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   Autor  Thema: Torfstecherei (NSC-Geschäft) (Gelesen 1671 mal)
Askladd

Re:Torfstecherei
« Antwort #45 am: Sa., 20. Apr 2019, 10:52 »

„Gut so, auch ein Prinz muss lernen, dass es Grenzen gibt, wie weit er über andere bestimmen kann“, bemerkte Askladd, der anscheinend nicht bemerkt hatte, wie unangenehm Arinna das Thema war. Zum Glück brachte ihn ihr nächster Satz schon wieder auf andere Gedanken. „Lichtung? Aber die Erzählerin hat ihre Geschichte doch in einem Lagerhaus vorgetragen. Tordis, die Torfstecherin war da.“ Sie fiel ihm wohl als erstes ein, weil er zum Torfstich unterwegs war. „Und Shikra und dieser Herr von… der so riecht“, zählte er auf. “Aber dich habe ich nicht gesehen und Sir Christian auch nicht und diese gesprächige Ponika müsste dann ja auch real sein…“ Das war schon wirklich sehr sonderbar.

In Gedanken an diese Erlebnisse versunken bemerkte der Nordmann nicht, dass Arinnas nächste Worte wohl vor allem dazu dienten ihn loszuwerden. „Oh, ich brauche auch Torf“, bemerkte er freudig. „Wie viele Pfeile möchtest du denn herstellen? Ich habe Federn für fast zehn Bündel in meinem Forsthaus. Du bist doch auch Bognerin. Wie lange trocknest du das Haselholz für einen Bogen und wann schlägst Du es? Hast Du schon einmal mit dem Holz des Elfennussbaumes gearbeitet? Es soll sehr gut für Bögen geeignet sein, wächst in meinem Forst aber leider nicht…“ Die Hand, die seine Kollegin ihm hinstreckte, schüttelte er zwar, aber an Abschied schien er nicht zu denken.

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Arinna von Hohenfels

Re:Torfstecherei
« Antwort #46 am: Mo., 22. Apr 2019, 16:33 »

Diese ganze Geschichte wurde immer seltsamer, denn Asklaad behauptete in einem Lagerhaus der Geschichte zugehört zu haben. Arinna fuhr sich mit der Hand durchs Gesicht. Das war ihr zu verworren um noch länger darüber nachzudenken. Doch sie sollte der Situation noch nicht entfliehen können. Asklaad schüttelte ihr zwar die Hand, aber er schien nicht begriffen zu haben, das es eine Abschiedsgeste sein sollte.

Oh, nur ein Bündel Flammenpfeile, das sollte fürs erste hoffentlich reichen. Und wenn ich diesen Wölfen das nächste Mal begegne, zünde ich ihnen ihr verdammtes Fell an.

gab die junge Frau mit finsterem Gesichtsausdruck von sich. Sie hatte den Tieren ihre Angriff noch immer nicht verziehen. Inzwischen lief sie weiter die Strasse entlang und hielt auf die Hütte zu, an der der Torf verkauft wurde und der große Mann an ihrer Seite fing an ihr Fragen zu stellen. Hatte Asklaad nicht erwähnt das er selbst Bogner war? Oder hatte sie es falsch in Erinnerung und er war nur ein Förster? Sollte er nicht wissen, wie lang mal das Holz für einen Bogen trocknen ließ?

Normalerweise trockne ich das Holz für einen Bogen zwischen sechs und zwölf Monden, wenn es trocken und geschützt lagern kann. Hasel hat den Vorteil, das sie nicht so schnell Risse bildet wie andere Holzarten, daher kann man sie auch in warmen Räumen trocknen. Das heißt man kann nach gut zwei Wochen weiter arbeiten. Aber Du musst darauf achten, das Du keine zu dicken Stämme nimmst, sie dürfen maximal so dick sein...

sie zeigte mit den Fingern eine Abstand von einigen Zentimetern an

... damit man sie nicht spalten muss, und Du musst sie vor dem Trocknen entrinden. Und nein, ich habe noch nicht mit Elfennussbaum gearbeitet. Ich lebe noch nicht so lange in Sha´Nurdra und bin froh, das ich überhaupt in der Bognerei arbeiten darf. Aber warum interessiert Dich das alles so sehr? Bist Du nicht zufrieden hier in Drachenauge?

Sie hatten den Verkaufsstand erreicht und Arinna wandte sich der Angestellten zu.

5 Torf hätte ich gerne.

+ 5 Torf
- 25 gm

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Askladd

Re:Torfstecherei
« Antwort #47 am: Mo., 22. Apr 2019, 18:27 »

„Mach das“, erwiderte Askladd mit einem ungewohnt grimmigen Gesichtsausdruck. Auch er war nicht gut auf Wölfe zu sprechen. „Wenn Du Dir den Weg zum Zuchtstall sparen willst, kann ich Federn für ein oder zwei Bündel Pfeile erübrigen.“ Sie waren recht günstig im Einkauf und brauchten wenig Platz. Darum hatte er immer recht viele auf Lager. „Brauchst Du sonst noch etwas?“

Der Themenwechsel zu Bogenhölzern lockerte die Stimmung nach den Wölfen wieder etwas. „Du hattest erwähnt, dass man Haselholz früher bearbeiten kann. Aber schon nach gut zwei Wochen, das übertrifft meine Erwartungen.“ Es war ihm anzusehen, dass er darauf brannte sich selbst an einem solchen Bogen zu versuchen. „Ich verwende gerne Ulme und auch viel Eibe, weil solche Bögen hierzulande sehr gefragt sind. Die Hölzer in Dragonia haben auch andere Eigenschaften, als in meiner Heimat. Birke ist hier beispielsweise sehr viel weicher, weil sie so weit im Süden so schnell wächst. Es gibt noch so viel zu entdecken.“

Es musste sich förmlich der Verdacht aufdrängen, dass der Förster stundenlang über Holz und Bäume reden konnte. „Oh doch, ich bin zufrieden. Aber es wäre interessant mal mit exotischen Hölzern zu arbeiten. Ich habe einen Bogen, bei dem ich selbst nicht genau weiß, vorher das Material stammt. Vielleicht von den singenden Inseln… Wie geschickt bist du eigentlich im Instrumentenbau?“ Im Norden hatte er sich damit nie herumschlagen müssen.

Askladd wartete höflich ab, bis Lena die fünf Torfstücke für Arinna hergerichtet hatte, ehe er selbst zehn davon bestellte. „Ich hoffe Dronky war nicht zu stur“, bemerkte er mit Blick auf die Eselin, die er für eine Lieferung an den Torfstich ausgeliehen hatte. In den Gassen der Hauptstadt war der Ochsengespann, das sie hier verwendeten, nicht zu gebrauchen. „Überhaupt nicht“, versicherte das Mädchen. Schön langsam bekam der Bogner den Verdacht, dass das Vieh nur mit ihm auf Kriegsfuß stand. “Soll ich deinen Torf ein Stück mitnehmen?“, fragte er, während er seinen Kauf schon einmal auflud, an Arinna gewandt.

+10 Torf
-50 GM

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Arinna von Hohenfels

Re:Torfstecherei
« Antwort #48 am: Di., 23. Apr 2019, 22:42 »

Nun, wenn Du die Federn entbehren kannst...

Plötzlich legte Arinna den Kopf schief, als ihr ein Gedanke durch den Kopf schoss, den sie sofort und rein vorsichtshalber gleich richtig stellen wollte.

Aber nur, wenn ich Dir die Federn bezahlen kann.

Nicht das Asklaad noch auf falsche Ideen kam. Sie schätzte den Nordmann zwar nicht so ein, das er irgendwelche Hintergedanken hegte, aber sie kannte ihn schließlich kaum und außerdem konnte man nie wissen. Es war immer besser, die Fronten gleich zu klären bevor es Missverständnisse gab.

Oh, ja, ich brauche auch noch Erz, und Leder für einen Bogen und Flachs für ein paar Fackeln. Hast Du eine Ahnung, wo man Flachs kaufen kann? Ich habe in Drachenauge noch nirgendwo welchen entdecken können.

Plötzlich schien der sonst so ruhig wirkende Asklaad aus sich heraus zu kommen, denn er erzählte von den Bäumen seiner Heimat, den Unterschieden zu den einheimischen Gehölzen und vieles mehr. Arinna konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, das der Nordmann völlig in seinem Beruf aufging und fühlte sich von der plötzlichen Schwemme an Informationen und Fragen ein wenig überfahren, vor allem als Asklaad abrupt das Thema von Bögen zu Instrumenten wechselte.

Ähm, was? Instrumente... ich habe noch nicht sehr viele gemacht. Einmal eine Flöte, und ich habe letztens dabei zugesehen wie Vinyaral eine Harfe gefertigt hat. Ich glaube die Elfen spielen viele Instrumente.

Zumindest sangen sie häufiger, als sie es aus Menschensiedlungen gewohnt war. Vermutlich würde sie also in den nächsten Monden mehr mit Instrumentenbau zu tun bekommen. Als Asklaad fragte, ob er ihren Torf mit aufladen sollte, wirkte Arinna unschlüssig.

Ich weiß nicht. Ist der Weg zum Forsthaus denn kürzer als bis zum Gutshof? Wegen der Federn, meine ich.
« Letzte Änderung: Mi., 24. Apr 2019, 07:54 von Myriel »
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Askladd

Re:Torfstecherei
« Antwort #49 am: Di., 23. Apr 2019, 23:47 »

„Kannst Du“, versicherte Askladd und verzichtete auf den Nachsatz, dass es aber nicht nötig wäre. Ihm war schon aufgefallen, dass es hierzulande nicht so selbstverständlich war das, was man hatte, mit anderen zu teilen, wie er es aus einem Heimatdorf gewöhnt gewesen war. Und er wollte nicht aufdringlich wirken. “Ich kaufe den Flachs immer in der Gerberei und Weberei in Nighton. Da muss ich wegen des Leders ohnehin regelmäßig hin“, gab er bereitwillig Auskunft.

Danach verlor er sich ein wenig in seinem Gerede über die Arbeit. Er kannte außer dem alten Tann keinen anderen Bogner in diesem Land. Und es tat gut sich auch mal mit jemand jüngeren austauschen zu können. „Irgendwie scheinen sie hier von einem Bogenbauer zu erwarten, dass er auch Instrumente fertigen kann“, erklärte er. „Und da bin ich wirklich nicht gut drin. Mein Vorgänger meint, dass das wegen meiner Ohren auch nichts mehr wird. Da sind mir Armbrüste lieber. Gevatter Cranneg hat mir geholfen die Mechanik zu verstehen und seither werden die immer besser. Hast Du schon einmal eine Armbrust gebaut?“

Als Arinna nach den Entfernungen fragte, überlegte der Nordmann einen Moment. “Es dürfte etwa gleich weit sein. Aber zum Forsthaus kommen wir, ohne in die Stadt zu müssen. Der Zuchtstall liegt mitten in Drachenauge. Seltsam, oder?“
« Letzte Änderung: Di., 23. Apr 2019, 23:48 von Phelan »
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Arinna von Hohenfels

Re:Torfstecherei
« Antwort #50 am: So., 28. Apr 2019, 22:21 »

Oh, das trifft sich ja gut, Leder muss ich ohnehin noch besorgen.

entgegnete Arinna zufrieden und machte sich eine Notiz auf ihrem imaginärem Einkaufszettel. Als Asklaad ihr erklärte, das er nicht gut im Instrumentenbau sei, hakte die junge Frau jedoch nach.

Was hat der Bau von Instrumenten denn mit Euren Ohren zu tun? Das verstehe ich nicht. Um eine Flöte zu bauen, muss man kein Musiker sein.

stellte sie ihrerseits fest und schüttelte dann mit dem Kopf.

Nein, Armbrüste sind mir noch recht fremd, ich habe erst vor kurzem das erste mal eine in der Hand gehabt. Der Mechanismus scheint mir recht kompliziert zu sein. Du bist nicht zufällig gerade dabei eine zu bauen? Ich mache Dir einen Vorschlag, Du erklärst mir wie so eine Armbrust gebaut wird, und ich zeige Dir worauf man bei einer Flöte und Harfe achten muss.

Dann würde sich der Weg zum Forsthaus doppelt lohnen. Und ein Zuchtstall, der mitten in der Stadt lag, klang tatsächlich irgendwie suspekt.

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Askladd

Re:Torfstecherei
« Antwort #51 am: So., 28. Apr 2019, 23:14 »

„Ja, das lässt sich immer sehr gut verbinden“, stimmte Askladd zu. Wegen nur einem Rohstoff den Weg bis nach Nighton auf sich nehmen zu müssen, hätte er auch recht ärgerlich gefunden. Als Arinna nach dem Zusammenhang zwischen seinen Ohren und Instrumenten fragte, musste er etwas weiter ausholen: „Ich höre wirklich sehr schlecht. Wie viele Vögel hörst du gerade singen?“ Er wartete ein paar Augenblicke. “Also ich höre keinen davon. Zumindest bin ich mir nicht sicher. Das liegt am Hämmern. Mein Vater hatte eine Schmiede und ich habe als Junge oft den Blasebalg bedient. Alle in unserer Familie haben schlecht gehört.“

Als die junge Frau seine Frage zu den Armbrüsten beantwortete, nickte er zu ihrem Vorschlag. „Das dachte ich am Anfang auch. Aber wenn man mal weiß worauf es ankommt, ist es nicht so schwer. Und ich bin immer dabei eine Armbrust zu bauen. Außerdem habe ich ein paar fertige vorrätig, bei denen wir uns die Mechanismen in leicht abweichenden Variationen ansehen können.“ Er war viel am Experimentieren. “Wenn du Metallteile dafür brauchst, bist du bei Cranneg in Nighton an der richtigen Adresse. Er weiß gleich wovon du sprichst und ist immer offen für neue Ideen.“

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Arinna von Hohenfels

Re:Torfstecherei
« Antwort #52 am: Di., 30. Apr 2019, 11:10 »

Wie viele Vögel ich gerade höre?

Arinna sah Asklaad leicht irritiert an, weil sie nicht direkt verstand worauf er hinaus wollte. Trotzdem lauschte sie gehorsam einen Moment und antwortete dann auf seine Frage.

Vier. Zwei Spatzen, eine Taube, und dort hinten auf dem Feld krächzt eine Elster. Aber warum fragst du mich das?

Die Erklärung folgte auf dem Fuß. Der Blick, mit dem die junge Bognerin den Nordmann nun bedachte, war mitleidig. Wie schrecklich war es, wenn man den Wald so sehr liebte wie er, und nicht einmal das Trillern der Vögel darin hören konnte.

Das tut mir leid für dich Asklaad. Es muss schlimm für dich sein. Ich kann Dir trotzdem ein paar Kniffe zeigen, die Dir dabei helfen können Instrumente herzustellen.

versprach sie und griff nach einem ihrer Torfziegel um ihn auf den Wagen zu laden. Denn wenn es etwas zu lernen gab, stand Arinna meist wissbegierig in der ersten Reihe, und daher stand für sie jetzt fest, das sie Asklaads Angebot annehmen würde.

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Askladd

Re:Torfstecherei
« Antwort #53 am: Di., 30. Apr 2019, 19:20 »

Askladd zuckte mit den Schultern. „Ich bin es nicht anders gewöhnt“, erwiderte er. „Die vielen Stimmen des Waldes verschwimmen für mich zu einem einzigen Rauschen. Aber so klingt für mich der Wald eben und ich mag seinen Klang. Schwieriger finde ich es wenn zu viele Leute um mich herum sind und gleichzeitig reden. Auch ihre Stimmen verschwimmen zu einem einzigen Rauschen und ich verstehe kein Wort mehr.“ Das waren die Situationen, in denen ihm bewusst wurde, dass ihm etwas entging das für andere selbstverständlich war.

„Du kannst mir trotzdem helfen? Das ist wunderbar. Der alte Tann ist zwar ein guter Instrumentenbauer, aber er macht alles seit vielen Jahren auf seine Weise und es fällt ihm schwer sich auf einen Schüler einzustellen, der mit diesen altbewährten Methoden nichts anzufangen weiß.“ Der Nordmann war schon sehr gespannt auf die Lehrstunde im Instrumentenbau und darum half er kräftig dabei mit Arinnas Torf zu verladen. Je früher sie hier aufbrechen konnten, desto eher konnte sie ihm ihre Kniffe zeigen.

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Merdarion Ni Hawk

Re:Torfstecherei
« Antwort #54 am: Mi., 15. Mai 2019, 13:38 »

Nach der Försterei war die Torfstecherei an der Reihe. Der Minenbesitzer erwarb dort 16 Torf und machte sich sogleich weiter auf den Weg in Richtung Nighton.

+16 Torf
-80 GM

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Merdarion Ni Hawk

Re:Torfstecherei
« Antwort #55 am: Mo., 18. Nov 2019, 16:22 »

Wieder einmal stand ein Einkauf für die Schmiede an und diesmal war es der Besitzer persönlich der, da er gerade in Drachenauge war dies übernahm.

Schmiede Nuru
+20 Torf
-100 GM

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