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   Autor  Thema: Die Gärtnerei außerhalb der Geschäftszeit (Bitte nur nach Absprache posten.) (Gelesen 165 mal)
DonAlbain

Die Gärtnerei außerhalb der Geschäftszeit
« am: Mo., 19. Dez 2005, 08:33 »

Wie vom Donner gerührt saß Malfurion da. Sie hatte sich tatsächlich seinetwegen durch dieses Wetter gekämpft? Das musste er erst einmal verarbeiten. Soweit er sich erinnern konnte, hatte es nie jemanden gegeben, der das für ihn gemacht hätte. Don vielleicht ? aber das war nun etwas völlig anderes.

»Ich ?« setzte er an, verstummte dann aber wieder. Eingehend betrachtete er ihre Gesichtszüge. Nein, einen Spaß schien sie sich nicht mit ihm zu machen. Was aber sollte er darauf antworten? Er war wirklich nicht gut in so etwas. Da sie das auch wusste, entschloss er sich, einfach stumm zu bleiben. Das Feuer prasselte vor sich hin, allmählich musste Elina wieder auftauen. Malfurion ertappte sich dabei, das zu bedauern ? schließlich konnte sie dann jederzeit verschwinden. Andererseits wollte er natürlich nicht, dass es ihr schlecht ging. Seine Hände hielten noch immer die Flöte, die sie ihm geschenkt hatte. Ob er sie fragen sollte, woher sie war? Doch in die Stille, die den Raum auszufüllen schien, sprach nun sie wieder.

»Oh, n-nein. D-das stört doch n-nicht. Ich mag das doch selbst...« Ja. Mit der Stille konnte er umgehen. Ruhe. Frieden. So saß er weiter still da, ebenso Elina. Deren Blick fiel gerade auf das Musikinstrument in seinen Händen. Dann wieder glitt er über sein Gesicht.

Etwas vorspielen sollte er. Eine Frühlingsmelodie?
»J-ja, meistens sp-spiele ich andere Melodien...« Die gefielen ihm auch besser. Etwas langsames, getragenes. Etwas, wo man problemlos mitkam und ohne jede Hektik. Aber warum sollte er es nicht einmal versuchen?

»Aber ich k-kann es probieren. Obwohl ich n-nicht besonders gut spiele.«

Er lächelte verlegen und setzte die Flöte an die Lippen. Kurz überlegte er, dann hatte er die Melodie im Kopf. Es war ein recht bekanntes Lied, das er auch schon einmal gespielt hatte. Ein heller Ton erfüllte den Raum, eine leichte Melodie. Doch nach wenigen Takten brach der Druide ab. Schüttelte den Kopf. Begann von vorn. Diesmal gelang es besser. Die Melodie entwich der Flöte wie von selbst, ebenso bewegten sich seine Finger. Es war fast wie die Gärtnerarbeit, die er ebenfalls ohne nachzudenken verrichten konnte.

So spielte er diesmal das ganze Lied durch, wie es ihm in Erinnerung geblieben war. Ob das auch die weithin bekannte Version war kümmerte ihn nicht. Vielleicht war dieser Ton im Original etwas höher, jener ein wenig tiefer ? für Malfurion klang es richtig.

Als er geendet hatte, setzte er das Instrument ab und sah zu Elina herüber. Er lächelte, nicht mehr so schüchtern nun. Wiederrum sah er sie eingehend an, studierte das helle Haar, von dem wieder eine Strähne in ihr Gesicht gefallen war.

Konnte es sein, dass diese Frau nur seinetwegen von Nighton hergekommen war? Wer war sie eigentlich? Er kannte sie nur sehr oberflächlich... Schließlich rang er sich zu einer Frage durch, die er sich schon länger stellte. Hoffentlich verstieß er damit nicht wieder gegen irgendeine der gesellschaftlichen Normen, die er so verabscheute.

»Verzeiht... w-woher habt Ihr diese Flöte eigentlich?«
« Letzte Änderung: Di., 20. Dez 2005, 00:04 von DonAlbain »   Gespeichert  
Silvana

Re:Die Gärtnerei außerhalb der Geschäftszeit
« Antwort #1 am: So., 01. Jan 2006, 12:29 »

Die Melodie klang anders, als Elina sie in Erinnerung hatte. Aber deswegen keineswegs falsch. Im Gegenteil verlieh Malfurion dem Lied etwas Einzigartiges, etwas Besonderes. Ein verzücktes Lächeln lag auf ihrem Antlitz, als er die Flöte sinken ließ. Elina unterdrückte den Impuls zu klatschen, um Malfurion nicht zu verschrecken. Es war sicher nicht in seinem Sinn, so oberflächlich belobigt zu werden. Stille Bewunderung schätzte er vermutlich mehr.

Nun sah er wenigstens nicht mehr ganz so verstört aus. Elina mochte seine Augen, und die Art, wie er die Umwelt zu betrachten schien. Schüchtern, aber dennoch eingehend. Mit einem Hauch von Widerwillen. Am liebsten hätte sie ihm das dunkle Haar, das wild über seine Stirn fiel, aus seinem Gesicht geschoben, um sein Antlitz einmal im Ganzen betrachten zu können. Kaum jemand würde Malfurion als schön bezeichnen, vermutete Elina, aber er hatte etwas äußerst Anziehendes an sich, das sie nicht genau benennen konnte und mit Schönheit nichts zu tun hatte.

"Ich danke Euch. Ihr seid sehr talentiert." Zur Bestätigung nickte sie, trank den Tee aus, ehe sie die Tasse beiseite stellte, und knetete die Finger. "Allmählich taue ich auf", lachte sie, ein wenig zurückhaltend und leise zwar, denn sie war es nicht gewohnt zu lachen. "Was für Lieder spielt Ihr, wenn Euch niemand zuhört?"

Auf die Frage nach der Herkunft der Flöte zuckte sie unwillkürlich zusammen. "Ich ... weiß es ... nicht", stotterte sie ein wenig hilflos, hatte sich aber schnell wieder unter Kontrolle. Ihr wasserblauen Augen huschten ziellos über Malfurions Gesicht, dann zur Decke hoch und zurück, ohne auch nur ein Detail zu erfassen. "Ich hatte sie bei mir, als ich nach Nighton kam. Auf dem Marktplatz. Ich weiß nicht mehr, wie ... ich dort hin gekommen bin. Es war wie ein Traum. Als ob ich aufgewacht wäre. Oder gestorben bin? Ich kann mich nicht erinnern."

Auch ohne Spiegel wusste sie, dass ihr die Verzweiflung ins Gesicht gemeißelt war. "Ich weiß nicht einmal, wer ich bin", flüsterte sie und ließ den Kopf sinken.
« Letzte Änderung: So., 01. Jan 2006, 12:30 von Silvana DaRemyth »   Gespeichert  
DonAlbain

Re:Die Gärtnerei außerhalb der Geschäftszeit
« Antwort #2 am: Do., 05. Jan 2006, 14:47 »

Bestürzt sah Malfurion zu ihr hinüber. Das hatte er nicht gewollt.

»En-entschuldigt, i-ich wollte n-nichts ansp-prechen, was Euch K-kummer bereitet. K-kann ich Euch n-noch etwas bringen?«

Was hatte er da nur wieder angerichtet. Nun war sie schon aus Nighton hergekommen, um ihn zu sehen, saß mit ihm in der Gärtnerei vor dem Feuer und er machte irgendwie wieder alles kaputt.

»Ich sch-spiele lieber... ein wenig... traurigere Melodien, langsame, v-voll von?« Gefühl, hatte er sagen wollen, brach jedoch ab und sah Elina verlegen an. Er fand sie schön, gewiss fand er das. Aber sie war so... furchtbar anders... als er... Und dann wieder liebte sie die Stille ebenso, wie er es tat. Alles sehr verwirrend. Und warum tat es ihm so weh, sie so zu sehen? Der Druide fühlte sich wieder einmal äußerst hilflos. Wie so oft, wie vor allem früher so oft, hätte er nun gern jemanden neben sich gehabt, der ihm half, ihn stützte, ihm sagte, wie er sich verhalten sollte. Er blickte nach hinten, wo Maiev gestanden hatte, die Elfe jedoch war längst entschwunden. Vielleicht musste er irgendwann anfangen, solche Situationen allein zu bestehen. Ja, das musste er ? und zwar jetzt. Es blieb ihm gar nichts anderes übrig.

Sein Blick wanderte zurück zu Elina, die er mit jedem Moment mehr mochte, und er überlegte fieberhaft, was er noch sagen konnte. Doch wenn er fragte, wie es war, damals, als sie nach Nighton gekommen war ? machte er es damit nicht noch schlimmer?
« Letzte Änderung: Do., 05. Jan 2006, 14:47 von DonAlbain »   Gespeichert  
Silvana

Re:Die Gärtnerei außerhalb der Geschäftszeit
« Antwort #3 am: Mo., 16. Jan 2006, 07:39 »

Elina lächelte Malfurion etwas gezwungen zu und strich sich in einer fahrigen Bewegung das Haar hinter die Ohren. Keinesfalls wollte sie ihn mit ihren Problemen belasten. Er schien schon genug mit sich selbst zu tun zu haben.

"Verzeiht, ich wollte nicht ..." Ja, was wollte sie eigentlich nicht? Ihm zeigen, dass sie weniger kühl, weniger distanziert war als sie sich gab? Dass sie das Alleinsein satt hatte? Dass es niemanden gab, mit dem sie reden konnte, bei dem sie ihre Sorgen vergessen konnte? Zaghaft äugte sie zu ihm hin.

"Ach, Kummer, haben wir den nicht alle? Es wäre schon, von Euch eine dieser Melodien zu hören, von denen Ihr eben spracht. Würdet Ihr für mich ... bitte ..." Sie hatte tagtäglich mit Menschen zu tun, sie hatte keine Probleme, sich auszudrücken, normalerweise ... aber hier, in Malfurions Nähe, brachte sie keinen geraden Satz mehr heraus. Als ob sie Furcht hatte ihn mit einem unbedachten Wort zu vertreiben. Er schien so scheu. Und dennoch vermittelte er ihr das Gefühl von Geborgenheit, einfach dadurch dass er sich Zeit für sie nahm, dass er da war, sie auf so forschende Weise ansah.

Das Lächeln auf ihren Lippen wurde wieder herzlich, echt, brachte ihre Augen zum Leuchten, die nun wieder auf seiner Gestalt ruhten. Sie wollte es vermeiden ihn anzustarren, aber sie kam nicht umhin seinen Blick zu suchen. Was war nur los mit ihr? Rasch trank sie die Teetasse leer und reichte sie ihm hin.

"Dürfte ich bitte noch ... eine Tasse Tee ..."
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