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   Autor  Thema: Privatbereich des Mandra'lar Sama (was außerhalb der Kundenbedienung geschieht) (Gelesen 3708 mal)
Christian

Re:Privatbereich des Mandra'lar Sama
« Antwort #180 am: Fr., 26. Jul 2019, 20:43 »

Allerdings schien Neome mit den Gedanken bereits anderswo zu weilen, so wie er ihre Reaktion auf seine letzte Aussage auffasste. Sie lächelte anschließend zwar, äußerte sich aber nicht weiter dazu, weswegen sie sich gefühlt eine Ewigkeit anschwiegen, wobei der Hohentürmler den Garten mehr zur Ablenkung betrachtete, bevor er sich erhob.

Am besten frage ich Domita gleich. Bis später.

Vielleicht brachte seine lebensfrohe Base doch etwas mehr Schwung in die bisher nur durch Yolmena - neben diversen Abenteuern - unterbrochene Eintönigkeit.

<--@-->

Seine Base konnte erst am nächsten Tag dem Essen beiwohnen, so wollte der Magier dies seiner Gefährtin entsprechend mitteilen. Da er sie nicht gleich im Garten entdecken konnte, begab er sich zu den privaten Räumlichkeiten und versuchte es zuerst im Lesezimmer, wobei er höflich anklopfte, ehe er eintreten wollte, schließlich wollte er sie nicht zu sehr erschrecken, wenn sie wieder in Gedanken versunken war.

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Neome

Re:Privatbereich des Mandra'lar Sama
« Antwort #181 am: So., 18. Aug 2019, 10:12 »

Durch die Tür konnte Christian Geräusche hören. Ein leises Summen, für den erfahrenen Magier erkennbar als die Aufladung eines Portals. Das Trampeln von Schuhen. Ein Aufschrei. "Mu! Nein! Verlass mich nicht!"

Mit Öffnen der Tür wurde der Hohentürmler das ganze Ausmaß von Neomes Verzweiflung gewahr. Sie war fort. Das Portal in der Ecke des Lesezimmer war im Begriff in sich zusammen zu fallen. Yolmena rannte darauf zu, die Hände ausgestreckt. Mit dem Quietschen der Türangeln wandte sich das Mädchen um, erkannte den Vater, öffnete den Mund etwas zu sagen und stolperte in das sich schließende Tor. Vom Sog mitgerissen verschwand das Kind im flimmernden Nichts.

Stille. Der Raum lag ruhig als wäre nie jemand hier gewesen. Auf dem Tisch lag ein Brief, an manchen Stellen von Feuchtigkeit verzogen, als hätte der Schreiber seine Tränen darauf getrocknet.


Lieber Christian, geliebter Freund,

verzeih mir. Ich gehe ohne Lebewohl zu sagen. Es ist besser so. Abschiede beschweren das Herz mit quälender Trauer.

Der Dämon, der mich besetzte, hat unser Leben zerstört. Mir wurde der Lebenswille geraubt. Sich selbst nicht mehr zu kennen ist das schlimmste, das einem Menschen widerfahren kann. Ich habe versucht meine Erinnerung zu ordnen, all die schönen Tage unserer Beziehung und mit Yolmena im Herzen festzuhalten. Sie verblassen wie Farben im grellen Sonnenlicht. Nichts hat mehr Bestand als die langen qualvollen Tage des Schweigens. Mir fehlen die Worte dir Trost zu spenden. Doch um unserer Liebe willen darf ich dich nicht an mich binden. Auch darf ich nicht selbstsüchtig sein und versuchen deine Base um meiner Zerstreuung willen in unser Haus zwingen. Es ist Zeit dem ein Ende zu setzen. Die Anderswelt war mir stets wohl gesinnt. Sie wird mir eine neue Heimat sein.

Christian, Geliebter, lebe dein Leben, öffne dich einer Liebe die du verdienst und achte auf Mena. Ich küsse euch beide.

Auf ewig in deinem Herzen, Neome



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Christian

Re:Privatbereich des Mandra'lar Sama
« Antwort #182 am: So., 18. Aug 2019, 15:32 »

Nur zu bekannt war die magische Energieentladung dem Hohentürmler, hatte er doch schon so manch Portal in seinem Leben durchschritten. Und Yolmenas Worte ergänzten die Vermutung des Magiers hinsichtlich des Grundes für das Portal. Schnell öffnete der Retter des Drachenauges die Tür, aber das Portal begann bereits sich zu schließen und Neomes und seine Tochter war im Begriff noch hinterherzustürzen, hielt dann aber inne, als die Tür kurz quietschte und blickte ihn an, als ob sie noch etwas sagen wollte. Doch da schloss sich das Portal endgültig, sog aber noch die stolpernde Tochter mit sich. Es ging einfach zu schnell, als dass er einen Kurzteleport wirken konnte, um zumindest sie zu retten und das hieß schon etwas...

Yolmena, nein!

Stille. Genauso still liefen Tränen über sein Gesicht. Ein Brief befand sich auf dem Tisch. Matt plumpste er in den daneben stehenden Lesesessel und griff nach dem beschriebenen Stück Pergament. Neome hatte wohl ebenfalls einige Tränen vergossen. Ein Dämon, das war es gewesen, weswegen sie so apathisch wirkte die letzten Jahre, nicht nur die Erlebnisse eines Abenteuers. Er hätte sie direkt zu Elessar bringen sollen, nachdem dieser von seiner langen Reise zurückgekehrt war. Doch nun war sie fort und auch seine lebenslustige Yolmena war dem Portal zum Opfer gefallen. Ihre gemeinsame Tochter, auf die er nun hätte achtgeben sollen.

Er fühlte sich deutlich leerer als damals, als Jendara vom einen auf den anderen Tag verschwunden war, denn dort hatte er noch eine Weile Hoffnung gehabt, dass sie zurückkehrte. Aber der Brief hier schien eine endgültige Note zu besitzen. Niedergeschlagen legte er seinen Kopf auf den Tisch und benetzte diesen mit seinen eigenen Tränen, den Rand des Briefes aufs Neue befeuchtend. Welche Liebe verdiente er denn? Er hatte ja nicht einmal seine eigene Tochter vor dem Stolpern in das Portal bewahren können.
« Letzte Änderung: Di., 10. Sep 2019, 19:38 von Christian »
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Magnati

Re:Privatbereich des Mandra'lar Sama
« Antwort #183 am: Do., 22. Aug 2019, 23:05 »


~~~~~ Kurz nach Neomes und Yolmenas verschwinden ~~~~~

~~ Von hier kommend ~~


Magnatis Schwingen trugen ihn über die Wipfel der Bäume dahin. Es war ein langer Flug gewesen, nur jurz hatte er letzte Nacht halt gemacht. Nun war es Morgen und unter ihm der große undurchdringliche Elfenwald. Sha'Nurdra war nahe und damit wurde Magnati auch wieder mulmig.
Als klar war, dass Neome mit Yolmena dauerhaft aus Nighton wegging, hatte Magnati das traurig gestimmt. Es war ihm klar gewesen, dass die für einen Drachen eigentlich schon sehr häufigen, aber für Menschen immer noch lang auseinander liegenden Begegnungen, seltener werden würden.
Und so war es dann auch gekommen...
Er mochte den tiefen Elfenwald nicht. Und er hatte das Gefühl, dass beruhte auf Gegenseitigkeit.

Schließlich war der große Baum zu sehen und nach einigem Kreisen, in denen er wieder einmal argwöhnisch wartete ob nicht doch einige Wachen seine dunklen Schuppen missinterpretierten und ihm Pfeile in den Bauch jagten, fand er auch den Baum der Magie. Der Wirkstätte und dem Wohnhaus der Asturiens wenn sie einmal nicht in ihren jeweiligen Gilden waren.
Beklommenheit stieg in Magnatis Herz auf. Jetzt war er da. Und anders als noch auf dem Hof oder als seine Gedanken zu Darius gewandert waren und er sich nicht ernsthaft gesorgt hatte... konnte er dunkle Vorahnungen hetzt nicht vertreiben.

Er konnte die Wipfelplattform zwar sehen, fand jedoch unter dem dichten Sommerblättern nicht genügend Platz um zu landen. Oder zumindest nicht ohne wahrscheinlich den Baum in Mitleidenschaft zu ziehen.
Also kreiste er hinunter und setze im Garten des Hauses auf.
Magnati faltete seine Flügel ein und spürte hinein und versuchte die vertrauten Geister zu erhaschen... aber der Wald in und um Sha'Nurdra war so voller Leben, dass es ihm schwer viel. Vielleicht war er auch nur unkonzentriert.

Nun, er war immer noch ein großer dunkler Drache, der gerade um den Baum geflogen war. Wer immer darin wohnte würde ihn gesehen haben, wenn er nicht gerade schlief.
Sie  hätte ihn schon längst bemerkt...
Aber sie stürzte immer noch nicht irgendeine Treppe hinunter...

Verzagt stand der Drache im Garten und blickte den großen Baum hinauf.

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Christian

Re:Privatbereich des Mandra'lar Sama
« Antwort #184 am: Sa., 31. Aug 2019, 07:07 »

Christian hatte die ganze Nacht kaum schlafen können, aber für eine Recherche bezüglich Portalen zur Anderswelt war er auch zu erschöpft, da wollte er sich zumindest etwas ausruhen, um es halbwegs richtig angehen zu können, auch wenn er nicht wusste, wo er da anfangen sollte. Am Morgen schlurfte er dann doch kurz hinunter, um die Angestellten über die Neuigkeiten zu informieren. Nathan und auch Falerian hatten es mit einiger Bestürzung aufgenommen, während dem Eiself Elrohir mit seiner undurchdringlichen Maske wie meist keine besondere Reaktion entlockt werden konnte.

Seufzend tappte der Hohentürmler wieder nach oben, um in der kleinen Bibliothek seine Recherche zu beginnen, als ein dunkler Schatten das von außen hereinströmende Licht stahl. Etwas oder besser jemand war dort draußen und streifte kurz seinen Geist, schien aber zu unkonzentriert zu sein, um sich auf ihn zu fokussieren oder er war gar nicht das Ziel gewesen. Ja, dem sollte er es wohl auch noch mitteilen, so eng, wie dieser mit seiner Tochter verbunden war.

So machte der Magier wieder kehrt und stieß die Eingangstür auf, ehe er nach draußen diffundierte. Im Garten befand sich Magnati in seiner ganzen Pracht, so seufzte der Retter des Drachenauges noch einmal, bevor er sich dem Schattendrachen näherte.


Seid gegrüßt, werter Magnati.

Ja, man sah dem ehemaligenn Statthalter von Nighton an, dass er nicht gerade gut drauf war und auch seiner Stimme fehlte die sonst mitschwingende Leichtigkeit. Vor allem, da ihm die folgenden Worte kaum leicht fielen, weswegen er in eine eher monotone Stimmlage verfiel, um es überhaupt über sich zu bringen.

Leider kann Yolmena heute nicht mit Euch spielen, da sie gestern Abend durch ein Portal in eine andere Dimension gerissen wurde, kurz bevor es sich geschlossen hat. Meinen Informationen nach wurde dieses Portal von Neome geschaffen, da sie aufgrund einer vorherigen Besessenheit durch einen Dämon keinen Lebenswillen mehr aufwies und sich daher dazu entschieden hat, ihre restliche Lebenszeit in der ihr anscheinend angenehmeren Anderswelt zu verbringen. Da das Portal bereits recht instabil war, als Yolmena hineinstolperte, gehe ich davon aus, dass sie sich nicht bei ihrer Mutter befindet, sondern gerade einsam und verlassen in irgendeiner Dimension oder gar der alles verbindenden Zwischendimension befindet.

Der letzte Satz führte auch dem Magier wieder vor Augen, was das bedeutete, denn er wusste einfach nicht, wo sich Yolmena befand, da war die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen wesentlich einfacher. Damit sich der geschuppte Freund seiner Tochter ebenfalls ein Bild davon machen konnte, zeigte Christian diesem das Pergament mit Neomes Brief, während er weiter versuchte, etwas Haltung zu bewahren und nicht heulend zusammenzubrechen.

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Magnati

Re:Privatbereich des Mandra'lar Sama
« Antwort #185 am: Di., 10. Sep 2019, 12:31 »



Schließlich erschien doch noch jemand aus dem inneren des zur Behausung genutzten Baumes, Christian.
Der Ritter sah nicht gut aus. Ja sein ganzes auftreten hatte wenig mit dem Helden Dragonias, oder mit dem liebenden Familienvater gemein, welchen Magnati über die Jahre kennen gelernt hatte.
Seine Begrüßung erwiderte der Schattendrache mit einem Kopfnicken. Zu angespannt für weiteres wartete er das Christian die offensichtliche Frage beantwortete: Wo waren sie?

Quälend lang dauerte der Moment in denen Christian vielleicht nach den richtigen Worten suchte. Doch dann kam es. Magnati hatte bereits mit schlechten Nachrichten gerechnet, aber das?
Ein Portal? Neome war fort? Wollte in der Anderswelt leben? War das auf Dauer überhaupt möglich? Und Yolmena war ihr hinterher... doch durch das einstürzende Portal, sollte sie nicht nur verschwunden, sondern auch noch an einem anderen Ort sein als ihre Mutter? Allein?! IRGENDWO!?!?

Anspannung und Entrüstung entluden sich mit einem mal aus dem Drachenkörper, und ein Schrei vermischt mit einem Brüllen hallte durch den Wald.
"Whhhhoooooaoaass?!"

Der Luftstoß aus dem Rachen des Drachen blies über die Wiese, ließ Christians Kleider flattern und die Blumen sich biegen oder brechen. Heiß war der Atem, als wenn nicht viel für eine spontane Entzündung fehlte.
Der Schattendrache atmete ein paar mal schwer und blickte Christian entgeistert an.
Die Gedanken waren kontrollierter und etwas ruhiger, aber immer noch kräftig.
Das kann doch nicht euer Ernst sein?!

Christian reichte ihm darauf hin Neomes Brief, den Magnati zwischen der Längsseite zweier Krallen klemmte um ihn zu lesen. Magnati verstand es nun etwas besser. Die Tränen, auf dem verwischten Papier, die Beschreibung der Unfähigkeit zurück zu einem alten Leben zu finden nachdem etwas unvergessliche geschehen war... Es war ihm schon vor vielen Jahren aufgefallen, das die Lebensfreude von Neome in gewisser Weise stark von unvorhergesehenen Kreuzung des Lebensweges beeinflusst wurde, sowie damals als sie lange Zeit abgeschieden lebte, auch vin Christian.

Doch an dem vorletzten Satz blieb er hängen '... und achte auf Mena'.
Er ließ die Kralle sinken und fühlte sich etwas betäubt an. Dann stieg in ihm wieder Wut auf. Auf Neome, die ihr verschwinden nicht besser abgesichert hatte, denn natürlich würde Yolmena eine plötzliche Portalöffnung bemerken und nicht ignorieren, auf alle Naka-Duskeal die soviel und so unvorsichtig mit dieser doch eigentlich unglaublichen Kraft der Portale herum spielten...
... und auf Christian.

Christian di Asturien, Held Dragonias, Erzmagier der Hohenturmgilde und Hüter des Drachenauges war also weder im Stande den Zustand seiner Frau richtig einzuschätzen, noch seine Tochter vor einem instabilem Portal zu retten. Und wohin es sie verschlagen hat vermag er auch nicht zu bestimmen, das wollt ihr mir also sagen, ja?

Die Gedanken waren kalt, so wie der Blick des Drachen zu schmalen Schlitzen verengt. Die Krallen der Pranke die nicht das Pergament hielt gruben sich tief in das Erdreich.

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Christian

Re:Privatbereich des Mandra'lar Sama
« Antwort #186 am: Di., 10. Sep 2019, 19:48 »

Die Reaktion des Schattendrachens auf seinen Bericht war verständlich aufgrund dessen enger Bindung an Yolmena, so rechnete der Magier damit, gleich zu einem Häufchen Asche verbrannt zu werden. Doch der Drache beließ es vorerst bei einer eher ungläubigen Äußerung. Zumindest bis er den Brief durchgelesen hatte, danach klang es eher wie eine unterschwellige Drohung. Was des Hohentürmlers Laune nicht gerade verbesserte, sondern nur dazu führte, dass er die Schultern noch weiter hängen ließ.

Ja, genau das teile ich Euch mit. Nie hätte ich an einen Dämon gedacht, der Besitz von Neome ergriffen hat. Hat sie mir so wenig vertraut, dass sie es mir nicht mitgeteilt hat? Elessar hätte ihr doch bestimmt helfen können.

Es wurde immer schwerer für den Magier, sich zu beherrschen und schließlich war es soweit. Tränen brachen aus ihm heraus, so suchte er sich den nächstbesten Ort, um sich daran auszuheulen, wenig darauf achtend, dass es sich dabei um eine Klaue des geschuppten Freundes seiner Tochter handelte...

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Magnati

Re:Privatbereich des Mandra'lar Sama
« Antwort #187 am: Gestern um 00:25:21 »

Magnati wusste nicht was er erwartet hatte. Das war es nicht.
Christian begann zu schluchzen, überwand die kurze Entfernung zwischen Ihnen und hielt sich an der Kralle, in der er Neomes Zeilen trug. Das Gewicht welches er spürte, verriet ihm, dass der Hohentürmler sich kaum auf den eigenen Beinen tragen konnte.

Ein Teil von ihm konnte nicht umhin festzustellen, wie leicht es jetzt wäre ihm den Kopf abzubeißen...
Aber der wurde schnell von der Schockiertheit eingeholt, die die Zerbrechlichkeit dieses machtvollen Mannes in ihm auslöste. Christian hatte seine Tochter und seine Frau verloren. Magnati hatte auch etwas verloren, und sogar mehr als er gedacht hatte... dennoch war es nicht wirklich vergleichbar. Naka-Duskeal hatten so viel stärkere Familienbande.

Magnati wandte den Blick von der traurigen Gestalt ab, die sich dort halb an ihm festhielt und reckte den Hals gen Himmel. Ein nicht so starkes aber weithin hallendes Rufen, voller Frustration... und Verlust echote durch die großen Bäume der Siedlung. Im aushauchen des letzten Tons, entspannten sich die Muskeln des Drachen, die Krallen im Erdboden zogen sich wieder etwas zurück. Magnati ließ sich auf den Boden plumpsen, was die Erde erzittern ließ. Magnati verstand es sein Gewicht gut unter Kontrolle zu halten, damit es sonst nicht so auffiel. Dennoch wog er in Wahrheit mehrere Tonnen, die er nun ohne darauf zu achten fallen ließ.
Christian, der wie eine faule Frucht an seiner Kralle hing, ging mit ihm hinunter und hockte nun im Dreck halb an, halb auf seiner Pranke liegend. Der Drache sah traurig auf ihn herab.

Entgegen seiner sonstigen Gepflogenheiten sprach der Drache mit dem Maul.
"Wenn ihr Yolmena nicht aus einem einstürzenden Portal retten konntet, hätte es wohl auch kein anderer Naka-Duskeal geschafft, werter Christian.
In diesem Punkt war ich unfair zu euch."


Das war die einzige Ecke Trost die Magnati seinem ehemaligen Gefährten anbieten konnte. Er war ein Drache, er würde dem Magier keinen falschen Trost spenden in dem er ihm Floskeln sagte, die weder er noch Christian wirklich für wahr hielten.
Jedoch fühlte auch Magnati selbst sich nicht gut.

"Ich selbst habe mich die letzten Jahre rar gemacht.
Nicht weil ich es nicht hätte einrichten können, sondern aus Unwille diesem Wald gegenüber.
Und nun ist sie weg."
, endete der Drache tonlos und auf ein Stücken Rasenfläche starrend.
« Letzte Änderung: Gestern um 00:53:38 von Magnati »
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Domitia di Asturien

Re:Privatbereich des Mandra'lar Sama
« Antwort #188 am: Gestern um 19:42:38 »

Eben das Gästehaus hinter sich schließend vernahm Domitia lautes Brüllen aus jener Richtung, in die sie sich anschickte zu schreiten. Den Kopf hebend, lauschte sie, allein das Gebrüll wiederholte sich nicht. Der Einladung ihres Vetters folgend machte sich die Freiin auf den Weg. Von weitem indes erblickte sie die Gestalt des Geflügelten, der einem Fels gleich vor der Apotheke aufragte. Den Schritt verlangsamend erging sich die Paladin in allerlei Überlegungen. War Christian in Gefahr? Würde sie es fühlen können so er ihre Hilfe benötigte. Vom Sonnenschwert ward keinerlei Bedrohung angezeigt. Grübelnd, ob sie wieder umkehren und später wiederkehren sollte, hielt die Priesterin im Gehen inne. Ein Geräusch, wie es jeder Frau vertraut war und den weiblichen Drang des Tröstens auslöste, ließ Domitia aufhorchen. Alarmiert horchte sie, erhaschte ein paar unverständliche Wortfetzen und erkannte in dem Untröstlichen ihren Vetter. Die Höflichkeit vernachlässigend eilte sie heran.

"Christian?" Zu ihrer Verblüffung klammerte sich der Vetter weinend an eine der riesigen Drachenklauen. "Oh! Ich - störe ich? Christian? Was ist dir? Soll ich - verzeih - du ludest mich zum Mahl. Ist es angeraten zu - gehen? Oder ist es dir mein Bleiben Trost?"

Besorgt kniete die Paladin, die ihren Schild mit dem Zeichen des Gerechten auf dem Rücken trug, neben ihrem Vetter nieder und legte ihm tröstend die Hand auf die Schulter. Es war ihr unangenehm unangemeldet in die Unterhaltung mit einem Drachen zu platzen. Ein Drache? Die Wangen vor Verlegenheit gerötet hob Domitia das Haupt und sah zu dem stattlichen Wesen hoch. War dieser die Ursache für Christians Zusammenbruch?

"Paladin zum Gruße. Ich bin Christians Base. Domitia di Asturien. Verzeiht mein Eindringen. Ich wusste nicht -"

Die bebende Schulter des Vetters ließ sie stockend in der Rede innehalten.


[OT Sollte ich stören schickt mich weg. ]
« Letzte Änderung: Gestern um 19:45:08 von Domitia di Asturien »
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Christian

Re:Privatbereich des Mandra'lar Sama
« Antwort #189 am: Gestern um 21:14:30 »

Wie der Magier so an des Drachen Kralle hing, hörte er, wie Magnati, diesmal aber nicht ganz so laut, wieder aufbrüllte, doch schließlich wieder ruhiger wurde und fast schon zu Boden plumpste, was den ehemaligen Statthalter dazu veranlasste, auf die Knie zu gehen. Schließlich tönten die Worte des Geschuppten an seine Ohren, statt in Gedanken zu erklingen, was für den Hohentürmler etwas ungewohnt vorkam. Aber die Worte selbst waren eher versöhnlicher Art und aus den letzten klang wohl sowas wie Bedauern, dass der Drache selbst viel zu selten da gewesen war, um für Yolmena da zu sein.

So verweilte Christian, weiterhin etwas schluchzend, noch etwas auf der Drachenklaue, bis Domitias Stimme erklang. Stimmt, er selbst hatte sie ja zum Essen eingeladen, bevor das Unglück hereingebrochen war. Sie legte gar ihre Hand auf seine Schulter, wohl um ihn zu trösten, auch wenn ihm selbst das recht aussichtslos erschien. Danach wandte sie sich auch noch an Magnati, aber dieser kannte sie noch nicht, wie er den Worten seiner Base entnahm, so schniefte der Retter des Drachenauges nochmal, bevor er mit tränenüberströmtem Gesicht zu seiner Verwandten sah.


Domitia, du bist noch da. Neome hat mich verlassen und Yolmena ... sie ... wollte ihre Mutter wohl aufhalten, ist aber dann ... in das sich schließende Portal gestolpert. Ich konnte sie nicht retten.

Kurz sah er sich nach dem Brief von Neome um, aber da der Schattendrache sie noch in der Klaue hielt, kam er da kaum heran.

Magnati, könnt Ihr meiner Base bitte den Brief geben?

Auch wenn es jetzt zu spät war, den vom Dämon angerichteten Schaden zu beheben, wollte er der Paladin doch Gelegenheit geben, sich selbst ein Bild davon zu machen.

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