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   Autor  Thema: Côr vor den Toren! (Der Angriff auf Nuru) (Gelesen 3507 mal)
Neome

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #60 am: Mo., 15. Mai 2006, 10:11 »

Erst dachte Neome, sie würde es nicht schaffen. Soviel Blut, abgetrennte Gliedmaßen, zerfetzte Gedärme, Schreie. Zum Glück war Perfel da. In fast schon mütterlicher Art gab die Magierin Anweisungen. Mit einem Würgen im Hals hetzte Neome von einem Verwundeten zum nächsten, versuchte ausfindig zu machen, wer am schnellsten Hilfe brauchte und wer warten konnte. Nach einer Weile arbeitete sie nur noch stoisch vor sich hin, konnte hinterher nicht mehr sagen, was sie getan, welche Handgriffe sie gebraucht hatte. Ein Zwerg sprach sie an, den Perfel als Statthalter bezeichnete, aber Neome war zu erschöpft um auf seine Worte zu achten. Todmüde schlief sie am Abend in einer Kammer von Perfels Apotheke ein.

Erst die Alarmglocken rissen sie aus dem Schlaf. Wie gerädert kroch sie aus dem Bett. Der Blick aus dem Fenster offenbarte neue Hysterie, Chaos, Gekreische, Panik. Etwas war geschehen oder war dabei zu geschehen. "Nein, bitte nicht. Nimmt das denn kein Ende?" Am liebsten hätte sich die junge Magierin wieder im Bett verkrochen. Stattdessen rannte sie die Treppe hinab. Die Apotheke war verlassen, Perfel wohl schon aufgebrochen. Rasch kramte Neome ihre wenigen Habseligkeiten zusammen und rannte auf die Straße hinaus, ließ sich von den Leibern tragen, die sich ins Zentrum der Stadt bewegten. Doch dann bemerkte sie hellblaues Haar in der Menge. Eine Farbe, die nicht nur selten, sondern einzigartig war. Perfel! Gegen den Strom kämpfte sie sich hinter der Magierin her, Richtung Stadttor, wo bereits wieder die Soldaten versammelt waren. Neome entdeckte Perfel in der Nähe des Zwerges, der sie am Vortag angesprochen hatte. Mit zitternden Händen trat sie näher.

"Guten Morgen." Die Worte waren schon heraus, als sie das Fettnäpfchen bemerkte, in das sie getreten war. "So gut scheint er nicht zu sein", lächelte sie verlegen. "Was ist passiert? Noch ein Angriff? Sagt mir bitte was ich tun soll. Wie kann ich helfen?" Ihr Blick fiel auf die Katapulte, Ölfässer und Brandpfeile, die herangeschafft wurden. Was hatten die Soldaten vor? Mit Krieg hatte sie keine Erfahrung. Sogar Perfel hatte vor zu ihre Magie einzusetzen? Doch dazu fühlte sich Neome noch nicht stark genug.
« Letzte Änderung: Mo., 15. Mai 2006, 10:25 von Neome »   Gespeichert  
Ileana

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #61 am: Mo., 15. Mai 2006, 13:51 »

Ileana hatte die Nacht in der Schneiderei verbringen können. Sie hatte nur unruhig geschlafen, doch es hatte gereicht um ihre Gedanken wieder zu ordnen.
Amras hatte ein Frühstück vorbereitet und nachdem sie auch damit fertig waren, machten sie sich bereit für das Kommende.
Amras gab ihr und Rraurgrimm noch jeweils 2 kleine Heiltränke.
Ileana bedankte sich und wünschte ihm und Cassandra viel Glück.
Auch Rraurgrimm wünschte sie noch viel Glück.

Nachdem die Schneiderei wieder fest verschlossen waren, verabschiedete sich Ileana mit einer Verbeugung und schlug den Weg zum Tor ein.

Dort suchte Ileana jemanden der ihr sagen konnte, wo ihre Hilfe am Meisten benötigt wurde.
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Rraurgrimm

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #62 am: Mo., 15. Mai 2006, 13:53 »

Die Versorgung der Verwundeten aus den ersten Scharmützeln vor den Mauern der Stadt hatte die Heiler bis tief in die Nacht hinein in Anspruch genommen. Die Meisten von ihnen hatten sicherlich die eine oder andere mitunter auch recht grausige Verletzung schon behandeln müssen, die bei den alltäglichen Unfällen und gelegentlichen Vorfällen innerhalb der Stadtmauern ihr Tagewerk ausmachten. Doch selbst die gelernten Heiler waren in den seltensten Fällen mit so vielen Verwundeten zur gleichen Zeit konfrontiert worden - dem Gestöhne an der Grenze des Todes Dahindräuender, dem Geruch nach Angst und Schweiss - und über allem der des Blutes. Doch war man sich auch bewusst darüber, dass dies nur ein Anfang, ein erster noch zarter Vorgeschmack dessen war, was sie erst noch erwarten sollte. So waren freiwillige Helfer wie Saskia und Puss dankbare Ablenkung von dem, mit welchem sich der zu logische Geist beschäftigen wollte in einem kurzen Moment der Erkenntnis. Die Heilerin welcher er seine Unterstützung gegeben hatte - blieb für ihn schweigsam und namenlos, ohne weitere Worte deutete sie nur kurz an, wo er festhalten oder anpacken musste, wann er Verbände bereithalten und wann er Wunden reinigen sollte. Ob sie von Natur aus stumm war oder ob dies ihre Art war, dem Geschehen gegenüber distanziert genug zu bleiben - vermochte Rraurgrimm nicht zu sagen. Schliesslich - spät in der Nacht - deutete sie mit einer knappen Geste in Richtung der Stadt und verschwand dann selbst auf einem der freigewordenen Krankenlager.

----------------------------

Als er sich in Amras' Schneiderei zur Ruhe gelegt hatte - hatte dieser ihm einige Stoffe gewiesen, aus welchen er sich ein Lager bereiten sollte. Das Wolfswesen hatte in diesem Moment nur genickt, sich ein Bündel der Stoffe genommen - und es dann sorgsam auf einem Stuhl belassen um sich auf die Dielen zu legen, seinen sackleinenen Mantel als Kopfkissen nutzend. Das Casandra sich ein wenig später zu ihnen gesellte und Ileana wie auch ihn mit einer kurzen Verbeugung bedachte - bekam er nur noch im Halbschlaf mit, wenige Momente später war er bereits im Reich der Träume entschwunden.

Die Träume waren nicht unbedingt angenehm, der Schlaf nur wenig erholsam - und schliesslich erwachte der Lycantroph abrupt und schien schweigend in die morgendliche Stille zu lauschen. Leidlich leise tappste er zur Tür, schob den Riegel beiseite um diese dann sorgsam auf Vorsicht bedacht zu öffnen. Das dumpfe Dröhnen von Trommeln aus der Ferne war bei geöffneter Tür schliesslich vernehmlich - und es rückte langsam näher. Wenig später bot Amras Ileana und ihm etwas von den eher knappen Vorräten an - der Lycantroph sprach der angebotenen Nahrung nur wenig zu: nachdem er sich ein wenig Brot und einen Bissen Schinken mit langfingrigen Krallenhänden gegriffen hatte, hatte er seine Handflächen zusammengehalten und von knapp über dem Essen schweigsam gen Himmel gehoben in einer kurzen Geste, danach knabberte er entweder lust- oder appetitlos etwas daran herum um den Rest des angebotenen Mahles unangetastet zu belassen. Aufmerksam hörte er den Ausführungen zu, wonach er sich ein Lager aus Stoffbahnen bereiten sollte - um schliesslich freundlich aber bestimmt abzulehnen: "Ich bin es... - gewohnt, nicht immer so angenehm zu ruhen. Nehmt besser von den Stoffresten, was sich für Bandagen eignet." Nach diesem Vorschlag nickt er kurz - anscheinend mehr zu sich selbst denn als Bekräftigung.
Als Amras Ileana und ihm dann kurz vor seinem Aufbruch mit Casandra jeweils zwei kleine Heiltränke anbot mit den Worten, dass diese bei den sich vermutlich entwickelnden stärkeren Kämpfen gebraucht werden würden - nickte der Lycantroph abermals: "Ich - werde Euer Geschenk erinnern... - und es nutzen wenn es soweit sein sollte. Möge Latara Euch sicher geleiten." - dann waren die zwei auch schon entschwunden. Er selbst verabschiedete sich mit einer kurz angedeuteten Verbeugung bei welcher er jedoch sein Haupt nicht senkte von Ileana mit den Worten: "Das Licht der Mondenmutter auch auf Euren Pfaden." um dann selbst in dem Getümmel der besorgt erwachenden Stadt zu verschwinden. Abermals war es unruhig auf den Strassen, Vorbereitungen wurden getroffen und Gebäude teilweise verbarrikadiert und Wasser bereitgestellt. Wachen eilten umher und schienen jedes noch so kleine Fässchen Öl zur Verteidigung der Stadt zu aquirieren - hofentlich würde sich diese Massnahme auszahlen.

*Nachtrag*+2 kleine Heiltränke von Amras*/Nachtrag*

Rraurgrimm blickte nachdenklich gen Himmel: was würde er selbst gegen fliegende Kreaturen vorzubereiten versuchen? Wasser in den Dachstühlen um einem eventuellen Brand entgegenzuwirken? Den Einwohnern raten, entweder Schutz in den Kellern zu suchen oder keine Mengen zu bilden, die ein verlockendes Ziel boten? Gruppen zusammenstellen, um Feuer zu löschen und Verschüttete wie Verwundete zu bergen? Doch war er weder erfahrener Soldat noch Taktiker - und seinen Worten würde man vermutlich kaum Gehör schenken. Immerhin: die Einwohner schienen mit ihren eigenen Ideen zur Vorbereitung beschäftigt - was wohl auch ganz gut war denn so konnte man sich zumindest selbst sagen, dass man "etwas getan" hatte. Der inzwischen fast allgegenwärtige Klang der Trommeln von jenseits der Stadtmauern erinnerte jeden Moment daran, dass das Dunkel sich im Marschtritt näherte.

Er selbst gesellte sich wieder zu dem Lager der Heiler - seine Krallen würden eher ein letzter Akt der Verzweiflung sein und das Unterfangen, die Belagerungswaffen vor den Mauern der Stadt zu verbrennen - würde er eher gefährden als im Schleichen Unbewanderter. Im Lager gab es genug zu tun - die versorgten Verwundeten - allen voran jene, denen es nach Heilzaubern und -tränken bereits leidlich besser ging - mussten aus dem Lager heraus. Wenn sie sich selbst mit Hilfsmitteln bewegen konnten und ein Heiler dem zustimmte - wurden sie entweder wieder für leichtere Aufgaben eingegliedert - oder aber zumindest dem nicht mehr unmittelbaren Bereich im Schatten der Stadtmauer zugewiesen sondern anderen Aufgaben im Stadtinneren. Die transportablen Schwerverwundeten mussten in die Festung geschafft werden und es musste Heiler geben, die sich zumindest leidlich um sie kümmern konnten - denn man würde hier unmittelbar an den Mauern den Platz brauchen - und dennoch Möglichkeiten haben müssen, sich rasch genug mit dem Lazarett zurückzuziehen falls die Tore oder die Mauern fallen sollten. Nicht Wenige der nur Leichtverwundeten sah man bereits wieder auf den Mauern und bei den Vorbereitungen der Verteidigung.
« Letzte Änderung: Mo., 15. Mai 2006, 13:55 von Rraurgrimm »   Gespeichert  
Amras

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #63 am: Mo., 15. Mai 2006, 17:29 »

Bei den Befehlshabern - es war Thorgrim mit Drax als Berater - angekommen, erfuhren sie, daß es zahlreiche Tunnel gab, die das Innere der Stadt mit den Wäldern verbanden. Durch diese sollten sie zu den Katapulten gelangen. Von den Ausgängen der Tunnel müßten sie sich dann ungesehen an den feindlichen Truppen vorbeischleichen um die Katapulte mit Öl zu benetzen, und dann mit Brandpfeilen in Brand zu setzen. Wie sie allerdings dann unbeschadet zurückkommen sollten, schien niemand zu wissen und so wurde es auch nicht angesprochen.
Soldaten wurden gesandt, Ölfässer und Brandpfeile heranzuschaffen und diese auf die Gruppen zu verteilen. Während die Soldaten weg waren, suchte Amras jemanden der sich um die Verwundeten kümmern würde. Er überreichte ihm die Stoffreste, die er als Verbandsmaterial mitgenommen hatte und bat ihn, die Stoffstreifen zu verteilen und dafür zu sorgen, daß sie bestmöglich verwendet werden würden.
Amras und Casandra würden eine Gruppe bilden und so verteilen sie die Ölfässer gleichmäßig auf sich auf, so daß keiner von ihnen wesentlich schwere beladen sein würde, als der Andere. Was sich Amras nur dachte, war, daß so auch einer alleine weitermachen könnte, wenn der Andere verwundet, getötet, oder gefangen genommen würden. Da Amras noch genügend Flammenpfeile hatte, konnte Casandra die verlängerten Bolzen nehmen um die Katapulte in Brand zu setzen.

Nach kurzer Absprache mit den anderen Gruppen machten sie sich auf den Weg und fanden nach einigem Suchen, den Eingang zu dem Tunnel der sie nach Norden und dann nach Westen führen würde. Im Tunnel roch es modrig und immer wieder mußten sie über Geröllhaufen klettern und nicht nur einmal rutschte Amras ab und verletze sich leicht an Armen und Beinen. Jedoch ließen sie sich von diesen Hindernissen nicht lange aufhalten und ging immer weiter.


1. Amras Tahlali Telemmaitê, Angriff auf Nuru, durch Höhle zum Katapult Geschicklichkeitsprobe 1 hat eine 15 auf einem 20seitigen Würfel gewürfelt.
2. Amras Tahlali Telemmaitê, Angriff auf Nuru, durch Höhle zum Katapult Geschicklichkeitsprobe 2 hat eine 3 auf einem 20seitigen Würfel gewürfelt.
--> Amras Tahlali Telemmaitê, Angriff auf Nuru, durch Höhle zum Katapult Geschicklichkeitsprobe Schaden 2 hat eine 2 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt.
3. Amras Tahlali Telemmaitê, Angriff auf Nuru, durch Höhle zum Katapult Geschicklichkeitsprobe 3 hat eine 8 auf einem 20seitigen Würfel gewürfelt.
-->Amras Tahlali Telemmaitê, Angriff auf Nuru, durch Höhle zum Katapult Geschicklichkeitsprobe Schaden 3 hat eine 3 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt.

===> Amras verliert 5 Leben


Nach einer fast endlos scheinenden Zeit erreichten sie das Ende des Tunnels. Er war dicht mit Pflanzen zugewachsen und sie brauchten eine ganze Weile um sich durch das Gewächs zu schlagen und sie sich in einem recht dichten Wald wiederfanden. Der Paladin wandte sich an Casandra

<<Nun wenigsten werden die feindlichen Truppen nicht den Tunnel in die Stadt finden, jedoch zweifle ich auch daran, daß wir ihn wiederfinden, wenn wir in Eile sind, zusätzlich müssen wir darauf achten, daß uns niemand in die Stadt folgt.
Aber zuerst einmal müssen wir unseren Auftrag erfüllen. Ich würde vorschlagen, daß einer von uns nach Norden geht und das dortige Katapult und das nähere südliche entflammt, während der Andere sich das südlichste Katapult vornimmt. Ich biete mich an nach Norden zu gehen und das nördliche Katapult in Brand zu setzen. Du solltest das südlichste Katapult in Brand setzen und die Verwirrung nutzen um dich zurück auf den Weg nach Norden zu machen. Wir treffen uns dann beim mittleren Katapult und kümmern uns dann gemeinsam darum. Wenn wir Glück haben werden die Soldaten sosehr damit beschäftigt sein, die beiden brennenden Katapulte zu retten, daß wir ohne Probleme, daß mittlere in Flammen aufgehen lassen können und dann unbemerkt durch den Tunnel wieder flüchten können.
>>

Nachdem sie ihren Plan final abgesprochen hatten und jeder wußte, was er zu tun hatte machten sie sich auf den Weg.

Amras erhält 9 Ölflaschen
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Casandra Aillard

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #64 am: Di., 16. Mai 2006, 14:50 »

Tunnel! Na toll – klar das Thorgrim und Drax als Zwerge dafür zu begeistern waren. Aber Tunnel waren unter der Erde und – da es sich hier bestimmt nicht um zwergische Steinmetzkunst handelte – dreckig, feucht, schmierig und mit einem unendlichen Vorrat an Ungeziefer bevölkert. Außerdem klang es nicht so als wären die Gänge in Ordnung, also würde man vielleicht vor einem eingestürzten Tunnel in einer Sackgasse landen oder über Geröll klettern müssen.
Aber als wenn das noch nicht reichen würde, kann man ja kein Pferd dorthin durch führen und musste wohl oder übel alles zu Fuß machen. Warum hatte sie sich nur freiwillig gemeldet. Bis dieser Krieg vorbei war, würde sie sämtliche Kleidung verschlissen haben – doch das hatte ja auch sein gutes, so konnte man sich mal wieder mit den neuesten Stoffen und nach der neuesten Mode einkleiden.

>>Thorgrim, ich glaube nicht das uns Zeit bleibt bis zur Nacht mit einem Angriff auch die Katapulte zu warten ohne einen ersten Beschuß der Stadt zu riskieren. Je eher wir das Gerät ausschalten, desto besser.<<

Schaute man hinunter konnte man feststellen, dass die Trupps gut eingespielt waren und die Katapulte immer mehr Gestalt annahmen.
Während einige der Soldaten Öl und Brandpfeile beschafften, kontrollierte die Gerberin ihre Ausrüstung und verstaute in den Taschen ihres Umhanges was nötig war und unbedingt mit musste.

>>Amras, welchen Zugang wollen wir nehmen? Die Pferde sind sowohl in der Feste als auch in der Kaserne in einer geschützten Umgebung, wenn es zu Gefechten in der Stadt oder dem Beschuß mit Feuer kommen sollte. Ich weiß meine Stute gern in sicheren Händen. Aber hoffen wir, dass wir schneller sind als unsere Gegner.<<

Der Paladin verschwand noch einmal zu einem in der Nähe befindlichen Heiler und dann tauchten auch schon die Soldaten wieder auf. Öl und Brandpfeile wurden auf die Gruppen verteilt und man setzte sich in Bewegung.
Der Eingang durch die Keller der Feste war nach kurzem gefunden und der Spaziergang konnte beginnen.

Im Licht der Fackeln schimmerten die feuchten Stellen an den Wänden, glatte und rutschige Stellen waren nur schwer zu erkennen und natürlich gab es Käfer, Spinnen, Würmer und anderes Getier in Hülle und Fülle. Casandra Vermutungen wurden in allen Dingen bestätigt. Nicht ganz, denn sie landeten zumindest in keiner Sackgasse, aber nach dem sie über Geröll geklettert, auf dem feuchten Boden weg gerutscht und auf dem Allerwertesten gelandet war, sowie Spinnweben abgeräumt und die Überreste und den Schleim von Kriechtieren an der Kleidung hatte, war sie froh als nach endloser Zeit endlich der Ausgang in Sicht kam.
Auch wenn die Gerberin sich nicht in dem Tunnel verletzt hatte - ihre Kleidung war von Lehm, Moos und anderem beschmiert und spitze Steine und herabhängende Wurzeln hatten Löcher in das feine Leinenhemd gerissen. Sie wollte sich gar nicht vorstellen, welchen Anblick sie bot und verfluchte die Strecke ein ums andere Mal.

Jetzt mussten sie sich aufteilen. Amras wollte gen Norden mit einem der Soldaten, während Casandra das von der jetzigen Position aus südlichste angreifen sollte. Das hieß ihr blieb bis zum nächstgelegenen Katapult die Untersützung von 3 Soldaten.

Wenn auch die anderen damit einverstanden sind, mir ist es relativ egal und ich glaube auch auf mich aufpassen zu können. Damit alle zur gleichen Zeit zuschlagen und der Feind nicht unnötig gewarnt ist, sollten wir von jetzt an in einer Stunde die Geräte zerstören. Damit hätten wir genug Zeit das entfernteste Katapult zu erreichen.

Warum hatten sie nicht eher daran gedacht. Eine Abstimmung mit der durch den anderen Tunnel gegangenen Gruppe wäre von Vorteil gewesen. Aber vielleicht hatten sie ähnlich viel Zeit durch die Gänge gebraucht und die Angriffe würden nur von geringer Zeitverschiebung sein.
« Letzte Änderung: Mi., 17. Mai 2006, 13:42 von Casandra Aillard »   Gespeichert  
Hardor

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #65 am: Di., 16. Mai 2006, 17:33 »

Hardor musterte Ethlind abschätzend und ein zustimmender Ausdruck nahm von des Drachens Zügen besitz. Nun er würde in dieser Notsituation wohl Zweibeiner irgendwo hinbringen denn schließlich bat man ihn höflich darum und es würde eine der wenigen Ausnahmen sein.
So streckte der geschuppte ein wenig seine Klauenbesetzte Pranke und deutete mit einem leichten neigen seines Kopfes auf seien Vorderläufe. Nun, auf seinem Rücken wäre vielleicht mehr Platz aber mal abgesehen davon, dass das nun wirklich recht weit ging konnte man sich an den Schuppen des Edeldrachen nur schwerlich festhalten, die zwar hell schimmerten, jedoch nicht so viel halt Boten, vielmehr waren sie klein und lagen dich am Körper und mit den Klauen konnte er immerhin noch den Menschen umschließen. Würde sie irgendwie abrutschten oder den halt verlieren würde dann immer noch Hardor sie festhalten, ja so war es wohl am besten. Mit ebenso grollender Stimme antwortete er Thorgim, schweifte mit seinem Blick kurz die Vorbereitungen und nickte.


"Nun, eure Höflichkeit ehrt euch Thorgim und bedenket dass ich sie nur mit mir tragen werde da der Moment es so erfordert und ihr mich darum bittet. Außerdem sehe ich, dass ihr die Katapulte zerstören wollt und Feuer ist eine mächtige Waffe, möge euer Vorhaben von Erfolg gekrönt sein.
Nun, Ethlind, wenn ihr denn auch gewillt sein über den Boden getragen zu werden setzte euch irgendwie auf meine Pranke und haltet euch gut an meiner Schulter fest denn ich glaube meine Schuppen bieten euch zweibeinern wenig halt und der Flugwind würde euch hinwegfegen. Ich werde bald aufbrechen, über die freie Fläche zwischen den Armeen dahin jagend, damit sie keine zeit finden mit ihren Armbrüsten zu zielen den zuerst müssten sie sie richtige Entfernung erreichen.

Der Sturmsilberdrache schaute nun gen Stadttor und beobachtete die Schandtaten dieser jämmerlich Taroser, nun Côr war nun stark und wollte wohl versuchen wieder mal Dragonia niederzuwerfen, aber gelingen würde ihm das sicherlich nicht. es waren schon Gerüchte an das Ohr des Drachens gedrungen dass dieses Böse seine Artgenossen mit Hilfe mächtiger Magier versklavte, ihnen seinen Willen aufzwang und so ihre Gedanken lenkte. Grauen überkam den geschuppten und ersenkte ein wenig den Blick, sog die Luft tief in seine Lungen ein und wartete geduldig.  Es dauerte nicht lange und schließlich nickte er, wartete bis Ethlind einen sicheren Platz gefunden hatte und stieß sich vom Boden ab. Kräftige Flügelschläge brachten Hardors Körper zum eben als er sich mit gleichmäßigen Bewegungen durch die Lüfte zog, so hoch er konnte. Nur der dunkle Schatten des Edeldrachen berührte nunmehr den Boden als er über das Niemandsland zwischen den Truppen der Aggressoren raste. Pfeifend schlug der Wind ihnen entgegen und trug die Boten auf Schwingen gen Zwergentor, denn jedes einzelne Wort des Stadthalters hallte noch in den Gedanken des Drachens wieder der den Boden unter sich mit seinen scharfen Auge absuchte.
Wie eine starke macht spürte Hardor wie die Luft sich unter seinen Flügeln ballte und seinen langen Körper so in der Luft hielt an dem sich nun auch ein anderes Wesen festhielt, umso besser musste er aufpassen, denn durch Magie konnten Pfeile weit getragen werden und von natur aus besaßen Menschen keinen Schutz der sie vor den harten Eisenspitzen solcher Geschoße schützte.
Ob die Zwerge überhaupt zur Hille kommen würden? Starke Kämpfer waren sie, sicherlich und zäher als jedes andere Wesen, doch mussten sie sich noch vorbereiten und wie lange dauerte der Marsch überhaupt zum Bollwerk des Landes? Es gab viele Fragen doch eigentlich zweifelte sein Geist nicht an die Unterstützung der Schmiede und Axtmeister, zu gut wussten sie wie es war eine Schlacht zu führen und gerade der Name eines ihrer Vettern würde sie dazu bewegen ihnen beizustehen.
Leichtfüßig landete Hardor vor dem großen Tor dass schon aus der Luft zu sehen war und fing den Schwung mit den Hinterläufen ab. Einen Moment wartete der Drache bis Ethlind wieder auf festem Boden stand, trottete zur Tür und klopfte gegen die Pforte.
« Letzte Änderung: Mi., 17. Mai 2006, 16:01 von Hardor »   Gespeichert  
Ethlind

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #66 am: Di., 16. Mai 2006, 19:18 »

Ethlind folgte Thorgrim, und machte einen Knicks vor Hardor. Sie hatte ihn nun wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Früher hatte sie ihn einmal im Manaturm getroffen, aber ansonsten hatten sie eigentlich nichts mehr miteinander zu tun gehabt wenn sie ihre Erinnerung nicht im Stich lies. Aber andererseits schien alles was einst in Nuru war verschwommen zu sein.

Ethlind verfolgte mit gesenktem Kopf dem Gespräch der Beiden und verstand daraus das es an ihnen beiden lag die Zwerge um Hilfe zu bitten, während die anderen hinter die feindlichen Linien schlichen. Sie sah Thorgrim kurz an, er hatte also nicht vergessen dass sie im Kampf wenig zu gebrauchen war, aber das war eine Aufgabe der sie sich gewachsen fühlte, und sie wollte immer schon einmal die herrlichen Hallen sehen, die alle des kleinen Volkes so hoch rühmten. Sicher es hätte erfreulichere Gründe gegeben können sie zu sehen, aber zumindest würde sie dies einmal dürfen.

&#8222;Seid gewiss wir werden ein Heer der stärksten Krieger im Rücken haben wenn wir wieder kommen Thorgrim, ihr könnt euch auf uns verlassen.&#8220; sagte sie dem Statthalter, und lächelte dann den gewaltigen Drachen freundlich an. &#8222;Ich danke euch, dass ihr es mir gestattet mit euch zu fliegen, ich weiß was es für euren Clan heißt Menschen wie mich so etwas zu lassen, und seid euch meinem Dank gewiss.&#8220; Sie machte eine Verbeugung und sah dann kurz zu der angebotenen Pranke. Sie konnte sich noch gut an ihre Flüge auf dem Rücken oder in der Pranke eines dieses Wesen erinnern. Es waren Momente die sie so schnell sicher nicht vergessen würde, sich festzuhalten an der Schulter schien ihr aber ein Ding der Unmöglichkeit, da sich doch auch bei jeder Bewegung der gewaltigen Schwingen Schulter und Vorderbein bewegten, allerdings wollte er wohl vermeiden dass sie sich auf seinen Rücken setzte und dort seine Schuppen beschädigte was sie gut verstand, denn wie dies wehtun würde, wollte sie sich nicht vorstellen.

Ethlind knotete ihre Röcke hoch, das sie ihr nicht um die Ohren flogen, band sich ihre Tasche ganz fest um, und verstaute zuvor das kostbare Horn gut darin, sicher davor hinaus zu fallen, oder in die Brüche zu gehen. Ihre Schuhe zog sie aus und verwünschte sich im stillen das sie die weichen Lederstiefel in ihrem Haus vergessen hatte, und die Schuhe mit der harten Sohle würden dem Wesen vor ihr nur wehtun, oder abrutschen und beides würde wohl sie ihrem Tod ziemlich nahe bringen. Danach versuchte sie einen guten halt zu finden und band sich dann um das abrutschen zu verhindern um die Hüften mit ihrem langen Gürteltuch fest, was aufgrund seiner breite auch nicht einschneiden sollte oder Hador verletzen.

&#8222;Ich währe so weit, beeilen wir uns.&#8220;  meinte sie und wenig später waren sie auch schon in der Luft. Der Wind zerrte an Ethlinds Haaren, und löste ein paar von ihren Nadeln. Abe rmit dem Wind kamm auch wieder das Gefühl von Freiheit, und sie lies Sorgen um ihre Kinder, die Pflichten und das erdrückende Alltagsleben auf dem Boden der Stadt.
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Drax Hammerhall

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #67 am: Mi., 17. Mai 2006, 17:38 »

Drax nickte. "Also durch die Tunnel. Ich werde wohl dann die unter der Kaserne untersuchen und sehen, ob ich einen Weg nach draußen finde."

Die notwendige Ausrüstung zum Zerstören der hölzernen Katapulte war schnell eingepackt und die Gruppen aufgeteilt.

"Viel Glück! Auf dass die Katapulte brennen, ehe sie ihre tödliche Fracht über der Stadt verteilen." verabschiedete sich der Zwerg von Casandra und Amras. "Und Du Ethlind, grüß mir die Gevattern recht schön. Sie sollen die Beine in die Hand nehmen. Je eher ihre Äxte hier eintreffen umso besser!"

* * *


In der Kaserne angekommen machte sich Drax auf die Suche nach dem Tunneleingang. Wie vermutet musste man dazu in den Keller. Die schwere Tür, hinter der der Zwerg den Tunnel vermutete, sah nicht so aus, als ob sie in letzter Zeit sehr viel bewegt worden war. Wie zu erwarten, hatte niemand etwas dagegen, dass er als Minenbesitzer und Zwerg voraus ging. Man vertraute offenbar auf seine gute Sicht und seine Erfahrung Untertage. "Zieht die Köpfe ein! Das könnte sonst vielleicht an manchen Stellen Beulen geben!" grinste er und stiefelte voran. "Und lasst uns hoffen, dass wir nicht genau in einem feindlichen Lager rauskommen. Ich habe zwar nichts dagegen, den Mistkröten zu zeigen, wie scharf meine Axt ist, aber ein wenig ausgeglichener könnte das Kräfteverhältnis dann schon sein. Also löscht die Fackeln rechtzeitig."

Die Tunnel waren in der Tat schon lange nicht mehr begangen worden. Und an manchen Stellen sahen die Decken und Wände auch nicht mehr sonderlich vertrauenserweckend aus. Bereits zweimal hatten sie eine Stelle passiert, wo loses Material herabgestürzt war. Nur der Erfahrung und dem Geschick des Minenbesitzers hatte es die Gruppe zu verdanken, dass bis jetzt nichts weiter geschehen war. Vorsichtig klopfte Drax mit seinem Axtstiel erneut eine verdächtige Stelle ab, doch diesmal löste sich ein größerer Brocken, der ihn streifte. "Orkmist!" murmelte er und rieb sich kurz über die betroffene Stelle. "Wir müssten jetzt irgendwo unter der Stadtmauer sein, wenn ich die Schritte richtig gezählt habe. Also Ruhe jetzt, der Ausgang, so er denn noch offen ist, kann nicht mehr so weit entfernt sein." flüsterte er. Seine Nase konnte schon einen frischen Luftstrom ausmachen. Er hob die Hand und bedeute den anderen damit, stehen zu bleiben. Er selbst ging langsam ein Stück voraus, um nach dem Eingang und der Umgebung zu sehen. Wenn ihn sein Orientierungsinn nicht gänzlich im Stich gelassen hatte, dann musste er sich irgendwo östlich von Nuru befinden.

- 3 LP Status: 56/59 LP
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BloodStorm

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #68 am: Mo., 22. Mai 2006, 21:40 »

Noq beobachtete die feindlichen Truppen und wartete bis sie vorbei gezogen waren. Dann schaute er sich kurz um, damit er ja keinen Übersehen hat und wollte gerade in die entgegengesetzte Richtung, als er bemerkte wie einige Leute aus der Erde kamen. Er erkannte sie zum Teil und zögerte weiter zu gehen. Sie hatten offensichtlich einen Plan für die Truppen und vielleicht war es doch wichtiger als ihr Ausgangslager zu finden. Denn wär konnte schon sagen ob es noch ein Nuru geben würde, welches er informieren konnte.

Er öffnete seinen Rucksack und Galantha schwirrte aus ihm heraus. Setzte sich auf seine Schulter und blieb ruhig, da sie ihn schon mal bei so einer Situation in Schwierigkeiten gebracht hatte.

"Flieg und sammel vorsichtig Informationen, was die Truppen vorhaben. Es sieht aus sie eine Belagerung, aber lausche mal vorsichtig was ihre viel geschmückten Soldaten sagen."

Sie nickte und schwirrte schnell in die Nähe der Truppen, wo sie sich ab da vorsichtiger bewegte.

Noq machte sich währenddessen zu diesen Leuten aus dem Erdloch. Er hatte Casandra und Amras dort erkannt. Vielleicht konnte er ihnen helfen.

Als er nahe genug war, gab er sich ihnen zu erkennen.

"Ein schöner Morgen, nicht wahr? Kann ich irgendwie behilflich sein?"

Er grinste breit um die Situation etwas aufzuheitern. Es würde ja noch schlimm genug werden.
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Thorgrim Blutaxt

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #69 am: Mo., 22. Mai 2006, 22:40 »

>>Sir, die Vorbereitungen laufen gut! Es wird nicht mehr lange dauern, und die Katapulte sind einsatzbereit.<<

der junge Soldat verneigte sich ehrfurchtsvoll vor Derian, und erwartete Befehle.

>>Gut, sehr gut! Sobald alle Katapulte stehen will ich informiert werden. Wir werden die Stadt dann ein- zweimal beschießen. Mal sehen, was die Maden bei Beschuss machen.<<
>>Ja Sir!<<


damit drehte der Soldat wieder um, und lies den Riesen alleine zurück. Dieser blickte die ganze Zeit auf die verschlossene Stadt und ging wieder seinen Gedanken nach.

Noch wähnt ihr euch sicher hinter euren Mauern. Doch dabei habt ihr schon verloren. Ihr werdet unseren Zorn spüren. Auch wir haben gelernt. Wozu sollten wir gegen euch stürmen, wenn wir euch einfach da drinnen verhungern lassen können. Es wird nicht mehr lange dauern und diese Stadt wird mir gehören. Wartet nur ab.

~~*~~


Zustimmend nickte Thorgrim, als Hardor ihm antwortete.

>>Ich kann nur erahnen, was es für euch bedeutet, einen Menschen zu tragen. Umso mehr danke ich euch, dass ihr es macht. Viel Glück<<

Kurz schaute er noch, wie die beiden vom Boden abhebten, dann drehte er sich auch um und ging seinen anderen Geschäften nach.

Hardor überflog dabei die feindliche Linie. Hoch in der Luft erklangen die Schreie der Soldaten nur leise und gedämpft. Zwar schafften sie es noch, ihre Armbrüste oder Bögen zu ziehen, aber zum zielen hatten sie keine Zeit mehr. Kein Pfeil oder Bolzen kam ihnen auch nur nahe. Dann war auch der gefährlichste Teil auch schon geschafft. Vor ihnen lag die weite Ebene des Landes. Für Ethlind war der Ausblick ein Wahnsinn. Bäume, Flüsse, Häuser und Tiere tauchten unter ihnen auf und verschwanden ebenso schnell wieder. Und langsam näherte sich auch das riesige Gebirge, in welchem die Zwerge sich niedergelassen hatten.
Hardor setzte zur Landung an, als die Sonne langsam begann unterzugehen. Sanft setzte er Ethlind wieder an, bevor er in Richtung des großen Tores ging. Doch er musste nicht klopfen. Die Zwerge hatten ihrerseits den Drachen schon lange bemerkt und Alarm geschlagen. Konnten sie doch nicht die Absichten des Drachens erkennen. Durch verschiedene Schießscharten zielten Armbrüste auf den Drachen. Doch waren die Schießscharten so meisterhaft in den Stein gearbeitet, dass sie von außen nur wie normale Felssprünge aussahen. Niemand, außer die, die davon wussten, hätten dahinter Bolzen erwartet.
Bevor Hardor das Tor erreichte ertönte bereits eine tiefe männliche Stimme, die den Eindruck machte von überall zu kommen.

>>Mein Name ist Gnarl Steinbeißer vom Clan der Steinbeißer. Wer verlangt Zugang zu den Hallen der Zwerge? Sprecht oder dreht um, wenn euch euer Leben lieb ist.<<

Nachdem Gnarl sich den Grund angehört hatte öffnete sich das Tor ein Stück und zwanzig Zwerge kamen raus. 19 davon hielten weiterhin ihre Armbrüste bereit und zielten damit auf den Drachen oder Ethlind. Der zwanzigste, der wie alle in eine beeindruckende Eisenrüstung steckte lies sich das Horn zeigen und sprach dann.

>>Ich erkenne es. Ich war bei dem Kampf in unseren Hallen und als eure Freunde dies erhielten. Ich werde eure Nachricht sofort weiterleiten. Leider sind unsere Wartehallen nicht für eure Rasse ausgelegt, Drache. Daher müsstet ihr hier draußen warten. Wenn ihr was zu Essen oder Trinken wünscht, so sagt es. Ihr sollt es bekommen. Was euch betrifft, Menschenweib, so kommt mit mir.<<

Damit drehte er sich um, und auf einen Wink hin nahmen die anderen Zwerge die Bolzen von den Armbrüsten und entspannten sie. Langsam öffneten sich die massiven Tore. Hardor und Ethlind konnten sehen, dass sie mehrere Zentimeter dick waren. Hier konnten tausend von Soldaten Gegenrennen und das Tor würde nicht nachgehen. Und dabei schwangen die Tore lautlos nach außen. Nirgends war ein Mechanismus zu erkennen, welches dafür zuständig war. Dabei war das Tor so groß, dass selbst Hardor da hindurch gehen könnte.

Ethlind wurde nicht weit geführt. Durch einen riesigen Gang, der von massiven, beeindruckenden Säulen gesäumt war wurde sie zu einer im Verhältnis kleinen Tür gebracht.

>>Wartet hier. Ich werde euch rufen. Drinnen findet ihr Wasser und was zu Essen. Bedient euch.<<

sagte Gnarl und drehte sich wieder um.
Der Raum war sehr behaglich eingerichtet. In einer Ecke brannte ein kleines Feuer und verbreitete angenehme Wärme. Auch mehrere Sitzgelegenheiten waren da, und auf einem Tisch stand eine Karaffe mit Wasser und eine Schale mit Brot und ein wenig Fleisch. Auch wenn es keine Fenster gab, war die Luft nicht verraucht. Ein weiteres Geheimnis, wie die Zwerge die Abluft nach draußen leiteten. Eine halbe Stunde musste sie warten, dann klopfte es wieder an der Tür und zwei Soldaten, die die ganze Zeit vor der Tür gewartet haben, öffneten diese und baten sie, ihnen zu folgen.
Auch zu Hardor kamen Soldaten und baten ihn, auf ein nahebelegendes Plateau zu fliegen. Dort würde er erwartet. Tatsächlich war der Berg an der Spitze wie ein Vulkan geöffnet und innen drinnen befanden sich bereits gute 2 Dutzend Zwerge. Auf einem kunstvoll gearbeiteten Podest waren mehrere Stühle an einer langen Tafel, an denen mehrere Zwerge in den verschiedensten Eisenrüstungen waren. Auf einem höher gelegenen Thron saß ein beeindruckender Zwerg. Weißheit und Macht strömten von ihm aus. Auch wenn er keine Krone auf dem Kopf hatte, so wusste man sofort, dass dies der Herrscher der Zwerge war.
Ethlind wurde durch die verschiedensten Gänge immer höher geführt. Schnell verlor sie dabei die Orientierung, erhaschte dabei aber einen Eindruck in die Lebensweise der Zwerge. Die Gänge waren einzigartig bearbeitet worden. Kunstvoll und fast liebevoll war der Stein bearbeitet worden.

Als sie oben waren wurde sie zu Hardor geführt, wo die beiden Zwerge sich mit der rechten Hand auf das Herz schlugen und sich leicht verneigten. Danach traten sie wieder nach hinten und ein Zwerg am Tisch erhob sich.

>>Mein Name ist Tarek Eisenfaust. Nicht vielen wird die Ehre zu teil, vor unserem König zu sprechen. Und noch seltener der Rasse der Drachen. Also, was ist euer Begehr?<<


~~*~~


Während Hardor und Ethlind bei den Zwergen waren, erkundeten zwei Gruppen die Gänge unter Nuru. In der einen Gruppe waren Amras mit Casandra und 4 Soldaten, in der anderen Drax und weitere 5 Soldaten.
Die Gänge waren schnell gefunden. Beide Zugänge waren noch intakt, und nachdem die Türen geöffnet wurden, strömte ihnen ein feuchter, modriger Geruch entgegen. Doch das Glück hielt nicht lange an. Schon nach kurzer Zeit waren alle von Spinnweben und Dreck übersäht. Immer wieder liefen sie in Sackgassen, oder mussten einen Weg wieder zurück gehen, da der Weg vor ihnen unpassierbar war. Mehr als einmal mussten sie auf Händen und Knien weiterkriechen, da der Weg eingestürzt war. Doch sowohl auf Drax als wie auch auf die Zwerge in der Gruppe von Amras und Casandra war verlass. Zuverlässig fanden sie den Weg nach draußen. Zwar hatten nicht wenige einige Blessuren davon getragen, doch keiner hatte sich ernsthaft verletzt.

~~*~~


Während die Gruppen unter der Erde waren, nutzte Perfel ihre Magie, um die Soldaten zu schwächen. Thorgrim verstand davon nichts, aber er klammerte sich an jeden Strohhalm. Wenn dies wirklich helfen sollte, dann bitte. Gespannt schaute er zu, wie sie irgendwelche Wörter murmelte und auf einmal einen Feuerball auf die Soldaten warf. Thorgrim bekam den Mund vor staunen nicht mehr zu, als dieser kleine Feuerball in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit immer weiter wuchs und schließlich Ringförmig um Nuru lag. Dann wie auf ein unsichtbares Kommando schien der Ring von innen zu platzen und raste auf die Soldaten zu. Thorgrim dachte nicht mehr und sagte nichts. Fast hätte er sogar vergessen zu atmen, so atemberaubend war das Schauspiel. Diese Wand aus Feuer raste auf die Soldaten zu und mehr als einer geriet bei dem Anblick in Panik. Kopflos rannten sie in den Wald. Vereinzelnd hörte man auf der Mauer schon Freudenschreie. Der Gegner schien besiegt zu sein. Doch dann geschah etwas, womit keiner Gerechnet hatte. Mehrere in Schwarz gehüllte Menschen traten einen Schritt nach vorne und hebten in einer beschwörenden Geste die Arme. Kurz bevor die Wand die Soldaten und die Katapulte erreichte blitzte es hell auf und es schien, als wenn die Flammen wie auf einer Rampe über die Katapulte geleitet wurde. Doch konnten die Magier nicht alle schützen. Ihr Zauber konnte den Ring aus Soldaten nicht komplett schützen und so wurden viele Opfer der Flammen. Die, die schwere Verletzungen davon getragen hatten, wurden nach hinten gebracht, wo sich sofort um sie gekümmert wurde.

>>Sir! Die Katapulte sind Einsatzbereit. Doch sie haben einen mächtigen Magier!<<
>>DAS SEHE ICH SELBER DU IDIOT!!!<<


schrie Derian den Soldaten an. Wutentbrannt sah er sich die Verletzten an. Damit hatte er nicht gerechnet.

>>Worauf wartest du noch? Gib endlich Befehl um die Hunde zu beschießen. Das werden sie bitter bereuen!<<
>>Ja, Sir<<


kurze Zeit später wurden die Katapulte gespannt und kleine Fässer in die Schlinge gelegt, die angezündet wurden. Gleich darauf wurden die Verankerungen gelöst und der Hebelarm schnellte nach oben. In einem weiten Bogen flogen sie auf Nuru zu. Thorgrim sah die Geschosse auf die Stadt zufliegen und drehte sich auf der Mauer um.

>>Alle zu den Eimern! Wir werden angegriffen!!<<
Wieder brach Panik bei den Bewohnern auf der Strasse aus. Viele rannten völlig Kopflos durch die Strassen und versuchten irgendwo Unterschlupf zu finden.

Wie bei den Feinden passierte es auch in Nuru. Kurz bevor die Geschosse über Nuru niedergingen blitzte es bläulich auf und die Fässer zerschellten an dem Schutzschild. Doch es war nicht stark genug, um alle Fässer abzublocken. Mehrere Gebäude fingen Feuer und Menschen rannten panisch umher. Einige wurden von dem brennenden Alkohol getroffen, bei ihnen brannte ein Arm oder ein Bein. In einer Ecke lag eine humanoide Person brennend. Ob es ein Mensch, ein Elf oder ein Druide war, konnte man nicht mehr feststellen. Doch aufstehen würde sie nicht mehr.

>>Bringt die Bewohner in Keller. Oder sie sollen sich an die Wehrmauer drücken. Und ruft die Zeilenmurmeler von dem Magierzirkel her! Macht schon.<<

rief Thorgrim von der Mauer. Es dauerte nicht lange und schon kamen 5 ebenfalls in Schwarze Roben gekleidete Magier auf die Mauer geeilt.

>>Wir haben gehofft, der Zauber würde halten, doch er scheint zu schwach zu sein.<<
>>Dann steht hier nicht rum, sondern verstärkt ihn.<<


schnauzte Thorgrim den Magier an, bevor er sich wieder von ihm abwand. Angestrengt starrte er hinter die feindlichen Linien in der Hoffnung, einen der Saboteure zu sehen. Die Magier fassten sich währenddessen an den Händen und begannen einen monotonen Gesang anzustimmen. Dabei wippten sie mit den Oberkörpern leicht von rechts nach links. Schweiß bildete sich auf ihrer Stirn. Langsam schimmerte die Luft über Nuru wie eine Kuppel immer bläulicher. Der zweite Angriff verpuffte daran vollständig.

Wir schaffen es. Drax, beeil dich! Wir haben nicht mehr viel Zeit!

bat Thorgrim in Gedanken, als er auf einmal ein Stöhnen von rechts hörte. Ein Magier brach zusammen, ungläubig auf den Pfeilschaft starrend, der sich von hinten durch seinen Oberkörper gebohrt hatte. Schnell drehte sich Thorgrim um und sah gerade noch, wie jemand mit einem Bogen davon eilte.

>>Haltet den Verräter! 300 Gold für denjenigen, der mir seinen Kopf bringt!<<

schrie er wutentbrannt. Das Flimmern nahm wieder ein wenig ab.

~~*~~


Amras und Casandra kamen nordwestlich von Nuru heraus. Geschickt getarnt war der Eingang mitten im Wald unter einem von einem Blitz gespaltenen Stamm. Den Eingang musste man schon kennen, um ihn zu finden. Schnell trennte sich die Gruppe und jeweils Amras und Casandra mit drei Soldaten schlichen weiter zu den Katapulten. Dabei mussten sie feststellen, dass die Katapulte bereits fertig gestellt waren. Und von dem Lärm der Stadt her mussten sie auch schon einmal beschossen worden sein. Doch auch in den Reihen der Feinde waren Lücken entstanden. Sie konnten sehen, dass viele Soldaten hinter den Linien lagen, teilweise mit schweren Brandverletzungen. Nur wenige Soldaten bedienten die Katapulte, die gerade wieder gespannt wurden.

NoQ streifte gerade durch das Grün, als Casandra mit mehreren Soldaten vor ihm auftauchte. Sie hatten den Elfen nicht gesehen, so dass er sich einen Spaß daraus machte, sie zu überraschen. Dabei ging der Scherz fast nach hinten los. Die Soldaten waren bis zu den Haarspitzen angespannt, die Hände an den Waffen. Als sie die Stimme hörten, drehten sie sich erschrocken um, und zogen dabei die Waffe. Gerade wollten sie auf den Elfen losgehen, als sie ihn erkannten.


Auch Drax Gruppe teilte sich. Drei Soldaten gingen ihren eigenen Weg und waren kurze Zeit später im Dickicht verschwunden. Drax schlich mit den anderen zwei Soldaten zu einem Katapult. Dann schauten die beiden Soldaten den Zwergen fragend an. Sie hatten keine Ahnung, was sie machen sollten. Nur dass sie schnell etwas machen sollten, das war zu sehen, denn das Katapult wurde wieder gespannt.
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Amras

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #70 am: Di., 23. Mai 2006, 11:15 »

Amras schlich sich mit den zwei Soldaten der Löwenpranke langsam durch das Unterholz. Amras sollte als Waldelf vorgehen und sie somit vor Patrouillen, die ebenfalls im Wald unterwegs waren warnen. Immer wieder mussten sie innehalten und im Dreck unter Büschen darauf warten, dass die feindlichen Soldaten ausser Hörweite waren und sie weiter schleichen konnten.

Sie kamen so nur sehr langsam voran und es konnte nicht mehr lange dauern, bis die Katapulte fertig aufgebaut waren und der Beschuss Nurus beginnen würde. Immer wieder musste Amras den drängenden Blicken der Soldaten ausweichen, weil er wusste, dass es nur zu einer Diskussion kommen würde, wenn er etwas sagen würde. Und er war sich nicht sicher, ob sich die Soldaten seiner Autorität unterordnen würde, wenn es darauf ankäm. Zudem würden sie nur wieder Zeit verstreichen lassen und das Risiko eingehen entdeckt zu werden.

Plötzlich hörten sie Schreie. Der Paladin zuckte instinktiv zusammen und kauerte sich auf den Boden. Was war geschehen? Hatte der Angriff auf die Stadt begonnen? Aber dafür waren die Schmerzensschreie zu nah, sie schienen direkt aus den Reihen, der Soldaten von De Côr zu kommen. Wie konnte das sein? Hatte Thorgrim die Nerven verloren und hatte einen Ausbrucht gewagt?
Doch Amras beruhigte sich. Diese Dummheit würde der Stadthalter wohl kaum begehen. Aber was war es dann? Die Zwerge würden wohl auch noch ein paar Tage brauchen, bis sich - wenn überhaupt - kommen würden.

Plötzlich hört der Elf hinter sich das Laub rascheln und er wandt sich geschwind mit dem Kriegshammer in den Händen um und hätte beinahe einen der Soldaten erschlagen, die ihn begleiteten.

<<Wir müssen uns beeilen! Die Schlacht hat schon begonnen und wenn wir nicht schnell handeln werden die Katapulte die gesamte Stadt in Schutt und Asche legen. Los kommt!>>

<<Nein! Es nützt niemanden etwas wenn wir unvorsichtig werden und geschnappt werden. Wollt ihr dem Feind auch noch ein paar Geiseln in die Hände spielen? Wir werden weiterhin langsam weitergehen und unseren Auftrag ausführen, wie wir es besprochen haben.>>

<<Ihr habt keine Ahnung vom Krieg, Schneider. Die Stadt wird nicht durch euren Gott beschützt und es wird den Müttern kein großer Trost sein, dass ihre Kinder im nächsten Leben nicht von Kriegern geschändet und getötet werden.>>


Der Soldat hatte die letzten Worte seltsam betont und noch gerade als Amras zu einer Antwort ansetzen wollte, kam der zweite Soldat - ein Ork - und schien die Lage direkt zu begreifen - was Amras überraschte. Er schwieg während Amras nocheinmal auf den Soldaten einredete

<<Ihr glaubt ich hätte keine Ahnung was Krieg bedeutet? Nur weil ich ein Schneider bin und an Paladin glaube? Ihr seid ein Narr. Ich habe mein Leben mehr als einmal riskiert um Andere zu schützen und ich bin durch den Tod gegangen und nur durch einen Wiederbelebungstrank wieder zurückgekommen. Ich habe das Böse in den schwarzen Einhörnern gesehen und ich habe in meiner Heimat Dutzende Scharmützel der Zwerge auf unsere Siedlungen und die Vergeltungsschläge von uns miterlebt und weiss was es bedeutet.
Wir haben beschlossen, dass ich die Führung bei diesem Unterfangen übernehme und es steht euch frei zurückzugehen und euch euren Vorgesetzen zu erklären, aber bringt uns und unseren Auftrag nicht in Gefahr.
>>

Der Soldat schien den zweiten nicht bemerkt zu haben und zuckte zusammen, als dieser Amras zustimmte und mit der tiefen Stimme eines Orks sprach

<<Soldat Pavel! Reißen sie sich zusammen. Der Paladin hat das Kommando über uns vom Stadthalter bekommen und wir müssen uns dem fügen...>>

Zu Amras gewandt sprach er

<<Stellvertrendender Gruppenführer der Erdgruppe Omisha. Ich werde dafür sorgen, dass euch Pavel keine weiteren Scherereien macht....>>

Amras Tahlali Telemmaitê; Landesquest: Angriff auf Nuru; Wald; Sabotage der Katapulte; Geschicklichkeistprobe-Entdecktwerden hat eine 1 auf einem 20seitigen Würfel gewürfelt

Plötzlich hielt der Ork inne und blickte sich besorgt um und dann hörten sie das Rascheln von Laub. Der Ork und Amras sprangen gleichzeitig auf und rannten in Richtung des Geräusches. Nun hatte Pavel es geschafft. Sie waren entdeckt worden und wenn es ihnen nicht gelang den Soldaten unschädlich zu machen bevor er die Saboteure veriet wäre das gesamte Unterfangen in Gefahr.

Immer weiter beschleunigten sich die Schritte des Waldelfen und hier zeigten sich die Vorteile, die der Elf gegenüber dem Ork hatte. Wo der Ork druch das Unterholz preschte, schaffte es Amras zwischen dem Gestrüpp hindurch zu gleiten und so wesentlich schneller und auch leiser voran zukommen.
Und das sollte ihnen zum Verhängnis werden. Das Scheppern der schweren Rüstung des Orks musste einige hundert Schritte weit zu hören sein und schon bald erklangen rund um sie herum Rufe. Was sollten sie tun? Zuallererst war natürlich der feindliche Soldat der sie entdeckt hatte das größte Problem. Er wusste wieviele sie waren und wenn er nur ein wenig Verstand besaß konnte er aus ihrem Gespräch ihren Plan herleiten. Also musste Amras ihn zuerst ausschalten und sich dann Sorgen um die Flucht machen. Bald hatte der Elf den feindlichen Soldaten im Blick und wenige Augenblicke später hatte er ihn soweit eingeholt, dass ein gezielter Schwung mit dem Kriegshammer zwischen die Beine den Soldaten zu Boden brachte und noch bevor der Soldat etwas sagen konnte, hatte Amras ihm den Schädel eingeschlagen und damit jede Gefahr, die von ihm ausging im Keim erstickt.

Kaum hatte der Soldat seinen letzten Lebensatem ausgehaucht, schlug sich der Paladin schon wieder ins Dickicht. Er musste ein Versteck suchen und abwarten, bis sich die Lage wieder etwas beruhigt hatte um das Katapult dann zu zerstören. Immer näher kamen die Rufe die nun aus allen Richtungen zu kommen schienen und gerade als er dachte, dass er kein Versteck mehr finden würde, kam ein umgestürzter Baum in sein Blickfeld. Das muss reichen! dachte sich der Elf und kroch unter das Holz und keinen Moment zu früh, denn kaum war er soweit ausser Sicht, da wurden die Rufe lauter und als dann auch noch Kampflärm erklang wusste Amras, dass Omisha und Pavel wohl gefunden worden waren.

Nach wenigen Augenblicken war dann alles ruhig. Nur ein paar entfernte Rufe erinnerten an das gerade Geschehende. Was würde nun aus ihnen werden? Würden sie gefoltert oder direkt hingerichtet werden? In jedem Fall konnte der Paladin im Moment nichts für sie tun. Also wartete er. Es dautere wiederrum eine ganze Weile bis alle Stimmen und Rüstungsgeschepper wieder verschwunden war und sich der Elf wieder aus seinem Versteck herauswagte. Nun ging er besonders leise und vorsichtig weiter in die Richtung in der das Katapult sein musste...

Und dann erklang das Geräusch, was er die ganze Zeit befürchtet hatte. Er hörte wie Befehle gerufen wurden und dann wie sich Seilwinden abrollten. Kurze Zeit später dann aus weiter Entfernung Explosionen und die Freudenschreie aus den Reihen der feindlichen Soldaten.
Nun beschleunigte der Elf seine Schritte trotz der Gefahr doch wieder um möglichst vorm nächsten Schuss beim Katapult zu sein. Dort angekommen erfuhr er warum sie im Wald die Schmerzenssschreie gehört hatten. Überall lagen Verwundete mit Verbrennungen herum. Thorgrim musste beschlossen haben, die Feinde mittels der Magie etwas unter Druck zu setzen und anscheinend hatte der Feuerzauber oder eher der Magier, der ihn erzeugt hatte ganze Arbeit geleistet zu haben. Direkt bei dem Katapult war nur die Bedienmanschaft zu sehen und ab und zu ein paar Soldaten die aber nur daran vorbeieilten.

Er musste es schaffen zuerst für eine Ablenkung zu sorgen und dann ein paar Ölfässer auf das Katapult zu werfen. So verschwand er in südlicher Richtung im Dickicht.
Nach einer Weile war er auf der anderen Seite des Katapults und sah, dass die Bedienmanschaft gerade dabei war das Katapult erneut zu laden. Er musste das verhindern. Und dann erblickte er ein lohnendes Ziel. Dort stand ein Mann der die anderen zu kommandieren schien und somit wohl das lohnenste Ziel war. Amras nahm seinen Bogen und suchte sich eine geeignete Schussposition. Er wusste, dass er nach dem Schuss sofort verschwinden musste. Er nahm den verzauberten Bogen und legte den Pfeil auf. Er zielte sorgsam und hielt final die Luft an um auch wirklich zu treffen.

Amras Tahlali Telemmaitê; Landesquest: Angriff auf Nuru; Wald; Sabotage der Katapulte; Bogen auf Bedienmanschaft 1 hat eine 2 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt. ==> Körpertreffer; 3 (Stärke Bogen) + 12 (Stärke Char) = 15 Schaden

Amras Tahlali Telemmaitê; Landesquest: Angriff auf Nuru; Wald; Sabotage der Katapulte; Bogen auf Bedienmanschaft 1, Sonnenlicht hat eine 1 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt. ==> Sonnenlicht

Amras Tahlali Telemmaitê; Landesquest: Angriff auf Nuru; Wald; Sabotage der Katapulte; Bogen auf Bedienmanschaft 2 hat eine 6 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt. ==> daneben

Amras Tahlali Telemmaitê; Landesquest: Angriff auf Nuru; Wald; Sabotage der Katapulte; Bogen auf Bedienmanschaft 2, Sonnenlicht hat eine 6 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt.==> kein Sonnenlicht


Er entliess den Pfeil und legte sogleich einen zweiten auf. Doch er hatte vergessen, dass dies kein normaler Boden war und so leuchtete der Pfeil hell auf und wurde noch viel greller als er sich bei dem Offizier in die Brust bohrte. Geblendet von diesem Licht ging der zweite Schuss des Paladins daneben und auch reagierte der Bogen dieses mal nicht. Alle Blicke der Soldaten gingen in seine Richtung und als die ersten wütenden Rufe erschallten lösten sich alle aus ihrer Erstarrung und rannten in seine Richtung.

Rasch stand er auf und flüchtete etwas tiefer in den Wald um seine Verfolger abzuschütteln. Er würde seinen Häschern aber auch nur eine kurze Weile entkommen können ohne außer Reichweite des Katapults zu gehen und so musste er sich auf seine Fähigkeit verlassen. Er würde sich im Wald verstecken und darauf warten, das die Soldaten an ihm vorbeilaufen würden. So kauerte er sich in eine Mulde unter einem Strauch und bedeckte sich zum Teil mit Laub. Er hoffte, dass diese Tarnung reichen würde.

Und dann hörte er die Stimmen der Soldaten und wie diese durch das Unterholz preschten. Nun das würde seine Chance erhöhen nicht entdeckt zu werden. Eine schier endlos erscheinende Weile lag er so da, bis sich die Soldaten entfernten und nun musste sich der Paladin beeilen um auch seinen  Plan zuende zu führen. Rasch schlich er zurück zum Katapult und sah das kaum noch Soldaten hier waren. Auch die Mannschaft, die die Belagerungswaffe bedienen sollte, schien ohne einen Offizier nicht arbeiten zu können. Geduckt und immer darauf bedacht jede mögliche Deckungs auszunutzen schlich sich der Elf zu dem Katapult bis er sich in seinem Schatten verstecken konnte. Er stellte drei Fässer geöffnet an das Gerät und verschüttete den Inhalt von zweien über die Fässer und über das Holz des Katapultes. Wenn er es schaffen würde, das Öl zu entflammen würden die Fässer optimaler Weise auch Feuer fangen und das Katapult auch wirklich zerstören. Nachdem er das Öl verteilt hatte, schlich er sich wieder soweit von dem Katapult weg, dass er noch auf die Ölgetränkte Fläche Schießen und vorallem Treffen konnte.  Er legte den Brandpfeil auf, entzündete ihn und feuerte ihn auf das Katapult. Der Pfeil bohrte sich in das Holz und sogleich fing das Öl Feuer und breitete sich rasch auf der gesamten Kriegsmaschiene aus. Doch Amras konnte den Erfolg nur kurz bewundern, denn er wusste, dass dies wesentlich mehr Soldaten anlocken würde und da würde ihm auch seine Fähigkeit sich im Wald zu verstecken wenig nützen. So hängte er sich den Bogen wieder über die Schulter und rannte nun möglichst leise und doch schnell zu dem zweiten Katapult. Wie würde es wohl den anderen ergehen? Und würden sie das zweite Katapult auch noch in Brand setzen können? All dies ging ihm durch den Kopf während er durch das Dickicht eilte...

Amras verliert zwei Pfeile, einen Brandpfeil und 5 Ölfässer.
« Letzte Änderung: Mo., 29. Mai 2006, 12:59 von Amras »   Gespeichert  
Ethlind

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #71 am: Di., 23. Mai 2006, 13:41 »

Nach einer Zeit war Ethlind bis auf die Knochen durch gefroren vom Wind der um sie herum schlug, aber trotzdem lies das wunderschöne Gefühl der Freiheit nicht nach. Fliegen war etwas was sie wirklich nur zu gerne könnte. Manche sagten ja das die Menschen einst Flügeln hatten, und sie nur verkümmern ließen, aber etwas so wunderschönes würden doch nicht einmal die Menschen aufgeben, oder?


Der Flug schien sich ihrem Zeitgefühl zu entziehen. Sie hätte nicht sagen können ob er lang oder kurz gedauert hatte, ihre Glieder jedenfalls waren steif als sie ankamen, und sie hatte das Gefühl ein Eisblock zu sein. Die Sonne verriet ihr welche Zeit der Flug in Anspruch genommen hatte, und sie sagte sich, dass es dann auch kein Wunder wäre wenn sie sich am nächsten Tag nicht mehr rühren konnte. Ihre Muskeln wollten jetzt schon fast versagen, als sie wieder am Boden stand, und nur mit Mühe konnte sie nur mit mühe dem Drachen hinter her kommen, nachdem sie ihre Kleider wieder gerichtet hatte und einen vergeblichen versuch die Frisur wieder als solchige erkenntlich zu machen. Die Knoten die der Wind in ihre Haare gemacht hatte würde sie nie wieder herausbekommen.

Als sie neben dem Drachen hervor trat hörte sie die Stimme und kurz blickte sie das gewaltige Tor an, dann machte sei einen tiefen Knicks, der sie auch kleiner als einen Zwergen machen würde. Mit einem kurzen Seitenblick auf Hardor ob sie reden solle, begann sie dann weiters in der Haltung verharrend ihre Bitte vorzutragen.

&#8222;Ehrenwerter Gevatter. Dieser Sturmsilberdrache ist Hardor und mein Name ist Ethlind Black, wir erbitten nicht Einlass sondern Hilfe in großer Not. Wir stehen vor euch im Auftrag von Gevatter Thorgrim Blutaxt und seinem Waffenbruder Gevatter Drax Hammerhall, die hofften das ihr ihnen im Kampf gegen die Armeen Côrs beisteht. Die Stadt Nuru ist umzingelt von den Armeen und wenn es keine Hilfe gibt, so ist Nuru alsbald nur mehr ein Fleck verkohlter Häuser in der Landschaft Dragonias.

Auch gab uns Thorgrim jenes Horn mit. Ich sollte es euch zeigen und damit meine Worte bekräftigen.&#8220; sie hatte das Horn aus ihrer Tasche heraus geholt und hielt es nun dem Zwerg hin.


Sie sah kurz zu Hardor als man sie bat mit den Zwergen mit zu gehen, dann schalt sie sich jedoch das der Drache sicherlich auf sich aufpassen konnte und das gewiss besser als sie auf sich. Also folgte sie Gnarl, und gleich war die Sorge um alles vergessen als sie die Halle erblickte, das Tor war eindrucksvoll gewesen, diese Hallen aber hatten gar keine Worte mehr. Ethlind konnte es nicht verhindern das sie mit offenem Mund und großen Augen in die Höhe starrte und dann die Säulen betrachtete. &#8222;Unglaublich ... &#8222; murmelte sie, gab aber ihrem Drang nicht nach zu einer Säule zu rennen um die zu berühren. Zwergen waren wirklich erstaunliches Volk. Als sie in das kleine Zimmer geführt wurde, sah sie sich darin um und befand es für recht gemütlich, auch wenn ihr nach einer Zeit gewiss der Himmel und die Sonne abgehen würden. Sie konnte nur hoffen das man sie nicht lange warten ließ.

Nachdem sie alleine war, setzte sie sich ans Feuer. Die Ungewissheit und das Erstaunen hatten sie die Kälte vergessen lassen, nun aber beutelte sie sie dafür um so mehr. Sie zitterte am ganzen Körper während sie ihre klammen Finger möglichst nah an Feuer brachte. Auch spürte sie das sie einen ganzen Tag ihre Kinder nicht gestillt hatte, und ihre Muskeln zitterten mit ihrem Körper vor Ermüdung mit. Alles in allem war sie froh, dass sie sich hier nirgends in einen Spiegel sehen musste.  Und hoffte nur das es dem rauen Volk der Zwerge egal war wie zerstört sie eigentlich aussah, und dann überall auch noch das hartnäckige Blut an ihren Fingern. Sie machte einen versuch die dunklen spuren in den ritzen ihrer Finger herunter zu kratze, während ihre Gedanken zu ihren Kindern schweiften. Olga hatte sicher etwas gefunden sie zu füttern, aber ging es ihnen denn auch wirklich gut? Was war in Nuru passiert? Sie begann daran zu zweifeln ob es so sinnvoll gewesen war aus Nuru weg zu gehen. Dort lag schließlich alles was sie liebte. Sie schüttelte den Gedanken aber gleich ab, dies hier könnte wenigstens helfen! Resolut stand sie auf, und begann ihre Haare mit den Fingern so gut es ging zu kämmen, und flocht sich dann einen einfachen Zopf, der nur zur Hälfte fertig war als man sie auch schon wieder holte.

Sie trat langsam die Treppen hinauf, immer mehr von Begeisterung für die Kunst der Zwerge erfüllt, aber nicht hatte sie auf den Anblcik dieser Halle vorbereitet wo sie sogar den Himmel erblickte. Kurz blieb sie mit Steunen im Gesicht stehen, als sie die Aura Tareks gewahrte. Er hätte nicht erhoben sitzen müssen, es hätte gereicht wenn er da gewesen wäre, man hätte ihn sofort erkannt. Ethlind machte ehrfürchtig einen tiefen Knicks und senkte ihren Kopf. Nun lies sie Hardor reden, denn man hatte auch ihn gerufen was hieß man würde auch den Worten eines Drachen lauschen und Hardor hatte sicher mehr Verständniss für Kriegsereignisse und die schwere des Problems. Sie konnte all dies nur erahnen und nachher an der Zahl der Verwundeten feststellen.

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Rraurgrimm

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #72 am: Di., 23. Mai 2006, 18:11 »

Zäh wie gerinnendes Pech schien ihm die Zeit langsam zu verrinnen - er hatte daran mitgewirkt, die leidlich transportfähigen Verwundeten auf Wagen und sogar Handkarren zu heben und mitunter sogar bei dem einen oder anderen davon selbst mit (Krallen-)Hand angelegt um sie möglichst rasch aus der unmittelbaren Nähe der Mauern und des provisorischen Lazarettes zu bringen. Er hatte aus einem Gespräch einiger Soldaten vernommen, dass eine Schar Wagemutiger sich durch wohl seit langem verborgene Tunnel aufgemacht hatte, um einige der Belagerungswaffen vor der Stadt zu zerstören und damit wertvolle Zeit zu erkaufen. Und er hatte gesehen, wie ein stolzer Drache mit einer kleinen Delegation fortgeflogen war - angeblich um Hilfe von anderen zu holen. Ob dieser Entsatz jedoch überhaupt noch existierte - oder ob er bereits den dunklen Scharen vor den Toren zum Opfer gefallen war - wusste niemand zu sagen, noch weniger, ob dies überhaupt Hilfe bedeuten würde. Schliesslich hatte man die Transportfähigen weiter in das Innere der Stadt gebracht und auf vereinzelte Gebäude aufgeteilt wo sie weiter leidlich versorgt wurden - und es gab für viele andere wie ihn wenig mehr zu tun als zu warten. Das dumpfe Dröhnen der Trommeln hallte unablässig von jenseits der Mauern herüber, manchmal schien es ihm fast als vibrierten bereits die Steine der Strasse unter seinem Pfoten im Einklang, als würden die hölzernen Läden der verrammelten Fenster um ihn herum mitbeben.
Plötzlich: ein Rauschen, welches ebenfalls von jenseits der Mauern zu kommen schien - sollte es nun beginnen? fragte er sich durchaus ein wenig nervös. Doch nein, das Geräusch wird leiser - und dann vernahm er angestrengt lauschend auch bereits die Schmerzens- und womöglich Todesschreie vereinzelter Diener des Dunkels von Taros. Ein Jubel klang von den Mauern der Stadt herab, anscheinend war ein erster Schlag gelungen - nach der Freude bei der Abwehr der Vorhut ein willkommener Klang in der sonst eher bedrückenden Stille in welcher man nur abwarten konnte. Eine Magierin oder ein Magier hatte eine gewaltige Wand aus Flammen gewirkt, welche sich durch das gegnerische Lager gewälzt hatte, alles auf ihrem Weg versengend und verzehrend. Doch verhallte auch dieser Jubel rasch, irgendetwas schien nicht ganz den Erwartungen zu entsprechen - und bald zeigte sich, was wohl nicht gelungen war: abermals vernahm er ein leises Rauschen in der Luft - welches dieses Mal jedoch lauter zu werden begann - ein Schatten durchteilte die Luft...
unmittelbar darauf zerbarst das Dach eines nahegelegenen Schuppens und eine Flammensäule schoss aus den jäh verkohlten Überresten empor. Die Katapulte - hatten anscheinend bisher sowohl den Ausfall der Wagemutigen durch die Tunnel als auch die entfesselte Flammenwand überstanden. Laut gellten Alarmschreie durch die Strassen - und zwei Ecken weiter sah er mehrere Helfer aus der Miliz wie sie verzweifelt versuchten, einige sich mit nur unmenschlich zu nennenden Schreien über den Boden wälzenden, lodernden Gestalten zu löschen. Noch ein, zwei weitere Male hörte er den dumpfen Aufschlag und die danach einsetzenden Schreie Verwundteter - und in dem Geruch von Feuer und Rauch lag die Brechreiz erregende Note verbrannten Fleisches. Immerhin hatte man sich auf Derartiges leidlich vorbereitet und einige Anführer der Milizionäre begannen bereits, mit scharfen Kommandos Einwohner zum Löschen der Brände einzuteilen und das bereitgestellte Wasser zu nutzen oder Ketten zu nahegelegenen Brunnen und Wasserstellen zu bilden.
Er selbst hatte für einige Momente genug damit zu tun, seine eigenen Sinne wieder zu sammeln - der Geruch nach Feuer weckte Urinstinkte, Flucht! schrie es ihn jeder Faser seines Körpers und er musste seine leicht zitternden Krallenhände dazu zwingen, nach einem schäbigen Tuch am Gürtel zu tasten und dieses in einem noch nicht verwendeten Löscheimer zu tränken um es sich dann um Kopf und Schnauze zu wickeln. Der leicht modrige, feuchte Geruch des Tuches half gemeinsam mit der Kühle des Wassers immerhin, den Kopf wieder leidlich klar zu bekommen. Als er sich wieder umschaute - sah er, wie gerade eine handvoll dunkel berobter Gestalten auf den Zinnen gleichsam beschwörend die Hände gen Himmel hob und ein fahles, bläuliches Leuchten lag wohl schon seit einiger Zeit über der Stadt. Ein dunkler Schatten in der Luft über den Zinnen, ein weiteres Geschoss - doch dieses Mal zerbarst es und die flüssigen Feuerzungen leckten harmlos an der magischen Barriere herab.

Was Rraurgrimm's Augen jedoch dann sahen hätte er gewiss nicht erwartet: eine der schwarzberobten Gestalten auf den Zinnen griff sich an die Brust - deutlich nicht im Einklang mit seinen Gefährten - und sackte zusammen. Ein Pfeilschaft ragte sich hell von dem schwarzen Robenstoff abhebend aus dem Rücken des Mannes! Da erklang auch bereits der zornig-donnernde Ruf: ein Verräter war in der Stadt - vielleicht nur einer von mehreren! Noch während er ein wenig ungläubig zu den Zinnen hinaufstarrte und dabei sah, wie die bläulich schimmernde Kuppel über ihnen merklich verblasste aber immerhin nicht gänzlich schwand - meinte er, eine mit einem Bogen bewaffnete Gestalt garnicht so weit von ihm in einer der dunklen Gassen verschwinden gesehen zu haben. Ein Soldat auf dem Weg zu seinem Posten? Weshalb entfernte er sich dann aber von der Mauer... - "Fangeisen und Räude!" schallt er sich selbst, das war möglicherweise der Attentäter gewesen!

Und ohne noch weiter über den Sinn seines Tuns nachzudenken wandte er sich von der Mauer ab und eilte auf ledernen Pfoten der Gestalt hinterdrein.
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Hardor

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #73 am: Mi., 24. Mai 2006, 14:58 »

Hardor begab sich dann doch zu der Anhöhe, obwohl diese kleinen Schürfer mit ihren Armbrüsten auf ihn gezielt hatten, oh ja, in Kriegszeit konnte man nie sicher genug sein, aber welche Gefahr sollte schon ein Sturmsilberdrache mit sich bringen mit dem auch noch ein Mensch reiste?
Noch schnell vergaß der Geschuppte seinen groll und lies den Blick respektvoll über den Tisch und die Zwergenkünste gleite ehe seine grauen Augen Tarek fixierten. Wohl strahlte er Königlichkeit aus, ein Herr über das Reich der Tiefen, jedoch nickte Hardor nur kurz mit seinem Kopf und erhob sich zur vollen Größe. Niemanden zeigte er seine Reißzähne, doch hielt er seinen Blick fest auf den Zwergen gerichtet als wolle er diesen nur mit dem Blick niederzwingen, nicht schwer war zu erraten dass Edeldrache dem Zwergen seine Gedanken übermittelte, Worte von keinen Lippen geformt, reden dessen Klang nicht zu hören war.


"Und genauso ist es eine Ehre, dass überhaupt ein Drache diese ehrwürdigen hallen besucht um vor den Zwergen zu sprechen. Eure Arbeiten sind nur lobenswert und ich verleugne nicht die Bewunderung eurer Schätze, den kleinsten Kiesel verwandelt ihr in ein Meisterwerk.
Vor Nuru sammelt sich jedoch Côr, einen Feind Gegend en selbst ich angehe, denn er ist nicht der Gegenspieler der Menschen, nein, der Gegner aller lebendiger Rassen die auf dem Antlitz der Erde wandeln, egal ob in der Luft oder tief am Fuße der Welt. So bittet der Stadthalter Nurus, Thorgrim Blutaxt euch um Hilfe.
Vielleicht könnten wir solch eine Macht zurückschlagen, aber unerwartete traf uns dieser angriff, kaum blieb zeit zur Verteidigung. Nun haben sich die schwarzen reihen in sechs Armeen um das Bollwerk Dragoniens versammelt um es zu brechen, aber ich selbst prophezeie, mit der Hilfe der Völker wird es niemandem gelingen. Wie sehr würden die Menschen, Elben, Lycantrophen und friedfertigen Orks es schätzen wenn die Schürfer an Ihrer Seite kämpfen, so wie es einst in vergessenen Liedern besungen wurde. Zu Zahlreich sind ansonsten die dunklen Fluten die Nurus Mauern bestürmen"

Hardor lies aus seiner Kehle ein kehliges Grollen vernehmen und musterte jeden der anwesenden Zwergen lange mit seinem beinahe funkelnden Blick ehe er Ethlind zunickte und geduldig auf eine Antwort wartete. Nun, mutige Kämpfer hatten wohl in diesem Moment die Triböcke angegriffen und die Stadt stellte sich auf einen erbitterten, langen Kampf auf den Zinnen ein.
Anmutig neigte der Sturmsilberdrache nun doch sein Haupt und stand still wie eine Statue, nur das rhythmische heben seines Brustkorb als auch seine Augen errieten das lebendige Wesen hinter den schimmernden Schuppen. In diesen Zeiten wäre ein glorreicher Sieg des Guten von Vorteil für andere, schwer würde es für Taros werden sich von so einem Rückschlag zu erholen und wer weiß, vielleicht rückten die Drachenritter selbst vor und bedrängten die grenzen des schwarzen Landes, ein für alle Mal musste man diesen Feind auslöschen. Dabei wären die Zwerge starke Verbündete auf dem Schlachtfeld und als Handelspartner, jedoch interessierte das den Drachen wenig und er dachte nicht weiter über die verschiedenen Möglichkeiten nach. War dieser Krieg vorüber konnte er sich getrost wieder zurückziehen und weiterhin frei in Aylann leben.
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Drax Hammerhall

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #74 am: Do., 25. Mai 2006, 11:15 »

Vorsichtig versuchte Drax die Situation zu erfassen. Die Bedienmannschaften waren damit beschäftigt, die nächste Ladung fertig zu machen. ‚Also haben sie den Beschuss schon begonnen!‘ dachte der Zwerg grimmig und ballte die Fäuste. Er sah Rauch aus Nuru aufsteigen. Er musste jetzt schnell handeln, denn jede Verzögerung konnte eine Unzahl an Opfern in Nuru fordern. Er blickte zu den beiden Soldaten, dann wieder zurück zum Katapult. Die Entfernung war nicht zu unterschätzen. Wie sollte man sich unbemerkt nähern? Auf einen offenen Kampf brauchte er sich nicht einlassen. Es stand außer Frage, dass er eine ganze Menge Feinde ins Jenseits befördern konnte, aber davon wurden die Belagerungsmaschinen auch nicht zerstört.

Der Zufall – in Form von Perfels Feuersturm, aber das wusste Drax natürlich nicht – kam ihm zu Hilfe. Die Flammenwand reichte zwar nicht aus, die Katapulte zu zerstören, aber sie richtete ordentlich Schaden in den Reihen der gegnerischen Soldaten an. Viele wälzten sich schreiend am Boden und versuchten die Flammen zu ersticken, andere taumelten angesengt zurück und versuchten sich und ihre Kameraden in Sicherheit zu bringen. Die Luft war erfüllt mit dem Gestank verbrannter Haut und Haare. Das war die Möglichkeit! Vielleicht die einzige und letzte!

“Also aufgepasst. Ich werde das Katapult mit Öl benetzen. Hoffen wir, dass ein Zwerg in dem Tumult nicht übermäßig auffällt. Ihr bleibt hier und gebt mir Deckung. Verratet eure Position aber nur im äußersten Notfall! Sowie ich das Öl losgeworden bin, schießt es in Brand. Und dann sofort Rückzug! Kein falscher Heldenmut! Wartet nicht auf mich und zieht euch sofort in den Tunnel zurück und sichert den Eingang! Wir wollen keinen uneingeladenen Besuch in der Stadt riskieren. Alles verstanden?“ Die Männer nickten und hielten ihre Schusswaffen bereit. Der Axtmeister schnappte sich zwei Fäßchen mit Öl – er wollte ja beweglich bleiben und nicht wie ein Lastesel zum Katapult wanken – und holte noch einmal tief Luft.

Dann sprang er aus der Deckung auf und lief zielstrebig auf das Katapult zu. Er wollte so lange es ging einen direkten Kampf vermeiden. Dies würde seine Erfolgsaussichten nur schmälern. Sollten die ruhig denken, er brächte etwas zum Katapult, Munition vielleicht oder so etwas. Hoffentlich fiel es im allgemeinen Durcheinander niemandem auf, dass er der einzige Zwerg weit und breit war und nicht hier her gehörte. Die schreienden Verwundeten hätten in ihm so etwas wie Mitleid wecken können, aber der Gedanke an die Opfer in Nuru, die ebenso qualvoll verbrannten, hielten dieses Gefühl wirkungsvoll zurück. Überhaupt – er hatte schon soviel Leid und Elend während einer Schlacht gesehen, hatte selber schon so viele Gegner zu ihren Ahnen geschickt – er wusste nicht, ob er etwas empfinden sollte und ob die fast schon gelassene Art mit der er den Tod in Kauf nahm nicht falsch war. Er wischte den Gedanken beiseite. Es fiel ihm leicht, vielleicht zu leicht, und er konzentrierte sich wieder auf seine Aufgabe.

Nur noch wenige Schritte. Er schlug den Deckel eines der Ölfäßchen ein und war das Öl auf die Kriegsmaschine. Mit ein bißchen Glück brauchte es keine Brandpfeile und das Öl entzündete sich an der Ladung des Katapultes. Und wenn nicht, dann konnte er sich vielleicht einen der brennenden Soldaten greifen und ihn als lebende Fackel benutzen. Kalt und berechnend spielte er diese Möglichkeit durch. Die Katapultmannschaft reagierte als das Behältnis aufschlug, wie er feststellte, doch mit kühler Präzision schwang ‚Orkspalter‘ durch die Luft und alles was der magischen Axt im Weg war, wurde gnadenlos zerschmettert und zerschnitten. Drax warf das zweite Fäßchen gegen den Rahmen des Katapultes und es zerschellte, wie erhofft. Nun lag es bei den beiden Bogenschützen. Er war in jedem Falle entdeckt und ging mit zwei weiteren Schlägen in die Offensive. Nun hatte er ja beide Hände frei und konnte seinem tödlichen Handwerk nachgehen. Sicher, sein ursprünglicher Plan war es, sich nach erfolgtem Angriff wieder abzusetzen und durch die Tunnel wieder in die Stadt zu gelangen. Aber er konnte es nicht riskieren, den Feinden die Zugänge zu verraten. Vielleicht gelang es ihm ja, sich doch noch zu lösen. Ob er sich dann zu den Tunneln, vor die Tore Nurus oder weiter hinter die Linien des Gegners durchschlug - das würde die Situation zeigen.


3 AW und 1 VW siehe Diskussion
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