Spiel | Homepage | Regeln | Einloggen | Registrieren

News:

Willkommen, Gast. Bitte Einloggen oder Registrieren.

Legends of Aylann  |  Legends of Aylann - Das Spiel  |  Nuru  |  Nuru (ARCHIV)  |  Thema: Côr vor den Toren! << zurück weiter >>
Seiten: 1 [2] 3 4 ... 7 Alle | Nach unten
   Autor  Thema: Côr vor den Toren! (Der Angriff auf Nuru) (Gelesen 3391 mal)
Maya

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #15 am: Di., 25. Apr 2006, 10:46 »

Maya rannte die staßen entlang, ihr schossen tausend gedanken durch den kopf: Krieg?! aber ich weiß doch gar nicht, was zu tun ist.man konnte es deutlich in ihrem gesicht ablesen, sie hatte angst, todesangst. Wo ist perfel? sie rannte, so schell sie konnte und versuchte ihre freundinn zu finden. Ich würde ja kämpfen, aber ich habe ja nicht mal eine waffe...ging ihr durch den kopf. was nützt den leuten eine bogenschützin ohne bogen...
plötzlich stieß maya gegen etwas. sie war in der nähe vom stadttor, und ein wagen stand in ihrem weg. die junge elfe sah sich um, es standen so einige bauern mit ihren wägen auf dem platz. dann sah sie nach draußen, eine riesige staubwolke war zu sehen -der feind kahm immer näher. noch ein grund mehr perfel schnell zu finden.
es waren so viele gassen, und maya war erst neu in der stadt, wo sollte sie langgehen? sie entschied sich für einen der wege, und hatte glück, aus einer kurzen entfehrnung konnte sie die apotheke sehen. hoffentlich war perfel dort zu finden....
  Gespeichert  
Amras

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #16 am: Di., 25. Apr 2006, 15:59 »

Amras fing an alle Ausstellungsgegenstände zusammenzuräumen und in die Truhe zu legen, damit diese in Sicherheit waren, wenn er vielleicht über mehrere Tage die Schneiderei unbewacht lassen musste. Der Angriff von dem überall die Rede war würde wohl innerhalb der nächsten Tage beginnen und er wollte nicht darum besorgt sein, dass jemand die Schneiderei plündern würde, während er versuchte mit den Soldaten die Stadt zu verteidigen. Er legte gerade die Umhänge zusammen als jemand in die Schneiderei kam.
Das Herz des Paladin schlug schneller als er die Person erblickte. Es war Casandra. Nach so langer Zeit sah er sie endlich wieder. Nach einer innigen Umarmung und einem ebensolchen Kuss fragte sie was denn in der Stadt los sei.

<<Nun ich weiss auch nichts genaues. Immer wieder hört man von einer Armee die auf die Stadt zu maschiert und alles dem Erdboden gleichmachen wollte, jedoch habe es bisher auch aus keiner zuverlässigen Quelle und mit Sicherheit gehört. Weder über die Größe der Armee noch wie lange sie hierher brauchen - wenn sie denn überhaupt auf dem Weg hierher sind - ist bekannt.  Gestern hies es heute. Heute heisst es in ein paar Tagen erst. Niemand scheint genaueres zu wissen. Es ist das totale Chaos.>>

Kaum hatte Amras ausgesprochen drückte ihm Casandra das Einhorn-Amulett in die Hand. Er solle es gut aufbewahren und niemanden zeigen.
Er nahm es entgegen und verstaute es in einer Tasche mit einer verschliessbaren Lasche, die so unter seiner Rüstung versteckt sein würde, dass sie ihn weder beim Kampf behindert, noch von aussen sichtbar ist.

<<Sirrah trauen. Nunja.... Ich vertraue ihr, weil du ihr zu vertrauen scheinst. Ich schwöre bei Paladin dem Gerechten, dass ich es mit meinem Leben beschützen werde und keiner Seele davon erzählen werde.>>

<<Ich denke ich werden die Schneiderei noch soweit verrammeln, dass niemand auf die Idee kommt, das Chaos zu nutzen und den Laden zu plündern, und dann wohl gucken wo man meine Hilfe brauchen wird. Ich denke ich wähle die gut Glück Methode die du verschmäht hast.
>>

Amras konnte über seinen Versuch die Stimmung aufzuheitern auch nur schmunzeln und so fuhr er fort

<<Wenn das hier heil überstanden ist, müssen wir uns auf jeden Fall mal ein paar Tage frei nehmen und uns etwas Zeit gönnen....>>

<<Aber nun geh! Mann wird deine Hilfe wohl brauchen. Und ich denke es macht keinen Sinn dir einen Ort zu sagen, wo ich sein werde, da ich es selbst noch nicht weiss. Wir könnnen es so machen, dass wir uns kurz nach Einbruch der Dunkelheit wieder hier treffen können. Oder eben wenn die erste Angriffswelle vorbei ist, je nach dem. Ich werde hier sein. Wenn du nicht kurz vor Mitternacht hier sein solltest, werde ich dich suchen. Dich werde ich wohl einfacher finden, als du mich.
>>

Nachdem Casandra zugestimmt hatte und sich nach einem langem Abschiedkuss, verliess sie die Schneiderei. Nun machte sich Amras wieder an die Arbeit und vertaute die restlichen Kleider. Nun schloss er die Eingangstür und schob den schweren Riegel davor. Zusätzlich schob er von innen noch ein paar Keile davor, sodass man von hier aus kaum in den Laden keinkommen würde. Danach verschloss er alle Fensterläden und verschloss dieses ebenso gründlich. Die Truhe in der alle Wertgegenstände waren versteckte er unter einem ganzen Berg Stoffreste, sodass man diese nicht sofort entdecken würde, wenn man hereinkam. Zum Schluss verriegelte er noch die Zwischentür, die den privaten vom geschäftlichen Bereich abtrennte. Hier war schon alles soweit verschlossen, das er nichts mehr tun musste.
Nun fragte er sich allerdings wo Ileana war. Sie hatte sich einen Tag frei genommen und sie solllte eigentlich heute wiederkommen. Nunja er würde sie ja vielleicht auf dem Weg treffen. Er nahm seine Ausrüstung und seine Waffen und verliess das Gebäude. Nocheinmal verschloss er die Tür und hoffte, dass dies reichen würde.

Nun ging er auf die Strasse vor der Schneiderei. Wo sollte er nun hin gehen? Er würde wohl zuerst einmal zu Feste gehen und sich dort umhören, was nun genau passierte. Ob es eine Armee gab und wenn sie groß sie war.

Auf dem Weg zur Kaserne hörte der Elf ein markerschütternes Brüllen und Schmerzensschreie, die vom Wind zu ihm getragen wurden. Die Schlacht fing schon an? Nun rannte er so schnell wie er nur konnte zu der Richtung aus der der Kampflärm tönte. Was würde ihn dort erwarten?
  Gespeichert  
Kjeldor

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #17 am: Di., 25. Apr 2006, 18:13 »

[Achtung - Platzhalter:]

- Kjeldor kommt aus Drachenauge heim und berichtet seinem Hauptmann von der Operation Sperber
- Er beginnt die Löwenpranke zu organisieren und den drohenden Schatten abzuwehren...

Ausführlicher Post folgt!
(Hab' leider gerade im RL ziemlich viel zu tun  )

[/Platzhalter-Ende]
  Gespeichert  
Thorgrim Blutaxt

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #18 am: Di., 25. Apr 2006, 21:45 »

Runde 2


Gespannt verfolgte Thorgrim den Wettlauf mit der Zeit. Die Reiter kamen immer näher, es war nur noch eine Frage von Minuten, bis sie vor der Stadt waren. Doch immer noch fehlten Soldaten wie Wagen. Zwar wusste er nicht, wie viele, aber es waren eine Menge. Von den Wagen vor der Stadt, die von den Reitern eingeholt werden würden, ganz abgesehen. Thorgrim war unsicher. Noch nie hatte er in einer Schlacht die Fäden in der Hand gehabt. Bisher war es immer einfach gewesen. Er war ein Krieger und hatte das gemacht, was er am besten konnte. Gekämpft und Getötet. Nun aber war es anders. Von seinen Entscheidungen hing das Leben von so vielen ab. Und das war auch der Grund warum er zögerte. Schnell hätte er die Pranke vor die Tore schicken können, doch hätte dies vermutlich den Tod von Soldaten gekostet. Und er hatte bis zu letzt gehofft, dass der Kampf vermieden werden könnte. Doch nun sollte er eines besseren gelehrt werden.

Da schoss plötzlich ein dunkler Schatten über die Stadt in Richtung der feindlichen Soldaten. Hardor, der Sturmsilberdrache war wiedergekehrt. Thorgrim blinzelte zweimal, zu sehr war er an seine Erlebnisse mit seinem Bruder Bulgrim erinnert, als sie mit dem Druiden Ledun gereist waren. Doch konnte er nicht mit Gewissheit sagen, ob es nun Hardor war, oder ein Drache, der ihm ähnlich sah. Der Drache schoss auf die Reiter zu, und flog kurz über die Köpfe der Angreifer hinweg.

Das Ergebnis war verheerend. Viele Pferde stiegen erschrocken und warfen so die Reiter aus dem Sattel. Andere wurden von der Windböe der Flügel schlichtweg aus dem Sattel gehoben. Schon stieg der Drache wieder in die Luft, um mit einem markerschütternden Gebrüll sich wieder auf die Gegner zu werfen. Hardor spuckte Feuer zwischen die Reiter und mehr als einer stand nach dem Fall vom Pferde nicht mehr auf. Doch so überrascht die Angreifer auch waren, sie fingen sich schnell. Bald waren die Bögen und Armbrüste gezückt, und machten es Hardor schwer, sich an die Feinde zu nähern, ohne auch Gefahr zu laufen, getroffen zu werden.

Thorgrim schaute sich das Treiben fasziniert an. Noch nie hatte er einen Drachen aus der Nähe kämpfen sehen.

>>Bei Reorx.... Er ist es……Er ist zurückgekehrt…… Er ist gekommen um uns die Zeit zu geben, die wir brauchen. SOLDATEN DER LÖWENPRANKE!! ANGRIFF!!!! Du Soldat, renne zu den Waffenmeistern. Wir werden sicher jede Hand brauchen können, die eine Waffe führen kann. Und du laufe zur Apotheke. Such nach jedem Heiler, den du finden kannst. Vielleicht können sie das schlimmste verhindern.<<

~~*~~


Jeremias klopfte sich ebenfalls den Staub von seiner Lederrüstung, ehe er Rraurgrimm antwortete. Fast mitleidig lächelte er zu dem Lycan, ehe er sprach.

>>Ja, ich erinnere mich. Es ist noch nicht allzu lange her. Und jetzt habt ihr Angst um eure neuen Freunde, richtig? Auch ich habe Angst. Sehr hier..<< mit diesen Worten griff er unter seine Rüstung und holte eine kleine Puppe hervor, die an einer Kette um seinen Hals hing. Die Puppe war schon sehr abgenutzt und sah so aus, als ob sie ihre besten Tage bereits hinter sich hatte, doch Jeremias hielt sie wie ein rohes Ei in der Hand und lächelte sie an. >>Die Puppe habe ich von meiner Tochter bekommen, als ich zur Pranke ging. Sie sagte, es soll mich daran erinnern, dass ich wieder nach Hause kommen soll. Heute ist sie 4 Umläufe alt. Und hat ein kleines Brüderchen, welches 10 Monde zählt. Ich habe Angst um meine Familie mein wilder Freund.<< mit den Worten packte er die Puppe wieder unter die Lederrüstung und ergriff seine Waffe, da der Befehl zum Angriff erschallte.

>>Vorhin habe ich, glaube ich, ein paar Orks gesehen, wie sie hier in die Stadt kamen. Vielleicht sind sie dabei. Ansonsten betet, dass sie sich gut versteckt haben. Die Götter mögen euch schützen.<<

schnell warf er seinen Köcher über die Schulter, als er seinen Kameraden hinterher lief.

~~*~~


Der junge Soldat rannte nach Thorgrims Befehl zur Gilde der Waffenmeistern. Dabei war es nicht gerade leicht, denn mit dem Auftauchen der Späher und des Drachens wurden auch die Menschen unruhig. Immer wieder versuchte man ihn aufzuhalten, und Antworten zu erfahren, doch er schaffte es immer wieder, sich loszureißen. Auf halben Wege sah er eine kleine Kutsche auf dessen Bock ein Zwerg saß. Der junge Soldat erkannte Drax sofort, war seine Kampfkraft und seine Geschichten doch in der Kaserne gepriesen. Ein oder zweimal hatte er ihn schon in der Kaserne gesehen, aber nie mit ihm geredet.

>>Herr Drax.. Wartet. Herr Drax, der Stadthalter ruft nach den Waffenmeistern am Stadttor. Begebt euch bitte sofort dorthin.<<

danach rannte er weiter Richtung Gilde. Der Weg war nicht lang, doch war er vollkommen ausser Atem, als er bei der Gilde angekommen ist.

>>Hallo, ist hier wer? Die Stadt braucht die Hilfe der Waffenmeister.<<

einen Moment rannte er durch die Gänge, bis er auf einen Diener traf, der ihn so schnell es ging zu Casandra brachte.

>>My Lady, Sir Thorgrim verlangt nach der Hilfe der Waffenmeistern. Seiht ihr eine? Dann sollt ihr mit mir zum Stadttor kommen, Sir Thorgrim erwartet euch dort. Sind noch mehr Waffenmeister hier?<<

Gehetzt sah er sich um, um sofort wieder zum Stadttor zu kommen.

Viel besser erging es seinem Kollegen auch nicht, der sich gerade auf den Weg zur Apotheke machte. Auch hier waren die Menschen aufgebracht, und die Löwenpranke machte sich auf den Weg zum Tor, um sich gegen den Feind zu stellen. Bei der Apotheke fand er mehrere Frauen vor, und ein Elf, der sich gerade auf sein Pferd schwang.

>>Ist wer der Heilkunde mächtig? Oder der Besitzer der Apotheke? Der Statthalter verlangt alle Heiler und die Apothekerin am Stadttor.<<

Schwer atmend hoffte er, die richtigen Personen gefunden zu haben.

~~*~~


Thorgrim wurde doch von Stolz erfüllt, als die Löwenpranke an ihm vorbei auf die feindliche Armee zuhielt. Er selber stand auf der Wehrmauer und schaute ihnen nach. Hardor konnte den Marsch der Angreifer zwar aufhalten, doch nun waren sie trotzdem bis auf 1000m an das Tor rangekommen. Laut krachte und splitterte es, als die zwei Armeen aufeinander prallten. Schon schnell war die Luft von Schmerzensschreien erfüllt. Bald konnte man von der Mauer aus Freund und Feind nicht unterscheiden. Der Staub wurde aufgewirbelt und machte die Sicht fast unmöglich. Thorgrim ging auf der Mauer hin und her, und ballte die Fäuste. Mein Platz ist nicht hier. Er ist dort unten bei den Männern fluchte er in sich hinein, und rannte die Mauer hinab. Dabei sah er die ersten Heiler ankommen.

>>Ihr kümmert euch um die Verletzten.<<

rief er, bevor er seine Axt und sein Schild ergriff, und der Schlacht entgegen rannte.

« Letzte Änderung: Di., 25. Apr 2006, 22:09 von Thorgrim Blutaxt »   Gespeichert  
Ethlind

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #19 am: Di., 25. Apr 2006, 22:56 »

Ethlind war gerade dabei einer alten Frau zu helfen ihre Enkelin ein zu fangen und in Sicherheit zu bringen, da ritt an ihr einer von Thorgrims Leuten vorbei. Kurz hatten sich ihre Blicke getroffen, aber Ethlind maß dem keine Bedeutung bei und schnell war auch der Soldat aus ihrem Blickfeld verschwunden. Das quieken das 2 Jährigen Burschen in ihrem Armen brachte Ethlind schnell dazu das ganze wieder zu vergessen, und weiter half sie energisch den Leuten. Die Panik hatte so schnell um sich gegriffen, Ethlind fand es immer wieder erstaunlich, wie schnell sich in einer großen Stadt die Stimmung ändern konnte. Als sie durch die Tore geschritten kam, hatte die Angst noch keinen Namen, nun aber schon, und die Menschen reagierten darauf.

Die Alte Frau und das Kind waren in einem Keller untergebracht wo sie sich sicher zu fühlen schienen. Warum flüchteten die Leute so gerne in kalte Unterirdische kleine Räume wenn sie Angst hatten? Ethlind erschauerte bei dem Gedanken, einen Angriff auf der Stadt aus diesen Zellen und sicheren Gefängnissen lauschen zu müssen. Da war sie schon lieber unter den Kriegern und sah der Angst ins Auge. Da wusste man wenigstens womit man es zu tun hatte, und das auch die andere Seite verwundbar war ... oder eben auch nicht.




Saskia hörte wie jemand in die Apotheke kam und sah NoQ wie er zu seinen Kindern ging. Sie blieb jedoch im Schatten unter der Treppe stehen. Wenn er sie sehen hätte wollen, dann hätte er sicher nach ihr gerufen. Suchte er nach Ethlind wenigstens? Saskia wusste was sie sich für Sorgen gemacht hat die Wochen die er wie vom Erdboden verschluckt war. Nun zumindest schien es ihm gut zu gehen, und er dürfte auch die Erinnerung an seine Kinder nicht verloren haben. Ethlind würde sich sicher freuen über diese Neuigkeiten, aber die hatte ihre Kinder alleine gelassen, und auch sie um in einen Krieg zu ziehen von dem sie keine Ahnung hatte was er eigentlich sollte.

Saskia war fast schon erleichtert als NoQ wieder ging. Irgendwie hatte sie Angst davor gehabt wieder mit ihm zu reden, obwohl sie doch einige Zeit zusammen unter einem Dach gelebt hatten. Außerdem erschien es ihr irgendwie wie als hätte ihn die Reise verändert, aber genauer definieren konnte sie das Gefühl nicht. Gedankenverloren stopfte das Mädchen ein paar getrocknete Kräuter in die entsprechenden Aufbewahrungsdosen, bis sie von einer Veränderung vor der Tür bemerkte. Die Stimmen waren anders geworden.

Mit einem kurzen Blick versicherte sie sich das Olga nicht in der Nähe war und die entdecken konnte, und schlich sich dann zur Türe. Warum sollte sie eigentlich hier bleiben? Ihr Bruder war doch auch abgehauen. Neugierig steckte das Mädchen die Nase zur Tür hinaus, vorsichtig sich versichernd das Perfel nicht noch in der Nähe war, bevor sie von einem der Nachbarn versuchte zu erfahren, was denn gerade eben los war. ...



Ethlind hatte es noch nicht sehr weit gebracht, aber doch rückte die Festung näher, als sie auf einmal stürmisch auf Hüfthöhe umarmt wurde. Verwundert wandte sie sich um, und blickte in das aufgelöste Gesicht der kleinen Saskia. Sie wollte schon zu einem erstaunten aber sorgenvollen Satz des Tadels ansetzen als Saskia ihr mit einem Kopfschütteln gleich das Wort abschnitt. Vollkommen aus der Puste sagte sie. &#8222;Da ... Da war ein Soldat bei der Apotheke ... er will die Heiler beim Stadttor sehen.&#8220; Sie schnappte nach Luft und sah zu Ethlind auf. War da noch der Ärger darüber das sie aus der Apotheke raus war?

Ethlind jedoch hatte sie Worte vernommen und schlug schon den Weg zum Stadttor das zu den Angreifern führte ein. Über die Schulter rief sie Saskia nur noch zu das sie unbedingt wieder zurück gehen sollte zur Apotheke. Die Worte die ihr das Mädchen aber noch nach rief gingen in der Menge schon unter.
  Gespeichert  
Hardor

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #20 am: Mi., 26. Apr 2006, 16:31 »

Hardor funkelte die feindliche Front an und beobachtete seinen Erfolg, nun zumindest hatte die Stadt nun einen kleinen Zeitaufschub und nach einem kurzen Moment kamen schon Nurus Soldaten aus dem Stadttor, sie wagten einen Ausfall um dem Feind auf offenem Feld entgegenzutreten oder die entscheidende Schlacht noch ein wenig hinauszuzögern. Zumindest würden die Truppen sich nun endgültig sammeln können, die Bevölkerung wäre in Sicherheit und man konnte den Aggressoren aus Taros gewappnet entgegentreten. Der Sturmsilberdrache zog noch einige Kreise um nicht von den geschossen getroffen zu werden und neigte sich wieder dem Erdboden entgegen um die Löwenpranke auf ihrem Marsch zu begleiten, würden sie vorangehen hätte er ebenfalls genügend Zeit einen Angriff zu starten, im Kampfgewühl war es doch sicherer heranzukommen, schließlich war es dumm zu schießen wenn Verbündete in den vorderen reihen standen. Nungut. Côrs Mannen waren Böse und nahmen wenig Rücksicht, jedoch war jeder toter Mann Verlust von Kampfkraft und auch wenn es dem Feldherrn nichts ausmachte, Nurus Kampfkraft war gestiegen.
Ein Triumphgebrüll, so laut wie möglich drang aus der Brust des Geschuppten ehe er an der rechten Flanke zu Boden glitt und gemeinsam mit den Soldaten auf die Gegner einhieb. So schnell nach seinem letzten Angriff konnte Hardor kein Feuer mehr speien, erst benötige er Kraft doch auch seine Klauen dürften gefährlich und scharf genug sein um die Gegner niederzuwerfen. Fauchend bäumte er sich vor seinen Gegner auf und stampfte mit seinen beiden Pranken auf den Boden, seine Flügel waren angelegt und wild peitschte der Schwanz des Drachen hin und her. Wie ein einziges Schwert, wie Stahl funkelten seine Schuppen und Krallen in der Sonne mit denen er danach trachtete Blut zu vergießen. Selbst sein Maul riss er drohend auf und schnappte mit seinen kräftigen Kiefern nach den Hälsen und Köpfen der Gegner.
Vor seinen sonst so ruhigen Augen breitete sich ein Schleier der Wut der seine Bemühung noch um einiges steigerte, jede Faser des großen Körpers sollte gespannt sein, in jeder war das brausende Feuer zu spüren, bereit jeden Schlag entgegenzunehmen und gleich darauf die Krieger anzugreifen die den geschuppten bedrängten. Nicht nur Klauen und Reißzähne bahnten sich ihren Weg durch die Taroser, auch der kräftige Schwanz peitsche rasch hin und her, nicht bestückt mit Dornen jedoch kräftig genug um feige Wesen auf Abstand zu halten die versuchten ihn von hinten oder gar von der Seite irgend ein Schwert in die Seite zu stoßen. Vor diesen kleinen zweibeinern hatte der Drache keine angst, nur das surren in der Luft weckte seine Nervosität, zu leicht konnte irgendein gezielter oder auch verirrter Pfeil seine empfindlichen Stellen treffen oder seine Flügel zerreißen die Hardor unbedingt brauchte um aus dieser Schlacht zurückzuweichen und neue Kraft zu sammeln.


Hardor(Angriff) hat eine 1 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt.

Hardor(Verteidigung) hat eine 6 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt.
  Gespeichert  
Farraid

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #21 am: Do., 27. Apr 2006, 15:32 »

Langsam war die Heimat hinter Altarion am Horizont entschwunden. Zurück blieb ein Gefühl der Leere. Dies sollte nicht sein. Er sollte an diesem Tag mit Varnayrah zu ihrer Sippe fahren. Irgendetwas in ihm gab ihm deutlich zu verstehen dass er diese Entscheidung noch bereuen würde, doch er konnte sie nicht ändern. Seine Familie brauchte ihn, seine Heimat brauchte ihn.
Mit einem Seufzen wandte sich der König von der Reling ab und ging zu seinen Offizieren zurück um noch einmal die Pläne durchzugehen.

Die nächsten Tage waren die schlimmsten. Es gab fast nichts zu tun, und so hatten Altarions Gedanken viel zu oft die Zeit zu seiner Liebsten zurückzukehren. Immer wieder ertappte er sich bei dem Gedanken umzudrehen, doch sein Pflichtgefühl seiner Heimat gegenüber war letztlich doch stärker. Und so kam die dragonische Streitmacht nach ungefähr einer Woche auf See in der Hafenstadt Tar’Leanemor an.

Schon von weitem sah man die beiden Zwillingsfestungen die den Hafen von den Klippen aus bewachten. Tar’Leanemor war der wichtigste Hafen von Cormyr und eine der Handelsmetropolen der östlichen Länder. Die meisten der Soldaten hatten bisher nur die Häfen von Drachenauge und eventuell Aramon und Isua gesehen und staunten bei diesem Anblick. Die Hafenanlagen boten genug Platz um 10 Schiffe gleichzeitig abladen zu können. Derzeit waren jedoch nur 4 Ankerplätze belegt, da man die Ankunft der Flotte sehnsüchtig erwartet hatte.
Am Kai warteten bereits viele Schaulustige und Soldaten um sich das Spektakel anzusehen. Der Krieg wirkte in diesem Moment unwirklich, als wäre es ein normaler Tag und sie wären nur auf einen Besuch hier.
Als Altarion von Bord des Flaggschiffes ging wurde er vom Statthalter Cormyrs und dem Kommandanten der Stadtwache begrüßt. Altarion sparte sich die Höflichkeiten und fragte direkt nach seiner Familie. Der Statthalter konnte ihn beruhigen, denn seine Familie hatte sich in die Festung Tiefenbach zurückgezogen die seit Urzeiten von einem nahen Berg aus das Umland von Eldersheim kontrollierte. Diese Feste hatte bislang jedem Krieg getrotzt und wurde so zum Rückzugsort der königlichen Familie. Ob Altarion sie jedoch bald schon wieder sehen könnte, das stand noch in den Sternen, da eine Armee aus Miriandor bereits die Stadt Eberswalde eingenommen hatte und wohl in den nächsten Tagen die Belagerung der Feste Tiefenbach beginnen würde.

Diese erste Nacht lagerte das Heer noch vor Tar’Leanemor bevor Altarion am nächsten Morgen den Aufbruch befahl. Es würde schon so mehrere Tage dauern bis seine Streitmacht die Festung erreichen würde. Berittene Scouts eilten voraus. Ihnen folge die Vorhut, die aus leicht gerüsteten, berittenen Bogenschützen und einigen Rittern bestand. Daran an schloss sich der Haupttross mit schweren Waffen, Feldküche, Kutschen mit Zelten und Material. Gedeckt wurde dieser nach hinten durch eine zweite Reitergruppe, die die Nachhut bildete.
Nur zweimal sahen die Scouts in der Ferne Spuren des Kriegs, doch ansonsten war so nah von Tar’Leanemor noch nichts zu sehen.

Es war immer noch recht ruhig als die Scouts nach einigen Tagen meldeten, dass sie noch vor Einbruch der Nacht Eldersheim erreichen würden. Die Hauptstadt Cormyrs und Heimat Altarions. Wie lange schon war er nicht mehr hier gewesen. Wie lange war es her, dass er das Schloss seiner Eltern besucht hatte. Er wünschte es wäre ein freudigerer Anlass als dieser Krieg. Schon Stunden bevor sie das Stadttor erreichten sahen sie die ersten Bürger die am Wegesrand entlang liefen. Und wenig später konnten sie die Augen nicht mehr vor dem Krieg verschließen. Vor den Mauern der Stadt war eine fast ebensogroße Zeltstadt entstanden um die Flüchtlinge der entlegeneren Regionen aufzunehmen. Es gab viele Verwundete und auch die Bestatter hatten dieser Tage viel zu tun. Doch mit dem Eintreffen Altarions schien zumindest in einigen Gesichtern wieder ein Funke Hoffnung aufzukeimen.
Einige jubelten sogar als Altarion, einige Offiziere und eine Eskorte das Haupttor der Außenmauer passierten. In diesem äußeren Ring lagen kleinere Gehöfte und Stallungen. Auch einige Schmiede hatten sich hier niedergelassen. Kurz darauf kamen sie zum zweiten Bollwerk. Ein massives Tor öffnete sich in die eigentliche Stadt. Mehr und mehr Bürger kamen herbei um die Ankunft des Prinzen mitzuerleben.
Sein erster Weg führte Altarion durch das Händlerviertel, den Tempelberg hinauf und dann zum Schloss, welches auf einem Hügel über der Stadt thronte. Zwar konnte es sich mit der Drachenburg an Größe nicht messen, doch an Prunk war es ihr mindestens ebenbürtig. Cormyr war eine reiche Handelsnation. Etwas, was ihr jetzt zum Verhängnis zu werden drohte.
Als Altarion um die Ecke des Tempels kam traf ihn jedoch ein Schock. Aus dem friedlichen Palast war das Hauptquartier der Truppen geworden. Um den Palast herum war eine massive Absperrung errichtet worden und Soldaten kontrollierten jeden der sich dem Palast näherte. Eine der Wachen erkannte den Prinzen und sofort erfasste helle Aufregung die Wachposten. Es wurden Befehle gebrüllt und die Sperre zur Seite geräumt, so dass Altarion und seine Gruppe ungehindert den Palast betreten konnten.
Ein Soldat geleitete sie zu dem Raum der in Friedenszeiten als Thronsaal diente. Jetzt war er jedoch angefüllt mit Kartentischen, Plänen und Soldaten. Hier schlug das Herz der Verteidigung Cormyrs. Einer der Generäle, ein guter Freund von Altarions Vater lief auf ihn zu.
Prinz Altarion. Ist es denn wahr? Den Göttern sei Dank das ihr hier seit. Ihr kommt keinen Tag zu früh. Wir müssen einen Schlag gegen die Truppen Miriandors führen bevor sie den Belagerungsring schließen können. Sprecht wie viele Soldaten stehen unter eurem Kommando?
Altarion berichtete den Generälen von der Größe seiner Streitmacht und aus welchen Einheiten sie bestand. Es war zwar keine riesige Armee, jedoch bessere als das was die Truppen Cormyrs hätten stellen können. So wurde beschlossen, dass Altarions Streitmacht, um einige Truppen Cormyrs verstärkt, bereits am übernächsten Tag in Richtung der Feste Tiefenbach aufbrechen sollte. Der kommende Tag sollte als kurze Pause und zur Strukturierung des Heeres dienen.

Und wieder hieß es für die Soldaten Dragonias aufzubrechen und loszuziehen in einen Krieg fern ihrer Heimat. Doch nur wenige fragten nach dem warum. Sie alle hatten dem König ihre Treue geschworen und wenn es an der Zeit war diesen Schwur einzuhalten, dann war dies wohl der Wille der Götter.
Mit der langsamen aber unaufhaltsamen Geschwindigkeit die großen Truppenverbänden zu Eigen ist bewegte sich Altarions Heer auf die Feste zu. Nach drei Tagen meldeten die Scouts die ersten kleinen Truppenverbände Miriandors. Am nächsten Tag kam es zu den ersten kleinen Kämpfen zwischen Erkundungstrupps Miriandors und der Vorhut Altarions. Doch diese waren schnell entschieden, waren ihre Feinde doch nicht darauf vorbereitet auf ein organisiertes Heer zu stoßen. Sie wähnten den Hauptwiderstand in dieser Region gebrochen.

So kam es, dass kein Soldat lange genug überlebte um den Generälen Miriandors eine Warnung zu übermitteln und folglich war deren Überraschung groß als ihre eigenen Scouts ihnen von einer Armee berichteten welche sich auf sie zu bewegte. Schnell wurden die Pläne geändert und statt den Belagerungsring vollständig zu schließen und somit die Truppen noch weiter zu verstreuen, konzentrierten sich die Generäle darauf den Aufgang zur Burg massiv unter Beschuss zu nehmen. Der Hauptteil ihrer Armee hingegen bereitete sich auf den Kampf mit den Truppen Altarions vor.
Die erste große Schlacht begann fünf Tage nach ihrem Aufbruch aus Eldersheim. Im Morgengrauen hatten Scouts eine größere Abteilung Berittener entdeckt die wohl versuchten in eine Flankenstellung zu kommen. Altarion reagierte darauf indem er die Marschroute seiner Truppen veränderte, so dass sich diese Berittenen dem Hauptteil seiner Armee stellen mussten. Zwar war der Ausgang dieser Schlacht klar, doch er kostete sowohl Zeit als auch die ersten Menschenleben auf Seiten Altarions. Und so fern Dragonias mitten in einem Krieg war jedes einzelne Leben unbezahlbar.
Nach diesem ersten Gefecht trieb Altarion seine Truppen weiter zur Eile an. Sie mussten die Feste möglichst erreichen bevor die Verteidigung durch die andauernden Angriffe völlig vernichtet war. Doch zwischen ihnen und der Feste stand eine ihnen ebenbürtige Armee. Und deren Generäle wussten was für sie auf dem Spiel stand. Wollten sie den Krieg gewinnen mussten sie diese Feste einnehmen koste es was es wolle.

Die nächsten zwei Tage waren geprägt vom Lärm der Schlacht. Keine der beiden Parteien wollte auch nur einen Schritt zurückweichen und verteidigte daher ihre Stellungen bis zum bitteren Ende. Und es war bitter. Viele tapfere Soldaten fanden auf beiden Seiten den Tot. Und fast alle fielen in einem Land welches nicht ihre Heimat war. Letztlich gelang es Altarion und seinen Generälen die Oberhand zu gewinnen und den Feind immer mehr in die Defensive zu drängen. Als man dies in der Feste mitbekam mobilisierte man noch einmal alle Kräfte und unter dem Druck des dragonischen Heeres und der ausfallenden Truppen Cormyrs brach das miriandorische Heer zusammen. Am dritten Tage kapitulierte ihr oberster Feldherr und das Blutvergießen hatte vorerst ein Ende.

Sobald sich die Gelegenheit ergab kämpfte sich Altarion mit einer Schar seiner Soldaten einen Weg zum großen Torhaus frei welches bis zuletzt den Angreifern trotzen konnte. Erst jetzt, als die Gefahr gebannt war wurden die massiven Riegel entfernt – so schwer, das sie von mehreren Leuten gehalten werden mussten – und die Tore öffneten sich. Altarion wurde direkt in die inneren Gebäude geleitet wo seine Familie Schutz gesucht hatte.
Wie groß war die Erleichterung als Altarion seine Eltern und auch seinen jüngeren Bruder in die Arme schließen konnte. Doch wo war Thelerion? Schließlich erfuhr Altarion das im Süden eine weitere Armee die Grenzen überschritten hatte und das sein Bruder mit einem Teil der Streitkräfte versuchte sie abzufangen und aufzuhalten.

„Wie lange erhofft er sich diese Stellung halten zu können? Er war schon immer der diplomatischste von uns doch von der Kriegsführung versteht er immer noch nichts.“ Seufzte Altarion. „Wie will er ohne eine größere berittene Streitmacht etwas erreichen? Gegen eine gut Ausgebildete Armee können seine Truppen kaum lange bestehen.“
Cormyr hatte sich bisher stets auf seine Bündnispartner verlassen und andere mit Handelsverträgen und diplomatischen Beziehungen an sich gebunden. Daher war das cormyrische Heer vergleichsweise schwach und schwere Reiterei besaß es überhaupt nicht.
Noch in dieser Nacht verließ ein einzelner Bote die Feste und wandte sich gen Osten. Niemand wusste ob seiner Botschaft doch er trug Altarions Siegelring sowie eine Botschaft und so ließ man ihn ungefragt passieren.

Am nächsten Tag verging Altarion fast vor Ungeduld während seine Männer sich ausruhten und ihre Verletzungen versorgten. Denn bei aller Eile war Altarion klar das er seinen Leuten eine Pause gönnen musste. Sie würden noch einmal all ihre Kräfte aufbringen müssen.
So marschierten die Truppen erst am nächsten Tag gen Süden um sich den Truppen Thal Koreleors zu stellen.
Es war am sechsten Tage nach dem Aufbruch aus Tiefenbach als Altarions Späher von einer Schlacht berichteten die einige Wegstunden vor ihnen im Gange war. Es stand nicht gut für die Verteidiger die sich einer massiven Übermacht gegenüber sahen. Wie Tage kamen ihm die zwei Stunden vor die sie letztlich brauchten um von einer Hügelkette aus die Schlacht zu sehen. Die Späher hatten nicht übertrieben. Thelerions Truppen waren bereits auf beiden Seiten von Soldaten aus Thal Koreleor in die Zange genommen worden und es war ein Wunder das sie ihre Stellung noch bis jetzt behaupten konnten. Altarion hieß seine Trompeter die Signalhörner zu blasen.
Unruhe kam in die Reihen beider Truppen als von den umgebenden Hängen plötzlich Kriegshörner zu hören waren. Keine der beiden Parteien war sich sicher ob dies nun gut oder schlecht für sie sei. So kam die Schlacht ein wenig ins Stocken währen beide Seiten warteten was nun geschehen würde.
Als erstes ließ Altarion seine schwere Reiterei einen Angriff gegen die ihnen zugewandte Flanke reiten um so seiner Armee die Möglichkeit zu geben sich mit den Truppen seines Bruders zu vereinigen. Und zuerst schien sein Plan auch aufzugehen. Seine Ritter schlugen eine Schneise der Vernichtung in die Reihen der Gegner doch zu schnell schloss sich die Lücke hinter ihnen wieder so dass auch die nachfolgenden Truppen in Bedrängnis kamen. Altarion hatte den Überraschungseffekt etwas zu hoch angesetzt. Seine Gegner waren ebenfalls gut ausgebildet und hatten schnell reagiert. Zu schnell. Zwar gelang es seiner Reiterei sich zu Thelerion durchzukämpfen, doch dem Hauptteil seiner Truppen war dies nicht gelungen. Ein Teil hatte noch rechtzeitig Halt gemacht doch ein kleiner Teil war nun im ein Nahkampfgefecht mit Truppen Thal Koreleors verwickelt.
Die restlichen Soldaten mussten nun zum einen ihren Kameraden zu Hilfe eilen oder einen Umweg in Kauf nehmen um die Truppen zu umgehen und Thelerion von hinten zu Hilfe zu eilen. So verging kostbare Zeit in der sein Bruder weiter in starker Bedrängnis war. Die Ablenkung durch den Flankenangriff hatte ihn nur geringfügig entlastet. Leider schien sich ihr Gegner schnell an die neue Situation anzupassen, denn er führte einen Teil seiner Reserven nun in einer Bogenbewegung heran um in dem Gefecht zwischen seinen und Altarions Truppen eine Entscheidung herbeizuzwingen.
Immer härter wurde der Kampf zwischen den beiden Armeen und die Aufspaltung der Kräfte auf Seiten Altarions und seines Bruders machte es nur noch schwerer das Blatt zu wenden. Stunde um Stunde verging und es gelang Altarion nicht aus der Defensive hinauszukommen. Die hereinbrechende Nacht erschwerte zwar die Kriegsführung dennoch gab es keine Pause. Jeder versuchte die Dunkelheit auszunutzen um sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen.

Als der nächste Morgen graute präsentierte sich ihm ein siegessicheres Heer aus Thal Koreleor. Es war ihnen gelungen nach und nach beide Truppenteile weiter auseinander zutreiben und nun versuchten sie die beiden Heeresteile vollständig einzukesseln. Und beinahe wäre es ihnen gelungen. Doch ohne Vorwarnung erfolge aus einem nahen Waldstück der Befreiungsschlag. Der Gegner wusste kaum wie ihm geschah als seine Truppen plötzlich von einer Streitmacht überrannt wurden die gerade aus der Hölle stammen könnte.
Ritter in schwarzen Rüstungen die derjenigen Altarions ähnelten, und doch war jede anders. Wie Dämonen wüteten diese Ritter in den Reihen ihrer Gegner und durch diesen Angriff ermutigt führten Altarion und Thelerion ebenfalls Angriffe an, so dass sich die drei Heere in der Mitte der Schlacht trafen. Und nun, endlich vereinigt gelang es ihnen auch in die Offensive zu gehen und nun ihrerseits einen Ring um die feindlichen Truppen zu ziehen. Angesichts dieser Entwicklung blieb dem Heeresführer Thal Koreleors nichts anderes übrig als zu kapitulieren. Sein schon fast sicher gewähnter Sieg war ihm in letzter Sekunde genommen worden.
In allen Truppenteilen wurde getuschelt wer denn diese Ritter waren, denn noch nie hatte man solche eine Streitmacht gesehen. Altarion ritt auf eine Gruppe Ritter zu deren Standarten ein Symbol zierte welches auch auf seinem Siegelring zu sehen war. Die Ritter des schwarzen Ordens waren einem der ihren zu Hilfe geeilt. Ihre Ordensburg lag im Osten. Im Reiche Gelbriand. Zu ihnen war der Bote geritten um in der Stunde höchster Not ihre Hilfe zu ersuchen. Und obwohl es lange her war, dass Altarion in ihrer Runde verweilte, so hatten sie den Ruf erhört und waren so schnell geritten wie möglich.

Nach und nach wurden die Verwundeten des Kampfes versorgt und die Toten bestattet. Auch diese Schlacht hatte Lücken in die Reihen der dragonischen Soldaten geschlagen die aus Drachenauge aufgebrochen waren. Langsam schritten Sir Altarion und Sir Mathonwy über das Schlachtfeld, tief ins Gespräch versunken. Hatten sich die beiden Waffenbrüder doch viel zu berichten. So bemerkte Altarion die Eule fast gar nicht, die sich den beiden näherte. Doch dann erkannte er sie.
„A’Sela. Wie kommst du hierher? Und was hast du da?“
Die Eule ließ den Ring in Altarions Hand fallen bevor sie sich auf einem Baum in der Nähe niederließ. Die letzten Tage hatten ihre Spuren hinterlassen. Entkräftet und zerzaust sammelte Varnayrahs treue Begleiterin ihre letzten Kräfte. Altarion hieß einen der Soldaten, der in seiner Dienstzeit in Nuru auch aushilfsweise in der Falknerei gearbeitet hatte dem erschöpften Tier etwas zu essen zu bringen und es ein wenig zu pflegen. Doch sobald sie sich etwas erholt hatte und satt war erhob sie sich wieder in die Lüfte und verschwand schon bald im Westen.

Doch Altarion grübelte was dies zu Bedeuten hatte. Sollte Varnayrah etwas zugestoßen sein? Erst da viel ihm etwas auf, was er in den zurückliegenden Tagen vor lauter Sorge um seinen Bruder und der Aufmerksamkeit die er im Kampf brauchte nicht bemerkt hatte. Etwas in ihm war erloschen. Dort wo vor seiner Abfahrt in Drachenauge noch die Wärme der Verbindung mit seiner Frau gewesen war, so war dort nun nur noch Leere. Was konnte dies anderes bedeuten als das sie gestorben war.
Sollte dies der Preis für die Rettung seiner Heimat gewesen sein? Altarion versuchte sich einzureden dass dies einen anderen Grund haben musste, doch er konnte sich dies nicht anders erklären. Mit Tränen in den Augen brach er zusammen.

So kam es dass er auch dem Fest fernblieb welches sein Vater für die siegreichen Truppen veranstaltete. Seine Mutter fand ihn auf einer Wiese nahe dem Palast und sprach lange mit ihm. Sie konnte seinen Schmerz verstehen denn sie hatte die Wärme und Güte in seiner Frau gespürt. Und die Liebe die zwischen den beiden fast spürbar gewesen war. Sie war es dann auch die durchsetzte das Altarion und sein Heer sich bereits am übernächsten Tage einschifften. Da seine Truppen einige Verluste erlitten hatten und er nicht wusste was in seiner Heimat geschehen war erbot sich Mathonwy ihn mit seinen Rittern zu begleiten. Schon lange hatte er vor gehabt einen seiner ältesten Freunde in dessen neuer Heimat zu besuchen. Und nun ergab sich die Möglichkeit mit der Flotte Aramons überzusetzen.

Die Flotte umsegelte gerade den Norden Isuas als ihnen ein Handelsschiff entgegen kam. Die Nachrichten die sie mitbrachten verschlimmerten Altarions Verdacht. Drachenauge sei von Truppen aus Taros belagert und auch vor dem Hafen würden Schiffe Côrs kreuzen.
Da die aramonische Flotte keine große Feuerkraft besaß wurde beschlossen Isua im Süden zu umsegen und dann am Zwergenreich vorbei Dragonia von Süden her anzusteuern. Die Mündung des Malyeflusses war breit genug damit sie kurz vor Nuru an Land gehen könnten.
Allerdings bedeutete dies einen Umweg von mehreren Tagen.

Als die ersten Schiffe den Malyefluss hinauffuhren bemerkten die Soldaten zu ihrem Schrecken das auch hier unverkennbare Spuren des tarosischen Heeres zu finden waren.
Vor allem die Soldaten aus Nuru drängten darauf so schnell wie möglich aufzubrechen und so wand sich das Heer schon bald wie ein Bandwurm durch die Länder Dragonias sich stets dem Ziel, der Stadt Nuru, nähernd.
Seine Späher hatten bereits beschrieben wie die Lage vor dem Stadttor war, doch es war eine andere Sache selber die heftigen Gefechte zu beobachten die zwischen der Pranke und den Soldaten Taros entbrannt waren. Rasch wurden Pläne geschmiedet wie man Nuru am Besten unterstützen könne. Die Fußtruppen – vor allem die Bogenschützen – würden in einem Bogen die Feinde umgehen um durch eines der hinteren Tore die Stadt zu betreten und die Stadtmauern zu bemannen. Die Reiterei, allen voran seine Ordensbrüder würden den Feinden in die Flanke fallen. Sobald die Schleudern bereit waren würden sie die hinteren Reihen des Feindes unter Beschuss nehmen.

Altarion wand sich noch einmal an Sir Mathonwy. „Lieber Waffenbruder. Ich kann gar nicht sagen wie froh es mich stimmt das ich heute euch und all die anderen Ordensbrüder an meiner Seite weiß. Gemeinsam werden wir diese Geschöpfe der Dunkelheit zurück in ihr finsteres Loch treiben und vernichten. So findet nun der Auftrag der mich einst in diese Länder führte doch noch ein Ende.“
Die Ritter schlossen ihre Visiere und legten ihre Lanzen an. Auf ein Zeichen Altarions hin begann die Schlachtreihe zu beschleunigen. Vorne Weg die Ritter des schwarzen Ordens. Mit etwas Abstand folgten zwei Schlachtreihen der dragonischen Ritter. So wollte man vermeiden dass der Feind Zeit hatte sich zwischen den Angriffen zu ordnen.
„Für den Orden und das Licht.“ Mit diesem Schlachtruf auf den Lippen senkten sich die schweren Kampflanzen und der Boden bebte unter den Hufen der Streitrösser.

--------------------------------

Angriff würfelte mit 1D6+57 eine 61 {4 + 57}
Verteidigung würfelte mit 1D6+33 eine 37 {4 + 33}
  Gespeichert  
Rraurgrimm

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #22 am: Do., 27. Apr 2006, 17:35 »

Als der junge Mensch sein Gesicht verzogen hatte, hatte ihn das Wolfswesen mit leicht schiefgestelltem Haupt gemustert als wisse er im ersten Moment nichts mit dem an sich mitleidigen Gesichtsausdruck anzufangen - oder vielleicht nur, als sei dieser unerwartet und ungewohnt. Als er dann jedoch das Geschenk seiner kleinen Tochter hervorgeholt hatte und von dem Mut sprach, welchen er für seine Familie und zum Schutz derselben aufzuwenden gedachte - nickte der Lycantroph andeutungsweise. Schon schien er anzusetzen, etwas zu entgegnen als der Angriffsbefehl erschall und die Krieger der Löwenpranke - zu welchen auch sein augenblicklicher Gesprächspartner zählte - zum Einsatz gerufen wurden. Doch hatte dieser noch Zeit, ihm seine Beobachtung mitzuteilen: er hat sich nicht nur an mich erinnert - sondern hat auch die von ihm beobachteten Orks mit denen aus den nahen Höhlen in Verbindung gebracht. Doch darf ich nicht allein auf die Hoffnung vertrauen... schoss es ihm durch den Sinn und bevor er noch etwas zu Jeremias direkt sagen kann schulterte dieser seinen Köcher und eilte seinen Kameraden nach.

"Möge Euer Pfad sicher zu Euren Welpen zurück führen, Krieger..." rief er ihm noch nach doch ob die Worte über den Lärm dahinhastender genagelter Stiefel, polternder Wagen und der lauten Rufe und Befehle noch gehört wurde vermag er nicht zu sagen. Solten die Orks tatsächlich in der Stadt sein und zu jenen aus den Höhlen zählen - sie würden zu ihrem Wort stehen denn Ehre bedeutete ihnen etwas, vor allem die Ehre eines Kriegers. So hatten sie tatsächlich entweder eine Warnung erhalten oder das herannahende Heer früh genug bemerkt um die Stadt aufzusuchen, deren Verteidigung gegen Taros sie zugesagt hatten. WENN es sich denn um jene Orks handelte - und nicht um einen anderen, ihm unbekannten Stamm. Nein, er hatte bereits zuvor den Beschluss gefasst - er würde sich selbst davon überzeugen, ob es sich bei den beobachteten Orks um die ihm bekannten handelte. So eilte er denn dem die Strassen nach wie vor verstopfenden Flüchtlingsstrom entgegen - in Richtung der Stadtmauer, welche als erstes dem Ansturm des gegnerischen Heeres standhalten musste.
Seinen Vermutungen nach würde er dort nicht nur am ehesten auf die Orkkrieger des Stammes stossen - sondern dort würden seine spärlichen Talente vielleicht noch anderen Anklang zu finden vermögen. Latara gewährte ihm gelegentlich ihre Gunst der Heilung - und diese würde bitter nötig sein. Auch wenn er selbst beileibe kein Krieger war - seinen Beitrag zu diesem Kampf würde er zu leisten wissen.

So hastete er die Strassen hinab, suchte Wege durch nur wenig vertraute Gassen und durch das Gedränge von Flüchtlingen auf den Strassen wenn es sich nicht vermeiden liess - dem Kampflärm vor den Toren der Stadt entgegen, zu welchem sich jüngst ein lauter, rythmischer Donner gemischt hatte - die Hufe schwerer Reiterei. Auf Seiten der Stadt? Auf Seiten der Angreifer? Jäh wurden seine Gedanken unterbrochen als ein kleines Kind, nur wenige Sonnenläufe alt, mit dreckverschmiertem Gesicht und nur mit einem Hemd bekleidet vor ihm aus der Menge auftauchte welche er gerade zu durcheilen versuchte. Tränen hatten bereits breite Bahnen über die schmutzigen Wangen gezogen und ob es nun ob erlittener Schmerzen schrie oder nach seinen verlorenen Eltern... - die Masse schob weiter, drängte fort von dem Kampf und war nahe einer Panik. Ihm selbst stellten sich dankbarerweise nur Wenige direkt in den Weg und solange er die Häuserwände suchte und Acht gab - konnte er mühsam aber immerhin leidlich vorankommen. Das Kind jedoch würde hier früher oder später unter einem Wagen oder dem Getrampel unzähliger Füsse verschwinden.

Entgegen seines ursprünglichen Planes zögerte er für einen Moment - was ihm einen kräftigen, seitlichen Rempler eines bereits wieder in der Menge verschwindenen Mannes einbrachte - dann kehrte der Lycantroph auch bereits um und liess sich die wenigen Schritt bis zu dem Kind mittreiben, welches noch wie auf wundersame Weise vor grösserem Schaden bewahrt geblieben war. Langfingrige Krallenhände griffen sich den schreienden jedoch nur matte Gegenwehr leistenden Balg - und wenn aus der Menge sich für gewöhnlich sofort einige finden würden, um Hilfe wider das "Kinder entführende Monster" zu rufen - war es wohl den Meisten um ihn herum derzeit gleich was geschah - Hauptsache, man selbst kam fort von der Gefahr.
Der Lycantroph setzte sich das nach wie vor laut schreiende Kind auf seine Schultern wo es sich angsterfüllt - ob nun vor dem fremden Wesen, den vielen Menschen, in der Menge erlittenem Schmerz oder der Furcht um die verlorenen Eltern - in dem langen Fell auf dem Kopf festklammerte, dabei unablässig weiterweinend. Den unvertrauten Schmerz durch den festen Griff des Kindes vorerst verdrängend schob er sich in Richtung der Wände des nahegelegensten Hauses. Würde jemand das Kind bemerken? Suchte jemand danach und war noch hier in der Nähe? War den Eltern etwas zugestossen und sie lagen bereits irgendwo unter den stampfenden Füssen der Flüchtlinge, die sich nun an ihnen vorbeischoben? Aufmerksam suchte der Lycantroph nach etwas, nach jemandem - entweder einem ausreichend sicheren Ort - oder aber einer Person, welche wie er nun genau wie er Ausschau halten musste wenn ihr etwas an dem Kind gelegen war.

Zu lange - durfte er nicht zögern wenn er sein ursprüngliches Ziel noch erreichen wollte bevor jegliche Aussicht auf das Verlassen der Stadt vergebens war.
« Letzte Änderung: Do., 27. Apr 2006, 17:35 von Rraurgrimm »   Gespeichert  
Casandra Aillard

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #23 am: Do., 27. Apr 2006, 22:53 »

Casandra war noch nicht lange zurück in der Gilde, als gegen die schwere Eichentür ihrer Räumlichkeiten geklopft wurde. Sianna öffnete und ließ den jungen Soldaten ein, während sich der Diener verbeugte und wieder seinen Aufgaben zuwandte. Schnell hatte der junge Mann von der Bitte Thorgrims erzählt und starrte Sianna auf eine Antwort wartend an.

>>Kehrt nur schon zurück, ich werde nachsehen wer noch von den Oberen der Waffenmeister hier ist und dann zum Stadttor kommen.<<

Die Stimme kam aus dem Nebenraum und kurz darauf erschien auch Casandra in weißem Hemd und Lederhose.
Während das Mädchen grinsend ihre Füße betrachtete, wanderte der Blick des Soldaten zwischen den beiden doch sehr verschiedenen Frauen hin und her.
Als die Gerberin dies bemerkte, huschte ein Lächeln über ihr Gesicht.

>>Nun macht schon, lauft zurück.
Und Du Sianna geh in die Stallungen und lass Alsha satteln.<<


Mit einer Handbewegung unterstrich sie ihre Anweisungen und ging dann zurück um ihre Lederrüstung fertig anzulegen. Zu guter letzt machte ein brauner langer Rock wieder eine Dame aus der Stabmeisterin.
Nun ging sie zum Waffenschrank und verstaute zu erst die Wurfdolche, dann die normalen Dolche in ihre Scheiden und anschließend im Mantel die Bolzen für die Armbrust. Die extra kleine schwere Armbrust selbst hatte eine Halterung an der Armschiene.
Ein kurzer Abstecher in die Waffenkammer der Gilde und eine zweite fast baugleiche Armbrust fand sich auf der anderen Armschiene der Gerberin. Etwas merkwürdig sah das ganze doch aus, denn der Bogen stand jeweils ca. 10cm nach beiden Seiten über das Handgelenk hinaus.

Im Laufschritt führte ihr Weg zu den Räumen der einzelnen Lehrmeister und Ausbilder, um die gesamte Gilde in Alarmbereitschaft zu versetzen. Danach rannte sie auf den Hof und nahm von Sianna ihr Pferd entgegen. Mit dem Schwung des Abstoßes vom Boden schwang nicht nur das rechte Bein über den Sattel, sondern auch Mantel und Rock breiteten sich über die Kruppe des Pferdes aus. Alsha  spürte die angespannte Situation und tänzelte auf die Straße hinaus.

Schwer war es gegen den immer noch vorhandenen Strom der Flüchtlinge anzukommen, doch Meter um Meter drang Casandra zum Stadttor vor. Wo befand sich Amras wohl im Augenblick? War er zu Fuß unterwegs oder war auch er beritten? Immer wieder suchte sie die Umgebung nach ihm ab. Seine Suche Hilfe anzubieten musste ihn doch zwangsläufig ebenfalls zum Stadttor führen.

Die Soldaten der Pranke hielten bereits auf das heran nahende Heer zu und verschaffte den letzten Bewohnern der Umgebung so noch eine Möglichkeit in der Stadt Schutz zu suchen. Casandra trieb ihr Pferd vorwärts und suchte nach einer Angriffsposition außerhalb der Reichweite des Gegners, nah genug um selbst gezielte Schüsse abzugeben und ohne Gefahr die eigenen Leute zu treffen.
Als sie näher kam zügelte sie ihr Tier und spannte die beiden Armbrüste, legte Bolzen ein und suchte sich geeignete Ziele. Kurz nach einander landeten die beiden Bolzen an empfindlichen Stellen der Gegner einen Treffer und die Gerberin spannte nach. Ein weiterer Bolzen war gut plaziert, doch Nummer 4 veriss sie, da das Pferd von einem feindlichen Pfeil erschreckt bockte. Doch wenn der Pfeil sein anvisiertes Ziel nicht erreichte, so verletzte er doch einen Feind.
Nun galt es den eigenen Hintern zu retten und das jetzt nervöse Pferd wieder unter Kontrolle zu bringen. Erst dann waren weitere gezielte Schüsse auf den Gegner möglich.

AW=31; 1.-3. Schuss Kopftreffer, 4. Schuss Körpertreffer
VW=23 - Schaden -20%

« Letzte Änderung: Sa., 29. Apr 2006, 19:37 von Casandra Aillard »   Gespeichert  
Drax Hammerhall

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #24 am: So., 30. Apr 2006, 10:55 »

"Warte! Nimm die Kutsche und bring sie gleich mit zu den Waffenmeistern! Auf den Zinnen wäre sie mir eh nur im Weg!" rief er dem Soldaten hinterher, schnappte sich seine Äxte und machte sich auf den Weg zum Stadttor.

Mühsam bahnte er sich seine Weg zur Stadtmauer. Rasch wurde ihm klar, dass das Tor der Flaschenhals war. Die hereinströmenden Karren machten nicht schnell genug Platz, so dass es sich staute. Soweit er das mitbekommen hatte, ritt die Löwenpranke eine Attacke gegen den Feind. "Welch Irrsinn! murmelte er. Es würde deutlich höhere Verluste geben, als wenn sie nur die Mauern verteidigt hätten. Aber Thorgrim würde sich schon etwas dabei gedacht haben.

"Macht den Weg frei! Nicht stehen bleiben! Geht weiter, dass die nachfolgenden das Tor passieren können!" herrschte er die Bauern an. "Bringt Frauen und Kinder in Sicherheit, dann besorgt sich jeder wehrfähige Mann eine Waffe und besetzt die Mauern. Helft, die Steine und das heiße Pech nach oben zu bringen!" So manches Mal griff er beherzt ins Geschirr eines Wagens und zerrte den davorgespannten Gaul  in die gewünschte Richtung. So ein Chaos! Hoffentlich gelang es der Pranke sich wieder vom Feind zu lösen, wenn endlich alle Flüchtlinge in der Stadt waren.

Drax drängte vor das Tor, um besser sehen zu können, was draußen vor sich ging. Der aufgewirbelte Staub verhinderte einen klaren Blick. War das der Drache  Hardor? Aber warum kämpfte er am Boden? Das Donnern von Hufen erklang und man sah Schlachtreihen von Rittern. Der Zwerg versuchte die Banner zu erkennen, aber es gelang ihm auf die Entfernung nicht recht. Fakt war aber, dass es sich um einen Verbündeten handeln musste. Der König vielleicht? Das wäre wahrhaft eine gute Fügung.

Drax mahnte die letzten Flüchtlinge zur Eile, als Thorgrim vorbeigeschossen kam und vorwärts Richtung Schlachtfeld stürmte. Was hatte sein Freund vor?

"Bist Du wahnsinnig? Willst Du unter die Hufe kommen? Wer kommandiert die Verteidiger auf den Zinnen? Die Leute hier wollen sehen, dass der Statthalter an ihrer Seite steht. Das dort draußen sind Soldaten! Es ist ihre Aufgabe zu kämpfen, dafür sind sie ausgebildet und werden bezahlt! Deine Aufgabe ist es, die Stadt zu sichern und nicht, dort draußen zerstampft zu werden."

Drax hoffte, dass er Thorgrim mit seinen Worten erreichen konnte, aber es war nicht auszuschließen, dass er trotzdem stur weiter rennen würde. Drax würde nicht von seiner Seite weichen, soviel war klar. Und wenn es der Statthalter doch vorzog, sich auf offenem Feld mit dem Feind anzulegen, nun...  dann sollte es eben so sein.

  Gespeichert  
Noq

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #25 am: So., 30. Apr 2006, 22:49 »

Noq fühlte sich nicht angesprochen, als es um Heiler an die Front ging und lenkte seine Stute durch die Mengen. Er wollte einen besseren Überblick bekommen. Nur wo? Die Toren würden bestimmt nicht das einzige Angriffsziel sein. Doch wo würden sie versuchen einzudringen?

Aufeinmal sah er ein kleines schwirrendes Licht, was auf ihn zu kam. Galantha hatte wohl neue Nachrichten, jedenfalls hoffte er das. Er hielt kurz an und wartete. Sie flatterte vor ihm und schaute sich erst noch um, dann berichtete sie.

"Sie sind schon am kämpfen. Ich habe gehört das es die Arme eines Côrs ist und das er gnadenlos sein soll."

Der Elf nickte und erinnerte sich an den Namen und er ist diesem schon einmal persönlich begegnet. Seine Erinnerungen sind nicht gerade schön gewesen.
Doch irgendwie schien es nicht alles gewesen zu sein von einer kleinen Blumenfee.

"Ich habe Ethlind gesehen. Sie ist Richtung Stadttor gelaufen. Ich hab sie aber wieder in den Massen verloren."

Ihr Gesicht schien es irgendwie zu bedauern, doch Noq wusste, dass sie da nichts dafür konnte. Doch er vergas nun den Gedanken an einen Ort mit Ausblick und führte sein Pferd in Richtung Stadttor. Er kannte Ethlind genau und wusste wie fähig sie war sich selbst zu verteidigen. Er machte sich betreit zum Kampf. Aber viel mehr hielt er die Augen nach Ethlind offen.
  Gespeichert  
Thorgrim Blutaxt

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #26 am: Mo., 01. Mai 2006, 18:14 »

Runde 3


Als Rraurgrimm das kleine Kind auf die Arme nahm, fing es wie wild an zu strampeln, zu kreischen und um sich zu schlagen. In fast unmöglichen Windungen versuchte es, sich aus dem Griff des für ihn fremden Wesens zu befreien, und tratt dem Lycan dabei mit seinem Fuss gegen die Schnauze, was ihm eine geplatzte Lippe einbrachte. -2 LP Nur mit sehr viel Mühe konnte er das kleine Kind so weit beruhigen, dass es sich auf die Schulter setzen lies. Doch dabei griff es so fest in die Haare des Wesens, dass ihm die Tränen in die Augen schossen.
Die Menschen um ihn herum, die dieses Schauspiel sahen, war es anscheinend egal, dass dieses Kind anscheinend entführt wurde, oder sie hatten genug damit zu tun, sich selber in Sicherheit zu bringen.
Doch immer wieder wurde er schräg und nicht gerade freundlich von der Seite angesehen, als er mit dem ängstlichen Kind durch die Strassen rannte. Dabei nutzte er geschickt Gassen und Wege, die nicht von den Mengen überflutet waren. Irgendwann, Rraurgrimm hatte schon fast die Orientierung verloren, hörte er von links aus einer weiteren Gasse eine helle, hysterische weibliche Stimme.
>>Saskia, meine Saskia.... Das Scheusal entführt meine Tochter. Haltet ihn... Meine Saskia...<<
Die umliegenden Männer, die die Rufe gehört haben, und auf dem Weg zum Stadttor waren, um die Soldaten zu unterstützen, drehten sich überrascht um, wer dort so schrie. Das kleine Kind auf den Schultern von Rraurgrimm drehte sich ebenfalls so weit es ging um, da sie die Stimme erkannt hatte. Als sie ihre Mutter sah, fing sie an zu zappeln und schrie.
>>Mama, Mama, Mama<<
Dabei lies sie die Haare von dem Lycan los, und streckte sie in die Richtung ihrer Mama. Die Männer packten ihre improvisierten Waffen, Mistgabeln, Knüppel und Schaufeln, fester, und bewegten sich grimmig auf Rraurgrimm zu.

~~*~~


Während sich Rraurgrimm der Bürger erwehren musste, ging der Kampf vor der Stadt mit unvermittelter Härte weiter. Nachdem der junge Soldat die Kutsche von Drax angenommen hatte, machte er sich auf den Weg zum Stadttor. Thorgrim erblickte ihn und lief ein wenig langsamer, damit er aufschliessen konnte. Drax machte Thorgrim Vorhaltungen, dass er sich um die Stadt kümmern sollte, und nicht in den Kampf werfen sollte, doch er schüttelte nur entschieden den Kopf.
>>Barth ist da. Er macht es schon. Mein Platz ist bei den Soldaten!<<
sagte er kurz angebunden, um seinen Atem zu schonen. Sie waren fast in der Schlacht angekommen, als auf einmal ein Pferd an ihnen vorbeischoss. Casandra entlud in diesem Moment ihre Armbrüste und fällte somit zwei Reiter, in deren Schädel ein grosses Loch durch die Bolzen prangerte.
Sie lebt! Sie lebt tatsächlich
dachte Thorgrim sich, der seit den Tagen in den Kellern in Isua dachte, das Casandra tot wäre. Doch nun war nicht der Zeitpunkt für solche Gedanken. Thorgrim und Drax rissen ihre Äxte hoch und mit einem zwergischen Kriegsschrei stürzten sie sich in die Schlacht. Thorgrim konzentrierte sich dabei darauf, den Pferden entweder die Vorderhufe wegzuschlagen, oder sich an die Soldaten auf dem Boden zu wenden. Er wusste, dass er gegen die berittenen Krieger schlechte Karten hatte. Drax wirbelte noch wilder durch die Reihen der Angreifer. Es dauerte nicht lange, und beide Zwerge waren von Blut überseht. Zum Glück war das meiste das Blut des Feindes, aber auch sie waren nicht unverwundbar und mussten den einen oder anderen Hieb oder Tritt der Pferde in Kauf nehmen. Ein Pferd vor Thorgrim stieg erschrocken auf die Hinterläufe und trat dabei mit seinen Vorderhufen gegen den kleinen Zwergen, der von den Beinen gerissen wurde.  Thorgrim –15 LP, Drax –20LP
In der Zeit hatte Casandra ihre Armbrust zum zweiten Male geladen und riss einen weiteren Soldaten wie die ersten beiden aus dem Sattel. Den zweiten konnte sie zwar schwer treffen, doch schaffte er es, sich im Sattel zu halten, und seinerseits auf Casandra zuzureiten. Das Schwert fest gegriffen hieb er im vorbeireiten nach ihr. Da sie sich konzentrierte konnte sie sich dem Angriff nicht ganz entwenden. Doch schaffte sie es, dass das Schwert nicht in ihren Bauch stach, sondern nur über ihren Oberschenkel glitt. Der Schnitt war nicht sehr tief, brannte aber höllisch. Casandra –10LP.

~~*~~


NoQ ritt den Mengen entgegen zur Stadtmauer hinzu. Sein Blick ging von rechts nach links. Er drehte gerade seinen Kopf wieder zur anderen Seite, als er die gesuchte Person sah. Ethlind erblickte NoQ im selben Moment. Doch dann wurde sie von der Menge wieder verdeckt.

Hardor wütete derweil weiter unter dem feindlichen Heer. Mit einem Schwanz und seinen Klauen riss er weiter Reiter um Reiter von den Pferden. Dadurch hatten die Fusssoldaten eine bessere Chance, die sie auch nutzte. Doch es war nur eine Frage der Zeit. Zu übermächtig war der Feind. Für jeden gefallenen Gegner erschienen zwei neue und in immer mehr Kämpfen unterlag die Pranke. Thorgrim wollte gerade das Signal zum Rückzug geben, als er die Reiter auf dem Hügel sah. Im ersten Moment dachte er, der Feind bekommt Hilfe, doch dann sah er die Banner. Es waren die Banner des Königs. Erfreut sah Thorgrim, dass die Reiter mit ihren Lanzen gegen die Feinde ritten um sie zu unterstützen.

>>Für Nuru! Schlagt die Bastarde in die Flucht!<<

rief er den Soldaten neuen Mut zu. Durch das Auftauchen der Dragonischen Streitmacht mit neuem Mut erfüllt, griffen sie unvermittelt an. Der Feind, der sich nun an zwei Fronten zur Wehr setzen musste, verlor immer mehr und mehr Zweikämpfe. Altarions Reiter brachen eine tiefe Bresche in die Armee der Feinde. Es dauerte nicht lange und die ersten Reiter wandten sich zur Flucht.

>>Bei meinem Barte, sie fliehen. Wir haben es geschafft. <<

sagte er glücklich zu Drax. An den verschienenen Stellen wurde immer noch gekämpft, doch nun waren es die Krieger von Côr, die sich immer zwei oder drei Gegnern erwehren mussten. Schnell waren die letzten Feinde niedergestreckt oder ergriffen die Flucht. Die Freude über diesen Sieg ergriff die Soldaten. Laut schrien sie ihre Freude heraus und fielen sich in die Arme. Thorgrim half den Soldaten die Verletzten zu der Stadt zu bringen, um sie in die kundigen Hände der Heiler zu übergeben.

Die Freude über den Sieg setzte sich auch in der Stadt fort. Barth hatte gerade die Soldaten auf der Mauer formatiert, als die zusätzlichen Einheiten durch das Hintertor einmarschiert kamen und die Mauern zusätzlich noch sicherten. Mit lauten Jubel wurden die Soldaten begrüsst, als sie in das Stadttor kamen. Die Verletzten wurden zu den Heilern gebracht, sie damit begannen, Verbände anzulegen oder Brüche zu schienen.
« Letzte Änderung: Mo., 01. Mai 2006, 18:15 von Thorgrim Blutaxt »   Gespeichert  
Neome

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #27 am: Di., 02. Mai 2006, 14:46 »

Der Weg zur Feste schien endlos. Unzählige Menschen tummelten sich auf den Straßen und Gassen. Ein heilloses Durcheinander, Gekreische, wildes Zurufen und rücksichtslose Reiter, die durch die Massen drängten. Neome versuchte Perfel nicht aus den Augen zu verlieren. Immer wieder wurden sie auseinander gerissen, wenn sich Leiber zwischen sie schoben.

Trotz des Gedränges fand Neome Zeit über die Magiergilde nachzudenken. Sie konnte es kaum erwarten, dort einen neuen Meister zu finden. Hoffentlich war der Angriff schnell vorüber. Mit Krieg hatte sie keine Erfahrung. Zum Glück. Schlachten dauerten meist nicht lang, Belagerungen konnten schier endlos sein. Hatte ihr Meister einst erzählt. Erlebt hatte sie es nie.

Von Cor meinte die Magierin schon gehört zu haben. Düster. Ferne Erinnerung. Das Böse in personam. Sagte man sich. Wisperte man sich hinter vorgehaltener Hand zu. Seinen Namen zu nennen brachte schon Unglück. Neome war überrascht, wie sorglos Perfel der Namen des Unaussprechlichen über die Lippen kam.

Ihr Weg zur Feste war umsonst. Die Soldaten waren fort, hinab zum Stadttor, zusammen mit den Kriegern der Kaserne. Nur ein paar Wachen waren noch da, um Plünderungen zu verhindern. Von hier oben konnte man über die Stadt sehen, bis hinab zu den Stadtmauern. Vor den Mauern drängte sich schwarz an schwarz ein gewaltiges Heer, in das sich in kleinen Wellen etwas Helles aus dem Stadttor hinaus ergoss.

Neome zupfte Perfel am Ärmel und deutete nach unten. "Seht nur, es hat angefangen. Sie kämpfen."

Eilig drängten sie wieder zurück nach unten in die Stadt. Perfel war in erster Berufung wohl Heilerin und gewahrte den Ruf eines Soldaten nach Hilfe für die Verletzten. Neome hatte keine Ahnung von diesen Dingen, aber sie wollte nicht untätig sein, sondern helfen. Deshalb blieb sie an Perfels Seite, ließ sich erklären was zu tun war und bekam alsbald den ersten Verstümmelten zu Gesicht. Die Schmerzensschreie, die grausige Wunde und der Gestank nach Blut und Exkrementen schnürte Neome den Magen zu, aber es kamen noch mehr, und immer mehr, bis ihr übel wurde. Aber sie musste helfen, sie konnte nicht davon laufen. Nie wieder wollte sie davon laufen. Die Lippen aufeinander gepresst ging sie den Heilern zur Hand, legte Verbände an, reichte Instrumente weiter, brachte den Verwundeten Wasser, schnürte Kleidung, Waffen und Wertsachen zu kleinen Bündeln und beschriftete sie, damit jeder nach der Behandlung sein Hab und Gut zurückbekam.

Und es nahm kein Ende.
  Gespeichert  
Hardor

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #28 am: Di., 02. Mai 2006, 20:13 »

Als die Soldaten begannen zu schwinden da der König wohl mit seinem Herr aufgetaucht war sonderte Hardor sich ein wenig ab und steig mit einigen kräftigen Flügelschlägen empor und flog ein wenig voran um den flüchtenden Feind zu beobachten, aus der Höhe selbst konnte er wohl weiter blicken als jeder Mensch und sogar die Elfen und Zwerge mit ihren scharfen Augen konnten nicht fliegen. Sollte es so einfach vorbei sein oder war es nur ein kleiner Sieg? Der Drache bezweifelte, dass Côr aufgegeben hätte dass Bollwerk Nurus zu erobern, zu lange trachtete er danach und eigentlich würde er doch bis zum Wahnsinn weiterkämpfen, seine Männer in den Tod schicken.
Zumindest hatte es ihnen zeit gebracht, wichtige Zeit, erkauft mit dem Tod doch vielleicht rettete es viel mehr leben als es gefordert hatte und wachsam hielt der Geschuppte seine Augen gen Feind gerichtet bis sich die Soldaten endlich zurück zur Stadt begaben um die Verwundeten zu versorgen und sich wieder zu sammeln. Es konnte unmöglich vorbei sein und eine Weile glitt der Sturmsilberdrache mit wenigen Bewegungen seiner Schwingen über den Kampflatz und die nähere Landschaft ehe auch er den Flüchtenden ein drohendes Grollen entgegensandte, kehrt machte und auf die Stadt zuhielt.
In den Straßen wimmelte es nur so von Menschen die versuchten sich in den Unterkünften in Sicherheit zu bringen und wie Ameisen zur Festung strömten. Hier und dort marschierten Soldaten und das erschütternde Wimmern der verwundeten erfüllte die Luft in der sonst die Klänge von Instrumenten und die Stimmen der Marktschreier schwebten, da konnte Hardor wirklich nicht helfen doch heilt er Ausschau nach einem guten Platz zum laden und stieg schließlich vor dem Tor hinab und beobachtete das Gedränge mit seinen ruhigen grauen Augen in denen nicht mehr die Wut glänzte. Rhythmisch hoben und senkten sich seine Nüstern während der Drache langsam zur Ruhe kam und sich auf den vermuteten Angriff vorbereitete. Ja, nun wollte er Ruhe und hier vor dem Stadttor würden sich wohl kaum viele Zweibeiner freiwillig aufhalten und hier konnte er auch sehen wenn die schwarzen Truppen zu einem Gegenschlag ausholten. Immer noch spürte er dieses seltsame Gefühl in der Bauchgegend, ja es war eine Ahnung dass der größte Feind jedes lebendigen Wesens nicht aufgeben würde.

  Gespeichert  
Amras

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #29 am: Mi., 03. Mai 2006, 11:17 »

Amras rannte auf den Kampflärm zu. Immer wieder musste er durch Seitengassen gehen, weil die Hauptstrassen zu überfüllt waren und an ein Durchkommen nicht zu denken war. Einerseits der Flüchtlingsstrom der sich ins Innere der Stadt ergoss und dann auch die Bewaffneten -  wenn auch nur mit einfachsten Waffen, wie Mistgabeln oder Dreschflegeln - die zur Schlacht wollten um ihre Heimatstadt zu verteidigen. Wo dieses Ströme aufeinander trafen herrschte das totale Chaos. Leute wurden niedergetrampelt und es schien fast so als würde die Panik mehr Opfer fordern als die eigentlich Schlacht.
Doch Amras wusste, dass dem nicht so war. Das hier war nur ein Vorgeschmack auf das, was ihn vor den schützenden Mauern der Stadt erwarten würde.

In der Gewissheit, dass in jedem Moment dutzende Krieger ihr Leben liessen, beschleunigte Amras seine Schritte nocheinmal und versuchte sich Mental auf die Schlacht vorzubereiten.

Mama, Mama, Mama

Ertönte es aus einer weiteren Traube von Einwohnern und fast wäre der Paladin einfach weitergerannt, wenn er nicht sogleich gemerkt hätte, wie die Stimmung der Masse zu schwanken begann. Zielstrebig bewegte sich diese mit erhobenen Waffen auf einen Punkt zu. Waren die Kämpfe schon in die Stadt ausgebrochen? Dann musste es wesentlich schlimmer um Nuru stehen, als er es gedacht hatte.
Er wandte sich der Menge zu und bahnte sich an ihr vorbei einen Weg. Was er sah verwirrte ihn dann aber doch. Da stand eines dieser Wolfsmenschenwesen und trug ein Kind auf dem Arm, welches sich offensichtlich versuchte loszureißen. Doch der - so hatte Amras gehört nannten sie sich -  Lycantroph war in seiner Bewegung erstarrt und blickte in die Menge. So sah niemand aus, der bewusst sein Kind entführen wollte. Er schien viel mehr geschockt, als ertappt zu sein.
Dies würde in einem Massaker enden, wenn nicht sofort jemanden einschreiten würde. Rasch stellte sich Amras zwischen den Lycantrophen und die Menge.

<<Haltet ein! Seid ihr wahnsinnig geworden? Vor der Stadt riskieren unsere Soldaten und Freunde ihr Leben und ihr geht euch hier aneinander an die Gurgel. Glaubt ihr dafür kämpfen und sterben die Soldaten der Pranke?>>

Amras blickte in die Menge und hoffte, dass man ihm nun zuhören würde.

<<Ich bin mir sicher, dass dieser Lycantroph das Kind nicht entführen, sondern einfach nur in Sicherheit bringen wollte. Schaut euch um. Glaubt ihr ein Kind würde alleine durch Gassen nach Hause oder im schlimmsten Fall, wenn die Kämpfe das Innere der Stadtmauern erreichen, schnell genug fliehen können?
Doch selbst wenn euch das nicht überzeugt, habt ihr kein Recht einfach über ihn zu richten! Wenn ihr das tut, seid ihr nicht besser als diejenigen, die vor den Stadtmauern unsere Freiheit bedrohen!
>>

Amras stellte sich nun neben den Lycantrophen und sagte leise.

<<Nun wäre für dich der passende Moment die Kleine runterzulassen. Ich glaube es wäre besser, wenn wir hier nicht allzulange verweilen würden.>>

Zu den Menschen die sie nun vollständig umzingelt hatten, sagte er.

<<Wenn ihr etwas auf euch haltet, werdet ihr ihn sich erklären lassen, und uns dann ziehen lassen. Geht wieder euren Wegen nach, sowie wir den unseren und ich schwöre bei Paladin wir werden euch nicht weiter behelligen.>>

Nicht ganz sicher wie die Menge reagieren würde, liess Amras seine Hand locker auf den Griff seines Kriegshammers ruhen und erwartete die Reaktion der Menschen und vorallem die des Lycantrophen.
  Gespeichert  
Seiten: 1 [2] 3 4 ... 7 Alle | Nach oben
Legends of Aylann  |  Legends of Aylann - Das Spiel  |  Nuru  |  Nuru (ARCHIV)  |  Thema: Côr vor den Toren! << zurück weiter >>

Legends of Aylann | Powered by TIBBS 1.35 PE (Personal Edition) (Origin: YaBB SE)
Hosted by www.legends-of-aylann.de - All Rights Reserved.
Take a look at our imprint and data protection policy for further details and credits.

Die Administration distanziert sich ausdrücklich von den hier geäußerten Meinungen. Die Textbeiträge geben nicht die Meinung der Administration wieder. Kontakt: webmaster@legends-of-aylann.de