Thema Zusammenfassung
Thema Zusammenfassung: Apothekenturm "Quelle der Heilung"
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 05. Mär 2018, 13:51
Quelle der Heilung  

Zwar liegt der von Efeu umrankte Apothekenturm etwas abseits der Hauptstraßen, dennoch kann man ihn mit seinen elf Metern zwischen den übrigen Häusern kaum übersehen. Einst von der Erzmagierin Myriel nach dem Krieg erbaut, hat ihn die Waldelfe Shikra übernommen und steht dort nun den Einwohnern und Besuchern der Stadt Drachenauge mit Tränken und Heilzaubern zur Verfügung.

Das eiserne Tor, welches den Zugang zu dem umzäunten Grundstück gewährt, steht immer offen und erlaubt den Besuchern nach einem kurzen Weg durch Kräuterbeete und einzelnen Obstbäumen die Apotheke zu betreten.

Der Verkaufsraum zeigt sich hell, ordentlich und freundlich. Ziemlich in der Mitte des Raums ist eine Verkaufstheke angebracht, dahinter ein paar Regale mit verschiedenen Tränken. Rechts neben der Türe, in einer kleinen Nische steht ein Tisch mit Obstkorb und zwei bequemen Stühlen, wo die Elfe gerne ein Buch liest oder sich mit ihren Besuchern unterhält.


Auf der Theke steht ein Schild, das eine Übersicht über die Waren bietet, die in der Apotheke zu erwerben sind:


kleiner Heiltrank (10 LP, pro Runde 5 LP): 20 GM

großer Heiltrank (alle fehlenden LP werden aufgefüllt, pro Runde 10 LP): 50 GM

kleiner Manatrank (10 MP): 20 GM

großer Manatrank (alle fehlenden MP werden aufgefüllt): 60 GM

Gegengift (heilt Vergifungen): 20 GM

Wiederbelebungstrank (kann Verstorbene wiederbeleben): 120 GM

Regenerationstrank (kann 60-90% der maximalen LP auffüllen, Wert wird ausgewürfelt): 150 GM

Stärketrank (für einen Kampf: + 5 Stärke, - 5 LP): 100 GM

Schutztrank (für einen Kampf: + 3 Schutz, - 3 Stärke): 150 GM

Wundbinden (kein weiterer Verlust an LP durch Wunden, Schutz für Pferde bei 4 Wundbinden): 10 GM

Stammkunden erhalten ab dem 3. Einkauf 10 Prozent auf ihren Einkauf


Inhaber:
Waldelfe Shikra

Angestelle:
Mareika (Verkäuferin)

Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 05. Mär 2018, 13:52
Buchhaltung

März 2018

Einnahmen: 500 GM

April 2018

Einnahmen: 700 GM

Ausgaben:
225 GM (Torfstecherei in Drachenauge) für 45 Einheiten Torf
50 GM (Wirtshaus in Drachenauge) für 5 Biere
150 GM (Gerberei und Weberei in Nighton) für 3 Stoffe und 2 Lederstücke
600 GM (Gärtnerei Vergissmeinnicht in Nighton) für 100 Kräuter

Herstellung
12 kleine Heiltränke (-12 Kräuter, -6 Torf)
8 große Heiltränke (-20 Kräuter, - 12 Torf)
6 Gegengifte (-3 Kräuter, -6 Torf)
4 Wiederbelebungstränke (-40 Kräuter, -8 Torf, -Mana)
Manatränke (-Mana)
15 Wundbinden (-3 Stoffe)

für Shikra:
5 kleine Heiltränke
2 große Heiltränke
3 Gegengifte 
2 Wiederbelebungstrank
2 kleine Manatränke
5 große Manatränke
3 Wundbinden

Einlagen
5 Holz (Forsthaus in Drachenauge) bezahlt durch Shikra

Verkäufe
+ 240 GM (von Lethia) für 3 kleine Heiltränke, 2 kleine Manatränke, 1 Gegengift, 2 Wundbinden, 1 Wiederbelebungstrank

Entnahme: - 400 GM

Mai 2018

Einnahmen: 500 GM

Entnahme: - 200 GM

Juni 2018

Einnahmen: 100 GM

Verkäufe
+ 20 GM (von Lisann) für zwei Wundbinden
+ 18 GM (von Lisann) für ein Gegengift
+ 72 GM (von Cailin) für vier Gegengifte

Herstellung
10 Gegengifte (-5 Kräuter, -10 Torf)

Juli 2018

Einnahmen: 900 GM

Verkäufe
+ 36 GM (von Lisann) für zwei kleine Heiltränke

August 2018

Einnahmen: 700 GM

Herstellung
6 kleine Heiltränke (-6 Kräuter, -3 Torf)

September 2018

Einnahmen: 300 GM

Verkäufe
+55 GM (von Merdarion) für drei kleine Heiltränke
+15 GM (von Tordis) für einen kleinen Heiltrank (und vier Kräuter geschenkt)

Oktober 2018

Einnahmen: 1000 GM

Ausgaben:
650 GM (Gärtnerei Vergissmeinnicht in Nighton) für 120 Kräuter

November 2018

Einnahmen: 300 GM

Verkäufe
+215 GM (von Rorokpal) für 4 kleine Heiltränke, 2 große Heiltränke, 1 Gegengift, 4 Wundbinden

Dezember 2018

Einnahmen: 400 GM

Ausgaben
300 GM (Torfstecherei Drachenauge) für 60 Torf

Herstellung
12 kleine Heiltränke (-12 Kräuter, -6 Torf)
4 große Heiltränke (-10 Kräuter, - 6 Torf)
4 Wiederbelebungstränke (-40 Kräuter, -8 Torf, -Mana)
Manatränke (-Mana)

für Shikra:
4 kleine Heiltränke
2 große Heiltränke

Januar 2019

Einnahmen: 900 GM

Herstellung
10 große Heiltränke (-25 Kräuter, - 15 Torf)

Verkäufe
+ 20 GM (von Askladd, im Wald bei Drachenauge) für 2 Gegengifte
+1000 GM (von Phelan) für 10 große Heiltränke, 5 große Manatränke, 10 kleine Manatränke

Februar 2019

Einnahmen: 200 GM

Verkäufe
+120 GM (von Christian) für 1 WBT
+60 GM (von Domitia) für 2 kleine Heiltränke und 1 Gegengift

Ausbildung
am Hohenturm mit Landolin: verbesserter Heilzauber auf Experte und Meister: -2250 GM an die Gilde

März 2019

Einnahmen: 200 GM

April 2019

Einnahmen: 600 GM

Mai 2019

Einnahmen: 400

Herstellung:
+ 10 kleine Heiltränke (-10 Kräuter, - 5 Torf)
+ 6 Gegengifte (-3 Kräuter, -6 Torf)

Verkäufe
+ 180 GM (von Arinna) für 5 kleine Heiltränke, 4 Wundbinden, 2 Gegengifte

Juni 2019

Einnahmen: 900

Juli 2019

Einnahmen: 100

Kasse:
5926 GM
Inventar:
30 Kräuter
14 Torf
5 Holz
5 Bier
0 Stoffe
2 Leder
11 kleine Heiltränke
6 große Heiltränke
Manatränke
7 Gegengifte
4 Wiederbelebungstrank
0 Wundbinden
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 05. Mär 2018, 13:53
Shikras "Umbauarbeiten" folgen
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 06. Mär 2018, 23:03
von hier kommend

Mit schnellen Schritten erreichten die beiden den Apothekenturm. Obwohl sie sich beeilt hatten, war Shikra ziemlich nass geworden.

Sie betraten den Verkaufsraum. All zu viel hatte sich hier, seit Cailins letzen Besuch, nicht verändert. Auf dem Tisch, an dem sie das letzte Mal gesessen hatten, lagen einige Bücher herum und ein kleines Tischchen neben der Türe war neu. Dort hatte die Elfe ein paar Tannenzweige und Zapfen hingerichtet, sodass sich in der Apotheke ein angenehmer frischer Geruch ausbreiten konnte.

"Kann ich Euch einen Tee anbieten? Oder ein Handtuch zum Trocknen? Oder wollt ihr gleich mit einem Rundgang beginnen?"
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 07. Mär 2018, 10:27
Schwungvoll schob Cailín die Kapuze vom Kopf und den Umhang von den Schultern. Die Schlaufe am Hals war mit einem Handgriff gelöst. Sobald sie genug Geld dafür übrig hatte wollte sich die Bardin eine hübsche Fibel kaufen.

"Habt vielen Dank, es ist nur nasser Stoff. Rubbelt Euch selbst rasch trocken, sonst holt Ihr Euch womöglich eine Erkältung. Man soll nicht mit nassen Haaren herumlaufen zu dieser Jahreszeit."

Cailín sah sich nach einem Haken um. Den patschnassen Umhang über eine Stuhllehne zu werfen kam ihr als Gast nicht in den Sinn. In ihrer Kammer hätte sie es ohne nachzudenken getan.

"Tee wäre eine ausgezeichnete Idee, werte Shikra. Und während er zieht und ein wenig auskühlt dürft Ihr mich gern herumführen. Ich bin schon sehr gespannt auf Eure Tränkeküche. Ihr braue selbst ein wenig, für mich zuhause, diverse Gesundheitstees, Salben, Cremen für die Haut, auch an Haarfärbemitteln habe ich mich schon versucht." Sie schmunzelte. "Nicht für mich. Noch bin ich von weißen Strähnen verschont."
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 12. Mär 2018, 11:05
Als sich Cailin offensichtlich nach einer Möglichkeit umsah ihren Umhang aufzuhängen, nahm ihr die Elfe das Kleidungsstück ab, zeigte der Bardin die Haken, die durch die geöffnete Türe nicht sichtbar waren und hängte ihr den nassen Umhang auf.

Eine Waldelfe mit einer Erkältung wegen ein bisschen nassen Haaren? Shikra musste lachen. "Bekommt Ihr denn schnell eine Erkältung?" Die Elfe wartete die Antwort der Bardin ab, dann ging sie, dankbar, dass ihr Gast es ihr erlaubt hatte, ihn kurz alleine zu lassen, in den ersten Stock, trocknete sich die langen Haare und zog eine trockene Tunika an. Dabei erinnerte sie sich, wie sie Cailin das erste Mal hier im Apothekenturm besucht hatte.

Schwerverletzt wurde sie hergebracht. Das anschießende Gespräch allerdings war für die Elfe anfangs eher unangenehm. Cailin wollte mehr über ihren verbotenen Zauber auf der weisen Schlange herausfinden. Nachdem sie dann das Thema gewechselt hatten, wurde es ein netter Nachmittag, an den sich der junge Heilerin gerne erinnerte.

Trocken betrat sie wieder den Verkaufsraum und setzte einen Tee auf. „Ihr kennt Euch selbst in der Kunst des Tränkebrauens aus? Ihr überrascht mich immer wieder werte Cailin“ antwortete Shikra auf die Ausführungen der Bardin mit einem leichten Kopfnicken. Bei der Erwähnung von Färbemittel musste die sie herzlich lachen. „Entschuldigt, mit solchen Spielereien habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt. Ich will Euch nicht länger warten lassen. Bitte folgt mir doch nach nebenan.“

Shikra führte die Schwarzhaarige durch eine Türe in den angrenzenden Arbeitsraum. In der Mitte stand ein schöner großer Tisch, auf dem ein Mörser, ein Glasgefäß mit ethanolischem Inhalt und ein paar Kräuter lagen, an der Wand stand ein zweiter Tisch, auf dem weitere Kräuter und andere Zutaten, die die Elfe zum Herstellen der Tränke brauchte gelagert war. Üppig waren die vorhandenen Ausgangsstoffe nicht, Shikra hatte fast alles verarbeitet und war noch nicht dazugekommen, neue zu kaufen. In einem Regal neben dem diesem Tisch waren vielerlei verschiedene gläserne und tönerne Gerätschaften, unter anderem eine Destille, und in einem zweiten Regal waren Gläser mit verschiedenen Flüssigkeiten und leere Phiolen.

„Willkommen im Herzstück dieser Apotheke.“ sagte die Heilerin stolz. „Richtiger Hochbetrieb ist hier im Moment nicht, ich bin in der letzten Zeit nicht dazugekommen Zutaten zu kaufen. Aber bitte, schaut Euch in Ruhe um.“
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 14. Mär 2018, 09:30
"Ich? Nein. Ich erkälte mich selten. Bei Menschen reicht ein feuchter Windhauch und sie husten sich die Lunge aus dem Leib. Mich verwundert immer wieder, dass eine solch verweichlichte Rasse sich derart zahlreich in der Welt ausbreiten konnte. Das liegt wohl an der Fruchtbarkeit."

Cailíns machte das Gesicht von jemandem, der unsicher war ob er das gut oder schlecht finden sollte. Höflich wartete sie im Vorraum, bis Shikra zurückkehrte und folgte der Elfe in die Tränkeküche. Natürlich konnte die Druidin ihrer Gastgeberin nicht auf die Nase binden, dass sie mit allerlei verpönten Ingredienzen experimentierte. Auch würde ein Heiler keine Tränke zur Abtreibung oder Verhütung herstellen oder sich an Giften versuchen. Alraune, Stechapfel, Bilsenkraut und Tollkirsche waren im Apothekenwesen keine alltäglichen Zutaten.

Mit ehrlichem Interesse begutachtete Cailín die wunderbare Glaskonstruktion zur Herstellung von Destillaten. Etwas, das sie leider nicht besaß. Die vielen Phiolen, Gerätschaften und Tongefäße ließen ihre Augen leuchten.

"Herrlich. Ich beneide Euch um diesen Arbeitsplatz. Bitte fragt mich jetzt nicht warum ich nicht selbst Heilerin geworden bin. Das ist eine sehr, sehr lange Geschichte, in der das Schicksal seine Finger im Spiel hatte. Natürlich könnt Ihr jetzt einwerfen, es ist nie zu spät etwas Neues zu beginnen, vor allem wenn man eine Elfe oder eine Druidin ist. Das ist richtig. Vielleicht überlege ich es mir ja eines Tages."

Trotzdem die Regale halb leer waren, zeigte sich Cailín begeistert. "Ihr seid gut sortiert. Die leeren Gefäße zeigen an ihrer Beschriftung, was Ihr hier alles lagert. Wunderbar. Sagt, wie haltet Ihr die Gerätschaften rein? Habt Ihr hierfür ein bestimmtes Reagenz? Zuhause muss ich mir mit kochend heißem Wasser behelfen. Ein bisschen umständlich. Vor allem Glasgefäße springen leicht bei Hitze."
Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 18. Mär 2018, 23:33
Shikra hatte sichtlich große Freude daran, der Bardin ihre Tränkeküche zu zeigen und Cailin war selbst mit Interesse und Neugier bei der Sache. Genau schauten sie die beiden Gefäße und Zutaten an. Besonders die Destille studierte Cailin genau.

"Ihr wärt sicher eine gute Heilerin geworden" antwortete die Elfe, wobei sie sich nicht ganz sicher war. Irgendwie konnte sie sich die Schwarzhaarige nicht dabei vorstellen, wie sie geduldig Verbände anlegte und auf die Bedürfnisse ihrer Patienten einging. Cailin genoss es viel zu sehr im Mittelpunkt zu stehen. "Und wie Ihr selbst sagt, Ihr hättet noch viel Zeit zu lernen"

Auf ihr Sortiment und die Reinigung der Glasgefäße antwortete die junge Heilerin: "Vielen Dank. Ihr habt recht, die Reinigung ist nicht ganz einfach. Bei vielen Gefäßen arbeite ich auch mit Hitze, heißes Wasser also oder trockene Hitze, aber das halten nicht alle Gerätschaften aus. Da kann man entweder mechanisch, also mit Sand, kleinsten Kieselsteinen und oder einem Tuch arbeiten oder mit alkoholischen Lösungen lassen sich bestimmte Verschmutzungen auch gut lösen."

Nachdem sie sich eine gute Zeit lang in dem Arbeitsraum aufgehalten hatten, fragte die Heilerin: "Darf ich Euch noch die anderen Räumlichkeiten zeigen, oder wollt Ihr erst mal einen Tee trinken?" 
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 19. Mär 2018, 11:18
Sie lächelten beide und ohne es zu wissen, dachten sie dasselbe. Cailín wäre keine gute Heilerin geworden. Das Befinden anderer interessierte sie nur peripher. Außerdem besaß sie zu wenig Geduld. Ganz anders Shikra. Die Ruhe selbst. Garantiert in jeder Situation. Die Bardin war ein Temperamentbündel. Längeres Sitzen und Zuhören kam nur dann infrage, wenn der Inhalt von exorbitanter Wichtigkeit für Cailín persönlich war.

Die Kenntnisse zur Reinigung von Gefäßen nahm die Druidin mit Interesse in ihren Wissensschatz auf. "Habt vielen Dank für die Anregungen. Einiges davon werde ich gerne ausprobieren."

Auf die Frage der Heilerin hin warf Cailín einen Blick auf die dampfende Tasse. "Ich schlage vor, wir machen erst den Rundgang und setzen uns hinterher gemütlich zu einer ausgekühlten Tasse Tee."
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 26. Mär 2018, 09:19
"Gut, dann setzen wir unseren Rundgang fort" bestätigte Shikra die Entscheidung der Bardin mit einem Lächeln.
"In den Keller kommen wir durch den Verkaufsraum, den Rest des Turms erreichen wir von hier aus." Dabei deutete die Waldelfe auf die Treppe, die an der Wand in die oberen Räume führte. "ich denke wir sollten uns erstmal zum Dach vorarbeiten" Das Lachen, das dem letzen Satz folgte, wirkte ein wenig aufgesetzt. Shikra wollte damit überspielen, dass sie, vor allem seit sie erfahren hatte, das es Myriel war, die den Turm erbauen ließ, recht ungern in den Keller ging. Doch so ganz glückt war es nicht.

Die beiden erreichten den ersten Stock, hier waren vier Zimmer, alle einfach eingerichtet, sie hatten alle den Charakter eines Gästezimmers. "In diesem Zimmer habe ich bis vor kurzem gewohnt, als ich hier noch angestellt war, doch oben im dritten Stock ist es gemütlicher, eine Küche ist oben und die Aussicht ist auch besser." Das Lächeln war nun wieder echt.
"Im zweiten Stock hatte die Vorbesitzerin eine Art Krankenhaus eingerichtet, sogar mit eigenen Zugang von außen. Das habe ich bisher nicht wieder in Betrieb genommen. Alleine wird mir das zuviel." Und aus einer Laune heraus fragte die Elfe: "Ihr kennt nicht zufällig jemanden, der Lust hätte hier mitzuarbeiten?"

Shikra ließ der Schwarzhaarigen Zeit sich anzusehen, was sie interessierte. Oben im dritten Stock dann zeigte ihr Shikra eine Leiter, die aufs Dach führte. "Das Dach müsst Ihr Euch unbedingt noch ansehen"
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 26. Mär 2018, 12:45
Das verkrampfte Lachen der Elfe fiel Cailín durchaus auf, so wie sie auch Schwankungen in der Tonlage einer Person heraushören konnte. Sie war eine scharfe Beobachterin, aber das musste eine Bardin ebenso wie eine Kleptomanin eben sein, wenn sie überleben wollte. Ohne sich dazu zu äußern folgte sie Shikra in die verschiedenen Räume, sah sich interessiert um und stellte erleichtert fest, dass es nichts gab das ihren kleptomanischen Trieb ausgelöst hätte.

Ein Krankenhaus in der Hauptstadt fand die Druidin gar nicht so verkehrt. "Leider fällt mir auf Anhieb niemand ein, der sich für ein derartiges Projekt begeistern könnte, doch ich werde mich für Euch umhören, werte Shikra. Wäre doch schade, wenn es am Personal scheitern würde."

Je mehr Cailín mit der Heilerin zu tun hatte, umso mehr wuchs die Sympathie für die hübsche, ehrgeizige Elfe.

"Hübsch habt Ihr es hier. Ihr könnt die Räumlichkeiten ja noch Eurem Geschmack anpassen. Das Dach? Aber gern. Von so einem hohen Turm hat man bestimmt einen wunderbaren Ausblick."

Wie vom Schwarzmagierzirkel in Nuru, wäre es ihr um ein Haar herausgerutscht. Gerade rechtzeitig biss sich Cailín auf die Zunge, lächelte stattdessen über die Verlegenheit hinweg und stieg die Leiter voraus hinaus aufs Dach. Oben angekommen sog sie tief Luft in ihre Lungen. Eine frische Brise strich ihr übers Gesicht. Der Regen hatte inzwischen aufgehört. Der Geruch nach Feuchtigkeit umfing sie.

"Ich halte es nie lange innerhalb von Mauern aus. Es beengt mich, als ob mir etwas die Brust zuschnüre. Diese herrliche Weite..." Cailín breitete die Arme aus, als wolle sie die Aussicht umfassen, und genoss die Sicht bis über die Stadtmauern hinaus.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 27. Mär 2018, 16:31
Höfflich bedankte sich die Elfe bei Cailin, für ihr Angebot sich nach einer geeigneten Arbeitskraft um zu hören. Sie selbst könnte allerdings auch ein wenig aktiver danach suchen. Vielleicht kannte Syrena jemanden? Oder sie könnte einen Aushang am Marktplatz machen.

Als Shikra auf die Leiter deutete, die aufs Dach führte schien die Bardin kurz zu zögern. Hatte sie vielleicht Höhenangst? Das konnte die Waldelfe nicht nachvollziehen. Sie selbst kletterte gerne auf Bäumen herum. Je höher, desto besser. Dennoch stieg die Schwarzhaarige dann mutig durch die Dachluke und genoss die Aussicht. Oben angekommen merkte man ihr nichts mehr von eventuellen Bedenken gegenüber der Höhe an.

Shikra musste schmunzeln. Sie war bei ihrem ersten Besuch damals von dem Blick über die Stadt, den angrenzenden Wald und das Meer auch so beeindruckt gewesen, dass sie das große in den Boden eingelassene Pentagramm erst bei ihrem zweiten Besuch hier oben entdeckt hatte.

Die Waldelfe trat zur Bardin an die Balustrade, die den beiden Damen bis an die Hüfte reichte, blickte ein paar Minuten in die Ferne und bestätigte dann Cailins Worte: "Ja, eine fantastische Aussicht..."

Nachdem sie die Aussicht gebührend gewürdigt hatten, drehte sich die junge Heilerin um und machte ein paar Schritte auf das Pentagramm zu und sprach: "Das dürfte Euch interessieren..."
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 28. Mär 2018, 13:15
Im ersten Moment wusste Cailín nicht, was Shikra meinte. Interessieren? Was denn? Erwartungsvoll, die Elfe möge fortfahren zu sprechen, richtete die Bardin ihre Aufmerksamkeit erst auf das Gesicht und bemerkte erst dann wohin Shikra sah. Sie folgte dem Blick mit den Augen. Cailìn stutzte, als sie das Pentagramm bemerkte. Dasselbe Symbol, das sie selbst zwischen den Schulterblättern trug. Ihr Geburtsmal. Das Geburtsmal der erstgeborenen Druidin.

Nach dem ersten Gedanken, der ihr selbst gegolten hatte, folgte der zweite, der Myriel galt. Das Pentagramm in der Halle des Schwarzmagierzirkels. Hatte Shikra nicht erzählt, dass dieser Turm einst in der Verwaltung der Erzmagierin gestanden hatte? Oder war das Zeichen schon viel länger auf dieser Plattform? Welchen Zweck es wohl hatte? Cailín sank in die Knie. Mit den Fingerspitzen berührte sie die Linien.

"Das Bannzeichen gegen das Böse. Abwehrzeichen gegen Dämonen, Schutzzeichen gegen nächtliche Spukgeister.

Gesteh’ ich’s nur,
dass ich hinein spaziere
verbietet mir ein kleines Hindernis
der Drudenfuß auf Eurer Schwelle."


(nach Mephistopheles aus Goethes Faust)

Das auf den Kopf gestellte Pentagramm hingegen war das Zeichen der dunklen Künste, der Schwarzmagie, da die Zacken für die Hörner der Dämonen standen. Doch das war nicht das, was Shikra hören sollte. Hier. An einem Ort der Heilung.
Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 08. Apr 2018, 15:06
Shikra beobachtete, wie die Druidin fast ehrfürchtig auf die Knie sank um das Pantagramm mit den Fingern nach zu zeichnen, dazu erklärte sie ihr, dass es sich um ein Schutzzeichen handelte.

Die Waldelfe hörte den Worten interessiert zu. Schutz und Abwehr. Das war eine gute Sache. Viel hatte sie sich mit dem Zeichen noch nicht beschäftigt, sie hatte es für eine schöne Gestaltung des Daches gehalten.

"Also ein Zeichen als Schutz vor dem Bösen" Shikra nickte etwas nachdenklich. Irgendetwas störte sie an diesem Bild, aber sie konnte es nicht einordnen. Um das merkwürdige Gefühl zu vertreiben fragte sie die Bardin: "Woher wisst Ihr so gut über solche Symbole Bescheid. Lernt Ihr so etwas in Eurer Gilde?"
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 09. Apr 2018, 09:14
"Ich lese sehr viel", kam als Antwort zurück. Cailín verharrte noch einen Moment in der Betrachtung des Symbols, dessen genauer Zweck sich ihr nicht erschloss. Wozu auf dem Dach? Ein Schutzzeichen würde vor der Tür wesentlich mehr Sinn machen.

Lächelnd drehte sich die Bardin zu Shikra herum. Der Wind zauste ihr Haar. Ein Sonnenstrahl brach durch den wolkenverhangenen Himmel und ließ die blitzblauen Augen aufleuchten. Einen Moment lang wirkte Cailín unwirklich, denn keine menschliche Iris besaß eine solche Farbe.

"Ich bin eine Druidin", sagte sie wie zur Erklärung. "Ich hatte schon sehr viele Jahre Zeit mich mit dem vertraut zu machen, was mir - wie soll ich es nennen - in den Leib gebrannt ist, im wahrsten Sinne. Jeder Druide trägt ein Geburtsmal. Ich trage..."

Sie zeigte auf das Symbol am Boden. "...dieses hier."

"Symbole sind mächtige Zeichen, wenn man sie im Zuge eines Rituals wirkt und mit Kraft auflädt. Anders als Magier, die ihre Zauber mit den Händen oder mit Sprüchen wirken, arbeiten Druiden mit der Kraft der Natur. Symbole sind ein Teil davon. Sie entstammen der Natur, auf die eine oder andere Weise. Wir nutzen die Kraft, die in den Linien fließt."
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 11. Apr 2018, 07:28
Wie Cailin sie anlächelte, mit dem zerzausten Haar und den viel zu blauen Augen, war sie Shikra für einen Moment unheimlich. Wer war diese Person wirklich? Was war sie? Die Waldelfe starrte die Bardin mit großen Augen an. Die Szenerie war einfach zu surreal. Auf einem 11 Meter hohen Turm, unter einer Wolkendecke, mit einem großen Pentagramm unter den Füßen, erklärte Cailin, dass sie eine Bardin war.

Ihr nächstes Geständnis ließ die Elfe schwer schlucken. Es war jemand so grausam gewesen und hatte einem Säugling ein Symbol auf den Rücken eingerannt? War das, was sie damals beim Heilen ihrer Schulter gesehen hatte, ein Teil davon gewesen? Sie hatte den Linien damals keine Bedeutung geschenkt, war genug mit der Verletzung beschäftigt gewesen.
Eingebrannt. Jeder Druide bekommt ein Geburtsmal. Wieder einmal musste die junge Waldelfe erkennen, dass sie sehr behütet aufgewachsen war und von der großen weiten Welt mit all ihren Völkern und Bräuchen doch sehr wenig mitbekommen hatte.

Fast schon teilnahmslos hörte sie sich die Erläuterung zu Symbolen an, ihre Gedanken beschäftigten sich immer noch damit, wer Cailin war, aus welchem Volk sie war und welche Bräuche Druiden ausübten.

Dann war der seltsame Moment vorbei, die Sonne wanderte wieder hinter die Wolken und Shikras Gedanken wurden wieder ruhiger. Zur Ablenkung erwähnte sie den Tee, der auf die beiden unten wartete.
Dann fragte sie doch noch mal nach: "Eingebrannt? Das finde ich grausam? Die armen Kinder."
Ob sie damit eine persönliche Grenze überschritt, ob sie damit zu persönlich wurde, überlegte sie in diesem Moment nicht.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 11. Apr 2018, 13:26
Eingebrannt? Das finde ich grausam? Die armen Kinder.

Im ersten Moment wusste Cailín nicht, was Shikra damit meinte. Erst am Fuße der Leiter, die sie nach unten ins Innere des Apothekenturms kletterten, begriff die Bardin den Irrtum in den Worten. Amüsiert lachte sie auf.

"Aber nein, nicht doch. Nicht auf diese Weise eingebrannt. Es handelt sich um ein Brandmal von Mutter Erde, sozusagen. Es sieht aus wie eine helle Narbe auf dunklerer Haut und ist uns angeboren. Den armen Kindern wird kein Leid angetan. Zumindest nicht auf diese Weise", schränkte sie zuletzt ein. Ein Schatten huschte über Cailíns Gesicht. "Man kann sich nicht aussuchen, ob man als Druide geboren wird oder als einfacher Mensch wie die eigenen Eltern."

Die nicht verstehen, was mit dem Kind los ist. Woher es seine Kräfte hat. Von dem es irgendwann heißt, es sei mit Côr im Bunde.

Doch sie sprach nicht aus, was ihr widerfahren war. Lästerte nicht über das Unrecht, das Unverständnis, den Hass, der ihr entgegen geschlagen hatte, als klar wurde, dass sie eine Druidin in der ersten Generation war. Ein bedauerlicher Unfall. Man hätte sie ertränken sollen, das wäre besser gewesen.

Die Bardin wandte sich ab. Die Erinnerung war nicht länger schmerzhaft, hinterließ aber dennoch Spuren in ihrem üblicherweise fröhlichen Antlitz.

"Lasst uns nach dem Tee sehen, ehe er kalt wird."

Mit weiten Schritten eilte sie Richtung Tränkeküche.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 19. Apr 2018, 12:16
Cailins Auflachen lockerte die angespannte Situation ein wenig, in der Shikra befunden hatte, nachdem sie ihre Frage nach den Kindern gestellt hatte.
Es war keine Grausamkeit des Volkes, dem die Bardin angehörte, sondern eine Art Muttermal. So zumindest erklärte die Dunkelhaarige. Ein Schatten, der sich kurz auf ihrem Gesicht widerspiegelte, stellte ihre Worte dennoch in Frage.

Schnell und schweigsam waren sie wieder im Erdgeschoss angekommen, da die Bardin ein zügiges Tempo vorlegte. Im Arbeitszimmer angekommen, übernahm die Heilerin die Führung und zeigte auf das Tischchen in der Nische, an dem die Druidin schon bei ihrem letzten Besuch gesessen hatte.

"Bitte nehmt doch schon mal Platz, ich hole den Tee und Obst." Kurze Zeit später konnte sich auch die Waldelfe an den Tisch setzen. Um nicht wieder ein schwieriges Thema anzuschneiden, fragte sie: "Nun, was haltet Ihr von Lady Myriels architektonischen Künsten?"
Sie selbst fand den Turm äußerst gut geplant, vielleicht ein wenig groß im Durchmesser. Nur die Kellergewölbe gefielen ihr nicht. Als Elfe war sie sowieso nicht gerne in dunklen Kellern, aber wer weiß was die Erzmagierin dort unten alles getrieben hatte. Myriel war ihr immernoch ein wenig unheimlich mit ihrer unantastbaren Art.

Aber auch bei Cailin tat sich die Apothekerin schwer sie einzuordnen. Sie konnte sich so lebensfroh und frech zeigen, wie sie zum Beispiel bei ihrem letzten Besuch Geschichten erfunden hatte und dann wirkte sie wieder so mystisch, dunkel, magisch. Shikra konnte das Gefühl, dass sie manchmal in ihrer Gegenwart überkam, nicht gut beschreiben. Dennoch kam immer ziemlich bald wieder die heitere Bardin zum Vorschein und die mochte die Waldelfe.
Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: So., 22. Apr 2018, 11:52
Nun stand Lethia also endlich vor dem Turm, den ihr die Stadtwachen als Apotheke ausgewiesen hatten. Hätte die Elfe gewusst, dass nur vor einigen Tagen die Bardin Cailín den Turm besucht hatte, hätte sie diese verpasste Gelegenheit einer anderen Sängerin zu begegnen vielleicht Schade gefunden. Doch so staunte sie nur ob des riesigen Bauwerks. Eigentlich hatte sie vorgehabt Shikra einen Freundschaftsbesuch abzustatten, doch nun war sie auch hier um Heilung zu erbeten. Während sie langsam durch den Garten auf den mit Efeu bewachsenen Turm zu schritt, dachte sie an die vorangegangene Nacht zurück.

Lethia hatte sorglos wie sie war nicht damit gerechnet, dass die Reise von Nighton nach Drachenauge so spannend werden könnte. Als die Bardin einen Platz für die Nacht in einem Wald gefunden hatte und gerade dabei gewesen war ein Feuer zum Wärmen zu entzünden, hatte sie ein Geräusch vernommen. Ein Heulen, welches ziemlich nah geklungen hatte. Besorgt hatte sie ihre Arbeit eingestellt um nach ihren Bogen zu greifen. Keine Sekunde zu früh, wie sich heraustellte. Denn schon brach, angekündigt von einem Rascheln in den Büschen, eine Meute hungriger Wölfe aus diesen hervor. Die Elfe hatte gerade noch genügend Zeit gehabt den Bogen schützend vor sich zu halten als einer der Wölfe sie bereits ansprang. Das Maul des Tieres konnte sie mit ihrer Waffe in Schach halten, nicht jedoch dessen Klauen, welche ihr Arme und Beine zerkratzen. Mehr zufällig hatte es die Bardin geschafft den Wolf mit einem Tritt von sich weg zu schleudern. Die anderen Wölfe hatten unter Knurren das Gerangel verfolgt und schienen einen Augenblick zu staunen, dass die zierliche Elfe ihren Alpha wegstieß. Lethia hatte keine Sekunde gezögert, war behände aufgestanden und hatte ihre Habe vom Boden aufgeklaubt. Und dann lief sie los, so schnell sie ihre Beine tragen konnten. Das Rennen in der Dunkelheit durch einen unbekannten Wald war schwierig gewesen. Buschwerk und Gestrüpp standen im Weg und so zog sich die Bardin nochmehr Kratzer und Schnitte zu. Die hungrigen Wölfe dicht auf ihren Fersen, schnappten mehrfach nach ihr. Fast am Ende ihrer Kräfte hatte Lethia schließlich im Mondschein einen Baum entdeckt, welcher sich als sicheres Versteck zu eignen schien. Rasch kletterte sie den Baum hinauf, während die Wölfe noch versuchten ihr hinterher zu springen um vielleicht doch noch einen Elfenfuß zu fassen zu bekommen. Doch die Meute hatte Pech gehabt und die Elfe konnte sicher die Baumkrone erreichen. Völlig außer Atem hatte Lethia die Wölfe dabei beobachten können, wie diese um den Baum schlichen um doch noch eine Möglichkeit zu finden ihre Beute zu erreichen. Erst als langsam der Morgen graute waren die hungrigen Tiere abgezogen.

Jetzt stand die Bardin vor der Tür zum Turm und zögerte. Sollte sie anklopfen? Doch diesen Gedanken verwarf die Elfe wieder. Bei Geschäften klopfte man doch nicht an. Sie nahm die Klinke in die Hand und trat ein.
Im Inneren mussten sich ihre Auge kurz an die neuen Lichtverhältnisse gewöhnen. Das gedämpfte Licht war eine angenehme Abwechslung zu dem strahlenden Sonnenschein von draußen.

"Hallo?!", rief sie fragend in die Stille des Ladens. "Shikra bist du da?"

Lethia schaute sich um. In der Mitte des Raumes sah sie eine Verkaufstheke und rechts von sich einen Tisch mit zwei Stühlen. Sie beschloss sich zu setzen, während sie wartete. Geräusche aus einem anderen Teil des Turms hatten ihr verraten, dass sich noch jemand in der Aptheke aufhielt, wahrscheinlich die Elfenheilerin.

Die Bardin streifte die Kapuze ab, welche sie bei ihrem Gang durch die Stadt getragen hatte um sich vor neugierigen Blicken zu verstecken. Sie strich sich mit den Fingern durchs goldene Haar um dieses zu glätten. Die Mähne, welche sich durch die wilde Jagd gebildete hatte war bestimmt nicht ansehnlich. Sie hoffte, dass sie keinen allzu sehr verwahrlosten Anblick für Shikra bieten würde.
Ihre Finger fanden einen kleinen Zweig, welcher sich unter Ziepen lösen ließ. Kritisch betrachtete Lethia das kleine Stück Holz und fragte sich von welchem Gebüsch es wohl stammte.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 23. Apr 2018, 11:44
Cailín setzte sich und drängte ihre Gedanken in eine andere Richtung. Warum sie dann ausgerechnet an Darius denken musste, war wohl der Bauweise des Turms geschuldet. Seltsamerweise stellte sogar Shikra eine Frage hierzu. Die Bardin griff nach einem Stück Obst und knabberte nachdenklich darauf herum.

"Wenn ich ehrlich sein soll, ich finde die Dimensionen erstaunlich. Apothekentürme sind in der Regel schlank in die Höhe gebaut, dieser hier ist allerdings wuchtig und weist eine ungewöhnliche Breite auf. Auf der Aussichtsplattform könnte ein Drache landen. Was sage ich, wenigstens zwei."

Nach einem Schluck Tee fügte die Druidin an. "Soweit ich mich düster entsinne, wurde der alte Apothekenturm durch ein Feuer zerstört - ist das richtig? Dass für den neuen Turm Lady Myriel verantwortlich ist, war mir bislang unbekannt. Zugegeben, bisher habe ich mich für die Architektur von Gebäuden eher wenig interessiert."

Cailín fiel eine Bemerkung eines der Erzmagier des Dunkelzirkels ein. Lady Myriel hatte vor vielen Jahren zwei Jungdrachen aufzogen. Was die Größe der Plattform erklärte. Erklärte sie auch die Anbringung des Pentagramms? Die Druidin lächelte. So einen riesigen Ritualkreis hatte sie selbst noch nie angewendet. Als erwache sie aus einem Tagtraum schreckte die Bardin schließlich auf und lächelte Shikra entschuldigend an.

"Verzeiht, ich war in Gedanken. Was haltet Ihr von diesem Turm? Birgt er irgendwelche geheimen Kammern?"

Es war nur so dahin gesagt, ohne wirklichen ernsthaft gemeint zu sein.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Mo., 23. Apr 2018, 22:58
Nach ihrem Besuch bei der Akadamie von Drachenauge erinnerte sich Rorokpal daran, dass auf ihrem letzten Abenteuer eine talentierte Heilerin anwesend war, die ihren eigenen Apothekenturm in eben dieser Stadt hatte. Shikra war ihr Name. Da Rorokpal selbst einmal in einer Apotheke gearbeitet hatte und nicht ganz unbedarft in der Heilkunst war, beschloss sie einmal hier vorbeizuschauen. Allerdings konnte sie auch einige Dinge gut gebrauchen, es würde sich also bestimmt lohnen.

Rorokpal fand leicht das Tor zur Apotheke und durchquerte einige Kräuterbeete und kam sogar an Obstbäumen vorbei, die alle gerade in herrlicher Blüte standen - es war immerhin Frühling. Die Gärtnerin in ihr nahm die ordentlichen Beete und das gesunde Grün erfreut zur Kenntnis. Welch nette Idee, sich so den Weg in die Apotheke zu versüßen. Bald gäbe es hier feine Äpfel und Birnen.

Der Verkaufsraum war hell und einladend und Rorokpal sah sich nach der Waldelfe Shikra um, die hier vermutlich die Eigentümerin war.

"Werte Shikra, grüße Euch. Ich bin gerade in Drachenauge unterwegs und da habe ich mich an Euch und Euren Apothekenturm erinnert. Bezaubernd hergerichtet habt Ihr Euren Laden."



Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 24. Apr 2018, 22:41
*** Cailin ***

Während sich Shikra an einer exotisch aussehenden Frucht versuchte, die sie vor zwei Tagen am Markt erworben hatte, lauschte sie den Ausführungen der Bardin, die gerade ihre Meinung zur Architektur des Turms zum Besten gab. Auch sie wunderte sich über die Breite des Gebäudes. Die Waldelfe verzog leicht das Gesicht, als sie in die geschälte Frucht biss. Sie war sehr sauer. Dennoch nahm sie ein zweites Sück in den Mund bevor sie der Bardin antwortete:
„Wie der alte Turm zerstört wurde, habe ich in der Akademie nicht erfahren, vielleicht habe ich nicht die richtigen Quellen gefunden. Für den Anfang hatte es mir gereicht, ein paar Informationen zu diesem Turm zu finden. Und ich war überrascht als ich Lady Myriels Namen gelesen hatte. Ich hätte nicht gedacht, dass sich eine Erzmagierin des Ordens der Weisen mit der Leitung eines Geschäfts beschäftigt.“ Andererseits führte Sir Christian ebenfalls noch seine Apotheke selbst, obwohl er für die Hohenturmgilde wohl viele Aufgaben erfüllte. Die Elfe nahm einen Schluck aus ihrer Tasse und musterte die Schwarzhaarige, sie wirkte abwesend.

Nach einem entschuldigenden Lächeln fragte Cailin nach geheimen Räumen hier im Turm. Erst ein wenig irritiert, dann fast schon beschämt schaute die junge Heilerin auf den Boden und sprach:
„In den oberen Etagen und hier im Erdgeschoss habe ich keine zusätzlichen Zimmer entdeckt und im Keller… um ehrlich zu sein: Ich habe noch nicht den ganzen Keller gesehen. Die Manakristalle, die im ersten Kellergewölbe lagern, reichten mir bisher völlig aus, sodass ich keine Notwendigkeit sah, tiefer in den Keller vorzudringen.“ Und jetzt da sie wusste, wer den Turm geplant hatte, wollte sie noch weniger in die dunklen Räume unter der Erde. Aber es kam ihr auch albern vor, dass sie sich noch nicht im Untergeschoss umgesehen hatte. War sie nun die Besitzerin des Turms oder nicht? Mit der Bardin hatte sie die einmalige Chance, die Kellerräume nicht alleine erkunden zu müssen. Sie würde ein paar Kerzen holen und dann mit Cailin hinunter steigen.

„Vielleicht habt Ihr ja Lust, werte Cailin, mit mir den Keller zu erkunden und geheime Kammern zu finden?“ Sie versuchte die Frage selbstsicher und fröhlich klingen zu lassen, überzeugt davon war sie jedoch nicht. Zumindest schaffte sie es die Druidin dabei anzulächeln.

*** Lethia ***

Die Waldelfe füllte gerade einen frisch eingetroffenen Pfefferminztee in der Tränkeküche ab, als sie von einem Geräusch aufgeschreckt wurde. War die Apothekentüre geöffnet worden? Sie lauschte für einen Moment. Nein, sie musste sich getäuscht haben. Vielleicht sollte sie mal ein kleines Glöckchen an der Türe anbringen, dann würde sie besser hören können, wenn ein Kunde die Apotheke betrat.

Vorsichtig verschloss sie die Tüte mit dem Tee, als sie eine Stimme im Verkaufsraum hörte. War also doch jemand in die Apotheke gekommen? Sie stellte die Kräuter beiseite und ging hinüber in großen Raum nebenan. Hier war jedoch kein Besuch zu sehen. Sie wollte sich schon wieder zu ihrer Aufgabe im Arbeitszimmer aufmachen, da entdeckte sie eine Person auf einem der beiden Stühle.

Sie lenkte ihre Schritte zu dem Tisch und musste dabei erstens erkennen, dass ihr die Elfe, die dort sah, nicht fremd war und dass es ihr offensichtlich nicht gut ging. Zügig lief sie auf Lethia zu und begrüßte sie:
„Werte Lethia, wie schön Euch zu sehen. Doch, was ist mit Euch passiert? Ihr seht, wenn ich das so sagen darf, ziemlich fertig aus.“ Ihr ganzer Körper war von mehr oder weniger Kratzern übersät, ihre Haare waren struppig und standen ihr vom Kopf ab. Ihre Kleidung hatte auch an einigen Stellen gelitten.

„Bleibt erstmal hier sitzen. Ich hole Wasser und Verbände, um Eure Wunden zu reinigen und zu versorgen.“ Mit einem letzten prüfenden Blick, ob die Elfe sie verstanden hatte, lief Shikra hinter die Verkaufstheke, um das Benötigte zu holen, um anschießend die Verletzungen der Bardin zu versorgen.

*** Rorokpal ***

Shikra war gerade mit dem Abwasch fertig geworden und räumte die Teetassen in dem Schränkchen bei dem kleinen Tisch im Verkaufsraum auf. Mit dem Rücken zur Eingangstüre und den Tassen in der Hand, konnte sie den Kunden, der gerade den Turm betrat nicht sofort begrüßen. Sie verstaute das letzte Trinkgefäß, drehte sich um und grüßte freundlich. Dabei erkannte sie Rorokpal.

„Seid gegrüßt. Was kann ich für Euch,… Rorokpal. Wie schön Euch zu sehen. Was führt Euch hierher?“

Shikra erinnerte sich noch gut daran, wie sie Rorokpal kennengelernt hatte. Als erfahrene Heilerin wurde sie damals von den Wachen in Nighton gebeten eine Leiche zu begutachten. Der Tod des bedauernswerten Mannes hatte sie dann in eine abenteuerliche Geschichte mit Zaubersteinen, Dryaden und finsteren Kreaturen gebracht. Die Druidin hatte damals sehr eindrucksvoll mit Feuerbällen um sich geschossen.

„Vielen Dank, werte Rorokpal. Ich fühle mich geehrt, dass Ihr mich hier im Apothekenturm von Drachenauge besuchen kommt. Kann ich Euch etwas zu trinken anbieten? Einen Tee vielleicht?“ mit einer einladenden Geste deutete die Elfe auf den Tisch in der Nische, an dem zwei Stühle bereit standen.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Mi., 25. Apr 2018, 10:24
Einen Tee?! Oh ja, sehr gerne. Wie schön einmal Tee angeboten zu bekommen, an Stelle von Bier oder Schnaps. Wenn Ihr habt, wäre ein Brennnesseltee sehr angenehm."
Shikra bereitete den Tee vor, während Rorokpal auf dem angebotenen Stuhl Platz nahm. Hätte sie nur ein paar Kekse von Beerli mitgebracht ...
"Eigentlich bin ich in Drachenauge, da es hier die meisten Lehrer für Arkanes gibt. Ich wollte mich in Luftmagie weiterbilden. Aber Einkaufen muss ich auch - einige Tränke und Wundbinden. Ich bin zwar gelernte Heilerin, aber weit von dem Niveau der Hohentürmler entfernt. Neuerdings interessiere ich mich ohnehin mehr für Pflanzen und deren Zucht. In Nighton habe ich eine Gärtnerei aufgemacht."

Rorokpal versuchte, mit dieser Beschreibung ein halbwegs rundes Bild ihrer Selbst zu zeichnen, während Shikra den Tee servierte. Genüsslich nahm sie einen Schluck des heißen Getränkes.
"Habt Ihr hier viel Kundschaft?", fragte sie, als sie bemerkte, dass gar keine Angestellen im Hintergrund herumwuselten, so wie es in der Apotheke Nightons der Fall gewesen war. Vielleicht hatte Shikra ihnen heute frei gegeben. Sie sollte Jack auch öfter einen Urlaubstag zukommen lassen, selbst wenn dieser nie danach fragte. Seltsamer, treuer Mann.

Während die plauderten, kramte sie einen Zettel hervor, der ihre Wunschliste darstellte. Sicher würde Shikra einiges davon im Angebot haben - wenn nicht sogar alles. Sie schob ihr die Liste zu und wartete ab, wie die Apothekerin antwortete. Auf dem Papier standen: 5 kl. Manatränke, 2 Gegengifte, 1 Schutztrank, 2 Wundbinden und 2 Wiederbelebungstränke sowie 2 leere Fläschchen oder Phiolen.


Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 25. Apr 2018, 13:06
"Warum denn nicht? Als Erzmagierin steht sie zwar einer Gilde vor, doch leben kann man davon nicht. Von irgendetwas müssen sich auch Magier ernähren, und dazu bedarf es in der Regel eines Beutelchens mit Goldmünzen", schmunzelte Cailín und trank die Teetasse leer.

"Vermutlich denkt Ihr, einem Erzmagier würde von der Gilde ein Monatslohn ausbezahlt. Doch dem ist nicht so. Gildenmitgliedschaft ist eher mit Kosten verbunden als umgekehrt. Einzig das Dienstpersonal ist dort angestellt, und dafür werden die Mitgliedsbeiträge aufgewendet. Mag sein, dass diese den Erzmagiern erlassen werden, doch das entzieht sich meiner Kenntnis."

Auch Cailín versuchte sich an der exotischen Frucht, nachdem Shikra so lustige Grimassen geschnitten hatte. Das Obst war tatsächlich sehr sauer. Auch sie verzog das Gesicht, mehr noch als Shikra, und lachte vergnügt auf. "Wie nennt sich diese Frucht? Damit könnte man ja Tote aufwecken."

Der Druidin entging nicht, wie Shikra auf die Erwähnung von geheimen Kammern und schließlich auf den dunklen Keller reagierte. Cailín konnte nicht anders, sie musste einfach lachen.

"Werte Shikra, höre ich da etwa Furcht vor den fensterlosen Räumen der unteren Etage aus Eurer Stimme? Verzeiht mein Amüsement, es ist nicht böse gemeint, aber Ihr denkt doch nicht etwa dort unten Särge oder gar wandelnde Tote zu finden? Selbst wenn Lady Myriel verbotene Zauber gewirkt oder grässliche Rituale vollführt hätte - was ich nicht glaube - würdet Ihr ganz sicher keine Spur mehr davon finden. Die Erzmagierin ist jemand, die nichts hinterlässt außer Staub, da bin ich mir sicher."

Mit einem Zwinkern versuchte sie Shikra die Sorgen zu nehmen. "Selbstverständlich begleite ich Euch, wenn Euch dies angenehm ist. Vor der Dunkelheit habe ich weniger Furcht als vor dem grellen Licht, das alles bloßstellt, selbst das winzigste Fleckchen auf einer gar nicht so weißen Weste."
Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: So., 29. Apr 2018, 12:36
Lethia schreckte etwas aus ihren Überlegungen über den Zweig auf, als sie die zügigen Schritte und die Begrüßung Shikras vernahm. Dann lächelte sie etwas verlegen, denn sie war wirklich ziemlich fertig.
"Sei gegrüßt Shikra.", entgegnete die Bardin. Viel mehr konnte sie nicht sagen, denn sogleich verschwand die Heilerin wieder um Verbandsmaterial und Wasser zu holen.

Während Shikra ihre Wunden versorgte, berichtete Lethia von ihrer wilden Nacht.
"... Die Wolfsmeute war ganz schön hartnäckig und ist erst bei Morgengrauen abgerückt." beendete sie ihren Bericht und gähnte hinter vorgehaltener Hand. "Entschuldige bitte, viel Schlaf hielt die Nacht nicht für mich bereit." Lethias Anspannung von der Nacht war während der liebevollen Behandlung durch die Waldelfe langsam von ihr gewichen. Die Wärme, welche von der Heilerin ausging, führte dazu, dass sich die Bardin seid langer Zeit geborgen fühlte. So merkte Lethia nicht, wie sie ins familiäre "du" wechselte.
"Und ich wollte dir gewiss nicht zur Last fallen mit meinen Wunden, jedoch erschien mir der Besuch in deinem Hause als nötig, zumal ich eh gedachte dir einen Besuch abzustatten während ich in Drachenauge bin. Ich muss sagen, dein Heim ist wirklich beeindruckend. Nennst du den gesamten Turm mit Garten dein Eigen?", die Elfe verfiel in einen übermüdeten und schwatzenden Tonfall. Wenn Shikra sie nicht stoppte, würde die Bardin vielleicht noch ewig so weiter plappern.
Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 29. Apr 2018, 15:15
*** Cailin ***


Mal wieder zeigte es sich bzw. zeigte Cailin ihr, wie wenig die Waldelfe von der großen weiten Welt wusste. Shikra war davon ausgegangen, dass sich eine Erzmagierin nicht umso banale Dinge wie Geld-Verdienen kümmern müsste. Die Heilerin im Dorf nahe ihrem früheren Zuhause wurde von den Mitmenschen versorgt und dafür kümmerte sie sich um die Kranken, Verletzen und die Kinder. Gut, dass Shikra mittlerweile eine feste Arbeitsstätte hatte.

Die Heilerin musste herzlich auflachen, als sie das von der Säure der Frucht verzogene Gesicht der Bardin sah. Zusammen lachten sie und als die Frage nach dem Namen der Frucht aufkam, musste die Elfe leider passen. „Den Namen konnte mir die Verkäuferin nicht nennen, ein Handelsschiff aus Isua hatte sie wohl mitgebracht.

Furcht in ihrer Stimme? Die Schwarzhaarige hatte die junge Waldelfe bei ihrem Stolz gepackt. „Natürlich nicht! Wie kommt ihr nur darauf, dass mich die dunklen Kellerräume fürchten könnten. Ganz sicher werden uns dort keine Toten empfangen“ Entschlossen stand sie auf, ging ein paar Schritte zur Falltüre im hinteren Verkaufsbereich. Doch allzu lange konnte sie das Schauspiel nicht aufrechterhalten. Vorsichtig drehte sie sich um, um nach Cailin zu sehen. Sie hoffte, dass sie ihr folgen würde.  Dankbar nahm sie das Zwinkern der Bardin wahr, die ebenfalls aufgestanden war und zu ihr aufschloss. „Nunja, vielleicht bin ich kein wirklicher Freund von dunklen Räumen…“

Die Druidin sprach ihr Mut zu, bot an sie zu begleiten und so liefen die beiden zum Zugang in die untere Etage. Mutig entzündete die Heilerin eine Kerze an und kletterte zuerst in den Keller, fast so, als ob sie der Bardin oder sich selbst beweisen musste, dass sie sich sehr wohl in einen Keller traute.

Unten angekommen sah sie, wie sich das Kerzenlicht in den Manakristallen spiegelte, die hier auf ihre Verarbeitung warteten. Gurs hatte behauptet, dass es hier einen Raum geben müsste, in dem weitere Kristalle wachsen würden. Diese Aussage hatte die Apothekerin noch nicht überprüft, obwohl sie sich diesen Raum sehr gerne mal ansehen würde. Das müsste fantastisch aussehen, wie die vielen unterschiedlich großen Kristalle das Gewölbe füllten.

Elegant war auch Cailin im unteren Stockwerk angekommen. „Da wären wir also“ sprach Shikra an sie gewandt.


*** Rorokopal ***


Brennnesseltee? Das wäre jetzt nicht Shikras bevorzugte Wahl gewesen, aber wenn die Druidin danach fragte, würde sie ihr gerne diesen Wunsch erfüllen.
„Wenn Ihr mich für einen Moment entschuldigen wollt.“ Shikra verschwand im hinteren Teil des Verkaufsraums, um Wasser aufzusetzen. Dann suchte sie den Brennnesseltee heraus und, damit er einen etwas angenehmeren Geschmack bekam, holte sie noch ein paar kleine Stückchen Süßholzwurzel. Mit einer Kanne frisch aufgebrühten Tee kam sie an den Tisch zurück, holte zwei Teetassen aus dem Regal daneben heraus und schenkte Rorokpal und sich selbst eine Tasse ein. Dann brachte sie noch ein Körbchen mit frischem Obst.

Sie hörte der Feuermagierin zu, um zu erfahren, dass sie sich in magischen Angelegenheiten weiterbilden wollte. Shikra selbst könnte sich selbst auch mal etwas intensiver mit verschiedenen Zaubersprüchen auseinandersetzen, aber im Moment hatte die Apotheke Vorrang. Ein wenig irritiert war sie von den beruflichen Aussagen ihres Besuchs. Sie hätte gedacht, dass Rorokpal als Heilerin in Nighton bekannt wäre.

„Eine Gärtnerei? Das ist ja schön. Es muss eine große Freude sein, täglich den vielen Pflanzen beim Wachsen zu zusehen. Da habt ihr Euch einen sehr beeindruckenden Arbeitsplatz ausgesucht.“ Wahre Freude zeigte sich auf dem Gesicht der Elfe. Es machte ihr selbst großen Spaß im Garten der Apotheke die Bäume und den Kräutergarten wachsen zu sehen.
„Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass es hier nicht gerade vor Kundschaft wimmelt. Dieser Turm wurde bis vor kurzem von einem Verwalter betreut, der nicht mit seinem ganzen Herzblut an der Apotheke hing, wenn ich das mal so sagen darf.“ Ein wenig Trauer zeigte sich in ihrem Gesicht. „Aber es kann nur bergauf gehen. Tamir von Salis hat mir die Chance geboten, diesem Turm wieder Leben einzuhauchen, “ berichtete sie strahlend.

Die Magierin legte ihr eine Einkaufsliste hin. Die Waldelfe überflog diese und sagte: „Das ist alles vorrätig, ich suche es gleich zusammen. Schnell stand sie auf und suchte die gewünschten Tränke und Binden zusammen. Zwar war die Heilerin noch nicht dazugekommen, selbst als Ladenbesitzerin einzukaufen, doch das alte Warenlager, das sie von dem Verwalter übernommen hatte, war noch gut gefüllt.
Nach kurzer Zeit stellte sie einen kleinen Korb mit fünf kleinen Heiltränken, zwei Gegengiften, einem Schutztrank, zwei Wundbinden, zwei Wiederbelebungstränken und zwei leeren Phiolen auf dem Tisch ab. Auf der Liste, die ihr Rorokpal gegeben hatte, hatte sie die Preise der einzelnen Positionen auf notiert, damit die Druidin eine Vorstellung bekam, was preislich auf sie zukommen würde.
„Hattet ihr euch das so vorgestellt?“

für Rorokpal:
5 kleine Manatränke: 5 x 20 GM
2 Gegengifte: 2 x 20 GM
1 Schutztrank: 150 GM
2 Wundbinden: 2 x 10 GM
2 Wiederbelebungstränke: 2x 120 GM
2 leere Phiolen: kosten nix



*** Lethia ***


Mit einer Schale warmen Wassers, ein paar sauberen Tüchern und einer beruhigenden Wundsalbe kam Shikra zu ihrer Patientin zurück. Vorsichtig begann sie damit die Schrammen und Schnitte zu reinigen, mit der Salbe zu bestreichen und die tiefen Schnitte an Armen und Beinen zu verbinden. Währenddessen hörte sie der Elfe zu, wie diese von ihrer wilden Nacht erzählte. Alles in Allem hatte sie Glück gehabt. Sich mit einer ganzen Meute Wölfe anzulegen würde wohl nicht immer so ausgehen.
„Ihr braucht euch für eure Müdigkeit nicht entschuldigen. Ihr habt Glück gehabt, dass ihr es bis nach Drachenauge geschafft habt.“

Immer mehr Kratzer fand die Heilerin. Als sie den letzten gereinigt hatte, hatte sie nicht den Eindruck, dass es für Lethia ausreichen würde und so beendete sie ihre Arbeit mit einem Heilzauber. Wärme durchströmte sie und ging auf die Verletzte über, die sich jetzt deutlich entspannter zeigte und sich nach den Besitzverhältnissen von Turm und Garten erkundigte.

Die Heilerin musste lächeln. So viel Neugier, bei so viel Müdigkeit. Geduldig erklärte sie ihr, dass sie den Turm bewirtschaften und bewohnen durfte, dass Gebäude aber der Stadt gehörte. Den Garten durfte sie ebenfalls bewirtschaften. Sie erzählte ihr, wie sie hier vor einem halben Jahr angefangen hatte zu arbeiten, wie sie vor kurzem das Geschäft übernommen hatte und jetzt versuchte, der Apotheke wieder neuen Glanz zu geben.

Shikra hatte den Eindruck, dass sich ihr Gegenüber kaum noch auf dem Stuhl halten konnte. „Werte Lethia, lass mich dir einen Vorschlag machen: Oben befinden sich ein paar Gästezimmer. Leg dich doch für ein paar Stunden hin, du siehst müde aus!“ Shikra führte die Elfe in den ersten Stock und zeigte ihr das Zimmer. Ein einfaches aber bequemes Bett, ein Tisch, ein Stuhl und eine Waschschale mit frischem Wasser waren da. Die Heilerin legte noch einen Kamm und eine saubere Tunika neben die Schale.

„Falls du noch etwas brauchst, findest du mich unten im Verkaufsraum“ Die Waldelfe hatte ebenfalls zum du gewechselt. Irgendwie hatte sich das euch falsch angefühlt und sie hatte die neugierig plappernde Elfe in ihr Herz geschlossen.


+ bis zu 8 LPs für Lethia
- 2 Mana für Shikra
 
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: So., 29. Apr 2018, 18:42
"Habt Dank, ich weiß Euer Kompliment zu schätzen - aber noch besser, Ihr schaut einmal selbst vorbei, dann zeige ich Euch gerne den Garten. Es gibt zu jeder Jahreszeit was zu sehen." versprach Rorokpal verheißungsvoll. Und sie war sich außerdem sicher, dass eine Apotheke ein vielversprechender Abnehmer für allerlei seltenere Kräuter und besonderen Heilpflanzen war. Darauf hatte sie viel Wert gelegt, da sie selbst der Heilkunst einniges beimaß.

Als es um den verwahrlosten Zustand ging, den die Apotheke vor Shikras Eingreifen hatte, nickte Rorokpal nur wissend.
"Das kenn ich gut - die Gärtnerei in Nighton war in einem ähnlichen Zustand, bevor ich sie von der Stadt übernahm. Früher hatte ich ja in der Apotheke von Nighton gearbeitet, doch als ich sah, wie heruntergekommen und voller Unkraut und Ungeziefer der alte Laden war, habe ich beschlossen da selbst Hand anzulegen. Hmm-hmm Tamir von Salis ..." fügte sie noch hinzu, wobei es klang, als erinnerte sie sich an etwas. Oder aber als ob sie keine Ahnung hätte, wer das war.
Wahrscheinlich ein berühmter Hohentürmler. überlegte Luft in ihrem Kopf.

Sie setzte die Tasse mit dem Tee an die Lippen und bemerkte, dass sie schon leer war. Erfreuliches Getränk.
"Einen feinen Tee habt Ihr zubereitet, werte Shkra, mit Süßholz, wenn ich mich nicht irre. Ergänzt sich gut. Ich verwende sonst gerne noch getrocknete Mango zum Brennesseltee, aber diese Frucht ist wahrlich schwer zu bekommen hierzulande."

Shikra machte sich umgehend auf die Suche nach den Sachen, die auf ihrer Liste standen. Als sie wieder kam, hatte sie alles zusammengestellt, sogar die leeren Phiolen. Warum Rorokpal diese auf ihre Liste gesetzt hatte, wusste sie selbst nicht genau, aber es war ja auch eine spontane Idee gewesen. Anerkennend nickte Rorokpal der Apothekerin zu.
"Toll, das ist alles, was ich wollte. Auch Euer Preis ist gerechtfertigt, hier, nehmt."

Ein Blick auf die Liste und die Preise, die Shikra hinter jedes Produkt geschrieben hatte und eine schnelle Rechnung im Kopf später kramte Rorokpal die gewünschte Summe aus ihrer Geldkatze hervor und überreichte sie Shikra, während sie den Einkauf in ihrer Tasche verstaute.

"Sehr schön - jetzt bin ich ganz gut gerüstet für weitere Abenteuer." freute sie sich plötzlich und ließ einen kleinen Feuerball über ihre Finger tanzen. Ein sehr kleiner Luftstoß ließ die Flamme wieder verlöschen.
"Aber zunächst muss ich nach Nighton zurückkehren und mich um mein Geschäft kümmern. Der alte Jack wartet sicher schon. "

Sie unterhielten sich noch ein wenig und Rorokpal trank ihre zweite Tasse Tee aus. Auch bediente sie sich an dem Obstkorb - eine Birne hatte sie am meisten angesprochen.

Später verließ Rorokpal den Laden und bedankte sich bei der herzlichen Apothekerin. Hier würde sie bestimmt öfter herkommen, alleine schon für den Tee und die Gesellschaft.



-550 GM an Shikra
+ 5 kl. Manatränke (100 GM)
+ 2 Gegengifte (40 GM)
+ 1 Schutztrank (150 GM)
+ 2 Wundbinden (20 GM)
+ 2 Wiederbelebungstränke (240 GM)
+ 2 leere Phiolen (0 GM)
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 02. Mai 2018, 13:58
"Ihr seid eine Elfe, kein Zwerg. Nur die Unterirdischen fühlen sich in dunklen Räumen und engen Gängen wirklich wohl. Dafür mögen sie kein freies Himmelsdach über sich. Wenn es gewittert blicken sie furchtsam nach oben und meinen, der Himmel könne ihnen auf den Kopf fallen. Ihr seht, selbst die berüchtigtsten Krieger sind nicht gänzlich frei von Furcht."

Gespannt, was sie finden würden, folgte Cailín Shirka hinab in den Keller. Die Kerze spendete nur wenig Licht, doch es reichte aus die Manakristalle in den staubigen Regalen zum schimmern zu bringen. Dieser erste Raum sah noch wie ein Raum aus. Der Boden war wie die Wände mit Steinen bedeckt, charakteristisch für ein Gewölbe. Die Druidin schob sich an der Heilerin vorbei und wagte einen Blick durch die Tür auf der gegenüberliegenden Seite. Dahinter erstreckte sich ein weiteres Gewölbe, doch es roch bereits nach Moder und feuchter Erde.

Cailín winkte Shikra zu sich. "Leuchtet mir doch bitte." Furchtlos, dennoch die Ohren gespitzt und die Haltung angespannt, begab sich die Bardin in den angrenzenden Raum. Hier gab es vorwiegend leere Regale. Offenbar hatte der Vorbesitzer den Keller nicht genützt. Hier und dort schimmlige Tücher, verrostete Werkzeuge, ein zerschlagenes Fass. Der Boden war nur noch aus festgestampfter Erde, wie ein Lagerkeller für Gemüse. Insekten huschten im Licht der Kerze davon. Cailín meinte auch Ratten zu sehen. Der nächste von dort abgehende Raum bestand nur noch aus nacktem Fels und Erde. An den Wänden schimmerten dieselben Kristalle wie zuvor in den Regalen.

"Seht mal, hier also wächst das Mana aus dem Fels. Es ist schon seltsam, dass sich der Fluss der magischen Ströme zusammen mit Gestein zu solchen Kristallen verfestigt."

Cailín streckte die Hand aus, um über die glatte Oberfläche zu streichen. Unter den Fingerspitzen meinte sie ein sachten Vibrieren, wie das Pochen eines schwachen Herzens, zu spüren. Es kribbelte auf der Haut.

Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 02. Mai 2018, 22:45
*** Rorokpal ***


„Vielen Dank für eure Einladung, sehr gerne besuche ich euch in der Gärtnerei, wenn ich wieder einmal in Nighton bin“. Obwohl Shikra bezweifelte, dass das bald passieren würde. Reisen waren nicht ihre große Leidenschaft. Kein Wunder, bei ihrem miserablen Orientierungssinn musste sie froh sein, wenn sie abends in Bett fand.

Es war schön, jemanden kenngengelernt zu haben, der wusste wie viel Arbeit es war, einen Laden wieder flott zu machen. Dennoch war die Elfe überrascht, das von Rorokpal zu hören. So hätte sie die Feuermagierin nicht eingeschätzt. Allerdings hatte sie sie bei der Untersuchung eines mysteriösen Mordes kennengelernt, ob man da jemanden von seiner alltäglichen Seite erlebt, bezweifelte die junge Heilerin.

„Ihr habt in einer Apotheke gearbeitet? Bei Herrn Dennhardt? Dann seid ihr ja bestimmt in der Heilkunde bestens unterrichtet. Das ist schön!“ Und trotzdem kaufte sie in der Hauptstadt ein und nicht bei ihrem alten Arbeitgeber. Ob sie sich nicht im Guten getrennt hatten? Oder vielleicht war es jetzt auch nur gerade praktisch hier einzukaufen. Shikra zuckte innerlich mit den Schultern. Es ging sie nichts an und sie freute sich über den Besuch, den ihr Rorokpal beschert hatte.
„Ich finde es beeindruckend, dass ihr Euch der verwahrlosten Gärtnerei angenommen habt“, schloss Shikra das Thema mit einem Lächeln ab.

„Einen feinen Geschmack habt ihr, werte Rorokpal. Nicht viele können die süßen Aromen der Süßholzwurzel richtig zuordnen. Mango ist auch eine schöne Variante, das habe ich noch nicht ausprobiert. Das werde ich aber sicher nachholen, im Sommer vielleicht, wenn es die Früchte am Markt zu kaufen gibt.“ Und wieder hatte sie eine neue Facette der Druidin entdeckt: Feuermagerin, Abenteurerin, Gärtnerin, Teeliebhaberin...

Rorokpal war offensichtlich zufrieden mit der Auswahl der Tränke und Verbandsmaterialien und die Elfe bedankte sich herzlich für die Goldmünzen.
Und dann war wieder die tatendurstige Abenteuerin aus ihrem Besuch heraus zu hören. Bestätigt wurde dieses Gefühl mit einem kleinen Feuerball, der durch einen Windstoß „gelöscht“ wurde. Shikra sah ihrem Gegenüber dabei mit großen Augen zu. „Das ist fantastisch. Bestimmt sehr praktisch, wenn man keinen Feuerstein zur Verfügung hat.“ Bei diesen Worten musste die junge Heilerin schmunzeln.

Rorokpal blieb noch ein wenig und die beiden unterhielten sich, aßen Obst und tranken Tee. Es war ein netter Zeitvertreib für die Elfe. Auf Nachfrage erzählte die Druidin ein bisschen von dem Sonnenwende-Fest, von ihrem Laden und von Jack, ihrem Mitarbeiter.

Später brachte Shikra die Besucherin zur Türe und verabschiedete sich von ihr und bedankte sich nochmals für Besuch und Einkauf. Dann räumte sie die leeren Tassen weg und dachte noch ein bisschen über Rorokpal nach. Heute hatte sie sie von einer ganz anderen Seite kennengelernt und sie freute sich darauf, sie mal wieder zu sehen.

Shikra hat noch kein eigenes Warenlager, daher gehen die 550 GM in die Verwaltung der Apotheke


*** Cailin ***


Gegen ein schönes Sommergewitter hatte die Elfe nichts einzuwenden. Wenn es den ganzen Tag über heiß war und abends der kühlende Regen, begleitet von Blitz und Donner, einsetzte, konnte die Elfe dem Wetterspektakel ewig zusehen und sie genoss es, die Regentropfen auf ihrer Haut zu spüren.
Aber im Moment gab es kein Gewitter, sondern nur einen Keller. Einen dunklen und ihr fremden Keller.

Cailin ging mutig vorran und die Elfe achtete genau darauf, in ihrer Nähe zu bleiben. Die Druidin erkundete furchtlos, aber dennoch mit einer gewissen Anspannung die ersten Kellerräume und die Waldelfe redete sich ein, sie würde die Schwarzhaarige mit ihrer Kerze dabei tatkräftig unterstützen. Sie erreichten einen Raum mit leeren Regalen und ein wenig Gerümpel und die Elfe musste einsehen, dass der Keller hier keine großen Geheimnisse beherbergte und, wenn man hier ordentlich durchwischte und ein paar Kerzenhalter anbrachte, man einen schönen Lagerraum gewinnen konnte.

Der nächste Raum versetzte die junge Heilerin ins Staunen. Überall wuchs Mana an den Wänden. Es war ein einzigartiger Anblick. So etwas hatte Shikra noch nie gesehen. Sie hatte sich bisher auch keine großen Gedanken gemacht, woher die Manavorräte kamen und als Gurs ihr das erklärt hatte, hatte sie sich das nicht gar so wunderschön vorgestellt.

Während die Elfe sich noch mit offenem Mund umsah und zuhörte, was Cailin über Manaströme erzählte, ging die Bardin forsch auf einen der Kristalle zu und streckte ihre Hand danach aus. Kurz hielt Shikra die Luft an, aber es passierte nichts. Die Schwarzhaarige wirkte überrascht, hatte sie etwas gespürt oder gesehen.
Shikra machte ein paar Schritte auf sie zu und fragte vorsichtig mit leiser Stimme: „Alles in Ordnung bei euch, Cailin?“
Selbst einen der Manasteine zu berühren traute sich die Heilerin nicht, daher wartete sie gespannt ab, was die Druidin berichten würde.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 03. Mai 2018, 13:38
Ein selbstversunkenes Lächeln lag auf Cailíns Lippen. Ihre Haltung hatte sich vollkommen entspannt. Fast schien es, als läge die Ursache in der Berührung des Kristalls.

"Er lebt", hauchte die Druidin ehrfürchtig. "Nie hätte ich für möglich gehalten, dass ein Stein... nein, falsch, das ist kein Stein wie ein Diamant oder ein Obsidian. Dieser Kristall... fühlt doch... man kann den Fluss der magischen Ströme spüren. Dezent nur, eine kaum merkliche Vibration, wie ein Glas leise schwingt wenn man mit der Faust auf den Tisch schlägt. Ach nein, der Vergleich ist zu brutal. Das Schwingen des Glases mit einem hohen Ton Eurer Stimme. Habt Ihr schon einmal versucht hauchfeines Kristallglas zum Singen zu bringen?"

Wohl kaum, denn solche Gläser fand man außerhalb von Adelshäusern nicht. Cailín geriet in Verzückung.

"Was sich in diesem Kristall materialisiert, ist dieselbe Energie, die unter der Erdoberfläche fließt und den Zauberkundigen speist. Im Manawald von Aramon ist sie besonders stark fühlbar. Aber auch die Elfenwälder sind ein Quell dieser Kraft. Habt Ihr Euch je gefragt, wie die Magie aus den Manaströmen in Euren Körper gelangt? Denn Ihr tragt diese Empfänglichkeit ebenso in Euch wie ich auch. Es ist nicht nur der Trank, der aus diesen Kristallen hergestellt wird. Euer Mana regeneriert sich auch von selbst, wenn ihr behutsam damit umgeht. Einzig kraftvolle elementare Zauber, wie die Magier sie nutzen, saugen den Körper derart leer, dass die Regeneration in der Regel versagt."

Die blitzblauen Augen lagen auf der Elfe und blickten durch Shikra hindurch. Dann war es, als erwache Cailín aus einer Trance. Ein wenig zu hastig zog sie Hand zurück. Leicht schüttelte sie den Kopf, strich eine Strähne aus der Stirn und schmunzelte.

"Verzeiht, diese Schönheit zog mich völlig in ihren Bann."
Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: So., 06. Mai 2018, 13:39
Lethia hörte angestrengt zu als Shikra ihr erzählte, wie sie Turm und Garten bewirtschaftete. Mit großen Augen schaute sie die Waldelfe an und Bewunderung lag in ihrem Blick.
"Und das machst du alles ganz a-aaallein?", wollte sie eigentlich ernst und mit Anerkennung fragen. Doch ein Gähnen bahnte sich seinen Weg als sie "allein" sagte.
Dies schien für Shikra den Ausschlag zu geben und so bot sie der Bardin ein Gästebett an. Lethia nickte stumm. So viel Freundlichkeit konnte man unmöglich ablehnen, zumal ein Bett jetzt die reine Wonne wäre. Die Elfe ließ sich gehorsam führen, während ihre Gedanken auf Abwegen kreisten. Die Überlegungen von dem Zweig kehrten in ihren Kopf zurück und wandelten sich zu Phantastareien im Apothekengarten, wie Shikra dort fröhlich arbeitet.
Es scheint ihr so viel Freud zu bereiten sich um die Apotheke zu kümmern. So etwas könnte ich nicht. Dafür bin ich wohl zu sehr Freigeist um mich an einen Ort zu binden?, überlegte sie.

Plötzlich spürte sie etwas Weiches unter sich. Sie saß auf einem Bett.
Wann sind wir denn hier angekommen?
Die Bardin versuchte sich zu erinnern welchen Weg sie durch den Turm genommen hatten und so merkte sie nicht wie Shikra noch einige Utensilien auf einen Tisch legte. Erst als die Heilerin wieder das Wort an sie richtete blickte die Elfe auf.
"Falls du noch etwas brauchst, findest du mich unten im Verkaufsraum."
"Hantale Shikra."*, bedankte sich Lethia noch bevor ihre Elfenschwester die Tür hinter sich schloss.

Die Bardin entledigte sich ihrer Schuhe bevor sie sich auf dem Bett ausstreckte. Um mehr Kleidung abzulegen fehlte ihre einfach die Kraft und innerhalb kürzester Zeit war sie eingeschlafen. Sie träumte, wie sie mit einer Meute von Wolfshunden auf einer Wiese spielte. Ausgelassen tollten sie umher, bis Lethia einen Ruf vernahm. Es war Shikra die unter einem nahen Apfelbaum saß und sie heranwinkte. Die Elfe folgte dem Ruf und die Hunde folgten ihr fröhlich hechelnd. Die beiden Elfinnen machten ein Picknick und aßen genüßlich die Früchte des Waldes. Lachend und scherzend unterhielten sie sich, während sie gemeinsam Kränze flochten. Lethias Machwerk bestand aus einigen Apfelbaumzweigen und Wildblumen. Gerade als sie die Blumenkrone auf das Haupt der jungen Heilerin setzten wollte, kam eine Brise auf. Shikras braune Haare tanzten mit Lethias goldenen um die Wette und kitzelten die Elfe in der Nase. Sie musste niesen.

Mit einem lauten "Hatschi" erwachte die Elfe im Gästebett. Verschlafen strich sie mit einer Hand die Haare aus ihrem Gesicht und richtete sich auf.
Wie lange habe ich geschlafen?
Sie ging zum Fenster um den Sonnenstand zu überprüfen und musste feststellen, dass die Sonne ziemlich tief stand und einen satten orangefarbenen Schein verbreitete. Die Luft roch frisch, wie im Morgengrauen. Hatte sie etwa anstatt nur einige Stunden doch den ganzen Tag und die ganze Nacht verschlafen?
Sie wandte sich vom Fenster ab und ging zur Waschschale. Zügig verrichtete sie ihre Morgentoilette und streifte sich die frische Tunika über, welche Shikra ihr dankenswerterweise hingelegt hatte. Ihre Haare mit dem Kamm zur Ordnung zu bringen erwies sich als schmerzhaft. Mit einem kritischen Blick betrachtete die Bardin ihr Spiegelbild in der Waschschale. Kurz überlegte sie, ob sie sich die blonden Strähnen flechten sollte. Doch den Gedanken verwarf sie.
Das würde jetzt zu lange dauern und es ist immer einfacher bei anderen die Haare zu flechten als bei sich selbst. Ob ich Shikra bitten könnte?
Lethia lächelte. Warum eigentlich nicht. Bestimmt wäre sie nicht abgeneigt, wenn ich den Gefallen erwiedere.
Dabei musste sie an ihren Traum mit den Blumenkränzen denken. Bevor sie das Zimmer verließ richtete sie noch das Bett. Dann begab sie sich gut gelaunt und summend auf die Suche nach der Turmherrin.

Als sie Shikra fand, platzte die gute Stimmung der Elfe gleich aus ihr heraus.
"Merenye vanima arincen."**, sagte sie strahlend wie die Morgensonne. "Kann ich dir vielleicht bei irgendetwas helfen?"

Sie wartete die Antwort ab, bevor sie weiter sprach.
"Weißt du, ich habe mir überlegt, bei dem frischen Frühlingswind der draußen geht wäre es vielleicht angebracht unsere Haare zu flechten. Dann könnte der Wind weniger damit spielen." Plötzlich verunsichert, ob sie nicht doch zu aufdringlich war, fügte sie noch fragend ein "Wenn dir dies gefallen könnte Sch... Shikra?" hinzu.
Sie ertappte sich dabei Shikra fast mit Schwester angesprochen zu haben. Sie wollte das zarte Band der Freundschaft, welches sie zu der Waldelfe knüpfte, nicht durch ihren jungen Übermut und ihre Unbedachtheit trennen. Daher verkniff sich Lethia jedes weitere Wort und schaute Shikra an. Die kleine Hoffnung in ihrem Blick konnte sie jedoch nicht gänzlich daraus verbannen.

*"Danke Shikra."
**"Ich wünsche dir einen schönen Morgen."
+5 LP durch Shikras Heilung
Status: 10/10 LP
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 10. Mai 2018, 13:07
*** Cailin ***

Gebannt hörte die Waldelfe zu, was Cailin zu berichten hatte. Die Druidin wirkte zufrieden. Alles was sie erzählte, konnte Shikra nicht nachvollziehen. Ein Glas zum Singen bringen? Mit einer Faust? Die Bardin wirkte weit weg und die junge Heilerin traute sich auch nicht ihr antworten oder zu wiedersprechen, sie wollte die Schwarzhaarige nicht aus ihrem tief-entspannten Zustand wecken.

Der zweite Teil ihres Monologs hatte die Energien aus Mana zum Thema. Vieles von ihren Aussagen hatte Shikra schon mal wo gelesen oder am eigenen Körper gespürt und doch war die Zusammenfassung, die so einfach und so bildlich von der Bardin vorgetragen wurde, sehr gut. Die Elfe konnte weder Augen noch ihr spitzen Ohren von der Druidin abwenden; diese jedoch schien die Apothekerin kaum noch wahrzunehmen.

Dann war dieser zauberhafte Moment vorbei. Cailin war wieder zurück in den Kellerräumen des Apothekenturms, ihr Schmunzeln ließ erkennen, dass sie gedanklich noch ihrer Reise hinterher hing. Fast ehrfürchtig fragte die junge Waldelfe: „All das habt ihr durch diese Berührung erfahren?“

Irgendwann würde Shikra selbst einen dieser Kristalle berühren, spätestens, wenn der Vorrat für die Tränke aufgebraucht war, doch heute war es ihr genug an Aufregung und neuen Erfahrungen. Sie hatte zum ersten Mal diesen Keller betreten und hatte diese unglaublichen Manakristalle gesehen.

Nachdem sie noch länger in diesem unwirklichen Mana-Raum gestanden und gestaunt hatten, wollte Shikra wieder ans Tageslicht.


*** Lethia ***

Shikra war schon fast an der Türe, als sie ein gesprochenes Wort kurz innehalten ließ. Sie hatte lange mehr kein Wort in elfischer Sprache gehört oder gesprochen. Seit sie in Drachenauge lebte, sprach sie nur die allgemeine Sprache, mit der sich die verschieden Völker in Dragonia verständigen konnten. Sie wollte nicht unnötig in Gesprächen darauf hinweisen, dass sie eine Elfe war.

Die Heilerin antwortete nicht, schloss die Türe und ging hinunter in den Verkaufsraum, um aufzuräumen. Danach verirrten sich ein paar Kunden in der Apotheke und gegen Abend richtete sie etwas zu Essen her, damit Lethia, wenn sie wach wurde, etwas zum Stärken hatte. Doch ihr Gast kam nicht. Ob sie sich nicht traute? Oder ob sie noch schlief? Die Arme musste ja einiges durchgemacht haben, wenn sie so lange schlafen konnte.

Die junge Waldelfe aß und las dabei in einem Buch über verschiedene Arten von Magie. Ein Thema, dass sie immer wieder kurz mal anschnitt, seit sie mit der Bardin Cailin darüber philosophiert hatte und bemerken musste, dass sie, ehrlich, gesagt, keine Ahnung von theoretischer Magie hatte. Dann schloss die die Eingangstür ab, löschte die Lichter und legte sich im dritten Stock zum Schlafen hin.

Mit der aufgehenden Sonne wurde die junge Heilerin wach. Während sie sich wusch und ihre Haare entknotete, dachte sie über ihren Traum nach. Sie hatte von Lethia geträumt. Es war ein schöner Traum gewesen. Die beiden hatten einen schönen Tag im Wald verbracht, hatten viel gelacht und waren sorglos unterwegs gewesen. Vielleicht hatte das letzte gemeinsame Abenteuer diesen Traum beeinflusst.

Gerade als sie die Apotheke für den bevorstehenden Tag vorbereit und ein Frühstück hergerichtet hatte, platzte die Langschläferin herein. In der frischen Tunika mit ihren langen hellen Haaren sah sie fantastisch aus. Sie wirkte ausgeschlafen, sehr ausgeschlafen. Gut gelaunt erwiderte die Apothekerin ihren Morgengruß: „Einen wunderschönen guten Morgen! Hast du gut geschlafen?“ und mit einem Blick auf den gedeckten Tisch und einem Lächeln antwortete sie: „Du könntest mir beim Frühstücken helfen?!“

Während sie aßen – Shikra hatte sich von der guten Laune ihres Besuchs sehr leicht anstecken lassen – fragte Lethia, ob sie sich gegenseitig die Haare flechten könnten. Dabei wirkte die Blonde kurz etwas verunsichert, aber ihr hoffnungsvolles Gesicht sprach Bände. „Das ist eine schöne Idee, das machen wir.“ Dann war es an der Heilerin etwas zweifeln: „Nur, ehrlich gesagt, ich habe das schon lange nicht mehr gemacht.“ Seit sie von ihrer Familie geflogen war, trug sie ihre Haare offen, um in Drachenauge nicht sofort als Waldelfe aufzufallen. „Aber mit ein bisschen Unterstützung wird es schon klappen.“

Nachdem sie fertig mit Essen waren, holte Shikra einen Kamm, Bänder und Klammern und legte die Utensilien auf den abgeräumten Tisch. „Hast du was dagegen, wenn ich anfange?“ Und bevor die Bardin etwas einwenden hätte können, hatte die Waldelfe schon den Kamm in der Hand und fing an die langen blonden Haare zu ordnen.

Es wurde eine einfache Frisur. Eine geflochtene Strähne auf der linken Seite und eine auf der rechten Seite. Dann verflocht sie beide Strähnen noch miteinander. Als sie mit der  rechten Seite begann, fiel ihr eine feine Narbe über dem Ohr auf. Seltsam, warum hatte sie diese Wunde gestern nicht gesehen und warum hatte der Heilzauber dort nicht gewirkt? Vorsichtig strich sie über die Narbe. „Darf ich fragen, woher du diese Narbe hast?“

Autor: LethiaVeritas Datum/Zeit: So., 13. Mai 2018, 11:11
"Oh, beim Frühstücken kann ich dir sehr gut helfen.", antwortete Lethia und trat zum Tisch heran. "Geschlafen habe ich hervorragend, vielleicht etwas zu lange. Dafür habe ich jetzt aber genug Energie für den Tag.", sagte sie grinsend. "Ich hoffe dein Schlaf war ebenfalls erholsam?"

Während des Frühstücks brachte die Bardin die Idee des gegenseitigen Haareflechtens vor. Zu ihrer Freude stimmte die Waldelfe zu, wenn auch mit leichten Zweifeln. Darüber musste die Elfe kichern und dann nickte sie.
"Mach dir nichts daraus. Übung haben meine Hände ebenfalls nicht mehr, aber sie werden sich daran erinnern. Zumindest ist es mir so ergangen, als ich einmal einigen Bauernmädchen die Haare geflochten habe. Gemeinsam schaffen wir das."

Nachdem sich beide ausreichend gestärkt hatten und der Tisch abgeräumt war, holte Shikra die benötigten Utensilien und legte sie griffbereit auf den Tisch. Die beiden Elfinnen machten es sich bequem. Lethia genoss das Gefühl der zarten Elfenfinger in ihren Haaren.
Wenn ich eine Katze wäre, würde ich jetzt schnurren.", dachte sie.
Die Finger der Heilerin strichen vorsichtig über ihre rechte Kopfhälfte und ruhte dann auf der Narbe die sich über Lethias rechtem Ohr befand.
„Darf ich fragen, woher du diese Narbe hast?“, fragte Shikra.

Natürlich, daran hätte ich denken müssen, dass ihr die auffällt.
Die Bardin schwieg bevor sie antwortete: "Du erinnerst dich sicherlich, dass ich auf unserer Reise zum Dryadensee davon sprach keine Erinnerung an meinen Familie zu haben. Ich bin der Überzeugung, dass diese Kopfverletzung daran Schuld trägt." Bei diesen Worten hatte sich die Elfe zu der Heilerin umgewandt.
"Es ist jetzt ungefähr 15 Jahre her, dass ich an der Küste von Aramon angespült wurde. Ohne Erinnerung was vorgefallen war, nur mit einem blutenden Kopf und einer schmerzenden Schulter." Sie suchte Shikras Blick. "Die Wunden sind mit der Zeit verheilt, doch die Sehnsucht nach meiner Familie besteht. Ich denke du wirst meinen Schmerz nachvollziehen können, da du deine Familie verlassen hast um die Welt zu sehen." Ein trauriges Lächeln lag im Gesicht der blonden Elfe. Mit einer Hand wischte sie sich eine aufkommende Träne aus dem Auge. Dann atmete sie tief durch.
"Verzeih. Ich wollte die gute Stimmung nicht verderben und Heimweh in dir wecken." Lethia wandte der Waldelfe wieder ihren Rücken zu, damit diese weiter flechten konnte.
"Ich habe mich damit abgefunden unwissend zu sein. Ich sehe nach vorn und suche den Weg der mir bestimmt ist.", die Stimme der Sängerin klang fest. Doch hätte man ihr Gesicht gesehen, so hätte man an ihrer Aussage zweifeln können.

Während Shikra weiter die blonden Strähnen bearbeitete kehrte Lethias Gemütsruhe wieder zurück. "Wie lange lebst du eigentlich schon in der Hauptstadt Shikra? Länger als das halbe Jahr, dass du in der Apotheke arbeitest? Bestimmt ist in dieser großen Stadt viel los."
So plauderten die beiden bis die Waldelfe fertig war.

Lethia erhob sich freudig. "Hast du einen Spiegel Shikra?" Suchend schaute sich die Bardin um. Vor einem Regal mit einigen Phiolen blieb sie stehen und betrachtete ihre Reflexion in dem Glas. Wirklich viel von sich selbst konnte sie nicht erkennen, doch ihre Aufmerksamkeit wurde von dem Sonnenlicht, welches die Flüssigkeit in der Phiole zum Schillern brachte, in Beschlag genommen. Verzückt ergriff sie die kleine Flasche und ging damit zu der Apothekerin.
"Wenn ich schon mal hier bin sollte ich auch einige Tränke kaufen. Meinst du nicht auch? Bei der nächsten Reise mit unschönen Ereignissen bist du vielleicht nicht in der Nähe um mich zu heilen.", scherzte sie. Mit Shikras Hilfe sammelte Lethia einige Tränke zusammen und stellte sie auf dem Tisch zu den Frisierutensilien. "Und den noch.", damit legte Lethia die schillernde Phiole dazu. "Was ist das eigentlich für ein Trank? Und was schulde ich dir für deine Heilung von gestern?"

Nachdem sie den Einkauf erledigt hatte führte die Bardin Shikra wieder zu den Stühlen.
"So und jetzt bist du dran.", sagte sie grinsend.


-240 GM an Shikra
+ 3 kl. Heiltränke (60 GM)
+ 2 kl. Manatränke (40 GM)
+ 1 Gegengift (20 GM)
+ 2 Wundbinden (20 GM)
+ 1 Wiederbelebungstrank (120 GM) (die schöne schillernde Phiole)
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 15. Mai 2018, 00:00
*** Lethia ***

Zuerst erntete die Waldelfe nur ein Schweigen auf ihre Frage nach der Narbe an Lethias Kopf, doch dann begann die Elfe zu erzählen, wie sie vor 15 Jahren ohne Gedächtnis, nur mit einer Wunde am Kopf an einem Ufer zu sich gekommen war. Traurig schaute die Bardin dabei die Heilerin an.

Und Shikra hatte sofort Mitleid mit der armen Sängerin. Intuitiv nahm sie die blonde Elfe in den Arm und sprach leise. „Das tut mir aufrichtig Leid für dich, Lethia.“ Einen Moment schwieg die Apothekerin, um ihre Gedanken zu sortieren: „Ich kann deinen Schmerz sehr wohl nachvollziehen, dennoch wird es anders sein, wenn man sich nicht erinnern kann, wieso es zu einer Trennung kam. Ich weiß zumindest, wo ich sie finden würde, wenn ich sie wieder sehen will“  Sicher war es anders, wenn man den Grund nicht wusste, doch Shikra kannte ja ihre Beweggründe, die sie damals flüchten ließen.

Dann versuchte Shikra ihr etwas Mut zu machen „Elfen leben lange, du wirst sie bestimmt eines Tages wiedersehen, wahrscheinlich suchen sie nach dir. Und du musst dich bitte nicht für deine Trauer entschuldigen!“ Vielleicht kamen ihre Worte bei der blonden Elfe an, zumindest klang sie danach wieder selbstsicherer und ließ sich von der jungen Heilerin die Haare weiter flechten.

„Also ich bin jetzt seit etwa zweieinhalb Jahren hier in Drachenauge. Habe mich zuerst mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser gehalten, bis ich den Mut gefunden hatte, hier anzufangen.
Ja hier ist viel los, jeden Tag passiert etwas in der Hauptstadt und dank der Apotheke und ihren Kunden werde ich immer auf dem Laufenden gehalten. Das Problem bei dieser Art der Informationsweitergabe ist nur, dass hier am Ende sehr wenig richtig ankommt. Da haben immer schon mindestens drei Leute ihre eigenen Ideen mit eingebaut. Aber es ergibt tolle Geschichten für Barden. Zum Beispiel wurde einmal ein Schiff im Hafen unter Quarantäne gestellt. Eigentlich eine harmlose Sache, die Besatzung war ein einem tropischen Fieber erkrankt, aber das wäre zu einfach gewesen für die Einwohner Drachenauges“ Mit einem herzlichen Lachen beendete die Heilerin ihre Ausführungen und ihre Flechtarbeit.

Statt eines Spiegels, nutze Lethia eine der Phiolen, um ihre neue Frisur zu bewundern. Was ihr nur schlecht gelang, dabei entdeckte sie aber in den Regalen der Apotheke ein paar Tränke, die sie gut gebrauchen konnte. „Das wird wohl so sein, dass nicht immer ein Heiler in der Nähe ist, umso besser, wenn du dann einen Heiltrank dabei hast. Oder du musst selbst einen Heilzauber wirken.“ Antwortete die Elfe ihrerseits scherzend.

„Das ist ein Wiederbelebungstrank. Ich habe ihn ganz frisch hergestellt, da spiegelt er noch das Sonnenlicht so wunderschön. Für deine Genesung schuldest du mir nichts. Wenn wir als Elfen uns schon zusammen trauen, eine dunkle Höhle zu betreten sollten wir auch bei Tageslict zusammenhalten“ erwiderte die Apothekerin mit einem Lächeln. Dann bedankte sie sich für die Münzen, verstaute diese in der Kasse, die Buchführung würde sie später ergänzen und dann ließ sie sich von der Bardin zu den Stühlen führen und freute sich darauf, wieder einmal nach so langer Zeit geflochtene Strähnen zu bekommen. 

+240 GM in die Kasse
- 3 kleine Heiltränke
- 2 kleine Manatränke
- 1 Gegengift
- 2 Wundbinden
- 1 Wiederbelebungstrank


*** Shikra ***

Es war eine lange Heimreise aus Nighton gewesen. Der Rucksack war von ihren Einkäufen recht schwer geworden und dann hatte etwa auf halben Weg eine dornige Pflanze einen hässlichen Riss hinterlassen. Shikra fühlte sich zwar dadurch nicht schwer verletzt, dennoch sah die Wunde sonderbar aus und sprach weder auf einen Heilzauber, noch auf eine Wundsalbe an. Doch im  Moment freute sie sich einfach nur, wieder im Apothekenturm zu sein, den Rucksack abzulegen und endlich mit dem Kochen der Tränke beginnen zu können. Die Wunde müsste warten können.

Die Waldelfe öffnete die Tür zum Verkaufsraum und freute sich, dass Mareika hinter der Theke stand. Mareika war eine Nachbarin, die den Laden in der letzten Zeit öfters besucht hatte und Shikra hatte sich mit ihr angefreundet. Sie genoss die fürsorgliche Art der dreifachen Mutter, wobei Mareika sehr in ihrer Mutterrolle aufging. Seit ihr Jüngster vor drei Wochen von Zuhause ausgezogen war, hatte sie sich die Elfe als neues zu umsorgendes „Opfer“ ausgesucht. Abgesehen davon hatte sie Spaß die Kunden zu bedienen und war Shikra eine gute Vertretung im Verkaufsraum geworden. Große Beratungen konnte man von ihr nicht verlangen, aber für schnelle Einkäufe war sie der Heilerin eine Hilfe.

„Shikra, du bist zurück. Du siehst müde aus. Warst du ganz alleine unterwegs?“ Die Nachbarin machte ein paar Schritte auf die junge Heilerin zu, doch bevor das Verhör noch weiter gehen konnte, ergiff die Elfe das Wort: „Mareika, schön, dass du da bist. Ja, es war eine längere Wanderung nach Nighton und zurück, aber es ist ja alles gut gegangen.“ Ihren Kratzer ließ sie unerwähnt. „Danke, dass du auf den Laden aufgepasst hast. Heute Nachmittag würde ich gerne ein paar Tränke herstellen, würde das bei dir gehen?“ Eifrig nickte die Verkäuferin und beeilte sich damit, ihr die benötigte Hilfe zu zusagen. „Vielen Dank.“

Und mit diesen Worten trug die Elfe ihre Einkäufe in das Arbeitszimmer, danach stieg sie in den dritten Stock, wusch sich, trank und aß eine Kleinigkeit, um so gestärkt mit dem Brauen der Tränke zu beginnen.
Zuerst pulverisierte sie einige Manakristalle, die Kräuter sortierte sie. Dann holte sie ein paar Bücher und ihre Notizen. Viel hatte Gurs ihr nicht über das Herstellen der Tränke erzählen können, doch zu ihrem Glück waren ein paar sehr brauchbare Rezepte von den Vorbesitzern zu finden gewesen. Es waren zwar nicht ihre ersten Tränke, doch es war ihre erste Charge, die sie als Apothekenbesitzerin herstellte.

Die Elfe liebte diese Arbeiten, das Vorbereiten, das Zusammenstellen, das Lösen, das Mischen, das  Erhitzen, das Abfüllen, das Etikettieren. Viele Stunden arbeitete sie vor sich hin, die frisch eingekauften Rohstoffe wurden schnell weniger. Vielleicht hätte sie mehr einkaufen sollen? Doch ihre finanziellen Mittel hatten gerade so ausgereicht.
Während ihr Hände die teilweise sehr monotonen Arbeiten verrichteten, konnte ihr Kopf seinen Gedanken nachgehen: Sie sollte sich ein Lastentier besorgen. Rorokpal hatte sich wirklich eine schöne Gärtnerei aufgebaut. Gut, dass die Manakristalle, die schon „geerntet“ waren, noch gereicht hatten. Mareika ist wirklich eine große Hilfe, nur ob sie auf Dauer mit ihrer Art klar kommen würde? Sollte sie das Krankenhaus im zweiten Stock wieder eröffnen.

Immer wieder las sie in den Büchern nach, damit die Tränke auch richtig zusammengestellt waren. Am Abend konnte sie auf viele neue Phiolen stolz sein. Ihre ersten eigenen Zubereitungen standen fertig abgefüllt auf dem Tisch. Morgen früh würde sie die Flaschen noch fertig beschriften und die gekauften Stoffe zu Wundbinden zurechtschneiden und -legen.

Als sie am nächsten Morgen erwachte und sich fertig machte, um die Arbeit vom vorherigen Tag zu beenden, musste sie erkennen, dass die Wunde, die sie sich durch die seltsame Pflanze zugezogen hatte, rot und geschwollen war. Es erinnerte an einen Bienenstich, vielleicht eine Vergiftung? Die Elfe beschloss eins ihrer Gegengifte auszuprobieren; schaden sollte es ihr ja nicht.

Stunden später waren die Phiolen fertig und in den Regalen verräumt. Eine Hand voll neuer Tränke packte die junge Heilerin in ihren Rucksack, damit sie bei ihren nächsten Reisen, die hoffentlich nicht zu zahlreich wurden, gut ausgestattet war.

+ 12 kleine Heiltränke (-12 Kräuter, -6 Torf)
+ 8 große Heiltränke (-20 Kräuter, - 12 Torf)
+ 6 Gegengifte (-3 Kräuter, -6 Torf)
+ 4 Wiederbelebungstränke (-40 Kräuter, -8 Torf, -Mana)
+ Manatränke (-Mana)
+ 15 Wundbinden (-3 Stoffe)


für Shikra:
5 kleine Heiltränke
2 große Heiltränke
3 Gegengifte
 
-1 Gegengift
2 Wiederbelebungstränke
3 Wundbinden
2 kleine Manatränke
5 große Manatränke
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 16. Mai 2018, 18:27
"Ich würde eher sagen: All das, was ich bisher darüber wusste, ist mir durch diese Berührung erst klar geworden. Die reine Theorie klingt faszinierend, doch erst die Praxis, die Handlung selbst, festigt das Wissen, klärt Unklarheiten und weckt das Verstehen. Ich bin sicher, Euch geht es ebenso bei Euren Rezepten. Jeder Trank, den Ihr nach einer vorgeschriebenen Mixtur erstellt und dessen Wirkung Ihr zu verstehen glaubtet, entfaltet sein geheimes Wissen erst nach dem ersten Selbsttest oder der Rückmeldung eines Patienten. Dann erst versteht Ihr WAHRHAFTIG. Dann erst ist es Euch möglich Korrekturen vorzunehmen und selbst zu experimentieren. Jede Substanz lernt Ihr auf diese Weise kennen. Verzeiht, ich belehre Euch wie eine Schülerin. Das macht das Alter."

Cailín lachte, denn ihre Worte standen in krassem Gegensatz zu ihrem Aussehen. Wirkte sie mit ihren fünfzig Lenzen doch immer noch wie nur halb so alt.

"Wie alt seid Ihr, werte Shikra, wenn ich fragen darf? Euch Elfen sieht man die Jahre ebenso wenig an wie uns Druiden. Immer wieder bin ich erstaunt, wie sehr sich Menschen verändern, wenn man sie eine Weile nicht gesehen hat. Vor allem wie schnell dies vonstatten geht."

Dabei fiel ihr ein, dass auch Merdarion in dieser rasanten Zeitspanne verfallen würde. Eines Tages würde ihr Geliebter nur noch Staub sein. Staub wie dieser hier auf dem Regal. Und sie immer noch jung. Ein seltsamer Gedanke. Nachdenklich strich sie mit dem Zeigefinger beim Hinausgehen über eines der Bretter und betrachtete das Grau auf ihrer Fingerkuppe.

Shikra wirkte erleichtert, als sie sich wieder bei der Tränkeküche einfanden.

"Habt Ihr alle Räume dieses Turm erforscht? Sehr viel Platz für eine einzelne Person. Werdet Ihr Euch Angestellte nehmen? Oder einen Liebsten?"

Das Schmunzeln auf den Lippen der Bardin wirkte keineswegs spöttisch, sie meinte das wie sie es sagte. Dabei wusste sie genau, dass sich Elfen in der Regel nur dann einen Partner suchten, wenn sie eine ewig währende Bindung einzugehen gedachten. Weil das Seelenlied in ihnen erklungen war, oder so ähnlich.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 17. Mai 2018, 00:09
Mit großen Augen lauschte die Elfe den Ausführungen der Bardin. Sie hatte Recht. Es gab einen großen Unterschied zwischen Theorie und Praxis und das merkte man meist erst, wenn es in der Praxis schief ging.

Als Cailin von ihrem Alter sprach, wirkte die Heilerin irritiert. Sie hätte sie nicht älter als 28 eingeschätzt; was wohl nicht der Fall war. "Bitte, ihr müsst euch für eure Worte doch nicht entschuldigen. Ihr seht eine willige Schülerin vor euch", erwiderte Shikra mit einem Augenzwinkern. "Verzeiht, wenn ich etwas abwesend wirke, ich bin noch ein wenig überwältigt von diesem Raum, diesen Kristallen und euren Worten."

Die Schwarzhaarige wechselte das Thema und fragte nach dem Alter der Elfe. "Ihr dürft. Ich bin 25 Jahre alt. Also selbst für eine junge Elfe zu jung." ein freches Grinsen zeigte sich auf ihrem Gesicht. "Aber ihr habt Recht, Elfen sieht man das Alter kaum an und Euch ebenfalls nicht."
Mit der Vergänglichkeit des Lebens hatte sich die junge Heilerin noch nicht sehr intensiv auseinander gesetzt, wenn man mal gewaltsames Ableben außer Acht lassen würde. Davon hatte sie leider schon zu viele Erfahrungen machen müssen.

Tief atmete Shikra die Luft ein, als sie wieder Tageslicht sah. Obwohl die Luft hier oben sicher nicht anders war, als im Keller, fühlte sich die Elfe gleich ein wohler und frischer.
"Ja, ich denke jetzt kenne ich jeden Winkel des Apothekenturms. Vielen lieben Dank, Cailin. Stimmt, über zu wenig Platz kann ich mich nicht beschweren. Vielleicht lasse ich im zweiten Stock wieder Räume zur Pflege kranker und Verletzter Personen aufleben, aber sicher nicht in den nächsten Monaten. Wenn die Apotheke gut angelaufen ist, werde ich sicher Angestellte brauchen, aber noch suche ich nicht intensiv danach."

Einen Liebsten? Bei vielen anderen hätte die Elfe das Gespräch jetzt abgebrochen oder mit einer allgemeinen Floskel weitergeführt. Doch die Bardin strahlte eine Geborgenheit und Ehrlichkeit aus, dass Shikra ihr antwortete: "Nein einen Liebsten gibt es im Moment nicht und in naher Zukunft wohl auch nicht. Irgendwann, wenn die Zeit eine tiefsitzende Wunde geheilt hat, dann finde ich vielleicht einen Partner, mit dem ich mein Seelenlied teilen werde. Aber dafür müsste ich es erstmal finden." Der letzte Satz wurde von einem Schulterzucken begleitet.

"Hättet ihr jemanden, mit dem ihr euer Seelenlied teilen würdet?" fragte die Waldelfe, vielleicht ein wenig zu neugierig, doch Cailin hatte ja damit angefangen.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 21. Mai 2018, 09:08
"Vielen Dank. Dafür dass ich doppelt so viele Lenze auf dem Buckel habe wie ihr, habe ich mich gut gehalten, wie die Menschen sagen", scherzte Cailín und verneigte sich theatralisch zu dem Kompliment, man sehe ihr das Alter nicht an. Lachend richtete sie sich wieder auf und lehnte sich gegen ein Regal.

"Wenn Ihr dereinst ein bisschen Zeit übrig habt oder Ihr zufällig in Nuru seid, kommt mich doch in meinem Häuschen besuchen. Ich habe die Hütte nun wohnlich eingerichtet und einen Garten angelegt. Sogar eine Harfe darf ich zu meiner Freude mein eigen nennen. Ich erstand sie neulich im Hafen. Es ist jeden Mond aufs Neue spannend, was die Schiffe von ihren Fahren mitbringen. Wart Ihr schon einmal im Hafenbüro einkaufen? Ab und an finden sich dort auch nützliche Kräuter aus fernen Ländern."

Shikra erwähnte eine tiefsitzende Wunde. Cailín hatte sich so etwas ähnliches schon gedacht. Sie hatte in ihrem Leben schon viele Leute kennengelernt, aus verschiedensten Völkern, doch kaum jemand war ohne seelische Verletzung. Gab es so etwas wie ein friedliches Leben überhaupt? Wenn ja, war es dann erstrebenswert? Oder war es vielmehr tödlich langweilig?

"Das Seelenlied wird sich Euch bestimmt zeigen, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Sucht nicht verkrampft danach. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einem im Leben alles zum passenden Zeitpunkt über den Weg läuft. Sozusagen. Mir lief ausgerechnet hier, in Drachenauge, ein ehemaliger Soldat über den Weg und raubte mein Herz. Obwohl ich mir geschworen hatte, mich niemals mit einem Sterblichen einzulassen. Mich plötzlich mit der Vergänglichkeit auseinanderzusetzen hat so einiges in mir aufgerüttelt. Es ist schön jemanden zu haben, der einem Körper, Herz und Seele wärmt. Doch das Miteinander ist schwierig, sich ganz aufeinander einzulassen birgt die Gefahr, sich selbst zu verlieren."

Cailín sah innerlich das Gesicht ihres Geliebten vor sich. Dem sie schon so viel Kummer bereitet hatte und der sie trotzdem liebte. Sie lächelte gedankenversunken. Schließlich lachte die Bardin herzlich auf. "Merdarion hat es nicht leicht mit meinem freiheitsliebenden, flatterhaften Wesen. Aber Soldaten haben gelernt Geduld zu haben."
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 22. Mai 2018, 23:14
Eine Einladung, um sich mal Cailins Häuschen in Nuru zu besuchen? Die Elfe strahlte. Sie war neugierig, wie die Bardin ihr Zuhause wohl eingerichtet hatte. Eine Harfe? Da hätte sie der Druidin nicht zugetraut. Das war kein kleines oder leichtes Instrument, was man schnell einpacken und mit sich nehmen konnte. Also war sie vielleicht doch etwas sesshafter, als sie zugeben würde.

"Oh ja, sehr gerne würde ich mir euer Häuschen mit Garten und Harfe ansehen. Vielen Dank für eure Einladung.
Im Hafenbüro war ich schon mal, habe mir sogar eine Hafenlizenz ausstellen lassen. Aber seit dem war ich nicht mehr dort, ich habe mir das letzte Mal ein bisschen Ärger eingehandelt." Die Worte unterstrich sie mit einem unschuldigen Schulterzucken. "Aber ihr habt Recht, ich sollte mal wieder dort vorbeigehen und nach Kräutern Ausschau halten. Das ist ein guter Hinweis."

Cailin unterhielt also eine feste Beziehung. So gerne sie mit ihren weiblichen Reizen spielte, überraschte das die junge Heilerin, doch sie wollte sich kein Urteil erlauben. Sie freute sich für die Bardin, dass sie jemanden hatte, der ihr Geborgenheit bieten konnte.

"Das freut mich für euch. Und auch wenn das Miteinander schwierig sein kann, solltet ihr die gemeinsame Zeit genießen." denn sie kann so schnell vorbei sein. Den letzten Satz sprach sie nicht laut aus, doch die Schwarzhaarige würde ihn ihr ansehen können. Kurz wirkte sie deutlich älter beziehungsweise wie jemand, der schon zu viel für ein Alter erlebt hat.

Dann war wieder die junge fröhliche Elfe da: "Geduld ist gut." sagte sie mit einem Lächeln.
Autor: Silvana Datum/Zeit: So., 27. Mai 2018, 23:10
Interessiert und ein wenig überrascht legte Cailín den Kopf schief. "Ihr habt Euch am Hafen Ärger eingehandelt? Wie das? Habt Ihr mit Pfennigfuchser über die Gebühr debattiert? Diesbezüglich ist er sehr empfindlich."

Die Bardin schmunzelte.

Das Thema Beziehung schien für Shikra eine unangenehme Erinnerung heraufzubeschwören. Zumindest deutete Cailín den Gesichtsausdruck der Elfe entsprechend. Vielleicht hatte sie ebenfalls jemanden verloren, der ihr nahe stand? Die Druidin erinnerte sich an den Gefährten ihrer Jugendjahre, der so brutal und unerwartet aus dem Leben gerissen worden war. Hatte Shikra eine ähnliche Erfahrung machen müssen? Da sie sich noch nicht so gut kannten wie Freundinnen es taten, bohrte die Bardin nicht weiter nach.

"Es genügt, wenn sie einer von uns beiden hat, die Geduld, meine ich", spöttelte Cailín, als sie sah, dass die Elfe wieder lächelte. "Ich gebe zu, dass dies eine neue Erfahrung in meinem Leben darstellt. Bisher habe ich es vermieden mich an jemanden zu binden, wie Ihr Euch denken könnt. Was soll eine wandernde Bardin mit einem Mann am Rockzipfel. Und dann, ganz unerwartet, bei einem Wettbewerb in Drachenauge..."

Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 28. Mai 2018, 01:18
"Nein, nein. Im Hafenbüro hatte ich keine Probleme. Eher danach als ich mir die Schiffe angesehen und dabei etwas unachtsam seinen Hafenarbeiter angerempelt und so eine Kiste zu Fall gebracht habe. Es war ein Versehen, doch der Mann war anderer Meinung. Ein Minenbesitzer aus Nuru hat mich gerettet."

Die beiden standen weiterhin in der Tränkeküche, als die Druidin von einem Wettstreit in der Hauptstadt erzählte.

"Ein Wettbewerb in Drachenauge? Welche Art von Wettbewerb war es denn? Und habt Ihr gewonnen" fragte die Elfe mit einem breiten Lächeln. Dann fiel ihr aus, dass es doch recht unhöflich war, ihren Gast im Arbeitszimmer stehen zu lassen.
"Kann ich Euch noch etwas zu essen oder zu trinken anbieten? Wollen wir uns nebenan setzen?

Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 28. Mai 2018, 10:57
"Ein Minenbesitzer aus Nuru hat dich gerettet", wiederholte Cailín die Worte der Elfe. "Sieh an. Es gibt nicht sehr viele Minenbesitzer in Nuru. Das musst du mir unbedingt genauer erzählen. Wie sah er denn aus? Möglicherweise bin ich ihm schon einmal begegnet. Was ist passiert? Ich wittere eine Geschichte, die der Poesie dienlich sein könnte. Hat er dich heldenhaft verteidigt? Mit Schild und Schwert? Den Fäusten? Oder nur mit Worten?"

Merdarion kannte also die Heilerin von Drachenauge, die davon wusste, dass Cailín einen Schwarzmagiertrank eingenommen hatte. Wenn sie sich richtig erinnerte hatte sie ihrem Geliebten dieses Detail vorenthalten. Die beiden Frauen begaben sich in den Nebenraum und machten es sich im Sitzen gemütlich. Cailín bat um ein Glas Wasser. Damit war sie vollauf zufrieden.

"Ein Wettbewerb der besonderen Art. Darunter habe ich mir etwas gänzlich anderes vorgestellt. Mehr der geistigen Art. Dabei war es schlimmer als jede Soldatenausbildung. Robben im Schlamm, hohe Wände erklimmen. Eiswasser und Orkane überstehen. Ohne Merdarion hätte ich diese Tortur wohl kaum überstanden. Und schon gar nicht den ersten Platz erreicht. Wir hatten so eine Art persönlichen Wettstreit. Sehr amüsant. Noch amüsanter war allerdings die Begebenheit um den Hauptpreis."
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 31. Mai 2018, 09:37
Dank Cailins detaillierten Nachfragen zu Merdarions Rettungsaktion am Hafen, hatte Shikra das Gefühl, dass sie nicht mehr drum rum kommen würde, der Bardin zu erklären, was da genau am Hafen passiert war, wie ungeschickt sie damals in die Auseinandersetzung geriet und wer sie beendet hatte.

"Ja, ihr kennt den Mann. Verzeiht, dass ich euch nicht gleich alles dazu erzählt habe, ich dachte, ich könnte mein Ungeschick kurz halten. Aber bei eurer Hartnäckigkeit..." ein Lächeln folgte den letzten Worten, die klar machen sollten, dass die Elfe keineswegs verärgert war.

"Ich war an dem Tag am Hafenbecken gestanden und habe dabei zugesehen, wie die Schiffe beladen wurden. Ein Schiff ließ aus und, um es besser verfolgen zu können, bin ich ein paar Schritte gegangen, ohne mich umzusehen und rempelte dabei einen Hafenarbeiter an, der daraufhin seine Kiste und ihren Inhalt fallen ließ. Ich wollte mich entschuldigen, er ließ mich nicht und hielt mich fest. Merdarion, den ich damals für einen edlen Kaufmann hielt, ging dazwischen. Er verwies den ekelhaften Kerl schnell in seine Schranken - alleine durch sein sicheres Auftreten."
Das war ein Bild, dass sich der jungen Heilerin eingeprägt hatte, wie sicher der Minenbesitzer auftreten konnte."
"Und dann war er auch schnell wieder weg...," sagte sie mit einem Schulterzucken. "...wiedergesehen habe ich ihn mit euch und Sir Christian in Isua"

Nach den letzten Worten setzte sich etwas in ihrem Kopf zusammen. Der gleiche Mann war offensichtlich Cailins Gefährte. In dem Dschungelabenteuer war sie sich nicht sicher gewesen, aber die Bardin hatte vorhin seinen Namen genannt.

Nach Shikras Geschichte wechselten die beiden zu den Stühlen und nachdem die Elfe zwei Gläser mit Wasser geholt hatte, lauschte sie den Worten der Bardin. Sie wollte unbedingt wissen, was mit dem Hauptpreis passiert war.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 31. Mai 2018, 18:25
Cailín lächelte keck, als das Wort hartnäckig  fiel. "Ihr wisst doch, ich liebe gute Geschichten", schmunzelte sie.

Zuletzt lachte sie herzlich los. "Ihr habt ihn für einen edlen Kaufmann gehalten? Und jetzt nicht mehr? Das wird er aber gar nicht gern hören." Die Bardin winkte amüsiert ab. "Ich weiß, was Ihr meint. Er ist wahrlich kein Krämer, aber durchaus Geschäftsmann. Ein ziemlich findiger sogar. Wenn Ihr also einmal Hilfe braucht wendet Euch vertrauensvoll an ihn. Mit besonderen Grüßen von seiner herzallerliebsten Elster."

Zwinkernd erklärte die Bardin diesen Spitznamen. "Als Kind wurde ich Athaíd  gerufen, das heißt Elster in der alten Sprache der Druiden. Wegen meines pechschwarzen Haares und der damals fast weißen Haut", log sie ohne mit der Wimper zu zucken. Shikra zu erzählen, dass sie eine diebische Elster in menschlicher Gestalt vor sich sitzen hatte wäre Cailín im Traum nicht eingefallen.

Nach einem Schluck Wasser berichtete sie von dem Hauptpreis des Wettbewerbs. "Es handelte sich um ein Fohlen, ein kleines Pony, das mit Verkündung des Siegers plötzlich verschwunden war. Diebstahl am helllichten Tag, vor den Augen eines zigfachen Publikums. Dreist. Und wäre fast gelungen. Doch sie hatten nicht mit dem Schneiderelf aus Nuru gerechnet, der die Diebe gestellt und das Fohlen gerettet hat. Welches nun mir zufiel. Als Siegerin. Doch was sollte ich mit einem Pony, wo ich doch gar nicht reiten konnte. Offiziell bin ich von dem Preis zurückgetreten, inoffiziell natürlich nicht. Ich bat die Veranstalter den Siegespreis Merdarion als nächst Platzierten zu übergeben und ihm keinesfalls zu verraten, das es sich dabei um mein Geschenk an ihn für seine Hilfe beim Wettbewerb handelte. Ich nahm an, diesen für mich fremden Mann niemals wiederzusehen und es wäre mir unangenehm gewesen, hätte er gemeint in meiner Schuld zu stehen."

Cailín lächelte. "Aber wie das Leben so spielt, es kam anders. Wir trafen uns in Nuru wieder, zufällig, zwei Mal, und als wir uns in die Augen sahen und jeder in die Tiefe des anderen eintauchte, da traf uns der Pfeil der Liebe mitten ins Herz. Und dann, eines Tages, machte er mir ein Geschenk. Und Ihr werdet nicht glauben, worum es sich handelte. Das herangewachsene Pony. Er schenkte mir mein Geschenk an ihn zurück. Um mir das Reiten beizubringen."

Die Bardin lachte. "Da musste ich ihn wohl oder übel aufklären."



Autor: Landolin Datum/Zeit: So., 03. Jun 2018, 00:50
Es gab etliche Gründe, die für Lisann dagegen sprachen, den Apothekenturm zu betreten. Zum einen waren Tränke unverschämt teuer und eine Investition, die man am liebsten nie einsetzen wollte. Zum anderen kam sie mit der Inhaberin des Geschäftes auf keinen grünen Zweig. Nicht nur, dass es sich um eine Elfe und Kostverächterin handelte – Shikra hatte auch ein Talent für spitze Bemerkungen, die die Bäckerin schlecht einordnen konnte.
Andererseits war es kein weiter Weg bis dorthin und die Heilerin war eine vielversprechende Kundschaft des Wirtshauses. Welche Tränke man auch immer auf Bierbasis braute – Lisann hoffte, dass sie sich gut verkauften. Und dann war da noch der geschenkte Heiltrank… Derartige Gesten verpflichteten ja geradezu zu einem Gegenbesuch.

Die Halbelfe atmete einmal tief durch und betrat dann mit festen Schritten den Verkaufsraum. Der erste Eindruck war erstaunlich hell und freundlich. Der Turm und das Eisentor an sich hatten Lisann anderes erwarten lassen.
“Seid gegrüßt, werte Shikra“, meinte sie mit einem leicht gezwungenen Lächeln. “Schön habt Ihr es hier – und auch der Garten. Die Obstbäume scheinen eine gute Ernte zu versprechen.“
Was redete sie da nur? Als würde sie immer und überall nur an Essen denken…
Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 03. Jun 2018, 13:52
*** Cailin ***

Shikra wollte schon widersprechen, da winkte die Bardin ab und ließ die Elfe verstummen. Als die Schwarzhaarige fertig war, nickte die Heilerin. „Mit besonderen Grüßen von seiner herzallerliebsten Elster. Gut, das werde ich mir merken.“

Fröhlich hörte sich Shikra die Geschichte um den Hauptpreis an. „Ihr habt gewonnen? Herzlichen Glückwunsch!“ Als sie das Ende der Erzählung hörte musste sie den Kopf schütteln. „Eine unglaubliche Geschichte. Merdarion hatte euch geholfen? Wollte er denn nicht selbst gewinnen?“ fragte sie mit einem Schmunzeln.

„Habt ihr das Reiten nun gelernt? Es gibt ja kaum etwas Schöneres als mit einem Pferd durch die Wälder zu reiten.“ Shikras Gesichtszüge hatten etwas Verträumtes dazugewonnen. Sie erinnerte sich an die Ausritte mit ihren Freunden und den wunderschönen Tag, den sie mit Asarra verbracht hatte.

Kurz war die Elfe aufgestanden und hatte nochmal Wasser geholt und vorsichtshalber doch eine Schale mit Obst mitgebracht.


*** Lisann ***

Es schien ein ruhiger Nachmittag zu werden, das Wetter war schön, da verbrachten die Einwohner von Drachenauge wohl eher ihre freie Zeit im Freien als beim Einkaufen in der Apotheke. Shikra hatte sich mit einem Buch über Heil- und Giftpflanzen in ihre Leseecke zurückgezogen und blätterte in ihrer Lektüre, als jemand den Turm betrat.

Sie legte ihr Buch zur Seite stand auf, trat auf den Kunden zu und erkannte die Bäckerin aus dem Wirtshaus, die die Elfe sogleich grüßte. Die Apothekerin grüßte zurück und wunderte sich etwas über das seltsam verzogene Gesicht der Halbelfe: „Ist alles in Ordnung bei euch? Wollt ihr euch einen Moment setzen?“ Dabei deutete sie auf die Sitzgruppe in der Nische.

„Vielen Dank; ja die Obstbäume waren eine sehr gute Idee meiner Vorgänger.“ Einerseits freute es die Waldelfe, dass jemanden die schönen Bäume und der Garten auffielen, da die meisten Kunden eher durchhetzen, um schnell ihre Tränke zu kaufen. Andererseits wurde sie nicht ganz schlau aus der Bäckerin. Sie war wohl kaum wegen einer bevorstehenden guten Ernte da.
„Ihr dürft gerne, wenn das Obst reif ist, vorbeikommen und euch ein paar Früchte mitnehmen und probieren.“ Dem Satz folgte ein bezauberndes Lächeln, aus dem nicht ersichtlich war, ob das nur ein nettes Angebot war oder wieder mal eine freche Anspielung.

„Ach ja probieren. Vielen Dank für euer Gebäck. Es war wirklich sehr lecker“
Autor: Landolin Datum/Zeit: So., 03. Jun 2018, 14:58
Die momentan nicht allzu beschäftigt wirkende Elfe ging aus irgendeinem Grund davon aus, dass die Bäckerin an akuten Beschwerden litt. Behandelte sie etwa jeden Kunden so – oder zweifelte sie nur daran, dass Lisann freiwillig hier war? Bislang war die Halbelfe jedenfalls davon ausgegangen, dass die allermeisten Besucher einer Apotheke auf Vorrat einkauften und sehr genau planten, was sie sich anschaffen wollten – anders als in einem Wirtshaus, in dem meist der Magen entschied.

“Mir geht es wunderbar, danke der Nachfrage. Und nein, ich denke ich werde nicht so lange bleiben, dass ich mich setzen muss.“

Lisann bemühte sich mittlerweile um einen möglichst neutralen Gesichtsausdruck. An sich klangen die Worte der Heilerin sehr freundlich, aber das Angebot mit dem Obst war möglicherweise auch nur eine Höflichkeitsfloskel.
Als Shikra ihr Gebäck lobte, schlich sich jedoch ein wissendes Lächeln auf das Gesicht der Bäckerin. Für jemanden, der den ganzen Tag nur seltsame Gemüsesorten und Moose zu sich nahm – wie man es Waldelfen häufig unterstellte – mussten ihre Backkünste tatsächlich eine Offenbarung sein.
“Das freut mich. Und solltet Ihr wirklich nicht wissen, wohin mit dem Obst, komme ich gerne auf das Angebot zurück. Ich kenne einige wundervolle Rezepte, für die ich Äpfel, Birnen oder Kirschen benötige – und die Ihr unbedingt einmal probieren müsst.“
Womöglich konnte man der Heilerin ja doch den ein oder anderen kulinarischen Genuss nahe bringen.
“An sich bin ich aber nur hier, um zwei von den Heiltränken zu kaufen, von denen Ihr mir großzügigerweise einen überlassen habt. Und ein Gegengift und ein, zwei Wundbinden schaden vermutlich auch nicht. Falls ich einmal auf Reisen gehen muss“, fügte die Halbelfe hinzu, ehe noch jemand auf die Idee kommen konnte, dass sie mit verdorbenen Lebensmitteln hantierte oder sich beim Arbeiten in der Küche ständig schnitt.
Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 03. Jun 2018, 16:05
Mit einem Schulterzucken quittierte sie Lisanns Ablehnung sich einen Stuhl zu nehmen. Vielleicht hatte sich die Elfe getäuscht, denn jetzt wirkte die Bäckerin nicht mehr so verkrampft. Gut, sie hatte nichts gegen Kunden, die nur schnell etwas besorgen wollten, zumal sie sich immer noch schwer tat, sich halbwegs normal mit dieser Halbelfe zu unterhalten.

"Das freut mich." kommentierte sie den Gesundheitszustand der Köchin. Erst danach fiel ihr auf, dass man denken konnte, es könnte sich auf den zweiten Satz Lisanns beziehen.

Ohne es recht zugeben zu wollen, würde die Heilerin sehr gerne probieren, was die Halbelfe aus dem Obst alles zaubern konnte. Sie selbst hatte weder die Erfahrung noch die große Lust aufwändig zu kochen. Und warum auch, wenn man Obst und Gemüse meist direkt, ohne große Verarbeitung, genießen konnte.
"Das ist ein verlockendes Angebot, werte Lisann."

Dann kam ihre Kundin endlich zu einem Thema, mit dem die Apothekerin umgehen konnte, sie wollte ein paar Tränke und Wundbinden einkaufen.
"Wie recht ihr habt. Man kann sich ja so schnell verletzen oder vergiften... bei einer Reise"
ein leichtes Zweifeln schlich sich in die Gesichtszüge der Waldelfe. Die Bäckerin machte ihr nicht gerade den Eindruck einer erfahrenen Abenteurerin. Vielleicht schloss sie aber auch nur von sich auf andere. Shikra vermied Reisen, wenn sie alleine unterwegs sein musste, so gut es ging, wenn man ein Geschäft leitete und in anderen Städten Einkäufe tätigen musste.

"Einen Moment bitte" bat Shikra, dann drehte sie sich um und suchte in den Regalen das Gewünschte zusammen und legte es auf die Theke. "So bitteschön: zwei Heiltränke, ein Gegengift und zwei Wundbinden. Hattet ihr euch das so vorgestellt?"
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 04. Jun 2018, 09:44
Auf die Frage, ob Merdarion nicht gewinnen wollte, zuckte Cailín bloß mit den Schultern. "Ich denke schon, er ist sehr ehrgeizig. Vielleicht hoffte er zu gewinnen und mir den zweiten Platz zu sichern. Wer weiß das schon. Männer zu verstehen ist wie mit Eseln zu sprechen."

Das perlende Lachen der Bardin klang durch den Raum.

"Reiten? So leidlich. Ich würde es nicht wagen mich als Reiterin zu bezeichnen. Ich gelange von einem Ort zum anderen, irgendwie." Der verträumte Gesichtsausdruck Shikras ließ auch Cailíns Augen leuchten. Die Faszination anderer, vor allem die der Elfen, war ansteckend.

"Wir könnten ja gemeinsam ausreiten. Falls es Euch nichts ausmacht, dass ich den Galopp noch nicht wage."
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 04. Jun 2018, 20:56
Cailins Vergleich mit dem Esel entlockte der Elfe ein erheiterndes Lachen. Sie stellte sich vor, wie eine Ehefrau mit einem Maultier alltägliche Probleme diskutierte.

Anscheinend ließ sich die Bardin von Shikras Reiterfreuden anstecken: "Ein schöner schneller Galopp durch die Wälder ist fantastisch, allerdings ist ein gemütlicher Ritt über Wiesen und Felder ebenfalls ein sehr schöner Zeitvertreib, werte Cailin. Sehr gerne würde ich einmal mit euch ausreiten."
Dann stutzte die Elfe. Sie hatte kein Pferd, das sie dafür nutzen könnte. Das letzte Mal durfte sie eins aus den Stallungen der Kaserne nutzen, da war sie allerdings mit Asarra unterwegs gewesen.
"Leider habe ich kein Pferd, das ist dafür nutzen dürfte."

Einerseits war sie schon etwas traurig darüber, dass sie kein eigenes Pferd besaß, mit dem sie nach Herzenslust ausreiten konnte. Andererseits müsste sie sich dann um eine Unterstellmöglichkeit kümmern und fast täglich das Pferd bewegen. 
Autor: Landolin Datum/Zeit: Mo., 04. Jun 2018, 23:54
Sollte Lisann die Zweideutigkeit bemerkt haben, ließ sie es sich nicht anmerken. Die Halbelfe schien vielmehr daran interessiert zu sein, den Handel rasch abzuwickeln.
“Ja, genau so habe ich mir das vorgestellt.“ Die Tränke konnte man anhand der Farbe gut unterscheiden – auch ohne die Etiketten lesen zu können. Allerdings hatte die Bäckerin nur eine grobe Preisvorstellung, da sie mit der aushängenden Liste nichts anfangen konnte.

“Was soll es denn kosten?“, fragte sie daher. Die Antwort war schockierend: 80 GM für die Handvoll Sachen? Sie rechnete diese Summe besser nicht in Fleisch und Mehl um…
“Eine Frage am Rande, werte Shikra: Gibt es in Eurer Apotheke die Möglichkeit, sich als Stammkunde einzutragen und dafür einen Rabatt zu erhalten? Ich habe gehört, dass das in anderen Städten der Fall ist.“ Sie schenkte der Apothekerin bei diesen Worten ein unschuldiges Lächeln. Vermutlich hätte Lisann den Wucherpreis akzeptiert, hätte sie nicht im Wirtshaus den ein oder anderen Händler über das Für und Wider derartiger Rabatte reden gehört. So konnte sie es aber beim besten Willen nicht hinnehmen, ihr hart erarbeitetes Geld kampflos aufzugeben.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mi., 06. Jun 2018, 09:30
"Ich plädiere für den gemütlichen Ritt über Wiesen und Felder, für den Anfang", schmunzelte Cailín. Fehlte nur noch der vierbeinige Untersatz.

"Es gibt doch in Drachenauge einen Zuchtstall. Und wie es der Zufall so will, bin ich mit dem Inhaber recht gut bekannt, um nicht zu sagen befreundet. Ich würde mich sehr wundern, würde uns Martin nicht ein hübsches Pferdchen für Euch zur Verfügung stellen. Mit der Aussicht, dass Ihr bei ihm kaufen werdet sobald Euch die Geldmittel dafür zur Verfügung stehen."

Cailín zwinkerte. Mit derlei Versprechungen konnte man fast jeden Geschäftsmann becircen. "Wann wäre Euch solch ein Ausflug angenehm? Damit ich den lieben Martin frühzeitig darauf vorbereiten kann."
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 07. Jun 2018, 02:22
*** Lisann ***

Shikras Antwort auf ihre Frage nach dem Preis ihres Einkaufs schien der Bäckerin nicht ganz zu gefallen. Die Elfe konnte das nicht ganz nachvollziehen. Sie hatte doch die Waren und ihre Preise auf dem Schild, das auf der Theke stand, für alle gut leserlich auf notiert.
Daher hätte Lisann doch schon wissen können, was es kosten würde. Oder konnte sie immer noch nicht lesen? Wieder einmal war die Heilerin dankbar für ihre Erziehung, die das Lesen und Schreiben beinhaltet hatte. Fast tat ihr die Halbelfe leid, dass sie das nicht gelernt hatte und somit bei einigen Aufgaben im Alltag sicher ihre Schwierigkeiten hatte - aber eben nur fast.

"als Stammkunde eintragen... ja, klar... so wie bei den anderen... ab dem dritten Einkauf... 10 Prozent" Mit dieser Frage hatte die Köchin die Apothekerin völlig überrumpelt. Von einer Liste für Stammkunden hatte sie hier noch nichts gehört, allerdings war Gurs als einziger Ansprechpartner vielleicht nicht die beste Informationsquelle gewesen.
Was jetzt auch keine Rolle mehr spielte, denn sie konnte jetzt nicht mehr zurück rudern. Sie würde eine Liste beginnen und ab dem dritten Einkauf 10 Prozent vom Verkaufspreis abziehen.


*** Cailin ***

In Gedanken malte sich die Elfe den Ausritt mit der Bardin schon in den schönsten Farben aus. Das würde sicherlich ein schöner Ausflug werden.

"Ihr kennt den Herrn von Müsig näher?"
fragte die Apothekerin etwas verwundert. Führte man ein Geschäft in Drachenauge, konnte man nicht vermeiden, dass die Gerüchte um den Adeligen und seinen weiblichen Bekanntschaften, auch den eigenen Laden erreichten.
"Das wäre wunderbar. Ich wäre euch zu großem Dank verpflichtet, wenn ihr da eine Möglichkeit schaffen könntet."

Auf ihre Frage, wann sie Zeit hätte, antwortete die Heilerin mit einem strahlenden Lächeln: "Jederzeit, solange ich den Laden zusperren kann oder ich eine Vertretung finde" Dass sie in naher Zukunft eine Unterstützung bekommen sollte, wusste Shikra noch nicht.

So spontan könnte sie kein Pferd leisten, aber wenn es in den nächsten Monaten in der Apotheke weiterhin so gut laufen würde, wie es angefangen hatte, hätte sie vielleicht bald die Möglichkeit sich tatsächlich ein eigenes Pferd zu kaufen. Ein Pferd, welches sie davor schon kennengelernt hätte und abschätzen könnte, ob es zu ihr passte.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 07. Jun 2018, 17:03
"Aber ja. Ich wage es den werten Martin von Muesig einen Freund zu nennen. Ich erinnere mich gar nicht mehr wie es kam. Ich glaube, es hatte mit dem Damespiel zu tun. Ihr könnt es Euch vermutlich denken: Der Baron schummelt."

Cailín lachte und dachte vergnügt an den kurzweiligen Nachmittag, an dem sie mit Spielfiguren hart gegeneinander gekämpft hatten und jeder Verlierer eine Wettaufgabe einlösen musste. Das sollten sie bei Gelegenheit wiederholen.

"Wie dem auch sei, ich spreche noch heute mit ihm, sofern ich ihn im Zuchtstall antreffe. Er ist ein vielbeschäftiger Geschäftsmann, der zudem seine Hochzeit plant."

Und nebenher seine zukünftige Schwiegermutter beglücken muss,  dachte Cailín amüsiert. Ja, das Leben konnte ganz schön hart sein.

"Am besten breche ich gleich auf. Verzeiht meine Eile, es hat absolut nichts mit Euch zu tun. Oder nein, es hat ausschließlich mit Euch zu tun. Der Gedanke, zusammen mit Euch einen gemütlichen Ausflug auf Dunala zu unternehmen, reizt mich ungemein."

Cailín erhob sich und streckte Shikra die Hand zum Abschied hin. "Werte Shikra, habt Dank für die Führung. Es war ungemein erfrischend, der Kontakt mit den Manakristallen. Mögen die Götter diese Eure Quelle nie versiegen lassen."
Autor: Landolin Datum/Zeit: Fr., 08. Jun 2018, 00:46
Die Heilerin schien zu zögern. War ihr das Prinzip der Stammkundenschaft etwa fremd? Nach einigen Sekunden bestätigte sie jedoch, dass man auch in dieser Apotheke einen ordentlichen Rabatt erhalten konnte, wenn man sich in die entsprechende Liste eintragen ließ. Ein ganzes Zehntel Nachlass sogar! Doch die Sache mit den drei Einkäufen versetzte Lisann einen kurzen Dämpfer.

“Das klingt nach einem guten Angebot.“ Das tat es wirklich – vor allem, da die „Quelle der Heilung“ nicht weit vom Wirtshaus entfernt stand. Plötzlich kam der Halbelfe eine Idee:
“Aber ich habe ja ganz vergessen, dass ich noch direkt weiter ins Forsthaus muss! Und was, wenn mir die Tränke zerbrechen, wenn ich sie zusammen mit dem Holz transportiere? Falls es noch möglich ist, würde ich für heute nur die beiden Wundbinden mitnehmen. Dafür berechnet Ihr zwanzig Goldmünzen, habt Ihr gemeint, werte Shikra?“

Ob die Elfe diese offensichtliche Ausrede akzeptieren würde? Vorsichtshalber suchte Lisann schon einmal die kleine Summe an Münzen zusammen  - und nahm sich vor, auf jeden Fall in Richtung des westlichen Stadttores aufzubrechen, sobald ihr Handel abgeschlossen war.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 12. Jun 2018, 00:58
*** Cailin ***

So, so. Der Adelige neigte zum Schummeln und die Bardin hatte ihn auf diese Art kennengelernt. Und er wollte heiraten. Die Elfe musste schmunzeln, als sie diese Worte hörte. Irgendwie konnte sie sich den werten Herrn nicht als Gatten in festen Händen vorstellen, aber vielleicht war an den Gerüchten, die sie bisher gehört hatte, weitaus weniger dran, als sie vermutet hatte.

Mit ihrem plötzlichen Aufbruch überrumpelte die Schwarzhaarige die Heilerin. Aber die Freude, dass sie sich bald wieder sehen würden und dann vielleicht zusammen Ausreiten würden, überwog schnell wieder.

"Es war mir eine große Freude, euch den Apothekenturm zu zeigen und ihr seid jederzeit hier willkommen.
Ich freue mich darauf von euch zu hören und dann vielleicht mit euch einen Ausritt zu unternehmen."
Shikra holte den Umhang der Bardin und begleitete sie zur Eingangstüre, nachdem sie die dargebotene Hand zum Abschied freudig schüttelt hatte.


*** Lisann ***

Skepsis schlug sich auf dem Gesicht der Waldelfe nieder, als sie sich Lisanns Ausrede mit dem Forsthaus anhörte.
"Die Tränke könnte ich euch gut in Papier einwickeln, sodass sie sicher nicht zerbrechen werden. Aber ich lege sie auch gerne für euch zurück. Für die Wundbinden bekomme ich zwanzig Goldmünzen, ja das ist richtig, werte Lisann."

Während sie sprach schob sie der Halbelfe die Wundbinden ein Stückchen näher hin und legte danach die Phiolen zur Seite.
Ein bisschen wunderte sie sich über die plötzliche Meinungsänderung der Bäckerin, aber sie war die Kundin und Shikra hatte sich da zu fügen und weiterhin höflich und freundlich zu bleiben.

"Kann ich euch die Wundbinden noch extra einpacken, oder verstaut ihr sie in eurem Rucksack?"

Kurz kam der Elfe in den Sinn, nach Lisanns Verlassen des Ladens, hoch auf das Dach des Turms zu steigen und ihren Weg zu verfolgen und zu prüfen, ob sie wirklich zum Forsthaus weiterlief. Doch sie verwarf den Gedanken. Es war doch ein wenig kindisch und übertrieben.
Autor: Landolin Datum/Zeit: Sa., 16. Jun 2018, 23:57
Ihr Verhalten hatte offenbar Misstrauen erweckt, aber das war für Lisann in Ordnung. Shikra würde ohnehin bald durchschauen, woher der Wind wehte…
“Vielen Dank. Es wäre mir sehr geholfen, wenn Ihr die Phiolen für mich zurücklegen könntet. Und ich verstaue die Wundbinden gleich in meinem Rucksack, macht Euch keine Umstände.“

Die Halbelfe legte die abgezählte Summe auf den Tresen und verabschiedete sich mit einem Lächeln.
“Nochmals Danke. Und bis bald. Ich werde in den nächsten Tagen vorbeikommen, um die Tränke abzuholen, versprochen.“

Gut gelaunt verließ Lisann die Apotheke – tatsächlich in Richtung Forsthaus. Askladd zu besuchen war eigentlich gar keine schlechte Idee. Sie brauchte zwar kein Holz, aber hatte der Nordmann ihr nicht versprochen, ihr einen guten Preis für Bolzen zu machen? Womöglich konnte sie so gleich mehrere gute Geschäfte an einem Tag in die Wege leiten.

- 20 GM
+ 2 Wundbinden


Tatsächlich stand die Bäckerin schon am nächsten Tag wieder in der Apotheke – diesmal mit einem völlig überfüllten Korb voller Lebensmittel in Händen, als käme sie direkt vom Markt.
“Ich grüße Euch, werte Shikra. Ich habe ja versprochen, wegen der Tränke noch einmal vorbeizukommen – aber ich habe mich auf dem Markt wohl etwas zu lange aufgehalten.“
Sie stellte den vollen Einkaufskorb gut sichtbar ab und kramte umständlich diverse kleine Münzen aus ihren Taschen hervor.
“20 GM sollten mir aber schon noch geblieben sein. Ich würde daher erstmal nur das Gegengift mitnehmen. Heiltrank habe ich dank Eurer Großzügigkeit ja noch einen vorrätig.“
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 18. Jun 2018, 13:17
Dunala am Zügel führend kam die Bardin nach einer [hoffentlich] unaufgeregten Reise vor dem Apothekenturm an. Zugegeben, der Brief an Baron von Muesig war dick aufgetragen gewesen, doch Martin liebte solche Schmeicheleien. Zudem zweifelte Cailín keinen Augenblick daran, dass der Adelige Shikra ein herrliches Pferd leihen würde. An der vorgesehenen Halterung band die Druidin die Zügel fest, strich dem Pony beruhigend über den Hals und flüsterte ihm ein paar beruhigende Worte zu. Das Ohren des Pferdes, das den Lärm in der Stadt nicht gewohnt war, bewegten sich aufgeregt hin und her. Die Mähne schüttelnd scharrte Dunala mit dem Vorderhuf.

"Ich bin gleich zurück. Dann besuchen wir den Ort, an dem du aufgewachsen bist."

Cailín wandte sich um, spazierte zur Eingangstür, klopfte förmlich und trat ein.

"Einen wunderschönen guten Tag, werte Shikra", rief die Schwarzhaarige in den Raum hinein.

Soviel sie wusste, hatte die Heilerin noch keine Angestellten, also würde sie persönlich anzutreffen sein. Sollte sie sich gerade in der Tränkeküche befinden, würde die Stimme der Bardin laut genug sein um sie zu hören. Der Höflichkeit entsprechend blieb Cailín am Ladentisch stehen und wartete. Hoffentlich kam sie nicht ungelegen. Besser wäre gewesen sich anzumelden. Nicht jeder konnte sich den Tag so frei einteilen wie die Bardin. Doch für solche Überlegungen war es zu spät. Im Falle, dass Shikra erst später Zeit fand, konnte Cailín den lieben Martin bis dahin schon mal allein aufsuchen.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 20. Jun 2018, 01:01
*** Lisann ***

Mehr als überrascht schaute die an der Verkaufstheke sehende Elfe, die gerade eine Notiz in ein Büchlein eintrug, auf, als die Bäckerin, in die Apotheke eintrat. Um ehrlich zu sein, hatte sie nicht damit gerechnet die Halbelfe schon so bald wieder zu sehen. Nunja, sie konnte sich ihre Kunden nunmal nicht aussuchen.

Während sie Lisann höflich begrüßte, warf sie dem Einkaufskorb einen skeptischen Blick zu. Warum hatte sie ihn direkt auf der Thekenplatte abstellen müssen. Offensichtlich hatte sie ein leicht zu zerquetschendes Obst ganz unten in den Korb gepackt, denn an einer Stelle bildete sich eine hübsche kleine Pfütze, die klebrig aussah.
Shikra schaute sich nach einem Tuch um und die Besitzerin des Einkaufkorbs bemühte sich die nötigen Münzen zusammen zu suchen.

„Natürlich, nur das Gegengift.“  Den leicht sarkastischen Unterton könnte man kaum überhören. Ein leiser Verdacht keimte in Shikra. Spielte Lisann dieses Theater etwa nur wegen ein paar Prozente für den nächsten Einkauf? Wohl eher nicht. Shikra schätzte ihre Kundin weder so geizig, noch so gewitzt ein.

Du findest erstmal nur 18 GM. Bitte Würfeln mit 1W6
1,2 geschickt und gewitzt schafft es Lisann die Heilerin zu überzeugen, dass sie nur 18 GM zahlen muss
3,4 Lisanns Rede wirkt nicht ganz so überzeugend, die Bäckerin kommt aber damit durch und bezahlt nur 18 GM
5 Pech gehabt, Lisann muss wohl noch zwei GM finden, sie kann Shikra nicht überzeugen
6 die Elfe bekommt Mitleid bei der ganzen Sucherei und akzeptiert 18 GM



*** Cailin ***

Shikra war nicht alleine im Verkaufsraum. Nach Cailins Begrüßung, kam eine zweite Frau aus dem hinteren Bereich und begrüßte die Kundin ebenfalls.
„Cailin, wie schön euch zu sehen. Darf ich euch Mareika vorstellen? Eine Nachbarin, die mir hier im Verkauf ab und zu zur Hand geht, damit ich in Ruhe arbeiten und einkaufen gehen kann“ Mit einem dankbaren Lächeln nickte sie zu blonden rundlichen Frau, die etwa 50 Jahre alt zu sein schien.

Die Nachbarin verstand das Nicken als Startsignal. Sie lief auf die Bardin zu, schüttelte ihr die Hand und sagte: „Schönen guten Tag, edle Dame. Womitr können wir euch helfen? Braucht ihr einen guten Tee für Kreislaufprobleme? Ihr seht ein wenig blas aus. Oder doch ein Gegengift? Setzt euch erstmal hin, dann bringe ich euch einen schönen Ingwertee mit Zitrone.“

„Mareika, ich glaube das ist nicht nötig, oder Cailin?“ Ein leicht flehender Blick begleitete Shikras Frage.
Hoffentlich war die Bardin gekommen, um die Vorbereitungen für den Ausritt in die Wege zu leiten, sodass die beiden zügig die Apotheke verlassen könnten. Mareika hatte heute Zeit, um den Verkauf zu übernehmen.
Autor: Landolin Datum/Zeit: Mi., 20. Jun 2018, 23:39
Lisann entging weder der missbilligende Blick auf ihren Korb noch der sarkastische Unterton. Hatte sie ihr Spiel zu weit getrieben? Nun, falls es so war, konnte sie es auch gleich auf die Spitze treiben… Ihr Plan, die drei Besuche für den Stammkundenrabatt so schnell wie möglich zu absolvieren, musste ja kein Hindernis darstellen. Für gewöhnlich feilschte die Halbelfe zwar nur an den Markständen – aber man konnte ja auch einmal etwas Neues ausprobieren. Shikra schien ohnehin schon Verdacht geschöpft zu haben, es gab also nicht wirklich etwas zu verlieren.

“Ah, einen Moment bitte…“ Die Bäckerin hatte mittlerweile demonstrativ alle ihre Taschen untersucht – dabei aber lediglich 18 Münzen zu Tage gefördert.
“Hm… ich war mir sicher, dass mir der Gemüsehändler mehr Wechselgeld gegeben hat.“ Noch einmal fuhren ihre Hände in die größeren Taschen, ehe ihr ein Geistesblitz zu kommen schien: “Bestimmt habe ich die Münzen versehentlich mit in den Korb gepackt!“ Und schon begann die Halbelfe routiniert die obersten Schichten ihrer Einkäufe auf dem Tresen auszubreiten. Die Heilerin hatte auf den Korb allein schon ablehnend reagiert – Karotten, Lauch, Petersilie und andere Gewürze auf ihrem Verkaufstisch würden sie gewiss nicht lange tolerieren.

- 18 GM
Lisann würfelte eine 2
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 21. Jun 2018, 13:20
Die Nachbarin schüttelte Cailíns Hand überaus freudig. Die Bardin lächelte entzückend.

"Werte Mareika, es ist mir eine Freude Euch kennenzulernen. Verzeiht, würdet Ihr bitte meine Hand...? Danke."

Cailín fing Shikras flehenden Blick auf. "Das ist überaus freundlich von Euch, werte Mareika. Das nächste Mal gern. Heute bin ich etwas in Eile. Eine Verabredung mit dem Herrn Baron von Muesig. Solch illustre Gesellschaft darf ich auf keinen Fall warten lassen, auch wenn es einer Dame durchaus gut ansteht, ein klein wenig zu spät zu erscheinen. Nicht wahr?"

Mit einem Zwinkern zur Nachbarin drehte sich die Schwarzhaarige halb zu der Elfe hin. "Ich war so frei dem Herrn Baron unser Kommen anzukündigen. Passt es Euch heute, werte Shirka?"

Ehe sich Mareika verdrücken konnte, warf Cailín noch rasch hinterher. "Ah, aber da Ihr gefragt habt, vier Gegengift-Elixiere hätte ich noch gern mitgenommen. Zwei gegen Schlangen, die beiden anderen gegen Pflanzengifte. Bitte."

Ein strahlendes Lächeln unter ernsten, blitzblauen Augen sollte Mareika dazu bringen sich zu beeilen.
Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 24. Jun 2018, 15:20
*** Lisann ***

Gerade als sie ein Tuch gefunden hatte und sich wieder ihrer Kundin zuwenden konnte, musste die Elfe mitansehen, wie Lisann, nachdem sie mehrfach erfolg- und sinnlos ihre Taschen nach den beiden fehlenden Goldmünzen abgesucht hatte, anfing ihren Einkaufskorb danach abzusuchen.
Prinzipiell hatte Shikra nichts dagegen, wenn die Bäckerin nach dem restlichen Geld suchte, aber musste sie dabei das erdige Gemüse auf ihrem sauberen Tresen verteilen? Fassungslos verfolgte sie den Weg eines besonders großen Erdkrümmels, der sich erst aus dem Lauch löste, dann über die Tischplatte kugelte, dann herunterfiel und zu guter Letzt unter ein Regal rollte.

Sie musste etwas unternehmen, sonst könnte sie den restlichen Tag damit verbringen, die Apotheke ein zweites Mal an diesem Tag zu fegen.
„Werte Lisann, lasst es gut sein. 18 GM reichen für eine zukünftige Stammkundin, um ein Gegengift zu erwerben,“ sprach die Heilerin mit leichter Resignation in der Stimme.

Shikra war sich zwar sicher, dass es die Halbelfe genau darauf angelegt hatte und gerne hätte sie ihr da einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch erstens war das angerichtete Chaos schon genug für die ordnungsliebende Ladenbesitzerin und zweites würde die Bäckerin wohl tatsächlich eine Stammkundin werden, mit der sie es sich nicht ganz verscherzen konnte.

für die Apotheke:
- Gegengift
+ 18 GM



*** Cailin ***

Mit einem frechen Lächeln verfolgte die Heilerin das Gespräch zwischen den beiden anderen Damen. Erst legte ihre Verkaufshilfe richtig los und nach einem kurzen Flehen durch die Elfe, konterte die Bardin mit dem Hinweis auf den Baron. Mareika war eine einfache Bürgerin, die keine Kontakte zu den höheren Schichten der Stadt pflegte oder pflegen konnte und kurz blitzte Eifersucht in ihren Augen auf.

Shikra nickte und antwortete: „Vielen Dank, Cailin. Heute passt es gut. Mareika kann auf den Laden aufpassen und die Manatränke können noch einen Tag warten.“

Ihre Unterstützung war wieder voll in ihrem mütterlichen Umsorgungselement. „Natürlich passe ich auf das Geschäft auf, solange ihr weg seid. Ihr dürft dort auf keinen Fall zu spät kommen. Ihr solltet euch gleich auf den Weg machen, nicht dass euch noch etwas dazwischen kommt und ihr die Verabredung verpasst.“ Während sie sprach blickte sie von der Elfe zur Schwarzhaarigen und zurück.

Cailis Wunsch ging sie sofort nach, eilte in den Nebenraum und beeilte sich mit dem Heraussuchen der Gegengifte dabei sosehr, dass man ein Glas zerspringen hörte, dass wohl aus einem Regal abgestürzt war. Während Mareika suchte, konnten die anderen beiden kurz miteinander reden.
„Mareika ist eine Liebe, wenn auch ein bisschen über fürsorglich. Aber lieber so, als desinteressiert und unfreundlich.“ meinte die Apothekerin mit einem ehrlichen Lächeln. „Ich freue mich, dass es so schnell mit einem Besuch beim Baron geklappt hat. Hoffentlich kommen wir um die versprochene Tasse Fliedertee herum.“

Als die Suchende mit den gewünschten Gegengiften zurückkam, entschuldigte sie die Elfe kurz, um im dritten Stock ihren Umhang zu holen. An Mareika gewandt sprach sie leise: „Kannst du bitte schon mal kassieren, während ich mich fertig mache? Cailin ist eine gute Kundin, zieh bitte 10 Prozent ab.“

Dann eilte sie nach oben, kämmte ihre Haare nochmals, brachte ihre Kleidung in Ordnung und schnappte sich ihren Umhang.

für die Apotheke
- 4 Gegengifte


Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 25. Jun 2018, 17:02
Mareika war übereifrig und tollpatschig noch dazu. Mit einem charmanten Lächeln überspielte Cailin das amüsierte Schmunzeln, nahm mit einem Kopfnicken die Waren entgegen und zählte der Ladenhüterin die verlangte Summe auf die offene Handfläche. Zum Glück kam im passenden Moment Shikra von der Treppe geweht, ehe Mareika in die Verlegenheit kam plaudern zu wollen.

"Habt vielen Dank, werte Mareika. Es freut mich, dass die werte Shikra eine so kompetente Helferin gefunden hat. Mögen die Götter Euch für Eure Großherzigkeit segnen. Einen schönen Tag noch und gehabt Euch wohl."

Vor der Apotheke lotste Cailín die Elfe zu ihrem Pony. "Darf ich vorstellen, das ist Dunfhlait [gesprochen DU-na-la], das bedeutet in der alten druidischen Sprache braune Prinzessin. Sie ist ein Connemara-Pony, so wurde mir zumindest gesagt. Ich kenne mich in der Pferdezucht ja nicht aus. Dunala, das ist Shikra. Sie wird heute mit uns ausreiten. Nun komm."

Cailín löste die Zügel von der Halterung und führte das Pony hinter sich her, während sie Richtung Zuchtstall spazierten.

hier gehts weiter

+4 Gegengift
-72 GM  (stimmt das so?)
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 25. Jun 2018, 18:47
*** Cailin ***

Die Apothekerin nickte ihrer Nachbarin nochmal dankbar zu, dann verließ sie mit der Bardin den Apothekenturm.

"Hallo, kleine braune Prinzessin" sprach die Heilerin das Pony der Bardin an, nachdem ihr Cailin Dunala vorgestellt hatte. Dabei bewegte sie sich vorsichtig auf das Tier zu und tätschelte es am Hals.
"Du bist wunderschön. Ich freue mich darauf mit euch auszureiten"

Voller Vorfreude lief Shikra neben der Druidin her und zusammen machten sie sich auf den Weg, um im Zuchtstall ein schönes Pferdchen zum Reiten für die junge Waldelfe zu finden.

für die Apotheke
+72 GM (ja, stimmt)



*** Shikra ***

Fein säuberlich hatte sich die Elfe die passende Menge an Torf und die in dem Rezept beschriebenen Heilkräuter zurechtgelegt, um in Ruhe ein paar Tränke herzustellen.

Doch daraus wurde erstmal nichts, obwohl der Morgen so ruhig begonnen hatte, kamen doch einige Kunden am Vormittag. Immer schön mit etwas Abstand, sodass man zwar zwischen zwei Besuchern wieder in seine Tränkeküche zurückkehren konnte, doch bevor man sich wieder ganz seiner Arbeit widmen konnte, betrat schon der nächste potentielle Einkäufer den Verkaufsraum nebenan.

Als am Abend der letzte Kunde den Turm verlassen und die Apothekerin die Eingangstüre verschlossen hatte, ging sie mal wieder in ihr Arbeitszimmer, um noch schnell wenigstens ein paar Gegengifte herzustellen.
Obwohl es spät war, studierte sie die Anleitung genau, hielt sich an alle Vorgaben und konnte am Ende 10 Phiolen abfüllen.

für die Apotheke
-5 Kräuter
-10 Torf
+ 10 Gegengifte
Autor: Landolin Datum/Zeit: Do., 28. Jun 2018, 20:34
Ein strahlendes Lächeln erschien auf Lisanns Gesicht, als sie hörte, dass Shikra auf die fehlenden Münzen verzichtete. Das war ja beinahe schon zu einfach gewesen.
“Oh, das ist zu freundlich von Euch! Das werde ich Euch nicht vergessen!“ Ganz gewiss nicht. Womöglich konnte man bei zukünftigen Besuchen noch mehr heraushandeln?

Fröhlich packte die Halbelfe ihre Waren und das so günstig erworbene Gegengift in ihren Korb und wischte pro Forma einige Krümel vom Tresen.
“Dann will ich Euch nicht noch länger aufhalten. Einen schönen Tag wünsche ich noch – und bis bald!“ Oh ja – sie würde schon sehr bald wieder hier sein und ihre Stammkundschaft besiegeln!

+ 1 Gegengift


Die Höflichkeit verbot es der Bäckerin, am dritten Tag in Folge in der ‚Quelle der Heilung‘ aufzutauchen – doch vier Tage nach ihrem letzten Besuch stand sie wieder im Verkaufsraum.
“Einen wunderschönen Tag wünsche ich.“ Sie zweifelte nicht daran, dass der Tag für sie selbst wunderbar erfolgreich werden würde. “Ich glaube, hier müssten noch zwei Heiltränke für mich zurückgelegt sein. Und hieß es nicht, dass man am dem dritten Besuch in dieser Apotheke Stammkunde werden kann?“
Autor: Shikra Datum/Zeit: Sa., 30. Jun 2018, 16:52
Tagelang hatte die Elfe auf die Rückkehr der Bäckerin gewartet, denn mittlerweile hatte sie das Vorgehen der Halbelfe durchschaut und extra dafür etwas vorbereitet. Und dann war sie nicht gekommen, Shikra hatte sich zwischenzeitlich schon fast Sorgen gemacht. Doch der Stadtklatsch wusste nichts von einem Unglück im Wirtshaus zu berichten.

Am vierten Tag kam die ersehnte Kundin dann doch vorbei.
"Ebenfalls einen wunderschönen Tag" grüßte die Heilerin, die zügig von ihrem Sitzplatz aufstand, zurück. Statt jedoch auf die Besucherin zu zu gehen, lief sie zur Theke.
"Wir haben uns ja länger nicht gesehen, eure Heiltränke liegen aber noch bereit für euch." Der Miene der Elfe konnte man nicht ansehen ob sie durch die längere Abwesenheit der Köchin verärgert, enttäuscht und erfreut war.

"Und ihr habt völlig recht, ihr seid ab heute eingetragene Stammkundin" die Stimme Shikras hatte etwas Feierliches angenommen.
Sie holte die Tränke und sprach: "Zwei Heiltränke für 44 GM, für Stammkunden nur 40 GM. Bevor ihr euch über die neuen Preise wundert, es hat vor zwei Tagen eine Preiserhöhung gegeben. Seht." dabei deutete sie auf eine neue Preisliste, die sie extra für Lisann angefertigt hatte.
Mal sehen, wie sie damit zurecht kam. Hoffentlich verließ die Halbelfe jetzt nicht sofort den Laden, denn die Apothekerin war durchaus bereit, der Bäckerin einen Stammkundenrabatt von zehn Prozent zu gewähren, sie wollte sich nur für das freche Verhalten von neulich revanchieren.

Bitte mit 1W6 würfeln.
1 und 2: Lisann ist so überrascht, dass sie die 40 GM zahlen würde, nochmal würfeln (1-3: Shikra bekommt Mitleid und Lisann muss 36 GM zahlen; 4-6: Lisann schafft es nur 36 GM zahlen zu müssen)
3 und 4: Lisann durchschaut die Elfe und zahlt nur 36 GM
5 und 6: nach längerer Diskussion zahlt Lisann mit Einverständnis 38 GM

Autor: Landolin Datum/Zeit: So., 08. Jul 2018, 17:26
Shikra konnte die Aussage, dass sie sich länger nicht gesehen hatten, kaum ernst meinen. Gerade einer Elfe musste es doch vorkommen, als würden sie sich ständig über den Weg laufen. Aus diesem Grund tat Lisann die Bemerkung zunächst als eine Art verschrobener Humor ab.
“Es ist schön, das zu hören“, meinte sie mit einem Lächeln und bezog sich damit sowohl auf die Tatsache, dass ihre Bestellung noch bereit lag als auch auf den viel wichtigeren Stammkundenrabatt. Der genannte Preis ließ sich jedoch schlagartig stutzig werden. 44 GM? Sie würde also trotz des Rabatts den Wucherpreis von 40 GM entrichten müssen?

Der Liste, die sie ohnehin nicht lesen konnte, schenkte Lisann keine Aufmerksamkeit. Nachdenklich musterte sie ihr Gegenüber: Vor zwei Tagen hatte es die Preiserhöhung gegeben? Einen kurzen Moment ärgerte sie sich darüber, dass sie nicht doch drei Tage in Folge in die ‚Quelle der Heilung‘ gekommen war. Dann allerdings kam ihr der Gedanke, dass es schon etwas auffällig war, dass die Tränke gerade jetzt um gerade so viel teurer wurden, dass Stammkunden den  üblichen Preis entrichten mussten. Außerdem hatte sie trotz ihrer Anstellung in einem Wirtshaus und ihren häufigen Besuchen auf dem Markt noch niemanden darüber schimpfen hören, dass die Apotheke teurer geworden war.
Konnte es also sein, dass sie bei ihrem letzten Besuch besser nicht so viel Gemüse auf dem Verkaufstisch hätte ausbreiten sollen?

“Vor zwei Tagen, habt Ihr gesagt? Aber ich habe die Waren doch schon vor knapp einer Woche geordert. Sollten für mich also nicht noch die alten Preise gelten?“ Dass sie zu diesem Zeitpunkt noch keinen Stammkundenstatus innegehabt hatte, ignorierte die Bäckerin geflissentlich und zählte 36 Münzen auf den Tresen. “In dem Fall komme ich auf eine Summe von lediglich 36 GM.“ Würde ihr die Heilerin widersprechen? Lisann konnte nicht ganz von der Hand weisen, dass sie es durchaus verdient hätte, den vollen Preis bezahlen zu müssen. Ihr Vorgehen in der Apotheke war nicht gerade korrekt gewesen.

- 36 GM
+ 2 kl. Heiltränke
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 09. Jul 2018, 09:07
Ihre schöne Liste links liegend lassend, argumentierte die Halbelfe recht geschickt. Zumindest überforderte sie Shikra mit ihren Aussagen. Die Heilerin hatte keine Ahnung, welcher Preis bei einer Vorbestellung gelten sollte. Irgendwie war es schon einleuchtend, was Lisann sagte, doch wenn sie Recht hatte, könnten ja alle große Mengen vorbestellen und dann über Jahre hinweg abholen. Zudem hatte es ja noch nicht mal eine Preiserhöhung gegeben.
Die Elfe grübelte einen Moment über die Situation. Eigentlich wollte sie nicht nachgeben, schon gar nicht bei ihr, aber Lisann erreichte über das Wirtshaus einen großen Teil der Einwohner und schlechtes Gerede über die Apotheke konnte Shikra wirklich nicht gebrauchen, wo es doch langsam wieder mit dem Apothekenturm bergauf ging. Zudem wusste sie es wirklich nicht, wie die rechtliche Lage in einem solchen Fall war.

Etwas zögerlich sprach sie: „Werte Lisann, ihr habt natürlich Recht. Für euch gelten noch und weiterhin die alten Preise und für 36 GM bekommt ihr zwei Heiltränke.“ Dabei schob sie die beiden Tränke über die Theke Richtung Bäckerin, dabei konnte man ihr ansehen, dass sie mit der Situation nicht ganz glücklich war.
Sie hoffte, dass Lisann durch das Zugeständnis weiterhin nur die alten Preise zahlen zu müssen, den Vorfall heute nicht groß an die Marktglocke hängen würde.

„So seid ihr nun bestens versorgt und ich wünsche euch eine gute gesunde Zeit mit möglichst wenigen Zwischenfällen, die euch zwingen würden auf Heiltränke oder Ähnliches zurückgreifen zu müssen.“ Der Tonfall war freundlich und unbekümmert. Unbeteiligte würden eine wirklich nett gemeinte Verabschiedung heraushören. Ob es für Lisann nicht eher bedeuten sollte, dass Shikra hoffte, sie nicht allzu bald wieder als Kundin begrüßen zu müssen, konnte man wohl nicht erkennen.

Nachdem die Halbelfe den Turm verlassen hatte, entsorgte die Apothekerin die neue Liste und stellte die alte wieder an ihren Platz. Hoffentlich erzählte Lisann nicht überall herum, dass es in der Apotheke neue Preise gab. Sonst müsste sie vielen Kunden erklären, dass es wohl Missverständnis war, dass sie hier noch nie andere Preise hatte und dass sie gar nicht wusste, wie die Bäckerin das nur denken konnte.


Lisann erlernt Handeln auf Normal
Viel Spaß beim Rechtfertigen der 1000 GM für die Akademie



für die Apotheke
-2 Heiltränke
+ 36 GM
Autor: Landolin Datum/Zeit: Sa., 28. Jul 2018, 22:39
Soso, sie hatte natürlich recht und musste die Summe, die sie bereit gelegt hatte, nicht aufstocken. Aus irgendeinem Grund war Lisann nicht ganz zufrieden damit, dass die Heilerin so schnell einlenkte. Es ging zu einfach – und ließ die Befürchtung aufkeimen, dass ihr Verhalten sich an anderer Stelle rächen würde.
“Das ist zu freundlich von Euch, werte Shikra. Ich bin sehr froh darüber, dass ich mich dazu entschlossen habe, Stammkundin bei Euch zu werden! Und ich werde allen Gästen des Wirtshauses empfehlen, es mir gleich zu tun, von denen ich weiß, dass sie regelmäßig hier vorbeikommen.“ Was gar nicht einmal so wenige waren. Gerade die Magier der Stadt, die viele praktische Zauber wirken mussten, griffen neben Manatränken auf Suppen und bestimmte Getränke zurück, um ihre Kräfte aufzufrischen.
Dass gerade diese Kundengruppe vermutlich ohnehin nicht darum herumkam in der Apotheke einzukaufen und daher mehr vom Rabatt profitieren würde als Shikra selbst, schien Lisann nicht aufzufallen.
“Natürlich hoffe auch ich, dass mich möglichst wenige Zwischenfälle ereilen. Vielen Dank noch einmal und gehabt Euch wohl!“
Vorsichtig packte die Bäckerin die beiden Tränke ein, die den Rest ihrer vor allem für die Apothekerin aufwändigen Bestellung darstellten und verließ die ‚Quelle der Heilung‘. Tatsächlich fühlte sie sich gut genug ausgerüstet, um vorerst nicht noch einmal ihren Stammkundenstatus austesten zu müssen.

Lisann erlernt Handeln auf Normal
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Mi., 22. Aug 2018, 11:00
Normalerweise deckte Merdarion seinen Bedarf an Heil- und Manatränke in Nuru, doch dieses mal befand er sich gerade in Drachenauge, da konnte er das auch gleich miterledigen. Und so stand er nun zum erstan Mal vor dem Turm der Apotheke und trat kurz darauf ein.

Wie immer wenn er ein neues Geschäft oder Haus betrat ließ er kurz seinen Blick über die Einrichtung wandern und erst danach schaute er nach einer möglichen Bedienung.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 22. Aug 2018, 15:49
Der Tag versprach hohe Temperaturen und dadurch wenig Kundschaft, daher hatte die Elfe gleich früh morgens die alltäglichen Aufgaben bewerkstelligt: den Boden gewischt, die Tränke in dem Regal hinter der Verkaufstheke aufgefüllt und kurz auf dem Markt ein bisschen frisches Obst für ihren Obstkorb gekauft.

Dann hatte sie sich mit einem angenehm zu lesenden Buch an ihren Lesetisch in der Nische gesetzt und genoß die Kühle, denn dank der dicken Mauern des Apothekenturms blieb die Hitze außerhalb.

Sie musste kurz eingenickt sein, denn sie bekam zu spät mit, dass sich die Türe der Apotheke öffnete und registrierte ihren Kunden erst, als er schon ein paar Schritte in den Verkaufsraum gemacht hatte.
Hastig sprang sie auf, lief auf den Besucher zu und begrüßte ihn herzlich, als sie in ihm den Minenbesitzer von Drachenauge erkannte.
"Merdarion, seid gegrüßt. Schön euch zu sehen. Habt ihr euch von den Dschungelwäldern Isuas gut erholt?
Darf ich euch ein kühles Glas Zitronenwasser anbieten, oder kann ich etwas anderes für euch tun?"
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Do., 23. Aug 2018, 09:38
Von einigen Erzählungen wusste der Minenbesitzer bereits das die Apotheke von der Elfe geführt wurde, trotzdem freute er sich das sie heute selbst anwesend war.

"Grüße, Shikra. Oh ja, vorest habe ich aber genug von Regen der bis in jede Ritze kommt...und Amazonen... was Jaguare betrifft bin ich mir da noch nicht sicher und du?" Es folgte sein typisches Grinsen. "Zietroohnewasser? Hast du da etwas imporiert, hab davon noch nie gehört also gerne." Schon komisch erst kam Cailin mit Kaffee der merkwürdig schmeckte und nun auch Shikra. "Warum ich eigentlich hier bin, ich bräuchte ein paar kleine Heiltränke, sagen wir drei."

Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 23. Aug 2018, 15:02
Bei der durchdringenden Feuchtigkeit und Amazonen konnte die Elfe ihm noch Recht geben und nickte daher sachte, als er davon sprach. Einzelne Amazonen nahm sie gedanklich davon aus.
Doch dann bekamen Shikras Gesichtszüge Verträumtes, als Merdarion die Jaguare ansprach. Offensichtlich hatte er eine solche Reaktion erwartet, zumindest grinste er recht frech.
"Jetzt war ich schon zweimal in Isua, ich denke ich könnte den Dschungel schon nochmal besuchen" bewusst ignorierte sie die Frage nach den Wildkatzen.

Daher wechselte sie schnell das Thema und bot dem Minenbesitzer etwas zu trinken an. Dieser hatte wohl noch keine Zitrusfrüchte probiert.
"Zitronen, ja. Eine sehr saure Frucht, die ich ab und zu bei dem Obsthändler am Markt bekomme. Er hat immer wieder mal exotische Früchte im Sortiment. Wasser mit bisschen Zitrone schmeckt herrlich, nicht so langweilig, wie pures Wasser."
ein herzliches Lachen folgte und schon war sie unterwegs, um ihrem Besucher einen Becher mit besagter Flüssigkeit zu holen und ihm dann in die Hand zu drücken, während sie seiner Bestellung lauschte.

Sie holte drei kleine Heiltränke aus dem Regal und fragte, ob sie sie irgendwie verpacken sollte, oder ob er sie so mitnehmen wollte.
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Do., 23. Aug 2018, 15:13
Merdarions erste Reaktion als er von dem Wasser probierte war das sich alles zusammenzog. Wahrscheinlich machte er dabei kein sonderlich erhabenes Gesicht. Doch bereits nach dem ersten Kontakt gewöhnte er sich schnell an den ungewöhnlichen Geschmack. "Das ist... interessant."  Mehr durfte man von ihm an dieser Stelle nicht erwarten.

"Mach dir keine Mühe ich packe sie so ein." was er dann auch tat. "Wie viel schulde ich dir? Ach ehe ichs vergesse, in Nighton steigt bald ein Turnier, auch mit einem Wettschießen, wäre das nicht etwas für dich?"
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 23. Aug 2018, 19:45
*** Merdarion ***

Als Merdarion den Becher an die Lippen brachte, war es an der Elfe zu grinsen. Die Reaktion war doch fast immer die gleiche. Gut so zur Perfektion, wie Cailin damals, brachten es nur wenige, doch alle reagierten mit einem verzogenen Gesicht auf den Geschmack.

Interessant? Ja so konnte man auch dazu sagen.
Die Heilerin lachte herzlich auf, dann brachte sie ihm die drei Heiltränke und sprach: "Für die drei Tränke und den unbeschreiblichen Gesichtsausdruck bekomme ich 55 GM." Sie war heute etwas übermütig, doch bei der Hitze kamen nur wenige Kunden und da durfte man schon mal sehr gut gelaunt sein, wenn einer in die Apotheke fand.

"Ein Turnier? Mit meinem Bogen?" Sie übte zwar fast jeden Tag mit ihrem Langbogen, aber ob sie gut genug war, um an einem Wettstreit mit vielen Schützen teilnehmen zu können.
Allerdings würde es bestimmt viel Spaß bereiten, den anderen Schützen dabei zu zusehen und sie könnte in Nighton gleich mal wieder Rorokpal besuchen. Ob Landolin auch teilnehmen würde?
"Das klingt spannend. Ja, da würde ich gerne mitmachen! Wann geht's los?" fragte sie hochmotiviert.


*** Shikra ***

Der Besuch des ehemaligen Soldaten hatte der Elfe angezeigt, dass sie kaum noch kleine Heiltränke zum Verkaufen hatte und so verschwand sie in der Tränkeküche, nachdem Merdarion gegangen war, um mit den letzten Resten des Torfs, den sie noch vorrätig hatte einen Heiltrank anzusetzen und diesen danach in kleine Phiolen abzufüllen.

Erstaunt blickte sie in ihrem Arbeitszimmer umher. Waren die Kräuter und der Torf schon wieder aufgeraucht? Ihre letzten Einkäufe waren noch nicht all zu lange her. So oft hatte sie nicht einkaufen müssen, als Gurs noch die Apotheke verwaltet hatte.

Es schien tatsächlich so, als ob sich in den letzten Monaten ein paar mehr Kunden in den Laden verirrt hätten.
Freudig trug sie die neuen Tränke zum Regal und setzte sich dann wieder zu ihrem Buch und ihrem Zitronenwasser.


für die Apotheke:
- 3 Torf
- 6 Kräuter
+ 6  kleine Heiltränke
Autor: Naveen Datum/Zeit: Mi., 12. Sep 2018, 22:26
Mit einem Liedchen auf den Lippen wandelte Tordis durch die Straßen Drachenauges.
Die Arbeit auf den Torffeldern lief gut und die Nordländerin fühlte sich durch und durch zufrieden.

Wäre da nicht neulich dieses Missgeschick passiert. Sie hatte ihre  Schaufel abgestellt und nicht bemerkt, dass das gute Stück umgefallen war. Ein unbedachter Schritt zur Seite und -klonk- war ihr der Stiel der Schaufel gegen die Stirn geschlagen.
Ein rotgelbes Hörnchen war über ihrem Auge entstanden und pochte noch immer munter vor sich hin.

Es war keine schlimme Verletzung und übermorgen wahrscheinlich schon wieder vergessen, doch wurde der Torfstecherin dadurch bewusst, dass sie nichts zum verarzten besaß. Sie arbeitete meistens alleine im Moor und hatte manches Mal auch eine Spitzhacke dabei oder bewegte sich in unsicherem Gelände.

Sicherer war es da, zumindest einen Heiltrank im Gepäck zu haben.
So betrat die junge Frau die Apotheke und grüßte freundlich.

"Góður dagur, bekomme ich bei dir Heiltrænke?"
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 12. Sep 2018, 23:26
Langsam machten sich die schwankenden Temperaturen bemerkbar und die ersten Kunden mit Kratzen im Hals oder schniefender Nase hatten ihren Weg bereits in den Apothekenturm gefunden.
Daher war die Elfe, der gerade eine Pause vor dem nächsten Kundenansturm gegönnt war, damit beschäftigt, verschiedene Teesorten in kleine handliche Tütchen umzufüllen und das Regal, in dem die Beutelchen ordentlich beschriftet, sortiert und für die Besucher sichtbar untergebracht waren, aufzufüllen.

Als sich die Türe des Verkaufsraum öffnete und eine junge Kundin eintrat, legte die Heilerin die beiden Teetüten beiseite, die sie gerade ins Regal räumen wollte und lief ein paar Schritte durch den hellen, leicht nach Nadelholz duftenden Verkaufsraum, um die Dame zu begrüßen.

"Einen wunderschönen guten Tag." Shikra machte eine einladende Bewegung mit ihrer linken Hand, damit sich der Besuch etwas weiter in die Apotheke traute. Für einen Bruchteil schaute die junge Heilerin etwas irritiert, als sie die ersten Worte der Torfstecherin nicht verstand, doch dann antwortete sie ihr:
"Ja, hier gibt es Heiltränke."
ein Schmunzeln begleitete die Worte. Sie musterte ihre Besucherin kurz und blieb an der Beule über dem Augen hängen. Das hatte sicher weh getan.
Autor: Naveen Datum/Zeit: Mi., 12. Sep 2018, 23:37
"Wunderbår."
Tordis lächelte breit. Wenn sie Geschäfte betrat, die sie nicht kannte, fühlte sie sich im ersten Augenblick immer etwas unsicher.
Aber die Apothekerin hier schien sehr nett zu sein.

"Ich hætte von dir dann gerne einen kleinen Heiltrånk. Und .." Die Nordländerin schnüffelte.
"Ist das da Tee, den du abfūllst? Hast du auch Tee aus Moos aus den Nordlånden?" Die Augen von Tordis leuchteten. Sie mochte die Fremde - aber hoffte auch immer wieder irgendwo kleine Dinge aus ihrer Heimat zu finden. Und nordländisches Moos war für die Torfstecherin ein absolutes Wundermittel in Sachen Erkältungskrankheiten.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 13. Sep 2018, 00:02
Shikra war von der Sprechweise ihrer Kundin fasziniert, sie konnte sie recht gut verstehen und doch hatte ihre Stimme einen fremdartigen Klang.

Bevor sie auf den gewünschten Heiltrank oder die Beule am Auge eingehen konnte, fragte Tordis nach Tee.
Die Elfe strahlte, es gab nicht viele Besucher, die sich für ihre alltägliche Arbeit interessierten, die meisten wollten schnell ein Mittel gegen ihr Leiden und hatten kaum Zeit für ein kurzes Gespräch.

"Das ist Tee, ich bin gerade am Abfüllen. Lindenblüten, Thymian und Holunder. Moos aus den Nordlanden? Ich weiß nicht. Vielleicht hat es hier einen anderen Namen? Viele Pflanzen haben mehrere Bezeichnungen."
Shikra mochte das Strahlen in Tordis Gesicht, sie schien ehrlich interessiert und daher sprach die Waldelfe mit ähnlicher kindlicher Freude.
"Wenn ihr Lust habt, kommt doch mit nach hinten und schaut euch die verschiedenen Tees an. Vielleicht erkennt ihr ja euer Moos."

Die Apothekerin führte die Nordländerin hinter die Regale, die den Verkaufsraum von einem Arbeitstisch, auf dem ein paar Tütchen bereit lagen abtrennte. Die Rückseite der Tränkeregale war mit hölzernen Kistchen voll gestellt, die alle samt sauber beschriftet waren und in denen sich die verschiedensten getrockneten Pflanzenteile befanden.
Vorsichtig hob die Elfe eine Kiste aus dem Regal, stellte sie auf den Tisch und öffnete den Deckel.

"Schaut, das sind Lindenblüten. Aber bitte. Probiert euch durch die verschiedenen Sorten durch."

Dann trat sie einen Schritt zurück und gab damit das Vorratslager der Teedrogen für die Torfstecherin frei.
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Do., 13. Sep 2018, 07:58
Merdarion lachte. "Ja mit einem Bogen, oder einem Zauber, wir haben in diesem Jahr das Zielschießen auf für magisch Begabte geöffnet. Los geht das Ganze am Tag des Ernte-Dank-Festes."

Dann zählte er das Geld ab und überreichte der Heilerin die gewünschte Summe. "Man sieht sich dann also?" Fragte Merdarion noch einmal nach und verabschiedete sich dann.

-55 GM
+3 kl Heiltränke (10 LP)
Autor: Naveen Datum/Zeit: Do., 13. Sep 2018, 09:36
Tordis war erstaunt, das die Apothekerin sie gleich mit nach hinten führte um ihr die Zutaten zu ihren Teemischungen zu zeigen.
Aber andererseits war das wohl zu erwarten gewesen. Die Bewohner Drachenauges waren alle SO nett! Kein Vergleich zu den Halsabschneidern aus Lukånnon.

Mit einem Strahlen im Gesicht folgte Tordis Shikra und als sie die Regale mit den ganzen Kistchen sah, wurden ihre Augen groß wie von einem Kind.

"Oh, ihr habt wirklich eine große Auswåhl. " Die Nordländerin fechelte sich den Duft der gelbgrünlichen Lindenblüten zu.
"Ich kenne diesen Geruch nicht. Diese Pflånze scheint nicht bei uns im Norden zu wohnen. Aber sie riecht sehr ångenehm." Noch einmal schloss sie die Augen und wedelte sich den Duft zu. Dann öffnete sie ein Kästchen nach dem anderen und besah und beroch die Kräuter und Pflanzen.

Abschließend schüttelte sie den Kopf.
"Hmm... ich bin mir nicht sicher.. das hier kønnte das Moos sein." Tordis deutete auf einen Behälter auf dem Hirschhornflechte/Fiebermoos stand.
"Es riecht æhnlich..  bitter.. Wofūr nutzt du es?"
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 13. Sep 2018, 20:24
*** Merdarion ***

"Nein, lieber mit dem Bogen. Ich beherrsche keinen Zauber zum Treffen irgendwelcher Ziele."
Dass sie sehr wohl mit kleinen Sonnenlichtkugeln hätte schießen können, war ihr nicht bewusst. Für sie war dieser Zauber ein nützliches Spielzeug in dunklen Nächten oder Kellern, aber bei weitem kein mächtiger Angriffszauber, so wie ihn Sir Christian benutzte.

"Vielen Dank. Ja, man sieht sich dann in Nighton. Bis bald und eine gute Zeit bis dahin." eine leichte Verbeugung folgte, dann brachte sie den ehemaligen Soldaten zur Türe und winkte ihm hinterher.

Ein großes Turnier in Nighton. Und sie durfte mit dabei sein. Von jetzt an musste sie noch fleißiger mit dem Bogen morgens üben. Shikra war jetzt schon ein bisschen aufgeregt. Welche Waffengattungen wohl vorgeführt wurden? Und wie wohl so ein Spektakel organisiert wurde? Bestimmt gab es nette Stände mit fremden Leckereien zum Probieren. Und viele junge Ritter, die um die Ehre kämpften. Da wurde sie stutzig. Wenn sich jemand ernsthaft dabei verletzen würde? Beim Bogenschießen war die Gefahr gering, doch beim Schwertkampf, könnte es schon zu Prellungen oder Brüchen kommen. Aber bestimmt war ihr Gildenbruder Landolin als Nightoner und ziemlich sicher auch Christian ebenfalls bei dem Turnier anwesend und würden sich schon um die Gesundheit der Kämpfer kümmern. Vielleicht konnte sie selbst ein bisschen dabei zusehen.
Doch genug geträumt.
Der nächste Kunde betrat die Apotheke.


für die Apotheke
+ 55 GM
- 3 kleiner Heiltrank



*** Tordis ***

Es war eine wahre Freude Tordis dabei zu zusehen, wie sie sich durch die verschiedenen Kistchen arbeitete. Natürlich achtete die Apothekerin darauf, dass die Nordländerin ordentlich mit den Teedrogen umging und nichts durcheinander brachte.
Doch das war gar nicht nötig, denn ihre Besucherin hantierte sehr sorgsam mit den hölzernen Behältnissen. Daher ließ die Elfe sie auch kurz alleine und holte den gewünschten kleinen Heiltrank aus dem Regal auf der Rückseite der Teesorten.

"Habt ihr es gefunden?"
fragte sie und legte den Trank auf dem Tisch ab. Tordis hielt die Kiste mit dem Fiebermoos in der Hand.
"Es hilft gut bei trockenen Husten und Halsschmerzen. Und es kann bei fiebrigen Infekten unterstützend genommen werden, daher auch der Name - Fiebermoos."
Shikra befüllte nebenbei ein kleines Tütchen mit dem isländischen Moos, beschriftetes es und drückte es der Torfstecherin mit dem Heiltrank in die Hand.
"Für die nächste Erkältung" lachte sie und fragte dann etwas neugierig:
"Darf ich fragen, wo ihr herkommt? Ihr habt eine ganz eigene Melodie in eurer Stimme."
Dabei fiel ihr auf, dass sie den Namen ihrer Besucherin gar nicht kannte - und sich noch nicht vorgestellt hatte.
"Oh, wie unhöflich. Ich habe mich gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Shikra."


für die Apotheke
- 4 Kräuter
- 1 kleiner Heiltrank
Autor: Naveen Datum/Zeit: Fr., 14. Sep 2018, 23:17
"Schön, dich kennen zu lernen, Shikrå. Mein Name ist Tordis."

Die Nordländerin lachte, nahm Trank und Tee in die eine Hand und streckte die andere Hand der Apothekerin entgegen. Der Händedruck der Torfstecherin war für eine Person ihrer Statur beeindruckend und ließ unschwer erkennen, dass die Brünette körperliche Arbeit gewohnt war.

"Oh, ich komme aus den Nordlande." Antwortete Tordis mit einem gewissen Stolz in der Stimme.
"Genauer gesagt von einer kleinen Insel im Osten der Nordlande namens ljósaskipti. Es war eine weite Reise bis nach Drachenauge, aber es gefællt mir hier sehr."
Das Lächeln auf Tordis Lippen wurde noch breiter.
"Ihr seid hier ålle so nett. Fast wie in ljósaskipti!"

Strahlend blickte sie auf den Tee in ihrer Hand.
"Wie viel bekommst du dafūr, Shikrå?"

Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 16. Sep 2018, 23:19
Tordis – der Name gefiel der Elfe, oder eher wie ihn ihre Besucherin aussprach. Die Melodie, die sich in den Sätzen der Torfstecherin wiederfand, ließ die Heilerin innerlich strahlen und der freundliche und kräftige Handschlag zauberte dieses Strahlen ins Gesicht. Ihr Gegenüber konnte offensichtlich gut zupacken. Mit einem frechen Grinsen bemerkte sie:
„Da ist Kraft dahinter. Ihr arbeitet sicher nicht in einer Schreibstube, oder?“

Von den Nordlanden hatte die junge Apothekerin schon gehört, auch ihre Gildenschwester war dort geboren, doch hörte man ihr ihre Herkunft nicht so intensiv an. Als ihr Tordis den Namen der Insel nannte, auf der sie wohl aufgewachsen war, verstand die Elfe kaum was. Sie versuchte dreimal den Namen zu wiederholen, bevor sie aufgab.
„Iosaski. Iosakift. Josaskifte. Oh, wie spricht man die Insel richtig aus? Kann man das in die Handelssprache übersetzen? Vielleicht kann ich es so leichter aussprechen.“
fragte sie lächelnd.

„Ein kleiner Heiltrank kostet euch heute 15 GM und für den Tee bekomme ich nichts. Es war mir eine Freude mit euch die Tees durchzuprobieren. Vielleicht könnt ihr mir eine Rückmeldung geben, ob die getrockneten Moosteile, die ich hier in Drachenauge bekomme, an die guten aus den Nordlanden heranreichen können.“
Und wieder lächelte sie ihre Besucherin an. Ja, Tordis war ihr sympathisch.
Autor: Naveen Datum/Zeit: Mo., 01. Okt 2018, 14:55
"Nein." lachte Tordis und schüttelte energisch den Kopf.
"Ich bin Torfstecherin! Frau Nebeltål ist so freundlich und læsst mich im Moment bei sich arbeiten!" gab die Brünette bereitwillig und ungefragt Auskunft.

"Ljósaskipti." antwortete Tordis trocken und dann langsamer. "Jlllious... ach.." Die wirren Haare der jungen Frau flogen umher, als sie den Kopf schüttelte.
"Ist nicht weiter wichtig. Es bedeutet soviel wie.. hmm.. Dort, wo es nie ganz hell ist oder so. Aber es ist nur ein ganz kleiner Ort. Wåhrscheinlich hørst du nie wieder davon."

Die Torfstecherin packte mit einem Strahlen im Gesicht Heiltrank und Tee ein und gab der Apothekerin entsprechende Münzen.
"Ich danke dir, Shikrå! Gerne gebe ich dir Bescheid. Auch wenn ich hoffe, das der Håls nicht so schnell piekst.. nein, kratzt.." Selten fiel es Tordis noch schwer die richtigen Wörter zu finden.
Sie lachte wieder. "Trotzdem besuche ich dich bestimmt bald wieder! Auf båld!"
Winkend verließ die Nordländerin die Apotheke.

-15 GM
+ 1 Heiltrank, 1x Teemischung
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 01. Okt 2018, 20:28
"Eine Torfstecherin? Das klingt spannend. Da werden wir uns bestimmt mal sehen, ich brauchte immer wieder mal etwas Torf für die Herstellung verschiedener Tränke."

Den Namen der Insel konnte sich die Elfe trotz der Wiederholung nicht merken, dafür aber die Übersetzung. Dort wo es immer bisschen dunkel ist. Das klang in den spitzen Ohren der Elfe nicht sehr gemütlich, wie konnte man da so eine Frohnatur werden, wie Tordis werden? Oder vielleicht war sie es gerade deswegen.

Shikra ging mit der Torfstecherin die wenigen Schritte bis zur großen Eingangstüre.
"ich freue mich auf ein Wiedersehen mit euch, werte Tordis. Alles Gute bis dahin."
Shikra winkte ihrer Besucherin ebenfalls mit einem Lächeln im Gesicht hinterher.

für die Apotheke
+ 15 GM
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Di., 23. Okt 2018, 16:13
"Hallo, einen wunderschönen guten Morgen! Bitte, falls es nichts ausmacht, darf ich bitte vor, danke, ich wurde von Wölfen angefallen.Was? Sieht man? Dankeschön der Herr, bitte, darf ich vor?  Die Wunde blutet ..."

So betrat Rorokpal die Apotheke Shikras in Drachenauge und fragte sich höflich, aber auch unbeirrt bis an die Spitze der Schlange vor. Neuerdings gab es viel Ansturm auf die Apotheken, wohl wegen des Herbstes. Rorokpals Problem waren jedoch die Bisswunden der Wölfe, welche sie auf dem Weg nach Drachenauge überfallen hatten. Eigentlich wollte sie nur in ihrer Lieblings-Apotheke ihre Vorräte aufstocken, aber jetzt könnte sie zugleich eine Behandlung vertragen...
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 23. Okt 2018, 22:39
Die letzten Tage in der Apotheke waren anstrengend gewesen, immer wieder kamen die Kunden in großen Wellen in den Laden. Kurze freie Zeiten vormittags oder am frühen Nachmittag nutzte die Apothekerin, um die Regale mit dem nötigsten aufzufüllen, doch die meiste Zeit nahmen ihre Kunden ihre volle Aufmerksamkeit in Anspruch. Gut, dass sie Mareika hatte, die ihr beim Verkauf tüchtig zur Hand ging.

Nur heute Morgen hatte sie sich verspätet und so warteten schon einige ungeduldige Kunden auf ihre Waren.
Eine blonde Dame, die es offensichtlich kaum erwarten konnte, schob sich durch die wartenden Menschen.
Da erkannte Shikra sie als die Gärtnerin aus Nighton und die Druidin sah angegriffen aus.

Die Heilerin lief der Feuermagierin entgegen, die eine schöne große blutende Wunde aufwies, und fragte:
"Rorokpal, was ist mit dir passiert? Das sieht nicht so schön aus."

Vorsichtig führte sie ihre Patientin nach nebenan in die Tränkeküche und setzte sie dort auf einen Stuhl. Die Kunden draußen fanden diese Extrabehandlung offensichtlich nicht angemessen und begannen sich zu beschweren.

Die junge Waldelfe drückte eine Wundbinde auf die Verletzung und bat Rorokpal selbst das Tuch fest auf der Wunde zu halten.
"Ich bin gleich zurück, ich muss nur kurz im Laden Bescheid geben."
Einen Moment gönnte sie sich noch, um den Zustand der Druidin abzuschätzen. Sie wirkte zwar ein wenig blass, doch soweit stabil. Dann verschwand sie, um im Verkaufsraum für Ruhe zu sorgen.

Kurze Zeit später war sie wieder in ihrem Arbeitszimmer.
"So, Mareika kümmert sich um die Kunden. Sie ist gerade gekommen. Und ich bin jetzt ganz für dich da."
Sie schaute sich die Wunde genauer an. Es sah nach einem Biss oder einem tiefen Kratzer, wie durch ein Tier an.
"Darf ich da ein bisschen mit Magie nachhelfen?"
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Mi., 24. Okt 2018, 13:35
Ah, dem Licht sei Dank, Shikra war da und verschaffte sich gekonnt Zeit, um nach ihren Wunden zu sehen. Welche zwar nicht lebensbedrohlich waren, aber mit Tierbissen war nicht zu spaßen.

"Ganz recht, das waren Wölfe. Wölfe, auf dem Weg nach Drachenauge, der Hauptstadt. Man möchte meinen, dass wenigstens die Hauptstraße sicher wäre ... Autsch!"
Sicherlich hatte Rorokpal großes Vertrauen in Kräuter und Heilpflanzen, Salben und Tinkturen. Allerdings war sie, im Gegensatz zu einer gewissen Statthalterin, der Magie nicht im Geringsten abgeneigt. Und wenn Shikra da etwas wusste ...

"Die Wunde selbst ist nicht allzu tief, die bräuchte vermutlich keine Magie, aber ich bin so frei, annzunehmen, dass deine Magie sich gegen die Mikroben richtet? Ich habe in einem Buch darüber gelesen, allerdings wüsste ich nicht, wie ich mit meiner bescheidenen Heilmagie dagegen vorgehen könnte. Man sieht sie ja nicht einmal... Also kurz, oh bitte, ja! Das wäre wirklich sehr lieb." 
Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 28. Okt 2018, 23:12
Wölfe, die sich so nah an Reisende herantrauen? Schon wieder? War Lethia nicht bei ihrem letzten Besuch das Gleiche passiert? Hoffentlich war das wenigstens ein ganz normales Wolfsrudel und kein Werwolf. Die Heilerin musterte die Verletzte kritisch. Nein, wie ein Werwolf sah sie nicht aus, wobei sie kaum Ahnung davon hatte, wie man aussehen würde, wenn man frisch gebissen worden war.

„Schon wieder Wölfe? Stimmt, wenigstens die Hauptstraße sollte eigentlich sicher sein.“

Shikra schaute sich die Verletzung der blonden Druidin noch mal genau an, nachdem diese fertig gesprochen hatte. Als oberflächlich schätzte sie sie nicht ein, so musste schon etwas tiefer sein, da auch ihre Patientin im Verkaufsraum noch darauf hingewiesen hatte, dass der Riss blutete.
Dennoch hatte die Heilerin aus Nighton Recht, die Gefahr, dass sich die Wunde entzündete und eiterte war bei Tierbissen, nicht zu vernachlässigen. Üblicherweise wurde eine Wunde ausgewaschen und danach schnell verschlossen, dann konnte man sich sicher sein, dass die Verletzung nicht entzündete. Bei blutenden Rissen konnte man auf das schmerzhafte Reinigen verzichten.

Die Heilerin horchte auf, als Rorokpal von Mikroben sprach. Auch die Elfe hatte schon mal davon gehört. Im Hohenturm hatten sie davon gesprochen, dass es wohl ein paar Hochelfen gab, die von winzigen Lebewesen ausgingen, die Wunden zum Eitern brachten und für Fieber und einen schlechten Allgemeinzustand sorgten. Allerdings wurde ihr abgeraten, sich mit den Übersetzungen zu beschäftigen, da sie recht fehlerhalft waren und ihr hochelfisch war eindeutig zu schlecht, um die Originaltexte zu lesen. Shikra hatte damals für sich gelernt, dass es egal war ob es diese Mikroben gab oder nicht, denn es änderte nichts an der klassischen Wundversorgung.

„Du hast dich mit hochelfischen Texten beschäftigt?“
fragte die Apothekerin erstaunt und beeindruckt. Woher sonst sollte die Druidin von diesem Thema gehört haben.
„Darf ich fragen, wie das Buch hieß?“
Vielleicht könnte sich die Elfe das gleiche Buch in der Bibliothek von Drachenauge ausleihen.
„Ich habe gelernt, dass es keine große Rolle spielt, ob es Mikroben gibt, wenn man eine Wunde ordentlich behandelt. Das heißt zuerst reinigen, dann schließen – mit Wundbinde oder Magie. Ich denke, dein Riss ist durch die Blutung schon ausgespült und es wird reichen, die Verletzung zügig zu schließen.“

Sie berührte die blonde Kundin an der Schulter, konzentrierte sich auf ihrer innere Energiequelle um kurz danach die heilende Wärme mit Rorokpal zu teilen. Sie lenkte die Magie Richtung Wunde und nach kurzer Zeit war diese verschlossen. Nur der leicht rosa Farbton der Haut erinnerte noch an den Überfall der Wölfe.

„So, das sieht doch schon viel besser aus. Magst du etwas trinken? Einen Tee?“
Die Heilerin räumte die verschmutzte Wundbinde weg und wischte mit einer klaren Flüssigkeit über den Arbeitstisch, sodass der Arbeitsraum wieder ordentlich, sauber und bereit zum Herstellen der Tränke war.
„Was hat dich in die Hauptstadt geführt?“
fragte sie etwas neugierig, als sie mit Putzen fertig war.


bis zu 8 LPs für Rorokpal
- 2 Mana für Shikra
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Mo., 29. Okt 2018, 20:47
"Hochelfisch? Oh, das wohl eher nicht. Ich bin - zu meiner Schande, muss ich gestehen - keiner Fremdsprache mächtig. Nein, ich denke, ich habe wenn dann Übersetzungen gelesen. Dank Herrn Dennhardts. Aber außer, dass ich davon gehört habe ... weiß ich eigentlicht nichts. Das Buch hieß irgendetwas mit Seuchenschutz oder so. Vermutlich ein Buch der Hohentürmler."
Rorokpal lauschte interessiert den Ausführungen Shikras zu dem Thema Mikroben. Es klang einleuchtend, solange die Wunde blutete, wurden auch Gifte ausgespült, das war allgemein bekannt - zumindest unter den Heilern. Allein, wenn es da Dinge gab, die nicht wie ein Gift agierten, sondern eher ... wie ein Lebewesen, sich festzuklammern wussten, dann wäre dem mit ausbluten und waschen vielleicht nicht geholfen. Aber nun gut, selbst dann konnte es ihr persönlich egal sein, immerhin war sie eine Druidin und blieb von diesen Mikroben auf rätselhafte Weise verschont.

Dafür spürte sie die heilende Wärme von Shikras Magie. Oh, das war eine wunderbare Erfahrung, ein schönes Gefühl, von der sanften Heilmagie der Elfe berührt zu werden. Irgendwie ganz anders als ihre eigene magische Heilung. Beinahe wie als wurde sie von Licht und Musik durchflutet, dass die Schmerzen einfach hinwegspülte. Dankbar strahlte sie Shikra an.
"Ich fühle mich so viel besser, danke dir vielmals! Das war sehr angenehm ... ja gerne hätte ich einen Tee. Bitte, such einen für mich aus." bat sie die Elfe. Manchmal waren es die Überraschungen des Lebens, die den Alltag wundervoll machten.

Erst als Shikra fragte, was Rorokpal in der Hauptstadt machte, fiel es ihr überhaupt wieder ein.
"Natürlich! Wie konnte ich das vergessen!", rief sie und schlug sich mit der Hand gegen die Stirn. "Ich wollte zu dir! Ha, da bin ich sowieso. Alle meine Vorräte sind erschöpft ..."
Dann ratterte sie ihre Einaufsliste herunter, die da lautete: 4 kleine Heiltränke, 2 große Heiltränke, 1 Gegengift und 4 Wundbinden.


+5 LP dank Shikras Heilung

Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 01. Nov 2018, 15:49
Rorokpal las Bücher von Landolin, die er ihr aus dem Hohenturm mitbrachte? Die Elfe war zwar ein wenig überrascht, aber da erinnerte sie sich, dass die Druidin früher als Heilerin in Nighton gearbeitet hatte. Daher kannte sie ihren Gildenbruder und konnte sich so bei ihm vielleicht Bücher ausleihen. Die Elfe freute sich, dass der Apotheker es auch Nicht-Gildenmitglieder ermöglichte, sich mit so umfangreichen Werken zur Heilkunde zu beschäftigen. Es war immer gut, wenn es viele Menschen gab, die sich auf diesem Gebiet auskannten.
„Seuchenschutz? Klingt spannend. Ich glaube ich muss mir das Buch auch einmal zu Gemüte führen.“
Sie machte sich eine gedankliche Notiz, beim nächsten Besuch Mandil oder Lessien danach zu fragen.

Die Apothekerin beobachtete, wie ihre Besucherin unter der Anwendung des Heilzaubers entspannte. Es war immer wieder faszinierend mit anzusehen, wie einfach und schnell mit etwas gelenktem Mana, Wunden verschlossen und Verletzten geholfen werden konnte.

„Warte kurz hier. Ich hole uns einen schönen fruchtigen Tee.“
Sie lief schnell in den dritten Stock, kochte Wasser und setzte einen leckeren Tee mit Apfel- und Hagebuttenstückchen auf. Die leichte Vanillenote stieg ihr in die Nase, als sie zwei Tassen mit der heißen Flüssigkeit und ein paar Kekse auf ein Brettchen stellte und dieses die drei Stockwerke herunterbalancierte.

Vorsichtig stellte sie das improvisierte Tablett auf den sauberen Arbeitstisch und drückte ihrem Besuch eine der Tassen in die Hand.
„Bitteschön, dein Tee. Ich finde er passt ganz wunderbar zur Jahreszeit. Ich schaue kurz nach Mareika, dann bin ich sofort wieder bei dir.“
Sie betrat den Verkaufsraum, doch von den vielen Kunden war nichts mehr zu sehen. Shikra erfuhr, dass die Welle an Käufern verebbt war. Daher überließ sie weiterhin ihrer Nachbarin den Verkauf und kehrte zu Rorokpal zurück und hörte ihr aufmerksam zu, als sie über den Grund der Reise nach Drachenauge berichtete. Die junge Heilerin musste herzlich lachen, als sie erfuhr, dass die Gärtnerin sowieso zu ihr wollte.

Und sie freute sich sehr, dass Rorokpal extra in die Hauptstadt gereist war, obwohl doch Landolins Apotheke in der Nähe ihrer Gärtnerei war.
Praktischerweise hatte sie von allem Gewünschten einen Vorrat in ihrem Arbeitszimmer, sodass sie nicht noch einmal durch die ganze Apotheke wandern musste, um der blonden Druidin die gewünschte Ware zusammen zu suchen.
Flink schnappte sie sich Phiolen und Verbände aus den Regalen und legte alles zusammen neben das Brettchen mit dem Gebäck.
„Habe ich mir alles richtig gemerkt?“
fragte sie die Feuermagierin.


für die Apotheke:
- 4 kleine Heiltränke
- 2 große Heiltränke
- 1 Gegengift
- 4 Wundbinden
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Sa., 03. Nov 2018, 13:16
Der Früchtetee war herrlich und passte wirklich gut zum Herbst. Beinahe entspannte sie sich zu sehr und wäre in eine Meditation verfallen, was bei ihr manchmal vorkam, aber dann kehrte Shikra schon mit den bestellten waren zurück. Sicher war es vielleicht ein wenig umständlicher, dass sie nun alles zurück nach Nighton tragen musste und dort auch hätte einkaufen können. Aber dann käme sie niemals raus, und oft ergaben sich ja noch spontane Gelegenheiten - wie zum Beispiel beim Hafen vorbeizuschauen, oder bei der Akademie ... kurz, die Hauptstadt lohnte sich immer wieder mal. Und wenn man dabei noch solch tollen Kekse bekam. Schon streckte sie die Hand nach einem aus - doch dann tauchte das bärtige Gesicht von Beerli vor ihrem Auge auf. Der Bäckerzwerg aus Nighton. Ein Freund. Ein Held. Und jetzt war er ... Nein, sie brachte es nicht über sich, einen Keks zu essen. Zu viele Emotionen, und sie wollte nicht vor der lieben Shikra die Fassung verlieren - und dann versehentlich das Inventar abbrennen oder so.

Mit ein wenig heiserer Stimme sagte sie, wobei sich sich umgehend räusperte: "Ja, alles dabei. Vielen Dank. Der Tee ist sehr schmackhaft und hat ein feines Aroma."

Später fragte sie noch: "Wie viel bekommst du eigentlich für all die Tränke - und die Binden? Und kann ich dir vielleicht etwas Gutes als Ausgleich für die Heilung tun?"






Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 07. Nov 2018, 12:20
Shikra bemerkte Rorokpals Zögern. Wirkte die Feuermagiern auf einmal traurig, oder täuschte sich die Apothekerin? Oder traute sich die Druidin nicht einen der Kekse zu nehmen?
"Du darfst dich gerne bedienen"
sprach sie daher aufmunternd.
"Oder magst du lieber einen frischen Apfel?"
Ohne eine Antwort abzuwarten, war sie durch die Hintertüre in den Obstgarten verschwunden und schon nach einer Minute mit frisch gepflückten Äpfeln zurück. Diese legte sie neben Tee und Gebäck auf den Tisch.

Als ihr Rorokpal mit seltsam belegter Stimme bestätigte, dass nichts von ihrer Bestellung fehlte, schaute die Apothekerin ihre Besucherin mit einem fragenden Blick an. Was war denn los mit ihr? Die sonst so selbstsichere Gärtnerin schien etwas auf dem Herzen zu haben.

Doch bevor die Heilerin den Mut fassen und die Magierin danach fragen konnte, führte diese das Verkaufsgespräch weiter.
"Ach so, ja."
Shikra rechnete schnell im Kopf nach.
"Für die Tränke und die Verbände bekomme ich bitte 215 GM."
mit einem sachten Kopfschütteln fuhr sie fort:
"Das Heilen sollte selbstverständlich sein und bedarf keiner Gegenleistung, liebe Rorokpal."
Die Sanftheit in ihrer Stimme nahmen dem Satz jeglichen Aspekt der Belehrung oder Arroganz.
Autor: Rorokpal Datum/Zeit: Do., 08. Nov 2018, 18:35
Rorokpal bemerkte zwar den fragenden Blick der Elfe, aber da sie selbst schon nach dem Preis gefragt hatte und Shikra taktvoll ausschließlich auf die gestellte Frage antwortete, ohne näher nachzufragen, entschied sich die Druidin es für heute dabei bewenden zu lassen. Irgendwie war auch der Rahmen nicht richtig dafür, sich jetzt über den tragischen Fall des Bäckerzwerges aus Nighton auszulassen. Ob Shikra ihn überhaupt gekannt hatte?
Hmm, doch ich glaube schon ... damals in der Wunschhöhle, glaube ich. Oder war es in der Schmugglerhöhle? Wir waren zu oft in Höhlen unterwegs ...Beerli hat's immer gefallen.

Während sie das Geld abzählte, lächelte Rorokpal und strahlte dabei über das ganze Gesicht. Vermutlich wegen dem, was Shikra sagte und nicht, wegen ihrer bescheidenen Reichtümer.
"Ich finde, das ehrt dich unglaublich, liebe Shikra. Ja, in Not zu heilen ist sicher eine Selbstverständlichkeit. Zumindest würden die meisten erst einmal helfen und höchstens viel später über Bezahlung nachdenken - aber ein Beruf ist ein Beruf, richtig?" fügte sie schmunzelnd hinzu, ließ es aber dabei bewenden. Sie selbst war als Druidin ohnehin kein guter Kunde für die Apotheken, da sie ohnehin nie krank wurde. Oder älter. Das würde Shikra aber wahrscheinlich erst in hundert Jahren bemerken, wenn all die menschlichen Freunde schon längst nicht mehr waren und Rorokpal immer noch frisch-fröhlich herumsprang. Immerhin trug sie kein so sichtbares Zeichen wie die roten Augen von Lady Myriel oder die blitzblauen von Cailín.

Sie gab Shikra das Geld und verstaute die Sachen in ihrer Tasche. Dann schlurfte sie den Tee zu Ende und aß in Ruhe den Apfel auf, der ihr ausgezeichnet mundete.

"Hoffentlich wird der Rückweg aber weniger aufreibend ... ich denke, ich mache mich auf den Weg. Aber wir können uns einmal treffen, wenn wir beide nicht arbeiten müssen und ein wenig Quatschen."
Eine offene Einladung, mal sehen, ob sich was ergab. Sie stand auf und verschiedete sich. Als sie schon fast draußen war, fragte sie noch:

"Wie sagt man eigentlich: Danke sehr, bis bald!  auf Elfisch?" Sie kannte ja überhaupt keine Fremdsprachen, aber es interessierte sie doch.


-215GM
+ 4 kleine Heiltränke
+ 2 große Heiltränke
+ 1 Gegengift
+ 4 Wundbinden






Autor: Shikra Datum/Zeit: Sa., 10. Nov 2018, 19:39
„Richtig, ein Beruf ist ein Beruf. Und ab und zu braucht es eine Ausnahme.“
Mit heiterer Stimme, einem Lächeln und einem frechen Augenzwinkern hatte sie den letzten Satz gesprochen, danach räumte sie die Münzen ordentlich in ein Regal, sie würde das Geld später in die Kasse legen, aber sie wollte nicht schon wieder davonlaufen und Rorokpal alleine lassen.

Sie schnappte sich ebenfalls einen Apfel und hörte der Druidin und ihren Plänen für die Heimkehr zu.
„Das wünsche ich dir auch. Eine Wanderung bei diesem Wetter und den vielen herbstlichen Farben ist etwas Wunderbares. Das muss man genießen können. Schon alleine der Duft der verfärbten Blätter ist so fantastisch.“
Die Heilerin kam sichtlich ins Schwärmen, da der Herbst ihre Lieblingsjahreszeit war. Die Zeit im Jahr, in der sie das Licht der bekannten Welt zum ersten Mal gesehen hatte und das obwohl Waldelfen eher immer im Frühjahr ihre Kinder ins Leben entließen.

Rorokpal schlug ein Treffen zum ausgiebigen Ratschen vor. Strahlend nickte die junge Elfe. Die Feuermagierin hatte Recht, wenn sich die beiden in der Gärtnerei oder in der Apotheke trafen, musste einer von ihnen arbeiten und das sorgte für eher kurze Gespräche.
„Das ist eine sehr gute Idee, liebe Rorokpal.“
Ihr Strahlen unterstrich ihre Worte, doch einen konkreten Zeitpunkt schlug sie nicht vor, sie musste erstmal sehen, wann sich eine Reise einrichten ließ.

Während sie die Gärtnerin zur hinteren Türe brachte, verabschiedete sie sich von ihrem Besuch, wünschte ihr eine erfolgreiche Heimreise und hoffte auf ein baldiges Wiedersehen.
Bevor die blonde Druidin ganz dem Apothekenturm entschwunden war, fragte sie nach einer Übersetzung. Shikra antwortete intuitiv in ihrer waldelfischen Muttersprache:
„nurd'dhao filza sanyasala“
Es war eine sehr melodische Sprache. Ob die Heilerin aus Nighton die Worte richtig wiedergeben würde, durfte man bei einer Sprache, die vor allem, neben den richtigen Vokabeln aus richtiger Betonung und Melodie bestand, bezweifeln.
Doch darüber dachte Shikra nicht nach, als sie Rorokpal hinter winkte.


für die Apotheke
+215 GM
Autor: Shikra Datum/Zeit: Sa., 01. Dez 2018, 20:31
Sie hatte gerade den Handkarren in die Torfstecherei zurückgebracht, die Sonne war gerade am Untergehen und sogar der letzte Kunde hatte die Apotheke vor einer Weile glücklich verlassen, sodass die junge Waldelfe endlich Zeit hatte, neue Heiltränke herzustellen. Da sie dank eines langen Arbeitstages etwas unkonzentriert war, blieben kleinere Verletzungen, die sie jedes Mal mit ihrem Heilzauber fast schon nebenbei verartete, nicht aus. Auf das fertig abgefüllte und in die Regale verstaute Ergebnis ihrer Arbeit hatte es allerdings keine negativen Auswirkungen.

Sie fing an die Kräuter zu waschen und zu zerkleinern, sie setzte Wasser für die Extraktionen der Pflanzeninhaltsstoffe auf, sie schnitt sich in den Finger, sie mörserte Wurzeln und Früchte, befeuerte langsam den ersten Ansatz des Abends und verbrannte sich dabei. Während sie die Mischung längere Zeit auf niedriger Flamme köcheln ließ, kletterte sie in den Keller, um ein paar Manakristalle ans Tageslicht zu befördern. Etwas irritiert schaute sie die wenigen Kristalle an, die sie noch im Vorratsregal befanden. Sie musste wohl weiter in die Kellerräume vordringen, um ein bisschen Mana zu ‚ernten‘.
Mit ihrem Sonnenlichtzauber sorgte sie dafür, dass sie nicht stolpern musste. Als sie das Gewölbe erreichte, wo das bläuliche Mana wuchs, blieb ihr mal wieder die Luft weg. Es war ein fantastischer Anblick. Sie könnte dort Stunden verbringen und nur der angesetzte Heiltrank im Arbeitszimmer hielt sie davon ab. Vorsichtig brach sie ein paar Kristalle am Rand des Raumes ab und trug diese vorsichtig in den ersten Raum unter der Falltüre. Die Hälfte legte sie ins Regal, den Rest nahm sie mit nach oben.

Ihr Heiltrank hatte mittlerweile aufgehört zu kochen. Die Farbe, die der fertige Sud haben sollte entsprach dem Erwarteten und so begann sie die Flüssigkeit über ein Sieb abzugießen und nach einer kurzen Abkühlzeit in kleine und große Phiolen abzufüllen. Dann gönnte sie sich eine kleine Pause in Form eines Manatrankes.
Danach befüllte sie ihre Destille. Shikra wartete, bis sich die ersten Tropfen im Auffanggefäß sammelten. Sie nickte und widmetete sich den neuen Manatränken. Fleißig zerkleinerte sie die Kristalle löste sie und konnte sie nach kurzer Zeit ebenfalls in kleine Glasfläschchen abfüllen.
Zum Schluss verarbeitete sie das Destillat zu vier Wiederbelebungstränken. Nachdem auch diese verkorkt waren, legte sich die Apothekerin ein paar der Fläschchen zur Seite, um sie später in ihren Rucksack zu verstauen und verstaute die übrigen ordentlich im Verkaufszaum.
Noch bevor sie sich erschöpft in ihr zum Schlafen hinlegen durfte musste sie ihren Arbeitsplatz reinigen und für den nächsten Tag herrichten. Und als dies ebenfalls geschehen war, wanderte sie in den dritten Stock und bald darauf in ihr kuscheliges Bett.


für die Apotheke
+ 12 kleine Heiltränke (- 12 Kräuter, - 6 Torf)
+ 4 große Heiltränke (- 10 Kräuter, - 6 Torf)
+ 4 Wiederbelebungstränke (- 40 Kräuter, - 8 Torf, - Mana)

für Shikra
+ 10 LPs
+ volles Mana
+ 4 kleine Heiltränke
+ 2 große Heiltränke
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: Do., 27. Dez 2018, 22:03
Der Tag der Wintersonnenwende war vorüber. Die Erhebung der Novizen in den Priesterstand trotz anfänglicher Nervosität mit frohem Herzen ausgeführt. Abends begann das Päckchen der Wichtel zu singen. Dies erinnerte Domitia an die Einladung Shikras. Nach der nächsten Morgenpredigt zog sich die Freiin den geborgten Mantel über die beigefarbene Leinenrobe, schlüpfte in die Stiefel, packte das Päckchen unter den Umhang und eilte zur Kathedrale hinaus. Kaltfeuchtes Wetter empfing sie. Mit roten Wangen und Nase überschritt Domitia die Schwelle der Apotheke.

"Paladin zum Gruße",  grüßte sie höflich.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Sa., 29. Dez 2018, 12:01
Freudestrahlend lief die Heilerin auf die Priesterin zu, begrüßte sie herzlich und bat sie mit einer einladenden Geste weiter in die Apotheke herein.

"Werte Domitia, ich freue mich, dass ihr da seid."

Der Verkaufsraum wirkte überaus aufgeräumt, als ob heute noch kein Kunde dagewesen wäre. Was auch fast stimmte, denn die Bewohner Drachenauges waren damit beschäftigt mit ihren Familien zuhause ein paar freie schöne Momente zu verbringen.

Sie nahm der Freiin den Umhang ab und fragte:
"Wollt ihr euch erst ein wenig umsehen oder darf ich euch gleich in den dritten Stock bringen, wo Tee, Obst und Gebäck auf uns wartet?"

Im besagten Stockwerk hatte sich die Elfe häuslich eingerichtet. Eine große gemütliche Küche und ein schönes kleines Schlafzimmer hatte sie dort oben und morgens war der Weg nicht weit, um auf dem Dach des Turms den Sonnenaufgang zu betrachten.
Und dort lag ihr grünes Päckchen, bei dem sie sich sicher war, dass es sich nun öffnen ließ. Mit fast kindlicher Neugier hatte sie es immer wieder in die Hand genommen und betrachtet.
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: Di., 01. Jan 2019, 16:46
Die herzliche Begrüßung durch Shikra wärmte Domitias Herz. Strahlenden Antlitzes schlug die Priesterin das Zeichen des Paladin, um das Haus und die Elfe zu segnen.

"Habt Dank für die Einladung, werte Shikra. Erst eine Tasse Tee und Gebäck wäre mir sehr willkommen. Die Neugierige ist keine Zier und kann auf später warten." Domitia lachte leise über den kleinen Scherz.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 02. Jan 2019, 00:57
"Dann folgt mir doch bitte nach oben."
Mit diesen Worten lief die Elfe auf eine Tür im hinteren Teil des Verkaufsraum zu, öffnete sie und zeigte auf eine Treppe, die an der Wand nach oben führte.
"Nach euch bitte"
sprach die Heilerin mit einem gutgelaunten Lächeln und schritt nach der Priesterin die Stufen nach oben, bis sie im dritten Stock angekommen waren.

Die Apothekerin führte ihre Besucherin an einen Tisch, auf dem das grüne Päckchen lag, zwei Teetassen bereit standen, eine Schale mit Obst und ein Teller mit Gebäck darauf warteten, verzehrt zu werden.
"Gibt es einen bestimmten Wunsch bei der Auswahl der Teesorte?"

Wenig später waren die Tassen mit heißem Tee gefüllt und die beiden saßen sich gegenüber.
"Wie geht es euch? Habt ihr euch in Drachenauge und in der Kathedrale gut eingelebt?"
Shikra dachte, sie müsste erst ein bisschen mit Domitia plaudern, bevor sie zum Öffnen der Pakete kamen. Doch innerlich war sie schon sehr aufgewühlt und neugierig, was sie wohl im Inneren der schönen Päckchen finden würden.
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: Do., 03. Jan 2019, 12:32
Sie stiegen in den dritten Stock hinauf. Domitia erlaubte sich einen Blick aus dem Fenster.

"Wie klein die Menschen und Häuser von weit oben betrachtet aussehen."

Domitia folgte Shikra zu einem Tisch, ließ sich nieder und stellte das schneeweiße Päckchen neben das grüne. Die Freiin wählte die Teesorte, knabberte an einem Stück Gebäck und erwiderte das höfliche Geplauder. "Von Drachenauge sah ich bisher nur Ausschnitte. Erst neulich war ich am Hafen. Die Angestellten der Kathedrale sind äußerst zuvorkommend und haben mich freundlich in ihre Reihen aufgenommen. Pater Eusebius führt mich in den Kirchenalltag ein."

Was ihr fehlte war eine Herzensfreundin. Die meisten Gespräche drehten sich um Studien, Gebete und Predigten. Erwärmen vermochte sich Domitia darüber hinaus für niemanden. Oft dachte die Priesterin an Elessar Eledhwen, bei dem sie sich frei und ungezwungen gefühlt hatte von sich zu sprechen, obwohl er im Rang weit über ihr stand. Bald würde sie ihn wiedersehen, denn die drei Monate neigten sich dem Ende zu.

"Ich erwarte Besuch aus ShaNurdra, der prüfen wird ob ich geeignet bin in den Orden der Zwölf aufgenommen zu werden. Sollte ich in Kaleon Paladins Zeichen richtig gedeutet haben, ist es mir bestimmt eine Kriegerin des Gerechten zu sein."

Ein leises Singen erklang. Domitias Augen blieben an den Päckchen hängen. "Möchtet Ihr nachsehen was sich im Inneren befindet?"
Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 06. Jan 2019, 18:35
"Wenn euch der Anblick hier aus dem Fester schon so beeindruckt, solltet ihr einmal mit aufs Dach kommen."
Am Tisch sitzend knackte die Heilerin gerade eine Walnuss und hörte dabei der Priesterin zu, die gerade über ihre Erkundungen in Drachenauge berichtete.
"Den Hafen kenne ich auch. Es ist so spannend dabei zu zusehen, wie die Schiffe be- und entladen werden. Man kann so viele exotische Waren entdecken. Und wie elegant die ablegenden Schiffe durch die Wellen gleiten!"
Sie trank einen Schluck Tee und freute sich für Christians Cousine, dass sie so freundlich Anschluss in der Kathedrale bekommen hatte.

"Eine Kriegerin des Gerechten?"
Shikra hatte von dem heiligen Orden der Zwölf gehört, von  mächtigen Kriegern, die für das gute kämpften und von Paladin gesegnet waren. Immer wenn sie jemanden von dieser Gilde sprechen hörte, geschah dies mit ehrfürchtiger oder dankbarer Stimme.
"Das ist beeindruckend. Ich wünsche euch viel Glück und Erfolg bei eurer Prüfung!"

Die junge Waldelfe vernahm die Melodie aus den Päckchen ebenfalls und nickte als Antwort auf Domitias Frage. Mit strahlenden Augen nahm sie ihr Geschenk in die Hände, wartete bis die Paladin Anwärterin es ihr gleich getan hatte und zog dann vorsichtig an dem Geschenkband. Die Musik wurde lauter.
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: Di., 08. Jan 2019, 15:28
"Ich spreche Euch meinen Dank auf für die guten Wünsche. Ihr werdet die erste sein, der ich berichte, sollte ich die Prüfung bestehen. Oder fast."  Domitia lachte leise. "Die Zweite, nach Christian."

Die Freiin tat es der Apothekerin gleich. Umsichtig zupfte sie an der Schnürung. Der Knoten löste sich, an allen vier Seiten fielen die Bänder herab. Bei Paladins Namen hätte Domitia geschworen, beide Päckchen entsprachen vor dem Öffnen derselben Größe. Aus ihrem erwuchs ein hoher Käfig aus Weidenzweigen. Ungestümes Flattern, Federn stoben zwischen den Stäben, Schnäbel klapperten, schnatterten und fauchten. Perplex zuckte Domitia zurück. Ums Haar kippte der Stuhl mitsamt der Freiin. Zwei Laibe Brot lagen neben dem Geschenk und dufteten wie frisch gebacken, abgerundet von einer Flasche Pinot Grigio. Mutters liebster Weißwein.

"Welch fataler Irrtum." Domitia stand der Mund offen. "Zu gebratener Gans wird vom Kenner ein kräftiger Spätburgunder im Barrique-Ausbau getrunken."

Sie erfasste verzögert, dass der Gänsebraten recht lebendig war.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Fr., 11. Jan 2019, 00:10
Fasziniert beobachtete die Waldelfe, wie sich die Schleife fast von alleine öffnete und dabei von einer wundersamen Melodie begleitet wurde. Das Geschenk wurde breiter und schmaler. Ein paar Augenblicke später lagen zwei Fackeln, wo eben noch das grüne Päckchen gelegen hatte. Dazwischen hatte eine Flasche Platz gefunden und ein kleiner Gegenstand flog gerade als sich Domitias Käfig zu voller Größe entwickelt hatte davon und kam scheppernd auf dem Boden auf.
Shikra schaute dem Geräusch hinterher, doch nur kurz, denn dann musste sie wieder zur Freiin schauen, denn der lebendige Inhalt ihres Geschenks zog den Blick der Heilerin förmlich an.
„Das sind Gänse?“
Sie war zu überrascht plötzlich zwei Vögel auf dem Tisch zu haben, als das sie den nächsten Worten der Priesterin einen Sinn abringen konnte.
„Spätburgunder? Barrique?“

Vorsichtig griff sie nach ihrer eigenen Flasche und schaute aufs Etikett.
„Eine Flasche Met, das ist schön!“
Wobei sie die Flasche nicht alleine trinken sollte. Das letzte Mal, als sie sich zu Alkohol überreden ließ, schwankte der Boden sehr bedrohlich und sie hatte Schwierigkeiten gehabt dem Gespräch der Bardin zu folgen.
Dann fiel ihr wieder ein, dass ihr etwas heruntergefallen war, stand auf und fand nach kurzer Zeit den Feuerstein.
„Und ein Feuerstein. Sehr praktisch.“
Shikra strahlte. So viele schöne Gegenstände, die sie von den Wichteln bekommen hatte.
„Das sind wirklich großzügige Geschenke gewesen!“


+ 2 Fackeln
+ 1 Flasche Met (+ 1 Mut / 24h)
+ 1 Feuerstein
+ 20 EP
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: So., 13. Jan 2019, 10:24
"Lebende Gänse. Ein wundersames Geschenk. Was will Paladin mir damit zu verstehen geben?" Domitia hob den Käfig vom Tisch und stellte ihn neben dem Stuhl ab. Die Tiere schnatterten eine Zeitlang aufgeregt bis sie in eine ruhiges Dösen verfielen.

"Was befand sich in Eurem Päckchen? Ah, die Lichtbringer." Domitia kicherte. "Ein Feuerstein fehlt mir noch. Askladd war bei unserem Kennenlernen in großzügiger Laune und schenkte mir in ShaNurdra zwei Fackeln. Die Bewohner dieses Landes fallen durch ihre Weichherzigkeit auf. Das erfreut mein Herz als Priesterin sehr. Bleiben weniger Leute zum Guten zu bekehren."

Sie sah nach unten zu dem Käfig. "Was soll mit den Gänsen geschehen?"

Als Edelfrau hatte sie sich nie darüber Gedanken gemacht woher das Essen kam, das täglich auf dem Teller lag. Der Anblick der Gänse, deren Wohl ihr übertragen war, rührte die Freiin.

"Verkaufe ich sie oder übereigne sie der priesterlichen Küche, überantworte ich sie dem Tod. Ist dies zu kurz gedacht? Ist dies nicht das Los niedrigen Lebens? Uns als Nahrung zu dienen? Für ein Haustier trug ich nie Verantwortung. Von einem Reitpferd abgesehen."
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 17. Jan 2019, 22:35
Während sie die Gänse beobachtete, die langsam etwas ruhiger wurden, hörte sie der Priesterin dabei zu, wie sie über Askladds Wohltat sprach.

"Ihr habt keinen Feuerstein? Da bitte..."
nochmals von allen Seiten prüfend, ob er Stein von seinem Sturz auf den Boden keinen Schaden genommen hatte, reichte sie ihn zu Domitia über die Tischplatte.
"...nehmt doch diesen Feuerstein. Ich habe bereits einen in meinem Rucksack und was nützen euch die Fackeln, wenn ihr sie an dunklen Orten nicht entzünden könnt?"
Dabei strahlte sie sie so herzlich an, dass die Freiin wohl schwer ablehnen könnte.

"Ich würde es nicht übers Herz bekommen, die Gänse zu schlachten, wenn keine große Hungersnot bestünde. Habt ihr denn bei der Kathedrale keinen Garten, indem die beiden wohnen könnten? Oder ein Teich in der Nähe?"

Die Heilerin schnitt einen Apfel auf und bot Domitia die Hälfte an.
Als Shikra erkannte, dass die Priesterin es auch nicht unterstützte, dass die Gänse auf dem Esstisch landeten, grinste sie.
"Ich glaube nicht, dass es das Los der beiden sein wird, als Nahrung zu dienen."

Und dann sprach die Anwärterin des Paladinordens ein Thema an, dass bei der Apothekerin fast immer gut ankam: Pferde
"Ihr könnt reiten?"


- 1 Feuerstein
Autor: Phelan Datum/Zeit: Sa., 19. Jan 2019, 21:13
Während seiner Reise nach Isuar hatte Phelan all seine Manatränke verschenkt. Für die Magier in dieser Gegend, die so frei von arkanen Strömungen gewesen war, waren diese auch von weitaus größerem Nutzen gewesen, als für ihn selbst. Dennoch wollte er nun für Nachschub sorgen. Normalerweise wäre er dazu nach Nighton gereist, immerhin strich er bei seinem Freund Landolin auch Stammkundenrabat ein. Doch so kurz nachdem er Shikra erklärt hatte, wie wichtig es sei die Heiler des Landes zu kennen, entschied er sich dazu der Elfe einen Besuch abzustatten. Wenn auch nicht in der Gestalt, in der sie dieses Gespräch geführt hatte. Mit kräftigem Klopfen machte er sich bemerkbar, bevor er in den Verkaufsraum trat. Nicht alle Leute mochten die Überraschung unerwartet einen großen aufrechtgehenden Wolf in voller Lederrüstung vor sich zu haben.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 21. Jan 2019, 13:27
Seit über einer halben Stunde erzählte die Frau des Schmieds der Apothekerin, was sie so letzte Woche auf dem Markt gehört hatte. Shikra konnte nur schlecht mit solchen Kunden umgehen. Höflich nickte sie immer wieder, machte passend ein erstauntes oder ein empörtes Gesicht und dachte darüber nach, wie viele Tränke sie in der Zeit hätte abfüllen können.

Ein erlösendes lautes Klopfen ertönte und kurz darauf trat ein zwei Meter großer Wolfsmann in den Verkaufsraum. Das Gesicht der Schmiedin wurde blass und so schnell konnte die Heilerin nicht schauen, da hatte sie sich schon verabschiedet und fluchtartig die Apotheke verlassen.
Daher musste die Elfe, trotz der imposanten Statur des neuen Kunden erstmal grinsen. Zudem kam ihr der Wolf bekannt vor. Wenn sie sich nicht täuschte, war das Phelan, der bei der Reise nach Isua und bei dem Versuch die Schlangenmenschen zu bekämpfen dabei war; zusammen mit Lady Myriel und vielen anderen.

Shikra trat ein paar Schritte um den Tresen herum und begrüßte den Besucher mit einer höflichen angedeuteten Verbeugung.
„Wunderschönen Tag, Herr Phelan? Was kann ich für euch tun?“
Autor: Phelan Datum/Zeit: Mo., 21. Jan 2019, 20:07
Die Apotheke war natürlich nicht leer gewesen und die Kundin wirkte ziemlich erschrocken. Phelan versuchte die Lage mit einem unverbindlichen Lächeln zu entschärfen und erreichte damit das genaue Gegenteil. „Verzeiht, dass ich Eure Kundschaft verscheuche“, bemerkte er mit einer entschuldigenden Geste. „Und auch Euch einen schönen Tag, werte Shikra. Ich brauche eigentlich nicht viel. Nur zehn große Heiltränke, sowie zehn kleine und fünf große Manatränke.“ Man sollte sich schließlich nie darauf verlassen, dass immer ein Heiler zur Stelle war. Und die Manatränke hatten sich während der letzten Reise als überraschend nützlich erwiesen. Obwohl er sich nicht sicher war, ob er überhaupt einen davon selbst getrunken hatte.
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: Di., 22. Jan 2019, 12:24
Domitia war versucht die Gabe abzulehnen, war diese doch ein Geschenk der Wichtel. Das strahlende Antlitz der Elfe ließ die Freiin in ihrem Widerspruch inne halten. Mit einem Kopfnicken nahm sie den Feuerstein entgegen.

"Möge Paladin Euch segnen. Seid bedankt, werte Shikra. Eure Großzügigkeit beschämt mich. Lasst uns gemeinsam das Brot brechen und einen Schluck Wein im Namen des Lichtbringers genießen."

Lachenden Auges nahm Domitia von ihrem Präsent einen Laib Brot und brach es in der Mitte entzwei. Eine Hälfte reichte sie der Elfe hin. "Weißes Brot mit weißem Wein. Eine Fastenspeise in Kaleon. Habt Ihr einen Entkorker für den Pinot Grigio? Gläser dazu? Für die Gänse wird sich eine bessere Lösung finden als Euer Esstisch, seid versichert."

Auf die Frage nach dem Reiten lächelte Domitia betrübt. "Ich entstamme dem Adelsgeschlecht der di Asturien. In meinem Land lautet mein Titel Freiin. Jeder meines Stammbaums kann reiten. Von Kindesbeinen an. Mein geliebtes Pferd begleitete mich auf der Suche nach meinem Vetter."  Die Priesterin schluckte trocken und schlug das Kreuzzeichen. "Die raue See war unbarmherzig. Möge seine Seele Gnade vor den Augen des Gerechten gefunden haben. Es war ein treues Tier."

+1 Feuerstein
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 23. Jan 2019, 20:00
*** Phelan ***

Die Heilerin konnte nur mit den Schultern zucken, als der Wolfsmann sein Bedauern über die abspenstige Kundschaft ausdrückte. Dann lächelte sie und antwortete:
„Als klassische Kundschaft würde ich die Dame nicht bezeichnen und jetzt kann sie bei ihren Freundinnen mit einer spannenden Geschichte auftrumpfen.“
Sie hörte sich seine Bestellung an und musste sich zusammenreißen ihn nicht mit großen Augen anzustarren, denn, obwohl er von ‚eigentlich nicht viel‘ sprach, gab er die größte Bestellung auf, die Shikra bisher gehört oder bearbeitet hatte.
Ihr rutschte ein
„Nur…“
mit einem kurzen zweifelnden Blick heraus, dann besann sie sich auf ihre Aufgabe, lächelte und sprach:
„Ja, gerne. Die Manatränke habe ich hier…“
Dabei deutete sie auf ein Regal hinter sich, dass mit vielen großen und kleinen Phiolen bestückt war.
„… und die Heiltränke fülle ich schnell ab. Könnt ihr fünf Minuten erübrigen?“

Schnell verschwand sie in der Tränkeküche und fing an aus dem großen Ansatzgefäß die Heiltränke in die Glasfläschchen umzufüllen. Einerseits war sie froh, dass sie heute Morgen eine größere Menge angesetzt hatte, andererseits ärgerte es sie, dass die Schmiedin sie so lange von der Abfüllung abgehalten hatte.

Nach wenigen Minuten brachte die Waldelfe ein Körbchen mit zehn großen Heiltränken in den Verlaufsraum der Apotheke, stellte diesen auf die Theke und legte die gewünschten Manatränke daneben.
„Zehn große Heiltränke, zehn kleine Manatränke und fünf große Manatränke. Ich hoffe ich habe nichts vergessen.“
Dabei schaute sie ihren Kunden erst fragend an und lächelte dann.


für die Apotheke
- 25 Kräuter
- 15 Torf
+ 10 große Heiltränke



*** Domitia ***

Beschämen oder beleidigen wollte Shikra die Priesterin mit dem Feuerstein eigentlich nicht, sie hatte sich keine großen Gedanken gemacht. Für sie war es einfach richtig gewesen, den Stein weiterzugeben, damit jeder einen hatte und jeder seine Fackeln anzünden konnte.

Als die Heilerin dann verstand, dass Domitia ihr Brot mit ihr teilen wollte, lachte sie und bedankte sich herzlich.
„Werkzeug zum Öffnen habe ich unten im Arbeitszimmer. Mit Gläsern kann ich nicht dienen, ich habe nur Tonbecher.“
Dabei stand sie auf, holte auf dem Schrank zwei Becher, stellte sie auf den Tisch und entschuldigte sich kurz, um im Erdgeschoss nach einem Öffner zu suchen. Dank ihrer Arbeit, musste sie sich öfters mit gut verschlossenen Flaschen auseinandersetzen, sodass sie sich sicher war, dass sie den Wein öffnen können würde.

Erfolgreich stieg sie wieder in den dritten Stock. Einen klassischen Flaschenöffner hatte sie zwar nicht dabei, doch ein sehr dünnes spitzes Messer, mit dem sie hoffte, den Korken entfernen zu können.
„Wollt ihr, oder soll ich mich an der Flasche versuchen?“
fragte sie und hielt ihr den Öffner hin.

„Das mir eurem Pferd tut mir leid.“
sagte sie leise. Mehr wusste sie erstmal nicht dazu zu sagen. Sie wusste ja, wie nahe man Tieren stehen konnte und sein Reittier auf eine solche Art zu verlieren, war grausam.
Autor: Phelan Datum/Zeit: So., 27. Jan 2019, 14:09
„Ja, nur diese paar Tränke. So leid es mir tut, ansonsten bin ich mit allem ausgestattet, das ich mit meinem begrenzten Wissen anwenden kann, um Wunden und Vergiftungen zu behandeln. Ich will ja nicht riskieren mit meinen Bemühungen alles schlimmer zu machen“, erklärte Phelan. „Und keine Eile, ich warte so lange und verscheuche die Kunden.“

Während Shikra in einem der angrenzenden Räume verschwand, betrachtete der Wolfsmann den Baum, der geschmückt mitten im Verkaufsraum stand und Nadeln verlor. Ein seltsamer Einfall, aber die Idee im Winter etwas Grün in die Räume zu bringen war nicht schlecht.

„Vielen Dank, das ist genau richtig“, erklärte der Lykantroph, als die Elfe die Tränke auf dem Ladentisch aufreihte, und schielte auf die Preistafel. „Ihr bekommt 1000 Goldstücke dafür, wenn ich mich nicht irre?“
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: So., 27. Jan 2019, 18:47
Das Öffnen einer Weinflasche oblag in der Regel dem Herrn des Hauses oder dem zuständigen Diener. Hilflos hielt Domitia das dünne spitze Messer in Händen und überlegte wie die Entfernung des Korkes handzuhaben wäre. Nach dem dritten fruchtlosen Versuch bat die Freiin Shikra um Mithilfe.

"Verzeiht mein Ungeschick. Bei uns ist es Frauen nicht gestattet die Vorrechte des Mannes zu beanspruchen. Würdet Ihr mir bitte zeigen, wie Ihr dies handhabt?"

Die Trauer um den Schiffbruch und seiner Toten machte diesen weder ungeschehen noch die Verschiedenen lebendig. Domitia schüttelte den Kopf zu Shikras Mitleidsbezeugung. "Dies muss es nicht, werte Shikra. Der Beschluss der Götter ein Leben zu beenden kann nicht aufgehalten werden. Trotz aller Trauer erinnere ich mich mit Freuden an das treue Tier, solange es mir Freund war. Darf ich Euren Worten entnehmen, dass auch Ihr Freude an edlen Rössern findet? Besitzt Ihr ein selbiges?"
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 28. Jan 2019, 12:27
*** Phelan ***

„Oh, bitte entschuldigt, so war das nicht gemeint! Ich habe, ehrlich gesagt, noch nie eine so große Bestellung entgegen genommen.“
Und mit einem leichten Grinsen auf den Lippen, nachdem Phelan im Verkaufsraum warten und Kunden verschrecken wollte, war sie schon im Hinterzimmer verschwunden.
Während sie die Tränke abfüllte, bedauerte sie es fast ein wenig, dass sie die viele Zeit in Isua sich kaum mit dem Wolfsmann beschäftigt hatte, denn eigentlich wirkte er, abgesehen von seiner Statur und den Klauen, ganz nett – zumindest Sinn für Humor hatte er. Oder hatte er das mit den Kunden ernst gemeint?

Als sie zurückkam und sah, dass der Gestaltwandler das Bäumchen bewunderte, strahlte die Elfe.
„Er ist wunderschön, nicht wahr? Ein Freund hat ihn mir hier aufgestellt. Er verbreitet einen angenehm aromatischen Duft nach Nadelwald.“
Natürlich, der Baum war ja auch ein Nadelbaum. Shikra schüttelte kaum merklich den Kopf. Was redete sie denn da bloß? Machte sie die große Bestellung oder der noch größere Kunde etwa nervös?

Als Phelan die Summe für die vielen Tränke nannte, schluckte die Heilerin und rechnete lieber noch einmal nach.
„Das sind 500 GM für die Heiltränke, 200 GM für diese Manatränke und nochmal 300 GM für die Großen. Zusammen, ja 1000 GM.“
So eine große Menge an Goldmünzen erwirtschaftete sie sonst eher im Monat und nicht am Tag. Dafür durfte der Werwolf gerne ein paar andere Kunden verscheuchen.
Mit einem Blick auf die Tränke fügte sie mit einem Lächeln hinzu:
„Damit seid ihr mehr als gut ausgerüstet für die nächste große Reise nach Isua.“


für die Apotheke
- 10 große Heiltränke
- 5 große Manatränke
- 10 kleine Manatränke



*** Domitia ***

„Ungeschick? Ihr hättet meine ersten Versuche sehen müssen. Es war eine gute Übung für den Heilzauber. Ich weiß nicht einmal, wie man es richtig, also in den Adelshäusern macht. Ich versuche das Messer vom Rand des Korkens so schräg nach unten zu stechen und dann muss man ziehen und hoffen, dass es klappt.“

Shikra zeigte ihrem Gast was sie meinte, setzte das Messer vorsichtig am Rand des Korkens an, versuchte es mit Kraft weiter in den Hals der Flasche zu bohren und abschließend zog sie fest an dem Messer – und hatte Glück. Es machte laut ‚pflup‘ und die Weinflasche war offen.
„Manchmal brauche ich 10 Versuche, oder bekomme den Korken nur in kleinen Stückchen aus der Flasche.“
Mit einem Schulterzucken tat sie ihre Bemühungen mit widerspenstigen Korken ab und schenkte die beiden Becher vorsichtig zur Hälfte mit dem Weißwein voll.

Die Apothekerin nickte zu den Worten der Paladinpriesterin. Es war beeindruckend, wie sie mit dem Verlust eines lieben Tiers oder Freund umging. Als Domitia nachfragte, ob Shikra ein Pferd hatte, strahlte die Waldelfe.
„Dank dem ehrenwerten Herrn von Muesig, darf ich eine wunderschöne Stute mein eigen nennen. Sie steht noch bei ihm auf seinem Hof. Im Winter kann ich das schöne Tier nicht die ganze Zeit der Kälte des Gartens aussetzen.
Habt ihr schon von der ‚blauen Pferdeschachtel‘ gehört?“
Autor: Phelan Datum/Zeit: Mo., 28. Jan 2019, 23:17
„Es geht eben nichts über das Originalaroma“, bemerkte Phelan ohne jeden Spott. 1000 Goldmünzen waren eine angenehm runde Summe und so hatte es der Wolfsmann, der die Gewohnheit hatte Münzen abgezählt in getrennten Beuteln mitzuführen, leicht. Zwei dieser Säckchen mit jeweils 500 Goldstücken stellte er vor sich auf dem Tresen ab und packte im Tausch die vorbereiteten Tränke mit großer Sorgfalt in seinen Rucksack.

„Ja, gerade die Manatränke erfreuten sich in der Gegend größter Beliebtheit. Damit könntet Ihr dort reich werden“, meinte er bei der Erwähnung Isuas. „Aber ich denke ich werde dem Dschungel künftig fern bleiben. Zu warm zu feucht und zu viele Reptilien, die nebenbei bemerkt ihre Konflikte künftig unter sich austragen sollten.“

-1000 GM
+10 große Heiltränke
+10 kleine Manatränke
+5 große Manatränke
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 31. Jan 2019, 20:02
Die Art, wie der Wolfsmann die Geldsäckchen in die Hand nahm und auf der Theke ablegte, ließ die elfische Heilerin stutzen. Die Bewegung kam ihr seltsam bekannt vor, als ob sie sie schon mal gesehen hätte. Irritiert schaute sie Phelan an, wahrscheinlich einen Moment zu lang, um das noch als übliches Verhalten abzutun, bevor sie sich für die Münzen bedankte und diese in die Kasse räumte.

„Das ist mir die weite Fahrt nicht wert, glaube ich.“
antwortete sie mit einem angedeuteten Lächeln auf den Reichtum, den sie im Dschungel finden könnte.
Die folgenden Worte bestätigte sie mit einem Nicken. Sie würde noch das seltsame Getier, das die Echsen als Nahrung bezeichneten, hinzufügen. Allerdings war ihr ihr zweiter Besuch in den Wäldern Isuas in deutlich angenehmerer Erinnerung, sodass sie eine weitere Reise dorthin nicht so kategorisch ablehnte.
„Isua hat auch ein paar sehr schöne Fleckchen zu bieten. Vielleicht gebt ihr dem Urwald bei Gelegenheit eine zweite Chance.“
Ihr Gesicht hatte einen fast schon verträumten Gesichtsausdruck angenommen, während sie gedankenverloren an der Jaguarkrallen-Kette spielte, die an ihrem Gürtel befestigt war. 


für die Apotheke
+ 1000 GM
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: Fr., 01. Feb 2019, 17:03
"Eine Übung für den Heilzauber? Die Entfernung eines Korkens? Zogt Ihr Euch wiederkehrend Verletzungen zu?"

Korkenreste im Wein! Indiskutabel! Vater hätte mit finsterer Augenbraue die ganze Flasche entfernen lassen. Indes, die Operation gelang und Shikra schenkte ein. Domitia dankte, erhob den Becher zum Trinkspruch, wie es Brauch war, und neigte vor der Gastgeberin den Kopf. "Möge Paladin stets sein wohlwollendes Auge auf Euch ruhend haben. Habt Dank für Eure Gastfreundschaft."

Es zeigte sich, dass ein Leben außerhalb des Anwesens ihrer Eltern beschwerlich zu werden versprach. Vieles gab es, das Domitia weder kannte noch selbst durchgeführt hatte. Für annähernd jedweden Handgriff gab es auf dem Anwesen gesonderte Diener.

"Ihr seid glücklich und gesegnet zu nennen. Seid Ihr persönlich erfahren im Umgang Umgang mit den Tieren? Bei uns war dafür der Stallmeister verantwortlich. Blaue Pferdeschachtel? Worum handelt es sich?"
Autor: Christian Datum/Zeit: So., 03. Feb 2019, 14:40
In der Eile des Aufbruches hatte er doch etwas vergessen zu Demonstrationszwecken, somit betrat er den Apothekenturm seiner Gildenschwester.

Shikra, bist du da? Ich möchte meine Base besuchen und bräuchte dafür noch einen Wiederbelebungstrank. Zwar nicht, um ihn zu benutzen, keine Sorge, aber es ist wohl ohnehin besser, wenn ich immer einen bei mir trage für Notfälle.

Schließlich konnte er selbst sich kaum wiederbeleben und er konnte schlecht voraussetzen, dass zufällig jemand in der Nähe einen solchen bei sich tragen würde, dafür waren sie dann doch für viele unerschwinglich.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 04. Feb 2019, 12:32
*** Domitia ***

„Ach manchmal rutscht das Messer ab, vor allem bei den ersten Flaschen, die ich zu öffnen versucht habe. Aber, wie gesagt, es war nichts, was ernste oder langwierige Verletzungen mit sich führte.“
Ein Kopfschütteln mit einem Lächeln im Gesicht beendete Shikra die Entkorkungsgeschichte und erwiderte Domitias Trinkspruch mit:
„Es ist mir eine Ehre und eine große Freude mit euch hier und heute zu speisen.“
So ab und zu konnte die junge Heilerin auf ihre elfische Erziehung zurückgreifen, auf die ihre Eltern, trotz aller Freiheiten, die sie ihr erlaubt hatten, Wert gelegt hatten. Oft war es der Waldelfe allerdings zu umständlich lange wohlklingende Reden zu schwingen und daher begnügte sie sich meist mit einfachen Worten.

„Die ‚blaue Pferdeschachtel‘ ist der bekannteste Zuchtstall hier in Drachenauge.
Hmm, als erfahren würde ich meinen  Umgang mit Pferden nicht bezeichnen. Aber ich kann eine Box ausmisten, das Pferd und die Hufe putzen, ich kann die Tiere satteln oder auf die Weide bringen. Bei der Auswahl des richtigen Futters bin ich dann schon überfragt. Da ist es schon geschickt, wenn man einen Stallmeister zur Unterstützung hat.“

Die Apothekerin lächelte, aß noch bisschen von dem Brot und trank noch einen Schluck Wein. Als sie den Eindruck gewonnen hatte, dass die Paladinpriesterin ebenfalls mit dem Essen fertig war, fragte sie:
„Habt ihr Lust euch Drachenauge vom Dach aus anzusehen?“


*** Christian ***

Die Apothekerin versuchte gerade ein paar Spinnweben, die nicht besonders ordentlich aussahen, über dem Schränkchen mit den Teetassen zu entfernen, als ein neuer Kunde die Apotheke betrat und gleich nach ihr fragte.
„Ich bin hier.“
sprach sie gegen die Wand, drehte sich um, um vom Stuhl zu steigen und den Besucher vernünftig zu begrüßen. Als sie den Hohentürmler Sir Christian erkannte, war sie von seinem Besuch so überrascht, dass sie ins Leere trat und schneller als gewünscht den Boden des Verkaufsraums erreichte.
Doch bevor er reagieren konnte, stand sie schon wieder, lächelte ihn mit einer Spur von Röte im  Gesicht an und hörte aufmerksam bei seinem Wunsch zu.
„Ihr besucht Domitia? Mit einem Wiederbelebungstrank…“
Große Verwunderung oder eher Sorge waren ihr ins Gesicht geschrieben. Sie mochte die Paladinpriesterin, doch ihr Gildenbruder gab sofort Entwarnung.
„Natürlich, ich hole sofort einen.“
Shikra steuerte auf ein Regal zu, das im hinteren Teil des Verkaufsraums stand und holte eine der wertvollen Phiolen, um sie dem Magier in die Hand zu drücken. Sie schaute ihn dabei zwar ein wenig fragend an, traute sich allerdings nicht, genauer nachzufragen, was er damit vorhatte. Immerhin war er der Leiter ihrer Gilde und ein sehr erfahrener Heiler, der sicher wusste, was er tat. Daher fragte sie nur:
„Kann ich sonst noch etwas für euch tun?“


für die Apotheke:
- 1 Wiederbelebungstrank
Autor: Christian Datum/Zeit: Mo., 04. Feb 2019, 20:32
Offenbar war seine Gildenschwester so von seinem Besuch überrascht, dass sie mehr vom Stuhl fiel. Aber bevor er ihr aufhelfen konnte, stand sie bereits wieder und lächelte scheinbar leicht verlegen an. Sie verfiel in die wohl sonst hier übliche distanzierte Anrede, was er leicht nachdenklich aufnahm und sich schon umsah, ob jemand nach ihm hereingekommen war.

Mit einem leichten Nicken nahm er den Trank entgegen und zählte auch schon die Münzen ab.


Danke. Nein, das wäre sonst alles. Wobei ...

Er kam ihr leicht näher, um sie etwas leiser erneut anzusprechen.

Solange wir unter uns sind, darfst du mich gerne als deinen Gildenbruder ansehen und auch so ansprechen. Nur bei offiziellen Anlässen sollten wir wohl die Distanz wahren, da mancher es sonst missverstehen könnte.

Kurz zwinkerte er der Heilerin zu, bevor er ihr die abgezählten 120 GM überreichte, so wie es auf der Tafel stand.


+1 WBT
-120 GM
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 07. Feb 2019, 19:54
Als Christian nochmals zu sprechen begann, neigte die Waldelfe ihren Kopf ebenfalls leicht nach vorne, als ob ihr der Hohentürmler ein großes Geheimnis anvertrauen würde.

Als Antwort nickte sie. Natürlich würde sie sich bei offiziellen Anlässen anständig verhalten. Als er ihr dann zuzwinkerte, verstand sie, was er ihr eigentlich sagen wollte und ein beginnendes Glänzen in den Augen verwandelte sich in ein Strahlen, das sich über ihr ganzes Gesicht ausbreitete.

„Sehr gerne…“
dann blickte sie auf die Münzen in ihrer Hand.
„…und vielen Dank, Christian.“
Dabei schaute sie ihm wohl das erste Mal richtig ohne Scheu oder Ehrfurcht in die Augen, sondern einfach nur freundschaftlich.

„Kann ich… kann ich dir etwas zu trinken anbieten, oder bist du in Eile, damit deine Cousine nicht warten muss?“


für die Apotheke
+120 GM
Autor: Christian Datum/Zeit: Do., 07. Feb 2019, 20:16
Ihren Worten und Ihrem Gesichtsausdruck nach schien sie verstanden zu haben, worauf er aus war. Gut, dann war das wohl geklärt. Sie bot ihm noch etwas zu trinken an, falls er nicht in Eile war. Kurz schien er nachdenklich zu wirken, nickte dann jedoch und lächelte seine Gildenschwester wieder an.

Och, gegen einen beruhigenden Tee hätte ich nichts einzuwenden. Und da Domitia nicht weiß, dass ich heute schon vorbei komme, sollte dafür noch zeit sein.

Kurz sah er sich um und entdeckte in einer Nische einen Tisch mit Stühlen daran. Auch ein Korb mit Obst war darauf zu sehen.

Darf ich mich setzen?

Dabei schaute er der Heilerin in die Augen, aber er nahm an, dass der Tisch gerade für solche Dinge hier stand.
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: Fr., 08. Feb 2019, 10:39
*** Shikra ***

Aus großen Augen, die Stirn in Falten und ein Ausdruck des Unwissens im Antlitz darüber, was über Pferdepflege zu wissen verlangt und dass dies als Besitzer selbst auszuführen war, sah Domitia die Apothekerin an. Die Entfernung der Exkremente oder das Putzen der Hufe stand für sie als Edelfrau außer Diskussion.

"Ein Name den zu merken sich lohnt. Die blaue Pferdeschachtel. Sie beschäftigt sich implizit mit der Pflege des Tieres? Gegen ein Entgelt wie ich wähne."

Nach dem Essen trug Shikra an aufs Dach zu steigen. "Ein Rundblick über Drachenauge? Mit Freuden, werte Shikra." 
Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 10. Feb 2019, 16:24
*** Christian ***

„Ja klar. Und wenn du Lust auf Obst hast, dann einfach eine Frucht nehmen.“
antwortete sie mit einem fröhlichen Lächeln und deutete dabei mit einer einladenden Geste auf ihre Lieblingsleseecke.

Er nahm sich tatsächlich noch die Zeit mit ihr einen Tee zu trinken und daher verschwand die Heilerin schnell in den hinteren Teil des Verkaufsraums, wo sie Wasser für den Tee aufsetzen konnte. Während das Wasser heiß wurde und sie ein paar Kräuter zu einer Teemischung zusammenstellte, hatte sie ein paar Minuten, um die ungewohnte Situation zu überdenken.

Einerseits freute sie sich wirklich, dass ihr Christian einen familiären Umgang zugestanden hatte, andererseits, wusste sie ja welch große Taten er vollbracht hatte und wie wenig sie daneben bisher in ihrem Leben geleistet hatte. All die Geschichten, die man über seine Heldentaten erzählte und dazu kamen die beeindruckenden Zeugnisse seiner Kunst und Macht, deren sie selbst Zeugin sein durfte; wie die gigantische Lichterkugel, die er gegen den Puppenspieler eingesetzt hatte, oder die Wiedererweckung der Drachen in der Höhle bei dem Orakeltempel.

Shikra schüttelte den Kopf. Grübeln lag ihr nicht und solche Gedanken brachten sie nicht weiter. Sie nahm sich vor, sich einfach zu freuen und es als Ansporn zu nehmen, ihre Heiler Fähigkeiten weiter zu verbessern, um vielleicht in vielen Jahren in die Nähe seiner Fertigkeiten zu gelangen.

Sie goss das heiße Wasser auf und brachte die Kanne mit der fruchtig-frischen Aromamischung an den Tisch. Sie holte noch zwei Teetassen aus dem Schrank, den vor ein paar Minuten noch Spinnweben zierten. Vorsichtig schenkte sie beide Tassen voll, nahm sich einen Apfel aus dem Korb, setzte sich und lächelte.

„Das war ein beindruckender Kampf gegen die Statthalterin mit eur…, deinem Kamel. Wie kommt man zu so einem Reittier?“
versuchte sie ein Gespräch mit ihrem Gildenbruder zu beginnen.


*** Domitia ***

„Oh, vor allem verkaufen sie Pferde und andere Tiere, aber ich denke, sie könnten auch die Versorgung übernehmen.“
Als Domitia die Bezahlung für die Pflege der Tiere ansprach, erschrak die Waldelfe kaum merklich. Sie hatte ihre Stute schon ein paar Monate bei Ardir stehen und es bisher versäumt ihn zu fragen, was der Unterhalt des Pferdes überhaupt kostete. Das würde sie sehr bald nachholen.

„Dann dürft ihr mir folgen, oder wollt ihr zuerst?“
Mit einem Blick auf die Gänse, die den Eindruck erwecken, dass man sie für ein paar Minuten gut alleine lassen konnte, stand die Apothekerin auf, lief die wenigen Schritte zu einer Leiter, die bis an die Decke führte. Daran schloss sich eine Klapptür an, die sich mit einem einfachen Riegel öffnen ließ.

Als die beiden oben angekommen waren, ließ Shikra ihrem Besuch die Zeit, sich erst einmal umzusehen. Der Turm, obwohl er nicht direkt am Marktplatz stand, war doch relativ zentral gelegen, zumindest hatte man einen Ausblick auf den Hafen und das Meer, auf die Burg und auf die angrenzenden Wälder. Vielleicht konnte man sogar Askladds Hütte von hier oben entdecken. Sie schüttelte den Kopf. Nein, soweit konnte man dann doch nicht sehen.

Bevor sie die Priesterin in die Obhut der fantastischen Aussicht gab, legte sie ihr noch eine warme Decke, die sie mit hochgenommen hatte, um die Schultern, denn sie wusste ja, wie leicht Paladinpriesterinnen frieren konnten. Sie selbst genoss den winterlichen Wind, lehnte sich gegen die hüfthohe Umrandung und blickte über die königlichen schneebedeckten Wälder.

Nach einer Weile fragte sie Domitia fast schon übermütig:
„Und? Was sagt ihr?
Mit der Aussicht des Hohenturms kann es nicht ganz mithalten, aber für einen Sonnenaufgang über dem Meer ist es hier perfekt.“
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: So., 10. Feb 2019, 21:15
Den Vortritt auf die Leiter gestattete Domitia der Hausherrin, wie es in ihren Kreisen schicklich war. Auf dem Dach wehte ihnen ein kalter Wind um die Nase. Dankend zog die Freiin die Decke fest um die Schultern, schritt andächtig im Kreis und ließ die Aussicht auf sich wirken. Von oben dünkten Häuser und Passanten wie Spielzeug. Bis auf die monumentale Kathedrale, welche sich unverwechselbar von den anderen Gebäuden hervor hob.

"Es ist eindrucksvoll. Ihr vermögt die halbe Stadt zu überblicken. Hinter der Kathedrale ist die Drachenburg auszumachen."  Als kleines Mädchen wurde Domitia oftmals gerügt nicht mit vorgestrecktem Arm oder Finger zu deuteten, indes artig die Gliedmaßen bei sich zu behalten und die stilvolle Beschreibung zu bevorzugen. An diesem Tag war sie der tadelnden Mutter ledig, demnach wickelte sie forsch den linken Arm aus der Decke und zeigte auf ein Gebäude links von der Burg.

"Meines Wissen entspricht dies Bauwerk der Akademie. Linksseitig befindet sich das Viertel der Elfen. Shiya'taî?" Fragend ob der richtigen Aussprache sah Domitia zu Shikra. Eine Körperdrehung weiter mutmaßte sie: "Die Fachwerkhäuser gehören zu Sahlhausen." Das Blau des Meeres leuchtete dahinter. "Die Werft, der Hafen und - ich rate - das Büro des Herrn Pfennigfuchser. Um diesen Ausblick könnte ich Euch beneiden, so dies einer Priesterin anstünde."  Domitia lächelte entschuldigend, schob die kalten Fingern zurück unter die Decke und atmete hörbar aus. "Die Muße einen Sonnenuntergang zu genießen gönne ich mir seit längerem nicht mehr", gestand sie bedauernd.

Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 11. Feb 2019, 21:17
Domitia kannte sich doch schon recht beachtlich in der Stadt aus, zumindest erkannte sie viele der Gebäude von oben. Zusammen mit der Priesterin konnten sie einige der Häuser zuordnen.
„Ein beeindruckendes Bauwerk – die Drachenburg.“
Die Paladinpriesterin fuhr mit der Benennung der Gebäude fort und die junge Waldelfe nickte fleißig. Ob sie damit nur die Richtigkeit der Zuordnung oder der richtige Aussprache des Elfenviertel bestätigte, war nicht klar ersichtlich.
„Stimmt, das könnte wirklich sein Büro sein. Ein sehr netter Mann! Sehr großzügig.“

Den Blick nicht vom Hafen abwendend hörte sie Domitia weiter zu. Doch dann schaute sie die Cousine Christians direkt an. Sie selbst konnte mit der Götterverehrung nicht viel anfangen, konnte es jedoch mittlerweile ein wenig nachvollziehen, wenn andere darin ihren Lebensinhalt verstanden. Doch sie gewann langsam den Eindruck Domitia könnte es etwas zu ernst nehmen.

„Warum dürft ihr euch nicht auch so einen Ausblick wünschen? Warum könnt ihr euch nicht ab und zu den Sonnenaufgang oder Untergang gönnen. Es sind wunderbare Augenblicke, wenn die Sonne langsam hinter den Bäumen oder Hügeln verschwindet. Kein Gott kann euch das verbieten, oder? Müsste er sich nicht eher freuen, wenn eine seiner Priesterinnen sich einen Moment Zeit für sich nimmt und das Leben genießt?“

Shikra erschrak ein wenig über ihre Worte. So direkt wollte sie ihren Gast gar nicht fragen. Seit ihrer Reise nach Isua und seit sie erlebt hatte, wie intensiv Lady Fjalladis und die Echsenmenschen ihr Leben in den Dienst des Sonnengottes gestellt hatten, dachte sie ab und an über solche Fragen nach. Doch hier und heute war wohl nicht der richtige Zeitpunkt sie auszusprechen.

„Bitte entschuldigt. Ich wollte weder euch noch eure priesterlichen Pflichten verletzen. Diese Fragen sind eher allgemeiner Natur und nicht auf euch bezogen.“
Jetzt war es an der Elfe entschuldigend zu lächeln und zu hoffen, dass Domitia mit dieser Art Fragen umgehen konnte und diese nicht allzu persönlich sah.
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: Di., 12. Feb 2019, 16:02
Domitia kannte lediglich die imposantesten Bauwerke der Stadt und etwa die Hälfte der Bezirke. In den drei Monaten seit ihrer Ankunft war es zu kalt für ausgedehnte Spaziergänge. Sie hatte sich vorgenommen mit Einzug des Frühlings die Stadt kennenzulernen.

"Sehr großzügig, wohl war. Ehe mich die Vergesslichkeit übermannt: Werte Shirka, alsbald ich Euer Haus verlasse, wäre es mir eine Freude zwei Heilessenzen und ein Antidotum zu erwerben."

Der aufschäumende Eifer in Shikras Stimme und ihres Tadels verleitete Domitia die Augenbrauen zu heben. Erstaunten Ausdrucks betrachtete die Priesterin die Elfe.

"Werte Shikra, verzeiht meine diffuse Ausdrucksweise. Dies führte zum Missverständnis. Weder mein priesterliches Amt noch der Sänger verbieten die Freude. Ist doch die Sonne das Zeichen meines Gottes. Im Gegenteil sind Licht und Wärme der Sonnenscheibe ein gottgegebenes Geschenk an uns Erdbewohner. Es ist mir selbst geschuldet, die Arbeit dem Genuss vorzuziehen. Mir dünkt es eine Vernachlässigung meiner Aufgaben, gönnte ich mir wenige Minuten im Versinken der bloßen Betrachtung."

Domitia senkte den Kopf, als schämte sie sich dessen. "Ihr rügt mich zu recht. Meine unbescheidene Zielstrebigkeit tadelte einst auch Bruder Arnulf, der sich bedenkenlos der Muße hingab so sein Tagespensum erfüllt war."
Autor: Christian Datum/Zeit: Di., 12. Feb 2019, 18:32
Weiterhin mit einem Lächeln nickte er Shikra zu, bevor er sich setzte und auch das Angebot bezüglich des Obstes annahm, indem er einen Apfel aus dem Korb fischte. Es dauerte einige Minuten, bis Shikra zurück war, bis dahin hatte er den Apfel bereits verspeist und nur noch dessen Stängel verriet dessen einstige Existenz.

Shikra füllte die beiden mitgebrachten Tassen, aber um was für einen Tee es sich genau handelte, war dem Magier dann doch etwas unklar. Zumindest schien es dem Geruch nach kein Fenchel zu sein, eher ein fruchtigerer Tee.


Oh, danke. Ehrlich gesagt habe ich kaum damit gerechnet, länger als einen Lanzenstoß oben zu bleiben. Und an ein Kamel kommt man entweder, indem man auf ein Handelsschiff wartet, welches diese dabei hat oder man geht in die Schildkrötenwüste, wo sie heimisch sind.

Christian nahm einen Schluck des köstlichen Tees. Eindeutig fruchtig, aber es schien eine Mischung von mehreren Früchten zu sein.

Mein erstes Kamel habe ich hier am Hafen erworben. Allerdings habe ich es wieder verloren, als eine Piratenbande auf einer Seereise das Schiff versenkt hat, auf dem wir uns befanden, um uns auf die Suche nach einigen verschollenen Gefährten in die Schildkrötenwüste zu begeben. Daodra habe ich anschließend dort erhalten, weil er sich wohl währenddessen an mich gewöhnt hat.

Kurz wurde er nachdenklich, schließlich lagen diese Ereignisse bereits über ein Jahrzehnt zurück. Und er wusste nicht, wie alt Daodra eigentlich war, aber zumindest verrieten ihm seine Kenntnisse, dass das Kamel nicht bald am Ende war, seine Lebensflamme loderte noch hell.

Vielleicht sollte ich meiner Base auch ein Kamel besorgen, das wäre mal eine andere Erfahrung als ein Pferd.

Sicher vermisste Domitia ihr Reittier, auf dem sie mit wehenden Haaren durch den Wind eilen konnte.
Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 17. Feb 2019, 14:47
*** Domitia ***

Zuerst sah die Elfe die Priesterin entschuldigend an. Als diese anführte, dass sie es sich nicht erlaubte ihre Pflichten auch nur kurz zu unterbrechen, nahm ihr Gesicht erstaunte Züge an. Zum Schluss blickte Domitia auf den Boden und die Heilerin bekam Mitleid mit ihrer Besucherin.

Einerseits hatte sie die Priesterin weder verletzen noch tadeln wollen und andererseits fand sie es irgendwie traurig, dass sich Christians Cousine so wenig Zeit für schöne Momente nehmen wollte.
Sie überbrückte die Distanz zwischen ihnen mit wenigen Schritten und legte ihr die Hand auf die rechte Schulter.
„Ich wollte und sollte euch nicht rügen, werte Domitia. Im Gegenteil, es ist beeindruckend, wie fest ihr für eure Überzeugungen arbeitet.“
Sie wusste als Apothekerin ja selbst, wie viel Zeit und Energien man in seinen Beruf oder seine Berufung investieren konnte; sie wusste allerdings auch, wie viel Freude man daneben haben konnte und sich erlauben musste.
Sie lächelte ihren Besuch sanft an.

„Ich glaube, wenn ihr euch ein oder zweimal in der Woche einen Sonnenuntergang anseht, wäre das keine Vernachlässigung eurer Aufgaben…“
Wie, um ihre Worte noch einmal zu bestätigen nickte sie der Priesterin zu.
„… wenn ihr Lust habt, gerne auch von hier oben.“
Dabei drehte sie sich Richtung Westen und blickte damit in Richtung, wo die Sonne untergehen würde. Dann schaute sie noch einmal zu Domitia. 
„Und bevor ich euch frieren lasse, können wir auch gerne wieder ins Warme klettern.“


*** Christian ***

Während ihr Gildenbruder von dem Kampf gegen die Statthalterin von Nighton erzählte, nahm die Elfe einen Schluck aus ihrer Teetasse. Sie war überrascht, wie gut man die Heidelbeeren herausschmecken konnte und etwas verwundert, dass die Zitronenmelisse so wenig zum Aroma beitrug. Vielleicht hatte sie zu wenig genommen.

Kurz wirkte sie traurig, als er davon berichtete, wie er zu seinem ersten Kamel kam und es wieder verloren hatte. Irgendwie hatte sie in letzter Zeit zu oft gehört, dass geliebte Tiere ein Schiffsunglück nicht überlebt hatten. Und sie war froh darüber, dass ihre bisherigen Seereisen so glimpflich abgelaufen waren.

„Ein Kamel für Domitia? Ja, das wäre sicher spannend für sie.“
Shikra nickte und grinste dabei, denn irgendwie konnte sie sich die guterzogene Priesterin nicht so ganz auf einem Wüstenschiff vorstellen, wobei sie sich auch keins auf einem Turnierplatz vorgestellt hätte. Aber es wäre ein schöner Zeitvertreib für die blonde Paladinstreiterin sich mit einer neuen Art eines Reittiers auseinander zu setzen.
„Vielleicht lässt sie sich damit ein bisschen von ihren Aufgaben ablenken.“
Etwa eine Sekunde, nachdem sie den Satz beendet hatte, wurde ihr bewusst was sie zu wem gesagt hatte.
„Also nicht, dass sie ihre Pflichten vernachlässigen sollte…“
Wieder einmal fans eine Spur von Röte seinen Weg auf ihr Gesicht.
„Ich glaube, sie ist eine vorbildliche Priesterin.“

Bevor sie sich noch weiter um Kopf und Kragen reden konnte, nahm sie noch einen Schluck Tee und schien etwas sehr interessantes in ihrer Tasse entdeckt zu haben, zumindest hielt sie diese zu lange in der Hand.
Vielleicht überging der Hohentürmler ja einfach das Thema und fand ein neues. 
Autor: Christian Datum/Zeit: So., 17. Feb 2019, 16:32
Shikra stimmte ihm grinsend zu, dass ein Kamel für seine Base sicher etwas Neues sein würde. Und dass es sie von ihren Aufgaben ablenken würde. Vielleicht war sie ja zu sehr in ihren Aufgaben festgefahren und hatte deswegen diese Zweifel?

Ja, so war sie schon früher, wenn sie etwas gemacht hat, dann richtig. Aber gerade die Priesterin eines Sängers des Schöpfungsliedes sollte deren Schöpfung ab und an genießen.

Aber wem sagte er das hier, schließlich waren Waldelfen mit der Schöpfung besonders verbunden durch deren Lied. Außerdem schien der Heilerin der Hinweis eher herausgerutscht zu sein, weswegen es ihr wohl peinlich war, weswegen er wieder etwas zurückruderte.

Aber so ein Kamel muss man hier erstmal finden, die gibt es nicht so oft am Hafen.

Vielleicht sollte er mal eine Anfrage an die blaue Pferdeschachtel machen oder diesen Zuchtstall bei Nuru.

Ich bin ja noch nie mit ihr ausgeritten. Damals war sie noch etwas jung und ich selbst bin ja auch nur geritten, wenn es nicht anders ging. Hast du eigentlich einen Tiergefährten?

Irgendwie konnte er sich die Walelfe gut auf einem dieser Elfenpferde vorstellen.
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: So., 17. Feb 2019, 17:03
Domitia hob den Kopf. Die unstatthafte Berührung der Edelfrau ebenso wie der Priesterin erschreckte sie einerseits, indes tat sie wohl. Anstelle die Hand abzuschütteln lächelte die Blonde, entspannte sich unter der warmherzigen Zuwendung und seufzte tief. Sie arbeitete von morgens bis abends, dies war wohl wahr, allbot über die Erschöpfung hinaus.

"Liebend gern, werte Shikra. Seid bedankt für dies freundliche Angebot. Euer Rat ist mir wertvoll."

Die Freiin wandte sich mit der Elfe nach Westen. Dicht an dicht reihten sich Dächer bis zur Stadtmauer. "Welches Viertel befindet sich im Westen der Stadt?"  Sie fröstelte. "Sich aufzuwärmen käme mir entgegen. Beizeiten sollte ich dem Aufbruch ins Auge sehen, ein Heim für die Gänse zu finden. Mir schwebt ein tauglicher Ort für das Federvieh vor."
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 19. Feb 2019, 20:00
*** Christian ***

„Schön, dass du das auch so siehst.“
Sprach die Heilerin mehr zur Tasse, als zu ihrem Gegenüber, bevor sie ihren Blick wieder hob.
Shikra war erleichtert und glücklich, dass ihr Gildenbruder ebenfalls dem Genuss der Schöpfung nicht abgeneigt war. Dass man als Heilerin keine fest geregelten Arbeitszeiten hatte und auch mal abends oder nachts für seine Patienten da sein sollte, wusste sie, doch es war ganz schön, von dem Magier zu hören, dass die schönen Momente dazwischen genauso wichtig waren. Hoffentlich konnte er dies seiner Cousine auch so vermitteln.

„Ich wüsste jetzt auch nicht, wo man ein Kamel erwerben könnte. Martin hätte mit seinen Beziehungen sicher eins organisieren können, doch von Isua aus wahrscheinlich nicht und ob sein Nachfolger einen passenden Händler kennt, weiß ich nicht.“

„Einen Tiergefährten, der mich, sofern er möchte, Tag und Nacht begleitet? Nein, das hat sich bisher nicht ergeben. Allerdings habe ich mich letztes Jahr in eine Stute aus der blauen Pferdeschachtel verliebt und Martin hat sie mir bei unserem Abschied am Orakeltempel geschenkt. Im Frühjahr werde ich sie hier aufs Apothekengelände holen, doch im Winter ist sie bei Ardir besser aufgehoben. Und sie ist wunderschön.“
Die Augen der Elfe strahlten, als sie anfing das Tier zu beschreiben.
„Sie hat ganz dunkles Fell, nur ein paar Flecken sind ein bisschen heller, so zutrauliche wunderschöne große Augen, eine fast unzähmbare schwarze Mähne, dafür ist das längere Fell an den Fesseln weiß. Mit ihr über die Wiesen zu galoppieren ist fantastisch.“
So viele Worte auf einmal hatte der Magier bestimmt noch nicht von seiner Gildenschwester in so kurzer Zeit gehört, doch die Elfe teilte nur ihre tiefe Zuneigung zu dieser Stute mit.


*** Domitia ***

„Das ist das Zwergenviertel…“
antwortete die Heilerin auf Domitias Frage und deutete auf die mit hohen Mauern umzogenen Häuser. Ihrem Tonfall konnte man anhören, dass sie den Stadtteil oder die Bewohner des Stadtteils nicht sehr spannend fand.
„…Umraschkor und daneben das Hafenviertel.“
Krakingen, geprägt von Armut und Leid, hatte ihr vor über drei Jahren als erstes Versteck gedient. Sie hatte sich dort mit gelegentlichen Arbeiten ihre Mahlzeiten erarbeitet und war sonst nicht weiter aufgefallen. Bis es ihr zu eng geworden war und sie sich kurze Zeit später in einer Schatzsuche in den Wäldern Nurus wiedergefunden hatte.

Zusammen mit der Freiin stieg die Waldelfe wieder zurück in den Turm. Sie kochte nochmals das Wasser auf, schenkte kurze Zeit später ihrem Besuch nochmals eine Tasse Tee ein und bot ihr an, diesen im Verkaufsraum zu trinken, während sie ihre Bestellung zusammenrichten würde.
Dabei fragte sie:
„Verratet ihr mir, wo ihr das neue Zuhause für die Gänse suchen wollt?“
Während sie zuhörte holte sie zwei Heiltränke aus einem Regal und ein Gegengift aus einem anderen und stellte alle drei auf die Theke.
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: Do., 21. Feb 2019, 16:24
"Ich werde Askladd um Rat ersuchen." Mit alternativen Mitbürgern war die Freiin in Drachenauge ohnedies nicht bekannt.

"Gänsehaltung bedarf eines Gartens oder Stalles. Askladd bewohnt ein Forsthaus. Forsthäuser sind umgeben von Grünflächen so meine Erinnerung mich nicht trügt. Wie hoch beläuft sich die Aufwendung für die Essenzen?"

Das Schnattern der Gänse drängte Domitia die Tiere eingehend zu betrachten.

"Das unbefleckte Weiß ihrer Federn lässt mich an einen Traum denken. Paladin in strahlender goldener Rüstung auf einem weißen Pferde sitzend. Werte Shikra, sahet Ihr in der Blauen Pferdeschachtel je einen Milch-Schimmel stehen? In Kaleon werden diese Tiere Karster genannt, ein spätreifes Pferd mit lebhaftem Temperament und von hohem Maß an körperlicher und mentaler Stärke", schwärmte die Freiin von ihrem Wunschpferd.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Sa., 23. Feb 2019, 21:01
„Das ist eine wunderbare Idee, bei Askladd werden sich die beiden bestimmt wohlfühlen.“
Als sie Domitias nächste Frage hörte, wollte sie ihr schon erwidern, dass es gar nicht aufwendig war, Heiltränke herzustellen. Vielleicht brauchte es ein wenig Übung, doch dann ging es recht einfach. Rechtzeitig bemerkte sie jedoch, dass die Priesterin nur den Preis erfragt hatte.
„Ach so ja, das sind bitte 60 GM für die drei Phiolen.“

Interessiert hörte sich die Waldelfe den Traum der Besucherin an. Sie erzählte von Paladin und einem wunderschönen Reittier. Domitia kam richtig ins Schwärmen und auch Shikras Augen leuchteten vor Begeisterung für ein solch schönes Tier. Und doch schüttelte sie leicht den Kopf, als die Priesterin endete.
„Ein Pferd mit solcher Fellfarbe und solchen Eigenschaften ist mir dort noch nicht aufgefallen, was allerdings nicht viel heißen mag, denn das Gelände ist groß und es ist sicherlich möglich, dass der Züchter sich um ein spezielles Tier umsieht.“
Martin hätte das sicher gemacht, um zu zeigen, wie gut er in Adelskreisen etabliert war und Ardir würde sich sicher ebenfalls bei Kollegen umhören.

"Wir können uns gerne einmal zusammen in der blauen Schachtel umsehen, wenn ihr wollt, werte Domitia."
Denn gegen einen Besuch in besagtem Zuchtstall hatte die junge Elfe nichts einzuwenden, im Gegenteil, sie besuchte ihn gerne.


für die Apotheke
- 2 kleine Heiltränke
- 1 Gegengift
Autor: Domitia di Asturien Datum/Zeit: Di., 26. Feb 2019, 10:32
"Auf Euer reizvolles Offert, dem Zuchtstall gemeinschaftlich mit Euch die Aufwartung zu machen, komme ich bei nächst bietendem Anlass nach. Indes, nicht zu dieser Stunde. So Ihr nichts einzuwenden habt, ist mir daran gelegen umgehend aufzubrechen um Askladd aufzusuchen. Unseren tierischen Freunden möge allsbald die Freiheit geschenkt werden."

Domitia übergab Shikra die Goldmünzen und bereitete sich zum Aufbruch. "Werte Shikra, seid bedankt für die Einladung. Es war ein höchst vergnüglicher Nachmittag. Möge Paladin Eure Hand über Euch halten."

-60 GM
+2 kleine Heiltränke, +1 Gegengift
Autor: Suffix Datum/Zeit: Di., 26. Feb 2019, 13:02
War es Magie, war es Scharlatanerie, was auch immer es war. Vor seiner Hütte lag es:

Herr Baron von Neu-Fliederen Ihr werdet gebraucht, übler Dunst überall, überall.

Wie kam das nach Neu-Fliederen in den Dschungel, jemand hatte es hierher gebracht, aber es nicht für nötig befunden ihm weitere Einzelheiten auszuführen. „Das ist wieder typisch …“ kommentierte er den Fund. Doch die Botschaft ließ ihn nicht mehr los.

Der riesige, massige Thorrk baute an seiner Zapfenpyramide [man stelle sich eine Bierdeckelpyramide vor], wozu er ein ganz eigenes Verfahren entwickelt hatte. Das konnte man vielleicht auch später für den Gebäudebau heranziehen. Jedenfalls war er beschäftigt, weil das Konstrukt immer auf der dritten Ebene kollabierte und zusammenfiel. Miesmutig grunzend begann dann der Bergtroll stets auf’s Neue.

Und neues gab es auch von Amote. Der Krieger hat ihn so lange gelöchert, dass er ihm Lesen und Schreiben beibringen soll.

Das geschlängelte Schlangen ‚S‘ war der Einstieg (das war kein Zufall), danach hatte er ihm den Stab ‚I‘ beigebracht, gefolgt vom halben Viereck, das bei uns das ‚L‘ war und der gedrehte Rechen, das ‚E‘. Als nächstes hatte Herr von Muesig die Astgabel, das ‚Y‘ vorbereitet. Das musste vielleicht jetzt warten. Man hätte es ahnen können. Dem Adelige wurde mit den Tagen immer nervöser und ruheloser, bis er es nicht mehr aushielt. Vivienne, der nicht entgangen war, dass Herr von Muesig beim abendlichen Einschlafritual kaum bei der Sache war, hatte ihm deutlich gesagt, dass wenn er glaube eine Luftveränderung zu brauchen, dann sollte er es tun, anstatt übellaunig über alles und jeden meckern.
Einmal mehr stellte er fest, dass die Priesterin eine kluge Frau war und am nächsten Morgen, war die Sache klar. Und es kam wie es kommen musste, Amote stand plötzlich vor ihm. „Haben Geschreiben getun …“ radebrechte er in seiner betont charmanten Art und hielt Martin eine Rolle hin. Der fragte nur: „Die Waldelfe?“ obwohl er die Antwort kannte und das stumme, etwas verschämte Nicken, bestätigte seine Annahme.

Als der Jaguarkrieger außer Seh- und Reichweite war, machte er die Rolle auf:
I__  LE__E S___EI_E_ , _EI_E LIE_E

Martin von Muesig lächelte, die sauber Ausführung der einzelnen Zeichen konnte nicht darüber hinwegtrösten, dass man aus diesem Buchstabensalat nichts herauslesen würde können. Trotzdem würde er im Brustton der Überzeugung beteuern, dass er den Inhalt noch nicht zu Gesicht bekommen hatte. Shikra würde es ihm schon abnehmen, hoffte er zumindest.

Und so war er wieder dort, wo er lange Zeit als Züchter und Besitzer der Blauen Schachtel, aber das war schon so lange her - Drachenauge.

Und jetzt stand er auch vor dem Gebäude, in landestypischer Erscheinung, das sein Ziel war: die Apotheke Drachenauges. ‚Quelle der Heilung‘ hieß sie, hörte sich nicht schlecht an, für seinen Geschmack.

Ob sich die Waldelfe verändert hatte? Ob sie noch immer so war, wie sie gewesen war? Antworten auf diese Fragen und auf viele weitere würden sich umgehend einstellen.

Ohne zu zögern betrat er den Turm. „Draußen vom Dschungel komm ich her …“ tat er launig kund.




Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 27. Feb 2019, 00:43
*** Domitia ***

„Ich möchte die Gänse nicht von ihrem neuen Zuhause abhalten. Richtet bitte liebe Grüße an Askladd aus.“
Shikra deutete eine Verbeugung an, lächelte und bedankte sich für die Goldmünzen, ehe sie sie in die Kasse legte.
Die Apothekerin begleitete ihren Besuch zur Türe und verabschiedete sich herzlich von der Priesterin:
„Ich sage Dankeschön für den netten Besuch, werte Domitia. Es war mir eine große Freude mit euch die Päckchen zu öffnen. Kommt gut am Forsthaus an. Auf Wiedersehen.“

Sie blickte der Paladinpriesterin noch hinterher, bis sie die Umzäunung des Apothekengeländes passiert hatte, dann schloss sie mit einem letzten Blick auf die verschneite Wiese die schwere Eingangstüre.


für die Apotheke
+ 60 GM



*** der Herr von Muesig, kurz vor dem Abenteuer ‚Miasma‘ ***

Shikra stand gerade in ihrer Tränkeküche und füllte Hustensaft ab. In den letzten Tagen waren vermehrt Kranke in ihrer Apotheke aufgetaucht, die danach verlangt hatten. Zusammen mit Fieber und Hautauschlägen machte gerade eine ungewöhnlich große und heftige Erkältungswelle die Runde in den ärmeren Stadtvierten der Hauptstadt; teilweise hatten die Kunden sehr hohes Fieber, teilweise klagten sie über extreme Schwäche.

Die Türe zum Verkaufsraum stand offen, denn auch wenn die Apotheke im Moment nicht offiziell geöffnet hatte, verirrten sich zurzeit genug Patienten zu den unmöglichsten Zeiten in die Apotheke.
Und es kam, wie es kommen musste. Die Heilerin hatte noch nicht einmal die Hälfte abgefüllt, da hörte sie die schwere Eingangstüre gehen. Mit einem Seufzen stellte sie die Glasflasche ab und lief in den Verkaufsraum.

Zuerst hörte sie seine Stimme, dann sah und erkannte sie ihn. Die Müdigkeit war wie weggeblasen, als sie ihm entgegeneilte und dann glücklich umarmte.
„Martin, das ist ja eine Überraschung. Wie schön dich zu sehen. Was machst du denn hier in Drachenauge? Wie geht es den Kleinen und wie geht es Thorrk? Und hast du etwas von Amote gehört?
Oh bitte entschuldige, du bist noch keine Minute da und ich löchere dich schon mit Fragen.“

Die Heilerin deutete auf ein Tischchen in einer Nische, um den ein paar Stühle gruppiert waren.
„Möchtest du dich erstmal setzen und etwas trinken? Tee, Saft, Bier?“
Wobei sie gedanklich alles mit Flieder von der Getränkekarte strich.
Autor: Suffix Datum/Zeit: Mi., 27. Feb 2019, 10:30
Die gute Shikra…jedwede Sorge, sie könnte sich ihm gegenüber reserviert zeigen, war völlig unbegründet. Natürlich erwiderte er die innige Umarmung und nachdem sie sich voneinander gelöst hatten, sie ihren ganzen Fragenkatalog abgeschossen hatte, sah er sie von oben bis unten an und merkte an: „Du siehst fantastisch aus, glaub mir, ich kann das beurteilen, das Leben als Heilerin scheint Dir zu bekommen. Ich freu mich wahnsinnig, Dich wieder sehen. Ich habe Dir so viel zu erzählen, wir sind inzwischen bei Liulai [6 kommen] und im Amazonenlager war erst zur Mittsommerwende das alljährliche großes Erstnachtsfest und erfahrungsgemäß….aber da brauche ich Dir nichts erzählen. Ja, wir sollten Platz… “ er schlug den Weg zu den Stühlen ein, auf die Shikra gedeutet hatte.
Ja, Tee…immer…ich habe extra ein paar trockene Fliederblütenblätter…ganz große Ernte …“ Er platzierte einen ganzen Schwung vor der Apothekerin. Shikra setzte Wasser auf und der Adelige erzählte weiter.
"Die Kleinen entwickeln sich prächtig, ich habe mit den Priesterinnen zusqammen Übungen entwickelt, wir ernähren sie, pflegen sie im Krankheitsfalle und versuchen so gut es eben geht ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Nun, manchmal scheitern wir aber auch mit unserer Fürsorge " er dachte an die beiden Jungen, die trotz aller Warnungen sich nicht abhalten hatten lassen ins Amazonenlager zurückzukehren. Martin von Muesig hatte  nie wieder etwas von ihnen gehört.

Thorrk ist sensationell, er hat eine neue Gebäudeform entwickelt…die laufen nach oben hin spitz zu und das hat viel Vorteile, wir haben dafür noch keinen Namen…wie wir sie verwenden können muss man sehen, weil es ist innen drin schon sehr finster, weil keine Öffnungen, außer dem Eingang…uiiiii, das duftet, herrlich .“ Er lag wieder in der Luft - der typische Fliederduft.

Ach ja, was mich hierher…schau, das lag an einem Tag vor unserer Tür …“ er zog das Schriftteil hervor „sieh selbst…ich wusste nicht…ich habe lange hin und her überlegt…und hier bin ich jetzt.
Herr Baron von Neu-Fliederen Ihr werdet gebraucht, übler Dunst überall, überall .

Kannst Du Dir darauf einen Reim machen? Und da habe ich dann noch was “ und ja, er lächelte…“Amote hat mich so lange getriezt, dass ich ihm Lesen und Schreiben…und wie es scheint …“ die Rolle, die jetzt tatsächlich wieder ungeöffnet aussah, wechselte in die Hände von Shikra. „Momentan sind wir bei der Astgabel, er ist sehr wissbegierig und begreift sehr schnell. Und …“ da wurde der Baron wieder ernster „..er hat Dich nicht vergessen und es benötigte Elfenzungen ihn davon abzuhalten mitzukommen, als klar  wurde, dass ich nach Drachenauge reisen werde. Aber auch Du weißt, dass für Dschungelmenschen die Willkommenskultur sehr abgenommen hat, nach einigen Vorfällen und gewisse vorurteilsvollen Kreisen, die es mit dem Wahrheitsgehalt nicht besonders ernst meinen, dafür umso lauter schreien…“ was leider wirklich vollkommen der Wahrheit entsprach. Fremde wurden seit einiger Zeit als Eindringlinge gesehen und als solche miserabel behandelt.

Nein, Du kannst mich nicht den ganzen köstlichen Tee alleine genießen lassen, komm da …“ er goss auch seiner Gastgeberin etwas ein. „Aber jetzt bist Du an der Reihe…ich lausche “ und er war tatsächlich neugierig und gespannt was seine Freundin ihm zu erzählen hatte.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 28. Feb 2019, 10:10
*** der Herr von Muesig ***

„Danke, ich fühle mich hier auch ziemlich wohl“
antwortete sie auf sein Kompliment und eine Spur von Röte, die sich aber auch recht schnell wieder verflüchtigte, zeigte sich auf ihren Wangen dank des lieben Kompliments.
Sie setzten sich und Shikra lauschte gebannt seinem Bericht über die Kinderversorgung. Es hörte sich fantastisch an. Martin schien richtig ins Schwärmen zu kommen und die Elfe freute sich für ihn, dass es so wunderbar klappte, von kleinen Misserfolgen abgesehen, die leider zum Leben dazugehörten.
Als er das Erstnachtsfest ansprach musste die junge Heilerin grinsen. Natürlich wusste sie, worauf er anspielte und leicht schüttelte sie den Kopf. Er konnte es ja doch nicht ganz lassen, doch übel nahm sie ihm das schon lange nicht mehr.

Er lag wieder in der Luft – der typische Fliederduft.
ganz große Ernte – na toll.

Shikra hatte es nicht geschafft, ihn davon abzuhalten Fliedertee aufzusetzen – sie hatte es allerdings auch nicht ernsthaft versucht, sie hätte sowieso keine Chance gehabt. Sie richtete sich für ihre Tasse eine Kräutermischung her, versäumte es allerdings ihn aufzubrühen, denn der Bericht des Barons war einfach zu spannend.

Als der Baron von Thorrk und seinen neuen Häusern erzählte, musste die Waldelfe herzlich lachen. Es war so schön, wie der ehemalige Pferdezüchter es schaffte, auch einen Felsentroll in seine neue Heimat zu integrieren.

Als Martin ihr das seltsame Stück Papier zeigte, das bei ihm vor die Türe gelegt worden war, wurde ihr heiteres Gesicht ernst.
„Wer hat den weiten Weg nach Isua auf sich genommen, um dir so einen Zettel vors Haus zu legen?“
Doch das Thema konnte sie erst einmal nicht weiter verfolgen, denn der Züchter lenkte das Gespräch auf Amote und davon ließ sich die Apothekerin sehr gerne ablenken.
„Er lernt schreiben? Und lesen? Von dir?“
Fast ehrfüchtig öffnete sie die Papierrolle. Sie blickte über die einzelnen Buchstaben, lächelte, strahlte, weinte. Der Jaguarkrieger hatte sie nicht vergessen, er dachte anscheinend noch sehr oft an sie, so oft, dass er sogar schreiben lernen wollte, um ihr einen Brief zu verfassen.
Es tat ihr ehrlich leid, dass sie ihn noch nicht besucht hatte, seit sie damals aus Isua zurückgekehrt war. Das musste sie dringend nachholen.

Mit feuchten Augen reagierte sie auf Martins offensichtliche mühsame Versuche den Schattenkrieger davon abzuhalten mit nach Drachenauge zu kommen.
„Er wollte mit? Natürlich wollte er! Ich lasse ihn ja auch viel zu lange im Dschungel warten…“
Sorgfältig rollte sie das Papier zusammen und legte es ganz vorsichtig, als ob es ein mächtiger Schatz wäre, am Rand des Tisches ab.
„Aber du hast Recht, in der Hauptstadt wäre er nicht gut aufgenommen worden. Zudem sind im  Moment hier sehr viele Menschen krank; nicht dass er sich noch ansteckt.“
Denn ein Immunsystem eines Jaguarkriegers wäre wohl mit den Krankheitserregern einer Großstadt mehr als herausgefordert.
„Oh das wäre doch nicht nötig gew…“
Sie war nicht schnell genug gewesen und nun schwamm eine leicht lilafarbene Flüssigkeit mit intensiv blumigen Aromen in ihrer Teetasche.
„ähm ja danke.“

„Tja was soll ich groß erzählen? Hier in Drachenauge geht das Leben ganz normal weiter. Meine Nachbarin hilft hier ab und zu aus. Ich bin immer mal wieder am Hohenturm und lese und lerne dort recht viel. Deine Papiere habe ich abgegeben. Ardir lässt es langsam angehen, aber ich denke er macht seine Sache ganz gut.“
Dabei lächelte sie wieder. Es war ein sehr schöner Besuch bei dem Halbelfen gewesen, bis die Haushälterin dazwischen gefunkt hatte. Doch das musste sie dem Baron nicht hier und heute erzählen.

„Und natürlich besuche ich ganz fleißig deine – also meine Stute. Im Frühjahr darf sie dann hierher kommen. Der Garten draußen ist groß, da wird sie sich sicherlich wohlfühlen.“
Dabei strahlte sie, wie immer, wenn sie in der Nähe der wunderbaren Stute war, oder von ihr sprach. Doch dann sie wieder auf den Zettel vor seiner Türe und ihre Arbeit zu sprechen.


„Und im Moment gibt es hier für Heiler sehr viel zu tun. Viele Fälle mit starkem Husten, Fieber und extremer Schwäche. Zuerst dachte ich an eine starke Erkältungswelle, doch irgendwie scheint es schwerwiegender und ansteckender. Bei den so gut informierten Klatschweibern wird es schon Seuche bezeichnet und sie finden jeden Tag noch seltsamere Namen dafür. Vielleicht bezieht sich die Notiz, die du gefunden hast ja darauf? Aber wieso nur eine merkwürdige kurze Nachricht?“

Gedankenverloren griff sie nach der Teetasse und nahm einen tiefen Schluck. Dann schaute sie ihren Besuch fragend an. Was er wohl von der ganzen Sache halten würde?
„Hast du einen Anhaltspunkt, wo du nach dem Schreiber der Nachricht suchen willst?“
Autor: Suffix Datum/Zeit: Do., 28. Feb 2019, 14:38
Shikra schien ehrlich überwältigt von Fülle und Gehalt seiner Erzählung. Und dabei entsprach alles der Wahrheit, er hatte nichts übertrieben oder aufgeblasen.

Sogar der Tee schmeckte ihr, aber das hatte er nicht anders erwartet.

Und hörte er da gewisse Sympathie für Ardir heraus. Ja, schon, das Pferd wurde mit mehr Worten gewürdigt, aber Martin Herr von Muesig schien etwas zu spüren. Aber kein Wort verlor er. Fast kein Wort: „Ja, Ardir ist ein Prachtkerl “ legte er sich fest.
Das musste die Elfe schon alleine ausstehen. Einen bis über beide Ohren verliebten Schattenkrieger gab es auch noch. Und dass sie diesen auch nicht vergessen hatte, war offensichtlich. Und ihre Sorge war wohl mehr als bloße unverbrüchliche Berufsauffassung.

Darüber bin ich mehr als eine Nacht wach gelegen “ attestierte er der Apothekerin ihre richtige Fragestellung. „Das ist kein Zuckerschlecken, da im Urwald und dann die paar Worte, eine dürre, geheimnisvolle Nachricht. Aber vielleicht war es genau das, womit man meine Neugierde wecken wollte .“ legt er eine Mutmaßung an den Tag.

Die Heilerin schilderte, was ihr Beruf alles mit sich brachte und noch konnte der Züchter keinen Zusammenhang erkennen, auch der Hinweis setzte da bei ihm nichts in Gang. „Ich beneide Dich nicht, da kommen bestimmt auch viele des nachts, an Festtagen, an Tagen, wo man selbst Erholung benötigen würden und erbitten Hilfe, die Du unleicht abschlagen kannst “ Muesig, der mit Berufen so seine lieb Not hatte, sie richtig zu verstehen, nötigte diese Tätigkeit tatsächlich Respekt ab.

Ja, wo anfangen? Meine Adelskollegen möchte ich da eher…und seit ich mich anderen sinnvolleren Tätigkeiten, als einen filzigen Ball mit einem Prügel über ein Netz zu wuchten, beschäftige, fürchte ich, habe ich für genug schlechte Nachrichten gesorgt[, was auch die Beinträchtigung meines Geisteszustand einschließen wird/i] .“
Er dachte wirklich angestrengt nach, noch völlig Gedanken verloren, goss er Tee nach.

„[i]Vielleicht der Statthalter, aber die offizielle Politik hinkt meistens den Ereignissen hinterher. Ich müsste vielleicht ein paar Tage…womit sich die Quartierfrage stellt
“. Sein Sohn kam überhaupt nicht in Frage. Das Gasthaus? Ein viel zu betratschter Ort, da würde man sofort wissen, dass er wieder da war und das wollte er zumindest im Moment unter allen Umständen vermeiden.
Gibt es am Ortsrand oder etwas außerhalb Drachenauges vielleicht einen Beherbergungsbetrieb, ich brauch nicht viel, ein Strohbett, wenn möglich wanzenfrei, ein Kissen und eine flohlose Decke ."

Komm, drink, er wird sonst ganz kalt …“ ermunterte er Shikra - mit einem Lächeln und einer Überzeugungskrfat, die einen einzelnen Eiswürfel zum Schmelzen bringen könnte.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Fr., 01. Mär 2019, 12:14
„Ach die nächtliche Inanspruchnahme hält sich in Grenzen und ich komme ganz gut mit wenig Schlaf zurecht. Und die meisten Bewohner halten sich ja ganz brav an die vorgegeben Zeiten.“
Dabei lachte sie und machte eine fast schon wegwerfende Handbewegung, die zeigte, dass es ihr wirklich nichts ausmachte, wenn sie ein oder zwei Mal in der Woche spätabends oder in den sehr frühen Morgenstunden zum Helfen geweckt wurde.

Dann lauschte sie seinem unausgereiften Plan für die Suche nach dem Verfasser der Nachricht. Eine gesunde Selbsteinschätzung hatte zumindest und wahrscheinlich konnte er seine Adelskollegen ebenfalls gut einordnen.
Als er nach einer kleinen Übernachtungsmöglichkeit fragte, war die junge Apothekerin einerseits erstaunt, mit wie wenig Luxus der Baron zurechtkam, andererseits wollte sie es sich nicht nehmen lassen, dem Freund eines ihrer Gästezimmer anzubieten.
Sie grinste ihn an und sagte:
„Tut mir leid, Herbergen im Umland kenne ich nicht, aber ich kenne zwei ganz nette Zimmer und gar nicht weit von hier, nur einmal die Treppe hinauf.“
Sie ließ ihm einen Moment, um die Worte zu begreifen, doch ihr Grinsen wurde dabei immer breiter.
„Ich würde mich freuen, wenn du die Tage hier wohnen würdest.“

Und zur Bekräftigung dieser Worte nahm sie nochmals einen großen Schluck des fliederlichen Tees.


Später zeigte sie ihm die Zimmer. Durch das Arbeitszimmer ging es in den ersten Stock, wo zwei Türen zu besagten Zimmern führten. Die Einrichtung war überschaubar – ein Bett, ein Stuhl, ein Tischchen mit Wasserschale – und doch hatte sich jemand die Mühe gemacht, die Übernachtungsmöglichkeit ganz gemütlich einzurichten; mit dezent farbigen Stoffen und ein paar grünen Zweigen.
„Abendessen gibt es im dritten Stock, Frühstück stelle ich dir dann vor die Türe, dann kannst du ausschlafen. Unten in der Tränkeküche gibt es eine zweite Tür, dann musst du nicht unbedingt durch den Verkaufsraum. Kann ich dir noch etwas Gutes tun, oder passt erst mal alles soweit?“


…und weiter geht’s dann langsam im Abenteuer „Miasma“…
Autor: Suffix Datum/Zeit: Fr., 01. Mär 2019, 15:12
Damit hatte er nicht gerechnet. „Ich?…Hier ?“ fragte erst ungläubig und umarmte sie dann herzlich, wobei er achtgab, den köstlichen Tee nicht umzustoßen. „Es tut gut, Freunde in Quartiersnot zu haben. Ich nehme das Angebot nur zu gerne an .“ Es stimmte schon, er würde einige Tage hier zubringen müssen.

Danach folgte er ihr, um die Zimmer in Augenschein zu nehmen und war angenehm überrascht, wie man Schlichtheit so gemütlich aussehen lassen konnte. Er streifte mit den Finger über die grünen Zweige und ließ sich auf den Stuhl fallen, während er ihren weiteren Ausführungen lauschte. „Alles verstanden, das passt ganz hervorragend. Alles .“

Als sie bereits hinausgehen wollte rief er: „Halt. So kannst Du nicht gehen! “ Er grinste, erhob sich aus dem Stuhl und steuerte direkt auf sie zu. „Ich möchte… Du hast da eine getrocknete Fliederblüte ihm Haar. Entschuldige… .“ zupfte es heraus und zeigte es ihr. „Kein Jahrmarkttrick! Und…aufrichtig, Danke !“ Wenn er sie jetzt nicht verblüfft hatte, dann würde er es nie mehr schaffen. Er musste immer noch grinsen, als sie längst das Zimmer verlassen hatte.
Autor: Christian Datum/Zeit: Sa., 02. Mär 2019, 13:12
Über den Nachfolger des Herrn von Muesig in der blauen Pferdeschachtel hatte er bis jetzt nicht viel gehört, daher sollte er vielleicht doch mal wieder dort vorbeischauen. Shikra hatte keinen ständigen Tiergefährten, allerdings bereits eine Stute auserkoren, welche ihr ab Frühling Gesellschaft leisten würde. Ja, selbst der Magier konnte heraushören, wie sehr sich seine Gildenschwester in das Tier verguckt hatte.

Das hört sich wirklich toll an, Shikra. Ich wünsche euch beiden viele schöne gemeinsame Ausritte. Vielleicht auch einige davon mit Domitia und mir.

Allerdings brauchte seine Base dafür eben erstmal ein ihr genehmes Reittier. Allerdings wollte sie hier bestimmt als Neuanfang eher auf eigenen Beinen stehen, als sich immer auf ihre Familie verlassen zu müssen, solange es nicht um Leben und Tod ging. Mittlerweile hatte sich auch sein Becher geleert, so war dann doch einmal Zeit, wieder aufzubrechen.

So, ich denke jetzt sollte ich wirklich los, vielen Dank für deine Gastfreundschaft.

Er hatte sich bereits von seinem Platz erhoben und zögerte kurz, doch dann ging er um den Tisch herum,  bis er vor der Waldelfe stand. Wieder ein kurzes Zögern, doch dann fasste er sich ein Herz und umarmte die Heilerin kurz

Bis zum nächsten Mal, Shikra.

Hoffentlich hatte sie sich noch nicht allzusehr an die Gepflogenheiten der Menschen in der Hauptstadt gewöhnt, denn bei den Waldelfen war es ja üblich, nahe stehenden Personen so zu begrüßen oder zu verabschieden und die Waldelfe zählte für ihn mittlerweile dazu.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 05. Mär 2019, 19:29
*** der Herr von Muesig ***

Verwundert drehte sie sich noch einmal um, als sie das Zimmer schon fast verlassen hatte. Wie konnte sie nicht gehen? Was meinte er denn jetzt schon wieder?
Sie erwiderte sein Grinsen mit einem Lächeln, dennoch blieb ein fragender Blick.
„Ja…?“
Er zauberte eine Fliederblüte aus ihrem Haar und mit einer Mischung aus Verwunderung und Überforderung blickte sie die kleinen lilafarbenen Blüten in ihrer Hand an. Wie hatte er das angestellt, sie war sich sicher, dass sie den getrockneten Blüten unten im Verkaufsraum nicht zu nahe gekommen war.

Zumindest lächelte sie wieder, wenn gleich sie sich immer noch nicht erklären konnte, woher diese Blüte gekommen war.
„Gerne Martin… und dankeschön!“
Behutsam trug sie die Blüte in den dritten Stock, legte diese vorsichtig auf ein Regal und strahlte dabei über das ganze Gesicht.


*** Christian ***

„Das wäre wunderbar.“
Die junge Waldelfe strahlte bei der Vorstellung zusammen mit ihrem Gildenbruder und seiner Cousine auszureiten. Das würden bestimmt sehr vergnügliche  Stunden werden. Man konnte Shikra ansehen, dass sie am liebsten gleich zum Zuchtstall gelaufen wäre, um ihre Stute für den Ausritt vorzubereiten.

Die junge Heilerin nickte verständig, als der Magier von seinem Aufbruch sprach. Er wollte ja noch bei der Kathedrale vorbeischauen.
Shikra war ebenfalls aufgestanden, um mit Christian zur Eingangstüre zu gehen, da kam der Magier auf sie zu und blieb vor ihr stehen.
Dann nahm er sie kurz in die Arme.

Sie wusste, wie gerne Menschen ein wenig körperliche Distanz wahrten. Sie wusste, dass es sich für eine Schülerin nicht gehörte, dem Leiter der Gilde um den Hals zu fallen. Sie wusste, dass es meist eine freundschaftliche Basis brauchte, um sich mit einer Umarmung zu begrüßen oder zu verabschieden.

Daher erwiderte sie nur all zu gerne seine Umarmung.
„Auf Wiedersehen, Christian.“
Autor: Christian Datum/Zeit: Di., 09. Apr 2019, 21:38
Mit einem Buch betrat der Magier des Hohenturms den Apothekenturm seiner Gildenschwester. In waldelfischen Runen, die in seinen Augen eher wie Verzierungen aussahen, stand auf dessen Einband der Titel "Liedersammlung der Waldelfen" geschrieben. Wer, wenn nicht eine Waldelfe, würde ihm den Inhalt dieses Buches besser näherbringen können und vielleicht so auch ihre Sprache.

Shikra? Hast du etwas Zeit?

Falls sie natürlich alle Hände voll zu tun hatte, sollte er sich wohl einen besseren Zeitpunkt dafür suchen, aber nachdem die Kinder wieder von seinem Schiff in ihr Heim umgezogen waren, hatte er zumindest kurz auf dem Wasserfahrzeug nach dem Rechten schauen wollen und war daher ohnehin in der Hauptstadt.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 11. Apr 2019, 08:20
Es war ruhig in der Apotheke, fast ein wenig zu ruhig. Allerdings war es, nach der furchtbaren Seuche, die vor wenigen Tagen noch in der Hauptstadt gewütet hatte, eine willkommene Abwechslung.
Shikra hatte das Gemüse- und Kräuterbeet in Ordnung gebracht und war selbst erst vor wenigen Minuten wieder in den Turm zurück gegangen, um die Erde abzuwaschen und sich etwas zu Essen zu kochen.

Doch bevor sie in den dritten Stock laufen konnte, hörte sie die Eingangstüre und schaute nach, wer da gekommen war und wie sie helfen konnte.
Als sie erkannte, dass es sich bei ihrem Besuch um ihren Gildenbruder handelte, schaute sie vorsichtig nach links und rechts, ob sie alleine waren, dann umarmte sie ihn zur Begrüßung.

"Das ist ja eine schöne Überraschung. Natürlich habe ich ein wenig Zeit."
Für den erfahrenen Hohentürmler würde sie sich wohl unter vielen Umständen Zeit nehmen.
"Willst du... willst du mit hochkommen? Ich wollte gerade Essen und wenn du auch Lust hast, bist du gerne eingeladen."
Autor: Christian Datum/Zeit: Do., 11. Apr 2019, 22:54
Seine Gildenschwester umarmte ihn, so erwiderte er dies nur zu gerne. Tatsächlich gab Shikra an, dass sie etwas Zeit hätte, allerdings erwähnte sie auch, dass sie gerade Essen wollte, auch wenn sie leicht zu zögern schien, ihn nach oben einzuladen. Stimmt, viel gegessen hatte er heute noch nicht, so nickte der Magier sachte mit seinem üblichen Lächeln, nachdem sie sich wieder voneinander gelöst hatten.

Oh, gerne esse ich mit dir. Und vielleicht können wir danach etwas aus diesem Buch singen, auch wenn mein Waldelfisch bestenfalls miserabel zu nennen ist, obwohl ich bereits so viele Jahre unter ihnen lebe.

Es nagte doch etwas an ihm, dass es ihm scheinbar so schwer fiel, diese melodiöse Sprache zu erlernen.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 15. Apr 2019, 23:15
Als der Magier der Einladung zusagte, strahlte die junge Apothekerin.
Shikra war sich nicht so sicher gewesen, ob der Magier Lust hatte bei ihr zu Essen und umso mehr freute sie sich über seine Zusage. Lächelnd antwortete sie ihm:
„Gut, dann zeige ich dir den Weg nach oben.“
Und etwas überrascht von seinem Anliegen sprach sie mit einem fragenden Blick auf das Buch weiter:
„Etwas singen? Auf waldelfisch? Ja klar, das können wir gerne machen. Und so schwer ist die Sprache auch nicht mit etwas Übung.“
Doch so recht überzeugt klangen ihre Worte dabei wahrscheinlich nicht. Der ein oder andere Freund aus vergangenen Zeiten wollte schon von ihr ein paar Wörter aus ihrer Muttersprache lernen, doch viel Erfolg hatten sie dabei nicht gehabt.
Doch erst einmal führte sie ihren Gildenbruder durch die Tränkeküche die Treppe hoch, über den ersten Stock mit seinen Gästezimmern und über den zweiten Stock mit dem leerstehenden Krankensaal in eine nett eingerichtete Wohnung im dritten Stock.

Während es sich Christian schon am Esstisch gemütlich machen durfte, richtete die Elfe Brot, Käse, Gemüse und Ost her. Als Kochen konnte man das nicht wirklich bezeichnen, aber lecker war die Auswahl allemal.
Sie setzte sich zu dem Magier und schaute sich neugierig nach dem Buch um, dass ihr Gast mitgebracht hatte.
„Liedersammlung der Waldelfen? Ich wusste gar nicht, dass es ein solches Werk gibt.“
Fast ehrfürchtig fuhr sie mit dem Finger die Runen, die den Titel repräsentierten nach. Sie hatte schon längere Zeit mehr keinen Text in der ihr so vertrauten Schrift gelesen.
„Kannst du die Runen lesen?“
Autor: Christian Datum/Zeit: Fr., 19. Apr 2019, 09:47
Die Heilerin ging auf sein Anliegen bezüglich des Buches ein, führte ihn aber erst einmal nach oben, Gästezimmer und Krankensaal links liegen lassend. Doch statt einen Topf über einer Feuerstelle zu platzieren, stellte sie Brot, Käse, Gemüse und Obst auf den Tisch. Fehlten nur noch Nüsse und Wildfleisch für ein Mahl nach Waldelfenart, aber sowas hatte sie wohl gerade nicht da. Mit einem leicht schelmisch wirkenden Grinsen kommentierte er die Auswahl.

Sieht aus, als ob die Küche heute kalt bleibt.

Danach schaute sich Shikra das Buch genauer an und fragte, ob er die Runen lesen könne.

Nun, es gibt wohl wirklich nicht viele Bücher, die mit waldelfischen Runen geschrieben wurden. Soweit mit bekannt ist, hat dies hier ein Lichtelf geschrieben, aber aufgrund der Herkunft der Lieder eben waldelfische Runen verwendet. Außer dem Titel kann ich daher auch nicht viel lesen und das auch nur, weil man mir mitgeteilt hat, wie das Buch heißt.

Hoffentlich bereute seine Gildenschwester nicht bereits, dass sie seine Anfrage angenommen hatte.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 19. Apr 2019, 10:33
Vermaledeite Mistviecher. Es wurde höchste Zeit das sie sich einen Bogen baute. Viel zu lange hatte sie die Reise schon aufgeschoben, weil sie die wunderbare Stadt der Elfen nicht verlassen wollte. Doch seit sie in der Kaserne das erste Mal trainiert hatte, war ihr klar geworden wie sehr sie es vermisst hatte zu schießen. Das Gold, das sie brauchte, hatte sie inzwischen längst zusammen gespart und so war Arinna am frühen Morgen endlich aufgebrochen. Doch ihre Reise stand unter keinem guten Stern, denn ein Rudel hungriger Wölfe war über sie hergefallen und sie war ihm nur mit Mühe und Not entkommen. Doch eines der Tiere hatte sie in die Wade gebissen und nun humpelte sie mit schmerzverzerrten Gesicht in die Apotheke.

Hallo? Ist jemand da? Ich bräuchte einen Heiler.

Vielleicht hätte ein einfacher Heitrank auch ausgereicht, doch Arinna kannte sich mit diesen Gebräuen noch nicht sonderlich gut aus. Was, wenn der Wolf die Tollwut gehabt hatte? Was, wenn die Wunde sich entzündete? Dieses Risiko wollte die junge Frau einfach nicht eingehen, daher hatte sie sich dazu entschlossen die Apotheke aufzusuchen und die Wunde fachmännisch versorgen zu lassen. 
Autor: Shikra Datum/Zeit: Fr., 19. Apr 2019, 18:33
*** Christian ***

Auf Christians Hinweis auf die kaltbleibende Küche ging Shikra, bis auf ein freches Lächeln, nicht weiter ein, denn erstens war sie keine große Köchin und zweites würde er die Vorteile einer kalten Brotzeit schon noch bemerken, wenn bei seinen Versuchen ein Wort richtig auszusprechen, keine Suppe vor ihm stand, die kalt werden konnte.
Zu seiner Aussage, dass es fast keine Bücher in der Schrift der Waldelfen meinte sie:
„Und trotzdem lohnt es sich die Runen zu lernen. Alleine schon, weil sie so schön zu schreiben oder malen sind. Aber vielleicht fangen wir doch mit ein paar einfachen Worten an.“
Shikra grinste ihren Gildenbruder an, betonte das Wort ‚einfach‘ und vorsichtig schlug sie das Buch auf und überflog den Text des ersten Lieds: eine malerische Beschreibung eines kleinen Waldsees im Licht der aufgehenden Sonne.

Die junge Hohentürmlerin suchte sich für den Anfang drei kurze Worte heraus, tippe nacheinander auf die Schriftzeichen, die besagte Wörter bildeten, sprach sie erst langsam und deutlich in ihrer Muttersprache und übersetzte sie dann in die für Dragonia allgemein verständlichen Sprache:
sha - die Sonne, tan - der Wald und aha – das Wasser.
Trotz der kurzen Worte konnte man die besondere Melodie der einzelnen Worte, die das Erlernen der Sprache so schwer machte, gut heraushören. Doch wollte der Magier, dass ihn Waldelfen verstehen können, musste er ein Gespür dafür bekommen, wie man mit Tonlage und Betonung die Bedeutung der Vokabeln verändern konnte. Wie schnell konnte aus einer kleinen Pfütze voll Wasser ein ganzer Bach oder der Lauf der Zeit werden.
Shikra nahm sich ein Stückchen Käse, schaute Christian herausfordernd an und sagte:
„Und jetzt du.“


bitte würfeln:
für Sonne und Wald mit xD4, bis du für jedes Wort zweimal eine eins gewürfelt hast
1: der Magier hat das Wort völlig richtig ausgesprochen
2-3: gar nicht schlecht für den Anfang, vielleicht noch bisschen mit der Tonlage oder der Betonung spielen
4: da weiß Shikra nicht, was gemeint ist (und das lässt sich wahlweise an einem überraschten, frech grinsenden oder verwirrtem Gesichtsausdruck ablesen)
für Wasser:
mit xD5, bis du zweimal eine eins gewürfelt hast
1: der Magier hat das Wort völlig richtig ausgesprochen
2-3: gar nicht schlecht für den Anfang, vielleicht noch bisschen mit der Tonlage oder der Betonung spielen
4-5: perfekt ausgesprochen – für eine andere Bedeutung



*** Arinna ***

Die Heilerin stand an der Theke, über eine Niederschrift einer alten Rezeptur gebeugt und summte dabei ein einfaches Lied, an das sie durch das von Christian mitgebrachte Buch und die darauf gefolgte Lehrstunde erinnert worden war.
Das Öffnen der Tür ließ sie aufblicken und schon war sie auf dem Weg die Besucherin zu begrüßen. Ihre Schritte verlangsamten sich kurz, als sie meinte, die Dunkelhaarige erkannt zu haben. Doch da musste sie sich getäuscht haben.
„Herzlich willkommen, ich bin zufällig Heilerin…“
beantwortete die Elfe die Begrüßung, dann wanderte ihr Blick zu dem verletzten Bein und sie beeilte sich zu Arinna aufzuschließen.
„…oh wartet, ich helfe euch.“
Shikra bot ihr den Arm an, führte sie zu einer Sitzgruppe und bat sie, sich hinzusetzen.
„Mit was habt ihr euch denn da angelegt? Sieht nach einem Tierbiss aus. Wenn ihr erlaubt reinige und versorge ich die Wunde.“
Autor: Myriel Datum/Zeit: Sa., 20. Apr 2019, 08:40
Welch ein Glück.

Arinna bemühte sich um ein Lächeln, was Aufgrund der Schmerzen jedoch recht gequält aussah. Dankbar nahm sie Shikras Arm und ließ sich zu einem Stuhl helfen. Mit einem Stöhnen setzte sie sich und zog den Rock des Kleides hoch, das ganz aus hellem, weichem Wildleder gefertigt war, und farbige Nähte besaß. Telora, die elfische Bibliothekarin des Paladintempels in Sha´Nurdra, war so nett gewesen es Arinna so lange zu überlassen, bis sie sich selbst ein neues zweites Gewand zulegen konnte. Die entblösste Wade darunter wies Bissspuren auf, die bluteten.

Ich hatte das Pech einem Wolfsrudel zu begegnen. Ich bin gerannt, so schnell ich konte, war aber nicht schnell genug. Ich hatte noch Glück im Unglück, das eine Patrouille der Stadtwache auf Pferden unterwegs war, sonst hätten mich die Wölfe gewiss zerfleischt. Sie haben mich netterweise auch bis hierher mitgenommen. Und ja, ich wäre Euch sehr dankbar wenn ihr die Wunde versorgen könntet. Ich hatte Angst das ein Heiltrank nicht ausreichend ist um einer Entzündung vorzubeugen. Ist er das denn?

Wenn sie schon eimal an der Quelle saß, konnte sie ihre offenen Fragen vielleicht auch gleich aus der Welt schaffen.

Autsch. Blöde Viecher. Man sollte sie ausrotten.

schimpfte sie vor sich hin. Das Gesicht der Heilerin kam ihr wage bekannt vor, aber ein Name fiel ihr dazu nicht ein. Vielleicht hatte sie sie irgendwann in Sha´Nurdra schon einmal gesehen. Gewiss suchte eine Elfe gelegentlich die Stadt des Lichts auf.     
Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 21. Apr 2019, 09:37
Kurz hatte die Heilerin die Bisswunde genauer betrachtet, dann vernahm sie mit einer Hand vor dem Mund den Reisebericht der fremden Bognerin. Gejagt von einem Rudel Wölfe, bis sich eins dieser Raubtiere in ihrem Bein verbissen hatte. Erleichtert atmete sie auf, als sie hörte, dass Arinna von Reitern gerettet worden war.
„Da habt ihr großes Glück gehabt, dass eine Patrouille von Asarras Einheiten zufällig vorbeikam.“
Shikra entschuldigte sich kurz, verschwand im hinteren Teil des Verkaufsraums durch eine offen stehende Türe und kam wenige Augenblicke später mit einer Schale voller frischem Wasser, Tüchern und einer Wundbinde zurück.

Bevor sich die Apothekerin der Wunde zuwendete, gab sie Arinna ein Glas, das schon am Tisch bereit stand in die Hand und füllte ihr ein paar Schlucke Wasser hinein.  Vorsichtig reinigte sie die Risse, die die Zähne des Wolfs bei der Dunkelhaarigen hinterlassen hatten.
Sie versuchte so behutsam wie möglich dabei vorzugehen, doch sie schaffte es wohl nicht ganz, zumindest fluchte die Bognerin ab und an.
Die Bisswunden hatten aufgehört zu bluten und so hatte die Heilerin einen Moment Zeit, ihrem Besuch die Frage nach einem Heiltrank zu beantworten. Sie setzte sich einfach gleich da, wo sie eben noch vor ihrer Patientin gehockt war, auf den Boden und fing an zu erklären.
„Ein Heiltrank wäre bei diesen Wunden sicher nicht verkehrt gewesen. Er beschleunigt die Heilung, also das Verheilen einer offenen oder tiefer sitzenden Verletzung. Krankheiten oder körperliche Gebrechen kann man damit nicht kurieren. Also sollte man ihn nur bei frischen, sauberen Wunden anwenden. Bei einer starken Entzündung, Eiter oder Dreck in der Wunde wäre ich vorsichtig. Wenn ihr euch bei einer Verletzung nicht sicher seid und genug Zeit ist oder bleibt, würde ich bei einem Heiler vorbeischauen.
Ohje das klang jetzt sehr nach Lehrbuch, bitte entschuldigt.“

Dann nahm sie die Wundbinde in die Hand und wollte schon fast die Wade verbinden, doch sie stoppte in der Bewegung und fragte stattdessen ihren Besuch:
„Wollt ihr sehen, was ein Heiltrank beziehungsweise ein Heilzauber bei einer solchen Bisswunde kann, oder soll ich euch die Wunde ganz klassisch verbinden.“
Dabei grinste sie, am Boden sitzend, Arinna fast schon ein bisschen übermütig an. Zumindest würde ein angewandter Heilzauber den langweiligen Vortrag ein bisschen spannender machen.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 22. Apr 2019, 16:55
Eine von Asarras Eiheiten? Wer ist dieser Asarra?

Arinna blinzelte Shikra verwirrt an. Waren es die Schmerzen, die dafür sorgten das sie nicht mehr ganz klar im Kopf war, oder hatte sie den Namen wirklich noch nie gehört? Ob das der Vorgesetzte der Reiterpatrouille war, die sie gerettet hatte? Es klang zumindest fast so.

Na, wie auch immer, Glück hatte ich auf jeden Fall.

Sie hörte Shikras Erklärungen zum Heiltrank genau zu und nickte dann, zum Zeichen das sie grundlegend begriffen hatte, wie es funktionierte. Bei frischen und sauberen Wunden und ohne Heiler in greifbarer Nähe waren Heiltränke wohl eine äußerst akzeptable Alternative.

Es gibt nichts zu entschuldigen, im Gegenteil, ich danke Euch für die Erklärung. Ich habe schon von Heilzaubern gehört und auch einmal einen gesehen...

sie stockte einen Moment, denn es war die gebrochene Nase des Prinzen gewesen, die sie verursacht und Christian wieder geheilt hatte

... aber ich habe noch nie einen am eigenen Leib gespürt. Das Einzige, was mir bislang mit Magie wiederfahren ist, war das man mich in einen Otter verwandelt hat.

Sie zeigte ein schiefes Lächeln, denn diese Verwandlung hatte gegen ihren Willen stattgefunden und war nicht sehr angenehm gewesen. Sie hatte fast eine Schnecke gefressen. Igitt! Nein, mit Magie wollte die jung Frau vorerst nichts zu tun haben. Mühsam beugte sich Arinna vor und fischte eine Phiole aus ihrer Taschen. Hoffentlich fühlte sich die freundliche Heilerin jetzt nicht in ihrer Ehre gekränkt.

Seid mir nicht böse, aber ich glaube ich würde dann gern einen dieser Tränke ausprobieren. Wenn ich auf Reisen bin kann ich so besser einschätzen ob er so wirkt, wie er es tun sollte. Ich hätte quasi einen Vergleich, wenn man so will, und unter Eurer Aufsicht sollte dabei ja auch nichts schief gehen. 
Autor: Christian Datum/Zeit: Mo., 22. Apr 2019, 17:46
Das Grinsen seiner Gildenschwester zusammen mit der Betonung des Wortes 'einfach' verhieß eher das Gegenteil davon. Aber die Waldelfe schlug das Buch auf, so rückte der Magier näher an sie heran, so dass sein ihr am nächsten befindlicher Arm sie leicht berührte. Allerdings achtete er darauf nicht weiter, sondern sah sich die von ihr ausgewählten Runen an und lauschte ihrer Aussprache.

Ja, bei den Waldelfen hörte es sich immer so einfach an. So räusperte sich der Hohentürmler leicht, bevor er sich am ersten Wort versuchte. Allerdings musste er erstmal seine Stimmbänder daran gewöhnen, weswegen die ersten beiden Versuche die Heilerin erst verwirrt und anschließend frech grinsend dreinblicken ließen. Hoffentlich hatte er da jetzt nicht etwas seltsames von sich gegeben, was ein Außenstehender missverstehen könnte.

Doch danach bekam er das Wort für Sonne recht gut hin, so machte er sich an das Wort für Wald. Der erste Versuch war bereits zufriedenstellend, soweit er die Miene seiner heutigen Lehrerin richtig deutete, nur um beim darauffolgenden Versuch einem überraschten Gesichtsausdruck zu weichen, wahrscheinlich darüber, wie er das Wort jetzt so verhunzen konnte, nachdem er es chon so gut ausgesprochen hatte. Aber der nächste Versuch war wieder besser. Ja, er musste wohl noch in den Fluss kommen.

Was konnte an 'aha' so schwer sein? Nun, vielleicht die Tatsache, dass es gänzlich anders ausgesprochen wurde als der überraschte Ausruf 'Aha!'. Zwar schaffte er es nach drei Versuchen, es für die gesuchte Bedeutung richtig auszusprechen, aber nur, um danach wohl übersetzt eher 'Meer' oder 'Regen' auszusprechen. Danach bekam er es aber doch wieder hin, er musste einfach mehr mit jemandem üben, der ihm gleich sagte, ob es korrekt war. Ein bisschen ironisch waren seine anschließend mit einem schiefen Lächeln versehenen Worte dann doch zu nennen.


Ja, wirklich sehr einfach.

Kurz war er versucht, ihr in die Seite zu knuffen, aber da er sie ja bereits berührte, erhöhte sich lediglich der Druck auf diese Stelle leicht...
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 24. Apr 2019, 00:45
*** Arinna ***

„Asarra ist Hauptmann der Stadtwache und die Leitung der berittenen Einheiten gehört mit zu ihren Aufgaben. Die Amazone ist wirklich gut bei der Ausbildung von Reitpferden.“
schwärmte die junge Heilerin, die schon einmal in den Genuss gekommen war, mit einem von Asarras Trainingspferden und der Amazone ausgeritten zu sein. 

„In einen Otter?...“
Shikra blickte die Bognerin neugierig mit großen Augen an.
„… das klingt spannnend. “
gab sie ihre unqualifizierte Meinung dazu ab, denn sie hatte sich natürlich keine Gedanken darüber gemacht, dass man sich im Körper eines Tieres ebenfalls mit den Instinkten desselben auseinandersetzen musste.
„Seid ihr dann auch geschwommen? Das muss fantastisch sein, durch Flüsse und Seen zu gleiten und dabei keine Angst vor dem Ertrinken haben zu müssen.“
Zumindest ein Lächeln von Arinna zeigte der Waldelfe, dass die Dunkelhaarige dabei Spaß gehabt hatte.

„Wie kann ich euch da böse sein? Wenn ihr einen Heiltrank ausprobieren und dafür opfern wollt, dann nur zu. Allerdings bin ich mir sicher, dass bei der Anwendung nichts schief gehen wird, ob ich anwesend bin oder nicht.“
Ein Lächeln und ein gespieltes Schulterzucken zeigten nur allzu deutlich, dass es Shikra ihrer Besucherin keinesfalls übel nahm, dass sie den Heilzauber ablehnte und lieber einen Trank ausprobieren wollte.
Vielleicht war ein Heiltrank bei dieser Verletzung ein wenig übertrieben, aber zum Kennenlernen der Wirkung war das durchaus eine gute Idee.


*** Christian ***

Zwar hatte die Heilerin immer wieder etwas zu grinsen gehabt, als der Magier sich an den ersten waldelfischen Worten versuchte oder konnte ihre Überraschung, wie man aus so kurzen einfachen Worten so kreative Wortschöpfungen zu Stande brachte, nicht ganz verbergen. Doch alles in allem stellte sich ihr Gildenbruder erstaunlich geschickt mit der melodischen Sprache an.

„Doch, gar nicht schlecht für den Anfang.“
antwortete sie auf seine ironisch gewählten Worte und die Anerkennung, die dabei mitschwang, war wohl kaum zu überhören. Dabei hielt sie seinem Druck stand und versuchte ihrerseits spielerisch ihren Ellbogen an seinen Rippen zu platzieren.

Sie hatte sichtlich Freude daran, mal wieder in ihrer Muttersprache zu kommunizieren. Schöne Erinnerungen aus vergangenen Tagen wurden wieder präsent: Wie sie ihrer Mutter eine Frage nach der nächsten gestellt hatte, wie ihr Vater ihr die Runen beigebracht hatte, wie einfach es unter Waldelfen war, mit intuitiven Gesang auszudrücken, was man in der Handelssprache oft nur mit vielen Worten und trotzdem unzulänglich erklären konnte.

„Also ein Gefühl für die verschiedenen Melodien hast du ja schon gezeigt, jetzt versuche mal bei einer einzigen Vokabel verschiedene Bedeutungen herauszuhören. ‚sala‘ kann für vieles verwendet werden: zum Beispiel für Gemeinschaft, Zuhause, Sicherheit oder Treffpunkt.“
Shikra sprach immer erst einmal die allgemeinverständliche Bedeutung, dann folgte ‚sala‘ in verschiedenen Nuancen. Nach ein paar Wiederholungen ließ sie die Übersetzungen weg und ihr Gildenbruder durfte sich an der Bedeutung versuchen.

Die Heilerin blätterte das Buch durch und entdeckte ein weiteres Wort, mit dem man die verschiedenen Betonungen und Bedeutungen gut üben konnte: ‚arc‘.
„Versuche doch mal, dem Wort unterschiedliche Bedeutungen zu geben. Ich glaube es ist hilfreich, wenn man sich ein Bild, von dem Sachverhalt malt, den man ausdrücken will, oder sich in die Situation hineindenkt. Dann findet man ganz von alleine die richtigen Melodien. Wenn du wütend bist, betonst du Wörter auch ganz anders, als wenn du gerade vor dich hinträumst.“
Es war wirklich nicht einfach zu erklären. Doch vielleicht würde ihr Gildenbruder mit den Übungen verstehen können, was sie ausdrücken wollte. Sie drehten das Spielchen von vorhin um. Christian sprach waldelfisch und Shikra versuchte zu übersetzen.


bitte mit 8W3 würfeln
1,2 richtig übersetzt
3 knapp daneben
bitte mit 10W5 würfeln
arc: böse, schwarz, dunkel, gefährlich
1: Shikra übersetzt völlig richtig
2,3: die Elfe ist nah an der gewünschten Bedeutung dran
4: mit dem zweiten Anlauf ist klar, was gemeint war
5: ohje, die Elfe hat mal wieder was zum Grinsen
Autor: Christian Datum/Zeit: So., 28. Apr 2019, 15:33
Doch entgegen seiner eigenen Meinung lobte ihn seine Gildenschwester. Vielleicht hatte er sich doch langsam an den Klang der Sprache gewöhnt, da seine Tochter diese oft anwandte. Viele Dinge im Wald waren mit dieser Sprache wohl einfach besser auszudrücken. Dass sie ihren Ellenbogen an seinem Körper platzierte, tat er gedanklich eher damit ab, dass sie ihm eben so nahe war, damit er besser mit ins Buch schauen konnte.

Das nächste Wort, an welchem sie üben wollten, war das Wort 'sala', das viele Bedeutungen hatte, welche mit Zusammenhalt und Geborgenheit zu tun hatten. Shikra sprach das Wort zuerst mit Bedeutung aus, danach sollte er übersetzen, wie er es übersetzen würde. Dabei lag er erstaundlich oft richtig. Hatte er mittlerweile ein tiefergehendes Band mit der waldelfischen Heilerin geschlossen? Allerdings verschlechterte die Überlegung dazu seine Trefferqoute gegen Ende.


Ah..Gemeinschaft nicht Zuhause. Gut, die sind sich wirklich sehr ähnlich in der Aussprache.

Nun war es an ihm, ein anderes Wort auszusprechen. Das Wort arc, welches allgemein bezeichnet mit eher negativen Bedeutungen behaftet war. Beim ersten Mal lag er auch richtig mit seiner Aussprache für die Bedeutung 'böse', vielleicht lag es daran, dass er dabei etwas grimmig aussah. Allerdings hatte er für die nächste Aussprache wohl immer noch zu viel davon mitschwingen, um damit 'schwarz' auszudrücken, denn die Waldelfe grinste sichtlich, so streckte er ihr frech kurz die Zunge raus, was sich für einen Adelsmann kaum gehörte. Wenn das seine Base sehen würde...

Bis auf ein Mal, welches auch wieder leicht peinlich war, lief es danach doch recht gut, wenn man 'dunkel' ähnlich wie 'gefährlich' einstufte. Grundsätzlich war 'arc' eher ein Wort, wenn einem mulmig zumute war, was hier bei seiner Gildenschwester kaum der Fall war, im Gegenteil. Mit ihr machte es wirklich Spaß, die Sprache zu lernen. So schaute er sie nun wieder mit seinem Lächeln an, wobei er mittlerweile doch recht nah mit seinem Gesicht an ihrem war. Manche in den gehobenen Kreisen würden es wohl für viel zu nah halten.
Autor: Myriel Datum/Zeit: So., 28. Apr 2019, 21:54
Asarra ist eine Frau?

wurde Arinna klar, als die Heilerin etwas von Amazone sagte. Eine Frau als Hauptmann der Stadtwache, das hätte es in ihrer Heimat nicht gegeben. Hier war wirklich sehr vieles anders.

Entschuldigt meine Verwunderung, ich bin erst vor kurzem in diesem Land angekommen und vieles hier erscheint mir noch sehr ungewohnt. Mein Name ist übrigens Arinna.

stellte sie sich vor, als ihr bewusst wurde, das sie dies bisher versäumt hatte, und schob eine Haarsträhne hinter ihr Ohr.

Oh, glaubt mir, so lustig war das gar nicht. Ich bin halb ertrunken und wollte Schnecken fressen. Und stellt Euch vor man hätte mich nicht zurück verwandelt. Ich habe doch keine Ahnung von Magie, ich wäre mein Leben lang ein Otter geblieben.

Arinna hob die Schultern hoch und schüttelte mit dem Kopf. Dann leerte sie die Phiole in ihrer Hand und beobachtete die Wunde dabei, wie sich allmählich verschloss. Sie sah aus wie ein Kind, das zum ersten Mal Schnee sieht und völlig fasziniert ist.

Das... das ist ja unglaublich. Als ob nie was gewesen wäre – naja, zumindest fast.

Sie blickte zu Shikra hoch und lächelte.

Die Götter müssen es gut mit Euch meinen, das sie Euch die Gabe geschenkt haben, derartige Tränke herzustellen. Würdet Ihr mir noch fünf davon verkaufen? Und vielleicht auch vier Wundbinden. Ich hörte das es auch Tränke gegen Vergiftungen geben soll, wirken sie ebenso zuverlässig?
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 01. Mai 2019, 15:30
*** Christian ***

Als sich Christian nicht anders gegen ihr Gegrinse wehren konnte, als der Waldelfe die Zunge rauszustecken, musste sie einfach herzhaft lachen. Sie hätte es vor ein paar Tagen noch kaum für möglich gehalten, dass sie bald mit dem mächtigen Magier, dem Leiter ihrer Gilde, im Apothekenturm sitzen, herumalbern und waldelfisch lernen und vor allem dabei so viel Spaß haben würde.

Ihr Gildenbruder war richtig gut, was das Erlernen der neuen Sprache betraf. Er kam gut mit den verschiedenen Bedeutungen zurecht und langsam keimte in Shikra der Verdacht, dass er nicht zum ersten Mal Isdira sprach, zumindest, wenn sie die früheren Versuche ihrer Freunde einzelne Worte zu lernen für Vergleiche heranzog. Vielleicht hatten die sich aber auch nur furchtbar angestellt.

Nachdem sie seinen letzten Versuch dem Wort ‚arc‘ eine Bedeutung zu geben, treffend übersetzt hatte, strahlte sie ihn anerkennend an. Er hatte wirklich schnell gelernt. Eine Haarsträhne war ihm etwas ins Gesicht gefallen und verdeckte zum Teil seine Augen. So strahlend hatte sie diese gar nicht in Erinnerung gehabt? Waren sie schon immer so groß gewesen?
Sie räusperte sich und fragte:
„Wie wollen wir jetzt weitermachen? Willst du noch ein paar Vokalen lernen oder möchtest du die Runen üben oder sollen wir vielleicht eine Pause machen?“


*** Arinna ***

„Sehr erfreut Arinna, ich bin Shikra.“
holte die Elfe ihrerseits die vergessene Vorstellung mit einer angedeuteten Verbeugung nach und überging damit die Verblüfftheit der Dunkelhaarigen über Asarras Weiblichkeit.
Interessiert verfolgte sie die kurzen Einblicke in ein Otterleben. Sie vermutete zwar, dass man als verwandeltes Wasserwesen nicht so schnell ertrank, doch eine Schnecke würde sie auch nur sehr ungern verspeisen und daher verzog sie ihr Gesicht, als ihr davon berichtet wurde.

„Hmm, so hatte ich mir das Otterdasein nicht vorgestellt. Ohne Garantie auf Rückverwandlung würde ich das dann auch nicht ausprobieren wollen.“
pflichtete sie Arinna bei und beobachtete, nachdem ihr Besuch den Heiltrank zu sich genommen hatte, die Bissspuren an ihrem Bein, die binnen weniger Augenblicke verheilten und nur noch leicht rosa gefärbte Wundränder zu erkennen waren. Bis zum Abend würde die Bognerin wohl nichts mehr von der Verletzung bemerken.
„Beachtlich, nicht wahr? Es ist jedes Mal wieder überwältigend, wie einfach die Anwendung ist.“
sprach sie mit einem Grinsen im Gesicht, als sie Arinnas Blick bemerkte, die offensichtlich tief beeindruckt der Heilung zugeschaut hatte.

Shikra tat die Bemerkung über Segen der Götter mit einer wischenden Handbemerkung ab.
„Ach so schwer ist es gar nicht, die Tränke herzustellen, wenn man eine gute Anleitung hat und die Qualität der Zutaten ausreichend ist. Dann noch ein bisschen Übung und schon kann man Heiltränke, Manatränke oder sogar einen Wiederbelebungstrank abfüllen.“

Die Apothekerin war aufgestanden, packte die wenigen Utensilien, die sie für die Reinigung der Wunde geholt hatte zusammen und wollte diese gerade wegtragen, als ihr Besuch nach ein paar Waren aus ihrem Lager fragte. Sie stellte die Schüssel am Tisch ab und antwortete.
„Fünf Heilränke und vier Wundbinden. Natürlich, ich hole euch gleich welche. Ja, Gegengifte haben wir hier auch, eine Mischung aus Antidoten für die wahrscheinlichsten Vergiftungen. Bisher hatte ich keine Beschwerden bei der Wirksamkeit, also sowohl von Patienten als auch von Angehörigen.“
Dass sie den letzten Teil des Satzes nicht ganz ernst gemeint haben konnte, war gut am Tonfall ihrer Stimme, sowie dem frechen Grinsen in ihrem Gesicht zu erkennen.
„Ich zeige euch gerne ein solches Gegengift. Solange ich alles zusammensuche, könnt ihr euch gerne an dem Obst bedienen.“

Mit den letzten Worten verwies sie auf eine mit diversen Früchten gefüllten Schale, die am Tisch stand, dann packte sie die Wasserschüssel und den Rest, trug alles in ihr Arbeitszimmer und kam etwas später wieder mit einem Körbchen, das mit sechs Phiolen bestückt war und vier Wundbinden zurück.
Eins der Glasfläschchen nahm sie in die Hand und reichte das Antidot der Dunkelhaarigen.
Autor: Christian Datum/Zeit: Do., 02. Mai 2019, 19:40
Auch der Magier bemerkte, wie nah er ihr mittlerweile gekommen, war, weswegen er sich nach ihrer Frage auch erstmal leicht verlegen räusperte.

Nun...für eine Pause ist es noch zu früh. Ich denke, jetzt sollte ich die Runen für die Wörter üben.

Irgendwo zauberte der Hohentürmler einen Bogen Pergament und seine Schreibutensilien her, bevor er seine Gildenschwester breit angrinste.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 06. Mai 2019, 21:20
Einen fleißigen Schüler hatte die Apothekerin in ihrem Gildenbruder gefunden, der die angebotene Pause ausschlug, um zu elfische Schriftzeichen zu üben. So schnell konnte Shikra gar nicht schauen, da hatte er schon sein Schreibzeug parat und einen Bogen Pergament vor sich liegen.
„Gut, ich zeige dir die einzelnen Runen und du versuchst sie nachzumalen, in Ordnung?“

Doch bevor er ja oder nein antworten konnte, hatte sie ihm schon die Feder aus der Hand genommen, die Spitze in die Tinte getaucht, sich zu ihm hinübergebeugt und auf sein Papier in die obere linke Ecke die erste Rune gemalt. Ganz langsam hatte sie die Schreibfeder über das Pergament geführt, damit der Magier dem Lauf der Tinte gut folgen konnte. Dann hielt sie ihm, mit dem entsprechenden Lächeln, die Feder hin, damit er sich selbst mit der Rune auseinander setzen konnte.

Nach ein paar Versuchen war die Waldelfe mit seinem Ergebnis zufrieden, machte ihm noch vor, wie man das Schriftzeichen aussprach, versuchte den Klang mit dem Alphabet der Handelsprache neben den Kunstwerken des Hohentürmlers am Ende der ersten Zeile auf das Papier zu bannen und malte danach die zweite Rune unter die erste.


bitte mit 27D5 würfeln
1: die Rune liegt dem Magier, gleich der erste Versuch sieht ganz ansehnlich aus
2: nach ein paar Versuchen klappt das Schriftzeichen ganz gut
3: Shikra hilft dem Magier, indem sie die Rune nochmals vorzeichnet
4: Shikra hilft dem Magier, indem sie seine Hand umschließt und die beiden zusammen die Rune malen
5: gut, dass das Blatt mehr als 27 Zeilen hat, für diese Rune muss Christian wohl noch etwas mehr üben.



Vorsichtig pustete die Elfe die letzten Striche der Feder trocken und drehte das Pergament um.
„Jetzt noch ein paar Wörter, damit du ein Gefühl bekommst, wie man die Runen aneinander reiht.“
Sie zeichnete die Worte, die Christian schon auf waldelfisch aussprechen konnte.
‚sha‘ – ‚tan‘  – ‚aha‘ – ‚sala‘ – ‚arc‘
Sie ließ neben und unter den Wörtern genug Platz, damit ihr Gildenbruder die einzelnen Wörter ein paar Mal schreiben konnte.


bitte mit 5D4 würfeln
1: das Wort lässt sich gut nach wenigen Versuchen schreiben
2: Christian braucht schon ein paar Versuche, doch am Ende der Zeile kann man das Wort gut lesen
3: der Magier muss sich wohl nochmal zeigen lassen, wie man die Runen schön miteinander verbindet.
4: warum grinst diese Elfe eigentlich schon wieder?
 
Autor: Christian Datum/Zeit: Fr., 10. Mai 2019, 00:09
Christian hatte gerade ein halbes Nicken als Antwort auf ihre Frage zustande gebracht, als die flinke Waldelfe ihm die Feder schon abnahm und in das Tintenfass tauchte. Danach beugte sie sich zu ihm hinüber und kam ihm dabei sogar noch näher als zuvor, so dass er sich kaum auf ihre Schreibkunst konzentrieren konnte. Aber so schwer sah das erste Zeichen auch nicht aus, so bekam er es zumindest bis zum Ende der Zeile hin, es erkennbar abzuzeichnen.

Danach folgte eine eher durchwachsene Lehrstunde, wobei es dem Magier nichts ausmachte, als seine Gildenschwester seine Hand umschloss, um die gerade zu zeihnende Rune mit ihm zu zeichnen. So war unklar, ob sein Grinsen dabei eine Verlegenheit überspielen sollte oder einfach aufgrund der etwas komischen Situation zustandekam. Allerdings waren drei der Runen dann doch recht schwer für ihn, weswegen für diese eine Zeile kaum ausreichte, um sie halbwegs passabel hinzubekommen. Doch er hatte eine geduldige Lehrerin. Und Zeit hatte er auch mitgebracht...

Als die Runen selbst saßen, ging es daran, diese miteinander zu Wörtern zu verbinden. Die ersten drei Wörter saßen zumindest am Ende ihrer Zeile, das Wort 'sala' bekam er bereits nach wenigen Versuchen gut hin. Doch dann kam das fiese 'arc', bei dessen einer Rune er schon seine Schwierigkeiten hatte. Warum grinste Shikra denn jetzt? Meinte sie gar, er würde das Wort absichtlich so schlecht zeichnen, damit sie dieses wieder mit ihm zusammen malte? Wobei der Gedanke ihm gefiel, weswegen er Shikra nun sebst breit angrinste.


Ja, dieses Wort scheint meinem Wesen einfach zu sehr zu widersprechen.

Wobei er jetzt auch kein Unschuldslamm war, denn von ihm als Feinde angesehene Wesen hatten kaum etwas zu lachen, selbst wenn solche Gedanken derzeit kaum seinen Geist streiften. Da drehten sich seine Gedanken eher um die Frage, wie er es anstellen konnte, dass er dieses ansteckende Grinsen der Waldelfe möglichst oft zu Gesicht bekam...
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 14. Mai 2019, 13:06
Hoch motiviert schaute sie dem Magier bei seinen Schreibübungen zu, wobei sie an passender Stelle ein paar erklärende Worte, ein paar federführende Maßnahmen oder das ein oder andere unterstützende Grinsen anbrachte.
Am Ende der ersten Seite war der Magier gut in der Lage die meisten Runen, für andere leserlich aufs Papier zu bekommen und die Waldelfe quittierte dies mit einem anerkennenden Nicken.

"Das war gut. Jetzt können wir uns Briefe in Isdira schreiben."
Als sie ihren Satz beendet hatte, wurde sie ein bisschen rot im Gesicht und lenkte das Thema gleich auf das Verbinden von einzelnen Runen.

Auch dabei stellte sich ihr Gildenbruder ganz geschickt an, sah man vom letzten Wort ab. Mit diesem hatte er überraschenderweise seine Probleme. Shikra hatte den Kopf leicht schräg gelegt und Christian bei seinen letzten Versuchen eher skeptisch beobachtet. Warum klappte das letzte Wort nicht? Lag es wirklich daran, dass es seiner Natur nicht entsprach oder wollte er es gar nicht so richtig hinbekommen?

Auf jeden Fall brachte er die Apothekerin damit wieder mal zum Grinsen.
"Es reicht ja, wenn du 'arc' lesen kannst, du musst es ja nicht zwingend schreiben. Und ein bisschen was zu üben brauchst du ja auch noch."
Natürlich wurde der letzte Satz von einem frechen Lachen begleitet, ehe sich die Elfe ein wenig strecken musste. Sie hatte gar nicht gemerkt, wie die Zeit vergangen war.

Wie lange hatten die beiden dort zusammen am Tisch gesessen und Vokabeln und Runen geübt?
Geloht hatte es sich auf jeden Fall, denn die junge Heilerin war sich sicher, dass der Magier nun alle Voraussetzungen erfüllte, um - mit viel Übung - die Sprache der Waldelfen zu beherrschen.

"So, jetzt ist aber wirklich eine Pause nötig, was meinst du?"
Während Shikra immer wieder mal ein Stückchen Käse oder Obst genascht hatte, als sie ihrem Gildenbruder beim Malen zugesehen hatte, hatte dieser noch keine Gelegenheit bekommen, etwas zu essen. Nach der Mahlzeit wollte Shikra, wie versprochen, noch ein Lied aus dem Buch mit ihrem fleißigen Schüler singen.


Christian lernt Isdira als Fremdsprache


*** Shikra ***

Die Heilerin war morgens schneller als gedacht von ihrem Training zurückgekommen und hatte die Zeit bis zum ersten Kunden sinnvoll genutzt, um ein paar Heiltränke und Gegengifte herzustellen. Beides nur in kleinerer Menge, damit sie die zwei Ansätze noch gut abfüllen konnte.
Während der Heiltrank noch ein wenig köchelte, gab sie das Antidot schon einmal in sechs der bereitgelegten Phiolen, verkorkte diese und stellte sie im Verkaufsraum ins Regal. Anschließend verfuhr die mit der heilenden Lösung ebenso. Sie stellte gerade das zehnte Glasfläschchen auf seinen neuen Platz, als die Türe aufschwang und ein älterer Mann in die Apotheke kam. Mit einem:
„wunderschönen guten Morgen.“
begrüßte sie ihren ersten Besucher freudestrahlend.


für die Apotheke
+ 10 kleine Heiltränke (-10 Kräuter, - 5 Torf)
+ 6 Gegengifte (-3 Kräuter, -6 Torf)
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Do., 16. Mai 2019, 21:59
Nach Domitias Führung durch die Stadt machte sich Barbelin auf den Weg zu ihrem Schafquartier. Unterwegs blieb sie vor dem örtlichen Apothekenturm stehen, besah sich das etwas ungewöhnliche Gebäude und wollte gerade weiterspazieren als sie Shikra entdeckte die die Straße entlang in ihre Richtung kam.

Da sie die Elfe von den unglücklichen Erreignissen vor einigen Wochen kannte blieb die junge Priesterin stehen und wartete bis Shikra heran war.

"Paladin zum Gruße, es freut mich euch einmal unter besseren Umständen zu treffen. Wie geht es euch."

Dabei fiel ihr Blick auf den Gegenstand der gut geschützt in den Händen der Heilerin lag.
Autor: Christian Datum/Zeit: Do., 16. Mai 2019, 22:52
Christian fiel in das Lachen seiner Gildenschwester mit ein.

Ja, ein bisschen was zum Üben ist immer gut. Und eine Pasue haben wir uns nun mehr als verdient.

So räumte er seine Schreibutensilien wieder fort, um danach doch ausgiebig von den aufgetischten Gaben zu kosten. Wenigstens hatte nichts davon kalt werden können.

Zwischendurch versuchte er sich am waldelfischen Namen für die gerade ausgesuchte Nahrung. Schließlich war aber auch der Magier des Hohenturms satt zu nennen. Doch bevor er die Heilerin wieder alleine lassen würde, kam er noch einmal auf das Liederbuch zu sprechen.


Zum Abschluss wäre es sicher hilfreich, eines der Lieder zu singen, um meine Aussprache noch etwas zu trainieren.

Wie spät war es mittlerweile? Vielleicht gar zu spät, um nach dem Gesang noch woanders hinzugehen? Nicht auszudenken, wenn er die Nacht hier verbringen müsste bei der überaus charmanten Waldelfe. Ein kurzes Grinsen stahl sich bei dem Gedanken auf seine Miene.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Fr., 17. Mai 2019, 07:14
*** Barbelin ***

Jetzt hatte sie das Jagdmesser doch gekauft und Shikra wusste schon, wo sie es hinlegen wollte. In dem Regal neben der Murmel, die sie an den ungewöhnlichen Märchenabend erinnerte, war noch Platz für das Messer und irgendwie hatte sie den Eindruck, dass es dort ganz gut hinpasste. Und es gefiel ihr einfach, daher lief sie mit bester Laune die gepflasterten Straßen entlang.

Vorsichtig hatte sie den Dolch an sich gedrückt, um niemanden damit zu verletzen und war recht zügig zum Apothekenturm zurückgekehrt. An dem geöffneten eisernen Tor, das Besuchern und Patienten erlaubte, direkt zur Eingangstüre der Apotheke zu gelangen, entdeckte sie die junge Priesterin, die zuletzt zusammen mit Lady Fjalladis Hilfe bei der Seuchenbekämpfung angeboten hatte.

„Werte Barbelin, wie schön euch zu sehen. Oh danke der Nachfrage, ich fühle mich gesund und wohl.“
Ein strahlendes Lächeln unterstrich ihre Aussage.
„Und ich hoffe ihr seid ebenfalls wohlauf! Seid ihr zu Besuch in Drachenauge?“
Mit einem schnellen Blick musterte sie die junge Paladinanhängerin und war mit dem Ergebnis zufrieden; der Halbelfe schien nichts Ernsthaftes zu fehlen.
Sie folgte ihrem Blick auf den Dolch in ihrer Hand und musste grinsen.
„Ein Jagdmesser. Habe ich gerade am Hafen erworben. Es ist wunderschön, oder? Ich habe auch schon einen schönen Platz, wo ich es hinlegen werde.“
Shikra zeigte der Priesterin das Messer, schwärmte schon fast von den wunderschönen Verzierungen am Griff und schwenkte es ein paarmal vor sich in der Luft.
„Ach, wie unhöflich. Halte ich euch von wichtigen Aufgaben ab? Oder darf ich euch etwas zu trinken anbieten?“
fragte sie mit einer einladenden Geste Richtung der großen Bäume zwischen denen eine Bank zu erkennen war.


*** Christian ***

Selbst beim Essen wollte der Magier das Lernen nicht so ganz bleiben lassen und übte die Vokabeln für Käse, Brot, verschiedene Obstsorten und ein paar Gemüsearten waren auch dabei.
Shikra war einerseits beeindruckt von so viel Lerneifer, wobei sie selbst ja auch eher mehr als weniger Zeit ins Lesen und Lernen steckte und andererseits hatte sie viel Spaß dabei ihm das ein oder andere Wort vorzusagen oder hier und da kleine Korrekturen in der Aussprache anzubringen.

"Nehmen wir gleich das erste Lied über den See im Wald? Da kennst du schon ein paar Wörter."
Die elfische Heilerin räumte das Essen ein wenig zur Seite, legte das Buch wieder auf den Tisch, rückte näher an Christian heran, damit er mit ins Buch schauen konnte, wobei die Apothekerin sich nicht so recht vorstellen vermochte, dass der Hohentürmler die Runen schon flüssig lesen konnte.
Daher las sie Zeile für Zeile langsam vor und als sie das Gefühl hatte, ihr Gildenbruder konnte es halbwegs gut wiederholen, sang sie ihm die Melodie leise, sanft und doch klar, so als ob die Musik dem Waldsees direkt entsprungen war, vor. Shikra hatte die Lider geschlossen und ein deutliches Bild der mit Sonnenstrahlen durchfluteten Szenerie vor Augen. Mit einer gewissen Vorfreude wartete sie darauf, wie Christians Melodie das Bild beeinflussen würde.

Nichtigkeiten, wie zum Beispiel die Dämmerung vor den Fenstern, die sich langsam in eine dunkle Nacht verwandelte,  hatte sie schlicht vergessen.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 17. Mai 2019, 20:32
Arinna griff nach einem Apfel, während Shikra im Nebenraum verschwand und biss herzhaft hinein. Während sie kaute betrachtete sie erneut die Wunde und drückte vorsichtig mit den Fingern der freien Hand auf die Wundränder. Tat fast nicht mehr weh. Wenn man bedachte, wie das Fleisch vor einigen Minuten noch ausgesehen hatte, glaubte sie der Apothekerin nicht so ganz, das man für einen Heiltrank nur die richtigen Zutaten zusammen mischen musste. Arinna war sich ziemlich sicher, das da auch noch Magie im Spiel sein musste, sonst hätte es doch nicht eine solch wundersame Wirkung gezeigt. Trotzdem war sie mehr als zufrieden mit dem Ergebnis.

Als Shikra nach einigen Minuten zurückkehrte, hielt die junge Bognerin nur noch die Apfelkitsche in der Hand und war auf der Suche nach einem Abfalleimer aufgestanden. Das Bein ließ sich schon wieder gut belasten, auch wenn sie es aus einer Art Schonhaltung heraus noch nicht tat. Interessiert betrachtete sie das Fläschchen, das Shikra ihr vor die Nase hielt.

Und das Gegengift braucht man auch nur zu trinken? Einfacher geht es nun wirklich nicht. Dann nehme ich davon auch zwei. Was bekommt Ihr für alles von mir Shikra?

fragte sie schließlich und holte einen kleinen Lederbeutel hervor, um die verlangten Goldmünzen herauszusuchen.

+ 5 kleine Heiltränke
+ 4 Wundbinden
+ 2 Antigift
- 180 gm
Autor: Christian Datum/Zeit: So., 19. Mai 2019, 18:19
Die Waldelfe zeigte sich einverstanden mit seinem Ansinnen und schlug vor, das bereits zum Erlernen der Sprache zur Hilfe genommene Lied zu singen, was der Magier mit einem Nicken aufnahm.

Ja, nehmen wir das Lied über den See im Wald.

Der Retter des Drachenauges schob bei sich auch die Essenreste zur Seite, bevor Shikra sich näher an ihn heranschob, damit er ebenfalls wieder in das Buch sehen konnte, während sie langsam vorlas, damit er die Worte weiter verinnerlichen konnte, bevor er sie selbst wiedergab. Schließlich schien seine Gildenschwester zufrieden zu sein, denn nun begann sie zu singen, wobei sie die Augen geschlossen hielt, wohl um sich besser auf den Gesang konzentrieren zu können. Zwar war ihr Gesang jetzt nicht ganz so berauschend wie der von seiner alten Freundin Varnayrah, aber er konnte sich hören lassen. Und da er die Worte nun auch verstand, konnte er schon fast den See im Wald vor sich sehen statt dem Antlietz der Elfe. So tat er es ihr gleich und schloss sanft die Augen, bevor er seine tiefe Stimme erklingen ließ, die eher dazu einlud, an dem Waldsee ein Nickerchen zu machen, als darin zu schwimmen.

Da er so ganz in dem Gesang vertieft war, bekam er nicht mit, wie sich sein Gesicht wieder dem der Heilerin annäherte...
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 21. Mai 2019, 21:08
*** Shikra ***

Recht müde war die Heilerin am Abend ins Bett gegangen und trotzdem fühlte sie sich am nächsten Morgen nicht ganz fit und ausgeruht, daher suchte sie sich als erstes einen großen Manatrank und leerte diesen in einem Zug


volles Mana für Shikra
ein Manatrank weniger für die Apotheke



*** Arinna ***

„Genau, einfach den Inhalt der Phiole trinken, oder ein paar Tropfen direkt auf die Wunde, den Biss oder den Stich geben; das kann die Wirkung beschleunigen und dann den Rest in den Mund geben. Ach das könnt ihr mir geben.“
Shikra nahm ihrer Besucherin den Rest des Apfels ab, brachte ihn nach hinten, hinter eins der Regale und kam mit einem zweiten Gegengift wieder zurück.
Schnell überschlug sie die Preise der gewünschten Waren, nannte Arinna die Summe und bedankte sich für die Goldmünzen, die sie in die Kasse legte.

„Vielen Dank für euren Einkauf, werte Arinna. Ich hoffe ihr habt heute noch etwas Schönes vor?“
sprach sie mit einem freundlichen Lächeln und mit einem Blick auf das schöne lederne Kleid, das die Dunkelhaarige trug. Eine solche Kleiderwahl sah die Waldelfe doch eher selten in der Hauptstadt.


für die Apotheke:
- 5 kleine Heiltränke
- 4 Wundbinden
- 2 Gegengifte
+ 180 GM



*** Christian ***

Mit einem Lächeln quittierte Shikra das Einstimmen des Hohentürmlers in den Gesang. Etwas überrascht über den tiefen Klang seiner Stimme öffnete sie kurz die Augen, um sie dann gleich wieder zu schließen, damit sie sich besser auf die Melodie und die besungene Szenerie konzentrieren konnte, doch es gelang ihr nicht ganz. Immer wieder musste sie kurz eins ihrer Lider öffnen, um dem Magier beim Singen zu mustern.

Daher bemerkte sie auch, dass sich sein Kopf immer näher zu ihrem hinbewegte und doch reagierte sie nicht angemessen darauf. Sie zuckte nicht zurück, ihre Wangen färbten sich leicht rot, dann schloss sie wieder die Augen und wartete, was passieren würde.
Die Oberfläche des Sees wirkte nun nicht mehr ruhig und beschaulich.
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Mi., 22. Mai 2019, 09:31
"Ihr habt richtig vermutet, ich wollte diese Stadt noch einmal besuchen, diesmal ohne Seuche und Dämonen."

Barbelin besah sich den Dolch etwas näher Shikra diesen zeigte. Die Verzierungen waren schön gearbeitet und passten zu einem Jagdmesser, welches eben nicht für den Kampf hergestellt wurde. "Ein schönes Stück, wirklich. Und nein ihr haltet mich nich ab, ich war gerade auf dem Weg ins Gasthaus wo ich nächtigen werde, morgen geht es zurück nach Nighton. Daher gerne, gegen etwas zu trinken habe ich nichts einzuwenden."

Dann folgte sie der Ellfe. "Geht ihr denn jagen? Oder soll das schöne Stück nur im Regal stehen?"
Die Priesterin konnte sich gut vorstellen das das Messer auch sehr gut am Gürtel der Heilerin aussehen würde, mit einer passend verzierten Scheide.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mi., 22. Mai 2019, 17:34
Arinna lächelte auf Shikras Frage hin freundlich.

Nunja, insofern man einkaufen als etwas schönes bezeichnen kann schon. Ich bin nach Drachenauge gekommen um ein paar Dinge zu besorgen die. Ich für die Herstellung von einem Bogen, Feuerpfeilen und Fackeln benötige. Deshalb sollte ich mich auch wieder auf den Weg machen. Habt Dank für Eure Hilfe Shikra. Und falls ihr Sha'Nudra besucht, schaut doch mal in der Bognerei vorbei und bringt mir Neuigkeiten aus der Hauptstadt vorbei.

Sie zwinkerte der Apothekerin zu, raffte ihre Sachen zusammen und verließ mit einem letztem Gruß die Apotheke.
Autor: Christian Datum/Zeit: Sa., 25. Mai 2019, 18:29
Im Gegensatz zur Heilerin hielt der Magier seine Augen geschlossen, da ihm die Szenerie mit dem Waldsee sehr gefiel. Da die Waldelfe nicht zurückwich, kam es, wie es kommen musste und der Hohentürmler berührte mit seinen Lippen die Nase seiner Gildenschwester. Überrascht durch das plötzliche Hindernis öffnete der Retter des Drachenauges beide Augen, womit auch in Gedanken der Waldsee verschwand, aber dafür sah er braune Haare vor sich. Ein Stück bewegte er dann doch den Kopf nach hinten, um der Heilerin ins Gesicht zu blicken, wobei sein Gesicht eine sehr verlegen wirkende Rotfärbung annahm.

Uh...ehm...das war jetzt wirklich nicht geplant...entschuldige bitte.

Was sollte er auch sonst dazu sagen? Wobei ein ganz kleines Stimmchen in ihm vielleicht doch nichts dagegen gehabt hatte, was sich in einem ganz leichten Schmunzeln widerspiegelte...
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 28. Mai 2019, 07:35
*** Barbelin ***

Shikra führte die Halbelfe durch das große schwere Tor, vorbei an einem Gemüsebeet und ein paar Obstbäumen zu der Holzbank. Dort ließ sie die Priesterin und das Messer zurück, um drinnen Becher, Wasser, einen Saft und ein bisschen Obst zu holen. Vorsichtig, damit sie nichts verschüttete trug sie das Tablett über die Wiese und stellte es neben Barbelin auf die Bank.
"Bitte, bedient euch einfach."

"Nein, Jagen gehe ich nicht. Wenn mein Bogen das Tier nicht richtig trifft, dann müsste ich mit einem Messer nachhelfen und ich habe nie gelernt, wo ich treffen muss, damit das Tier nicht leidet."
Natürlich war Shikra bei der ein oder anderen Jagd ihrer Sippe mit den Jägern unterwegs gewesen, hatte sogar dabei schon ein paar Pfeile erfolgreich beigesteuert, doch das Töten und Zerlegen der Beute hatte sie anderen überlassen.
"So geschickt wie ihr bei dem Turnier in Nighton bin ich damit nicht."
Sie nahm das Jagdmesser in die Hand, schaute nochmals auf den verzierten Griff und zuckte dann mit den Schultern.
"Daher bleibt es wohl besser im Regal. Oder..."
Shikra brauchte einen Moment, um ihren neuen Gedanken zu ordnen.
"...vielleicht habt ihr ja Lust, mir die richtige Handhabung zu zeigen?"


*** Arinna ***

Shikra nickte relativ nachdenklich, ehe sie zu einer bestätigenden Antwort ansetzte:
"Doch, ich denke Einkaufen ist etwas Schönes und wenn ihr danach euren eigenen Bogen fertigen könnt, müsste fast noch ein bisschen mehr Spaß machen."
Ihr Grinsen konnte dabei die Bewunderung  über Arinnas Kunstfertigkeiten und die damit verbundenen strahlenden Augen nicht ganz überdecken.
"Ich wünsche euch viel Erfolg beim Besorgen der Ware und für das Fertigen eures Bogens. Gerne komme ich euch einmal besuchen."
Bei den letzten Worten, die schlichtweg gelogen waren, hatte die Heilerin Ihren Besuch zur Tür begleitet. Nach der Verabschiedung schaute sie der Schwarzhaarigen noch nach, bis sie aus ihrem Blick verschwunden war. Danach räumte sie ihr Arbeitszimmer auf, summte wieder das Lied aus ihrer Kindheit und dachte ein bisschen darüber nach, wie praktisch es war, wenn man seinen Bogen und die passenden Pfeile selbst herstellen kann.


*** Christian ***

Auch Shikra öffnete, doch einigermaßen überrascht, als sie den Hohentürmler an ihrer Nase spürte, ihre Augen. Ihre Melodie verstummte und hinterließ eine Stille, die einerseits dafür sorgte, dass die Wangen der Apothekerin noch etwas an Farbe zulegten und andererseits den Eindruck erweckte, dass die Zeit für einen Moment stehenblieb.

Verlegen strich Shikra ein paar Haarsträhnen hinter ihre Ohren, dann hörte sie sich Christians Entschuldigung an.
"Ach, ähm... das kann beim Singen schon mal passieren."
versuchte sie, mit einem entschuldigenden Lächeln die Situation zu meistern, hatte allerdings das Gefühl, dass ihr das nur mäßig gelang.
Ihr saß wohl mit mächtigste Magier und ihr Gildenleiter gegenüber, wahrscheinlich hätte sie sich selbst überschwänglich entschuldigen und für einen angemessenen Abstand sorgen müssen und doch wollte sich kaum ein schlechtes Gewissen einstellen, stattdessen zeigte sich ein versonnenes Lächeln auf ihren Lippen. Nach ein paar verwirrenden Augenblicken, stand die Elfe auf und verräumte die Essensreste und das Geschirr und zündete ein paar Kerzen an, denn es war schon recht dunkel draußen geworden.
Autor: Christian Datum/Zeit: Di., 28. Mai 2019, 07:57
Shikra schien selbst verlegen zu wirken und versuchte, die Situation mit ein paar Worten aufzulösen. So nickte der Magier danach leicht als Zustimmung.

Ah...na dann.

Dennoch ein bisschen bedröppelt schaute der Magier anschließend still der Waldelfe beim Abräumen des Tisches zu, bis sie die Kerzen entzündete.

Oh, ist es wirklich schon so spät? Du hast nicht zufällig einen Unterstand für Daodra übrig?

Bestimmt würde er auch woanders ein Plätzchen bekommen, aber irgendwie fühlte er sich dann doch etwas müde und wollte deshalb nicht durch die halbe Stadt dafür tappen. Freie Schlafmöglichkeiten für Gäste seiner Größe hatte seine Gildenschwester ja genügend hier...
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Mi., 29. Mai 2019, 16:00
Dankbar nickte die Halbelfe und nahm einen Schluck des Saftes zu sich. "Oh lecker, was ist da denn drinnen?"

Als Shikra vom Turnier sprach errötete  Barbelin leicht. "Ach ihr übertreibt, ich hatte bei dem Wettkampf vor allem Glück." Als der Heilerin dann aber einfiel sie könnten vielleicht gemeinsam üben fällte die Priesterin schnell eine Entscheidung. "Nun, natürlich kann versuchen euch etwas zu lehren, doch seid gewarnt, ich selbst habe ebenfalls noch viel zu lernen." Sie legte den Kopf schief und überlegte, wie begann man das Ganze am Besten?

"Wir sollten nicht mit scharfen Waffen anfangen... habt ihr vielleicht zwei längere Kochlöffel? Oder zwei Stück Holz das täte es auch."
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 03. Jun 2019, 15:42
*** Christian ***

„Einen Unterstand für Daodra?“
Shikra reagierte überrascht auf Christians Frage. Ihr Gildenbruder hatte also sein Kamel mitgebracht und wollte es bei ihr unterstellen. Wollte er etwa bei ihr übernachten? Doch bevor ihre Gedanken in diese Richtung weitergehen konnten, antwortete sie ihm:
„Für meine Stute richte ich gerade den alten Geräteschuppen her, ganz fertig ist es noch nicht, aber ich denke, das könnte für Daodra ganz gut passen. Ich zeige ihn dir. Was braucht denn ein Kamel alles zum Übernachten?“
Die Apothekerin schritt auf die Treppe zu, wartete, bis ihr der Magier folgte und führte ihn dann die Stufen hinunter, durch die Tür in der Tränkeküche ins Freie, umrundete die Apotheke, entdeckte Christians Reittier und näherte sich ihm mit langsamen Schritten, um es nicht zu erschrecken.

Danach zeigte sie ihrem Gildenbruder den umgebauten Schuppen, dem man auf den ersten Blick nicht anmerken konnte, wo die Umbaumaßnahmen noch nicht beendet sein sollten.
„Was meinst du?“


*** Barbelin ***

Shikra füllte sich ebenfalls etwas Saft in den Becher und füllte den Rest mit Wasser auf, setzte sich zu ihrem Besuch auf die Bank, nahm einen Schluck und zuckte auf die Frage der jungen Priesterin kurz mit den Schultern.
„Das weiß ich gar nicht mehr so genau. Apfel ist auf jeden Fall mit drin.“
Die Waldelfe hatte eigentlich immer Obst im Haus und was nicht gegessen wurde, wurde häufig zu Saft verarbeitet, aber die Elfe war sich nicht mehr so ganz sicher, was sie das letzte Mal alles dafür hergenommen hatte.

Als Barbelin anbot ihr den richtigen und sorgfältigen Umgang mit dem Jagdmesser zu zeigen, freute sich Shikra, stand auf, nahm das Messer in die Hand und wartete, die Halbelfe anlächelnd, auf die ersten Anweisungen.
Im nächsten Moment legte sich den Dolch wieder auf die Bank zurück, grinste die Paladinpriesterin entschuldigend an und erwiderte:
„Ja, richtig. Besser erst einmal mit stumpfen Holz üben.“
Kochlöffel konnte sie keine bieten, sowas brauchte Shikra in der Küche nicht, um Käse oder Brot aufzuschneiden oder Obst zu waschen. Aber die Vorbesitzer hatten ein kleines Holzlager eingerichtet und dort fand die Apothekerin auch zwei passende Äste, die sie Barbelin, nachdem sie zur Bank zurückgekehrt war, zeigte.
„Sind die zwei dafür geeignet?“
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Mo., 03. Jun 2019, 16:30
Die beiden Stöcke sahen soweit ganz gut aus, daher streckte Barbelin die Hand nach einem der beiden aus. "Das sollte gehen." Nachdenklich strich sich die Halbelfe mit dem Zeigefinger über die Nase und schien für einen kurzen Moment geistig nicht ganz da zu sein.

"Lasst uns mit dem wichtigsten Anfangen, zumindest laut meinem Lehrer." Den vermeindlichen Dolch mit der Klinge nach unten haltend nahm Barbelin einen stabileren etwa schulterbreiten Stand ein und senkte ihren Oberkörper etwas tiefer. "Man soll immer so stehen das der andere einen nicht umrennen kann. Daher etwas tiefer stehen und die Beine nie auf einer Linie."

Dann bedeutete sie Shikra es ihr gleichzutun. "Wenn ich nun angreife oder zurückweiche muss ich weiter unten bleiben statt mich zwischenzeitlich aufzurichten." Beides machte Barbelin einmal vor nur um den Unterschied zu verdeutlichen. Es fiel ihr leicht, ohne Stresssituation war es deutlich einfach das Gelernte anzuwenden. "Einen Dolch sollte man am besten mit der Klinge nach unten führen, dann könnt ihr mit mehr Kraft zustechen. Anders kann man besser schneiden, aber es ist nicht sicher ob ein Schnitt auch durch die Kleidung hindurchkommt."

Fragend blickte die junge Priesterin die Waldelfe an und versuchte aus deren Gesicht zu deuten ob diese ihr noch folgen konnte.

"Gut, der einfachste Angriff ist ein Stich von oben herab. Versucht dies doch ein paar mal. Hier" Dabei zeigte sie auf die Region im Übergang zwischen Hals und Schulter.. "solltet ihr am abesten treffen. Aber das wisst Ihr als Heilerin sicherlich." Und für einen kleinen Moment wurde Barbelin wieder etwas Rot im Gesicht, als ihr gewahr wurde das sie unterrichtete statt selbst zu lernen.

6W6
1-4 Du machst den Schritt und den Stich wie gewünscht.
5-6 Der Stich landet unsauber oder du machst den Schritt zu kurz oder weit
Autor: Christian Datum/Zeit: Mo., 03. Jun 2019, 19:08
Die Waldelfe schien überrascht darüber zu sein, dass der Magier sein treues Kamel dabei hatte. Aber sie hatte bereits angefangen, den wohl zum Apothekenturm gehörigen Geräteschuppen umzubauen für ihr eigenes Pferd.

Daodra braucht nur etwas Stroh und vielleicht noch einen Apfel. Das Ablegen seiner Rüstung ist immer das schwierigste...

Sicher, manche hielten es für übertrieben, dem Tier für jede Reise den Schutz anzulegen, aber wozu hatte er diesen denn sonst besorgt, wenn nicht, um es gerade dabei zu schützen, seien es bisswütige Schlangen oder andere Gefahren?

Schließlich kamen sie bei Daodra an, der sich sichtlich langweilte. So führte der Magier das Tier hinter sich und Shikra zum Schuppen, der auf den ersten Blick fertig aussah.


Nun, unser eigener Unterstand sieht ähnlich aus, da wird es auf jeden Fall reichen. Danke.

Schon führte der Magier sein Kamel näher heran an den Schuppen. Falls drinnen nicht genug Platz war, musste er die Rüstung von Daodra eben hier draußen entfernen.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Mi., 05. Jun 2019, 16:46
Drachenauge hatte Chiamara lange gemieden, da sie befürchten hatte irgendwo Herrn von Muesig zu treffen, der sie wieder belagern würde mit Fliederduft und Anspielungen seine Gespielin für eine Nacht zu sein.

Aber nun sollte es sie doch hierherziehen. Zum einen wollte sie Asarra in der Kaserne aufsuchen. Sie hatte mit Merdarion über diese Zeremonie gesprochen und der Zeitpunkt nahte.
Zum anderen musste sie eine Apotheke aufsuchen. Diese Manatränke wurden weniger. Zudem suchte sie etwas ganz Spezielles, was sie mal auf ihren Reisen nutzen durfte. Aber das musste sie ganz vorsichtig angehen. Ihre Selbstversuche hatten jedenfalls nichts gebracht.

Bei dem schönen Wetter war in der Hafenstadt einiges los. Die blonde Frau musste sich den Weg durch die Gassen bahnen, Drago hinter sich herziehend.
Erst steuerte sie den Apothekenturm an, den sie von früher kannte. Das Äußere deutete darauf hin, dass es einen neuen Eigentümer gab.
„Quelle der Heilung“ las sie. Mmmh, das würde nicht einfach werden - ein Gift zu bekommen. Das heilte ja nicht sonderlich. Abgesehen von Chiamaras Nerven und eventuell ihrem Leben.

Chiamara schritt durch das geöffnete Tor, lief einen Pfad zwischen Kräutern und Obstbäumen entlang und betrat letztendlich den Turm. Hier drinnen war es angenehm kühl, da die Mauern die Hitze abhielten, nahm die Ostländerin jedenfalls an.
Neugierig schaute sie sich nach dem oder der Arzneikundigen um.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Sa., 08. Jun 2019, 07:29
*** Barbelin ***

Shikra nickte fleißig, als Barbelin mit dem Wichtigsten anfangen wollte, nachdem die Stöcke ihre Zustimmung gefunden hatten. Die Elfe versuchte die Bewegungen der Halbelfe nachzuahmen iund nach ein paar Versuchen hatte sie das Gefühl den Unterschied zwischen einem tiefen und stabilen Stand und einer eher aufrechten Körperhaltung verstanden zu haben.
Zuerst hielt sie den Ast so, dass das andere Ende von ihr weg zeigte, bis ihr die Paladinpriesterin erklärte, dass man einem Dolch am besten anders in die Hand nahm. Was sie mit einem Schnitt in Abgrenzung eines Stiches meinte, begriff die Apothekerin zwar nicht ganz, trotzdem nickte sie weiter fleißig, während Barbelin erzählte.

Danach durfte die Heilerin aus Drachenauge zeigen, wie geschickt sie mit einem improvisierten Jagdmesser umgehen konnte. Ihre Lehrerin zeigte ihr nochmal wie sie den Ast halten sollte, wo sie welchen Fuß hinsetzen musste und wo am Ende im Idealfall die Stockspitze zu landen hatte. Die Elfe schluckte, als Barbelin davon sprach, dass sie als Heilerin wohl am besten wüsste, wie man sein Gegenüber am schwersten verletzen konnte. So hatte sie ihr Wissen noch nicht eingesetzt und doch konnte sie ein paar Stellen benennen, die besser nicht von einem Dolchstich getroffen werden sollten.

Langsam führte Shikra die Bewegung aus, setzte ihren rechten Fuß nach vorne, während sie mit dem Ast auf Barbelins linkes Schlüsselbein zielte und die gewünschte Stelle auch tatsächlich halbwegs sicher traf. Die Heilerin wiederholte die Bewegung und wieder passte der Abstand zur Halbelfe, wieder konnte sie am Ende das Schlüsselbein treffen. Die nächsten beiden Versuche waren eine flüssige Abfolge der einzelnen Bewegungen: die Knie leicht beugen, einen Schritt nach vorne gehen, währenddessen mit dem rechten Arm auf die linke Seite der Priesterin zielen und den Stock auf ihrer Schulter platzieren.
Dank der ersten erfolgreichen Versuche wurde die Apothekerin etwas übermütig und versuchte den Ablauf etwas schneller zu wiederholen, zwar traf sie ihr Gegenüber trotzdem noch an der gewünschten Stelle, doch nicht ganz so souverän, wie davor noch.

Nach dem sechsten Mal, nahm die Waldelfe wieder ihre normale aufrechte Körperhaltung ein und grinste ihre Lehrerin an. Ob Barbelin mit ihr zufrieden war?


gewürfelt: 4, 3, 1, 1, 4, 3


*** Christian ***

Die Elfe folgte ihrem Gildenbruder samt Reittier und bot ihre Hilfe beim Ablegen der Rüstung von Daodra an. Wirklich schnell oder geschickt stellte sie sich dabei nicht an, allerdings war es auch das erste Mal, dass sie beim Entfernen einer Rüstung bei einem Kamel half. Stück für Stück stapelten sich die Rüstungsteile in einer Ecke des Schuppens. Gegenüber verteilte die Heilerin etwas Stroh, das in Säcken schon parat stand und zum Schluss holte sie noch ein paar Äpfel für Christians Begleiter.

Shikra, die sich mittlerweile mit dem Gedanken angefreundet hatte, dass ihr Gildenbruder jetzt wohl ebenfalls über Nacht bleiben würde, lief mit dem Obst in der Hand und mit einem Grinsen im Gesicht zurück zum Unterstand und fragte im gleichen Wortlaut, den sie schon bei Daodra benutzt hatte:
„Und was braucht denn ein Gildenbruder alles zum Übernachten?“

Die Apothekerin würde ihm entweder eins der Gästezimmer im ersten Stock anbieten können, wobei eins der Zimmer immer noch dezent nach Flieder roch, obwohl die Heilerin schon alles Erdenkliche versucht hatte, um das Zimmer zu lüften oder sie könnten eine der Matratzen aus dem zweiten Stock holen und da platzieren, wo Christian sie am liebsten hätte. Als Shikra die verschiedenen Möglichkeiten im Kopf durchging, färbten sich die Wangen wieder einmal verräterisch rötlich.


*** Chiamara ***

Shikra war in ihrer Tränkeküche, auf dem Tisch an der Wand war eins ihrer Standardwerke über Rezepturen aller Art aufgeschlagen und auf dem Arbeitstisch in der Mitte stand ein kleiner Topf, daneben lag ein Schneidebrett und darauf eine halb geschnittene Wurzel und ein paar Rindenstücke. Ein paar Manatränke und ein paar leere Phiolen standen ebenfalls bereit. Den ganzen Vormittag über hatte die Apothekerin versucht eine neue Rezeptur für einen Saft, den man bei erhöhter Temperatur und Fieber schon Kleinkindern geben konnte, nach zu kochen, doch der Sirup wollte seine Farbe nicht, wie im Buch erklärt, auf ein dunkles Grün ändern. Vielleicht hatte sie nicht die richtige Temperatur gewählt? Nachdenklich rührte sie in dem Topf, als sie die Eingangstüre sich öffnen hörte. Schnell löschte sie die Flamen, mit denen sie den Kochtopf erwärmt hatte, öffnete die hintere Tür in den Garten, damit sich die Gerüche, die das Kochen eines Sirups so mit sich brachten, nach draußen abziehen konnten und strich ihre Tunika glatt.

Mit einem letzten Blick auf die Feuerstelle, trat die Apothekerin aus ihrem Arbeitszimmer in den Verkaufsraum, um den Kunden zu begrüßen.
„Ich wünsche einen wunderschönen Tag.“
sprach sie und eilte auf die Besucherin zu.
„Ich hoffe ich habe euch nicht zu lange warten lassen, doch ein Feuer sollte man nicht unbeobachtet im Haus brennen lassen. Womit kann ich euch helfen?“
Autor: Christian Datum/Zeit: So., 09. Jun 2019, 09:52
Christian begrüßte die Hilfe seiner waldelfischen Gildenschwester mit einem breiten Lächeln, auch wenn dies ihr erstes Mal war, die Rüstung von Daodra abzunehmen. Aber sie sorgte auch für Stroh und einige Äpfel. Doch dann fragte sie den Magier des Hohenturms eher indirekt, was er denn zum Übernachten bräuchte. Kurz schien er zu überlegen, während sich die Wangen der Heilerin leicht Rot färbten, was ihn ebenso leicht verunsicherte.

Och...nach einem Gute-Nacht-Kuss braucht er nur noch ein Bett zum darin schlafen.

Moment, hatte er das gerade wirklich laut gesagt? Schon färbten sich seine eigenen Wangen deutlich mehr als die der Waldelfe. Wobei, er hatte ja gar nicht gesagt, von wem der Kuss stammen sollte. Aber Neome war nicht hier, das machte die Auswahl nicht gerade groß...

Ehm...also den Kuss,  wenn Neome jetzt hier wäre.

Puh, gerade noch so nachgeschoben, sonst hätte das nur wieder jemand gehört und in der Gerüchteküche breitgetreten.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Do., 13. Jun 2019, 17:50
Apotheken lösten etwas ganz Eigenartiges in ihr aus. Einerseits fühlte Chiamara sich in einen Kräutergarten versetzt. Diverse angenehme Düfte erfüllten ihre Nase. Aber auch eher beißende Gerüche lagen unterschwellig in diesem Verkaufsraum, was sie an Kämpfe, Tod und Heiler erinnerte.

Zum Glück war sie nicht allzu lange allein mit diesen Erinnerungen, als eine junge Frau aus dem hinteren Bereich des Turmes erschien. Die Kundin wurde freundlich begrüßt, so dass sie das Willkommen ihrerseits erwiderte.

"Schön ist dieser Tag fürwahr,  gnädige Frau. Ihnen auch einen besonderen Gruß."

Was von den Lippen der groß gewachsenen Frau für befreundete Personen eventuell befremdlich klingen konnte, war jedoch tatsächlich so gemeint. Denn seid sie wieder in Armandes Armen liegen konnte war ihre Stimmung mehr als gut. Und ihr Tatendrang kannte kaum Grenzen.

"Ich bräuchte wieder einen Nachschub an Manatränken. Zehn kleine würden mir vorerst genügen," beantwortete sie die Frage der Alchemistin.
"Und dann hätte ich noch ein ganz besonderes Anliegen und hoffe, dass Ihr mir weiterhelfen könnt."
Fragend betrachtete die hellhaarige Frau ihr Gegenüber.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Sa., 15. Jun 2019, 07:10
*** Christian ***

Das Gesicht der Waldelfe wusste nicht so recht, wie es auf die Aussage des Hohentürmlers reagieren sollte, daher nahm die Farbe auf ihren Wangen noch etwas zu und gleichzeitig zeichnete sich ein, für die Heilerin typisches Grinsen ab. Sie wollte schon fast was Freches erwidern, da schob Christian seinen zweiten Satz nach und erwähnte Neome und ihr Grinsen verschwand. Shikra hatte ihren Gildenbruder bisher eher als Lehrmeister oder Abenteurer wahrgenommen und nicht als Ehemann oder gar Familienvater, deswegen konnte sie in dem ersten Moment nicht viel mit dem Namen anfangen.

"Ähm, ja. Natürlich nur von Neome."
antwortete sie, leicht verwirrt darüber, dass sie es von schon fast in Erwägung gezogen hätte, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. So wendete sie sich, nachdem sie Daodra nochmals kurz gestreichelt hatte, dem Apothekenturm zu.

Oben im ersten Stock zeigte sie ihm die beiden Gästezimmer. Beide waren eher schlicht und doch recht gemütlich eingerichtet. Das eine war mit Zweigen aus dem Wald dekoriert und diese verströmten einen angenehmen Duft nach Tannen und Harz. Das andere Zimmer war ebenfalls mit ein paar Ästen ausgestattet und doch könnten diese den blumigen Duft des Flieders höchstens ergänzen.
"Gefällt dir eins der Zimmer?"


*** Chiamara ***

Die Apothekerin musste bei Chiamaras heiterer Begrüßung unwillkürlich etwas grinsen. Gerade beim Einkaufen und natürlich in ihrem eigenen Geschäft legte sie meist ebenfalls eine sehr fröhliche und höfliche Art an den Tag. Ab und zu zeigte sich da doch ihre elfische Erziehung.
"Zehn kleine Manatränke. Sehr gerne. Einen Moment, ich hole sie gleich."
Während sie sich dem Regal, in dem feinsäuberlich die kleinen und großen bläulichen Tränke aufgereiht standen, zuwendete und zehn der kleinen Phiolen in ein Körbchen packte, überlegte die Waldelfe, woher sie die Blonde kannte.

Wieder zurück bei der Kundin, fragte sie mit einer gewissen Ehrfurcht in der Stimme:
"Verzeiht die Nachfrage. Ihr wart eine der Kämpferinnen bei dem Turnier in Nighton? Ihr habt euch mit der Lykana und dem Drachen gemessen, oder?"
Dann gab sie der neuen Müllerin das Körbchen mit den Tränken.
"Bitteschön, die gewünschten mit Mana gefüllten Phiolen. Mögen sie eure Energiereserven gut füllen."

Als ihre Kundin um weitere Unterstützung bat, schaute Shikra sie neugierig an.
"Ich helfe, wo ich kann. Welchen Wunsch habt ihr denn?"
Autor: Christian Datum/Zeit: So., 16. Jun 2019, 10:38
Kurz hatte der Magier den Eindruck, als hätte seine Gildenschwester ihm den Gute-Nacht-Kuss gewährt, zumindest bis er Neome ins Gespräch brachte. Warum gab ihm das gerade einen kleinen Stich?

Genau...wir wollen ja keine Gerüchte aufkommen lassen. Aber wer weiß, wie es in hundert Jahren aussieht.

Vielleicht hatte er dann auch alle Hände voll zu tun mit irgendwelchen Ururenkeln oder so, da wäre ihm Unterstützung sicher sehr willkommen ... und vielleicht auch etwas mehr. Auch er verabschiedete sich bei seinem treuen Reisegefährten mit einer Streicheleinheit und zusätzlich der Gabe eines Apfels, bevor er seiner Gastgeberin folgte. Der Duft nach Tannen und Harz sprach ihn schon an. Zumindest mehr, als der Fliedergeruch im anderen Zimmer.

Ich habe eine leise Vermutung, wer hier zuletzt genächtigt hat.

Der Geruch war wirklich sehr schwer wegzubekommen.

Hmm...da bevorzuge ich lieber den Tannengeruch. Wie riecht es denn in deinem Zimmer?

Was war denn heute nur mit ihm los? Färbte die Neugier seiner Tochter so sehr auf ihn ab oder lag da mehr dahinter?

Also nur, wenn du es mir verraten möchtest.

Das sorgte kaum dafür, dass der Rotstich in seinem Gesicht abnahm.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Mo., 17. Jun 2019, 11:18
Etwas überrumpelt zuckte Chiamara zusammen, als sie auf das Turnier in Nighton angesprochen wurde.

"Ähm, ja. Ich habe daran teilgenommen. Obwohl es irgendwie ein unfairer Kampf war. Ich meine, der Drache hatte eindeutig mehr Möglichkeiten, die ihm aber verwhrt wurden. Ich bin für solche Spielchen nicht gemacht. Man kämpft nur, wenn es sein muss und meist um selber zu überleben. Aber eine Erfahrung war es wert."

Die hellhaarige Frau packte sich schon einal die 10 Manatränke in den Rucksack und blickte ihr Gegenüber offen an.
"Ich bin ja nicht so bewandert mit all solch Mittelchen, wie Ihr sie hier habt," druckste sie um das eigentliche Thema herum.
"Jedenfalls habe ich mich an einem Versuch gewagt. Und verloren. Goldregen hatte man mir mal jemand gesagt. Aber ich habe wohl nicht das Gefühl für die Menge. Also es geht in erster Linie um die Ratten in meiner Mühle. Bei so vielen Ratten und in der Größe helfen auch die Katzen nicht mehr weiter. Ich würde sie gerne lähmen, um sie dann entfernen zu können. Denn tote Ratten stinken nur."

Vielleicht würde sie die gelähmten Tiere auch aufsammeln und dann töten, damit sie sich nicht vermehren können.
Diese Idee nahm entsprechende Formen an, während sie weitersprach.

"Auf meinen Reisen war ich bei einem Dschungelvolk, dass ihre Waffen mit so einem Mittel eingegrieben hatte. Dies hatte dazu geführt, dass die Gegner bei einem Treffer kurzzeitig langsamer in ihren Bewegungen waren - nicht mehr so viel Kraft hatte. Nur gibt es die Grundsubstanz nicht in gängigen Gärten und Wäldern. Sowas suche ich."

Ein kurzer Atemzug, mehr ein ergebenes Seufzen:
"Ich muss gestehen, dass ich es vielleicht auch für meine Schwerter nutzen würde, wenn ich es hätte. Erhöht sicherlich meine Überlebungschancen bei den haarsträubenden Abenteuern, die mich immer wiederfahren."

das Wort Abenteuer in den Mund genommen fiel der Kriegerin plötzlich ein, dass auch sie die Apothekerin kannte. Sie hatte eigentlich gedacht, dass alles nur etwas wie ein Traum war. Aber nun... Sie war sich ziemlich sicher...

"Mythia! Ihr kennt Mythia, oder nicht?" fragte Chiamara leise und total überrascht.


Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 20. Jun 2019, 13:00
*** Christian ***

In hundert Jahren? Auf dem Weg zum Apothekenturm überlegte die Heilerin, wie der Magier das gemeint hatte. Ein Jahrhundert war für die junge Elfe noch ein großer Zeitraum, hatte er wirklich angedeutet, sie sollte noch ein paar Jahre warten und dann hätte sie eine Chance bei ihm? Das hatte sie bestimmt falsch verstanden. Und doch gab da noch einen kleinen Teil in der Waldelfe, der seit den Übungen zum Lichtkugelzauber im Übungsraum des Hohenturms oder eigentlich schon seit der Begegnung mit dem schwarzen Kater auf dem Markplatz von Drachenauge für ihren Gildenbruder zumindest schwärmte. Und diesem Teil kam das Angebot für in hundert Jahren gar nicht so falsch vor.

Sie hatten die Zimmer erreicht und Shikra schmunzelte über Christians Einschätzung der vorangegangen Übernachtungsgäste.
„Da hast du ganz Recht, wenn du an den guten Martin von Muesig denkst.“
Sie grinste und schüttelte den Kopf. Dieser Baron war schon ein Unikat. Er konnte so seltsam, adelig oder durchgeknallt wirken und trotzdem mochte sie ihn.

„Ich bevorzuge ebenfalls den Tannengeruch.“
bestätigte die Apothekerin die Wahl des Hohentürmlers, wobei sie selbst nicht ganz auf etwas weichere Duftnoten in ihrem Zimmer verzichten wollte.
„in meinem Zimmer? Ja, natürlich kann ich dir das verraten. Ähm, also auch nach Wald und Tannen und  Zapfen und so.“
Ihr Blick war währenddessen zu Boden gewandert und sie spielte mit dem Saum ihrer Tunika.
„Und im Moment auch ein bisschen nach Jasmin, denn die ersten Blüten sind gerade dabei sich zu öffnen.“
strahlte die Waldelfe, deren Blick sich wieder zu dem Gesicht des Gildenbruders gerichtet hatte, nachdem sie am Anfang etwas von der Frage überrumpelt wirkte. Sie hatte eigentlich immer eine Pflanze bei sich im Zimmer, wobei diese –abhängig von der Jahreszeit – variierte.
Der kleine schwärmerische Teil in ihr meldete sich nochmals zu Wort und sprach an Christian gewandt:
„Du kannst auch gerne mit hochkommen und dir ein eigenes Bild davon machen, Düfte zu beschreiben ist schwierig.“
Und als sie seine gesunde Gesichtsfarbe registrierte musste sie frech grinsen.


*** Chiamara ***

Shikra hatte den Kopf leicht schräg gelegt, während sie versuchte den Ausführungen der Ostländerin zu folgen. Mittelchen? Goldregen? Ratten? Mühle?
So langsam dämmerte es der Waldelfe, worauf die frisch gebackene Müllerin hinaus wollte. Sie hatte eine Rattenplage und wollte dieser mit Gift Herr oder Frau werden. Mit einer Mixtur, die die Nager lähmen und so ihr Bekämpfen erleichtern würde. Die Apothekerin schien noch einen Moment zu brauchen, ehe sie eine Antwort geben konnte. Sie hatte keine Rezeptur parat, die das konnte, allerdings würde sich in ihrem Nachschlagewerk sicherlich etwas dazu finden lassen. Sie konnte die Besucherin gut verstehen zumal sie seit der Seuche, die in Drachenauge gewütet und ihr ein paar sehr harte Arbeitstage abverlangt hatte ebenfalls nicht gut auf diese Viecher zu sprechen war und das, obwohl sie wusste, dass ‚normale‘ Ratten nichts für die Vorfälle, die ihre dämonischen Verwandten ausgelöst hatten, konnten.

Zögerlich versuchte sie ihre Gedanken in Worte zu fassen:
„Ich kann eure Beweggründe nachvollziehen und sicher finden wir eine passende Mischung, die euch bei eurer Rattenplage helfen dürfte. Exotische Pflanzen aus Isua habe ich nicht vorrätig, aber etwas Adäquates sollte ich verfügbar haben. Ich müsste nur ein bisschen die Literatur bemühen und hoffe, dass ihr es nicht eilig habt? Wenn ihr Lust habt, dann begleitet mich doch in mein Arbeitszimmer oder möchtet ihr euch setzen und etwas trinken?“
Dabei verwies sie auf das Tischen in der Nische, wo Stühle und Gläser auf dem Tisch standen und wendete dann ihre Schritte Richtung Tränkeküche.

Als Chiamara seufzte, drehte sich die Elfe um, um nach der Blonden zu sehen. Diese gestand ihr, dass sie gegeben falls die Mischung auch im Kampf anwenden würde und an Shikras Gesicht konnte sie gut ablesen, dass die Heilerin davon nicht viel hielt. Gifte herzustellen und sie in einer Auseinandersetzung heimtückisch einzusetzen, hatte für sie einen feigen Beigeschmack, obwohl sie durchaus verstehen konnte, dass man lieber auf eine solche Methode zurückgriff anstatt selbst den Kürzen zu ziehen und das mit dem Leben zu bezahlen. Dennoch schüttelte sie leicht den Kopf und wollte eine Ablehnung des Wunsches erwidern, als die Ostländerin geschickt das Thema wechselte.

„Ja, ich kenne Mythia, ja.“
antwortete die Apothekerin überrascht. Sie hatte die ganze Geschichte für eine Art Traum gehalten, so fest war sie in der Erzählung damals gefangen gewesen. Und lange hatte sie darüber immer wieder nachgedacht, wie real das Erlebte gewesen sein konnte, bis sie vor kurzem von Rorokpal auf das kleine Bergkönigreich angesprochen worden war.
„Wir waren in Drachenauge in einem Lagerhaus und dort hörten wir die Geschichte der kranken Königin. Ich kann euch nicht genau sagen, was ich davon geträumt und was ich davon wirklich erlebt habe.“
Sie blickte ihre Besucherin recht abwesend an, als ob sie weit weg wäre mit ihren Gedanken.
„Bitte verzeiht, das klingt unsinnig. Wie sollten wir, ohne es zu bemerken, nach Mythia gekommen sein?"
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Do., 20. Jun 2019, 17:43
Barbelins Gesicht zeigte ein freudiges Lächeln. "Das macht Ihr sehr gut. Greift immer direkt euren Gegner an, statt seiner Waffe. Wenn er ausweichen oder parrieren muss kann er schwerer selbst angreifen. Der andere Arm ist aber ebenso wichtig, denn er ist Euer Schild, sofern ihr keines tragt. Er soll andere Angriffe ablenken wenn möglich. Macht bitte nich einmal den Stich."

Demonstrativ hielt Barbelin ihren linken Arm schützend vor sich, als dann der Stich Shikras auf sie zukam öffnete sie ihre Hand, mit dem Daumen nach unten griff von innen an den Unterarm der Elfe und drehte dann mit sanfter Gewalt diesen zur Seite. Das Ergebnis war wie es sein sollte. Der verdrehte Arm stellte keine Gefahr mehr dar und gleichzeitig musste der Oberkörper der Heilerin sich leicht mitdrehen. Somit stand diese recht instabil und völlig offen. Mit dem Dolch führte die Priesterin langsam den selben Stich durch mit dem Shikra angegriffen hatte.

"Und so kontert man diesen Stich. Wollt Ihr es auch einmal versuchen?"

6W6
1-2 Du kannst den Stich sauber fangen, den Arm verdrehen und selbst angreifen
3-4 Du fängst den Arm nicht ganz sauber, oder drehst ihn nicht weit genug, kannst aber trotzdem zustechen
5-6 Du fängst den Arm nicht sauber, wirst getroffen, aber triffst selbst auch


[OT] Sorry für die Wartezeit [/OT]
Autor: Christian Datum/Zeit: So., 23. Jun 2019, 09:51
Tatsächlich erzählte ihm seine Gildenschwester, wie es in ihrem Zimmer roch, sie lud ihn gar dazu ein, den Duft selbst zu erleben, da ja noch etwas Jasmin dabei war, was den Geruch bestimmt noch angenehmer machte. Aber sie hatte recht, sich das vorzustellen, war nicht so einfach. Deshalb entgegnete er ihr freches Grinsen mit seinem eigenen.

Na wer kann einer solch frech grinsenden jungen Dame eine solche Einladung schon ausschlagen? Gerne werde ich dein...ehm...den Geruch deines Zimmers erkunden.

Puh, jetzt hätte er sich fast wieder in eine Peinlichkeit hineingeredet. Er war es einfach nicht gewohnt, so viel in vertrautem Rahmen von sich zu geben, ohne dass auch einige zweideutig zu interpretierende Dinge dabei waren. Zu schnell war etwas ausgesprochen, was niemand sonst hören sollte, wenn man Gerüchte verhindern wollte. Nur gut, dass sie hier drin alleine waren.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 24. Jun 2019, 11:06
*** Barbelin ***

Shikra erwiderte das Lob der Halbelfe mit einem Grinsen. Sie hätte nicht gedacht, dass es so viel Spaß machen würde, bestimmte Bewegungsabläufe zu lernen und wiederholen, bis man das Gefühl hatte, die richtige Bewegung -fließend und treffsicher - gefunden zu haben. Ihre Lehrmeisterin schien ebenfalls Freude an der Übung gefunden zu haben, zumindest erweckte sie den Eindruck voll in ihrem Element zu sein, als sie erklärte, wie man am besten den linken Arm in die Bewegung integrierte und als zusätzlichen Schutz nutzen konnte.

Die nächste Übung bestand aus einem neuen Anfang, während das Ende dem letzten Ablauf gleich kam.
Zuerst zeigte ihre Lehrerin, wie es zu funktionieren hatte und die Apothekerin stöhnte überrascht auf, als Barbelin ihr den Arm verdrehte und so schnell an ihrer Schulter war, dass die Elfe im ersten Moment gar nicht sagen konnte, wie sie das gemacht hatte.
Danach versuchte die Heilerin den Arm der Priesterin genauso, wie diese gerade gezeigt hatte, zu umfassen verdrehte ihn leicht und stach dann wieder auf Höhe des Schlüsselbeins zu. Gar nicht so schwer, dachte Shikra und wiederholte die Bewegung, dank einer geduldigen Barbelin ein paar Mal. Meistens gelang es Shikra recht gut, den Arm zu erwischen, ihr Gegenüber in eine unvorteilhafte Position zu ziehen und dann mit der Astspitze die Schulter zu berühren.

"Das macht Spaß und ist gar nicht so schwierig."
lautete das Fazit der motivierten Elfe. Vorsichtshalber fragte sie noch nach Barbelins Wohlbefinden, nicht dass sie im Eifer des Gefechts den Arm zu weit gedreht hatte.
"Ich hoffe, ich habe nicht zu sehr an euch gezerrt. Seid ihr noch ganz.?"
Ein gewisser Übermut war nicht zu überhören. Das Bogenschießen erforderte ein hohes Maß an Konzentration und Ruhe, da war das Üben mit dem Dolch schon etwas anderes.

gewürfelt: 2, 1, 1, 1, 3, 2


*** Christian ***

Ein wenig überrascht schaute die junge Hohentürmlerin dann doch, als Christian einwilligte, ihr nach oben in ihr Zimmer zu folgen. Zwar hatte sie es im Laufe des Abends aufgegeben, jeden Satz des Gildenbruders gedanklich von allen möglichen und unmöglichen Denkrichtungen zu beleuchten, doch wurde ihr Grinsen etwas breiter, als sie die ersten Stufen Richtung Schlafzimmer nahm. Was wohl diese Neome dazu zu sagen hätte, schoss es ihr durch den Kopf eher sie auch diesen Gedanken beiseite schob. Es waren ein paar schöne und lustige Stunden mit Christian bisher gewesen und sie wollte das auf keinen Fall auf diese Art und Weise beenden.
Auf der Treppe fragte sie nach hinten:
"Wie sieht es eigentlich bei dir zuhause aus? Hast du auch Pflanzen bei dir in der Wohnung?"

Sie erreichten die Tür zu ihrem gemütlichen Schlafgemach und Shikra öffnete sie bereitwillig. Neben einem einfachen Bett, einem Tisch mit Stuhl und einer kleinen Kommode stand noch eine Truhe am Fußende der Matratze, die mit einer bunten Decke zugedeckt war. Die kurzen Vorhänge passten farblich ganz gut dazu und auf dem Fensterbrett stand besagte Jasminpflanze mit ihren kleinen weißen Blüten. Am Kopfende des Bettes und auf der Kommode waren kleine Nadelzweige befestigt oder lagen darauf.
"Also das der schwer zu beschreibende Duft aus Wald und Jasmin."
Während sie sprach ließ sie den Magier nicht aus dem Augen, damit sie seine Reaktion auf ihr Zimmer nicht verpasste.
Autor: Christian Datum/Zeit: Di., 25. Jun 2019, 19:28
Den leicht überraschten Blick auf dem Antlitz der Waldelfe interpretierte er nur als weitere Neckigkeit ihrerseits, so verbreiterte sich sein Lächeln nur. Zumindest bis sie auf der Treppe ihre Frage stellte, die ihn leicht nachdenklich werden ließ.

Hmm...ja, aber um die kümmert sich eher Neome. Ich lasse die Pflanzen lieber draußen in der freien Natur wachsen, dann kann ich schon nicht vergessen, sie zu gießen.

Das breite Lächeln wurde etwas verlegen daraufhin. Schließlich kamen sie im Schlafzimmer seiner Gildenschwester an. Bis auf die bunte Decke, Vorhänge und die Jasminpflanze wirkte es auch recht schlicht eingerichtet, ganz so, wie er es selbst bevorzugte. Wobei, das Bett könnte ruhig eine Spur breiter sein. Aber der Duft hier gefiel ihm noch besser als in dem einen Gästezimmer, was man auch an seinem leicht verträumt wirkenden Blick ablesen konnte.

Das ist wirklich schön und dann dieser herrliche Geruch dazu. Hast du die Decke selbst gemacht? Hmm...allerdings erscheint mir das Bett für zwei Personen doch etwas eng zu sein. Schade, da muss ich wohl doch ins Gästezimmer.

Kurz maß er ab, ob nicht doch eine Matratze neben ihr Bett passen würde, ganz so als ob er wirklich vorhatte, in ihrem Zimmer zu nächtigen...
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Mi., 26. Jun 2019, 11:01
Nicht nur Shikra machten die Übungen Spaß auch Barbelin war erstaunt wie gut ihr dies gefiel. Wahrscheinlich lag es an der offenen und freundlichen Art der Heilerin. Und da diese das Gezeigte auch noch gut umsetzte vergaß Barbelin ganz die Zeit.

"Alles gut." Erwiederte sie als Shikra ein letztes Mal ihren Arm verdreht hatte und sich damit erfolgreich veteidigt hatte. "Der Dolch scheint Euch zu liegen." Trotdem ihren Arm etwas schüttelnd trat Barbelin nochmals etwas zurück. Diesmal hielt sie den Dolch an ihre linke Seite, die Spitze auf Shikra weisend. "Man kann auch von hier unten Stiche ausführen. Damit zieht man auf die Brust und versucht unter dem Arm des anderen hindurchzustechen." Sie führte den Stich ein paar mal langsam aus, damit Shikra ihn sich merken konnte. "Aber noch viel einfacher kann man von hier einen Angriff abfangen. Stich bitte nochmal von oben herab."

Als die Hohentürmlerin dies tat vollführt Barbelin eine weite Kreisberwegung mit ihrem Dolch nach Oben und fing die Hand der Heilerin zwischen ihrem Arm und ihrem Dolch. "Wenn man den andern so gefangen hat." Erklärte die Priesterin und zog ihren Arm weiter auf der Kreisbahn zu ihrer rechten Seite herab. "zieht man." Shikra wurde so an Barbeloin vorbeigezogen und stand nun mit dem Rücken zu ihr. "Hat man den anderen hier unten folgt ein Stoß zum Gesicht." Langsam fühte sie ihren Dolchknauf hinauf und stoppte unter dem Kinn der Elfe. "Seht ihr?"

6W6
1-2 Du kannst den Stich sauber fangen und auch den Dolchstoß durchführen
3-4 Du fängst den Arm nicht ganz sauber, verlierst den Halt am Arm oder bleibst beim Dolchstoß hängen
5-6 Du fängst den Arm nicht sauber, und wirst getroffen.
Autor: Chiamara Datum/Zeit: Do., 27. Jun 2019, 15:29
Erst schien die Apothekerin ihrem Wunsch recht angetan ihr ein Gift zu mixen. Schon sprach die Frau von Literatur, die sie dazu lesen müsste und lud Chiamara sogar ein zu ihr in das Arbeitszimmer zu kommen.

Doch als die ehemalige Soldatin den anderen Nutzen des Giftes ansprach änderte sich dieses Verhalten direkt. Sie ärgerte sich dies überhaupt angesprochen zu haben, aber sie hatte das Gefühl ehrlich sein zu müssen. Und auch im Nachhinein war ihre Entscheidung richtig. Immerhin kannte sie Shikra von einem Abenteuer.

"Erst kam es mir auch wie ein Märchen vor, dass ich im Traum weiter geträumt habe. Aber die Personen waren so real," ging Chiamara auf die zweifelnden Worte ihres freundlichen Gegenübers ein. "Einige kannte ich sogar. Und dann hatte ich etwas mitgebracht aus der Welt Mythia. Nicht irgendein Gegenstand der wer weiß wie in meine Hände geraten konnte. Sondern etwas, was es nur dort gegeben hat."

Ja, dieses Land war schon komisch gewesen. Und die zukünftige Müllerin dachte darüber nach, ob es da Land noch gab oder schon verschwunden war.

Dann aber lächelte sie die Apothekerin an und kam auf den eigentlichen Grund ihres Erscheinens zurück.

"Ich möchte nicht, dass Ihr Euch unwohl fühlt, wenn ihr mir etwas herstellt, was gegen Euren Kodex verstößt. Aber ihr könnt versichert sein, dass es nicht mein Ziel ist Anwohner Dragonias wissentlich zu schädigen. Immerhin war ich über Jahre Hauptmann in Drachenauge und Nuru. Aber ein Vorschlag zur Güte. Vielleicht könnt Ihr mir Tipps geben, wie ich das Mittel selber herstellen kann. Vielleicht kennt ihr Kräuter die hilfreich sind. Und ob ich etwas bei der Prozedur an sich beachten muss. Also Auskochen oder mit sonstigen Zutaten zu einem Brei mixen. Das würde völlig reichen und ich probiere den Rest an den Nagern aus."
Mehr konnte Chiamara wirklich nicht erbitten, wenn es Shikra so an die Nieren ging.
Autor: Shikra Datum/Zeit: So., 30. Jun 2019, 14:03
*** Christian ***

Pflanzen lieber in der Erde zu lassen, als diese wochenlang ungegossen im Haus stehen zu lassen, klang durchaus sinnvoll. Und doch erlaubte sich die Waldelfe die Ausnahme, sich ein bisschen lebendiges grün in ihr Schlafzimmer zu holen, das sie selbstverständlich regelmäßig wässerte und auch wieder in den Garten zurückbrachte.
Sie erwiderte sein Lächeln, sie fand an seiner Aussage nichts verwerflich. Es war doch eher gut, wenn er um seine Schwächen wusste und daher die Pflanzen erst gar nicht ins Innere holte.

Der Hohentürmler schien Gefallen an ihrem Zimmer gefunden zu haben und das löste in der jungen Waldelfe ein seltsames Gefühl von Stolz aus. Sie setzte sich auf die Bettkante und strich über das bunte Muster des Überwurfs.
„Oh, nein. Die Decke habe ich so auf dem Marktplatz gesehen und ein bisschen Farbe hier im Zimmer schadet nicht.“
Kritisch musterte sie, auf Christians Anmerkung hin, ihr Bett ehe sie ihn frech angrinste und antwortete:
„Für nebeneinander ist es für zwei wahrscheinlich wirklich etwas zu eng.“

Was war denn los mit ihr? Jetzt fing sie ebenfalls schon mit solchen Zweideutigkeiten an. Mit einer Spur Röte im Gesicht verfolgte sie die Überlegungen ihres Gildenbruders und als ob sie seine Gedanken erraten hätte sagte sie:
„Also eine Matratze passt hier schon noch ins Zimmer, das habe ich schon ausprobiert.“
Damals als in Drachenauge die Seuche umgegangen war und die Jüngste der Relats bei ihr übernachtet hatte.


*** Barbelin ***

Die Waldelfe ahmte die Stichbewegungen Richtung Brust ein paar Mal nach, ehe sie sich von Barbelin die nächste Übung zeigen ließ. Langsam senkte sie ihren rechten Arm und beobachtete dabei, wie die Halbelfe ihre Bewegung abfing und den Schwung dazu nutzte, die Elfe an sich vorbei zu ziehen und abschließend andeutete, wie sie mit dem Griff des Dolchs ihr ins Gesicht schlagen könnte.
Dieser Bewegungsablauf wirkte schon ein wenig komplexer im Vergleich zu den Vorangegangen, daher versuchte Shikra die einzelnen Bewegungen erst einmal langsam zu wiederholen.

Zweimal gelang ihr das schon sehr gut und danach wollte sie das Tempo erhöhen, merkte jedoch sehr schnell, dass es gar nicht so leicht war, die genaue Bewegung der Priesterin richtig einzuschätzen, um diese dann abfangen und umlenken zu können. Zuerst blieb sie so unglücklich am Dolch ihres Gegenübers hängen, dass sie ihre Kreisbewegung nicht mehr vollenden konnte, beim nächsten Mal kassierte sie sogar einen Gegenteffer. Auch die nachfolgenden Versuche waren nicht von Erfolg gekrönt. Einmal berührten sich die Arme der beiden fleißigen Kämpferinnen gar nicht und dann wieder verkeilten sich die Dolche so, dass die Übung nicht sauber beendet werden konnte.

Die Apothekerin ließ sich dadurch allerdings noch nicht entmutigen.
„Das ist schon deutlich schwieriger. Das braucht wohl noch viel Übung, bis ich diesen Bewegungsablauf genauso sauber hinbekomme, wie ihr.“
Shikra strich mit ihrem Handrücken über ihre Stirn. Hatten sie die Übungen ins Schwitzen gebracht? Vielleicht sollten sich die beiden eine kurze Pause gönnen?
„Wollt ihr zwischenrein einen Schluck trinken, werte Barbelin?“


gewürfelt: 1, 1, 4, 6, 3, 4


*** Chiamara ***

Etwas fragend und etwas neugierig schaute die Apothekerin ihr Gegenüber schon an, als Chiamara andeutete etwas aus Mythia mitgebracht zu haben. Shikra hatte als einzige Erinnerung die Murmel, die bei ihr oben im dritten Stock aufbewahrt wurde, doch das zählte nicht wirklich, da sie die kleiene Kugel schon vor dem Besuch des eigenartigen Landes bekommen hatte.

Nach den versöhnlichen Worten der angehenden Müllerin konnte die Heilerin ihre Hilfe wohl kaum versagen. Ein wenig über die Herstellung von Pflanzenextrakten zu erzählen, schadete ja nicht und vielleicht konnte sie die ehemalige Hauptmann sogar noch davon abbringen, ein Gift gegen ihre Gegner herzustellen.
Als diese von ihrer Rolle in der Kaserne von Drachenauge und Nuru berichtete, konnte sich die Waldelfe ein Schmunzeln nicht verkneifen. Sie musste unweigerlich an Samul denken, der ebenfalls Soldat der Hauptstadt war und diesem traute sie durchaus zu gefährliche Tinkturen willkürlich zu verwenden, vielleicht würde er sie sogar an sich selbst ausprobieren.

„Dann folgt mir doch bitte nach hinten, dann kann ich euch zeigen auf wie viele Arten man diverse Inhaltstoffe aus Pflanzenteilen gewinnen kann.“
Sie betraten den Arbeitsraum der Apotheke, auf dessen Tisch immer noch die Überreste ihres Herstellungsversuches lagen. Sie räumte Brett, Phiolen, Kochtopf und die Pflanzenreste zur Seite und legte dafür ihr dickes Buch auf den mittleren Tisch.
Im vorderen Teil waren die einzelnen Arbeitsschritte beschrieben, während in der zweiten Hälfte die gängigsten Rezepturen notiert waren.

Zusammen mit der Blonden blätterte die elfische Heilerin die Seiten durch und Shikra versuchte mit einfachen Worten zu erklären, was in dem Buch abgebildet und beschrieben war. Nachdem sie ein paar der gängigen Methoden durchgegangen waren, grinste die Brünette ihre Besucherin an. Vielleicht hatte sie sie jetzt schon von ihrem Vorhaben Gifte herzustellen abgebracht.
„Habt ihr euch alles merken können, oder habt ihr hierzu noch Fragen? Ohne diese Grundlagen werdet ihr kaum eine Arbeitsanweisung  richtig umsetzen können.“
Das Grinsen wich einem fragenden Gesichtsausdruck. Das Herstellen von Mixturen war nicht unbedingt das stärkste Themengebiet der Hohentürmlerin.


bitte mit 5W3 würfeln
1: alles richtig verstanden und hervorragend wiederholt
2: naja die Erklärung lässt ein bisschen zu wünschen übrig, aber das Grundsätzliche hat Chiamara verstanden
3: naja so ganz klar ist die Methode noch nicht

Auspressen: die Pflanzenteile werden zum Beispiel in ein Tuch gegeben und durch Druck wird der Pflanzensaft gewonnen
Mazeration: Pflanzenteile werden in ein Lösungsmittel eingeweicht und stehengelassen, abhängig von Lösungsmittel und Wartezeit werden bestimmte Inhaltsstoffe herausgelöst. Kann man in einem einfachen Topf machen.
Digestion: eine Mazeration bei erhöhter Temperatur. Kann ebenfalls mit einem einfachen Topf praktiziert werden.
Perkolation: die Pflanzenteile werden kontinuierlich mit Lösungsmittel versorgt. Es sickert durch die Pflanzenteile und sammelt sich, von einem Filter getrennt in einem separaten Gefäß (vergleiche eine klassische Filterkaffeemaschiene). Diese Methode sollte ebenfalls mit etwas Geschick in einem normalen Haushalt möglich sein.
Wasserdampfdestillation: Wasser wird erhitzt, über dem Wassertopf, zum Beispiel auf einem Sieb befinden sich die Pflanzenteile, durch die der Wasserdampf hindurchgeht. Dieser wird umgeleitet, abgekühlt und gesammelt.
Shikra zeigt Chiamara ihre Destille, damit sie sich das besser vorstellen kann.
Autor: Christian Datum/Zeit: So., 30. Jun 2019, 18:32
Offensichtlich hatte seine Gildenschwester seinen einschätzenden Blick bemerkt und beantwortete seine stumme Frage.

Nun, wenn das so ist, würde ich gerne mit dir in deinem Zimmer nächtigen, falls du es gestattest.

Er war wirklich gespannt, wie sich das Gespräch noch entwickeln würde, auch wenn er hier wirklich nur schlafen wollte, denn alles andere wäre wirklich bar jeder Vernunft, zudem war er selbst vergeben und auch die Waldelfe hatte mit Amote jemanden gefunden. Aber der Lauf der Zeit war unaufhaltsam, keiner wusste, wie es in einem Jahrhundert aussehen würde oder bereits früher.
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Mo., 01. Jul 2019, 16:17
Barbelin war zunächst überrascht als der Elfe immer mehr Fehler unterliefen. Und gerad als diese eine Pause vorschlug erinnerte sie sich daran das mit der Zeit die Konzentration einfach nachließ. Wahrscheinlich hatten sie es bereits übertrieben und das obwohl die Zeit so schnell verflogen und es solch einen Spaß gemacht hatte.

"Ihr habt sicherlich Recht. Doch ich denke das sollte auch für heute reichen. Übt alles regelmäßig, wenn Ihr niemanden zum Üben habt, ich freue mich immer über Besuch. Doch das Angebot etwas zu trinken nehme ich sehr gerne an."

Dann reichte sie Shikra den improvisierten Übungsdolch. "Es hat mir große Freude bereitet mit Euch zu üben.

Shikra erlernt Dolch auf Normal
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 02. Jul 2019, 20:04
*** Christian ***

„Warum sollte ich es denn nicht gestatten?“
fragte eine verträumt wirkende Shikra, die es von früher durchaus gewohnt war, nicht alleine zu nächtigen, sondern im Beisein der halben Sippe. Und dennoch wusste sie, dass es vor allem bei den Menschen üblich war, dass sich die jungen unverheirateten Frauen zum Schlafen in ihre eigenen Räumlichkeiten zurückzogen. Sie selbst hatte ja auch zwei Gästezimmer, wo Besucher ungestört sein konnten.

Für ein oder zwei Wimpernschläge überlegte die junge Hohentürmlerin, ob Neome, bei der sie sich mittlerweile sicher war, dass es Christians Gefährtin war, die Übernachtung auch gestatten würde, doch dann holte sie zusammen mit ihrem Gildenbruder eine Matratze und Bettzeug aus dem zweiten Stock und sie richteten dem Magier eine gemütliche Übernachtungsgelegenheit.
„So, was meinst du? Ist doch ganz passabel geworden, oder?“
mit einem letzten kritischen Blick musterte sie nochmals den Raum und das improvisierte Nachtlager.

Und während der Traum einer jeden schwärmenden Schülerin, die einen charmanten Lehrmeister hatte, wahr wurde, räumte die Apothekerin die Jasminpflanze auf die Kommode, um das Fenster ein wenig zu öffnen.


*** Barbelin ***

Als die Priesterin die Übungsstunde gleich ganz beendete, wirkte die Elfe doch ein wenig überrascht, ehe sie am Stand der Sonne erkennen konnte, wie lange die beiden schon im Garten verweilt hatten.
„Oh, das Üben hat so viel Spaß gemacht, mir ist gar nicht aufgefallen, wie weit der Tag schon vorangegangen ist.“
entschuldigte sich die Elfe mit einer Spur Röte im Gesicht, weil sie Barbelin so lange in Anspruch genommen hatte. Sie nahm ihr den Stock ab und legte beide ans Ende der Bank.

„Ich hole nochmal Wasser und Saft von drinnen. Schön kühl und erfrischend.“
Mit diesen Worten eilte Shikra davon und kam ein paar Minuten später mit zwei vollen Krügen wieder.
„Vielen Dank für eure Zeit, eure Geduld und euer Angebot auf eine weitere mögliche Übungsstunde. Wo kann ich euch denn antreffen, sollten mit noch Fragen einfallen?“
Sie hoffte, dass es nicht allzu unverschämt war, eine Priesterin nach ihrer Arbeitsstätte zu fragen, doch die Waldelfe besuchte zu selten, also eigentlich nie, eine Kirche, um sicher sagen zu können, wo die junge Halbelfe aufzufinden wäre.

[vielen Dank für die Ausbildung]
Autor: Merdarion Ni Hawk Datum/Zeit: Mi., 03. Jul 2019, 11:14
"Die Zeit verfliegt wenn man Spaß hat, in der Tat." Und das hatte es Barbelin in der Tat. Meist hatte sie keine Zeit gehabt den Übungen der Bürgerwehr beizuwohnen und Soloübungen waren eben doch nicht so effektiv. "Ich habe zu danken, ein wenig Übung tut auch mir gut." leicht neige sie ihren Kopf und nahm dann Platz.

"Oh, ich arbeite in der Kirche in Nighton und freue natürlich immer über Besuch." Der Kühle Saft war in der Tat erfrischend und die Priesterin genoss ihn sehr. "Verzeiht meine Unhöflichkeit, zu gerne würde ich noch weiter die Gastfreundschaft genießen aber so langsam muss ich doch aufbrechen. Werte Shikra, es war mir eine Freude. Möge Paladin stehts über eure Wege wachen."

Langsam erhob sich Barbelin, richtete ihre Kleider und lächelte die Elfe freundlich an.
Autor: Christian Datum/Zeit: Mi., 03. Jul 2019, 21:11
Shikra hatte wirklich nichts dagegen, dass der Magier bei ihr schliefe. Das bewies nur, dass sie noch immer eine Waldelfe war und nicht nur so aussah. So grinste der Hohentürmler leicht, bevor er mit seiner Gildenschwester Matratze und Bettzeug hochholte und in ihrem Zimmer platzierte.

Ja, das ist doch besser geworden, als ich es mir zuerst ausgemalt habe. Manchmal hilft es doch, es einfach zu machen, statt stundenlang darüber zu grübeln.

Als sie dann das Fenster öffnete, begab er sich doch etwas aus dem Sichtbereich des Fensters heraus, schließlich waren sie hier eben nicht bei den Waldelfen, für die es nicht ungewöhnlich war, wenn Mann und Frau in einem Raum schliefen, ohne größere Hintergedanken dabei zu haben.

Und morgen früh kannst du mir dann ja zeigen, wo du deine Bogenschießkünste trainierst.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Fr., 05. Jul 2019, 00:35
*** Barbelin ***

„Nighton? Das passt ja wunderbar. Dort bin ich sowieso hin und wieder, wenn meine Kräutervorräte zur Neige gehen.“
plauderte die Waldelfe fröhlich mit der Paladinpriesterin. Als diese aufstand beeilte sich Shikra ihr zu versichern, dass es keinesfalls unhöflich wäre, wenn sie sich langsam auf den Weg machen würde, es, im Gegenteil, eine große Freude war, dass sie sich Zeit für die Lehrstunde genommen hatte.

Die Apothekerin war ebenfalls aufgestanden und ließ es sich nicht nehmen, die Halbelfe durch den Obstgarten zum Tor zu geleiten um sich dort von ihr zu verabschieden.
„Ich wünsche euch einen guten Heimweg, eine schöne Zeit und ich freue mich schon darauf, wenn wir uns wiedersehen.“
Dass sich die beiden beim nächsten Mal auf einem Friedhof zwischen Geisterwesen treffen würden, hätte sich Shikra, mit einem Blick auf den in der Sonne grün leuchtenden Garten, beim besten Willen nicht ausmalen können.


*** Christian ***

Die elfische Heilerin musste herzlich auflachen, als Christian in Deckung ging, weil sie das Fenster öffnete.
„Keine Sorge. Der Apothekenturm überragt die meisten anderen Gebäude, es gibt nicht allzu viele Menschen, die Gelegenheit haben, hier herein zu schauen.“
Weiterhin grinsend zeigte die Elfe dem Gast, wo er eine Waschschale finden könnte und dann machte sie sich ziemlich zügig fertig zum Schlafen, mittlerweile musste es tiefste Nacht sein.

Shikra lag, seltsam zufrieden und eingekuschelt in ihre Decke, auf dem Rücken und sprach leise in den dunklen Raum hinein:
„Sa una*, Christian.“

Trotz des späten Zubettgehens, war die Apothekerin schon sehr früh wach. Leise schlich sie sich aus dem Zimmer, wusch sich, steckte die Haare sogar zu einer Flechtfrisur zusammen und richtete ein kleines Frühstück her: Milch, Brot, Honig und ein paar Äpfel.

Wie lange ihr Gildenbruder wohl noch schlafen würde? Oder war er bereits wach?
Die Waldelfe war fast versucht mal nach zu sehen, wo der Magier blieb.
Sie wollten doch noch vor Öffnen der Apotheke in den Wald zum Bogenschießen gehen, zumindest hatte Shikra das dem Hohentürmler am Abend noch strahlend versprochen.


*gute Nacht, schlaf gut
Autor: Christian Datum/Zeit: Fr., 05. Jul 2019, 20:01
Kurz lugte der Magier aus dem Fenster. Ja, wirklich viele Häuser waren kaum dazu geeignet, hier herein zu sehen, so grinste Christian dann doch zurück.

Ja, dann können wir jetzt beruhigt schlafen gehen.

So zog sich der Hohentürmler bis auf die Unterkledung aus und schlüpfte anschließend unter die ihm zur Verfügung gestellte Decke.

Sa una, Shikra.

Gut, das waren noch vergleichsweise einfache Worte, dennoch hörte man, dass diese nicht von einem Elfen stammten. Zumindest von keinem, dessen Muttersprache das Isdira war.

Die Nacht war ruhig und friedlich, zumindest aus Sicht des Retters des Drachenauges. Nur alle anderen hörten sicher ab und an das ein oder andere Atemgeräusch des ehemaligen Statthalters, wenn sie sich nicht bereits selbst im Tiefschlaf befanden. Dennoch wachte er etwas früher als gewohnt auf aufgrund der ungewohnten Umgebung. So blickte er zu der noch schlafenden Waldelfe, auch wenn er sie so eingekuschelt kaum sehen konnte. Zumindest, bis sie kurz darauf selbst erwachte, dann gab er vor, selbst noch zu schlafen, bis sie den Raum verlassen hatte. Danach stand er auf und zog sich wieder vollständig an, bevor er hinunter ging und seiner Gildenschwester erneut ansichtig wurde.


Sanyasala, feyiama!

Sie hatte bereits gedeckt, so setzte sich ihr Gildenbruder an den Tisch.

Das sieht ja wieder sehr lecker aus, danke.

Das war genau das richtige vor einem Spaziergang zu ihrem Bogenschießplatz.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mi., 10. Jul 2019, 12:02
Christian wurde von einer gut gelaunten Apothekerin am Frühstückstisch empfangen. Sie hatte doch nicht nach ihm schauen müssen. Richtig glücklich schien sie zu strahlen, als er sie in elfischer Sprache begrüßte und sie diesen nur allzu gern erwiderte.
Es versprach ein schöner Tag zu werden. Shikra hatte angenehme Gesellschaft zum Frühstücken, die Sonne war bereits am Himmel zu sehen, keine Wolken verdeckten sie und die junge Heilerin konnte es kaum erwarten nach draußen zu kommen. Etwas unruhig aß sie etwas Brot mit Honig, ihr Blick wanderte immer wieder zwischen ihrem Gildenbruder, seinem Teller und ihrem bereitgelegten Bogen hin und her.
„Danke. Hast du gut geschlafen?“

Kurze Zeit später waren sie schon im Garten der Apotheke.
„Bleibt dein Kamel noch ein bisschen hier, oder kommt es mit?“
Als sie den Waldrand erreicht hatten, wo die Elfe ihren Übungen nachging, konnte der Magier einen Strohballen, der vor einem dicken Stamm auf Augenhöhe angebracht war, und ein paar bunte Tücher in den umliegenden Bäumen, die die Wanderer und Passanten vor umherfliegenden Pfeilen warnen sollte, entdecken.
„So bitteschön. Es ist ein wenig improvisiert. Nicht so ausgebaut, wie zum Beispiel bei Askladd, dem besten Bogenbauer in Drachenauge, aber zum Üben am Morgen reicht es allemal.“
Shikra lächelte ihren Gildenbruder frech an.
„Willst du gleich anfangen?“
Autor: Christian Datum/Zeit: Do., 11. Jul 2019, 07:38
Christian selbst nahm von allen dargebotenen Gaben etwas. Shikra schien etwas hibbelig zu wirken, so wie sie zu ihrem Bogen sah. Sie konnte es wohl kaum erwarten, ihm ihre Schießkünste zu zeigen.

Ja, ich habe gut geschlafen. Und du?

Doch auch der Gildenbruder der Waldelfe war mal fertig mit seinem Mahl, weswegen er etwas später mit ihr im Garten war.

Daodra bleibt noch etwas hier.

Dennoch schaute er kurz nach dem Tier, aber er hatte noch alles, was er brauchte, weswegen er sich mit seiner Gildenschwester auf den Weg machte. Mit einem leichten Grinsen sah er sich die improvisierte Schießanlage an.

Ja, aber ein Förster rechnet wohl auch eher damit, dass seine Kunden ihre Waffen gleich einmal ausprobieren möchten und sollte es entsprechend professionell gestalten. Für die Übbungen reicht das hier allemal.

Er erwiderte das Lächeln der Heilerin mit einem kurzen grinsenden Zwinkern, ehe er seinen Bogen hervorholte.

Wo wir gerade von Askladd sprechen, der Bogen hier ist von ihm. Etwas robuster als zarte Elfenbögen, aber nicht weniger geeignet für seine Aufgabe. Und ja, lass uns anfangen.

Da er ihre Worte so verstand, dass sie ihm den Vortritt ließ, holte er auch gleich eine handvoll einfacher Pfeile aus seinem Köcher und platzierte diese vor sich mit der Spitze im Boden, damit er sie gleich parat hatte, gut zehn Schritt vom Strohballen entfernt. Schon nockte er den ersten Pfeil an, visierte das Ziel mit noch ungespanntem Bogen an, ehe er die Sehne spannte und nach gut zwei Sekunden bereits wieder seinen Fingern entließ. Zumindest hatte er der Strohballen getroffen, wenn auch deutlich von der Mitte entfernt. Der nächste traf etwas besser, aber immer noch eine fingerbreit vom Mittelpunkt weg. Dies wiederholte sich, bis der fünfte Pfeil nur noch knapp das Ziel traf. Er war es einfach nicht gewohnt, mit der Waffe umzugehen.

Na wenigstens haben alle den Ballen getroffen und keinen Passanten.

Mit einem Grinsen wandte er sich seiner aktuellen Lieblingswaldelfe zu, bevor er zum Strohballen tappte, um die Pfeile wieder enzusammeln. Danach war er gespannt, wie sich seine Gildenschwester schlagen würde.

Du bist dran.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 15. Jul 2019, 13:45
„Danke der Nachfrage, ich habe ebenfalls sehr gut geschlafen.“

Als Christian erzählte, woher er seinen Bogen hatte, lachte die Waldelfe herzlich und hielt ihren Bogen so, dass ihr Gildenbruder ihn gut sehen konnte.
„Meinen Langbogen hier habe ich ebenfalls von Askladd. Und er kann wunderbar mit den Bögen der Elfen mithalten.“

Neugierig schaute sie dem Hohentürmler dabei zu, wie er seine Pfeile verschoss: wie er seine Muskeln anspannte, wie er das Ziel anpeilte, wie er die Sehne losließ, wie der Pfeil Richtung Scheibe flog und wie der den nächsten Pfeil auflegte.
Nach dem dritten oder vierten Pfeil ertappte sich die Elfe dabei, wie gerne sie den Magier beobachtete und seine Bewegungen verfolgte. Glücklicherweise war er mit seinem Bogen beschäftigt und bekam davon nichts mit, sonst  wäre sie nach wenigen Herzschlägen sehr rot geworden.

„Das waren ein paar schöne Schüsse für die erste Runde.“
dabei lächelte sie ihren Gildenbruder versonnen an und nahm dann selbst an der von Christian festgelegten Position Aufstellung. In einer einzigen fließenden Bewegung holte Shikra einen Pfeil aus dem seitlichen Köcher, legte ihn auf die Sehne, drehte den waagrechten und nach unten gerichteten Bogen in die Schussposition, spannte dabei schon mal die Sehne, und keine Sekunde später flog der Pfeil direkt in die Mitte der Scheibe.
Grinsend schaute sie zu ihrem Gildenbruder. Der zweite Pfeil traf ebenfalls recht gut, wenn auch nicht ganz mittig.

Danach war ihre Konzentration für den Moment, für das gemeinsame Schießen mit Christian, aufgebraucht und der nächste Pfeil erreichte nur noch den Rand des Ballens. Was ihr Gildenbruder jetzt wohl dachte? Damit lenkte sie den vierten Pfeil an dem Strohballen vorbei und er blieb im Stamm des dahinterstehenden Baumes stecken. Jetzt wurde sie doch etwas rot im Gesicht. Shikra war nicht in der Lage eine gewisse Ruhe zu finden, während der Magier neben ihr stand.
Trotzdem versuchte sie noch einen weiteren Schuss, atmete tief ein und aus, schickte den Pfeil los und dieser traf knapp neben dem zweiten Geschoss den Strohballen. Immerhin. Ohne sich umzudrehen lief sie zu ihren verschossenen Pfeilen und sammelte sie wieder ein, ehe sie wieder zu Christian wandte.
Autor: Christian Datum/Zeit: Mo., 15. Jul 2019, 17:40
Ähnlich verträumt wie Shikra ihn zuvor beobachtet hatte, sah nun der Magier seiner Gildenschwester beim Bogenschießen zu. Als sie ihn angrinste, grinste er der EInfachheit halber zurück.. Doch nach ihrem zweiten Schuss lief es nicht mehr so gut, ein Pfeil verfehlte den Ballen gar. Hatte sie etwa bemerkt, wie er sie anschaute und hatte sie das durcheinander gebracht. So wandte er sich leicht verlegen wirkend an sie, als sie sich wieder zu ihm begab, nachdem sie ihre Pfeile eingesammelt hatte.

Ich hoffe ich habe dich nicht mit meiner Anwesenheit durcheinander gebracht? Hier geht es zwar um nichts, aber wenn das im Ernstfall passiert, wäre das nicht gut.

Schließlich war sie im Kampf abhängiger vom Bogen als er. Gut, dabei würde er sie kaum so ansehen, aber manchmal genügte auch nur der Gedanke daran, um zu sehr abgelenkt zu werden.

Oder bist du generell schnell abgelenkt?

Was auch beim Heilen kaum förderlich war, sonst gab man einem Patienten die falsche Behandlung und gefährdete gar dessen Leben. Entsprechend mit etwas neutralerer Miene schaute er die Heilerin nun an. Wenn es nur an ihm lag, warum lenkte es sie so ab? Mochte sie ihn gar mehr, als es bei der üblichen Beziehung zwischen Gildenmitgliedern der Fall war? Nun gut, er hatte auch nicht gerade mit seinen Gefühlen ihr gegenüber hinter dem Berg gehalten mit seiner vorherigen Aussage, was in gefühlt hundert Jahren vielleicht möglich wäre. Aber bis dahin konnte noch viel passieren...
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 18. Jul 2019, 23:52
„Nein, nein. Hast du ganz bestimmt nicht. Ich habe einfach nicht gut gezielt.“
Ihre hastige Antwort und ihr knallrotes Gesicht, als der Magier nachfragte, ob er eine Ablenkung für sie darstellte, standen im deutlichen Gegensatz zu ihren gesprochenen Worten. Shikra suchte nach weiteren passenden Worten. Leider hatte ihr Gildenbruder Recht. Sollte ihr im Kampf ein solch schlechter Schuss von der Sehne springen, wäre sie keine große Unterstützung für ihre Begleiter, doch warum sollte sie sich in einer solchen Situation wiederfinden?
Sie musste kurz schlucken, als sie an Isua dachte. Sie war bereits in die eine oder andere Auseinandersetzung dieser Art gekommen.

„Eigentlich wollte ich es besonders gut machen.“
antwortete sie nach einem deutlich zu langen schweigsamen Moment relativ kleinlaut mit hängenden Schultern. Doch als der erste Pfeil nicht ganz die Mitte getroffen hatte, hatte sie der Gedanke, wie Christian – ihr liebgewonnener Gildenleiter - über ihr mäßig gutes Geschick mit dem Bogen, ihr Können einschätzte, von dem ruhigen gleichmäßigen Ablauf des Bogenschießens abgelenkt… also war sie vielleicht doch etwas zu leicht abzulenken?
Selbst bei Askladd waren ihre Ergebnisse immer eher durchschnittlich. Lag es tatsächlich daran, weil sie zu oft über den Eindruck, den sie am Langbogen machte, nachdachte? Oder lag es heute eher am Grinsen des Gildenbruders? Und wie könnte man sich dabei besser konzentrieren?

„Vielleicht hast du Recht. Vielleicht lasse ich mich zu leicht ablenken? Aber wie kann ich es denn besser machen?“
fragte sie mit leiser Stimme und es gelang ihr nicht ganz dabei den Hohentürmler direkt anzusehen. Sie fühlte sich ein bisschen wie eine Schülerin, deren Lehrer sie gerade wegen schlechter Leistungen rügt hatte, obwohl sie nicht so genau wusste, wo ihre Wissenslücken lagen.
Autor: Christian Datum/Zeit: Mo., 22. Jul 2019, 23:52
Nicht gut gezielt? Aber ihr stark gerötetes Gesicht sprach seine eigene Sprache, bis sie dann doch noch damit herausrückte, dass sie es besonders gut machen wollte. Wollte sie ihn etwa beeindrucken? Schließlich wollte sie recht verlegen wirkend - zumindest hatte er diesen Eindruck, so wie sie seinem Blick auswich - wissen, wie sie es hinbekam, nicht so schnell abgelenkt zu werden.

Nun...zumindest während dem Zielen musst du alles andere ausblenden. Es gibt nur dich und das Ziel, nichts sonst existiert auf der Welt für diese Zeitspanne.

Was leichter gesagt als getan war. Und so stellte er sich neben sie und schaute sie direkt an.

Möchtest du es nochmal versuchen?

Wobei er während ihrer Versuche ständig wiederholen würde, dass es nur sie und das Ziel gäbe, fast wie wenn er sie dabei einlullen wollte. Man prägte sich Sachen nach allgemeiner Lehrmeinung noch am besten ein, wenn man sie ständig wiederholte...
Autor: Shikra Datum/Zeit: Di., 30. Jul 2019, 23:10
Die Waldelfe schaute ihren Gildenbruder dann doch mit großen Augen an, als dieser  erklärte, wie einfach das mit dem Zielen funktionierte. Ganz einfach... und doch klappte es nicht wirklich. Also ab und zu traf sie wunderbar in die Mitte, aber dann wieder erwischte sie kaum die Scheibe. Und je mehr sie darüber nachdachte, warum sie die Mitte verfehlt hatte, desto häufiger wollte der Pfeil nicht den Mittelpunkt finden. Und wenn dann noch Zuschauer dabei waren, wichtige Zuschauer...

"Gut, ich versuche es noch mal."
Sie spannte wieder den Bogen, zielte das Innere des Strohballens an, hörte Christians Stimme und ließ den Pfeil über das Stroh fliegen. Sie schaute vorsichtshalber nicht zu dem Magier, legte einen zweiten Pfeil auf die Sehne, visierte einen Punkt, der knapp unter dem schwarzen Zentrum lag und traf perfekt.
Dafür flogen die nächsten Geschosse, trotz der Unterstützung des Hohentürmlers eher auf den Rand der Scheibe zu, einer verfehlte sie völlig.
"Also einmal hat es ganz gut geklappt."
Shikra versuchte recht optimistisch dabei zu klingen, doch ganz gelang es ihr nicht.
Autor: Christian Datum/Zeit: Sa., 03. Aug 2019, 10:35
Christian schaute recht nachdenklich auf das Ergebnis der Schüsse seiner Gildenschwester. Ja, einmal hatte sie die Mitte getroffen, dafür waren die anderen kaum erwähnenswert oder vollkommen misslungen. Musste er wirklich zu diesem Mittel greifen? Mit einem deutlich überzogenen Grinsen sah der Magier erst die Waldelfe an und tappte danach zu dem Strohballen.

Tja, dann muss es wohl so sein, versuchen wir es eben eine Spur realistischer.

Der folgende Zauber gehörte kaum zu seinen Paradezaubern, es widerstrebte ihm einfach zu sehr, andere in die Irre zu führen. Aber dann hatte er es doch geschafft und zwei Illusionen von sich erschaffen. Kurz rannte er mit diesen in den Wald und wieder zurück, damit Shikra kaum wissen konnte, welcher der richtige war. Je ein Christian postierte sich auf jeder Seite des Strohballens, während der dritte sich unter diesen setzte.

So, dann mal sehen, wie gut du jetzt triffst.

Denn wenn sie das Ziel jetzt verfehlte, lief sie Gefahr, ihren Gildenbruder zu treffen.


Einfach wieder normal so oft würfeln, wie du möchtest, bei 5 triffst du eine Illusion Christians nach Wahl, bei der 6 den richtigen Christian (den grinsend unter dem Ziel sitzenden), was den Pfeil aber an seiner Rüstung abprallen lässt.
-12 MP für Blendwerke -> 43/65 MP
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 05. Aug 2019, 18:32
Etwas irritiert schaute die Elfe in das grinsende Gesicht des Gildenbruders. Sie konnte nicht ganz nachvollziehen, was ihn so heiter stimmte. Als er dann Richtung Zielscheibe lief und von ‚eine Spur realistischer‘ sprach, konnte di e Apothekerin noch immer nicht verstehen, was er damit meinte.

Plötzlich standen drei Magier, die sich wie Drillingsbrüder glichen, vor der Zielscheibe. Als die drei dann kurz im Wald verschwanden hinterließen sie eine schwer beeindruckte junge Heilerin. Es war immer wieder faszinierend, was ihr Gildenleiter an magischen Fähigkeiten besaß und welche Zauberkunststücke er beherrschte. Lachend verfolgte sie das Schauspiel der drei Christians. Zwei von ihnen nahmen neben dem Strohballen Aufstellung, der dritte setzte sich darunter.

Als dann die Aufforderung einer der Gildenbrüder kam, sie solle nochmals versuchen, die Mitte der Scheibe zu treffen, wurde Shikra blas. Das konnte er nicht ernst meinen. Sie würde auf keinen Fall den Hohentürmler so in Gefahr bringen wollen. Allerdings, wenn er ihr das zutraute, dann sollte sie es vielleicht versuchen? Aber was sollte sie machen, wenn sie ihn tatsächlich traf? Da Christian weiterhin unbekümmert um das Ziel herumstand und saß, fasste sie sich nach ein paar Augenblicken ein Herz, spannte den Bogen mit zittriger Hand, zielte, versuchte dabei die drei Magier nicht aus den Augen zu verlieren und ließ die Sehne los.

Der Pfeil schlug knapp über dem sitzenden Hohentürmler ein. Shikra sog scharf die Luft ein. Beinahe hätte sie ihn getroffen. Das nächste Geschoss müsste höher einschlagen. Da noch niemanden etwas zugestoßen war und seine gelassene Art sie weiter ermunterte, ließ sich die Elfe auf einen zweiten Versuch ein und dieser traf die Scheibe am oberen Rand. Zumindest weiter von ihren Gildenbrüdern, aber auch weit weg von der Mitte.
Sie schluckte schwer? Reichte diese gefährliche Übung nun? Oder sollte sie tatsächlich einen dritten Versuch starten?

Sie visierte genau die Mitte an. Im Hinterkopf war ihr bewusst, dass sie wieder etwas tiefer, als beim letzten Mal treffen sollte. Sie ließ den Pfeil von der Sehne schnellen, verfolgte seine Flugbahn, die direkt auf die Brust des sitzenden Magiers hinführte. Sie hatte viel zu tief gezielt. Kurz vor dem Einschlag schloss die Elfe die Augen. Sie hatte auf ihren umschwärmten Gildenbruder geschossen. Dass er eine Rüstung trug, dass ihn zwar die Wucht des Pfeils ein wenig aus dem Gleichgewicht bringen könnte und vielleicht eine Delle und einen blauen Fleck einbringen würde, er allerdings nicht ernsthaft verletzt werden konnte, hatte sie nicht realisiert. Tränen stiegen ihr in die Augen, als sie ihren Bogen fallen ließ und zu Christian rannte.
Autor: Christian Datum/Zeit: Di., 06. Aug 2019, 14:14
Shikra schien sich recht unsicher zu sein, so lächelte der Magier noch eine Spur breiter, bevor sie dann doch schoss. Denn gerade in einem Kampf war es wichtig, nicht die eigenen Leute zu treffen, im Nahkampf war man meist schneller, als es einem lieb war. Ihr erster Schuss traf kurz oberhalb seines verstärkten Magierhutes auf den Strohballen. Hätte er doch lieber den Schaller aufziehen sollen? Wobei er heute Morgen zuerst auch nicht damit gerechnet hatte, selbst im Schussbereich zu sein. Der zweite Schuss war deutlich zu weit oberhalb. Hatte sie etwa Angst, ihn doch zu treffen? Vielleicht sollte er noch einige beruhigende Worte sprechen. Doch da traf einer der Pfeile schon auf seine doppellagige Panzerung im Brustbereich und prallte daran ab. Dicht gefolgt von einer Waldelfe mit geschlossenen Augen. Waren das Tränen? Dachte sie, sie hätte ihn verletzt? Beruhigend nahm er sie in seine Arme.

Shikra, es ist alles gut, der Pfeil hat mir nichts getan. Ich begebe mich doch nicht ohne ausreichenden Schutz freiwillig in eine solche Situation. Dazu hänge ich dann doch zu sehr an meinem Leben. Und du bist ein Teil davon...

Kurz strich er ihr über das braune Haar. Und ehe er sich versah, berührten seine Lippen sanft ihre Stirn knapp unterhalb des Haaransatzes. Knallrot war fast noch untertrieben für die Farbe, die sein Gesicht kurz darauf zeigte, bevor er ein paar verlegen klingende Worte hervorbrachte.

Ehm...komm, gehen wir zurück, sonst vermisst noch eine Stadt ihre beste Heilerin.

Zwar wusste er nicht genau, wann sie die Apotheke öffnete, aber es gab ja auch oft genug Notfälle.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Mo., 12. Aug 2019, 00:26
Sie hatte nach ihm rufen wollen, hatte ihn fragen sollen, wie es ihm ging, ob sie ihn verletzt hatte und doch brachte sie kein Wort heraus. Dafür nahm der Magier seine Gildenschwester in die Arme und sprach beruhigend auf sie ein.
Sie drückte sich fest an ihn und langsam wurde ihre Atmung wieder ruhiger und tiefer, während ihre letzten Tränen sein Gewand am Oberarm etwas nass machten.

Den Kuss auf ihrer Stirn spürte die junge Elfe noch nachdem sich Christian wieder von ihr gelöst hatte. Für einen Augenblick genoss sie noch das warme Gefühl, das er hinterlassen hatte, dann richtete sie den Blick nach oben, um ihm in die Augen zu sehen. Das knallrote Gesicht des Magiers störte sie dabei nicht im Geringsten. Sie lächelte ihn glücklich, ruhig und zufrieden an.
"So wie du zu meinem gehörst..."
sprach sie leise, jedoch bestimmt zu ihm. Ihr wurde klar, dass ihre Beziehung zu dem Hohentürmler etwas mehr beinhaltete, als ein Anhimmeln eines Ausbilders. Wahrscheinlich reichte es im Moment noch nicht für eine feste Beziehung, wahrscheinlich wollte sie so etwas auch nicht, solange Christian eine Gefährtin hatte und doch war da etwas zwischen den beiden, das wachsen konnte.

Mit einem prüfenden Blick Richtung Sonne antwortete sie mit einem leichten Grinsen, wegen der netten Worte des Magiers:
"Ja... es ist sicher besser, wenn wir langsam wieder zurückgehen."
Als sie bei dem auf den Boden liegenden Bögen ankamen, hob Shikra ihn auf und für einen kurzen Moment verdunkelte sich ihre Miene, als sie mit trauriger Stimme sagte:
"Lass mich bitte nie wieder auf dich schießen."
Dann hängte sich die Apothekerin den Langbogen um, sammelte die restlichen Pfeile ein und schon wieder mit einem Lächeln im Gesicht kehrte sie mit ihrem Gildenbruder in die Hauptstadt zurück.

Und Christian sollte mit seinem Drängen nach Aufbruch Recht behalten. Vor der verschlossenen Apothekentür wartete bereits eine junge Frau mit einem kleinen Jungen an der Hand. Die Elfe begrüßte beide fröhlich, erbat noch einen kurzen Moment Wartezeit, schloss die Eingangstür auf, holte die gewünschte Teemischung und verabschiedete die beiden.
Autor: Christian Datum/Zeit: Di., 13. Aug 2019, 14:13
Seine Gildenschwester schien sich wieder zu beruhigen, sah ihn gar an und erwiderte, dass er auch zu ihrem Leben gehörte. Sie schien also ebenfalls tiefergehende Gefühle für ihn zu haben, als es zwischen Gildengeschwistern üblich war.

So erhob sich der Magier vom Boden, die beiden Illusionen seiner selbst waren inzwischen verschwunden. Kaum war er bei ihr angekommen, als sie ihren Bogen aufsammelte und ihn darum bat, sie nie wieder auf ihn schießen zu lassen. Es schien sie wirklich sehr mitgenommen zu haben, so nickte er nur verlegen als Antwort, bevor er an ihrer Seite zurück zu ihrer Apotheke schritt.

Dort wartete bereits eine Kundin mit einem Jungen. Aber sie wollten wohl nur eine Teemischung, so waren Christian und Shikra bald wieder alleine im Gebäude.


Ich denke, so langsam sollte ich dann doch aufbrechen, um dich nicht von der Arbeit abzuhalten. Da bin ich ganz froh über unsere Angestellten, die kommen auch mal einige Zeit ohne mich aus.

Im Gegenteil war manchmal so wenig zu tun, dass sich mindestens ein Angestellter langweilte und daher doch einmal mehr das Lager ausfegte oder dessen Bestand prüfte. Aber vielleicht waren ihm die Angestellten seiner Gildenschwester bisher auch nur nicht aufgefallen oder er war gerade nur da gewesen, als diese gerade nicht da waren.
Autor: Shikra Datum/Zeit: Do., 15. Aug 2019, 00:57
Nachdem die ersten Kunden des Tages wieder gegangen waren, kündigte der Magier seinen Abschied an. Natürlich hatte er Recht, sowohl für Shikra, als auch vermutlich für ihn selbst stand ein ganz normaler Arbeitstag an. Und doch lösten seine Worte ein kleines Bedauern bei der Waldelfe aus. Trotzdem nickte sie und antwortete auf seine Aussage zu seinen Mitarbeitern:

"Ach, das Meiste schaffe ich ganz gut alleine und ich habe ja Mareika, die mir im Verkauf hilft und auf den Turm aufpasst, wenn ich zum Beispiel nach Nighton zum Einkaufen reise oder den Hohenturm besuche."
Ja, die Nachbarin war ihr eine große Hilfe geworden. Wenn sie jetzt noch ein wenig sparsamer mit ihren überfürsorglichen mütterlichen Aussagen umging, wäre die Zusammenarbeit perfekt. Doch wahrscheinlich würde Shikra die fürsorgliche Art schon bald vermissen.

Für einen langen Moment schaute sie den Magier schweigend an, ehe sie ihn zum Abschied nochmal fest drückte.
"Sanyasala feyiama!"
Während sie sich von ihrem Gildenbruder verabschiedete nahm sie sich fest vor, ihn bald wieder im Hohenturm aufzusuchen.
Autor: Christian Datum/Zeit: Do., 15. Aug 2019, 09:42
Zumindest hatte sie eine Art Aushilfe für den Fall, dass sie mal verreiste. Na gut, besser als nichts, so erwiderte er ihre Umarmung.

Danke nochmal für die Hilfe mit deiner Muttersprache. Sanyasala feyiama!

Kurz war er versucht, noch schelmisch nach einem Abschiedskuss zu fragen, aber warum alles überstürzen, sie hatten schließlich alle Zeit der Welt. So grinste er stattdessen nochmal kurz in ihre Richtung, bevor er sich dann doch von ihrem Anblick löste und die Apotheke verließ. Hoffentlich sah er sie bald wieder.