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   Autor  Thema: [Gilde] Der Orden des Seins (Gelesen 9518 mal)
Phelan

[Gilde] Der Orden des Seins
« am: Sa., 30. Mai 2009, 12:11 »

Der Orden des Seins





Hoch ragen die Drachenberge im Süden Dragonias auf. Ein schmaler Pfad läuft in der Gegend von Nighton an ihnen vorbei, bis er scharf abknickt und sich seinen Weg zwischen den Ausläufern zweier mächtiger Gipfel hindurch bahnt. Ein Wanderer muss nun einen steilen Hang hinauf steigen, will er dem Pfad folgen. Hoch hinauf windet sich der Steig, verschwindet dann hinter dem Gipfel des Eerä M'ajarvos. Von unten nun nicht mehr einsehbar senkt er sich leicht und mündet schließlich in einer von sieben hohen, schneebedeckten Gipfeln eingeschlossenen Hochebene. Trotz der Kälte auf dieser Höhe liegt hier nur in den Wintermonaten Schnee und so ist die weitläufige Ebene das restliche Jahr mit saftigem Gras bewachsen und sogar einige Bäume schmücken die sonst karge Berglandschaft. Der Wanderer blickt sich um und kann nun zwischen den Bäumen einen kleinen Bach erkennen, der hoch oben im Gebirge entspringt und sich über das gesamte Plateau zieht, bis er auf eine steile Felswand trifft und von nun an unterirdisch weiterläuft. Dort, wo sich das Wasser im Laufe der Jahrtausende einen Eingang gefressen hat, staut es sich und bildet so einen kleinen Gebirgssee, tief genug jedoch, um dem Wanderer das Durchqueren zu verwehren, falls er nicht gut schwimmen kann.
Ein Hügel, der sich bis zu der Wand erstreckt, ist auf diese Weise zur Insel geworden und kann nur über eine schmale Steinbrücke erreicht werden. Wenn der Wanderer sich entschließt, weiterhin dem Pfad zu folgen, muss er diese überqueren und findet sich in einem Fichtenhain auf der Insel wieder, in dessen Mitte ein Gebäude steht. Ist der Wanderer ein aufmerksamer Beobachter, fallen ihm vielleicht das auffällig geschwungene Dach und die vielen Ornamente ins Auge, sonst sieht er nur das Offensichtliche: ein mehrstöckiges, aus Stein und Holz bestehendes Gebäude, das nur durch einen Eingang betreten werden kann. Über dem Portal wird er große Lettern erkennen, die die Worte "Der Orden des Seins" bilden, ergänzt durch folgende Worte auf dem Tor:


intra, hospes;
morare, quaerens;
mane, frater;
fuge, hostis.


Was wird der Wanderer machen? Wer weiß das schon... Wer weiß schon, wer er ist? Und wen kümmert es? Bist du es nicht vielleicht sogar selbst...?



Spezielle Gildenfertigkeiten:

Waffenloser Kampf: Lerne auch ohne Waffen effektiv kämpfen.
Normal: Stärke +2
Experte: Stärke +3, Mut +4
Meister: doppelter Angriff

Verbesserte Rüstung: Trainiere den Umgang mit Deinen Rüstungsfertigkeiten und erhöhe so den Schutzwert. Die Fähigkeit findet nur Anwendung, wenn mindestens zwei regeltechnische Rüstteile, darunter das für den Oberkörper, getragen werden.
Normal: +3 Schutz
Experte: +6 Schutz
Meister: +9 Schutz

Regeneration: Die Manabahnen des Anwenders werden durch Meditation geöffnet und so kann sich dieser selbst heilen, ohne eine Aktion zu verbrauchen. Fallen seine Lebenspunkte unter 25% des Maximalwerts, startet die Regeneration automatisch, sofern ausreichend Mana vorhanden ist, und stoppt erst wieder bei Erreichen von 50% des Maximalwerts an Lebenspunkten oder eines zu niedrigen Manapegels.
Normal: 3MP => 3LP
Experte: 3MP => 5LP
Meister: 3MP => 10 LP

Besserer Energiefluss: Lerne Deine Energien durch Meditation besser zu lenken und senke so Deinen Manaverbrauch.
Normal: 1/5 MP pro Zauber
Experte: 1/4MP pro Zauber
Meister: 1/3MP pro Zauber

Allgemeine Fertigkeiten:

Lederrüstung: Lerne mit einer Lederrüstung umzugehen.
Experte: Malus entfällt, Sz insgesamt +1
Sz Meister: insgesamt +3

Stab: Lerne mit einem Stab zu kämpfen.
Experte: +2 Mut
Meister: doppelter Schaden

Energieschild: Schütze Dich mit einem aus Mana erstellten Schild vor magischen Attacken.
Normal: 1-3: Schutz vor dem nächsten Zauberangriff (max 30)
Experte: 1-4: Schutz gegenüber allen Zauberangriffen in der nächsten Runde (max 50)
Meister: 1-5: Schutz gegen alle Zauber in den nächsten zwei Runden, bei 1+2 wird der nächste Zauber mit halber Kraft reflektiert (max 70)

Steinhaut: Die verletzliche sterbliche Hülle des Magiers wird durch magische Kräfte mit einer festeren, von außen steinähnlichen Schutzhülle umgeben, so dass Waffen erschwert durchdringen können; für einen Kampf; der Schutzwert durch den Zauber wird zum Rüstungsschutzwert dazu addiert; der maximale Gesamtschutzwert, der dabei erreichbar ist, beträgt 70.
Normal: 1-3: gibt bis zu 30 Schutzpunkte
Experte: 1-4: gibt bis zu 50 Schutzpunkte
Meister: 1-5: gibt bis zu 70 Schutzpunkte

Lesen & Schreiben:
Normal: Du kannst zeitgenössische Texte mit Wörtern des Alltagslebens in den dir bekannten Sprachen lesen und schreiben.
Experte: Du kannst anspruchsvolle, auch ältere Schriftstücke, in den dir bekannten Sprachen lesen und amtliche Schreiben aufsetzen. Bist Du Magier von Beruf, kannst Du außerdem Spruchrollen erstellen.
Meister: Du kannst alle Texte in den Dir bekannten Sprachen lesen und verfassen, auch Lehrwerke.

Fremdsprachen:
Normal: Du kannst 1 Fremdsprache
Experte: Du kannst 2 Fremdsprachen
Meister: Du kannst 3 Fremdsprachen

Kosten:
Neu: 300 GM
Experte: 500 GM
Meister: 1700 GM
Ab Level 2 alle zwei Level eine neue Fähigkeit erlernbar!


Aufnahmebedienungen:
- einmalig 200 GM
- 1 Fähigkeit auswählbar (ab Level 2); wenn bei Eintritt noch nicht Level 2 ist Fähigkeit bei Aufstieg wählbar
- Kurzqueste
- monatliche Beiträge sind derzeit nicht zu entrichten
- bei Austritt 250 GM & alle speziellen Gildenfertigkeiten werden verlernt


Gründungsmitglieder:
- Menir Al'Men, Fels in der Brandung, kämpft im Stil des Bären
- MGDiablo, Verteidiger der Güte, kämpft im Tiger-Drachen-Stil

- Merdarion, Meister der Wiederkehr, kämpft im Stil des Luchses
- DonAlbain
- FloB
- Cederic de Bastone


Leiter:
- Phelan, Grenzgänger auf Umwegen, kämpft im Stil der Bestie

Mitglieder:
- Chiamara, Symbol für die Macht der Vergangenheit, kämpft im Stil des Steinbocks
- Serafina, Wolf zahlloser Worte, kämpft im Stil des Fuchses
- Asarra, Wegsuchende, kämpft im Stil des Marders

Suffix, Poet der Natur, kämpft… auf seine Art -> ausgewandert
Nymeria
Ennovy


Sonstige Personen:
- Khachcht, Kobold, der gute Geist des Hauses (NPC)
- Cohen, Mensch, m, der schweigsame Geist in der Grube (NPC)

Das Gildenhaus:

Inventar:

1 Truhe mit einer kleinen Gravur des Gildenzeichens auf dem Truhendeckel (etwa groß wie eine weibliche Handfläche)
1 gr. ovaler Tisch (ungefähr einen halben Schritt hoch) ebenfalls mit dem wellenförmigen Zeichen der Gilde in der Mitte der Tischplatte (auch nur handflächengroß)
6 Sitzkissen, mit dunkelbraunem Leder bezogen

2 Stäbe (zum Kämpfen)
1 Lederrüstung

Aufzeichnungen zur Geschichte und dem Wissen des Ordens
2 Kräuterbücher, eines davon über Heilpflanzen, das zweite über Giftpflanzen
1 Buch mit Kochrezepten
2 Märchenbücher mit Bebilderung
1 Übersicht über die Stammbäume diverser Zwergenclans
2 Bücher in elfischer Sprache, vermutlich Lyrik



Gildenkasse: (Stand: 30.05.2009)

Übernommen mit 14005 GM in der Gildenkasse
Aktuell: 22155 GM (12.01.2015)
« Letzte Änderung: Di., 04. Jun 2019, 21:52 von Phelan »
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Phelan

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #1 am: Sa., 30. Mai 2009, 12:11 »

Einnahmen:
+ 500 GM von Chiamara für Energieschild auf Experte (12.06.2009)
+ 1700 GM von Chiamara für verbesserte Rüstung auf Meister (12.06.2009)
+ 1000 GM von Silvana für Fremdgildenfertigkeit verbesserte Rüstung (18.06.2009)
+ 1000 GM von Myriel für Fremdgildenfertigkeit besserer Energiefluss (04.06.2010)
+ 700 GM von Asarra für waffenloser Kampf auf Normal und Lederrüstung auf Experte (17.07.2013)
+ 700 GM von Serafina für waffenloser Kampf auf Normal und Experte (17.07.2013)
+ 600 GM von Serafina für verbesserte Rüstung auf Normal und Lederrüstung auf Normal (28.03.2014)
+ 1700 GM von Serafina für waffenloser Kampf auf Meister (16.09.2014)
+ 300 GM von Serafina für Steinhaut auf Normal (27.07.2015)
+ 2300 GM von Asarra für Lesen und Schreiben Normal, Regeneration Normal und Lederrüstung Meister (01.12.2015)
+ 300 GM von Serafina für Regeneration auf Normal (24.04.2016)
+ 300 GM von Phelan für Regeneration auf Normal (22.10.2016)
+ 300 GM von Merdarion für Regeneration auf Normal (28.09.2017)





Ausgaben:
- 3250 GM für 2 Stäbe, 1 Lederrüstung und eine Sachspende an die Bürgerwehr in Nighton (28.11.2017)
« Letzte Änderung: Di., 28. Nov 2017, 22:54 von Phelan »
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Phelan

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #2 am: Fr., 12. Jun 2009, 16:47 »

Ehrlich gesagt hielt sich Phelans Begeisterung über das bevorstehende Treffen mit Chiamara in Grenzen. Er fühlte sich nicht besonders und selbst die Aussicht die Kaserne für eine Weile zu verlassen übte keinen besonderen Reiz auf ihn aus. Zu viele trübsinnige Gedanken hatten ihn die vergangenen Nächte wach gehalten.

Vielleicht mochten ja der Orden und die Ruhe, die dieser Ort ausstrahlte, Milderung bringen, doch im Moment glaubte der Wolfsmensch nicht daran. Trotzdem machte er sich auf den Weg, immerhin war er mit seiner Gildenschwester verabredet. Der Rucksack mit all den Sachen, die man für das Training wohl brauchen mochte, wog schwer auf seinen Schultern und seinen Schritten fehlte jede raubtierhafte Eleganz. So zog sich der Marsch, der ihn auf gewundenen Gebirgspfaden seinem Ziel näher brachte, ungewohnt lange dahin.

Doch dann drang das Klappern von Hufen an die Ohren des Lykantropfen und plötzlich war alle Müdigkeit von ihm abgefallen. Der erste Verdacht, dass Chiamara ihn auf ihrem Pferd einholte, erwies sich aber als Falsch. Es war ein anderer Geruch, den der Wind zu ihm trug, ein Geruch den er mindestens ebenso gut kannte.

Silvana! Seine Freude über die Aussicht der Statthalterin zu begegnen hielt sich in Grenzen, aber er konnte ihr wohl nicht ewig aus dem Weg gehen. Also blieb Phelan mitten auf dem Weg stehen und wartete…

Klettern auf Experte und Meister wird hier ausgespielt.

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Silvana

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #3 am: Mo., 15. Jun 2009, 20:32 »

Shanja entdeckte Phelan als erste. Flink wieselte sie auf den Lykantrophen zu und hüpfte voller Freude um ihn herum. Das Hecheln und Winseln der Wölfin ließ Silvana den Kopf heben. Wotan schnaubte und verlangsamte den Schritt bis er gänzlich stehen blieb. Unruhig tänzelte das Ross auf der Stelle.

Silvana verengte die Augen zu Schlitzen, um die Gestalt, die gegen das Licht mitten auf dem Weg stand und nicht mehr war als ein dunkler Schatten, besser auszumachen. Dabei hätte Shanjas Verhalten ausgereicht um die Person zu erkennen. Niemanden begrüßte die Wölfin derart freudig wie Phelan.

Ausgerechnet!

Silvana packte Wotans Zügel fester und führte den Hengst langsam näher heran. Kurz vor Phelan zügelte sie den Rappen, lehnte sich im Sattel zurück und legte den Kopf schief.

"Sieh mal einer an. Was für ein Zufall. Oder ist es doch keiner? Der Göttin zum Gruße, werter Rion." Sie benutzte absichtlich jenen Namen, der er ihr in Ulphara angetragen hatte. "Was führt dich in diese Gefielde? Suchst du Deinesgleichen?"

Fertigkeit "Verbesserte Rüstung" wird auf Normal erlernt (Level 25)
[und schon mal in die HDB eingetragen ...Kosten?]
« Letzte Änderung: Mo., 15. Jun 2009, 20:33 von Silvana DaRemyth »
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Phelan

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #4 am: Mo., 15. Jun 2009, 22:53 »

Zumindest Shanja schien sich darüber zu freuen, dass sie Phelan begegnete und auch der Krieger begrüßte sie nicht anders als er es früher getan hätte. Ausgiebig tätschelte er der Wölfin den Kopf und kraulte sie hinter den Ohren während ihre Herrin sich näherte.

“Ich würde es schon einen Zufall nennen Prinzessin.“, meinte der Lykantroph kühl, wenn auch nicht direkt unfreundlich. “Ich habe jedenfalls nicht damit gerechnet Dir auf dem Weg zum Orden zu begegnen. Was führt Dich in diese einsame Gegend, wenn Du die Neugier gestattest?“

Langsam setzte sich der Tiermann wieder in Bewegung. Er war ohnehin etwas spät dran wenn er zur vereinbarten Zeit beim Tempel ankommen wollte. “Möchtet ihr vielleicht kurz bei uns einkehren?“, fragte der Soldat über die Schulter. “Den größten Teil des Weges habt ihr ja schon zurückgelegt und wir sind ein sehr gastfreundlicher Orden – glaube ich zumindest gehört zu haben.“

[Laut Regelwerk kosten Fremdgildenfertigkeiten 1000 GM]

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Silvana

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #5 am: Mi., 17. Jun 2009, 12:52 »

Orden? Düster erinnerte sich Silvana, dass MGDiablo von seinem Orden im Landesinneren erzählt hatte. Eine Gilde, die sich mit Meditation und dem eigenen Wesen beschäftigte. Sie hatte nie verstanden, warum sich ein Krieger mit überkreuzten Beinen vor einen Baum hockte und seinen Blick nach innen richtete. Von einem Totem war die Rede gewesen. Silvana hatte lediglich eine Grimasse gezogen und sich gegen die Stirn getippt. Sollte MG doch glauben was er wollte. Ein besserer Kämpfer war dadurch jedenfalls nicht geworden, auch wenn er selbst davon überzeugt gewesen war.

Den Orden selbst hatte Silvana nie besucht. Nun lud Phelan sie tatsächlich ein, sich ihm anzuschließen. Shanja jedenfalls traf ihre eigene Wahl und trippelte neben dem Lykaner her.

"Verräterin", grummelte Silvana leise und gab Wotan Schenkeldruck. Der Hengst setzte sich in Bewegung und folgte den beiden Wölfen in einigem Abstand.

"Ich habe kein bestimmtes Ziel. Die Stille tut gut, nach all dem Trubel in der Stadt. Es zieht mich noch heute in die Berge, wenn es die Zeit erlaubt. Ich wusste gar nicht", bemerkte Silvana nach einer Weile der Stille, "dass du dem selben Orden wie MG angehörst. Was hat dich dazu gewogen?"

-1000 GM

« Letzte Änderung: Mi., 17. Jun 2009, 12:52 von Silvana DaRemyth »
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Phelan

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #6 am: Do., 18. Jun 2009, 22:23 »

“Wieso ich beim Orden des Seins gelandet bin?“, meinte Phelan nachdenklich. “Es mag an der bisher ergebnislosen Suche nach Ruhe und Frieden liegen. Schade dass man die Stille der Berge nicht mit in den Alltag nehmen kann – zumindest ich nicht. Von dieser Meditiererei verstehe ich eben nichts. Ich muss offen gestehen, dass ich der Kunst ohne Waffen zu kämpfen auch mehr Interesse entgegen brachte.“

Eine Weile stapfte der Wolfsmann schweigend den Pfad zu Hochebene hinauf und dachte über seine Anfänge in der Gilde nach. Er hatte sich verändert, seit damals… “Es hat noch andere Gründe gegeben.“, fuhr er schließlich fort. “Es gab eine Feier mit ziemlich viel Bier und Menir war noch da. Außerdem wäre ich ein miserabler Waffenmeister. Die Pfoten eignen sich einfach nicht dazu eine Waffe zu führen.“

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Silvana

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #7 am: Sa., 20. Jun 2009, 17:37 »

Silvana schmunzelte. "Es stand nicht in meinem Sinn für die Waffenmeister zu sprechen. Waffenloser Kampf, nun, das beherrsche ich ganz gut. Wozu habe ich sonst meine Beine." Sie lachte und trieb Wotan an, zu Phelan aufzuschließen. Ihr Blick blieb in die Ferne gerichtet, während ihr Ross neben dem Lykaner her trabte.

"Sie sind alle verschwunden. Menir, MGDiablo. Das Los aller Krieger, eines Tages, nehme ich an. Ein Wunder, dass ich noch lebe. Dabei war ich schon einmal tot." Die Erinnerung daran jagte ihr einen Schauer über den Rücken. "Bis heute frage ich mich, ob es besser war, wiederbelebt zu werden, oder ob ich nicht lieber auf eine rasche Wiedergeburt gehofft hätte."

Ihre dunklen Augen richteten sich auf den haarigen Schopf, der neben ihrem rechten Bein dahin trottete. "Sag, was empfandest du damals, als du gebissen wurdest? Wut, Zorn, Angst, Schmerz? Hast du eine Waffe geführt, als du noch Mensch warst?"

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Phelan

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #8 am: Mo., 22. Jun 2009, 19:48 »

“Ich wollte Dir bezüglich Deiner Gilde nichts unterstellen.“, erwiderte Phelan. “Dennoch wäre sie für einen Soldaten eine nahe liegende Wahl – zumindest für einen der in der Lage ist mit einer Klinge anständig umzugehen. Bei mit liegt der Fall anders und daher habe ich mich fast ausschließlich mit dem Kämpfen ohne Waffen beschäftigt und ich wage zu behaupten, dass das schon einen Unterschied macht.“

Das nächste Thema war leider um einiges ernster als die persönlichen Vorlieben beim Kämpfen. “Sie müssen ja nicht gleich tot sein…“, brummte der Wolfsmann wenig überzeugend als die Sprache auf seine einstigen Gildenbrüder kam und stapfte den zunehmend steiler werdenden Pfad hinauf.

“Mit dem was nach dem letzten Atemzug kommt oder kommen sollte kenne ich mich nicht aus.“, meinte er nach einer Weile. “Aber auf eine Wiedergeburt zu hoffen wäre mir persönlich zu unsicher. Selbst wenn es so kommen sollte wäre das nächste Dasein mit etwas Pech noch bescheidener als dieses.“ Ja, das Leben hatte die ungute Eigenschaft tendenziell immer bergab zu führen und es gab keine Garantie, dass es diese Angewohnheit mit seinem Ende aufgeben würde.

“Als ich gebissen wurde überlagerte der Schmerz die anderen Gefühle.“, antwortete der Lykaner auf Silvanas Frage. “Davor empfand ich auch Furcht und danach wieder. Seither habe ich eine Menge Furcht gefühlt und mit der Zeit kam auch Wut hinzu, viel Wut, doch in dem Moment als es wirklich geschah war es ausschließlich Schmerz. Eine Waffe führte ich damals nicht, zumindest keine Richtige. Ich besaß den Stab eines Hirten und ich hatte damals eine Axt, doch die war in meinen Händen nie mehr als ein Werkzeug. Zum Krieger wurde ich erst danach. Jemand wie ich hat nicht viel Auswahl.“

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Silvana

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #9 am: Di., 23. Jun 2009, 22:16 »

"Du schätzt dein Leben und jenes, das noch kommen mag, sehr gering ein. Aus deinen Worten spricht Verbitterung und Zorn über dein Schicksal."

Unter Phelans Pelz steckte ein sehr unglückliches Wesen. Silvanas menschliches Erbe empfand Mitleid mit ihm, das Amazonenerbe jedoch mochte derlei Gefühlsduseleien nicht und fuhr in nüchternem Tonfall fort zu sprechen.

"Ich war einst wie du. Unzufrieden mit dem Schicksal, das die Göttin für mich auserwählt hat. Ein menschlicher Vater. Ein roher, primitiver Barbar. Hinterlassen hat er mir den Hass meiner Schwestern auf das fremde Blut in ihren Reihen. Den Zorn meiner Mutter über seinen Verrat. Und das weiche Herz, das in meiner Brust schlummert. Meine Gefühle machten mir schwer zu schaffen. Ich empfand Mitleid. Ich wollte keine Schlächterin sein wie meine Schwestern. Ich empfand Liebe, und erntete doch nur Ablehnung und Schmerz. Amazonen empfinden nicht. Amazonen beherrschen jedwede Art von Regung und Empfindung. Bedingungslose Kontrolle, zum eigenen Schutz. Wie kannst du in der Schlacht siegreich sein, wenn du zögerst? Wie oft habe ich diesen Satz zu hören bekommen."

Die Bilder der Vergangenheit wurden lebendig hinter ihrer Stirn. Doch Silvana wollte sie nicht sehen. Sie schüttelte den Kopf und wischte sich übers Gesicht, als könne sie die aufwallenden Empfindungen damit ebenfalls abreiben.

"Vielmehr solltest du dir klar werden, was du mit deiner Verwandlung gewonnen hast. Mag sein, dass du als der Hirte, der du warst, ein glückliches Leben geführt hast. Ein einfaches, bescheidenes Landleben. Kein Krieger. Einer, der sich nicht zu wehren weiß, wenn Dunkelelfen oder Dämonen sein Dorf überfallen und Frau und Kinder verschleppen."

Silvana zeichnete ein Szenario, wie sie es aus ihren Kindheitstagen kannte. Wie oft hatte der Stamm der Wallonenkriegerinnen Dörfer überfallen, gefoltert, geraubt, gemordet. Sie war eine von diesen Kriegerinnen gewesen. Eine auf der starken Seite. Nie hatte sie sich Gedanken um die Opfer gemacht. Aufgewühlt von den Erinnerungen richtete sie sich im Sattel auf und starrte in die Ferne, ohne die Umgebung wahrzunehmen.

"Nun aber, lange Zeit später, was ist da aus dir geworden? Ein Wesen voller Stärke und mit Fähigkeiten, von denen ein Hirte nur träumen kann. Ruhelos bist du nur, weil du dir selbst keine Gelegenheit gibst, dich kennen zu lernen. Bediene dich der Mittel, die dir geschenkt wurden, Rion. Erkenne dich als ein Geschenk der Göttin, die etwas ganz Bestimmtes mit dir vor hat. Etwas Großes. Glanzvolles."

Ein Lächeln schlich sich auf Silvanas volle Lippen, und ihre sonst so kühlen, herben Gesichtszüge wurden sanft und strahlten eine andere, vollkommene Schönheit aus. Der feste Glaube an diese ihre Worte gaben der Wallonin Kraft.

Silvana wandte den Kopf. Ihre warmen dunkelblauen Augen richteten sich auf Phelans Gestalt, die so verkrampft und voller Zorn gegen sich selbst war.

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Phelan

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #10 am: Mi., 24. Jun 2009, 16:45 »

Die Amazone hatte es gewiss nicht leichter als er und doch trug sie ihre Last mit Würde. Trotz aller Rückschläge, die das Leben für sie bereitgehalten hatte, brachte ihr unerschütterlicher Glaube sie noch immer zum Stahlen. Ja, sie glaubte an sich! Und sie glaubte an ihn! Wie gerne hätte der Lykantroph ihre Überzeugung geteilt.

“Die Gaben der Götter sind mit Vorsicht zu betrachten.“, erwiderte Phelan zynisch. “Sie verschenken ihre Gunst nicht einfach, sondern sie verlangen einen hohen Preis. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich jemals zur Wehr hätte setzten müssen, wäre gering, wenn ich in meinem Heimatdorf geblieben wäre. Es gibt wohl kaum eine Siedlung in der weniger zu holen ist oder die weiter vom Feindesland entfernt ist. Außerdem ist sie von hohen Bergen umgeben.“

Düster starrte der Wolfsmensch auf den schmalen Steig zu seinen Füßen. “Verglichen mit dem Hirten, der ich einst war, mag ich stark sein, doch in dem Leben das ich nun führe sieht die Sache anders aus. Ich versuche ja meine Mittel zu nutzen und sie beständig auszubauen und doch bin ich in jedem Kampf dem Tod näher als im vorigen. Ich bezweifle, dass ich alt genug werde um Glanzvolles zu leisten. Ich bin nicht einmal in der Lage ein guter Soldat zu sein. In meinem Amt habe ich versagt! Die anderen Offiziere trauen mir nicht mehr und sie tun gut daran. Nach und nach habe ich alles, an das ich jemals geglaubt habe, verraten. Ich habe ein Trümmerfeld hinterlassen und sehe nichts für das es noch Wert wäre zu Kämpfen.“

Phelan schluckte. Er kam sich vor wie ein weinerliches Kind. Wie konnte Silvana nur alles so stoisch ertragen? Von wegen weiches Herz! “Meine Mutter würde in Ohnmacht fallen wenn sie sähe was aus mir geworden ist!“, jammerte der Lykan. “Mein Vater würde sich abwenden und ich könnte es ihnen beiden nicht verübeln. Ich habe alles getan um dem Ruf meiner Rasse gerecht zu werden. Es ist nur mehr der Durst nach Rache, der mich Treibt. Kann das alles sein, was das Schicksal für mich bereithält?“

Inzwischen hatten sie die Hochebene beinahe erreicht und der Pfad hatte sie bereits an den Bach, dessen munteres Plätschern sie während des restlichen Weges begleiten würde, herangeführt. An den trüben Gedanken des Tiermenschen konnte all dies jedoch nichts ändern.

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Silvana

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #11 am: Mi., 24. Jun 2009, 19:30 »

Phelans Niedergeschlagenheit hätte auf ein schwächeres Gemüt wohl ansteckend gewirkt. Silvana hingegen schüttelte nur den Kopf, brachte Wotan mit einem Ruck zum Stehen und schwang sich aus dem Sattel. Mit wenigen, weiten Schritten schloss sie zu Phelan auf - Wotan an den Zügeln hinter sich her führend.

"Hätte ich nicht die Kraft gefunden, mein sentimentales menschliches Erbe zu verbannen, ich müsste in Tränen ausbrechen. Glaubst du wirklich, was du da von dir gibst, Rion?"

Ihre blauen Augen musterten ihn interessiert. Seit sie wusste, dass derselbe Keim in ihr schlummerte, war ihre Neugier umso größer. Im Gegensatz zu Phelan beherrschte sie das Monster - außer bei Vollmond -, weil sie einem Drachen verbunden war und dessen mentale Stärke zu nutzen verstand.

"Der einzige Preis, den ich erkennen kann, ist jener sich zu bewähren und die Gaben anzunehmen, die man erhalten hat. Je mehr du dich dagegen wehrst, umso mehr wird es dir wie eine Strafe erscheinen. Die Göttin straft nicht, sie prüft. Nimmst du die Prüfung an, wird sie dir wohlgesonnen sein. Glaub mir, ich weiß wovon ich spreche."

Silvana zwinkerte und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder nach vorne. Ihr Schritt war beschwingt und geschmeidig wie der einer Raubkatze.

"Als Späher hast du dich bewehrt. Niemand wird dies bestreiten. Der Schreibtisch ist für Wölfe nicht geschaffen, ebenso wenig wie für Kriegerinnen. Wie anders solltest du dies erkennen wenn nicht durch einen Fehlschlag? Du lernst aus deinen Fehlern, Rion, nicht aus deinen Erfolgen. Ein Trümmerfeld kann ich nirgendwo erkennen. Hartmann suhlt sich in seiner Position, die er dir zu verdanken hat. Nightons Bürger sind näher zusammen gerückt durch die Furcht vor dem Werwolf. Selbst das Gesindel traut sich kaum auf die Straßen. So wenige Vergehen wie die letzten Wochen gab es bisher selten."

Mit einem Zwinkern klopfte Silvana Phelan auf die Schulter. "Du kannst stolz auf das sein, was du erreicht hast. Auch wenn es anders geplant war."

Der Wind riss an Silvanas Haar, und das Plätschern des Wassers wirkte beruhigend. Sie kam viel zu selten in die freie Natur. Das Stadtleben hatte sie verändert, doch sie sehnte sich immer noch nach Freiheit und weite Landstriche.

"Wofür willst du Rache? Ändert es etwas an deinem Zustand? Finde dich selbst, dann findest du auch die Ruhe, die du suchst. Das müsste einer vom Orden des Seins doch wissen. Ist dieses in-sich-kehren-Gefasel nicht einer eurer Grundsätze?"

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Phelan

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #12 am: Do., 25. Jun 2009, 09:08 »

Nachdenklich sah Phelan in die blauen Augen der Kriegerin, die inzwischen neben ihm herging. “Mag sein, dass ihr recht habt.“, gab er zu. Doch es war ihm nicht gelungen die Niedergeschlagenheit ganz aus seiner Stimmer zu verbannen. “Womöglich weigere ich mich einfach die Gaben zu sehen. Allerdings hatte der Hirte, der ich einst war zumindest etwas für das es sich zu sterben und wichtiger zu leben lohnte. Er hätte gewiss nicht für ein paar Goldstücke alles aufs Spiel gesetzt. Heute aber gibt es Tage an denen ich genau das tue und dann gibt es welche an denen ich mich aus Furcht am liebsten verstecken würde. Es ist verrückt!“

Der Gebirgspfad bereitete Silvana offensichtlich nicht die geringsten Probleme. Trotz ihrer menschlichen Gestalt hielt sie mühelos mit dem Lykantrophen mit und erhöhte die Geschwindigkeit sogar ein wenig. “Warum fällt es mir nur soviel leichter die Verluste aufzuzählen als das was ich gewonnen habe?“, sinnierte der Soldat. “Es ist nicht richtig. Der Wandel kann nicht ganz ohne Sinn gewesen sein. Ihr habt von etwas von einer großem Aufgabe gesagt, doch welche kann das sein.“

Vorsichtig berührte Phelan die Stelle, an der die Amazone ihm auf die Schulter geklopft hatte. Konnte er wirklich stolz auf sich sein? “Es gab eine Zeit da wusste ich wie es ist in sich gekehrt zu sein. Es ist nicht schwer wenn man nur in Gesellschaft von Schafen auf einer Bergwiese hockt.“, bemerkte er. “Aber jetzt habe ich mich viel zu lange nicht mehr in dieser Kunst geübt. Ich hatte wohl Angst vor dem, was ich in meinem Inneren finden könnte. Viel zu lange wurde ich nur von Hass, Zorn und Furcht getrieben. Diese Gefühle haben mich lange geführt, doch bald werden sie – bald müssen sie – ein Ende haben.“ Die letzten Worte hatten düster geklungen. Es war längst zu spät noch auf seine Rache zu verzichten. Was danach kommen würde konnte der Tiermensch allerdings nicht sagen.

“Nicht einmal hier beim Orden habe ich mir genug Zeit genommen um über mich nachzudenken.“, stellte er bitter fest. “Immer schien es dringenderes zu geben. Ich versuchte mich im Kampf zu verbessern um auch dem nächsten Gegner wieder einen Schritt voraus zu sein oder ich lernte lesen um meinen Aufgaben gerecht zu werden. Die wirklich wichtigen Dinge muss ich darüber vergessen haben.“

Schweigend sah der Offizier auf den Staub zu seinen Füßen. “Und noch etwas...“, brachte er nach einer Weile zögerlich hervor. “Ich muss mich bei Dir entschuldigen. Mein Verhalten nach Deiner Rückkehr aus Nuru war falsch. Ich war selbstgefällig und dachte ich hätte mich unter Kontrolle. Die Wahrheit aber ist, dass ich mich selbst nicht kannte. Was im Gasthaus passiert ist, war nicht Deine schuld – zumindest nicht wirklich. Es hätte ebenso gut mir passieren können.“

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Silvana

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #13 am: Do., 25. Jun 2009, 15:27 »

Phelans Frustration schien sich ein wenig zu legen - dem Klang seiner Stimme nach zu urteilen. Es blitzte ein Leben in seinen sonst so trübsinnigen Augen auf. "Nun, auf Bergwiesen unter Schafen kannst du auch heute noch hocken", versuchte Silvana den Lykaner aufzuheitern. "Zwar werden die Schafe davon wenig angetan sein, aber was macht das schon. Lämmer schmecken übrigens ausgezeichnet."

Phelan sprach von Wut und Hass und schien an seinen Rachegelüsten festhalten zu wollen. Es lag nicht an Silvana ihm das auszureden. Sie selbst war vor derlei Gefühlen wenig gefeit. Eine Frage jedoch lag ihr noch auf der Zunge.

"Sag mir, wie wurdest du zum Lykaner, wenn du behauptest, dein Dorf läge so versteckt, dass Dämonen und Dunkelelfen ihren Weg nie dorthin finden würden. Wieso bist du da so sicher? Fanden nicht auch die Werwölfe dort hin? Wo wurdest du gebissen, wenn nicht in deinem Dorf?"

Zu ihrer Überraschung entschuldige sich Phelan bei ihr. Erst seit kurzem verstand sie seine Reaktion von damals. Wie hätte er wissen sollen, dass sie tatsächlich keine Ahnung von ihrem Treiben in Vollmondnächten hatte. Eine Weile sagte die Wallonin kein Wort. Nur der Wind und das Wasserrauschen durchbrach die Stille, die sich zwischen die beiden Wanderer schob.

"Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich ahnte lange Zeit nichts von meiner Verbindung zu den Vorfällen, die sich zu Vollmondnächten ereigneten. Die Wirtin war offenbar nicht das erste Opfer. Rotberg berichtete mir von Bettlern, die in regelmäßigen Abständen unbemerkt aus den Gassen verschwunden seien. Unter den Bewohnern wurde darüber getuschelt, es gab nur Vermutungen, und erst eine Gruppe von Gauklern erzählte in der Schenke von den Gerüchten, was wiederum der Stallbursche der Burg zu hören bekam."

Silvana konnte selbst nicht verstehen, warum sie derart blind gewesen war. Das Blut an ihren Kleidern, das Erwachen an Orten, an denen sie sich nie zur Ruhe begeben hatte.

"Ich dachte wirklich, ich wäre krank", sprach sie ihre vorgeschobene Erklärung laut aus. "Deine Reaktion auf mich war mir unverständlich. Erst Myriel von Alandyos öffnete mir die Augen. Sie kann ihn erkennen, den Keim des Shir Khan, der in mir lauert. Hast du dich nie gefragt, warum ich bisher nicht so geworden bin wie du? Warum mich die Rage nur zu bestimmten Zeiten überfällt, ohne mein Zutun? Es ist Fenmor, der Feuerdrache. Wenn die Verbindung zu ihm reißt werde ich zu einem Wesen wie du es bist. Mein Ziel aber ist, das Wesen in mir zu beherrschen. Mir seine Kraft zunutze zu machen. Denkst du, dies wäre eine undurchführbare Illusion?"

All die schönen Worte. All die Hoffnung, die sie Phelan geschenkt hatte. Im Grunde ihres Herzens aber fürchtete sie nichts mehr als zu einem Werwesen zu werden wie er es war.

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Phelan

Re:[Gilde] Der Orden des Seins
« Antwort #14 am: Do., 25. Jun 2009, 22:39 »

Silvanas Bemerkung entlockte dem Wolfsmenschen ein Grinsen. “Nur um die Schafe zu ärgern würde ich mich aber dann doch nicht auf die Wiese setzten.“, erwiderte er belustigt. “Da müsstest Du schon mitkommen. Ein ganzes Lamm wäre ohnehin ein wenig viel für mich und zu zweit ist es sowieso viel schöner.“

Ein wenig später stellte die Schmiedin eine Frage, die den Soldaten wieder nachdenklicher stimmte. “Zumindest hätte kaum jemand einen Grund danach zu suchen.“, erklärte er. “Gebissen wurde ich jedenfalls eine gute Wegstunde entfernt als wir den Krähenpass hinauf wollten. Wir wollten zumindest ein klein wenig von der großen weiten Welt sehen bevor wir endgültig an Heim und Familie gebunden sein würden. Leider hatten wir das Pech, dass ein paar Dunkelelfen etwas - oder besser jemanden - suchten. Unser Begleiter muss vergessen haben darauf hinzuweisen.
Das ganze führte jedenfalls dazu, dass ich mehr als genug von der fremde gesehen habe. Meine Freunde hatten in dieser Hinsicht deutlich weniger Glück.“


Phelans Blick wanderte zu den Gipfeln am Rande des Hochplateaus. Irgendwo dahinter lag sein Heimatdorf, das noch immer drei junge Männer vermisste. In einem so kleinen Ort musste der Verlust deutlich zu spüren sein.

“Und so kommt es, dass ein Stallbursche mehr weiß als der Oberleutnant. Das spricht ja nicht gerade für mich.“, brummte der Soldat nachdem die Statthalterin von den Gerüchten gesprochen hatte. “Sobald ein Wesen denken kann, beherrscht es auch die Kunst der Verdrängung. Es fällt uns erstaunlich leicht vor den Dingen, die wir nicht sehen wollen, die Augen zu verschließen. Was Deine Gestalt betrifft habe ich gedacht es würde an den Blutlinien liegen. Ich habe schon Werwölfe von beträchtlicher Macht erlebt. Dennoch war ich verwirrt darüber wie lange ich gebraucht habe bis ich mir bei Dir sicher war…“

Der Tiermensch schwieg eine Weile. “Ein Drache also!“, platzte er schließlich doch heraus. “Donnerwetter! Nur leider habe ich nicht die geringste Ahnung wie sich das auswirkt. Ich wünsche Dir aber, dass Du Dein Ziel erreichst. Wenn man bedenkt, dass Du an siebenundzwanzig von achtundzwanzig Tagen kein Problem hast ist wohl alles möglich.“

Nachdenklich folgte Phelan dem Weg, der in den Schatten einiger Kiefern führte. Die Verbindung zu einem anderen Wesen – konnte das die Antwort sein?

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