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   Autor  Thema: Ein spätherbstlicher Spaziergang (Gelesen 794 mal)
Merdarion Ni Hawk

Ein spätherbstlicher Spaziergang
« am: Do., 22. Nov 2018, 09:04 »

Es kam nicht oft vor das Merdarion die Stadt der Elfen aufsuchte. Hier hatte er keine Geschäftspartner, das war einer der Gründe. Was jedoch stärker zu tragen kam war das er sich hier fehl am Platz fühlte. Die Elfen waren nicht etwa offen feindseelig doch wo ihre Artgenossen sich in den anderen Städten dem Leben weitesgehend angepasst hatten kam hier die volle Andersartigkeit dieser Rasse zum Vorschein. Dazu das Gefühl beobachtet zu werden auch wenn er beim besten Willen niemanden sehen konnte. Hätte der Minenbesitzer raten dürfen, er hätte auf die Platformen oben in den Bäumen getippt. Einige wenige davon waren ihm ins Auge Gefallen als er die Stadt betreten hatte und je länger man dort hinauf blickte umso eher konnte man diese erkennen.

Diese Andersartigkeit machte aber nicht bei den Wehranlagen, wenn man sie denn so nennen wollte halt. Nein auf die Wälder selbst waren anders. Während überall sonst in Dragonia höchstens noch vereinzelte bunte Blätter an den Ästen hingen, erstrahlte hier der ganze Wald in voller bunter Pracht. Es fühlte sich für Merdarion irgendwie falsch an. Doch genau deswegen hatte er diese Reise auf sich genommen. Weniger wegen dem Laub, sondern weil es ihn intersseierte wie die Elfen hier mit der Verteidigung der Stadt umgingen. So schlenderte der Minenbesitzer also gemütlich durch die Stadt der Elfen und tat was die meisten Besucher wohl taten, er schaute sich alles interessiert an. Um nicht allzusehr herauszustechen lag seine Rüstung schön verstaut auf dem Rücken seines Pferdes, lediglich das Schwert hing wie meistens an seiner Seite.

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Arinna von Hohenfels

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #1 am: So., 25. Nov 2018, 15:36 »

Es war bereits ein paar Tage her, das Arinna verdreckt und erschöpft von der Reise in Sha´Nurdra angekommen war. Dank Elessars freundlichem Hilfsangebot hatte sie seitdem regelmäßige Mahlzeiten bekommen und nicht mehr im Freien übernachten müssen. Die junge Frau war ihm dafür mehr als dankbar, doch es plagte sie auch ein schlechtes Gewissen, denn sie wollte selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen. So hatte sie Telora gefragt, ob sie sich heute ein wenig in der Stadt umsehen dürfe, und die Elfe hatte keine Einwände erhoben. Also setzte Arinna ihr Vorhaben in die Tat um, und lief schon seit geraumer Zeit durch die Strassen – wenn man sie hier überhaupt so nennen konnte, denn die ganze Elfenstadt schien eher eins mit dem Wald als künstlich angelegt zu sein. Viele „Häuser“ befanden sich in den Baumwipfeln und waren nur über Strickleitern oder Brücken, die die Baumwipfel miteinander verbanden zu erreichen, was es Arinna nicht gerade erleichterte sich zu orientieren, und die Bognerei zu finden, nach der sie eigentlich suchte.

Sie überlegte gerade ob sie nicht doch einen der Elfen nach dem Weg fragen sollte, als sie das typisch singende Geräusch eines abgeschossenen Pfeils hörte. Der Kopf der jungen Frau ruckte nach oben, doch sie konnte keinen Bogenschützen und auch keinen Pfeil sehen, lediglich einen bewachsenen Erdwall, der ihr die Sicht versperrte, und der irgendetwas einzugrenzen schien. Neugierig geworden lief sie zu einem nahestehendem Baum. Mehr als einmal war sie in den Wäldern ihrer Heimat auf einen der Bäume geklettert, um den Dienern ihres Vaters zu entgehen, die nach ihr suchten, und von dort oben konnte sie gewiss über den Erdwall hinweg sehen. Vielleicht befand sich dahinter ein Übungsplatz oder ähnliches – man hörte so viel über die herausragenden Bogenkünste der Elfen, das es sicherlich unmöglich war derartiges zu vollbringen ohne regelmäßig zu trainieren. Und sie hatte schon immer einmal dabei zusehen wollen, wie ein Meister des Bogens seine Pfeile platzierte, denn gewiss ließ sich noch einiges an ihrer eigenen Körperhaltung verbessern. Doch am Baum angekommen, musste Arinna feststellen, das der unterste Ast viel zu hoch war, als das sie ihn hätte erreichen können, selbst mit recken und strecken oder hochspringen fehlten ihr ein ganzes Stück. Enttäuscht schaute sie sich um und überlegte, ob es nicht irgendeine andere Möglichkeit gäbe, bis ihr Blick auf einen Mann fiel, der mit seinem Pferd am Zügel den Weg entlang geschlendert kam. Ohne lange darüber nachzudenken ging sie unbedarft auf ihn zu.

Verzeihung der Herr, könntet Ihr mir vielleicht behilflich sein und Euer Pferd für einen kurzen Moment unter diesem Baum dort führen?

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Merdarion Ni Hawk

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #2 am: Do., 29. Nov 2018, 13:03 »

Sein Weg führte ihn zu einem Erdwall hinter dem er die Kaserne oder wie auch immer die Langohren den Ort nannten an dem die eigenen Einheiten ausgebildet wurden vermutete. Die Aufmerksamkeit ganz in diese Richtung gerichtet bemerkte er die fremde Frau erst als diese ihn ansprach. Etwas ertappt musterte Merdarion kurz seine gegenüber. Sie war gut gekleidet nur etwas zu dürr für seinen Geschmack. Doch was die einen zu wenig hatten, hatten die anderen zu viel. Was ihn aber mehr verwunderte war die Tatsache das eine Menschenfrau vor ihm stand, andererseits hätte einer der Elfen kaum das Wort an ihn gerichtet.

Die Betrachtung und die damit verbundenen Gedanken dauerten natürlich nicht sonderlich lange, wäre ja noch schöner wenn er eine Fremde erst einmal minutenlang angestarrt hätte. Auf dem mit dem Falken gezeichneten Gesicht erschien ein Lächeln. Während er noch über den Sinn der Bitte nachdachte.

"Nun das kann ich sicherlich tun, doch zu welchem Zweck?" Gut er hätte auch einfach nur warum fragen können, das klang aber immer so stumpf.

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Arinna von Hohenfels

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #3 am: Sa., 01. Dez 2018, 14:42 »

Erst als Merdarion ihr das Gesicht zuwandte, bemerkte Arinna die Zeichnung darin. Ihre Augen weiteten sich, und sie starrte ihn einen Augenblick lang an, bis ihr bewusst wurde wie unhöflich das war und sie den Blick auf sein Pferd richtete. Hätte sie ihn nicht bereits angesprochen gehabt, hätte sie nun vielleicht einen Bogen um ihn gemacht. Aber da er ihr freundlich antwortete und sogar lächelte, ging sie davon aus das zumindest im Moment keinerlei Gefahr von ihm ausging.

Ich, ähm,...

Die junge Frau brauchte noch einen Atemzug um sich wieder völlig zu fangen

.. ja ich würde gern auf den Baum dort klettern, und ich komme nicht an den untersten Ast heran. Vom Pferderücken aus sollte das aber kein Problem sein.

erklärte sie, als ob es das normalste von der Welt wäre, das man irgendwo von einem Pferd aus auf einen Baum klettern wollte. Inzwischen stand sie vor Merdarion und hielt eine Hand vor die Pferdenüstern, um es daran schnuppern zu lassen.

Ein hübsches Tier. Wie heißt es?

Ein weiteres Mal hörte man das Surren eines Pfeils und Arinnas Kopf zuckte erneut hoch, als sie versuchte die Richtung auszumachen.

Sie trainieren tatsächlich. Kommt, kommt, bevor sie aufhören.

Aufgeregt griff sie nach einem Zügel und wollte mitsamt Merdarions Pferd zu dem Baum davon laufen. 

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Merdarion Ni Hawk

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #4 am: Di., 04. Dez 2018, 10:25 »

Merdarion tat als hätte er das kurze Stocken als sie sein Gesicht erblickte nicht bemerkt. Diese Reaktion war ihm im Lauf der Jahre schon so oft untergekommen. Stattdessen wanderte sein Blick langsam zu dem Ast hinauf und dann mit hochgezogener Augenbraue zurück zu der Frau.

"Na wenns weiter nichts ist." Eine gewisse Belustigung lag in seiner Stimme, der Wunsch war ungewöhnlich. "Äh... Brauner." kein sonderlich kreativer Name für ein braunes Pferd. Das schien das Tier aber nicht zu stören als es in der Hoffnung auf etwas zu Fressen an der Hand Arinnas schnupperte.

Auch der Minenbesitzer hörte das Surren der Sehne, für einen Moment wollte sein Körper Deckung suchen, ein Reflex der an anderer Stelle hilfreich war. So langsam ging ihm auch auf was die junge Frau wollte. Sollte ihm Recht sein, eigentlich hatte er ja ähnliches vor gehabt, nur ohne dabei auf einen Baum zu klettern. Daher ließ er der ungestüme Fremde die Zügel und spazierte gemütlich hinter ihr her. Sein Pferd das durch fast nichts aus der Ruhe zu bringen war folgte ihr gehörsam. Nur bevor sie aufstieg nahm Merdarion nochmals den Zügel in die Hand, sicher war sicher.

"Falt mir nur nicht herunter."

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Arinna von Hohenfels

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #5 am: Do., 06. Dez 2018, 23:57 »

Merdarion überließ ihr die Zügel und so lief Arinna flink zu ihrem Ziel hinüber. Das Pferd folgte ihr brav, und als sie unter dem Baum standen klopfte Arinna ihm auf den Hals.

Braver Brauner, ganz ruhig Brauner.

redete sie leise und beruhigend auf das ohnehin folgsame Tier ein und sah kurz zu Merdarion, als dieser die Zügel aufnahm.

Ihr hört Euch an wie mein Vater. Obwohl - nein, mein Vater hätte mich gar nicht erst hinauf klettern lassen.

Arinna legte eine Hand auf den Sattelknauf, stieg mit einem Fuß in den Steigbügel und schwang sich hoch. Anstatt das zweite Bein aber zur anderen Seite zu bringen, zog sie das Knie an und legte es auf den Pferderücken. Geschickt löste sich ihr Fuß aus dem Bügel, und ehe Merdarion sich versah stand die junge Frau sicher auf dem Rücken des Braunen. Es wirkte nicht so, als ob sie das zum ersten Mal machte, und selbst der Rock des Kleides schien sie nicht allzu sehr zu behindern. Sie griff nach dem untersten Ast, den sie nun gut erreichen konnte und kletterte hinauf. Auch dabei bewegte sie sich gewandt genug, um Rückschlüsse auf eine gewisse Übung zuzulassen. Inzwischen stand sie auf dem Ast und blickte in Richtung der "Kaserne".

Danke für Eure Hilfe. Die Elben trainieren tatsächlich. Habt Ihr schon einmal welche schießen sehen? Sie sehen unheimlich elegant und geschmeidig aus wenn sie sich bewegen. Ich wünschte ich könnte einen von ihnen als Lehrer haben.

Unverfälschte Bewunderung schwang in ihrer Stimme mit. Wie schön wäre es von einem der Besten lernen zu können.

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Merdarion Ni Hawk

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #6 am: Fr., 07. Dez 2018, 14:21 »

Bei den Worten Ihr hört euch an wie mein Vater zuckte Merdarion unwillkührlich etwas zusammen. Für wie alt hielt sie ihn denn bitte. Gut er könnte sicherlich schon Vater sein, so war das nicht aber... nein er würde jetzt ganz bestimmt nicht anfangen über so etwas nachzudenken.

"Ich wollte es mir nur ersparen den Langohren zu erklären warum jemand sich beim Klettern die Knochen bricht." gab er dann halbwegs schlagfertig zurück. Sie war geübt und agil, das musste er ihr lassen wie sie den Baum hinaufkam. Recht schnell senkte er dann seinen Blick wieder und behielt ihn auch unten. Röcke waren nicht zum Klettern gemacht, um von unten betrachtet zu werden schon gar nicht.

"Ihr wolltet sie nur beim Schießen beobachten?" Merdarion lachte leise. "Ja ein paar durfte ich schon bewundern, wobei beim letzten großen Turnier in Nighton ein Zwerg mit Armbrust das Rennen gemacht hat."

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Arinna von Hohenfels

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #7 am: Mi., 26. Dez 2018, 19:42 »

Hatte der Fremde gerade tatsächlich Langohren zu den Elfen gesagt? Arinna, die den Elben große Hochachtung entgegen brachte, runzelte die Stirn.

Keine Angst, so schnell falle ich von keinem Baum.

Die junge Frau lachte und stieg noch einen Ast höher. Dieser war dick und hoch genug am Baum gewachsen, das sie sich bequem darauf setzen und die Bogenschützen beobachten konnte.

Ja natürlich will ich sie nur beobachten, was habt Ihr denn gedacht?

Sie beugte sich leicht nach hinten, um zu Merdarion hinunter blicken zu können.

Sie werden es mir kaum freiwillig beibringen, oder? Ich bin schließlich nur eine Frau, für die es sich nicht ziemt eine Waffe in die Hand zu nehmen.

Arinna seufzte, und wandte den Blick wieder dem Trainingsplatz zu. Sie war mit diesem Frauenbild aufgewachsen und es war für sie kaum vorstellbar, das es noch andere Ansichten gab.

Es gibt tatsächlich Turniere im Bogenschießen? Wie ärgerlich das ich es verpasst habe. Das hätte ich zu gern gesehen. Damit, das ein Zwerg gewonnen hat, wollt ihr mich auf den Arm nehmen, oder? Niemand geht besser mit dem Bogen um, als die Elben.

sagte die junge Frau im Brustton der Überzeugung.

Wisst Ihr zufällig wann das nächste stattfindet?


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Merdarion Ni Hawk

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #8 am: So., 06. Jan 2019, 15:35 »

Merdarion musste schmunzeln, ja nach so einer Aussage konnte man ja gar nicht fallen. Die Komik einer solchen Situation war jedoch eigen, das wusste er.

"Nun wenn Ihr eure Augen einmal mehr auf den Übungsplatz richtet, dann sollte Euch auffallen das dort wahrscheinlich auch einige Elfinnen den Bogen spannen. Ich glaube nicht das hier nach dem Geschlecht eintschieden wird wer den Bogen führen darf." Den Hinweis woran man Elfinnen von Elfen unterschieden konnte sparte er sich, trotzdem musste er grinsen. Kurz sah er vor seinen inneren Augen einige Elfenbogenschützen, allen voran die ehemalige Königin.

Der Minenbesitzer überlegte kurz ob er der Fremden noch mehr erklären sollte, aber warum, sie kannten sich kaum. Sie war ihm auf Grund ihrer Art sympathisch, ihre Sicht entsprach der der Provinz, das vermutete er zumindest.

"Das nächste Turnier? Puhh, gute Frage, ich glaube die Miliz in Nighton hat es ausgerichtet. Dort sollte man mehr darüber erfahren können." Vor Arinna verborgen schlich sich wieder ein Grinsen auf sein Gesicht. "Nun der Zwerg hatte in der Tat eine Armbrust als er gewann." Dann stellte er sich Ragno vor wie er sich mit einem elfischen Langbogen abmühte, der ihn um Ellen überragte. "Und genug satt gesehen, wollt ihr einmal hinein?"
« Letzte Änderung: Do., 21. Mär 2019, 14:42 von Merdarion Ni Hawk »
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Arinna von Hohenfels

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #9 am: Fr., 11. Jan 2019, 20:11 »

Arinna war der Aufforderung Merdarions schon nachgekommen bevor er sie ausgesprochen hatte, denn um die Elfen zu beobachten zu können war sie immerhin hier hinauf geklettert. Jetzt, wo sie genauer hin sah, stellte sie fest, das er Recht hatte.

Das gibt es doch nicht. Ihr habt Recht. Da steht eine Frau, und da hinten auch.

Die Verblüffung darüber konnte man ihrer Stimme deutlich anhören. Die männlichen Elben mochten in der Überzahl sein, aber es trainierten definitiv auch Frauen unter ihnen.

Hätte ich das bloß eher gewusst, dann wäre ich schon viel früher her gekommen.

murmelte die junge Frau mehr zu sich selbst, als an Merdarion gerichtet. Es hatte sie Überwindung gekostet von zu Hause wegzulaufen, aber inzwischen war sie sich sehr sicher, dass es genau das Richtige gewesen war.

Die Miliz hat das Turnier ausgerichtet? Was ist eine Miliz? Und wo finde ich sie?

Das Thema schien sie genug zu interessieren, das sie bereit war nachzuhaken und sich darüber auch bei anderen zu erkundigen. Als Merdarion die Armbrust erwähnte, stieß Arinna einen kleinen triumphierenden Laut aus.

Hah! Habe ich es doch gewusst. Ihr könnt doch eine Armbrust nicht mit einem Bogen vergleichen. Das ist als ob ihr Äpfel mit Birnen vergleicht. Eine völlig andere Art zu schießen.

antwortete Arinna bestimmt. Merdarions nächste Worte ließen die junge Frau aufhorchen und sie sah erneut zu ihm hinunter.

Wie meint Ihr das - hinein? In die Kaserne hinein? Ist das Euer Ernst?

Er schien keinen Scherz zu machen. Wendig wie ein Affe, soweit ihr Kleid das zuließ, kletterte Arinna den Baum hinunter, ließ sich am untersten Ast hinunter baumeln indem sie sich mit beiden Händen daran fest hielt, schwang ein paar Mal hin und her und landete dann mit beiden Füßen auf dem Boden indem sie den Fall abfederte. Sie schlug die Hände aneinander, um sie von gröbsten Dreck zu befreien, warf den langen, dicken Zopf nach hinten über die Schulter und sah Merdarion aufgeregt an.

Ihr könnt mich tatsächlich in die Kaserne bringen? Wer seid Ihr eigentlich, das Ihr dort Zutritt habt? Ihr müsst ja großen Einfluss in der Stadt haben, das Ihr einfach jemanden mitbringen könnt.
« Letzte Änderung: Fr., 11. Jan 2019, 20:11 von Myriel »
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Merdarion Ni Hawk

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #10 am: Do., 17. Jan 2019, 15:31 »

Natürlich hatte Merdarion nur geraten, doch offensichtlich recht gut. Wie dumm er wohl dargestanden hätte wenn ausgerechnet heute keine einzige Elfe drinnen gewesen wäre, nunja so stand er recht gut dar und das zählte.

"Die Bürgerwehr besteht aus Freiwilligen Bürgern Nightons die im Notfall helfen. Sei es bei Feuer, einem Angriff auf die Stadt oder einfach nur Patrouillendienste. Wenn Ihr nach Nighton kommt fragt einfach nach der schwarzen Feste, dort hat der Oberaufseher sein Zimmer. Soll ein recht hilfsbereiter Kerl sein."

Wieder ein breites Grinsen das von oben nur schwer zu sehen war. "Nun in der Tat eine andere Art des Schießens, am Ergebnis ändert sich aber nichts. Kommt ihr selber...."

Weiter musste er gar nicht fragen denn die Frau war recht behände auf dem weg nach unten. Sie machte das auf keinen Fall zum ersten Mal. Konnte er sie in die Kaserne bringen? Eine gute Frage, in allen anderen Städten war das möglich, zumindest wenn man den Wachen am Tor sein Anliegen erklärte, wieso also nicht hier in der Stadt der Elfen. Wahrscheinlich genau deswegen, weil es Elfen waren und die machten schon aus Prinzip alles anders, aber einen Versuch konnte man starten.

"Nun ich muss euch enttäuschen wenn ich sage ich hätte dort ohne weiteres Zutritt, aber meist darf man in einer Kaserne den Umgang mit Waffen erlernen. Lasst es uns doch einfach herausfinden, wenn sie uns abweisen müsst Ihr über die Mauer klettern."

fügte Merdarion mit einem Augenzwinkern hinzu.

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Arinna von Hohenfels

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #11 am: Do., 31. Jan 2019, 19:04 »

Nighton, schwarze Feste, Oberaufseher. Das werde ich mir merken. So ein Turnier würde mich brennend interessieren.

Arinnas Neugier wirkte nicht gespielt. Sie lächelte und hielt Merdarion ihre rechte Hand entgegen.

Habt Dank für Eure Hilfe. Wie heißt Ihr überhaupt? Ich bin Arinna.

Ob sie hinzufügen sollte, das sie neu in der Stadt war? Bei genauerer Überlegung und Betrachtung des amüsierten Gesichtsausdrucks des Mannes, war das wohl eher unnötig, sie schien sich dumm genug angestellt zu haben um aufzufallen. Innerlich zuckte sie mit den Schultern und setzte sich neben Merdarion in Bewegung.

Habt Ihr öfter in Kasernen zu tun, das Ihr Euch so gut damit auskennt?

Arinna warf ihm einen musternden Seitenblick zu und schien erst jetzt das Schwert zu bemerken, das an seiner Seite hing.

Oder seid Ihr etwa ein Soldat?

Kräftig genug sah er jedenfalls dafür aus. Über seinen Vorschlag einfach über die Mauer zu klettern, falls man sie nicht hinein ließe, musste die junge Frau lachen, schüttelte aber dennoch mit dem Kopf.

Das kann ich nicht tun - das heißt ich könnte es vermutlich schon, aber ich möchte nichts tun was mir untersagt wird. Man hat mich hier sehr freundlich und zuvorkommend aufgenommen, und ich halte es für selbstverständlich das ich mich im Gegenzug an die Regeln halte, die hier herrschen. Außerdem möchte ich nicht das mein Verhalten ein schlechtes Licht auf Elessar Eledhwen wirft, immerhin hat er mir Obdach gewährt. Kennt Ihr ihn?
« Letzte Änderung: Do., 31. Jan 2019, 19:04 von Myriel »
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Merdarion Ni Hawk

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #12 am: Fr., 01. Feb 2019, 14:59 »

Da hatte er einen Nerv getroffen, nur gut, weitere Teilnehmer und eine Nachfrage warfen ein gutes Licht auf die Stadt und die Miliz.

"Ich verzeiht, nennt mich ruhig Merdarion." Langsam schlenderte sie in Richtung der Kaserne. "Früher mal, heute betreibe ich zwei Geschäfte und bin froh drum." Keine schlechte Auffassungsgabe, dass musste er ihr anerkennen. "Ich stand vor Jahren in Nighton unter Sold." fügte er dann doch noch hinzu.

Das Lachen quitierte er mit einem Grinsen, welches jedoch kurz verschwand als er den Namen des Paladins hörte. Elessar hatte er noch immer in Erinnerung, ihr letztes Zusammentreffen lag so viele Jahre zurück und gleichzeitig war es die Reise gewesen auf der er den Biss erhalten hatte. Seither hatte Merdarion Paladine gemiede, was nicht schwer war, sie tauchten kaum noch auf. Doch diese Neuigkeit bedeutete das jener Streiter des Lichts wieder hier war.

"Ich bin sicher Ihr könntet euch herausreden, aber gut machen wir Eurem Gastgeber keine Probleme. Ich kenne ihn nur flüchtig wusste aber nicht das der Paladin wieder hier anzutreffen ist."

Dies beudeute für ihn selbst das es so bald keine weiteren Besuch in der Elfenstadt geben würde, auf ein Zusammentreffen war der Minenbesitzer so gar nicht erpicht.

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Arinna von Hohenfels

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #13 am: So., 10. Feb 2019, 11:29 »

Sehr erfreut Euch kennen zu lernen, Merdarion.

Arinna machte einen leicht übertriebenen höfischen Knicks und lachte fröhlich.

Ihr ward also Soldat in Nighton?

Ihr wacher Blick huschte zu Merdarion hinüber, als eine Erkenntnis in ihr aufblitzte.

Ah, jetzt weiß ich auch warum ihr so gut über das Turnier dort und die Bürgerwehr Bescheid wisst. Ihr wohnt dort und kennt den Oberaufseher vermutlich persönlich. Und Ihr besitzt zwei Geschäfte? Das ist beeindruckend. Welche Läden führt Ihr denn, wenn ich fragen darf?

Ein ehemaliger Soldat also. Dann war es auch nicht verwunderlich, das er wusste das in diesem Land auch Frauen trainierten. Welche Waffen er wohl führen konnte? Sicherlich ein Schwert, das war nicht zu übersehen, aber ob er auch wusste, wie man einen Bogen spannte? Arinna kickte undamenhaft einen Stein weg, der in passender Reichweite vor ihr auf dem Weg lag, als sie den nächsten Schritt machte. Bis zum Eingang der sogenannten Kaserne war es nicht mehr weit. Ob sie bewacht wurde? Und ob man sie herein ließ? Das die junge Frau aufgeregt war, sah man ihr gewiss an der Nasenspitze an.

Elessar Eledhwen ist vor einer Weile nach Sha´Nurdra zurückgekehrt. Ich kann ihn gut verstehen, die Stadt ist wirklich wunderschön.

Sie machte eine ausladende Armbewegung, mit der sie auf die Umgebung um sie herum deutete. Das Merdarion auf Elessars Namen sehr zurückhaltend reagierte, schien Arinna nicht zu bemerkten.

Die Elfen nennen sie die Stadt des Lichts. Ich finde es ist ein sehr passender Name.

Inzwischen waren sie an einer Lücke im Erdwall angekommen, der das Kriegerlager umgab, das so anders aussah, als man es von einer normalen Kaserne gewohnt war.

Und was jetzt? Müssen wir uns irgendwo anmelden oder sowas?

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Merdarion Ni Hawk

Re:Ein spätherbstlicher Spaziergang
« Antwort #14 am: Do., 14. Feb 2019, 09:57 »

"Die Freude ist ganz meinserseits." Antwortete Merdarion, spart sich aber eine Verbeugung. "Ja ich war einige Jahre Soldat in Nighton und ihr liegt wieder richtig, ich habe sogar an jenem Turnier teilgenommen, wenn auch weniger erfolgreich." Das traf zumindest auf den Teil mit dem Wettschießen zu. "In Nighton betreibe ich eine Eisenerzmine und in Nuru eine Rüstschmiede." Insgeheim war er sich sicher hier eher keinen neune Kunden vor sich zu haben. Die junge Frau sah nicht so aus als würde sie Wert auf eine stählerne Rüstung legen. Daher beschloss der Minenbesitzer an dieser Stelle nicht weiter zu werben. Stattdessen schritt er in sich gehörendem Abstand neben Arinna einher. Die Neuigkeit bezüglich des Paladins nahm er mit gemischten Gefühlen auf.

"Ja ich kann verstehen warum es euch hier gefällt." Dabei war es ja gar keine Selbstverständlichkeit das ein Wald so Lichtdurchflutet war, der Wald um Nighton und Nuru konnte beinahe schon als Finster bezeichnet werden. Irgendetwas hatten die Elfen hier mit der Natur angestellt. Merdarion beschloss das es ihr Geheimnis bleiben sollte, allzusehr interessierte er sich nicht dafür.

Nun waren sie beinahe an dem Durchgang zur Kaserne, angekommen. "Hm, normelerweise steht irgendwo eine Wache bei der man sein Anliegen vortragen kann. Seht ihr eine?"

Auf den ersten blick konnte er selbst niemanden erkennen, es wäre aber auch zu einfach gewesen wenn die Elfen einmal etwas wie du übrigen Städte organisiert hätten.
« Letzte Änderung: Do., 21. Mär 2019, 14:42 von Merdarion Ni Hawk »
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