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   Autor  Thema: iba oposs shafaer jonali (Gelesen 1123 mal)
Darius

iba oposs shafaer jonali
« am: Mi., 17. Okt 2018, 20:08 »

Ein wenig lädiert nach dem Gerangel mit einer gehörnten Flugechse, aber immer noch sehr entschlossen, erreichte er endlich den Wald um Nuru mit seiner Beute in den Klauen. Extra für diesen Besuch hatte er ein kleines Geschenk für eine gewisse Feuerdrachin mitgebracht, die sich sicher über diese Aufmerksamkeit freuen würde. So ganz war dies jedoch nicht ihr Wetter, da ein leichter Herbstregen gerade auf das Land niederging, daher ließ er die Wehrstadt der Orks links liegen und flog lieber gleich voller Sehnsucht zu ihrem Territorium.

"Oh feuriger Stern meiner Augen, geliebte Flamme meines Herzens! Zeige deine liebliche Gestalt, auf dass ich wieder mit dir vereint sein kann!"
, sandte er in den Äther hinaus, gespannt darauf, wie sie seine blumigen Gedanken aufnehmen würde und auch etwas amüsiert darüber solche Worte gewählt zu haben, sprachen sie doch - wenn auch zuckersüß und übertrieben - dem was er wirklich über Sie dachte, die er für sich erwählt hatte.

Der tote Ziegenbock in seinen Klauen schwang sachte mit jedem Flügelschlag hin und her... und roch ein wenig streng, aber er wusste, dass Danglathas den Geschmack der Bergziegen mochte. Irdgendwann würde er ihr jedoch einmal etwas aus den Tiefen des Meeres mitbringen müssen, schon alleine um Sie mit der unglaublichen Anzahl an Lebewesen
vertraut zu machen, welche dort unten gefunden werden konnten. Natürlich dachte er nicht nur an eine gemeinsame Mahlzeit. Nein, er hatte neue Geschichten für Sie dabei, große Neuigkeiten und vorallem... Gute Neuigkeiten, die ihn selbst betrafen und damit ihre Aussichten für die Zukunft.

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Danglathas

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #1 am: Sa., 20. Okt 2018, 22:14 »

Eine ganze Weile herrschte Stille, fast so als ob niemand Darius Gedanken gehört hatte. Doch dann erklang ein leises unterdrücktes Kichern, halb belustigt auf Grund der übertriebenen Ausdrucksweise, halb geschmeichelt, da sie so wunderbar romantisch klangen, und es wohl kaum ein weibliches Wesen gab, das nicht zumindest insgeheim einen Hang zur Romantik hatte.

"Oh holder Darius, der böse Gott des Wetters hält mich in einer Höhle gefangen. Ich bete darum das Du kommst und mich aus der Langeweile befreist, die mich zu vernichten droht. Bist Du Held genug, um diese Bürde auf Dich zu nehmen?"

Erneut folgte ein Kichern, und anschließend ein Bild, das den besagten Höhleneingang aus der Luft gesehen zeigte, und es Darius leicht machen sollte ihn zu finden. Tatsächlich freute sich Danglathas darauf den Eisdrachen wieder zu sehen, denn das allmählich schlechter werdende Wetter drückte ihr aufs Gemüt. Sie liebte den Sommer und die Wärme, und hielt sich an kalten, nassen Herbsttagen möglichst wenig draussen im Freien auf. Da gefiel ihr ein knackig kalter Wintertag mit Schnee noch wesentlich besser. Heute war einer von den unschönen Tagen, da hatte sie es vorgezogen im Trockenen zu bleiben. Sie hatte vor einigen Stunden eine Wand mit ihrem Feuerstrahl erwärmt, und nun strahlte sie noch immer eine angenehme Wärme ab, in etwa so wie sich ein lauer Frühlingstag anfühlen würde. Eigentlich hatte sie sie gerade wieder aufheizen wollen, doch das ließ sie nun bleiben, denn sonst würde sich Darius hier gewiss nicht wohl fühlen. Stattdessen tapste sie also zum Höhleneingang und hielt neugierig die Schnauze hinaus. Aus welcher Richtung er wohl kommen würde?

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Darius

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #2 am: So., 21. Okt 2018, 08:43 »

Er hatte nicht sofort mit einer Antwort gerechnet, doch je länger die Stille andauerte, desto mehr begann eine Funke von Sorge in seiner Brust zu wachsen. Was wenn ihr etwas geschehen war? War sie am Ende gar nicht mehr in der Gegend?  Nur zu lebhaft konnte er sich die schlimmsten Gründe vorstellen. Schon war er kurz davor nocheinmal seine Gedanken auszusenden, diesmal wesentlich besorgter, als ihr Kichern den unerwünschten Funken der Sorge mit einem Feuer der Freude ersetzte.

"Halte aus, meine liebste Danglathas! Ich komme mit Geschenken um dich vor diesem gar garstigen Biest zu erretten, welches dich so sehr bedrängt!"
, sandte er ihr ohne Umschweife zurück, so sehr fand er Gefallen an dem Spiel der hochgestochenen Worte, welches sie amüsierte.

Ihrer übertragenen Vision folgend kam er von Süden heran, völlig ungestört durch den Regen, den er geradezu genoß, obwohl er versuchte den gefangenen Bock so trocken wie möglich zu halten.

Ein wenig kreiste er hoch über dem Eingang von Danglathas Hort und sank dann im Sturzflug herab, wie ein Ritter der nahte um seine Dame aus der Gefahr zu eretten.
"Sieh, dein Streiter ist hier!", sandte er ganz kurz, bevor er mit seinem Flügeln schlug und landete.

"Nun lass mich das Ungeheuer erschlagen, welches dich so quält. Doch zuvor muss ich fragen. Gewährst du mir Einlass in dein Reich, meine Königin?", fragte er sie und imitierte dabei die Art, wie ein Ritter von Schauspielern im Theater dargestellt wurde.

Alldieweil blieb er ganz in der Rolle, um sie weiter zu unterhalten, indes er sich seiner Herzensdrachin präsentierte. Die Flügel hielt er fast ganz geöffnet, damit er ein wenig größer wirkte, doch was sofort ins Auge fiel war etwas das fehlte. Nicht länger war sein Horn von der Farbe vergossenen Blutes, sein helles Schuppenkleid nicht mehr durch Dunkelheit verschandelt und auch sein Auge hatte wieder das alte Aussehen zurückerlangt. Um die Spitze seines Schweifes, gerade vor der Schwanzflosse, war ein goldener Reif gelegt, der mit edlen Steinen und anderen Schmuckstücken besetzt war, die er über die Jahre gesammelt hatte und in der linken Ohrfinne funkelte ein Diamantring. Die mitgebrachte Malhzeit hielt er in einer Klaue, damit sie nicht noch weiter Wasser vom vollgesogenen Boden abbekam.

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Danglathas

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #3 am: Fr., 26. Okt 2018, 21:40 »

Sie entdeckte Darius wie er aus dem Süden näher kam. Er landete nicht sofort, sondern drehte erst ein paar Kreise, vermutlich um sicher zu sein, das sie ihm seine volle Aufmerksamkeit schenkte. Der imposante Sturzflug, den er schließlich hinlegte, hatte diese auch vollends verdient. Für ein paar Wimpernschläge sah es tatsächlich so aus, als ob der Eisdrache abstürzen würde, doch dann fing er sich geschickt ab und landete elegant auf dem Boden. Danglathas gab ein vergnügtes Geräusch von sich und streckte den Hals aus der Höhle. Hätte sie Hände gehabt, so hätte sie sicherlich wild geklatscht, um diesen Auftritt gebührend zu würdigen.

Mein Held!

Wenn Drachen eine Art von großem Augenaufschlag beherrschten, so zeigte Danglathas ihn jetzt.

Es sei Euch gestattet mein Reich zu betreten.

Sie machte ein paar Trippelschritte zur Seite, um ihre Worte zu unterstreichen, während Darius sich präsentierte. Dann fiel sie plötzlich aus der Rolle, als sie die Veränderungen bemerkte, die bei dem Eisdrachen stattgefunden hatten. Verblüfft kam sie nun ungeachtet des Regens ganz aus der Höhle heraus und lief einmal ganz um Darius herum. Das sie dabei nass wurde, was eigentlich überhaupt nicht ihr Fall war, schien sie gar nicht zu bemerken.

Darius! Wie siehst Du denn aus? Was ist passiert? Wo sind die dunklen Schuppen hin? Was ist das für ein Ring an Deinem Schwanz?  Und was ist mit Irator?

Sie überrollte ihn förmlich mit ihren Fragen, ließ ihm keine Zeit eine zu beantworten, bevor sie die nächste stellte. Dann konnte er fühlen, wie sie ihren Geist sanft nach ihm ausstreckte. Was war mit dem zweigeteiltem Drachen passiert? War sein Geist wieder eins? Hatte sich ein Teil von ihm abgespalten? Oder war Irator nur nicht mehr äußerlich erkennbar?
« Letzte Änderung: Fr., 26. Okt 2018, 21:41 von Myriel »
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Darius

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #4 am: Fr., 26. Okt 2018, 23:29 »

Darius fühlte sich sehr geehrt als sie ihm gestattete ihren Hort zu betreten und war seinerseits froh sie wieder zu sehen. So ganz war er jedoch nicht darauf gefasst, dass sie so schnell ihr Spiel aufgeben würde, als sie seine Veränderungen sah. Damit hätte er eigentlich rechnen müssen. Nicht nur hatte er sich der offensichtlichen Verderbnis erledigt und neuen Schmuck angelegt, nein auch eine weitere Sache hatte sich seit seinem Abenteuer in den Dschungeln Isuas ergeben. Seinen gesamten Rückenkamm bis zu seiner Schwanzspitze zogen sich verwobene, purpurfarbene Linien in einem hübschen Muster entlang. So schnell wie Sie ihre Fragen stellte konnte er auch nicht antworten und verfiel in die geduldige Starre, die er immer bei Aponi'kasa an den Tag legte, bis sie mit ihrem Wasserfall an Worten fertig war, merkte sich jedoch die wichtigsten Fragen.

Zumindest ihre letzte Frage wurde beantwortet, als ihr Geist das geteilte Bewusstsein des Eisdrachen streifte. Deutlich war Darius zu spüren, doch schien die unnatürliche Spaltung noch stärker als zuvor zu sein und statt einem sanfterem Übergang gab es nun eine abpruten Wechsel zu Irators Seite. Es fühlte sich weniger wie eine Seele an und mehr wie zwei halbe Seelen, welche sich eisern aneinander klammerten.

"Euer Sorge rührt mein kaltes Herz"
, kam die schroffe Antwort von Irator und kurz flimmerten die Augen des Eisdrachen, wie sie es vor der Verderbnis durch Côr getan hatten, wenn er seine Anwesenheit zeigte... oder eher zeigten sie seine Anwesenheit, da er nicht wirkliche Kontrolle über diesen sichtbaren Effekt hatte.

"Lasst uns doch hinein gehen und ich erzähle dir die Geschichte",
  schlug Darius kurz darauf fröhlich vor, ein Flügel ausgebreitet, um Danglathas als Regenschirm zu dienen. Er wusste ja dass sie es nicht so sehr mochte nass zu werden. Außerdem war er neugierig wie ihr Hort wohl aussehen mochte. "Dann zeige ich dir auch meine neuen Schmuckstücke" , versprach er ihr mit einem - für Drachen untypischen - Zwinkern.
« Letzte Änderung: Sa., 27. Okt 2018, 10:13 von Darius »
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Danglathas

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #5 am: Fr., 02. Nov 2018, 13:24 »

Ihre letzte Frage wurde schnell beantwortet. Irator war noch da - auch wenn seine Abspaltung von Darius deutlich klarer war als zuvor. Danglathas legte den Kopf schief und wich dem kalten Blick nicht aus.

Ihr mögt es glauben oder auch nicht Irator, aber ich bin froh darüber das Ihr nicht fort seid. Ihr seid, zugegebenermaßen in einer außergewöhnlichen Zusammengehörigkeit, ein Teil von Darius, und ich glaube das er ohne Euch nicht existieren könnte. Wer würde seinem Herzen Schutz bieten, wenn er einen Verlust erleidet, wer sein Vertrauen in alle Wesen, die ihm begegnen in Frage stellen, wer würde, im Fall der Fälle, schwere, aber notwendige Entscheidungen fällen, wenn nicht Ihr? Es mag verrückt klingen, aber in gewisser Weise seid Ihr sein Schutzengel.

Die Feuerdrachin wusste nicht, ob es an ihren Worten oder an Darius selbst lag, das Irator sich so schnell wieder zurück zog. vielleicht hatte ihn der Begriff Schutzengel sogar beleidigt - wer wusste das bei dem stets leicht griesgrämig wirkendem Drachen schon?

Darius hielt beschützend einen geöffneten Flügel über sie und versperrte ihr somit die Sicht auf seinen Rücken. Wissbegierig lugte Danglathas darunter hervor und betrachtete seinen Rückenkamm.

Du hast sogar ein neues Muster. Das muss eine aufregende Geschichte sein. Komm rein, komm rein, ich will alles davon bis ins kleinste Detail hören.

Sie stubste ihn sanft mit der Schnauze an den Hals, um ihn in Richtung Höhle zu bewegen. Danglathas Hort war groß genug um zwei Drachen reichlich Platz zu bieten. Die Höhle war pulvertrocken und warm, und an der hintersten Wand lagen ein Haufen Golmünzen, Edelsteine und kleinere glitzernde Schmuckstücke. Dies schien der bevorzugte Schlafplatz der Feuerdrachin zu sein, denn die rissige Wand dahinter wies deutliche Spuren ihres Feueratems auf, und man konnte auch die ein oder andere von der Hitze verformte Münze erkennen. Etwas abseits, in einer Ausbuchtung, befand sich das ausgepolsterte Nest mit dem verkohlten Ei, das die Drachin Darius einmal als Bild geschickt hatte. Rings darum leuchteten vereinzelte Pilze, denen man ansah das sie noch ganz so lang in der Höhle angesiedelt waren. Außerdem schien ihnen die Trockenheit nicht sonderlich gut zu bekommen. Tatsächlich war es so, das die Drachin nach dem Besuch bei Darius nach diesen Gewächsen gesucht und sie hergebracht hatte, ohne zu bedenken, das in Darius Höhle ein ganz anderes Klima herrschte.

Danglathas schüttelte sich um die Wassertropfen abzuschütteln, die sie erwischt hatten, und lief in die Mitte der Höhle um einen Felsbrocken der dort lag kurz in ihrem Feuerstrahl aufleuchten zu lassen. Einen Moment später strahlte er ein sanftes Licht ab. 

So, nun erzähl schon. Was ist passiert? Wo bist Du gewesen?

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Darius

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #6 am: So., 04. Nov 2018, 00:10 »

Die Geschichte mit dem Schutzengel wurde von dem Eisdrachen mit einem kurzen Schnaufen und leichtem Grollen  beantwortet, welches definitiv von Irator kam. Es war nicht unbedingt unfreundlich gemeint, aber... irgendwie fand der dunkle Teil diese Bezeichnung erheiternd, wenn er daran dachte was man normalerweise so von ihm hielt.

Nur zu gerne ließ sich Darius von Danglathas in Richtung ihrer Höhle stupsen, da er doch sehr neugierig darauf war wie sie so lebte. Die Antwort war einfach: Trocken. Sehr trocken. Er war durchaus froh noch das Regenwasser auf seinen Schuppen zu spüren und beklagte sich sicher nicht als seine Gefährtin sich schüttelte und ihn mit Tropfen von ihren Schuppen besprühte.

Doch dieser Anblick wurde durch den Hort der Feuerdrachin mehr als wettgemacht und er musste zugeben von ihrer Schlafstatt beeindruckt zu sein. Auf jeden Fall sah sie sehr bequem aus, auch wenn die Wand  dahinter aussah, als müsste sie viele Flammenstöße aushalten. Dann entdeckte er, während er sich weiter neugierig umsah, auch das berühmte Ei, von dem Danglathas ihm erzählt hatte. Es sah ein wenig traurig aus in dem Nest... aber er vermied das Thema gerade jetzt anzuschneiden. Dafür war er heute nicht hier.

"Hübsch hast du es dir hier gemacht.",
  bemerkte er zu der Feuerdrachin und blieb ein wenig vor ihrem Hort stehen. "Dann will ich dich auch nicht warten lassen, oh Königin meines Herzens und sogleich die schreckliche Bestie niederstrecken, welche dich bedroht." , kam darauf völlig ernst von ihm und man konnte ein gedankliches Grollen von Irator vernehmen, der dieses Spiel wenig unterhaltsam fand. Darius strahlten sein Vergnügen geradezu aus und gab seiner dunklen Seite einen Schubser. Es war jetzt an Irator eine Geschichte zu erzählen und nett zu dem Drachenweibchen zu sein.

Der Wechsel war deutlich, als sich seine Haltung versteifte, als wäre ein anderer Drache an Darius Stelle getreten. "Grrr... na gut."  Irator schien gerade grantiger als sonst zu sein und sah Danglathas an. "Du willst wissen was geschehen ist? Ich habe einen Fehler gemacht. Bist du jetzt zufrieden?!" , letzterer Gedanke schien nicht an die Feuerdrachin gerichtet zu sein.

"Schon. Aber es war unser Fehler. Komm, erzähl es ihr." , gab Darius unverschämt heiter seine Aufmunterung zurück. Diese Runde aus drei Drachen oder einem und zwei halben versprach unterhaltsam zu werden.

Mit einem weiteren Schnauben setzte sich Irator hin und wartete bis Danglathas es sich bequem gemacht hatte. "Diese Geschichte führt uns in die Dschungel von Isua..."

Der reine Bericht der Reise in das Reich der Echsenmenschen und Amazonen war knapp an Worten, doch reich an Bildern, Gerüchen, Geräuschen an die er sich erinnern konnte und selbst dem Geschmack der seltsamen Wesen welche er dort gejagt hatte.

Von den beiden alten Drachen in Elfengestalt erzählte er, der eine ganz in purpur, sein Bruder in jadegrüne Roben gewandet, beide von hellblonden Haar und wie sie nach den Drachenrittern gesucht hatten aufgrund einer Prophezeiung. Von der zufälligen Begegnung Wochen später, die ihn auf die Spur von Silvana gebracht hatte, als diese mit mehreren Gefährten nach Isua aufgebrochen worden war... und weil Darius dabei war, schilderte dieser auch, wie gut die Krokodile und andere Beute dort geschmeckt, aber auch wie feucht die Sümpfe und wie schwül der Dschungel sich angefühlt hatte. Keine Einzelheit ließ er aus und brauchte daher entsprechend lange. Dabei fiel ihm wieder sein Geschenk ein. Dabei wurde er von einem leicht knurrenden Magen unterbrochen...

"Ah, verzeih, das hatte ich für dich mitgebracht."
  bemerkte er und schob ihr den geschlagenen Ziegenbock hin. "Eine von diesen Bergziegen, die du so magst." , setzte er hinzu und rieb seine Schnauze zärtlich an ihrer.
« Letzte Änderung: So., 04. Nov 2018, 11:02 von Darius »
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Danglathas

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #7 am: Di., 06. Nov 2018, 10:02 »

Einen winzigen Augenblick lang wirkte die Feuerdrachin irritiert, dann stieg sie, da es Darius offensichtlich gut ging, wieder in das Spiel mit ein.

Mein furchtloser Retter, ich bete darum das die Bestie Dich nicht zu bezwingen vermag.

Sie wühlte mit einer Kralle in dem glitzerndem Haufen herum, fischte eine Perlenkette heraus und warf sie Darius zu.

Nehmt diesen Pfand von mir, edler Ritter, auf das er Euch daran erinnert, das mein Herz Euch gehört und er Euch Glück bringt.

Danglathas gluckste amüsiert vor sich hin und machte es sich dann bequem. Darius drängte Irator die Geschichte zu erzählen, was diesem gar nicht zu passen schien. Irgendwie war die Situation leicht skurril, sie saß einem Eindrachen gegenüber der sich selbst neckte.

Darius... Hör auf Irator zu ärgern. Erzählt mir lieber was geschehen ist

mahnte die Feuerdrachin liebevoll, was das Ganze nicht unbedingt näher an ein alltägliches Gespräch heran brachte. Und dann berichteten sie endlich von ihrer Reise. Gebannt verfolgte Danglathas die Bilder, Gerüche und sogar den Geschmack des Wildes dort, die Gedanken der Beiden waren so intensiv das es ihr vor kam als ob sie dabei gewesen wäre. Als Darius irgendwann abbrach, und ihr eine Bergziege hinüber schob, musste Danglathas erst einmal blinzeln um ins hier und jetzt zurück zu kehren.

Was? Ziege? Oh, ja, die schmecken ganz vorzüglich. Vielen Dank. Wollen wir teilen?

Sie leckte Darius kurz über die Schnauze und biss dann in einen der Hinterläufe des Tieres.

Ihr ward also in Isua. Wie ging es weiter?

[OT: Ich habe das Abenteuer nicht mitgelesen, ich und somit auch Danglathas, wissen nur das, was Du uns erzählst ]

« Letzte Änderung: Di., 06. Nov 2018, 10:03 von Myriel »
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Darius

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #8 am: Di., 13. Nov 2018, 00:35 »

Darius brummte fast vor Wonne, als ihm Danglathas als Dank für die Ziege über seine Schnauze leckte. Bei solchen Belohnungen ging er doch gerne auf die Jagd nach den Biestern, wo immer sie sich auch an den Berghängen verstecken mochten. Ebenso wurde ihm ganz warm ums Herz, wenn er die Perlenkette ansah, welche die Feuerdrachin ihm geschenkt hatte. Er würde einen besonderen Platz für diesen Schatz in seinem Hort finden.

"Also wie Irator bereits erzählt hat, ging diese ganze Reise wegen den beiden Altdrachen los, Achuak und Sililos, die nach den Drachenrittern gesucht haben. Das ist ein besonderer Bund mit den Naka Duskeal, der sich anscheinend von dem allgemeinen Bund mit Dragonia abhebt. Jedenfalls haben sie zwei davon gefunden, Silvana da Remyth, die Statthalterin in Nighton ist..." , er sandte ihr nochmal ein Bild der beiden Altdrachen, einmal in ihrer Elfenform, die Haare hellblond und nur in unterschiedliche, fließende Roben gewandet, wie sie auf dem Marktplatz von Nighton gestanden hatten und ihm die Aufmerksamkeit der Naka Duskeal stahlen. 

"Ein paar Wochen später sind wir zufällig auf Asarra getroffen, wie diese gerade Nighton verließ um sich Silvanas Gruppe anzuschließen. Wie gesagt gab es da diese Prophezeiung weswegen Sie nach Isua gehen musste, um in einem Tempel ein Orakel aufzusuchen. Da wussten wir noch nichts von dem Konflikt der uns erwarten würde. Asarra ist übrigens... nun...",
  er sandte ihr ein Bild der dunkelhaarigen und braungebrannten Amazone, der Schädel halb rasiert auf dem ein Schlangentatoo prangte. "Sie ist sehr besonders was Naka Duskeal angeht... aber dazu später mehr. Die Reise..."

Darius erzählte und zeigte nochmal in allen Einzelheiten was geschehen war. Das Treffen mit Asarra auf ihrem Hengst namens Kwilli, und wie sie gemeinsam die Reisegruppe um Silvana einholten, dann der Rest des Weges bis zum Golf von Isua welcher Recht ereignislos war, bis auf die Erzählungen einer anderen Amazone über ihren dortigen Stamm. "Du musst wissen, dass die Amazonen ein menschenähnliches Volk sind, dessen Stämme nur aus Weibchen bestehen. Sie vertrauen Männchen normalerweise nicht. Ich weiß, das hört sich ein wenig merkwürdig an, aber sie haben dafür Gründe in ihrer Vergangenheit. Jedenfalls kamen wir dann zum Golf von Isua..."

Ohne Umschweife gab er zu, das Boot der Gruppe bis nach Isua selbst gezogen zu haben, um die Reise zu beschleunigen. Dort ging es dann den Fluss hinauf tiefer ins Land, während er sich die Gegend ansah und ab und an etwas Beute zu den Naka Duskeal brachte und die Wolken an Insekten mit seinem Eisatem in Schach hielt.

Dann übernahm Irator wieder und die Geschichte nahm ihr vorausschaubare blutige Wendung. "Wir waren gerade zur nächsten Jagd aufgebrochen. Das Floß verschwand im Nebel hinter uns und plötzlich vernahmen wir Kampfeslärm. Es war ein Überfall durch eine kleine Gruppe an Banditen. Silvana wurde von einem Pfeil in die Schulter getroffen, ich packte mir einen der Banditen. Einen Drow. Es ging alles sehr schnell. Jedenfalls flog ich voraus um unsere Ankunft bei einem Dorf der Echsenmenschen Isuas vorzubereiten." Wieder folgten Bilder, diesmal von dem Dorf dieser seltsamen Wesen aus Isua. Echsen die auf zwei Beinen gingen und in Häusern aus Schilf wohnten, welche auf Stelzen im Sumpf standen.

"Dort bekamen wir weitere Vorräte und konnten den Drow vernehmen..."


Er übertrug ihr direkt seine Erinnerung daran, was genau geschehen war: Die Szene wie der Drow gefesselt am Fuße eines verdorrten Baumes im Sumpf saß.

„Ihr seid ein Dunkler“,
  dachte er mit einem süffisanten Lächeln in den Gedanken. „Wieso helft Ihr diesen Schwächlingen? Was ich bei den Banditen zu suchen hatte?“  Der Dunkelelf lachte in Gedanken. „Als Côr geschlagen wurde und die Kuppel über Nuru fiel, verließen wir die Stadt. Statt nach Taros zurückzukehren wandten wir uns nach Isua. In Tarasun hofften wir... “  Darius konnte geradezu die Bilder zu den Worten erstehen sehen. „Ich weiß nicht, was wir hofften. Stattdessen trafen wir auf SIE. Wir nahmen den Auftrag an, die Drachenritter zu eliminieren. Ich entscheid mich für den unteren, Khaine den oberen Mahati. Ihr schmäht zu Recht. Ich habe versagt. Wenn Ihr mich töten wollt, dann tut es. Ich verdiene es nicht anders. Khaine wird sich statt meiner Eurer Amazone annehmen.“

Die Erinnerung endete damit, dass der Drow plötzlich zusammen sackte und ein bunt gefiederter Pfeil aus seinem Rücken ragte.

"Eine... ominöse Botschaft. Danach reisten wir getrennt weiter. Ich trug Asarra auf meinem Rücken über die endlosen Dschungel von Isua."  Danglathas bekam das Gefühl von Wärme, die Geräusche vieler wilder Tiere und den Anblick des fast ungebrochenen grünen Blatterdachs von Magnrovenwäldern und anderen exotischen Bäumen und Gewächsen zu sehen, als auch die bunt gefiederten Vögel, gepunkteten Raubkatzen und anderer Tiere jener Umgebung.

"Und dann gelangten wir endlich zur Siedlung der Amazonen, die auf unsere Hilfe zählten. Kurz um, mussten wir einen Krieg zwischen ihnen und den Jaguarkriegern verhindern. Deshalb auch die Prophezeiung. Die Jaguarkrieger hatten unterdessen unsere Gruppe überfallen und zwei der Mitglieder verschleppt. Diese würden wir erst später wieder beim Tempel des Orakels wiedertreffen..."  Die leicht verfallene Siedlung der Amazonen zeigten er nur kurz. Sie sah nicht wie etwas aus, dass die Amazonen selbst erbaut, sondern von anderen erobert hatten. Die Löcher in den Mauern, der leicht verfallene Zustand von Straßen und Gebäuden deutete jedenfalls darauf hin. Und dann war da der Tempel selbst, eine halbe Tagesreise entfernt. Ein prächtiger Bau, eine Pyramide aus Stein, die sich über den umgebenden Dschungel erhob. 

"Es... nun... der ganze Streit lag daran, dass die Königin dieser Amazonen mit ihren engsten Kriegerinnen verschwunden war, als diese versuchten sich mit den Anführern der Jaguarkrieger zu treffen. Ich hatte gleich meine Zweifel, was die Schuld dieser Menschen anging. Es roch zu sehr nach einem dritten Spieler und die Aussage des Drow bestätigte mich in meinem Verdacht. Es war auch die Mondfrau, also die Schamanin der Amazonen, Kirke, die weiter auf einen Krieg hinarbeitete. Sie war... respektlos gegenüber allem und jedem. Es sollte sich noch herausstellen, dass sie hinter dem Verschwinden der Amazonenkönigin steckte... und überhaupt keine Amazone war, sondern ein Dämon. Doch letzters wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. Stattdessen wurden wir dort in den Tempel geführt und von der Hohepriesterin empfangen. Wir, nun, wir mussten all unseren Besitz zurücklassen. Von allen Dingen auf dieser Reise war dies fast die schlimmste Begebenheit. Ich gab meine Schätze nur sehr ungern in die Obhut dieser Priesterschaft... doch anders als die Naka Duskeal sollte ich nicht die Prüfungen des Tempels ablegen um zum Orakel zu gelangen, sondern wurde von den Anderen fortgeführt."

Von den Terassen des Tempeläußeren und der wunderschönen, symmetrisch Gärten hinein in das riesige Gebäude, wo alle Wände mit Reliefs und anderen gemeißelten Bildern geschmückt waren.

"Wir kamen zu einem Spiegel, wohl einem alten Artefakt der Lichtelfen. Von hier an wird die Geschichte ein wenig merkwürdig. Nur als Warnung. Wir durchschritten diesen schmalen Spiegel und gelangten an einen völlig anderen Ort, an dem uns die beiden Altdrachen bereits erwarteten."

Es folgte das Gefühl von Nichts, welches nur ganz kurz anhielt, als sei er selbst gar nicht vorhanden, bevor er an einen anderen Ort wieder auftauchte. Der Raum war geschmackvoll eingerichtet aber auch sehr reich geschmückt und groß genug um mehrere alte Drachen zu beherbergen. Ihm wurde von dem Plan erzählt die Essenz der Drachenritter zu ernten. Wie er diesem Plan zustimmte, da er nicht offen gegen die Beiden stehen konnte und sie wieder durch den Spiegel gingen. Jener Ort war zerstört. Nur einzelne Inseln hingen im Nichts, doch auf einer davon... Die Erinnerung wurde undeutlich und er musste seine Zähne zusammenbeißen, als ihn plötzlicher Schmerz schüttelte. Irator grollte. Kurz wurde ihm schwarz vor Augen und er schnappte nach Luft, bevor er sich wieder fing. Sein Kopf pochte entsetzlich und er beschloss sich kurz hinzulegen.

"Ein Ort mit allem Wissen . Alles was... hhhrrrr... ein Hort..." , seine Gedanken wurden undeutlicher, bis er es ganz aufgab und die Vision verblasste. Seine Zunge fühlte sich ein wenig dick an. War es schon immer so warm in dieser Höhle gewesen?

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Danglathas

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #9 am: Mi., 21. Nov 2018, 23:17 »

Der Knochen des Hinterlaufs zerbrach knackend zwischen Danglathas Zähnen, als sie darauf herum kaute. Sie schaffte es spielend gleichzeitig der Geschichte zuzuhören, die der zweigeteilte Eisdrache ihr erzählte und stellte ihm sogar Zwischenfragen - einer der Vorteile, wenn man das Maul nicht zur Kommunikation benutzen musste.

Bei den Amazonen gibt es nur Weibchen?

Erstaunt unterbrach sie das Fressen, um Darius fragend anzusehen. Sie wusste, das es sich bei Amazonen um kriegerische Weibchen handelte, die sich mutig in den Kampf stürzten und häufig recht kräftig gebaut waren. Aber sie hatte immer geglaubt das bei ihnen die Männchen, anders als bei den anderen Menschen, zu Hause saßen und die Kinder hüteten.

Aber wie legen sie denn dann ihre Eier? Ich meine wie bekommen sie Nachwuchs ohne Männchen?

Irgendwie wollte sich ihr die Antwort auf diese Frage nicht erschließen. Darius berichtete weiter, doch daran, das er ein Boot für die Weichschuppen gezogen hatte schien Danglathas sich nicht zu stören. Im Gegenteil, ihr fiel es nicht einmal auf, das das nicht selbstverständlich sein könnte. Als der Eisdrache weiter erzählte und seine Geschichte spannender wurde, vergass die Feuerdrachin sogar die Ziege vor ihren Klauen und sah nur noch Darius an. Durch die Bilder und Gefühle, die er ihr zu seinen Worten schickte, hatte sie den Eindruck das Geschehen selbst mit zu erleben. Es war aufregend und gefährlich zugleich. Ein Glück, das sie schon wusste das alles gut ausgegangen war, denn sonst würde Darius nicht wohlbehalten vor ihr sitzen.
Schließlich kam er zu der Stelle mit dem Spiegel, und als er Bilder von den uralten Drachen sandte wurden Danglathas Augen groß.

Wie mächtig sie sein müssen. Hast Du ihr Vorhaben verhindern können? Was ist mit dem Ort gesch... Darius? Darius! Ist alles in Ordnung?

Als die Bilder aufhörten legte Danglathas den Kopf schief betrachtete den Eisdrachen genauer. Noch immer wusste sie nicht, was genau ihn verändert hatte, aber wenn sie hätte raten sollen, hätte sie auf irgendetwas getippt, das dort in der Halle geschehen war.

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Darius

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #10 am: Mi., 21. Nov 2018, 23:45 »

Sein Kopf pochte ganz entsetzlich, als er versuchte sich an die weiteren Ereignisse zu erinnern. Ein wenig konnte er noch erzählen, aber was würde Sie dann über ihn denken? Es war etwas viel zu bewegendes geschehen um es in bloße Worte zu fassen, doch gleichzeitig konnte er es ihr nicht zeigen, da er sich an einen großen Teil gar nicht erinnern konnte.

"Gebt... gebt uns einen Moment."
, bat Darius und grollte leicht, als er seinen Kopf schüttelte um wieder etwas klarer denken zu können. Irator war versucht wieder aufzustehen, entschied dann doch dafür liegen zu bleiben, als sich seine Beine für den Moment zu wackelig anfühlten. "Lasst es mich zusammenfassen. Die Alten zeigten uns ihr Ziel, diesen Hort an Wissen zu erreichen, doch dazu benötigten sie die Essenz, die Seelen der Drachenritter, um den Eluvian - ihren Spiegel - auf jenen Ort ausrichten zu können. Sie brachten uns wieder durch den Spiegel an einen anderen Ort, die Kammer des Orakels, welches sich als eine Quelle herausstellte. Das Orakel war wohl eher eine Art philosophische Prüfung, nach dem was ich später gehört hatte... und so weiß ich auch nur was wenig später passiert ist."

Er schluckte kurz. Diese Erzählung war schon jetzt lang, aber er hatte nicht mehr viel vor sich. "Wir konnten ihnen die Naka Duskeal nicht ausliefern, daher versuchte ich das Ritual zur Ernte der Seelen auf die beiden Alten umzuleiten. Ich kann mich nur an weniges danach erinnern. Einem von ihnen gelang es die Magie zu bändigen... Asarra erzählte mir später, dass jenes Ritual auch meine Seele durch den Spiegel gezogen hatte... und dass wir dortt drinnen gespalten wurden. Darius kämpfte gegen mich, als... als er unter dem Einfluss des Seelenrestes der Schwarzdrachin stand, die uns in Zesch'Zach'arr wiederbelebte. Irgendwie gelang es mir den Sieg dabei zu erringen. Asarra brachte meine Seelenhälften in einem Edelstein wieder aus jener anderen Welt zurück und ich erwachte wieder in der Quelle des Orakels."

Er hatte ihr nicht alles gesagt, aber besonders gut konnte er sich auch nicht erinnern. Sein Schweif war unruhig während er all dies erzählte, diesmal aber jegliche Bilder und Erinnerungen ausließ. "Nun, am Ende kam heraus, dass die Alten uns nur testen wollten. Um uns für würdig zu befinden, den Bund der Drachenritter neu zu festigen... und sie uns mit dieser Aufgabe betrauten."
« Letzte Änderung: Mi., 21. Nov 2018, 23:54 von Darius »
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Danglathas

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #11 am: Di., 27. Nov 2018, 00:29 »

Danglathas war zutiefst beunruhigt. Auch wenn Darius versuchte sich nichts anmerken zu lassen, so wurde ihr allein durch seine andere Art weiter zu erzählen klar, das es ein einschneidendes Erlebnis gewesen sein musste. Die Feuerdrachin kam näher an ihn heran, und beobachtete angespannt und sehr genau jede kleinste Reaktion von ihm. Zu behaupten, das es ihm gut ging, wäre wohl eine glatte Lüge gewesen, denn er sandte keine Bilder oder Eindrücke mehr. Trotzdem hätte Danglathas auch nicht gewusst, was sie für ihn hätte tun können. Wenn doch nur Myriel da gewesen wäre...

Moment mal, ihr habt Euch gegen zwei uralte Drachen gestellt? Bist Du lebensmüde?

Mit großen Augen sah Danglathas Darius an. Seine Seele, oder wie auch immer man sein zweigeteiltes Wesen bezeichnen mochte war auseinander gerissen worden? Wie nah musste er dem Tod gewesen sein? Denn eines stand für Danglathas unwiderruflich fest: so, wie sie Darius Wesen spürte, konnte er nicht ohne Irator existieren und umgekehrt. Sie waren zwei Bruchstücke eines Ganzen, und nahm man nur einen Teil davon, so würde immer ein Stück fehlen. Die einzige Möglichkeit ihn wieder "ganz" zu machen, sah Danglathas darin die zwei zu einer Seele zu verschmelzen, doch auf seinem Abenteuer war genau das Gegenteil geschehen. Kein Wunder, das die beiden Teile sich mit aller Kraft umschlungen hielten...

Ihr habt gegeneinander gekämpft? Das darf doch nicht wahr sein. Ich will mir gar nicht vorstellen was passiert wäre, wenn einer von Euch den anderen vernichtet hätte....

Danglathas Schwanz fegte beunruhigt über den Höhlenboden. War dieser neue Zustand von Darius eigentlich stabil?

Wie bitte? Das Ganze war lediglich eine Prüfung? Sie setzen Euer Leben aufs Spiel für einen bescheuerten Test? Ooh diese vermaledeiten überheblichen uralten Drachen. Zur Hölle mit ihnen und ihrem selbstgefälligem Gehabe. Weißt Du jetzt warum ich mit dem Drachenhort nichts zu tun haben will? Es interessiert die Alten einen feuchten Kehricht ob wir leben oder sterben. Sie glauben über allen Dingen zu stehen, und es ist ihnen völlig egal, was mit ihren Nachkommen passiert. Das darf doch alles nicht wahr sein.

Empört wuselte die Drachin inzwischen um Darius herum. Still sitzen bleiben konnte sie inzwischen nicht mehr. Sie beäugte seine veränderten Schuppen und die neuen Farben ganz genau, schnaubte immer wieder empört durch die Nüstern undgrummelte etwas unverständliches vor sich hin.

Also ist die dunkle Färbung verschwunden weil Du Dich sozusagen von Darius abgelöst hast Irator? Wie lange könnt ihr in diesem Zustand bleiben? Es muss doch ermüdend sein diesen Klammergriff zu halten oder etwa nicht
« Letzte Änderung: Di., 27. Nov 2018, 14:37 von Myriel »
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Darius

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #12 am: Di., 27. Nov 2018, 14:22 »

Er begegnete den Blick von Danglathas kühl und erstaunt zugleich. "Mein Leben ist ist viel zu ereignisreich, als dass ich ihm bereits müde sein könnte." , beantwortete er ihr - sicher eher rethorisch gemeinte - Frage. "Ich habe schon Gefährlicheren Wesen als diesen Beiden gegenübergestanden." , setzte er dann noch lankonisch hinzu, so als ob es für ihn der logischste Schritt gewesen wäre, sich schon fast offen gegen die Alten zu wenden.

Da ihm momentan nicht nach Bewegung war, drehte er nur seinen Kopf als sie begann um ihn herumzuwuseln und wartete auf eine Gelegenheit selbst seine Gedanken zu der Unterhaltung beitragen zu können, ohne seine Flamme zu unterbrechen.
Unbewusst präsentierte er ihr jedoch seinen neu gefärbten Rückenkamm, damit sie ihn inspizieren konnte.

Einzig eine ihrer Aussage traf ihn tief. "...und es ist ihnen völlig egal, was mit ihren Nachkommen geschieht..." Er zog scharf die Luft durch seine Nüstern ein und ganz kurz fletschte er seine Zähne, bevor er seinen Blick senkte, um sich wieder zu beruhigen. Es schmerzte ihn zugeben zu müssen, dass sie mit ihrer Aussage nur zu sehr an der Wahrheit rüttelte.

Schließlich schüttelte er seinen Schädel und sah wieder auf, um ihrem Blick zu begegnen und begann ein wenig niedergeschlagen, obwohl sich dies auch langsam wieder besserte. "Der Reihenfolge nach: Nicht wir haben gegengeinander gekämpft, sondern ich habe gegen mich selbst gekämpft. Es gibt kein Wir sonder nur ein Ich.Und dann auch nur aufgrund eines äußeren Einflusses. Ich weiß wie verwirrend dies sein kann, denn ich lebe selbst damit. Jeden Tag, seit Jahren."

Sein Schweif kam nun auch in Bewegung, da Danglathas Unruhe ihn ansteckte. "Egal was die Alten denken, so interessiert es MICH jedoch, ob wir leben oder sterben und ich habe mich mehr als einmal ihren Zorn und Launen ausgesetzt, um mehr über mich selbst und mein Potential von Ihnen zu lernen.", gab er ihr mit Nachdruck seine Einschätzung zu ihrer Empörung. Genausogut konnte man sich darüber aufregen, dass Wolken am Himmel hingen oder die Sonne schien. Es war nunmal so und daran konnte man wahrlich wenig ändern.

Dann stand er doch auf, als sie ihn fragte, wie lange er diesen Zustand und die Mühe ertragen konnte. Er ging ganz nahe an sie heran und rieb seine Schnauze an ihrem Hals. "Alleine deine Anwesenheit macht die Mühe bereits erträglich. Ich werde es solange aushalten wie es sein muss, um wieder zusammengefügt zu werden. Ich trauere gewiss nicht darum, dass Côrs Einfluss durch jene Ereignisse aus mir vertrieben wurde.", versuchte er Sie zu beruhigen, egal wie schmalzig es klingen mochte.

Er hatte allerdings auch nicht vergessen, weswegen er hierher gekommen war. "Für den Moment lässt sich jedoch nichts daran ändern. Lass mich dir stattdessen deine anderen Fragen beantworten, welche du mir vor einiger Zeit gestellt hast. Genauer gesagt wie es sich anfühlt einen Seelenpartner zu haben... denn ich glaube das zumindest der Anfang einer solchen Verbindung zwischen mir und der Amazone besteht, die meine Seele wieder zu meinem Körper brachte."

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Danglathas

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #13 am: Fr., 30. Nov 2018, 18:42 »

Als der Eisdrache versuchte seine Irrsinnsidee sich gegen zwei uralte Drachen zu stellen herunterzuspielen, warf Danglathas ihm einen vorwurfsvollen Blick zu. Es mochte durchaus sein, das ihm schon gefährlichere Gegner gegenüber gestanden hatten, aber gutheißen musste sie sein Tun deshalb noch lange nicht.

Wir, ich – versuch bloß nicht Dich jetzt mit solchen Haarspaltereien herauszureden. Du weißt ganz genau was ich gemeint habe!

Sie stieß erneut ein Schnauben aus. Wie konnte er bei alldem nur so ruhig bleiben? War das Naturell eines Feuerdrachen generell so verschieden von dem eines Wasserdrachen, oder lag es nur an ihrer eigenen Persönlichkeit?

Ich kann nicht verstehen, dass Du Dich derart ihrem Gutdünken unterwirfst, aber das ist Deine Entscheidung. Wegen mir können sie sich ihr Wissen dorthin stecken, wo die Sonne nie scheint. Pff.

Die aufgeregte Drachen beruhigte sich erst wieder, als Darius näher kam und seinen Kopf an ihrem Hals rieb. Ihr Ärger wich der Sorge um sein Wohlbefinden, und sie tat es ihm nach und rieb ihren Kopf an seinem.

Ich wünschte ich könnte irgendetwas tun, um Euch... Dir zu helfen. Warte mal – hast Du eben gesagt Côrs Einfluss ist aus Dir verschwunden? Was ist mit der Schwarzdrachin? Ist ihr Seelenrest auch weg?

Prüfend sah sie dem Eisdrachen in die Augen, als ob sie die Antwort dort erkennen könnte, was natürlich völliger Unsinn war. Es schien ihr sogar wichtiger zu sein, als ihre vor vielen Wochen gestellte Frage nach einem Seelenpartner, auch wenn sie seine Worte nicht völlig außer Acht ließ.

Du hast also eine Seelenpartnerin? Wie fühlt sich das an? Wie wird so ein Bund eingegangen? Und muss ich jetzt eifersüchtig auf sie sein?

Bei der letzten Frage trat ein belustigtes Funkeln in ihre Augen, denn ein menschliches Wesen würde sie niemals als Konkurrenz ansehen.

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Darius

Re:iba oposs shafaer jonali
« Antwort #14 am: Fr., 30. Nov 2018, 19:55 »

Danglathas Sorge rührte ihn tatsächlich, aber ihr Gebaren war zugleich frustrierend und amüsierend. Sie war ein echter Dickkopf, das musste er ihr lassen und er konnte ihre Haltung durchaus nachempfinden. Bisher hatte sie wenig Glück mit älteren Artgenossen gehabt... vielleicht konnte er ihr bei Gelegenheit selbst helfen, wenn sie ihn ließ.

Vom Wesen her war er allerdings entspannter als Sie es war. Feuerdrachen eben.

Er schnaubte jedenfalls vergnügt, als er sich ihren Vorschlag bildlich vorzustellen versuchte und grollte vor Zufriedenheit, als sie seine zärtliche Geste erwiderte. "Ich kann dir nicht sagen, was genau geschehen ist, denn ich habe keine Erinnerung daran. Was die Schwarzdrachin jedoch angeht." , hier flimmerten Darius Augen kurz und nahmen das dunkle von Irator an, als er zweimal blinzelte und die Augen wieder normal wurden. "Ich fürchte sie ist noch da. Wir werden schon einen Weg finden sie loszuwerden."

Wie genau man das erreichen konnte, war ihm zwar selbst nicht ganz klar, aber es musste einen Weg geben. Jetzt hatte er ihr etwas interessanteres zu berichten. Mit seinen Fängen nippte er leicht an den Schuppen ihres Nackens. "Asarra ist eine Kampfgefährtin, aber sie sieht bei weitem nicht so gut aus wie du." , schmeichelte er ihr, da sie ihn seinen Augen wirklich ein attraktives Drachenweibchen war.

"Von ihr habe ich auch mehr über die Kultur der Amazonen erfahren. Es ist eine Gemeinschaft von Weibchen, die ein hartes Leben einem bequemen vorziehen und Männchen höchstens zur Fortpflanzung gebrauchen, da sie ihnen so gar nicht vertrauen. Sie suchen sich sogar andere Weibchen als Lebenspartner. Asarra lebt jedoch schon seit einiger Zeit in Dragonia und hat sich mehr an die hiesigen Gepflogenheiten angepasst. Jedenfalls hat sie weniger Probleme mit Männchen."

Es war schön Zeit mit Danglathas zu verbringen und ihr darüber zu erzählen, wenn er so traf und was er über die Welt und die Wesen darin erfuhr. Es war irgendwie unbeschwert.

Schließlich zog er sich dann doch ein wenig von ihr zurück, um sie wieder ansehen zu können. "Was das Gefühl angeht, so ähnelt es ein wenig der Gedankensprache. Ich kann sie selbst hier fühlen, weit weg von Drachenauge und wenn sie es zulässt, kann ich auch erahnen was sie fühlt. Ich denke dieses Band hat sich durch all das gebildet, was wir gemeinsam erlebt haben, aber ich kann nicht beurteilen, ob es sich um einen echten Seelebund oder etwas anderes handelt."

Darius blinzelte wieder, kaum dass er mit seiner Erklärung fertig war und Irator, mitsamt seinen dunklen Augen saß vor ihr.  Er starrte sie kurz an und ließ dann seinen Blick durch ihren Hort schweifen. Er brummte leicht ungehalten. "Darius hängt sehr an dieser Naka Duskeal... und auch an dir, Danglathas. Vielleicht gibt es ja etwas, das mich ebenfalls interessieren könnte. Wie steht es um deine magischen Kenntnisse?",  fragte er ganz unverfroren. Als Ziehtochter von Myriel dürfte sie einiges Wissen, besonders da sie so stolz auf diesen Umstand war, dass sie die Lehre älterer Drachen ablehnte.
« Letzte Änderung: Fr., 30. Nov 2018, 19:55 von Darius »
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