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   Autor  Thema: Côr vor den Toren! (Der Angriff auf Nuru) (Gelesen 3390 mal)
Thorgrim Blutaxt

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #75 am: Sa., 27. Mai 2006, 17:02 »

Nachdem sich die Soldaten von Drax Gruppe getrennt haben, schlichen sie weiter zu dem nächsten Katapult. Jedes Teil, was hätte klappern können haben sie vorher mit Stoff umwickelt, so dass sie kein Geräusch machen konnten. Langsam schlichen wie immer weiter in die Richtung des Geschützes. Es dauerte nicht lange und sie konnten die Soldaten sehen. Auch hier war die Wirkung von Perfels Feuersturm zu sehen. Viele Soldaten lagen bewegungslos am Boden. Andere Soldaten lagen wimmernd am Boden und wurden von Kollegen oder Heilern versorgt. Niemand nahm Notiz von den drei Augenpaaren, die sich das Spektakel ansahen.
Willow, Berem und Angmar sahen sich das treiben eine Weile an. Dann wies Berem auf Angmar und deutete auf einen Baum. Bei Willow zeigte er auf einen zweiten und bei sich auf einen dritten Baum. Angmar drückte er ein paar Ölfässer in die Hand und nahm den Rest für sich. 2 Finger hielt er in die Höhe, was Angmar verstand. Sie würden jeder nur zwei Fässchen werfen. Willow drückte er die Brandpfeile in die Hand, und auch er nickte. Er würde danach das Öl anzünden. Ohne ein einzigstes Wort geredet zu haben, klopften sie sich gegenseitig auf die Schulter und begannen jeder für sich auf den zugewiesenen Baum zu klettern.

Der Elf war als erstes auf dem Baum. Schnell suchte er sich einen Platz in der Baumkrone, wovon er das Katapult in einer idealen Schussposition hatte, jedoch selber nicht gesehen werden konnte. Dann wartete er. Berem und Angmar brauchten ein wenig länger, um auf den Baum zu kommen. Doch auch sie schafften es ohne Zwischenfall und ohne ein Geräusch zu verursachen. Nur die Blätter bewegten sich ein wenig, doch keiner der Tuppen Côr’s nahm davon Notiz.

Die Soldaten Côr’s waren gerade dabei, das Katapult neu zu beladen. Diesmal waren es keine Brandgeschosse, sondern massive Steine. Dafür mussten jedoch alle Soldaten mit anpacken. Somit war das Katapult kurz unbewacht, was Berem und Angmar ausnutzten. Schnell hintereinander warfen sie ihre Fässer. Angmars erstes Fass verfehlte zwar das Katapult, doch dafür trafen die anderen drei und zerschellten an dem Holz. Langsam lief die glitzernde Flüssigkeit am Holz entlang und tünchte auch die Seile, die stramm gespannt war.

Jetzt war die Zeit für Willow gekommen. Doch wartete er noch. Die feindlichen Gegner schleppten gerade unter großen Kraftaufwand den Stein zur Schlinge. Keiner von ihnen nahm das Öl und die zerschellten Fässer am Katapult zur Kenntnis. Viel zu sehr waren sie beschäftigt, den Stein zu tragen. Auch das die Schlinge sich langsam mit Öl durchtränkt hatte, war ihnen nicht aufgefallen. Der Stein lag nun in der Schlinge und das Katapult war bereit. Der Elf zündete schnell den Brandpfeil geschickt mit Feuerstein und Stahl an, und legte ihn auf die Sehne. Dann zielte er auf das Öl. Der Anführer der Bedienmannschaft des Katapultes wollte  gerade das Signal zum feuern geben, als sich der Brandpfeil in das Holz bohrte. Schnell breitete sich das Feuer durch das Öl aus und setzte alles in Brand.

Hektisches Geschrei breitete sich unter den Soldaten am Boden aus. Die Soldaten unmittelbar vor dem Katapult sprangen erschrocken zurück. Einige Soldaten, die gar nicht mitbekommen hatten, das sie mit dem Öl in Kontakt gekommen waren, fingen ebenfalls Feuer und schmissen sich auf den Boden und wälzten sich hin und her. Allein der Anführer war kühl genug, die Flugbahn des Pfeils zurück zu verfolgen. Doch konnte er den Elfen in dem Baum nicht ausmachen. Ein paar Soldaten versuchen das Feuer mit improvisierten Decken oder Dreck zu ersticken, aber es war ein hoffnungsloses Unterfangen.

Auf einmal riss das Spannseil des Katapultes. Ein Soldat, der nicht auf passte wurde durch das peitschende Seil am Hals getroffen. Mit einer klaffenden Halswunde ging er zu Boden. Seine letzten Atemzüge waren gezählt. Der Arm des Katapultes dafür schnellte nach oben und hätte seine schwere Last sicherlich treffsicher nach Nuru befördert, wenn nicht in dem Moment das Seil des Gegengewichtes auch gerissen wäre. So plötzlich, wie der Arm nach oben schnellte, so abrupt stoppte er auch und schmiss den Stein senkrecht ein paar Meter nach oben, bis er mit Wucht wieder zur Erde knallte. Alle Soldaten sprangen erschrocken zur Seite, da der Stein nicht liegen blieb, sondern weiterrollte.

Das war das Zeichen für Berem, Willow und Angmar. So schnell sie konnten kletterten sie von ihren Bäumen und sprangen den letzten Rest auf den Boden. Kurz schauten sie sich an, ob auch niemand verletzt war, dann liefen sie in den Wald rein, um zum nächsten Katapult zu gelangen. Wäre nicht ein solcher Lärm bei den Feinden gewesen, so hätten diese bestimmt das gehässige Lachen der Soldaten der Löwenpranke gehört.

~~*~~


Drax hatte weniger Glück als die drei anderen Soldaten. Auch wenn er versuchte, so leise wie möglich zu sein, so verursachte seine Rüstung immer wieder ein Klimpern, Klirren oder Quietschen. Immer wieder wenn Drax die anderen Soldaten, die mit ihm unterwegs waren nicht sah, grinsten sie Schadensfroh. Natürlich kannten sie Drax, und noch besser die Geschichten um den Zwergenkrieger, doch umso mehr freute sie es, dass es etwas gab, wobei sie dem Zwergen überlegen waren. In ihren Lederrüstungen verursachten sie kein Geräusch, als sie durch den Wald gingen.

Das Bild änderte sich jedoch, als die Drei das Katapult erreichten. Vorsichtig spähten sie hinter einem Baum hervor, und auch die beiden Soldaten ballten ihre Fäuste. Am liebsten hätten sie sich mitten in die feindlichen Reihen geschmissen, doch wussten sie auch genau, dass ihr Tod dann nichts bringen würde. Erst mal mussten die Katapulte zerstört werden. Dann war die gröbste Gefahr gebannt. 

Die Soldaten nickten zustimmend, als sie von Drax Plan erfuhren. Danach machten sie sich gleich daran eine kleine Kuhle auszuheben, wo sie ein Feuer machten. Dort würden sie später ihre Pfeile entzünden. Die Kuhle war so angelegt, das keiner von den feindlichen Soldaten das Feuer sehen konnten. Danach schnappte sich Drax zwei kleine Fässchen und machte sich auf den Weg zum Katapult. Gespannt verfolgten die Soldaten mit den Augen den Weg des kleinen Zwergen, Armbrust und Bogen gespannt, um ihm zur Not Feuerschutz zu geben.

Drax hatte gerade die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht, als er auf einmal Lärm hinter sich hörte, in den sich eine helle, unangenehm piepsende Stimme einmischte. Hinter Drax war ein Bild, bei dem man in einer anderen Situation vermutlich schallend Gelacht hätte. Ein grüner, von Warzen bedeckter Goblin, der noch 1,5 Köpfe kleiner als Drax war stand hinter ihm und hüpfte aufgeregt von einem Fuß auf den anderen und zeigte dabei mit einem kleinen Kurzschwert, was für einen ausgewachsenen Menschen ein etwas größerer Dolch war auf den Zwergen. Dabei machte seine Rüstung einen solchen Lärm, dass dieser vermutlich bis nach Nuru zu hören war. Kein Wunder, sie war ja auch vier Nummern zu groß. Der Helm rutschte ihm immer wieder ins Gesicht, so dass er ihn mit seiner freien Hand immer wieder hochschob und danach weiter keifte.

>>Haltet ihn. Er kommt aus dem Wald. Er will nichts gutes. Bleib stehen. Ich bin Gnog, ein großer Krieger. Ich werde dich fertig machen!<<

Die anderen Soldaten, die es sahen fingen tatsächlich an zu lachen, doch der Goblin hatte es geschafft, das alle Drax ansahen. Keiner von ihnen machte Anstalten, den Goblin zur Hilfe zu kommen, doch beobachteten sie Drax weiter. Ein Zwerg war in ihren Reihen doch selten, und keiner hatte eine Ahnung ob ihnen ein Zwerg zugeteilt wurde. Doch da er zwei Fässchen zum Katapult trug, dachten sie, es wäre neue Munition. Somit kümmerten sie sich weiter um ihre Aufgaben, oder halfen den verletzten Soldaten, indem sie ihnen was zu trinken gaben oder sonst wie Mut zusprachen. Alleine Gnog blieb an Drax dran und beobachte ihn genau. Bei jedem Schritt schepperte es wie ein ganzer Wagen voller Rüstungen. Doch blieb er außer Reichweite seiner Waffen. Zwar war Gnog ja ein großer Krieger, doch im inneren war er ein Feigling. Beim Katapult erwarteten ihn bereits die Mannschaft.

>>Ey du, was sollen die Fässer? Siehst du nicht, dass wir den Feuerbeschuss eingestellt haben? Die Schweine haben einen Schutzschild. Wir sollen ihn mit Steinen erst mal zerstören. Ihr Erdnuckler merkt auch gar nichts, oder?<<

Doch anstatt darauf zu reagieren schmiss Drax die Fässer gegen das Katapult.

>>Verdammt! Du dummer Zwerg. Ist dein Gehirn auch so klein wie du? Weißt du nicht, was passieren kann. Warte, bis Derian dich in die Finger bekommt. Solch Ungehorsam wird er nicht dulden. Du tust mir schon fast leid. Aber nur fast.<<

sprach der Soldat und machte einen Schritt auf den Zwergen zu. Die Hand legte sich auf die Hand des Schwertes. Dies war der Zeitpunkt für Gnog. So schnell er konnte schepperte er vor den Soldaten und fiepte ihn an, das er es ja von Anfang an wusste, und das die Schwachköpfe ja keine Ahnung hatten. Er hatte es ja gleich gesagt. Er sollte der Anführer sein, denn er wusste ja bescheid.
Wütend gab der Soldat dem Goblin einen Tritt mit dem Fuß, auf dass er wie ein großer Eisenball zur Seite rollte. Danach wendete er sich wieder Drax zu.

Die Soldaten der Löwenpranke sahen das Spektakel und entzündeten ihre Brandpfeile. Bisher hatten sie noch nicht eingegriffen. Zwar waren sie kurz davor gewesen, den Goblin zu bespicken, doch haben sie es dann doch gelassen, als keiner der anderen Soldaten den Goblin beachteten. Doch jetzt war es höchste Zeit, denn für Drax sah es nicht gut aus. Sie wussten von seiner Kampfkraft, doch gegen eine solche Übermacht würden auch die Kräfte des Zwergen nicht langen.

So flogen gleich darauf die ersten Pfeile und Bolzen zu dem Katapult. Der Soldat mit der Armbrust hatte dabei nicht auf das Katapult gezielt, sondern auf den Soldaten. Der Bolzen bohrte sich mit tödlicher Präzision in den Hinterkopf und trat vorne wieder aus. Der getroffene Soldat hatte zumindest keine Schmerzen. Langsam kippte er vorne über und begrub Gnog, der sich laut Fluchend gerade wieder erhob.

Die Brandpfeile trafen ebenfalls ihr Ziel und setzten das Katapult in Brand. Jetzt reagierten auch die anderen Soldaten. So schnell sie konnten griffen sie ihre Waffen und eilten auf den Zwergen zu. Der Rest der Bedienmannschaft wurde von Drax Äxten niedergemetzelt, bevor er wieder in den Wald rannte, so schnell ihn seine Beine trugen. Von überall wurden Alarmrufe laut. Drax sah aus den Augenwinkeln, dass auch von rechts eine hohe Feuersäule gen Himmel loderte. War das das zweite Katapult?

Keiner der Soldaten, die zu Drax rannten erreichten ihn. Immer wieder schnellten Pfeile und Bolzen aus dem Wald und auch wenn fast keiner tödlich war, so brachten sie doch die Feinde zum Fallen, so dass der Zwerg den Wald frei vor sich war. Jedoch nicht den Soldaten, der hinter ihm Aufstellung nahm und mit seiner Armbrust zielte. Der Bolzen traf zwar nicht dort, wo er gezielt hatte, nämlich den Kopf sondern bohrte sich kurz unter der Schulter in den Oberarm des Zwergen. Nur seiner Panzerung verdankte er es, dass der Bolzen nicht den Arm durchbohrte und Knochen brach. Doch schmerzhaft war es allemal und Drax merkte, dass er den Arm erst mal nicht benutzen konnte. So wie es aussah, hatte der Bolzen zumindest einen Muskel getroffen. AW= 47, Schaden x2

Als der Zwerg den Wald fast erreicht hatte, machten sich auch die anderen Soldaten auf den Rückzug. Immer wieder blieben sie jedoch stehen und sahen nach dem Zwergen, da er nicht so schnell war. Dabei schossen sie ein paar Pfeile. Sie trafen zwar kaum noch, da die Soldaten Côr’s gewarnt waren, doch der Abstand zwischen ihnen vergrößerte sich langsam. So erreichten sie auch den Eingang zu dem unterirdischen Durchgang nach Nuru. Zwei nahmen ein Stück hinter dem Eingang Aufstellung, um etwartige Gegner mit ihren Bögen unter Beschuss zu nehmen, während der Soldat mit der Armbrust sich zu Drax begab um ihm Hilfe anzubieten.

~~*~~


Noch weniger Glück als Drax hatte Amras. Während die Soldaten um Drax wussten und seinen Befehlen ohne weiteres folgten, sah es bei dem Schneider anders aus. Zwar war er in Nuru auch hoch angesehen, doch Befehle von einem Schneider, der mit der Kaserne fast gar nichts zu tun hatte, stösste nicht bei allen Soldaten auf Einklang. In diesem Falle bei Pavel nicht, der lautstark gegen Amras wetterte. Nur dank des Orkes Omisha wurde der drohende Eklat abgewendet. Doch waren sie laut genug, als das ein Soldat Côr’s darauf aufmerksam wurde. Dieser war gerade beim Austreten, als er aus dem Gebüsch den Streit hörte. Schnell schüttelte er ab und versteckte sich hinter einem Baum. Doch da er nicht entdeckt wurde machte er sich schnell auf den Weg ins Lager, um die anderen zu warnen. Zu sechst schlichen sie wieder in den Wald, und lauerten.

Auf einmal sah ein Soldat Pavel und kündete seinen Kollegen seine Position an. Er wollte sich gerade an die Verfolgung machen, als er einen starken Schmerz in seinen Beinen fühlte. Er wurde von Amras Hammer von den Beinen gefegt und landete auf dem Rücken. Das letzte was er sah wie sich der Hammer auf sein Gesicht senkte, ehe dieser das Gesicht zermanschte. Schnell reinigte Amras seinen Hammer im Grün, ehe er sich wieder auf den Weg machte. Schritte näherten sich, und er brauchte ein Versteck. Ein umgestürzter Baumstamm kam ihm zur Hilfe. In einer kleinen Kuhle unter dem Baum fand er ein ideales Versteck. Die Schritte, die er gehört hatten wurden in Form von Stiefeln neben seinem Versteck sichtbar, die einen Moment ausharrten und sich dann wieder entfernten. Einen Moment war es ganz still, und man konnte denken, es wäre geschafft. Dann aber wurden Rufe laut und Kampflärm war zu hören. Dieser dauerte nicht lange, und eine Stimme, die zu einem Ork gehörte rief.

>>Wir sie haben!<<

Pavel und Omisha waren gefangen und wurden zu dem Anführer der Gruppe gebracht. Alle Waffen und Rüstungsteile wurde ihnen abgenommen, auch die Brandpfeile und die Ölfässchen. Danach wurde ihnen hart in die Kniekehlen getreten, so dass sie vor ihm in die Knie gehen mussten.

>>Soso, wen haben wir denn hier. Zwei Soldaten, die meinen, sie könnten die Helden spielen. Und was haben wir hier? Öl? Brandpfeile? Was hattet ihr damit vor? SPRECHT!!<<

Doch von den beiden Soldaten der Löwenpranke kam keine Antwort. Hoch erhobenen Hauptes sahen die dem Anführer in die Augen und sagten nichts. Der verlor darauf die Beherrschung und schlug den beiden mit dem Eisenhandschuh ins Gesicht, so dass bei dem Ork die Nase brach, während Pavel zwei Zähne einbüsste.

>>Ihr  werdet schon reden, wenn Derian mit euch spricht. Der ist nicht so nett wie ist!  Fesselt sie!<<

wies er die anderen Soldaten an, die auch gleich mit Seilen die Hände auf dem Rücken zusammenbanden, genauso wie die Beine.

Amras konnte sich nach einer Zeit wieder aus seinem Versteck befreien. Die Gefahr war erst mal gebannt. Zwar konnte er im Moment nichts für die Soldaten tun, doch den Auftrag konnte er noch ausführen. So schnell er konnte rannte er auf die andere Seite, wo er den Befehlsinhaber der Katapultmannschaft sah. Amras hatte einen Plan und zielte mit seinem Bogen auf den Menschen. Doch er hatte nicht damit gerechnet, dass der Befehlsinhaber unter seinem Umhang eine Eisenrüstung trug, und offensichtlich noch ein Kettenhemd. Das Pfeil prallte ohne Schaden zu verursachen ab. Verwundert drehte er sich um, konnte aber durch das helle Licht, das vom Pfeil auf dem Boden nach oben schien, Amras nicht ausmachen. Auf einmal hörte er ein „Tok“ von rechts, wo sich Amras zweiter Pfeil in das Holz bohrte.

>>Ergreifet den Verräter! Ich will seinen Kopf haben!<<

schrie er und mehrere Soldaten machten sich auf den Weg, um Amras zu greifen. Dieser jedoch hatte sich bereits auf den Rückweg gemacht. Sein Plan ging auf, und die Soldaten liefen hinter ihm her in den Wald. Dort versteckte er sich kurz hinter dem Katapult. Damit schienen die Soldaten nicht gerechnet zu haben, denn sie liefen an ihm vorbei ohne weiter auf den Boden zu gucken. Sie suchten immer noch eine Bewegung vor ihnen von dem Schneider.

So konnte Amras kurze Zeit später wieder zu dem Katapult schleichen. Dort auf dem Gelände sah er die beiden Soldaten der Löwenpranke gefesselt und mit freiem Oberkörper auf dem Boden kniend. Nach ihren Verletzungen zu urteilen waren sie nicht gerade nett behandelt worden. Überall hatten sie blaue Flecken. Manche deuteten auf eine gebrochene Rippe und der Ork blutete immer noch aus der Nase. Plötzlich schaute Pavel direkt in seine Richtung und blinzelte kurz mit den Augenlidern. Danach lies er sich nach rechts fallen, genau gegen einen Wächter, die um die beiden herum waren.

>>Du Missgeburt eines Menschen, wäre der Hund nicht schneller gewesen, so wäre ein Gossenzwerg dein Vater gewesen.<<

der Soldat reagierte genauso wie Pavel es geplant hatte. Er gab einen Tritt in Seite, dass eine weitere Rippe brach. Pavel krümmte sich vor Schmerzen, lachte aber hämisch. Kurz danach hustete er jedoch und spuckte Blut aus.

>>Schlagen und Treten. Das kannst du. Hast du das als Kind aus dem Schrank gesehen, als das deiner Mutter wiederfahren ist?<<
>>Halt deine Fresse!!<<


schrie der Soldat und ergriff sein Schwert. Doch die anderen Wächter packten den Soldaten und beruhigten ihn. Auch die anderen Soldaten, die dies gehörten sahen nun in die Richtung. Dies war die Chance für Amras. Keiner nahm mehr Notiz von ihm und so konnte er ohne größere Probleme zu dem Katapult und die Ölfässer positionieren. Beim Weglaufen erhaschte er noch einen Blick von Pavel, der ihm zuzwinkerte. Der Blick schien sagen zu wollen. Gut gemacht Schneider

Das Katapult war schnell in Brand geschossen. Und bevor auch nur ein Soldat in die Nähe von Amras Position kommen konnte, war dieser schon wieder auf dem Weg zum zweiten Katapult.

~~*~~


In Gedanken mit Fluchen verwünschend schaute Thorgrim zu der Stelle, wo gerade noch der Verräter war. Doch dann sah er etwas, womit er nicht gerechnet hatte. Eines dieser Wolfswesen rannte der Person nach. Thorgrim hatte dieses Wesen noch nie in der Stadt gesehen. Wo kam es her? Und warum half es ihnen? Das war egal. Wenn der Lycan den Verräter schnappen würde, dann würde Thorgrim ihn genauso behandeln wie jeden anderen auch.

Der Verräter schien sich in der Stadt nicht gut auszukennen. Immer wieder blieb er stehen und schaute nach rechts und links. Somit hatte es Rraurgrimm nicht schwer, ihn zu verfolgen. Die umstehenden Leute waren viel zu sehr damit beschäftigt, sich selber in Sicherheit zu bringen und beachteten den Soldaten und den Lycantrophen nicht. Erst als der Soldat sich umdrehte und sah, wie Rraurgrimm ihm folgte, rannte er kopflos umher. Er hatte nicht damit gerechnet, dass er verfolgt würde. Ein spannende Verfolgungsjagd begann. Quer durch Gassen, die noch keiner von beiden Gesehen hatte. Rraurgrimm spürte schon bald seine Lunge schmerzen. Lange würde er es nicht mehr durchhalten. Doch auch der Soldat wurde langsamer. Anscheinend hatte er nicht mit einer solch langen Verfolgungsjagd gerechnet. Und dann geschah es. Der Verräter bog in eine Sackgasse ein. Ängstlich schaute er sich um. Schnell griff er nach seinem Bogen und schoss auf das Wolfswesen, dass gerade um die Ecke bog. Rraurgrimm konnte gerade noch seinen Kopf wegdrehen, ehe der Pfeil sich an ihm vorbei in die gegenüberliegende Hauswand bohrte. Die Zeit nutzte der Verräter und kletterte an den Kisten hoch auf der flache Vordach. Von dort aus sprang er auf das Hausdach und rannte weiter. So schnell er konnte folgte Rraurgrimm ihm und weiter ging die Verfolgung über die Dächer. Manche Sprünge waren sehr waghalsig, doch der Lycan lies nicht locker. Beide pfiffen mittlerweile aus dem letzten Loch. Der Soldat merkte, dass er seinen Verfolger so nicht loswerden konnte. Daher sprang er bei der erstbesten Gelegenheit von dem Dach und rannte in das erstbeste Haus.

~~*~~


Nachdem er den Lycantrophen aus den Augen verloren hatte, drehte sich Thorgrim wieder um, und ging zu dem Magier, der auf dem Boden lag. Die Heiler waren bei ihm, und zogen gerade den Pfeil aus seinem Körper. Besorgt schaute Thorgrim zu den andern Magiern. Ihnen war die Anstrengung anzusehen. Schweiß perlte von ihrer Stirn, obwohl sie nichts zu machen schienen. Sie standen einfach nur da und murmelten leise vor sich hin. Auch wenn er die Magie nicht mochte, so hoffte er doch darauf, das sie den Schild noch lange aufrecht halten würden.

>>Na los, flickt ihn zusammen. Macht schon. Den kann man doch bestimmt wieder heilbekommen. Ein zwei Tränke und der ist wieder wie neu<<

blökte Thorgrim die Heiler an. Diese verbanden die Brust des Magiers und gaben ihm dann einen Wiederbelebungstrank. Trotzdem dauerte es Stunden (nach Thorgrims Zeitgefühl) bis der junge Magier seine Augen wieder aufschlug. Verwirrt sah er sich um und auf seine Brust. Doch die Heiler redeten beruhigend auf ihn ein, und gaben ihm noch einen Heiltrank. Sie wollten gerade den Magier wieder hinlegen, damit er sich ausruhen kann, als Thorgrim sie anschnauzte.

>>Wenn der nicht gleich wieder bei seinen Kollegen ist, kann es sein, dass wir uns bald alle hinlegen können. Aber UNTER die Erde! Also marsch an die Arbeit!<<

Als Antwort fing Thorgrim mehr als nur einen kalten Blick der Heiler ein, und wenn Blicke töten könnten, so wäre er eben mehr als einmal gestorben. Doch der Magier erhob sich von selber und ging zu seinen Kollegen, wo er ebenfalls anfing, in diesen Singsang einzustimmen. Es dauerte nicht mehr lange, und der Schirm wurde wieder blauer. Gleichzeitig wurde Freudenschreie von der andern Seite laut. Zuerst dachte er, es wäre wegen dem Schild, doch als er rüberblickte sah er von hinter der Mauer eine Feuerlanze. Das erste Katapult brannte!

Dann das zweite!
Und das dritte!

Sie hatten es geschafft. Die ersten Katapulte brannten. Doch jetzt nur nicht den Kopf verlieren. Es waren immer noch genug da, und die Katapulte der Stadt waren außerhalb der Reichweite. Die Gefahr war zwar weniger, doch immer noch da.

~~*~~


>>Sir, wir haben Saboteure in unseren Reihen! Sie zerstören unsere Katapulte!!<<
>>WILLST DU MICH VERARSCHEN? MEINST DU NICHT, ICH SEHE DAS SELBER???<<


schrie Derian den Soldaten an.

>>Nein Sir, es ist nur.. Ich dachte...<<
>>DU VERDAMMTER IDIOT SOLLST NICHT DENKEN, SONDERN MEÌNE BEFEHLE WEITERGEBEN!<<
>>Ja Sir<<
>>Gut. Doppelte Wachen bei den verbleibenden Katapulte. Ein Teil der Mannschaften an den Katapulten soll sich vor den Toren sammeln, der Rest soll zu den Restlichen gehen und sie bewachen. Ich will nicht noch mehr verlieren.<<
>>Ja Sir!<<
>>Und schickt den Vogel in die Stadt. Wir werden womöglich schneller als gedacht auf die Hilfe unserer Freunde zurückgreifen müssen.<<
>>Ja Sir!<<
>>Und nun Abmarsch!<<


schnell machte Nareyke sich wieder auf den Weg, um die Befehle weiterzugeben. Er war froh, wegzukommen.

~~*~~


>>Jahrelang kümmert sich das Volk der Menschen und der Drachen sich nicht um uns. Und wenn es euch schlecht geht, dann kommt ihr zu uns. PAH! Geht doch dahin wo der Pfeffer wächst!<<
>>Barim Goldzahn! Wie könnt ihr es wagen? Es sind nicht die Menschen und Drachen, die unsere Hilfe brauchen. Es ist unserer Bruder Thorgrim Blutaxt!<<
>>Ha, ein Ausgestoßener war er und ein ausgestoßener bleibt er!<<
>>Hüte deine Zunge! Sein Name wurde reingewaschen!<<


Eine wilde Diskussion brach unter den Zwergenführern aus. Gegeneinander schrieen sie sich an um das Für und Wieder der Hilfe, bis es dem König selber zu bunt wurde.

>>GENUG!!!<<

schrie er über alle Stimmen hinüber und die Felsen schienen seine Worte zurückzuwerfen. Augenblicklich war es still. So still, dass man eine Stecknadel fallen hören konnte.

>>Barim Goldzahn. Wie könnt ihr mein Wort und das Dwor Weißbartes in Frage stellen? Gevatters Blutaxt Ehre ist wiederhergestellt worden! Zweifelt ihr daran, zweifelt ihr an mir. Wollt ihr dies?<<

wutentbrannt stand der angesprochene Zwerg auf und drehte sich um. Ohne ein weiteres Wort ging er. Der König sah ihm noch einen Moment nach und erhob dann das Wort.

>>Barim Goldzahn ist noch jung und voller Hass. Er wird seine gerechte Strafe noch bekommen. Thorgrim Blutaxt bat uns um Hilfe und wir werden dieser Bitte nachkommen. Bei meinem Barte, morgen in der Frühe werden unsere besten Krieger bereitstehen. Doch nun ruht euch aus und esst was. Auf das das Land von dem Blute der Feinde getränkt wird und die alten Lieder wieder gesungen werden.<<

dabei schaute er dem Drachen direkt in die Augen!

>>Ihr müsst müde sein von der Reise. Für euch haben wir leider keine Unterkunft. Doch wenn ihr etwas braucht, so lasst mich es wissen. Es soll euch an nichts fehlen. Und nun entschuldigt mich, es ist noch viel zu bereden.<<

Fackeln wurden angezündet, das die Sonne unterging. Die verschiedensten Speisen und Getränke wurden aufgetischt. Ethlind wurde mitgeteilt, dass der Raum, in dem sie sich aufgehalten hat, zum Schlafplatz für sie umfunktioniert wurde. Der König selber verschwand schnell mit seinen Beratern. Sie würden noch die halbe Nacht beraten. Durch die gesamte Binge war die ganze Nacht noch Bewegung. Zwerge schleppten Waffen, Rüstungen und Lebensmitteln durch die Gänge und Beluden Wagen damit. Doch auch viele Zwerge blieben bei Ethlind und Hardor. Vor allem Hardor konnte sich vor neugierigen Zwergen kaum fernhalten. Immer wieder wurde er nach seiner Herkunft, seinem Leben und seinem Wissen gefragt.
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Casandra Aillard

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #76 am: Mo., 29. Mai 2006, 13:35 »

Planung war ja gut und schön, doch meistens kam es eh anders als man es vorher sagen konnte. Casandra wollte mit zwei Soldaten ganz nach Süden und musste einen recht großen Bogen um die feindlichen Stellungen schlagen, denn nicht überall war Wald um Nuru.
Gerade hatte die kleine Gruppe einen freistehenden Hof unbemerkt passiert und das nächste Waldstück erreicht, als hinter ihnen eine Stimme erklang. Nicht nur die Soldaten waren schnell mit der Hand am Schwert, sondern auch in Casandras Hand blitzte einer ihrer Wurfdolche. Im letzten Moment verzog sie und das Messer landete in einem der Bäume hinter Noq.

>>Stopp! Der gehört zu uns. Ein schlechter Zeitpunkt zum Scherzen – Waldläufer, aber solltet Ihr im Augenblick nichts besseres zu tun haben. ... Dem Klang nach zu urteilen hat der Beschuss bereits angefangen und auch Schaden angerichtet. Die Katapulte müssen zerstört werden. ... Also wenn ihr nichts weiter vor habt, dann helft uns dabei.
Oder habt Ihr vielleicht schon eine Ahnung in welcher Richtung oder bei welcher Truppe sich der Befehlshaber befindet? Eine Information, die uns vielleicht auch weiter helfen könnte.<<


Die Gerberin holte sich ihren Dolch wieder während sie mit dem Elfen sprach. Er musste sich schon eine Weile hier draußen herum treiben, denn seit dem Morgen war der Feind im Anmarsch und keiner wäre mehr ungesehen hinter die Linien gelangt.
Egal wie er sich entschied - im Grunde hatten sie ihre Aufteilung und doch konnte jede helfende Hand bzw. jeder Bogen nützlich sein und der Waldläufer war einer, der lange in Nuru gewohnt hatte und sich mit Sicherheit gut in der Umgebung auskannte – auch wenn man lange nichts von ihm gehört hatte.

Kurze Zeit später waren sie wieder auf dem Weg und wenn sie den feindlichen Truppen recht nahe kamen, roch die Luft nach verbranntem Fleisch. Hatte Perfel mal wieder mit Feuer gespielt? Die letzten Male als Casandra die Kunst der Apothekerin gesehen hatte, war ein Piratenschiff in Flammen aufgegangen und selbst im Dschungel hatte das magische Feuer mehr als nur die Gegner verbrannt. Diesmal schien aber zumindest nur der Feind Feuer gefangen zu haben. Die Gerberin musste lächeln, bei dem Gedanken an die Magierin und ihren Hang zum Feuer.

Prompt landete sie auf allen vieren, da sich ein Schlinge aus Brombeergestrüpp um ihren Fuß gewickelt hatte. Konnte man denn den Boden keinen Augenblick unbeobachtet lassen? Ein leiser Fluch rutschte über ihre Lippen als sie aus den Dornen versuchte freizukommen und ließ die vor ihr laufenden Soldaten sich umdrehen. Das Grinsen auf den Gesichtern zeigte recht deutlich, was die Männer von ihr hielten. Doch es verschwand von einem Moment auf den anderen und ein Blick nach hinten zeigte Casandra den Grund. Einen Handgriff später sackte der Späher mit aufgerissenen Augen zusammen.
Angespannt lauschte die Gerberin in die eintretende Stille, doch kein weiterer feindlicher Soldat erschien. So wagte sie es zu der Leiche zu treten und sich ihr Messer wieder zu holen. Der Kleidung nach zu urteilen handelte es sich wirklich um einen Späher, doch was machte der hinter den eigenen Linien?

Wenig später befand sich die Gruppe auf einer kleinen Anhöhe am Waldrand und konnte beide südlichen Katapulte sehen. Es war nicht mehr weit bis zu ihrem Ziel, doch in die Truppen und Bedienmannschaften war Bewegung gekommen. Eine Rauchsäule am Horizont verriet den Grund für die aufkommende Betriebsamkeit.

Dennoch schafften sie es bis in die Nähe des Zielobjektes und fanden auch ein gutes Versteck zwischen einigen Felsbrocken, die eine natürliche Mauer um eine Schweinesuhle bildeten.
Doch was jetzt tun? Die Mannschaft an den Katapulten war gewarnt und würde sich nicht so leicht ablenken lassen. Die restlichen Truppen lagen zum Teil außer Sichtweite der Maschinen, doch ein Ruf würde sie sofort alarmieren. Was würde am Erfolgversprechensten werden?

>>Hört zu. All zu viele Möglichkeiten zur Ablenkung werden wir nicht haben.
Der Großteil scheinen Menschen zu sein und die Truppe ist mit Sicherheit schon seit Tagen, wenn nicht Wochen unterwegs. Vielleicht gibt uns das eine Chance.<<


Verwundert sahen die Soldaten zu, wie Casandra sich ihrer Rüstung entledigte. Die Sachen fein säuberlich zusammen legte und auch ihre Waffen zum Teil in dem Bündel verstaute. Dann dämmerte ihnen langsam was die Gerberin vor hatte und wieder machte sich ein Grinsen auf ihren Gesichtern breit.

>>Keine dummen Bemerkungen. Wenn ihr eine bessere Idee habt, dann her damit. Aber beim Anbringen der Ölladungen bin ich nur im Weg, und ihr seid ebenfalls im Bogenschießen ausgebildet. Außerdem bin ich mir nicht sicher ob diese langen Bolzen mit ihren Bandspitzen überhaupt fliegen.
Nutzt die Gelegenheit das Katapult zu zerstören so bald wie möglich und macht euch dann auf dem Weg zurück. Wartet auf keinen Fall auf  mich. Noch gibt es hier ein weiteres Katapult das einsatzbereit ist. Und kommt bitte nicht hierher zurück, sonst komme ich unter Umständen nicht mehr an meine Sachen.<<


Inzwischen bestand Casandras Kleidung nur noch aus ihrem ehemals weißem Hemd, dem nun die langen schon zerissenen Ärmel ganz fehlten, einer leinenen Unterhose – welche nicht einmal den Oberschenkel bis zur Hälfte bedeckte und ihren langen Lederstiefeln. Die langen Haare wurden locker mit einem Kämmchen am Oberkopf festgehalten und fielen in großen Locken über die Schulter.

>>Hoffen wir das den Soldaten am Katapult mein Aussehen eben so gefällt wie euch.<<

Nur mit den in ihren Stiefeln versteckten Wurfdolchen bewaffnet und praktisch ohne jeden Schutz schlich Casandra ein gutes Stück weiter in südlicher Richtung am Waldesrand entlang. So war für die Soldaten der Löwenpranke der Rückzug in Richtung Tunnel frei.

Noch einmal holte die Stabmeisterin tief Luft und trat dann langsam auf das freie Feld hinaus. Viele zarte, bunte Blüten standen auf der Wiese und Schmetterlinge schwirrten zwischen den Blumen. Durch das Schutzschild um die Katapulte war hier nichts verbrannt und es hätte ein schöner Frühlingstag sein können, wären nicht im Hintergrund die Geräusche von Verwundete und Sterbenden gewesen und Kommandos gebrüllt worden.
Ungefähr die halbe Strecke zwischen dem Wald und dem Kriegsgerät hatte Casandra zurück gelegt, als Tumult an dem Katapult entstand. Einer der Soldaten hatte den Felsbrocken fallen gelassen, den sie gerade versuchten auf den Löffel zu legen. Deutlich war ein Erstaunen und das Diskutieren über eine mögliche Falle zu spüren. Die Gerberin hob ihren rechten Arm und winkte den Soldaten zu.

Nicht alle ließen sich weg locken, doch bis auf zwei eher unbeteiligt wirkende Männer – wahrscheinlich Elfen – schien der erste Teil ihres Planes aufzugehen. Der Rest hatte Blut gelegt und wollte sich die Trophäe sichern. Dennoch gingen sie systematisch vor und begannen sich allmählich zu einem Halbkreis zu formieren. Teils angewidert von der Berechenbarkeit der Soldaten, teils furchtsam vor der sabbernden Meute musste Casandra darauf achten, nicht den Rückweg versperrt zu bekommen.

Wo blieben die Soldaten der Löwenpranke? Es schien eine Ewigkeit zu dauern, doch endlich fielen die Wachposten am Katapult und kurz darauf leckten schon die ersten Flammen daran. Casandra zeigte auf die brennende Maschinerie und nutzte den Augenblick des ungläubigen Staunens.
Jetzt musste sie die Beine in die Hand nehmen, um nicht gefasst zu werden. Der Waldrand rückte nur langsam näher und hinter ihr erhob sich ein Geheul, dass sie lieber nicht zurück blicken ließ.
  Gespeichert  
Amras

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #77 am: Mo., 29. Mai 2006, 14:38 »

Das erste Katapult war zerstört und doch hatte der Angriff nicht die erwünschte Wirkung gehabt. Die Soldaten waren einfach zu kampferfahren oder sie waren so straff durchorganisiert und hatten dementsprechend Furcht vor ihren Vorgesetzten, dass sie es nicht wagten in Panik zu geraten.
Das würde das weitere Unterfangen wesentlich schwieriger machen, denn gut bewacht würden sie es wohl nur unter großen Opfern schaffen die restlichen Katapulte zu zerstören. Sie mussten sich etwas einfallen lassen und ein Ablenkungsmanöver musste gut durchdacht sein um Aussichten auf Erfolg zu haben.

In Gedanken immer zwischen Casandras Schicksal und der zu bewältigenden Aufgabe hin und her schwenkend eilte Amras zu dem zweiten Katapult. Immer wieder musste er Patrouillien ausweichen um nicht wieder entdeckt zu werden. Soweit wie es möglich war kam der Elf unbehelligt zum Katapult.

Es war in der Tat schwer bewacht. Wie es schien hatte man die Wachmanschaften verstärkt um die Bedienmanschaften zu schützen. Nun war nur noch die Frage ob Casandra ihr Katapult auch schon zerstört hatte und auf dem Weg hierher - oder schon hier - war. Amras machte einen großen Bogen um das Katapult und ging in die Richtung aus der Casandra kommen musste. Er kam jedoch nur sehr langsam vorran, da er nun alle paar Dutzend Schritte in Deckung gehen musste und endlos scheinende Augenblicke verstreichen lassen musste um nicht entdeckt zu werden. Und seine Sorge das Casandra noch nicht beim zweiten Katapult angekommen war, schien langsam aber sicher zur Gewissheit zu werden. Nun musste Amras improvisieren. Er schlich sich so nahe wie es sicher war an das Katapult heran und suchte sich ein gutes Versteck. Hier legte er sich auf die Lauer und beobachtete das Treiben rund um die Belagerungswaffe.

Wie sollte er vorgehen? In jedem Fall musste er es schaffen, dass zumindest ein Teil der Soldaten sich von dem Katapult entfernten. Dann könnte er ein paar Ölfässer auf dasselbe werfen und es dann wieder mit einem Flammenpfeil entzünden. Aber wie konnte er es schaffen, dass die Soldaten ihre Posten verlassen würden? Es musste schon etwas besonderes sein. Am besten etwas, was ihre ganze Belagerung gefährden würde.

Und dann kam Amras ein Gedanke, der ihn sowohl zuversichtlicher auf das Geschehende als auch erschrocken von seinem eigenen Geist zurückschrecken lies. Konnte er dies tun? Sich auf das Niveau der Zwerge herabbegeben, die seine Heimat terrorisieren? Immer wieder hatten sie einen einfachen Weg gefunden die Waldelfen in ihren Handlungsmöglichkeiten zu binden und somit immer wieder Siege über sich zu erlangen.
Aber gab es keine andere Möglichkeit? Zumindest fiel dem Paladin im Moment keine ein, die ohne weiteres umzusetzen war. Und zudem stand er unter Zeitdruck denn wie es aussah würde das Katapult gleich wieder schiessen und auch wenn er dies nicht verhindern konnte, hätte er eventuell die Chance einen darauf folgenden Schuss zu verhindern. Er musste es tun um seine neue Heimat zu schützen, auch wenn er dafür einen Teil eben jener Heimat opfern musste.

Er robbte aus seiner Deckung zurück ins Dickicht und begann seinen Plan in die Tat umzusetzen. Er verteilte das Öl eines Fasses auf das trockende Unterholz und schob dieses so zusammen, sodass sich das Feuer rasch ausbreiten würde und schnell ausser Kontrolle geraten würde. Nachdem er alles vorbereitet hatte, entzündete er das Öl und beobachtete wie sich die Flammen rasch ausbreiteten.
Nun schlich sich der Elf weg von dem entstehenden Brandherd und ging etwas weiter weg wieder im Schutz eines Busches in Deckung und beobachtete das Geschehen. Je länger es dauerte um so größer würde der Brand sein, aber wenn die Bedienmannschaft dazu käme noch einen Schuss auf die Stadt abzufeuern war es fraglich ob es dies wert wäre.

So oder so musste er warten. Da die Bäume die Sicht zum Himmel weitesgehend verdeckten, konnte er nichteinmal sehen, ob und wenn wieviel Rauch zu sehen war, doch ein plötzlicher Aufschrei bestätigte seine Vermutung, das welcher zu sehen sein müsste. Doch die Soldaten verliessen nicht ihre Posten sondern schauten nur immer wieder in die Richtung in der Amras den Brand gelegt hatte.

Sobald die Soldaten den Befehl bekamen sich um das Feuer zu kümmern, würde Amras versuchen so nah wie nötig an das Katapult heranzukommen um die restlichen drei Ölfässer auf selbiges zu werfen. Sowie er dies geschafft hätte, würde er die Belagerungswaffe mit einem Brandpfeil in Brand setzen und sich dann schnellstmöglich auf den Weg zu dem Tunneleingang machen und dort auf Casandra warten.
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Hardor

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #78 am: Mo., 29. Mai 2006, 17:43 »

Hardor hatte ob der Äußerung des törichten Zwergen böse geknurrt und war trotz das eingreifen des Königs ein wenig beleidigt und gab den Schürfern eher mäßige Auskünfte, gerade soviel wie ein Wassertropfen auf den heißen Lippen eines verdurstenden war. man bot ihnen Ruhe an, die genoss der Sturmsilberdrache auch, entspannte seine Flügel um bald darauf den Rückweg anzutreten, Ethlind musste wohl hier bleiben um den Zwergen den Weg zu weisen, kein Wunder. Sie waren klein und ihre Blicke reichten wohl kaum über den nächsten Maulwurfshügel hinweg.
So verbrachte er einige Zeit dort in de halle, sprach mit den Zwergen ehe endlich die Zeit gekommen war von diesem Ort zu verschwinden und dem Feind ein Schnippchen zu schlagen, hoffentlich würden die Krieger erfolgreich sein und die Belagerungsmaschinen zerstören können. So lauten jedenfalls die Abschiedsworte des geschuppten.


„Nun, ich fühle mich ausgeruht und werde euch Schürfer und Axtschwinger verlassen müssen, Ethlind wird euch wohl den Weg weisen. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder, dann auf dem Schlachtfeld wenn ihr mit den Menschen und Elfen Seite an Seite kämpft. Die Äußerungen eines eurer Genossen wurde von dem König Tarkan bereinigt, seid froh darüber denn es geht zumindest uns nicht schlecht, nur ist ein Feind einmarschiert der ebenfalls euer Gegner ist und euer Bruder der wohl die anderen Völker achtet.“

Der Blick Hardors wanderte zu dem Himmel ehe er mit seinen Flügel schlug, den Wind aufwirbelte und sich so in die Lüfte erhob um sich nach oben zu ziehen, gar auf den Winden dort oben zu reiten die schon bald wieder an seinen Nüstern kitzelten. Mit einem fröhlichen Gefühl im Bauch beobachteten seine Scharfen Augen ein letztes Mal diese große Baukunst ehe der Weg zurück gen Nuru führte. Voller Neugier achtete der Edeldrache wenig auf die Landschaft, flog nur so schnell er konnte und erreichte nach einer gewissen Zeit die nähere Umgebung der Stadt, nun hielt sich kein Begleiter an seinem Bein fest, auf niemanden musste er acht geben und so drehte er einige Schrauben als Zeichens einer Freiheit, niemals würde irgendjemand ihn in ketten legen oder gar niederstrecken. Bisher hatte er nur einen einzigen Moment das Gewicht von fesseln gespürt, in einem alten, fast vergessenem Abenteuer hatten ihn damals Jäger überrascht, doch hatten sie es bitter bezahlt.
Aus einiger Entfernung fixierte der Sturmsilberdrache nun die einzelnen Armeen um herauszufinden wie erfolgreich das Unterfangen gewesen war sie zu beschädigen und für die Taroser unbrauchbar zu machen, nun würde es wohl bald zum eigentlich Kampf kommen wenn sie mit ihren eigenen Händen die Mauern erklimmen mussten anstatt sie wie eine Nuss zu brechen um an das  Meeres.
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Drax Hammerhall

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #79 am: Mo., 29. Mai 2006, 21:55 »

‚Manchmal muss man nur frech und plump genug sein‘ dachte Drax zufrieden, als er die Bedienmannschaft niedergeschlagen hatte und den Rückweg antrat. Doch damit begann der schwierigere Teil. Hoffentlich hatten die anderen auch Erfolg gehabt und dem Feind fehlte mehr als nur das eine Katapult. Mit Genugtuung vernahm er das Prasseln und Lodern des Feuers in seinem Rücken, das vom Erfolg der Mission kündete. Knapp neben seinem Kopf sauste ein Bolzen vorbei, gefolgt von einem Pfeil. Instinktiv zog er seinen Schädel zwischen die Schultern ein. Hatten die Schüsse ihm gegolten? Das „Flopp“ und „Plopp“ hinter ihm verriet jedoch, dass die Geschosse wohl seinen Verfolgern und nicht ihm gewidmet waren. Wieder sirrte etwas an ihm vorbei. Also hatten die beiden Soldaten nicht wie befohlen den Rückzug angetreten, sondern gaben ihm weiterhin Deckung. Wenn er noch Luft gehabt hätte, dann hätte er wohl gegrinst, so aber sparte er sich alles, was ihn zusätzlich Energie kostete und sah zu, dass er hier wegkam. Als Soldaten der Pranke nahmen sie seine Bemerkungen also allenfalls als Vorschläge, nicht aber als Befehle wahr. Auch gut. Es hatte noch nie geschadet, wenn Krieger selber gedacht haben, als bloße Befehle zu befolgen.

Er hatte den schützenden Waldrand fast erreicht und ein Gefühl des Triumphes wollte sich in ihm breit machen, als ihn etwas traf und ihn aus dem Tritt brachte. Stolpernd und sich nur mühsam fangend rannte er weiter, als der Schmerz in seinem linken Arm etwas verzögert einsetze. Er war getroffen! - 11 LP “Verfluchter Orkmist! Ich sollte umdrehen und euch euer weiches Hirn aus dem Schädel schlagen!“ fluchte er, wohlwissend, dass er sich niemals gegen sämtliche Verfolger hätte zur Wehr setzen können. Also biss er die Zähne zusammen und sprintete weiter. So schnell die Gevattern auch auf kürzeren Strecken aufgrund ihres kräftigen Körperbaues waren – Ausdauerläufer waren sie nicht. Seine Lungen brannten und insgeheim verfluchte der Axtmeister den einen oder anderen Braten, den er zuviel auf den Rippen mit sich herum schleppte. Aber das rettende Waldstück kam näher und die abebbenden Geräusche der Verfolger zeigte ihm, dass er langsam aber sicher etwas Distanz zwischen sich und den Feind bekam.

Sein linker Arm hing im Moment wie betäubt herab, doch noch konnte er sich nicht darum kümmern. Zusammen mit den beiden Soldaten zog er sich weiter Richtung Tunnel zurück. Sie achteten darauf, dass sie nicht den direkten Weg wählten, um zufällige Beobachter nicht unbedingt mit der Nase auf den „Hintereingang“ zur Stadt zu stoßen. Schließlich und endlich aber erreichte man die vorerst sichere Zuflucht. Keuchend warf sich der Zwerg in Deckung und pumpte erst einmal eine ganze Weile Luft in seinen Brustkorb, ehe er zu sprechen anfing.
“So, dass nennt ihr also sofortigen Rückzug, ohne sich um mich zu kümmern.“ bemerkte er bissig, fuhr dann aber versöhnlich grinsend fort: “Nichtsdestotrotz schulde ich euch Dank. Würde meinen, ihr habt mir meinen Zwergenhintern gerettet, indem ihr meine Verfolger gespickt habt!“ Er nickte den beiden in aufrichtiger Dankbarkeit zu und besah sich seine Wunde. Der Bolzen hatte die Rüstung am Oberarm verfehlt und war an einer ungeschützten Stelle eingedrungen, hatte aber zum Glück den Knochen nicht getroffen. Am besten war es, er schob das Geschoss in Flugrichtung hindurch, so dass er sicher gehen konnte, dass kein Widerhaken oder ähnliches stecken blieb. Er nahm ein Wurfdolch vom Gürtel und biss kräftig auf das Messerheft. Dann packte er den Bolzen am Schaft und schob ihn mit einem Ruck durch den Oberarm ehe er ihn an der Spitze griff und aus dem Arm zog. Den aufkommenden Schmerz ignorierte der Axtmeister gekonnt. Er hatte schon Schlimmeres ausgestanden. Notdürftig reinigte er die Wundränder und verband sich provisorisch, ehe er die Armschiene wieder anlegte. Zu guter letzt nahm er sich noch Phiole, entkorkte sie und flößte sich den Heiltrank ein. “Oh ihr Götter!“ seufzte er, “Was gäbe ich nicht für ein Bier oder einen Schnaps!“ + 10 LP

Ein Weilchen verschnauften sie noch und versicherten sich, dass keine Feinde sie aufgespürt hatten. Nun galt es, dass weitere Vorgehen zu beraten. “Hoffen wir, dass der andere Trupp ebenfalls erfolgreich war. Was also sollten wir tun? Um an die Katapulte auf der anderen Seite der Stadt zu kommen, müssten wir die feindlichen Truppen weitläufig umgehen. Das kostet uns bestimmt fast einen ganzen Tag. Außerdem wissen wir nicht, wo der Schneider und Lady Casandra mit den Soldaten zugeschlagen hat.“ Er blickte die beiden Soldaten an. “Also ich sehe zwei Möglichkeiten – zurück in die Stadt oder wir versuchen einen Bogen um die Truppen zu schlagen und in Richtung der sich hoffentlich auf dem Marsch befindlichen Zwergenarmee zu gelangen. Vielleicht gelingt es uns, noch ein wenig Informationen zu sammeln, um meinen Landsleuten den Angriff zu erleichtern. Vielleicht können wir aber auch Nachschub sabotieren oder in rückwärtigen Lagern ein wenig für Unruhe sorgen.“ Er kratzte sich am Kopf und analysierte das an Intensität abnehmende Pochen in seinem linken Arm. “Die zweite Möglichkeit birgt natürlich immer die Gefahr, dass wir getötet oder schlimmer noch – gefangen genommen werden. Was meint ihr?“

Man einigte sich darauf, noch Informationen zu sammeln und falls sich die Gelegenheit bot, ein wenig für Verwirrung und Unruhe im Rücken des Feindes zu sorgen. “Also abgemacht! Lasst uns schauen, ob wir den verdammten Hundesöhnen nicht doch die eine oder andere Überraschung bereiten können. Ziel ist es, die Zwergenarmee zu erreichen und mit Informationen zur Lage zu versorgen.“ Drax hatte keinen Zweifel, dass ihnen die Gevattern zu Hilfe kommen würden. Aber er wusste um die immer mehr schwindende Anzahl seines Volkes. Und dieser Kampf würde erneut Opfer fordern und die Erkenntnis, dass die neu aufbrechenden Lücken in Jahrhunderten nicht geschlossen würden, schmerzte ihn.

“Also los! Und tarnt den Tunneleingang!“ Der kleine Trupp setzte sich vorsichtig in Bewegung. Man würde versuchen, größere Truppenverbände zu umgehen. Wenn sich jedoch die Möglichkeit ergab, würde man kurz zuschlagen und gleich wieder verschwinden. Vielleicht irgendwo ein Lager in Brand stecken oder Vorräte zerstören. Irgend etwas in der Art. Mochten die Götter ihre schützende Hand über sie und ihr waghalsiges Unterfangen halten.

- 10 LP durch Bolzen 45/59 LP
- 1 kl. HT
- 1 Wundbinde

+ 10 LP 55/59 LP

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Ethlind

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #80 am: Mo., 29. Mai 2006, 22:47 »

Ethlind erschrak kurz als sie die Worte des Zwergen vernahm und fast schon dachte sie es wäre nun aus, aber zum Glück schien der Redner alleine da zu stehen, oder zumindest getraute sich ansonsten  niemand gegen ihren Herrscher zu reden, der ihnen die Hilfe zusicherte.

Ein Seufzer der Erleichterung entkam Ethlinds Lippen die sie sich vor lauter Ungewissheit und Arbeit in den letzten tagen blutig gebissen hatte und die nun wieder aufgesprungen waren. Sie traute sich nun auf zu sehen und sah dem ehrwürdigen Gevatter dankbar in die Augen. Sie würden also helfen kommen, was für ein Stein viel von Ethlinds Schultern. Nun brach um sie herum langsam fröhliches Treiben aus, nachdem zum Gelage aufgerufen worden war. Hardor verabschiedete sich, kurz bevor er aber noch seine Flügeln ausbreitete und sich in die Lüfte schwang sandte sie ihm über Gedanken die Bitte NoQ zu sagen das es ihr gut ginge wenn er den Elfen sehen würde, gemeinsam mit einem geistigen Bild von ihm für den Fall das der Drache ihn nicht kennen würde. Danach blieb sie alleine zurück, um sie herum tiefe raue aber beruhigend normale ausgelassene Stimmen. Nach einer Weile setzte sie sich an einen Tisch zu einer Gruppe Zwergenfrauen, nachdem sie diese gefragt hatte ob sie sich setzen durfte. Wenn sie auch kurz mit leichter Abscheu und gleichzeitig Neugierde angesehen wurde so bekam sie doch einen Platz unter ihnen und während sie schweigend ein wenig Bier und Brot zu sich nahm lauschte sie den Gesprächen um sich her. Ab und zu wurden Fragen auch an sie gestellt, und auch wenn ihre Antworten meist nur belustigtes Lachen unter den Zwerginnen auszulösen schien, so beantwortete sie doch immer fröhlich was man sie fragte.

Bald aber lies sie sich von einem der Wache die schon zuvor vor ihrem Zimmer gestanden hatten wieder zurück bringen. Sie war einen solchen Auflauf an Stimmen, Geräuschen und vor allem Gerüchen nicht mehr gewöhnt, ihr Kopf schwirrte, genauso wie ihre Gedanken. Im Zimmer startete sie ncoh einmal einen versuch den Dreck von ihr herunter zu waschen, bevor sie sich auf das sporadische Bett sinken lies. Bevor sie ein schlief jedoch rieb sie sich noch mit ein paar Kräutern ein, die ihre Muskeln lockern würden und hoffentlich so verhindern das sie morgen keinen runden Schritt mehr machen können würde. Der Geruch nach den Kräutern hatte außerdem noch den Nebeneffekt das er sie ein wenig einschläferte und so viel sie bald in einen seichten Schlaf, der aber nicht lange andauerte, immer wieder wachte sie auf, schweißgebadet und vollkommen zerzaust und während sie versuchte wieder ein zu schlafen schien die Decke ihr immer mehr auf den Kopf zu fallen. Noch Stunden vor Sonnenaufgang war sie schon auf den Beinen und tigerte in dem kleinen Raum herum, bis sie irgendwann es nicht mehr aushielt und mit gepackten Sachen und den Umhang dich um ihren Schulter durch die Tür trat. Es mochte wohl kurz vor Sonnenaufgang sein.
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Rraurgrimm

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #81 am: Di., 30. Mai 2006, 18:47 »

Erst hallte der Tritt von ledernen Stiefeln über das Pflaster, dicht gefolgt von dem Tapsen ledriger Pfoten. Rraurgrimm war in gewisser Weise auf der Jagd - und vorzugsweise wollte er seine Beute lebend stellen, immerhin mochte dieser Verräter noch ein wenig über andere seines Schlages wissen was gerade unter diesen kritischen Umständen entscheidend sein konnte. Noch ein weiterer erfolgreicher Mordanschlag (wobei er nicht sicher wusste, ob der Mann letztlich überlebt hatte) auf die Magier und ihre schützende Kuppel - oder eine andere wichtige Verteidigungsanlage - und Nuru könnte fallen. Da half auch der kurze Jubel und der Feuerschein von jenseits der Mauern nicht, welcher ihm in einem kurzen Augenblick von dem Erfolg zumindest eines Trupps der Wagemutigen vor den Mauern und damit dem Ende mindestens eines Katapultes kündete. Für einen kurzen Augenblick genoss er den hoffnungsvollen Gedanken - bevor er sich abermals seinem verfolgten Ziel widmete. Dankbarerweise war der Mann dumm genug einfach nur fortzulaufen - würde er in seiner Uniform hier weitab von der Mauer anhalten und vorgeben zu Unrecht von dem Lycantrophen verfolgt zu werden - würde das seiner Jagd ein jähes Ende bereiten. Doch so scherten sich die Bewohner nicht um das ungleiche Paar mit ungewissem Ziel sondern man ging lieber der eigenen Suche nach eher trügerischer Sicherheit nach.

Für einen Augenblick hatte Rraurgrimm den immer wieder nervös umherschauenden Mann aus den Augen verloren - war er letztlich bemerkt worden? Bei der Rennerei wäre jegliches Bemühen, im Verborgenen zu bleiben, vergebene Liebesmüh gewesen.  Plötzlich - das Sirren einer Bogensehne - ein Pfeil! schoss es ihm durch den Kopf und wohl mehr durch Zufall denn durch wirkliches Geschick gelang es ihm sein Haupt gerade noch rechtzeitig aus der Flugbahn des Geschosses zu bringen.
Bei Latara's Söhnen, er hatte sich auf ein Dach emporgeschwungen und floh nun über die Dächer! Mit einem langen Satz auf einem wohl als Barrikade abgestellten oder schlichtweg zurückgelassenen Karren und von dessen Ladefläche mit einem mindestens ebenso grossen Satz noch weiter hinauf auf ein Vordach gelang es Rraurgrimm selbst für ihn überraschend elegant den Vorsprung des Mannes für einen Moment zu verringern. Doch waren sie nun beide nicht nur in unvertrautem Terrain innerhalb der namenlosen Strassen und Gassen - sondern zudem noch auf schräg geneigten und verwinkelten Dächern. Vorbei an Schornsteinen und Kaminen ging die Hatz weiter - und dumpf schlug das Herz in der Brust des Wolfswesens. Lange Strecken vermochte er in seinem weitgreifenden Schritt zu reisen - doch dieses schnelle Tempo mit den rasch abänderlichen Bedingungen der Dächer - verlangte nicht nur seine volle Aufmerksamkeit sondern auch viel Konzentration. Gerade schlidderte er mehr denn lief eine Dachschräge herab...

So war er fast dankbar als der Mann ebenfalls Anzeichen von Erschöpfung zeigte - sie beide waren bereits einige Male kurz gestrauchelt doch bislang hatten sie beide sich ebenso kurz darauf wieder gefangen und den Lauf über die Dächer fortgesetzt. Ein Sprung über eine kleine Gasse unter ihnen - und weiter, atmen, atmen! Plötzlich war der Mann wieder verschwunden - sollte er sich ihm nun stellen? Ah! Er war wieder hinab auf die Strasse gelangt, kurz sah er die gehetzten Augen des Mannes - dann war dieser auch bereits in einem dunklen Hauseingang verschwunden. Ein offenes Haus? Verlassen, geplündert - sollte es nicht verbarrikadiert sein wenn es noch bewohnt...? doch unterbrach er seine Mutmassungen welche ohnehin nichts erbringen würden. Kurz sah er sich um - würde er hier Hilfe erwarten können? Doch die Strassen schienen leer, einzig die Dunkelheit des Einganges mit der noch leicht nachschwingenden Tür die der Mann beim Betreten berührt haben musste vor ihm unterbrach das Bild einer verlassenen Strasse. Vorsichtiger und langsam auslaufend, dabei sorgsam auf seine Atmung achtend die nach dem anstrengenden Lauf eher dem eines Pferdes nach einem Galopp glich - näherte er sich der Tür. Das dumpfe Pochen seines Pulsschlages klang ihm lauter in den Ohren als das Geräusch der ledrigen Sohlen seiner Füsse auf dem Pflaster. Ein dunkler Raum - der Eingang lässt das Licht herein. Trete ich davor wird er nur auf den Schatten zielen müssen! Der Bogen - sein Vorteil und vielleicht sein Verhängnis, ich muss nur nah genug herankommen! Bedächtig näherte er sich die letzten Schritte der Tür von seitwärts - an der Wand entlang, dankbarerweise war hier kein verräterisches Fenster! Kurz schabten die Krallen seiner Linken leise an dem rauhen Putz - dann stand er auch bereits seitlich vor dem Türsturz. Sollte er erst einen Blick hinein wagen? Nein - er musste so rasch als möglich durch den Lichtkegel der Tür gelangen, ein guter Schütze konnte rasch nachladen und ihn hier draussen ewig hinhalten - wenn er nicht gleich treffen würde. So begab er sich kurz vor dem letzten Schritt langsam auf alle Viere hinab, spannte seine Muskeln - ein letztes Mal tief einatmen - um dann einen weiten Satz über den Boden und die Schwelle hinweg hinein in das ungewisse Dunkel des Raumes zu machen!
« Letzte Änderung: Di., 30. Mai 2006, 18:49 von Rraurgrimm »   Gespeichert  
Noq

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #82 am: Mi., 31. Mai 2006, 13:07 »

Etwas erschrocken schaute er auf den Dolch, der neben ihm im Baum steckte. Welch nette Begrüssung, wenn man die Umstände bedachte. Er grinste breit, als er die Worte von Casandra hörte.

„Was besseres zu tun? Immer doch, aber dann wäre ich nicht hier und hätte versucht Schwachstellen zu finden. Ich warte noch auf meine Späherin“

mit den Worten schaute er sich nach Galantha um, die sich eigentlich schon hätte melden müssen.
Wie es aussah dauerte es wohl aber etwas länger und kurzer Hand beschloss der Elf den der Gerberin und den Soldaten zu folgen. Für einen Moment dachte er gerade nach ob es Ethlind gut ginge während des Beschusses. Er roch auf einmal das verbrannte Fleisch und sah dann auch die Toten und Verwundeten. Wer hatte solch eine Feuermagie? Er war erstaunt und gleichermaßen froh das diese Kraft auf der Seite von Nuru war.

Plötzlich lag Casandra auf dem Boden. Man merkte das sie nicht ein Wesen des Waldes war, wobei er dies nicht mal für sich wusste. Er hatte auf seiner Reise antworten bekommen, aber auch neue Fragen. Trotzdem musste er schmunzeln bei der Sache, auch wenn bei so einem Missgeschick das Leben kosten könnte in der Schlacht.
Er wollte ihr gerade zur Hilfe kommen, als sie zu ihren Messer griff und es an ihm vorbei warf. Er staunt folgte er der Flugbahn und blickte in die leeren Augen eines feindliche Spähers. Den hätte er doch bemerken müssen? In dem Fall hätte ihn wohl seine Unachtsamkeit das Leben kosten können. Manchmal ist ein Missgeschick doch recht nützlich.

Während sich Casandra befreite und ihr Messer zurück holte, schaute er sich nach Galantha um, sie ließ sich mal wieder Zeit. Was ihm irgendwie nicht gefiel, aber sie wird schon keinen Mist bauen, sondern eher vorsichtig sein. Schließlich waren sie schon lang genug zusammen auf Abenteuer gewesen und hatte aus vielen Fehlern lernen können, so das sie beide ein eingespieltes Team waren.

Er schaute sich wieder zu Casandra um und verzog das Gesicht, als sie gerade dabei war sich zu entkleiden.

„Und ihr meint wirklich das die Soldaten dumm genug auf eine halbnackte Frau rein zufallen, die rein zufällig in eine Schlacht reinstolpert?“

Er kratzte sich am Hinterkopf und hielt diese Idee für diesen Moment etwas unangebracht, aber er selbst hatte auch keine Gegenvorschläge, also ließ er weitere Kommentare und vielleicht hatte sie ja doch Glück mit einer Ablenkung. Er spannte seinen Bogen, schaute nach einem geeigneten Platz, wo er eine gutes Schussfeld hatte und brachte sich dort vorsichtig in Position. Dann wartet er auf einen günstigen Moment und zielte nachdem die Ablenkung von der Gerberin gestartet wurde auf den Soldaten mit dem höchsten Befehlsgrad um diesen zu erledigen.
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Horus Secundus

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #83 am: So., 11. Jun 2006, 21:51 »

Nachdem Amras den Brand gelegt hatte, beobachtete er aus seinem Versteck heraus, wie die 4 Soldaten, die das Katapult bedienen sollten, auf das Feuer aufmerksam wurden. Zuerst schauten sie nur von ihrem Standort aus zu, wie die Rauchsäule in den Himmel stieg, weil sie das Geschütz nicht verlassen wollten, doch als die Flammen sich immer weiter ausbreiteten, machten sich zwei der Soldaten auf den Weg zu dem Brandherd. Wenige Minuten später ertönten Rufe, die die beiden anderen Soldaten von dem Katapult wegriefen und so sah der Paladin seine Chance gekommen, sein Ziel zu erreichen. Lautlos schlich er zu dem Katapult und positionierte die Ölfässchen an den geeigneten Stellen. Anschließend schlich er ebenso unbeobachtet zurück zu dem Gebüsch, in dem er gewartet hatte und entzündete die Brandpfeile, um das Öl in Brand zu schießen. In dem Moment, in dem der erste seiner Pfeile die Sehne verlassen hatte und im Katapult eingeschlagen war, ertönte ein Ruf aus der Richtung, in der er das Feuer gelegt hatte. Die Soldaten hatten das brennende Katapult entdeckt und waren auf dem Rückweg. Aus irgendeinem Grund schienen sie ihn bemerkt zu haben, denn zwei von ihnen hielten direkt auf ihn zu.


~/~


Cassandra nahm die Beine in die Hand, doch schon bald merkte sie, dass ihre Verfolger langsam, aber sicher aufholten. Noch war ihre Lage nicht aussichtslos, da der von ihr erwählte Rückweg frei war, doch sie durfte sich keinen Schnitzer erlauben. Stoßweise ging ihr Atem und hinter sich hörte sie das Pfeifen des Atems der Soldaten, die aufgrund ihrer Rüstung und ihrer Waffen weitaus mehr Gewicht mit sich schleppten, doch unaufhaltsam kamen sie näher. Immer weiter rannte sie und wagte nicht mehr, nach hinten zu blicken und gerade, als sie ein siegesgewisses Kichern hinter sich vernahm, ertönte aus einem Gebüsch wenige Schritt links von ihr das Geräusch einer Bogensehne, die gerade einen Pfeil entließ. Ein schmatzendes Geräusch und ein kurzer Schmerzensschrei folgten Sekunden später und der Soldat, der Cassandra beinahe gepackt hätte, fiel - mit einem aus der linken Augenhöhle ragenden Pfeilschaft - hintenüber, doch die Gerberin wagte nicht, nachzuschauen, was aus ihrem Verfolger geworden war. Keuchend schwenkte sie nach links und kam kurz darauf bei Noq an, der hinter dem Gebüsch hervorgetreten war. Doch noch immer waren ihr zwei Verfolger auf den Fersen, die sich nun in einem Abstand von fünfzehn Schritt näherten.



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Wie die Gefährten es besprochen hatten, machten sie sich unter der Führung von Drax auf den Weg nach Südosten, um der hoffentlich bald erscheinenden Unterstützung der Zwerge entgegen zu ziehen. Immer wieder stießen sie auf berittene Patrouillen, die aber derart viel Lärm verursachten, dass sie diesen mit Leichtigkeit ausweichen konnten. Nachdem sie mehrere Bögen geschlagen hatten und endlich wieder in der richtigen Richtung waren, erreichten sie bald die Weggabelung, die südlich zum Drachenpass und östlich nach Finkelnest und weiter nach Nighton führte und gewahrten eine große Wagenkolonne, die sich aus dieser Richtung kommend langsam Richtung Nuru bewegte. Schnell wurde klar, dass es sich um einen Versorgungszug handelte, der - auf welchem Weg auch immer - Nachschub nach Nuru bringen sollte, um die dort stationierten Truppen zu versorgen. Bewacht wurde der Zug lediglich von einer kleine Eskorte bestehend aus einem Dutzend bewaffneter Reiter.



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Auf Derians Befehl hin machte Narayke sich auf den Weg, um den Befehl zum Freilassen der Falken weiterzugeben. Während die Falkner den Greifvögeln die Hauben von den Köpfen nahmen und sie anschließend auf den Weg sandten, den sie offensichtlich genau kannten, erteilte Derian den Befehl, dass die verbleibenden Katapulte das Feuer auf die belagerte Stadt eröffnen sollten und zwar so lange, bis sie einen anderen Befehl erhielten oder die Munition ausging.


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Rraurgrimm sprang in die Dunkelheit des Hauseingangs, obwohl er sich bewusst war, welche Gefahr ihn erwarten mochte. Und tatsächlich, im selben Moment, in dem er sich mit allen Vieren abstieß, vernahm er das Geräusch einer Bogensehne und gleich darauf das Sirren eines Pfeils, der ihm entgegen flog. Doch seine Sinne waren so angespannt, dass er nicht bemerkte, ob der Pfeil ihn traf oder verfehlte, er landete auf allen Vieren und schaute sich blitzschnell um, sobald sich seine Augen an die Düsternis gewöhnt hatten. Nur sechs Schritt von ihm entfernt, an der gegenüberliegenden Wand des kurzen Flures stand der Verfolgte, schweratmend und ließ seinen Bogen fallen, um mit einer matten Bewegung sein Schwert zu ziehen. Nur dem Umstand, dass sein Gegenüber mindestens ebenso erschöpft wie er selbst war, hatte der Lykantroph es zu verdanken, dass er nicht sofort angegriffen wurde.


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Als die ersten Katapulte in Flammen aufgingen, registrierte Thorgrim dies von der Stadtmauer aus mit einer gewissen Genugtuung, doch war er sich bewusst, dass die Gefahr mit dem Ausschalten dreier Katapulte noch lange nicht gebannt war. Obwohl der von einem Attentäter niedergeschossene Magier wieder einigermaßen bei Kräften und der Schutzschild vorerst wieder intakt war, durften sie sich keinen falschen Hoffnungen hingeben, bis alle Katapulte zerstört wären. Wie um seine Worte zu bestätigen, setzte in diesem Moment das Katapultfeuer erneut ein und binnen weniger Augenblicke schossen die verbleibenden Geschütze mehrere Salven, die den Schutzschild über Nuru hart trafen. Zwar verglühten die Geschosse in einem blauen Blitz, sobald sie auf den magischen Schild trafen, doch mit jedem Treffer wurde das bläuliche Glühen schwächer.

Die Magier, die den Schild aufrecht erhielten, verstärkten ihren monotonen Gesang, doch zeichnete sich in ihren Gesichtern immer deutlicher die Erschöpfung ab. Treffer um Treffer musste der Schild hinnehmen und schließlich, in dem Moment, in dem den kürzlich verwundeten und notdürftig geheilten Magier die Kräfte verließen und er ohnmächtig zusammenbrach, wurde der Schutzschild durchlässig für die feindlichen Angriffe. Erneut schlugen zwei Brandgeschosse in Nuru ein und setzen das Gebäude neben dem "Einäugigen Barth" und das Steuerhaus in Brand. Mit einem Ausdruck der Verzweiflung trat der Führer der Magier, die mühsam versuchten, den Schild aufrecht zu halten, zu Thorgrim und sprach fast flehend:

"Meister Blutaxt, wenn wir keine weitere Unterstützung erhalten, können wir den Schutzschild nicht wieder aufbauen, wir sind am Ende unserer Kräfte! Wisst Ihr denn niemanden, der über ausreichende magische Fähigkeiten verfügt, um uns unter unserer Anleitung unter die Arme zugreifen?"


~/~


Die Stunden bis Sonnenaufgang kamen Ethlind wie Wochen vor, so ruhelos war sie, doch endlich war es soweit und die Kolonne der Zwerge, die Nuru zu Hilfe eilen sollten, setzte sich in Marsch. Doch nur langsam kam der Tross voran, so dass der Anführer der kampferprobten Zwerge bald zu Ethlind und Hardor schritt und sprach:

"Werter Hardor, mit Verlaub, unsere kurzen Beine werden uns nur langsam gen Nuru tragen, doch mit Sicherheit werden wir jedem Feind, den wir dort antreffen, den Garaus machen. Wie Ihr sicherlich wisst, sind unsere Krieger für ihren Mut und ihre Zähigkeit bekannt, doch auch wenn wir lange Märsche ohne Murren auf uns nehmen, brauchen wir dafür doch eine gewisse Zeit. Ich schlage deshalb vor, dass Ihr Euch auf den Weg macht und der Stadt die Kunde unseres Kommens bringt, um neue Hoffnung in die Reihen unserer Verbündeten zu tragen."

Der Drache erkannte den Vorteil dieses Vorschlags und stimmte zu. Nachdem er sich verabschiedet hatte, erhob Hardor sich in die Lüfte, um gen Nordwesten zu fliegen. So dauerte es auch nicht lange, bis er die Gebirgskette vor sich sah und mit hoher Geschwindigkeit darauf zuhielt. Doch kaum hatte er die ersten Gipfel erreicht, als das Wetter sich unvermittelt verschlechterte. Binnen Sekunden zogen dunkle Wolken auf und verfinsterten den Himmel. Dann zuckte der erste Blitz durch die Dunkelheit, starke Windböen kamen auf und schüttelte den Drachen so ruckartig durch, dass er Mühe hatte, seinen Kurs zu halten. Und dann geschah es: der Drache verlor die Kontrolle und stürzte ab!


~/~


Während die Einwohner Nurus darum kümmerten, die neuerlich ausgebrochenen Brände zu löschen, während die Gefährten außerhalb Nurus verzweifelt um ihr Leben kämpften, während weitere Gefährten versuchten, sich zu der erhofften Streitmacht der Zwerge durchzukämpfen und während eben jene Zwerge sich langsam auf Nuru zu bewegten, nahm das Unheil seinen Lauf. Lautlos und unbeobachtet zogen zwei Falken ihre Kreise im teilweise rauchgeschwängerten Himmel über Nuru und setzten dann zur Landung an: einer der Greifvögel zog seine Bahn zielstrebig zu einem Haus im Armenviertel unweit der ehemaligen "Roten Laterne" und verschwand in einem offenen Giebelfenster, während der andere auf dem Giebel des Daches eines Hauses landete, das fast unscheinbar im Schatten der Stadtmauer im nördlichen Stadtviertel lag.
« Letzte Änderung: Mo., 12. Jun 2006, 13:46 von Elessar Eledhwen »   Gespeichert  
Amras

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #84 am: Di., 13. Jun 2006, 13:20 »

Alles schien wunderbar zu verlaufen. Das Feuer breitete sich im Wald aus und trotz eines kurzen Augenblicks des Zögerns - er nahm sich vor später genauer darüber nachzudenken, was er da gerade getan hatte - entliess er den Brandpfeil auf das Katapult welches auch sogleich in Flammen aufging. Gerade als der Paladin sich zurückziehen wollte, hörte er Rufe.
Die Soldaten hatten das in Brand gesetzte Katapult erstaunlich schnell bemerkt und rannten sogleich darauf zu. Zwar würde sie in jedem Fall zu spät kommen, doch war der Elf doch überrascht, wie sie so schnell darauf aufmerksam geworden waren.
Zwei der Soldaten rannten aber nicht auf die brennende Belagerungswaffe zu sondern in seine Richtung. Nein sie rannten nicht nur seine Richtung sondern direkt auf sein Versteck zu. Sie schienen die Umgebung die ganze Zeit beobachtet zu haben und ein brennender Pfeil war natürlich ein unübersehbarer Hinweis auf das Versteck des Schützen.
Was sollte er tun? Direkt wegrennen, oder versuchen sie aufzuhalten? Nun sie waren noch einige Dutzend Schritte von ihm entfernt und zumindest könnte er versuchen sie etwas in ihrem Eifer zu bremsen.
So nahm er seinen Bogen heraus und legte einen Pfeil auf. Er zielte sorgsam zuerst auf den Vorderen Soldaten und entliess den Pfeil dann. Ohne darauf zu achten ob er traf oder nicht, legte er einen Zweiten auf und zielte dieses Mal auf den Anderen Soldaten.

Amras Tahlali Telemmaitê Landesquest Angriff auf Nuru Wald Angriff auf zwei verfolgende Soldaten erster Schuss würfelte mit 1D6 eine 3 {3}

Amras Tahlali Telemmaitê Landesquest Angriff auf Nuru Wald Angriff auf zwei verfolgende Soldaten zweiter Schuss würfelte mit 1D6 eine 4 {4}

Körpertreffer: 3 (Stärke Bogen) + 12 (Stärke Char) = 15 Schaden
Kopftreffer: Körpertreffer; 3 (Stärke Bogen) + 12 (Stärke Char) = 15 x 2 = 30 Schaden


[OT]Da ich keine Ahnung habe, wie ich das mit dem Fall von Körper/Kopftreffer mache, lasse ich das Raus und bitte den SL um Nachsicht [/OT]

Nachdem er sich seinen Bogen wieder über die Schulter gehängt hatte und nun den Kriegshammer in die Hand nahm, rannte er in Richtung des Waldbrandes los. Dort sollte er wohl eine Chance haben, sich zu verstecken, falls er seine Verfolger nicht abschütteln können sollte. Und so hetzte er sich selbst durch das Dickicht und hoffte, dass die Soldaten mit ihren schweren Rüstungen nicht so schnell waren und er sie so rasch abhängen könnte.
Um sicher zu gehen, würde er irgendwann einfach einen Moment warten müssen um sie nicht ohne es zu wissen zu dem Höhleneingang führen würde, der direkt in die Stadt führt. So würde er auch noch die anderen mit in Gefahr bringen. Also suchte er beim Laufen nach einer passenden Gelegenheit und fand sie schliesslich in einem Busch der eine Kuhle überwucherte. Rasch kroch der Elf hinein und versuchte nun ganz still zu liegen. Selbst wenn die Soldaten ihm folgen sollten würde sie ihn hier wohl nicht entdecken und so hätte er die Chance sie hier nun letzendlich abzuhängen und sich dann auf den Weg zurück zu dem Höhleneingang zu machen. Dort würde er dann auf Casandra warten um sich dann mit ihr zu beraten. Er konnte die beiden Soldaten der Löwenpranke nicht einfach so in Gefangenschaft zurücklassen, doch wusste er, dass er es alleine wohl kaum schaffen würde die beiden zu befreien.
  Gespeichert  alea jacta est  
Hardor

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #85 am: Di., 13. Jun 2006, 14:45 »

Hardor hätte vielleicht abwarten oder dieses Unwetter umfliegen sollen, doch die Zeitnot drängte, jeder Moment war wichtig und die Ankündigung des Zwergenherres würde den Verteidigern neuen Mut spenden.
Immer wieder riss eine Böe an den Flügel des geschuppten und gerade wollte er die alte Richtung einschlagen als plötzlich ein lautes Heulen an seine Ohren drang und irgendwelche Winde ihn wie ein Blatt in der Luft herumwirbelten.
Die Welt bestand einen Moment nur noch aus sich drehenden Farben ehe der Drache es einigermaßen schaffte den fall abzustoppen. Der graue Fels der Berge hob sich kaum vom Himmel ab, in der leere schien er einfach zu fliegen, nicht wissend wo oben war noch wo der Erdboden drohend seinen Anfang fand. Aus dem Schleier des Gewitters hob sich ganz plötzlich die Umrisse scharfkantiger Steine hervor die rasend schnell näher kamen und dem Sturmsilberdrachen kaum zeit ließen auszuweichen. Verzweifelt schlug er mit ganzer Kraft und streckte seine Hinterläufe ab, während der starke Wind ihm jede Chance auf ein Gelingen raubte, ein kurzer Schmerz durch seinen Körper rauschte und Schwindeligkeit von seinen Gedanken begriff nahm.
es dauerte eine Weile ehe die Umgebung scharfe Konturen annahm und Hardors Kopf sich ein wenig besser fühlte, wohl hatte der kalte Stein ihm einige Verletzungen beigebracht und sicherlich könnte er Nuru nicht mehr rechtzeitig erreichen. ja, so konnte das Schicksal einen Strich durch die Rechnung machen.
Prüfend blickte der geschuppte an sich herab und bemerkte einige Kratzer in seinem Schuppenkleid, auch seine Knochen musste er sich geprellt haben, denn in seiner Pranke pochte ein dumpfer Schmerz als würde dort ein Zwerg auf einen Amboss hämmern.
So wartete starte der Drache in den Himmel und warteten den günstigen Moment ab ehe seine Schwingens ich abermals rauschend entfalteten und seinen Körper hinauf gen Himmel trugen. Ja, es war ein wilder Flug und nur beschwerlich zog die öde Landschaft dahin.
Dann ganz plötzlich schien Hardor wie von Geisterhand nach oben getragen zu werden, die dumpfen Wolken lösten sich etwas und voller Freude atmete er die Luft dieser Gegend ein.
Aus der Hohe erfassten die scharfen Augen mit den schlitzförmigen Pupillen die Wagenkolonne wie sie über den Erdboden schlich, nur von wenigen bewacht. Gehörte sie dem Feind oder war es gar Hilfe für das Bollwerk Nurus wie es dort entlang schlich?
Nun die Stadt könnte er nicht erreichen, der Schmerz drängte zur Ruhe. Es wäre sowieso besser Versorgungswagen zu begleiten, die Nachricht würde dennoch rechtzeitig eintreffen.
Leicht wie eine Feder segelte der Sturmsilberdrache abermals hinab, vorsichtiger, bedachter und landete in einiger Entfernung mit einem lauten Grollen. Wieder musterte er das treiben dieses Zuges, wären es doch Gegner blieb es ihm offen rasch davonzufliegen oder sogar diese Dinger zu verbrennen.
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Rraurgrimm

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #86 am: Mi., 14. Jun 2006, 15:42 »

Wie erwartet hatte der Attentäter das durch den Eingang hereinfallende Licht genutzt und auf den ersten sich zeigenden Schatten gewartet. Mit mehr Zeit und der Gewissheit, dass es keinen anderen Ausweg gab - hätte man den Schützen vielleicht sogar mit einer Atrappe täuschen  können - doch diese Sicherheit war schlichtweg nicht gegeben. So hatte der Lycantroph auf sein Glück vertraut und dankte in seinem Geiste Latara, dass sie in diesem Fall wohl schützend über ihn gewacht hatte - denn der Pfeil schoss knapp über ihn hinweg und hätte sich wohl tief in seine Eingeweide gebohrt wäre er aufrecht gehend in das Dunkel des Hauses getreten. Hart trafen seine Krallenhände auf dem Boden auf, kaum war Zeit dafür, sich zu orientieren. Würden weitere Personen im nun hinter ihm liegenden Dunkel des Eingangsbereiches lauern - er würde sie vorerst übersehen haben. Seine Augen erfassten die bereits vermuteten und hastigen Bewegungen des Attentäters - welcher sich bereits jetzt seines Bogens entledigte und zu dem Schwert an seiner griff. Pest und Räude - noch zu langsam! schoss es ihm durch den Sinn, hatte er doch gehofft, den Schützen dabei zu überraschen als dieser einen weiteren Pfeil auflegte. Doch Wunschdenken half ihm nicht, in einem offenen Kampf würde er nicht gegen einen erfahrenen Kämpfer bestehen können, das war ihm klar. Immerhin schien der Raum seines flüchtigen Blickes nach weder ihm noch dem Attentäter weitere Vor- oder Nachteile zu bieten. So blieb seine Hoffnung, dass er den Attentäter zumindest noch ausreichend schwer verwunden konnte bevor dieser sich gänzlich kampfbereit gemacht hatte. Wenn es ihm nicht gelänge, den Waffenarm des Mannes ausreichend schwer zu verwunden - bliebe ihm nur eines ausser der Flucht: er müsste ihn in den unmittelbaren Nahkampf drängen, im Ringen mit dem Menschen würde dieser sein Schwert kaum einzusetzen vermögen während er mit seinen Krallen einen deutlichen Vorteil haben würde. Doch wenn der Schütze sich auf seine Klinge verstand - würde er wissen, wie man sich solch unmittelbarem Kontakt entzog...

Scharf kratzten die Krallen an seinen Füssen über den Boden als er sich von diesem abstiess um die Entfernung zu seinem Ziel mit einem weiteren Satz vollends zu verringern. Hatte er den Absprung und seine eigene Geschwindigkeit richtig bemessen - würde er den Arm des Menschen mit seinen Krallen zu erreichen vermögen und diesen zur Aufgabe zwingen können? Fragen noch ohne Antwort in den wenigen Momenten des Sprunges - die Ungewissheit des Tanzes der Kämpfer.
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BloodStorm

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #87 am: Mi., 14. Jun 2006, 20:31 »

Kaum zu glauben, dass die Soldaten auf Casandras Trick reingefallen sind. Er hätte sie einfach nieder geschossen, aber Glück für sie. Jetzt musst sie es nur noch in Sicherheit schaffen.

Gar nicht gut, dachte grimmig der Elf und schaute den heran laufenden Feinden zu wie sie aufholten. Aber nicht nur dies schien ihn zu beunruhigen. Er hatte bei Bogen schießen besseres erwartet, doch irgendwie war seine Genauigkeit beim Zielen schlechter geworden. Er hatte wohl in der letzten Zeit zu viel mit dem Schwert gekämpft. Doch nun war es zu spät um nach dem Schwert zu greifen. Schnell griff er nach einem Pfeil, spannte den Bogen, zielte und ließ die Sehne los. Der Pfeil flitzte durch die Luft und pfiff an den ersten Soldaten vorbei. Noq fluchte innerlioch und griff schnell  nach dem nächsten Pfeil, zog in durch die Sehne und ließ los. Er versuchte Casandra die nächst näheren Soldaten vom Leib zu halten. Ein kurzes Surren doch der Waldläufer war schon mit dem dritten Pfeil am zielen und schoss. Falls die Zeit reicht, würde er sich nun mit dem Schwert zum Nahkampf bereit machen. Doch zunächst musste er schauen wie die Gerberin davon kam und die anderen Soldaten anstellten.

Für einen Moment hatte er ein kleines Licht etwas weiter weg gesehen. Galantha war also schon auf den Weg zu ihm, doch nun musste er erstmal die Zeit überwinden.
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Drax Hammerhall

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #88 am: Mi., 14. Jun 2006, 20:58 »

"Da! Eine Wagenkolonne!" Drax sah zu, dass er sich wieder ins Gebüsch schlug. Von dort aus beobachtete er den Wagenzug und versuchte abzuschätzen, wie stark der Begleitschutz war. Offensichtlich weniger stark als angenommen. Dies konnte bedeuten, dass die Gegner sehr leichtsinnig waren oder aber mehr oder weniger ganz Dragonia unter Kontrolle hatten, und sich somit sehr frei bewegen konnten. "Verfluchte Bande!" knurrte der Zwerg.

War das eine Möglichkeit, dem Feind zu schaden? Er sprach sich kurz mit seinen Begleitern ab. "Wie wäre es, mit einem kleinen Hinterhalt? Wir lassen den Zug zur Hälfte passieren und schlagen dann schnell zu. Ihr spickt die Fuhrleute aus den Büschen heraus, während ich versuche, ein paar Pferde "auszuspannen" Drax grinste und nickte seinen Begleitern zu. [i]"Wenn es zu brenzlig wird, schlagen wir uns in die Büsche zurück und versuchen weiter den Zwergen entgegen zu gehen. Hoffentlich gelang es, die Kolonne durch den Angriff zu stoppen. Wenn er in der Mitte ein Fuhrwerke anhalten konnte, würden sich die dahinter befindlichen kaum vorbeimogeln können. Auch die berittene Eskorte könnte er zwischen und nahe an den Wagen leichter unter Kontrolle bringen, als auf freiem Feld.

Er drückte sich tiefer auf den Boden und wagte kaum zu atmen, während die Spitze des Zuges immer näher kam. Seine Äxte lagen fest in seiner Hand und er war zum Sprung bereit. Er würde aufspringen und als erstes versuchen, das Geschirr des auserwählten Wagens zu zerschlagen. Dann würde er sich um die nächsstehenden Wachen kümmern.
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Horus Secundus

Re:Côr vor den Toren!
« Antwort #89 am: Do., 15. Jun 2006, 00:01 »

Nachdem Noq und weitere Bogenschützen aus dem Gebüsch getreten waren, merkten die beiden Verfolger Casandras schnell, dass sie im Nachteil waren und schwenkten ab, um sich in Sicherheit zu bringen, doch es war zu spät. Sie waren bereits in Schussweite und binnen Sekunden gingen die beiden in einem Pfeilhagel zu Boden. Die Gerberin aber kam schweratmend bei den Gefährten zum Stehen und ließ sich einige Atemzüge Zeit, um zu verschnaufen, bevor sie ihre Sachen aufsammelte. In der Zwischenzeit hatte Noq ein schwaches Flimmern zwischen den Bäumen auf den Feldern vor sich bemerkt und kurz darauf kam Galantha zu ihm zurück und berichtete von ihren Entdeckungen. So erfuhren die Gefährten, dass drei weitere Katapulte zerstört waren, der Weg zu den verbleibenden Katapulten auf der anderen Seite der Stadt durch verstärkte Patrouillen blockiert war, so dass sie sich entschlossen, durch die unterirdischen Gänge nach Nuru zurückzukehren.


~/~


Rraurgrimm sprang seinen Gegner an und schaffte es, ihm die Krallen seiner linken Pranke quer über die Brust zu ziehen, wo sie mehrere blutige Striemen hinterließen. Der Mann taumelte zurück, fing sich jedoch sofort wieder, um sein Schwert zu heben, doch der beabsichtigte Schlag wurde nie ausgeführt. Zu sehr außer Atem, zu schwach und verletzt wurde dem Mann plötzlich schwarz vor Augen, er taumelte erneut zwei Schritte und diesmal gelang es ihm nicht, sich wieder zu fangen. Mit einem leisen Stöhnen brach er in die Knie und flüsterte etwas in einer Sprache, die der Lykantroph nicht verstand. Dann fiel er um und blieb reglos liegen.


~/~


Nachdem Amras die beiden Soldaten getötet hatte, versteckte er sich eine Zeit lang in einem Busch, bevor er es wagte, sich auf den Weg zu dem Höhleneingang zu machen, wo er auf Casandra warten wollte. Umso überraschter war er, als er der Gerberin in Begleitung weiterer Gefährten kurz bevor er den unterirdischen Gang erreichte über den Weg lief. Schnell tauschten sie die Neuigkeiten aus, bevor sie den Gang betraten und wenig später in Nuru wieder an die Oberfläche gelangten.


~/~


Hardor hatte den Konvoi entdeckt und war in der Nähe gelandet, um den Wagenzug näher in Augenschein zu nehmen. Auf den ersten Blick war nicht erkennbar, ob es sich um Freund oder Feind handelte, doch dann brach ein Tumult aus und Schreie wurden laut.

Drax' Plan wurde ohne Zögern in die Tat umgesetzt: als der Gevatter den richtigen Moment gekommen sah, sprang er auf und durchtrennte blitzschnell das Geschirr eines Wagens, so dass dieser von einem Augenblick auf den anderen ohne Führung seines Weges fuhr, von der Straße abkam und umstürzte. Noch während die verdutzten Wagenlenker sich in Sicherheit brachten und die ersten Wachen vom Ende des Zuges im gestreckten Galopp heranritten, flogen die ersten Pfeile von Drax' Gefährten aus dem Gebüsch und richteten unter den Wachen am Kopf des Zuges ein Massaker an.

Die Reiter, die sich dem Zwerg näherten, erfassten die Situation und während zwei der ihren weiter auf Drax zuhielten, riss ein anderer so hart an den Zügeln, dass sein Pferd ihn beinahe abgeworfen hätte, als es zum Stehen kam. Dann wendete er es und ritt zurück zum Ende des Zuges, um seine Kameraden zu alarmieren. Während die ersten beiden unter den beiden Zwergenäxten zu Boden gingen, sammelten sich die restlichen Begleiter des Konvois und gingen gegen Drax und die Bogenschützen, die inzwischen aus dem Gebüsch getreten waren, vor. Im Nahkampf waren die schlecht gerüsteten Bogenschützen im Nachteil und obwohl die Zwergenäxte weiter wüteten, wendete sich bald das Blatt: zwei Drittel der Gefährten lagen bereits tot oder schwer verwundet am Boden und auch der Gevatter wurde inzwischen arg bedrängt, als der vielstimmige Klang von Kriegshörnern vom Nahen weiterer Soldaten kündete.


~/~


Als Ethlind in Begleitung der Zwerge den Pass überschritten, gewahrten sie unter sich im Tal einen heftigen Kampf, der fast entschieden schien. Die Anwesenheit eines blauen Drachen bewies ihnen auf den ersten Blick, dass es sich um Freunde handelte, die dort in Not waren und so ließ der Anführer der Zwerge die Kriegshörner blasen, um den Gefährten neue Hoffnung auf Hilfe zu geben.


~/~


Perfel, die in der Nähe von Thorgrim stand, vernahm das Flehen des Magiers und horchte auf. Sie wusste zwar nicht, mit Hilfe welcher Magie der Schutzschild aufrecht erhalten wurde, doch wenn ihre arkanen Kräften benötigt würden, würde sie diese Hilfe sicherlich nicht verweigern. So trat sie näher und erbot sich, den Magiern zu helfen, so man ihr erklärte, wie diese Hilfe aussehen sollte. Der Magier bedankte sich mit einer Verbeugung und erklärte ihr dann rasch, wie sie ihre arkanen Kräfte einsetzen müsse, um diese dem Kreis der Magier zuzuführen, damit der Schutzschild über Nuru wieder erstarken konnte. Und tatsächlich, nach einer kurzen Zeit fand sie die nötige Konzentration und den Zugang zu dem arkanen Kreis und  nach anfänglichem Flackern nahm das blaue Leuchten wieder zu und die noch immer auf die Garnisonsstadt niedergehenden Katapultgeschosse wurden von dem Schild abgewehrt. Doch so stark war die Anstrengung, dass auch die Heilerin nach kurzer Zeit die beginnende Erschöpfung bemerkte.


~/~


Als der Schutzschild wieder erstarkte, trafen auch die restlichen Soldaten von ihren Missionen außerhalb Nurus wieder ein und begaben sich zu der Stelle, an der Thorgrim auf der Stadtmauer stand. Noch während sie die Neuigkeiten austauschten, trafen zwei Mitglieder der Stadtwache ein, die einen Gefangenen zwischen sich führten. Sie berichteten, dass sie diesen im Nordviertel aufgetan hatten, als er sich im Halbdunkel der Gassen rumdrückte und sich ans östliche Stadttor anschlich. Bei seiner Verhaftung hatten sie eine Notiz bei ihm gefunden, die darauf hindeutete, dass er wohl mit dem Feind im Bunde sei und die Aufgabe hatte, das Stadttor von innen zu öffnen, um dem Feind Zutritt zur Stadt zu verschaffen. Auf die Frage Thorgrims, ob es noch weitere Maulwürfe seiner Art in der Stadt gäbe, spuckte der Mann dem Zwerg lediglich vor die Füße und schwieg. Der Statthalter gab Befehl, die Wachen an beiden Stadttoren zu verstärken, um auf jeden Fall zu verhindern, dass Verräter sich daran zu schaffen machen konnten, dann wandte er sich wieder an die anderen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Plötzlich wurden Rufe laut: der Feind rückte vor und startete einen Großangriff auf das Stadttor, über dem die Drachenritter auf der Mauer standen.
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