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   Autor  Thema: Apothekenturm "Quelle der Heilung" (Apotheke von Shikra) (Gelesen 2974 mal)
Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #90 am: Do., 01. Nov 2018, 15:49 »

Rorokpal las Bücher von Landolin, die er ihr aus dem Hohenturm mitbrachte? Die Elfe war zwar ein wenig überrascht, aber da erinnerte sie sich, dass die Druidin früher als Heilerin in Nighton gearbeitet hatte. Daher kannte sie ihren Gildenbruder und konnte sich so bei ihm vielleicht Bücher ausleihen. Die Elfe freute sich, dass der Apotheker es auch Nicht-Gildenmitglieder ermöglichte, sich mit so umfangreichen Werken zur Heilkunde zu beschäftigen. Es war immer gut, wenn es viele Menschen gab, die sich auf diesem Gebiet auskannten.
„Seuchenschutz? Klingt spannend. Ich glaube ich muss mir das Buch auch einmal zu Gemüte führen.“
Sie machte sich eine gedankliche Notiz, beim nächsten Besuch Mandil oder Lessien danach zu fragen.

Die Apothekerin beobachtete, wie ihre Besucherin unter der Anwendung des Heilzaubers entspannte. Es war immer wieder faszinierend mit anzusehen, wie einfach und schnell mit etwas gelenktem Mana, Wunden verschlossen und Verletzten geholfen werden konnte.

„Warte kurz hier. Ich hole uns einen schönen fruchtigen Tee.“
Sie lief schnell in den dritten Stock, kochte Wasser und setzte einen leckeren Tee mit Apfel- und Hagebuttenstückchen auf. Die leichte Vanillenote stieg ihr in die Nase, als sie zwei Tassen mit der heißen Flüssigkeit und ein paar Kekse auf ein Brettchen stellte und dieses die drei Stockwerke herunterbalancierte.

Vorsichtig stellte sie das improvisierte Tablett auf den sauberen Arbeitstisch und drückte ihrem Besuch eine der Tassen in die Hand.
„Bitteschön, dein Tee. Ich finde er passt ganz wunderbar zur Jahreszeit. Ich schaue kurz nach Mareika, dann bin ich sofort wieder bei dir.“
Sie betrat den Verkaufsraum, doch von den vielen Kunden war nichts mehr zu sehen. Shikra erfuhr, dass die Welle an Käufern verebbt war. Daher überließ sie weiterhin ihrer Nachbarin den Verkauf und kehrte zu Rorokpal zurück und hörte ihr aufmerksam zu, als sie über den Grund der Reise nach Drachenauge berichtete. Die junge Heilerin musste herzlich lachen, als sie erfuhr, dass die Gärtnerin sowieso zu ihr wollte.

Und sie freute sich sehr, dass Rorokpal extra in die Hauptstadt gereist war, obwohl doch Landolins Apotheke in der Nähe ihrer Gärtnerei war.
Praktischerweise hatte sie von allem Gewünschten einen Vorrat in ihrem Arbeitszimmer, sodass sie nicht noch einmal durch die ganze Apotheke wandern musste, um der blonden Druidin die gewünschte Ware zusammen zu suchen.
Flink schnappte sie sich Phiolen und Verbände aus den Regalen und legte alles zusammen neben das Brettchen mit dem Gebäck.
„Habe ich mir alles richtig gemerkt?“
fragte sie die Feuermagierin.


für die Apotheke:
- 4 kleine Heiltränke
- 2 große Heiltränke
- 1 Gegengift
- 4 Wundbinden

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Rorokpal

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #91 am: Sa., 03. Nov 2018, 13:16 »

Der Früchtetee war herrlich und passte wirklich gut zum Herbst. Beinahe entspannte sie sich zu sehr und wäre in eine Meditation verfallen, was bei ihr manchmal vorkam, aber dann kehrte Shikra schon mit den bestellten waren zurück. Sicher war es vielleicht ein wenig umständlicher, dass sie nun alles zurück nach Nighton tragen musste und dort auch hätte einkaufen können. Aber dann käme sie niemals raus, und oft ergaben sich ja noch spontane Gelegenheiten - wie zum Beispiel beim Hafen vorbeizuschauen, oder bei der Akademie ... kurz, die Hauptstadt lohnte sich immer wieder mal. Und wenn man dabei noch solch tollen Kekse bekam. Schon streckte sie die Hand nach einem aus - doch dann tauchte das bärtige Gesicht von Beerli vor ihrem Auge auf. Der Bäckerzwerg aus Nighton. Ein Freund. Ein Held. Und jetzt war er ... Nein, sie brachte es nicht über sich, einen Keks zu essen. Zu viele Emotionen, und sie wollte nicht vor der lieben Shikra die Fassung verlieren - und dann versehentlich das Inventar abbrennen oder so.

Mit ein wenig heiserer Stimme sagte sie, wobei sich sich umgehend räusperte: "Ja, alles dabei. Vielen Dank. Der Tee ist sehr schmackhaft und hat ein feines Aroma."

Später fragte sie noch: "Wie viel bekommst du eigentlich für all die Tränke - und die Binden? Und kann ich dir vielleicht etwas Gutes als Ausgleich für die Heilung tun?"






« Letzte Änderung: Mi., 07. Nov 2018, 13:16 von Rorokpal »
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Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #92 am: Mi., 07. Nov 2018, 12:20 »

Shikra bemerkte Rorokpals Zögern. Wirkte die Feuermagiern auf einmal traurig, oder täuschte sich die Apothekerin? Oder traute sich die Druidin nicht einen der Kekse zu nehmen?
"Du darfst dich gerne bedienen"
sprach sie daher aufmunternd.
"Oder magst du lieber einen frischen Apfel?"
Ohne eine Antwort abzuwarten, war sie durch die Hintertüre in den Obstgarten verschwunden und schon nach einer Minute mit frisch gepflückten Äpfeln zurück. Diese legte sie neben Tee und Gebäck auf den Tisch.

Als ihr Rorokpal mit seltsam belegter Stimme bestätigte, dass nichts von ihrer Bestellung fehlte, schaute die Apothekerin ihre Besucherin mit einem fragenden Blick an. Was war denn los mit ihr? Die sonst so selbstsichere Gärtnerin schien etwas auf dem Herzen zu haben.

Doch bevor die Heilerin den Mut fassen und die Magierin danach fragen konnte, führte diese das Verkaufsgespräch weiter.
"Ach so, ja."
Shikra rechnete schnell im Kopf nach.
"Für die Tränke und die Verbände bekomme ich bitte 215 GM."
mit einem sachten Kopfschütteln fuhr sie fort:
"Das Heilen sollte selbstverständlich sein und bedarf keiner Gegenleistung, liebe Rorokpal."
Die Sanftheit in ihrer Stimme nahmen dem Satz jeglichen Aspekt der Belehrung oder Arroganz.

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Rorokpal

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #93 am: Do., 08. Nov 2018, 18:35 »

Rorokpal bemerkte zwar den fragenden Blick der Elfe, aber da sie selbst schon nach dem Preis gefragt hatte und Shikra taktvoll ausschließlich auf die gestellte Frage antwortete, ohne näher nachzufragen, entschied sich die Druidin es für heute dabei bewenden zu lassen. Irgendwie war auch der Rahmen nicht richtig dafür, sich jetzt über den tragischen Fall des Bäckerzwerges aus Nighton auszulassen. Ob Shikra ihn überhaupt gekannt hatte?
Hmm, doch ich glaube schon ... damals in der Wunschhöhle, glaube ich. Oder war es in der Schmugglerhöhle? Wir waren zu oft in Höhlen unterwegs ...Beerli hat's immer gefallen.

Während sie das Geld abzählte, lächelte Rorokpal und strahlte dabei über das ganze Gesicht. Vermutlich wegen dem, was Shikra sagte und nicht, wegen ihrer bescheidenen Reichtümer.
"Ich finde, das ehrt dich unglaublich, liebe Shikra. Ja, in Not zu heilen ist sicher eine Selbstverständlichkeit. Zumindest würden die meisten erst einmal helfen und höchstens viel später über Bezahlung nachdenken - aber ein Beruf ist ein Beruf, richtig?" fügte sie schmunzelnd hinzu, ließ es aber dabei bewenden. Sie selbst war als Druidin ohnehin kein guter Kunde für die Apotheken, da sie ohnehin nie krank wurde. Oder älter. Das würde Shikra aber wahrscheinlich erst in hundert Jahren bemerken, wenn all die menschlichen Freunde schon längst nicht mehr waren und Rorokpal immer noch frisch-fröhlich herumsprang. Immerhin trug sie kein so sichtbares Zeichen wie die roten Augen von Lady Myriel oder die blitzblauen von Cailín.

Sie gab Shikra das Geld und verstaute die Sachen in ihrer Tasche. Dann schlurfte sie den Tee zu Ende und aß in Ruhe den Apfel auf, der ihr ausgezeichnet mundete.

"Hoffentlich wird der Rückweg aber weniger aufreibend ... ich denke, ich mache mich auf den Weg. Aber wir können uns einmal treffen, wenn wir beide nicht arbeiten müssen und ein wenig Quatschen."
Eine offene Einladung, mal sehen, ob sich was ergab. Sie stand auf und verschiedete sich. Als sie schon fast draußen war, fragte sie noch:

"Wie sagt man eigentlich: Danke sehr, bis bald!  auf Elfisch?" Sie kannte ja überhaupt keine Fremdsprachen, aber es interessierte sie doch.


-215GM
+ 4 kleine Heiltränke
+ 2 große Heiltränke
+ 1 Gegengift
+ 4 Wundbinden







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Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #94 am: Sa., 10. Nov 2018, 19:39 »

„Richtig, ein Beruf ist ein Beruf. Und ab und zu braucht es eine Ausnahme.“
Mit heiterer Stimme, einem Lächeln und einem frechen Augenzwinkern hatte sie den letzten Satz gesprochen, danach räumte sie die Münzen ordentlich in ein Regal, sie würde das Geld später in die Kasse legen, aber sie wollte nicht schon wieder davonlaufen und Rorokpal alleine lassen.

Sie schnappte sich ebenfalls einen Apfel und hörte der Druidin und ihren Plänen für die Heimkehr zu.
„Das wünsche ich dir auch. Eine Wanderung bei diesem Wetter und den vielen herbstlichen Farben ist etwas Wunderbares. Das muss man genießen können. Schon alleine der Duft der verfärbten Blätter ist so fantastisch.“
Die Heilerin kam sichtlich ins Schwärmen, da der Herbst ihre Lieblingsjahreszeit war. Die Zeit im Jahr, in der sie das Licht der bekannten Welt zum ersten Mal gesehen hatte und das obwohl Waldelfen eher immer im Frühjahr ihre Kinder ins Leben entließen.

Rorokpal schlug ein Treffen zum ausgiebigen Ratschen vor. Strahlend nickte die junge Elfe. Die Feuermagierin hatte Recht, wenn sich die beiden in der Gärtnerei oder in der Apotheke trafen, musste einer von ihnen arbeiten und das sorgte für eher kurze Gespräche.
„Das ist eine sehr gute Idee, liebe Rorokpal.“
Ihr Strahlen unterstrich ihre Worte, doch einen konkreten Zeitpunkt schlug sie nicht vor, sie musste erstmal sehen, wann sich eine Reise einrichten ließ.

Während sie die Gärtnerin zur hinteren Türe brachte, verabschiedete sie sich von ihrem Besuch, wünschte ihr eine erfolgreiche Heimreise und hoffte auf ein baldiges Wiedersehen.
Bevor die blonde Druidin ganz dem Apothekenturm entschwunden war, fragte sie nach einer Übersetzung. Shikra antwortete intuitiv in ihrer waldelfischen Muttersprache:
„nurd'dhao filza sanyasala“
Es war eine sehr melodische Sprache. Ob die Heilerin aus Nighton die Worte richtig wiedergeben würde, durfte man bei einer Sprache, die vor allem, neben den richtigen Vokabeln aus richtiger Betonung und Melodie bestand, bezweifeln.
Doch darüber dachte Shikra nicht nach, als sie Rorokpal hinter winkte.


für die Apotheke
+215 GM

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Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #95 am: Sa., 01. Dez 2018, 20:31 »

Sie hatte gerade den Handkarren in die Torfstecherei zurückgebracht, die Sonne war gerade am Untergehen und sogar der letzte Kunde hatte die Apotheke vor einer Weile glücklich verlassen, sodass die junge Waldelfe endlich Zeit hatte, neue Heiltränke herzustellen. Da sie dank eines langen Arbeitstages etwas unkonzentriert war, blieben kleinere Verletzungen, die sie jedes Mal mit ihrem Heilzauber fast schon nebenbei verartete, nicht aus. Auf das fertig abgefüllte und in die Regale verstaute Ergebnis ihrer Arbeit hatte es allerdings keine negativen Auswirkungen.

Sie fing an die Kräuter zu waschen und zu zerkleinern, sie setzte Wasser für die Extraktionen der Pflanzeninhaltsstoffe auf, sie schnitt sich in den Finger, sie mörserte Wurzeln und Früchte, befeuerte langsam den ersten Ansatz des Abends und verbrannte sich dabei. Während sie die Mischung längere Zeit auf niedriger Flamme köcheln ließ, kletterte sie in den Keller, um ein paar Manakristalle ans Tageslicht zu befördern. Etwas irritiert schaute sie die wenigen Kristalle an, die sie noch im Vorratsregal befanden. Sie musste wohl weiter in die Kellerräume vordringen, um ein bisschen Mana zu ‚ernten‘.
Mit ihrem Sonnenlichtzauber sorgte sie dafür, dass sie nicht stolpern musste. Als sie das Gewölbe erreichte, wo das bläuliche Mana wuchs, blieb ihr mal wieder die Luft weg. Es war ein fantastischer Anblick. Sie könnte dort Stunden verbringen und nur der angesetzte Heiltrank im Arbeitszimmer hielt sie davon ab. Vorsichtig brach sie ein paar Kristalle am Rand des Raumes ab und trug diese vorsichtig in den ersten Raum unter der Falltüre. Die Hälfte legte sie ins Regal, den Rest nahm sie mit nach oben.

Ihr Heiltrank hatte mittlerweile aufgehört zu kochen. Die Farbe, die der fertige Sud haben sollte entsprach dem Erwarteten und so begann sie die Flüssigkeit über ein Sieb abzugießen und nach einer kurzen Abkühlzeit in kleine und große Phiolen abzufüllen. Dann gönnte sie sich eine kleine Pause in Form eines Manatrankes.
Danach befüllte sie ihre Destille. Shikra wartete, bis sich die ersten Tropfen im Auffanggefäß sammelten. Sie nickte und widmetete sich den neuen Manatränken. Fleißig zerkleinerte sie die Kristalle löste sie und konnte sie nach kurzer Zeit ebenfalls in kleine Glasfläschchen abfüllen.
Zum Schluss verarbeitete sie das Destillat zu vier Wiederbelebungstränken. Nachdem auch diese verkorkt waren, legte sich die Apothekerin ein paar der Fläschchen zur Seite, um sie später in ihren Rucksack zu verstauen und verstaute die übrigen ordentlich im Verkaufszaum.
Noch bevor sie sich erschöpft in ihr zum Schlafen hinlegen durfte musste sie ihren Arbeitsplatz reinigen und für den nächsten Tag herrichten. Und als dies ebenfalls geschehen war, wanderte sie in den dritten Stock und bald darauf in ihr kuscheliges Bett.


für die Apotheke
+ 12 kleine Heiltränke (- 12 Kräuter, - 6 Torf)
+ 4 große Heiltränke (- 10 Kräuter, - 6 Torf)
+ 4 Wiederbelebungstränke (- 40 Kräuter, - 8 Torf, - Mana)

für Shikra
+ 10 LPs
+ volles Mana
+ 4 kleine Heiltränke
+ 2 große Heiltränke
« Letzte Änderung: Sa., 01. Dez 2018, 20:36 von Shikra »
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Domitia

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #96 am: Do., 27. Dez 2018, 22:03 »

Der Tag der Wintersonnenwende war vorüber. Die Erhebung der Novizen in den Priesterstand trotz anfänglicher Nervosität mit frohem Herzen ausgeführt. Abends begann das Päckchen der Wichtel zu singen. Dies erinnerte Domitia an die Einladung Shikras. Nach der nächsten Morgenpredigt zog sich die Freiin den geborgten Mantel über die beigefarbene Leinenrobe, schlüpfte in die Stiefel, packte das Päckchen unter den Umhang und eilte zur Kathedrale hinaus. Kaltfeuchtes Wetter empfing sie. Mit roten Wangen und Nase überschritt Domitia die Schwelle der Apotheke.

"Paladin zum Gruße",  grüßte sie höflich.

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Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #97 am: Sa., 29. Dez 2018, 12:01 »

Freudestrahlend lief die Heilerin auf die Priesterin zu, begrüßte sie herzlich und bat sie mit einer einladenden Geste weiter in die Apotheke herein.

"Werte Domitia, ich freue mich, dass ihr da seid."

Der Verkaufsraum wirkte überaus aufgeräumt, als ob heute noch kein Kunde dagewesen wäre. Was auch fast stimmte, denn die Bewohner Drachenauges waren damit beschäftigt mit ihren Familien zuhause ein paar freie schöne Momente zu verbringen.

Sie nahm der Freiin den Umhang ab und fragte:
"Wollt ihr euch erst ein wenig umsehen oder darf ich euch gleich in den dritten Stock bringen, wo Tee, Obst und Gebäck auf uns wartet?"

Im besagten Stockwerk hatte sich die Elfe häuslich eingerichtet. Eine große gemütliche Küche und ein schönes kleines Schlafzimmer hatte sie dort oben und morgens war der Weg nicht weit, um auf dem Dach des Turms den Sonnenaufgang zu betrachten.
Und dort lag ihr grünes Päckchen, bei dem sie sich sicher war, dass es sich nun öffnen ließ. Mit fast kindlicher Neugier hatte sie es immer wieder in die Hand genommen und betrachtet.

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Domitia

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #98 am: Di., 01. Jan 2019, 16:46 »

Die herzliche Begrüßung durch Shikra wärmte Domitias Herz. Strahlenden Antlitzes schlug die Priesterin das Zeichen des Paladin, um das Haus und die Elfe zu segnen.

"Habt Dank für die Einladung, werte Shikra. Erst eine Tasse Tee und Gebäck wäre mir sehr willkommen. Die Neugierige ist keine Zier und kann auf später warten." Domitia lachte leise über den kleinen Scherz.

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Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #99 am: Mi., 02. Jan 2019, 00:57 »

"Dann folgt mir doch bitte nach oben."
Mit diesen Worten lief die Elfe auf eine Tür im hinteren Teil des Verkaufsraum zu, öffnete sie und zeigte auf eine Treppe, die an der Wand nach oben führte.
"Nach euch bitte"
sprach die Heilerin mit einem gutgelaunten Lächeln und schritt nach der Priesterin die Stufen nach oben, bis sie im dritten Stock angekommen waren.

Die Apothekerin führte ihre Besucherin an einen Tisch, auf dem das grüne Päckchen lag, zwei Teetassen bereit standen, eine Schale mit Obst und ein Teller mit Gebäck darauf warteten, verzehrt zu werden.
"Gibt es einen bestimmten Wunsch bei der Auswahl der Teesorte?"

Wenig später waren die Tassen mit heißem Tee gefüllt und die beiden saßen sich gegenüber.
"Wie geht es euch? Habt ihr euch in Drachenauge und in der Kathedrale gut eingelebt?"
Shikra dachte, sie müsste erst ein bisschen mit Domitia plaudern, bevor sie zum Öffnen der Pakete kamen. Doch innerlich war sie schon sehr aufgewühlt und neugierig, was sie wohl im Inneren der schönen Päckchen finden würden.

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Domitia

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #100 am: Do., 03. Jan 2019, 12:32 »

Sie stiegen in den dritten Stock hinauf. Domitia erlaubte sich einen Blick aus dem Fenster.

"Wie klein die Menschen und Häuser von weit oben betrachtet aussehen."

Domitia folgte Shikra zu einem Tisch, ließ sich nieder und stellte das schneeweiße Päckchen neben das grüne. Die Freiin wählte die Teesorte, knabberte an einem Stück Gebäck und erwiderte das höfliche Geplauder. "Von Drachenauge sah ich bisher nur Ausschnitte. Erst neulich war ich am Hafen. Die Angestellten der Kathedrale sind äußerst zuvorkommend und haben mich freundlich in ihre Reihen aufgenommen. Pater Eusebius führt mich in den Kirchenalltag ein."

Was ihr fehlte war eine Herzensfreundin. Die meisten Gespräche drehten sich um Studien, Gebete und Predigten. Erwärmen vermochte sich Domitia darüber hinaus für niemanden. Oft dachte die Priesterin an Elessar Eledhwen, bei dem sie sich frei und ungezwungen gefühlt hatte von sich zu sprechen, obwohl er im Rang weit über ihr stand. Bald würde sie ihn wiedersehen, denn die drei Monate neigten sich dem Ende zu.

"Ich erwarte Besuch aus ShaNurdra, der prüfen wird ob ich geeignet bin in den Orden der Zwölf aufgenommen zu werden. Sollte ich in Kaleon Paladins Zeichen richtig gedeutet haben, ist es mir bestimmt eine Kriegerin des Gerechten zu sein."

Ein leises Singen erklang. Domitias Augen blieben an den Päckchen hängen. "Möchtet Ihr nachsehen was sich im Inneren befindet?"

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Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #101 am: So., 06. Jan 2019, 18:35 »

"Wenn euch der Anblick hier aus dem Fester schon so beeindruckt, solltet ihr einmal mit aufs Dach kommen."
Am Tisch sitzend knackte die Heilerin gerade eine Walnuss und hörte dabei der Priesterin zu, die gerade über ihre Erkundungen in Drachenauge berichtete.
"Den Hafen kenne ich auch. Es ist so spannend dabei zu zusehen, wie die Schiffe be- und entladen werden. Man kann so viele exotische Waren entdecken. Und wie elegant die ablegenden Schiffe durch die Wellen gleiten!"
Sie trank einen Schluck Tee und freute sich für Christians Cousine, dass sie so freundlich Anschluss in der Kathedrale bekommen hatte.

"Eine Kriegerin des Gerechten?"
Shikra hatte von dem heiligen Orden der Zwölf gehört, von  mächtigen Kriegern, die für das gute kämpften und von Paladin gesegnet waren. Immer wenn sie jemanden von dieser Gilde sprechen hörte, geschah dies mit ehrfürchtiger oder dankbarer Stimme.
"Das ist beeindruckend. Ich wünsche euch viel Glück und Erfolg bei eurer Prüfung!"

Die junge Waldelfe vernahm die Melodie aus den Päckchen ebenfalls und nickte als Antwort auf Domitias Frage. Mit strahlenden Augen nahm sie ihr Geschenk in die Hände, wartete bis die Paladin Anwärterin es ihr gleich getan hatte und zog dann vorsichtig an dem Geschenkband. Die Musik wurde lauter.

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Domitia

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #102 am: Di., 08. Jan 2019, 15:28 »

"Ich spreche Euch meinen Dank auf für die guten Wünsche. Ihr werdet die erste sein, der ich berichte, sollte ich die Prüfung bestehen. Oder fast."  Domitia lachte leise. "Die Zweite, nach Christian."

Die Freiin tat es der Apothekerin gleich. Umsichtig zupfte sie an der Schnürung. Der Knoten löste sich, an allen vier Seiten fielen die Bänder herab. Bei Paladins Namen hätte Domitia geschworen, beide Päckchen entsprachen vor dem Öffnen derselben Größe. Aus ihrem erwuchs ein hoher Käfig aus Weidenzweigen. Ungestümes Flattern, Federn stoben zwischen den Stäben, Schnäbel klapperten, schnatterten und fauchten. Perplex zuckte Domitia zurück. Ums Haar kippte der Stuhl mitsamt der Freiin. Zwei Laibe Brot lagen neben dem Geschenk und dufteten wie frisch gebacken, abgerundet von einer Flasche Pinot Grigio. Mutters liebster Weißwein.

"Welch fataler Irrtum." Domitia stand der Mund offen. "Zu gebratener Gans wird vom Kenner ein kräftiger Spätburgunder im Barrique-Ausbau getrunken."

Sie erfasste verzögert, dass der Gänsebraten recht lebendig war.

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Shikra

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #103 am: Fr., 11. Jan 2019, 00:10 »

Fasziniert beobachtete die Waldelfe, wie sich die Schleife fast von alleine öffnete und dabei von einer wundersamen Melodie begleitet wurde. Das Geschenk wurde breiter und schmaler. Ein paar Augenblicke später lagen zwei Fackeln, wo eben noch das grüne Päckchen gelegen hatte. Dazwischen hatte eine Flasche Platz gefunden und ein kleiner Gegenstand flog gerade als sich Domitias Käfig zu voller Größe entwickelt hatte davon und kam scheppernd auf dem Boden auf.
Shikra schaute dem Geräusch hinterher, doch nur kurz, denn dann musste sie wieder zur Freiin schauen, denn der lebendige Inhalt ihres Geschenks zog den Blick der Heilerin förmlich an.
„Das sind Gänse?“
Sie war zu überrascht plötzlich zwei Vögel auf dem Tisch zu haben, als das sie den nächsten Worten der Priesterin einen Sinn abringen konnte.
„Spätburgunder? Barrique?“

Vorsichtig griff sie nach ihrer eigenen Flasche und schaute aufs Etikett.
„Eine Flasche Met, das ist schön!“
Wobei sie die Flasche nicht alleine trinken sollte. Das letzte Mal, als sie sich zu Alkohol überreden ließ, schwankte der Boden sehr bedrohlich und sie hatte Schwierigkeiten gehabt dem Gespräch der Bardin zu folgen.
Dann fiel ihr wieder ein, dass ihr etwas heruntergefallen war, stand auf und fand nach kurzer Zeit den Feuerstein.
„Und ein Feuerstein. Sehr praktisch.“
Shikra strahlte. So viele schöne Gegenstände, die sie von den Wichteln bekommen hatte.
„Das sind wirklich großzügige Geschenke gewesen!“


+ 2 Fackeln
+ 1 Flasche Met (+ 1 Mut / 24h)
+ 1 Feuerstein
+ 20 EP

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Domitia

Re:Apothekenturm "Quelle der Heilung"
« Antwort #104 am: So., 13. Jan 2019, 10:24 »

"Lebende Gänse. Ein wundersames Geschenk. Was will Paladin mir damit zu verstehen geben?" Domitia hob den Käfig vom Tisch und stellte ihn neben dem Stuhl ab. Die Tiere schnatterten eine Zeitlang aufgeregt bis sie in eine ruhiges Dösen verfielen.

"Was befand sich in Eurem Päckchen? Ah, die Lichtbringer." Domitia kicherte. "Ein Feuerstein fehlt mir noch. Askladd war bei unserem Kennenlernen in großzügiger Laune und schenkte mir in ShaNurdra zwei Fackeln. Die Bewohner dieses Landes fallen durch ihre Weichherzigkeit auf. Das erfreut mein Herz als Priesterin sehr. Bleiben weniger Leute zum Guten zu bekehren."

Sie sah nach unten zu dem Käfig. "Was soll mit den Gänsen geschehen?"

Als Edelfrau hatte sie sich nie darüber Gedanken gemacht woher das Essen kam, das täglich auf dem Teller lag. Der Anblick der Gänse, deren Wohl ihr übertragen war, rührte die Freiin.

"Verkaufe ich sie oder übereigne sie der priesterlichen Küche, überantworte ich sie dem Tod. Ist dies zu kurz gedacht? Ist dies nicht das Los niedrigen Lebens? Uns als Nahrung zu dienen? Für ein Haustier trug ich nie Verantwortung. Von einem Reitpferd abgesehen."

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