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   Autor  Thema: Privaträume der Schmiede in Nuru (Gelesen 3634 mal)
Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #210 am: Mo., 10. Okt 2005, 08:43 »

Hatte Etienne soeben noch verzückt auf Silvanas Hinterteil geguckt, so trat er jetzt wieder einige Schritte zurück.
Unruhig musterte er die Schlange und antwortete der Wallonin dann:

"Ja, Meister Drax ist wieder fort."

Seine Stimme klang dabei noch einen Tick höher als normal - beinahe piepsig.
Die Schlange beunruhigte den Sänger. Er hatte keine wirklich Angst vor ihr, dennoch war ihm ungut in der Gesellschafte des Zünglers. Und er konnte nicht verstehen, was Silvana dazu bewegen mochte solch ein Ungetüm auf dem Arm zu tragen, bzw. es sich überhaupt in der Schmiede zu halten. Der Braunhaarige schüttelte sich und blieb still - die Augen starr auf die Schlange gerichtet.
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #211 am: Mo., 10. Okt 2005, 11:21 »

Ein breites Grinsen stahl sich auf Silvanas Lippen. Etiennes Abneigung gegen Heya malte sich deutlich in sein Gesicht, und seine Stimme klang schon fast ein wenig hysterisch, wie kurz vor dem Überschnappen zu einem entsetzen Aufschrei.

Nun hatte er etwas eindeutig Weibliches an sich, was Etienne nur umso begehrenswerter für die Amazone machte.

"Du magst wohl keine Schlangen", lachte die Schmiedin, schob den Leib der Python zu einem Knäuel zusammen und setzte ihn dann auf einen Balken oberhalb der Werkbank ab. "An die Arbeit, Mädchen."

Die Wallonin zwinkerte dem Sänger zu, tat einen geschmeidigen Schritt auf ihn zu, bis ihre Nasenspitzen sich beinahe berührten und versank für einen Moment in den hellen Augen ihres Gegenübers.

"Heya ist ein heiliges Tier für uns Wallonen. Ich werde es dir gern erklären, wenn du möchtest."
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Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #212 am: Mo., 10. Okt 2005, 12:16 »

Etienne rümpfte ein wenig die Nase. Die Schlange kroch hier tatsächlich einfach so herum. Wer wußte schon wo sie gerade gewesen war, als er mit Silvana.. zwischen dem Heu..
Etienne versuchte an etwas anderes zu denken und erwiderte den Blick. Für einen kurzen Augenblick versank er in den schönen Augen der Amazone und legte dann seine Arme um sein Gegenüber.

Von Schlangen wollte sie ihm erzählen? Nun, er konnte sich mit Sicherheit schönere Dinge vorstellen, die es anzustellen gab, aber dennoch nickte er leicht den Kopf.

"Ein heiliges Tier? Mein Orden.." Etienne stockte. Sein Orden? Es war doch schon lange nicht mehr "sein Orden". Nur die Stätte, an der er aufgewachsen war, jedoch glaubenstechnisch nicht weiter von Bedeutung. Warum hatte er dann diese Worte gewählt? Um mit Silvana mitreden zu können? Um ebenfalls eine Religion anbieten zu können? Er wußte es nicht und so setzte er den Satz einfach fort.

".. kennt nicht die Verehrung von Tieren oder Pflanzen. Heilig sind bei uns nur Menschen, die in ferner Zeit ein gutes und rechtschaffendes Leben gelebt haben. Heiler oder Priester zum Beispiel."

Er zuckte mit den Schultern, ließ Silvana aber nicht mehr los.
"Warum ein Tier? Was kann ein Tier Gutes tun?"
Mittlerweile war echtes Interess aus der Stimme des Sängers herauszuhören.
« Letzte Änderung: Mo., 10. Okt 2005, 12:16 von Kolkrabe »   Gespeichert  
Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #213 am: Sa., 15. Okt 2005, 21:12 »

?Ihr bezeichnet Menschen als heilig?? Fassungslosigkeit klang aus Silvanas Stimme. Ihre Pupillen waren im Dämmerlicht der Schmiede groß und dunkel, während sie in Etiennes Augen zu lesen versuchte, ob er ihr einen Bären aufband. Aber er schien es durchaus ernst zu meinen.

Sie ließ sich gegen seine starken Arme sinken, die sie umschlungen hielten, und wand ihm nun ihrerseits die Arme um den Nacken. ?Menschen sind fehlbar, eitel, selbstsüchtig und voller Neid, was sollte daran Gutes sein. Und sag mir nicht, es gäbe Menschen, die all diese Tadel abgelegt hätten, denn dies erscheint mir unmöglich. Tiere hingegen ??

Sie überlegte, wie sie es formulieren sollte, spitzte die Lippen und rollte die Augen nachdenklich von links nach rechts. ?Bleiben wir doch gleich bei der Schlange?, beschloss sie schließlich. ?Du siehst in ihr nur das Tier, das fast jeder fürchtet, weil sie ein Raubtier ist, manchmal sogar giftig, und sich wehrt, wenn man ihr zu nahe kommt. Vielleicht verabscheust du sie sogar, weil sie auf dem Boden kriecht.?

Ein mildes Lächeln legte sich auf Silvanas volle Lippen. ?Was niemand bedenkt, Schlangen sind sehr nützliche Tiere. Vertilgen sie doch Mäuse und Ratten, welche die Menschen um ihre Nahrungsmittel, Getreide oder den Gemüseanbau bringen oder gar Krankheiten übertragen. Heya hält unsere Schmiede und vor allem den Stall von Ungeziefer frei.?

Die Wallonin schmiegte sich näher an Etienne heran, starrte aber an ihm vorbei in die Ferne, während sie fortfuhr. Ihre Stimme hatte einen milden Klang angenommen, ganz so als vermittle sie einem Zögling die Wichtigkeit der wallonischen Religion.

?Das erklärt natürlich noch nicht, warum die Schlange für mein Volk heilig ist. Es gibt viele nützliche Tiere, die den Menschen in symbiotischer Weise unterstützen. Die Schlange ist ein weibliches Zeichen. Sie verkörpert Fruchtbarkeit, Weisheit und die weibliche Lebens- und Schöpfungskraft. Wenn sie sich häutet ist ihre Ähnlichkeit mit der Frau, die sich so wie die Mondin (Anm. der Mond) in regelmäßigen, wiederkehrenden Zyklen erneuert, am deutlichsten zu erkennen.?

Silvanas Blick wanderte zurück zu Etiennes Antlitz. Aus dem wehmütigen Lächeln wurde ein verlegenes Grinsen. ?Entschuldige falls ich dich langweile. Das sind die Momente, wo mir mein Volk am meisten fehlt. Jeder Feiertag, jede wichtige Station in meinem Leben ? es ist niemand da, mit dem ich die Rituale durchführen kann außer mit mir selbst. Wir sollten lieber von etwas anderem sprechen. An welches stille Plätzchen hättest du denn gedacht, um endlich ein wenig Zeit für uns zu finden??
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Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #214 am: Do., 20. Okt 2005, 17:14 »

Etienne schüttelte den Kopf.

"Nein, nein, es interessiert mich durchaus, woran du glaubst. Es langweilt mich keinesfalls. Du weißt, dass ich in einer Abtei groß geworden bin. Dort wird man immer nur auf den einen, den vermeindlich richtigen Glauben hingewiesen. Anderes scheint gar nicht zu existieren. Gut, die Elfen und Zwerge mögen ihre eigenen Götterwesen haben, aber viel mehr wird nicht akzeptiert."

Der Sänger hielt Silvana einfach nur fest, ohne sich weiter zu regen. Seine Stimme war ruhig und gleichmäßig. Langsam hob und senkte sich der Brustkorb.

"Ich habe diesen Glauben abgelehnt, nachdem ich das Kloster verließ. Denn so gut konnte dieser Glauben nicht sein, wenn er mir.. das antat.."
Er schüttelte leicht den Kopf.

"Und du hast Recht. Menschen sind eitel. Selbstsüchtig. Sie streben nach Reichtum und Macht, strotzen nur so vor Gier und Neid. Und doch, soll es einige Ausnahmen geben - und daran glaubt der Orden. An das Gute, das Reine, das Richtige. Auch wenn sie manchmal davon geblendet werden und sich der anderen Seite zuwenden.."

Er zuckte mit den Schultern. Silvanas Glaube schien ihm elementarer, bodenständiger und nützlicher. Dennoch - der Vergleich mit dem Wesen der Schlange und dem der Frau ließ ihn die Stirn runzeln.
Er kam nicht drum herum - aber Schlangen mochte er einfach nicht.
So nickte er dankbar und fasste Silvana an der Hand.

"Weg von hier, wo uns niemand stören kann, niemand suchen wird."
Etienne überlegte einen Augenblick.
"Weißt du, ob die "rote Laterne" noch in Nuru ihre Pforten geöffnet hat? Der alte Brom schuldete mir eigentlich noch einen Gefallen..."
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #215 am: Di., 25. Okt 2005, 12:01 »

"Die rote Laterne?" Silvana dachte angestrengt nach. "Wie du weißt meide ich Orte, an denen sich zuviele Menschen auf einen Fleck einfinden."

Oder wusste Etienne das gar nicht? War es vielmehr MG, der sie bis ins Innerste kannte, und nicht der Sänger? Wie lange hatten sie sich gekannt, ehe er nach Rotfels gegangen war? Zu wenig Zeit, um sich überhaupt kennenzulernen.

Im Grunde wussten sie beide gar nichts voneinander. Ein wenig aus ihrer Vergangenheit, das war aber auch schon alles. Es war ein Spiel der Sinne gewesen, aber allmählich wollte sie mehr. Sie wollte wissen wer dieser Etienne Prem in seinem tiefsten Innersten war.

"Das letzte, das ich von Brom gehört habe, ist schon eine ganze Weile her. Damals musste ihm ein Bein abgenommen werden, soweit ich mich erinnere. Irgendeine Schmuggelaffäre, als der Wachturm eingestürzt ist." Silvana zuckte mit den Schultern, ließ zu, dass Etienne sie an der Hand fasste, wie Liebespaare es taten, wenn sie durch die Gassen schlenderten.

"Wir sollten einfach nachsehen", schlug sie vor. Sie wollte nur noch raus aus der Schmiede, wo sie heute keine Ruhe fand. Alles in ihr sehnte sich danach Etienne zu berühren und ihm nahe zu sein.

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Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #216 am: Fr., 28. Okt 2005, 11:22 »

"Das sollten wir wohl."
Wisperte Etienne, umfasste Silvanas Hand ein wenig fester und zog sie an sich. Die frei Hand legte er um die Hüfte der Schmiedin, schloß die Augen und küsste sie dann abermals - diesmal gefühlvoller und voll von Leidenschaft.

Er wollte die letzten Momente vergessen. Erst dieser seltsame Soldat, dann der Zwerg. Er wollte nicht noch weitere Störungen in Kauf nehmen. Silvana sollte jetzt ihm gehören - Etienne erschrak fast über diesen Egoismus, der auf einmal in ihm aufstieg. Egoismus und Trotz. Er war jetzt bei der Schmiedin und nicht dieser.. langsam lösten sich die zarten Lippen des Sängers wieder und Etienne führte Silvana aus der Schmiede.
Im Flüsterton erzählte er ihr von Brom.

"In der roten Laterne gibt es einige sehr schöne, ruhige Zimmer - und ich könnte dafür wetten, dass man uns überall, aber nicht dort such."
Das Lächeln des Sängers ließ seine Züge noch viel weicher und zarter erscheinen.
"Zweimal habe ich bereits bei Brom als Badner ausgeholfen. Du mußt wissen, dass der Zwerg ganz wild hinter Janina her ist. Nach ihrem Fortgang kam er immer und immer wieder zu mir und fragte wo sie sei und das er eine Aushilfe suchte. Aber psst.."

Etienne legte seinen Zeigefinger auf die gespitzten Lippen. "Kolkrabe sollte davon lieber nichts erfahren."
Als sie auf der Straße standen schmunzelte der Sänger wieder.

"Wir könnten uns auch erneut am Entenweiher niederlassen - aber ich fürchte zu dieser Jahreszeit ist es nicht nur zu kalt zum Baden, die Enten würden uns wohl keine Ruhe lassen, wenn wir einfach so am Ufer säßen.."
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #217 am: So., 30. Okt 2005, 18:52 »

"Enten geben einen herrlichen Braten ab. Richart würde sich freuen, wenn wir ein paar davon mitbringen", grinste Silvana, entzog Etienne sanft die Finger, die immer noch in seiner Hand lagen, und spannte eine unsichtbare Armbrust.

Die Gestik war nur ein Vorwand, um ihn nicht merken zu lassen wie unangenehm es ihr war auf der Straße händchenhaltend mit einem Mann gesehen zu werden - auch wenn es inzwischen auf den Abend zuging und die Menschen bereits von den Gassen in die wohlig warmen Häuser flüchteten.

"Die rote Laterne habe ich noch nie betreten. Bisher. Ich würde sehr gern die Zimmer einmal von innen sehen." Silvana musterte Etiennes sanfte Züge, sein weiches braunes Haar, die kunstvollen Zöpfe an den Schläfen, und bewunderte aufs Neue diese geschlechtslose Schönheit, die sie so maßlos anzog. Zugleich Mann und Frau, und auch wieder nicht. Niemals hätte sie ihm diesen Gedanken verraten können ohne ihn zu kränken. Er fühlte sich als Mann und wollte auch unbedingt einer sein. Für die Wallonin aber war er der Inbegriff eines Gefährten, der ihr niemals den Rang des Stärkeren würde streitig machen um sie zu beherrschen.

Für heute aber würde sie sich führen lassen. Zwar kannte sie den Weg, doch ihr dunkler Blick verriet dem Sänger überdeutlich, dass er die Richtung wählen sollte.
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Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #218 am: Do., 03. Nov 2005, 14:21 »

Auf dem ganzen Weg fiel es Etienne schwer, den Blick von Silvana zu lassen. Das zarte Licht der Dämmerung ließ ihre Gesichtzüge so sanft erscheinen und gaben ihr gar das Aussehen einer Göttin gleich.

Als sie kurz vor der Laterne waren, zog der Sänger die Wallonin an sich und legte ihr zärtlich den Zeigefinger auf die Lippen.

"Lass mich zuerst mit Brom reden. Ich hole dich dann herein."
Schmunzelte er und drückte ihr dann einen sanften Kuss auf die Lippen, bevor Silvana irgendetwas entgegen konnte.
Etienne war sich nicht wirklich sicher. Er wußte, dass es vielen Menschen geradezu peinlich war, wenn man sie in der Nähe von Broms Etablissement sah - ob Silvana da auch zu gehörte?
Schnell entfernte er sich von der Wallonin und betrat die "Rote Laterne" durch den Haupteingang.

Es dauerte nur einige wenige Augenblicke, als der Sänger wieder heraus, auf Silvana zu schritt. Ein schelmenhaftes Grinsen lag auf seinem Gesicht und er legte den Arm um Silvana.
Ganz leise flüsterte er ihr etwas zu.
"Wir sind keine gewöhnlichen Kunden Broms - drum lass uns den Hintereingang nehmen." Ein Zwinkern folgte der Bemerkung und sanft schob der Sänger Silvana in Richtung der Hintertür.

Man mußte zwei Stufen hinabsteigen und die Tür war eher niedrig, so dass Etienne den Kopf einziehen mußte. Innen führte ein schmaler Gang abermals einige Stufen hinab, bevor eine schwere Tür den weiteren Zugang versperrte.
Etienne zauberte einen kleinen Schlüssel aus seiner verschlossenen Faust hervor und öffnete die Tür.
"Doppelt gesichert - damit niemand ohne zu zahlen an Brom vorbeikommt." Kicherte er und ließ Silvana den Vortritt auf den prächtigen Flur der "Roten Laterne".

Der Boden war mit einem roten Teppich ausgelegt. Nicht von allerhöchster Qualität aber doch recht wohnlich. Überall an den Wänden hingen kleine Öllämpchen und die Wallonin konnte mindestens 6 Zimmertüren zählen.

"Was hälst du von einem Dampfbad, mein Herz? Oder möchtest du eine der Tänzerinnen tanzen sehen? Sie würden dir gefallen.." Seuselte der Sänger zaghaft in das Ohr der Amazone.
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #219 am: Do., 10. Nov 2005, 17:25 »

Der Hintereingang war ihr ganz recht. Weniger, weil sie nicht gesehen werden wollte, sondern weil Silvana keinerlei Lust hatte sich quer durch die Gaststube an unzähligen Leibern vorbei zu quetschen um zu den Zimmern zu gelangen. Genau wie Etienne musste sie den Kopf einziehen, um nicht gegen den niedrigen Türrahmen zu prallen.

?Wo sind wir hier? Befinden wir uns im Untergeschoss des Hauses?? Sie vermied das Wort Keller, das ihr gar zu unbehaglich geklungen hätte. Als sich der pompöse Flur mit dem roten Teppich vor ihr auftat, begriff sie endlich, wo sie hier waren. Als ob der Name des Gasthauses nicht schon alles gesagt hätte. Aber sie war Wallonin, solche Etablissements waren bei ihrem Volk gänzlich unbekannt.

Tänzerin? Dampfbad? Silvana war wahrlich keine Kostverächterin, nie gewesen, und Luxus war ihr ebenfalls nicht fremd. Sie verstand es stets zu genießen und sich zu nehmen, wonach ihr gelüstete.

Ein begehrlicher Ausdruck schmückte ihre schönen Züge, als sie an Etiennes starke Brust schmiegte und ihm die Arme um die Hüfte schlang. ?Warum sich entscheiden? Nehmen wir doch beides.?
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Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #220 am: Fr., 11. Nov 2005, 11:07 »

Etienne schmunzelte und hauchte Silvana einen sanften Kuss auf die Wange.
"Dir soll heute jeder Wunsch erfüllt werden."
Flüsterte er sanft und öffnete eine der Türen. Hinter ihr kam ein gemütliches Kaminzimmer zum Vorschein.
Die Wände waren nicht verkleidet und auf dem Boden lagen kalte Steinfliesen, welche jedoch nicht im Geringsten kalt oder ungemütlich wirkten, was durchaus auch an den vielen Tierfällen, die auf dem Boden, vor dem Kamin lagen liegen konnte.
Im Kamin prasselte ein kleines Feuer und die einzige, zusätzliche Lichtquelle in diesem Raum bestand aus zwei Kerzenleuchtern, die an der Wand befestigt waren.
Eine schwere Eichentür schien in ein Nebenzimmer zu führen.

Etienne deutete auf einen rotbrauenen Paravent, der eine kleine Ecke des Zimmers abteilte.
"Leg ruhig schonmal ab. Ich werde Brom nur eben Bescheid geben, dass wir eines der Mädchen zum Tanz wünschen."
Der Braunhaarige lächelte und war auch wenig später wieder aus der Tür verschwunden.

Neben dem Paravent lagen auf einer schmucklosen Truhe Stoffe in verschiedenen Größen und Arten - scheinbar um sich selbige um den Leib schwingen zu können, bevor es zum Dampfbad ging.
« Letzte Änderung: Di., 15. Nov 2005, 23:27 von Kolkrabe »   Gespeichert  
Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #221 am: Di., 15. Nov 2005, 19:06 »

Wie eine Blinde ließ sich die Wallonin von Etienne führen. "Du kennst dich in diesen Räumlichkeiten erstaunlich gut aus." Ein wenig verwunderte sie das, auch wenn er angedeutet hatte, dass er Brom manchmal ausgeholfen hatte.

Der Raum, in den er sie führte, hatte etwas Wildes, Naturverbundenes ... kahle Wände, kühle Fliesen und überall Felle. Es gefiel ihr. Leises Knistern war der einzige Laut, es roch nach Holz und Kerzenwachs und das Rotorange der Flammen tanzte durch den dämmrigen Raum und die Wände empor.

Silvana schmiegte sich an Etiennes Seite und küsste sanft seinen Nacken. "Wieviel weißt du von mir, auch wenn ich nur wenig preisgegeben habe? Dein Wahl hätte nicht besser sein können." Ein wenig enttäuscht blickte sie ihm hinterher, weil er so schnell wieder aus ihrer Nähe verschwand. Den Paravent brauchte sie nicht. Erstens war sie allein, zweitens hatte sie noch nie Hemmungen gezeigt sich vor anderen auszukleiden.

Schwungvoll warf sie ein Kleidungsstück nach dem anderen beiseite, schob die Bluse vom Oberkörper, streifte die Hose von den langen Beinen, und trippelte nackt auf die Truhe zu, griff nach einem hellen Stoff, schlang ihn eng um die Hüften und verknotete die Enden in der Taille. Einen dünkleren Stoff wickelte sie lose um den Busen, knüpfte auch hier die Ecken zusammen, hob dann die Arme über den Körper und drehte sich schwungvoll um die eigene Achse. Sanft schmiegte sich der seidige Stoff an ihren Körper, betonte jede Linie in angenehmster Weise und fühlte sich herrlich weich an auf der Haut.

Wie das Lagerfeuer ihrer Sippe knisterte das Kaminfeuer, das Lied der Heimat entstand in ihrem Kopf, bereitete sich bis in die Spitzen ihrer Glieder aus und ließ sie schließlich tanzen.
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Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #222 am: Di., 15. Nov 2005, 23:39 »

Heimlich still und leise war Etienne wieder ins Zimmer getreten. Diesmal hatte er jedoch nicht die Tür genommen, durch die sie beide in das Zimmer eingetreten waren, sondern die zweite Tür im Raum.

Gegen den Türrahmen gelehnt sah er Silvana lächelnd einige Minuten zu, bevor er ihr applaudierte.

"Das war wunderschön.." Raunte der Brünette der Wallonin zu, schritt hinter sie und legte die muskulösen Arme um ihre Taille. Zärtlich ließ er seine Lippen über ihre nackte Schulter gleiten und sog dabei Silvanas einzigartigen Duft ein.

"Kommst du mit mir? Sonst können wir das Dampfbad gleich hier einnehmen." Flüsterte er mit seiner unvergleichlich leisen und sanften Stimme und deutete auf die noch immer geöffnete Tür, durch welche sich Nebelschwaden langsam ihren Weg in das Zimmer bahnten.
Bevor Silvana irgendetwas erwidern konnte, zog sich der Sänger sein Hemd über den Kopf, schlüpfte rasch aus den Hosen und griff ebenfalls nach einer der Stoffbahnen. Es bedurfte nur wenigen Handgriffe, bis er sie sich um die Lenden gewickelt hatte und erneut Silvanas Hand umfasste. Sanft zog er die Schmiedin hinter sich her.

Mit der Türschwelle hatten sie auch eine Temperaturschwelle überschritten. War es in dem Kaminzimmer noch heimelig warm gewesen, herrschte im Dampfbad eine Hitze mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Sofort stiegen dem Sänger Schweißperlen auf die Stirn. Doch Etienne lächelte, setzte sich auf eine der Holzbänke und zog Silvana zu sich auf den Schoß.
"Wird mir vom Dampf so furchtbar heiß oder bist du das?" Seufzte er leise und begann erneut damit zärtlich ihre Schulter zu liebkosen.
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Silvana

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #223 am: Do., 17. Nov 2005, 19:29 »

Der Applaus ließ sie innehalten. Ihr war warm geworden, und ihr Atem ging schneller als sonst und hob ihren Brustkorb aufreizend auf und ab. Silvana schenkte Etienne ein sinnliches Lächeln, sank leicht in die Knie und breitete kurz die Arme aus, als nehme sie sein Kompliment in Ehrfurcht entgegen.

"Ein Mann, der den Tanz zu schätzen weiß. Du überrascht mich stets aufs Neue." Mit den Augen folgte sie seiner Bewegung und lehnte sich gegen seinen muskulösen Oberkörper, als er sie von hinten umfasste. Ihre Finger strichen sanft über seinen Handrücken und kraulten die Unterarme hinauf.

Seine Küsse reizten all ihre Sinne, jagten ihr heiße Schauer durch den gesamten Körper, und hätte er sie nicht losgelassen, um sich auszukleiden und sich mit einem anderen Stoff wieder zu verhüllen, hätte sie auf Dampfbad und Tänzerin verzichtet. Mit einem Lächeln streckte sie die Hand nach ihm aus und ließ sich führen. Sie liebte Dampfbäder, kannte sie dies doch aus ihrer Heimat.

"Bei meiner Sippe wird diese Art des Bades zur Reinigung von Körper und Seele genutzt. Die Schamanin vollführt vor der Tür das Ritual der Öffnung des Geistes, damit jeder schlechte Gedanke, alles was die Beweglichkeit des Körpers und die Freiheit der Seele blockiert, abfließen kann. Schmutz, der aus allen Poren dringt", lachte sie und sank auf seinen Schoß.

Kleine Schweißperlen zierten Etiennes Gesicht. Mit spitzen Finger strich die Wallonin über die roten Wangen, verwischte die einzelnen Tropfen und malte Kreise auf seine Haut, bis er sich über ihre Schulter beugte.

Ein tiefes Schnurren drang aus Silvanas Kehle, während ihre Rechte über seinen Oberschenkel streichelte und sie sich gegen ihn lehnte. Genussvoll schloss sie die Augen. "Sei vorsichtig, was du mit deinen Küssen von meiner Haut auf deine Lippen aufnimmst. So manch lustvoller Gedanke mag darin verborgen liegen", gurrte sie leise.
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Talya

Re:Privaträume der Schmiede in Nuru
« Antwort #224 am: Mo., 28. Nov 2005, 14:32 »

Etienne hielt inne und strich dann sanft über die Taille der Amazone.

"Lustvolle Gedanken also?"
Seuselte er ihr ins Ohr.
"Dann sollte ich sie wohl nicht weiter von deiner Haut küssen. Will ich doch, dass du jeden einzelnen behälst und auslebst."
Vorsichtig strich der Sänger eine dunkelblaue Haarsträhne hinter Silvanas Ohr und liebkoste sanft ihr Ohrläppchen.
Etiennes Atemzüge wurden tiefer und immer wieder stieß der trainierte Oberkörper an den Körper der Schmiedin.

"Wie sehr ich dich begehre.." Sprach der Dunkelhaarige als seine Hand langsam Silvanas Körper hinabfuhr und sich ihren Weg durch die Stofflagen, die den Amazonenkörper verhüllten bahnte.
Beinahe kühl konnte Silvana Etiennes feingliedrige Hand auf ihrem Oberschenkel spüren, während Etienne nun doch wieder damit begann, die feuchtglänzende Haut der Amazone zu küssen.

Plötzlich durchdrang ein Zischen - wie wenn Flüssigkeit auf einen heißen Stein tropft - durch den Raum und die Luft wurde noch vernebelter. Zeitgleich stieg ein süßlich-herber Duft von Honig und Rosenholz auf und weckte in Etienne ein immer stärker werdendes Verlangen. Seine Linke strich weiterhin Silvanas Obeschenkel, während die Rechte ihren Körper aufwärts erkundete.
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