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  Frühjahrs-Jagd in Nighton
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   Autor  Thema: Frühjahrs-Jagd in Nighton (eine Jagd mit Greifvögeln für geladene Gäste) (Gelesen 1203 mal)
Christian

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #75 am: Freitag 04 Mai 2018, 21:23 » Antwort mit Zitat

Zwar gesellte sich noch der Herr von Muesig zu ihnen, aber noch ehe der Magier ein WOrt mit diesem wechseln konnte, wurde das Ende der Jagd bekanntgegeben, weswegen auch der Hohentürmler sich den Tischen und Bänken näherte, bevor er seine Beute abgab und sein Kamel einem Stallburschen überließ. Auch der Falkner kam zu ihm, weswegen er den geliehenen Wanderfalken mit einem Nicken zurückgab.

Ein wirklich fähiger Gefährte, ohne dass ich viel dazu beitragen musste. Habt vielen Dank für die gute Auswahl.

Danach wollte er sich einen Platz suchen, wurde aber von Andretta abgefangen, die ihn unschuldig mit sich zog, während sie mit ihm sprach.

Gerne komme ich mit zu Euren Freunden, um von meinen Reisen in die Schildkrötenwüste zu berichten.

Auch wenn er jetzt nicht gerade der beste Geschichtenerzähler war, sollte selbst er es mit etwas magischer Unterstützung hinbekommen, es recht anschaulich zu gestalten, auch wenn dies das Vorstellungsvermögen der Zuhörenden wohl nicht so sehr beanspruchte wie wenn sie es sich selbst in ihren Gedanken vorstellen mussten.

... Ja, so war das in der heißen Wüste. Falls Ihr selbst ebenfalls einmal dorthin möchtet, nehmt also auf jeden Fall besser mehr als genug Wasser mit neben fähigen Führern.

Anschließend wandte er sich direkt an den Sohn von Lord Tibour.

Ich hörte Euer Vater nennt ebenfalls ein Schiff im Hafen von Drachenauge sein eigen? Darf ich dessen Namen erfahren, damit ich es bei meinem nächsten Besuch in der Hauptstadt näher in Augenschein nehmen kann? Natürlich nur, wenn dies gestattet ist.

Bestimmt war es dieser auf ihn durch die Goldvertäfelung etwas zu protzig wirkende Zweimaster zwei Kais neben der 'Weisen Schlange', so ein Schiff eines Lords sollte schließlich etwas hermachen. Nur war ihm gerade der Name dessen entfallen. Aber vielleicht irrte er sich auch und es war stattdessen die schlanke, feine Yacht daneben.
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Rorokpal

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #76 am: Samstag 05 Mai 2018, 15:43 » Antwort mit Zitat

Als Merdarion sich zur Seite beugte, um die scheinbar im Ungeschick fallengelassene Haube aufzuheben, stieß sich Rorokpal ab und entfloh in Richtung Himmel. Sie hörte noch wie der Minenbesitzer theatralisch fluchte und schimpfte, doch niemand konnte sie mehr aufhalten. Niemand!
Warum betonst du "niemand" so stark?
Oh, äh, ich wollte nur mal was testen. Schon gut.

Sie flog nur ein kurzes Stück, dann landete sie im Wald. Als sie zwischen den abgebrochenen Zweigen und dem restlichen Herbstlaub auf dem Boden aufsetzte, so wie es kein Falke je tun würde, scheuchte sie einen Hasen auf. Wilde Haken schlagend versuchte er zu entkommen. Nun, heute war sein Glückstag, denn dieser Falke hatte überhaupt kein Interesse an ihm. Vielmehr verschwammen die Umrisse des Wanderfalken plötzlich, als wäre er gar nicht richtig in der Realität verankert, und eine Gestalt wuchs empor, die schon bald wie ein Mensch aussah. Eine blonde junge Frau.

Später zurück kommen? Ich glaube, ich habe eine bessere Idee...
Au ja, ich bin für einen riesigen Hund! Oder eine weiße Stute. Irgendetwas Protziges.
Mir schwebte da etwas anderes vor ... dachte Rorokpal geheimnisvoll, doch als sie sich dann das Bild einer schwarzen Katze, ihre Lieblingsform, vor Augen rief, war das Geheimnis für ihre beiden Begleiter in ihrem Kopf schnell enthüllt.

Ein Schatten huschte durch das Unterholz und bald preschte er über die Wiese wo zuvor der Hauptsammelplatz der Jagd gewesen war. Die schwarze Katze wich geschickt den ganzen Haufen aus, welche die Pferde hinterlassen hatten.
Beim Bankett angekommen stellte sie zunächst fest, dass sie eine offizielle Rede verpasst hatte. Das war sicher nicht allzu tragisch. Sie näherte sich Merdarion und strich ihm um die Füße, dann, um nicht allzu viel Verdacht zu erregen, auch bei Cailín, wobei sie freundlich mit dem Schwanz wedelte - so wie es eigentlich Hunde tun.

Schließlich streifte sie weiter und näherte sich ihrem Cousin. Überraschenderweise saß er bei der Statthalterin persönlich, neben seinem Vater und sogar Hibernus war da. Was für eine auffällige Konstellation. Das war bestimmt kein Zufall. Der Gedankenleser, der Stumme, die Herrscherin - was heckte Silvana aus? Aha, es ging um Geld. Lord Belacqua, ihr eigener... Onkel. Das hörte sich irgendwie seltsam an - jedenfalls wurde er in die Mangel genommen. Und zwar von der Statthalterin persönlich. Er fechelte sich Luft zu, obwohl es gar nicht so heiß war. Ihm anscheinend schon. Er hüstelte und lächelte krampfhaft.
"Gewiss großzügig, ja sehr großzügig. Ich bin nur ein bescheidener Mann, halte meine Pächter an der langen Leine und lebe nicht im Übermaß, trotzdem könnte ich wohl für die Verteidigung der Stadt die eine oder andere Spende organisieren. Natürlich wäre es von größerem Nutzen, wenn die Hendriks oder Tibours etwas von ihren Reichtümern abgäben. Ich habe gehört, Joseph plant in Zauberei-Maschinerie oder so ähnlich zu investieren, um den armen Bauern auf dem Felde die Arbeit zu stehlen. Er sollte das Gold besser investieren."

Während der alte Belacqua versuchte, sich aus der Affäre zu ziehen, saß sein Sohn am Tisch, schaute ruhig in Richtung Silvanas und seine Hände zeigten zwei Symbole. Die eine war eindeutig, so dass sogar Rorokpal sie verstand: "Der da", was seinem Vater galt. Die andere würde nur die Statthalterin erkennen. Oder Rorokpals privater Übersetzer: "Übermaß".

Der alte Belacqua versuchte plötzlich das Thema zu wechseln.
"Aber genug von diesen belanglosen Geldgeschichten, uns auf dem Land interessiert ja etwas ganz anderes besonders, nicht wahr mein Sohn?" Er hielt kurz inne und sah seinen Sohn an, als erwartete er, dass dieser antwortete. Dann viel ihm wieder ein, dass jener stumm war und er redete überhastet weiter.
"Vielleicht habt Ihr dafür ja eine Erklärung, denn scheint es, als kreisten in letzter Zeit auffällig viele Drachen vor oder über der Stadt."



Morph in schwarze Katze -5 MP


« Letzte Änderung: Samstag 05 Mai 2018, 15:46 von Rorokpal » Gespeichert
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Silvana

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #77 am: Samstag 05 Mai 2018, 16:11 » Antwort mit Zitat

Silvanas Lächeln war unverbindlich und distanziert. Aus dem Augenwinkel bemerkte sie Nicolais Zeichen und antwortete ebenso unauffällig. "Ich weiß. Vielleicht habt Ihr ja Interesse dem Training der Bürgerwehr einmal beizuwohnen, werter Nicolai."

Die Ausflüchte des Adeligen nahm die Amazone nur am Rande wahr, umso deutlicher hörte sie die Sorge bezüglich der Drachensichtungen aus seiner Stimme. Das war wohl wahr. Nicht nur Darius und Fenmor waren an der Burg gesichtet worden, auch die Jungdrachen, die sich der Verteidigung der Stadt anzuschließen gedachten, waren vermehrt Erkundungsflüge geflogen um sich mit der Umgebung vertraut zu machen. Die meisten von ihren hatten ihren Hort in den Ausläufern der Drachenberge südlich der Stadt.

Die Frage löste vermehrtes Kopfwenden aus. Auch andere blicken nun an den Kopf der Tafel zu der Statthalterin und dem Fragesteller hin. Gerade als Silvana Hibernus einen undeutbaren Blick zuwarf, erhob Madame Auschelle die Stimme und sagte laut in die entstandene Pause hinein: "Im Frühling ist doch bestimmt Paarungszeit. Was es wohl mit dem merkwürdigen Verhalten geschlechtsreifer Drachen auf sich hat. Weiß das jemand? Wie vermehren sich die Echsen überhaupt? Ich habe noch bei keinem ein Geschlechtsteil bemerkt. Das müsste man doch sehen können, wenn sie über einem hinweg fliegen."

In der darauf folgenden Stille konnte man das Schweben eines losen Blattes hören. Es war wie immer Silvana, die in ein herzhaftes Lachen ausbrach.
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Hibernus

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #78 am: Samstag 05 Mai 2018, 16:35 » Antwort mit Zitat

Hibernus hörte sehr aufmerksam zu, was am Tisch gesagt wurde, hielt sich aber zurück was eigene Worte anging. Dies war, sozusagen, Silvanas Territorium und er wollte weder sie noch Fenmor herausfordern. Zudem lagen seine Interessen eher in der Zusammenarbeit mit ihr, einer der wenigen Naka Duskeal, die vertrauter mit seiner Art waren und er wollte keineswegs irgendwelche Bemühungen ihrerseits untergraben.

Um jedoch in dieser Zeit etwas zu tun zu haben, nahm er sich doch etwas von dem Wein, welcher angeboten wurde. Immer wieder nippte er mal daran, doch ein Schluck wurde ihm fast zum Verhängnis, als Belacqua auf die vielen Drachen zu sprechen kam, die in letzter Zeit über Nighton gesehen worden waren. In genau dem Moment verbarg er sich gerade hinter dem Becher, um nicht selbst mit einer Antwort vorzupreschen und verpasste dadurch Silvanas Blick... und im folgenden verschluckte er sich um ein Haar. Was seine Ohren da vernahmen trieb ihm die Röte ins Gesicht und er spuckte vor Überraschung den Teil an Wein wieder in den Becher, der gerade in seinem Mund war und diesen schnell abstellte.

Wie bei Draak waren die Adligen jetzt auf die Paarungsgewohnheiten von Drachen gekommen? Zu allem Überfluss lachte Silvana auch noch laut in die peinliche Stille hinein und er versuchte seine Verlegenheit zu überspielen indem er in seine rechte Faust hustete. "Ähhh... hrrmmm... dem... ist nicht ganz so, wie ihr denkt. Ihr... wir sind einfach interessant für die Jungdrachen. Die Drachenberge sind immerhin nicht weit von hier. " , versuchte er der Gesellschaft zu erklären und zog damit nun selbst alle Blicke auf sich. "In alten Zeiten gab es bereits ein großes Bündnis mit den Drachen und eure erlauchte Statthalterin ist selbst einem der Alten Drachen verbunden, was eine große Ehre für eure Stadt bedeutet. Wer die Freundschaft der 'Echsen' erringt, dem mögen sie in Zeiten der Not auch helfen." , setzte er entschieden hinzu und begnete einigen der Blicken.

Es war schon ein wenig merkwürdig so über sich selbst und andere Drachen reden zu müssen... aber er witterte hier auch eine seltene Gelegenheit. Die Menschen hatten viel zu viele Legenden über seine Art, die einfach nicht der Wahrheit entsprachen und es war sehr viel einfacher mit jemanden ein Bündnis zu erhalten, den man auch kannte. Außerdem hoffte er damit von dem Thema der Fortpflanzung abzulenken, was seiner Meinung nach kein Thema war, dass er jemals mit einer Naka Duskeal besprechen wollte.
« Letzte Änderung: Samstag 05 Mai 2018, 16:37 von Darius » Gespeichert
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Christian

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #79 am: Sonntag 06 Mai 2018, 06:50 » Antwort mit Zitat

Allerdings rückte seine Frage aufgrund des Gesprächs am Nachbartisch eher in den Hintergrund, so lächelte er, als Hibernus seine etwas unbeholfen wirkende Antwort gab, wozu der ehemalige Statthalter mehr an seine eigene Tischgesellschaft gewandt selbst einige Worte verlor.

Vielleicht haben die Jungdrachen auch einfach selbst viele Geschichten über diese besonderen Verbindungen zwischen Menschen und Drachen gehört und schauen sich bereits nach einem Bündnispartner um..

Schließlich wusste er nichts von den Plänen Silvanas, diese als Teil der Stadtverteidigung einzusetzen. Ein bisschen wehmütig betrachtete er ein schwarzes Kätzchen. Hachja, wie gern würde er jetzt diese Gestalt annehmen und ungezwungen herumtollen.
« Letzte Änderung: Sonntag 13 Mai 2018, 21:54 von Christian » Gespeichert
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Cailín

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #80 am: Montag 07 Mai 2018, 09:26 » Antwort mit Zitat

Cailín konnte das Lachen nicht unterdrücken, als Merdarion "seine Sorcha" in den Himmel schickte anstatt sie dem Falkner zu übergeben. Die hochgezogenen Augenbrauen von Herwig amüsierten die Bardin nur noch mehr.

"Die kommt schon wieder", erklang die Stimme von Herwig Vogler, wenn auch wenig überzeugend.

"Dein Falke ist aber schlecht abgerichtet", kicherte Cailín und klopfte Merdarion tröstend auf den Unterarm. "Die kommt schon wieder."

Die Worte des Falkners zu wiederholen brachten sie nur noch mehr zum Lachen. Dass sich die Adeligen bereits brüskiert zu ihr umwandten, war ihr herzlich egal. Dass sie zuletzt am Ende des Tisches bei den Gemeinen sitzen mussten ebenfalls. Neben Merdarion sitzend nippte sie mit mühsam unterdrücktem Grinsen an ihrem Glas Wein. Was Rorokpal wohl gerade machte? Eine schwarze Katze strich um Cailíns Beine. Abwesend kraulte die Druidin das Tier zwischen den Ohren. Die Gespräche unter den niedriger Gestellten verliefen eher schleppend. Viel lieber lauschte die Bardin dem Geplänkel der Reichen. Christian erzählte von einem Ausflug in die Schildkrötenwüste. Die jungen Tibours zeigten sich begeistert. Andretta lauschte mit großen Augen und halb offenem Mund. Cailín überlegte, ob sie ein Lied zum Besten geben sollte.

Und dann der Fauxpas. Eine ältliche Dame, mit leuchtend roten Wangen, wohl vom Wein, fragte in eine kurze Stille hinein nach dem Paarungsverhalten von Drachen. Cailíns blitzblaue Augen zucktne wie elektrisiert zu Hibernus. Ums Haar hätte sie selbst in ihr Weinglas gespuckt. Die freie Hand, die unter dem Tisch auf Merdarions Oberschenkel lag, krallte sich fest ins Fleisch ihres Liebsten. Hastig stellte die Bardin das Glas ab und schlug die Hand vor dem Mund. Aber nicht wie Andretta vor Entrüstung, sondern um einen neuerlichen Lachanfall zu unterdrücken. Es gelang nur halb. Silvana brüllte los und reizte die Bardin es ihr gleich zu tun.

"Merdarion, wenn wir nicht bald gehen", keuchte sie an seinem Ohr, "dann blamiere ich dich hier bis auf die Knochen."

Ihr Prusten drang gedämpft aus dem Stoff an seinem Ärmel, als sie sich dagegen presste und das Gesicht darin verbarg.
« Letzte Änderung: Montag 07 Mai 2018, 09:26 von Silvana » Gespeichert
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Herr von Muesig

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #81 am: Montag 07 Mai 2018, 11:08 » Antwort mit Zitat

Das erlegte Vieh war abgegeben und garte auf Rosten und Spießen, Cailin war nicht zu sehen, dafür drang im aufreizendes Parfüm in die Nase und in sein Blickfeld drängte ein mächtiges Hinterteil. Ja, dafür war sie bekannt, die Auschelle. Es kursierte manch geschmackvolle Scherz über dieses Markenzeichen von Madame.  Das Beste, das er kannte, war ein A… wie ein Brauersgaul. Und es kam gut hin. Sein Blick haftete fest darauf und Auschelle nicht mit Blödheit sondern Läufigkeit geschlagen, schien es noch ein wenig mehr zu präsentieren, dazu ein Blick, der signalisierte: Kein Süßholzraspeln nötig, ich bin Dein. Willibold, der einst im Suff damit geprahlt hatte wie hitzig der Madame Temperament, war also nicht zugegen. „Deine Vermutung …“ dabei schoben sich seine Hände begierig in Richtung wo sein Blick schon lange festhing.

Da seid ihr ja Baron …“ mit einer falschen, übertrieben Kumpelhaftigkeit war plötzlich Joseph da und entriss ihn der Versuchung und er musste seine Hand wieder blitzschnell zurückziehen, nachdem sie schon auf ihrem Ziel gelandet war. „Danke der Nachfrage Joseph ." gab er ebenso heuchlerisch zurück. " Die Geschäfte laufen im bisherigen Rahmen. Es ist noch Luft nach oben, Gutester, habt Ihr Interesse? Ich habe da ein Exemplar, das sich wunderbar zur Zucht “ wenn er ihn schon von der appetitlichen Delikatesse weggeschleppt hatte, musste wenigstens was rumkommen bei. „Apropos, Zucht. Und selbst? Ich hörte und konnte mich auch selbst als ich hier eingetroffen bin, davon überzeugen, Euer Obst ist schon recht reif und droht bald überreif zu sein wenn sie nicht bald angestochen wird. Aber wie ich gehört habe, gibt es jemanden, der die Aufgabe sehr gerne übernehmen würde. Der junge Nicolai würde…warum lässt Ihr ihn nicht. Sein Stummheit…, ich kann es nicht glauben, das hat Edeldamen noch niemals irritiert oder gestört. Oh hört …“

Sie lauschten Hartmut v. Rotbergs launiger und zum Glück, kurzer Rede, die Martin von Muesig angemessen, gemessen akklamierte und dann ging es zum Bankett.

Er sah, dass Christian sich mit Andretta unterhielt und merkte sich vor, den Magier unbedingt noch unter 4 Augen zu sprechen. Er hatte was für ihn.

Dieser Undecim war in der Nähe von Nicolai, andere hielten sich auffällig von den Blaublütigen fern, es war wie immer, die Stände waren unter sich. Doch auch Cailín konnte er sehen. Natürlich auch bei ihrem…irgendwie passte sie da nicht hin, das musste er ihr bei Gelegenheit einmal sagen.

Die Gespräche bei Tisch waren eher ermüdend, Martin zeigt nach außen hin Interesse, aber hörte den Gesprächen nur mit achtel Ohr zu und wurde nicht nur vom Wein immer müder – streichelte dabei in Gedanken nicht nur die Flanken des Brauersgauls, bis, ja bis die alles entscheidende Frage im Raum stand: Die Paarungszeit. Dasss es um die Drachen ging, bekam er im algemeinen Gejohle gar nicht mit. „Auschelle, wer sonst hat es nötig “, dachte sich Martin von Muesig, während sein Hormonhaushalt gehörig durcheinander- und aufgewirbelt wurde. Gelübde war eines, Trieb ein anderes. Und ein abwesender Willibod ein sehr profunder Grund hilfreich einzuspringen und einer läufigen Hündin Abhilfe zu verschaffen. Sein Zwinkern in Richtung Auschelle war die eindeutige Antwort: JETZT, gleich, sofort .
« Letzte Änderung: Montag 07 Mai 2018, 11:11 von Suffix » Gespeichert
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Merdarion Ni Hawk

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #82 am: Montag 07 Mai 2018, 23:46 » Antwort mit Zitat

Seine schauspielerische Einlage amüsierte Cailin ganz offensichtlich, doch er versuchte das verdrießliche Gesicht zumindest so lange Aufrecht zu erhalten bis der Falkner es nicht mehr sehen konnte. "Spontan ist mir sonst nichts eingefallen." fügte er schließlich trocken hinzu, erst danach konnte er sich das Grinsen nicht verkneifen.

Am Tisch angekommen erschien dann der Wein und das Gespräch weiter oben an der Tafel interessanter als das mit den direkten Nachbarn. Mit halbem Ohr lauschte er daher ähnlich Cailin nach oben und leerte gleichzeitig seinen Becher. Etwas war unter dem Tisch, sicherlich einer der Hunde, aber die sabberten einen eher an als um die Beine herumzustreichen. Nur um sicher zu gehen schaute er unter das Tuch und sah gerade noch das Hinterteil einer Katze die sich bei Cailin eine Streicheleinheit abholte. Mit einem Schulterzucken widmete er seine Aufmerksamkeit wieder dem Gespräch. Das Tier war sicherlich von einer der Adligen Damen mitgebracht worden.....

Ruckartig riss Merdarion seinen Kopf hoch als die Bardin ihre Finger in seinen Oberschenkel versenkte. Ihm selbst fiel es gerade schwer ob der Formulierung nicht zu lachen, seiner Sitznachbarin deutlich schwerer. Beruhigend legte er seine Hand auf ihre und versuchte diese wieder etwas zu lösen. Da Silvana selbst lauthals lachte machte er sich keine Gedanken das Cailin ihn blamieren könnte. Von seiner Seite erwartete eh niemand der Adligen einen Beitrag zu diesem Thema. Ich wünsche viel Spaß bei der Erklärung sandte er an den Drachen. Außnahmsweise benutze er die Gedankenverbindung und sei es nur um auch einmal den Hauptmann etwas aus dem Konzept zu bringen. "Da sollte mal jemand ein Buch darüber schreiben." raunte Merdrion Cailin zu.

Gedanklich sichtete er gerade alle Begegnungen mit Drachen und stellte fest das er entweder diesen Teil der Wesen gänzlich ausgeblendet hatte oder aber es wirklich nichts zu sehen gab...... so oder so ein amüsanter Gedanke.

Schräg gegenüber ließ sich ein massiger Mann nieder der ganz offensichtlich nicht an der Jagd selbst teilgenommen hatte. Feine Wolle am bordeau roten Wams zeugte von Wohlstand, ebenso der sich darunter hervorhebende Bauch. Ein Übergang von Kopf zu den Schultern war nicht wirklich zu erkennen. Das haarlose Haupt krönte ein hoher Filzhut. Die Banknachbarn machten ohne zu murren Platz.

Erst als das Lachen verstummt war bemerkte Merdarion den Neuankömmling und seine Miene verdüsterte sich. Ein unauffälliger Stoß mit dem Ellenbogen sollte Cailins Aufmerksamkeit auf den Mann richten. "Das ist der Bauer Hans. Lebt von seinem Bauernhof wie die Made im Speck."

In der Tat warf der Bauernhof der zu den größten der Umgebung zählte einiges ab, gerade weil er der Stadt selbst und keinem Adligen unterstellt war.
« Letzte Änderung: Dienstag 08 Mai 2018, 09:01 von Merdarion Ni Hawk » Gespeichert
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Herr von Muesig

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #83 am: Montag 14 Mai 2018, 10:58 » Antwort mit Zitat

Es ist nicht leicht – auch nicht für einen Mann mit Titel und Mittel an einen erfahrenen Mann wie Christian, dessen Ruf untadelig zu bezeichnen war und dessen Auszeichnungen mannigfaltig waren, heranzukommen. Immer wieder war jemand in der Nähe und so blieb ihm nur, zu warten bis sich besagter Magier auf den Weg zu einem gewissen Örtchen machte und ihn da anzusprechen – also vor dem Örtchen, nicht darin.

Herr Erzmagier “ er musste flüstern, denn Ohren waren überall und was der Adelige dem Magier mitzuteilen beziehungsweise anzubieten hatte, war für Außenstehende nicht bestimmt. „Herr Erzmagier …“ wiederholte er „ich habe einen Zund bekommen…dass Eure Gattin, eine außergewöhnliche Frau wie ich zudem vernahm, die mir leider noch nicht vorgestellt worden ist, und Ihr…gewissen, wie soll ich sagen..helft mir…? Ich hätte da etwas für Euch, wenn Ihr Interesse habt..seht selbst “ Herr von Muesig…hatte eine kleine Textprobe mitgenommen.

Toll trieben es die Alten
trotzt der vielen Falten
so viel lässt sich sagen
standhaft in allen Lagen

Was die Jungen anbelangt
ist‘s Respekt der abverlangt
:::

Ist das nicht…genau das, was Ihr schon immer gesucht habt? Und bevor Ihr fragt, ich kann Euch den Verfasser dieses Werkes leider nicht nennen…weil…das Amt für umtriebige Umtriebe ist immer nicht fern mit einer fetten Klage. Aber ich kann Euch versichern, Euch und Eurer Gattin wird das Herz aufgehen …“



« Letzte Änderung: Montag 14 Mai 2018, 10:59 von Suffix » Gespeichert
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Herr von Muesig

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #84 am: Montag 14 Mai 2018, 11:08 » Antwort mit Zitat

Als nächstes machte sich Martin von Muesig an Merdarion heran. Auch das war nicht so leicht zu bewerkstelligen, aber wo ein Wille ist auch eine Merdarion.

In einem Moment als der gerade zu einem Zug aus seinem Behälter ansetzte, setzte Mertin von Muesig mit einem Gespräch an.
"Interessant, Herr aller Minenschächte, ich hörte...von eine bürgerlichen Wehr. Löblich gar, möcht ich meinen ." Um dann gleich auf den eigentlichen Sinn zu sprechen zu kommen. So schmiedet man das heiße Eisen.
"Ich bin an einem Meister der Fechtkunst interessiert...ich zahle gut, habe jedewede Referenzen und meinem Degen fehlt nur der geübte Arm, den es zu trainieren gilt. Kennt Ihr solch eine Person, ob Mann oder Frau ist mir gleich, nur von der Schwerter Handhabung will ich meisterlich profitieren ."
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Merdarion Ni Hawk

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #85 am: Montag 14 Mai 2018, 17:16 » Antwort mit Zitat

Merdarions Aufmerksamkeit wurde von dem Müller abgelenkt als ihm der Geruch von Flieder in die Nase stieg und das noch bevor er angesprochen wurde. Das Gesagte über die Bürgerwehr nahm er einmal als Kompliment auf, kannte die etwas ungewöhnliche Ausdrucksweise des Adligen doch schon etwas länger.

"Nun wenn Ihr wollt besucht mich im Anschluss doch einfach in der schwarzen Feste, ich bin mir sicher Zeit für einen Waffengang übrig zu haben."

Bereits auf ihrere Reise nach Isua hatten sie auf dem Boot ihre Klingen gekreuzt, daher konnte Merdarion einschätzen wie es sich mit der hohen Kunst des Fechtens und dem Herren von Muesig verhielt. Dieser war kein Anfänger, doch zum Meister fehlte noch etwas Finesse und ein Besseres Gefühl für die Waffe. Dinge ein eifriger Schüler lernen konnte.
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Christian

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #86 am: Montag 14 Mai 2018, 22:28 » Antwort mit Zitat

Christian hatte sich bei seinen Tischgefährten kurz entschudligt, um ein gewisses Örtchen aufzusuchen. Auf dem Weg dorthin wurde er vom Herrn von Muesig angesprochen, zumindest deutete dessen Blick in des Magiers Richtung dies an, auch wenn die Bezeichnung Erzmagier für den Hohentürmler kaum zutraf. Was der fliederliebende Adelige jedoch mit den Andeutungen hinsichtlich ihm und Neome meinte, konnte der Retter des Drachenauges nicht wirklich schließen, aber es ging wohl um eine Art Gedichtband der etwas obszöneren Art, wenn der ehemalige Statthalter die Textprobe richtig verstand.

Ahja...ich habe Interesse an solch individueller Kunst. Allerdings sollten wir das nicht hier in aller Öffentlichkeit besprechen. Besucht mich am besten im Hohenturm nahe Sha'Nurdra, dort können wir uns recht ungestört unterhalten.

Schließlich war dieser recht groß, so würden sie dort schon einen Raum finden, in den sich niemand zufällig verirrte.

Wenn Ihr mich nun bitte entschuldigt, ich müsste mich etwas frisch machen. Gehabt Euch wohl.

Schließlich würde es sich nicht gut machen, dies Geschäft außerhalb des Örtchens durchzuführen...

Einige Minuten später gesellte sich der Magier wieder an seinen Platz am Tisch der Tibours, um die Gespräche fortzusetzen.
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Secundus M Hora

Re:Frühjahrs-Jagd in Nighton
« Antwort #87 am: Mittwoch 16 Mai 2018, 18:51 » Antwort mit Zitat

Im Gegensatz zu seinem Vater verzog Nicolai keine Miene. Innerlich aber lachte er herzhaft über die scheinbar naive Frage von Madame Auschelle, so dass Darius dies in seinen Gedanken spüren konnte. Kaum waren die Worte des verwandelten Drachen verklungen, schwang ein etwas ängstliche, doch deutlich wahrnehmbare Schwingung an diesen heran.

"Verzeihung, Ihr wart es doch, der sich in meinen Kopf schlich, gehe ich recht in dieser Annahme. Liege ich falsch wenn ich vermute, dass Ihr einer jenen seid, deren Freundschaft in Zeiten der Not zur Hilfe gereicht? Ich hoffe, Eure Freundschaft schließt nicht kategorisch das Herumstochern in den Gedanken der Unbedarften ein."


Die Worte waren mit einem Schmunzeln unterlegt und doch sehr ernsthaft. Sorge schwang darin mit.

Währenddessen ergriff nun auch Silvana das Wort. Vornehmlich an Lord Belacqua gerichtet.

"Nun, was unser Gast aus Nuru sagt ist nur zu wahr. Dem Feuerdrachen, der unserer Stadt verbunden ist, ist zu verdanken, dass wir heute hier sitzen und nicht die Horden Côrs den Landstrich regieren. Land und Ernte verdankt Ihr also einem der Alten. Fragt Sir Christian, wenn Ihr mir nicht glaubt, er war in jener Schlacht vor Ort und Euer Statthalter."

Ihre dunklen Augen hefteten sich auf Christian. Ein Bündnis mit den Drachen. Es wurde nie aufgekündigt, doch es geriet in Vergessenheit. War nicht jetzt die Gelegenheit dieses Bündnis zu erneuern. Wieder einen Bund der Drachenritter zu schmieden. Drachen und Zweibeiner im Kampf gegen den Feind aus Taros. Das Herz der Kriegerin, die aus einem Volk von Drachenkriegern stammte, hüpfte allein bei dem Gedanken. Wann, wenn nicht jetzt? Sie würde mit Fenmor darüber sprechen müssen. Und mit Darius. Und vor allem musste der König davon erfahren. Denn auch er war einem Drachen eng verbunden.
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Seiten: 1 ... 4 5 [6] | Nach oben Antwort
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