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   Autor  Thema: Am Entenweiher (Gelesen 612 mal)
Silvana

Re:Am Entenweiher
« Antwort #15 am: Do., 07. Apr 2005, 18:14 »

"Menschen lieben Geschichten über andere, das hab ich auch schon bemerkt. Bei uns Wallonen ist das anders. Wir interessieren uns kaum für andere. Naja, ich bin wohl der gefleckte Hund, der die Ausnahme macht. Erfindest du deine Geschichten selbst oder werden sie von Sänger zu Sänger weitergegeben?"

Sie fragte keineswegs aus purer Höflichkeit. Soetwas lag ihr nicht. Abrupt hielt sie inne, als er sie auf ihre Spielerei ansprach.

"Anhexen?" Theatralisch plusterte sie sich auf. "Was fällt dir ein? Magie ist das Letzte, das eine Wallonin anzuwenden gedenkt."

Mit einem Lachen verpasste sie ihm einen Stoß, der ihn nach hinten kippen ließ. Sofort kniete sie sich über ihn und setzte sich mit ihrem vollen Gewicht auf seinen Lendenschurz. Die Arme vor der Brust verschränkt sah sie - ganz die geborene Herrscherin - auf ihn hinab.

"Dann werde ich den Herrn einmal aufklären", sagte sie hochmütig und setzte eine ernste Miene auf. Einzig das Lachen in ihren Augen verriet sie.

"Die Zeichen erhalten wir schon sehr früh. Sie kennzeichnen Abstammung und Rang in unserer Hierarchie. Das hat nichts mit Hexerei zu tun, mein Lieber. Sie weisen lediglich unsere Zugehörigkeit aus. Anders die Drachensteine."

Mit der Linken strich sie liebevoll über die hellblauen Steine, die stets um ihren Hals lagen. "Die Anzahl zeigt zwar Funktion und Alter der Trägerin an, aber wir erhalten sie erst mit Volljährigkeit. Die Vergabe der Steine macht uns erst zu Drachenkriegerinnen. Aber das ist lange her. In meiner Heimat gibt es längst keine Drachen mehr."

Sie ließ die Hände auf seinen Bauch sinken. "Das wäre auch eine Geschichte, die ein Lied wert wäre." Ein abwesendes Lächeln zierte ihren Mund. "Verrat, Macht, Leidenschaft. Die Magier haben sie aufgeschrieben und in ihren Kellern verwahrt. Eines Tages wird vergessen sein, was wir einst waren. Wissen wir es doch selbst nicht mehr so genau."



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Talya

Re:Am Entenweiher
« Antwort #16 am: Fr., 08. Apr 2005, 08:02 »

>> Soso, Drachenkriegerinnen...

Etienne hob eine Augenbraue und grinste Silvana an. Es machte ihm nichts aus, dass sie auf ihm saß. So schwer war sie nicht..
Er legte die Arme hinter den Kopf und sah hinauf in den Himmel.


>>Ja, das wäre bestimmt ein ruhmreiches Lied wert. Männer hören gerne von schönen Frauen.
Aus dem Augenwinkel sah Etienne Silvana an und sein Gesicht nahm einen leicht spöttelnden Ausdruck an.

Dann jedoch richtete er den Oberkörper schnell auf, hielt Silvana an der Hüfte fest und sah ihr in die dunkelblauen Augen.
Langsam aber sicher wurde ihm wieder warm.


>> Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass dir mein Hemd ganz aussergewöhnlich gut steht?
Langsam wanderten Etiennes Hände an Silvanas Körper entlang. Während die Rechte sich an der Schnürung am Hals zuschaffen machte, erkundete die linke Hand ihren Weg unter dem dicken Leinenstoff.
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Silvana

Re:Am Entenweiher
« Antwort #17 am: Fr., 08. Apr 2005, 11:25 »

Ein Schatten legte sich über Silvanas Antlitz. "Du glaubst mir wohl nicht? Ich bin gern bereit, dir bei Gelegenheit die Legende über mein Volkes vor der Großen Katastrophe näherzubringen."

Mit der wallonischen Vergangenheit spaßte sie niemals.

"Es war eine verblüffende Erkenntnis, dass die Steine in Dragonia keine Macht haben, obwohl es hier einzelne versprengte Drachen gibt. In meiner Heimat ist jede von uns an Körperkraft zehnmal stärker als jeder Mensch, doch sind die Menschen uns an Zahl inzwischen hoffnungslos überlegen. Ohne die Drachen haben die Steine ihren Sinn verloren ..." Sie stockte kurz, als sie sich eingestehen musste, dass ein ganz anderer Grund sie aus ihrer Heimat fortgetrieben hatte als sie vor anderen zugab.

"... haben die Wallonen ihren Sinn verloren", setzte sie fast tonlos hinzu. Eine beklemmende Traurigkeit schlich sich in ihre Miene. Sie war fortgegangen, weil ihr Volk schwach geworden war, ein Abklatsch ihrer einstigen Macht, und sie einen neuen Sinn finden wollte.

Sie spürte Etiennes Hand unter dem Hemd, wie sie kühl über ihren Busen strich und ihn liebkoste. Abwesend legte sie ihm die Arme um den Hals und lehnte ihre Stirn gegen die seine. Ihre dunklen Augen suchten seinen Blick.

"Du bist doch ein Einzelgänger, genau wie ich. Auch wenn du die Gesellschaft anderer suchst, während ich sie tunlichst meide. Wünscht du dir manchmal zu jemandem zu gehören? Oder einfach nur zurückzukehren in der Hoffnung, von denen mit offenen Armen empfangen zu werden, die dich einst verstoßen haben? Es gibt Tage, da vermisse ich mein altes Leben."
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Talya

Re:Am Entenweiher
« Antwort #18 am: Fr., 08. Apr 2005, 11:44 »

Etienne hielt inne und erwiederte Silvanas Blick.

>> Zurückzukehren? Wohin? Zu meinen Eltern, die ich seit meinem 4 Lebensjahr nicht mehr gesehen hab und die mich regelrecht verkauften?
Bitterkeit schwang in seiner Stimme mit und seine Linke ließ Silvana los, während die Rechte ihr nun eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich.

>> Oder zurück ins Kloster, wo man mich ein Lebtag belogen hat?

Er schüttelte den Kopf.

>> Und auch die dritte Alternative, zurück nach Aramon, ins Schauspielhaus, wo ich nur benutzt und begafft wurde, scheint für mich nicht wirklich lohnenswert.
Nein, Silvana, MICH hat niemand verstoßen. Ich habe sie alle verstoßen. Aus meinem Leben..
Sprach er mit einem schrecklichen Ernst und unterschwingendem Hass in der Stimme. Seine Mundwinkel hatten sich nach unten gerichtet und sein Blick konnte dem Silvanas nicht mehr stand halten.
Er brauchte einen Augenblick und atmete tief durch.


>> Für mich ist der Blick in die Zukunft der einzig richtig Weg.
Er hob das Kinn wieder und blickte in die Augen der Wallonin.

>> Und das sollte er auch für dich sein.
Vorsichtig spitzte er die Lippen und suchte nach Silvanas Lippen. Er wollte ihre Süße schmecken, wollte durch sie die Bitterkeit seiner Worte vergessen.
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Silvana

Re:Am Entenweiher
« Antwort #19 am: Fr., 08. Apr 2005, 12:16 »

Er hatte sie alle verstoßen? Welch interessante Sichtweise. Und doch war der Hass deutlich zu spüren, der ihn beherrschte wenn er von seiner Vergangenheit sprach. Hass verspürte Silvana keinen. Nur die Trauer war manchmal so stark, dass ihr menschliches Herz schwer wurde wie verhüttetes Eisen.

"Zukunft?" Ein bitteres Lachen begleitete Silvanas heftigen Ausspruch, als habe sie das Wort ausgespuckt. "Welche Zukunft? Es gibt kein Ziel, das ich anstreben könnte. Keinen Weg, den ich gehen könnte. Ich lebe, weil das Schicksal es so will, aber ohne jegliche Bestimmung. Mein einziger Trost ist die Wiedergeburt, die mir eine neue Chance in einem neuen Leben gewähren wird. Doch dieses Leben scheint mir längst vergeudet."

Die Resignation klang seltsam aus ihrem Mund. Vermittelte die Wallonin nach außen hin doch unbeugsame Stärke. Ihr Wesen war genau wie ihr Blut - vermischt und zwiespältig. Sie bedauerte nichts und haderte auch nicht mir ihrem Schicksal. So jung sie auch war, so kraftvoll und willensstark im Leben - genauso alt fühlte sich ihre Seele, so schwach war ihr Streben und Sein geworden.

Einzig Etiennes Gegenwart milderte ihre Melancholie. Sie floh seinem Blick, schloss die Augen und ließ ihre Sinne von der weichen Berührung seiner Lippen verführen. Der Griff ihrer Hände an seinem Rücken verstärkte sich. Einen Moment lang wurde das Bedürfnis, ihn für immer in ihren Armen zu halten, übermächtig. Begierig küsste sie ihn wider, während ihre Lippen sich öffneten und ihre Zunge den Geschmack seines ganzes Wesens zu ergründen versuchte.
« Letzte Änderung: Fr., 08. Apr 2005, 12:17 von Silvana »   Gespeichert  
Talya

Re:Am Entenweiher
« Antwort #20 am: Fr., 08. Apr 2005, 12:31 »

Etienne schüttelte den Kopf und die letzten Wassertropfen spritzten aus seinem Pferdeschwanz auf den nackten Oberkörper.

>> Nein, dein Leben ist nicht vergeudet..
Raunte er leise und suchte erneut zärtlich nach Silvanas Lippen.

>> Es gibt noch viel für dich zu tun.
Wisperte er zwischen den Küssen und packte sie fest bei den Hüften. Vorsichtig und ohne sich von ihrem Mund zu lösen, hob er sie an und legte sie langsam auf die Leinendecke, welche schon vor geraumer Zeit von seinen kräftigen Schultern gefallen war.

>> Noch so viel zu erleben und spüren..
Keuchte er weiter und beugte sich über sie. Durch die Melancholie in ihrem Blick fühlte er sich seltsam angezogen. Wollte diese Traurigkeit gleichsam mit ihr teilen als auch verscheuchen.
Gierig schob er sein Hemd, dass sie jetzt trug hoch und beugte sich über ihren flachen Bauch.
Sanft küsste er sie um den Nabel, bevor er wieder aufsah und sie anlächelt.


>> Ich gebe dir ein neues Ziel.. werde glücklich. Fange an, dass zu lieben, was du besitzt, dass zu schätzen, was dir gehört, dass zu begehren, was dir gefällt..
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Silvana

Re:Am Entenweiher
« Antwort #21 am: Fr., 08. Apr 2005, 13:56 »

Ein Schmunzeln trat auf ihre Lippen. "Denkst du, dies sei ein lohnenswertes Ziel? Glück? Bist du glücklich?"

Heiße Erregung erfüllte ihren Unterleib, als Etienne ihren Bauch küsste. Ihre kräftigen Beine umschlangen seine Schenkel und pressten ihn an sich. Mit den Händen griff sie nach seinen Achseln und zog ihn zu sich hoch, dass er schwer auf ihr zu liegen kam.

"Ich begehre längst, was mir gefällt", flüsterte sie und ließ ihre Finger sein Rückgrat entlang wandern. Ihn der gesamten Länge nach zu spüren vermittelte Silvana ein völlig neues Empfinden. Sie hatte sich nie einsam gefühlt, aber heute war sie erstmals nicht allein.

"Aber begehren", raunte sie weiter, "heißt noch lange nicht zu bekommen, was einem gefällt. Obwohl ..."

Gefühlvoll strichen ihre Finger die kräftigen Muskeln seiner Schultern hoch und fingen dann an, seinen Zopf zu lösen. "... das Begehren für sich genommen den Tag auf wundersame Weise zu versüßen vermag. Ich finde das höchst interessant."

Die dunkelblaue Iris schimmerte hell im Sonnenlicht, das ihr ins Gesicht schien und ihre Wangen wärmte. Sie blinzelte und kniff die Augen zusammen. Weich fielen die braunen Locken auf seine Schultern herab und kitzelten ihren Hals. Ihre beiden Hände vergruben sich in sein Haar und zogen seinen Kopf sanft zu sich herab. Noch während sie ihn küsste, bäumte sich ihr Körper unter ihm auf und rollte sich mit ihm gemeinsam zur Seite. Immer noch lag sie der Länge nach an ihn gepresst, und sowohl der Stoff des Hemdes als auch sein Lendenschurz erschienen ihr seltsam störend.

"Ich finde dich höchst interessant."
« Letzte Änderung: Fr., 08. Apr 2005, 14:10 von Silvana »   Gespeichert  
Talya

Re:Am Entenweiher
« Antwort #22 am: Do., 21. Apr 2005, 08:32 »

>> Und ich,.. ich finde dich sehr interessant.
Murmelte Etienne mit seiner hohen Stimme.
Er genoß den warmen Körper an seiner Seite und streichelte Silvana sanft eine Strähne ihres dunkelblauen Haares aus dem Gesicht.
Ihr Atem war warm auf seiner Haut und auch ihn erregte diese Situation mehr und mehr.

Vorsichtig wanderte seine Hand ihren Körper hinab und drückte sie immer fester an sich.
Plötzlich jedoch ließ er los und rollte sich von ihr weg. Die Hitze ihrer Haut fehlte im augenblicklich, doch ein Blick in ihrer Augen hatte ihn dazu bewogen, sich zu lösen. Gedankenverloren setzte er sich auf und starrte in den grünen Weiher.

Gleich darauf fühlte er Silvanas Hand auf seinem Rücken, wie sie zärtlich versuchte, ihn wieder zu sich herunter zu ziehen, doch Etienne gab diesem Verlangen nicht nach.


>> Silvana, ich...
Er drehte sich um und sah sie da vor ihm liegen. Wie sie ihn mit ihren hübschen blauen Augen musterte. Was mochte sie gerade denken? Dass sie irgendetwas falsch gemacht hatte? Oder dass Etienne sich nicht mehr zu ihr hingezogen fühlte? All das war falsch.
Es war etwas ganz anderes, was Etienne dazu bewogen hatte, nicht dem Verlangen und der Erregung nach der Schmiedin nachzugeben.


>> ... ich fürchte mich. Ich fürchte mich davor, mich in dich zu verlieben. Mich in dir zu verlieren..
Etiennes graublaue Augen waren ernst. Nein, er liebte Silvana bis dato nicht. Und er wußte nicht, ob er es jemals können würde. Aber gleichzeitig fürchtete er auch, dass es passieren könnte. Ein seltsamer Gedankenwust flog durch seinen Kopf. Etienne wußte nicht mehr, was er wollte. Er.. sie... eigentlich war es doch nur Spaß gewesen. Mehr hatte er nicht gewollt und auch die Wallonin hatte nicht den Eindruck gemacht, als würde es sie stören.

Und wenn es nur die körperliche Liebe gewesen wäre, die die beiden verband, hätte Etienen es auch weiterhin nichts ausgemacht und er hätte Silvana hier, im taufeuchten Gras abermals verführt.
doch ihre Gespräche berührten seine Seele und er war sich nicht mehr sicher, was richtig war. Er, der sonst immer das Richtige tat.

Silvana schien fast so etwas wie eine Freundin werden zu können. Aber ließ sich freundschaft mit körperlicher Liebe vereinbaren?
Er wußte es nicht. Und er war verwirrt. Und er wußte nicht, wie er es Silvana erklären sollte. Leise sprach er


>> Du bedeutest mir mehr, als die meisten anderen Frauen zuvor. Ich will.. das nicht.. gefährden..

Er schüttelte den Kopf und sein Haar gab die letzten Wassertropfen preis.

>> Ich..
Er brauchte mehr Zeit. Aber wofür? Um sich klar zu werden, was er wollte? Was er nicht wollte?
Wortlos packte er seine Sachen.


>> Entschuldige bitte..
Seine Augen sahen warm auf Silvana ab, er beugte sich nieder und spitzte die Lippen um ihr einen Kuss zu geben.
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