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   Autor  Thema: Privaträume der Schmiede in Nuru (Gelesen 4528 mal)
Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #60 am: Mo., 04. Apr 2005, 21:09 »

Silvana lächelte versonnen, als ihr Agarwaen von der Art erzählte, wie Dunkelelfen ihre Besucher behandelten. "Nun, eine Wallonensippe hat auch noch nie jemand von der Innenseite des Walls gesehen. Während ihr unter dem Berg lebt, leben wir auf seinem Gipfel. Nur wenige verirren sich dort hin, und niemand ist je zurückgekehrt. Wenn Ihr uns kennt dann nur unserer Raubzüge wegen, nehme ich an."

Agarwaen hatte etwas durchaus Anziehendes an sich, und etwas genauso Erschreckendes. Das Funkeln in ihren Augen war selbst  Silvana nicht geheuer. Welch ungeahnte Kraft lag doch dahinter verborgen. Unheimlich und reizvoll zugleich.

Silvanas Augen verengten sich leicht, und ihre Schultern strafften sich, während sie immer noch vorgebeugt auf dem Bett hockte.

"Ihr könnt im Dunkeln sehen? Welch interessante Zweckmäßigkeit. Und Ihr beherrscht Magie. Euer Körper wirkt um sovieles schwächer und doch strahlt Ihr eine ungeheure Kraft aus." Die Wallonin legte den Kopf schief. "Euch ist das gar nicht bewusst, nicht wahr? Das ist Euer Vorteil. Man sieht Euch Eure Gefährlichkeit nicht an. Mir hingegen ..."

Silvana lehnte sich wieder zurück und trank den Becher leer. "... geht so mancher schon von vorne herein aus dem Weg. Dabei ahnt kaum jemand, welch Gräueltaten diese Hände bereits begangen haben."

Mit einem Zwinkern stellte sie den Becher beiseite und spreizte die schlanken Finger von sich. "Sagt, ist Eure Willenskraft so stark, dass sie der Versuchung wiedersteht, eines Tages denen zugetan zu sein, die Ihr heute noch hasst? Und dachte einst, meine sei es", flüsterte sie.
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Agarwaen

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #61 am: Di., 05. Apr 2005, 17:54 »

Agarwaen betrachtete die, sich vorbeugende, Wallonin. Ihre Art gefiel ihr, vorallem aber die Kraft und Stärke die sie ausstrahlt und die man auch sah. Sie selbst fühlte sich nicht schlecht aber würde man ihr die Möglichkeit geben den Körper zu tauschen währe sie nicht abgeneigt. In Silvana vereinigte sich viel aus dem man zu Macht gelangen konnte. Schönheit, nicht für jederman aber immernoch genug umn einfluß zu üben. Stärke und das nicht nur körperlich, wie Agarwaen befand. Denn es war immer schwieriger sich selbst etwas einzugestehen und das auch noch vor Anderen, alsstandhaft auf falsche Tatsachen zu klopfen.
So in zuhören und Gedanken, beobachtete sie jede Bewegung die die Wallonin machte.
Gemütlich lehnte sie sich in dem Sessel zurück und trank einen weiteren Schluck. So schnell wie die Wallonin konnte sie das Gebräu nicht trinken.
"Im Dunkeln sehen ist nicht richtig ausgedrückt, denn wenn es wirklich richtig Dunkel ist, also absolut, dann sehen wir auch nicht. Jedoch können wir uns auf unser gutes Gehör verlassen."
Zu dem Rest den Silvana zu ihr gesagt hatte schwieg Agarwaen. Irgendwie wollten ihr nicht die passenden Worte einfallen um etwas zu beschreiben was sie selbst nicht ganz verstand.

Langsam glitt Agarwaen Blick an den gespreitzen Fingern entlang, die Silvana von sich streckte, ehe er wieder zu ihren Augen wanderte.
Die geflüsterten Worte rüttelten etwas wach in ihr. Auch sie hatte sich schon den Kopf über solche Sachen zerbrochen war aber nur zu dem Ergebnis gekommen das sie es nicht wußte.
Langsam zog sie die Schultern hoch.
"Ich weiß es auch nicht. Ich kann es nur hoffen und wenn die Zeit da ist wo sich dies entscheiden wird...."
Agarwaen schluckte hart und blickte traurig auf die Wallonin.
"...... wird sich zeigen ob mir dies erspart bleibt. Leider habe ich das Gefühl, dass auch ich ihm nicht wirklich wiederstehen kann." sprach Agarwaen leise weiter.
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #62 am: Di., 05. Apr 2005, 18:38 »

Um ein Haar hätte Silvana aufgelacht. Nun war es heraus. Sie hatte es immer gewusst. Ihr Gefühl hatte sie also nicht betrogen. Was auch ihre maßlose Eifersucht erklärte, die immer noch nicht gänzlich abklingen wollte.

Langsam sanken ihre Hände in den Schoß hinab. Unmerklich verengten sich ihre Augen, und die Gesichtszüge verhärteten sich, wenn auch nur eine Spur und für einen unaufmerksamen Beobachter kaum erkennbar. Ihr Herz pochte um einen Takt schneller, als sie antwortete.

"Schon lange habe die diese Vermutung gehegt, und es ist deutlich zu sehen, dass er alles daran setzt, Euch in seinen Bann zu ziehen. Aber lasst Euch gesagt sein, zuviel Selbstsucht steckt dahinter. Er will Euch beherrschen, wie er mich beherrschen wollte. Vielleicht gelingt ihm bei Euch, was ihm bei mir versagt blieb. Er hat mein Herz gebrochen, aber niemals meinen Willen."

Silvana zog die Beine an und verschränkte sie vor dem Körper. Ihre Hände schlangen sich um ihre Unterschenkel. "Er hat nicht einmal gewartet, bis ..."

Sie zögerte und ließ den Satz unvollendet. Ihr wacher Blick fiel auf Agarwaen, die ein unglückliches Gesicht machte. "Ich wünsche Euch viel Glück, meine Liebe. Ihr könnt es brauchen."

So ruhig sie äußerlich wirkte, innerlich tobte ein Wirbelsturm. Ich hatte also doch Recht. Sie hat ihn mir gestohlen.
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Agarwaen

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #63 am: Di., 05. Apr 2005, 19:35 »

Sofort fiel Agarwaen der Stimmungswechsel von Silvana auf. Ihre Augen die die Ganze Zeit über der Wallonin ihren Körper gehuscht waren, erspähten die leichte Anspannung die nun in den Körper ihrer liebsten Feindin aufkam. Schnell begannen ihre Gedanken das gesprochene noch einmal zu durchsuchen, um den Grund für diese Anspannung zu endecken. Aber sie fand nichts. Diese blöde menschliche Seite. Hätte es was gebracht nicht der Wahrheit zu entsprechen?
Die Antwort auf das was Silvana sagte fiel ihr schwer, da sie die aufkommende Wut und das nicht verstehen unterdrücken mußte. Auch weil sie diese Wallonin nicht noch mehr weh tuen wollte
"Ich weiß das ihr noch immer nicht über euren Schmerz hinweg gekommen seid, auch wenn ihr den äußerlichen Schein wahrt. So hoffe ich doch inständig das euer Zorn nicht auf mir weilt, wo ich doch die Letzte währe die ein soches Band zu jemanden eingeht. Freundschaft alleine ist mir nur wichtig. Nur sie schützt einen vor einem selbst. Kain selbst ist ein interessanter Mensch und ich freue mich das ich ihn schon zu meinen Freunden zählen kann. Aber gewidchtet ihr das gute verstehen nicht all zu sehr?"
Mit müdem Gesicht sah Agarwaen zu Silvana hinüber, die ihre Bein an ihren Körper gezogen hatte. Irgendwie tat sie ihr leid und doch wußte sie wie schwer es war den eigenen Schmerz zu vergessen.
Ächtzend erhob sich Agarwaen und trat direkt vor Silvanas Bett. Sanft legte sie ihr eine Hand auf die Schulter. Ihre Hände stührten den schnellen Puls der das Blut durch den Körper jagte. Erst jetzt fiel Agarwaen auf wie gut sich diese Wallonin unter Kontrolle hatte.
"Lass mich einfach nur ..."
Agarwaen unterbrach sich und zog schnell die Hand zurück. Es machte sie ganz verrückt das Rauschen den Blutes. Versehens hatte einer ihrer scharfen Nägel eine kleine Schramme auf der Schulter hinterlassen. Agarwaen starre einige Sekunden darauf eh sie sich umwant und wieder auf ihren Sessel fallen ließ. Etwas zu fahrig nahm sie den Becher mit dem Met und trank.
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #64 am: Di., 05. Apr 2005, 20:16 »

?Ach was, Schmerz!? Silvana warf die Arme hoch und funkelte Agarwaen wütend an. Dabei richtete sich ihr Zorn überhaupt nicht gegen die Dunkelelfe. ?Wie würde es Euch ergehen, wenn Euch jemand hinter Eurem Rücken hintergeht??

Gekränkter Stolz wäre wohl das richtige Wort gewesen. Er hatte sie geschlagen, mit allen Regeln der Kommunikation, die einem Menschen zur Verfügung stand. Dabei hatten sie nie wirklich miteinander geredet, sondern stets aneinander vorbei.

?Ihr sprecht von Bande. Ach, wie ähnlich sind wir uns und doch so verschieden. Bande wollte auch ich nie eingehen, also nehmt Euch in Acht vor Euch selbst und nicht vor mir.?

Misstrauisch verfolgte sie die Bewegungen der Dunkelelfe. Die Wallonin straffte die Schultern und hob das Kinn, während ihr Blick an Agarwaen Gestalt hängen blieb, je näher diese kam. ?Und spart Euch Euer Mitleid?, zischte sie wie eine gereizte Schlange.

Agarwaens Hand schien leicht zu zittern, als sie die Finger zurückriss. Der kurze scharfe Schmerz war alles, was Silvana auf den Kratzer aufmerksam werden ließ. Ein finsteres Glimmen trat in ihre Augen, als ihr Zeigefinger über der Wunde einen Tropfen Blut auffing. Hell schimmerte das Rot auf der Fingerkuppe und suchte sich langsam einen Weg zur Handfläche hinab.

Noch immer bewegte sich die Wallonin nicht, sondern starrte die Dunkelelfe einfach nur wortlos an. ?Habt keine Sorge, es ist vorbei?, sagte sie schließlich. ?Mancher Schmerz vergeht langsam, mancher vergeht nie. Aber es ist vorbei.?

Es war unmöglich, die Gedanken der Rivalin zu erraten. Eine düstere Aura schien von Agarwaen zu der Kriegerin herüberzuwehen. Der fahrige Blick, die verkrampfte Haltung ? etwas stimmte mit ihr nicht. Und es war nicht die Erschöpfung allein.

Silvana schwang die Beine vom Bett und rutschte bis zur Bettkante vor. Die Lippen einen Hauch geöffnet, beugte sie sich abermals vor. Ansatzlos zuckte ihr linker Arm vor, packte Agarwaen am Handgelenk und drehte ihr den Arm herum, bis die Handfläche nach oben zeigte. Ohne die Dunkelelfe aus den Augen zu lassen, strich Silvanas blutige Hand noch einmal über die Wunde und ließ schließlich vom Zeigefinger einen Blutstropfen auf Agarwaens Handfläche fallen.

?Das ist es doch, was Ihr in Wahrheit begehrt, nicht wahr??, flüsterte die Wallonin mit flackerndem Blick.
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Agarwaen

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #65 am: Di., 05. Apr 2005, 22:11 »

In dem Moment da Silvana ihr Handgelenk packte und sie fast mit dem gesammten Sessel umriss, war es mit Agarwaens Selbstbeherschung fast geschehen. Die Müdigkeit, die sich schon seit Stunden zu ihrem Recht meldete, fiel kurz von ihr ab. Der flackernde Blick mit den Silvana sie musterte, warte sie und ohne es zu wollen zog sie ihre hand mit einem kräftigen Ruck aus dem Griff Silvanas.
Ihre Rivalin war aber schneller gewesen und hatte einen einzigen Tropfen Blut auf ihre Handfläche fallen lassen bevor sie ihre Hand frei bekam.
?Das ist es doch, was Ihr in Wahrheit begehrt, nicht wahr?? die Worte hallten in ihren Kopf wieder.
Noch wenige Sekunden stand sie gespannt wie ein Raubtier mit, vor Wut und Mordlust, blitzenden Augen vor Silvana. Dann entspannte sich ihr ganzer Körper wieder. Agarwaen blickte auf ihre Handfläche in der der Tropfen von Blut mittlerweile verlaufen war.
In Gedanken rief sie sich zur Ordnung. Nicht jeder der sie packte oder antippte wollte ihr ans Leben. Sie würde sich noch mehr daran gewöhnen müssen, hier in der Stadt.
Silvana betrachtete sie immer noch mit flackernden Blick. Was Agarwaen nicht unterdrücken konnte war der Ärger über diese ganze Situation. Was erwartete diese Frau von ihr. Sollte sie sich die Hand abschlecken und sie dann anspringen oder kreischend davon rennen. Rätsel über Rätsel.
Ohne weiter nach zu denken gab sie Silvana eine schallende Ohrfeige.
"Ich hoffe jetzt geht es euch wieder besser meine Liebe. Glaubt ihr wirklich das ich auf Blut aus bin. Ich kann es wo anderst leichter her bekommen, ohne dabei auch nur einen Finger krumm zu machen. Bildet euch nur nicht zu viel darauf ein. Das was mich verwirrte war das Leben in euch das brodelt, heißer und lebendiger als ich es je gefühlt habe." Mit ihrer nicht beschmierten Hand zog sie ein Taschentuch hervor und säuberte die andere. "Es tut mir leid das meine Nägel in euere Haut geschnitten haben, wie man sieht ist eben nicht alles was zum Kampf gut ist auch im Alltag nützlich. Auch einige Instinkte, welche mich zu Blut ziehen, will ich nicht verleugnen, doch habe ich sie unter Kontrolle so wie ihr meistens eure Gefühle." Sie blickte Silvana an und dachte nicht im geringsten wieder daran sich hinzusetzten.
"Hoffentlich überwindet ihr bald das, was euch zu solch sinnlosen Mutmaßungen und Beschuldigungen treibt." Agarwaen schüttelte mit dem Kopf das ihre schwarzen Haare in ihr Gesicht fielen.
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #66 am: Mi., 06. Apr 2005, 08:52 »

Silvanas Kopf wurde herumgerissen, als Agarwaens Hand sie traf. Dunkelblaue Strähnen fielen ihr ins Gesicht. Der Schlag brannte, war aber nicht weiter schlimm. Nur langsam drehte die Wallonin ihr Gesicht wieder zu der Dunkelelfe herum, ihre Augen jedoch blitzten auf und ein süffisantes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen.

das Leben,  das in Euch brodelt

"Welch interessante Rasse Ihr doch seid", bemerkte die Kriegerin und zog ihre Hand wieder zurück. "Ihr habt mich wieder einmal missverstanden. Ich sprach nicht von mir selbst, sondern von Blut im Allgemeinen. Das könnt Ihr nicht verleugnen. Es ist leicht, in Eurem Gesicht zu lesen", log sie kalt.

Zwischen den Haarsträhnen schielte sie zu der Dunkelelfe hoch und erhob sich dann zu ihrer vollen Größe. Kühl blickte sie auf die Rivalin hinab. "Was erwartet Ihr von mir? Soll ich Euch erfreut in die Arme schließen nachdem Eure Anwesenheit eine letzte Aussprache verhindert hat? Nehmt ihn Euch, ich brauche ihn nicht mehr."

Soweit entsprach es sogar der Wahrheit. Ihr Tonfall klang, als ob sie Agarwaen ein dreckiges Kleidungsstück zugeworfen hätte. Mit der Rechten wischte sie das Haar von Stirn und Wangen und machte dann eine Geste, als wolle sie einen Schwarm Fliegen vertreiben.

"Lassen wir dieses Thema ruhen, es bringt nichts länger zu lamentieren. Auf unsere Reise durch den Manawald habe ich Euch als mutige Frau kennen gelernt, und so etwas gefällt mir." Sie zuckte mit den Schultern. "Ihr habt nicht diese überhebliche Art, die Männer an den Tag legen, wenn es darum geht sich zu prügeln oder jemanden abzuschlachten. Warum seid Ihr überhaupt nach Dragonia gekommen? Doch sicher nicht nur, um die Menschen zu studieren?
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Agarwaen

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #67 am: Mi., 06. Apr 2005, 18:45 »

Nun da sich Silvana zu ihrer vollen Größe aufgerichtet hatte mußte Agarwaen zu ihr hoch blicken.
"Sollte ich wissen das es eure Aussprache werden würde. Ich kannte euch nicht gut was ich auch jetzt noch nciht behaupten kann und Kain nur aus der Arbeit in der Bäckerei. Aus den paar Mal die wir uns über den Weg gelaufen sind ergibt sich noch kein Muster. Die Einladung kam für mich überraschender als es den Anschein gemacht hat und immer dazwischen zu sitzten wenn man merkt wie die Fronten sich verhärten ist auch nicht das was ich mir für diesen Abend vorgestellt hatte."
Wieder mußte Agarwaen mit dem Kopf schütteln, doch dieses mal versuchte sie es erst garnicht Silvana zu erklären das sie nichts von Kain wollte. Diese Wallonin war noch viel zu festgefahren in ihrer Sicht, die sich zu seinem großen Teil immer noch an Kain heftete.
So war es Agarwaen nur recht das Silvana das Thema, das ihr so sehr an der Seele zerrte einfach hinweg wischte und wieder auf sie lenkte.
Um ihre Gedanken zu ordnen und etwas Zeit zu gewinnnen blickte sie sich interessiert in der Kammer um. Was währe wenn sie nun schon wieder etwas sagte was diese launische Wallonin falsch auslegte. Doch sie wollte es noch einmal versuchen.
"Nun so leicht ist das nicht zu beantworte. Was aber unumstößlich ist, ist die Tatsache das mir in meinen Landen die Zeit sehr lang geworden ist. Es nützt einem nichts wenn alle in die gleiche Richtung denken. So begab ich mich auf den Weg nach oben und man trug mir auf das Menschenvolk etwas genauer in Augenschein zu nehmen. Doch trieben mich eingen Ziele hinauf die ich zu verwirklichen versuche."
Kurz hielt Agarwaen inne und blinzelte zu Silvana hinauf.
" Was hat euch denn hier her getrieben, doch nciht etwas nur der Krieg der in euren Landen herrschte?"
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #68 am: Mi., 06. Apr 2005, 20:12 »

"Langeweile ist wahrlich das Letzte, das mich fortgetrieben hat." Silvana schüttelte nur den Kopf und ließ sich wieder auf das Bett sinken. Viel entspannter machte sie es sich wieder gemütlich.

Eine Geste bedeutete Agarwaen, sich wieder zu setzen, während sie antwortete. "Mag sein, dass ein jedes Volk einmal in eine Starre verfällt. Vielleicht ist das einer der Gründe, warum Menschen sich ausbreiten wie eine Seuche. Immerhin bewegen sie sich ständig. Euer Volk, mein Volk, wir verlassen unsere angestammten Gebiete nur selten - und jedenfalls nicht um umzusiedeln."

Die Wallonin deutete auf die Flasche mit dem Met. "Wollt Ihr noch etwas trinken?"

Sie schenkte sich selbst noch etwas ein, füllte den Becher aber nicht voll. "Der Krieg war eine Sache. Magie die andere. Der ewige Kampf um Macht und noch größere Macht. Bis zum Gott hat sich der Wolfsmagier erhoben, nicht zuletzt durch die Hilfe desjenigen, der angeblich der Auserwählte war. Nur - auserwählt wofür? Uns zu befreien oder zu vernichten?"

Angenehm floss der Met ihre Kehle hinab. Ihr Blick weilte auf Agarwaen, schien aber durch sie hindurch zu sehen.

"Ihr habt schon Recht. Es war nicht der einzige Grund für mich zu gehen. Ich fühlte mich nicht mehr wohl bei meinem Volk. Die Chance auf den Thron waren und sind gering, und ein Halbblut hätte ohnehin niemand akzeptiert. Vielleicht irre ich mich ja, vielleicht bausche ich diesen Umstand unnötig auf. Vielleicht ..."

Sie zögerte. "... wäre es besser gewesen, mehr zu reden. Wallonen sprechen nicht viel über ihre Empfindungen. Was du nicht sehen kannst erfährst du nie. Darum macht es mir auch so große Schwierigkeiten, mit den menschlichen Andeutungen zurecht zu kommen. Sprich es aus oder lass es ruhen. Wie einfach könnte es doch sein. Ich darf mich ja eigentlich gar nicht beschweren. Habe ich doch angefangen, dieses seltsame Verhalten zu kopieren."

Ihr Lachen erfüllte den Raum. "Wen wundert es, wenn ich mich selbst nicht mehr auskenne. Aber Ihr wirkt überraschend unempfindlich gegenüber solcherlei Manipulation."

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Agarwaen

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #69 am: Mi., 06. Apr 2005, 22:15 »

Einige Momente erwog Agarwaen sich nicht zu setzten, doch hatte sich Silvana anscheinend wieder beruhigt und so wollte sie es nochmal versuchen. Ihre Geduld ließ aber so langsam nach, nocheinmal würde sie es nicht über sich ergehen lassen.
Langsam ließ sie sich wieder auf dem Sessel nieder. In dem gesagten der Wallonin steckte wirklich viel Wahrheit, denn in der Zeit da sich ihrer Rassen immer weiter vor der Welt zurückzogen breitete sich dieses sonderbare Geschlecht aus und ohne es zu merken schluckte es alle anderen Völker auf und nahm viele deren Eigenschaften mit.
Nun da Silvana sich nocheinmal Met nachgoß und es ihr auch anbot lehnte sie dankend ab.
"Ich denke nicht das ich viel von diesem Zeug vertrage. Habt trotzdem vielen Dank."
Aufmerksam hörte sie Silvana zu wie sie ihre Beweggründe erläuterte die sie nach Dragonia gebracht hatte.
"In jeder Rasse herrscht immer das Streben nach Macht und viele sehen ihre Chance in der Magie. Denn wie ihr schon sagt mögen viele diese Art nicht und fürchten sie sogar. Ihr habt bestimmt schon selbst gesehen wie die Macht verändert,nicht wahr? Könnt ihr dann diesem Auserwählten etwas vorwerfen? Hättet ihr anderst gehandelt an seiner Stelle und seiner Situation?"
Während sie weiter zuhörte spielten ihre Hände mit den leeren Becher. Agarwaen Blick blieb wiedereinmal an dem Gesicht der Wallonin hängen, das durch die dunkeln Haare eingerahmt wurde. Das leichte Rot auf ihrer Wange zeigte immer noch deutlich wo Agarwaen ihr die Ohrfeige versetzt hatte.
"Ich glaub Wallonen sind nicht die Einzigsten die nicht über ihre Gefühle reden. Jedoch mußte auch ich schon feststellen das es manches einfacher macht. Es mir anzueignen .... " Sie schwieg einige Sekunden um nach den richtigen Worten zu suchen.
".. hmmm würde mich zerbrechen, glaube ich. Für Solches ist unsere Rasse nicht geeignet. Zuneigung zeigt man und beredet sie nicht. Es entstehen so viele Missverständnis durch Worte. Für jeden bedeuten sie etwas Anderes und gleichzeitig das Selbe. Genauso gibt es nicht für alles dein Wort. Warum also so etwas bereden wenn es dafür nicht die passenden Worte gibt?!"
Agarwaen legte den Kopf leicht schief und trommelte mit ihren fingern auf den Becher.
"Unempfindlich bin ich höchstwahrscheinlich nicht gegen all dieses seltsame Verhalten, Aber ich bin noch nicht so lange unter den Menschen als das sich soetwas schon auf mich überträgt."
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #70 am: Do., 07. Apr 2005, 17:50 »

?Wollt Ihr lieber etwas anderes zu trinken? Ich kann Euch von Richart auch was zu Essen machen lassen. Nicht, dass Ihr mir vor der Schmiede kraftlos zusammenklappt. Ihr seht reichlich überarbeitet aus.?

Silvana trank den zweiten Becher leer, während sie Agarwaens Erläuterungen lauschte. ?Ich kann Euch nicht einschätzen, was das Alter betrifft, aber Ihr wirkt erstaunlich welterfahren. Selbst ich, die ich viele Länder bereist habe, habe mir nie so konkrete Gedanken zu diversen Dingen gemacht. Und ich muss zugeben, es gefällt mir außerordentlich, aus welch unterschiedlichen Blickwinkeln Ihr die Dinge zu sehen pflegt.?

Beeindruckt ruhte ihr Blick auf der Dunkelelfe.

?Ob Magie oder körperliche Kraft ? jede außergewöhnliche Stärke neigt dazu, zu seinem eigenen Vorteil genutzt zu werden. Dem kann niemand widerstehen, ich schon gar nicht. Ihr habt Recht, warum sollte ich einem Magier weniger zugestehen als mir selbst. Eine interessante Sichtweise.?

Die Wallonin erhob sich und tat ein paar Schritte durch den Raum, als denke sie über etwas nach. Mit dem Rücken zu Agarwaen blieb sie schließlich stehen.

?Von Euch kann ich wohl noch etwas lernen?, sagte sie halblaut in den Raum hinein.
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Agarwaen

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #71 am: Do., 07. Apr 2005, 20:42 »

Agarwaen schüttelte den Kopf als Silvana ihr etwas anderes anbot. "Hab vielen Dank, doch etwas anders zu trinken möchte ich nicht. Doch währe ich sehr froh wenn ich ein wenig essen könnte bevor ich mich wieder auf den Wegnach Drachenauge mache. Aber nicht das ihr euch zu viel Mühe macht. "

Nachdem die Wallonin sie anblickte und nach einigen Worten aufstand, folgten die Blicke Agarwaens ihrer Gestalt, so als würde sich Silvana ohne ihren greifenden Blick in Lut auflösen. Sie war wirklich beeindruckend. Als diese halblaut meinte das Sie noch etwas von ihr, Agarwaen, lernen konnte währe Agarwaen fast in lachen ausgebrochen. Da sie sich noch zu gut an den leichten Umschwung von Silvanas Gefühlen erinnerte. Ihr Lachen wurde nur ein leises amüsietes Gucksen.
"Meint ihr nicht das ihr übertreibt? Ich finde euch wirklich bemerkenswert. Bisher habe ich noch niemanden getroffen der so oft seine eigenen Fehler eingesteht. Für mich ist das etwas besonderes, soetwas lernten wir nicht, denn Fehler einzugestehen bedeutet den Anderen zu zeigen das man verletzlich ist. Ihr scheint durch diese Eingeständnisse aber nicht schwächer zu werden."
Agarwaen legte eine kurze Pause ein, strich sich die dunkelen Haare aus dem Gesicht und trat neben Silvana. Mit ihren bernsteinfarbenen Augen guckte sie zu Silvana auf, die die kleine Elfe um etliches überragte, dabei leuchteten ihre Augen vor Begeisterung.
"Ist es euch wirklich so wichtig euren so starken Charakter zu verbiegen und zu ändern nur, weil ihr mit..." Wie sollte sie es nur ausdrücken ohne den schmerzlichen Punkt Silvanas wieder zu treffen. "Bleibt einfach das was ihr seid und gesteht euch zu all dem was ihr anderen gestanden habt, dass ihr ihr seid und nicht das was sich andere von euch wünschen!"
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #72 am: Fr., 08. Apr 2005, 16:38 »

[args, jetzt hat Travar meinen Post verschluckt - neuer Versuch]

"Verletzlich sind wir doch alle. Ihr nicht weniger als ich oder ein erfahrener Krieger, der vom Schlachtfeld abgestumpft erscheint. Es bedarf besonderen Mut seine Fehler einzugestehen. Sie zu leugnen ist die größere Schwäche, denn Demut wiegt schwerer denn Hochmut. Glaubt mir, wo Ihr Schwäche vermutet liegt die wahre Stärke."

Ein mildes Lächeln lag auf Silvanas Lippen, ehe sie die Tür aufstieß und auf den Flur hinaustrat. "Richart!", brüllte sie den Gang hinab. "Bring mir bitte eine Portion von dem, was du heute gekocht hast."

Als sie sich umwandte, fiel ihr Agarwaen interessierter Blick auf. Die orangebraune Iris faszinierte die Wallonin, brannte wie helles Feuer in einem kalten Gesicht und ließ eine ungeahnte Heißblütigkeit erkennen.

"Ich hatte nie vor meinen Charakter zu verbiegen. Das ist auch der Grund, warum es nicht funktionieren konnte. Schmerz entsteht, wenn man mit Gewalt zu brechen versucht, was nicht dafür geschaffen ist. Ich wollte es so sehr ..."

Silvana stand immer noch auf der Schwelle. Ihre Augen schweiften von Agarwaen in Richtung des Fensters und blickten in eine Ferne, die nicht zur Gegenwart gehörte.

"Nennt es Selbstsucht, nennt es Sturheit ... zu spät gestand ich mir selbst ein, dass wir nicht für einander geschaffen sind. Schon vom ersten Tag an war die Bessenheit stärker als die Rücksicht aufeinander."

Ein sanfter Ausdruck legte sich über ihr Antlitz, und sie war schöner denn je. "Im Grunde wollte ich immer nur ihn allein." Die Laute versiegten auf ihren Lippen, einzig ein letztes Wort floß samtweich aus ihrem fein geschnittenen Mund. "Rhaun."
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Agarwaen

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #73 am: Sa., 09. Apr 2005, 21:27 »

So hatte sie das noch nicht gesehen. Das zeigen von Schwächen hatte bei ihr immer nur Hohn und Spott hervorgerufen, doch hier war es irgendwie anderst.
Agarwaen versuchte den Blick Silvanas zu folgen, doch er schien sich in der Unendlichkeit zu verlieren.
Eine Sanftheit zeichnete sich auf dem Gesicht der Wallonin ab, Agarwaen war zutiefst beeindruckt. Doch wand sie ihren Blick ab bevor Silvana wieder aus ihren Erinnerungen aufstieg.
"Rhaun" hauchte Silvana als letzte Worte. Agarwaen war verwirrt, hatte sie nicht von Kain als ihre große Liebe gesprochen?
"Pah von wegen große Liebe!" murmelte Agarawaen leise vor sich hin und nahm wieder platz auf dem Sessel.
Agarwaen ließ das nicht los und so drehte sie sich halb im Sessel um und fragte düster "Rhaun? Wen meint ihr? Ich habe von ihm noch nie etwas gehört!"
[OT sorry ist nen bissel kurz geworden aber ich wußte nicht so recht was ich noch dazu schreiben sollte]
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #74 am: So., 10. Apr 2005, 11:46 »

[OT tut mir leid, der Schluss war blöd gewählt ]

Agarwaens Stimme riss die Wallonin in die Gegenwart zurück. "Was?", fragte sie abwesend. Hinter ihr klapperte Geschirr, und Richart stubste sie an.
"Ihr wolltet etwas zu Essen?"
"Ah, ja." Silvana trat aus dem Türrahmen und ließ ihn vorbei.
Überrascht hielt Richart einen Augenblick in seiner Bewegung inne, als er Agarwaen in der Kammer der Schmiedin sitzen sah.
"Das Essen ist für sie", erklärte Silvana und setzte sich wieder auf die Bettkante.
Richart nickte nur und schob Agarwaen zwei Teller unter die Nase. "Geschnetzelter Hase in Soße und eine Tasse Brotsuppe." Dann fischte er noch zwei Schieben Brot und ein Löffel aus einem Leinensäckchen und reichte es Agarwaen hin. Seine Schultern zuckten nach oben. "Ich wusste nicht, wieviel ihr wollt."
Eigentlich hatte er damit gerechnet, die Speisen seien für Silvana gedacht, und die Schmiedin verzeichnete einen respektablen Appetit. Was er sich bei der zarten Dunkelelfe kaum vorstellen konnte. "Lasst stehen, was Euch nicht schmeckt."
Ein Blick in Silvanas Richtung, dann huschte er aus dem Zimmer und schloss leise die Tür hinter sich.

"Lasst es Euch schmecken", lächelte Silvana. "Richart ist ein ausgezeichneter Koch. Was an seiner Leibesfülle durchaus zu erkennen ist", lachte sie. "Ich weiß nicht, was Ihr normalerweise bevorzugt. Aber ich denke, Fleisch ist nie verkehrt."

Die Wallonin wandte den Blick ab, damit Agawaen nicht das Gefühl hatte, sie werde nach der Art beurteilt, wie und wieviel sie aß.

"Ihr glaubt mir nicht, nicht wahr? Es kommt immer darauf an, wie man seine Schwächen zeigt. Legt Kraft in Euer Eingeständnis, und niemand wird Euch für schwach halten."
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