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   Autor  Thema: Schneiderei "Heiße Nadel" (Gelesen 11735 mal)
Naveen

Schneiderei "Heiße Nadel"
« am: Mo., 30. Nov 2015, 17:09 »

Die Schneiderei "Heiße Nadel" sieht aus wie ein ganz normales Haus und steht im Geschäftsviertel von Nuru. Nur das Holzschild über dem schlichten Eingang weist den unwissenden Bürger auf die Schneiderei hin. An der Innenseite der tagsüber offenstehenden Tür hängt ein Schild mit den angebotenen Produkten und deren Preise:


Kostbare Kleidung für jeden Anlass:

Vornehme Kleidung (Für Frau wie Mann!) [20St] ~ 900 GM ( +4 Charisma )
Umhang [5St] ~ 225 GM ( +2 Charisma )
Lederhut [5L] ~ 225 GM ( +1 Charisma ) 
Ledergürtel [3L] ~ 135 GM ( +1 Charisma )
Lederarmband [2L] ~ 135 95  GM ( +1 Charisma )


Widerstandsfähige Rüstungen aus leichtem Leder:
(Für alle mit der Rüstungsklasse Lederrüstung!)

Lederrüstung [3E,3H,12L] ~ 750 GM ( -1 Geschick, -1 Stärke und +4 Schutz)
Lederhelm [3E,1H,3L] ~ 250 GM ( +1 Schutz )
Lederhandschuhe [2E,1H,3L] ~ 210 GM ( +1 Schutz )
Stiefel [3E,1H,3L] ~ 260 GM ( +1 Schutz )
Lederschild [2E,2H,3L] (+1Schutz) = 275GM


Allerlei brauchbare Ausrüstung:

Trinkflasche [5L] ~ 225 GM
Netz [6St] ~ 270 GM
Sattel [1E,4H,9L] ~ 550 GM
Seil [10F] ~ 300 GM
Decke [12St] ~ 540 GM
Zelt [16St] ~ 720 GM
Rucksack [1E,1L,3St] ~ 230 GM


Langlebige und qualitativ hochwertige Verbrauchsgegenstände:

Lederschürze [2L] ~ 90 GM
Sack [1St] ~ 60 GM



Inhaber
Naveen, Elf (m)


Angestellte
Lotte Lederband


Buchhaltung


Künftig ist es möglich, sich Kostüme (vornehme Kleidung +4 Charisma) und Masken/Perücken (Lederhut +1 Charisma) in der Schneiderei zu leihen.
Tagessatz Kostüm = 80 GM
Tagessatz Maske = 20 GM
Ein Ereignis im Stadtleben = 1 Tagessatz
Nutzung im Abenteuer = 4 Tagessätze

Bei anschließendem Kauf wird die Leihgebühr auf den Kaufpreis angerechnet.


Bei Naveen Nebeltaus Ankunft in Nuru war die Inneneinrichtung der Schneiderei derart zerstört, dass mittlerweile nichts mehr so aussieht, wie zu Meister Amras Zeiten. Einzig der Aushang mit den Preisen ist noch in der Schrift des ehemaligen Schneidermeisters erhalten.

Als erstes fällt beim Betreten der Schneiderei der Tresen und ein breiter Schneidertisch dahinter auf. In den tiefen Regalen an den Wänden sammeln sich Stoffballen und halbfertige Gewänder, an den Schneiderpuppen sieht man Lederrüstungen in verschiedenen Fertigungsstadien hängen.

Auf einem der Regalbretter befinden sich ein halbes Dutzend Perücken und Haarteile.

Drei Türen befinden sich in der Schneiderei. Die hinterste Tür führt in die Privaträume Nebeltaus. An der rechten Wand des Verkaufsraumes gibt es eine Tür, die in einen Lagerraum führt, die andere führt in eine kleine, derzeit unbenutzte Kammer.
« Letzte Änderung: Di., 09. Okt 2018, 09:11 von Naveen »
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Naveen

Re:Schneidere "Heiße Nadel"
« Antwort #1 am: Mo., 30. Nov 2015, 17:16 »


Zitat von: Chiamara am Mo., 16. Nov 2015, 14:44   

Nachdem der Schneider ihren Rucksack, wie er selbst schon vermutet hatte, nicht mit zu Schafschur brachte, machte sich Ammit kurz danach auf, um zu schauen, wie weit ihr gutes Teil nun war.
Obwohl sie nicht wusste, ob Naveen nach der Schur schon wieder ordentlich die Finger bewegen konnte. Aber einen Versuch war es wert.
Und den Lohn für die Arbeit musste sie auch noch übergeben.

So betrat sie schon wieder die Schneiderei. Ein fremder Beobachter würde fast denken, dass eine Halbdrow gefallen an Kleidung hatte, oder an dem Elf. Was sicherlich beides stark verwunderlich wäre. Ammit schüttelte bei diesen wirren Gedanken nur den Kopf und wartete in dem Geschäft auf Herrn ‚von und zu‘ Nebeltau. Allein der Name ist schon lächerlich. Kann doch nur diesen Spitzohren entstammen, dachte die junge Frau bei sich.



"Die junge Schäferin!" begrüßte Naveen Ammit mit einem Lächeln auf den Lippen.
"Schön euch zu sehen. Es tut mir leid, dass wir während eurem kleinen "Fest" nicht wirklich Zeit hatten, zu plaudern." Naveen zuckte mit den Schultern und deutete der Halbdrow an, einzutreten.


"Ihr wollt mit Sicherheit euren Rucksack abholen, nicht wahr? Er wartet schon auf euch. Nehmt doch einen Augenblick Platz, dann hol ich ihn euch sofort." Der Elf deutete auf einen Ottomanen, der an der linken Wand stand und der unter einer Vielzahl von Kissen zu versinken schien.

Hastig betrat er den Lagerraum und suchte nach der Tasche, die er für Ammit genäht hatte.
"Ich hoffe die Veranstaltung für eure Schafschur war ein voller Erfolg?" hörte Ammit es aus dem angrenzenden Raum tönen.

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Ammit

Re:Schneiderei "Heiße Nadel"
« Antwort #2 am: Mi., 02. Dez 2015, 15:22 »

Humor schien Naveen jedoch zu haben, wenn auch auf Kosten der Priesterin. Und sicher machte er es absichtlich, damit sie auf seine „Schäferin“ mit irgendeinem Spruch kontern würde.
Aber das tat Ammit nicht. Ihre Stimmung war, bescheiden ausgedrückt, nicht sonderlich gut. Es lag nicht an diesem Elf, auch nicht an ihrer Arbeit auf dem Gut. Irgendwie wusste sie gar nicht so recht, woran es lag. Und so wollte sie sich in der Schneiderei nicht länger aufhalten als nötig.

“Seid gegrüßt, Herr Nebeltau. Ja, ich bin wegen dem Rucksack vorbei gekommen. Es freut mich zu hören, dass er nun fertig ist.“ Leider sah man der jungen Frau die Freude nicht im Gesicht an. Und die Stimme verriet ebenfalls nicht über einer erfreuten Stimmung.
Sie setze sich, wie er gebeten hatte. Auch, wenn so ein komischer Stuhl für eine Priesterin und Schafhirtin sicher eine ungewöhnliche Sitzgelegenheit war. Es kam kein Murren und kein Kommentar. Auch nicht, als ihr wertes Hinterteil zwischen weichen Kissen eingequetscht wurde. Sie kam sich wie eine von diesen Edelfrauen vor, die total verweichlicht waren.

Ihre hellen Augen folgten dem Schneider, als er in einen der hinteren Räume hastete. Kurz danach vernahm sie seine Stimme.
“Das ist immer aus der Sicht des Betrachters. Ihr hattet sicher Erfolg. Ihr habt ja gewonnen. Ich leider hatte weniger Erfolg. Hatte ich doch gewettet, dass der andere Elf gewinnt. Was die Wolle anbelangt: Sie ist runter und das war in diesem Frühjahr hauptsächlich das Ziel der Maßnahme. Groß verkaufen werden wir sie vielleicht nicht können. Ich habe es aber auch noch nicht versucht muss ich gestehen. Leider hatten wir dadurch aber auch nicht mehr Kundschaft. Das war eigentlich der Hauptgrund der Aktion.“
So dachte die junge Frau jedenfalls. Irgendwie hatte sich de Nighthill bisher nie darüber beschwert, dass keine Umsätze in der Kasse landeten.

“Und wie geht es euch hier in der Nuruer Schneiderei? Ihr seid jetzt auch schon eine gewisse Zeit hier,“ sprach Ammit zu dem Elfen.
« Letzte Änderung: Mi., 02. Dez 2015, 15:22 von Chiamara »
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Naveen

Re:Schneidere "Heiße Nadel"
« Antwort #3 am: Mi., 02. Dez 2015, 15:41 »

Der Elf merkte nichts von dem Unmut der Halbdrow.
Suchend wirbelte er durch die kleine Kammer. Er war sich sicher, dass er diesen Rucksack hier irgendwo hingelegt hatte.
Während Ammit im Nebenraum irgendetwas murmelte, legte der Schneider sich die Hand ans Kinn und überlegte.

Was war an dem Tag passiert, als er die Tasche fertiggestellt hatte? Er hatte Tee gekocht und verschüttet und den Rucksack im letzten Moment vor dem gefärbten Wasser retten können. Dann hatte er ihn zur Seite gelegt, einen Lappen geholt und währenddessen war ein Kunde eingetreten.. und... aaaah, der Stapel mit den Stoffresten! Nun sah er ganz unten einen der Haltegurte herausblitzen. Er musste die Tasche einfach hier abgelegt und dann vergessen haben.

Erleichtert kehrten seine Gedanken wieder zu Ammits Stimme zurück.

"Die Schneiderei? Jaja, ein paar Tage bin ich nun schon hier.." Der brünette Elf trat wieder zu Ammit in den Verkaufsraum.
"Und doch löst diese Sesshaftigkeit noch immer Erstaunen in mir aus. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, in Nuru zu bleiben... und doch.. es gibt Schlimmeres als Hemden für Orks zu nähen." Er grinste.

"Hier ist eure Tasche. Seht, da sind die Einsteckfächer, in denen eure Tränke Platz finden sollten. Und hier könnt ihr die Rückengurte verstellen."

Er überreichte Ammit den Beutel.
"Wisst ihr, dass ihr zu den Wenigen in Nuru gehört, deren Name ich kenne? Wenn ihr keine Drow wäret, würde ich euch doch glatt einmal auf einen Wein einladen..."
« Letzte Änderung: Mo., 07. Dez 2015, 12:07 von Naveen »
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Ammit

Re:Schneiderei "Heiße Nadel"
« Antwort #4 am: Do., 03. Dez 2015, 12:24 »

Hemden für Orks. Waren das nicht eher Zelte? Ammit hatte lieber stinkende Schafe als rülpsende, nach Schweiß riechende Orks.

Neugierig wie Frauen nun mal waren, hätte sie nicht die Ausdünstungen oder der Hemdengeschmack von Orks interessiert, sondern warum dieser Elf nicht sesshaft war. Elfen waren doch meist in einem Ort unter sich. Dachte sie jedenfalls.

Aber da war ihr Rucksack und Ammit betrachtete diesen ganz genau. Sie schaute sich alle Taschen an, packte ihr Tränke zur Probe und testete auch die Festigkeit der Nähte.
"Akzeptabel," war der einzige Kommentar der jungen Priesterin. Mehr Lob hatte sich der Schneider nicht verdient, wo er sie doch schon wieder als Drow bezeichnet hatte.

"Ihr könnt es aber auch so sehen, dass ich elfenuntypisch zu viel in der Sonne gelegen und mich gebräunt habe. Warum sollte ich nicht auch was elfenuntypisches machen, wenn andere schon nicht sesshaft sind?"
Philosophie war nicht ihr liebstes Fach gewesen, aber die anderen mit widersinnigen Argumenten zu nerven hatte sie für die langweilige Theorie entschädigt.
"Aber ihr braucht jetzt keine Sorge haben, dass ihr mich jetzt einladen müsstet. Theoretisch könnte ich euch auf ein Saufgelage durch die Stadt begleiten und euch ein paar Leuten vorstellen. Wenn ihr genug getrunken habt, vergesst ihr vielleicht mein Äußeres. Nur leider kenne ich kaum noch jemanden in Nuru seit die Orks sich hier breit gemacht haben. Daher wäre die Runde kurz und ihr wäret nicht betrunken genug. Und ich trinke kein Alkohol und so wäre das auch kein Saufgelage. Womit ich die Theorie widerlegt habe und wir beide um die Peinlichkeit herum gekommen sind etwas zusammen zu trinken."
Sie blickte dem Elfen in sein ebenmäßiges Gesicht und hob eine Augenbraue mit einem Gesichtsausdruck, der aussagte, dass er doch auf ihre Provokation anspringen könnte, wenn ihm dazu noch was einfallen würde.


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Naveen

Re:Schneiderei "Heiße Nadel"
« Antwort #5 am: Mo., 07. Dez 2015, 12:15 »

Einen Augenblick lang erschien Naveen sprachlos. Dann zuckte er jedoch nur  mit den Schultern und entgegnete: "Ich habe keine Ahnung, wovon ihr redet - aber es scheint fast so, als wäret ihr einem gemeinsamen Abend noch abgeneigter als ich."

Er schmunzelte und ging zur Kasse. "230GM bekomme ich dann von euch, Lady Ammit. Ich hoffe er leistet euch gute Dienste. Wenn ich eines Tages noch ein paar Dornen und Stacheln einnähen soll, damit ihr euch auch das letzte Wesen auf Erden vom Hals halten könnt, sagt einfach Bescheid."

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Ammit

Re:Schneiderei "Heiße Nadel"
« Antwort #6 am: Mo., 07. Dez 2015, 15:29 »

Jetzt musste auch Ammit mal lächeln.
“Herr Nebeltau, wir hatten bisher doch mehr gemeinsam, als nur einen Abend oder ein Glas Wein. Und ihr könnt versichert sein: Auch in zukünftigen Abenteuern, in die wir gemeinsam hinein stolpern, könnt ihr euch voll und ganz auf mich verlassen.“

Die 230 Goldmünzen übergab das schwarzhaarige Mädchen, indem sie ihm die Münzen einzeln auf den Ladentisch ablegte.
“Gut, dass die Schafe schnell wieder dicke Wolle haben, dann spüren sie die Dornen und die Stacheln nicht, falls ich doch mal jemanden umarmen möchte. Ansonsten habe ich meinen Herrn, dem ich nah bin.“ – oder jedenfalls nah sein sollte, dachte sie nun wieder angesäuert.

Sie packte sich den Rucksack auf ihren Rücken und wollte sich schon zum Gehen abwenden. Aber eines beschäftigte sie doch, seit er mit ihr keinen Wein trinken wollte.
“Herr Nebeltau, warum sprecht ihr vom gemeinsamen Wein trinken, wenn ihr es dann doch wieder ins Negative zieht. Dann lasst es lieber, dann folgend auch keine trotzigen Antworten. Ich kann meinen Erzeuger nicht verleugnen, aber mich schmerzen solche offensichtlich missbilligende Äußerungen, insbesondere weil diese von jemanden kommen, den ich eigentlich gut leiden kann. Und dass obwohl derjenige ein Elf ist.
Ich wünsche euch jedenfalls einen schönen Tag“



-230 GM
+ 1 Rucksack


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Naveen

Re:Schneiderei "Heiße Nadel"
« Antwort #7 am: Mo., 07. Dez 2015, 17:13 »

Der dunkelhaarige Elf wusste nicht, ob er über Ammits Gedanken lachen oder sich erschrocken zeigen sollte. Beides hätte sie wahrscheinlich verstört.

So packte er zunächst ganz gelassen die Goldmünzen weg, bevor er beide Ellenbogen auf dem Tresen abstützte und sich der Halbdrow entgegenbeugte.

"Lad.... Ammit.." begann er. "Ihr solltet nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Sarkasmus und Ironie sind... nun.." Der Elf wusste nicht die richtigen Worte zu finden. Wie sollte er diesem jungen Ding erklären, dass manche Dinge einfacher zu sagen waren, wenn sie nicht im Ernst ausgesprochen wurden? Nur das sie den Spaß dahinter nicht verstand...


"Manchmal ist es einfacher nicht die Wahrheit zu sagen und darauf zu hoffen, dass das Gegenüber den richtigen Sinn der Worte versteht. Es freut mich, dass ihr mich mögt - und glaubt mir, ich finde euch auch sympathisch. Es ist nur so, dass ihr jung seid, ich alt. Ihr habt das Blut der Drow in euch, ich bin ein Elf. Die Welt würde annehmen so etwas wie Sympathie könne es zwischen uns nicht geben und jemand wie ich, könne nie normal mit jemanden wie euch sprechen." Waren das bittere Züge um Naveens Mundwinkel?

"Ich mache mir nichts aus den Konventionen, die mir meine Rasse auferlegen will. Das habe ich noch nie und darum steh ich hier, wo ich jetzt stehe und sitze nicht in irgendeinem Baumwipfel und singe Lieder der Glückseligkeit.
Doch seid euch sicher, nicht jeder heißt diese Einstellung gut und schon viel Spott konnte ich dafür ernten. Und darum.."
Er zuckte mit den Schultern. "Darum spotte ich nun selbst, bevor es jemand anders tut."


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Ammit

Re:Schneiderei "Heiße Nadel"
« Antwort #8 am: Di., 08. Dez 2015, 17:59 »

"Ich weiß, was viele, oder sogar die meisten von mir - einer Drow - halten. Daher war ich schon recht überrascht dass gerade ein Elf freundlich zu mir ist. Der zweite übrigens seit ich wieder hier bin.
Sie wollen nicht verstehen, dass der Drow-Teil in mir nur das äußerliche ist. Meine Mutter, Menschenweib, und mein Priestervater, auch Mensch - jedenfalls wird so gemunkelt; er benimmt sich jedoch wie ein Troll - haben mich erzogen. Ich kenne meinen Vater nur aus Erinnerungen von Erzählungen meiner Mutter."

Wie oft hatte sie in Kindheitstagen versucht andere Kinder davon zu überzeugen dass sie ein Mensch war. Und später andere Erwachsene. Und immer machte es alles schlimmer als besser.

"Lernt mich doch einfach kennen, dann werdet Ihr es schon merken. Ich bin nicht so ein herzloser Drow."

Und dann erhellte sich das Gesicht der jungen Priesterin. Ihr Blick war auf den Notizblock des Schneiders gerichtet. Das war die Idee wie sie ungezwungen ohne Spott miteinander reden konnten.
"Könnt Ihr mir Lesen und Schreiben beibringen, Herr.. äh, Naveen? Brecht wiedr Konventionen!" Ammit lächelte ihn spitzbübisch an.

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Naveen

Re:Schneiderei "Heiße Nadel"
« Antwort #9 am: Mi., 09. Dez 2015, 13:52 »

"Dafür muss ich euch gar nicht erst kennenlernen, Ammit."
Sprach Naveen und richtete sich wieder auf.

"Verzeiht mir, aber selbst ein Blinder würde erkennen, dass ihr nicht kalt und herzlos seid. Doch ihr seid noch jung und naiv."
Er ging um den Tresen herum, blieb vor Ammit stehen.

"Macht aus eurem Aussehen niemals eine Schwäche, immer eine Stärke. Wenn die anderen euch für eine kalte Drow halten möchten, dann gebt sie ihnen, so lange es zu euerm Gunsten ist und .. ach.." Naveen schüttelte den Kopf. Was wollte er einer Kundin hier Ratschläge geben? Er war Schneider, kein Seelentröster.

Als Ammit urplötzlich und den Schneider um Hilfe beim Lesen lernen bat, stockte der Langhaarige erneut.
Fragend sah er sie an. "Ihr wollt, dass ich euch das Lesen und Schreiben beibringe? Kind, ich dachte du wärest bei einem Priester groß geworden?" Er seufzte und schüttelte sacht den Kopf.


Es dauerte einige Wimpernschläge, dann sah er Ammit aus seinen Haselnussaugen an.
"Kannst du kochen?" Ungefragt war er zum Du übergegangen. "Wenn ich dir meine Zeit schenke, so erwarte ich auch etwas von deiner...

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Serafina

Re:Schneiderei "Heiße Nadel"
« Antwort #10 am: Sa., 12. Dez 2015, 19:35 »

Sehr zufrieden mit dem speziellen Umhang, stand Serafina einige Zeit später wieder im Laden des Schneidermeisters. Sie hatte einen weiteren Spezialauftrag und war gespannt, ob ihr Meister Naveen helfen konnte. Höflich klopfte sie mit der Pfote auf den Tresen und wartete, ob jemand aus dem hinteren Teil des Geschäfts auftauchen würde.

[OT: was dir Serafina beschreiben wird, ist regeltechnisch ein Lederhut]


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Naveen

Re:Schneiderei "Heiße Nadel"
« Antwort #11 am: Sa., 12. Dez 2015, 23:08 »

Er konnte mit Glasperlen einfach nicht umgehen! Fluchend kroch Naveen durch die Schneiderei. Er hatte ein Hemd mit Perlenstickereien verzieren sollen - dabei allerdings die Hälfte der Perlen umgeschmissen und über drei Räume der Schneiderei verteilt. Mühsam musste er sie nun hinter Regalen, zwischen Fugen und unter Schränken hervorsammeln.

Während er auf der Türschwelle zum hinteren Raum herum kroch, hörte er, wie jemand die Schneiderei betrat. Flugs stand er auf, stieß sich erst den Zeh, dann den Kopf, fluchte und ließ erneut eine Ladung Glasperlen auf dem Boden fallen. Soviel zum Thema Geschick. dachte er bei sich und blickte zum Kunden.

Ein Lächeln glitt über sein Gesicht.
"Serafina, eine Freude euch zu sehen!" sprach er und trat näher, während er sich kurz über den Kopf strich.
"Ich hoffe, ihr kommt nicht, weil ihr mit dem Mantel unzufrieden seid?" Wobei das zu meinem heutigen Tag gut passen könnte.. fügte er in Gedanken hinzu.

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Serafina

Re:Schneiderei "Heiße Nadel"
« Antwort #12 am: So., 13. Dez 2015, 11:19 »

"Seid gegrüßt, Meister Naveen. Oh nein, ich bin sogar hoch zufrieden mit Eurer Sonderanfertigung. Und deshalb bin ich wieder zu Euch gekommen. Ihr wisst ja, wechsle niemals deinen Schneider, wenn du mit ihm zufrieden bist, sagte schon mein Großvater. Das gilt natürlich auch für den Bader. Einer, der nicht weiß, wie man Zähne richtig zieht, ist ein Graus. Zum Glück brauche ich als Lykantroph keinen Bader mehr."

Ungeniert plapperte Serafina also drauflos, um in einer weiten Schleife schließlich zum Kern ihres Besuchs zu kommen.

"Weil ich gerade von Zähnen spreche. Solche hängen sich Orks ja gern um den Hals oder schmücken sich damit ihre Ohrläppchen. Nicht mit den eigenen natürlich. Aber deswegen bin ich nicht hier. Ich bevorzuge Perlen. Ihr wisst schon, diese kleinen bunten Glaskügelchen mit dem Loch drin. Wamb...," stockte sie kurz, ehe sie den Namen der Alpha der Freien verraten konnte. "Wann ist mir das in den Sinn gekommen? Letztens erst. Da dachte ich mir, das wäre doch ein netter Ohrschmuck, Perlen an einer hübschen Kordel aufgefädelt. So zwei bis drei Stränge pro Seite, das macht ein nettes Geräusch. Das trage ich natürlich nicht, wenn ich auf Nachtstreife bin, das wäre ja widersinnig. Da könnte mich ja der Feind auf Meilen hören."

Wenn sie das Gesicht des Schneiders richtig interpretierte, überlegte er gerade. "Ihr habt doch solche Perlen, oder nicht? Ihr stickt doch auch Muster auf feine Hemden, richtig?"

[für die HDB: +1 Perlenohrschmuck für Lederhut , -225 GM ]

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Ammit

Re:Schneiderei "Heiße Nadel"
« Antwort #13 am: So., 13. Dez 2015, 13:24 »

Die Handbewegung Ammit zeigte deutlich, was sie von dem Einwand des Schneiders hielt, dass sie doch bei Priestern war.
"Mir wurde nur das beigebracht, was eine Drow wissen darf."
Lesen und Schreiben gehörte nicht dazu. Sie hätte ja auch andere Dinge lesen können - auch über Drow.

Sein daraufhin folgender Vorschlag überraschte sie kurz, dann lachte sie auf.
"Klar kann ich kochen. Und auf meinen Missionsreisen habe ich die unterschiedlichsten Speisen kennen und kochen gelernt. Du wirst also nicht verhungern.
Wann kannst du anfangen? Oder sollte ich besser fragen, wann du zu Essen gedenkst?"

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Herr von Muesig

Re:Schneiderei "Heiße Nadel"
« Antwort #14 am: Di., 15. Dez 2015, 10:19 »

Der Brief von Hengerl beschäftigte ihn auf seiner Reise nach Nuru. Er hatte ihn wieder an seine Schwester erinnert und seiner verlustig gegangenen Pferdezucht, Schloss Imarkar, Alimea, diese zum Leben erwachte Bissgurke. Herr von Muesig hatte kurz geseufzt, Vorbei – für immer.
Dessen lieben Töchterlein würde er kein jungfräuliches Härchen krümmen. Er stand nicht auf flachbrüstige, minderjährige Flachflundern.  Die Gouvernante hatte da schon mehr Potential um die Hände aus den Hosentaschen zu bewegen. Aber gut, das war im Moment nicht wichtig und lenkte ihn nur unnötig ab. Hengerl hatte um Pferde gebeten und speziell geschnittene Damensättel. Zu blöde, dass er daran nicht gedacht hatte. Er konnte schlecht Pferde an das schwache Geschlecht verkaufen ohne Sättel. Und in einem musste er seinem neuen Duz-Freund rechtgeben. Damen in Hosen ging gar nicht, der Blick auf die wohl- oder weniger wohlgeformten Fesseln war unumgänglich. Dieses Vergnügen raubten einem diese Liebestöter in Stoffröhren. Schon der Gedanke daran ließ ihn erschaudern.
In Drachenauge war kein einziger Laden zu finden, der solch wichtige Utensilien vertrieb. Erst ein Angler am Fluss, mit dem er eher zufällig ins Gespräch gekommen war, gab ihm den (Geheim)Tipp: Versuchs beim Schneider Amras in Nuru. Der Laden hieße Heißer Nagel oder Weisser Hagel. Die Reise nach Nuru war ihm nicht unangenehm, vielleicht ließ sich ja ein Geschäftsessen arrangieren. Den Ort wüsste er schon.

Er hatte ein wenig rumfragen müssen, nicht alle waren auskunftsfreudig gewesen. Hier schien man gegenüber Adeligen Vorurteile zu haben. Adeligen, die nicht wie in Lumpen gehüllt herumliefen und die nicht nach Hasen- oder Schweinestall stinkten. Nach einigen Irrwegen, da hatten ihm einige ganz die falsche Richtung gewiesen, war er ins Geschäftsviertel gelangt und schlussendlich hier zu dem eher unscheinbaren Laden.
Ohne das Schild über der Eingangstür näher zu betrachten, öffnete die Tür, betrat den Laden und steuerte schnurstracks auf die Theke zu, nachdem er die Tür hinter sich geschlossen hatte.
« Letzte Änderung: Di., 15. Dez 2015, 10:29 von Suffix »
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