Thema Zusammenfassung
Thema Zusammenfassung: Côr vor den Toren!
Autor: Varnayrah Elentári Datum/Zeit: Mo., 17. Apr 2006, 21:17
Langsam kehrte der Frühling wieder nach Nuru. Der letzte Schnee war verschwunden und überall spriessten die ersten Blumen aus dem Boden. Die Tage wurden wieder länger und die Temperaturen wärmer. Überall wurde die Sonne mit Freuden begrüßt. Bei vielen Häusern wurden die Schäden durch den Herbst und den Winter behoben oder saubergemacht. Die Kinder spielten in den Gärten oder in den Strassen. Wenn man die Strassen längs ging wurde man von überall herzlich gegrüßt. Das Lachen der Kinder hörte man noch weit entfernt. Auf dem Marktplatz wurden die ersten Stände wieder aufgebaut. Es war Markttag. Jetzt, wo die Strassen wieder passierbar waren, kamen auch die Händler von weiter weg wieder nach Nuru um ihre Waren feil zu bieten. Die Fahnen wurden gehisst. Es war ein richtig schöner Frühlingsmorgen, bei dem das Herz einen Freudensprung machte. In der Stadt konnte man all seine Sorgen vergessen und sich an dem Leben wieder erfreuen.

Aber nicht so in der Löwenfeste. Thorgrim hatte nach der Rückkehr von Kjeldor sofort ein Treffen der Offiziere der Löwenpranke einberufen. Zu wichtig waren die Neuigkeiten der Soldaten. Die ganze Nacht saßen sie zusammen und haben geredet. Nun stand Thorgrim am Fenster und schaute hinaus auf seine Stadt. Mitten im Krieg waren er und sein Bruder nach Nuru gekommen. In Gedanken driftete er ab zu den Tagen als er hier in Nuru angekommen war. Wie sehr hat sich doch die Stadt seit den Tagen geändert. Viele Gesichter, die er kennen und schätzen gelernt hatte sind gegangen und viele sind dazugekommen. Und nun stand wieder ein Krieg vor der Tür. Schweren Herzens drehte er sich wieder zu den Offizieren um und blickte auf die Karte, die auf dem großen Schreibtisch ausgebreitet war. Zu sehen war die die Stadt Nuru bis zu den Grenzländern. Auch die anderen Städte waren dort verzeichnet.

>>Hauptmann Kjeldor, berichtet uns noch einmal, von wo wir den Angriff der Streitmächte erwarten könnten, und wann sie in etwa hier sein würden.<<

bat er und hörte den Worten zu. Innerlich konnte er es immer noch nicht richtig fassen. Sollte der Frieden wirklich bedroht sein?

>>Wir sollten auf jeden Fall die Bauernhöfe um Nuru schnellstens warnen. Alle Bewohner sollen in die Stadt kommen. Schickt Soldaten und Wagen zu den Bauernhöfen, damit die Bewohner ihre wichtigsten Sachen gleich mitnehmen können. Wir werden sie erst mal in der Feste und in dem leerstehenden Gasthaus unterbringen.
Dann holt so viel Lebensmittel, wie ihr bekommen könnt. Alles wird hier im Keller gelagert. Wenn sie uns Belagern sollten, so ist es umso wichtiger, genug Nahrung zu haben. Sobald dies geschehen ist, treffen wir uns wieder hier. Betet zu den Göttern, dass uns genug Zeit bleibt.
Ich will weiterhin, dass die schnellsten Reiter ausgesandt werden, um uns frühzeitig zu informieren, wenn die Armee kommt. Jeder soll ein Horn bekommen, mit dem er Alarm geben kann.<<


Die Offiziere nickten und machten sich so schnell wie möglich auf den Weg zur Kaserne um die Aufgaben an die Soldaten zu verteilen.

~~*~~


In der Stadt war mittlerweile reges Treiben ausgebrochen. Viele Soldaten machten sich mit Wagen auf den Weg aus der Stadt hinaus. Andere Soldaten gingen auf den Marktplatz und kauften Speis und Trank ein, soviel sie bekommen konnten. Auch zur Bäckerei gingen sie, um dort die übrigen Nahrungsmittel einzukaufen. Gegen Mittag machte Thorgrim sich auf den Weg in die Stadt um zu sehen, wie weit die Aufgaben ausgeführt wurden. Er ging gerade in Richtung Stadttor, als ein Reiter wie von den Teufeln verfolgt zu ihm sprintete. Kurz vor ihm riss er an den Zügeln, so dass das Tier aufbockte. Erschrocken sprang Thorgrim ein Stück zurück und zog seine Axt, als der Reiter sein Pferd zügelte. Thorgrim kam der Reiter bekannt vor, doch erkannte er ihn erst, als er von ihm eine Schriftrolle mit dem Siegel aus Sha’Nurdra bekam.

>>Herr, ich bringe euch diese Nachricht aus Sha’Nurdra. Auf dem Wege sah ich eine große Armee auf Nuru zureisen. Sie dürfte bald hier sein.<<

Thorgrim überflog die Zeilen kurz, zerknüllte die Nachricht sofort. Innerlich fühlte er sich so hilflos wie schon lange nicht mehr. In Sha’Nurdra brauchte man seine Hilfe, und er konnte sie nicht beantworten. Zu wichtig war seine Anwesenheit hier.

>>Es seht euch frei zu gehen, oder hier zu bleiben, wenn ihr wollt. Doch kann ich für eure Sicherheit außerhalb der Stadtmauern nicht garantieren. Auf jeden Fall ist meine Antwort auf die Bitte von Sir Elessar ein Nein. Meine Stadt ist selber in Gefahr, wie ihr mitbekommen habt. Ich muss bei den Bewohnern bleiben. Sie vertrauen mir. Sie brauchen mich. Ansonsten wäre ich jederzeit sofort losgereist, um ihm beizustehen. Reorx möge ihm gnädig sein.<<

Mit diesen Worten rannte er so schnell er konnte auf die Wehrmauer hin. Immer mehr Wagen fuhren in die Stadt, von Soldaten begleitet. Die umliegenden Bauern hatten die wertvollsten Sachen in aller Hetze zusammengesucht und sich sofort auf den Weg in die Stadt gemacht. Dort wurden ihnen Plätze in der Feste oder in leerstehenden Gebäuden zugewiesen. Thorgrims Blick wanderte weiter. Soweit er sehen konnte suchte er nach verdächtiger Bewegung. Doch es war nichts zu sehen. Einige Offiziere eilten zu ihm und verkündeten die eine oder andere Nachricht, als er leise ein Horn hörte. Aufgeregt hob er die Hand und verlangte Ruhe. Angestrengt schloss er die Augen und versuchte die Geräusche der Stadt auszublenden. Er wollte gerade aufatmen, als er wieder ein Horn hörte, diesmal näher dran. Dann ein zweites, und drittes.

>>Bei Reorx, sie kommen. Alle Frauen, Kinder und Greise in die Feste! Brecht den Markt ab. Die Pranke soll antreten!<<

Die Offiziere salutierten und drehten sich um, um ihrerseits die Befehle weiterzugeben. In Windeseile verkündete sich nun die Nachricht eines Angriffes. Die Händler packten so schnell es geht ihre Sachen wieder zusammen. Kreischend liefen die Menschen durcheinander und behinderten sich so gegenseitig. Einige Händler versuchten ihr Glück in der Flucht und ritten aus Nuru raus, in der Hoffnung, so dem Angriff zu entkommen. Es dauerte eine Weile, doch dann hatte die Löwenpranke die Situation wieder unter Kontrolle. Langsam aber sicher wurden die Strassen leerer. Die Menschen verschanzten sich in ihren Häusern oder in der Festung. Doch noch waren nicht alle Bürger aus den umliegenden Bauernhöfen in Sicherheit. Immer noch kamen Wagen in die Stadt. Thorgrim hoffte nur, dass ihnen noch genug Zeit blieb.

Dann sah er den ersten Reiter zur Stadt kommen. Wild trieb er sein Pferd immer schneller an., während er gleichzeitig in sein Horn blies. Ein zweiter Reiter erschien, der dritte und der vierte. Als sie die Stadt erblickten warfen sie die Hörner weg, und duckten sich tief über die Hälse der Pferde um noch schneller zu werden.

Und dann sah Thorgrim die Staubwolke hinter ihnen.

Eine riesige Staubwolke erhob sich gen Himmel. Thorgrim konnte sich nicht vorstellen, wie viele das seien müssten.

>>GORDUL!!! Es werden nicht alle schaffen....<<



Post von Thorgrim
Autor: Rraurgrimm Datum/Zeit: Di., 18. Apr 2006, 13:11
Tage waren verstrichen seitdem ihre kleine Gemeinschaft ihre Aufgabe zur Wiederbeschaffung des angeblichen Erbstückes abgeschlossen hatte. So hatte sich ihr Auftraggeber - welchem sie von vornherein nicht so recht zu trauen bereit gewesen waren - sich rasch als ein Agent mit Namen Narawn aus Taros herausgestellt. Und die von diesem vorher als blutrünstige Räuber dargestellten Orks in den Höhlen nahe Nuru hatten gänzlich andere Absichten mit ihrem Angriff auf ihn beabsichtigt. Als schliesslich alles zwischen den Orks und der kleinen Schar ehemalig von Narawn angeheuerter Freischärler dankbarerweise geklärt worden war - und man zumindest dessen magische Macht nach wie vor in einem Amulett gebunden wusste, welches mit zweien der Orks und einer kleinen Eskorte zur Gilde der Magier in der Königsstadt geschickt worden war - hatte sich ihre kleine Schar schon bald nach der Belobigungszeremonie durch Ingrimmsch voneinander getrennt und jeder war seiner Wege gegangen. Rraurgrimm war jedoch in Nuru verblieben - und dies könnte sich nun als ein fataler Fehler herausstellen.

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Die Vorbereitungen waren unübersehbar: in den ersten Tagen waren es die vielen Boten, welche allein oder in kleineren Gruppen auf schnellen Pferden Nuru verliessen. Die hastig in die Stadt geschafften Vorräte und der erst spärlich tröpfelnde aber dann nicht mehr abreissende Strom von Flüchtlingen war Zeuge davon, dass ausserhalb der Mauern der schon häufig umkämpften Stadt sich etwas zusammenbraute. Und auch wenn man mit dem Lycantrophen nur seltenst ein offenes Wort suchte - bereits aus aufgeschnappten Gesprächsfetzen der Einwohner und der Flüchtlinge wusste er sich bald einen Reim zu machen auf die ungewöhnlichen Ereignisse. Sobald er erfahren hatte, was sich abzuzeichnen begann - stand sein Entschluss fest: die Orks, welche sie zuvor in den Höhlen angetroffen hatten und die dort mit ihrem Stamm zu leben gedachten - mussten ebenfalls von der drohenden Gefahr unterrichtet werden. Ob sie sich dann entschlossen, sich den Verteidigern Nuru's anzuschliessen oder ob sie sich in ihren Höhlen verbergen wollten, welche den Anhängern von Taros jedoch bekannt sein würden - wäre dann ihnen überlassen.

So galt sein erster Weg der Garnison der Löwenpranke. Die Vorbereitungen waren spätestens hier unverkennbar und vermutlich würde man sich nicht um einen einzelnen Zivilisten wie ihn kümmern - nahezu unbekannt ausser für jene, die zufällig bei der Belobigungszeremonie anwesend gewesen waren und zudem einem sehr berüchtigten Volk angehörig. Dennoch vertraute Rraurgrimm auf sein Glück - und darauf, dass Latara ihn auf seinem Pfade schon leiten würde. So wandte er sich unterbrochen von kurzen Pausen in seinem Redefluss denn an einen der anwesenden Wachsoldaten, die nicht mit unmittelbaren Vorbereitungen beschäftigt zu sein schienen: "Ich entbiete Euch meinen Gruss, Krieger der Löwenpranke. Meine Suche gilt einem der... Verantwortlichen dieses Ortes und mein - Anliegen - ist kurz jedoch dringlich - und es wird keine Kräfte der Löwenpranke binden jedoch möglicherweise - in den bevorstehenden Zeiten ein wenig... Abhilfe schaffen können." Aufmerksam sieht er den Wachsoldaten an, der starre Blick der tierhaften Wolfsaugen weicht dem des Wachsoldaten in keinster Weise aus.
Autor: Hardor Datum/Zeit: Di., 18. Apr 2006, 14:49
Hardor breitete gerade seine schwingen aus und flog über die Dächer der Häuser hinweg während die Sonne sich an seinen silbernen Schuppen brach. Eigentlich wollte er nach langer zeit nur den manaturm besuchen dem sicherlich schon jemand anderem gehörte, doch soweit war er nicht gekommen. Auch den grauen Augen des Drachen war das rege treiben hier im Bollwerk Dragonias nicht entgangen und auch die Gespräch die durch die Luft an sein Ohr getragen wurden verhießen nichts Gutes. Abermals versammelte der Erzfeind aus Taros seine Scharen um sich, Wesen die schon Jahre zuvor versucht hatten das Land zu erobern. Zu diesen Zeiten kämpfte auch der geschuppte gegen den Feind denn hier ging es nicht um irgendwelche Angelegenheiten der Zweibeiner. Würde Dragonia fallen, fielen auch die Truppen der Drachenritter und das Böse würde danach trachten auch die Drachen zu vernichten. Er selbst hatte schon von Schwarzdrachen gehört die in den Landend es Vulkans von mächtigen Hexern versklavt wurden.
Plötzlich schallten die alarmierenden Hörner der kühnen Ritter durch die Luft und weckten ein tiefes Grollen aus der Kehle des Drachen als er etwas über den Wall hinausflog. Wie konnten die Truppen des Feindes so schnell marschieren? Augenscheinlich konnte man gerade noch die eigenen Soldaten zusammenziehen und die Bevölkerung retten aber die Verteidigungsanlagen von früher konnte der Geschuppte nicht erkennen.
Nun bemerkte er auch die Reiter die den Alarmruf gegeben hatten, längst hatten sie die Hörner weggeworfen und galoppierten waghalsig auf die Tore zu während hinter ihnen sich eine gigantische Staubwolke gen Himmel erhob und in der sich die heranpreschenden Scharen verbargen, danach lechzend Blut zu vergießen und den Unschuldigen dieses Landes die Kehle durchzuschneiden. Längst hatte dieser krieg keinen Nutzen mehr, gefochten wurde er von den einen um ihr leben zu retten und von den anderen um einfach nur zu töten. Côr wie man ihn wohl inzwischen nannte hatte nur das Ziel die Drachenritter zu stürzen.
So stark wie früher war hardor nicht mehr doch es war sein Wille und der Wind unter seinen Flügeln die ihn immer näher dem Feind entgegen trugen und damit auch den flüchtenden Rittern. So dicht raste er über den Boden dass der Staub ebenfalls aufgewirbelt wurde und wohl würde es so sein dass das reflektierte Sonnenlicht seiner Schuppen den Gegner blenden würde. Immer schneller wurde sein Flug, so schnell er nur konnte und dem Feind entgegen, warum denn nur? Nun es war wohl der hass auf diese einfältigen Wesen die sich solch einem Herrscher anschlossen und vor allen Dingen die Wut. Die ganze Reihe würde er nicht angreifen können und sicherlich besaßen sie auch diese Widerhaken besetzen Bolzen die selbst durch seine haut drangen und das empfindliche Fleisch verletzten.
Nun glitt sein Körper über die Reiter hinweg und fixierte die herannahenden Truppen mit seinem funkelnden Blick, sollten sie ihn nur sehen und vielleicht erkannten sie ihn auch wieder. Wieder einmal kämpfte Hardor gegen die Truppen aus Taros die Nuru bestürmten und mit jedem Augenblick der verstrick wuchs das Feuer in seinem leib. es wartete nur darauf befreit zu werden, hungrig wollte es die Leiber verzerren und Rüstungen zum glühen bringen.
Plötzlich war es dann soweit, die Luft war erfüllt von dem Geschrei der Eindringe und einen Moment später auch von dem Feuer der aus dem Rachen des Drachen auf die feinde herniederging. Wie lebendige Wesen züngelten die Flammen den feinden entgegen ehe auch ihre Macht erstarb und der Sturmsilberdrache versuchte mit Hoher Geschwindigkeit umzukehren. Er drehte seinen gesamten schlanken Lieb und seine Flügelschläge waren so stark noch nie als er sich umwandte, hinauf in die Luft steig und wieder auf die Gebäude der Stadt zurückhielt. Wie ein junger Edeldrache drehte Hardor sich in die Luft, wechselte ständig die Höhen und änderte stetig die Richtung um nicht von tödlichen geschossen oder schmerzenden Zaubersprüchen getroffne zu werden. das letzte mal war er nach einem Anflug von Pfeilen mitten in die Reihen der Orks hernieder gestürzt, doch an dien Tagen war er stark genug gewesen viele von ihnen zu töten und zu verletzen, ja dort hatte die Wildheit der Freiheit von ihm Besitzt ergriffen und solange hatte er den Gegner zerfetzt und angezündet bis er genug Platz hatte zu fliehen, genau wie jetzt, in der Hoffnung den Reitern zumindest einen kleinen Vorsprung gegeben zu haben und dem wunderschönen land zu helfen. ja, er hätte weit ab jeder Zivilisation bleiben können, aber warum? Bestimmt hatten sich die dunkeln Truppen schon überall festgesetzt mit starken Bögen in den Händen und in seiner gegenwärtigen Verfassung war es vielleicht doch besser  über befreundetem Boden zu fliegen. Immer wieder dachte Hardor an Côr, denn er war kein harmloser Gegenspieler. Er war ein Gegner jedes lebendigen Wesens in Aylann.
So stieß der Geschuppte seine ganzen Gedanken mit einem wilden Brüllen in die Welt hinaus, ein Brüllen, das die Feinde in die Knie zwingen sollte, so leicht würden sie nicht siegen.
Autor: Talya Datum/Zeit: Do., 20. Apr 2006, 17:34
Du gehst nicht!

Talya riss Barth an seinem verbliebenen Arm zurück. Ein einzelnes Auge funkelte sie böse an.

>> Und ob ich gehe. Ich bin es der Löwenpranke schuldig.
Der Gesichtsausdruck des Wirten war ernst. Es war schwer zu glauben, dass dieser so verbissene Mann sonst einen Scherz nach dem anderen auf den Lippen hatte.
Talyas Gesichtzüge jedoch waren nicht minder ernst. Die Lippen waren nur noch ein schmaler Strich in dem hellen Gesicht und die dunkeln Augen glühten wie Kohlen.

Das alles war viel zu schnell über sie reingebrochen. Oder aber sie hatte es einfach nicht wahrhaben wollen. Wie lange gingen schon die Gerüchte in der Wirtsstube umher, dass etwas "bevorstünde"? Aber Kolkrabe hatte nicht auf sie gehört. Nicht im Mindesten. Einzig ihre Hochzeit hatte sie in den letzten Tagen beschäftigt.
Wann sie heiraten sollten, wen sie als Zeugen bei sich wissen wollte, was für ein Kleid sie tragen wollte.. unwichtiges Zeug im Anbetracht der jetzigen Situation.

Energisch hielt die Schwarzhaarige Barth an seinem Wams fest. Das Schwert, was der Einäugige fest in der verbliebenen Hand hielt, schlug gegen Talyas Stiefel und die junge Frau sah zu Boden.

Krieg. Schon wieder ein Krieg in Nuru. Keine drei Jahre waren sie verschont geblieben und Talya mochte noch immer nicht an diese Zeit zurückdenken. Wie sehr sich der Einäugige seit dem verändert hatte.


Du bist niemanden etwas schuldig. Schon gar nicht der Löwenpranke. Und erst recht nicht in deinem Zustand. Du gehst nicht!
Barth wollte sich unbedingt wieder der Löwenpranke anschließen. Den ganzen Morgen über hatte er seine Rüstung kampffertig gemacht und den ganzen Morgen über hatte Talya mit Engelszungen auf ihn eingeredet. Doch der Einäugige war stur wie eh und jeh und sich sicher, dass er die einzige Hoffnung Nurus auf einen Sieg war.

>> Mein Zustand? Mädchen, willst du mich einen Krüppel nennen? Ich habe in meinem Zustand schon ganz andere Gegner zu Fall gebracht. Und jetzt geh mir aus dem Weg.

Tränen stiegen vor Wut in Talyas Augen.

Barth, nicht. Denk doch an Helena und dein Enkelkind. Bitte..

Barth holte tief Luft und hob den Kopf empor.

>> Talya Terden. Gerade weil ich an Helena und meinen süßen Enkel denke, muß ich gehen.
Mehr sagte der Wirt nicht, nahm sein Schwert und schob Kolkrabe damit symbolisch zur Seite. Die Wirtin entgegnete nichts mehr sondern machte bereitwillig Platz.

Die Wut, die in ihrem Herzen brannte schien sie einen Augenblick lang zu übermannen, doch wollte sich die junge Wirtin keine Blöße geben. Im Wirtshaus war viel zu tun. Von überall waren Bauern und Händler gekommen, die Schutz innerhalb der Stadtmauern suchten und Orkana war damit beschäftigt, ein Zimmer nach dem Anderen in Schlafräume zu verwandeln.

Müde lächelte Talya, als sie einer jungen Mutter zusah, die im Gewühl ihr Kind stillte. Ein Gutes hatte dieser Menschenauflauf vielleicht - sie brannte nicht unbedingt darauf, den "Einäugigen" erneut als Lazarett erleben zu müssen, da war ihr eine Herberge lieber.

Immernoch am ganzen Körper bebend trat Talya hinter die Theke. Vorsicht war die Mutter der Porzellankiste.

Janina, weißt du, ob wir noch genügend Hochprozentigen da haben? Es gibt kein besseres Desinfektionsmittel als Barths Kräuterschnaps.

Autor: Black Rose Datum/Zeit: Do., 20. Apr 2006, 19:55
Erol war kurz nach der Ankunft gleich auch schon wieder im Tumult verschwunden, das alte Schwert was er irgendwoher hatte fest an seiner Seite. All die Sorgen Ethlinds hatte er einfach so im Wind zerschlagen.

Aber sie hatte mit den beiden Babys genug am Hals auch wenn sich die Orkschamanin als sehr hilfreich erwies, trotz ihrer Abneigung zu den Kleinen durch die leichte Spitze die die Ohren der kleinen jetzt schon aufwiesen. Nun schliefen die beiden in einer Kuhle aus Decken, aneinandergekuschelt und am Finger nuckelnd. Sie waren nicht mehr hungrig und Ethlind hoffte, dass sie einfach schlafen würden, bis alles ausgestanden war. Saskia hatte ihr ebenfalls geholfen, aber sie schien viel mehr zu genießen endlich wieder in der Apotheke zu sein und war deswegen ständig am herumrennen und besonders den Garten begutachtete sie wieder genau. Sie schien ganz zu vergessen in welcher Lage die Stadt im Moment war und das ihr Bruder mit einem Schwert davon gezogen war. Hatte das die kleine denn nicht gemerkt?

&#8222;Olga, ich bitte dich passe auf die Kinder auf, ich muss gehen, ich halte es hier nicht aus.&#8220; sagte Ethlind seufzend zu der Orkfrau in ihrer Sprache. &#8222;Bitte beschütze sie bis zu letzt, und wenn es sein muss flieht, das ist sicher auch Perfel lieber als wenn ihr alle gemeinsam mit der Apotheke draufgeht.&#8220; Sie sah der Orkfrau flehentlich in die Augen, und küsste dann zum abschied noch die drei Kinder. In die kleine Hand Liliens legte sie das Amulett das sie einst vom Vater der beiden bekommen hatte, in lücklichen Zeiten, dem kleinen gab sie die Kette ihrer Mutter in de Hand.

&#8222;Er wird euch daran erkennen fall ich nicht mehr bin meine Kleinen. Ihr sollt nicht elternlos aufwachsen, und ich werde immer über euch wachen meine süßen, wo immer ich auch dann bin.&#8220; flüsterte sie halb menschlich halb in der Sprache der Elfen soweit sie sie bisher erlernt hatte.

Danach wandte sie sich der Türe zu, ihren Stab und ihre Tasche mit sich. Sie seufzte einmal tief und trat dann hinaus ins Chaos was hier heraußen herrschte. Sie sah sich gleich in der nächsten Umgebung um ob es gebrechliche Leute gab, oder alte, denen man helfen musste sich in Sicherheit zu bringen. Jedem dem sie helfen konnte half sie, während sie sich weiter in Richtung der Löwenfeste bewegte.
Autor: Thorgrim Blutaxt Datum/Zeit: Do., 20. Apr 2006, 20:52
Jeremias, der junge Bogenschütze sah den Lycantroph zur Kaserne kommen, und blieb kurz stehen um zu fragen, was er wollte. Auch ihm war anzusehen, wie nervös er war. Dies war sein erster Krieg. Sein Soldatenleben bestand bisher nur darin, täglich in der Kaserne zu trainieren, und Erkundungen zu machen. Nun sollte es aber sein, dass er das erste Mal um sein Leben kämpfen musste.

>>Was kann ich für euch tun Fremder? Sagt schnell, denn unsere Zeit ist knapp.<<

erschrocken sprang er zur Seite, als ein weiterer Wagen in die Kaserne raste. Dabei nahm der Kutscher keine Rücksicht auf die Menschen, die auf der Ladefläche sassen, und sich an ihre letzten Habseligkeiten klammerten.
Autor: BloodStorm Datum/Zeit: Do., 20. Apr 2006, 21:43
Er lehnte an einem Pfosten und schaute sich das Treiben der Bewohner an. Es war anderes als sonst und auch einige andere Dinge hatten sich verändert. Geschäfte die er früher täglich besucht hatte waren geschlossen oder hatten den Besitzer gewechselt. Wie lange war es her das er hier war? Er wusste es nicht. Es schien schon eine Zeit gewesen zu sein seit er Ethlind und die beiden Kinder verlassen hatte um auf die Reise zu gehen. Er hatte es nicht mehr ausgehalten. Er war kein sesshaftes Wesen. Etwas tief in ihm wollte raus in die Welt und er konnte diesem Drang nicht länger widerstehen. Es war jedoch nicht der Drang für den er ihn gehalten hatte. Dies musste er bitter auf der langen Reise erfahren. Seine Miene verfinsterte sich bei dem Gedanken der Wahrheit.
Plötzlich sah er das goldene Lichtlein, was über die Menge wild umher schwirrte und auf ihn zu kam. Galantha, war auf seiner Reise gewesen und hatte viele Gefahren mit ihm gemeistert. Sie hatte sich ebenfalls verändert, doch ihre muntere freudige Art ist erhalten geblieben. Er hatte die Fee auf Erkundungsflug geschickt um zu erfahren was diese Unruhe verursachte. Sie konnte viel schneller Informationen herausbekommen und die Wichtigkeit einschätzen. Es erleichterte ihm so einiges und sie war glücklich, wenn sie eine Aufgabe hatte.
Diesmal schien sie etwas aufgeregt zu sein und als sie ihn entdeckt hatte schwirrte sie auch sofort auf ihn zu.

„Man sagt ein Heer käme auf Nuru zu. Wir sollten hier schleunigst weg oder einen sicheren Ort aufsuchen.“

Noq stieß sich vom Pfosten ab und schaute ihn die Richtung der Tore. Zu spät um die Stadt wieder zu verlassen. Nun saßen sie schon fest und er verfluchte sich dafür die Lage nicht zuvor ausgekundschaftet zu haben. Ein sicherer Ort? Die Bognerei war nicht mehr, wobei das wohl auch kein sicherer Ort war. Genauso auch das Häuschen draußen... das Häuschen! Ob es Ethlind mit den Kindern gut ging? Sie war bestimmt schon in die Stadt geflohen und in Sicherheit. Aber konnte er sich da wirklich sicher sein? Wenn das Heer auf die Stadt zu kam, war es wohl schon zu spät. Verdammt!

Er blickte auf sein Pferd. Es hatte sich vom gestrigen ritt erholt und dürfte für einen weiteren Ausflug bereit sein. In der Kaserne würde man wohl mehr wissen doch vielleicht sollte er vorher zu Apotheke, vielleicht war sie bereits dort.
Er ging zu seiner Stute und sattelte sie. Dann führte er sie aus dem Stall und schwang sich auf ihren Rücken. Er suchte nun die Apotheke auf. Galantha flog währenddessen auf eine weitere Erkundung durch die Stadt.
Autor: Neome Datum/Zeit: Fr., 21. Apr 2006, 10:34
Es war ein schlechter Start. Neomes Eintreffen in der fremden Stadt wurde mit Krieg begleitet. Nach dem Einkauf in der Apotheke trat sie vor die Tür des Ladens und beobachtete das Chaos auf den Straßen. Leute rannten hin und her. Gekreische. Kinder brüllten. Informationen wurden über die Köpfe hinweggeschrieen. Von einem Angriff war die Rede.

Neome hatte Angst. Wie nie zuvor in ihrem Leben. Sollte sie sich verstecken? Bloß wo? Sie war fremd hier. Kannte niemanden. Außer die Magierin mit den blauen Haaren, Perfel, konnte sie keinem Menschen trauen. Perfels Aura war gut und fühlte sich warmherzig an. Mit geweiteten Augen stand Neome da und wusste nicht ein noch aus.

Der Wind blies das lange rot-braune Haar über ihre Augen. Zittrige Finger strichen die Strähnen beiseite. Unschlüssig sah sie sich um. Sie würde Perfel bitten sich anschließen zu dürfen. Allein war sie verloren. Die Frau mit den Kindern trat an ihr vorbei und verließ die Apotheke. Auch sie hatte einen Stab, strahlte aber keine starke magische Aura aus. Ein Elf auf einem Pferd ritt heran. Soviele fremde Gesichter.
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Fr., 21. Apr 2006, 11:48
Eigentlich wollte sich Perfel ja aus dem Kriegsgeschehen heraushalten. Aber da sie nun die Verantwortung für eine mit Menschen, zwei Halbelfen und einer Orkschamanin vollgestopfte Apotheke besaß, musste sie handeln.

Ethlind, die beiden Babys, Erol, Saskia, Olga und nun auch Neome, die junge Magierin, sie alle waren von den Kriegsgeschehnissen eingeschüchtert und wussten nicht so recht, was sie nun machen sollten. Perfel konnte nun nicht mehr so tun, als ob sie der Krieg nichts angehen würde. Ihre Kräfte würden wahrscheinlich nicht ausreichen um die Soldaten Côrs zu vertreiben, aber sie wusste aus verschiedensten Abenteuern, dass die Drachenritter gemeinsam alles schaffen konnten.

Ihren Rucksack auf dem Rücken, den Speer in der Lasche und den Erzmagierstab in ihrer Hand verließ sie die Apotheke. Ein Elf stieg gerade von seinem Pferd ab. Lächelnd begrüßte Perfel ihn. "Wenn Ihr Ethlind sucht, sie ist mit den beiden Babys in der Apotheke. Wahrscheinlich richtet sie sich gerade ihr Zimmer her. Aber geht einfach hinein. Ihr kennt Euch ja noch aus, werter NoQ. Ich muss mich jetzt aber beeilen, denn auf mich wartet der Krieg und die Verteidigung meiner Geschäfte und der Menschen, die hier leben."

Sie winkte dem Elfen zum Abschied zu und machte sich auf, den langen Weg hinauf zur Feste zu gehen. Der Statthalter würde schon wissen, wo er sie einsetzen konnte.

Während ihres Weges gewahrte Perfel die junge Magierin, welche sie in ihrer Apotheke kennen gelernt hatte. "Den Göttern zum Gruße, also habt Ihr Euch doch dazu entschieden, dem Statthalter Eure Hilfe anzubieten ? Falls Ihr nicht wisst, wohin Ihr Euch wenden müsst, dann kommt doch mit mir. Ich kenne Thorgrim persönlich und habe auch schon einiges mit ihm gemeinsam erlebt." Seufzend dachte die Magierin an den beschwerlichen Weg durch den Dschungel als Thorgrim zur gleichen Zeit seinen Bruder und seine Schwester verloren hatte. Nur die Götter wussten, was aus den beiden Zwergen und den anderen Gefährten geworden war. Einzig der Verbleib von Pathelie war kein Geheimnis mehr. Sie war von einer seltenen Krankheit befallen worden und noch als Tote hatte sie Perfel damit angesteckt. Sanft strich die junge Magierin über die Bisswunde an ihrer Schulter. Wären damals nicht Ethlind und Akulatraxas an ihrer Seite gewesen, hätte es Perfel nicht geschafft, lebend aus diesem Albtraum zu entkommen.

Autor: Rraurgrimm Datum/Zeit: Fr., 21. Apr 2006, 12:20
Als der Bogenschütze sich an ihn wendet und das Wort an ihn richtet spricht aus seinen wenigen Worten das, was wohl alle in Nuru und vermutlich auch andernorts erfasst hat: Sorge. Sorge um die ungewisse Zukunft und der zarte Zweifel, ob die eigenen, so unerprobten Fähigkeiten ausreichen werden um in dem nahenden Sturm zu bestehen oder fortgefegt zu werden vom tosenden Strom der Geschichte. Rraurgrimm erging es da nicht anders als dem jungen Jeremias. Schon setzt er an, um dem Soldaten seine Botschaft auszurichten - dann jedoch bemerkt er dessen entsetzten Blick als eine Kutsche sich ihrer beider Position jäh nähert. Nur mit Mühe gelingt es ihm, sich an die Brüstung zu drücken als das Gefährt mit lautem Donner der Holzräder auf dem steinernen Pflaster an ihnen vorrüberzieht. Einen Moment lang sieht er der bereits in der Kaserne aus der Sicht entschwindenden Kutsche nach - dann klopft er mit langfingrigen Krallenhänden geistesabwesend den Staub vom scheddrigen Mantel und wendet sich wieder Jeremias zu. Trotz der Unterbrechung durch die vorrübersprengende Kutsche müht er sich um kurze, präzise Worte, welche er entgegen seiner sonst gezeigten Art nicht mehr ganz so bedächtig und gewichtig ausspricht - Zeuge der auch auf ihm lastenden Bedrückung: "Auch wenn man sich meiner... - sicherlich nicht mehr erinnert - ich zählte zu jenen, die vor nicht einmal einem Mond durch den - Hauptmann Ingrimmsch ausgezeichnet worden sind für unsere - Taten. In unserer Begleitung waren zwei Orks... - welche alsbald mit einer handvoll Garnisonssoldaten gen Königsstadt aufbrachen um ein wichtiges und von uns gefundenes Amulett - den Magiern zu überbringen. Jene Orks - zählen zu einem kleinen Stamm, welcher in den Höhlen nahe der Stadt lagert. Ob ihrer Lage - haben sie nicht zwingend beobachtet, was Nuru droht... - sind aber in der gleichen Gefahr wie wir. Ich beabsichtige, sie zu warnen - vielleicht werden sie Schutz in Nuru suchen und sich dem Kampf anschliessen..." hier verstummt er einen Moment bevor er leiser fortfährt: "wenn es gelingt, rechtzeitig zurück zu sein."

Ein eindringlicher Blick der tierhaften Wolfsaugen sucht den des jungen Soldaten: "Erinnert Euch daran und tragt die Worte weiter - und wenn sich die Möglichkeit bieten sollte... - lasst uns ein. Die Orks jenes Stammes - boten Beistand an - wir werden sehen, ob sie zu ihrem Wort stehen können." Er neigt sein Haupt etwas zur Seite, den Blick nach wie vor nicht senkend: "Werdet Ihr meine Worte erinnern und weitertragen?"
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Fr., 21. Apr 2006, 12:59
'Wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen!' dachte Drax, während er sich nur noch mühsam einen Weg durch die Menschenmassen bahnte. Hatte er anfangs nur geglaubt, dass der heutige Markttag besonders großen Andrang fand, wurde er bald eines Besseren belehrt. Krieg! Wieder einmal sollte Nuru angegriffen werden. Die Neuigkeiten verbreiteten sich wie ein Lauffeuer. Der Zwerg schaute von seinem Kutschbock herab in die gehetzten Gesichter der Langbeiner. Wieviele von ihnen mochten sich noch an die Schrecken des letzten Kampfes um die Stadt erinnern?

Der Axtmeister überlegte, wie er weiter vorgehen sollte. Zurück zum 'Einäugigen', wo er sich von Talya getrennt hatte? In die Kaserne? In die Feste? Er hatte eh mit Thorgrim sprechen wollen, nur deshalb war er überhaupt in der Stadt. Nun schien es wie eine glückliche Fügung zu sein. Ob sein Häuschen geplündert wurde? "Dann sollen sie mit der sauren Milch glücklich werden!" grinste er sarkastisch und entschied, sich auf den Weg zur Feste zu machen. Mit ein bisschen Glück lief er ja jemanden in die Arme, der Befehle für ihn hatte.

Er schnalzte mit der Zunge und Samman, sein Esel setzte sich samt Kutsche in Bewegung. Langsam ging es besser voran, denn die Gassen leerten sich allmählich. "Bei den Göttern! Das war doch..." Drax fuhr sich über die Augen und schaute noch einmal dem Elfen auf dem Pferd hinterher. Nein, das konnte nicht sein. Dieser Elf war schon seit langer Zeit nicht mehr in der Stadt. Seine Augen mussten ihm einen Streich gespielt haben. NoQ war fort und dieser Elf dort war ein anderer gewesen. Kurz überlegte Drax, ob er nicht die Richtung ändern und dem Reiter folgen sollte, beließ es dann aber bei dem einmal eingeschlagenen Weg in Richtung Feste.

Dort angekommen fragte er die Wache: "Sagt an, wo ist der Statthalter? Finde ich ihn hier, oder in der Kaserne? Oder gar schon auf den Zinnen?"
Autor: Neome Datum/Zeit: Fr., 21. Apr 2006, 13:25
Perfel bot ihr an sie zu begleiten. Neome war dankbar nicht um Unterstützung betteln zu müssen. "Habt vielen Dank. Ihr seid sehr freundlich." Mit raschem Schritt beeilte sich die junge Magiern Perfel zu folgen.

"Ihr kennt sehr viele Menschen hier. Selbst den Statthalter." Neome war ehrlich beeindruckt. "Wie lange lebt Ihr schon in dieser Stadt? Ihr habt erwähnt ebenso wie ich aus einem anderem Land zu kommen." Weitere Worte aus dem Gespräch in der Apotheke fielen ihr ein. "Ihr spracht von einer Magiergilde. Befindet sie sich innerhalb dieser Stadtmauern? Dann müssen ja viele Magier diese Stadt verteidigen. Wer ist Côr? Ein feindlicher Feldherr? Greift er die Stadt öfters an?"

So viele Fragen lagen Neome auf der Zunge, die zu beantworten die Zeit nicht reichen würde.
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Fr., 21. Apr 2006, 16:30
Neomes Fragen rissen die Magierin aus ihren Gedanken. "Ich lebe schon einige Monde hier in Nuru. Wieviele werden es sein ? Der kommende Sommer wird der dritte, den ich in Dragonia erlebe. Dann müsst Ihr mich unbedingt zur Blumenwiese hinter der Apotheke begleiten. Es ist einfach herrlich, wenn die Schmetterlinge über die blühenden Wiesen fliegen, die Bienen ihren Nektar zusammen suchen." Lächelnd suchte Perfel die gespeicherten Bilder des letzten Sommers in ihrem Kopf.

"Entschuldigt, ich schweife vom Thema ab. Ja, ich kenne den Statthalter von Nuru und noch einige andere Drachenritter. Mit vielen von ihnen verbindet mich der Kampf gegen das Böse. Meine Heimat war eine Insel in Nedyra. Meine Mutter war dort die Königin der Heiler und hätte mir, wenn nicht diese schreckliche Geschichte mit dem Mantikor passiert wäre, sicher das Amt vererbt. Das ist so Sitte bei uns Singh. Aber es kam alles anders und nach langen Reisen bin ich hier in Dragonia gelandet." Ein Schatten zog sich über das Gesicht der Magierin. Sie hatte ihr Heimweh während der letzten Monde in den hintersten Winkel ihres Herzen verbannt. Doch nun keimte es wieder auf.

Mit einer schnellen Handbewegung wischte Perfel dieses schlimme Gefühl aus ihren Gedanken. "Die Magiergilde ? Sprecht bitte nicht so laut unter diesen vielen Fremden ...," flüsternd sprach die Magierin weiter. "Die Gilde ist ein Geheimnis und sollte es auch bleiben. Nur ausgewählte Magier dürfen dort nach einer kleinen Prüfung beitreten. Ich werde Euch noch zur richtigen Zeit alles genau erklären, aber leider ist die Magiergilde in Nighton und im Moment sind nur das magische Baumwesen und die beiden Druidinnen dort. Die meisten Erzmagier sind verschollen .. ich bin als Einzige übriggeblieben."

Abermals schob sich ein Schatten über Perfels Gesicht als sie an Kain und Myriel dachte. Mit klarer Stimme sprach die Magierin weiter. "Côr ? Ich habe ihn noch nicht persönlich gesehen. Man hört nur diese ganzen Schauermärchen über ihn und erst vor kurzem hat er versucht die letzten Einhörner in Sha´Nurdras Wäldern zu vernichten. Einer seiner Schergen - ein Feuerlöwe - war mein Gegner in einer Höhle. Loretus, der Apotheker von Sha´Nurdra und ich haben ihn mit geballter Kraft ausschalten können, aber es war sehr knapp für uns. Hätte dieser Löwe nur über magische Kräfte verfügt, wäre es ein leichtes Spiel für mich gewesen, aber er hatte auch noch physiche Kräfte. Gegen die bin ich leider nicht Immun. Aber angeblich soll Côr ein Wesen sein, welches einem Stier ähnelt und sehr mächtig sein. Naja, wir werden es wohl bald sehen und ich schätze, es wird uns nicht alles gefallen, was wir zu sehen bekommen. Vor meiner Zeit hier in Dragonia gab es schon einmal einen Krieg gegen Côr, aber darüber kann ich Euch nicht so viel erzählen, wie gesagt, es war vor meiner Zeit hier."
Autor: BloodStorm Datum/Zeit: So., 23. Apr 2006, 13:45
Der Elf lächelte nur höfflich die blauhaarige Frau an. Perfel kannte er nicht wirklich gut und wusste sie nicht wirklich einzuschätzen. Er nickte als sie ihm anbot hineinzugehen und schaute ihr noch kurz hinterher, dann betrat er die Apotheke und schaute sich um. Wie es schien war es doch alles wie früher geblieben. Er lauschte. Er hatte irgendetwas gehört und lächelte dann. Es waren Babygeräusche, die von oben kamen. Schnell lief Noq die Treppe hinauf und schaute sich suchend um. Da waren sie und wie es schien ging es ihnen gut. Die Orkfrau kümmerte sich ums sie, jedenfalls roch es hier nach ihr. Er blickte sie eine weile an, dann nahm er sich zusammen und verließ die Apotheke wieder, denn es gab keine Spur von Ethlind und die anderen Personen interessierten ihn im moment nicht wirklich, da es ihnen gut zu gehen schien. Er musste nun nur dafür sorgen das es so bliebe. Er lächte noch einmal kurz zu seinen Kindern und begab sich dann hinaus auf die Straßen.

Hektig! Angst! Man konnte sie beinahe riechen. Es war schon immer so gewesen, wenn eine Stadt angegriffen wurde. Mittlerweile war er es gewohnt und konnte die Ruhe bewahren. Schließlich hatte er nicht mal einen Feind gesehen, geschweige den mit ihm die Klinge gekreuzt. Wer war überhaupt der Feind? Es wär wohl vom nutzen dies zu wissen. Er schwang sich auf sein Pferd und entschloss sich zur Kaserne zu reiten.
Autor: Casandra Aillard Datum/Zeit: So., 23. Apr 2006, 22:52
Der Morgen in der Gilde war wie die meisten anderen davor. Sianna war einige Tage nach dem Totenritual für Sirrah in Nuru aufgetaucht und Casandras Nächte waren seit dem alles andere als ruhig. Das Mädchen litt unter Alpträumen und wachte mehrfach schweißgebadet auf.
So war es kein Wunder das die Stabmeisterin erst gegen Mittag nach einem ordentlichen Bad und in feinem Tuch ihre Räume verließ. An diesem Tag hatte Casandra weder Training noch Unterricht und wollte Amras einen Besuch in der Schneiderei abstatten.

Anders als sonst waren auf den Straßen ungewöhnlich viele Bewaffnete und Soldaten unterwegs. Menschen mit all ihrem Hab und Gut strömten in die Stadt und behinderten die Gerberin immer wieder auf dem kurzem Weg bis zur Schneiderei. Sie konnte einzelne Gesprächsfetzen auffangen in denen von einem Angriff auf Nuru die Rede war, aber meist war das ganze widersprüchlich oder ergab keine Sinn.

Amras war selbst im Geschäft und nach einer herzlichen Begrüßung fragte Casandra ihn nach näheren Informationen zu dem Aufruhr in der Stadt.

>>Ich habe fast den Eindruck die Gilde ist einfach viel zu gut geschützt.
Weißt Du was hier los ist? Die Bewohner der umliegenden Höfe scheinen in die Stadt zu strömen und immer wieder hört man etwas von einem Angriff auf Nuru.
Würdest Du bitte etwas für mich aufbewahren? Erinnerst Du Dich an das Amulett, was ich Dir vor einiger Zeit zeigte. Bitte bewahre es für mich auf. Niemand, aber auch gar niemand darf davon wissen.<<


Casandra zog das geflügelte Einhorn an der Kette heraus, streifte es ab und hielt es Amras entgegen.

>>Ich kann Dir nicht mehr sagen. Je weniger Du weißt, desto einfacher wird es werden. Vertrau einmal auf die Voraussicht Sirrahs.

Und jetzt sollte ich wohl lieber wieder in die Gilde. Thorgrim wird sicher nicht auf die Hilfe der Waffenmeister verzichten und bevor ich auf gut Glück versuche irgendwo meine Hilfe anzubieten, wird dies wohl die beste Lösung werden.
Was wirst Du tun? Wo werde ich Dich finden können?<<


Die Gerberin gab dem Elf einen letzten innigen Kuss und machte sich dann auf den Weg zurück zur Gilde. Dort wollte sie bei den Meistern nachfragen, ob und welche Nachrichten und Anweisungen der Stadthalter für seine Gildenbrüder hatte.

Autor: Maya Datum/Zeit: Di., 25. Apr 2006, 10:46
Maya rannte die staßen entlang, ihr schossen tausend gedanken durch den kopf: Krieg?! aber ich weiß doch gar nicht, was zu tun ist.man konnte es deutlich in ihrem gesicht ablesen, sie hatte angst, todesangst. Wo ist perfel? sie rannte, so schell sie konnte und versuchte ihre freundinn zu finden. Ich würde ja kämpfen, aber ich habe ja nicht mal eine waffe...ging ihr durch den kopf. was nützt den leuten eine bogenschützin ohne bogen...
plötzlich stieß maya gegen etwas. sie war in der nähe vom stadttor, und ein wagen stand in ihrem weg. die junge elfe sah sich um, es standen so einige bauern mit ihren wägen auf dem platz. dann sah sie nach draußen, eine riesige staubwolke war zu sehen -der feind kahm immer näher. noch ein grund mehr perfel schnell zu finden.
es waren so viele gassen, und maya war erst neu in der stadt, wo sollte sie langgehen? sie entschied sich für einen der wege, und hatte glück, aus einer kurzen entfehrnung konnte sie die apotheke sehen. hoffentlich war perfel dort zu finden....
Autor: Amras Datum/Zeit: Di., 25. Apr 2006, 15:59
Amras fing an alle Ausstellungsgegenstände zusammenzuräumen und in die Truhe zu legen, damit diese in Sicherheit waren, wenn er vielleicht über mehrere Tage die Schneiderei unbewacht lassen musste. Der Angriff von dem überall die Rede war würde wohl innerhalb der nächsten Tage beginnen und er wollte nicht darum besorgt sein, dass jemand die Schneiderei plündern würde, während er versuchte mit den Soldaten die Stadt zu verteidigen. Er legte gerade die Umhänge zusammen als jemand in die Schneiderei kam.
Das Herz des Paladin schlug schneller als er die Person erblickte. Es war Casandra. Nach so langer Zeit sah er sie endlich wieder. Nach einer innigen Umarmung und einem ebensolchen Kuss fragte sie was denn in der Stadt los sei.

<<Nun ich weiss auch nichts genaues. Immer wieder hört man von einer Armee die auf die Stadt zu maschiert und alles dem Erdboden gleichmachen wollte, jedoch habe es bisher auch aus keiner zuverlässigen Quelle und mit Sicherheit gehört. Weder über die Größe der Armee noch wie lange sie hierher brauchen - wenn sie denn überhaupt auf dem Weg hierher sind - ist bekannt.  Gestern hies es heute. Heute heisst es in ein paar Tagen erst. Niemand scheint genaueres zu wissen. Es ist das totale Chaos.>>

Kaum hatte Amras ausgesprochen drückte ihm Casandra das Einhorn-Amulett in die Hand. Er solle es gut aufbewahren und niemanden zeigen.
Er nahm es entgegen und verstaute es in einer Tasche mit einer verschliessbaren Lasche, die so unter seiner Rüstung versteckt sein würde, dass sie ihn weder beim Kampf behindert, noch von aussen sichtbar ist.

<<Sirrah trauen. Nunja.... Ich vertraue ihr, weil du ihr zu vertrauen scheinst. Ich schwöre bei Paladin dem Gerechten, dass ich es mit meinem Leben beschützen werde und keiner Seele davon erzählen werde.>>

<<Ich denke ich werden die Schneiderei noch soweit verrammeln, dass niemand auf die Idee kommt, das Chaos zu nutzen und den Laden zu plündern, und dann wohl gucken wo man meine Hilfe brauchen wird. Ich denke ich wähle die gut Glück Methode die du verschmäht hast.
>>

Amras konnte über seinen Versuch die Stimmung aufzuheitern auch nur schmunzeln und so fuhr er fort

<<Wenn das hier heil überstanden ist, müssen wir uns auf jeden Fall mal ein paar Tage frei nehmen und uns etwas Zeit gönnen....>>

<<Aber nun geh! Mann wird deine Hilfe wohl brauchen. Und ich denke es macht keinen Sinn dir einen Ort zu sagen, wo ich sein werde, da ich es selbst noch nicht weiss. Wir könnnen es so machen, dass wir uns kurz nach Einbruch der Dunkelheit wieder hier treffen können. Oder eben wenn die erste Angriffswelle vorbei ist, je nach dem. Ich werde hier sein. Wenn du nicht kurz vor Mitternacht hier sein solltest, werde ich dich suchen. Dich werde ich wohl einfacher finden, als du mich.
>>

Nachdem Casandra zugestimmt hatte und sich nach einem langem Abschiedkuss, verliess sie die Schneiderei. Nun machte sich Amras wieder an die Arbeit und vertaute die restlichen Kleider. Nun schloss er die Eingangstür und schob den schweren Riegel davor. Zusätzlich schob er von innen noch ein paar Keile davor, sodass man von hier aus kaum in den Laden keinkommen würde. Danach verschloss er alle Fensterläden und verschloss dieses ebenso gründlich. Die Truhe in der alle Wertgegenstände waren versteckte er unter einem ganzen Berg Stoffreste, sodass man diese nicht sofort entdecken würde, wenn man hereinkam. Zum Schluss verriegelte er noch die Zwischentür, die den privaten vom geschäftlichen Bereich abtrennte. Hier war schon alles soweit verschlossen, das er nichts mehr tun musste.
Nun fragte er sich allerdings wo Ileana war. Sie hatte sich einen Tag frei genommen und sie solllte eigentlich heute wiederkommen. Nunja er würde sie ja vielleicht auf dem Weg treffen. Er nahm seine Ausrüstung und seine Waffen und verliess das Gebäude. Nocheinmal verschloss er die Tür und hoffte, dass dies reichen würde.

Nun ging er auf die Strasse vor der Schneiderei. Wo sollte er nun hin gehen? Er würde wohl zuerst einmal zu Feste gehen und sich dort umhören, was nun genau passierte. Ob es eine Armee gab und wenn sie groß sie war.

Auf dem Weg zur Kaserne hörte der Elf ein markerschütternes Brüllen und Schmerzensschreie, die vom Wind zu ihm getragen wurden. Die Schlacht fing schon an? Nun rannte er so schnell wie er nur konnte zu der Richtung aus der der Kampflärm tönte. Was würde ihn dort erwarten?
Autor: Kjeldor Datum/Zeit: Di., 25. Apr 2006, 18:13
[Achtung - Platzhalter:]

- Kjeldor kommt aus Drachenauge heim und berichtet seinem Hauptmann von der Operation Sperber
- Er beginnt die Löwenpranke zu organisieren und den drohenden Schatten abzuwehren...

Ausführlicher Post folgt!
(Hab' leider gerade im RL ziemlich viel zu tun  )

[/Platzhalter-Ende]
Autor: Thorgrim Blutaxt Datum/Zeit: Di., 25. Apr 2006, 21:45
Runde 2


Gespannt verfolgte Thorgrim den Wettlauf mit der Zeit. Die Reiter kamen immer näher, es war nur noch eine Frage von Minuten, bis sie vor der Stadt waren. Doch immer noch fehlten Soldaten wie Wagen. Zwar wusste er nicht, wie viele, aber es waren eine Menge. Von den Wagen vor der Stadt, die von den Reitern eingeholt werden würden, ganz abgesehen. Thorgrim war unsicher. Noch nie hatte er in einer Schlacht die Fäden in der Hand gehabt. Bisher war es immer einfach gewesen. Er war ein Krieger und hatte das gemacht, was er am besten konnte. Gekämpft und Getötet. Nun aber war es anders. Von seinen Entscheidungen hing das Leben von so vielen ab. Und das war auch der Grund warum er zögerte. Schnell hätte er die Pranke vor die Tore schicken können, doch hätte dies vermutlich den Tod von Soldaten gekostet. Und er hatte bis zu letzt gehofft, dass der Kampf vermieden werden könnte. Doch nun sollte er eines besseren gelehrt werden.

Da schoss plötzlich ein dunkler Schatten über die Stadt in Richtung der feindlichen Soldaten. Hardor, der Sturmsilberdrache war wiedergekehrt. Thorgrim blinzelte zweimal, zu sehr war er an seine Erlebnisse mit seinem Bruder Bulgrim erinnert, als sie mit dem Druiden Ledun gereist waren. Doch konnte er nicht mit Gewissheit sagen, ob es nun Hardor war, oder ein Drache, der ihm ähnlich sah. Der Drache schoss auf die Reiter zu, und flog kurz über die Köpfe der Angreifer hinweg.

Das Ergebnis war verheerend. Viele Pferde stiegen erschrocken und warfen so die Reiter aus dem Sattel. Andere wurden von der Windböe der Flügel schlichtweg aus dem Sattel gehoben. Schon stieg der Drache wieder in die Luft, um mit einem markerschütternden Gebrüll sich wieder auf die Gegner zu werfen. Hardor spuckte Feuer zwischen die Reiter und mehr als einer stand nach dem Fall vom Pferde nicht mehr auf. Doch so überrascht die Angreifer auch waren, sie fingen sich schnell. Bald waren die Bögen und Armbrüste gezückt, und machten es Hardor schwer, sich an die Feinde zu nähern, ohne auch Gefahr zu laufen, getroffen zu werden.

Thorgrim schaute sich das Treiben fasziniert an. Noch nie hatte er einen Drachen aus der Nähe kämpfen sehen.

>>Bei Reorx.... Er ist es……Er ist zurückgekehrt…… Er ist gekommen um uns die Zeit zu geben, die wir brauchen. SOLDATEN DER LÖWENPRANKE!! ANGRIFF!!!! Du Soldat, renne zu den Waffenmeistern. Wir werden sicher jede Hand brauchen können, die eine Waffe führen kann. Und du laufe zur Apotheke. Such nach jedem Heiler, den du finden kannst. Vielleicht können sie das schlimmste verhindern.<<

~~*~~


Jeremias klopfte sich ebenfalls den Staub von seiner Lederrüstung, ehe er Rraurgrimm antwortete. Fast mitleidig lächelte er zu dem Lycan, ehe er sprach.

>>Ja, ich erinnere mich. Es ist noch nicht allzu lange her. Und jetzt habt ihr Angst um eure neuen Freunde, richtig? Auch ich habe Angst. Sehr hier..<< mit diesen Worten griff er unter seine Rüstung und holte eine kleine Puppe hervor, die an einer Kette um seinen Hals hing. Die Puppe war schon sehr abgenutzt und sah so aus, als ob sie ihre besten Tage bereits hinter sich hatte, doch Jeremias hielt sie wie ein rohes Ei in der Hand und lächelte sie an. >>Die Puppe habe ich von meiner Tochter bekommen, als ich zur Pranke ging. Sie sagte, es soll mich daran erinnern, dass ich wieder nach Hause kommen soll. Heute ist sie 4 Umläufe alt. Und hat ein kleines Brüderchen, welches 10 Monde zählt. Ich habe Angst um meine Familie mein wilder Freund.<< mit den Worten packte er die Puppe wieder unter die Lederrüstung und ergriff seine Waffe, da der Befehl zum Angriff erschallte.

>>Vorhin habe ich, glaube ich, ein paar Orks gesehen, wie sie hier in die Stadt kamen. Vielleicht sind sie dabei. Ansonsten betet, dass sie sich gut versteckt haben. Die Götter mögen euch schützen.<<

schnell warf er seinen Köcher über die Schulter, als er seinen Kameraden hinterher lief.

~~*~~


Der junge Soldat rannte nach Thorgrims Befehl zur Gilde der Waffenmeistern. Dabei war es nicht gerade leicht, denn mit dem Auftauchen der Späher und des Drachens wurden auch die Menschen unruhig. Immer wieder versuchte man ihn aufzuhalten, und Antworten zu erfahren, doch er schaffte es immer wieder, sich loszureißen. Auf halben Wege sah er eine kleine Kutsche auf dessen Bock ein Zwerg saß. Der junge Soldat erkannte Drax sofort, war seine Kampfkraft und seine Geschichten doch in der Kaserne gepriesen. Ein oder zweimal hatte er ihn schon in der Kaserne gesehen, aber nie mit ihm geredet.

>>Herr Drax.. Wartet. Herr Drax, der Stadthalter ruft nach den Waffenmeistern am Stadttor. Begebt euch bitte sofort dorthin.<<

danach rannte er weiter Richtung Gilde. Der Weg war nicht lang, doch war er vollkommen ausser Atem, als er bei der Gilde angekommen ist.

>>Hallo, ist hier wer? Die Stadt braucht die Hilfe der Waffenmeister.<<

einen Moment rannte er durch die Gänge, bis er auf einen Diener traf, der ihn so schnell es ging zu Casandra brachte.

>>My Lady, Sir Thorgrim verlangt nach der Hilfe der Waffenmeistern. Seiht ihr eine? Dann sollt ihr mit mir zum Stadttor kommen, Sir Thorgrim erwartet euch dort. Sind noch mehr Waffenmeister hier?<<

Gehetzt sah er sich um, um sofort wieder zum Stadttor zu kommen.

Viel besser erging es seinem Kollegen auch nicht, der sich gerade auf den Weg zur Apotheke machte. Auch hier waren die Menschen aufgebracht, und die Löwenpranke machte sich auf den Weg zum Tor, um sich gegen den Feind zu stellen. Bei der Apotheke fand er mehrere Frauen vor, und ein Elf, der sich gerade auf sein Pferd schwang.

>>Ist wer der Heilkunde mächtig? Oder der Besitzer der Apotheke? Der Statthalter verlangt alle Heiler und die Apothekerin am Stadttor.<<

Schwer atmend hoffte er, die richtigen Personen gefunden zu haben.

~~*~~


Thorgrim wurde doch von Stolz erfüllt, als die Löwenpranke an ihm vorbei auf die feindliche Armee zuhielt. Er selber stand auf der Wehrmauer und schaute ihnen nach. Hardor konnte den Marsch der Angreifer zwar aufhalten, doch nun waren sie trotzdem bis auf 1000m an das Tor rangekommen. Laut krachte und splitterte es, als die zwei Armeen aufeinander prallten. Schon schnell war die Luft von Schmerzensschreien erfüllt. Bald konnte man von der Mauer aus Freund und Feind nicht unterscheiden. Der Staub wurde aufgewirbelt und machte die Sicht fast unmöglich. Thorgrim ging auf der Mauer hin und her, und ballte die Fäuste. Mein Platz ist nicht hier. Er ist dort unten bei den Männern fluchte er in sich hinein, und rannte die Mauer hinab. Dabei sah er die ersten Heiler ankommen.

>>Ihr kümmert euch um die Verletzten.<<

rief er, bevor er seine Axt und sein Schild ergriff, und der Schlacht entgegen rannte.

Autor: Black Rose Datum/Zeit: Di., 25. Apr 2006, 22:56
Ethlind war gerade dabei einer alten Frau zu helfen ihre Enkelin ein zu fangen und in Sicherheit zu bringen, da ritt an ihr einer von Thorgrims Leuten vorbei. Kurz hatten sich ihre Blicke getroffen, aber Ethlind maß dem keine Bedeutung bei und schnell war auch der Soldat aus ihrem Blickfeld verschwunden. Das quieken das 2 Jährigen Burschen in ihrem Armen brachte Ethlind schnell dazu das ganze wieder zu vergessen, und weiter half sie energisch den Leuten. Die Panik hatte so schnell um sich gegriffen, Ethlind fand es immer wieder erstaunlich, wie schnell sich in einer großen Stadt die Stimmung ändern konnte. Als sie durch die Tore geschritten kam, hatte die Angst noch keinen Namen, nun aber schon, und die Menschen reagierten darauf.

Die Alte Frau und das Kind waren in einem Keller untergebracht wo sie sich sicher zu fühlen schienen. Warum flüchteten die Leute so gerne in kalte Unterirdische kleine Räume wenn sie Angst hatten? Ethlind erschauerte bei dem Gedanken, einen Angriff auf der Stadt aus diesen Zellen und sicheren Gefängnissen lauschen zu müssen. Da war sie schon lieber unter den Kriegern und sah der Angst ins Auge. Da wusste man wenigstens womit man es zu tun hatte, und das auch die andere Seite verwundbar war ... oder eben auch nicht.




Saskia hörte wie jemand in die Apotheke kam und sah NoQ wie er zu seinen Kindern ging. Sie blieb jedoch im Schatten unter der Treppe stehen. Wenn er sie sehen hätte wollen, dann hätte er sicher nach ihr gerufen. Suchte er nach Ethlind wenigstens? Saskia wusste was sie sich für Sorgen gemacht hat die Wochen die er wie vom Erdboden verschluckt war. Nun zumindest schien es ihm gut zu gehen, und er dürfte auch die Erinnerung an seine Kinder nicht verloren haben. Ethlind würde sich sicher freuen über diese Neuigkeiten, aber die hatte ihre Kinder alleine gelassen, und auch sie um in einen Krieg zu ziehen von dem sie keine Ahnung hatte was er eigentlich sollte.

Saskia war fast schon erleichtert als NoQ wieder ging. Irgendwie hatte sie Angst davor gehabt wieder mit ihm zu reden, obwohl sie doch einige Zeit zusammen unter einem Dach gelebt hatten. Außerdem erschien es ihr irgendwie wie als hätte ihn die Reise verändert, aber genauer definieren konnte sie das Gefühl nicht. Gedankenverloren stopfte das Mädchen ein paar getrocknete Kräuter in die entsprechenden Aufbewahrungsdosen, bis sie von einer Veränderung vor der Tür bemerkte. Die Stimmen waren anders geworden.

Mit einem kurzen Blick versicherte sie sich das Olga nicht in der Nähe war und die entdecken konnte, und schlich sich dann zur Türe. Warum sollte sie eigentlich hier bleiben? Ihr Bruder war doch auch abgehauen. Neugierig steckte das Mädchen die Nase zur Tür hinaus, vorsichtig sich versichernd das Perfel nicht noch in der Nähe war, bevor sie von einem der Nachbarn versuchte zu erfahren, was denn gerade eben los war. ...



Ethlind hatte es noch nicht sehr weit gebracht, aber doch rückte die Festung näher, als sie auf einmal stürmisch auf Hüfthöhe umarmt wurde. Verwundert wandte sie sich um, und blickte in das aufgelöste Gesicht der kleinen Saskia. Sie wollte schon zu einem erstaunten aber sorgenvollen Satz des Tadels ansetzen als Saskia ihr mit einem Kopfschütteln gleich das Wort abschnitt. Vollkommen aus der Puste sagte sie. &#8222;Da ... Da war ein Soldat bei der Apotheke ... er will die Heiler beim Stadttor sehen.&#8220; Sie schnappte nach Luft und sah zu Ethlind auf. War da noch der Ärger darüber das sie aus der Apotheke raus war?

Ethlind jedoch hatte sie Worte vernommen und schlug schon den Weg zum Stadttor das zu den Angreifern führte ein. Über die Schulter rief sie Saskia nur noch zu das sie unbedingt wieder zurück gehen sollte zur Apotheke. Die Worte die ihr das Mädchen aber noch nach rief gingen in der Menge schon unter.
Autor: Hardor Datum/Zeit: Mi., 26. Apr 2006, 16:31
Hardor funkelte die feindliche Front an und beobachtete seinen Erfolg, nun zumindest hatte die Stadt nun einen kleinen Zeitaufschub und nach einem kurzen Moment kamen schon Nurus Soldaten aus dem Stadttor, sie wagten einen Ausfall um dem Feind auf offenem Feld entgegenzutreten oder die entscheidende Schlacht noch ein wenig hinauszuzögern. Zumindest würden die Truppen sich nun endgültig sammeln können, die Bevölkerung wäre in Sicherheit und man konnte den Aggressoren aus Taros gewappnet entgegentreten. Der Sturmsilberdrache zog noch einige Kreise um nicht von den geschossen getroffen zu werden und neigte sich wieder dem Erdboden entgegen um die Löwenpranke auf ihrem Marsch zu begleiten, würden sie vorangehen hätte er ebenfalls genügend Zeit einen Angriff zu starten, im Kampfgewühl war es doch sicherer heranzukommen, schließlich war es dumm zu schießen wenn Verbündete in den vorderen reihen standen. Nungut. Côrs Mannen waren Böse und nahmen wenig Rücksicht, jedoch war jeder toter Mann Verlust von Kampfkraft und auch wenn es dem Feldherrn nichts ausmachte, Nurus Kampfkraft war gestiegen.
Ein Triumphgebrüll, so laut wie möglich drang aus der Brust des Geschuppten ehe er an der rechten Flanke zu Boden glitt und gemeinsam mit den Soldaten auf die Gegner einhieb. So schnell nach seinem letzten Angriff konnte Hardor kein Feuer mehr speien, erst benötige er Kraft doch auch seine Klauen dürften gefährlich und scharf genug sein um die Gegner niederzuwerfen. Fauchend bäumte er sich vor seinen Gegner auf und stampfte mit seinen beiden Pranken auf den Boden, seine Flügel waren angelegt und wild peitschte der Schwanz des Drachen hin und her. Wie ein einziges Schwert, wie Stahl funkelten seine Schuppen und Krallen in der Sonne mit denen er danach trachtete Blut zu vergießen. Selbst sein Maul riss er drohend auf und schnappte mit seinen kräftigen Kiefern nach den Hälsen und Köpfen der Gegner.
Vor seinen sonst so ruhigen Augen breitete sich ein Schleier der Wut der seine Bemühung noch um einiges steigerte, jede Faser des großen Körpers sollte gespannt sein, in jeder war das brausende Feuer zu spüren, bereit jeden Schlag entgegenzunehmen und gleich darauf die Krieger anzugreifen die den geschuppten bedrängten. Nicht nur Klauen und Reißzähne bahnten sich ihren Weg durch die Taroser, auch der kräftige Schwanz peitsche rasch hin und her, nicht bestückt mit Dornen jedoch kräftig genug um feige Wesen auf Abstand zu halten die versuchten ihn von hinten oder gar von der Seite irgend ein Schwert in die Seite zu stoßen. Vor diesen kleinen zweibeinern hatte der Drache keine angst, nur das surren in der Luft weckte seine Nervosität, zu leicht konnte irgendein gezielter oder auch verirrter Pfeil seine empfindlichen Stellen treffen oder seine Flügel zerreißen die Hardor unbedingt brauchte um aus dieser Schlacht zurückzuweichen und neue Kraft zu sammeln.


Hardor(Angriff) hat eine 1 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt.

Hardor(Verteidigung) hat eine 6 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt.
Autor: Farraid Datum/Zeit: Do., 27. Apr 2006, 15:32
Langsam war die Heimat hinter Altarion am Horizont entschwunden. Zurück blieb ein Gefühl der Leere. Dies sollte nicht sein. Er sollte an diesem Tag mit Varnayrah zu ihrer Sippe fahren. Irgendetwas in ihm gab ihm deutlich zu verstehen dass er diese Entscheidung noch bereuen würde, doch er konnte sie nicht ändern. Seine Familie brauchte ihn, seine Heimat brauchte ihn.
Mit einem Seufzen wandte sich der König von der Reling ab und ging zu seinen Offizieren zurück um noch einmal die Pläne durchzugehen.

Die nächsten Tage waren die schlimmsten. Es gab fast nichts zu tun, und so hatten Altarions Gedanken viel zu oft die Zeit zu seiner Liebsten zurückzukehren. Immer wieder ertappte er sich bei dem Gedanken umzudrehen, doch sein Pflichtgefühl seiner Heimat gegenüber war letztlich doch stärker. Und so kam die dragonische Streitmacht nach ungefähr einer Woche auf See in der Hafenstadt Tar’Leanemor an.

Schon von weitem sah man die beiden Zwillingsfestungen die den Hafen von den Klippen aus bewachten. Tar’Leanemor war der wichtigste Hafen von Cormyr und eine der Handelsmetropolen der östlichen Länder. Die meisten der Soldaten hatten bisher nur die Häfen von Drachenauge und eventuell Aramon und Isua gesehen und staunten bei diesem Anblick. Die Hafenanlagen boten genug Platz um 10 Schiffe gleichzeitig abladen zu können. Derzeit waren jedoch nur 4 Ankerplätze belegt, da man die Ankunft der Flotte sehnsüchtig erwartet hatte.
Am Kai warteten bereits viele Schaulustige und Soldaten um sich das Spektakel anzusehen. Der Krieg wirkte in diesem Moment unwirklich, als wäre es ein normaler Tag und sie wären nur auf einen Besuch hier.
Als Altarion von Bord des Flaggschiffes ging wurde er vom Statthalter Cormyrs und dem Kommandanten der Stadtwache begrüßt. Altarion sparte sich die Höflichkeiten und fragte direkt nach seiner Familie. Der Statthalter konnte ihn beruhigen, denn seine Familie hatte sich in die Festung Tiefenbach zurückgezogen die seit Urzeiten von einem nahen Berg aus das Umland von Eldersheim kontrollierte. Diese Feste hatte bislang jedem Krieg getrotzt und wurde so zum Rückzugsort der königlichen Familie. Ob Altarion sie jedoch bald schon wieder sehen könnte, das stand noch in den Sternen, da eine Armee aus Miriandor bereits die Stadt Eberswalde eingenommen hatte und wohl in den nächsten Tagen die Belagerung der Feste Tiefenbach beginnen würde.

Diese erste Nacht lagerte das Heer noch vor Tar’Leanemor bevor Altarion am nächsten Morgen den Aufbruch befahl. Es würde schon so mehrere Tage dauern bis seine Streitmacht die Festung erreichen würde. Berittene Scouts eilten voraus. Ihnen folge die Vorhut, die aus leicht gerüsteten, berittenen Bogenschützen und einigen Rittern bestand. Daran an schloss sich der Haupttross mit schweren Waffen, Feldküche, Kutschen mit Zelten und Material. Gedeckt wurde dieser nach hinten durch eine zweite Reitergruppe, die die Nachhut bildete.
Nur zweimal sahen die Scouts in der Ferne Spuren des Kriegs, doch ansonsten war so nah von Tar’Leanemor noch nichts zu sehen.

Es war immer noch recht ruhig als die Scouts nach einigen Tagen meldeten, dass sie noch vor Einbruch der Nacht Eldersheim erreichen würden. Die Hauptstadt Cormyrs und Heimat Altarions. Wie lange schon war er nicht mehr hier gewesen. Wie lange war es her, dass er das Schloss seiner Eltern besucht hatte. Er wünschte es wäre ein freudigerer Anlass als dieser Krieg. Schon Stunden bevor sie das Stadttor erreichten sahen sie die ersten Bürger die am Wegesrand entlang liefen. Und wenig später konnten sie die Augen nicht mehr vor dem Krieg verschließen. Vor den Mauern der Stadt war eine fast ebensogroße Zeltstadt entstanden um die Flüchtlinge der entlegeneren Regionen aufzunehmen. Es gab viele Verwundete und auch die Bestatter hatten dieser Tage viel zu tun. Doch mit dem Eintreffen Altarions schien zumindest in einigen Gesichtern wieder ein Funke Hoffnung aufzukeimen.
Einige jubelten sogar als Altarion, einige Offiziere und eine Eskorte das Haupttor der Außenmauer passierten. In diesem äußeren Ring lagen kleinere Gehöfte und Stallungen. Auch einige Schmiede hatten sich hier niedergelassen. Kurz darauf kamen sie zum zweiten Bollwerk. Ein massives Tor öffnete sich in die eigentliche Stadt. Mehr und mehr Bürger kamen herbei um die Ankunft des Prinzen mitzuerleben.
Sein erster Weg führte Altarion durch das Händlerviertel, den Tempelberg hinauf und dann zum Schloss, welches auf einem Hügel über der Stadt thronte. Zwar konnte es sich mit der Drachenburg an Größe nicht messen, doch an Prunk war es ihr mindestens ebenbürtig. Cormyr war eine reiche Handelsnation. Etwas, was ihr jetzt zum Verhängnis zu werden drohte.
Als Altarion um die Ecke des Tempels kam traf ihn jedoch ein Schock. Aus dem friedlichen Palast war das Hauptquartier der Truppen geworden. Um den Palast herum war eine massive Absperrung errichtet worden und Soldaten kontrollierten jeden der sich dem Palast näherte. Eine der Wachen erkannte den Prinzen und sofort erfasste helle Aufregung die Wachposten. Es wurden Befehle gebrüllt und die Sperre zur Seite geräumt, so dass Altarion und seine Gruppe ungehindert den Palast betreten konnten.
Ein Soldat geleitete sie zu dem Raum der in Friedenszeiten als Thronsaal diente. Jetzt war er jedoch angefüllt mit Kartentischen, Plänen und Soldaten. Hier schlug das Herz der Verteidigung Cormyrs. Einer der Generäle, ein guter Freund von Altarions Vater lief auf ihn zu.
Prinz Altarion. Ist es denn wahr? Den Göttern sei Dank das ihr hier seit. Ihr kommt keinen Tag zu früh. Wir müssen einen Schlag gegen die Truppen Miriandors führen bevor sie den Belagerungsring schließen können. Sprecht wie viele Soldaten stehen unter eurem Kommando?
Altarion berichtete den Generälen von der Größe seiner Streitmacht und aus welchen Einheiten sie bestand. Es war zwar keine riesige Armee, jedoch bessere als das was die Truppen Cormyrs hätten stellen können. So wurde beschlossen, dass Altarions Streitmacht, um einige Truppen Cormyrs verstärkt, bereits am übernächsten Tag in Richtung der Feste Tiefenbach aufbrechen sollte. Der kommende Tag sollte als kurze Pause und zur Strukturierung des Heeres dienen.

Und wieder hieß es für die Soldaten Dragonias aufzubrechen und loszuziehen in einen Krieg fern ihrer Heimat. Doch nur wenige fragten nach dem warum. Sie alle hatten dem König ihre Treue geschworen und wenn es an der Zeit war diesen Schwur einzuhalten, dann war dies wohl der Wille der Götter.
Mit der langsamen aber unaufhaltsamen Geschwindigkeit die großen Truppenverbänden zu Eigen ist bewegte sich Altarions Heer auf die Feste zu. Nach drei Tagen meldeten die Scouts die ersten kleinen Truppenverbände Miriandors. Am nächsten Tag kam es zu den ersten kleinen Kämpfen zwischen Erkundungstrupps Miriandors und der Vorhut Altarions. Doch diese waren schnell entschieden, waren ihre Feinde doch nicht darauf vorbereitet auf ein organisiertes Heer zu stoßen. Sie wähnten den Hauptwiderstand in dieser Region gebrochen.

So kam es, dass kein Soldat lange genug überlebte um den Generälen Miriandors eine Warnung zu übermitteln und folglich war deren Überraschung groß als ihre eigenen Scouts ihnen von einer Armee berichteten welche sich auf sie zu bewegte. Schnell wurden die Pläne geändert und statt den Belagerungsring vollständig zu schließen und somit die Truppen noch weiter zu verstreuen, konzentrierten sich die Generäle darauf den Aufgang zur Burg massiv unter Beschuss zu nehmen. Der Hauptteil ihrer Armee hingegen bereitete sich auf den Kampf mit den Truppen Altarions vor.
Die erste große Schlacht begann fünf Tage nach ihrem Aufbruch aus Eldersheim. Im Morgengrauen hatten Scouts eine größere Abteilung Berittener entdeckt die wohl versuchten in eine Flankenstellung zu kommen. Altarion reagierte darauf indem er die Marschroute seiner Truppen veränderte, so dass sich diese Berittenen dem Hauptteil seiner Armee stellen mussten. Zwar war der Ausgang dieser Schlacht klar, doch er kostete sowohl Zeit als auch die ersten Menschenleben auf Seiten Altarions. Und so fern Dragonias mitten in einem Krieg war jedes einzelne Leben unbezahlbar.
Nach diesem ersten Gefecht trieb Altarion seine Truppen weiter zur Eile an. Sie mussten die Feste möglichst erreichen bevor die Verteidigung durch die andauernden Angriffe völlig vernichtet war. Doch zwischen ihnen und der Feste stand eine ihnen ebenbürtige Armee. Und deren Generäle wussten was für sie auf dem Spiel stand. Wollten sie den Krieg gewinnen mussten sie diese Feste einnehmen koste es was es wolle.

Die nächsten zwei Tage waren geprägt vom Lärm der Schlacht. Keine der beiden Parteien wollte auch nur einen Schritt zurückweichen und verteidigte daher ihre Stellungen bis zum bitteren Ende. Und es war bitter. Viele tapfere Soldaten fanden auf beiden Seiten den Tot. Und fast alle fielen in einem Land welches nicht ihre Heimat war. Letztlich gelang es Altarion und seinen Generälen die Oberhand zu gewinnen und den Feind immer mehr in die Defensive zu drängen. Als man dies in der Feste mitbekam mobilisierte man noch einmal alle Kräfte und unter dem Druck des dragonischen Heeres und der ausfallenden Truppen Cormyrs brach das miriandorische Heer zusammen. Am dritten Tage kapitulierte ihr oberster Feldherr und das Blutvergießen hatte vorerst ein Ende.

Sobald sich die Gelegenheit ergab kämpfte sich Altarion mit einer Schar seiner Soldaten einen Weg zum großen Torhaus frei welches bis zuletzt den Angreifern trotzen konnte. Erst jetzt, als die Gefahr gebannt war wurden die massiven Riegel entfernt – so schwer, das sie von mehreren Leuten gehalten werden mussten – und die Tore öffneten sich. Altarion wurde direkt in die inneren Gebäude geleitet wo seine Familie Schutz gesucht hatte.
Wie groß war die Erleichterung als Altarion seine Eltern und auch seinen jüngeren Bruder in die Arme schließen konnte. Doch wo war Thelerion? Schließlich erfuhr Altarion das im Süden eine weitere Armee die Grenzen überschritten hatte und das sein Bruder mit einem Teil der Streitkräfte versuchte sie abzufangen und aufzuhalten.

„Wie lange erhofft er sich diese Stellung halten zu können? Er war schon immer der diplomatischste von uns doch von der Kriegsführung versteht er immer noch nichts.“ Seufzte Altarion. „Wie will er ohne eine größere berittene Streitmacht etwas erreichen? Gegen eine gut Ausgebildete Armee können seine Truppen kaum lange bestehen.“
Cormyr hatte sich bisher stets auf seine Bündnispartner verlassen und andere mit Handelsverträgen und diplomatischen Beziehungen an sich gebunden. Daher war das cormyrische Heer vergleichsweise schwach und schwere Reiterei besaß es überhaupt nicht.
Noch in dieser Nacht verließ ein einzelner Bote die Feste und wandte sich gen Osten. Niemand wusste ob seiner Botschaft doch er trug Altarions Siegelring sowie eine Botschaft und so ließ man ihn ungefragt passieren.

Am nächsten Tag verging Altarion fast vor Ungeduld während seine Männer sich ausruhten und ihre Verletzungen versorgten. Denn bei aller Eile war Altarion klar das er seinen Leuten eine Pause gönnen musste. Sie würden noch einmal all ihre Kräfte aufbringen müssen.
So marschierten die Truppen erst am nächsten Tag gen Süden um sich den Truppen Thal Koreleors zu stellen.
Es war am sechsten Tage nach dem Aufbruch aus Tiefenbach als Altarions Späher von einer Schlacht berichteten die einige Wegstunden vor ihnen im Gange war. Es stand nicht gut für die Verteidiger die sich einer massiven Übermacht gegenüber sahen. Wie Tage kamen ihm die zwei Stunden vor die sie letztlich brauchten um von einer Hügelkette aus die Schlacht zu sehen. Die Späher hatten nicht übertrieben. Thelerions Truppen waren bereits auf beiden Seiten von Soldaten aus Thal Koreleor in die Zange genommen worden und es war ein Wunder das sie ihre Stellung noch bis jetzt behaupten konnten. Altarion hieß seine Trompeter die Signalhörner zu blasen.
Unruhe kam in die Reihen beider Truppen als von den umgebenden Hängen plötzlich Kriegshörner zu hören waren. Keine der beiden Parteien war sich sicher ob dies nun gut oder schlecht für sie sei. So kam die Schlacht ein wenig ins Stocken währen beide Seiten warteten was nun geschehen würde.
Als erstes ließ Altarion seine schwere Reiterei einen Angriff gegen die ihnen zugewandte Flanke reiten um so seiner Armee die Möglichkeit zu geben sich mit den Truppen seines Bruders zu vereinigen. Und zuerst schien sein Plan auch aufzugehen. Seine Ritter schlugen eine Schneise der Vernichtung in die Reihen der Gegner doch zu schnell schloss sich die Lücke hinter ihnen wieder so dass auch die nachfolgenden Truppen in Bedrängnis kamen. Altarion hatte den Überraschungseffekt etwas zu hoch angesetzt. Seine Gegner waren ebenfalls gut ausgebildet und hatten schnell reagiert. Zu schnell. Zwar gelang es seiner Reiterei sich zu Thelerion durchzukämpfen, doch dem Hauptteil seiner Truppen war dies nicht gelungen. Ein Teil hatte noch rechtzeitig Halt gemacht doch ein kleiner Teil war nun im ein Nahkampfgefecht mit Truppen Thal Koreleors verwickelt.
Die restlichen Soldaten mussten nun zum einen ihren Kameraden zu Hilfe eilen oder einen Umweg in Kauf nehmen um die Truppen zu umgehen und Thelerion von hinten zu Hilfe zu eilen. So verging kostbare Zeit in der sein Bruder weiter in starker Bedrängnis war. Die Ablenkung durch den Flankenangriff hatte ihn nur geringfügig entlastet. Leider schien sich ihr Gegner schnell an die neue Situation anzupassen, denn er führte einen Teil seiner Reserven nun in einer Bogenbewegung heran um in dem Gefecht zwischen seinen und Altarions Truppen eine Entscheidung herbeizuzwingen.
Immer härter wurde der Kampf zwischen den beiden Armeen und die Aufspaltung der Kräfte auf Seiten Altarions und seines Bruders machte es nur noch schwerer das Blatt zu wenden. Stunde um Stunde verging und es gelang Altarion nicht aus der Defensive hinauszukommen. Die hereinbrechende Nacht erschwerte zwar die Kriegsführung dennoch gab es keine Pause. Jeder versuchte die Dunkelheit auszunutzen um sich dadurch einen Vorteil zu verschaffen.

Als der nächste Morgen graute präsentierte sich ihm ein siegessicheres Heer aus Thal Koreleor. Es war ihnen gelungen nach und nach beide Truppenteile weiter auseinander zutreiben und nun versuchten sie die beiden Heeresteile vollständig einzukesseln. Und beinahe wäre es ihnen gelungen. Doch ohne Vorwarnung erfolge aus einem nahen Waldstück der Befreiungsschlag. Der Gegner wusste kaum wie ihm geschah als seine Truppen plötzlich von einer Streitmacht überrannt wurden die gerade aus der Hölle stammen könnte.
Ritter in schwarzen Rüstungen die derjenigen Altarions ähnelten, und doch war jede anders. Wie Dämonen wüteten diese Ritter in den Reihen ihrer Gegner und durch diesen Angriff ermutigt führten Altarion und Thelerion ebenfalls Angriffe an, so dass sich die drei Heere in der Mitte der Schlacht trafen. Und nun, endlich vereinigt gelang es ihnen auch in die Offensive zu gehen und nun ihrerseits einen Ring um die feindlichen Truppen zu ziehen. Angesichts dieser Entwicklung blieb dem Heeresführer Thal Koreleors nichts anderes übrig als zu kapitulieren. Sein schon fast sicher gewähnter Sieg war ihm in letzter Sekunde genommen worden.
In allen Truppenteilen wurde getuschelt wer denn diese Ritter waren, denn noch nie hatte man solche eine Streitmacht gesehen. Altarion ritt auf eine Gruppe Ritter zu deren Standarten ein Symbol zierte welches auch auf seinem Siegelring zu sehen war. Die Ritter des schwarzen Ordens waren einem der ihren zu Hilfe geeilt. Ihre Ordensburg lag im Osten. Im Reiche Gelbriand. Zu ihnen war der Bote geritten um in der Stunde höchster Not ihre Hilfe zu ersuchen. Und obwohl es lange her war, dass Altarion in ihrer Runde verweilte, so hatten sie den Ruf erhört und waren so schnell geritten wie möglich.

Nach und nach wurden die Verwundeten des Kampfes versorgt und die Toten bestattet. Auch diese Schlacht hatte Lücken in die Reihen der dragonischen Soldaten geschlagen die aus Drachenauge aufgebrochen waren. Langsam schritten Sir Altarion und Sir Mathonwy über das Schlachtfeld, tief ins Gespräch versunken. Hatten sich die beiden Waffenbrüder doch viel zu berichten. So bemerkte Altarion die Eule fast gar nicht, die sich den beiden näherte. Doch dann erkannte er sie.
„A’Sela. Wie kommst du hierher? Und was hast du da?“
Die Eule ließ den Ring in Altarions Hand fallen bevor sie sich auf einem Baum in der Nähe niederließ. Die letzten Tage hatten ihre Spuren hinterlassen. Entkräftet und zerzaust sammelte Varnayrahs treue Begleiterin ihre letzten Kräfte. Altarion hieß einen der Soldaten, der in seiner Dienstzeit in Nuru auch aushilfsweise in der Falknerei gearbeitet hatte dem erschöpften Tier etwas zu essen zu bringen und es ein wenig zu pflegen. Doch sobald sie sich etwas erholt hatte und satt war erhob sie sich wieder in die Lüfte und verschwand schon bald im Westen.

Doch Altarion grübelte was dies zu Bedeuten hatte. Sollte Varnayrah etwas zugestoßen sein? Erst da viel ihm etwas auf, was er in den zurückliegenden Tagen vor lauter Sorge um seinen Bruder und der Aufmerksamkeit die er im Kampf brauchte nicht bemerkt hatte. Etwas in ihm war erloschen. Dort wo vor seiner Abfahrt in Drachenauge noch die Wärme der Verbindung mit seiner Frau gewesen war, so war dort nun nur noch Leere. Was konnte dies anderes bedeuten als das sie gestorben war.
Sollte dies der Preis für die Rettung seiner Heimat gewesen sein? Altarion versuchte sich einzureden dass dies einen anderen Grund haben musste, doch er konnte sich dies nicht anders erklären. Mit Tränen in den Augen brach er zusammen.

So kam es dass er auch dem Fest fernblieb welches sein Vater für die siegreichen Truppen veranstaltete. Seine Mutter fand ihn auf einer Wiese nahe dem Palast und sprach lange mit ihm. Sie konnte seinen Schmerz verstehen denn sie hatte die Wärme und Güte in seiner Frau gespürt. Und die Liebe die zwischen den beiden fast spürbar gewesen war. Sie war es dann auch die durchsetzte das Altarion und sein Heer sich bereits am übernächsten Tage einschifften. Da seine Truppen einige Verluste erlitten hatten und er nicht wusste was in seiner Heimat geschehen war erbot sich Mathonwy ihn mit seinen Rittern zu begleiten. Schon lange hatte er vor gehabt einen seiner ältesten Freunde in dessen neuer Heimat zu besuchen. Und nun ergab sich die Möglichkeit mit der Flotte Aramons überzusetzen.

Die Flotte umsegelte gerade den Norden Isuas als ihnen ein Handelsschiff entgegen kam. Die Nachrichten die sie mitbrachten verschlimmerten Altarions Verdacht. Drachenauge sei von Truppen aus Taros belagert und auch vor dem Hafen würden Schiffe Côrs kreuzen.
Da die aramonische Flotte keine große Feuerkraft besaß wurde beschlossen Isua im Süden zu umsegen und dann am Zwergenreich vorbei Dragonia von Süden her anzusteuern. Die Mündung des Malyeflusses war breit genug damit sie kurz vor Nuru an Land gehen könnten.
Allerdings bedeutete dies einen Umweg von mehreren Tagen.

Als die ersten Schiffe den Malyefluss hinauffuhren bemerkten die Soldaten zu ihrem Schrecken das auch hier unverkennbare Spuren des tarosischen Heeres zu finden waren.
Vor allem die Soldaten aus Nuru drängten darauf so schnell wie möglich aufzubrechen und so wand sich das Heer schon bald wie ein Bandwurm durch die Länder Dragonias sich stets dem Ziel, der Stadt Nuru, nähernd.
Seine Späher hatten bereits beschrieben wie die Lage vor dem Stadttor war, doch es war eine andere Sache selber die heftigen Gefechte zu beobachten die zwischen der Pranke und den Soldaten Taros entbrannt waren. Rasch wurden Pläne geschmiedet wie man Nuru am Besten unterstützen könne. Die Fußtruppen – vor allem die Bogenschützen – würden in einem Bogen die Feinde umgehen um durch eines der hinteren Tore die Stadt zu betreten und die Stadtmauern zu bemannen. Die Reiterei, allen voran seine Ordensbrüder würden den Feinden in die Flanke fallen. Sobald die Schleudern bereit waren würden sie die hinteren Reihen des Feindes unter Beschuss nehmen.

Altarion wand sich noch einmal an Sir Mathonwy. „Lieber Waffenbruder. Ich kann gar nicht sagen wie froh es mich stimmt das ich heute euch und all die anderen Ordensbrüder an meiner Seite weiß. Gemeinsam werden wir diese Geschöpfe der Dunkelheit zurück in ihr finsteres Loch treiben und vernichten. So findet nun der Auftrag der mich einst in diese Länder führte doch noch ein Ende.“
Die Ritter schlossen ihre Visiere und legten ihre Lanzen an. Auf ein Zeichen Altarions hin begann die Schlachtreihe zu beschleunigen. Vorne Weg die Ritter des schwarzen Ordens. Mit etwas Abstand folgten zwei Schlachtreihen der dragonischen Ritter. So wollte man vermeiden dass der Feind Zeit hatte sich zwischen den Angriffen zu ordnen.
„Für den Orden und das Licht.“ Mit diesem Schlachtruf auf den Lippen senkten sich die schweren Kampflanzen und der Boden bebte unter den Hufen der Streitrösser.

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Angriff würfelte mit 1D6+57 eine 61 {4 + 57}
Verteidigung würfelte mit 1D6+33 eine 37 {4 + 33}
Autor: Rraurgrimm Datum/Zeit: Do., 27. Apr 2006, 17:35
Als der junge Mensch sein Gesicht verzogen hatte, hatte ihn das Wolfswesen mit leicht schiefgestelltem Haupt gemustert als wisse er im ersten Moment nichts mit dem an sich mitleidigen Gesichtsausdruck anzufangen - oder vielleicht nur, als sei dieser unerwartet und ungewohnt. Als er dann jedoch das Geschenk seiner kleinen Tochter hervorgeholt hatte und von dem Mut sprach, welchen er für seine Familie und zum Schutz derselben aufzuwenden gedachte - nickte der Lycantroph andeutungsweise. Schon schien er anzusetzen, etwas zu entgegnen als der Angriffsbefehl erschall und die Krieger der Löwenpranke - zu welchen auch sein augenblicklicher Gesprächspartner zählte - zum Einsatz gerufen wurden. Doch hatte dieser noch Zeit, ihm seine Beobachtung mitzuteilen: er hat sich nicht nur an mich erinnert - sondern hat auch die von ihm beobachteten Orks mit denen aus den nahen Höhlen in Verbindung gebracht. Doch darf ich nicht allein auf die Hoffnung vertrauen... schoss es ihm durch den Sinn und bevor er noch etwas zu Jeremias direkt sagen kann schulterte dieser seinen Köcher und eilte seinen Kameraden nach.

"Möge Euer Pfad sicher zu Euren Welpen zurück führen, Krieger..." rief er ihm noch nach doch ob die Worte über den Lärm dahinhastender genagelter Stiefel, polternder Wagen und der lauten Rufe und Befehle noch gehört wurde vermag er nicht zu sagen. Solten die Orks tatsächlich in der Stadt sein und zu jenen aus den Höhlen zählen - sie würden zu ihrem Wort stehen denn Ehre bedeutete ihnen etwas, vor allem die Ehre eines Kriegers. So hatten sie tatsächlich entweder eine Warnung erhalten oder das herannahende Heer früh genug bemerkt um die Stadt aufzusuchen, deren Verteidigung gegen Taros sie zugesagt hatten. WENN es sich denn um jene Orks handelte - und nicht um einen anderen, ihm unbekannten Stamm. Nein, er hatte bereits zuvor den Beschluss gefasst - er würde sich selbst davon überzeugen, ob es sich bei den beobachteten Orks um die ihm bekannten handelte. So eilte er denn dem die Strassen nach wie vor verstopfenden Flüchtlingsstrom entgegen - in Richtung der Stadtmauer, welche als erstes dem Ansturm des gegnerischen Heeres standhalten musste.
Seinen Vermutungen nach würde er dort nicht nur am ehesten auf die Orkkrieger des Stammes stossen - sondern dort würden seine spärlichen Talente vielleicht noch anderen Anklang zu finden vermögen. Latara gewährte ihm gelegentlich ihre Gunst der Heilung - und diese würde bitter nötig sein. Auch wenn er selbst beileibe kein Krieger war - seinen Beitrag zu diesem Kampf würde er zu leisten wissen.

So hastete er die Strassen hinab, suchte Wege durch nur wenig vertraute Gassen und durch das Gedränge von Flüchtlingen auf den Strassen wenn es sich nicht vermeiden liess - dem Kampflärm vor den Toren der Stadt entgegen, zu welchem sich jüngst ein lauter, rythmischer Donner gemischt hatte - die Hufe schwerer Reiterei. Auf Seiten der Stadt? Auf Seiten der Angreifer? Jäh wurden seine Gedanken unterbrochen als ein kleines Kind, nur wenige Sonnenläufe alt, mit dreckverschmiertem Gesicht und nur mit einem Hemd bekleidet vor ihm aus der Menge auftauchte welche er gerade zu durcheilen versuchte. Tränen hatten bereits breite Bahnen über die schmutzigen Wangen gezogen und ob es nun ob erlittener Schmerzen schrie oder nach seinen verlorenen Eltern... - die Masse schob weiter, drängte fort von dem Kampf und war nahe einer Panik. Ihm selbst stellten sich dankbarerweise nur Wenige direkt in den Weg und solange er die Häuserwände suchte und Acht gab - konnte er mühsam aber immerhin leidlich vorankommen. Das Kind jedoch würde hier früher oder später unter einem Wagen oder dem Getrampel unzähliger Füsse verschwinden.

Entgegen seines ursprünglichen Planes zögerte er für einen Moment - was ihm einen kräftigen, seitlichen Rempler eines bereits wieder in der Menge verschwindenen Mannes einbrachte - dann kehrte der Lycantroph auch bereits um und liess sich die wenigen Schritt bis zu dem Kind mittreiben, welches noch wie auf wundersame Weise vor grösserem Schaden bewahrt geblieben war. Langfingrige Krallenhände griffen sich den schreienden jedoch nur matte Gegenwehr leistenden Balg - und wenn aus der Menge sich für gewöhnlich sofort einige finden würden, um Hilfe wider das "Kinder entführende Monster" zu rufen - war es wohl den Meisten um ihn herum derzeit gleich was geschah - Hauptsache, man selbst kam fort von der Gefahr.
Der Lycantroph setzte sich das nach wie vor laut schreiende Kind auf seine Schultern wo es sich angsterfüllt - ob nun vor dem fremden Wesen, den vielen Menschen, in der Menge erlittenem Schmerz oder der Furcht um die verlorenen Eltern - in dem langen Fell auf dem Kopf festklammerte, dabei unablässig weiterweinend. Den unvertrauten Schmerz durch den festen Griff des Kindes vorerst verdrängend schob er sich in Richtung der Wände des nahegelegensten Hauses. Würde jemand das Kind bemerken? Suchte jemand danach und war noch hier in der Nähe? War den Eltern etwas zugestossen und sie lagen bereits irgendwo unter den stampfenden Füssen der Flüchtlinge, die sich nun an ihnen vorbeischoben? Aufmerksam suchte der Lycantroph nach etwas, nach jemandem - entweder einem ausreichend sicheren Ort - oder aber einer Person, welche wie er nun genau wie er Ausschau halten musste wenn ihr etwas an dem Kind gelegen war.

Zu lange - durfte er nicht zögern wenn er sein ursprüngliches Ziel noch erreichen wollte bevor jegliche Aussicht auf das Verlassen der Stadt vergebens war.
Autor: Casandra Aillard Datum/Zeit: Do., 27. Apr 2006, 22:53
Casandra war noch nicht lange zurück in der Gilde, als gegen die schwere Eichentür ihrer Räumlichkeiten geklopft wurde. Sianna öffnete und ließ den jungen Soldaten ein, während sich der Diener verbeugte und wieder seinen Aufgaben zuwandte. Schnell hatte der junge Mann von der Bitte Thorgrims erzählt und starrte Sianna auf eine Antwort wartend an.

>>Kehrt nur schon zurück, ich werde nachsehen wer noch von den Oberen der Waffenmeister hier ist und dann zum Stadttor kommen.<<

Die Stimme kam aus dem Nebenraum und kurz darauf erschien auch Casandra in weißem Hemd und Lederhose.
Während das Mädchen grinsend ihre Füße betrachtete, wanderte der Blick des Soldaten zwischen den beiden doch sehr verschiedenen Frauen hin und her.
Als die Gerberin dies bemerkte, huschte ein Lächeln über ihr Gesicht.

>>Nun macht schon, lauft zurück.
Und Du Sianna geh in die Stallungen und lass Alsha satteln.<<


Mit einer Handbewegung unterstrich sie ihre Anweisungen und ging dann zurück um ihre Lederrüstung fertig anzulegen. Zu guter letzt machte ein brauner langer Rock wieder eine Dame aus der Stabmeisterin.
Nun ging sie zum Waffenschrank und verstaute zu erst die Wurfdolche, dann die normalen Dolche in ihre Scheiden und anschließend im Mantel die Bolzen für die Armbrust. Die extra kleine schwere Armbrust selbst hatte eine Halterung an der Armschiene.
Ein kurzer Abstecher in die Waffenkammer der Gilde und eine zweite fast baugleiche Armbrust fand sich auf der anderen Armschiene der Gerberin. Etwas merkwürdig sah das ganze doch aus, denn der Bogen stand jeweils ca. 10cm nach beiden Seiten über das Handgelenk hinaus.

Im Laufschritt führte ihr Weg zu den Räumen der einzelnen Lehrmeister und Ausbilder, um die gesamte Gilde in Alarmbereitschaft zu versetzen. Danach rannte sie auf den Hof und nahm von Sianna ihr Pferd entgegen. Mit dem Schwung des Abstoßes vom Boden schwang nicht nur das rechte Bein über den Sattel, sondern auch Mantel und Rock breiteten sich über die Kruppe des Pferdes aus. Alsha  spürte die angespannte Situation und tänzelte auf die Straße hinaus.

Schwer war es gegen den immer noch vorhandenen Strom der Flüchtlinge anzukommen, doch Meter um Meter drang Casandra zum Stadttor vor. Wo befand sich Amras wohl im Augenblick? War er zu Fuß unterwegs oder war auch er beritten? Immer wieder suchte sie die Umgebung nach ihm ab. Seine Suche Hilfe anzubieten musste ihn doch zwangsläufig ebenfalls zum Stadttor führen.

Die Soldaten der Pranke hielten bereits auf das heran nahende Heer zu und verschaffte den letzten Bewohnern der Umgebung so noch eine Möglichkeit in der Stadt Schutz zu suchen. Casandra trieb ihr Pferd vorwärts und suchte nach einer Angriffsposition außerhalb der Reichweite des Gegners, nah genug um selbst gezielte Schüsse abzugeben und ohne Gefahr die eigenen Leute zu treffen.
Als sie näher kam zügelte sie ihr Tier und spannte die beiden Armbrüste, legte Bolzen ein und suchte sich geeignete Ziele. Kurz nach einander landeten die beiden Bolzen an empfindlichen Stellen der Gegner einen Treffer und die Gerberin spannte nach. Ein weiterer Bolzen war gut plaziert, doch Nummer 4 veriss sie, da das Pferd von einem feindlichen Pfeil erschreckt bockte. Doch wenn der Pfeil sein anvisiertes Ziel nicht erreichte, so verletzte er doch einen Feind.
Nun galt es den eigenen Hintern zu retten und das jetzt nervöse Pferd wieder unter Kontrolle zu bringen. Erst dann waren weitere gezielte Schüsse auf den Gegner möglich.

AW=31; 1.-3. Schuss Kopftreffer, 4. Schuss Körpertreffer
VW=23 - Schaden -20%

Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: So., 30. Apr 2006, 10:55
"Warte! Nimm die Kutsche und bring sie gleich mit zu den Waffenmeistern! Auf den Zinnen wäre sie mir eh nur im Weg!" rief er dem Soldaten hinterher, schnappte sich seine Äxte und machte sich auf den Weg zum Stadttor.

Mühsam bahnte er sich seine Weg zur Stadtmauer. Rasch wurde ihm klar, dass das Tor der Flaschenhals war. Die hereinströmenden Karren machten nicht schnell genug Platz, so dass es sich staute. Soweit er das mitbekommen hatte, ritt die Löwenpranke eine Attacke gegen den Feind. "Welch Irrsinn! murmelte er. Es würde deutlich höhere Verluste geben, als wenn sie nur die Mauern verteidigt hätten. Aber Thorgrim würde sich schon etwas dabei gedacht haben.

"Macht den Weg frei! Nicht stehen bleiben! Geht weiter, dass die nachfolgenden das Tor passieren können!" herrschte er die Bauern an. "Bringt Frauen und Kinder in Sicherheit, dann besorgt sich jeder wehrfähige Mann eine Waffe und besetzt die Mauern. Helft, die Steine und das heiße Pech nach oben zu bringen!" So manches Mal griff er beherzt ins Geschirr eines Wagens und zerrte den davorgespannten Gaul  in die gewünschte Richtung. So ein Chaos! Hoffentlich gelang es der Pranke sich wieder vom Feind zu lösen, wenn endlich alle Flüchtlinge in der Stadt waren.

Drax drängte vor das Tor, um besser sehen zu können, was draußen vor sich ging. Der aufgewirbelte Staub verhinderte einen klaren Blick. War das der Drache  Hardor? Aber warum kämpfte er am Boden? Das Donnern von Hufen erklang und man sah Schlachtreihen von Rittern. Der Zwerg versuchte die Banner zu erkennen, aber es gelang ihm auf die Entfernung nicht recht. Fakt war aber, dass es sich um einen Verbündeten handeln musste. Der König vielleicht? Das wäre wahrhaft eine gute Fügung.

Drax mahnte die letzten Flüchtlinge zur Eile, als Thorgrim vorbeigeschossen kam und vorwärts Richtung Schlachtfeld stürmte. Was hatte sein Freund vor?

"Bist Du wahnsinnig? Willst Du unter die Hufe kommen? Wer kommandiert die Verteidiger auf den Zinnen? Die Leute hier wollen sehen, dass der Statthalter an ihrer Seite steht. Das dort draußen sind Soldaten! Es ist ihre Aufgabe zu kämpfen, dafür sind sie ausgebildet und werden bezahlt! Deine Aufgabe ist es, die Stadt zu sichern und nicht, dort draußen zerstampft zu werden."

Drax hoffte, dass er Thorgrim mit seinen Worten erreichen konnte, aber es war nicht auszuschließen, dass er trotzdem stur weiter rennen würde. Drax würde nicht von seiner Seite weichen, soviel war klar. Und wenn es der Statthalter doch vorzog, sich auf offenem Feld mit dem Feind anzulegen, nun...  dann sollte es eben so sein.

Autor: BloodStorm Datum/Zeit: So., 30. Apr 2006, 22:49
Noq fühlte sich nicht angesprochen, als es um Heiler an die Front ging und lenkte seine Stute durch die Mengen. Er wollte einen besseren Überblick bekommen. Nur wo? Die Toren würden bestimmt nicht das einzige Angriffsziel sein. Doch wo würden sie versuchen einzudringen?

Aufeinmal sah er ein kleines schwirrendes Licht, was auf ihn zu kam. Galantha hatte wohl neue Nachrichten, jedenfalls hoffte er das. Er hielt kurz an und wartete. Sie flatterte vor ihm und schaute sich erst noch um, dann berichtete sie.

"Sie sind schon am kämpfen. Ich habe gehört das es die Arme eines Côrs ist und das er gnadenlos sein soll."

Der Elf nickte und erinnerte sich an den Namen und er ist diesem schon einmal persönlich begegnet. Seine Erinnerungen sind nicht gerade schön gewesen.
Doch irgendwie schien es nicht alles gewesen zu sein von einer kleinen Blumenfee.

"Ich habe Ethlind gesehen. Sie ist Richtung Stadttor gelaufen. Ich hab sie aber wieder in den Massen verloren."

Ihr Gesicht schien es irgendwie zu bedauern, doch Noq wusste, dass sie da nichts dafür konnte. Doch er vergas nun den Gedanken an einen Ort mit Ausblick und führte sein Pferd in Richtung Stadttor. Er kannte Ethlind genau und wusste wie fähig sie war sich selbst zu verteidigen. Er machte sich betreit zum Kampf. Aber viel mehr hielt er die Augen nach Ethlind offen.
Autor: Thorgrim Blutaxt Datum/Zeit: Mo., 01. Mai 2006, 18:14
Runde 3


Als Rraurgrimm das kleine Kind auf die Arme nahm, fing es wie wild an zu strampeln, zu kreischen und um sich zu schlagen. In fast unmöglichen Windungen versuchte es, sich aus dem Griff des für ihn fremden Wesens zu befreien, und tratt dem Lycan dabei mit seinem Fuss gegen die Schnauze, was ihm eine geplatzte Lippe einbrachte. -2 LP Nur mit sehr viel Mühe konnte er das kleine Kind so weit beruhigen, dass es sich auf die Schulter setzen lies. Doch dabei griff es so fest in die Haare des Wesens, dass ihm die Tränen in die Augen schossen.
Die Menschen um ihn herum, die dieses Schauspiel sahen, war es anscheinend egal, dass dieses Kind anscheinend entführt wurde, oder sie hatten genug damit zu tun, sich selber in Sicherheit zu bringen.
Doch immer wieder wurde er schräg und nicht gerade freundlich von der Seite angesehen, als er mit dem ängstlichen Kind durch die Strassen rannte. Dabei nutzte er geschickt Gassen und Wege, die nicht von den Mengen überflutet waren. Irgendwann, Rraurgrimm hatte schon fast die Orientierung verloren, hörte er von links aus einer weiteren Gasse eine helle, hysterische weibliche Stimme.
>>Saskia, meine Saskia.... Das Scheusal entführt meine Tochter. Haltet ihn... Meine Saskia...<<
Die umliegenden Männer, die die Rufe gehört haben, und auf dem Weg zum Stadttor waren, um die Soldaten zu unterstützen, drehten sich überrascht um, wer dort so schrie. Das kleine Kind auf den Schultern von Rraurgrimm drehte sich ebenfalls so weit es ging um, da sie die Stimme erkannt hatte. Als sie ihre Mutter sah, fing sie an zu zappeln und schrie.
>>Mama, Mama, Mama<<
Dabei lies sie die Haare von dem Lycan los, und streckte sie in die Richtung ihrer Mama. Die Männer packten ihre improvisierten Waffen, Mistgabeln, Knüppel und Schaufeln, fester, und bewegten sich grimmig auf Rraurgrimm zu.

~~*~~


Während sich Rraurgrimm der Bürger erwehren musste, ging der Kampf vor der Stadt mit unvermittelter Härte weiter. Nachdem der junge Soldat die Kutsche von Drax angenommen hatte, machte er sich auf den Weg zum Stadttor. Thorgrim erblickte ihn und lief ein wenig langsamer, damit er aufschliessen konnte. Drax machte Thorgrim Vorhaltungen, dass er sich um die Stadt kümmern sollte, und nicht in den Kampf werfen sollte, doch er schüttelte nur entschieden den Kopf.
>>Barth ist da. Er macht es schon. Mein Platz ist bei den Soldaten!<<
sagte er kurz angebunden, um seinen Atem zu schonen. Sie waren fast in der Schlacht angekommen, als auf einmal ein Pferd an ihnen vorbeischoss. Casandra entlud in diesem Moment ihre Armbrüste und fällte somit zwei Reiter, in deren Schädel ein grosses Loch durch die Bolzen prangerte.
Sie lebt! Sie lebt tatsächlich
dachte Thorgrim sich, der seit den Tagen in den Kellern in Isua dachte, das Casandra tot wäre. Doch nun war nicht der Zeitpunkt für solche Gedanken. Thorgrim und Drax rissen ihre Äxte hoch und mit einem zwergischen Kriegsschrei stürzten sie sich in die Schlacht. Thorgrim konzentrierte sich dabei darauf, den Pferden entweder die Vorderhufe wegzuschlagen, oder sich an die Soldaten auf dem Boden zu wenden. Er wusste, dass er gegen die berittenen Krieger schlechte Karten hatte. Drax wirbelte noch wilder durch die Reihen der Angreifer. Es dauerte nicht lange, und beide Zwerge waren von Blut überseht. Zum Glück war das meiste das Blut des Feindes, aber auch sie waren nicht unverwundbar und mussten den einen oder anderen Hieb oder Tritt der Pferde in Kauf nehmen. Ein Pferd vor Thorgrim stieg erschrocken auf die Hinterläufe und trat dabei mit seinen Vorderhufen gegen den kleinen Zwergen, der von den Beinen gerissen wurde.  Thorgrim –15 LP, Drax –20LP
In der Zeit hatte Casandra ihre Armbrust zum zweiten Male geladen und riss einen weiteren Soldaten wie die ersten beiden aus dem Sattel. Den zweiten konnte sie zwar schwer treffen, doch schaffte er es, sich im Sattel zu halten, und seinerseits auf Casandra zuzureiten. Das Schwert fest gegriffen hieb er im vorbeireiten nach ihr. Da sie sich konzentrierte konnte sie sich dem Angriff nicht ganz entwenden. Doch schaffte sie es, dass das Schwert nicht in ihren Bauch stach, sondern nur über ihren Oberschenkel glitt. Der Schnitt war nicht sehr tief, brannte aber höllisch. Casandra –10LP.

~~*~~


NoQ ritt den Mengen entgegen zur Stadtmauer hinzu. Sein Blick ging von rechts nach links. Er drehte gerade seinen Kopf wieder zur anderen Seite, als er die gesuchte Person sah. Ethlind erblickte NoQ im selben Moment. Doch dann wurde sie von der Menge wieder verdeckt.

Hardor wütete derweil weiter unter dem feindlichen Heer. Mit einem Schwanz und seinen Klauen riss er weiter Reiter um Reiter von den Pferden. Dadurch hatten die Fusssoldaten eine bessere Chance, die sie auch nutzte. Doch es war nur eine Frage der Zeit. Zu übermächtig war der Feind. Für jeden gefallenen Gegner erschienen zwei neue und in immer mehr Kämpfen unterlag die Pranke. Thorgrim wollte gerade das Signal zum Rückzug geben, als er die Reiter auf dem Hügel sah. Im ersten Moment dachte er, der Feind bekommt Hilfe, doch dann sah er die Banner. Es waren die Banner des Königs. Erfreut sah Thorgrim, dass die Reiter mit ihren Lanzen gegen die Feinde ritten um sie zu unterstützen.

>>Für Nuru! Schlagt die Bastarde in die Flucht!<<

rief er den Soldaten neuen Mut zu. Durch das Auftauchen der Dragonischen Streitmacht mit neuem Mut erfüllt, griffen sie unvermittelt an. Der Feind, der sich nun an zwei Fronten zur Wehr setzen musste, verlor immer mehr und mehr Zweikämpfe. Altarions Reiter brachen eine tiefe Bresche in die Armee der Feinde. Es dauerte nicht lange und die ersten Reiter wandten sich zur Flucht.

>>Bei meinem Barte, sie fliehen. Wir haben es geschafft. <<

sagte er glücklich zu Drax. An den verschienenen Stellen wurde immer noch gekämpft, doch nun waren es die Krieger von Côr, die sich immer zwei oder drei Gegnern erwehren mussten. Schnell waren die letzten Feinde niedergestreckt oder ergriffen die Flucht. Die Freude über diesen Sieg ergriff die Soldaten. Laut schrien sie ihre Freude heraus und fielen sich in die Arme. Thorgrim half den Soldaten die Verletzten zu der Stadt zu bringen, um sie in die kundigen Hände der Heiler zu übergeben.

Die Freude über den Sieg setzte sich auch in der Stadt fort. Barth hatte gerade die Soldaten auf der Mauer formatiert, als die zusätzlichen Einheiten durch das Hintertor einmarschiert kamen und die Mauern zusätzlich noch sicherten. Mit lauten Jubel wurden die Soldaten begrüsst, als sie in das Stadttor kamen. Die Verletzten wurden zu den Heilern gebracht, sie damit begannen, Verbände anzulegen oder Brüche zu schienen.
Autor: Neome Datum/Zeit: Di., 02. Mai 2006, 14:46
Der Weg zur Feste schien endlos. Unzählige Menschen tummelten sich auf den Straßen und Gassen. Ein heilloses Durcheinander, Gekreische, wildes Zurufen und rücksichtslose Reiter, die durch die Massen drängten. Neome versuchte Perfel nicht aus den Augen zu verlieren. Immer wieder wurden sie auseinander gerissen, wenn sich Leiber zwischen sie schoben.

Trotz des Gedränges fand Neome Zeit über die Magiergilde nachzudenken. Sie konnte es kaum erwarten, dort einen neuen Meister zu finden. Hoffentlich war der Angriff schnell vorüber. Mit Krieg hatte sie keine Erfahrung. Zum Glück. Schlachten dauerten meist nicht lang, Belagerungen konnten schier endlos sein. Hatte ihr Meister einst erzählt. Erlebt hatte sie es nie.

Von Cor meinte die Magierin schon gehört zu haben. Düster. Ferne Erinnerung. Das Böse in personam. Sagte man sich. Wisperte man sich hinter vorgehaltener Hand zu. Seinen Namen zu nennen brachte schon Unglück. Neome war überrascht, wie sorglos Perfel der Namen des Unaussprechlichen über die Lippen kam.

Ihr Weg zur Feste war umsonst. Die Soldaten waren fort, hinab zum Stadttor, zusammen mit den Kriegern der Kaserne. Nur ein paar Wachen waren noch da, um Plünderungen zu verhindern. Von hier oben konnte man über die Stadt sehen, bis hinab zu den Stadtmauern. Vor den Mauern drängte sich schwarz an schwarz ein gewaltiges Heer, in das sich in kleinen Wellen etwas Helles aus dem Stadttor hinaus ergoss.

Neome zupfte Perfel am Ärmel und deutete nach unten. "Seht nur, es hat angefangen. Sie kämpfen."

Eilig drängten sie wieder zurück nach unten in die Stadt. Perfel war in erster Berufung wohl Heilerin und gewahrte den Ruf eines Soldaten nach Hilfe für die Verletzten. Neome hatte keine Ahnung von diesen Dingen, aber sie wollte nicht untätig sein, sondern helfen. Deshalb blieb sie an Perfels Seite, ließ sich erklären was zu tun war und bekam alsbald den ersten Verstümmelten zu Gesicht. Die Schmerzensschreie, die grausige Wunde und der Gestank nach Blut und Exkrementen schnürte Neome den Magen zu, aber es kamen noch mehr, und immer mehr, bis ihr übel wurde. Aber sie musste helfen, sie konnte nicht davon laufen. Nie wieder wollte sie davon laufen. Die Lippen aufeinander gepresst ging sie den Heilern zur Hand, legte Verbände an, reichte Instrumente weiter, brachte den Verwundeten Wasser, schnürte Kleidung, Waffen und Wertsachen zu kleinen Bündeln und beschriftete sie, damit jeder nach der Behandlung sein Hab und Gut zurückbekam.

Und es nahm kein Ende.
Autor: Hardor Datum/Zeit: Di., 02. Mai 2006, 20:13
Als die Soldaten begannen zu schwinden da der König wohl mit seinem Herr aufgetaucht war sonderte Hardor sich ein wenig ab und steig mit einigen kräftigen Flügelschlägen empor und flog ein wenig voran um den flüchtenden Feind zu beobachten, aus der Höhe selbst konnte er wohl weiter blicken als jeder Mensch und sogar die Elfen und Zwerge mit ihren scharfen Augen konnten nicht fliegen. Sollte es so einfach vorbei sein oder war es nur ein kleiner Sieg? Der Drache bezweifelte, dass Côr aufgegeben hätte dass Bollwerk Nurus zu erobern, zu lange trachtete er danach und eigentlich würde er doch bis zum Wahnsinn weiterkämpfen, seine Männer in den Tod schicken.
Zumindest hatte es ihnen zeit gebracht, wichtige Zeit, erkauft mit dem Tod doch vielleicht rettete es viel mehr leben als es gefordert hatte und wachsam hielt der Geschuppte seine Augen gen Feind gerichtet bis sich die Soldaten endlich zurück zur Stadt begaben um die Verwundeten zu versorgen und sich wieder zu sammeln. Es konnte unmöglich vorbei sein und eine Weile glitt der Sturmsilberdrache mit wenigen Bewegungen seiner Schwingen über den Kampflatz und die nähere Landschaft ehe auch er den Flüchtenden ein drohendes Grollen entgegensandte, kehrt machte und auf die Stadt zuhielt.
In den Straßen wimmelte es nur so von Menschen die versuchten sich in den Unterkünften in Sicherheit zu bringen und wie Ameisen zur Festung strömten. Hier und dort marschierten Soldaten und das erschütternde Wimmern der verwundeten erfüllte die Luft in der sonst die Klänge von Instrumenten und die Stimmen der Marktschreier schwebten, da konnte Hardor wirklich nicht helfen doch heilt er Ausschau nach einem guten Platz zum laden und stieg schließlich vor dem Tor hinab und beobachtete das Gedränge mit seinen ruhigen grauen Augen in denen nicht mehr die Wut glänzte. Rhythmisch hoben und senkten sich seine Nüstern während der Drache langsam zur Ruhe kam und sich auf den vermuteten Angriff vorbereitete. Ja, nun wollte er Ruhe und hier vor dem Stadttor würden sich wohl kaum viele Zweibeiner freiwillig aufhalten und hier konnte er auch sehen wenn die schwarzen Truppen zu einem Gegenschlag ausholten. Immer noch spürte er dieses seltsame Gefühl in der Bauchgegend, ja es war eine Ahnung dass der größte Feind jedes lebendigen Wesens nicht aufgeben würde.

Autor: Amras Datum/Zeit: Mi., 03. Mai 2006, 11:17
Amras rannte auf den Kampflärm zu. Immer wieder musste er durch Seitengassen gehen, weil die Hauptstrassen zu überfüllt waren und an ein Durchkommen nicht zu denken war. Einerseits der Flüchtlingsstrom der sich ins Innere der Stadt ergoss und dann auch die Bewaffneten -  wenn auch nur mit einfachsten Waffen, wie Mistgabeln oder Dreschflegeln - die zur Schlacht wollten um ihre Heimatstadt zu verteidigen. Wo dieses Ströme aufeinander trafen herrschte das totale Chaos. Leute wurden niedergetrampelt und es schien fast so als würde die Panik mehr Opfer fordern als die eigentlich Schlacht.
Doch Amras wusste, dass dem nicht so war. Das hier war nur ein Vorgeschmack auf das, was ihn vor den schützenden Mauern der Stadt erwarten würde.

In der Gewissheit, dass in jedem Moment dutzende Krieger ihr Leben liessen, beschleunigte Amras seine Schritte nocheinmal und versuchte sich Mental auf die Schlacht vorzubereiten.

Mama, Mama, Mama

Ertönte es aus einer weiteren Traube von Einwohnern und fast wäre der Paladin einfach weitergerannt, wenn er nicht sogleich gemerkt hätte, wie die Stimmung der Masse zu schwanken begann. Zielstrebig bewegte sich diese mit erhobenen Waffen auf einen Punkt zu. Waren die Kämpfe schon in die Stadt ausgebrochen? Dann musste es wesentlich schlimmer um Nuru stehen, als er es gedacht hatte.
Er wandte sich der Menge zu und bahnte sich an ihr vorbei einen Weg. Was er sah verwirrte ihn dann aber doch. Da stand eines dieser Wolfsmenschenwesen und trug ein Kind auf dem Arm, welches sich offensichtlich versuchte loszureißen. Doch der - so hatte Amras gehört nannten sie sich -  Lycantroph war in seiner Bewegung erstarrt und blickte in die Menge. So sah niemand aus, der bewusst sein Kind entführen wollte. Er schien viel mehr geschockt, als ertappt zu sein.
Dies würde in einem Massaker enden, wenn nicht sofort jemanden einschreiten würde. Rasch stellte sich Amras zwischen den Lycantrophen und die Menge.

<<Haltet ein! Seid ihr wahnsinnig geworden? Vor der Stadt riskieren unsere Soldaten und Freunde ihr Leben und ihr geht euch hier aneinander an die Gurgel. Glaubt ihr dafür kämpfen und sterben die Soldaten der Pranke?>>

Amras blickte in die Menge und hoffte, dass man ihm nun zuhören würde.

<<Ich bin mir sicher, dass dieser Lycantroph das Kind nicht entführen, sondern einfach nur in Sicherheit bringen wollte. Schaut euch um. Glaubt ihr ein Kind würde alleine durch Gassen nach Hause oder im schlimmsten Fall, wenn die Kämpfe das Innere der Stadtmauern erreichen, schnell genug fliehen können?
Doch selbst wenn euch das nicht überzeugt, habt ihr kein Recht einfach über ihn zu richten! Wenn ihr das tut, seid ihr nicht besser als diejenigen, die vor den Stadtmauern unsere Freiheit bedrohen!
>>

Amras stellte sich nun neben den Lycantrophen und sagte leise.

<<Nun wäre für dich der passende Moment die Kleine runterzulassen. Ich glaube es wäre besser, wenn wir hier nicht allzulange verweilen würden.>>

Zu den Menschen die sie nun vollständig umzingelt hatten, sagte er.

<<Wenn ihr etwas auf euch haltet, werdet ihr ihn sich erklären lassen, und uns dann ziehen lassen. Geht wieder euren Wegen nach, sowie wir den unseren und ich schwöre bei Paladin wir werden euch nicht weiter behelligen.>>

Nicht ganz sicher wie die Menge reagieren würde, liess Amras seine Hand locker auf den Griff seines Kriegshammers ruhen und erwartete die Reaktion der Menschen und vorallem die des Lycantrophen.
Autor: Rraurgrimm Datum/Zeit: Mi., 03. Mai 2006, 18:27
Seine Schnauze pochte noch immer im Gleichklang mit seinem Pulsschlag von dem unversehenen Tritt, welchem ihm das Kind beigebracht hatte als er es auf seine Schultern gehoben hatte. Immerhin - fremden Füssen war es damit wohl vorerst entgangen und da war dieser Tritt zwar unangenehm doch nichtsdestotrotz befriedigend. Kalt schmeckte er sein eigenes Blut auf der Lippe - welches er auf seinem Weg durch die Seitenstrassen und Gassen wegzulecken versuchte. Bei Latara - nahmen denn diese Winkel und Gassen kein Ende, gab es denn kein Zeichen von nach der Kleinen Suchenden? Schlimm genug, in ihren Augen ein Monster zu sein - doch ein kinderfressendes mit blutverschmiertem Maul und "Beute" auf dem Rücken wäre in dieser Situation...

... viel weiter kam er mit seinen Gedanken nicht denn unversehens hatte anscheinend jemand das kleine Mädchen auf seinen Schultern erkannt - und eigene Schlüsse aus dem Anblick gezogen. Das Kind erkannte seine Mutter dagegen sehr wohl und fing an nach dieser zu rufen - und daraufhin reagierten mehrere beherzte Männer und wollten sich des vorgeblichen Entführers annehmen. Die Schmerzen in seinem Kopffell von dem sich nun aus seinem Griff fast zu lösen beginnenden, zappelnden Bündels trugen nicht gerade dazu bei, dass der Lycantroph sich auf seine sonst so wohlfeine Sprache verlassen konnte. Als er gerade ansetzen wollte, etwas zu sagen - musste er seinen Griff an den um sich tretenden Beinen des Kindes etwas verändern um weder selbst verletzt zu werden noch zuzulassen, dass das kleine Mädchen ungehindert auf die unnachgiebigen Pflastersteine fiel. Unnachgiebig - wie die grösser werdende Gruppe von kräftigen Stadtbewohnern, die sich ihm entschlossen näherten. Abermals wollte er ansetzten etwas zu sagen - als zwischen ihn und die Bewaffneten ein gerüsteter Elf trat und den grimmigen Entschlossenen wohlgewählte Worte entgegenstellte und sich schliesslich an seine Seite stellte. Sein Rat, das Kind abzusetzen war kaum verklungen als der Lycantroph - ob nun darauf hin oder aus bereits zuvor gefasstem eigenen Entschluss - das Mädchen Saskia langsam mit langfingrigen Krallenhänden von seinen Schultern hob, in die Knie ging um sie dann ebenso langsam auf den Boden zu setzen - obgleich das Kind nach wie vor sich hin- und herwarf und um sich trat und weiterhin nach seiner Mutter rief. Der Griff an den improvisierten Waffen von einzelnen Entschlossenen aus der sie umgebenden Menge wurde fester, weiss traten die Knöchel hervor. Und wieder sprach der Elf für ihn und gab ihm die Gelegenheit, das Vorgefallene aufzuklären.

Diese Gelegenheit durfte nicht ungenutzt verstreichen und begleitet von einem dumpfen Grollen in der Stimme - war es ein drohendes Knurren oder ein Beiklang? - begann der Lycantroph vorsichtig aber mit fester, lauter Stimme und nur von ungewöhnlichen Pausen unterbrochen zu verkünden: "Der Krieg ist vor den Toren Nuru's und mit jedem Moment der hier verstreicht... - fliesst mehr vom Blute der Verteidiger. Löwenpranke wie Einwohner - ein jeder ist bereit für Hof und Familie zu kämpfen - wie ihr es seid... - und wie ich es bin". Er gestattet sich eine nur Augenblicke lange, längere Pause - bevor er weiter ausführt: "Seht auf dieses Kind, seht es euch genau an - vielleicht war es das Bein eines Nachbarn, der sein Heil in der Flucht durch die Strassen gen Festung suchte - und sie von ihrer Mutter trennte. Ich habe mich ihrer angenommen... - um sie wieder zu Vertrautem zu führen. Sie geniesst meinen Schutz - denn ich stehe hier weil auch ich für Nuru streite, für fremde Familien und fremde Gesichter. Und dieser Kampf beginnt bereits hier - wenn wir vergessen, wen wir alle schützen sollten und wer niemals leiden darf!" Mit leicht gebleckten Fängen warf er ihnen abschliessend entgegen: "Und nun macht einem Kind Platz... damit es wieder mit seiner Mutter vereint ist!"

Das Mädchen rannte derweil in Richtung seiner Mutter, die sich einen Weg durch die umringende Menge zu bahnen versuchte. Rraurgrimm richtete sich auf, ein Seitenblick zu dem Elfen an seiner Seite verriet ihm, dass dieser sogar seinen Kriegshammer einzusetzen bereit wäre, die Hand lag wie beiläufig auf dem Griff. Im Aufrichten raunte er dumpf zurück gen Elf: "Meinen Dank - dies sollte nicht Euer Kampf sein... wie es hoffentlich auch keiner für mich wird." Der Lycantroph wies dagegen abgesehen von Fängen und Krallen keinerlei augenscheinliche Waffen auf und trug auch keine Rüstung. Würde die Menge dem Kind und der Mutter - und danach ihnen - Platz machen - oder nach wie vor auf Rache sinnen und einen mutigen Fremden mit hineinziehen, der einem augenscheinlichen Monster beigestanden war?

-2 LP 8/10
Autor: BloodStorm Datum/Zeit: Mi., 03. Mai 2006, 22:12
Da war sie! Für einen Moment hatte er seine Geliebte in den Massen gesehen. Doch jetzt war sie wieder verschwunden. Er lenkte sein Pferd in die Richtung wo er sie gesehen hatte und suchte sie besessen. Hat sie ihn nicht auch gesehen? Mit seinem Pferd war er doch recht auffällig unter den zufuß gehenden. Doch dies galt wohl eher nur im normal Fall. Würde sie überhaupt mit ihm sprechen wollen? Er versuchte seine Stute ruhig zu halten, während er sich umblickte. Galantha schwirrte einige Meter um ihn herum und blieb dann plötzlich an einer stelle stehen.
Galantha lachte glocken klar als sie die Heilerin gefunden hatte und schwirrte um sie herum.

"Hallo Ethlind! Schön dich wiederzusehen. Wo willst du den hin?"

Sie strahlte die mit ihrem lächeln hell und musterte die Heilerin und musste dabei kichern.
Plötzlich packte ein Arm Ethlind unter die Achseln und zog sie hinauf auf ein Pferd. Der Reiter starrte sie fasziniert an, aber auch etwas in seinen Augen verriet eine gewisse Furcht. Der Elf schaut sie noch immer an als die Blumenfee zu ihm schwirrte.

"Galantha, finde heraus wie es um den Kampf der Stadt steht."

Die kleine Fee wollte Wiederworte geben, verkniff es sich aber mit einem trotzigen Gesicht und flog in die Richtung des Stadttors um zu sehen wo vielleicht ihre Hilfe benörtigt wird. Sie schwirrte weit auf das Kampffeld, achtete aber drauf nicht in die Reichweite der Waffen zu kommen. So versuchte sie sich ein Bild der Lage zu machen und vielleicht schwachstellen zu erkennen. Dies hatte sie langsam heraus, denn der Elf hatte sie gelehrt worauf sie achten musste.

"Schön dich wieder zu sehen, Ethlind. Ich... ich habe euch vermisst."

Er hatte irgendwie Schuldgefühle weil er sie solange allein gelassen hatte. Doch irgendwie war es auch nicht die richtige Zeit dafür und so besann er sich.

"Wir müssen hier weg. Es ist hier nicht sicher."

Er versuchte sich einen überblick zu verschaffen um aus der Masse von Leuten herauszukommen. Das Tossen der Schlacht war schon laut zu hören. Doch nun war ihm klar wer sie war und wusste das sie nie flüchten würde bei den vielen Verwundeten. Sein Gesicht wurde hart und eisig. Dann lenkt er das Pferd in die Richtung, wo die Heiler hingerufen wurden. Zum Stadttor.
Autor: Black Rose Datum/Zeit: Mi., 03. Mai 2006, 23:31
Es war wie als würden Flut und Ebbe gegen einander kleschen. Die Flüchtlinge aus der Umgebung strömten in die Stadt während die Soldaten hinaus strömten. Nicht wenige Fußgänger wurde in dem Chaos übersehen und von Pferden unsanft zur Seite befördert. Ethlind fühlte sich hier in der Menschenmenge nicht wohl. Wo war Thorgrim? Einen Zwerg in diesem Tohuwabohu zu finden erschien fast unmöglich, was sollte sie hier. Verzweifelt biss sie sich in die Unterlippe während sie gegen eine Mauer gedrängt wurde.

Eine Schwangere konnte einem Pferd nicht früh genug ausweichen und wurde unsanft zur Seite gedrückt, nur wenig weiter von der kleinen Heilerin entfernt. Das Gesicht der Frau hatte sich schmerzhaft verzogen, ob sie sich etwas getan hatte. Ein neues Ziel vor Augen erkämpfte sie sich einen Weg durch die Menge. Es brachte nicht die Menge erschrocken zu beobachten, sie konnte nicht allen helfen, etwas was sie hier in dieser Stadt leider nur all zu früh gelernt hatte.

Doch mitten in ihrem Weg blieb sie stehen wie angewurzelt. War da nicht der weißblonde Schopf gewesen der ihr so bekannt war? Aber eine Reihe an bewaffneten Reitern hatte sich nun vor sie gedrängt und Ethlind wurde unsanft von einem Bauern zur Seite gedrängt. &#8222;Geh weiter Kind ... &#8222; schrie er sie an, um sich weiter seinen Weg durch die Menge zu preschen.

Ethlind rappelte sich wieder auf, und als sie noch mal an die Stelle sah wo sie vermeintlich ihren Verlobten entdeckt hatte, da war dort nichts mehr. Hatte sie nun schon Wahnvorstellungen? Kein gutes Zeichen. Sie sah wieder zu der Frau hin, und huschte nun zügig zwischen den Menschen hindurch zu ihr. Noch bevor sie sie erreichte setzte sie zu einem Satz an wurde aber von einer feinen sehr hellen Stimme unterbrochen noch bevor sie begonnen hatte. Verdutzt sah sie nach oben. Da war sie, zierlich und in ihrem pflaumenfarbenen Kleidchen, so wie sie sie vor wenigen Monaten verlassen hatte. &#8222;Galantha.&#8220; sagte sie ungläubig und sah sich dabei panisch in der Menge um. Wenn sie da war, wo war dann NoQ. Ihm war doch nichts passiert und Galantha hatte sie gesucht um ihr das zu sagen! Panik erfasste Ethlind in der momentanen Situation noch viel Leichter weil auch die Menschen um sie herum keine Ruhe ausstrahlten.

&#8222;NoQ, wo ist NoQ, Galantha ...&#8220; krächzte sie mit zugeschnürter Kehle, aber sie sah so hektisch um sich das sie den Reiter der auf sie zukam und sie packte gar nicht gewahrte, und so stieß sie einen kurzen Schrei aus als sie sich auf einmal in der Luft wieder fand und schlussendlich auf dem Rücken eines Pferdes. Verdattert sah sie in das Gesicht des Elfen, vollkommen verwirrt und blickte ihn einfach mit verständnislosen Augen an. Das erste was sickerte war, dass er lebte, und so beruhigte sich das zittern ihres Körpers leicht, dann erst verstand sie wirklich was geschehen war. Da war er, hier in Nuru, er war gesund, er lebte, er war wieder bei ihr.

Sie erwiderte nichts auf seine Begrüßung, und mit einem Nicken bedachte sie seine Worte das sie nicht hier bleiben würden. Wo war er gewesen, warum war er hier, wie lange war er schon ihr so nah und hatte sich nicht die Mühe gemacht sie zu besuchen ... aber nein das war jetzt töricht sciher war er erst gerade angekommen ... aber er sah nicht von einer langen Reise erschöpft aus.

Ethlind hasste sich selbst für ihre Gedanken. Warum konnte sie nicht einfach freudig ihm um den Hals fallen?! Was war los mit ihr!

Sie erkannte dass NoQ nicht wie sie anfangs wegen seiner Worte dachte weg vom Stadttor ritt sondern er schwamm mit dem Strom der Kämpfer und so waren sie bald am Stadttor angelangt. Aber keine Spur vom Stadthalter der Stadt. Ethlind brauchte gar nicht einen der Soldaten zu fragen wo der Zwerg war. Alle seiner Rasse waren gleich Stur und Dickköpfig und würden nie beobachtend einem Kampf beiwohnen. Ethlind verdrängte jegliche Gefühle, und Gedanken über ihren Verlobten und dessen Verbleib und rutschte vom Rücken seines treuen Pferdes. &#8222;Wir brauchen unbedingt starken Alkohol und frische Laken oder Tücher. Schau ob Kolkrabe da ist. Vielleciht kann sie aushelfen. Ich werde mich umsehen. Wir brauchen einen großen Platz hinter der Mauer wo die Verletzten ruhe haben können aber auch versorgt werden können. Mach schnell.&#8220; sagte sie in dem ernsten Tonfall den sie immer annahm wenn es darum ging ihrem Beruf nach zu gehen und Leuten zu helfen. Er lies keinen Widerspruch zu. &#8222;Und wenn du eine helfende Hand findest so bring sie mit, ich denke nicht das es genug Heiler im Moment in Nuru gibt.&#8220;

Danach war sie auch schon verschwunden und auf der Stadtmauer um sich das Chaos von oben einmal anzusehen. Ein geeigneter Ort für ein Krankenlager musste her. Sie sah sich fieberhaft um.
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Do., 04. Mai 2006, 00:08
Während die Magierin zur Feste hinauf ging und die Fragen der anderen Magierin freundlich und geduldig beantwortete, sah sie immer wieder verletzte Menschen und andere Lebewesen auf der Seite der Straße sitzen. Manche hatten sich provisorisch ein Stück ihrer Kleidung um ihre Wunden gebunden um die Blutung zu stoppen. Andere ließen das Blut einfach auf die Straße tropfen. Kopfschüttelnd blieb Perfel bei einer Frau stehen, die ein Bündel an ihre Brust drückte. Die Decke um das Bündel war komplett durchnässt und das Baby rührte sich nicht mehr.

"Entschuldigt Neome, ich muss mich schnell mal um die Beiden hier kümmern." Seufzend deutete Perfel zu der Mutter und ihrem Baby und ging dann hinüber. "Keine Angst, ich bin Heilerin und würde mir gerne Euer Baby ansehen." Freundlich lächelnd sah die junge Magierin ihr Gegenüber an und nickte ihr aufmunternd zu bevor sie der Mutter das Kind aus den Armen nahm um es sich genauer anzusehen. Zuerst überprüfte sie die Atmung des Babys und nickte dann wieder, als das Baby zu husten begann.

Lächelnd gab sie der Mutter das Bündel wieder zurück. "Ihr solltet sehen, dass Euer Kleines so schnell wie möglich aus den nassen Sachen kommt. Zwar hat die Sonne schon einiges an Kraft gewonnen, aber für ein Bad im Freien ist es für das Kleine noch ein bisschen zu früh." Zwinkernd ging die junge Magierin wieder zu Neome zurück und beeilte sich nun zur Feste zu kommen.

Wenn hier auch schon so viele Flüchtende sind, was kommt dann noch auf Nuru zu ? 

Endlich waren sie an der Feste angekommen, doch ihr Weg war umsonst gewesen. Ein junger Soldat stand neben dem Eingang. Aufgeregt deutete er nach unten und meinte, dass ihre Hilfe eher am Stadttor gebraucht werden könnte. Schulterzuckend wandte sich Perfel von ihm ab und machte sich gemeinsam mit Neome wieder auf den Weg. Ich hätte es wissen müssen, schalt sie sich selbst. Es war doch klar, dass ich den Zwerg unten finden würde. Wo sonst sollte der Statthalter sein ?

Neome zupfte Perfel am Ärmel. Ein kurzer Blick über die Stadt und die Kämpfe vor den Toren ließen die junge Magierin nicken. "Ja, es hat angefangen. Wir sollten nach unten gehen. Hier können wir nicht helfen .. weder mit Magie noch anders." Auf dem Weg zurück bemerkte sie, dass nun noch mehr Verletzte und Verstümmelte am Wegrand standen oder lagen als vorher. Einer der Soldaten wimmerte nach einem Heiler und Perfel ging zu ihm. Sie konnte nicht anders. Trotz der Magie in sich war sie immer noch Heilerin.

Mit geschultem Auge untersuchte sie den Soldaten und verband seine Wunden. In ihrem Rucksack befanden sich alle notwendigen Heilutensilien und so konnte sie dem jungen Mann schnell helfen. Dankbar versuchte sich dieser sogar an einem Lächeln, welches jedoch in Anbetracht seiner großen Schmerzen eher eine Grimasse war. Neome war ihr eine große Hilfe bei der Behandlung gewesen. Anerkennend nickte Perfel ihr deshalb zu. "Danke, mit vier Händen kann man immer schneller helfen," zwinkerte sie Neome zu, die wohl noch nicht viele Verstümmelte gesehen hatte. Zumindest verriet ihr weißes Gesicht und die erschrocken geweiteten Augen dies.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Do., 04. Mai 2006, 09:59
Drax wich nicht von der Seite Thorgrims. Es war der helle Wahnsinn, sich gegen die Reiterei zu stellen. Nicht, dass der Axtmeister den Kampf gegen einen Berittenen gescheut hätte. Aber es war eine Sache, gegen einen einzelnen Kämpfer zu Ross anzugehen, eine vollkommen andere jedoch, wenn eine ganze Gruppe mit wirbelnden Hufen angeprescht kam. Es fehlte an Platz auszuweichen und die Angriffe waren so zahlreich, dass man sich ihrer nur mit Mühe erwehren konnte. Hinzu kam das Risiko von einem verirrten Bolzen oder Pfeil getroffen zu werden.

Die einzige Chance war, die Pferde zu Fall zu bringen. Sollten die Reiter den Sturz unversehrt überstehen, würden ihnen die Zwergenäxte am Boden den Garaus machen. Nicht ganz fair, denn die Pferde hatten nun am wenigsten etwas mit dem Krieg zu tun, auf der anderen Seite mochte Drax die Zossen nicht sonderlich, so dass sich sein Mitleid in Grenzen hielt. Wieder bäumte sich ein Pferd vor ihm auf und er hatte Mühe, die Vorderhufe zu unterlaufen. Tief hieb er seine Axt in den Leib des Gaules, der daraufhin zusammenbrach und den Reiter unter sich begrub. Doch es blieb keine Zeit zum Verschnaufen, denn jede Lücke, die die Äxte der beiden Zwerge rissen, wurde sofort wieder gefüllt.

Ein Schwertstreich ließ Drax taumeln – zu seinem Glück, denn so ging der nachfolgende Hieb ins Leere. Doch er hatte etwas abbekommen, denn seine Stirn fühlte sich seltsam warm an. Mit dem Handrücken verschaffte sich der Axtmeister Sicherheit – er blutete und es drohte ihm die Sicht zu nehmen, wenn es in die Augen lief. Doch zum Ausruhen blieb kein Zeit, denn schon wieder wurde er hart bedrängt und es war ermüdend, die von oben geführten Schläge mit den Äxten abzuwehren. Er tauchte wieder ab und hieb blindlings in die Hinterbeine des nächstbesten Pferdes. Wiehernd bäumte sich das Tier auf und fiel. Dummerweise riss es den Zwergen dabei mit sich, dem es aufgrund des Gewichtes des Pferdekörpers schier dem Atem raubte. Mindestens eine Rippe hatte er sich gebrochen.

Eingeklemmt lag Drax unter dem Pferdeleib. Doch die Götter meinten es wohl gut mit ihm, denn die Angriffe der eigenen Reiterei brachten Entlastung, so dass sich niemand weiter um ihn kümmerte. Ächzend versuchte der Minenbesitzer unter dem sterbenden Pferd hervorzukriechen. Jeder Herzschlag des Tieres wurde schwächer und schwächer und pumpte weniger Blut aus den offenen Wunden über den Zwergen hinweg. Angewidert brachte dieser noch einmal alle Kraft auf und wälzte sich unter seiner Last hervor.

Er schaute sich um. Thorgrim lebte noch, auch wenn er ebenfalls vom Kampf gezeichnet war. So wie es aussah, hatten sie einen Sieg davon getragen, aber der Krieg war noch nicht gewonnen. Der Feind würde seine Reihen neu ordnen und erneut angreifen. Doch für heute sollte es genug sein. Er spürte jeden Knochen im Leib und musste sich um seine zahlreichen Wunden kümmern. “Scheint, als hätten wir die Bastarde fürs Erste geschlagen alter Freund.“ sagte er zu Thorgrim und schleppte sich zurück zur Stadt. Irgendwie war ihm der Weg in die Schlacht nicht so lang vorgekommen, wie der Rückweg. Das Blut an seiner Rüstung und in seinen Haaren begann zu gerinnen und erinnerte ihn daran, dass er sich wohl besser ein paar Heiltränke genehmigen sollte. Flugs waren zwei Ampullen entkorkt und hintergeschluckt. Mit der wohligen Wärme stellte sich jedoch auch die Müdigkeit ein. Wenn er seine Wunden auch oberflächlich versorgt hatte, würde er sich ihr hingeben.


39/59 LP
- 2 kleine HT
59/59 LP

Autor: Casandra Aillard Datum/Zeit: Do., 04. Mai 2006, 12:25
Casandra wurde schneller vom Kampfgeschehen eingeholt als ihr lieb war. Die Reiterei des Feindes preschte schnell nach vorn und bald fanden sich die Verteidiger Nurus zwischen den feindlichen Linien bedrängt. Die Gerberin ritt kein ausgebildetes Kampfpferd und so war es nicht sehr verwunderlich, dass die Stute nervös inmitten der Schlachtreihen tänzelte.

Der von ihr verwundete Soldat schien kampferprobt, denn er hielt sich weiter auf seinem Pferd und nahm die Angelegenheit jetzt persönlich. Casandra musste sich auf Alsha konzentrieren, nur wenn das Tier wieder etwas ruhiger würde, konnte sie die Hände frei bekommen um die Armbrüste wieder zu spannen.
Aus den Augenwinkeln sah sie im letzten Moment das Schwert im Halbkreis auf sich zu fliegen und wehrte Instinktiv  mit dem Arm ab. Das Holz der Armbrust barst unter dem kräftigen Hieb und der kalte Stahl wurde abgelenkt und fuhr durch Kleidung und Fleisch am linken Oberschenkel.
Die Gerberin ließ die Zügel fahren und fasste nach dem Schnitt. Die Klinge musste schon einige Scharten aufgewiesen haben, denn es brannte höllisch obwohl der Knochen nicht erreicht war. Die Wundränder waren ausgefranst und scheuerten weiter am Leder der Hose. Doch das musste wohl noch ein Weilchen warten.

Die losgelassenen Zügel hatten ein sofortiges Stehenbleiben des Tieres bewirkt. Mit gespitzten Ohren versuchte das Tier den Zustand seiner Reiterin zu erfahren. Casandra nutzte die Gelegenheit, riss die kaputte Armbrust aus ihrer Halterung und warf sie davon. Die andere wurde schnell gespannt und ein weiterer Bolzen flog dem in der Menge zu verschwinden drohenden Soldaten hinter her.

Das Blatt schien sich ein weiteres Mal zu wenden, denn der Feind zog sich zurück und die Verteidiger bekamen endlich wieder Luft. Noch stand Casandras Pferd still und die Gerberin konnte noch weitere Bolzen den fliehenden nach senden. Jubel klang über das Schlachtfeld und Soldaten und Freiwillige machten sich auf den Rückweg in die Stadt.

Verwundete wurden von ihren Kameraden gestützt und notdürftig versorgt, um die Stadtmauer überhaupt zu erreichen. Hin und wieder sah Casandra bekannte Gesichter unter den Toten, aber dort ... War das nicht einer der Kadetten aus der Gilde? Sie ritt näher und stieg ab. Ja, es war der junge Mann mit dem sie ihre ersten Übungen im Schwertkampf geführt hatte. Sein Körper zeigte mehr als nur eine Verletzung, doch ganz flach bewegte sich der Brustkorb noch immer auf und ab. Der Junge war groß gewachsen, kräftig und  ... bewußtlos. Viel zu schwer für die kleine Gerberin, doch jetzt machte sich endlich eins der vielen kleinen Kunststückchen bezahlt, die sie ihrem Pferd beigebracht hatte.

Casandra ließ Alsha sich neben dem Verletzten Kadetten hinlegen und zerrte den bewußtlosen Körper dann über den Rücken des Tieres. Es war nur ein Zerren, denn ihre eigene Verletzung brannte bei jeder Belastung noch stärker und zwang sie zweimal in die Knie.
An der Hüfte begann eine Wunde des Kadetten erneut zu bluten und die Stabmeisterin zeriss ihren ohne hin schon ruinierten Rock, um Verbandsmaterial zu erhalten. Der junge Mann zeigte noch immer keine Reaktion und fast glaubte Casandra ihn mit ihrer Aktion ins Totenreich befördert zu haben, als beim fest Ziehen der Bandage ein Stöhnen zu hören war. Ein Blick zeigte jedoch keinen Augenaufschlag und so knotete die Gerberin schnell und nicht besonders fachmännisch die Binde zu.

>>Komm schon. Wach bleiben. Werd mir nicht wieder bewußtlos.<<

Sie sprach mehr um ihre eigene Nervosität in den Griff zu bekommen, aber natürlich wusste sie auch, dass der Mann bessere Chance hatte zu überleben, wenn er bei Bewußtsein blieb.
Langsam ließ sie die Stute aufstehen und weitere Laute der Qual zeigten den Lebenswillen des Jungen. Jetzt mussten sie nur noch zurück zur Stadt und in die Gilde kommen. Casandra selbst stützte sich auch gegen ihr Tier und humpelte mehr als sie lief zum Stadttor.

Nie würde sie in dem Gedränge bis zu Gilde gelangen, doch der Strom der Verwundeten spülte sie in die von den Heilern provisorisch eingerichteten Lazarette. Meist war es nicht mehr als ein größerer Platz an dem die Tragen abgestellt werden konnten und die Heiler gingen von einem zum anderen und halfen.

Konnte sie jemand bekanntes in all dem Chaos finden?


-10 LP 32/42
-4 Bolzen
Autor: Farraid Datum/Zeit: Do., 04. Mai 2006, 16:00
Immer näher kamen die Reihen der Feinde und immer schneller wurde das Tempo der Streitrösser. Und schließlich trafen die Heere aufeinander. Die ersten Feinde wurden durch die Lanzen vom Pferd gerissen und viele würden wohl nie wieder aufstehen. Sie waren entweder von der Lanze durchbohrt oder den Pferden zu Tode getrampelt worden.
Wie Furien ritten Altarion und die anderen Ritter durch das Heer und dank des Überraschungsmomentes kamen sie auch ohne große Verluste auf der anderen Seite an.

Derweil hatte bereits die zweite Schlachtreihe die Feinde erreicht und schlug weitere Breschen in die Reihen der Angreifer. Leider ließen hier ein paar tapfere Ritter mehr ihr Leben, war der Gegner doch zumindest gewarnt gewesen. Doch letztlich vielen für einen Ritter 5 oder mehr ihrer Feinde.
Und auch die dritte Schlachtreihe hielt blutige Ernte, während Altarion das Signal zum wenden hab. Sie sicherten ihre Lanzen, nahmen Schwert und Schild in die Hand und griffen erneut an, so dass ihren Gegnern keine Zeit blieb sich zu sammeln. Immer wieder ritten sie so ihre Attacken bis die Feinde endlich aufgaben. Immer mehr drehten sich um und nahmen die Beine in die Hand.

Altarion wandte sich zum Kommandeur der Reiterei um und gab den Befehl die Fliehenden niederzujagen. Doch sollten sie relativ bald umkehren um nicht evtl. in eine Falle zu laufen.
Er selber ritt mit seinen Ordensbrüdern auf die Stadt Nuru zu. Überall waren Jubelschreie zu hören als sich die Nachricht vom Ende dieses Angriffes verbreitete. Doch nicht nur die Krieger Taros hatten ihr Leben gelassen. Viel zu viele Streiter Dragonias waren bei den Verwundeten und Toten. Es schien als wären sie gerade noch rechtzeitig eingetroffen. Im Stillen bedankte sich Altarion bei A’Sela, denn ohne ihr Auftauchen wäre er nie so eilig zurückgekehrt.
Unter den Kämpfern die sich den Weg in die Stadt suchten entdeckte Altarion auch den Statthalter Nurus, den Zwergen Thorgrim.
„Seid gegrüßt Sir Thorgrim.“ und mit einem Nicken zu Drax. „Und auch ihr Gevatter Drax. Wie ich sehe habt ihr auch in dieser Schlacht euerem Ruf alle Ehre gemacht. Die Reiterei jagt diese Feiglinge noch ein wenig und wird dann wieder zu uns stoßen. Ich hoffe damit ist die Stadt erst einmal gesichert. Denn ich selber werde schon morgen früh wieder aufbrechen. Mein Ziel ist Sha’Nurdra. Ich muss wissen wie es meiner Frau geht. Die dragonischen Truppen die mit mir kämpften werde ich euerem Befehl unterstellen um die Grenzen wieder zu sichern und vielleicht auch den umliegenden Dörfern zu helfen.“

Als Altarion und seine Ordensbrüder in Nuru einritten ging ein Raunen durch die Bevölkerung. Man war zwar die Anwesenheit von Militär gewöhnt, dennoch war diese Reitergruppe etwas Besonderes. Ihre schweren, schwarzen Kriegsrüstungen. Die Pferdeharnische. Alles wirkte auf den ersten Blick eher wie die Ausrüstung ihrer Gegner und doch zeigten die Banner das Wappen des Königs. Einer der Ritter trug dieses Wappen auch auf seinem Schild.
Erst auf dem Marktplatz angelangt nahmen die Ritter ihre Helme ab und die die ihn noch nie so gesehen hatten erkannten nun ihren König. Mit der Hilfe einiger Soldaten saßen die Reiter ab und Sir Altarion und Sir Mathonwy begaben sich zu Sir Thorgrim um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Für den Abend wollte Altarion zumindest ein kleines provisorisches Fest für die Bürger veranstalten. Einige Soldaten bargen die gestorbenen Pferde. Zwar war Pferdefleisch wahrlich keine Delikatesse, doch die Vorräte der Stadt sollten lieber geschont bleiben. Und mit den passenden Kräutern schmeckte den meisten auch dieser Braten. Zumal nicht jeder wusste was er da aß. Dazu gab es ein wenig Brot und Käse, Kriegsbeute die die fliehenden Feinde zurückließen.

Bereits früh am nächsten Morgen brachen Altarion und seine Ordensbrüder auf in Richtung Sha’Nurdra. Doch zuvor hatten sie auf dem Schlachtfeld noch einige Banner des tarosianischen Heeres aufgehoben. Mit ihren Rüstungen und diesen Bannern würden sie selbst von relativ Nahem wie ein Soldaten Côrs wirken.
Autor: Thorgrim Blutaxt Datum/Zeit: Fr., 05. Mai 2006, 21:09
So schnell er konnte ritt der junge Narayke wieder von Nuru weg. Das Eintreffen der berittenen Soldaten hatte dem Krieg eine ganz andere Wendung gegeben. Dieses musste er weitertragen. Einen halben Tagesmarsch ritt er, inmitten des dichten Waldes. Auf einer kleinen Lichtung befand sich ein einziges Zelt inmitten von Soldaten. Zwei Wachen standen davor, ließen Narayke aber passieren. Das Zelt innen war sehr spartanisch eingerichtet, zumindest der Teil, den man einsehen konnte. Ein grosser Tisch war in der Mitte, worauf eine Karte lag. Ein bäriger Riese, dessen Schultern alleine fast 2,2m hoch waren, in einer dunklen Eisenrüstung stand dahinter studierte die Karte. Dabei stützte er sich mit den Armen auf dem Tisch ab.
Narayke ließ sich auf ein Knie nieder und erzählte.
>>Sir. Ich wollte euch informieren, dass ein fremdes Heer in den Kampf eingegriffen hat.<<
wütend schlug der Riese mit der flachen Hand auf den Tisch, dass der Weinbecher davon herunter fiel.
>>WAS? Ein fremdes Heer? WER?<<
>>Sir, man sagt sich, es sei der König selber gewesen. Altarion von Eldersheim, oder wie er genannt wird.<<
>>Altarion. Soso.... Ist er also hier<<

böse grinste er, als er sich über sein Kinn strich.
>>Ruf meine Falken. Ich habe eine Nachricht an die anderen.<<
>>Ja, Sir<<

Schnell machte sich Narayke wieder aus dem Zelt, um durch sein Pfeifen die Falken zu rufen.
Währenddessen wurden in dem Zelt die Pläne geändert. Schnell waren die Zettel geschrieben, auf denen stand:

„Der König ist in der Stadt. Beginn erst in der früh. Beim Ruf der Trommel.“

Narayke bekam diese Zettel und steckte sie in ein kleines Röhrchen am den Beinen der Tiere. Dann lies er sie fliegen, um die Nachricht an die anderen Heere zu bringen.

~~*~~


Auch wenn der Kampf um Nuru vor der Stadtmauer tobte, so wäre es in Nuru fast auch zu einem Kampfe gekommen. Rraurgrimm sah sich gleich mehreren Bauern gegenüber. Zwar machte keiner den Anschein, den Umgang mit einer Waffe gelernt zu haben, doch auch mehrere nicht gezielte Angriffe konnten den stärksten Krieger umhauen. Und diese Bauern machten nicht den Anschein, eingeschüchtert zu sein. Doch womit sie nicht gerechnet haben war, dass sich jemand auf die Seite des Wolfswesens stellt.
Amras, Mitglied der Paladingilde und örtlicher Schneider, stellte sich zwischen Raurrgrimm und bekam recht schnell Gehör.
>>Er ist selber schuld. Er wollte sie entführen. Sehr ihn euch doch an...<<
rief einer der Männer, und ein zweiter fiel ein
>>Jaja, ich habe von den Wesen gehört. Sie entführen kleine Kinder und trinken bei Vollmond ihr Blut!<<
>>Tötet ihn. TÖTET IHN<<
fielen jetzt auch die anderen Männer ein, doch Amras schaffte sich nochmals Gehör. Und diese Worte zeigten Wirkung bei den Bauern.
>>Er wollte es nicht entführen?<<
fragte der Mann, der sich anscheinend als Wortführer ansah. Aufmerksam hörte er Rraurgrimm zu, nachdem er das Kind wieder auf den Boden gelassen hatte. Die junge Saskia lief schluchzend zu ihrer Mutter, die sich hinhockte um ihr Kind zu drücken und schnell zu untersuchen. Dabei liefen ihr die Tränen hinunter.
>>Es geht ihr gut. Es ging so schnell. Auf einmal kam ein grosser Wagen. Ich konnte sie nur wegstoßen, damit sie nicht überrollt wird. Und nachdem ich wieder hochkam, da war sie weg. Ich...... ich.... danke euch.<<
stotterte sie, als sie sich direkt an Rraurgrimm wand. Zu sehr war doch die Furcht und der Respekt der Frau vor dem Lycantrophen. Die anderen Männer nahmen die Waffen runter und gingen wieder ihrer Wege. Nur der Wortführer ging zu der Frau und sagte.
>>Komm Magda. Ich bringe dich hier weg.<<
Kurz nickte er noch zu den beiden, bevor auch er sich umdrehte und mit Magda und Saskia zusammen weggingen. Nun standen Amras und Rraurgrimm zusammen alleine am Platz.

~~*~~


Thorgrim war froh, als er sah, wie die letzten Angreifer wieder die Flucht antraten. Nur dem Auftauchen von Altarion und den Rittern war es zu verdanken, dass es ein so schnelles und glimpfliches Ende genommen hatte.
>>Wir haben zwar eine Schlacht geschlagen mein Freund, doch glaube ich nicht, dass es schon vorbei ist. Sie werden wiederkommen. Doch lass uns erst mal in die Stadt gehen.<<
sagte er zu Drax, während er sich Blut und Dreck aus dem Gesicht schmierte. Auch wenn der Kampf nur kurz war, so schmerzte doch ziemlich viel in dem kleinen Körper der Zwergen. Am liebsten hätte er sich jetzt hingesetzt und ein Bier getrunken. Doch noch waren seine Aufgaben nicht erfüllt. Er half den Soldaten dabei, die verletzten Kameraden zum Stadttor zu tragen. Dabei wurde er von Altarion angesprochen.

>>Euer Eintreffen hier war genau im richtigen Moment. Währet ihr nicht gewesen, so hätten bestimmt noch viel mehr gute Menschen mit dem Leben bezahlt. Ich und die Stadt stehen tief in eurer Schuld. Lasst uns den Rest später bereden. Die Soldaten sind wichtiger als Worte.<<

Ethlind und NoQ hatten, nachdem sie sich aus den Augen verloren hatten, schnell wiedergefunden, doch ihre Wiedersehensfreude blieb recht kühl. So ritten sie zusammen schnell in Richtung Stadttor, als auch schon Galantha wieder angeflogen kam, und den beiden vom Ende der Schlacht berichtete. Und das es auch viele verwundete auf der Seite der Verteidiger gab. Ethlind glitt schnell vom Pferd hinunter und gab NoQ Anweisungen, als Thorgrim auch schon mit den ersten Verwundeten ankam. Ihrer Heilkräfte bewusst übergab er Ethlind den Verwundeten, und raunte ihr zu.

>>Nicht alle werden den morgigen Tage erleben. Vielleicht sollte man sie zu Priester Julius bringen, damit sie mit der Hilfe eines Geistlichen zu ihren Göttern können.<<

Auf den Weg zurück zum Schlachtfeld entdeckte er Perfel und ein für ihn fremdes Gesicht. Anscheinend hatte sie noch nicht allzu viel Erfahrung im Umgang mit offenen Wunden, denn das weisse Gesicht konnte man vermutlich noch in Drachenauge sehen. Doch verbissen machte sie weiter, die Sachen der Verletzten zusammenzulegen. Zwei Soldaten, die nur leichte Verletzungen abbekommen hatten, rief er zu sich und ging mit ihnen zu Perfel.

>>Es tut mir leid, euch unter solchen Umständen wiederzusehen. Wie ich sehe habt ihr eine neue Angestellte? Thorgrim Blutaxt nennt man mich. Ich bin der Statthalter dieser Stadt.<<

stellte sich Thorgrim vor, und zeigte dann auf die beiden Soldaten.

>>Wenn ihr etwas braucht, so sagt es ihnen. Sie werden es euch holen. Alles andere besprechen wir später.<<

Mit den Worten ging er wieder auf das Schlachtfeld. Immernoch waren überall Verletzte, die in die Stadt gebracht wurden. Zum Glück waren nicht viele Tote zu beklagen.
Bei Reorx. Habe ich die richtige Entscheidung getroffen?
grübelte er, und stellte sich hastig Casandra zur Seite, als sie mit einem Verletzen in die Stadt kam. Thorgrim schaute sich den Verletzten genauer an, als er sie stützte. Er kam ihm bekannt vor, doch konnte er gerade nicht sagen, woher.
>>Mir brennen tausend fragen auf der Zunge. Wenn ihr wieder bei Kräften seit, müssen wir reden. Ich dachte, ihr seit tot.  Doch erst mal sollten wir uns um euch beide kümmern.<<

Zielstrebig steuerte er den Platz an, wo er Perfel eben noch gesehen hatte. Thorgrim nahm den jungen Kadetten von dem Pferd und legte ihn auf den Boden, nachdem er Casandra half, sich hinzusetzen.  Dem einen Soldaten drückte er die Zügel des Pferdes in die Hand, der sich daran machte, es wegzuführen.

Nach einiger Zeit waren alle Verletzten in der Stadt eingetroffen, und wurden von den Heilern versorgt. Ein junger Heiler trat auf Thorgrim zu, und sprach ihn an.

>>Sir, was soll mit den Toten passieren.?<<
einen Momentlang überlegte er, bis er antwortete.
>>Verbrennt sie. Aber sorgt dafür, das der Rauch nicht in die Stadt zieht.<<

vermutlich würde er auch diese Entscheidung bitter bereuen. Doch konnte er nicht verantwortlichen, dass er die Toten in die Stadt holte, um sie zu begraben. Dazu waren es zu viele, und die Gefahr einer Krankheit war zu groß. Schon jetzt merkte man, dass die Stadt mehr Menschen barg, als sie konnte. Kot und Unrat zierten die Strassen .

Thorgrim sah sich seine Stadt genauer an. Überall waren die Menschen froh, dass der Kampf vorbei war. Anscheinend dachten sie nicht an eine Rückkehr der Feinde, den sie lachten tanzten und sangen auf den Strassen. Doch bei Thorgrim wollte keine rechte Feierlaune aufkommen.
Durch eine Bewegung aufmerksam geworden, drehte er sich zum Stadttor um. Dort war Hardor gelandet. Der Zwerg ging zu dem Drachen, was schon sehr merkwürdig aussah.

>>Unser letztes Treffen ist schon eine sehr lange Zeit her. Vieles hat sich in der Stadt getan. Nach dem Weggang von Sir Krizz und Sigrun von Burgund bin ich der neue Statthalter. Und genau als dieser möchte ich euch meinen Dank aussprechen. Eurem mutigen Auftreten ist es zu verdanken, dass viele Menschen ihr Leben behalten konnten. Wenn ich etwas für euch tun kann, so lasst es mich wissen. Doch verzeiht, ich habe noch ein Gespräch mit dem König.<<

So ging er zu Altarion und Sir Mathonwy, und redete lange und ausgiebig. Die Soldaten wurden Thorgrim unterstellt. Die Pferde wurden bereits unter Ausschluss der Bewohner in der Kaserne geschlachtet und gebraten. Es waren viel mehr Münder zu verpflegen, als die Stadt sich es erlauben konnte.
>>Wir wissen nicht, ob sich die Feinde noch in der Umgebung aufhalten. Jetzt nach Sha’Nurdra zu reisen wäre Wahnsinn, mein König. Wartet noch ein oder zwei Tage ab. Dann können wir mit Gewissheit sagen, dass die Wege frei sind.<<
sagte Thorgrim aufgebracht, als er von den Plänen von Altarions hörte. Doch dieser war sich seines Entschlusses sicher. Irgendwann hörte er auch auf, auf den König einzureden. Es war alles gesagt, was gesagt werden musste, von daher verabschiedeten sie sich und der kleine Zwerg ging zu den Bewohnern, um auch ein wenig zu Essen und zu Trinken. Zuvor jedoch wusch er sich ausgiebig. Immer noch klebte genug Blut an seiner Rüstung.

Mit ein wenig Fleisch und einem Bier in den Händen sah er in der Menge ein junges Gesicht, was er schon auf dem Feld mit Pfeil und Bogen gesehen hatte. Schnell ging er zu Maya hin und sprach sie an.
>>Euch habe ich hier noch nie gesehen. Wie heißt ihr? Und wie kommt es, dass ich eine Verteidigerin meiner Stadt noch nicht kenne?<<

In der Nacht wurden doppelte Wachen eingeteilt, die auf der Wehrmauer patrollierten. Doch die Nacht war ruhig und Altarion konnte am nächsten Morgen ungehindert weiterreisen. Langsam aber sicher wurde die Stadt wieder munter als die ersten Trommeln zu hören waren.
Autor: Maya Datum/Zeit: Sa., 06. Mai 2006, 17:48
Maya wollte im Kampf um Nuru helfen. Da sie aber keine Waffe hatte, ging sie zum Rüstmeister in die Kaserne. Dort brachte sie ihr anliegen vor. Um jede Hand dankbar, die im Krieg helfen würde, gab der Rüstmeister ihr einen Bogen und einen Köcher mit Pfeilen. Der Köcher und der Bogen hatten schon bessere Tage gesehen, aber ihren Zweck würden sie erfüllen.
+Bogen
+10 pfeile

Der Kampf in Nuru war in vollem Gange, und Maya hatte eine menge zu tun, die Angreifer niederzustrecken. Viele der Angreifer wurden Opfer ihrer Pfeile.
Als der Kampf vorbei zu sein schien, traf sie Thorgrim auf der Strasse. Mein Name ist Maya, ich bin noch recht neu in Nuru, aber ich werde trotzdem alles zur Verteidigung der Stadt tun, antwortete sie auf seine fragen.
Was denkt ihr, wie lang es dauern wird, biss sie wieder angreifen werden? In ihrem Gesicht war deutlich angst zu erkennen. Aber was sollte man auch von ihr erwarten –als kleines Kind hatte sie auf einem Bauernhof gelebt, und nur frieden gekannt. Krieg?! Wie sollte sie da wissen, was zu tun ist. Ihr Vater war bogenbauer und so verstand sie sich ein wenig mit dem bogen umzugehen, aber auf ein Lebewesen, welches auch auf zwei Beinen geht zu schießen, war für sie nie in Erwägung gekommen. Bis jetzt hatte sie nur für ihre Mahlzeiten kleinere Tiere geschossen ....
Doch Maya war stolz auf sich, denn es waren einige, die wegen ihr, ihr leben ließen. Und die paar male die sie vorbeigeschossen hatte, waren ja auch nicht so schlimm, sie hatte zu etwas beigetragen, dass war einfach ein tolles Gefühl, egal wie gut oder schlecht sie es gemacht hatte.
Autor: Hardor Datum/Zeit: Sa., 06. Mai 2006, 18:32
Hardor schaute den Zwergen freundlich entgegen und nickte, so hatte sich also doch viel geändert und es war wohl gut, dass der Drache heute zurückgekehrt war. Wünsche hatte er nicht, denn er konnte in Ruhe Jagen gehen und sich viel besser alleine versorgen als von den Vorräten der Stadt etwas zu verlangen, um ihn zu sättigen hätte es wohl mindestens ein ganzes Pferdes bedürft, vielleicht sogar etwas mehr.
Nur eine Idee ließ ihm keine Ruhe und im weggehen hörte Thorgim wohl die stimme des Sturmsilberdrachen. Selten verständigte Hardor sich so, doch hin und wieder war es recht nützlich, besonders in solch lauten Umgebungen.


"Ich danke Euch für eure Worte und wahrlich seid Ihr ein ehrvoller Stadthalter. Ich bitte euch nur um eines, lasst Pech über den Boden rund um die Stadt schütten, so wie es einst auch Krizz tat und es mit Flammen zum lodern bringen wenn der Feind auf dem schwarzen Feld steht. "

So tat der Geschuppte sein einziges anliegen kund, beobachtete den Zwergen noch eine weile mit seinen grauen Augen und auch den König Altarion, ja große Krieger und edle Ritter.
Mit einem Schwung stieß er sich schließlich vom Boden ab und kreiste einen Moment über die Stadt, die Menschen sollten ruhig erkennen dass ihnen ein Drache half und ebenfalls gegen Côr antrat.
Nach diesem kleinen Flug hielt er auf die Landschaft hinter der Stadt zu um seinen Hunger mit einem Eber oder auch einem Hirsch zu stillen. Hardors Meinung nach besaßen Eber einfach das schmackhafteste Fleisch unter den Wildtieren. Nach diesem Kampf war unbedingt eine Gaumenfreude nötig, um den üblen Geschmack hinfort zu spülen.


Autor: Ileana Datum/Zeit: Sa., 06. Mai 2006, 19:37
Schon kurz nachdem Ileana die ersten Anzeichen des Angriffes bemerkt hatte, war Ileana zurück zur Schneiderei geeilt. Als sie dort ankam fand sie diese verriegelt vor. Amras musste also schon los gegangen sein. Glücklicher weise hatte sie ihren Speer immer dabei, wenn sie außer Haus ging, wodurch sie nicht völlig hilflos sein würde.

Ileana eilte die Straßen entlang, immer den Kampfgeräuschen folgend. Der Kampf musste schon in vollem Gange sein, sie hörte furchteinflößendes Gebrüll und Geräusche des Kampfes und bechleunigte ihren Schritt weiter.

Die Straßen waren verstopft mit ihr entgegenkommenden Flüchtenden also musste sie auf Seitenstraßen ausweichen und auch hier kam sie nur langsam vorwärts. Erst später viel ihr auf, dass sie keine Ahnung mehr hatte wo sie war, denn in diesem Teil Nurus war sie trotz dem, dass sie hier lebte noch nie gewesen und Panik machte sich in ihr breit.

Rufe hallten durch die Straßen, der Kampf war vorbei und der König sei in der Stadt. Ileana hatte nach dem Weg fragen können und war  erleichtert in eine Gegend gelangt, in der sie sich wieder auskannte. Nun machte sie sich auf die Suche nach Amras und hoffte nur innigst, dass er nicht einer der scheinbar wenigen zu beklagenden Toten wäre .
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: So., 07. Mai 2006, 11:24
“Sir Thorgrim.“ Drax wiederholte die Worte Altarions und musste losprusten. Allerdings bereute er das rasch, denn seine Rippen meldeten Protest an. Er nickte dem König dankbar zu und fuhr ernsthafter fort: “In der Tat, ohne den Angriff der Ritter Altarions hätten wir uns deutlich schwerer getan. Hast Du noch einen konkreten Auftrag für mich alter Freund? Liegen genug Steine bereit? Was ist mit dem Pech?“ wandte er sich Thorgrim zu. “Wo würdest Du mich gerne sehen, wenn die Stadt wieder angegriffen wird? Hauptsache, ich muss nicht wieder soweit rennen.“

Man schleppte die Verwundeten zurück zur Stadt. Dort warteten in der Tat noch einige Überraschungen. Ethlind war in der Stadt. Hatte er sich also doch nicht geirrt, als er Noq zu erkennen glaubte, denn der Elf war dann sicher auch wieder in der Stadt. “Das ist eine Überraschung! Seit wann seid ihr wieder zurück in Nuru?“ fragte er die Heilerin, als er den Elfen in der Menge gewahrte. “Altes Spitzohr!“ lachte er “Wir können in der Tat noch ein paar Elfenpfeile gebrauchen!“ freudestrahlend wollte er dem Elfen seine Hand reichen, zog diese aber wieder zurück – er war immer noch über und über mit Blut und den Resten seiner Feinde bedeckt. “Ich hoffe doch, wir finden in nächster Zeit die Gelegenheit, bei einem gescheiten Bier und einer guten Pfeife ein wenig zu plaudern.“

Die nächste Überraschung – Casandra lebte! Drax war sprachlos. Sicher, er hatte es immer irgendwo gehofft, aber eigentlich war es doch unmöglich gewesen. Er brannte darauf, zu erfahren wie es ihr ergangen war. “So wie es aussieht, war das heute ein Tag der Waffenmeister! Wollen wir hoffen, dass wir auch morgen und die Tage danach bestehen werden.“

Hardor landete vor dem Tor – auch das eine Überraschung. Drax schloss sich dem Dank Thorgrims an. “Ihr habt Eurer Rasse alle Ehre gemacht! Es ist gut zu wissen, dass die Stadt in der Not auf solche Unterstützung zählen kann.“ Der Statthalter war offensichtlich reichlich beschäftigt, denn schon wandte er sich wieder ab – ein Gespräch mit dem König.

“Nun Thorgrim, eigentlich wollte ich heute mit Dir über etwas ganz anderes sprechen, doch wie es scheint, ist es mir nicht vergönnt. Eigentlich wollte ich Dich bitten, mein Zeuge zu sein, wenn ich meiner Talya den Ring reiche und mit ihr den Bund eingehe. Aber das muss nun warten.“ Drax mochte überhaupt nicht daran denken, dass einer von ihnen den Krieg nicht überleben würde. “Noch irgendwelche Befehle für mich Sir Thorgrim?“ feixte Drax. “Wenn nicht, würde ich mich kurz zurückziehen und mich ein wenig reinigen und stärken, ehe ich mich wieder auf die Stadtmauern begebe.“

Der Weg zurück zum „Einäugigen“ war einfacher, als der Weg zum Stadttor. Er starrte vor Blut und Dreck und so machte ihm ein jeder Platz und vermied es tunlichst, ihm zu nahe zu kommen. Demzufolge musste er wirklich schlimm aussehen. Das Wirtshaus glich einem Feldlager. Dutzende Bauersfamilien drängten sich in der Gaststube und Drax hatte einige Mühe Kolkrabe zu finden. “Es geht mir gut, ich habe es überstanden. Eine Rippe habe ich mir etwas angeknackst, aber ich denke ein straffer Verband um die Brust wird ausreichen. Wo ist Barth? Sag nicht, er ist wieder auf den Mauern! Dieser alte Sturkopf! Was will er denn noch einbüßen? Ein Bein vielleicht oder den anderen Arm?“ Drax versprach, ein Auge auf den alten Wirt zu haben. Er reinigte seine Rüstung und die Waffen bevor er sich selber vom gröbsten Schmutz befreite. Was das Essen anbelangte, so sah der Zwerg einige Probleme – zu viele Mäuler mussten gestopft werden und die Vorratskammer des „Einäugigen“ würde wohl bald geplündert sein. Obwohl, mit Orkana vor der Tür...

“Ich muss wieder fort. Ich glaube nicht, dass der Feind so leicht aufgibt, trotz der Niederlage heute.“ Er küsste Talya. “Ich habe Thorgrim gefragt, allerdings hat der zur Zeit alle Hände voll zu tun. Dann werden wir es eben mit der Siegesfeier verbinden.“

* * *


Die Nacht verlief ruhig. Drax wanderte auf der Stadtmauer umher, rauchte seine Pfeife, schaute, ob die Verteidiger vorbereitet waren und sprach dem einen oder anderen Mut zu. Mit dem Morgen ertönten die Trommeln. “Wusste ich es doch! knurrte der Zwerg und spie aus. “Gebt Alarm! Eilt euch!“

Der Axtmeister suchte sich einen Platz zwischen den Zinnen und spähte hinaus.
Autor: Thorgrim Blutaxt Datum/Zeit: So., 07. Mai 2006, 18:41
Ein wenig musste Thorgrim selber schmunzeln, als Drax bei der Anrede von Altarion losprustete. Selbst für ihn war es immer noch ungewohnt mir „Sir“ angesprochen zu werden. Aber gut. Wenn der König darauf bestand, dass er ihn so anredete, so würde Thorgrim sich nicht dagegen wehren.
Doch gleich darauf verstummte Drax wieder, da die Rippe wohl doch ein wenig mehr abbekommen hatte.
>>Einen Auftrag... Wenn du möchtest, so kannst du dich gerne um das Pech kümmern. Sieh nach, wie viel wir haben oder bekommen können. Dann such dir ein paar kräftige Leute, und fang an, es vor der Stadt zu verteilen. Ich werde mal nachsehen, wie viele Steine wir haben. Und ich habe dich nicht gezwungen mitzukommen, mein Freund. Das war alleine deine Entscheidung. Jedoch wird die nächste Verteidigung anders sein. Es sind alle Bauern aus den umliegenden Bauernhöfen hier in Nuru. Sollen sie die Horden an unserer Mauer die Zähne ausbeissen!<<

Brummelte er, während er die Verletzten mit in die Stadt schleppte. Als er sich mit Maya unterhielt sagte er

>>Ich hoffe, sie tun es gar nicht. Krieg ist nie etwas gutes. Zu viele unschuldige sterben wegen den Befehlen verblendeter. Doch wenn sie angreifen, dann in der Nacht, oder am Morgen, wo viele noch Schlafen und sie den Überraschungsmoment auf ihrer Seite haben. Seit dann auf der Hut.<<

so ging er dann weiter, um seinen anderen Pflichten nachzukommen. Doch einmal blieb er noch stehen, als Drax ihm von der Hochzeit erzählte.
>>Soso, ist es also nun soweit. Ich werde da sein, wenn du mich brauchst mein Freund! Richte Kolkrabe meine Glückwünsche aus, wie sie auch dir gelten. Das werden wir bei einem Fass begießen, sobald die Zeit dafür da ist!<<

Autor: Amras Datum/Zeit: So., 07. Mai 2006, 23:18
Es schien eine kleine Ewigkeiten zu vergehen, ehe die Männer ihre Waffen sinken ließen. Ohne es zu merken hatte Amras die Luft angehalten und atmete jetzt wieder durch. Langsam löste sich die Menge auf und alle gingen wieder ihre Wege. Regungslos stand der Paladin nun hier und er verfolgte nur mit seinen Augen der Bewegung um ihn herum. Nichts hätte ihn mehr mitgenommen als gegen Bauern und einfach Bürger zu kämpfen. Auch um des armen Lycantrophen willen. Er hätte es sich nie verziehen.

Und dann fiel alle Anspannung restlos von ihm ab. Er atmete noch ein paar Mal tief durch und schaute sich um. Irgendetwas stimmte nicht. Irgendetwas hatte sich verändert. Aber was? Verwirrt betrachtete der Elf die Umgebung und dann fiel es ihm auf. Es war ruhig. Kein Kampflärm war wahrzunehmen. War die Schlacht schon geschlagen? So schnell?

Amras wandte sich zu dem Lycantrophen um

<<Du willst helfen Nuru zu verteidigen? Nun sowie dies deine wahren Absichten sind und du es nicht nur gesagt hast um deine Haut zu retten, komm mit. Wir sollten uns auf den Weg machen. Zwar hört es sich nicht so an, als könnten wir in der Schlacht noch helfen, aber ein paar helfende Hände können auch bei der Bergung der Verletzten und eventuell bei dringenden Wiederaufbauarbeiten benötigt werden.>>

Ohne auf eine Antwort zu warten drehte sich der Elf um und ging gemessenden Schrittes in die Richtung in der er die Kampfgeräusche erinnerte. Sollte der Lycantroph mitkommen würde er sich ihm vorstellen und nach seinem Namen fragen.

-<@>-


Ihnen kamen Soldaten entgegen. Die Schlacht schien in der Tat vorüber. Einige hatten leichte Verletzungen oder waren mit des Feindes Blut verschmiert. Bei manchen könnte man nicht nicht genau auseinander halten. Amras eilte immer schneller an die Stadtmauern und als er dort ankam bot sich ihm ein Bild des Schreckens. Hier hatte man die Verletzten zwischengelagert und versorgte vorläufig die schwersten Wunden.
Nun ging der Elf von einem Verwundeten zum Anderen, doch er ahnte, dass er nicht allen helfen konnte. So wandte er sich an einen der Heiler und fragte, ob er helfen könne. Er bot die Heiltränke an, die er dabei hatte und auch, dass er helfen könnte die Verwundeten abzutransportieren und tat wie man es wies.

-<@>-


Plötzlich hörte Amras eine Stimme hinter sich. Er drehte sich um und erblickte Ileana. Sie fiel ihm um den Hals, doch liess sie sofort ab, als sie die leicht rötlichen Wangen des Elfen sah. Kurz erklärte ihr Amras was geschehen war und als er erzählte bemerkte er, dass es schon spät geworden war. Kurz vor Sonnenuntergang. Bald wollte er Casandra bei der Schneiderei treffen.

<<Lass uns zurück in die Schneiderei gehen. Hier haben wir alles getan was wir konnten. Aber wartet kurz...>>

Nun machte sich Amras auf die Suche nach dem Lycantrophen. Bei der Versorgung der Verwundeten hatten sie sich aus den Augen verloren und so musste er ein paar Augenblicke suchen bis er ihn fand.

<<Ich weiss nicht, ob du es brauchst, aber wenn du willst, kann ich dir bei mir ein Quatier für die Nacht anbieten. Zwar habe ich kein weiteres Bett, aber in der Schneiderei sind genügend Stoffe um sich daraus ein bequemes Lager zu bereiten. Es ist sicherlich nicht so bequem wie ein Zimmer im Gasthaus, aber ich bezweifle, dass dort noch Platz ist....>>

Nun machten sie sich auf den Weg in die Schneiderei. Die Gassen waren nun weit leerer und so kamen sie wesentlich schneller voran und erreichten die Schneiderei kurz nach Sonnenuntergang. Würde Casandra hier sein?
Autor: Black Rose Datum/Zeit: Mo., 08. Mai 2006, 00:24
Noch bevor NoQ richtig weg kam, kam auch schon Thorgrim zu ihnen und drückte Ethlind einen verwundeten in die Arme. Ein junger Mann, kaum älter als sie selber war es, und das leben war sehr schwach in ihm. Ethlind schüttelte den Kopf traurig. Ihr musste man wirklich nicht sagen wie es um einen teil der Männer stand, und sie hatte gesehen was dort draußen los war.

&#8222;In einer Anderen Situation wäre ich froh euch wieder zu sehen Thorgrim, so viel Zeit verging seit dem letzten mal. Wenn all dies überstanden ist reserviert einen Nachmittag mit einem netten Gespräch für mich. Viel muss in der Stadt passiert sein, seit meinem letzten Besuch.&#8220; sie lächelte dem Zwergen kurz zu, wurde aber von einem leisen stöhnen an ihrem Ohr wieder an ihre pflichten erinnern.

&#8222;Eure Männer sollen die Verwundeten in den alten Herrenssitz bringen. Der Atrium dort erscheint mir groß genug um ein Krankenlager daraus zu machen. Jetzt können wir nur hoffen dass es wenigstens nicht zu regnen beginnt, denn dann werde ich kaum mehr ein Leben eurer Männer garantieren können.&#8220; sagte sie leise, und ging dann vorsichtig mit dem Mann den man ihr Anvertraut hatte ein paar Schritte fest entschlossen ihn zum Hof zu schleppen, als sie Drax Stimme vernahm. Mit fast unkenntlcih aber doch hellte sich ihr gesicht zu einem erfreuten Lächeln auf. Drax, wie lange hatten sie sich schon nicht gesehen?

&#8222;Gevatter Drax! Ich bin erst heute wieder gekommen, aber es tut gut eure beruhigende Gestalt in diesem Gedränge zu sehen. Mit euch an unserer Seite ist uns der Sieg gewiss.&#8220; meinte sie verhalten Lachend. Sie wollte sich von ihm verabschieden als er aber auch schon NoQ gewahr wurde und damit war die Aufmerksamkeit von ihr. Nun sie hatte eh genug vor sich. Drax als Kämpfer hatte seine Arbeit getan, ihre fing hiermit erst richtig an.

Verstreut am Boden saßen Soldaten und Bürger jeder Altersgruppe. Ethlind breitete ihre Decke aus, und lies ihren Patienten darauf nieder. Er war ganz bleich und blutete aus mehreren Wunden. Ethlind begann ihm seine Rüstung abzuschälen. Das war wenigstens jemand der auf den Kampf vorbereitet gewesen war, kein Bauer der um sein Land zu verteidigen vollkommen chancenlos in den Tod gerannt war. Krieg, er war so verabscheuungswürdig.

Ethlind sah sich zu dem redenden Kater um. Wie immer war er ein Schatten ihrer und in der Nähe. Er wies im Moment den Leuten Plätze zu, wobei er genau darauf achtete das die die nurmehr wenig Chancen hatten weit weg von jenen waren, die sich nur etwas gebrochen hatten, oder einen Schock hatten. &#8222;Fernando, du musst zur Apotheke gehen, hol Saskia und nehmt alles an Wundbinden Heioltränken was ihr tragen könnt mit und wenn ihr Perfel findet so sagt ihr bitte wo ich bin. Ich könnte hier wirklich Hilfe gebrauchen.&#8220; wies sie das Pelzknäuel an, und schnell sauste er davon.

Ethlind untersuchte mit schnellen gekonnten Handgriffen die Knochen und wunden des Mannes vor ihr, und schnell hatte sie ihn verbunden. Noch hatte sie selbst einen kleinen Vorrat an Gegenständen in ihrer Tasche. Danach sah sie zu wie immer mehr Verwundete von kollegen gestützt hereingebracht wurden. Einen der jungen Soldaten der es geschafft hatte nicht verwundet zu werden, schickte sie nach dem Priester. Sie wusste wie wichtig in solchen Situationen die geistlichen waren, und außerdem verstand er ein wenig von Heilkräutern und konnte auch ein wneig helfen.

Ethlidn war gerade dabei einem neuen Partienten eine extrem toiefe Shcnittwunde mit Druckverband ab zu binden, da hörte sie eine ihr bekannte Stimme gequält aufschrien. Zutiefst blass drehte sich die kleine Heilerin um, und erkannte zwischen zwei seiner Freunden Erol, den die beiden gerade hingesetzt hatten. Ethlind presste eine Hand gegen ihren Mund um nicht erschrocken los zu schreien. Was hatte sie denn gedacht, er hatte doch gerade ein paar Stunden mit NoQ im Garten geübt und trotzdem war er in den Kampf gezogen. Sie sollte glücklich sein das er überhaupt noch lebte. Ethlind zitterte am ganzen Körper als sie vollendete was sie angefangen hat. Der alte Krieger dem das Bein gehörte mit der Schnittwunde sah sie mitleidig an. Was musste er wohl denken? Wohl das sie zum ersten mal sah wie Leute um sie verbluteten und starben. Sie seufzte leise. Wie froh wäre sie gewesen wenn es doch so wäre.

Der Kampf war vorbei aber für sie begann erst die Arbeit. Sie schnappte sich fünf der wenig verletzten Kämpfer und lernte ihnen schnell wie man leichte Wunden verband, und überließ ihnen mit der Anweisung viel zu reden mit den Leuten um Schocks zu bekämpfen mit den leicht Verwundeten zurück.Diese würden es auch ohne sie schaffen.

Als Puss mit Saskia gemeinsam kam, wies sie ihnen die Aufgabe der Verpflegung zu, und zu sehen das die Kranken alle genug zu trinken bekamen. Etwas sehr wichtiges, aber Ethlind wusste es bei den beiden in guten Händen.

Sie ging dann weiter ans Werk und bald war sie in Blut gebadet, und hatte mehr sachen amputiert neu eingerenkt als je in ihrem Leben und trotzdem schien der Strom der Leute kein Ende zu nhemen. Über den Hof hinweg gleuabte sie Perfel unter den Helfern die sich mit der Zeit eingefunden hatte zu entdecken, und waren da nicht auch noch andere Heilerinnen? Ethlind wusste es nicht, sie hatte auch kein Gefühl für Zeit mehr. Sie fragte sich eigentlich nur wann es endlich aufhörte.

Sie spürte eine starke Hand auf ihrer Schulter. &#8222;Miss Ethlind, macht einmal Pause&#8220; es war der Messdiener der mit dem Pfarrer gemeinsam gekommen war und der ihr die ganze Zeit über geholfen hatte die sich vor Schmerzen windenden Körper fest zu halten, damit sie ihre Arbeit tun konnte. Er war genauso wie sie in Blut getränkt und sah ebenfalls müde aus.

Sie wollte den Kopf schütteln, spürte aber selber das sie kaum mehr die Kraft hatte zu stehen. Sie war schon durch den Wald vor den Truppen geflüchtet heute und hatte nichts geschlafen, das machte sich nun bemerkbar. &#8222;Meine Kinder, die müssen Hunger haben.&#8220; meinte sie murmelnd.

&#8222;Miss nehmt mein Pferd, und geht zu euren Kindern.&#8220; Ich glaube die halbe Stunde die sie weg sind, werden wir es schaffen ohne euch klar zu kommen.&#8220; brummelte er gutmütig, und Ethlind musste sich eingestehen, das wem bisher noch nicht geholfen war, der wäre entweder eh schon in Todes Fängen, oder er würde es auch noch aushalten bis sie wieder kam.


~~***~~

In der Apotheke hatten sich acuh ein paar wenige Kranke versammelt und Olga hatte ebenfalls alle Hände voll zu tun, ihre Kleinen lagen aber gut gelaunt brabbelnd in einem kleinen Deckennest. Das Lächeln der beiden gab Ethlind wieder Kraft und sie lächelte die Beiden voller liebe an, und strich über ihre Wangen. &#8222;Meine kleinen, ich werde mich waschen gehen, und dann bekommt ihr etwas zu essen.&#8220; sagte sie leise, und tat genau dies. Das kalte Wasser des Brunnens belebte sie wieder und die neuen Kleider bewirkten das sie sich wieder wie ein halber Mensch fühlte, auch wenn überall unter ihren Fingernägeln und auf ihren Händen immer noch Hartnäckig das Blut klebte.

Die zeit des Stillens wo ihre beiden Kinder sich wohlig an sie kuschelten war eine Ruhequelle, die in diesem Moment des Schreckens und des Chaoses wie ein Wunder wirkte und so viel Hoffnung barg.

~~***~~


Als sie wieder aus der Apotheke trat, fühlte sie sich wieder besser. Sie hatte wieder Kraft und Zuversicht in das was sie tat und mit neuem Elan ging sie wieder an ihre Arbeit. Sie zündeten überall Fackeln an, das man auch noch im Dunkeln arbeiten konnte, und bis spät in die Nacht waren sie auf den Beinen. Ethlind konnte nicht sagen wann sie sich endlich zwischen die Säulen niederlassen konnte und sich müde gegen eine lehnen. Schlaf würde sie keinen finden, das war klar, aber sie musste auf ihre Kräfte achten, es brachte nichts diese zu verschwenden.

Aber kaum hatte sie Ruhe gefunden und lauschte den verschiedenen Geräuschen der Kranken, da vernahm sie auch schon das Gebrüll von der Stadtmauer. Sie würden doch wohl nicht in der Nacht angreifen, fragte sie sich panisch, und sah sich nach ihren Gefährten um. Aber auch der Messdieser hatte seine Muskeln angespannt und sich gerade aufgesetzt unweit von ihr. Es schien also wieder los zu gehen. ...



[OT: Post mit Saskia kommt morgen und cih denke mit einem anderen Profil, ist so ja schon lange genug, das mit erol wird auch noch ausgebaut ... aber ich bin langsam müde*augenreib* ]
Autor: Rraurgrimm Datum/Zeit: Mo., 08. Mai 2006, 11:54
Auch das Wolfswesen atmete merklich ruhiger und verlor einen guten Teil der Anspannung als der Mob auf die Worte Amra's und seine eigenen Worte und die Übergabe des Mädchens anscheinend verstanden hatten, was vorgefallen war. Ob das ernst von ihm vorgebrachte: "Latara's Silberglanz auf Euren Pfaden..." auf den Dank der Mutter hin noch vernommen worden ist oder ob es ungehört verhallt war - liess sich nicht feststellen. Sie waren allein auf dem Platz und... - es war still geworden. Abgesehen von dem noch immer vorherrschenden Tumult weiter zum Inneren der Stadt von den nach wie vor sich durch die Gassen schiebenden Flüchtlingen gab es in diesen Strassen und Gassen keinen Laut. Die Einwohner hatten sich verbarrikadiert oder waren geflohen - oder sich den Milizen angeschlossen. Dann erst fiel es ihm wirklich auf - das Donnern der Hufe und der harte Klang von Metall auf Metall, welchen man zuvor bis hierher vernommen hatte - fehlte. War die Schlacht vorrüber? War es nur ein erstes Geplänkel der Vorhuten gewesen und dies war die Ruhe vor dem Sturm? Seine Gedanken schienen in die gleiche Richtung zu gehen wie die des Elfen an seiner Seite, welcher zum Aufbruch drängte. Auf seine Anmerkung, dass er folgen solle wenn seine Worte bei dem zurückliegenden Vorfall nicht nur zur Rettung seines Felles gewesen waren - setzte der Lycantroph erst begleitet von einem unterdrückten Knurren zu einer scharfen Erwiederung an - brach dann jedoch abrupt ab und folgte dem Elfen stattdessen, welcher sich bereits gen Stadtmauer in Bewegung gesetzt hatte. Dieser hatte anscheinend auf ihn gewartet denn er ging eher langsam als dass er eilte. Abermals von dem in seinen Worten wohl allgegenwärtigen dumpfen Grollen begleitet und von ungewöhnlich vielen Pausen unterbrochen meinte der Lycantroph als er aufgeschlossen hatte: "Wir sollten uns eilen - es könnte die legendäre Ruhe... - vor dem Sturm sein und das bereits - vergossene Blut - sollte nicht als Lebenssaft verrinnen. Die Heiler - werden Hilfe brauchen für jedes Leben - in ihren Händen." Dann schlug er ein deutlich rascheres Tempo an, dem sich der Elf anschloss. Während beide durch die Strassen eilten stellte sich sein neuer Begleiter als "Amras, Paladin des Heiligen Ordens der Zwölf" vor und schien trotz der metallenen Rüstung und der sicherlich nicht leichten Waffe kaum ausser Atem zu geraten. Mit einem zwischen Atemzügen hervorgepressten "Rraurgrimm, Suchener... auf Latara's Pfaden." war einer vorläufigen Vorstellung anscheinend genüge getan.

Schliesslich langten sie an der Stadtmauer an, Bereiche nicht weit der Tore am Fusse der Stadtmauer waren zu provisorischen Verwundetenlagern gemacht worden. Im Gefolge des Elfen der den Heilern seine Hilfe und heilende Tränke anbot war es deutlich einfacher, sich dieses Angebotes anzuschliessen. So begann auch der Lycantroph, seine Hilfe anzubieten - jedoch wurde diese von den skeptischen Heilern in einigen Fällen vorerst abgelehnt, schliesslich würde man sich ja bereits um die Verwundeten kümmern. So stand das Wolfswesen einige Augenblicke lang unbeachtet herum und sein Blick glitt über die unregelmässigen Reihen der Verwundeten auf der Suche nach vertrauteren orkischen Gesichtern aus den nahegelegenen Höhlen - oder nach anderen erst jungen Bekannten wie dem jungen Bogenschützen der Löwenpranke. Seine Suche wurde unterbrochen als wenige Schritt von ihm entfernt die Schmerzensschreie eines Verwundeten laut das fiebrige Stöhnen der anderen um ihn herum übertönte. Ein von eigenem oder fremdem Blut überströmter Leichtgerüsteter drückte seinen am Bein verwundeten Kameraden zu Boden als dieser sich aufbäumte während eine recht junge aber deutlich resolute Frau versuchte, sich des Beines anzunehmen. Ohne weiter zu zögern eilte der Lycantroph die wenigen Schritte zu dem Verwundeten und beugte sich auf der anderen Seite nieder, erst wortlos als seine langfingrigen Krallenhände die Beine niederzudrücken versuchten an nicht verwundeten Stellen. Sowohl der festhaltende Soldat als auch die Heilerin sahen kurz irritiert auf doch gab es dringlichere Probleme als das Aussehen eines anscheinend bereitwilligen Helfers. Auf das leise unterdrückte Fluchen der Heilerin hin, dass der Mann zuviel Blut verlöre noch während sie die Wunde zuzunähen begann - verlor der Verwundete endlich das Bewusstsein und wurde schlaff in ihren Händen. Rraurgrimm wandte sich direkt an sie und indirekt an den Kameraden: "Ich vermag - Latara um ihre Gunst zu bitten und Heilung zu gewähren sofern sie es zulässt. Eure und meine Kunst - würden helfen können." Kritisch beäugte die Frau das Wolfswesen für einen Moment doch letztlich war ein Überleben des Verwundeten trotz all ihrer Kunst zumindest ungewiss - wenn dieses Wesen ihm helfen konnte: gut - wenn es ihn tötete - würde es hier ohnehin rasch sein Ende finden. So nickte sie und der blasse, junge Soldat der seinen ohnmächtigen Kameraden nun im eigenen Schosse halb aufrecht hielt schloss sich dieses Nickens an.
Der Lycantroph wartete, bis die Naht durch die Heilerin beendet worden war - Blut hatte den Dreck aus der Wunde gewaschen und sickerte noch immer durch die Nähte. Rraurgrimm verschränkte die langfingrigen Krallenhände über der Wunde und schloss die Augen, atmete einige Male tief durch bevor er letztlich halblaut aber im nahen Umkreis vernehmlich intonierte:
"Mondenmutter - wie Dein Kind
sich im steten Lauf
auf ewig erneuert
soll auch er wieder
an Kraft gewinnen.
Um zu jagen
zu heulen
und eines Tages
zu sterben.
So füge zusammen
was vor seiner Zeit
geteilt."


Kurz schimmert die Wunde matt silbrig auf - dann lässt der Blutfluss deutlich nach und die Atmung des Verwundeten wird deutlich regelmässiger. "Ich - danke Dir, Mondenmutter." fügt das Wolfswesen mit merklich matterer Stimme hinzu - bevor er die Augen wieder öffnet. "Er wird Ruhe brauchen wie die anderen - doch wird er nicht mehr an dieser Wunde sterben." was mit einem kurzen Nicken des Soldaten und der Frau quittiert wird. Letztere nimmt sich ihres neuen Helfers schliesslich an und gemeinsam suchen sie das Leben anderer Verwundeter zu wahren. Das Zusammenspiel mundaner wie auch arkaner oder schamanistischer Heilung erweist sich vorläufig als praktisch, die Wunden verheilen glatter und leichter nachdem sie kundig gerichtet wurden. Dabei nutzt Rraurgrimm nicht nur die durch Latara gewährte Gabe der Heilung noch einmal nach kurzer Erfrischung sondern auch die erst kürzlich erworbenen Heiltränke. Stunden verstreichen, in welchen er selten seine begrenzten Talente zu nutzen vermag - aber dafür häufiger der Heilerin ein wenig Unterstützung zu geben vermag bei dem Fixieren oder dem Transport der Verwundeten. Nach wie vor gibt er jedoch seine Suche nach den Orks aus den Höhlen vor der Stadt nicht gänzlich auf und hält Ausschau, ob einige von ihnen unter den Verwundeten sind - oder befragt kurz die aufnahmefähigen Leichtverwundeten.

-2 Heiltränke,
-1 Manatrank
Mana 2/3


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Als des Abends der Elf Amras ihn einlädt, auf einem improvisierten Lager in seiner Schneiderei - ein Paladin und Schneider klingt es ungläubig in seinem müden Geist aber der Gedanke versickert rasch wieder - stimmt der Lycantroph mit einem dankbaren, matten Nicken zu. Fremdes Blut verklebt das schwarze Fell des Wolfswesens in schwach glänzenden Klumpen - es lässt sich nur mässig mit den ohnehin begrenzten Möglichkeiten vor Ort entfernen und gerinnt rasch sofern nicht bereits geschehen. Auf dem Weg zum Domizil des Paladins nutzt Rraurgrimm einen Springbrunnen, um zumindest das Gröbste aus seinem Fell zu waschen - doch vermag das kalte, klare Wasser nicht die Erinnerungen fortzuspülen, die ihn noch geraume Zeit begleiten würden.
Autor: Black Rose Datum/Zeit: Mo., 08. Mai 2006, 23:00
Etwas unschlüssig sah das kleine Mädchen der Heilerin hinterher. Sollte sie wirklich zurück gehen, oder sollte sie nicht lieber schauen ob sie etwas helfen konnte? Sie drehte sich schon in Richtung des Stadttores, da sah sie in ihrem Inneren ein vor Sorge und Hilflosigkeit fast schon wütendes Gesicht vor sich, und sie kannte darin eindeutig Ethlind.

Die Neugierde zerriss sie fast als sie sich wieder der Apotheke zu wand. Sie würde alles verpassen, und nicht geholfen haben. Nur die Innere Vorstellung von Ethlind, wenn sie bemerkte dass sie nicht dort war wo sie sein sollte, hielten sie davon ab, dass sie los rannte. Mürrisch, öffnete sie die Türe zur Apotheke und begann wieder damit Kräuter zu sortieren. Ständig überlegte sie was eigentlich los war, da draußen. Der Lärm der durch die dicken Fenster und Mauern hereindrang war dumpf und man konnte die verschiedenen Stimmungen nicht recht abschätzen.

Saskia vertrieb sich die Zeit mit ihren 'Geschwistern' ein wenig zu spielen als diese aufwachten, und versuchte sich dadurch ab zu lenken, während sie die kleinen zu lachen brachte, ihnen etwas vorsang, oder sie ihren Finger fangen lies. Aber sie waren eine schlechte Ablenkung, man konnte sie einfach zu nichts gebrauchen. Sie wurde immer missmutiger und knapp war sie daran hinaus zu stürmen, als das schwarzweiße Fellknäuel herein huschte.

Fragend betrachtete sie den Kater von Ethlind. Was machte er da, er wich sonst doch nie von der Seite seiner Herrin. Er nahm seinen Hut ab und machte eine galante Verbeugung. &#8222;Madmoiselle, ich bin geschickt worden sie aus ihrer Bannung zu holen, und um Hilfe zu bitten.&#8220; sagte er in seinem seltsamen Akzent und sah sie mit seinen riesigen Augen an. Saskia machte innerlich einen Freudensprung, und schnell hatte sie ihren Umhang geschnappt und war auch schon hinter Olgas Rücken hinaus in die Freiheit geschlüpft. Die Orkschamanin hätte es sicher nicht gut geheißen,dass sie in Begleitung von Puss zu Ethlind eilte.

Dadurch das sie beide klein und wendig waren, kamen sie auch in der Menschenmasse recht schnell voran. Auf ihrem Weg schlug sie auch einen Haken um die beiden Zwerge Thorgrim und Drax, aber erst später registrierte sie wen sie jetzt eigentlich fast nieder gerannt hatte.


Leicht außer Atem kamen sie zu dem Hof, und nun blieb Saskia aus anderem Grund die Luft weg. So viele und so viel Blut. Das Mädchen wurde blass. Das hatte sie nicht erwartet. Alles war rot, ertranken diese Menschen denn nicht darin. Die sanfte Hand lies sie ihren Blick von dem schauderlichen Bild wenden und sie sah in das freundliche verständnissvolle Gesicht, der Frau, die einer Mutter für sie so nah kam wie noch nie ein Menshc bisher in ihrem Leben. Ihr Blick schien zu sagen das sie sie verstand und schien Trost spenden zu wollen, ob des Anblickes.

&#8222;Saskia, ich möchte dass du mit dem Kater los ziehst zum nächsten Gasthaus und dort versuchst essen zu organisieren für die Kranken, einfaches Essen, wie Haferbrei oder so, das sollte jedem hier gut tun. Jene die deftigeres brauchen sind auch fit genug selbst zum Wirtshaus zu rennen.&#8220; sagte sie sanft, und drehte Saskia in die Richtung des Ausgangs. &#8222;Du würdest so vielen hier helfen, und das Meer von Blut wird langsam seinen schrecken verlieren.&#8220; meinte Ethlind sanft, aber es schien nicht ganz die Wahrheit zu sein, denn sie wich ihrem Blick aus, das merkte Saskia. Aber sie hatte eine Aufgabe und sie schien Ethlidns vertrauen zu haben. Ein wenig stolz machte sie sich auf den weg, und der Schrecken war schnell ob der Aufgabe wieder vergessen.



Sie kam zum Einäugigen Bart, und eilte dort zur Theke wo sie mühsam auf einen Stuhl kletterte um ihre fehlende Größe auszugleichen."Ethlind lässt darum bitten das Nahrung zum Lazarett gebracht werden. Sie denkt dabei an einen großen Topf einfachen Haferschleim, oder etwas ähnlich leicht bekömmliches. Nichts festes, denn es sollen auch jene die kaum bei Bewusst sein sind zu sich nehmen können." trug sie dann selbstbewusst vor, und wartete auf Reaktionen.




Wenig später war sie an der Seite eines Angestellten mit einem großen Topf am Weg zurück. Sie selbst trug ebenfalls einen etwas kleineren, während der Kater gestapelte Tassen mit sich führte um das Wasser besser verabreichen zu können. Daran hatte Saskia dann noch gedacht. Es gab sicher nicht genug unter den Verwundeten die eigene Becher hatten.

Den restlichen Tag war sie fleißig dabei Wasser und Essen zu verabreichen und den Kranken ein zu flößen was sie bei sich behalten konnten. Sie fing bei jenen an die nur einen Verabdn hatten, aber nach einer Zeit hatte sie sich an den Anblick gewöhnt und half auch bei der Versorgung der schwer Verwundeten und Sterbenden und erfüllte ein wenig mit ihrer kindlcihen Art die Herzen aller. Vielleciht schöpften auch manche wieder hoffnungen wegen dem kleinen Engel der zwischen ihnen selbst in soclhen Zeiten lachend herum sprang.

Als es Dämmerte schickte Ethlind sie Heim in die Apotheke, und sie wollte nur sehr widerstrebend gehen, doch kaum hatte sie die Schwelle der Apotheke überschritten übermannten sie Müdigkeit und Anstrengung, und sie sank noch in ihren Dreckigen Kleidern in das nächste Bett, wo sie für diese Nacht nicht mehr aufwachen sollte, und auch Puss legte sich an ihrer Seite zusammengerollt neben sie.
Autor: Casandra Aillard Datum/Zeit: Mo., 08. Mai 2006, 23:17
>>Halt wartet! Lasst das Pferd hier. Seitlich am Sattel findet ihr kleine Einschübe und darin sollten sich Heiltränke befinden.
Danke Thorgrim. Ihr solltet des öfteren in der Gilde vorbei schauen, dann hättet Ihr meine Anwesenheit schon bemerkt. Aber ihr habt recht, wenn das hier überstanden ist, werden wir die Zeit für einen Plausch finden.<<


Schon war der Stadthalter wieder mit anderen Aufgaben beschäftigt und in der Menge verschwunden. Perfel war tatsächlich in der Nähe, doch war sie ebenfalls beschäftigt, so dass Casandra sie nicht wegen des jungen Kadetten belästigen wollte.
Außerdem fanden sich am Sattel  4 Heiltränke und der Soldat brachte sie der Gerberin. Warum hatte sie nicht vorhin auf dem Schlachtfeld daran gedacht?

>>Gebt mir 2 und die Zügel meines Pferdes, dann bringt die anderen beiden der Heilerin mit den blauen Haaren dort.<<

Casandra schlüpfte aus dem Rock und schnitt den Riss an der Hose mit einem der Dolche etwas weiter auf. Die Wunde war sauber geblutet, doch die ausgefransten Wundränder würden wahrscheinlich eine Narbe hinterlassen. In wenigen Zügen war eine Phiole geleert und langsam aber beständig schloss sich das vom Schwertstreich zerstörte Gewebe.
Bei dem Kadetten würde es nicht so einfach werden, doch wenn der Heiltrank wenigstens die schlimmsten inneren Verletzungen heilte, konnten sie doch einen passierbaren Weg zur Gilde suchen. Die Phiole leerte sich zwar langsam, doch mit jedem Schluck schien der Lebensgeist des jungen Mannes zurück zu kehren.

>>Kennard Aldaran untersteht Euch hier Euer Leben zu lassen. Schließlich brauche ich Euch auch weiterhin um meinen Umgang mit dem Schwert zu verbessern.<<

Was ein Lachen werden sollte, führte zu einem von Schmerz verzerrtem Grinsen.

>>Glaubt Ihr, Ihr schafft es bis zur Gilde? Oder eigentlich „nur“ auf’s Pferd?<<

Ein Kopfnicken und der Versuch ohne Hilfe aufzustehen sollte Casandra wohl als ja deuten und mit vereinten Kräften schaffte es der Kadett auch auf das stehende Tier.
Die Straßen waren nicht mehr ganz so vollgestopft und eine gewisse Ruhe war in das Chaos der letzten Stunden eingetreten. Anscheinend hatten sich viele der Gildenschüler in den Kampf gestürzt, denn auf dem Weg zur Gilde traf die Gerberin auf weitere verwundete Kadetten und die Gilde selbst war zu einem provisorischen Lazarett umfunktioniert. Vor dem Gebäude auf dem Sandplatz reihten sich die Körper derer, die ihre Wunden nicht überlebt hatten.

Thorian – der Lehrmeister für die Körperbeherrschung – und Kadarin – der oberste Kadettenmeister – schienen das Durcheinander  perfekt zu beherrschen, denn bereits kurz nach dem Tor kam ein Diener zu Hilfe und Kennard wurde zu einer der vielen Pritschen geführt.

Casandra suchte nach einer freien Anbindestelle in der Nähe des Hause und ließ ihre Stute dort treten. Auch Sianna war unter den Helfern. Mit Armen voll Binden und Bandagen war sie zwischen den Betten unterwegs und reichte den Pflegern was sie brauchten. Doch schien Verbandsmaterial etwas zu sein, von dem man nie genug haben konnte. Als das Mädchen Casandra sah, kam sie zu ihr.

>>Lady Casandra. Die Männer haben bereits angefangen das Bettleinen zu zerreißen, um genügend Verbandsmaterial zu bekommen, aber ... Jedenfalls befinden sich in Euren Räumen noch einige Ballen unbearbeiteten Stoffes, doch ich habe mir nicht getraut ihn anzurühren.<<

>>Natürlich, der Stoff war für Tischdecken, Vorhänge und solche Dinge gedacht. Komm, ich glaube im Augenblick wird keiner Wert auf eine saubere Tischdecke legen.<<


Schnell waren die Ballen im Zimmer ausgebreitet und das Geräusch von reißendem Stoff wurde in Casandras Gemächern zum Dauerton. Sobald ein kleiner Haufen fertig war kam jemand und holte die Leinenstreifen. So verbrachte die Stabmeisterin einige Zeit und während ihre Finger langsam taub wurden und sich viele kleine Schnitte in der Haut bildeten, begann sich doch ein kleiner Haufen Leinenbinden zu formen.

>>Sianna, bitte mach weiter. Wenn es sein muss bis aller Stoff aufgebraucht ist. Ich werde die Binden inzwischen in der Stadt verteilen, denn so wie hier wird an vielen Stellen das Verbandmaterial knapp werden. Auch sollten wir mit weiteren Angriffen auf die Stadt rechnen, was den Bedarf nicht gerade senkt.<<

Bepackt mit Verbandsmaterial machte sich die Gerberin mit ihrem Pferd auf den Weg und die Heiler waren sehr froh über die Verbände, doch leider war der Vorrat viel zu schnell erschöpft. Immer wieder und wieder ritt Casandra den Weg zu Gilde und verteilte das Leinen, wo immer Verwundete versorgt werden mussten.

Am Abend war sie erschöpft, doch neben Sianna hatten sich noch andere an dem Reißen des Stoffes beteiligt und so mussten erst einmal Hände mit Salbe behandelt und ebenfalls verbunden werden.
Doch auch diese Arbeit war irgendwann getan und Cassandra ließ sich auf ihr Bett fallen, als ihr einfiel, dass sie sich mit Amras am Abend an der Schneiderei treffen wollte. Schnell packte sie ein paar Sachen zusammen und sagte Sianna noch Bescheid, damit niemand sie suchen würde. Der kaputte Rock blieb liegen und Zeit für eine andere Hose nahm sie sich auch nicht. Lediglich das nächst beste Hemd landete mit im Rucksack, neben Heiltränken und weiteren Binden.

> > > > < < < <


Die Schneiderei war erleuchtet. Wenigstens war Amras nichts zugestoßen – oder zumindest hatte er es wieder bis hier her geschafft. Alsha wurde neben dem Hengst des Elfen angebunden und durch den Privateingang betrat die Gerberin das Gebäude. Der Rucksack landete mit einem erleichterten Stöhnen neben der Tür und als sie sich umdrehte fuhr sie erschrocken zusammen.

>>Ich bitte um Verzeihung für mein Eindringen. Hätte ich gewusst, dass der Schneider noch Besuch hat – ich hätte doch glatt angeklopft.<<

Casandra machte eine angedeutete Verbeugung in Rraurgrimms und Ileanas Richtung, um danach zu Amras zu treten. Da man bei ihm die Anstrengung des Tages erkennen konnte, schien auch er nicht untätig gewesen zu sein. Aber immerhin waren keine Verletzungen erkennbar. Die Stabmeisterin umarmte ihren Liebsten und gab ihm einen langen Kuss.

>>Ich bin froh Dich zu sehen. Zu viele sind in den letzten Stunden noch an ihrer Verwundung gestorben. Bleibt die Frage wie lange es bis zum nächsten Angriff dauern wird. Zu einfach wenn das bereits der Sieg gewesen sein sollte.<<

Auf seinen leicht besorgten Blick, ihrer Aufmachung wegen wich sie aus. Er wusste schließlich wieviel Wert sie auf ihr Aussehen legte und es nur selten vernachlässigte – auch wenn die Umstände eigentlich andere Dinge als wichtiger erachteten.

>>Es sieht schlimmer aus, als es ist. Nur irgendwie habe ich keine Zeit gefunden mich zu baden und mit sauberen und vor allem ganzen Kleidern anzuziehen.<<

- 4 Heiltränke
+10LP
-50 Stoff
Autor: BloodStorm Datum/Zeit: Di., 09. Mai 2006, 11:58
Der Elf hörte wie sich der Kampf vor den Mauern veränderte und sich weniger Klingen kreuzten. Es schien fürs erste vorüber zu sein. Aber nur für die Kämpfer, nun kamen sie einer nach dem anderen wieder in die Stadt, manchmal auch kleine Grüppchen und viele Verwundete. Entstellte Körper mit rot übergossen. Es war ein grausamer Anblick, doch der Waldläufer konnte seine Gelassenheit bewahren. Er stieg von seinem Pferd und verhalf den ersten zu Platz, wo sie sich behandeln lassen konnten.

Doch dann erinnerte er sich daran noch schnell zum Einäugigen zu gehen um die gewünschten Sachen zu besorgen, als er einen Zwerg bemerkte. Es war Drax, was ihn nicht verwunderte, da er zu Nuru eine besondere Bindung hatte. Außerdem gab es hier einen Krieg zu schlagen. Er lächelte freundlich als er sich zu ihm wandte.

„Zum nächsten Kampf bestimmt.“

er betrachte kurz seine blutverschmierte Hand, als er sie schon zurück zog

„Ich denke wir werden die Gelegenheit schon bekommen. Aber erst die Pflicht und dann das Vergnügen.“

auch wenn das Grinsen in seinem Gesicht irgendwie nur Vergnügen hatte. Es verschwand aber schnell und Noq verbeugte sich kurz vor dem alten Freund und ging rasch seiner Pflicht nach, schließlich war es wichtig. Er schaute sich auf dem Weg zu seinem Pferd nach Galantha um und sah sie, wie sie gerade einen Schwerverwundeten aufheiterte mit ihren Späßen. Als sie jedoch bemerkte dass der Elf gerade auf seine Stute stieg, machte sie einen kurzen Knicks vor dem Herrn und schwirrte über die Massen an Verwundeten hinweg zu ihm hin.

„Ich werde nur die Sachen vom Gasthaus besorgen, oder wo auch immer, wir sehen uns dann wieder hier. Du musst mir dann bei etwas helfen.“

Galantha nickte und sie war wohl froh drüber das sie hier bleiben konnte um den Soldaten und so ein Lächeln zu entlocken. Schnell war sie wieder bei einem neuen Verwundeten, schnitt ihm eine Grimasse und lachte dann glockenklar.

Der Elf ritt los. Rasch durch die Gassen. Er musste jedoch aufpassen, dass er niemanden überrannte. Überall feierten sie schon auf den Straßen. Narren! Er war sich sicher dass dies noch nicht alles war. Es ging zu einfach. Heute Nacht werden sie vielleicht wiederkommen. Er hielt vor dem Gasthaus und ging rasch hinein, grüßte freundlich und erklärte die momentane Lage und was er nun brauchte. Es dauerte ein wenig bis er alles beisammen hatte und machte sich auch anschließend schnell auf dem Weg zurück.

Er hatte gehört wie sie die Verwundeten zum Herrensitz bringen wollten und begab sich dort hin. Unterwegs sah er eine riesige Rauchwolke vor der Stadt aufgehen und ein Geruch von verbrannten Fleisch durchsetzte langsam die Luft. Die Toten sollten ihren Frieden finden. Er stieg vom Pferd und begab sich durch das Lazarett um jemanden den Alkohol und die frischen Laken und Tücher zu übergeben.

Er schaute sich nach Galantha um, die wie es schien voll im Geschehen eingebunden wurde. Sie versuchte gerade einen großen Heiltrank hoch zu heben um ihn jemanden zu bringen. Doch irgendwie ging es nur schlecht als recht. Wütend stieß sie mit dem Fuss gegen die große Flasche und streckte ihre Zunge aus.
Der Elf lächelte. Er wusste, dass sie gerade mal so einen kleinen Heiltrank tragen konnte, aber das sie es versuchte, zeigte ihm wieder wie ernst sie es hier mit meinte.
Er rief sie zu sich und nach einem bösen Blick auf die Flasche schwirrte sie zu ihm. Er blickte sich auch noch kurz nach Ethlind um, die hier irgendwo am arbeiten war. Er wollte sie nicht stören, dann sie jetzt schon bestimmt alle Hände voll hatte und sich wohl bis zur Erschöpfung hingab. Er hätte sie nur schwer überreden können, sich einen Pause zu gönnen. Er beobachtete sie eine kurze Zeit und ging dann wieder hinaus, als er ein bekanntes Gesicht bemerkte. Erol, du dummer Junge. Er erinnerte sich an sein Training im Garten damals und da war er noch sehr unbeholfen. Was hatte er sich dabei gedacht? Er lächelte ihm zu und nickte freundlich. Man konnte seine Hingabe trotz der Dummheit nicht verachten.

Dann ging er vor das Lazarett und schaute sich davor um. Galantha schwirrte kurz um ihn und setzte sich dann auf seine Schulter.

„Wir werden mal schauen gehen was und wo so der Feind ist. Vielleicht treffen wir auch einen Späher von ihnen und können ihn befragen. Noch sollten die Tore offen sein um die Verwundeten zu holen.“

Galantha nickte und wusste wie gefährlich dieser Gedanke war, doch sie hatte es aufgegeben ihm etwas in dem Sinne auszuschlagen.
Sie ritten bis zum Stadttor, wo er sein Pferd in sicherer Umgebung verließ. Dann machte er sich zu Fuß weiter in den Wald von Nuru. Galantha war währenddessen in seinen Rucksack geschlüpft, da sie einmal mit härte Lernen musste wie verräterisch ihr Strahlen war.

Noq kannte diesen Wald von früher sehr gut und brauchte nicht lange um seine Orientierung zu haben. Vorsichtig durchschritt er leise den Wald und achtete auf mögliche Fallen oder Beobachter. Er versuchte sich dem Trampelpfad der feindlichen Krieger so gut wie möglich zu nähern um ihn zu folgen, doch war hierbei größte Vorsicht angebracht. Sein Schwert hatte er in der Scheide gelassen. Gezogen hätte ein Lichtstrahl ihn verraten können. So musste er mit seinem Bogen den Feind rechtzeitig erkennen und vielleicht unschädlich machen.

Vielleicht hätte er jemanden fragen sollen mitzukommen, doch er war es nicht mehr so gewohnt. Erol sah so aus, als wollte er vorhin aufstehen um mit ihm zu gehen, doch seine Wunden hatten ihn zum Glück aufgehalten. Er suchte nach Spuren von Spähern für einen Zugang zu ihren Informationen.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Di., 09. Mai 2006, 12:29
~ Zwischen Ende des Gefechts und dem nächsten Morgen ~


"Ist das alles? Mehr Pech haben wir nicht mehr in der Stadt?" Drax strich sich grübelnd über den Bart. Die Menge reichte niemals aus, um die Stadt vollkommen von einem Ring aus Pech zu umgeben und noch etwas auf den Mauern zu haben. Doch wie sollte man es aufteilen?

"Wir sichern zu allererst die Tore damit. Hebt die Gräben aus und füllt sie mit Pech! Wenn der Feind anrückt, lasst die ersten Gegner über die Gräben hinüber und schießt dann mit den Brandpfeilen. So zersplittern wir ihre Kräfte und können sie einzeln leichter niedermachen. Was noch übrig bleibt an Pech - füllt damit die Kessel und unterhaltet die Feuer. Treibt zusätzlich noch alles an Öl auf, was die Stadt hergibt. Was immer die Stadt auch angreifen wird - wir werden ihnen das Fell verbrühen!

Sind die Steine auf den Mauern? Und die Stangen um die feindlichen Sturmleitern zurückzustoßen?"


Verflucht! Er konnte nicht überall sein und er vermisste sowas wie einen Oberbefehlshaber. Wo war Hauptmann Kjeldor? (;D) Irgendwie ließ ihn das Gefühl nicht los, dass die Stadt reichlich unvorbereitet war. Irgendwas war bestimmt vergessen worden. Dumpfe Erinnerungen stiegen aus den Tiefen seines Gedächtnisses herauf. Die Schlacht um Naha - fast hatte er die düsteren Gedanken daran verdrängt. Ein mörderisches Gemetzel, dem hunderte von Zwergen erlegen waren. Damals war er unvorbereitet gewesen, hatte das Kommando übertragen bekommen, ohne dass er dafür ausgebildet oder bereit gewesen wäre. Aber er hatte gelernt. Und aus seiner Hilfe für die Highländer bei der Erstürmung der Festung derer Feinde hatte er ebenfalls eine ganze Reihe von Erfahrungen gesammelt.

"Verstärkt die Tore! Bringt alles Material was ihr findet, um die Tore weiter zu verrammeln! Und Wasser! Sorgt dafür, dass genügend Gefäße mit Wasser bereitstehen, damit nach eventuellen Brandpfeilen keine Feuer ausbrechen. Und teilt ein paar Jungen und Frauen ein, die beim ersten Angriff die Dächer hinter der Stadtmauer mit Wasser besprengen!"

Endlich kam so etwas wie geordnete Betriebsamkeit auf und der Zwerg hatte den Eindruck, dass die Leute froh waren, Befehle zu empfangen und etwas zu tun zu haben.

Aber er war nicht der Einzige, der Aufgaben verteilte. Deutlich zu vernehmen war die dem Zwergen wohlbekannte Stimme eines gewissen Wirtes. Mochte dieser auch nur noch die Hälfte sehen und heben können, aber eine Schar Helfer zu kommandieren, dass konnte er nach wie vor. Drax ging zu Barth hinüber. "Nun Barth, ich hörte schon, dass Ihr es Euch nicht nehmen lasst, aktiv bei der Verteidigung mitzuwirken. Sehr zum Missfallen einer bestimmten Wirtin." Der Zwerg schmunzelte. "Sind die Katapulte einsatzbereit? Alles im Griff? Braucht ihr noch irgendetwas?" Der Axtmeister schaute sich um. "Und noch eines - ich weiß, das gefällt Euch nicht und Ihr braucht keinen, der sich um Euch kümmert, aber ich bitte Euch: Seht Euch vor im Gemetzel. Ich gab Talya mein Versprechen, auf Euch acht zu geben alter Haudegen." Drax schlug Barth kameradschaftlich auf die Schulter und wandte sich zum Gehen. "Wenn wir das hier überstanden haben, stellt schonmal das Bier im "Einäugigen" kalt."
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Mi., 10. Mai 2006, 11:29
Während Perfel versuchte allen Verletzten zu helfen, kamen immer mehr Verwundete hinzu. Es schien nicht abzureißen. Die Heerscharen Côrs hatten ganze Arbeit geleistet. Seufzend ging die Magierin zum nächsten Soldaten um ihn nach seinem Namen zu fragen.

Sie hatte es sich angewöhnt, die Hilfesuchenden mit ihrer herzlichen Art zu begrüßen, sie nach ihren Namen zu fragen, sich selbst vorzustellen um ihnen zu zeigen, dass sie ihr Vertrauen konnten. Die Schuhe und Kleidung der Magierin verfärbte sich allmählich. Die schwer verletzten Soldaten lagen in ihrem eigenen Blut und wenn sich Perfel zu ihnen kniete um sie zu Untersuchen und aufzumuntern, kam ihre Kleidung mit dem Blut in Berührung. Auch auf den Händen der jungen Frau befand sich jede Menge des Lebenssaftes der Soldaten, die versuchten mit ihrem Leben die Stadt Nuru und deren Bürger zu schützen.

Neome half Perfel so gut es ging. Den Ekel vor den Eingeweiden der Soldaten sah man Neome deutlich an. Ihr Versuch diesen hinunterzuschlucken und ihn vor den Soldaten zu verstecken, gelang  nicht ganz. Trotzdem fand Perfel den Einsatz und die Willenskraft der jungen Magierin sehr gut. Es zeigte ihr, dass Neome - genauso wie sie selbst - bei allem, was sie machte immer ganz bei der Sache war und mit vollem Herzen arbeitete. Genau das zeichnete eine gute Magierin aus.

Thorgrim trat mit zwei leicht verletzten Soldaten an Perfels Seite und sprach sie an. Erschöpft lächelnd nickte die junge Magierin bei seinen Worten. "Ja, Ihr habt recht. Die Umstände unseres Wiedersehens könnten besser sein, aber dies ist nicht meine neue Angestellte sondern eine Magierin wie ich. In diesen Zeiten möchte ich niemanden als Angestellten bezeichnen. Wir alle sind dazu da, die Stadt vor noch Schlimmeren zu bewahren und die Verletzten so gut es geht zu Versorgen. Aber darf ich vorstellen, das ist Neome." Mit einer Handbewegung deutete sie auf die Magierin um dann mit der selben Hand auf Thorgrim zu deuten, welcher sich schon wieder umgedreht hatte um weiterzugehen. "Und dies hier ist der Statthalter dieser schönen Stadt oder das, was davon noch übrig bleiben wird wenn Côr damit fertig ist. Ein fähiger Mann und das sage ich nicht nur so, dass hat er schon desöfteren bewiesen."

Die beiden Soldaten standen ratlos vor Perfel und Neome. Sie hatten keine Ahnung, was sie nun tun sollten oder was von ihnen verlangt würde. Seufzend überlegte die Magierin, was sie den beiden jungen Männern auftragen konnte ohne Gefahr zu laufen, dass sie damit überfordert waren. Plötzlich hatte sie eine Idee und freute sich insgeheim darüber. Sie konnte niemanden hier gebrauchen, der ihr nur im Weg stehen würde oder bei jedem Handgriff nachfragte, ob er richtig war. "Männer, geht bitte hinunter zum *Einäugigen* und holt heißes Wasser, Tücher, Tische und Bänke. Die leichter Verletzten können sich säubern und sich dann auf den Bänken sitztend ausruhen bevor sie wieder hinunter zur Schlacht müssen. Geht bitte und holt alles hierher."
Autor: Thorgrim Blutaxt Datum/Zeit: Do., 11. Mai 2006, 22:05
Mit dem Abend wurde es auch in der Stadt langsam ruhiger. Ethlind hatte mit Perfel, Neome und später auch Rraurgrimm alle Hände voll zu tun, die Verletzten zu behandeln. Doch mit der Hilfe vieler, die ihnen die verschiedensten Sachen wie Essen, Trinken oder Heilsachen, schafften sie es, den Überblick nicht zu verlieren. Mehr als nur ein Wort das Dankes war in den Gesichtern vieler zu sehen, die nun verletzt ein wenig aßen, oder sich auf den Weg in ihre Unterkunft machten, um sich auszuruhen.

Diejenigen, die sich nicht verletzt hatten, wurden zur Sicherung der Stadt abgestellt und halfen Drax dabei, Pech vor den Toren zu verteilen, oder Steine auf die Wehrmauern zu tragen. Thorgrim war froh, das Drax sich darum kümmerte, denn somit war dies in guten Händen, und er konnte sich auf andere Sachen kümmern.
Drax scheuchte die Soldaten von hier nach da, bis die Stadt ausreichend gesichert war. Das Pech war verteilt, Pfeile auf den Wehrgängen und genug Öl, das man nur aufheizen brauchte. Auch einige Stangen lagen an der Mauer, womit man Sturmleitern wegschieben konnte. Hier würde sich der Feind garantiert die Zähne ausbeißen.

Während sich Drax um die Verteidigung kümmerte, machte NoQ einen kleinen Ausflug nach draußen. Geschickt lief der Elf durch den Wald und suchte nach Spuren der Feinde. Spuren fand er auch genug, doch man konnte sie einzeln nicht mehr nachvollziehen. Schließlich waren hier an der Stelle Duzende von Reitern längsgeritten. Und das mehrmals. Die Schneise sah so aus, als wenn hier ein betrunkener Riese durch gerannt wäre.
NoQ verfolgte die Spur noch weiter und kam an dem Punkt an, wo die Spur weniger wurde. An dieser Stelle konnte er erkennen, dass einige Reiter wieder umgekehrt waren. Es waren die Reiter des Königs, die die Feinde verfolgt haben, und an dieser Stelle umgedreht waren.

~~*~~


Als am nächsten Tag die Alarmglocken zu hören waren, war Thorgrim sofort hellwach. So schnell er konnte zog er seiner Rüstung an, und rannte zu dem Wehrgang, um von dort einen überblick zu bekommen. Schnell traf er dort auf Drax und nickte ihm zu, bevor er vor die Stadt schaute.

Die Trommeln waren merklich lauter geworden und kamen jetzt aus allen Richtungen. Thorgrim konnte nicht einschätzen, wie viele es waren. Auch die Bewohner in der Stadt wurden nervös. Hatten sie den ersten Angriff doch überstanden und waren in dem Glauben, das dies nicht passieren würde, so wurden sie doch eines besseren belehrt.

Die Soldaten nahmen schnell und geordnet ihre Positionen ein. Die Katapulte wurden gespannt und Pfeile auf die Sehnen der Bögen gelegt. Die Feuer auf den Wehrgängen wurden entzündet um Brandpfeile bei Bedarf anzuzünden.

Und doch verging noch eine gewisse Zeit, bis der erste Feind zu sehen war. Zeit, in der bis auf die Trommeln nichts zu hören war. Fast war es so, als hielte die ganze Stadt den Atem an. Kleine Kinder klammerten sich ängstlich an ihre Mütter. Hunde jaulten auf und Pferde schlugen aus. Sie alle schienen zu spüren, das nun der eigentliche Angriff stattfand. Ängstlich zogen sich die Bewohner in ihre Häuser zurück oder hockten sich in kleinen Gruppen zu ihren Sachen, die sie in der Flucht in die Stadt mitgenommen hatten. Nur diejenigen, die zum Feuerlöschen eingeteilt wurden, stellten sich an Brunnen oder Wassertonnen, um das Wasser schnell zu dem Feuer zu bringen. Doch auch ihnen war die Angst in den Augen anzusehen.
Auch Thorgrim gingen die Trommeln durch Mark und Bein. Seine Nackenhaare stellten sich auf und er spürte förmlich, wie in dem Klang etwas dunkles, düsteres, böses mitschwang.

Die Stille wurde abrupt unterbrochen, als der erste Soldat einen Feind sah. Schnell tat er dies Kund und die Nachricht wurde weitergetragen. Thorgrim lief zu dem Soldaten und schaute zu den Gegnern. Wie viele es waren konnte er nicht sagen. Sicherlich nicht genug um eine Stadt zu stürmen. Soviel war sicher. Sie machten auch nicht den Eindruck, als wollen sie angreifen. Stattdessen blieben sie in Respektvollem Abstand stehen.
Gedankenverloren strich er sich über den Bart.

>>Was haben sie nur vor?<<

brummelte er vor sich hin, als er auf einmal aufkeuchte. Zusammen mit weiteren Meldungen von kleinen Heeren erblickte er bei den Soldaten dort unten Pferdefuhrwerke, die gerade aus dem Wald kamen. Und geladen hatten sie lange Holzstangen, Seile oder Gewichte. Schnell und präzise machten sie sich daran, alles abzuladen und zusammenzuschrauben. Es würde bestimmt nur noch Stunden dauern, bis die ersten Katapulte bei den Kriegern von Côr einsatzbereit waren.

Thorgrim eilte weiter und schaute immer wieder nach außen. Seine Befürchtung hatte sich bewahrheitet. Côr hatte die Stadt komplett einkesseln lassen. Thorgrim zählte 6 kleine Heere, die sich daran machten ein Katapult aufzubauen.

Danach machte er sich wieder auf, um eine kleine Offizierssitzung einzuberufen. Auch Drax bat er dazu, da er wusste, dass seine Erfahrung in Belagerungsschlachten groß war.

>>Sie sind uns zahlenmäßig weit überlegen. Einen Angriff können wir nicht wagen. Doch wenn wir hier warten, werden sie uns zerschießen. LASST DIE TORE SCHLIESSEN. Irgendwelche Vorschläge? Meine wäre der Drache Hardor. Vielleicht kann er einen Botschafter über das feindliche Heer fliegen, der zu den Zwergen reist, um sie um Unterstützung zu bitten. Dann müssten wir am besten ein paar Spitzbuben dort draußen haben, die die Katapulte unschädlich zu machen.<<

Gespannt schaute Thorgrim in die Runde und wartete auf Antworten, während sich die Tore langsam schlossen.
Autor: Amras Datum/Zeit: Fr., 12. Mai 2006, 10:35
Sie fanden die Schneiderei verlassen vor und so wartete Amras noch etwas bevor er losziehen wollte Casandra zu suchen. Zuerst einmal holte er einige seiner Lebensmittelvorräte hervor - die wie er nun erst bemerkte viel zu gering für drei, geschweige denn vier Personen über mehrere Tage waren - und tischte Raurgrimm und Ilenana etwas auf. Er erklärte Rraurgrimm, dass er sich einige der Stoffbahnen aus der Vorratskammer nehmen sollte und sich damit ein Lager im Verkaufsraum herichten sollte.
Plötzlich wurde die Tür in den privaten Bereich der Schneiderei aufgestoßen und Casandra betrat den Raum. Sie küssten sich innig und berichteten sich gegenseitig was sie erlebt hatten.
Nach einer Weile stellte Amras jedoch fest

<<Ich denke wir sollten alle zu Bett gehen und uns ausruhen. Ich glaube kaum, dass dies die einzige Angriffswelle sein wird und wenn die nächste kommt sollten wir bei Kräften sein.>>

Amras und Casandra zogen sich in den Schlafraum des Paladins zurück, während Ilenana in ihre Kammer ging und Rraurgrimm sich im Verkaufsraum zur Ruhe legte. Es war eine erstaunlich ruhige Nacht, fast als würde die Stadt die Luft anhalten und auf den nächsten Schlag der feindlichen Armee warten...

Amras verbrachte diese Nacht in einem traumlosen Schlaf und genoß innerlich die Nähe seiner Geliebten....
Noch bevor die Sonne aufging wurde der Elf wach und versuchte so leise wie möglich die Schneiderei zu verlassen und sich am Brunnen hinterm Haus zu waschen. Er brachte einen Krug frischen Wassers mit und nachdem er sich angezogen hatte richtete ein kleines Frühstück für alle.

Gerade als sie die Mahlzeit beendeten begann das Trommeln. Zunächst war es leise, doch dann schien es immer lauter zu werden und aus allen Richtungen zugleich zu kommen. Rasch räumten sie auf und rüsteten sich aus.

Während sie in seiner Kammer waren wandte sich Amras an Casandra

<<Ich würde dieses Mal gerne bei dir sein, wenn die Schlacht beginnt. Ich weiss, dass ich bei weitem nicht so kampferfahren wie du bin, jedoch bin ich mir sicher, dass ich wenn nötig selber auf mich aufpassen kann und dir so nicht im Weg sein werde. Allerdings nur wenn du einverstanden bist.
Doch egal wie du dich entscheidest, möchte ich dir noch eines geben:
>>

Amras griff in seine Tasche und holt einen Edelstein von grüner Färbung hervor

<<Ich habe ebenfalls einen. Er soll dich immer an mich -  oder vielmehr an uns erinnern und dir Kraft geben, wenn du sie brauchst>>

Der Elf legte Casandra den Stein in die Hand und schloß ihrer Finger darum...

Nachdem alle fertig ausgerüstet waren, gab Amras Ileana und Rraurgrimm noch jeweils zwei kleine Heiltränke.

<<Behaltet sie für euch, wenn es nicht wirklich notwendig ist. Wenn die Kämpfe heftiger werden und eventuell sich auch in die Stadt hineinverlagern, werdet ihr jeden einzelnen brauchen.>>

Rasch verließen sie nun die Schneiderei und nachdem er die Schneiderei wieder verschlossen hatte machten sie sich auf den Weg zu den Befehlshabern der Verteidigungstruppen.
Dort angekommen wurden sie informiert, dass man sowohl einen Boten zu den Zwergen schicken wollte um diese um Unterstützung zu bitten, als auch Saboteure zu entsenden die Katapulte zu zerstören, die die Stadt in einigen Stunden unter Beschuss nehmen würden.

Amras meldete sich mit Casandra freiwillig eines der Katapulte zu sabotieren, da er sich gut vorstellen konnte, dass ein Elf wenig helfen würde, die Zwerge zu überzeugen ihnen beizustehen. Aber wie sollten sie aus der Stadt herauskommen und zu den gegnerischen Truppen gelangen ohne entdeckt zu werden und vorallem, wie sollten sich nach der geglückten Sabotage wieder zurückkommen?

Amras verliert 4 kl. Heiltränke
Autor: Hardor Datum/Zeit: Fr., 12. Mai 2006, 20:55
Hardor war inzwischen zurückgekehrt, so viel Erfolg hatte er nicht gehabt aber immerhin war dieser eigentümliche Geschmack von seiner Zunge verschwunden und besorgt musterten seine grauen Augen die herannahenden Linien. Der Drache hatte es geahnt, die Attacke von gestern war nur ein erster Sturm, sie wussten nun wie sie vorzugehen hatten und ließen sich zeit. Aus ihren einstigen Fehlern hatten sie gelernt und wohl oder übel musste die Stadt ihre eigenen Streitkräfte an den Mauern verteilen damit sie den Gegnern standhalten konnten. was sie genau dort bauten wusste der Geschuppte nicht, auf alle Fälle irgendwelche gewaltigen maschinen um die Mauer einzureißen, ein loch zu schlagen und dann wie Fliegen hineinzuströmen.
Rauschend drangen die Flügel des Sturmsilberdrachen durch die Luft als er dicht über die Häuser hinwegflog und die Armee dort hinter den Stadtmauern eingehend musterte. Wie viele waren es? Konnte man sie alle schlagen, wohl kaum und hier mussten die Anführer, die Führer dieses Krieges sehr genau überlegen was als nächstes zu tun war. Von ihren Entscheidungen hing das leben hunderter, vielleicht auch tausender ab denn gewiss würde Côr sich nicht mit einer Stadt begnügen. Fiel das Bollwerk, Nuru, dann würde es auch nicht lange dauern und die dunklen Truppen könnten tief in das Land eindringen.
Hardor suchte sich eine gute Position und beobachtete eine Weile das Geschehen, gigantische Menge feinden, ein Angriff wäre sinnlos auch wenn er vielleicht ein Katapult zerstören könnte, so konnte ein Herr in kürzester zeit die anderen warnen, außerdem war sein Körper nicht so stark gleich sechs solcher Feuerstürme hervorzubringen die stark genug waren um solch eine Anlage auf ewig in Asche zu verwandeln. Geschmeidig erhob der Sturmsilberdrache sich wieder in die Lüfte und glitt, gleich einer lebendigen Wolke, über die Stadt hinweg und landete grollend in der Nähe der Versammlung. Bei der Unterredung war der Drache nicht anwesend gewesen doch lies er sich rasch erzählen warum hier die hohen Soldaten zusammengekommen waren, um einen rat abzuhalten.
Eigentlich mischte Hardor sich ungern in die Angelegenheiten anderer ein, oder gar von zweibeinern doch gerne half er dabei Nuru zu verteidigen. Lange hatte er in diesen Landen seinen hort besäßen, ja er hatte sogar mit Hilfe von Myriel die Manaquellen gehütet, ihre Kraft an die Bewohner weitergegeben, verkauft. Einen Moment dachte er an diese Zeit zurück, seine Gedanken waren noch klar wie eh und je, ehe er das Wort erhob. Der geschuppte sprach so wie er es meistens tat, nicht über die Wege des Geistes, denn damit hätte er nur einen einzigen benachrichtigen können. Seine Worte, geformt ohne Lippen hallten etwas holprig vom Boden wieder. Nun, es mochte nicht so kunstvoll wie die Sprache eines Barden sein, doch hörte man selbst in den Stunden des Krieges den Stolz und die Selbstsicherheit des Edeldrachen.


„Ihr sucht nach einem Boten? Ich sage euch, kein Pferd kann so geschwind reiten wie der Wind mich trägt über die Lande. Die Sonne selbst bestrahlt meinen Rücken denn jage ich mit den Wolken dahin. Saget mir nur, wem ich eine Botschaft überbringen soll und ich werde es versuchen, meine ganze Macht aufwenden um sicher ans Ziel zu gelangen.“

Funkelte sie beinahe an, jeden einzelnen musterten die grauen Augen, eine Farbe wie Stein und doch wie Silber. Mit jedem Atemzug hob sich die Brust Hardor, bewegten sich seine Nüstern. Es stimme wohl, dass es bisher keine gewöhnlichen Pferde gab die so schnell wie ein fliegendes wesen waren. So war es, so ist es und so sollte es auch immer sein denn dies liegt in der natur der unverrückbaren Dinge. Nur die Pfeile, Bolzen der Schützen konnten ihn verletzten, Magie ihn sogar niederstrecken, doch war es immer noch sicherer als sich im geheimen dort hinaus zu schleichen.
Beinahe verspürte er ein kribbeln im Rücken, es drängt Hardor beinahe dazu die Luft des Kampfes zu reichen und über die Köpfe der ahnungslosen Feinde dahinzurasen.

Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Sa., 13. Mai 2006, 16:47
Die Trommeln verfehlten ihre Wirkung auf einige der Soldaten auf den Mauern nicht. Unruhig starrten sie hinaus und in ihren Herzen war Angst. Drax konnte es an ihren Augen erkennen. Nicht zu wissen, was da kam, wie viele es waren und wann sie angriffen. Das konnte schon an den Nerven zerren. Der Zwerg steckte seine Nase in den Wind. Sollten Orks im Anmarsch sein, so würde man das ranzige Fett ihrer Rüstungen schon riechen können, ehe man sie sah.

“Bleibt ruhig Männer. Wir werden sie früh genug erkennen. Hört, die Trommelei wird lauter. Nun denn, wollen wir sie empfangen, wenn sie denn kommen. In der Zwischenzeit – kennt jemand ein paar gute Elfenwitze?“ Drax schaute in die Runde. Er hoffte, er konnte den Verteidiger ein wenig die Spannung nehmen. “Nicht? Na gut, dann hab ich hier einen: Was ist ein Elf? Grinsend blickte er die Männer an. “Na ist doch klar: Eine Grünzeugvernichtungsmaschine mit spitzen Ohren. Leise klirrte das Kettenhemd, als sich des Zwergen Brustkorb beim Lachen hob und senkte. “Gut, noch einen. Zum Glück sind ja keine Kinder mit auf der Mauer. Also.... Kommt ein Elf ins Bordell. Die Puffmutter erklärt ihm: Die Damen sind da links und die Herren dort auf der rechten Seite. Darauf der Elf: Habt ihr auch Bäume mit Astlöchern da?" Der Axtmeister lachte donnernd und auch bei den Männern auf der Mauer brach Gelächter aus. ‚Na also. Allemal besser, als sich von dieser Trommelei verrückt machen zu lassen.‘ dachte er bei sich.

DA SIND SIE! Die Männer spähten intensiv über die Mauer, nur Drax wünschte sich, er wäre einen Kopf größer, dann hätte er nämlich auch besser über die Mauer blicken können. Doch rasch erfasste auch er die Gruppe, die auf seinen Mauerabschnitt zukam. Wenn das alles war, was die Stadt stürmen wollte, dann würden sie sich nur eine blutige Nase holen. Das bißchen, was den Pfeil- und Bolzenhagel überlebte, würde nicht einmal ansatzweise die Stadt stürmen können. Aber irgendwie schien der Feind das auch gar nicht vor zu haben. Er baute vielmehr etwas auf.

“Katapulte!“ zischte Drax. Der Größe nach zu urteilen handelte es sich um Kriegsgerät mit einer großen Reichweite. “Barth, sagt an – wie weit reichen unsere Katapulte?“ Der alte Wirt, ohne Zweifel der Erfahrenste im Umgang mit den Katapulten Nurus deutete auf ein paar Landmarken. “Hm.“ brummte Drax, als Thorgrim vorbeikam und ihn zu einer Lagebesprechung lud. “Sieht so aus, als stecken wir bis zum Hals in Orkscheiße alter Freund.“ Drax deutete zu den Katapulten. “Ein Grund mehr, den Kopf nicht hängen zu lassen, oder? Wie sieht es auf den anderen Seiten der Stadt aus?“

Thorgrim setzte ihn zusammen mit den anderen ins Bild und machte gleichzeitig den Vorschlag, um Hilfe im Zwergenreich zu ersuchen. “Schicken wir Hardor, verzichten wir auf Angriffe unserseits aus der Luft. Ich zweifle nicht daran, dass uns unsere Brüder zu Hilfe kommen werden, aber das wird Tage dauern. Was ist mit den anderen Städten? Konnten wir schon Boten durchbringen, die uns vielleicht Hilfe bringen?“

Drax hörte zu, was die Offiziere berichteten. “Nun, ich bin kein Reiter. Wie steht es denn um unsere Kavallerie? Könnte die nicht mit ein, zwei gezielten Ausfällen wenigstens die Katapulte zur Strecke bringen?“ Der Zwerg kratzte sich am Kopf. In Naha waren die Mauern durchbrochen worden und so würde es auch in Nuru geschehen, wenn ihm nichts einfiel. “Bringen wir Bogenschützen mit Brandpfeilen in Schussweite, ohne dass wir aufgerieben werden? Sollten die Katapulte brennen, hätten wir vom Rest des Feindes nicht viel zu befürchten hinter den Mauern.“

Was gab es noch für Möglichkeiten? Der Axtmeister grübelte. Wenn man in den Rücken der Katapultgruppen gelangen konnte... Es wären nur eine Handvoll Männer nötig... Man könnte überraschend zuschlagen und im Tumult gleich wieder verschwinden... Aber wie sollte man am hellichten Tage ungesehen aus der Stadt kommen? Fliegen? Eher nicht. Aber unter der Erde! Ja, das würde vielleicht gehen.

“Thorgrim! Die Tunnel unter der Stadt! Wie Du weißt, ist unter Nuru schon mehrmals in der Vergangenheit ein Tunnelsystem entdeckt worden. Es gab eine Verbindung von der Mine zu einem Keller. Und der Wachturm ist eingestürzt. Erinnerst Du Dich? Krizz und Sigrun haben die Gänge zuschütten lassen, aber vielleicht gibt es ja noch mehr davon? Und vielleicht führen sie unter den Stadtmauern hinaus und wir können kleine Kommandos in den Rücken des Feindes schicken? Zum Verwirrung stiften, oder um die Katapulte unschädlich zu machen? Wenn wir gleichzeitig so tun, als ob wir einen Ausfall wagen, dann ziehen sie vielleicht die Verteidigung von den Kriegsgeräten ab um uns entgegenzutreten und der Weg wäre frei.“

Fragend blickte der Zwerg in die Runde.
Autor: Casandra Aillard Datum/Zeit: Sa., 13. Mai 2006, 23:32
Der Abend wurde nicht lang da sie sich einig waren, dass es noch weitere Angriffe geben würde und keiner den Zeitpunkt des nächsten kannte.
Casandra machte sich noch einen Kessel Wasser heiß, um endlich den Dreck und das Blut los zu werden.

>>Hast Du noch irgendwo eine ganze Lederhose für mich? Ich glaube, ich hätte mir wenigstens die Zeit nehmen sollen komplett neue Kleidung einzupacken. Die hier ziehe ich bestimmt nicht mehr an.<<

Mit nichts mehr als das saubere Hemd schlich die Gerberin zu Amras unter die Decke und kuschelte sich an ihn.
Auch wenn er sich ganz leise nach draußen schlich, spürte Casandra die freie kalte Stelle neben sich und wachte ebenfalls auf. Verschlafen erinnerte sie den Elf an die gewünschten Sachen und zog die Decke noch einmal fester um ihren Körper.

Noch war alles ruhig und die Stadt erwachte langsam und fast normal. Doch die Ruhe war trügerisch und die Spannung in Erwartung eines möglichen Angriffes fast körperlich spürbar. Der Klang der Trommeln brachte so gesehen eine gewisse Erleichterung, denn  was immer geschah würde bald sein.
Als sie sich die leider immer noch dreckige Rüstung wieder anlegte, bat Amras sie in ihrer Nähe bleiben zu können.

>>Was heißt kampferfahren?  Ich glaube nicht mehr Schlachten erlebt zu haben als Du, und das Training in der Gilde ist eher eine Spielerei in diesem Zusammenhang.
Aber natürlich freue ich mich Dich an meiner Seite zu wissen und im Weg stehen wirst Du mir mit Sicherheit auch nicht.<<


Casandra nahm den Stein fest in die Hand und spürte die Kühle des Kristalls. Dann holte sie einen kleinen Lederbeutel aus dem Rucksack, steckte ihn hinein und hängte sich das Kleinod um den Hals.

>>Dann sollten wir zur Stadtmauer. Ileana, was wollt Ihr tun? Ein Stück könnte ich Euch auf dem Pferd mitnehmen.<<

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Auf der Stadtmauer war schon reges Treiben und nach kurzem hin und her, war die momentane Lage klar. Die Stabmeisterin und der Paladin fanden neben Thorgrim auch Drax bei der Besprechung.

>>Verzeiht die Störung. Um ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung wie man hinter die feindlichen Linien gelangen könnte, aber sollte jemand einen Plan mit wenigstens geringer Aussicht auf Erfolg anbieten können ... Hier zu warten ist nicht ganz mein Ding.
Meine Armbrust und mein Stab stehen für Nuru bereit und im Gegensatz zu Euch Zwergen – nichts für ungut Gevattern – vermag ich mich auch ganz passabel auf einem Pferd zu halten.
Also verteilt nur die Aufgaben – NURU WIRD SIEGEN!<<


Autor: Black Rose Datum/Zeit: So., 14. Mai 2006, 12:41
Ethlind ging eine Runde und schaute ob alles noch so war wies sein sollte, ein paar Verbände die von vom Blut durchsickert waren wechselte sie noch, und dann blieb ihr nichts anderes mehr als den Geräuschen der heran nähernden Armee zu lauschen. Wie ein eingesperrter Panther zog sie den Gang zwischen den schwer Verletzten hin und her. Ihr Blick glitt über die Leute unter ihr, aber sie sah sie nicht wirklich vor ihren Augen entstanden die schlimmsten Bilder und es schauderte sie, so das sie ihre, über die Schulter geworfene Decke fröstelnd näher zog.

Als die Trommeln so laut wurden, dass sie ihren Kopf ständig ausfüllten, und das Geräusch in ihr zu einer Flut an zuwachsen schien, hielt sie es nicht mehr aus. Das war einfach zu viel für sie. Sie musste sehen was war, um abschätzen zu können was passieren würde. Sie packte ihre Sachen, den Stab und die Tasche, und nachdem sie den Helfern ein paar Anweisungen zur Pflege gegeben hatte war sie auch schon verschwunden.

Die Toren waren nun zu, aber in der Stadt waren schon so viele Flüchtlinge das sie aus den Nähten zu platzen schien. Ethlind versuchte nicht an die hygienischen Zustände zu denken die in wenigen Tagen hier herrschen würden, wenn die Belagerung anhalten würde, und ging eiligst zur Stadtmauer hinauf. Sie musste es einfach sehen.

Als sie jedoch hinab blickte verwünschte sie ihre Neugierde wahrlich, und schluckte. Ihre Gesichtsfarbe wurde noch ein wenig weißer, und ihre Hände begannen zu zittern bei dem Anblick. Sie hatte zwar keine Ahnung von irgendwas in der Kriegsführung und war auch nicht gut im Abschätzen wie viele Mann gegen wie viele, aber dass Meer an Truppen musste einfach zu viel sein für die Stadt. Hier würde für sie kaum mehr Arbeit übrig bleiben als ihre Kinder zu schützen, denn egal wie gut ein Soldat war, diese Überzahl konnte er nicht bezwingen. Ethlind wurde schlecht bei dem Gedanken, und in ihrem Inneren hörte sie schon ihre Kinder schreien, während sie ihren letzten Atemzug taten. Hilflos schloss sie ihre Fäuste, und sah trotzig hinunter, Nein das würde sie zu verhindern wissen, nicht ihre Kinder.

Sie sah sich um. Hier herrschte reges Treiben, und alles schien geordnet, hier stand sie nur im Weg, das war ihr auch klar, und sie wollte sich schon zum gehen wenden, als ihr eine Gruppe auffiel. Darunter Thorgrim und Drax. Sie ging auf sie zu, blieb dann aber etwas abseits stehen um sie nicht zu stören in ihrer Besprechung, danach trat sie zu ihnen und sah Thorgram mit verzweifeltem Ernst an.

"Ich bin gewiss keine Hilfe im Kampf, aber ich kann auch nicht hier still hinter den Mauern sitzen, hilflos und tatenlos bis der Kampf vorbei ist und um meine Kinder bangen. Ich möchte etwas tun, habt ihr nicht vielleicht etwas was ich tun könnte?"
Autor: BloodStorm Datum/Zeit: So., 14. Mai 2006, 13:49
Noq fand die Spuren, wo sich die Reiter von Altarion wieder zurück gezogen hatten und blickte sich um ob irgendwas verdächtiges zu sehen war. Er hielt auch kurz inne, ob er vielleicht etwas heraushören konnte. Dann ging er schnell in Deckung.

Er hörte wie sich die feindliche Armee sich näherte. Er verlies rasch denn Trampelpfad und wollte die Truppen weitläufig umgehen. Das Lager von ihnen müsste ganz in der Nähe sein. Er beobachtete  aus sicherer Entfernung wie die Truppen vorbei zogen. Er versuchte ihre Stärke einzuschätzen und ein schwaches Glied zu finden. Gab es irgendwelche  Einzelgänger, die er schnell ausschalten konnte oder vielleicht auch verhören?

Falls sich ihm so eine Gelegenheit nicht bot, würde er nach ihrem vorbeiziehen weiter nach ihrem Lager suchen.

Er spürte wie Galantha nervös wurde, doch sie musste noch eine weile ruhe geben. Er hätte sich noch einige Krieger mitnehmen sollen, dann hätte er vielleicht nicht nur zuschauen müssen. Aber die Zeit war leider sehr schnell vergangen und so hatte er keine Zeit gehabt und jetzt wars wohl schwer Leute zu rekrutieren. Eine Unzufriedenheit duchzog ihn. Er blickte sich weiter um und überlegt ob er vielleicht eine Feuerschneise ziehen sollte um die Truppen den Rückzug abzuschneiden. Doch die Ethik verbot es ihm. Was wäre er für ein Waldläufer.
Autor: Thorgrim Blutaxt Datum/Zeit: So., 14. Mai 2006, 21:55
Die Witze von Drax verfehlten ihre Wirkung nicht, viele Soldaten fingen an zu lachen und der eine oder andere erzählte selber einen Witz. Doch blieb die Lage angespannt. Man konnte die Angst förmlich riechen.
Viele der anderen Drachenritter machten sich auch auf den Weg zum Stadttor, um zu sehen, was auf sie zukommt und wurden von den Bildern oder Berichten geschockt. Und so ausweglos es schien, die Hoffnung war noch nicht gebrochen. Viele boten ihre Hilfe an, die feindlichen Katapulte zu zerstören. Doch war immer noch die Frage, wie man hinter die feindlichen Linien kommen sollte. Hardor bat seine Hilfe an, zu den Zwergen zu fliegen. Thorgrim nickte ihm dankbar zu und sprach.

>>Der Dank sei euch gewiss. Doch lasst uns erst sehen, wie wir die Katapulte unschädlich machen können. Wenn wir dies nicht schaffen, so werden unsere Freunde nur unsere Leichen hier vorfinden.<<

Drax machte den entscheidenden Vorschlag, und Thorgrim hätte sich fast auf die Stirn gehauen. Die Tunnel! Natürlich. Warum hatte er nicht daran gedacht. Voller Ergeiz gepackt, dieses Übel doch noch abzuwehren, sprach er.

>>Was wären wir nur ohne dich! Die Tunnel. Natürlich. Es müsste in der Kaserne und in der Feste noch ein Zugang sein. Es sollen sich zwei Gruppen bilden. Jede Gruppe mit 6 Personen. Holt Öl. Wenn wir Glück haben, so können die Gruppen in den Tunneln hinter die Linien des Feindes kommen, und nachts die Katapulte mit den Ölflaschen bewerfen. Dann sollte ein Funke genügen, das Öl zu entflammen. Jede Gruppe sollte genug Bogenschützen mitnehmen. Sie bekommen Brandpfeile mit. Sputet euch. Wir haben nicht mehr viel Zeit.<<

Nach Thorgrims Worten machten sich die Soldaten sofort daran, so viele Ölfläschchen zu besorgen, wie sie bekommen konnten. Außerdem machten sich ein paar Soldaten daran, zur Kaserne zu rennen und Brandpfeile zu besorgen. Das alles wurde zu Thorgrim gebracht. Die Gruppen hatten sich formiert, und Pfeile und Flaschen wurden verteilt.

>>Die Zukunft dieser Stadt hängt an eurem Erfolg. Wir verlassen uns auf euch. Mögen eure Götter euch wohl gesonnen sein. Werdet ihr Erfolg haben, so werde ich ein Fest veranstalten lassen, welches seinesgleichen sucht.<<

sprach er als auch Ethlind ihre Hilfe anbot. Thorgrim grübelte einen Moment, bis er sie an die Hand nahm, und sie bat mitzukommen. Thorgrim wollte sie nicht mit zu den Katapulten schicken. So gingen sie zu Hardor, wo Thorgrim ihn ansprach.

>>Euer Angebot ist sehr loblich, werter Hardor. Gerne werde ich euch zu den Zwergen schicken. Doch habe ich eine Frage, und zwar, ob ihr Ehtlind hier mitnehmen könnt. Nehmt dies, und zeigt es bei den Zwergen. Es ist ein Geschenk von ihnen. Sie werden sich an mich erinnern. Fragt nach Gemlin Langbart und richtet ihm aus, dass Thorgrim Blutaxt, vom Stamm der Blutäxte ihre Hilfe erbittet. Zeigt ihm das Horn, es wird euch Gehöhr verschaffen. <<

in den folgenden Minuten berichtete er Hardor, wo das Zwergentor lag, zu welchem er fliegen musste. Er bezweifelte, dass der Drache die Hallen betreten würde, wenn auch manche allen durchaus groß genug wären.

Danach schaute er erneut über die Mauer. Der Aufbau der Katapulte war weit fortgeschritten. Es würde nicht mehr lange dauern, und sie wären einsatzbereit.

~~*~~


NoQ fand als Waldläufer leicht ein Versteck, von wo aus der den Aufmarsch der feindlichen Truppen mitansehen konnte. Es war eine recht große Heeresstärke, die auch von Pferdewagen begleitet wurden, auf denen lange Holzscheite geladen waren. Wachen mit Bögen oder Schwertern gingen abseits, und schauten sich nach allen Seiten um. Ganz an der Spitze gab es die Trommler, die im Takt des Marsches auf ihr Instrument hauten. Das ganze Aufmarsch war sehr diszipliniert. Nirgends war eine Schwachstelle zu sehen. NoQ hätte keinen Soldaten ausschalten können, ohne das ein anderer darauf aufmerksam geworden wäre.

Hardor erhält ein Widderhorn
Jede Gruppe bekommt 18 Ölfläschchen & 12 Brandpfeile
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: So., 14. Mai 2006, 22:13
Müde saß die junge Magierin auf einem Stein. Sie hatte in den vergangenen Stunden so vielen Soldaten mit ihren Heilkräften geholfen wie noch nie in ihrem Leben. Einige waren sehr schwer verletzt gewesen und sie musste all ihre Kraft aufbieten um nicht los zu Weinen. Seufzend sah die Magierin an sich hinunter. Ihre Kleidung triefte vom Blut der Soldaten. Langsam stand sie auf und ging zu einem Trog mit Wasser um sich zumindest ihre Hände und ihr Gesicht zu Waschen bevor die nächsten Verwundeten kamen. Die Sonne blitzte hinter den umliegenden Bergen hervor und schob sich als orangeroter Feuerball gen Himmel als die ersten aufgeregten Bürger Nurus angelaufen kamen um Jedem davon zu berichten, dass die Heerscharen Côrs sich zu einem erneuten Angriff zusammenzogen. Perfels Herz machte einen Satz. Es schlug so laut, dass sie dachte, die Umstehenden müssten es hören.

Im Augenwinkel sah die Magierin Ethlind. Ihre Freundin packte ihre Sachen zusammen, sprach mit einigen Helfern und verschwand dann in windeseile hinunter zum Stadttor. Was tut sie denn ? Will sie etwa Verschwinden ? Schnell packte nun auch Perfel ihre Habseligkeiten zusammen und lief ihr hinterher. Sie durfte Ethlind  nicht wieder verlieren.

Durch die vielen Flüchtenden, welche sich in Nuru zusammen gefunden hatten, kam Perfel nicht so schnell voran, wie sie es gerne gehabt hätte. Immer wieder wurde sie von Hilfebittenden aufgehalten. Jedesmal verneinte Perfel, denn sie hatte nichts bei sich, außer ihrem Rucksack und ihre beiden Waffen. Trotzdem sie viel Zeit verlor fand sie ihre Freundin wieder. Ethlind stand bei den beiden Zwergen Thorgrim und Drax. Die letzten Worte, welche die Heilerin zu den Beiden sprach, hörte Perfel gerade noch. Müde lächelte sie sie an, "Den Göttern zum Gruße, Gevatter Drax ... Gevatter Thorgrim. Die verletzten Soldaten sind allesamt verarztet und Schlafen. Meine Arbeit ist getan und ich denke, dass meine Hilfe nun eher hier gebraucht werden könnte. Meine Magie ist sicher nicht ausreichend um allein gegen die Heerscharen Côrs anzutreten. Aber ich kann denen ein bisschen Feuer unter ihren Allerwertesten machen." Lächelnd stellte Perfel ihren Rucksack auf den Boden.


Perfel macht den Bösen Feuer unter ihrem Hintern würfelte mit 1D6 eine 2 {2}

Feuersbrunst gegen alle Gegner mit einem AW von 37
Autor: Neome Datum/Zeit: Mo., 15. Mai 2006, 10:11
Erst dachte Neome, sie würde es nicht schaffen. Soviel Blut, abgetrennte Gliedmaßen, zerfetzte Gedärme, Schreie. Zum Glück war Perfel da. In fast schon mütterlicher Art gab die Magierin Anweisungen. Mit einem Würgen im Hals hetzte Neome von einem Verwundeten zum nächsten, versuchte ausfindig zu machen, wer am schnellsten Hilfe brauchte und wer warten konnte. Nach einer Weile arbeitete sie nur noch stoisch vor sich hin, konnte hinterher nicht mehr sagen, was sie getan, welche Handgriffe sie gebraucht hatte. Ein Zwerg sprach sie an, den Perfel als Statthalter bezeichnete, aber Neome war zu erschöpft um auf seine Worte zu achten. Todmüde schlief sie am Abend in einer Kammer von Perfels Apotheke ein.

Erst die Alarmglocken rissen sie aus dem Schlaf. Wie gerädert kroch sie aus dem Bett. Der Blick aus dem Fenster offenbarte neue Hysterie, Chaos, Gekreische, Panik. Etwas war geschehen oder war dabei zu geschehen. "Nein, bitte nicht. Nimmt das denn kein Ende?" Am liebsten hätte sich die junge Magierin wieder im Bett verkrochen. Stattdessen rannte sie die Treppe hinab. Die Apotheke war verlassen, Perfel wohl schon aufgebrochen. Rasch kramte Neome ihre wenigen Habseligkeiten zusammen und rannte auf die Straße hinaus, ließ sich von den Leibern tragen, die sich ins Zentrum der Stadt bewegten. Doch dann bemerkte sie hellblaues Haar in der Menge. Eine Farbe, die nicht nur selten, sondern einzigartig war. Perfel! Gegen den Strom kämpfte sie sich hinter der Magierin her, Richtung Stadttor, wo bereits wieder die Soldaten versammelt waren. Neome entdeckte Perfel in der Nähe des Zwerges, der sie am Vortag angesprochen hatte. Mit zitternden Händen trat sie näher.

"Guten Morgen." Die Worte waren schon heraus, als sie das Fettnäpfchen bemerkte, in das sie getreten war. "So gut scheint er nicht zu sein", lächelte sie verlegen. "Was ist passiert? Noch ein Angriff? Sagt mir bitte was ich tun soll. Wie kann ich helfen?" Ihr Blick fiel auf die Katapulte, Ölfässer und Brandpfeile, die herangeschafft wurden. Was hatten die Soldaten vor? Mit Krieg hatte sie keine Erfahrung. Sogar Perfel hatte vor zu ihre Magie einzusetzen? Doch dazu fühlte sich Neome noch nicht stark genug.
Autor: Ileana Datum/Zeit: Mo., 15. Mai 2006, 13:51
Ileana hatte die Nacht in der Schneiderei verbringen können. Sie hatte nur unruhig geschlafen, doch es hatte gereicht um ihre Gedanken wieder zu ordnen.
Amras hatte ein Frühstück vorbereitet und nachdem sie auch damit fertig waren, machten sie sich bereit für das Kommende.
Amras gab ihr und Rraurgrimm noch jeweils 2 kleine Heiltränke.
Ileana bedankte sich und wünschte ihm und Cassandra viel Glück.
Auch Rraurgrimm wünschte sie noch viel Glück.

Nachdem die Schneiderei wieder fest verschlossen waren, verabschiedete sich Ileana mit einer Verbeugung und schlug den Weg zum Tor ein.

Dort suchte Ileana jemanden der ihr sagen konnte, wo ihre Hilfe am Meisten benötigt wurde.
Autor: Rraurgrimm Datum/Zeit: Mo., 15. Mai 2006, 13:53
Die Versorgung der Verwundeten aus den ersten Scharmützeln vor den Mauern der Stadt hatte die Heiler bis tief in die Nacht hinein in Anspruch genommen. Die Meisten von ihnen hatten sicherlich die eine oder andere mitunter auch recht grausige Verletzung schon behandeln müssen, die bei den alltäglichen Unfällen und gelegentlichen Vorfällen innerhalb der Stadtmauern ihr Tagewerk ausmachten. Doch selbst die gelernten Heiler waren in den seltensten Fällen mit so vielen Verwundeten zur gleichen Zeit konfrontiert worden - dem Gestöhne an der Grenze des Todes Dahindräuender, dem Geruch nach Angst und Schweiss - und über allem der des Blutes. Doch war man sich auch bewusst darüber, dass dies nur ein Anfang, ein erster noch zarter Vorgeschmack dessen war, was sie erst noch erwarten sollte. So waren freiwillige Helfer wie Saskia und Puss dankbare Ablenkung von dem, mit welchem sich der zu logische Geist beschäftigen wollte in einem kurzen Moment der Erkenntnis. Die Heilerin welcher er seine Unterstützung gegeben hatte - blieb für ihn schweigsam und namenlos, ohne weitere Worte deutete sie nur kurz an, wo er festhalten oder anpacken musste, wann er Verbände bereithalten und wann er Wunden reinigen sollte. Ob sie von Natur aus stumm war oder ob dies ihre Art war, dem Geschehen gegenüber distanziert genug zu bleiben - vermochte Rraurgrimm nicht zu sagen. Schliesslich - spät in der Nacht - deutete sie mit einer knappen Geste in Richtung der Stadt und verschwand dann selbst auf einem der freigewordenen Krankenlager.

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Als er sich in Amras' Schneiderei zur Ruhe gelegt hatte - hatte dieser ihm einige Stoffe gewiesen, aus welchen er sich ein Lager bereiten sollte. Das Wolfswesen hatte in diesem Moment nur genickt, sich ein Bündel der Stoffe genommen - und es dann sorgsam auf einem Stuhl belassen um sich auf die Dielen zu legen, seinen sackleinenen Mantel als Kopfkissen nutzend. Das Casandra sich ein wenig später zu ihnen gesellte und Ileana wie auch ihn mit einer kurzen Verbeugung bedachte - bekam er nur noch im Halbschlaf mit, wenige Momente später war er bereits im Reich der Träume entschwunden.

Die Träume waren nicht unbedingt angenehm, der Schlaf nur wenig erholsam - und schliesslich erwachte der Lycantroph abrupt und schien schweigend in die morgendliche Stille zu lauschen. Leidlich leise tappste er zur Tür, schob den Riegel beiseite um diese dann sorgsam auf Vorsicht bedacht zu öffnen. Das dumpfe Dröhnen von Trommeln aus der Ferne war bei geöffneter Tür schliesslich vernehmlich - und es rückte langsam näher. Wenig später bot Amras Ileana und ihm etwas von den eher knappen Vorräten an - der Lycantroph sprach der angebotenen Nahrung nur wenig zu: nachdem er sich ein wenig Brot und einen Bissen Schinken mit langfingrigen Krallenhänden gegriffen hatte, hatte er seine Handflächen zusammengehalten und von knapp über dem Essen schweigsam gen Himmel gehoben in einer kurzen Geste, danach knabberte er entweder lust- oder appetitlos etwas daran herum um den Rest des angebotenen Mahles unangetastet zu belassen. Aufmerksam hörte er den Ausführungen zu, wonach er sich ein Lager aus Stoffbahnen bereiten sollte - um schliesslich freundlich aber bestimmt abzulehnen: "Ich bin es... - gewohnt, nicht immer so angenehm zu ruhen. Nehmt besser von den Stoffresten, was sich für Bandagen eignet." Nach diesem Vorschlag nickt er kurz - anscheinend mehr zu sich selbst denn als Bekräftigung.
Als Amras Ileana und ihm dann kurz vor seinem Aufbruch mit Casandra jeweils zwei kleine Heiltränke anbot mit den Worten, dass diese bei den sich vermutlich entwickelnden stärkeren Kämpfen gebraucht werden würden - nickte der Lycantroph abermals: "Ich - werde Euer Geschenk erinnern... - und es nutzen wenn es soweit sein sollte. Möge Latara Euch sicher geleiten." - dann waren die zwei auch schon entschwunden. Er selbst verabschiedete sich mit einer kurz angedeuteten Verbeugung bei welcher er jedoch sein Haupt nicht senkte von Ileana mit den Worten: "Das Licht der Mondenmutter auch auf Euren Pfaden." um dann selbst in dem Getümmel der besorgt erwachenden Stadt zu verschwinden. Abermals war es unruhig auf den Strassen, Vorbereitungen wurden getroffen und Gebäude teilweise verbarrikadiert und Wasser bereitgestellt. Wachen eilten umher und schienen jedes noch so kleine Fässchen Öl zur Verteidigung der Stadt zu aquirieren - hofentlich würde sich diese Massnahme auszahlen.

*Nachtrag*+2 kleine Heiltränke von Amras*/Nachtrag*

Rraurgrimm blickte nachdenklich gen Himmel: was würde er selbst gegen fliegende Kreaturen vorzubereiten versuchen? Wasser in den Dachstühlen um einem eventuellen Brand entgegenzuwirken? Den Einwohnern raten, entweder Schutz in den Kellern zu suchen oder keine Mengen zu bilden, die ein verlockendes Ziel boten? Gruppen zusammenstellen, um Feuer zu löschen und Verschüttete wie Verwundete zu bergen? Doch war er weder erfahrener Soldat noch Taktiker - und seinen Worten würde man vermutlich kaum Gehör schenken. Immerhin: die Einwohner schienen mit ihren eigenen Ideen zur Vorbereitung beschäftigt - was wohl auch ganz gut war denn so konnte man sich zumindest selbst sagen, dass man "etwas getan" hatte. Der inzwischen fast allgegenwärtige Klang der Trommeln von jenseits der Stadtmauern erinnerte jeden Moment daran, dass das Dunkel sich im Marschtritt näherte.

Er selbst gesellte sich wieder zu dem Lager der Heiler - seine Krallen würden eher ein letzter Akt der Verzweiflung sein und das Unterfangen, die Belagerungswaffen vor den Mauern der Stadt zu verbrennen - würde er eher gefährden als im Schleichen Unbewanderter. Im Lager gab es genug zu tun - die versorgten Verwundeten - allen voran jene, denen es nach Heilzaubern und -tränken bereits leidlich besser ging - mussten aus dem Lager heraus. Wenn sie sich selbst mit Hilfsmitteln bewegen konnten und ein Heiler dem zustimmte - wurden sie entweder wieder für leichtere Aufgaben eingegliedert - oder aber zumindest dem nicht mehr unmittelbaren Bereich im Schatten der Stadtmauer zugewiesen sondern anderen Aufgaben im Stadtinneren. Die transportablen Schwerverwundeten mussten in die Festung geschafft werden und es musste Heiler geben, die sich zumindest leidlich um sie kümmern konnten - denn man würde hier unmittelbar an den Mauern den Platz brauchen - und dennoch Möglichkeiten haben müssen, sich rasch genug mit dem Lazarett zurückzuziehen falls die Tore oder die Mauern fallen sollten. Nicht Wenige der nur Leichtverwundeten sah man bereits wieder auf den Mauern und bei den Vorbereitungen der Verteidigung.
Autor: Amras Datum/Zeit: Mo., 15. Mai 2006, 17:29
Bei den Befehlshabern - es war Thorgrim mit Drax als Berater - angekommen, erfuhren sie, daß es zahlreiche Tunnel gab, die das Innere der Stadt mit den Wäldern verbanden. Durch diese sollten sie zu den Katapulten gelangen. Von den Ausgängen der Tunnel müßten sie sich dann ungesehen an den feindlichen Truppen vorbeischleichen um die Katapulte mit Öl zu benetzen, und dann mit Brandpfeilen in Brand zu setzen. Wie sie allerdings dann unbeschadet zurückkommen sollten, schien niemand zu wissen und so wurde es auch nicht angesprochen.
Soldaten wurden gesandt, Ölfässer und Brandpfeile heranzuschaffen und diese auf die Gruppen zu verteilen. Während die Soldaten weg waren, suchte Amras jemanden der sich um die Verwundeten kümmern würde. Er überreichte ihm die Stoffreste, die er als Verbandsmaterial mitgenommen hatte und bat ihn, die Stoffstreifen zu verteilen und dafür zu sorgen, daß sie bestmöglich verwendet werden würden.
Amras und Casandra würden eine Gruppe bilden und so verteilen sie die Ölfässer gleichmäßig auf sich auf, so daß keiner von ihnen wesentlich schwere beladen sein würde, als der Andere. Was sich Amras nur dachte, war, daß so auch einer alleine weitermachen könnte, wenn der Andere verwundet, getötet, oder gefangen genommen würden. Da Amras noch genügend Flammenpfeile hatte, konnte Casandra die verlängerten Bolzen nehmen um die Katapulte in Brand zu setzen.

Nach kurzer Absprache mit den anderen Gruppen machten sie sich auf den Weg und fanden nach einigem Suchen, den Eingang zu dem Tunnel der sie nach Norden und dann nach Westen führen würde. Im Tunnel roch es modrig und immer wieder mußten sie über Geröllhaufen klettern und nicht nur einmal rutschte Amras ab und verletze sich leicht an Armen und Beinen. Jedoch ließen sie sich von diesen Hindernissen nicht lange aufhalten und ging immer weiter.


1. Amras Tahlali Telemmaitê, Angriff auf Nuru, durch Höhle zum Katapult Geschicklichkeitsprobe 1 hat eine 15 auf einem 20seitigen Würfel gewürfelt.
2. Amras Tahlali Telemmaitê, Angriff auf Nuru, durch Höhle zum Katapult Geschicklichkeitsprobe 2 hat eine 3 auf einem 20seitigen Würfel gewürfelt.
--> Amras Tahlali Telemmaitê, Angriff auf Nuru, durch Höhle zum Katapult Geschicklichkeitsprobe Schaden 2 hat eine 2 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt.
3. Amras Tahlali Telemmaitê, Angriff auf Nuru, durch Höhle zum Katapult Geschicklichkeitsprobe 3 hat eine 8 auf einem 20seitigen Würfel gewürfelt.
-->Amras Tahlali Telemmaitê, Angriff auf Nuru, durch Höhle zum Katapult Geschicklichkeitsprobe Schaden 3 hat eine 3 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt.

===> Amras verliert 5 Leben


Nach einer fast endlos scheinenden Zeit erreichten sie das Ende des Tunnels. Er war dicht mit Pflanzen zugewachsen und sie brauchten eine ganze Weile um sich durch das Gewächs zu schlagen und sie sich in einem recht dichten Wald wiederfanden. Der Paladin wandte sich an Casandra

<<Nun wenigsten werden die feindlichen Truppen nicht den Tunnel in die Stadt finden, jedoch zweifle ich auch daran, daß wir ihn wiederfinden, wenn wir in Eile sind, zusätzlich müssen wir darauf achten, daß uns niemand in die Stadt folgt.
Aber zuerst einmal müssen wir unseren Auftrag erfüllen. Ich würde vorschlagen, daß einer von uns nach Norden geht und das dortige Katapult und das nähere südliche entflammt, während der Andere sich das südlichste Katapult vornimmt. Ich biete mich an nach Norden zu gehen und das nördliche Katapult in Brand zu setzen. Du solltest das südlichste Katapult in Brand setzen und die Verwirrung nutzen um dich zurück auf den Weg nach Norden zu machen. Wir treffen uns dann beim mittleren Katapult und kümmern uns dann gemeinsam darum. Wenn wir Glück haben werden die Soldaten sosehr damit beschäftigt sein, die beiden brennenden Katapulte zu retten, daß wir ohne Probleme, daß mittlere in Flammen aufgehen lassen können und dann unbemerkt durch den Tunnel wieder flüchten können.
>>

Nachdem sie ihren Plan final abgesprochen hatten und jeder wußte, was er zu tun hatte machten sie sich auf den Weg.

Amras erhält 9 Ölflaschen
Autor: Casandra Aillard Datum/Zeit: Di., 16. Mai 2006, 14:50
Tunnel! Na toll – klar das Thorgrim und Drax als Zwerge dafür zu begeistern waren. Aber Tunnel waren unter der Erde und – da es sich hier bestimmt nicht um zwergische Steinmetzkunst handelte – dreckig, feucht, schmierig und mit einem unendlichen Vorrat an Ungeziefer bevölkert. Außerdem klang es nicht so als wären die Gänge in Ordnung, also würde man vielleicht vor einem eingestürzten Tunnel in einer Sackgasse landen oder über Geröll klettern müssen.
Aber als wenn das noch nicht reichen würde, kann man ja kein Pferd dorthin durch führen und musste wohl oder übel alles zu Fuß machen. Warum hatte sie sich nur freiwillig gemeldet. Bis dieser Krieg vorbei war, würde sie sämtliche Kleidung verschlissen haben – doch das hatte ja auch sein gutes, so konnte man sich mal wieder mit den neuesten Stoffen und nach der neuesten Mode einkleiden.

>>Thorgrim, ich glaube nicht das uns Zeit bleibt bis zur Nacht mit einem Angriff auch die Katapulte zu warten ohne einen ersten Beschuß der Stadt zu riskieren. Je eher wir das Gerät ausschalten, desto besser.<<

Schaute man hinunter konnte man feststellen, dass die Trupps gut eingespielt waren und die Katapulte immer mehr Gestalt annahmen.
Während einige der Soldaten Öl und Brandpfeile beschafften, kontrollierte die Gerberin ihre Ausrüstung und verstaute in den Taschen ihres Umhanges was nötig war und unbedingt mit musste.

>>Amras, welchen Zugang wollen wir nehmen? Die Pferde sind sowohl in der Feste als auch in der Kaserne in einer geschützten Umgebung, wenn es zu Gefechten in der Stadt oder dem Beschuß mit Feuer kommen sollte. Ich weiß meine Stute gern in sicheren Händen. Aber hoffen wir, dass wir schneller sind als unsere Gegner.<<

Der Paladin verschwand noch einmal zu einem in der Nähe befindlichen Heiler und dann tauchten auch schon die Soldaten wieder auf. Öl und Brandpfeile wurden auf die Gruppen verteilt und man setzte sich in Bewegung.
Der Eingang durch die Keller der Feste war nach kurzem gefunden und der Spaziergang konnte beginnen.

Im Licht der Fackeln schimmerten die feuchten Stellen an den Wänden, glatte und rutschige Stellen waren nur schwer zu erkennen und natürlich gab es Käfer, Spinnen, Würmer und anderes Getier in Hülle und Fülle. Casandra Vermutungen wurden in allen Dingen bestätigt. Nicht ganz, denn sie landeten zumindest in keiner Sackgasse, aber nach dem sie über Geröll geklettert, auf dem feuchten Boden weg gerutscht und auf dem Allerwertesten gelandet war, sowie Spinnweben abgeräumt und die Überreste und den Schleim von Kriechtieren an der Kleidung hatte, war sie froh als nach endloser Zeit endlich der Ausgang in Sicht kam.
Auch wenn die Gerberin sich nicht in dem Tunnel verletzt hatte - ihre Kleidung war von Lehm, Moos und anderem beschmiert und spitze Steine und herabhängende Wurzeln hatten Löcher in das feine Leinenhemd gerissen. Sie wollte sich gar nicht vorstellen, welchen Anblick sie bot und verfluchte die Strecke ein ums andere Mal.

Jetzt mussten sie sich aufteilen. Amras wollte gen Norden mit einem der Soldaten, während Casandra das von der jetzigen Position aus südlichste angreifen sollte. Das hieß ihr blieb bis zum nächstgelegenen Katapult die Untersützung von 3 Soldaten.

Wenn auch die anderen damit einverstanden sind, mir ist es relativ egal und ich glaube auch auf mich aufpassen zu können. Damit alle zur gleichen Zeit zuschlagen und der Feind nicht unnötig gewarnt ist, sollten wir von jetzt an in einer Stunde die Geräte zerstören. Damit hätten wir genug Zeit das entfernteste Katapult zu erreichen.

Warum hatten sie nicht eher daran gedacht. Eine Abstimmung mit der durch den anderen Tunnel gegangenen Gruppe wäre von Vorteil gewesen. Aber vielleicht hatten sie ähnlich viel Zeit durch die Gänge gebraucht und die Angriffe würden nur von geringer Zeitverschiebung sein.
Autor: Hardor Datum/Zeit: Di., 16. Mai 2006, 17:33
Hardor musterte Ethlind abschätzend und ein zustimmender Ausdruck nahm von des Drachens Zügen besitz. Nun er würde in dieser Notsituation wohl Zweibeiner irgendwo hinbringen denn schließlich bat man ihn höflich darum und es würde eine der wenigen Ausnahmen sein.
So streckte der geschuppte ein wenig seine Klauenbesetzte Pranke und deutete mit einem leichten neigen seines Kopfes auf seien Vorderläufe. Nun, auf seinem Rücken wäre vielleicht mehr Platz aber mal abgesehen davon, dass das nun wirklich recht weit ging konnte man sich an den Schuppen des Edeldrachen nur schwerlich festhalten, die zwar hell schimmerten, jedoch nicht so viel halt Boten, vielmehr waren sie klein und lagen dich am Körper und mit den Klauen konnte er immerhin noch den Menschen umschließen. Würde sie irgendwie abrutschten oder den halt verlieren würde dann immer noch Hardor sie festhalten, ja so war es wohl am besten. Mit ebenso grollender Stimme antwortete er Thorgim, schweifte mit seinem Blick kurz die Vorbereitungen und nickte.


"Nun, eure Höflichkeit ehrt euch Thorgim und bedenket dass ich sie nur mit mir tragen werde da der Moment es so erfordert und ihr mich darum bittet. Außerdem sehe ich, dass ihr die Katapulte zerstören wollt und Feuer ist eine mächtige Waffe, möge euer Vorhaben von Erfolg gekrönt sein.
Nun, Ethlind, wenn ihr denn auch gewillt sein über den Boden getragen zu werden setzte euch irgendwie auf meine Pranke und haltet euch gut an meiner Schulter fest denn ich glaube meine Schuppen bieten euch zweibeinern wenig halt und der Flugwind würde euch hinwegfegen. Ich werde bald aufbrechen, über die freie Fläche zwischen den Armeen dahin jagend, damit sie keine zeit finden mit ihren Armbrüsten zu zielen den zuerst müssten sie sie richtige Entfernung erreichen.

Der Sturmsilberdrache schaute nun gen Stadttor und beobachtete die Schandtaten dieser jämmerlich Taroser, nun Côr war nun stark und wollte wohl versuchen wieder mal Dragonia niederzuwerfen, aber gelingen würde ihm das sicherlich nicht. es waren schon Gerüchte an das Ohr des Drachens gedrungen dass dieses Böse seine Artgenossen mit Hilfe mächtiger Magier versklavte, ihnen seinen Willen aufzwang und so ihre Gedanken lenkte. Grauen überkam den geschuppten und ersenkte ein wenig den Blick, sog die Luft tief in seine Lungen ein und wartete geduldig.  Es dauerte nicht lange und schließlich nickte er, wartete bis Ethlind einen sicheren Platz gefunden hatte und stieß sich vom Boden ab. Kräftige Flügelschläge brachten Hardors Körper zum eben als er sich mit gleichmäßigen Bewegungen durch die Lüfte zog, so hoch er konnte. Nur der dunkle Schatten des Edeldrachen berührte nunmehr den Boden als er über das Niemandsland zwischen den Truppen der Aggressoren raste. Pfeifend schlug der Wind ihnen entgegen und trug die Boten auf Schwingen gen Zwergentor, denn jedes einzelne Wort des Stadthalters hallte noch in den Gedanken des Drachens wieder der den Boden unter sich mit seinen scharfen Auge absuchte.
Wie eine starke macht spürte Hardor wie die Luft sich unter seinen Flügeln ballte und seinen langen Körper so in der Luft hielt an dem sich nun auch ein anderes Wesen festhielt, umso besser musste er aufpassen, denn durch Magie konnten Pfeile weit getragen werden und von natur aus besaßen Menschen keinen Schutz der sie vor den harten Eisenspitzen solcher Geschoße schützte.
Ob die Zwerge überhaupt zur Hille kommen würden? Starke Kämpfer waren sie, sicherlich und zäher als jedes andere Wesen, doch mussten sie sich noch vorbereiten und wie lange dauerte der Marsch überhaupt zum Bollwerk des Landes? Es gab viele Fragen doch eigentlich zweifelte sein Geist nicht an die Unterstützung der Schmiede und Axtmeister, zu gut wussten sie wie es war eine Schlacht zu führen und gerade der Name eines ihrer Vettern würde sie dazu bewegen ihnen beizustehen.
Leichtfüßig landete Hardor vor dem großen Tor dass schon aus der Luft zu sehen war und fing den Schwung mit den Hinterläufen ab. Einen Moment wartete der Drache bis Ethlind wieder auf festem Boden stand, trottete zur Tür und klopfte gegen die Pforte.
Autor: Black Rose Datum/Zeit: Di., 16. Mai 2006, 19:18
Ethlind folgte Thorgrim, und machte einen Knicks vor Hardor. Sie hatte ihn nun wirklich schon lange nicht mehr gesehen. Früher hatte sie ihn einmal im Manaturm getroffen, aber ansonsten hatten sie eigentlich nichts mehr miteinander zu tun gehabt wenn sie ihre Erinnerung nicht im Stich lies. Aber andererseits schien alles was einst in Nuru war verschwommen zu sein.

Ethlind verfolgte mit gesenktem Kopf dem Gespräch der Beiden und verstand daraus das es an ihnen beiden lag die Zwerge um Hilfe zu bitten, während die anderen hinter die feindlichen Linien schlichen. Sie sah Thorgrim kurz an, er hatte also nicht vergessen dass sie im Kampf wenig zu gebrauchen war, aber das war eine Aufgabe der sie sich gewachsen fühlte, und sie wollte immer schon einmal die herrlichen Hallen sehen, die alle des kleinen Volkes so hoch rühmten. Sicher es hätte erfreulichere Gründe gegeben können sie zu sehen, aber zumindest würde sie dies einmal dürfen.

&#8222;Seid gewiss wir werden ein Heer der stärksten Krieger im Rücken haben wenn wir wieder kommen Thorgrim, ihr könnt euch auf uns verlassen.&#8220; sagte sie dem Statthalter, und lächelte dann den gewaltigen Drachen freundlich an. &#8222;Ich danke euch, dass ihr es mir gestattet mit euch zu fliegen, ich weiß was es für euren Clan heißt Menschen wie mich so etwas zu lassen, und seid euch meinem Dank gewiss.&#8220; Sie machte eine Verbeugung und sah dann kurz zu der angebotenen Pranke. Sie konnte sich noch gut an ihre Flüge auf dem Rücken oder in der Pranke eines dieses Wesen erinnern. Es waren Momente die sie so schnell sicher nicht vergessen würde, sich festzuhalten an der Schulter schien ihr aber ein Ding der Unmöglichkeit, da sich doch auch bei jeder Bewegung der gewaltigen Schwingen Schulter und Vorderbein bewegten, allerdings wollte er wohl vermeiden dass sie sich auf seinen Rücken setzte und dort seine Schuppen beschädigte was sie gut verstand, denn wie dies wehtun würde, wollte sie sich nicht vorstellen.

Ethlind knotete ihre Röcke hoch, das sie ihr nicht um die Ohren flogen, band sich ihre Tasche ganz fest um, und verstaute zuvor das kostbare Horn gut darin, sicher davor hinaus zu fallen, oder in die Brüche zu gehen. Ihre Schuhe zog sie aus und verwünschte sich im stillen das sie die weichen Lederstiefel in ihrem Haus vergessen hatte, und die Schuhe mit der harten Sohle würden dem Wesen vor ihr nur wehtun, oder abrutschen und beides würde wohl sie ihrem Tod ziemlich nahe bringen. Danach versuchte sie einen guten halt zu finden und band sich dann um das abrutschen zu verhindern um die Hüften mit ihrem langen Gürteltuch fest, was aufgrund seiner breite auch nicht einschneiden sollte oder Hador verletzen.

&#8222;Ich währe so weit, beeilen wir uns.&#8220;  meinte sie und wenig später waren sie auch schon in der Luft. Der Wind zerrte an Ethlinds Haaren, und löste ein paar von ihren Nadeln. Abe rmit dem Wind kamm auch wieder das Gefühl von Freiheit, und sie lies Sorgen um ihre Kinder, die Pflichten und das erdrückende Alltagsleben auf dem Boden der Stadt.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Mi., 17. Mai 2006, 17:38
Drax nickte. "Also durch die Tunnel. Ich werde wohl dann die unter der Kaserne untersuchen und sehen, ob ich einen Weg nach draußen finde."

Die notwendige Ausrüstung zum Zerstören der hölzernen Katapulte war schnell eingepackt und die Gruppen aufgeteilt.

"Viel Glück! Auf dass die Katapulte brennen, ehe sie ihre tödliche Fracht über der Stadt verteilen." verabschiedete sich der Zwerg von Casandra und Amras. "Und Du Ethlind, grüß mir die Gevattern recht schön. Sie sollen die Beine in die Hand nehmen. Je eher ihre Äxte hier eintreffen umso besser!"

* * *


In der Kaserne angekommen machte sich Drax auf die Suche nach dem Tunneleingang. Wie vermutet musste man dazu in den Keller. Die schwere Tür, hinter der der Zwerg den Tunnel vermutete, sah nicht so aus, als ob sie in letzter Zeit sehr viel bewegt worden war. Wie zu erwarten, hatte niemand etwas dagegen, dass er als Minenbesitzer und Zwerg voraus ging. Man vertraute offenbar auf seine gute Sicht und seine Erfahrung Untertage. "Zieht die Köpfe ein! Das könnte sonst vielleicht an manchen Stellen Beulen geben!" grinste er und stiefelte voran. "Und lasst uns hoffen, dass wir nicht genau in einem feindlichen Lager rauskommen. Ich habe zwar nichts dagegen, den Mistkröten zu zeigen, wie scharf meine Axt ist, aber ein wenig ausgeglichener könnte das Kräfteverhältnis dann schon sein. Also löscht die Fackeln rechtzeitig."

Die Tunnel waren in der Tat schon lange nicht mehr begangen worden. Und an manchen Stellen sahen die Decken und Wände auch nicht mehr sonderlich vertrauenserweckend aus. Bereits zweimal hatten sie eine Stelle passiert, wo loses Material herabgestürzt war. Nur der Erfahrung und dem Geschick des Minenbesitzers hatte es die Gruppe zu verdanken, dass bis jetzt nichts weiter geschehen war. Vorsichtig klopfte Drax mit seinem Axtstiel erneut eine verdächtige Stelle ab, doch diesmal löste sich ein größerer Brocken, der ihn streifte. "Orkmist!" murmelte er und rieb sich kurz über die betroffene Stelle. "Wir müssten jetzt irgendwo unter der Stadtmauer sein, wenn ich die Schritte richtig gezählt habe. Also Ruhe jetzt, der Ausgang, so er denn noch offen ist, kann nicht mehr so weit entfernt sein." flüsterte er. Seine Nase konnte schon einen frischen Luftstrom ausmachen. Er hob die Hand und bedeute den anderen damit, stehen zu bleiben. Er selbst ging langsam ein Stück voraus, um nach dem Eingang und der Umgebung zu sehen. Wenn ihn sein Orientierungsinn nicht gänzlich im Stich gelassen hatte, dann musste er sich irgendwo östlich von Nuru befinden.

- 3 LP Status: 56/59 LP
Autor: BloodStorm Datum/Zeit: Mo., 22. Mai 2006, 21:40
Noq beobachtete die feindlichen Truppen und wartete bis sie vorbei gezogen waren. Dann schaute er sich kurz um, damit er ja keinen Übersehen hat und wollte gerade in die entgegengesetzte Richtung, als er bemerkte wie einige Leute aus der Erde kamen. Er erkannte sie zum Teil und zögerte weiter zu gehen. Sie hatten offensichtlich einen Plan für die Truppen und vielleicht war es doch wichtiger als ihr Ausgangslager zu finden. Denn wär konnte schon sagen ob es noch ein Nuru geben würde, welches er informieren konnte.

Er öffnete seinen Rucksack und Galantha schwirrte aus ihm heraus. Setzte sich auf seine Schulter und blieb ruhig, da sie ihn schon mal bei so einer Situation in Schwierigkeiten gebracht hatte.

"Flieg und sammel vorsichtig Informationen, was die Truppen vorhaben. Es sieht aus sie eine Belagerung, aber lausche mal vorsichtig was ihre viel geschmückten Soldaten sagen."

Sie nickte und schwirrte schnell in die Nähe der Truppen, wo sie sich ab da vorsichtiger bewegte.

Noq machte sich währenddessen zu diesen Leuten aus dem Erdloch. Er hatte Casandra und Amras dort erkannt. Vielleicht konnte er ihnen helfen.

Als er nahe genug war, gab er sich ihnen zu erkennen.

"Ein schöner Morgen, nicht wahr? Kann ich irgendwie behilflich sein?"

Er grinste breit um die Situation etwas aufzuheitern. Es würde ja noch schlimm genug werden.
Autor: Thorgrim Blutaxt Datum/Zeit: Mo., 22. Mai 2006, 22:40
>>Sir, die Vorbereitungen laufen gut! Es wird nicht mehr lange dauern, und die Katapulte sind einsatzbereit.<<

der junge Soldat verneigte sich ehrfurchtsvoll vor Derian, und erwartete Befehle.

>>Gut, sehr gut! Sobald alle Katapulte stehen will ich informiert werden. Wir werden die Stadt dann ein- zweimal beschießen. Mal sehen, was die Maden bei Beschuss machen.<<
>>Ja Sir!<<


damit drehte der Soldat wieder um, und lies den Riesen alleine zurück. Dieser blickte die ganze Zeit auf die verschlossene Stadt und ging wieder seinen Gedanken nach.

Noch wähnt ihr euch sicher hinter euren Mauern. Doch dabei habt ihr schon verloren. Ihr werdet unseren Zorn spüren. Auch wir haben gelernt. Wozu sollten wir gegen euch stürmen, wenn wir euch einfach da drinnen verhungern lassen können. Es wird nicht mehr lange dauern und diese Stadt wird mir gehören. Wartet nur ab.

~~*~~


Zustimmend nickte Thorgrim, als Hardor ihm antwortete.

>>Ich kann nur erahnen, was es für euch bedeutet, einen Menschen zu tragen. Umso mehr danke ich euch, dass ihr es macht. Viel Glück<<

Kurz schaute er noch, wie die beiden vom Boden abhebten, dann drehte er sich auch um und ging seinen anderen Geschäften nach.

Hardor überflog dabei die feindliche Linie. Hoch in der Luft erklangen die Schreie der Soldaten nur leise und gedämpft. Zwar schafften sie es noch, ihre Armbrüste oder Bögen zu ziehen, aber zum zielen hatten sie keine Zeit mehr. Kein Pfeil oder Bolzen kam ihnen auch nur nahe. Dann war auch der gefährlichste Teil auch schon geschafft. Vor ihnen lag die weite Ebene des Landes. Für Ethlind war der Ausblick ein Wahnsinn. Bäume, Flüsse, Häuser und Tiere tauchten unter ihnen auf und verschwanden ebenso schnell wieder. Und langsam näherte sich auch das riesige Gebirge, in welchem die Zwerge sich niedergelassen hatten.
Hardor setzte zur Landung an, als die Sonne langsam begann unterzugehen. Sanft setzte er Ethlind wieder an, bevor er in Richtung des großen Tores ging. Doch er musste nicht klopfen. Die Zwerge hatten ihrerseits den Drachen schon lange bemerkt und Alarm geschlagen. Konnten sie doch nicht die Absichten des Drachens erkennen. Durch verschiedene Schießscharten zielten Armbrüste auf den Drachen. Doch waren die Schießscharten so meisterhaft in den Stein gearbeitet, dass sie von außen nur wie normale Felssprünge aussahen. Niemand, außer die, die davon wussten, hätten dahinter Bolzen erwartet.
Bevor Hardor das Tor erreichte ertönte bereits eine tiefe männliche Stimme, die den Eindruck machte von überall zu kommen.

>>Mein Name ist Gnarl Steinbeißer vom Clan der Steinbeißer. Wer verlangt Zugang zu den Hallen der Zwerge? Sprecht oder dreht um, wenn euch euer Leben lieb ist.<<

Nachdem Gnarl sich den Grund angehört hatte öffnete sich das Tor ein Stück und zwanzig Zwerge kamen raus. 19 davon hielten weiterhin ihre Armbrüste bereit und zielten damit auf den Drachen oder Ethlind. Der zwanzigste, der wie alle in eine beeindruckende Eisenrüstung steckte lies sich das Horn zeigen und sprach dann.

>>Ich erkenne es. Ich war bei dem Kampf in unseren Hallen und als eure Freunde dies erhielten. Ich werde eure Nachricht sofort weiterleiten. Leider sind unsere Wartehallen nicht für eure Rasse ausgelegt, Drache. Daher müsstet ihr hier draußen warten. Wenn ihr was zu Essen oder Trinken wünscht, so sagt es. Ihr sollt es bekommen. Was euch betrifft, Menschenweib, so kommt mit mir.<<

Damit drehte er sich um, und auf einen Wink hin nahmen die anderen Zwerge die Bolzen von den Armbrüsten und entspannten sie. Langsam öffneten sich die massiven Tore. Hardor und Ethlind konnten sehen, dass sie mehrere Zentimeter dick waren. Hier konnten tausend von Soldaten Gegenrennen und das Tor würde nicht nachgehen. Und dabei schwangen die Tore lautlos nach außen. Nirgends war ein Mechanismus zu erkennen, welches dafür zuständig war. Dabei war das Tor so groß, dass selbst Hardor da hindurch gehen könnte.

Ethlind wurde nicht weit geführt. Durch einen riesigen Gang, der von massiven, beeindruckenden Säulen gesäumt war wurde sie zu einer im Verhältnis kleinen Tür gebracht.

>>Wartet hier. Ich werde euch rufen. Drinnen findet ihr Wasser und was zu Essen. Bedient euch.<<

sagte Gnarl und drehte sich wieder um.
Der Raum war sehr behaglich eingerichtet. In einer Ecke brannte ein kleines Feuer und verbreitete angenehme Wärme. Auch mehrere Sitzgelegenheiten waren da, und auf einem Tisch stand eine Karaffe mit Wasser und eine Schale mit Brot und ein wenig Fleisch. Auch wenn es keine Fenster gab, war die Luft nicht verraucht. Ein weiteres Geheimnis, wie die Zwerge die Abluft nach draußen leiteten. Eine halbe Stunde musste sie warten, dann klopfte es wieder an der Tür und zwei Soldaten, die die ganze Zeit vor der Tür gewartet haben, öffneten diese und baten sie, ihnen zu folgen.
Auch zu Hardor kamen Soldaten und baten ihn, auf ein nahebelegendes Plateau zu fliegen. Dort würde er erwartet. Tatsächlich war der Berg an der Spitze wie ein Vulkan geöffnet und innen drinnen befanden sich bereits gute 2 Dutzend Zwerge. Auf einem kunstvoll gearbeiteten Podest waren mehrere Stühle an einer langen Tafel, an denen mehrere Zwerge in den verschiedensten Eisenrüstungen waren. Auf einem höher gelegenen Thron saß ein beeindruckender Zwerg. Weißheit und Macht strömten von ihm aus. Auch wenn er keine Krone auf dem Kopf hatte, so wusste man sofort, dass dies der Herrscher der Zwerge war.
Ethlind wurde durch die verschiedensten Gänge immer höher geführt. Schnell verlor sie dabei die Orientierung, erhaschte dabei aber einen Eindruck in die Lebensweise der Zwerge. Die Gänge waren einzigartig bearbeitet worden. Kunstvoll und fast liebevoll war der Stein bearbeitet worden.

Als sie oben waren wurde sie zu Hardor geführt, wo die beiden Zwerge sich mit der rechten Hand auf das Herz schlugen und sich leicht verneigten. Danach traten sie wieder nach hinten und ein Zwerg am Tisch erhob sich.

>>Mein Name ist Tarek Eisenfaust. Nicht vielen wird die Ehre zu teil, vor unserem König zu sprechen. Und noch seltener der Rasse der Drachen. Also, was ist euer Begehr?<<


~~*~~


Während Hardor und Ethlind bei den Zwergen waren, erkundeten zwei Gruppen die Gänge unter Nuru. In der einen Gruppe waren Amras mit Casandra und 4 Soldaten, in der anderen Drax und weitere 5 Soldaten.
Die Gänge waren schnell gefunden. Beide Zugänge waren noch intakt, und nachdem die Türen geöffnet wurden, strömte ihnen ein feuchter, modriger Geruch entgegen. Doch das Glück hielt nicht lange an. Schon nach kurzer Zeit waren alle von Spinnweben und Dreck übersäht. Immer wieder liefen sie in Sackgassen, oder mussten einen Weg wieder zurück gehen, da der Weg vor ihnen unpassierbar war. Mehr als einmal mussten sie auf Händen und Knien weiterkriechen, da der Weg eingestürzt war. Doch sowohl auf Drax als wie auch auf die Zwerge in der Gruppe von Amras und Casandra war verlass. Zuverlässig fanden sie den Weg nach draußen. Zwar hatten nicht wenige einige Blessuren davon getragen, doch keiner hatte sich ernsthaft verletzt.

~~*~~


Während die Gruppen unter der Erde waren, nutzte Perfel ihre Magie, um die Soldaten zu schwächen. Thorgrim verstand davon nichts, aber er klammerte sich an jeden Strohhalm. Wenn dies wirklich helfen sollte, dann bitte. Gespannt schaute er zu, wie sie irgendwelche Wörter murmelte und auf einmal einen Feuerball auf die Soldaten warf. Thorgrim bekam den Mund vor staunen nicht mehr zu, als dieser kleine Feuerball in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit immer weiter wuchs und schließlich Ringförmig um Nuru lag. Dann wie auf ein unsichtbares Kommando schien der Ring von innen zu platzen und raste auf die Soldaten zu. Thorgrim dachte nicht mehr und sagte nichts. Fast hätte er sogar vergessen zu atmen, so atemberaubend war das Schauspiel. Diese Wand aus Feuer raste auf die Soldaten zu und mehr als einer geriet bei dem Anblick in Panik. Kopflos rannten sie in den Wald. Vereinzelnd hörte man auf der Mauer schon Freudenschreie. Der Gegner schien besiegt zu sein. Doch dann geschah etwas, womit keiner Gerechnet hatte. Mehrere in Schwarz gehüllte Menschen traten einen Schritt nach vorne und hebten in einer beschwörenden Geste die Arme. Kurz bevor die Wand die Soldaten und die Katapulte erreichte blitzte es hell auf und es schien, als wenn die Flammen wie auf einer Rampe über die Katapulte geleitet wurde. Doch konnten die Magier nicht alle schützen. Ihr Zauber konnte den Ring aus Soldaten nicht komplett schützen und so wurden viele Opfer der Flammen. Die, die schwere Verletzungen davon getragen hatten, wurden nach hinten gebracht, wo sich sofort um sie gekümmert wurde.

>>Sir! Die Katapulte sind Einsatzbereit. Doch sie haben einen mächtigen Magier!<<
>>DAS SEHE ICH SELBER DU IDIOT!!!<<


schrie Derian den Soldaten an. Wutentbrannt sah er sich die Verletzten an. Damit hatte er nicht gerechnet.

>>Worauf wartest du noch? Gib endlich Befehl um die Hunde zu beschießen. Das werden sie bitter bereuen!<<
>>Ja, Sir<<


kurze Zeit später wurden die Katapulte gespannt und kleine Fässer in die Schlinge gelegt, die angezündet wurden. Gleich darauf wurden die Verankerungen gelöst und der Hebelarm schnellte nach oben. In einem weiten Bogen flogen sie auf Nuru zu. Thorgrim sah die Geschosse auf die Stadt zufliegen und drehte sich auf der Mauer um.

>>Alle zu den Eimern! Wir werden angegriffen!!<<
Wieder brach Panik bei den Bewohnern auf der Strasse aus. Viele rannten völlig Kopflos durch die Strassen und versuchten irgendwo Unterschlupf zu finden.

Wie bei den Feinden passierte es auch in Nuru. Kurz bevor die Geschosse über Nuru niedergingen blitzte es bläulich auf und die Fässer zerschellten an dem Schutzschild. Doch es war nicht stark genug, um alle Fässer abzublocken. Mehrere Gebäude fingen Feuer und Menschen rannten panisch umher. Einige wurden von dem brennenden Alkohol getroffen, bei ihnen brannte ein Arm oder ein Bein. In einer Ecke lag eine humanoide Person brennend. Ob es ein Mensch, ein Elf oder ein Druide war, konnte man nicht mehr feststellen. Doch aufstehen würde sie nicht mehr.

>>Bringt die Bewohner in Keller. Oder sie sollen sich an die Wehrmauer drücken. Und ruft die Zeilenmurmeler von dem Magierzirkel her! Macht schon.<<

rief Thorgrim von der Mauer. Es dauerte nicht lange und schon kamen 5 ebenfalls in Schwarze Roben gekleidete Magier auf die Mauer geeilt.

>>Wir haben gehofft, der Zauber würde halten, doch er scheint zu schwach zu sein.<<
>>Dann steht hier nicht rum, sondern verstärkt ihn.<<


schnauzte Thorgrim den Magier an, bevor er sich wieder von ihm abwand. Angestrengt starrte er hinter die feindlichen Linien in der Hoffnung, einen der Saboteure zu sehen. Die Magier fassten sich währenddessen an den Händen und begannen einen monotonen Gesang anzustimmen. Dabei wippten sie mit den Oberkörpern leicht von rechts nach links. Schweiß bildete sich auf ihrer Stirn. Langsam schimmerte die Luft über Nuru wie eine Kuppel immer bläulicher. Der zweite Angriff verpuffte daran vollständig.

Wir schaffen es. Drax, beeil dich! Wir haben nicht mehr viel Zeit!

bat Thorgrim in Gedanken, als er auf einmal ein Stöhnen von rechts hörte. Ein Magier brach zusammen, ungläubig auf den Pfeilschaft starrend, der sich von hinten durch seinen Oberkörper gebohrt hatte. Schnell drehte sich Thorgrim um und sah gerade noch, wie jemand mit einem Bogen davon eilte.

>>Haltet den Verräter! 300 Gold für denjenigen, der mir seinen Kopf bringt!<<

schrie er wutentbrannt. Das Flimmern nahm wieder ein wenig ab.

~~*~~


Amras und Casandra kamen nordwestlich von Nuru heraus. Geschickt getarnt war der Eingang mitten im Wald unter einem von einem Blitz gespaltenen Stamm. Den Eingang musste man schon kennen, um ihn zu finden. Schnell trennte sich die Gruppe und jeweils Amras und Casandra mit drei Soldaten schlichen weiter zu den Katapulten. Dabei mussten sie feststellen, dass die Katapulte bereits fertig gestellt waren. Und von dem Lärm der Stadt her mussten sie auch schon einmal beschossen worden sein. Doch auch in den Reihen der Feinde waren Lücken entstanden. Sie konnten sehen, dass viele Soldaten hinter den Linien lagen, teilweise mit schweren Brandverletzungen. Nur wenige Soldaten bedienten die Katapulte, die gerade wieder gespannt wurden.

NoQ streifte gerade durch das Grün, als Casandra mit mehreren Soldaten vor ihm auftauchte. Sie hatten den Elfen nicht gesehen, so dass er sich einen Spaß daraus machte, sie zu überraschen. Dabei ging der Scherz fast nach hinten los. Die Soldaten waren bis zu den Haarspitzen angespannt, die Hände an den Waffen. Als sie die Stimme hörten, drehten sie sich erschrocken um, und zogen dabei die Waffe. Gerade wollten sie auf den Elfen losgehen, als sie ihn erkannten.


Auch Drax Gruppe teilte sich. Drei Soldaten gingen ihren eigenen Weg und waren kurze Zeit später im Dickicht verschwunden. Drax schlich mit den anderen zwei Soldaten zu einem Katapult. Dann schauten die beiden Soldaten den Zwergen fragend an. Sie hatten keine Ahnung, was sie machen sollten. Nur dass sie schnell etwas machen sollten, das war zu sehen, denn das Katapult wurde wieder gespannt.
Autor: Amras Datum/Zeit: Di., 23. Mai 2006, 11:15
Amras schlich sich mit den zwei Soldaten der Löwenpranke langsam durch das Unterholz. Amras sollte als Waldelf vorgehen und sie somit vor Patrouillen, die ebenfalls im Wald unterwegs waren warnen. Immer wieder mussten sie innehalten und im Dreck unter Büschen darauf warten, dass die feindlichen Soldaten ausser Hörweite waren und sie weiter schleichen konnten.

Sie kamen so nur sehr langsam voran und es konnte nicht mehr lange dauern, bis die Katapulte fertig aufgebaut waren und der Beschuss Nurus beginnen würde. Immer wieder musste Amras den drängenden Blicken der Soldaten ausweichen, weil er wusste, dass es nur zu einer Diskussion kommen würde, wenn er etwas sagen würde. Und er war sich nicht sicher, ob sich die Soldaten seiner Autorität unterordnen würde, wenn es darauf ankäm. Zudem würden sie nur wieder Zeit verstreichen lassen und das Risiko eingehen entdeckt zu werden.

Plötzlich hörten sie Schreie. Der Paladin zuckte instinktiv zusammen und kauerte sich auf den Boden. Was war geschehen? Hatte der Angriff auf die Stadt begonnen? Aber dafür waren die Schmerzensschreie zu nah, sie schienen direkt aus den Reihen, der Soldaten von De Côr zu kommen. Wie konnte das sein? Hatte Thorgrim die Nerven verloren und hatte einen Ausbrucht gewagt?
Doch Amras beruhigte sich. Diese Dummheit würde der Stadthalter wohl kaum begehen. Aber was war es dann? Die Zwerge würden wohl auch noch ein paar Tage brauchen, bis sich - wenn überhaupt - kommen würden.

Plötzlich hört der Elf hinter sich das Laub rascheln und er wandt sich geschwind mit dem Kriegshammer in den Händen um und hätte beinahe einen der Soldaten erschlagen, die ihn begleiteten.

<<Wir müssen uns beeilen! Die Schlacht hat schon begonnen und wenn wir nicht schnell handeln werden die Katapulte die gesamte Stadt in Schutt und Asche legen. Los kommt!>>

<<Nein! Es nützt niemanden etwas wenn wir unvorsichtig werden und geschnappt werden. Wollt ihr dem Feind auch noch ein paar Geiseln in die Hände spielen? Wir werden weiterhin langsam weitergehen und unseren Auftrag ausführen, wie wir es besprochen haben.>>

<<Ihr habt keine Ahnung vom Krieg, Schneider. Die Stadt wird nicht durch euren Gott beschützt und es wird den Müttern kein großer Trost sein, dass ihre Kinder im nächsten Leben nicht von Kriegern geschändet und getötet werden.>>


Der Soldat hatte die letzten Worte seltsam betont und noch gerade als Amras zu einer Antwort ansetzen wollte, kam der zweite Soldat - ein Ork - und schien die Lage direkt zu begreifen - was Amras überraschte. Er schwieg während Amras nocheinmal auf den Soldaten einredete

<<Ihr glaubt ich hätte keine Ahnung was Krieg bedeutet? Nur weil ich ein Schneider bin und an Paladin glaube? Ihr seid ein Narr. Ich habe mein Leben mehr als einmal riskiert um Andere zu schützen und ich bin durch den Tod gegangen und nur durch einen Wiederbelebungstrank wieder zurückgekommen. Ich habe das Böse in den schwarzen Einhörnern gesehen und ich habe in meiner Heimat Dutzende Scharmützel der Zwerge auf unsere Siedlungen und die Vergeltungsschläge von uns miterlebt und weiss was es bedeutet.
Wir haben beschlossen, dass ich die Führung bei diesem Unterfangen übernehme und es steht euch frei zurückzugehen und euch euren Vorgesetzen zu erklären, aber bringt uns und unseren Auftrag nicht in Gefahr.
>>

Der Soldat schien den zweiten nicht bemerkt zu haben und zuckte zusammen, als dieser Amras zustimmte und mit der tiefen Stimme eines Orks sprach

<<Soldat Pavel! Reißen sie sich zusammen. Der Paladin hat das Kommando über uns vom Stadthalter bekommen und wir müssen uns dem fügen...>>

Zu Amras gewandt sprach er

<<Stellvertrendender Gruppenführer der Erdgruppe Omisha. Ich werde dafür sorgen, dass euch Pavel keine weiteren Scherereien macht....>>

Amras Tahlali Telemmaitê; Landesquest: Angriff auf Nuru; Wald; Sabotage der Katapulte; Geschicklichkeistprobe-Entdecktwerden hat eine 1 auf einem 20seitigen Würfel gewürfelt

Plötzlich hielt der Ork inne und blickte sich besorgt um und dann hörten sie das Rascheln von Laub. Der Ork und Amras sprangen gleichzeitig auf und rannten in Richtung des Geräusches. Nun hatte Pavel es geschafft. Sie waren entdeckt worden und wenn es ihnen nicht gelang den Soldaten unschädlich zu machen bevor er die Saboteure veriet wäre das gesamte Unterfangen in Gefahr.

Immer weiter beschleunigten sich die Schritte des Waldelfen und hier zeigten sich die Vorteile, die der Elf gegenüber dem Ork hatte. Wo der Ork druch das Unterholz preschte, schaffte es Amras zwischen dem Gestrüpp hindurch zu gleiten und so wesentlich schneller und auch leiser voran zukommen.
Und das sollte ihnen zum Verhängnis werden. Das Scheppern der schweren Rüstung des Orks musste einige hundert Schritte weit zu hören sein und schon bald erklangen rund um sie herum Rufe. Was sollten sie tun? Zuallererst war natürlich der feindliche Soldat der sie entdeckt hatte das größte Problem. Er wusste wieviele sie waren und wenn er nur ein wenig Verstand besaß konnte er aus ihrem Gespräch ihren Plan herleiten. Also musste Amras ihn zuerst ausschalten und sich dann Sorgen um die Flucht machen. Bald hatte der Elf den feindlichen Soldaten im Blick und wenige Augenblicke später hatte er ihn soweit eingeholt, dass ein gezielter Schwung mit dem Kriegshammer zwischen die Beine den Soldaten zu Boden brachte und noch bevor der Soldat etwas sagen konnte, hatte Amras ihm den Schädel eingeschlagen und damit jede Gefahr, die von ihm ausging im Keim erstickt.

Kaum hatte der Soldat seinen letzten Lebensatem ausgehaucht, schlug sich der Paladin schon wieder ins Dickicht. Er musste ein Versteck suchen und abwarten, bis sich die Lage wieder etwas beruhigt hatte um das Katapult dann zu zerstören. Immer näher kamen die Rufe die nun aus allen Richtungen zu kommen schienen und gerade als er dachte, dass er kein Versteck mehr finden würde, kam ein umgestürzter Baum in sein Blickfeld. Das muss reichen! dachte sich der Elf und kroch unter das Holz und keinen Moment zu früh, denn kaum war er soweit ausser Sicht, da wurden die Rufe lauter und als dann auch noch Kampflärm erklang wusste Amras, dass Omisha und Pavel wohl gefunden worden waren.

Nach wenigen Augenblicken war dann alles ruhig. Nur ein paar entfernte Rufe erinnerten an das gerade Geschehende. Was würde nun aus ihnen werden? Würden sie gefoltert oder direkt hingerichtet werden? In jedem Fall konnte der Paladin im Moment nichts für sie tun. Also wartete er. Es dautere wiederrum eine ganze Weile bis alle Stimmen und Rüstungsgeschepper wieder verschwunden war und sich der Elf wieder aus seinem Versteck herauswagte. Nun ging er besonders leise und vorsichtig weiter in die Richtung in der das Katapult sein musste...

Und dann erklang das Geräusch, was er die ganze Zeit befürchtet hatte. Er hörte wie Befehle gerufen wurden und dann wie sich Seilwinden abrollten. Kurze Zeit später dann aus weiter Entfernung Explosionen und die Freudenschreie aus den Reihen der feindlichen Soldaten.
Nun beschleunigte der Elf seine Schritte trotz der Gefahr doch wieder um möglichst vorm nächsten Schuss beim Katapult zu sein. Dort angekommen erfuhr er warum sie im Wald die Schmerzenssschreie gehört hatten. Überall lagen Verwundete mit Verbrennungen herum. Thorgrim musste beschlossen haben, die Feinde mittels der Magie etwas unter Druck zu setzen und anscheinend hatte der Feuerzauber oder eher der Magier, der ihn erzeugt hatte ganze Arbeit geleistet zu haben. Direkt bei dem Katapult war nur die Bedienmanschaft zu sehen und ab und zu ein paar Soldaten die aber nur daran vorbeieilten.

Er musste es schaffen zuerst für eine Ablenkung zu sorgen und dann ein paar Ölfässer auf das Katapult zu werfen. So verschwand er in südlicher Richtung im Dickicht.
Nach einer Weile war er auf der anderen Seite des Katapults und sah, dass die Bedienmanschaft gerade dabei war das Katapult erneut zu laden. Er musste das verhindern. Und dann erblickte er ein lohnendes Ziel. Dort stand ein Mann der die anderen zu kommandieren schien und somit wohl das lohnenste Ziel war. Amras nahm seinen Bogen und suchte sich eine geeignete Schussposition. Er wusste, dass er nach dem Schuss sofort verschwinden musste. Er nahm den verzauberten Bogen und legte den Pfeil auf. Er zielte sorgsam und hielt final die Luft an um auch wirklich zu treffen.

Amras Tahlali Telemmaitê; Landesquest: Angriff auf Nuru; Wald; Sabotage der Katapulte; Bogen auf Bedienmanschaft 1 hat eine 2 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt. ==> Körpertreffer; 3 (Stärke Bogen) + 12 (Stärke Char) = 15 Schaden

Amras Tahlali Telemmaitê; Landesquest: Angriff auf Nuru; Wald; Sabotage der Katapulte; Bogen auf Bedienmanschaft 1, Sonnenlicht hat eine 1 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt. ==> Sonnenlicht

Amras Tahlali Telemmaitê; Landesquest: Angriff auf Nuru; Wald; Sabotage der Katapulte; Bogen auf Bedienmanschaft 2 hat eine 6 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt. ==> daneben

Amras Tahlali Telemmaitê; Landesquest: Angriff auf Nuru; Wald; Sabotage der Katapulte; Bogen auf Bedienmanschaft 2, Sonnenlicht hat eine 6 auf einem 6seitigen Würfel gewürfelt.==> kein Sonnenlicht


Er entliess den Pfeil und legte sogleich einen zweiten auf. Doch er hatte vergessen, dass dies kein normaler Boden war und so leuchtete der Pfeil hell auf und wurde noch viel greller als er sich bei dem Offizier in die Brust bohrte. Geblendet von diesem Licht ging der zweite Schuss des Paladins daneben und auch reagierte der Bogen dieses mal nicht. Alle Blicke der Soldaten gingen in seine Richtung und als die ersten wütenden Rufe erschallten lösten sich alle aus ihrer Erstarrung und rannten in seine Richtung.

Rasch stand er auf und flüchtete etwas tiefer in den Wald um seine Verfolger abzuschütteln. Er würde seinen Häschern aber auch nur eine kurze Weile entkommen können ohne außer Reichweite des Katapults zu gehen und so musste er sich auf seine Fähigkeit verlassen. Er würde sich im Wald verstecken und darauf warten, das die Soldaten an ihm vorbeilaufen würden. So kauerte er sich in eine Mulde unter einem Strauch und bedeckte sich zum Teil mit Laub. Er hoffte, dass diese Tarnung reichen würde.

Und dann hörte er die Stimmen der Soldaten und wie diese durch das Unterholz preschten. Nun das würde seine Chance erhöhen nicht entdeckt zu werden. Eine schier endlos erscheinende Weile lag er so da, bis sich die Soldaten entfernten und nun musste sich der Paladin beeilen um auch seinen  Plan zuende zu führen. Rasch schlich er zurück zum Katapult und sah das kaum noch Soldaten hier waren. Auch die Mannschaft, die die Belagerungswaffe bedienen sollte, schien ohne einen Offizier nicht arbeiten zu können. Geduckt und immer darauf bedacht jede mögliche Deckungs auszunutzen schlich sich der Elf zu dem Katapult bis er sich in seinem Schatten verstecken konnte. Er stellte drei Fässer geöffnet an das Gerät und verschüttete den Inhalt von zweien über die Fässer und über das Holz des Katapultes. Wenn er es schaffen würde, das Öl zu entflammen würden die Fässer optimaler Weise auch Feuer fangen und das Katapult auch wirklich zerstören. Nachdem er das Öl verteilt hatte, schlich er sich wieder soweit von dem Katapult weg, dass er noch auf die Ölgetränkte Fläche Schießen und vorallem Treffen konnte.  Er legte den Brandpfeil auf, entzündete ihn und feuerte ihn auf das Katapult. Der Pfeil bohrte sich in das Holz und sogleich fing das Öl Feuer und breitete sich rasch auf der gesamten Kriegsmaschiene aus. Doch Amras konnte den Erfolg nur kurz bewundern, denn er wusste, dass dies wesentlich mehr Soldaten anlocken würde und da würde ihm auch seine Fähigkeit sich im Wald zu verstecken wenig nützen. So hängte er sich den Bogen wieder über die Schulter und rannte nun möglichst leise und doch schnell zu dem zweiten Katapult. Wie würde es wohl den anderen ergehen? Und würden sie das zweite Katapult auch noch in Brand setzen können? All dies ging ihm durch den Kopf während er durch das Dickicht eilte...

Amras verliert zwei Pfeile, einen Brandpfeil und 5 Ölfässer.
Autor: Black Rose Datum/Zeit: Di., 23. Mai 2006, 13:41
Nach einer Zeit war Ethlind bis auf die Knochen durch gefroren vom Wind der um sie herum schlug, aber trotzdem lies das wunderschöne Gefühl der Freiheit nicht nach. Fliegen war etwas was sie wirklich nur zu gerne könnte. Manche sagten ja das die Menschen einst Flügeln hatten, und sie nur verkümmern ließen, aber etwas so wunderschönes würden doch nicht einmal die Menschen aufgeben, oder?


Der Flug schien sich ihrem Zeitgefühl zu entziehen. Sie hätte nicht sagen können ob er lang oder kurz gedauert hatte, ihre Glieder jedenfalls waren steif als sie ankamen, und sie hatte das Gefühl ein Eisblock zu sein. Die Sonne verriet ihr welche Zeit der Flug in Anspruch genommen hatte, und sie sagte sich, dass es dann auch kein Wunder wäre wenn sie sich am nächsten Tag nicht mehr rühren konnte. Ihre Muskeln wollten jetzt schon fast versagen, als sie wieder am Boden stand, und nur mit Mühe konnte sie nur mit mühe dem Drachen hinter her kommen, nachdem sie ihre Kleider wieder gerichtet hatte und einen vergeblichen versuch die Frisur wieder als solchige erkenntlich zu machen. Die Knoten die der Wind in ihre Haare gemacht hatte würde sie nie wieder herausbekommen.

Als sie neben dem Drachen hervor trat hörte sie die Stimme und kurz blickte sie das gewaltige Tor an, dann machte sei einen tiefen Knicks, der sie auch kleiner als einen Zwergen machen würde. Mit einem kurzen Seitenblick auf Hardor ob sie reden solle, begann sie dann weiters in der Haltung verharrend ihre Bitte vorzutragen.

&#8222;Ehrenwerter Gevatter. Dieser Sturmsilberdrache ist Hardor und mein Name ist Ethlind Black, wir erbitten nicht Einlass sondern Hilfe in großer Not. Wir stehen vor euch im Auftrag von Gevatter Thorgrim Blutaxt und seinem Waffenbruder Gevatter Drax Hammerhall, die hofften das ihr ihnen im Kampf gegen die Armeen Côrs beisteht. Die Stadt Nuru ist umzingelt von den Armeen und wenn es keine Hilfe gibt, so ist Nuru alsbald nur mehr ein Fleck verkohlter Häuser in der Landschaft Dragonias.

Auch gab uns Thorgrim jenes Horn mit. Ich sollte es euch zeigen und damit meine Worte bekräftigen.&#8220; sie hatte das Horn aus ihrer Tasche heraus geholt und hielt es nun dem Zwerg hin.


Sie sah kurz zu Hardor als man sie bat mit den Zwergen mit zu gehen, dann schalt sie sich jedoch das der Drache sicherlich auf sich aufpassen konnte und das gewiss besser als sie auf sich. Also folgte sie Gnarl, und gleich war die Sorge um alles vergessen als sie die Halle erblickte, das Tor war eindrucksvoll gewesen, diese Hallen aber hatten gar keine Worte mehr. Ethlind konnte es nicht verhindern das sie mit offenem Mund und großen Augen in die Höhe starrte und dann die Säulen betrachtete. &#8222;Unglaublich ... &#8222; murmelte sie, gab aber ihrem Drang nicht nach zu einer Säule zu rennen um die zu berühren. Zwergen waren wirklich erstaunliches Volk. Als sie in das kleine Zimmer geführt wurde, sah sie sich darin um und befand es für recht gemütlich, auch wenn ihr nach einer Zeit gewiss der Himmel und die Sonne abgehen würden. Sie konnte nur hoffen das man sie nicht lange warten ließ.

Nachdem sie alleine war, setzte sie sich ans Feuer. Die Ungewissheit und das Erstaunen hatten sie die Kälte vergessen lassen, nun aber beutelte sie sie dafür um so mehr. Sie zitterte am ganzen Körper während sie ihre klammen Finger möglichst nah an Feuer brachte. Auch spürte sie das sie einen ganzen Tag ihre Kinder nicht gestillt hatte, und ihre Muskeln zitterten mit ihrem Körper vor Ermüdung mit. Alles in allem war sie froh, dass sie sich hier nirgends in einen Spiegel sehen musste.  Und hoffte nur das es dem rauen Volk der Zwerge egal war wie zerstört sie eigentlich aussah, und dann überall auch noch das hartnäckige Blut an ihren Fingern. Sie machte einen versuch die dunklen spuren in den ritzen ihrer Finger herunter zu kratze, während ihre Gedanken zu ihren Kindern schweiften. Olga hatte sicher etwas gefunden sie zu füttern, aber ging es ihnen denn auch wirklich gut? Was war in Nuru passiert? Sie begann daran zu zweifeln ob es so sinnvoll gewesen war aus Nuru weg zu gehen. Dort lag schließlich alles was sie liebte. Sie schüttelte den Gedanken aber gleich ab, dies hier könnte wenigstens helfen! Resolut stand sie auf, und begann ihre Haare mit den Fingern so gut es ging zu kämmen, und flocht sich dann einen einfachen Zopf, der nur zur Hälfte fertig war als man sie auch schon wieder holte.

Sie trat langsam die Treppen hinauf, immer mehr von Begeisterung für die Kunst der Zwerge erfüllt, aber nicht hatte sie auf den Anblcik dieser Halle vorbereitet wo sie sogar den Himmel erblickte. Kurz blieb sie mit Steunen im Gesicht stehen, als sie die Aura Tareks gewahrte. Er hätte nicht erhoben sitzen müssen, es hätte gereicht wenn er da gewesen wäre, man hätte ihn sofort erkannt. Ethlind machte ehrfürchtig einen tiefen Knicks und senkte ihren Kopf. Nun lies sie Hardor reden, denn man hatte auch ihn gerufen was hieß man würde auch den Worten eines Drachen lauschen und Hardor hatte sicher mehr Verständniss für Kriegsereignisse und die schwere des Problems. Sie konnte all dies nur erahnen und nachher an der Zahl der Verwundeten feststellen.

Autor: Rraurgrimm Datum/Zeit: Di., 23. Mai 2006, 18:11
Zäh wie gerinnendes Pech schien ihm die Zeit langsam zu verrinnen - er hatte daran mitgewirkt, die leidlich transportfähigen Verwundeten auf Wagen und sogar Handkarren zu heben und mitunter sogar bei dem einen oder anderen davon selbst mit (Krallen-)Hand angelegt um sie möglichst rasch aus der unmittelbaren Nähe der Mauern und des provisorischen Lazarettes zu bringen. Er hatte aus einem Gespräch einiger Soldaten vernommen, dass eine Schar Wagemutiger sich durch wohl seit langem verborgene Tunnel aufgemacht hatte, um einige der Belagerungswaffen vor der Stadt zu zerstören und damit wertvolle Zeit zu erkaufen. Und er hatte gesehen, wie ein stolzer Drache mit einer kleinen Delegation fortgeflogen war - angeblich um Hilfe von anderen zu holen. Ob dieser Entsatz jedoch überhaupt noch existierte - oder ob er bereits den dunklen Scharen vor den Toren zum Opfer gefallen war - wusste niemand zu sagen, noch weniger, ob dies überhaupt Hilfe bedeuten würde. Schliesslich hatte man die Transportfähigen weiter in das Innere der Stadt gebracht und auf vereinzelte Gebäude aufgeteilt wo sie weiter leidlich versorgt wurden - und es gab für viele andere wie ihn wenig mehr zu tun als zu warten. Das dumpfe Dröhnen der Trommeln hallte unablässig von jenseits der Mauern herüber, manchmal schien es ihm fast als vibrierten bereits die Steine der Strasse unter seinem Pfoten im Einklang, als würden die hölzernen Läden der verrammelten Fenster um ihn herum mitbeben.
Plötzlich: ein Rauschen, welches ebenfalls von jenseits der Mauern zu kommen schien - sollte es nun beginnen? fragte er sich durchaus ein wenig nervös. Doch nein, das Geräusch wird leiser - und dann vernahm er angestrengt lauschend auch bereits die Schmerzens- und womöglich Todesschreie vereinzelter Diener des Dunkels von Taros. Ein Jubel klang von den Mauern der Stadt herab, anscheinend war ein erster Schlag gelungen - nach der Freude bei der Abwehr der Vorhut ein willkommener Klang in der sonst eher bedrückenden Stille in welcher man nur abwarten konnte. Eine Magierin oder ein Magier hatte eine gewaltige Wand aus Flammen gewirkt, welche sich durch das gegnerische Lager gewälzt hatte, alles auf ihrem Weg versengend und verzehrend. Doch verhallte auch dieser Jubel rasch, irgendetwas schien nicht ganz den Erwartungen zu entsprechen - und bald zeigte sich, was wohl nicht gelungen war: abermals vernahm er ein leises Rauschen in der Luft - welches dieses Mal jedoch lauter zu werden begann - ein Schatten durchteilte die Luft...
unmittelbar darauf zerbarst das Dach eines nahegelegenen Schuppens und eine Flammensäule schoss aus den jäh verkohlten Überresten empor. Die Katapulte - hatten anscheinend bisher sowohl den Ausfall der Wagemutigen durch die Tunnel als auch die entfesselte Flammenwand überstanden. Laut gellten Alarmschreie durch die Strassen - und zwei Ecken weiter sah er mehrere Helfer aus der Miliz wie sie verzweifelt versuchten, einige sich mit nur unmenschlich zu nennenden Schreien über den Boden wälzenden, lodernden Gestalten zu löschen. Noch ein, zwei weitere Male hörte er den dumpfen Aufschlag und die danach einsetzenden Schreie Verwundteter - und in dem Geruch von Feuer und Rauch lag die Brechreiz erregende Note verbrannten Fleisches. Immerhin hatte man sich auf Derartiges leidlich vorbereitet und einige Anführer der Milizionäre begannen bereits, mit scharfen Kommandos Einwohner zum Löschen der Brände einzuteilen und das bereitgestellte Wasser zu nutzen oder Ketten zu nahegelegenen Brunnen und Wasserstellen zu bilden.
Er selbst hatte für einige Momente genug damit zu tun, seine eigenen Sinne wieder zu sammeln - der Geruch nach Feuer weckte Urinstinkte, Flucht! schrie es ihn jeder Faser seines Körpers und er musste seine leicht zitternden Krallenhände dazu zwingen, nach einem schäbigen Tuch am Gürtel zu tasten und dieses in einem noch nicht verwendeten Löscheimer zu tränken um es sich dann um Kopf und Schnauze zu wickeln. Der leicht modrige, feuchte Geruch des Tuches half gemeinsam mit der Kühle des Wassers immerhin, den Kopf wieder leidlich klar zu bekommen. Als er sich wieder umschaute - sah er, wie gerade eine handvoll dunkel berobter Gestalten auf den Zinnen gleichsam beschwörend die Hände gen Himmel hob und ein fahles, bläuliches Leuchten lag wohl schon seit einiger Zeit über der Stadt. Ein dunkler Schatten in der Luft über den Zinnen, ein weiteres Geschoss - doch dieses Mal zerbarst es und die flüssigen Feuerzungen leckten harmlos an der magischen Barriere herab.

Was Rraurgrimm's Augen jedoch dann sahen hätte er gewiss nicht erwartet: eine der schwarzberobten Gestalten auf den Zinnen griff sich an die Brust - deutlich nicht im Einklang mit seinen Gefährten - und sackte zusammen. Ein Pfeilschaft ragte sich hell von dem schwarzen Robenstoff abhebend aus dem Rücken des Mannes! Da erklang auch bereits der zornig-donnernde Ruf: ein Verräter war in der Stadt - vielleicht nur einer von mehreren! Noch während er ein wenig ungläubig zu den Zinnen hinaufstarrte und dabei sah, wie die bläulich schimmernde Kuppel über ihnen merklich verblasste aber immerhin nicht gänzlich schwand - meinte er, eine mit einem Bogen bewaffnete Gestalt garnicht so weit von ihm in einer der dunklen Gassen verschwinden gesehen zu haben. Ein Soldat auf dem Weg zu seinem Posten? Weshalb entfernte er sich dann aber von der Mauer... - "Fangeisen und Räude!" schallt er sich selbst, das war möglicherweise der Attentäter gewesen!

Und ohne noch weiter über den Sinn seines Tuns nachzudenken wandte er sich von der Mauer ab und eilte auf ledernen Pfoten der Gestalt hinterdrein.
Autor: Hardor Datum/Zeit: Mi., 24. Mai 2006, 14:58
Hardor begab sich dann doch zu der Anhöhe, obwohl diese kleinen Schürfer mit ihren Armbrüsten auf ihn gezielt hatten, oh ja, in Kriegszeit konnte man nie sicher genug sein, aber welche Gefahr sollte schon ein Sturmsilberdrache mit sich bringen mit dem auch noch ein Mensch reiste?
Noch schnell vergaß der Geschuppte seinen groll und lies den Blick respektvoll über den Tisch und die Zwergenkünste gleite ehe seine grauen Augen Tarek fixierten. Wohl strahlte er Königlichkeit aus, ein Herr über das Reich der Tiefen, jedoch nickte Hardor nur kurz mit seinem Kopf und erhob sich zur vollen Größe. Niemanden zeigte er seine Reißzähne, doch hielt er seinen Blick fest auf den Zwergen gerichtet als wolle er diesen nur mit dem Blick niederzwingen, nicht schwer war zu erraten dass Edeldrache dem Zwergen seine Gedanken übermittelte, Worte von keinen Lippen geformt, reden dessen Klang nicht zu hören war.


"Und genauso ist es eine Ehre, dass überhaupt ein Drache diese ehrwürdigen hallen besucht um vor den Zwergen zu sprechen. Eure Arbeiten sind nur lobenswert und ich verleugne nicht die Bewunderung eurer Schätze, den kleinsten Kiesel verwandelt ihr in ein Meisterwerk.
Vor Nuru sammelt sich jedoch Côr, einen Feind Gegend en selbst ich angehe, denn er ist nicht der Gegenspieler der Menschen, nein, der Gegner aller lebendiger Rassen die auf dem Antlitz der Erde wandeln, egal ob in der Luft oder tief am Fuße der Welt. So bittet der Stadthalter Nurus, Thorgrim Blutaxt euch um Hilfe.
Vielleicht könnten wir solch eine Macht zurückschlagen, aber unerwartete traf uns dieser angriff, kaum blieb zeit zur Verteidigung. Nun haben sich die schwarzen reihen in sechs Armeen um das Bollwerk Dragoniens versammelt um es zu brechen, aber ich selbst prophezeie, mit der Hilfe der Völker wird es niemandem gelingen. Wie sehr würden die Menschen, Elben, Lycantrophen und friedfertigen Orks es schätzen wenn die Schürfer an Ihrer Seite kämpfen, so wie es einst in vergessenen Liedern besungen wurde. Zu Zahlreich sind ansonsten die dunklen Fluten die Nurus Mauern bestürmen"

Hardor lies aus seiner Kehle ein kehliges Grollen vernehmen und musterte jeden der anwesenden Zwergen lange mit seinem beinahe funkelnden Blick ehe er Ethlind zunickte und geduldig auf eine Antwort wartete. Nun, mutige Kämpfer hatten wohl in diesem Moment die Triböcke angegriffen und die Stadt stellte sich auf einen erbitterten, langen Kampf auf den Zinnen ein.
Anmutig neigte der Sturmsilberdrache nun doch sein Haupt und stand still wie eine Statue, nur das rhythmische heben seines Brustkorb als auch seine Augen errieten das lebendige Wesen hinter den schimmernden Schuppen. In diesen Zeiten wäre ein glorreicher Sieg des Guten von Vorteil für andere, schwer würde es für Taros werden sich von so einem Rückschlag zu erholen und wer weiß, vielleicht rückten die Drachenritter selbst vor und bedrängten die grenzen des schwarzen Landes, ein für alle Mal musste man diesen Feind auslöschen. Dabei wären die Zwerge starke Verbündete auf dem Schlachtfeld und als Handelspartner, jedoch interessierte das den Drachen wenig und er dachte nicht weiter über die verschiedenen Möglichkeiten nach. War dieser Krieg vorüber konnte er sich getrost wieder zurückziehen und weiterhin frei in Aylann leben.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Do., 25. Mai 2006, 11:15
Vorsichtig versuchte Drax die Situation zu erfassen. Die Bedienmannschaften waren damit beschäftigt, die nächste Ladung fertig zu machen. ‚Also haben sie den Beschuss schon begonnen!‘ dachte der Zwerg grimmig und ballte die Fäuste. Er sah Rauch aus Nuru aufsteigen. Er musste jetzt schnell handeln, denn jede Verzögerung konnte eine Unzahl an Opfern in Nuru fordern. Er blickte zu den beiden Soldaten, dann wieder zurück zum Katapult. Die Entfernung war nicht zu unterschätzen. Wie sollte man sich unbemerkt nähern? Auf einen offenen Kampf brauchte er sich nicht einlassen. Es stand außer Frage, dass er eine ganze Menge Feinde ins Jenseits befördern konnte, aber davon wurden die Belagerungsmaschinen auch nicht zerstört.

Der Zufall – in Form von Perfels Feuersturm, aber das wusste Drax natürlich nicht – kam ihm zu Hilfe. Die Flammenwand reichte zwar nicht aus, die Katapulte zu zerstören, aber sie richtete ordentlich Schaden in den Reihen der gegnerischen Soldaten an. Viele wälzten sich schreiend am Boden und versuchten die Flammen zu ersticken, andere taumelten angesengt zurück und versuchten sich und ihre Kameraden in Sicherheit zu bringen. Die Luft war erfüllt mit dem Gestank verbrannter Haut und Haare. Das war die Möglichkeit! Vielleicht die einzige und letzte!

“Also aufgepasst. Ich werde das Katapult mit Öl benetzen. Hoffen wir, dass ein Zwerg in dem Tumult nicht übermäßig auffällt. Ihr bleibt hier und gebt mir Deckung. Verratet eure Position aber nur im äußersten Notfall! Sowie ich das Öl losgeworden bin, schießt es in Brand. Und dann sofort Rückzug! Kein falscher Heldenmut! Wartet nicht auf mich und zieht euch sofort in den Tunnel zurück und sichert den Eingang! Wir wollen keinen uneingeladenen Besuch in der Stadt riskieren. Alles verstanden?“ Die Männer nickten und hielten ihre Schusswaffen bereit. Der Axtmeister schnappte sich zwei Fäßchen mit Öl – er wollte ja beweglich bleiben und nicht wie ein Lastesel zum Katapult wanken – und holte noch einmal tief Luft.

Dann sprang er aus der Deckung auf und lief zielstrebig auf das Katapult zu. Er wollte so lange es ging einen direkten Kampf vermeiden. Dies würde seine Erfolgsaussichten nur schmälern. Sollten die ruhig denken, er brächte etwas zum Katapult, Munition vielleicht oder so etwas. Hoffentlich fiel es im allgemeinen Durcheinander niemandem auf, dass er der einzige Zwerg weit und breit war und nicht hier her gehörte. Die schreienden Verwundeten hätten in ihm so etwas wie Mitleid wecken können, aber der Gedanke an die Opfer in Nuru, die ebenso qualvoll verbrannten, hielten dieses Gefühl wirkungsvoll zurück. Überhaupt – er hatte schon soviel Leid und Elend während einer Schlacht gesehen, hatte selber schon so viele Gegner zu ihren Ahnen geschickt – er wusste nicht, ob er etwas empfinden sollte und ob die fast schon gelassene Art mit der er den Tod in Kauf nahm nicht falsch war. Er wischte den Gedanken beiseite. Es fiel ihm leicht, vielleicht zu leicht, und er konzentrierte sich wieder auf seine Aufgabe.

Nur noch wenige Schritte. Er schlug den Deckel eines der Ölfäßchen ein und war das Öl auf die Kriegsmaschine. Mit ein bißchen Glück brauchte es keine Brandpfeile und das Öl entzündete sich an der Ladung des Katapultes. Und wenn nicht, dann konnte er sich vielleicht einen der brennenden Soldaten greifen und ihn als lebende Fackel benutzen. Kalt und berechnend spielte er diese Möglichkeit durch. Die Katapultmannschaft reagierte als das Behältnis aufschlug, wie er feststellte, doch mit kühler Präzision schwang ‚Orkspalter‘ durch die Luft und alles was der magischen Axt im Weg war, wurde gnadenlos zerschmettert und zerschnitten. Drax warf das zweite Fäßchen gegen den Rahmen des Katapultes und es zerschellte, wie erhofft. Nun lag es bei den beiden Bogenschützen. Er war in jedem Falle entdeckt und ging mit zwei weiteren Schlägen in die Offensive. Nun hatte er ja beide Hände frei und konnte seinem tödlichen Handwerk nachgehen. Sicher, sein ursprünglicher Plan war es, sich nach erfolgtem Angriff wieder abzusetzen und durch die Tunnel wieder in die Stadt zu gelangen. Aber er konnte es nicht riskieren, den Feinden die Zugänge zu verraten. Vielleicht gelang es ihm ja, sich doch noch zu lösen. Ob er sich dann zu den Tunneln, vor die Tore Nurus oder weiter hinter die Linien des Gegners durchschlug - das würde die Situation zeigen.


3 AW und 1 VW siehe Diskussion
Autor: Thorgrim Blutaxt Datum/Zeit: Sa., 27. Mai 2006, 17:02
Nachdem sich die Soldaten von Drax Gruppe getrennt haben, schlichen sie weiter zu dem nächsten Katapult. Jedes Teil, was hätte klappern können haben sie vorher mit Stoff umwickelt, so dass sie kein Geräusch machen konnten. Langsam schlichen wie immer weiter in die Richtung des Geschützes. Es dauerte nicht lange und sie konnten die Soldaten sehen. Auch hier war die Wirkung von Perfels Feuersturm zu sehen. Viele Soldaten lagen bewegungslos am Boden. Andere Soldaten lagen wimmernd am Boden und wurden von Kollegen oder Heilern versorgt. Niemand nahm Notiz von den drei Augenpaaren, die sich das Spektakel ansahen.
Willow, Berem und Angmar sahen sich das treiben eine Weile an. Dann wies Berem auf Angmar und deutete auf einen Baum. Bei Willow zeigte er auf einen zweiten und bei sich auf einen dritten Baum. Angmar drückte er ein paar Ölfässer in die Hand und nahm den Rest für sich. 2 Finger hielt er in die Höhe, was Angmar verstand. Sie würden jeder nur zwei Fässchen werfen. Willow drückte er die Brandpfeile in die Hand, und auch er nickte. Er würde danach das Öl anzünden. Ohne ein einzigstes Wort geredet zu haben, klopften sie sich gegenseitig auf die Schulter und begannen jeder für sich auf den zugewiesenen Baum zu klettern.

Der Elf war als erstes auf dem Baum. Schnell suchte er sich einen Platz in der Baumkrone, wovon er das Katapult in einer idealen Schussposition hatte, jedoch selber nicht gesehen werden konnte. Dann wartete er. Berem und Angmar brauchten ein wenig länger, um auf den Baum zu kommen. Doch auch sie schafften es ohne Zwischenfall und ohne ein Geräusch zu verursachen. Nur die Blätter bewegten sich ein wenig, doch keiner der Tuppen Côr’s nahm davon Notiz.

Die Soldaten Côr’s waren gerade dabei, das Katapult neu zu beladen. Diesmal waren es keine Brandgeschosse, sondern massive Steine. Dafür mussten jedoch alle Soldaten mit anpacken. Somit war das Katapult kurz unbewacht, was Berem und Angmar ausnutzten. Schnell hintereinander warfen sie ihre Fässer. Angmars erstes Fass verfehlte zwar das Katapult, doch dafür trafen die anderen drei und zerschellten an dem Holz. Langsam lief die glitzernde Flüssigkeit am Holz entlang und tünchte auch die Seile, die stramm gespannt war.

Jetzt war die Zeit für Willow gekommen. Doch wartete er noch. Die feindlichen Gegner schleppten gerade unter großen Kraftaufwand den Stein zur Schlinge. Keiner von ihnen nahm das Öl und die zerschellten Fässer am Katapult zur Kenntnis. Viel zu sehr waren sie beschäftigt, den Stein zu tragen. Auch das die Schlinge sich langsam mit Öl durchtränkt hatte, war ihnen nicht aufgefallen. Der Stein lag nun in der Schlinge und das Katapult war bereit. Der Elf zündete schnell den Brandpfeil geschickt mit Feuerstein und Stahl an, und legte ihn auf die Sehne. Dann zielte er auf das Öl. Der Anführer der Bedienmannschaft des Katapultes wollte  gerade das Signal zum feuern geben, als sich der Brandpfeil in das Holz bohrte. Schnell breitete sich das Feuer durch das Öl aus und setzte alles in Brand.

Hektisches Geschrei breitete sich unter den Soldaten am Boden aus. Die Soldaten unmittelbar vor dem Katapult sprangen erschrocken zurück. Einige Soldaten, die gar nicht mitbekommen hatten, das sie mit dem Öl in Kontakt gekommen waren, fingen ebenfalls Feuer und schmissen sich auf den Boden und wälzten sich hin und her. Allein der Anführer war kühl genug, die Flugbahn des Pfeils zurück zu verfolgen. Doch konnte er den Elfen in dem Baum nicht ausmachen. Ein paar Soldaten versuchen das Feuer mit improvisierten Decken oder Dreck zu ersticken, aber es war ein hoffnungsloses Unterfangen.

Auf einmal riss das Spannseil des Katapultes. Ein Soldat, der nicht auf passte wurde durch das peitschende Seil am Hals getroffen. Mit einer klaffenden Halswunde ging er zu Boden. Seine letzten Atemzüge waren gezählt. Der Arm des Katapultes dafür schnellte nach oben und hätte seine schwere Last sicherlich treffsicher nach Nuru befördert, wenn nicht in dem Moment das Seil des Gegengewichtes auch gerissen wäre. So plötzlich, wie der Arm nach oben schnellte, so abrupt stoppte er auch und schmiss den Stein senkrecht ein paar Meter nach oben, bis er mit Wucht wieder zur Erde knallte. Alle Soldaten sprangen erschrocken zur Seite, da der Stein nicht liegen blieb, sondern weiterrollte.

Das war das Zeichen für Berem, Willow und Angmar. So schnell sie konnten kletterten sie von ihren Bäumen und sprangen den letzten Rest auf den Boden. Kurz schauten sie sich an, ob auch niemand verletzt war, dann liefen sie in den Wald rein, um zum nächsten Katapult zu gelangen. Wäre nicht ein solcher Lärm bei den Feinden gewesen, so hätten diese bestimmt das gehässige Lachen der Soldaten der Löwenpranke gehört.

~~*~~


Drax hatte weniger Glück als die drei anderen Soldaten. Auch wenn er versuchte, so leise wie möglich zu sein, so verursachte seine Rüstung immer wieder ein Klimpern, Klirren oder Quietschen. Immer wieder wenn Drax die anderen Soldaten, die mit ihm unterwegs waren nicht sah, grinsten sie Schadensfroh. Natürlich kannten sie Drax, und noch besser die Geschichten um den Zwergenkrieger, doch umso mehr freute sie es, dass es etwas gab, wobei sie dem Zwergen überlegen waren. In ihren Lederrüstungen verursachten sie kein Geräusch, als sie durch den Wald gingen.

Das Bild änderte sich jedoch, als die Drei das Katapult erreichten. Vorsichtig spähten sie hinter einem Baum hervor, und auch die beiden Soldaten ballten ihre Fäuste. Am liebsten hätten sie sich mitten in die feindlichen Reihen geschmissen, doch wussten sie auch genau, dass ihr Tod dann nichts bringen würde. Erst mal mussten die Katapulte zerstört werden. Dann war die gröbste Gefahr gebannt. 

Die Soldaten nickten zustimmend, als sie von Drax Plan erfuhren. Danach machten sie sich gleich daran eine kleine Kuhle auszuheben, wo sie ein Feuer machten. Dort würden sie später ihre Pfeile entzünden. Die Kuhle war so angelegt, das keiner von den feindlichen Soldaten das Feuer sehen konnten. Danach schnappte sich Drax zwei kleine Fässchen und machte sich auf den Weg zum Katapult. Gespannt verfolgten die Soldaten mit den Augen den Weg des kleinen Zwergen, Armbrust und Bogen gespannt, um ihm zur Not Feuerschutz zu geben.

Drax hatte gerade die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht, als er auf einmal Lärm hinter sich hörte, in den sich eine helle, unangenehm piepsende Stimme einmischte. Hinter Drax war ein Bild, bei dem man in einer anderen Situation vermutlich schallend Gelacht hätte. Ein grüner, von Warzen bedeckter Goblin, der noch 1,5 Köpfe kleiner als Drax war stand hinter ihm und hüpfte aufgeregt von einem Fuß auf den anderen und zeigte dabei mit einem kleinen Kurzschwert, was für einen ausgewachsenen Menschen ein etwas größerer Dolch war auf den Zwergen. Dabei machte seine Rüstung einen solchen Lärm, dass dieser vermutlich bis nach Nuru zu hören war. Kein Wunder, sie war ja auch vier Nummern zu groß. Der Helm rutschte ihm immer wieder ins Gesicht, so dass er ihn mit seiner freien Hand immer wieder hochschob und danach weiter keifte.

>>Haltet ihn. Er kommt aus dem Wald. Er will nichts gutes. Bleib stehen. Ich bin Gnog, ein großer Krieger. Ich werde dich fertig machen!<<

Die anderen Soldaten, die es sahen fingen tatsächlich an zu lachen, doch der Goblin hatte es geschafft, das alle Drax ansahen. Keiner von ihnen machte Anstalten, den Goblin zur Hilfe zu kommen, doch beobachteten sie Drax weiter. Ein Zwerg war in ihren Reihen doch selten, und keiner hatte eine Ahnung ob ihnen ein Zwerg zugeteilt wurde. Doch da er zwei Fässchen zum Katapult trug, dachten sie, es wäre neue Munition. Somit kümmerten sie sich weiter um ihre Aufgaben, oder halfen den verletzten Soldaten, indem sie ihnen was zu trinken gaben oder sonst wie Mut zusprachen. Alleine Gnog blieb an Drax dran und beobachte ihn genau. Bei jedem Schritt schepperte es wie ein ganzer Wagen voller Rüstungen. Doch blieb er außer Reichweite seiner Waffen. Zwar war Gnog ja ein großer Krieger, doch im inneren war er ein Feigling. Beim Katapult erwarteten ihn bereits die Mannschaft.

>>Ey du, was sollen die Fässer? Siehst du nicht, dass wir den Feuerbeschuss eingestellt haben? Die Schweine haben einen Schutzschild. Wir sollen ihn mit Steinen erst mal zerstören. Ihr Erdnuckler merkt auch gar nichts, oder?<<

Doch anstatt darauf zu reagieren schmiss Drax die Fässer gegen das Katapult.

>>Verdammt! Du dummer Zwerg. Ist dein Gehirn auch so klein wie du? Weißt du nicht, was passieren kann. Warte, bis Derian dich in die Finger bekommt. Solch Ungehorsam wird er nicht dulden. Du tust mir schon fast leid. Aber nur fast.<<

sprach der Soldat und machte einen Schritt auf den Zwergen zu. Die Hand legte sich auf die Hand des Schwertes. Dies war der Zeitpunkt für Gnog. So schnell er konnte schepperte er vor den Soldaten und fiepte ihn an, das er es ja von Anfang an wusste, und das die Schwachköpfe ja keine Ahnung hatten. Er hatte es ja gleich gesagt. Er sollte der Anführer sein, denn er wusste ja bescheid.
Wütend gab der Soldat dem Goblin einen Tritt mit dem Fuß, auf dass er wie ein großer Eisenball zur Seite rollte. Danach wendete er sich wieder Drax zu.

Die Soldaten der Löwenpranke sahen das Spektakel und entzündeten ihre Brandpfeile. Bisher hatten sie noch nicht eingegriffen. Zwar waren sie kurz davor gewesen, den Goblin zu bespicken, doch haben sie es dann doch gelassen, als keiner der anderen Soldaten den Goblin beachteten. Doch jetzt war es höchste Zeit, denn für Drax sah es nicht gut aus. Sie wussten von seiner Kampfkraft, doch gegen eine solche Übermacht würden auch die Kräfte des Zwergen nicht langen.

So flogen gleich darauf die ersten Pfeile und Bolzen zu dem Katapult. Der Soldat mit der Armbrust hatte dabei nicht auf das Katapult gezielt, sondern auf den Soldaten. Der Bolzen bohrte sich mit tödlicher Präzision in den Hinterkopf und trat vorne wieder aus. Der getroffene Soldat hatte zumindest keine Schmerzen. Langsam kippte er vorne über und begrub Gnog, der sich laut Fluchend gerade wieder erhob.

Die Brandpfeile trafen ebenfalls ihr Ziel und setzten das Katapult in Brand. Jetzt reagierten auch die anderen Soldaten. So schnell sie konnten griffen sie ihre Waffen und eilten auf den Zwergen zu. Der Rest der Bedienmannschaft wurde von Drax Äxten niedergemetzelt, bevor er wieder in den Wald rannte, so schnell ihn seine Beine trugen. Von überall wurden Alarmrufe laut. Drax sah aus den Augenwinkeln, dass auch von rechts eine hohe Feuersäule gen Himmel loderte. War das das zweite Katapult?

Keiner der Soldaten, die zu Drax rannten erreichten ihn. Immer wieder schnellten Pfeile und Bolzen aus dem Wald und auch wenn fast keiner tödlich war, so brachten sie doch die Feinde zum Fallen, so dass der Zwerg den Wald frei vor sich war. Jedoch nicht den Soldaten, der hinter ihm Aufstellung nahm und mit seiner Armbrust zielte. Der Bolzen traf zwar nicht dort, wo er gezielt hatte, nämlich den Kopf sondern bohrte sich kurz unter der Schulter in den Oberarm des Zwergen. Nur seiner Panzerung verdankte er es, dass der Bolzen nicht den Arm durchbohrte und Knochen brach. Doch schmerzhaft war es allemal und Drax merkte, dass er den Arm erst mal nicht benutzen konnte. So wie es aussah, hatte der Bolzen zumindest einen Muskel getroffen. AW= 47, Schaden x2

Als der Zwerg den Wald fast erreicht hatte, machten sich auch die anderen Soldaten auf den Rückzug. Immer wieder blieben sie jedoch stehen und sahen nach dem Zwergen, da er nicht so schnell war. Dabei schossen sie ein paar Pfeile. Sie trafen zwar kaum noch, da die Soldaten Côr’s gewarnt waren, doch der Abstand zwischen ihnen vergrößerte sich langsam. So erreichten sie auch den Eingang zu dem unterirdischen Durchgang nach Nuru. Zwei nahmen ein Stück hinter dem Eingang Aufstellung, um etwartige Gegner mit ihren Bögen unter Beschuss zu nehmen, während der Soldat mit der Armbrust sich zu Drax begab um ihm Hilfe anzubieten.

~~*~~


Noch weniger Glück als Drax hatte Amras. Während die Soldaten um Drax wussten und seinen Befehlen ohne weiteres folgten, sah es bei dem Schneider anders aus. Zwar war er in Nuru auch hoch angesehen, doch Befehle von einem Schneider, der mit der Kaserne fast gar nichts zu tun hatte, stösste nicht bei allen Soldaten auf Einklang. In diesem Falle bei Pavel nicht, der lautstark gegen Amras wetterte. Nur dank des Orkes Omisha wurde der drohende Eklat abgewendet. Doch waren sie laut genug, als das ein Soldat Côr’s darauf aufmerksam wurde. Dieser war gerade beim Austreten, als er aus dem Gebüsch den Streit hörte. Schnell schüttelte er ab und versteckte sich hinter einem Baum. Doch da er nicht entdeckt wurde machte er sich schnell auf den Weg ins Lager, um die anderen zu warnen. Zu sechst schlichen sie wieder in den Wald, und lauerten.

Auf einmal sah ein Soldat Pavel und kündete seinen Kollegen seine Position an. Er wollte sich gerade an die Verfolgung machen, als er einen starken Schmerz in seinen Beinen fühlte. Er wurde von Amras Hammer von den Beinen gefegt und landete auf dem Rücken. Das letzte was er sah wie sich der Hammer auf sein Gesicht senkte, ehe dieser das Gesicht zermanschte. Schnell reinigte Amras seinen Hammer im Grün, ehe er sich wieder auf den Weg machte. Schritte näherten sich, und er brauchte ein Versteck. Ein umgestürzter Baumstamm kam ihm zur Hilfe. In einer kleinen Kuhle unter dem Baum fand er ein ideales Versteck. Die Schritte, die er gehört hatten wurden in Form von Stiefeln neben seinem Versteck sichtbar, die einen Moment ausharrten und sich dann wieder entfernten. Einen Moment war es ganz still, und man konnte denken, es wäre geschafft. Dann aber wurden Rufe laut und Kampflärm war zu hören. Dieser dauerte nicht lange, und eine Stimme, die zu einem Ork gehörte rief.

>>Wir sie haben!<<

Pavel und Omisha waren gefangen und wurden zu dem Anführer der Gruppe gebracht. Alle Waffen und Rüstungsteile wurde ihnen abgenommen, auch die Brandpfeile und die Ölfässchen. Danach wurde ihnen hart in die Kniekehlen getreten, so dass sie vor ihm in die Knie gehen mussten.

>>Soso, wen haben wir denn hier. Zwei Soldaten, die meinen, sie könnten die Helden spielen. Und was haben wir hier? Öl? Brandpfeile? Was hattet ihr damit vor? SPRECHT!!<<

Doch von den beiden Soldaten der Löwenpranke kam keine Antwort. Hoch erhobenen Hauptes sahen die dem Anführer in die Augen und sagten nichts. Der verlor darauf die Beherrschung und schlug den beiden mit dem Eisenhandschuh ins Gesicht, so dass bei dem Ork die Nase brach, während Pavel zwei Zähne einbüsste.

>>Ihr  werdet schon reden, wenn Derian mit euch spricht. Der ist nicht so nett wie ist!  Fesselt sie!<<

wies er die anderen Soldaten an, die auch gleich mit Seilen die Hände auf dem Rücken zusammenbanden, genauso wie die Beine.

Amras konnte sich nach einer Zeit wieder aus seinem Versteck befreien. Die Gefahr war erst mal gebannt. Zwar konnte er im Moment nichts für die Soldaten tun, doch den Auftrag konnte er noch ausführen. So schnell er konnte rannte er auf die andere Seite, wo er den Befehlsinhaber der Katapultmannschaft sah. Amras hatte einen Plan und zielte mit seinem Bogen auf den Menschen. Doch er hatte nicht damit gerechnet, dass der Befehlsinhaber unter seinem Umhang eine Eisenrüstung trug, und offensichtlich noch ein Kettenhemd. Das Pfeil prallte ohne Schaden zu verursachen ab. Verwundert drehte er sich um, konnte aber durch das helle Licht, das vom Pfeil auf dem Boden nach oben schien, Amras nicht ausmachen. Auf einmal hörte er ein „Tok“ von rechts, wo sich Amras zweiter Pfeil in das Holz bohrte.

>>Ergreifet den Verräter! Ich will seinen Kopf haben!<<

schrie er und mehrere Soldaten machten sich auf den Weg, um Amras zu greifen. Dieser jedoch hatte sich bereits auf den Rückweg gemacht. Sein Plan ging auf, und die Soldaten liefen hinter ihm her in den Wald. Dort versteckte er sich kurz hinter dem Katapult. Damit schienen die Soldaten nicht gerechnet zu haben, denn sie liefen an ihm vorbei ohne weiter auf den Boden zu gucken. Sie suchten immer noch eine Bewegung vor ihnen von dem Schneider.

So konnte Amras kurze Zeit später wieder zu dem Katapult schleichen. Dort auf dem Gelände sah er die beiden Soldaten der Löwenpranke gefesselt und mit freiem Oberkörper auf dem Boden kniend. Nach ihren Verletzungen zu urteilen waren sie nicht gerade nett behandelt worden. Überall hatten sie blaue Flecken. Manche deuteten auf eine gebrochene Rippe und der Ork blutete immer noch aus der Nase. Plötzlich schaute Pavel direkt in seine Richtung und blinzelte kurz mit den Augenlidern. Danach lies er sich nach rechts fallen, genau gegen einen Wächter, die um die beiden herum waren.

>>Du Missgeburt eines Menschen, wäre der Hund nicht schneller gewesen, so wäre ein Gossenzwerg dein Vater gewesen.<<

der Soldat reagierte genauso wie Pavel es geplant hatte. Er gab einen Tritt in Seite, dass eine weitere Rippe brach. Pavel krümmte sich vor Schmerzen, lachte aber hämisch. Kurz danach hustete er jedoch und spuckte Blut aus.

>>Schlagen und Treten. Das kannst du. Hast du das als Kind aus dem Schrank gesehen, als das deiner Mutter wiederfahren ist?<<
>>Halt deine Fresse!!<<


schrie der Soldat und ergriff sein Schwert. Doch die anderen Wächter packten den Soldaten und beruhigten ihn. Auch die anderen Soldaten, die dies gehörten sahen nun in die Richtung. Dies war die Chance für Amras. Keiner nahm mehr Notiz von ihm und so konnte er ohne größere Probleme zu dem Katapult und die Ölfässer positionieren. Beim Weglaufen erhaschte er noch einen Blick von Pavel, der ihm zuzwinkerte. Der Blick schien sagen zu wollen. Gut gemacht Schneider

Das Katapult war schnell in Brand geschossen. Und bevor auch nur ein Soldat in die Nähe von Amras Position kommen konnte, war dieser schon wieder auf dem Weg zum zweiten Katapult.

~~*~~


In Gedanken mit Fluchen verwünschend schaute Thorgrim zu der Stelle, wo gerade noch der Verräter war. Doch dann sah er etwas, womit er nicht gerechnet hatte. Eines dieser Wolfswesen rannte der Person nach. Thorgrim hatte dieses Wesen noch nie in der Stadt gesehen. Wo kam es her? Und warum half es ihnen? Das war egal. Wenn der Lycan den Verräter schnappen würde, dann würde Thorgrim ihn genauso behandeln wie jeden anderen auch.

Der Verräter schien sich in der Stadt nicht gut auszukennen. Immer wieder blieb er stehen und schaute nach rechts und links. Somit hatte es Rraurgrimm nicht schwer, ihn zu verfolgen. Die umstehenden Leute waren viel zu sehr damit beschäftigt, sich selber in Sicherheit zu bringen und beachteten den Soldaten und den Lycantrophen nicht. Erst als der Soldat sich umdrehte und sah, wie Rraurgrimm ihm folgte, rannte er kopflos umher. Er hatte nicht damit gerechnet, dass er verfolgt würde. Ein spannende Verfolgungsjagd begann. Quer durch Gassen, die noch keiner von beiden Gesehen hatte. Rraurgrimm spürte schon bald seine Lunge schmerzen. Lange würde er es nicht mehr durchhalten. Doch auch der Soldat wurde langsamer. Anscheinend hatte er nicht mit einer solch langen Verfolgungsjagd gerechnet. Und dann geschah es. Der Verräter bog in eine Sackgasse ein. Ängstlich schaute er sich um. Schnell griff er nach seinem Bogen und schoss auf das Wolfswesen, dass gerade um die Ecke bog. Rraurgrimm konnte gerade noch seinen Kopf wegdrehen, ehe der Pfeil sich an ihm vorbei in die gegenüberliegende Hauswand bohrte. Die Zeit nutzte der Verräter und kletterte an den Kisten hoch auf der flache Vordach. Von dort aus sprang er auf das Hausdach und rannte weiter. So schnell er konnte folgte Rraurgrimm ihm und weiter ging die Verfolgung über die Dächer. Manche Sprünge waren sehr waghalsig, doch der Lycan lies nicht locker. Beide pfiffen mittlerweile aus dem letzten Loch. Der Soldat merkte, dass er seinen Verfolger so nicht loswerden konnte. Daher sprang er bei der erstbesten Gelegenheit von dem Dach und rannte in das erstbeste Haus.

~~*~~


Nachdem er den Lycantrophen aus den Augen verloren hatte, drehte sich Thorgrim wieder um, und ging zu dem Magier, der auf dem Boden lag. Die Heiler waren bei ihm, und zogen gerade den Pfeil aus seinem Körper. Besorgt schaute Thorgrim zu den andern Magiern. Ihnen war die Anstrengung anzusehen. Schweiß perlte von ihrer Stirn, obwohl sie nichts zu machen schienen. Sie standen einfach nur da und murmelten leise vor sich hin. Auch wenn er die Magie nicht mochte, so hoffte er doch darauf, das sie den Schild noch lange aufrecht halten würden.

>>Na los, flickt ihn zusammen. Macht schon. Den kann man doch bestimmt wieder heilbekommen. Ein zwei Tränke und der ist wieder wie neu<<

blökte Thorgrim die Heiler an. Diese verbanden die Brust des Magiers und gaben ihm dann einen Wiederbelebungstrank. Trotzdem dauerte es Stunden (nach Thorgrims Zeitgefühl) bis der junge Magier seine Augen wieder aufschlug. Verwirrt sah er sich um und auf seine Brust. Doch die Heiler redeten beruhigend auf ihn ein, und gaben ihm noch einen Heiltrank. Sie wollten gerade den Magier wieder hinlegen, damit er sich ausruhen kann, als Thorgrim sie anschnauzte.

>>Wenn der nicht gleich wieder bei seinen Kollegen ist, kann es sein, dass wir uns bald alle hinlegen können. Aber UNTER die Erde! Also marsch an die Arbeit!<<

Als Antwort fing Thorgrim mehr als nur einen kalten Blick der Heiler ein, und wenn Blicke töten könnten, so wäre er eben mehr als einmal gestorben. Doch der Magier erhob sich von selber und ging zu seinen Kollegen, wo er ebenfalls anfing, in diesen Singsang einzustimmen. Es dauerte nicht mehr lange, und der Schirm wurde wieder blauer. Gleichzeitig wurde Freudenschreie von der andern Seite laut. Zuerst dachte er, es wäre wegen dem Schild, doch als er rüberblickte sah er von hinter der Mauer eine Feuerlanze. Das erste Katapult brannte!

Dann das zweite!
Und das dritte!

Sie hatten es geschafft. Die ersten Katapulte brannten. Doch jetzt nur nicht den Kopf verlieren. Es waren immer noch genug da, und die Katapulte der Stadt waren außerhalb der Reichweite. Die Gefahr war zwar weniger, doch immer noch da.

~~*~~


>>Sir, wir haben Saboteure in unseren Reihen! Sie zerstören unsere Katapulte!!<<
>>WILLST DU MICH VERARSCHEN? MEINST DU NICHT, ICH SEHE DAS SELBER???<<


schrie Derian den Soldaten an.

>>Nein Sir, es ist nur.. Ich dachte...<<
>>DU VERDAMMTER IDIOT SOLLST NICHT DENKEN, SONDERN MEÌNE BEFEHLE WEITERGEBEN!<<
>>Ja Sir<<
>>Gut. Doppelte Wachen bei den verbleibenden Katapulte. Ein Teil der Mannschaften an den Katapulten soll sich vor den Toren sammeln, der Rest soll zu den Restlichen gehen und sie bewachen. Ich will nicht noch mehr verlieren.<<
>>Ja Sir!<<
>>Und schickt den Vogel in die Stadt. Wir werden womöglich schneller als gedacht auf die Hilfe unserer Freunde zurückgreifen müssen.<<
>>Ja Sir!<<
>>Und nun Abmarsch!<<


schnell machte Nareyke sich wieder auf den Weg, um die Befehle weiterzugeben. Er war froh, wegzukommen.

~~*~~


>>Jahrelang kümmert sich das Volk der Menschen und der Drachen sich nicht um uns. Und wenn es euch schlecht geht, dann kommt ihr zu uns. PAH! Geht doch dahin wo der Pfeffer wächst!<<
>>Barim Goldzahn! Wie könnt ihr es wagen? Es sind nicht die Menschen und Drachen, die unsere Hilfe brauchen. Es ist unserer Bruder Thorgrim Blutaxt!<<
>>Ha, ein Ausgestoßener war er und ein ausgestoßener bleibt er!<<
>>Hüte deine Zunge! Sein Name wurde reingewaschen!<<


Eine wilde Diskussion brach unter den Zwergenführern aus. Gegeneinander schrieen sie sich an um das Für und Wieder der Hilfe, bis es dem König selber zu bunt wurde.

>>GENUG!!!<<

schrie er über alle Stimmen hinüber und die Felsen schienen seine Worte zurückzuwerfen. Augenblicklich war es still. So still, dass man eine Stecknadel fallen hören konnte.

>>Barim Goldzahn. Wie könnt ihr mein Wort und das Dwor Weißbartes in Frage stellen? Gevatters Blutaxt Ehre ist wiederhergestellt worden! Zweifelt ihr daran, zweifelt ihr an mir. Wollt ihr dies?<<

wutentbrannt stand der angesprochene Zwerg auf und drehte sich um. Ohne ein weiteres Wort ging er. Der König sah ihm noch einen Moment nach und erhob dann das Wort.

>>Barim Goldzahn ist noch jung und voller Hass. Er wird seine gerechte Strafe noch bekommen. Thorgrim Blutaxt bat uns um Hilfe und wir werden dieser Bitte nachkommen. Bei meinem Barte, morgen in der Frühe werden unsere besten Krieger bereitstehen. Doch nun ruht euch aus und esst was. Auf das das Land von dem Blute der Feinde getränkt wird und die alten Lieder wieder gesungen werden.<<

dabei schaute er dem Drachen direkt in die Augen!

>>Ihr müsst müde sein von der Reise. Für euch haben wir leider keine Unterkunft. Doch wenn ihr etwas braucht, so lasst mich es wissen. Es soll euch an nichts fehlen. Und nun entschuldigt mich, es ist noch viel zu bereden.<<

Fackeln wurden angezündet, das die Sonne unterging. Die verschiedensten Speisen und Getränke wurden aufgetischt. Ethlind wurde mitgeteilt, dass der Raum, in dem sie sich aufgehalten hat, zum Schlafplatz für sie umfunktioniert wurde. Der König selber verschwand schnell mit seinen Beratern. Sie würden noch die halbe Nacht beraten. Durch die gesamte Binge war die ganze Nacht noch Bewegung. Zwerge schleppten Waffen, Rüstungen und Lebensmitteln durch die Gänge und Beluden Wagen damit. Doch auch viele Zwerge blieben bei Ethlind und Hardor. Vor allem Hardor konnte sich vor neugierigen Zwergen kaum fernhalten. Immer wieder wurde er nach seiner Herkunft, seinem Leben und seinem Wissen gefragt.
Autor: Casandra Aillard Datum/Zeit: Mo., 29. Mai 2006, 13:35
Planung war ja gut und schön, doch meistens kam es eh anders als man es vorher sagen konnte. Casandra wollte mit zwei Soldaten ganz nach Süden und musste einen recht großen Bogen um die feindlichen Stellungen schlagen, denn nicht überall war Wald um Nuru.
Gerade hatte die kleine Gruppe einen freistehenden Hof unbemerkt passiert und das nächste Waldstück erreicht, als hinter ihnen eine Stimme erklang. Nicht nur die Soldaten waren schnell mit der Hand am Schwert, sondern auch in Casandras Hand blitzte einer ihrer Wurfdolche. Im letzten Moment verzog sie und das Messer landete in einem der Bäume hinter Noq.

>>Stopp! Der gehört zu uns. Ein schlechter Zeitpunkt zum Scherzen – Waldläufer, aber solltet Ihr im Augenblick nichts besseres zu tun haben. ... Dem Klang nach zu urteilen hat der Beschuss bereits angefangen und auch Schaden angerichtet. Die Katapulte müssen zerstört werden. ... Also wenn ihr nichts weiter vor habt, dann helft uns dabei.
Oder habt Ihr vielleicht schon eine Ahnung in welcher Richtung oder bei welcher Truppe sich der Befehlshaber befindet? Eine Information, die uns vielleicht auch weiter helfen könnte.<<


Die Gerberin holte sich ihren Dolch wieder während sie mit dem Elfen sprach. Er musste sich schon eine Weile hier draußen herum treiben, denn seit dem Morgen war der Feind im Anmarsch und keiner wäre mehr ungesehen hinter die Linien gelangt.
Egal wie er sich entschied - im Grunde hatten sie ihre Aufteilung und doch konnte jede helfende Hand bzw. jeder Bogen nützlich sein und der Waldläufer war einer, der lange in Nuru gewohnt hatte und sich mit Sicherheit gut in der Umgebung auskannte – auch wenn man lange nichts von ihm gehört hatte.

Kurze Zeit später waren sie wieder auf dem Weg und wenn sie den feindlichen Truppen recht nahe kamen, roch die Luft nach verbranntem Fleisch. Hatte Perfel mal wieder mit Feuer gespielt? Die letzten Male als Casandra die Kunst der Apothekerin gesehen hatte, war ein Piratenschiff in Flammen aufgegangen und selbst im Dschungel hatte das magische Feuer mehr als nur die Gegner verbrannt. Diesmal schien aber zumindest nur der Feind Feuer gefangen zu haben. Die Gerberin musste lächeln, bei dem Gedanken an die Magierin und ihren Hang zum Feuer.

Prompt landete sie auf allen vieren, da sich ein Schlinge aus Brombeergestrüpp um ihren Fuß gewickelt hatte. Konnte man denn den Boden keinen Augenblick unbeobachtet lassen? Ein leiser Fluch rutschte über ihre Lippen als sie aus den Dornen versuchte freizukommen und ließ die vor ihr laufenden Soldaten sich umdrehen. Das Grinsen auf den Gesichtern zeigte recht deutlich, was die Männer von ihr hielten. Doch es verschwand von einem Moment auf den anderen und ein Blick nach hinten zeigte Casandra den Grund. Einen Handgriff später sackte der Späher mit aufgerissenen Augen zusammen.
Angespannt lauschte die Gerberin in die eintretende Stille, doch kein weiterer feindlicher Soldat erschien. So wagte sie es zu der Leiche zu treten und sich ihr Messer wieder zu holen. Der Kleidung nach zu urteilen handelte es sich wirklich um einen Späher, doch was machte der hinter den eigenen Linien?

Wenig später befand sich die Gruppe auf einer kleinen Anhöhe am Waldrand und konnte beide südlichen Katapulte sehen. Es war nicht mehr weit bis zu ihrem Ziel, doch in die Truppen und Bedienmannschaften war Bewegung gekommen. Eine Rauchsäule am Horizont verriet den Grund für die aufkommende Betriebsamkeit.

Dennoch schafften sie es bis in die Nähe des Zielobjektes und fanden auch ein gutes Versteck zwischen einigen Felsbrocken, die eine natürliche Mauer um eine Schweinesuhle bildeten.
Doch was jetzt tun? Die Mannschaft an den Katapulten war gewarnt und würde sich nicht so leicht ablenken lassen. Die restlichen Truppen lagen zum Teil außer Sichtweite der Maschinen, doch ein Ruf würde sie sofort alarmieren. Was würde am Erfolgversprechensten werden?

>>Hört zu. All zu viele Möglichkeiten zur Ablenkung werden wir nicht haben.
Der Großteil scheinen Menschen zu sein und die Truppe ist mit Sicherheit schon seit Tagen, wenn nicht Wochen unterwegs. Vielleicht gibt uns das eine Chance.<<


Verwundert sahen die Soldaten zu, wie Casandra sich ihrer Rüstung entledigte. Die Sachen fein säuberlich zusammen legte und auch ihre Waffen zum Teil in dem Bündel verstaute. Dann dämmerte ihnen langsam was die Gerberin vor hatte und wieder machte sich ein Grinsen auf ihren Gesichtern breit.

>>Keine dummen Bemerkungen. Wenn ihr eine bessere Idee habt, dann her damit. Aber beim Anbringen der Ölladungen bin ich nur im Weg, und ihr seid ebenfalls im Bogenschießen ausgebildet. Außerdem bin ich mir nicht sicher ob diese langen Bolzen mit ihren Bandspitzen überhaupt fliegen.
Nutzt die Gelegenheit das Katapult zu zerstören so bald wie möglich und macht euch dann auf dem Weg zurück. Wartet auf keinen Fall auf  mich. Noch gibt es hier ein weiteres Katapult das einsatzbereit ist. Und kommt bitte nicht hierher zurück, sonst komme ich unter Umständen nicht mehr an meine Sachen.<<


Inzwischen bestand Casandras Kleidung nur noch aus ihrem ehemals weißem Hemd, dem nun die langen schon zerissenen Ärmel ganz fehlten, einer leinenen Unterhose – welche nicht einmal den Oberschenkel bis zur Hälfte bedeckte und ihren langen Lederstiefeln. Die langen Haare wurden locker mit einem Kämmchen am Oberkopf festgehalten und fielen in großen Locken über die Schulter.

>>Hoffen wir das den Soldaten am Katapult mein Aussehen eben so gefällt wie euch.<<

Nur mit den in ihren Stiefeln versteckten Wurfdolchen bewaffnet und praktisch ohne jeden Schutz schlich Casandra ein gutes Stück weiter in südlicher Richtung am Waldesrand entlang. So war für die Soldaten der Löwenpranke der Rückzug in Richtung Tunnel frei.

Noch einmal holte die Stabmeisterin tief Luft und trat dann langsam auf das freie Feld hinaus. Viele zarte, bunte Blüten standen auf der Wiese und Schmetterlinge schwirrten zwischen den Blumen. Durch das Schutzschild um die Katapulte war hier nichts verbrannt und es hätte ein schöner Frühlingstag sein können, wären nicht im Hintergrund die Geräusche von Verwundete und Sterbenden gewesen und Kommandos gebrüllt worden.
Ungefähr die halbe Strecke zwischen dem Wald und dem Kriegsgerät hatte Casandra zurück gelegt, als Tumult an dem Katapult entstand. Einer der Soldaten hatte den Felsbrocken fallen gelassen, den sie gerade versuchten auf den Löffel zu legen. Deutlich war ein Erstaunen und das Diskutieren über eine mögliche Falle zu spüren. Die Gerberin hob ihren rechten Arm und winkte den Soldaten zu.

Nicht alle ließen sich weg locken, doch bis auf zwei eher unbeteiligt wirkende Männer – wahrscheinlich Elfen – schien der erste Teil ihres Planes aufzugehen. Der Rest hatte Blut gelegt und wollte sich die Trophäe sichern. Dennoch gingen sie systematisch vor und begannen sich allmählich zu einem Halbkreis zu formieren. Teils angewidert von der Berechenbarkeit der Soldaten, teils furchtsam vor der sabbernden Meute musste Casandra darauf achten, nicht den Rückweg versperrt zu bekommen.

Wo blieben die Soldaten der Löwenpranke? Es schien eine Ewigkeit zu dauern, doch endlich fielen die Wachposten am Katapult und kurz darauf leckten schon die ersten Flammen daran. Casandra zeigte auf die brennende Maschinerie und nutzte den Augenblick des ungläubigen Staunens.
Jetzt musste sie die Beine in die Hand nehmen, um nicht gefasst zu werden. Der Waldrand rückte nur langsam näher und hinter ihr erhob sich ein Geheul, dass sie lieber nicht zurück blicken ließ.
Autor: Amras Datum/Zeit: Mo., 29. Mai 2006, 14:38
Das erste Katapult war zerstört und doch hatte der Angriff nicht die erwünschte Wirkung gehabt. Die Soldaten waren einfach zu kampferfahren oder sie waren so straff durchorganisiert und hatten dementsprechend Furcht vor ihren Vorgesetzten, dass sie es nicht wagten in Panik zu geraten.
Das würde das weitere Unterfangen wesentlich schwieriger machen, denn gut bewacht würden sie es wohl nur unter großen Opfern schaffen die restlichen Katapulte zu zerstören. Sie mussten sich etwas einfallen lassen und ein Ablenkungsmanöver musste gut durchdacht sein um Aussichten auf Erfolg zu haben.

In Gedanken immer zwischen Casandras Schicksal und der zu bewältigenden Aufgabe hin und her schwenkend eilte Amras zu dem zweiten Katapult. Immer wieder musste er Patrouillien ausweichen um nicht wieder entdeckt zu werden. Soweit wie es möglich war kam der Elf unbehelligt zum Katapult.

Es war in der Tat schwer bewacht. Wie es schien hatte man die Wachmanschaften verstärkt um die Bedienmanschaften zu schützen. Nun war nur noch die Frage ob Casandra ihr Katapult auch schon zerstört hatte und auf dem Weg hierher - oder schon hier - war. Amras machte einen großen Bogen um das Katapult und ging in die Richtung aus der Casandra kommen musste. Er kam jedoch nur sehr langsam vorran, da er nun alle paar Dutzend Schritte in Deckung gehen musste und endlos scheinende Augenblicke verstreichen lassen musste um nicht entdeckt zu werden. Und seine Sorge das Casandra noch nicht beim zweiten Katapult angekommen war, schien langsam aber sicher zur Gewissheit zu werden. Nun musste Amras improvisieren. Er schlich sich so nahe wie es sicher war an das Katapult heran und suchte sich ein gutes Versteck. Hier legte er sich auf die Lauer und beobachtete das Treiben rund um die Belagerungswaffe.

Wie sollte er vorgehen? In jedem Fall musste er es schaffen, dass zumindest ein Teil der Soldaten sich von dem Katapult entfernten. Dann könnte er ein paar Ölfässer auf dasselbe werfen und es dann wieder mit einem Flammenpfeil entzünden. Aber wie konnte er es schaffen, dass die Soldaten ihre Posten verlassen würden? Es musste schon etwas besonderes sein. Am besten etwas, was ihre ganze Belagerung gefährden würde.

Und dann kam Amras ein Gedanke, der ihn sowohl zuversichtlicher auf das Geschehende als auch erschrocken von seinem eigenen Geist zurückschrecken lies. Konnte er dies tun? Sich auf das Niveau der Zwerge herabbegeben, die seine Heimat terrorisieren? Immer wieder hatten sie einen einfachen Weg gefunden die Waldelfen in ihren Handlungsmöglichkeiten zu binden und somit immer wieder Siege über sich zu erlangen.
Aber gab es keine andere Möglichkeit? Zumindest fiel dem Paladin im Moment keine ein, die ohne weiteres umzusetzen war. Und zudem stand er unter Zeitdruck denn wie es aussah würde das Katapult gleich wieder schiessen und auch wenn er dies nicht verhindern konnte, hätte er eventuell die Chance einen darauf folgenden Schuss zu verhindern. Er musste es tun um seine neue Heimat zu schützen, auch wenn er dafür einen Teil eben jener Heimat opfern musste.

Er robbte aus seiner Deckung zurück ins Dickicht und begann seinen Plan in die Tat umzusetzen. Er verteilte das Öl eines Fasses auf das trockende Unterholz und schob dieses so zusammen, sodass sich das Feuer rasch ausbreiten würde und schnell ausser Kontrolle geraten würde. Nachdem er alles vorbereitet hatte, entzündete er das Öl und beobachtete wie sich die Flammen rasch ausbreiteten.
Nun schlich sich der Elf weg von dem entstehenden Brandherd und ging etwas weiter weg wieder im Schutz eines Busches in Deckung und beobachtete das Geschehen. Je länger es dauerte um so größer würde der Brand sein, aber wenn die Bedienmannschaft dazu käme noch einen Schuss auf die Stadt abzufeuern war es fraglich ob es dies wert wäre.

So oder so musste er warten. Da die Bäume die Sicht zum Himmel weitesgehend verdeckten, konnte er nichteinmal sehen, ob und wenn wieviel Rauch zu sehen war, doch ein plötzlicher Aufschrei bestätigte seine Vermutung, das welcher zu sehen sein müsste. Doch die Soldaten verliessen nicht ihre Posten sondern schauten nur immer wieder in die Richtung in der Amras den Brand gelegt hatte.

Sobald die Soldaten den Befehl bekamen sich um das Feuer zu kümmern, würde Amras versuchen so nah wie nötig an das Katapult heranzukommen um die restlichen drei Ölfässer auf selbiges zu werfen. Sowie er dies geschafft hätte, würde er die Belagerungswaffe mit einem Brandpfeil in Brand setzen und sich dann schnellstmöglich auf den Weg zu dem Tunneleingang machen und dort auf Casandra warten.
Autor: Hardor Datum/Zeit: Mo., 29. Mai 2006, 17:43
Hardor hatte ob der Äußerung des törichten Zwergen böse geknurrt und war trotz das eingreifen des Königs ein wenig beleidigt und gab den Schürfern eher mäßige Auskünfte, gerade soviel wie ein Wassertropfen auf den heißen Lippen eines verdurstenden war. man bot ihnen Ruhe an, die genoss der Sturmsilberdrache auch, entspannte seine Flügel um bald darauf den Rückweg anzutreten, Ethlind musste wohl hier bleiben um den Zwergen den Weg zu weisen, kein Wunder. Sie waren klein und ihre Blicke reichten wohl kaum über den nächsten Maulwurfshügel hinweg.
So verbrachte er einige Zeit dort in de halle, sprach mit den Zwergen ehe endlich die Zeit gekommen war von diesem Ort zu verschwinden und dem Feind ein Schnippchen zu schlagen, hoffentlich würden die Krieger erfolgreich sein und die Belagerungsmaschinen zerstören können. So lauten jedenfalls die Abschiedsworte des geschuppten.


„Nun, ich fühle mich ausgeruht und werde euch Schürfer und Axtschwinger verlassen müssen, Ethlind wird euch wohl den Weg weisen. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder, dann auf dem Schlachtfeld wenn ihr mit den Menschen und Elfen Seite an Seite kämpft. Die Äußerungen eines eurer Genossen wurde von dem König Tarkan bereinigt, seid froh darüber denn es geht zumindest uns nicht schlecht, nur ist ein Feind einmarschiert der ebenfalls euer Gegner ist und euer Bruder der wohl die anderen Völker achtet.“

Der Blick Hardors wanderte zu dem Himmel ehe er mit seinen Flügel schlug, den Wind aufwirbelte und sich so in die Lüfte erhob um sich nach oben zu ziehen, gar auf den Winden dort oben zu reiten die schon bald wieder an seinen Nüstern kitzelten. Mit einem fröhlichen Gefühl im Bauch beobachteten seine Scharfen Augen ein letztes Mal diese große Baukunst ehe der Weg zurück gen Nuru führte. Voller Neugier achtete der Edeldrache wenig auf die Landschaft, flog nur so schnell er konnte und erreichte nach einer gewissen Zeit die nähere Umgebung der Stadt, nun hielt sich kein Begleiter an seinem Bein fest, auf niemanden musste er acht geben und so drehte er einige Schrauben als Zeichens einer Freiheit, niemals würde irgendjemand ihn in ketten legen oder gar niederstrecken. Bisher hatte er nur einen einzigen Moment das Gewicht von fesseln gespürt, in einem alten, fast vergessenem Abenteuer hatten ihn damals Jäger überrascht, doch hatten sie es bitter bezahlt.
Aus einiger Entfernung fixierte der Sturmsilberdrache nun die einzelnen Armeen um herauszufinden wie erfolgreich das Unterfangen gewesen war sie zu beschädigen und für die Taroser unbrauchbar zu machen, nun würde es wohl bald zum eigentlich Kampf kommen wenn sie mit ihren eigenen Händen die Mauern erklimmen mussten anstatt sie wie eine Nuss zu brechen um an das  Meeres.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Mo., 29. Mai 2006, 21:55
‚Manchmal muss man nur frech und plump genug sein‘ dachte Drax zufrieden, als er die Bedienmannschaft niedergeschlagen hatte und den Rückweg antrat. Doch damit begann der schwierigere Teil. Hoffentlich hatten die anderen auch Erfolg gehabt und dem Feind fehlte mehr als nur das eine Katapult. Mit Genugtuung vernahm er das Prasseln und Lodern des Feuers in seinem Rücken, das vom Erfolg der Mission kündete. Knapp neben seinem Kopf sauste ein Bolzen vorbei, gefolgt von einem Pfeil. Instinktiv zog er seinen Schädel zwischen die Schultern ein. Hatten die Schüsse ihm gegolten? Das „Flopp“ und „Plopp“ hinter ihm verriet jedoch, dass die Geschosse wohl seinen Verfolgern und nicht ihm gewidmet waren. Wieder sirrte etwas an ihm vorbei. Also hatten die beiden Soldaten nicht wie befohlen den Rückzug angetreten, sondern gaben ihm weiterhin Deckung. Wenn er noch Luft gehabt hätte, dann hätte er wohl gegrinst, so aber sparte er sich alles, was ihn zusätzlich Energie kostete und sah zu, dass er hier wegkam. Als Soldaten der Pranke nahmen sie seine Bemerkungen also allenfalls als Vorschläge, nicht aber als Befehle wahr. Auch gut. Es hatte noch nie geschadet, wenn Krieger selber gedacht haben, als bloße Befehle zu befolgen.

Er hatte den schützenden Waldrand fast erreicht und ein Gefühl des Triumphes wollte sich in ihm breit machen, als ihn etwas traf und ihn aus dem Tritt brachte. Stolpernd und sich nur mühsam fangend rannte er weiter, als der Schmerz in seinem linken Arm etwas verzögert einsetze. Er war getroffen! - 11 LP “Verfluchter Orkmist! Ich sollte umdrehen und euch euer weiches Hirn aus dem Schädel schlagen!“ fluchte er, wohlwissend, dass er sich niemals gegen sämtliche Verfolger hätte zur Wehr setzen können. Also biss er die Zähne zusammen und sprintete weiter. So schnell die Gevattern auch auf kürzeren Strecken aufgrund ihres kräftigen Körperbaues waren – Ausdauerläufer waren sie nicht. Seine Lungen brannten und insgeheim verfluchte der Axtmeister den einen oder anderen Braten, den er zuviel auf den Rippen mit sich herum schleppte. Aber das rettende Waldstück kam näher und die abebbenden Geräusche der Verfolger zeigte ihm, dass er langsam aber sicher etwas Distanz zwischen sich und den Feind bekam.

Sein linker Arm hing im Moment wie betäubt herab, doch noch konnte er sich nicht darum kümmern. Zusammen mit den beiden Soldaten zog er sich weiter Richtung Tunnel zurück. Sie achteten darauf, dass sie nicht den direkten Weg wählten, um zufällige Beobachter nicht unbedingt mit der Nase auf den „Hintereingang“ zur Stadt zu stoßen. Schließlich und endlich aber erreichte man die vorerst sichere Zuflucht. Keuchend warf sich der Zwerg in Deckung und pumpte erst einmal eine ganze Weile Luft in seinen Brustkorb, ehe er zu sprechen anfing.
“So, dass nennt ihr also sofortigen Rückzug, ohne sich um mich zu kümmern.“ bemerkte er bissig, fuhr dann aber versöhnlich grinsend fort: “Nichtsdestotrotz schulde ich euch Dank. Würde meinen, ihr habt mir meinen Zwergenhintern gerettet, indem ihr meine Verfolger gespickt habt!“ Er nickte den beiden in aufrichtiger Dankbarkeit zu und besah sich seine Wunde. Der Bolzen hatte die Rüstung am Oberarm verfehlt und war an einer ungeschützten Stelle eingedrungen, hatte aber zum Glück den Knochen nicht getroffen. Am besten war es, er schob das Geschoss in Flugrichtung hindurch, so dass er sicher gehen konnte, dass kein Widerhaken oder ähnliches stecken blieb. Er nahm ein Wurfdolch vom Gürtel und biss kräftig auf das Messerheft. Dann packte er den Bolzen am Schaft und schob ihn mit einem Ruck durch den Oberarm ehe er ihn an der Spitze griff und aus dem Arm zog. Den aufkommenden Schmerz ignorierte der Axtmeister gekonnt. Er hatte schon Schlimmeres ausgestanden. Notdürftig reinigte er die Wundränder und verband sich provisorisch, ehe er die Armschiene wieder anlegte. Zu guter letzt nahm er sich noch Phiole, entkorkte sie und flößte sich den Heiltrank ein. “Oh ihr Götter!“ seufzte er, “Was gäbe ich nicht für ein Bier oder einen Schnaps!“ + 10 LP

Ein Weilchen verschnauften sie noch und versicherten sich, dass keine Feinde sie aufgespürt hatten. Nun galt es, dass weitere Vorgehen zu beraten. “Hoffen wir, dass der andere Trupp ebenfalls erfolgreich war. Was also sollten wir tun? Um an die Katapulte auf der anderen Seite der Stadt zu kommen, müssten wir die feindlichen Truppen weitläufig umgehen. Das kostet uns bestimmt fast einen ganzen Tag. Außerdem wissen wir nicht, wo der Schneider und Lady Casandra mit den Soldaten zugeschlagen hat.“ Er blickte die beiden Soldaten an. “Also ich sehe zwei Möglichkeiten – zurück in die Stadt oder wir versuchen einen Bogen um die Truppen zu schlagen und in Richtung der sich hoffentlich auf dem Marsch befindlichen Zwergenarmee zu gelangen. Vielleicht gelingt es uns, noch ein wenig Informationen zu sammeln, um meinen Landsleuten den Angriff zu erleichtern. Vielleicht können wir aber auch Nachschub sabotieren oder in rückwärtigen Lagern ein wenig für Unruhe sorgen.“ Er kratzte sich am Kopf und analysierte das an Intensität abnehmende Pochen in seinem linken Arm. “Die zweite Möglichkeit birgt natürlich immer die Gefahr, dass wir getötet oder schlimmer noch – gefangen genommen werden. Was meint ihr?“

Man einigte sich darauf, noch Informationen zu sammeln und falls sich die Gelegenheit bot, ein wenig für Verwirrung und Unruhe im Rücken des Feindes zu sorgen. “Also abgemacht! Lasst uns schauen, ob wir den verdammten Hundesöhnen nicht doch die eine oder andere Überraschung bereiten können. Ziel ist es, die Zwergenarmee zu erreichen und mit Informationen zur Lage zu versorgen.“ Drax hatte keinen Zweifel, dass ihnen die Gevattern zu Hilfe kommen würden. Aber er wusste um die immer mehr schwindende Anzahl seines Volkes. Und dieser Kampf würde erneut Opfer fordern und die Erkenntnis, dass die neu aufbrechenden Lücken in Jahrhunderten nicht geschlossen würden, schmerzte ihn.

“Also los! Und tarnt den Tunneleingang!“ Der kleine Trupp setzte sich vorsichtig in Bewegung. Man würde versuchen, größere Truppenverbände zu umgehen. Wenn sich jedoch die Möglichkeit ergab, würde man kurz zuschlagen und gleich wieder verschwinden. Vielleicht irgendwo ein Lager in Brand stecken oder Vorräte zerstören. Irgend etwas in der Art. Mochten die Götter ihre schützende Hand über sie und ihr waghalsiges Unterfangen halten.

- 10 LP durch Bolzen 45/59 LP
- 1 kl. HT
- 1 Wundbinde

+ 10 LP 55/59 LP

Autor: Black Rose Datum/Zeit: Mo., 29. Mai 2006, 22:47
Ethlind erschrak kurz als sie die Worte des Zwergen vernahm und fast schon dachte sie es wäre nun aus, aber zum Glück schien der Redner alleine da zu stehen, oder zumindest getraute sich ansonsten  niemand gegen ihren Herrscher zu reden, der ihnen die Hilfe zusicherte.

Ein Seufzer der Erleichterung entkam Ethlinds Lippen die sie sich vor lauter Ungewissheit und Arbeit in den letzten tagen blutig gebissen hatte und die nun wieder aufgesprungen waren. Sie traute sich nun auf zu sehen und sah dem ehrwürdigen Gevatter dankbar in die Augen. Sie würden also helfen kommen, was für ein Stein viel von Ethlinds Schultern. Nun brach um sie herum langsam fröhliches Treiben aus, nachdem zum Gelage aufgerufen worden war. Hardor verabschiedete sich, kurz bevor er aber noch seine Flügeln ausbreitete und sich in die Lüfte schwang sandte sie ihm über Gedanken die Bitte NoQ zu sagen das es ihr gut ginge wenn er den Elfen sehen würde, gemeinsam mit einem geistigen Bild von ihm für den Fall das der Drache ihn nicht kennen würde. Danach blieb sie alleine zurück, um sie herum tiefe raue aber beruhigend normale ausgelassene Stimmen. Nach einer Weile setzte sie sich an einen Tisch zu einer Gruppe Zwergenfrauen, nachdem sie diese gefragt hatte ob sie sich setzen durfte. Wenn sie auch kurz mit leichter Abscheu und gleichzeitig Neugierde angesehen wurde so bekam sie doch einen Platz unter ihnen und während sie schweigend ein wenig Bier und Brot zu sich nahm lauschte sie den Gesprächen um sich her. Ab und zu wurden Fragen auch an sie gestellt, und auch wenn ihre Antworten meist nur belustigtes Lachen unter den Zwerginnen auszulösen schien, so beantwortete sie doch immer fröhlich was man sie fragte.

Bald aber lies sie sich von einem der Wache die schon zuvor vor ihrem Zimmer gestanden hatten wieder zurück bringen. Sie war einen solchen Auflauf an Stimmen, Geräuschen und vor allem Gerüchen nicht mehr gewöhnt, ihr Kopf schwirrte, genauso wie ihre Gedanken. Im Zimmer startete sie ncoh einmal einen versuch den Dreck von ihr herunter zu waschen, bevor sie sich auf das sporadische Bett sinken lies. Bevor sie ein schlief jedoch rieb sie sich noch mit ein paar Kräutern ein, die ihre Muskeln lockern würden und hoffentlich so verhindern das sie morgen keinen runden Schritt mehr machen können würde. Der Geruch nach den Kräutern hatte außerdem noch den Nebeneffekt das er sie ein wenig einschläferte und so viel sie bald in einen seichten Schlaf, der aber nicht lange andauerte, immer wieder wachte sie auf, schweißgebadet und vollkommen zerzaust und während sie versuchte wieder ein zu schlafen schien die Decke ihr immer mehr auf den Kopf zu fallen. Noch Stunden vor Sonnenaufgang war sie schon auf den Beinen und tigerte in dem kleinen Raum herum, bis sie irgendwann es nicht mehr aushielt und mit gepackten Sachen und den Umhang dich um ihren Schulter durch die Tür trat. Es mochte wohl kurz vor Sonnenaufgang sein.
Autor: Rraurgrimm Datum/Zeit: Di., 30. Mai 2006, 18:47
Erst hallte der Tritt von ledernen Stiefeln über das Pflaster, dicht gefolgt von dem Tapsen ledriger Pfoten. Rraurgrimm war in gewisser Weise auf der Jagd - und vorzugsweise wollte er seine Beute lebend stellen, immerhin mochte dieser Verräter noch ein wenig über andere seines Schlages wissen was gerade unter diesen kritischen Umständen entscheidend sein konnte. Noch ein weiterer erfolgreicher Mordanschlag (wobei er nicht sicher wusste, ob der Mann letztlich überlebt hatte) auf die Magier und ihre schützende Kuppel - oder eine andere wichtige Verteidigungsanlage - und Nuru könnte fallen. Da half auch der kurze Jubel und der Feuerschein von jenseits der Mauern nicht, welcher ihm in einem kurzen Augenblick von dem Erfolg zumindest eines Trupps der Wagemutigen vor den Mauern und damit dem Ende mindestens eines Katapultes kündete. Für einen kurzen Augenblick genoss er den hoffnungsvollen Gedanken - bevor er sich abermals seinem verfolgten Ziel widmete. Dankbarerweise war der Mann dumm genug einfach nur fortzulaufen - würde er in seiner Uniform hier weitab von der Mauer anhalten und vorgeben zu Unrecht von dem Lycantrophen verfolgt zu werden - würde das seiner Jagd ein jähes Ende bereiten. Doch so scherten sich die Bewohner nicht um das ungleiche Paar mit ungewissem Ziel sondern man ging lieber der eigenen Suche nach eher trügerischer Sicherheit nach.

Für einen Augenblick hatte Rraurgrimm den immer wieder nervös umherschauenden Mann aus den Augen verloren - war er letztlich bemerkt worden? Bei der Rennerei wäre jegliches Bemühen, im Verborgenen zu bleiben, vergebene Liebesmüh gewesen.  Plötzlich - das Sirren einer Bogensehne - ein Pfeil! schoss es ihm durch den Kopf und wohl mehr durch Zufall denn durch wirkliches Geschick gelang es ihm sein Haupt gerade noch rechtzeitig aus der Flugbahn des Geschosses zu bringen.
Bei Latara's Söhnen, er hatte sich auf ein Dach emporgeschwungen und floh nun über die Dächer! Mit einem langen Satz auf einem wohl als Barrikade abgestellten oder schlichtweg zurückgelassenen Karren und von dessen Ladefläche mit einem mindestens ebenso grossen Satz noch weiter hinauf auf ein Vordach gelang es Rraurgrimm selbst für ihn überraschend elegant den Vorsprung des Mannes für einen Moment zu verringern. Doch waren sie nun beide nicht nur in unvertrautem Terrain innerhalb der namenlosen Strassen und Gassen - sondern zudem noch auf schräg geneigten und verwinkelten Dächern. Vorbei an Schornsteinen und Kaminen ging die Hatz weiter - und dumpf schlug das Herz in der Brust des Wolfswesens. Lange Strecken vermochte er in seinem weitgreifenden Schritt zu reisen - doch dieses schnelle Tempo mit den rasch abänderlichen Bedingungen der Dächer - verlangte nicht nur seine volle Aufmerksamkeit sondern auch viel Konzentration. Gerade schlidderte er mehr denn lief eine Dachschräge herab...

So war er fast dankbar als der Mann ebenfalls Anzeichen von Erschöpfung zeigte - sie beide waren bereits einige Male kurz gestrauchelt doch bislang hatten sie beide sich ebenso kurz darauf wieder gefangen und den Lauf über die Dächer fortgesetzt. Ein Sprung über eine kleine Gasse unter ihnen - und weiter, atmen, atmen! Plötzlich war der Mann wieder verschwunden - sollte er sich ihm nun stellen? Ah! Er war wieder hinab auf die Strasse gelangt, kurz sah er die gehetzten Augen des Mannes - dann war dieser auch bereits in einem dunklen Hauseingang verschwunden. Ein offenes Haus? Verlassen, geplündert - sollte es nicht verbarrikadiert sein wenn es noch bewohnt...? doch unterbrach er seine Mutmassungen welche ohnehin nichts erbringen würden. Kurz sah er sich um - würde er hier Hilfe erwarten können? Doch die Strassen schienen leer, einzig die Dunkelheit des Einganges mit der noch leicht nachschwingenden Tür die der Mann beim Betreten berührt haben musste vor ihm unterbrach das Bild einer verlassenen Strasse. Vorsichtiger und langsam auslaufend, dabei sorgsam auf seine Atmung achtend die nach dem anstrengenden Lauf eher dem eines Pferdes nach einem Galopp glich - näherte er sich der Tür. Das dumpfe Pochen seines Pulsschlages klang ihm lauter in den Ohren als das Geräusch der ledrigen Sohlen seiner Füsse auf dem Pflaster. Ein dunkler Raum - der Eingang lässt das Licht herein. Trete ich davor wird er nur auf den Schatten zielen müssen! Der Bogen - sein Vorteil und vielleicht sein Verhängnis, ich muss nur nah genug herankommen! Bedächtig näherte er sich die letzten Schritte der Tür von seitwärts - an der Wand entlang, dankbarerweise war hier kein verräterisches Fenster! Kurz schabten die Krallen seiner Linken leise an dem rauhen Putz - dann stand er auch bereits seitlich vor dem Türsturz. Sollte er erst einen Blick hinein wagen? Nein - er musste so rasch als möglich durch den Lichtkegel der Tür gelangen, ein guter Schütze konnte rasch nachladen und ihn hier draussen ewig hinhalten - wenn er nicht gleich treffen würde. So begab er sich kurz vor dem letzten Schritt langsam auf alle Viere hinab, spannte seine Muskeln - ein letztes Mal tief einatmen - um dann einen weiten Satz über den Boden und die Schwelle hinweg hinein in das ungewisse Dunkel des Raumes zu machen!
Autor: BloodStorm Datum/Zeit: Mi., 31. Mai 2006, 13:07
Etwas erschrocken schaute er auf den Dolch, der neben ihm im Baum steckte. Welch nette Begrüssung, wenn man die Umstände bedachte. Er grinste breit, als er die Worte von Casandra hörte.

„Was besseres zu tun? Immer doch, aber dann wäre ich nicht hier und hätte versucht Schwachstellen zu finden. Ich warte noch auf meine Späherin“

mit den Worten schaute er sich nach Galantha um, die sich eigentlich schon hätte melden müssen.
Wie es aussah dauerte es wohl aber etwas länger und kurzer Hand beschloss der Elf den der Gerberin und den Soldaten zu folgen. Für einen Moment dachte er gerade nach ob es Ethlind gut ginge während des Beschusses. Er roch auf einmal das verbrannte Fleisch und sah dann auch die Toten und Verwundeten. Wer hatte solch eine Feuermagie? Er war erstaunt und gleichermaßen froh das diese Kraft auf der Seite von Nuru war.

Plötzlich lag Casandra auf dem Boden. Man merkte das sie nicht ein Wesen des Waldes war, wobei er dies nicht mal für sich wusste. Er hatte auf seiner Reise antworten bekommen, aber auch neue Fragen. Trotzdem musste er schmunzeln bei der Sache, auch wenn bei so einem Missgeschick das Leben kosten könnte in der Schlacht.
Er wollte ihr gerade zur Hilfe kommen, als sie zu ihren Messer griff und es an ihm vorbei warf. Er staunt folgte er der Flugbahn und blickte in die leeren Augen eines feindliche Spähers. Den hätte er doch bemerken müssen? In dem Fall hätte ihn wohl seine Unachtsamkeit das Leben kosten können. Manchmal ist ein Missgeschick doch recht nützlich.

Während sich Casandra befreite und ihr Messer zurück holte, schaute er sich nach Galantha um, sie ließ sich mal wieder Zeit. Was ihm irgendwie nicht gefiel, aber sie wird schon keinen Mist bauen, sondern eher vorsichtig sein. Schließlich waren sie schon lang genug zusammen auf Abenteuer gewesen und hatte aus vielen Fehlern lernen können, so das sie beide ein eingespieltes Team waren.

Er schaute sich wieder zu Casandra um und verzog das Gesicht, als sie gerade dabei war sich zu entkleiden.

„Und ihr meint wirklich das die Soldaten dumm genug auf eine halbnackte Frau rein zufallen, die rein zufällig in eine Schlacht reinstolpert?“

Er kratzte sich am Hinterkopf und hielt diese Idee für diesen Moment etwas unangebracht, aber er selbst hatte auch keine Gegenvorschläge, also ließ er weitere Kommentare und vielleicht hatte sie ja doch Glück mit einer Ablenkung. Er spannte seinen Bogen, schaute nach einem geeigneten Platz, wo er eine gutes Schussfeld hatte und brachte sich dort vorsichtig in Position. Dann wartet er auf einen günstigen Moment und zielte nachdem die Ablenkung von der Gerberin gestartet wurde auf den Soldaten mit dem höchsten Befehlsgrad um diesen zu erledigen.
Autor: Elessar Eledhwen Datum/Zeit: So., 11. Jun 2006, 21:51
Nachdem Amras den Brand gelegt hatte, beobachtete er aus seinem Versteck heraus, wie die 4 Soldaten, die das Katapult bedienen sollten, auf das Feuer aufmerksam wurden. Zuerst schauten sie nur von ihrem Standort aus zu, wie die Rauchsäule in den Himmel stieg, weil sie das Geschütz nicht verlassen wollten, doch als die Flammen sich immer weiter ausbreiteten, machten sich zwei der Soldaten auf den Weg zu dem Brandherd. Wenige Minuten später ertönten Rufe, die die beiden anderen Soldaten von dem Katapult wegriefen und so sah der Paladin seine Chance gekommen, sein Ziel zu erreichen. Lautlos schlich er zu dem Katapult und positionierte die Ölfässchen an den geeigneten Stellen. Anschließend schlich er ebenso unbeobachtet zurück zu dem Gebüsch, in dem er gewartet hatte und entzündete die Brandpfeile, um das Öl in Brand zu schießen. In dem Moment, in dem der erste seiner Pfeile die Sehne verlassen hatte und im Katapult eingeschlagen war, ertönte ein Ruf aus der Richtung, in der er das Feuer gelegt hatte. Die Soldaten hatten das brennende Katapult entdeckt und waren auf dem Rückweg. Aus irgendeinem Grund schienen sie ihn bemerkt zu haben, denn zwei von ihnen hielten direkt auf ihn zu.


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Cassandra nahm die Beine in die Hand, doch schon bald merkte sie, dass ihre Verfolger langsam, aber sicher aufholten. Noch war ihre Lage nicht aussichtslos, da der von ihr erwählte Rückweg frei war, doch sie durfte sich keinen Schnitzer erlauben. Stoßweise ging ihr Atem und hinter sich hörte sie das Pfeifen des Atems der Soldaten, die aufgrund ihrer Rüstung und ihrer Waffen weitaus mehr Gewicht mit sich schleppten, doch unaufhaltsam kamen sie näher. Immer weiter rannte sie und wagte nicht mehr, nach hinten zu blicken und gerade, als sie ein siegesgewisses Kichern hinter sich vernahm, ertönte aus einem Gebüsch wenige Schritt links von ihr das Geräusch einer Bogensehne, die gerade einen Pfeil entließ. Ein schmatzendes Geräusch und ein kurzer Schmerzensschrei folgten Sekunden später und der Soldat, der Cassandra beinahe gepackt hätte, fiel - mit einem aus der linken Augenhöhle ragenden Pfeilschaft - hintenüber, doch die Gerberin wagte nicht, nachzuschauen, was aus ihrem Verfolger geworden war. Keuchend schwenkte sie nach links und kam kurz darauf bei Noq an, der hinter dem Gebüsch hervorgetreten war. Doch noch immer waren ihr zwei Verfolger auf den Fersen, die sich nun in einem Abstand von fünfzehn Schritt näherten.



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Wie die Gefährten es besprochen hatten, machten sie sich unter der Führung von Drax auf den Weg nach Südosten, um der hoffentlich bald erscheinenden Unterstützung der Zwerge entgegen zu ziehen. Immer wieder stießen sie auf berittene Patrouillen, die aber derart viel Lärm verursachten, dass sie diesen mit Leichtigkeit ausweichen konnten. Nachdem sie mehrere Bögen geschlagen hatten und endlich wieder in der richtigen Richtung waren, erreichten sie bald die Weggabelung, die südlich zum Drachenpass und östlich nach Finkelnest und weiter nach Nighton führte und gewahrten eine große Wagenkolonne, die sich aus dieser Richtung kommend langsam Richtung Nuru bewegte. Schnell wurde klar, dass es sich um einen Versorgungszug handelte, der - auf welchem Weg auch immer - Nachschub nach Nuru bringen sollte, um die dort stationierten Truppen zu versorgen. Bewacht wurde der Zug lediglich von einer kleine Eskorte bestehend aus einem Dutzend bewaffneter Reiter.



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Auf Derians Befehl hin machte Narayke sich auf den Weg, um den Befehl zum Freilassen der Falken weiterzugeben. Während die Falkner den Greifvögeln die Hauben von den Köpfen nahmen und sie anschließend auf den Weg sandten, den sie offensichtlich genau kannten, erteilte Derian den Befehl, dass die verbleibenden Katapulte das Feuer auf die belagerte Stadt eröffnen sollten und zwar so lange, bis sie einen anderen Befehl erhielten oder die Munition ausging.


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Rraurgrimm sprang in die Dunkelheit des Hauseingangs, obwohl er sich bewusst war, welche Gefahr ihn erwarten mochte. Und tatsächlich, im selben Moment, in dem er sich mit allen Vieren abstieß, vernahm er das Geräusch einer Bogensehne und gleich darauf das Sirren eines Pfeils, der ihm entgegen flog. Doch seine Sinne waren so angespannt, dass er nicht bemerkte, ob der Pfeil ihn traf oder verfehlte, er landete auf allen Vieren und schaute sich blitzschnell um, sobald sich seine Augen an die Düsternis gewöhnt hatten. Nur sechs Schritt von ihm entfernt, an der gegenüberliegenden Wand des kurzen Flures stand der Verfolgte, schweratmend und ließ seinen Bogen fallen, um mit einer matten Bewegung sein Schwert zu ziehen. Nur dem Umstand, dass sein Gegenüber mindestens ebenso erschöpft wie er selbst war, hatte der Lykantroph es zu verdanken, dass er nicht sofort angegriffen wurde.


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Als die ersten Katapulte in Flammen aufgingen, registrierte Thorgrim dies von der Stadtmauer aus mit einer gewissen Genugtuung, doch war er sich bewusst, dass die Gefahr mit dem Ausschalten dreier Katapulte noch lange nicht gebannt war. Obwohl der von einem Attentäter niedergeschossene Magier wieder einigermaßen bei Kräften und der Schutzschild vorerst wieder intakt war, durften sie sich keinen falschen Hoffnungen hingeben, bis alle Katapulte zerstört wären. Wie um seine Worte zu bestätigen, setzte in diesem Moment das Katapultfeuer erneut ein und binnen weniger Augenblicke schossen die verbleibenden Geschütze mehrere Salven, die den Schutzschild über Nuru hart trafen. Zwar verglühten die Geschosse in einem blauen Blitz, sobald sie auf den magischen Schild trafen, doch mit jedem Treffer wurde das bläuliche Glühen schwächer.

Die Magier, die den Schild aufrecht erhielten, verstärkten ihren monotonen Gesang, doch zeichnete sich in ihren Gesichtern immer deutlicher die Erschöpfung ab. Treffer um Treffer musste der Schild hinnehmen und schließlich, in dem Moment, in dem den kürzlich verwundeten und notdürftig geheilten Magier die Kräfte verließen und er ohnmächtig zusammenbrach, wurde der Schutzschild durchlässig für die feindlichen Angriffe. Erneut schlugen zwei Brandgeschosse in Nuru ein und setzen das Gebäude neben dem "Einäugigen Barth" und das Steuerhaus in Brand. Mit einem Ausdruck der Verzweiflung trat der Führer der Magier, die mühsam versuchten, den Schild aufrecht zu halten, zu Thorgrim und sprach fast flehend:

"Meister Blutaxt, wenn wir keine weitere Unterstützung erhalten, können wir den Schutzschild nicht wieder aufbauen, wir sind am Ende unserer Kräfte! Wisst Ihr denn niemanden, der über ausreichende magische Fähigkeiten verfügt, um uns unter unserer Anleitung unter die Arme zugreifen?"


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Die Stunden bis Sonnenaufgang kamen Ethlind wie Wochen vor, so ruhelos war sie, doch endlich war es soweit und die Kolonne der Zwerge, die Nuru zu Hilfe eilen sollten, setzte sich in Marsch. Doch nur langsam kam der Tross voran, so dass der Anführer der kampferprobten Zwerge bald zu Ethlind und Hardor schritt und sprach:

"Werter Hardor, mit Verlaub, unsere kurzen Beine werden uns nur langsam gen Nuru tragen, doch mit Sicherheit werden wir jedem Feind, den wir dort antreffen, den Garaus machen. Wie Ihr sicherlich wisst, sind unsere Krieger für ihren Mut und ihre Zähigkeit bekannt, doch auch wenn wir lange Märsche ohne Murren auf uns nehmen, brauchen wir dafür doch eine gewisse Zeit. Ich schlage deshalb vor, dass Ihr Euch auf den Weg macht und der Stadt die Kunde unseres Kommens bringt, um neue Hoffnung in die Reihen unserer Verbündeten zu tragen."

Der Drache erkannte den Vorteil dieses Vorschlags und stimmte zu. Nachdem er sich verabschiedet hatte, erhob Hardor sich in die Lüfte, um gen Nordwesten zu fliegen. So dauerte es auch nicht lange, bis er die Gebirgskette vor sich sah und mit hoher Geschwindigkeit darauf zuhielt. Doch kaum hatte er die ersten Gipfel erreicht, als das Wetter sich unvermittelt verschlechterte. Binnen Sekunden zogen dunkle Wolken auf und verfinsterten den Himmel. Dann zuckte der erste Blitz durch die Dunkelheit, starke Windböen kamen auf und schüttelte den Drachen so ruckartig durch, dass er Mühe hatte, seinen Kurs zu halten. Und dann geschah es: der Drache verlor die Kontrolle und stürzte ab!


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Während die Einwohner Nurus darum kümmerten, die neuerlich ausgebrochenen Brände zu löschen, während die Gefährten außerhalb Nurus verzweifelt um ihr Leben kämpften, während weitere Gefährten versuchten, sich zu der erhofften Streitmacht der Zwerge durchzukämpfen und während eben jene Zwerge sich langsam auf Nuru zu bewegten, nahm das Unheil seinen Lauf. Lautlos und unbeobachtet zogen zwei Falken ihre Kreise im teilweise rauchgeschwängerten Himmel über Nuru und setzten dann zur Landung an: einer der Greifvögel zog seine Bahn zielstrebig zu einem Haus im Armenviertel unweit der ehemaligen "Roten Laterne" und verschwand in einem offenen Giebelfenster, während der andere auf dem Giebel des Daches eines Hauses landete, das fast unscheinbar im Schatten der Stadtmauer im nördlichen Stadtviertel lag.
Autor: Amras Datum/Zeit: Di., 13. Jun 2006, 13:20
Alles schien wunderbar zu verlaufen. Das Feuer breitete sich im Wald aus und trotz eines kurzen Augenblicks des Zögerns - er nahm sich vor später genauer darüber nachzudenken, was er da gerade getan hatte - entliess er den Brandpfeil auf das Katapult welches auch sogleich in Flammen aufging. Gerade als der Paladin sich zurückziehen wollte, hörte er Rufe.
Die Soldaten hatten das in Brand gesetzte Katapult erstaunlich schnell bemerkt und rannten sogleich darauf zu. Zwar würde sie in jedem Fall zu spät kommen, doch war der Elf doch überrascht, wie sie so schnell darauf aufmerksam geworden waren.
Zwei der Soldaten rannten aber nicht auf die brennende Belagerungswaffe zu sondern in seine Richtung. Nein sie rannten nicht nur seine Richtung sondern direkt auf sein Versteck zu. Sie schienen die Umgebung die ganze Zeit beobachtet zu haben und ein brennender Pfeil war natürlich ein unübersehbarer Hinweis auf das Versteck des Schützen.
Was sollte er tun? Direkt wegrennen, oder versuchen sie aufzuhalten? Nun sie waren noch einige Dutzend Schritte von ihm entfernt und zumindest könnte er versuchen sie etwas in ihrem Eifer zu bremsen.
So nahm er seinen Bogen heraus und legte einen Pfeil auf. Er zielte sorgsam zuerst auf den Vorderen Soldaten und entliess den Pfeil dann. Ohne darauf zu achten ob er traf oder nicht, legte er einen Zweiten auf und zielte dieses Mal auf den Anderen Soldaten.

Amras Tahlali Telemmaitê Landesquest Angriff auf Nuru Wald Angriff auf zwei verfolgende Soldaten erster Schuss würfelte mit 1D6 eine 3 {3}

Amras Tahlali Telemmaitê Landesquest Angriff auf Nuru Wald Angriff auf zwei verfolgende Soldaten zweiter Schuss würfelte mit 1D6 eine 4 {4}

Körpertreffer: 3 (Stärke Bogen) + 12 (Stärke Char) = 15 Schaden
Kopftreffer: Körpertreffer; 3 (Stärke Bogen) + 12 (Stärke Char) = 15 x 2 = 30 Schaden


[OT]Da ich keine Ahnung habe, wie ich das mit dem Fall von Körper/Kopftreffer mache, lasse ich das Raus und bitte den SL um Nachsicht [/OT]

Nachdem er sich seinen Bogen wieder über die Schulter gehängt hatte und nun den Kriegshammer in die Hand nahm, rannte er in Richtung des Waldbrandes los. Dort sollte er wohl eine Chance haben, sich zu verstecken, falls er seine Verfolger nicht abschütteln können sollte. Und so hetzte er sich selbst durch das Dickicht und hoffte, dass die Soldaten mit ihren schweren Rüstungen nicht so schnell waren und er sie so rasch abhängen könnte.
Um sicher zu gehen, würde er irgendwann einfach einen Moment warten müssen um sie nicht ohne es zu wissen zu dem Höhleneingang führen würde, der direkt in die Stadt führt. So würde er auch noch die anderen mit in Gefahr bringen. Also suchte er beim Laufen nach einer passenden Gelegenheit und fand sie schliesslich in einem Busch der eine Kuhle überwucherte. Rasch kroch der Elf hinein und versuchte nun ganz still zu liegen. Selbst wenn die Soldaten ihm folgen sollten würde sie ihn hier wohl nicht entdecken und so hätte er die Chance sie hier nun letzendlich abzuhängen und sich dann auf den Weg zurück zu dem Höhleneingang zu machen. Dort würde er dann auf Casandra warten um sich dann mit ihr zu beraten. Er konnte die beiden Soldaten der Löwenpranke nicht einfach so in Gefangenschaft zurücklassen, doch wusste er, dass er es alleine wohl kaum schaffen würde die beiden zu befreien.
Autor: Hardor Datum/Zeit: Di., 13. Jun 2006, 14:45
Hardor hätte vielleicht abwarten oder dieses Unwetter umfliegen sollen, doch die Zeitnot drängte, jeder Moment war wichtig und die Ankündigung des Zwergenherres würde den Verteidigern neuen Mut spenden.
Immer wieder riss eine Böe an den Flügel des geschuppten und gerade wollte er die alte Richtung einschlagen als plötzlich ein lautes Heulen an seine Ohren drang und irgendwelche Winde ihn wie ein Blatt in der Luft herumwirbelten.
Die Welt bestand einen Moment nur noch aus sich drehenden Farben ehe der Drache es einigermaßen schaffte den fall abzustoppen. Der graue Fels der Berge hob sich kaum vom Himmel ab, in der leere schien er einfach zu fliegen, nicht wissend wo oben war noch wo der Erdboden drohend seinen Anfang fand. Aus dem Schleier des Gewitters hob sich ganz plötzlich die Umrisse scharfkantiger Steine hervor die rasend schnell näher kamen und dem Sturmsilberdrachen kaum zeit ließen auszuweichen. Verzweifelt schlug er mit ganzer Kraft und streckte seine Hinterläufe ab, während der starke Wind ihm jede Chance auf ein Gelingen raubte, ein kurzer Schmerz durch seinen Körper rauschte und Schwindeligkeit von seinen Gedanken begriff nahm.
es dauerte eine Weile ehe die Umgebung scharfe Konturen annahm und Hardors Kopf sich ein wenig besser fühlte, wohl hatte der kalte Stein ihm einige Verletzungen beigebracht und sicherlich könnte er Nuru nicht mehr rechtzeitig erreichen. ja, so konnte das Schicksal einen Strich durch die Rechnung machen.
Prüfend blickte der geschuppte an sich herab und bemerkte einige Kratzer in seinem Schuppenkleid, auch seine Knochen musste er sich geprellt haben, denn in seiner Pranke pochte ein dumpfer Schmerz als würde dort ein Zwerg auf einen Amboss hämmern.
So wartete starte der Drache in den Himmel und warteten den günstigen Moment ab ehe seine Schwingens ich abermals rauschend entfalteten und seinen Körper hinauf gen Himmel trugen. Ja, es war ein wilder Flug und nur beschwerlich zog die öde Landschaft dahin.
Dann ganz plötzlich schien Hardor wie von Geisterhand nach oben getragen zu werden, die dumpfen Wolken lösten sich etwas und voller Freude atmete er die Luft dieser Gegend ein.
Aus der Hohe erfassten die scharfen Augen mit den schlitzförmigen Pupillen die Wagenkolonne wie sie über den Erdboden schlich, nur von wenigen bewacht. Gehörte sie dem Feind oder war es gar Hilfe für das Bollwerk Nurus wie es dort entlang schlich?
Nun die Stadt könnte er nicht erreichen, der Schmerz drängte zur Ruhe. Es wäre sowieso besser Versorgungswagen zu begleiten, die Nachricht würde dennoch rechtzeitig eintreffen.
Leicht wie eine Feder segelte der Sturmsilberdrache abermals hinab, vorsichtiger, bedachter und landete in einiger Entfernung mit einem lauten Grollen. Wieder musterte er das treiben dieses Zuges, wären es doch Gegner blieb es ihm offen rasch davonzufliegen oder sogar diese Dinger zu verbrennen.
Autor: Rraurgrimm Datum/Zeit: Mi., 14. Jun 2006, 15:42
Wie erwartet hatte der Attentäter das durch den Eingang hereinfallende Licht genutzt und auf den ersten sich zeigenden Schatten gewartet. Mit mehr Zeit und der Gewissheit, dass es keinen anderen Ausweg gab - hätte man den Schützen vielleicht sogar mit einer Atrappe täuschen  können - doch diese Sicherheit war schlichtweg nicht gegeben. So hatte der Lycantroph auf sein Glück vertraut und dankte in seinem Geiste Latara, dass sie in diesem Fall wohl schützend über ihn gewacht hatte - denn der Pfeil schoss knapp über ihn hinweg und hätte sich wohl tief in seine Eingeweide gebohrt wäre er aufrecht gehend in das Dunkel des Hauses getreten. Hart trafen seine Krallenhände auf dem Boden auf, kaum war Zeit dafür, sich zu orientieren. Würden weitere Personen im nun hinter ihm liegenden Dunkel des Eingangsbereiches lauern - er würde sie vorerst übersehen haben. Seine Augen erfassten die bereits vermuteten und hastigen Bewegungen des Attentäters - welcher sich bereits jetzt seines Bogens entledigte und zu dem Schwert an seiner griff. Pest und Räude - noch zu langsam! schoss es ihm durch den Sinn, hatte er doch gehofft, den Schützen dabei zu überraschen als dieser einen weiteren Pfeil auflegte. Doch Wunschdenken half ihm nicht, in einem offenen Kampf würde er nicht gegen einen erfahrenen Kämpfer bestehen können, das war ihm klar. Immerhin schien der Raum seines flüchtigen Blickes nach weder ihm noch dem Attentäter weitere Vor- oder Nachteile zu bieten. So blieb seine Hoffnung, dass er den Attentäter zumindest noch ausreichend schwer verwunden konnte bevor dieser sich gänzlich kampfbereit gemacht hatte. Wenn es ihm nicht gelänge, den Waffenarm des Mannes ausreichend schwer zu verwunden - bliebe ihm nur eines ausser der Flucht: er müsste ihn in den unmittelbaren Nahkampf drängen, im Ringen mit dem Menschen würde dieser sein Schwert kaum einzusetzen vermögen während er mit seinen Krallen einen deutlichen Vorteil haben würde. Doch wenn der Schütze sich auf seine Klinge verstand - würde er wissen, wie man sich solch unmittelbarem Kontakt entzog...

Scharf kratzten die Krallen an seinen Füssen über den Boden als er sich von diesem abstiess um die Entfernung zu seinem Ziel mit einem weiteren Satz vollends zu verringern. Hatte er den Absprung und seine eigene Geschwindigkeit richtig bemessen - würde er den Arm des Menschen mit seinen Krallen zu erreichen vermögen und diesen zur Aufgabe zwingen können? Fragen noch ohne Antwort in den wenigen Momenten des Sprunges - die Ungewissheit des Tanzes der Kämpfer.
Autor: BloodStorm Datum/Zeit: Mi., 14. Jun 2006, 20:31
Kaum zu glauben, dass die Soldaten auf Casandras Trick reingefallen sind. Er hätte sie einfach nieder geschossen, aber Glück für sie. Jetzt musst sie es nur noch in Sicherheit schaffen.

Gar nicht gut, dachte grimmig der Elf und schaute den heran laufenden Feinden zu wie sie aufholten. Aber nicht nur dies schien ihn zu beunruhigen. Er hatte bei Bogen schießen besseres erwartet, doch irgendwie war seine Genauigkeit beim Zielen schlechter geworden. Er hatte wohl in der letzten Zeit zu viel mit dem Schwert gekämpft. Doch nun war es zu spät um nach dem Schwert zu greifen. Schnell griff er nach einem Pfeil, spannte den Bogen, zielte und ließ die Sehne los. Der Pfeil flitzte durch die Luft und pfiff an den ersten Soldaten vorbei. Noq fluchte innerlioch und griff schnell  nach dem nächsten Pfeil, zog in durch die Sehne und ließ los. Er versuchte Casandra die nächst näheren Soldaten vom Leib zu halten. Ein kurzes Surren doch der Waldläufer war schon mit dem dritten Pfeil am zielen und schoss. Falls die Zeit reicht, würde er sich nun mit dem Schwert zum Nahkampf bereit machen. Doch zunächst musste er schauen wie die Gerberin davon kam und die anderen Soldaten anstellten.

Für einen Moment hatte er ein kleines Licht etwas weiter weg gesehen. Galantha war also schon auf den Weg zu ihm, doch nun musste er erstmal die Zeit überwinden.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Mi., 14. Jun 2006, 20:58
"Da! Eine Wagenkolonne!" Drax sah zu, dass er sich wieder ins Gebüsch schlug. Von dort aus beobachtete er den Wagenzug und versuchte abzuschätzen, wie stark der Begleitschutz war. Offensichtlich weniger stark als angenommen. Dies konnte bedeuten, dass die Gegner sehr leichtsinnig waren oder aber mehr oder weniger ganz Dragonia unter Kontrolle hatten, und sich somit sehr frei bewegen konnten. "Verfluchte Bande!" knurrte der Zwerg.

War das eine Möglichkeit, dem Feind zu schaden? Er sprach sich kurz mit seinen Begleitern ab. "Wie wäre es, mit einem kleinen Hinterhalt? Wir lassen den Zug zur Hälfte passieren und schlagen dann schnell zu. Ihr spickt die Fuhrleute aus den Büschen heraus, während ich versuche, ein paar Pferde "auszuspannen" Drax grinste und nickte seinen Begleitern zu. [i]"Wenn es zu brenzlig wird, schlagen wir uns in die Büsche zurück und versuchen weiter den Zwergen entgegen zu gehen. Hoffentlich gelang es, die Kolonne durch den Angriff zu stoppen. Wenn er in der Mitte ein Fuhrwerke anhalten konnte, würden sich die dahinter befindlichen kaum vorbeimogeln können. Auch die berittene Eskorte könnte er zwischen und nahe an den Wagen leichter unter Kontrolle bringen, als auf freiem Feld.

Er drückte sich tiefer auf den Boden und wagte kaum zu atmen, während die Spitze des Zuges immer näher kam. Seine Äxte lagen fest in seiner Hand und er war zum Sprung bereit. Er würde aufspringen und als erstes versuchen, das Geschirr des auserwählten Wagens zu zerschlagen. Dann würde er sich um die nächsstehenden Wachen kümmern.
Autor: Elessar Eledhwen Datum/Zeit: Do., 15. Jun 2006, 00:01
Nachdem Noq und weitere Bogenschützen aus dem Gebüsch getreten waren, merkten die beiden Verfolger Casandras schnell, dass sie im Nachteil waren und schwenkten ab, um sich in Sicherheit zu bringen, doch es war zu spät. Sie waren bereits in Schussweite und binnen Sekunden gingen die beiden in einem Pfeilhagel zu Boden. Die Gerberin aber kam schweratmend bei den Gefährten zum Stehen und ließ sich einige Atemzüge Zeit, um zu verschnaufen, bevor sie ihre Sachen aufsammelte. In der Zwischenzeit hatte Noq ein schwaches Flimmern zwischen den Bäumen auf den Feldern vor sich bemerkt und kurz darauf kam Galantha zu ihm zurück und berichtete von ihren Entdeckungen. So erfuhren die Gefährten, dass drei weitere Katapulte zerstört waren, der Weg zu den verbleibenden Katapulten auf der anderen Seite der Stadt durch verstärkte Patrouillen blockiert war, so dass sie sich entschlossen, durch die unterirdischen Gänge nach Nuru zurückzukehren.


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Rraurgrimm sprang seinen Gegner an und schaffte es, ihm die Krallen seiner linken Pranke quer über die Brust zu ziehen, wo sie mehrere blutige Striemen hinterließen. Der Mann taumelte zurück, fing sich jedoch sofort wieder, um sein Schwert zu heben, doch der beabsichtigte Schlag wurde nie ausgeführt. Zu sehr außer Atem, zu schwach und verletzt wurde dem Mann plötzlich schwarz vor Augen, er taumelte erneut zwei Schritte und diesmal gelang es ihm nicht, sich wieder zu fangen. Mit einem leisen Stöhnen brach er in die Knie und flüsterte etwas in einer Sprache, die der Lykantroph nicht verstand. Dann fiel er um und blieb reglos liegen.


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Nachdem Amras die beiden Soldaten getötet hatte, versteckte er sich eine Zeit lang in einem Busch, bevor er es wagte, sich auf den Weg zu dem Höhleneingang zu machen, wo er auf Casandra warten wollte. Umso überraschter war er, als er der Gerberin in Begleitung weiterer Gefährten kurz bevor er den unterirdischen Gang erreichte über den Weg lief. Schnell tauschten sie die Neuigkeiten aus, bevor sie den Gang betraten und wenig später in Nuru wieder an die Oberfläche gelangten.


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Hardor hatte den Konvoi entdeckt und war in der Nähe gelandet, um den Wagenzug näher in Augenschein zu nehmen. Auf den ersten Blick war nicht erkennbar, ob es sich um Freund oder Feind handelte, doch dann brach ein Tumult aus und Schreie wurden laut.

Drax' Plan wurde ohne Zögern in die Tat umgesetzt: als der Gevatter den richtigen Moment gekommen sah, sprang er auf und durchtrennte blitzschnell das Geschirr eines Wagens, so dass dieser von einem Augenblick auf den anderen ohne Führung seines Weges fuhr, von der Straße abkam und umstürzte. Noch während die verdutzten Wagenlenker sich in Sicherheit brachten und die ersten Wachen vom Ende des Zuges im gestreckten Galopp heranritten, flogen die ersten Pfeile von Drax' Gefährten aus dem Gebüsch und richteten unter den Wachen am Kopf des Zuges ein Massaker an.

Die Reiter, die sich dem Zwerg näherten, erfassten die Situation und während zwei der ihren weiter auf Drax zuhielten, riss ein anderer so hart an den Zügeln, dass sein Pferd ihn beinahe abgeworfen hätte, als es zum Stehen kam. Dann wendete er es und ritt zurück zum Ende des Zuges, um seine Kameraden zu alarmieren. Während die ersten beiden unter den beiden Zwergenäxten zu Boden gingen, sammelten sich die restlichen Begleiter des Konvois und gingen gegen Drax und die Bogenschützen, die inzwischen aus dem Gebüsch getreten waren, vor. Im Nahkampf waren die schlecht gerüsteten Bogenschützen im Nachteil und obwohl die Zwergenäxte weiter wüteten, wendete sich bald das Blatt: zwei Drittel der Gefährten lagen bereits tot oder schwer verwundet am Boden und auch der Gevatter wurde inzwischen arg bedrängt, als der vielstimmige Klang von Kriegshörnern vom Nahen weiterer Soldaten kündete.


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Als Ethlind in Begleitung der Zwerge den Pass überschritten, gewahrten sie unter sich im Tal einen heftigen Kampf, der fast entschieden schien. Die Anwesenheit eines blauen Drachen bewies ihnen auf den ersten Blick, dass es sich um Freunde handelte, die dort in Not waren und so ließ der Anführer der Zwerge die Kriegshörner blasen, um den Gefährten neue Hoffnung auf Hilfe zu geben.


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Perfel, die in der Nähe von Thorgrim stand, vernahm das Flehen des Magiers und horchte auf. Sie wusste zwar nicht, mit Hilfe welcher Magie der Schutzschild aufrecht erhalten wurde, doch wenn ihre arkanen Kräften benötigt würden, würde sie diese Hilfe sicherlich nicht verweigern. So trat sie näher und erbot sich, den Magiern zu helfen, so man ihr erklärte, wie diese Hilfe aussehen sollte. Der Magier bedankte sich mit einer Verbeugung und erklärte ihr dann rasch, wie sie ihre arkanen Kräfte einsetzen müsse, um diese dem Kreis der Magier zuzuführen, damit der Schutzschild über Nuru wieder erstarken konnte. Und tatsächlich, nach einer kurzen Zeit fand sie die nötige Konzentration und den Zugang zu dem arkanen Kreis und  nach anfänglichem Flackern nahm das blaue Leuchten wieder zu und die noch immer auf die Garnisonsstadt niedergehenden Katapultgeschosse wurden von dem Schild abgewehrt. Doch so stark war die Anstrengung, dass auch die Heilerin nach kurzer Zeit die beginnende Erschöpfung bemerkte.


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Als der Schutzschild wieder erstarkte, trafen auch die restlichen Soldaten von ihren Missionen außerhalb Nurus wieder ein und begaben sich zu der Stelle, an der Thorgrim auf der Stadtmauer stand. Noch während sie die Neuigkeiten austauschten, trafen zwei Mitglieder der Stadtwache ein, die einen Gefangenen zwischen sich führten. Sie berichteten, dass sie diesen im Nordviertel aufgetan hatten, als er sich im Halbdunkel der Gassen rumdrückte und sich ans östliche Stadttor anschlich. Bei seiner Verhaftung hatten sie eine Notiz bei ihm gefunden, die darauf hindeutete, dass er wohl mit dem Feind im Bunde sei und die Aufgabe hatte, das Stadttor von innen zu öffnen, um dem Feind Zutritt zur Stadt zu verschaffen. Auf die Frage Thorgrims, ob es noch weitere Maulwürfe seiner Art in der Stadt gäbe, spuckte der Mann dem Zwerg lediglich vor die Füße und schwieg. Der Statthalter gab Befehl, die Wachen an beiden Stadttoren zu verstärken, um auf jeden Fall zu verhindern, dass Verräter sich daran zu schaffen machen konnten, dann wandte er sich wieder an die anderen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Plötzlich wurden Rufe laut: der Feind rückte vor und startete einen Großangriff auf das Stadttor, über dem die Drachenritter auf der Mauer standen.
Autor: Drax Hammerhall Datum/Zeit: Sa., 17. Jun 2006, 22:39
Es sah ganz so aus, als ob der improvisierte Plan des Zwergen aufging – die Verwirrung unter den Wagenlenkern war groß und die Reiter nicht zu einer gesammelten Gegenattacke in der Lage. Doch dies änderte sich, nachdem die Gegner sich neu sortiert hatten. Geschlossen gingen sie nun gegen den Axtmeister vor, der sich nur durch geschicktes und schnelles Abducken unter die Wagen in Sicherheit bringen konnte. Doch lange konnte er dieses Spielchen nicht mehr spielen. An einen geordneten Rückzug war leider auch nicht mehr zu denken, denn die Bogenschützen waren entgegen seinem Rat aus dem Gebüsch herausgetreten und sahen sich nun der Reiterei nahezu schutzlos ausgeliefert. “Verfluchte Narren!“ schimpfte Drax und teilte weiter fleißig aus.

Ein Schatten huschte über ihn hinweg. Er sprang wieder unter einen der Wagen und blickte in den Himmel. Erst als er seine Augen mit dem Arm abschirmte, sah er die Umrisse eines Drachen, der zur Landung ansetzte. Freund? Feind? Er rollte aus der Deckung hervor und schlug seine Äxte in die Flanke eines Reiters und warf diesen durch die Wucht der Hiebe aus dem Sattel. Er setzte nach und machte dem Leben des Gegners ein Ende.

Zwergenhörner! Diesen Ton würde er überall auf der Welt erkennen. Also waren Zwerge in der Nähe, vielleicht die Vorhut der heiß ersehnten zwergischen Armee? Er setzte sich etwas von seinem nächsten Feind ab, griff an den Gürtel und nahm sich seinerseits das Horn. Er antwortete auf den Ruf mit dem Signal „Zwerge zu mir!“ und erhielt umgehend Antwort. Bald darauf fiel der Großteil der restlichen Berittenen einem Bolzenhagel zum Opfer und nur wenigen gelang eine kopflose Flucht. Freudig ging der Axtmeister seinen Gevattern entgegen. “Ihr kommt zur rechten Zeit Brüder!“ Drax schüttelte viele Hände und musste viele Fragen beantworten, was er auch gerne tat. Es war ein wahrlich phantastisches Gefühl, unter Zwergen zu sein. Doch bei aller Freude vergaß er nicht, dass Nuru nach wie vor Hilfe brauchte. “Wer befehligt die Armee? Wir sollten uns eilen, denn ich fürchte, Gevatter Blutaxt kann Nuru nicht mehr lange halten.“

* * *


Man führte Drax zum Zwergenkönig, der mit einigen seiner Heerführer über einem Stapel Karten brütete. Der Minenbesitzer neigte das Haupt und stellte sich nach Zwergenart vor, indem er Namen und Clan nannte. “So habt Ihr unseren Hilferuf vernommen und Ethlind hat Euch nach Nuru geführt.“ Rasch schilderte er die Situation in und um Nuru, als er die Stadt verlassen hatte. “Schweres Belagerungsgerät, aber einigen verwegenen Gruppen ist es gelungen, einige davon zu zerstören. Wieviele noch intakt sind, vermag ich nicht zu sagen. Auch Magier haben wir innerhalb der feindlichen Armee ausgemacht. In der Gegend um die Stadt gibt es Patrouillen, denen wir zum Glück bis jetzt ausweichen konnten. Wir haben versucht, ihren Nachschub zu stören, als Eure Vorhut auf uns stieß.“ beendete Drax seinen Bericht. “Wie wollen wir vorgehen?“ fragte er gerade heraus, denn für den Waffenmeister war klar, dass er an vorderster Zwergenfront um Nuru kämpfen würde.

Der König hatte den Schilderungen des Axtmeisters gelauscht und stierte auf die Karten. “Ihr kennt Euch ein wenig im Kriegshandwerk aus Meister Hammerhall und was noch viel wichtiger ist, in der Gegend um Nuru.“ Er zeigte auf eine Reihe von Punkten auf der Karte und Drax schilderte die dortigen Gegebenheiten. Dann fuhr der Zwergenherrscher fort: “Also gut. Ich denke, wir sollten die Armee in 3 Gruppen aufteilen. Der linke und rechte Flügel sollte die Stadt etwas umgehen und dann in einer Zangenbewegung Nuru umschließen – quasi einen Belagerungsring um die Belagerer bilden.“ Er nickte zwei älteren Zwergen zu, die Drax damit als die Befehlshaber der beiden Gruppen ausmachte. “Ich selbst werde mit der Hauptmacht direkt auf das Stadttor zu marschieren und versuchen, einen Großteil der feindlichen Kräfte auf uns zu ziehen, bis ihr eure Positionen erreicht habt. Dann ziehen wir die Schlinge enger und reiben sie auf. Achtet auf eure Flanken und behaltet mir die Magier im Augen. Wenn irgend möglich, schaltet mir zuerst diese aus, ehe sie irgendeine Teufelei beschwören können. Vielleicht kann der Drache Hardor uns aus der Luft unterstützen. Noch Fragen?“ Er nickte seinen Generälen zu und befahl den Aufbruch.

* * *


Drax hielt sich nahe beim König in der Hauptstreitmacht. Der Küchen- und Versorgungstroß blieb am Ende des Zuges, während sich die Krieger voll gerüstet mit raschem Schritt gen Nuru wandten. Es gab keinen Grund, besonders leise zu sein – erstens hätte man das mit dem Waffen- und Rüstungsgeklirr nicht gekonnt, zweitens wollte man ja die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, um den Flügeln Zeit zu verschaffen, die ihnen zugewiesenen Positionen einzunehmen.

Es war ein erhebendes Gefühl mit all diesen Zwergen zu marschieren. Ausgewählte Krieger, gestählt in unzähligen Schlachten, gesiebt in hunderten Auseinandersetzungen, umgaben den König und dieser selbst strahlte eine Macht und Stärke aus, dass einem das Herz aufging. ‚Ein kampferprobter Zwerg ist so gut wie 10 gewöhnliche Männer!‘ dachte Drax voller Stolz, als er auf die straff marschierenden Zwerge blickte. Aber auch Wehmut mischte sich zu seinen Gefühlen, wenn er an die unvermeidlichen Verluste dachte. Aber es war eine Ehre, im Kampf zu sterben. Das Gras vor den Toren Nurus würde sich rot vom Blute der Feinde färben und die Gefallenen würden an die Tafel zu den Ahnen gerufen werden und die Ewigkeit Seite an Seite mit den größten Kriegern seines Volkes verbringen dürfen!

“Heute ist ein guter Tag um zu sterben!“ nickte der König Drax zu, als hätte er dessen Gedanken erraten.

* * *


Schon von Weitem war der Schlachtenlärm vor den Toren Nurus zu hören. Der Zwergenkönig hob die Axt und die Armee verschärfte noch einmal das Tempo. Gleichzeitig erklang aus hunderten von Kehlen ein vielstimmiges Kampfgeschrei. Im Laufschritt schoben sich die Zwerge vorwärts, strömten auseinander und bildeten mehrere Reihen. Die Linien stoppten und die Krieger schlugen die Köpfe ihrer Äxte und Hämmer rhythmisch an die Schilde. Begleitet wurde dieses uralte Ritual von wüsten Beschimpfungen und Schmähungen des Gegners um diesen aus der Reserve zu locken.

Eine ganze Weile dauerte dieses wilde Treiben an, ehe die Zwergenhörner einsetzten. Ihr schauriger Ton brachte Furcht in die Herzen der Feinde und war für alle Verbündeten gleichzeitig das Signal, dass Hilfe nahte. Drax spürte, wie Mut und Kampfeswillen in ihm ins schier Unermeßliche wuchsen und wie die anderen neben ihm schrie und stampfte er. Er wollte vorpreschen und töten. Und wie ihm ging es Hunderten weiteren kampfwilligen Zwergen. Wohlige Schauer fuhren dem Axtmeister über den Rücken. Wie oft hatte er schon gekämpft und wilde Schlachten geschlagen. Und doch war dieser Moment etwas Besonderes. “Du wirst Blut trinken ‚Orkspalter‘. Viel Blut, das verspreche ich Dir!“ besprach er heiser seine Axt, als die Signalhörner die nächste Tonfolge über die Ebene schickten. Der Jubel wurde noch einmal lauter und die Zwerge griffen an.

Die Linien stürmten vorwärts und lösten sich bald nahezu auf. Jeder wollte der Erste sein, der seine Axt in den Gegner schlug. Auch Drax rannte und das Blut rauschte in seinen Ohren. Er stürmte wild schreiend vorwärts, wie die Krieger des Königs neben ihm auch. Die Armbrustschützen kamen in Reichweite und sandten ihren Bolzenhagel in die Reihen der Feinde, die nun zwischen Stadtmauer und der wütenden Zwergenarmee eingeklemmt waren. Auch deren Fernkämpfer suchten sich ihre Ziele und rissen die ersten Lücken in die Reihen der Zwerge. Doch die stürmten nur um so wütender weiter vorwärts und überbrückten auf diese Weise sehr schnell die Distanz.

Der Aufprall der beiden Armeen war fürchterlich. Recht schnell hatten sich die Äxte der aufgeputschten Zwerge in die Reihen der Gegner gefressen und ein blutiges Gemetzel begann. Wie die Berserker schlugen die bärtigen Gesellen um sich, Tod und Verderben über die Gegner bringend und jeden gefallenen Zwergen mit dem Tod von zwanzig Gegnern bestrafend. Gnade wurde keine gewährt – wer verwundet zu Boden fiel, wurde trotzdem sogleich niedergemacht. Wer aus den Reihen der Zwerge eine Wunde empfing, ignorierte sie und hieb nur noch wilder um sich. So kam es, dass die zahlenmäßige Überlegenheit des Gegners bald keine mehr war.

Drax hielt sich in der Nähe des Königs und war in einem wilden Blutrausch. Routiniert ließ er seine beiden Waffen kreisen und hielt blutige Ernte. Wer der Reichweite seiner Äxte entkam, wurde von der Garde des Königs oder diesem selbst niedergemacht. Der Herrscher der Zwerge war auch im Kampf ein Vorbild. Er stürmte vorwärts wie kein Zweiter und war ein ausgezeichneter Krieger. So manches Male hatte seine Garde ihre liebe Mühe und Not, mit dem Tempo des Königs mitzuhalten.

In einer der seltenen kurzen Verschnaufpausen blickte Drax hinüber nach Nuru. Rauch stieg auf und er fragte sich, wieviele Verluste es wohl in der Stadt gegeben hatte. War Talya noch wohlauf? Und Thorgrim? Erneut erklangen Zwergenhörner vom Rande des Schlachtfeldes. Offenbar hatten die Flügel nun auch in den Kampf eingegriffen. Von frischem Mut beseelt warf sich Drax wieder in den Kampf. Er unterlief seinen nächsten Gegner und hieb ihm seine Streitaxt in den Wanst. Überraschung stand in den Augen des Mannes, ehe er zusammenbrach.

Doch für Triumph blieb keine Zeit. Aus welcher Ecke auch immer – der Feind hatte eine Horde wilder Kämpfer in die Schlacht geführt. Diese riesigen Unholde waren frisch und setzten einem kleinen Trupp Zwerge gewaltig zu. Schon gingen die ersten zu Boden und die Reihen wankten. Mit einem wilden Schrei auf den Lippen kam Drax den Gevattern zu Hilfe und sprang mit erhobenen Äxten in die Flanke der Gegner. Aus den Augenwinkeln registrierte er, dass auch andere die Situation erfasst hatten und ihren Kameraden zu Hilfe eilten. Ein zähes Ringen begann und der Axtmeister hatte große Mühe. Immer wieder blieb er in der Abwehr der Hünen hängen und es dauerte eine ganze Weile, ehe er einen tödlichen Schlag anbringen konnte. Mit der Zeit aber kamen immer mehr Zwerge herbei und als schließlich der König seine Garde gegen diese letzten Feinde in den Kampf führte, war deren Widerstand schlussendlich auch gebrochen.

Die Leibwache war ein klein wenig dezimiert und auch der König wies eine Reihe von Kampfspuren auf, so schien zum Beispiel ein Teil seines Bartes und des Haupthaares versengt zu sein. Wie sich später herausstellte, hatte sich die Garde um den Zwergenherrscher den Magiern gestellt und sie trotz einiger Verluste zur Strecke gebracht. Der Kampf war heftig, aber nun nahezu beendet. Nur vereinzelt wurde noch gekämpft.

“Der Sieg ist unser! Kümmert euch um die Verletzten! Und säubert die Umgebung von den Resten des Feindes, ich will keine Überraschungen erleben. Dann übergebt unsere Toten dem Feuer und lasst ein Lager vor den Toren der Stadt errichten! Informiert mich über unsere Verluste, sobald ihr die Zahlen habt!“ befahl der Zwergenkönig und wandte sich an Drax: “Was für ein Kampf und ein großer Sieg! Aber nun führt mich in die Stadt. Ich habe Durst und ich hoffe doch, das Bier ist noch nicht Opfer der Belagerung geworden!“

Der Axtmeister, sich notdürftig vom Blut und Dreck befreiend, tat wie ihm geheißen und begleitete den König und seine engsten Vertrauten hinein nach Nuru.
Autor: Amras Datum/Zeit: So., 18. Jun 2006, 14:55
Amras gelangte unbemerkt zu dem versteckten Höhleneingang und traf auf dem Weg nicht nur auf Casandra sondern auch den Waldläufer NoQ. Rasch tauschten sie ihre Erlebnisse aus und so erfuhr der Paladin, die die beiden es mindestens genauso schwer gehabt hatten, aber trotzdem ihrer Aufgabe nach Kräften nachgegangen waren.

Schnell gelangten sie zu dem Gestrüp, welches den Eingang des geheimen Tunnels verbarg und stiegen auch sogleich in die Dunkelheit herab um möglichst bald wieder innerhalb der Stadtmauern zu sein. Dieses Mal verletzten sie sich nicht, denn sie kannten nun alle Stellen an denen man auf loses Geröll steile Abhänge achten musste und so gelangten sie zwar verschmutzt und erschöpft aber sonst unbeschwert in die belagerte Stadt.

Kaum waren sie aus dem Tunnel getreten, da vernahmen sie schon die Kampfgeräusche welche auf einen Angriff auf die Stadt hindeutete. Sie schienen wohl alle Katapulte zerstört oder beschädigt zu haben, denn sonst hätte der Feind wohl kaum die Notwendigkeit einer direkten Konfrontation der Soldaten gesehen. Sie mussten sich beeilen.

Während sie nach Thorgrimm suchten um ihm Bericht zu erstatten und sich zu erkundigen was in der Zwischenzeit passiert sei und wo ihre Hilfe nun am meisten gebracht würde, dachte Amras immer wieder über das Schicksal von Omisha und Pavel nach und betete, dass es ihnen gut ergangen war oder, dass sie zumindest einen schnellen Tod gefunden hatten.

Plötzlich drang ein anderes Geräusch in das Bewusstsein des Elfen. Hörner. Was konnte das bedeuten? Würde der Feind nun alles gegen sie in den Kampf schicken? Doch dann erklang Jubel aus der Stadt. Das konnte nur bedeuten, dass ihnen jemand zur Hilfe gekommen war. Die Zwerge. Wie es schien war Ethlind erfolgreich gewesen und hatte es geschafft Unterstützung für die belagerte Stadt geholt.
Sie beschleunigten ihre Schritte und fanden den Stadthalter auf den Mauern der Stadt stehend und die Verteidiger organisierend. Stumm folgte Amras dem grausammen Schauspiel was sich auf den Feldern vor der Stadt seinen Augen bot. Die Zwergenkrieger metzelten alle feindlichen Soldaten nieder. Sie geboten kein Erbarmen und griffen mit einer Wildheit an, die dem Elf den Atem nahm. Das war Krieg. Keine heroischen Taten. Keine Helden und keine daraus resultierenden Liebschaften. Im Kampf schien sich all der Hass der zwischen den Wesen herrschte zu kanalisieren und sich selbst zu verstärken nur um das Leben zu verzehren.

Bald war der Kampf vorbei und die Zwergenarmee begann die Leichen wegzuschaffen und etwas ausserhalb ein Lager aufzuschlagen. Amras wandte sich nun an Thorgrim und sagte

<<Wie ihr mit Sicherheit gesehen habt, haben wir unsere Aufgabe erfüllt.  Wir haben einige Verluste erlitten, aber ich gebe euch mein Wort, dass die Soldaten bis zu Ende ihre Pflicht erfüllten und mit ihrem Blut sie Zerstörung der Katapulte möglich gemacht haben.>>

Nun musste der Stadthalter aber ersteinmal die Aufräumarbeiten organisieren und so zog sich Amras erschöpft mit Casandra zurück...

Nach einigen Stunden in denen sich Amras und Casandra gewaschen hatten und versucht hatten sich ein wenig auszuruhen, kam ein Bote zu ihnen und bat sie ihm zum Stadthalter zu folgen um dort ausführlich Bericht zu erstatten.

Sie wurden in zur Burg geführt und fanden sich kurz darauf vor Thorgrim wieder. Hier erzählte Amras von ihrem Weg durch den Tunnel, wie sie sich trennten und dann die beiden Katapulte zerstörten. Bei der Gefangennahme der beiden Soldaten die ihn begleitet hatten, wie auch bei der Stelle wo er erklärte, dass er das zweite Katapult nur durch die Ablenkung der beiden Soldaten in Brand setzen konnte, gab es einige Nachfragen. Als er geendet hatte, fiel ihm dann doch noch etwas ein und er wandte sich nocheinmal direkt an den Stadthalter und sagte:

<<Ich habe bisher nur einige Gerüchte gehört, was in den anderen Städten passiert, aber wenn ihr Truppen aussenden wollt, die die Überbleipsel der Belagerer verfolgen lassen wollt, wäre ich gerne dabei um im Geiste von Omisha und Pavel ebenfalls bis zum Ende zu kämpfen und nicht mittendrin aufzuhören.>>

Nun verstummte der Elf und wartete gespannt auf die Entscheidung, die viele Leben retten konnte, aber ebenfalls tausende in den sicheren Tod schicken konnnte.
Autor: Hardor Datum/Zeit: So., 18. Jun 2006, 15:44
Hardor wollte ebenfalls in den Kampf angreifen als plötzlich ein Tumult losbrach und wohl Soldaten Nurus diesen Zug angriffen. Ja es war ein wahres durcheinander und entschlossen fauchte der Drache diesen Zweibeinern zu ehe er sich vom Boden abstieß und damit begann den Zwergen bei ihrer Arbeit zu helfen. Offenbar konnten die Schürfer so schnell Kämpfen wie sie marschierten denn in kurzer Zeit hatten sie wohl die Strecke zwischen Nuru und den Bergen überwunden, ob sie wohl beseelt waren von der Kampfeswut?
Bald war der Plan der Armee bekannt, zumindest teilte sich das Herr, um Côrs Truppen zu peinigen die sich die Zähne an den Mauern Nurus brachen, offenbar wurden die mächtigen Belagerungsmaschinen durch die freiwilligen recken zerstört die des nachts losgezogen waren um die Stadt, ja das gesamte Land zu verteidigen.
Mit kräftigen Flügelschlägen hielt der Sturmsilberdrache sich üb er Armee in der Luft und beobachtete aus der Höhe die dunkle Armee des Feindes der sich seines Schicksals wohl noch nicht bewusst war. Auch in Hardors Adern pulsierte das Verlangen danach das Blut dieser Einfallspinsel zu vergießen die es immer wieder wagten diese Gegend anzugreifen, ein vergehen dass jeden betraf würde es nur Erfolg haben. So sah er auch wie die Zwerge bewundernswerter Weise dem Ggegnüber entgegenrannten, brüllen und mit erhobenen Äxten, Waffen die Gegner zu Fall brachten wie Bäume.
Doch nun war die zeit gekommen und der Geschuppte lies ein wütendes Brüllen aus seiner Kehle hören ehe er schnell wie ein Falke herniederstieß und die Hitze der Feuersbrunst in die feindlichen Reihen schickte. Tödlich war das feurige Element und gierig die Flammen die selbst nach lebendigem Fleisch griffen um es zu versengen und in Asche zu verwandeln. Ja es war ein befreiendes Gefühl als der heiße Atem sich vor den grauen Augen des Edeldrachen in eine Waffe verwandelte und die Macht seiner Art zeigte. Vergessen waren die gefährlichen Bolzen und wie ein böser Traum flog er über die Köpfe der Feinde um sie ihnen mit seinen Klauen von den Schultern zu fegen. Jeder Gedanke, jede Bewegung diente nur noch dem Ziel so viele dieser Taroser wie möglich aus der Welt der lebenden zu verbannen, sollten sie doch schmoren in den dunklen Kerkern ihres Jenseits. Der Krieg forderte Opfer, wenig Glorie gab es im Kampfe, jedoch freute sich jede Seite über einen Toten, einen Toten der eben nur ein Bild war von seiner eigentlichen Person. Niemand dachte über die Familien derjenigen nach die ihren Lebenssaft auf den Feldern Nurus vergossen hatten und deren Leib wohl zu Haufen verschart wurde in der kalten Erde bis auch diese vergingen und nur die Erinnerung blieb. Im Heimatland waren sie Helden, hier nur tyrannische Aggressoren.
Die Gedanken des Sturmsilberdrachen beschäftigten sich mit diesen Gedanken und es gab eben nur eine Rechtfertigung, dass sie versucht hatten andere zu töten und wohl wussten was sie dort auf den Feldern erwartete. Leere Versprechungen gab der Gegenspieler und leicht ließen Menschen, orks sich von kunstvollen reden verleiten.
Doch langsam lichtete sich die einst so übermächtige Anzahl des Gegners und nur noch brannte das Feuer im Herzer derer die die letzten Scharmützel austrugen um endgültig die Belagerer vom Antlitz der Welt zu tilgen. War Nuru wirklich befreit? Einige hatten sich sicherlich in die nahe Landschaft geflüchtet und würden weiterhin ahnungslosen Wanderern auflauern. Noch einige Opfer würde es geben ehe der Wind auch diese Spuren davonwehte.
Erschöpft strengte Hardor seine Flügel zu einem kurzen Weg an ehe er in der Nähe des Tores niedersank und schwer atmend die einmarschierenden Zwerge beobachtete, bald würde wohl ein fest veranstaltet werden wie zuvor und ein Freudentaumel ausbrechen denn nun war zumindest dieser Krieg geschlagen, diese eine Schlacht gewonnen. Wie es um die anderen Städte stand würden wohl bald Späher berichten, doch nun wollte man nur noch ruhen. Seine Brust bebte und rhythmisch bewegten sie seine Nüstern während der Geschuppte schnaufend zu Atem kann und sich das Ende anschaute. Auch er hatte Hunger, Durst, aber musste er erst einmal ruhen, damit er später überhaupt genug Kraft aufbringen konnte um Wild zu erlegen und einem nahen Bach zu fliegen.
Autor: Rraurgrimm Datum/Zeit: Mo., 19. Jun 2006, 11:01
Keuchend stand er über dem zusammengesackten und nun regungslosen Körper des Attentäters - während von seinen Krallen dessen noch warmes Blut tropfte und den steinernen Boden des Raumes benetzte wie lang ersehnter Regen das trockene Feld. Regungslos verharrte der Lycantroph so mehrere Augenblicke - zwar leidlich wachsam auf eine überraschende Reaktion des mindestens derzeit leblosen Körpers zu seinen Füssen wartend aber einem aufmerksamen Beobachter wäre das angespannte Zittern der Krallenhände - ja gar des ganzen Körpers des Wolfswesens - wohl nicht entgangen. Plötzlich - fast als habe man einer Marionette die Fäden zerteilt - sackte auch Rraurgrimm auf die Knie und blieb keuchend vor dem Mann hocken. Der Kampf war so kurz gewesen, dass er an sich kaum diese Bezeichnung verdient hatte - er hatte Glück gehabt, Latara hatte über ihn gewacht. Es vergingen mehrere Atemzüge - bevor sich der Lycantroph wohl besann - kurz sein Haupt schüttelte wie um wirre Gedanken aus dem Schädel zu vertreiben - und dann mit noch immer leicht zittriger Krallenhand der nach wie vor bewegungslosen Gestalt das Schwert aus der Hand zu nehmen und es weit hinter sich zu legen. Sorgsam begann er dann - anscheinend sich langsam wieder fassend - die liegende Gestalt auf den Rücken zu drehen. Die Krallenwunden auf der Brust des Mannes sahen für sein eher ungeschultes Auge nicht tief aus - doch hatte er in der gestrigen Nacht und bereits zuvor schon augenscheinlich harmlose Wunden gesehen - die dennoch augenblicklich tödlich gewesen waren.

Er löste mit erst ein wenig fahrig zu nennenden aber immer sicherer und entschlossener werdenden Bewegungen den Waffengurt des Mannes und zog die Schwertscheide vom Lederriemen und legte beides beiseite, suchte erst eher flüchtig dann aber eingehender nach weiteren Waffen wie einem Messer oder einem Dolch - dann zog er dem nach wie vor Regungslosen den Wappenrock über den Kopf und hob danach das Hemd soweit als dass er die Wunde genauer in Augenschein nehmen konnte. Drei parallel über die Brust verlaufende Kratzer - an sich hatte er auf den Schwertarm gezielt doch hatte ihn der Schwung seines eigenen Angriffes zu weit nach vorn getragen. Kurz hielt er sein Ohr über das Gesicht des Mannes - atmete dieser noch? Er vermochte es nicht genau zu sagen. Auch wenn er die vorerst letzten Worte des Mannes nicht genau verstanden hatte - nach Möglichkeit musste der Attentäter am Leben bleiben um erzählen zu können. Deshalb griff er nach seiner Gürteltasche und entnahm dieser eine kleine Phiole, entkorkte diese und liess etwas von dem Inhalt auf die Brustwunden tropfen. Ungereinigt - ohne allzusehr auf genau zusammenwachsende Wundränder zu achten - aber zumindest die Blutungen stillend. Er stellte die Phiole neben sich und hob den Kopf des Mannes an, öffnete dessen Mund und griff dann mit der freien Krallenhand wieder nach der Phiole - um dann abermals ein wenig des Inhaltes in den Rachen des Mannes tropfen zu lassen. Wie er es am gestrigen Tage bei den Heilern im Lazarett gesehen hatte rieb er - wenn auch wohl eher grob - über den Hals des Mannes, seitlich der Erhebung des Kehlkopfes. Den Rest der Phiole trank er selbst und fühlte fast unmittelbar dessen sich entfaltende und stärkende Wirkung.  Hoffentlich machte das heilende Gebräu nicht schläfrig...

{-1 kleiner Heiltrank,
+2 LP (--> 10/10),
für den Attentäter: Jemand würfelte mit 1D6 LP durch teildeise Andendung eines kleinen Heiltrankes sofern noch lebend eine 6 {6} würfelte mit 1D6 eine 4 {4}}


Nun hiess es rasch handeln: er nutzte den Schwertgurt und den Gürtel des Mannes um dessen Hände hinter dem Rücken und die Beine leidlich zu verschnüren, gut war er nicht in Knoten. Das über den Kopf gezogene Hemd würde es allerdings ein wenig erschweren sich zu befreien - so jedenfalls war Rraurgrimm's Hoffnung. Das Schwert steckte er in die Scheide und legte es zu dem Bogen und dem Köcher - sowie dem Wappenrock. Kurz besah er sich alles - ob es möglicherweise Hinweise auf den Ursprungsort gab - was auf eine eher hastige Vorbereitung seitens des Attentäters hinweisen konnte wenn es Anzeichen für Waffen aus der feindlichen Armee gab. Kurz überlegte er, ob er die Waffen mitzunehmen versuchen sollte - entschied sich dann aber dagegen, sie waren schlichtweg zu sperrig und er würde beide Hände brauchen um den Mann tragen zu können. Zudem hätte dieser im Falle des vorzeitigen Erwachens keine seiner Waffen in der Nähe mit welcher er ihn zu überwältigen verführt sein konnte.

So schulterte er den verwundeten Bewusstlosen oder gar Toten und begab sich wieder in Richtung der Mauer auf welcher er einen Zwerg in der Nähe des Opfers deutliche Anweisungen zur Verfolgung des Attentäters geben gesehen hatte. Ohne Wappenrock würde man ihm vermutlich nicht vorwerfen, einem Soldaten Nurus etwas angetan zu haben - sondern eher einen der vielen Verwundeten Bürger zu den Lazaretten zu schaffen. Keuchend schleppte er seine Last durch die Strassen der Stadt den Mauern entgegen - während von jenseits dieser Mauern deutlich Kampflärm zu hören war. Hatte man einen Ausfall gewagt - oder unerwartet Verbündete gefunden, die den Belagerern in den Rücken fielen? Er beschleunigte seinen Schritt soweit möglich um noch Aussicht darauf zu haben selbst etwas von den Ereignissen zu sehen.
Autor: BloodStorm Datum/Zeit: Di., 20. Jun 2006, 00:18
Noq war nun wieder in der Stadt, was ihn irgendwie verwunderte, war doch sein eigentlicher Plan ganz anderes gewesen. Er würde wohl bleiben, egal was nun passieren mochte.

Er ließ sich an einer Hauswand in sicherer Entfernung zum Kampf geschehen sacken und machte seine Rucksack wieder auf. Galantha kam empört heraus und schüttelte sich zunächst mal. Was sie jedes Mal machte, wenn der Elf sie so transportierte, aber durch das Erdloch in die Stadt war es nötig. Nach ihren Bericht zu folge waren sie nur teils erfolgreich gewesen und ein großer Kampf war wohl nicht zu vermeiden.
Er schaute sich um und beobachtet die Panik, die rennenden Soldaten, die flüchtenden Menschen und schreienden Verletzten.

"Wie erschreckend nicht wahr?"

Der Waldläufer bilckte mit einer angewiderten Miene zu seiner Rechten, wo dieser andere Elf plötzlich an der Mauer lehnte und dieses spötische Kommentar gab. Noq mochte seine Worte nicht, aber hier und jetzt war es nicht angebracht zu streiten. Er nahm den kritischen Blick von ihm, schloss seinen Rucksack und erhob sich von seinem Platz.

"Oh, ich wollte niemanden belästigen. Ich fand nur das jeder in solchen Momenten Gesellschaft brauchen könnte."

klag es hinter Noq Rücken als er schweigend die Straße zur Stadtmauer hinauf ging. Er schluckte und versuchte seine Worte für sich zu behalten, doch es ging nicht und es quoll einfach so heraus.

"Ihr könnt meinen Feinden da draußen Gesellschaft leisten, hauptsache ihr haltet euch von mir fern."

keine Widerworte und Noq hört nun das laute Kampfgetosse immer näher kommen. Er bescheunigte sein Tempo. Er wollte nun hoch auf die Stadtmauern und seine Bogenkunst seinen Feinden zeigen. Er fand schnell einen Aufgang wo er zwar durch das Durcheinander schwer hoch kam, aber doch dann eine gute Übersicht vom Schlachtfeld hatte.

Er wollte gerade seine ersten Pfeile auf die feindlichen Soldaten schießen, als er Hörner vernahm. Er sucht nach der Ursache und fand eine herannahende Zwergenarmee, welche sich auch sofort in die Schlacht warfen. So waren die Zwerge eben, dachte sich der Elf und schaute mit einem leichten Grinsen das Schauspiel an. Unterstützung brauchten sie nicht mehr viel und so war der Kampf rasch zu gunsten von Nuru. Eine leichte Genugtuung machte sich in Noq weit. Er wusste nicht recht warum, aber der Anblick gefiel ihm. Dann zuckte er zusammen und erschrack. Er schaute in das kleine Gesicht von Galantha und sah ihr entsetzten. Ihr Körper zuckte bei jeder Schandtat und als sie sich dann in seine Haar vergrub, war es um ihn geschehen. Dies war nicht wirklich er oder doch? Er genoss es nicht wirklich? Er beschloss sich dem ganzen zu entziehen und verließ schnell die Mauern. Wohin?
Ins Lazaret! Zu seiner geliebten Ethlind. Er machte sich auf den Weg dort hin und versuchte andere gedanken zu bekommen. Galantha schwirrte etwas verwundert hinter ihm her und versuchte durch fragen ihn irgendwie zu bremsen, aber es brachte nichts.
Autor: Elessar Eledhwen Datum/Zeit: Di., 20. Jun 2006, 23:43
Sobald die feindlichen Truppen in Schussweite der eigenen Katapulte kamen, begann das Sperrfeuer von den Mauern der Garnisonsstadt. Wieder und wieder flogen die schweren Gesteinsbrocken in hohem Bogen über die Stadtmauern und rissen tiefe Breschen in die Reihen des Feindes, doch dieser schien unbeeindruckt von der Verteidigung und stürmte weiter vor, Tod und Verstümmelung ringsum missachtend.

Als die ersten Angreifer so nahe an der Mauer waren, dass die Katapulte wirkungslos gegen sie waren, begannen die Schützen zu feuern und wieder rissen der Pfeil- und Bolzenhagel etliche der Angreifer von den Füßen, doch der Strom schien kein Ende nehmen zu wollen. So entschloss Thorgrim sich, die Reiterei einen Ausfall machen zu lassen und ließ das Stadttor öffnen, gerade lange genug, dass zwei Reitertrupps nach draußen gelangen konnten. Obwohl die Reiter sich anfangs mit ihren wirbelnden Schwertern ihren Weg mehrmals regelrecht durch die Feindverbände fraßen und stets zurück in die Nähe der Stadtmauern gelangten, war die Übermacht des Feindes so groß, dass die Reiter sich bald umringt sahen und von der schieren Masse der Gegner erdrückt wurden. Fassungslos beobachteten die Verteidiger auf den Stadtmauern das Sterben ihrer Kämpfer und dann war der Feind an der Stadtmauer.

Kaum an der Mauer angekommen, rücken auch schon weitere Feinde vor, die mit Sturmleitern und langen mit Enterhaken versehenen Seilen ausgerüstet waren. Obwohl die Schützen auf der Mauer Pfeil um Pfeil und Bolzen um Bolzen in die Reihen des Feindes sandten, prallten im nächsten Moment die ersten Strumleitern gegen die Zinnen der Stadtmauern und die ersten Enterhaken verkeilten sich mit einem knirschenden Geräusch in der Mauerkrone. Sofort wurden Eimer, die mit Gesteinsbrocken gefüllt waren, heran geschafft und über den Köpfen der Kletternden geleert, so dass viele der Angreifer mit lautem Schreien in die Tiefe stürzten, wenn sie getroffen wurden.

Während die Verteidiger sich darum bemühten, die Angriffe auf die Mauern abzuwehren, gelangte ein Trupp Orks, die mühelos einen schweren Baumstamm zwischen sich schleppten in die Nähe des Stadttores und begann, mit der Ramme das schwere, eisenbeschlagene Eichenholz zu malträtieren. Auch hier fiel Ork um Ork durch die Bogenschützen auf der Mauer, doch für jeden gefallenen Ork rückten inzwischen zwei weitere nach, so dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis das Tor unter der Wucht nachgeben würde. Plötzlich ertönte ein Ruf und ein Mitglied der Stadtwache schrie etwas davon, dass der Feind durch das östliche Tor in die Stadt gelangt war und so musste ein Großteil der verbliebenen Reiterei zu diesem zweiten Kampfherd abrücken, um dort für die Sicherheit zu sorgen.

Schon bald nachdem die Truppen am westlichen Stadttor abgezogen waren, wurde klar, dass das Tor der Ramme nicht mehr lange standhalten würde und so formierten sich die Verteidiger, die nicht auf den Mauern standen neu, um den Feind in der Stadt zu empfangen, als plötzlich der vielfältige Ruf mächtiger Kriegshörner von außerhalb der Stadtmauern erklang. Der Statthalter stutzte und hielt mitten im Schwung seiner Axt inne, denn wie jeder Zwerg erkannte auch er sofort, welcher Art diese Kriegshörner waren. So laut, dass alle Verteidiger in der Nähe des Tores und auf den Mauern links und rechts des Tores es hören konnten, rief er "DIE ZWERGE! DIE ZWERGE KOMMEN UNS ZU HILFE!" und erst als dieser Ruf von den Verteidigern aufgenommen und hundertfach erwidert wurde, konzentrierte Thorgrim sich wieder auf den Kampf vor sich.

Wenige Augenblicke später kam Bewegung in die feindlichen Truppen, als diese bemerkten, dass sie von hinten angegriffen wurden und dann sah man, wie sich die zu Hilfe eilenden Zwerge den Weg nach Nuru durch die feindlichen Reihen bahnten. Nichts und niemand konnte ihren Ästen widerstehen und so dauerte es nicht lange, bis der Feind bis auf wenige versprengte Widersacher aufgerieben war. Das westliche Stadttor war wieder fest in der Hand der Verteidiger und jubelnd wurden die Zwerge begrüßt, als sie in die Garnisonsstadt einmarschierten. Während der Kämpfe um das Westtor war es einer kleineren Feindesgruppe gelungen, das Osttor mit Hilfe eines Verräters, der das Tor von innen geöffnet hatte, in einem Handstreich zu nehmen, doch durch die rechtzeitige Benachrichtigung der Reiterei konnten sie schnell besiegt und das Tor wieder gesichert werden. Als der Jubel am anderen Ende der Stadt aufbrandete, gewahrten die wenigen feindlichen Soldaten, die sich noch außerhalb der Stadt befanden, dass die Schlacht verloren war und entschlossen sich zur Flucht.

Die verbleibenden Stunden bis Sonnenuntergang ritten immer wieder Patrouillen aus, um die Umgebung Nurus nach verbleibenden Feinden zu durchsuchen und wer auch immer entdeckt wurde, wurde entweder gefangen genommen oder - so er sich nicht ergeben wollte - getötet und schließlich war die Schlacht um die Garnisonsstadt endgültig zu Ende. Die Umgebung war vom Feind gesäubert, die toten Feinde wurden auf Scheiterhaufen verbrannt, während die eigenen Gefallenen aufgebahrt wurden, um ihnen später durch die Priester die letzte Ehre erweisen zu lassen. Bald wurden Lager errichtet und Feuer entzündet und während die Einen die letzten Brände in der Stadt löschten, sorgten andere für die Versorgung der Überlebenden, sowohl in medizinischer Hinsicht, als auch für Speis und Trank. Bald schon klangen erste Siegeslieder von den Feuern, als plötzlich ein Ruf nach dem Statthalter laut wurde. Jemand führte ein Pferd heran, in dessen Sattel ein verletzter Soldat mehr hing denn saß, weil er sich kaum noch halten konnte. Als Thorgrim vor ihn trat, berichtete er mit leiser und immer wieder ersterbender Stimme von den Vorgängen um Drachenauge, bis er zuletzt mit einem Seufzen aus dem Sattel rutschte.

Noch während Heiler sich um den Mann kümmerte, wandte Thorgrim sich an die Umstehenden und sprach:

"Ihr habt es vernommen, es steht schlecht um Drachenauge und was zählt unser Sieg, wenn das Reich untergeht? Uns bleibt nichts anderes übrig, als erneut in den Kampf zu ziehen und den Truppen in der Hauptstadt beizustehen, um den Feind endgültig aus unserem Land zu vertreiben. Also worauf warten wir noch? Auf nach Drachenauge!"

Die Worte des Statthalters wurden mit lautem Geschrei und Waffengeklirre beantwortet und im nächsten Augenblick richtete der Gevatter das Wort an Zarush und bat ihn darum, ein Tor nach Drachenauge zu öffnen, das imstande war, die versammelten Einheiten auf einen Schlag in die Nähe der Hauptstadt zu bringen. Der Hofmagier nickte bedächtig und schritt dann zum Stadttor hinaus, wo er in einiger Entfernung stehen blieb und begann, unverständliche Worte zu murmeln. Augenblicke später entstand ein Flimmern, das sich immer weiter ausdehnte. Allmählich entstand eine Art Lichtbogen von mehreren Dutzend Schritten Durchmesser, in dessen Zentrum ein wabernder Nebel hing, durch den hindurch man undeutlich die Ländereien um die Hauptstadt erkennen konnte. In einiger Entfernung waren auch die Stadtmauern zu erkennen und die dunkle Masse, die dagegen anstürmte. Das feindliche Heer musste riesig sein. Doch fest entschlossen folgten die Soldaten der Bitte des Statthalters und traten durch das Tor, um sich im nächsten Augenblick an ebenjenem Ort wiederzufinden, den sie eben noch nur undeutlich durch den Nebel erkannt hatten.