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   Autor  Thema: Unerwartetes Wiedersehen (Gelesen 754 mal)
Arinna

Re:Unerwartetes Wiedersehen
« Antwort #30 am: Do., 14. Mär 2019, 10:35 »

Arinna hatte die Hand zögernd wieder von der Klinke genommen. Woher sollte sie wissen wann Elessar wieder angekleidet war? Sie zählte in Gedanken zweimal bis hundert. Das sollte an Zeit eigentlich genug gewesen sein. Da hörte sie die Stimme des Paladins, der sie nach draußen rief. Mit sanft geröteten Wangen kam sie aus dem Badehaus.

Es ist nicht leicht von jetzt auf gleich mit sämtlichen Werten zu brechen mit denen man aufgewachsen ist Herr. In meiner Heimat hätte ich meinen Ruf schon dadurch ruiniert, das ich vorhin die Schwitzhütte betreten habe obwohl Ihr darin ward.

Sie kam mit einigen Schritten zu Elessar herüber, blieb vor ihm stehen und sah zu ihm auf.

Ich möchte Euch für Eure großzügige Hilfe danken. Es ist nicht selbstverständlich jemanden unter seinem Dach aufzunehmen, den man zuvor  nur einmal gesehen hat. Ich werde mich bemühen es Euch keinesfalls mit ungebührlichem Benehmen vergelten.

So ernst, wie Arinna es sagte, schien es eine Art Versprechen zu sein. Ob ihr das mit ihrer impulsiven Art gelingen würde, würde sich noch herausstellen. Die junge Frau sah einmal suchend in die Runde, bis sie die Stelle in der Hecke entdeckt hatte, durch die man den Bereich des Badeteiches betreten und wieder verlassen konnte.

Ihr sagtet vorhin Telora und Georg würden gemeinsam mit uns essen. Telora habe ich ja schon kurz kennen gelernt, aber wer ist Georg? Der Name hört sich eher nach einem Menschen als nach einem Elfen an.

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Elessar Eledhwen

Re:Unerwartetes Wiedersehen
« Antwort #31 am: Fr., 15. Mär 2019, 11:16 »

Während Arinna zu ihm herüber schritt, schüttelte er lächelnd den Kopf und entgegnete:

"Macht Euch keine Gedanken, Ihr werdet noch lernen, dass hier im Reich vieles anders und in Sha'Nurdra auch vieles einfacher ist als anderswo."

Als sie dann vor ihm stand und zu ihm aufsah, um ihm in ernstem Tonfall zu danken, konnte er wieder in ihre smaragdgrünen Augen blicken, die im Schein der untergehenden Sonne wie unendliche tiefe Seen wirkten. Sanft strich er ihr eine Haarsträhne, die sich aus dem Zopf gelöst hatte aus der Stirn und zeichnete mit dem Daumen das Zeichen des Gerechten auf ihre Stirn, wobei er fast feierlich sprach:

"Euch hier und jetzt zu helfen war für mich ebenso selbstverständlich wie damals, als ich Euch auf dem Hof Eures Vaters gerettet habe und damals hatte ich Euch noch nie zuvor gesehen. Es ist meine Aufgabe, denen zu helfen, die der Hilfe bedürfen. Und da Euch meine Hilfe damals heute zu mir geführt hat, verspreche ich Euch, dass ich auch weiterhin alles tun werde, um wie damals Euer Leben zu beschützen!"

Er trat einen Schritt zurück und als ihr Blick suchend nach dem Ausgang umherschweifte, wies er mit der Hand in die entsprechende Richtung und schritt voran. Auf Georg angesprochen, antwortete er:

"Georg ist tatsächlich ein Mensch! Er ist Adept im Tempel und hält - vor allem während meiner Abwesenheiten - die Messen und kümmert sich nebenher um viele andere kleine Dinge, die im Tempel so anfallen. Telora dagegen kümmert sich hauptsächlich um die Bibliothek, die ich im Tempel eröffnet habe, um eine Sammelstelle für all die Schriftrollen und Folianten, die ich von meinen Reisen mitbringe oder die uns zur Verfügung gestellt werden zu haben."

So fanden sie in der Dämmerung schließlich ihren Weg über die verschlungenen Wege in der Stadt des Lichts und als sie vor den Toren des Tempels ankamen, war es auch bereits dunkel geworden. Elessar öffnete einen Torflügel, um die junge Frau einzulassen und ein Strahl goldenen Lichts von all den entzündeten Talglichtern in den vielen Kandelabern ergoss sich aus dem Inneren und legte sich einladend wie ein goldener Teppich auf den Boden, wie um den Weg ins Paradies zu weisen. Mit einer einladenden Handbewegung und einer angedeuteten Verbeugung forderte der Elf Arinna zum Eintreten auf.

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Arinna

Re:Unerwartetes Wiedersehen
« Antwort #32 am: Mi., 03. Apr 2019, 20:09 »

Für einen Augenblick, für den kurzen Moment in dem Elessar ihr in die Augen sah und seine Finger ganz sacht ihre Wange berührte um eine lose Haarsträhne zurück zu streichen, war die rastlose Suche, die Arinna seit Jahren antrieb, zu Ende. Statt ständig das Gefühl zu haben fehl am Platz zu sein und nicht richtig dazu zu gehören, empfand sie einen tiefen Frieden, der sie ganz und gar ausfüllte. Sie hatte gefunden, was sie gesucht hatte, sie war genau dort, wo sie schon immer hätte sein sollen. Die Welt um sie herum stand für einen Wimpernschlag still und die junge Frau bekam eine wage Ahnung davon, was es hieß wahres Glück zu empfinden.
Dann war der Moment vorbei und Arinna senkte den Blick und sah zu Boden, damit er nicht zuviel aus ihren Augen lesen konnte. Es war seine Lebensaufgabe Menschen zu helfen, genau das hatte er bei ihr getan, nicht mehr, und nicht weniger, und sie würde versuchen es ihm zu danken indem sie es zu ihrer machte und seinen Lehren folgte. Als Arinna wieder aufsah lächelte sie. Sie mochte nicht so stark in ihrem Glauben an die Götter sein wie der Paladin, aber sie war stark in ihrem Willen und in ihrem Glauben an Gerechtigkeit.
Gemeinsam gingen sie zurück zum Tempel, und Elessar erklärte ihr auf dem Weg wer Georg war und welche Aufgaben er und Telora im Tempel übernahmen. Arinna hörte aufmerksam zu und fragte dann:

Es klingt so als ob ihr sehr oft Reisen unternehmen würdet, denn sonst würde sich der Aufbau einer Bibliothek nicht lohnen. Welche Länder habt Ihr schon bereist, Herr?

Inzwischen waren sie am Tempel angekommen und Elessar hielt ihr galant die Tür auf und deutete ihr einzutreten. Der goldene Schein, der ihr entgegen flackerte, löste das Gefühl aus sich in einem Märchen zu befinden, er war fast zu schön um wahr zu sein. Arinna beschloss insgeheim dieses Märchen einfach zu genießen so lange es dauerte, ohne sich Gedanken darüber zu machen wann es enden würde. Sie trat ein, blieb nach ein paar Schritten aber stehen und blickte Elessar fragend an. Sie hatte bislang nur seine Kammer gesehen und kannte sich in dem Gebäude noch nicht aus.

Wohin müssen wir? Esst Ihr in der Küche oder gibt es einen Speisesaal?

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Elessar Eledhwen

Re:Unerwartetes Wiedersehen
« Antwort #33 am: Mo., 29. Apr 2019, 18:06 »

Als Arinna an ihm vorbei in den Tempel trat und nach der Bibliothek und seinen Reisen fragte, nickte Elessar und dann schüttele er leicht den Kopf, während er entgegnete:

"Aus meiner Sicht lohnt sich der Unterhalt einer Bibliothek, weil ich all die Schriftstücke dort als Schätze betrachte, die unter allen Umständen erhalten werden müssen, nicht nur für mich, sondern für all diejenigen, die Wissen suchen. Und in der Tat habe ich schon viele Reisen unternommen, wenn es auch seit der letzten Reise weniger geworden ist. Ich bereiste bereits alle bekannten Ländern, die Ihr auf den üblichen Karten finden könnt und ebenso viele unbekannte Länder, die nicht nur auf keinerlei Karten verzeichnet sind, sondern von denen manch einer auch behaupten würde, dass sie gar nicht existieren."

Sie gingen einige Schritte in den Tempel, als die junge Frau erneut stehen blieb und sich umschaute, wobei sie nach dem Ort des Essens fragte. Der Elf lächelte und wies sie mit einer Handbewegung zu der Tür neben dem Altar und antwortete:

"Nein, wir haben weder Küche noch Speisesaal, aber es gibt hinten einen Raum, den wir für allerlei Gelegenheiten nutzen, so auch zum speisen, wenn wir Besuch haben."

Er führte sie durch die Flure, bis sie vor einer Tür angelangten, die er öffnete und sie offenhielt, bis sie eingetreten war. Dann folgte er ihr und schloss die Tür wieder. Drinnen wurden sie von Telora und Georg erwartet, die bereits an einer gedeckten Tafel Platz genommen hatten. Zwischen zwei großen Kandelabern, die mit jeweils einem Dutzend Talglichtern bestückt waren, die hell leuchteten und den Raum in ein warmes Licht tauchten, standen Platten mit kross gebratenem Wildbret und anderem Fleisch, mit frischem, noch dampfenden Gemüse, Obst, Nüssen und Brot, sowie Krüge mit Wasser, Met und dunklem Bier.

Der Paladin machte alle noch einmal miteinander bekannt, dann bot er Arinna einen Stuhl und rückte diesen zurecht, als sie Platz nahm, anschließend nahm er ebenfalls Platz und sprach:

"Ich freue mich, dass wir heute Abend gemeinsam miteinander speisen können, lasst es Euch schmecken!"

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Arinna

Re:Unerwartetes Wiedersehen
« Antwort #34 am: Mi., 01. Mai 2019, 10:04 »

Ihr ward bereits in allen bekannten Ländern?

Arinna war ehrlich erstaunt. Wie viele Jahre musste er auf Reisen gewesen sein? Er war ein Elf, und jenen konnte man ihr wahres Alter einfach nicht ansehen – nicht wenn man ein Mensch war. Wie viel Wissen er in all der Zeit gesammelt haben musste, wie viele verschiedene Kulturen hatte er kennen gelernt, und dennoch behandelte er sie nicht von oben herab.

Es muss aufregend sein die ganze Welt zu erkunden.

In ihrer Unerfahrenheit und Jugend machte sie sich keinerlei Gedanken darüber welche Gefahren mit dererlei Reisen einher gehen mochten. Sie dankte Elessar, der ihr aufmerksam die Tür aufhielt und den Stuhl zurecht rückte und begrüßte die Anwesenden mit einem freundlichen Lächeln. Hier, im Tempel, existierte eine eigene kleine heile Welt, und Arinna verglich sie unwillkürlich mit den steifen und stets leicht angespannten Mahlzeiten, die sie an der Tafel ihres Vaters eingenommen hatte. Dort hatte stets jeder genau auf seine Wortwahl geachtet, um den Hausherrn nicht zu verärgern, hier schien ihr alles deutlich ungezwungener und entspannter.

Ich freue mich, das Ihr mich dazu eingeladen habt.

erwiderte die junge Frau, auch wenn sie nach der üppigen Mahlzeit einige Stunden zuvor noch keinen großen Hunger verspürte und eher die Gelegenheit nutzen wollte ein wenig Zeit in angenehmer Gesellschaft zu verbringen. Sie nahm sich von allem ein wenig, um die verschiedenen Speisen zu probieren, griff dann nach dem Wasserkrug und füllte die Becher von allen, die etwas davon wollten.

Der Herr hat mir vorgeschlagen, das ich Euch einige Tage bei Eurer Arbeit im Tempel begleite Telora. Das würde ich gern tun, wenn es Euch nichts ausmacht.

Arinna lächelte die Elfe offen an. Sie hatte sich vorgenommen der Bibliothekarin nach Kräften zu helfen, um sich für das geliehene Kleid zu revanchieren. 

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Elessar Eledhwen

Re:Unerwartetes Wiedersehen
« Antwort #35 am: Di., 07. Mai 2019, 09:11 »

Als alle beisammen saßen und ihre Teller und Becher gefüllt waren, fragte Arinna bei Telora nach, ob sie denn etwas dagegen hätte, wenn sie ihr in den nächsten Tage zur Hand ginge, doch bevor Telora antworten konnte, warf Georg mit einem Grinsen und einem schiefen Blick zu Elessar ein:

"Der Herr? Nennt ihn bloß nicht zu oft so, sonst wird er noch eingebildet und verlangt von uns, dass wir ihn ebenso ansprechen!"

Während Elessar nur mit einer hochgezogenen Augenbraue reagierte, entgegnete Telora gespielt entrüstet "Aber Georg, was soll unser Gast nur von uns denken?", wobei sie Elessar ebenfalls schief anblickte und fügte dann an Arinna gewandt hinzu:

"Nehmt Georg nicht so ernst, er macht gerne Scherze, vor allem auf anderer Leute Kosten."

Dann fuhr sie lächelnd fort:

"Selbstverständlich dürft Ihr mir im Tempel zur Hand gehen und wenn Ihr Euch für Wissen interessiert und Euch der Umgang mit verstaubten Folianten nichts ausmacht, dürft Ihr gerne auch in der Bibliothek behilflich sein! Aber schlaft heute Nacht erst einmal aus und schaut morgen einfach in der Bibliothek vorbei, wenn Ihr bereit seid."

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Arinna

Re:Unerwartetes Wiedersehen
« Antwort #36 am: Do., 16. Mai 2019, 17:14 »

Arinna wollte Georg mit einem freundlichen Lächeln etwas erwidern - etwas in der Art das sie nicht verstehen würde wo das Problem wäre jemandem wie Elessar mit dem gebührenden Respekt zu begegnen. Doch Telora reagierte noch bevor sie ein Wort gesagt hatte. Vielleicht war es Zufall, vielleicht hatte die Elfe aber auch ein feineres Gespür und ahnte, das Arinna einen schärferen Unterton benutzt hätte als ihr Lächeln es erahnen ließ. Jedenfalls rettete sie die junge Frau davor sich ihren Gastgebern gegenüber im Ton zu vergreifen und Arinna war ihr dankbar dafür. Sie ging über den Kommentar einfach hinweg und antwortete stattdessen der Bibliothekarin:

Alte Bücher schrecken mich nicht. Ich verspreche Euch morgen aufzusuchen.

Sie hielt sich an ihr Versprechen. Nach dem gemeinsamen Essen zeigte man ihr den Raum, in dem sie nächtigen durfte. Er war schlicht eingerichtet, aber allein das Bett war mehr, als die  junge Frau in den letzten Tagen an Komfort gehabt hatte. Nachdem sie sich nochmals für alles bedankt hatte und sie allein in dem Zimmer war, verlor sie keine Zeit mehr. Sie entledigte sich ihrer Kleidung und schlüpfte wie Gott sie schuf unter die Bettdecke, mit dem Gefühl mindestens drei Tage durchschlafen zu können. Ihr Kopf berührte kaum das Kissen, als sie auch schon einschlief.
Als Arinna am nächsten Tag erwachte stand die Sonne bereits am Himmel und ein Frühaufsteher hätte sie eine Schlafmütze genannt. Nachdem sie sich frisch gemacht und angezogen hatte, machte sie sich auf die Suche nach Telora. Die Elfe bestand darauf, das sie zuerst frühstückte, doch danach konnte sie Arinna nicht mehr davon abhalten ihr zu helfen. Bereits nach ein paar Tagen hatte sie erkannt, welche der Arbeiten tägliche Routine waren und fing an sie selbstständig zu machen, auch wenn Telora noch nicht zu sehen war. Wann immer sie dabei die Gelegenheit hatte in Elessars Nähe ihre Arbeiten zu verrichten, nutzte sie sie um bei Abstauben eines Regals oder dem Sortieren von Schriftrollen seinen Lehren lauschen zu können, die er Anderen erzählte oder mit ihm, Georg und Telora gemeinsam zu speisen. Häufig dachte sie darüber nach ob sie mit ihm in allem überein stimmte, und ob ihr Weg tatsächlich der einer Priesterin auf Paladins Pfaden sein könnte. Doch nach einer Weile stellte sie fest, das ihr Weg ein anderer sein würde...

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