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   Autor  Thema: [Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze (Gelesen 2196 mal)
Caya Eibenstein

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #45 am: Mi., 29. Apr 2020, 21:45 »

Erst nachdem die beiden Reiter Nuru schon ein ganzes Stück hinter sich gelassen hatten, merkte Caya wie müde sie eigentlich war. Als Bäckerin ging sie früh zu Bett und so war sie vermutlich etwas müder, als ihr Begleiter. Hoffentlich war dieses Dorf nicht allzu weit entfernt von Nuru... In diese Richtung war sie bisher noch nie geritten.

Sie lehnte sich leicht zurück und schloss kurz die Augen. Als sie sie langsam wieder öffnete, sah sie die strahlenden Sterne über sich. Wie schön sie glitzerten. Immer wieder wurden sie heller und dunkler...ihre Fantasie ließ mehrere Sternenbilder entstehen und sie musste lächeln. Sollte sie Merdarion fragen, wann sie ankommen würden? Hmm...lieber nicht...Caya erinnerte sich an seinen Gesichtsausdruck, als Chiamara vorgeschlagen hatte, dass sie mitkommen sollte... Jetzt wollte sie auch zeigen, dass sie auch eine längere Reise durchhalten konnte! Und wenn sie die ganze Nacht hindurch reiten würden!

Wieder merkte die Bäckerin, wie ihre Augenglieder diese angenehme Schwere bekamen. Bevor sich die Augen wieder schließen wollten, sah sie in der Ferne endlich vereinzelt Lichter! Sie hörte, wie Merdarion etwas sagte, verstand es aber nicht genau. Vermutlich hat er gesagt, dass sie gleich da sein würden…Sie sah, wie ein kleiner, dunkler Schatten an ihnen vorbeiflog und wieder aus ihrem Sichtfeld verschwand. Nanu? War da ein Vogel noch so spät unterwegs? Oder besser so früh…?

Caya atmete tief durch und dachte: Naja egal…Endlich waren sie da...das wurde aber auch Zeit! Die letzten Meter hältst du noch durch!

Sie näherten sich den Lichtern und sie erkannte die ersten Häuser.

"Gut, dass wir endlich da sind! So langsam wurde ich ein wenig müde..."

Als Merdarion kurz darauf mitteilte, dass sie das Dorf nur passieren würden, da sie ihr Ziel noch nicht erreicht hatten, traf sie innerlich ein Schlag. "Was? Noch weiter? Oh Mann..." Sie biss die Zähne zusammen und versuchte sich im Sattel wieder gerade aufzurichten.

"Achso! Na dann...gehts wohl weiter..."


Sie atmete tief die kühle Nachtluft ein und versuchte sich durch leichte Bewegung ihrer Füße wach zu halten. Vielleicht würde das ja helfen… Doch wieder übermannte die Müdigkeit sie und zwar schneller, als sie gehofft hatte. Caya nahm war, dass sich die Bäume um sie herum nun immer weiter mehrten und der Himmel begann langsam heller zu werden. Es fing bereits an zu Dämmern! Kein Wunder, dass sie so tot müde war! Sie gähnte und hoffte, dass Merdarion es nicht gehört hatte. Doch bei der Stille war es eigentlich schwer es zu überhören. Warum war es eigentlich so still geworden? Hatte sie nicht gerade eben noch ein Vogel einen ersten Morgengruß zwitschern hören? Erstaunt schaute sie sich um. Es war auch plötzlich wieder viel dunkler geworden…sie konnte kaum noch etwas sehen…wie konnte das denn sein? Bäume verschluckten doch das Licht nicht gänzlich!

Caya bekam ein unwohles Gefühl… dazu hatte sie den Eindruck beobachtet zu werden und jeder Schritt der Pferde schien ihr viel zu laut vorzukommen… Nicht einmal das Rascheln von Blättern in den Bäumen war zu hören! Ohje! War das etwa der Schlafmangel! Fing sie nun an zu spinnen?

Die junge Reitern schaute in den Himmel und sah nichts…keine Sterne…Gänsehaut überzog Cayas Körper und die Müdigkeit war wie weggeblasen! Ihre Instinkte sagten ihr, dass da etwas nicht stimmte und die Tatsache, dass es mit jedem Schritt dunkler war, ließ sie immer unruhiger werden. Das Gefühl von jemandem oder etwas beobachtet zu werden, was man selber nicht sah, war sehr unangenehm!

Sie schaute zu Merdarion, den sie nur als Schatten vor ihr wahrnahm und wollte ihn gerade fragen, ob sie nicht vielleicht etwas Licht herbeirufen sollte, da ließ der Mienenbesitzer sein Pferd halten. Caya lenkte ihr Pferd neben seines und schaute ihn fragend an.

Gerade wollte sie wieder fragen, da konnte sie seinen Finger sehen, der auf seinen Lippen lag. Sie sollte still sein. Caya und Aswad erstarrten. Langsam und unhörbar strich sie ihn beruhigend über das Fell. Vermutlich mehr, um sich selber zu beruhigen…

Merdarion stieg vom Pferd ab und fragte: „Wo?“

Caya war irritiert. Mit wem redete er denn da?

Sie ließ sich ebenfalls möglichst leise von Aswads Rücken hinabgleiten und ging zu Merdarion. Dieser gab ihr mit einer Kopfbewegung ein Zeichen, den Weg zu verlassen. Hatte er etwa auch etwas gesehen? Das ungute Gefühl steigerte sich. Wenn sogar Merdarion sich vorsah, dann musste sie es erst recht!

Sie führte Aswad leise hinter Merdarion und den beiden anderen Pferden hinterher ins Unterholz. Caya hörte das Geräusch von Metall und konnte nur erahnen, dass Merdarion sein Schwert gezogen hatte! Hilflos schaute sie sich in alle Richtungen um, da hörte sie plötzlich ein leises knacken neben sich und sah wie eine Gestalt auf sie zu schwankte. Caya sog scharf die Luft ein und wollte gerade Merdarion alarmieren, als sie Chiamaras Stimmte hörte. Chiamara? Woher?

„Riesig doppelt so groß wie wir!“

Was, wer? Doppelt so groß? Etwa der unheimliche Beobachter? Ihr Herzschlag wurde immer schneller. Wieder schaute sie sich ängstlich um, bereit zur Not einen Sonnenstrahl durch die Finsternis zu schicken…doch vermutlich würde sie das Wesen nicht mal rechtzeitig erkennen in dieser Finsternis!


« Letzte Änderung: Do., 30. Apr 2020, 09:55 von Caya Eibenstein »
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Secundus M Hora

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #46 am: Sa., 02. Mai 2020, 19:39 »

Runde V



Im schwarzen Turm - Taros


Myriel mochte keine Drow sein und sie war nicht inmitten der Intrigenspiele Taros’ aufgewachsen. Anethe konnte trotzdem nicht abschätzen, ob sie die Hohepriesterin mit ihrer Identität überrascht hatte. Die Frau war gut und nicht weniger hatte die Dunkelelfe von einer Frau erwartet, die sie während des bevorstehenden Kampfes auf ihrer Seite wissen wollte. Von einer ausländischen Magierin, die eine der wichtigsten Positionen des dunklen Landes seit Jahren hielt. Dass man seit einiger Zeit so wenig von Myriel gehört hatte, hatte die Erzmagierin in ihrer Achtung nur noch weiter steigen lassen. Nur kluge Leute verstanden, wie wertvoll es sein konnte ruhig abzuwarten und die Fäden ungesehen hinter den Kulissen zu ziehen.

„Sehr gern, wir sehen uns heute Abend“, nahm sie das Angebot in der Kutsche mitzureisen an und neigte ihren Kopf leicht. „Ich werde die Fahrt genießen“, fügte sie mit einem Zwinkern in Sâmuls Richtung hinzu.

~~~


Offensichtlich hatte auch Anethe die Zeit seit ihrem Gespräch genutzt, um sich frisch zu machen. Auch das Kleid, das sie jetzt trug, war ganz in schwarz gehalten. Doch was man unter ihrem Reisemantel davon sehen konnte, deutete auf äußerst kunstfertige Verarbeitung und teure, fließende Stoffe hin. Schwarze Perlen, mit denen das Kleidungsstück besetzt war, verbreiteten ihren dunklen Glanz. Mit ihren kunstvoll geflochtenen Haaren sah die hohe Priesterin beinahe adrett aus.

Ohne sich darum zu kümmern, dass vor der schweren Kutsche aus dem schwarzen Holz der Todesbuchen nur ein Haufen Knochen lag, reichte sie Sâmul eine behandschuhte Hand, um sich beim Einsteigen helfen zu lassen. Es bedurfte nur einer beiläufigen Handbewegung Myriels, um aus den Gebeinen einen Kutscher in einem zerfetzten Umhang und zwei fertig angeschirrte Zugtiere entstehen zu lassen. Der Statur nach, musste es sich bei dem knöchernen Diener, der der Druidin stumm seine Hilfe beim Einsteigen anbot, um einen Ork. Die Tiere hatten Hörner, die an die von Ochsen erinnerten, waren aber viel schlanker gebaut – eher wie Warmblutpferde.



Auf dem Weg nach N’Xar’Ruul


„Ihr versteht es stilvoll zu reisen“, bemerkte Anethe während die Stalltore des schwarzen Turms die Kutsche unter Hufgeklapper ausspuckten und öffnete die Vorhänge aus schwarzem Samt ein wenig. Im Vorrüberfahren machte sie eine Geste in Richtung eines seltsamen Steinhaufens direkt vor den Mauern des Turms und Myriel konnte spüren, dass sie Nekromantie wirkte. In die vermeintlichen Steine kam Bewegung und sie setzten sich zu einem fast ein Dutzend Schritt langen Ohrwurm zusammen. „Es ist wohl besser, wenn ich mein eigenes Transportmittel nicht hier liegen lasse", erklärte sie und das Untote Rieseninsekt begann wie ein treuer Hund hinter der Kutsche herzufahren.

Die Straßen durch die kleine Stadt waren staubig und über ihnen flirrte die Hitze. Doch schon bald würde sich die Sonne endgültig hinter dem Horizont verkriechen und mit der Dunkelheit würde sich Grabeskälte über das Land senken. Taros war immer ein feindseliger Landstrich und darum waren Behausungen oberhalb der Erde selten. Diese Stadt stellte eine Ausnahme dar. Côr zu Ehren setzten sich ihre Bewohner und Besucher den unbarmherzigen Elementen aus. Doch das hatte seinen Preis und abgesehen vom zentralen Heiligtum wirkte jedes Gebäude hier armselig und schäbig. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sprengten Risse in die Fassaden und roter Staub bedeckte die flachen Dächer.

Zur Dämmerung, wenn sich die Schrecken des Tages und der Nacht etwa die Waage hielten, war die Stadt besonders belebt. Man sah Schwarzorks und Dunkelelfen in staubigen Roben. Doch alle machten respektvoll Platz, sobald sie der schwarzen Kutsche gewahr wurden. Die abgerissenen Wächter am Stadttor öffneten das Stadttor so rechtzeitig, dass die skelettösen Zugtiere ihren Schritt nicht einmal verlangsamen mussten. Schon bald wirbelten ihre Hufe und die eisenbeschlagenen Kutschräder den roten Sand einer endlosen Ebene auf. Weit im Norden griffen die Bäume des Geisterwaldes wie die knöchernen Hände der Toten nach den staubverhüllten Sternen.

Auch nachdem die Dunkelheit der Nacht das letzte Dämmerlicht erstickt hatte, zügelte der untote Kutscher das Gespann nicht. Unbeirrt und unbeirrbar wich er gezackten Felsen, die sich wie geborstene Klingen und Knochen aus dem trockenen Fleisch der Erde bohrten, aus.

„Unser Herr hat den ersten seiner Wölfe und seine gesamte Blutlinie auslöschen lassen, um den Tod seiner Tochter zu rächen. Er hat eine seiner wertvollen Jagden geofert und eine zweite, um sie zurückzuholen. Doch all das reicht ihr nicht. Sie glaubt nicht, dass Akelah ohne Helfer gegen sie hätte siegen können. Sie sucht nach Antworten und stellt Fragen, auf die nach Jahrhunderten kaum noch welche zu finden sind. Dennoch stellt sie ein Risiko dar. Zumal sie sich ihre Wesenszüge, die ihre schon damals mehr Feinde eingebracht haben, als gut für sie waren, erhalten hat.“ Die Stimme Anethes klang ruhig und scheinbar unbeteiligt.

~~~


Schreie, die so hoch waren, dass nur die wölfischen Ohren Amaroks sie vernehmen konnten, durchrissen über das Rattern der Kutschräder hinweg die Stille der Nacht. Dann folgte das Rauschen von dutzenden ledernen Schwingen. „Wir nähern uns meiner Heimat“, bemerkte die Drow, als sie den Schwarm durch den Spalt zwischen den Vorhängen erspähte. Die Kreaturen näherten sich der Kutsche, doch es gab keinen Weg für sie einzudringen. Der Kutscher und die Zugtiere hatten keinen Fetzen Fleisch auf den Rippen. Mit einem vielstimmigen frustrierten Kreischen wandten sich die Wesen dem großen Insekt zu woraufhin Anethe mit ihrer schmalen Hand gestikulierte. Blitzschnell bog sich der zangenbewehrte Hinterleib des Ohrwurms nach oben und die Greifwerkzeuge ergriffen ein Tier aus dem Schwarm ihm Flug. Die übrigen Kreaturen hatten wohl eingesehen, dass es hier nichts zu holen gab und schwirrten davon.

Auf der Strasse nach Wolfingen


Chiamara flog zurück zu Merdarion und Caya, um die beiden vor dem sich nähernden Wesen zu warnen, nachdem sie sich zurück verwandelt hatte. Merdarion reagierte überlegt, führte die Pferde einige Meter ins Unterholz und zog dann sein Schwert. Auch Caya machte sich dafür bereit einen Zauber zu wirken, falls es nötig werden sollte. Und dann warteten sie.

Zuerst hörten sie nichts, außer der unheimlichen Stille, in der kein Rascheln oder Tiergeräusche auszumachen waren. Doch dann hörte man Schritte, sie klangen dumpf und stampfend, als ob sie von einem schweren Wesen stammten das lange Schritte machen konnte. Gleichzeitig ertönte ein Rascheln und Knistern, als ob Zweige aneinander rieben, sich verbogen und hin und wieder auch brachen. Noch immer war es zu dunkel um wirklich viel erkennen zu können, doch die Gestalt die Chiamara als Fledermaus ausgemacht hatte schien die Strasse zu benutzen und so konnten sie zumindest schemenhafte Umrisse erkennen. Sie war groß, so groß wie ein einstöckiges Haus. Die Beine waren so dick wie alte Baumstämme, die Arme nicht viel dünner. Sie wirkten von den Proportionen her im Verhältnis zum Rumpf kurz, und auch der Kopf schien eine merkwürdige Form zu haben. Die Augen glühten gelblich wie die einer Eule in der Dunkelheit, und als das Wesen auf der Höhe der drei Gefährten angekommen war blieb es stehen, fast als ob es sie irgendwie gewittert hätte. Sie konnten erkennen, das es mit einem Knarzen den Kopf in ihre Richtung drehte, als ob es  versuchte sie mit seinem Blick zu erfassen.


Im alten Wald


Der graue Lykaner hörte erst auf zu knurren als sich Xiyrens Kralle unsanft auf seinen Leib drückte. Gegen die Drachin hatte er keine Chance, solange er am Boden festgehalten wurde, das schien ihm klar zu sein. Mit einem Funkeln in den Augen sah er Phelan an.

Du hast mich nicht besiegt. Du wirst es noch bereuen wenn Du es nicht jetzt beendest, Abtrünniger. Die wilde Jagd wird Dich finden und in Stücke reißen.

prophezeite er in einem grimmigen Tonfall, in der Annahme das es sich bei Phelan um einen der freien Wölfe handelte.

Die Frau die zu ihnen gezerrt wurde, hörte nicht auf zu schreien, bis ihr der braune Lykantroph eine Pranke vor den Mund schob und diesen so verschloss. Erst dann resignierte sie und hörte Xiyren und Phelan zu. Ihre Augen weiteten sich, als sie die Stimme des Drachen vernahm, die sie zuvor schon in ihrem Kopf gehört hatte, auch wenn sie da deutlich fließender und melodischer gewesen war. Sie zitterte im Griff des Lykantrophen, und als dieser der Meinung war, das sie nicht gleich wieder losbrüllen würde, nahm er die Pranke von ihren Lippen.

Ja, ich komme aus Wolfingen. Nein, ich bin nicht verletzt, nicht bis auf ein paar blaue Flecken glaube ich. Sie haben mich nicht gebissen, noch nicht. Ich bin weggerannt als sie mich verwandeln wollten bei der Zeremonie, und Joshka und Leo haben mich verfolgt. Ich will kein Werwolf werden, ich will nicht, ihr seid ja alle verrückt geworden, lass mich looos...

schon fing sie wieder an im Griff den Braunen zu zappeln, der seine Mühe hatte sie festzuhalten ohne ihr ernsthaft weh zu tun und gleichzeitig Phelans Fragen zu beantworten.

Jetzt halt endlich still Margret, sonst tust Du Dir noch selbst weh.

Er drehte den Kopf zu Phelan und sah ihn halb verzweifelt an.

Darf ich sie loslassen? Ich gehöre zum Rudel von Conrad. Ich weiß nicht genau wie viele wir sind, wir werden jeden Tag mehr. Dreißig oder vierzig vielleicht? Du willst das ich mit meinem Rudel breche? Wie soll ich das machen? Ich bin an Conrad gebunden, er ist mein Alpha.

Man konnte hören das er dem Befehl gern Folge geleistet hätte, aber nicht wusste wie.

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Myriel

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #47 am: Di., 05. Mai 2020, 20:01 »

Myriels Mundwinkel zuckten kurz, als Sâmul den Vergleich zwischen der Hohepriesterin und einem stillen See zog. Der Gedankengang war ihr nicht fremd, und er bezeugte das hinter der Maske des scheinbar Verrückten ein wacher Geist wohnte. Was sich ein weiteres Mal bestätigte, als er ein Stück Stoff nahm um die Klinge aus dem Regal einzupacken.

Das werden wir Sâmul.

bestätigte Myriel seine Feststellung das sie noch über die Klinge sprechen würden. Bis zu ihrer Abreise am Abend blieb noch genug Zeit damit der junge Mann sie aufsuchen konnte. Während er die Waffe verstaute, hielt Myriel Amarok auffordernd die Hand hin.

Lasst mich einmal sehen.

forderte sie ihn auf, nachdem er kund getan hatte das das Gegengift wohl nicht ausreichend gewesen war. Die Wunde selbst war klein, kaum mehr als ein Insektenstich, und doch waren die Auswirkungen deutlich zu sehen. Ein schwarzer Fleck hatte sich darum gebildet, den ein  dunkelrotes Geäst durchzog. Die Schwarzmagierin nickte.

Ich denke ich kann ein Gegengift dazu brauen. Aber es wird eine Weile dauern.

sagte sie, bevor sich die Tür öffnete. Dem irritieren Blick der Dienerin, die eintrat und von Sâmul Anweisungen bekam, begegnete Myriel mit einem Nicken.

Gewiss Herr, ich werde mich gleich darum kümmern.

erwiderte die Drow unterwürfig und eilte dann den Herren voraus um ihnen jeweils ein Zimmer zuzuweisen.

~ ~ ~


Eine Weile später hatte Myriel in ihren Gemächern einige gläserne Behälter aufgebaut. In einem lagen einige grüne Blätter auf die sie eine heiße, durchsichtige Flüssigkeit goss. Sofort erfüllte ein frischer Geruch den Raum, der sich veränderte als sie einen Löffel voll eines roten Pulvers hinzu gab. Es folgten ein paar vertrocknete Beeren, etwas das an Mehl erinnerte, aber einen völlig anderen Geruch hatte und etliche weitere Zutaten, bis eine bunte Mischung in der sich langsam gelblich färbenden Flüssigkeit schwamm. Myriel schloss den letzten Tiegel, den sie benutzt hatte. Nun musste das Ganze über Nacht ziehen, bis sie das entstandene Gegengift abgießen konnte.

~ ~ ~


Anethes abendlicher Auftritt war sehenswert. Wie selbstverständlich setzte sie voraus das Sâmul den Gentleman spielen und ihr in die Kutsche helfen würde. Myriel unterdrückte ein Schmunzeln und wirkte stattdessen einen Nekromantiezauber, der Zugtiere und Kutscher wiedererweckte. Ihr Zauber sorgte dafür das das Skelett ihr die Hand beim Einsteigen bot, welche sie zu Hilfe nahm um in die Kutsche zu klettern. Sie nahm neben Darius und gegenüber von Sâmul Platz, so das die Drow möglichst weit von ihr entfernt saß. Das kleine hölzerne Kistchen, das das Gegengift für Darius enthielt, hatte sie zuvor schon sicher mit ihrem Gepäck verstauen lassen. Es war mit Holzspänen ausgepolstert, damit das Gefäß die Fahrt gut überstand.

Die Reise verlief ohne größere Zwischenfälle, wenn man von dem außergewöhnlichen Reittier, das der Kutsche folgte, einmal absah, und nach einer Weile begann die Hohepriesterin ein Gespräch. Myriel schwieg einen kurzen Moment, bevor sie antwortete:

Sie ist machtsüchtig und will zu viel. Vielleicht findet sich eine Möglichkeit das auszunutzen. Dennoch ist äußerste Vorsicht geboten, denn wie Ihr schon sagtet: er hat zwei seiner Jagden für sie geopfert ohne mit der Wimper zu zucken. Glaubt Ihr er würde seine Priesterschaft verschonen?
« Letzte Änderung: Fr., 08. Mai 2020, 09:46 von Myriel »
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Amarok

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #48 am: Mi., 06. Mai 2020, 09:22 »

Amarok gab nur ein tiefes Brummen als Kommentar zu dem was zwischen Sâmul und der Drowpriesterin vor sich ging. Auf diesen Tanz wollte er sich sicher nicht einlassen, auch wenn er dem seltsamen Mann alles Glück dabei wünschte einen Nutzen daraus zu ziehen.

Dafür streckte er Myriel bereitwillig einen Arm hin, als sie ihn dazu aufforderte, denn das Gift in seinen Adern war wirklich lästig... und schmerzhaft.

"Habt Dank, Meisterin.",  beantwortete er ihre Feststellung mit einem Zucken seiner Ohren. Immerhin hatte er eine Aussicht auf Heilung ohne gleich zum Hohenturm reisen zu müssen. Im Nachhinein hätte er mehr Gegengifte mitbringen sollen. Aber hatte Sirnartak es so schön ausgerdrückt? Er würde seinem eigenen Fähigkeiten nicht vertrauen, wenn er sich zu sehr auf die Künste der Naka Duskeal verließ.

---

Auf seinem eigenen Zimmer wies er die Dienerin an ihn allein zu lassen und wusch sich dann das Blut aus seinem Fell. Er starrte einige Momente auf seine Klauen. Er hatte diese Form gewählt, um einen Moment von Bedeutung und Freude zu würdigen. Doch auch diese Freude war vergangen. Die Freien waren fort. Serafina war fort, weit im Norden mit ihrem Welpen. Dort war sie wohl sicherer als in Dragonia.

Er sah sich um. Wer konnte schon von sich behaupten ein zweites Mal diesen Turm besuchen zu können und ihn wieder lebend und unter eigenem Willen zu verlassen? Er atmete mehrmals tief ein und aus um die Anspannung aus seinem Körper zu verbannen, doch es wollte ihm nicht so recht gelingen. Dieser Ort behagte ihm nicht, nicht nur weil er seine Sinne mit Absicht blendete. Irator und Darius waren sich dennoch einig, dass dies - einer - der richtigen Wege war. Einmalig und wohl unnachahmlich. Vielleicht hätte er zuvor mit Sirnartak reden sollen, um mehr über diese Lande zu lernen. Nun hatte er einzig Myriel als Sicherheit und die Dunkelheit in ihrem Inneren, vor der ihn selbst Danglathas gewarnt hatte unter einem verborgenen Mantel der Zuneigung.

Seine Lefzen verzogen sich zu einem lautlosen Wolfslachen. Trotz allem fühlte er sich gerade jetzt, im Herzen der Gefahr, unglaublich lebendig.

---

Das Gefährt der Wahl war eine Kutsche aus dem dunkelsten Holz dass er jemals gesehen hatte. Mit einem Wink ihrer Hand bewies die Erzmagierin ihre Meisterschaft, indem sie Kutscher und Zugtiere wiederauferstehen ließ und mühsam widerstand Irator dem Drang den Vorgang nicht genauer zu beobachten. Nun war keine Zeit für Unterricht und Experimente, auch wenn ihn die gehörnte Pferde doch interessierten. Ob Myriel diese Hörner als Zierde angebracht hatte? Oder gab es diese Rasse in Taros?

Sâmul geleitete die Hohepriesterin hinein, bevor er selbst einstieg und sich gegenüber den Beiden niederließ. Er wollte ganz bestimmt nicht neben der Drow sitzen. Ein Nadelstich hatte ihm eigentlich gereicht. Die Fahr selbst war jedoch ein ganz Neues Erlebnis und er zog den Vorhang ein klein wenig beiseite, damit er mehr von der umgebenden Siedlung sehen konnte, welche er beim letzten Mal schon beobachten konnte. Von den Bewohner konnt er nur kurze Blicke erhaschen, ebenso von den Häusern, doch alles sah schäbig aus und die Bewohner schienen ebenso zerfallen zu sein wie die Gebäude selber.

---

Auf dem Weg gabelten sie noch ein untotes Konstrukt auf. Das Ding war riesig, ein Insekt welches zu enormer Größe aufgedunsen schien und doch wusste er aus Erfahrung, dass Taros noch ganz andere Wesen bereit hielt, welche wesentlich gefährlicher waren... je nachdem wieviel Magie die Drow bereit war in ihren Diener zu legen.

Er zögerte sich in an dem Gespräch zwischen Myriel und der Drow einzumischen, doch war das was er sagen wollte vielleicht von Vorteil für seine eigene Deckung, als bemerkt wurde, dass Côr ohne Zögern zwei seiner Jagden für seine Tochter geopfert hatte. Worte die von diesem selbst stammten.

"Côr ist ein Gott. Er tut was immer ihm beliebt."

Dass er dies kaum positiv meinte war der Tonfall nicht anzumerken. Nur wer ihn kannte mochte durchschauen, dass seine gesenkten Augen und seine Haltung nicht bedeuteten, dass er den Dunklen verehrte. 

---

Da er eigentlich nichts weiter zu sagen hatte und auch keinen Wunsch danach verspürte, blieb er stumm, auch in Gedanken, bis seine Ohren umher zuckten, als er ein hohes Kreischen vernahm. "Wir bekommen Besuch" , grollte er warnend. Die Biester außerhalb der Kutsche waren neu für ihn, doch schienen der Schwarm auf dieser Jagd kein Glück zu haben. Die Untoten boten keine Nahrung außer blanken Knochen, in denen das Mark gewiss schon lange vertrocknet war. Sie wurden von dem riesigen Ohrwurm vertrieben und stoben kreischend in die Dunkelheit davon, durch welche die Kutsche in hohem Tempo weiterfuhr und immer wieder Hindernissen auswich. Vielleicht würde er nur eine Gelegenheit bekommen eine der unterirdischen Siedlungen der Drow mit eigenen Augen zu sehen.

-3 LP
« Letzte Änderung: Fr., 08. Mai 2020, 14:37 von Darius »
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Caya Eibenstein

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #49 am: Mi., 06. Mai 2020, 10:46 »

Caya hörte die Schritte dieses gigantischen Wesens und sah schließlich zwei glühende Augen in ihre Richtung schauen. Sie legte beruhigend die Hand auf Aswards Hals, war jedoch innerlich alles andere als ruhig. Bei dem Gedanken an das Ding lief es ihr kalt den Rücken hinunter...

Leise stammelte sie mehr, als dass sie redete in Richung Merdarion und Chiamara:

"Wa..Was ist das für ein Monster? Da...Darf ich Licht machen, es schaut doch schon in unsere Richtung... Ich mag die...diese Finternis nicht..."

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Chiamara

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #50 am: Mi., 06. Mai 2020, 11:29 »

So langsam hatte sich Chiamara schon wieder in ihrem Körper eingefunden und harrte der Dinge. Sie war Merdarion ins Unterholz gefolgt, wie auch die Bäckerin.
Insgeheim hatte sie gehofft, dass dieses riesige Wesen an ihnen vorbeilaufen würde, aber dem war wohl nicht so.

Nachdem sich die Schritte unüberhörbar näherten, Geäst der umliegenden Bäume knackten, blieb keine Zeit mehr für eine große Flucht. Sie müssten sich dem Wesen stellen, welches auch gerade auf ihrer Höhe stehen geblieben war.
Wie die Müllerin es schon als Fledermaus gespürt hatte, war dieses Ding riesig. Insgeheim hörte sie schon ihre Knochen brechen, wenn es sie in die Finger bekommen würde.

Caya hatte Angst, die sie leise mit brechende Stimme äußerte. Dabei versuchte sie ihren Hengst zu beruhigen. Dies war bei ihrem Gildenbruder und ihr nicht nötig, dass sie beide gut ausgebildete Streitrosse hatten.

Chiamara wusste nicht, ob es diese kleine Reisegruppe eher roch als sah. Der Kopf drehte sich in ihre Richtung, leuchtenden Augen waren zu sehen.
Und die Kriegerin gab dem blonden Mädchen ein kurzes Zeichen, dass diese tatsächlich etwas Licht ins Dunkel brachte.
“Nicht zu hell“, raunte sie leise zurück.

Wie würde es reagieren? Sollte sie noch etwas Beruhigendes sagen, es begrüßen? Die gebürtige Ostländerin blickte zu Merdarion.

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Merdarion Ni Hawk

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #51 am: Mi., 06. Mai 2020, 12:31 »

Vielleicht war es eines der Pferde gewese, welches ein Geräusch gemacht hatte, oder das riesige Wesen hatte sie gerochen. Zumindest blieb es genau auf ihrer Höhe stehen und drehte langsam den Kopf, soviel konnte der Minenbesitzer gerade noch an den Konturen erkennen. Verdammt.... spätestens mit Cayas Flüstern waren sie aufgeflogen. Das Wesen bewegte sich nachts, konnte also entweder besonders gut in der Dunkelheit sehen, oder aber hier konnte ihm nichts etwas anhaben... An die Dunkelheit gewöhnte Augen waren leicht zu blenden. Den Gedanken schien auch Chiamara zu haben.

Sicher wäre es freundlicher gewesen das Schwert wegzustecken, doch dafür war die Situation zu gefährlich. Die Klingenspitze zum Boden zeigend erhob sich Merdarion langsam und machte einen langsamen Schritt nach vorne. Bis aufs Äußerte angespannt erwartete der Minenbesitzer die magische Lichtkugel, doch sie blieb aus. Jetzt nach hinten zu sehen konnte den Tod bedeuten, daher ging er langsam in die Knie legte den Schild ab und griff in seinen Rucksack. Als sich seine Hand wieder öffnerte kam ein schwach leuchtender Stein zum Vorschein, in dessen Licht erkannten sie.... irgend eine Art Baumwesen. Innerlich atmete Merdarion auf, kein Troll, Oger oder Riese.

Langsam nickte der Minenbesitzer dem Wesen zu, bisher war er noch keinem dieser Art begegnet. "Wir wollen dir nichts Böses." versuchte er sich verständlich zu machen. "Wir sind nur auf der Durchreise." Ungeachtet seines ruhigen und höflichen Tonfalls, den er auch gerne bei Geschäftlichem anschlug, war der Körper des ehemaligen Soldaten gespannt und war bereit im Notfall sofort auf Distanz zu gehen und das Schwert emporzureißen.
« Letzte Änderung: Do., 07. Mai 2020, 08:27 von Merdarion Ni Hawk »
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Chiamara

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #52 am: Do., 07. Mai 2020, 08:47 »

Leider schaffte es Caya nicht ein Licht zu entfachen, wie sie es eigentlich vorgehabt hatte.
Die Kriegerin hob einfach die Schultern, da es nichts brachte jetzt in Panik auszubrechen.
Sie war schon drauf und dran ein Feuergeist hervor zu rufen, was in einem Wald nicht gerade ungefährlich war, als doch noch ein leichtes Licht erschien und die Szene und auch das Wesen vor der kleinen Gruppe etwas erhellte.

Da es nicht sehr hell wurde, konnte Chiamara nur erahnen, was dort vor ihr stand. Und doch war da etwas, vielleicht lag es an ihrer Fähigkeit, die sie seit dem Totenreich nutzen durfte, dass sie mehr spürte als sah…

“Groot?“ wisperte die hellhaarige Frau leise, auch wenn dieser hier um ein vielfaches größer war, als ihr plapperndes Wesen, welches sie in so einer Art Traum mitgenommen hatte. Schade, dass sie ihn nicht dabei hatte.

Obwohl sie dieses Wesen noch nie gesehen hatte, war sie sich sicher, dass es keins von Côr’s Geschöpfen war. Im Herzen war es sicher gut. mehr als sie von sich behaupten konnte.
Nun es wusste aber nicht, wer sie waren. Und es schien jedenfalls äußerlich dem Wald nicht ganz unähnlich. Also waren sie die Eindringlinge.
Insbesondere wenn man bedachte, dass hier vielleicht Werwölfe durch die Wälder streiften. Werwölfe, die so aussehen konnten, wie sie.
Und ihre Gefährten und sie verkrochen sich im Unterholz. Abseits des Weges, auf Ästen, auf Gras, vielleicht auch auf kleinen Pflanzen.

Zum Glück ging es Merdarion sehr vorsichtig an. Jetzt konnten sie nur hoffen und sich notfalls schnellstmöglich aus der Reichweite dieser Arme bringen.

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Caya Eibenstein

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #53 am: Do., 07. Mai 2020, 09:45 »

Caya konzentrierte sich auf den Lichtzauber, doch hatte sie immer wieder das Gefühl von allen Seiten beobachtet zu werden. War das da gerade ein Schatten? Ach nein! Da war nichts...oder? Wieder versuchte sie sich auf den Zauber zu konzentrieren, doch da merkte sie einen leichten Luftzug. Diesmal war da aber etwas! War dieses Wesen etwa nicht allein gekommen? Caya schaute schnell hinter sich, als sie dachte so etwas wie ein Atem in ihrem Nacken zu spüren...ach, das war Aswad...

Sie schüttelte den Kopf. Bitte lasst meinen Zauber klappen! Wieder konzentrierte sie sich und brach schließlich völlig entmutigt ab...

"Ich schaffe es nicht..."
  flüsterte sie gequält. Verdammt! Warum musste ihr das ausgerechnet jetzt passieren!

Ihr Atem ging immer schneller, bis es plötzlich etwas heller wurde. Merdarion hatte, er hatte sein Leuchtestein hervorgeholt! Sie erinnerte sich schwach daran, wie er davon berichtet hatte, als sie ihn in der Miene besucht hatte.

Ein weiteres Knacken ließ sie erzittern. Der Schreck brachte sie wieder zurück in die Gegenwart...Ihr Blick hob sich schlagartig und schaute nun auf einen großen, laufenden... Baum? Er hatte zwei Augen, eine Nase und einen Mund...sogar Haare hatte er. Sie schienen aus Gras oder Laub zu bestehen...

Caya atmete tief durch. Es war ein Geschöpf des Waldes, kein Unwesen...beruhig dich! Er wird sicher ganz friedlich sein...redete sie sich ein.

Die Druidin schaute dem Geschöpf in seine gelben Augen, kniete sich langsam auf den Waldboden, ohne Pflanzen dabei zu zerdrücken, und beugte ihren Oberkörper vor.

Nachdem Merdarion gesprochen hatte sagte Caya:

"Wir sind Freunde des Waldes und kommen, um zu helfen ihn von bösen Kreaturen zu befreien. Wir zogen uns hierher zurück, da wir befürchteten, auf sie zu stoßen!
Wir bitten euch um Verzeihung! Gewährt ihr uns Durchlass durch euer Reich?"


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Phelan

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #54 am: Do., 07. Mai 2020, 10:22 »

„Nein, ich habe dich nicht besiegt“, gab Phelan gelassen zu. „Und ich habe es nicht nötig dich zu töten, solange du geschwächt bist. Ich bin jeder Zeit bereit die Rangfolge zu klären. Bin ich ein Abtrünniger?“ Er war schon oft so genannt worden, aber in den letzten Jahren nicht mehr. Doch die Lage hatte sich einmal mehr geändert. „Nein, ich fühle mich nicht mehr an Shir Khan gebunden, seit er zuließ, dass ein Rudel am Wolfsfelsen starb. Die Rudelverbindung wurde gebrochen und hätte mir fast die Seele aus dem Leib gerissen. Ich habe meine Schuldigkeit gegenüber der Wilden Jagd getan und ich werde kein Schoßhund Pandeas sein.“

Nachdem das – zumindest aus Phelans Sicht – geklärt war, wandte er sich der verängstigten Frau zu. „Deine Verfolger kommen also auch aus dem Dorf? Es ist, wie ich befürchtet habe. Der Alte versucht seine Ränge zu füllen. Du hattest großes Glück davongekommen zu sein. Und du wirst nicht zu einem Werwolf werden. Nicht, wenn ich es verhindern kann. Aber wenn wir Wolfingen retten sollen“, er schloss ganz selbstverständlich die Drachin und womöglich auch die beiden anderen Lykaner mit ein, denn er brauchte gerade jede Hilfe, die er bekommen konnte, „müsst ihr mir vertrauen. Lauf nicht weg – du könntest mir ohnehin nicht entkommen, wenn ich dir Böses wollte – und höre dir an, was ich zu sagen habe.“ Erst nach diesem Ratschlag nickte er dem Braunen zu, und erlaubte ihm so Margret loszulassen.

„Es gibt zwei Möglichkeiten euch von der Bindung an Conrad zu befreien. Die erste setzt voraus, dass ihr das wollt.“ Bei diesen Worten beäugte er den grauen Lykan, bei der er sich nicht so sicher war. „Ich könnte versuchen die alte Bindung mit einer stärkeren zu überschreiben und sie so zu brechen. Aber das würde… unangenehm für euch werden. Nicht so schlimm wie die Verwandlung, aber dennoch alles andere als lustig. Der zweite Weg ist leichter für euch. Ich fordere Conrad heraus und besiege ihn. Wer ist Conrad? Stammt auch er aus dem Dorf? Jagd er gerne Menschen oder befolgt er nur Befehle?“ Phelan neigte dazu die zweite Möglichkeit zu wählen und gerade versuchte er sich zu entscheiden, ob Conrad den Rangkampf überleben sollte.

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Xiyren

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #55 am: So., 10. Mai 2020, 00:10 »

Die Edeldrachin hielt sich ein wenig zurück und hörte zu, während hauptsächlich Phelan mit den Naka Duskeal sprach.
Zeremonie? Was, wieso, wann? Kennt euch? Leo, Joschka? Warum jetzt besorgt, angreifen vorher?“, mischte sich Xiyren dann jedoch doch wieder ein um zu versuchen ihre Fragen den verschiedenen Naka Duskeal kundzutun. Als sie nach den Namen fragte, deutete sie mit der Schnauze auf die beiden Wölfe, deren Namen sie bisher nicht gewusst hatte. Sie hoffte, dass die anderen verstanden, dass sie fragen wollte, wer von den beiden jetzt wer war.
Als Phelan weiter erzählte wuchs das Fragezeichen auf Xiyrens Stirn, sodass selbst Naka Duskeal ihre Mimik als Stirnrunzeln interpretieren konnten. Die Jungdrachin hatte das Gefühl der Unterhaltung nicht komplett folgen zu können, da ihr dafür relevante grundlegende Informationen zu fehlen schienen. Das war kein angenehmes Gefühl.

~Eh… Phelan… Wovon reden sie und Ihr? Legen Wolf-Naka Duskeal so schnell so viele Eier, dass ihre Anzahl so schnell steigen kann? Shir Khan, Wilde Jagd, Pandea? Von all dem habe ich noch nie gehört…~, bisher hatte der dunkle Lykantroph geduldig ihre Fragen beantwortet und schien nicht genervt zu sein, von daher hatte die junge Silberdrachin beschlossen ihn einfach mit ihren Fragen zu überschütten. ~Und was bedeutet dieses ganze Gerede über Rudel und Rudelbindung? Es scheint als meint ihr kein normales Rudel wie bei Nicht-Naka Duskeal-Wölfen? Ich kann mir denken, dass es darum geht, dass sie nichts Böses tun müssen… aber wieso?~

Dass Phelan sie miteinzubeziehen schien bei der Rettung dieses Dorfes zu helfen, nahm Xiyren positiv zur Kenntnis. Generell war sie froh darüber je mehr Phelan mit den Naka Duskeal redete, desto weniger musste sie das tun. Sie könnte sich auch in ihre eigene Naka Duskeal-Form verwandeln… aber… … dann hätte keine Klaue mehr, um den Wolf festzunageln! Das lag bestimmt nicht daran, dass sie sich in ihrer Drachengestalt einfach sicherer und wohler fühlte!
Aber ein echtes Abenteuer lag in der Luft! So war ihre Begeisterung und Motivation den Leuten im Dorf, sie meinte den Namen Wolfingen vernommen zu haben, nicht nur reine Herzensgüte, sondern sie wollte auch für sich „Heldentaten“ vollbringen.


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Sâmul von Gor

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #56 am: So., 10. Mai 2020, 00:55 »

Sâmul gab der Drowdienerin mit einer Selbstverständlichkeit Anweisung, als wäre er der Majordomus in diesen Hallen. Dass die Dienerin kurz mit irritiertem Blick zögerte und seinen Auftrag erst bestätigte, nachdem sie das legitimierende Nicken der wahren Herrin dieser Gemächer registriert hatte, schien Sâmul offenbar nicht bemerkt zu haben – oder aber er ignorierte es sehr gekonnt.

Er schnappte sich seinen auf dem Boden liegenden Rucksack und ließ sich von der Dienerin zu dem ihm zugewiesenen Raum führen, wo er sich dann, nachdem die Dienerin sich zurückgezogen hatte, ein wenig frisch und zurecht machte, auch wenn dies eigentlich nicht wirklich nötig war. Als er damit fertig war, überprüfte er noch einmal seine Ausrüstung und verließ die Kammer mit der Waschschüssel wieder.

Zwar machte er sich nun wieder auf dem Weg zum Zimmer der blassen Frau zurück, aber eben nicht direkt. Der blonde Jüngling nutzte den Augenblick, um sich ein wenig in dem Turm umzusehen und sich treiben zu lassen. Man hätte es wohl auch spionieren nennen können, aber der Bursche öffnete keine Türen und betrat auch keine verschlossenen Räume, wenn jedoch Türen nicht verschlossen waren, riskierte er durchaus einen Blick oder auch zwei. Schließlich kam er dennoch an seinem Ziel an und sollte Myriel keine Diener vor der Tür zu ihren Gemächern postiert haben, würde der blonde Jüngling ohne anzuklopfen einfach hereinplatzen. Andernfalls würde er halt mit Ankündigung hereinplatzen.



❖ Interludium - Die zerbrochene Klinge ❖


»Oh, Giftmischerei und dunkles Hexenwerk. Genau das, was Sâmul hier erwartet hat. Eine wahrlich exzellente Freizeitbeschäftigungund so passend, wenn man bedenkt, an welchem Ort wir uns gerade aufhalten.«

Der blonde Jüngling grinste breit und es schien ihm nicht einmal im Traum in den Sinn zu kommen, dass er Myriel vielleicht bei einer wichtigen Tätigkeit störte. Er kam einige Schritte näher, wobei er von den Reagenzien in Myriels Glasbehältern nicht so ganz über den Weg trauen. Oder traute er ihren GIftmischerkenntnissen nicht? Oder wollte er nichts riskieren, eben weil er ihren Giftmischerkenntnissen durchaus so einiges zutraute?

»Du weißt natürlich, warum Sâmul hier ist.« Es war mehr eine Feststellung als eine Frage, deshalb machte er auch nur eine kurze, vermutlich nur rhetorisch gedachte, Pause und sprach dann direkt weiter: »Wie konnte ein solch unscheinbares Stück Metall bis in Sâmuls Geist eindringen, trotz aller Barrieren und HIndernisse? Was ist das Geheimnis dieses zerbrochenen Stücks? Sâmul möchte es wissen. Sâmul muss es wissen!.«



❖ Interludium - Die schwarze Priesterin ❖


Im fast grellen Kontrast zu Anethe, die in ihrem schwarzen Kleid, das man unter dem langen Reisemantel durchaus erkennen konnte, sicherlich auch zu ganz anderen Anlässen als nur einer schnöden Kutschfahrt eine eindrucksvolle Figur machte, trug Sâmul noch immer seine normale Reisekleidung. Im Vergleich zur Hohepriesterin wirkte er wahrscheinlich fast schin ein wenig schäbig, einfache Kleidung für einen einfache Mann.

Der blonde Jüngling zögerte nicht, als die Drow ihm ihre behandschuhte Hand reichte, ihr beim Einsteigen zu helfen und wirkte dabei für einen Augenblick fast wie der perfekte Galan, der seine holde Auserwählte gerade zu einem romantischen Sommernachtsball ausführte. Auch wenn Sâmul oft wie ein alberner Verrückter wirkte, er konnte sich offenbar durchaus gesellschaftlichen Konventionen unterordnen, wenn er es denn wollte und benahm sich gerade fast wie ein wohlerzogener Sohn aus bestem Hause.

Der Anblick der Hohepriesterin hatte für ein strahlendes Lächeln auf den Lippen des Jünglings gesorgt und schien sie mit verzückten, fast schon bewundernden Blicken anzusehen, ohne dass es jedoch unangenehm oder zudringlich wirkte. Er wirkte vom Anblick der Drow vollkommen verzaubert und seine blauen Augen schienen freudig zu funkeln, als er Anethe beim Einsteigen half und ihr dann ins Innere der Kutsche folgte. Aber nur ein Tölpel würde ein Buch einzig und allein nach seinem nett aussehenden Einband beurteilen.



❖ Auf dem Weg nach N'Xar'Ruul ❖


Im Gegensatz zu Myriel schien Sâmul kein Problem damit zu haben, der Drowhohepriesterin nah zu sein und so hatte er ohne zu Zögern direkt neben ihr in der Kutsche Platz genommen. Nach immer war das Lächeln nicht aus seinem Gesicht verschwunden, auch wenn er selbst kein Wort sprach, während sich die Kutsche polternd in Bewegung setzte. Mit freudig funkelnden Augen und einem Gesicht, das jede Minute seiner Existenz zu genießen schien, saß er da.

Nach einer Weile schloß er einfach seine Augen, doch an seiner Haltung, die sich die ganze Zeit nicht veränderte, konnte man sehr deutlich erkennen, dass Sâmul zu keiner Zeit entspannte oder gar eingeschlafen war. Als sich im Innern der Kutsche jedoch schließlich ein Gespäch entiwckelte, öffnete er seine Augen wieder und lauschte dem Austausch ohne eine erkennbare Gefühlsregung, auch das Lächeln war nun wieder aus seinem Gesicht vershcwunden.

»Im Zweifelsfall muss ein König, so er denn König bleiben und nicht untergehen will, auch bereit sein die treusten und loyalsten seiner Truppen für ein größeres Ziel zu opfern. Was wäre er sonst für ein König, wenn er sein eigenes Reich opfern würde, nur um ein paar Leben zu verschonen? Und wer, wenn nicht die treusten und loyalsten Truppen wären besser dafür geeignet, sich einem höheren Ziel zu opfern? Es ist der ultimative Dienst...«

Was außerhalb der Kutsche vor sich ging, schien den Blonden nicht sonderlich zu interessieren und so verschwendete er auch keinen Blick daran nach draußen zu schauen.

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Secundus M Hora

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #57 am: Mi., 20. Mai 2020, 09:07 »

Runde VI



Auf der Strasse nach Wolfingen


Die drei Kameraden beschlossen, dass es besser war ein wenig Licht zu machen, um ihr Gegenüber besser sehen zu können. Caya versuchte sich an einem schwachen Sonnenlichtzauber, doch dieser misslang kläglich. Vor ihnen auf der Strasse raschelte und knackte es, als das Wesen sich in die Richtung der blonden Bäckerin drehte. Hatte das Ding etwa die magische Energie gespürt, die wirkungslos verpufft war? Oder reagierte es einfach auf Cayas Bewegungen ?

Merdarion schaltete sofort als klar wurde, das der Zauber verpatzt war und holte langsam einen glühenden Stein aus seinem Rucksack. Nun wurde sichtbar, was dort vor ihnen auf der Strasse stand: Ein Wesen, das an einen Baum erinnerte, auch wenn es Arme, Beine, und ein Gesicht hatte. Seine Bewegungen wirkten fast träge als es erneut den Kopf drehte um Merdarion anzusehen. Es knarzte laut, als es sein Gewicht auf das andere Bein verlagerte, und knackte mehrfach als es den Mund öffnete, um dem Minenbesitzer zu antworten:

Hmmm, Hummm. Nur Reisende?

Die Stimme des Waldschrats war tief und kratzig, und klang irgendwie so als ob er sie seit sehr langer Zeit nicht mehr benutzt hatte. Als Caya sprach wandte sich der hölzern aussehende Kopf zurück zu ihr, dann senkte sich langsam ein Arm in ihre Richtung. Anstelle einer Hand wuchsen plötzlich Triebe aus dem Ende des Arms, die sich in die Richtung der Bäckerin bewegten und versuchten ihren Körper zu umschließen.

Humm, mhmm, kleines Wesen trägt Kraft der Sonne in sich.

Er schien Caya zu betrachten, wie man einen Schmetterling oder Vogel beobachtete, wenn man heraus finden wollte welcher Art er war. Dann griff der linke Arm des Waldschrates auf die gleiche Weise nach Chiamara, versuchte sie zu umfassen und auf seine Augenhöhe zu heben.

Hrmm, humm, humm, dieses hier war ein Tier des Waldes. Aber das sind die Anderen auch hrmm, humm. Kannst Du ein Wolf werden, kleines Ding? 

Einen langen Augenblick herrschte Stille, als würde der Walschrat nachdenken, was er nun tun sollte, oder auf das Lied des Waldes lauschen, denn er legte knarrend den Kopf ein wenig schief. Dann fragte er schnarrend:

Mhmm, hrm, hrm, Du bist kein Wolfskind, Eisenmann? Sie haben angefangen den Wald zu besudeln, ja, das haben sie, humm huuummm. Vollziehen Rituale um ihrer Göttin zu huldigen, humm. Doch dort, wo sie es tun, stirbt der Wald. Er schreit vor Schmerzen. Könnt Ihr es hören, ihr kleinen Wesen?



Im alten Wald


Du bist ein Mitglied der wilden Jagd? Dann bist Du nicht nur ein Abtrünniger, sondern ein Verräter! Wie kannst Du Dich unserer Göttin Pandea widersetzen?

kläffte der graue Lykaner und fing wieder an sich unter Xiyrens Klaue zu winden bis er eine Position fand in der er der Drachin kräftig in eine Klaue beißen konnte.

Margret hingegen nickte zu Phelans Frage ob ihre Verfolger auch aus dem Dorf gekommen waren, war aber dann augenscheinlich aber ganz von der weißen Drachin fasziniert, die ebenfalls das Wort an sie richtete.

Ja, ich kenne die beiden Wölfe. Dieser hier ist Joschka. Und der dort heißt Leo.

Sie deutete erst auf den braunen und dann auf den grauen Lykantrophen. Inzwischen schien sie sich halbwegs beruhigt zu haben, und Joschka ließ sie vorsichtig los ohne das sie einen erneuten Fluchtversuch unternahm.

Ich kenne sie beide schon seit meiner Kindheit, wir sind zusammen aufgewachsen. Doch seit sie sie sich freiwillig haben verwandeln lassen, erkenne ich sie kaum wieder. Sie tun einfach alles was dieser Conrad ihnen sagt, wie gehorsame Hündchen.

Sie hatte ein paar Schritte von Joshka weg in die Richtung von Xiyren gemacht, scheinbar hatte sie begriffen das die Drachin sie hatte schützen wollen und schien langsam Vertrauen zu ihr zu fassen. Der braune Lykantroph ließ plötzlich den Kopf hängen und machte keinen glücklichen Eindruck über Margrets Verhalten. Ja, sie hatte Recht mit dem was sie sagte, aber er hatte doch keine Wahl gehabt, Conrad war sein Alpha, der Anführer seines Rudels, und Joshka musste das tun, was dieser ihm befahl. So waren die Regeln in einem Rudel nun einmal. Ebenso wie er dem Befehl von Phelan gerade gezwungenermaßen Folge geleistet hatte, weil dieser ihn besiegt hatte. Der unterlegene Wolf hatte einfach zu gehorchen

Entschuldige wenn ich das frage aber... hast Du vorhin in meinem Kopf gesprochen? Du bist ein Mädchen, oder?

fragte Margret neugierig nach, während Joshka Phelan Rede und Antwort stand und sich dabei erstaunlich auskunftsfreudig zeigte, wenn man bedachte das er im Prinzip mit einem potentiellen Gegner seines Rudelanführers sprach.

Conrad ist vor einigen Monden in unser Dorf gekommen. Zuerst wussten wir gar nicht, das er ein Lykaner ist, er sah aus wie ein ganz normaler Mensch. Er sagte er suche nach Arbeit, und davon haben wir immer genug. Er war deutlich stärker als die meisten Männer im Dorf, und nach einer Weile hat er einigen sein Geheimnis verraten. Sie wollten genauso sein wie er und er hat sie gebissen und dadurch verwandelt. Nicht alle haben es geschafft, aber die meisten. Inzwischen besteht bestimmt die Hälfte von Wolfingen aus Lykantrophen. Es gibt einen Ort im Wald, wo er die Verwandlungen vollzieht und Leo und ich sollten Margret hinbringen. Sie war für heute vorgesehen, aber sie hat es vorher erfahren und ist weggerannt. Wir hatten sie fast eingeholt als der Drache vom Himmel stürzte.

Joshka machte eine Pause und sah zu Margret und Xiyren hinüber. Dann wurde seine Stimme leiser.

Ich glaube Conrad ist kein guter Mensch. Er hat anfangs sehr freundlich getan, aber jetzt nutzt er seine Macht über das Rudel um seinen Willen zu erzwingen. Wenn wir sie zu ihm bringen wird er Margret verwandeln, ob sie will oder nicht.



Nighton


Es war später Nachtmittag, als es an der Tür der Apotheke klopfte. Der Energie nach zu urteilen, die dabei aufgewandt wurde, schien es halbwegs dringend zu sein, denn kaum war von innen etwas erklungen, das man als „herein“ interpretieren konnte, wurde die Tür auch schon geöffnet und Klaas Thoisson, ein Mitglied der Bürgerwehr, trat ein.

Seid gegrüßt Herr Dennhardt, der Oberaufseher der Bürgerwehr, Merdarion NiHawk, schickt mich. Er bittet darum das Ihr zur schwarzen Feste kommt, denn wir haben dort einen Lykaner festgesetzt, der sich soeben vermutlich zum ersten Mal verwandelt hat. Er sieht wirklich zum gruseln aus, wie aus den Märchen, die mir meine Großmutter immer erzählt hat.

Er schüttelte sich, als ob ihm eine Gänsehaut über den Rücken laufen würde, und fuhr dann fort:

Wir haben ihn vorerst in Eisen gelegt, das soll ja helfen seine Kräfte zu binden habe ich gehört. Er heult ganz fürchterlich, es ist nahezu ein Wunder das man es nicht bis hierher hören kann. Würdet Ihr mich bitte begleiten? Vielleicht könnt Ihr ihm helfen und ihn heilen? Es scheint so, als ob er erst vor kurzem gebissen worden ist, denn er hat eine Verletzung an der Schulter.

~ ~ ~

Am frühen Abend brachte ein Bote eine Nachricht in den Orden der Weisen, in der Hauptmann Hartmann dringend um eine Unterredung mit einer Abordnung des Ordens der Weisen bat. Nach Möglichkeit noch am heutigen Abend.

Als Fjalladis und Rorokpal in der Kaserne eintrafen wurden sie umgehend zum Hauptmann vorgelassen. Hartmann selbst wirkte unruhig, er schritt gerade mit großen Schritten durch den Raum als die beiden Magierinnen eintraten.

Ah, Lady Fjalladis und Lady Rorokpal. Habt Dank das Ihr so schnell gekommen seid, denn es handelt sich wirklich um eine wichtige Angelegenheit, und ich weiß nicht wieviel Zeit uns noch bleibt. Folgendes ist passiert: Ich bekam vor einigen Stunden eine Nachricht vom Oberaufseher der Bürgerwehr, die mir große Sorgen bereitet. Offensichtlich gibt es in dem Dorf Wolfingen ein Lykanerproblem, das bereits bis zu uns vorgedrungen ist, denn die Bürgerwehr hat heute einen Lykaner von dort in der schwarzen Feste in Gewahrsam genommen. Es sieht so aus als ob Nuru unterwandert worden wäre, denn die dortige Kaserne hat ihre Hilfe verwehrt. Auch aus Drachenauge hört man nicht nur gute Neuigkeiten und alle Zeichen deuten darauf hin, das uns unruhige Zeiten bevorstehen, vielleicht schon begonnen haben. Und an dieser Stelle kommt der Orden der Weisen ins Spiel, denn wir wollen auf das Schlimmste vorbereitet sein. Ich denke es ist kein Geheimnis, das die Stadt Drachenauge vom Drachenauge selbst geschützt wird, dass eine Art Kuppel über der Stadt spannt. Auch in Nuru und Sha´Nurdra wurden schon solche Kuppeln gesehen, erstellt durch die Magie der Götter selbst. Meine Frage, meine Bitte oder mein Auftrag an Euch, seht es wie Ihr wollt, ist nun herauszufinden ob es möglich wäre auch über Nighton einen solchen Schutz zu errichten, eine Kuppel, die unsere schöne Stadt vor böser Magie beschützt. Glaubt Ihr das wäre machbar?

Jetzt heftete sich sein Blick hoffnungsvoll auf Fjalladis, als erwarte er das sie auf Anhieb eine Lösung aus dem Ärmel schütteln würde.


 
Auf dem Weg nach N’Xar’Ruul


„Natürlich handelt Côr, wie es ihm beliebt“, stimmte Anethe zu. Sie war eine hohe Priesterin des dunklen Gottes und würde in dieser Sache kaum widersprechen. „Und es beliebte ihm den ersten seiner Wölfe und seine Jagd bis hin zum letzten Welpen auszulöschen. Doch er hat in seiner Wut nicht halb Taros in Schutt und Asche gelegt. Vielleicht hat er es wirklich seiner Tochter überlassen die Rache selbst zu vollenden, wie sie wohl glaubt. Aber er muss gewusst haben, dass ihre Chance erst in Jahrhunderten kommen würde und der Wind in so langer Zeit viel Staub über eventuelle Spuren wehen wird.“

Die Dunkelelfe machte es sich gemütlich und lehnte sich dabei an Sâmuls Seite. Sie ließ sich Myriels galantem Begleiter gegenüber kein Misstrauen anmerken. Doch es war ziemlich offensichtlich, dass eine Frau in ihrer Position kaum so arglos sein konnte.

„Nun, wenn Akelah Mittäter bei seinem Komplott gegen die Halbgöttin hatte, haben sie gewiss die Möglichkeit ihres Todes miteinkalkuliert. Außerdem sind sie nach der langen Zeit vermutlich nicht einmal mehr am Leben.“ Die Drow zuckte mit den Schultern, als ginge all das sie nichts an. „Und wenn Pandea auf der Suche nach Verschwörern, die es längst nicht mehr gibt, eine blutige Schneise durch das Land zieht, ist das nicht weiter ungewöhnlich. In diesem Land lebt man gefährlich. Es wäre nur töricht, nicht darauf vorbereitet zu sein. Ebenso töricht wäre es allerdings, so offensichtlich gegen die Wolfstochter zu arbeiten, dass es ihr Vater nicht ignorieren kann. Es ist Vorsicht geboten, wenn man versucht sein Schiff durch unruhige See zu navigieren.“ Irgendwas an ihren Worten ließ eine gewisse Erfahrung in solch heiklen Angelegenheiten erahnen. „Ich will nicht herausfinden, wie viel dem Dunklen wirklich an seiner Priesterschaft liegt.“

Sâmuls Bemerkungen zu Königen schien Anethe nachdenklich zu stimmen. „Der ultimative Dienst, diese Worte könnten von mir sein. Du hast keine Vorstellung davon, mit welchen Versprechen ich schon gute Krieger in den Tod geschickt habe. In diesem Fall ging es aber nicht um sein Reich, sondern nur um seine Tochter.“ Für viele Dunkelelfen war es vollkommen normal, selbst engste Familienmitglieder wie Spielfiguren auf einem Schachbrett zu behandeln. „Und die Wilde Jagd war so loyal, wie es kein anderes Rudel je sein wird. Die anderen Alten waren ein Experiment, aber Shir Khan – so heißt es – war handverlesen. Doch jetzt hat man ihn dort verletzt, wo es wirklich weh tut. Man hat ihm sein Rudel genommen. Die anderen Wölfe sind die Stärke und die Schwäche eines Lykaners und wäre der Schaden ein wenig größer gewesen, wäre Shir Khan vielleicht daran zugrunde gegangen. Wie werden sehen, wie sich das langfristig auf seine Loyalität auswirkt.“ Wieder zuckte Anethe mit den Schultern, als würde die Sache sie eigentlich nichts angehen, als wäre das alles nur ein Spiel, bei dem sie eine interessierte Zuschauerin war. Ein wenig später schlief sie an Sâmuls Seite gelehnt ein.

Erst als die Kutsche kurz nach Mitternacht vor einem pechschwarzen Felsen anhielt, schlug sie ihre purpurfarbenen Augen auf. „Wärst du so gut mir aus der Kutsche zu helfen?“, fragte sie den blonden Krieger. „Ich bin ganz steif von der langen Fahrt.“ Davon ließen ihre anmutigen Bewegungen aber nichts erkennen.

Mit einer beiläufigen Bewegung ließ sie den riesigen Ohrenkneifer zu einem Haufen Chitinplatten zerfallen und sammelte dann das von ihm zerquetschte fledermausartige Wesen daraus auf. Sie zückte einen kleinen aber rasiermesserscharfen Dolch aus dem weiten Ärmel ihres Reisemantels und schlitzte der toten Kreatur mit einer geübten Bewegung den Hals auf. Dann tauchte sie ihre schlanken Finger in das dunkle, stinkende Blut und schrieb Runen der schwarzen Sprache auf die vom Wind spiegelglatt geschliffene Oberfläche des Felsens.

Ohne das leiseste Geräusch zu verursachen, glitt ein Teil des harten Steins zurück und gab einen schmalen Durchgang frei. Die Drow schien kein Licht zu brauchen, denn sie begann ohne zu zögern die Treppe, die schier endlos in die Tiefe führte, hinabzusteigen. An den Rändern der Stufe konnte man deutlich erkennen, wie exakt sie gearbeitet gewesen waren. Nur bestehend aus scharfen Kanten und glatten Oberflächen. Doch weiter innen hatten unzählige Fußpaare sie rundgeschliffen und zur Mitte hin schienen die Stufen nun durchzuhängen.

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Myriel

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #58 am: Do., 21. Mai 2020, 11:32 »

Die zerbrochene Klinge


Myriel war gerade dabei ein Kistchen mit Holzspänen auszupolstern, damit das Gefäß die Reise nach N´Xar´Ruul gut überstehen würde, als Sâmul den Raum betrat. Zunächst ließ sie sich nicht dabei stören, bis sie das Glasgefäß sorgfältig verstaut und den Deckel auf das Kistchen gelegt hatte. Der Geruch, der inzwischen in der Luft des Raumes lag, war nicht leicht zu identifizieren, wenngleich er nicht unangenehm roch. Es war eine Mischung von Kräutern, in denen eine eindeutig süßliche Note lag, die jedoch nicht an Blumen erinnerte, sondern eher an den Duft von Zucker wenn er in heißem Fett schmolz. Trotzdem war es nicht genau dasselbe, denn darunter konnte man noch etwas anderes wahrnehmen, das nichts mit süßem Naschwerk zu tun hatte, sondern eher nach verbranntem Fleisch roch.

Erst als sie ihr Werk vollendet hatte sah Myriel Sâmul an und machte ein paar Schritte auf ihn zu um den Abstand zu überwinden, den er noch aufrecht erhalten hatte. Sie neigte ihren Kopf zu seinem Ohr und raunte ihm leise zu:

Vielleicht konnte sie es weil sie mir gehört und ich in Eurem Kopf bin.

Die roten Augen der Druidin funkelten Sâmul an bevor sie sich wieder aufrichtete, den Blick nicht von seinem hübschen Gesicht lassend. Ein Lächeln zupfte kaum merklich an ihren Mundwinkeln, als sie seine Reaktion auf ihre Worte beobachte. Erst dann setzte sie zu einer weiteren Erklärung an.

Die zerbrochene Klinge, die Ihr an Euch genommen hat, heißt Namrael. Auf ihr liegt ein Fluch, der dafür sorgt das sie sich ihren Träger selbst wählt. Hat sie ihn erst gefunden, und er sie angenommen, so gilt der Pakt als besiegelt. Sie ist ein mächtiges Artefakt, das Wunden schlägt, die sich kaum wieder verschließen lassen, so dass es selbst für einen mächtigen Heiler schwierig ist sich ihrer Kraft zu wiedersetzen. Und sie lechzt nach Blut. Es heißt, dass sie ihren letzten Träger dazu gebracht hat sich selbst mit ihr zu verletzten, da er sie zu lange nicht in frischem Lebenssaft tränkte. Doch ihr Träger war nicht irgendein dahergelaufener Jemand sondern Ardon von Morgoth, und so starb er zwar an der Wunde die Namrael schlug, doch zugleich wurde auch die Klinge selbst zerstört und in zwei Teile gerissen. Der zweite Teil heißt Ashaqlun, und ohne ihn kann sie ihre volle Kraft nicht entfalten. Irgendwie passend, oder nicht?

Die Schwarzmagierin schob sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, dessen Ausdruck kaum zu deuten war.

Anethe kennt die Geschichte der Klinge. Deshalb riet sie Euch sie entweder zu nehmen, damit ihr sie neu erschafft und zu Euren Zwecken nutzt, oder sie weit von Euch zu werfen, bevor sie Euch zerstören kann.

~ ~ ~


Die Reise nach N´Xar´Ruul


Die Dinge, die die Drowpriesterin über Shir Khan und die wilde Jagd erzählte, waren Myriel nicht neu, und so schwieg sie und sagte nichts weiter dazu. Sie hatte eine lange Zeit Côrs Essenz in sich getragen und verstand sehr gut, das es keine Rolle spielte ob man Bauern oder einen Turm, oder gar die Dame opferte, solange man das Spiel gewann und das bekam was man haben wollte. Côr hatte seine Tochter für ihre Unvorsichtigkeit über Jahrhunderte gestraft wie ein kleines Kind und am Wolfsfelsen beschlossen, das die Strafe lang genug gewesen war. Die wilde Jagd war nur eines ihrer Spielzeuge, das er zerbrochen hatte, damit sie lernte in Zukunft besser darauf achtzugeben.
Myriel verzog keine Mine als Anethe sich an Sâmul lehnte und schließlich einschlief. Der blonde Jüngling schien Spaß an diesem Spielchen zu haben und die Schwarzmagierin gedachte dies zu ihren Zwecken auszunutzen. Und so zierte ein sardonisches Lächeln ihre vollen Lippen, als sie mit gerafften Röcken nach Anethe aus der Kutsche stieg, die offensichtlich alles tat um Sâmuls volle Aufmerksamkeit zu erlangen.

Der schöne Sâmul scheint Euch zu gefallen Anethe. Soll ich ihn Euch für heute Nacht ausleihen, als Wiedergutmachung für Hsine?

fragte sie zuckersüß, als sie an den beiden vorbei ging. Ihre Worte waren bewusst so gewählt, das man ein breites Auslegungsspektrum hatte. Sollte die Drow hineininterpretieren, was immer sie wollte.
Myriel löste den Zauber, der auf dem Kutscher und dem Gespann lag. Klappernd fielen sie zu einem Knochenhaufen zusammen, und die Druidin schulterte ihren Rucksack, bevor sie Amarok ansah und in die Richtung der glatten Felsoberfläche nickte. Sie kannte die Runen, die Anethe auf die Oberfläche gezeichnet, und war sich sicher diesen Zugang jederzeit nutzen zu können. Doch diesesmal öffnete die Hohepriesterin das Tor und legte damit eine schier endlos erscheinende Treppe frei. Die Schwarzmagierin reihte sich zwischen Sâmul, den sie vor ließ, und Amarok, dem sie deutlich mehr vertraute, ein und schritt einige Stufen hinab bevor sie einen flackernden Feuerball erschuf, der ihnen zumindest soviel Licht spendete, das sie die nächsten vor ihnen liegenden Stufen sehen konnten. Es war nie gut in Taros zu viel Aufmerksamkeit zu erregen, und so beschränkte die den Lichtschein auf das nötigste.

- 1 Mana für Feuerballlicht

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Amarok

Re:[Abenteuer] Fadenspiele - Andere Schauplätze
« Antwort #59 am: Do., 21. Mai 2020, 18:04 »

Die lange Fahrt hätte eigentlich Gelegenheit zur Erholung geboten, besonders da draußen nicht viel in der Dunkelheit zu sehen gab. Zwei Gründe sprachen jedoch dagegegen, dass er selbst seine Augen schloss um sich ein wenig auszuruhen. Zum Einen saß ihm eine Drowpriesterin gegenüber und ganz gleich wie harmlos diese sich gab oder in welchen Positionen sie sich über Sâmul drapierte, so vertraute er ihr nicht und auch Myriels Anwesenheit genügte ihm nicht um sich sicher genug zu fühlen.

Zum Anderen war da das Gift welches durch seine Adern floß, gedämpft aber immer noch aktiv. Seine Augen brannten leicht, ganz zu schweigen von den leichten Kopfschmerzen oder den leichten Schmerzen, die seine Aufmerksamkeit davon abhielten auch nur irgendwie nachzulassen. Die Zeit in der Kutsche kam ihm schlicht wie eine Ewigkeit vor, in welcher er still dasaß und es ertrug.

Auch ließ ihn das Thema ihres kurzen Gesprächs nicht in Ruhe. Wieder teilten sich seine Empfindungen hier und er grübelte über zweierlei Gedanken, die einen aus Sorge, die Anderen, wie sich dies nutzen lassen konnte...

Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen sie an ihrem Zielort an und Amarok stieg nach Myriel aus dem Wagen, darauf konzetriert seine Pfoten richtig aufzusetzen. Kurz blitzten die beiden anderen Nadeln durch seine Gedanken, jene die ihn verfehlt hatten oder nicht durch seine Haut gedrungen waren. Es könnte ihm auch wesentlich schlechter gehen.

Der weiße Lykantroph schüttelte sein Haupt leicht um die lästigen Eindrücle zu vertreiben. Es war bereits sehr dunkel, sodass er kaum etwas in mehr als einigen Metern Entfernung ausmachen konnte, aber seine Ohren und seine Nase waren fein genug, um mehr wahrzunehmen, als ihm lieb war.

Mit einem hungrigen Ausdruck in seinen Augen sah er noch einmal zu den zusammengesunkenen Überresten der Untoten Konstrukte, dann wandte er sich ab, gerade um mitzubekommen, wie Myriel ihn mit einem Nicken auf etwas hinwies. So bekam er aus erster Klaue mit, wie Anethe einen verborgenen Zugang mit einem kleinen Blutritual öffnete. Es war allerdings zu dunkel, als dass er die Rune genau erkennen konnte, welche verwendet wurde und sie schien... irgendwie zu flackern und vor seinen Augen zu veschwimmen.

Er blinzelte einige Male, bevor er sich hinter Myriel einreihte.  Vorsichtig vermied er es auf die scharfen Kanten der Stufen zu steigen, welche in die Tiefe führten, wie ein dunkler Schlund. Irator übernham gänzlich und Darius Anwesenheit schwand, als er seinen anderen Teil dazu zwang sich auszuruhen. Begierig folgte er dem flackernden Schein von Myriels Zauber.

"Ich will hoffen, dass diese Drow sich für euch als würdige Verbündete erweisen."
, sandte er leise sowohl an Myriel als auch an Sâmul. Seine Aussage erheiterte ihn selbst. Drow als Verbündete. Vorsichtshalber erneuerte er seinen Verwandlungszauber. Wer wusste schon, wie lange er noch diese Gestalt beibehalten musste. 

-1 Mana für Verwandlung, -3 LP durch Gift
« Letzte Änderung: Fr., 22. Mai 2020, 10:52 von Darius »
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