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   Autor  Thema: [Abenteuer] Der Fürst der Finsternis (Gelesen 2083 mal)
Serafina

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #105 am: Mi., 08. Mai 2019, 13:46 »

"Uha!" Serafinas aufgestellte Ohren sackten zu beiden Seiten herab, als hätte sie aus Versehen etwas angestellt. "Gefüttert? Ähm..."

Die Nachtjägerin lugte nach unten zu den geifernden Reißzähnen in den wogenden Fleischmassen. Das Entsetzen lähmte ihre Glieder. Was sollte ein einfacher Lykantroph wie sie da ausrichten? Serafina vertraute sich voll und ganz Grimma an. Die Orkschamanin würde wissen was zu tun ist. Inzwischen glühten die beiden Stäbe hell auf. Das grüne Licht umspielte ihre Pfote und verband die magischen Artefakte mit dem Pentagramm. Serafina hielt Runshak die freie Pranke hin. Toshars Dolch öffnete ihr Fleisch, ließ Blut fließen, wie es das Ritual verlangte. Grimmas lauter Gesang füllte die kleine Kaverne vollständig aus und ließ den vorhandenen Raum noch enger und voller wirken. Vielleicht lag es auch an der leuchtenden Kugel des Paladins. Die Dämonen klatschten dagegen, stürzten hinab und gaben dem Ygramul weiter Nahrung.

"Oje, es wächst."

Serafinas Nackenhaar sträubte sich. Ihr dumpfes Grollen war aus der Hilflosigkeit geboren. Ein Stoßgebet an Latala konnte jetzt nicht schaden. Und an Shirkas Geist. Dass sie mit ihrem improvisierten Gemurmel unbewusst einen Orkgeist beschwor und direkt in das Ritual einband, würde sie - ebenso wie die Anwesenden - wohl bald bemerken.

1x Einen Orkgeist herbei rufen (bleibt für maximal 3 Runden)

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Elessar Eledhwen

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #106 am: Fr., 10. Mai 2019, 09:32 »

Der Bann zeigte die gewünschte Wirkung und die Gefährten konnten die erstarrten Dämonen endgültig vernichten, doch die Gefahr war bei weitem noch nicht vorbei. Das Schmatzen, das von unten erklang, deutete darauf hin, dass die kleinen herabfallenden Dämonen von dem Schlund unten verschlungen wurden und als willkommene Nahrung dienten, denn die dumpfen Laute, die dem Schmatzen folgten und stetig lauter wurden, klangen entfernt wie der Ruf nach weiterem Fressen. Grimma bat ihn darauf, ihnen noch etwas Zeit zu verschaffen, um das Ritual zu vollenden.

Der Priester nickte und behielt seine Konzentration bei, so dass die nachfolgenden kleinen Dämonen an der Lichtkugel seines Bannspruches regelrecht abprallten und nach unten stürzten, doch das zunehmende Schmatzen von unten verhieß nichts Gutes. Wie es schien, nährten die kleinen Dämonen das Etwas unter ihnen nur mehr und mehr, so dass die nahende Gefahr immer größer wurde. Als scharfe Zähne in das Metall der Plattform neben dem Stiefel des Zwergen schnappten und den Fuß nur knapp verfehlten, weil dieser zurückzuckte und Elessar dabei auf den Fuß trat, führte die Ablenkung dazu, dass er teilweise die Konzentration verlor, wodurch sich der Bann lockerte - was auch sofort durch ein Abschwächen des blauen Leuchtens sichtbar wurde. Wohlwissend in Kauf nehmend, was dies bedeuten mochte, beließ er es dabei, griff an seinen Gürtel und antwortete seinem Nachbar, wobei er ihm eine Phiole zeigte:

"Gevatter Zwerg, Ihr schaut tatsächlich aus, als könntet Ihr mit Eurer Armbrust umgehen. Reicht mir ein paar Eurer Bolzen, damit ich Sie hiermit beträufeln kann. Dann schießt auf jeden Dämon, den Ihr erblicken könnt."

Während Ragno ihm die Bolzen hinhielt, schnippte Elessar den Korken der Phiole mit dem Daumen weg und ließ die Flüssigkeit über die metallenen Spitzen laufen, dann warf er die leere Phiole weg, nahm eine weitere Phiole von seinem Gürtel, die er in der gleichen Weise öffnete und dann den Inhalt einfach nach unten in die Tiefe rinnen ließ. Nachdem der letzte Tropfen seinen Weg aus der Phiole nach unten gefunden hatte, warf er diese hinterher und konzentrierte sich wieder auf seinen Bann. Das blaue Leuchten verstärkte sich wieder und er sandte ein Stoßgebet an seinen Herrn, dass Grimma und die anderen es rechtzeitig schaffen würden.




Elessar beträufelt Ragnos Bolzen mit Weihwasser
Elessar schüttet eine Phiole Weihwasser in den Schlund des Ygramul
Elessar verliert 2 Weihwasser


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Elvedina Morgenlicht

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #107 am: Fr., 10. Mai 2019, 18:17 »

Elvedina erkletterte den Baum, stieg höher hinauf, für besseren Überblick, zu sehen was auf und vor dem Hügel vor sich ging. Durch das lichte Gezweig sah sie von dort woher sie kamen den Feuerschein, das Wüten des Feuers märzte das Übel auf der Lichtung aus. Um den Laubwald sorgte sie sich nicht, im beginnenden Frühling schoss das Wasser in die Stämme, die Feuchte verhinderte ein Verbrennen, gesunde Laubbäume überstehen ein Feuer schadlos. Neue Knospen sprossen wo verrottetes Geäst beseitigt war.

Das blonde Rundohr ging auf die Gestalt am Hügel zu, herab kamen Leichenfresser, Goule, doch verschonten sie die Frau. Elvedina horchte auf das Lied des Wolfsmannes im Dickicht, er sorgte sich und folgte dem Blondhaar. Auf die Elfe achtete niemand, Elvedina legte einen Pfeil auf die Sehne und zog diese bis an die Wange, zielte auf die Opferfrau aus der Scheune, die den  Lara'telor* behinderte, senkte den Elfenbogen ungenutzt wieder. Sie wartete. Was ging es sie an? Keiner hatte die Schützin um Rückendeckung gebeten.

*Wolfsmensch
« Letzte Änderung: Fr., 10. Mai 2019, 18:19 von Elvedina »
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Amarok

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #108 am: Sa., 11. Mai 2019, 09:24 »

Dass der fremde Elf nicht zu einem Gespräch aufgelegt war konnte er ihm nicht verdenken. Er selbst wandte sich ja auch wieder - so gut er es auf der engen und bereits übervölkerten Plattform konnte - dem Abgrund zu und dieses Mal wurde ihm wirklich kalt in den Gliedern und flau im Magen wie bei einem Sturzflug, als er in die Tiefe sah. Das Ygramul fraß die niederen geflügelten Dämonen, welche hinabfielen. Mit Schrecken konnte er beobachten, wie die Tentakel und Mäuler wuchsen und weiter zu ihnen hinaufdrängten. Für einige Momente konnte er nicht anders, als seine Schweif einzuklemmen und die Ohren nacht hinten zu falten und er bereute es hinabgesehen zu haben. Den Anblick würde er wohl nie vergessen.

Ragnos Fluch hatte seine Aufmerksamkeit auf den Abgrund gelenkt, doch das Schnappen von Zähnen auf Stein brachte ihn dazu seinen Kopf zu wenden und er sah gerade so, wie einer der mit Zähnenbewehrten Tentakel wiederholt in die Plattform biss. Für seinen Geschmack kam es dabei viel zu nahe an Ragno heran und er hob seine rechte Pfote und zielte auf das Unding.

Vielleicht war es das Wirken von Paladins Macht oder der Einfluss des Ygramuls auf die Umgebung, jedenfalls schlug der erste Versuch fehl. Verägert knurrte der verwandelte Drache, dann schnaubte er und Irator trat in den Vordergrund. Diesesmal gelang der Zauber und ein frostiger Strahl an Magie entsprang seiner emporgehobenen Pfote und schlug in den Tentakel der Ragno so bedrängte.

Selbst konnte er wenig für das Ritual tun, welches vom Gesang der Orkschamanin Grimma begleitet wurde. Sein Fell stellte sich auf bei dem was unter ihnen geschah, doch Irator konnte seinen Blick nicht abwenden und nahm jede Einzelheit in sich auf. Das Klatschen der geflügelten, wahnsinnig kichernden Dämonen, als diese gegen die Barriere aus göttlicher Macht klatschten wie gegen eine feste Mauer. Das Schmatzen des Ygramul, als es die Körper zerriss und verschlang die dort hinabfielen... doch am schlimmsten waren die endlosen Schatten, die aus dem Schlund herausquelten und welche selbst die niederen Dämonen und das Ygramul zu meiden... nein, vor denen sie zu fliehen schienen. Was waren dies nun wieder für Ausgeburten der Hölle?

Huuuuunnngrrieeee


Irator bleckte seine Zähne und knurrte laut und tief, während seine Gedanken rasten und er fieberhaft überlegte wie diesem neuen Feind begegnet werden konnte. Sie waren zu wenige um diese Flut aufzuhalten... zu wenige...

Dabei standen sie in einer alten Festung der Orks. Orks die selbst über den Tod hinaus das Siegel des Ygramul bewachten. Orks die dabei geholfen hatten die Drow aus Nuru zu treiben. Er sandte seine Gedanken einige Jahre zurück, als er das letzte Mal bei einem orkischen Ritual mitgewirkt hatte, welches von Runshak durchgeführt worden war.... wie hatte der Ork seine Gottheit noch genannt, die er um Regen und Sturm gebeten hatte?

"Furfur, wenn ihr uns hören könnt, dann helft uns! Sendet eure Krieger! Sendet die Krieger Nurus gegen die Niederhöllen." , bellte er, auch wenn er kein Anhänger dieser Gottheit war und keine Zeit hatte für die sicherlich notwendingen Rituale. Doch dies war ein alter Ort der Orks und ihre Götter hatten durch Grimmas Ritual sicher schon ihr Auge auf diesen Ort gerichtet. So hoffte er zumindest, während er grimmig der Flut entgegenstarrte und sich an dem Geländer und einer Kette der Plattform klammerte.

AW 51 auf Ygramultentakel
2 beschworene Orkgeister zum Aufhalten von Angreifern
« Letzte Änderung: So., 12. Mai 2019, 17:42 von Darius »
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Secundus M Hora

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #109 am: Mo., 13. Mai 2019, 23:06 »

Runde 12


Unter Nuru


Auf der Plattform kämpften alle auf ihre eigene Art um ihr Leben. Elessar hielt die schützende Barriere aufrecht, die die geflügelten Dämonen davon abhielt die Plattform zu zerstören, gleichzeitig segnete er Ragnos Bolzen und schüttete anschließend eine Flasche Weihwasser in den Schlund des Ygramuls. Ein Zischen aus Dutzenden Kehlen folgte den aufschlagenden Tropfen, und schwarzer Rauch stieg von unten auf. Ragno, der hinunter in den Schlund schaute, um sein Ziel ins Visier zu nehmen, bemerkte, das das Weihwasser eine Bresche in die heran wogende Masse geschlagen hatte. Der Zwerg zögerte keine Sekunde und verschoss die verstärkte Munition. Jede Minute, die er rausschlagen konnte, würde das Ritual näher zur Vollendung bringen. Ragno hatte auf die dunklen Schemen gezielt, die ihnen am nächsten waren – zwei Schuss reichten um den vordersten von ihnen zurück in den Abgrund fallen zu lassen. Auch der dritte Schuss saß, doch noch kletterte das zweite Ding weiter nach oben, glitt über die eingefrorene Ranke, der Amaroks Eisstrahl Einhalt geboten hatte, und landete neben Serafina auf der Plattform. Obwohl sie direkt neben ihm stand konnte die Lykana kein Gesicht erkennen, der dunkle Schemen schien ständig in Bewegung zu sein, wie fließendes Wasser, nur das es zäher und fester wirkte, wie eine schwarze, teerartige Masse. Es stieß ein Zischen aus, und eine grüne Wolke floss aus der Stelle hervor, wo in etwa der Mund hätte sein müssen. Allein schon der abartige Geruch, den diese Wolke ausströmte, machte Serafina rasch klar, das sie nicht gesund sein konnte. Doch Grimma ignorierte sie, konzentrierte sich ganz auf ihren Gesang, die Beschwörungen, die dafür sorgten das ein Rauschen in der Luft lag und sich ein wirbelnder Wind um die Plattform bewegte. Noch war er zu schwach, um viel Schaden anzurichten, aber er wurde von Sekunde zu Sekunde stärker. Das Pentagramm glühte inzwischen in einem grellen Grün, das immer strahlender wurde als Serafina und Runshak es wie Grimma mit ihrem Blut nährten. Die Fäden, die davon ausgingen, sahen aus wie ein fein gewobenes Gespinst, bildeten etwas, das dem Umriss eines Menschen ähnlich sah, obwohl es, wenn man genauer auf die Proportionen achtete, kein Mensch sein konnte, sondern eher einem Ork ähnelte. Der Geist, den Serafina beschworen hatte, wurde in das Ritual eingebunden, wuchs zu einem grünen Riesen heran, der schließlich die Augen öffnete und die Lykana fragend ansah.
Auch Amarok hatte Orkgeister beschworen, doch da er keinen direkten Einfluss auf das Ritual hatte, wählte er eine anderen Weg: er rief einen Gott an, zu dem die Grünhäute beteten. Und er schien erhört zu werden: unweit der Plattform bildete sich ein weißlicher Nebel, erst zart und schwach, so das er immer wieder von dem aufkommenden Wind zerrissen wurde, doch dann verfestigten sich die Gestalten, wurden muskelbepackt und breit. Sie trugen eine Art Rüstung, auch wenn sie wohl eher dazu diente den Gegnern zu imponieren als den eigenen Körper zu schützen, und Keulen, deren Ende von Eisendornen durchbohrt wurden.

Hoooongriiiii !

Der Schrei war dunkel, und so laut, das er die Plattform an ihren Ketten leicht ins Schwanken brachte. Und nun konnte man in dem trichterförmigen Abgrund, der von den ekelhaften und gefährlichen Tentakeln übersät war, endlich den Verursacher der Schreie erkennen. Es war ein riesiges fettes, unförmiges Ding, auf dessen Kopf rechts und links zwei dicke, stierähnliche Hörner wuchsen. Es hatte ein drittes Auge mitten auf der Stirn, schwabbelnde Hängebacken, und einen riesigen Mund. Damit schnappte es nach einem der geflügelten Dämonen, die im Vergleich zu ihm winzig aussahen, schmatzte kurz und leckte sich dann die wulstigen Lippen. Die dicken Arme endeten in einer Art Klauen, die nur drei Glieder hatten, der Körper war bislang nur etwa bis zum Bauch zu sehen und glich einem viel zu fettleibigem Mann. Eine Klaue spießte eines der Wesen auf, die nach oben flüchteten, hielt sich die Beute über das offene Maul und ließ es hinein plumpsen. Wieder ein widerwärtiges Schmatzen, bevor es sich träge weiter nach oben kämpfte.

Hoooongrrrriiiii ...

Das Monstrum kreischte so schrill, das der letzte Laut in den Ohren weh tat. Und zu allem Überfluss gab es inzwischen mehr als nur das eine schockgefrorene Tentakel, das nah genug an die Plattform heran gekommen war...


Bei den Gräberhöhen


Die Ghule eilten an Chiamara vorbei, beachteten die ehemalige Soldatin nicht. Sie hätte ebenso gut ein Baum sein können, der zufällig in ihrem Weg stand. Sie wichen ihr schlichtweg aus – doch bei Phelan, der ihr folgte, sah die Sache anders aus. Der Lykantroph hatte die Frau zur Seite geschleudert noch bevor sie ihn erreichten – und das war sein Glück, denn er wurde ohne zögern angegriffen. Seinen ersten zwei Gegnern brach er fast mühelos das Genick, in dem er ihren die schmalen Hälse umdrehte. Die nächsten zwei Ghule waren vorsichtiger und näherten sich ihm von zwei Seiten. Sie täuschten Angriffe vor, bewegten sich im Kreis um ihn herum, warteten auf ihre Chance einen Schlag anzubringen, der den Wolf verletzten würde. Und dann war die Frau heran gekommen, hob einen dicken Ast, den sie vom Boden aufgelesen hatte, hoch über den Kopf, und zielte auf den Schädel des Gestaltwandlers, der ihr gerade den Rücken zudrehte.

Dem fünften Monstrum hatte Chiamara eine Feuergeist auf den Hals gehetzt. Das Flammenwesen versengte ihm die letzten einzelnen Haare, die der Ghul noch hatte, verbrannte die Haut, die sich in der Hitze verfärbte und schrumpelte. Der Ghul stieß ein schmerzerfülltes Kreischen aus und rannte los, an Phelan vorbei und bis zum Waldrand, wo es sich schließlich auf dem Boden wälzte, um die Flammen zu löschen. Endlich hatte er es geschafft und hob den Kopf. Seine Nasenflügel zuckten, als ob er etwas gewittert hätte, und tatsächlich drehte er sich in die Richtung, in der Elvedina auf ihrem Baum hockte. Mit wenigen ungelenken Sprüngen kam er heran, kletterte affenartig an dem Stamm in die Höhe und entblößte eine Reihe spitzer kleiner Zähne, als er die Elfe anzischte. Schon schlug eine Klaue nach ihrem Bein und versuchte sie zu fassen zu kriegen.

Chiamara war in der Zwischenzeit den Hügel hinauf gehetzt, so schnell es eben ging. Die Silhouette, die sie bereits von unten hatte sehen können, war tatsächlich Armande de Lesthat. Sein Gesicht sah eingefallen und mager aus, die Augen lagen tief in ihren Höhlen und etwas dunkelrotes glitzerte darin. Es wirkte wie der Blick eines Raubtieres, das auf der Jagd nach seinem Opfer war. Ob es das war, was dafür sorgte, das sie Abstand hielt, oder die Warnung von Myriel, die in ihrem Hinterkopf aufflackerte, wusste nur sie allein. Sie bat darum, das er Phelan nicht tötete, und er verzog keine Miene. Einen Wimpernschlag später stand er plötzlich dicht neben ihr und legte einen Arm um ihre Taille, zog sie dicht an sich heran. Seine Nase glitt dicht an ihrem Hals vorbei, ihre Wange hinauf und verharrte neben ihrem Ohr, während er tief ihren Duft einatmete.

Du bist echt. Dieses mal bist Du wirklich echt.

murmelte er in ihr Haar, während sich seine zweite Hand an ihren Hinterkopf legte und ihn sanft gegen seine Brust drückte. Für einen langen Augenblick hielt er sie fest umschlungen, so fest, das es fast wehtat, dann schien er zu bemerken, das der Körper in seinen Armen deutlich zerbrechlicher war, als sein eigener, und er lockerte den Griff, strich der blonden Frau sacht eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Der Kampf, der am Fuß des Hügels tobte, schien in nicht im Mindesten zu interessieren, nicht mehr, denn seine Augen hingen an Chiamaras Gesicht.

Wenn er Dein Schutz sein sollte, wird er überleben und nichts verraten. Wenn nicht, gibt es einen Zeugen weniger. Komm, komm mit mir mon rêve, lass uns gehen.

Der Vampir hauchte einen Kuss auf ihre Hand, ließ sie aber nicht los, sondern hielt sie so fest, das sie sich nicht ohne weiteres aus seinem Griff befreien konnte um sie von Kampfgeschehen wegzuziehen. 

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Elvedina Morgenlicht

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #110 am: Di., 14. Mai 2019, 21:27 »

Sich von Problemen fernzuhalten brachte die Probleme entgegengesetzt bis vor die Stiefel, dieses lernte Elvedina in dieser Nacht zum zweiten Mal.

Entgegen ihrer Vorbehalte zog sie mit aufgelegtem Pfeil die Sehne bis zur Wange, dem Wolfsmensch den Rücken zu decken gegen die Hinterlist des Rundohrs, das den Lebensfaden gelassen zu haben die Elfe bereute. Da kollerte der Goule unter den Baum, witternd, geifernd, nach verbranntem Fleisch stinkend, und schliesslich den Stamm behende nach oben springend. Dem Geräusch von unten kommend mit den Augen folgend erspähte die Waldelfe die Gefahr, lockerte die Sehne, schob sich mit kräftigen Stössen mit den Beinen einen Ast nach dem anderen weiter zur Baumkrone bis die Zweige zu dünn wurden um ihr Gewicht zu tragen, da schlug die Pranke nach dem Stiefel und bohrte sich durch das Leder in den Knöchel.

Elvedina zischte schmerzvoll, zog das Bein rasch an, trat gegen den Goule in der Verteidigung und senkte zugleich den Bogen, hastig die Sehne spannend, und gab den Pfeil frei gegen den Leib des Ghul, hoffend er verlor das Gewicht und stürzt tief hinab zu Boden.

-1 Lebenspunkt
AW 4

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Phelan

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #111 am: Di., 14. Mai 2019, 22:31 »

Eine grimmige Freude durchströmte Phelan, als die Ghule Chiamara unbehelligt vorbei ließen. Er hatte es geschafft die Aufmerksamkeit der Leichenfresser ganz auf sich zu ziehen und seiner Schwester so den Rücken freizuhalten. Außerdem fühlte er das Blut durch seine Adern Rauschen, wie es vielleicht nur ein Wolfsmensch im Angesicht der Schlacht kannte. Inzwischen war er jedoch zu erfahren, um sich diesem Gefühl völlig hinzugeben. Nicht mit Chiamara in seiner Nähe.

Die verbleibenden beiden Ghule waren auf ihn vorbereitet und er war froh darüber. Ihnen allen das Genick brechen zu können, wie wehrlosen Hühnern, wäre wohl kaum befriedigend gewesen. Die Kreaturen nahmen ihn in die Zange und er wusste, dass er Glück brauchte um auch nur einem ihrer Angriffe ausweichen zu können. Er würde sich auf das Leder seiner Rüstung und auf die Zähigkeit seines Körpers verlassen müssen. Mit wildem Lachen konzentrierte er seine Aufmerksamkeit auf einen der Gegner, um zumindest ihm zuvorzukommen. In dieser Einöde war es nicht notwendig das hungrige Tier zu nötigen still zu sein.

Trotz seiner Leibesmasse wich der Lykan dem Angriff des Ghuls, dem er sich zugewandt hatte, aus. Mit der tödlichen Eleganz einer Raubkatze und der Kraft eines wilden Bullen holte er zum Gegenschlag aus. Diesmal achtete er nicht darauf die aufgequollene Haut seines Gegners unverletzt zu lassen. Sich um die dunklen Leichensäfte zu sorgen, konnte er sich nicht mehr leisten. Er trachtete danach das Wesen an der empfindlichen Kehle zu packen, diese zu zerfetzen und in der gleichen Bewegung den Gegner mit knochenbrecherischer Wucht auf den Boden zu schleudern.

Dass der andere Ghul die Lücke in seiner Deckung nutzte, um mit seinen Krallen eine klaffende Wunde in der Seite des Tiermannes zu reißen, schien dieser gar nicht zu spüren. Instinktiv reagierte er mit einem Tritt nach hinten. Seine Hinterläufe waren stark genug, um ihn etliche Schritt hoch in die Luft zu katapultieren und diese Kraft machte sie zu einer tödlichen Waffe.

Der Dritte Angriff traf ihn dagegen vollkommen unerwartet. Von den Ghulen abgelenkt hatte er das Weib in seinem Rücken herankommenlassen, ohne sie auch nur zu bemerken. Mit einer Wucht, die einem normalen Menschen vermutlich den Schädel zertrümmert hätte, krachte ihr Holzprügel auf seinen Hinterkopf und Phelan jaulte auf. Mit mörderischer Wut in den glutfarbenen Augen wirbelte er um die eigene Achse und verfluchte innerlich seine Weichheit, die ihn daran gehindert hatte dieses Stück Beute sofort zu töten. Die Elfe hatte in der Hütte nur vernünftig gehandelt, das musste er jetzt einräumen.

Zugleich frohlockte sein Herz allerdings auch beim Gedanken an frisches, reines Blut. Die Vampire hatten sich von dieser Frau genährt und sie waren wählerisch. Der Lebenssaft würde rot und warm über seine Pranken fließen und die schwarzen Leichensäfte aus seinem Fell spülen. Und er würde seinen Durst daran stillen können, ohne sich im Anschluss übergeben zu müssen. Wieder zielte er auf die verletzliche Kehle und diesmal unternahm er keine Versuche dem Blutschauer, der folgen musste, auszuweichen…

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Chiamara

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #112 am: Mi., 15. Mai 2019, 15:57 »

Wieder zu Atem kommend betrachtete Chiamara nun das ausgemergelte Gesicht ihres Liebhabers. Myriel hatte nicht gelogen, als sie andeutete, dass er sich verändert hatte. Aber jetzt würde es ihm bald besser gehen. Sie war jetzt bei ihm. Auch wenn ihr diese Augen doch einen Schauer über den Rücken sandten. Armande war zu lange hier in der wilden Natur gewesen und hatte sich den Umständen angepasst.

Und wie ein Jäger holte er sich seine Beute, die im vorliegenden Fall die aschblonde Frau war. In einer mit dem menschlichen Auge nicht zu erfassenden Geschwindigkeit war Armande bei ihr und nahm sie in Besitz. Der Verstand der Ostländerin sagte, dass sie vorsichtig sein sollte, aber ihr Körper reagierte ganz anders. Als wenn er sich an ihre langen gemeinsamen Stunden erinnern könnte, bog sich ihr Oberkörper dem Vampir entgegen. Sie blickte zu ihm auf stöhnte leise, als seine Nase ihren Hals entlangstrich.

“Armande, ich habe Dich vermisst,“ wisperte die ehemalige Soldatin.
Dann hob sie eine Hand zur Faust geballt und boxte ihn leicht – eher spielerisch.
“Ich dachte Du wärst tot,“ kam es über ihre Lippen, als ihr Geliebter eine Hand an ihren Kopf hob und diesen an seine Schulter legte.

Die Augen schließend ließ sie sich von ihm an seinen Körper pressen. Lesthat brauchte dringend ein warmes, reinigendes Bad, ging es Chiamara bei dem Geruch durch den Kopf.
Zudem stellte sie fest, dass er ungewöhnlich stark war, obwohl er nicht danach aussah. Armande drückte ihren Körper so fest an sich, dass ihr fast die Luft wegblieb, was er dann wohl auch erfasste und von der Klammerung abließ.

Nach all den Zweifeln, die sie gehegt hatte, dachte die Frau, dass sie ihrem Liebsten blind folgen würde. Aber seine folgenden Worte brachten sie wieder zum Nachdenken. Während er seine Lippen auf ihre Hand legte und sie mit sich ziehen wollte, blickte Chiamara zu Phelan, der gerade aufjaulte. War er getroffen, schwer verletzt?

Nur kurz lenkte ihr Gildenbruder sie ab.

“Was sollte Phelan verraten können beziehungsweise an wen? Myriel? Die Stadtwache? Sie alle scheinen zu wissen, dass Du wieder aufgetaucht bist. Du hast zu deutliche Spuren hinterlassen. Oder dieses Ygramul? Dem hast Du zu verdanken, dass hier nicht noch mindestens vier Soldaten auflaufen.“

Hatte der Vampir etwas mit diesem Höllending zu tun?
Die Trennung hatte offenbar beide gezeichnet, musste Chiamara bitter feststellen. Was hatte sie bloß ausgelöst, als sie in der Höhle aufgegeben hatte?

Nun konnte sie alles wieder gut machen. Durfte keine Zweifel aufkommen lassen. Armande musste wieder Vertrauen zu ihr finden.
Phelan hatte versichert, dass er klarkam und er würde sie auch so finden. Das war sich Chiamara gewiss. Sie pfiff nach Drago, der sofort antrabte, und drückte Armandes Hand, die noch immer die ihre hielt.

“Ja, lass uns gehen, mon âme sœur. Ich begleite Dich.“

Bewusst sagte sie nicht „folgen“, da ihr dieses Wort etwas Untertäniges suggerierte, was sie nicht bewirken wollte.

Der Kopf drehte sich kurz zu dem Kampfplatz. Phelan wirkte nicht stark verletzt.
“Pass auf dich auf Bruder,“ erklangen ihre Worte über die Grabhügel trotz des Wissens, dass diese wohl nie die Ohren des Lykantrophen erreichen würden.

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Elessar Eledhwen

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #113 am: Do., 16. Mai 2019, 13:05 »

Das gequälte Zischen aus Dutzenden Kehlen und der schwarze Rauch, der von unten aufstieg, zeigten Elessar, dass das Verschütten seines Weihwassers wohl Wirkung zeigte, aber die Übermacht schien zu groß, denn keinen Herzschlag später landete ein schwarzes gesichtsloses Schemen direkt neben einem der Lykaner auf der Plattform und griff an, indem es eine grüne, wenig gesund aussehende Wolke seines Dämonenatems verströmte. Die Geräusche von unten verhießen nichts Gutes, doch der Paladin hatte keine Zeit, sich mit dem Wesen zu befassen, denn inzwischen waren noch mehr dieser größeren Tentakel in die Nähe der Plattform gekommen und es galt ihren Berührungen auszuweichen.

Auf der schwankenden Plattform stehend und mit Mühe den sich windenden Tentakeln ausweichend, war er kaum noch der Konzentration fähig, den Bann in voller Intensität aufrecht zu halten und so ließ Elessar die göttliche Macht los und griff nach seinem Kriegshammer. So weit es ihm möglich war, holte er aus und ließ den Hammer mit voller Wucht auf den Tentakel herniederfahren, der ihm am nächsten war. Der Treffer wurde begleitet von einer Vielzahl von grellen bläulichen Blitzen, die sich die Plattform und an den Ketten entlang schlängelten, um von dort aus auf die Wände der Höhle überzugreifen und alles, was daran herumkroch zu treffen.

Der letzte Schrei, der sie von unten erreichte, ließ selbst ihm die Ohren schmerzen und so trat er näher an den Rand der Plattform, um nachzuschauen, was da aus den Tiefen der Niederhöllen auf sie zukam. Als er den fetten, unförmigen Dämon, dessen hässliches Antlitz von Stierhörnern und drei Augen geziert wurde, erblickte, murmelte er nur ein leises "Paladin, hilf uns in der Stunde der Not!" und trat wieder zurück, um einen einigermaßen sicheren Stand zu haben. Er schaute sich kurz nach Grimma um, um zu sehen, wie weit sie mit dem Ritual war, dann wappnete er sich für den kommenden Angriff.





Eles INT-Probe würfelte 30 --> kein Schaden

Eles GE-Probe würfelte 27 --> kein Schaden, da > 22

Eles AW würfelte 55 --> zzgl. 9 ohne Abwehr auf alle Gegner im Umkreis von 33m


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Serafina

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #114 am: Do., 16. Mai 2019, 13:26 »

„Hu!“

Serafina pustete Luft durch die aufgefächerten Barthaare, als mit einem Mal ein lebendiger Schatten neben ihr in die Höhe wuchs. Ihre Erfahrung mit Dämonen ließ die Lykana instinktiv zurückweichen. Ragno hatte weniger Glück und machte Bekanntschaft mit der giftigen Wolke. Ein Bolzen sirrte knapp an ihrem Ohr vorbei, da er die Armbrust verriss.

„Uha!“

Die Augen weit aufgerissen, drohendes Knurren aus gefletschtem Kiefer, fegte die freie Vorderpranke nach vorn und zerfetzte den Schatten, als zerteile sie Stoffbahnen in schmale Streifen.

Das Rauschen des Windes, Grimmas Gesang, das Vibrieren und Knarzen der metallenen Plattform dröhnte in den sensiblen Ohren der Werwölfin, jagte stechenden Schmerz durch ihren Schädel und ließ sie die Augen zusammenkneifen. Zwischen den halb geschlossenen Lidern bemerkte sie in Grimmas Windhose einen grünen Riesen wachsen und meinte einer Sinnestäuschung zu erliegen. Die Gestalt des Geistes erinnerte an einen Ork und sah sie fragend an. Fragend sah sie zurück, ganz in die Betrachtung versunken.

Ein neuerlicher, schmerzhaft schriller Schrei vom Schlund des Ygramul riss Serafina zurück in die Wirklichkeit. Ein greller Blitz raste durch Serafinas Schädeldecke, schien ihren Hinterkopf zu spalten. Sie taumelte, geriet mit der Hinterpranke in die Fänge der tastenden Tentakel, brüllte vor Wut und Schmerz auf wie ein in die Enge getriebenes Raubtier. Ihre Klauenhiebe kamen rasch hintereinander, rissen die Tentakel von ihrer Hinterpfote fort, zerfetzt und zuckend fielen sie von ihr ab in den Abgrund.

Immer noch blickte der Orkgeist sie an. Ihr schien als schleiche sich eine Frage hinter ihre Stirn nach dem Sinn seines Daseins, da erinnerte sie sich an ihre Funktion als Siegelwächterin und gab ihm zu verstehen: Vernichte sie. Vernichte die schlangenhaften Arme des Monstrums, das die Stadt der Orks zu vernichten droht.


Intelligenzprobe 29 > kein Schaden durch Schatten

Geschickprobe 15 > -3 LP

Angriff 1 62 
Angriff 2 66
Angriff 3 63

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Ragno Todbringer

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #115 am: Fr., 17. Mai 2019, 16:53 »

Die Plattform wackelte bei jedem Stellungswechsel. Machte es nicht gerade leichter für den Scharfschützen. Der Schattendämon überstand den Kopftreffer.

"Stillhalten!", warnte Todbringer die Hauptmann. Zielte. Sein Finger krümmte sich am Abzug. Bekam einen Schwall stinkende Brühe in die Fresse gespieen. Goldauge fluchte. Verriss die Armbrust. Spickte beinahe die Wolfsfrau. Er hustete und würgte. Ihm tränten die Augen. Der Schädel fühlte sich an wie Matsch. Wehe, das Zeug verätzte ihm auch nur ein Barthaar. Prüfend strich der Zwerg über Wangen und Zöpfe. Die Haut brannte. Zu allem Schrecken löste sich unter den Fingern ein Büschel aus dem Bart.

"Beim Barte Mahals! Was zu viel ist, ist zu viel!"

Nie war er wütender gewesen. Nicht einmal als er im Kampf sein Auge eingebüßt hatte. Der Bart war einem Zwerg heilig. Wutschnaubend wechselte Todbringer das Magazin aus. Die Plattform kam im Schlingern. Tentakel schnappten nach Stiefeln und Knien. Goldauge hatte zu kämpfen den Greifern auszuweichen ohne in die Hexenzeichen der Schamanin zu latschen. Dem Zwerg wurde es langsam zu voll.

"Obacht, Herr Paladin!"  Ragno zielte direkt aus der Hüfte gegen die Greifarme. Der Doppelbogen schnalzte und der Bolzen fand sein Ziel.

2x Kopftreffer AW 26+9

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Darius

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #116 am: So., 19. Mai 2019, 12:41 »

Sein Gebet war ein absoluter Schuss ins Blaue gewesen. Er war kein Ork, ja er glaubte nicht an die Götter der Naka Duskeal. Doch er brauchte hierfür nicht zu glauben. Nicht wenn er bereits das Wirken solcher Wesenheiten gesehen hatte und ihre Existenz für ihn bewiesen war.

So zögerte er auch nicht, als die Schemen vergagener Orkkrieger sich manisfestierten, obwohl um ihn herum das reinste Pandemonium wütete und die Plattform bedenklich schwankte. "Vernichtet die Tentakel des Ygramul. Schützt das Ritual." , befahl er den Geistern und wandte sich, wobei er unabsichtlich dabei den Tentakeln des Ygramul auswich, welche dort mit ihren Zähnen zuschnappten, wo er sich eben noch befunden hatte und straffte sie mit Missachtung. Es blieb leider keine Zeit sich ein besseres Bild von der Situation zu verschaffen. Mühsam unterdrückte er sein eigenes Unbehagen und sammelte Kraft. Ein tiefer Atemzug, dann ein zweiter. Nein, seine Reserven reichten nicht mehr. Ein Griff an sein Geschirr verschaffte ihm jedoch rasch eine neue Quelle. Mit geübten Pfotengriffen öffnete er den Manatrank, stürzte den Inhalt herunter und verstaute die Flasche wieder.

Ein Lecken seiner Lefzen fing auch die letzten Reste des Trankes auf, dann konzentrierte er sich auf zwei weitere der Tentakel. So wie Danglathas es ihm beigebracht hatte fokusierte er sich und feuerte einen eisigen Strahl... nur um zu sehen wie die Magie sich verflüchtigte, bevor der Zauber sich richtig manifestieren konnte. Mitten im Kampf war es jedoch schlecht sich deswegen aufzuregen, weshalb er ohne zu murren einen weiteren Versuch unternahm. Mit gefletschten Zähnen sandte er wieder einen Zauber aus, um einen der Tentakel einfrieren und zerspringen zu lassen. Diesmal manifestierte sich der Zauber, doch er brachte nichts als einen kühlen Lufthauch zusammen, selbst als er seine Reserven in den Zauber investierte.

Beide Zauber schlagen fehl
-14 Mana (16/30)

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Secundus M Hora

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #117 am: Mo., 20. Mai 2019, 19:57 »

Runde 13


Unter Nuru


Auf der Plattform bemühte man sich nach Kräften gegen die anstürmenden Gegner zu bestehen. Serafina vernichtete den gesichtslosen Schemen, dessen giftiger Atem Ragno eingehüllt hatte. Der Zwerg hustete und spukte, doch das Gift wanderte erbarmungslos weiter durch seine Atemwege. Trotzdem hatte Ragno im Moment andere Sorgen, und schoss auf zwei der schnappenden Mäuler, die sich über die Plattform wanden. Die Bolzen zerfetzten die Tentakel, die noch einen Moment zuckten und dann wie abgestorbene Blumen verdorrten. Die vertrockneten Reste zerfielen, als Ragno mit dem Fuß dagegen stieß.
Auch Elessar schlug zu und zerquetschte eines der Gewächse unter seinem Kriegshammer. Zäher fleischfarbener Schleim blieb daran kleben, der Fäden zog, als er die Waffe wieder hoch hob. Serafinas Krallen waren ebenfalls damit überzogen, als sie zwei weitere Tentakel mit kräftigen Schlägen zerstörte. Lediglich Darius Versuche weitere der Mäuler einzufrieren, schlug fehl. Es war schwierig zu sagen woran es lag, das die Magie des Eindrachen versagte, ob es die Ausstrahlung des Ygramuls war, die schamanischen Gesänge, die Grimma ausstieß, oder die Präsenz Paladins, die Elessar ausstrahlte. Vielleicht war es auch das Durcheinander, das ihn seine Konzentration kostete. Doch die schnappenden Mäuler sollten ohnehin bald ihre kleinste Sorge sein. Die beschworenen Geister hatten zwar inzwischen die restlichen Tentakel, die die Plattform bedrohten, vernichtet, doch die formlosen schwarzen Gestalten, die den ersten beiden gefolgt waren, waren schon fast bis zu ihnen empor geklettert. Elessars Weihwasser hatte zwar eine deutliche Lücke in ihre Reihen gebrannt, doch es waren immer noch Dutzende, die ihnen entgegen strömten. Dazu kam das riesige Monstrum, das sich immer weiter aus den Tiefen des Ygramuls empor kämpfte.

Grimma standen die Schweißtropfen auf der Stirn. Es war knapp – es wurde verdammt knapp. Schon sah sie die ersten dunklen Finger, die nach dem Boden der Plattform griffen, sie wieder zum Schwanken brachte, so das die Schamanin sich an dem Geländer festhalten musste um nicht zu fallen. Sie würden sie durch ihre reine Masse einfach überrennen...

Doch da geschah etwas seltsames. Eine Stimme klang durch die Höhle, die mehreren Wesen gleichzeitig zu gehören schien, und von den Wänden widerhallte.

Es darf nicht geschehen, das es sich wieder manifestiert...

In dem grünen Gesicht des Orkgeistes, den Serafina beschworen hatte, glaubte sie plötzlich die Mondgöttin Latala zu sehen, und er wuchs erneut ein Stück an. Die zwei weißen Geister von Darius  waren auf einmal nicht nur zwei, sondern vier, nein sechs, acht, zehn... sie vermehrten sich schneller, als Amarok sie zählen konnte. Er hatte Furfur um seine Krieger gebeten, und die orkische Gottheit war scheinbar der Meinung, das er mehr als nur zwei davon brauchen würde. Und so fegten die Geisterwesen gemeinsam mit dem wirbelndem Wind, den Grimma entfacht hatte, um die Plattform herum, rissen alles, was versuchte sich daran festzuhalten in die Tiefe und sorgten dadurch dummerweise dafür, das es schwer fiel darauf das Gleichgewicht zu halten. Der Sturm breitete sich weiter aus, wurde zu einem Strudel, der die Wände erreichte und alles mit sich zog, was sich darauf befand. Tentakel, aufgerissene Mäuler, gesichtslose Schemen, ganz gleich was es war, es konnte sich nicht halten und hinterließ nichts als blanken Fels.

Grimma schöpfte neue Hoffnung. Das Ritual war fast vollendet. Ihr Blut tropfte in das Siegel, ließ es aufglühen wie eine kleine Sonne als die schlingernde Plattform einen weiteren Stoß bekam. Die Schamanin versuchte mit einem Schritt das Gleichgewicht wiederzuerlangen, rutschte auf dem feuchten Boden aus und fiel mit einem Aufschrei von der trügerischen Sicherheit des metallenen Bodens hinab in den Schlund. Das Letzte, was man von ihr sah, war das Aufstrahlen ihres Stabes, das die Augen blendete und dann... kehrte Ruhe ein. Lediglich die Ketten, die die noch sacht pendelnde Plattform hielten, quietschten leise vor sich hin. Der Sturm hatte sich noch schneller gelegt als er gekommen war, die Wände der Höhle waren bar jeglicher Auswüchse und der Trichter, der in unendliche Tiefen geführt hatte war mit einer roten, glasartigen Substanz verschlossen, die einige der Anwesenden bereits einmal gesehen hatten. Und darin eingesperrt, die Augen weit geöffnet, mit Haaren, die um ihren Kopf flogen, als ob sie mitten in einem Sturm wäre, lag Grimma  – die neue Siegelwächterin des Ygramuls.


Bei den Gräberhöhen


Der Marquis de Lesthat lächelte Chiamara an, doch die ehemalige Hauptfrau war erfahren genug um zu sehen, das es ein gefährliches Lächeln war, denn seine Augen glitzerten immer noch rot im schwachen Schein des Mondlichts. Der Schleier, der zwischen dem Vampir und seiner menschlichen Gestalt lag, war dünn geworden.

So schnell tötet man keinen mächtigen Vampir, wenn man nur ein junger Bengel ist. Er war dumm genug um nicht nachzusetzen als ich abstürzte. Vielleicht widersprach es seinem Ehrgefühl einem am Boden Liegenden den Kopf abzuschlagen. Das Drachenfeuer allein hat nicht gereicht.

Oh nein, der junge König des Landes, Taliesin Thar’Vaiyon, hatte ihn beim Kampf um Nuru nicht getötet, aber das Feuer seiner Drachin hatte ihn verbrannt und schwer verletzt. Sein Körper hatte einer völlig verkohlten Leiche geglichen, schwarz, vertrocknet, kaum mehr als ein Knochengerüst. Doch der Marquis hatte es irgendwie geschafft sich in eine Höhle zu schleppen, und als ihr Bewohner zurückkehrte hatte er sich von ihm genährt. Es war nicht genug gewesen um ihn zu heilen, aber genug um ihn davon abzuhalten wie ein Wahnsinniger auf der Suche nach Blut in die Stadt einzufallen. Stattdessen war er nach Norden gezogen und hatte sich die ersten Nächte nur von Tieren genährt, die er verscharrte um keine Spuren zu hinterlassen. Doch nach einiger Zeit war ihm das zu lästig geworden und er hatte aus einem einsamen Wanderer, der ihm über den Weg lief, den ersten Ghul erschaffen. Es war eine gute Möglichkeit um die Leichen loszuwerden, denn er konnte sich zu der Zeit nicht bezähmen, wenn er einmal Blut geschmeckt hatte und tötete daher seine Opfer regelmäßig, und den Knochen sah man nicht an ob eine Tier oder ein Ghul das Fleisch abgefressen hatte. Später, viel später, hatte er die Hütte der Hexen aufgesucht, doch Chiamara war nicht mehr dort gewesen. Sie war fort und nicht zu ihm zurück gekehrt. Armande hatte getobt, gewütet und Blutbäder in den umliegenden Dörfern angerichtet, doch all das hatte ihm nichts genutzt. Also tat er das Einzige, was ihm noch geblieben war: Rachepläne schmieden. Er würde Nuru zurückerobern, doch diesmal würde es eine Armee aus Vampiren sein, mit der er es tat, die er überlegt und vorsichtig an strategisch sorgsam ausgewählten Punkten rund um die Stadt aufbauen würde. Das Holzfällerlager war einer davon gewesen. Und dann – dann hatte er auf einem seiner nächtlichen Streifzüge ihre Stimme gehört. Ungläubig war er mit den Schatten verschmolzen um sie zu beobachten. Sie nannte sich Kimra und arbeitete im Gasthaus, doch er war sich sicher sie endlich gefunden zu haben. Und nun hielt er sie wieder in seinen Armen, wie so viele Jahre zuvor. Sie pfiff nach ihrem Pferd, das prompt angetrottet kam. Armande hob Chiamara in den Sattel und schwang sich dann hinter sie.

Vom Ygramul weiß ich nichts. Aber die Soldaten könnten unangenehm werden. Ich kenne einen Ort, an den sie uns nicht folgen können, an dem wir sicher sind. Alles andere... kann warten.

Er lächelte, als er Drago die Fersen in die Seiten drückte, um ihn anzutreiben. Im Moment war nur Sie wichtig, das er dafür seine Anhänger im Lager verloren hatte, schien ihm ein geringer Preis  für das zu sein, was er zurück gewonnen hatte.

Während das Pferd davon galoppierte, kämpfte Phelan noch immer mit den Ghulen. Er zerfetzte die Leichenfresser regelrecht, dunkles, fast schwarzes Blut floss über seine Krallen, das einen abstoßenden Geruch ausströmte, weil es nach Verwesung stank. Doch das hielt den Lykantrophen nicht davon ab, sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu wehren. Er hielt die durchlöcherte Kehle des einen Ghuls noch in der Pranke, als er gegen den anderen einen Tritt landete, der dem Wesen den Brust zerschmetterte. Eigentlich hätte der Kampf nun beendet sein müssen, doch die Frau, die sie hergeführt hatte, schlug mit beachtlicher Kraft zu. Das schmerzerfüllte Jaulen des Gestaltwandlers hallte über die Gräberhöhen und dem davon reitendem Paar hinterher. Doch Hilfe hatte er von dieser Seite nicht zu erwarten, und er hatte sie auch gar nicht nötig. Scharfe Klauen rissen die so verletzliche menschliche Kehle auf, der Schrei, den die Frau von sich geben wollte, war nur ein schwaches Gurgeln in der Nacht. Wie in Zeitlupe hob sie eine Hand zu ihrer Kehle, dann fiel sie zu Boden und bewegte sich nach einigen Zuckungen nicht mehr.

Elvedina hatte sich so schnell sie konnte die Äste des Baumes herauf geschoben, doch der Ghul war ihr unerbittlich immer höher hinauf gefolgt, bis die Elfe keine weitere Rückzugsmöglichkeit mehr hatte. Fauchend schlug er nach ihrem Fuß, erwischte ihn und verletzte Elvedina, bekam sie aber nicht richtig zu fassen. Stattdessen landete der Stiefel schmerzhaft auf seinen Fingern, und ehe das Geschöpf sich versah, hatte Elvedina ihm einen Pfeil in den anderen Arm gejagt. Dermaßen seines Halts beraubt fuchtelte der Ghul mit den Händen in der Luft herum, kämpfte darum nicht zu fallen, doch vergebens. Äste brachen unter seinem Gewicht, als er zappelnd nach unten fiel, und schließlich auf dem Boden aufprallte und sich nicht mehr rührte. Für einen langen Augenblick war es totenstill, so das man nur einen eigenen Atem hören konnte. Dann zog die Wolke weiter, die sich vor den Mond geschoben hatte, und die bleiche Scheibe erhellte den Waldrand wieder mit ihrem silbrig schimmerndem Licht.

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Phelan

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #118 am: Di., 21. Mai 2019, 20:54 »

So widersinnig es auch klingen mochte: Das Blut der Menschenfrau, das ihm das Fell verklebte, half Phelan dabei sich wieder sauberer zu fühlen. Beinahe genüsslich zupfte er mit den Lippen einige Haut- und Fleischfetzen, die er aus der empfindlichen Kehle gerissen hatte, von seinen Klauen. Dann begann er sich wie ein großer zufriedener Kater das frische, rote Blut aus dem Fell zu lecken. Dabei mied er jedoch sorgfältig jene Stellen, an denen darunter noch die Leichensäfte der Ghule klebten. Diese wischte er im Anschluss, so gut er konnte, mit Grasbüscheln aus dem Fell.

Die Waldelfe hatte er über seine Faszination für den Lebenssaft ganz vergessen und so beachtete er auch ihren Kampf gegen den brennenden Leichenfresser nicht weiter. Stattdessen betrachtete er das Blut, das allmählich im Boden versickerte, und überlegte ob dem Ruf, mit dem es ihn lockte, nachgeben sollte.

Er war hergekommen, um seine Gildenschwester zu schützen. War es seine Pflicht ihr zu folgen? Aber sie hatte sich entschieden mit dem Vampir zu gehen. Wollte sie seinen Schutz überhaupt noch? Einer Fährte eines Reiters zu folgen und zugleich aufzuschließen war keine leichte Aufgabe. Nein, Chiamara hatte sich entschieden mit Lesthat allein zu sein und sie kannte das Risiko. Auch wenn es durchaus im Bereich des Möglichen lag, dass sie dafür im Moment keine Gedanken übrig hatte. Phelan würde ihr nicht nacheilen, wie ein treuer Hund.

Mit einem leicht unwilligen Knurren wandte er seinen Kopf von der Richtung, in der das Paar davongeritten war, ab und der Toten zu. Seine Wolfszunge wischte über die seine Lefzen und er stürzte sich auf die Tote.

Es erforderte die ganze Willensanstrengung des Tiermannes, um seinen inneren Wolf schließlich wieder von der Grenze zum Blutrausch, auf der er sich befunden hatte, zurückzudrängen. In der Bauchdecke der Frau klaffte nun ein Loch, bei dessen Anblick ihm früher schlecht geworden wäre. Spätestens bei dem Gedanken, dass er selbst dafür verantwortlich war.

Heute wischte er sich mit dem Rücken seiner Pranke über den Mund und warf einen Blick zum Waldrand, als er sich wieder an die Elfe erinnerte. Was sie von seinem Verhalten wohl hielt? Vielleicht würde es ihm einen Pfeil in seinem Pelz einbringen. Vielleicht war es besser aufzubrechen, bevor sie sich dazu entschied. Doch konnte er die Menschenfrau so liegen lassen? Er blickte sich um und kam zu dem Schluss, dass man vermutlich in den getöteten Ghulen die Schuldigen sehen würde. Dennoch legte er den Kopf in den Nacken und stieß ein Heulen aus, um das nächste normale Wolfsrudel zu der Mahlzeit zu locken. Je weniger von der Toten übrig blieb, desto besser. Nachdem die wilde Jagd verschwunden war, wagten sich die vierbeinigen Brüder wieder näher an die Garnison heran.

“Aus Wiedersehen, Bogenschützin“, verabschiedete er sich von der Elfe, nachdem er nahe genug an den Waldrand herangekommen war, dass er davon ausgehen konnte, dass sie ihn hörte. Dann huschte er im Schatten der Bäume davon. Sein Ziel war der nächste Wasserlauf, denn er wollte sich das Ghulblut endlich gründlich aus dem dichten Pelz waschen.

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Elessar Eledhwen

Re:[Abenteuer] Der Fürst der Finsternis
« Antwort #119 am: Mi., 22. Mai 2019, 09:53 »

Der Kampf wogte hin und her und die Gefährten taten, was sie konnten, um der Übermacht des Feindes Herr zu werden und Grimma die notwendige Zeit zur Vollendung des Rituals zu verschaffen. Durch das Vordringen der Dämonen begann die Plattform immer bedrohlicher zu schwanken, so dass es schwierig wurde, sich auf den Beinen zu halten. Als die Situation fast aussichtslos wurde, geschahen mehrere Dinge gleichzeitig, die wohl nur auf göttlichen Beistand schließen ließen und es war offensichtlich nicht Paladin alleine, der den Gefährten half. Vielstimmig hallte es durch die Höhle " Es darf nicht geschehen..." und es erhob sich ein Sturm, der nicht nur den Feind hinwegfegte, sondern auch die Plattform weiter zum Schwanken brachte.

Elessar schaffte es mit Mühe, nicht von der Plattform zu fallen, doch aus dem Augenwinkel bemerkte er, dass Grimma das Gleichgewicht verlor und fiel. Er versuchte noch nach ihrem Handgelenk zu greifen, doch er schaffte er nicht und die Schamanin stürzte mit einem Aufschrei in die Tiefe. Der Priester schaute ihr nach und musste geblendet durch das Aufglühen ihres Stabes die Augen schließen.

Als das grelle Leuchten erstarb und endlich Ruhe einkehrte, öffnete Elessar erneut die Augen und blickte auf kahle Höhlenwände. Keine Tentakel, keine Dämonen waren mehr in Sicht und der Trichter unter ihnen war mit einer roten, glasartigen Substanz verschlossen, in der man die Orkschamanin erkennen konnte. Sie hatte es geschafft und das Ritual vollendet, doch zu welchem Preis? Elessar schlug mit einem Seufzer das Zeichen Paladins über seiner linken Brust und bat seinen Herrn still, dass er sich der Seele Grimmas annehmen möge. Dann schaute er sich um, ob einer der Gefährten Hilfe benötigen mochte.

Ein paar Schritte weiter sackte der Zwerg, dessen Bolzen er kurz zuvor noch mit Weihwasser gesegnet hatte, auf ein Knie und hustete sich fast die Seele aus dem Leib. Der grüne Odem des Schemen schien nicht nur übelriechend, sondern auch giftig gewesen zu sein. Elessar tastete sich auf der vom Schleim rutschigen Plattform zu dem Zwerg vor und ging neben ihm in die Hocke, wobei er sprach:

"Lasst mich Euch helfen, Gevatter!"

Dann legte er ihm die rechte Hand auf die Mitte der Brust und konzentrierte sich, um die Macht seines Gottes durch seinen Körper in seine Handfläche fließen zu lassen. Ein sanftes weißes Leuchten, das aus dem Inneren der Hand zu kommen schien, breitete sich über Ragnos Brustkorb aus, erst langsam pulsierend, dann immer schneller und heller werdend, bis es von einem Augenblick auf den anderen erstarb, als sei es nur Einbildung gewesen. Der Paladin nickte zufrieden und erhob sich mit einem Lächeln.




Elessar Handauflegen würfelte eine 1 --> Vergiftung geheilt
« Letzte Änderung: Do., 23. Mai 2019, 06:20 von Elessar Eledhwen »
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