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   Autor  Thema: Die Privaträume des A´sel Yar (Die obere Etage der Bognerei) (Gelesen 224 mal)
Arinna von Hohenfels

Die Privaträume des A´sel Yar
« am: Mo., 24. Feb 2020, 00:29 »

Arinna führte Naveen durch die Bognerei in eine kleine Küche, aus der eine Treppe in das obere Geschoss der Hauese führte. Der große Wohn- und Schlafraum, der sich im Obergeschoss befand, war mit einem dunkelgrünem Vorhang abgeteilt worden, so das es nun einen Wohnbereich und zwei  kleinere Schlafbereiche gab. Einer davon war nicht einsehbar, denn Elvedina hatte sich seit Wochen nicht mehr in der Bognerei blicken lassen. Der Vorhang zu Arinnas Schlafbereich war aufgezogen, denn die junge Frau hatte nicht mit Besuch gerechnet. Dennoch schien es sie nicht zu stören, denn ihr Bett war gemacht, es lag nichts unordentlich herum und somit gab nicht schlimmes zu sehen. Die Dunkelhaarige machte einige Schritte in den Raum hinein und drehte sich dann, noch immer mit der Flasche in der Hand zu dem Elben um.

Stuhl oder besser hinlegen? Was macht das Arbeiten für Dich angenehmer?

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Naveen

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #1 am: Mi., 26. Feb 2020, 16:39 »

"Wenn ich das wüsste!" Lachte der Elf.
"Es ist doch auch mein erstes Mal." Er zwinkerte der jungen Frau kurz zu und sah sich um.
"Wenn du Angst vor einer Ohnmacht hast und lieber liegen möchtest.. nun.. das ist sicherlich machbar. Aber ich glaube.."

Der Schneider zog einen der Stühle hervor und drehte ihn so, dass er zur hellsten Stelle zeigte.

"Wenn du dich rittlings auf den Stuhl setzen würdest und die Arme vielleicht auf der Rückenlehne..."
Er sprach nicht weiter, sondern zeigte an, wie es für ihn am Sinnvollsten schien.

"Und normalerweise kleide ich Damen an, aber ich fürchte der Stoff wird auch ein wenig hinderlich." Naveen konnte ein Grinsen nicht unterdrücken.

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Arinna von Hohenfels

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #2 am: Fr., 28. Feb 2020, 13:28 »

Arinna war froh das Karam irgendwo in der Werkstatt steckte und so die Worte des Schneiders nicht hören konnte, denn man hätte sie gewiss auch falsch verstehen können.

Ohnmächtig war ich noch nie. Ich vermute dann werde ich es auch jetzt nicht werden.

Sie sah zu Naveen als dieser einen Stuhl ins Licht zu und ihr vormachte, welche Position er für sinnvoll hielt. Dann nickte sie und holte zwei Handtücher aus einem Schrank. Eines hing sie über die Lehne des Stuhls, eines legte sie gefaltet auf den niedrigen Tisch neben die Schnapsflasche.

Brauchst Du noch irgendetwas? Wasser, Tücher oder sowas?

Sie selbst war dafür möglichst schnell anzufangen, bevor einen von ihnen doch noch der Mut verließ. Als der Elf von störendem Stoff sprach und dabei anfing zu grinsen warf sie ihm einen halb verunsicherten, halb belustigten Blick zu.

Das ist mir schon klar. Ich habe gleich an meinem ersten Tag in dieser Stadt gelernt das Elfen deutlich weniger Schamgefühl besitzen als Menschen. Außerdem hoffe ich, das Du schon mehr als eine Frau ohne Kleidung gesehen hast und Dich daher nicht davon stören lässt.

Arinna selbst kostete es durchaus Überwindung sich auszuziehen. Zum Glück bevorzugte sie seit geraumer Zeit Hosen, so das es reichte das sie das Leinenhemd heraus zog und damit anfing die Verschnürung zu lösen. Dabei redete sie sich ein, das dies hier ähnlich einem Besuch bei einem Heiler war, der seinen Patienten oft auch nicht bekleidet behandeln konnte. Außerdem hatte sie sich seit sie mit Elessar in der Schwitzhütte gewesen war vorgenommen ihre Hemmungen abzulegen. Dies war eine gute Gelegenheit diesem Vorsatz nachzukommen. Sie drehte Naveen den Rücken zu, atmete tief durch und zog das Hemd über den Kopf. Dann setzte sie sich rittlings auf den Stuhl und legte die Arme auf die Lehne, so wie Naveen es ihr vorgemacht hatte.

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Naveen

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #3 am: Fr., 28. Feb 2020, 16:03 »

Während Arinna sich für die Tätowierarbeiten bereit machte, begann auch Naveen damit, sich vorzubereiten.

Zunächst rollte der Schneider eine Stoffbahn aus und legte sie auf Arinnas Tisch. Dann platzierte er darauf nach und nach mehrere Nadeln, Fäden und unterschiedliche Gefäße mit Tinten und Tinkturen. Zudem zündete er eine der Kerzen aus Arinnas Stube an.
"Es wird noch einen Moment dauern.. ich möchte die Nadeln noch einmal entkeimen." Erklärte der Schneider sich und hielt dann nach und nach eine Nadel nach der anderen über das Feuer, bevor er sie wieder auf der Stoffbahn auslegte.

"Zuerst werde ich das Symbol mit herkömmlicher Tusche auf die Haut aufmalen." begann er seine Arbeit im Vorfeld zu erklären.
"Danach wende ich zwei unterschiedliche Techniken ein. Einen Großteil werde ich einfach in die Haut einstechen. Einige feinere Linien werde ich aber mit der Hilfe von Nadel und Faden machen. Aber du wirst den Unterschied schon merken."
Er lächelte, auch wenn Arinna es nicht sehen konnte.

Ein weiterer Stuhl wurde vom Elfen herbei geholt, er nahm eine Feder und ein Fässchen mit roter Tinte und begann dann in feinen Linien das gewünschte Symbol auf Arinnas Haut zeichnen.
"Das sollte höchstens ein wenig Kitzeln." sprach er und klang dabei selbst recht amüsiert.
"Außerdem kannst du dir ein erstes Bild machen, wie sich die Tätowierung auf deiner Schulter machen wird - und dir überlegen, ob es nicht doch ausreicht, das Symbol nur ab und an nachzumalen, anstatt es gleich zu stechen."

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Arinna von Hohenfels

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #4 am: Di., 03. Mär 2020, 09:36 »

Arinna drehte den Kopf, als sie hörte wie Naveen anfing zu kramen und Möbelstücke zurecht schob. Interessiert beobachtete sie wie der Schneider eine Nadel nach der anderen über die Flamme der Kerze hielt.

Was bedeutet entkeimen Naveen?

fragte sie nach, da sie den Begriff noch nie gehört hatte und sich auch aufs Heilen nicht verstand. Dann folgte sie seinen weiteren Erklärungen aufmerksam und nickte schließlich.

Also erst aufmalen, dann anschauen und anschließend stechen. Ich habe zwar noch nicht ganz verstanden wozu der Faden bei dünnen Linien gut sein soll, aber ich glaube es ist auch viel wichtiger, das Du es weißt.

Der Schneidermeister ließ Worten Taten folgen und nur wenig später spürte Arinna wie die Spitze der Feder über ihre Haut malte. Sie bemühte sich möglichst still zu sitzen, damit die Zeichnung nicht verwackelte.

Ich glaube ich brauche nicht darüber nachzudenken. Wie soll ich es selbst nachmalen? Ich müsste ständig jemanden darum bitten und ich wüsste auch gar nicht wen. Außerdem habe ich das Gefühl das es ein jetzt oder nie Moment ist. Kennst Du das? Dieses Gefühl eine einmalige Chance zu haben, die sich nie wiederholen wird?

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Naveen

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #5 am: Mi., 04. Mär 2020, 15:51 »

"Entkeimen? Nun, das Feuer reinigt die Nadel. Kein Schmutz soll mehr an ihr haften. So verhindert man, dass dieser unter deine Haut kommt und sie eitern lässt."

Der Elf war selbst erstaunt, dass es ihm keine Probleme machte, einerseits die feinen Linien auf Arinnas Haut zu ziehen, andererseits aber noch mit ihr das Gespräch zu führen.
Die Tuschezeichnung dauerte nicht länger als ein paar Minuten. Mit einem sauberem Tuch nahm der Schneider die überzählige Tinte auf, beäugte das Symbol einen Moment und griff dann nach einem Handspiegel.

"Hast du noch einen zweiten Spiegel? Dann könnte ich dir das Symbol zeigen. Und du könntest mir sagen, ob Größe und Position so deiner Vorstellung entsprechen. Ansonsten muss ich wohl mit dem Bimsstein dran." Auch wenn Arinna den Elfen nicht sehen konnte, war sein amüsiertes Schmunzeln nicht zu "überhören".

Er half der jungen Frau und richtete wenig später den Spiegel so aus, dass sie das Spiegelbild der roten Tuschezeichnung erkennen konnte.

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Arinna von Hohenfels

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #6 am: Di., 10. Mär 2020, 18:09 »

Dann entkeime die Nadeln besser gründlich. Schmutz, der unter der Haut vereitert, hört sich ziemlich ekelig an.

sagte Arinna, und ließ den Schneider in Ruhe seine Arbeit erledigen ohne weitere neugierige Fragen zu stellen. Auch als er mit der Tusche die Zeichnung auftrug, saß die junge Frau ganz still und versuchte sich möglichst nicht zu bewegen. Erst als Naveen fertig war und nach einem zweiten Spiegel fragte nickte sie.

Da drüben in der Schublade müsste noch einer sein. Ich habe hier etliche Dinge von der Vorbesitzerin gefunden.

Sie deutete auf eine Kommode, machte aber keinerlei Anstalten selbst aufzustehen, sondern wartete bis Naveen ihr einen Spiegel in die Hand gab um sein Werk zu betrachten.

Das sieht sehr gut aus. Bimsstein ist nicht nötig. Ich habe ja gleich gesagt das Du wunderbar zeichnest.

Ihr Lächeln zeigte deutlich, das sie das nicht nur sagte um dem groben Scheuern zu entgehen.


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Naveen

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #7 am: Do., 12. Mär 2020, 09:47 »

"Wunderbar." antwortete der Elf und atmete tief durch.

"Dann kommen wir jetzt wohl zum schmerzhaften Teil."

Er reckte und streckte sich noch einmal. Vergewisserte, dass alles, was er in der nächsten Zeit benötigte vor Ort lag. Ein leises Seufzen - Naveen fiel die Vorstellung, Arinnas reine Haut für immer zu verändern noch immer schwer - ein paar Handgriffe später und dann stach die Nadel das erste Mal in Arinnas Haut.

Einmal, zweimal, immerwieder. Nach jeder Salve Stiche folgte ein Moment, in dem der Farbe auftrug, wieder stach, Farbe auftrug, wieder Arinnas Haut durchlöcherte.

"Ist es auszuhalten?" Fragte er schon recht früh und versuchte daraufhin Arinna in ein Gespräch zu verwickeln um sie abzulenken.

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Arinna von Hohenfels

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #8 am: So., 15. Mär 2020, 15:27 »

Während Naveen sich reckte und seine Sachen noch einmal überprüfte, atmete Arinna noch einmal tief durch. Sie hatte keine Ahnung wie groß die Schmerzen sein würden und konnte nur hoffen, das es sich halbwegs aushalten ließ. Ihr Blick wanderte zu der Flasche Schnaps auf dem Tisch, dann beschloss sie erst einmal abzuwarten. Der Schneider war so weit und setzte die Nadel an. Es pikste, es war unangenehm, doch es tat nicht zu sehr weh, zumindest noch nicht. Wieder bemühte Arinna sich darum möglichst still zu sitzen, damit Naveen es leichter hatte.

Ja, es geht schon.

erwiderte sie also auf seine Frage, als er nach kurzer Zeit fast besorgt nachfragte. Trotzdem war sie froh, das er versuchte sie mit einem Gespräch abzulenken. Ihn nach seiner Herkunft zu fragen vermied sie, da er das Thema Sha´Nurdra vorhin rasch beendet hatte und sie daher nicht weiter nachhaken wollte. Die Gefahr in ein Fettnäpfchen zu treten war ihr einfach zu groß. Daher versuchte sie es mit etwas anderem, das hoffentlich nicht kein ähnlich sensibles Thema war.

Sag Naveen, wie kommt es, das Du ausgerechnet den Beruf des Schneiders ergriffen hast? Ich meine Du verstehst Dein Handwerk, Dein Ruf eilt Dir durch das Land voraus... Hast Du irgendwann bemerkt das Du ein besonderes Talent dafür besitzt Kleidung zu kreieren? Oder hast Du aus der Not eine Tugend gemacht?

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Naveen

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #9 am: Mi., 06. Mai 2020, 15:20 »

"Noch vor wenigen Jahren hätte ich wohl nie daran geglaubt, mit einer Schneiderei in einer Stadt wie Nuru sesshaft zu werden."
Antwortete der Schneider zögernd auf Arinnas Frage.
"Ich habe mich nie zur Schneiderei berufen gefühlt, da war mehr der Zufall im Spiel..  und wohl ein Hauch Talent."
Der Elf bearbeitete weiter die Haut der jungen Frau. Irgendwann machte er eine größere Pause.
"Tatsächlich glaube ich, dass es weniger meine Fingerfertigkeit ist, die einen gewissen Ruf in Aylann ausgelöst hat. Es ist einfach eine andere Sicht auf die Dinge, auf Materialien, Stoffe, die ich habe und die dem ein oder anderen gefällt.."

Zwischendurch bekam Arinna mit, wie der Elf die Nadel fort legte und nach etwas anderem griff. Dann erläuterte Naveen sein Vorgehen.
"Ich tauche jetzt einen Faden in die Tinte. Diesen werde ich langsam durch deine Haut ziehen, wo er eine feine Linie hinterlassen sollte. Feiner, als es eine Nadel kann." Gesagt getan. Dieses Vorgehen fühlte sich anders an, als die Stiche zuvor. Es war nach dem Einstich nicht schmerzhafter, fühlte sich mehr wie ein Kitzeln unter der Haut an, hatte aber dennoch eine eigenartige Intensität.
"Gleich hast du es geschafft..."

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Arinna von Hohenfels

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #10 am: Mo., 25. Mai 2020, 19:41 »

Arinna musste zugeben, das sie über die Pause, die Naveen machte, nicht gerade böse war. Waren die Nadelstiche zuerst nur unangenehm gewesen, so schmerzten die Stellen, auf denen er gefühlt öfter zustach, inzwischen doch ordentlich. Die Bognerin fragte sich gerade ob sie vielleicht ein Weichei war, was Schmerzen anbelangte, oder ob es jedem so ging, der sich eine Tätowierung stechen ließ. Sie nutzte die Pause um sich ein wenig zu bewegen und tief durchzuatmen.

Nun, vielleicht ist es gerade das, was man als Talent bezeichnet. Wer eine andere Sicht auf Dinge hat, setzt sie oft anders um und kreiert damit wunderbare neue Dinge. Die reine Technik um etwas herzustellen kann man jedem beibringen, wenn derjenige es nur oft genug übt. Doch ein Meister seines Fachs ist zu wesentlich mehr in der Lage.

steuerte die Dunkelhaarige ihre Gedanken zu dem Gespräch bei.

Was tust Du da gerade Naveen?

fragte sie anschließend nach, hauptsächlich weil sie wissen wollte ob er schon fertig war, und der Schneidermeister zögerte nicht es ihr zu erklären.

Das hört sich gruselig an.

stellte sie dann fest, denn der Gedanke, das ihr ein Faden unter der Haut lang gezogen werden sollte, gefiel ihr gar nicht. Dennoch hielt sie still als der Elf erneut zustach. Es kitzelte, auf eine seltsame Art und Weise, die sie zum Glück nicht zum lachen brachte. Ein äußerst merkwürdiges Gefühl.

Gut. Wenn Du fertig bist, gönne ich mir glaube ich noch einen Schluck von dem Hochprozentigen.

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Naveen

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #11 am: Mo., 08. Jun 2020, 11:49 »

"Dann...." Arinna fühlte ein paar letzte Stiche auf ihrer Haut.

"Darf ich jetzt wohl "Zum Wohl!" sagen. Du hast es geschafft."
Der Schneider legte sein Werkzeug zurück, griff nach einem Tuch und wischte sich damit über die Stirn.
Dann holte er den Handspiegel wieder hervor.

"Es ist ein wenig rot und die Haut leicht angeschwollen. Das sollte sich aber in den nächsten Tagen geben.
Was die weitere Versorgung angeht, bin ich mir nicht ganz sicher. Ich würde dir eine Wundbinde anlegen, die du bis morgen tragen solltest. Und .."


Er rieb sich über den Nacken.
".. sobald sich irgendetwas seltsam anfühlt, solltest du die Apotheke aufsuchen."
So sprach er - hoffte dabei aber inständig, dass dies nicht auf Arinna zukam.

"So, jetzt schau aber mal."
Geschickt half er Arinna wieder mit dem Spiegel.

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Arinna von Hohenfels

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #12 am: Di., 16. Jun 2020, 12:39 »

Oh, Du bist fertig? Das ist gut.

man konnte der jungen Frau die Erleichterung anhören. Es war nicht so schlimm gewesen das sie vor Schmerzen hätte schreien wollen, aber sie war dennoch froh das es vorbei war. So stürzte sie sich auch nicht gleich auf die Schnapsflasche, sondern blieb noch ruhig sitzen, bis Naveen ihr die Tätowierung im Spiegel zeigte. Ja, er hatte recht, die Haut war rot und leicht geschwollen, und dennoch konnte man das Motiv, das der Schneidermeister gestochen hatte glasklar erkennen. Seine Linienführung war präzise und gerade, ebenso wie sie es mit dem Kohlestift auf Pergament war. Es sah tatsächlich so aus als hätte er es in einem Schwung aufgemalt und nicht Punkt für Punkt unter die Haut gestochen. Arinna war höchst zufrieden und schwer beeindruckt.

Es sieht wunderschön aus Naveen. Das hast du ganz hervorragend gemacht. Ich würde glatt behaupten Du hast Talent dafür.

meinte sie mit einem Augenzwinkern. Es wäre doch irgendwie schade wenn der Schneider seine neu erworbenen Fähigkeiten wieder einrosten lassen würde. Nachdem sie das neue Kunstwerk auf ihrem Rücken ausgiebig betrachtet und Naveen es wie angekündigt mit einem Verband versorgt hatte, stand Arinna auf und zog ihr Hemd wieder an. Erst dann steuerte sie auf die Flasche mit dem Hochprozentigen zu und griff nach einem Glas bevor sie Naveen fragend ansah.

Möchtest Du jetzt einen? Und was bekommst Du für Deine Mühe von mir?

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Naveen

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #13 am: Mo., 29. Jun 2020, 10:57 »

"Wer hätte gedacht, dass ich in meinem Alter noch neue Talente an mir entdecke." Feixte der Schneider und begann seine Utensilien einzupacken, während Arinna sich wieder anzog.
"Perücken, Tätowierungen, eine neue Garderobe.. ich kann quasi aus jedem einen neuen Menschen machen." Er lachte und trat auf Arinna zu. Auch er griff nun zu einem Glas.

"Tatsächlich stoße ich jetzt sehr gerne mit dir an. Ich gebe zu, das Ganze war auch für mich recht aufregend."
Auf dem Gesicht des Schneiders lag ein breites Grinsen und er wirkte zufrieden und durchaus erleichtert. Er hatte sich vorher genügend Dinge ausgemalt, die hätten schief gehen können - doch offenbar hatte sich die gründliche Vorbereitung ausgezahlt.

"Ich bekomme nichts von dir." Entgegnete er dann.
"Du hattest immerhin ein unglaubliches Vertrauen in mein Können, das ist mehr wert, als jede Goldmünze."

Er hob das Glas an und prostete Arinna zu.
"Nun denn, auf die Zeichen des Glaubens und verborgene Talente." Schnell kippte er den Hochprozentigen runter und genoss das scharfe Brennen, welches das Getränk in seiner Kehle hinterließ.

"Aber.." Naveen zögerte.
"Vielleicht.. hättest du Lust mich in den kommenden Tagen auf einen Ausritt zu begleiten? Ich könnte eine ortskundige Führerin durch die Wälder Sha'Nurdras gebrauchen."

Wie lange war er nicht mehr ausgeritten? Er hatte Tara ausbilden lassen, aber sich seitdem nicht mal mehr einen ganzen Nachmittag für einen Ritt frei nehmen können. Zudem bemerkte er immer häufig einen Schwermut an sich, den er so weder kannte noch erklären konnte. Er sah seine Freunde zu selten, er ging noch seltener alleine ins Gasthaus und ein wirkliches Abenteuer - sowohl amouröser als auch erlebnisreicher Art - ließ auch auf sich warten.
Vielleicht war es gar nicht so verkehrt, bei einem Ritt durch die Elfenwälder den Kopf klar zu bekommen.

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Arinna von Hohenfels

Re:Die Privaträume des A´sel Yar
« Antwort #14 am: Fr., 03. Jul 2020, 17:54 »

Arinna schmunzelte über Naveens Aussage und fügte hinzu:

Das hört sich doch nach einer Marktlücke an. "Naveens Rundumerneuerung. Kommen sie und staunen sie selbst. Diese Woche im Sonderangebot."

Die junge Frau grinste noch immer als sie den Hochprozentigen die zwei Gläser eingoß und dem Schneidermeister dann zuprostete.

Auf gelungene Kunstwerke und großzügige Künstler. Du hast was gut bei mir.

sprachs und kippte den Schnaps herunter.

Brrr. Lecker ist anders. Aber es erfüllt seinen Zweck hoffe ich.

Denn jetzt, wo die Wirkung des Adrenalins langsam nachließ zog es ganz ordentlich auf ihrem Schulterblatt. Normalerweise trank Arinna so gut wie gar nichts, und wenn dann eher Bier statt Schnaps, daher hoffte sie das die Wirkung des Alkohols bald einsetzen und den Schmerz abdämpfen würde.
Naveens nächste, eher zögerlich gestellte Frage überraschte Arinna, denn bisher hatte sie den Eindruck gewonnen das der Elf nicht sonderlich viel mit seinem Volk und der Elfenstadt zu tun haben wollte.

Ich würde Dich gern auf Deinem Ausritt begleiten Naveen. Es gibt da nur ein kleines Problem: ich besitze kein Pferd.

Sie runzelte leicht die Stirn, nahm erneut die Flasche zur Hand und füllte die Gläser nach. Inzwischen hatte sie das Gefühl das nahezu jeder ein Pferd besaß und das sie sich möglichst bald auch eines anschaffen sollte.

Das heißt Du müsstest mich entweder auf deinem Pferd mitnehmen oder wir gehen zu Fuß.

Was wohl in beiden Fällen bedeutete das ihm ein schneller freier Galopp verwehrt bleiben würde.

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