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   Autor  Thema: Apothekenturm "Quelle der Heilung" (Apotheke von Shikra) (Gelesen 5127 mal)
Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #120 am: Do., 07. Feb 2019, 19:54 »

Als Christian nochmals zu sprechen begann, neigte die Waldelfe ihren Kopf ebenfalls leicht nach vorne, als ob ihr der Hohentürmler ein großes Geheimnis anvertrauen würde.

Als Antwort nickte sie. Natürlich würde sie sich bei offiziellen Anlässen anständig verhalten. Als er ihr dann zuzwinkerte, verstand sie, was er ihr eigentlich sagen wollte und ein beginnendes Glänzen in den Augen verwandelte sich in ein Strahlen, das sich über ihr ganzes Gesicht ausbreitete.

„Sehr gerne…“
dann blickte sie auf die Münzen in ihrer Hand.
„…und vielen Dank, Christian.“
Dabei schaute sie ihm wohl das erste Mal richtig ohne Scheu oder Ehrfurcht in die Augen, sondern einfach nur freundschaftlich.

„Kann ich… kann ich dir etwas zu trinken anbieten, oder bist du in Eile, damit deine Cousine nicht warten muss?“


für die Apotheke
+120 GM

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Christian

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #121 am: Do., 07. Feb 2019, 20:16 »

Ihren Worten und Ihrem Gesichtsausdruck nach schien sie verstanden zu haben, worauf er aus war. Gut, dann war das wohl geklärt. Sie bot ihm noch etwas zu trinken an, falls er nicht in Eile war. Kurz schien er nachdenklich zu wirken, nickte dann jedoch und lächelte seine Gildenschwester wieder an.

Och, gegen einen beruhigenden Tee hätte ich nichts einzuwenden. Und da Domitia nicht weiß, dass ich heute schon vorbei komme, sollte dafür noch zeit sein.

Kurz sah er sich um und entdeckte in einer Nische einen Tisch mit Stühlen daran. Auch ein Korb mit Obst war darauf zu sehen.

Darf ich mich setzen?

Dabei schaute er der Heilerin in die Augen, aber er nahm an, dass der Tisch gerade für solche Dinge hier stand.

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Domitia di Asturien

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #122 am: Fr., 08. Feb 2019, 10:39 »

*** Shikra ***

Aus großen Augen, die Stirn in Falten und ein Ausdruck des Unwissens im Antlitz darüber, was über Pferdepflege zu wissen verlangt und dass dies als Besitzer selbst auszuführen war, sah Domitia die Apothekerin an. Die Entfernung der Exkremente oder das Putzen der Hufe stand für sie als Edelfrau außer Diskussion.

"Ein Name den zu merken sich lohnt. Die blaue Pferdeschachtel. Sie beschäftigt sich implizit mit der Pflege des Tieres? Gegen ein Entgelt wie ich wähne."

Nach dem Essen trug Shikra an aufs Dach zu steigen. "Ein Rundblick über Drachenauge? Mit Freuden, werte Shikra." 

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Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #123 am: So., 10. Feb 2019, 16:24 »

*** Christian ***

„Ja klar. Und wenn du Lust auf Obst hast, dann einfach eine Frucht nehmen.“
antwortete sie mit einem fröhlichen Lächeln und deutete dabei mit einer einladenden Geste auf ihre Lieblingsleseecke.

Er nahm sich tatsächlich noch die Zeit mit ihr einen Tee zu trinken und daher verschwand die Heilerin schnell in den hinteren Teil des Verkaufsraums, wo sie Wasser für den Tee aufsetzen konnte. Während das Wasser heiß wurde und sie ein paar Kräuter zu einer Teemischung zusammenstellte, hatte sie ein paar Minuten, um die ungewohnte Situation zu überdenken.

Einerseits freute sie sich wirklich, dass ihr Christian einen familiären Umgang zugestanden hatte, andererseits, wusste sie ja welch große Taten er vollbracht hatte und wie wenig sie daneben bisher in ihrem Leben geleistet hatte. All die Geschichten, die man über seine Heldentaten erzählte und dazu kamen die beeindruckenden Zeugnisse seiner Kunst und Macht, deren sie selbst Zeugin sein durfte; wie die gigantische Lichterkugel, die er gegen den Puppenspieler eingesetzt hatte, oder die Wiedererweckung der Drachen in der Höhle bei dem Orakeltempel.

Shikra schüttelte den Kopf. Grübeln lag ihr nicht und solche Gedanken brachten sie nicht weiter. Sie nahm sich vor, sich einfach zu freuen und es als Ansporn zu nehmen, ihre Heiler Fähigkeiten weiter zu verbessern, um vielleicht in vielen Jahren in die Nähe seiner Fertigkeiten zu gelangen.

Sie goss das heiße Wasser auf und brachte die Kanne mit der fruchtig-frischen Aromamischung an den Tisch. Sie holte noch zwei Teetassen aus dem Schrank, den vor ein paar Minuten noch Spinnweben zierten. Vorsichtig schenkte sie beide Tassen voll, nahm sich einen Apfel aus dem Korb, setzte sich und lächelte.

„Das war ein beindruckender Kampf gegen die Statthalterin mit eur…, deinem Kamel. Wie kommt man zu so einem Reittier?“
versuchte sie ein Gespräch mit ihrem Gildenbruder zu beginnen.


*** Domitia ***

„Oh, vor allem verkaufen sie Pferde und andere Tiere, aber ich denke, sie könnten auch die Versorgung übernehmen.“
Als Domitia die Bezahlung für die Pflege der Tiere ansprach, erschrak die Waldelfe kaum merklich. Sie hatte ihre Stute schon ein paar Monate bei Ardir stehen und es bisher versäumt ihn zu fragen, was der Unterhalt des Pferdes überhaupt kostete. Das würde sie sehr bald nachholen.

„Dann dürft ihr mir folgen, oder wollt ihr zuerst?“
Mit einem Blick auf die Gänse, die den Eindruck erwecken, dass man sie für ein paar Minuten gut alleine lassen konnte, stand die Apothekerin auf, lief die wenigen Schritte zu einer Leiter, die bis an die Decke führte. Daran schloss sich eine Klapptür an, die sich mit einem einfachen Riegel öffnen ließ.

Als die beiden oben angekommen waren, ließ Shikra ihrem Besuch die Zeit, sich erst einmal umzusehen. Der Turm, obwohl er nicht direkt am Marktplatz stand, war doch relativ zentral gelegen, zumindest hatte man einen Ausblick auf den Hafen und das Meer, auf die Burg und auf die angrenzenden Wälder. Vielleicht konnte man sogar Askladds Hütte von hier oben entdecken. Sie schüttelte den Kopf. Nein, soweit konnte man dann doch nicht sehen.

Bevor sie die Priesterin in die Obhut der fantastischen Aussicht gab, legte sie ihr noch eine warme Decke, die sie mit hochgenommen hatte, um die Schultern, denn sie wusste ja, wie leicht Paladinpriesterinnen frieren konnten. Sie selbst genoss den winterlichen Wind, lehnte sich gegen die hüfthohe Umrandung und blickte über die königlichen schneebedeckten Wälder.

Nach einer Weile fragte sie Domitia fast schon übermütig:
„Und? Was sagt ihr?
Mit der Aussicht des Hohenturms kann es nicht ganz mithalten, aber für einen Sonnenaufgang über dem Meer ist es hier perfekt.“

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Domitia di Asturien

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #124 am: So., 10. Feb 2019, 21:15 »

Den Vortritt auf die Leiter gestattete Domitia der Hausherrin, wie es in ihren Kreisen schicklich war. Auf dem Dach wehte ihnen ein kalter Wind um die Nase. Dankend zog die Freiin die Decke fest um die Schultern, schritt andächtig im Kreis und ließ die Aussicht auf sich wirken. Von oben dünkten Häuser und Passanten wie Spielzeug. Bis auf die monumentale Kathedrale, welche sich unverwechselbar von den anderen Gebäuden hervor hob.

"Es ist eindrucksvoll. Ihr vermögt die halbe Stadt zu überblicken. Hinter der Kathedrale ist die Drachenburg auszumachen."  Als kleines Mädchen wurde Domitia oftmals gerügt nicht mit vorgestrecktem Arm oder Finger zu deuteten, indes artig die Gliedmaßen bei sich zu behalten und die stilvolle Beschreibung zu bevorzugen. An diesem Tag war sie der tadelnden Mutter ledig, demnach wickelte sie forsch den linken Arm aus der Decke und zeigte auf ein Gebäude links von der Burg.

"Meines Wissen entspricht dies Bauwerk der Akademie. Linksseitig befindet sich das Viertel der Elfen. Shiya'taî?" Fragend ob der richtigen Aussprache sah Domitia zu Shikra. Eine Körperdrehung weiter mutmaßte sie: "Die Fachwerkhäuser gehören zu Sahlhausen." Das Blau des Meeres leuchtete dahinter. "Die Werft, der Hafen und - ich rate - das Büro des Herrn Pfennigfuchser. Um diesen Ausblick könnte ich Euch beneiden, so dies einer Priesterin anstünde."  Domitia lächelte entschuldigend, schob die kalten Fingern zurück unter die Decke und atmete hörbar aus. "Die Muße einen Sonnenuntergang zu genießen gönne ich mir seit längerem nicht mehr", gestand sie bedauernd.

« Letzte Änderung: So., 10. Feb 2019, 21:16 von Domitia »
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Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #125 am: Mo., 11. Feb 2019, 21:17 »

Domitia kannte sich doch schon recht beachtlich in der Stadt aus, zumindest erkannte sie viele der Gebäude von oben. Zusammen mit der Priesterin konnten sie einige der Häuser zuordnen.
„Ein beeindruckendes Bauwerk – die Drachenburg.“
Die Paladinpriesterin fuhr mit der Benennung der Gebäude fort und die junge Waldelfe nickte fleißig. Ob sie damit nur die Richtigkeit der Zuordnung oder der richtige Aussprache des Elfenviertel bestätigte, war nicht klar ersichtlich.
„Stimmt, das könnte wirklich sein Büro sein. Ein sehr netter Mann! Sehr großzügig.“

Den Blick nicht vom Hafen abwendend hörte sie Domitia weiter zu. Doch dann schaute sie die Cousine Christians direkt an. Sie selbst konnte mit der Götterverehrung nicht viel anfangen, konnte es jedoch mittlerweile ein wenig nachvollziehen, wenn andere darin ihren Lebensinhalt verstanden. Doch sie gewann langsam den Eindruck Domitia könnte es etwas zu ernst nehmen.

„Warum dürft ihr euch nicht auch so einen Ausblick wünschen? Warum könnt ihr euch nicht ab und zu den Sonnenaufgang oder Untergang gönnen. Es sind wunderbare Augenblicke, wenn die Sonne langsam hinter den Bäumen oder Hügeln verschwindet. Kein Gott kann euch das verbieten, oder? Müsste er sich nicht eher freuen, wenn eine seiner Priesterinnen sich einen Moment Zeit für sich nimmt und das Leben genießt?“

Shikra erschrak ein wenig über ihre Worte. So direkt wollte sie ihren Gast gar nicht fragen. Seit ihrer Reise nach Isua und seit sie erlebt hatte, wie intensiv Lady Fjalladis und die Echsenmenschen ihr Leben in den Dienst des Sonnengottes gestellt hatten, dachte sie ab und an über solche Fragen nach. Doch hier und heute war wohl nicht der richtige Zeitpunkt sie auszusprechen.

„Bitte entschuldigt. Ich wollte weder euch noch eure priesterlichen Pflichten verletzen. Diese Fragen sind eher allgemeiner Natur und nicht auf euch bezogen.“
Jetzt war es an der Elfe entschuldigend zu lächeln und zu hoffen, dass Domitia mit dieser Art Fragen umgehen konnte und diese nicht allzu persönlich sah.

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Domitia di Asturien

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #126 am: Di., 12. Feb 2019, 16:02 »

Domitia kannte lediglich die imposantesten Bauwerke der Stadt und etwa die Hälfte der Bezirke. In den drei Monaten seit ihrer Ankunft war es zu kalt für ausgedehnte Spaziergänge. Sie hatte sich vorgenommen mit Einzug des Frühlings die Stadt kennenzulernen.

"Sehr großzügig, wohl war. Ehe mich die Vergesslichkeit übermannt: Werte Shirka, alsbald ich Euer Haus verlasse, wäre es mir eine Freude zwei Heilessenzen und ein Antidotum zu erwerben."

Der aufschäumende Eifer in Shikras Stimme und ihres Tadels verleitete Domitia die Augenbrauen zu heben. Erstaunten Ausdrucks betrachtete die Priesterin die Elfe.

"Werte Shikra, verzeiht meine diffuse Ausdrucksweise. Dies führte zum Missverständnis. Weder mein priesterliches Amt noch der Sänger verbieten die Freude. Ist doch die Sonne das Zeichen meines Gottes. Im Gegenteil sind Licht und Wärme der Sonnenscheibe ein gottgegebenes Geschenk an uns Erdbewohner. Es ist mir selbst geschuldet, die Arbeit dem Genuss vorzuziehen. Mir dünkt es eine Vernachlässigung meiner Aufgaben, gönnte ich mir wenige Minuten im Versinken der bloßen Betrachtung."

Domitia senkte den Kopf, als schämte sie sich dessen. "Ihr rügt mich zu recht. Meine unbescheidene Zielstrebigkeit tadelte einst auch Bruder Arnulf, der sich bedenkenlos der Muße hingab so sein Tagespensum erfüllt war."

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Christian

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #127 am: Di., 12. Feb 2019, 18:32 »

Weiterhin mit einem Lächeln nickte er Shikra zu, bevor er sich setzte und auch das Angebot bezüglich des Obstes annahm, indem er einen Apfel aus dem Korb fischte. Es dauerte einige Minuten, bis Shikra zurück war, bis dahin hatte er den Apfel bereits verspeist und nur noch dessen Stängel verriet dessen einstige Existenz.

Shikra füllte die beiden mitgebrachten Tassen, aber um was für einen Tee es sich genau handelte, war dem Magier dann doch etwas unklar. Zumindest schien es dem Geruch nach kein Fenchel zu sein, eher ein fruchtigerer Tee.


Oh, danke. Ehrlich gesagt habe ich kaum damit gerechnet, länger als einen Lanzenstoß oben zu bleiben. Und an ein Kamel kommt man entweder, indem man auf ein Handelsschiff wartet, welches diese dabei hat oder man geht in die Schildkrötenwüste, wo sie heimisch sind.

Christian nahm einen Schluck des köstlichen Tees. Eindeutig fruchtig, aber es schien eine Mischung von mehreren Früchten zu sein.

Mein erstes Kamel habe ich hier am Hafen erworben. Allerdings habe ich es wieder verloren, als eine Piratenbande auf einer Seereise das Schiff versenkt hat, auf dem wir uns befanden, um uns auf die Suche nach einigen verschollenen Gefährten in die Schildkrötenwüste zu begeben. Daodra habe ich anschließend dort erhalten, weil er sich wohl währenddessen an mich gewöhnt hat.

Kurz wurde er nachdenklich, schließlich lagen diese Ereignisse bereits über ein Jahrzehnt zurück. Und er wusste nicht, wie alt Daodra eigentlich war, aber zumindest verrieten ihm seine Kenntnisse, dass das Kamel nicht bald am Ende war, seine Lebensflamme loderte noch hell.

Vielleicht sollte ich meiner Base auch ein Kamel besorgen, das wäre mal eine andere Erfahrung als ein Pferd.

Sicher vermisste Domitia ihr Reittier, auf dem sie mit wehenden Haaren durch den Wind eilen konnte.
« Letzte Änderung: Di., 12. Feb 2019, 18:43 von Christian »
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Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #128 am: So., 17. Feb 2019, 14:47 »

*** Domitia ***

Zuerst sah die Elfe die Priesterin entschuldigend an. Als diese anführte, dass sie es sich nicht erlaubte ihre Pflichten auch nur kurz zu unterbrechen, nahm ihr Gesicht erstaunte Züge an. Zum Schluss blickte Domitia auf den Boden und die Heilerin bekam Mitleid mit ihrer Besucherin.

Einerseits hatte sie die Priesterin weder verletzen noch tadeln wollen und andererseits fand sie es irgendwie traurig, dass sich Christians Cousine so wenig Zeit für schöne Momente nehmen wollte.
Sie überbrückte die Distanz zwischen ihnen mit wenigen Schritten und legte ihr die Hand auf die rechte Schulter.
„Ich wollte und sollte euch nicht rügen, werte Domitia. Im Gegenteil, es ist beeindruckend, wie fest ihr für eure Überzeugungen arbeitet.“
Sie wusste als Apothekerin ja selbst, wie viel Zeit und Energien man in seinen Beruf oder seine Berufung investieren konnte; sie wusste allerdings auch, wie viel Freude man daneben haben konnte und sich erlauben musste.
Sie lächelte ihren Besuch sanft an.

„Ich glaube, wenn ihr euch ein oder zweimal in der Woche einen Sonnenuntergang anseht, wäre das keine Vernachlässigung eurer Aufgaben…“
Wie, um ihre Worte noch einmal zu bestätigen nickte sie der Priesterin zu.
„… wenn ihr Lust habt, gerne auch von hier oben.“
Dabei drehte sie sich Richtung Westen und blickte damit in Richtung, wo die Sonne untergehen würde. Dann schaute sie noch einmal zu Domitia. 
„Und bevor ich euch frieren lasse, können wir auch gerne wieder ins Warme klettern.“


*** Christian ***

Während ihr Gildenbruder von dem Kampf gegen die Statthalterin von Nighton erzählte, nahm die Elfe einen Schluck aus ihrer Teetasse. Sie war überrascht, wie gut man die Heidelbeeren herausschmecken konnte und etwas verwundert, dass die Zitronenmelisse so wenig zum Aroma beitrug. Vielleicht hatte sie zu wenig genommen.

Kurz wirkte sie traurig, als er davon berichtete, wie er zu seinem ersten Kamel kam und es wieder verloren hatte. Irgendwie hatte sie in letzter Zeit zu oft gehört, dass geliebte Tiere ein Schiffsunglück nicht überlebt hatten. Und sie war froh darüber, dass ihre bisherigen Seereisen so glimpflich abgelaufen waren.

„Ein Kamel für Domitia? Ja, das wäre sicher spannend für sie.“
Shikra nickte und grinste dabei, denn irgendwie konnte sie sich die guterzogene Priesterin nicht so ganz auf einem Wüstenschiff vorstellen, wobei sie sich auch keins auf einem Turnierplatz vorgestellt hätte. Aber es wäre ein schöner Zeitvertreib für die blonde Paladinstreiterin sich mit einer neuen Art eines Reittiers auseinander zu setzen.
„Vielleicht lässt sie sich damit ein bisschen von ihren Aufgaben ablenken.“
Etwa eine Sekunde, nachdem sie den Satz beendet hatte, wurde ihr bewusst was sie zu wem gesagt hatte.
„Also nicht, dass sie ihre Pflichten vernachlässigen sollte…“
Wieder einmal fans eine Spur von Röte seinen Weg auf ihr Gesicht.
„Ich glaube, sie ist eine vorbildliche Priesterin.“

Bevor sie sich noch weiter um Kopf und Kragen reden konnte, nahm sie noch einen Schluck Tee und schien etwas sehr interessantes in ihrer Tasse entdeckt zu haben, zumindest hielt sie diese zu lange in der Hand.
Vielleicht überging der Hohentürmler ja einfach das Thema und fand ein neues. 

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Christian

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #129 am: So., 17. Feb 2019, 16:32 »

Shikra stimmte ihm grinsend zu, dass ein Kamel für seine Base sicher etwas Neues sein würde. Und dass es sie von ihren Aufgaben ablenken würde. Vielleicht war sie ja zu sehr in ihren Aufgaben festgefahren und hatte deswegen diese Zweifel?

Ja, so war sie schon früher, wenn sie etwas gemacht hat, dann richtig. Aber gerade die Priesterin eines Sängers des Schöpfungsliedes sollte deren Schöpfung ab und an genießen.

Aber wem sagte er das hier, schließlich waren Waldelfen mit der Schöpfung besonders verbunden durch deren Lied. Außerdem schien der Heilerin der Hinweis eher herausgerutscht zu sein, weswegen es ihr wohl peinlich war, weswegen er wieder etwas zurückruderte.

Aber so ein Kamel muss man hier erstmal finden, die gibt es nicht so oft am Hafen.

Vielleicht sollte er mal eine Anfrage an die blaue Pferdeschachtel machen oder diesen Zuchtstall bei Nuru.

Ich bin ja noch nie mit ihr ausgeritten. Damals war sie noch etwas jung und ich selbst bin ja auch nur geritten, wenn es nicht anders ging. Hast du eigentlich einen Tiergefährten?

Irgendwie konnte er sich die Walelfe gut auf einem dieser Elfenpferde vorstellen.

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Domitia di Asturien

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #130 am: So., 17. Feb 2019, 17:03 »

Domitia hob den Kopf. Die unstatthafte Berührung der Edelfrau ebenso wie der Priesterin erschreckte sie einerseits, indes tat sie wohl. Anstelle die Hand abzuschütteln lächelte die Blonde, entspannte sich unter der warmherzigen Zuwendung und seufzte tief. Sie arbeitete von morgens bis abends, dies war wohl wahr, allbot über die Erschöpfung hinaus.

"Liebend gern, werte Shikra. Seid bedankt für dies freundliche Angebot. Euer Rat ist mir wertvoll."

Die Freiin wandte sich mit der Elfe nach Westen. Dicht an dicht reihten sich Dächer bis zur Stadtmauer. "Welches Viertel befindet sich im Westen der Stadt?"  Sie fröstelte. "Sich aufzuwärmen käme mir entgegen. Beizeiten sollte ich dem Aufbruch ins Auge sehen, ein Heim für die Gänse zu finden. Mir schwebt ein tauglicher Ort für das Federvieh vor."

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Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #131 am: Di., 19. Feb 2019, 20:00 »

*** Christian ***

„Schön, dass du das auch so siehst.“
Sprach die Heilerin mehr zur Tasse, als zu ihrem Gegenüber, bevor sie ihren Blick wieder hob.
Shikra war erleichtert und glücklich, dass ihr Gildenbruder ebenfalls dem Genuss der Schöpfung nicht abgeneigt war. Dass man als Heilerin keine fest geregelten Arbeitszeiten hatte und auch mal abends oder nachts für seine Patienten da sein sollte, wusste sie, doch es war ganz schön, von dem Magier zu hören, dass die schönen Momente dazwischen genauso wichtig waren. Hoffentlich konnte er dies seiner Cousine auch so vermitteln.

„Ich wüsste jetzt auch nicht, wo man ein Kamel erwerben könnte. Martin hätte mit seinen Beziehungen sicher eins organisieren können, doch von Isua aus wahrscheinlich nicht und ob sein Nachfolger einen passenden Händler kennt, weiß ich nicht.“

„Einen Tiergefährten, der mich, sofern er möchte, Tag und Nacht begleitet? Nein, das hat sich bisher nicht ergeben. Allerdings habe ich mich letztes Jahr in eine Stute aus der blauen Pferdeschachtel verliebt und Martin hat sie mir bei unserem Abschied am Orakeltempel geschenkt. Im Frühjahr werde ich sie hier aufs Apothekengelände holen, doch im Winter ist sie bei Ardir besser aufgehoben. Und sie ist wunderschön.“
Die Augen der Elfe strahlten, als sie anfing das Tier zu beschreiben.
„Sie hat ganz dunkles Fell, nur ein paar Flecken sind ein bisschen heller, so zutrauliche wunderschöne große Augen, eine fast unzähmbare schwarze Mähne, dafür ist das längere Fell an den Fesseln weiß. Mit ihr über die Wiesen zu galoppieren ist fantastisch.“
So viele Worte auf einmal hatte der Magier bestimmt noch nicht von seiner Gildenschwester in so kurzer Zeit gehört, doch die Elfe teilte nur ihre tiefe Zuneigung zu dieser Stute mit.


*** Domitia ***

„Das ist das Zwergenviertel…“
antwortete die Heilerin auf Domitias Frage und deutete auf die mit hohen Mauern umzogenen Häuser. Ihrem Tonfall konnte man anhören, dass sie den Stadtteil oder die Bewohner des Stadtteils nicht sehr spannend fand.
„…Umraschkor und daneben das Hafenviertel.“
Krakingen, geprägt von Armut und Leid, hatte ihr vor über drei Jahren als erstes Versteck gedient. Sie hatte sich dort mit gelegentlichen Arbeiten ihre Mahlzeiten erarbeitet und war sonst nicht weiter aufgefallen. Bis es ihr zu eng geworden war und sie sich kurze Zeit später in einer Schatzsuche in den Wäldern Nurus wiedergefunden hatte.

Zusammen mit der Freiin stieg die Waldelfe wieder zurück in den Turm. Sie kochte nochmals das Wasser auf, schenkte kurze Zeit später ihrem Besuch nochmals eine Tasse Tee ein und bot ihr an, diesen im Verkaufsraum zu trinken, während sie ihre Bestellung zusammenrichten würde.
Dabei fragte sie:
„Verratet ihr mir, wo ihr das neue Zuhause für die Gänse suchen wollt?“
Während sie zuhörte holte sie zwei Heiltränke aus einem Regal und ein Gegengift aus einem anderen und stellte alle drei auf die Theke.
« Letzte Änderung: Di., 19. Feb 2019, 20:22 von Shikra »
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Domitia di Asturien

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #132 am: Do., 21. Feb 2019, 16:24 »

"Ich werde Askladd um Rat ersuchen." Mit alternativen Mitbürgern war die Freiin in Drachenauge ohnedies nicht bekannt.

"Gänsehaltung bedarf eines Gartens oder Stalles. Askladd bewohnt ein Forsthaus. Forsthäuser sind umgeben von Grünflächen so meine Erinnerung mich nicht trügt. Wie hoch beläuft sich die Aufwendung für die Essenzen?"

Das Schnattern der Gänse drängte Domitia die Tiere eingehend zu betrachten.

"Das unbefleckte Weiß ihrer Federn lässt mich an einen Traum denken. Paladin in strahlender goldener Rüstung auf einem weißen Pferde sitzend. Werte Shikra, sahet Ihr in der Blauen Pferdeschachtel je einen Milch-Schimmel stehen? In Kaleon werden diese Tiere Karster genannt, ein spätreifes Pferd mit lebhaftem Temperament und von hohem Maß an körperlicher und mentaler Stärke", schwärmte die Freiin von ihrem Wunschpferd.

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Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #133 am: Sa., 23. Feb 2019, 21:01 »

„Das ist eine wunderbare Idee, bei Askladd werden sich die beiden bestimmt wohlfühlen.“
Als sie Domitias nächste Frage hörte, wollte sie ihr schon erwidern, dass es gar nicht aufwendig war, Heiltränke herzustellen. Vielleicht brauchte es ein wenig Übung, doch dann ging es recht einfach. Rechtzeitig bemerkte sie jedoch, dass die Priesterin nur den Preis erfragt hatte.
„Ach so ja, das sind bitte 60 GM für die drei Phiolen.“

Interessiert hörte sich die Waldelfe den Traum der Besucherin an. Sie erzählte von Paladin und einem wunderschönen Reittier. Domitia kam richtig ins Schwärmen und auch Shikras Augen leuchteten vor Begeisterung für ein solch schönes Tier. Und doch schüttelte sie leicht den Kopf, als die Priesterin endete.
„Ein Pferd mit solcher Fellfarbe und solchen Eigenschaften ist mir dort noch nicht aufgefallen, was allerdings nicht viel heißen mag, denn das Gelände ist groß und es ist sicherlich möglich, dass der Züchter sich um ein spezielles Tier umsieht.“
Martin hätte das sicher gemacht, um zu zeigen, wie gut er in Adelskreisen etabliert war und Ardir würde sich sicher ebenfalls bei Kollegen umhören.

"Wir können uns gerne einmal zusammen in der blauen Schachtel umsehen, wenn ihr wollt, werte Domitia."
Denn gegen einen Besuch in besagtem Zuchtstall hatte die junge Elfe nichts einzuwenden, im Gegenteil, sie besuchte ihn gerne.


für die Apotheke
- 2 kleine Heiltränke
- 1 Gegengift

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Domitia di Asturien

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #134 am: Di., 26. Feb 2019, 10:32 »

"Auf Euer reizvolles Offert, dem Zuchtstall gemeinschaftlich mit Euch die Aufwartung zu machen, komme ich bei nächst bietendem Anlass nach. Indes, nicht zu dieser Stunde. So Ihr nichts einzuwenden habt, ist mir daran gelegen umgehend aufzubrechen um Askladd aufzusuchen. Unseren tierischen Freunden möge allsbald die Freiheit geschenkt werden."

Domitia übergab Shikra die Goldmünzen und bereitete sich zum Aufbruch. "Werte Shikra, seid bedankt für die Einladung. Es war ein höchst vergnüglicher Nachmittag. Möge Paladin Eure Hand über Euch halten."

-60 GM
+2 kleine Heiltränke, +1 Gegengift

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