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Legends of Aylann  |  Legends of Aylann - Das Spiel  |  Das Land Dragonia  |  Thema: [Gilde] Der Hohenturm zu Sha'Nurdra << zurück weiter >>
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   Autor  Thema: [Gilde] Der Hohenturm zu Sha'Nurdra (Teil 2) (Gelesen 7363 mal)
Christian

[Gilde] Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« am: Do., 21. Mai 2009, 09:34 »

zu Teil 1
zu Teil 1.2
Standort



"Zacha und Loretus kamen stolz am fertigen Bauwerk an.
Sie stolzierten durch das Eingangstor und gingen über eine Holzbrücke über den mit Wasser gefüllten Graben, an dessen Ende sich Schilf und andere bunte Pflanzen tummelten.
Sie gingen weiter an gut gepflegten Gärten und Zysternen, aus denen der Turm sein Trinkwasser holte, vorbei und kamen danach am ihren Schätzungen 50 Meter hohen Turm an.

Sie gingen hinein und Begutachteten alles, die Zimmer für alle Gründungsmitglieder, ja sogar eine Bibliothek war in dem Turm.
Das Treppenhaus war ebenfalls sehr verziert mit schönen Mustern und Malereien, die in den Stein eingemeiselt waren.

Erschöpft durch die vielen Treppen kamen sie im Zimmer von Zacha an, der extra darauf bestand, sein Zimmer möglichst weit oben haben zu können, um alles zu überblicken.

Danach stiegen sie hoch auf die Terrasse, von der man beinahe ganz Dragonia besichtigen konnte.
Sha'Nurdra war ganz nahe und die beiden konnten sogar deren Apotheke erahnen, die jedoch von Bäumen verdeckt war.
Etwas weiter in der Ferne sahen sie Nighton, das von einem Flachland umgeben war.
Doch hinunter auf den Boden zu sehen war für Beide ein mulmiges Gefühl in 50 Metern Höhe."


SC-Mitglieder:

Zacharias Freundesbund, Gründer, verschollen
Christian di Asturien, Gründungsmitglied, aktiv
Loretus Hallendt, Gründungsmitglied, verschollen
Silvren, Gründungsmitglied, verschollen
Xanatos, Gründungsmitglied, verschollen
Ethlind Rosalie Black, Mitglied, verschollen
Allaria Petiolata, Mitglied, verschollen
Syrena, Mitglied, in Aramon
Landolin Dennhardt, Mitglied, aktiv
Kaira, Mitglied, aktiv
Shikra, Mitglied, aktiv



Gildenkasse:

In der Gildenkasse befinden sich zur Zeit 21682 GM


Ein-/Ausgaben:

Zacharias Freundesbund spendet 100 GM. (1.8.2004)
Loretus Hallendt spendet 100 GM. (1.8.2004)
Die Apotheke in Sha' Nurdra spendet 30 GM. (3.8.2004)
+5 Heiltränke, +1 Gegengift von Xanatos (21.08.2004)

-60 GM durch die Dekoration für die 2. Gildenversammlung. (22.8.2004)
Christian spendet 500 GM. (05.09.2004)
Die Stadt Sha'Nurdra spendet 750 GM. (06.11.2004)
Ethlind spendet 50 GM. (13.11.2004)

15.02.2005
+330 GM Spende Chris
05.03.2005
+1200 GM Spende Loretus für Gildenstäbe
-3000 GM für Gildenstäbe
15.06.2005
+250 GM für Auferstehung E Chris
19.10.2005
+12 GM für Gegengift Chris
-1 Gegengift
28.03.2006
+250 GM Magierstab E Chris
31.07.2006
+2000 GM Magierstab M Chris
05.03.2007
+500 GM VHZ E Chris + Spende
16.04.2007
+2000 GM VHZ M Chris
15.09.2007
+2000 GM Auferstehung M Chris
02.03.2009
-630 GM für Gildenstab Landolin
27.05.2009
+2250 GM VHZ E+M Landolin
15.06.2009
+250 GM Entgiften E Landolin
27.04.2010
+250 GM Auferstehung E Landolin
20.08.2010
+2000 GM Auferstehung M Landolin
25.08.2011 in Magierzirkel Nuru
+2000 GM Kurzteleport M Christian
26.03.2014
+250 GM Entgiften E Christian
07.03.2015
+2000 GM Entgiften M Christian
23.04.2016
+50 Pergament und Federkiele von Christian
05.11.2016
+250 GM VHZ E Syrena
04.09.2017
+1 Regenerationstrank
+2 Gegengifte
+2 große Manatränke
+2 Weihwasser
+2 Wundbinden
+2250 GM von Landolin für verb. Heilkunde auf Experte und Meister

28.09.2017
+1100 GM Spende von Darius
07.11.2017
+1000 GM von Phelan für Verbesserte Heilkunde als Fremdgildenfertigkeit
17.01.2018
-800 GM für Gildenkampfstab Syrena
13.12.2018/28.02.2019
+2250 GM VHZ E+M Shikra
18.01./24.02.2019
+250 GM verb. Heilkunde E Kaira





Warenbestand:

5 Heiltränke
50 Pergament
50 Federkiele
1 Regenerationstrank
2 Gegengifte
2 große Manatränke
2 Weihwasser
2 Wundbinden




Einrichtung:

1 Tisch
4 Stühle




NPCs:
- keine -

ANPCs: (zur Ausschmückung)
Derrac, Mensch, 35 Jahre
ehemaliger Soldat, ....
Schriftfarbe: Rot
Mándil, Lichtelf, 125 Jahre
Beschreibung
Schriftfarbe: Maroon/Kastanie
Celorfin, Waldhochelf, 455 Jahre
Beschreibung
Schriftfarbe: Blau
Zoewyth, Mensch, 27 Jahre
Beschreibung
Schriftfarbe: Teal/Blaugrün
Lessien, Lichtelfe, 97 Jahre
grüne Augen, blondes Haar; gesprächig, neugierig
Schriftfarbe: Grün
Valor, Druide, 96 Jahre
Beschreibung
Schriftfarbe: Navy/Dunkelblau




Besprechungsthread I
Besprechungsthread II
Besprechungsthread III




Raumverteilung:

Außerhalb: Derracs Wachstube
Keller: Wasserquelle, Vorratslager
Erdgeschoss: Christians Zimmer, Empfang, Küche
1. Stock: zwei Gästezimmer
2. Stock: Lessiens Zimmer, Mándils Zimmer
3. Stock: Zoewyths Zimmer, Valors Zimmer
4. Stock: Syrenas Zimmer, weiteres Novizenzimmer
5. Stock: Celorfins "Reich"/Tierhospital
6. Stock: s.o.
7. Stock: Shikras Zimmer, Kairas Zimmer
8. Stock: Landolins Zimmer, weiteres Novizenzimmer
9. Stock: Bibliothek
10. Stock: Versammlungsraum
11. Stock:
12. Stock:
13. Stock:
14. Stock:
15. Stock: Versuchslabor (magisch gesicherter Raum, falls mal was passieren sollte)
Im Raum selbst befand sich nur ein einfacher Tisch nebst Stuhl an der Wand gegenüber der Tür und dies auch nur, damit man sich während der Versuche Notizen machen konnte oder der Versuch im Schreiben einer Spruchrolle bestand. Ansonsten war der Raum leer, sah man von den mit lichtelfischen leuchtenden Zeichen verzierten Wänden ab. Da es kein Fenster gab, erhellten lediglich diese den Raum, aber dies reichte selbst für das Verfassen von Texten aus.
16. Stock:
17. Stock: Loretus' Zimmer
18. Stock:
19. Stock: Zachas Zimmer
Dach: Aussichtsplattform




Erlernbare Fertigkeiten:

Verbesserter Heilzauber:
(Vorraussetzung: Heilzauber u. Intelligenz 8+): Verstärkter Heilzauber zum Heilen von dir und deinen Kameraden.

Auferstehung:
(benötigt Verbesserten Heilzauber u. Intelligenz 15+) Kann Schwerstverletzte vom Tod retten.

Entgiften:
Befreie dich und andere von Vergiftungen.

Verbesserte Heilkunde:
(Voraussetzungen: Beruf Heiler oder Beherrschen einer Heilfähigkeit)
Durch langjährige Erfahrung ist es dem Anwender möglich, diverse Krankheiten, Verletzungen und Vergiftungen auch ohne Einsatz von Magie zu lindern.

Energieschild:
Schütze dich vor Angriffszaubern.

Magierwaffe:
Die Magierwaffe unterstützt ihren Träger beim Wirken von Zaubern.

Fremdsprachen:
Du kannst fremde Sprachen sprechen und fremde Schriften lesen/schreiben (mit L&S).

Kurzteleport:
Du kannst dich oder andere über kurze Strecken teleportieren.

Lesen und Schreiben:
Du kannst lesen und schreiben.

Heilzauber:
Sollte jeder Hohentürmler beherrschen.

Kosten:
Normal: 0 GM
Experte: 250 GM
Meister: 2000 GM




Voraussetzungen für Aufnahme als Vollmitglied:

Beruf Heiler oder zumindest in einer magischen Fähigkeit den Titel "Experte" zu tragen.
Intelligenz: 5+
Bestandene Aufnahmequest


Zitat:
Ich hatte bei dem Stab an einen y-förmigen stab gedacht an dem sich eine Schlange hoch schlängelt. Ihren Kopf hat sie zwischen dem Y. Ihre Augen sind wahlweise Rote oder Grüne Steine (evtl. auch Blaue)






Unterschied Auferstehung zur Nekromantie:

Da bei Entwickeln des Zaubers der Auferstehung unterschiedliche Ansätze verfolgt wurden, anbei die Unterschiede, aus denen hervorgehen sollte, warum Nekromantie für einen Hohentürmler kaum erstrebenswert sein sollte (und man es auch nicht jedem auf die Nase binden sollte, wenn man diesen Zauber dennoch beherrscht).

Auferstehung:
Nur Rückkehr in den eigenen Körper möglich, wobei vorher die tödlichen Wunden per Magie geheilt werden, weswegen der VHZ vorausgesetzt wird.
Somit auch keine Rückkehr nach Tod durch Altersschwäche (altersbedingtem Organversagen) möglich.
Seele hat wie vor dem Tod die Kontrolle über den Körper.

Nekromantie (zur Rückholung eines Verstorbenen):
Eigener Körper des Verstorbenen kann benutzt werden, allerdings wird dieser ohne Beseitigung der Todesursache weiter verwesen und muss mit Magie zusammengehalten werden.
Seele kann bei zu starker oder tödlicher Beschädigung (also fast bei jeder Todesursache) auch in einem fremden Körper (optische Anpassung dessen mit Magie möglich) gebunden werden, wenn zuvor die dort heimische Seele entfernt wurde, sonst dürfte es zu einem langen, diffusen Seelenwettstreit kommen, wobei die heimische Seele einen deutlichen Vorteil hat.
Es liegt im Ermessen des Nekromanten, inwieweit die Seele Kontrolle über den Körper hat oder er sie eher in diesem Körper gefangen halten will.
« Letzte Änderung: So., 28. Apr 2019, 20:59 von Christian »
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Landolin

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #1 am: Mi., 27. Mai 2009, 23:57 »

Es schien beinahe eine Ewigkeit her zu sein, dass Landolin das letzte Mal in seinem Zimmer im Hohenturm gewesen war. Das Vorhaben, ein eigenes Geschäft zu übernehmen, hatte sich als zeitaufwendiger erwiesen als erwartet. Und doch schien sich nichts verändert zu haben. Bis auf die dünne Staubschicht, die den Fußboden bedeckte – und auf den Gildenstab, der an einer der Wände lehnte.
Einen Moment lang überlegte der Heiler, ob er das falsche Zimmer betreten hatte, aber diesen Gedanken konnte er rasch verwerfen. Schließlich gab es ja nur zwei Räume in diesem Stockwerk. Es dauerte ziemlich lange, bis er sich daran erinnerte, dass man ihm zum Eintritt in die Gilde einen Stab hatte schenken wollen. Soviel Großzügigkeit, obwohl ihn die meisten Mitglieder gar nicht richtig kannten… und obwohl er Christian zum letzten Mal bei seiner Kündigung gesehen hatte.
Er würde dem Mandra’lar Sama einmal wieder einen Besuch abstatten müssen, das nahm sich der junge Mann fest vor. Aber nicht heute. Nicht bevor er es zum Geschäftsbesitzer gebracht hatte. Doch das war hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit.

Beinahe ehrfürchtig nahm er den Stab in die Hand und betrachtete ihn von allen Seiten. Es war eine Maßanfertigung, das konnte selbst ein Laie wie er sagen. Allein die Verzierung mit der Schlange und den Flügeln am oberen Ende… Dass er nicht die geringste Ahnung davon hatte, wie man einen derartigen Stab einsetzte, war Landolin in diesem Augenblick vollkommen egal.
Dennoch musste er seinen Blick schließlich von seinem Gildenstab abwenden, denn auch wenn er sich sehr über das Geschenk freute, durfte er seine Studien nicht vernachlässigen. Es war für einen Heiler eben beinahe unmöglich, genug Wissen zu erlangen.

+ Gildenstab
- 2250 GM für das Erlernen des Verbesserten Heilzaubers auf Meister
(wird hier ausgespielt)

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Landolin

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #2 am: Mo., 15. Jun 2009, 22:25 »

Wieder einmal kehrte Landolin in seinem Zimmer im Hohenturm ein. Doch diesmal hatte er nicht vor lange  zu bleiben. Eigentlich war er nur gekommen, um sich ein paar neue Bücher für seine Studien auszuleihen und um alte zurückzubringen.
Er war in letzter Zeit ziemlich gut vorangekommen – zumindest theoretisch. Die praktische Ausführung gewisser Zauber war meist reichlich kompliziert, doch allzu viele Freiwillige, die sich als Zielobjekte zur Verfügung stellten, gab es nicht – und darüber musste er als Heiler eigentlich auch froh sein.
Mit einem Schulterzucken ließ der junge Mann den Rucksack und seinen Umhang auf das Bett fallen und machte sich auf den Weg zur Bibliothek. Früher oder später würde sich gewiss eine Gelegenheit zum Üben ergeben…


Landolin erlernt Magierstab auf Normal (wird hier ausgespielt)
- 250 GM für Entgiften auf Experte (wird hier ausgespielt)
« Letzte Änderung: Fr., 30. Apr 2010, 21:50 von Landolin »
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Christian

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #3 am: So., 18. Okt 2009, 13:52 »

Christian hatte sich mal wieder etwas Zeit nehmen können, um den Hohenturm aufzusuchen. Zum Glück war der Turm nicht weit von Sha'Nurdra entfernt, so war er im Notfall schnell wieder daheim. Derrac und auch Lessien erzählten ihm, dass Landolin ebenfalls hier war. Wollte der junge Heiler vielleicht etwas lernen? Nun, da konnte der Magier sich auch gleich selbst darum kümmern. Er verstaute nur seinen Rucksack in seinem Zimmer, bevor er sich auf die Suche machte. In seinem Zimmer schien er nicht zu sein, so schaute er als nächstes in der Bibliothek nach.

Landolin, bist du hier?

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Landolin

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #4 am: Do., 22. Okt 2009, 15:55 »

Der Hohenturm war in letzter Zeit so etwas wie Landolins zweites Zuhause geworden. In der Kaserne Nightons hatte es ihn nie besonders lange gehalten und auch seit er die Apotheke übernommen hatte kehrte er regelmäßig hierher zurück, um Bücher auszutauschen und zu lesen. Da der Vorbesitzer des Kräuterkastens von Ordnung nicht besonders viel gehalten hatte konnte er die Abwechslung vom Unkrautrupfen und Aufräumen auch ganz gut gebrauchen.

Und tatsächlich zeigte sein Lerneifer Wirkung. Sein Heilzauber war viel zuverlässiger als früher – und allein das war die ganze Reiserei wert gewesen. Da er in Nuru auch schon erste Erfolge mit dem Entgiften erzielt hatte, hatte er sich nun ein neues Thema vorgenommen. Ein wenig größenwahnsinnig war es vermutlich schon, sich derart komplexe Zauber mit Hilfe von Büchern beizubringen, aber bis auf Christian hatte er noch niemanden derartige Magie wirken sehen – und den alten Elfen, der ganze zwei Stockwerke des Turms für sich beanspruchte, wollte er nicht nach seinen Kenntnissen fragen. Vermutlich hätte ihm dieser zwar weiterhelfen können, aber Celorfin war ihm zu suspekt, als dass er sich freiwillig an ihn gewandt hätte.

Dass sich Christian schon so lange nicht mehr hatte blicken lassen war sicherlich schade, aber auch verständlich. Zumindest waren Landolin Gerüchte über Nachwuchs im Mandra’lar Sama zu Ohren gekommen…
Umso überraschter war der Heiler, als die vertraute Stimme des Magiers durch die Bibliothek drang. Rasch erhob sich der Novize und trat auf den Gang, der zum Eingang führte.

“Ja, ich bin hier.“, antwortete er überflüssigerweise auf Christians Frage, als er diesen schließlich im Blickfeld hatte, “Und es freut mich, dass Du auch hier bist. Wir haben uns ja eine ganze Weile nicht gesehen…“

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Christian

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #5 am: Do., 22. Okt 2009, 19:55 »

Tatsächlich befand Landolin sich in der Bibliothek, wohl um sich neues Wissen anzueignen oder sein bisheriges zu erweitern. Mit einem leichten Lächeln sah er den Heiler an, ehe er das Wort an ihn richtete.

Ja, es ist viel Zeit vergangen. Schön, dass wenigstens eines der nicht hier lebenden Mitglieder öfters vorbeischaut. Moment, weißt du schon, dass Neome und ich Nachwuchs bekommen haben? Sie heißt Yolmena.

Sie hatten sich wirklich lange nicht gesehen.

Ich nehme an, du erweiterst gerade dein Wissen. Aber nichts geht über eine praktische Anwendung dessen. An was bist du gerade dran, vielleicht kann ich dir ja behilflich sein.

Vielleicht hatte Landolin inzwischen seine Anwendung des Heilzaubers verbessert und sah sich nun nach anderen Herausforderungen um? Naja, solange es nicht gerade um die Herstellung von Heilsalbe ging, konnte der Magier ihm wohl weiterhelfen.

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Landolin

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #6 am: Mi., 04. Nov 2009, 17:11 »

"Es ist also ein Mädchen? Ich gratuliere!", meinte Landolin grinsend, als Christian auf seine Vaterfreuden zu sprechen kam, "Die Geburt ist unproblematisch verlaufen, hoffe ich. Aber erzähl: Wie alt ist die Kleine denn jetzt? Und wie sieht sie aus?"
Natürlich wusste der Heiler, dass man dadurch, dass man in Sha'Nurdra geboren wurde noch lange keine spitzen Ohren bekam - auch wenn einige Leute aus Nighton sicherlich etwas anderes behauptet hätten - doch ein wenig neugierig war er schon, wem seiner beiden Arbeitgeber Yolmena ähnlicher sah.

Als der Magier schließlich wissen wollte, weshalb er sich in der Bibliothek aufhielt, wurde der Novize schlagartig ernster.
"In letzter Zeit habe ich mich viel mit dem Entgiften beschäftigt. Aber das läuft eigentlich ganz gut... Zumindest so gut, dass ich überlegt habe, mich etwas Neuem zuzuwenden. Dem  Wiederbelebungszauber, um genau zu sein. Aber das scheint noch komplizierter zu sein, als ich dachte - und ich bezweifle, dass sich viele Testobjekte finden lassen, an denen man diesen Zauber erproben könnte."
Landolin blickte den älteren Hohentürmler fragend an, immerhin beherrschte dieser die besagte Kunst geradezu perfekt - auch wenn es dem Apotheker völlig schleierhaft war, wie Christian das fertig gebracht hatte.

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Christian

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #7 am: Do., 05. Nov 2009, 06:53 »

Landolin schien sich für seine Tochter zu interessieren, so zügerte Christian kaum, dem Heiler entsprechende Antworten zu geben.

Ja, die Geburt verlief wirklich ohne Schwierigkeiten. Yolmena ist nun fast ein halbes Jahr alt. Wie die Zeit doch vergeht. Das Aussehen hat sie eindeutig von der Mutter, ist bestimmt auch besser so.

Mit einem leichten Grinsen untermalte er die letzte Antwort, bevor sein Gegenüber den Grund seines Hierseins erläuterte. Mit dem Entgiften hatte er also keine Probleme, na das war ja erfreulich. Dafür schien er keinen Zugang zum Auferstehungszauber zu finden, was nicht verwunderlich war, da ihm dies ja noch niemand gezeigt hatte und es ohne Hilfe wirklich schwer war bei den ersten Anläufen.

Dann ist es gut, dass du auf mich getroffen bist, denn von allen Mitgliedern unserer Gilde habe ich diesen Zauber bisher noch am häufigsten angewandt. Stimmt, Freiwillige werden wir da nicht viele finden. Am besten gehen wir nach draußen, vielleicht finden wir dort ein verendetes Tier. Oder hast du schon bei Celorfin angefragt, ob einer seiner tierischen Patienten nicht mehr unter uns weilt?

Manchmal hatte Christian das Gefühl, dass der ältere Elf sich mit den Tieren des Waldes besser verstehen würde als mit anderen Wesen, aber vielleicht trügte der Schein auch.

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Landolin

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #8 am: Do., 31. Dez 2009, 18:03 »

“Ein halbes Jahr?!“, Landolin pfiff überrascht durch die Zähne. “Ich glaube, ich werde alt. Wenn ich daran denke, dass man Neome noch nicht einmal ansah, dass sie ein Kind erwartet, als ich… nach Nighton umgesiedelt bin.“
Der Heiler schüttelte ungläubig den Kopf. “Ich freue mich jedenfalls für euch beide. Kannst Du das auch der frischgebackenen Mutter ausrichten?“

Dass sich Christian so leicht dazu überreden ließ, ihm mit dem Auferstehungszauber zu helfen, freute den Novizen ungemein. Von einem unbestrittenen Meister zu lernen würde den Zeitaufwand sicherlich verringern.
“Nein, ich habe noch nicht mit Celorfin geredet. Aber ich glaube auch nicht, dass er es besonders gut auffassen würde, wenn ich ihn danach frage, wie viele seiner Patienten in letzter Zeit gestorben sind. Er könnte es falsch auffassen und glauben, dass ich seine Fähigkeiten gering schätze… Meinetwegen können wir also auch gleich draußen unser Glück versuchen.“
So schlimm war der Elf zwar auch wieder nicht, aber Landolin hatte bisher recht wenig mit ihm zu tun gehabt und wollte diesen Umstand auch nicht unbedingt ändern. Wenn sich sein früherer Arbeitgeber also dazu überreden ließ, den alten Gildenbruder aus dem Spiel zu lassen, konnte ihm das nur recht sein.

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Christian

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #9 am: So., 03. Jan 2010, 00:26 »

Christian nickte auf Landolins Bitte, Neome von dessen Anliegen zu berichten.

Ja, ich werde es ihr mitteilen, vielen Dank, Landolin.

Anschließend ließ der Heiler ihn wissen, dass er nur ungern den Elfen aufsuchen wollte, um diesen nach einem passenden Patienten zu fragen, was der Magier des Hohenturms mit einem Schulterzucken aufnahm.

In Ordnung, begeben wir uns hinaus.

Der ehemalige Statthalter ging voraus, allerdings fand sich nicht auf Anhieb ein gesuchtes Exemplar. Erst als sie ein bisschen tiefer in den Wald eingedrungen waren, begegneten sie einem Rehkitz, welches in einer eindeutig als Wildererfalle erkennbaren Vorrichtung gefangen war. Auch wenn es für das Tier selbst längst zu spät war, befreite das Gründungsmitglied der Hohenturmgilde dieses mit einiger Mühe, bevor er seinen Schüler ansprach.

So geschafft. Wie es aussieht, wagen sich trotz der Waldläufer noch immer Wilderer in diese Gegend. Nun zeige ich dir, wie man bei einer Auferstehung vorgeht. Ich hoffe nur, ich schaffe dies gleich beim ersten Anlauf, du hast ja gesehen, wie schwer es sein kann, einen geeigneten Kandidaten zu finden. Denn selbst dabei aktiv nachzuhelfen, würde gegen unsere Grundsätze verstoßen.
'Außer dieser Kandidat würde uns von sich aus zuerst angreifen, aber man muss ja nicht gleich alles verraten.'

Nur ein kurzes Zwinkern zu Landolin ließ höchstens erahnen, welche Gedanken den Magier gerade befielen, bevor er sich daran machte, ihn und sich auf die eigentliche Lehrstunde vorzubereiten.


Gut...nun schließe bitte die Augen und konzentriere dich auf den Körper des Tieres. Und zwar solange, bis du so fadenähnliche Gebilde vor deinem geistigen Auge siehst, die vom Körper des Tieres ausgehen. Anschließend folgst du einem davon, indem du dich in diesen begibst, bis du die Seele des Tieres erreichst. Sie dürfte in etwa so aussehen, wie der Körper, auch wenn recht durchscheinend. Naja, du wirst es ja sehen, wenn du soweit bist. Danach hast du drei Möglichkeiten. Du kannst die Seele mit deinem Geist einfangen, sie in Gedanken fragen, ob sie freiwillig mit dir kommt oder sie weiterziehen lassen.

Hier machte der Retter des Drachenauges eine kurze Pause, um seinem Gegenüber etwas Zeit zu lassen, sich das soeben erzählte vorstellen zu können, ehe er mit den Gefahren fortfuhr.

Da es bereits eine Weile verstorben ist, wird sich die Seele bereits im Jenseits befinden, dann kann es vorkommen, dass sich dir ein Wächter des Reiches, in welchem sich die Seele befindet, in diesem Fall wohl dem von Kementari. Für gewöhnlich versuchen diese lediglich, einen noch Lebenden daran zu hindern, in das Jenseits einzudringen, indem sie dessen Geist aus dem befolgten Faden werfen. Bei Wächtern finsterer Reiche kann es jedoch durchaus lebensbedrohlich werden, diesen solltest du also besser erst begegnen, wenn du schon Erfahrung darin hast. Sobald du die Seele bei dir hast, beeilst du dich anschließend, dem Faden zurück zum Körper zu folgen, bevor einer oder gar mehrere Wächter kommen.

Zum Glück war er selbst bis jetzt nur maximal zweien dieser Wächter auf einmal begegnet, aber das hatte ihn genug Kraft gekostet, um besonders den letzten Satz zu betonen.

Wenn du beim Körper angekommen bist, legst du die Seele hinein und heilst die Todesursache. Sollte dies nicht möglich sein, hat die Seele keinen Halt im Körper und beginnt erneut ihre Reise, somit solltest du eine Auferstehung wirklich nur versuchen, wenn du dir sicher bist, die Ursache des Todes zu beseitigen. Bei Altersschwäche ist dies zum Beispiel kaum möglich, zumindest ist mir bis jetzt keine Vorgehensweise dafür bekannt, die nicht gegen die Prinzipien unserer Gilde verstoßen würde.

Erneut folgte eine Pause, um zu erahnen, ob Landolin die Grundsätze der Hohenturmgilde wirklich verinnerlicht hatte und somit bereit für diesen verantwortungsvollen Zauber war.

Nun, dann wünsche ich dir viel Erfolg und vielleicht hast du auch etwas...Spaß dabei. Keine Sorge, ich bin bei dir.

Das nun folgende Zwinkern sollte den Lernenden aufmuntern, um einigermaßen entspannt zu Werke gehen zu können.


Bitte für jeden der drei Schritte mit 1W6 würfeln:
1-2: Wurf erfolgreich, Übergang zum nächsten Schritt.
3-5: Du hast leichte Probleme, Wurf wiederholen.
6: Ein Wächter Kementaris schleudert deinen Geist zurück ins Diesseits oder die letztliche Heilung des Körpers misslingt.
Du brauchst drei erfolgreiche Würfe, bei einer 6 muss von vorne begonnen werden. Viel Spaß.

  Gespeichert  
Landolin

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #10 am: So., 28. Feb 2010, 17:38 »

Zum Glück bestand Christian tatsächlich nicht darauf, Celorfin aufzusuchen. Vielleicht bezweifelte der ältere Hohentürmler auch einfach, dass es wirklich verstorbene Tiere unter den Patienten des Elfen gab… Auf jeden Fall führte der Weg der beiden Männer vorerst in die Elfenwälder.
Lange Zeit blieb die Suche nach einem geeigneten Versuchskaninchen – oder einer Versuchseule oder vergleichbarem – erfolglos, doch letztendlich schaffte es der ehemalige Statthalter eine Wildererfalle samt Rehkitz aufzuspüren.

“Nun, ab und an scheinen diese Wilderer sogar praktisch zu sein. Vor allem wenn sie ihre Beute nicht rechtzeitig abholen.“, kommentierte Landolin den Fund und achtete genau auf die Belehrungen seines Lehrers. Selbst auf die Jagd zu gehen hatte er auch gar nicht vorgehabt. Und das nicht nur, weil die Waldläufer und Elfen im Allgemeinen es nicht gerne sahen, wenn man in dieser Gegend Wild erlegte.  Der Weg zum Schlachter wäre im Zweifelsfall sicherlich die einfachste Lösung gewesen.

Das, was Christian allerdings im weiteren Verlauf der Erklärungen von sich gab, war vor allem… theoretisch. Der junge Apotheker gab sich wirklich Mühe allen Gedankenschritten zu folgen und sich alles möglichst genau vorzustellen – doch das Gerede von angeblich sichtbaren Fäden und ähnlichem abstraktem Zeug hatte er noch nie verstanden. Nicht einmal, als Neome, die in der Anderswelt zuhause war wie kein anderer Mensch, dem er je begegnet war, versucht hatte, ihm alles zu erklären.
Noch dazu musste man beim Wiederbeleben wohl damit rechnen, dass die Seelen nicht freiwillig mit einem kommen konnten oder durften. Wundervoll. Alles in allem hörte es sich an, wie ein Zauber, den jemand wie er in den nächsten zwanzig Jahren niemals beherrschen würde.

Dagegen war es dem Novizen nicht neu, dass nur die Behandlung jener Patienten Aussichten auf Erfolg hatte, deren Todesursache man beheben konnte. Das war auch in den Büchern gestanden, die er im Vorfeld gelesen hatte und machte durchaus Sinn: Wer wollte schon wiederbelebt werden, solange einem drei Pfeile in der Brust steckten? Vermutlich war das auch der große Vorteil des Zaubers gegenüber entsprechenden Tränken…
So nickte Landolin nur zustimmend, als sein Lehrer seinen Vortrag beendete.
“Gut, ich werde es versuchen. Und ich hoffe, ich bringe die Reihenfolge nicht durcheinander.“ Bei den letzten Worten brachte der junge Mann trotz seiner Anspannung ein schwaches Grinsen zustande. Denn wenn es bei diesem magischen Kunststück einen Punkt gab, von dem er glaubte ihn zu beherrschen, dann den, dass man die Seele des Verstorbenen erst einfing, bevor man versuchte sie zurück in ihren Körper zu legen…

Wie meistens, wenn er versuchte sich auf schwierigere Zauber zu konzentrieren, setzte sich der Heiler im Schneidersitz auf den Boden und schloss die Augen. Zusätzlich vergrub er seine Hand im Fell des Rehkitzes, das nicht annähernd so weich war, wie man auf den ersten Blick vermuten mochte. Bei Heilzaubern hatte es zumindest immer geholfen, dem Patienten nicht allzu fern zu sein.
Doch dann begannen auch schon die Probleme: Er brauchte eine gefühlte Ewigkeit, bis er das, was Christian als fadenartige Gebilde bezeichnet hatte, wahrnehmen konnte und dazu kam, dass die Fasern für ihn ausgesprochen fein und nebulös aussahen. Auf jeden Fall nichts, nachdem man hätte greifen können… Und in so ein Ding sollte er sich begeben?
So verlor er einige Male sprichwörtlich den Faden, ehe er einen Weg fand, der seinen Geist von dem toten Tier wegführen konnte. Dieser schien dafür aber erstaunlich stabil zu sein, weshalb Landolin beschloss sich etwas zu beeilen. Schließlich wollte er vermeiden, dass Christian den Verdacht bekam er sein eingeschlafen – oder ein völliger Stümper.

Wenigstens war es wirklich nicht allzu schwer die Seele des Rehs zu erkennen. Zumindest wenn man fast darin stand… Etwas durchscheinend… Übertreibungen sahen anders aus.
Kleines Reh? Würdest du mich vielleicht zurück ins Diesseits begleiten? Zurück ins Leben? Ich kann mir vorstellen, dass du nicht allzu viel davon hältst, schließlich hast du nicht besonders viel Zeit auf der Welt verbracht… Aber das kann man ändern., dachte der Hohentürmler, während er sich so gut er konnte auf die halb unsichtbare Seele konzentrierte. Allerdings konnte auch das nichts daran ändern, dass er sich ausgesprochen blöd vorkam, während er sich mit einem toten Rehkitz unterhielt.

Vielleicht spürte das Tier – oder besser gesagt der jenseitige Teil davon – seine Zweifel, denn anstatt ihm zu folgen entfernte sich die Seele immer weiter von ihm.
Na schön. Ich wollte ja nur gefragt haben., dachte der junge Apotheker enttäuscht und machte sich daran dem Reh zu folgen, um die Seele einzufangen und auf diesem Weg zurückzubringen.
Interessanterweise schienen die jenseitigen Abbilder der Tiere unterschiedlich deutlich zu sein, denn ein Stück von dem Kitz entfernt lief ein Fischotter umher, der viel klarer zu sehen war…
Um sein eigentliches Ziel aber nicht aus den Augen zu verlieren, wandte Landolin seine Aufmerksamkeit wieder dem Rehlein zu und beeilte sich, es einzuholen, während irgendwo in seinem Hinterkopf eine Alarmglocke zu schrillen begann.
Fischotter. Kementari. Was hatte Christian über die Wächter erzählt, die Lebende vertreiben wollten?

Von einem unguten Gefühl getrieben, verdoppelte der Novize seine Anstrengungen und schaffte es schließlich die scheue Seele auf seine geistigen Arme zu heben. Aus den Augenwinkeln beobachtete er dabei misstrauisch den Otter. Täuschte er sich, oder sah sich dieser gerade suchend um?
Doch egal, ob er nun schlicht und ergreifend paranoid war oder recht hatte: Sein Gildenbruder hatte ihm geraten dem Faden so schnell wie möglich zurück zu folgen und genau das hatte Landolin nun auch vor.

Tatsächlich schien der Rückweg viel schneller zu vergehen als die Reise ins Jenseits und kurze Zeit später konnte er die Seele in den hoffentlich nicht mehr lange toten Körper legen und mit dem Heilen beginnen. Zweimal musste er seine Versuche, die Spuren, die die Wildererfalle hinterlassen hatte, zu beseitigen, unterbrechen, weil der störrische Geist des Rehkitzes nicht bleiben wollte, doch schließlich gelang auch das: Der kleine Brustkorb unter seiner Hand begann sich zu heben und zu senken und der Heiler konnte geradezu spüren, wie sich Wärme in dem Rehkörper breit machte.

Überrascht öffnete der Novize die Augen und blickte zwischen seinem Patienten und seinem Lehrer hin und her.
“Ähm, ja… Und was machen wir jetzt damit?“, fragte er den früheren Statthalter und zog das Kitz, dessen Herz mittlerweile panisch schnell schlug, näher zu sich heran, um zu verhindern, dass es plötzlich davon stürmte.

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Christian

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #11 am: Mo., 01. Mär 2010, 18:32 »

Landolin wollte es versuchen, so nickte der Magier ruhig. Während der Heiler nun mit dem Zauber selbst beschäftigt war, achtete der ehemalige Statthalter auf die nähere Umgebung und auf den Zustand seines Schülers. Doch er konnte nichts Auffälliges bemerken, bis Landolin nach einiger Zeit wieder dei Augen aufschlug und das Reh zappelte.

Die Waldelfen würden es wohl am liebsten sehen, wenn du es loslässt.

Sein anschließendes Zwinkern verriet, dass er mit dem Ergebnis selbst zufrieden war. Nicht einmal Loretus hatte es gleich auf Anhieb hinbekommen, sondern war beim ersten Mal von den Wächtern gestört worden.

Und, wie war es? Wie fühlt man sich, nachdem man das erste Mal ein Wesen zurück ins Leben geholt hat? Bei mir ist es schon eine Weile her, aber dennoch kann ich mich noch daran erinnern. Gut, ich war erstmal erschöpft, aber danach habe ich mich gefühlt, als ob kein noch so schweres Hindernis wirklich eines darstellen würde.

Natürlich gab es diese dennoch, aber diese Erkenntnis kam erst etwas später hinzu.


Landolin erlernt Auferstehung auf Normal

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Landolin

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #12 am: Do., 18. Mär 2010, 23:15 »

Landolins Kopf fühlte sich mittlerweile an, als wäre er in Watte gepackt worden. Dieser Zauber hatte es wirklich in sich… Ob es vielleicht daran lag, dass er Christians Worten nicht ganz folgen konnte?
Sein erster Gedanke war ja ’Sollen die Waldelfen doch machen was sie wollen’ gewesen, doch das schien nicht wirklich zum Rest zu passen.

“Wie es sich anfühlt?“, meinte er daher und konnte nicht verhindern, dass sich seine Augen leicht verengten, “Unwirklich, würde ich sagen. Wie ein Moment, den man sich einprägen sollte, um eines Tages seinen Enkeln davon zu erzählen, weil er beweist, dass selbst der größte Stümper einmal in seinem Leben Glück haben kann.“ Mittlerweile war sich der Heiler nicht mehr sicher, ob das Rehkitz im Jenseits vor ihm davongelaufen war. Vielmehr kam ihm der Verdacht, dass das Tier sich so gut wie selbst wiederbelebt hatte.

“Aber was soll ich auch dazu sagen? Dass ich von nun an größenwahnsinnig werden will? Dass ich es toll finde, in Zukunft beim Armbrustschießen nicht mehr zielen zu müssen, weil ich mein Opfer notfalls wiederbeleben kann, wenn es sich als das falsche erweist?“ Keine Hindernisse mehr? Weil man es geschafft hatte ein Reh von den Toten auferstehen zu lassen, dass weder besonders komplizierte Verletzungen aufgewiesen hatte noch besonders lange tot gewesen war? Was er hier vollbracht hatte, kam vermutlich Stufe Eins von Zweiundvierzig gleich – und der Novize bezweifelte stark, dass er die zweite je erreichen würde…

“Eines weiß ich aber gewiss: Da es mir nun mal wider Erwarten gelungen ist ein Lebewesen wiederzubeleben, werde ich einen Teufel tun es dem sicheren Tod zu überlassen, indem ich es hier in den Wäldern davonjage. Die Ricke, die ein Kitz annimmt, das nach Mensch und Verwesung stinkt, muss man mir erst noch zeigen, ehe ich das Kleine hier loslasse…“

+ Auferstehung auf Normal

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Christian

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #13 am: Mi., 24. Mär 2010, 18:14 »

Christian hörte sich die Antwort Landolins und dessen Erwiderung, das Rehkitz nicht seinem sicheren Tod überlassen zu wollen, leicht nachdenklich an, bevor er bedächtig nickte.

Nun, dann wirst du es versorgen, dich um es kümmern. Währenddessen kann ich dir beibringen, wie die Auferstehung nicht mehr wie ein Zufall wirkt, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit auch eintrifft. Denn erst wenn du mit der Auferstehung eines einzelnen Lebewesens wirklich sicher umgehen kannst, wirst du dich daran machen können, mehrere auf einmal zurück ins Leben zu holen.

Zwar war es noch ein weiter Weg für den Heiler bis dahin, aber da er immer noch unsicher wirkte, was sich negativ auf dessen Magie auswirken würde, war wohl eine weitere Unterweisung fällig.

Allerdings brauchen wir dafür bestimmt noch ein paar nicht mehr unter uns weilende Tiere. Die Falle hier ist eher eine Seltenheit, seitdem die Waldläufer ihre Patroulliengänge öfter durchführen. Meinst du wir finden nochmal sowas? Oder sollen wir lieber zurück und den Ältesten der Novizen fragen?

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Landolin

Re:Der Hohenturm zu Sha'Nurdra
« Antwort #14 am: Mi., 24. Mär 2010, 23:42 »

“Ich werde…?“, setzte Landolin leicht verblüfft an. Im Grunde hatte er eher vorgehabt das Tier Celorfin zu übergeben – aber wenn er wirklich konsequent sein wollte, war das wohl der falsche Weg. “Ja, ich werde mich um es kümmern.“, fügte er daher fest hinzu und hob das Rehkitz auf seine Arme. Dass Christian mittlerweile schon davon sprach irgendwann mehrere Tote gleichzeitig wiederzubeleben, ließ der Heiler lieber unkommentiert, denn insgeheim wahr er ganz froh darüber, dass sein Lehrer so viel Vertrauen in ihn setzte.

“Um ehrlich zu sein bezweifle ich, dass wir heute noch eine zweite Falle finden werden.“, meinte er auf die Frage des Magiers hin, “Wahrscheinlich ist es wirklich das Beste, bei Celorfin nachzufragen.“ Fragen kostet schließlich nichts, fügte Landolin in Gedanken hinzu – und zumindest war er jetzt nicht mehr völlig unvorbereitet. Ganz zu schweigen davon, dass man das kleine Reh im Hohenturm sicherlich besser unterbringen konnte, als bei einem weiteren Streifzug durch die Elfenwälder. 

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