Thema Zusammenfassung
Thema Zusammenfassung: Die Blumenwiese
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Mo., 18. Apr 2005, 20:45
Nachdem Ethlind ihr die Apotheke überschrieben und Nuru wieder verlassen hatte, wollte die junge Heilerin ein wenig Abstand bekommen. Sie hatte keine Ahnung wie sie es schaffen sollte, die Apotheke nun allein zu führen. Naja, eigentlich hatte sie die Apotheke die letzten Monate schon allein geführt, aber sie wusste, dass Ethlind die Besitzerin war und das war ein beruhigendes Gefühl für sie. Nun war sie plötzlich allein für alles verantwortlich.

Ihr Spaziergang brachte sie zu der Blumenwiese, wo alles angefangen hatte. Hier war sie gestrandet, als sie von Sha´Nurdru nach Nuru gewandert war. Und hier war sie auch Ethlind begegnet.

Seufzend setzte sie sich auf die Wiese und fuhr mit ihren Fingern gedankenverloren über die frischen Grashalme. Kito, ihr Kater hüpfte aufgeregt einer Biene hinterher. 

 
Autor: Morwenna Datum/Zeit: Mo., 18. Apr 2005, 21:15
Morwenna ritt gerade auf Osiris und wollte sich auf den Weg nach Nighton machen. Sie mußte noch eine Verbrauchsgüter aufstocken. Seit Wochen hatte sie Myriel nicht gesehen. Sie war wie vom Erdboden verschwunden, aber es mußte etwas passieren.

Der Manaturm hatte zwar noch genug Reserven, aber was ist, wenn die Steuer kommt. Sie hatte schon überlegt, ob man sich nicht mit der örtlichen Apotheke zusammentun könnte. Man müsste zum Beispiel nur einmal Steuer bezahlen.

Im Gedanken versunken ritt sie an einer Wiese vorbei, die schon in voller Blüte stand. Auf einmal hüpfte ein Wollknäul mit vier Pfoten auf den Weg und fing laut an zu fauchen.

Mit einem Ruck blieb Osiris stehen und ging zwei schritte zurück. Morwenna schaute über den Kopf des großen Pferdes hinweg und sah eine Katze, die wie wild rumhüpfte. Sie schaute sich um und sah Perfel auf der Wiese sitzen. Sie drehte ihren Oberkörper im Sattel und rief der Heilerin etwas zu.

Entschuldigung, Perfel! Ist das euer Stubentiger??

Noch immer hüpfte die Katze uber den Weg, doch sie schien sich langsam zu beruhigen.
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Di., 19. Apr 2005, 16:32
Erschrocken blickt die junge Heilerin auf, als sie eine Stimme vernimmt. "Oh ... entschuldigt Morwenna, ich habe Euch gar nicht kommen hören. Ja, das ist meine Fellnase. Wartet, ich hole ihn, damit Ihr weiter und unbeschadet Eures Weges ziehen könnt. Ich weiß auch nicht, was in dem Kopf dieses Tieres vorgeht, normalerweise ist er nicht so unartig."

Perfel stand auf und strich sich ihren Rock glatt, bevor sie zu Kito ging. Langsam ging sie in die Knie und nahm den Kater in ihre Arme. Eher unwillig ließ dieser es geschehen, aber Perfel wusste, wie sie mit ihm umgehen musste.

Freundlich lächelte sie Morwenna zu.
Autor: Morwenna Datum/Zeit: Di., 19. Apr 2005, 21:55
Morwenna schaute von Osiris Rücken hinab auf die Heilerin. Dann Schwang die ein Bein über den Wiederrist des Tieres und glitt hinab.

Ist im Moment nicht nötig weiter zu reiten, denn eigentlich wollte ich zu euch.

Die Druidin schaute sich auf der Blumen wiese um, doch leider war eine Mauer oder Bank nicht in sichtweite, auf die man sich hätte setzen können. Doch die Stümpfe der abgesägten Bäume, die kaum 20 Schritte entfernt aus dem Meer von Blumen ragten, taten es bestimmt auch.

Wollen wir uns nicht setzen, denn so ist es einfach angenehmer. Ohe nach Osiris Zügeln zu greifen ging die Druidin vor und das große Pferd trottete hinterher. Da sie ihn seit neusten ohne ein Gebiß im Maul ritt, war es auch egal, dass er anfing zu fressen.

Morwenna setzte sich auf einen Baumstumpf und wartet bis sich auch Perfel hingesetzt hatte, dann fing sie an zu sprechen und kam auch gleich auf den Punkt.

Ich wollte euch einen Vorschlag machen. Ich wollte euch fragen, ob wir nicht meinen Manaturm mit eurer Apotheke zusammenlegen wollen.
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Mi., 20. Apr 2005, 16:47
Verdutzt sah Perfel Morwenna an, als diese erklärte, dass sie zu ihr wollte. "Sicher können wir uns setzen. Dies ist ein guter Platz zum Nachdenken und Sprechen. Ich komme immer her, wenn ich nicht weiter weiß und heute ist so ein Tag."

Die junge Heilerin ging mit Kito auf dem Arm zu einem abgeschnittenen Baumstumpf und setzte sich hin. Ohne Umschweife kam Morwenna zur Sache und schlug ihr vor, die beiden Geschäfte zusammen zu legen.

"Ihr wisst gar nicht, wie erleichtert ich über Euren Vorschlag bin. Ethlind hat mir die Apotheke überschrieben und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich etwas überfordert fühle, nun alles alleine zu entscheiden. Ich sitze nun schon seit einiger Zeit hier und überlege, wie ich alles anstellen soll, doch kam ich noch auf keine gute Idee."

Seufzend streichelte Perfel ihren Kater und nickte dann nach einer kurzen Pause. "Ja, es ist sicher das Beste, wenn wir die Apotheke und den Manaturm zusammen legen. Ich habe gehört, dass Myriel von einer Reise nicht mehr zurückgekommen ist ? Ethlind hat Nuru schon verlassen, da sie eine Familie gründet. Dann wären nur mehr wir zwei übrig. In meiner Apotheke arbeitet eine Magierin - Olga, eine Orkschamanin, sie ist eine gute Kraft, ich würde sie gerne behalten, wenn Ihr nichts dagegen habt."

Umso länger sie über Morwennas Vorschlag nachgrübelte, umso besser gefiel er ihr. Mit vor Aufregung geröteten Wangen wartete Perfel auf die Antwort Morwennas.
Autor: Morwenna Datum/Zeit: Mi., 20. Apr 2005, 19:35
Etwas verdutzt schaute Morwenna Perfel an. Das lief ja besser als sie dachte, dann lächelte sie und nickte.

Ich habe keine Vorurteile gegen Orks. Von mir aus können wir sie als Angestellte behalten. Ich glaube es ist auch besser, denn ich bin nur Heilerin und keine Magierin. Das hat Lady Myriel bei uns immer gemacht. Ich weiß leider nicht wo sie ist und sie hat sich auch nicht von mir verabschiedet.

Morwenna zuckte mit den Achseln und schaute kurz zu dem Kater, der sich auf Perfels Beinen zusammengerollt hatte und nun vor sich hin schnurrte.

Ich habe dabei noch einen Vorschlag zu machen. Wir sollten beide zu gleichen Teilen ein Startkapital in die Geschäftskasse legen, was wir auch nicht unbdingt unterschreiten sollten. so als eine Art Puffer, falls mal Not am Mann ist und ich dachte, dass wir uns vielleicht ein Gehalt zahlen sollten.Was haltet ihr dabei für eine angemessene Summe?

Morwenna war ganz aufgeregt und wusste nicht genau, ob sie nicht vielleicht etwas zu forsch vorging. Bevor Perfel jedoch auf ihre Frage antworten konnte, machte Morwenna noch einen letzten Vorschlag.

Im Manaturm haben wir es so gehalten, dass wenn Angestellte Tränke brauchten, haben wir sie genommen, ohne jedoch in die Kasse zu zahlen. Wie habt ihr das gemacht ?
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Mi., 20. Apr 2005, 21:31
Die Gedanken schwirrten in ihrem Kopf. Es waren soviele Dinge zu bedenken und sie wollte nichts vergessen.

"Startkapital finde ich gut, aber ich habe nicht so viel Goldmünzen angesammelt. An wieviel dachtet Ihr denn ? In der Apothekenkasse sind 600 Goldmünzen drinnen. Ich habe auch etwas gespart. Also, wenn Ihr an einen Betrag um die 1000 Goldmünzen gedacht habt, dann bin ich damit einverstanden. Und wegen dem Gehalt ... ich habe zwischen 100 und 200 Goldmünzen pro Mond bekommen, je nachdem, wie das Geschäft lief. Aber ich denke mal, wenn wir unsere beiden Geschäfte zusammentun, dann ist ein Gehalt von 200 Goldmünzen sicher drinnen. Zuviel wäre sicher nicht gut, denn wenn es mal einen ruhigeren Mond gibt, dann können wir sonst unsere Einkäufe nicht tätigen."

Aufgeregt überlegte die junge Heilerin, wie sie die Apotheke umgestalten könnten, dass sie für die Kunden noch interessanter werden würde. Aber mit Morwennas Hilfe würde es sicher klappen.

"Ethlind und ich haben es so gehandhabt, dass wir die Rohstoffe bezahlt haben. Also für einen Heiltrank habe ich zum Beispiel 6 Goldmünzen bezahlt. Die Apotheke hat nicht so viel abgeworfen, dass wir uns einfach so bedienen konnten. Wenn es Euch recht ist, würde ich das gerne beibehalten, bis unser Geschäft wirklich Gewinne abwirft."
Autor: Morwenna Datum/Zeit: Di., 26. Apr 2005, 09:55
Morwenna nickte und war damit einverstanden, dass sie die Rohstoffe für die Tränke zumindest bezahlen sollten.

Ichdenke mir mal dass wir mit einem Anfangsgehalt von 150 GM ganz gut auskommen und wenn es Gewinne gibt, dann können wir uns ja einen Bous auszahlen, zu gleichen Teilen. Die 1000 GM Stratkapital sind für mich kein Problem. Ich bringe sie dir vorbei, wenn es soweit ist. Ich bin gerade auf dem Weg nach Nighton und Drachenauge, soll ich dir noch was mitbringen?

Morwenna schaute zu Kito der noch immer seelig auf dem Schoß von Perfel schlief.

Wie soll eigentlich das Geschäft dann heißen ? Ich denke Apoturm klingt etwas seltsam ...



[ot]damit es auch sinn macht, dass ich deinen Torf aus Nighton mitgebracht habe[/ot]
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Di., 26. Apr 2005, 12:42
"Lassen wir uns überraschen, wie die Geschäfte laufen. Wenn dir 150GM anfangs reichen, dann soll es so sein." Perfel lächelte und war zum ersten Mal seit Tagen erleichtert. Die Götter schienen es gut mit ihr zu meinen. Sie hatte es in letzter Zeit doch etwas bezweifelt, aber jetzt sah es so aus, als ob sich alles zum Guten wenden würde. Ein bitterer Nachgeschmack blieb jedoch, wenn die junge Heilerin an den Weggang von Ethlind dachte. Ihre Chefin war ihr sehr ans Herz gewachsen und sie hoffte immer noch, dass Ethlind in Dragonia bleiben würde.

Morwenna unterbrach Perfels Gedanken mit ihrer Frage. "Du bist auf dem Weg nach Nighton ? Das trifft sich gut. Ich bin diesen Mond noch nicht dazugekommen, die 25 Wasen Torf zu holen und da ich eigentlich heute noch nach Drachenauge reisen muss um mit Ethlind die letzten Dinge zu besprechen, wäre es sehr nett, wenn du sie holen könntest. Außerdem könntest du Jendara auch gleich fragen, ob sie unseren Dauerauftrag vielleicht um 10 Wasen pro Mond erhöhen könnte ?"

"Wie soll unser Geschäft heißen .... was hältst du von *Apotheke und Manaturm zur Seerose* ?"
Autor: Silvana Datum/Zeit: Mo., 30. Mai 2005, 22:25
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Es war eine ganze Weile her, seit sie das letzte Mal hier gewesen waren. Shanja war ihnen gefolgt und tollte ausgelassen zwischen den Blüten umher und versuchte verspielt einen Schmetterling zu fangen.

Silvana sog die klare Luft in ihre Lungen und ließ sich im Schneidersitz zwischen Gräsern und Blumen nieder. "Was für ein herrlicher Tag. Ich bin froh, dass du mich aus meiner finsteren Werkstatt geholt hast, liebste Freundin. Wie ist es dir die letzten Wochen ergangen? Es ist lange her, dass wir uns so richtig miteinander unterhalten haben. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir damals hier gelegen haben und ich dir von Rhaun erzählt habe."

Die Wallonin lächelte und ließ sich nach hinten ins Gras sinken. "Es erscheint mir, als wären seitdem Jahrhunderte vergangen. Jahrhunderte, die mir neue Erfahrungen und Leid gebracht haben. Aber auch neue Ausblicke."

Sie starrte in den Himmel und dachte an Etienne. Ob er je zurückkommen würde?
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Di., 31. Mai 2005, 13:29
Lächelnd sah Perfel der jungen aber doch schon recht großen Wölfin hinterher. Shanja schien die Blumenwiese genauso zu gefallen, wie Perfels Kater.

Ihre Freundin setzte sich in die Wiese und Perfel tat es ihr gleich. "Ja, lange ist es her, dass wir hier zusammen saßen und plauderten. Rhaun ..... wie lange ist er schon weg ? Das müssen schon einige Monde sein." Seufzend strich Perfel ihren Rock glatt und versank einen kurzen Augenblick in ihren Gedanken. Trotzdem hörte sie jedes weitere Wort ihrer Freundin.

"Jahrhunderte ? Da wären unsere Kindeskinder hier auf der Blumenwiese und nicht mehr wir ... außer ... ja, außer du kennst zufällig ein Mittelchen gegen das Altern. Bist du unter die Magier gegangen ?" Schelmisch zwinkerte Perfel ihrer Freundin zu und wartete auf die empörte Antwort Silvanas, die sicher kommen würde. Seit ihre Freundin mit Kain zusammen war, konnte sie Magier noch weniger leiden als vorher.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 31. Mai 2005, 19:40
"Rhaun? Ja, es müssen jetzt an die sechs Mondumläufe sein. Ich denke nicht, dass er zurückkommt. Er ist irgendwo auf See. Wer weiß, ob er überhaupt noch lebt. Denkst du, ich würde es spüren, wenn ihm etwas zustieße?"

Ihre Gedanken flossen mit den Wolken dahin, bis Perfel etwas von Magiern sagte. Schwungvoll setzte sich die Wallonin auf. "Magier? Pahh. Ich würde mir lieber die Hand abhacken lassen als etwas mit diesen ... diesen ..." Sie fand das richtige Wort nicht - zum Glück, denn ihr fiel gerade noch rechtzeitig ein, dass Perfel sich inzwischen auch in Magie übte.

"Entschuldige, meine Reaktion war ein wenig überzogen, aber ich muss immerzu an Kain denken, wenn ich etwas über Magier höre. Und dabei möchte ich ihn bloß endlich vergessen."

Sie lächelte und legte den Kopf schief. "Und wenn es um Mittelchen geht bist doch vielmehr du zuständig. Ich fürchte, meine Kindeskinder werden wohl kaum hier herumturnen. Und wie steht es mit dir? Hast inzwischen jemanden fürs Leben gefunden oder steht dir der Sinn nach anderem?"
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Di., 31. Mai 2005, 22:56
Lächelnd hörte sie die Worte, die sie von ihrer Freundin schon vorher erahnt hatte. Zu dem Thema Magier hatte Silvana wirklich ihre eigene Vorstellung und vor allem Einstellung.

"Ob du spüren würdest, wenn ihm etwas zustoßen würde ? Hmmm, ich weiß ja nicht wie innig eure Beziehung war." Einige Augenblicke überlegte Perfel angestrengt nach. Sie schüttelte ihren Kopf "Nein, ich denke, dass man das nur spürt, wenn man wirklich eine sehr starke Beziehung hatte."

Perfel zog ihre Schultern in die Höhe und ließ sie wieder nach unten sinken. Fast, als ob sie sich für ihre Worte entschuldigen wollte.

Wieder vergingen einige Augenblicke bis Perfel seufzend antwortete. "Nein, ich habe keinen Mann fürs Leben gefunden. Ich denke mal, dass irgendwo in Dragonia oder im Umland ein Mann ist, der mich erobern wird. Aber bis jetzt ..." Wieder zog Perfel ihre Schultern in die Höhe und ließ den Rest des Satzes offen.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 02. Jun 2005, 16:21
"Hm, du hast vermutlich Recht. Egal wie heftig meine Gefühle jeweils waren, sehr stark waren meine Beziehungen wohl nie." Sie zuckte mit den Schultern, rupfte einen Grashalm aus und steckte ihn zwischen die Zähne. Geistesabwesend kaute sie darauf herum und schob ihn von einem Mundwinkel zum anderen.

"Wie ergeht es dir mit der Apotheke? Von deiner neuen Mitarbeiterin habe ich ja noch nie was gesehen. Wie hieß sie doch gleich? Morwenna?" Silvana äugte zu Perfel hin und versuchte zu eruieren, wie die beiden Frauen zueinander standen. "Kommt Ihr gut miteinander aus?"

Mit den Augen verfolgte die Wallonin das Spiel von Shanja und Kito und lauschte Perfels plätschernden Worten. Silvana fühlte sie herrlich entspannt und dachte erneut an Etienne. Perfels Erzählung bekam sie nur am Rande mit und schreckte hoch, als die Worte versiegten. "Entschuldige, was hast du gesagt? Shanja ist so groß geworden. Ist es nicht schrecklich, wie die Zeit verrinnt? In unsere Gilde wird seit neuestem Körperbeherrschung gelehrt. Das hat etwas mit Ruhe und Konzentration zu tun. Sobald ich Muße dazu habe, möchte ich mir diese Disziplin einmal ansehen. Ich denke, es wird mir nicht schaden mich in Gelassenheit zu üben."

Ein schiefes Grinsen trat auf ihre Lippen und sie schob den Grashalm von links nach rechts. "Sag, wie war deine Reise nach Drachenauge? Du warst ja überraschend lang weg. Ich wollte dich zum Essen einladen, nachdem mir einmal ein halbwegs vernünftiges Mahl gelungen war, doch Olga sagte mir, dass du Ethlind besuchen wolltest."

[OT: letzteres bezieht sich auf die Quest ]
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: So., 05. Jun 2005, 23:04
"In der Apotheke ist immer einiges zu tun. Ich kann mich nicht beklagen. Diesen Mond musste Morwenna leider verreisen, sie kommt aber bestimmt bald wieder zurück." Perfel entging der Blick ihrer Freundin nicht und so schmunzelte sie, als sie fortfuhr. "Sie war die Besitzerin des Manaturms und nach dem Weggang von Myriel haben wir beschlossen, die beiden Geschäfte zusammen zu legen. Sie ist eine sehr tüchtige Frau mit vielen guten Einfällen und Ideen."

Als Silvana auf Drachenauge zu sprechen kam, verfinsterte sich Perfels Blick für einen kurzen Augenblick. "Ich habe mich dort nur kurz mit Ethlind getroffen. Dann haben sich die Ereignisse überschlagen." Perfel überlegte kurz, ob sie die ganze Geschichte erzählen sollte und entschied sich dann für die Kurzfassung. "Zwei Magier haben sich im Gasthaus gestritten, einer ist weggelaufen, danach auch der Zweite. Eigentlich wollte ich dem zweiten, der verletzt worden war helfen, doch es kam alles ganz Anders. Einige dir auch bekannte Drachenritter und ich, machten sich auf die Suche nach einem magischen Schwert. Wir wußten Anfangs nicht, wem von den beiden Magiern wir glauben sollten. Beide meinten, sie wären irgendwie die Besitzer des Stahls. Mernogh, der eine Magier hat mich dann einfach entführt. Er wollte mich auf seine Seite ziehen, doch ich habe ihm und seiner Macht wiederstanden. Am Ende habe ich ihm sogar einen Feuerball nachgeworfen. Ich weiß allerdings nicht, ob ihm mein kleines Kunststück gefallen hat." Perfel dachte an seine letzten Worte.

"Elessar hat den Stahl gegen Schattenritter geführt, die dann in ein Zeitloch entschwunden sind. Naja, und zu guter Letzt hat dann trotzdem Mernogh das Schwert bekommen."

Perfel zog ihre Schultern hoch und ließ sie wieder nach unten sinken. Der Ausgang der Geschichte war doch anders gewesen, als sie es sich erhofft hatte.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Di., 28. Jun 2005, 18:40
"Du wurdest entführt?" Silvana war ehrlich schockiert. Perfel hatte so schnell gesprochen, dass die Wallonin nur die Hälfte von dem verstand, was ihre Freundin ihr erzählen wollte. "Du hast den Kerl hoffentlich ordentlich getreten. Naja, ein Feuerball ist auch nicht schlecht", lachte Silvana, ehe sie wieder ernst wurde.

"Bist du sicher, dass Magie das richtige für dich ist? Ich meine ... du weißt wie ich dazu stehe, du kennst doch auch die Geschichte von Nedyra und dass es die Schuld der Magier war, dass unsere Welt einer Katastrophe anheim fiel. Zwar hat es mein Volk schlimmer getroffen als deines, aber ... ihr wart einst das Volk der Götter und seid nur noch ein Haufen Piraten so wie wir ein Haufen von Banditen. Jedenfalls in den Augen der Menschen."

Trauer huschte über Silvanas Züge und sie presste die Lippen aufeinander. "Unsere Völker sind nur noch ein Abklatsch ihrer selbst. Wären wir sonst hier in Dragonia?" Mit der Linken strich sich die Wallonin das Haar aus der Stirn, stützte den Ellbogen auf das hochgestellte knie und stützte den Kopf auf dem Arm auf. Langsam schüttelte sie den Kopf. Sie sah Perfel nicht an, als sie weitersprach.

"Magie kann sehr einnehmend sein, gar den Charakter verändern. Ich mache mir Sorgen um dich." Kain hatte sich verändert, und zwar so sehr, dass sie nicht mehr damit klargekommen war. Würde das mit ihrer Freundin auch passieren?
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Di., 28. Jun 2005, 19:49
Auf die Frage von Silvana, nickte Perfel nur leicht. Immer noch würde sie die Zeit gerne schnell wieder an diesen einen verhängnisvollen Tag zurückdrehen. Der Ring ......

Die junge Heilerin schüttelte traurig ihren Kopf und versuchte sich auf Silvana zu konzentrieren.

"Ich weiß selbst, was die Magie mit uns anstellen kann. Lange konnte ich mich nicht an meine wahre Herkunft erinnern. Meine Mutter hatte damals meine magischen Kräfte mit einem Bannspruch belegt. Aber seit ich hier in Dragonia bin, ist dieser Spruch irgendwie immer schwächer geworden. Plötzlich wusste ich wieder, wer und was ich war. Kannst du dir vorstellen wie das ist, wenn du nur zur Hälfte lebst ?"

Nach ihrem letzten Satz sah Perfel Silvana entschuldigend an. Ja, ihre Freundin wusste sicher, wie das war - war sie doch selbst nur zur Hälfte eine Wallonin .....

"Nedyra ... wie lange ist das her, dass ich dort weg gegangen bin ? Es müssen so an die 12 Jahre vergangen sein. Den Krieg der Magier habe ich nicht so richtig mitbekommen. Aber ich habe Geschichten darüber gehört .... vor sehr langer Zeit haben sich die Magier zu viel herausgenommen und sich und das ganze Land ins Verderben gestoßen. Seit der Zeit wurde unser Dorf immer ärmer und die Männer haben sich dann eine .... naja, Möglichkeit gesucht, für die Frauen und Kinder im Dorf Nahrung aufzutreiben."

Perfel legte sich auf die Wiese und verschränkte ihre Arme hinter ihrem Kopf. "Ich weiß, dass du mit Magie nichts anfangen kannst. Ich weiß auch, dass dich Kain sehr verletzt hat, aber vertraue mir, ich werde mich nicht ändern. Zumindest nicht so, dass wir keine Freundinnen mehr sein könnten."

Die junge Heilerin beobachtete die Wolken, die am Himmel vorbei zogen. "Ich glaube es selbst noch nicht, dass ich magisch begabt bin. Für mich ist das alles noch Neuland. Ich habe erst wieder einen neuen Zauber gelernt, der ist echt lustig." Perfel konzentrierte sich und verwandelte sich vor Silvana in einen kleinen bunten Schmetterling. Einige Augenblicke später saß sie wieder als Singh vor ihrer Freundin. Mittlerweile beherrschte sie diesen neuen Zauber auch ohne Probleme.

Lächelnd ließ sie sich wieder der Länge nach in die Wiese fallen. Schlagartig wurde sie wieder ernst und sah Silvana direkt in die Augen. "Sag, bist du nicht auch neugierig, was aus unserem einst so schönen Land geworden ist ? Ich muss sehr oft daran denken."
Autor: Silvana Datum/Zeit: Fr., 01. Jul 2005, 19:54
"Hat das mit diesem Mernogh zu tun? Willst du deshalb mehr über diese Kräfte wissen? Oder hat Kain ...?" Silvana stockte, hob den Kopf und sah zu Perfel hinüber. Sie konnte sich noch genau erinnern, wie eifersüchtig sie gewesen war, weil sich Perfel zu Beginn von Silvanas Beziehung mit dem Bäcker sich für diesen interessiert hatte. Ob die beiden nun zusammen waren?

"Ja, ich bin nur zur Hälfte Wallonin. Aber ich habe nie nur zur Hälfte gelebt. Im Gegenteil habe ich immer versucht, mehr als das Ganze an mich zu reißen. Aber ich weiß was du mir sagen willst. Die Hälfte Mensch in mir war lange Zeit in meinem Inneren verborgen und hat mir mit seinem Erwachen ziemliche Schwierigkeiten bereitet. So ergeht es dir wohl jetzt mit der Magie. Es ist schwer mit etwas Neuem umzugehen, aber eines Tages wird es dir in Fleisch und Blut übergehen. Ich bete, dass es dich nicht verändern möge, so wie mich mein Menschsein verändert hat und deutlich von den Wallonen unterscheidet."

Dann passierte etwas, mit dem Silvana nicht in hundert Jahren gerechnet hätte. Perfel verwandelte sich, und zwar so schnell, dass die Wallonin die Verwandlung mit den Augen kaum verfolgen konnte. "Aber ... das ist ja ..." Sie kannte diesen Zauber, auch Kain hatte ihn des Öfteren angewandt. Aber im Gegensatz zu Perfel hatte er stets bedrohliche Tiere gewählt. Das war der Moment, in dem Silvana ihrer Freundin vertraute. Das Herz bestimmte, was aus einem wurde und wie man seine Fähigkeiten nutzte, nicht allein das Vorhandensein der Kraft, die man beherrschte. Und Perfel hatte ein gutes Herz.

"Das ...", sagte sie mit einem Lachen in den Augen, "... hätte Etienne auch gefallen. Er mochte alles Schöne wie diesen Schmetterling. Schade, dass ich meinen Liebsten nicht gefunden habe." Eigentlich hatte sie Perfel nie von dieser Liason erzählen wollen. Aber irgend jemandem musste sie es einfach sagen. "Bei der Göttin, ich vermisse ihn mehr als ich sagen kann. Wer hätte das gedacht. Obwohl wir uns nur ein paar Mal begegnet sind, bin ich ihm tiefer verbunden als ich es bei Kain je vermochte. Das bewirkt vermutlich die weibliche Seite an ihm. Du hast ihn kennengelernt, nicht wahr? Er scheint ähnlich für mich zu empfinden, sonst wäre er nicht zurück nach Aramon geflüchtet. Er sagte bei unserem letzten Treffen, dass er Angst habe sich in mir zu verlieren."

Silvana presste die Lippen aufeinander, umschlang die aufgestellten Knie mit den Armen und ließ den Blick gedankenverloren in die Ferne schweifen. "Es gibt soviel, das ich gerne wissen würde. Ob Kain mich je geliebt hat. Ob Etienne je zurückkehren wird. Und ja, was aus unserem Land geworden ist, nachdem die Menschen gegen die Magier einen weiteren Krieg entfacht haben. Ich fürchte, nichts davon werden wir je erfahren."

Aber die Wallonin hatte keine Lust länger Trübsal zu blasen. Sie hatte sich verändert, seit sie die erfolglose Reise durch Aramon abgebrochen hatte. Ein Lächeln zuckte um ihre Lippen, als sie Perfel, die neben ihr im Gras lag und in den Himmel starrte, von der Seite einen Blick zuwarf. "Was siehst du? Liest du unsere Zukunft aus den Wolken?"
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Sa., 02. Jul 2005, 18:55
"Mernogh ... naja, eigentlich hat es schon vorher begonnen. Aber es hat sicher auch irgendwie etwas mit ihm zu tun. Ich bin mir so hilflos vorgekommen, als er mich entführt hat ... und egal, was ich auch gemacht habe, egal wie ich mich ihm gegenüber verhalten habe, er war nicht abzuschütteln." Ein kalter Schauer lief über den Rücken der jungen Heilerin.

"Nein, Kain hat damit nichts zu tun. Ich habe jetzt durch die Gilde zwar mehr mit ihm zu tun und er hat mir auch einen neuen Zauber gelernt, aber nein ... wir sind nur gute Freunde." Sie wusste, dass Silvana es sicher nicht akzeptieren würde, wenn Perfel mit Kain zusammen wäre. Dazu war sie zu viel Wallonin ... alles was sie jemals besessen hat, gehört auf Lebzeit ihr.

Die Verwandlung in einen Schmetterling fiel ihr nicht schwer. Hier waren einige, die sich die junge Heilerin als Vorlage ansehen konnte. Lächelnd wartete sie auf die Reaktion ihrer Freundin. "Vielleicht kannst du mir nun mehr vertrauen ? Ich werde meine Magie nie für das Böse einsetzen. Das habe ich mir geschworen, als ich sie für mich wiederentdeckt habe ..."

Die Erwähnung von Etienne und dass Silvana ihn als ihren Liebsten bezeichnete ließ Perfel erstarren. Sie hatte ganz plötzlich das Gefühl, dass ihr jemand mit einem Dolch mitten in ihr Herz stach. Perfel versteckte ihre wahren Gefühle und versuchte so ruhig wie möglich zu antworten. Nach den ersten beiden Worten hatte sich die junge Heilerin wieder im Griff.

"Etienne ? Du warst mit dem Sänger zusammen ? Du hast nach ihm gesucht ?" Perfel wusste, dass sie nie eine Chance bei dem Mann gehabt hatte, aber trotzdem wollte sie die Hoffnung nicht aufgeben. Nun war ihre Seifenblase zerplatzt. Silvana .... auch damals bei Kain hatte der Mann ihrer Freundin den Vorzug gegeben ...

"Etienne war schon etwas Besonderes ... seine ruhige Art war einmalig. Ich habe ihn öfter in der Apotheke gesehen, denn er hat sich bei mir immer alle möglichen Dinge gekauft ...." [i]und mir hat er ein Parfum geschenkt[i]

Seufzend wartete sie, dass der Schmerz in ihrer Brust nachließ als Silvana sie nach den Wolken fragte.

Lachend ließ sie ihre düsteren Gedanken ganz verschwinden. "Nein, wenn ich die Zukunft von den Wolken ablesen könnte, dann wäre ich sicher schon reich ...."

Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 07. Jul 2005, 22:12
"Ja, Etienne und ich waren irgendwie zusammen", sinnierte Silvana verträumt. "Wir wollten es nicht, aber irgendetwas hat dafür gesorgt, dass wir einander anzogen wie Licht die Motten, und uns so heftig begehrten, dass wir nicht widerstehen konnten. Ist es nicht seltsam ... wir haben gehofft uns nicht zu verlieben. Es war körperliches Verlangen, mehr nicht, dachten wir jedenfalls."

Ihr Blick streifte Perfel ohne die Freundin wirklich zu sehen. "Nie werde ich seine letzten Worte vergessen. Du bedeutest mir mehr, als die meisten anderen Frauen zuvor. Ich will.. das nicht.. gefährden.."

Silvana sah ihn vor sich, als ob er sich noch einmal zu ihr hinabbeugte, um sie zu küssen. "Kaum habe ich ihn verloren, weiß ich erst ..." Sie unterbrach sich und vermied es, den Satz zu vollenden. "Ich dachte, ich könnte ihn in Aramon finden. Er ist dort aufgewachsen, und ich vermute, dass er zurückgekehrt ist. Aber leider ..."

Ihre Schultern zuckten kurz nach oben, dann ließ sich die Wallonin nach hinten ins Gras sinken. "Du bist die Erste, der ich davon erzähle. Es hat mich verändert. Ich habe aufgehört mit meinem Schicksal zu hadern, aufgehört mich den Menschen anpassen zu wollen. Etienne teilt ein ähnliches Schicksal wie ich. Ich bin die Einzige, die sein Geheimnis mit ihm teilen durfte. Doch im Gegensatz zu mir hat er sich damit abgefunden und sucht nur noch nach den positiven Seiten seines Lebens. Er ahnt nicht einmal, wieviel er mir in den kurzen Augenblicken unseres Zusammenseins gegeben hat. Wie gerne würde ich ihm das sagen."

Wie Schafe auf der Weise zogen die Wolken an ihnen vorbei. "Du würdest reich sein wollen, wenn du in der Zukunft lesen könntest? Gold meinst du? Nein, das würde mir nichts geben. Ich würde gerne wissen, ob ich eines Tages mit jemandem glücklich sein werde oder ob ich als alternde Wallonin zu meiner Sippe zurückkehre."

Die Vorstellung amüsierte sie. Silvana lachte auf. "Vielleicht erleidet meine älteste Schwester bei meinem Anblick einen Herzanfall. Weil ich dann immer noch besser aussehe als sie, trotz der Runzeln und den Hängebrüsten."

Nach einer Weile fiel ihr auf, dass sie die ganze Zeit von sich redete. "Hast du dir je überlegt wie es sein wird alt zu sein? Willst du in die Heimat zurückkehren?"
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Fr., 08. Jul 2005, 12:33
Er gehörte nie zu Perfel und doch tat es weh, Silvana über Etienne und ihre Liebe zueinander reden zu hören. Warum hatte dieser Mann auch ihr schöne Augen gemacht, wenn er doch mit Silvana - ihrer Freundin - zusammen war ? Konnten Männer sich nicht mit einer Frau begnügen ?

Innerlich vor Traurigkeit zerfließend, lag Perfel auf der Wiese und beobachtete die Wolken. Ihre Gedanken schweiften an den Tag zurück, andem sie Etienne kennen gelernt hatte. Er war ein freundlicher und ruhiger Mann gewesen und dies gefiel der jungen Heilerin vom ersten Moment an. Immer öfter war er in die Apotheke gekommen um sich mit Perfel zu unterhalten. Bei seinem letzten Besuch hatte er ihr ein Parfum geschenkt. Dann war er verschwunden und Perfel hatte sich keine Gedanken darum gemacht. Sie dachte, dass er mit Lady Kolkrabe verreist war .....

Nun hörte sie aber, dass er vor der Liebe zu Silvana geflohen war. "Ich verstehe die Männer nicht. Aber vielleicht liegt es wirklich daran, dass ich keine Erfahrungen mit ihnen habe. Jedesmal, wenn mir ein Mann gefällt, merke ich, dass er schon an eine Andere gebunden ist. Suche ich mir absichtlich die Männer aus, die nicht zu haben sind ?"

"Ich habe nicht gesagt, dass ich reich sein wollte. Aber kennst du die Lebewesen hier in Dragonia noch nicht ? Die meisten gieren nach Macht und wenn sie wüssten, dass jemand die Zukunft aus den Wolken lesen könnte, würden sie sich gegenseitig mit Gold überbieten. Der, der am Meisten bieten würde, dürfte auch hören, was die Zukunft bringt ..... Eine grausame Welt in der wir Leben. Gold und Macht regieren alles." Ein bitterer Gesichtsausdruck folgte ihren Worten, der aber rasch wieder verschwand.

"Wenn ich bedenke, dass ich mit Nichts aus meiner Heimat fort gegangen bin .... Ich weiß nicht, was mit mir passiert wäre, hätte ich nicht bei so manchen netten Leuten Unterschlupf gefunden. So viel Wärme und Hilfsbereitschaft, die ich von ihnen bekommen habe ... ich denke, das ist der Grund, warum ich heute so bin, wie ich bin. Ich würde mich bis in die Abgründe meiner Seele schenieren, wenn ich diese Wärme und Hilfsbereitschaft nicht weiter geben würde."

Die Gedanken Silvanas über das Alt sein, ließen Perfel schmunzeln. "Falten und Hängebrüste ? Bis dahin ist noch lange Zeit. Ich habe mir noch keine Gedanken über das Alter gemacht. Noch bin ich jung und irgendwann werde ich vielleicht doch den Mann fürs Leben finden .... In meine Heimat zurück kehren ... ich weiß es nicht. Steht unsere Heimat dann überhaupt noch ?"
Autor: Silvana Datum/Zeit: Sa., 09. Jul 2005, 17:13
Silvana rollte sich auf den Bauch, zupfte einen neuen Grashalm aus und steckte ihn sich zwischen die Zähne. Perfels Stimme zitterte ein wenig, als sie davon sprach, dass alle Männer schon vergeben seien, an denen sie Gefallen gefunden hätte. Nachdenklich runzelte Silvana die Stirn, kaute auf dem Grashalm herum und sah kurz zu ihrer Freundin hinüber.

Auch wenn die Aussage allgemein gehalten war ... schwang eine Spur eines Vorwurfs darin mit? Den die Wallonin allerdings nicht nachvollziehen konnte. Kain hatte sie selbst Perfel vorgestellt, als sie mit dem Bäcker längst eine Beziehung eingegangen war, und Etienne, hm, der hatte die Wallonin ein einziges Mal in der Apotheke vor Perfel verleugnet. Weil er nicht wollte, dass jemand von seiner Liasion mit ihr erfuhr. Ob sich ihre Freundin in einem der beiden Fälle etwa Hoffnungen gemacht hatte? Oder einfach nur Gefallen an einem der beiden Männer gefunden hatte? Kain womöglich, mit dem sie jetzt so oft zusammen war?

Wie auch immer, es war nicht zu ändern, und im Grunde lagen sie heute hier zusammen im Gras und waren beide einsam.

"Mach dir über die Männer keine Gedanken. Wenigstens wurde dir noch nie von einem Mann das Herz herausgerissen. Das tut ungleich mehr weh als sich nach jemandem zu verzehren, den man nie besessen ... oder vielmehr geliebt hat."

Silvana zwinkerte Perfel aufmunternd zu. "Ich hoffe, ich habe nichts mit deinem Unglück zu tun", sagte sie leichthin und ohne Hintergedanken. Sie erwartete sich auch keine Antwort, weil sie es gar nicht wissen wollte, wenn es so wäre. Es würde ihr das Herz zerreißen, wenn sie Perfel unabsichtlich weh getan hatte nur um selbst einen Augenblick glücklich zu sein. Obwohl ... wenn sie es recht bedachte, im Grunde ihres Herzens war sie noch immer eine unverbesserliche Egoistin.

Silvana - immer noch auf dem Bauch liegend - winkelte die Beine an, überkreuzte die Knöchel und wippte mit den Unterschenkeln hin und her, während sie den Kopf in die Hände stützte.

"Ich frage mich, was Heimat wohl ist? Der Ort, wo man geboren ist? Oder wo man sich wohlfühlt? Oder wo sich der Geliebte befindet? Oder wo man sich niedergelassen hat. Ich kann es für mich gar nicht entscheiden. Überall und nirgends möchte ich sein, aber Vorliebe habe ich im Moment keine. Kannst du mit deiner Magie an andere Orte reisen? Kannst du sehen, wo sich jemand befindet?"

Autor: Palin Silver Datum/Zeit: Sa., 09. Jul 2005, 22:53
Palin tart aus dem Wald auf die Blumenwiese und sah schon von weitem die beiden Frauen im Gras sitzen, bzw liegen.Er hatte einen Spaziergang gemacht und war zufällig auf diese Wiese gekommen.

Hallo, wie geht es euch? Ich wollte nicht so alleine sein in der Stadt und deshalb ahbe ich mir gedacht ich durchkämme male in wenig die Wälder, und dabei bin ich hierhergekommen.

Mit hohen Schritten bahnte sich der Dunkelelf einen Weg durch die dichten Gräser.

Hallo Silvana, ich weiss wir hatten keinen guten Start, ich hätte nicht so zynisch sein dürfen in der Schmiede, aber Ihr habt mich auch so abschätzig angesehen, wie auch immer, ich bin Elf genug meine Fehler einzusehen und ich will mich hiermit entschuldigen.

Palin sezte sich neben den beiden auf den Boden, er überkreutze die beine und nahm ein kleines Drathding aus seiner Tasche und begann damit herumzuspielen, er machte es nebenbei, er redete auch währenddessen.

Was hat euch denn hierhergetreiben?

Palin erhoffte sich das er in das Gespräch mit aufgenommen wurde r hatte heute Lust zu reden und das wollte er einmal ausleben.
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: Sa., 09. Jul 2005, 22:59
Gerade überlegte sich Perfel was sie ihrer Freundin wohl antworten sollte, als Palin vom Wald auf die Blumenwiese trat. Lächelnd sah sie ihm entgegen und setzte sich dann mit einem Ruck auf.

Seine Entschuldigung Silvana gegenüber, klang aufrichtig. Hoffnungsvoll sah die junge Heilerin zu ihrer Freundin. Nach dieser Entschuldigung des jungen Dunkelelfen konnte auch die Wallonin nicht mehr böse sein. Für die Heilerin war nicht sehr schön, wenn sich Freunde von ihr nicht verstanden. Sie war eine sehr harmoniebedürftige Frau, die diese Spannungen nicht vertrug. So etwas brachte nur Kopfschmerzen und war absolut nicht Gesund.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Sa., 09. Jul 2005, 23:01
Silvana lag immer noch auf dem Bauch, als jemand sie ansprach. Sie legte den Kopf in den Nacken und schielte nach oben. Der Ankömmling stand im Gegenlicht, so konnte sie nur seine Umrisse erkennen und musste wegen des grellen Sonnenlichts blinzeln. Auch die Stimme war ihr nicht vertraut.

"Ah, sieh an, das Wiesel." Es hätte abfällig klingen sollen, aber sie war zu gut gelaunt, so verkam es zu einem Scherz. "Der Göttin zum Gruße, Herr Palin."

Sie war alles andere als begeistert, in ihrer Unterhaltung mit Perfel gestört zu werden. Die beiden Frauen hatten sich schon lange keine Auszeit mehr zusammen gegönnt, aber Perfel schien den Burschen zu mögen, also musste sie wohl oder übel mit ihm leben.

"Ihr seid nicht der einzige Dunkelelf, mit dem ich zu tun habe, wenn Ihr das meint. Meine Angestellte ist ebenfalls eine Dunkelelfin und ich komme sehr gut mit ihr aus. Ich mag es nur nicht, wenn man einfach in mein Geschäft platzt ohne mir den nötigen Respekt als Inhaberin einer wohlbekannten Schmiede zu zollen. Ein Gruß wäre zumindest angebracht. Ihr versteht?"

Sie kaute immer noch auf dem Grashalm herum und musterte den Dunkelelf eine Weile, der sich ohne Aufforderung einfach zu ihnen gesetzt hatte. Der Gegenstand fiel ihr auf, den er zwischen den Händen hin und her drehte. "Was habt Ihr für ein seltsames Werkzeug?"
Autor: Palin Silver Datum/Zeit: Sa., 09. Jul 2005, 23:19
Es ist etwas das ich aus meiner Heimat mitgebracht habe, wir enutzen es um unsere Geschicklichkeit mit den Finger zu trainieren, wir drehen ohne hinzusehen an diesem Drathgestell und man muss die Ringe auseinanderbringen,. Es ist schwerer als es aussieht, aber wenn man es macht dann bleiben dir Finger beweglich. Und es tut mir leid, das ahbe ich schon gesagt.

Palin sah ein wenig zum Wald hinüber, es hatte ihm garnicht gefallen das Silvana seine Entschuldigung nicht annahm, er hatte sich entschuldigt, in seiner früheren Heimat war soetwa ein Frefel, es war etwas so schreckliches das es als Beleidung galt wenn man sagt das sich jemand entschuldigt hätte.
Autor: Silvana Datum/Zeit: So., 10. Jul 2005, 14:09
Er sah sie nicht an, während er mit ihr sprach. Dafür betonte Palin noch einmal, dass er sich entschuldigt habe. Irritiert legte Silvana die Stirn in Falten, rollte sich schließlich herum und setzte sich auf. Es behagte ihr nicht sich tiefer zu befinden als jemand, dem sie nicht vertraute.

Sie kapierte nicht, was der Bursche von ihr wollte. Er hatte sich entschuldigt, gut, sie hatte es gehört und akzeptiert, indem sie überhaupt noch mit ihm redete. Was erwartete er von ihr? Dass sie explizit sagte, dass sie seine Entschuldigung annahm? Hatte dieser Dunkelelf so wenig Selbstbewusstsein, dass ausgesprochen werden musste, was er seinen Gefühlen nicht zutraute. Nämlich zu erkennen, wann jemand positiv auf seine Worte reagierte?

Es war ihr egal, ob er ihre Körpersprache verstand oder nicht. Wenn er noch einmal darauf beharrte, dass er sich entschuldigt hatte und sie dies gefälligst wortstark zur Kenntnis nehmen sollte, würde sie ihm höchstens den Hals umdrehen.  Zugleich ärgerte sie sich, dass Perfel nicht mehr geantwortet hatte.

Ein Schatten huschte auf sie zu, purzelte über ihre Beine, gefolgt von einem doppelt so großen Ungetüm, das sie halb über den Haufen rempelte. "Shanja Tollkind, pass auf wo du hinrennst", lachte sie, erwischte die Wölfin gerade noch am Bein und brachte sie aus dem Gleichgewicht. Kater Kito konnte gerade noch entwischen.

Shanja quietschte und warf sich spielerisch zu Silvana herum, so als wolle sie nach der Hand schnappen, die sie festhielt. Dann hielt die Wölfin in ihrem Spiel inne, sträubte ganz plötzlich die Nackenhaare und fletschte sie Zähne. Ein dumpfes Grollen entwich ihrer Kehle. Noch irritierter als zuvor sah Silvana zu Palin hin, dem diese Drohung galt. Das musste die dunkle Aura der Dunkelelfen sein, welche die Wölfin spürte.
Autor: Perfel yel Shideh Datum/Zeit: So., 10. Jul 2005, 16:42
Obwohl sich Palin mit beiden Frauen unterhielt spukten Silvanas Worte in Perfels Kopf herum ... Mach dir über die Männer keine Gedanken. Wenigstens wurde dir noch nie von einem Mann das Herz herausgerissen. Das tut ungleich mehr weh als sich nach jemandem zu verzehren, den man nie besessen ... oder vielmehr geliebt hat.

Die junge Heilerin überlegte ob Silvana damit recht haben konnte. Konnte es einen größeren Schmerz geben, als den, den sie schon seit einigen Monden verspürte ? War es wirklich schlimmer, wenn das Herz von einem gebrochen wurde, als wenn man nie wirkliche Liebe geben konnte und zurück bekam ? Wenn man sich Nacht für Nacht fragte, wie es wohl sein würde, wenn man sich dem Liebsten ganz hingeben würde ?

Silvanas Lachen riss die junge Heilerin aus ihren trüben Gedanken. Kito und Shanja tollten über die Blumenwiese und hatten übersehen, dass hier jemand saß. Im letzten Moment erwischte die Schmiedin ihre junge Wölfin und hielt sie fest. Lächelnd sah die Heilerin dem Spiel der Beiden zu.

Kito saß neben Perfel und putzte sich, als wolle er damit allen Anwesenden zeigen, dass er damit nichts zu tun hatte. Als ob er vorpielen würde, dass er doch schon die ganze Zeit hier saß. Das dunkle Grollen von Shanja ließ ihn zusammenzucken und näher zu Perfel rücken. Er hatte seine Freundin noch nie so böse erlebt.



Autor: Palin Silver Datum/Zeit: So., 10. Jul 2005, 19:46
Palin wurde angeknurrt, von einer Wöfin die Silvana Shanja rief.

Ist das eure Wölfin, Silvana? Sie hat ein schönes Fell. Aber ich werde das Gefühl immernoch nicht los das Ihr mich nicht leiden könnt. Wenn es nicht so ist so habrt Ihr es nicht ausgesprochen, und das ist bei einem Dunkelelfen schlecht wenn es um Gefühle geht. Mir wurde nie beigebracht Gefühle nur durch das sehen zu erkennen, es war bei uns nicht nötig, wir zeigen eh nie Gefühle.

palin sah die Wölfin nicht direkt an, er wusste das Wölfe dies als provokant ansahen und unterlies es deshalb unterlies er es.

Wie ich sehe misstraut mir eure Wölfin ja auch. Ich kann es ja verstehen, es ist nicht wirklich normal nebeneinem Dunkelelfen zu sitzen.

Er hoffte das sich die Wölfin ein wenig beruhigen würde.
Autor: Silvana Datum/Zeit: Do., 14. Jul 2005, 19:26
Silvanas Abneigung übertrug sich offenbar auf die junge Wölfin. Die Wallonin griff dem Tier ins Nackenfell und kraulte sie, um sie zu beruhigen und zur Not dort festzuhalten.

"Sie ist ein ganz besonderes Tier. Mit einem überaus ausgeprägten Gespür für Gut und Schlecht, ja selbst für die Gedanken meiner Seele."

Palin hatte den Blick abgewandt, um Shanja nicht direkt in die Augen sehen zu müssen, und das war auch gut so. Solange er sich ruhig verhielt würde sich Shanja wieder beruhigen lassen.

"Dafür, dass Ihr angeblich keine Gefühle zeigt, habt Ihr aber ein untrügliches Gespür dafür", sagte Silvana süffisant und bleckte die Zähne ganz wie ihre Wölfin. In eben diesem Moment sahen sich die beiden unheimlich ähnlich.

"Sagt mir einen Grund, warum ich Euch leiden können sollte? Was habt Ihr geleistet, das meinen Respekt verdient? Ihr wollt also tatsächlich hören, dass ich Eure Entschuldigung von vorhin annehme. Es ist ungeheuerlich! Wenn dem nicht so wäre, würde ich nicht einmal mehr ein einziges Wort an Euch verschwenden. Ist das deutlich genug oder muss ich es Euch aufschreiben? Sofern Ihr überhaupt lesen könnt", bemerkte sie abfällig. Ihre Stimme triefte vor Spott.

Agarwaen kam ihr in den Sinn, jene Dunkelelfin, die Silvana den Geliebten entrissen hatte. Nie hätte sie gedacht, einmal in derselben Sprache mit einem Dunkelelfen zu sprechen, wie umgekehrt Agarwaen einst zu ihr gesprochen hatte. Die Wallonin hasste diese Frau wie niemanden sonst, und war doch so fasziniert von ihr gewesen. Was war es nur, das diese Wesen in ihr auslösten.