Thema Zusammenfassung
Thema Zusammenfassung: Der Magierzirkel
Autor: Thorgrim Blutaxt Datum/Zeit: Fr., 21. Okt 2005, 22:29
Der Magierzirkel

Direkt vom Marktplatz gelangt man zu dem in Nurus Mitte gelegenen Magierturm. Niemand weiß genau, was die stets fünf Ordensmänner für Intentionen haben. Niemand weiß, weiß sie wirklich treiben. Die einen glauben, daß sie in Kontakt mit Taros stehen, andere daß sie gar zu höherem streben. Es gibt sogar welche, die davon überzeugt sind, daß die Magier das Böse studieren, um damit gutes zu tun.

In der großen Haupthalle befindet sich ein riesiges Pentagramm auf dem kalten Steinfußboden. An jeder Ecke des Symbols befindet sich eine Tür, die zu jeweils einen Privatraum eines Magiers führt. Wenn man die Halle betritt, hat man zwei Räume zu seiner rechten und zwei weitere zu seiner linken. Der Raum geradeaus ist der des Ordensführers. Zwischen den Türen führen Treppen nach oben, wo sich die Hexer in der Alchemie versuchen. Noch weiter oben gibt es einen Aussichtspunkt, der gerade so über die Stadtmauer blicken läßt.


Myriel von Alandyos, Ordensführerin


Zeitmagierin Cassandria
    Druide (w), 30 Jahre, 158 cm, 47 kg, lange schwarzgoldene Robe des Dunkelzirkels

Schamane Krraksh'Kodarr
    Ork (m), 29 Jahre, 198 cm, 127 kg, lange schwarzgoldene Robe des Dunkelzirkels

Nekromant Gamanos
    Druide (m), 27 Jahre, 172 cm, 88 kg, lange schwarzgoldene Robe des Dunkelzirkels

Elementarmagier Jules
    Mensch (m), 36 Jahre, 188 cm, 84 kg, lange schwarzgoldene Robe des Dunkelzirkels
Autor: Thorgrim Blutaxt Datum/Zeit: Fr., 21. Okt 2005, 23:55
Seit geraumer Zeit saß Zarush jeden Abend vor dem Fenster und blickte zu dem Magierturm. Es ist lange her, seitdem sie sich das letzte Mal trafen. Damals mit Myriel von Alandyos hatte der Magierzirkel seinen Hochzeit. Und als Krone der Leistungen der Magier wurde der Schutzschild geschaffen, der die Stadt zusätzlich zu seinen Kriegern schützte. Doch diese Zeiten waren vorbei. Nachdem Myriel von Alandyos und die damalige Stadthalterin Sigrun von Burgund die Stadt verlassen haben zerschlug sich auch der geheime Zirkel, wodurch auch der Magieschild zerbrach. Doch Zarush glaubte daran, diesen Zirkel wieder aufleben zu lassen. Er suchte lange nach den damaligen Mitgliedern, die über das Land verstreut waren. Es dauerte lange aber nun hatte er alle wieder gefunden und zum Magierturm wieder eingeladen. Ein leichtes Lächeln umspielte seine Lippen, als er daran dachte, was der Zirkel alles erreichen würde, wenn er erst wieder zu seiner alten Macht kommen würde. 

~~*~~


Der Abend war gekommen. Heute würden sich die Mitglieder zum ersten Male seit dem neuen Stadthalter wieder treffen. Das Wetter war mies, verdammt mies. Es regnete bereits den ganzen Tag, sodass noch nicht mal die umherstreunenden Köter auf der Strasse zu sehen waren, Die Strassen waren durch die Regenmassen völlig verschlammt, da der Boden nicht in der Lage war, diese Wassermassen so schnell aufzunehmen. So merkte auch niemand, wie Zarush durch die Strassen huschte. Er hatte noch ein wenig zu tun, so dass er schon früh an diesem Abend zum Turm wollte. Als er die Türen des Turmes aufschlug kam ihm sofort ein Schwall stickiger, kalter Luft entgegen. Im Turm war schon lange kein Fenster mehr geöffnet gewesen, das merkte er jetzt. Nachdem er hinter sich die Türen geschlossen hatte schüttelte er sich erst mal und warf dann seinen Umhang, der eh völlig vollgesogen vom Wasser war, achtlos in eine Ecke. Zarush schnipste mit seinem Finger und im großen Kamin auf der anderen Seite flammte ein wärmendes Feuer auf. Ein paar Minuten stellte er sich vor das Feuer und genoss die Wärme die es verströmte und ihn wärmte. Dann erst machte er sich daran, die letzten Vorbereitungen zu treffen. Die anderen würden bald kommen. Und es war nicht mehr viel Zeit.

4 weitere dunkle Gestalten gingen bei dem Sauwetter noch durch die Stadt. Doch niemand nahm Notiz von ihnen, da bei dem Wetter niemand anders nicht auf der Strasse war, der nicht musste. Die Wachen, die murrend ihre Runden zogen konnten sie ausweichen. Einer nach dem andern trafen sie im Turm ein. Gamanos, der Nekromant war der erste der eintraf. Schlecht gelaunt wie immer begrüßte er Zarush knapp, und wandte sich erst mal Speis und Trank zu. Blutroter Wein stand auf dem Tisch bereit, genauso wie kalter Braten, Obst und Brot. Es folgte Cassandria, Kraaksh’Kodarr und schließlich Jules, der Elementarist. Einander begrüßten und plauderten ein wenig, ehe Zarush um ihre Aufmerksamkeit bat.

>>Meine Freunde. Lange ist es her, seitdem wir uns das letzte Mal hier trafen. Eine lange Zeit, in der viel passiert ist. Unsere Macht und unser Einfluss in Nuru und in den andern Städten ist verschwunden. Das müssen wir ändern. Daher habe ich euch gesucht und gerufen. Die Chancen standen noch nie besser. Der Zwerg, der sich Stadthalter nennt ist leicht um den Finger zu wickeln. Was die Magie betrifft, so hat er keine Ahnung. Dieses sollten wir uns zunutze machen.<<

>>Aber was ist, wenn er unsere Pläne doch bemerken sollte. Sein Einfluss soll schon jetzt sehr groß sein.<<

>>Dass lasst meine Sorge sein. Aber ich sage euch, er wird es nicht merken. Wenn er Fragen stellt, so werde ich ihn schon hinters Licht führen. Er ist zwar gut mit einer Waffe in der Hand, doch sobald es auf unser Gebiet geht,  so ist er hilflos wie ein Kind.<<

>>Und was ist mit seiner Gefährtin? Es heißt, sie ist eine Druidin. Eine mächtige dazu.<<

>>Sie ist selten da. Sie kümmert sich nicht um meine Sachen. Und sollte sie doch etwas spitz bekommen...... Das hat sich schnell erledigt.<<


ein finsteres Lächeln umspielte seine Lippen, das mehr sagte als viele Worte. Zarush schaute jeden von ihnen genau in die Augen, bevor er weitersprach.

>>Wenn wir das Vertrauen des Zwerges haben, dann haben wir schon viel geschafft. Doch dazu müssen wir erst mal den Magieschirm über der Stadt erneuern. Denn wenn er denkt, dass wir für die Stadt arbeiten, so wird er dazu geneigt sein, uns die Gelder zu geben, die wir brauchen. Meine Frage ist, seit ihr dabei oder nicht?<<

einer nach dem andern nickte und gab so seine Zustimmung. Erneut lächelte Zarush, er hatte nichts anderes erwartet.

>>Gut, dann treffen wir uns in 7 Tagen hier wieder. Dann werden wir den ersten Teil unseres Planes umsetzten.<<

to be continued.

Autor: Myriel Datum/Zeit: Di., 16. Sep 2008, 12:57
Rasch und leise hatten sie sich geeinigt. Rathjur verschwand über die Stadtmauer, Tarlyn hingegen kletterte geschickt auf das Hausdach und bereitete sich vor. Sie holte ein sorgfältig verstautes Blasrohr hervor und nahm einen kleinen Pfeil aus einer Schatulle. Er bestand aus kaum mehr als einer metallenen Spitze und einigen feinen Federn, die seine Flugbahn bestimmen würden. Er war mit einem tödlichen Gift durchtränkt und die Jägerin achtete sorgfältig darauf sie nicht zu berühren. Vorsichtig ließ sie den Pfeil in das Rohr gleiten und verstaute die restlichen wieder in ihrer Tasche. Mehr als einen Versuch würde sie nicht bekommen, soviel war ihr jetzt schon klar. Zarush war nicht umsonst der Anführer des Schwarzmagierzirkels, sie konnte ohnehin von Glück sagen, wenn er sie nicht entdeckte, bevor sie überhaupt zum Zug kam.

Tarlyn legte sich auf das flache Dach und zog die Kapuze enger über den hellen Schopf. Sie hob das Blasrohr in Position und verharrte so regungslos, dass ihr Körper mit den aufziehenden Schatten der Dämmerung verschmolz. Nur ihrem jahrelangen Training hatte sie es zu verdanken, dass ihr keins ihrer Körperteile dabei einschlief. Wie oft hatte sie so in einem Gebüsch gelegen und darauf gewartet, dass ein Hirsch auf eine Waldlichtung trat … nur das ihr Ziel heute ein völlig anderes war. Die Minuten verrannen. Tarlyns Herzschlag wurde ruhiger, ihr Atem flacher, so wie es ihr beigebracht worden war. Nichts durfte sie heute verraten, oder sie würde ihren letzten Atemzug getan haben bevor die Nacht vorüber war.

Irgendwann hörte sie Schritte, die in einem gleichmäßigen Rhythmus näher kamen. Inzwischen war die Sonne untergegangen, und nur das blasse gespenstische Mondlicht beleuchtete die Szene. Ihr Glück, dass der Schwarzmagier das Sonnenlicht mied – dass hätte die Sache wesentlich schwieriger gemacht. Er bog um die Ecke, eine große Gestalt, von einem schwarzen Mantel eingehüllt – verflixt der Mantel! Die Tage waren kühler geworden und Zarush hatte, wie die meisten Bewohner der Stadt, seinen dicken Wintermantel aus der Truhe geholt. Doch den dicken Stoff würde der Pfeil nicht durchdringen können. Tarlyns Gedanken rasten während Zarush unter ihr auf der ausgestorbenen Strasse plötzlich stehen blieb und den Kopf in ihre Richtung drehte.

Er kann Deinen Herzschlag hören! Du musst ruhiger werden, viel ruhiger…

Nur mit Mühe gelang es der jungen Frau sich zu beherrschen. Das Böse, das von dem Mann dort unten ausging, kroch langsam wie zäher Sirup durch die Gasse und die Wand des Hauses hinauf.

Er hat dich entdeckt! Er spielt mit Dir…

Zu sehr war Tarlyn selbst eingefleischte Jägerin um nicht zu wissen, wann die Beute in der Falle saß und man sich solche Spielereien erlauben konnte. Aber wenn sie schon sein Opfer werden sollte, so würde sie zumindest versuchen, ihren Auftrag auszuführen. Angespannt wartete sie auf die richtige Gelegenheit. Zarush grinste wölfisch, etwas, dass Tarlyn unter dem Schatten seiner Kapuze nicht ausmachen konnte und hob die Hand – fast als ob er sie grüßen wollte. Diese Gelegenheit ließ die junge Frau nicht ungenutzt verstreichen und jagte den Pfeil in seine Richtung – und ein mürrischer Laut ließ sie vermuten, dass sie seine Hand getroffen hatte. Doch sie hatte keine Gelegenheit mehr weiter darüber nachzudenken, denn der Magier fegte sie mit einem heftigen Luftstoß vom Dach des Hauses herunter, so dass sie sich zweimal in der Luft überschlug, bevor sie heftig an die Stadtmauer knallte. Das knackende Geräusch bestätigte das Brechen von Knochen. Tarlyns Aufschrei erstarb in ihrem Mund als sie eine knochige Hand um ihren schlanken Hals legte. Lady Myriel musste sich geirrt haben – der Magier schien immun gegen das Gift zu sein. Es hätte innerhalb von Sekunden wirken sollen… Ein schwaches Röcheln der Jägerin war das einzige Geräusch, das in der Gasse zu hören war als Zarush fester zudrückte und ihr Blickfeld sich allmählich einengte und dunkle Ränder zeigte.

Im fahlen Licht hinter Zarush blitzte plötzlich Metall auf. Ob Rathjur sie gehört hatte oder ob es eine Ahnung von ihm gewesen war wusste Tarlyn nicht, doch seine Wurfsterne trafen den Schwarzmagier zielsicher in den Rücken. Sein Gesichtsausdruck wurde ungläubig, der Griff lockerte sich etwas, und dann schien auch das Gift endlich seine Wirkung zu tun, denn er ließ die junge Frau ruckartig fallen und griff verzweifelt nach Atem ringend an seine eigene Kehle. Tarlyn rutschte so weit wie möglich nach hinten von ihm weg, bis sie die Mauer in ihrem Rücken spürte. Hustend beobachtete sie den kurzen Todeskampf des Mannes. Ihr rechtes Bein und ihre Schulter schmerzten höllisch, das Schlucken tat weh. Trotzdem verbiss sie sich jeden Jammerlaut, auch als Zarush leblos am Boden lag. Da sie ihrer Stimme nicht traute, deutete sie Rathjur nur das sie den Leichnam über die Mauer schaffen mussten um ihn später im Wald restlos zu verbrennen. Der Dunkelelf übernahm einen diese Arbeit, indem er ein Seil an dem Toten befestigte und ihn mit dessen Hilfe über die Mauer bugsierte. Tarlyn selbst war ihm keine große Hilfe. Sie wartete bis Rathjur fertig war und er sie stützen konnte. Dann verließen sie gemeinsam unauffällig die Stadt, um die Leiche endgültig verschwinden zu lassen…
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 24. Sep 2008, 13:17
Auch vor dem Turm des Magierzirkels, in der Mitte Nurus, hielt die schwarze Kutsche an. Eine weitere Insassin stieg aus, doch diese hatte ihr Gesicht nicht verhüllt. Lange rotbraune Haare fielen über ihre Schultern auf den dunklen Mantel den sie trug. Sie legte keinen Wert darauf, dass sie jemand begleitete, dass hier war allein ihre Aufgabe. Der grobe Sack in ihrer rechten Hand war ausgebeult und unten dunkler gefärbt – genaueres konnte man in der Dämmerung nicht erkennen. Mit stolz erhobenem Kopf schritt Myriel auf die schwere Eichentür zu. Nicht zum ersten Mal war sie hier, doch dieses Mal war sie gekommen um ihre Ansprüche geltend zu machen. Hatte Zarush wirklich geglaubt das er sie derart hintergehen konnte? Das er einen neuen Zirkel gründen konnte ohne das sie davon erfuhr – und ohne sie dazu einzuladen? Eigentlich war es schade um ihn – er hatte einiges von Magie verstanden – und doch konnte sie es nicht dulden, dass sich jemand anderes an die Spitze der wenigen Schwarzmagier stellte, die es in Aylann gab. Nein, die Kräfte mussten gebündelt werden, wenn sie je zu ihrem Ziel gelangen wollte.

Eine kräftige Handbewegung in Richtung der Tür und ein heftiger Windstoß ließ sie aufschwingen und krachend gegen die Mauer schlagen. Der Lärm hätte Tote wecken können. Myriel betrat den Turm und schritt bis zur Mitte des Pentagramms auf dem Boden. Dort blieb sie stehen – doch sie musste nicht lange warten. Durch den Krach aufgeschreckt betraten die anderen vier Magier des Zirkels den Raum – alle ebenso angespannt wie sie selbst. Myriel wusste, wenn sie es auf einen Kampf anlegten, würde sie es schwer haben – einzeln mochte sie alle von ihnen schlagen können, doch gegen vier gut ausgebildete Schwarzmagier zu kämpfen war etwas völlig anderes. Der Blick der Druidin wanderte von einem zum anderen, sie konnte die unausgesprochene Frage in ihren Augen lesen. Dann griff sie in den Sack und hielt das, was darin war, an den Haaren hoch vor sich. In der Stille konnte man hören, wie ein einzelner Blutstropfen auf dem Boden darunter landete. Dann ließ die Erzmagierin los, und Zarushs Kopf fiel hinunter und kullerte über den Boden. Aus den Augenwinkeln sah sie, wie Jules seine Hände bewegte, um Cassandria ballte sich plötzlich eine enorme Energie, Krraksh'Kodarr warf ein Pulver in die Luft und Gamanos schien jemandem in seinem Zimmer zuzuwinken. Für einen Sekundenbruchteil schloss Myriel die Augen, und als sie sie wieder öffnete leuchteten sie in einem kräftigen Purpur auf. Noch immer sagte keiner ein Wort, doch die Temperatur im Raum fiel rapide ab und die mächtige und bösartige Aura Côrs erfüllte den Raum. Jetzt waren es die Augen des dunklen Gottes, die die Schwarzmagier taxierten, und alle vier brachen ihre angefangenen Zauber ebenso schnell wieder ab, wie sie sie begonnen hatten. Sie wussten nicht genau, womit sie es zu tun hatten, doch sie spürten, das es sich um jemand sehr alten und mächtigen handeln musste, jemanden, der den Körper der Druidin als Gefäß benutzte. Jemanden, der ähnliche Wege beschritt wie sie selbst.

Jules ließ ein leichtes Kopfnicken erkennen – dann deutete er auf die Tür, die geradewegs vor ihnen lag. Der Raum, in dem der Ordensführer, dessen Kopf jetzt unbeachtet in einer Ecke lag, bis vor kurzem noch seinen Studien nachgegangen war. Immer noch hoch erhobenen Hauptes schritt Myriel darauf zu. In der Tür wandte sie sich noch einmal zu den anderen um, nickte ihnen zu und schloss dann die Tür hinter sich. Als sie einen Blick durch das Fenster warf, schlich sich ein zufriedenes bösartiges Lächeln auf ihre Lippen.

Bald Meister, bald wird es soweit sein, und wir werden über diese Stadt herrschen.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 02. Okt 2008, 14:07
Cornmandl hatte sich eine bequeme Kutsche gegönnt, um unbelästigt und ausgeruht in Nuru anzukommen. Die letzten Schritte zu tätigen war nicht schwer gewesen, der Turm ragte gut sichtbar in die Höhe. Er musste keine dummen Befragungen machen.

Es schien, dass sein Kommen nicht unbemerkbar geblieben war, denn bevor er noch eine Türschelle betätigte oder sich pochend Einlass erbat, öffnete sich die Tür wie von Geisterhand und ohne zu zögern betrat Cornmandl selbstbewusst, wie es seine Art war, den Magierzirkel. Wenn er gedacht hatte, man werde ihm eine Empfangsschau bieten, sah sich getäuscht.  Genau genommen, war er erstmal alleine. Er sah sich um, aber außer 4 Türen und 2 Treppen sah die Halle ziemlich unspektakulär aus. Aber Cornmandl konnte man so nicht täuschen. Er wusste, das gerade die Unscheinbarkeit ein steter Quell der Aufregung sein konnte. Da also niemand da war, es augenscheinlich auch keine Sitzgelegenheit gab, räusperte sich Cornmandl mehrmals hörbar, ließ eine der Taschen, die er bei sich hatte, lauter fallen, als es wäre, wenn man sie nur sachte ablegen würde. Cornmandl schnaubte auch noch durch seine Nase, wie ein aufgeregtes Pferd, das sich kurz vor dem Start befindet. Lange würde er nicht zuwarten, auch wenn er dann nicht wüsste wohin er gehen sollte. Ein zurück zur Akademie war völlig ausgeschlossen. Aber ein Magier mit seinen Fähigkeiten würde überall Aufnahme finden.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 02. Okt 2008, 19:17
Cornmandl brauchte nicht lange zu warten, denn Myriel kam ihm entgegen kurz nachdem er seine Tasche lautstark hatte fallen lassen. Sie begrüßte ihn mit einem kühlen Lächeln, und ganz so, als ob sie die Zeit seiner Ankunft vorraus geahnt hatte.

Willkommen im Schwarzmagierzirkel von Nuru. In diesen Mauern dürft ihr allen magischen Experimenten frönen, die ihr durchführen wollt, kein Wort davon wird nach außen dringen. Der Statthalter der Stadt Thorgrim Blutaxt duldet den Zirkel ebenso wie es seine Vorgänger taten - ich vermute stark das sie Angst haben unseren Zorn auf sich zu ziehen. Wie dem auch sei, wichtig ist ohnehin nur, dass uns niemand belästigt, und dafür ist gesorgt.

Die Druidin macte eine ausschweifende Handbewegung in Richtung Treppe und fuhr fort:

Doch lasst mich Euch das Zimmer zeigen, dass wir Euch zugedacht haben. Es verfügt nur über die grundlegenden Dinge, die man braucht, wir dachten ihr würdet es Euch gern selbst so herrichten, wie ihr es wünscht.

Myriel führte Cornmandl die Treppe hinauf und öffnete eine Tür zu einem der Räume. Er war recht geräumig, wenn auch relativ spartanisch ausgestattet. In ihm gab es nur ein Bett, einen Tisch auf dem ein dreiarmiger Kerzenhalter stand, einen Stuhl, ein Regal, in dem Pergament, Tinte, Federn und diverse Pulver und Tinkturen standen, die man zum herstellen von Tränken brauchte, und ein Kamin, in dem ein kleines Feuer loderte und in dem man einen Kessel aufhängen konnte.

Wenn Euch etwas fehlt lasst es mich wissen. Achso, wie wünscht ihr angesprochen zu werden? Legt ihr auf den Titel Ausbilder wert?
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mo., 06. Okt 2008, 11:36
Er hatte noch kaum seine Tasche losgelassen und sie lautstark den Boden erreicht hatte, erschien auch bereits die Magiern in der Halle und musste wohl überrascht vernehmen was der ‚nette’ Herr so von sich gab: „Ihr habt Euch viel Zeit gelassen, ich bin es nicht gewohnt zu warten, ich war bereits drauf und dran wieder zu gehen.“, antwortete er eisig ohne das kühle Lächeln Myriels zu erwidern.

Dann folgte er stumm der Magierin, hörte sich ihre Worte an, sah sich in dem Raum um, fuhr sich über die buschigen Augenbrauen und meinte dann: „Schiefertafel, Kreide. Und einen Eimer mit Rotbacken-Kröten. Ich hoffe, Ihr habt welche in ausreichend Zahl. Und Stierblut.

Auf ihr Frage wie er denn angeredet werden möchte, hätte er am liebsten Gar nicht geantwortet, meinte dann aber doch und stellte gleichzeitig klar: „Cornmandl genügt, aber ich verbiete mir eine tiergerechte Verniedlichungsform in meiner Gegenwart.“

Dann überlegte er kurz bevor er weiter ausführte: „Da ich meine – nein, ich stelle klar – ein Frau zurücklassen musste - werde ich ab und an Damenbesuch empfangen, da ich nicht annehme, dass Ihr…, nein, schade oder ist wahrscheinlich auch besser so, das solltet Ihr also wissen. Damit ist das mal klar.
Als Gegenleistung, meiner freien Ausübung der Forschung, stelle ich meine Kenntnisse zur Verfügung und weihe Euch dafür im Gegenzug – so weit Ihr es begreifen könnt natürlich nur  – in den neuersten Stand der dunklen Mächte ein. Und wenn es gewünscht wird, kann  ich versuchen Euch zu unterrichten, wenn ich auch wenig Sinn darin sehe und ich es für komplette Zeitverschwendung halte. Um Euch schon mal einen Vorgeschmack auf das kommende zu geben, sage ich nur – Dämonen. Ich experimentiere mit der Erschaffung von Dämonen - großen, mächtigen, alles zerstörenden Dämonen. Keine Spielzeugdämonen, sondern solche, die ganze Städte verdampfen, Heere vernichten, Helden das Fürchten lehren...
“ in diesem Moment konnte man doch einen Enthusiasmus aus Cornmandls stimme hören und sein Blick war ganz und gar nicht mehr teilnahmslos.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 10. Okt 2008, 11:58
Myriels Lächeln wurde bei den harschen Worten Cornmandls eine Spur amüsiert. Sie reagierte weder auf seinen Vorwurf sie hätte ihn warten lassen, noch auf die Anspielung des Damenbesuches. Lediglich auf seine Wünsche bezüglich der Einrichtung antwortete sie ihm:

Ihr sollt bekommen was ihr braucht. Es sind stets ein oder zwei Botenjungen im Haus – welche von der Art, die einen großen Bogen um sämtliche Stadtwachen machen, weil sie schon das ein oder andere auf dem Kerbholz haben. Ich werde Eure Wünsche ausrichten. Was den Unterricht angeht, so werden sich die Wissenssuchenden an Euch wenden, aber ich vermute das so etwas nur selten vorkommen wird. Schwarze Magie ist in diesem Land verpönt – Narren sind sie alle miteinander, die nicht wissen welche Macht in ihr liegt.

Ihr nun äußerst spöttischer Tonfall sprach Bände.

Nun denn, Ich wünsche Euch bei Euren Forschungen viel Erfolg – falls Ihr jemals den Austausch mit anderen Magiern suchen solltet, so seid Euch gewiss, dass ihr die stärksten dieses Landes in diesem Zirkel antreffen werdet.

Seine vermutlich folgende bissige Bemerkung schlichtweg ignorierend, verließ Myriel den Raum. Mochte der Mann auch noch so gut in seinem Fach sein, auf der Nase würde er Ihr trotzdem nicht herumtanzen. Dämonen wollte er also erschaffen – eine interessante Idee, die – falls sie jemals funktionieren sollte – durchaus nützlich und ihren Plänen dienlich sein konnte. Einige von Côrs Dienern waren von den Drachenrittern vernichtet worden und neue Unbekannte ins Spiel zu bringen, konnte nur von Vorteil für sie sein. Nun – sie würden sehen, was die Zeit brachte…
Autor: Tolan Datum/Zeit: Di., 17. Mär 2009, 12:53
Tolan hatte sich, von Gerüchten geleitet, nach Nuru begeben, da man ihn hier wahrscheinlich würde ausbilden können. Im Orden der Weisen hatte sich dafür niemand finden können,- die Erzmagier waren ohnehin alle zu beschäftigt - und so blieb ihm keine Wahl.

Zögernd klopfte er an der Tür zum Magierturm an, in dessen Inneren der geheimnisvolle Magierzirkel arbeiten sollte. Hier würde man ihm den Luftstoß näher bringen können - so hoffte er.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 17. Mär 2009, 13:22
Gerade durchmaß Cornmandl die Halle des Magierzirkels, da klopfte es – zögerlich, wie es schien - am Tor. Cornmandl, der nicht nur heute eine miese Grundstimmung hatte, er hatte die eigentlich seit der Ankunft hier und alle gingen ihm so weit das möglich war aus dem Weg. Auf allzu viel Kontakt legte aber auch Cornmandl keinen wert. Was er aber eifrig betrieb waren Studien und Weiterbildung und da hatte er es schon ziemlich weit gebracht für sein Alter. Nicht nur in seinem Spezielgebiet der dunklen Magie, nebenbei widmete er sich auch den ganz banalen Zauberschulen und deren Sprüche. Zumindest hier fand er es angebracht über den eigen Tellerand zu blicken.

Er wollte schon weitergehen, entschloss sich aber dem Anklopfer gleich mal eine Lektion zu erteieln. Er riss die Tür auf, sah kurz den großen Druiden-Magier an, notierte 3 Tage Bart und mittellange, dunkle Haare. Ohne dass der Druide auch nur sein Anliegen vorgetragen konnte brüllte ihn Cornmandl an: „HAT MAN IHM NICHT GESAGT, DASS BETTELN UND HAUSIEREN HIER STRIKT UNTERSAGT IST, WENN ER NICHT GERÖSTET WERDEN WILL, ENTFERNE ER SICH GERÄUSCHLOS UND HALTE ER SICH IN ZUKUNFT DARAN uND SAGE ER DAS AUCH ALLEN ANDEREN BETSCHWESTERN!“ nur kurz war eine kleine Flamme in Cornmandls Hand zu sehen. Dann knallte er dem Druiden die Tür vor der Nase wieder zu. Die Sache war für Cornmandl erledigt. Er war auf dem Weg in sein Zimmer, den unliebsamen Vorfall hatte er schon wieder abgehakt.
Autor: Tolan Datum/Zeit: Di., 17. Mär 2009, 14:21
Die Tür wurde wie im Sturm aufgerissen und kaum hatte Tolan die Gestalt im Türrahmen ausgemacht, begann diese ihn sogleich anzubrüllen, dass der Kasernenton dagegen lasch wirkte wie drei Tage alte Suppe ... Ehe er etwas erwidern konnte, flog die Tür zu und es regte sich nichts mehr.
Zuerst war Tolan so verblüfft darüber, dass er für einen Moment gar nichts machen konnte. Dann jedoch züngelte eine leckende Flamme der Wut in ihm hoch und er schlug mit der Faust dreimal fest gegen die Tür.

"Kommt wieder raus! Ich bin kein Bettler, sondern Magier!" 
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 17. Mär 2009, 15:29
Im Begriffe die Tür hinter sich zuziehen, erreichten ihn die Worte „…sondern Magier“ Cornmandl zuckte mit der Schulter. Was kümmerte ihn ein Magier, der übrigens eine ziemliche lächerliche Figur seiner Meinung  nach machte? Auch Magier konnten Schmarotzer sein…die Sache ging ihn nichts mehr an.

Leider dachte ein andere Magier nicht so und öffnete die Tür für den Besucher, der sich als Magier ausgab. Nach kurzer Zwisprache, deren Inhalt Cornmandl nicht mitbekam, drehte sich der Magier um und rief in Cornmandls Richtung: „Glaubt es oder glaubt es nicht, aber da ist tatsächlich so ein Lebensmüder, der um eine …ach das soll er Euch dann gefälligst selbst sagen.“ Der Magier begann glucksend zu lachen, es schien ihn sehr zu amüsieren. Jetzt stockte Cornmandl, was wenn dieser Mann eine Ausbildung wollte ? Es gab nur eine Regel, außer dass man sich nicht gegenseitig umbringen durfte, nämlich die, dass Anfragen zur Ausbildung ausnahmslos erfüllt werden müssen. Da gegen diese Regel noch niemals jemand verstoßen hatte, war auch unbekannt, welche Konsequenz dabei drohten, wenn sich dagegen wer auflehnt. Angst konnte man es nicht nennen, aber eine Verbannung von hier, das wollte er nicht riskieren, dazu waren die Bedingungen für einen wie ihn viel zu ideal.

Und so knurrte er in Richtung des Tores: „Kann reinkommen, aber ein soll ihm klar sein, wenn er  was Falsches sagt, geht er ohne seine [zensiert] heim“ zog die Tür, die er immer noch in der Hand hielt zu und begab sich zu den Platz, wo sich der angebliche Magier aufpflanzte. „Sprecht, aber sprecht gerafft und bringt Euer Anliegen vor, dann wird sich zeigen, ob ich Euer Anliegen zu behandeln gedenke oder Euch davonjage wie einen räudigen Koyoten“ und er liess in Mimik und Gestik keinen Zweifel, dass er genauso zu handeln pflegte, wie er sprach.
Autor: Tolan Datum/Zeit: Di., 17. Mär 2009, 16:18
Diese Menschen hier waren impulsiv ... töricht traf es wohl auch. Tolan jedenfalls bekam davon nicht gerade bessere Laune.

"Verzeiht, aber ich hatte angenommen, hier eine Ausbildung zu erhalten. Jedenfalls komme ich aus Nighton vom Orden der Weisen und da man dort keine Zeit hat, mir weiterzuhelfen, muss ich hier meine Fertigkeiten verbessern."

Dann erinnerte er sich, dass der fremde Kerl - der wohl sein Ausbilder sein würde - um gerafftes Auftreten gebeten hatte.

"... Ausbildung Luftstoß - die Anfänge mit der Schule der Luftmagie sind mir vertraut."

Und so stellte er sich aufgerichtet hin und erwartete die sicherlich ablehnende Haltung dieses Cholerikers ...
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 18. Mär 2009, 13:42
Also doch, das Stichwort war geworfen, er würde wohl nicht herumkommen, diesem ‚Magier’ Unterricht zu erteilen. Ein vor allem öffentlich nicht ganz gebräuchlicher Fäkal-Ausruf von Cornmandl war deutlich vernehmbar.

Von diesem Weicheier-Orden der Weisen kam er also und behauptete die Anfänge zu beherrschen, na dann wollte er mal diese Beherrschung ein wenig testen.

So, so vertraut. Also. Zuerst würde ich mal gerne wissen mit wem ich es zu tun habe mit der Nummer 167-176 oder wie?“ schnauzte er den Eleven an. [Anm.: Wer kennt diese Nummer? ]

Eine Antwort wartete er nicht ab, sondern stellte ihm gleich eine Aufgabe: [/i]Mit Kerzlein ausblasen, Flaschen drehen oder sonstigen Kindergeburtstagsattraktionen halten ich mich erst mal gar nicht auf. Denke groß – handele groß.  Was ich mir vorstelle, ist eine Windboe, die mich umwirft.[/i]“ und er warf sich gleich in Pose „Na, worauf wartet der Groß-Magier noch?
Und Cornmandl schien sich nicht besonders zu ängstigen. Kein Wunder, hatte er doch soeben seinen Schutzschildzauber aktiviert, der es Tolan unmöglich machen würde, ihn zu attackieren, doch konnte der das ahnen? Und was konnte ihn abhalten es dennoch zu probieren? Cornmandl war gespannt.

Cornmandl aktiviert Schutzschild auf Meister, würfelte 4 gelungen.

Tolan, normale Bedingungen: bei 1- 3 gelingt
Autor: Tolan Datum/Zeit: Mi., 18. Mär 2009, 14:44
Tolan war nun gefordert. Und das war wahrscheinlich auch die sinnvollste Art der Übung: Praxis. Bei dem anderen Magier nahm er jedoch deutlich einige Spannungen wahr - wahrscheinlich hatte auch er einen Zauber vorbereitet ... Tolan konzentrierte sich also, ballte die Faust und stieß sie in die Richtung seines ... Lehrers. Als er den Arm voll ausgestreckt hatte, öffnete er die geballte Hand und entließ somit die gebündelte Luftmagie.
Er hatte den Zauber nicht besonders stark gewebt, zum einen, um seine Kräfte zu schonen; zum anderen, um seinen neuen Mentor nicht zu verletzten - oder sich selbst.

Der Druide spürte, dass sein Zauber nicht so wirkte, wie es eigentlich geplant war. Da war ein Schutzschild im Weg! Und ein starker noch dazu, so kunstvoll, dass er ihn kaum bemerkt hatte. Und er würde ihn ganz sicherlich nicht so rasch überwinden können ...

"Heda! Ihr seid ein listiger Gesell nach meinem Geschmack, Magister magicus!" 


Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 18. Mär 2009, 15:03
Der Zauber richtete an Cornmandl natürlich keinen Schaden an, der scharfe Luftwirbel wurde abgelenkt wirbelte ein paar Tontöpfe, die zum Anrühren verschiedener Substanzen benötigt wurden, durcheinander hob sie hoch und gingen, als sie zu Boden fielen, mit lautem Getöse Bruche.

"Und Du bist der größte und zugleich dämlischste Holzkopf wie er im Buche steht und der mir jemals untergekommen ist! Erzählt mir ‚mit der Magie vertraut’ zu sein und zaubert in einem abgeschlossenen Raum Luftmagie. Ich fasse es nicht, Mir fehlen die Worte bei so viel Unterkenntnis. Hast Du jemals auch nur im einen winzigen Moment daran gedacht, dass durch solch eine unbedachte Aktion ein Haus einstürzen kann und den Schwachkopf von Magier darunter begraben kann? Obwohl für die Zauberwelt wäre darob der Verlusst verschmerzbar." Cornmandls Stimme berauschte sich an seinen eigenen Worten. "Und was den Sachschaden anbelangt, will ich der Hausherrin nicht vorgreifen..." der genüssliche Sarkasmus war ein unüberhörbarer.

Die Sache war genau so gelaufen, wie sich Cronmandl es sich vorgestellt hatte. Perfekt geplant, perfekt ausgeführt. Er wollte den jungen Mann bloßstellen und er hatte ihn bloßgestellt. Den Triumph konnte man an seinem Gesicht nicht ablesen, aber seinen Worten sehr wohl entnehmen und sie sollten verletzten, tief das Selbstvertrauen untergraben.

Das war’s dann wohl, komm’ wieder, wenn Deine Eierschalen hinter Deinen ‚grünen’ Magierohren abgefallen sind. Bis dahin: Grüß mir den Wind!“ Cornmandl war sich sicher den Störenfried – und als solchen befand er ihn – damit endgültig verprellt zu haben. Eine solche Behandlung hatte noch immer geholfen. Und Myriel konnte sich auch nicht beschweren, er hatte es ja versucht, aber bei diesem Magiermaterial…

Cornmandl drehte sich um und schickte sich an den Gang zu seinem Zimmer, bei dem er eben unterbrochen worden war, wieder aufzunehmen.
Autor: Tolan Datum/Zeit: Do., 19. Mär 2009, 09:44
Tolan war außer sich vor Wut, ob dieser Finte. Was dachte sich dieser Kerl eigentlich? Um ein Haus zum Einsturz zu bringen - geschweige denn einen so massiven Turm wie diesen hier - waren Kräfte von Nöten, die alles bei weitem überstiegen, was er eben eingesetzt hatte. Er hatte es ja durchaus abwägend und mit Bedacht getan. Und das bisschen Mobiliar oder was auch immer er da rumgeschleudert hatte, kümmerte auch ihn herzlich wenig.

"Denke groß - handle groß! Das waren eure Worte, Magier! Ich habe groß gehandelt und denke noch in ganz anderen Sphären! Ich habe vor ein Magier von ganz außergewöhnlicher Kraft zu werden und mich schrecken Verluste auf dem Weg dorthin nicht!"

Fast hätte der Druide sein Schwert gezogen und damit irgendetwas in Reichweite zerschlagen, so wütend war er jetzt. Und dann überlief es ihn im Innern eiskalt, dass er diese Wut nicht mehr unter Kontrolle hatte - nein so dermaßen wütend war er lange nicht gewesen ...

"Die paar Dinge sind nur zu Bruch gegangen wegen eures kleinen Schilds. Es hat den Luftstoß abgewendet - ich hatte ihn vollkommen wohl reguliert! Doch will ich mehr, will ich alles lernen! Zeigt es mir! Gebt mir eine richtige Ausbildung!", der Ton, den er an den Tag legte, war durchaus fordernd. 
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 19. Mär 2009, 12:02
Cornmandl hörte den zornigen Mann geifern. Er konnte ihn nicht sehen, aber die Worte zeugten von unbändiger Wut. Gut so dachte er niemand ist berechenbarer als ein wütender Mann.

Dann drehte er sich plötzlich  um „Du Spatzenhirn wirst hier gar nichts ‚Wollen’, ich gewähre Dir Ausbildung oder ich verweigere sie…und eigentlich sollte ich sie einem hoffnungslosen Fall wie Dir eigentlich verweigern. Doch“ und auf einmal erschienen seine Zähne, weil er ein gehässiges Lächeln aufsetzte „es ist mir danach, zu sehen, wie Du auf die Schnauze fliegst und am Ende röchelst: [mit verstellter Stimme]Ihr habt recht, ich bin unfähig, Herr![]. Darauf warte ich. Und aus diesem einzigen Grund sage ich: ‚Komm’ morgen nach dem ersten Vogellaut in den Wald um Nuru zu der mageren Trauerweide, sie ist nicht zu verfehlen, wenn Du dem Weg folgst. Um diese Zeit werden die Verliebten den Wald noch nicht belagern. Wenn Du verstanden hast, nickst Du und lässt mich anschließend in Ruhe." Er vermeinte ein Nicken gesehen zu haben und drehte sich um, um zu deuten, dass es nichts mehr zu sagen gäbe.

Ohne sich nochmals umzudrehen fügte er noch an: "Der Betrag von 500 GM ist dennoch zu entrichten und wird auch nach Scheitern der Prüfung nicht refundiert" dnn verschwand er in seiner Kammer.
Autor: Tolan Datum/Zeit: Do., 19. Mär 2009, 13:21
Tolan sagte nichts mehr. Er hatte für den Moment gewonnen. Dieser Fatzke würde ihn also ausbilden - und dabei würde er so leicht nicht scheitern wie der es dachte!

Tolan stand noch einen Moment allein in diesem merkwürdigen Turm, schloss kurz die Augen und sammelte seine magischen Kräfte wieder. Das fiel ihm nicht besonders schwer - nicht einmal hier, im toten Herz einer Stadt, weit weg von den Bäumen.

Als er seine Kräfte wieder aufgefrischt hatte, verließ er den Turm und überlegte für den Rest des Tages, wie man mit diesem Lehrmeister umzugehen hatte ... morgen würde er es erfahren.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 06. Apr 2009, 10:35
Es war ein trüber Tag als Myriel durch einen der Gänge im Magierturm schritt. Seit einigen Tagen hatte sie versucht Astarth zu erreichen, doch der Dunkelelf schien wie vom Erdboden verschwunden zu sein. Wo auch immer er hin war, welche Dinge er auch suchen oder welche Zauber er zu vollenden versuchte, Myriel wusste es nicht. Und das passte Ihr gar nicht. Sie mochte es nicht wenn etwas außerhalb ihres Einflussbereiches lag. Schon gar nicht, wenn sie deshalb ihre Pläne ändern musste. So war ihre Laune nicht gerade die beste, als sie an Cornmandls Tür klopfte. Der Schwarzmagier schien der Einzige zu sein, der noch dazu in Frage kam ihr die Sprache der Drow beizubringen. Und wenn sie an die letzte "Unterrichtsstunde" bei dem Magier dachte, so würde eine weitere sicher alles andere als ein unterhaltsamer Nachmittag werden. Doch giftsprühender Ausbilder hin oder her, sie hatte keine wirkliche Wahl. Es gab Dinge, die konnte man nicht einfach aufschieben.

Cornmandl? Ich wünsche Euch zu sprechen.

Die Stimme der Erzmagierin war kühl und fest wie immer. Ihre Hand legte sich auf die Türklinke um sie zu öffnen, wenn das erwartete Herein ertönte.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mo., 06. Apr 2009, 11:44
Nach dem dummerweise ebenso unerfreulichen wie schlechten Intermezzo mit – den Namen hatte er längst aus seinem Gedächtnis getilgt – dem trotteligen Winddruiden, konnte er die Versuche und Tests wieder aufnehmen, die ihm am Herzen lagen und für die er sich selbst bestimmt sah.
Vielversprechend schien ein Versuchsreihe Krähenkotextrakten, der es bei bestimmten Voraussetzungen, die sowohl Temperatur als auch Konsistenz betraf, es immerhin ermöglichte, seinen kleinen Finger für einen Moment unsichtbar zu machen. Eine kleine Nebenwirkung war leider das der Geruch des Extraktes für feine Nasen nicht gerade, na ja, eine Wohltat war. Aber der Fortschritt erfordert eben seine Opfer. Gerade kochte Cornmandl wieder eine frisch geholte Portion, da erschallte eine Stimme, die er nur zu gut kannte. Es war sozusagen die Hausherrin - aber Hausherrin hin,  Hausherrin her, das machte alles keine Unterschied. Er hatte keine Lust, seine Experimente wegen so etwas Unwichtuigem wie einer Hausherrin abzubrechen.

…zu sprechen.“ die reflexartige Replik, die Cormandl, als das nervige Organ der Magierin endlich verklungen war, war diese: „Aber ich nicht mit Euch
Stattdessen antwortet er mit unbewegter Miene, aber in derselben Tonart: „Sprechen? Sprechen setzt eine Sprechstunde voraus, aber ich sehe keine Sprechstunde, jetzt nicht und später auch nicht und wo keine Sprechstunde wird auch nicht gesprochen, verstanden? Kommen Sie morgen wieder, wenn Cornmandl allgemeine Sprechstunde hat, dann kann ich auch Eure Nichtigkeit wohlwollend zur Kenntnis nehmen.“ Cormandl machte nicht den Ansatz eines Hauches eines Mucksers, der vermuten hätte lassen, er könnte es sich noch anders überlegen und setzte noch eine leises "vielleicht" hinterher.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Di., 07. Apr 2009, 23:32
Myriel sog tief die Luft durch die Nase ein. Wäre sein Wissen und können nicht so wertvoll für den Zirkel gewesen hätte sie dieses Ekelpaket schon längst vor die Tür gesetzt. Er zollte einfach nichts und niemandem Respekt - nicht einmal Ihr - und das war etwas das sie sehr persönlich nahm und gar nicht leiden konnte. Die Druidin atmete aus, dann stieß sie die Tür auf und betrat den Raum.

Ich muss Euch enttäuschen, aber mit einer Sprechstunde wird es nicht getan sein werter Cornmandl.

Sie ging ein paar Schritte in den Raum hinein und betrachtete interessiert das Gebräu in dem der Ausbilder rührte. Ein kurzes Schnuppern und Naserümpfen später sagte sie:

Wofür auch immer das gut ist - ihr solltet etwas gegen den Geruch unternehmen. Das ist ja kaum auszuhalten.

Das Fenster riss sie aber wohlweislich nicht auf, konnte doch ein Luftzug gewisse Tränke völlig verderben.

Aber um auf den Punkt zu kommen - ich suche jemanden der mich in der Sprache der Dunkelelfen unterweist - ich beherrsche zwar einige Bruchstücke, doch ist mein Wissen noch sehr lückenhaft - zu lückenhaft als das ich die Bücher entziffern könnte die ich von meiner letzten Reise mitbrachte.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 08. Apr 2009, 11:38
Die Tür flog auf - es war zu erwarten gewesen - dass jemand wie Myriel sich nicht auf eine imaginäre Sprechstunde hinhalten würde lassen. Trotzdem stieß er ein „Shu! Buki Elg'caress!“ womit er unbewusst zwar, aber schon einmal halb beim Thema angekommen war. Solche Zufälle gibt es. Der Gesichtsausdruck spiegelte das Gesagte wider.

Das was Ihr so geringschätzig ‚das gut ist’ nennt, wird einmal die Materia- und Dematerialisation entscheidend vorangetrieben haben und wird die Reminiszenzen an Tarnkappen und solch Zeugs alsbald verblassen lassen. Aber ich kann natürlich nicht verlangen…von jemanden der sich von oberflächlichen Geruch abgestoßen fühlt. Ach was rede ich gegen Ignorantentum!“ dass er Myriel nicht gleich wieder rauswarf war einzig dem Umstand geschuldet, dass es so etwas wie eine Anstandsdestillat doch noch gab und dieses besagte, dass man die Herrin des Ganzen nicht gänzlich verprellen darf. Die Hand, die einen füttert…

Die hochgezogene linke Augenbraue zeigte an, Cornmandl war - wenn schon nicht beeindruckt, das geht bei Cornmandl nicht - so doch einigermaßen erstaunt in welcher Angelegenheit Myriel bei ihm reingeschneit war. „Ihr…Ihr habt..habe ich das richtig verstandene, richtig beschribene Blätter... geschrieben in der Drow-Sprache?“ und in diesem Moment vergaß der Kotzbrocken sogar eine Beleidigung hinterherzuscheiben. Doch der Moment währte nicht lange.
Soso, dunkelelfisch also, lückenhaft, wie lückenhaft denn? So lückenhaft wie die Zahnlücken eines Greises, dessen riesige Lücke vom einen Zahnstumpen zum nächsten reicht? Hä? Nun denn, wenn Ihr noch wisst was ich sagte, als ihr Euch widerrechtlich Zutritt verschaffen habt, dann versucht Euch mal daran. Mir genügt die sinngemässe Translation“ und rührte weiter in seinem Krähenekrementenextrakt. Mehr würde er im Augenblick nicht sagen.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 13. Apr 2009, 12:29
Myriel verzog die roten Lippen zu einem zuckersüßen Lächeln.

Aber sicher - ich habe natürlich von der Trankbrauerei überhaupt keine Ahnung - ich habe ja auch nicht jahrelang als Apothekerin meinen Lebensunterhalt verdient. Genauso wenig wie die Genialität eines Unsichtbarkeitstranks von der Hand zu weisen ist - bei dem man den Anwender schon zehn Meilen gegen den Wind riecht.

Die Stimme der Druidin troff vor Sarkasmus. Wenn Cornmandl Wert darauf legte dererlei Nettigkeiten mit ihr auszutauschen, so sollte er sie bekommen. Die Schwarzmagierin lehnte sich an den Fenstersims und beobachtete wie Cornmandl weiter in seinem stinkendem Gebräu rührte. Ihre Augen funkelten als sie ihm angriffslustig erwiderte:

Ihr wollt das ich Euch Eure Worte übersetze? Nun gut, das ihr an den Ausscheidungen anderer Wesen interessiert seid, das zeigen Eure Experimente, nicht wahr? Verflucht worden bin ich schon von ganz anderen Magiern und das ich keine der Damen bin die ihr des Abends in der roten Laterne aufsucht, das sollte Euch wohl selbst klar sein.

Myriel machte eine Pause, in der ihre Fingerspitzen auf der Wand trommelten, als überlege sie welche Konsequenzen sie aus seiner offensichtlichen Beleidigung ziehen sollte. Schließlich sprach sie weiter, wobei die Ruhe ihrer Worte irgendwie erzwungen klang.

Wie ihr merkt sind mir Schimpfwörter - zumindest ein ganzer Teil davon - durchaus bekannt. Ebenso wie einige simple Befehle, die man im Umgang mit Soldaten braucht. Allerdings reicht das nicht im geringsten dazu aus um Abhandlungen über Zaubersprüche oder Rituale nachvollziehen zu können. Und ja, genau diese befinden sich in meinem Besitz. Und ich rede nicht von einzelnen Seiten - sondern von der gesamten Bibliothek des verstorbenen Drow-Magiers Tangalur - falls Euch der Name jemals untergekommen ist.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 15. Apr 2009, 14:23
Das Myriel sich auf ihre ehemalige Kompetenz als Apothekerin berief ließ ihn kalt, aber der Hinweis, dass sein Trank, wenn er es denn einmal schaffen würde tatsächlich unsichtbar zu machen wohl ein massives Geruchsproblem haben würde, das war nicht von der Hand zu weisen. Das Zeug stank wirklich geradezu bestialisch.
Vielleicht könne 15 zerdrückte Knoblauchzehen den Geruch neutralisieren“ antwortete eher halbherzig.

Die Sprache der Gosse, Ihr scheint Sie aus verschiedensten Gründen zu verstehen – wahrscheinlich in Eurer Jugend zu suchen. Und was meine Besuche des Etablissements anbelangt, kann ich nur den exzellenten Service loben. Ich zahle und schaffe an oder andersrum gesagt, ich zahle und werde angeschafft, aber das werdet ihr noch weniger verstehen. An meinen Manieren hat da noch nie jemand Anstoß genommen.“ in der Tat hat man ihm immer erstklassigen Service zuteil werden lassen und sich seinen Problemen sehr individuell gewidmet.

Myriels Getrommel auf die Wand, machte ihn keineswegs nervös, was auch immer sie überlegte, kümmerte ihn nicht und interessierte ihn noch viel weniger.

Doch als die Sprache zurück auf die Blätter kam, wurde er doch sehr hellhörig. Er versuchte das zu kaschieren. Beim Namen des Magiers Tangalur zuckte er merklich zusammen. Ja, auch ihm war zugetragen worden, dass der große Magier am Ende verrückt geworden war und sich in einem Bottich mit heißer Flüssigkeit  gestürzt…Cornmandl beendete die Rührerei sofort als ihm das einfiel… und von der Hinterlassenschaft, nun es gab wie immer Gerede, mal tauchten einzelne Rollen auf, die sich aber zumeist als billige und zudem völlig wirkungslose Nachmache herausstellten.

Bevor wir uns auf diese Exemplare stürzen, sollte wir nicht noch ein wenig das Vokabular verfeinern?

Ulu tlu xor naut ulu tlu, nidel zhah l’erg’les
ob nindol edler l’shar ulu zah’har
lil Schlingen lu’ b’luth’olen del abscheulich u’nef
xor ulu plynn da’rex qua’laen natha qu’mados d’degahren

Während Ihr Euch den Allerwertesten abplagt - ich warne Euch nur einmal, manche Wörter haben kein Äquivalent in Drow, kann ich schon einmal einen Blick auf diese Sachen werfen? , ich meine, damit ich die Echtheit…
” das war natürlich nur die halbe oder die Viertelwahrheit, er war an den Beschreibungen höchst interessiert. Wenn nämlich diese hielten was man munkelte, dann würde ihn (und nur ihn) diese Beschreibungen in eine völlig andere Dimension bringen. Und in dieser Dimension war nur für einen Platz – für ihn, den besten.
Autor: Myriel Datum/Zeit: So., 19. Apr 2009, 13:16
Myriel schüttelte unwirsch mit dem Kopf. Für wie dumm hielt dieser Kerl sie eigentlich?

Cornmandl es mag ja durchaus sein, das Ihr - obwohl ihr ein begabter Magier seid - nicht eins und eins zusammenzählen könnt - ich hingegen kann das sehr wohl. Die Dokumente benötigen keinerlei Überprüfung weil ich sie von ihrem Besitzer sozusagen geerbt habe. Und die Gossensprache beherrsche ich deshalb, weil einige von Tangalurs Untergebenen nicht gerade begeistert davon waren einer Druidin dienen zu sollen. Wobei ich sagen muss, das ich es erstaunlich finde wie schnell einige Drow ihre Meinung ändern können wenn man ihnen klar macht wie wenig man solche Beleidigungen schätzt.

Ein finsteres Lächeln schlich sich in Myriels Züge. Sie verschränkte die Hände hinter dem Rücken und fing an im Zimmer auf und ab zu laufen.

Wie dem auch sei, Euer Interesse an den Schriften ist offenkundig Cornmandl. Ich mache Euch einen Vorschlag. Ihr unterrichtet mich - und zwar in einer Art und Weise das ich nicht das zwingende Bedürfnis verspüre Euch in Flammen aufgehen zu lassen - und ich stelle Euch dafür im Gegenzug einige der Bücher zur Verfügung. Welcher Themenbereich würde Euch besonders interessieren?

Sie wartete seine Antwort ab und beschäftigte sich unterdessen mit der Aufgabe die der Magier ihr gestellt hatte.

Sein oder nicht sein, dieses ist die Frage. Ob das edler - wie übersetzt ihr l´shar? Mit Gedanke oder Geist? Und was bedeutet zah´har?

fragens sah die Druidin Cornmandl an bevor sie versuchte weiter zu übersetzen:

Der Sinn der letzten beiden Sätze wird mir nicht klar auch wenn ich einige einzelne Wörter kenne. Lil benutzt man als bestimmten Artikel, luth kann man mit werfen übersetzen, olen bedeutet sie. U´nef kenne ich nicht. Oder zu nehmen - da´re bedeutet Arm, ist da´rex die Mehrzahl davon? - dagegen verwendet - qu´mados sagt mir nichts - d’degahren müsste von Schwierigkeiten oder Ärger bedeuten. Nein, so ergibt es keinen Sinn.

Myriel runzelte die Stirn. So ungefähr war es ihr mit den Schriftrollen auch ergangen - und die Zauber darauf waren viel zu mächtig als das man das Risiko eingehen konnte sie durch ein falsches Wort ungewollt zu verändern.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mo., 20. Apr 2009, 13:11
Cornmandl biss sich auf die Lippen und musste sich gedanklich eingestehen, dass es mit der Magierin nicht so leicht war, wie mit vielen anderen. Sein primitiver Vorstoß war gnadenlos aufgedeckt worden. Und auch ihre Andeutungen waren unzweifelhaft darauf ausgerichtet, ihm als eindringliche Warnung zu dienen, dass er es hier mit alles anderem als mit einer Anfängerin zu tun habe. Äußerlich ließ er sich dadurch nicht aus der Fassung bringen und Einfluss auf seine Verhaltensweise: keine.

Ihre Worte, die wieder auf Tangalur Bezug nahmen, brachten ihn darauf, dass es sich offensichtlich um einen anderen Tangalur handeln musste, den er vermutet hatte. Das war aber nicht so wichtig. Wichtig waren die Dokumente, die er hinterlassen hatte.

Wenn das alberne Herumgerenne ihn nervös machen sollte, dann war es ein Fehlversuch. Damit war Cornmandl nicht zu beeindrucken. Doch dann wurde eine Entscheidung eingefordert und dieser stellte er sich, auf seine Art.

Einverstanden, nur müsst ihr es meinen speziellen Techniken überlassen, wie ich Euch lehre die Sprache der Drow besser zu verstehen und richtig zu verwenden. Wenn Ihr Euch saublöde anstellt, dann sage ich das auch. Wenn Ihr etwas falsch macht ditto. Und Nichtwissen ist Unwissenheit und wird von mir auch so benannt und einen stupiden Esel nenne ich immer noch einen stupiden Esel oder dann in Eurem Fall eben einen stupiden Trampel, wenn Ihr nicht schlauer sein könnt als dieser. Damit müsst Ihr leben, ich kann es auch!“ süffisant nennt man das Lächeln wohl, das sich auf Cornmandls Lippen zeigte. Er sah kurz zu seiner dampfenden, unangenehm riechenden Brühe.
Wenn es etwas über Unsichtbarkeit, Tarnung zu erfahren gibt, ohne dass ich mich solchem Gestank aussetzen muss…da es die Drow dafür keine Ausdrücke zu Verfügung stellen, müsste man wohl unter dem Begriff ‚velkyn’ suchen.“ kurz überlegte er und ergänzte dann „Und Willen aufzwingen, wäre auch noch lohnend, da wäre das Stichwort wohl ‚rothrl’, welches sich aufdrängt

Dann begann Myriel mit der Übersetzung, zuerst ging es noch recht zügig, doch dann begann es zu holpern und – natürlich hatte Cornmandl wieder eine Falle eingebaut, die Schlingen sollten  eigentlich Schleudern heißen, dann gab das viel mehr Sinn – dann ging irgendwie gar nichts mehr.

Gemüt“ verbesserte er ungehalten „nehmt Gemüt. Meine Güte, bei Euch muss man ja bei der Erschaffung der Welt anfangen." er schüttelte den Kopf und trotzdem versuchte er sich wenigstens ein bisschen zusammenzureißen.

Also ‚ob’s edler im Gemüt’ haben wir und wir kommen zum ulu zah’har das ist ein Passivum und heißt in diesem Fall: ‚zu erdulden’. Lil, ja ein Artikel. Und dann machen wir einfach weiter: ‚Die Schleudern und Pfeile des abscheulichen’ nein besser ‚des wütenden Geschicks’.
u’nef ist also Geschick, Glück. Mann, da redet man sich ja den Mund fusselig. Könnt Ihr noch folgen oder benötigt Ihr eine Pause zur intellektuellen Erholung?
“ er konnte oder wollte den Blick den er bekam nicht deuten, Tatsache war, er machte dann ohne Pause weiter.

Jetzt kommt die Alternative: ‚oder sich zu’ - Ihr erinnert Euch - ‚lul’? Na macht auch nichts. ‚oder sich zu bewaffnen’, ja das mit der Mehrzahl trifft zu, nur – ach wie lächerlich – es sich nicht um einen oder mehrere Arme handelt sondern um Waffen, dann wird es schwierig gegen wen oder was nehmen wir Waffen? Stimmt: gegen die See oder wie man auch zu sagen pflegt: das Meer. Aber denkt jetzt nicht an wirkliches Wasser sondern nur, die Größe, die Weite - ‚ein Meer von Plagen‚ ein Meer an Sorgen’ oder auch ‚Schwierigkeiten’, ich lasse ausnahmsweise auch Ärger gelten." zeigte Cornmandl einen seltenen Moment der Großzügigkeit.

Um den ganzen halbwegs einen Sinn zu geben, übersetzt es ein Könner - ich meine jetzt nicht den Möchtegernkönner - der Sprache gewiss so:

Sein oder Nichtsein - das ist hier die Frage:
Ob’s edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern
Des wütenden Geschicks erdulden oder,
Sich waffnend gegen eine See von Plagen,
…..


Zufrieden faltete er seine Hände ineinander, hielt sie unter sein Kinn und sah Myriel herausfordernd an. „Noch Fragen?
Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 23. Apr 2009, 15:19
Dieser Kerl war verdammt nochmal nicht einfach. Doch die Druidin wäre nicht sie selbst gewesen, wenn sie sich davon hätte abschrecken lassen. Zumindest hatte sie ihn soweit bekommen das er sich um einen halbwegs anständigen Umgangston bemühte - denn so wie sie Cornmandl kennen gelernt hatte konnte man seine Bewertung und Erläuterungen zu ihrer Übersetzung schon fast als handzahm bezeichnen. Und alles nur weil er Interesse an ein paar Schriften hatte. Er sollte sie bekommen. In diesen Dingen war Myriel stets ein ehrlicher Geschäftspartner gewesen.

Aufmerksam folgte sie seinen Worten und prägte sich die ihr unbekannten Wörter ein und versuchte eine Grammatikstruktur in der Sprache der Drow zu erkennen - was sich nicht als so einfach erwies wie es sich anhörte.

Ihr habt gut reden Cornmandl - versucht ihr einmal die Sprache von einem Dunkelelfen zu lernen der Euch am liebsten die Kehle durchbeißen und Eure Position einnehmen würde.

bemerkte Myriel nur, als ihr Lehrer sie auf die riesigen Lücken in ihrem Wissen hinwies.

Ich habe Euch gesagt das ich Drow nur bruchstückhaft beherrsche.

Schließlich waren sie am Ende der Übersetzung angekommen und Myriel fragte:

Die Mehrzahl - wird sie immer dadurch gebildet das man ein x an das Hauptwort setzt? Und wie übersetzt man die Wörter Sonne, Mond und Stern?
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 24. Apr 2009, 11:29
Cornmandl blickte gar nicht auf als er sagte: „Auch Dunkelelfen haben ihren Preis…Wie Ihr auch. Aber die Leistungen, die ich dafür einfordere, sind andere…Position hin oder her

Ohne die Sache näher zu erläutern, begann er ein Stück Kreide aufzunehmen.
Wäre in der Milch Eurer Mutter etwas mehr Verstand beinhaltet gewesen, hättet ihr die Mehrzahlbildung schon selbst erkannt…nehmt:…“ Cornmandl schrieb auf eine kleine, schwarze Schiefertafel: B'LUTH'OL „ Pfeil…und wie hieß es zu zuerst?“ Er ließ Myriel gar nicht die Gelegenheit zu antworten: „b'luth'olen - achtet auf die Endung:  ‚-en’. Wenn Ihr links und rechts auseinanderhalten könnt’, dann werdet Ihr auch einen Konsonanten von einem Vokal unterscheiden können - zumindest ab und an“ Er malte ein Neues Wort auf: BLADA. „In diesem Fall, schenken wir uns das ‚e’ und begnügen uns mit einem simplen, einfachen, guten ‚n’ und so geht das bei allen Substantiven“ er sah jetzt doch zu Myriel „Wenn ich Euch zu schnell bin, sagt das, intellektuelle Überforderungen sind bei mir auf der Tagesordnung. Damit wäre die Frage nach der Mehrzahl durchgekaut. Und lasst Euch kein ‚x’ für ein ‚n’ vormachen.

Als nächstes ging er zu seiner stinkenden Brühe, nahm sie vom Feuer und legte einen Deckel darauf. Der Gestank war wirklich nicht leicht zu ertragen. Dann kam er wieder zum Unterricht zurück.

Sonne, Mond, Sterne wohl auch noch Herz und Schmerz“ aus seinem Mund klang es wie eine schwere Gesundheitsgefährdung. „Ihr wollt doch nicht den neuzeitlichen Barden nacheifern mit ihren Reimgewäschen oder müsst Ihr ein Poesiealbum bestücken? Ich wusste von Anfang, dass man Euch nicht überschätzen darf! Was jetzt bewiesen wäre.

Trotzdem machte er sich daran die gewünschten Worte aufzumalen:

-   Mond -> drathir
-   Sonne -> sssiks
-   Sterne -> slyannen

Ich hoffe das reicht, das reicht um Eure schwärmerischen Ziele zu verwirklichen.“ wobei er mit seinen Gedankengängen sicher falsch lag.

Wie sieht es mit den Zahlen aus? Sitzen die schon oder dehnen sich die Lücken auch dorthin großräumig aus? Uss, draa, llar und so weiter…während ich weitermache, macht Ihr Euch daran mir die Zahl 5392 zu übersetzen.“ er macht sich wieder auf der Schiefertafel zu schaffen.

Ich habe hier die Pronomen aufgeführt. Pronomen? Ja? Fürwörter für schlichtere Gemüter“ nein, er ließ nach wie vor keine Gelegenheit aus, seinen Mangel an Respekt und Höflichkeit zu zelebrieren.

Vielleicht lest Ihr die Wörter selbst laut vor, damit Ihr auch ein – so etwas Ähnliches vielleicht – Sprachgefühl bekommt. Ussa…was ist, ich höre nichts“ und Geduld war genau so nicht seins.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 24. Apr 2009, 12:58
Die Leistungen die er forderte, waren andere – ein scharfer Blick traf Cornmandl und hätte die Druidin nicht ganz genau gewusst, dass er es auf gewisse Schriftstücke abgesehen hatte, sie hätte diese Aussage durchaus falsch verstehen können. Er fing an ihr die Pluralbildung zu erklären und Myriel hörte ihm aufmerksam zu – immerhin war sie hier um die Sprache zu lernen und wenn Cornmandl schon einmal etwas über Drow von sich gab dann sollte sie auch darauf achten ihm geistig zu folgen. Natürlich konnte er es nicht lassen immer wieder Spitzen einzustreuen und irgendwann war Myriel soweit das sie nur noch mit Mühe ruhig blieb. Sie zwang sich ruhig und tief einzuatmen – was bei dem Gestank um sie herum äußerst unangenehm war.

Herrgott noch mal – seid ihr in einem Schweinestall aufgewachsen oder warum scheint Euch dieser Gestank nicht zu stören? Das ist ja kaum auszuhalten.

Giftspritze hin oder her, sie hatte jedenfalls genug davon und erdreistete sich einfach den Deckel von dem Kessel zu nehmen. Konzentriert betrachtete sie das Gebräu, bestimmte still Farbe, Konsistenz und das was höchstwahrscheinlich an Inhaltsstoffen darin war – die Reste lagen noch immer auf dem Tisch verstreut, so das es nicht allzu schwierig war – und griff dann zielstrebig nach einem Stück Mengarowurzel in einem der Regale. Mit einem Messer schabte sie eine handvoll Raspel davon ab, warf sie in das Gebräu und rührte kräftig um. Sekunden später ließ der Gestank deutlich nach.

Besser.

stellte die Erzmagierin selbstzufrieden fest und funkelte Cornmandl angriffslustig an. Es würde sich noch herausstellen wer hier einem ein X für ein U vormachte. Der hatte inzwischen Sonne, Mond und Sterne übersetzt und sparte nicht mit spöttischen Bemerkungen.

Eigentlich waren mir diese Begriffe wichtig weil es Pflanzen gibt, die ihre größte Wirkung im Sternenlicht entfalten und Tränke die man besser während eines vollen Mondes braut. Ebenso wird die Sonne in vielen Rezepturen als Zeitangabe benutzt – aber das ihr Euch noch nicht so intensiv mit der Herstellung von Tränken beschäftigt hab, sollte mich nicht wundern.

Ihr Blick wanderte mit hochgezogener Augenbraue zu dem Kessel und wieder zu Cornmandl zurück.

Auf der anderen Seite – vielleicht sollte ich mein neues Wissen ja tatsächlich für ein Gedicht nutzen – ich könnte eines schreiben um Euch endlich meine unerfüllte Liebe zu gestehen.

Ihr Mund verzog sich zu einem spöttischen Lächeln, denn genauso gut hätte sie behaupten können sie würde dafür sorgen, dass der Mond nie wieder aufging. Die Druidin strich sich eine Strähne des langen Haares zurück und konzentrierte sich auf die Aufgaben die Cornmandl ihr gestellt hatte.

Huela szithrel llar ravhel thaszith draa.

übersetzte sie anschließend langsam und Wort für Wort die geforderte Zahl. Dann richtete sich ihr Blick auf die Tafel, die ihr Lehrer – falls man ihn so nennen konnte – beschrieben hatte. Und dieses mal war sie aufmerksamer – hatte sie doch inzwischen feststellen müssen das Cornmandl immer wieder Stolperfallen einbaute um sie zu prüfen.

Ussa… sollte es nicht usstan heißen? Dos, uk, il, ol, udos, dosst, nind. Zufrieden?
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mo., 27. Apr 2009, 11:03
Mitten im Unterricht erdreistete sich diese Person, den Kochtopfdeckel zu lupfen und raspelte eine kleine Menge von einer Wurzel – Wurzeln war nicht wirklich sein Fachgebiet wie Tränke brauen insgesamt nicht – ab und versenkte sie in der Brühe. Schon im Begriffe eine Schimpftirade abzulassen, war die Druidin auch schon fertig. Unglücklicherweise hatte sie seine mangelhaften Kenntnisse erkannt. Ihrem „Besser" folgte ein spürbare oder besser gesagt: riechbare Verbesserung. So konnte man den Grund von Cornmandls 3 maligen tiefen Ein- und Ausatmens nicht genau eruieren. War es die bessere Luft oder ärgerte ihn etwas?

So gab er dann nur ein „Äh, ich dachte die ist gerade aus“ tatsächlich hatte er die Warnung, dass das Zeug grauenhaft stinkt und man es unter anderem auch mit der Mengarowurzel unterdrücken kann, in den Wind geschlagen.

Nun, die Rezepturen, die mir untergekommen sind, hatten neben Tages-, Nacht- oder sonstigen Zeiten auch eine Legende, sodass mir es erspart geblieben ist mir unnützes Wissen anzueignen, aber wenn Ihr unbedingt wollt, so steht Euch das selbstverständlich frei“ war Cornmandl bisher entweder sachlich ruhig oder aufreizend überheblich gewesen – mit Überhang zu Letzterem - so änderte sich alles auf einmal mit einem Schlag.
Wie vom Blitz getroffen, erstarrte er mitten in der Bewegung, er hatte sich gewiss nicht verhört „… um Euch endlich meine unerfüllte Liebe zu gestehen"

Ungläubig starrte er sie an, konnte ihr Lächeln nicht einordnen und war verunsichert. Ein eher außergewöhnlicher Zustand Cornmandls. „Ich weiß nicht… ob Gedichte… die Nachfrage steigern, manchmal können das nur Angebote. Angebot und Nachfrage. Kommt das Angebot stzeigt duie Nachfrage...oder so“ erst langsam löste er sich aus der Erstarrung, vernahm Myriels erfolgreichen Versuch, die Zahl korrekt wiederzugeben und noch schlimmer wie sie seinen kleinen Trick durchschaute und sie es tatsächlich schaffte die Fürwörter – korrekt – aufzusagen.
Zufrieden?“ fragte sie und in Cornmandls Ohren klang es provokativ. Nein, war er mitnichten, da er immer noch an dem Ausspruch knabberte und dann hatte sie auch noch alles richtig gemacht, wie sollte er da zufrieden sein, wenn er nichts zum Zurechtweisen hatte. Da half nur die Leistung kleinzureden.
Aha, ich sehe, da hat jemand die Sache auswendig gelernt ohne wirklich zu verstehen, was er sagt. Es war gut, aber eben nicht ganz korrekt, wie ich es erwartet habe: ich – meiner - mir – mich…also usstan – usst – ussa – ussa, du – deiner – dir – dich sind dos- dosst – dos – dos, er – seiner – ihm - ihn ergib uk – ukt – ukt – ukt… “ so schaffte er es dann doch noch das Gefühl der Hilflosigkeit zuminderst versuchen anzutragen.
Aber noch immer beschäftigte ihn viel mehr ihr vorherige Bemerkung. Er hatte sich inzwischen wieder vollkommen unter Kontrolle, aber in Lady Myriel sah er erstmals kein Neutrum mehr. Wenn er sich auch allerhand vorstellen konnte, was sie miteinander machen konnten, aber Liebe im romantischen Sinn war nicht darunter.
Um sich abzulenken, fuhr er mit der Schulung fort. „Da es sich wohl um großteils Rezepte handelt, wird es wohl am vernünftigsten sein, den Wortschatz in diese Richtung auszuweiten und uns gewisse Gesetzmäßigkeiten anzueignen, wenn das bei Euch gehen sollte“ da war sie wieder die alte Überheblichkeit.
Ich will Euch auch noch etwas zur allgemeinen Satzstellung erzählen, die von der unsrigen etwas abweichen kann, wie Ihr es auch schon am Anfang gehört habt, wenn Ihr Euch noch erinnert. In der Regel folgt dem Subjekt ein Verb und ein Objekt, das ist die einfachste Form. Vor dem Objekt kann auch noch eine Beschreibung des Objektes stehen, wie das Objekt beschaffen ist, man bezeichnete das als Adjektiv.
Adjektive lassen sich steigern. So kann eine Frau oder eine Person oder ein Pferd zhas – zahsur – zahsurl oder lassrinnb - lassrinnbur - lassrinnburl sein.
Die Zeiten unterscheiden sich in keinster Weise von denen die uns bekannt sind. Auch aktiv und passiv werdet ihr wiederfinden. Schwieriger wird es beim Konjunktiv und Imperativ, die keine spezielle Endung haben. Ihr müsste dann auf Satzzeichen wie ein Ausrufezeichen achten oder den Zusammenhang suchen. Was mühsam sein kann…Immer noch keine Pause vonnöten?

Autor: Myriel Datum/Zeit: Sa., 02. Mai 2009, 17:29
Hatte Myriel bisher geglaubt die unerschütterliche Selbstsicherheit dieses Mannes konnte nichts zerstören, so wurde sie jetzt eines besseren belehrt. Während sie damit rechnete das eine bissige Bemerkung in ihre Richtung zurückkam, blieb Cornmandl wie angewurzelt stehen und sah sie ungläubig an. Sein sonst so überheblich klingender Redeschwall geriet ins stocken - ja fast fing er an zu stottern. Warum war der Druidin zwar nicht ganz klar - aber es amüsierte sie den Ausbilder dermaßen aus dem Konzept gebracht zu haben. Wenn auch nur für einen kurzen Zeitraum. Denn schon stürzte er sich mit Elan in das Thema Grammatik, und zwar mit einer Geschwindigkeit, das sie das Gefühl hatte das sich alles in ihrem Kopf drehte und sie ihm irgendwann nicht mehr folgen konnte.

Ich glaube das reicht für heute. Ich werde Euch morgen wieder aufsuchen, wenn es Euch Recht ist.

Myriel stand auf und ging langsam auf die Tür zu, vor der sie sich allerdings noch einmal umdrehte. Zu verlockend war es noch einige Worte hinzuzufügen.

Ich werde morgen dann die ersten Schriftrollen mitbringen. Um das Angebot zu steigern.

Sie wartete nicht auf Cornmandls Antwort sondern schlüpfte durch die geöffnete Tür nach draußen auf den Gang. Erst als sie sie geschlossen hatte hallte ein leises unterdrücktes Lachen durch den Flur, als Myriel zu ihren Gemächern schritt.

~ ~ ~


Am nächsten Tag suchte die Druidin erneut ihren Lehrer auf. Sie hatte die Dinge die er ihr erklärt hatte nachgearbeitet und versuchte sich bereits an den ersten Rezepten - was sich immer noch als recht mühsam erwies da ihr etliche Vokabeln fehlten. Als sie an Cornmandls Tür klopfte hielt sie zwei Schriftrollen in der Hand - eine, die ihrer Meinung nach etwas mit einem Unsichtbarkeitstrank zu tun hatte, und eine weitere, in der es wie sie wusste um die Beschreibung des Suggestionszaubers ging. Sehr blumig wurde dort beschrieben, wie man es vollbrachte in andere Köpfe einzudringen und die Kontrolle über die Körper zu erlangen. Myriel wartete, bis ein "Herein" oder dergleichen erklang und betrat dann den Raum.

Guten Morgen Cornmandl. Seid Ihr bereit für eine weitere Lehrstunde? Ich habe Euch auch etwas mitgebracht.

Sie legte die Schriftrollen auf den Tisch vor sich, hielt aber noch die Hand darauf während sie den Ausbilder fragend ansah.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 05. Mai 2009, 11:26
Die Fülle an Information, die Cornmandl über Myriel ausstülpte waren wohl bald zu viel für die Magierin und so reichte sie alsbald den Abschied ein und schwirrte ab. Cornmandl höhnte hinterher: „Und vergiss nicht ein Elixier zu brauen, dass die Gedächtnisleistung steigert, damit Du Schnepfe die Menge der Informationen verarbeiten kannst. Teilzeitmagierin, hach!“ vielleicht war es wirklich Cornmandls Glück, dass sie das gar nicht mehr hörte.
Dabei hatte sie – gäbe es einen vernunftbegabten und objektiven Cornmandl, würde er das lobend herausstreichen – schon sehr viel gelernt. Den gibt es nun aber mal nicht, genauso wenig wie es einen Wolf gibt, der keine Schafe reißt, wenn er dazu die Gelegengheit hat.

Die Aussicht auf die Rollen bereiteten Cornmandl dann eine unruhige Nacht in der er phantasierte wie er als Unsichtbarer in die Kemenaten von Burgfräuleins eindringen konnte oder unerkannt in die ‚Rote Laterne’. Aber auch wie er Feinde damit ausspähen konnte, ihre Schwächen aufdecken.

So zeitig war er schon lange nicht mehr aus dem Bett gehüpft und voller Ungeduld erwartete er den Moment, an dem es an seiner Tür klopfen würde. Was dann irgendwann auch der Fall war. Cornmandl zwang sich zu einer Wartepause: "21…22…23…23…Herein“ er hoffte nicht zu teilnahmsvoll und erwartungsfroh gerufen zu haben. Feine Nuancen können ja manchmal den Unterschied ausmachen.
Während sie den Raum betrat und ihn begrüßte, musterte er sie und stellte bei sich fest: Wenn wir schon bei Angeboten waren, hätte sie sich auch einmal etwas Anderes anlegen können, als immer den gleichen Einheitsfummel, den sie immer hier trägt. Was er natürlich für sich behielt.
Oloth plynn dos! Es schmeichelte meinem ‚Mich’ nicht zu sehr, wenn man mich mit einem ‚bwael kre'tan jabbuk’ begrüßt, was manche für Ihre Pflicht halten und ich sie nicht dabei behindere. Andere setzen sogar noch ein ‚zhennu’ vor den ‚jabbuk’.“ womit Cornmandl sein altes Ekelimage wieder deutlich in den Vordergrund gerückt hatte.

Leider ließ Myriel keinen genaueren Blick auf die Schriftrollen zu, was ihn etwas zappelig machte, ohne dass man es aber wirklich wahrnehmen konnte.

An mir soll es nicht liegen, magthereligrr. Was hast Du – und fass Dich bitte kurz auch wenn’s viel ist – noch nicht verstanden oder anders rum was muss ich noch alles tun um untalentiertes Messing solange zu polieren bis es Gold ähnlicher geworden?“ er beherrschte sich und es fiel ihm augenscheinlich schwer den Blick den Rollen abzuwenden, doch erwähnte er sie mit keinem Wort.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 07. Mai 2009, 14:53
Cornmandl rief sie herein und sie folgte der Aufforderung unverzüglich. Seine Begrüßungsformel ließ sie noch ohne weiteren Kommentar über sich ergehen, doch als er weitersprach verengten sich ihre Augen zu schmalen Schlitzen.

Meister? Ihr wollt das ich Euch Meister nenne?

Sie spuckte ihm die Worte quasi entgegen.

Eher friert die Hölle zu.

Was bildete sich dieser arrogante Mistkerl eigentlich ein? Das sie sich von ihm auf der Nase herum tanzen ließ? Es gab für sie nur einen einzigen dem sie diente, und das war Côr - und nicht so ein dahergelaufener Magier der nicht einmal in der Lage war einen halbwegs vernünftigen Trank zu brauen.

Und ich wüsste auch nicht das ich Euch jemals das Du angeboten hätte, wael, also bildet Euch keine Schwachheiten ein.

fauchte sie giftig hinterher. Weshalb war sie überhaupt hergekommen? War es nicht klar gewesen das Cornmandl sich nicht lange zurückhalten konnte? Sie warf ihm die Schriftrolle über den Unsichtbarkeitstrank zu und traf ihn mitten ins Gesicht - die zweite hielt sie allerdings fest.

Da. Damit ihr nicht behaupten könnt ich würde mein Wort nicht halten. Eigentlich wollte ich die Bedeutung einiger Vokabeln erfahren - doch ich glaube ich habe meine Meinung soeben geändert.

[OT: Du bist Ausbilder - Du entscheidest wann wir fertig sind ]
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 08. Mai 2009, 11:30
Man sollte meinen, dass eine gewisses Einsehen oder eine ähneliche menschliche Regung bei Cormandl vorhanden oder möglich wäre, als ihm Myriel ihre Verachtung zu Recht entgegenschleuderte, doch ebenso gut hätte man von einer Kuh verlangen können, dass sie mit Messer und Gabel ißt.
Ist ja gut, ist ja schon gut. Die Dame haben wohl schlecht genächtigt. Ich sag immer, alleine zu Bett gehen, gibt miese Stimmung am nächsten Morgen. Und was die Anrede anbelangt, beschwer Dich doch darüber wo Du wollen, aber belästige mich nicht damit. Meine Schüler rede ich an, wie es ….
Er schwadronierte noch, da landete die von der giftenden Myriel geworfene Schriftrolle mitten in Cornmandl Gesicht, ehe die Rolle zu Boden fiel, dem ob dies der Mund offen stehen blieb. Das hatte noch niemand gewagt. Langsam fand er die Sprache wieder.
Für so etwas solltest Du gezüchtigt werden, mindestens, aber da wir nun einmal aneinander gebunden sind, will ich diesen Vorfall als nicht geschehen betrachten. Doch solltest Du es kein zweites Mal in Erwägung ziehen. Meine Vergesslichkeit ist enden wollend.“ er bückte sich und hob die hinabgefallene Rolle auf und öffnete sie mit nervösen Fingern und vertiefte sich darin.
Dann konnte das ja nichts werden…“ dann fiel ihm Myriel wieder ein „Du bist ja immer noch hier. Ich denke, für den Anfang sollte das genug sein, man soll ja niemanden überfordern. Du hast jetzt wenigstens einmal gehört, wie die Sprache der Dunkelelfen funktioniert…versucht es wieder – ein andermal“ aber anstatt zu sagen, dass Myriel nicht untalentiert war und er noch nie jemanden unterrichtet hatte, der so fix war im Verstehen und Reflektieren, da hätte er sich vorher die Zunge abgebissen.
Was die Vokabeln anbelangt, schreib sie zusammen und wirf sie mir, nein leg sie mir vor, ich werde die Übersetzung dann zurückgeben und nun: Alu xuil l’phraktos, drill qualla vith tir“ und mehr Aufmerksamkeit würde die Magierin wohl in den nächsten Stunden nicht mehr bekommen.

[Myriel kann die Sprache der Drow!]
Autor: Myriel Datum/Zeit: So., 10. Mai 2009, 14:59
Gezüchtigt?

Es war schwer zu sagen ob mehr Ungläubigkeit, Empörung oder Wut über Cornmandls anhaltende Dreistigkeit in Myriels Stimme lag. Wenn Blicke hätten töten können so hätte der Ausbilder nicht mehr länger unter den Lebenden geweilt.

Versucht es doch.

ein gefährlicher Unterton lag in ihren Worten, der etwas von derselben Überheblichkeit an sich hatte, die Cornmandl selbst so oft zur Schau stellte. Sollte er es auch nur einmal ernsthaft versuchen Hand an sie zu legen, so würde sie ihn schneller zu einem Häufchen Asche machen als es ihm lieb war. Doch ihn interessierte plötzlich nur noch die Schriftrolle und alles andere schien zur Nebensächlichkeit zu verblassen.

Ich hoffe zu Eurem eigenem Wohl, das Eure Vergesslichkeit enden wollend ist. Vergesst nicht wo hier Euer Platz ist - und wo der meine. Xun izil dos phuul quarthem, lueth dro.

Myriel warf Cornmandl einen letzten vernichtenden Blick zu, der keinen Zweifel daran ließ, wie ernst sie ihre Worte meinte, dann verließ sie das Zimmer.

Myriel erlernt Fremdsprache normal, Drow
- 1000 gm an die Akademie
Autor: Neome Datum/Zeit: Fr., 27. Nov 2009, 14:10
Warum nur hatte sie sich darauf eingelassen. Allein das Gebäude jagte ihr Angst ein. Weniger wegen seines Aussehen, sondern der sonderbaren Aura wegen. Lange Zeit hatte Neome nichts von einem Magierzirkel in Nuru gewusst. Es war Meister Rendras gewesen, der sich eines Nachmittags dazu hinreißen ließ, ihr davon zu erzählen.

Neome stellte die Kutsche nahe des Tores ab und strich Abadan sanft über die Mähne. Auch das Pferd schien unruhig. "Ganz ruhig, mein Guter. Ich bin bald wieder da. Hoffentlich war es kein Fehler hierher zu kommen."

Zögernd schritt Neome auf das Portal zu und hämmerte mit dem Türklopfer laut gegen das feuchte Holz. Es nieselte immer noch, wenngleich der strömende Regen, der sie aus ShaNurdra bis nach Nuru begleitet hatte, endlich aufgehört hatte.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 27. Nov 2009, 14:33
Den stundenlangen Aufenthalt in der riesigen Bibliothek, die Grundlagenforschung über neue Magie-Anwendungen, die sich sowohl kampfmässig als auch kommerziell verwerten ließen, hatten Spuren hinterlassen. Cornmandl wurde von tag zu Tag nervöser und aggressiver. Normalerweise würde er solche Nervositätsattacken und Aggressivität mit einem Besuch in der Roten Laterne abbauen, aber das Etablissement hatte einiges von seiner Reputation eingebüsst. Nicht nur, dass seine Spezialitäten nicht mehr von einer Person ausgeübt wurde, die wirklich was davon verstand, nein auch das Drumherum verkam immer mehr.
Letztens hatte ihm sich doch tatsächlich eine als Hostess angeboten. Weil er eine Hostess, Begleitservice…der Türklopfer riss ihn aus den unschönen Gedanken. Das musste ein Fremder, ein Betrunkener oder einer von der Spaßmacherzunft sein. Zu allen anderen hatte es sich herumgesprochen, dass man diesen Ort eher meidet. Und nach einer ‚Milden Gabe’ hatte zuletzt einer vor 3 Jahren angesucht. Dessen Sammeldose hatte man gefunden, den Besitzer bis heute nicht.

Ein Pferd wieherte auf, das auch noch. „Verschwindet eitriges, aussätziges Gesindel, wenn Du nicht zum Grillgut werden willst und Dich Deine Eltern auch morgen noch lieben sollen. Eine weitere Warnung erfolgt nicht.“ Cornmandl war sich sicher, dass das schon genügen würde. Cornmandl versuchte dort weiterzuspinnen, wo er zuletzt gewesen war.
Autor: Neome Datum/Zeit: Di., 01. Dez 2009, 14:39
Eine dumpfe Stimme drang nach draußen. Neome trat näher und hielt das Ohr an das feuchte Holz, um die Worte überhaupt verstehen zu können. Sie versuchte sich ein Gesicht dazu vorzustellen. Vermutlich ein grauhaariger Diener, dessen Rauschebart bis zu den Knien reichte. Von alten Männern wusste man ja, dass sie nur dann einen Schritt vor die Tür taten, wenn es denn unbedingt sein musste. Über den Magierzirkel zu Nuru hatte Neome gehört, dass sich dort lauter schrullige alte Knacker verkrochen und über die guten alten Zeiten lamentierten. Na, das konnte ja heiter werden. Meister Rendras hatte jedoch geschworen, niemand wisse so viel über das Versiegeln von Kisten und Briefen wie die Heimlichtuer in Nuru.

"Entschuldigt, guter Mann!", rief Neome durch die Tür und knetete nervös ihre Finger. Ein Schauer jagte ihr über den Rücken. Es war ihr unangenehm, dem Portal so nahe zu kommen. Andererseits fürchtete sie, drinnen könne man sie nicht hören. "Weder bringe ich Euch Aussatz noch gelben Eiter in Eure Räume. Ich bin selbst Apothekerin und verstehe mich in der Heilung von Krankheiten. Doch darum bin ich nicht gekommen. Meister Rendras von der Akademie zu Drachenauge hat mir Euren Turm empfohlen. Seid Ihr noch da? Es wäre einfacher, die Tür zu öffnen, damit ich mein Anliegen vorbringen kann, ohne dass die ganze Stadt es mitan hört."

Neome warf einen Blick über die Schulter. Mehrere Fensterläden waren aufgegangen und neugierige Gesichter drängten sich dahinter. Sicherheitshalber betätigte Neome neuerlich den Türklopfer. Es wurde immer unheimlicher. Selbst der Himmel meinte es nicht gut und öffnete erneut seine Schleusen.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 01. Dez 2009, 15:05
Weder der wieder einsetzende Regen, noch die flehende Stimme, auch nicht die Empfehlung Meister Rendras hätte ihn umstimmen können. Aber da war die allerletzte Warnung gewesen, von Myriel ihn jetzt endgültig an die frische Luft zu setzen, wenn er dauernd potentieller Geldgeber verscheuchte. Er wollte – wenn er es auch nie zugeben würde – diesen Zirkel aus verschieden Gründen, die er auch nie preisgeben würde (vordergründig waren es die Bücher und Studien, die ihn aber auch wirklich interessierten) - sehr, sehr ungern verlassen. Daran erinnerte er sich und so machte er mit Gemurre die Tür auf. Dass dann in der Tür eine ansehnliche Adeptin erschien, interessierte ihn kaum. Er war nur daran interessiert dieses Wesen so bald wie möglich wieder loszuwerden, wenn sie bezahlt hatte. Wenn sie denn überhaupt wegen einer Ausbildung gekommen war.
Kommt rein und macht nicht zu viel Dreck, die Herrin hat das nicht gerne und ich schwinge den Putzlappen nicht freiwillig. Und stehlt mir nicht meine ohnehin knappe Zeit. Wer Euch wegen was den Turm empfohlen hat ist nebensächlich wie Schnarchen und Zäpfchen. Was wollt Ihr?“ den Blick den Cornmandl auf sie fallen liess geringschätzig zu nennen wäre eine maßlose Untertreibung.
Ich warte nicht lange, ich warte auf das Anliegen, das Ihr so stark forciert hattet.“ da hatte die Adeptin noch nicht einmal Luft holen können. Manche Wörter schien er mehr auszuspucken als auszusprechen!
Autor: Neome Datum/Zeit: Di., 01. Dez 2009, 15:19
Du liebe Güte! Der Mann war angriffslustiger als ein gereizter Bär. Mit dem hätte sie jetzt lieber Bekanntschaft gemacht als mit diesem mies gelaunten Hausdiener. Nun denn, bloß keine Furcht zeigen. Das war wie bei Bären. Die rochen das. Angst. Das hatte sie schon Meister Darkon gelehrt.

Neome straffte die Schultern und trippelte in die Vorhalle. Düster war es hier drin. Waren den Magiern die Kerzen ausgegangen? Oder hatte der Wind von draußen die Lichter ausgepustet? Neome blieb keine Zeit sich umzusehen. Befehle hagelten auf sie nieder. Keine Zeit für den Austausch von Förmlichkeiten, also kam sie direkt zum Punkt.

"Ähm, es wäre mir eine Ehre, Eure Herrin kennenzulernen. Meister Rendras sagte mir, sie verstünde sich im magischen Versiegeln von Gegenständen und Pergament", log Neome, um den Hausdiener rasch los zu werden und zu einer zugänglicheren Person geführt zu werden. "Ich möchte von ihr lernen. Oder von einem anderen Magier, so die Dame nicht anwesend sein sollte. Ich komme extra aus ShaNurdra..."

Weiter kam sie in ihren Ausführungen nicht.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 02. Dez 2009, 09:37
…da in diesem Moment die geballte Faust von Cornmandl auf eine Holzfläche krachend auftraf.

Sein Ton war aggressiv und beleidigend und Höflichkeit? Da war man bei Cornmandl sowieso beim Falschen. Er hielt es nach wie vor nicht für notwendig seinen Namen zu nennen. Am Namen Neomes war er ebensowenig interessiert.
Deine Ehre ist mir schnurz und meine Herrin, die kannst Du Dir sonst wohin, mitsamt deinem Meister Rendras…Versiegeln“ Cornmandl verdrehte keineswegs nur gespielt seine Augen und wiederholte es so, als wäre es eine ansteckende Krankheit und ohne Neome dabei anzusehen „Versiegeln. Beim Zentauren, wer lernt denn so etwas noch?
Jetzt traf sie sein stechender Blick „Sofern dieses unnütze Zeugs überhaupt noch jemand beherrscht, ist derjenige belegt oder anderweitig beschäftig, so dass zu meinem Leidwesen und unendlichen Bedauern, ich selbst mich mit Dir gestraft sehen werde, es sei denn… Es ist nicht das erste Mal, dass ich mit einer Möchtegern-Magierin arbeiten muss, aber diese noch rechtzeitig ihre Überambitionen einsieht und rechtzeitig den Schwan macht. Du kannst mir jetzt weiter die Zeit entwenden oder Du siehst ein, dass Dein Ansinnen für den Bockmist war und machst Dich sogleich wieder davon am besten nach Sha’nurdra, da wo Du herkommst, aber auch jeder andere Ort als der ist ein Segen – für mich. Und dann rede ich nicht mehr drüber.“ es herrschte Klarheit darüber, was ihm lieber war. Aber Myriel sollte das eher nicht erfahren, wie er da mit den Leuten umsprang, die etwas beigebracht bekommen wollten und auch mit guter und teuerer Münze zu bezahlen bereit waren. Auch so ein Magierturm hat Kosten. Und auch Cornmandl verursachte welche.
Autor: Neome Datum/Zeit: Mi., 16. Dez 2009, 13:50
Neome zuckte in sich zusammen, als die Faust hernieder krachte. Wie ein schreckhafter Hase stand die Adeptin da und starrte den Mann entgeistert an. War der Diener ganz und gar verrückt? Fluchtgedanken verdrängten weitere Überlegungen und beherrschten einen Moment lang Neomes Denken.

Dann regte sich Widerstand in ihr. Von so einem Flegel würde sie sich ganz und gar nicht vertreiben lassen. Bestimmt beherrschte sie weit mehr Magie als dieser ... dieser ... ihr fehlten die Worte!

"Unnütz? Es ist nie unnütz sein Hab und Gut zu schützen, vor allem vor Leuten wie..." Euch, wollte sie ihm ins Gesicht spucken, unterließ es aber dann doch lieber.

"Ein Möchtegern seid Ihr wohl, wenn Ihr eine Magierin nicht zu erkennen vermögt. Dann habt Ihr noch viel zu lernen. Mich in einen Schwan zu verwandeln ist mir ein Leichtes, doch deswegen bin ich nicht hier. Mein Ansinnen bringt Euch Gold ins Haus, also solltet Ihr nicht so leichtfertig ablehnen. Wenn Ihr denn keinen der anwesenden Lehrer bemühen wollt..."

Neome reckte das Kinn und stemmte die Fäuste gegen die Hüften. "Ich bin hier, um das Versiegeln von Kisten und Pergament zu erlernen, und ich gehe nicht eher, als dass sich ein Lehrmeister diesen Anliegens angenommen hat. Egal, wie flegelhaft er sich benehmen mag oder wie unfähig er ist, magische Auren zu erkennen."

Neomes braune Augen blitzten herausfordernd. Ihr Herz war ihr längst unter den Rock gerutscht, aber Wissbegier und Ehrgeiz waren stärker und ließen die Adeptin auf der Stelle verharren. Rendras hatte sie hergeschickt, also würde sie hier lernen. Hier und nirgendwo sonst an diesem Tag.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 17. Dez 2009, 10:25
Dein Gold…“ er vollendete den Satz nicht, den er glaubte eine Tür gehen gehört zu haben und die Schritte von Myriel dazu. Er wollte keinen Disput mit dieser…Und ja, die vor ihm stehende Magierin hatte wirklich keine unausgeprägte Aura, aber das er das erkannte musste er ihr nicht auf die Nase binden. „Schönen Tag“ es war tatsächlich Myriel, die aber viel zu beschäftigt war, um sich um ihn zu kümmern.

Wenn es auch meinen heutigen Zeitplan über den Haufen wirft, Du sollst Deine Chance erhalten. Aber beschwer Dich nicht hinterher, wenn Du erfolglos von dannen ziehst und den Tag verfluchst zu mir gekommen zu sein.  Und eine Erfolgsgarantie gibt es nicht für den Betrag, der auf jeden Fall zu bezahlen ist.“ wandte er sich an Neome. Es war immer noch nicht freundlich oder hilfreich zu nennen, wie er mit Neome umsprang aber die gröbsten Unhöflichkeiten ließ er für den Moment beiseite.

Warte! damit verschwand er erst einmal für eine Viertelstunde, ohne dass er der Magerin eine Sitzgelegenheit angeboten hätte.

Er kam mit einer Kiste wieder, in der sich auf den ersten Blick Muscheln und Schneckengehäuse befanden. Er stellte die Kiste auf den Boden.
Er langte in seinen Umhang und brachte  Kügelchen zum Vorschein. Dann griff er in die Kiste brachte 8 Muscheln, der Schalen geöffnet, aber ausgenommen waren und legte in jede eine Kugel und setzte sie so vor Neome ab. Gleich verfuhr er mit den Schneckengehäusen, die ebenfalls leer waren und jetzt mit einer Kugel gefüllt wurden.

Bevor Du an Schränke, Truhen, Türen rankannst Kleine, will ich erst mal kleine Sprünge sehen. Ich will dass Du alle 16 so verschliesst, dass der Inhalt nicht entfernt werden kann.“ sein grinsen wurde breiter. Er war sich sicher, dass die Magierin schon an dieser vergleichsweise harmlosen Aufgabe scheitern werde.

Nu mach…“ sein lachen wurde unverschämter „Und ruf mich, wenn Du wieder gehen willst, weil es zu schwer für die ach so Begabte ist“ Er würde sich das nicht ansehen, er wusste, dass sie scheitern würde.

Neome bitte  16W6 würfeln

Bei Muscheln:

1-2 versiegelt komplett
3-4 versiegelt mangelhaft
5-6 Versiegelung misslungen

Bei Schneckengehäusen:

1 versiegelt
2-3 versiegelt mangelhaft
über 4 misslungen

Autor: Neome Datum/Zeit: Do., 17. Dez 2009, 14:02
"Erfolgsgarantie? Nun, ich erwarte mir sehr wohl eine fundierte Ausbildung, wenn ich..."

Der Flegel hörte Neome gar nicht mehr zu. Plötzlich drehte er sich um und eilte davon. Der Adeptin blieb das Wort im Mund stecken. Zornig stampfte sie mit dem Fuß auf. "Das ist ja unerhört!"

Ihre Stimme hallte durch den hohen Raum und erzeugte ein Echo. Doch es interessierte niemanden. Bis auf das Rascheln des Stoffes ihrer Kleidung, dem Scharren der Schuhe und dem nervösen Hüsteln blieb es still. Neome wartete und wartete und wollte bereits entmutigt aufgeben und den Rückzug antreten, als der unverschämte Diener - oder was er auch immer war - wieder erschien.

Hochtrabend legte er ihr eine Vielzahl an Muscheln und Schnecken vor und verlangte eine Probe ihres Könnens. Ohne ein einziges Wort der Erklärung noch der Unterweisung. Wie sollte sie diese leeren Gehäuse versiegeln, wenn sie doch keine Ahnung hatte wie sie es anstellen sollte?

Neome Backen blähten sich, als sie die Worte unterdrückte, die ihr auf der Zunge lagen. Sie stieß lediglich die Luft scharf aus und schnaufte. Na gut, dem würde sie es zeigen!

Innerlich war die Adeptin aufgewühlt wie ein Kissen nach einer unruhigen Nacht. Es wäre besser gewesen das Weite zu suchen. Oder einen anderen Lehrmeister. Stattdessen verteidigte sie hier ihre Ehre. Doch wozu? Dieser unfreundliche Mensch würde selbst dann nichts von ihr halten, wenn sie ihn blamierte. Wozu sie gerade äußerste Lust verspürte. Doch sie beschäftigte sich mit Muscheln. Ohne die Gehäuse zu berühren ließ sie Energie aus ihren Fingern fließen.

Neome versuchte es mit unterschiedlichen gemurmelten Worten, mit Schwingen der Hand, hin, her, kreisend. Mit mehr oder weniger Energie. Es klappte nur leidlich. Immer wieder sprangen einzelne Muscheln wieder auf oder die Schneckenhäuser rollten davon. Die letzten beiden Schneckenhäuser treiben sie regelrecht in die Verzweiflung. Es reichte!

"Ich wollte eine Unterweisung in dieser Fähigkeit. Hätte ich Selbstversuche unternehmen wollen, Herr Hausdiener, wäre ich zu Hause in meiner Bibliothek geblieben! Aber offenbar habt Ihr selbst keine Ahnung, denn Ihr seid außerstande mir Unterricht zu geben!", giftete sie Cornmandl an und hämmerte mit dem Magierstab zwei Mal auf den Boden.



Muscheln: 18 Versuche, bis alle versiegelt
Schnecken: 38 Versuche, 2 nur mangelhaft versiegelt (Doofe schleimige Biester!)
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 17. Dez 2009, 20:27
Ohne dass es die ‚Schülerin’ merkte hatte Cormandl zwischendrin mal einen Blick auf die Versuche geworfen. Es waren verzweifelte Versuche und auf diesem Level  fast aussichtslos, aber die Adeptin ließ nicht und nicht locker. Es verging zwar einiges an Zeit, mehr als es üblich wäre, wenn man die Sache beherrschte.

Cornmandl kam zurück um sich das Ergebnis anzusehen, während die Magierin zeterte.
Mangelhaft“ kam es aus seinem Mund, als er eine der Schnecken betrachtet und sie flugs öffnete und dann achtlos fallen ließ „und wagt es nicht nochmals mich als Diener…ich bin der, der Dir die Sache beibringen kann. Wenn ich genug Geduld mitbringe. Leider nennt sich heute viel Geschmeiß Magier. Deine mangelhaften Ergebnisse, die auch noch jede Menge Zeit beanspruchten, gibt Dir kein Privileg.
Er sprach noch, da strich er einmal über die Öffnung drüber. Die Öffnung war immer noch da, aber die Kugel, sie fiel nicht mehr heraus, als er die Schnecke auf den Kopf stellte.
Danach nahm er eine neue Muschel, klappte sie zusammen, murmelte etwas von „Was Magierhand einst schloss, nur diese wieder öffnen kann“ es war nichts zu sehen, doch als Cornmandl die  Muschel auf den Boden warf, blieb sie dort liegen, ohne sich auch nur einen Spalt zu öffnen.
Du musst dafür Sorgen, dass die Elemente sich selbst schützen. Obwohl die Muschel leer ist, scheint es als würde ein unsichtbarer Muskel sie zusammenhalten. Genau so oder so ähnlich bei der Schnecke. Sie ist versiegelt als hätte sie es selbst getan. Verstehst Du? Und bevor Du wieder dumme Fragen stellst. Holz kannst Du so verschließen, dass Du Holzteile gedanklich verlängerst, sie wie ein Schreiner sie ineinander verschränkst und verschachtelst, dass kein Mensch der Welt sie unbeschädigt aufbringen kann. Aber sieh selbst
Er ging zu einem 2-türigen Kasten. Wieder glitt der Finger über das Holz oder auch nur glatt darüber. Doch man glaubte zu sehen, dass die Tür sich an den Rahmen hineinfrass.
Tür und Schloss, niemand mehr aufschloss“ er saß die Magiern mit einer Mischung aus Überheblichkeit und Missmut an.
Der Kasten hat 2 Türen, Du kannst die zweite haben, aber brauch nicht wieder 3 Ewigkeiten dafür. Mach einfach nach, was Du gesehen hast.

Neome Du darfst 4 mal den W6 würfeln (also 1 mal 4W6) bitte nicht öf: ter.

1. Wurf: 2 - 5 eine Seite versiegelt
2. Wurf: 2 - 4 erste und zweite Seite versiegelt
3. Wurf: 2 - 3 Seite 1 - 3 versiegelt
4. Wurf: 2- 3 alles dicht (auch wenn vorherige Versuche fehlgeschlagen haben!)

Ist aber ein 1er dabei ist das Ding sofort dicht.

Alles klar?
Autor: Neome Datum/Zeit: Fr., 18. Dez 2009, 14:51
Neome Gesicht glühte. Vor Scham. Vor Zorn. Am liebsten hätte sie Cornmandl in eine Küchenschabe verwandelt. Denn nichts Besseres war er. Eine eklige, kleine, nichtsnutzige Schabe.

"Mangelhafte Ergebnisse? Wenn Ihr mir Unterricht geben würdet anstatt mich experimentieren zu lassen, würde ich Euch schon zeigen, wer hier das Geschmeiß ist, Ihr unhöflicher... unhöflicher... Euer Benehmen ist äußerst flegelhaft," fauchte Neome. Ihre Augen sprühten Funken, so geladen war sie mittlerweile. Es brauchte viel, üblicherweise, um die sanftmütige Adeptin ausfallend werden zu lassen. Cornmandl hatte das mit wenigen Sätzen geschaft.

Der Mann führte ein paar Handgriffe aus und verlangte allen Ernstes, die Magierin solle durch bloßes Hinsehen und Hören einen Zauber erlernen. Neome war zu aufgewühlt um seinen Worten zu folgen. Als sie kapierte, dass ihr Cornmandl tatsächlich die Art des Versiegelns erklärte, war es auch schon vorbei. Mist! Hätte sie nachgefragt, hätte sie sich die Blöße geben müssen nicht richtig zugehört zu haben. Nur nichts anmerken lassen. Wie war das? Holzteile wachsen? Wie der Schreiner? Als ob sie wüsste, wie ein Schreiner Holz miteinander verband.

Neome atmete tief ein und wieder aus, ehe sie an den Kasten herantrat. Nun denn. Mit dem Zeigefinger strich sie sanft die Fugen entlang und entschloss sich, erst die Seite mit den Angeln und hernach die Seite mit dem Schloss zu versiegeln. Wachsen lassen. Neome konzentrierte sich. Tatsächlich meinte sie zu spüren, wie sich die Fugen verdichteten und ineinander verzahnten. Die Freude darüber, es doch noch geschafft zu haben, raubte ihr die Konzentration. Wie ein hungriger Wolf hockte ihr Cornmandl im Nacken. Er beobachtete sie ganz genau mit seinen stechenden Augen.

Schweiß trat Neome aus den Poren. Bei den schmalen Türseiten oben und unten misslang ihr Versuch. Dennoch: Die Tür würde sich nicht mehr einfach so öffnen lassen. Ha! Vielleicht merkte Cornmandl gar nicht, dass die Tür nur zur Hälfte festgesetzt war. Erwartungsvoll trat sie zurück, packte den Türgriff und rüttelte daran.

"Seht Ihr? Verschlossen!" Neome grinste siegessicher.


Kasten würfelte mit 4D6 eine 17 {4+3+4+6}
Zwei Seiten versiegelt.
Autor: Ortaharr Datum/Zeit: Sa., 19. Dez 2009, 15:56
Also hier gewiss nicht, dachte Ortaharr und schüttelte leicht verächtlich den Kopf, als er durch eine Gasse des Armenviertels schritt. Hier finde ich weder die nötige Ruhe noch die nötigen Unterlagen für meine Studien. Gerade lief er an einem der Bewohner des Viertels vorbei. Leicht grinsend murmelte er: "Höchstens etwas Material ist hier zu holen."

"Was willst du?", knurrte ihn die mit Lumpen bekleidete Person unwirsch an. Ortaharr setzte ein Lächeln auf. "Nichts für ungut, einen schönen Tag der Herr!" Ohne sein gemächliches Schritttempo zu verändern ging er weiter.

Mürrisch öffnete er derweil seinen Beutel. "Mit dem wenigen Gold werde ich wohl aber keine besere Bleibe finden, es sei denn...!" Erst jetzt bemerkte er, dass er aus dem Armenviertel heraus war. In mittlerer Entfernung entdeckte er einen Turm. Ortaharrs Gedanken überschlugen sich. "Magier... Bibliotheken... Meine Studien... Unterkunft... Lehre...", sein Blick wurde zuversichtlich. Vielleicht war Nuru doch eine gute Wahl gewesen.

Er wusste, dass Magier oft ziemlich eigenbrödlerische Wesen waren. Er selbst wollte auch nur ungern bei seinen eigenen Studien gestört werden. Doch die sich hier bietende Möglichkeit, wenn es denn überhaupt eine war, konnte er sich nicht entgehen lassen.

Zielstrebig ging er auf den Magierturm zu und klopfte an die Tür.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mo., 21. Dez 2009, 10:25
Es kümmerte den Magier wenig, dass Neome scheinbar kurz vorm Platzen war. Solches war er gewohnt. Denn sein Benehmen war gewohnt kompromisslos unfreundlich, unhöflich und ganz bestimmt eines Flegels mehr als würdig. Er wusste es, doch tat alles um diesem Ruf auch Genüge zu tun. Besserungsabsichten: keine.

Wenn Cornmandl erstaunt oder beeindruckt war über das geradezu sensationellen Gelingen bei Neomes Versuch die zweite Tür des Kasten zu versiegeln, dann ließ er sich das nicht anmerken. Keine Regung war von seinem Gesicht abzulesen. Jedenfalls schien er dem Schwindel aufzusitzen, denn er griff sie erst mal nicht an, dass sie untalentiert und dergleichen Schlimmeres sei. Ein Lob oder sogar Anerkennung? Da kennt man aber Cornmandl schlecht, da würde er sich vorher die Zunge abbeißen. Aber keine Beleidigung kam schon fast einem Lob nahe im Cornmandl'schen Maßstab.
Stattdessen höhnte er: „Ich wusste bislang nicht, dass Versiegelung solch eine schweißtreibende Angelegenheit ist“ wobei er auf die Schweißtropfen auf Neomes anspielte. „Wenn Du eine Grabstätte verschweißen musst, fällst Du wohl in Ohnmacht. Wobei sich die Frage stellt: vorher, während oder nach dem Einsatz“ er hielt das für eine gelungen Pointe, was sein Lachen belegte. Wahrscheinlich aber nicht dazu angetan bei der Magierin zu punkten.
Dann werden wir das gute Stück jetzt wieder öffnen, wobei wir kreuzweise vorgehen. Ich werde Dein…Du siehst mich an, als wäre ich exterritorialer Eremit? Natürlich ist es für die Kenntnis des Versiegeln auch vonnöten das Entsiegeln zu beherrschen.

Und schon war er dabei die Versiegelung von Neome zu lösen. Eine Seite „Du musst versuchen die Verflechtung jetzt wieder sachte zu lösen ohne das Holz dabei zu verletzen“ die eine Seite war freigelegt. Cornmandl macht sich daran die obere Seite und stockte, er drehte sich um uns seine Augen verrieten, dass er sie jetzt am liebsten vernichten würde. Jetzt sofort und auf der Stelle „Verfluchte Hexe“ zischte er „Mach das nie mehr. Verstehst Du, nie mehr!“ die Verachtung war spürbar.

Frauen…die Magier spielen wollen…und keine Ahnung…ihr solltet in euren Häusern bleiben und Euren Männer zu Diensten vom Morgen bis in die Nacht…aber nein…Magier wollen sie genannt werden. Große, mächtige Magier und dann das Versagen kaschieren. Schöne Magier, sind mir das. Haus- und Hofmagierleins. Da freut sich jeder Dieb, Einbrecher und Räuber bei solch meisterlich Versagen“ die Tiraden flauten am Ende etwas ab, obwohl er weiterhin äußerst erbost war über die Trickserei.

Es soll mir keiner Unmenschlichkeit hinterwerfen eine etwas arg groteske Ausdrucksweise für einen, der unbeliebter nicht sein konnte „Du sollst Dein Chance bekommen und dieses Mal gibt es keine Trick und doppelten Boden. Entsiegelt oder nicht entsiegelt. Kopf oder Zahl. Was wiegt’s das hat’s. Und nun beweg Dich. Salzsäulen entsiegeln keine Kästen.

Neome bitte ein 1W6 Wurf. Es gilt:

1-4 geschafft
5 ein weiterer Versuch (Wurf)
6 leider nein

Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 22. Dez 2009, 11:03
[Zeitlinie: Ortaharr]

Es war einer jener seltenen Tage, an denen Cornmandl gut Laune hatte. Gute Laune hieß bei ihm, dass er nicht jeden, der gerade vorbeikam einen Idioten hieß und Frauen grundsätzlich die Fähigkeit absprach Magie – erfolgreich - zu betreiben. Der Grund war natürlich darin zu suchen, dass nach einigen unbefriedigenden Besuchen in der roten Laterne gestern endlich wieder der Service den Gebühren entsprechend gewesen war und so war es heute mit ihm einigermaßen auszuhalten.

Es pochte am Tor. Es war gerade keine weitere Person weit und breit zu sehn, sodass eigentlich nur er darauf reagieren konnte. Er überlegte kurz, das Pochen einfach zu ignorieren, es nicht gehört zu haben aber – nein, es war ganz gewiss kein schlechtes Gewissen, das würde bei Cornmandl ein Gewissen voraussetzen und das konnte man nicht – aus einem unbekannten Grund und Antrieb heraus, begab er sich zur Tür, langsam, um dem Störenfried noch Zeit zu geben seinen Irrtum selbst zu erkennen, hier angeklopft zu haben.
Dann war er bei der Tür, öffnete diese und wollte schon eine seiner gewohnten Standardunfreundlichkeiten hinausschleudern, da hielt er inne und er fragte eigentlich ungewohnt normal.
Ja, was treibt Dich um zu früher Stund? Was wünscht Du hier – im Magierturm?
Wenn auch die Anrede keine der normalen Regeln der Höflichkeit entsprach, der Ton insgesamt, war nicht wirklich rau oder anmaßend, wie bei Cornmandl sonst üblich.
Autor: Neome Datum/Zeit: Di., 22. Dez 2009, 14:30
Cornmandls Witze waren abgeschmackt und unkomisch. Neome verzog das Gesicht zu einer Grimasse. Nie wieder würde sie im Magierturm zu Nuru lernen. Ein Mal war wahrhaftig mehr als genug. Auf solcher Art Demütigung konnte die Adeptin getrost verzichten.

Zumindest schien Cornmandl auf den Schwindel hereinzufallen. Neome atmete erleichert aus. Um gleich wieder die Luft anzuhalten. Entsiegeln wollte er die Tür. Ausgerechnet die ihre. Aus die Hoffnung, den  Mann überlistet zu haben. Sein Wutanfall mündete in einem Stakkato an Beleidigungen. Neome lief rot an vor Scham, entdeckt worden zu sein, und zugleich vor Wut. So etwas würde sie sich nicht bieten lassen. Na warte! Hinter ihrer Stirn arbeitete es. Du bekommst dein Fett noch weg, du Flegel!

Äußerlich blieb sie so ruhig wie möglich. "Entsiegeln? Wie Ihr wünscht."

Dies gelang ihr leichter als gedacht. Schon der erste Versuch reichte aus, die Cornmandlsche Versiegelung zu lösen. Neome setzte ein überhebliches Grinsen auf. "Na, Eure magische Verbindung war nun recht leicht zu überwinden, findet Ihr nicht? Ich denke, ich habe Eure Lektion verstanden, werter Herr Lehrmeister."

Mit flinken Fingern suchte Neome die Goldsumme zusammen, die für die Lehrstunde gefordert wurde. Ein angedeutetes Knicksen deutete eine Verabschiedung an.

"Habt Dank für Eure Mühe. Ach, und was Ihr über Frauen gesagt habt: Ihr habt Recht. Wir sollten in unseren Häusern bleiben. Und dort alles versiegeln, was einem gepflegten Umgang untereinander schädlich ist. Wie Euer Mundwerk, zum Beispiel."

Ein Wink von Neomes Hand genügte - nun wusste sie ja, wie es funktionierte, und Cornmandls Lippen waren versiegelt, so dass er keinen Mucks mehr von sich geben konnte.

"Entsiegeln dürft Ihr selbst. Darin seid IHR ja Meister, nicht wahr?"

Neome zwinkerte keck, wandte sich rasch um und spazierte mit ausladenen Schritten aus dem Turm, ohne sich weiter um Cornmandl zu kümmern.

bezahlt in der Akademie
Neome erlernt Versiegeln





Autor: Chiamara Datum/Zeit: Mi., 14. Apr 2010, 13:40
Schnell hatte sich in der entsprechenden Szene herum gesprochen, dass es Aufräumarbeiten in der Roten Laterne geben würde. Alles würde schöner, sicherer und hoffentlich ertragreicher.
Da konnte selbst Klarissa nicht weghören. Lange hatte sie dort gearbeitet und war nur gegangen, weil sie keine Hoffnung mehr sah für das Etablissement.

Als sie sich vorstellte waren die neuen Pächter nicht anwesend, was ihr schon komisch vorkam. Nur Bre, die sie schon von der Straße kannte.
Es stieß Klarissa auf diese rothaarige Tussi hier als Verwalterin anzutreffen.
Die Diskussionen mit ihr waren abzusehen. Von Beginn an.
So wollte Bre sie gar nicht einstellen - sie hatte etwas gegen all die früheren beschäftigten.
Ja, sie hatten immer die Weiber von der Straße gemieden und verachtet...
Aber sie hatte sich doch nur angepasst. Zum Glück hatten die anderen Angestellten für sie gesprochen.

Und nun durfte sie zu einem alten Stammkunden, den keiner gerne besuchte. Also hatte sie in den sauren Apfel gebissen.
Cornmandl war alles andere als ein angenehmer Kunde. Aber er ließ regelmäßig sein Geld in dem Laden.
Sie hoffte, dass er sich an sie erinnern würde. Ansonsten würde er sie vielleicht noch magisch angreifen, so verrückt wie er war.

Mit all diesen Gedanken war sie zu dem Magierzirkel gelaufen. Ja,sie wusste, wo sie Cornmandl fand. So ein um anderes Mal musste sie ihn hierher begleiten.
Entschlossen klopfte sie an der Tür.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 14. Apr 2010, 14:38
"Schon wieder eine Tusnelda mit ererbten, fuchtelnden Zauberstab, die dringend einen furchtbringenen Zauberspruch lernen muss, weil ihr ihr elendiger Bock zum 15 Male fremdgegangen ist. Das ist schlimmer als die neuerdings immer zahlreicher werdenden Tugendwächter." Cornmandl litt - sogar körperlich. Vor allem körperlich und er hatte es satt. So sehr er die Stelle hier genoss, das war absolut die unterste Schublade, diese Möchtemalgernemagierinnen.
Doch da er vermeinte, dass ihn Myriel beobachten ließ, ob er denn schön alle Kunden bediente, die kamen um lernen zu wollen, öffnete er widerstrebend und mit einem Gesicht das in mehr als eine saure Zitrone gebissen haben könnte und zischte mit  verachtender Stimme: "Macht die Hufe, alter Gaul, es gibt hier nichts, was ich Dir beibringen will. Außer Dich selbst zu exekutie..." dann erkannt er sie "Klarilein..." sein Ton war schlagartig verändert. "Machst Du seit neuersten ...Hausbesuche? Läuft das Geschäft so schlecht? Doch wo...hast Du das Spezialzubehör gelassen? Du wisst doch, dass... Du kennst mich doch und weisst um  meine besonderen Bedürfnisse. An normal habe ich kein Interesse, da musst Du Dir wem anderen suchen." und schon war er im Begriffe, die Tür wieder zu schließen. Doch dann stockte er, da war scheinbar mehr oder etwas Anderes "Ihr sammelt hoffentlich nicht für die Altersversorgung der ehemaligen Gunsatgewerblerinnen, denn dann bist Du hier auch verkehrt" jedoch hatte Cornmandl den Verdacht, auch darum ging es nicht. Es blieb ihm nicht erspart, er musste wohl oder übel dem Mundwerk, übrigens war sie für dieses berühmt und wenn er sich recht entsinnte, hatte ihr mal jemand den Namen Klari-Nette verpasst, das Ohr leihen. Wie auch immer er musste ihr zuhören, vielleicht nur einen kurzen Moment, aber er musste. Aber dazu musste er sie nicht reinbitten, es genügte sie hier abzufertigen, es sei denn sie hätte doch noch ein Angebot, das er nicht abschlagen könnte.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Mi., 14. Apr 2010, 16:02
Man hörte Cornmandl schon poltern, bevor er die Tür aufriss und Klarissa anpflaumte.
Alter Gaul? Die schwarzhaarige Frau stand ziemlich perplex vor dem Haus und hörte sich die Tiraden dieses ungehobelten Großmauls an.

Dann plötzlich schaute er sie an und wechselte völlig sein Benehmen. Welches aber, angebracht dessen, dass hier immer wieder die „normale“ Bevölkerung vorbei kam und alles mitbekommen würde.
Werbung für ihre Dienste schön und gut, aber bei jemand wie Cornmandl hörte sich das eher nach körperlichen Experimenten an.
Was es des Öfteren sicher auch war. Nun er zahlte gut – widerwillig und mürrisch aber immerhin.

’Corni, Liebster.’ Klarissa setzte ein liebliches Lächeln auf und säuselte den Magier an. ’Habt Ihr es noch gar nicht mitbekommen? Die Rote Laterne hat wieder geöffnet. Und – wenn ich das sagen darf – obwohl die neuen Pächter nicht aus der Branche zu sein scheinen, haben sie es gut hin bekommen. Sogar die Läuse sind aus den Matratzen verschwunden.’
Sie trat etwas näher an ihn heran und hauchte ihm zu:
’Und die speziellen Geräte, von denen ihr gesprochen habt sind von allem befreit, was sich so mit der zeit angesammelt hatte. Ich glaube sogar, dass sie neu sind.’
Dann nahm sie wieder den gewissen Abstand ein.
’Jedenfalls habe ich von Euch erzählt und sie möchten Euch natürlich gerne empfangen. Kommende Woche ist eine Eröffnungsfeier.
Ihr müsst vorbei kommen. Sonst entgeht Euch etwas.’

Die junge Frau zwinkerte ihm zu und deutete ihm an, wie kurvenreich das sei, was ihm entgehen würde.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 15. Apr 2010, 12:50
Interessiert lauschte er den Worten Klarissas und sein Gesicht geriet immer mehr zu einem, man könnte es ein freudige Erwartung ausstrahlendes nennen. Das war so etwas wie Musik in seinen Ohren, obwohl Cornmandl zu den eher unmusikalischen Gesellen gehört, denn sein Lieblings-Etablissement war mit der Zeit immer mehr verkommen. Was waren das noch für Zeiten gewesen, wo er nicht ohne ein paar blauen Flecken nach Hause gekeucht war. Die sich dann nach und nach in alle Farbschattierungen ausgeweitet hatten.
Aber dann, dilettantisches Personal, der Service teuer, aber mies und Cornmandl schauderte es noch immer, wenn er an die wohl zuletzt stark übergewichtigen Damen dachte. Das schlimmste war aber gewesen, dass er sich immer mehr ungestraft herausnehmen hatte dürfen. Nicht einmal gegrüßt hatte er beim Betreten der Zelle und anstatt der verdienten Stockschläge gab’s ein Setzt Dich schon mal hin, ich mache meine Nägel nur schnell fertig. Fürchterlich.

Aus. Vorbei. Eine neue Zeit. Eine bessere Zeit.

Interessiert folgten Cornmandls Augen den fließenden Handbewegungen und die Pupillen wurden dabei groß und größer. „Wirklich, neu und noch alle spitz? Und es tut auch ganz bestimmt weh? Dann komme ich nur zu gerne.“ Und bevor die dienstbare Frau sich wieder verkrümeln würde, fügte er hastig hinzu „Und Du hast bestimmt keine Zeit? Wir könnten ein Frage und Antwort Spiel machen und bei jeder falschen Antwort trittst Du mir heftig gegen das Schienbein  - so als Einstimmung gewisserma…Na ja war ja nur ein Versuch“ Trotzdem hoffte Cornmandl, dass sie vielleicht sich doch noch einen Ruck geben würde.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Do., 15. Apr 2010, 14:47
Das Mienenspiel ihres Gegenübers war nur zu köstlich.
Klarissa konnte sich regelrecht vorstellen, wie er sich über die zukünftigen Möglichkeiten in der neuen „Roten Laterne“ ausmalte.
Natürlich sagte sie ihm nichts von der Stummen. Sicher würde ihm es Spaß machen sie zu schikanieren, aber dieses junge unerfahrene Ding war noch nicht für so Typen wie Cornmandl geschaffen. Bre war da von einem ganz anderen Schlag.

Sie kramte in ihrer Rocktasche und holte ein unscheinbares Pergament heraus, geschlossen mit einem roten Faden und eine Siegel, das den Abdruck einer Laterne enthielt.
’Hier, die offizielle Einladung. Damit Ihr den Termin auch nicht vergesst.’

Nun versuchte er sie ins Haus zu locken und Klarissa war tatsächlich kurz davor dem Vorschlag zuzustimmen, doch dann wurden ihre Gesichtzüge hart.
Mit gespielt strengen Ton warf sie dem Magier entgegen.
’Der ungezogene Junge kann wohl nicht warten. Darf man denn so ungeduldig sein? Nein, darf man nicht!’
Sie haute ihm auf die Finger.
’Ich möchte, dass Du pünktlich bist nächste Woche, oder Du kannst Dich darauf einstellen drei Tage unter strengsten Strafmaßnahmen eingesperrt zu werden. Aber auch so wirst Du sicher schon ein paar Stockschläge einstecken müssen, weil Du Dich so lange nicht hast sehen lassen.’
Damit drehte sie sich um und lief Hüft schwingend ein Stück von der Tür weg, bevor sie sich noch mal umdrehte.
’Du darfst jetzt verschwinden, mein Diener. Geh!’
Und damit verschwand sie endgültig in einer der umliegenden Gassen.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Fr., 16. Apr 2010, 16:21
Sheherazade stand etwas unschlüssig vor dem Magierturm in Nuru. Genau eine angenehme Erinnerung vernband sie mit der Stadt, und irgendwelche Magier gehörten nicht dazu. Zum Ausgleich gehörten Magier bisher auch nicht zu den zahlreicheren schlechten Erinnerungen, die sie aus ihrem ersten Besuch in Nuru mitgebracht hatte. Der Turm sah jedenfalls in ihren Augen alles andere als einladend aus. Aber dieser Cornmandl sei ein fähiger Lehrer, hatte sie gehört, vor Allem, wenn es um diesen Schutzzauber ging, wie war er noch gleich genannt worden, Steinhaut? Und im Orden der Weisen schien es zur Zeit niemanden zu geben, der die Formel beherrschte. Also tat sie wohl auch etwas für den Orden, wenn sie es lernte.

Die Sharisad atmete tief durch und blickte noch einmal an sich herunter. An der Pluderhose und der schmalen Tunika konnte kaum etwas anstößiges sein. Sie glättete ihre Miene, versuchte sich in einem freundlichen, jedoch unaufdringlichen Lächeln und klopfte schließlich beherzt an die schwere Tür.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 20. Apr 2010, 10:44
Angestrengt und konzentriert hatte sich Cornmandl in die Lektüre vertieft, dessen Name ‚So wird die Angst vor Haarausfall genommen – Tränke gegen die Kahlköpfigkeit’. Nicht dass dies Cornmandl schon befürchten musste, obwohl kleine Geheimratsecken hatte er bei der Körperpflege auch schon aufgesürt.
…der Saft deren 3 Nackttäubelinge, ein Viertelvorderscherenteil des Strandwächterkrebses , die der Linken diametral entgegengesetzt… “ das Pochen an der Kammertür ließ sich nicht länger ignorieren. „Hoffentlich nicht wieder einer der Spezialaufträge von einer der Mitbewohnerinnen des Turmes. Den Sack Windelbohnensämlinge….

Eine Frau verlangt nach Euch. Cornmandls Miene schlug völlig um, er fragte gar nicht nach Details. „Klassira hat es sich anders überlegt. Sie hat…alles geholt, was sie brauchte und jetzt…“ in freudiger Erregung klappte Cornmandl das Buch zu, weit weniger sorgfältig, als es dessen Alter erforderlich machen würde. Er deponierte es auch wenig sanft auf einer Anrichte, war mit 2, 3 Sprüngen bei der Tür und eilte schnurstracks zu der wartenden…oh Du stockschwere Not, das war, also Klarissa sah anders aus, als die er da sah, war viel zu gebräunt, so würde Klarissa 3 Tage hintereinander in sengender Sonne nicht aussehen. Das Lächeln war ihm inzwischen gefroren.
Guten Tag, unangenehm! Wer immer Ihr seid, Fremde, ich nehme an, der Versandhandel ‚Die ranzelige Elster’ hat Euch jetzt beauftragt, mich herumzubekommen, dass ich doch noch dem Exklusiv-Erhalt der periodischen Fortsetzungsgeschichte ,Das Meer, das Meer, das Meer’ für die nächsten 36 Monate meine Zustimmung erteile…Doch, da ist nichts zu machen, Ihr habt Euch umsonst bemüht und nun bitte ich Euch nicht herein, nein, ich fordere Euch auf, diesen Turm auf der Stelle mit Eurer Nichtanwesenheit zu adeln, anderenfalls ich für meine nachfolgen Handlungen nicht verantwortlich gemacht werden kann.  Da hat der Zimmermann…“ Gestik, Sprache, Habitus, alle zusammen sprachen eine mehr als deutliche Sprache.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Sa., 24. Apr 2010, 16:00
Sheherazade musterte kurz die hagere Gestalt vor ihr, die sie da an der Tür in Empfang nahm. Es war ganz offensichtlich, dass der Mann jemand anderen erwartet hatte. Nun, das war nicht ihre Schuld; der Empfang war ein Ausbund an Unhöflichkeit, den die Beni Tahauri selbst in Dragonia bisher höchst selten erlebt hatte. Flammen begannen in ihren Augen zu tanzen. Sie nahm im ersten Augenblick nicht an, da vor ihr könnte tatsächöich der gepriesene Magier und Lehrer Cornmandl stehen. Das musste ein möglicherweise ein wenig beschränkter Laufbursche sein. Ein Mann bei Verstand würde doch zumindest ein Minimum an Höflichkeit waren, das jedem Gast zukam. Davon abgesehen, dass er völlig wirr redete - es war unmöglich, seinen Worten einen Sinn zu entnehmen.

Dann ging ihr auf, dass sie tatsächlich den Magier selbst vor sich haben musste. Der Diener, der ihr geöffnet hatte, würde kaum jemand anderem Meldung gemacht haben. Ihre Wangen färbten sich dunkel. Das sollte tatsächlich der gelehrige Herr sein, der ihr empfohlen worden war?

"Ich habe... nicht das Vergnügen, Euren Worten auch nur einen vernünftigen Gedanken entnehemn zu können.", erwiderte die Sharisad hitzig. "An die Höflichkeit in diesem Land habe ich schon früh gelernt keine allzu hohen Erwartungen zu stellen, aber selbst hier sollte es Euch doch geläufig sein, dass Ihr Euch durch Euer Benehmen nur selbst Schande aufs Haupt ladet! Von einem Gelehrten sollte man erst recht geschliffenere Sitten erwarten können. Nun gut... Magier. Wenn Ihr gedenkt, so mit denen umzuspringen, die um Unterweisung nachsuchen, werde ich mich nicht Eurer Grobheit aussetzen. Es wird in Aylann sicherlich jemand anderen geben, der mir den Steinhautzauber beibringen kann. Geht in Euren Tum zurück und leistet den Krähen Gesellschaft, wenn Ihr mögt!"

Die schlanke Gestalt wirbelte herum, um sich schnellstmöglich zu entfernen.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Mo., 26. Apr 2010, 09:36
Myriel.
Sollte sie das schnell abhandeln? Einladung abgeben und weg.
Aber dafür hatte sie ja Phelan nicht überredet, dass sie den Teil übernehmen durfte.
Chiamara hatte sich oft die Frage gestellt, warum und wie Phelan da mit drin steckte. Aber mit ihm gesprochen hatte sie auch nie.
Eigentlich hatte sie darüber mit niemanden von den damaligen Gefährten richtig gesprochen. Vielleicht noch die kurzen Worte mit Aristéa letzte Tage.
Aber sie hatte nachher auch andere Gedanken getrieben, als die Frage warum wer dabei gewesen war.

Und nun stand sie vor diesem Magierzirkel, dort wo die Erzmagierin stecken sollte.
Es war ihre Absicht gewesen sich Myriel etwas zu nähern. Vielleicht mehr mit ihr zu reden und als Vorwand die Einladung vorschiebend. Und jetzt war sie im Begriff zu kneifen.
Einmal tief durchatmen, sagte sie sich.
Kräftig klopfte sie zweimal gegen die Tür und wartete.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 29. Apr 2010, 14:59
Zufrieden blickte der Magier der sich davonmachenden Sheherazade hinterher, doch, nein, kein Gewissen, wo denkt man da hin da ist bei Cornmandl absolute Leere, aber die Erkenntnis, dass er in diesem Monat die zwar unverbindliche, auch nicht ausgesprochene aber doch irgendwie in der Luft hängende Quote von 3 Ausbildungen noch nicht annähernd erfüllt hatte, zwang ihn geradezu zu einer Handlung, die er freiwillig niemals machen würden, ja wo er sich vorher noch das kleinste Teil seiner Zunge abgebissen haben würde, er rief plötzlich mit hochroten Gesicht: „Warte….Du wirst niemanden finden. Komm zurück!!“

Und, wenn jetzt wer Cormandls Gedanken lesen könnte, dann sähe dieser einen eigenartigen Ringkampf zwischen: ich will nicht....ich muss....ich will nicht...ich muss...
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Mo., 03. Mai 2010, 15:50
Sheherazade war schon einige Schritte die Straße hinuntergeeilt. Sie hatte sich nicht nocheinmal zu dem unverschämten Kerl herumgedreht. Wenn er jemanden unhöflich behandeln wollte, musste er sich jemand anderen dafür suchen. Sie würde schon noch einen Lehrmeister finden für diesen Zauber.

Da hörte sie ihn tatsächlich hinter ihr herrufen. Es gäbe keinen Anderen... zunächst entlockte das ihr nur einverächtliches Schnauben. Es war ja nun mehr als unwahrscheinlich, dass dieser Cornmandl der einzige sei, der den Zauber gut genug beherrschte, um ihn auch zu lehren. Sogar jetzt sprach er sie ja an wie eine Dienstmagd - obwohl die meisten Leute zumindest ihres Volkes auch Dienstmägde mit mehr Achtung behandelten, so sie dewnn welche hatten. Aber der Zweifel war da. Wenn er nun recht hatte? Und gleichzeitig fand sie ihn durchaus auch unheimlich; der Gedanke, sich zu ihm in den Turm zu begeben, hatte etwas Beängstigendes.

Trotzdem - sie wollte diesen Zauber. Und es hatten auch schon andere beim ihm gelernt,, also musste er wohl etwas wie ein anerkannter Lehrmeister sein, so seltsam das auch anmutete. Sollte sie sich von Unhöflichkeit ins Bockshorn jagen lassen? Langsam wandte sie sich wieder zu Cornmandl um und ging die paar Schritte zurück.

"Soll das heißen, Ihr seid tatsächlich bereit, die Mühe auf Euch zu nehmen und mir den Zauber zu zeigen?", fragte sie leicht misstrauisch und mit immer noch leicht scharfem Tonfall. "Ich bin zwar nicht davon überzeugt, dass Ihr wirklich der Einzige in ganz Dragonia seid, der das kann... es wäre aber tatsächlich ärgerlich, den Weg umsonst gemacht zu haben." Zu den nächsten Worten musste sie sich durchringen, und das sah man ihrem Gesicht, das nie Emotionen zurückhielt, auch an. "Ihr könntet Euch also meiner... Dankbarkeit sicher sein. Wobei ich annehmen,", den Satz konnte sie sich dann doch nicht verkneifen, "dass Euch meine Goldmünzen, die Euch für Eure Lehrtätigkeit zustehen, mehr bedeuten als meine Dankbarkeit."
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 04. Mai 2010, 14:13
Die Ausbildungswillige kam tatsächlich zurück und er wusste nicht, ob er darob erfreut sein sollte. Sie gab einige Sätze von sich, die wohl ihre Unsicherheit überdecken sollten, aber so genau wollte es Cornmandl gar nicht wissen. Vorerst wortlos ließ er sie eintreten. Aber schließlich gab er doch eine Erklärung ab.

Es soll heißen, dass ich einen Vertrag habe, der mich verpflichtet Schwuch…Schwachkö…also alles, das meint, mit Magie kann man toll vor den anderen glänzen und sie für den letzten Volksfest- oder Jahrmarktsschrei halten, auszubilden. Und was die Annahme anbelangt, dass mir Gold mehr als Deine Dankbarkeit zusagt, liegst Du nicht gänzlich verkehrt, auch wenn es..aber das verstehst Du sowie so nicht.“ er machte sich keine Gedanken, ob er sie mit solchen Aussagen nicht endgültig abschrecken könnte.
Klar kannst Du was weiß ich wo, andocken und unterrichtet werden. Und man wird Dir als gute Zahlerin gar  leichtfertig ein kunstvolles Zertifikat in die Hand drücken, aber im Ernstfall kannst Du dann höchstens das als Verteidigung schwenken. Das wird dann jeden Angreifer zur Verzweiflung treiben – vor lauter Tränen in den Augen über so viel Chuzpe. Was Scharlatanerie und Schaumschlägerei anbelangt hat es die Magie hierzulande tatsächlich weit gebracht. Nun?

Er wartete die Reaktion nicht ab. Er holte aus einem Kasten 2 Schüsseln und wie aus Geisterhand hielt seine andere eine Kanne. Er füllte die Flüssigkeit aus der kanne, es schien sich um Milch oder so etwas Ähnliches zu handeln. Mal zuerst nicht sagend, aber nachdem sich die Tänzerin wohl nicht aus der Reserve locken ließ, startete er eine Erklärung.
Flüssigkeiten bildet nach einiger Zeit von sich aus eine Haut. Sie haben also alles was sie dazu brauchen schon…“ er holte einen Stab aus seiner Gesäßtasche und begann in der Flüssigkeit zu rühren, 5 mal in eine Richtung und dann gleich oft in die andere, dann zog er den Stab plötzlich hoch. Wie ein flüssiger Teig in einer Pfanne ergoss sich plötzlich etwas auf der Flüssigkeit, das augenblicklich erstarrte und eine dicke Kruste bildete.

Er füllte die zweite Schüssel auf und stellte sie ruppig vor Sheherazade ab. „Du bist dran

[Shery: Du hast 3 Versuche also 3W6.
1-3 wird nix,
4-5 ein Hautbildung findest satt, aber mangelhaft,
6 kein Unterschied zu Cornmandl festzustellen]
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 05. Mai 2010, 14:58
Einige Tage nach ihrer Ankunft in Nuru stand Myriel vor einem hohen Wandspiegel in ihren Gemächern. Wie oft hatte sie inzwischen das Gesicht betrachtet, das sich darin zeigte? Doch noch immer empfand sie es als ungewohnt lange pechschwarze Haare und totenbleiche Haut zu sehen und in unheimlich rot leuchtende Augen zu blicken die davon zeugten, das sie aus dem Geisterreich zurück gekehrt war.
Auch wenn sie mit Hilfe der Morphologie ihre alte Gestalt hätte wieder annehmen können, so hatte sie bislang davon keinen Gebrauch gemacht. Wäre dies nicht ein Frevel an ihrem Gott gewesen, an dem, der sie mit Hilfe einiger Drachenritter zurück ins Leben gerufen hatte? Die Druidin empfand es so und hatte beschlossen vorerst das Gesicht zu behalten das Côr für sie erwählt hatte.

Myriel zog die Kapuze ihres Umhangs ins Gesicht bis der Schatten über ihre Augenpartie fiel. Seit der Wiedererweckung waren sie empfindlich gegen Licht geworden und abgesehen davon fiel die ungewöhnliche Augenfarbe so weit weniger auf. Langsam lenkte sie ihre Schritte die Treppe hinunter. Sie wollte nachsehen wo Cornmandl war. Sie hatte eine Aufgabe für ihn, er sollte ihre magischen Fähigkeiten weiter unterrichten. Doch noch bevor sie seinen Raum erreicht hatte, hörte die Schwarzmagierin ein Klopfen an der Tür. Für gewöhnlich hätte sie sich nicht darum gekümmert, aber irgendetwas ließ sie innehalten und den Kopf zur Tür wenden. Ein unbestimmtes Gefühl sagte ihr, dass der Besucher etwas von ihr wollte, auch wenn sie nicht wahrnehmen konnte wer er war. Langsam, fast so als ob sie in einem Traum wandle, ging die Druidin auf die Tür zu und öffnete diese. Einen Augenblick lang sah sie Chiamara lediglich an, dann stellte sie fest:

Ihr sucht nach mir. Was kann ich für Euch tun?
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Mi., 05. Mai 2010, 15:54
Eigentlich hatte Chiamara einen Diener oder niederen Magier erwartet, der ihr aufmachte. Doch als die Tür sich öffnete, erblickten die Augen der blondhaarigen Frau das ungewohnte Gesicht der wiederbelebten Magierin.
Obwohl man wegen der Kapuze, die tief hing, nicht viel eben von diesem Gesicht oder den Haaren sehen konnte.
Kurz dachte sie an das Bild Côrs: Seine dunklen Haare und die Augen. Die Ähnlichkeit mit denen der Erzmagierin erschreckte sie.
Und dann wusste Myriel schon, dass sie es war zu der Chiamara wollte.
Was wusste diese Frau noch alles von ihr und ihren Gedanken und Sehnsüchten?

Wie immer vergeudete die ehemalige Apothekerin von Drachenauge keine Zeit und bat ohne Umschweife zu erfahren, was Chiamaras Begehr war.
Dann sollte sie auch so direkt antworten.

’Nun da Ihr ja schon fasst alles zu wissen scheint, brauche ich wohl nicht viel sagen.
Erstens bin ich hier um Euch - auszuspionieren. Kennen lernen hört sich nach etwas wie Anstand oder Wohlwollen an, was es bei uns doch eher nicht ist, oder? Ich bin jedoch neugierig, mit wem Armande Umgang pflegt. Immerhin könnte es sein, dass man sich noch mal über den Weg läuft.’

Chiamara hatte aus der besonderen Verbindung die zwischen Myriel und Armande bestand geschlossen, dass die Magierin von ihrer Liebesbeziehung wusste. Darum versuchte sie erst gar nicht etwas zu vertuschen.

Ein zweitens kam erstmal nicht, weil Chiamara die Reaktion auf erstens abwarten wollte.
Obwohl sie sicher Ärger von Phelan erhalten würde, wenn sie die „Einladung“ nicht aussprach.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 06. Mai 2010, 06:48
Myriel zuckte mir keiner Wimper als Chiamara davon sprach das sie stets alles zu wissen schien. Das stimmte bei weitem nicht, nur war sie recht gut darin das Wissen das sie hatte so einzusetzen das sie eben diesen Eindruck erweckte. Und oft erzielte sie damit genau den Effekt, den sie jetzt auch bei der blonden Soldatin erreicht hatte: die Leute plauderten mehr aus als sie es für gewöhnlich getan hätten.

Armande also - das war interessant. Hatte der Marquis sich also eine Gespielin zugelegt. Vielleicht konnte Ihr das irgendwann noch von Nutzen sein - war es das nicht sogar schon gewesen? Immerhin hatte diese Frau der Gruppe Drachenritter beigewohnt die sie erweckt hatten - und dem blutigen Dolch nach zu urteilen den sie in der Hand gehalten hatte war sie an dem toten Mann im Pentagramm nicht ganz unschuldig gewesen.

Die Schwarzmagierin musterte Chiamara unverblümt weiter ohne sie herein zu bitten. Ob es daran lag das ihr die entsprechende Kinderstube und Höflichkeit fehlte oder ob sie drauf und dran war der blonden Frau die Tür wieder vor der Nase zuzuschlagen, war nicht eindeutig erkennbar. Den Türknauf hatte Myriel jedenfalls noch nicht wieder losgelassen.

Ihr wollt mich also ausspionieren. Und was glaubt Ihr hier entdecken zu können? Ausgestopfte Tiere? Leichen im Keller? Oder gar... Folterbänke?

Einen spöttischen Unterton konnte die Druidin sich nicht verkneifen. Für so dumm würde auch Chiamara sie wohl nicht halten, dass sie ihr Dinge zeigen würde, die ihr in irgendeiner Weise schaden konnten.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Fr., 07. Mai 2010, 12:31
Ein leichtes Grinsen konnte sich Chiamara nicht verkneifen, als die alt bewährte Myriel zum Vorschein trat.
Die Soldatin störte sich nicht daran. Nicht mehr. Es war ihr vielleicht nicht völlig egal, aber ändern würde sie daran auch nichts.

’Ach, Lady Myriel, was Ihr so als „Freizeitvergnügen“ bereibt, ist ja doch nicht so von meinem Interesse. Vielleicht solltet Ihr da eher andere Partner suchen. Aber danke für die Andeutung, falls sich meine Gelüste mal im Hinblick auf exotische Beiwerke ändern sollten, komme ich darauf zurück.’

Ihr war klar, dass es nicht das Gespräch war, wie sie es sich vorgestellt hatte.
Wie sollte sie das nur in rechte Bahnen lenken?
’Ich habe mich wohl etwas falsch ausgedrückt. Ausspionieren ist ein solch negatives Wort. Ich habe gehofft, dass ich mehr von allem - nein von ihm - verstehe, wenn ich mit Euch rede. Aber ich muss feststellen, dass es noch zu früh ist. Ich kann noch nicht offen damit umgehen und Ihr scheint mir immer noch so unnahbar. Darum hoffe ich darauf, dass ich irgendwann mal eine Chance habe.’

Sie wusste nicht, ob deutlich wurde, dass sie Côr meinte, aber sie hatte auch wahr gesprochen, als sie sagte, dass sie wohl noch nicht offen reden konnte, wie sie wollte.

’Also zu dem anderen Thema. Die Rote Laterne eröffnet morgen wieder ihre Pforten. Wir würden Euch gerne auch unter den Gästen empfangen wollen. Ach ja, falls es Phelan nicht schon gesagt hat. Er und ich – unter andere Identitäten - versuchen den Laden etwas in Schwung zu bekommen. Wenn Euch nicht nach Spielchen ist, dann vielleicht einfach mal nach einer anderen Umgebung.’

Und das konnte sie sich jetzt nicht verkneifen:
’Und falls Ihr doch Heimweh bekommen solltet: Wir haben auch viele von diesen Geräten im Keller, wie Ihr. Und dazu noch einen echt attraktiven Kellner, der diese Art der Folter gerne auf sich nimmt.’
Autor: Myriel Datum/Zeit: So., 09. Mai 2010, 15:37
Freizeitvergnügen? Myriels Gesichtsausdruck wurde verschlossener. Wovon redete die Soldatin da nur?

Wenn Ihr Euren Marquis besser verstehen wollt, solltet Ihr wohl mit ihm reden - und nicht mit mir. Das er mich wieder hat zum Leben erwecken lassen war reiner Eigennutz von ihm. Meine Kräfte schützen ihn - und seine Stadt.

Chiamara wechselte das Thema und was sie Myriel nun erzählte erstaunte die Druidin tatsächlich. Phelan hatte etwas mit der roten Laterne zu tun? Ebenso wie die Frau Hauptmann von Drachenauge? Die Druidin lachte leise.

Wisst Ihr das Euch dieses Etablissement Eure Anstellung kosten kann? Ich glaube nicht das Euer Statthalter begeistert davon wäre wenn er wüsste in welchen anrüchigen Lokalen Ihr verkehrt. Ihr solltet vorsichtig damit sein wem Ihr davon erzählt. Und was Euer Angebot angeht: wenn Ihr Euren Kellner nicht verlieren wollt solltet ihr es besser zurück ziehen - es gibt niemanden der eine Folter von mir überlebt hätte.

Die Lippen der Schwarzmagierin verzogen sich zu einem überheblichen Lächeln.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Di., 11. Mai 2010, 13:37
"Ihr seid also verpflichtet, andere auszubilden. Das muss ja wirklich schrecklich sein." In Sheherazades Stimme hatte sich tiefer Sarkasmus geschlichen. "Ihr tut mir direkt leid...nun, was Jahrmarktschreier angeht, kann ich Euch beruhigen: Ich bin keine. Noch etwas - mir ist ncht bewusst, dass ich Euch das Du angeboten hätte. Dass Respekt in DRagonia auch zu den selteneren Qualitäten gehört, habe ich allerdings auch schon gemerkt. Ach, was solls..." Es würde kaum Zweck haben, auf diesen ungehobelten Kerl einzureden. Er würde sich davon nichts annehmen, und sie konnte nur verlieren. Sie beschloss, so wenig Worte wie möglich zu diesem Möchtegernausbilder zu sagen, sondern nur so viel von ihm zu lernen, wie möglich war, und dann diesen ungastlichen Ort wieder zu verlassen. Ob ihr das mit ihrem Temperament gelingen konnte, blieb natürlich dahingestellt.

Vorerst aber hielt der Vorsatz. Mit zusammengekniffenen Lippen folgte sie ihm ihn den Turm hinein und sah stumm zu, wie er diese Schüsseln herausholte. Dass er aus der Luft eine Kanne herbeibeschwor, war zwar beeindruckend, aber die Tänzerin war fest entschlossen, sich keine Reaktion anmerken zu lassen. Sie sah nur aufmerksam zu, was er jetzt tat. Es war leicht, sich zu merken, wie er den Zauberstab bewegte, doch dann kam - nichts. Keine weitere Erklärung, keine Bemerkung dazu, wie sie es erreichen sollte, dass sich diese Haut auf der Flüssigkeit bildete. Dazu musste er wohl gemerkt haben, dass sie eben keinen Stab hatte. Ihre Magie manifestierte sich nicht durch Geschwenke mit irgendwelchen Stäben. Und wie sollte sie das nun nachmachen?

Sheherazade warf Cornmandl einen ungläubigen Blick zu. Dann näherte sie sich der zweiten Schüssel und blickte auf diese Flüssigkeit hinunter. Sie könnte versuchen, die Bewegungen mit dem Finger zu machen, aber sie wollte wirklich nicht in irgendeine unbekannte Flüssigkeit hineinpacken. Außerdem hatte sie schon beim Erlernen des Gestaltwandelzaubers bemerkt, dass sie nicht weiterkam, wenn sie versuchte, fremde Methoden zu kopieren. Sie musste ihren eigenen Zugang finden. Schließlich fand sie, es sei wohl das Einfachste, einfach die Bewegungen des Stabes nachzutanzen. Und genau das tat sie dann auch: drehte sich fünfmal anmutig in der einen Richtung im Kreis, fünfmal in der Anderen, hielt dann die Hand über die Schüssel und hob sie mit einem Ruck in die Höhe.

Es überraschte sie fast selbst, dass das auf Anhieb funktionierte: aber mit einem leisen Knistern bildete sich tatsächlich eine dicke Haut auf der Flüssigkeit, die ihr von seiner nicht unterscheidbar zu sein schien. Zufrieden, aber mit keinem Wort trat sie von der Schüssel zurück.

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beim 1. Versuch schon 6 gewürfelt
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Di., 11. Mai 2010, 15:40
’Ich spreche nicht vom Marquis, Lady Myriel.’
Knapp antwortete sie auf den Kommentar der Magierin.
Sie beließ es noch bei einem:
’Handelt nicht irgendwie jeder eigennützig?’

Das Lachen der Schwarzhaarigen klang leise in ihrem Ohr und die Drohung, die diesem folgte war unüberhörbar.
Hatte diese Hexe immer noch nicht gelernt, dass manchmal auch Hilfe nötig ist um ein Ziel zu erreichen? Chiamara würde es sich zweimal überlegen dieser hochnäsigen Tante noch einmal helfen zu wollen. Armande hin oder her.

’Ach seid versichert, der Statthalter von Drachenauge hat gerade andere Probleme. Aber früher oder später kommt es eh heraus mit meinem Nebengewerbe. Nur ich, in meiner Position, hätte sogar noch eine plausible Erklärung, warum ich diese Quelle der Informationen unbedingt brauche. Aber selbst wenn das nicht funktioniert: Nuru hat seit geraumer Zeit keinen Hauptmann mehr. Ich glaube der Statthalter dieser Stadt wird nicht umhin kommen mich im Notfall einzustellen. Ich jedenfalls erinnere mich an eine kürzlich stattgefundene Reise, weswegen er mir noch einen Gefallen schuldig ist. Und dann wandere ich ständig hier in den Gassen umher. Ist Euch das lieber?’

Jetzt war es an ihr etwas hämischer zu grinsen.
’Ach, die Angestellten sind mir echt egal. Ersetzbar, wie Tiere. Sie haben sich den Arbeitsplatz ausgesucht, also was kümmert es mich.’

Diese Frau war kaum auszuhalten. Sie stänkerte und provozierte. Und Chiamara ließ sich immer wieder von ihr dazu reizen sich emotional auf ihre Ebene hinab zu begeben. Und warum begab sie sich überhaupt mit ihr ab? Seit diesem Vorfall mit Côr war Myriel wie ein Magnet, der sie magisch anzog. Sie musste sich von dem Magneten Myriel lösen.

’Ihr könnt Euch den Laden und diese Angestellten ja morgen ansehen und selbst beurteilen, ob sie es wert sind.’
Sie übergab der Erzmagierin ein Pergament und sagte etwas von: ’Falls unser Türsteher euch nicht direkt einlassen möchte.’
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 12. Mai 2010, 15:05
Cornmandl schnaubte sichtbar, wie er die Worte Scheherazade vernehmen musste, machte aber keine Anstalten das Gespräch fortzuführen, als die Erwähnte sich daran machte, die gestellte Aufgabe zu erfüllen. Natürlich hatte Cornmandl wie üblich so wenig Hilfestellung wie nur irgendwie möglich gegeben um seine Vorurteile bestätigt zu sehen, dass, na ja, man kannte das ja. Allein, dass seine Methoden unmöglich waren, konnte einige doch nicht davon abhalten, doch zu ihm zu kommen. Entweder wussten die armen Geschöpfe nichts von dem was sie erwartete oder aber sie hatten zwar gehört welch ungeheuerliches Benehmen der Mann an den Tag legte, aber auf seinen Spezialgebieten gab es kaum jemand im Umkreis von 4 Tagesreisen, der beschlagener gewesen wäre. Aber man brauchte ein dickes Fell…

Cornmandl wägte nicht ab, er war sich sicher was er der Laienmagierin alles an den Kopf werfen würde und als er sie da rumwirbeln sah, war es mit seiner Beherrschung sowieso dahin. Gerade wollte er sich den Humbug verbieten, da trat diese Frau von der Schlüssel zurück und die Zufriedenheit, mit der sie das tat, verhieß – aus Cornmandls Sicht natürlich – nicht übertrieben Gutes.
Er trat zu der Schüssel fing schon an „Es war Dein simple Aufgabe, die Flüs…..“ er stutzte, stockte, spukte auf den Boden. „Zum verbogenen Hufnagel…wie war Dir das möglich? mehr als einen Moment war er völlig konsterniert und als er sich wieder zu fangen beginn, geschah das äußerst zögerlich. Es war nicht das erste Mal, aber eine der unerwartetsten Niederlagen des Ausbilders Cornmandl.
Nun, in meine Gütigkeit, habe ich Dir zu sehr geholfen, da war es nur mehr ein Kinderspiel den letzten Schritt zu tätigen und der war dann auch noch mit einer unverschämt hohen Portion Glück und Zufall ausgestattet.“ nur mit Mühe schaffte er es die tolle Leistung von Scheherazade in eine schlechteres Licht zu rücken. 
Nun beweise, dass Du es kannst. Ich bin kein Unmensch und verlange nichts Unmögliches, was nicht jeder mit ein wenig Begabung und Übung hinbringt. Ioch möchte das…
Cornmandl strich sich mit der Fingern an der Unterseite, an der Oberseite, an der linken,  an der rechten Seite seines Oberarmes entlang, murmelte irgend ein unverständliches Zeugs und legte dann mit Hilfe des einen Armes seinen linken Arm auf die Anrichte. Er holte aus einer Schublade darunter einen Kochlöffel und hieb 3 mal wuchtig auf seinen wie abgestoren daliegenden Arm. 1 mal, 2 mal 3 mal. Er verkniff es sich Scheherazade auch dazu aufzufordern draufzuhauen.
Deine Aufgabe besteht darin, ein Körpergliedmaß so zu schützen, dass ich es keine Schmerzen….“ bedeutungsvoll liess er den Kochlöffel in seine offene Hand knallen.

[Deine Aufgabe Sheri:

würfle bitte 4W6. bei 4 * 5 od. 6 sind alle Seite geschützt andernfalls entsprechend weniger. Denn Kochlöffeltest darfst Du dann selbst machen]

Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Do., 13. Mai 2010, 14:23
Cornmandls Reaktion verriet ihr mehr, als ihm vielleicht recht war. Ein Lob für ihre gelungene Ausführung hatte Sheherazade schon gar nicht erwartet, aber das sprach Bände. Er hatte weder erwartet noch beabsichtigt, dass sie die Aufgabe lösen sollte. Die Tänzerin sog scharf die Luft ein. Wie dieser Mann jemals an eine Lehrlizenz gekommen sein sollte, war ihr ein Rätsel. Vielleicht hatten gute Beziehungen da eine Rolle gespielt. Er schien wohl wirklich ein sehr guter Magier zu sein, aber als Lehrmeister...

Sheherazade nahm sich vor, sich vollkommen auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren, statt sich weiter aufzuregen. Ihr Wunsch, so schnell wie möglich aus dem Turm wieder wegzukommen, wa jedenfalls nicht geringer geworden durch die in ihren Augen völlig ungerechtfertigten Worte des Magiers. Sicherlich war auch Glück mit im Spiel gewesen, aber dass sie hier irgendwas seiner übergroßen Güte zu verdanken hätte... Sheherazade schnaubte leise.

Auch bei der zweiten Aufgabe kam es wie bei der Ersten - eine rasche Vorführung, diesmal statt Stabgefuchtel irgendwelches undeutliches Brummeln. Dazu kein Wort der Erklärung, es war wieder ihr selbst überlassen, den Mechanismus hinter dem Zauber zu entdecken und das Ganze dann ihrer eigenen Methode anzupassen. Sie fragte sich, ob es nötig wäre, dass der Arm dabei so steif und unbeweglich... was hatte er denn jetzt mit dem Kochlöffel vor? Sheherazade erbleichte - weniger vor Angst, als vielmehr vor Wut. Wenn dieser Kerl glaubte, sie würde sich von ihm schlagen lassen, hatte er sich aber bitter getäuscht! Auf gar keinen Fall würde sie sich das gefallen lassen! Ihre Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. Dann atmete sie tief durch. Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen...

Erneut tanzte sie ein paar Schritte, und diesmal erklangen gemessene, dumpfe Trommelschläge dazu - vier Schläge, dann war es vorbei. Ihr linker Arm war fast unmerklich ... schimmernder geworden - als bestünde seine Hülle nun nicht mehr aus Haut, sondern aus Bronze von der gleichen Farbe wie ihre Haut. Nur die rechte Seite ihres Arms war matt geblieben. Es war diesmal nicht ganz vollkommen geglückt, das sah und spürte sie schon - dennoch war sie eigentlich ganz zufrieden, wenn man bedachte, wie spärlich die Erläuterungen gewesen waren.

Obwohl sie also wusste, das die Kochlöffelprobe ein wenig wehtun würde, trat sie ohne mit der Wimper zu zucken auf Cornmandl zu und nahm ihm den Löffel weg, ohne nach seinem Einverständnis zu fragen. Sie blieb dabei, dass sie ihn nicht erlauben würde, sie zu schlagen. So wie er hieb sie auf ihren bronzeschimmernden Arm eiin. Dreimal gab es einen leise klingenden metallischen Ton, nur beim vierten Mal klatschte der Löffel auf weiche Haut. Sheherazade verzog jedoch keine Miene und zuckte nicht; ihr Stolz erlaubte ihr nicht, vor diesem Mann irgendeine Regung zu zeigen. Dann warf sie mit einer verächtlichen Bewegung den Löffel auf die Anrichte und wandte sich Cornmandl wieder zu.

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gewürfelt: 6,2,5,5 
Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 13. Mai 2010, 16:08
Seid Euch versichert das es mir relativ gleichgültig ist durch welche Gassen Ihr streift, ganz gleich ob sie in Nuru oder Drachenauge liegen. Und welches Verhältnis Ihr zu dem Marquis oder der hiesigen Kaserne pflegt interessiert mich nicht im Geringsten. Ich schulde Euch eine Gefälligkeit Chiamara - aber wie Ihr schon sagtet - das macht uns nicht zu Freundinnen. Also erwartet nicht das ich mich aus lauter Dankbarkeit wie eine verhalte.

Sie nahm das Pergament entgegen und betrachtete es einen Moment lang, dann sahen die blutroten Augen Chiamara an und suchten ihren Blick.

Vielleicht werde ich zur Feier kommen. Und vielleicht seid Ihr irgendwann soweit, das Ihr die Dinge beim Namen nennen könnt und direkt die Fragen stellt auf die Ihr eine Antwort sucht. Dann können wir reden. Doch vorher ist jedes weitere Wort nur verschwendete Zeit. Ich danke für die Einladung. Und nun gehabt Euch wohl - ich habe noch zu tun.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 14. Mai 2010, 11:26
Cornmandl sah’s und Cornmandl genoss es nicht. Diese Frau stellte sich geschickter an als alles und alle, die er jemals unterwiesen hatte. Vor allem an dieser zweiten Übung waren Scharen von sogenannten Magiern so verzweifelt, dass sie schreiend den Turm verlassen hatten und niemals wieder gesehen wurden. Das hatte Cornmandl immer am meisten gefallen. Und dass der Betrag dann trotzdem eingehoben wurde. Nein, besser war schon das Scheitern zu sehen. Genau das hatte er auch hier erwartet. Eine in Tränen aufgelöste Heulsuse, doch es kam anders. Ganz anders. Eine selbstbewusste nicht untalentierte Frau tat Cornmandl den Gefallen nicht und der? Der bebte innerlich vor Rage, Wut und Zorn. Das konnte, das durfte nicht wahr sein. Dabei hatte er auf Erklärungen so weit wie möglich – bewusst – verzichtet.

Zuerst wieder das Gehampel, dann Getrommel. Das konnte doch nichts werden. Doch weit gefehlt. Schon aus der Distanz erkannte er, das Weib hatte es wieder geschafft. Aber ein klitzekleiner Triumph blieb, einen kleinen Fehler hatte sie sich dann doch erlaubt. Und als sie den Hiebtest machte, hieb Cornmandl bei dem auf die ungeschützte Stelle im Geiste kräftig mit und kurz, ganz kurz schweiften seine Gedanken ab. Doch dann erlaubte er sich diesen Luxus nicht weiter an sein vergnügen zu denken und sah wieder der gerade real existierenden Welt ins Auge.

So, so“ grummelte er „ich weiß zwar nicht welche Theater Du da veranstaltest und wie Du das…aber…“ nein, die anerkennenden Worte wären ihm wirklich nur beinahe rausgerutscht. Er hatte sich noch rechtzeitig gezügelt. „Du täuscht mich nicht. Ich bin sicher, irgendein Quacksalber hat Dir auf einem Jahrmarkt die Grundzüge schon einmal beigebracht. Stimmt’s oder habe ich recht?“ er hatte sich nun in die Idee verrannt, dass sie den Spruch längst beherrschte und sich nur zum Vergnügen zu ihm begeben hatte.
Nun, es gibt sich bessere Freizeitvergnügungen als einen Magiespruch zum 8 Mal vorgeblich ‚neu’ zu lernen. Nun kommt aber die Nagelprobe, das kannst Du noch nie gemacht haben, denn außer mir…“ es folgte eine Laudatio in eigener Sache, bevor er zur Sache kam: „Es kommt jetzt darauf an, den Körper komplett gegen Verletzungen immun zu machen. Du hast 30 Minuten. Wenn Du es geschafft hast, lass es mich wissen, ansonsten verlängern wir die Zeit beliebig, bis du entweder aufgibst oder …“ er überlegte kurz.
Da du Dich für die tänzerische Form entschieden hast, schlage ich vor, es diesmal vielleicht mit einem Handstand zu versuchen, damit der Schutzmantel…der aber eigentlich aus einem selbst entstehen muss, da ja nur der Hautwiderstand extrem erhöht wird, aber was erzähle ich Dir da, das hat man Dir bestimmt auch schon…wie auch immer mach jetzt, die Zeit läuft ab jetzt. Ich werde Dich nicht stören, bei Deinen Bemühungen, aber den Härtekratztest, den werde ich selbstvornehmen, das gehört zur Ausbildung.“ und damit ließ er sie erneut, nur mit dem Zipfel einer Information ausgestattet, alleine. Und ja, er lachte als er abtrat, er hielt das mit dem Handstand für einen gar prächtigen Witz. Ein Witz von Cornmandl.

[Sheri: Ich hoffe, Du hast verstanden. Ich glaub schon.
Aber zur Sicherheit nochmals:
Der Zauber gelingt wie in der normalen Spielwelt bei 1-3, bei 4-6 misslingt er. Du darfst so oft wie Du willst würfeln, bis er gelingt. Für jeden Versuch brauchst Du 30 Minuten (Konzentration, Erholung…etc). Bei Deinem Glück dürfte das nicht allzu lange sein.]
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Fr., 14. Mai 2010, 11:39
Freundin. Das hörte sich wie eine Drohung an.
Sie schüttelte angewidert den Kopf.
'Gut, dass wir uns da einig sind. Ich bin auch nicht darauf aus eine Freundin zu haben, deren Hinterhältigkeiten ich mehr fürchte müsste als meinen Feind. '
Sie hob ihr Augenbrauen und blickte sie mit ihren grünen Augen an.
'Was diesen Gefallen betrifft. Ihr schuldet MIR rein gar nichts. Ich habe es nicht wegen Euch gemacht. Ihr schuldet dem Marquis einen Gefallen. Und mein Auftrag ist mit Eurer Auferstehung erledigt.'

Das Gespräch war beendet. Wie immer ziemlich unbefriedigend.
'Dann werde ich mich jetzt verabschieden. Einen...' Angenehmen Tag? Nein sicher nicht.
'Vielleicht bis zur Eröffnung.'
Sie nickte kurz und drehte sich um. Keine Angst, dass ihr vielleicht eine Feuerkugel hinter ihr her flog.
Diese Reise in die Wüste hatte sie innerlich stärker gemacht. Sie hatte stolz ihren Kopf erhoben und lief zur Roten Laterne.
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Do., 20. Mai 2010, 10:43
Hatte sie sich verhört oder war da diesmal tatsächlich etwas wie ein Tip gekommen, wie sie die nächste Aufgabe angehen sollte? Nun, wenn, war er wohl kaum ernst gemeint. Ein Handstand... das war doch eher etwas für Akrobaten. Außerdem ziegte schon sein Lachen an, dass er glaubte, einen Witz gemacht zu haben. Sheherazade enthielt sich eines Kommentars und nickte nur. Nur zu der Vermutung mit dem Quacksalber, von dem sie den Zauber schon gelernt haben sollte, machte sie doch ein sehr erstauntes Gesicht. "Also...", sagte sie langsam, "Ich weiß worklichnicht, was Euch zu dieser Vermutung bringt, aber - was für einen Vernünftigen Grund sollte ich haben, mitch mit Euch abzugegben und Zeit und Geld zu verschwenden, wenn ich den Zauber schon beherrscht hätte?" Sie schüttelte leicht den Kopf und machte sich dann an die gestellte Aufgabe.

Sie hatte schon bei der letzten Aufgabe einen kleinen Fehler gemacht, und wenn sie nun auch in den Grundzügen wusste, was sie tun musste, um den gewünschten Effekt herbeizurufen, so war es doch ein ziemlicher Unterschied, ob man nur einen Arm oder den ganzen Körper schützen wollte. Nun, vielleicht wäre es am Einfachsten, den schutz Stück für Stück aufzubauen. Natürlich würde das eben seine Zeit dauern, aber am Anfang brachte es nichts, sich zu hetzen. Sie wiederholte die Tanzfolge von eben und spürte, wie der Schutz um ihre Haut sich zu bilden begann - am linken Arm, wie eben. Mit leichten Variationen tanzte sie nun wieder und wieder diese kleine Folge, und sie war selbst erstaunt, wie einfach das letztendlich ging -aber schließlich hatte sie es tatsächlich geschafft. Am ganzen Körper schimmerte ihre Haut nun mit diesem flüssigen Bronzeton, und diesmal wies der Schutz tatsächlich keine Lücke auf.

Mit diesem Ergebnis ging sie wieder zu Cornmandl hin. Erfreut stellte sie fest, dass die verhärtete Haut sie nicht in ihren Bewegungen behinderte. In der Hand hielt sie ihren Rosendolch. Da war noch die Frage mit diesem Test... "Ich glaube, ich habe es geschafft.", sagte sie. "Aber mit Verlaub - ich werde Euch nicht gestatten, mich anzurühren, um irgendwelche Tests durchzuführen. Dazu vertraue ich euch nicht genug. Seht her:" Mit einer deftigen Bewegung zog sie die Schneide des Dolches erst über ihren rechten Unterarm, dann über den linken. Nichts geschah - kein Blut, nicht einmal ein leichter Kratzer blieben auf der Haut zurück. Nachdem sie so demonstriert hatte, dass der schild hielt, wich sie ein Stück von ihm zurück und sah ihm direkt in die Augen. Man hatte sie in der Sarafina Respekt vor Lehrern gelehrt, gewiss - aber dort war es auch üblich fü+r die Lehrer, ihre Schüler gerecht und vor allem höflich zu behandeln. Nein, diesem Mann traute sie wirklich nicht - und so konnte sie es wirklich nicht über sich bringen, ihm zu erlauben, ihr zu nahe zu kommen.

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Würfelergebnis: 3 beim 1. Versuch
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 20. Mai 2010, 11:45
Mit Vernunft brauchte man Cornmandl nicht zu kommen, aber das konnte Scheherazade wohl nicht wissen. Neben ihm selbst war für niemanden anderen Platz, auch nciht für die Vernunft. Aber jetzt hatte er ihr ja die ultimative Aufgabe gegeben, woran sie vielleicht nicht scheitern, aber so lange brauchen würde, dass er seine Freude daran haben werde.

Er hatte die Sanduhr noch kein einziges Mal umgedreht, da stand diese Scheherazade schon wieder bei ihm und erzählte ihm allen Ernstes, dass sie die Aufgabe praktisch gelöst hätte. Und dies schien ihr auch Selbstsicherheit zu geben. Jedenfalls war sie nicht gewillt, ihn den Test durchzuführen. Da Cornmandl ein Mann der Beleidigung, der Herabwürdigung, der verbalen Attacke ist, aber ganz bestimmt keiner der eine Person gegen ihren erklärten Willen anfasst, ja ihr nicht einmal zu Nahe zu kommen versucht, akzeptierte er dies und zum Glück stand er nicht sondern saß auf einem Stuhl, denn das was er da sah, brachte seine Kinnlade in Bewegungslosigkeit. Die Frau hatte es in weniger als 30 Minuten geschafft, zumindest was er sehen konnte, sich komplett in ein geschütztes Wesen zu verwandeln. Das hatte er noch niemals erlebt und er machte ja schon sein einigen Jahren diese Art der Ausbildung. Zuerst in der Akademie und seit einiger Zeit hier im Zirkel. Nein, das war noch niemals vorgekommen. Und auch in den Beschreibungen stand in den Zusatzerklärungen zur Erreichung dieser Magierkunst eine Zeitspanne von mehreren Stunden angegeben.

Sie aber demonstrierte durchaus eindrucksvoll mittels eines Dolches, der ganz bestimmt kein Kinderwerkzeug war, wie wirksam der aufgebaute Schutz war. Und wenn sich Cornmandl auch vorher die Zunge rausreißen würde, bevor er das zugeben würde, aber er war stark beeindruckt.
Trotzdem ein Teil rutschte noch raus. „Beachtens…äh…Nein, ich denke, als Beweis, sollte das ausreichen. Es ist gut zu sehen, dass meine Lehrmethoden so gut greifen, dass sogar Du es schaffst, das Ziel zu erreichen. Das gibt mir die Gelegenheit, mich schneller wieder Deiner zu entledigen und Dich an die frische Luft zu expedieren und ich kann mich wieder den Lehren der alten Meister widmen. Ich könnte jetzt noch anfügen, dass es mich wenig gefreut hat, aber ich bin kein Unmensch und enthalte mich diesen Kommentars. Trotzdem werde ich mich glücklich schätzen, wenn Du die Türe von außen meine ich zugemacht hast. Wir verstehen uns…“ es war zwar noch der alte Cornmandl, aber seine Art zu beleidigen, ob er es wusste oder nicht, zielten in diesem Moment vollkommen ins Leere. „Ach ja und vergiss beim Bezahlen nicht meine Lehrmethoden lobend zu erwähnen…

[Gratulation, Scheherazade hat auf eindrucksvolle Art und Weise den Magierspruch Steinhaut erlernt]
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Do., 03. Jun 2010, 09:05
Sheherazade deuete eine förmliche Verneigung vor Cornmandl an, die so gar nicht Ehrerbietiges hatte. "Dann danke ich Euch für den... Unterricht." Nur ein ganz kurzes Zögern verriet, was sie von seinen sogenannten Lehrmetoden hielt. "Ich wqerde Eure Methoden sicherlich gebührend würdigen in der Akademie von Drachenauge. Und nun werde ich Euch nicht weiterEurer kostbaren Zeit berauben. Lebt wohl!"

Damit wandte sie sich ab und verließ den Turm. Ob sie jemals hierhin zurückkommen würde? Nein - beim nächsten Mal würde sie einen anderen Lehrer finden, und wenn sie dazu bis in die Sarafina reisen musste.

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Sheherazade erlernt die Fertigkeit Steinhaut - danke, Suffix Knuddeln
Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 04. Jun 2010, 10:52
Dem Marquis einen Gefallen schulden - das fehlte ihr gerade noch. Ohne ein weiteres Wort ließ Myriel die Tür hinter Chiamara ins Schloss fallen. Ihre Laune war innerhalb weniger Sekunden um einiges gesunken. Was ihre Begegnung mit Cornmandl um einiges schwieriger gestalten würde. Seis drum. Entschlossen schritt Myriel zu den Räumen in denen sich der Magier für gewöhnlich aufhielt. Er würde sich wohl oder übel in sein Schicksal fügen müssen, auch wenn es ihm nicht in den Kram passte anderen bei der Weiterbildung ihrer Magie zu helfen. Fest klopfte die Druidin gegen die Tür.

Cornmandl? Ich wünsche Euch zu sprechen.

ausspielen des Erlernens von Finsternis Experte, Meister und Nekromatie Experte
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 04. Jun 2010, 11:26
Ausnahmsweise war Cornmandl einmal nicht in Experimenten an neuen Magiesprüchen verstrickt. Er war gerade nostalgischen Gefühlen seine Frau betreffend, die er zurückgelassen hatte, nachgehangen und dementsprechend ungehalten war Cornmandl als es an der Tür pochte. Aber gut, Cornmandl war eigentlich immer ungehalten, das unterschied sich wenig zu anderen Augenblicken.

Lass mich in Ruh, was Du wünscht ist mir Brause, geh kotz…“ erst da erkannte er, ohne dass sie ihren Namen genannt hatte, wer ihn da aufsuchen wollte, Myriel de Alandyos, die Wiedergekehrte, die Wiederauferstandene, seine Quartiergeberin.

Äh ja, wenn Du wegen der Ausbildungsquote kommst, dann….dann Geduld, Frau, Geduld, ich werde sie schon noch erfüllen. Bald!“ doch irgendwas in ihrem Ton ließ ihn dann doch zur Tür schlurfen und sie einen spaltbreit öffnen, er hatte nicht die Absicht sie hereinzubitten.
Wenn es schnell geht, wär’s mir lieber, ich habe schon genug Zeit vergeudet, mit…“ es sah nicht so aus, als ob das Myriel wirklich interessierte…und außerdem… er wich zurück. „Wer hat Dich denn so…zugerichtet“ stieß er kehlig hervor.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 09. Jun 2010, 23:26
Die Schwarzmagierin hatte die Kapuze ihres Umhangs zurückgeschoben so dass die pechschwarzen langen Locken sichtbar wurden. Im krassen Gegensatz dazu stand ihre bleiche Haut, die der einer toten glich. Glühend rote Augen sahen Cornmandl an, der Rest des Gesichts schien völlig ausdruckslos zu sein und zeigte auch trotz seiner unhöflichen Ausdrucksweise keinerlei Spur von Ärger.

Namtar. Er musste einen neuen Körper erschaffen, da der alte - nun - ein wenig zu lang in der Sonne gelegen hat - oder unter der Erde - ganz wie man will.

Myriel drückte mit der Hand gegen die Tür um sie weiter aufzuschieben und das Zimmer zu betreten.

Und so leid es mir tut ich werde Eure Zeit länger in Anspruch nehmen müssen. Ich will mehr darüber erfahren wie man tote Leiber zu neuem Leben erweckt - und ich will wissen wie man die Dunkelheit beherrscht und Angst in den Herzen der Menschen schürt, denn ich kann das helle Sonnenlicht kaum noch ertragen und ganz gleich welcher Mensch mich ansieht...

jetzt glitt ihr Blick prüfend über Cornmandls Gesicht

...ich erkenne Furcht in seinen Augen. Und wenn das so ist, wenn ich ohnehin stets dieses Gefühl wecke - dann will ich es auch soweit schüren können das sie schreiend vor mir wegrennen.

Ihre Lippen verzogen sich zu einem teuflischem Lächeln, das keinen Widerspruch duldete und sie machte einen Schritt auf den Ausbilder zu.

Ihr werdet mir doch helfen Cornmandl - oder?
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 10. Jun 2010, 11:22
Nachdrücklich und bestimmt enterte sie entgegen seiner erklärten Absicht den Raum. Cornmandl hatte Myriel einst für eine richtige Frau gehalten, eine durchaus reizvolle kann man sagen. Diesem Bleichfisch mit dem Knochengerüst ohne nennenswerte Konturen konnte er aber so gar nichts mehr abgewinnen. Aber sie war nicht gekommen um sich von ihm oder sonst jemanden taxieren zu lassen, sie hatte ehrgeizige Vorstellungen, Pläne, Ziele. Und er sollte helfen diese umzusetzen. Sein Gesicht drückte eine klare Antwort aus: Nein! Sprachlich klang das dann so: „Namtar! Pah! Wie mir erzählt wurde, hast Du Dich ziemlich übertölpeln lassen - genauso wie diese Möchtegernmagierinneneleven, die mich tagtäglich heimsuchen mit Zauberstäben, die sie besser zum Umrühren von Griesbrei hernähmen. Wie ich die über habe. Nach meinen Lehren für Dich hätte ich…nein, erwarten darf man bei Frauen gar nichts.“ er wich ihrem Blick aus.
Ich denke nicht daran solch Laiendarstellern…“ er hielt inne „Es sei denn…eine Hand wäscht die andere“ er sah angewidert auf ihre knochige Hand.
Ich komme Deinem Wunsche nach und Du? 2 bestimmte Damen aus der roten Laterne werden bald das unstillbare Bedürfnis verspüren, demnächst einen Hausbesuch bei mir zu machen und eine Nacht zu verweilen…“  er wusste, dass er keine Namen nennen musste. Ob sie sich darauf einließ war zwar eine andere Sache aber welche Wahl hatte sie schon? Zwingen konnte sie ihn nicht. Sie konnte ihn höchstens rauswerfen, aber das würde sie auch nicht weiterbringen. So gesehen lagen die Trümpfe auf der Hand. In seiner Hand.

Folge mir“ er wartete keine Erklärung ab und stapfte los.

[weiter im Thread Friedhof von Nuru]
Autor: Myriel Datum/Zeit: So., 27. Jun 2010, 12:08
Was folgte war das typische Lamentieren Cornmandl - er beschwerte sich über alles was ihm gerade in den Sinn kam. Doch Myriel sah ihn einfach nur schweigend an - schweigend und fordernd. Er konnte schimpfen soviel er wollte - solange er ihr beibrachte was sie wissen wollte war es ihr grundsätzlich egal. Und darauf lief es letztendlich hinaus - er hatte keine andere Wahl wenn er diesen Ort nicht verlassen wollte und das wusste der Magier nur zu gut. Und das er als Dank eine Gefälligkeit forderte - wen störte es ob die Dirnen aus der Laterne in seinem Zimmer nächtigten? Solange sie ihm nicht bei seinen Spielchen zusehen musste... Bei dem Gedanken daran hätte die Druidin sich fast geschüttelt.

Ladet so viele Damen ein wie ihr wollt - aber sorgt dafür das ihre Augen nichts sehen was nicht für sie bestimmt ist und ihre Finger keine Zauberutensilien berühren - sonst sorge ich dafür das sie den Zirkel nicht wieder verlasen.

Myriel klang beinahe gelangweilt als sie die Regeln festlegte während sie Cornmandl nach draußen folgte.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Fr., 08. Okt 2010, 14:32
Es war ein trüber nasskalter Tag, als Silvana beschloss den Magierturm zu Nuru aufzusuchen. Von Phelan hatte die Wallonin erfahren, dass Myriel wieder unter den Lebenden weilte und dass sie in diesem finsteren Gemäuer zu finden wäre.

Wotan und Shanja hatte die Kriegerin in der Schmiede bei Richart zurückgelassen. Den Umfang fest um den Körper geschlungen, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, war Silvana durch die Straßen Nurus gewandert. Kreuz und quer hatten sie ihre Beine geführt, als ob sie hier fremd wäre, dabei kannte sie jeden Winkel - hatte sie doch eine ganze Weile in dieser Stadt gelebt. Lang war es her, und die Zeit war nicht stehengeblieben. Vieles hatte sich verändert, vor allem sie selbst.

Vor dem Turm angekommen hob Silvana den Blick. Selbst ihr, der hartgesottenen Kriegerin, jagte das imposante, düstere Mauerwerk einen Schauer über den Rücken. Regentropfen prasselten der Wallonin ins Gesicht und nahmen ihr die Sicht, so dass sie den Kopf wieder senkte und auf die Tür vor sich starrte. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie die Umgebung, doch die Gassen waren wie leergefegt. Laub war das einzige, das über das feucht glänzende Straßenpflaster geschwemmt wurde. Eine eisig kalte Brise ließ Silvana frösteln, als sie den Arm hob und nach dem Türklopfer langte.

Dumpf verklang das Hämmern hinter dem massiv wirkenden Portal.

Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 08. Okt 2010, 14:48
Bei diesem Wetter jagt man keine Hund vor die Türe, aber für die Jahreszeit war es zu kühl, wie das so schön immer verkündet wird von den Wettererzählern. Cornmandl nahm davon wenig Notiz, er hatte gerade wieder ein spannendes Kapitel in einem alten Wälzer gefunden, indem geschildert wurde, wie man aus Sand, faulig-abgelaufene Eier, Hundekot (mittelfest), Paprikastreifen, Pergamentfetzen, abgeschittenen Echsenkarallen (5 cm)…es pochte an der Tür. „NEIN, nicht schon wieder. Nimmt denn dies gar kein Ende?“ Cornmandl ging von der nicht so falschen Annahme aus, dass wieder jemand, na ja so eine Halb- oder Viertelmagierin das dringende Bedürfnis verspürte ihr Scheitern beim Erlernen neuer Zaubersprüche zu zelebrieren.  Und das wo es gerade interessant geworden wäre.
Er schlurfte Richtung Tür öffnet eine Spalt, ohne dass er sehen konnte wer da stand und ratterte seinen Spruch herunter: „Wir wollen kein günstiges Werbe Angebot des Aylannboten, für die Wohltätigkeitstombola hat die Hausherrin schon reichlich gegeben und das überschjüssige Essen haben  wir schon an die schweine verteilt. Ihr seht, es besteht kein Grund unser Tor weiter zu malträtieren. Hat mich nicht gefreut. Bis bald, auf Nimmerwiedersehen“ Es folgte der Versuch, die Türe wieder zu verschließen und das Problem somit wegzuschließen
Autor: Silvana Datum/Zeit: Sa., 09. Okt 2010, 09:35
Eine kräftige Hand klatschte in Augenhöhe gegen die Tür und drückte diese ein Stück weit zurück, ehe sie ins Schloss schnappen konnte. Auch wenn der Lakai geistesgegenwärtig genug war Widerstand zu setzen, war für alle Fälle ein Stiefel in den Spalt gerückt.

"Ihr solltet Euch die Zeit nehmen Euren Besuch eingehender in Augenschein zu nehmen. Weder bin ich hungrig noch habe ich etwas zu verkaufen." Silvanas dunkle Stimme klang verärgert. Von oben herab musterte sie das Gesicht, das sich aus dem Halbdunkel ins fahle Laternenlicht schob. Der Kerl war ihr gänzlich unbekannt und vermutlich ein einfacher Dienstbote.

Mit der freien Hand schob die Wallonin die Kapuze ein Stück weit aus dem Gesicht, so dass ihre kühl blickenden Augen und der dunkelblaue Haaransatz sichtbar wurden.

"Ich wünsche einen Eurer Magier zu sprechen. Eine Magierin, um genau zu sein. Myriel von Alandyos, ist sie anwesend?"

Ihr vorgestreckter, muskulöser Arm verhinderte immer noch, dass die Tür versehentlich  zufallen konnte. Der Wind hatte gedreht und jagte den Regen gegen Silvanas Rücken und somit durch die offene Tür, der Gestalt des Lakaien entgegen. Nässe sammelte sich zu Füßen der Kriegerin  und rann in kleinen Bächen über die Schwelle hinein auf den Fußboden.

"Wollt Ihr mich nicht hinein bitten? ", fügte die Statthalterin bissig hintan und funkelte den Diener unfreundlich an.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 15. Okt 2010, 14:11
Komisch, dachte er, warum geht die Tür, wenn ich sie schließen will, nicht zu? Die Antwort war denkbar einfach, weil ein muskulöser Arm, Cornmandls Blick blieb länger als notwenig darauf haften, etwas dagegen hatte.

Die ersten Sätze waren vielversprechend, besonders das Timbre der Stimme. Sehr gut, das könnte vielleicht brauchbar sein. Obwohl er eher auf Taten stand, als auf Gespräche, aber gut, ein wenig reden war auch gut. Auch das Gesicht, soweit es das diffuse Licht zuließ, gab zu Träumen Anlass.

Doch dann versaute sie mit einem Male alles. Sie war auch nur so eine gelangweilte Hausfrau mit Zauberambitionen. Gelangweilt lehnte sich Cornmandl zurück, sein Körper sackte ein wenig zusammen: „Ach so ist das, fliegende Brotscheiben und magische Honigtöpfe, die niemals leer werden - Kindergeburtstag. Mann wie habe ich Euch Hausfrauen satt, die ihr meint, ihr müsst zur Abwechslung auch mal Magie vorführen können und machen doch nur lachhafte Täuschungen, die 3 jährige durchschauen“ Cornmandl war echt herb enttäuscht. Die Ansätze waren nicht so übel gewesen, aber so sah er sich wieder getäuscht. Sie kam für nichts in Frage, außer vielleicht Butterbrote streichen.
Wenigsten fragte sie nach Myriel. Das war gut, dann musste er sich nicht das wilde Herumgefuchtele mit einem neuen schicken Zauberstab aus der Marktbude ansehen. Es gab viel Dinge, die er verachtete, aber das, das war der Abschuss.

Du sagtest ‚Myriel’?“ fragte er ein wenig Dämlich, die Wallonin hatte keinesfalls gelispelt.
Nun ja, das ist etwas Anderes, in diesem Fall, denke ich, kannst Du den Turm betreten“ er öffnete die Tür nun komplett und auch bei diesem Licht war die Frau, die er sah, recht imposant in seinen Augen. Aber aufkeimende Gedanken verwarf er gleich wieder. Hausfrau, was soll ich mit der, so eine habe ich in Drachenauge zurückgelassen.

Er wartete bis sie den Turm betreten hatte. „Na dann will ich Dich nicht länger als…also warten lassen. Die große Magierin wird sich sicher bald Deiner – ach so großen - Probleme annehmen. Du kannst dann den langen Stab schon mal herausholen.“ das gönnte er der Magierin, dass sie auch einmal solche Kundschaft hatte. Und das ließ ihn dann doch wieder fröhlicher werden, nach der bitteren Enttäuschung. Die Dame hätte schon was gehabt…
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 18. Okt 2010, 15:02
Der Kerl quasselte zu viel für Silvanas Geschmack. Frech war er und duzte sie auch noch ungeniert. Die Wallonin verzog verdrießlich das Gesicht, trat über die Schwelle und strich sich die Kapuze nun gänzlich vom Kopf. Regentropfen rieselten vom nassen Leinen und sammelten sich um Silvanas Stiefeln zu einer Lache.

Während der Lakai weitere Reden schwang, löste die Wallonin die Fibel, welche den Umhang zusammen hielt, und schob den feuchten Stoff von den Schultern. Aufmerksam ließ sie die Augen über das Innere des Turms wandern. Imposant, wenn auch ungemütlich und düster. Die blakenden Kerzen in den Lampen schafften es kaum, den hohen Raum zu erhellen. Das Wort Stab drang in ihre Gedanken ein. Hielt der Kerl sie etwa für eine Magierin?

Der Umhang rutschte den durchgestreckten Rücken hinab, lediglich am Kragen gehalten, und klatschte schließlich schwungvoll dem Diener entgegen. Die Kriegerrüstung kam unter der Reisekleidung zum Vorschein. Einzig die Waffen hatte Silvana in der Schmiede zurückgelassen, abgesehen von den beiden Dolchen am Gürtel...

...von denen einer plötzlich in ihrer Rechten lag und den Lakai unterm Kinn piekste.

"Stab? Ich bevorzuge den Speer. Der hat eine scharfe Spitze, die es ermöglicht, Leiber zu durchbohren oder aufzuschlitzen, je nach Notwendigkeit. Aber ich vermag es auch mit kurzen Klingen umzugehen. Die Schneide an Eurem Hals gehört zu einem Dolch. Nicht dass Ihr meint, ich würde mit Küchenmessern spielen. Wärt Ihr so freundlich meinen Umhang in Verwahrung zu nehmen, bis ich dieses Haus wieder verlasse, Lakai?"

Silvanas dunkelblaue Augen blitzten kalt und amüsiert zugleich, und ein spöttischer Zug legte sich um ihre Lippen. "Meldet der Erzmagierin, dass Silvana DaRemyth, Statt..." Sie zögerte und überlegte, ob sie ihre Stellung in Nighton anführen sollte, um dem Lakai ein demütigeres Verhalten aufzuzwingen. Vor einer Statthalterin würde er bestimmt auf die Knie fallen, doch es war wenig förderlich, wenn gleich jeder in der Stadt wusste, WER spät Nachts den Magierzirkel aufsuchte. Dienstboten neigten stark zu Schwatzhaftigkeit.

"...Waffengefährtin aus vergangenen Tagen...", verbesserte sie sich. "...zu sprechen wünscht. Ob meine Probleme - wie nanntet Ihr es? - ach so groß sind, entscheide ich, und zwar NUR ich."
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 19. Okt 2010, 11:26
Diese Besucherin war nicht wie die anderen, aber in Cornmandls Augen machte es sie ihm momentan nicht sympathischer. Zwar liebte er couragiertes Auftreten von starken Frauen, aber dieser Auftritt ging ihm zu weit. Er liebte es auch spielerisch Schmerzen zu ertragen, aber das hier war kein Spiel und sein Leben zu bedrohen war es noch weniger.
So mag es wenig verwundern, dass seine Stimme vor Wut bebte, seine Augen noch gefährlicher funkelten und blitzten und er gallig hervorstieß: „Was wagst Du es…Hand? Weib nimm sofort diesen metallischen Zahnstocher von mir, oder Du hast keine Gelegenheit mehr Deine Erben, so Du welche haben solltest, zu informieren…Du hast keine Ahnung mit wem Du Dich gerade angelegt hast! Also Du tust jetzt besser das was ich sage und was Deinen nassen Fetzen anbelangt…“ Cornmandl macht einige Handbewegungen und der nasse Mantel gefror augenblicklich und wenig später zersprang er in tausende klitzekleine Kristalle, die durch die Luft stiebten. Nicht wenige davon trafen Silvana, verletzten sie aber nicht, pieksten nur ein wenig.

In seiner unbeschreiblichen Wut, war ihm völlig entgangen, für wen oder was sie ihn eigentlich hielt. „So, der ist für immer und ewig verwahrt. Und betrefflich der Entscheidungen, Weib, kannst Du was weiß ich wer sein oder …[Anm: hier folgte eine etwas unflätige Ausdrucksweise, die aus JSG Gründen nicht wiedergegeben werden kann] und nun Griffel weg und dann wirst Du Dich höchstens NUR dazu entscheiden, Dein Anliegen höflich vorzutragen oder diese Behausung von Deiner Anwesenheit auf allerschleinigsten Wege zu entseuchen.“ Cornmandl sagte Silvana nicht, dass sie keine Chance haben würde ihn ernsthaft zu verletzen. Da hatte er Mittel und Wege, die sie nicht kennen konnte. Er hatte sie gewarnt...
Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 19. Okt 2010, 13:09
Offenbar war der Diener kein normaler. Vielmehr war Silvana in ihrer angespannten Stimmung gepaart mit seinem losen Mundwerk zu weit gegangen. Der Kerl geriet in maßlose Wut, dabei wollte die Wallonin keinesfalls sein Leben bedrohen, sondern den frechen Lakai bloß ein wenig erschrecken.

Ihre Miene gefror zu Eis, ähnlich ihrem Umhang, der in tausend Splitter zerborsten war. Vorsichtig zog sie den Dolch zurück und steckte diesen zurück in die Scheide an ihrem Gürtel. Die giftigen Blicke prallten ebenso wirkungslos an der Kriegerin ab wie die ungebührliche Wortwahl, die einem Bierkutscher zur Ehre gereicht hätte. Auch wenn sie es tunlichst vermied dies vor dem Giftzwerg zu zeigen: Magie trotzte ihr Respekt ab. Dafür reichte ein kurzer Gedanke an Myriels Feuerball, den sie mehr als einmal zu spüren bekommen hatte. Wie sehr hasste sie dieses Weibsstück, und doch brauchte sie dringend deren Hilfe. Es war absurd. Wie auch diese Situation.

Wenn der Kerl sich einbildete, sie würde nun vor ihm buckeln, hatte er sich geschnitten. Mit gerecktem Kinn wählte die Wallonin lediglich einen höflichen, wenn auch leicht herablassenden Tonfall.

"Nun, mir scheint, Ihr seid nicht der Dienstbote für den ich Euch gehalten habe. Verzeiht. Wer konnte ahnen, dass sich ein hochgestellter Magier dazu herablässt, jedem Bittsteller die Tür zu öffnen. Es lag mir fern, Euch zu verletzen. Meinen Respekt." Sie deutete eine Verbeugung an, eine Ehrbezeugung, die ganz und gar nicht ihrem Empfinden entsprach. Besser Vorsicht denn Nachsicht. "Scharfe Klingen vermögen Euch nicht zu erschrecken. Jeder Hausdiener hingegen hätte sich vor Angst die Hosen nass gemacht."

Silvana täuschte ein amüsiertes Grinsen vor, obwohl sie innerlich angespannt war wie eine Armbrustsehne. Am liebsten hätte sie den Mistkerl verwurstet. Scheinbar gelassen spazierte sie um den Mann herum, vorbei an den Türen, die sternförmig den Raum umfassten, drehte ihm dabei demonstrativ den Rücken zu und ließ den Blick über die Treppen wandern.

"Ihr versteht sicherlich, dass ich mich als Statthalterin Nightons nicht von jedem dahergelaufenen Lakaien duzen lassen kann. Vielleicht hättet Ihr die Güte Euch vorzustellen? Was meine Reisebekleidung betrifft, macht Euch bitte keine weiteren Gedanken: Ich kenne Meister Amras sehr gut und werde ihn bitten, Euch meinen neuen Umhang in Rechnung stellen zu lassen."

-1 Umhang
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 21. Okt 2010, 10:52
Seine Demonstration schien augenblicklich Wirkung zu zeigen. Der Dolch unter Cornmandls Kinn wurde weggezogen und Silvana erklärte wie es zu diesem Missverständnis kommen konnte.
Die Bedrohung war weg doch Cornmandl reagiert nicht umgehend. Auch wenn er nicht wirklich in Lebensgefahr geschwebt hatte, ganz spurlos war Silvanas Manöver nicht an ihm vorüber gegangen. Umso mehr, als ihn starke, selbstbewusste Frauen seit jeher tief beeindruckten. Doch private Neigungen waren eine Sache, hier hieß es einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn es auch nicht ganz einfach war.
Eine Person mit Amt, welche Ehre. Seht, seht. Hätte ich das schon früher gewusst…“ Cornmandl bemüht sich nicht einmal ansatzweise den Spott in seiner Stimme zu kaschieren.
Nun wird es mir klarer warum die Verwaltung jedes Jahr kostspieliger wird, wenn sie sich mit Lakaien und dienstbaren Geistern umgibt. Nein, wir regeln hier unsere Angelegenheiten selbst und auf unsere Weise. Es wäre auch zu…manches wäre für Außenstehende und Uneingeweihte auch zu…sagen wir der Einfachheit halber: zu unverständlich.

Er sah ihr hinterher, wie sie den Raum insgesamt und die die Türen im Einzelnen inspizierte. Cornmandl inspizierte inzwischen ihren kräftigen Rücken. 

Oh, wie konnte ich, natürlich: Cornmandl, Hoch-Magier Cornmandl“ den Titel gab es natürlich gar nicht, er war ihm augenblicklich so eingefallen „verantwortlich für die Ausbildung des magischen Nachwuchses von Dragonien und Umgebung. Äh und ja, was Euren Umhang anbelangt…Amras den hiesigen Schneider, er ist mir auch ein Begriff, auch wenn unsere Begegnungen noch nicht stattgefunden haben, ich könnte den Umhang anfertigen lassen, wenn ich schon mal die Maße nehmen dürfte…“ dabei veränderte sich sein zuerst spöttischer Gesichtsausdruck merklich. Mit einem billigen Taschenspielertrick der mit Magie gar nichts zu tun hatte, den aber ein Unkundiger niemals durchschauen würde, hielt er plötzlich gut sichtbar ein Maßband in der Hand.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 21. Okt 2010, 14:47
Silvana hatte den Spott wohl bemerkt, ging jedoch stillschweigend darüber hinweg. Ein Mann also, der maßlos von sich selbst überzeugt war. Einer, der meinte, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und niemandem Respekt zu zollen brauchte. Ein Widerling, wie er im Buche stand. Obwohl Silvana Selbstbewusstsein ansonsten durchaus zu schätzen wusste. Sie mochte starke Charaktere. Abfälligkeiten jedoch hasste sie wie die Pest.

Die Arme hinter dem Rücken verschränkt wandte sich Silvana zu Cornmandl herum. „Ah! Es liegt also vielmehr an Eurer Geheimniskrämerei, denn am Mangel an Gold, dass Ihr auf Dienstpersonal verzichtet. Interessant. Ihr putzt Eure Gemächer und wascht Eure Wäsche also selbst?“

Das Bild von Cornmandl - über den Waschtrog gebeugt, die Hände rot und aufgeweicht, mit Schweiß auf der Stirn - tauchte vor Silvanas innerem Auge auf. Ein amüsiertes Grinsen breitete sich auf ihren vollen Lippen aus. Der verkrampfte Körper der Kriegerin entspannte sich sichtlich.

„Nun, es lag nicht in meiner Absicht Euch mein Amt unter die Nase zu reiben. Ihr habt Eure Geheimnisse, ich die meinigen. Und ich wünsche, dass auch meines hier in diesem Turm verbleibt.“

Cornmandls Angebot, ihre Maße für die Fertigung eines neuen Umhangs zu nehmen, ließ Silvanas Augenbrauen die Stirn hinauf hüpfen. Mit verdutzter Miene starrte sie ihn einen Moment lang stumm an. DAMIT hatte sie nun zuletzt gerechnet.

„Ähm, meine Maße?“ Was war das nun wieder? Silvana verlagerte das Gewicht auf eine Seite, stemmte die Arme gegen die Hüften und versuchte aus Cornmandls Gesichtsausdruck schlau zu werden. Ohne Erfolg. „Nun, wenn Ihr meint. Ihr könntet Euch um die Schneiderei kümmern, während ich die Erzmagierin aufsuche. Ausgezeichnete Idee, ehrenwerter Hoch-Magier.“

Sie stellte sich gerade hin, während sie Cornmandl keine Sekunde aus den Augen ließ.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 29. Okt 2010, 15:10
Etwas verdutzt reagierte er auf die Äußerungen, wie sie ihre Zimmer rein hielten und das mit der Wäsche. Da umspielte doch so etwas wie ein Lächeln den Mund.
Werte Statthalterin, Ihr liegt vollkommen daneben. Die Wäsche wird abgeholt und gereinigt zurückgebracht und was meine Zimmer anbelangt, erfordert das keinen Feudel oder Besen, da gibt es andere Mittel und Wege. Doch wir waren ganz woanders…“ er eilte zu der Wallonin rollte das Maßband. Ihre Verwunderung hatte er nicht weiter beachtet.
Ja, ich kümmere mich gerne darum. Soll der Umhang so lange wie der Alte sein oder ist kürzer zur Zeit modischer? Oder länger?“ nicht dass Cornmandl sehr freundlich, unterwürfig oder untergeben reagiert hätte, aber für die Frau hegte er ein wenig Sympathie. Vor allem ihrer imposanten Erscheinung.

Die Länge war leicht zu messen., auch die Taille war kein Problem. Doch dann spießte es sich and er Schulter und Rückenpartie.

Ihr müsst das Maß darüberziehen, nein, ganz vorne, darf ich…?“ mit zittrigen Fingern legte er das Maßband dorthin, wo es gehörte, auch wenn Cornmandl da eine etwas delikate Stelle nicht ganz unberührt lassen konnte.

Natürlich verlässt nichts den Turm, ich meine Informationen, die wir haben…“ versuchte er etwas abzulenken. „Meine Güte“, rief er plötzlich aus, echt erstaunt, als er die aktuelle Zahl des oberen Kreuzumfanges ablas „Das ist…das gibt es doch gar nicht. Das wird schwer sein, dem Schneider zu vermitteln!“ das war nicht weiter verwunderlich, den die Magier waren eher alle ein wenig schmächtig und zierlich, auch die weiblichen.
Habt Ihr noch einen Farbwunsch?“ lenkte er ein wenig in eine andere Richtung, aber erstaunt, war er immer noch.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 17. Nov 2010, 12:54
"Mode?" Silvana rümpfte die Nase und wischte eine feuchte Strähne aus der Stirn. "Auf Mode gebe ich wenig. Ein Umhang soll mich im Kampf nicht behindern. Was soll ich mit einem langen Fetzen, der sich beim ersten Ausfallsschritt um meine Waden wickelt? Zu kurz wiederrum hat den Nachteil, dass er mich an stürmischen Tagen unzureichend vor Kälte schützt. Nein, belasst die Länge so wie sie war."

Sie hob die Arme, damit der Magier ihre Seitenlänge vermessen konnte. Die blauen Drachensteine um ihren Hals funkelten. Eifrig wieselte der Hoch-Magier um sie herum, während er krampfhaft versuchte die Statthalterin so wenig wie möglich zu berühren. Ein Schmunzeln legte sich auf Silvanas volle Lippen. Stoisch ließ die Wallonin Cornmandl Gewusel über sich ergehen. Ihre Augen folgten jeder seiner Bewegungen. Er war ein gutaussehender Mann, wenn auch etwas kurz geraten und charakterlich überaus herb. Einer von denen, die sich für den Größten hielten. Solchen Kerlen ging die Kriegerin am liebsten aus dem Weg, um Konflikten vorzubeugen. Auch wenn sie Raufereien ebenso wenig scheute wie einen ordentlichen Kampf - als Statthalterin galt es Haltung zu bewahren. Ein leicht muffiger Geruch stieg ihr in die Nase, so wie bei alten Leuten.

Bei Cornmandls erstaunem Ausruf über ihre Maße lachte sie laut auf. "Macht Euch keine Gedanken über meine Größe. Meister Amras kennt mich. Habt Ihr noch nie große Frauen gesehen? In meiner Sippe sind alle Frauen hochgewachsen. Das liegt wohl daran, dass wir seit Generationen Drachenkriegerinnen sind. Meine Mutter überragt meine Schwestern und mich um eine halbe Kopfeslänge."

Über die Farbe hatte sie bisher nie nachgedacht. Silvana ließ die Arme wieder sinken, da Cornmandl mit seiner Vermessung fertig zu sein schien. Sie zuckte mit den Achseln.

"Sucht einfach eine für mich aus, von der Ihr denkt dass sie zu mir passt. Ich vertraue Euch da voll und ganz. Sagt, ehrenwerter Hoch-Magier Cornmandl, hättet Ihr einen Schluck Met zum Aufwärmen für mich?"

Viel mehr als das wünschte sie sich ein prasselndes Feuer. Die feuchte Leinenkleidung unter der nassen Rüstung wurde allmählich klamm.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 19. Nov 2010, 13:08
Na ja Kleider machen Leute und ich selbst trage gerne…“ Cornmandl konnte gerade noch stoppen, bevor er seine überaus extravagante Garderobe und seinen Hang zu ausgefallenen Kostüme preisen konnte.
Überhaupt wollte er nicht zu freundschaftlich und brüderlich werden. So ließ er sich zu keinem Kommentar über die herrlich funkelnden blauen Drachensteine hinreißen. Aber er bewunderte sie ausgiebig – die Drachensteine. Und auch wo sie auflagen.
Große Frauen…“ es sollte beiläufig klingen, doch für Cornmandls Geschmack schwang da zu viel Bewunderung, Aufgeregtheit mit. Er hoffte, sie würde es nicht bemerken.
Und er fand es aufregend, dass die Statthalterin von den Drachenkriegerinnen sprach. Endlich eine Familie ohne hausmütterlichen Weibern, die das dringende Bedürfnis verspürten, Magie zu wirken. Und in diesem Zusammenhang war seine Äußerung nachvollziehbar: „Eine Bilderbuchfamilie sozusagen. Und was macht der Herr Gemahl so?“ wahrscheinlich auch ein hohes Tier, im Kriegsrat oder so, vermutete er.

Diese Kombination aus großem, gefährlichen Raubtier und gurrender Taube verwirrte Cornmandl machte ihn aber zugleich wahnsinnig.
Met? Alkoholisierende Getränke sind hier strikt verboten und verpönt und ich heiße das gut.“ es klang, als sei er von der Richtigkeit dieser Maßnahme zutiefst überzeugt. Aber so würde sie jetzt verlieren, ohne dass er sie noch ein wenig in ein Gespräch verwickeln konnte.
Aber so könnt Ihr nicht zu der Magierin, so durchnässt. Wartet…“ er sprang auf und stob in Windeseile davon um schon kurz darauf wieder zur Stelle zu sein: „Wenn Ihr…also in meinem Zimmer im ersten Stock, Tür 14, und diesen Mantel anlegt, die nasse Kleidung vor die Tür…ich sagte ja, wir haben Möglichkeiten…“ der Mantel war eines der harmloseren Kleidungsstücke, die er in der Eile gefunden hatte. Es war sein alter Zaubermantel, der nachgerade so aussah, wie man sich alte Zaubermäntel gemeinhin vorstellte. Blau mit goldenen Sternen, Halbmonden und Sonnen, fürchterlich eigentlich.
Unterdessen werde ich zu Amras gehen, wenn Ihr einverstanden seid.“ es war keine Frage, die er stellte.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 29. Nov 2010, 13:21
Der Hoch-Magier fragte nach einem Gemahl. Wohl weniger aus Interesse denn Höflichkeit, vermutete Silvana. "Gemahl? Es gibt keinen Gemahl. Was soll eine Kriegerin mit einem Klotz am Bein?"

Keinerlei Humor schwang in ihrer dunklen Stimme mit. Sie meinte das durchaus ernst. Damit war das Thema abgehakt. "Die einzige Seelenverbindung, die ich jemals eingegangen bin, besteht zu einem Feuerdrachen", fügte sie hintan. Der Wolf in ihrem Inneren grollte - nur für sie selbst hörbar. Shir Khans Keim hasste es, wenn sie Fenmor erwähnte.

Kein Met. "Noch nicht einmal Bier? Was ist das hier?" Die Säuglingsbetreuungsstätte verkniff sie sich, um den streng blickenden Cornmandl nicht gänzlich zu verärgern. Ein zersplitterter Umhang reichte ihr. Sie wollte nicht auch noch eine neue Rüstung schmieden lassen, weil er sie mit irgendeinem Zauber verbeulte. Hätte sie ihm sagen sollen, dass bei den Wallonen bereits Kleinkinder an Alkohol gewöhnt wurden, um sie vor späterer Trunksucht zu bewahren?

"Trinkt Ihr noch nicht einmal heimlich? Nun denn..." Silvana seufzte hörbar. "Ein Krug mit heißem Tee würde mich auch zufriedenstellen."

Ob Cornmandl ihre Worte noch vernahm war fraglich, denn im selben Moment stob er davon um kurz darauf einen ... äußerst ... wie sollte sie sagen ...

Silvana sah einen Augenblick so aus, als hätte man ihr gegen den Hinterkopf gehauen. Doch das entrüstete Eine Wallonin zieht doch keinen Weiberkittel an blieb aus. 

"Ungewöhnlich", presste sie hervor. "Ein Mantel. Mit Muster. Ihr zieht sowas ... ich meine, Ihr wollt im Ernst, dass ich... das da... ?"

Die Lippen fest aufeinander gepresst versuchte Silvana Haltung zu bewahren. Wenn sie jetzt losprustete... der Kerl würde sie glatt in eine Laus verwandeln.

"Vielmals... äh, Dank. Ihr habt ... pfff... in Eurem ... krrcchhh... einen Kamin ...im Zimmer...?" Silvana schluckte und zwang die Mundwinkel krampfhaft nach unten.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 01. Dez 2010, 13:20
Diese Antwort verstand er, ja auch für ihn war seine Frau irgendwann zu einem riesigen Klotz geworden, die er aber zum Glück jetzt entsorgt hatte. Cornmandl verschwendete an sie und ihr Schicksal keinen Gedanken. Zustimmend nickte er und akzeptierte wortlos, dass dazu alles gesagt sei.

Dafür hätte ihn der nächste Einwurf, beinahe, wirklich beinahe zu einem Lächeln verführt. „Ob wir heimlich…? Ich kann nur für mich sprechen, aber ja, ich bin sicher, wenn hier einer auch nur die Flasche an die Lippen ansetzte, wüsste das Lady Myriel und er wäre die längste Zeit hier wohn- und lehrhaft gewesen. Da kennt sie keinen Pardon. So sind die Regeln Wie gesagt, ich begrüße das!

Der Mantel, er schien alles, nur nicht die Zustimmung der Statthalterin zu erhalten. „Wenn die gnädige Frau Statthalterin sich nicht zu gut ist, dann zieht sie den so lange über. Diese Art Mantel werden übrigens nur als Vorführungsmäntel benutzt um den Leuten einen visuellen Kick zu geben. Wir veranstalten alljährlich den Tag des offenen Magierturms…“ was ein dreiste Lüge war, denn kein Normalsterblicher erhielt je die Erlaubnis den Magiern bei der Arbeit zu begaffen, außer sie waren bereit. Bereit war, selbst zu lernen und Wissensträger zu werden. Aber auch da war es gerade Cornmandl, der sehr selektiv vorging.

Dann begann er hektisch in einer Kiste zu wühlen und zog mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck, ein paar Blätter hervor. „Wusste ich doch dass die letzte Ernte noch welche…wenn Ihr die in einen Kessel mit heißen Wasser werft und so nach ca. 100 Atemzügen abgießt, habt Ihr den Tee, den ich wünscht.“ dass er bei dieser Erklärung Sylvana besser nicht ansah, mochte ihm zum Vorteil gereichen.

"Kamin? Na ja, eher so eine magische Flamme, die wärmt und erhellt zugleich...aber vielleicht gibt es da auch einen Kamin, wer weiß" blieb Cornmandl in diesem Punkt eher vage.

Ach, fühlt Euch in meiner Kammer wie zu Hause, ich werde mich der Wichtigkeit der Sache nach verhalten“ nickte noch artig in Sylvanas Richtung und verschwand dann unverzüglich.

[nächster Post Cornmandls in Amras’ Schneiderei]
Autor: Silvana Datum/Zeit: Fr., 10. Dez 2010, 14:24
Der Heiterkeitsausbruch verflüchtigte sich ebenso schnell, wie er sich angeschlichen hatte. Silvana war Meisterin darin Gefühlsregungen zu verdrängen - besser gesagt: in den Würgegriff zu nehmen und zu kontrollieren, bis sich nichts mehr regte. Ihre Miene war ernst und distanziert wie bei ihrer Ankunft. Von entspannter Zutraulichkeit keine Spur mehr.

"Visueller Kick, aha." Eine Sprache benutzten diese Magier. Silvana verstand kein Wort davon. Wie trockenes Laub vom letzten Herbst in einem leeren Raum wirbelten Cornmandls Erklärungen hinter ihrer Stirn hin und her. Offener Magierturm? Diese Verrückten deckten mit ihrer Zauberei einmal im Jahr das Dach ihres Turms ab? Wozu das? Damit die scheckigen Mäntel bei den Tanzvorführungen schöner flatterten, wenn der Wind durchs Gemäuer pfiff? Tanzende Schwarzmagier hatte sich die Statthalterin bisher nicht im Traum vorgestellt.

Silvana unterdrückte ein verlegenes Husten, setzte eine wissende Miene auf und rollte den Sternenmantel zu einem losen Stoffknäuel zusammen, das sie sich unter die Achsel klemmte. Den freien Arm streckte sie nach den Kräutern aus und schloss die Blätter in ihrer Faust ein. Sie würden zerbröselt sein, bis sie Cornmandls Schlafkammer erreichte.

"Wo war Euer Gemach doch gleich?" Silvana ließ sich den Weg erklären, denn sie hatte sich nicht gemerkt wohin sie sich wenden sollte. Stock eins, vierzehnte Tür von links, von der Treppe aus gezählt. Die Kammer war leicht zu finden. Was für ein seltsamer Zeitgenosse dieser Hoch-Magier doch war. Wie hatte er es bloß geschafft sie derart von ihrem eigentlichen Ziel abzubringen? Die Wallonin hatte den Magierzirkel aufgesucht, um Myriel zu sprechen, und nun fand sie sich unverhofft in dem privaten Zimmer eines Schwarzmagiers wieder.

In ihrer Rechten knirschten leise die zerriebenen Teeblätter. Wo war dieser verfluchte Kessel? Und wie sollte sie Wasser heiß machen, wenn es hier keine natürliche Flamme gab? War überhaupt Wasser im Kessel? Der sich wo befinden sollte? Von einem Kamin keine Spur.

Ein wenig hilflos wanderte die große Kriegerin durch die fremde Kammer und versuchte sich zu orientieren. Keineswegs hatte sie vor zu schnüffeln. Es interessierte sie ohnehin nicht, was dieser Cornmandl in seinem Gemach aufbewahrte oder wie er lebte. Obwohl es da merkwürdige Dinge zu sehen gab.

Silvana entdeckte eine leere Schale, bröselte die Teeblätter in die Vertiefung, um zu aller erst die Rüstung und die feuchte Unterbekleidung auf dem Bett abzulegen. Nackt wie die Göttin sie geschaffen hatte, stand sie schließlich mitten im Raum, entfaltete den schrill gemusterten Mantel und hielt ihn vor sich hoch. Sie fröstelte und eine Gänsehaut breitete sich über ihren Körper aus. DAS? Nein! Unmöglich! Lieber trat sie nackt vor Myriel als in diesem Fetzen. Der ihr gerade bis unters Knie reichte.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 19. Jan 2011, 14:26
Die Auseinandersetzung mit Oharia hatte Cornmandl mehr zugesetzt als er jemals zugeben würde. Jedenfalls hatte er empfindliche Sorge, ob die Elfe je wieder ihre sadistischen Neigungen bei ihm ausleben würde. Aber was hätte er denn sonst tun sollen? Es gab zwei Leben, die Cornmandl lebte, jenes wo er knechtete, befahl und dreckeekelhaft war und dann gab es jenen Cornmandl, der den Schmerz nachgerade unterwürfig suchte. Jener aber war er nur zu seinem Vergnügen und nur ganz wenige würden ihn je so erleben.

So war er nicht gerade ausgelassener Stimmung, etwas was er auch sonst kaum war, davon abgesehen, als er mit dem Reseda-Umhang das obere Stockwerk betrat. Ohne Halt mit festem tritt schlug er den Weg zu seiner Kammer ein, öffnete schwungvoll die Tür…und warf sie gleich wieder zu. An die Wand gelehnt, die Knie schlotternd, blass, sehr blass im Gesicht.
Hatte er etwa den Leibhaftigen gesehen? Cornmandl selbst gab sich gebrochen, flüsternd die Antwort selbst: „Sie hat nichts an…gar nichts....splitterfasernackt
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 24. Feb 2011, 10:44
Der schrill bunte Mantel lag unbeachtet über eine Sessellehne gebreitet. Silvana hatte einen Krug mit Wasser und eine Kerze gefunden und lauerte nun mit Ausdauer und Geduld und absoluter Gemütsruhe -  einer Raubkatze gleich - auf einem weiteren Sessel hockend vor der Teeschale. Welche zwischen zweien turmartig aufgestapelten Büchersäulen balanzierte. Die Kerze flackerte direkt darunter und schaffte es kaum, das Wasser zu erwärmen. Silvana hatte der Versuchung widerstanden den grässlichem Mantel samt Sessel für ein Lagerfeuer zu verwenden und so doch noch zu einem Tee und trockener Kleidung zu kommen.

Gedankenverloren stierte Silvana vor sich hin. Dennoch waren die Sinne der Kriegerin gespannt. Das Klappern von Schuhen riss sie augenblicklich aus ihrer Trance.

"Ah, da seid Ihr...", setzte sie an, als die Tür aufschwang, doch ehe sie den Satz beenden konnte, knallte diese wieder ins Schloss. Von Hochmagus Cornmandl blieb nur eine wirbelnde Staubwolke.

Die Stirn der Wallonin legte sich in Falten. "Hochmagus?" Ihre dunkle, kräftige Stimme drang bis hinaus auf den Gang. "Seid Ihr das? Wo habt Ihr den Kamin versteckt? Ich kann keine Kleidung trocknen ohne Feuer. Und Ihr verzeiht, dass ich keine Weiberkleidung tragen kann. Ich bin eine Kriegerin und kein Hausmütterchen."
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 24. Feb 2011, 13:15
Ich geh’ da nicht rein, bevor…bevor Ihr etwas…um die Blößen.“ reagierte er eher hilflos, denn forsch und zielstrebig, wie er es eigentlich für sein Verständnis hätte tun sollen. „Nehmt meinetwegen auch das Linnen“ es klang eher nach einer flehentlich vorgetragenen Bitte. Ansonsten wusste er nicht recht, was er jetzt tun sollte.
Habt Ihr Tee? Und entzündet die Kerze, sie sieht nur aus wie eine normale Lichtquelle, doch es wird Euch dann umgehend wärmer werden und…wenn ihre etwas anhabt natürlich.

Es war nicht so dass ihn ein unbekeideter Frauenkörper in Angst und Schrecken versetzte, aber sie war eine Person von und mit Amt und sie hatte bestimmt mächtige Freunde, Gönner, Unterstützer. Er war lange genug vermählt gewesen und auch in der ‚Roten Laterne’ wurde der Sparstift am ehesten bei den Kleidern angesetzt. Was nicht heißen soll, dass ihre Güte und Qualität abnahm, im Gegenteil wurden die immer weniger werdende Stöffüberrestchen, die kaum noch etwas zu überdecken im Stande waren, sogar bar jeder Logik teurer. Eine Statthalterin so in seiner Kammer das ging einfach nicht.

Er lauschte, aber allzu eilig schien es sein ‚Gast’ mit den Ausführen seiner Anweisungen nicht zu haben. „Lebt..Ihr noch?“ es war ihm einfach nicht wohl bei der Sache. Kurz überlegte er, ob er sich wohler fühlen würde, wenn sich Oharia jetzt da drinnen befände?
Ich habe auch den neuen Umhang…besorgt, passgenau
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 24. Feb 2011, 14:32
Die Stimme des Hochmagus klang hilflos, flehentlich fast. Warum diese Städter stets so viel Aufhebens um nackte Haut machten? Silvana hatte diese Sittsamkeit noch nie verstanden. In ihrer Heimat, bei ihrer Sippe, war Nacktheit ganz natürlich. Man saß zusammen in den Schwitzhütten ohne Bekleidung, führte Rituale und Tänze zu Ehren der Göttin in schlangehafter Bewegung aus, ohne sich dabei von Leder oder Metall behindern zu lassen. Und das Gebirge, in das die Wallonen geboren wurden, war nun nicht gerade für sein sommerlich warmes Klima bekannt. Abgehärtete Kriegerinnen machten sich wenig aus einer steifen Brise auf nackter Haut. Verweichlicht war dieses Stadtvolk. Ärmlich im Geist und verklemmt in ihren Sinnen.

"Ihr habt Angst vor Blößen?" Ein amüsiertes Lachen drang aus Silvanas Kehle. "So furchtsam seht Ihr doch gar nicht aus, ehrenwerter Hochmagus Cornmandl. Offenbar seid Ihr kein Freund gemischtgeschlechtlicher Schwitzhütten. Aber gut, ich will Euch den Gefallen tun."

Die Wallonin griff nach dem Laken auf der ungemütlich wirkenden Pritsche. Überhaupt wirkte das ganze Zimmer kahl und unpersönlich. Cornmandl schien ein Verfechter der Selbstkasteiung zu sein. Silvana wickelte sich in das Leintuch, genoss den kratzigen Stoff und das raue Gefühl auf der Haut. Das Blubbern des Teewassers lenkte ihre Aufmerksamkeit zurück zur Schale. Tatsächlich! Cornmandl hatte Recht. Das war keine normale Kerze. Auch wenn sie offenbar erst funktionierte, wenn ihr Herr in der Nähe war. Von der Flamme selbst ging keinerlei Wärme aus, dennoch erwärmte sich die Luft um den Bücherstapel herum. Silvana griff nach dem flackernden Licht und zog sich keinerlei Verbrennung zu. Ein Schauer lief ihr den Rücken hinab und überzog ihn mit einer Gänsehaut.

Eilig breitete die Kriegerin die feuchte Kleidung rund um die Wunderkerze aus. Dem Hochmagus dauerte dies wohl zu lang, denn seine Stimme erkundigte sich nach ihrem Befinden.

"Natürlich lebe ich noch!" Von keiner Holztür mehr gedämpft drang Silvanas kräftiges Organ an Cornmandls Ohr. Ihre sehnige Gestalt füllte den Türrahmen aus. "Wollt Ihr hier draußen Wurzeln schlagen? Der Tee wird kalt."
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 04. Mär 2011, 12:58
Angst vor Blößen? Nein, die hatte er nicht.
Angst, nein, aber ich mag es wenn noch ein wenig übrig ist, was verborgen ist, so als Überraschungchen“ gab er zurück, als er ein wenig schüchterner als es ansonsten seine Art war, sein Zimmer betrat. Und musste dann Schmunzeln, auch das eher ungewöhnlich, aber die Frau sah aus, wie einer dieser Glaubensanhänger, Cornmandl fiel der Name nicht sofort ein, aber irgendwie kam das nahe, fehlte nur noch ein Häubchen. Die hatten auch so sackartige Gewänder.
Und wenn wir schon bei Bekleidung sind“ er griff ins eine Tasche und holte den soeben in Amras’ Schneiderei gekauften Umhang. Er fragte sich, ob er vielleicht noch nach Oharia roch…und war wohl etwas unachtsam im Moment oder hatte seine Gedanken nicht so beisammen.
Äh, ja, ich war etwas abgelenkt mit den Gedanken, ich arbeite noch an einer etwas ausgefeilteren Elfe…äh, ja, aber egal, das kümmert Euch sicher weniger, also das ist Maßware wenn ich das so sagen darf. Wollt Ihr ihn probieren?“ er wollte sich nicht aufdrängen ihn umzulegen.
Und zu einem Schluck Tee, möchte ich auch nicht nein sagen? Was war es eigentlich, dass Euch hier in den Turm geführt hat? Ihr seid doch bestimmt nicht gekommen um mit mir Tee…“ vielleicht hatte sie ja noch etwas Zeit. Auch wenn er nicht recht wusste, was er mit einer Statthalterin zu sprechen hatte. Gemeinsame Themen waren wohl rar, aber wer weiß…

Unerklärlich war es auch, wie Cornmandl plötzlich eine Dose mit Keksen, wenn auch einfachen, in der Hand hielt.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 07. Mär 2011, 12:27
"Ihr habt wohl selten Damenbesuch?" Silvana schmunzelte ob Cornmandls zögerlichen Ausflüchten und wich zur Seite, damit er seine Kammer betreten konnte.

"Aber keine Sorge. Ich bin keine Dame, sondern eine Amazone. Schüchternheit ist bei mir völlig fehl am Platz. Vor einem Jahr noch hätte ich Euch mit Stolz die zahlreichen Narben aus unzähligen Kämpfen gezeigt. Doch nun ist meine Haut wie die eines Neugeborenen. Schuld daran trägt der Feuerball von..."

Die Erinnerung an Myriels Zornausbruch, weil Silvana unwissentlich die in einen Skorpion verwandelte Magierin in die Wüste hinaus geschleudert hatte, ließ hießen Zorn in ihrem Inneren auflodern. Hinter ihrer Pupille glomm ein rotes Flackern auf und ihre Stimme senkte sich zu einem tiefen Knurren.

"... einer gewissen...Schwarzmagierin...", wich sie aus und brach schließlich ab. Ausgerechnet von dieser Furie schien es abhängig, ob Silvana den Keim Shir Khans zu beherrschen lernte. Plötzlich hatte die Statthalterin es gar nicht mehr so eilig zu Myriel vorgelassen zu werden. "Aber lassen wir das."

Der glimmende Funke erlosch und auch das Grollen in der ansonsten weichen, dunklen Stimme verschwand, als wäre die Veränderung der Statthalterin bloße Einbildung gewesen. "Setzt Euch doch. Aber was sage ich, es ist ja Eure Kammer."

Den Umhang nahm die Wallonin mit einem zufriedenen Nicken entgegen und warf ihn sich um die Schultern. "Wunderbare Arbeit. Meister Amras versteht sein Handwerk. Habt Dank für die rasche Erledigung, Hochmagus."

Silvana fand zwei Tassen für den Tee und schenkte Cornmandl ein. Üblicherweise ließ sie sich bedienen, aber ihre Gedanken wirbelten hinter ihrer Stirn ziellos umher, so dass sie froh war sich betätigen zu können.

"Stimmt, ich bin nicht nur wegen des Tees... aber es eilt nicht. Die Kleidung ist auch noch etwas klamm. Ein wenig werde ich Euch also noch zur Last fallen. Seid Ihr schon lange in dieser Einrichtung heimisch? Stammt Ihr aus Nuru?"

Im Grunde interessierte sie Cornmandls Lebensgeschichte einen feuchten Kehrricht, aber Silvana hatte mit einem Mal Angst vor der Stille, die mit ihrem Schweigen entstehen könnte.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 11. Mär 2011, 14:13
Cornmandl wusste nicht so recht wie ihm geschah, wie er reagieren sollte. Normalerweise wollten sie etwas von ihm, das er immer weniger bereit war weiterzugeben: magische Fähigkeiten. Er behandelte sie wie Müll. Gut zahlender Müll. Er fühlte sich wohl.

Dann war er bei gewissen Damen zu Gast, denen er willig zu Diensten waren, für die war er Schmutz, wenn auch ein gut zahlender. Er fühlte sich wohl.

Aber jetzt, die Frau Statthalter wollte einfach entspannt mit ihm plaudern und war auch noch auf normale Weise ‚nett’. Da fühlte er sich erst mal gar nicht wohl, was auch unschwer auszumachen war. Er war unstet und unruhig.

Wir – ich gehe lieber zu den Dam…nein, wir laden eher selten Damen zu uns ein, Myriel verträgt wohl keine Konkurrenz“ nachdem sein Gast das Gesicht nicht mal andeutungsweise verzogen hatte, setzte er hinzu: „Das war ein Witz. Sprechen wir von derselben…Schwarzmagierin?“ aber darüber war sich Cornmandl eigentlich sicher, dass dem so war.

Hey, was war das denn, das Glimmen war ihm entgangen, aber das Knurren klang ja nahezu…aber er schob es auf seine unsichere Gemütsverfassung. Er hatte sich bestimmt getäuscht.

Es ist ein wenig…“ er nahm den Tee und das Angebot sich zu setzen an, bevor er fortfuhr „ein wenig ungewohnt, dass jemand etwas von oder über mich wissen will.“ er schwieg erst eine Weile.

Mein Ruf, ist wohl nicht der allerbeste, was mich eigentlich wenig kümmert. Mir braucht niemand schön…zu tun. Ich sage, was ich auf der Zunge habe und das ist meistens nicht sehr…nett für die Mehrheit“ wieso konnte er sie nicht anschnauzen, fragte er sich wohl ein wenig zu recht.

Sollte er dieser Frau wirklich…und während er noch überlegt ob, tat er es schon „….aus Drachenauge und ich hatte dort eine Frau, die ich knall auf Fall liegen und stehen hab lassen und Ihr könnt noch bleiben…äh gern. Gern - bleiben.“ gab er bereitwillig Auskunft und wie zufällig langte er ein Kleidungsstück an, das mitnichten noch feucht war, kein bisschen mehr. „Das Zeugs wird aber auch nicht und nicht trocken…und was macht ihr, wenn Ihr nicht gerade, wie nennt man das? ‚Statthaltet’?

Ja, er empfand sie als Last, er wollte aber auch nicht, dass sie schon ging. Es war einfach seltsam!
Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 22. Mär 2011, 15:10
Jetzt hatte er ihren Namen ausgesprochen. Das Damoklesschwert erhob sich erneut über Silvanas Haupt. Warum nur brauchte sie ausgerechnet die Hilfe dieser Hexe? Sie würde in der Schuld dieses Weibsbildes stehen und nichts dagegen tun können. Und wie Silvana Myriel kannte würde die Magierin diesen Umstand durchaus zu nutzen wissen. Wieder wallte Zorn in der Wallonin auf.

"Ach ja, Myriel, jetzt da Ihr es erwähnt, da fällt mir wieder ein, weshalb ich hier bin", erklärte Silvana gedehnt und mit einem unheilvollen Grollen in der Stimme. "Ist die werte Dame überhaupt anwesend? Ich komme gern ein anderes Mal wieder."

Es passte überhaupt nicht zu einer Kriegerin den Schwanz einzuklemmen und die Flucht zu ergreifen. Silvana hätte sich ins Gesicht schlagen mögen. Was war nur mit ihr los? Entzog ihr der unbezähmbare Werwolf den letzten Rest an Selbstachtung? Verdammter Shir Khan! Sie sollte ihm die Kehle herausreißen und das hochmütige Grinsen mit einem paar Prankenhieben zerfetzen. Doch dazu musste sie ihren eigenen Werwolf beherrschen lernen. Der Gedanke an Myriel schlug Silvana augenblicklich aufs Gemüt.

"Ihr müsst mir auch gar nichts über Euch erzählen, Hochmagus Cornmandl. Es interessiert mich ohnehin nicht und Euer Ruf kratzt mich genauso wenig wie weichgewalktes Linnen. Ich glaube nicht, dass wir uns nach diesem Abend noch einmal über den Weg laufen werden. Zumindest hoffe ich das nicht... ich meine, ich habe nicht vor ein weiteres Mal hierher ...", entgegnete Silvana schroffer als sie es beabsichtigt hatte. Rasch wechselte sie das Thema und ging auf seine Frage ein.

"Ihr solltet mich eher fragen was ich tat, ehe ich Statthalterin wurde und mich in dieses krätzige Nest aus Schmeichelei, Lobhudelei und verlogenen Worten, aus Seide, Teppichen und warmen Kissen habe locken lassen. Ihr solltet mich lieber fragen, wer ich vorher war. Eine Kriegerin, eine Schmiedin. Wollt Ihr wissen, wie ich wirklich bin? Ich hämmere aus ungeformtem Eisen wunderschöne Waffen, verbrenne mir dabei die Hände, trage Schwielen und Narben. Ich fluche, ich schmatze beim Essen, rülpse und breite die Stiefel auf dem Tisch aus. Ich gebrauche einfache Wörter und schmeichle niemandem. Ich rate Euch nie ein hohes Amt anzunehmen, es verdirbt den Charakter, selbst einen schlechten, auch wenn die Macht Euch glänzende Augen verschafft und euren Goldbeutel füllt."

Silvana wünschte sich Met oder Bier anstatt diesen wässrigen Gesöffs. Angewidert stellte sie den heißen Becher zurück auf den Tisch.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 24. Mär 2011, 13:29
Wie und warum soll ich wissen ob die Dame des Hauses…nein, sie meldet sich nicht ab und ich will es auch gar nicht so genau wissen, was sie tut.“ die Frage, was sie denn von Myriel wollte, stellte er nicht. Aus gutem Grund, es interessierte ihn nicht.

Wenn sie nicht über ihn wissen wollte, war ihm das nur angenehm. Sie erzählte dann in recht deftigen Worten, dass ihr ihre gesellschaftliche Stellung ziemlich zusetzte. Cornmandl hob eine Augenbraue, denn die Aussagen verwunderten ihn einigermaßen. Zumeist strebten die Würdenträger zu weiteren Machtausbau und zu Ämterkumulierung. Diese Frau schien aber im Gegenteil jetzt schon genug zu haben.

Einen feuchten Kehricht werde ich. Ich habe für Euch eine andere Idee. Wie gefiele es Euro Statthalterin, wenn wir beide einen Stammtisch gründen, dessen Teilnahme-Regeln wir vorher festlegen und an dem jeder teilnehmen darf, der sich diesen unterwirft bzw. diese nicht übertritt? Eine Anti-Parier-Schleimer-Stammtisch-Tafel, kurz: AntiPaSSTa. Wenn Ihr fragt, wo, dann kenne ich darauf nur eine Lokalität, die genug Lockerheit besitz…wenn Ihr versteht was ich meine.“ das wäre genau nach Cornmandls Geschmack, auch wenn der Kurz-Name irgendwie nicht so ganz passen mochte. So genau nahm es Cornmandl da nicht. Und noch etwas Anderes schwebte ihm im Hinterkopf herum: Vielleicht ergab sich dann auch die eine oder andere unverbindliche Verbindung mit weiblichen Kerkermeistern oder ähnliche Freigeister. Wenn es nach ihm ginge könnten sie ruhig heute die erste konstituierende Sitzung machen. Ob Silvana die Rote Laterne kannte?

Es entging ihm nicht, dass der Tee als Getränk wohl nicht die erste Wahl war. Anscheinend war die Dame besseres gewöhnt. Aber er wollte erst einmal abwarten was die Amazone noch vor hatte. Nur loswerden wollte er sie im Moment noch nicht. Dazu schien die Begegnung eine zu gute Wendung zu nehmen.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 05. Apr 2011, 14:44
"Anti...was?"

Die Nachfrage zeugte nicht gerade von Intelligenz, aber Silvana hatte kaum ein Wort von dem verstanden, was der Hochmagus in hochgestochenen Ausdrücken vorgeschlagen hatte.

"Ihr wollt mit mir einen saufen gehen?", fasste sie in einem knappen Satz Cornmandls Ausführungen zusammen. "Und zwar jedes Mal, wenn ich in Nuru weile?"

Dabei hatte sie vermutet, der Hochmagus trinke keinen Alkohol, da er das Alkoholverbot des Magierzirkels als gute Maßnahme bezeichnet hatte. So schnell konnte ein Missverständnis entstehen. "Nun, wenn Ihr nicht von mir erwartet, dass ich nebenher hochgeistige Diskussionen führe, warum nicht? Wann wolltet Ihr den Anti-Stammtisch denn erstmals einberufen?"

Silvana langte nach ihrer Bluse. Das Leinen war inzwischen furztrocken. In der Kammer war es unangenehm warm geworden. Cornmandls Wunderkerze heizte wie zehn Schmiedeöfen.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 06. Apr 2011, 14:46
Anti-Passta, ist doch ganz einfach“ wiederholte er bereitwillig

Eure Ausdrucksweise zeigt in ihrer Vulgarität eine gewisse… nachgerade gesunde Bürgernähe. Langsam verstehe ich, was Ihr mir sagen wollt.“ dabei beobachtete er ihren Adamsapfel "Wenn alle so wären wie Ihr wäre es mit der Verdrossenheit der Regierten bald vorbei. Das ist die Sprache, die der kleine Mann auf der Starsse auch versteht und wo er mitreden kann" der Umhang würde ihr gut stehen, war er sich sicher, dabei an ganz was Anderes denkend.

Na ja, ich hätte eher an eine regelmäßige…Veranstaltung gedacht, also so jeden ersten Mittwoch im Monat…aber wenn ich Euch so…also könnte ich schon geneigt sein…“ Cornmandl begann etwas unruhiger zu atmen.
Ja, reden, nein, wir können auch gleich zu den Taten…erzieht Ihr Euer Pferd eientlich selbst?“ der Glanz in Cornmandls Augen hatte sich merklich verändert und er besah sich jetzt mehr die starken Oberarme. Er stellte sich vor, wie diese Arme einem Gaul seinen Willen aufzwingen. Einem Gaul, vielleicht aber auch…er wagte gar nicht weiter zu denken. Er wusste gar nicht warum er auf Pferd gekommen war. Er hatte ja nicht einmal eine Ahnung, ob die Statthalterin überhaupt der reiterei fröhnte..

Ihr wollt schon…gehen? Aufbrechen? Wir können doch, wie sagtet Ihr einen saufen gehen, in die…Laterne“ den kompletten Namen wollte er momentan noch nicht nennen.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 07. Apr 2011, 15:05
"Regelmäßigkeit zeugt von Disziplin. Das kommt mir sehr entgegen, werter Hochmagus." Silvanas Miene nahm einen strengen Ausdruck an. Wieso kam der Mann ausgerechnet auf ihr Ross zu sprechen?

"Mein Pferd? Natürlich wurde mein Schlachtross von mir selbst ausgebildet. Ich muss mich voll und ganz auf Wotan verlassen können. Im Kampf darf er nicht weichen, er sollte keinesfalls schreckhaft sein und bei meinem Ruf sofort angaloppiert kommen. Wem sonst sollte ich eine derlei heikle Ausbildungsaufgabe übertragen? Eine gestrenge Hand kann man nur selbst anlegen. Und Strenge ist bei jeder Erziehung von Nöten."

Cornmandl schien einen Becher Alkohol dringend nötig zu haben, denn er drängte geradezu auf einen Besuch beim Wirten. "Hinterher, werter Hochmagus. Hinterher brauche ich garantiert den einen oder anderen Schnaps. Wegen Meisterin Myriel bin ich hier, also werde ich die Lady auch aufsuchen. Ich nehme an, Ihr werdet in dieser Kammer zu finden sein, wenn ich fertig bin?"

Das Wort fertig war durchaus zweideutig gemeint, denn ein Gespräch mit Myriel würde Silvana das Letzte abverlangen. Mit den Gedanken bereits bei der Schwarzmagierin weilend griff die Kriegerin nach ihrer Gewandung, knotete das Leintuch auf und ließ es ungeniert fallen, um sich anzukleiden.

Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 08. Apr 2011, 15:05
Die Worte, die Silvana sprach, brachten ihn in Hochstimmung, denn sie versprachen, dass die Amazone genau wusste, wovon sie sprach und dass sie zudem wusste, wie man effektiv erzieht. Und dass eine gewisse Strenge unabding- und unverzichtbar war. Unwillkürlich, es fiel ihm gar nicht auf, nickte er heftig. „…und Härte. Stränge und Härte“ ergänzte er in Gedanken.
Ihre Schilderung über die Ausbildung des Pferdes Wotan geriet wie eine Bewerbung um die Stelle eines Pferdeaufzüchters und in seinen Gedanken, hatte sie sofort eingestellt. Und es war Verzückung, die ihm die Worte aussprudeln ließen: „Wotan, ach, er muss ein in jeder Hinsicht beneidenswerter Bursche sein. Eine Frau, die weiß was sie will und die richtigen Mitteln anwendet, es durchzusetzen…
Cornmandl verstummte, aber sein Blick war so, dass er ein ganz bestimmtes Bild von Silvana und dem Pferd vor sich zu haben schien. Und in seinem Bild ersetze ein Cornmandl nach und nach das Pferd.
Aber, und so riss er sich aus seinen Gedanken, nicht jetzt, nicht hier. Nachdem er es sich 6 mal hintereinander wiederholt hatte, war er in der Lage sich daran zu halten.

Ja, natürlich, Myriel, verstehe, die Pflichten einer Statthalterin rufen.“ er deutete dezent eine Verbeugung an „es wird mir eine Ehre sein, wenn meine Kammer Euch noch einmal aufnehmen…“ danach sagte er nichts mehr, denn was Silvana da vor ihm inszenierte, überstieg seine schlechte Erziehung. Was ihn aber außer dem tollen Anblick noch faszinierte, war die scheinbare Gleichgültigkeit und Gelassenheit. Wie ein Mitglied eines unterentwickelten Volkes irgendwo am Rande der bekannten Welt, schien ihr die totale Blöße keineswegs ein Grund sich schamhaft zu zeigen oder irgendwas verschämt zu bedecken. Nichts! Völlig gelassen zog sie sich an und da bemerkte Cornmandl, dass er einen Riesenfehler gemacht hatte. Er hätte einfach nicht solche Stielaugen bekommen dürfen, denn das hatte Auswirkungen. Er wusste aus anderen Situationen, dass einzig und alleine Eiswasser eine gewisse Linderung bewirken konnte.
Er wollte etwas sagen, aber im Hals saß ein Kloß, sodass sich die Lippen zwar bewegten, aber kein Ton den Mund verließ. Silvana sah zu ihm und er bildete sich ein, ein spöttischer Zug sei über ihr Gesicht gehuscht, dann war sie fertig angekleidet. Aber Cornmandl litt noch unter den Nachwehen des vorherigen Anblicks.
Sie hatte bereits die Klinke gedrückt und wollte gehen, da bekam Cornmandl doch noch den Mund auf: „Er steht…der Mantel…, gut, der Umhang, er kleidet Euch gut
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 21. Apr 2011, 13:40
Silvana zurrte den letzten Lederriemen an der Seite des Brustharnisches fest. Ohne Rüstung würde sie Myriel auf keinen Fall entgegen treten. Auch wenn die metallene Gewandung kein Schutz gegen Feuerbälle bildete, für den Kampf gekleidet zu sein fühlte sich zumindest um einiges sicherer an und stärkte das Selbstvertrauen. Silvana blickte zu Cornmandl hin, als sie den Umhang umwarf und seine Bemerkung an ihr Ohr drang.

Zu ihrer Erheiterung war ein gewisser Umstand zwischen seinen Beinen nicht zu übersehen, oder hätte sie besser sagen sollen: Aufstand? Ein amüsiertes Grinsen legte sich auf ihre Lippen, ehe sie einwarf: "Da Ihr den Umhang erwähnt: Denkt an das Messer an Eurem Hals, ehe Ihr denselben in tausend Stücke zersplittert habt. Das hilft. Dagegen."

Silvanas Blick ruhte einen Augenblick auf der gewissen Stelle, dann lachte sie auf und drückte die Türklinke hinunter. "Es ist lange her, dass ich bei einem Mann eine solche Reaktion ausgelöst habe. Normalerweise zittern sie vor mir. Aber was soll's. Mit meinesgleichen macht es gleichwohl Spaß."

Das mochte Cornmandl nun glauben oder nicht, zumindest würde es ihn ins Grübeln bringen. Davon war Silvana überzeugt.

"Welches ist die richtige? Tür. Von Lady Myriel, meine ich. Wo kann ich sie finden?"
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 04. Mai 2011, 14:17
Was immer dieses Weib in seinen Wirkungskreis gespült hatte, Cornmandl war sich noch nicht sicher, ob er dafür dankbar oder darob unzufrieden sein sollte. Er kam nicht umhin, Sylvana zu bewundern, vor allem den Kraftlakl in ihr, der aber trotzdem seine Eleganz behalten hatte, imponierte und erregte ihn sehr.  Andererseits sagte ihm sein Verstand, dass das auch nur ein Wesen mit typisch weiblicher Ausstattung, wenn auch imponierender als bei anderen Vergleichsobjekten, war und weiter sonst gar nichts. Davon gab es mehr als Dutzende und wahrscheinlich alle williger…Also was sollte seine Aufregung? Dazu kam eine gewisse Eloquenz mit Worten, die ihn zwar weit weniger beeindruckten, die sich aber nichtsdestotrotz gut anhörten. So musste wohl ein Statthalter, auch eine ungewollter, reden können, sagte er sich.

Wenn er ihre Aussage nicht gleich verstand, was sie mit ‚meinesgleichen’ sagen wollte, er hatte ja noch Zeit darüber nachzudenken. „Euer Eindruck, den Ihr manchenorts körperlicherseits hinterlässt, ist zum Glück ein vergänglicher, da es ansonsten zu Komplikationen im Bewegungsablauf…wie Ihr verstehen werdet. Aber manches lässt sich auch bestimmt wieder herstellen. Wenn Ihr also aus den Fängen dieser Myriel je wieder entlassen werden solltet, könnt Ihr die Probe auf’s Exempel gewissermaßen…es wäre mir bestimmt eine Freude. Myriel, ja, da müsstet Ihr noch eine Etage höher und dann könnt Ihr die Tür gar nicht verfehlen, sie hat sich ausbedungen, sie als Einzige schwarz zu bemalen. Diese Magierin hat ja sonst keine Extravaganz-en…“ das Lächeln, einem Hai in diesem Moment nicht ganz unähnlich, strafte seine Wort augenblicklich Lügen und zeigte ganz deutlich, was er von Myriel hielt und genau darauf was es ausgerichtet gewesen.

Und vergesst nicht, ich steh…zu meinen Worten, aber wartet nicht zu lange mit der Überprüfung diese Um-Standes“ warb er noch ein wenig für sein Anliegen, sie wieder sehen zu dürfen und das bald.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 12. Mai 2011, 13:58
Die Tür fiel hinter ihr ins Schloss. Seltsamer Bursche, schoss es Silvana durch den Kopf, während sie nach der Treppe Ausschau hielt. Cornmandl entsprach keinem jener Magier, die sie bisher kennenlernen musste. Musste, denn auf die Gesellschaft von Zauberer konnte sie getrost verzichten. Mit Schwarzmagiern allerdings hatte sie weniger Erfahrung - Myriel mal ausgenommen. Mochte ja sein, dass sich die Bekanntschaft mit dem Hochmagus noch als brauchbar erwies.

Silvana stieg eine Etage höher und sah sich um. Cornmandl hatte Recht. Das schwarz bemalte Türblatt war unübersehbar. Es war ein eigentümliches Schwarz - es schien schwärzer, dunkler, war auf eine unbestimmte Art finster zu nennen, als wäre es keine schlichte Farbe, sondern ein Zustand, ein Abgrund in die tiefsten Höllen.

Wie lange sie so dastand und die Tür anstarrte, wusste Silvana hinterher nicht zu sagen. Sie erwachte wie aus einer Trance und schüttelte unwillig den Kopf. Unsinn! Die Tür war schwarz, schlicht und ergreifend schwarz. Völlig harmlos. Genau wie... Myriel? Mit einem deutlichen Zögern tat die Kriegerin den ersten Schritt. Als ob eine Barriere sie am Vorwärtskommen hinderte, quälte sie sich voran, immer weiter auf die Tür zu. Der Arm versagte ihr beinahe den Dienst, als sie ihn zu heben versuchte um anzuklopfen.

Erst nach endlos scheinenden Minuten erklang das harte Klopfen ihrer Knöchel auf dem Holz. Den gesamten Körper angespannt, dass die Sehnen aus den Muskeln traten, starrte Silvana auf das Türblatt und tat vorsichtshalber wieder einen Schritt rückwärts. Das Hämmern ihres Herzens erschien ihr überlaut in dem stillen, kahlen Gang.

Vielleicht, mit etwas Glück, war Myriel auswärts.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Sa., 14. Mai 2011, 23:12
Die Tür schwang knarrend vor Silvana auf und enthüllte den Blick in einen großzügig geschnittenen Raum. Der Großteil der Wände wurde von Regalen oder Schränken verdeckt, in denen sich neben Schriftrollen und dicken Büchern auch allerlei verschiedene Tiegel, Phiolen und Krüge befanden, in denen die unterschiedlichsten Zutaten waren. Sogar ein Totenschädel befand sich in einem der oberen Fächer und glotzte mit seinen leeren Augenhöhlen in die Richtung der Amazone. Myriel selbst saß auf einem relativ schlichtem Stuhl, der aus einem schwarzem Material gefertigt war und an der Kopfseite eines langen Tisches stand. Die Hände hatte sie auf den Armlehnen abgelegt, der Rücken war gerade aufgerichtet, der Blick den sie Silvana zuwarf war kühl.

Silvana. Ich hatte Euch eher erwartet.

Es konnte nur einen Grund geben, warum die Statthalterin sie aufsuchte. Einen Freundschaftsbesuch würde die Amazone bei ihr gewiss niemals machen. Nein, es ging mit absoluter Sicherheit um Silva. Trotzdem verzog Myriel keine Miene und versuchte nicht einmal ansatzweise Silvana eine Brücke zu bauen. Wenn sie etwas von ihr wollte, dann musste sie schon von sich aus das Thema darauf bringen.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 16. Mai 2011, 14:21
Da war sie also. Der Blick ins Innerste von Myriels Reich ließ Silvana sämtliche Nackenhärchen sträuben. Unzählige Utensilien, deren Zweck der Wallonin verborgen blieb, stapelten sich in den Regalen. Silvanas Blick traf sich mit den leeren Augenhöhlen des skelettierten Schädels. Totenköpfe jagten der hartgesottenen Kriegerin keine Angst ein. Vielmehr war es die kühle, düstere Atmosphäre - abgesehen von der Gefährlichkeit, die allein Myriels Gestalt verströmte -, welche Silvana zögern ließ, den ersten Schritt über die Schwelle zu tun. Die Statthalterin schluckte. Es war ein Fehler gewesen, hierher zu kommen. Doch nun war es zu spät. Die Tür stand offen, und Myriels Stimme richtete sich an die Besucherin. Wie eine Königin thronte die Magierin auf ihrem Stuhl.

Silvana streckte den Rücken durch. Keinesfalls durfte die Magierin ihre Unsicherheit bemerken. Für Raubtiere duftet Furcht wie blutiges rohes Fleisch. Ein beherzter Schritt, der Griff nach der Klinke, dann schnappte die Tür hinter der Kriegerin ins Schloss.

Gefangen!, schoss es Silvana durch den Kopf. Ihr Magen verknotete sich zu einem Klumpen, so dass die Wallonin die Übelkeit nach unten würgen musste. Tief in ihr regte sich der Keim Shir Khans, der die Veränderung der Umgebung spürte, und verstärkte ihr Unbehagen noch.

"Geschäfte haben mich so lange abgehalten“, flüchtete sich Silvana in eine äußerst dünne Ausrede. Als wäre es gestern gewesen, erinnerte sich die Kriegerin an jedes Wort jenes Gesprächs mit der Schwarzmagierin – damals, in einem Wüstenzelt, kurz bevor Myriel ins Reich der Toten wechselte.

Steif und unbewegt stand die Kriegerin auf der Stelle - das Kinn gereckt, die Arme in die Hüften gestemmt, um größer zu wirken als sie sich fühlte . Hinter ihrer Stirn arbeitete es. Jedes falsche Wort konnte Myriel Angriffsfläche bieten. Rhetorisch war ihr die Magierin um Meilen überlegen.

„Ihr sagtet, ich könnte Euch hier aufsuchen, wenn…“ Silvana brach unvermittelt ab und schluckte hart. Sie würde in Myriels Schuld stehen. Und nicht nur das. Myriel wusste etwas über sie, das niemand sonst in Dragonia über die Statthalterin Nightons wusste. Was würde der gesamte Mob der Stadt dafür geben zu wissen, WER für die zerfetzten Schafe und die entstellten Leichen der letzten Monate verantwortlich war.

„...ich Eure Hilfe…brauche“, würgte die Kriegerin schließlich hervor. „Der Keim Shir Khans. Helft mir, ihn zu beherrschen. Ihr sagtet, Ihr könntet dies mittels eines Rituals erreichen“, sprudelte es schließlich aus der Statthalterin heraus. „Ich brauche die Kontrolle, versteht Ihr? Sonst richtet es mich… und sich selbst… zugrunde.“
Autor: Christian Datum/Zeit: Mi., 18. Mai 2011, 23:55
Eigentlich war Christian nach Nuru gekommen, um in der Schneiderei noch einige Seile zu erwerben, die waren schon recht nützlich, für ihn besonders, um Gegner länger als nur kurze Zeit zu fesseln. Aber da er auf dem Weg an diese Magierturm vorbeikam, von dem so allerlei Gerüchte erzählt wurden, und er bis jetzt noch keinen Weg gefunden hatte, den Kurzteleport erfolgversprechender zu machen, als es bis jetzt bei ihm der Fall war, klopfte er dann doch kräftig gegen das Eingangstor. Fragen konnte er ja wenigstens...
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 19. Mai 2011, 11:25
So sehr Cornmandl das Pochen am Tor ignorieren wollte, es ließ sich nicht abstellen. Es hämmerte weiter und weiter und weiter. So kam es Cornmandl vor.
Er stob also zum Tor, ein Gesicht wie 14 Tage Regenwetter, öffnete sie einen Spalt und beschied dem Unglücksraben, der es geschafft hatte, Cornmandl dermaßen aufzuregen: „Hau ab, Knilch, so lange noch die Zeit, meine Geduld hat große Lücken und gerade bist Du auf eine gestoßen. Wenn Du also ein Leben als Zombie vermeiden willst, hörst Du jetzt auf das Tor zu malträtieren und machst die Summse, Haben wir gehört“ der Ton des Hochmagiers ließ keine Zweifel, wie er es meinte und wie ernst es mit den Worten war. Der Störenfried sollte sich sein weiteres Handeln wohl gut überlegen…
Autor: Christian Datum/Zeit: Do., 19. Mai 2011, 19:33
Gerade als Christian der Gedanke gekommen war, dass vielleicht niemand anwesend sei, öffnete sich das Tor leicht und ein in seinen Augen recht unhöflich auftretender Mann schaute heraus. Lediglich der Anflug eines Lächelns im Gesicht des Hohentürmlers zeugte davon, wie die folgenden Worte des ehemaligen Statthalters von Nighton wirklich gemeint waren.

Nun, wenn Ihr solche Angst um Euer zartes Tor habt, solltet Ihr vielleicht ein Hinweisschild anbringen und jedem, der dieses Gebäude aufsuchen könnte, den Zauber des Kurzteleportes beibringen, damit sie in das Gebäude gelangen können, ohne dabei das Tor zu schädigen.

Nicht, dass er auf Streit aus war, aber solch eine Vorlage wollte er auch nicht ungenutzt lassen, zu selten war Gelegenheit dazu.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 19. Mai 2011, 20:38
Das Lächeln, das Myriel Silvana schenkte, war berechnend und strafte ihre Worte Lügen.

Wie könnte ich der Statthalterin von Nighton einen Gefallen verwehren?

Sie erhob sich von ihrem Stuhl und ging auf die Amazone zu, die ein ganzes Stück größer und auch wesentlich kräftiger gebaut war als sie selbst. Auf dem Weg griff sie nach einem Fläschchen, indem eine matschgrüne Flüssigkeit zäh hin und her schwappte, und fing an emotionslos Erklärungen abzugeben.

Es könnte sein, das es schmerzhaft für Euch wird. Versucht Euch nicht dagegen zu wehren und es wird leichter werden. Ihr müsst akzeptieren das eine Wölfin in Euch schlummert. Wenn Euch das gelingt, wenn ihr den Kern erst einmal erkannt habt, werden die zwei Teile Eures Wesens miteinander verschmelzen, dafür wird dieser Trank sorgen. Ihr werdet Silva kontrollieren können – zumindest die meiste Zeit. Doch selbst wenn es Vollmond ist und Euch die Kontrolle entgleitet werdet ihr stets wissen was sie tut – und ihr könnt immer Einfluss auf sie nehmen. Doch hütet Euch, denn die Wölfin kann Euch ebenso beeinflussen wie ihr sie. Folgt mir.

Sie war inzwischen an Silvana vorbei gelaufen und öffnete die Tür um ins Treppenhaus zu gelangen. Schweigend führte sie die Statthalterin die Stufen hinunter bis sie in den Kellergewölben angekommen waren. Sie waren nur von wenigen Fackeln beleuchtet und wirkten düster und unheimlich, als würden hier unten Dinge und Wesen gedeihen die es besser nicht auf der Welt geben sollte. Myriel ließ sich davon nicht beirren und führte die Amazone zu einer dicken stabilen Tür, die in einen relativ kleinen Raum führte. Vier schwere metallene Verankerungen waren in die Wände eingelassen worden an denen sich Ketten, Fuß- und Handfesseln befanden. Die Druidin deutete auf die Fesseln.

Darf ich bitten? Es dient nur Eurem eigenen Schutz, denn ich weiß nicht ob eine wütende Lykantrophin meinen Gegenangriff überleben würde.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 19. Mai 2011, 22:15
Die ganze Zeit über hatte Silvana geschwiegen. Stumm war sie Myriels Ausführungen gefolgt, hatte sich ohne einen Laut des Protests von der Schwarzmagierin in die Kellergewölbe des Zirkels führen lassen, doch was sie in der kleinen Kammer zu sehen und vor allem zu hören bekam, entlockte der Kriegerin einen zornigen Aufschrei.

"Ha! Ihr wollt mir allen Ernstes mitteilen, dass ich mich gänzlich in Eure Gewalt begeben soll? In Ketten?"

Was hatte dieses hinterhältige Weibsstück bloß vor? Hinter Silvanas Stirn arbeitete es fieberhaft. Verzweifelt suchte sie nach einer Lösung, einer glaubhaften Ausflucht, einem Grund diese Vorsichtsmaßnahme abzulehnen und doch die Unterstützung zu bekommen, nach der es sie inzwischen gierte. Der Trank war zum Greifen nah. Die Magierin hatte tatsächlich auf Silvanas Erscheinen gewartet und alles vorbereitet.

"Wisst Ihr eigentlich um die Wirkung Bescheid? An wem habt Ihr den Trank ausprobiert? Oder ist dies eine Art Spiel für Euch? Dann freut Euch nicht zu früh. Ich bin Schmerz gewohnt. Disziplin gehört zu meiner Ausbildung wie der Umgang mit der Waffe."

Silvanas Herzschlag raste. Die Finger hatten sich inzwischen zu Fäusten verkrampft und die angespannten Muskeln schmerzten wie nach einem anstrengend Berglauf. Der Keim Shir Khans in ihrem Inneren regte sich. Ein tiefes Brummen folgte dem Protest der Statthalterin. Diese Hexe war ja ungeheuer selbstbewusst, wenn sie Silva_Lykana unterstellte, diese wäre der Magie nicht gewachsen.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 19. Mai 2011, 23:33
Myriel ließ Silvanas lautstarker Protest völlig kalt. Sie zuckte lediglich mit den Achseln.

Es ist Eure Entscheidung. Aber beschwert Euch später nicht über fehlende Narben oder verbranntes Fell.

Eine kurze Handbewegung ihrerseits ließ eine purpur schimmernde Schicht um ihren Körper aufglimmen. Wenn sie Gefahr lief das Silvana sie in Wolfsgestalt angriff, wollte sie wenigstens geschützt sein.

Ja ich weiß um die Wirkung. Er vereint geteilte Geister, die in einem Körper wohnen.

Die Schwarzmagierin griff nach einem Dolch an ihrem Gürtel, hielt aber mit Absicht Abstand zu der Amazone und machte keine zu schnellen Bewegungen. Langsam führte sie die Klinge an ihre eigene Hand.

Wenn wir Silva mit Euch vereinen wollen müssen wir sie hervor locken. Das funktioniert am besten mit frischem Blut. Ich werde Euch eine Rune auf die Stirn malen, dann könnt Ihr den Trank trinken. Wenn Ihr es nicht tun wollt, so sagt es gleich – ich habe zu viele andere Dinge zu tun als endlose Diskussionen zu führen oder Spielchen mit Euch zu spielen. Vergesst nicht, Ihr seid es die hergekommen ist weil sie etwas von mir will, nicht anders herum. Also vertraut mir oder lasst es sein, aber verschwendet nicht meine Zeit.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 24. Mai 2011, 13:47
Kompromisslos und direkt. So konnte man Myriel mit zwei Wörtern beschreiben. Kein überflüssiges Gefasel, keine aufgedrängte Schmeichelei. Die Schwarzmagierin kam unumwunden zum Punkt. Silvana schätzte den geradlinigen Weg, da sah man gleich, was auf einen zukam.

"Vertrauen. Zu einer H..." Silvana würgte das Wort Hexe hinunter, das ihr beinahe über die Zunge schlüpfte. Wollte sie nicht als gerösteter Truthahn enden, hielt sie besser den Mund. "Ihr verlangt viel von jemandem, der sich geschworen hat nie die Kontrolle über sich abzugeben."

Die Wallonin schnaubte und atmete tief durch. Der Knoten in ihrem Magen wurde unerträglich. Vereint geteilte Geister, hatte Myriel erklärt. Geteilte Geister. Das klang ganz so, als trug Silvana eine Krankheit in ihrem Kopf. Myriel war vor ihr zurückgewichen, also tat auch die Kriegerin einen Schritt rücklings an die Wand. Der Sicherheitsabstand galt keineswegs nur zu Myriels Schutz.

Breitbeinig pflanzte sich die Kriegerin in den Boden und ballte die Hände zu Fäusten. Ihr kühler, dunkler Blick heftete sich auf Myriels Dolch um keine noch so winzige Bewegung zu verpassen.

"Nun denn, bei der Göttin und meinen Ahnen - sie mögen mir beistehen -, so fangt denn an."
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 27. Mai 2011, 13:02
Es war keine zarte Schamesröte die plötzlich das Gesicht des Magiers verfärbte. Es war an der geschwollenen Ader der Schläfe abzulesen, dass es sich wohl um eine Zornesröte handeln musste. Dazu war gar nicht das innerliche Beben zu erkennen, denn ansonsten blieb Cornmandl ruhig. Aber es war vorhanden, das Beben, das innerliche. Er konnte sich aber – noch – beherrschen. So lange jedenfalls, bis er mit einer schnellen Handbewegung die Tür ins Schloss warf und dem zurück- und draußengebliebenen Christian sarkastisch und Hohn triefend mitteilte: „BNastard, die Beibringung des Kurzteleports kann nur an Personen mit einem Mindesttalent vorangetrieben werden. Solltest Du es schaffen, die mit einem Kreuz gekennzeichnete Mitte des Turmes zu erreichen, dann können wir weiterreden. Wie und auf welche Weise bleibt Dir überlassen.
Du hast 3 Versuche, und ja der Turm ist natürlich gegen Individuen wie Dich protektiert. Sei Gegrüßt und – auf nimmer Wiedersehen. Es hat mich nicht gefreut
“ Cornmandl war sich ganz sicher, den Absolventen damit für die nächste Zeit mit Stumpf und Stiel vergrault zu haben.  Damit war natürlich seinem Zorn die Befriedigung über seinen Coup gewichen.

[Chistian: Du hast 3 Versuche mit dem 1W6

1-2: Du kommst zwar in den Turm aber verfehlst das Kreuz
3: Du triffst ziemlich genau das Kreuz
4-6: Kurzteleport scheitert]
Autor: Christian Datum/Zeit: So., 29. Mai 2011, 18:49
Spaß schien der Kerl ja nicht gerade zu verstehen, so sauer, wie er reagierte. Allerdings brachte das zuwerfen der Tür nur ein weiteres Schmunzeln hervor.

Erst sich beschweren und dann selbst kaputt machen. Also bis gleich.

Natürlich würde er versuchen, die Aufgabe des anderen zu erfüllen, nur um dessen Gesicht zu sehen, wenn es ihm gelänge, aber der Hinweis, dass das Gebäude wohl auf magische Art und Weise geschützt war, ließ ihn doch kurz nachdenklich stimmen. Wenn Myriel den Schutz geschaffen hatte, würde es selbst für das Gründungsmitglied der Hohenturmgilde schwierig sein, diesen zu überwinden und ein Scheitern daran kaum ohne Schmerzen sein.

Dagegen war die Mitte des Turmes schnell herausgefunden, zumindest die von außerhalb vermutete. So atmete der Magier nochmal tief ein und aus, ehe er sich auf den vor ihm liegenden Zauber des Kurzteleportes konzentrierte und sich das Innere das Turmes vorstellte, schließlich war er dort schon einmal gewesen. Er konnte es sich überraschend gut vorstellen, wenn man bedachte, wie lange sein letzter Besuch her war. Blieb noch der magische Schutz, dabei galt es, einen Spalt darin zu bilden, der groß genug für ihn war und lange genug anhielt, um mit dem Zauber hindurchzuschlüpfen. Doch selbst wenn diese Zeitdauer noch so kurz war, der Erschaffer dieser Barriere würde es bemerken, wenn er nicht gerade stark abgelenkt war. Also musste er noch damit rechnen, Myriel zu begegnen. Naja, es gab Schlimmeres, zumindest wenn sie nicht gerade wütend war, so lächelte er lediglich leicht, bevor er seinen Zauber wirkte.

Mit einem vielleicht etwas übertrieben breitem Grinsen schaute Christian auf das Kreuz unter seinen Füßen und blickte danach in das Gesicht von Cornmandl, um das soeben Geschehene mit einigen Worten zu kommentieren, wobei er natürlich darauf achtete, den Herrn auf dessen schenbar bevorzugte Art und Weise anzusprechen.


Wie es scheint, verfüge ich über das von Dir erwähnte Mindesttalent in diesem Zauber. Ich hoffe nur, dass die werte Lady Myriel die Überwindung des Schutzzaubers nicht als Herausforderung betrachtet, sonst müsstest Du Dich wohl bald nach einer neuen Heimstatt umsuchen.

Zwar dachte er jetzt nicht, dass sie ihm gleich die Feuerbälle um die Ohren werfen würde, aber da man lieber jederzeit mit so ziemlich allem rechnen sollte, warf er doch einen vieldeutigen Blick in Richtung der Erzmagierkammern.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 30. Mai 2011, 16:12
Myriel nickte Silvana zu. In gewissen Dingen waren sich die beiden Frauen ähnlich – beide sagten meist geradeheraus was sie dachten, ganz gleich wem sie damit auf die Füße traten. Beide bestimmten gern selbst was sie taten, ordneten sich nur äußerst ungern unter und gaben eher selbst Anweisungen als das sie welche entgegen nahmen – was zwangsläufig dazu geführt hatte, das sie keine guten Freundinnen wurden.

Nun setzte die Schwarzmagierin zum Schnitt an. Es war keine tiefe Wunde, eigentlich hatte sie nur  den Zeigefinger der rechten Hand angeritzt, tief genug das er blutete. Die Druidin steckte das Messer weg und ging dann zur Statthalterin herüber. Einige Tropfen Blut fielen leise auf den Boden bevor sie die Hand hob und Silvana einige Runen auf die Stirn zeichnete. Myriel war angespannt und ließ die Amazone nicht aus den Augen. Sie registrierte jegliche Regung und achtete besonders auf Veränderungen im Gesicht. Als sie fertig war drückte sie Silvana das Fläschchen in die Hand und trat sie rasch einige Schritte zurück. Die Wölfin würde nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

Jetzt trinkt, schnell.

Vorsichtshalber ließ sie einen Feuerball über ihrer Handfläche erscheinen. Vermutlich waren Silva und Silvana völlig mit sich selbst beschäftigt – aber sie wollte kein Risiko eingehen das nicht sein musste. Das Feuer würde die Wölfin schon davon abhalten sie aus einer Laune heraus zu attackieren.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 10. Jun 2011, 14:39
Tatsache war, dass es nicht Lady Myriels Schutzvorrichtung war, er selbst hatte sie wenn auch nur temporär errichtet. Mit mäßigen Erfolg, wie er mit einem Gesichtsausdruck, dem man die Niederlage ansah, entnehmen konnte.
Da rettete auch der Kommentar: „Anfängerglück“ die Niederlage nicht mehr. Wer verliert muss zu seinem Wort stehen. Dass Cornmandl übermässig viel Ehrgefühl besäße,  würde wohl nicht einmal seien Mutter behaupten. Dass er den Bittsucher nicht achtkant hinauswarf und 15 Feuerbälle hinterher, lag einzig und allein an seiner Hausherrin, bei der es gar nicht gut ankam, wenn er angehende Zauberlehrlinge vergraulte und verprellte.
Ich hoffe, das war noch nicht alles.“ wie Zauberei mutete es an als er plötzlich eine Obstfrucht in den Händen hielt. „Komm mit“ ohne auf eine Reaktion zu warten marschiert Cornmandl voraus.
Durch eine Tür, die sie durchschritten, kamen sie in einen großen Raum, in denen 6 Tische standen. „Schaust Du, hier“ Cornmandl, der eben noch neben ihn gestanden war, befand sich bei Tisch 3, liess die Frucht in eine Schale fallen und war genau wieder an dem Platz wo er sich gerade wegbewegt hatte, neben Christian.
Cornmandl, der nie etwas zweimal zeigte, machte wohl eine Ausnahme, denn so schnell wie beim ersten Mal, war er wieder bei dem Tisch, holte die Frucht aus der Schale, war zurück.
Jetzt Du“ und sein Grinsen nur als gemein zu bezeichnen, wäre die Untertreibung der Saison und drückte ihm die Frucht in die Hand.

[die Aufgabe ist fast unlösbar, aber so isser der Cornmandl:
mit dem ersten Wurf suchst Du Dir den Tisch aus 1-6, zurück kommst Du dann mit der gleichen Zahl, wieder mit der gleichen Zahl holst Du die Frucht wieder und mit zum 4 ten mal der gleichen Zahl kommst Du mit der Frucht zurück.
Fazit: Du musst mit 4W6 immer die gleiche Zahl haben, weil Duo sonst im Raum an den Tischen herumspringst]

Autor: Christian Datum/Zeit: Mi., 22. Jun 2011, 19:25
Der Kommentar von Cornmandl erzeugte nur ein noch breiteres Lächeln, denn dieser zeigte damit nur, dass er ein schlechter Verlierer war, was der Magier des Hohenturms aber ohnehin bereits vermutet hatte. Wenigstens schien der andere Magier nun damit einverstanden zu sein, ihm den letzten Schliff in Sachen Kurzteleport beizubringen, denn er 'bat' den ehemaligen Statthalter, mitzukommen.

Zuerst hielt Christian die Aufgabe seines vorübergehenden Lehrmeisters für recht einfach für einen erfahrenen Anwender dieses Zaubers. So war es kein Wunder, dass der Hohentürmler noch immer breit lächelte, als er sich zu Tisch Nummer 6 teleportierte und die Frucht in die darauf befindliche Schale legte. Erst nach dem zweiten Mal, als er bemerkte, dass er bei dem gerade neben dem anderen Tisch stehenden Tisch gelandet war, anstatt bei Cornmandl, besah er sich die Tische genauer. Sie sahen zumindest augenscheinlich gleich aus, auch die Maserung schien zu passen. Aber warum war er dann bei einem anderen Tisch gelandet und nicht bei dem anderen Magier? Hatte dieser etwa seine Finger im Spiel? Sein nächster Fehlschlag, der ihn bei Tisch Nummer 4 absetzte, erhärtete diesen Verdacht nur noch, um schließlich bei dem letzten kläglichen Versuch bei Tisch 2 in Cornmandls Richtung ein bisschen unsicher zu blicken.


Also gut, Ihr habt gewonnen. Was gibt es hier bitte zu beachten, werter Lehrmeister?

Irgendetwas musste es doch geben, das er vernachlässigt hatte beim Anwenden des Zaubers.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 24. Jun 2011, 08:49
Gibt es eine Mimik, die zeitgleich Abscheu, Spott und Verachtung anzeigt? Jawohl, Cornmandl machte es vor. Er sah früh das Ende der Christian’schen Bemühungen kommen beziehungsweise wohin sie führen würden und zeigte den angesprochenen Gesichtsausdruck. Komischerweise entlockte ihm das kein Grinsen. Dafür den bissige Kommentar: „Ich wusste es doch, Anfängerglück! Es ist meine Rede, dass nicht jeder, der einen Magierstab 5 Minuten halten kann, auch ein solcher ist. Frauen zurück an den Herd und Anfänger in die Höhle, aus der sie aufgebrochen.“ während er die Frucht von Tisch 6 einsammelte.

Trotzdem hatte er noch nicht ausreichend Grund, Christian in die Wüste zu senden. Ein wenig Mühen-Anschein musste er sich doch noch geben.

Was Du da machst ist…stupido!“ nun, das war nicht dazu angetan, dem Ratsuchenden wirklich zu helfen.
Du musst in Paaren denken. Du hattest Deine Sinne schon viel zu weit. Wir….versuchen das nochmals, auch wenn die Hoffnung…“ er schnappte sich einen Abfallkorb.

Geschickt teleportierte er sich zu einem der Tische, es war der 4te, stellte den Korb hin. Und kam wieder zurück. Mit einem geschickten Wurf lies er die Frucht darin verschwinden. „Dann eben die Kindervariante. Der Korb soll Dir helfen zu unterscheiden und das Ziel besser identifizier- und unterscheidbarer zu machen. Eine Gehhilfe für ahnungslose Magier. Und jetzt konzentrier Dich und bring die Frucht zurück!“ Cornmandl war sich sicher, dass er das niemals schaffen würde und damit war die Ausbildung schon wieder zu Ende. Und innerlich gratulierte sich Cornmandl schon zu seiner wohl einfachen aber doch genialen Idee. Er hielt sich nun für sehr schlau!

[Du darfst würfeln so oft Du willst, Du brauchst eine 4! Du musst nur die Fehlversuche auch beschreiben!]
Autor: Christian Datum/Zeit: Do., 07. Jul 2011, 18:50
Möglich, dass dieser Mann als Magier etwas taugte, aber als Lehrmeister war er nur miserabel zu nennen. Nicht, dass Christian sich das wirklich anmerken ließ, aber als der andere mit dem Korb als Hilfsmittel kam, konnte der ehemalige Statthalter sich ein lautes Auflachen nur mit Mühe verkneifen. Entweder gab es keinen wirklichen Trick an der Sache oder der Kerl wollte ihn nur veräppeln. Denn dass der Retter des Drachenauges, was er auch nur dank seiner Fähigkeiten im Kurzteleport wurde, einige Augenblicke später wieder bei dem arkanen Lehrmeister samt Frucht einfand, überraschte zumindest den Hohentürmler nicht.

Ich weiß nicht, wie Ihr den Zauber wirkt, aber ich stelle mir mein Ziel in Gedanken vor. Wenn es dort natürlich genauso aussieht, wie einen Schritt daneben, wird es schon schwierig. Mit einem deutlich sichtbaren Unterschied ist es dagegen ein Kinderspiel, wie Ihr richtig geäußert habt. Deswegen auch meine Frage zuvor. Denn wenn ich das Ziel erst besonders markieren müsste, um dorthin zu gelangen, brauche ich den Zauber in noch weniger Situationen als es ohnehin bereits der Fall ist.

Dass der Kerl nicht auch zuvor wusste, was er mit seiner Frage gemeint hatte, das konnte Christian sich kaum vorstellen, aber offensichtlich musste man bei ihm die Anliegen ja extra detailiert ausbreiten, so als Quälung für zwischendurch, was den Magier in den Augen des Drachenritters nicht gerade besser aussehen ließ.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 26. Jul 2011, 12:30
[Myriel]

Der Trank schmeckte scheußlich. Schlimmer noch als abgestandenes Blumenwasser - das die Wallonin während einer durchzechten Nacht im Gasthaus Schwarzenfels irrtümlich aus der Tischvase getrunken hatte. Gegen ihren Willen verzog sie das Gesicht zu einer Grimasse, hielt sich mit einem bissigen Kommentar angesichts Myriels undurchschaubarer Miene jedoch zurück. Keinesfalls wollte sie die Schwarzmagierin reizen, solange sie sich in deren Gewalt befand. Gewalt klang um so vieles besser als Vertrauen. Myriel vertrauen? Niemals!

In Silvanas Magen rumorte es. Zugleich spürte sie das unbändige Drängen, das sich in letzter Zeit immer öfters auch tagsüber einstellte. Doch diesmal war es anders, fordernder, geradezu brutal. Etwas riss an ihren Eingeweiden. Eine unsichtbare Faust schien ihr die Organe zu zerquetschen. Mit einem Stöhnen krümmte sich die Wallonin zusammen. Schmerz überrollte ihre Sinne, doch diesmal verfiel sie in keine erlösende Ohnmacht. Diesmal erlebte sie, was sonst nur außerhalb ihres Bewusstseins bei Vollmond mit ihrem Leib geschah. Die Kriegerin verwandelte sich.

Knochen und Sehnen knackten und verbogen sich auf unnatürliche Weise. Ungläubig starrte Silvana auf ihre Hände und Arme. Die Finger bogen sich zu gewaltigen Krallen, Fell sprießte auf der glatten Haut. Dicke Muskelstränge ließen Stoff und Leder platzen. Verflucht, sie würde nackt nach Hause reiten müssen. Oder Cornmandl erneut zu Meister Amras schicken. Der Hochmagier wusste ja inzwischen wie sie ohne Kleidung aussah.

Noch während sich Wangenknochen und Kiefer mit grauenvollem Schmerz verschoben und Silvana schier die Sinne vernebelte, kroch das erste Mal ein zweites Bewusstsein in ihren Hinterkopf. Ah, endlich frei.

Das Krabbeln einer Kakerlake drängte sich in Silvanas Bewusstsein. Seit wann hörte sie Käfer kriechen? Myriels Gestalt verschwamm ein wenig vor ihren Augen, dafür konnte sie genau riechen, was die Magierin vor kurzem zu sich genommen hatte und dass sie parfümierte Seife zum Waschen benutzte.

Dann war es vorbei. Der Schmerz verebbte mit einem Schlag.

Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 26. Jul 2011, 13:41
Mit einem Grollen richtete sich Silva_Lycana vor Myriel auf. Das orangerote Flackern auf der vorgestreckten Hand erinnerte die Wölfin an Feuer. Silva_Lycana mochte kein Feuer. Doch etwas war anders als sonst. Nicht die Schwarzmagierin irritierte die Werwölfin, sondern die Fremdbestimmung in ihrem Kopf. Ihre Klauen bewegten sich vor ihren Augen hin und her, als würde sie darüber staunen, wie kräftig sie waren und was man wohl mit ihnen anstellen konnte. Ob sie einen Speer halten konnten?

"Raus aus meinem Kopf!" Silva_Lycanas wütendes Brummen richtete sich an Myriel, in der Meinung, diese würde sie kontrollieren. "Sonst zerfetze ich dich in handliche Happen. Da hilft dir auch dein Flammenbällchen wenig!"

Drohend tat die stattliche Lykanerin einen Schritt auf Myriel zu.

Du stehst der mächtigsten Schwarzmagierin gegenüber und wagst es sie zu reizen? Dieser Feuerball wird dir mehr als nur den Schnauzbart versengen. Gib mir auf der Stelle meinen Körper wieder, ehe nur noch ein Häufchen rauchende Asche davon übrig ist, du hirnloses Vieh!

Ein Ruck fuhr durch Silvas wölfischen Leib. Etwas schien an ihrem Hinterkopf zu zerren. Mit einem wütendem Grollen wirbelte sie herum. Ihre Kiefer schnappten nach einem vermeintlichen Schatten und klackten laut aufeinander. "Wo bist du?"

In dir. Besser gesagt, in mir. UND DAS IST MEIN KÖRPER!

Das fremde Bewusstsein fing an sich in Silva_Lycanas Koordination einzumischen. Die Werwölfin verfiel in wilde, unkontrollierte Verrenkungen. Myriel war längst vergessen. Ohrenbetäubendes Brüllen, Wüten und Toben tönte durch die Kellergewölbe. Erst nach geraumer Zeit hielt Silva_Lycana erschöpft und mit hängender Zunge inne. Ihr Hecheln ging rasch, die stattlichen Muskeln zitterten.

"Was willst du?", keifte die Lykantrophin müde. "Du weißt, dass du mich niemals bezwingen oder gar töten kannst. Wenn ich sterbe, stirbst auch du."

Vergiss nicht, du befindest dich ebenso in meiner Gewalt wie ich in deiner. Ich will, dass du aufhörst dich wie ein wildes Tier zu benehmen und meine Bürger abzuschlachten. Dass du dich meiner Disziplin unterwirfst, wenn du schon unbedingt des Nachts spazierengehen musst. Einander Feind zu sein schadet uns selbst am meisten.

Silva nickte, unmerklich. Ihr rot glühender Blick flackerte. Dann, langsam, als ob ein Maler sein Werk Pinselstrich für Pinselstrich neu gestaltete, zog sich die Werwölfin zurück und der nackte Körper der Wallonin glitt kraftlos zu Boden.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 10. Aug 2011, 14:25
Christian brauchte gar nicht zu verstellen, der Ausbilder wusste aus vielen anderen Sitzungen, was die Auszubildenden von ihm dachten. Im besten Fall nichts und ließen alles wie ein Schaf über sich ergehen, die Kübel voller Verhöhnung und Verachtung in einem fort, im Normalfall wollten sie ihn würgen, so lange, bis er blau werden würde und in der schlimmsten Ausprägung wollten sie ihn schlicht beseitigen. In irgendeiner Weise, egal welche, nut weg. Leider war Cornmandl dafür zu mächtig und so mussten sie gegen ihren Willen kuschen und ihren Ärger hinterschlucken. Magengeschwüre vorgezeichnet.

Auch Christian kam nicht um der Sarkasmusportionsdusche herum. „Du Westentaschenmagier, Du Möchtel-Magier, meinst wohl weil Du 2/5 vom Wort ,Magie’ fehlerfrei innerhalb eines Tage lesen kannst, dessen Bedeutung Dir aber ein Leben lang verschleiert bleiben wird…“ er ließ mit seinen Beschimpfungen nicht nach. Im Gegenteil, als er sah, dass sich Christian konzentrieren wollte, legte er noch ein Schäflein nach „…Milchkühe haben mehr Talent als Du und ihm jeden Schafsgeblöke steckt mehr Sinn…
Doch Christan hatte eine praktikable und die passendste aller Antworten auf diese Verbalinjurien: er schaffte die gestellte Aufgabe einfach. Und einfach hervorragend. Hielt ihm die Frucht hin und eine gewisse Genugtuung konnte der Hohentürmler bei aller Beherrschtheit wohl nicht unterdrücken. Daran kaute er erst einmal. Später legte er den Kopf schief, so als ob ihm in dieser Haltung mehr einfiele. Tat es aber nicht.

Das passt zu Euch Typen, etwas als Kinderkram abzutun, wenn Ihr gerade mal 2 + 2 richtig zusammengezählt habt und das Ergebnis annähernd richtig war. Die meisten davon haben ihren Zauberstab längst abgelegt und ihre Häuser sind verwaist.“ man konnte das Oberwasser, das er wieder erlangt hatte, an den Worttiraden ablesen.

Plötzlich hatte er ein Stück Kreide in der Hand.
Du willst in den Nebenraum. Durch die Wand, versuch’s erst gar nicht, außer blauer Flecken ist da nichts zu holen. Doch es gibt einen Weg. Schau zu!

Cornmandl war verschwunden bis man ihn plötzlich aus dem Nebenraum hörte: „Ich schreibe jetzt für Dich hier die Lösung für Dein Kurzteleportproblem an die Tafel.
scharrende Kreidegeräusche waren vernehmbar.
Kurze Zeit später war er zurück.

Worauf wartest Du noch, ich dachte Du wolltest etwas lernen?“ und das was er ausgeheckt hatte, ließen seine Gesichtszüge so etwas ähnliches wie Zufriedenheit anzeigen. Eine geniale Idee 6 Tafeln hintereinander zu stellen und auf jede etwas anderes zu schreiben…

[So, Christian, das wird nochmals etwas haarig….
Werfe den 1W6
Du würfelst eine 1: Du findest keinen Weg in den Nebenraum, versuchst es doch über die Wand und scheiterst.

2-6 Du findest diese Luke, die Dich in den anderen Raum teleportieren lässt.
Werfe nochmals 1W6
Je nach Ergebnis (1-5) kriegst Du eine PN von mir, die Du Cornmandl bringen musst, außer bei 6, da hast Du die letzten Geheimnisse des KT erfahren. Mit einem von Dir abgefassten Abschlusspost hast Du die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Alles klar?]

Autor: Christian Datum/Zeit: Fr., 12. Aug 2011, 18:20
Nicht mal, als Christian sich konzentrierte, ließ der Kerl mit seinen Beschimpfungen nach, aber da der Magier des Hohenturms es gewohnt war, seine Magie selbst im dichten Kampfgewühl zu wirken, störte ihn dies kaum. Die anschließende 'Belehrung' des Lehrmeisters fasste er deswegen einfach mal als Kompliment auf.

Im Nebenraum hatte der andere Magier wohl etwas auf eine Tafel geschrieben, das ihm weiterhelfen sollte, wenn man den Worten glauben schenken konnte. So nickte der Retter des Drachenauges nur kurz dem Cornmandl zu, bevor er sich daran machte, sich in den erwähnten Raum zu teleportieren. Da es durch diese etwas versteckte Luke sicher leichter ging als durch die Wand, versuchte er dort und fand sich einen Augenblick später auch wirklich vor einer Tafel wieder. Was er jedoch mit dem darauf befindlichen Text anfangen sollte, wusste er nicht wirklich und schrieb sich diesen deswegen einfach mal auf, vielleicht folgte ja noch eine Erläuterung davon, auch wenn er eher einen weiteren Streich des anderen vermutete.

"So steh ich still und stumm
Vor dem falschen Fünfer rum
Wie ich es auch dreh und wend
es ist der falsche Ort am End"

Kurz darauf stand er wieder vor dem Lehrmeister und zeigte diesem den Text kommentarlos abwartend und mit neutraler Miene, er würde ja gleich hören, was es damit auf sich haben sollte und stellte sich schonmal innerlich auf lautes Gelächter oder eine weitere Schimpftirade ein.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 19. Aug 2011, 13:08
Das war genau das was er – Cornmandl – brauchte, einen Magier bei einem Versuch scheitern zu sehen. Und wenn Hohn tatsächlich die Eigenschaft triefen hat, dann war es genau die, die jetzt so richtig eingesetzt wurde.
Als wenn ich das Gedicht verfasst hätte wäre da statt ‚stumm’ ‚dumm’ gestanden, aber dieser Wald- und Wiesenbarde in Drachenauge hat auch keine Ahnung, wird er auch nie, aber wenigstens versucht er sich nicht als Magier, was ihm anzurechnen ist. Was ich auch anderen Subtalentierten dringend raten würde. Wehrte dem Laienmagiertum“ er drehte sich von Christian weg, aber der hatte schon sehen können, welchen Triumph Cornmandls Gesicht widerspiegelte.

Er begann ruhig, mit hinten verschränkten Fingern in dem Raum herumzuspazieren. Er ließ Christian offensichtlich zappeln und das sollte dem Hohentürmler gar nicht verborgen bleiben.

Es schienen Ewigkeiten vergangen zu sein, als sich Cornmandl wieder zu einer Äußerung bequemte. „Wo warst Du zuletzt gescheitert?“ Neuer Anlauf, selbe Tour.

Du hast einen Kardinalfehler begangen, wie sie unter Anfängern immer wieder gern begangen werden. Indem Du Dich auf diese alberne Wand konzentriert ist, die Du im übrigen leicht überwinden hättest können, ich habe Dich nur in die Falle gelockt, warst Du zu abgelenkt um zur richtigen Tafel zu gelangen. Ich habe es ja von Anfang an gewusst. Stimmt’s oder habe ich recht?“ er konnte gar nicht genug bekommen, hatte sich aber wenigstens zu einer halbwegs einer Erklärung aufgerafft. Ob absichtlich und unbeabsichtigt, wird man nicht klären können.

[Christian zeig’s ihm: in 5 Versuchen (5W6), solltest Du einen 6er dabei haben, aber je mehr 6er desto besser.]
Autor: Christian Datum/Zeit: Fr., 19. Aug 2011, 19:18
Natürlich bezeichnete der Kerl ihn wieder als Anfänger oder dergleichen, aber das hatte er ja schon geahnt. Und wer wohl dieser Barde aus der Hauptstadt war, der das Gedicht wohl verfasst haben sollte? Suffix vielleicht?

Zumindest war dieser noch der ihm bekannteste. Was aber auch nichts daran änderte, dass dieser Möchtegernlehrmeister ihm wieder die Hälfte verschwiegen hatte, wie sich nach einer Weile Wartezeit, die Christian mit stumm herumstehen und dabei Cornmandl beobachtend verbrachte. War ja klar, der andere Magier hatte wohl einige gleich aussehende Tafeln hingestellt. Wahrscheinlich hintereinander, damit er diese nicht wirklich sehen konnte, wenn er direkt vor einer stand.

Da blieb ihm wohl nichts anderes übrig, als es solange zu versuchen, bis er vor der richtigen Tafel mit den den Kurzteleport betreffenden Instruktionen stand. So versuchte er, den 'Lehrmeister' möglichst zu ignorieren und sich auf die bevorstehende Aufgabe neu zu konzentrieren. Einen Augenblick später stand er zwar wieder vor einer Tafel, aber der Text darauf schien ihm ebensowenig hilfreich zu sein, wie bei der zuerst besuchten. Also neuer Versuch. Dass dieser in nur vor der bereits beim ersten Mal erwischten Schreibgelegenheit landen ließ, tat er mit einem Schulterzucken ab, ehe er es wieder probierte.

War das wirklich die Lösung? Wenigstens klang das Geschriebene vielversprechend, wenn es auch irgendwie zu einfach klang. Aber darauf musste man dennoch erst einmal kommen. Nur ein weiterer Versuch würde es zeigen. und tatsächlich konnte er etwas später nochmal die Tafel mit der wohl zutreffenden Beschreibung der Anwendung des Zaubers bei den zuvor genannten Gegebenheiten begutachten.

Leider war er mittlerweile etwas erschöpft, weswegen es kaum verwunderte, dass der nächste Versuch wieder bei einer ganz anderen Tafel endete, was nur zeigte, dass es für heute erstmal genug war. Auch wenn dies dem Lehrmeister wohl kaum gefallen würde, aber das war ihm gerade relativ egal. Hauptsache er wusste nun, wie er wirklich vorgehen musste, um zum gewünschten Ziel zu gelangen, auch wenn es mehrere Orte gab, die so aussahen.


Werter Herr Lehrmeister, ich danke Euch für die lehrreiche Unterweisung. Auch wenn mir Eure Methodik immer noch etwas ungewöhnlich vorkommt, scheint sie doch zum gewünschten Erfolg zu führen. Allerdings habe ich meine Kräfte für heute doch bereits in mehr als ausreichendem Maße aufgezehrt, weswegen ich Euch nun darum ersuche, mich zurückziehen zu dürfen, selbst wenn dies in Euren Augen nur noch mehr verdeutlichen sollte, wie untalentiert ich doch für die arkanen Künste sei.

Irgendwie amüsierte es ihn doch, dass der andere ihn anscheinend nicht kannte oder dies zumindest vorgab. Aber vielleicht interessierte sich der Kerl auch einfach nicht dafür, solange er Leute heruntermachen konnte, nur weil etwas mal nicht gleich auf Anhieb gelang.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 25. Aug 2011, 14:35
Werde nicht auch noch unverschämt, Bürschlein. Deine zufälligen Erfolge machen Dich zu keck, mein Freund und Zwetschkenröster!“ Cornmandl war gnadenlos. Dabei hätte ein unabhängiger und objektiver Lehrer, etwas das Cornmandl niemals werden wird, die unübersehbaren Erfolge Christians durchaus wohlwollend kommentiert. Denn der Erfolg war sicht- und greifbar. Es war klar, dass Christian zum Trotz der miserablen Unterstützung des Mentors, innert kürzester Zeit den Kurzteleport zu einer Meisterschaft gebracht hatte. Ein Erfolg, den man nicht so einfach im Vorübergehen einstreift.
Wenigstens hatte Cornmandl die letzten Kniffe und den finalen Trick auf die alles entscheidende letzte Tafel in der Reihe notiert. Aber irgendwie wäre das bestimmt auch einfacher gegangen.

Ob er sich zurückziehen dürfe? Ich fass’ es nicht, der Junge ist nach diesem Auftritt ach ja so erschöpft. Er muss sich schonen. Ich will Dir mal was sagen, aus irgendeinem Grunde hast Du das Ziel erreicht, Du wirst nie erfahren wie und warum und ich werde der Welt nicht mitteilen, wie es gekommen ist. Und zum Thema Zurückziehen, Du darfst Dich nicht nur zurückziehen, Du darfst mir unverzüglich aus den Augen gehen. Deine weitere Anwesenheit bereitet mir Krämpfe allerorten. Vergiss aber nicht vor lauter Senilität Deine Rechung zu bezahlen und den Ausbilder lobend….“ ein ziegenhaftes Gemeckere unterbrach seine Ausführungen, die er auch gar nicht wieder aufnahm. Grußlos und ohne sich umzudrehen verschwand erf aus dem Blickfelde Christians.

[Christian hat die Ausbildung zum Meister Kurzteleport mit Auszeichnung abgelegt, Gratulation von meiner Seite]
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 05. Sep 2011, 13:46
Nahezu ausdruckslos beobachtete Myriel den Zwiespalt in dem Silvana sich befand. Zuerst schien die Wölfin nicht zu verstehen was geschah, und war drauf und dran sie anzugreifen. Die Druidin machte nicht einmal den Versuch ihr zu erklären was gerade passierte – sie würde ihr ohnehin keinen Glauben schenken. Also beobachtete sie nur wachsam wie Silva sich bewegte, bereit sie zu attackieren sobald sie ihr zu nahe kam. Doch die Amazone hatte den Kampf mit der Wölfin offensichtlich noch nicht aufgegeben, denn einen Augenblick später ließ die Angriffslustigkeit der Wölfin nach.

Die Schwarzmagierin wartete schweigend ab, bis sich die Wallonin in ihre menschliche Gestalt zurück verwandelt hatte und geschwächt zu Boden sank. Verwandlungen verbrauchten Energie – und sich zweimal innerhalb weniger Minuten zu verändern musste Silvana einiges abverlangt haben. Myriel verschwand aus dem Raum und kehrte kurz darauf mit einer alten Decke in der Hand zurück. Lieblos warf sie sie über den nackten Frauenkörper.

Ihr schuldet mir etwas Silvana.

stellte sie sachlich fest.

Ich habe nach Kleidern für Euch geschickt – sie werden vielleicht nicht perfekt passen, aber sie werden reichen damit ihr über die Strassen gehen könnt – wenn Ihr wieder gehen könnt. Hier – Ihr müsst jetzt essen. Verwandlungen kosten viel Kraft.

Sie beugte sich herunter um der Statthalterin einige Streifen Dörrfleisch und einen Krug Wasser zu reichen.

Ihr müsst darauf achten stets genug zu essen – sonst wird die Wölfin hungrig und blutrünstig sein wenn sie an die Oberfläche kommt. Ich denke das ist nicht in Eurem Sinne. Habt Ihr noch Fragen?
Autor: Christian Datum/Zeit: Mo., 05. Sep 2011, 21:32
Dass der andere Magier sich nicht einfach von ihm verabschiedete, sondern noch ein so großes Trara darum machte, ließ den Retter des Drachenauges innerlich lediglich mit den Schultern zucken. Als ob er je seine Schulden nicht beglichen hätte, wenn auch nicht vielleicht so, wie es sich die Gläubiger gedacht hatten. Jeder bekam von ihm, was derjenige sich in den Augen des Hohentürmlers verdient hatte, sofern ihn nicht gerade wieder irgendwelche Gewissensbisse plagten und der Lohn deswegen dann doch höher zugunsten des anderen ausfiel.

Nachdem Cornmandl sich also wirklich von ihm mehr oder weniger verabschiedet hatte, verließ Christian das Gebäude leicht gähnend, ehe er sich nach einer Herberge umsah, in der er die Nacht einigermaßen bedenkenlos verbringen konnte...



+Kurzteleport Meister #58
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 26. Sep 2011, 14:45
Ihr schuldet mir etwas.

Nun war es ausgesprochen. Silvana verkrampfte sich innerlich und zog die Decke über die Schultern hoch, obwohl sie ansonsten keineswegs prüde war. Doch gegenüber Myriel fühlte sie sich schwach und hilflos, und sie hasste diesen Umstand.

Mit einem halb unterdrückten Stöhnen richtete sich die Wallonin in eine sitzende Position auf. Mit einer Hand klammerte sie die Decke am Halsansatz zusammen, so dass ihre Gestalt von dem Stoff verdeckt war. Myriel brauchte nicht zu sehen, was ihr Feuerball angerichtete hatte, damals, in der Wüste. Kaum noch eine Narbe zierte den sehnigen Körper der Kriegerin. Weggebrannt und von neuer, junger Haut überwachsen waren die Zeichnungen ihres bewegten Lebens, als hätte sie die Zeitspanne ängstlich in ihrem Zelt zugebracht.

Mit einem schwachen Nicken nahm Silvana erst den Krug mit Wasser entgegen - den sie neben sich auf den Boden stellte - und steckte sich dann ohne Zögern das Dörrfleisch zwischen die Zähne. Gierig kaute sie darauf herum, als hätte sie seit Wochen gehungert.

"Habt Dank, werte Myriel", entgegnete Silvana mit belegter Stimme zwischen zwei Bissen. "Wird die Wirkung anhalten? Ich werde die Bestie also kontrollieren können? Es ist... grässlich... diese fremden Erinnerungen... sie zuckten wie Blitze hinter meiner Stirn."

Die letzten Worte klangen rau. Schwer und pelzig fühlte sich die Zunge an. Silvana tauschte das Dörrfleisch mit dem Krug und trank so hastig, dass sie einen Großteil Wasser über der Decke verschüttete.

Etwas gab es noch zu sagen. Es war ihr ungemein wichtig. "Seid versichert, ich werde meiner Schuld Euch gegenüber nachkommen, was immer Ihr verlangt."

Die dunkle Stimme schwang stolz und ungebrochen durch das Gewölbe, auch wenn sich die Kriegerin lieber in den letzten Winkel verkrochen hätte, um nachzudenken und wieder zu sich zu finden.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 03. Okt 2011, 00:16
Anstatt ihr eine Antwort auf ihre Frage zu geben hockte Myriel sich vor Silvana hin und fasste ihr unter das Kinn um ihren Kopf zu sich zu drehen.

Seht mich an.

Aufmerksam betrachtete die Schwarzmagierin die Pupillen der Amazone, beobachtete ihre Augenfarbe und schob ihren Kopf dann ein Stückchen nach links, damit der Schein der Fackeln in ihre Augen fiel.

Ihr seid etwas besonderes Silvana.

erklärte sie ihr dabei.

Wenn der Werwolfkeim übertragen wird, gibt es normalerweise zwei Möglichkeiten: entweder der Mensch wird zum Lykantrophen oder er stirbt. Doch bei Euch war es anders – Ihr habt den Wolf abgelehnt und trotzdem überlebt. Ich weiß nicht warum es so ist...

schließlich wusste Myriel nichts von Silvanas Verbindung zu einem Drachen

... aber vielleicht sind die Überlebensinstinkte von Amazonen größer als die der anderen Menschen. Wie dem auch sei, dadurch sind in Eurem Geist zwei Wesen entstanden, die durch eine Mauer getrennt waren. Jetzt existiert diese Mauer nicht mehr – aber dennoch gibt es neben Euch noch die Wölfin.

Die Druidin nickte zufrieden und stand auf.

Die Erinnerungen die ihr gesehen habt waren ihre. Wenn ihr es zulasst, werden sie nach und nach die Lücken in Eurem Gedächtnis auffüllen. Wenn ihr weiterhin gegen sie kämpft – nun dann werdet ihr irgendwann wahnsinnig werden, denn Ihr könnt sie nicht aus Eurem Kopf verbannen. Sie ist ein Teil von Euch – lernt sie zu akzeptieren und sie wird Euch gute Dienste leisten können. Ihr seid stark genug um sie in Zaum zu halten.

Eine Dienerin kam mit einem Bündel Kleidungsstücken unter dem Arm herein, die sie Silvana reichte. Myriel warf der Wallonin einen letzten Blick zu.

Ich weiß das Ihr Euer Versprechen halten werdet Silvana. Wenn Ihr Euch kräftig genug fühlt und Euch angekleidet habt, wird Alina Euch zur Tür begleiten. Gehabt Euch wohl.

Sie neigte kurz den Kopf und drehte sich in Richtung Tür um den Raum zu verlassen.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Fr., 07. Okt 2011, 13:07
Kurz überlegte Silvana, ob sie Myriel von Fenmor erzählen sollte. Sie konnte den Feuerdrachen spüren, auch jetzt, als ob seine Seele über sie wachte und ihren Geist an die Oberfläche schubste, sobald sie in die Finsternis des Werwolfkeims zu versinken drohte. Doch die Wallonin schwieg. Offenheit würde der Schwarzmagierin nur einen weiteren Trumpf in die Hand spielen.

Silvana schwieg auch, als sich die Magierin verabschiedete. Es war alles gesagt. Ein kraftloses Nicken musste genügen. Einzig ihr leicht verschleierter Blick verfolgte jede Bewegung, bis die schlanke Gestalt aus dem Raum entschwunden war.

Von der Dienerin nahm Silvana die Kleidung entgegen. Hinter ihre Pupille loderte ein orangerotes Glimmen, als sie Alina herausfordernd anstarrte, bis diese sich schließlich umwandte und der Wallonin den Rücken kehrte. Stöhnend stemmte sich die Kriegerin in die Höhe. Ihre Beine fühlten sich schwach und wacklig an. In ihrem Inneren herrschte ein Gemisch aus flammendem Feuer und schmerzhaften Krämpfen. Hatte Myriel sie etwa vergiftet? Nein, das war unsinnig. Ein Schuldschein von der Statthalterin Nightons war weitaus lukrativer als der Tod der Feindin. Wilder Kopfschmerz hämmerte gegen Silvanas Hinterkopf. Sie brauchte dringend etwas zu trinken, um die Schmerzen zu betäuben.

Mehrmals kämpfte Silvana um das Gleichgewicht, während sie in die Kleidung schlüpfte. Die Fetzen waren nicht unbedingt ihr Geschmack und schon gar nicht ihre Größe. Aber es würde reichen. Ohne ein Wort an die Dienerin zu richten  marschierte die Wallonin an Alina vorbei. Am Treppenabsatz holte die Dienerin sie ein, huschte mit einem tadelnden Blick an Silvana vorbei und lotste den Gast schließlich bis in die große Haupthalle mit dem Pentagramm auf dem kalten Steinfußboden.

Vor dem Ausgang blieb Silvana stehen, ignorierte Alinas demonstrativ wartende Haltung mit der Hand am Türknauf und hob den Kopf, um einen Blick zurück auf die düsteren Mauern zu werfen. Cornmandl kam ihr in den Sinn. Leider hatte der Hochmagus keinen Schnaps in seiner Kammer versteckt, sonst hätte sie Lust und Laune verspürt, den kecken Burschen noch einmal aufzusuchen.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 11. Okt 2011, 13:01
Cornmandl war wieder einmal reif. Er hatte schon lange keine Erziehung mehr genossen und vielleicht war ja eine gewisse Elfe im Etablissement seiner Wahl, nämlich in der konkurrenzlosen ‚Roten Laterne’ und wenn nicht, würde sich bestimmt jemand bereit finden, die die Sache leidlich beherrschte. Er war als in Stimmung und eine gewisse Vorfreude hatte sich seiner bemächtigt. Es war immer wieder ein Erlebnis sich auf kommende Schmerzen einzustellen. Er steckte noch genügend Kleingeld ein, seine Passion war ganz bestimmt nicht ganz kostengünstig leider auch das eine Folge des 'konkurrenzlos', warf noch eine Mantel über die spärlich, sportliche Ausstaffierung und begab sich mit einem populären Lied auf den Lippen, dessen Text Cornmandl ein wenig modifiziert hatte. Aus dem forschen ‚Frage mich!’ hatte Cormandl etwas anderes, etwas Schlagfesteres gemacht. So lief er aufgeräumt die Treppe hinunter und vergnügt kam er unten an sah sie…! Sein Lied verstummte jäh nach dem ‚Schla…’ und wich einem „Du…Sie…noch hier, Frau Statthalter?“ Es klang, als hätte er einen Klos im Halse, seltsam Un-Cornmandl-erisch. „Guten Abend. Du willst gerade gehen? Das trifft sich, ich brauche auch noch etwas…Entspannung, bevor ich schlafen kann“ was der Magier auch sprach, man konnte sich des Eindruckes kaum erwehren, er wolle ganz etwas anderes sagen, als seine Worte vorgaben. Aber was? Vielleicht sollte man einfach mal in seine Augen sehen, die seltsam funkelten. So funkeln nur Augen mit einem Verlangen.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 11. Okt 2011, 13:28
Wenn man von der Sonne spricht... würde Elina jetzt sagen. Diese seltsamen menschlichen Sprichwörter hatte Silvana noch nie verstanden. Auf Cornmandl traf die alte Bauernweisheit nur bedingt zu. Eine Sonne war der Hochmagus nun nicht gerade, vielmehr sollte es heißen "wenn man den Teufel ruft". Es reichte allerdings an ihn zu denken, um ihn aus seiner Kammer zu locken.

"Seid auch Ihr... du..." Waren sie etwa bis zum vertraulichen Du vorgedrungen? Silvana erinnerte sich nicht. Ihr umnebeltes Gehirn war gänzlich außer Betrieb. "...bei der Göttin, gerade hatte ich an Euch gedacht. Woher wusstet du... na, egal."

Cornmandls eigentümlichen Blick konnte sie nicht einordnen, dazu waren ihre Sinne zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Sie fühlte sich immer noch schwammig in den Knien. "Du hast ja keinen Schnaps, sagtest du? Ach, ihr militanten Abstinenzler, ihr wisst ja nicht was ihr verpasst. Los, lass uns einen heben gehen. Du brauchst dringend Abwechslung. Ist ja grausig in diesem finsteren Loch."

Silvana schüttelte sich und marschierte, ohne auf Cornmandls Zustimmung zu warten, auf das Portal zu.

"Was empfiehlst du? Der "Einäugige Barth", den ich von früher kenne, hat inzwischen geschlossen", warf sie ihm über die Schulter hin zu und winkte Alina mit der Rechten auffordend zu, sie möge die Tür für sie beide öffnen.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 11. Okt 2011, 14:41
Die Frau, die er als Silvana, Statthalterin von Nighton in seinem Gedächtnis abgespeichert hatte, schien ähnlich überrascht wie er selbst zu sein. Sie fing sich aber deutlich schneller. „Nei….Ja, eine gute Idee. Ausgezeichnet!“ antwortete er ganz gegen seine sonstige Gepflogenheit auf ihre erfolgreiche Überrumpelung. Die einzige Abwechslung, nach der ihm augenblicklich eigentlich der Sinn stand, hatte mit Alkohol nichts zu tun. Er hatte immer darauf geachtet, dass alle Beteiligten nüchtern blieben, sonst war die Gefahr einfach zu groß, dass es zu verletzenden Überreaktionen kommen könnte.
Und normalerweise würde er einer solchen Aufforderung gar nicht nachgeben. Sein letzter Schnaps datierte vom Erntedankfest in Drachenauge von vor 12 Jahren und hatte zuerst in einer Ausnüchterungszelle und daran anschließend bei einem Schnellgericht geendet. An Einzelheiten konnte er sich nicht mehr erinnern, nur dass der Richter entschieden hatte, dass er außer einem größerem Geldbetrag für Gemeinnützigkeit auch noch... Daran dachte er nur noch mit angewiderten Grausen, er musste, so wollte es das Gesetz, die Ehre einer Frau wiederherstellen, die er wohl in seinem Suff irgendwie entehrt haben sollte. Jedenfalls hatte diese Person das vor dem Richter behauptet und mangels eigenes Erinnerungsvermögen hatte Cornmandl nicht dagegen berufen können. Seit dem Vorfall machte er um geistige Getränke einen großen Bogen.

Empfehlen?“ da war guter Rat teuer. Cornmandl ging nie in gastronomische Betriebe. Vom ‚Barthl’ hatte er nur aus geschwätzigen Erzählungen gehört und Cornmandl hatte niemals eine Sehnsucht verspürt, dass er dort gerne eingekehrt wäre.
Wenn Frau Statthalterin…es ist so, wir haben…es gibt nur mehr eine Schankkonzession, die um diese Zeit…aber es könnte vielleicht Eurem Ruf abträglich sein. Die ‚rote Laterne’ ist…also neben Getränken und Speisen gibt es dort auch noch äh…Zuneigung zu kaufen. Sagt man!“ Den letzten Satz schob Cornmandl viel zu schnell hinterher, als dass man ihm glauben schenken konnte. Und Cornmandl wusste haargenau, dass das beileibe noch nicht alles war, was man dort erwerben konnte.
Aber, wenn ich als Beschützer Eures Rufes mitkomme…dann vielleicht…“ er hoffte sehr, dass sie jetzt nicht ablehnte. Woher diese Hoffnung kam, konnte er auch nicht sagen, aber verbergen konnte er sie auch nicht. Aber Cornmandl als Rufschützer, das war auch mehr als nur grotesk. Aber jedenfalls stob er Silvana hinterher, nachdem die Tür vor ihnen geöffent worden war.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 12. Okt 2011, 13:48
Die rote Laterne. Hatte sie von der nicht schon gehört? Phelan hatte diese Schenke erwähnt, oder narrte sie diesbezüglich das Gedächtnis.

"Ist das nicht das Wirtshaus, wo Rion seinen...?", entschlüpfte es Silvana und beinahe hätte sie Unterschlupf, Tarnung oder - bei der Göttin - Spionage angefügt. Besser, sie hielt den Mund. Sie war ohnehin unsicher, ob ein Hochmagus wie Cornmandl nicht etwa gedankenlesen konnte. Vermochte Myriel in die Köpfe anderer einzudringen? So wie Drachen das konnten? Und Paladine? Und wer sonst noch? Bei Sereme Nuriade, war sie überhaupt irgendwo sicher?

Silvana fröstelte und zog den Umhang eng um die Schultern. Inzwischen war es dunkel geworden, aber wenigstens hatte der Regen nachgelassen. Es nieselte, und das trübe Licht der Petroleumlampen am Straßenrand spiegelten sich auf den nassen Pflastersteinen.

Ein kurzer Blick zurück über die Schulter zeigte ihr, dass Cornmandl ihr folgte. Das dunkle Portal des Turm polterte ins Schloss, dann war nur noch das Klatschen der Stiefel zu hören. Silvana verlangsamte ihren Schritt, bis der Hochmagus zu ihr aufgeschlossen hatte. Sie lächelte geheimnisvoll.

"Als mein Beschützer? Nun denn, wenn Ihr denn meint. Macht Euch um meinen Ruf mal keine Sorgen. Ich glaube nicht, dass ich in Nurus Hurenhaus allzu bekannt bin. Das meintet Ihr doch mit Zuneigung kaufen, oder? Ich wusste gar nicht, dass die Rote Laterne sich mit käuflicher Liebe sein Auskommen verdient."

Wieder kam ihr Rion in den Sinn. Was zum Henker trieb ihr Oberleutnant in dieser herunterkommenen Gegend? Eine steile Falte bildete sich zwischen ihren Augenbrauen, wenn sie nur daran dachte, dass er hier mehr Vergnügen fand als für seinen Auftrag nötig.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Mi., 08. Feb 2012, 18:17
Als Phelan aus der Elfenstadt zurückkehrte war die Dämmerung bereits angebrochen und die meisten Leute hatten sich in ihre behaglichen, geheizten Stuben zurückgezogen. Obwohl er nicht der einzige Fuhrmann war, der diese verhältnismäßig ruhige Stunde für seine Lieferung nutzte, kam er relativ gut voran und erreichte den Magierturm ohne größere Zwischenfälle.
Wie dem Wolfsmenschen während der Fahrt aufgefallen war, hatte er es versäumt mit Myriel auszumachen, wohin er die Möbel liefern sollte. Da sie seines wissen nach aber halbwegs viel Zeit beim Orden verbrachte, hoffte er sie hier anzutreffen.

Irgendwie brachte er die Pferde zum Stehen und während diese unruhig mit den Hufen scharrten, schwang er sich vom Kutschbock und ging auf das Tor zu. Dort angekommen klopfte er laut genug um unmöglich überhört werden zu können und wartete…
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 28. Mär 2012, 11:58
Die Tür wurde von einem Mann in einer bodenlangen Robe geöffnet – die typische Bekleidung derer, die dauerhaft im Zirkel lebten. Seine Haut war bleich, doch die Augen wirkten aufgeweckt und musterten Phelan misstrauisch.

Ja bitte, was kann ich für Euch tun?

fragte er in einem ziemlich abweisendem Tonfall. Die Tür hatte er nicht mehr als gerade nötig geöffnet und hielt bereits von innen die Hand an das Holz gelehnt, um sie wieder zuwerfen zu können.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Do., 29. Mär 2012, 01:19
“Für den Anfang könntet Ihr für mich aus der Tür gehen.“, antwortete Phelan mit einem wölfischen Lächeln. Vielleicht nicht unbedingt die klügste Taktik, wenn man schnell und reibungsfrei eingelassen werden wollte, aber das machte nichts. Nachdem er sich in der Elfenstadt wie ein handzahmer Hund hatte benehmen müssen, wäre ihm jetzt ein kleiner erfrischender Streit gar nicht so ungelegen gekommen.
“So werde ich mich hart tun mit meiner Lieferung.“ Der Lykantroph nickte knapp in Richtung des Fuhrwerks. “Ein schönes weiches Bett für die Erzmagierin. Ich nehme an, dass ihr mitanpackt wäre zu viel verlangt, aber wenn ihr wenigstens so gut wärt mir aus dem Weg zu gehen…“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 29. Mär 2012, 15:11
Das Gesicht des Mannes verfinsterte sich augenblicklich und er machte keinerlei Anstalten Phelan die Tür auch nur einen Millimeter weiter zu öffnen.

Das könnte ja jeder behaupten.

antwortete er und schob die Tür ein Stückchen weiter zu.

Ich werde Meisterin Myriel fragen ob...

Hinter ihm hörte man Schritte auf dem Steinboden und eine eisige Stimme die ihm das Wort abschnitt.

Das ist nicht nötig Ferras. Lasst ihn herein.

Als sich die Tür öffnete wurde Myriel sichtbar, die Phelan deutete einzutreten.

Wie ich sehe hast Du es tatsächlich geschafft unbeschadet die Elfenstadt zu betreten. Komm herein. Ich würde Dich gern um einen weiteren Gefallen bitten, wenn es Dir nichts ausmacht.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Do., 29. Mär 2012, 19:18
Phelan machte keinerlei Anstalten den Mann von einer anderen Vorgehensweise zu überzeugen. Wenn dieser Kerl Wert darauf legte Myriel wegen dieser Sache zu belästigen, dann wollte er ihn auf keinen Fall um dieses Vergnügen bringen.
Dazu wäre es wohl auch ohnehin zu spät gewesen, denn schon war die Meisterin zur Stelle und der Wolfsmensch konnte sich ein boshaftes kleines Lächeln nicht verkneifen. “Danke Ferras.“, sagte er in spöttischen Unterton als er sich an dem Türöffner vorbeischob um die Erzmagierin so freundschaftlich, wie er es nur wagte, zu begrüßen.

“Ja, ich habe meinen Besuch dort überstanden, aber ich habe diese Stadt noch nie so unangenehm erlebt wie diesmal.“, bemerkte er. “Die Elfen können natürlich Nuru, einer Siedlung mit orkischen Wurzeln, in nichts nachstehen. Darum haben sie jetzt wohl irgendwie auch eine eigene Kuppel aufgetrieben – nur mit dem kleinen Unterschied, dass ihre ein ganz unangenehmes Gefühl verbreitet. Ungefähr so als würde sie Dich blenden, aber nicht in den Augen sondern hier. Der Lykantroph tippte sich mit einer Klaue an die Stirn. Das mit der Kuppel war für die Druidin sicher keine wirkliche Neuigkeit, denn immerhin war dieses Ding viel zu groß um verborgen zu bleiben und musste auch in Nuru längst Gesprächsthema sein. Aber es war etwas anderes solche Dinge aus erster Hand zu hören…
“Ach, und den Gefallen, den Du erwähnt hast, werde ich Dir gerne tun. Worum geht es?“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 29. Mär 2012, 20:47
Myriel runzelte nachdenklich die Stirn.

Ich fühle mich in Sha´Nurdra schon länger nicht mehr wohl. Der Klang der Windharfe hat sich stets in meinen Kopf gebohrt wie ein eisiges Messer. Vielleicht lag es an Côrs Gegenwart... Ich denke diese zweite Kuppel kann nur von einem anderen Gott erschaffen worden sein. Welch anderes Wesen wäre sonst zu so etwas fähig? Vermutlich ist es einer der anderen Sänger gewesen. Du weißt was es bedeutet das ihre Kraft Dich derart beeinflusst?

Sie sah Phelan an um zu sehen ob ihm die Bedeutung ihrer Worte klar war. Erst danach sprach sie weiter:

Bei dem Gefallen geht es um die Sachen die Du für mich besorgt hast. Würde es Dir etwas ausmachen sie zu einer Hütte zu bringen die ein wenig außerhalb von Nuru liegt? Ich würde mitkommen und Dir den Weg dorthin zeigen.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Do., 29. Mär 2012, 22:53
“Es bedeutet, dass man Blutschwüre ernst nehmen sollte. Sie hinterlassen Spuren – selbst wenn man sie nicht sieht.“, erwiderte Phelan ernst. Beinahe hätte er von Narben gesprochen, aber er wollte vor Myriel nicht den Eindruck erwecken, dass er es bereute diesen Weg gegangen zu sein – immerhin hatte sie ihn geführt. “Wie es aussieht, werde wohl auch ich die Elfenwälder meiden, aber da versäume ich nicht viel. Durch die Schlacht sind die Spitzohren uns Lykantrophen gegenüber gewiss nicht freundlicher geworden. Und ja, man munkelt sogar von einer bestimmten Göttin – der Herrin des Sternenmeeres.“

Interessiert horchte der Wolfsmensch auf, als die Druidin auf die Hütte zu sprechen kam. Nach dem was ihr das Ritual abverlangt haben musste, war es kein Wunder, wenn sie sich nun eine etwas ruhigere Umgebung als Nuru wünschte. “Natürlich helfe ich Dir mit den Möbeln.“ Zumal das den angenehmen Nebeneffekt hatte, dass er auch in Zukunft wissen würde, wo die Magierin zu finden war. “Es trifft sich dann wohl ganz gut, dass ich noch nichts abgeladen habe. Gibt es sonst noch etwas, das Du mitnehmen möchtest? Das Fuhrwerk steht ja bereits vor der Tür…“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Sa., 31. Mär 2012, 09:52
Ich brauche nicht viel von hier. Nur meinen Rucksack, meinen Stab und ein paar Vorräte die sich lange halten. Ich habe mich in der Stadt nie wirklich wohl gefühlt und jetzt – jetzt gibt es hier nichts mehr das meine Anwesenheit erfordert. Aber da Du ohnehin gerade mit einem Karren da bist...

Myriel tippte sich nachdenklich mit einem Finger vor den Mund.

Ich würde gern einige Setzlinge mitnehmen wenn Du genug Platz hast. Und vielleicht könnten wir noch kurz an der Schmiede halten um eine Schaufel und einen Angelhaken zu besorgen. Ich hatte eigentlich vor die Pflanzen mit Magie sprießen zu lassen, aber die althergebrachten Methoden haben auch etwas für sich.

Sie hätte es nie zugegeben, aber das war nur die halbe Wahrheit. Seit dem Ritual fühlte sie sich schwach und sie hatte Angst davor festzustellen, dass sie nach dem Verschwinden von Côrs Essenz nur noch einen kleinen Teil ihrer Kräfte besaß. Deshalb hatte sie es bislang erfolgreich vermieden Magie anzuwenden.

Wenn Du einen Moment Zeit hast suche ich alles nötige zusammen. Es wird nicht lange dauern.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Sa., 31. Mär 2012, 12:32
“Oh ja, ein Leben außerhalb der Stadt.“ Phelan klang ein wenig sehnsüchtig. Allerdings hatte er seine Pflichten und damit auch seine Einkünfte innerhalb der Mauern schon so drastisch verringert, dass es mit weniger Gold nicht lange hätte gut gehen können.
“Für die Setzlinge werden wir schon noch ein Plätzchen finden und die Zeit für den Zwischenhalt an der Schmiede werde ich mir nehmen. Soll Bre ruhig sehen, was sie davon hat, wenn sie mich zu den Elfen schickt.“, bemerkte der Wolfsmensch Grinsend. Außerdem gab es ohnehin noch die ein oder andere Kleinigkeit, wegen der er die Schmiede in nächster Zeit hatte aufsuchen wollen. “Und wenn Du einen starken Mann brauchen kannst, der Dir beim Umgraben ein wenig zur Hand geht, dann kann die Laterne auch noch ein wenig länger warten.“
Solange es nicht nach Regen aussah und man fürchten musste, dass es sonst nass wurde, gab es schließlich keinen Grund, weshalb das Bett, um das man ihn geschickt hatte, nicht genauso gut morgen wie heute dort ankommen konnte.
“Ich warte dann bist Du alles beisammen hast und wenn es Dir nichts ausmacht überlasse ich die Zügel für den Hinweg Dir. Du weißt ja: Ich kann in den Pferden nur eine deftige Mahlzeit sehen und nehmen wie mir irgendwie übel.“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Di., 03. Apr 2012, 11:21
Gut, dann werde ich die Dinge die ich benötige zusammensuchen. Ich werde Ferras schicken damit er Dir in der Zwischenzeit eine Erfrischung anbietet.

Ohne sichtliche Eile stieg die Schwarzmagierin die Treppe hinauf zu ihren Gemächern. Sie war kaum verschwunden als Ferras erschien und Phelan in einen kleinen Salon begleitete, der offensichtlich für wartende Besucher hergerichtet worden war. Es gab dort nicht viel außer zwei weich gepolsterten Sesseln und einem Beistelltischchen, auf dem Ferras nach kurzer Zeit zwei Karaffen mit Wasser und Wein, Gläser und eine Platte mit Obststücken und Gebäck angerichtet hatte. Nach einen zweifelndem Blick, der zwischen Phelans Pfoten und den filigran gearbeiteten Gläsern hin- und her wanderte, fragte Ferras:

Darf ich Euch etwas zu trinken anbieten?

Myriel beschäftigte sich in der Zwischenzeit damit ihre Habseligkeiten zusammen zu suchen. Viel war es nicht, denn der größte Teil ihrer Sachen war ohnehin schon in ihrem Rucksack verstaut. Anschließend führte ihr Weg in die Küche des Zirkels, in der sie einen Korb mit den nötigsten Utensilien packte, und dann in den Garten. Ein weiterer Korb wurde gefüllt, diesmal mit Ablegern verschiedener Pflanzen. Anschließend kehrte sie ins Gebäude zurück und gesellte sich zu Phelan.

Ich bin fertig, meine Sachen stehen schon bei der Tür.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Di., 03. Apr 2012, 19:28
Wäre Phelan etwas mehr zu Mitleid veranlagt gewesen, hätte er Ferras, der nun den guten Gastgeber spielen musste, vielleicht welches entgegengebracht. Immerhin hatte der Wolfsmensch nichts unternommen, um einen guten ersten Eindruck zu machen – eher im Gegenteil. So aber versicherte er Myriel nochmals, dass er es nicht eilig habe, und folgte dem Dienstboten ohne dass er sich auch nur bemühte es diesem ein wenig leichter zu machen.
In dem kleinen Salon angekommen wartete er eine Aufforderung sich zu setzen gar nicht erst ab, sondern ließ sich gleich in einen der Polstersessel fallen. “Oh, ich komme zurecht.“, erwiderte er auf Ferras Frage und griff nach der Karaffe mit dem Wein. Da sein Gastgeber so besorgt um seine Gläser schien, hielt sich Phelan damit gar nicht erst auf, sondern trank direkt aus dem Krug. “Kein Grund hier herumzustehen, setzt Dich doch.“, forderte er Ferras auf und nahm sich von dem Gebäck. Zwei rasche Bissen bestärkten ihn in der Überzeugung, dass ihm ein schönes Stück Fleisch lieber gewesen wäre und er legte es zurück auf den Beistelltisch.

Es dauerte eine Weile, bis Myriel zurückkehrte, doch als es soweit war, schien sie aufbruchbereit zu sein. “Ich hab’s auch gleich.“, entgegnete der Tiermann und führte die Karaffe halb an seine Lippen. “Oder kann ich den Wein mitnehmen? Ah, wie unhöflich von mir! Willst Du auch was?“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 04. Apr 2012, 09:56
Als Phelan nach dem Krug griff und einfach daraus trank reagierte Ferras nicht darauf – aber man konnte an seinen Gesichtszügen eindeutig ablesen, was er von solch einem Benehmen hielt.
Einen Augenblick lang überlegte er ob er höflich ablehnen und den Raum einfach verlassen sollte. Bei anderen Gästen hätte er es vielleicht sogar getan – aber dieser Lykantroph... er traute ihm nahezu alles zu. Auch das Tafelsilber zu stehlen. Also nickte er gezwungenermaßen und setzte sich ebenfalls – stocksteif und gerade – um den Fremden im Auge zu behalten. Auf den Versuch ein nichtssagendes Gespräch anzufangen verzichtete er und es war ihm deutlich anzumerken das er den sich ungehobelt gebenden Wolfsmenschen am liebsten vor die Tür gesetzt hätte.

So zog sich die Zeit bis Myriel den Raum betrat wie Kaugummi hin. Die Druidin selbst zog nur die Augenbrauen in die Höhe als sie Phelans Trinkgefäß sah, warf Ferras einen undefinierbaren Blick zu und antwortete dann:

Nein danke, ich möchte nichts. Nimm den Krug mit wenn Du willst. Meinst Du die Schmiede ist noch geöffnet?
Autor: Phelan Datum/Zeit: Mi., 04. Apr 2012, 19:00
“Könnte knapp werden.“, meinte Phelan nachdem er einen raschen Blick aus dem Fenster geworfen hatte. Wenn sie noch in die Schmiede wollten, würden sie sich auf jeden Fall beeilen müssen.
“Wenn Du willst, kann ich Dir einen Korb abnehmen.“, schlug der Tiermann vor und streckte Myriel die freie Pfote auffordernd entgegen.

Am Fuhrwerk angekommen, stellte er den Krug ab, um die Sachen der Druidin besser verstauen zu können, und bot ihr an ihr auf den Kutschbock zu helfen. Anschließend nahm er das Gefäß wieder an sich und kletterte selbst auf das Fuhrwerk, wo er sich neben der Erzmagierin niederließ. Allein die Anwesenheit des Lykaners reichte schon aus, um die Pferde scheu zu machen, aber er war sich sicher, dass seine Begleiterin keine Probleme mit den Tieren haben würde. “Sicher, dass Du keinen Wein willst?“, fragte er während er sich die Karaffe zwischen die Beine Klemmte und jetzt, da dieser Ferras außer Sichtweite war, damit begann in seinem Rucksack nach einem Becher zu suchen.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Sa., 07. Apr 2012, 10:54
Wortlos kam Myriel Phelans Aufforderung nach und gab ihm den Korb den sie trug. Das Stirnrunzeln von Ferras ignorierte sie schlichtweg – sie wusste bereits das die Manieren des Lykantrophen längst nicht so schlecht waren wie er sie gerade demonstriert hatte. Das er ihr dabei behilflich war auf das Fuhrwerk zu beladen und hinauf zu klettern, bestätigte diesen Eindruck ebenfalls – genauso das Kramen in seiner Tasche, aus der er schließlich einen Becher heraus fischte. Myriel griff nach den Zügeln und warf Phelan einen Seitenblick zu:

Muss ich verstehen was da drinnen gerade zwischen Dir und Ferras geschehen ist?

Sie schnalzte mit der Zunge und ließ die Zügel sacht auf den Rücken des Pferdes landen. Brav setzte es sich Bewegung, auch wenn der Geruch des Wolfsmenschen es ein wenig nervös erscheinen ließ. Die Druidin lenkte das Gefährt in Richtung Schmiede. Hoffentlich hatten sie Glück und sie war wirklich noch nicht geschlossen.

Hier geht es weiter
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 07. Jan 2013, 21:35
Da Myriel durch das Mäuseproblrem ohnehin gezwungen gewesen war mit Phelan in die Stadt zurück zu kehren, hatte sie beschlossen die Gelegenheit gleich zu nutzen um sich eine neue Fertigkeit anzueignen. Da sie nicht wusste, wie lange es dauern würde, bis sie wieder im Vollbesitz ihrer alten Kraft war, hatte sie sich überlegt das es klug wäre einen Zauber namens Blendwerk zu lernen. Wo sie sonst ihren Willen mit purer Gewalt durchgesetzt hatte, würde es ihr dann vielleicht weniger Kräfte zehrend mit List und eben diesem Zauber gelingen. Soweit zumindest die Theorie...

Also schritt die Schwarzmagierin nun durch die Räume des Zirkels und suchte nach dem Magier, der ihr diese Fähigkeit näher bringen konnte.

Myriel erlernt Blendwerk + Experte + Meister
- 4500 gm
Autor: Phelan Datum/Zeit: Di., 08. Jan 2013, 08:18
Der gesuchte Hexer saß im Halbdunkel und schien recht genau zu wissen, dass jenseits der Wand, auf die er starrte, jemand versuchte ihn zu finden. Einen Augenblick überlegte er was er tun sollte, dann ließ er das Mauerwerk, das ihn von Myriel trennte, einfach verschwinden. Früher oder später hätte sie dieses relativ primitive Trugbild ohnehin durchschaut, da war es so vermutlich beeindruckender.

“Seid gegrüßt, Erzmagierin. Was führt Euch zu mir?“, erkundigte er sich mit einer Stimme, die ein oder zwei Oktaven zu tief war. Eine einzelne Kerze hüllte den Meister der Täuschung in flackerndes Zwielicht, schaffte es jedoch nicht die Dunkelheit unter seiner Kapuze zu vertreiben. Alles in Allem war er mit seinem Auftritt nicht unzufrieden…
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 14. Jan 2013, 21:11
Als die Wand neben ihr sich einfach so in Luft auflöste machte Myriel instinktiv einen Schritt zurück. Dann erkannte sie den Hexer, den sie gesucht hatte, und ein kühles Lächeln erschien auf ihre Lippen.

Ich hätte mir denken sollten, dass Ihr es seid. Beeindruckend. Und genau das ist der Grund meines Kommens. Ich möchte, das Ihr mich das Blendwerk lernt. Und zwar alles was Ihr darüber wisst. Ich will nicht nur simple Taschenspielertricks vorführen können, ich möchte in der Lage sein perfekte Illusionen zu erzeugen. Denkt Ihr, Ihr seid in der Lage es mir das beizubringen?
Autor: Phelan Datum/Zeit: Di., 15. Jan 2013, 08:20
In den Schatten unter seiner Kapuze konnte sich der Herr von Lug und Trug ein verhaltenes Lächeln nicht verkneifen. Selbst die Erzmagierin hatte sich von seiner Illusion – oder vielmehr vom Verschwinden derselben – überraschen lassen. Als er sprach konnte man seiner tiefen Stimme, die nun herrenlos durch den Raum wanderte anstatt von dort zu kommen wo sein Mund zu vermuten war, nichts Selbstgefälliges anhören.

“Selbstverständlich ist es mir eine Ehre Euch auf Eurer Suche nach Wissen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“, versicherte der Blender. “Und es schmeichelt mir, dass Ihr so hoch von meiner Kunst denkt.“ Nun gelang es nicht einmal ihm alle Zeichen seiner Kränkung darüber, dass dies nicht bei allen seiner Zunft der Fall war, aus seiner Stimme zu verbannen. Zu oft hatte er sich anhören müssen, dass das was er betrieb keine wirkliche Zauberei sei. “Mir all mein Wissen entlocken zu wollen ist dennoch ein wenig hart. Schließlich bin ich wie jeder andere im Turm ein furchtbarer Geheimniskrämer und gerade das was in keinem Buch geschrieben steht bildet doch unsere größte Stärke…“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 30. Jan 2013, 08:41
Der Hexer war gut - sehr gut sogar. So sehr Myriel sich auch bemühte seine Illusionen zu enttarnen hallte seine Stimme trotzdem stets aus einer anderen Ecke des Raumes. Wie nützlich so etwas sein könnte...

Zufrieden nahm die Druidin zur Kenntnis, das er gewillt war sie auszubilden - jede andere Antwort von ihm wäre ihr gegenüber aber auch wohl dumm gewesen. Denn ganz gleich was passiert war, sie stand dem Schwarzmagierzirkel noch immer vor, und wer wollte schon die Leiterin verärgern? Offenbar war ihr Gegenüber aber nicht gewillt alle seine Geheimnisse zu lehren, doch Myriel wusste, dass das vermutlich nur eine Frage des Preises war.

Und was sagt Ihr, wenn ich Euch das hier gebe?

Ein Lederbeutel mit 4500 Goldstücken flog durch den Raum auf den Hexer zu. Eine nicht gerade geringe Summe, doch die Schwarmagierin fand, dass es sein Wissen durchaus wert war.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Do., 31. Jan 2013, 13:47
Als der klirrende Beutel auf dem Tisch landete veränderte sich etwas in dem Raum. Die Schatten, die sich unnatürlich dicht in den Ecken geballt hatten, lichteten sich ein wenig, Jahrzehnte alte Spinnweben und Staubschichten lösten sich in Luft auf und auch wenn die Kammer noch immer weit davon entfernt war freundlich zu wirken hatte sie doch an unheimlicher Atmosphäre deutlich eingebüßt. “Ihr wollt mein Wissen also mit Gold aufwiegen“, stellte der Illusionist fest und begann die Sachen auf seinem Tisch ein wenig zu ordnen. Und alles was er dabei anfasste verwandelte sich in reines Gold. “Ich fürchte so einfach ist es nicht.“

Mit einer einfachen Handbewegung wischte der Hexer all den Glanz wieder fort und alles schien wieder beim Alten zu sein – mit Ausnahme des Beutels, der plötzlich verschwunden war. “Ich kann Euch alles zeigen und ich werde das Grundsätzliche erklären. Was darüber hinausgeht werdet Ihr selbst ergründen müssen. Ich finde, dass man ab einem gewissen Punkt ohnehin mit den eigenen Ansätzen am weitesten kommt. Wie wäre es wenn wir gleich mit der ersten Übung beginnen?“

Langsam erhob sich der Magier aus seinem knarzenden Stuhl und schlurfte zu einem kleinen Kästchen. Nachdem er ein wenig darin gekramt hatte kehrte er mit fünf goldenen Münzen, die er auf seinem Tisch aufreihte, zurück. “Nun, welche davon ist falsch?“

Bitte mit dem 1W5 würfeln wie viele der Illusionen Du durchschaust. Welche Du entlarven willst bleibt Dir selbst überlassen.
Bei den Münzen handelt es sich in Wirklichkeit um:
- eine Murmel
- einen Kiesel
- eine Silbermünze
- einen Pflaumenkern
- und nichts
Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 08. Feb 2013, 19:42
Der Illusionist war gut – das musste man ihm einfach lassen. Während Myriel noch rätselte, wohin der Beutel mit Goldmünzen verschwunden war, fragte er ob sie nicht gleich mit den Übungen beginnen wollten. Die Schwarzmagierin nickte.

Natürlich, deswegen habe ich Euch doch aufgesucht.

Der Hexer machte es spannend. Im Zeitlupentempo nahm er etwas aus einem Kästchen und kurze Zeit später lagen fünf Münzen auf seinem Tisch.

Welche davon falsch ist?

Die Druidin ging zu dem Tisch hinüber und betrachtete die gold glänzenden Taler genauer, doch einen Unterschied konnte sie nicht erkennen. Grübelnd starrte sie auf den Tisch, als ob der so die Lösung preisgeben würde.

Darf ich sie anfassen?

Doch bevor ihr Lehrer dazu sein Einverständnis gab, wagte sie es nicht, sondern ließ ihre Hand nur in einigem Abstand über den Münzen schweben und versuchte zu erspüren bei welcher Magie angewandt worden war. Schließlich entschied sie sich für die in der Mitte, wobei sie die Wahl eher aus dem Bauch heraus traf als das sie die Illusion wirklich durchschaut hätte.Obwohl sie, wenn sie schnell blinzelte, doch den Eindruck hatte die Münze wäre irgendwie runder als die anderen  fast wie eine Murmel.

Die da – die ist nicht echt.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Sa., 09. Feb 2013, 22:48
“Richtig, diese ist falsch“, bestätigte der Meister des falschen Scheins. Seine streunende Stimme musste irgendwann während ihres Gespräches zu ihm zurückgekehrt sein und saß nun wohl auf seiner Schulter. Wieder benutzte er diese einfache Handbewegung um die Illusion einfach wegzufegen und anstatt des Goldstücks blieb eine gläserne Murmel auf dem Tisch zurück. “Und ja, Ihr dürft die Münzen auch anfassen.“ Die erwartungsvolle Pause war Hinweis genug, dass der Hexer mit der bisherigen Antwort noch nicht zufrieden war.

Ich würde sagen Myriel ist Magierin genug um mit eingehenderer Untersuchung alle Täuschungen zu durchschauen.
Autor: Myriel Datum/Zeit: So., 17. Feb 2013, 17:06
Es stellte sich heraus, das mehr als eine der Münzen falsch war, denn anders konnte man das erwartungsvolle Gesicht des Hexers nicht deuten. Also fing Myriel damit an, eine Münze nach der anderen in die Hand zu nehmen und genauestens zu untersuchen. Zuerst fühlten sie sich wie gewöhnliche Münzen an, doch als sie de Augen schloss und auf ihr Gespür hörte, konnte sie die Magie fühlen, die den Gegenständen innewohnte.

Diese hier ist falsch – und diese auch.

Als sie die vierte Münze untersuchte, wurde die Druidin allerdings unsicher. Auch diese enthielt einen Hauch von magischer Energie – und die letzte ebenfalls. Ihr Lehrmeister hatte ihr doch sicher nicht nur Illusionen auf den Tisch gelegt. Vielleicht war sie der falschen Fährte gefolgt, indem sie nach magischer Energie suchte?

Also ich weiß nicht recht – wenn Ihr mich fragt sind sie alle falsch. Sie sind alle verzaubert worden. Wenn es einen anderen Weg gibt um Illusionen aufzudecken oder um sie gar zu zerstören, dann sagt es mir.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Mo., 25. Feb 2013, 19:14
“Die Methoden eine Illusion aufzudecken sind so zahlreich wie die Möglichkeiten die menschlichen Sinne in die Irre zu führen.“, erklärte der falsche Zauberer. “Der Weg den Ihr gewählt habt, hat mich jedoch in der Tat beeindruckt. Ich hatte stets großes Vertrauen in meine Fähigkeiten die Spuren meiner Magie zu verwischen. Doch von einer Erzmagierin darf man wohl nichts Geringeres erwarten.“

Wieder machte der Hexenmeister diese wischende Handbewegung und die Münzen vor ihm zeigten plötzliche zur Hälfte ihre wahre Natur. “Magie nachzuweisen ist zwar schön und gut, aber auf diese Weise auch die Art des Zaubers aufzudecken dürfte schwierig sein. Ich mache mir daher die größte Schwäche des Blendwerks zunutze. Es ist so gut wie unmöglich alle Sinne des Menschen zugleich zu täuschen und alle Eigenschaften eines Objekts bis ins letzte Detail nachzuahmen.“

Um seine Worte zu veranschaulichen stellte der Meister des falschen Scheins die Münze, die in Wirklichkeit eine Murmel war, auf die Kante und versetzte sie mit einem Fingerschnippen in Rotation. “So verhält sich kein wirkliches Goldstück.“ Anschließend zerdrückte er die Münze, die reine Illusion war, einfach zwischen den Fingern. “Die eigene Umgebung zu kennen, sie mit allen Sinnen zu erfassen und immerzu auf der Hut vor Dingen zu sein, die anders sind, als sie sein sollten. Das sind die Ratschläge, die ich für Euch habe. Und natürlich ist das eine Sache der Übung. Von der Seite des Täuschers betrachtet lässt sich folgendes sagen: Je ähnlicher das verzauberte Objekt demjenigen, das nachgebildet werden soll, ist, desto besser ist das angestrebte Ergebnis.“ Bei diesen Worten reichte der Zauberer die Silbermünze an seine Schülerin weiter.

“Was nun? Wollt Ihr Euch darin übern weitere Illusionen zu brechen oder wollt Ihr versuchen selbst welche hervorzubringen?“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 08. Mär 2013, 22:25
Aufmerksam hörte Myriel dem Hexenmeister dabei zu, wie er ihr erklärte auf was sie beim Brechen einer Illusion achten sollte. Sie konnte seinen Worten leicht folgen und sie leuchteten ihr durchaus ein. Trotzdem war sie sich nicht sicher, ob sie sie auch gut umsetzen konnte. Auf seine Frage hin antwortete sie ihm deshalb:

Ich denke ich habe verstanden worauf ihr hinaus wollt. Ich soll mich mehr auf meine menschlichen Sinne verlassen, als auf meine Magie. Was durchaus einleuchtend ist. Ich würde mich gerne selbst einmal an einer Illusion versuchen, bevor ich es wage die nächsten Eurer Blendwerke in Angriff zu nehmen. Ich glaube, dass ich dadurch eher ein Gefühl dafür bekomme nach welchen Schwachstellen ich suchen muss.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Do., 14. Mär 2013, 22:38
“Ah, es ist schön mal keine Novizin zur Schülerin zu haben“, stellte der Schöpfer falscher Wahrheiten fest. “Eine solche wäre mit dieser Wahl schon wieder überfordert. Aber was wäre denn nun besser?, äffte er eine junge weibliche Stimme nach – wobei nachäffen bei jemanden, der beliebigen Schall aus dem Nichts erschaffen konnte, vielleicht der falsche Ausdruck war. “Fakt ist doch, dass der Schüler sich am besten kennen sollte und ein Lehrer folglich nur Anleitung geben kann, findet Ihr nicht? Aber ich schweife wohl vom Thema ab. Ihr wolltet Euch an einer eigenen Illusion versuchen.“

Erneut machte sich der Hexer an dem kleinen Kästchen zu schaffen und kehrte schließlich mit einer fremdländischen Kupfermünze und einem Tonbecher, an dem einzig und allein seine Hässlichkeit bemerkenswert war, zurück. “Entweder Ihr lasst Euch von diesem guten Stück inspirieren und wendet beliebiges Blendwerk darauf an, oder Ihr macht mir aus einer der vorherigen Goldmünzen ein solches Geldstück“, schlug er vor.

Du kannst Dich natürlich auch gleich an mehreren Illusionen versuchen und was dabei herauskommt überlasse ich ganz Dir. Ich bin gespannt.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 02. Mai 2013, 20:50
Myriel nahm zuerst die Münze in die Hand, die der Hexer mitgebracht hatte. Eingehend betrachtete sie sie, schaute sich Gravuren und Symbole darauf genau an und prägte sie sich ein. Dann legte sie sie zurück um nach einer der Goldmünzen zu greifen. Größe und Gewicht stimmten fast überein, das würde den Zauber einfacher machen. Die Druidin schloß die Hände um die Münze und konzentrierte sich. Es kostete sie enorme Anstrengung wirklich jedes Detail auf das Goldstück zu übertragen, und sie brauchte eine ganze Weile um den für sie neuen Zauber zu weben. Außerdem wollte sie keinen Fehler machen nachdem der Hexenmeister sie zuvor noch so gelobt hatte. Schließlich war sie fertig und als ihre Finger den Blick auf die Münze frei gaben, lag eine perfekte Kopie auf ihrer Handfläche. Zufrieden legte sie das gute Stück auf den Tisch damit ihr Lehrer es prüfen konnte. 

Dann hob die Schwarzmagierin den Tonbecher hoch. Was sie nun vor hatte, würde weitaus schwieriger werden als ihr erster Versuch es gewesen war. Sie musste dem Becher ein anderes Gewicht verleihen, eine andere Farbe, Verzierungen...

Als Myriel fertig war, stand anstelle des Tonbechers ein goldener Krug auf dem Tisch. Er trug das Wappen des Königs von Aylann und war reich mit Edelsteinen besetzt. Der Clou an dem ganzen aber war der Henkel, der aus zwei Schlangen bestand, die sich umeinander wanden. Lediglich eine Sache hatte die Druidin in ihrem Eifer nicht bedacht: der Tonbecher hatte keinen Henkel, und wenn man den wunderschönen Goldkrug nun an seinem Henkel hochheben wollte, griff man ins Leere...
Autor: Phelan Datum/Zeit: So., 05. Mai 2013, 23:09
Die Illusion kostete die Erzmagierin Zeit und sichtliche Anstrengung. Das Ergebnis rang dem Meister des faulen Zaubers allerding ein anerkennendes Nicken ab. Eine Täuschung, auf die fast jeder hereinfallen würde. “Sehr schön. Jemanden zu finden, der daran etwas auszusetzen hätte, wäre keine leichte Aufgabe. Es gibt wenig genug Leute, die einzelne Metalle allein am Gefühl unterscheiden können. Der menschlichen Wahrnehmung sind Grenzen gesetzt und es lohnt sich immer diese zu kennen und zu nutzen. Schließlich entscheidet sich dadurch, wie genau man arbeiten muss. Achtet aber auf jene, deren Sinne sich von den Euren unterscheiden. Blinde bemerken beispielsweise oft, was dem Sehenden entgeht.“

Das sollte reichen, um seine Schülerin vor einigen unliebsamen Erfahrungen zu bewahren, befand der Illusionist und richtete die von ihm so geschätzte Aufmerksamkeit auf ihr neustes Werk. Die meisten hätten wohl befunden, dass es ihren ersten Versuch noch bei weitem übertraf und doch war ihr so etwas wie ein beliebter Anfängerfehler unterlaufen. “Nett.“ Aus dem Mund des Blenders klang das nicht gerade nach einem Lob. “Als Zierrat auch zu gebrauchen, doch Ihr müsstet gut darauf achten, dass niemand auf die Idee kommt ihn zu benutzen.“ Und genau das tat der Magier nun. Er hob den Krug am Henkel und es wirkte beinahe wie die einfachste Sache der Welt. In Wahrheit aber erforderte sie eine ganze Reihe komplexer Illusionen – so komplex sogar, dass nicht einmal er sie zur Gänze vor aufmerksamen Augen verbergen konnte…
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 13. Mai 2013, 22:45
Der Henkel des Kruges flimmerte und flirrte als der Hexer ihn anhob. Erst da wurde Myriel klar welchen Fehler sie gemacht hatte.

Oh verflixt. Bei einer Illusion wird nichts durch Magie neu erschaffen, sondern nur das äußere Erscheinungsbild vorgegaukelt. Ich sollte also besser darauf achten aus was ich welchen Gegenstand mache. Würde ich zum Beispiel aus einem Strohsack eine Bettillusion zaubern funktioniert sie nur solange wie die Größen überein stimmen – ansonsten fällt man auf den Boden, richtig?

Allmählich begriff die Schwarzmagierin die Natur des Zaubers. Im Grunde genommen war es ganz einfach. Das Auge konnte man leicht täuschen, beim Tastsinn war es schon wesentlich schwieriger.

Was ist mit Gerüchen? Können auch sie in ein Blendwerk mit eingebunden werden? Und wie bekommt Ihr es hin das Eure Stimme so unterschiedlich klingt?

Fragend sah sie ihren Lehrmeister an.
Autor: Phelan Datum/Zeit: Di., 14. Mai 2013, 08:18
“Richtig, beim Abändern wirklicher Gegenstände sind klare Grenzen gesetzt. Sich bei der Größe und Form einer Illusion so nahe wie möglich am Rohling zu halten, ist nur empfehlenswert, wenn man böse Überraschungen vermeiden möchte“, bestätigte der Lehrmeister. “Obwohl es natürlich in manchen Fällen sogar erwünscht sein kann, dass jemand fällt.“

Behutsam stellte der Täuscher den Krug wieder ab, da es mit der Dauer selbst für ihn anstrengend war vorzugaukeln, er würde ihn am nichtvorhandenen Henkel in die Höhe heben. “Im Prinzip lässt sich jeder Sinn trügen“, erläuterte er. “Auch wenn beim Geschmack selbst ich schnell an meine Grenzen stoße. Und je mehr Sinne man gleichzeitig anzusprechen versucht, desto schwieriger wird es natürlich. Eine Sache der Übung also – vor allem beim Tastsinn. Was Gerüche angeht ist das halb so schwer, zumindest solange Ihr keine Nase täuschen wollt, die feiner ist, als die Eure.
Manipulationen der Stimme gehören – wenn ich ehrlich bin – zu den einfacheren Illusionen. Sie sind kaum mehr als eine Spielerei. Am leichtesten ist es tatsächlich gar nichts zu sagen und sich stattdessen einen Sprecher mit anderer Stimme vorzustellen. Dessen Worte teilt man dann mit anderen.“
Die letzten Sätze hatte der Hexer in eindeutig weiblicher Stimme vorgetragen und dennoch schienen sie aus seinem Mund zu kommen.

“Es ist auch möglich mehrere Sprecher auf einmal zu erschaffen.“ Auch das demonstrierte er gleich und erzeugte dadurch, dass zeitgleich drei unterschiedliche Stimmen aus einen Mund zu kommen schienen, unwirkliche und unheimliche  Klänge. “Dabei bietet es sich natürlich an seine eigene Stimme mithineinzumischen. Wirklich interessant sind jedoch Worte, die nicht für jedermann bestimmt sind.“ Nun sprach der Magier wieder alleine und seine Stimme schien nicht länger aus seinem Mund zu kommen sondern ihren Ursprüng irgendwo zwischen Myriels Ohren zu haben. “Zwei gleiche Stimmen, die zeitgleich und leise in Euren Gehörgängen erschallen. Eine Illusion von Gedankensprache – kaum zu belauschen. Was haltet ihr davon?“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Di., 18. Jun 2013, 20:54
Fasziniert waren Myriels Blicken den Händen des Hexers und dem Krug gefolgt, seine Illusion war nahezu perfekt während er den Krug durch die Luft schwenkte. Er musste jahrelange Erfahrung mit dieser Art der Zauberei haben, denn sie schien ihn nicht im Mindesten anzustrengen und er konnte sich sogar ohne Konzentrationsprobleme mit ihr dabei unterhalten. Er erklärte ihr wie man Stimmen imitierte und schlug sogar einige Arten der Anwendung vor.

Eine interessante Idee. Und äußerst nützlich noch dazu. Bisher habe ich dererlei Blendwerk immer für Spielerei gehalten, aber inzwischen sehe ich die Dinge ein wenig anders.

Wenn sie nur daran dachte welche Möglichkeiten ihr dieser Zauber in Zukunft eröffnen würde konnte sie ein diabolisches Lächeln nicht verhindern. Diese Kunst war zu weitaus mehr gut als nur läppische Streiche zu spielen. Man musste nur wissen, wie man sie vernünftig benutzte.

Ich danke Euch für Eure Ausführungen. Gibt es noch eine Illusion, an der ich mich versuchen soll, bevor ich Euch nicht weiter davon abhalte Euch Euren Studien zu widmen?
Autor: Phelan Datum/Zeit: Fr., 21. Jun 2013, 13:09
“Ja, Ihr seid meiner Kunst gegenüber offener als die meisten. Oftmals ist den Leuten der Nutzen meiner Zauberei nur auf sehr schmerzhafte Weise beizubringen.“ Der Unterton in der Stimme des Meisters war nicht weniger diabolisch, als Myriels Lächeln. “Ich habe das Gefühl, dass Ihr das Meiste, von dem, was ich Euch noch zeigen könnte, ohnehin bald selbst beherrschen werdet.
Nur auf eine Sache, der ich im Moment meine besondere Aufmerksamkeit schenke, sollte ich Euch vielleicht noch hinweisen: Auf die Illusion von Schmerz. In den wenigen Werken zum Thema wird sie meist als die höchste der Künste des Blendwerks bezeichnen und in der Tat ist sie schwierig. Nur wer echten Schmerz kennt, kann ihn auch erfolgreich vortäuschen und oft sind die Erinnerungen an eigene Qualen zu verschwommen, um als wirkliche Referenz zu dienen. Aktuellen Schmerz zu teilen funktioniert hingegen sehr gut, aber wer will schon unter ständigen Qualen leben, um jederzeit darauf zurückgreifen zu können? Dennoch habe ich inzwischen meine Zweifel, dass dies tatsächlich schon die Königsdisziplin ist. Derzeit befasse ich mich deshalb – wenn auch bisher relativ erfolglos – mit der Illusion von Schmerzfreiheit. Ihr mögt das Talent haben, um mit diesem Wissen etwas anfangen zu können…“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 28. Jun 2013, 13:05
Eine interessante These. Ich glaube sie hat durchaus genug Potential um genauer untersucht zu werden. Man bräuchte nur ein passendes Versuchsobjekt.

Myriel lächelte kühl.

Wenn sich etwas passendes ergibt werde ich Euch davon unterrichten wenn Ihr es wünscht. Ich danke Euch für die Zeit die Ihr geopfert habt. Diese Lehrstunde war wirklich äußerst interessant und aufschlussreich.

Sie neigte den Kopf zum Dank und verließ die Räume des Hexers.
Autor: Phelan Datum/Zeit: So., 30. Jun 2013, 22:50
Tief im Schatten seiner Kapuze verzogen sich die Lippen des Botschafters der Falschheit zu einem boshaften kleinem Lächeln. Es war lange her, dass sie sich überhaupt zu irgendetwas verzogen hatten. Er hatte aber auch schon ewig nicht mehr das Gefühl gehabt mit jemanden zu sprechen, der ihn verstand. Oder dass eine neue Bekanntschaft zu beiderseitigen Nutzen gereichen könnte.

“Das freut mich und ich wäre Euch zu Dank verpflichtet“, sagte er und verneigte sich mit einem knappen Nicken –zumindest ließ er es so aussehen. Seine Worte und die flüchtige Geste gewissen Respekts hatten sich nicht einmal gänzlich verlogen angefühlt. Natürlich war ein gewisses Entgegenkommen ihrerseits nach allem, was er sie gelehrt hatte, nur angemessen. Und doch…
Autor: Phelan Datum/Zeit: So., 01. Feb 2015, 16:19
An diesem Morgen schien Phelan langsamer voranzukommen, als sonst. Vielleicht lag es ja an dem kleinen Gegenstand, den er seit heute wieder in den Tiefen seines Rucksacks mit sich trug und der seltsam schwer auf ihm zu lasten schien. Oder es war der Ort, den er aufsuchte. Er hatte sich dem Magierturm schon früher genähert und hatte keinen Grund ihn zu fürchten. Dennoch erfüllte ihn dieses Gebäude mit einer gewissen Unsicherheit, die ihn ärgerte. Genau wie Zauberei seine Nackenharre immer noch dazu brachte sich zu sträuben. Trotz seiner Nähe zu versierten Magieanwendern und obwohl er sich selbst ein wenig darauf verstand Zauber zu wirken.

Mit einer unwilligen Bewegung versuchte der Wolfsmann dieses innere Unbehagen abzuschütteln und beschleunigte seine Schritte auf dem letzten Stück zum Eingangsportal. Er hätte es zwar vorgezogen Myriel in ihrer Hütte zu suchen, aber es wäre töricht gewesen sich nicht zuvor zu erkundigen, ob sie sich in der Stadt befand. Also ignorierte er seine Anspannung so gut er konnte und klopfte kräftig gegen das dunkle Holz vor ihm.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 02. Feb 2015, 23:02
Phelan konnte hören wie sich Schritte der Tür näherten, gleichzeitig hörte er jedoch ein lautstarkes Schimpfen einer ihm mehr als nur bekannten Stimme:

Was soll das heißen Ihr könnt Ihn nicht finden? Bei den Niederhöllen, seid Ihr Magier oder Waschweiber? Mir ist klar das er nicht so dumm war im Apothekenturm zu bleiben. Nichtsdestotrotz sollte ein Magier doch wohl andere Mittel und Wege kennen um jemanden zu finden, außer dem zu seinem Heim zu gehen und anzuklopfen. Apropo klopfen, taub seid Ihr offensichtlich auch noch. Wenn Ihr Euch weiter so dumm anstellt, seid Ihr die längste Zeit hier Schüler gewesen! Wenn man nicht alles selber macht...

Die Tür öffnete sich und eine ziemlich gereizte Myriel erschien im Türrahmen.

Ja bitte? Oh, Du bist es Rion. Willst Du zu mir? Komm herein - oder warte, besser ich hole meine Tasche und wir gehen ein Stück, bevor ich mich vergesse und diese unfähigen Adepten in ein Häufchen Asche verwandel.

Sie drehte den Kopf und sah mit vor Zorn blitzenden Augen über ihre Schulter.

Ja Euch meine ich. Meine Tasche!

Einer der beiden jungen Männer hastete davon, um wenige Augenblicke mit Myriels Rucksack wieder aufzutauchen.

Na also. Und seht zu das Ihr Ihn ausfindig macht. An die Arbeit.

Ohne die beiden noch eines weiteren Blickes zu würdigen, kam die Druidin aus dem hohen Turm heraus und knallte die Tür hinter sich ins Schloss.

Es ist unglaublich! Kannst Du Dir das vorstellen? Da bitte ich sie darum Astarth zu finden und diese Möchtegernmagier rennen tatsächlich zum Apothekenturm um festzustellen, dass er nicht da ist. Welche Überraschung! Als ob nach der Schlacht vor ein paar Tagen noch irgendein Drow hier in der Stadt wäre...
Autor: Phelan Datum/Zeit: Di., 03. Feb 2015, 00:20
Vielleicht hätte man etwas Mitgefühl von Phelan erwarten können, denn auch wenn es schon eine ganze Weile her war, hatte er selbst schon vor der wütenden Erzmagierin gezittert. Stattdessen gab die geöffnete Tür den Blick auf sein breites Wolfsgrinsen frei. Doch wie es schien, hatte er den Nachwuchszauberern wenigstens eine Galgenfrist verschafft, denn Myriel schlug vor mit ihm zu gehen und rannte damit offene Türen bei ihm ein.

„An unfähigen Leuten wird wohl nie ein Mangel bestehen“, kommentierte er die Schilderung der vergeblichen Suche und bot der Druidin seinen Arm zum unterharken. „Solltest Du irgendwann wirklich dringend jemanden oder etwas finden müssen, kannst Du Dich ruhig an mich wenden. Ich mag von den magischen Methoden zwar wenig verstehen, aber letztlich zählen die Ergebnisse.“

Wie selbstverständlich hatte der Lykan den Weg zu einem Esel, der in einiger Entfernung zum Magierturm angebunden war, eingeschlagen. „Ich wollte ohnehin fragen, ob Du mich nach Nighton begleiten willst. Ich habe dort etwas zu erledigen und dachte wir könnten gleich nach Ersatz für die Bank, die unter meinem Gewicht nachgegeben hat, sehen“, erklärte er da sie jetzt wohl weit genug vom Zirkel entfernt waren. Er wollte Myriels Schüler schließlich nicht unnötig auf die Idee bringen sie könnten sich jetzt Zeit damit lassen ihren Aufgaben nachzukommen. „Wie sieht es bei Dir aus, hast Du so viel Zeit?“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 09. Feb 2015, 23:13
Ach ich wollte mit Astarth über diese neue Art von Trank sprechen von der ich gehört habe. Er soll bessere Heilkräfte haben als ein einfacher Heiltrank.

erklärte Myriel warum sie nach dem Drow suchte, während sie ihre Hand auf Phelans Arm legte.

Du willst nach Nighton? Lass mich überlegen...

Sie ging in Gedanken die Dinge durch die sie in der Stadt hatte erledigen wollen. Nichts davon war so dringend, dass es nicht ein paar Tage hätte warten können. Und ihr Mitbewohner in der Waldhütte war durchaus in der Lage sich selbst zu versorgen - die Mäuse die sie ihr hin und wieder vor die Tür legte bewiesen es mehr als eindeutig.

Ich sollte genug Zeit haben um mit zu kommen. Du hast doch erzählt, das Du den Heiler aus der Apotheke dort kennst - vielleicht hat er auch schon von dem Trank gehört, dann bräuchte ich Astarth nicht bemühen.

Myriel betrachtete kurz den Esel, auf den Phelan zu steuerte, dann fragte sie:

Sollen wir meinen Wagen nehmen? Ich meine wegen der Bank - oder willst Du sie dem Tier auf den Rücken schnallen?
Autor: Phelan Datum/Zeit: Di., 10. Feb 2015, 09:08
„Du sprichst von den Tränken, die der erfrorene Mann in die Stadt gebracht hat? Tatsächlich hat Landolin eine Phiole, die noch einen kleinen Rest davon enthielt, mit nach Nighton genommen, um sie zu untersuchen. Wir werden sehen, wie weit er damit gekommen ist“, meinte Phelan und ihn fröstelte ein wenig während er an die Reifriesen zurückdachte. „Ich wollte ihm ohnehin einen kleinen Besuch abstatten und ihn bitten etwas für mich aufzubewahren. Und ja, wenn Du einen Wagen hast dann sollten wir ihn nehmen. Das sollte weit besser klappen als mit dem Esel allein.“

Vielleicht konnte er dann bei der Gelegenheit auch gleich ein paar Möbel für sich kaufen. Schließlich hatte er sich in letzter Zeit zu sehr an die schönen Seiten des Lebens gewöhnt, um mit seiner spärlich eingerichteten Dachkammer noch zufrieden zu sein. „Wirklich schön, dass Du Zeit hast.“ Offenbar hatte sich der Wolfsmensch damit, dass ihm das Leben als Einzelgänger nichts ausmachte, lange etwas vorgemacht. Jetzt, da er die richtige Gesellschaft gefunden hatte, wurde das ziemlich deutlich und er freute sich sehr darüber den Weg in die Handwerksstadt mit Myriel an seiner Seite zurücklegen zu können.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 11. Feb 2015, 22:52
Dann müssen wir dort entlang, der Wagen steht in einem Schuppen hinter dem Turm.

wies Myriel die Richtung und spazierte gemütlich neben Phelan her bis sie dort angekommen waren. Sie hatte Pferd und Wagen noch nicht mit zur Waldhütte genommen, weil sie erst eine vernünftige Unterkunft für das Tier haben wollte. Da sie nicht besonders an dem Tier hing, war es ihr damit aber auch nicht sonderlich eilig. Nachdem das Pferd eingespannt war und sie beide auf dem Kutschbock saßen, lenkte die Druidin das Gefährt in Richtung Stadttor.

Ich bin jedesmal wieder froh wenn ich aus der Stadt komme. Erst seit ich wieder im Wald lebe habe ich gemerkt wie sehr mich diese Gebäude erdrückt haben. Wie läuft es eigentlich in der Laterne, seit die Orks Nuru übernommen haben? Musst Du Dir nun neue Mädchen suchen? Sie werden mit Menschenfrauen sicher nicht viel zu tun haben wollen, oder?


[OOT: weiter in Nighton]
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 25. Feb 2015, 12:10
Es war nicht seine Art Rückschau zu halten auf das was einmal gewesen, trotzdem kam er nicht umhin in die Vergangenheit abzuschweifen. Es musste Jahre her sein, dass er zuletzt diese Schwelle überstiegen hatte.
Er hatte Ausbildungen vorgenommen. Ausbildungen, wenn er nur daran dachte, kam ihm die Galle hoch...total taube Nüsse, von Magie keine Ahnung, mit null Talent, wie hatte er sie genannt? Hausfrauenzauberei, für das Plauderkränzchen am Nachmittag.
Damit war er durch, aus, fertig. Er hatte wichtige Feldforschungen betrieben

Und dann war in seinem magischen Postfach plötzlich die Botschaft erschienen: Erwarten Cornmandl im Magierzirkel - Nuru.
Ignorieren? Ging nicht. Da half nur, auf nach Nuru. Ganau das tat er und deshalb war er nun hier.

Seinen Erkundigungen, von wem diese geheimnisvolle Botschaft gekommen sein mag, war bislang kein Erfolg beschieden.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 25. Feb 2015, 13:02
Es war noch nicht lange her, dass sie ihm eine Botschaft hatte zukommen lassen und sie war sich nicht sicher gewesen, ob er ihrer Aufforderung nach kommen würde. Doch er war ihr gefolgt – vermutlich eher aus Neugier als aus sonstigen Interessen – und Myriel musste zugeben das sie froh darüber war. Nicht, dass sie Cornmandl hätte sonderlich gut leiden können – er war unfreundlich und alles andere als zuvorkommend – doch er verstand etwas von Magie, und vor allem auch davon sie andere zu lehren. Während seiner Abwesenheit hatte sie es mit anderen Magiern versucht, mit Hexern, mit Schamanen, mit allen möglichen Personen – doch keiner von ihnen hatte es gewagt ihr die Stirn zu bieten, und mehr als einen hatten die Adepten am Ende der Lehrstunde mit Besen und Kehrblech aus dem Lehrzimmer befördert weil ihr der Geduldsfaden gerissen war. Schließlich war sie dazu über gegangen sich neue Zauber aus Pergamentrollen oder Büchern anzueignen, doch diese Methode war äußerst langwierig und kostete wesentlich mehr Zeit – Zeit die sie weit besser mit Studien von Dingen verbringen konnte, die kein anderer ihr bekannter Magier beherrschte.

So kam es also dazu, dass die Schwarzmagierin selbst die Treppe herab kam um Cornmandl zu empfangen.

Seid gegrüßt. Schön das Ihr die Zeit gefunden habt, den Magierzirkel wieder einmal aufzusuchen. Ich hoffe ihr hattet eine angenehme Reise?
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 25. Feb 2015, 14:01
Er hätte es wissen können, ja sogar wissen müssen. In seinem ganzen Leben waren ihm schon eine ganze Menge grobe Unsympathen untergekommen, aber keine, wirklich keine konnte Myriel auch nur eines der Elemente reichen. Sie war die Unverschämteste, die sich am allerwenigsten um seine Meinung scherte, seine Übellaunigkeit ignorierte, sich selbst auch nichts gefallen liess, aber – auch wenn er es niemals über die Zungen bringe würde – der Talentiertesten eine. Er konnte diese Person nicht leiden und wie das umgekehrt war, interessierte ihn nicht im mindesten.

Er schnäuzte sich, indem er einen Nasenflügel mit einem Finger zuhielt, aus dem anderen Nasenloch schoss ein gelb-grüner losgelöster Pfropfen auf den Boden, wo er klatschend aufschlug und einen sehr unschönen Fleck hinterließ.
Habe die Unehre“ erwiderte er angeekelt. Er sah nicht mal andeutungsweise in Richtung der die Treppe herabsteigenden Magierin. Er hoffte inständig, es würde sich nicht um das handeln, was er insgeheim am meisten fürchtete: dass er diesem Monster noch einmal was beibringen musste. Gedankenlesen, das wär es jetzt und er bedauerte es zutiefst in dieses Wissen noch nicht eingedrungen zu sein. Er ging auf die Frage gar nicht ein.
Feiert der Zirkel sein 3 komma 7-tes Gründungsmonat? Und braucht eine Zauber-Schau? Dafür wird der/die Verantwortliche braten. Ich dulde keine Unterbrechungen…“ eigentlich duldete er sich nicht einmal selbst.

Kavendre“ stieß er ohne Vorwarnung hervor und wie aus dem Nichts drehte sich plötzlich ein dreiviertelmeter hoher Wirbel neben ihn, ohne ihm selbst etwas anzuhaben. Und der setzte sich in Bewegung und bewegte sich auf die herabsteigende Magiern zu, sich um seine vertikale Achse drehend. Dass er nicht so harmlos war deute eine herabfallende Schale an, als diese ein Hindernis auf des Wirbels Weg darstellte. Mitten auf der Treppe behinderte er den weiteren Weg von Myriel…

Steck einfach die Hände rein…“ ....und sie werden Dir abgerissen, vollendete er in Gedanken.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 04. Mär 2015, 13:42
Cornmandl war noch immer das gleiche Ekelpaket wie zu der Zeit als er im Schwarzmagierzirkel  unterrichtet hatte, doch das war nicht anders zu erwarten gewesen.

Nein, der Zirkel feiert kein Jubiläum.

entgegnete Myriel nicht weniger kühl und verengte die Augen zu schmalen Schlitzen, als er plötzlich einen Luftwirbel aus dem Nichts erschuf. Als ob er gerade erraten hätte, warum sie ihn herbestellt hatte. Der Wirbel kam auf sie zu und hielt erst vor ihr auf der Treppe an. Instinktiv hatte die Druidin eine Steinhaut über ihren Körper gelegt, doch gegen einen magischen Angriff würde ihr diese nicht viel nützen.

„Steck einfach die Hände rein...“

sagte Cornmandl, und Myriel war sich nahezu sicher, dass das nur eine Falle sein konnte. Doch seiner Forderung nicht nachzukommen, hieß auch sich seinem Spott auszusetzen und das kam auf keinen Fall in Frage. Während sie den Magier finster ansah wirkte sie einen zweiten Zauber, und erst, als sie sicher war ihre Energie zu ihrem Schutz nutzen zu können, streckte sie tatsächlich die Hände in den Luftwirbel hinein.

Und was jetzt? Reinigt es die Fingernägel besser als die beste Bürste im Waschzuber?

fragte sie kratzbürstig zurück. Wenn sie diesen Mann nicht noch für ihre Zwecke brauchen würde, hätte er sich wohl gegen einige magische Flammen erwehren müssen. So aber fügte die Druidin hinzu:

Ich habe Euch rufen lassen damit Ihr mir etwas über die Luftmagie beibringt. Meister Herisan ist leider von uns gegangen und der Rest der Magier hier versteht leider nicht halb so viel davon wie es mir lieb wäre. Ich biete Euch einen Sack mit 1000 Goldmünzen dafür.

Jetzt lag es an ihm. Schlug er ihr Angebot aus würde sie sich wohl doch mit den alten Schriften bemühen müssen, denn Anbetteln würde sie diesen Mann ganz sicher nicht.


Steinhaut 50 ? Schutz gegen körperliche Angriffe 70 + W6
Manaschild gelungen ? Schutz gegen Magieangriffe 130 Int + W6 plus maximal 128 Schadenspunkte die das Manaschild abfangen kann
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 06. Mär 2015, 14:03
Die Magierin meisterte die Situation auf ihr ganz persönliche Weise und jeden, wohl jeden hätte das Respekt abgenötigt oder zumindest eine wohlmeinende Bemerkung. Aber das war bei einem wie Cormandl nicht zu erwarten.
Myriel tat tatsächlich wie geheißen, tauchte die Hände in den Wirbel doch wurden sie ihr nicht, wie es Cornmandl zu seinem Vergnügen gerne gesehen hätte, abgetrennt, sondern die Magierin hatte auch noch eine flotten Spruch drauf.

Auf eure launigen,. humorbelasteteten Sprüche, die sogar geistig Behinderte lachhaft finden, braucht Ihr Euch nichts einbilden.“ Was er nicht sagte: „…auf den Energieschild aber sehr wohl

Er zuckte merklich zusammen, als es für ihn offensichtlich wurde, weil es ausgesprochen worden war, sie wollte ausgebildet werden. Und sie machte es mit einem fiesen Trick, sie gab unumwunden zu, dass nur er geben würde können, was sie benötigte.

Das Wissen war alt und wertvoll und er hatte schon öfters versucht wenigstens versuchsweise andere von diesem Wissen teilhaben zu lassen. Allein, die Welt war so voll von untalentierten, ungeeigneten, tauben Nicht-Magiern. Sie rafften das einfach nicht, wenn es jemand schaffen konnte…Sie hatte schon einige Talentproben abgeliefert. Er konnte sie nicht ausstehen, aber Ihr Können war unbestreitbar. Was aber einer wie Cornmandl niemals äußern würde.

Mit Deinem Spielgeld kannst Du Kamele kaufen oder Bewunderer oder sogar Prediger. Manchmal gibt es dafür auch schmierige Liebhaber.“ Und in der Tat war er an Gold und Geld nicht im Mindesten interessiert.
Also gut….Halt, Halt“ widersprach er sofort, als er glaubte, schon ein triumphierendes Leuchten in Myriels Augen ausgemacht zu haben „ich war noch nicht fertig, mein Täubchen. Ich erkläre mich einverstanden, wenn Du den Eignungstest bestehst. Sollte das nicht der Fall sein, sehe ich mich leider außerstande“ sein spöttischer Zug um den Mund zeigte deutlich, dass er nicht daran glaubte, Unterrichten zu müssen.

Die Frage lautet also recht einfach: Gibt es einen Unterschied zwischen Luft- und Windmagie und wenn ja, welchen?“ dieses Mal sollte sie ihre theoretisches Wissen beweisen.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Sa., 28. Mär 2015, 22:51
Er forderte sie heraus. Immer wieder forderte er sie heraus. Konnte er sie nicht einmal unterrichten, ohne so zu tun als ob sie eine blutige Anfängerin wäre? Nein, er wäre nicht Cornmandl gewesen, wenn er das getan hätte – und vermutlich hätte sie dann auch nur noch halb so viel von ihm gehalten, wie sie es tat. Und sie hatte keine Wahl – sie musste sein Spiel mitspielen, wenn er sie unterrichten sollte.

Also gut. Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Luft- und Windmagie. Als Wind bezeichnet man die Bewegung von Luft, und Windmagie beschäftigt sich dementsprechend damit Luft in Bewegung zu versetzen und zu lenken. Der Wirbel, den ihr eben erschaffen habt, gehört zur Windmagie, ebenso wie der Luftstoß, den ich zu erlernen wünsche. Luftmagie hingegen umfasst das Gebiet der ruhigen Luft oder ihrer Veränderung. Wenn ich die Luft derart verändern würde, das ihr daran erstickt, dann würde dieser Zauber unter die Luftmagie fallen. Magische Blitze zählen im übrigen auch zur Luftmagie. Zufrieden?

Myriel hatte gelangweilt geklungen, denn auch wenn der Unterschied vielen nicht klar war, so war es doch etwas, dass ihrer Meinung nach zu den Grundlagen gehörte, wenn man sich mit der Magie befasste. Jetzt jedoch setzte sie ein zuckersüßes Lächeln auf, das ihr Gegenüber höchstwahrscheinlich zur Weißglut treiben würde.

Wollt Ihr nicht Euren Mantel ablegen? Ich glaube der Unterricht wird gewiss eine Weile dauern. Ihr kennt ja den Weg? 

schonmal eingetragen wegen Abenteuer:
Myriel erlernt Luftstoß
- 1000 gm
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 02. Apr 2015, 10:20
Ja“ presste er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. Es musste wohl als Zustimmung zu der Begriffsklärung gelten. Oder doch, dass er sich was die Unterrichtung anbelangte, geschlagen geben musste? Oder doch, dass er den Mantel ablegen sollte? Das tat er dann mit einem hohen Grad der Widerwilligkeit. Wenn er sich nur eingestehen konnte, welch talentiertes magisches Wesen Myriel war, aber manche Sachen gingen nicht bei Cornmandl. Eine wesentliche davon: Weibsbilder und Magie.

Ein Cornmandl…hält… Wort.“ Doch dann stutzte er: „Du wolltest zuerst etwas über Luftmagie lernen und jetzt möchtest Du den Windstoß gelehrt bekommen?“ Trotzdem blieb er geschäftig, verschwand hinter einer Tür, man hörte es poltern und er schien wieder mit 10 Kopfkissen in den Armen. Die Hälfte warf er ohne Vorankündigung auf Myriel. Soll sie schauen, wie sie die Kissen auffängt.
Komm mit!“ fordert er sie auf. Es ging treppab bis sie in eine Halle kamen, die mit allerlei Gerümpel vollgeräumt war, trotzdem aber Raum ließ für Aktivitäten.
Als er sich sicher sein konnte, Myriel würde ihm ihre volle Aufmerksamkeit widmen. Zog er – die Zähne bleckend – eine große Machete hervor und stach wuchtig in eines seiner Kissen, das gleich einen großen Riss aufwies, aus dem Federn quollen, wie aus einem Magen die Gedärme, und sich in die Luft erhoben
Aberhundert Federn wirbelten um Cornmandls Kopf herum, sodass man ihn kaum noch erkennen konnte. Minutenlang tat er nichts. Dann erhob er den rechten Arm und ließ ihn urplötzlich wie ein Beil fallen. Wie eine unsichtbare Mauer flogen die Federn jetzt links und rechts der Trennung ohne dass sie diese Grenze jetzt noch überflogen. Langsam hob Cornmandl seinen Arm wieder bis er waagrecht in der Luft lag. Er hob die Hand, mit der Handfläche nach außen. Drehte sich nach links, schob langsam, ganz langsam die Federn weg. Das gleiche wiederholte er auf der rechten Seite.
Und jetzt bist Du an der Reihe.!“ und bevor man es sich vergewissern konnte, war seine Machete wieder in Aktion getreten und jetzt wurde Myriel von den Federn umwirbelt. "Ganz ruhig bleiben!"
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Myriel: Bitte wirf 1W6.
bei 1-3 schaffst Du die Teilung - ansonsten musst Du so lange probieren, bis Du es geschafft hast.

Danach Wurf 2W3. (einmal für links einmal für rechts).
Ergebnis 1: du schaffst die Federn sorgfältig und ganz sanft wegzuschieben
Ergebnis 2: Du schiebst die Federn viel zu schnell weg
Ergebnis 3: Du schaffst es nicht die Federn wegzuschieben.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Di., 07. Apr 2015, 23:44
Myriel zuckte auf Grund von Cornmandls Kritik an ihrer Wortwahl nur mit den Schultern.

Wenn man jahrelang von hoffnungslosen Ignoranten umgeben ist, gewöhnt man es sich an ihre Ausdrucksweisen zu benutzen. Es ist auf Dauer sehr nervtötend jeden Satz den man sagt erklären zu müssen.

Auf alle Fälle schien ihr Wissen ausreichend gewesen zu sein, denn der griesgrämige Magier legte seinen Mantel ab und verschwand geschäftig wirkend hinter einer Tür. Die Druidin zog fragend eine Augenbraue in die Höhe, sagte aber nichts zu den wortlosen Gewusel, bis Cornmandl ihr ohne Vorwarnung Kissen entgegen warf. Überrascht bekam sie die ersten zwei ins Gesicht und schaffte es nur mit Mühe die restlichen drei irgendwie festzuhalten. Während er schon die Treppe hinauf stapfte, hob Myriel noch die restlichen zwei Kissen auf, um ihm dann kopfschüttelnd zu folgen.

Sie war noch nicht ganz im Raum angekommen, da stach dieser Verrückte schon auf seine Kissen ein. Die Schwarzmagierin überlegte inzwischen ernsthaft, ob es eine gute Idee gewesen war Cornmandl anzuheuern, denn sie konnte mit seinem Getue überhaupt nichts anfangen – bis er auf einmal die Federn teilte. Verblüfft beobachtete die Druidin sehr genau was er tat, und als sie einige Augenblicke ebenfalls von Federn eingehüllt war bemühte sie sich darum Ruhe zu bewahren und es ihm nach zu tun. Sie hob den Arm, konzentrierte sich, ließ ihn fallen, und tatsächlich bildete sich auch bei ihr eine Schneise in dem Federgewirr. Ein selbstgefälliges Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie den Arm hob und die Federn langsam und sorgfältig nach links weg schob. Doch als sie dasselbe auf der anderen Seite tun wollte, war es als ob sie versuche gegen eine Mauer zu rennen. Es tat sich – gar nichts. Nicht ein Federchen machte Anstalten in de Richtung zu schweben, in die es sollte. Stirnrunzelnd betrachtete sie das Durcheinander. Warum bei den Niederhöllen, hatte es eben funktioniert und jetzt nicht? Sie machte doch nichts anders...
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 10. Apr 2015, 14:19
Wäre Cornmandl nicht der, der er war, er wäre vielleicht angemessen beeindruckt gewesen. Immerhin schaffte es die Magierin auf Anhieb einen nicht unerheblichen Teil der Aufgabe durchaus elegant und gekonnt zu lösen. Das hatten schon höher gestellte Magier nicht immer so hinbekommen.
Da aber Cornmandl der unmögliche Typ war, der er war, hatte er nur Häme und Spott für den Teil, der ihr unglücklicherweise misslungen war, übrig. „Ach Du meine Fresse, schon wieder misslungen, das wird aber nichts, gar nichts, mehr. Kein Gefühl, null Begabung, frei von jedem Talent. Vielleicht solltest Du die Federn mit dem Feudel bändigen.“ Er neigte stark dazu, das nicht für einen Witz zu halten.
Mit einigen Kniffen und Handbewegungen brachte er die noch herumfliegenden Federn dazu, wieder in der Posterfüllung zu verschwinden.

So, weg damit. Übung 2 folgt. Siehst Du die schwere Holztür, die offensteht….noch“ Er zeichnete mit dem ausgestreckten Zeigefinger 3 Kreise in die Luft und ein wolkiges Gebilde erschien. Mit ausgestreckten Zeigefinger in Richtung der Tür und einem gezischten ‚pulsum venti‘ schoss ein Luftstoß aus der Wolke, der sogleich auf dem Holz der Tür auftraf und diese krachend ins Schloss fallen ließ. Es hätte nicht viel gefehlt und sie wäre aus den Angeln gehoben worden. Cornmandl tat so, als wäre die überschüssige Energie rein zufällig gewesen aber Cornmandl  ist kein guter Schauspieler und die Szene misslang ihm gründlich. Das war alles Absicht gewesen und konnte der Ausbilder nicht verheimlichen.

Wir machen jetzt ein Spielchen: Tür zu, Tür auf. Du gehst hinter die Tür, schließt sie hinter Dir und versuchst sie dann mit einem Luftstoß wieder zu öffnen. Gut, nich? Auf was wartest Du noch? Ach ja, 5 Mal machen wir das. Und bei einem Fehlversuch - von Vorne.“ Er bezweifelte stark, dass das heute noch klappen könnte.

Bitte mit 5W6 würfeln:

1 Tür geht sehr bedächtig auf
2 Tür öffnet normal
3 Tür geht sehr schwungvoll auf und wird wuchtig an die Wand geschlagen
4 Luftstoß misslingt komplett
5 Luftstoß geht in die verkehrte Richtung
6 Luftstoß ist so stark, dass die Tür aus den Angeln fliegt und der Luftstoß auch noch den Ausbilder umwirft



Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 27. Apr 2015, 23:33
Es war zu erwarten gewesen: Cornmandl lobte sie nicht für das, was sie geschafft hatte, er machte sie lieber auf Grund ihres Fehlers nieder. Auch gab er ihr keine Gelegenheit, den Fehler zu korrigieren, denn er schaffte die Federn höchstpersönlich in ihre Kissenhüllen zurück. Dafür stellte er ohne große Pause die nächste Aufgabe: sie sollte eine Tür mit Hilfe von Luft aufstoßen. Wie genau das funktionierte bekam sie auch gleich demonstriert – mit mehr Wucht, als eigentlich nötig gewesen wäre. Wollte Cornmandl sie etwa beeindrucken?

Myriel zog die Augenbrauen hoch und schritt mit hoch erhobenem Kopf durch die Tür. Egal, was ihr Lehrer auch sagte, sie war keine blutige Anfängerin, so dass sie zumindest in Grundzügen wusste was sie zu tun hatte. Sie zog die Tür hinter sich ins Schloss und fing an sich zu konzentrieren. Wie hatte Cornmandl das gemacht? Drei Kreise mit der Fingerspitze in die Luft zeichnen....

Sie kopierte das Verhalten des Miesepeters so gut sie es vermochte, und es gelang ihr tatsächlich ein ähnliches Gebilde zu erschaffen und ihm einen Windstoß abzuverlangen. Die Tür ging auf wie gewollt, beim zweiten mal ein wenig stärker als beabsichtigt, aber das konnte sie beim dritten Versuch korrigieren. Bein vierten Mal war sie ein wenig zu vorsichtig, doch die Tür ging, wenn auch sehr langsam, zumindest noch auf. Noch einmal, und sie hätte diese Prüfung bestanden, und das Ekelpaket würde ziemlich dümmlich aus der Wäsche schauen...

Doch erstens kommt es anders, und zweitens, als man denkt. Anstatt die Tür aufzustoßen, ging der letzte Luftstoß in die komplett falsch Richtung. Das kam davon, wenn man sich nicht ordentlich konzentrierte. Myriel ärgerte sich dermaßen über sich selbst, dass ihr der nächste Zauber völlig misslang. Irrte sie sich, oder hörte sie da ein hämisches Gelächter aus dem Nebenraum? Die nächsten zwei Windstöße waren so heftig, dass sie nicht nur die Tür aus den Angeln rissen, sondern den Ausbilder gleich mit umwarfen. Und obwohl sie sich die Mühe machen, und die Tür wieder einhängen mussten, konnte die Schwarzmagierin sich ein gehässiges Lächeln nicht verkneifen. Wenn er sie schon für unfähig hielt, warum sollte sie sich dann nicht dumm stellen? Trotzdem war die Einhängerei lästig und verbrauchte nur unnötig Zeit, und so konzentrierte sich Myriel wieder darauf, die richtige Dosis zu finden. Das gelang ihr zweimal tadellos, doch dann gingen ihr allmählich die Kräfte aus.

Die nächsten zwei Windböen waren kaum mehr als ein laues Lüftchen, die die Tür gerade so auf bekamen. Myriel zog einen Manatrank hervor um sich zu erfrischen und leerte ihn. Der nächste Luftstoß war perfekt – doch glaubte sie Cornmandl durch die verschlossene Tür frozzeln zu hören – und die Rechnung dafür folgte auf dem Fuß, als der nächste Zauber den Lehrmeister erneut umwarf. Wütend funkelte Myriel ihn an während sie die Tür wieder schloss um sie ein letztes Mal mit einem Luftstoß aus der Wolke zu öffnen. Dann ließ sie die Hände sinken und fragte:

Reicht das jetzt endlich? Allmählich wird sie Sache langweilig.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 05. Mai 2015, 15:44
Die ersten Versuche waren recht ordentlich, was ihm ein miesmutiges Grunzen entrang. Gefolgt von Schadenfreude, die laut ausgedrückt, noch mehr Freude bereitet. Zumindest einem wie Cornmandl. Was war passiert? Gar nichts - die Tür blieb fest verschlossen. Nichts regte sich bis…ja, bis auf einmal ein gewaltiger Windstoß die Tür aufriss, sie ob der Wucht aus den Angeln hob. Doch damit wurde der Windstoss kaum abgebremst, der sauste direkt auf Cornmandl zu und warf ihn völlig unvorbereitet um. Der gnadenlose Ausbilder hat ein reichhaltiges Arsenal an Flüchen, von dem er diesfalls reichhaltig Gebrauch machte. Da waren auch durchaus zottige darunter, gewisse Organe betreffend, die eine Frau die Schamröte ins Gesicht treiben konnte. Das schamlose Gelächter der Magierin tat ein Übriges.
Noch immer brabbelnd, richtete er sich mühsam wieder auf. „Ich wusste es von Anbeginn – dumm und unfähig. Ein Cornmandl weiß, wann jemand etwas taugt. Du bist es nicht. Los häng die Tür wieder ein und dann nochmals, unwürdiger Bohnenstrohsack.“

Seine Tiraden schienen wirksam zu sein, denn die Versuche der Übenden waren kaum der Rede wert. Wohlfeile Gelegeheit sich wieder einmal über die Unfähigkeiten von Hausfrauenmagiern auszulassen. Und zwar ausgiebig und unverschämt laut zum Ausdruck gebracht. Manch eine Person hätte da das Handtuch geworfen und wäre vor dem perfiden Tyrannen und Menschenschinder geflohen und hätte zukünftig einen ganz weiten Bogen um den Magierzirkel gemacht nur um ihm nicht zu begegnen. Darauf durfte er nicht hoffen, das sollte er eigentlich wissen, da er nun schon einige Male mit Ihr das ‚Vergnügen‘ gehabt hatte.
Aber etwas Anderes passierte: seien es Wutinstinkte, Unbeherrschtheit oder was auch immer gewesen, eine weiterer unkontrollierter Windstoss fegte durch den Raum, Tür aus den Angeln, Cornmandl fegte er von den Füßen und er schlitterte noch ein wenig dahin auf demselben. Fast wie gehabt. Und das Unerwartete geschah, nein, Cornmandls Impulsivität lässt keine Stille zu, nein, er schaffte es tatsächlich sich in seiner wütenden Suada nicht zu wiederholen. Nur dass er jetzt auch Todesdrohungen unverblümt in Richtung der vermeintlichen Verderbnis ausstieß. “Verderbter Windmurks
Die Frage der Magierin ignorierte er und er verschwand erst wort und –grußlos, sodass die zurückgebliebene Magierin nicht wissen konnte, woran sie jetzt war.
Doch er kam wieder, wie sauer er war, war ihm immer noch anzusehen, aber er bewahrte jetzt wenigstens wieder Haltung. „So geht das nicht, Du musst das besser kontrollieren. Es verbraucht sonst auch zu viel Energie.“ fand er wenigstens wieder den Weg zur Sachlichkeit. Erst jetzt konnte man sehen, dass er Hütchen mitgebracht hatte. Je einen roten, grünen, blauen, gelben, weißen und schwarzen.
Wir spielen damit nicht ‚Fang den Hut‘. Sieh zu…“ er verwies auf eine kleine Öffnung in den Hüten. „Da muss die Luft rein, verstanden?“ eine rein rhetorische Frage, auf die er keine Antwort erwartete, auch weil er gleich fortsetzte. Und zwar praktisch.
Er erzeugte mit 5 schwungvollen Handbewegungen eine gleiche Anzahl von Windwirbel, die er in die Löcher der Hüte führt, die sich daraufhin erhoben, wie von Geisterhand. Mit einem 6 Windwirbel führte er alle Hüte, über den einen, der am Boden liegen geblieben war. Mit weiteren 5 Schlenker des Armes entwichen die Wirbel wieder aus den Hüten, die daraufhin sich einer nach dem anderen aufeinander stapelten, bis alle 6 Hüte übereinander gestapelt dastanden. „Das ist nur eine Konzentrationsübung, die Du in einer ruhigen Minute selbst machen kannst.“ Es schien fast so als nähme er sie langsam ernst. Nein, falsch gedacht: „Aber das schaffst Du nie.“ Achtlos kickte er die Hütchen um, dass sie wieder auseinderkullerten.
Komm mit, wir machen etwas Anderes.“
Er führte sie vor den Magierturm zu einer Obstwiese mit Apfelbäumchen – in voller Blüte. „Wir greifen jetzt in den Naturkreislauf ein
Er stellte sich in einiger Entfernung zu einem Baum auf und begann einen Windstoß zu kreieren mit rechtsdrehender Handbewegung und schickte ihn in Richtung des Baummes, der daraufhin durchgeschüttelt wurde und danach, als der Windstoss weg war, alle Blüten verloren hatte. Das gleich nochmals nur jetzt mit linksdrehender Bewegung und der Baum war entlaubt. Er demonstrierte es nochmals umgekerht. Zuerst entlaubt, dann erst ohne Blüten.
Deine Versuche…3 Bäume. Wenn Du das schaffst, kannst…aber das wird eh nichts.“ typisch eben. Er meinte wohl, dass sie den Zauber dann beherrschte.

W6: 1,2 entlaubt, 3,4 Blüten weg, 5 misslingt 6 beides weg (gilt auch ) (Versuche, soviel bis Du es geschafft hast)
Die Übung mit den Hütchen kannst Du, nur wenn Du willst, ohne zu würfeln probieren.

Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 11. Mai 2015, 23:37
Nach dem letzten Windstoß, der ihn von den Füßen holte, verwünschte Cornmandl sie und hätte ihr wohl, wenn er gekonnt hätte, sämtliche Seuchen auf den Hals gehetzt. Ihre Frage beantwortete er erst gar nicht, sondern verschwand einfach. Myriel war fast bei der Überzeugung angelangt, dass der Ausbilder die Nase voll von ihr und der Windmagie hatte, als er mit einigen Hütchen unter dem Arm wieder auftauchte.

Dann erklärte er kurz, was es mit den Hütchen auf sich hatte, und  führte auf eindrucksvolle Weise vor, was er damit meinte. Die Druidin befürchtete schon, sie solle sich nun damit auseinander setzen, denn diese Übung erschien ihr für den Anfang doch recht schwer, als Cornmandl schon laut tönend von sich gab, dass sie das ohnehin niemals schaffen würde. Wütend funkelte sie den anderen Magier an. Sein Schandmaul ging ihr allmählich gehörig gegen den Strich. Zähneknirschend folgte die Schwarzmagierin dem Ausbilder in den Garten, wo er erneut seine Künste darbot. Ebenso eindrucksvoll, wie zuvor, denn Bäume zu entlauben ohne die Blüten zu beschädigen, war wahrlich nicht ohne.

Dann kam es, wie es in dieser Situation kommen musste: Sie  war selbst an der Reihe. Die Blöße gleich aufzugeben, konnte und wollte Myriel sich nicht geben. Also hieß es Augen zu und durch. Doch gleich ihr erster Versuch misslang völlig. Cornmandls hämisches Grinsen war ihr Ansporn genug, sich beim nächsten Mal deutlich stärker zu konzentrieren. Und siehe da: es gelang ihr tatsächlich den ersten Baum erst von seinen Blüten und dann von seinen Blättern zu befreien. Auch beim zweiten Baum gelang ihr das Kunststück. Siegessicher wandte sie sich dem dritten Baum zu – doch sie hatte die Rechnung ohne Cornmandl gemacht. Andersrum – er wollte die Reihenfolge andersherum sehen. Nun gut, also erst das Laub – die Blätter wirbelten in einem Luftstrom davon. Doch dann verhaspelte Myriel sich und ihr nächster Windstoß griff ins Leere, als sie wie zuvor im zweiten Streich die Blätter abreißen wollte.

Blüten, konzentriere Dich auf die Blüten.

murmelte sie vor sich hin, um im nächsten Anlauf tatsächlich auch den letzten Baum als kahles Gerippe stehen zu lassen.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 02. Jun 2015, 10:49
Es war für ihn ein Leichtes immer wieder Beleidigungen in Richtung der Magierin abzusondern, weil er aus seiner tiefsten Überzeugung keine Mördergrube machte. Weibliche Magier waren für ihn ein Unding, so ähnlich undenkbar, wie stubenfegende Ritter und singende Drachen in Tüll. Cornmandl hatte einfach ein antiquiertes Weltbild und gab dem auch lautstark und übertrieben sehr häufig Ausdruck.
Wie sonst konnte man sich an misslungen Ausführungen von Myriel derart ergötzen? ‚Häme‘ war sein zweiter Vorname und die zeigte er augenblicklich wieder, als Myriel einen Fehlstart in die Aufgabe hinlegte. Die aber alsbald einer Zornesfalte Platz machte. Die errichtete sich in seinem Gesicht, weil die Magierin sich zunehmend als sehr gute Schülerin erwies und die ihr gestellte Aufgabe mit einiger Bravour erledigte. Es wäre aller Grund gewesen auf sie stolz zu sein. Doch gegen solche Gefühlsregungen ist einer wie der dieser Ausbilder mit Herz- und Hirnlosigkeit gesegnet. Entgegen aller Einsicht und Vernunft polterte er von unverschämten Glück, widerrechtliche Absprachen, unerlaubte Hilfe von dritter Seite und so fort. Das volle Programm halt.
Trotzdem es blieb ihm am Schluss nicht viel anderes übrig als zu sagen: „Die Aufgaben wurden gelöst, durch welche günstigen Umstände auch immer begünstigt. Nach Erledigung aller Formalitäten, Eingang der Ausbildungspauschale und aller Nebengeräusche, könnt Ihr Euch mit dem Titel des Experten des Windstoßes schmücken. Das Diplom erhaltet ihr von der Akademie…und ich werde es unterschrieben haben“ Letzteres kam eher geflüstert. Dann drehte er sich auf dem Absatz um, würdigte Myriel keines Blickes mehr und verschwand grußlos.

Myriel hat den Expertenstatus des Windstoßes gelernt
Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 11. Mai 2017, 22:28
Myriel schob die schwere Tür des Turms auf und trat mit Cailin ein. Drinnen war es kühler als in der Stadt, die dicken Mauern bbrauchten mehr als ein paar sonnige Tage, bis sie sich richtig aufgeheizt hatten. Die Eingangshalle wurde von dicken Kerzen an den Wänden erhellt, das riesige Pentagramm am Boden zeigte deutlich, das in diesem Gebäude Magie praktiziert wurde. Die Schwarzmagierin ließ die Umgebung einen langen Augenblick auf Cailin wirken, bevor sie etwas sagte:

Willkommen im Magierzirkel zu Nuru. Hier werdet ihr Wissen über Zauber finden, die bei vielen anderen verpönt sind. Hier wird Magie praktiziert, die der König nicht duldet, hier gibt Hexenmeister, Nekromanten und Elementarmagier. Wir praktizieren auch die dunkle Seite der Magie, weil wir glauben das es kein Licht ohne Schatten gäbe. Schließt die Augen.

Sie wartete, bis Cailin ihrer Aufforderung nachgekommen war, trat hinter sie und flüsterte leise:

Spürt ihr die Magie, die Macht, die in diesem Turm vorhanden ist? Es gibt nicht viele, die in der Lage sind, sie zu bändigen. Es erfordert Disziplin und Selbstbeherrschung um sie nutzen zu können, und wenn ihr es nicht schafft, wird sie Euch mit Haut und Haaren verzehren. Seid Ihr bereit dieses Risiko einzugehen? Seid Ihr bereit die Geheimnisse des Zirkels zu wahren und dies mit Eurem Blut zu beschwören?

Jetzt ließ Myriel die Barriere fallen, mit der sie sonst einen Teil ihrer Aura zu unterdrücken versuchte. Sie war stark geworden in den letzten Jahren, und die Zeit in den Wäldern Nurus hatte sie all ihre Kraft zurückgewinnen lassen. Die Aura, die sie umgab, war weder reinweiß noch tiefschwarz - die Fäden schienen untrennbar zu einem dichten Geflecht verwoben zu sein - doch das sie äußerst stark war, war für Cailin auch mit geschlossenen Augen deutlich spürbar.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Sa., 13. Mai 2017, 20:59
Myriel von Alandyos besaß die Ernsthaftigkeit eines Karpfens. Entschuldigend neigte Cailin den Kopf vor der Magierin.

"Verzeiht, wenn ich Euch beleidigt habe. Es sollte keine Schmeichelei sein, sondern war durchaus ernst zu verstehen. Es passiert mir wie selbstverständlich, mich an die sprachlichen Eigenarten eines Volkes anzupassen. Zwei Jahre bei den Elfen prägten meine Sprachgewohnheit. Es ist wahrlich an der Zeit mich wieder auf die Menschen und meinesgleichen einzustellen. Bei den Göttern, Ihr habt recht, ich rede gestelzt wie ein Storch daher."

Schweigend folgte die Bardin Myriel zum Magierturm und sah sich dabei aufmerksam in den Gassen um. Es war lange her, dass sie Nuru bereist hatte. Es mussten Jahrzehnte sein. Hatte es damals diesen Turm gegeben? Sie wusste es nicht.

Der Turm wirkte innen anders als außen. Düster und geheimnisvoll. Cailín mochte dieses Gebäude sofort. Auch wenn sie sich zwischen Bäumen wohler fühlte, gab es Gemäuer, die sie in ihren Bann zogen. Dieser Turm war so eines. Das hatte noch nicht einmal mit dem eindrucksvollen Pentagramm zu tun, das den kalten Steinboden zierte. Die Bardin staunte mit halboffenem Mund und drehte sich ein Mal im Kreis, um so viel wie möglich in sich aufzunehmen. Myriel gab ihr Zeit, in der Halle der Magier anzukommen. Mit einem Lächeln drehte sich Cailín zu der Magierin herum, lauschte ihren Worten und tat, was von ihr verlangt wurde.

"Was ich spüre ist seine Größe, und seine Tiefe. Eine bedeutungsvolle, überwältigende Atmosphäre beherrscht das Mauerwerk."

Sie wollte eben auf die Bedingungen der Magierin beantworten, da traf sie von hinten eine machtvolle Aura, dass sich ihre Nackenhärchen aufstellten. Ein Laut des Erstaunens, überwältigt, entschlüpfte ihrer Kehle. Ihr Herz schlug schneller. Cailín war durchaus in der Lage, Magie zu spüren wie Menschen ein Stück Seidenstoff. Magie zu lenken fiel ihr jedoch schwer. Die Bardin hielt die Lider weiterhin geschlossen, als sie antwortete.

"Ich habe keine Furcht davor verzehrt zu werden. Jeden Tag gebe ich mich der Musik hin, um die brodelnde Kraft in meinem Inneren unter Kontrolle zu halten. Das magische Gefüge, seine kraftvolle Energie, ist Teil der Trance, wenn ich mich in Spiel und Gesang verliere. Es würde mich längst verzehrt haben, würde ich zulassen, dass es mich beherrscht. Welches Risiko kann größer sein, als jenes, seine Kräfte nicht zu kanalisieren? Ich bin zu allem bereit, und wenn Ihr dafür meines oder wessen Blut auch immer braucht, dann möge es so sein."
Autor: Myriel Datum/Zeit: So., 21. Mai 2017, 13:55
Ein kühles Lächeln umspielte Myriels Lippen, auch wenn Cailín es nicht sehen konnte.

Eine gute Antwort Cailín. Ihr werdet lernen Eure Kräfte zu bündeln und zu Zaubern zu formen, die ihr nach Eurem Gutdünken kontrolliert. Und wenn Ihr sie gemeistert habt, wird Euch die Welt zu Füßen liegen.

Wieder schwieg sie einen Moment, um der Bardin die Gelegenheit zu geben sich dieses Bild auszumalen. Die Ziele jedes einzelne Adepten waren so unterschiedlich wie die Formen der Schneeflocken, von denen es keine zwei gleichen gab, auch wenn sie auf den ersten Blick alle identisch aussahen.

Öffnet die Augen, sprecht Euren Eid, das Ihr die Geheimnisse des Zirkels wahren werdet, dann werde ich Euch die anderen Räume zeigen.

Auch hier ließen die Schwarzmagier geschickt den Wissenssuchenden genügend Freiraum. Ein Blutschwur hatte für einen Druiden eine andere Bedeutung als für einen Zwerg, ein Ork mochte gar ein schamanistisches Ritual dafür benutzen. Instinktiv wählten jedoch alle etwas, das für sie tatsächlich eine große Bedeutung hatte, und nur das war es, worauf es dabei ankam: dass sie alle bereit waren das Wissen des Zirkels zu schützen.

Myriel machte einige Schritte zurück und ließ Cailín allein in der Mitte des Pentagrammes stehen. Interessiert beobachtete sie, welche Art des Schwurs die Druidin wählen würde.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 23. Mai 2017, 12:53
"Wird Euch die Welt zu Füßen liegen", wiederholte Cailín und ließ die Worte auf ihrer Zunge zerschmelzen wie honigsüßes Naschwerk. "Oh ja, mehr noch, als sie es bei meiner Musik ohnehin schon tut."

Hochnäsige Arroganz lag der Bardin fern. War sie doch von ihrem Können felsenfest überzeugt. Was die Magie betraf, würde sie alles lernen, was sie zu ihrem Vorteil nutzen konnte.

Myriel stand immer noch hinter ihr. Die Magierin entschied, ohne einen anderen Magister ihrer Entscheidung um Erlaubnis zu fragen, Cailín aufzunehmen und diese den Blutschwur leisten zu lassen. Hier, an Ort und Stelle. In welch hohem Rang Myriel von Alandyos wohl stand? Es war immer schon von Vorteil, mächtige Verbündete zu haben. Cailín würde versuchen, Myriel auch in Zukunft von ihrem Willen und Können zu überzeugen.

Cailín öffnete die Augen. Sie atmete ein paar tief durch, drehte sich dann zu Myriel herum und streckte die rechte Hand aus. "Verzeiht. Da ich kein Messer bei mir habe, möchte ich Euch um Euren Dolch bitten, um einen Schnitt zu setzen."

Ohne mit der Wimper zu zucken, zog sich die Bardin die Klinge quer über den Unterarm. Es war nicht das erste Mal, dass sie dies tat. Es gab viele druidische Rituale, die den eigenen Lebenssaft erforderten. Der Schnitt war tief genug, um eine größere Menge Blut austreten zu lassen, als es ein Schnitt in den Finger getan hätte. Das war auch notwendig. Cailín fing den Lebenssaft mit der zweiten Hand auf und verspritzte ihn in jeder der vier Richtungen, ehe sie mit dem blutenden Unterarm einen roten Kreis um das Pentagramm zog. Dann breitete sie mit geschlossenen Augen die Arme weit aus, die Handflächen nach oben gerichtet, den Kopf in den Nacken gelegt, und drehte sich im Kreis, während sie an jeder Himmelsrichtung Halt machte und einen Vers sang.

"Die Luft im Osten sei mein Zeuge,
dass ich mich der Ordnung beuge,
meine Stimme sei mein Schaffen.

Das Feuer im Süden sei meine Kraft,
die Magie aus Worten schafft,
lass lodern mein inneres Feuer.

Das Wasser im Westen sei mein Kelch,
sammle Gut und Böse, welch
der Gefühle Vielfalt mischt.

Die Erde im Norden sei mein Herz,
lass wachsen mein Streben mit dem Schmerz,
der aus Tod das Leben schafft.


Hiermit schwöre ich, die Geheimnisse diesen Ortes zu wahren. Es bleiben meine Lippen versiegelt. Möge mich der Zorn der dunklen Kräfte treffen, sollte ich dieses Versprechen brechen."

Cailín blieb noch eine Weile mit ausgebreiteten Armen stehen, als fühle sie sich hinein in die Energie, die ihr Schwur in den Mauern dieses Gebäudes auslöste. Langsam ließ sie die Arme sinken und öffnete die Augen. Ihre Rechte legte sich auf dem Schnitt am linken Unterarm und presste die Wundränder aufeinander, um die versiegende Blutung gänzlich zu stoppen. Die Narbe würde rasch verblassen, wie alle anderen davor. Mit erwartungsvollem Glanz in den blitzblauen Augen drehte sich die Bardin zu Myriel herum.

"Ich hoffe, Ihr habt Dienstpersonal, um die Sauerei aufwischen zu lassen", grinste sie frech.

Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 24. Mai 2017, 15:51
Ohne zu zögern zog Myriel ihren Dolch hervor und reichte ihn der Bardin, als sie danach verlangte. Das Ritual, das Cailín anschließend vollzog, ähnelte denen, die Myriel selbst oft vollzogen hatte. Sie machte ihre Sache gut und mischte druidische Blutmagie mit ihrem Gesang, der für sie ebenfalls große Bedeutung hatte. Die Schwarzmagierin war äußerst zufrieden mit ihrer Neuentdeckung, auch wenn sie es sich nicht anmerken ließ. Still gab sie Cailín die Zeit, die sie brauchte um den Eid abzuschließen. Erst als sie angesprochen wurde, betrat Myriel das Pentagramm wieder um ihren blutigen Dolch an sich zu nehmen.

Natürlich gibt es auch "Personal". Aber das Aufwischen wird nicht nötig sein. Seht selbst.

Sie deutete auf den dunklen Steinboden, der die Blutstropfen von Cailín aufgesogen hatte wie ein Schwamm und lächelte kaum merklich.

Ich heiße Euch willkommen im Magierzirkel zu Nuru Cailín. Mögen die Kräfte von Licht und Dunkelheit Euch stets gewogen sein. Kommt, ich führe Euch herum und stelle Euch einigen anderen Magiern vor, die sich hin und wieder dazu herablassen Adepten zu unterrichten, wenn man ihnen den richtigen Anreiz bietet.

Myriel führte die Bardin von einem Raum zum anderen, stellte ihr die druidische Zeitmagierin Cassandra und den Elementarmagier Jules vor, die sie beide angemessen begrüßten, und zeigte ihr die große Bibliothek, in der sie jederzeit stöbern durfte.

Eine Regel besagt jedoch, das die Bücher den Turm nicht verlassen dürfen. Einiges von dem Wissen in den Büchern ist sehr alt, und es wäre ein großer Verlust, wenn sie verloren gingen.

Am Schluß ihrer Führung begegneten sie Cornmandl auf der Treppe, der sie nicht grüßte, sondern wie meist nur einen abfälligen Kommentar über Frauen, die glaubten Magie zu beherrschen, für sie übrig hatte, und dann hinter einer der Türen verschwand. Myriel blickte auf Grund seines Auftrittes nur kurz an die Decke und atmete einmal tief ein. Dieser Mann schaffte es jedesmal innerhalb von Sekunden sie zur Weißglut zu treiben.

Das war Cornmandl. Ein Meister seines Faches, wie ich leider zugeben muss, und ein ausgezeichneter Lehrmeister. Allerdings nicht sehr umgänglich, wie Ihr gerade selbst feststellen konntet.

Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 25. Mai 2017, 17:15
Mit offenem Mund bestaunte Cailín den Fußboden. Oder war es das Pentagramm gewesen? Kein Tropfen Blut verunreinigten den dunklen Stein.

"Erstaunlich. So einen Fußboden sollte ich mir auch zulegen", witzelte die Bardin und verbeugte sich vor ihrer neuen Meisterin, als diese sie willkommen hieß. "Es ist mir eine Ehre, hier zu sein, Myriel von Alandyos. Wovon ich lange träumte wird mit diesem Tage wahr."

Cassandra und Jules waren noch ein wenig steif, was einem Neuzugang gegenüber nur zu verständlich war. Cailín gab sich höflich distanziert, aber wissbegierig. Die riesige Bibliothek versetzte sie in Staunen. Der unfreundliche Magister auf der Treppe entlockte ihr gerade mal ein Stirnrunzeln. Unsympathische Menschen hatte sie auf ihren Reisen oft genug getroffen. Es gab bei fast jedem einen Schwachpunkt, an dem sie zu einem freundlicheren Gehabe zu ermuntern waren. Und wenn nicht, war es auch egal.

"Ich werde von ihm lernen und eine eifrige Schülerin sein. Seine Freundschaft bedeutet mir nichts, wenn ich sie mühsam erringen muss. Wer mir nicht gewogen ist, soll es dabei belassen." Sie zuckte mit den Achseln. Was waren schon Freundschaften in einem unsterblich langen Leben? Sie wechselten wie Sonne und Mond.

"Wann soll ich mit meinen Studien anfangen? Ich wollte mich erst noch um eine Anstellung umsehen. In der Roten Laterne, hörte ich munkeln, soll eine Bardin fehlen."

Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 26. Mai 2017, 11:29
Seht Euch in Ruhe nach einer Anstellung um, und kehrt zurück wenn Ihr soweit seid. Ihr werdet hier jederzeit einen Schlafplatz finden, wenn ihr einen benötigt, jedoch wird es gern gesehen, wenn man über eine andere Unterkunft verfügt. Wir versuchen möglichst wenig Aufmerksamkeit auf den Zirkel zu ziehen, umso weniger Fragen werden gestellt.

Myriel erwähnte nicht, das sie den Besitzer der Laterne gut kannte und durchaus ein Wort für Cailín hätte einlegen können. Sie war der Meinung es war besser, wenn sich jeder selbst um seine Belange kümmerte und mit einer schlechten Bardin wäre Phelan nicht gut gedient gewesen. War Cailín jedoch gut, würde sie ihre Hilfe erst gar nicht benötigen.

Lehrpläne in diesem Sinne gibt es nicht. Ihr entscheidet selbst welchem Studium Ihr Euch widmet, und wie schnell ihr Eure Fähigkeiten meistert. Vieles könnt ihr aus den Büchern erlernen, doch für einige Dinge werdet Ihr Lehrer brauchen. Wann immer Ihr Fragen habt fragt, und schweigt nicht aus falschem Stolz. Falsch angewendete Magie kann überaus gefährlich werden, und Ihr wäret nicht der erste Magier der sich selbst zerstört.

Inzwischen waren sie wieder in der Eingangshalle angekommen.

Nun denn, dann kümmert Euch zuerst um Euer Auskommen Cailín. Wir werden uns gewiss bald wiedersehen. Gehabt Euch wohl.

Mit einer angedeuteten Verbeugung verabschiedete sich Myriel von der Bardin.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Fr., 26. Mai 2017, 20:49
"Das ist gut. Zwänge liegen mir nicht. Ich will lernen, wonach mir der Sinn steht. Dieser Zirkel scheint das Richtige für mich zu sein. Wo kann ich Euch finden, wenn ich Euch zu sprechen begehre? Lebt Ihr in der Stadt oder habt Ihr ein eigenes Refugium außerhalb der steinernen Mauern?"

Sie erfuhr, dass es im Zirkel Vögel gab, die man mit einer Nachricht zu Myriel schicken konnte, falls sie sich nicht im Zirkel aufhielt. Über einen weiteren Wohnort verlor die Magierin kein Wort.

Es war der Bardin im Grunde egal, ob sich Myriel von Alandyos versteckte oder ob sie jeden Tag über den Marktplatz stolzierte wie ein eitle Henne. Cailín wollte nur sicherstellen, die Meisterin des Zirkels im Ernstfall direkt erreichen zu können, ohne unzählige Umwege laufen zu müssen. Sie hasste es, als Bittstellerin vor einem niedrigen Magister zu buckeln, weil sie die Meisterin zu sprechen wünschte.

"Gehabt Euch wohl, Meisterin der dunklen Künste. Euch nachzueifern wird mir ein Vergnügen sein."

Cailín lächelte breit, neigte vor Myriel den Kopf und ging ihrer Wege.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 02. Aug 2017, 15:17
Ein Weilchen später


Was für eine herrliche Bibliothek. Cailín kauerte an einem der kleinen Tische, mehrere Bücher rund um sich drapiert und eines vor sich aufgeschlagen, und ließ den Blick über die zahlreichen Bände schweifen. Sie mochte solche Orte. Den Geruch nach altem Leder und frischem Staub, nach Pergament und Tinte. Lauschte gern dem feinen Knistern der Seiten und dem leisen Murmeln der Studierenden. Heute war sie allein und konnte sich nur schwer konzentrieren. Ihre Gedanken schweiften zu Merdarion, dem ersten zarten Kuss im Garten und dem berauschendes Liebesspiel bei der Hütte. Und doch trübte ein kleiner dunkler Fleck diese Erinnerung. Der grässliche Blick der roten Augen, welche die Bardin nur kurz, aber doch einprägend fixiert hatten. Deshalb war sie hier.

Cailín wollte zweierlei. In den Büchern etwas finden, das Merdarion den innerlichen Kampf erleichterte, und eine Rückversicherung für sich selbst. Katalepsie war einer dieser Zauber, der einen Angriff abwehren konnte und ihren Liebsten doch nicht verletzen würde.

Ein Geräusch seitlich von ihr ließ die Druidin den Kopf wenden. Die Tür wurde aufgeschoben und eine Gestalt betrat den Raum.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 04. Aug 2017, 12:43
Endlich wieder Ruhe, diese ewig nervende Myriel, die einfach nicht einsehen wollte, dass Frauen an den Herd gehören und mit der Magiererei nicht einmal anfangen sollten. Was hatte er sich mit dem Weibsbild nicht schon für ‚Schlachten‘ geliefert. Nun, jetzt war endlich Ruhe, er konnte sich wieder seinen eigentlichen Aufgaben, dem Studium der Magie, widmen. Wie viel befriedigender war das.

Cornmandl hatte eines heute ganz bestimmt nicht: Eile. Gemächlichen Schrittes glitt er, beinahe lautlos durch die Gänge des Zirkels. Trotzdem, war er dabei nicht ziellos. Der wichtigste Raum des Baus, sollte von ihm besucht werden – die Bücherei. Alles Wissen der Welt der Magier lagerte hier, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Fr., 04. Aug 2017, 14:40
Der Mann glitt leise wie eine Katze in den Raum. Auch wenn sie annahm, dass Cornmandl die Novizin noch nicht einmal ignorieren würde, heftete Cailín ihre blitzblauen Augen auf sein Gesicht und neigte ehrerbietig den Kopf vor ihm. Ansonsten blieb sie stumm, wie es sich für den Leseraum der Bibliothek gehörte.

Eine Weile versuchte sich die Bardin in die Bücher zu vertiefen, schlug das eine zu, um im nächsten zu blättern. Ihre Konzentration jedoch war dahin. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie Cornmandl bei seinen Agenden. Ob sie es wagen sollte ihn anzusprechen? Es war niemand sonst hier den sie stören könnte. Außer den Magier selbst natürlich. Cailín wartete, bis sich Cornmandl gesetzt hatte, ehe sie selbst mit einem der dicken Bände in Händen aufstand und gemächlich zu ihm hinüber schlenderte.

"Magister Cornmandl, es freut mich außerordentlich Euch heute hier zu treffen. Ich bin Cailín, wie Ihr Euch bestimmt erinnert. Lady Myriel sagte mir, Ihr wärt ein herausragender Lehrmeister. Meister Eures Fachs und Kenner der dunklen Kräfte", versuchte sie es erst einmal mit Schmeichelei. Die meisten Lehrer waren dafür anfällig.

"Von wem könnte jemand wie ich besser lernen als von Euch. Es ist die Katalepsie, die mein Interesse geweckt hat."
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mo., 07. Aug 2017, 11:43
Miesmutig blickte Cornmandl hoch und erfasste mit schnellem Blick die Bardin. Ihre vornehme Kleidung fiel im sofort ins Auge und ihre Ausstrahlung. Alles in allem machte die Frau einen guten, soliden Eindruck auf ihn und seine sonst so grantigen Gesichtszüge glätteten sich ein wenig. Auch ihre Stimme fand er angenehm.
Alles hätte so harmonisch und schön sein können, hätte Cailin nicht den Namen Myriel erwähnt. Sofort trübte sich seine Stimmung derart ein, dass man zu recht von einer erstarrten Maske sprechen konnte. „Lady M…ja, das ist ein permanenter Schmerz in meine A…Hintern, ich muss das so deutlich sagen .“ Das Verhältnis zwischen der Magierin und Cornmandl ist in der Tat ein sehr ambivalentes. Er konnte es auf den Tod nicht leiden, wenn weibliche Möchtegern-Magier meinten, sie hätten die Begabung und das Talent für Magie. Und welche Dilettanten hatte er schon unterrichten müssen. Am Ende hatte er ihnen nur empfehlen können, sich schnell ein heiratswilligen Mann zu suchen, Kinder kriegen und im Familären aufzugehen. Die meisten reagierten dann empört und prangerten seinen Chauvinismus an ohne der Realität ins Auge zu sehen, dass ihr Wollen nicht mit dem Können zusammenging.
So sehr er eine innere, tiefe Abneigung gegen Myriel empfand, so sehr musste er eingestehen, dass sie ihn eines anderen belehrt hatte. Sie hatte alle seine Methoden angenommen, sie verfeinert und zurückgeworfen. Sie war das was er allen anderen absprach – hochtalentiert und einer der Koryphäen ihres Fachs.
Frau und Magier das war aber etwas, was für Cornmandl nicht zusammenpasste. Niemals zusammenpassen konnte. Normalerweise würde er jetzt das Ansinnen Cailins mit bösen Kommentaren vom Tisch wischen. Aber hier lag der Fall deutlich anders. Erstens bat ihn diese Cailin ganz zurückhaltend um die Lehre und dann wusste sie auch noch welch ausnehmend begnadeter Meister er war. Er war schlicht ein Genie, nur sagte das niemand. Das nahm ihn schon mal für sie ein.
Liebe Frau Cailin “ hob er an „es ist mir eine Ehre, dass man “ er vermied es bewusst, den Namen Myriel auch nur in den Mund zu nehmen „mich als Lehrer vorgeschlagen hat. Leider verschlägt es, ohne Euch zu nahe treten zu wollen, viele, viele blutlose Scharlatane zu mir. Ohne jedwedes Talent, auch nur die Grundzüge der Magie zu beherrschen .“ Er bat Cailin höflich Platz zu nehmen und nahm ihr das schwere Buch ab.

Ich möchte weiters nicht zu unverschämt sein, aber im Hinblick auf die vielen Unfähigen, wäre es – bevor wir zu uns den größeren Projekten widmen – schön zu sehen, was ihr schon so draufhabt, wie man so schön sagt. Zeigt mir Euer Können “ Die sympathische Bardin würde ihn hoffentlich nicht mit einem Jahrmarkttrick zu überzeugen versuchen. Die würde sich bestimmt etwas weit Originelleres einfallen lassen, so zum Aufwärmen.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 07. Aug 2017, 18:35
Cailín behielt ihr Lächeln bei. Ob sich Myriel und Cornmandl riechen konnten war ihr einerlei. Eines jedenfalls hatte die Bardin schnell begriffen: Myriel hasste Schmeichelei, Cornmandl war dafür anfällig.

"Die Ehre liegt ganz auf meiner Seite, Magister." Dankbar überließ Cailín dem Magister das Buch und setzte sich. "Vielen Dank. Ich verstehe sehr gut Eure Bedenken und würde es gar nicht anders wollen. Darin erkennt man den Meister. Schon am ersten Tag in diesem Turm wurde mir versichert, dass Ihr herausragend seid. Da dachte ich bei mir, dieser attraktive Mann muss mein Lehrer werden."

Sie schäkerte, ihr bezauberndstes Lächeln aufgesetzt, die strahlenden blitzblauen Augen unverwandt auf Cornmandls Gesicht gerichtet. Cailín zeigte keinerlei Scheu, strahlte unverhohlenes Interesse. So lange er auf ihren Charme ansprach, bestand keine Gefahr, dass er sie hochkant aus der Bibliothek warf. Ihr Zeigefinger tippte sanft gegen die Unterlippe während sie überlegte.

"Nun, da kein geeignetes Testobjekt vor Ort ist - Ihr verzeiht, dass ich davor zurückschrecke, an Euch die Suggestion vorzuführen - wähle ich meinen Lieblingszauber."

Anmutig schlug Cailín das Buch auf, das Cornmandl auf dem Tisch abgelegt hatte. Es handelte von Vampiren und enthielt mehrere Zeichnungen. Eines davon zeigte einen hässlichen Nosferatu mit langen spitzen Klauen. Der sich ganz plötzlich aus dem Bild schälte und aufrichtete. Nach und nach wuchs er in die Höhe, bis er etwa eine Elle hoch war. Verwirrt blickte sich die Gestalt um.

"Wo bin ich hier?", fauchte sie ungehalten. Die langen Krallen bewegten sich bedrohlich. Blut glänzte an den spitzen Eckzähnen. "Warum ist es so hell? Man bringe mir meinen Sarg."

"Höchster unter den Upir", erwiderte Cailin dem Nosferatu. "Ich habe Euch nur gerufen, um Euch den begnadeten Magister Cornmandl vom Zirkel der Magier vorzustellen."

Der Vampir blickte zu Cornmandl hoch. "Meine Ehre gebietet es, mich vorzustellen. Nosferatu." Er verbeugte sich. "Ihr wirkt ein wenig derangiert, Herr Magister."

Womit sich die kleine Gestalt in eine Fledermaus zu verwandeln schien und in Luft auflöste.



Blendwerk gelungen, max 40 cm Größe
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 09. Aug 2017, 15:06
Der sonst so gestrenge Magier erkannte schnell, dass diese Cailin wusste, was sich gehört. Das ist selten geworden, dachte er. Seine ansonsten immer zur Schau gestellte böse Miene, hellte sich zusehends auf. Und dann auch noch der Anflug eines Lächelns, wobei aber nicht auszumachen war ob es das Substantiv ‚Meister‘ war, das ihn in Verzückung versetzte oder das Adjektiv ‚attraktiv‘. Oder er erwiderte einfach ihr Lächeln.

Während der kurzen Vorstellung hoben und senkten sich Cornmandls Augenbrauen mehrmals, aber es war kein Zorn, die sie bewegten, sondern gegenteilige Zufriedenheit.

Sein Blick verweilte noch einen Moment an dem Ort, wo die Fledermaus sich aufgelöst hatte. Er hielt es für angemessen, bei dem was er zu sagen hatte, aufzustehen: „Ihr habt mich überzeugt. In Euch steckt mehr als eine putzende Hausfrau mit einem Sack voller Kinder. Es wird mir eine Ehre sein, Euch an meinem bedeutsamen Wissen teilhaben zu lassen. Die Katalepsie ist zwar ein in der Allgemeinheit verankerter Zauber, aber er sit alles andere als ‚gewöhnlich ‘“ er bedeute ihr ihm zu folgen.

Schade um die Fledermaus, wir hätten sie ganz gut gebrauchen können “ das kam bei Cornmandl schon einem Scherz sehr nahe, was er da so im Gehen erzählte. Sie kamen zu einer versiegelten Tür, die mit einer Handbewegung aufging. Das quietschende Geräusch hatte ein junger Neuzugang dazugemischt, Cornmandls Geschmack war das nicht.
In dem als Labor eingerichtete Raum gab es mehrere Käfige, die an Stangen hingen.
Da sind ja meine 3 Lieblinge …“ er nahm einen Käfig in dem sich 3 weiße Ratten tummelten. Ohne zu zögern öffnete er die kleine Gittertür.

Ihr müsst Blickkontakt herstellen …“ er pfiff einmal und die Ratten hielten in ihrem Treiben inne. Er fixierte sie, ließ sie nicht aus den Augen…bevor die Tiere sich wieder abwenden konnten, zog sich Cornmandls rechte Augenbraue – keine Ahnung wie er das machte – zusammen und entfaltete sie wieder. Eine unsichtbare Kraft traf auf eine der Ratten, die sogleich erstarrte. 2 mal wiederholte Cornmandl dies und die beiden restlichen Ratten bewegten sich auch nicht mehr.

Wichtig ist, dass Ihr Eure Energie sammelt und Euch konzentriert, wie ihr Eure gesammelte Energie absondert, ist nur die Unterhaltung für die Außenstehenden .“ Dass jemand das einmal über den kleinen Zeh gemacht hatte, erwähnte er lieber nicht. „Ihr müsst dem Opfer den Willen der Intelligenz aufzwingen…Ihr könnt das bestimmt, auch wenn es schwer ist. Das Schnippen der Finger erlöste die Ratten aus der Starre. Aber wahrscheinlich nur kurz.

Cailin hat für jede Maus 3 Würfel-Versuche braucht aber unbedingt eine 1 (ja, nur eine 1 zählt anfangs als gelungen)
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 09. Aug 2017, 18:34
Die Freude, ihn für sich eingenommen zu haben, brachte Cailíns blitzblaue Augen zum Strahlen. Andächtig lauschte sie Cornmandls Ausführungen, ohne ihn zu unterbrechen, und folgte ihm. Sie lachte höflich zu seinem kleinen Scherz und bewunderte stumm die versiegelte Tür. Dahinter schien sich ein Labor zu befinden. Offenbar wurden hier Versuche mit Tieren durchgeführt. Cailín enthielt sich jeglichen Kommentars. Zwar führte sie Blutrituale durch, doch das Quälen von unschuldigen Tieren verabscheute sie. Da die Katalepsie die Ratten unbeschadet ließ, gab es jedoch nichts einzuwenden.

Gespannt verfolgte die Druidin Cornmandls Vorführung. Sie kam nicht umhin festzustellen, dass sie den Magister trotz seines miserablen Rufs schon jetzt gut leiden konnte. Eigenwillige Leute waren eine ganz eigene Herausforderung für sie.

"Erstaunlich. Euch scheint dieser Zauber so leicht zu fallen wie das Auspusten einer Kerze." Cailín staunte ganz offen. "Ich danke Euch für Eure Zuversicht. Darf ich?"

Sie holte sich erst die Zustimmung Cornmandls, ehe sie die Hand ausstreckte und vor die geöffnete Käfigtür hielt. Vorgebeugt sprach sie leise zu der neugierigsten der drei Ratten. "Ich grüße dich, Freund meines Meisters. Ich bin Cailín und bitte dich um deine Mitarbeit. Keine Angst, dir wird nichts geschehen."

Tatsächlich wagte sich die Ratte auf ihre offene Handfläche. Behutsam hob Cailin die Hand vor die Augen hoch und betrachtete das schnuppernde Tier sehr genau. Trotz ihrer Konzentration und der festen Absicht passierte... nichts. Einen Moment lang wirkte die Bardin ratlos, versuchte es dann auf andere Weise. Ihre Stärke war das gesprochene Wort. Also öffnete sie die vollen Lippen und sprach mit tiefer Stimme ein leises, wenn auch kraftvolles "Suanach [Schlafe]!"

Augenblicklich erstarrte das Tier und wurde steif wie ein Brett. Cailín konnte es mühelos hochheben und zurück in den Käfig setzen. Die beiden anderen Ratten blieben lieber, wo sie waren, auch wenn eine von ihnen an Cailíns Finger schnupperte. Gleich beim ersten Versuch und demselben Wort rührte sich die Ratte nicht mehr. Die Bardin lächelte zufrieden.

Nummer drei zeigte sich hartnäckig. Cailíns Wortkreation wirkte bei ihr nicht, oder es lag an mangelnder Konzentration verursacht durch die Freude über die Erfolge. Also versuchte die Bardin es mit einem Wort aus der alten druidischen Sprache und zischte: "Seas! [Steh still]"

Es klappte! Cailín stieß einen Freudenlaut aus. "Magister Cornmandl, Ihr seid ein Meister der Lehre. Und wie entlassen wir die drei jetzt wieder in die Freiheit? Die Freiheit der Bewegung, meine ich."


weiße Maus die Erste würfelte mit 3D6 eine 4 {2+1+1}
weiße Maus die Zweite würfelte mit 3D6 eine 8 {1+2+5}
weiße Maus die Dritte würfelte mit 3D6 eine 7 {3+1+3}
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 16. Aug 2017, 14:50
Jeder Zoll eine Frau mit Stil…und nicht zu unterschätzen, mit Talent. Er wurde nicht mehr oft zu Lehrzwecken herangezogen. Zum einen verschreckte er sehr viele potentielle Anwärter und vor allem Anwärterinnen zum anderen hatten auch die Anfragen in den letzten Jahren abgenommen. Magier war kein Trend mehr und mit der Vorstellung: "Ich bin Magier"  konnte man ebensogut sagen: "Ich habe eitrige, nässende Windpocken" beides mit Null Anziehungskraft.
Zum Zirkel war das unangenehm, weil die Einnahmen merklich zurückbleiben. Ihn selbst berührte das nicht. Blieb mehr Zeit für die Forschung und für Versuche, das erquickte ihn viel mehr.
Wie ?“ er war abgelenkt worden. „Ach, ja, einfach ein lautes Geräusch, das in der Natur nicht vorkommt. So etwas zum Beispiel “ er schnippte zwei Mal mit den Fingern und die erstarrten Ratten waren plötzlich wieder sehr lebendig.
Ich bin nicht dafür bekannt, mit Lob leichtfertig herumzuwerfen, aber wenn ich das sagen darf: Ihr…habt die Veranlagung zu einer großen Eures Fachs .“ Fast wäre er selbst dabei verlegen geworden.

Als nächstes machen wir einen Massentest. Seht ihr die beiden Gefäße? In beiden tummeln sich 50 Fischlein. Eure Aufgabe wird es nun sein, so viele zum Schlafen zu schicken wie möglich. Nein, sorgt Euch nicht…seht her .“

Er senkte seinen Kopf in das Wasser…es blubberte, Blasen stiegen auf, offensichtlich sprach er etwas…zuerst passierte nichts…dann immer noch nichts. Als man schon um den Luftvorrart von Cornmandl bangen mussten und dass er ersticken könnte, sah man die Fischchen das Flossenschlagen einstellen. Einer nach dem anderen….Wenn sich wer die Arbeit machen wollte, genau 6 Stück bewegten sich noch. Das war ein gewaltig gutes Resultat.

Er kam mit dem Kopf aus dem Wasser zurück, schnaufte tief, klatschte das triefende, stellenweise schon ergrauende Haar zurück.
Was für eine Anstrengung…! Wollt Ihr es auch versuchen…dort ist der andere Topf. Ich warne Euch aber, es ist fordernd. sehr fordernd ." Nach seinen Atemzügen zu urteilen flunkerte er nicht und übertrieb kein bisschen.

[Alles klar? Einmal mit dem W50 würfelen, bitte]
Autor: Silvana Datum/Zeit: Sa., 19. Aug 2017, 11:28
"Ich danke Euch, Meister." Cailín verneigte sich formvollendet für das Lob.

Die nächste Aufgabe ließ die hübsche Bardin die Augenbrauen die Stirn hinauf schieben. Sie sollte das Gesicht unter Wasser...? Wie hinterhältig. Damit war es ihr unmöglich, mit Worten zu zaubern. Nun, in einem Punkt hatte Cornmandl natürlich recht. Magie sollte still erfolgen, unbemerkt, wie der sanfte Lufthauch, der eine Feder im Fallen anstupste. Besorgt sah sie ihm zu, wollte schon eingreifen weil sie meinte, er wäre ohnmächtig geworden, da kam der Magister wieder hoch. Erleichtert atmete Cailín auf. Ihr Applaus war ehrlich gemeint.

"Ihr habt vierundvierzig von fünfzig Lebewesen in eine Starre versetzt. Ich habe sie schon gezählt. Seht nur, nur sechs bewegen sich noch. Unglaublich. Das schaffe ich niemals, aber ich werde Euch unbeirrt nacheifern."

Ehe sie selbst auf ihren schmeichelnden Worten ausrutschen konnte, machte sich die Druidin an die Arbeit. Vermutlich hatte Cornmandl erwartet, dass eine junge eitle Dame niemals ihren Kopf in einen Topf mit Wasser tunken würde. Cailín gedachte ihn zu überraschen. Ein tiefes Luft holen und *platsch* tauchte sie unter.

Die Augen geöffnet versuchte sie eiligst zu ergründen, wie sie so viele wimmelnde Wesen katalepsieren sollte. Vielleicht reichte die Absicht es tun zu wollen. Der feste Gedanke war ein Art von Energiestrom, die immerhin ein Drache zu lesen vermochte. Und da sie keine Ahnung hatte, wie sie den Gedanken zielgerichtet aussenden sollte, erfasste sie wie selbstverständlich das gesamte Kollektiv. Möglicherweise war auch dies der Grund für ihren Erfolg. Ein Kollektiv erfasste gemeinsam im selben Augenblick. Und Wasser war ein wunderbarer Energieleiter. Da wurde ihr die Luft knapp und Cailín riss prustend den Kopf aus dem Wasser. Sie keuchte und wischte sich mit beiden Händen über das triefende Gesicht. Nässe tropfte auf das Mieder. Zum Glück hatte sie das Haar zu einem Zopf gebunden, so klebten nur einige lose Strähnen auf ihren Wangen.

Erst mit maßloser Freude, dann mit maßlosem Entsetzen erkannte sie, dass sie ALLE fünfzig Fische zu einer Starre verdammt hatte. Wie würde Cornmandl, der Meister der Eitelkeit, dies verkraften? Es gab nur einen Ausweg, selbst wenn er den Umstand ihres Erfolgs bereits festgestellt hatte: Sie selbst musste so tun, als wäre es ihr entgangen. Also tat sie, als ob sie stolperte, als sie näher trat, und klopfte sacht mit den Fingerknöcheln gegen das Gefäß. Zehn der kleinen Fischlein erwachten aus ihrer Starre. Dann erst blickte Cailín wie gebannt in den Topf und zählte laut.

"Ah, zehn gegen sechs. Ihr habt mich geschlagen, Magister Cornmandl, wie es vorauszusehen war. Aber vierzig katalepsierte Fische. Ich habe tatsächlich Talent, wie Ihr es wohl erkannt habt. Nun glaube ich es auch. Nein, ich bin nun selbst überzeugt. Ihr verleiht mir sehr viel Zuversicht, Meister."


gewürfelte 50, starre Fische *hust* nur 40
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 22. Aug 2017, 13:20
Dem eitlen Cornmandl taten die schmeichelnden Worte sehr gut. Das war einmal eine Ausbildung nach seinem Geschmack. Ein talentierte junge Frau, die auch nebenbei bemerkt gut aussah, mit wenig Widerspruchsgeist, viel guten Willen und mit dem gewissen Sinn für die Realität, dass er nun einmal der Beste war.

Die Auszubildende war sich nicht zu schade ihr hübsches Köpfchen unerschrocken ins Wasser zu stecken. Ein bisschen theatralisch, aber das gehört auch zum Geschäft dazu.
Cornmandl stellte schon Vermutungen an, wie viel Fischlein sie wohl schaffen würde. Am Ende für den Delinquenten: eine knappe 2 stellige Zahl, hoch gegriffen.
Um nicht zu offensichtlich hinzustarren und Cailin noch nervöser zu machen, als sie eh schon sein musste, drehte er sich ein wenig um und machte einen auf: Ich schau gar nicht hin…ich schau überhaupt gar nicht hin…ich schau überhaupt nie hin…
Natürlich sah er hin. Und sah wie die Bardin prustend, keuchend den Kopf aus dem Wasser hob. Ja, sie tat ihm sogleich furchtbar leid, weil sie völlig entkräftet strauchelte, sogar den Wasserbehälter berührte und von der Anstrengung…er suchte nach einer Sitzgelegenheit.
Entschuldigt, aber mein strenger Ehrenkodex verbietet es mir, die Situation auszunutzen und Euch anzufassen. Aber wenn es nötig ist und hilft, dürft Ihr Euch gleich anschließend auf einer Liege erholen .“ Er klatschte 2 mal in die Hände und eine Helferin, die in den Raum blickte, wurde kurz angewiesen. Erst jetzt blickte er nach dem Ergebnis und war einigermaßen und angemessen beeindruckt. Und da nannte ihm Cailin auch schon die Zahl. „Das…das ist ja unglaublich .“ Er unterdrückte den Zwang selbst nachzuzählen, das wäre zu peinlich gewesen. „Wenn Ihr noch 4 - 5 Jahre fleißig übt, Euch durch Rückschläge nicht beirren lässt, wenn Ihr es wirklich wollt, dann könnt ihr eines Tage auch ganz nahe an mein Niveau kommen .“
Er wollte gar nicht daran denke, wie oft ihm das Experiment misslungen war, bis er die ersten Fische katalepsieren konnte.
Ich glaube, die Grundzüge habe ich Euch beigebracht, alles andere – ich sagte es bereits – ist Übung, Übung und nochmals Übung. Wir ich richtig erkannt habe, Euer Talent ist vorhanden. Mich würde es nicht wundern, wenn ich nochmals von Euch höre. Und nun…wenn Ihr mich bitte entschuldigt. Die Zuversicht, nein, die Gebühr..entrichtet bitte bei der Assistenz .“ Ohne sich weiter um die erstarrten Fische zu kümmern – sie würden nach und nach wieder zum Leben erwachen – grüßte er mit einem halben Lächeln und machte er sich daran , wieder zu seinen Studien zu kommen.

Cailin beherrscht Katalepsie auf NORMAL
Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 22. Aug 2017, 16:56
Cornmandl war auf den Trick hereingefallen. Cailín unterdrückte ein Schmunzeln. Leicht schwankend spielte sie die Erschöpfte höchst überzeugend, wie es schien. Sie übergab sich dankbar der Fürsorge der Helferin und ließ sich stützen.

"Ich werde üben, bis mein Kopf raucht, Meister Cornmandl. Nichts soll mich davon abhalten. Die Gebühr wird selbstverständlich sogleich entrichtet werden. Ich wünsche Euch einen wundervollen Tag. Mögen Eure Experimente stets erfolgreich sein."

Dann war er auch schon draußen. Cailín nahm die Hand vom Arm der Helferin. "Vielen Dank, es geht schon. Nur ein kleines Unwohlsein aufgrund des Sauerstoffmangels. Magister Cornmandl kann einer Schülerin geradezu den Atem rauben. Was für ein Mann!"

Bestimmt würde er von ihren Worten erfahren und es für Schwärmerei halten. Der nächste Übungstag war gesichert. Cailín drehte der Helferin den Rücken zu und grinste. Sie würde zurück in die Bibliothek gehen und noch ein wenig in den Büchern schmökern, ehe sie sich auf den Heimweg machte.

Cailin erlernt Katalepsie
Gebühr wird in der Akademie entrichtet
Autor: Silvana Datum/Zeit: Fr., 03. Nov 2017, 21:23
Elementarmagier Jules fuchtelte theatralisch mit den Armen, wenn er sprach. Und er sprach sehr viel und sehr gerne. Cailín unterdrückte ein Gähnen. Sie nutzte die vier Hauptelemente für Rituale und die Herstellung von Tränken, Cremen und Heilmitteln. Das fünfte war Teil jener Zauber, die sie vor kurzem zu wirken gelernt hatte. Doch die Art von Magie, von der Jules sprach, interessierte sie nur peripher. Angriffszauber waren mächtig, keine Frage, doch sie wurden von Zauberkundigen gewirkt. Richtigen Zauberkundigen. Cailín wollte keine Magierin werden. Sie wollte andere beeinflussen, sich schützen, sich tarnen und mit dem Beschaffen von Informationen ihren Lebensunterhalt verdienen. Sie war nur deshalb heute hergekommen, um mehr über die Zauber zu erfahren, die der Puppenspieler einerseits und Lady Myriel andererseits auf dem Schiff gewirkt hatten. Beherrschung von Feuer und Luft hatte seine ganz eigene Faszination. Feuer war einzige der Elemente, das man bewundern, aber nicht anfassen konnte. Bei Luft war es umgekehrt, unsichtbar, aber fühl- und riechbar. Als die Worte in ihrem Kopf anfingen durcheinander zu schwirren, bedankte sich Cailín überschwänglich bei Jules für seinen höchst aufschlussreichen Vortrag und zog sich - höflich auf Kopfschmerzen verweisend - aus seiner Experimentierkammer zurück.

Auch die Sonnenkugel von Christian di Asturien war beeindruckend gewesen. Der Gedanke an die Sonne weckte in der Bardin das Bedürfnis nach frischer Luft. Sie stieg die Treppen zur Aussichtsterrasse hoch und lehnte sich gegen die Brüstung. Eine kühle, sanfte Brise spielte mit ihrem langen Haar. Von hier oben konnte man über die Stadtmauer in die Ferne blicken. Im Süden erhoben sich die Berggipfel, im Osten erstreckten sich die Wälder und im Norden konnte man die Schwanenmarschen erahnen, die vom Herbstnebel bedeckt waren. Cailín streckte den Nacken. Ihre Wirbel knackten leise. Sie verbrachte eindeutig zu viel Zeit in geschlossenen Räumen, auf unbequemen Stühlen. Doch sie wollte noch einen Blick in die Bibliothek werfen und nach einer Abhandlung über Wiederbelebung und Nekromantie suchen.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 08. Nov 2017, 09:51
Die Schritte auf der Treppe waren leise, aber nicht unhörbar. Myriel gab sich keine Mühe sich lautlos zu bewegen, denn es gab keinen Grund dafür. Oben angekommen registrierte sie erstaunt, das schon jemand hier oben stand und über die Landschaft schaute.

Cailín. Sind Euch Jules Monologe zu eintönig geworden?

Das kühle Lächeln der Schwarzmagierin hatte etwas wissendes. Der Mann war ein exzellenter Magier, aber wenn er erst einmal über seine Künste fachsimpelte, war er kaum noch zu bremsen. Myriel stellte sich neben die Bardin und blickte in die Richtung in der Aramon lag. Dahinter kam das orkische Hochland, und wenn man dies durchquert hatte...

Jemand hat sich nach Euch erkundigt Cailín. Merdarion Ni Hawk, der hiesige Minenbesitzer. Er wollte wissen welche Fortschritte ihr im Orden der Weisen macht. Kennt Ihr ihn näher?

Schnitt sie ein Thema an, das von ihren eigentlichen Gedanken ziemlich weit entfernt war.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 09. Nov 2017, 18:18
Die Schritte waren die weichen einer Frau. Cailín wandte den Kopf, sobald sie spürte, dass jemand hinter ihr stand.

"Lady Myriel. Jules ist ein herausragender Wissender. Seine Vorträge sind, wie soll ich sagen, ekstatisch und doch ein wenig leblos. Ich bevorzuge die Lehre durch Experimente. Am schnellsten lerne ich durch die Handlung selbst, das Scheitern und die Improvisation. Bücher sind mir nur Bestätigung oder Antrieb Neues zu versuchen. Es gibt Magier, die horten Wissen in Form ungezählter Schriften. In Räumen voll mit beschriebenen Seiten zwischen ledernen Einbänden bis unters Dach. Was mich betrifft, ich besitze kein einziges Buch. Alles, was ich weiß und beherrsche ist da drin."

Die hübsche Bardin tippte sich mit den Zeigefinger gegen die Schläfe. Lächelnd sah sie zu Myriel hin, die sich neben sie stellte. Die Frage der Schwarzmagierin überraschte Cailín.

"Tatsächlich? Merdarion hat sich nach mir erkundigt. Wie das?"

Wann waren sich die beiden begegnet? Und wie kam Merdarion dazu sich nach ihren Fortschritten zu erkundigen? Hatte sie ihm von dem Orden der Weisen erzählt? Sie wusste es nicht mehr. Es war unwichtig. Wenn sie Myriel jetzt ehrlich antwortete, war die Gefahr groß, dass die Erzmagierin eins und eins zusammenzählte. Vor mehreren Wochen hatte sich Cailín nach Vampiren erkundigt. Die Mutmaßung, dass der Vampir, für den sie sich interessierte, derselbe war wie der, mit dem sie das Bett teilte, lag geradezu auf der Hand. Eine Lüge allerdings konnte Rion jederzeit entlarven. Denn er wusste von der Beziehung. Wusste er auch, dass Merdarion ein Vampir war? Die Bardin beschloss, bei der Wahrheit zu bleiben, aber nur so viel preiszugeben wie nötig.

"Nun, wenn man gemeinsam verbrachte Nächte als näher bezeichnen möchte, ja, dann kennen wir uns näher." Ein Schmunzeln trat in Cailíns blitzblaue Augen. "Fragt mich bitte nicht, wer wem den Kopf verdreht hat. Es ist einfach passiert, völlig überraschend, dass wir einander in die Seele geblickt haben. Dabei hatte ich mir felsenfest vorgenommen, niemals eine Beziehung mit einem Sterblichen einzugehen. Treue und Ehrlichkeit, tja, die spielte in meinem Liebesleben bisher nie eine Rolle. Eine wahre Herausforderung."

Welcher sie unter Umständen nicht gewachsen sein würde.
Autor: Myriel Datum/Zeit: So., 12. Nov 2017, 08:41
Oh, wir sind uns zufällig im Badehaus in Drachenauge begegnet. Ward Ihr schon einmal dort? Ein hervorragendes Etablissement, das man nur weiter empfehlen kann.

Sie sah Cailín nicht an während sie sprach, sondern schaute weiter über die Landschaft, als die Bardin erklärte, das die zwei eine ziemlich enge Beziehung hatten. Falls Myriel zwei und zwei zusammenzählte, dann ließ sie es sich nicht anmerken. Warum sollte sie auch? Sie hatte kein grundsätzliches Problem mit Vampiren, wie es Paladine oder Priester gehabt hätten, die es als ihre Pflicht ansahen unheilige Wesen von der Erde zu verbannen. Und wen Cailín in ihr Bett zog war ganz allein ihre Angelegenheit. Erst als sie von Treue und Ehrlichkeit sprach wandte die Schwarzmagierin ihr den Blick zu und betrachtete sie einen Moment lang abschätzend.

Es gibt Mittel und Wege, die Unsterblichkeit zu erlangen, auch wenn es immer einen Preis dafür zu zahlen gibt. Aber wenn Ihr Euch schon für die Dauer eines Menschenlebens um Treue und Ehrlichkeit sorgt, wäre es wohl keine kluge Idee einen Vorstoß in diese Richtung zu wagen.

Es wunderte die Druidin ohnehin das Cailín scheinbar mehr als eine Liebelei angefangen hatte, das wollte so gar nicht zu dem Eindruck passen, den die Bardin bisher bei ihr hinterlassen hatte. Aber auch das ging sie im Grunde genommen überhaupt nichts an, daher sparte sie sich jeglichen beurteilenden Kommentar. 
Autor: Silvana Datum/Zeit: So., 12. Nov 2017, 10:47
"Unsterblichkeit. Ist sie denn erstrebenswert?", gab Cailín ihre Zweifel über ein ewig währendes Lebens preis. Ihre Augen blickten in die Ferne und nahmen doch nichts wahr. Die Bardin, die rastlos durch die Lande zog, hatte es bisher vorgezogen niemanden zu tief in ihr Innerstes blicken zu lassen. Alles, was sie bewegte, ruhte allein in ihrem Herzen. Vielleicht war es diesem Umstand geschuldet, dass sie plötzlich aussprach, was sie belastete.

"Worum ich mich mehr sorge ist meine uneingeschränkte Freiheit. Nicht mehr spontan tun zu können, wonach es mich verlangt, ohne den Hintergedanken, ob es ihn kränken würde, sollte er davon erfahren. Ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn auch nur für einen Augenblick, ist eine scheußliche Erfahrung, die ich mir jahrzehntelang vom Hals zu halten vermochte. Ist es überhaupt möglich, in einer Beziehung frei zu sein?"

Eine Frage, die sich die flatterhafte Cailín vielmehr selbst denn Myriel stellte. Und doch sehnte sie sich danach, von der starken, erfahrenen Frau einen Rat zu erhalten.

"Das Badehaus? Ja, ich genoss seine warmen Wasser zusammen mit Rosett nach unserem Ausflug zum Schmugglerhafen. Wir waren beide im Uferschlamm gelandet. Unfreundliche Zeitgenossen, die Handlanger des Puppenspielers. Was haben wir denn nun über diesen Tarosianer erfahren? Es soll ein Spionagenetzwerk in der Hauptstadt geben, das die ehemaligen Sinne fast zur Gänze ausgelöscht hat. Doch wir wissen immer noch nicht, wer der Kopf dieser Unternehmung ist, wie es arbeitet und wo sich seine Mitglieder zu treffen belieben. Wir haben von der Anbetung der Mutter der Dunkelheit, der Schwester der Mutter der Tränen und der Mutter der Seufzer erfahren. Wie werden wir diese Informationen nun nutzen?"
Autor: Myriel Datum/Zeit: So., 19. Nov 2017, 20:44
Warum sollte Unsterblichkeit nicht erstrebenswert sein?

fragte Myriel zurück und lehnte sich an die Brüstung. Ein Thema, das irgendwann zwischen Rion und ihr vermutlich auch zur Sprache kommen würde. Obwohl bei ihrem Lebenswandel fraglich war, ob sie eine unendliche Zeitspanne auskosten konnten, denn es war anzunemen das sie den Kampf mit den Göttern nicht sonderlich lange überleben würden.

Was ist das für eine Frage Cailín? Wenn Ihr Euch in einer Beziehung eingesperrt fühlt, ist es nur eine Frage der Zeit bis Ihr die Ketten abstreift und sie zerbricht. Euer Gefährte sollte Euch verstehen und Euch so nehmen wie Ihr eben seid. Das kann er aber nur, wenn Ihr ihm Euer wahres Gesicht zeigt, und nicht eine aufgesetzte Maske. Worüber macht Ihr Euch Sorgen? Das er es missverstehen könnte, wenn Ihr mit Eurem Publikum schäkert? Ihr seid eine Künstlerin, und es gehört zu Eurem Beruf das zu tun. Wenn er damit nicht umgehen kann, ist er der falsche Mann für Euch.

Sie schwieg einen Augenblick, bevor sie Cailín eindringlich ansah.

Ihr habt ihm doch gesagt, wo ihr eine Grenze zieht, oder nicht? Wenn er Euch einengt könnte es sein, das er sich nicht sicher ist, das Euer Herz nur ihm gehört.

Das Gespräch wandte sich einem anderen Thema zu und die Schwarzmagierin überlegte eine Weile, bevor sie darauf antwortete:

Im Moment können wir gar nichts tun, außer abzuwarten. Es gibt so unendlich viele Legenden, Sagen und Geschichten, das niemand genau zu sagen vermag welche Götter und Dämonen wahrhaft existieren. Ich denke das der Puppenspieler der Kopf des Netzwerkes war - und sie werden einige Zeit brauchen bis sie sich davon erholt haben, das wir ihn ausgelöscht haben. Was bis dahin geschieht - wer weiß das schon? Wir haben Ihnen unsere Warnung geschickt - nun sind sie am Zug. 
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 20. Nov 2017, 20:43
"Unsterblichkeit kann es in der Liebe nicht geben. Nicht für mich. Ich begehre stets das Neue. Wenn ich eines fürchte, dann ist es Eintönigkeit. Dies gilt ebenso für das Leben."

Myriels Rat war der einer reifen erfahrenen Frau. Cailín schüttelte sachte den Kopf. Ihre Augen schweiften in die Ferne.

"Mein wahres Gesicht? Das kennt er, zumindest zum Teil. Doch wir haben bisher nie über Grenzen gesprochen. Wie soll ich ihm klar machen, wie sehr ich es genieße umschwärmt und begehrt zu werden? Auch von anderen, nicht nur von ihm. Wird ihn das nicht verletzen? Und das ist nicht alles. Es gibt da noch diese andere Seite. Die dunkle Magie, und..."

Die Bardin zögerte. Wie weit konnte sie Myriel vertrauen? Cailín hatte ein gutes Bauchgefühl, was die Schwarzmagierin betraf. Eine Frau, so geheimnisvoll. Wie viel sollte die Adeptin der Meisterin anvertrauen, welche von sich selbst nur wenig preisgab?

"Es gibt Dinge, die er nicht wissen darf. Die mich in Gefahr bringen können, aber auch ihn, wüsste er darum. Etwas, das lange vor ihm begann. Es gibt Geheimnisse, welche die meinigen bleiben müssen."

Es reichten diese Worte um durchblicken zu lassen, dass die hübsche zarte Bardin ein gefährliches Doppelleben führte. Eines, das sie jederzeit in den Kerker bringen konnte. Oder auf den Pranger. Das Thema Puppenspieler passte nur zu gut in dieses Schema.

"Ihr vermutet, dass er der Kopf des Netzwerks war? Sie sind gewarnt, das stimmt. Wir sollten dennoch nicht die Hände in den Schoss legen. Ich könnte mich umhören, sobald ich wieder in der Hauptstadt bin. Vielleicht lassen sich Hinweise finden, was sie als nächstes planen."

Bestimmt würde sich über Rosett ein brauchbarer Kontakt herstellen lassen.



Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 24. Nov 2017, 20:44
Sie fürchtete die Eintönigkeit? Wie konnte das Leben eintönig sein, wenn man sich selbst ständig neu erfand? Myriel konnte nicht nachempfinden, was Cailín empfand, aber das war auch gar nicht nötig.

Ihr müsst ihm nicht all Eure Geheimnisse verraten Cailín, das habe ich nicht damit gemeint. Auch Phelan kennt nicht all meine Geheimnisse, und ich weiß nicht alles über ihn. Aber wenn Ihr ihm nicht sagt, das das umschwärmt werden für Euch eine Art Lebenselexier ist, dann wird er verletzt sein, wenn er sieht, das andere Männer um Euch herum scharwenzeln und Ihr sie dazu auch noch ermutigt. Er wird denken, das er nicht genug für Euch ist, oder das iIhr auf der Suche nach einem Ersatz für ihn seid. Sprecht Ihr aber mit ihm darüber, so habt Ihr zumindest die Chance, das er es versteht und akzeptiert. Ich glaube, das nur das eine Lösung auf Dauer sein könnte. Wenn Ihr über eine unsterbliche Liebe nachdenkt, werdet Ihr einsehen, das sie nur existieren kann, wenn keinem der beiden Partner etwas fehlt.

Sie drehte sich zu Cailín um und sah die Bardin an. Sollte sie noch weiter gehen und direkter werden? Es gab Partnerschaften, in denen weitaus mehr geduldet wurde als ein harmloser Flirt. Doch auch diese funktionierten nur, wenn über grundlegende Regeln offen und ehrlich geredet wurde und niemand dadurch verletzt wurde. Cailíns Gedanken waren schon zu dem Spionagenetzwerk weiter gesprungen und so beließ Myriel es bei dem, was sie bereits gesagt hatte.

Wenn Ihr wollt, dann hört Euch um. Aber diese - ich weiß gar nicht wie ich sie nennen soll - scheinen gut darin zu sein sich zu verstecken und im Geheimen zu arbeiten. Sonst hätten sie es nicht geschafft, so viele der ehemaligen Sinne zu töten.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Sa., 25. Nov 2017, 16:49
Der Lebensrat einer erfahrenen Frau, die mit beiden Beinen im Leben stand, bedeutete der quirligen Cailín, die Schwierigkeiten damit hatte sich festzulegen, sehr viel. Die hellen Augen wanderten nachdenklich über Myriels Gesicht, verloren sich dann erneut in der Ferne. Cailín ließ ihren Gedanken Raum. Ohne es zu wissen kam ihr dasselbe in den Sinn wie der Schwarzmagierin. Wie weit konnte sie gehen, wie viel würde Merdarion dulden? Sie würde es nicht wissen, wenn sie nicht fragte. Sich auszumalen, was in seinem Kopf vorging, führte nur zu einem Gefühl des eingesperrt seins. Das kurze Schweigen tat ihr gut. Cailín mochte es, mit anderen zusammen in Stille zu verbringen.

Das Gespräch wandte sich endgültig den Vorgängen in Drachenauge zu. Mit einem Schulterzucken entgegnete die Bardin beiläufig: "Es schadet jedenfalls nicht die Ohren offen zu halten. Jetzt, da sie sich gezeigt haben, haben sie eine Spur hinterlassen, die sich vielleicht weiter verfolgen lässt. Da wir gerade von diesen Vorfällen sprechen: Auf dem Schiff, ich weiß nicht, ob Ihr darauf geachtet habt... der Hohentürmler, Landolin, er erweckte den Matrosen, der aus den Wanten stürzte, zum Leben. Keine Nekromantie. Er entriss dem Tod sein Opfer. Was ist dies für ein widernatürlicher Zauber und warum fällt dieser nicht in den Bereich der verbotenen Künste? Denn soviel ich weiß, achten gerade die Hohentürmler ebenso wie die Paladine sehr genau darauf, welcher Art die Magie ist die sie selbst oder andere anwenden."
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 27. Nov 2017, 09:37
Landolin hat vermutlich einen Wiederbelebungszauber benutzt. Ich bin nicht in die Geheimnisse des Hohenturms eingeweiht, aber ich vermute das die Magie ähnlich wirkt wie ein Wiederbelebungstrank. Auch damit ist es möglich jemanden aus dem Reich der Toten zurück zu holen, wenn die Verletzung nicht zu schlimm ist und sein Geist noch nicht in das Reich der Toten übergegangen ist. Ich glaube aber das die Magie der Hohentürmler deutlich besser und schneller wirkt als ein Trank, da sie zugleich ihre heilenden Kräfte einsetzen können.

Die Schwarzmagierin rieb sich über die Oberarme als ein scharfer Windzug über den Turm pfiff. Der Winter kam näher und brachte allmählich die Kälte ins Land.

Die Nekromantie hingegen ist etwas völlig anderes. Sie zieht in der Regel nicht den Geist zurück in den Körper, denn nur die wenigsten Nekromanten sind in der Lage die Seele eines Wesens aus dem Totenreich zurück zu holen, und je länger jemand dort verweilt hat, umso schwieriger wird es. Meist wird nur der tote Körper erweckt um einen Diener zu erschaffen der blindlings allen Befehlen folgt. Deshalb hat der König diese Magie verboten. Er hält es für eine Entehrung der Toten.

Sie zuckte mit den Schultern, als könne sie diese Sicht der Dinge nicht ganz nachvollziehen.

Ich glaube zwar nicht das es irgendeinen Toten interessiert was mit seinen Knochen geschieht, aber da Nekromantie in den falschen Händen eine große Gefahr darstellen kann, ist dieses Gesetz nicht völlig unsinnig. Es gab in Drachenauge schon einmal den Fall, das die Untoten völlig außer Kontrolle waren.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 27. Nov 2017, 19:09
"Ein Wiederbelebungszauber für den frischen Leichnam. Heilmagie also. Während die Nekromantie sich der Toten bedient." Cailín nickte. Die steife Brise, die über die Aussichtsterrasse des Turms wehte, ließ auch die Bardin frösteln.

"Ich frage mich, wie es sich für den Verstorbenen anfühlt, zurück ins Leben gerufen zu werden. Es gibt Berichte von Wiederbelebten, die behaupten, das Zwingen der Seele in den Körper rufe ein grauenhaftes Empfinden hervor. Der Druide Gamanos ist der Ansicht, die Seele des Toten wehre sich dagegen zurück ins Leben zu kehren. Die Weite des Äthers gegen die Enge des Fleisches aufgeben zu müssen. Wäre es nicht barmherziger Tod und Leben den Göttern zu überlassen? Den Tod eines anderen ohne dessen Einwilligung zu bezwingen hält Gamanos für selbstgefällig. Wenn ich ehrlich bin, empfinde ich die Nekromantie, solange sie kontrolliert geschieht, für weitaus respektvoller, denn ein faulender Körper oder ein Gerippe, das zu niemandem mehr gehört, hat kein solches Empfinden mehr."

Zwar hatte Cailín nicht vor diesen Zauber in nächster Zeit selbst zu erlernen, doch sie fand die Thematik ausgesprochen fesselnd. Der Tod, den eine Druidin selbst nicht unmittelbar zu fürchten brauchte, war ein unergründliches Mysterium.

"Sagt, Lady Myriel, beherrscht Ihr den Zauber der Nekromantie? Ist es damit möglich, sagen wir... nein, ich nenne ein Beispiel: Ein Unglück geschieht, ein Mord, eine Ungeheuerlichkeit, die der Aufklärung bedarf, aus welchen Gründen auch immer. Ist es möglich den Körper des Opfers zu beleben, nachdem die Seele entflohen ist, um die letzten Momente vor dem Tod wieder aufleben zu lassen? Um in die Erinnerung zu blicken? Der Geist, das Bewusstsein, der Verstand, wie man es auch nennen mag, habe - laut Gamanos' These - nichts mit der Seele gemein und verbleibe im Körper, also im Fleisch, und ginge erst verloren, wenn alles Fleisch verfault und nur noch die Knochen bleiben. Habt Ihr damit Erfahrungen gemacht?"

Der Wind frischte auf, zauste Cailíns offenes Haar und blies ihr die Strähnen ins Gesicht. Mit den Fingern strich sie das lange schwarze Haar hinter die Ohren. "Sollen wir nach unten gehen oder uns eine Wärmekugel zaubern?"

Das verschmitzte Lächeln auf den Lippen zeigte, dass die Bardin letzteres nicht ganz ernst meinte. Die Adeptin vermochte keinen Feuerball zu erschaffen.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Di., 28. Nov 2017, 22:41
Myriel starrte an Cailín vorbei ins Leere, und gab der Bardin Antwort auf eine Frage, auf die sie vermutlich keine Antwort erwartet hatte.

Es fühlt sich kalt an. Widernatürlich. Als ob ein Teil Eurer Seele verschwunden wäre. Was höchstwahrscheinlich auch der Fall ist. Und das man von einem Gott wiederbelebt wird, macht es nicht besser.

Damit gab Myriel Cailín gegenüber wohl das erste Mal etwas von sich preis, was halbwegs persönlicher Natur war.

Man hat kein Verlangen mehr zu essen, zu trinken oder zu schlafen. Man tut es nur um den Körper zu erhalten.

Ihr Blick kehrte langsam ins hier und jetzt zurück und sie nickte der Bardin zu.

Ja, lasst uns hinein gehen. Und ja, ich beherrsche den Zauber und habe ihn bereits zu solchen Zwecken eingesetzt. Aber es ist nicht so leicht wie es sich anhört und man sollte sich trotz bester Absichten nicht dabei erwischen lassen.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 29. Nov 2017, 20:44
Nicht immer ist der erste Gedanke der richtige. Was Cailín zunächst für eine Weitergabe von erzähltem Wissen hielt, weckte nach einem forschenden Blick auf Myriel den Verdacht, es könnte sich dabei um die Erzählung einer erlebten Erfahrung handeln. Die Erkenntnis sickerte zu langsam, als dass die Bardin sofort darauf reagierte. Daher ging sie vorerst nicht darauf ein. Zu persönlich war solch ein Erleben, und doch hatte die Schwarzmagierin es zur Sprache gebracht.

Cailín folgte Lady Myriel die Treppe hinab zu einer kleinen, behaglich eingerichteten Kammer. Die Adeptin bereitete zwei Tassen Tee vor, fragte die Meisterin welche Kräuter sie bevorzugte, füllte die Mischungen in kleine Säckchen und übergoss diese mit einer Schöpfkelle heißen Wassers. Cailín setzte sich Myriel gegenüber und schob dieser die Teetasse hin. "Es sind noch Dinkelhanfkekse da. Wollt Ihr welche? Sie sind schon ein bisschen hart geworden, ich hab heute morgen welche probiert."

Man hat kein Verlangen mehr zu essen, zu trinken oder zu schlafen, waren Myriels Worte gewesen.

"Hat es sich gebessert?", fragte Cailín wie beiläufig. "Euer Appetit, der Wunsch zu schlafen? Wie kam es, dass Euch der Tod von hier fortführte und am Ende doch wieder in Euren Körper zwang? Habt Ihr ihn gesehen? Manche sagen, der Tod sei eine finstere Gestalt, in einen Umhang eingeschlagen und ohne Gesicht. Andere wieder bezeichnen ihn als kleines fröhliches Mädchen, das die Verstorbenen an der Hand nimmt und einen Wiesenpfad entlang führt. Hängt es mit einem selbst zusammen, wie sich der Tod zeigt? Der sich selbst, so behauptet Gamanos, als Führer in die Anderswelt bezeichnet und nicht als derjenige, der das Sterben bringt."

Wirkte Myriel deshalb auf die meisten Menschen so unnahbar, weil ihr ein Teil ihrer Seele fehlte, wie sie selbst meinte? Cailín sah es differenzierter. Die Magierin war vom Leben und offenbar auch vom Tod gezeichnet und wies daher eine berauschend vielfältige Aura auf.

"Ihr spracht von einem Gott. Ich nehme an, dass es nicht Paladin war."

Cailín biss in einen Keks und bröselte den Stoff auf ihrem Schoß voll.

Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 04. Dez 2017, 13:22
Myriel folgte Cailín in den kleinen Saal und ließ sich auf einem der Sessel nieder als die Adeptin bereitwillig damit begann Tee zu machen.

Nein, danke, keine Kekse, Tee reicht mir völlig.

Die Tasse mit dampfender Flüssigkeit in der Hand roch sie an der entspannenden Mischung, bevor sie der Bardin antwortete.

Nein. Es hat sich nicht verändert. Ich empfinde weder Hunger noch Durst. Nichtsdestotrotz schmeckt mir eine gute Tasse Kräutertee und meinem Körper gefällt es nicht wenn ich zuwenig esse, trinke oder schlafe. Also gewöhnt man sich regelmäßige Mahlzeiten an um es nicht zu vergessen.

Sie pustete sacht über den Tee und trank einen Schluck. Die nächsten Fragen gingen tiefer in die Privatsphäre, und für einen Moment wirkte es so, als ob Myriel nicht darauf antworten wollte. Doch dann setzte sie wieder an zu sprechen, und ihre Stimme wirkte dunkler als sonst.

Nein, ich habe den Tod nicht gesehen. Mich hat jemand anderes im Totenreich empfangen, jemand der mir lieb und teuer war. Der Rückweg war - verschwommen. Es war starke Magie dafür notwendig, ein Opfer,  die Stimme einer alten Freundin die mich zurück leitete und die Hilfe eines Gottes. Und nein, es war nicht  Paladin, ich nehme an der würde seine Diener in Frieden ruhen lassen.

Sie trank noch einen Schluck, dann war es an ihr eine Frage zu stellen.

An was glaubt Ihr, Cailín? An ein Leben nach dem Tod? An einen Himmel? Oder denkt ihr nach Eurem Ableben ist alles vorbei?
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 04. Dez 2017, 19:12
"Ihr habt zwar Eure Sinne nicht gänzlich verloren und dennoch kein Bedürfnis danach sich ihrer zu bedienen. Das ist das erste Mal, dass ich von so etwas höre."

Cailín war zutiefst fasziniert. Myriel wäre ein Studienobjekt erster Güte. Die Bardin fragte sich, ob Nekromant Gamanos wohl versucht hatte die Erzmagierin zur Vivisektion zu bewegen. Diese Art des Studiums kam bei den Betroffenen meist weniger gut an. Sie fragte sich, ob Myriel glücklich war in einem Körper, der seiner Bedürfnisse entbehrte. Ob die Schwarzmagierin Zuneigung empfinden konnte? Oder war die Liebe zu Rion nur eine Erinnerung, so wie es sich anfühlen sollte auch wenn da keine echtes Gefühl war? So viele Fragen. Doch sie kannten sich nicht gut genug für derlei intime Details. Auch wollte Cailin in ihrer Mentorin kein Lernobjekt sehen.

"An den Himmel? Nein, natürlich nicht." Cailín lachte herzlich auf. "Auf einem Wölkchen sitzen und auf der Leier klimpern? Das sind Geschichten für kleine Kinder. Die meisten Menschen fürchten den Tod, weil sie denken, danach herrsche nur noch Finsternis. Dass einen der Gevatter Sensenmann in die ewige Nacht geleite."

Die Bardin schmunzelte und wischte die Krümel schwungvoll von ihren Rockschößen zu Boden. Sie griff nach der Teetasse und nahm einen Schluck.

"Wie die meisten Druiden glaube ich an die Wiedergeburt. Daran, dass wir eine Aufgabe auf dieser Welt haben. Sollten wir scheitern, durchleben wir diesen Leben ein weiteres Mal. Sollten wir den Plan erfüllen, steht uns ein neues, besseres Dasein offen. Ein Zyklus, immer und immer wieder, so lange, bis wir weit genug gereift sind, dass wir in eine der anderen Welten überwechseln. Denn ich bin überzeugt, dass es mehr als diese eine Welt gibt. Parallele Dimensionen des Bewusstseins, die uns erst später offen stehen und für uns unsichtbar sind."

Wieder lachte Cailín auf.

"Wenn Ihr meint, aus meinen Worten das Traktat von Gottleb da Gywn Elbenstein zu hören Die unsichtbaren Welten außerhalb von Raum und Zeit oder Die Reiche der Götter und ihrer Schöpfungen, dann muss ich verneinen. Meine Überzeugungen erlangte ich schon vor sehr langer Zeit in Wachträumen, als ich an der Schwelle des Todes lag, geschändet, ausgeblutet und hingeworfen wie Dreck, und ich darum betete, die Götter möchten mich endlich von der Unsterblichkeit befreien. Doch als mir klar wurde, dass ich dem Schicksal nicht entfliehen kann, sondern es wenden müsse, erwuchs in mir die Kraft meinen eigenen Weg zu gehen."

Wie immer, wenn sie von einer ihrer bitteren Lebenserfahrungen sprach, klang Cailín als spräche sie nicht von sich selbst, sondern erzähle bloß eine ihrer Geschichten.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 08. Dez 2017, 22:58
Wenn Ihr an die Wiedergeburt glaubt Cailín, müsstet ihr dann nicht ein Musterbild einer ehrwürdigen Frau sein? Rein im Herzen und mit lichten Gedanken, um in Eurem nächsten Leben zu etwas besserem geboren zu werden als auf die Gnade Eurer Zuhörer angewiesen zu sein? Versteht mich nicht falsch, ihr beherrscht Euer Handwerk gut, und dennoch wäre es vermutlich nicht die erste Wahl, wenn man es sich aussuchen könnte, denn es mag Tage geben, an denen niemandem der Sinn nach einem Lied steht, der Geldbeutel leer bleibt und der Magen auch.

Myriel sah die Bardin forschend an und wartete auf ihre Sicht der Dinge, die sicherlich etwas anders aussah. Sie trank ihren Tee langsam und bedächtig, als würde sie jeden Schluck ganz bewusst genießen.

Ihr wisst schon, das Unsterblichkeit nicht bedeutet, das ihr nicht sterben könnt Cailín? Ihr mögt nicht altern und Euer Körper mag dem Verfall widerstehen, aber sollte Euch ein tödlicher Streich treffen... Was hat Euch davon abgehalten Euch selbst von dieser Qual zu befreien?

Die Schwarzmagierin stellte ihre Tasse vor sich auf dem Tisch ab und verschränkte die Hände ineinander. Besaß die Bardin etwa nicht genug Mut um zu erreichen was sie anstrebte? Oder waren ihre Gebete nur ein Hilferuf an die Götter gewesen, der nicht todernst gemeint gewesen war?

Ich kann mir kaum vorstellen, dass ihr eines Eurer Ziele nicht erreicht.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Sa., 09. Dez 2017, 11:26
Ein schallendes Lachen schwang durch den Raum.

"Rein im Herzen und mit lichten Gedanken. Entzückend. Und tödlich langweilig. Doch wer sagt, dass man es sich aussuchen kann? Die Welt ist nicht gnädig zu seinen Bewohnern. Es gilt zu meistern, was einem auferlegt wird."

Cailín trank von dem Tee und nahm sich noch einen Keks. "Zu jener Zeit war ich jung, dumm und verliebt. Eine schlechte Kombination im Kampf ums Überleben. Was mich abgehalten hat? Ich hab es falsch angestellt. Auch in Ermangelung eines brauchbaren Werkzeugs. Bis mir dieser Umstand bewusst wurde, war ich zu schwach um es neuerlich zu versuchen. Heute weiß ich, wie man sich die Pulsadern richtig aufschneidet um schnell zu sterben. Einer der Wärter fand es offenbar falsch mich auf dem nackten Steinboden des Verlieses verrecken zu lassen. Vielleicht war es auch mein starker Wille nach Rache, der mich am Leben hielt."

Wie immer, wenn sie von sich selbst sprach, klang ihre Erzählung nüchtern und fern. Cailín zuckte mit den Achseln, als beträfe sie jene Zeit längst nicht mehr.

"Wenn Ihr nicht wie andere Druiden an die Wiedergeburt glaubt, woran glaubt Ihr dann, Lady Myriel? Welchen Zweck hat ein  Leben, wenn nach dem Tod absolute Leere herrscht? Das Nichts. Wie es sich wohl anfühlt, wenn man nichts mehr fühlt. Seid Ihr an den Gott gebunden, der Euch zurück ins Leben holte? Bestimmt verlangt er etwas für seine Güte. Aber, was viel wichtiger ist, was bekommt man dafür, dass man ihm diesen Preis bezahlen kann."

Mit den Sängern hielt es Cailín wie mit diesem trockenen harten Dinkelkeks auf ihrer Zunge: Sie waren gut genug, wenn es nicht anderes zu beißen gab. Von diesen Vieren konnte es nur einen geben, der Myriel diese düstere, geheimnisvolle Aura verliehen hatte.
Autor: Darius Datum/Zeit: Di., 12. Dez 2017, 12:54
Ein Überfalll. Der Zwerg grummelte zu sich selbst. Ganz von Gestern war er auch nicht. Dem Mann hatte man praktisch gleich angemerkt, was hinter seiner Maske an Freundlichkeit lauerte. Immerhin war es einfach gewesen ihn loszuwerden. Wer verdenkte es schon einem Zwerg alleine sein zu wollen, besonders wenn er sich so grantig wie möglich gab.

Jetzt allerdings... jetzt stand er vor seinem Ziel. Einem Ziel. Vielleicht? Die Idee war ihm immerhin im Schlaf gekommen. Vielleicht waren die Langen ja dazu in der Lage? Ein Besuch beim Orden der Weisen in Nighton hatte ihn hierher verwiesen. Die Erzmagierin Myriel leitete Turm des Zirkels in Nuru, war ihm gesagt worden. Da blieb ihm nichts anderes übrig als den mittlerweile wohlvertrauten Weg nach Nuru anzutreten, immer an den Drachenbergen entlang durch mehrere Dörfer hindurch, die er ab und an auch besuchte. Ein Schmied war überall gefragt und zwergische Schmiedekunst ganz besonders.

Cranneg schlug die Kapuze seines Mantels zurück. Um bis zur Spitze des Turmes zu blicken, musste er seinen Kopf in den Nacken legen... und obwohl das Gebäude so hoch war, mitten in der Stadt und nahe am belebten Marktplatz, war die Atmosphäre doch eine gänzlich andere. Einladend sah es jedenfalls nicht aus und es fühlte sich eher an, als würde er sich einer Spinne in ihrem Nest nähern, einen Lindwurm in seinem Bau. Finster war er, die Leute mieden die nähere Umgebung.

Seine Lippen pressten sich zusammen, genauso wie sich seine Augen verengten. Die erhobene Faust zögerte einen Moment vor der hölzernen Pforte. Dann klopfte er mit drei schweren, langsam Schlägen. Arm und Faust wurden wieder gesenkt. Mit einer Miene die aus Granit gemeiselt schien, wartete er darauf, dass sich im inneren etwas rührte... und als es soweit war und er nach seinem Begehren gefragt wurde, sagte er nur. "Cranneg vom Klan der Koglarn. Ist Myriel von Alandyos anwesend?"
Autor: Myriel Datum/Zeit: Di., 12. Dez 2017, 22:27
Sie hatte also tatsächlich versucht ihrem irdischen Leben zu entkommen. Die Schwarzmagierin ließ sich nicht anmerken was sie darüber dachte. Auch sie war einst an diesem Punkt gewesen, das sie den Tod herbei gesehnt hatte, doch hatte es da jemanden gegeben für den sie darauf verzichtet hatte. Sie war nicht allein gewesen. Sie konnte sich kein Urteil über Cailíns Tat anmaßen. Oder doch?

Woran ich glaube Cailín? Nicht an die Wiedergeburt, zumindest nicht in der Art, in der sie oft gelehrt wird. Die Hülle ist fort, aber der Geist besteht weiter, und ich glaube – nein ich weiß – woher die Geschichten von der Hölle stammen. Was glaubt Ihr wie Dämonen entstehen? Das sie sich vermehren, wie gewöhnliche Lebewesen?

Myriels Stimme bekam etwas lauerndes.

Ich bin nach meinem Tod empfangen worden von jemandem der in seinem Leben gewiss kein Engel war. Und je länger man in dieser Zwischenwelt gefangen ist, je weiter man sich von der Welt der Sterblichen entfernt, desto mehr von dem verschwindet was man „menschlich sein“ nennt. Gefühle, Beziehungen, Wertschätzung, das alles verblasst, bis irgendwann nichts mehr davon übrig ist. Was bleibt dann noch, von dem was man Geist oder Seele nennt?

Sie ließ die Frage im Raum stehen, und schien auch keine Antwort darauf zu erwarten.

Ich war an den Gott gebunden. Ich habe meinen Preis bezahlt.

Die Druidin setzte an noch etwas hinzuzufügen, doch in diesem Augenblick trat ein junger Mann in den Raum und kam auf sie zu.

In der Halle steht ein Zwerg, der Euch zu sprechen wünscht Lady Myriel. Ein gewisser Cranneg vom Klan der Koglarn.

Myriel zog eine Augenbraue in die Höhe. Ein Zwerg, der sie hier aufsuchte? Das war mehr als ungewöhnlich. Sie leerte ihre Teetasse mit einem letzten Schluck und stand auf.

Verzeiht Cailín, ich fürchte wir müssen dieses Gespräch zu einem anderen Zeitpunkt fortführen. Falls Euch das Thema überhaupt so sehr interessiert, das Ihr das wünscht.

Sie nickte der Bardin zu und ging gemäßigten Schrittes aus dem Raum um in die Halle zu gehen. Dort angekommen erkannte sie den Zwerg aus der Schmiede wieder, doch noch immer war ihr schleierhaft, was er von ihr wollen könnte.

Seid gegrüßt Cranneg vom Klan der Koglarn. Ihr wolltet mich sprechen?
Autor: Darius Datum/Zeit: Mi., 13. Dez 2017, 00:54
Ein wenig flau in der Magengegend stand er in der Halle des Magierturms, die Arme vor der Brust verschränkt. Seine Neugierde, was sich hinter den einzelnen Türen im Erdgeschoss oder gar im Obergeschoss verbarg, war so gut wie nicht verhanden. Er dachte da eher an die Blitze zurück, mit denen einer der Schmuggler in seinem eigenen Kettenhemd geschmort worden war. Nein, Magie war nichts für ihn und würde es wohl auch nie sein.

Mahal sei Dank musste er nicht lange warten, bis sich Myriel blicken ließ. "Mahal zum Gruße" , grüßte er sie mit einem ernsten Nicken und kam dann gleich auf den Grund seiner Anwesenheit zu sprechen. "Erzmagierin Myriel, ich benötige eure Dienste und Kenntnisse. Mir wurde in Nighton von eurem Orden versichert, dass ihr euch als Druidin mit Pflanzen auskennt."  Das Thema war ihm nicht so angenehm und vor allem wollte er nicht einfach eine Kundin damit überfallen, die er gerne wieder einmal in seiner Schmiede sehen würde. Aber bisher war er in Dragonia so oft vergiftet worden, dass ihm der Gedanke gekommen war, warum er dies nicht für sich selbst nutzen konnte.

"Um es kurz zu machen. Kennt ihr euch mit Giften aus? Am besten diejenigen mit denen man Waffen behandeln kann? Ich suche jemanden, der mir solche in kleinen Mengen verkaufen könnte." , angespannt sah er die Erzmagierin an. Sie konnte einfach verneinen und er würde wieder gehen... vielleicht hätte er sich doch erst an Rorokpal wenden sollen, die immerhin in einer Apotheke arbeitete. Es war gar nicht so einfach hier seine Nerven zu behalten und es half wohl auch nicht, dass er eine stoische Miene zur Schaue stellte um seine Nervösitat zu überspielen.

-460 Gm für vier Portionen Gift (je 105 Gm für eine Portion. Ändere es noch, falls ein anderer Preis festgelegt werden sollte.


+4 Portionen (schwaches) Kontaktgift
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 14. Dez 2017, 20:07
Cailín vermochte nicht zu beurteilen, ob Myriel Erleichterung empfand. Manchmal half Reden die Schwere abzuschütteln. Dann wieder wühlte ein Thema mehr auf als es tröstete. Die beiden Frauen wurden rüde unterbrochen. Verständnisvoll neigte die Bardin den Kopf, als Myriel sich entschuldigte.

"Ein Besucher geht stets vor, werte Myriel. An einer Fortführung unseres Gespräch bin ich außerordentlich interessiert."

Nachdenklich blickte Cailín der Erzmagierin hinterher, trank ihren Tee und knabberte den letzten Keks.

Was bleibt dann noch, von dem was man Geist oder Seele nennt. Wenn alles "menschliche" fort war. Bedurfte die Seele dieser Bindungen überhaupt? Was sollte sie damit in einer anderen Dimension anfangen? Beziehungen, Werte, Besitz, nichts davon war relevant auf dem Weg zu einem neuen Dasein. Cailín war überzeugt, dass eine reisende Seele keinesfalls dazu verdammt war emotionslos zu sein und zu einem Dämon zu werden. Außer, sie hatte sich selbst dazu verdammt. Die Seele war in ihren Empfindungen rein und leer und nur die Erfahrung blieb, diese winzige Essenz, die ein ganzes Lebensdasein ausmachte. Alles andere war unwichtig, allein Beiwerk für das Wirken auf dem Erdengrund. Die Seele brauchte nichts um zu existieren, sie WAR einfach.

Die Bardin erhob sich von ihrem Sitz, räumte die Teetassen fort, säuberte den Tisch von den Krümeln und begab sich zurück in die Bibliothek. Ihr Interesse war geweckt. Dämonen. Waren es tatsächlich verirrte Geister?
Autor: Myriel Datum/Zeit: So., 17. Dez 2017, 22:08
Die Augen der Schwarzmagierin verengten sich zu schmalen Schlitzen, als Cranneg danach fragte ob sie Waffengifte herstellen könnte. Prüfend sah sie den Zwergen an. Warum kam er mit dieser Frage ausgerechnet zu ihr? Das Bewohner Nurus sie hin und wieder in ihrer Hütte aufsuchten um ausgefallene Sachen zu erhalten war nicht ganz so ungewöhnlich, aber ein Zwerg der in Nighton wohnte? Dann fiel ihr wieder ein, das er der Waffenschmied war, der ihr die Wurfsterne verkauft hatte. Vielleicht hatte er einfach eins und eins zusammen gezählt.

Ja, damit kenne ich mich aus. Kommt mit.

Sie führte Cranneg in einen Raum, der für Unwissende äußerst suspekt aussehen musste. Dutzende von Glasgefäßen, in denen die unterschiedlichsten Sachen unter Alkohol gelagert wurden standen in den Regalen, dazu Tiegel und Töpfe mit Kräutern, Pulvern, und Salben. Auf den sorgfältig angebrachten Schiltern standen Sachen wie "Froschschenkel", "Molchaugen" oder "gepresster Giftsumach". Der Geruch, der in der Luft lag, war undefinierbar, auf einem Tisch war eine Apparatur aufgebaut in der eine rötliche, sirupartige Flüssigkeit vor sich hin blubberte und in einem Eckregal lag sogar etwas, das wie ein menschlicher Skelettschädel aussah. Myriel griff in eines der Regale und nahm eine Phiole mit einer glasklaren Flüssigkeit heraus, die so unschuldig aussah wie ein Glas Wasser.

115 gm pro Fläschchen. Die Menge reicht für eine Langwaffe, 3 kleine Waffen, 5 Wurfwaffen oder 10 Pfeile oder Bolzen. Das Opfer wird bei einem Treffer teilweise gelähmt und so in seinen Handlungen verlangsamt.

105 gm Herstellungskosten pro Portion, ein Topf kostet in der Rüstungsschmiede 90 gm.
Autor: Darius Datum/Zeit: Mi., 10. Jan 2018, 18:38
Cranneg fühlte sich, als ob er von einem großen Raubtier beobachtet wurde, als ihn die Magierin aus zu schlitzen vereengten Augen musterte, nachdem er seine Frage gestellt hatte. Glücklicherweise musste er dem Blick nicht lange standhalten, bis sie zugab die erforderlichen Kentnisse zu besitzen und ihn aufforderte ihr zu folgen. Artig nickte er und versuchte bei ihr zu bleiben, ohne sich allzu neugierig umzusehen.

Der Raum, in der er dann geführt wurde, wirkte bizarr auf ihn, allerdings war es eine Werkstatt, wie seine Schmiede und so fühlte er sich nicht allzu beunruhigt von den fremden Werkzeugen und Materialien. Wo er mit Metall, Edelsteinen und Holz arbeitete, wurden hier eben Teile von Pflanzen und Tieren benutzt. Zumindest hoffte er bei letzterem, das es sich nur um Tiere handelte. Der Schädel in dem Regal machte ihm da ein wenig Sorgen.

Schnell und kompetent wurde ein Fläschen aus einem der Regale hervorgeholt und ihm präsentiert. 115 GM waren nicht wenig, aber er rechnete kurz durch, wie viel er brauchen würde und nickte dann zufreiden "Der Preis hört sich vernünftig an. Habt ihr etwas dagegen, wenn ich eure Dienste weiterempfehle falls ich danach gefragt werde? Nur damit keine Missverständnisse aufkommen.",  fügte er beschwichtigend hinzu, die Hände leicht gehoben.

Magier waren ihm unheimlich mit ihrer Fähigkeit scheinbar aus dem Nichts etwas zu erschaffen. Wie Blitze zum Beispiel.  Besser war es daher diese Erzmagierin nicht zu erzürnen, indem er einfach mit diesem Wissen hausieren ging.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Do., 08. Feb 2018, 16:48
Der Zwerg entpuppte sich als äußerst vernünftig und versuchte gar nicht erst zu handeln. Er entschied sich für vier Phiolen und gab ihr ohne zu Zögern die verlangte Summe. Myriel ließ das Gold in einer Schublade verschwinden und überlegte einen Augenblick, bevor sie ihm auf seine Frage antwortete.

Ich wäre nicht sehr erbaut darüber, sollte sich die Stadtwache hier einfinden und nach Giften suchen. Überlegt es Euch also gut, wem Ihr davon erzählt. Grundsätzlich habe ich aber gegen ein gutes Geschäft nichts einzuwenden.

Sie begleitete Cranneg noch zur Tür und nickte ihm zum Abschied zu.

Gehabt Euch wohl. Ihr wisst wo Ihr mich findet, solltet Ihr Nachschub benötigen.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 24. Okt 2018, 11:30
Gedankenverloren…spazierte der unterbeschäftige Magier die Treppe hinunter und wäre fast kollidiert. Erschrocken aber auch erbost wollte er sofort loslegen, wie es eben so sein Unart war.
Hübsche, blinde Äffin kannst Du ….“ Er stockte und besah sich, wer diese Person war. „Ihr? Ich erinnere mich, Ihr seid die höflichste und gelehrigste Schülerin gewesen, die ich je hatte. Ihr habt bei mir….Jonglieren gelernt? Oder war es Schriftzeichen malen? So helft mir doch, Marenic. Ihr seid doch Frau Marenic ?“ so ganz sicher war er dann aber doch nicht. Nicht, dass er krankhaft vergesslich wäre, aber sein Personengedächtnis war nicht so besonders gut ausgeprägt.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 24. Okt 2018, 11:49
Was jahrelang erprobt war, tat Cailín ganz automatisch: Sie setzte einen bezaubernden Blick auf und himmelte den grantigen Magier von unten hinauf lieblich an.

"Magister Cornmandl!", rief die Druidin freudig aus. "Euch hier zu treffen, Meister, lässt mein Herz vor Freude tanzen. Ich bin es, Cailín, die Ihr Fische habt katalepsieren lassen. Ein übrigens sehr brauchbarer Zauber. Was mir allerdings ebenfalls sehr notwendig erscheint, ist die Vertiefung der Suggestion. Was soll ich damit erreichen, mit zwei einzelnen Worten, die ein schwacher Mensch befolgt. Ein richtiger Befehl, vielleicht sogar gegen die Überzeugung des Opfers, das wäre in meinem Sinn. Gibt es dazu Schriften in unserer Bibliothek?"

Ihre blitzblauen Augen funkelten in Aussicht auf die Herausforderung.

Cailín möchte Suggestion auf Experte lernen
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 24. Okt 2018, 13:26
Der blitzgescheite Magier ging der raffinierten Bardin sozusagen bereitwillig und durchaus freiwillig auf den Leim ohne es zu merken. „Natürlich, wie..die Freude ist ganz meinerseits. Als Frauensperson, wirklich gut, ganz unerwartet. Wenn ich Euch sonst noch? Cailín? Ach, was für ein Zufall, dass wir uns gerade jetzt treffen. Ich kann Euch im Vertrauen sagen, ich habe einige interessante Fortschritte gemacht, was die Beeinflussung völlig fremder Personen anbelangt. Alle, die ich bislang versuchte zu belehren, haben sich entweder nicht interessiert oder waren untalentiert oder beides. Ich kann Euch Sachen …“ das tat er dann auch, er schmiss mit Fachbegriffen wie Auto oder Hetero Begriffen herum und wie das Hirn bzw. dessen Tätigkeit ausgeschaltet oder umgangen wird. Völlig untypisch für den eher wortkargen Grantler. Jedem Laien musste alsbald der Kopf brummen. Aber auch wie unfassbar blöd sich vor allem Weibspersonen angestellt haben. Ohne solche Geschichtchen ging es nicht.

In der Tat hatte er gar nie versucht sein Wissen zu verbreiten und wenn jemand zu ihm gekommen wäre, er hätte es bestimmt in Kürze bereut. Andere hatten einfach das Pech, ihn zugeteilt zu bekommen. Es gab nur wenige Leut, die es verstanden ihn um den Finger zu wickeln.

Cailin bekommt das theoretische Rüstzeug 
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 24. Okt 2018, 18:11
Es wirkte. Die Schmeichelei, das Lächeln der Schülerin für den grandiosen Meister, der Wunsch von ihm, und nur von ihm, zu lernen. Dabei war es Zufall, dass sie heute hier aufeinander getroffen waren. Cailín hatte vorgehabt den Band des Hyronimus Mader, eines Magisters der Geisteswissenschaften, ausfindig zu machen, um mehr über die Manipulation des Geistes herauszufinden.

"Ohja, Sachen...", wünschte Cailín begierig, lauschte Cornmandl mit großen leuchtenden Augen und halbem Ohr. Ihr brummte wahrlich der Kopf bei den theoretischen und etwas wirren Ausführungen. Kam es ihr nur so vor oder war der Magister in seinem Gedankengang etwas sprunghaft?

"Ja, ja, Ihr habt schon recht. Als Frauenperson tut man sich um vieles schwerer und bedarf der fachkundigen Anleitung. Ich verstehe Euren Ärger und Euren Frust, daher lerne ich stets fleißig was Ihr mir beigebracht. Die Katalepsie durfte ich bereits im Notfall erproben, die Suggestion klappt auch so leidlich mit zwei Worten. Diesen Zauber zu verfeinern, sagte ich mir, das kann mir nur der herausragende Magister Cornmandl lehren", gab sie sich hilfsbedürftig und auf seine fachkundige Unterstützung angewiesen. "Ihr versteht es in Worten zu sprechen, die das einfach gestrickte Gehirn einer Frauensperson verstehen kann."

Aber nicht hier auf der Treppe, das war doch etwas unbequem und dem Lehrenden nicht angemessen. Daher wartete sie ab wohin Cornmandl sie führen würde, ehe sie ihre Fragen stellte. Denn dass er sie unterrichten würde, da hätte sie ihre Schuhe drauf verwettet.

Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 25. Okt 2018, 10:58
"Obwohl Ihr unübersehbare Merkmale einer Frau, einer schönen Frau, wie ich anmerken darf, an Euch habt, arbeitet Eurer Kopf, wie der eines Mannes. Das kommt selten vor. Viel öfter sitzt auf einer tadellosen Figur der Kopf eines Schafes oder eines Esels. Andernfalls ist mit Mannweibern nicht gut Kirschen….aber das bringt mich auf die Idee.
Wir 2 machen einen Ausflug zum Markt dort ist die richtig Simplizität zu Hause, die wir beide brauchen
.“

Ausbildung geht am Marktplatz zu Nuru weiter
Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 04. Dez 2018, 13:23
Direkt nach der Ausbildung am Marktplatz

Cailín erreichte den Zirkel noch vor Meister Cornmandl. Auf einer unteren Stufe an der Treppe, die dem Pentagramm in der Halle gegenüber lag, machte sie es sich bequem und wartete. Bestimmt war er fuchsteufelswild, weil sie ihn dem Mob überlassen hatte. Besser wäre es vermutlich ihm die nächsten Stunden aus dem Weg zu gehen. Andererseits hatte sie lediglich seine Anweisung befolgt.

Ein freches Grinsen auf den Lippen harrte sie geduldig auf die Rückkehr des Magisters. Es gab noch eine Frage, die ihr auf der Zunge brannte. Eine Frage zu der meisterhaften Illusion - dem Teich - die er mitten in der Stadt gezaubert hatte.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 04. Dez 2018, 14:42
Zum Glück kannte sich Cornmandl in Nuru gut aus. Als die Masse bedrohlich näher rückte und wilde Verwünschungen ausstieß, die die Absicht durchschillern ließen, ein Exempel hier und jetzt zu statuieren („Henkt den Elfenfreund“ „Den kenn‘ ich, der treibt’s mit allen Elfen“ „Rübe ab, Magierpack, sage ich “), jemand rieß an seinem Mantel, nahm er die Beine in die Hand. Entwischte in einen Toreingang, der auf der anderen Seite in einen hohlen Weg führte, ein Gang unter einem Fließgewässer und schließlich im Hintereingang des Zirkels eine versteckte Tür. So als müsste er sich noch immer sehr vorsichtig sein, schlich er…“Wah ….“ Als er Cailín wahrnahm „wie habt Ihr es geschafft? Der Mob war ja völlig außer Rand und Band, ich war voller Sorge, er könnte Euch etwas antun. Seht selbst “ Er zeigte auf den kaputten Mantel.

Ich…ich muss…brauche etwas Ruhe  und Ihr…sicher auch, Frauen verlieren so schnell die Übersicht, das Gleichgewicht und die Fähigkeit zum rationalen Handeln, wie Ihr bestimmt selbst wisst. Am Ende bleibt nur Hysterie

Er atmete kurz durch und verbeugte sich dann „Ich werde mich jetzt etwas zurückziehen und dann sprechen wir die letzten Übungen nochmals durch, damit Ihr das festigen könnt .“ Er war schon fast oben, als er noch nach unten sprach: „Wenn Ihr das mit dem Stöhnen nochmals…später, es gab mir einen wohligen Schauer. In meinem Alter ist das schon viel .“
Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 04. Dez 2018, 15:23
Ihre Fähigkeit sich geschickt zu tarnen gedachte sie besser nicht zu verraten. Cornmandls überlegene Haltung Frauen gegenüber zu enttäuschen lag ihr ebenso fern. Daher ließ sie den Kopf in den Nacken sinken, warf sie den Arm hoch, presste den Unterarm gegen die Stirn und stöhnte erschöpft.

"Es war ein wahrer Alptraum, Meister. Wie ich hierher gelangte, ich weiß es nicht. Ich bin völlig aus dem Gleichgewicht. Ich kann kaum klar denken. Ein bisschen Ruhe, oh jaaaaaaa, ich sehne mich nach Ruhe..."

Wenn er ein laszives Stöhnen wollte, das konnte er bekommen so oft er wollte. Cailín linste unter den halb geschlossenen Augenlidern zu Cornmandl hoch, der über ihr auf der Treppe thronte.

"Ich werde Euch mit unstillbarer Sehnsucht erwarten, durchlauchtigster Meister. Das mit dem Teich... die Illusion... ich muss wissen wie Ihr es angestellt... später", keuchte sie hinter ihm her. Erst als Cornmandl um die Ecke verschwunden, die Tür ins Schloss gefallen und Stille eingetreten war, ließ Cailín den Arm sinken und schmunzelte vergnügt. Männer. Es war einfach herrlich mit ihnen zu spielen. Dies gab ihr einen wohligen Schauer.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 07. Dez 2018, 09:15
Es tat gut, die schon lange entbehrte Achtung und Ehrerbietung endlich einmal zu bekommen, die Cornmandl meinte, schon immer verdient zu haben. Gut, dass es so aufrichtige und ehrliche Frauen wie Cailín gab, die den Meister und seine Fähigkeiten ausreichend würdigten. Als Gegenzug durfte er natürlich keine Wunder erwarten, zumal sie eben nun mal frau war, aber er würde sich ins Zeug legen, dass sie im Rahmen ihrer Fähigkeiten eine gute Figur machen konnte.

Als er wieder bei der jungen Bardin angekommen war, erinnerte er sich, dass diese gerne wissen wollte, wie er das mit dem Teich angestellt hatte. „Ich hoffe, Ihr konnte euch etwas regenerieren und Eure Haltung wieder herstellen. Ihr seht immer noch mitgenommen aus …“ er tätschelte väterlich ihre Wangen, aber ohne irgendwelche oder gar böser Absichten. „Ihr müsst Euch wieder fangen. Alles gut? Dann folgt mir

Während sie die Treppen in den Keller hinabstiegen dozierte Cornmandl: „Der Teich, war schon mehr wie ein reines Blendwerk, hier musste ich große Mengen Illusions-Magie anwenden. Während ich Blendwerk mit zumindest etwas vorhandenem bewirken kann, muss ich bei der Illusion völlig ins Unbekannte tauchen. Und von dort habe ich mir das viele Wasser geholt, das ich dann vor Euch ausgebreitet habe. Ein wahrlich schwieriger Akt. Es scheint Euch beeindruckt zu haben. Ah, wir sind da .“

Er zog einen Schlüsselbund aus seiner Jacke und sperrte ein Zelle auf. Ein grünhäutiger Ork kauerte auf seinem Holzgestell das ihm wohl als Liegestatt diente und spielte mit Wäscheklammern. „Ein jämmerliches Wesen…übrigens was seht Ihr, was meldet Euer Gehör ?“

[Cailín sieht einen Ork, dem riesige Daumenschrauben angezogen sind und der fürchterlich brüllt

Caillín würfelt 1W6
von 1 aufwärtsteigend wird sie immer mehr das Blendwerk durchschauen, aber nie ganz]
Autor: Silvana Datum/Zeit: Fr., 07. Dez 2018, 11:49
In einer bescheidenen Gästekammer hatte sich Cailín ausgeruht und wartete hernach wieder in der Halle geduldig auf den Magister. Er platzte in ihre Betrachtung des Pentagramms, das in den Boden eingelassen war und auf dem sie ihr Aufnahmeritual zelebriert hatte.

"Wie? Ach ja, wir Frauen brauchen länger in der Regeneration als die Krone der Schöpfung, der Mann. Die Energie fließt langsamer. Ihr kennt das ja. Es ist ja bei allen Frauen dasselbe." Sie lächelte hingerissen auf sein Tätscheln hin und folgte ihm in den Keller hinab.

"Ein wahrlich meisterhaftes Blendwerk, durchlauchtiger Meister. Wir sind ja sogar nass geworden. Eine Illusion zum Anfassen. Absolut beeindruckend. Ich wünschte, ich könnte nur die Ansätze von Eurem Wissen beherrschen."

Cornmandl zog einen Schlüssel hervor, werkelte an einem Schloss herum und öffnete eine Zelle. Gellendes Geschrei überfiel die beiden Magiekundigen, dass der Bardin die Ohren klingelten.

"Bei den Göttern!" Cailín starrte erst den Ork, dann die Daumenschrauben und zuletzt die Tür an. "Aus welchem Holz ist diese Tür gemacht?", ließ sie sich ablenken. "Man hört von außen gar nichts von diesem infernalischen Geplärr. Kann man das leiser stellen? Das schadet meinem feinen Bardengehör."

Cailín war drauf und dran dem Ork die Daumenschrauben etwas weniger streng zu schrauben, da meinte sie ein leichtes Flirren zu bemerken. Sie kniff die Augen zu Schlitzen, sah genauer hin.

"Sagt, Magister Cornmandl, kann es sein, ich bin nicht ganz sicher... oh, ich bin sicher, Ihr stellt mich auf die Probe... sind die Daumenschrauben oder gar der Ork... nein, unmöglich, er sieht völlig echt aus. Eine Illusion kann niemals solche Töne erzeugen. Oder?"

Unsicher äugte die zierliche Bardin von unten zu dem Magister hinauf.

Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 12. Dez 2018, 13:17
Cornmandl sah sich immer wieder in seiner unumstößlichen Meinung bestätigt: die Frau ist eindeutig das von der Natur benachteiligte Geschöpf – zu schwach, zu wankelmütig, zu …alles ‚zu‘. Nur in Punkto Anmut und Schönheit waren sie den Männern hauthoch[!] überlegen. Und bessere Kokosmakronen stellten sie auch her.

Dabei war Cailín noch eine der Besseren ihrer Schwestern. Sie brachte immer mal etwas zustande, was man von vielen anderen nicht behaupten konnte.

Eiche – eine simple Eichentür, werte Frau. Wir verwenden keine aussterbenden Baumarten für unsere Türen .“  beantwortete der Magier geduldig Cailíns Frage.

Um sich danach an den Windungen der Bardin zu amüsieren. „Nein, leiser geht nicht. Entweder Ihr durschaut das Schauspiel oder ihr werdet getäuscht – mit allen Folgen. So einfach ist das!

Schon eilte sie zu dem Ork…blieb aber auf halben Weg stehen und plötzlich lagen Zweifel auf ihrer Zunge. „Doch, junge Frau, doch. Ihr habt es fast geschafft ein Blendwerk zu durchschauen. Aber eben nur fast. Doch ist es wichtig, wenn man ein solches erschaffen möchte, auch weiß, wie man ein solches durchschaut .“

Er konstatierte einen unsicheren Blick: „Ihr braucht Euch nicht zu schämen und zu grämen – ihr seid eine Frau, da seid ihr für alles entschuldigt .“ Er schnippte ein Wäscheklammer zu ihr. „Versucht es mal damit ….“

[Cailín versuche in 5W6 Versuchen dem Carnmandl - oder sonst wem - Qualen zuzufügen, natürlich nur als Blendwerk!

Es gelingt Dir allerdings nur bei 6. Gelingt es Dir, Bist Du Belndwerk Meister, wenn nicht, müssen wir noch eine Schleife drehen]
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 12. Dez 2018, 14:17
Das mit den Kokosmakronen ist bis heute nicht gänzlich bewiesen. Es gibt auch weibliche Bäckerinnen, denen der Teig im Ofen bis auf Fladenform zerrinnt. Cailín gehörte zu jener Sorte Frau. Aber das wusste der Cornmandl ja nicht. Und Cailín wusste nicht, dass Cornmandl glaubte, sie könne saftig weiche Kokosmakronen herstellen. So blieb es ihr erspart ihn anzulügen. Das Blendwerk Cailín als einzigartiges Schauspiel blieb für den Magister also undurchschaubar.

Das Rätsel um den Ork hingegen wurde gelüftet. Da saß tatsächlich nur ein Ork auf einem Holzgestell und spielte mit... "Wäscheklammern!" Cailín fing die kleine Holzklammer auf. "Oh, werter Meister, Ihr habt mich ganz schön an der Nase herumgeführt. Es ist jeden Tag beschwerlich nur als Frau geboren worden zu sein. Habt Dank für Eure Geduld. Ihr seht, ich gebe mein Bestes. Nur für Euch."

Ein koketter Augenaufschlag. Ein anhaltendes Stöhnen, da sie sich anstrengte das Blendwerk nachzumachen. Zumindest äußerlich. Während die Bardin für Cornmandl die Augen verdrehte als beschere er ihr den einzigartigsten Höhenflug ihres Lebens, konzentrierte sie sich innerlich auf die Energien, die noch im Raum schwangen. Fühlte sich in das Gedankenbild hinein, das bis vor kurzem ihren Verstand betrogen hatte. Tastete dann behutsam nach den energetischen Schwingungen ihres Lehrmeisters, um herauszufinden, wie hoher Intelligenz eine fremde Vorstellung vorgegaukelt werden konnte. Cornmandls Verstand blockte die ersten Versuche ihm ein Blendwerk auf die Daumen zu zaubern. Nein, so ging das nicht. Der Ork hatte die Wäscheklammern in Händen gehalten. Sie waren real. Musste es ein reales Gebilde geben, über das man die Illusion stülpte?

"Meister, diese Daumenschrauben sind allererste Qualität. Eichenholz. Genau wie die Tür", behauptete die Schwarzhaarige, drehte die Wäscheklammer in Händen hin und her und hielt sie dem Magister hin. "Könntet Ihr bitte kurz halten? Es stört meine Konzentration. Ihr wisst ja, Frau halt."

Cailín nutzte die Ablenkung und griff nach den gedanklichen Verknüpfungen. Jeder Mensch ordnete das was er sah, hörte oder fühlte, in eine Kategorie ein. An diese musste sie anknüpfen. Wenn sie erst etwas behauptete waren Augen und Tastsinn viel leichter bereit dem zu glauben. Mit dem Aufschrei des Magisters wusste sie, sie hatte es geschafft. Die Illusion des Schmerzes klang in ihren Ohren wunderbar... gequält.

"Oh, oje, Meister, wie schrecklich, ich ertrage es nicht... verzeiht..."

Damit huschte sie nach draußen, schlug die Zellentür hinter sich zu und ward verschwunden.

Cailín erlernt Blendwerk auf Meister