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   Autor  Thema: im Wald bei Drachenauge (Gelesen 2468 mal)
Shikra

Re:im Wald bei Drachenauge
« Antwort #135 am: Sa., 30. Nov 2019, 22:22 »

„Martin hat leider so seine ganz eigenen Ansichten bei Mitgliedern der Damenwelt und dabei oft auch noch unverschämten Erfolg.“
sie sprach über den adeligen Pferdezüchter wie über einen guten Freund, der so seine Macken hatte, aber mit dem man im Großen und Ganzen gut auskam. Und genau das war der Fliederliche ja auch.
„Aber ich bin mir sicher, dass deine Dronky irgendwann merken wird, wie gut sie es bei dir hat und wie für Mühe du dir mit ihr gibst.“

Als Shikra wieder bei dem Nordmann in der Stube war, konnte sie seinem Gedanken beipflichten. Es war noch warm genug draußen, doch schon zu dunkel, um mit ein paar Kerzen das fehlende Tageslicht zu kompensieren.
„Wenn ich den Sonnenlicht-Zauber so gut wie Christian beherrschen würde, könnte ich für Stunden die Nacht erleuchten...“
Askladds Idee war wesentlich pragmatischer und malerischer.
Die Waldelfe, die als Kind mal bei einem Treffen mehrerer Sippen dabei gewesen war und dort einer wunderschönen Abschiedszeremonie, bei der am Ende Brandpfeile in den Nachthimmel geschossen worden waren, an einem idyllischen Waldsee beigewohnt hatte, konnte mit einem verträumten Blick dem Bogner nur zustimmen.
„Du hast Recht, es sieht fantastisch aus.“
Als ihr Gegenüber vorschlug, ein paar dieser Pfeile zu präparieren, war die junge Apothekerin sofort Feuer und Flamme dafür.
„Auja, toll. Lass uns sofort damit anfangen.“

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Askladd

Re:im Wald bei Drachenauge
« Antwort #136 am: Mo., 02. Dez 2019, 20:47 »

„In meiner Heimat werden große Fürsten nach ihrem Tod auf ihren Schiffen zur Ruhe gebettet und hinaus auf die See geschickt. Dann wird das Drachenboot mit einer Salve Feuerpfeilen in Brand gesetzt.“ So hatte es Askladd jedenfalls gehört. Selbst hatte er einem solchen Schauspiel nie beigewohnt.

Doch er wusste, wie man solche Pfeile fertigte und schon bald erhitzten sie einen Topf voll Kiefernpech auf dem Ofen. Der Bogner holte ein Bündel langer Pfeile, die für ihre Langbögen gut geeignet waren, und zeigte Shikra wie man etwas Torf mit Pflanzenfasern dicht hinter den Spitzen um die Schäfte wickeln musste. Anschließend konnte man etwas von dem flüssigen Pech darauf geben und dann musste man den Pfeil drehen, damit es nicht wieder heruntertropfte. Wenn es schließlich zäh wurde, konnte man das Geschoss auf einem alten Brett ablegen. Die Pechverkrustungen zeigten, dass es nicht zum ersten Mal für diese Aufgabe diente. Dann fuhren sie mit dem nächsten Pfeil fort.

Es war eine ruhige, beinahe besinnliche, Arbeit. Nur der Gestank des blubbernden Pechs stach etwas in der Nase. „Ich freue mich schon darauf sie zu verschießen“, sagte Askladd und strahlte wie ein kleiner Junge in Erwartung des Julfestes.

-1 Bündel Pfeile
-4 Torf

+1 Bündel Flammenpfeile

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Shikra

Re:im Wald bei Drachenauge
« Antwort #137 am: Mi., 04. Dez 2019, 20:46 »

Gebannt hörte die elfische Heilerin dem Nordmann zu, als er von den See- und Feuerbestattungen in seiner Heimat erzählte.
„Ein ganzes Schiff wurde dem Feuer überlassen? Das muss beeindruckend aussehen, auch wenn es ein trauriger Anlass dafür ist.“

Neugierig schaute die Waldelfe Askladd über die Schulter beziehungsweise neben seiner Schulter vorbei, wie er das Pech aufkochte. Bei dem beißenden Geruch, der aus dem Topf aufstieg, musste die Heilerin ein oder zweimal kräftig niesen bis sie sich halbwegs an den Geruch gewöhnt hatte.
Shikra zeigte sich als aufmerksame und geduldsame Schülerin. Vorsichtig drückte sie etwas Torf an den Schaft des Pfeils, um es dann fleißig mit den Fasern zu fixieren. Dann tropfte sie eine kleine Menge Kiefernpech darauf und drehte das Geschoss viele Male um seine eigene Achse, bis die schwarzbraune Pampe langsam fest wurde. Sie legte ihren ersten fertigen Pfeil neben den zweiten des Bogners.
Dann rührte sie ein bisschen im Topf herum, ehe sie sich ihrem zweiten Pfeil widmete.

Die braunhaarige Elfe mochte den gutdurchdachten Aufbau der Brandpfeile. Die Feldspitze blieb von dem Brandsatz unberührt und konnte so gut ihm Ziel stecken bleiben, die Flugeigenschaften des Pfeils sollten, sofern sorgfältig und gleichmäßig gearbeitet wurde, kaum beeinflusst werden.

Askladds Strahlen quittierte die junge Hohentürmlerin mit einem fröhlichen Lachen. So aufgeregt hatte die den Nordmann, wenn überhaupt, sehr selten erlebt.
„Können wir denn gleich loslegen, oder müssen die Pfeile länger trocknen?“
Auch in ihrer Stimme schwang eine schwer überhörbare Vorfreude mit.

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Askladd

Re:im Wald bei Drachenauge
« Antwort #138 am: Mi., 04. Dez 2019, 21:41 »

„Hm, wir brauchen ein Ziel, das wir im Dunkeln sehen können und bei dem wir nicht den ganzen Forst abbrennen“, überlegte Askladd. Er hatte Ideen wie sich so etwas improvisieren ließ, aber das wurde eine ganz schöne Zeit in Anspruch nehmen. Doch welchen Grund gab es sich daran zu stören? Sie konnten dafür einfach morgen etwas länger ausschlafen.

„Ja, wir können gleich loslegen“, entschied er und reichte Shikra neben dem Pfeilbündel ein paar Fackeln, von denen er eine am Ofen entzündet hatte. „Vergiss unsere Bögen nicht“, ergänzte er und ging selbst nach draußen um ein geeignetes Ziel zu suchen. Ein etwa kniehoher Stock aus relativ leichtem Pappelholz erschien ihn passen. Nachdem er das unhandliche Ding geschultert hatte, bedeutete er der Apothekerin ihm zu folgen.

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Shikra

Re:im Wald bei Drachenauge
« Antwort #139 am: Gestern um 01:29:39 »

„Das wäre ungut. Aber ich glaube das schaffen wir auch nicht.“
antwortete Shikra bezüglich Askladds Bedenken, den ganzen Wald abzufackeln und wartete dann gespannt, wie es nun weitergehen sollte und ob sie heute Abend noch die ersten Brandpfeile verschießen konnten.
„Fantastisch.“
die Elfe strahlte den Nordmann an, als er anfing, die nächtliche Schießübung vorzubereiten. Bereitwillig nahm sie ihm die Pfeile und Fackeln ab und schnappte sich noch die beiden Bögen, die an der Wand neben der Eingangstüre zusammen mit den Köchern auf die beiden Schützen gewartet hatten.

Voll beladen trat sie aus dem Forsthaus und wurde von einer lauen Sommernacht begrüßt. Langsam, damit sie nichts fallen ließ, näherte sie sich dem Bogner, der sich gerade einen Holzpflock auf seine Schultern lud und folgte ihm dann in den dunklen Wald hinein. Zwar war die Dämmerung noch nicht ganz vorbei, doch zwischen den Bäumen war die Nacht schon hereingebrochen.
„Brauchen wir Licht?“
Die Waldelfe hatte weder Angst im Dunklen, solange die Dunkelheit nicht einem Kellergewölbe oder einer Höhle geschuldet war, noch hatte sie Sorge über eine Wurzel zu stolpern, doch vielleicht brauchte der nordländische Förster eine Beleuchtung für seinen Aufbau.

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