichtung mit bunt geblätterten Bäumen erreichten. Eine angenehme Musik lag in der Luft, eine sympathische Frau mit elfischen Zügen wusch ihre Wäsche im Bach und die Elfe setzte sich hin, um das Gras unter sich zu spüren und die Wärme der Sonne zu genießen und diesem wunderbaren Lied zu lauschen. Es fühlte sich ein bisschen wie in einem Traum an, nur irgendwie realer. Einmal war ihr so, als ob sie jemand wecken wollte, doch das Gefühl war schnell vorbei. Dass es Rorokpal gewesen war, die über sie gestolpert war, hatte die Heilerin nicht mitbekommen. Irgendwann, Shikra hätte nicht sagen können, wie lange sie im Gras gesessen hatte, kam die Urheberin dieser wunderschönen Melodie auf sie zu nahm sie an der Hand und führte sie in ein Haus. Die Elfe hatte das Gefühl aus einem sehr tiefen und erholsamen Schlaf sehr langsam aufzuwachen. Als erstes bemerkte sie Lethia neben sich, die auch aufzuwachen schien. Doch auch die anderen Gefährten sammelten sich in der Hütte.

- Stein, zurück an Rorokpal
Autor: Kaira Datum/Zeit: Montag 19 März 2018, 20:04
~~Runde 10~~
Quitura kniete wie sie es seit je her tat an dem schmalen Bach, um ein paar Kleider zu waschen. Der Fluss mit dem erwärmten Wasser erleichterte ihr die Arbeit, denn so musste sie sich auch im tiefsten Winter nicht die Hände abfrieren. Sie wusste gar nicht, wie viele Male sie schon hier an dieser Stelle war, wie viele Winter sie gesehen hatte. Doch noch nie seit den furchtbaren Zeiten damals, hatte sie Wanderer in dieser Gegend getroffen. Sie erinnerte sich wage an Geschichten über Menschen und Zwerge und dergleichen, wie sie ausschauten und sich verhielten, doch zum ersten mal standen sie direkt vor ihr. Und nicht nur das, zwei der Elfen schienen durch ihr unbewusstes Lied beeinflusst worden zu sein. Sie kicherte und schaute sich einen nach dem anderen an. Bei Rorokpal blieb ihr Blick hängen. Eine der Reisenden stellte ihr eine Frage über den Fluss und sie erwiderte ganz nebenbei, dass ihre Einschätzung richtig gewesen sei und es sich um eine heiße Quelle handelte. Sie entstamme aus der Tiefe nicht weit von diesem Ort. Doch ihr Blick war auf Rorokpal fixiert und sie trat näher an sie heran. Ihr seidiges weißliches Gewand bewegte sich über den Boden wie Wolken über Bergspitzen zu gleiten versuchen. Gerade wollte sie ihre Hand auf ihre Schulter legen, da stolperte diese rückwärts und weckte eine der Elfen aus ihrer Trance. Quitura fragte sich, ob Menschen es womöglich unangenehm fanden, wenn man ihnen so nahe kam. Sie kicherte und  streckte die Arme aus, um die beiden Elfen aus ihrer Trace zu erwecken und alle gemeinsam zu einem Tee einzuladen. Sie musste herausfinden, ob es stimmte was sie gespürt hatte. Doch abrupt stoppte sie in ihrem Vorhaben, als sie die Zwerge bemerkte.

„Oh, oh lieber Herr Zwerg, Ihr werdet doch nicht eine unbewaffnete Dame einfach so auf offenem Felde angreifen, ohne einen erkennbaren Grund?“ Sie blickte nun auch dem zweiten Zwerg tief in die Augen. „Was habe ich denn getan? Ist das hier ein Überfall? Ich habe nichts weiter als ein paar Damenkleider an Sie abzutreten.“ Sie deutete auf den Wäschekorb, der noch am Fluss stand. „Kommen Sie, ich möchte meine Gastfreundlichkeit einmal auf die Probe stellen, tatsächlich habe ich schon sehr lange niemanden mehr in den Wäldern gesehen.“ Sie zeigte einladend auf die Hütten. „Wir sind ein friedfertiges Volk. Und Sie sicher ehrenvolle Krieger?“ Sagte sie noch einmal beschwichtigend.

Dann widmete sie sich wieder Lethia und Shikra und nahm sie bei den Händen, entstaubte ihr Gewand und führte sie, sie immer bei der Hand haltend in eine der Hütten. Dort angekommen, stellte sie zwei Hocker zu den Stühlen zusammen, sodass es für alle reichte. Die kegelförmige Hütte, die von außen so klein ausgesehen hatte, war innen erstaunlich geräumig. Sie bestand aus einem Raum mit einem massiven Tisch, der reich verziert war mit Pflanzenschnitzereien. Eine ebenso reich verzierte Liege befand sich ganz in der Nähe. Es befanden sich viele Kissen und eine Wolldecke darauf. Eine Küche suchte man hier vergebens. Stattdessen fiel eine Leiter auf, die zu einem weiteren Stockwerk zu führen schien und so einen weiteren Raum in diesem Gebäude ermöglichte. „Macht es Euch gemütlich. Ich hole Tee und Gebäck für Euch, Eure Reise war sicher anstrengend.“  Sie nahm sich zwei Kissen von der Liege und bot sie Beerli und Cranneg an und ließ sie dann für eine Weile allein.

Einige Zeit später kam sie mit elfischem Gebäck und Kräutertee zu den Reisenden zurück. Quitura goss jedem etwas in eine Tasse ein, auch sich selbst und stellte das Gebäck bereit. Einem aufmerksamen Beobachter mochte womöglich auffallen, dass ihr helles weißliches  Gewand plötzlich die Farbe eines zarten Lindgrüns angenommen hatte und ihre Hand wie aus dem Nichts mit einem hübschen Ring geschmückt war. Oder hatte sie schon die ganze Zeit so ausgesehen? Ohne Umschweife kam sie dann auf das eigentliche Thema zu sprechen: „Ihr führt etwas Magisches mit euch? Wie ist so etwas seltenes Wertvolles in Eure Hände gelangt? Kennt Ihr seinen Wert?“

Nach wenigen Minuten in denen ihnen Zeit für eine Erklärung gegeben wurde, betrat ein hochgewachsener eleganter Mann den Raum. Er trug einen leichten Brustpanzer aus einem silbrigen beinahe hauchdünnen Metall. Sein langes blondes Haar war zurückgebunden. Er blickte durch die Runde und blieb, wie zuvor Quitura, ebenfalls bei dem Steinträger hängen, dann wanderte sein Blick auf Syrena die mit ihrem Stab wie ihre Anführerin für sie wirkte. „Was sind Eure Absichten?!“ fragte er sie in einem bestimmenden Tonfall ohne sich vorzustellen.

~~

Es war noch früh am Morgen als zwei Reiter aus dem Nebel auftauchten um sich eine Gaststätte zu suchen.  Vermummt um sich vor dem kalten Wind zu schützen oder um unerkannt zu werden, sahen sie recht unförmig auf ihren Pferden aus, eingepackt in Hüllen von dunklem Stoff. Die eine etwas zierlichere Gestalt stapfte bei ihrem Versuch von ihrem Pferd abzusteigen direkt in eine Pfütze. Es klimperte kurz als sie etwas unbeholfen vom Pferd abstieg. Ein Fluch folgte, worauf die andere Gestalt nur mit den Schultern zuckte und ihre Kommentare gekonnt ignorierte. Er führte die beiden Pferde in Richtung der singenden Nymphe und warf seine Kapuze zurück.
Autor: Darius Datum/Zeit: Mittwoch 21 März 2018, 00:22
Cranneg hielt die Spitze seiner Waffe weiterhin gesenkt, als die Frau... was auch immer für eine mit ihm sprach. Das Misstrauen verschwand nicht aus seinen Augen, doch er riskierte einen schnellen Blick zur Seite, um zu sehen wie es Rorokpal und der Elfe ging, dann wanderten seine Augen auch gleich wieder zu der Frau. Er schnaufte laut und lockerte seinen Griff um den Schaft der Amrbrust etwas.
"Verzeiht, meine Vorsicht. Außerhalb der Städte kann man nie vorsichtig genug sein und wir wussten nicht, ob hier draußen Leute wohnen." , versuchte er mit einem zaghaften Lächeln die Situation zu überspielen, auch wenn ihm dieses harmlose Getue so gar nicht schmecken wollte. Es wäre ihm irgendwie lieber gewesen, wenn er angeschrien worden wäre, oder sie geweint hätte oder irgendtwas, das normaler für Menschen wäre nach denen sie aussah. Eine Zwergin hätte ihn einfach angestarrt, die Hände in die Hüften gestemmt, bis er freiwillig aufgegeben hätte.

Da die weibliche Hälfte der Gruppe mit in die Hütte gehen wollte, ging er eben notgedrungen mit, doch er kam nicht besonders weit, als er wie vom Donner gerührt stehen blieb, die Augen leicht geweitet. Für einige Sekunden schien es, als wenn ein Felswand von seinen Augen fiel und flüssiges Bergblut einen ansonsten dunklen Tunnel plötzlich erleuchten würde, in dem er zuvor orientierungslos herumgestolpert war. Die kleine Siedlung war gar keine. Es waren Ruinen, überwuchert von der Natur. Er blinzelte mehrmals heftig, bis die eingefallene Tür einer der Ruinen von dem Wesen geöffnet wurde, welches Lethia und Shikra an den Händen führte und plötzlich sah alles wieder wie zuvor aus. Normal. Ganz vorsichtig drehte er seinen Kopf zu Beerli, der ähnlich erschrocken wirkte und fragte diesen auf zwergisch. "Hast du das auch gesehen?"
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Mittwoch 21 März 2018, 00:47
"Oh, oh lieber Herr Zwerg, Ihr werdet doch nicht eine unbewaffnete Dame einfach so auf offenem Felde angreifen, ohne einen erkennbaren Grund? “. Beerli hörte eine weibliche Stimme, konnte aber nicht eindeutig erkennen, ob sie von der Gestalt am Fluss kam. Dazu war alles zu unscharf und verschwommen. Immer noch misstrauisch aber beruhigt, dass sie wohl zumindest sprechen konnte, nahm er seine Hand vom Axtgriff. Cranneg war ein guter Schütze. Notfalls würde er sie alle mit einem Schuss retten. Hoffentlich.

Die Gruppe hatte sich entschlossen der Einladung in Quituras Haus zu folgen. Vorsichtig stiefelte er hinter der Truppe her, als plötzlich die Luft vor ihm flimmerte. Für wenige Sekunden sah er eine niedergebrannte mit Pflanzen überwucherte Holzansammlung. Ganz und gar nicht einladend oder wohnlich. Als Quitura dann eine Tür öffnet, um sie alle einzulassen, war der Spuk vorbei. Die anderen schienen nichts bemerkt zu haben. Hatte er sich getäuscht? Vielleicht hätte er mehr trinken sollen oder dieses Pertersilienblatt war ihm nicht gut bekommen?

Ein Blick zu Cranneg gab ihm Gewissheit. "Hier stimmt was nicht." antwortete er ihm auf zwergisch.
Autor: Darius Datum/Zeit: Samstag 24 März 2018, 15:06
Cranneg konnte in diesem Moment nicht sagen, ob er darüber erleichtert war, dass Beerli auch für einige Momente etwas Anderes gesehen hatte, oder ob ihm lieber gewesen wäre zu halluzinieren. Er schluckte einmal schwer und sah dann verstohlen zu der Tür der Hütte, durch welche gerade ihre Mitreisenden verschwanden. Ein tiefer Atemzug und er sah wieder zu Beerli.

"Lass uns vorgeben nichts gesehen zu haben, bis wir die Anderen warnen können." , riet er sich selbst und dem anderen Zwerg leise, dann, nach kurzem Zögern marschierte er in die Hütte, die Augenbrauen zusammengezogen und die Lippen zusammengepresst, wie in die Höhle eines Drachen. Drinnen gesellte er sich wortlos zur Gruppe und überließ anderen das Reden, da er sich schon zuvor mit Ruhm bekleckert hatte. Außerdem traute er sich selbst sonst nicht zu, mit seinem Misstrauen hinter dem Berg zu halten, sodass er schweigsam das Kissen von der Frau annahm. Worum es sich bei diesem wohl wirklich handelte? Ein verkohltes Holzbrett? Ein überwucherter Stein? Ausgiebiges befühlen zeigte nichts außer einem angenehmen Kissen, sodass er sich einfach darauf setzte und sich umsah.

Viel war ja nicht in dieser kleinen Hütte zu sehen, auch wenn der Tisch ganz nett aussah. Zu seiner Überraschung begannen Rorokpal und Syrena doch recht schnell die Abwesenheit von ihrer Gastgeberin auszunutzen und nach dem was sie sagten, ging es wieder um irgendeinen magischen Kram. Ihre Bemühungen die Bodendielen aufzubekommen waren allerdings eher mit bescheidenen Erfolg gekrönt, bis es dem Zwergenschmied in den Fingern juckte und er von dem Kissen aufstand, um zu ihnen zu treten.

"Lasst mich es einmal versuchen, sonst ist sie zurück, bevor ihr fertig seid." , scheuchte er die Beiden Menschen so freundlich wie er konnte zur Seite, krämpelte die Ärmel hoch und nahm seinen Hammer zur Hilfe. Kurze Zeit später hatte er die Diehle im Boden auch schon herausgehebelt, und die Kiste darunter entdeckt. "Na, was haben wir denn hier...." , murmelte er zu sich selbst und hievte das Stück aus seinem Versteck. Die Kiste zu öffnen erwies sich ebenfalls als ziemlich einfach, da er mit Schmiedehammer und einer Axt als improvisierten Keil kurzen Prozess mit dem Schloss machte und stellte die geknackte Kiste dann auf den Tisch, bevor er deren Deckel aufklappte.

"Ich weiß nicht, ob das jetzt Glück oder Pech sein soll." , kommentierte er den Fund ungläubig, als ein weiterer Drachenyt, ähnlich wie der von Egon, zu Tage kam. Er passte ziemlich gut auf die Beschreibung aus dem Buch des Wirtes in der Nymphe. Damit hatten sie zwei der Steine, mit denen man sich angeblich etwas wünschen konnte... oder zwei Steine, die bereits einem Menschen das Leben gekostet hatten.

Das Geklapper von Geschirr beendete jedenfalls schnell jede Diskussion. So schnell er konnte schloss er die Kiste, verstaute sie unter dem Tisch und rückte so gut er konnte die Diehle wieder zurecht, bevor er gerade in dem Moment, als sich die Tür öffnete, wieder auf das Kissen setzte und versuchte so unschuldig wie möglich zu wirken. Dabei ließ er jedoch seine Hand nie weit von seiner Axt entfernt. Lieber war er ein schlechter Gast, als dass ihnen noch etwas geschah. Seit der Sache mit den Schmugglern in Drachenauge hatte er gehörigen Respekt vor Magie und ihren Anwendern, daher war ihm ein Erstschlag lieber, als das nachsehen zu haben.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Samstag 24 März 2018, 22:10
Zum Glück entspannte sich die Situation recht rasch wieder und Quitura führte sie zu ihrer Hütte. Je näher sie der Hütte kamen, desto stärker spürte Syrena das etwas magisches in der Nähe war, etwas, das äußerst stark sein musste. Die Wirtin runzelte die Stirn und folgte Quitura in die Hütte. Dort wurden sie zu einer Sitzgruppe geführt, doch Syrena schien irgendwie abwesend zu sein und musterte jeden Gegenstand der hier stand mit einer Eindringlichkeit, die schon auffällig sein musste. Als ihre Gastgeberin den Raum verließ, ergriff die Hohentürmlerin das Wort.

Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll, aber irgendwo in der Hütte muss es etwas geben, das magische Energie ausstrahlt wie die Sonne das Licht.

Rorokpal bestätigte diesen Eindruck und so begannen sie gemeinsam nach dem Gegenstand zu suchen. Schließlich orteten sie es unter einer Bodendiele. Ein erstes Ziehen daran machte klar, das die Diele nicht lose war.

Ich weiß nicht so recht. Ich finde es nicht richtig einfach ihre Einrichtung auseinanderzunehmen.

Syrena hatte Bedenken. Quitura hatte ihnen nichts getan, und sie wussten auch nicht ob sie etwas mit dem Toten zu tun hatte. Doch die Anderen übergingen ihre Einwände und holten kurze Zeit später eine kleine Kiste hervor in der ein Stein lag, der so aussah wie der zweite Stein in der Erzählung des Wirtes. Das gefiel Syrena noch viel weniger.

Schnell, pack ihn wieder zurück.

Doch dazu reichte die Zeit nicht mehr, und so ließ Cranneg Stein und Kiste unter den Tisch verschwinden. Syrena plagte das schlechte Gewissen. Diese nette Frau versorgte sie mit Gebäck und sie hatten nichts besseres zu tun als sie zu bestehlen – wobei der Stein ja noch im Raum war, also galt es nicht wirklich als stehlen, oder? Syrenas Magen krampfte sich zusammen, als Quitura nach einem magischen Gegenstand fragte, den sie mit sich führten. Gewiss spürte auch sie die Magie die von dem Stein ausging, und sicherlich wusste sie das er nun nicht mehr unter der Diele, sondern unter dem Tisch lag. Wie sollten sie das nur erklären?

Sie überließ es Rorokpal zu antworten und starrte auf den Boden vor sich. Erst als noch jemand den Raum betrat hob sie den Blick um zu sehen, um wen es sich handelte. Der Mann pickte sich aus der Runde ausgerechnet sie heraus – vielleicht hatte sie zu schuldbewusst ausgesehen – und wollte wissen was ihre Absichten waren.

Unsere Absichten? Wir sind hier um herauszufinden warum der arme Egon gestorben ist.

Der Blick des Mannes wurde fragend, und so fügte Syrena hinzu:

Ich glaube ich fange besser von vor an. In der Nähe des Stadttores von Nighton ist ein Toter gefunden worden, ein Händler wie sich herausstellte, dessen Name Egon war. Niemand konnte bisher erklären warum er verstarb, die einzige Spur war dieser Stein dort, und ein Hinweis darauf, das Egon zum Dryadensee verreisen wollte. Deshalb sind wir hier, um herauszufinden was mit ihm geschehen ist. Ihr seid ihm nicht zufällig vor ein paar Tagen begegnet, oder? Rorokpal könntest Du ihnen beschreiben wie Egon aussah?

Sie wartete ab, ob Rorokpal ihrer Bitte nachkam, und fragte anschließend:

Da Ihr das Gegenstück zu dem Stein besitzt, den Egon bei sich hatte, wisst Ihr vielleicht auch was mit ihm geschehen ist? Warum musste der arme Mann sterben?

Später stellte sich heraus, das Quitura und der Krieger zwei Hüter der wünscheerfüllenden Steine waren. Sie wurden gebeten sie an ihren angestammten Platz zurück zu bringen, doch Syrena zögerte. Sie war keine Kriegerin, und hatten die Hüter nicht etwas von gefangenen Überlebenden erzählt? Wenn die Hüter noch lebten, so taten es die Angreifer vielleicht auch noch. 
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Sonntag 25 März 2018, 10:46
Diese Quitura jedenfalls schien keine finsteren Absichten zu haben, denn sie half Shikra und Lethia auf und lächelte freundlich. Das Herz riss sie keinem von ihnen aus dem Leib und nur die Zwerge in ihrer Reisegruppe waren überraschend nervös. Beerli umklammerte entgegen seiner Gewohnheit sogar seine Axt an Stelle seines Backbleches, was für ihn sehr ... unbeerlisch war.

In der Hütte Quituras angekommen bot diese ihnen Sitzgelegenheiten an und versprach Tee und Gebäck. Das klang ja alles gar nicht schlecht.
Allerdings passte es Rorokpal gar nicht, dass sich in der Hütte eine starke magische Aura ausbreitete, von eben jener uralten Magie, die auch in dem Stein in ihrer Tasche wohnte - nur war es eben nicht ihr Stein. Da stieß Syrena sie an und erwähnte eben diese magische Energie.
"Ja, da habt Ihr Recht. Es ist stark und hier in dieser Hütte - ungefähr ... da drüben."

Sie beide waren sich schnell einig, das die Quelle unten den Dielen im Boden sein musste. Diese waren allerdings ordentlich verlegt und boten ihren schlanken Finger keine Möglichkeit, sie anzuheben. Hinzu kam, dass Syrena Bedenken hatte. Hmm, eigentlich hatte sie ja recht...

"Noch wissen wir ja nicht, wie unschuldig diese Quitura ist - und Egon ist tot, dank einer magischen Aura wie dieser ... lasst uns erst Klarheit in die Sache bringen!"
Feuer zerstreute ihre Bedenken und überredete offenbar auch die anderen, denn Cranneg sprang auf und machte sich an den Dielen zu schaffen. Er war dabei überaus geschickt und hatte blitzschnell eine Holzkiste zu Tage gefördert, die er ebenso rasch öffnete. Sie fanden ... einen violetten Stein, Quelle der Magie und ganz offensichtlich der zweite Thungata-Drachenyt.
Aha!
Da Quitura just in dem Moment zurück kam, ließ Cranneg mit einer hastigen Bewegung die Kiste unter dem Tisch, an dem sie saßen verschwinden. Sie wirkte ein wenig irritiert und fragte, ob sie irgendwelchen magischen Gegenstände mit sich führten.

Rorokpal wurde rot, denn sie war sich der Kiste unter dem Tisch bewusst ... und dass Quitura wahrscheinlich genauso intensiv wie sie selbst den Aufenthaltsort der beiden Steine spürte.
Na da haben wir uns ja in seine Situation gebracht ...
"Sicher haben wir einige magische Dinge bei uns. Da wäre zum Beispiel die silbrige Flüssigkeit, die ich gewonnen habe, oder die Wunschwürfel, die ich bei Egon gefunden habe ... er ist übrigens tot ...," sagte sie herausfordernd, aber ein wenig aus dem Zusammenhang heraus. "Und zu guter Letzt natürlich dieser schwarze Drachenyt, der mit dem Tod von Egon direkt in Verbindung steht."

Dabei holte sie den schwarzen Stein hervor und legte ihn auf den Tisch. Einigermaßen verblüfft stellte sie fest, dass die Lichtschnur einem Lichtkreis gewichen war, der sanft um den Stein pulsierte. Sie verschränkte die Arme und starrte Quituara an, doch bevor diese reagieren konnte, kam ein Mann in die Hütte. Er war groß und offenbar ein Krieger, und womöglich nicht so magisch versiert, denn den schwarzen Stein schien er zunächst nicht zu bemerken, dafür wandte er sich aber an Syrena und fragte nach ihren Absichten. Syrena erklärte die Situation, schien sich aber nicht sehr wohl in ihrer Haut zu fühlen. Achja ... der violette Stein unter dem Tisch.

"Egon? Ja, also passt auf, er ist ein absoluter Durchschnittsmensch." Sie erklärte Quitura und dem Krieger zu gut sie konnte, wie Egon aussah. Ausgesehen hatte.

Schließlich nahm es Syrena auf sich, den violetten Stein zu erwähnen und Rorokpal holte die Kiste wieder unter dem Tisch hervor. Nun lagen beide Steine nebeneinander auf dem Tisch und die nächsten Sekunden würden zeigen, ob sie einen schrecklichen Fehler gemacht hatten...



Autor: Shikra Datum/Zeit: Sonntag 25 März 2018, 10:49
Quitura führte die Gruppe in ihr Zelt und hatte dabei besonders die Elfen gut im Griff. Die Zwerge schienen der Sache nicht ganz so zu trauen und hätte Shikra ein wenig mehr von ihrem Umfeld mitbekommen, hätte sie sich gewundert, dass Cranneg fast schon selbstlos zwei ihm fast fremde Elfen verteidigte.
Als sie die Hütte betraten änderte sich der Tagtraum der Heilerin, statt Sonnenschein und Wonne, Leid und Tod. Wie vom Blitz getroffen sah sie Bilder von dem Stein, von Egon, der verletzt versucht einen Ort zu erreichen, bei dem er Hilfe bekommen würde. Leider war Nighton zu weit weg.

Noch gefangen in ihrer Vision, bedankte sie sich halbherzig bei ihrer Gastgeberin für die Gelegenheit zu Rasten und das Angebot für Tee und Gebäck. Lethia sah ähnlich blass aus, wie sich die Waldelfe fühlte und fragte vorsichtig, ob Shikra auch etwas gesehen hatte. Ein wenig beruhigt, dass sie mit den Bildern nicht alleine war, nickte sie. "Falls Ihr den armen Egon in seinen letzten Stunden meint, ja."

Während sich die beiden Elfen noch über ihre Vision unterhielten, erklärte Syrena, dass sie hier im Raum seltsame Magie spüren konnte und zusammen mit Rorokpal konnten sie diese schnell ausmachen, der jungen Elfe ging das schon ein wenig zu schnell und richtig an Tempo gewann die Aktion als sich der andere Zwerg noch einschaltete. Doch Zeit zum Bestaunen der Fundsache fand die Gruppe nicht, denn der Stein wanderte schnell unter den Tisch, als Quitura zurückkam.

Shikra fühlte sich noch immer nicht richtig wach und ab der Geschichte mit den zwei Steinen plus Hüter plus passende Völker hatte sie zu wenig Interesse gezeigt, um jetzt groß mitreden zu können. Erst als die Wirtin aus Drachenauge Egon und die Umstände seines Todes erwähnte, fand Shikra ein paar unterstützende Worte. "Als wir vorher diese Hütte betraten, hatten Lethia und ich eine Art Vision, in der die Steine, der verletzte Egon und seine verzweifelte Suche nach Hilfe eine Rolle spielten. Das kann kein Zufall sein."

Der Mann und ihre Gastgeberin versuchten die Situation zu erklären und am Ende sah es so aus, als ob die Steine an ihren angedachten Aufbewahrungsort zurück müssten. Welche Aufgaben damit auf die Reisegruppe zukämen und welche Gefahren, war der jungen Heilerin noch nicht so ganz klar.
Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Sonntag 25 März 2018, 13:28
Sanft spürte Lethia eine Hand die ihre ergriff und ihr zu verstehen gab aufzustehen. Noch immer ganz in Trance versunken folgte die Elfe Quitura zur Hütte, während Erinnerungen vor ihrem geistigen Auge aufblitzten.

Sie war wieder mit Rorokpal im Keller der Kaserne und sah den toten Egon auf der Bare liegen. Die Elfe hörte wieder die sarkastische Stimme in ihrem Kopf, dass der Stein bestimmt nichts mit dem Tod des Mannes zu tun hat…
Dann spürte sie eine Art Verschiebung in ihren Empfindungen. Ihre Stirn legte sich in Falten. Dies waren nicht ihre eigenen Erinnerungen.
Sie sah ein brennendes Dorf. Es schien das Dorf mit den kegelförmigen Hütten zu sein. Dunkel gekleidete Angreifer brachten Zerstörung. Die Frau, aus deren Augen Lethia das Ganze sah, schaffte es gerade so sich vor einem der erbarmungslosen Angreifern zu verstecken. Sie hörte die Schreie ihrer Freunde. Als sie um eine Ecke trat spürte sie plötzlich ein Messer an ihrer Kehle und eine magische finstere Gestalt hinter sich. Alles wurde dunkel…

Die Bardin schreckte hoch. Mit aufgestellten Nackenhaaren saß sie an einem Tisch umgeben von ihren Mitreisenden. Verwirrt sah sie sich in der Hütte um und wunderte sich wo sie war. Neben ihr saß Shikra und sah ähnlich mitgenommen aus, wie sie sich selbst fühlte.
„Habt ihr das auch gesehen?“, fragte Lethia unsicher die andere Elfe. Diese nickte. Doch Shikra erwähnte etwas über Egon und seine letzten Stunden. So unterhielten sich die beiden Elfinnen über ihre Visionen.

Nebenbei suchten Rorokpal und Syrena nach einem magischen Gegenstand in der Hütte, der sie anzuziehen schien. Die Bardin sah, wie die beiden Frauen sich bemühten ein Dielenbrett unter der Liege zu lösen. Das Bodenbrett war jedoch hartnäckig und erst als Cranneg sein zwergisches Geschick bewieß, war die Diele lose und herausgehebelt. Zum Vorschein kam eine kleine Kiste deren Inhalt sich die Gefährten am Tisch ansahen.
Sie trauten ihren Augen kaum. Dort lag in strahlendem Violett der zweite Drachenyt aus der Geschichte des Wirts. Syrena wollte, dass sie die Kiste zurück legten, doch dazu fehlte die Zeit. Durch klapperndes Geschirr angekündigt betrat Quitura beladen mit Tee und Keksen die Hütte. Schnell ließ der Zwerg die Kiste mit dem Stein unter dem Tisch verschwinden.
Die Frau in dem lindgrünen Kleid versorgte alle mit Tee. Erst jetzt fielen der Bardin die elfenähnlichen Gesichtszüge der Frau auf und sie fragte sich, ob diese vielleicht eine Dryade sein könnte.

Da fragte Quitura ohne Umschweife nach einem magischen Gegenstand im Besitz der Gruppe. Lethia verschluckte sich an ihrem Kräutertee und hustete. Ihr wurde bewusst, dass sie den Stein, der eigentlich ihrer Gastgeberin gehörte unter dem Tisch versteckten. Sie griff sich schnell ein elfisches Gebäckstück und knabberte daran um beschäftigt zu wirken. Rorokpal schien sich angesprochen zu fühlen und zählte das Fläschchen und ein paar Wunschwürfel auf. Von diesen Würfeln hörte die Bardin zum ersten Mal.

Schließlich präsentierte die Heilerin den schwarzen Drachenyt. Noch bevor Quitura auf den Stein reagieren konnte betrat ein weiterer Dorfbewohner die Hütte. Der hochgewachsene und elegant wirkende Mann trug einen leichten Brustpanzer. Er blickte durch die Runde und wandte sich dann an Syrena. Er wollte ihre Absichten wissen. Die Gastwirtin erzählte von Egon und seinen mysteriösen Todesumständen, sowie dass die spärlichen Hinweise die kleine Gruppe hierhergeführt hatten.

„Da Ihr das Gegenstück zu dem Stein besitzt, den Egon bei sich hatte, wisst Ihr vielleicht auch was mit ihm geschehen ist? Warum musste der arme Mann sterben?“, fragte Syrena und die Kiste mit dem violetten Stein wanderte ebenfalls auf den Tisch.

Die beiden Fremden erzählten die Geschichte ihres Volkes. Sie waren die Hüter der Steine. Eines Tages wurden sie von einem anderen Volk überfallen und fast komplett vernichtet. Ihre Geschichte klang vertraut, denn einige Details hatten sie bereits vom Wirt der Singenden Nymphe gehört.

„Das brennende Dorf…“, sagte die Bardin mit erstickter Stimme und Quitura nickte traurig.

Der Krieger beschrieb, wie die verbliebenen Dorfbewohner es schafften die nach dem Kampf übrig gebliebenen Angreifer in der Höhle von Thungatha zu bannen. Die beiden Hüter wandten sich hoffnungsvoll an die Gruppe.

„Jetzt da die beiden Steine zu uns zurückgekehrt sind, müssen sie an ihren angestammten Platz gebracht werden. Könnt ihr uns dabei helfen?“

Lethia erschauerte bei dem Gedanken an die Wesen aus Quituras Erinnerung.
Autor: Kaira Datum/Zeit: Montag 26 März 2018, 19:27
~~Runde 11~~

Auf die Frage hin, was denn das Magische sei, dass die Reisenden mitführten, wurde ihr, nach einiger Umschweife und Erzählungen über magische Würfel, tatsächlich der schwarze Stein entgegen gehalten. Quitura machte große Augen und schaute sie dann erschreckt an, ob sie wohl jedem einfach so einen solchen Schatz gezeigt hätten? War er in ihrer Hand womöglich in Gefahr? Allerdings hatte bisher alles darauf hingedeutet, dass sie es mit halbwegs vertrauenswürdigen Personen zu tun hatte. "Ja das ist er...so lange war er verschollen. Welchen Weg er wohl gegangen ist...Erzählt, welchen Weg ist der Stein gegangen, bevor er in eure Hände fiel?"

Doch dann  stürmte ein Krieger durch die Tür hinein, aufbrausend wie er war, fragte er sie direkt nach ihren Absichten. Die Reisenden berichteten von einem Verstorbenen, bis dann jemand von ihnen auch den violetten Stein auf den Tisch legten. Verblüfft von der Ehrlichkeit der Reisenden, sah der Krieger ein, dass er sich in ihnen getäuscht zu haben schien. Er sah die beiden Steine und wechselte verheißungsvolle Blicke mit Quitura aus. Dann richtete er seinen Blick wieder auf die Frau mit dem Stab. "Ich habe Euch wohl falsch eingeschätzt. Entschuldigt. Zieht ihr in Betracht, die Steine an ihren rechtmäßigen Platz zu bringen werte Dame?" Quitura richtete einen ernsten Blick an den Krieger, der sich mitlerweile als Zeno vorgestellt hatte. "Du weißt Zeno, dass dies ein schweres Unterfangen ist, es wird einiges an Mut erfordern. Aber ja, sie haben es bis hier her geschafft und zeigen sich als vertrauenswürdig." Dann richtete sie ihr Wort an die Gruppe für eine Erklärung. "Die Steine gehören in die Höhle von Thungata, doch dieser Ort wird von unserem ärgsten Feind bewacht, sie sind magisch durch uns an diesen Ort gebunden worden, doch wir zwei sind nicht genug, um sie zu bezwingen. Dieser Bann ist auch der Grund für unsere Anwesenheit." Damit deutete sie auf sich und Zeno.

Quitura setzte sich auf einen eleganten Holzstuhl am Tisch und begann dann genau zu erzählen, um was es sich bei den Steinen handelte: "Zagyr und sein Volk haben diese beiden Steine in den tiefen Stollen von Krygath gefunden. Zu dieser Zeit konnten sie Wünsche erfüllen sobald sie gleichzeitig im Besitz einer Person waren. Dieser Fund erzeugte große Zwietracht zwischen den Zwergen und zu dem Verfolgen habgieriger Wünsche. Es brach ein Krieg in diesem Volk aus bei dem sie ihre eigenen Männer töteten. Im rechten Moment besann man sich und band die wunscherfüllende Macht an den Ort Thungata. Unser Volk wurde erwählt darauf aufzupassen, diese Steine vor den falschen Wesen fern zu halten. Sehr viele Jahre ging dieser Plan auf und wir lebten in Frieden. Denn solange man nicht einen der beiden Steine besaß..." nun blickte sie in die Gruppe. "...würde man den zweiten nicht finden können. Doch es gab eine Schwachstelle in diesem Plan. Zagyr wurde gefunden, sein Verstand durchforstet und dieser Ort war nicht mehr sicher. Die Gier trieb sie her und brachte Tod und Unheil über unser Volk."

Diese Worte ließ sie erst einmal wirken bevor sie weiter fortfuhr: "Wir Hüter des Steines sind nun nicht mehr zahlreich genug, um sie zu bekämpfen. Wie ihr vielleicht bemerkt habt, gehöre ich zudem weder dieser noch der jenseitigen Welt an. Ich stehe dazwischen, da mich unsere Magie und unser Auftrag im Namen unseres Volkes an die Höhle bindet. Niemand ist seit jeher in unsere Heimat mit dem vermissten Stein vorgedrungen, denn nur aufgrund der Anwesenheit des Steines, könnt ihr mich sehen. Dieser Mensch, der den Stein vor euch hatte, hat wohl nichts von dem zweiten Stein gewusst als er zur Höhle ist, sonst hätte sein Erfolg, die Höhle zu öffnen, unvorhersehbare grausame Folgen für das ganze Land gehabt!"

Zeno bot ihnen an sie zu begleiten, wenn sie bereit wären, zur Höhle zu gehen, um den Stein an seinen rechtmäßigen Ort zu bringen. Er erklärte ihnen, dass der Wunsch, der im Herzen vorherrschte, durch die Steine erfüllt werden konnte. Er erklärte, dass es sein Wunsch war, die Steine und ihre Magie vor allen Übeltätern zu bewahren und die Angreifer der Vergangenheit zu besiegen, sodass der magische Geist seiner Schwester Frieden fände. Daher  würde es ausschließlich notwendig sein, die Angreifer, die sie in der Höhle erwarteten abzulenken.

Der Krieger war äußerst erfreut über die Bereitschaft der Reisenden, ihm bei dem Vorhaben zu unterstützen. Wohl konnte er einschätzen, dass, nicht alle der Reisenden Waffen bei sich trugen. Daher brachte er vor dem Aufbruch einen Bogen für Lethia. Der etwas in die Jahre gekommene Bogen hatte organisch geformte Verzierungen. „Er hat schon viele Kämpfe bezeugt“, war Zenos Kommentar als die Elfe die Waffe musterte, „könnt ihr mit dieser Waffe umgehen?“

„Brauchen wir sonst noch etwas?“ Fragte er in die Runde als er eine Lampe und Verpflegung für den Weg bereitstellte für die Reise. „Die Höhle befindet sich nicht weit von hier, wir sollten noch heute losgehen, wenn ihr nichts dagegen habt.“

Zeno nahm den violetten Stein an sich,  und führte die Gruppe an, da er den Wald kannte und wusste an welchen Stellen man vorsichtig sein musste. Je länger sie durch den Wald gingen, desto intensiver pulsierten die beiden Steine. Wurden sie gemeinsam gehalten, wandelte sich der für magisch Begabte zu sehende gleichmäßige Glanz wieder in eine Lichtschnur um.
Nach einer guten Stunde Wanderung wandelte sich die Erscheinung des Waldes langsam in einen Nadelbaum dominierten. Der Wald bestand aus hochgewachsenen dichten Nadelbäumen und wurde zunehmend dunkler, denn die schweren Nadelbäume verdeckten den Blick gen Himmel vollständig. Die Nadeln verströmten ihren Duft. Der Boden auf dem sie liefen war überseht von Baumnadel und so lies es sich wandern wie auf Wolken. Ab und zu ragte felsiges Gestein durch die Nadelecke. Je näher sie diesen Felsen kamen desto stärker wurde das Pulsieren, bis sie vor einer ganzen Felswand standen und ein schmaler und hoher Höhleneingang sich vor ihnen öffnete. Stieg man einige wenige Meter in eine Senke, konnte man durch diesen sich in die Höhe erstreckenden Spalt  in die Höhle eintreten.
Wer sich die ersten Meter in die Höhle wagte würde ab und an seinen Kopf beugen müssen und sich sehr bald gezwungen sehen eine Abzweigung zu wählen. Doch das Pulsieren der Steine konnte sicher den Weg weisen.

Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Freitag 30 März 2018, 14:49
Irgendwas mit Steinen und eine Höhle. Diese Geschichte schien wie gemacht für Zwerge zu sein. Den Goldschatz, den er sich zu Beginn erhofft hatte war in weite Ferne gerückt und den Magie-Teil hatte er zugegebenermaßen nicht ganz verstanden. Doch er sah auch nicht ein, warum sie alle ihr Leben auf's Spiel setzten sollten für... die Rettung der Welt - oder so ähnlich.

Er hatte seinen Gedankengang noch nicht zu Ende gedacht, als er gegen Rorokpal lief. Die Gruppe war abrupt stehen geblieben und sie standen vor einer Höhle. Kalkstein , dachte er beiläufig. Das musste ihr Ziel sein. Zum Glück hatte er zwei Fackeln mitgenommen. Er setzt seinen Rucksack ab, kniete sich auf den Boden und kramte etwas darin herum. Neben dem sperrigen Backblech lagen die zwei Fackeln. Er griff sich eine und wollte schon den Rucksack wieder schließen, als sein Blick auf Cranneg fiel. Je mehr Licht sie hätten desto besser, dachte er sich und holte die andere Fackel auch noch hervor. Als der andere Zwerg gerade hinschaute warf er sie ihm zu.

Als Zero Anstalten machte in die Höhle zu gehen fiel ihm plötzlich auf, was seiner Zwergennatur widersprach: "Hey, Zero!", rief er. "Wir helfen ja gerne. Doch es scheint eine ziemlich gefährliche Angelegenheit zu sein, in die du uns da hineinziehst. Wie sieht es mit einer Belohnung aus?"
Autor: Shikra Datum/Zeit: Sonntag 01 April 2018, 16:48
„…sonst hätte sein Erfolg, die Höhle zu öffnen, unvorhersehbare grausame Folgen für das ganze Land gehabt.“ Mit diesem Satz von Quitura beschäftigten sich Shikras Gedanken noch eine Weile, nachdem sie unter Zenos Führung aufgebrochen waren.

Es war sicher in ihrem Sinne, Steine, die Kriege, Zerstörung und Mord auslösen konnten sicher  zu verwahren. Selbst die Steine zu nutzen kam ihr zwar auch kurz in den Sinn, aber diese Idee lehnte sie ab. Sie wollte keine Magie nutzen, die so leicht destruktiv wirken konnte. Sie selbst hatte erfahren müssten, dass eine solche Zauberei, selbst wenn sie mit gutem und Vorsatz gewirkt wurde, am Ende nur Leid und Trauer verursachte.
Aber wenn es so gefährlich war, diese  Höhle zu öffnen, warum wollten sie dann gerade die Steine dort wieder sicher verwahren. Die beiden Hüter waren überzeugt, dass das der richtige Weg sei, aber in der Elfe regte sich Zweifel daran. Nachdem Syrena und Lethia sich bereit erklärt hatten, den Krieger zu begleiten, gab sich die junge Heilerin einen Ruck und schloss sich der Gruppe an. Das Zögern der Wirtin war ihr dabei nicht entgangen und so sprach sie die hübsche Heilerin während ihres Weges durch die Wälder an: „Seid Ihr überzeugt, dass wir hier das Richtige tun?“ Sie erhoffte sich von Syrena wohl eine Art Bestätigung, dass es eine kluge Entscheidung war, Zeno zu begleiten.

Es war faszinierend zu beobachten, wie sich immer wieder die Lichtschnur zeigte, wenn sich die beiden Träger der Steine nahe kamen. Dieses beeindruckende Lichtspektakel und der angenehme Duft der Nadelbäume beruhigten Shikras Gemüt wieder ein wenig. Sie hatte ihre eigenartige Trance, die Vision und die Entscheidungsfindung, ob sie Zeno unterstützen würden, überwunden.
Jetzt war sie mit ein paar anderen mutigen Abenteuern in einem wunderschönen Wald, der langsam immer felsiger wurde, unterwegs, um magische Objekte davor zu schützen, weiterhin Unheil anrichten zu können.

Der Eingang zu eben jener Höhle war verborgen in einer Felsenwand versteckt. Die Zwerge rüsteten sich mit Fackeln aus, um wohl als Erste in den Spalt zu treten. Fast amüsiert dachte die Elfe darüber nach, dass die beiden dafür auch die besten Voraussetzungen mitbrachten. Sie selbst nahm ihren Rucksack von der Schulter, löste den Bogen aus seiner Verschnürung und holte Pfeile hervor. Dann kam der Rucksack wieder auf den Rücken. Als erste wollte sie nicht in die Höhle eintreten, daher fragte sie in die Runde „Und wie geht es jetzt weiter? Gehen die Fackelträger voran, oder besser Zeno mit dem Stein?“ Syrena wollte sie nicht in vorderster Front wissen. „Mit meinem Bogen kann ich versuchen euch den Rücken freizuhalten, oder ich kann hier auf einen Baum klettern und einen Rückzug decken, wenn es nötig ist.“ Ein wenig von sich selbst überrascht, wie überlegt sie an die Sache herangehen wollte, blickte sie fragend in die Runde. 

Etwas Zweifelndes nahm ihr Blick an, als der eine Zwerg nach einer Belohnung fragte. Das war wieder so typisch. Alle waren hochkonzentriert dabei zu Überlegen, wie sie die nächsten Stunden überleben würden und dieser Bäcker dachte an Gold und Reichtum. Die Waldelfe schüttelte kurz den Kopf. Und der andere Zwerg zog bei jeder Gelegenheit gleich seine Waffe, wobei ihnen das jetzt vielleicht sogar helfen würde.
Rorokpal erweckte den Eindruck, als ob sie sich auf eine Auseinandersetzung fast freute und bei den anderen konnte die Elfe nicht einschätzen, was sie gerade dachten.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Montag 02 April 2018, 11:28
"Warum endet jede Reise eigentlich immer in einer dunklen, gefährlichen Höhle?" fragte Rorokpal die beiden Zwerge, die ihrer Gruppe mit Fackeln und Axt bewehrt voranschritten. Damit bezog sie sich natürlich auf die Schmugglerhöhle, die sie zuletzt auseinandergenommen hatten. Von ihrem ursprünglichen Tatendrang schien derzeit nicht viel übrig zu sein und so lief sie nervös neben Zeno, der den violetten Stein trug. Immer, wenn sie sich besonders nah waren, wurde aus den zwei individuellen Lichtkreisen der Steine wieder eine Lichtschnur, die den Weg in die Höhle zeigte.

Den schwarzen Stein in der linken Hand und ihren Kampfstab in der rechten und dem Rucksack auf dem Rucken war sie für eien Überraschungsangriff ein denkbar günstiges Ziel. Allerdings ...
... Halten wir schon einen prächtigen Feuerball auf Abruf, der jederzeit alles in dieser Höhle in ein Häuflein Asche verwandeln könnte! versprach Feuer und ließ Rorokpal an seiner Zuversicht teilhaben. Als Element musste man körperliche Schäden nicht fürchten ...

Links abbiegen, rechts abbiegen - hoffentlich fanden sie den Weg auch ohne die Steine zurück. Da war es immer gut, Zwerge dabei zu haben.
Autor: Darius Datum/Zeit: Montag 02 April 2018, 15:58
Eine Höhle voller Feinde, an deren Ende jedoch ein Schatz winkte. Selbst ein vorsichtiger Zwerg musste da nicht lange überlegen, selbst wenn er Bedenken gegenüber dem fremden Elfen hatte. Elfen konnte man nie ganz trauen, das hatte ihm sein Vater immer eingeschärft. In einem Moment taten sie ganz freundlich, im nächsten wurden man von Pfeilen durchlöchert!
Hastig riss er sich von diesen missmutigen Gedanken los. Immerhin waren da auch noch Rorokpal uns Syrena, sowie Beerli, den er ja nicht einfach im Stich lassen konnte. So verlies er mit ihnen die Hütte, froh darüber diesen gruseligen Ort hinter sich lassen zu können. Über die Tatsache, dass sie von einem Geist bewirtet worden waren, wollte er lieber nicht so genau nachdenken...

Das weiche Gras gab unter seinen Stiefeln nach, als er dem überwuchterten Pfad zu ihrem Ziel folgte und gerade rechtzeitig stehen blieb, um nicht wie Beerli mit Rorokpal zusammenzustoßen. Das dunkle Loch vor ihnen hatte kaum Ähnlichkeite mit den sorgfältig angelegten Stollen seiner Heimat, da er keine Anzeichen von Bearbeitung sehen konnte. Soweit er es von außen einschätzte, war es eine natürliche Höhle, wie sie öfters von Tieren bewohnt wurde. Ein Blick zu Beerli genügte, dass er gerade noch die Fackel fangen konnte, welche dieser ihm zuwarf. "Danke.", grummelte er und nickte dem Bäcker zu. Als einer der Ersten betrat er die Höhle, die Fackel hoch erhoben, um mehr Licht zu ins Dunkel zu bringen. Hier und da meinte er dann doch Anzeichen zu sehen, dass diese Höhle vor längerer Zeit einmal einem Zweck gedient hatte... und einige Kampfspuren waren auch noch zu sehen, vorallem Kratzer und Kerben von Waffen, die gegen den Kalkstein getrofffen waren.

Tiefer und tiefer ging es unter der Anleitung von Zeno, links bei der ersten Abbiegung und wieder links bei der zweiten Gabelung des Weges, bis die engen Gänge sich wieder in eine Aushöhlung verbreiterten. Umsichtig hielt er ein Auge offen für Vertiefungen oder winzige Risse, welche Anzeichen für Fallen, Meschanismen oder verborgene Zugänge verstecken mochten. Man wusste ja nie, mit was man rechnen musste. "Scheint vorerst sicher zu sein", teilte er den Nachfolgenden über seine rechte Schulter mit, nachdem er versuchsweise einige Stellen im Fels mit seinem Hammer abegklopft hatte. Neben einfachen Fallen konnte auch der Stein selbst nachgeben.. und er hatte schon mehr als einmal die Folgen eines Grubenunglücks gesehen.

"Was jetzt Zeno? Ihr kennt diese Höhlen besser als wir.",  fragte er den Elfen scharf. "Müssen wir gegen diese Feinde von euch kämpfen oder gibt es einen geheimen Weg zu dem Anderen Stein?"
Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Montag 02 April 2018, 21:59
Die Gruppe hatte beschlossen sich die Höhle mit Zenos Hilfe einmal an zu sehen. Wahrscheinlich würden sie, wenn sie schon einmal dort sind, die Steine auch zurück an ihren Platz legen. Der Krieger hatte bemerkt, dass von den Abenteurern nur Lethia nicht bewaffnet war. Er brachte einen Bogen aus den Waffenbeständen des Dorfes und reichte diesen der Elfe.
Die Bardin nahm den Bogen entgegen und musterte ihn. Er war mit Pflanzenmotiven verziert und die Elfe fuhr mit ihren Fingerspitzen einige geschnitzte Efeublätter nach. Viele Hände hatten den Griff glattpoliert und so schmiegte er sich sanft in die elfische Hand. Probeweise spannte sie die Sehne. Es überstieg ihre Kräfte nicht. Lethia nickte als Zeno sie fragte, ob sie mit dieser Waffe umgehen könne. Er gab ihr zu dem Bogen noch einen Köcher mit 20 weißbefiederten Pfeilen.

Mit Zeno an der Spitze verließen sie das Dorf nach kurzer Vorbereitung. Während der Wanderung durch den Wald dachte die Bardin über Quitura nach. Was musste das für starke Magie sein, die sie hier festhielt. Sie hoffte inständig, dass die Gefährten den beiden Hütern helfen konnten. Quitura sollte Frieden finden. Die Gedanken über Zeno und seine Schwester ließen Lethia auch wieder an ihre eigene Familie denken. Mehrfach wanderte ihr Blick auf die beiden Steine, welche sich in Rorokpals und Zenos Besitz befanden.
Ob sie mir helfen können mich daran zu erinnern was passiert ist? , fragte sie sich. Bestimmt. Doch will ich das wirklich?
Sie schob diese Gedanken beiseite. Hier ging es nicht um sie selbst, sondern um die Hüter und die magischen Steine. Sie war nun in einem Abenteuer und musste sich auf die Aufgabe vor ihr konzentrieren um es mit ihren Gefährten zu überleben und später davon berichten zu können.

Gerade als sie sich ein Herz gefasst hatte, um sich bei Zeno noch weiter nach der Höhle und den Gegnern zu erkundigen, waren sie auch schon angekommen. Vor ihnen ragte eine massive Felswand auf in der ein schmaler und hoher Höhleneingang in die Dunkelheit führte. Die Anderen bereiteten sich darauf vor in die Höhle zu gehen. Der Bäckerzwerg holte Fackeln aus seinem Rucksack und teilte diese mit dem anderen Zwerg. Die Bardin blickte in die Höhle und erschauerte.
Hier also hat der arme Egon sein Ende gefunden.
Die Dunkelheit vor ihr war alles andere als einladend. Als sie wieder an die Gegner und ihre dämonische Aura dachte, wandte sie sich an Zeno. „Sagt Zeno, wisst ihr wie viele Gegner uns dort drinnen erwarten?“

Wie Shikra, bewaffnete sich auch Lethia mit ihrem Bogen.
"Ich denke auch, das Zeno mit dem Stein und auch wenigstens einer der Herr Zwerge mit einer Fackel voran gehen sollten.", stimmte sie der elfischen Heilerin zu. "Ich werde mit meinem Bogen die Nachhut bilden und euch hinein folgen.", sagte sie fest und unterdrückte das mulmige Gefühl.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Montag 02 April 2018, 22:20
Syrena sah ihre Gastgeberin mit großen Augen an, als diese die Geschichte der Steine erzählte.

Ihr meint also Egon ist zu der Höhle von Thung... wie auch immer gegangen und deshalb gestorben?

Sie verstand es immer noch nicht so richtig. Woher hatte Egon gewusst, wo die Höhle lag? Die Lichtschnur des Steines konnte ihn nicht dorthin geführt haben. Und woran war er gestorben? Hatten die Geister oder was auch immer in der Höhle lauerte ihm das angetan? Auch verstand sie nicht warum die Steine ausgerechnet in die Höhle zurück sollten, wo doch dort die Feinde dieser beiden Wächter lauerten – sie lieferten ihnen die Steine so ja quasi auf dem Silbertablett. Hilflos schaute Syrena von einem zum Anderen. Sie bemühte sich stets das Richtige zu tun, nur war sie gerade nicht sicher, was denn im Moment das Richtige war. Schließlich entschied man sich dazu die Steine zurück an ihren angestammten Platz zu bringen. Syrena fühlte sich dabei nicht gerade wohl in ihrer Haut, war aber froh darüber das Shikra, Rorokpal, Beerli, Cranneg und Lethia sie begleiten wollten. Trotzdem war die Wirtin den langen Marsch über recht schweigsam und angespannt. Sie würde in der Höhle keine große Hilfe sein, denn sie war keine geübte Kämpferin und hatte auch nicht vor eine zu werden, auch wenn Christian ihr einige Tricks im Umgang mit dem Kampfstab gezeigt hatte. Deshalb lächelte sie Shikra dankbar zu, als die Elfe vorschlug das einer der Zwerge vorgehen sollte.

Wenn Du willst kann ich den Stein für Dich tragen Zeno, ich denke Du bist ein besserer Kämpfer als ich. Dann bleibe ich in der Mitte.

So würde sie die Gefährten unter Umständen zumindest mit ihren Heilzaubern unterstützen können.
Autor: Kaira Datum/Zeit: Dienstag 03 April 2018, 13:36
~~Runde 12~~

Sie hatten die Höhle gerade erreicht und Zeno wollte die Lage erkunden, da er schon lange nicht mehr dagewesen war. Die Änderung der Atmosphäre, die durch die Bannung stattgefunden hatte, hatte ihn nicht gereizt. Einer der Zwerge richtete das Wort an ihn und fragte, wie es für die Zwergennatur wohl üblich war, danach was für ihn dabei herausspringen könnte. Zeno verzog etwas seine Miene als er fälschlicherweise Zero genannt wurde, entschloss sich dann aber es einem schlechten Namensgedächtnis zuzuschreiben und nicht willentlicher Unhöflichkeit. Mit einem Grinsen wandte er sich dann zu dem Zwerg um. „Werter Zwerg, ich kann nichts von Seiten der wunscherfüllenden Steine garantieren, da ich sie selbst nie gebraucht habe. Doch ich würde empfehlen, werde dir deinem Wunsch bewusst, er erfüllt sich heute Abend möglicherweise. Also wähle weise!“ fügte er als eine Warnung noch weiter hinzu. „Ansonsten, sollte die Steinmagie wider Erwartung nicht funktionieren, so wirst Du zumindest in den goldenen Büchern deiner Ahnen als ein ehrenwerter Zwerg vermerkt sein.“ Zwar wusste Zeno nicht genau, ob es tatsächlich solch ein Buch für das Zwergenvolk gab, doch sicher würde das Bild ausreichen, um seine Botschaft rüber zu bringen. Er beobachtete das Gesicht des Zwerges, würde die Neugier und die angeborene Sehnsucht nach Reichtümern in ihm überwiegen, oder würde er zurückschrecken?

"Es gibt zwei Möglichkeiten, die Halle zu erreichen, ich schlage den direkten Weg vor, der andere ist mühsamer.Seid einfach vorsichtig und berührt nichts." schlug Zeno der Gruppe vor. Nachdem sie eine Art Eingangshalle erreicht hatten und die Steine eine eindeutige Richtung wiesen, gingen sie hintereinander durch den niedrigen Gang, der nicht mehr zu enden schien. Eine gefühlte Ewigkeit ging es die kalten Felswände entlang tiefer hinein. Die Luft wurde immer kühler und ihre Schritte hallten durch den Gang. Einmal zweigte ein Weg rechts des Ganges ab bevor sie dann endlich in einer Art Vorhalle ankamen und sich wieder strecken konnten. Zeno stellte seine Lampe ab und setzte seine Hand an den Schaft einer Waffe, sich aufmerksam umblickend und den anderen andeutend, dass sie besser leise sein sollten. Als er sich vergewissert hatte, dass die Halle sicher war, entspannte er sich wieder. Eine Kälte ging von diesem Ort aus, die nicht allein der Höhle zu verschulden war. Sie ließ Zeno ließ sich schütteln und so rieb er sich mit den Händen seine Oberarme. Er übergab Syrena nun als die auserchorene Steinträgerinnen seinen violetten Stein. Man konnte das Pulsieren des Steins nun deutlicher wahrnehmen als je zuvor, es war fasst so als würde auch das Blut anfangen, im ganzen Körper zu pulsieren, wenn man die Steine hielt. Zwar war die Lichtschnur nur für das magischen Auge zu sehen, doch das Pulsieren konnte auch ein nicht magisches Wesen in der Nähe der Höhle sowie darin wahrnehmen. Zeno führte Syrena an eine Felswand und zeigte ihr eine Vorrichtung die der Form der beiden Steine entsprach. „Hier ist eine Vorrichtung, dort müssen die beiden Steine für einige Sekunden hineingepresst werden, dann öffnet sich ein Tor.“ Flüsterte er ihr leise zu. „Aber noch nicht jetzt, lass uns erst wieder zu den anderen gehen und uns formieren.“ Nun da Zeno aufhörte zu sprechen, konnte Syrena und jeder der dicht bei ihnen stand eine Art Flüstern hören, das von der anderen Seite der Wand stammte. Und nicht nur das, kratzte da etwas an Stein? Es waren allerdings nur sehr schwache Geräusche, die von tropfendem Wasser übertönt wurden.

Zurück bei den anderen, richtete er das Wort an die Gruppe. „Seid ihr soweit? Wenn Syrena mit den Steinen das Tor öffnet, müssen wir unser bestes geben, die Angreifer abzulenken. Ich werde vorne weg laufen und ihr so den Weg frei halten, unterstützt mich jemand dabei? Wer bildet die Nachhut?“ Er wartete auf die Ideen der anderen, dann fuhr er fort „Syrena, du wirst einen Altar innen finden, dort platziere die Steine, dann haben wir es geschafft.“ Er lies die Gruppe sich besprechen, dann erläuterte er: „Diese Wesen waren einst Menschen, die um sich möglichst unbesiegbar zu machen, dunkle Zauber an sich ausprobiert haben. Man sagt, ein dunkler Magier hätte sie dabei unterstützt. In diesem Prozess haben sie sagen wir....leichte Ähnlichkeit mit Win'dhaza Firgra erhalten, daher die Kälte hier. Alle Zauber, die Wärme oder Licht spenden oder Dämonen vertreiben, werden sich besonders effektiv gegen sie zeigen. Je beschäftigter wie sie halten, desto schneller kann Syrena das ganze beenden".

Nachdem die beiden Steine in die Einkerbungen gehalten wurden, dauerte es einige Sekunden, ehe ein Grollen der Steine die Öffnung der Tür ankündigte. Kaum war sie einen Spalt auf, stürmte eine schwarze Gestalt auf sie zu, prallte gegen eine unsichtbare Wand und grölte ehe sie sich wieder in die Dunkelheit zurückzog. Zeno ging vorweg und hielt Syrena an der Hand, um sie nicht zu verlieren.  Eine Kälte und Düsternis umgab sie. Und vollkommene Stille. Das war zu leicht. Dann konnte jeder in seinem Innern eine zweifelnde Stimme hören.

Wo waren die Angreifer? Vielleicht gab es ja gar keine, Es ist geradezu lächerlich was ihr hier tut. Die Steine auf den Altar bringen, was eine blödsinnige Idee, unnötig, wofür? So wichtig war das doch gar nicht, es tat niemandem weh es nicht zu tun. Und Wünsche erfüllen können diese Steine sowieso nicht. Steine glitzern allerhöchstens. Man sollte einfach wieder zurückgehen und die Steine am besten hier vergraben und froh sein, dass man noch am Leben war. Warum sollten Zwerge Menschen helfen, wenn es nicht einmal Gold gab? Und Elfen in einer Höhle…wie schön warm und hell war es doch über der Erde!

Zeno hielt Syrena fest an sich, sodass sie selbst wenn sie gewollt hätte nun nicht mehr weg konnte. „Kommt, weiter“, richtete er an die anderen, um sie aus einer möglichen Trance aufzuwecken. Seine Entschlossenheit war stark genug, um nicht auf diesen Trick hereinzufallen. Als sie dann einen Altar ausmachen konnten, der sich einige Meter vor ihnen befand, schien die Stille in sich zusammenzubrechen, ein Flüstern breitete sich im ganzen Raum aus ohne einen erkennbaren Ursprung zu haben. Begleitet von einem Zischen und einer Kälte traten nun Angreifer an sie heran. Zuerst wurde Zeno von einer dunklen Gestalt angegriffen. Das Klirren von Schwertern, die gegeneinander schlugen war deutlich zu hören. Die hohen Töne hallten an den Steinwänden wider. Urplötzlich legte sich eine kalte Hand auf die Schulter Beerlis. War in ihr überhaupt noch Leben? Sie war eisig und blass. Ihre Schwere und Kälte schien sich durch seine warme Haut hindurchbohren zu wollen. Drehte sich Beerli um, blickte er in das grinsende und blasse Gesicht einer vermummten Gestallt mit eisblauen Augen. Ein Wahnsinn leuchtete darin und ein höhnisches Lachen folgte, als er nun mit der anderen Hand ausholte, um ihn mit einem Dolch anzugreifen.

Stand man am Eingang der Höhle, konnte man zwar nur schwer etwas erkennen, befand sich aber auch in Sicherheit, denn die Angreifer konnten den Raum nicht verlassen. Eine Gestalt versuchte es dennoch und prallte erneut gegen eine unsichtbare Wand. Er versuchte dann einen Wurfdolche in die Vorhalle zu schicken und diese konnten tatsächlich hinaus.

Es waren nur wenige Meter, die Syrena noch vor sich hatte bis sie bei dem Altar ankommen würde. Man konnte die runde Steinplatte mit Rankenverzierungen bereits sehen. Dort würde sie erneut eine Einkerbung für die beiden Steine finden. Zeno hatte sein Schwert gerade tief in die Brust eines Angreifers gepresst. Auf seinem Schwert schienen einige Runen magisch zu glühen und kurz darauf fiel der Angreifer zu Boden. Doch zur gleichen Zeit kamen zwei weitere Angreifer auf ihn und Syrena zu gerannt. Einer begann, ein magisches eisblaues Licht in seinen Händen zu formen, der Andere hielt ein Schwert in seiner Hand.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Dienstag 03 April 2018, 20:34
Bei den Worten Zenos wurde Beerli flau im Magen. Der Kerl meinte es wirklich ernst mit dieser Stein-zu-Stein-Sache. Aber was sollte er sich wünschen? Er war trotz aller Gerüchte über Zwerge niemand, der nach Ruhm, Ehre oder Reichtum strebte. Eigentlich wollte er nur Brot backen und jeden Morgen den Duft von frischen Brötchen in der Nase haben. Vielleicht eine hübsche Zwergenfrau und viele Kinder? ... Irgendwann einmal - aber bloß nicht jetzt und schon gar nicht hier. Daher machte er nur ein grimmiges Gesicht, entzündete seine Fackel und lief in die Höhle. Dass er sich insgeheim wünschte zu seinem Heimatgebirge und seinem Cousin Zogrim Salzbier zurückzukehren, den er in Nighton sehr vermisste, ignorierte er gekonnt.

Bis auf die angespannte Stimmung, die viele Magie um ihn herum und die Elfen, die hinter ihm her gingen, fühlte er sich ausgesprochen wohl. Er freute sich sogar mal wieder eine Höhle von innen zu sehen. Die Freude hielt jedoch nicht lange an, als er kurz nach dem Eingang auf einen Stein trat, der unter seinem Gewicht nachgab. Das anschließende Geräusch dazu verhieß nichts Gutes. Beerli hörte es, bevor er es sah und als er es sah war es zu spät. Der Boden unter ihm brach auf und er fiel mehrere Meter tief in eine Grube.

-6 LP

Als er unten an kam galt sein erster Gedanke Cranneg, der vor ihm gelaufen war und wohl zu geschickt war, um eine Falle auszulösen und leider zu dumm, um sie zu bemerken [ sorry Darius... Beerli ist gerade sauer auf dich - das gibt sich sicher wieder ]. Sein zweiter Gedanke galt seinen inneren Organen und Rippen, die sich alle einmal im Kreis gedreht hatten und nun mit Sicherheit nicht mehr an ihrem Platz waren. Wie schnell starb man eigentlich an inneren Blutungen? Er stand stöhnend auf, wartete kurz bis sich nicht mehr alles um ihn drehte und der Schmerz nachließ. Zum Glück hatte es die Fackel überstanden. Er hob sie auf und leichtete nach oben. "Hat jemand ein Seil dabei?", rief er den anderen zu.

Als Antwort kam ein Seil hinunter, dass starke Ähnlichkeit mit langen Haaren hatte. Beerli griff danach und lies sich aus der Grube ziehen.

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Nachdem sie eine größere Halle erreicht hatten bereiteten sie sich auf einen Angriff vor. Dass die Wesen hier einst Windhasen waren und aus Würgra stammten, verwirrte Beerli zwar, aber er hinterfragte die Worte von Zeno nicht.

Wenig später hatten die Steine ihren Platz gefunden und es kam so, wie Zeno ihnen gesagt hatte. Zuerst hörte Beerli ein Flüstern, dass aus den Wänden zu kommen schien. Dann wurden sie angegriffen. Er hätte mehr üben sollen , dachte er sich an diesem Tag bereits zum zweiten Mal, als sich eine kalte Hand auf seine Schulter legte. War in ihr überhaupt noch Leben? Sie war eisig und blass. Ihre Kälte schien sich durch seine warme Haut hindurchbohren zu wollen. Der Zwerg drehte sich abrupt um und blickte direkt in das grinsende und blasse Gesicht einer vermummten Gestalt mit eisblauen Augen. Ein Wahnsinn leuchtete darin und ein höhnisches Lachen folgte, als er nun mit der anderen Hand ausholte, um ihn mit einem Dolch anzugreifen. Er konnte gerade noch ausweichen, weil ein Pfeil von irgendwo angeflogen kam und die Gestalt direkt in den erhobenen Arm traf. Das gab Beerli genug Zeit, um stattdessen seine Axt zu heben und zuzuschlagen. Trotz ein paar gebrochener Rippen, gelang ihm der Schlag ziemlich gut. Sein Angreifer ging zu Boden. Der Zwerg richtete sich wieder auf und schaute sich um. In dem Moment lief Syrena gerade auf den Altar zu. In wenigen Metern hätte sie es geschafft.

Autor: Myriel Datum/Zeit: Freitag 06 April 2018, 22:59
Nachdem sie die Höhle betreten hatten mussten sie einen schmalen Gang durchqueren, der nicht sonderlich hoch war. Also ging es gebückt im Gänsemarsch hintereinander her. Irgendwann hörte sie etwas poltern: Beerli hatte eine Falle ausgelöst die Cranneg wohl übersehen hatte und saß nun in einer Fallgrube fest. Syrena kniete sich an den Rand und sah hinunter:

Ist Dir etwas passiert Beerli? Sind alle Knochen noch heil?

Zum Glück war dem Zwerg nichts schlimmes passiert und er würde wohl nur ein paar blaue Flecken davon tragen. Mit vereinten Kräften schafften sie es irgendwie ihm herauszuhelfen, und setzten ihren Weg fort. Als sie endlich in der Vorhalle angekommen waren drückte Zeno ihr seinen violetten Stein in die Hand, da er mit einem Angriff rechnete, wenn sie die Pforte zur Höhle öffneten. Und auch Rorokpal gab ihr den Stein, den sie bisher getragen hatte, was Syrena mit einem fragenden Gesichtsausdruck quittierte. Bislang hatte sie gedacht das zwei Personen die Steine tragen würden, aber dieser Plan war wohl irgendwann auf der Strecke geblieben.

Nun pulsierten die beide magischen Steine in ihren Händen. Ihre Lichtspur war immer stärker geworden, je weiter sie sich der Höhle näherten, dieser Ort schien ihre Kräfte zu verstärken. Unsicher sah Syrena auf die beiden Steine herab, dann suchte sie Zenos Blick und wartete auf sein Zeichen. Als es kam, drückte sie die zwei Steine kurz in die Vorrichtung. Ein Tor öffnete sich, und das leise Flüstern, das man zuvor schon hatte erahnen können, nahm plötzlich Gestalt an. Ein dunkler Schatten raste auf die Öffnung zu, doch er prallte von einer unsichtbaren Wand ab.

Wollt ihr wirklich da rein?

Die Frage war an alle gerichtet, und die Antwort war eindeutig. Syrena atmete tief durch. Mit den beiden Steinen in den Händen würde sie wohl das Ziel dieser angreifenden Wesen sein, daher sollte sie in der Mitte der Gruppe laufen. Und das tat sie dann auch. Zeno hielt sie fest an der Hand und zog sie mit sich in eine Kälte, die keinen natürlichen Ursprung haben konnte. Und dann waren da plötzlich diese Gedanken in ihrem Kopf, die sagten wie unsinnig das alles hier war. Wieso hatte sie sich überhaupt auf diese Geschichte eingelassen? Wünsche erfüllende Steine – eine wunderbare Geschichte, die Suffix in sein Repertoire aufnehmen konnte, wenn sie ihm davon erzählte – aber doch nicht mehr. Syrena versuchte zurück in Richtung Ausgang zu gehen, doch Zeno zog sie unerbittlich weiter mit sich. Dann konnte sie den Altar sehen, von dem er gesprochen hatte, und die Stimme in ihrem Kopf verschwand plötzlich. Dafür wurde das Flüstern um sie herum lauter und sie konnte die ersten Angreifer erkennen. Vermummt, mit eisblauen Augen, die fast leuchteten, einer hob gerade einen Dolch und wollte Beerli damit attackieren, ein anderer griff Zeno an, irgendwo hörte sie Waffen und Feuerbälle durch die Luft fliegen...

Wie erstarrt stand Syrena inmitten des beginnenden Kampfgetümmels, die beiden pulsierenden Steine fest in der Hand, bis sie irgendwann realisierte das sie doch diejenige war, die zum Altar rennen sollte. Sie raffte die Röcke und rannte los, als ob der Teufel persönlich hinter ihr her wäre. Die Vertiefungen, von denen Zeno gesprochen hatte, waren da, und Syrena drückte die Steine hinein, so wie sie es schon vor dem Tor gemacht hatte...
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Samstag 07 April 2018, 19:46
Dank Cranneg, der den Weg gründlich nach Fallen absuchte, konnte gar nichts passieren. Klick! Rorokpal trat auf eine bewegliche Platte und aus der Wand schoss ein Bolzen von schräg unten nach oben und hätte sie beinahe genauso durchlöchert, wie es allem Anschein nach dem armen Egon wiederfahren war.
Aha! So ist es also geschehen. Gut, dass wir so flott unterwegs sind.
In der Tat war sie recht zügig gelaufen, in dem Glauben, Cranneg würde sie vor allen Gefahren warnen. Deshalb hatte der Bolzen sie nur an der Hüfte gestreift und ihr eine Schramme zugefügt. Ok, diese tat zwar höllisch weh, aber Rorokpal ertrug es tapfer. Sie würde später eine wundheilende Salbe darauf streichen.
"Hrm, Cranneg - sei doch so gut und sei ein wenig aufmerksamer was diese Fallen angeht!"

Schließlich kamen sie an ein Tor und Zeno gab seinen Stein Syrena, damit er bereit für jedweden Kampf war. Er erklärte ihnen, dass eine Person die Steine auf einen Altar bringen möge, weshalb Rorokpal kurzerhand ihren Stein auch Syrena gab. Sie wollte zumindest eine Hand freihaben, falls sie angegriffen wurden. Außerdem überkam sie mehr und mehr das Gefühl, dass etwas mit Zeno nicht stimmte. War sie allein so paranoid oder drängte er gerade die ganze Gruppe in einen Kampf, dessen Ausgang keiner von ihnen wissen konnte? Was, wenn sie verloren? Was, wenn diese Wesen somit an die Steine kämen? Die ganze Welt war möglicherweise in Gefahr und ...
Sie wollte gerade vorschlagen, dass Syrena vielleicht lieber wegrennen sollte, sobald das Tor offen war, doch dann merkte sie, dass der Moment für eine Änderung des Plans bereits verstrichen war - das Tor war geöffnet, und Zeno zerrte Syrena mit sich in die unnatürliche Kälte dahinter. Oje, oje, war es schon zu spät?

Zweifel überkam sie und unsichtbare Stimmen stürmten auf die ein. Sie hätte nicht kommen sollen. Dies war kein Ort für sie. Lieber die blöden Steine wegwerfen und nach Hause gehen, dort war es eh besser. Dort hatte sie Zukunft, ihre Pläne. In Nighton würde sie bald eine eigene Gärtnerei aufmachen, warum damit warten?

Doch so schnell, wie die Stimmen gekommen waren, verschwanden sie auch wieder, so dass Rorokpal zwar langsamer geworden war, aber dennoch mit den anderen in einer weiteren Höhle angekommen war. Dort stand der Altar, der die Steine erwartete. Doch auch ihre Gruppe wurde erwartet - von meheren Angreifern mit eisblau-leuchtenden Augen und physischer Kälte, die von ihnen ausging.
"Feuer frei!" brüllte sie und ließ einen gewaltigen Feuerball aus ihrer Stimme erwachsen, der grell und heiß auf einen der Angreifer, welcher ein Schwert trug, zuraste. Auch Cranneg war umgehend aktiv geworden und verschoss wie ein Wahnsinniger Bolzen mit seiner Armbrust. Beerli und Zeno waren mit ihren eigenen Angreifern beschäftigt und nur aus den Augenwinkeln sah Rorokpal, wie auch Lethia und Shikra von etwas attackiert wurden. Der Schwertkämpfer wurde erst von einem Bolzen getroffen, dann explodierte der Feuerball auf seiner Brust und das war es mit ihm. Überrascht bemerkte Rorokpal, wie die Dunkelheit und Kälte von ihm wich und er plötzlich wie ein ganz normaler Mensch aus sah - allerdings tot. Und verbrannt. Urgs!

Es blieb ihr aber nicht viel Zeit, das zur Kenntnis zu nehmen, denn sie sah, wie ein weiterer, offenbar magisch versierter Angreifer etwas zu wirken begann. Crannegs Bolzen machten auch mit ihm kurzen Prozess und unterbrachen den Zauber. Der Magier zischte unnatürlich und stolperte rückwärts. Die anderen Angreifer fielen um, von Zenos Schwert, Beerlis Axt oder Crannegs Bolzen getroffen. Bevor der schießwütige Cranneg auch noch den Magier vollständig terminiern konnte, entschloss sie sich, ihn zunächst mit ein wenig wohl dosiertem Feuer von diesem Schatten zu befreien. Vielleicht könnte man noch etwas erfahren. Zum Beispiel, ob Zeno wirklich ehrlich mit ihnen gewesen war.

Sie nahm den geschwächten Magier in ihren inneren Fokus und suchte den Teil, den sie zuvor bei dem Schwertkämpfer hatte fliehen sehen. Sie fand ihn! Er war auch geschwächt, aber noch dominant. Rorokpal hauchte einen Feuerball aus, der diesem Schatten den Rest gab. Zurück blieb - ein alter Mann mit grauen Augen. Sie trat auf ihn zu, denn nun waren alle Angreifer besiegt und fing ihn auf, bevor er auf den Boden aufschlug. Er wurde zusehends älter, als würde die Zeit dringend etwas nachhholen müssen.
"Alter Mann! Sagt, kennt Ihr diesen Krieger, Zeno, hier?", flüsterte sie ihm ins Ohr.
Er starrte sie an, verzog das Gesicht zu einer grausigen Maske und Blut quoll aus seinem Mund. Er spuckte und röchelte: "Dieses Drecksvolk!"
Nun, das waren gute Nachrichten! Zeno war anscheinend Drecksvolk für die Bösen. Als ein Held für sie.
Noch eine Frage, schnell - er stirbt. Wozu die Steine? drängte Rorokpal in ihrem Kopf. Feuer spurte.
"Wozu wollt Ihr die Drachenyte?"
Er schaute sie mitleidig und herablassend zugleich an. Er lachte heiser: "Du naives Kind ... Macht!"
Dann starb er. Die Zeit hatte ihn eingeholt und hörte nun nicht auf. Er zerfiel förmlich vor ihren Augen. Sie beeilte sich, Abstand zu ihm zu gewinnen, als fürchtete sie, dieser Effekt könnte sich versehentlich auf sie übertragen. Sie atmete erleichtert auf und sah sich um - gerade, als Syrena die beiden Steine auf dem Altar platzierte.



Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Sonntag 08 April 2018, 14:02
Cranneg und Zeno gingen voran in die Höhle und leuchteten den Weg. Rorokpal, Syrena und Beerli folgten. Shikra und Lethia bildeten die elfische Nachhut.
Nach wenigen Metern erreichte die Gruppe bereits eine kleine Vorkammer in welcher sich der Weg bereits gabelte. Das Leuchten der Steine verriet ihnen, dass sie sich links halten mussten. Im Schein der Fackeln konnte Lethia erkennen wie niedrig der Gang war. Sie musste sich ducken. Naja, es musste sich eigentlich alle ducken, nur die Zwerge nicht. Immer tiefer ging es in die Höhle hinein. Die Bardin bewegte sich eher ungelenk an den Felsen im Tunnel vorbei. Sie spürte wie die Temperatur allmählich kälter wurde und das beklemmende Gefühl sich unter Tage zu befinden drückte auf ihr Gemüt.

Plötzlich hörte sie ein Poltern vor sich. Aufgeschreckt von dem Geräusch wollte sie sich aufrichten um besser sehen zu können, woher dieses kam.
"Autsch!", entfuhr es ihr leise. Da hatte sie wohl kurz vergessen wo sie war und die Decke hatte sie freundlicherweise daran erinnert. Sie rieb sich den Kopf.
Das wird bestimmt eine kleine Beule geben , dachte sie.

Vor ihr war es etwas dunkler geworden. Langsam ging sie vorwärts um zu sehen warum. Der Bäcker hatte mit seiner Fackel eine Grube gefunden und saß nun an dessen Grund. Die Elfe wunderte sich, warum keiner der Vorangegangenen ihn vor dem Loch gewarnt hatte. Erst als Syrena nach Beerlis Knochen fragte, kam Lethia die Erkenntnis, dass es eine Falle gewesen sein musste.
Das erklärt auch das Poltern.
Mit vereinten Kräften und unter zu Hilfenahme eines Seils, welches sich merkwürdig an den Händen anfühlte, schaffte es die kleine Gruppe Beerli aus der Grube zu befreien.

Die Gefährten gingen weiter und kamen endlich in einer größeren Kammer an. Die Elfe streckte sich erstmal um die Rückenschmerzen zu vertreiben. Zeno blickte sich derweil aufmerksam um und vergewisserte sich, dass die Vorhalle sicher war. Die Kälte war mittlerweile noch größer geworden und die Bardin fröstelte. Auch Zeno rieb sich die Arme. Syrena hielt nun beide Steine und Zeno zeigte ihr eine Vorrichtung in der pyramidiale Vertiefungen zu sehen waren. Lethia sah sich interessiert um. Doch konnte sie nichts Spannendes finden. In der Nähe einer Wand konnte sie leises Flüstern hören oder war das doch nur tropfendes Wasser?

Sie sammelten sich wieder im Zentrum der Halle und besprachen sich. Zeno erklärte wie es weiter gehen würde. Er wollte sich mutig vorwagen und die Angreifer ablenken, damit Syrena die Steine ungehindert zum Altar bringen konnte. Auf die Frage wer die Nachhut bilden würde, meldeten sich Shikra und Lethia mit ihren Bögen.
Als er die Gegner noch weiter beschrieb und sie mit Win’dhaza Firgra verglich fröstelte Bardin noch mehr. Von den schrecklichen Eisdämonen des Nordens hatte sie schonmal in einer Geschichte gehört.
Wie gierig mussten diese Menschen gewesen sein um sich so etwas selbst an zu tun? , fragte sie sich.

Schließlich platzierte Syrena die Steine in der Vorrichtung und begleitet von einem dumpfen Grollen öffnete sich eine Tür. Plötzlich löste sich ein Schatten aus dem Raum dahinter und rannte auf die Gruppe zu, prallte jedoch auf eine unsichtbare Wand und ließ ein schauerliches Grölen vernehmen bevor er wieder mit der Dunkelheit verschmolz. Lethia hatte sich erscheckt und war zusammengezuckt. Nun hielt sie ihren Bogen noch fester in der rechten Hand.
Zeno ging voran in den neuen Raum und führte Syrena mit sich. Die beiden Zwerge und Rorokpal folgten. Die beiden Elfinnen blieben in der Vorhalle zurück und spähten wachsam in das Dunkel. Alles war still. Zu still.
Die Bardin bewegte sich einige Schritte auf die Tür zu und hielt angestrengt nach ihren Freunden Ausschau. Langsam krochen kalte Dunstschwaden aus der Kammer und mit ihnen kamen düstere Gedanken.
Was mache ich hier eigentlich? Etliche Meter unter der Erde, abgeschnitten vom Himmel, dem Wind und der Sonne? Wie schön warm muss es vor der Höhle sein. Vielleicht sollte ich gehen und mich in das warme Sonnenlicht legen?!
"Kommt, weiter!" , wie von Ferne hörte die Elfe die entschlossene Stimme des Hüters. Darauf hin drangen Flüstern und Zischen an ihre spitzen Ohren. Erneut löste sich ein Schatten aus dem Dunkel der Kammer. Es kam eine schwarz vermummte Gestalt auf sie zu gerannt und prallte gegen die unsichtbare Wand. Dadurch wurde Lethia aus ihren Gedanken gerissen. Doch diese Mal verschwand die Gestalt nicht wieder in der Dunkelheit. Mit schneidend eisblauen Augen starrte das Wesen die beiden Elfinne an. Dann hantierte es mit etwas und die Bardin wusste instinktiv, dass bald ein Angriff folgen würde.
"Macht euch bereit Shikra, ich glaube er wird uns gleich angreifen.", rief sie über die Schulter der anderen Elfe zu. Lethia konzentrierte sich.
"Collanye i ondohelma."*, murmelte sie auf elbisch. Doch die Kälte war ihr unmerklich in die Knochen gefahren. Ihre Zähne klapperten. Ihre Aussprache und Konzentration war gebrochen und der Zauber misslang.

Mittlerweile hatte der Angreifer zwei Wurfdolche in Richtung der beiden Elfen geworfen. Die Bardin sah den Stahl blitzen und versuchte dem Einen, der für sie bestimmt war auszuweichen, doch sie war zu langsam. Der Wurfdolch schlitzte ihr im Flug den rechten Oberarm auf. Ihr Griff lockerte sich und der Bogen fiel mit ihr zu Boden. Sie hielt sich den Arm und blickte auf.
Ihr Gegner ging tot zu Boden und sie sah einen Armbrustbolzen in seinem Rücken stecken. Die Kammer wurde von Feuerbällen erhellt, welche von Rorokpal zu kommen schienen. Lethia Blick fiel auf den kampflustigen Zwerg Cranneg, der erhobenen Hauptes da stand und scheinbar alle Gegner mit seiner Armbrust allein in Schach gehalten hatte.


*"Ich trage die Steinhaut."

-1 LP (Kopf an Höhlendecke gestoßen)
-4 LP (Schaden durch Wurfdolch)
-1 Mana (verpatzter Steinhaut-Zauber)


Status: 5/10 LP, 4/5 Mana
Autor: Shikra Datum/Zeit: Sonntag 08 April 2018, 14:49
Nachdem sie die Höhle betreten hatten, gelangten die Abenteurer in einen niedrigen Gang, den sie nur hintereinander passieren konnten. Während die  Zwerge es einfach hatten, musste der Rest deutlich in die Knie gehen, um sich nicht den Kopf an der Höhlendecke anzuschlagen. Der andere Zwerg machte den Anfang und suchte den Gang nach Fallen ab, sie kamen erstaunlich gut voran, doch dann löste der eine Zwerg irgendwas aus und kurz darauf landete er in einer Art Grube. Shikra hörte nur seinen Sturz, sein Aufkommen auf dem harten Boden und Syrenas besorgte Nachfrage nach seinem Wohlbefinden. Ziemlich angeschlagen konnte er wieder aus der Grube gezogen werden. Er konnte stehen und gehen und zeigte keine Anzeichen von schweren Verletzungen, was die Elfe aufatmen lies. Obwohl sie ihn kaum kannte und er ein Zwerg war, war sie froh, dass er den Sturz so glimpflich überstanden hatte, wobei sie sich schon fragte, warum sich gerade einer vom kleinen Volk so ungeschickt in einer dunklen Höhle anstellte.

Während sie weiter durch den Gang stolperten, konnte die Heilerin immer wieder  das Aufstöhnen ihrer Mitstreiter hören, die sich an den Wänden anschlugen oder Fallen auslösen. Sie selbst hatte Glück und konnte unverletzt die angrenzende Höhle betreten. Dass sie doch so gut unter der Erde zu Recht käme, hatte sie sich nicht zugetraut und das mulmige Gefühl, dass die anfangs noch verspürt hatte, verflog langsam.

Während Zeno der Wirtin den Öffnungsmechanismus zeigte, konnte Shikra ein seltsames Wispern im Inneren der nächsten Höhle wahrnehmen. Und kratzte dort etwas am Stein? Ihr ungutes Gefühl kam zurück und wurde durch Zenos Worte, die beiden pulsierenden Steine in Syenas Hand, sowie ihrer Frage: „Wollt ihr wirklich da rein?“ verstärkt. Man konnte ihre Unsicherheit heraushören. Dennoch fand sie den Mut, die steinerne Türe zu öffnen und die Waldelfe wollte ihr beistehen, wollte ihr helfen.
Die Zwerge, Zeno und Rorokpal wollten die Hohentürmlerin in die Halle hineinbegleiten und die beiden Elfen würden am Eingang Stellung beziehen und mit gespannten Bögen Rückendeckung geben.
Der mystische Krieger zog Syrena zügig in Richtung des Altars, der sich im Inneren des geöffneten Raumes befand. Die junge Heilerin spannte leicht an, damit sie im Falle eines Falles schnell den ersten Pfeil verschießen konnte. Fest den Blick auf die Steinträgerin gerichtet stand sie am rechten Türrand und beobachtete, was sich vor ihr abspielte. Relativ dunkel war es und sie tat sich schwer Ziele auszumachen. Warum stand sie hier überhaupt mit einem gespannten Bogen? Warum war sie hier unter der Erde im Halbdunkel? Ihr Mut sank. Sie hörte verschiedene Stimmen, die miteinander flüsterten und dann war der ganze Raum gefüllt mit fremden Gestalten, dunkel mit strahlend blauen Augen. Sie versuchte Syrena nicht aus den Augen zu lassen, als sich eines dieser Wesen schnell auf Lethia und Shikra zubewegte. Bevor sie zurückweichten konnte, prallte die Gestalt gegen eine magische Barriere.
Sie konnten die Halle also nicht verlassen. Da fasste sie neuen Mut. Die Verteidiger der Wirtin schlugen sich recht ordentlich gegen die finsteren Gestalten. Cranneg verschoss in Windeseile seine Bolzen, ein Angreifer sank durch Zenos Schwert ein weiterer durch Beerlis Axt. Die ganze Szenerie wurde von Rorokpals Feuerbällen in seltsam rotes Licht getaucht, dennoch war es zu dunkel für die Elfe, sodass sie kein geeignetes Ziel für ihren Bogen ausmachen konnte.

Nach einer Warnung Lethias, flogen zwei Wurfdolche auf die Bogenschützen am Eingang zu. Shikra machte instinktiv und rechtzeitig gewarnt einen Satz nach rechts, während neben ihr etwas auf dem Boden fiel. Und das war gut so, denn die Wurfgeschosse konnten die magische Mauer leicht durchdringen und hätten ohne Ausweichmanöver großen Schaden angerichtet. Schnell hob sie ihren Bogen wieder hoch und versuchte den Angreifer auszumachen und ihn mit einem Pfeil unschädlich zu machen, doch sie konnte ihn nicht finden. Vielleicht hatte ihn jemand anderes erwischt. Nach einem weiteren längeren Blick in die Halle, war klar, dass die Abenteurer die Oberhand gewinnen würden. Syrena lief in rasantem Tempo auf den Altar zu.

Ein Brennen an der Schulter zeigte der Elfe, dass der Wurfdolch sein Ziel wohl doch nicht ganz verfehlt hatte. Erschrocken sah sie hinüber zur zweiten Bogenschützen, die ihren Bogen nicht mehr in den Händen hielt und musste feststellen, dass sie am Oberarm blutete. Sie trat auf die Elfe zu und fragte: „Lethia, ist alles in Ordnung bei dir? Du blutest!“ Der Heilerin fiel dabei nicht auf, dass sie zum vertrauten „du“ gewechselt hatte. Der Schnitt, den der Dolch hinterlassen hatte war tief und sie sprach: „Wenn du erlaubst, helfe ich dir hierbei.“
Lethia schien einverstanden und so legte Shikra eine Hand auf ihre Schulter, nahe der Verletzung. Dann suchte sie nach der heilerischen Wärme in ihrem Inneren, um diese mit der Elfe zu teilen. Doch es klappte nicht beim ersten Mal. Der Kampflärm, die Sorge um die anderen und die Dunkelheit lenkten sie ab. Da schloss sie ihre Augen, versuchte die Geräusche zu ignorieren und schon bald fühlte sie das angenehme Gefühl von Geborgenheit und Wärme in ihr selbst. Als sie ihre Augen wieder öffnete, hatte die Wunde aufgehört zu bluten und war mit einem Schorf überzogen. Das Gesicht der verletzten Elfe sah wieder entspannt aus. Shikra selbst merkte, dass ihr dieser Zauber diesmal, dank des missglückten Versuchs, mehr Kraft gekostet hatte.
Die Waldelfe suchte wieder nach der Steinträgerin. Die Angreifer waren alle besiegt und Syrena stand bei dem Altar. Da eine Rückendeckung nicht mehr erforderlich war, wollte sie zu den andren aufschließen. „Kommt Ihr mit, Lethia?“ fragte sie die Elfe, dann betrat sie den Raum und rannte zum Altar.

- 2 LP
- 3 Mana (1 Mana für ersten Versuch, 2 Mana für zweiten Versuch)

+ bis zu 8 LP für Lethia
Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Sonntag 08 April 2018, 18:11
Mit schmerzverzerrtem Gesicht schaute Lethia sich ihre Wunde an. Als Shikra zu ihr trat und mit besorgter Stimme anbot ihr zu helfen.
"Danke Shikra. Ich könnte wirklich deine Heilkünste gebrauchen.", sagte sie mit einem Lächeln zu der Heilkundigen. Sanft spürte sie Shikras Hand auf ihrer rechten Schulter. Dann ging langsam eine angenehme Wärme von der Hand der elfischen Heilerin aus und bündelte sich an ihrer Wunde. Sie merkte auch, dass die Beule an ihrem Kopf wärmer wurde und zu schrumpfen schien. Sie schaute auf die Wunde an ihrem Arm und stellte fest, dass sich bereits Schorf gebildet hatte. Das Gesicht der Bardin entspannte sich. Der Schmerz war fast vollständig verschwunden und sie spürte nur noch ein leichtes Jucken bei der ehemaligen Wunde. Aber auch das verging bald.
Die Waldelfe hatte sich erhoben und blickte wieder zu den Gefährten. Lethia richtete sich ebenfalls auf und glaubte den fallengelassenen Bogen vom Boden auf. Mit einem Blick zur Kammer war zu sehen, dass die Anderen den Kampf ebenfalls überstanden hatten. Rorokpal kniete noch bei einem der Wesen, welches sich gerade auflöste. Shikra setzte sich in Bewegung und die Bardin folgte ihrer Aufforderung. Sie ging Richtung Altar an dem Syrena mit den beiden Steinen stand.


+5 LP (durch Shikras Heilzauber)
Status: 10/10 LP, 4/5 Mana
Autor: Darius Datum/Zeit: Sonntag 08 April 2018, 20:32
Cranneg, mangels einer brauchbaren Alternative, vertraute darauf dass Zeno den Weg schon kennen würde. Natürlich hörte er sich an, was der Mann zu sagen hatte, auch wenn er das Licht der Fackel in seiner Hand misstrauisch in einige der dunklen Ecken richtete. Was sie gar nicht brauchen konnten waren unliebsame Überraschungen... doch auch dem wachsamsten Auge konnten Kleinigkeiten entgehen. Nicht lange nachdem sie die ersten Höhlen hinter sich gelassen hatten, ging es eine ganze Weile durch einen sehr niedrigen Gang. Hier und da gelang es ihm Fallen auszumachen, die er sorgsam umging. Vorallem der Umstand, dass er sich in diesem dunklen, engen Gang praktisch heimisch fühlte und seine Vorsicht halfen ihm dabei keinen Schaden zu nehmen. Dies ließ sich jedoch nicht unbedingt vom Rest sagen und als es plötzlich hinter ihm rumpelte, konnte er sich nur erschrocken umdrehen, eine Hand bereits an der Axt.

Seine Blick wanderte weiter hinab in die Grube, in welcher ein rotschopfiger Zwerg nach oben ins Licht seiner Fackel sah. Verdammt Beerli!, dachte er sich nur, beschränkte sich aber darauf Syrena bei ihrer Rettungsaktion Licht zu spenden und Rorokpal zu antworten. "Ich schwöre bei meinem Barte, dass ich diese Falle nicht übersehen habe, Rorokpal...", waren seine ernsten und ein wenig frustrierten Worte. Er gab sich doch schon alle Mühe! "Habt ihr welche entdeckt, die von Zaubern verborgen werden? Die könnten mir entgangen sein.", gab er mürrisch zu, da er ungern zugab sich in dieser Sache geschlagen geben zu müssen. Zum Glück war niemand ernsthaft verletzt worden, sodass sie kurz darauf weitergehen konnten.

Irgendwann... eigentlich gar nicht irgendwann, sondern genau nach zwanzig Minuten, kamen sie wieder aus dem engen Tunnel heraus und kamen in eine weite Aushölung, an deren Ende ein Tor den Weg blockierte. Zeno warnte vor dem, was sie hier erwarten mochte, insbesondere den Feinden auf der anderen Seite dieser Pforte. Das diese sich angeblich mit dämonischer Magie fast unbesiegbar gemacht hatten, schmeckte ihm gar nicht und ließ ihn nur noch grimmiger dreinblicken, um seine eigene Nervosität und Angst zu verbergen.

Zur Sicherheit löschte er die Fackel wieder und gab sie Beerli wieder zurück, zusammen mit einem Heiltrank, quasi als Entschuldigung für dessen Verletzung durch die Fallgrube. "Hier Beerli, das sollte mit der Wunde helfen. Für diesen Kampf nehme ich lieber die Amrbrust als meine Axt. Auf die kurze Entfernung werden wir noch sehen, wie unsterblich diese Wesen sind.", sprach er so zuversichtlich, wie er konnte, um ihnen Beiden ein wenig Mut zu machen. Doch selbst mit gespannter Armbrust und der Erwartung, dass etwas passieren würde, zuckte er zusammen, als etwas beinahe zwischen den sich geräuschvoll öffnenden Türflügel hindurchwerfen wollte. Eine kurz aufblitzende Wand aus blauem Licht warf das Wesen wieder zurück, welches in der Dunkelheit kaum zu erkennen war. Leider waren seine Augen gut genug, um ihn einige beunruhigende Einzelheiten ausmachen zu lassen. Bei Mahal, der Ausdruck in diesen Augen... Sein Griff um den Schaft der Amrbrust festigte sich und er prüfte nocheinmal das eingelegte Magazin, dann nickte er, wenn auch mehr zu sich selbst und begleitete Zeno durch den drohenden Schlund, der sich vor ihnen geöffnet hatte.

In diesen Momenten war er bereit beim ersten Zucken aus der Dunkelheit den Abzug zu betätigen. Was hatte er hier auch zu suchen? Warum war er nicht in Nighton geblieben, um bei den Vorbereitungen zum Fest mitzuhelfen oder weiter in seiner Schmiede zu arbeiten? Es gab mehr als genug Arbeit zu erledigen, als dass er seine Zeit auf solche wilden Jagden verschwenden konnte!

Solche und ähnliche Zweifel plagten ihn, während sich die Häarchen an seinem Nacken und auf den  Armen von der klammen Atmosphäre aufstellten. Seine Augen huschten nach links und nach rechts, um einen Feind rechtzeitig ausmachen zu können... Das flüstern machte ihn immer nervöser, denn er meinte es jetzt nicht mehr als seine eigenen Zweifel zu hören, sonder von überall um ihm herum. Dann, endlich, gaben sich ihre Widersacher zu erkennen. Cranneg dachte überhaupt nicht lange nach, vermied es sogar absichtlich und schoss auf das erste Ziel, welches sich bot. Wie ein Schmied arbeitete er methodisch und instinktiv, betätigte Hebel und Abzug der Armbrust immer wieder und ihr Sirren kündigte stets den Tod oder eine schwere Verletzung an. Eines dieser Wesen mit Wahnsinn in den blau leuchtenden Augen, ging auf Zeno und Syrena mit dem Schwert los. Dahinter leuchteten die Hände eines anderen auf, was ihm sofort die Aufmerksamkeit des Waffenmeisters einbrachte. Kampfmagier hatten für ihn Priorität. Ein Bolzen verfehlte und verschwand in der Dunkleheit, doch der nächste bohrte sich in die Stirn des Unholds.

Sein bisheriges Leben in den Stollen um Kurbul, welches immerhin schon sechszig Jahre andauerte, hatte ihn gelehrt auch auf seine Ohren zu achten, um Gefahren auszumachen. So kam es, dass kurz darauf auch Beerlis Gegner ein Bolzen aus dem Körper spross und diesen zurückwarf. Rasch brachte er ein neues Magazin an, als die leere Box auf den Boden fiel. Der Messerwerfer an der Tür war sein nächstes Opfer... und wie aus einer Trance wachte der Schmied wieder auf, als sich keiner der Feinde mehr rührte. Alles war so schnell gegangen. Dafür zitterten nun seine Hände. "A-alles, in Ordnung?" , fragte er in die Runde, die Stimme durchsetzt von der Aufregung durch den brutalen, aber kurzen Kampf. Die aufgebrauchten Bolzenmagazine wurden wieder verstaut und er lud gleich wieder nach, schon alleine um sich zu beschäftigen. Besser er dachte nicht darüber nach, dass er gerade einige Menschen umgebracht hatte.

-8 Bolzen, -1 kl. Heiltrank für Beerli
Autor: Kaira Datum/Zeit: Montag 09 April 2018, 09:38
~~Runde 13~~

In dem Moment in dem Syrena die Steine in die Vertiefungen auf dem Altar presste, begann die ganze Höhle zu vibrieren. Unfähig sich zu bewegen, mussten die Gruppe dieses Schauspiel über sich ergehen lassen. Eine magische Kraft schien ihre Füße am Boden festkleben zu lassen. Ein Lichtstrahl breitete sich nach oben aus und erleuchtete die Höhle. Nun wurde sichtbar, dass die Angreifer bei Weitem nicht die einzigen gewesen waren. Im Dunkeln standen noch gut eine Handvoll vermummte Gestalten, bewegungslos wie in einem tiefen Schlaf, vermutlich aufgrund des gebrochenen Zaubers des Magiers unschädlich gemacht.

Ein starker Wind breitete sich nun in der Höhle aus und durchwirbelte Bart und Haare, während auch der ganze Körper mit dem umgebenen Gestein zu vibrieren begann. Die schwarzen Gestalten wurden immer durchscheinender und begannen sich aufzulösen. Einige Gesteinsbrocken begannen sich von der Felswand zu lösen, doch jeglicher Versuch in diesem Moment aus der Höhle zu gehen, scheiterte. Dann begann alles zu leuchten und erneute Stille überkam sie und das Bewusstsein über die Anwesenheit der anderen um einen herum verschwand.


~~Beerli~~

Eine Zwergin ganz in blau gekleidet stand plötzlich vor ihm. Ein ebensolches königsblaues Strahlen ging von ihr aus. Mit einem stolzen breiten Grinsen sie überreichte dem Zwerg das köstlichste duftende Brot, das er sich je hätte erträumen lassen. Dann wurde alles schwarz um ihn und er fand sich auf dem Höhlenboden liegend wieder. Seine Hände hielten tatsächlich fest umschlossen ein frisches duftendes Brot. Doch da war noch etwas in seiner Hand, kalt und rund. Öffnete er sie, fand er darin einen metallenen runden Talisman liegen. Er trug eine Inschrift auf zwergisch „Wünsch dir ein Gericht und wirf die Münze über die Schulter“.

+ Goldumrahmter Talisman
+ besonderes Brot (+2LP)


~~Rorokpal~~

Rorokpal wurde von einem Feuer umgeben, es rauschte um sie ohne sie zu verbrennen oder zu erhitzen. Einige Zeit später ergoss sich ein Schwall von Wasser über sie, ebenfalls ohne sie zu durchnässen oder ihr gar die Luft zu nehmen. Ehe sie wusste wie ihr geschah verwandelte sich das Wasser in Erdbröckchen die auf sie niederrieselten. Dann hielt sie einem heftigen Windstoß stand, der trotz seiner Stärke ihre Stabilität nicht im Geringsten angreifen konnte. Als auch dies vorüber war, fühlte sie sich im Einklang mit sich selbst. Da war nichts außer ihr selbst und die friedvolle Stille um sie herum. Sie konnte sich spüren und mit sich selbst sein.

Als sie zurück in den kam und der Schleier der Trance von ihr abfiel, hielt dieser Zustand noch für einige Momente weiter an.

+ Ein Trank

~~Lethia~~

Lethia fand sich in einem schwarzen Raum wieder. Vor ihr entstand etwas, das aussah wie ein Universum mit bunten Gebilden, deren Namen und Herkunft sie nicht kannte. Sternenmeere und ganze Galaxien offenbarten sich ihr. Sie nahm etwas wahr, das sich wie eine Melodie anhörte, die Melodie des Universums? Eine Art Stille und Lärm zur gleichen Zeit erfüllten ihr innerstes. Sie fühlte die Melodie dahinter, sie war beinahe greifbar. Es war wie ein Fließen von verschiedenen individuellen Melodien zu einem großen ganzen Konzert.

Als sie geistig wieder in der Höhle ankam, war sie noch immer erfüllt von dieser tiefen Erfahrung. In ihr wuchs das Vertrauen, dass sie eines Tages wirklich fähig sein würde, diese Melodie, die sie war, zu entdecken. Dann würde sie fähig werden, mit ihrem Gesang die Menschen wahrhaft mitzureißen.

+Ein mit einem Edelstein besetzter Ring

~~Shikra~~

Shikra fand sich etwas abseits an einem Waldrand stehend und sah vor sich Elfen- und Menschenkinder ausgelassen an einem Bach spielend. Mit ihren kleinen Füßen bespritzten sie sich gegenseitig mit dem frischen Bachwasser. Eines der Kinder kam lachend auf sie zu gerannt und zog sie mit sich zu den anderen. Sie genossen alle gemeinsam eine schöne Zeit. Elfen und Menschen bereiteten ein wundervolles Picknick vor und so genossen sie den Sonnenuntergang plaudernd und Geschichten lauschend. Eines der Mädchen drückte ihr etwas in die Hand noch bevor die Sonne ganz am Horizont verschwunden war. Dann wurde alles schwarz und sie befand sich wieder in der Höhle mit den anderen. Als sie ihre Hand öffnete erblickte sie darin ein Amulett.

+ Amulett


~~Syrena~~

Syrena fand sich auf einer unwirklich schönen Wiese an einem See wieder, die Sonne dem Horizont zugeneigt und goldenes Licht verströmend. Vor ihr mit ihrem Liebsten im Kuss vereint stand sie da. Auf ihrem Kopf spürte sie den sanften Druck eines Blumenkranzes. Sie atmete seinen Duft tief ein. In ihrem Herzen konnte sie spüren, wie diese Verbindung zu ihrem Liebsten und dieses Gefühl, ganz zu ihm zu gehören tief und für immer in ihrem Herzen vorhanden war, was auch immer kommen würde, dieses Gefühl der Sicherheit und Liebe würde sie nie verlieren können. Das war etwas Unbezahlbares.

(+ die silbrige Flüssigkeit)


~~Cranneg~~

Cranneg befand sich plötzlich nicht mehr in der Höhle sondern auf einer von Bäumen umrahmten Lichtung. Vor einer mit Efeu bewachsenen Sandsteinmauer standen hoch angesehene Zwergenschmiede. Zwar kannte er nicht all ihre Namen, teilweise stammten sie aus ihm unbekannten Gegenden. Doch spürte er die Schmiedekunst, die in ihren Adern floss oder geflossen ist. Ein sehr alter von ihnen, jedes Zwergenkind, das einen Schmied in der Familie hatte kannte seinen Namen, kam auf ihn zu und sprach zu ihm. Dann überreichte er ihm ein unglaubliches Meisterwerk eines Schwertes, eines, das als unbesiegbar galt. Ein Leuchten ging von ihm aus und stolz hielt Cranneg es in der Hand. Sehr genau betrachtete er die Verzierungen und dir Gravuren des Meisterwerks von denen ein Leuchten auszugehen schien.

+ Ein diamantbesetztes Gravur Werkzeug


~~alle~~

Die Dunkelheit und Stille hüllte sie vollständig ein. Es dauerte einige Sekunden um sich wieder an die kläglichen Lichtquellen in der Höhle zu gewöhnen. Ein Geräusch, das das aneinander reiben von Stein erinnerte,  deutete das Zurückziehen der Steine in den Altar an, ein Ort aus dem sie nicht so ohne Weiteres wieder befreit werden konnten. Eine magische schützende Aura war um den Altar zu sehen. Ihre Kraft schien immens zu sein.

Als alle wieder bei Bewusstsein waren hatte auch Zeno ein verträumtes Lächeln auf den Lippen, er hielt ein wundervoll geschwungenes rundliches Fläschchen in der Hand, in der sich eine Flüssigkeit befand. Es dauerte eine Weile bis er wieder ganz bei Sinnen war. Die Gegner waren tatsächlich verschwunden und genauso die Steine, die Syrena in die Vorrichtung eingebracht hatte. Nun, wenn er zurück zu seinem Dorf gehen würde, wäre er der Einzige dort, Quitura würde nicht mehr auf ihn warten. Mit einem etwas traurigen Blick begleitete er die Gruppe nach draußen. Zwar hatten sich einige Gesteinsbrocken gelöst, doch waren die Wege glücklicherweise noch immer passierbar.
Draußen angekommen atmete er tief die frische Abendluft ein. Die Sonne war dabei unterzugehen und ein paar Vögel zwitscherten vergnügt. Es war Zeit für ihn, einen neuen Lebensabschnitt anzufangen. Er wies ihnen die Richtung zurück zu Evol, das sie noch in der frühen Nacht erreichen konnten. Ihn selbst zog es nicht zu den Menschen, er machte sich auf den Weg tiefer in die Wälder.


~~Die Rückkehr~~

Nighton machte sich bereits aus der Ferne mit bunten Lichtern bemerkbar. Die Häuser waren mit Laternen und Girlanden geschmückt, kleine Stände boten geröstete Maronen und kandierte Süßigkeiten an. Angeschwipste Männer hielten sich in den Armen und tanzten mehr oder weniger erfolgreich im Gleichschritt um das ein oder andere Feuer. Ein paar Frauengruppen hatten sich an einem Stand an dem heiße Getränke ausgegeben waren versammelten und glucksten hennenhaft vor sich hin mit ihren roten Wangen und eingepackt in warme Mäntel. Man sah den ein oder anderen Wachmann mit ernster Miene patrouillieren und sehnsüchtig den Feiernden hinterher schauen. Es schien, als sei Magie zur Hilfe genommen worden, denn ein Lichtermeer aus kleinen Lichtbällen erfüllte den Himmel über dem Marktplatz. Kinder staunten über diese Lichter mit den Köpfen in den Nacken gelegt oder rannten, sich an den Schultern haltend, hintereinander durch die Gassen und erfüllten sie mit ihrem Gelächter. Es war der dunkelste Tag des Jahres und er wurde erleuchtet, um die Herzen der Menschen zu erwärmen und die Sonnenwende zu feiern.
Autor: Beerli Blutbart Datum/Zeit: Montag 09 April 2018, 18:08
"Dreimal-verbrannter-Zwergendreck", dachte Beerli. Die Höhle würde sicherlich gleich einstürzen. Vielleicht hätte er sich doch lieber eine Zwergenfrau und Kinder wünschen sollen. Kaum hatte er das gedacht stand sie plötzlich vor ihm: eine Zwergin ganz in blau gekleidet, sie strahle in unnatürlichem Licht und sie grinste ihn an. Ohne etwas zu sagen gab sie ihm ... ein Brot - Beerli war selten so überrascht gewesen in seinem Leben - und einen goldumrahmten Talisman auf dem stand „Wünsch dir ein Gericht und wirf die Münze über die Schulter“. Als er die Zwergin danach fragen wollte war sie fort. Dann wurde alles schwarz um ihn und er fand sich auf dem Höhlenboden liegend wieder. Nachdem er wieder stand waren alle Gegner verschwunden und die Höhle war zur Ruhe gekommen.

Er nahm seinen Rucksack ab und steckte Brot und Talisman hinein. Dabei fiel sein Blick auf den kleinen Heiltrank in seiner Tasche, den er zuvor von Cranneg bekommen hatte. Der Schmied hatte wohl ein schlechtes Gewissen, die Falle nicht gesehen zu haben. Beerli beschloss nicht nachtragend zu sein. Zum einen lag dies nicht in seiner Natur und zum anderen war Cranneg Koglarn ein ehrenwerter Zwerg. Zumal Beerli sehr wohl wusste, dass es sein Bolzen gewesen war, der ihn im Kampf gerettet hatte. Bei Gelegenheit würde er sich mit einem frischen Brot revanchieren.

Draußen angekommen atmete er tief die frische Abendluft ein. Es war Zeit nach Nighton zurückzukehren und alles für das anstehende Fest vorzubereiten.



+5 LP für den kleinen Heiltrank
Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: Sonntag 15 April 2018, 13:46
Syrena drückte die Steine in die Vertiefungen und die Höhle begann zu erzittern. Lethia duckte sich aus Furcht die Höhlendecke könnte einstürzen und sie würden unter der Erde begraben werden. Doch es rieselte nur Staub und einige kleine Kiesel auf ihr Haupt. Das Vibrieren der Höhle hielt immer noch an und die Elfe wollte sich in ihrer Angst Richtung Ausgang wenden. Doch ihre Beine bewegten sich nicht. Eine unsichtbare Kraft schien ihre Füße am Boden zu halten. Sie schaute sich nach ihren Gefährten um, doch diese konnten sich ebenfalls nicht bewegen. Panik stieg in ihr hoch und mischte sich mit Verzweiflung.

Werde ich nun hier sterben, tief im Bauch der Erde getrennt von Himmel und Wind? Nie wieder die Musik der Welt hören?

Da wurde die Kammer plötzlich von einem gleisenden Licht erhellt, dass vom Altar seinen Ursprung zu nehmen schien. Die Bardin kniff die Augen zusammen um sie vor dem Licht zu schützen. Die Intensität nahm etwas ab und Lethia konnte erkennen, dass sie umringt waren von Feinden. Doch die vermummten Gestalten waren bewegungslos und schienen zu schlafen. Ein starker Wind kam auf und zerrte an ihren Kleidern und Haaren. Ihr Körper hatte die Vibration der Höhle aufgenommen und es schien als ob alles im Einklang war. Erstaunt sahen die Abenteurer wie die schwarzen Gestalten sich auflösten und verschwanden. Größere Gesteinsbrocken lösten sich von den Wänden und ein erneuter Versuch ihre Beine zu bewegen blieb fruchtlos.
Das Licht wurde wieder intensiver und alles verblasste um die Bardin. Mit ihrer Umgebung verschwanden auch die Geräusche und Lethia konnte die Anwesenheit ihrer Reisegefährten nicht mehr spüren. Sie war allein in dem Weiß.

"Hallo?", fragte sie zögerlich in die Stille hinein. Wie zur Antwort wurde plötzlich alles Schwarz um sie. Sie blinzelte verwundert und versuchte mit ihren Augen in der Dunkelheit etwas zu erkennen.
Ob die Höhle eingestürzt ist und ich nun im Dunkeln gefangen bin?, fragte sie sich kurz. Doch sie verspürte keinerlei Angst. Innerlich vollkommen ruhig wartete sich auf das, was da kommen mochte.

Kleine Lichtpunkte flackerten einer nach dem anderen auf. Sie umringten die Elfe und schienen sich bis ins Unendliche auszubreiten. Inmitten dieses Sternenmeers beobachtete Lethia die schillernden Gebilde verzückt und sah wie ganze Galaxie entstanden. Mit ihrer Hand fing sie einen der Sterne ein und im Inneren ihrer geschlossenen Hand leuchtete und funkelte es. Das Funkeln des Sterns wurde begleitet von einer Art Melodie und sie lauschte. Allmählich vernahm sie nicht nur Töne aus ihrer Hand, sondern auch aus ihrer Umgebung. Die Töne verbanden sich zu einer Art Melodie die anschwoll.
Berauscht von der Stille des Alls und dem Crescendo der Sternenmusik fühlte die Bardin wie in ihrem Inneren eine Melodie entstand, welche fast greifbar für sie war. Ihre innere Melodie perfektionierte sich in ihrer Seele und strömte dann aus ihr heraus. Sie floss ein in das große ganze Konzert, welches sich aus verschiedenen individuellen Melodien bildete.
Die Musik der Welt. Das Lied des Lebens. Die Melodie des Universums. Lethia wusste nicht, welchen Namen sie diesem Konzert geben sollte. Doch war dies nicht so wichtig. Sie war ein Teil davon und sie fühlte sich im Einklang mit Allem.

Ihr Geist und ihre Wahrnehmung kehrten wieder in die Höhle zurück. Innerlich noch immer erfüllt von dieser tiefen Erfahrung wusste sie einfach, dass sie eines Tages ihre innere Melodie wiederfinden würde.
Wenn ich mein Seelenlied gefunden habe werde ich die Herzen Aller wirklich mitreißen und begeistern können., dachte sie und vertraute darauf.

Die Dunkelheit und Stille drückten wieder auf ihre Sinne. Es dauerte einige Sekunden, bis sich ihre Augen wieder an das spärliche Licht in der Kammer gewöhnt hatten. Ein Geräusch durchbrach die Stille, das Aneinander Reiben von Stein. Es kam vom Altar. Lethia sah wie die beiden Steine in die Vorrichtung gezogen wurden und sich eine magische Aura über den Altar legte. So schnell würden die Steine nicht wieder die Höhle verlassen, da war sie sich ziemlich sicher.

Die Elfe spürte eine Wärme in ihrer Hand ruhen. Als sie diese öffnete lag darin ein Ring mit einem Edelstein. Er war wie ein Versprechen aus ihrer Vision und so streifte sie ihn gleich über ihren Finger. Mit einem zufriedenen Lächeln betrachtete sie den Stein, der wie ein kleiner Stern funkelte.

Dann sah sie sich nach ihren Freunden um. Es schien als ob alle ein ähnliches Erlebnis wie Lethia gehabt hatten. Sie sah wie Hände kleine Gegenstände in Manteltaschen und Rucksäcken verstauten. Auch Zeno schien glücklich zu sein. Mit einem Lächeln auf den Lippen betrachtete er eine Phiole, die er in Händen hielt.
Nachdem sich alle wieder gesammelt hatten, bahnten sie sich ihren Weg aus der Höhle. Es lagen zwar mehrere größere Gesteinsbrocken im Weg, doch konnten sie ohne größere Schwierigkeiten den Ausgang erreichen. Die Bardin sog genüsslich die Abendluft vor der Höhle ein und strich dann den Staub der Höhle von Haupt und Kleidung.
Zeno wies ihnen den Weg Richtung Evol und verabschiedete sich dann von den Gefährten. Als er gefragt wurde, was er nun tun würde, sagte er nur, dass er zum Leben im Wald zurückkehren würde. Und so verschwand der Hüter zwischen den Bäumen.

~~~


Am nächsten Abend kehrten die Gefährten nach Nighton zurück. Dort waren die Feierlichkeiten zu Ehren der Sonnenwende schon in vollem Gange. Am Stadttor trennten sie sich und jeder ging seiner Wege.

Die Bardin nahm sich vor Shikra in ihrer Apotheke zu besuchen, wenn sie bald nach Drachenauge reisen würde. Auch ein Besuch in Syrenas Gasthaus würde sich dann anbieten. Während sie durch das Lichtermeer der Straßen Richtung Markplatz schritt, dachte sie an Rorokpal. Am Anfang war sie der Magierin auf Schritt und Tritt gefolgt. Die Elfe schüttelte den Kopf über ihr eigenes Verhalten. Sie musste bestimmt ziemlich aufdringlich gewirkt haben. Und doch war sie dem Geheimnis in der Stimme der Magierin nicht nähergekommen.
Vielleicht bei einer anderen Gelegenheit., dachte sie. Zum Beispiel bei einem Besuch in ihrer Gärtnerei, wenn sie diese geöffnet hat.

Die Straßen waren zum Zentrum hin immer voller geworden und so musste sie sich ganz auf ihren Weg konzentrieren. Am Marktplatz angekommen staunte die Elfe über die Massen an Menschen und die Festliche Stimmung. Sie bahnte sich leichtfüßig einen Weg zum Stadtbrunnen. Hier war ein guter Platz um mit ihren Liedern die Menschen zu unterhalten. Einige Kinder hatten die Ohren der Elfe interessiert angestarrt und waren ihr gefolgt. Nun hatte sie einen Ring aus kleinen Menschen um sich. Lethia strahlte ihre Zuhörer an. Mit ihrer beringten Hand strich sie sich die Haare hinters Ohr und fing an zu Singen.

Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Montag 16 April 2018, 11:32
Etwas geschah, als Syrena die Steine an ihren vorbestimmten Ort ankamen. Die uralte Magie entfaltete sich in einem Maßstab, der sie alle einfach überrollte. Wenn es zu ihrem Schaden wäre, wären sie nun verloren. Andernfalls würde sich nun etwas Wundervolles ereignen. Dieser Erkenntnis folgte eine Welle, die auf ihr Bewusstsein wirkte. Sie konnte sich dem nur ergeben ...

Ihr wart treue Freunde, ihr wart Retter und furchtlose Krieger, sanfte Mütter und schützende Väter. Feuer.
Du bist nun stark, Rorokpal. Stärker als ich. Ich verneige mich vor deiner Kraft und wünsche dir viel Erfolg.
Luft.
Du kennst alle Winkelzüge und Methoden, Wissenschaften und Lehren, die ich kenne und mehr. Du bist schlauer und vernünftiger als ich es je sein könnte. Ich verneige mich vor deinem Verstand und wünsche dir Glück.
Wasser.
Der Abschied ist nicht meine Stärke, Rorokpal. Ich bin sehr traurig und voller Liebe für dich. Deine Emotionen haben mich berührt, und ich trage sie mit mir schon seit einer Ewigkeit. Ich verneige mich vor deinem Herzen und wünsche dir alle Liebe der Welten.
Erde
Du hast dir viel Zeit gelassen, mich zu akzeptieren. Und es ist gut so, denn nun bist du bodenständig und unerschütterlich. Und du weißt, das ein Ende dazugehört, ebenso wie ein Anfang. Ich bin stolz auf dich und verneige mich vor deiner Weisheit. Leb Wohl, Rorokpal. Du bist nun erwachsen und wir werden deine Kinder. Der Kreis schließt sich.
Ich danke euch vielmals. Lebt wohl, meine Kinder.

Und dann war Rorokpal frei. Zum ersten Mal seit so vielen Jahren - richtig und wahrhaftig frei.

Rorokpal erwachte in der dunklen Höhle und weinte. Doch nicht lange. Es war ein Blick in die Zukunft. Und als Versprechen hielt sie einen Trank in ihrer Hand, der ihr für einen Tag eben dieses Geschenk schon einmal zeigen konnte. Es war wunderschön.

Nachdenklich und in sich gekehrt ob dieser Vision, die vielleicht gar keine gewesen war, folgte sie den anderen, die offenbar ähnliche Erfahrungen gemacht hatten. Die Steine hatten ihnen allen ein Geschenk gemacht.

Sie kehrten nach Nighton zurück, wo in Kürze das Sonnenwendest begann. Sie feierte ausgelassen und aß und trank und vergass die Details der Vision, nicht jedoch, dass sie eines Tages wahrlich glücklich und frei sein würde.
Ich glaube, Feuer, die Zukunft wird schön.
Es gab nichts, was ihr treuer Begleiter darauf antworten konnte, denn Rorokpal war froh.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Montag 23 April 2018, 22:14
Nur schwer fand Shikra aus der Dunkelheit in die Wirklichkeit zurück. Sie hatte einen fantastischen Traum gehabt. Zusammen mit Elfen und Menschen hatte sie gelacht, gegessen, gefeiert und den Sonnenuntergang angesehen. Eine tiefe Ruhe und Zufriedenheit hatte sie erfasst und ein kleiner Gegenstand in ihrer Hand ließ sie daran zweifeln, ob es ein Traum gewesen war – in ihrer Hand lag immer noch das Geschenk des kleinen Mädchens.
Langsam nahm sie in der Höhle Schatten wahr, die mehr zu ihren Reisegefährten wurden. Sie waren immer noch alle in der Halle, in deren Altar Syrena die Steine platziert hatte. Dennoch strahlte der Raum jetzt eine magische Sicherheit aus, die davor durch die Angreifer nicht existiert hatte. Die Waldelfe stand auf, versuchte durch ein Kopfschütteln vollends wieder wach zu werden und beobachtete ihre Begleiter, die ebenfalls seltsam verträumt erschienen.
Shikra war nicht unglücklich, dass sie die Höhle zügig verließen. Tief atmete sie ein, als sie den Felsvorsprung durchschritten und wieder im Wald waren. Hier fühlte sie sich gleich viel besser und sie bestaunte die untergehende Sonne.

In Nighton wurde das Sonnwendfest ausgiebig gefeiert. Ein Meer aus Lichtern lud zum Staunen, Feiern und zum Tanzen ein. Obwohl Shikra nicht an diesem Fest teilnehmen wollte, ließ sie die Aura der Lichter nicht los. Sie schlenderte durch die fein hergerichteten Gassen, probierte Speisen und Getränke und genoss den schönen Abend. Von ihren Mitabenteurern hatte sie sich kurz nach dem Stadttor getrennt. Sie war sich aber sicher, dass sie den ein oder anderen wiedersehen würde und auch gerne wollte. Die Wirtin aus Drachenauge würde sie sicher mal wieder in der Stadt treffen.
Glücklich und in Gedanken noch in ihrem erlebten Abenteuer und bei ihren Reisegefährten, verbrachte sie einen schönen Abend in Nighton und brach dann am nächsten Morgen in die Hauptstadt auf.