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  [Abenteuer] Das Erbe der Syth
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   Autor  Thema: [Abenteuer] Das Erbe der Syth (Gelesen 3756 mal)
Runshak

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #210 am: Donnerstag 17 Mai 2018, 00:09 » Antwort mit Zitat

Die Antwort dieses Tagediebs fiel überraschend aus. Sie ließ nicht einfach nur gesunden Menschenverstand vermissen sondern war geradezu selbstmörderisch. Entsprechend war Runshak zunächst nahezu sprachlos. „Das ist Insubordination!“ grollte der orkische Krieger und ließ den Narren wieder los. Das würde noch ein Nachspiel haben.

Derweil hatte der Rest der Gruppe erkannt, wie man eine der Türen öffnen konnte. Mit Runshak und dem rothaarigen Spinner als Vorhut betrat die Gruppe den Korridor. Dieser war deutlich stärker verfallen als die bisherigen Bereiche des Tempels. Durch die zahlreichen Risse im Mauerwerk drang fahles Licht in ihn ein. Auch gab es hier wieder diese mistigen Ameisen. Glücklicherweise schaffte es der Ork dieses Mal, den Krabbeltieren aus dem Weg zu gehen.

Am Ende des Ganges befand sich ein Gebilde aus Schutt und Pflanzen ähnlich jenem Ameisennest, auf dem die Abenteurer zuvor gelandet waren. Jedoch schien diesmal irgendetwas anders zu sein, da nun Iguan befahl, halt zu machen und eine Stein auf das Nest warf. Unter lautem Zischen kroch eine enorme Giftschlange hervor. Als der andere Echsenmensch das Gift des Kriechtiers erwähnte, war für Runshak eines klar: Die wird gegessen. Manche Händler aus Isua und den Ostlanden behaupteten, dass das Gift bestimmter Schlangen ihrem Fleisch eine einzigartige Würze verlieh. Allerdings schien das Fleisch, das von diesen Händlern feilgeboten wurde, immer erstaunlich frisch, dafür dass es über so weite Strecken transportiert worden war – und viel zu teuer. Jedenfalls konnte die Grünhaut nun zum Nulltarif eine Riesenportion dieser Delikatesse bekommen. Damit war die Reise bereits ein Erfolg.
Trotz ihrer Größe hatte das Tier keine Chance, gegen Runshaks Schild anzukommen. Ihr Kopf prallte beim Versuch, den Ork zu beißen, gegen den Stahl und fiel im nächsten Augenblick durch einen mächtigen Hieb von Runshaks Breitschwert zu Boden. Der nun kopflose Körper lag in den letzten Zuckungen und konnte eigentlich schon eingesammelt werden, jedoch schien der großmäulige Sonderling gerade seinen Mut entdeckt zu haben und begann, in dem ausblutenden Kadaver mit seiner Ausrede von einem Schwert herumzustochern.
Einmal mehr sprachlos betrachtete die Grünhaut das Schauspiel, als er ein weiteres Zischen hörte. Weitere Schlangen krochen aus dem Nest. Der Ork blickte zu seinem neuesten 'Freund', zu den Schlangen, wieder zurück und er hatte eine Idee. Da begann der Krieger zu grinsen und huschte schnell vorbei an seinem sogenannten Partner und positionierte sich so mit seinem Schild im Korridor, dass es unmöglich für die Schlangen – und einen gewissen Maulhelden – war, hinter die Grünhaut zum Rest der Gruppe zu gelangen. Dadurch stand der selbsternannte Kämpfer nun allein den vier kleineren Giftschlangen gegenüber. Und nach dem, was Runshak von den Schwertkünsten seines neuen Freunds gesehen hatte, würde dieser wohl eine Weile mit den Reptilien beschäftigt sein. „Viel Glück! Ihr werdet es brauchen.“
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Selem

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #211 am: Donnerstag 17 Mai 2018, 04:18 » Antwort mit Zitat

Runde XVII


***Im Dschungel nahe einem kleinen Hafenort, irgendwo in Isua***

Drei der Abenteurer hatten sich nicht dazu aufraffen können das Schiff zu verlassen, sei es nun dem ungewohnten Klima oder der Aussicht auf eine ausführliche, gezischte Erklärung geschuldet. Für den Rest der Truppe gab es die Gelegenheit, die ersten tückischen Eindrücke des Dschungels hautnah zu erleben.
Wenigstens war die Quintessenz der Regeln leicht zu merken: Bis zum Beweis des Gegenteils hielt man am besten alles für giftig oder auf andere Art und Weise tödlich.
Als der rotbärtige Priester nach den Möglichkeiten fragte, die die Kerbennachrichten boten, blitzten die Phrynox' Augen auf. “Natürlich isssst dassss möglich. Ohne Richtungen hätte dassss Ssssysssstem wenig Ssssinn, oder? Man ssssollte aber nicht mit rascher Hilfe rechnen. Die Nachrichten werden oft ersssst Tage später gelessssen.“

Die drückende, feuchtschwüle Luft, zusammen mit den erduldeten Strapazen der bisherigen Reise, hatte die Motivation für einen Übungskampf gegen Ende der Einführung bei den meisten auf einen Tiefpunkt sinken lassen. Eine der Elfen musterte kurz das dargebotene Messer – doch als sich Phelan vor dem Echsenkrieger aufbaute, schien für die meisten der spannende Teil des Ausflugs zu Ende zu gehen. Ganz nachvollziehen konnte Phrynox diesen Umstand nicht, schließlich versprach der bevorstehende Kampf spannend und lehrreich zu werden, doch an sich konnte es dem Echsenmann nur recht sein: So musste er sich mit nichts zurückhalten.

In dem Moment, in dem der Lykaner aufgrund des Rückzuges seiner Begleiter kurz abgelenkt war, verschwand Phrynox in der dichten Vegetation.
Spätestens jetzt musste sich selbst ein Meister der Sinnesschärfe eingestehen, dass der schwache Eigengeruch eines Echsenmenschen inmitten unzähliger fremder Eindrücke kaum auszumachen war.
Womöglich würde man also doch nicht so schnell auf das Kampfergebnis kommen, das Phelan angekündigt hatte…

***In einem kleinen Hafenort, irgendwo in Isua***

Die schlanken Echsenpriester diskutierten gerade über die Verwaschungen der letzten Welle – und darüber, welche Runen als nächstes in den Sand zu setzen seien – als ein Wesen wie aus den alten Legenden auf sie zutrat.
Vier Paare brauner, großer Augen richteten sich starr auf den Feuerpriester, während dieser versuchte, sich verständlich zu machen. Eine weitere Welle rollte heran, kürzer als die letzte, was eine Echsenfrau zum Anlass nahm, dem Zwerg die verbliebenen Schriftzeichen zu zeigen.
Einige gezischte Worte begleiteten ihre Gesten – für Barbarossa sicherlich ebenso unverständlich wie seine Worte für die Isuaner, doch man wusste seine Bemühungen offenbar zu schätzen.

Mit dem Auftauchen der beiden Elfen und des größeren Echsenmagiers wurde die Kommunikation deutlich einfacher.
“Ssssie ssssagen, die Götter sssseien unsssserer Reisssse nicht wohlgessssonnen. Ssssie ssssagen, wir wären mit Blitzssss und Sturm hierhergekommen.“ Nach all den Tagen in trostloser Flaute, schüttelte der Magier bezüglich dieser Anschuldigung ratlos den Kopf.
“Offenbar hat der Zsssswerg angeboten, sssseine eigenen Runen in den Ssssand zsssu schreiben? Diesssser Brauch gilt bei unssss alssss Möglichkeit, den direkten Willen der Götter zsssu erfahren. Man stellt Fragen und dassss Meer trägt allessss bissss auf die Antwort fort.“

Eine Weile lang beobachtete auch Sxelarxis das Spiel der Schriftzeichen und der Wellen – und diskutierte manche Worte und bruchstückhaft zurückbleibenden Runen mit den anderen. Von den ursprünglichen Fragen der heimischen Priester war jedenfalls nur eine einzige Antwort übrig geblieben, diese dafür in doppelter Ausführung:
“Feuer“, stellte der braungrün geschuppte Hüne fest. “Da ich nicht an Zsssufälle glaube…“ Ein weiterer gezischter Wortwechsel, dann wandte er sich an Shikra: “Diesssser Priesssster wird Euch zsssu einem Feld führen.“ Er deutete auf einen der Braungewandeten, der sich daraufhin einige Schritte weit von den anderen Echsen absonderte. “Holt die Feuermagierin! Ssssie ssssoll allessss, wassss dort wächsssst, niederbrennen.“

Der kleine Echsenpriester führte Shikra zunächst zurück zum Schiff und dann weiter zu einem Feld leicht außerhalb des Dorfes. Kräftige, dunkelgrüne Stängel waren dort bis über Kopfhöhe gewachsen, doch der Braungewandete deutete gestikulierend an, dass die Pflanzen viel zu klein seien. Sein auffälliger Haarkamm richtete sich nervös auf, während er versuchte sich verständlich zu machen. Gesten zur Sonne, einzelne Finger, die in die Höhe gehoben wurden; schließlich riss er einige verfärbte Blätter von den Stauden und zeigte auf welkende, schadhafte Stellen. Offensichtlich fiel die noch unfertige Ernte einer Pilzerkrankung zum Opfer.
Damit, das Feld niederzubrennen, war es dem Priester wirklich ernst. Was er genau hatte sagen wollen, würden Personen, die keiner Gedankensprache mächtig waren, höchstens über Sxelarxis in Erfahrung bringen können.


***Unter der Stadt Syth***

Der Streit mit Runshak hatte den edlen Herrn von Müsig wirklich in eine prekäre Lage gebracht. Nach dem ungefährdeten Sieg über die Mutterschlange wurde ihm Hilfe nicht nur schmählich verwehrt – nein, er musste auch noch mit dem begrenzten Raum zurechtkommen, den ihm der gepanzerte Ork gönnte.
Die deutlich kleineren, aber nicht minder giftigen Exemplare - wie L’axertis auf Christians Frage hin zu bedenken gab - schienen auf Angriff aus. Zunächst ließen sie sich nicht einmal durch den wirbelnden Degen des Adeligen abschrecken. Diese Entscheidung sollte den Schlangen weit mehr zum Verhängnis werden als dem Herrn von Müsig. Innerhalb kürzester Zeit lagen zwei weitere Kadaver im Gang – und die beiden verblieben Schlangen hatten entweder verletzt oder verschreckt die Flucht zurück in den Blätterhaufen angetreten. Der Züchter dagegen war noch einmal mit heiler Haut davongekommen.

“Ich störe eure eigenartigen Kampfriten nur ungern… aber hat dasss blaue Leuchten eurer Handschuhe etwassss zssssu bedeuten, Hauptmann?“ Iguan hatte zu den beiden Schwertkämpfern aufgeschlossen, sobald Runshak den Gang blockiert hatte und musterte dessen magische Ausrüstung voller Sorge.
Mit Cailín und Merdarion betraten unterdessen die letzten Nachzügler den Gang – und mit ihnen tauchten an allen Wänden, besonders in Nähe der größeren Risse, weißglühende Augen auf. Im unnatürlichen Licht, das die Mischung aus Christians Glaubensstein und dem Fackelschein mittlerweile ergab, tauchten immer mehr ungewohnt große Spinnen auf – und zeichneten sich auf ihren Rücken wirklich Flügel ab?!
“Ich fürchte, diesssse ssssind auch giftig…“, flüsterte der wie zur Salzsäule erstarrte Echsenmagier und taxierte die wachsende Schar an dämonischen Ausgeburten ebenso, wie die Fluchtmöglichkeiten, die ihnen noch blieben. Hinter dem Schlangennest war eine Weggabelung zu erkennen – beide Pfade schienen leicht bergauf zu führen.
“Wir ssssollten unssss auf eine Richtung einigen… Wenn wir nicht zssssurück wollen – wassss haltet ihr von Linkssss?“



Unnützes Wissen Runde 17: Die Königskobra (Ophiophagus hannah; immer noch die größte Giftschlange der Welt; vgl. Runde 9) ist die einzige bekannte Schlangenart, die Bodennester für ihre Gelege anlegt und auch verteidigt.
« Letzte Änderung: Mittwoch 23 Mai 2018, 20:09 von Landolin » Gespeichert
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Phelan

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #212 am: Freitag 18 Mai 2018, 00:00 » Antwort mit Zitat

„Du versteckst dich, du feiger Lurch?“, brüllte Phelan in den dichten Wald. Nichts deutete darauf hin, dass ihn irgendein Wesen, das auch etwas mit den Worten anfangen konnte, hörte. Nur ein paar Vögel flogen auf. Vermutlich waren sie giftig. Das Publikum war ihm abhandengekommen und das wurmte den einstigen Leitwolf gewaltig. Was half es mit seiner Kampfkraft anzugeben, wenn sich niemand dafür interessierte? Außerdem schlug ihm diese feuchte Hitze aufs Gemüt, verursachte Kopfschmerzen und Stockflecken auf der Lederrüstung, die er bislang nur unter massiven Einsatz von Lederfett hatte im Zaum halten können. Und jetzt war das Döschen so gut wie leer…

Ganz in diese Widrigkeiten des Lebens versunken, war Phelan wohl unaufmerksamer, als es angemessen gewesen wäre. Denn normalerweise war es unklug sich vor einem scharfsinnigen Wolfsmenschen zu verstecken. Doch die Kombination aus dem Brummschädel und dem Selbstmitleid, hatte ihn anfällig gemacht. Und dafür, dass der Gegner ihn nur mit dem Schaft des Speeres schlug, verspürte der Tiermann wenig Dankbarkeit. Konnte es sein, dass ihn der Lurch nicht ernst nahm? Das würde er ihm schon noch austreiben.

Phelan achtete nun sorgfältig darauf seinen Gegner nicht mehr aus den Augen zu lassen, parierte dessen nächsten Angriff mit dem Messer und kam so in Reichweite, um der Echse einen Schlag mit der flachen Hand ins Gesicht zu versetzen, die diese zu Boden taumeln ließ.

Danach war Phrynox auch nicht mehr ganz so geschmeidig unterwegs. Doch vielleicht hätte Phelan die Gelegenheit nutzen und nochmal nachtreten sollen, solange der Gegner noch lag, anstatt ihn wieder auf die Beine kommen zu lassen. Denn es gelang ihm zwar erneut den Angriff des geschuppten Gegners zu parieren, doch dieser schien diesmal auf den Gegenschlag gefasst zu sein und die Pfote des Wolfes traf in Leere. „Ich krieg dich schon noch, du Lurch! Und dann mache ich Eintopf aus dir…“ Eine Drohung, die er wohl kaum wahr machen würde. Denn ohne einen ortskundigen Führer wären sie in diesen fremdartigen Wäldern wohl ziemlich aufgeschmissen.

- Dose Fett für Leder
-18 Leben durch Phrynox ersten Angriff (44/69 LP)
-ausgewichen mit gewürfelter 6
-ausgewichen mit gewürfelter 6
AWs 78 und 78
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Shikra

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #213 am: Freitag 18 Mai 2018, 01:37 » Antwort mit Zitat

Interessiert, aber auch ein wenig skeptisch beobachtete die Waldelfe das Wellenspiel mit den in den Sand geschriebenen Runen. Sie konnte sich nicht wirklich vorstellen, dass man auf diese Art und Weise mit den Göttern kommunizieren könnte. Sie ging noch einen Schritt weiter: sie konnte sich keine Götter vorstellen, die so ihre Botschaften übermittelten, sie tat sich schon bei der Vorstellung von Göttern schwer.
Doch von den anderen Anwesenden schienen alle diesem System zu vertrauen und Shikra hielt sich ein wenig abseits und hörte still zu, wie die anderen die Runen deuteten und sich am Ende „Feuer“ als Lösung herausstellte. Sxelarxis bat die junge Heilerin, zusammen mit einem einheimischen Priester, der offensichtlich kein Wort der allgemein verständlichen Sprache beherrschte, zur Seehecht zurückzukehren und die Erzmagierin zu bitten, ein Feld in Brand zu setzen.

Nach einem kurzen Schulterzucken und einem Kopfnicken Richtung Fjalladis, lief die Elfe am Strand zum Dorf und an das Schiff zurück. Beim Laufen kickte sie den einen oder anderen Stein ins Meer, ließ das aber sofort bleiben, als ein kleiner Skorpion darunter hervor krabbelte. Shikra machte einen Riesensatz zur Seite, denn wenn sie sich vormittags eins gemerkt hatte, dann das hier alles und jeder giftig war. Sie wollte zu einer Erklärung ansetzen, doch ihre echsenartige Begleitung verstand davon kein Wort und schaute sie nur ein wenig irritiert an. Wahrscheinlich hatte er das Krabbeltier nicht gesehen. Shikra lächelte ihn entschuldigend an und schritt dann mit großen Schritten auf den Hafen zu.

Sie betrat das Deck, legte ihren Rucksack ab, nahm dabei kaum zur Kenntnis, dass dieser wohl durch die hohe Luftfeuchtigkeit an einer Stelle einen Riss im Leder hatte und ging mit leisen Schritten auf die Erzmagierin zu, die sich in eine halbwegs ruhige Ecke zurückgezogen hatte. Shikra brauchte zwei Anläufe, um die Feuermagerin anzusprechen. Sie hatte immer noch einen gehörigen ehrfürchtigen, fast schon ängstlichen Respekt vor der Magerin. „Lady Myriel?“ sprach sie sie leise an.
„Entschukdigt bitte die Störung. Sxelarxis bittet darum, dass ihr uns zu einem Feld begleitet…“ sie deutete dabei auf den Echsenprister, der abseits gewartet hatte. „… und dort alles niederbrennen lasst.“ Nervös spielte sie mit dem Saum ihrer Tunika. "Ich glaube es ist den einheimischen Priestern wichtig, dass die Wünsche der Götter erfüllt werden."

Kurze Zeit später waren sie an dem besagten Feld angekommen. Unterwegs hatten sie Verstärkung durch den Zwerg bekommen. Dort versuchte der braungekleidete Priester offenbar ihnen nochmals zu erklären, was sie schon von Sxelarxis wussten. Myriel sollte hier alles niederbrennen. Die Waldelfe trat auf Anraten der Erzmagierin vorsichtig ein paar Schritte von dem Acker zurück und wartete gespannt auf die Zauberkünste des Zwergs und der Druidin.

Kurz passierte nichts, dann ließ Barbarossa in seiner Hand eine Flamme entstehen. Shikra konnte es nicht genau erkennen, aber es sah so aus, als ob der Kleinwüchsige mit dem Feuer sprach, kurz darauf wanderte die Flamme zu Myriel, die in der Zwischenzeit ihren Zauber vorbereitete. Es war eine beeindruckende Feuershow, die die beiden zu bieten hatten. Die Waldelfe spürte die gewaltigen Energien, die die Erzmagierin so spielerisch leicht über dem Feld verteilte und Barbarossas Flammengeist füllte die Lücken mit Flammen.

Hitze schlug der jungen Heilerin entgegen, die nochmals einige Schritte zurückgewichen war, und tief beeindruckt betrachtete sie das brennende Feld, welches Myriel, trotz der Größe, recht kontrolliert abbrennen lassen konnte.

Als das Feuer gelöscht war, trat die Elfe, immer noch sprachlos, wieder etwas näher heran. Verblüfft stellte sie fest, dass die kleine Flamme, die der Zwerg entstehen ließ, immer noch da war.


anhaltende Feuchtigkeit: Riss im Lederrucksack (Reparatur kostet ein Leder)
« Letzte Änderung: Sonntag 20 Mai 2018, 14:48 von Shikra » Gespeichert
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Merdarion Ni Hawk

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #214 am: Freitag 18 Mai 2018, 15:56 » Antwort mit Zitat

Eigentlich hätte es jetzt weitergehen sollen. Die Schlangen waren erschlagen und trotzdem stockte die Gruppe. Irgendjemand sagte etwas über die Handschuhe des Hauptmannes, doch Merdarions Blick war an etwas anderem hängen geblieben. Aus den Ritzen und Spalten der Wände kamen Spinnen, nicht nur ein paar sondern viele.

"Weiter, haltet sie notfalls mit der Fackel fern." An Dämonen dachte der Minenbesitzer nicht einmal, allein die Tatsache das es Riesenspinnen waren und giftig genügte vollkommen. "Links klingt gut, Hauptsache hier weg, auf auf." Und so setzte er sich als Schlusslicht der Gruppe in Bewegung, vor ihm Cailin. Es war gar nicht so leicht den krabbelnden Achtbeinern auszuweichen die nun Die Wände und alles andere besetzten. Doch Merdarion gelang dieser kleine Hindernisparcour recht gut. Trotzdem blieb er plötzlich stehen. "Cailin, nicht bewegen, auch nicht zur Seite schauen." Mit einem Schritt war er hinter seiner Liebsten und betrachtete für einen Augenblick die Spinne auf ihrer Schulter genauer. Irgendwie wirkte diese etwas lethargisch wie die übrigen ihrer Verwandten. Etwas in ihm sträubte sich das Tier einfach zu erschlagen oder gegen eine der Wände zu schleudern, als schob er ganz langsam seine durch den Kettenhandschuh geschützte Hand an Cailins Kopf vorbei unter die Spinne.

Er hatte Glück, das Tier setzte nach und nach seine Beine auf den Handschuh bis er diesen schließlich wegheben konnte. "Weiter weiter." Raunte er mit Schweiß auf der Stirn der Bardin zu. Ein Versuch das Tier davon zu überzeugen doch von seiner Hand herunterzukrabbeln scheiterte. Sein Blick glitt über die von Spinnen übersähte wand, diese wurde unruhiger, ebenso wie er selbst.

"Haben wir einen Plan." Merdarions getraute sich nicht allzulaut zu sprechen. Sein Arm krampfte etwas, da er ihn weiter so hielt um die Spinne mit einer raschen Bewegung von sich zu schleudern. Als die übrigen Tiere noch unruhiger wurden versuchte er dann doch seinen neuen Begleiter loszuwerden und den anderen schnellstmöglich zu folgen.
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Fjalladis Radran

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #215 am: Freitag 18 Mai 2018, 22:02 » Antwort mit Zitat

Runde 7

Der Zwerg teilte sein mageres Wissen über die seltsamen Steine erstaunlich bereitwillig, schien davon allerdings nicht allzu viel zu verstehen.
„Welche eindeutige Färbung würdet Ihr bei den Schlangenwesen erwarten? … Und welche bei Euch selbst?“

Glaubenskraft extrahieren und speichern... Der Zwerg schien von der Idee nicht das Geringste zu halten, bewies jedoch überraschend viel Mitdenkvermögen für jemanden seiner Körpergröße. Vielleicht mochte er doch noch von Nutzen sein...

~~~

Aktuelle Runde


Myriel schien ähnlich erpicht auf sinnlose Übungskämpfe bei zermürbender Hitze zu sein wie Fjalladis und die Hochelfe war in gewisser Weise froh, in ihrem Zustand nicht unbedingt allein zurück zu Schiff zu müssen.
„Den Heilkundigen unter uns könnte es ja am Ende noch an Arbeit mangeln...“, meinte sie trocken mit einem Kopfnicken Richtung Shikra, während sie Myriel durch den dichten Wald folgte.

Später, als sie mit dem Echsenwesen an ihrer Seite zu den Priestern stieß, überdachte Fjalladis noch einmal ihre Meinung über den Nutzen des Zwerges.
„So? Es wirkte eher, als kämpftet Ihr Euch durch einen Gang voller Spinnweben“, gab sie dem Rothaarigen halblaut zurück, dessen wildes Gestikulieren nicht direkt unauffällig gewesen war.

Die Echsenpriester zeigten sich unerwartet offen gegenüber den Fremden und ihre eigenwillige Art der Götterbefragung weckte sofort das Interesse der Hochelfe.
Blitz und Sturm als Reisebegleiter wusste auch sie nicht recht zu deuten, ebenso wenig das Feuer, das nach Interpretation der Echsen deren Felder niederzubrennen hatte.
Nachdenklich betrachtete Fjalladis die verbliebenen Schriftzeichen der Echsen und des Zwerges und nachdem ein Teil der Gruppe sich zu den Feldern aufgemacht hatte, suchte auch sie sich ein freies Stück Strand. Mit einer Hand an ihrem provisorischen Wanderstab, die andere leicht mit der Handfläche nach oben erhoben richtete sie zunächst ein Gebet an Paladin und die anderen guten Sänger und später an die die lokalen Götter, wobei sie sich der Einfachheit halber ihrer Muttersprache, des Quenya, bediente.

„Aiya, Paladin! Yalan tye ar i nyellor, i tyen hilyar. Yalan le, nyellor Eave, tirri cuileve, cále mí móre. Yalan le, nyellor ilúvale, nyellor ilúcare, nyellor ilúiste. Áyinqua len mentan sina cyerme. An liselya na valya lá ilqua úro. Yalan le, nyellor Eave. Á hlara cyermenya ar nai hantalenya len nauva.“*

Unter weiteren Worten begann sie, mit ihrem Stock eine Reihe von Tengwar, elfischen Schriftzeichen, in den Sand zu schreiben. Zwischendurch blieb sie immer wieder stehen und beobachtete das Verhalten der Wellen kritisch.

Lederhandschuhe durch Feuchtigkeit beschädigt





*sinngemäß: Ich grüße Dich, Paladin! Ich rufe Dich und die Sänger, die Dir folgen. Ich rufe Euch, Sänger der Schöpfung, Wächter des Lebens, Licht in der Dunkelheit. Ich rufe Euch, allmächtige Sänger, allschaffende Sänger, allwissende Sänger. Voller Ehrfurcht bete ich zu Euch. Denn Eure Gnade ist mächtiger als alles Böse. Ich rufe Euch, Sänger der Schöpfung. Erhört mein Gebet und es sei, dass mein Dank Euch werde.
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Barbarossa

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #216 am: Samstag 19 Mai 2018, 16:52 » Antwort mit Zitat

~~~ Runde 12 ~~~


"Nun... sie sollen wohl in irgendeiner Form den dunklen Gott der... also eurer Götter anbeten. Vermutlich eine Art dunkles Leuchten... mit Grün durchmischt... immerhin scheinen sie sich auf Gifte und Tücke zu verlassen. Aber das könntet ihr sicherlich unsere Gastgeber fragen.

"Und welche bei Euch selbst?"


Barbarossa blickte erneut auf.
"Ihr stellt viele Fragen, Elfe... warum interessiert euch das?"


~~~ Aktuelle Runde ~~~


Eine Art der Wahrsagung also.
Barbarossa selbst hielt dies zwar für unwahrscheinlich, ja, auch er suchte die verschlungenen Wege in den Dingen die da geschahen, aber wenn man Dinge zu sehr interpretierte konnte man sich leicht verzetteln. Doch warum sollte er nicht sein Gebet an die hiesigen Gepflogenheiten anpassen?

So malte er Runenfolgen mit seinem Runenstab in den Sand. Ein Segen den fast alle in seiner Heimat kannten. Er konnte nicht schaden, zu wenig wusste er über diesen Ort um allzu spezifisch zu werden. Jedoch maßen die Echsenmenschen der mächtigen Natur viel Bedeutung zu. Und meist negative, so schien es...
In Magmoror war das anders: Sie lebten direkt an einem Magmastrom, der eine ständige Gefahr darstellte. ER weiß, das hatten seine Vorfahren aus erster Hand erfahren müssen... aber mit seiner Hilfe war die Binge ein Hort des Lichts in der Dunkelheit, relativ weit ab von den anderen großen Bingen. Von den Wundern die seine Brüder und Schwestern auf der Schmiedeebene mit der Hilfe des Stroms zu Stande brachten, ganz zu schweigen.
So entschied er sich für einen Psalm, der aus der Zeit der zweiten Mithrillion überdauert hatte und diese Dualität beschrieb.

Das Ergebnis war nicht unbedingt das was er sich gewünscht hatte. Die Wellen wuschen eine Kerbe nach der anderen von dannen. Die Feuerrune blieb zuletzt stehen, was hier ein eindeutig schlechtes Omen war... großartig.

Schnell war ein Plan aus einem einzigen Wort abgeleitet, die Felder vor dem Dorf sollten niedergebrannt werden. Na schön... der Dolmetscher verlor in Randolphs Augen noch weiter an Integrität.
"An Zufall glaubt ihr nicht, aber an die Sinnlosigkeit dieser Tradition schon?!"
Schnaubte er ungehalten und deutete auf seine schuppigen Kollegen und den von verwaschenen Spuren übersäten Strand.

Die zweite Elfe wurde von Selachsis zum Schiff gebracht um... die Feuermagierin zu holen... womit wohl Lady Alandyos gemeint war. Das Versprach interessant zu werden. 

Barbarossa blieb dennoch einen Augenblick und beobachte verstohlen die Elfe und ihre Variante des Gebets. Als sie jedoch ihren Elfensingsang anfing nahm er reis aus. Das fiepte so in seinem linken Ohr, dass er sich mit einem Finger in der Ohrmuschel rubbelte, während er sich abwandte und sich der Gruppe anschloss die gerade vom Schiff herunter kam und in Richtung der Felder ging um dort zu helfen.

Er bemühte sich sich neben die Magierin zu stehlen.
"Lady Alandyos, schön, dass ihr euch von der Reise erholt habt und ihr euch uns anschließt.
Es kam mir zu Ohren, dass ihr vor allem als Feuermagierin bekannt zu sein scheint. Eure Darbietung im Hafen von Drachenauge war bereits beeindruckend, daher werde ich euch wohl keine große Hilfe sein, aber würde ich mich geehrt fühlen mit euch zusammen zu arbeiten."


Barbarossa war völlig klar, dass er nichts großes erreichen konnte im Vergleich zu der Magierin, denn sie musste auf dem Gebiet der Flammen ja wenigstens so gut sein, wie in der sonstigen arkanen Kunst. Aber er wollte sich nicht Lumpen lassen und da er schon viele Feuermeister beobachtet hatte war er gespannt.

Das Feld war in keinem guten Zustand, und wenn alle um das Dorf so aussahen würde das den Hunger erklären, an dem das Dorf litt.
Er konzentrierte sich und vollführte die Runenabfolge des Atamyreums welche einen leuchtenden Ring über seiner linken Hand erschienen ließ. Er hoffte er würde Ifrit erreichen, denn sich vor der Lady Alandyos blamieren, das wollte er nun wahrlich nicht...
Doch diesmal hatte er Glück! Er ließ seine rechte Hand in den leuchtenden Kreis fahren... "Urus Lukhud Ifriton" ...und eine große Stichflamme entwich. Und aus ihr heraus schälte sich der kleine Feuergeist.

Die kleine Gestalt stand allerdings nur mit verschränkten Armen da und schaute von Barbarossa weg, geradeaus.

"Da bist du ja, Ifrit. Wo warst du? Ich hab dich nicht gefunden.", raunte der Zwerg dem Feuergeist zu.
*Fssss sss....ssscchhhh! Ffffffhhuuuuuchsssssscchhhhsssss... *
Spoiler
Da siehst du mal wie das ist! Nicht auf dem laufenden zu sein...


"Was? Hast du dich etwa vor mir vertsteckt? Ich hab mir Sorgen gemacht..."

Die kleine Gestalt wand sich um, ließ seine Arme sinken und schaute mit den kleinen Kohleklecksen zu Barbarossa.
*Fhhhhuch...? Zsschkchhhh?!*
Spoiler
Erhlich...? Was ist das?!

Sein Blick zuckte zur Seite auf die Lady Alandyos.

Barabrossa folgte und in diesem Augenblick begann sich ihre Magie zu manifestieren. Flammen von solcher Energie, dass Barabrossa leicht den Mund öffnete.
Das war jedoch nichts gegen das was der kleine Ifrit an Reaktion zeigte.

*HhhhrrrRRSSssssssszzZZZHHH!?!*
Spoiler
Was ist das denn für ein Zwerg!?!

Der Feuergeist war so schnell zu Myriel hinüber geflammt, das Barbarossa gar nicht schauen konnte.
Zwei Schritte von der Gestalt der Magierin entfernt generierte der aufgergte Ifrit lauter Stichflammen während Myriel einen zweiten Feuerball beschwor.

*Fffsssuch, Fffsuch! Krrrhhhks ssscchhHHHs?! Fwohhhhuhsch kkrssss Fwosch fsshh, Fsss?*

Spoiler
Wie toll! Wie toll! Wie macht sie das nur?! Wieso kannst du das nicht, Rotbart!?!

Das brachte den alten Zwerg dann allerdings doch wieder zurück ins hier und jetzt.
"Ifrit! Na los, geh ihr zur Hand!"

Schnell schaute der kleine Feuergeist von Myirel zu Barbarossa und zurück und mit wahrlich feurigem Eifer machte er sich daran dort wo die Feuerbälle nicht alles in Flammen gesteckt hatten ebenfalls anzuzünden.




-3 Mana für Ifrit mit AW 10 (davon setzt Ifrit 9 AW ein um noch kurz nach dem Angriff dableiben zu können)
« Letzte Änderung: Sonntag 20 Mai 2018, 12:01 von Magnati » Gespeichert
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Christian

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #217 am: Samstag 19 Mai 2018, 22:46 » Antwort mit Zitat

Der Herr von Muesig erwies als doch recht geschickt mit seinem Degen, weswegen die verbliebenen kleinen Schlangen den Rückzug antraten. Na dann konnten sie ja jetzt weiter. Allerdings gefiel der Magier nicht, was der Echsenmagier über die Handschuhe von Runshak erzählte, denn das musste ja etwas bedeuten. Und dann tauchten zahllose Spinnen an den Wänden auf, bestimmt so giftig wie die Schlangen, weswegen man den Gang weitergehen wollte.

Allerdings kam Christian selbst dabei wohl dem Schlangennest zu nahe, denn eine der kleinen Schlangen stürzte sich auf seinen Stiefel und eher reflexartig trat der ehemalige Statthalter nach der Angreiferin, was deren Kopf recht deutlich verformte. Ein Seufzen später tappte der Retter des Drachenauges weiter, während Merdarion eine Spinne von Cailín pflückte. Aufmerksam beobachtete Christian die restlichen Spinnen, sie schienen immer unruihger zu werden und war das nicht gar ein dämonisches Leuchten in deren Augen? Als Merdarion die Spinne dann mehr warf als absetzte, zögerte der Magier keine Sekunde länger und versperrte den Durchgang hinter dem ehemaligen Feldwebel mit einer doppelten Sonnenlichtbarriere.


Jetzt aber weg da, ich weiß nicht, ob sich alle Spinnen davon abhalten lassen, außerdem halten die Barrieren nicht ewig.

Ob sie jetzt links oder rechts entlanggingen, war derm Magier vorerst egal, da er sich hier ja auch nicht auskannte und der EInfachheit halber den Echsenmenschen folgte.


-10 MP -> 46/61 MP
Durchgang für drei Runden mit zwei Lichtbarrieren mit je 25 WP gegen Dämonen und Untote versperrt
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Asarra

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #218 am: Sonntag 20 Mai 2018, 10:51 » Antwort mit Zitat

Ein Zittern durchlief das Schiff, als ein mächtiger Donnerschlag erklang. Asarra erwachte mit einem Lächeln. Gewitter waren in diesem Land so häufig wie Sand am Meer, in ihren Ohren klang es wie ein Willkommensgruss. Sie war zuhause.

Oder auch nicht. Schliesslich hatte sie die letzten Jahre in Drachenauge und dem näheren Umland verbracht. In gemässigtem Klima, und ebenso gemässigter Vegetation. War der Dschungel überhaupt noch ihre Heimat? Sie wusste es nicht, doch diese Überlegungen wischten die Fröhlichkeit aus ihrem Gesicht.

Die Schwarzhaarige schloss sich der Dschungelgruppe an, hielt sich aber im Hintergrund. Vieles, was erzählt wurde, wusste sie bereits. Das Kerbensystem war neu und interessant, einige Pflanzen wuchsen hier die sie nicht kannte, oder hatten andere Verwendungszwecke als ihr bekannt waren.

Als sich die Gruppe aufteilte, lief Asarra halbherzig den Rückkehrern nach, verweilte aber immer wieder für einen Moment und lauschte den Geräuschen des Dschungels, betrachtete eine Blüte oder ähnliches. So viel sie hinter den anderen zurück, setzte sich irgendwann am Rande des Urwaldes in den Sand und fragte sich, wohin sie eigentlich gehörte.
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Myriel

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #219 am: Sonntag 20 Mai 2018, 12:19 » Antwort mit Zitat

Myriel hatte sich erneut unter Deck begeben und lag in einer der Hängematten, als Shikra ein wenig zögerlich zu ihr trat und sie darum bat sie zu begleiten. Der Gesichtsausdruck der Druidin blieb kühl, wie fast immer, doch sie nickte und stimmte zu die Elfe zu begleiten. Auch der Zwergenpriester gesellte sich zu ihnen und teilte ihr mit, das er gern mit ihr zusammen arbeiten würde.

Wenn Ihr des Feuerzaubers mächtig seid, könnt Ihr Euch gern beteiligen. Dann arbeiten wir mit Feuer und Gegenfeuer, das wird die Gefahr verringern alles um das Feld herum mit abzubrennen.

Der Weg zum Feld verlief mehr oder weniger schweigend. Myriel hatte die Kapuze ihres Umhang tief ins Gesicht gezogen um sich vor dem ständigen Nieselregen zu schützen. Es schüttete zwar nicht wie aus Eimern, aber der ständige feine Tropfenschleier war unangenehm und drückte aufs Gemüt. Außerdem hatte die ständige Feuchtigkeit bereits an ihrer Kapuze dafür gesorgt das sich Stockflecken bildeten, da auf dem Schiff die Möglichkeit fehlte den Umhang zwischendurch ordentlich zu trocknen. Kein allzu schöner Anblick, und auch wenn sie ihren Zweck im Moment noch erfüllte, so war absehbar das sie irgendwann nicht mehr dicht sein würde.

Sie erreichten das Feld und der Echsenpriester fing an zu gestikulieren. Er deutete zur Sonne, auf die Pflanzen, und recht schnell wurde deutlich das die Pflanzen einem Pilz zum Opfer fielen und viel größer hätten sein sollen. Daher hielt Myriel die Idee das Feld niederzubrennen nicht für die Schlechteste. Mit viel Hitze würden auch die Sporen des Pilzes verdorren und er konnte sich nicht durch die Luft weiter verbreiten. Außerdem machte die Feuchtigkeit es ihnen leichter das Feuer einzudämmen. Myriel wandte sich an Shikra.

Tretet eine paar Schritte zurück.

Dann drehte sie sich zu Barbarossa um und nickte ihm zu.

Nun denn Gevatter, dann zeigt was Ihr könnt.

Das Lächeln der Schwarzmagierin war kühl, denn sie fürchtete die Konkurrenz des Priesters nicht. Er sprach mit soviel Respekt und Ehrfurcht zu ihr, das sie ihn mit ihrem Können am Hafen tief beeindruckt haben musste. Der Zwerg wandte seine Magie völlig anders an als sie selbst, denn er beschwor einen leuchtenden Ring aus dem ein Feuergeist schlüpfte.

Ah, ein Feuergeist. Nun denn, lasst ihn die Lücken entzünden, so das wir die Flammen möglichst auf dem Feld halten.

Damit machte Myriel eine ausholende Bewegung. Sie brauchte keine Worte mehr, um ihre Feuermagie zu entfachen, zu viele Jahre war sie bereits eine Meisterin des Feuerballs. Eine flammende Kugel entstand in der Luft, die sie nach links lenkte und die sich dann in viele kleinere Feuerkugeln zerteilte und die Hälfte des Feldes in Brand setzte. Der zweite Flammenball machte dasselbe auf der rechten Seite. Barbarossas Feuergeist tanzte vor ihr auf und ab und Myriel sah den Zwergen mit hochgezogener Augenbraue auffordernd an.

Worauf wartet Ihr? Schickt ihn los.

Da flitzte auch der kleine Feuergeist los und Myriel betrachtete ihr Werk. Der Brand sah kontrolliert aus, nun würden sie die Hitze erhöhen. Sie streckte die Hände vor sich aus und beschwor einen weiteren, mächtigeren Zauber, der die Flammen auf dem Feld hoch aufflackern ließ. Es dampfte als der Nieselregen auf das entfachte Feuer traf, und schon bald hang weißer Schwaden über dem brennendem Feld in der Luft. Die Hitze schlug den Anwesenden entgegen, und nur der Magie die in den Flammen lag war es geschuldet, das keiner von ihnen in Brand geriet. Irgendwann, als die Pflanzen nicht mehr waren als verbrannte Asche auf dem Boden, ließ die Schwarzmagierin das Feuer erlöschen.

Wollen wir hoffen das ihr Problem damit gelöst ist.


- Umhang beschädigt, Reparaturkosten 1 Leder
- 2 x AW 75 -> - 2 x 15 Mana durch besserer Engergiefluss
- 1 großer Manatrank
- volles Mana
- 1 x AW 136 -> - 27 Mana
- 54/78 Mana
« Letzte Änderung: Sonntag 20 Mai 2018, 15:13 von Myriel » Gespeichert
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Barbarossa

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #220 am: Sonntag 20 Mai 2018, 16:15 » Antwort mit Zitat

Nachdem Ifrit davon gestoben war fügte Randolph an die Magierin gewandt hinzu:
"Verzeiht ihm, Lady Alandyos. Ihr habt ihn einfach sehr beindruckt."
,
wie auch mich fügte der alte Feuerpriester in Gedanken hinzu.
Barbarossa lenkte den kleinen Feuergeist ein wenig hie und dorthin um den guten Plan der Magierin weiter umzusetzen. Dazu drehte er von Zeit zu Zeit seine linke Hand und formte Zeichen, wobei der Ring immer noch einmal kurz zu sehen war.

Bei einer Bewegung lößte sich dann plötzlich ein Riemen seine Rucksacks. Er langte zu und konnte gerade noch verhindern, dass alles herauspurzelte.
"Bei den Knochen des Dritten!"

Eine Schnallenvernähung hatte sich gelößt. Er besah sich die anderen Gurte, das ganze Leder des Rucksacks verlor ein wenig an Beständigkeit und fühlte sich merkwürdig an. Es schien, dass die Luftfeuchte nicht nur ihm zu schaffen machte...
Nun, so hatte er einen Grund wieder nach Nuru zu Lotte zu gehen. Es gab schlimmeres.

Er repartierte den Riemen behälfsmäßig und setzte sich den Rucksack wieder auf und inzwischen war von dem Feld nicht mehr viel übrig.

"Wollen wir hoffen das ihr Problem damit gelöst ist."

"Ich habe da meine Zweifel... in diesem Dschungel gibt es wohl mehr als ein Problem. Sie haben auch Schädlinge in ihren Speichern. Und wenn dieser Pilz eingeschleppt wurde... vielleicht sogar von diesen Seth... kann es auch wieder passieren."


Der kleine Ifrit, inzwischen fast ausgebrannt, lediglich noch in roten farben schwach flackernd war noch einmal aus dem Feld zurück gekehrt und blickte noch einmal zu Myriel hinauf.

"Was machst du denn noch hier...?"

*Ffffuuuhhhchsch... krrrsssh.*

Spoiler
Stell mich ihr vor... bitte.

"Lady Alandyos, ähm... Ifrit hier,... er möchte euch ein Kompliment aussprechen. Wie auch ich. Er hat selten jemanden die barbarischen Feuer dieser Welt so gut zähmen gesehen."

Die kleine Feuergestalt nickte bedächtig. Und mit einem letzten seufzenden fauchen der Flamme verging der kleine Feuergeist.




Rucksack beschädigt (Reparatur 1 Leder)
« Letzte Änderung: Sonntag 20 Mai 2018, 16:25 von Magnati » Gespeichert
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Myriel

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #221 am: Sonntag 20 Mai 2018, 17:22 » Antwort mit Zitat

Die Flammen auf dem Feld waren erloschen, und auch der kleine Feuergeist des Zwergenpriesters flackerte nur noch schwach. Dennoch kam er zu ihnen zurück und blickte erneut zu der Druidin auf. Dann gab er ein zischendes Geräusch von sich, das Myriel nicht zu deuten wusste. Hatte der Zwerg den Feuergeist nicht unter Kontrolle? Fragend sah sie Barbarossa an und dieser stellte ihr das Flammenwesen tatsächlich mit Namen vor. Für einige Wimpernschläge spiegelte sich Erstaunen im Gesicht der Schwarzmagierin wider.

Ihr... ihr redet mit ihm?

Das man die Feuerwesen kontrollierte war ihr bekannt, und auch das man ihnen Befehle erteilte, so wie sie es mit ihrem Schattendämon tun konnte. Aber das sich der Beschwörer mit seinem Feuergeist unterhielt und dieser sogar einen eigenständigen Willen hatte, das war ihr neu. Für einen Augenblick brach das druidische Erbe in Myriel durch, das sich der Natur mit all ihren Elementen sehr verbunden fühlte. Langsam ließ sie sich auf ein Knie nieder, um den Feuergeist, der schon fast erloschen war, näher zu betrachten. Er nickte ihr zu und die kleinen Kohleaugen sahen sie bewundernd an. Myriel legte den Kopf schief und ein leichtes, feines Lächeln umspielte ihre Mundwinkel.

Du bist also Ifrit. Mein Name ist Myriel. Myriel von Alandyos.

Sie hob ihre Hand und ließ sie unter dem Feuergeist einen Halbkreis beschreiben, während wesentlich schwächere Flammen als zuvor darüber aufloderten so das Ifrit darin baden konnte, wenn er es wollte. 

Du hast Deine Arbeit gut gemacht. Nun ruh Dich aus.

Der kleine Feuergeist gab ein weiteres leises Geräusch von sich und löste sich auf. Die Schwarzmagierin stand auf, und ihr Gesichtsausdruck war wieder zu der kühlen Maske zurückgekehrt, die man von ihr kannte.

Ich wusste nicht, das diese Magie stets den gleichen Feuergeist ruft. Es ist eher eine Art Beschwörung eines bestimmten Wesens nehme ich an?

fragte sie Barbarossa, und betrachtete den alten Zwergen mit neu erwachtem Interesse. Ob den Echsenwesen noch weitere Schwierigkeiten bevorstanden, die sie den Reisenden unter Umständen anlasten würden, schien für die Schwarzmagierin im Moment völlig ohne Belang zu sein.
« Letzte Änderung: Montag 21 Mai 2018, 17:45 von Myriel » Gespeichert
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Runshak

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #222 am: Montag 21 Mai 2018, 23:40 » Antwort mit Zitat

Runshak war wirklich gespannt, wie es dem Herrn von und zu Tagedieb wohl ergehen würde. Insgeheim hoffte die Grünhaut ja, dass eine der Schlangen den Kerl beißen würde. Dann könnte er zum Beispiel ein wenig Gehorsam im Austausch für ein lebensrettendes Gegengift einfordern. Leider erwies sich die Schlangenbrut sogar als noch nutzloser als der Spinner mit seinem Degen. Da schafften die Tiere es doch tatsächlich diesem stümperhaften Herumgefuchtel mit einem besseren Zahnstocher zum Opfer zu fallen. Ein entnervter Seufzer war alles, was dem Krieger zu diesem Schauspiel einfiel.

Da sprach ihn plötzlich Iguan von hinten an und fragte, was denn das Leuchten an den Handschuhen des Orks zu bedeuten hatte. Auf die Frage hin musste Runshak gleich selber hinsehen. Bis dahin hatte er eigentlich geglaubt, dass das Licht durch die Risse und Lücken in der Decke in den Korridor gelangte. Nun aber leuchteten die Runen so stark das ein Irrtum ausgeschlossen war. „Ach das?“ antwortete die Grünhaut „Nichts besonderes. Heißt nur, dass hier irgendwo Untote oder Dämonen sind...“ Nachdem der Krieger die Auskunft gegeben hatte dauerte es noch einen Augenblick bis er begriff, was er da eben gesagt hatte. Sichtlich nervös begann er sich umzublicken und entdeckte in den Schatten der Risse eine immer größer werdende Zahl weiß leuchtender Punkte, die ihn und den Rest der Gruppe scheinbar fixierten.

Nach und nach begannen sich spinnenartige Kreaturen an den Wänden breitzumachen. Einer der Echsenmenschen stellte fest, dass auch diese Krabbelviecher giftig waren. „Ist hier auch irgendetwas nicht giftig?“ fragte Runshak zurück. Man einigte sich schnell darauf, weiterzugehen und an der Weggabelung den linken Pfad zu nehmen. Im Vorübergehen nahm er noch eine der toten kleineren Schlangen mit. Wenn er schon nicht die große essen konnte, wollte er wenigstens genug für eine Kostprobe mitnehmen.
« Letzte Änderung: Dienstag 22 Mai 2018, 11:52 von Runshak » Gespeichert
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Cailín

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #223 am: Dienstag 22 Mai 2018, 11:29 » Antwort mit Zitat

Eines “Ich fürchte, diesssse ssssind auch giftig…“  hätte es gar nicht bedurft. Cailín hätte sich vielmehr gewundert, wäre etwas an diesem Ort ungefährlich gewesen. Zu allem Übel scheuchte Christian ein Schlangennest auf. Sie versteifte sich unbewusst. Erst recht, als Merdarion ihr von hinten eine Warnung zuraunte. Als Druidin fühlte sich Cailín allen lebenden, kriechenden und fliegenden Wesen verbunden, hatte naturgemäß auch keine Abscheu oder Furcht vor Spinnen oder Schlangen, aber diese Kreaturen, die sich an den Wänden zeigten, jagten ihr heiße Schauer der Furcht über den Rücken. Wie zur Salzsäule erstarrt ließ sie sich von Merdarion von dem dämonischen Spinnentier befreien und betete zu allen Göttern, die ihr auf die Schnelle einfielen, sie möchten ihr doch bitte erlauben diesen Ort heil, aufrecht und vor allem lebendig zu verlassen. Ihre Hand suchte fieberhaft in der Tasche nach dem Fläschchen Weihwasser. In der Not wollte sie sich das Zeug über Kopf und Körper schütten.

Die Sonnenlichtbarriere des Magier beruhigte Cailín ein wenig, ließ die Anspannung aber keinesfalls von ihr abfallen. Die Spinne von ihrer Schulter hockte immer noch auf Merdarions Handschuh. Die Bardin beschleunigte ihre Schritte ohne dabei in ein Rennen zu verfallen. Flucht hätte die geflügelten (?) Spinnen - Cailín sah nun doch genauer hin - bestimmt nur zum Angriff gereizt. Ob links oder rechts war ihr herzlich egal. Hauptsache weg von hier.
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Herr von Muesig

Re:[Abenteuer] Das Erbe der Syth
« Antwort #224 am: Mittwoch 23 Mai 2018, 08:36 » Antwort mit Zitat

Nachdem 2 weitere Schlange seine Schlagfertigkeit mit dem Degen zu spüren bekommen hatten, wollte der Rest nun nicht mehr mit ihm spielen. Runshak hatte sich anderen Dingen zugewandt.
Was sich weiter hinten mit den Spinnen abspielte bekam er gar nicht mit, weil die Abenteurer eben gewiefte Abenteuer sind, die nicht so leicht in Panik verfallen, Dämonen hin – Dämonen her.
Auf die Antwort auf Iguans Frage war auch Martin von Muesig gespannt, denn hieß das nicht, dass ihre Untergrundreise bald Vergangenheit sein könnte. Dabei amüsierte er sich eigentlich gar nicht so unprächtig. Da waren schlimmer Sachen dabei gewesen.

Links? Das ist jetzt aber keine Glaubensfrage? Mein  Personal braucht mir mit linkslinken Parolen erst gar nicht kommen. Aber hier schein die Lage eine etwas andere zu sein, so dass sich ein Umsturz oder eine Revolte wohl ausschließen lässt. Dies waren seine Überlegungen.

Ach Christian, da bei Euren Bei…ja..schon weg. Jetzt können wir vorbei und auf nach …links
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