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   Autor  Thema: Wirtshaus "Zum Drachenauge" (SC-Geschäft von Lisann) (Gelesen 240 mal)
Lisann

Wirtshaus "Zum Drachenauge"
« am: Do., 30. Okt 2014, 23:43 »

Produkte zum Verkauf:
1 x Bier (+1Mut/24h) = 10GM
1 x Bester Bachinger Birnenbrand (+1Mut/24h) = 10GM
1 x Suppe (+5Mana) = 15GM
1 x Braten (+5LP) = 30GM
1 x großer Braten (+11LP) = 55GM


Monatliche fixe Kosten:
1 x Holz
1 x Stein
1 x Topf
1 x Stuhl (á 250EW der jeweiligen Stadt)
1 x Getreide (á 10EW der jeweiligen Stadt)
3 x Kräuter (á 10EW der jeweiligen Stadt)
2 x Fleisch (á 10EW der jeweiligen Stadt)
1 x Torf (á 10EW der jeweiligen Stadt)
2 x Sack Mehl (á 10EW der jeweiligen Stadt)


Produktion für die Einwohner der Stadt:
2 x Bier (á 10EW der jeweiligen Stadt)/Monat
2 x Suppe (á 10EW der jeweiligen Stadt)/Monat
1 x Braten (á 10EW der jeweiligen Stadt)/Monat
« Letzte Änderung: Do., 31. Jan 2019, 23:27 von Phelan »
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Herr von Muesig

Re:Wirtshaus
« Antwort #1 am: Do., 20. Dez 2018, 13:21 »

Mit Chiamara im Wirtshaus

Mit seiner typischen, wenn man ihn nicht kennt, doch ziemlich hochnäsigen Art, betrat er das Wirtshaus von Darchenauge, von deren neuen Köchin er schon wahre Fabeldinge gehört hatte. Nun gut, die hat er auch - die hochnäsige Art, wenn man ihn kennt. Fein herausgeputzt hat er sich der Adelige, der von vielen Abenteuern ziemlich ramponierte Anzug, von Selma so gut es ging wieder hergestellt, frisch gewaschen, gebügelt, frisch gestärkt – kurz Martin von Muesig sah aus wie aus dem Ei geschlüpft. Natürlich wollte Selam ganz genau wissen mit wem, wann, wo und noch viel mehr, aber wenn der Herr von Muesig meint ein Geheimnis müssen geheim bleiben, bleibt sein vorlautes Mundwerk verschlossen wie eine Auster. Apropos…

Natürlich hatte der Herr auch wieder nicht am  Duft gespart und war es natürlich wieder seine ganz eigene Marke, die ihn umgab. Davon, wie gesagt: reichlich.

So betrat Martin von Muesig das Wirtsthaus in Drachenauge. Ein kurzer Blick über die Köpfe – nein, kennen  tat er hier keinen. Er versuchte auf sich aufmerksam zu machen. Damit er einen Tisch zugewiesen bekam. Und dass er einen Tisch mit Tischdecke haben wollte. Einen sauberen. Und mit einem Blumengruß. Und Austern wollte er. 2 Dutzend… und Sprudelnden Perlwein. Aber das würde sich alles ergeben. Er schnippte mit den Fingern. „Hallo!? Ja!? Jemand !?“
« Letzte Änderung: Do., 20. Dez 2018, 13:33 von Suffix »
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Lisann

Re:Wirtshaus
« Antwort #2 am: Mo., 14. Jan 2019, 22:36 »

***Nachtrag Tordis***


Ein gutes Essen bringt gute Leute zusammen, so hieß es – und Lisann war durchaus gewillt, an diesen Sinnspruch zu glauben. In Tordis‘ Fall schien sie jedenfalls einen Gast ganz nach ihrem Geschmack gefunden zu haben: Höflich, hilfsbereit und mit einem gesunden Appetit ausgestattet.
Die Köchin genoss es, ihre Mahlzeit nicht allein einnehmen zu müssen, denn in Gesellschaft schmeckte Essen doch gleich noch einmal so gut - und sie freute sich auch darüber, dass die Nordländerin mit der ihr zugeteilten, einfachen Kammer vollauf zufrieden war.
“Schön, dass es Dir gefällt, Tordis. Solange Du nichts Besseres findest, darfst Du auch gerne hier wohnen bleiben. Mit dem Preis werden wir uns schon einig werden – und für heute darfst Du Dich eingeladen fühlen.“
Die Übernachtung Askladd auf die Rechnung zu setzen, war vermutlich hilfreicher für die Nordländerin, als zusammen mit Lisann eine Flasche Wein oder Birnenbrand zu leeren… Alles andere würde man auch noch am Folgetag klären können.

***Herr von Müsig***

Irgendetwas stimmte mit dem Essen nicht. Lisann konnte nicht genau sagen, was sie störte – und noch viel weniger, wo genau der Fehler lag, aber der Braten roch plötzlich seltsam. Dabei hatte sie doch alles so gemacht wie sie es in Nuru gelernt hatte... oder hatte sie etwa die Gewürze verwechselt?
Stirnrunzelnd öffnete die Köchin die Ofentür. Der Geruch, der ihr zusammen mit warmer Luft entgegenströmte war verlockend wie immer… Also war doch nicht der Braten die Quelle. Einer der Kuchen vielleicht? Nein, in dieser Richtung wurde es schwächer.

Ein Ruf aus dem Schankraum ließ sie ihre Suche nach dem Ursprung des seltsamen Geruchs unterbrechen – und kaum hatte sie die Tür zum Küchenbereich hinter sich gelassen, fand sie sich in einer Wolke aus penetrantem Fliedergeruch wieder.
Einerseits fand es die Halbelfe durchaus erleichternd, dass ihr offenbar doch kein Fehler beim Kochen unterlaufen war, andererseits fragte sie sich, was die anderen Gäste von diesem ‚Duft‘ halten mochten…
“Der Herr von Müsig, seid gegrüßt“, meinte Lisann lächelnd und ließ ihren Blick auf der Suche nach Jenna vergeblich durch den Raum gleiten. “Womit kann ich dienen?“, fügte sie daher hinzu.

Ein Tisch? Mit Tischdecke? Und Blumen?
Die Halbelfe hob beschwichtigend die Hand.
“In dem Fall folgt Ihr mir am besten ins Nebenzimmer. Dort sind die Tische sauberer und Ihr habt mehr Ruhe.“
Eine Tischdecke und Blumen… Nun, solange der Herr bereit war, dafür zu bezahlen, würde Lisann derartigen Zierrat schon auftreiben können.

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Herr von Muesig

Re:Wirtshaus
« Antwort #3 am: Mo., 21. Jan 2019, 10:29 »

Da staunte er nicht schlecht, als er Lisann erblickte. Genau jene Lisann, die Schiffsköcherin, die sich geweigert hatte, ihm mehr oder besseres Essen zu reichen, als ihm zugestanden hatte. Doch heute war er auf Versöhnung gebürstet.
Die ehrenwerte Frau Lisann…ich habe wahre Wunderdinge gehört. Ja …“ damit folgte er der Halbelfe mit den für seinen Geschmack etwas zu starken Hüften in das Hinterzimmer. Da konnte ihm keiner etwas vormachen, mit den Hüften.
Hmmm, das sieht hier schon weitaus gemütlicher aus .“ Er blickte sich um „Ja, das behagt mir. Der Ecktisch ist genau der richtige. Sagt, da fällt mir ein, kennt Ihr vielleicht einen Musiker, also keine aufrührerischen, eher einen mit einer romantischen Ader - Streicher ware gut, der so nach dem Essen…ach, meine… Begleitung müsste auch gleich eintreffen.  Frau de Lorn, wahrscheinlich in unweiblicher Kleidung, aber…wenn Ihr sie bitte gleich hier herein führen könnt. Und für den Anfang wäre ein kleiner, leichter Eintrunk…was könnt Ihr mir da empfehlen ?“

Rein 'zufällig' hatte der Adelige plötzlich eine elegant geformte Duftkerze in der Hand und schickte sich an diese anzuzünden, fand aber in seinen Taschen nichts.
« Letzte Änderung: Di., 22. Jan 2019, 08:59 von Suffix »
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Chiamara

Re:Wirtshaus
« Antwort #4 am: Do., 24. Jan 2019, 16:26 »

Der neue Hengst und ihr alter Vivo waren im Stall neben dem Gasthaus untergebracht. Chiamara hatte beide Tiere gestriegelt und die Hufe gereinigt sowie Futter und frisches Wasser zu Verfügung gestellt.

Nachdem die Ostländerin das hiesige Badehaus verlassen hatte, betrat sie einige Minuten später den Gastraum.
Nochmal betrachtete sie ihre Kleidung. Hatte sie sich doch ihr Kleid angezogen, gegen alle innerlichen Widerstände. Aber dieser Müsig war ein Edelmann und sie wusste, was sich gehörte. Sie konnte nicht immer die Zicke sein, die ihre Weiblichkeit versteckte. Und es war nur ein Essen.

Die Haare waren frisch gewaschen und fielen, noch leicht nass, offen ihren Rücken hinab. Ihre Wangenknochen waren leicht gerötet und auch ihre Lippen schimmerten in einem dezenten rosa. Ihre Augen waren mit einem Kohlestift betont und hoben die grüne Iris in den Vordergrund.
Jetzt da sie sich in der Gaststube suchend umschaute, meinte sie es etwas übertrieben zu haben, da die hellhaarige Frau diverse Männerblicke auf sich zog.

Chiamara sprach die erste Bedienung an, die sie antraf.
“Entschuldigt bitte, ich suche einen Herrn von Müsig. Könnt Ihr mir sagen, ob er schon zugegen ist?“

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Lisann

Re:Wirtshaus "Zum Drachenauge"
« Antwort #5 am: Mo., 04. Feb 2019, 18:04 »

Lisann warf dem Herrn von Müsig einen kurzen Seitenblick zu. Wahre Wunderdinge, soso. Hoffentlich war niemand auf die Idee gekommen aufgrund der Geschäftsübergabe von Freibier zu phantasieren. Oder stammten seine Vorstellungen von angemessener Tischdekoration daher? Erzählte man sich, dass im Gasthaus ‚Zum Drachenauge‘ neuerdings Deckchen und Blumen auf jedem Tisch zu finden waren?

Zumindest zeigte sich der Adelige von dem ihm zugewiesenen Platz angetan.
“Musiker treten hier meistens erst abends auf, aber wenn ihr einem Boten genug Münzen zusteckt, findet sich bestimmt einer, der schon nüchtern genug ist, um Euren Ansprüchen zu genügen“, erklärte die Halbelfe und beobachtete irritiert, wie der Herr von Müsig eine Kerze hervorholte. Vielleicht verzichtete sie doch lieber auf die Tischdecke, die sie hatte herbeiholen wollen. Das würde nur Wachsflecken geben.
“Als Eintrunk könnte ich verschiedene Liköre anbieten: Bachinger Birne, Herzkirsche von Ados, Pfirsichblüte und Goldmarille aus Salis… Entspricht davon etwas Eurem Geschmack?“
Lisann wartete die Antwort des Adeligen ab und machte sich anschließend eilig auf den Weg in Richtung Küche. Die restliche Bewirtung des Fliedernen konnte ihrer Meinung nach getrost Jenna übernehmen – samt den seltsamen Sonderwünschen.

Allerdings kam sie nicht allzu weit. Bereits auf halbem Weg durch den Schankraum wurde sie von einer Fremden angesprochen, die sich ausgerechnet nach dem Herrn von Müsig erkundigte.
Einige Augenblicke lang musterte die Köchin die Dame: Sie trug ein feines Kleid und war geschminkt, entsprach also ganz und gar nicht der Beschreibung, die der Pferdezüchter geliefert hatte. Außerdem schien sie in Eile hierhergekommen zu sein…
Eine Konkurrentin dieser Frau de Lorn also? Es gab einige Dinge, die Lisann nicht in ihrem Wirtshaus sehen wollte, zum Beispiel Schlägereien, Zechpreller und Kostverächter – hässliche Eifersuchtszenen zählten definitiv dazu.
“Der Herr von Müsig? Nein, leider ist er noch nicht zugegen. Wollt Ihr auf ihn warten? Dann kommt“, log die Helbelfe daher kurzentschlossen und führte Chiamara an einen freien Tisch, der möglichst weit von dem Nebenzimmer entfernt lag, das sie dem besagten Herrn zugeteilt hatte.
“Kann ich Euch die Wartezeit mit einem Getränk verkürzen? Oder einer Kleinigkeit zum Essen?“, fügte sie hinzu, denn zusätzliche Ablenkung konnte sicherlich nicht schaden.

Wenige Minuten später tauchte die mollige Bäckerin wieder am Tisch des Herrn von Müsig auf – ohne Blumen und Tischdeckchen, denn das hätte sie zu auffällig gefunden. Hoffentlich reichte nicht schon der aufdringliche Fliederduft des Adeligen aus, um ihr falsches Spiel mit der Blonden zu verraten!
“Es ist tatsächlich eine Frau aufgetaucht, die nach Euch gefragt hat – aber mir scheint, es handelt sich dabei nicht um die Verabredung, die ihr mir geschildert habt. Etwas größer als ich, langes blondes Haar, auffallend grüne Augen. Kommt Euch das bekannt vor?“
« Letzte Änderung: Mo., 04. Feb 2019, 18:05 von Landolin »
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Herr von Muesig

Re:Wirtshaus "Zum Drachenauge"
« Antwort #6 am: Di., 05. Feb 2019, 11:14 »

Mit wachsender Begeisterung lauschte der Herr von Muesig erfurchtsvoll der Aufzählung, was den Bestand an Likören anbelangte. „Was? Diese Wunderbirne…von der ganz Dragonien spricht – und Ihr habt sie - hier? Nun, wenn es gilt ein Weib einzukoch…-laden, kann es nur dieser flüssige Schatz sein. Bitte ein Karaffe davon und 2 Trinkgefäße .“ Das verstand die Köchin als Zeichen, sich davon zu machen.

Während er so einsam und verlassen dasaß, nutzte er die Gelegenheit, sich ein wenig umzusehen und sich gedankenverloren an gewissen Stellen zu kratzen, die man in Gesellschaft eher nicht kratzt, ohne scheele Blicke zu erben.

Ein Salon ist es nicht gerade, aber…gut, sauber - stellte er zufrieden fest. Dann wurde ihm langsam die Zeit zu lang und er trommelte einen gerade sehr beliebten Marsch auf der Tischkante.
Dann schwebte die Bäckerin wieder in das Zimmer, wobei von schweben eher weniger die Rede sein konnte. Und sie keuchte ein wenig, ihr schien eine gewisse Eile geboten gewesen sein. Eher war es aber ein festes, mit den Schuhen klackendes Auftreten als ein schweben. „Ah “ entfuhr es dem Adeligen.
Er hörte was ihm Lisann vortrug und erschrak zuerst heftig. „Pumper …?“ Aber nein, blond war Madame nie gewesen und auch seine zukünftige…. Doch wer konnte sonst? „Und ist sie, sie fet…fester als Ihr oder, ich meine …“ lieber nichts mehr meinen nicht mehr in diese Richtung weiterfragen.
Er beugte sich ein wenig in ihre Richtung und in verschwörerischen Tonfall: „Ihr wisst doch bestimmt, wer aristokratisch ist und sich nicht gehen lässt ?“ er konnte ja schlecht sagen, dass jemand alles in sich hineinstopft und dann aus dem Leim geht.
Dann fiel ihm doch noch etwas ein…und er wurde blass “Sagt gute Frau, kann es sein…also eine künstliche…ihr wisst schon..,eine haarige Perücke? Ein Hermel...lin?

Auf die naheliegende Idee, einen diskreten Blick auf besagte Dame zu werfen, kam der gute Muesig nicht. Zumindest nicht gleich. Vielleicht war er auch nur zu aufgeregt.
« Letzte Änderung: Di., 05. Feb 2019, 13:44 von Suffix »
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Chiamara

Re:Wirtshaus "Zum Drachenauge"
« Antwort #7 am: Do., 14. Feb 2019, 12:48 »

Etwas verwirrt schaute Chiamara die Bedienung schon an. Denn sie selbst war schon spät dran und der Züchter war noch nicht zugegen? Hatte er sie sitzen lassen? Ihr sollte es recht sein. Obwohl jetzt war sie schon in ihrer Eitelkeit gekränkt.
Sie setzte sich an den ihr zugewiesenen Tisch und beobachtete die Schankfrau wie sie zügig davon lief nachdem sie sich noch ein Flasche Rotwein und Wasser bestellen konnte. So voll war es doch heute nicht. Und die Ostländerin hatte auch das Gefühl, dass dieses Weib sie komisch angeschaut hatte.

Dabei hatte Chiamara auch ganz vergessen ihren Namen zu nennen, wenn Herr Müsig nach ihr fragen würde. Ok, vielleicht traf er sich halt nicht oft mit Damen - jedenfalls nicht hier. Und so musste man den Gutshofbesitzer nur zu der einzigen Frau schicken, die so doof war seine Einladung anzunehmen.
Sollte ihr eine Warnung sein. Vielleicht hatte das junge Schankmädel sie deswegen so angestarrt.

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Lisann

Re:Wirtshaus "Zum Drachenauge"
« Antwort #8 am: So., 03. Mär 2019, 23:21 »

Lisann beobachtete die Reaktionen des Adeligen, während sie den von ihm georderten Likör samt Gläsern auf dem Tisch abstellte. Immerhin diesen Wunsch konnte sie ihrer Meinung nach erfüllen, ohne Verdacht zu erregen. Mit ihrer Vermutung, dass das Treffen von Müsigs mit dieser Frau de Lorn nicht ganz unproblematisch war, hatte sie scheinbar ins Schwarze getroffen… es war definitiv richtig gewesen, ihn zu warnen, um den Frieden in ihrem Gasthaus zu bewahren.
“Ich weiß nicht, ob die Dame aristokratisch ist. Ihr Kleid ist aus feinem Stoff, aber es entspricht nicht der aktuellsten Mode. Zumindest kann ich bestätigen, dass sie nicht aussieht, als würde sie sich gehen lassen.“ Eher im Gegenteil… Die Halbelfe hätte der Blonden gerne eine ordentliche Mahlzeit zukommen lassen, aber diese hatte sich ja mit Rotwein und Wasser begnügt – und nicht direkt den Eindruck erweckt, als würde sie auf einen längeren Aufenthalt im Schankraum brennen.
“Eine Perücke?“ Nachdenklich zog Lisann die Stirn kraus. “Den Verdacht hatte ich nicht… aber ich habe auch nicht darauf geachtet. Ich gehe am besten noch einmal nachsehen!“

Gesagt, getan. In diesem Zuge konnte sie vielleicht auch den Namen der Fremden in Erfahrung bringen. Hoffentlich war es nicht Frau Pumpe, denn diese wünschte der Adelige offenbar nicht zu sehen, wenn die Bäckerin ihre Menschenkenntnis nicht völlig täuschte.
“Darf es noch etwas sein, Frau…?“, wandte sie sich an Chiamara, obwohl diese kaum genug Zeit gehabt haben dürfte, die Flasche Rotwein zu leeren. Bei genauerem Hinsehen erschien das Haar der Blonden etwas feucht – eine Perücke schien daher kaum in Frage zu kommen. “Vielleicht doch etwas zum Essen? Dieses Gasthaus ist auf Backwaren spezialisiert – und es gibt auch Kleinigkeiten, wenn Ihr später noch mit dem Herrn von Müsig speisen wollt.“
Oder besser gesagt, wenn der Herr von Müsig mit ihr speisen wollte… aber so direkt musste man dann doch nicht sein.

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Herr von Muesig

Re:Wirtshaus "Zum Drachenauge"
« Antwort #9 am: Mo., 04. Mär 2019, 10:19 »

Die Bedienung schien ihm langsam mit der Wucht und Dringlichkeit der Aufgabe überfordert zu sein. Aber so direkt wollte es der Adelige dann auch wieder nicht mitteilen.
Liebe Frau, die Sache ist von äußerster Wichtigkeit, wenn ich das so sagen darf und kann …“, aber da war die umtriebige Frau bereits wieder aus dem Raum geeilt.

Um aus dem Ganzen keine Schmieren-Komödie á la Tür auf – Tür zu, werden zu lassen, beschloss Herr von Muesig selbst nach dem Rechten zu sehen. Nervös erhob er sich, entschied, dass ein kleiner Schluck des Likörs noch nie jemanden geschadet hat. Gesagt – getan. Hmm – lecker, fast so gut wie Fliederlikör.

Um nicht auffälliger zu wirken als nötig, tat er so, als wäre ein dringender Abort-Besuch vonnöten. Dazu musste er den Schankraum queren. Er sah sich auffällig unauffällig um, während er betont langsam der bestimmten Tür – ein Herz, warum auch immer, war die Kennzeichnung – zustrebte. Keine Dame…oder doch ja, dort, vielleicht, vielleicht auch nicht, aber den Blick verstellte – natürlich die Bedienung. Und deren Formen ließen keinen Platz links und rechts, um auch nur einen Teil der dahinter sitzenden Figur zu erhaschen.
Viel zu schnell war er bei der Tür und musste durch sie hindurchtreten. Er ließ sich Zeit, viel Zeit, zu viel Zeit. Ein Pumpern an der Tür „Wird der Herr heute noch…oder muss man behilflich …“ Der Herr von Muesig erschrak fürchterlich. Beeilte sich aber dann doch, um nicht noch das Angebot erneuert zu bekommen.

Und jetzt konnte er sie sehen: tatsächlich, Frau de Lorn und wie hübsch sie war. So etwas erkennt der Baron von weitem und auf der Stelle. Was sonst so auf dem Tisch stand, entging seinem geschulten Blick. Ein weibliches Geschöpf auf das Martin, Herr von Muesig immer und sofort Sympathie entgegenbringt, wenn man es harmlos formulieren wollte. Und so eilte er zu dem Tisch: „Guten Abend Frau de Lorn, es ist mir eine ganz außerordentlich große Freude, Ihr seht entzückend aus .“ Und forschte nach der Hand um sie den Begrüßungsritualen gemäß zu küssen – die Hand natürlich nur. Vorerst. Und dann sah er zu seinem großen Vergnügen, dass sie ihrer Androhung entgegen, doch ein Kleidchen angezogen hatte.

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Chiamara

Re:Wirtshaus "Zum Drachenauge"
« Antwort #10 am: Mo., 11. Mär 2019, 16:25 »

Eine Frau warten zu lassen empfand Chiamara jetzt gerade nicht schmeichelnd. Eigentlich war sie nicht so, aber sie hatte diesen Herrn von Müsig auch nicht so eingeschätzt, dass er heuchlerische Angebote abgab.

Jedenfalls tauchte wieder die freundliche Bedienung auf und wollte ihr unbedingt etwas zu Essen anbieten. Stutzig machte die ehemalige Soldatin, dass diese Frau offenbar zu wissen schien, dass sie mit dem Gutsbesitzer hier ein Mahl einnehmen wollte. Das schien ihr mehr als komisch. Und doch schien es ihr eher, dass die arme Frau als Botin eingesetzt wurde. Daher blieb die Ostländerin professionell.

Und war das nicht Herr von der sich gerade hinter dem Rücken der Bedienung zum stillen Örtchen schlich? Das Haar kam Chiamara jedenfalls ziemlich bekannt vor und dieser stolzierende Gang eines Gockels auch.

“De Lorn. Und mit wem führe ich gerade dieses ungewöhnliche Gespräch?“ fragte sie neugierig, als diese ihren Namen anfragte.

Mit einem Finger auf den Mann zeigend, der hinter der Tür verschwand sprach sie:
“Ich muss sagen, dass es langsam spaßig wird. Also lasst mir doch bitte dieses kurzweilige Vergnügen den guten Herrn etwas zu ärgern.“

Bevor genau dieser Herr wieder auftauchen würde, bat sie die junge Frau um Folgendes:

“Schickt mir später doch bitte einen gutaussehenden muskulösen Mann an unseren Tisch. Mal schauen, wie er reagiert, wenn meine vermeintliche Bettgesellschaft mit ihm verglichen wird. Wobei ich bei einem anderen Thema wäre: Hättet Ihr ein Schlafgemach für mich für diese Nacht? Bitte ohne männliche Gesellschaft.“
Sie zwinkerte ihr zu.
“Und ich gedenke später zu speisen. Auch wenn Herr von Müsig plötzlich die Hosen voll zu haben scheint und eventuell doch lieber eine brave Kaufmannstochter als Tischbegleitung haben möchte.“

Als der gute Herr den Abort verlassen hatte, begab er sich tatsächlich zu ihrem Tisch und begrüßte sie überschwänglich.
“Herr von Müsig, schön, dass Ihr mich doch noch beehrt.“
Fast hätte sie ihm tatsächlich die Hand gereicht. Aber bei dem Gedanken, wo er gerade erst gewesen war und sie nicht wusste, wie er es mit der Handhygiene hielt, ließ sie dies doch lieber und zog diese wieder zurück.

“Ich hoffe Ihr habt einen schöneren Tisch reserviert, als diesen hier. Die Nähe zu den Örtlichkeiten ist doch nicht gerade angenehm.“

Chiamara erhob sich, nahm ihr Rotweinglas und wartete darauf, dass er sie zu seinem Platz führen würde.
Gut, dass sie Draug schon erworben hatte, da konnte sie sich diesen Spaß wohl leisten.

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Herr von Muesig

Re:Wirtshaus "Zum Drachenauge"
« Antwort #11 am: Mi., 13. Mär 2019, 13:17 »

Wenn da ein ironischer Unterton war, Herr von Muesig hörte ihn nicht. Für solche sprachlichen Feinheiten war er sowieso nicht der richtige Partner. Wäre seine Fechtkunst so wenig variabel und fintenlos, würde er schon längst die Grasnarbe von unten betrachten.

Der Griff zur Hand…er ging ins Leere, was ihn kurz irritierte und merklich ablenkte. Ob sie einen Ausschlag hatte? „Die…die Ehre ist ganz seits…meinerseits, wenn ich eine Dame mit Facon, die ihr ohne jedwede Abstriche seid,  mir Gesellschaft leistet .“ Verdammt, dachte er, der Handkuss gehört doch zu meinem Repertoire. Das hole ich doch niemals mehr auf.
Zum Glück kam danach gleich die Rede auf den Tisch und der Adelige konnte wieder brillieren. „Ich habe mir erlaubt, Eure nur zu berechtigten Bedenken schon vorwegzunehmen und im Nebenraum einen Tisch zwar nicht zur Tafel verwandeln lassen, aber er ist tadellos sauber und ich kann versichern, dass auch keine Senkgruben Euch missamüsieren. Wenn ich höflichst bitten darf ?“ er bot ihr den Arm, dass sie sich bei ihm einhaken konnte – wenn sie denn wollte.

Er führte sie ins Nebenzimmer in dem nichts verädert worden war, sei er es verlassen hatte. „Mein Wunsch nach Ziersets und floraler Bestückung ist leider nicht entsprochen worden, aber den Aperitif, den ich mir erlaubt habe schon zu bestellen, soll der außergewöhnlichste im Lande sein. Neu, so neu, dass Ihr ihn unbedingt probieren müsst. Buschinger Birne “ der Adelige hatte den Namen leider schon wieder vergessen und schnell einen anderen erfunden.

Er schob den Stuhl zurecht, damit Madame Platz nehmen konnte. „Wenn Ihr bitte hier …“
Danach nahm er selbst Platz. Er lächelte sie an.
Er ergriff eines der beiden gefüllten Likörgläser und sprach in freundlichen Umgangston den Toast: „Ihr müsst mir unbedingt erzählen, wann Ihr Herrn de Lorn zum ersten Mal zum Hahnrei gemacht habt – Auf Euer Wohl !“
« Letzte Änderung: Mi., 13. Mär 2019, 13:19 von Suffix »
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Barbelin Krapper

Re:Wirtshaus "Zum Drachenauge"
« Antwort #12 am: Di., 26. Mär 2019, 13:01 »

Nach ihrem Besuch in der Kathedrale und noch immer etwas durchgefroren stand Barbelin vor dem Wirtshaus "Zum Drachenauge" und brauchte nicht lange um sich zu entscheiden. Mit bestimmten Schritten steuerte die Halbelfe auf die Tür zu und betrat das Gasthaus und suchte sich einen freien Platz. Noch immer in den Umhang gehüllt winkte sie in Richtung der Theke und hoffte damit jemanden auf sich aufmerksam machen zu können.

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Chiamara

Re:Wirtshaus "Zum Drachenauge"
« Antwort #13 am: Di., 26. Mär 2019, 15:04 »

“Bachinger Birne, Herr von Müsig. Ich kenne dieses Getränk schon aus Nuru.“
Dass sie dieses Zeug in einem Bordell und mit einem Lykantrophen getrunken hatte, gab Chiamara nicht preis.

Der Pferdezüchter führte sie in einen Nebenraum, der ziemlich verlassen wirkte abgesehen von einem Tisch auf dem sich zwei Likörgläser befanden. Zwei gefüllte Likörgläser, was sie beim Nähertreten feststellen sollte.

Die Ostländerin setzte sich auf den Stuhl, den Müsig ihr entsprechend zurecht schob und nahm auch das ihr angebotene Glas an.

“Auf Euer Wohl, was nicht lang halten wird, wenn Ihr so weitermacht,“ sprach sie und nahm einen Schluck.
“Denn bevor Ihr solche Anschuldigungen vorbringt, solltet Ihr sicher sein, wem gegenüber Ihr sie aussprecht.“

Langsam stellte Chiamara ihr Glas auf die Tischplatte ab und blickte ihren Tischnachbarn an.
“Ich habe meinen Gatten nie betrogen. Alles was nach seinem Tod passiert ist, würde ich kein betrügen nennen. Immerhin war ich seitdem nicht mehr ehelich gebunden. Ich habe lieber so mein...... Vergnügen.“

Naveen lag zwar auch schon wieder Monate zurück, aber das wollte sie gerade nicht beschäftigen.

“Wie sieht es mit Euch aus? Lauft ihr jedem Rock hinterher oder habt Ihr doch auch ein gewisses Auswahlverfahren? Dass Ihr gebunden seid, nehme ich jetzt nicht an, oder?“
Wenn er so schamlos sein konnte, würde sie es ihm nachtun.

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Herr von Muesig

Re:Wirtshaus "Zum Drachenauge"
« Antwort #14 am: Do., 28. Mär 2019, 11:10 »

Ups…Der Adelige bekam große Augen, verschluckte sich und musste heftig husten. Es sah aus, als sei er von einem Dämon besessen. Zum Glück benetzte er nicht mit seiner 'Bachinger Birne' seine Begleiterin. Nur nach und nach setzte eine gewisse Beruhigung ein.

Verzeiht, ich bin untröstlich, werte Dame, mein aufrichtiges Beileid, die Besten sterben einfach zu früh, wie wahr .“ Der gemachte Fehler war nicht mehr aus der Welt zu schaffen. „Es scheint mir, dass Ihr nach einer angemessenen Trauerzeit und –arbeit wieder Freude an…am Leben gefunden habt. Wenn die Lust auf Vergnügen wieder …“ es war ein ungünstiger Moment, dass der Husten zurückkehrte, als er sich gerade anbieten wollte, ein Teil dieses Vergnügens sein zu wollen. Da half nur eine Brise von seinem Duftöl. „Flieder “ klärt er heiser auf „hilft immer und überall. Habt…auch bei wiederkehrenden, perfiden Frauenbeschwerden “ Gerade noch die Klippe umsegelt. Der Fliederduft hatte sich im ganzen Raum breit gemacht.

Er lehnte sich zurück und sah Ihr offen ins Gesicht. „Ich beliebet zu spaßen, Frau de Lorn. Nachlaufen? Nun, zuerst war’s die eigene Schwester, die mich…die mir das Vergnügen zeigte. Es folgten Zofen, Dienstmägde, jung, unerfahren. Blumenkelche, für Insekten geschaffen und bereit. Ah …“ er seufzte und hatte ein Leuchten in den Augen.
Und bevor wir unsere lukullischen Genüsse bestellen, will ich nicht verhehlen, dass ich jemanden versprochen bin. Ihr verstehet sicher, der Adel vermehrt sich nicht durch Knospung …“ er lächelte verschwörerisch. „Ihr kennt bestimmt die Familie Pumpernickel, da ist auch der Mann ab…, oh entschuldigt, verstorben und Madame brauchte Trost, viel Trost und für die Nichte war ich auch Tag und Nacht….und jetzt wird Louanne meine zukünftige Frau von Muesig. Frau von Pumpernickel hat mir ausdrücklich aufgetragen, dass ich vorher noch ausgiebig Erfahrung sammeln solle, damit ich ihre Nichte richtig … verwöhnen kann “ was unverschämt gelogen war, ganz im Gegenteil hatte Madame Pumpernickel eindringlich gewarnt, weiterhin ungeniert die Abwesenheit der Männer, die  sich auf Reisen befanden, auf Kriegszügen oder im Gefängnis saßen, auszunützen. „Bislang habe ich kaum Gebrauch von dem Gebot gemach, was mir schon richtig unangenehm war, aber wenn der Honig so…lkijth reog<*#jf…“ der Rest war unverständlich, weil es in einem Bellen, Kratzen, Husten vollkommen unterging. Erst nach einer ganzen Weile konnte man das „In Eurer Kleidwahl und Eurer Strahlkraft, sehe ich mich Eurer Unwiderstehlichkeit ausgesetzt “ wieder einigermaßen verstehen. Und die angesprochen Kleiderwahl ließ er nicht aus den Augen oder besser die Stellen, die nicht davon bedeckt waren.

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