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Diskussionsthema-Zusammenfassung
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Fr., 06. Dez 2019, 20:36
Das Endprodukt sah wenig appetitlich aus, ein Testobjekt hatten sie nicht. Dann musste sie die Köder tatsächlich erst bei der Mühle ausprobieren. Und diesen ganzen Kram, den sie aufgeschrieben hat.

"Das stimmt wohl. Dann muss ich es tatsächlich erst in Nuru testen. Habt vielen Dank für Eure Hilfe."

Chiamara griff die Tüte.
"Ich weiß nicht, ob es bei den Apothekern einen Ehrenkodex gibt. Aber ich bin ausgebildete Soldatin. Und dort wo ich herkomme, gibt es einen Kodex. Es sterben keine Unschuldigen, keine Kinder. Ihr könnt versichert sein, dass ich mich immer noch an den Kodex halten werde auch wenn ich Müllerin geworden bin. Ratten sind aber nicht eingeschlossen," beendete sie ihre kurze Rede.

"Und nein, ich brauche nichts mehr. Ihr habt mir mehr als genug gegeben."[i] Und das meinte sie tatsächlich so, weil sie mehr genommen hatte, als Shikra bewusst war.
[i]"Danke für Eure wertvolle Zeit. Ihr habt was gut bei mir"


Damit verabschiedete sich die Kriegerin und machte sich wieder auf die Reise.



Chiamara erlernt durch die fabelhafte Shikra Giftmischerei auf normal
Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 06. Dez 2019, 20:05
Arinna entspannte den Langbogen und gab ihn Shikra mit einem „Danke“ zurück. Sobald sie wieder zu Hause war, würde sie ihren eigenen Bogen herstellen und dem guten Rat der Elfe folgen und täglich damit trainieren. Gemeinsam legten sie die Schritte bis zum Ziel zurück, und während de Apothekerin ihre Pfeile einsammelte, suchte Arinna nach dem fehlgegangenem Geschoss. Es dauerte ein paar Minuten bis sie den letzten Pfeil im Gestrüpp wieder gefunden hatte und ihn vorsichtig daraus befreite. Die Feder wirkte etwas lädiert und die Bognerin zupfte vorsichtig mit den Fingern daran herum um zu sehen ob sie sich noch richten ließ.

Hm, ich weiß nicht ob er noch gerade fliegen wird. Es hat die Leitfeder erwischt. Das tut mir leid.

tat Arinna dann kund und verzog das Gesicht, bevor ihr eine Idee kam, die sie allerdings nicht laut äußerste. Dennoch sorgte sie dafür, das das Lächeln in das Gesicht der jungen Frau zurückkehrte.

Ich finde übrigens das ihr eine ganz hervorragende Lehrerin abgebt Shikra. Ihr erklärt die Dinge sehr anschaulich. Vielleicht solltet Ihr Euch bei der Akademie bewerben?

schlug sie vor, auch wenn sie vermutete das die Heilerin in ihrer Apotheke glücklicher war. Die beiden Frauen machten sich auf den Rückweg zur Apotheke, wo sie noch einen Tee trinken wollten, und überraschenderweise auf Askladd stießen...

~ ~ ~


Es mochte knapp einen Mondumlauf her sein das Shikra Arinna den Umgang mit dem Langbogen näher gebracht hatte, als ein Bote in die Apotheke kam und ein längliches Bündel mit einem kurzen Schreiben abgab.

Sanyasala Shikra
ich möchte mich dafür bedanken, das Ihr Euch die Zeit genommen habt mir den Langbogen so ausführlich zu erklären.
Nehmt mein kleines Geschenk bitte an, es soll Euch Ersatz für den zerstörten Pfeil sein.
Viele Grüße
Arinna


In dem Bündel befanden sich 20 sorgfältig angefertigte Pfeile aus hellem Ahornholz. Die Spitzen waren aus einem dunklen Metall geschmiedet worden und die Befiederung hatte Arinna aus fast ebenso dunklen Graugansfedern hergestellt, so dass sie einen hübschen Kontrast zu dem hellen Holz darstellten.

Vielen Dank Shikra
- 20 Pfeile
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 04. Dez 2019, 23:56
*** Chiamara ***

„Naja die meisten giftigen Pflanzen entfalten ihre Wirkung ja nur, wenn man sie isst oder anders mit ihren Inhaltsstoffen in Kontakt gerät. Ich glaube eure erfolgreiche Heimreise hängt nicht von irgendwelchen Giftpflanzen ab.“
erwiderte die elfische Apothekerin mit einem ehrlichen Lächeln und dachte kurz darüber nach, von welchen Gefahren sie schon bei Reisen durch das Land gehört hatte, von Wölfen und Bären und Ogern. Da sollte eine Tollkirsche am Wegesrand wohl kaum gefährlich werden können.

Bei der Frage nach dem Klee deutete die Hohentürmlerin auf ein paar Bündel aus diversen Kräutern.
„Das Kraut mit den gelben Blüten ist Steinklee. Fett habe ich hier in diesem Topf…“
Shikra streckte sich an einem Regal und fischte ein Gefäß aus Ton von einem Brett, das über ihrem Kopf hing.
„… und Käse habe ich oben in der Küche. Ich hole ein Stück. Solange könntet ihr den Klee schon ein wenig zerkleinern.“

Mit dem ersten Schritt kam Chiamara ohne Hilfe zurecht, das Verschütteln, also das kräftige Schütteln der gekochten Pflanzenteile in Wasser, funktionierte auch recht gut, doch als es um das Eindicken des gewonnenen Pflanzensafts ging, zeigte sich, dass die elfische Apothekerin deutlich mehr Erfahrung hatte, wie groß die Flamme sein durfte, wie kräftig man umrühren musste, wann man den Topf besser kurz vom Feuer nehmen und wann man besser wieder ein Stückchen Holz nachlegen sollte. Am Ende hatten die beiden einen zähen grünbraunen Brei.

„Solange ihr das Fett nicht zu heiß werden lasst, kann man gut zuerst den Käse, dann den Steinkleematsch dazugeben.“
Die fertige Masse sah nicht viel appetitlicher aus, doch wollten ja nicht die beiden Köche davon essen, sondern die in kleine Kugeln geformte giftige und beim Auskühlen hart werdende Masse sollte das Rattenproblem der Müllerin beseitigen.

„Ratten? Hier?“
Shikra schaute sich zur Sicherheit einmal in der Tränkeküche um, doch konnte sie keine einzige Ratte finden. Wie auch? Sie waren schließlich in einer Apotheke, in der Arzneimittel für halb Drachenauge hergestellt wurden, da konnte es sich die Inhaberin nicht leisten Ungeziefer im Haus zu haben und spätestens nach der letzten Seuche, die so viel Leid über die Hauptstadt gebracht hatte, sorgte die Waldelfe intensiv dafür, dass sich die Nager in ihrem Apothekenturm nicht heimisch fühlen konnten.
„Ich fürchte, ihr müsst die Köder gleich bei euch in eurer Mühle ausprobieren. Einen sofortigen Effekt hätten wir sowieso nicht gesehen. Das Steinkleegift wirkt erst nach Stunden oder Tagen. Sollte es auch, denn sonst fangen die übrigen Ratten an, das Gift zu meiden.“

Die Elfe packte die ausgekühlten Köderkugeln in ein kleines Papiertütchen und reichte es der blonden Kriegerin.
„Ich wünsche euch damit viel Erfolg. Kann ich sonst noch etwas für euch tun?“

Chiamara hatte in den letzten Stunden viele Grundlagen über die Herstellung verschiedener Pflanzenextrakte gesehen, gelesen und ausprobiert, sodass sie keine großen Schwierigkeiten haben sollte, zusammen mit ihren Aufzeichnungen ein wirksames Gift für ihre Waffen herzustellen, dass die gewünschte Lähmung bei den Gegnern hervorrufen würde.


Chiamara lernt Giftmischerei auf Normal 


*** Arinna ***

Zufrieden lächelnd kommentierte sie den Austausch an Komplimenten zwischen ‚Schülerin‘ und ‚Lehrerin‘. Arinna stimmte einer weiteren Runde aus größerer Distanz zu und so vergrößerte die Apothekerin den Abstand zum Strohballen auf etwa fünfzehn Schritte.
„Mit einem Langbogen könnt ihr einen Pfeil deutlich mehr Kraft, also Geschwindigkeit mitgeben, sodass er waagrecht recht stabil durch die Luft fliegt. Bei einem Kurzbogen verliert der Pfeil recht bald an Höhe, bei schwereren Bögen, dauert es länger. Das heißt ihr müsst erst bei größeren Distanzen etwas über das Ziel hinaus anvisieren.“
Shikra deutete auf eine imaginäre Startlinie.
„Von hier aus dürfte es keine große Rolle spielen, doch von noch weiter weg, etwa von dem Haselnussstrauch dort hinten, müsstet ihr mit einem Kurzbogen schon höher zielen, mit dem Langbogen wohl noch nicht. Am besten übt ihr jeden Tag mit einem anderen Abstand zur Zielscheibe, um möglichst effektiv ein gutes Gefühl für Distanzen und Zielen zu bekommen.“

„Doch für den Anfang reicht es von dieser Entfernung.“
Dabei grinste sie die Bognerin an und reichte ihr den ersten Pfeil. Ihre Worte bestätigend verschoss Arinna ihren ersten Versuch, doch schon beim zweiten traf sie den Strohballen und nach fünf Schüssen hatte sie sich auf das Ziel und die Entfernung eingestellt.
„Das läuft ja richtig gut bei euch. Da wird es nicht lange dauern und beherrscht den Langbogen meisterhaft.“
freute sich Shikra für die Schützin, ehe die Treffergenauigkeit langsam mit dem Schwinden der Kräfte nachließ. Der letzte Pfeil verschwand im Dickicht hinter dem Baum, der den Mittelpunkt von dem improvisierten Schießstand bildete.
Ihr Bedauern quittierte sie mit einem Schulterzucken.
„Ein bisschen Schwund gehört dazu. Und wahrscheinlich lässt er sich wieder finden.“

Zusammen liefen die beiden Damen zur Zielscheibe und während sich die Schwarzhaarige auf die Suche nach dem verlorenen Geschoss machte, sammelte die Elfe die rechtlichen Pfeile ein. Einige von ihnen stecken schon ganz schön fest in der Strohunterlage. Dann schaute sie sich nach Arinna um.


Arinna lernt Schusswaffen auf Experte  
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 04. Dez 2019, 09:38
Arinna verzog das Gesicht zu einer schiefen Grimasse.

Nichts wirklich ernstes. Es wird bis spätestens morgen schön blau werden und mich noch ein paar Tage daran erinnern auf meine Haltung zu achten.

Lernen durch Schmerz war eine unangenehme, aber meist recht effektive Lernmethode hatte sie festgestellt, daher nahm sie Shikras unterschwelliges Angebot sie zu heilen nicht an - vorerst. Sollten ihr solche Patzer noch öfter passieren würde sie es sich vermutlich schnell genug anders überlegen.
Bei den nächsten Versuchen ließ sie sich gern von der Elfe korrigieren, versuchte ihre Anmerkungen möglichst genau umzusetzen, und erzielte damit auch den gewünschten Erfolg. Sie strahlte als Shikra ihr ein Lob aussprach und gab es freudig zurück.

Das liegt nur daran, das ihr es mir so gut erklärt habt. Ja, ich würde gern noch ein paar Versuche aus größerem Abstand machen. Unterscheidet sich die Flugbahn sehr von einem Kurzbogen?

fragte sie nach, während sie einige Schritte weiter zurück gingen. Und dann probierte sie es aus. Der erste Pfeil sauste an der Scheibe vorbei, aber Arinna hatte fast nichts anderes erwartet. Bereits mit dem zweiten traf sie den Rand, der dritte und vierte näherten sich immer weiter der Mitte und der fünfte traf ins schwarze. Die Bognerin grinste vor Freude über den Erfolg und verschoss voller Elan noch eine zweite Serie. Zwei weitere Pfeile plazierte sie in der Mitte, bevor sie merkte wie ihr das Spannen allmählich schwerer fiel und ihre Zielgenauigkeit nachließ. Immerhin landeten noch zwei weitere Pfeile auf der Scheibe, doch beim zehnten Schuss zitterte ihr Arm vor Anstrengung und sie veriss. Der Pfeil landete irgendwo im Gebüsch und die junge Frau schlug die Hand vor den Mund.

Ohjeh, das tut mir leid. Ich werde ihn suchen gehen.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Di., 03. Dez 2019, 11:45
Kurz darauf hatte Shikra offenbar die Kunden bedient und konnte sich wieder Chiamaras Problem zuwenden.
Während sie das Buch durchstöberte dachte sie bei jedem der Pflanzen laut über deren Wirkungen nach.
Die gebürtige Ostländerin war erstaunt, was hier überall für giftiges Zeug wuchs.

Während die Apothekerin noch beschäftigt war, konnte sie sich einen Kommentar nicht verkneifen.
"Und das wächst alles hier. Bei dem Gift muss man ja froh sein, wenn man die Heimreise gut übersteht. Meine Mutter hat mich ja immer vor gewissen Pflanzen gewarnt, aber ich habe ja nie angenommen, dass sie so gefährlich sind. Das ist ja höchst gefährlich. Wenn sowas in falsche Hände kommt," steigerte sie sich in ihre Worte.

Von ihren abgeschriebenen Rezepturen würde sie die Hälfte direkt wieder streichen. Ihr war die Gefahr zu groß, dass sich auch Freunde versehentlich an einen ihrer Klingen verletzen könnten und starben.

Endlich hatte die freundliche Rothaarige ein wirksames Rattengift gefunden und bat direkt die Kriegerin es auszuprobieren.
Aufmerksam las diese die Anleitung durch und schaute sich um.
"Habt Ihr Steinklee, Käse und eventuell Schmalz für mich?" fragte sie nach.


Das Zerkleinern und Anfeuchten der Pflanze war noch das Einfachste an der ganzen Prozedur. Danach mühte sie sich damit ab, dies in einem geschlossenen Topf zu verkochen ohne es anpappen zu lassen. Bisher lief alles ohne Probleme. Wasser drauf und durchschütteln sowie absieben war ebenfalls machbar. Obwohl sie doch nachfragen musste, was mit "verschütteln" gemeint war und ließ es sich direkt von Shikra zeigen.
Diesen Pflanzenextrakt dann eindicken zu lassen kam ihr dann doch sehr einfach vor, was es dann nicht war. Erst hatte sie die Hitze zu hoch, dann zu niedrig. Die Hohentürmlerin verbesserte ständig und übernahm schlussendlich die Führung bei dem Arbeitsschritt.

"Dann bereite ich schon mal das tierische Fett mit dem Käse vor," gab Chiamara zerknirscht von sich.
"Oder darf der Käse erst rein, wenn das Fett mit diesem eingedickten Sud vermischt wurde? fragte sie dann doch zur Vorsicht.

Bei dem letzten Schritt bat die hellhaarige Frau dann doch um Unterstützung, weil das zeug verdammt heiß war und sie es schnellstmöglich zu Ködern verarbeiten sollte. Endlich war es vollbracht und sie betrachtete ihr Werk.
"Habt ihr ein Versuchsobjekt?" Als wenn hier die Ratten zu Hauf rumlaufen würden und noch auf solch einen Bissen warteten.



Chia würfelte 2,3,5,1,4
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 02. Dez 2019, 19:40
„Ja, der Alltag als Apothekerin kann recht vielseitig sein.“
bestätigte ihr die junge Waldelfe mit freudigem Tonfall. Wobei, wenn sie den ganzen Tag nur Manatränke herstelle und abfüllte, oder eine größere Menge Erkältungssirup in kleine Fläschchen füllte, konnte der Arbeitstag auch recht monoton werden, doch meist brachte der nächste Tag dann die gewünschte Abwechslung.
Neugierig hörte Shikra den lauten Gedankengängen der Orstländerin zu und nickte ab und zu, um ihrer Besucherin zu zeigen, dass sie sich ihre Ideen für die Mühle ebenfalls vorstellen konnte.

Bei dem Notfall im Verkaufsraum ging es zwar nicht um Leben und Tod, doch war die Elfe eine lange Zeit lang damit beschäftigt die Spuren einer Prügelei bei den beiden Brüdern, die sich mit ein paar älteren und stärkeren Jungs angelegt hatten, zu beseitigen.
Daher hatte Chiamara viel Zeit sich ein paar Rezepte genauer anzusehen und sich ausgiebig Notizen zu machen.
Als die Heilerin endlich die beiden jungen Männer verabschieden konnte, hatte die ehemalige Soldatin eine schöne Sammlung an Herstellungsanweisungen für diverse Gifte angelegt. Fünf der sechs Rezepturen würde sie später bei sich zuhause gut nachkochen können. Damit hatte sie recht umfangreiche Möglichkeiten erste Gifte für ihre Rattenplage und ihre Waffen herzustellen.

Die Apothekerin betrat wieder die Tränkeküche, entschuldigte sich noch einmal für einen Moment und eilte in den dritten Stock, um die blutigen Spuren ihrer Heilung abzuwaschen.
Mit sauberen Händen und offenen Haaren, die sie im Arbeitszimmer wieder zu einem einfachen Zopf band, kehrte sie wieder zu Chiamara und dem dicken Buch zurück.
„Verzeiht, es hat etwas länger gedauert.“
Mit diesen Worten und einem entschuldigendem Blick zu der blonden Kämpferin, blätterte die Heilerin die letzten Seiten des Buchs durch, suchte nach einem geeigneten Rattengift.
„Eisenhut? Viel zu giftig, da reichen ja schon geringste Mengen für eine Lähmungsvergiftung… Da wird Eibe verwendet, ähnlich wie Eisenhut, auch sehr giftig… mit Tollkirsche, die heißt ja nicht umsonst ‚toll‘, bei den Halluzinationen, die sie auslösen kann… Herzzeitlose, da weiß man doch, dass die giftig ist… Stechapfel und Schierling, puh das ist fies… Nachtschatten… Bilsenkraut…“
Immer wieder kommentierte sie dabei auch die Rezepturen, deren Abschriften sich in Chiamaras Besitz befanden, sodass die Ostländerin die Herstellungsanweisungen noch besser einschätzen konnte.

Dann endlich entdeckte sie eine Herstellung für ein Rattengift.
„Das könnte euch bei eurer Rattenplage helfen, schaut.“
Shikra drehte der angehenden Müllerin das Buch hin, sodass sie den Text, den sie vorhin noch nicht gesehen hatte, durchlesen konnte.
„Wollt ihr euch an der Herstellung gleich selbst versuchen? Keine Sorge, ich bleibe dabei und helfe mit.“


folgende Herstellungsanweisung liegt Chiamara vor, sie darf bei jedem Schritt mit W5 würfeln
1,2: diesen Schritt bekommt sie ohne Probleme alleine umgesetzt
3,4: mit ein bisschen Unterstützung ist das kein Problem
5: da schaut Chiamara doch lieber zu, wie Shikra das macht

Herstellung Rattengift:
I.: Steinklee grob zerkleinern, mit Wasser anfeuchten und möglichst ohne Luftzufuhr auf einem kleinen Feuer verkochen
II.:  Pflanzenbrei in Wasser aufnehmen, gut verschütteln und ab sieben
III.:  wässrigen Pflanzenextrakt über kleiner Flamme eindicken
IV.:  in einem weiteren Gefäß eine passende Menge tierischen Fettes schmelzen, mit dem eingedicktem Pflanzenextrakt und einem Lockmittel (zum Beispiel Käse, Körner oder Speck) vermischen
V.: während die Masse langsam wieder erstarrt, kleine Köder daraus formen
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Mo., 02. Dez 2019, 11:16
Mazeration und alkoholische Lösung, schrieb Chiamara noch einmal leserlich.
Das mit dem Tee war ihr verständlich und die Kriegerin nickte eifrig.
“Wenn ich schon so einen netten Vortrag erhalte, soll es nicht einfach für nichts sein. Ich bin da schon recht ehrgeizig.“

Es stimmt, dass sie jeden Beruf nicht halbherzig, sondern mit Enthusiasmus und großem Wissensdurst ausgeübt hatte. Und selbst die Literatur zu der Müllereitechnik hatte sie versucht auswendig zu lernen. Aber es war vielfertiger als gedacht. Daher dauerte es noch etwas an.

Insbesondere das Thema Destille hatte das Interesse der schlanken Frau erweckt. Sie hatte selber schon überlegt in ihrer Mühle nicht nur Mehl anzubieten. Auch diverse Gewürze, Sonnenblumenkerne und noch andere Dinge konnten gemahlen werden.

“Ihr habt einen sehr interessanten Beruf. So vielfältig,“ stellte sie ziemlich neutral fest, ohne schleimig zu wirken.
“Vielleicht kann ich das Wissen auch mal in meiner Mühle gebrauchen. Theoretisch könnte ich dort auch Öle herstellen. Aber vorher müsste ich ein oder zwei zusätzliche Zahnräder einbauen.“
Man konnte Chiamara förmlich ansehen, wie sich diverse Geschäftsmodelle in ihrem Kopf formten.

Als dann in den hinteren Seiten Rezepturen von Giften aufgeschlagen wurden, lag ihre Aufmerksamkeit zwar noch immer bei den Verfahren, aber neugierig, was diese Seiten für neue Informationen preisgeben würden, war die gebürtige Ostländerin schon.
Die Gifte sagten ihr gar nichts und war froh, dass Shikra ihr dabei weiterhelfen konnte.
Als diese jedoch zu einem Kunden in den Verkaufsraum musste, schaute sie sich die beiden aufgeschlagenen Seiten genauer an. Sie würde sich einiges ersparen, wenn sie jetzt schon alles aufschreiben würde. Dann bräuchte sie nachher nicht mehr alles notieren und könnte sich auf die Ausführungen der Apothekerin konzentrieren. Und andererseits, vielleicht war da auch mehr als nur ein einfaches Rattengift dabei – nur für den Notfall. Bei den Abenteuern in die sie immer wieder geriet.

Also notierte sie sich eifrigst die Zutaten von all den Rezepturen auf den Seiten und machte Stichpunkte zu den Herstellungsverfahren. Das sollte eigentlich reichen, auch wenn sie einiges nicht verstand und daher auch ihre Notizen etwas wirr waren und nicht immer so leserlich.
Vielleicht war es der netten Frau gegenüber ungerecht. Das schlechte Gewissen plagte sie etwas.
Aber nur kurz.
Immerhin war sie mit einem Vampir zusammen, der Menschen das Blut aussaugte, wenn er wollte. Und da machte sie sich Gedanken um ein Gift, das einen Angreifer bewegungsunfähig oder gar töten könnte? Immerhin griff sie ja nicht jeden Beliebigen mit einem vergifteten Schwert an.



Chia würfelt eine 3 und kann 6 Rezepturen abschreiben
Chia würfelte 2,4,1,3,2,1 wegen Lesbarkeit

Autor: Shikra Datum/Zeit: Sa., 30. Nov 2019, 15:22
*** Arinna ***

Die schwarzhaarige Bognerin schien sich anfangs nicht so recht mit dem langen Bogen anfreunden zu können und daher kam Shikra gerne ihrer Bitte nach und zeigte ihr einmal wie sie ihre Waffe handhabte.
Sie stellte sich mit der linken Körperhälfte voraus seitlich an die Startlinie, sorgte für einen stabilen Stand und straffte die Schultern. Das Mittelstück des Bogens, das Askladd an ihre Hand angepasst hatte, hatte sie fest mit der linken Faust umschlossen. Sie neigte die Waffe, dass sie fast waagrecht zum Boden ausgerichtet war, hängte einen Pfeil in die Sehne und während sie den Bogen spannte drehte ihr linkes Handgelenk den Bogen fast senkrecht und ihr Ellenbogen knickte leicht ein. Mit einem leicht geneigten Kopf und einem weit gespannten Bogen visierte sie kurz das Ziel an und ließ dann mit allen drei Fingern gleichzeitig los, sodass die Pfeilspitze schön im Strohballen strecken blieb.
Sie verharrte noch einen Atemzug in dieser Haltung, dann drehte und senkte sie den Langbogen wieder und gab ihn an Arinna zurück.
Alles zusammen bildete eine fließende Einheit, es waren weder Pausen noch ruckartige Bewegungen zu erkennen.

Danach zeigte sich ihre Schülerin deutlich erfolgreicher. Beim zweiten Mal traute sie sich wohl noch nicht, den Bogen weit genug aufzuspannen, doch mit ein paar ermutigenden Worten der Waldelfe, erlaubte sich Arinna bei den nächsten Versuchen einen ordentlichen Auszug.
„Ihr dürft den Bogen richtig kräftig ausziehen. Ihr könnt ihn so sicher nicht kaputt machen.“
Leider vergaß sie dabei auf ihren Arm, der den Bogen hielt zu achten und die Sehne erwischte sie mit einem dumpfen Klatschen. Shikra zog scharf die Luft ein, sie wusste leider genau, wie weh das tun konnte. Nachdem die schmerzende Stelle ein zweites Mal getroffen wurde, fragte die Heilerin:
„Noch alles heile? Nur ein blauer Fleck oder habt ihr euch ernsthafter verletzt?“
Das Angebot mit einem leichten Heilzauber die Spuren des fleißigen Übens zu beseitigen schwang durchaus mit, doch wollte es die Apothekerin, nach Arinnas ablehnender Haltung Magie gegenüber,  nicht aussprechen.

Bei den nächsten Versuchen, die deutlich zeigten, dass sich die Bognerin aus der Elfenstadt langsam mit dem Langbogen vertraut gemacht hatte, landeten die Pfeile schon gut bei der Zielscheibe.
„Vorsichtig nicht erschrecken.“
sprach Shikra, trat hinter die Schwarzhaarige und drückte ihr leicht zwischen die Schulterblätter.
„Dort müsst ihre eure Kraft herholen. Die Armmuskulatur ermüdet viel zu schnell. Die Rückenmuskulatur ist geduldiger und leistungsfähiger.“

Die letzten drei Pfeile trafen. Mit einem stolzen Grinsen nickte sie Arinna zu. Sie hatte schnell gelernt den ungewohnt langen Bogen geschickt zu benutzen. An ihrer Körperhaltung und an der Handhabung konnte Shikra nichts mehr finden, was noch berücksichtigt oder verbessert gehört hätte.
„Das war sehr gut, Arinna. Erstaunlich, wie schnell ihr euch mit dem Langbogen anfreunden konntet. Jetzt braucht es nur noch regelmäßiges Training, um die nötige Kraft aufzubauen und später, um sie zu behalten.“
Ihre Worte klangen eher beiläufig und fröhlich, doch merkte die Waldelfe selbst, wenn sie ihre Übungen für ein bis zwei Wochen schleifen ließ, wie mühsam die ersten Schüsse danach wieder waren.
„Wollt ihr gleich noch eine Runde? Vielleicht mit etwas mehr Abstand, um ein Gefühl für die Treffsicherheit zu bekommen?“


falls Arinna noch genug Energie hat: bitte mit 5W6 würfeln
Zahlen in absteigender Reihenfolge (Arinna trifft immer besser) sortieren
Treffer nach den Regeln für Schusswaffen Experte bzw. Bogenkunst Experte (Kopf ist die Mitte, Körper irgendwo auf der Scheibe, daneben ist daneben)
danach mit 5W6 würfeln und die Zahlen in aufsteigender Reihenfolge sortieren (Arinna geht langsam die Kraft aus)



*** Domitia ***

Ihren Besuch anlächelnd, nickte die Apothekerin, als ihr nichts Gesundheitsgefährdendes bei der Kriegerin auffiel und diese das mit ihren Worten bestätigte. Sie nahm ihr den Umhang ab, um ihn neben der Tür zum Trocknen aufzuhängen und lud sie ein, sich für einen Moment zu setzen.
„Darf ich euch einen Tee anbieten?“
Vorsichtshalber holte sie schon einmal zwei Tassen aus dem Schränkchen neben dem Tisch, ehe sie Domitia nach dem Grund ihres Besuchs fragte:
„Welches Anliegen hat euch zu mir in die Apotheke geführt? Wie kann ich helfen?“
mit einer Herzlichkeit in der Stimme, bat sie die junge Dienerin des Paladin fortzufahren.

Aufmerksam und interessiert hörte sie sich ihre Bitte an und obwohl sie ein wenig überrascht war, dass sich Domitia wegen eines Gemäldes, dass sich Martin gewünscht hatte, auf eine Reise in die Urwälder Isuas vorbereitete und damit recht lange ihren Pflichten als Priesterin nicht nachkommen konnte, war sie sofort dazu bereit die blonde Freiin zu begleiten.
Mit einem fast schon nachsichtigen Lächeln, denn genau diese Bitte hatte der fliederliche Baron schon vorhergesehen, antwortete sie:
„Ich komme gerne mit. Das wird eine schöne Überraschung für Martin… und für Amote.“
ergänzte sie strahlend.
„Mit Pferden sollten wir recht zügig unterwegs sein können. Vielleicht ist Ardir so nett und kann euch ein edles Ross zur Verfügung stellen, oder seid ihr mittlerweile eine glückliche Pferdebesitzerin?“

Da hatte der Abend in Tarasun wohl nicht nur bei dem ehemaligen Pferdezüchter ernsthafte Spuren hinterlassen, sondern auch bei Domitia. Da Shikra nicht wusste, was oder wen das Gemälde darstelle, schien für sie der alleinige Transport eines Kunstwerks schon genug Motivation für die adelige Paladinanhängerin darzustellen.
Mit einer unverschämt guten Laune, bei der nicht ganz ersichtlich war, ob sie das Wiedersehen mit dem Jaguarkrieger oder die zarte Beziehung zwischen Feiin und Baron ausgelöst hatte, grinste die Elfe ihre Besucherin an.
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: Fr., 29. Nov 2019, 19:30
Höflich wartend legte Domitia den feuchten Umhang ab. Das Wetter war in einen leichten Nieselregen umgeschlagen.

"Werte Shikra, es ist mir eine Freude euch wohlbehalten wiederzusehen. Ich selbst bin wohlauf. Weshalb fragt Ihr? Oh, weil ich Euch in der Apotheke aufsuche? Eines Heilmittels bedarf ich nicht, seid unbesorgt. Mein Anliegen ist anderer Natur."

Unwissend, ob Martin von den Briefen und dem Gemälde erzählt hatte, holte die Freiin kurz aus.

"Der werte Baron von Muesig bat mich bei unserem Abendessen ihm einen Wunsch zu erfüllen. Ein ganz bestimmtes Gemälde sollte es sein, vom Hofmaler Meister Panwinkel persönlich vollendet dargestellt. Martin dieses zu überbringen, gedachte ich eine Reise nach Neu-Fliederen zu unternehmen. Ich möchte Euch fragen ob Ihr gewillt wäret mich zu begleiten. Es wäre mir eine große Freude die Reise gemeinsam mit Euch zu unternehmen."

Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 28. Nov 2019, 19:44
Ah, er ist von Askladd. Hätte ich mir denken können, da ihr wie er in Drachenauge wohnt. Er stellt gute Bögen her.

stellte sie ohne Neid in der Stimme fest. Sie verstand sich gut mit dem Bogner aus Drachenauge und sah ihn nicht als Konkurrenten an, dazu lagen die Städte viel zu weit auseinander. Shikra forderte sie auf es gleich einmal zu versuchen und wollte ihr sogar die Pfeile anreichen, damit sie sich ganz auf den Bogen konzentrieren konnte. Arinna kam sich leicht überfordert vor. Der Bogen war zu lang, zu unhandlich, ihr gewohnter Bewegungsablauf wollte sich nicht einstellen.

Könntet Ihr mir vielleicht einmal zeigen, wie Ihr damit schießt Shikra?

Der zweite Versuch nach der Demonstration gelang ihr besser, der Pfeil landete immerhin im Strohballen, auch wenn er wieder heraus fiel. Shikra erklärte ihr, das die Spannung noch nicht ausreichte, und Arinna versuchte das zu verändern. Bei dritten Versuch spannte sie den Bogen stark genug, vergaß dafür aber auf ihre Körperhaltung zu achten. Die Sehne zwirbelte über ihren Arm und die Bognerin schrie auf.

Autsch. Das tat weh.

Noch mehr als bei ihrem eigenen Bogen, kein Wunder bei dem größeren Kraftaufwand. Sie versuchte es erneut, und wieder stimmte der Winkel zum Körper nicht.

Verflixt noch mal.

schimpfte die junge Frau und rieb sich über den schmerzenden Arm. Das würde morgen vermutlich einen hübschen blauen Fleck geben. Doch aufgeben kam nicht in Frage. Beim nächsten Pfeil achtete sie äußerst genau darauf wie sie stand und den Bogen hielt, denn der Schmerz erinnerte sie deutlich genug daran es zu tun. Diesemal landete der Pfeil in der Nähe der Scheibe und ihre Lehrerin erklärte, das sie zu viel Muskelkraft aus den Arm gezogen hatte. Arinna nickte verstehend und nun schien der Dunkelhaarigen klar zu sein wie der Langbogen funktionierte, denn die nächsten beiden Schüsse trafen bereits den Rand der Zielscheibe und die letzten drei schoss sie mit einer völlig fließenden Körperbewegung, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.

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