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   Autor  Thema: [Abenteuer] Der Traum vom Wissen (Gelesen 3585 mal)
Landolin

Re:[Abenteuer] Der Traum vom Wissen
« Antwort #150 am: So., 24. Nov 2019, 10:55 »

Ein Lächeln huschte über das müde Gesicht des Heilers, als sich die Erzmagierin zu ihm gesellte. Fjalladis sah genauso erschöpft aus, wie er sich fühlte – dennoch blieb sie umsichtig wie eh und je. Obwohl sie durch die Zuteilung zur zweiten Wachschicht die Erlaubnis hatte, dringend benötigten Schlaf nachzuholen, ließ ihr die latente Gefahr durch den Traumzauberbaum offenbar keine Ruhe. Mit gedämpfter Stimme erwogen die beiden Nightoner daher zunächst, welche Kräuter zur Abwehr der tranceauslösenden Duftstoffe hilfreich sein könnten, ehe sich die Hochelfe unter der mutmaßlich schützenden Maske etwas Ruhe gönnte.

Landolin lauschte den gleichmäßigen Atemzügen neben sich und ließ den Blick über die abgekämpfte Gruppe gleiten. Er hatte sich die Suche nach dem Arag so anders vorgestellt… Noch vor wenigen Tagen war er fest davon überzeugt gewesen, gut vorbereitet, überdurchschnittlich organisiert und mit genug Zeit im Gepäck aufbrechen zu können. Unwillkürlich suchte er zwischen dem Laub der Bäume nach dem Kometen. Nur alle neunzig Jahre bot sich diese Gelegenheit – ein Scheitern kam daher nicht infrage.
Seine Gedanken drifteten ab, sehnten den Schichtwechsel herbei, obwohl seine Wache gerade erst begonnen hatte, deshalb war er Asarra überaus dankbar dafür, dass sie ein Gespräch anstieß.
“Ich kann nur spekulieren“, gab er zu, führte seine Theorien jedoch trotzdem weiter aus.
“‘Dieses Ding‘ scheint so einflussreich zu sein wie seit Jahren nicht. Ich weiß nicht, ob die Schneeschmelze in diesem Jahr tatsächlich auffällig stark ausgefallen ist, wie der Professor in seinen Notizen vermutet – aber ich weiß, dass zum ersten Mal seit Jahrzehnten dieser Komet am Himmel steht. Zufall? Vielleicht, aber irgendetwas bewirkt dieser Komet und zwar genau hier in diesem Wald. Darauf deuten zumindest alle Anhaltspunkte hin, die wir über den Arag zusammengetragen haben. Und Paladin steh uns bei – ich hoffe, wir liegen beim Ort nicht genauso falsch wie beim Datum.

Was die Eulen betrifft… Womöglich sind sie für den Arag so etwas wie Boten. Allerdings stützt sich diese Vermutung auf Hinweise aus einem Kinderbuch...
In diesem Fall ist der zeitliche Zusammenhang mit dem Auftauchen des Kometen noch auffälliger: Vorher habe ich noch nie davon gehört, dass sich Eulen zu großen Schwärmen zusammenrotten.“

Der Schattendrache mischte sich in das Gespräch ein, nannte den Baum das Ziel des Vogelschwarms.
“Mir ist vor allem aufgefallen, dass die Eulen im Gegensatz zu allen anderen Tieren in der Nähe des Baums ausgesprochen wach aussahen. Und wenn Euch das Wort ‚verfolgt‘ nicht gefällt, nenne ich es eben ‚beobachtet‘. Die Eulen beobachten uns seit Nighton. Oder irgendetwas, das sich ihrer bedient. Ich habe die Blicke mehrmals gespürt und jedesmal war wie aus dem Nichts ein Vogelschwarm in der Nähe.“

Arag, Eulen, Komet, Traumzauberbaum… Man konnte sich das Gehirn zermartern und trotzdem wollte das Ganze nicht unter einen Hut passen. Dazu kam, dass Landolins Gedanken nur noch zäh dahinkrochen und sich immer wieder auf die alten, ergebnislosen Bahnen zurückschlichten…



Landolin ging unruhig in dem fremden Schlafzimmer auf und ab. Halt, nicht fremd – sein Schlafzimmer, korrigierte er sich innerlich. Die meisten Möbel im oberen Stockwerk der Apotheke ‚Zum Kräuerkasten‘ waren zwar noch immer mit Tüchern verhangen, aber der Staub, der sich seit dem Verschwinden des Vorbesitzers über die Privaträume gelegt hatte, war verschwunden.
Es waren intensive Wochen gewesen: Er hatte sich mit dem vorübergehenden Verwalter zu seinem Leidwesen nicht so gütlich einigen können, wie erhofft. Zu oft hatte er selbst Worte wie ‚Hohenturmgilde‘ und ‚Statthalterin‘ einflechten müssen und zu oft hatte er sich Worte wie ‚Jungspund‘, ‚Phantast‘ und ‚Emporkömmling‘ anhören müssen. Die Versorgung der Bevölkerung müsse sichergestellt bleiben – man könne nicht von heute auf morgen alle Altbestände an Waren ersetzen, auch wenn der Herr Palin es mit der Beschriftung seiner Tränke nicht allzu genau genommen habe…

Von heute auf morgen konnte man tatsächlich nicht alles umstellen, doch innerhalb einiger Wochen war Vieles möglich. Landolin öffnete die Tür und schob sich in den schummrigen Gang, eilte an den ungewohnten Türen vorbei und die Holztreppe ins Erdgeschoss hinunter.
Die allermeisten Regale waren mit feinsäuberlich aufgereihten Phiolen bestückt, das Lager war gut gefüllt und die Tränkeküche war so aufgeräumt wie selten. Eigentlich war alles bereit für die offizielle Eröffnung – und somit für seine offizielle Heimkehr nach Nighton. Nicht als geduldeter Gast in der Magieabteilung der Kaserne, sondern als stolzer Geschäftsbesitzer, als erster Apotheker mit Ausbildung im Hohenturm seit Xanatos. Um das Verschwinden des Gründungsmitgliedes nach nur wenigen Monaten rankten sich einige unschöne Gerüchte, sowohl in der Stadt als auch in der Gilde. Eine schwere Vergiftung aus Taros wurde am häufigsten genannt – vermutlich wurde im Hohenturm deshalb so viel Wert auf die Entwicklung von Gegengiften und Entgiftungszaubern gelegt. Viele Nightoner schienen sich gar nicht recht an den Mann zu erinnern, sondern brachten nur Christian di Asturien mit der Gilde in Verbindung. Das waren natürlich große Fußstapfen, in die Landolin trat – aber dieser Umstand brachte auch genug Vorschusslorbeeren mit sich, um einem jungen Heiler wie ihm die Übernahme des ‚Kräuterkastens‘ erst zu ermöglichen.

Nervös ging er noch einmal die Reihe der Regale ab, kontrollierte stichprobenartig Etiketten und den Sitz der Stopfen. Es waren bereits einige Kunden vor der offiziellen Eröffnung hier gewesen, denn natürlich konnte man die einzige Apotheke im Ort nicht völlig schließen. Darunter Syrena, sein Freund Phelan, die Soldatin Aristéa und der Erzmagier Kain Kharnfeldt – und nie waren ihm Beschwerden zu Ohren gekommen. Gerade letzterer hätte sicherlich nicht damit gezögert, sich zu melden, sollte Geschmack oder Wirkung eines Trankes nicht seinen Erwartungen entsprechen… Also durfte der Hohentürmler wohl davon ausgehen, dass alles in Ordnung war und er den Laden im Griff hatte.
Ja, eigentlich war alles bereit für die Eröffnung. Er selbst, der ‚Kräuterkasten‘ – nur der Morgen weigerte sich hartnäckig anzubrechen, als würde die Nacht einfach nicht von Nighton ablassen wollen…


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« Letzte Änderung: So., 24. Nov 2019, 10:57 von Landolin »
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Fjalladis Radran

Re:[Abenteuer] Der Traum vom Wissen
« Antwort #151 am: So., 24. Nov 2019, 16:03 »

Das laute Brüllen einer vertrauten Stimme und eines noch vertrauteren Namens rissen die Hochelfe aus dem Schlaf. Viel Zeit konnte nicht vergangen sein, doch Fjalladis war zumindest so weit ein wenig erholter, dass sie innerhalb weniger Augenblicke begriff, was vor sich ging. Ein kurzes kräftiges Rütteln an den Schultern des Heilers, den der Schlaf offenkundig während seiner Wachschicht übermannt hatte, zeigte schnell, dass es sich nicht nur um ein kurzes Wegnicken handelte, und ohne lange zu zögern warf die Priesterin ihm ihre Decke dergestalt über den Kopf, dass seine Atemluft doch zumindest zu einem Großteil gefiltert werden würde. Ohne von Landolins Seite zu weichen schaute die Hochelfe sich um. Wie es auf den ersten Blick schien, hatte es dieses Mal außer Magnati, Asarra und ihr selbst alle erwischt, wobei die Kriegerin bereits geistesgegenwärtig zur Tat schritt.

„Decken, Umhänge... am besten nass... Der Staub darf nicht eingeatmet werden!“, rief sie Asarra zu, löste selbst ihren Umhang und warf ihn der Kriegerin hinüber, dann wandte sie sich in Richtung des riesigen Baumes. Einen Moment lang schloss sie die Augen und begann etwas zu murmeln, dass durch das Tuch vor ihrem Mund jedoch selbst für die wachen Gefährten nicht zu verstehen sein würde.

Allerdings begann der Wind über dem Fluss neben ihrem Rastplatz aufzufrischen und bildete nach kurzer Zeit eine kleine Wasserhose, die sich in die Höhe schraubte und dabei Wasser viele Meter hoch hinauf schleuderte, das beim Herunterrieseln hoffentlich zumindest einen Teil der gefährlichen Pollen aus der Luft waschen würde. Weitere Windböen richteten sich gegen die Blätter, die in immer größeren Zahl heranzutrudeln drohten. Wie von einem Keil wurden die herannahenden Luftmassen geteilt und die Blätter zu beiden Seiten hin abgelenkt.

3 Luftzauber mit je 40 Wirkungspunkten
– 30 Mana
+ 15% Erholung
« Letzte Änderung: So., 24. Nov 2019, 16:04 von Fjalladis Radran »
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Asarra

Re:[Abenteuer] Der Traum vom Wissen
« Antwort #152 am: So., 24. Nov 2019, 20:56 »

Asarra setzte sich nicht, sondern wickelte den Angelfaserumhang enger um ihre muskulöse Gestalt und drehte langsame Runden um die schlafenden Gefährten. Kurz ging sie neben Landolin in die Hocke, um ein leises Gespräch zu führen, an welchem sich auch der Schattendrache beteiligte. Die Amazone nickte. "Wenn man Flügelschlag hört, ist es vermutlich eher ein Vogel als ein Greif", auch die Kriegerin war der Meinung, dass es schon etwas viel Zufall war dass die enorme Reichweite des Baums, die Eulen und der Komet nur zufällig ungefähr in derselben Richtung lagen. Viel mehr hatte sie allerdings nicht beizusteuern, sie kannte weder die Kindergeschichten noch hatte sie viel Ahnung von diesem Arag.

So nahm sie kurz darauf wieder ihre langsamen Runden ums Lager auf, den Blick ins umliegende Unterholz gerichtet. Langsam wechselte schwarz zu grau, als zunächst die Dämmerung aufzog, und wenig später zauberten die ersten Lichtfinger Farben in die Welt. Beinahe automatisch fanden ihre Füsse nun den Weg um die Gefährten, die lange Zeit ohne Schlaf ging nicht spurlos an der Amazone vorbei. Erst als Magnati sie darauf aufmerksam machte, bemerkte sie den drehenden Wind, die Blätter, die drohende Gefahr.

"Wach! Aufwachen!" rief die Kriegerin sofort, doch selbst die grollende Stimme des Drachens mochte die schlafenden Gefährten nicht zu wecken. Zu denen auch Landolin gehörte, der friedlich schlummerte. Doch zum Glück war Fjalladis wach und hob augenblicklich zu Gegenmassnahmen an. Asarra fing ihren Umhang, riss sich den eigenen von der Schulter, tauchte beide ins Wasser und warf sie so schnell es ging über die nächsten Gefährten. Dann packte sie alle Decken in Reichweite um sie ebenfalls über die Schlafenden zu werfen. Währenddessen versuchte sie über das Band zu Darius den Eisdrachen zu erreichen. "WACH AUF DU HORNOCHSE! DU TRÄUMST!"

"Ich hab mich auch schon weniger darüber gefreut, nass zu werden." Kommentierte sie Fjalladis Zauberei knapp, die Hohenpriesterin hatte eine erstaunlich rasche Auffassungsgabe.

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erzählendes Auge

Re:[Abenteuer] Der Traum vom Wissen
« Antwort #153 am: Di., 26. Nov 2019, 20:08 »


~~~ Runde XXI ~~~


~~~ Christian ~~~

Nach schier endloser Zeit näherte sich der Priester der allseits bekannten Schlussanrufung. Doch zuvor drehte er sich zum Altar herum.
Christian wusste was gleich kam, er würde sich umdrehen und das goldene Henkelkreuz Paladins in die weihrauchgetränkte Luft emporheben. Dann würde er es eine Weile halten. Und die Assistenten des Priesters hielten den Atem an, ob ihr Meister es würde fallen lassen. Massives Gold war schwer. Und dann käme der Schluss der Schlussanrufung. Und dann gab es noch das Schlusslied, Gebet für das neue Jahr, die Sendungsworte zum Schluss und so weiter...

Aber immerhin war damit der Teil völliger Passivität überwunden und er hatte eine Ausrede sich ein wenig auf der Bank zu bewegen, doch es kam anders.

Der Priester drehte sich und... hielt einen Vogel in den Händen.
Einen dicken blechernen Vogel, auf den jemand mit wenig handwerklichem Geschick, einzelne weiße oder weiß-ähnliche Federn geklebt hatte.
Für einen Moment war es toten still. Dann fingen plötzlich alle an zu lachen, kringelten sich und kugelten sich. Nur der Hochpriester hielt mit würdevoller Miene den weisen Vogel.

Die Augen des Vogels waren schwarz angemalt, oder hatten sogar kleine Kohlestücken eingesetzt bekommen.
Und sie wirkten lebendiger als sie es hätten sein sollen.

Dann ruckte der Vogel den Kopf zur Seite und sah Christian an.

~~~~~


Fjalladis reagierte schnell, und mit hoher Zauberkunst entfesselte sie magische Winde um den natürlichen entgegen zu treten. Magnati staunte nicht schlecht, als sie mit dieser Magie Wasser aus dem Fluss entnahm und sprühend in die Luft hob.

Sie wollte die Pollen aus der Luft waschen...
Keine schlechte Idee, in Wasser gebunden waren sie leichter zu kontrollieren. Es gab nur ein Problem.
Magnati stieg auf die Hinterbeine und schlug mit den Flügeln und drückte die Regentropfen so gut es ging nach vorne weg, weg von ihrem Lager.

Halten den Regen von den unseren fern! Die Stoffe des Baumes verlieren ihre Wirkung im Wasser nicht!


~~~ Rorokpal ~~~

Mit bebenden Fingern drehte Rorokpal das Blatt Papier herum.
Es standen keine Fragen drauf.

Dem Schauer der Erleichterung folgte aber ein ebenso schnelles wundern, und ein kribbeln in der Magengegend, sich aufstellende Nackenhaare.
Mit einem mal war Myriel, die ohne einen Finger rühren zu müssen in der Lage war einen Raum zu beherrschen, nicht mehr das entscheidende Element im Zimmer.

Auf der Rückseite des Prüfungsblattes waren zwei Punkte und ein geschwungenes 'V'. Doch mit jedem blinzeln wurden die Linien irgendwie lebhafter, derrangierter.
Und schließlich war klar, auf was Rorokpal blickte. Ein Eulengesicht.

~~~~~


Während Asarra sich weiter um die Gefährten kümmerte, mussten sich Fjalladis und Magnati um die zweite Welle kümmern, die nicht nur aus pollengetränkter Luft, sondern auch aus Blättern bestand, die wie Langboote durch die Wellen der Winde schnitten.

Fjalladis Radran zeigte jedoch warum sie inzwischen Erzmagierin des Ordens der Weisen war und erschuf zwei weitere Windhosen vor ihnen die die herannahenden Blätter zur Seite schoben

Fjalladis, versucht sie noch etwas aufrecht zu halten.

Magnati machte einen langen Satz um sich zwischen Fjalladis und die Windhosen zu bringen. Der Schattendrache erweckte den alten Odem in sich, nahm alle Kraft zusammen, und spie. Sein Drachenfeuer ergoss sich in einem Strom aus hellem Schein aus seinem Rachen. Das Feuer wurde von den magischen Winden aufgenommen und in die Höhe getragen. Mit einem gefährlichen Zischen entzündete sich die Luft und mit einem fauchenden Geräusch aus den Niederhöllen wuchs in Sekundenschnelle eine Flammenwand vor ihnen bis zu den Wipfeln hinauf.

~~~ Landolin ~~~

Nachdem Landolin die x-te Runde gedreht hatte, hörte er hinter der Tüe ein Klopfen.

*tok, tok, tok, tok*

Doch es war nicht an der Tür seines Schlafzimmers. Auch der Flur dahinter war leer.
Es musste aus Richtung Treppe kommen...

*tok, tok, tok, tok*

oder um genauer zu sein, unten aus dem Laden.
Aber wie konnte das sein, es war schließlich noch dunkel.
Und für einen Notfall klang das Geklopfe nicht dringlich genug.
Das Geklopfe kam ziemlich regelmäßig von der Vordertür.

*tok, tok, tok, tok*

Nein, vom Fenster daneben. Die Dunkelheit der Nacht schien undurchdringlich. Als sich der Heiler dem Fenster näherte... blieb das klopfen aus. Sein Urheber war nirgends zu sehen.

*Huhuu*

Das Geräusch kam von hinter ihm.
Dort auf dem Tresen saß eine Eule, riesig und weiß.

Ihr Kopf war abgewandt, doch dann drehte sie ihn langsam auf diese unmenschliche Art zu der Eulen in der Lage waren und wandte sich Landolin zu. Sie blickte ihn an, mit schwarzen Augen die viel zu intelligent für den Körper wirkten.

*Huhuu!*

~~~~~


Schließlich versagte der Nachfluss an magischer Energie sowohl von Fjalladis, als auch von Magnati und das luftige Feuer verflüchtigte sich. Asche und Gerippe von verbrannten Blättern rieselte auf sie herab. Die unteren Äste der Bäume um sie herum waren angesengt. Doch die Luft war frei.

Nach mehreren kontrollierenden Blicken, meinte er:
"Die Wipfeln haben kein Feuer gefangen. Gut.
Ich kümmere mich um die nach fallenden, schaut ihr nach den anderen."


Doch ehe Fjalladis so recht zu den anderen kommen konnte, war Magnatis Stimme erneut zu hören. Er hatte gerade mit einem Flügelschlag ein paar Blätter weggeweht die noch nicht ganz verbrannt wirkten, doch sein Blick war durch die Bäume hin zur Lichtung gerichtet.
"Die Eulen... sie... sie starten!

~~~ Darius ~~~

Er ging voran. Die eine Hand Balance suchend in der Luft, die andere schräg nach hinten gehalten, fest umschlossen in der seines abstrakten Konterfeis.
Der Wind pfiff und wirbelte durch Harre und Kleider, während der Fuß Stück für Stück nach vorne geschoben wurde.
Ein schriller Ton erklang in seinem Kopf. Abstoßend und schmerzend, war es schwierig zu verorten von wo er kam.
Eine Böe kam auf und die Elfen ruderten mit den armen, oder eher mit dem einen, dem jeden von ihnen zur Verfügung stand. Die beiden Elfengestalten schafften es die Balance zu behalten, doch der vordere von ihnen setzen den Fuß auf eine glatte Stelle und rutschte ab.
Er riss mit seinem Gewicht seine Zweitgestalt auf die Knie hinunter und er musste sich bei Draak hart anstrengen, sich selbst auf dem Baumstamm und die Hand geschlossen zu halten... doch er schaffte es.

*Flatsch, flatsch*

Das Geräusch großer Füße war im Schnee zu hören, dort von der Kante, wo sie herkamen.
Das Grauen hatte aufgeschlossen. Und der wabernde Nebel lichtete sich 'floß' in die Schlucht hinab. Heraus kam eine Gestalt die zwar auf dem ersten Blick wie ein Drache aussah, auf dem zweiten dieses Urteil aber arg in Zweifel zog.
Der Drache war schwarz die Schuppen waren mit Blut besudelt. Die Hörner wuchsen unregelmäßig und asymmetrisch aus dem Körper des Wesen hinaus. Die Zunge war gespalten und Sabber lief seitlich aus dem Kiefer heraus, wo sich Fleisch missgebildet zurückgezogen hatte und die Schnauze zu einer Fratze verzog. Blutrote Augen blickten wahnsinnig auf die Schlucht und auf die beiden Gestalten, die trachteten hinüber zu kommen.

Darius erkannte sie wieder... gerade so.
Diese grausamen Augen, die zuckenden lieder. Aber sie war es auch nicht. Flossenansätze am Schädel hatte sie nicht besessen, und diese Narbe auf dem Brustbein kam ihm unheimlich bekannt vor.
Sie begann zu sprechen und ihren Worten und Gedanken lag ein hypnotischer Zauber inne, der es unmöglich machte ihr nicht zuzuhören oder sich abzuwenden.

Warum lässsst du ihn nicht... frei.
Er issst doch ssso anders, ssso eigen, ssso verspielt und schwach.
Befrei dich doch von dem Balassst, von der ganzen Plakerei, dem ständigen Fesssthalten. Und übernimm ssselbst die Kontrolle...
Geniesßse wieder die Freiheit. Eine Freiheit wie du sssie noch nie verspürt hassst...
Eine Freiheit, wie du sssie nur...

*Huhuuu.*

-n--nur meinst zu erkennen, ausss Erinnerungen, die nicht die deinen sssind, nicht wirklich.
Mit mir wirssst du nie wieder diese Begrenszsung er-


*Huhuuu.*

Die Schwarzdrachin konnte den intensiven Blickkontakt nicht aufrecht erhalten und blickte zur Seite.
Dort, am Rand der Schlucht auf einem Stein, saß eine Eule. Und blickte sie an. Und so wenig wie Darius zuvor seinen Blick abwenden konnte, so schien es dass die alptraumhafte Gestalt sich nicht aus diesen schwarzen Augen befreien konnte.

In dem Moment wo der Sog gebrochen war, klarte sich die Welt etwas auf. Das nervenaufreibende schrille klingeln in den Ohren veränderte seine Tonhöhe, wurde tiefer, schöner.
Der hohe Stern leuchtete hell und sie verloren ihr Gewicht, fingen an zu schweben, gewannen an Höhe dem Leuchten entgegen. Un die luft um sie herum erklang. Es war gar nicht nur ein Ton, der vom Stern zu kommen schien, sondern viele, die sein innerstes zum Schwingen brachten.
Noch nie mochte er so entzückendes gehört haben.

WACH AUF DU HORNOCHSE! DU TRÄUMST!

~~~~~


Es war unklar, was das Signal gewesen sein mochte, aber in undurchsichtiger Einigkeit begann der riesige Vogelschwarm damit sich in die Lüfte empor zu heben.
Reihe um Reihe, Lage um Lage lösten sich die Eulenkörper von den Ästen des großen Baumes, öffneten die Flügel und starteten. Sie flogen Bögen in der Luft und schraubten sich langsam höher. Immer mehr von ihren waren über den Wipfeln und verließen den unmittelbaren Wahrnehmungsbereich der Gruppe.

Magnati wand sich mit Panik herum zu Asarra, Fjalladis und den schlafenden.
"Wir müssen die anderen wach kriegen sonst...

Doch in diesem Moment, wie durch ein Wunder schreckten alle aus ihrem Schlaf auf.
der ein oder andere Riss mit Panik Stoff von seinem Gesicht.
Magnati schaute einen Moment ungläubig.
"Großartig!
Schnell beeilt euch, die Eulen starten.

Christian, seit ihr in der Lage euch zu verwandeln?
Darius , schnappt euch Asarra!
Rorokpal wie steht es mit euch?
Fjalladis , ..."

Für einen kurzen Moment war Magnatis Blick undurchdringlich, dann
"...steigt auf."
Magnati blickte sich um. Kurz zuckte etwas gequältes über seine Miene.
Aber jetzt war keine Zeit für Befindlichkeiten.
Zu den übrigen ohne Fluggelegenheit gewandt schloss er an:
"... und ihr auch."

~~~~~


Mit langen Sätzen krachte Magnati durch das Unterholz. Dort wo sie gelagert hatten, war für die Drachen nicht genug Platz gewesen um starten und durch die Baumkronen zu kommen.
Sobald sich die Bäume zur Lichtung hin ausdünnten wagte er es und öffnete die Flügel und der Start gelang.

Der Traumzauberbaum sah ohne die braun, grau, und weis gefiederten Äste etwas weniger beeindruckend, jedoch war es jetzt auch einfacher den riesigen Ästen auszuweichen und durch sie hindurch in den Himmel zu gelangen.

Wieder über den Blättern war der Schweif des Sternenschiffs fast erschlagend. Nicht nur, dass er wenige Stunden vor dem Zenit der Sonne zu sehen war, er bedeckte auch einen Löwenanteil des südöstlichen Himmels.

"So groß war er seinerzeit nicht..."

Doch Magnati hatte keine Zeit Erinnerungen zu Rate zu ziehen. Der riesige Schwarm an Eulen war diesmal für alle zu sehen und flog mit atemberaubender Geschwindigkeit südwärts auf die Grenze des Waldes zu und darüber hinaus. Und sie mussten hinterher.

Der Wald raste unter ihnen dahin, und so anstrengend jeder Flügelschlag auch sein mochte, jeder von Ihnen brachte frische Luft und machte die Geister der Gefährten wieder klarer. Schließlich ergoss sich der Schwarm an Eulen über die Grenzen des Waldes in die sich anschließende Steppe und es wurde heißer und heißer. Ungeachtet dessen ließen die Vögel vor ihnen nicht nach. Anders auch als zuvor, machten sie nicht einmal den entferntesten Versuch sie abzuschütteln, sie flogen und hatten nur ihr Ziel im Auge.

So wie an viele Formen von Schmerz, konnte man sich auch an den der Muskeln irgendwann gewöhnen und inzwischen war der Wald nur noch ein grünes Band am Horizont, und die Berge an die sich schmiegten Schemen. Vor ihnen jedoch spielte sich anderes ab, da begannen sich Schlieren zu bilden, Schleier sich aufzutürmen höher und höher, wie Dampfwolken... doch als sie näher kamen verlor es diesen fast unschuldigen Charakter.

Ein Sandsturm!

Die Eulen flogen unbeirrt weiter und flogen mitten in ihn hinein.

« Letzte Änderung: Di., 26. Nov 2019, 22:22 von Magnati »
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Landolin

Re:[Abenteuer] Der Traum vom Wissen
« Antwort #154 am: Mo., 02. Dez 2019, 18:36 »

Er war zurück in den Privaträumen und die Nacht war definitiv noch jung genug, um sich wieder hinzulegen und etwas auszuruhen. Allerdings war war Landolin dazu viel zu nervös. Unruhig schritt er in dem nur schwach beleuchteten Zimmer auf und ab, wünschte sich die Morgendämmerung herbei und überlegte gleichzeitig, ob er nicht etwas Wichtiges vergessen hatte, das er dringend noch vor den Öffnungszeiten erledigen musste.
Ein leises Klopfen riss ihn aus seinen Gedanken. Da sich der junge Heiler allein im Obergeschoss der Apotheke befand, ging er ganz selbstverständlich davon aus, dass jemand vor der Ladentüre stand. So lästig nächtliche Störenfriede für gewöhnlich waren – heute versprach ein Patient zu so fortgeschrittener Stunde willkommene Abwechslung.
Wieder dieses Klopfen, beharrlich, aber nicht hektisch genug für einen Notfall. Trotzdem nahm der Hohentürmler zwei Stufen auf einmal, als er die Treppe hinab eilte und die Tür entriegelte. Erneut pochte es – und Landolin hielt irritiert inne. Das Geräusch klang nicht nahe genug, sondern eher als würde es vom Fenster her stammen.

Misstrauisch trat er an das Fenster heran, spähte in die nichtssagende Schwärze auf der anderen Seite. Spielte ihm jemand einen Streich? Es war nämlich niemand zu sehen und auch nichts mehr zu hören. Kopfschüttelnd trat der Hohentürmler ein paar Schritte zurück – und zuckte heftig zusammen, als direkt hinter ihm ein ‚Huhuu‘ erklang. Eine Eule? Mitten auf seinem Tresen? Und der Vogel machte keinerlei Anstalten, vor ihm zurückzuweichen oder aufzufliegen. Im Gegenteil, das Tier drehte ihm vollkommen ruhig das Gesicht zu, bewegte dabei nur den gefiederten Hals.
Sein Blick wurde von den dunklen Augen des Vogels regelrecht angezogen. Dies war unmöglich ein normales Tier…
*Huhuu!*


***

Als Landolin erwachte, hörte er das herrschende Chaos mehr als dass er es sah. Sobald er sich jedoch gegen den Boden stemmte und aufsprang, rutschte die Decke von seinem Gesicht und offenbarte das ganze Ausmaß des Durcheinanders: Verbrannte Blattreste segelten durch die Luft, schlaftrunkene Gestalten rappelten sich vom Boden auf und der dunkle Drache brüllte Befehle.
Der Heiler konnte sich denken, was geschehen war, doch Zeit für Reue würde es später auch noch geben.

“Nai nin avatyaruvatye*“, wandte er sich leise an die Hochelfe, die neben ihm ausgeharrt hatte und hob rasch die zu Boden gefallene Decke für sie auf. Da der Schattendrache jedoch zum Aufbruch drängte und sich immer mehr Eulen über die Baumwipfel erhoben, sparte er sich alle weiteren Entschuldigungen auf.
Mit langen Schritten eilte er auf Magnati zu, der inzwischen auch Rorokpal zu sich rief. Da seine ehemalige Angestellte noch etwas schlaftrunken wirkte, passte der Hohentürmler seinen Weg so an, dass er auf der Seite des Drachen zum Stehen kam, die ihr am nächsten war.
“Kann ich behilflich sein?“, rief er ihr entgegen und verschränkte die Hände bereits zu einer Räuberleiter. In die Knie würde er kaum gehen müssen, da ihn die Druidin deutlich überragte.
Hier waren sie zu dritt, überlegte er, während er der Gärtnerin zusätzlich zu seiner Funktion als Leiter noch etwas Schwung mitgab. Darius würde wie schon zuvor Asarra tragen, Christian und Fjalladis waren dabei, sich zu verwandeln… Also sieben Leute mehr oder weniger gut untergebracht.
Der Heiler stutzte. Sie waren zu sechst aufgebrochen und hatten zwei Leute aufgegabelt – das machte acht.
“Wo ist Rudi?“, fragte er den Schattendrachen, der bestimmt einen besseren Überblick hatte. Die Antwort ahnte Landolin bereits, denn jetzt, da er darüber nachdachte, hatte er den Studenten im Lager gar nicht gesehen. Sie hatten kurz diskutiert, in welche Wache man ihn einteilen sollte, aber der Kerl selbst hatte sich nicht geäußert und war ihm auch unter den Schlafenden nicht aufgefallen.
Bei den Niederhöllen! War Rudi etwa unbemerkt zurück zum Traumzauberbaum geschlafwandelt? War er überhaupt im Lager gewesen? Er hätte es nicht für möglich gehalten, doch scheinbar war Einzuschlafen nicht der größte Fehler gewesen, den er sich während seiner Wache zuzuschreiben hatte…
Magnatis Antwort ließ dem Heiler einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Der Drache hatte nicht vor, den Erfolg der Unternehmung zu gefährden, für die er jahrelange Vorbereitungen getroffen hatte. Auch dann nicht, wenn Menschenleben auf dem Spiel standen.
“Ich werde nicht zulassen, dass Rudi hier allein zurückbleibt!“, blaffte der Hohentürmler lauter als beabsichtigt. Arag hin oder her – das grenzte aus seiner Sicht an Mord!

Unverständnis schlug ihm entgegen, die wütende Aufforderung sich endlich zu beeilen und auf den Drachenrücken zu klettern. Dabei würde seine Teilnahme bei der weiteren Suche nach dem Arag kaum den Ausschlag geben – Fjalladis hatte sich deutlich tiefer in das Thema eingelesen, Christian stand ihm in puncto Heilzauber in nichts nach und mit Rorokpal war sogar eine weitere Heilerin dabei. Hier im Wald der Wünsche konnte seine Anwesenheit jedoch über Leben und Tod entscheiden, wenn er den Vermissten rechtzeitig fand.
Die Hochelfe wurde auf den Streit aufmerksam und machte Anstalten, den Studenten zu suchen – das gab den Ausschlag. Endlich erklärte sich Magnati bereit, noch einmal nach Rudi zu suchen.
“Ich nehme Euch beim Wort“, erklärte Landolin und schwang sich auf den Rücken des Drachen, fest entschlossen, am Traumzauberbaum abzuspringen, sollte der Vermisste nicht dort sein oder der Schattendrache sich von seiner Eile verleiten lassen.

***

Zumindest letztere Sorge war unbegründet gewesen: Magnati sammelte Rudi wie versprochen auf und schwang sich mit der zusätzlichen Last in die Lüfte. Trotz des Umweges führte der Schattendrache die Verfolger an, als er sich über die Baumwipfel erhob und den entschwindenden Eulen hinterherjagte. Den Heiler interessierte zunächst aber eher der Zustand des Studenten. Hoffentlich hatte er nicht allzu großen Schaden genommen…
Obwohl ein guter Teil seines Sichtfeldes durch den Rücken Rorokpals und die Schwingen des Schattendrachen verdeckt wurde, konnte Landolin nicht umhin, die Veränderung des Kometen zu bemerken, der am taghellen Himmel stand. Wenigstens schien das Sternenschiff die Reise über Aylann hinweg noch lange nicht beendet zu haben.

Der Wald jagte unter ihnen dahin, ging in Steppe und schließlich Sand über. Der Heiler mochte sich gar nicht vorstellen, wie anstrengend dieser Flug für die anderen war – vor allem der Eisdrache und Fjalladis würden mit der Hitze und der Geschwindigkeit zu kämpfen haben.
Ein Blick zurück bestätigte ihm, dass die Gefährten tatsächlich zurückfielen, doch womöglich würde es ausreichen, wenn auch nur einem von ihnen das Kunststück gelang, die Eulen im Blick zu behalten. Eine Aufgabe, die sich bald zu allem Überfluss als noch schwieriger herausstellen sollte: Ein regelrechter Sandsturm kam auf sie zu – und während Magnati laut feststellte, um was es sich handelte, wurde er merklich langsamer.
“Wenn Ihr nicht direkt in diesen Sandsturm fliegt, sind die Eulen auf und davon. Ihr seid der einzige, der nahe genug dran ist, um sie auch bei schlechter Sicht noch zu verfolgen“, sandte er so sachlich wie möglich an den Drachen. Er wollte nicht einmal den Hauch eines Verdachts aufkommen lassen, einen weiteren Streit provozieren zu wollen.

Tatsächlich war es nicht nur schwierig, trotz des Sandes den Vogelschwarm nicht aus den Augen zu verlieren, sondern schier unmöglich. Der Heiler fühlte, wie sich die Muskeln des Drachen unter der schuppigen Haut spannten, den dunklen Körper gegen den Wind stemmten und trotz der widrigen Bedingungen beschleunigten.
Doch nicht nur die Vögel drohten aus ihrem Blick zu entschwinden – auch ihre Mitstreiter waren kaum mehr auszumachen.
Da es die einzige Hilfe war, die er den zurückliegenden Verfolgern bieten konnte, bemühte sich der Apotheker darum, den Weg mit einem Sonnenlichtzauber zu markieren. Zu seinem Leidwesen zerstreute der Sandsturm die natürlichen Lichtvorkommen in alle Richtungen. Die übliche Taktik, schlichtweg die weißen Fäden der Anderswelt zu bündeln, war daher zum Scheitern verurteilt.
Erst der dritte Versuch war von Erfolg gekrönt und hinterließ eine leuchtende Markierung im wirbelnden Sand – viel zu spät vermutlich, doch nichtsdestotrotz mühte sich Landolin mit einem weiteren Sonnenlichtzauber ab. Was sonst hätte er in dieser Situation tun können?

- 16 Mana (zwei verpatzte und zwei gelungene Sonnenlichtzauber mit je 5 Mana Einsatz)


*soviel wie: Mögest Du mir verzeihen.

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Fjalladis Radran

Re:[Abenteuer] Der Traum vom Wissen
« Antwort #155 am: Mo., 02. Dez 2019, 21:13 »

Magnati verstand die Absichten der Hochelfe sofort und verstärkte ihre Zauber mithilfe mächtiger Flügelschläge und Drachenfeuer. Obwohl das Ergebnis ausgesprochen spektakulär war, ließ die Situation nicht zu, es genauer zu betrachten, und kurz fürchtete Fjalladis, das Feuer würde den gesamten Wald in Brand stecken. Solches tat es zwar nicht, schien dafür jedoch die Eulen aufgeschreckt zu haben, und aus irgendeinem Grund erwachten auch die Schlafenden plötzlich nahezu gleichzeitig.

Mit erleichtertem Blick ließ die Priesterin sich neben Landolin auf die Knie fallen. „Úma sangië“, erwiderte sie rasch – 'Keine Notwendigkeit' – und drückte kurz seine Hand, bevor sie ihm die Decke abnahm und diese rasch zusammenschnürte.

Magnati drängte zu Recht zum Aufbruch, doch sein Angebot traf die Hochelfe unvorbereitet. Einige Momenté lang starrte sie den Drachen wortlos an und ein schwer zu deutender Ausdruck lag in ihren Augen, dann senkte sie plötzlich abrupt den Blick. Sie vermied es, Magnati anzusehen und sprach stattdessen an Landolin gewandt: „Je weniger Leute, desto schneller seid Ihr. Ich werde allein fliegen.“

Sie hielt den Blick auch starr abgewandt, als der Heiler ihrer Gildenschwester half, auf den Drachen zu klettern, nahm stattdessen einen stärkenden Trank zu sich und suchte nach ihrem Umhang, den sie Asarra zuvor zugeworfen hatte. Rasch war dieser gefunden, doch in dem Moment klang unvermittelt Landolins Stimme in ungewohntem Unmut über die Lichtung. Fjalladis wirkte in keinster Weise überrascht oder betreten, als sie den Namen des Gehilfen hörte, schien jedoch alarmiert, als die Situation zwischen Drache und Mensch zu eskalieren drohte.

„Landolin!“, durchschnitt ihre Stimme deutlich hörbar den Streit. „Ich werde mich um ihn kümmern. Also bitte...“ Ihre Stimme klang eindringlich, ohne dabei jedoch flehend oder befehlend zu wirken, und mit einer knappen Kopfbewegung wies sie in Richtung Magnati, ohne diesen jedoch direkt anzusehen.

Ohne eine Antwort abzuwarten drehte sie sich um, warf sich den Umhang über die Schultern und eilte zielstrebig in die Richtung, in der sie den fremden Mann in Erinnerung hatte. Ihre eine Hand tastete nach ihrem Gürtel.

In dem Moment jedoch ertönte hinter ihr das Brüllen des Schattendrachen und abrupt hielt sie inne. „Meister Magnati! Nicht...“ Die Priesterin schien noch etwas anfügen zu wollen, hielt jedoch inne, als ihr Blick auf den Heiler auf Magnatis Rücken fiel. Reflexartig wandte sie den Kopf ab und wieder stand der Ausdruck wie zuvor in ihren Augen. Schmerz. Irgendetwas in der Hochelfe schien sich zusammenzukrampfen, dann drehte sie sich plötzlich um, stieß sich vom Boden ab und erhob sich in Form eines Gerfalken in die Lüfte. Elegant passierte er die Wipfel und segelte dann den Eulen hinterher, zunächst ein ganzes Stück schräg hinter Magnati, die Augen starr geradeaus gerichtet – doch schon bald waren sowohl die Eulen als auch der Schattendrache außer Sichtweite.

Darius und Christian schienen dafür erschöpft oder beladen genug, dass der Gerfalke mit ihnen mithalten konnte, wenngleich die zunehmende Hitze ihm stark zusetzte. Als irgendwann ein Sandsturm vor ihnen auftauchte, der offenkundig nicht zu umfliegen war, schien Darius kurz zu zögern, doch schließlich tauchten alle vier Gefährten in den wirbelnden Sand ein und der Gerfalke gab sich heftig flatternd die größte Mühe, zumindest den Drachen nicht aus den Augen zu verlieren.

– 1 gr. Manatrank
+ volles Mana
– 5 Mana für Morphologie
« Letzte Änderung: Mo., 02. Dez 2019, 22:30 von Fjalladis Radran »
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Christian

Re:[Abenteuer] Der Traum vom Wissen
« Antwort #156 am: Di., 03. Dez 2019, 20:08 »

Zumindest würde sein Vater gleich nicht mehr so streng schauen, wenn er sich bewegte, denn es lag ja noch das Schlusslied vor ohnen. Doch dann schaute der Junge etwas irritiert auf, als statt des erwarteten Henkelkreuzes des Paladin ein blecherner Vogel sich in den Händen des Hohepriesters befand, der so wirkte, als habe Christian ihn selbst angefertigt. Noch unwirklicher wirkte die Szenerie, als alle um ihn herum anfingen, sich vor Lachen zu kringeln. Was war den jetzt los? Außerdem schien jetzt auch noch dieser Vogel sich zu bewegen, denn schließlich starrte dieser ihn an...

<--@-->

Refelxartig zog der Magier die Decke vom Gesicht, um nach Luft zu schnappen. Was war denn das für ein seltsamer Traum gewesen? Die Eulen starten? Ach, dann war das wohl eine Eule im Traum gewesen, die ihm Bescheid geben wollte, dass sie weiterziehen würden.

Ja, los geht es.

So schnell wie möglich warf er seinen Rucksack auf den Rücken mit allemd aran befindlichen, ehe sich der Retter des Drachenauges in einen Wanderfalken verwandelte, während die meisten auf den Drachen Platz nahmen. Nur Fjalladis verwandelte sich ebenfalls, aber wohl eine etwas andere Art eeines Falken. Ledier blieb den beiden Vögeln keine Zeit zum Spielen, so pfiff der Wanderfalke dem Gerfalken kurz anerkennend zu, bevor er sich an die Verfolgung von Magnati und den Eulen machte.

Anfangs hatte er kaum Mühe, zumindest den Schattendrachen zu verfolgen, wobei er mit dem Eisdrachen Darius um die Wette flog. Sie flogen mittlerweile nicht mehr über dem Wald, sondern kurz über eine Steppe die in die Schildkrötenwüste überging. Und dort am Horizont tauchte eine dichte Front von Sand auf. Ein Sandsturm. Darius zog an ihm vorbei, wurde aber dann von dem Sandsturm doch zu stark abgebremst, als dass er Magnati noch folgen konnte. So übernahm der verwandelte Hohentürmler wieder die Verfolgung, aber es war zu spät, Magnati war in dem dichten Sandgestöber nirgends zu erkennen. Es galt jetzt nur noch darum, überhaupt halbwegs heile durch diesen zu kommen, um danach die Gefährten zu suchen. Warum hatten es die Eulen auch so eilig, wären sie schon früher gestartet, hätten sie langsamer fliegen müssen. Ein gedanklicher Seufzer begleitete diuese Überlegungen, während der Wanderfalkenkörper instinktiv versuchte, in der Luft zu bleiben und schnurstracks durch den Sandsturm zu fliegen, damit er baldmöglichst durch war.



-4 MP für Morphologie -> 60/65 MP
« Letzte Änderung: Gestern um 22:44:11 von Christian »
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Darius

Re:[Abenteuer] Der Traum vom Wissen
« Antwort #157 am: Mi., 04. Dez 2019, 09:48 »

Über den vereisten Baumstamm zu gelangen war mehr als schwierig, denn zu zweit musste jeder Schritt mehrmals gelingen.  Kalte Winde pfiffen um Sie beide herum, rissen an den Kleidern, doch er stellte nicht in Frage weshalb er hier als Elf unterwegs war. Langsam, ganz langsam tasteten sie sich vor, immer bedacht darauf nicht abzustürzen und das Grauen saß ihnen immer noch im Nacken, treibte sie zur Eile... Beide ächzten sie zugleich auf, als ein schriller Ton durch ihren Geist fegte. Zugleich wurde Darius auch noch von einer Böe erfasst und kam  ins Schwanken. "Verflucht, verflucht, ver..." , er ruderte mit seinem Arm um Gleichgewicht, setzte einen Fuß falsch auf und rutschte ab. Irator war zugleich zur Stelle, als Darius abstürzte, doch er musste ihn mit beiden Händen festhalten und das Gewicht war mörderisch. "Lass nicht los." , rief er sich selbst zu und legte seine ganze Kraft in den Akt diesen anderen Elfen wieder hinaufzuziehen, der ihm so ähnelte. Oder ähnelte er ihm?

In dieser Situation war das Grauen selbst der Grund, weshalb er beinahe losgelassen hätte. Beide wandten sie ihre Aufmerksamkeit auf die Seite der Schlucht, welche sie gerade hinter sich gelassen hatten. Dort stand es. Hässlich. Verdorben... und doch sah es auf grauenhafte Weise bekannt aus, was dort stand. Es war die Schwarzdrachin, wie sie wohl aussehen mochte, nachdem sie gewonnen hatte.

Er konnte seinen Blick einfach nicht abwenden, als es zu sprechen begann und was es sagte, war schwer zu widerlegen. Irator war versucht. Er konnte es sich vorstellen. Die Macht welche er haben konnte, wenn er nicht mehr nach Darius Vorstellungen leben musste. Doch es war nicht genug. Hätte die Schwarzdrachin mehr Zeit gehabt, so wäre es ihr vielleicht gelungen den dunklen Seelenteil zu überzeugen. Doch da kam ein sachtes. "Huhuu", dazwischen und er Zauber war gebrochen. Hass flutete zurück in seine Gedanken. Wie ein Schraubstock hielt er seine andere Hälfte fest. Nun war es an der Schwarzdrachin völlig gebannt zu sein.

Der intensive Blick war gebrochen und auch das ständige Schrillen in seinem Kopf veränderte sich, nahm eine angenehmere Melodie an. Ein Stern über ihnen begann immer intensiver zu leuchten und er verlor den Halt. Statt jedoch zu fallen, schwebten sie gemeinsam hinauf. Viele Töne woben sich zu einer Symphonie, wie er sie noch nie erlebt hatte. Sie war wunderschön... so wunderschön... noch nie...

"WACH AUF DU HORNOCHSE! DU TRÄUMST!"

~~~

Unvermittelt schlug er seine Augen auf. Der plötzliche Übergang ließ ihn in völliger Verwirrung zurück. Wo war er? Was war eben passiert? Er hatte seine Eltern gesehen! Sie waren da gewesen!

Dann rauschten die Erinnerungen in wahrstem Sinne des Wortes zurück. Hunderte von Schwingen zogen über ihn hinweg. Die Eulen! Das Arag!

Asarra war schon auf seinem Rücken, bevor er wieder ganz Bewusstsein war. Er schüttelte seinen mächtigen Schädel und blinzelte einige Male um die... verfluchter Baum. Magnatis harsche Worte ließen ihn aufmerken. Er musste sich konzentrieren. "Halte dich gut fest Asarra.", sandte er ihr und nahm ein wenig Anlauf bevor er sich in die Luft schwang. Die Müdigkeit haftete ihm immernoch an, ebenso wie Teile des unglaublich realen Traumes. Doch er musste sich konzentrieren um zwischen den Bäumen an Höhe gewinnen zu können. Schon fiel er zurück. Ihm fehlte die Kraft um wie beim letzten Male die Eulen fast berühren zu können. Stattdessen folgte er einfach der dunklen Gestalt seines Mentors.

Der Wind wich allzubald den Ausläufern einer Wüste. Neben dem tiefsten Inneren der Berge war dieses Gebiet dem Eisdrachen am unangenehmsten, doch auf Bequemlichkeit konnte er keine Rücksicht nehmen, wenn es um seine nackte Seele ging. Jeder Flügelschlag ließ seine Muskeln brennen. Irator trieb sie unerbittlich vorwärts. Die Schwarzdrachin würde für ihren neusten Versuch bitter bezahlen schwor er sich.

Einzig... so ganz vertraut war er mit dieser Umgebung auch nicht. Die Sonne stach in den Augen, die steigende Hitze setzte ihm zu und da vorne sah es aus, als würde sich die Wüste in den Himmel erheben und auf sie zurollen, wie eine Welle. Ein Sturm. Mit einem solchen Phänomen hatte der junge Drache noch nie etwas zu tun gehabt. Er wurde sogar von einem der Falken überholt, die mit ihm flogen. Wieder zögerte er in den Sandsturm einzutauchen. Vielleicht konnte er außen herum fliegen oder darüber hinweg? Die Eulen und Magnati waren längst darin verschwunden und er konnte sie nicht mehr ausmachen in dem fliegenden Sand.

Es war Asarra die seinen Mut mit einem Schrei stärkte und er gab sich einen Ruck. Mit einem Mal war er in dem Sandsturm und kämpfte auf dem Kurs zu bleiben. Irgendwie würden sie Magnati wiederfinden müssen. Doch das war ein Problem für später.

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Rorokpal

Re:[Abenteuer] Der Traum vom Wissen
« Antwort #158 am: Mi., 04. Dez 2019, 10:25 »

Rorokpal wendete also das Blatt, und stellte erleichert fest, dass es leer war. Keine weiteren Fragen. Allerdings schwand mit einem Mal die beinahe erdrückende Präsenz der Erzmagierin, bis sie nur noch eine bessere Raumdekoration zu sein schien, während eine simple Zeichnung auf dem Papier ihre ganze Aufmerksamtkeit fesselte. Die Zeichnung, welche in Wahrheit ziemlich gut war, stellte eine eindeutig eine Eule dar.

Die Druidin zuckte heftig zusammen und wachte auf. Hektische Bewegungen, Rufe, Chaos war um sie, und sie vernahm Worte wie Fliegen ,Lager abbrechen  und Aufsteigen! Nach und nach fügte sie alles zu einem Bild zusammen, und sie erkannte, dass sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wieder in den Traum gefallen war. Dennoch - sie hatte sich ein gutes Stück erholt durch die Mütze Schlaf und fühlte sich nicht mehr so ... erschlagen. Herr Dennhardt fragte sie, ob sie Hilfe bräuchte. Einen Moment starrte sie ihn verständnislos an, doch dann dämmerte ihr, was sie tun sollte. Natürlich, auf dem Drachen fliegen, sie selbst wäre wohl kaum in der Lage, das alles jetzt schnell auf die Reihe zu kriegen.

Sie nickte dankbar und trat mit Christians Waldelfenschühchen, die sie von ihm erhalten hatte als Ersatz für ihre eigenen Stiefel, auf die angebotene Räuberleiter des Apothekers. Kaum war sie oben, bot sie ihm ihrerseits eine Hand zur Hilfe an, doch er schaffte es alleine. Vermutlich hätte sie ihm eh nicht helfen können, da sie nicht sonderlich stark war. Er nahm hinter ihr Platz. Dann ging es um Rudi. Rorokpal war zu schlaftrunken, um selbst zu agieren, aber ein Gefühl aufrichtiger Dankbarkeit gegenüber dem Hohentürmler machte sich in ihr breit, als dieser vehement für den Studenten einstand - und sogar Erfolg hatte. Um Rudi würde sich auch gekümmert werden. Es wäre schrecklich gewesen, sein Leben auf dem Gewissen zu haben.

Ein wilder Flug ging los, den Eulen hinterher, und es bereitete Rorokpal einige Mühe, sich ordentlich festzuhalten und das Gleichgewicht auf Magnatis Rücken zu wahren. In ihrem Traum war es irgendwie einfacher gewesen. Ob der Schattendrache es wohl spürte, wenn sie zu sehr an den Schuppen zerrte, weil sie wieder beinahe heruntergefallen wäre?

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Asarra

Re:[Abenteuer] Der Traum vom Wissen
« Antwort #159 am: Gestern um 22:19:55 »

Eine Decke hier, einen Umhang da. Der Grundgedanke war vermutlich kein schlechter gewesen, aber wenn sie sich das Spektakel so ansah, dass Magnati und Fjalladis zusammen ablieferten... Nunja, jeder was er konnte. Und offenbar konnte sie auf dieser seltsamen Reise ohnehin nicht viel ausrichten. Das Aufwachen der Gruppe schien nämlich auch durch irgendwas getriggert, dass wohl nichts mit den Decken über den Köpfen der Gefährten zu tun hatte.

Magnatis Aufruf kam nicht überraschend, daher packte die Amazone ihren Umhang und sprang ohne Rücksicht auf angeschlagene Zehen auf Darius Rücken.

Asarras Stimmung befand sich im Tiefflug. Die Kriegerin wusste nicht, wann sie zum letzten Mal geschlafen hatte. Sie war müde, erschöpft, und fühlte sich zunehmend nutzlos. Viel mehr als Ballast der das Unternehmen des Eisdrachens noch schwieriger machte, war sie ja doch nicht. Sie konnte ihm nicht helfen. Das sie seine zunehmende Erschöpfung auch noch spüren konnte, half nicht.

Die Gruppe zog sich auseinander. Das Gebiet änderte sich frappant, inzwischen überflogen sie eine Wüste. Und vor ihnen türmte sich - natürlich, wie könnte es auf diesem Trip auch anders sein - ein riesiger Sandsturm. Sie spürte Darius Zögern, spürte ihre eigene Hilflosigkeit, ihre Nutzlosigkeit. Aus purem Trotz geboren schrie sie der Sandwand ihre Wut entgegen - was natürlich nichts brachte, ausser einen Mund voll Sand.
« Letzte Änderung: Gestern um 22:20:58 von Asarra »
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