Thema Zusammenfassung
Thema Zusammenfassung: Lichterfest
Autor: Talya Datum/Zeit: Fr., 10. Dez 2004, 08:52
Irgendwie gab der "Einäugige" so ein seltsames Bild ab. Die vielen kleinen Tische waren zu einem einzigen großen Tisch zusammengeschoben.
Überall im Raum verteilt standen Kerzen und sogar der offene Kamin, welcher nur selten in dem gut besuchten Gasthaus zum Einsatz kam, war angezündet worden.

Die vielen Kerzenlichter benötigten eigentlich keine weitere Dekoration mehr, sie alleine gaben dem Raum schon eine heimelige Atmosphäre. Dennoch hatte die schwarzhaarige Wirtin sich dafür entschieden, die Wirtsstube zu diesem Anlass etwas ausgefallener zu schmücken. Auf dem langen Tisch hatte sie eine dunkelrote Tischdecke ausgebreitet, die mit kleinen Äpfeln, Nüssen und Mistelzweigen geschmückt war.

Um den Tisch herum standen 12 Stühle. Talya zählte nach. Myriel und Ardon, Ethlind und NoQ, Barth, Janina, Kisha und Orkana, Helena, sowie Drax und sie. Helena hatte sie gebeten, einen Stuhl mehr bereitzustellen, da sie wohl einen jungen Mann mitbringen wollte. Kolkrabe grinste. Hatte die Wirtstochter sich wieder einmal verliebt?

Aus der Küche kam bereits ein feiner Duft. Knusprig bruzelte der Festtagsbraten vor sich hin. Den ganzen Morgen hatte sie in der Küche verbracht um dazu Kompott, Klöße und Gemüse reichen zu können. Und auch die Vorsuppe hatte sie heute morgen frisch gebrüht.

Doch jetzt stand sie frisch gebadet und umgezogen an einem der Fenster der Gastschenke. Sie hatte sich gegen ihren schweren grünen Rock entschieden und trug einen dunkelroten Rock sowie eine weiße Korsage.
Um ihren Hals lag das wertvolle Geschenk Draxs.

Alles war zu Talyas vollster Zufriedenheit. Jetzt fehlten nur noch die Gäste.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Fr., 10. Dez 2004, 10:17
Drax hatte gut und lang geschlafen so dass der Tag schon weit fortgeschritten war, als er aufstand. Sein Blick glitt über seine feine Kleidung, die er heute tragen würde. Sorgsam gebürstet hing sie über einem Stuhl. Rasch hatte der Zwerg sich die Müdigkeit mit ein paar Spritzern kaltem Wasser ins Gesicht vertrieben. Er kämmte seine langen Haare und den Bart sorgfältig und flocht die Zöpfe neu. An seinem Gürtel baumelten noch die Schrumpfköpfe. Die sollten heute natürlich nicht zu sehen sein, also nahm er sie ab und verstaute sie. Ein Blick in den Spiegel zeigte ihm einen ganz passabel aussehenden Zwergen, auch wenn der Auftritt in der feinen Garderobe nach wie vor ungewohnt war.

Als Drax hinunter in den Gastraum kam, staunte er nicht schlecht, wie Kolkrabe alles hergerichtet hatte. Aus der Küche roch es schon köstlich und auch sein Edelsteinchen sah zum Anbeißen aus. Auch dass sie sein Geschmeide trug, machte ihn stolz und glücklich. Er ging zu seiner Liebsten am Fenster und nahm sie in den Arm.

Auf das es eine schöne Feier werden möge.
Autor: Black Rose Datum/Zeit: Fr., 10. Dez 2004, 12:23
Ethlind hatte es geschafft NoQ davon zu überzeugen, dass es sicher nett werden würde einmal mit Drax und Kolkrabe gemeinsam zu Essen, und das sicher nicht all zu viele Leute kommen werden, da sie ja geschrieben hatte, dass es nur nahe Bekannte sein würden die kommen.

Nun da es endlich so weit war, hatte sie nachdem sie ihre Arbeiten beendet hatte nach Hause geeilt und hatte sich gewaschen und ihr Kleid übergezogen. Ihre Haare beschloss sie ausnahmsweise offen zu tragen und nur mit kämmen die vorderen Strähnen nach hinten zu stecken.

Als NoQ kam war sie schon fertig, und saß schon in einem der tiefen Sessel in der Apotheke, ihre Sachen schon zusammen gesucht.

~ >> @ << ~


Schon als sie in die Gasse des 'einäugigen' kamen, merkte Ethlind, das die Fenster besonders hell erleuchtet waren, und es war auch wesentlcih ruhiger als normal. Wenn amn sonst hier her kam, hörte man schon von draußen das Stimmengewirr der Gäste, und die Lieder der Trunkenbolde ... heute jedoch herrschte fast unheimliche Stille vor dem Gasthaus.

Ethlidn sah kurz zu NoQ auf, der immer noch nicht all zu begeistert schien an soe einer Festigkeit teil zu nehmen. Vielelciht hatte er zu sehr Angst, es könnte so werden wie bei der Hochzeit, aber Ethlind war sich fast sicher, das dem nicht so war. Sie stellte sich kurz auf ihre zehenspitzen und hauchte NoQ einen Kuss auf die Wange.

"Wenn es dir zu viel wird, dann können wir ja gehen." sagte sie ihm leise, und verschrängte dann ihre Finger mit den seinen, bevor sie an die große Tür klopfte und dann in die Gaststube das 'Einäugigen' trat.

Als sie ein paar Schritte herein gemacht hatte blieb sie einmal verblüfft stehen. Die Schankstube sah nun ganz anders aus. Sie war mit einer unzahl von Kerzen beleuchtet, die ein wunderbares Licht gaben, und die vielen Tische waren verschwunden und nun gab es da einen großen langen Tisch. Und es duftete so herrlich.

Mit einem freudigen Lächeln, ging Ethlind auf Kolkrabe zu.
"Seid mir gegrüßt Gevatter Drax! Schönen Tag Kolkrabe." begrüßte sie die beiden. Sie hatte die beiden noch nie zusammen gesehen, aber sie sahen vollkomen glücklich aus.

"Sind wir die Ersten?" fragte Ethlind ein wenig erstaunt und sah sich um, aber noch niemand war zu sehen. "Nun hier, ich habe dir etwas mitgebracht Talya." Ethlind holte den schön eingepackten Keksteller unter ihrem Umhang hervor und reichte ihn Kolkrabe. "Es sind selbst gemachte Kekse. Ich dachte ein wenig Naschen, werdet auch ihr gerne?" sie zwinkerte und lächelte dann.

Dann legte sie ihren Umhang ab, denn langsam wurde auch ihr wieder warm, und wandte scih dann an Drax. "Meister Drax, ihr habt Erol wirklich imponiert, ICh denke es gibt kaum eine viertel Stunde in der er nicht von euch redet." sagte sie lachend. "Es scheint ihm wirklcih gut gefallen zu haben und ich muss euch wirklcih herzlich danken, dass ihr mit ihm einmal etwas gereist seid. Es hat ihm wirklcih gut getan."

Ethlind - 1 Keksteller (RT Brötchen)
Autor: Talya Datum/Zeit: Fr., 10. Dez 2004, 14:29
Talya genoss Draxs Umarmung und wiegte sich leicht in seinen Armen.
Als es an der Tür klopfte, löste sie sich jedoch nervös von dem Zwergen.
Erfreut begrüßte sie Ethlind und NoQ.


Wie schön, dass ihr kommen konntet! Ja, ihr seid die ersten, aber mit Sicherheit kommen die Mädchen auch gleich herunter.

Talya lächelte und reagierte überrascht, als Ethlind  ihr den Teller mit den Keksen überreicht!

Ethlind! Ihr hättet doch nichts mitbringen müssen! Aber ich muß schon sagen.. diese Kekse sehen äußerst köstlich aus!
Kolkrabe strahlte über beide Backen, stellte den Teller auf den großen Tisch und half dann Ethlind und NoQ aus den Umhängen.

Setzt euch doch. Was möchtet ihr trinken?
Auf dem Tisch standen nicht nur Teller, auch Kolkrabes teure Glaskelche zierten die Tafel. Mitten auf dem Tisch standen zwei Flaschen mit Wein, ein großer Krug mit Bier, einer mit Wasser und ein prallgefüllter Trinkschlauch mit Met.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 13. Dez 2004, 16:24
Laut hallten die Hufe des schwarzen Hengstes in der ruhigen Gasse vor dem Einäugigen wieder. Myriel wußte das sie recht spät dran waren... aber sie hatte noch etwas besorgen müssen. Mit einer unmerklichen Hilfe brachte Ardon den Rappen vor der Schänke zum stehen und half der Druidin hinunter. Myriel lächelte ihm dankbar zu, drehte sich dann zur Taverne um und betrachtete die Wand des Gebäudes. Ja, es würde bestimmt großartig aussehen, blieb ihr nur zu hoffen das es Talya auch gefallen würde. Während Ardon Imabûl festband zog Myriel ein kleines Lederbündel unter ihrem Umhang hervor. Sie faltete das Leder sorgfältig auseinander und nahm einige kleine Körner in die Hand die sie auf dem Boden neben der Häuserwand verteilte. Leise murmelte die Magierin einen Zauberspruch und vollführte einige leichte Handbewegungen in der Luft. Die Samenkörner platzten auf, Wurzeln wucherten aus ihnen hervor und gruben sich in die Erde unter ihnen. Langsam schoben sich Ranken und Blätter nach oben, breiteten sich allmählich über die komplette Hauswand aus. Myriel dirigierte sie, ließ sie die Fenster und die Tür aussparen und sich um das große Schild des Gasthauses winden. Als Ardon neben sie trat legte sie lächelnd einen Finger vor die Lippen um ihm zu deuten Kolkrabe nichts von dem wilden Wein, der jetzt die Wand zierte zu sagen.

Gemeinsam mit ihrem Verlobten betrat sie endlich die Taverne und sah sich leicht überrascht um. Sanfter Kerzenschein erhellte den Raum und ließ ihn freundlicher und wärmer als sonst erscheinen. Myriel schob den dünnen schwarzen Schal, der ihren Kopf bedeckte herunter und begrüßte die Anwesenden mit leiser, fast andächtiger Stimme:

Einen schönen Abend zusammen. Ich hoffe wir haben uns nicht allzu sehr verspätet. Aber es gibt da etwas das uns aufgehalten hat...

Die Druidin machte eine Geste zu einem der Fenster. In diesem Moment klopfte eine der Ranken zaghaft gegen die Scheibe, als wollte sie jemanden dazu auffordern es zu öffnen.
Autor: BloodStorm Datum/Zeit: Do., 16. Dez 2004, 15:04
Noq verneigte sich ein wenig vor der Gastgeberin und blickte sich in der Stube etwas um. Es war sehr festlich eingerichtet und obwohl er nicht so recht wusste warum diese Feier stattfand, war er doch in festlicher Stimmung. Es war wohl die gesamte Atmosphäre die dabei aufkam. Zu erst hatte er ja Zweifel, da er sehr ungern unter Leute ging, doch nachdem im Ethlind vorgelesen hatte – es war wieder eine Schmach für ihn es nicht selbst lesen zu können – dass nur bekannte Freunde eingeladen wurden und sie so gerne hingehen wollte, ließ er sich darauf ein und jetzt wo er hier stand, war es doch eine gute Entscheidung gewesen. Er schaute zu Talya und lächelte sie verlegen an.

„Nun, es ist mir etwas unangenehm, doch möchte ich euch fragen warum dieses Fest gefeiert wird.“

Der Elf machte sich auf ein Lachen gefasst, was seine Unwissenheit betraf und bereute diese Frage jetzt schon. Er blickte kurz auf den Tisch, der einige Getränke bereit hielt und schaute dann wieder zu Talya und Drax.
Nachdem diese Frage geklärt war, nahm er liebevoll die Hand seiner Geliebten und führte sie zum Tisch, dort rückte er ihr einen Stuhl zurecht, wo sie platz nehmen konnte, anschließend nahm er selbst einen Sitz neben ihr. Er schaute sanft zu ihr und nahm ihre Hand küsste sie und lächelte Ethlind an. Dann beobachtete er das weitere Geschehen im Gasthaus. Schon ein merkwürdiges Paar, die beiden, ging ihm kurz durch den Kopf und brachte ein leichtes Grinsen hervor.
Autor: Talya Datum/Zeit: Do., 16. Dez 2004, 15:33
Talya begrüßte ihre Freundin mit einer Umarmung. Und auch Ardon gab sie freundlich die Hand.
Es freut mich, dass ihr kommen konntet, setzt eu...

Talya hielt inne, als sie Myriels Geste zum Fenster hin sah. Was war das? Die Straßen Nurus waren so spärlich beleuchtet, dass sie aus dem hellen Inneren der Schenke kaum sehen konnte, was dort scheinbar gegen die Scheibe geklopft hatte. So ging sie näher an die Fensterausbuchtung und öffnete das Fenster um sich weit hinaus zu lehnen.

Und gleich darauf hin zu erschrecken. Überall rankte es das Gebäude des "Einäugigen" hoch! Talya rannte aus der Stube, hinein in die dunkle Nacht um sich das Spektakel von aussen anzusehen. Tatsächlich waren es Weinranken, die das Gemäuer des "Einäugigen" hinaufgeklettert waren. Der Wirtin blieb der Mund offen stehen. Wie war das möglich? Nicht nur, dass Helena an der kargen Westseite des Gebäudes des öfteren versucht hatte, Efeu ranken zu lassen, was mangelns der spärlichen Abendsonne nie wirklich gut und üppig gelang - der Wein stand in vollem Laub!
Talya wußte durch ihren Besuch bei Romanus Melot, dass Wein im Herbst sein Laub verlor. Normalerweise hätten nur die blassrote Verästelung des Weines zu sehen seien dürfen. Stattdessen aber strahlten die üppigen Blätter in kräftigen Farben.


Myriel! Wie hast du das gemacht? Es ist... wunderschön!
Rief Talya in den "Einäugigen" hinein und betrat kurz danach selbst wieder die Schenke.

Oh, hab dank! Es ist wirklich herrlich!
Sie umarmte Myriel feste und strich ihr dabei über den Rücken.

Es ist so schön, dass ihr gekommen seid, um mit mir das Lichterfest zu feiern...
Talya lächelte, als NoQ sie fragte, was das Lichterfest eigentlich sei. Langsam schweifte ihr Blick durch den Raum, über alle Anwesenden und blieb an dem lodernden Kaminfeuer hängen. Mit leiser, ruhiger Stimme antwortete sie.

Das Fest der Lichter ist ein Fest, welches in meiner Heimat, Rotfels gefeiert wird. Es ist ein Fest um sich in der dunklen Jahreszeit darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Auf die Menschen, welche einem viel Bedeuten, die Freunde, die Liebe. Es ist ein Fest um sich gegenseitig dafür zu danken was war und Mut zu machen für das was kommt.
Jede Familie stellt unzählige Kerzen auf und gedenkt den vergangenen Monaten. Man trifft sich in dieser Zeit mit Freunden und Verwandten und es gibt ein Festmahl nach dem anderen.
Die gläubigen Menschen beten während dieser Zeit viel für die Zukunft. Für ein langes Leben, ertragreiche Ernte und ein friedliches Zusammensein.

Es ist die Zeit der Harmonie..
Talyas Augen verklärten leicht. Sie dachte an ihre Mutter. Wie wunderschön sie damals das Haus mit Kerzen geschmückt hatte und wie Talyas Vater seine Frau danach jedesmal vor Freude umarmt hatte. Ihre Gedanken zogen zu ihrer Schwester Kelaya, welche als 9jährige beschlossen hatte, dass das Haus der Terdens das Schönste in ganz Rotfels sein sollte und in jedem Haus der Nachbarschaft die Kerzen geklaut hatte. Sie dachte an ihren Bruder... wie sie am Kamin auf seinem Schoß gesessen hatte und er ihr Geschichten über den König und das Soldatenleben erzählt hatte...

Die Schwarzhaarige schüttelte den Kopf. Das war weit weg. Rotfels war weit weg. Jetzt war sie hier und auch die Anwesenden bedeuteten ihr in diesem Leben viel.


Aber jetzt setzt euch ersteinmal und nehmt euch etwas zu trinken. Wir sind fast vollständig...

Als hätten die Angestellten des "Einäugigen" Talyas Worte oben gehört, stapften sie einer nach dem anderen die Treppe herunter.
Barth ging als erster. Er hatte sich ein frisches weißes Hemd angezogen, welches an der Brust geschnürt wurde. Dazu trug er weite, schwarze Hosen.
Helena folgte ihm. Auch wenn sie zu dem Festessen nicht in ihrem blauen Kleid kam, sondern stattdessen in dunkelrot gehüllt war, sah sie süß wie immer aus und man hatte das Gefühl, ein ganz besonderes Strahlen würde die junge Blondine umgeben.

Kisha und Orkana hatten es vorgezogen, sich nicht großartig herauszuputzen. Sie grüßten die Anwesenden freundlich, auch wenn Orkana Ardon dabei ausließ.

Als letztes schritt Janina die Treppe herunter. Und schon wußte Talya ganz genau, warum die junge Tänzerin sich soviel Zeit gelassen hatte. Hätte die Wirtin die Kleidung der hübschen Brünetten zuvor gesehen, hätte sie sie nachdrücklich gebeten, sich sofort umzuziehen. Doch bei den ganzen Gästen am Tisch wollte Talya jeden Streit mit der so zickigen Frau vermeiden.
Janina hatte absichtlich einen sehr kurzen Rock von türkiser Farbe und eine ebenso farbige Bluse gewählt. Sie hatte gehört, dass Ardon kam und sie wollte dem Soldaten zeigen, was er verpasste.. Ausserdem war sie gespannt darauf, ob der Zwerg und Ardon darauf kamen, wieso ihnen Janinans Aufmachung so bekannt vor kamen. Hatte sie selbige doch an einem bestimmten Abend in der "Roten Laterne" getragen... Nur ein weißer, wollender Schal bedeckte jetzt zusätzlich ihre Schultern.


>> Dann fehlt ja nur noch mein Begleiter...

Lächelte Helena, nachdem sich alle gesetzt hatten.
Autor: Rileona Datum/Zeit: Sa., 18. Dez 2004, 13:01
Caspar war extra nach Nuru gereist um einer Einladung seiner geliebten Helena nachzukommen. Er hoffte auf ein kleines romantisches Tete-a-tete mit ihr und hatte sich zu diesem Anlass ordentlich herausgeputzt.
Den ganzen Morgen hatte er versucht seine Schuhe mit Spucke und Wachs auf Hochglanz zu polieren, doch wenn er so an sich heruntersah musste er gestehen dass der Erfolg doch eher mäßig ausgefallen war.
Da der Holzfäller nur eine Tracht besaß, war er gezwungen diese ausgiebig zu waschen und zu glätten. Er war erstaunt in welch noch so kleinen Falten sich Sägemehl anfand. Zum Glück hatte Rileona Nachsicht mit ihm gehabt und für den heutigen Tage von der Arbeit befreit – so halbnackt im Wald hätte er bestimmt ein seltsames Bild abgegeben……

So stand Caspar dann schlussendlich vor der Tür des "Einäugigen" und klopfte verhalten an die hölzerne Tür. Ihm wurde aufgetan, er betrat den Schankraum und stutzte. Sollte dies nicht ein geselliger Abend zu zweit sein? Nur er und seine holde Helena?
Doch nun blickte er in eine recht große Runde von Gästen. Und zwar Gäste mit Rang und Namen. An dem großen Tisch saß Drax Hammerhall, der Besitzer mehrerer Minen und der Hafenmeister des stolzen Hafens zu Drachenauge. Des Weiteren erblickte er Sir Ardon von Morgoth, Ritter der Löwenpranke und wahrscheinlich der begnadetste Schwertkämpfer Dragonias und zu seiner Seite Myriel, die mächtige Magierin. Auch der Elf NoQ – der Akademieleiter – saß mit seiner Angetrauten andächtig am Tisch.

Mit einem Male fühlte sich der Knecht sehr klein und unscheinbar. Am Liebsten hätte er auf der Stelle kehrtgemacht – oder noch besser vor Scham in den Holzbohlen unter ihm versunken. Was hatte Helena sich nur dabei gedacht ihn mit solch edlen Leuten an einen Tisch zu bringen?

Dann erblickte er auch endlich seine große Liebe und ihre freundlichen, warmen Blicke zogen ihn geradezu magisch zu ihr hin. Er konnte gar nicht anders.

Unbeholfen stolperte er in Richtung des Tisches, verneigte sich überschwenglich vor der illustren Runde und stellte sich vor.

„Den Göttern zum Gruße“ brachte er leise hervor. Es fiel ihm sichtlich schwer vor diesem erlauchten Personenkreis frei und unbefangen zu sprechen.
„Mein Name ist Caspar und ich ward eingeladen zu diesem Ereignis. Doch erwartete ich nicht eine solch bedeutsame Runde. Sollte Euch meine Anwesenheit Unbehagen bereiten, werde ich Euch selbstverständlich alleine lassen.“

Mit einem Blick der in etwa fragte Wie konntest du mich so auflaufen lassen? bedachte er Helena. Doch als Caspar ihr liebreizendes Gesicht und ihre ehrliche, von Herzen kommende Freude sah, konnte er ihr einfach nicht böse sein.
Autor: Talya Datum/Zeit: Mo., 20. Dez 2004, 09:33
>> Caspar!
Helena war vor Freude aufgesprungen, als sie das vertraute Gesicht des Holzfällers gesehen hatte. Mit wenigen Schritten war sie bei ihm. Das Unbehagen war ihm durchaus anzusehen, allerdings ging die Wirtstochter darüber mit einem Lächeln hinweg. Stattdessen stellte sie Caspar die Anwesenden vor.

>> Paps, das ist Caspar, ich habe dir schon von ihm erzählt. Caspar, dass ist mein Vater. Das hier sind Talya, Orkana,....
Nach und nach ging die Blonde die Namen der Anwesenden durch und zeigte Caspar dann an, neben ihr Platz zu nehmen.

Talya lächelte. Helena schien glücklich zu sein.

Die Schwarzhaarige erhob sich wieder von ihrem Platz und sprach noch einmal alle Anwesenden an.


Es freut mich, dass ihr alle gekommen seid. Es bedeutet mir wirklich viel und... Ein verschmitztes Lächeln legte sich auf die Lippen Talyas.
Nein, ich will nicht viele und große Reden schwingen. Lasst uns feiern. Esst und trinkt soviel ihr könnt und sollte es an etwas mangeln, fühlt euch so frei, mir Bescheid zu geben.

Mit diesen Worten verließ Talya den Schankraum und ging in die Küche. Orkana kam ihr hinterher und gemeinsam trugen sie zwei große Töpfe mit Suppe heraus.
Eine klare Brühe, eine cremige Suppe die verdächtig nach Pilzen roch.
sie stellten beide Töpfe auf den Tisch und legten zwei große Suppenkellen hinzu, damit sich jeder selbst bedienen konnte.

Wo das Szenario soeben noch beinahe andächtig gewirkt hatte, wuchs es jetzt zu einem unruhigen Durcheinander.
Helena tuschelte verliebt mit Caspar, Barth verschüttete die Hälfte seiner Suppe auf der Tischdecke, Janina bat Myriel ihr den Brotkorb rüberzureichen, Kisha fragte Ethlind freundlich ob sie ihr auch Wein einschütten durfte - kurzum, die Meute schien losgelassen.
Autor: Ardon Datum/Zeit: Mo., 20. Dez 2004, 10:24
Ein etwas merkwürdiges Gefühl beschleicht den Soldaten als Myriel mit ihm zum Einäugigen reitet. Als die Druidin dem Offizier von der Einladung erzählte schossen ihm mehrere Gedanken durch den Kopf und irgendwie hat er immer noch das Gefühl, dass Myriel eigentlich die Eingeladene ist und er selbst das unangenehme Beiwerk. Mit Freude denkt er zurück an den vergangenen herrlichen Abend, an welchem er und Myriel zu Gast auf der Festung Löwenstein gewesen waren. Für einen kurzen Moment wünscht er sich dorthin zurück, beschließt dann aber das Beste aus der Situation zu machen und das Fest so weit als möglich zu genießen. Beim Wirtshaus angekommen hilft er seiner Verlobten vom Pferd und führt sie zur Tür des Einäugigen. Noch bevor das Paar dort ankommt beginnt die Druidin wieder Worte in ihrer Sprache zu murmeln und Weinranken klettern die Wand des Gasthauses empor. Mit einem Gesichtsausdruck zwischen begossener Pudel und kastriertem Eichhörnchen, welcher aber deutliches Missfallen zeigt sieht Ardon seine Verlobte an.

Kurz spielt er mit dem Gedanken, das Schwert zu zücken und dem magischen Unrat ein Ende zu setzen, entschließt sich beim stolzen Gesicht seiner Verlobten über ihr Werk aber dagegen und klopft statt dessen gegen die Tür des Hauses, welche sich auch gleich öffnet und schon steht Kolkrabe vor ihm, welche die angekommenen freundlich empfängt. Nun erreicht den Soldaten die erste gute Nachricht dieses Abends, denn seine Augen erblicken Drax. Wenn schon der Hafenmeister hier war könnte es wohl doch noch ein geselliger Abend werden. Gerade als er den Axtmeister begrüßen will klopft eine der Ranken ans Fenster. Mit einem Gesichtsausdruck der deutlich verrät „Kann sie es denn nie lassen?“ blickt der Soldat zu Myriel, beschließt dann aber angesichts der Freude der zwei Frauen, einfach die Klappe zu halten und sich neben Drax zu setzen. Noch einmal eine große Begrüßungsorgie als die Angestellten herein kommen und beinahe dankt er den Göttern, darauf verzichten zu können, die Hand der Orkin zu schütteln. Umso erstaunter ist er über die Erzählung Kolkrabes, dass dieser Brauch von den Menschen ihrer Heimat stammt. Er war immer der Meinung, die Wirtin sei geborene Dragonierin. Freundlich grüßt er ebenfalls Noq und Ethlind, obwohl die Anwesenheit eines Elfen wohl zu den schlechteren Nachrichten des Abends gehört.

Schließlich setzt sich wieder jeder auf seinen Platz und Töpfe voller Suppe werden herein gebracht, von einem steigt dabei der Geruch von Pilzen auf.

„..Pilze? Woher zum Geier bekommt man um diese Jahreszeit Pilze?...“

Vorsichtig nimmt er eine der Suppenkellen und füllt seinen Teller. Sofort steigt ihm der Duft erneut entgegen, diesmal intensiver uns wärmer. Dann fällt sein Blick wieder auf Janina und irgendetwas ist anders an ihr oder doch eher gleich? Dem Offizier will nicht einfallen, woher ihn der Hauch der Erinnerung befällt, nur eine Antwort setzt sich wie Neben in seinem Kopf fest, die er aber für Blödsinn hält. Fragend blickt er zu Drax, doch da ertönt auch schon Janinas Stimme und bittet Myriel um Brot.

Bleib sitzen Schatz, ich habe den längeren Arm.

Elegant greift er nach der Brotschale und reicht sie mit einem Lächeln über den Tisch hinweg Janina.
Autor: Talya Datum/Zeit: Mo., 20. Dez 2004, 11:31
>> Sir Ardon, galant wie eh und je. Habt dank.
Lächelte Janina den Soldaten an, zwinkerte ihm kurz zu und nahm die Brotschale an sich, um sich ein Stück des kräftigen Graubrotes abzubrechen.

Talya sah Ardons prüfenden Blick.


Getrocknet.
Erwiderte sie nüchtern.

Im Herbst lasse ich immer einige Pilze trocknen. Für die Suppe eignen sich diese besser als frische Pilze. Ich kann euch gerne ein Glas getrockneter Steinpilze mitgeben, falls ihr Interesse habt, Sir Ardon.

Lächelte Talya höflich und nahm sich selbst eine Kelle von der klaren Brühe.
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 20. Dez 2004, 15:20
Myriel erwiderte Kolkrabes Umarmung kurz und sah der jungen Wirtin nach als sie nach draussen lief um die Hauswand zu bestaunen. Erst als sie wieder hinein kam und die Tür hinter sich schloss antwortete die Druidin ihr auf ihre Frage:

Ich habe vor einiger Zeit in der Gilde eine neue Fähigkit entdeckt von der ich bisher nichts wußte. Ich kann das Wachstum von Pflanzen beeinflussen. Ich freue mich das es Dir gefällt.

Die Druidin nahm neben Ardon am Tisch Platz und schöpfte sich eine Kelle Suppe auf den Teller, bevor sie ein Stück Brot nahm und von Janina angesprochen wurde. Doch noch bevor sie reagieren konnte, hatte Ardon der hübschen Frau den Brotkorb gereicht, was diese mit einem Augenzwinkern beantwortete. Myriel betrachtete Janina nur kurz mit einem abschätzendem Blick, dann wandte sie sich wieder dem Essen zu. Die Tänzerin war wieder einmal herausgeputzt wie ein Pfau, sie liebte es im Mittelpunkt zu stehen. Vermutlich hatte sie vor später auch noch eine Darbietung ihrer Kunst zu bieten, sonst hätte sie kaum eines ihrer Kostüme angezogen. Dummerweise würde sie damit wohl keinen der anwesenden Männer um ihren Finger wickeln können... was ihr vermutlich gar nicht passte. Myriel probierte einen Löffel von der Suppe und schaute Kolkrabe an.

Die Suppe ist hervorragend Talya. Und das Brot ebenfalls. Ich vermute Du hast es aus der hiesigen Bäckerei bekommen?

Fragend wanderte ihr Blick zu Ethlind herüber.
Autor: Talya Datum/Zeit: Mo., 20. Dez 2004, 15:34
>> Nixes Bäcker. Habens Orkana gemacht. Einfach sein. Mehl, Körners, Wasser, zackzack.. orkische Rezeptes niemals seiens kompliziert. Besser noch seiens mit Mehlwürmers im Teig, aber in dies Schenke nicht so sehr gewünscht sein.

Fiel die große Orkin ein, bevor Talya auch nur irgendetwas auf Myriels Frage hin antworten konnte.
Kaum hatte Orkana ausgesprochen ließ Janina ihre Brotkruste entsetzt in den Suppenteller fallen.


>> Orkana, DU hast GEBACKEN? Ich habe orkischen Frass zu mir genommen? Bäh...
Angewidert schob sie den Teller von sich fort.

>> Ja, habens. Und Orkana können besser Backens als Janina tanzen. Habens doch gehört. Myriels sagen auch Brot lecker.
Frotzelte Seibel Orkana zurück, woraufhin auch Janina sich erneut eines Kommentares nicht zu schade war. So lieferten sich die beiden Tänzerinnen einen ordentlichen Schlagabtausch.

Talya hingegen lächelte nur ein wenig peinlich berührt.


Die Mädchen haben jeder etwas zu diesem Mahl dabei gesteuert und ich hatte gehofft, Brot würde noch zu den appetitlicheren Dingen der orkischen Speisekarte gehören.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Mi., 22. Dez 2004, 22:22
Nach und nach trudelten die Gäste ein. Aufgeräumt begrüßte Drax Noq und Ethlind, auch wenn dem Spitzohr wahre Freude nicht anzusehen war. Aber wie so oft musste der Zwerg daran denken, dass Elfen gemeinhin ihre Gefühle nicht so offen zur Schau stellten. Auch Lady Myriel und Ardon begrüßte er sehr herzlich, dachte er doch an die vor kurzem durchgestandenen Strapazen im Kampf gegen die Mutter der Druidin.

Überrascht nahm der Axtmeister zur Kenntnis, dass Myriel irgendeine Pflanze an den "Einäugigen" gezaubert hatte - schon eine Leistung zu dieser Jahreszeit. Er selbst stand der Magie nach wie vor skeptisch gegenüber und darin fühlte er sich nach den Erlebnissen in der Burg von Jalidee nur noch bestärkt.

Der nächste Gast erstaunte den Zwergen dann doch. Dieser Caspar schien vor Ehrfurcht fast zu erstarren und wirkte stocksteif. Offensichtlich Helenas Gefährte. 'Schau an, das hätte ich Barths Tochter so schnell nicht zugetraut.' Laut sprach er jedoch: Lasst den Quatsch und setzt Euch. Wieso sollte uns Eure Anwesenheit Unbehagen bereiten? Man war hier nicht bei Hofe und das war gut so. Nichts gegen gebührenden Respekt, aber der Mann machte sich ja gleich vor Ehrfurcht ins Hemd.

Das Essen ward aufgetan und Drax ließ es sich schmecken. Schmatzend und kauend, immer wieder ein Stück Brot abbeißend schlürfte er die Suppe. Sehr gut! lobte er Talya, ehe er einen weiteren Löffel in den Mund schob. Auch die Eröffnung Orkanas, dass es sich um orkisches Brot handelte, konnte seinen Appetit nicht dämpfen. Man konnte es essen, es schmeckte und so war die Herkunft egal. Das Geplänkel zwischen der Orkin und Janina amüsierte den Zwergen. Noch zu gut erinnerte sich an das Gewimmer und Gejammer der eingebildeten Tänzerin erinnern, als das Gasthaus sich als Ausgangspunkt einer Seuche entpuppte. Er war sich fast sicher, sollte es hart auf hart kommen, würde die unbequeme Orkin Janina den Schädel einschlagen. Doch soweit sollte es heute sicher nicht kommen. Talya sah eh schon nicht sehr glücklich aus über das Wortgefecht der beiden.

Autor: Talya Datum/Zeit: Do., 23. Dez 2004, 10:21
Ohne viel weiteres Getöse wurde die Suppe verzehrt. Helena turtelte weiterhin mit Caspar herum und Barth ließ den jungen Mann nicht aus seinen Augen.

>> Ha, Holzfäller seid ihr? Wie verdient man denn so als einfacher Holzfäller, hoha?
Fragte Barth Caspar unverblümt. Und am Liebsten hätte er noch ein "Könnt ihr meine Tochter überhaupt ein anständiges Leben bieten?" hinten dran gehängt, doch da wurde er schon von Talya unterbrochen.

Ich.. ich möchte euch mit einer weiteren Tradition unseres Lichterfestes bekannt machen.
Talya begann die leeren Suppentassen abzuräumen.

Schnell war das dreckige Geschirr in der Küche verschwunden. Als Talya jedoch wieder aus der Küche schritt, hatte sie auf ihrem Arm etwas anderes. Eingepacktes. Viele kleine Geschenke.


Nach einem jeden Gang folgt eine Pause - in dem man gemeinsam sinnieren kann, singen kann oder sich einfach auf die nächsten Speisen freut. Oder man verteilt Geschenke...

Talya lächelte und gab zuerst Barth und den Mädchen kleinere Päckchen. Janina bekam eine neue Bluse, Barth eine neue Augenklappe - für die er sich mit einem Jauchzen bedankte, Orkana eine neue Schürze, Kisha eine hübsche Haarspange. Helena bekam von Kolkrabe eine silberne Gürtelkordel und auch Caspar wurde von der Wirtin beschenkt.

Caspar, es freut mich, einen tüchtigen Mann an Helenas Seite zu sehen. Leider kenne ich euch nicht gut genug und weiß nicht, womit ich euch eine Freude hätte machen können.. So lade ich euch und Helena zu einem romantischen Abendessen hier im "Einäugigen" ein.

Dann ging Talya weiter um den Tisch herum zu Ethlind und überreichte ihr ein kleines Päckchen. Als die junge Frau es auspackte, hielt sie ein Fläschchen mit Chloroform, 10 blut- und schmerzstillende Kräuter sowie einen kleinen Duftflakon in der Hand.
Talya lächelte.


Chloroform und Kräuter haben mir im Krieg um Nuru gute Dienste erwiesen. Doch ich glaube, in den Händen einer Heilerin ist beides nützlicher, als wenn es in meinem Rucksack verstaubt..

Ethlind erhält
1 Flasche Chlorform
10 x blut- und schmerzstillende Kräuter
1 Phiole mit Duftölen


Das nächste Paket ging an NoQ. In ihm verbargen sich 5 Brandpfeile mit der Aufschrift "leigor lach".

Eine reisender Elf sagte mir, dass "leigor lach" soviel wie "flinke Flamme" bedeutet. Ich hoffe, er hat mich nicht belogen und die flinken Flammen werden euch noch von großem Nutzen sein..

NoQ erhält
5 Brandpfeile mit der Aufschrift "leigor lach"


Ein dunkelblaues Päckchen wechselte als nächstes seinen Besitzer. Ardon bekam es.

Werter Ardon, wir... nun, wir hatten keinen sonderlich guten Start miteinander. Nichtsdestotrotz zählt ihr als Verlobter Myriels nun auch zu meinem Freundeskreis und werdet nicht von der Schenkerei ausgeschlossen. Ich hoffe ich konnte mit dem Bier und dem Schnaps wenigstens annähernd euren Geschmack treffen und.. die Samen..
Die schwarzhaarige Wirtin zeigte auf 5 Samenbeutel. Sie trugen die Aufschriften
  • Fritillaria michailowskyi
  • Fritillaria persica
  • Cosmos atrosanguineus
  • Tacca chantrieri
  • Salvia discolor.

.. Myriel erzählte mir einst, ihr hättet einen Garten mit schwarzen Pflanzen besessen. Persischer Salbei, Schokokosmee... all diese Pflanzen haben tief dunkle Blüten. Vielleicht empfindet ihr ja Freude daran, euren Garten neu aufleben zu lassen.


Ardon erhält
1 Flasche Bier
1 Flasche Honigschnaps
5 Saat


Während Ardon noch prüfend auf die Saat blickte, ging Talya weiter und überreichte das nächste Päckchen.

Myriel, du.. ich.. Talya senkte den Kopf. Dieses Geschenk fiel ihr am Schwersten.
Ich habe dir einst geschworen, immer auf dich aufzupassen. Ich gab mein Wort, dich zu warnen, wenn du dich veränderst, und... Kolkrabe schluckte schwer.

Ich werde in Zukunft nicht mehr auf dich aufpassen können. Doch will ich meinen Schwur nicht brechen...
Währenddessen hatte Myriel einen zarten Handspiegel, der in weißem Leinen eingeschlagen war, ausgepackt.

Dieser Spiegel ist gesegnet. Er soll dir jederzeit dein wahres Ich zeigen. Selbst wenn deine Augen versuchen, dir selbst etwas vorzugaukeln, sorgt der Spiegel dafür, dass er dir immer die Wahrheit zeigt. Das du selbst in das Innere deiner Seele schauen kannst...
Kolkrabe wußte nicht weiter, wie sie es erklären sollte und schwieg stattdessen. Myriel würde schon herausfinden, was der Spiegel bezwecken sollte.

Myriel erhält
1 gesegneten Handspiegel


Als Talya das letzte Geschenk in die Hand nahm, bildeten ihre Lippen wieder ein zartes Lächeln.

Drax, Geliebter.. Was schenkt man der Person, die man am Meisten liebt? Sein Herz... meines hast du schon vor langer Zeit bekommen. Ich liebe dich und weiß, dass du eigentlich keine weiteren Geschenke ausser meiner Liebe annehmen möchtest. Dennoch, nehm diese Armschienen, trage sie und denke jedesmal, wenn du sie anlegst an mich...
Vorsichtig küsste Talya ihren Zwergen auf die Stirn.

Drax erhält
2 Armschienen [Regeltechnisch 2 Armbänder]
Autor: Myriel Datum/Zeit: So., 26. Dez 2004, 01:13
Ruhig hatte Myriel Kolkrabes Erklärung zu den Geschenken zugehört. Als sie ihr ein Päckchen überreichte schlug sie das Leinentuch, das den Inhalt verbarg vorsichtig auseinander. Der Spiegel lag mit der Rückseite nach oben und war kunstvoll verziert. Myriel ließ ihn in ihrem Schoß liegen und schaute statt dessen Kolkrabe in ihre schwarzen Augen. Mit sehr leiser Stimme antwortete sie ihr:

Du kannst Deinen Schwur nicht mehr brechen Talya, denn Du hast mir soeben gesagt das ich mich verändert habe. Sonst hättest Du mir nicht diesen gesegneten Spiegel geschenkt.

Die Magierin berührte mit den Fingerspitzen leicht den Griff des Spiegels und zog sie dann rasch wieder zurück.

Und Du hast Recht damit. Seit ich von meiner letzten Reise zurück gekommen bin, ist nichts mehr so wie es war.

Der Blick der Druidin wanderte kurz zu Ardon, Drax und wieder zurück zu Kolkrabe. Sie hatte dem Zwergen versprochen ihr nichts über den Kristall zu erzählen um Kolkrabe nicht aufzuregen und daran würde sie sich auch halten. Myriel langte unter das Tuch und nahm dann damit den Spiegel hoch. Sie schaute hinein und ihre Augen begannen zu funkeln.

Ich brauche diesen Spiegel nicht um zu wissen das ich an der Grenze stehe... sie vielleicht schon überschritten habe. Dennoch möchte ich Dir dafür danken, vielleicht wird er mich davor bewahren so zu werden wie sie es war.

Die Druidin schlug das Leinentuch über die blanke Fläche zurück. Sie nahm Kolkrabe das Geschenk nicht übel, die junge Frau machte sich lediglich Sorgen um sie. Zaghaft lächelte sie der Freundin zu.
Autor: BloodStorm Datum/Zeit: So., 26. Dez 2004, 14:59
Der Elf war überrascht, was für bekannte Gesichter noch auf tauchten, obwohl er nicht so recht diesen Sir Ardon einschätzen konnte, war er wohl das einzige was ihm nicht recht behagte. Es war mehr so ein Gefühl als Gewissheit. Aber auch Myriel, welche er schon lange nicht mehr gesehen hatte schien ihm verändert. Es war wohl die Zeit, die alles anderes werden ließ.
Er hatte schon so einige Dinge bemerkt, die anderes geworden waren. Manches machte ihm sorgen, anderes erfreute ihm zu tiefst, er sah dabei auf die Hand von Ethlind, die in seiner lag und musste dabei lächeln. Aber es gab auch Dinge die er sich zurück wünschte. So war es lange her, dass er seine Heimat gesehen hatte. Auch wenn sie nicht mehr das war, wie er sie sich wünschte. Er schaute nachdenklich in die Runde und fragte sich wie lange dies wohl noch seine Heimat sein würde.

Plötzlich hielt ihm Talya etwas hin und er wurde aus den Gedanken gerissen. Er ließ sich die Verwirrung nicht anmerken und nahm das Paket an. Mit einem fragenden Blick hörte er der Wirtin zu und versuchte zu verstehen was dies sollte. Es musste wohl zu dieser Art von Fest gehören und der Waldläufer wurde etwas verlegen, da er nicht so recht wusste was er machen sollte, hatte er doch selbst nichts für sie mitgebracht, oder war es nur die Pflicht des Gastgebers?

„Danke. Doch muss ich euch leider sagen, dass ich nichts für euch habe. Ich hatte ja nicht die Ahnung, dass dies zum Fest gehört.“

Er wandte den Blick ab und war etwas beschämt, hätte er sich doch vorher die Mühe gemacht, etwas über diesen Brauch zu lernen. Er blickte auf die Pfeile, sie sahen schön aus und für einen Augenblick dachte er daran sie zu behalten. Doch dann merkte er wie falsch dies doch wäre. Er schaute wieder zur Wirtin hoch und streckte ihr die Pfeile entgegen.

„Ich kann sie nicht annehmen, ohne euch nicht auch etwas dafür geben zu können. Versteht mich nicht falsch. Sie sind wunderschön, doch ist es mir etwas unangenehm euch nichts dafür zu geben.“

Der Elf musterte die Frau und versuchte zu erkennen, wie sie reagieren würde.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Di., 28. Dez 2004, 14:11
Geschenke? Er hatte Talya doch gefragt, ob es sonst noch etwas über das Fest und die Gebräuche zu wissen gab. Davon hatte sie ihm nichts gesagt. Und er hatte natürlich kein Geschenk für sie. Und dabei gab er ihr doch so gerne und ignorierte ihre vorwurfsvollen Blicke jedesmal, weil er doch wusste, dass sie sich freute.

Offensichtlich hatte sich Kolkrabe große Mühe gegeben, bei der Auswahl der Geschenke. Nur den Spiegel für Myriel wusste er nicht zu deuten. irgendwie schien etwas zwischen den Freundinnen zu stehen. Aber was? Hing es mit der Magie der Druidin zusammen? Und die Veränderungen, denen sie erlegen war? Nun, nicht jeder kämpfte gegen eine übermächtige bösartige Mutter mit Hilfe von Magie. Das konnte nicht spurlos an Myriel vorübergegangen sein.

Auch NoQ schien mit seinen Gedanken ganz woanders zu sein. Der Elf war noch nie ein großer Schwätzer gewesen, doch hatte ihn der Zwerg schon wesentlich gesprächiger erlebt und auch fröhlicher, soweit man das bei einem Spitzohr sagen konnte. Und warum er das Geschenk nicht annahm? In anderen Gegenden hätte das als grob unhöflich gegolten. War das bei den Elfen nicht so? Wieder was über die Spitzohren gelernt. Nun Gevatter, man möchte meinen, Euch sei eine Laus über die elfische Leber gelaufen. Bedrückt Euch etwas?

Drax hingegen freute sich über die Armschienen. Sie waren fantastisch gearbeitet und passten wie angegossen. Er hatte sie natürlich sofort anprobiert, um sich davon zu überzeugen.

Deine Liebe ist mehr als genug Geschenk. Es gab Zeiten, da hätte ich nie darauf zu hoffen gewagt. Ich danke Dir! Ein Seitenblick zu Orkana zeigte ihm, was die Orkin davon hielt.

+ 2 Armschienen (SRT: Armbänder)
Autor: Talya Datum/Zeit: Do., 30. Dez 2004, 10:22
Talya drückte NoQs Hand mit den Pfeilen zurück.

NoQ, es ist ein Geschenk. Bei uns, daheim in Rotfels, schenkt man nicht um ebenfalls beschenkt zu werden. Ich erwarte von euch genausowenig etwas, wie von den anderen - nur dass ihr die Pfeile annimmt.

Talya lächelte.

Sorgt euch nicht - es ist durchaus üblich, dass der Ausrichter eines Festmahles mit solchen Geschenken überrascht.
Und was sollte ich mit diesen Pfeilen sonst anfangen? Mir würden sie nur als Kaminholz dienen. Darum seid so gut und nehmt sie an, NoQ.

Nickte Talya und während Ardon und Ethlind sich noch ausgiebig ihre Geschenke besahen, wartete sie auf Myriels Reaktion. Innerlich seufzte die Wirtin. Sie hatte nicht erwartet, dass die Freundin freudestrahlend aufsprang. Im Gegenteil - fast hätte sie mit allem gerechnet, dass Myriel den Spiegel von sich wegwarf oder Talya tadelte.. Doch die Druidin nahm in bloß und besah ihn sich. Ruhig und ohne größere Gefühlsregungen.

Ich.. ich.. Talya wollte irgendetwas sagen. Sie wollte Myriel um Verzeihung bitten. Dafür, dass sie in letzter Zeit sowenig Zeit füreinander gehabt hatten. Dafür, dass Talya immer häufiger mit dem Gedanken spielte, sich von allen Verpflichtungen Dragonias zu lösen - auch von ihrem Schwur an Myriel. Sie wollte die Druidin am Liebsten in ihren Arm nehmen, ihr sagen, wie sehr sie sie brauchte, wie sehr sie ihr fehlte. Sie wollte sovieles.. Bilder der vergangenen Monate durchliefen ihre Gedanken. Mit Myriel im "Lazaret" in Nuru, am Stadtbrunnen, in der roten Laterne, nach den Erlebnissen im Elfenwald..

Doch Kolkrabe schwieg.

Stattdessen nahm sie das Liebesbekenntnis Draxs entgegen und langsam legte sich wieder ein leichtes Lächeln auf ihre Lippen.
Wenigstens einer, der sich ehrlich freute.
Vorsichtig küsste sie den Zwerg und beschloss dann wieder in der Küche zu verschwinden. Es würde Zeit für den zweiten Gang.

Kaum war Talya verschwunden, grummelte Orkana Drax an.


>> Wollet tauschen gegen Schürze? Hm?

Janina lächelte verzückt Ardon an.

>> Einen Garten besitzt ihr also, Sir Ardon? Würdet ihr ihn mir vielleicht einmal zeigen? Die kleine Helena hat mich mit ihrem Blumenwahn regelrecht angesteckt.
Keck zwinkerte die Brünette den Soldaten an, während Helena gar nicht hinhörte. Sie band sich ihre Gürtelkordel um und posierte vor Caspar.

>> Steht er mir? Steht er mir?
Sich strich über die silberne Kordel und seufzte kaum hörbar.
>> Hoffentlich passt er lange..
Autor: Myriel Datum/Zeit: Fr., 31. Dez 2004, 01:33
Myriel schaute Kolkrabe nach als diese in der Küche verschwand. Dann lächelte sie Ardon zu während sie aufstand und sagte:

Ich werde nachsehen ob ich Talya in der Küche helfen kann. Entschuldige mich bitte einen Moment, Liebster.

Die Druidin ging um den Tisch herum und blieb hinter Janinas Stuhl stehen. Sie beugte sich leicht vor und setzte ein zuckersüßes Lächeln auf. Dann flüsterte sie der jungen Frau ins Ohr, so das nur sie es hören konnte:

Wenn ihr es wagen solltet meinen Verlobten auch nur mit einem Finger zu berühren, werde ich Euch so viele Warzen in Euer hübsches Gesicht zaubern, das eine Kröte eine Schönheit gegen Euch ist. Kein Mann wird Euch jemals wieder eines Blickes würdigen und Eure Karriere als Tänzerin hätte ein abruptes Ende. Und glaubt mir wenn ich Euch sage das ich noch zu ganz anderen Dingen fähig bin und mehr zu sehen vermag als viele Menschen...

Myriels Augen funkelten Janina an und für eine Sekunde entstand der Eindruck als ob Flammen in ihnen lodern würden. Oder war das nur der Widerschein der Kerzen auf dem Tisch gewesen? Die Magierin lächelte immer noch, doch war ihr unverkennbar anzusehen das sie ihre Worte vollkommen ernst meinte. Myriel nahm den Teller von Janina in die Hand.

Ihr seid doch schon fertig meine Liebe? Ich werde Euren Teller mit in die Küche nehmen.

Sie drehte sich langsam um und folgte Kolkrabe in die Küche. Dort stellte sie den Teller achtlos in die Spüle und legte der Freundin eine Hand auf die Schulter:

Talya? Ich wusste schon das ich mich verändert habe bevor ich hier her gekommen bin und deshalb bin ich Dir auch nicht böse wegen des Spiegels. Ich habe mich geändert seit... nun seit... sieh selbst.

Sie streckte Kolkrabe ihre offene rechte Handfläche entgegen, in der ein sternförmiger schwarzer Abdruck zu sehen war, der von mehreren feinen Narben durchzogen wurde.

Ich habe etwas von großer dunkler Macht zerstört, aber ein Teil von ihm ist in mir geblieben.

Autor: Ardon Datum/Zeit: Fr., 31. Dez 2004, 13:29
Etwas verdutzt blickt Ardon Kolkrabe an, als diese beginnt, Geschenke aus zu teilen. Noch überraschter ist er, als die Wirtin ihm ein dunkel blaues Päckchen reicht, und fünf Beutelchen mit Samen. Prüfend blickt er in die Päckchen, dann schweift sein blick zu Myriel. Könnte sie diese Pflanzen etwa genau so schnell wachsen lassen wie den Wein? Schon im selben Moment macht sich Ratlosigkeit in ihm breit.

„…Was zum Henker sagt man in so einem Moment?...“

Ich danke euch.

„…Puh… das ging ja gerade noch mal gut…“

Dann fällt sein blick auf NoQ, der sich standhaft weigert, sein Geschenk anzunehmen.

„…typisch…Elfen…“

Und schon gehen die Geselligkeiten weiter, aber kaum hat er Gelegenheit gehabt, einige Worte mit Gevatter Drax zu wechseln verabschiedet sich Kolkrabe schon in die Küche, worauf sich auch Myriel davon macht und ihm einige Abschiedsworte hinterlässt.

Tu das mein Schatz…

Nach den Worten Myriels, als diese in der Küche entschwunden ist wendet er sich der Frage von Janina zu.

Den Garten? Warum auch nicht, er befindet sich auf unserem Landsitz etwas außerhalb von Nuru…

Grinsend fügt er hinzu.

…es gibt einiges zu sehen.
Autor: Rileona Datum/Zeit: Sa., 01. Jan 2005, 19:27
Caspars Miene entspannte sich ein wenig, als er die Vorstellung vorüber war. Dankbar grinste er dem Zwergen Drax bei seinen Worten zu.
Er nickte den Anwesenden mit einer Verbeugung zu und versuchte sich, die Namen der einzelnen Personen zu merken, die ihm nicht bekannt waren. Beim Anblick des Vaters seiner geliebten Helena mußte der Holzfäller dann doch ein wenig schlucken – er schien nicht sonderlich erfreut zu sein und mit ihm schien nicht gut Kirschen zu essen.
Doch überwog mehr die Freude und Glückseligkeit Caspars sein Lenchen so nah bei sich zu haben und er drückte zärtlich ihre zarte Hand.
Da auch sogleich die Suppe aufgetragen wurde, wendete sich alle Aufmerksamkeit auf das Mahl.
Janina und Orkana konnten es auch diesmal nicht lassen, sich zu zanken. Mit einem Seufzen beobachtete Caspar die beiden so unterschiedlichen Frauen. Er hatte ihr Gezänk schon einige Male mitbekommen, und war über alle Maßen froh, daß seine Süße nicht so war.

Helena flirtete und flüsterte ganz unbefangen und ungeniert mit Caspar, was ihn unter den Argusaugen von Barth doch ein wenig hemmte.
Auch schien sein geliebtes Lenchen heute ganz besonders anschmiegsam und zärtlich zu sein. Von ihr schien ein inneres Leuchten und eine Wärme auszugehen, die Caspar – wenn sie allein gewesen wären – nur allzu gern ausgekostet hätte.
Doch die Frage Barths nach seinen Verdienstmöglichkeiten holte ihn sehr schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Er kam jedoch nicht dazu, zu antworten, da Talya, scheinbar nicht ganz unabsichtlich, das Gespräch in eine andere Richtung lenkte:
Von dieser Tradition des Schenkens hatte Caspar noch nie gehört. Wie stand er denn nun da?
Als er von dem Abendessen im „Einäugigen“ hörte, nahm er sich vor, der Wirtin es bei der Gelegenheit mit einem kleinen Geschenk zu vergelten.
„Ich danke Euch ganz herzlich, werte Kolkrabe. Das ist in der Tat eine Überraschung und ich freue mich sehr darüber.“
Bewundernd sah er seiner Helena zu, die sich ihr Geschenk – eine silberne Kordel – um ihre schlanke Taille band.
Ein Leuchten stahl ich in seine Augen, als sich ihre Blicke begegneten.
Er nahm sie in seine Arme und flüsterte: "Du bist die Schönste von allen, meine süße Helena!"
Autor: Talya Datum/Zeit: Mo., 03. Jan 2005, 11:47
Janina ballte die Hände zu Fäusten, als Myriel ihr diese abscheulichen Worte zuflüsterte. Was erlaubte sich diese Person eigentlich? Niemand nahm ihr das Wichtigste, niemand..

Doch kaum war Myriel in der Küche verschwunden, entspannte sich das Gesicht der hübschen Tänzerin wieder und die Lippen formten sich zu einem Lächeln. Einem Lächeln voller Selbstsicherheit und mit einem Hauch spöttelnder Arroganz.
Hatte Myriel etwa Angst? Angst, ihr Liebster könne sich auch nach anderen Frauen umsehen? Welch armseeliges Geschöpf sie dann doch war.. so mächtig und gleichzeitig so verletzlich.
Janina wandte sich wieder an Ardon. Nein, mit keinem Finger würde SIE IHN berühren. Sie würde es nichteinmal versuchen. Das sollte ihm schon ganz selbst überlassen sein..

Keck zwirbelte Janina ein Locke zwischen den schmalen Fingern.


>> Oh, es wäre mir eine Freude, Sir Ardon, wenn ihr mir eure Pflanzen zeigen würdet. Mir steht eh noch ein halber freier Tag zu - also wenn ihr euch mit der Gesellschaft einer einfachen Tänzerin belasten würdet..

Sie senkte das Kinn, warf Ardon gleichzeitig aber einen vielsagenden Blick zu.

>> .. mir wäre es eine Ehre..


Zeitgleich sah Talya Myriel in der Küche an, starrte auf das unheilvolle Zeichen in ihrer Hand.
Langsam stellte Kolkrabe das gebrauchte Geschirr ab und ging auf Myriel zu. Vorsichtig nahm sie die gezeichnete Hand der Druidin in ihre Hand und drückte sie vorsichtig zu.
Nein, es war nicht der richtige Zeitpunkt über so etwas zu sprechen - und tatsächlich bezweifelte Kolkrabe sogar, dass sie es überhaupt begreifen würde, was in und mit Myriel vorging.
Die Schwarzhaarige schenkte der Druidin ein sanftes Lächeln.


Pass auf dich auf, Myriel. Mehr mußt du mir nicht versprechen. Pass auf dich auf...
".. denn dich will ich nicht auch noch verlieren.." Talya sprach es nicht aus, doch lag ein Flehen und Bitten in ihrem Blick.

Dann ließ sie die schmale Hand Myriels wieder los und drehte sich um.
Mit Topflappen bewaffnet öffnete sie den Ofen und eine Dampfwolke kam der Wirtin entgegen. Der Duft von exotischen Gewürzen, gebratenem Fleisch, Honig und Maronen stieg durch die Küche.


Würdest du die Semmelknödel und das Rotkraut vielleicht schonmal mitnehmen? Der Braten dürfte jetzt auch soweit sein..
Wechselte sie das Thema und lächelte Myriel sanft zu.


>> Nana, seid ihr hier auf dem Rummel oder bei einem Mahl?
Tadelte Barth brummelnd seine Tochter.

>> Setzt euch. Und hört mit dem Geschmuse auf. Das ist ja kaum auszuhalten..
Barth wußte selbst nicht, was los war. Caspar war ihm nicht unsympathisch und sie waren in geselliger Runde. Dennoch. Er ließ die Finger nicht von seiner Tochter und das störte Barth.
Sie war seine kleine Helena. Noch viel zu jung um mit solch einem Kerl rumzupussieren.

Helena jedoch lächelte und hielt zärtlich Caspars Hand. Es gefiel ihr, dass er sich so über Talyas Geschenk freute. Sie würde ihm gleich noch ein viel größeres machen...
Autor: Myriel Datum/Zeit: Mo., 03. Jan 2005, 19:54
Myriel schlug die Augen nieder. Auf sich sollte sie aufpassen? Das war nicht das Problem das sie hatte, sie mußte eher darauf aufpassen das sie niemand anderem etwas antat. So wie dieser kleinen Tänzerin dort draussen, die so unverhohlen mit Ardon flirtete. Sie seufzte leise und ging sofort auf den Themenwechsel von Kolkrabe ein. Dies war wohl wahrlich nicht der richtige Augenblick um über solche Dinge zu sprechen, Talya hatte geladene Gäste um die sie sich kümmern mußte.

Hm, der Braten riecht hervoragend. Selbstverständlich nehme ich die Schüsseln schon einmal mit, dann brauchst Du nicht zweimal zu laufen.

Die Druidin setzte ein Lächeln auf und nahm die Schüsseln mit dem dampfendem Rotkraut und den Knödeln in die Hände. Geschickt öffnete sie die Küchentür mit der Hüfte und balancierte das Geschirr zur langen Tafel hinüber. Den Bruchteil einer Sekunde lang schaute sie von dem Rotkraut zu Janinas feinem Gewand. Dann langte ihre Hand an der jungen Frau vorbei und stellte die Schüsseln auf dem Tisch ab. Myriel ging zurück zu ihrem Platz, gab Ardon einen Kuss auf die Wange und setzte sich.

Der Braten ist so gut wie fertig, Talya müßte jeden Moment damit herein kommen.

Autor: Rileona Datum/Zeit: Di., 04. Jan 2005, 20:20
Caspar streichelte seiner Helena sanft über ihr goldenes Haar und küsste sie auf die Wange.
Immer, wenn er sie ansah, vergaß er alles andere um sich herum.
Die Stimme Barths riss ihn unsanft aus seinen träumerischen Gedanken und ein wenig widerwillig löste sich sein inniger Blick von Helenas leicht gerötetem Gesicht, in denen die Augen wie Sterne in einer klaren Nacht  funkelten.

Verlegen löste er die Umarmung, räusperte sich und entschuldigte sich bei Barth:
„Verzeihung, werter Herr Barth. Ihr habt selbstverständlich recht.“

Der Holzfäller zog den Stuhl für Helena zu recht und ließ sich dann selber wieder neben ihr nieder.
Kolkrabe und Myriel mußten den Raum zwischenzeitlich verlassen haben – denn gerade kam die Druidin mit Schüsseln in den Händen wieder herein und kündigte den nächsten Gang an.

Caspar war immer noch nicht sicher, wie er sich Barth gegenüber verhalten sollte.
Seine bisherigen wenigen Liebschaften waren alle samt sehr kurz gewesen und er hatte die Eltern des jeweiligen Mädchens nie kennen gelernt.
Er hätte jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt, wie ein Mann sich da so zu verhalten hatte.

Schon schmiegte sich sein Lenchen wieder an ihn und ergriff seine rauhe Hand. Sie schien sehr unbefangen - und die mahnenden Worte ihres Vaters nicht weiter beachtend.

“Lena-Maus, ich bitte dich inständig. Dein Herr Papa wird mich gleich in der Luft zerreißen, wenn du so weiter machst. Ich befürchte, er ist nicht so ganz damit einverstanden, wenn wir hier so öffentlich zärtlich zu einander sind“, flüsterte er ihr leise ins Ohr.

Trotz seines einen Auges entging dem Wirt nichts – und Caspar würde jede Wette darauf eingehen, daß er auch mit nur einem Arm durchaus in der Lage war, ihn – Caspar, mit nur einem Schlag nieder zu strecken.
Auf was habe ich mich da nur eingelassen?   fragte sich der Holzfäller zweifelnd.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Sa., 08. Jan 2005, 18:24
Ob ich gegen Deine Schürze tauschen möchte? Bist Du von Sinnen Orkana? Drax schüttelte sich vor Lachen. Dann möchtest Du ab morgen wohl auch in den Minen arbeiten und ich soll Servieren und Tanzen? Der Axtmeister nahm sich vor, heute anhaltend friedlich gegenüber der Orkin zu sein.

Gespannt wartete der Zwerg auf den nächsten Gang. Den Braten hatte er ja schon kosten dürfen und er freute sich darauf, sich noch das eine oder andere Scheibchen davon zu gönnen. Er war zufrieden am heutigen Abend. Etwas, was er bei weitem nicht oft verspürt hatte in den letzten Tagen und Wochen.

Amüsiert beäugte er Janinas Annäherungsversuche gegenüber Ardon. Mit ein bisschen Glück, gab es heute Abend noch ein Feuerwerk, denn so wie der Zwerg Myriel einschätzte, würde die Druidin ihre feurigen Hände sicher nicht tatenlos in den Schoß legen, wenn sie davon Wind bekam. Und Caspar konnte einem schon mehr als leid tun. Barths Auge ruhte beständig auf seiner Tochter und ihrem jungen Verehrer. Der Zwerg wollte auch mit Caspar nicht tauschen.

'Noch ein paar Bissen, einige Krüge Bier und das eine oder andere Pfeifchen' dachte Drax so bei sich.
Autor: Talya Datum/Zeit: Di., 11. Jan 2005, 15:07
>> Kolkrabens sagt, ihr habt guten Hüftschwung. Vielleicht solltens tatsächlich tanzen, Zwerg!
Grinste Orkana Drax frech an und wedelte mit der Schürze durch die Luft.

Während Kolkrabe hereinkam und noch einige weitere Schüsseln auf den Tisch stellte, zog Janina sich langsam wieder zurück. Myriel mußte man scheinbar im Auge behalten. Sie schenkte Ardon noch einen langen, tiefen Blick und drehte sich dann zu Kisha herüber.

Die kleine Goblinfrau rührte wild in einer der Schüsseln um her. Höflich erklärte sie:


>> Dies ist eine Goblinspezialität. Ich hoffe, eine, die auch anderen Völkern schmeckt. Lauch, pürrierte Paprika und Erdäpfel, Sesam und ein wenig gute Butter. Man muß es nur ordentlich rühren, damit es schön cremig, bleibt.
Und es schmeckt sehr gut zu Helenas Kräuterfladen..

Helena interessierte das Mahl jedoch kaum. Sie kicherte, als Caspar ihr ins Ohr flüsterte, nahm sich aber nichts von seiner Bitte an. Stattdessen beugte sie sich nun an Caspars Ohr und flüsterte ihrerseits.

>> Caspar, Käferchen, Paps wird doch wohl kaum den Vater seines Enkels schlechtgesonnen sein..
Sie lächelte süß und langsam wanderte ihre Hand auf ihren - noch - schlanken Bauch.

Die Tür zur Küche sprang auf und Talya kam heraus. Sie trug einen geradezu riesigen Braten, der verführerisch duftete. Sorgsam balancierte sie ihn bis zum Tisch und setzte ihn dort ab. Schnell griff sie zu dem großen Fleischermesser und einer Gabel und setzte beides ans Fleisch an.


Wer hätte gerne ein Stück Maronen-Honig-Braten? Sehr heiß, sehr knusprig!
Autor: Rileona Datum/Zeit: Mi., 12. Jan 2005, 23:42
Die folgenden Augenblicke vergingen für Caspar wie in einer Zeitlupe.
Er sah seiner Helena tief in die Augen, sog den Duft ihrer verführerischen Haut ein und lauschte andächtig ihrer süßen Stimme.
Plötzlich meinte er, er müsse sich verhört haben. Er blinzelte leicht mit den Augen und versuchte, Lenas letzten Satz zu verarbeiten.
Talya kam mit einem wunderbar duftenden Braten herein und fragte freudestrahlend nach Abnehmern.
Caspars Blick ging zu der Wirtin, doch er schien durch sie hindurch zu sehen. Dann schüttelte er sich und sprang mit einem Satz auf.


„Helena!!!“


Mit einem lauten Krachen flog der Stuhl nach hinten, auf dem Caspar gesessen hatte.
Das Weinglas in seiner Hand – er hatte gerade einen Schluck trinken wollen - fiel zu Boden und zersprang mit einem klirrenden Geräusch in tausend winzig kleine Splitter.
Caspar war so rasch aufgesprungen, daß er ein wenig wankte. Mit weitaufgerissenen, ungläubigen Augen starrte er Helena an.

„Was hast du da gesagt?“ stotterte er. „Das kann doch wohl nicht dein Ernst sein?“

Der Holzfäller war sich noch nicht ganz sicher, ob er gerade richtig gehört hatte. Vielleicht hatte er seine Lena einfach nur falsch verstanden. Sein Herz hämmerte so sehr, daß es ihm ein Rauschen im Kopf verursachte.
Enkel…Vater…Kind…

„Das darf ja wohl nicht wahr sein“, stammelte er nur noch.
Wie um alles in der Welt hatte das denn passieren können. Verdammt!

Sein Blick war starr auf Helena gerichtet. Mit einer sehr heiseren Stimme bat er sie: "Könntest du das bitte, bitte wiederholen?"
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: So., 16. Jan 2005, 10:16
Soso, einen guten Hüftschwung habe ich also? Das hat Dir Talya erzählt? Na sie muss es wissen. Ich habe allerdings so meine Zweifel, dass sich das tatsächlich auf das Tanzen bezog! grinste der Zwerg seinerseits, wunderte sich aber schon ein wenig, worüber sich sein Edelsteinchen mit den Angestellten unterhielt.

Aber seine Aufmerksamkeit wurde von dem köstlich duftenden Braten in Anspruch genommen. Das Wasser lief ihm im Mund zusammen und er freute sich darauf, seine Zähne in das saftige Fleisch zu schlagen. Flugs schob er seinen Teller in Richtung Kolkrabe. Da fragst Du noch? Ich natürlich!

Plötzlich sprang Caspar auf. Sein Glas ging dabei zum Teufel und der Stuhl kippte um. Was war in den jungen Mann gefahren? Er sah aus, als ob er Gespenster gesehen hätte. Alle Blicke ruhten nun auf ihm und suchten nach einer Erklärung. Was durfte nicht wahr sein? Was sollte Helena wiederholen? Dem alten Barth war das Missfallen deutlich anzusehen.
Autor: Black Rose Datum/Zeit: So., 16. Jan 2005, 12:30
Ethlind begrüßte, die ankommenden alle freudig. myriel udn Ardon, sie hatte sie schon länger nichtmehr gesehen, und sie freute sch wieder einmal mit all diesen Leuten reden zu können. Und dann kam auch noch so leckeres Essen, es duftete einfach verführerisch, und die Suppe hatte sie schnell gegessen. Sie war wirklcih köstlihc, und nach ihrem Geschmack. Immer wieder versciherte sie sich auch davon, dass es NoQ gut ging. Sie hoffte, das dieses kleine Fest nicht all zu schlimm für ihn war, aber eigentlcih musste er doch nun jeden kennen, und viele waren es ja wirklich nicht.

Nach der Suppe war Ethlidn schon gespannt was jetzt zum Essen kommen würde, da sah sie wie Talya mit mehrern Päckchen herein kam. Ethlidn sah ein wenig verwirrt und rutschte unwohl auf ihrem Sessel hin und her. Sie war es zwar gewohnt, das man der Gastgeberin etwas mitbrachte, aber nicht, dass die Gäste außer einem köstlichen Essen noch etwas geschenkt bekamen.

Als dann von ihnen fünf Talya auch noch zuerst auf sie zu kam, fühlte sie sich noch fehlplatzierter, und nahm verlegen das Päckchen entgegen. "Ich danke euch." sagte sie verlegen und packte etwas zögerlich das Geschenk aus. Als sie jedoch den Inhalt sah, blickte sie verwundert auf das Fläschchen Chloroform. Etwas seltenes, man bekam es nciht so leicht, und doch war es manchmal lebenswichtig bei schweren Operationen." Ethlind senkte den Kopf. "Ich danke euch vielmals Talya, ich bin mir sicher, dass ich es gut gebrauchen werde können, so wie auch die Kräuter." meinte sie, und sah kurz zu NoQ, zu dem Talya jedoch jetzt hintrat.

Auch er schien sich in dieser Situation nicht wohl zu fühlen, was Ethlind auch verstand, und so legte sie ihm ihre Hand sanft auf die Schulter, während sie die Phiole mit Chloroform in ihrer anderen Hand drehte. NoQ unterdessen hatte nach anfänglcihem Protest die Pfeile doch angenommen, und blickte nun ein wenig verlegen auf diese hinab. Ihre Blicke trafen sich und Ethlind lächelte ihm aufmunternd zu, während ihre Hand nun zu seienr hinab glitt.

Sie beobachtete auch, wie die Anderen ihre Geschenke erhielten, und besonders Myriels Geschenk verwunderte sie ein wenig. Sie verstand nicht was dies alles zu bedeuten hatte, aber es war wohl etwas was nur die beiden Freundinnen etwas anging.

Sie verstaute dann die Sachen in ihrer tasche, die über die Stuhllehne gehängt hinte rihr hing, und nahm auch mit einem zwinkern NoQ die Pfeile aus der Hand, er konnte sie ja nicht beim gesamten Essen jetzt bei sich tragen. Dann betrachtete sie wieder die anderen, und da kam auch schon der nächste Gang. Ethlind hielt sich zwar beim Fleisch zurück, trotzem schmeckte es wieder einmal vorzüglich, und als Talya mit einem weiteren Gang aufwatete musste Ethlidn mit einem entschuldigenden Lächeln ablehnen, denn sie war so voll wie schon lange nichtmehr, obwohl sie sehr wenig gegessen ahtte im Verhältniss. Trotzem, spürte sie schon, wie ihr Körper sich zu wehren begann.

Die nächste überraschung lies aber nciht lange auf sich warten, als Helena ihnen eröffnete das sie schwanger war, und der Vater war dementsprechend erschrocken. Ethlidn jedoch empfand das eher als eine gute Nachricht und lächelte Helene ermunternd an. "Das ist doch wunderbar." sagte sie strahlend.

Ethlind erhält
1 Flasche Chlorform
10 x blut- und schmerzstillende Kräuter
1 Phiole mit Duftölen


NoQ erhält
5 Brandpfeile


[OT: SRY, das ich erst jetzt schreibe, aber meine Zeit ist im Moment leider etwas knapp bemessen, genauso wie bloods leider, deswegen habe ich in seinem Auftrag auch mitgeschrieben. Ich hoffe du entschuldigst uns :- ]
Autor: Talya Datum/Zeit: Mo., 24. Jan 2005, 19:21
Ein wenig verwirrt blickte Helena Caspar an. Wieso sprang er auf, freute er sich denn nicht? Versöhnlich lächelte sie und griff nach seiner Hand.

>> Caspar, du hast richtig gehört. Du wirst Vater!

Die hübsche Wirtstochte bemerkte, wie der Rest der Gäste still wurde und auch ihrem Vater blieb der Mund offen stehen. Freudestrahlend stand sie auf und grinste in die Runde.

>> Ich bin schwanger! Caspar und ich erwarten ein Kind!
Teilte sie allen Anwesenden stolz mit. Und Barth.. Barth begann zu Husten und zu Prusten.

Er hatte ja wohl nicht richtig gehört! Was teilte sein kleines Mädchen hier gerade versammelter Mannschaft mit? Sie hatte sich doch nicht wirklich von Caspar ein Ei ins Nest legen lassen! Sie.. Er..

Barth lief rot an und stand derart ruckartig auf, dass sein Stuhl nach hinten kippte. Zornig spie er Helena an.


>> Du bist was?
Wild stampfend ging er auf Caspar zu.

>> Du hast sie geschwängert? Meine Tochter? Mögen dir all deine Götter Gnade erweisen, wenn ich fertig mit dir bin!
Barth griff Caspar am Hemdskragen und schupste ihn rückwärts in Richtung Ausgang.

Kolkrabe ließ das Besteck fallen und blickte entsetzt auf das Szenario.


Barth! Nicht! Lass den Jungen..

Zu spät, Caspar stieß schon mit dem Rücken an die Tür. Kolkrabe wurde knallrot. Irgendwie geriet jetzt gerade alles ausser Kontrolle. Barth griff Caspar an, Helena fing an zu schreien und zu weinen. Orkana lachte hämisch, während Kisha versuchte Helena durch sanftes Streicheln zu beruhigen. Und Janina? Janina zwinkerte Ardon ohne Unterlass zu und schien sich für die restlichen Anwesenden gar nicht zu interessieren.

Talya seufzte. In diesem Moment wäre sie gerne im Erdboden verschwunden.
Autor: Rileona Datum/Zeit: Fr., 04. Feb 2005, 22:39
Caspar war aufgesprungen.
Selbstverständlich. Diese Eröffnung war mehr als nur eine seichte Angelegenheit.
Er liebte seine süße kleine Lena, doch... das mit dem Kinderkriegen war eine andere Geschichte. Das hatte er nicht gewollt. Wirklich nicht. Er wollte noch viele lange und schöne Jahre mit seiner heißgeliebten Maus zusammen verbringen. Aber nicht gestört durch Babygeschrei und Windelwechselei. Er wollte ihre Umarmungen nicht teilen!

Caspar warf einen hundeähnlichen Blick zu Helena:
"Bitte, ich liebe dich doch! Wie kannst du das hier??? Mir sagen? Vor all den Leuten?"

Dann wurde er jedweder Reaktion enthoben. Er hatte es geahnt. Helenas Vater lief rot an und wurde mehr als wütend.
Im Grunde genommen konnte der Holzfäller die Gefühle, die Barth gerade hatte, verstehen.
Es ging ihm nicht anders. Helena war eigentlich zu jung...
...viel zu jung, um sich zu binden. Nicht in der Form.

Er wurde wütend, als Barth ihn an die Wand schlug und brüllte ihn an:

"Ich werde sie natürlich heiraten! Was denkt Ihr denn, was für ein Mann ich bin. Verdammt!"


Autor: Talya Datum/Zeit: Do., 10. Feb 2005, 13:40
>> Meine Tochter fasst niemand an! Du Hund! Schwängerst ein unschuldiges, junges Mädchen! Ohhh, am liebsten würde ich dir..

Barth grummelte und in diesem Moment war ihm anzusehen, dass er seinen zweiten Arm mehr als vermisste. So hielt er Caspar nur wütend am Kragen..

Helena schrie auf.


>> Nicht, Paps! Bitte nicht!
Dann fiel sie in ein seltsames Wimmern. Talya versuchte Barth am Hemdsärmel zu ziehen um ihn von Caspar wegzubekommen, aber der alte Wirt stieß sie nur weg, so dass sie selbst fast auf dem Hosenboden landete. Welch unsagbare Gewalt Wut doch auslösen konnte..

Orkana tat wohl das einzig richtige. Sie holte einen großen Bottich mit Wasser und stürzte ihn über Barth, der gleich darauf wild tobend von Caspar abließ.


>> Verdammtes orkisches Biest! Verdammtes!
Wildgeworden stapfte Barth durch die Schankstube. Er mußte hier hinaus. Hinauf und sich neue Sachen anziehen. Und tatsächlich ersteinmal einen kühlen Kopf bekommen. Sein Mädchen zu schwängern...

Talya legte Caspar die Hand auf die Schulter und führte ihm zum Kamin. Auch er hatte nicht unwesentlich viel Wasser abbekommen und mußte ersteinmal sehen, dass seine Kleidung wieder antrocknete, bevor er hinaus in die Kälte schritt.

Dann ging Talya wieder zurück zum Tisch und sah ein wenig bedauernd auf den Braten. All die Mühe.. Aber es wäre jetzt falsch, weiterzuessen, als wäre nichts geschehen.


Ich.. ich denke, ihr könnt nachvollziehen, wenn ich euch jetzt bitte zu gehen.. Talya hielt den Kopf gesenkt.
Es tut mir leid, dass dieser Abend so enden mußte..

>> Aber Ardon hat doch noch gar nicht meine Rosencreme probiert! Protestierte Janina, sah dann jedoch Kolkrabes Blick und verstummte. Orkana holte Mäntel und Umhänge herbei und machte sich bereit jedem seinen zu übergeben..

Talya war die Enttäuschung deutlich anzusehen. Und es viel ihr schwer nicht gleichfalls einfach hinauf zu laufen und sich zu ärgern. Über die vergeudete Zeit, die sie zur Zubereitung des Essens benötigt hatte. Über Helena, die das ganze etwas taktvoller hätte angehen können. Über Barth, der seine Wut nicht im Griff hatte. Darüber, dass ihre Freunde diese peinliche Situation miterleben mußten.
Das allererstemal, seit sie in Dragonia war, schämte Talya sich für die Menschen, die ihr sonst so sehr am Herzen lagen.


[OT: Wir sollten es an dieser Stelle wohl beenden, da scheinbar eh keiner mehr Interesse an einer Fortführung des Essens gehabt hätte.]