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   Autor  Thema: Von Reisen und Schwertern (Nach dem Tag der Toten) (Gelesen 623 mal)
Elessar Eledhwen

Re:Von Reisen und Schwertern
« Antwort #30 am: Sa., 18. Apr 2020, 12:46 »

Elessar hielt still, als Arinna seine Hand nahm und die Wunden an Hand und Unterarm eingehend betrachtete. Er hörte sich ihre "Standpauke" ohne Widerworte an und erfreute sich an ihrer Fürsorge. Als sie aufsprang und zu ihrem Rucksack eilte, folgte er ihr mit bewundernden Blicken, doch als sie sich wieder umwandte und zu ihm zurückkam, war seine Miene wieder unverbindlich. Er wartete, bis sie seine Wunden versorgt und verbunden hatte und als sie ihn fragte, ob es sehr wehtat, antwortete er lächelnd:

"Mitnichten! Dank Eurer Fürsorge geht es mir wieder besser und morgen wird von den Wunden sicherlich kaum noch etwas zu sehen sein."

Er erhob er sich und küsste sanft ihre Stirn, wobei er leise sprach:

"Habt Dank, werte Arinna!"

Er unterdrückte ein Gähnen, dann fügte er hinzu:

"Es war ein ereignisreicher Tag und Ihr habt zudem viel gelernt. Ich denke, wir sollten den Rest der Nacht sicher sein und versuchen, ein wenig Schlaf zu finden, bevor wir uns im Morgengrauen auf den Rückweg nach Sha'Nurdra machen."





Arinna lernt Schwertkampf (NORMAL)

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Arinna von Hohenfels

Re:Von Reisen und Schwertern
« Antwort #31 am: So., 26. Apr 2020, 19:03 »

Arinna bemerkte Elessars Blick nicht, als sie flink zu ihrer Tasche eilte, denn der Elf war darum bemüht ihn vor ihr zu verbergen. Erleichtert nahm sie zur Kenntnis das der Paladin keine großen Schmerzen hatte, was sie zumindest ein wenig beruhigte. Als er aufstand, sie auf die Stirn küsste und ihr dankte, sah die junge Bognerin mit großen Augen zu Elessar auf. Wie sollte sie diese Geste bloß einordnen?

Das war doch selbstverständlich.

antwortete sie leise.

Ihr habt Recht, es war ein langer Tag und wir sollten uns etwas ausruhen bevor wir morgen weiter reisen.

Zum Glück brannte das Feuer noch immer, so das man nur etwas Holz nachlegen musste. Nachdenklich sah Arinna dem Paladin nach als er vor ihr zum Höhleneingang schritt und fasste flüchtig mit den Fingern ihre Stirn, als wolle sie seiner Berührung nachfühlen. Dann folgte sie ihm in die Höhle und wickelte sich in ihren Umhang bevor sie sich neben das Feuer setzte. Sie würde wohl noch einige Minuten brauchen, bis sie ruhig genug war um sich schlafen zu legen.
« Letzte Änderung: So., 26. Apr 2020, 19:48 von Myriel »
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Elessar Eledhwen

Re:Von Reisen und Schwertern
« Antwort #32 am: Sa., 30. Mai 2020, 20:23 »

Als die beiden im Inneren der Höhle angekommen waren, wickelte Arinna sich in ihren Umhang und setzte sich ans Feuer. Verständlicherweise würde sie noch einige Zeit brauchen, um nach den aufregenden Ereignissen Schlaf zu finden, doch auch Elessar verspürte eigentlich keine Müdigkeit. Da er in diesem Moment allerdings auch keine Lust auf eine Unterhaltung hatte, setzte er sich nicht direkt neben die junge Frau, sondern unweit des Feuers so mit dem Rücken zur Höhlenwand, dass er sowohl Arinna mit dem Feuer als auch den Eingang im Auge behalten konnte. Er lehnte den Kriegshammer griffbereit neben sich, zog dann ebenfalls den Umhang etwas fester um sich und schloss die Augen, um zu meditieren.

Anstatt wie gewohnt innerhalb weniger Augenblicke die innere Mitte seines Geistes zu finden, schweiften seine Gedanken diesmal immer wieder ab und er dachte an seine Unterhaltung mit Myriel, die sich anders entwickelt hatte, als er es geplant hatte. Eigentlich hatte er die Magierin nur um eine Gefälligkeit bitten wollen, doch nun schien sich etwas anzubahnen, was nicht nur für ihn, sondern für ganz Aylann von Bedeutung sein mochte. In drei Tagen würde er Näheres erfahren und obwohl es ihm sonst nicht schwerfiel, sich zu gedulden, wünschte er irgendwie, dass die Zeit schneller vergehen würde. Ein weiterer Gedanke, der ihm die Konzentration raubte, war der Gedanke an Arinna. Nicht auszudenken, wenn ihr heute etwas zugestoßen wäre! Bilder jener Nacht vor langer Zeit, in der seine Schwester vor seinen Augen starb, kamen ihm in den Sinn und jagten ihm kalte Schauer über den Rücken. Dann schnitt der Gedanke an die Nachricht von Domitias Tod schmerzhaft wie ein heißer Dolch durch seinen Kopf. Es war nicht der erste Verlust einer Schülerin, die ihm ans Herz gewachsen war: vor einigen Jahren war Eli kurz nach ihrer Weihe zum Paladin spurlos verschwunden. Ganz zu schweigen vom Verschwinden seiner Liebsten vor so vielen Jahren... Verluste, so viele Verluste!

War der Gerechte der Meinung, dass er nur durch Gram und Verluste zu einem seiner treuesten Streiter werden würde? Er vermochte es nicht zu sagen! Sein Glaube war stark und unerschütterlich und er war sicher, dass er nicht weniger inbrünstig wäre, wenn ihm ein wenig Glück beschieden wäre. Über Schmerz und Trauer erwachte die Sehnsucht nach Liebe wie er sie von Carthangiel erfahren hatte und dann erblickte er endlich diese unendliche Helligkeit und ließ sich fallen...

Als er die Augen wieder öffnete, graute bereits der Morgen. Die Erschöpfung war wohl doch zu groß gewesen und er war während oder über der Meditation eingeschlafen. Waren er während seiner wirren Gedankengänge noch wach gewesen oder war er bereits vorher eingeschlafen und hatte Albträume gehabt? Aus den Augenwinkeln schaute er nach Arinna und hoffte, dass sie nichts bemerkt hatte.

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Arinna von Hohenfels

Re:Von Reisen und Schwertern
« Antwort #33 am: Sa., 06. Jun 2020, 09:46 »

Elessar setzte sich an eine Stelle, von der aus er den Höhlenausgang beobachten konnte und schloss wenig später die Augen. Die Stille zwischen ihnen war nicht unangenehm, schließlich war es spät und sie hatten vor zu schlafen, und dennoch hatte Arinna das Gefühl das etwas unausgesprochenes in Luft lag. Schweigend starrte sie in die flackernden Flammen des Feuers und grübelte eine ganze Weile vor sich hin, bevor sie zu Elessar hinüber sah. Noch immer hatte der Paladin die Augen geschlossen, seine Atemzüge gingen tief und gleichmäßig. Ob er eingeschlafen war? Die junge Bognerin vermochte es nicht zu sagen, nutzte den unbeobachteten Moment aber um ihren Blick auf seinem Gesicht verweilen zu lassen. Sie prägte sich seine ebenmäßigen, edlen Gesichtszüge ein, die hohen Wangenknochen, die spitz zulaufenden Ohren, das lange Haar, fast als wäre sie eine Künstlerin, die später in seiner Abwesenheit ein Bildnis von ihm erschaffen solle. Selbst jetzt strahlte der Elb für sie Güte aus, geboren aus seinem unerschütterlichen Glauben an Paladin. Doch die Ruhe, die ihm sonst innewohnte, schien ihm gerade zu fehlen. Sie konnte sehen wie seine Hand kurz zuckte und auch sein Gesichtsausdruck war längst nicht so entspannt wie er es gewesen war, als er ihr zeigte wie man meditierte. Ein Ast knackte im Feuer, und die junge Bognerin bildete sich ein, das Elessar einen gequälten Laut von sich gegeben hatte. Er musste träumen, und es sah nicht so aus als ob es ein angenehmer Traum war. Kein Wunder, bei all dem, was ihm schon widerfahren war. Er hatte ihr von seiner verstorbenen Schwester erzählt, von seiner verlorenen Liebe und auch von seiner gerade erst verstorbenen Schülerin hatte sie erfahren. Und das waren gewiss nicht alle Dinge, die ihm im Laufe seines langen Lebens widerfahren waren. Leise stand Arinna auf, ging die wenigen Schritte zu Elessar hinüber und hockte sich neben ihn um ihm ganz vorsichtig die Hand auf den Arm zu legen.

Schhhhh, es ist nur ein böser Traum. Schlaft ruhig, ich werde die Nacht über Euch wachen.

Es mochte Zufall sein oder auch nicht, das der Paladin langsam ruhiger wurde, und als die junge Bognerin der Meinung war das er in einen erholsamen Schlaf gefallen war, löste sie ihre Hand wieder von seinem Arm und griff stattdessen nach seinem Schwert. Sie nahm es mit zu ihrem Sitzplatz am Feuer, um es griffbereit zu haben, sollte sich ein weiterer Angreifer zu dieser Höhle verirren, doch für den Rest der Nacht blieb es ruhig draußen im Wald, wenn man von einem vereinzelten Schnauben von Shi´ouya absah. Und als der Morgen dämmerte saß Arinna noch immer an der gleichen Stelle und beobachtete, wie es draußen allmählich heller wurde. Nur das noch immer brennende Feuer, bei dem sie Holz nachgelegt hatte, und die leichten, dunklen Ringe unter ihren Augen verrieten, das sie in der Nacht kein Auge zugetan hatte.

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Elessar Eledhwen

Re:Von Reisen und Schwertern
« Antwort #34 am: Sa., 13. Jun 2020, 16:02 »

Als er bei seinem Blick aus den Augenwinkeln bemerkte, dass Arinna ebenfalls wach war, blickte er sie an und erschrak, denn die dunklen Ringe unter ihren Augen waren für ihn nicht zu übersehen und zeigten wie das immer noch brennende Feuer, dass die junge Frau im Gegensatz zu ihm nicht geschlafen hatte. Er mühte sich ein Lächeln ab und murmelte halblaut:

"Eigentlich wollte ich die Nachtwache übernehmen, damit Ihr sicher schlafen könnt. Aber mir scheint, dass ich Euch die Nachtruhe gestohlen habe, weil ich über der Meditation eingeschlafen bin."

Er erhob sich, um gleich darauf wieder vor ihr in die Knie zu gehen und ergriff ihre Hand, wobei er sprach:

"Verzeiht, werte Arinna!"

Da er in ihrem Blick keine Verärgerung erkennen konnte, erhob er sich wieder und fuhr dann fort:

"Wir sollten uns langsam auf den Rückweg nach Sha'Nurdra machen, damit dieser länger als geplant dauernde Ausflug ein gutes Ende findet, was meint Ihr?"

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Arinna von Hohenfels

Re:Von Reisen und Schwertern
« Antwort #35 am: Fr., 19. Jun 2020, 14:58 »

Elessars halblaute Stimme brachte die junge Bognerin dazu sein Erwachen zu bemerken und sich nach ihm umzudrehen. Trotz der unübersehbaren Zeichen ihrer Müdigkeit lächelte sie dem Paladin zu und wirkte erstaunt, als er vor ihr auf die Knie ging und nach ihrer Hand griff.

Es gibt nichts zu verzeihen. Wenn Ihr bei der Meditation eingeschlafen seid, habt Ihr den Schlaf weitaus nötiger gehabt als ich. Macht Euch keine Sorgen Elessar, es ist nicht die erste Nachtwache, die ich gehalten habe. Auf den Patrouillen der Waldläufer bekommt man häufig wenig Schlaf. Ich kann mich später in der Bognerei ausruhen.

Das zarte Lächeln umspielte noch immer ihre Lippen, auch als Elessar sich schon längst wieder erhoben hatte. Das sie versucht hatte ihn vor Alpträumen zu beschützen wollte sie ihm nicht unbedingt auf die Nase binden, dass es ihr für den Rest der Nacht scheinbar gelungen war, war ihr Lohn genug. Der Paladin schlug vor nach Sha´Nurdra weiter zu reiten und Arinna stimmte ihm sofort zu.

Wenn wir aufbrechen dann werde ich das Feuer löschen.

In weiser Voraussicht hatte sie nur noch kleinere Äste nachgelegt und die Flammen brannten nicht allzu hoch. Mit etwas Wasser und Erde gelang es Arinna rasch es zu ersticken und dafür zu sorgen, dass die Glut nicht für einen ungewollten Brand sorgen konnte. Dann packte sie die wenigen Sachen zusammen, die sie herausgeholt hatten und folgte Elessar nach draußen, wo Shi‘ouya schon auf sie wartete. Sie suchten sich einen Weg durch das Unterholz zurück auf die Strasse und bereits kurze Zeit später waren sie unterwegs in Richtung Elfenstadt.

Der gleichbleibende Hufschlag der eleganten Stute und die beruhigende Nähe und Wärme von Elessar in ihrem Rücken sorgte dafür das Arinna sich zunehmend entspannte und schläfriger wurde. Irgendwann lehnte sie sich ganz an den Paladin an und schloss die Augen, nur für einen Moment, und überließ es ganz ihm Shi´ouya den Weg zurück zu weisen.

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Elessar Eledhwen

Re:Von Reisen und Schwertern
« Antwort #36 am: So., 05. Jul 2020, 13:37 »

Nachdem Arinna das Feuer gelöscht hatte und sie zum Aufbruch bereit waren, machten sie sich auf den Weg. Vorsichtig geleitete der Paladin ihre kleinen Gruppe durch das lichte Unterholz, bis sie hinter dem Hindernis, das am Abend zuvor ihren Weg versperrt hatte, wieder auf die Straße gelangten, dann stiegen beide auf den Rücken der Stute, die sie anschließend langsam und gleichmäßig der Stadt des Lichts näherbrachte.

Die Eintönigkeit des Hufschlags und der Mangel an Schlaf bewirkten, dass Arinna sich mehr und mehr entspannte und sich näher an den Paladin schmiegte und bald darauf gewahrte Elessar, dass die junge Frau eingeschlafen war. Behutsam, um sie nicht zu wecken, legte er beide Arme um sie und genoss ihre Nähe und Wärme, bis sie das Tor in der Hecke, die die Elfenstadt umgab passiert hatten und Shi'ouya mit einem leisen Schnauben vor dem Forsthaus zu stehen kam. Da er es nicht übers Herz brachte, Arinna zu wecken, tätschelte er mit einer Hand Shi'ouyas Hals, um der Stute zu zeigen, dass alles in Ordnung sei und hielt die junge Frau weiterhin im anderen Arm. Im Schlaf war sie ein wenig zur Seite gerutscht, so dass er ihr ins Gesicht blicken konnte. Sanft strich er ihr eine Strähne ihres Haares aus der Stirn und freute sich über ihren friedlichen Anblick. Er war nicht in Eile und es würde nichts schaden, wenn sie noch ein wenig ausruhen könnte.


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