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   Autor  Thema: Côr vor den Toren! (Der Angriff auf Nuru) (Gelesen 3508 mal)
Drax Hammerhall

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #90 am: Sa., 17. Jun 2006, 22:39 »

Es sah ganz so aus, als ob der improvisierte Plan des Zwergen aufging – die Verwirrung unter den Wagenlenkern war groß und die Reiter nicht zu einer gesammelten Gegenattacke in der Lage. Doch dies änderte sich, nachdem die Gegner sich neu sortiert hatten. Geschlossen gingen sie nun gegen den Axtmeister vor, der sich nur durch geschicktes und schnelles Abducken unter die Wagen in Sicherheit bringen konnte. Doch lange konnte er dieses Spielchen nicht mehr spielen. An einen geordneten Rückzug war leider auch nicht mehr zu denken, denn die Bogenschützen waren entgegen seinem Rat aus dem Gebüsch herausgetreten und sahen sich nun der Reiterei nahezu schutzlos ausgeliefert. “Verfluchte Narren!“ schimpfte Drax und teilte weiter fleißig aus.

Ein Schatten huschte über ihn hinweg. Er sprang wieder unter einen der Wagen und blickte in den Himmel. Erst als er seine Augen mit dem Arm abschirmte, sah er die Umrisse eines Drachen, der zur Landung ansetzte. Freund? Feind? Er rollte aus der Deckung hervor und schlug seine Äxte in die Flanke eines Reiters und warf diesen durch die Wucht der Hiebe aus dem Sattel. Er setzte nach und machte dem Leben des Gegners ein Ende.

Zwergenhörner! Diesen Ton würde er überall auf der Welt erkennen. Also waren Zwerge in der Nähe, vielleicht die Vorhut der heiß ersehnten zwergischen Armee? Er setzte sich etwas von seinem nächsten Feind ab, griff an den Gürtel und nahm sich seinerseits das Horn. Er antwortete auf den Ruf mit dem Signal „Zwerge zu mir!“ und erhielt umgehend Antwort. Bald darauf fiel der Großteil der restlichen Berittenen einem Bolzenhagel zum Opfer und nur wenigen gelang eine kopflose Flucht. Freudig ging der Axtmeister seinen Gevattern entgegen. “Ihr kommt zur rechten Zeit Brüder!“ Drax schüttelte viele Hände und musste viele Fragen beantworten, was er auch gerne tat. Es war ein wahrlich phantastisches Gefühl, unter Zwergen zu sein. Doch bei aller Freude vergaß er nicht, dass Nuru nach wie vor Hilfe brauchte. “Wer befehligt die Armee? Wir sollten uns eilen, denn ich fürchte, Gevatter Blutaxt kann Nuru nicht mehr lange halten.“

* * *


Man führte Drax zum Zwergenkönig, der mit einigen seiner Heerführer über einem Stapel Karten brütete. Der Minenbesitzer neigte das Haupt und stellte sich nach Zwergenart vor, indem er Namen und Clan nannte. “So habt Ihr unseren Hilferuf vernommen und Ethlind hat Euch nach Nuru geführt.“ Rasch schilderte er die Situation in und um Nuru, als er die Stadt verlassen hatte. “Schweres Belagerungsgerät, aber einigen verwegenen Gruppen ist es gelungen, einige davon zu zerstören. Wieviele noch intakt sind, vermag ich nicht zu sagen. Auch Magier haben wir innerhalb der feindlichen Armee ausgemacht. In der Gegend um die Stadt gibt es Patrouillen, denen wir zum Glück bis jetzt ausweichen konnten. Wir haben versucht, ihren Nachschub zu stören, als Eure Vorhut auf uns stieß.“ beendete Drax seinen Bericht. “Wie wollen wir vorgehen?“ fragte er gerade heraus, denn für den Waffenmeister war klar, dass er an vorderster Zwergenfront um Nuru kämpfen würde.

Der König hatte den Schilderungen des Axtmeisters gelauscht und stierte auf die Karten. “Ihr kennt Euch ein wenig im Kriegshandwerk aus Meister Hammerhall und was noch viel wichtiger ist, in der Gegend um Nuru.“ Er zeigte auf eine Reihe von Punkten auf der Karte und Drax schilderte die dortigen Gegebenheiten. Dann fuhr der Zwergenherrscher fort: “Also gut. Ich denke, wir sollten die Armee in 3 Gruppen aufteilen. Der linke und rechte Flügel sollte die Stadt etwas umgehen und dann in einer Zangenbewegung Nuru umschließen – quasi einen Belagerungsring um die Belagerer bilden.“ Er nickte zwei älteren Zwergen zu, die Drax damit als die Befehlshaber der beiden Gruppen ausmachte. “Ich selbst werde mit der Hauptmacht direkt auf das Stadttor zu marschieren und versuchen, einen Großteil der feindlichen Kräfte auf uns zu ziehen, bis ihr eure Positionen erreicht habt. Dann ziehen wir die Schlinge enger und reiben sie auf. Achtet auf eure Flanken und behaltet mir die Magier im Augen. Wenn irgend möglich, schaltet mir zuerst diese aus, ehe sie irgendeine Teufelei beschwören können. Vielleicht kann der Drache Hardor uns aus der Luft unterstützen. Noch Fragen?“ Er nickte seinen Generälen zu und befahl den Aufbruch.

* * *


Drax hielt sich nahe beim König in der Hauptstreitmacht. Der Küchen- und Versorgungstroß blieb am Ende des Zuges, während sich die Krieger voll gerüstet mit raschem Schritt gen Nuru wandten. Es gab keinen Grund, besonders leise zu sein – erstens hätte man das mit dem Waffen- und Rüstungsgeklirr nicht gekonnt, zweitens wollte man ja die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, um den Flügeln Zeit zu verschaffen, die ihnen zugewiesenen Positionen einzunehmen.

Es war ein erhebendes Gefühl mit all diesen Zwergen zu marschieren. Ausgewählte Krieger, gestählt in unzähligen Schlachten, gesiebt in hunderten Auseinandersetzungen, umgaben den König und dieser selbst strahlte eine Macht und Stärke aus, dass einem das Herz aufging. ‚Ein kampferprobter Zwerg ist so gut wie 10 gewöhnliche Männer!‘ dachte Drax voller Stolz, als er auf die straff marschierenden Zwerge blickte. Aber auch Wehmut mischte sich zu seinen Gefühlen, wenn er an die unvermeidlichen Verluste dachte. Aber es war eine Ehre, im Kampf zu sterben. Das Gras vor den Toren Nurus würde sich rot vom Blute der Feinde färben und die Gefallenen würden an die Tafel zu den Ahnen gerufen werden und die Ewigkeit Seite an Seite mit den größten Kriegern seines Volkes verbringen dürfen!

“Heute ist ein guter Tag um zu sterben!“ nickte der König Drax zu, als hätte er dessen Gedanken erraten.

* * *


Schon von Weitem war der Schlachtenlärm vor den Toren Nurus zu hören. Der Zwergenkönig hob die Axt und die Armee verschärfte noch einmal das Tempo. Gleichzeitig erklang aus hunderten von Kehlen ein vielstimmiges Kampfgeschrei. Im Laufschritt schoben sich die Zwerge vorwärts, strömten auseinander und bildeten mehrere Reihen. Die Linien stoppten und die Krieger schlugen die Köpfe ihrer Äxte und Hämmer rhythmisch an die Schilde. Begleitet wurde dieses uralte Ritual von wüsten Beschimpfungen und Schmähungen des Gegners um diesen aus der Reserve zu locken.

Eine ganze Weile dauerte dieses wilde Treiben an, ehe die Zwergenhörner einsetzten. Ihr schauriger Ton brachte Furcht in die Herzen der Feinde und war für alle Verbündeten gleichzeitig das Signal, dass Hilfe nahte. Drax spürte, wie Mut und Kampfeswillen in ihm ins schier Unermeßliche wuchsen und wie die anderen neben ihm schrie und stampfte er. Er wollte vorpreschen und töten. Und wie ihm ging es Hunderten weiteren kampfwilligen Zwergen. Wohlige Schauer fuhren dem Axtmeister über den Rücken. Wie oft hatte er schon gekämpft und wilde Schlachten geschlagen. Und doch war dieser Moment etwas Besonderes. “Du wirst Blut trinken ‚Orkspalter‘. Viel Blut, das verspreche ich Dir!“ besprach er heiser seine Axt, als die Signalhörner die nächste Tonfolge über die Ebene schickten. Der Jubel wurde noch einmal lauter und die Zwerge griffen an.

Die Linien stürmten vorwärts und lösten sich bald nahezu auf. Jeder wollte der Erste sein, der seine Axt in den Gegner schlug. Auch Drax rannte und das Blut rauschte in seinen Ohren. Er stürmte wild schreiend vorwärts, wie die Krieger des Königs neben ihm auch. Die Armbrustschützen kamen in Reichweite und sandten ihren Bolzenhagel in die Reihen der Feinde, die nun zwischen Stadtmauer und der wütenden Zwergenarmee eingeklemmt waren. Auch deren Fernkämpfer suchten sich ihre Ziele und rissen die ersten Lücken in die Reihen der Zwerge. Doch die stürmten nur um so wütender weiter vorwärts und überbrückten auf diese Weise sehr schnell die Distanz.

Der Aufprall der beiden Armeen war fürchterlich. Recht schnell hatten sich die Äxte der aufgeputschten Zwerge in die Reihen der Gegner gefressen und ein blutiges Gemetzel begann. Wie die Berserker schlugen die bärtigen Gesellen um sich, Tod und Verderben über die Gegner bringend und jeden gefallenen Zwergen mit dem Tod von zwanzig Gegnern bestrafend. Gnade wurde keine gewährt – wer verwundet zu Boden fiel, wurde trotzdem sogleich niedergemacht. Wer aus den Reihen der Zwerge eine Wunde empfing, ignorierte sie und hieb nur noch wilder um sich. So kam es, dass die zahlenmäßige Überlegenheit des Gegners bald keine mehr war.

Drax hielt sich in der Nähe des Königs und war in einem wilden Blutrausch. Routiniert ließ er seine beiden Waffen kreisen und hielt blutige Ernte. Wer der Reichweite seiner Äxte entkam, wurde von der Garde des Königs oder diesem selbst niedergemacht. Der Herrscher der Zwerge war auch im Kampf ein Vorbild. Er stürmte vorwärts wie kein Zweiter und war ein ausgezeichneter Krieger. So manches Male hatte seine Garde ihre liebe Mühe und Not, mit dem Tempo des Königs mitzuhalten.

In einer der seltenen kurzen Verschnaufpausen blickte Drax hinüber nach Nuru. Rauch stieg auf und er fragte sich, wieviele Verluste es wohl in der Stadt gegeben hatte. War Talya noch wohlauf? Und Thorgrim? Erneut erklangen Zwergenhörner vom Rande des Schlachtfeldes. Offenbar hatten die Flügel nun auch in den Kampf eingegriffen. Von frischem Mut beseelt warf sich Drax wieder in den Kampf. Er unterlief seinen nächsten Gegner und hieb ihm seine Streitaxt in den Wanst. Überraschung stand in den Augen des Mannes, ehe er zusammenbrach.

Doch für Triumph blieb keine Zeit. Aus welcher Ecke auch immer – der Feind hatte eine Horde wilder Kämpfer in die Schlacht geführt. Diese riesigen Unholde waren frisch und setzten einem kleinen Trupp Zwerge gewaltig zu. Schon gingen die ersten zu Boden und die Reihen wankten. Mit einem wilden Schrei auf den Lippen kam Drax den Gevattern zu Hilfe und sprang mit erhobenen Äxten in die Flanke der Gegner. Aus den Augenwinkeln registrierte er, dass auch andere die Situation erfasst hatten und ihren Kameraden zu Hilfe eilten. Ein zähes Ringen begann und der Axtmeister hatte große Mühe. Immer wieder blieb er in der Abwehr der Hünen hängen und es dauerte eine ganze Weile, ehe er einen tödlichen Schlag anbringen konnte. Mit der Zeit aber kamen immer mehr Zwerge herbei und als schließlich der König seine Garde gegen diese letzten Feinde in den Kampf führte, war deren Widerstand schlussendlich auch gebrochen.

Die Leibwache war ein klein wenig dezimiert und auch der König wies eine Reihe von Kampfspuren auf, so schien zum Beispiel ein Teil seines Bartes und des Haupthaares versengt zu sein. Wie sich später herausstellte, hatte sich die Garde um den Zwergenherrscher den Magiern gestellt und sie trotz einiger Verluste zur Strecke gebracht. Der Kampf war heftig, aber nun nahezu beendet. Nur vereinzelt wurde noch gekämpft.

“Der Sieg ist unser! Kümmert euch um die Verletzten! Und säubert die Umgebung von den Resten des Feindes, ich will keine Überraschungen erleben. Dann übergebt unsere Toten dem Feuer und lasst ein Lager vor den Toren der Stadt errichten! Informiert mich über unsere Verluste, sobald ihr die Zahlen habt!“ befahl der Zwergenkönig und wandte sich an Drax: “Was für ein Kampf und ein großer Sieg! Aber nun führt mich in die Stadt. Ich habe Durst und ich hoffe doch, das Bier ist noch nicht Opfer der Belagerung geworden!“

Der Axtmeister, sich notdürftig vom Blut und Dreck befreiend, tat wie ihm geheißen und begleitete den König und seine engsten Vertrauten hinein nach Nuru.
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Amras

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #91 am: So., 18. Jun 2006, 14:55 »

Amras gelangte unbemerkt zu dem versteckten Höhleneingang und traf auf dem Weg nicht nur auf Casandra sondern auch den Waldläufer NoQ. Rasch tauschten sie ihre Erlebnisse aus und so erfuhr der Paladin, die die beiden es mindestens genauso schwer gehabt hatten, aber trotzdem ihrer Aufgabe nach Kräften nachgegangen waren.

Schnell gelangten sie zu dem Gestrüp, welches den Eingang des geheimen Tunnels verbarg und stiegen auch sogleich in die Dunkelheit herab um möglichst bald wieder innerhalb der Stadtmauern zu sein. Dieses Mal verletzten sie sich nicht, denn sie kannten nun alle Stellen an denen man auf loses Geröll steile Abhänge achten musste und so gelangten sie zwar verschmutzt und erschöpft aber sonst unbeschwert in die belagerte Stadt.

Kaum waren sie aus dem Tunnel getreten, da vernahmen sie schon die Kampfgeräusche welche auf einen Angriff auf die Stadt hindeutete. Sie schienen wohl alle Katapulte zerstört oder beschädigt zu haben, denn sonst hätte der Feind wohl kaum die Notwendigkeit einer direkten Konfrontation der Soldaten gesehen. Sie mussten sich beeilen.

Während sie nach Thorgrimm suchten um ihm Bericht zu erstatten und sich zu erkundigen was in der Zwischenzeit passiert sei und wo ihre Hilfe nun am meisten gebracht würde, dachte Amras immer wieder über das Schicksal von Omisha und Pavel nach und betete, dass es ihnen gut ergangen war oder, dass sie zumindest einen schnellen Tod gefunden hatten.

Plötzlich drang ein anderes Geräusch in das Bewusstsein des Elfen. Hörner. Was konnte das bedeuten? Würde der Feind nun alles gegen sie in den Kampf schicken? Doch dann erklang Jubel aus der Stadt. Das konnte nur bedeuten, dass ihnen jemand zur Hilfe gekommen war. Die Zwerge. Wie es schien war Ethlind erfolgreich gewesen und hatte es geschafft Unterstützung für die belagerte Stadt geholt.
Sie beschleunigten ihre Schritte und fanden den Stadthalter auf den Mauern der Stadt stehend und die Verteidiger organisierend. Stumm folgte Amras dem grausammen Schauspiel was sich auf den Feldern vor der Stadt seinen Augen bot. Die Zwergenkrieger metzelten alle feindlichen Soldaten nieder. Sie geboten kein Erbarmen und griffen mit einer Wildheit an, die dem Elf den Atem nahm. Das war Krieg. Keine heroischen Taten. Keine Helden und keine daraus resultierenden Liebschaften. Im Kampf schien sich all der Hass der zwischen den Wesen herrschte zu kanalisieren und sich selbst zu verstärken nur um das Leben zu verzehren.

Bald war der Kampf vorbei und die Zwergenarmee begann die Leichen wegzuschaffen und etwas ausserhalb ein Lager aufzuschlagen. Amras wandte sich nun an Thorgrim und sagte

<<Wie ihr mit Sicherheit gesehen habt, haben wir unsere Aufgabe erfüllt.  Wir haben einige Verluste erlitten, aber ich gebe euch mein Wort, dass die Soldaten bis zu Ende ihre Pflicht erfüllten und mit ihrem Blut sie Zerstörung der Katapulte möglich gemacht haben.>>

Nun musste der Stadthalter aber ersteinmal die Aufräumarbeiten organisieren und so zog sich Amras erschöpft mit Casandra zurück...

Nach einigen Stunden in denen sich Amras und Casandra gewaschen hatten und versucht hatten sich ein wenig auszuruhen, kam ein Bote zu ihnen und bat sie ihm zum Stadthalter zu folgen um dort ausführlich Bericht zu erstatten.

Sie wurden in zur Burg geführt und fanden sich kurz darauf vor Thorgrim wieder. Hier erzählte Amras von ihrem Weg durch den Tunnel, wie sie sich trennten und dann die beiden Katapulte zerstörten. Bei der Gefangennahme der beiden Soldaten die ihn begleitet hatten, wie auch bei der Stelle wo er erklärte, dass er das zweite Katapult nur durch die Ablenkung der beiden Soldaten in Brand setzen konnte, gab es einige Nachfragen. Als er geendet hatte, fiel ihm dann doch noch etwas ein und er wandte sich nocheinmal direkt an den Stadthalter und sagte:

<<Ich habe bisher nur einige Gerüchte gehört, was in den anderen Städten passiert, aber wenn ihr Truppen aussenden wollt, die die Überbleipsel der Belagerer verfolgen lassen wollt, wäre ich gerne dabei um im Geiste von Omisha und Pavel ebenfalls bis zum Ende zu kämpfen und nicht mittendrin aufzuhören.>>

Nun verstummte der Elf und wartete gespannt auf die Entscheidung, die viele Leben retten konnte, aber ebenfalls tausende in den sicheren Tod schicken konnnte.
« Letzte Änderung: So., 18. Jun 2006, 15:25 von Amras »   Gespeichert  
Hardor

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #92 am: So., 18. Jun 2006, 15:44 »

Hardor wollte ebenfalls in den Kampf angreifen als plötzlich ein Tumult losbrach und wohl Soldaten Nurus diesen Zug angriffen. Ja es war ein wahres durcheinander und entschlossen fauchte der Drache diesen Zweibeinern zu ehe er sich vom Boden abstieß und damit begann den Zwergen bei ihrer Arbeit zu helfen. Offenbar konnten die Schürfer so schnell Kämpfen wie sie marschierten denn in kurzer Zeit hatten sie wohl die Strecke zwischen Nuru und den Bergen überwunden, ob sie wohl beseelt waren von der Kampfeswut?
Bald war der Plan der Armee bekannt, zumindest teilte sich das Herr, um Côrs Truppen zu peinigen die sich die Zähne an den Mauern Nurus brachen, offenbar wurden die mächtigen Belagerungsmaschinen durch die freiwilligen recken zerstört die des nachts losgezogen waren um die Stadt, ja das gesamte Land zu verteidigen.
Mit kräftigen Flügelschlägen hielt der Sturmsilberdrache sich üb er Armee in der Luft und beobachtete aus der Höhe die dunkle Armee des Feindes der sich seines Schicksals wohl noch nicht bewusst war. Auch in Hardors Adern pulsierte das Verlangen danach das Blut dieser Einfallspinsel zu vergießen die es immer wieder wagten diese Gegend anzugreifen, ein vergehen dass jeden betraf würde es nur Erfolg haben. So sah er auch wie die Zwerge bewundernswerter Weise dem Ggegnüber entgegenrannten, brüllen und mit erhobenen Äxten, Waffen die Gegner zu Fall brachten wie Bäume.
Doch nun war die zeit gekommen und der Geschuppte lies ein wütendes Brüllen aus seiner Kehle hören ehe er schnell wie ein Falke herniederstieß und die Hitze der Feuersbrunst in die feindlichen Reihen schickte. Tödlich war das feurige Element und gierig die Flammen die selbst nach lebendigem Fleisch griffen um es zu versengen und in Asche zu verwandeln. Ja es war ein befreiendes Gefühl als der heiße Atem sich vor den grauen Augen des Edeldrachen in eine Waffe verwandelte und die Macht seiner Art zeigte. Vergessen waren die gefährlichen Bolzen und wie ein böser Traum flog er über die Köpfe der Feinde um sie ihnen mit seinen Klauen von den Schultern zu fegen. Jeder Gedanke, jede Bewegung diente nur noch dem Ziel so viele dieser Taroser wie möglich aus der Welt der lebenden zu verbannen, sollten sie doch schmoren in den dunklen Kerkern ihres Jenseits. Der Krieg forderte Opfer, wenig Glorie gab es im Kampfe, jedoch freute sich jede Seite über einen Toten, einen Toten der eben nur ein Bild war von seiner eigentlichen Person. Niemand dachte über die Familien derjenigen nach die ihren Lebenssaft auf den Feldern Nurus vergossen hatten und deren Leib wohl zu Haufen verschart wurde in der kalten Erde bis auch diese vergingen und nur die Erinnerung blieb. Im Heimatland waren sie Helden, hier nur tyrannische Aggressoren.
Die Gedanken des Sturmsilberdrachen beschäftigten sich mit diesen Gedanken und es gab eben nur eine Rechtfertigung, dass sie versucht hatten andere zu töten und wohl wussten was sie dort auf den Feldern erwartete. Leere Versprechungen gab der Gegenspieler und leicht ließen Menschen, orks sich von kunstvollen reden verleiten.
Doch langsam lichtete sich die einst so übermächtige Anzahl des Gegners und nur noch brannte das Feuer im Herzer derer die die letzten Scharmützel austrugen um endgültig die Belagerer vom Antlitz der Welt zu tilgen. War Nuru wirklich befreit? Einige hatten sich sicherlich in die nahe Landschaft geflüchtet und würden weiterhin ahnungslosen Wanderern auflauern. Noch einige Opfer würde es geben ehe der Wind auch diese Spuren davonwehte.
Erschöpft strengte Hardor seine Flügel zu einem kurzen Weg an ehe er in der Nähe des Tores niedersank und schwer atmend die einmarschierenden Zwerge beobachtete, bald würde wohl ein fest veranstaltet werden wie zuvor und ein Freudentaumel ausbrechen denn nun war zumindest dieser Krieg geschlagen, diese eine Schlacht gewonnen. Wie es um die anderen Städte stand würden wohl bald Späher berichten, doch nun wollte man nur noch ruhen. Seine Brust bebte und rhythmisch bewegten sie seine Nüstern während der Geschuppte schnaufend zu Atem kann und sich das Ende anschaute. Auch er hatte Hunger, Durst, aber musste er erst einmal ruhen, damit er später überhaupt genug Kraft aufbringen konnte um Wild zu erlegen und einem nahen Bach zu fliegen.
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Rraurgrimm

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #93 am: Mo., 19. Jun 2006, 11:01 »

Keuchend stand er über dem zusammengesackten und nun regungslosen Körper des Attentäters - während von seinen Krallen dessen noch warmes Blut tropfte und den steinernen Boden des Raumes benetzte wie lang ersehnter Regen das trockene Feld. Regungslos verharrte der Lycantroph so mehrere Augenblicke - zwar leidlich wachsam auf eine überraschende Reaktion des mindestens derzeit leblosen Körpers zu seinen Füssen wartend aber einem aufmerksamen Beobachter wäre das angespannte Zittern der Krallenhände - ja gar des ganzen Körpers des Wolfswesens - wohl nicht entgangen. Plötzlich - fast als habe man einer Marionette die Fäden zerteilt - sackte auch Rraurgrimm auf die Knie und blieb keuchend vor dem Mann hocken. Der Kampf war so kurz gewesen, dass er an sich kaum diese Bezeichnung verdient hatte - er hatte Glück gehabt, Latara hatte über ihn gewacht. Es vergingen mehrere Atemzüge - bevor sich der Lycantroph wohl besann - kurz sein Haupt schüttelte wie um wirre Gedanken aus dem Schädel zu vertreiben - und dann mit noch immer leicht zittriger Krallenhand der nach wie vor bewegungslosen Gestalt das Schwert aus der Hand zu nehmen und es weit hinter sich zu legen. Sorgsam begann er dann - anscheinend sich langsam wieder fassend - die liegende Gestalt auf den Rücken zu drehen. Die Krallenwunden auf der Brust des Mannes sahen für sein eher ungeschultes Auge nicht tief aus - doch hatte er in der gestrigen Nacht und bereits zuvor schon augenscheinlich harmlose Wunden gesehen - die dennoch augenblicklich tödlich gewesen waren.

Er löste mit erst ein wenig fahrig zu nennenden aber immer sicherer und entschlossener werdenden Bewegungen den Waffengurt des Mannes und zog die Schwertscheide vom Lederriemen und legte beides beiseite, suchte erst eher flüchtig dann aber eingehender nach weiteren Waffen wie einem Messer oder einem Dolch - dann zog er dem nach wie vor Regungslosen den Wappenrock über den Kopf und hob danach das Hemd soweit als dass er die Wunde genauer in Augenschein nehmen konnte. Drei parallel über die Brust verlaufende Kratzer - an sich hatte er auf den Schwertarm gezielt doch hatte ihn der Schwung seines eigenen Angriffes zu weit nach vorn getragen. Kurz hielt er sein Ohr über das Gesicht des Mannes - atmete dieser noch? Er vermochte es nicht genau zu sagen. Auch wenn er die vorerst letzten Worte des Mannes nicht genau verstanden hatte - nach Möglichkeit musste der Attentäter am Leben bleiben um erzählen zu können. Deshalb griff er nach seiner Gürteltasche und entnahm dieser eine kleine Phiole, entkorkte diese und liess etwas von dem Inhalt auf die Brustwunden tropfen. Ungereinigt - ohne allzusehr auf genau zusammenwachsende Wundränder zu achten - aber zumindest die Blutungen stillend. Er stellte die Phiole neben sich und hob den Kopf des Mannes an, öffnete dessen Mund und griff dann mit der freien Krallenhand wieder nach der Phiole - um dann abermals ein wenig des Inhaltes in den Rachen des Mannes tropfen zu lassen. Wie er es am gestrigen Tage bei den Heilern im Lazarett gesehen hatte rieb er - wenn auch wohl eher grob - über den Hals des Mannes, seitlich der Erhebung des Kehlkopfes. Den Rest der Phiole trank er selbst und fühlte fast unmittelbar dessen sich entfaltende und stärkende Wirkung.  Hoffentlich machte das heilende Gebräu nicht schläfrig...

{-1 kleiner Heiltrank,
+2 LP (--> 10/10),
für den Attentäter: Jemand würfelte mit 1D6 LP durch teildeise Andendung eines kleinen Heiltrankes sofern noch lebend eine 6 {6} würfelte mit 1D6 eine 4 {4}}


Nun hiess es rasch handeln: er nutzte den Schwertgurt und den Gürtel des Mannes um dessen Hände hinter dem Rücken und die Beine leidlich zu verschnüren, gut war er nicht in Knoten. Das über den Kopf gezogene Hemd würde es allerdings ein wenig erschweren sich zu befreien - so jedenfalls war Rraurgrimm's Hoffnung. Das Schwert steckte er in die Scheide und legte es zu dem Bogen und dem Köcher - sowie dem Wappenrock. Kurz besah er sich alles - ob es möglicherweise Hinweise auf den Ursprungsort gab - was auf eine eher hastige Vorbereitung seitens des Attentäters hinweisen konnte wenn es Anzeichen für Waffen aus der feindlichen Armee gab. Kurz überlegte er, ob er die Waffen mitzunehmen versuchen sollte - entschied sich dann aber dagegen, sie waren schlichtweg zu sperrig und er würde beide Hände brauchen um den Mann tragen zu können. Zudem hätte dieser im Falle des vorzeitigen Erwachens keine seiner Waffen in der Nähe mit welcher er ihn zu überwältigen verführt sein konnte.

So schulterte er den verwundeten Bewusstlosen oder gar Toten und begab sich wieder in Richtung der Mauer auf welcher er einen Zwerg in der Nähe des Opfers deutliche Anweisungen zur Verfolgung des Attentäters geben gesehen hatte. Ohne Wappenrock würde man ihm vermutlich nicht vorwerfen, einem Soldaten Nurus etwas angetan zu haben - sondern eher einen der vielen Verwundeten Bürger zu den Lazaretten zu schaffen. Keuchend schleppte er seine Last durch die Strassen der Stadt den Mauern entgegen - während von jenseits dieser Mauern deutlich Kampflärm zu hören war. Hatte man einen Ausfall gewagt - oder unerwartet Verbündete gefunden, die den Belagerern in den Rücken fielen? Er beschleunigte seinen Schritt soweit möglich um noch Aussicht darauf zu haben selbst etwas von den Ereignissen zu sehen.
  Gespeichert  alea jacta est  
Noq

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #94 am: Di., 20. Jun 2006, 00:18 »

Noq war nun wieder in der Stadt, was ihn irgendwie verwunderte, war doch sein eigentlicher Plan ganz anderes gewesen. Er würde wohl bleiben, egal was nun passieren mochte.

Er ließ sich an einer Hauswand in sicherer Entfernung zum Kampf geschehen sacken und machte seine Rucksack wieder auf. Galantha kam empört heraus und schüttelte sich zunächst mal. Was sie jedes Mal machte, wenn der Elf sie so transportierte, aber durch das Erdloch in die Stadt war es nötig. Nach ihren Bericht zu folge waren sie nur teils erfolgreich gewesen und ein großer Kampf war wohl nicht zu vermeiden.
Er schaute sich um und beobachtet die Panik, die rennenden Soldaten, die flüchtenden Menschen und schreienden Verletzten.

"Wie erschreckend nicht wahr?"

Der Waldläufer bilckte mit einer angewiderten Miene zu seiner Rechten, wo dieser andere Elf plötzlich an der Mauer lehnte und dieses spötische Kommentar gab. Noq mochte seine Worte nicht, aber hier und jetzt war es nicht angebracht zu streiten. Er nahm den kritischen Blick von ihm, schloss seinen Rucksack und erhob sich von seinem Platz.

"Oh, ich wollte niemanden belästigen. Ich fand nur das jeder in solchen Momenten Gesellschaft brauchen könnte."

klag es hinter Noq Rücken als er schweigend die Straße zur Stadtmauer hinauf ging. Er schluckte und versuchte seine Worte für sich zu behalten, doch es ging nicht und es quoll einfach so heraus.

"Ihr könnt meinen Feinden da draußen Gesellschaft leisten, hauptsache ihr haltet euch von mir fern."

keine Widerworte und Noq hört nun das laute Kampfgetosse immer näher kommen. Er bescheunigte sein Tempo. Er wollte nun hoch auf die Stadtmauern und seine Bogenkunst seinen Feinden zeigen. Er fand schnell einen Aufgang wo er zwar durch das Durcheinander schwer hoch kam, aber doch dann eine gute Übersicht vom Schlachtfeld hatte.

Er wollte gerade seine ersten Pfeile auf die feindlichen Soldaten schießen, als er Hörner vernahm. Er sucht nach der Ursache und fand eine herannahende Zwergenarmee, welche sich auch sofort in die Schlacht warfen. So waren die Zwerge eben, dachte sich der Elf und schaute mit einem leichten Grinsen das Schauspiel an. Unterstützung brauchten sie nicht mehr viel und so war der Kampf rasch zu gunsten von Nuru. Eine leichte Genugtuung machte sich in Noq weit. Er wusste nicht recht warum, aber der Anblick gefiel ihm. Dann zuckte er zusammen und erschrack. Er schaute in das kleine Gesicht von Galantha und sah ihr entsetzten. Ihr Körper zuckte bei jeder Schandtat und als sie sich dann in seine Haar vergrub, war es um ihn geschehen. Dies war nicht wirklich er oder doch? Er genoss es nicht wirklich? Er beschloss sich dem ganzen zu entziehen und verließ schnell die Mauern. Wohin?
Ins Lazaret! Zu seiner geliebten Ethlind. Er machte sich auf den Weg dort hin und versuchte andere gedanken zu bekommen. Galantha schwirrte etwas verwundert hinter ihm her und versuchte durch fragen ihn irgendwie zu bremsen, aber es brachte nichts.
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Horus Secundus

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #95 am: Di., 20. Jun 2006, 23:43 »

Sobald die feindlichen Truppen in Schussweite der eigenen Katapulte kamen, begann das Sperrfeuer von den Mauern der Garnisonsstadt. Wieder und wieder flogen die schweren Gesteinsbrocken in hohem Bogen über die Stadtmauern und rissen tiefe Breschen in die Reihen des Feindes, doch dieser schien unbeeindruckt von der Verteidigung und stürmte weiter vor, Tod und Verstümmelung ringsum missachtend.

Als die ersten Angreifer so nahe an der Mauer waren, dass die Katapulte wirkungslos gegen sie waren, begannen die Schützen zu feuern und wieder rissen der Pfeil- und Bolzenhagel etliche der Angreifer von den Füßen, doch der Strom schien kein Ende nehmen zu wollen. So entschloss Thorgrim sich, die Reiterei einen Ausfall machen zu lassen und ließ das Stadttor öffnen, gerade lange genug, dass zwei Reitertrupps nach draußen gelangen konnten. Obwohl die Reiter sich anfangs mit ihren wirbelnden Schwertern ihren Weg mehrmals regelrecht durch die Feindverbände fraßen und stets zurück in die Nähe der Stadtmauern gelangten, war die Übermacht des Feindes so groß, dass die Reiter sich bald umringt sahen und von der schieren Masse der Gegner erdrückt wurden. Fassungslos beobachteten die Verteidiger auf den Stadtmauern das Sterben ihrer Kämpfer und dann war der Feind an der Stadtmauer.

Kaum an der Mauer angekommen, rücken auch schon weitere Feinde vor, die mit Sturmleitern und langen mit Enterhaken versehenen Seilen ausgerüstet waren. Obwohl die Schützen auf der Mauer Pfeil um Pfeil und Bolzen um Bolzen in die Reihen des Feindes sandten, prallten im nächsten Moment die ersten Strumleitern gegen die Zinnen der Stadtmauern und die ersten Enterhaken verkeilten sich mit einem knirschenden Geräusch in der Mauerkrone. Sofort wurden Eimer, die mit Gesteinsbrocken gefüllt waren, heran geschafft und über den Köpfen der Kletternden geleert, so dass viele der Angreifer mit lautem Schreien in die Tiefe stürzten, wenn sie getroffen wurden.

Während die Verteidiger sich darum bemühten, die Angriffe auf die Mauern abzuwehren, gelangte ein Trupp Orks, die mühelos einen schweren Baumstamm zwischen sich schleppten in die Nähe des Stadttores und begann, mit der Ramme das schwere, eisenbeschlagene Eichenholz zu malträtieren. Auch hier fiel Ork um Ork durch die Bogenschützen auf der Mauer, doch für jeden gefallenen Ork rückten inzwischen zwei weitere nach, so dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis das Tor unter der Wucht nachgeben würde. Plötzlich ertönte ein Ruf und ein Mitglied der Stadtwache schrie etwas davon, dass der Feind durch das östliche Tor in die Stadt gelangt war und so musste ein Großteil der verbliebenen Reiterei zu diesem zweiten Kampfherd abrücken, um dort für die Sicherheit zu sorgen.

Schon bald nachdem die Truppen am westlichen Stadttor abgezogen waren, wurde klar, dass das Tor der Ramme nicht mehr lange standhalten würde und so formierten sich die Verteidiger, die nicht auf den Mauern standen neu, um den Feind in der Stadt zu empfangen, als plötzlich der vielfältige Ruf mächtiger Kriegshörner von außerhalb der Stadtmauern erklang. Der Statthalter stutzte und hielt mitten im Schwung seiner Axt inne, denn wie jeder Zwerg erkannte auch er sofort, welcher Art diese Kriegshörner waren. So laut, dass alle Verteidiger in der Nähe des Tores und auf den Mauern links und rechts des Tores es hören konnten, rief er "DIE ZWERGE! DIE ZWERGE KOMMEN UNS ZU HILFE!" und erst als dieser Ruf von den Verteidigern aufgenommen und hundertfach erwidert wurde, konzentrierte Thorgrim sich wieder auf den Kampf vor sich.

Wenige Augenblicke später kam Bewegung in die feindlichen Truppen, als diese bemerkten, dass sie von hinten angegriffen wurden und dann sah man, wie sich die zu Hilfe eilenden Zwerge den Weg nach Nuru durch die feindlichen Reihen bahnten. Nichts und niemand konnte ihren Ästen widerstehen und so dauerte es nicht lange, bis der Feind bis auf wenige versprengte Widersacher aufgerieben war. Das westliche Stadttor war wieder fest in der Hand der Verteidiger und jubelnd wurden die Zwerge begrüßt, als sie in die Garnisonsstadt einmarschierten. Während der Kämpfe um das Westtor war es einer kleineren Feindesgruppe gelungen, das Osttor mit Hilfe eines Verräters, der das Tor von innen geöffnet hatte, in einem Handstreich zu nehmen, doch durch die rechtzeitige Benachrichtigung der Reiterei konnten sie schnell besiegt und das Tor wieder gesichert werden. Als der Jubel am anderen Ende der Stadt aufbrandete, gewahrten die wenigen feindlichen Soldaten, die sich noch außerhalb der Stadt befanden, dass die Schlacht verloren war und entschlossen sich zur Flucht.

Die verbleibenden Stunden bis Sonnenuntergang ritten immer wieder Patrouillen aus, um die Umgebung Nurus nach verbleibenden Feinden zu durchsuchen und wer auch immer entdeckt wurde, wurde entweder gefangen genommen oder - so er sich nicht ergeben wollte - getötet und schließlich war die Schlacht um die Garnisonsstadt endgültig zu Ende. Die Umgebung war vom Feind gesäubert, die toten Feinde wurden auf Scheiterhaufen verbrannt, während die eigenen Gefallenen aufgebahrt wurden, um ihnen später durch die Priester die letzte Ehre erweisen zu lassen. Bald wurden Lager errichtet und Feuer entzündet und während die Einen die letzten Brände in der Stadt löschten, sorgten andere für die Versorgung der Überlebenden, sowohl in medizinischer Hinsicht, als auch für Speis und Trank. Bald schon klangen erste Siegeslieder von den Feuern, als plötzlich ein Ruf nach dem Statthalter laut wurde. Jemand führte ein Pferd heran, in dessen Sattel ein verletzter Soldat mehr hing denn saß, weil er sich kaum noch halten konnte. Als Thorgrim vor ihn trat, berichtete er mit leiser und immer wieder ersterbender Stimme von den Vorgängen um Drachenauge, bis er zuletzt mit einem Seufzen aus dem Sattel rutschte.

Noch während Heiler sich um den Mann kümmerte, wandte Thorgrim sich an die Umstehenden und sprach:

"Ihr habt es vernommen, es steht schlecht um Drachenauge und was zählt unser Sieg, wenn das Reich untergeht? Uns bleibt nichts anderes übrig, als erneut in den Kampf zu ziehen und den Truppen in der Hauptstadt beizustehen, um den Feind endgültig aus unserem Land zu vertreiben. Also worauf warten wir noch? Auf nach Drachenauge!"

Die Worte des Statthalters wurden mit lautem Geschrei und Waffengeklirre beantwortet und im nächsten Augenblick richtete der Gevatter das Wort an Zarush und bat ihn darum, ein Tor nach Drachenauge zu öffnen, das imstande war, die versammelten Einheiten auf einen Schlag in die Nähe der Hauptstadt zu bringen. Der Hofmagier nickte bedächtig und schritt dann zum Stadttor hinaus, wo er in einiger Entfernung stehen blieb und begann, unverständliche Worte zu murmeln. Augenblicke später entstand ein Flimmern, das sich immer weiter ausdehnte. Allmählich entstand eine Art Lichtbogen von mehreren Dutzend Schritten Durchmesser, in dessen Zentrum ein wabernder Nebel hing, durch den hindurch man undeutlich die Ländereien um die Hauptstadt erkennen konnte. In einiger Entfernung waren auch die Stadtmauern zu erkennen und die dunkle Masse, die dagegen anstürmte. Das feindliche Heer musste riesig sein. Doch fest entschlossen folgten die Soldaten der Bitte des Statthalters und traten durch das Tor, um sich im nächsten Augenblick an ebenjenem Ort wiederzufinden, den sie eben noch nur undeutlich durch den Nebel erkannt hatten.
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