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   Autor  Thema: Von Feuern und Feiern (Kulturaustausch mit den Grünhäuten) (Gelesen 1447 mal)
Phelan

Re:Von Feuern und Feiern
« Antwort #90 am: So., 17. Feb 2019, 17:31 »

„Gemeinsam können die Schamanen des Stammes einen Weg öffnen, über den der Feuerbringer zu erreichen ist“, zeigte sich Grashna zuversichtlich. Nicht einmal Phelan vermochte es das leise Zittern eines Zweifels in ihren Worten wahrzunehmen. „Wir können den Zugang offen halten und bewachen, damit kein ungebetenes Wesen ihn in die eine oder die andere Richtung durchschreitet. Außerdem würde mein Sohn euch begleiten, soweit jemals ein Ork diesen Weg gegangen ist. Vielleicht auch weiter, denn ich würde ihm die wichtigsten Zaubermittel des Stammes anvertrauen. Zudem würde ich versuchen mindestens einen der Ahnen zu überzeugen mit euch zu kommen.“ Damit wären ihre Möglichkeiten die Sache zu unterstützen ziemlich ausgeschöpft.

„Es ist ein seltsames Land, durch das der Weg führt, und man kann sich nie ganz sicher sein, was genau einen erwartet. Doch die Geister lieben es jene, die ihr Reich betreten, zu prüfen. Dazu führen sie sie an so seltsame Orte, wie das Kldafbyn, das ‚Was hätte sein können‘. Sich auf solche Prüfungen vorzubereiten ist nicht leicht, aber ich denke Ihr seid dafür gut gerüstet. Ihr habt bereits mehr gesehen als die eine Wirklichkeit, die von den meisten Sterblichen für die einzige gehalten wird. Es ist wahrscheinlich, dass die Schamanen anderer Stämme versuchen würden Einfluss auf Eure Reise zu nehmen. Aus ihren eigenen Gründen und mit ihren eigenen Zielen…“

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Myriel

Re:Von Feuern und Feiern
« Antwort #91 am: Mi., 20. Feb 2019, 09:32 »

Mit ausdruckslosem Gesicht betrachtete Myriel die alte Schamanin. Dafür, das sie gestern erst bemerkt haben wollte, das die Ahnen auf sie reagierten, war ihre Vorstellung davon wie man die Sache angehen könnte schon sehr konkret. Es klang eher so als wäre das Ganze von langer Hand geplant.

Wenn ihr Euren Sohn mitschicken wollt, scheint Ihr die Aussicht auf Erfolg nicht als unmöglich einzuschätzen.

Orks waren ein kriegerisches Völkchen und in einem Zwischenreich zu sterben war sicher kein ehrenvoller Tod für sie.

Ich fürchte die Prüfungen der Geister nicht. Ich werde die Vorbereitungen treffen, die nötig sind. Gibt es einen Zeitpunkt, an dem es am günstigsten ist das Portal zu öffnen?

Oft gab bestimmte Mondstände, die Rituale begünstigten, oder Sternkonstellationen, die benötigt wurden.

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Phelan

Re:Von Feuern und Feiern
« Antwort #92 am: Do., 21. Feb 2019, 07:34 »

„Einen Teil dieses Weges ist fast jeder junge Schamane schon gegangen. Auch ich bilde da keine Ausnahme. Doch wie so viele andere vor mir, war ich zur Umkehr gezwungen“, erklärte Grashna. „Ich hoffe die Ahnen behalten mit ihrer Einschätzung, was euch betrifft, recht. Ja, wir werden einen günstigen Zeitpunkt abwarten. Aber wann der genau eintreten wird, kann ich leider nicht sagen. Die Geister sind launisch und teilen ihr Wissen, wann immer sie es für angemessen halten. Ich werde zu euch kommen, wenn ich mehr sagen kann.“

Langsam schlossen sich die schweren Lider wieder über den trüben Augen der Orkin. War dies ein Zeichen, dass das Gespräch beendet war? Tatsächlich sagte sie: „Euer Gefährte wird ungeduldig. Nur selten nehmen sich Krieger die Zeit, die sie bräuchten, um uns so genau zuzuhören, wie sie es sollten. Und ich muss mich auf das Ritual, für das der Stamm zusammengekommen ist, vorbereiten. Wir sprechen uns wieder, Hoffnungsträgerin.“


„Ich hätte es schon noch ein wenig ausgehalten“, bemerkte Phelan auf dem Weg aus der Höhle, da er sich irgendwie zu Unrecht für seine angebliche Ungeduld gerügt fühlte. Er hatte sogar zugehört, ohne dass seine Gedanken während des Gesprächs allzu weit abgedriftet waren. Draußen waren mehr Trommeln zu hören, als beim Betreten der Grotte. Und sie hatten nun nichts mehr mit wilden Kriegstänzen gemein. Dies waren Rhythmen, die Grenzen überwanden, Brücken schlugen und dazu dienten den Ahnen näher zu sein. Und in ihrer Intensität übertrafen sie alles, was sie bislang gehört hatten.

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Myriel

Re:Von Feuern und Feiern
« Antwort #93 am: Mo., 11. Mär 2019, 14:47 »

Hoffnungsträgerin? Myriel blinzelte erstaunt. Man hatte sie schon als vieles bezeichnet, aber nicht im entferntesten als Hoffnungsträgerin. Die Schwarzmagierin stand auf, verneigte sich leicht vor der alten Schamanin und sagte ein wenig kryptisch:

Bis wir uns wiedersehen.

Dann verließ sie mit Phelan die Höhle, der aus irgendeinem Grund glaubte sich verteidigen zu müssen.

Aber vielleicht hättest Du dann nicht mehr richtig zugehört. Sie hat Dich nicht ohne Grund mit eingeladen. Schamanen tun selten etwas ohne Grund, auch wenn dieser nicht immer offensichtlich zu erkennen ist.

Draußen erklangen die Trommeln wieder, und Myriel fühlte deutlich, das ihr Rhythmus heute eine andere Bedeutung hatte als am Vortag.

Was spürst Du, wenn Du den Trommeln zuhörst Rion?

Interessiert sah sie ihn an. Magie war nicht unbedingt sein Lieblingsgebiet, aber die Lehren, die sich um den Geist drehten waren seiner Gilde nicht unbekannt.

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Phelan

Re:Von Feuern und Feiern
« Antwort #94 am: Mo., 11. Mär 2019, 23:08 »

„Ja, dass sie einfach dazusagt, warum sie etwas tut, scheint zu viel verlangt zu sein“, konnte Phelan nur zustimmen. Da ihm gerade nicht danach war sich groß den Kopf über die Gründe der Schamanin zu zerbrechen, tat er die Sache einstweilen mit einem Schulterzucken ab.

Was spürte er bei den Rhythmen der Trommeln? Unwillkürlich blieb der Wolfsmann stehen, schloss die Augen und verfiel in ein Atemmuster, das er einer Schrift des Ordens des Seins entnommen hatte und das dabei helfen sollte „zu sich selbst zu finden“, was auch immer damit gemeint war.

Die Trommelschläge waren intensiv, die Töne schienen in seinen Körper zu dringen und in Bauch und Lunge mitzuschwingen, so dass er kein feines Gehör gebraucht hätte, um sie zu spüren. Doch es gab auch feine, kunstvoll eingewobene Obertöne, die selbst für ihn an der Grenze des noch wahrnehmbaren schwebten. Und irgendwo in dem Geflecht schien es einen Takt zu geben, der sich seinem Herzschlag anpasste. Oder war es anders herum?

„Ich spüre Nähe“, meinte Phelan, als er nach einer Weile die Augen wieder aufschlug. Doch Nähe wozu? Da war er sich nicht ganz sicher. „Zu etwas das vertraut ist und das doch nicht hier sein sollte… Eine Vertrautheit, die fast beruhigend wirkt, aber eben nur fast.“

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Myriel

Re:Von Feuern und Feiern
« Antwort #95 am: Mi., 13. Mär 2019, 14:31 »

Myriel nickte Phelan zu und lächelte. Sie hatte vermutet das er zu spirituellen Dingen eher einen Zugang fand als zur Magie und hatte damit Recht behalten.

Du spürst Geister Rion. Diese Musik - sie schafft es irgendwie die Grenzen zum Totenreich aufzuweichen. Ich weiß nicht genau wie sie es machen, aber es funktioniert ganz offensichtlich. Das es Dir nicht ganz geheuer ist, liegt daran, das uns nicht alle Geister wohlgesonnen sind. Komm mit. Lass uns eine ruhige Ecke suchen, dann können wir einen Blick hinüber in die Geisterwelt werfen, wenn Du es möchtest.

Sie reichte Rion die Hand und schritt gemächlich mit ihm gemeinsam zum Lager zurück. Die Stimmung war ruhiger als am Abend zu vor, auch die Orks spürten die Nähe der Verstorbenen und brachten ihnen Achtung entgegen.

Ich glaube inzwischen die Orks nutzen dieses Fest um mit ihren Ahnen zu sprechen. Geister sind nur selten in der Lage sich verständlich zu machen, aber es würde mich nicht wundern wenn sie es heute tun, denn die Trommeln bringen sie sehr nah an uns heran.

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Phelan

Re:Von Feuern und Feiern
« Antwort #96 am: Mi., 13. Mär 2019, 21:12 »

„Geister?“ Phelan war anzusehen, dass ihm ein halbes Dutzend Gegner aus Fleisch und Blut lieber gewesen wären. „Die Grenzen zum Totenreich aufzuweichen hört sich gefährlich an. Ich hoffe, dass die Orks wissen, was sie da tun.“

Nur zu gern ergriff der Wolfsmann Myriels Hand. In dieser Situation ging es ihm nicht nur um die Nähe seiner Gefährtin. Es tat gut die Berührung einer lebenden Person zu spüren. Er musste seinen ganzen Schneid zusammennehmen, um dem Vorschlag der Druidin zuzustimmen. „Gut, werfen wir einen Blick in die Geisterwelt“ bekräftigte er mit einem Nicken und halbwegs gut verborgenem Unbehagen in der Stimme.

Für eine Erzmagierin war ein solcher Ausflug wohl nicht so ungewöhnlich, wie für einen Krieger. Doch er wusste, dass Myriel diese Idee nicht ausgesprochen hätte, wenn sie nicht überzeugt wäre, dass sie für seine Sicherheit sorgen konnte. Und eine gewisse Neugierde konnte er nicht leugnen. Vielleicht würde er so zumindest einen vagen Eindruck davon bekommen, was die Druidin im Totenreich durchgestanden hatte.

„Hoffentlich bilden sich die Elfen nicht ein, die einzigen zu sein, die mit ihrer Musik die Welt verändern können“, bemerkte er mit einem schiefen Grinsen. „Diese Trommeln haben es ja echt in sich.“ Auch wenn er nicht ganz verstand, wieso man die Geister überhaupt so nahe an sich heranlassen wollen sollte.

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