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   Autor  Thema: Privaträume der Schmiede in Nuru (Gelesen 4487 mal)
Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #45 am: Sa., 26. Mär 2005, 20:11 »

Das Haar rutschte von ihren Schultern auf den Rücken, als sie den Kopf in den Nacken warf und auflachte. ?Verzeiht, aber ich hätte nicht vermutet, dass Ihr Euch um mich Sorgen macht.?

Ihre Finger kneteten sanft seine Schultern, an denen sie sich abgestützt hatte, als Etienne sie zu sich hinab gezogen hatte. Neugierig sah sie auf ihn hinab - da sie auf seinen muskulösen Oberschenkeln saß, war sie wieder ein Stück höher als er.

Einer ihrer Finger legte sich sanft auf seine Lippen und hinderte ihn daran weiter zu sprechen. ?Nein, sagt nichts mehr. Wer weiß schon, was die nächsten Minuten, die nächsten Stunden, der morgige Tag bringen. Ich würde höchstens bereuen, was ich nicht täte?, raunte sie und ließ den Blick über seinen Oberkörper schweifen. Ihr gefiel außerordentlich gut, was sie sah.

Behutsam glitten ihre Hände seine Schultern hinab, bis ihre Fingerspitzen erstmals nackte Haut berührten. Mit einem leisen Seufzen strich sie zärtlich seine kräftige Brust hinab bis unter den Stoff. Schwer stützten die Arme ihren Oberkörper ab, als sie sich nach vorne lehnte und ihm einen sanften Kuss auf die Lippen hauchte.

Ihre Wangen berührten sich, als sie sich wegdrehte, das Gesicht in sein Haar vergrub und den Kopf auf seine Schulter sinken ließ.

?Ihr könntet mich niemals so verletzen, wie ich erst vor kurzem verwundet wurde. Im Gegenteil ist Euer Hiersein Balsam für mich und lässt vergessen, was mich über kurz oder lang zerstört hätte. Fürchtet nicht, dass ich etwas einfordern könnte, was Ihr nicht zu erfüllen vermögt. Die Zeit wird vieles weisen?, wisperte sie und ließ sich schwer gegen ihn sinken.

Ihre Arme glitten von seiner Brust zu seinem Rücken hin ab und umschlangen unter dem Stoff seines Hemdes seinen glatten Oberkörper. Ihr Herz lag plötzlich an seinem, und sie spürte den Takt ? ein gleichmäßiges Pochen und doch viel zu schnell. Sie hätte Etienne ewig so halten mögen, und wenn es ihm genug gewesen wäre, hätte sie es sogar akzeptiert.

Seine unmittelbare Nähe ließ ihren Körper brennen, und doch erzitterte sie unter der Berührung seiner Hände, die immer noch an ihrer Hüfte lagen, als habe sie Schüttelfrost. Unmerklich hob sie den Kopf und küsste seinen Hals bis hoch zu seinem Ohr.

?Was für dich richtig ist, kann für mich nicht falsch sein?, flüsterte sie, während das Verlangen nach ihm unerträglich wurde.
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Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #46 am: So., 27. Mär 2005, 13:51 »

Silvanas Worte schienen für Etienne fast soetwas wie ein Startschuß gewesen zu sein. Er ließ sein Zögern vollkommen zurück und packte Silvana noch fester, noch verlangender.
Langsam schob er ihr Leinenhemd nach oben, rutschte mit den Händen unter den Stoff und stricht sanft über ihren Rücken. Immer höher glitten seine Hände und das Hemd mit ihnen. Als seine großen Hände an Silvanas Schultern angekommen waren, stülpte er ihre Oberkleidung schnell über den Kopf und warf das Hemd neben sich.

Sofort vergrub sich sein Kopf zwischen Hals und Schulter und liebkoste Silvana zart, während seine Hände weiterhin über ihre Taille streichelten.
Schon jetzt ging Etiennes Atem schwer und wenig später tauchte er von Silvana auf, wie ein Ertrinkender, der nach Luft schnappen mußte.
Er sah Silvana in die Augen, lächelte und zog dann gleichsam sein Hemd über den Kopf aus.

Ein durchtrainierter Oberkörper wurde freigelegt. Tiefe Muskelrillen zeichneten Etiennes Brust und Bauch, während sein gesamter Oberkörper von Narben oder ähnlichen Kampfesspuren unversehrt geblieben zu schien.
Der Braunhaarige küsste Silvana erst vorsichtig, dann immer stürmischer. Er schnappte mit seinen Lippen, nach ihrer Unterlippe, zerrte vorsichtig an ihr und ließ sie dann wieder frei.

Sein küssender Mund wanderte wieder ihren Hals hinab und dann hinauf zu ihrem Ohr. Wieder raunte er kaum hörbar.


>> Wisst ihr eigentlich, wie begehrbar ihr seid? Seit Tagen konnte ich an nichts anderes denken, als an euch..
Etiennes Hände strichen sanft über Silvanas Kurven, die er sich tatsächlich bereits seit Tagen unter der schnöden Kleidung der Schmiedin ausgemalt hatte und die in ihrer Schönheit seine Vorstellung noch um weites zu übertreffen schienen.
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #47 am: So., 27. Mär 2005, 15:50 »

Die Wahrscheinlichkeit überrascht zu werden war gering. Der Stall lag abgelegen genug, dass selbst die Arbeiter nicht zufällig hereinstolperten. Silvana machte sich daher keinerlei Gedanken, als ihr Etienne das Hemd abstreifte und sich selbst entkleidete.

Begierig betrachtete sie seine nackte Haut. ?Wie makellos Ihr seid?, flüsterte sie und zog mit den Fingern die Muskelrillen nach. Sie vermied es, es als schön zu bezeichnen, da sie unsicher war ob sie es nicht bevorzugt hätte, wenn er ein paar Narben gehabt hätte. So wie sie.

Zahlreiche hell gezackte Streifen überzogen ihre muskulösen Arme und Schultern. Die lange Zeit in der Zivilisation hatte ihre bronzene Haut heller werden lassen, so dass die matt glänzenden Narben weniger stark zur Geltung kamen. Ganz im Gegensatz zu jenem Wulst zwischen ihren Brüsten und jenem auf dem linken Schulterblatt, wo Kains Sense sie durchbohrt hatte. Genau genommen war sie bereits ein Mal gestorben.

Etiennes Liebkosungen gingen ihr tief unter die Haut, machten sie genauso rasend wie das Spiel seiner Lippen. Sie keuchte und presste ihren nackten Oberkörper an seine Brust. Fest gruben sich ihre kräftigen Finger in die Muskeln auf seinem Rücken. Mit der Zungenspitze zog sie die Linie seiner Schulter nach, kostete leidenschaftlich den Geschmack seiner Haut und biss ihn erst sanft und dann etwas fester in die Halsbeuge.

?Und Ihr habt mir meine Nächte geraubt und selbst den Tag zur sehnsüchtigen Qual werden lassen?, antwortete sie ihm.

Ihre Hände erkundeten jedes Stückchen Haut bis sie wie von selbst den Weg an seinen Gürtel fanden und voller Ungeduld daran zu zerren begannen. Wieder küsste sie ihn, diesmal ungezügelt und voller heißem Verlangen und mit jener heißblütigen Urkraft, welche die Wallonin so stolz und einzigartig machte.

Gierig liebkoste sie seinen Hals bis ihre weichen Lippen an seinem Ohr lagen. ?Liebt mich?, hauchte ihre dunkle Stimme, ?liebt mich wie Ihr noch nie ein Frau geliebt habt, mit all der wilden Kraft, die in Eurem begehrenswerten Körper liegt.?
« Letzte Änderung: So., 27. Mär 2005, 15:57 von Silvana »   Gespeichert  
Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #48 am: Mo., 28. Mär 2005, 01:23 »

Ein leichtes Schmunzeln kam über Etiennes Lippen, als er Silvanas Wunsch hörte. Er mochte Frauen, die wußten, was sie wollen - und wie hätte er ihr etwas abschlagen können? Zu groß war sein eigenes Verlangen, zu erregt war er mit jeder Faser seines Körpers.

Etiennes Hände umfassten erneut Silvanas Hände und mit einer spielerischen Leichtigkeit hob er die Schmiedin von sich, bettete sie so sanft es ging auf dem kargen Stallboden. Dann stand er auf und vollendete Silvanas Werk. Mit wenigen Handgriffen hatte sich der Hochgewachsene sämtlicher Kleidung entledigt und beugte sich nun über den Körper der Wallonin.

Schon jetzt schien sie sich unter ihm zu winden, wie eine Schlange im Dickicht. Etienne lächelte und liebkoste Silvanas Körper rund um den Bauchnabel. Dann wanderten seine Hände nun zu ihrer Hose und obwohl Etienne einen Augenblick lang darüber nachdachte, dass es schon seine Vorteile hatte, dass die meisten Frauen sich für Röcke und Kleider entschieden, waren seine Finger so flink, dass auch Silvanas Kleidung wenig später auf einem kleinen Haufen neben den nackten Körper.

Silvanas Körper kam Etienne unglaublich heiß vor. So heiß, dass er meinte, seine Haut würde mit der ihrigen verschmelzen, in der Hitze verglühen. Einen Augenblick lang beschäftigte sich der Braunhaarige noch mit der Schönheit Silvanas Körpers. Küßte und streichelte sie, fuhr zärtlich über die großen Narben, die auf ihn so fremd, aber dennoch nicht befremdlich wirkten.
Seine Zöpfe kitzelten über Silvanas Haut und erst, als Etienne selbst es nicht mehr abwarten konnte, beugte er sich ganz über die Amazone und vereinigte sich mit ihr.

Etienne hatte seinen ganz eigenen Rhythmus. Seine Hüften bewegten sich mal heftig und schnell, dann wieder langsam und sanft.
Er schlang die Arme um Silvana und drehte sich fordernd so, dass auch die hübsche Wallonin jeglichen Spielraum hatte.
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #49 am: Mo., 28. Mär 2005, 11:40 »

Zuletzt hatte sie sich in ihrer Jugendzeit von jemandem führen lassen. Etienne war der erste Mann, dem sie gestattete, den Takt vorzugeben. Silvana konnte das warum selbst nicht erklären. Es war ein völlig neues und aufregendes Gefühl, jemanden auf sich zu spüren ? den schweren Körper auf ihrem zu dulden und sich ihm völlig hinzugeben.

Ihre Hände strichen über sein Haar den kräftigen Rücken hinab und pressten ihn mit einer Heftigkeit an sich, dass es ihr unter dem Gewicht seines Körpers den Atem raubte. In wilder Sehnsucht  wand sich ihm ihr Unterleib entgegen, als er zu ihr kam, und die Welt um sie herum verschwamm in einem undurchdringlichen Nebel, in dem Gedanken keinen Platz mehr hatten.

Sie erbebte in Ekstase unter seinen kräftigen Bewegungen und wünschte sich, dass es niemals enden solle. Ihr gesamter Leib stand in Flammen und schien innerlich zu verbrennen. Sie stöhnte unter der furchtbaren Glut und schrie schließlich auf, als eine heftige Welle ihren Körper erschütterte. Kraftvoll bäumte sie sich auf und drückte den Rücken durch, dass sie fast den Boden unter sich verlor.

Die Luft blieb ihr weg und sie spürte nur noch, wie sie Etienne die Finger so heftig ins Fleisch krallte, dass sie für einen Augenblick fürchtete, ihn zu verletzen. Dann war sie bereits wieder in den Taumel aus wilder Leidenschaft versunken, der sie bis hoch in den Himmel hob. Ihre Beine umschlangen seinen Unterleib und sie fing an sich im Gleichklang mit ihm zu bewegen.
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Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #50 am: Mo., 28. Mär 2005, 23:36 »

Eine Woge der Wonne durchfuhr Etienne, als er Silvanas aufstöhnen hörte. Er bergrub seinen Kopf tief in ihr tiefblaues Haar und ließ sich einen Augenblick von ihren extasischen Bewegungen treiben, bevor er wieder den Rhythmus vorgab.

Etienne konnte man durchaus als ausdauernd bezeichnen, dennoch zauberte die Amazone ihm schnell einige Schweißperlen auf den durchtrainierten Körper. Er begann schwer zu atmen und sein Keuchen hörte nur auf, wenn er der Wallonin zärtlich in Hals oder Schulter biss, oder aber mit Zunge und Lippen ihren Oberkörper erkundete.

Dann, als er zum wiederholten Male mit seiner linken Hand Silvanas Haar durchwühlte, während die rechte seinen Körper leicht abstützte und dabei immer wieder Silvanas Rundungen berührte, konnte der Sänger nicht mehr an sich halten.
Ein unterdrücktes Stöhnen untermalte den Höhepunkt seiner Leidenschaft und während sein Geist von einer unglaublichen Glückseeligkeit durchflutet wurde, verkrampften sich seine so weichen Gesichtszüge und schlußendlich sackte der kräftige Körper des Menschen auf den ebenso muskolösen Körper der Amazone.

Etiennes Atem ging schwer und er benötigte einige Sekunden, bevor er sich von der Wallonin abrollen konnte um sie von dem Gewicht seines Körpers zu erlösen.
Nur wiederwillig schienen sich seine Augen zu öffnen, waren dann jedoch gleich wieder hellwach und inspizierten Silvanas nackten Körper. Er war zuvor der Leidenschaft zu schnell gefolgt, wollte ihre Haut spüren, so dass ihm erst jetzt die gänzliche Schönheit ihres Leibes klar wurde.
Die Narben, die sie zierten, waren für ihn tatsächlich mehr eine Zierde, als Entstellung. Sie machten die Wallonin interessant, verwegen, aufregend..

Ein Lächeln der Zufriedenheit legte sich auf Etiennes Lippen, als er mit seinem Zeigenfinger den Weg von ihrem Hals hinab zu ihrem Nabel nachzeichnete.
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #51 am: Di., 29. Mär 2005, 15:04 »

Etienne trieb sie von einem Gipfel zum nächsten. So durchtrainiert sie auch war, trat ihr der Schweiß aus den Poren und sie war nahe daran sich die Zunge abzubeißen bei dem krampfhaften Versuch, auf dem letzten überwältigenden Höhepunkt nicht laut herauszuschreien und die gesamte Schmiede zu alarmieren.

Kraftlos sank sie zurück, als Etienne auf sie niedersank. Ihr Atem ging schnell und stoßweise und sie schnappte nach Luft, ehe sich der schwere Körper zur Seite rollte. Langsam hob sie die Lider und starrte zur Decke hoch - den Kopf völlig leergefegt. Reglos verfolgte Silvana die zarte Berührung, die ihren Oberkörper entlang strich. Schwungvoll rollte sie sich zu Etienne herum, stützte den Kopf auf den Arm und sah ihn an.

Ihre dunkelblauen Augen musterten erst sein Gesicht und glitten dann seinen Körper hinab. An einer bestimmten Stelle blieben sie eine Weile hängen, ehe sie den Blick wieder hob.

"Es ist nichts zu erkennen", bemerkte sie und ein interessierter Unterton schwang in ihrer Stimme mit. "Du siehst genauso aus andere Männer, oder irre ich mich da?"

Mit dem Zeigefinger der freien Hand zeichnete sie die Muskeln seines Oberarms nach. "Ich würde zu gern wissen, was du jetzt denkst", murmelte sie und ein spitzbübisches Lächeln schlich sich in ihre Augenwinkel.
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Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #52 am: Di., 29. Mär 2005, 15:23 »

Mit einem seltsamen, fast kindlichen Lachen wandte Etienne sich von Silvana ab und ließ sich - den Blick gen Decke gerichtet - auf den Boden zurücksinken.

>> Man hat es nicht unbedingt bei einem Metzger machen lassen! Eine kleine Narbe.. nicht länger als dein Daumen..

Er drehte den Kopf wieder zu ihr und zwinkerte ihr zu.
Fast unbemerkt war er erst jetzt, nach dieser Anstrengung zum persönlicherem "Du" übergewechselt.


>> Ich zeig sie dir ein ander mal..

Dann verschränkte er die Arme hinter dem Kopf und blieb einen Augenblick lang still.
Sein Atem war wieder gleichmäßig geworden und der Braunhaarige fühlte auch, dass sein Herzschlag sich wieder beruhigt hatte.


>> Was ich gerade denke?
Etiennes Mund verzog sich zu einem Schmunzeln.

>> Ich frage mich gerade, ob deine Angestellten uns gehört haben mögen.
Seine Augen funkelten und zeigten, dass es ihm absolut nicht peinlich wäre, wenn es so war.

>> Und ich frage mich.. ob du es wieder tun würdest..
Sein Blick wurde ernster und er sah Silvana tief in die Augen.
Irgendwie schien ein seltsamer Friede in sie eingekehrt zu sein und er genoß den Anblick.

Bevor die Wallonin jedoch antworten konnte, griff er über sie hinüber und fischte aus dem Kleiderberg sein beigefarbenes Hemd.
« Letzte Änderung: Di., 29. Mär 2005, 15:26 von Kolkrabe »   Gespeichert  
Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #53 am: Di., 29. Mär 2005, 16:16 »

?Ein ander Mal, soso.? Silvana schob eine Augenbraue hoch und musterte Etienne nachdenklich. War das so dahin gesagt oder meinte er das wirklich? Menschen sagten viel wenn der Tag lang und das Gesprächsthema dünn war.

Eine Weile war sie still und sie lauschte auf das Scharren der Hufe. Thalna schnaubte und polterte kurz gegen die Holzbretter, dann war es wieder ruhig. Silvana war fast sicher, dass Mel da Thuk, ihr neuer Arbeiter, es irgendwie schaffen würde, seine Nase in ihre Angelegenheiten zu stecken. Sie wunderte sich direkt, dass er nicht längst in der Tür aufgetaucht war.

Sie zuckte nur die Achseln und folgte Etienne mit den Augen, als er nach seinen Sachen griff. ?Meine Arbeiter sind loyal genug, sich nicht in fremde Angelegenheiten zu mischen. Etwas anderes würde ich ihnen auch nicht geraten haben?, lachte sie und tat es Etienne nach, schlüpfte in ihre Kleidung und stülpte sich die Stiefel über.

Entspannt und eins mit sich selbst lehnte sie sich gegen den Strohballen und betrachtete Etienne weiterhin mit ihren wachen, funkelnden Augen. Ein wenig nachdenklich legte sie den Kopf schief. Sie konnte überhaupt nicht einschätzen, was nun folgen würde. Ihre Erfahrung mit Männern beschränkte sich auf Kain ? und der war so völlig anders als Etienne.

?Ob ich es wieder tun würde - was für eine Frage?, lachte sie und ihre weißen Zähne blitzten zwischen ihren vollen Lippen auf. ?Du magst Erfahrung mit Frauen haben, aber mit Amazonen hast du keine, das merkt man?, zwinkerte sie. Ihr schönes Antlitz schien in ihrem Seelenfrieden zu erstrahlen, und selbst auf ihre Feinde musste sie in diesem Augenblick wie ein harmloser Engel wirken.

?Glaub mir, ich würde alles in meinem Leben wieder tun, selbst in den Tod würde ich ein zweites Mal freiwillig gehen.? Sie war eine Spur ernster geworden und schob die Unterlippe vor, als müsse sie sich über etwas klar werden.

Schwungvoll stieß sie sich von dem Strohballen ab, trat auf Etienne zu und blieb knapp vor ihm stehen. ?Ich weiß was du meinst, aber ich weiß nicht, wie du darüber denkst, und es liegt mir fern dich in irgendeiner Weise an etwas zu binden, und sei es nur ein Gedanke, der einen Tag um Tag beschäftigt.?

Sie überlegte, ob sie ihn berühren sollte, denn plötzlich hatte sie das Gefühl, eine zerbrechliche Glasscheibe stünde zwischen ihnen, die bei einem falschen Wort, einer falschen Geste in tausend Scherben zerspringen und blutende Wunden zurücklassen würde.

Zaghaft streckte sie die Hand aus und legte ihm die Handfläche an die Stelle, an der sich sein Herz befand. Eine wallonische Geste der Freundschaft, aber sie war unsicher, ob er verstand, was sie damit meinte.

?Ja?, flüsterte sie, ?wenn du es denn wirklich wissen willst. Ja, ich würde es wieder tun. Jederzeit.?
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Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #54 am: Di., 29. Mär 2005, 17:41 »

Ein leichtes Lächeln huschte über Etiennes Lippen..

>> Nein, Erfahrungen mit Amazonen habe ich tatsächlich keine..
was dafür spricht, dass du das nächste Mal führst.

Das Lächeln wurde zu einem frechen Grinsen und schnell hatte Etienne sich seine Sachen übergezogen.
Er betrachtete Silvana noch genüßlich eine Weile, bevor er sich hinab beugte um seine Stiefel zu binden.

Wie beiläufig sprach er weiter.


>> Dann geht es dir wie mir.. Wenn du noch nichts bereut hast in deinem Leben, alles wieder so tun würdest - dann tust du auch immer das Richtige.

Der braune Schopf erhob sich wieder und die graublauen Augen suchten nach den tiefblauen Silvanas.
Einen Augenblick kreuzte sich ihr Blick und dann spürte Etienne die warme Hand der Wallonin auf seiner Brust.
Er lächelte leicht, nahm die Hand von seinem Herzen und hauchte einen Kuss auf den Handrücken.


>> Ich hoffe ihr vergeßt es nicht und wir sehen uns bald wieder..
Etienne wußte selbst nicht, warum er auf einmal wieder auf das "ihr" zurückgriff. Wahrscheinlich, weil er sonst jetzt nicht hätte gehen können. Kaum hatte Silvana sich wieder bekleidet, drehten sich seine Gedanken nur noch um ihren Körper. Die Rundungen, die so geschickt kaschiert wurden, die Sinnlichkeit ihrer Lippen...

Er brauchte diese Floskel des Abstandes. Zumindest jetzt.. jetzt, wo er gehen mußte..


>> Ich.. ich muß.. zurück. In den "Einäugigen".
Plötzlich wieder diese Unsicherheit in seinen Augen. Was sollte er ihr sagen? War es ungehörig, wenn er sie bat, ihn im "Einäugigen" aufzusuchen? Wurde er aufdringlich, wenn er sie fragte, ob er wieder in die Schmiede kommen dürfte? Wollte sie vielleicht doch nur dieses eine Mal..

>> Solltet ihr alsbald Gesellschaft suchen.. ich.. ihr wißt, wo ich zu finden bin..
Raunte er mit seiner leisen, hohen Stimme und ging dann rückwärts in Richtung Tür, ließ Silvana erst aus den Augen, als er sie erreicht hatte und er sich in Richtung Verkaufsraum umdrehte.

Und genau dort stockte sein Atem. Ob er auf Angestellte treffen würde? Was würden sie sagen? Wie würden sie ihn ansehen?
Ungewollt röteten sich die sanften Wangen erneut.

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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #55 am: Di., 29. Mär 2005, 18:41 »

?Ich vergesse nie etwas?, erwiderte sie mit fester Stimme und lächelte mild.

Als Etienne die Anrede wieder zu einem förmlichen Ihr werden ließ, wusste Silvana nicht was sie davon halten sollte. Ein verwirrter Ausdruck machte sich auf ihrem Gesicht breit, und sie runzelte leicht die Stirn. Ihre Lippen öffneten sich um ihn zu bitten noch zu bleiben, aber sie behielt die Worte für sich. Sie hatte ihn lange genug von der Arbeit abgehalten und wollte vermeiden, dass er wegen ihr Ärger bekam. Womöglich brachte sie ihn gar in die Verlegenheit ihre Bitte ablehnen zu müssen oder zu wollen.

Reglos sah sie ihm hinterher, doch ehe er sich gänzlich umgewandt hatte, schickte sie ihm ein aufreizendes Lächeln mit auf den Weg.

?Ihr seid jederzeit willkommen in meinem Haus?, versicherte sich ihm und neigte leicht den Kopf zum Abschied.

Erst als Etienne auf den Flur hinausgetreten war, ging sie ihm hinterher. An der Tür zu ihrem Büro blieb sie stehen und wartete, bis er gänzlich aus ihrem Blickfeld verschwunden war. Richart watschelte mit einem Blumenstrauß an ihr vorbei und bedachte sie mit einem kritischen Blick.

?Schon wieder Blumen??, fragte sie abwesend und starrte immer noch auf die nun leere Stelle, an der Etienne verschwunden war. Zu allem Wohlbehagen stellte sich eine fremdartige Sehnsucht in ihrem Inneren ein, die keineswegs schmerzvoll war, sondern einer wohligen Vorfreude Platz ließ.
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #56 am: Mo., 04. Apr 2005, 18:38 »

Agarwaen

Ihre Kammer war die Größte von allen. Die Dachschräge verlief an einer Seite des Raumes so niedrig, dass sich die hochgewachsene Wallonin bücken musste, wollte sie am Fenster stehen.

"Dieses Haus wurde von Zwergen erbaut", erläuterte sie die seltsame Bauweise und deutete auf einen Sessel. "Setzt Euch doch."

Von einem schlichten Holzregal fischte sie zwei Becher herab sowie einen verschlossenen Krug mit Met. Eine elegante Handbewegung entkorkte den Krug und schenkte großzügig aus. Mit einem zufriedenen Lächeln reichte Silvana Agarwaen den Becher und ließ sich selbst auf dem Bett nieder.

"Unsere Reise in den Manawald liegt noch gar nicht so lang zurück. Ich hätte nicht gedacht, dass ich in Euch eine verwandte Seele finden könnte. Zwar bin ich nicht ganz so auf das Böse fixiert wie Ihr, aber unser guter Kain sagt mir ja eine gewisse Verschlagenheit nach."

Sie nippte an dem Met und beobachtete Agarwaen über den Becherrand. "Ihr scheint Euch ja exzellent mit ihm zu verstehen. Wie kommt das?"
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Agarwaen

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #57 am: Mo., 04. Apr 2005, 19:14 »

Mit schnellen Schritten war Agarwaen Silvana in ihre kammer gefolgt und als sie die recht tiefe Decke erkannte mußte sie schmunzeln. Silvana war aber schnell genug ihr zu erklären, dass dieses Haus einst von Zwergen gebaut wurde. Die Erwähnung von Zwergen ließ einen Schauer über ihren Rücken, dieses Pack ..... Doch es erinnerte sie auch an ihre Heimat. Was war bloß mit ihr los, damals hatte sie es kaum erwarten können weg zu gehen und jetzt dachte sie immer wieder an ihre Heimat tief unter der Erde. Schnell schüttelte sie die trüben Gedanken ab und setzte sich auf den ihr angebotenen Sessel.
Als ihr nun der Becher mit dem Met gereicht wurde, konnte Agarwaen nicht anderst und schnupperte daran. Ihr Gesicht verzuog sich etwas, denn der geruch von Met hatte nichts mit Wein gemein.
Sie lauschte Silvanas Worten und prostete ihr zu bevor sie antwortete.
"Ja da habt Ihr wohl recht und ich dachte anfangs Ihr würdet mich hinter dem nächsten Busch erwürgen. Auch mir ist die seltsame Wendung aufgefallen. Warum ich mich nun mit Kain so gut verstehe ist mir noch nicht so ganz klar, denn als ich in seiner Bäckerei anfing löcherte er mich immer mit Fragen, wieso ich nicht in einem Manaturm arbeite oder dort wo man meine Qualifikation besser nutzen kann." Agarwaen zuckte mit den Schultern und trank einen Schluck aus ihren Becher. Etwas bitter aber es schmeckte ihr. Sie hatte nicht gedacht das dieses übelrichtende Etwas wirklich schmecken konnte. Als sie ihre Verwunderung überwunden hatte sprach sie weiter.
"Nun ich konnte ihn darauf keine Antwort geben, wie auch ich war erst seit so kurzer Zeit in Dragonien das ich mich nicht auskannte mit all den anderen Sachen. Ich war schon froh das ich etwas zum arbeiten gefunden hatte. Während dieser Zeit dachte ich das er mich rausschmeißen würde, doch statt dessen verstanden wir uns immer besser.... "
Agarwaen schwieg auf einmal. Warum sollte sie dieser Wallonin alles erzählen wenn sie selbst noch nciht einmal viel über sie wußte.
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #58 am: Mo., 04. Apr 2005, 19:31 »

"Seltsame Wendung nennt Ihr es?" Silvana lachte und ließ sich nach hinten gegen die Wand sinken. "Ich muss zugeben, wäre Perfel nicht dabei gewesen, ich hätte Euch hinter dem nächsten Busch erwürgt."

Ein heiteres Schmunzeln lag auf Silvanas Lippen, aber ihr Tonfall verriet, dass sie es durchaus ernst meinte. "Soll ich ehrlich zu Euch sein? Erst dachte ich ernsthaft, es sei Eure Schuld gewesen. Ihr und die düstere Seite in Eurem Wesen. Kain hatte schon immer einen Hang zu Übernatürlichem und der Finsternis. Wir sind uns nur so nahe gekommen, weil wir uns zu Beginn unserer Beziehung ebenso gehasst haben wie am Ende."

Sie zuckte mit den Achseln und nahm einen Schluck Met. "Wäre ich wie Ihr reinen Blutes, hätte mich mein Herz wohl kaum betrogen. Es steckt wenig Mitgefühl und durchaus ein ähnlich dunkles Geheimnis in einer Wallonin wie in Euch. Nur leider wurde ich von Menschenblut verseucht, wie Ihr inzwischen wisst. Einzig der Magie werde ich mich nie verschreiben. Es muss wohl in einem selbst verborgen liegen, um sich dafür begeistern zu können."

Interessiert ließ sie ihren Blick über Agarwaens Körper schweifen. Ihre kraftvolle Gestalt beugte sich der Dunkelelfe entgegen.

"Erzählt mir doch ein wenig von Eurem Volk, von dem ich so gar nichts weiß. Ihr kennt meine Herkunft und wusstet um die Stärke meiner Sippe, aber umgekehrt habe ich nie von Dunkelelfen gehört."

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Agarwaen

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #59 am: Mo., 04. Apr 2005, 20:05 »

Wieder einmal hatte sie sich nicht in der Wallonin getäuscht. Auch Agarwaen schien es langsam das diese beiden Völker sich nciht ganz unähnlich waren.
"Kain fühlt sich also von der dunkeln Seite angezogen? Welch eigenartiger Punkt..."
Interessirt hörte sie Silvana weiter zu, sollte es auch Dunkelelfen geben die zu einer Hälfte Mensch waren. Agarwaen zog bei dem Gedanken unbewußt eine Augenbraue hoch. Auf sowas würden nur die verweichlichten Verwandten ihrer Art kommen.
Als Agarwaen den interessierten Blick Silvanas, der über ihren Körper streiften, bemerkte konnte sie eine Schauder nicht unterdrücken. Zwar zeigete der zarte Elfenkörper nur wenig von seiner Kraft, doch war er dem der Wallonin trotz allem unterlegen. Als Silvana sich nun vorbeugte, währe Agarwaen um ein Haar aufgesprungen. Sie konnte den Reflex gerade noch damit abtäuschen das sie so tat als währe ihr ihr Becher um ein Haar herunter gefallen.
Ein entschuldigendes Lächeln huschte über das blasse Gesicht der Dunkelelfe. Um sich etwas zu beruhigen trank sie einen kräftigen Schluck aus ihrem Becher.
"Das ihr nicht so viel von den Meine hört, liegt wohl daran das wir Besucher in unseren Städten nicht sehr schätzen. Die Einzigen die unsere Städte betreten sind Gefangene und Sklaven, welche diese  aber nur sehr selten wieder verlassen." Ein mörderisches Funkeln blitze kurz in Agarwaens Augen auf.
"Unsere Städte befinden sich tief unter der Erde. Nur Zwerge schaffen es so tief zu graben und einige unsere Gangsysteme ausfindig zu machen. Aber viele von ihnen fürchten sich vor der Magie die nunmal allgegenwärtig ist. Auch bei uns gibt es Götter doch wie ihr Euch denken könnt nur sehr wenige die für das Gute stehen. Viele der Dunkelelfen beherrschen Magie und die Kampfkust und die Schule die wir durchlaufen ist hart. Nun die meinsten hier oben fragen sich immer wie man so tief in der Erde sehen kann und um ehrlich zu sein weiß ich es auch nicht so genau. Was ich aber weiß ist das ein immerwährendes Zwielich herrscht. nicht wirklich schatten aber auch nicht dunkel. Das ist wohl auch der Grund warum unsere Augen so gut in der Dunkelheit sehen."
forschend blickte Agarwaen in Silvanas Augen.
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